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MÄRZ 2016 harpersbazaar.de WILD 70 LOOKS, DIE SPASS MACHEN: UNGEZÄHMTE BEACH-KLEIDER, STATEMENT-TASCHEN & DAS NEUE

MÄRZ 2016

harpersbazaar.de

WILD

70 LOOKS, DIE SPASS MACHEN:

UNGEZÄHMTE BEACH-KLEIDER, STATEMENT-TASCHEN & DAS NEUE CROSS-STYLING

ASIAN BEAUTY:

DIE REVOLUTION DER SCHÖNHEITSPFLEGE

THING

STARKE FRAUEN: PATTI SMITH, AMY ADAMS & ALESSIA CARA

CHANEL-Kundenservice - Tel. 01801-24 26 35 (3,9 Ct/Min. aus dem Festnetz, max. 42 Ct/Min. aus Mobilfunknetzen).

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Kendall Jenner, Model

in #mycalvins

I flex

FKA twigs, Artist

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Foto SOFIA SANCHEZ UND MAURO MONGIELLO

Foto SOFIA SANCHEZ UND MAURO MONGIELLO INHALT 198 Warten auf Robinson Crusoe: hier in einem Spitzenkleid

INHALT

198 Warten auf Robinson Crusoe: hier in einem Spitzenkleid von Miu Miu und Stiefeln von
198 Warten auf Robinson
Crusoe: hier in einem
Spitzenkleid von Miu Miu
und Stiefeln von Etro

TITEL

110

STATEMENT-TASCHEN Die neuen

54

FLOTTER ZWEIER Bootie oder

Bags sind kapriziöse Wesen

Mule? Diese Schuhe sind beides

122

BEAUTY AUS FERNOST Unsere

55

GUT BEI KASSE Reich geschmück-

TROPHÄENJAGD Safari-Jacken

Reporterin Xifan Yang erkundet Schönheitskliniken und Beauty- Stores in Seoul

56

te Portemonnaies rechnen sich auch fürs Kleingeld

138

AMY ADAMS Der Hollywoodstar über die Kunst der Verwandlung

tragen wir im Geist der Seventies, wie Lauren Hutton und Veruschka

und Sportgeräte in der Handtasche

58

BLOSSOM BAGS Mit Fendis

147

DAS NEUE CROSS-STYLING

Blüten-Taschen fängt der Früh-

FOOTWORK Schön praktisch!

Carine Roitfeld kreuzt die Key- Looks der Saison mit Schutz-

PATTI SMITH Mit M Train legt die

59

ling jetzt schon an

192

brillen und Gummistiefeln

Babouches und Slipper passen zu fast allem

Rock-Ikone ihr zweites Buch vor. Wir treffen sie zum Interview

60

MATCHPOINT  Seidenschuhe und Bucket Bag von Hermès –

BLAUPAUSE  Dunkel, hell,

198

BEACH-KLEIDER Outfits für

im Partnerlook unschlagbar

ungezwungene Tage am Strand

61

BAZAAR LOVES

akkurat oder ausgefranst? Wir lieben Denim in jeder Variante

51

LOOK OF THE MONTH Punk lebt!

62

IN THE ARMY NOW  Military

Die aktuelle Fusion von Glamour und Underground inspiriert uns

ist auf dem Vormarsch: Versace zeigt, wo es langgeht

53

TRICKY  Chaos Magic ist angesagt:

63

RING FREI Das muss gefeiert

Diese Gucci-Tasche mixt Streifen, Blumen und Bienchen

werden! Cocktailringe treffen sich zur Party an einer Hand

STYLE

64

SOLOKÜNSTLER Overalls sind schnell zu stylen und supercool. Nur der Schnitt will sorgfältig gewählt sein

66

FABULOUS

AT EVERY AIRPORT

Looks für New York, Venedig, Los Angeles und Nizza

70

ZART REBELLISCH  Gib Kontra!

Lingerie-Kleider kombinieren wir mit Leder und geraden Schnitten

78

SECRET GARDEN  Wir reisen dem

Frühling entgegen. In unserem Koffer? Lauter Blumenkleider

80

FERIEN IM SAND Cremetöne wirken Wunder bei Reizüberflutung

82

ASIA-POP Mit Flüssigwachs auf Stoffen malen: Batiktechnik führt uns in ihre Heimat Bali

84

DANISH GIRLUnser Cover- Model Mathilde Brandi ist der Shootingstar der Szene

86

24 HOURS Ein Tag in Manhattan mit der Bloggerin Garance Doré

88

LOVE LETTER  Tommy Hilfiger über Schlaghosen, Räucherstäbchen und die größten Mutproben

Foto GREGOR HOHENBERG

166 Schön wie Lee Miller: Im Jumpsuit von Comptoir des Cotonniers, Rock von Escada und Top von Brunello Cucinelli

91 STIMME DER UNVERNUNFT  

Warum sind Frauenfreund- schaften nur so verrückt, fragt sich unsere Kolumnistin

92 STYLE NOTES Monclers neue Daunenjacke, eine Schaukel von Patricia Urquiola und Louboutins Münchner Boutique

ACCESSOIRES

110

TAKE ME AWAY!  Taschendesigner waren selten so kreativ

118

NOTES Handwerkskunst aus Mexiko, Schmuck vom Bildhauer und das Leuchten blanker Steine

BEAUTY

122

SCHÖNE GRÜSSE AUS SEOUL

Wie wär’s mit einem Lunchtime- Lifting? In Südkorea ist glatte Haut das höchste Gut

126

ASIAN BEAUTY Pflegeprodukte aus Fernost, ausgewählt von der Bazaar-Redaktion

128

MUSIK IST TRUMPF Wangen,

Lippen, Haar und Nägel glänzen jetzt wie Schallplatten

130

DER SCHÖNSTE BEWEIS Jennifer

Aniston verrät uns, wie sie Hollywoods Haar-Fee wurde

132

NOTES Pflege mit reinem Gold, Düfte von Armani und das Maison Valmont in Berlin

ZEITGEIST

FASHION

147

UNDER CONSTRUCTION Carine

Roitfeld inszeniert Frühjahrslooks

166

EINE STARKE FRAU Unsere modi-

sche Hommage an Lee Miller

182

GROSSE FREIHEIT  Die ersten

warmen Tage begrüßen wir mit Farbspielen und weiten Schnitten

198

WAITING FOR CRUSOE Schiff-

bruch mit Stil: federleichte Outfits für die nicht ganz einsame Insel

135

DAS INSZENIERTE SELBST  

FEATURE

Rebecca Casati über Selfie-

180

IMMER  AM LIMIT  Model, Muse,

Exzesse und Künstlerporträts in egozentrischen Zeiten

Fotografin: Lee Miller stürzte sich in jede Lebensrolle

138

CATCH ME IF YOU CAN In

192

PATTI SMITH Die Sängerin über

Hollywood auf der Überholspur:

Gespräche mit Toten und die

Schauspielerin Amy Adams

Würde des Hausfrauenalltags

140

EINSTEINS VERMÄCHTNIS

Food-Autorin Luisa Weiss

REISE

erforscht neue Aromen

211

WELTSTADT IM AUFBRUCH

142

HELDIN IM FLANELLHEMD

Hongkong will Asiens Kunsthaupt-

R&B-Sängerin Alessia Cara bezaubert uns mit ihrer Lässigkeit

stadt werden. Wir streifen durch die Galerien

144

NOTES  Zwei Dada-Ausstellungen, ein großer New-York-Roman und ein Epos im Kino

216

NOTES  Wellbeing-Workshops in Porto, Strandspiele mit Chanel und ein Ceviche-Restaurant in Paris

INHALT

42

IMPRESSUM

46

EDITORIAL

49

CONTRIBUTORS

210

BAZAAR-ADRESSEN

219

HOROSKOP MÄRZ 2016

220

HOW BAZAAR

219 HOROSKOP MÄRZ 2016 220 HOW BAZAAR Cover März 2016 Mathilde Brandi fotografiert von Terry

Cover März 2016

Mathilde Brandi fotografiert von Terry Tsiolis

Styling Kerstin Schneider Haare Nabile Harlow @ De Facto Inc. Make-up Frankie Boyd @ Tim Howard Management Maniküre Dawn Sterling @ Melbourne Artists Management Casting The Establishment

Mathilde trägt einen Blazer von Boss. Geschminkt wurde sie mit Produkten von Shiseido:

Grundierung „Sheer and Perfect Compact Foundation“, Wimperntusche „Full Lash Volume Mascara“ , Augenbrauenpuder „Eyebrow Styling Compact“, Lippenstift „Veiled Rouge“ in Ton „Caprice PK314“

Die April-Ausgabe von HARPER’S BAZAAR erscheint am 9. MÄRZ 2016

BERLIN

DÜSSELDORF

FRANKFURT

HAMBURG

KÖLN

MÜNCHEN

VERLEGER PROF. DR. HUBERT BURDA HERAUSGEBERIN PATRICIA RIEKEL CHEFREDAKTEURIN KERSTIN SCHNEIDER CREATIVE DIRECTOR AT
VERLEGER
PROF. DR. HUBERT BURDA
HERAUSGEBERIN
PATRICIA RIEKEL
CHEFREDAKTEURIN
KERSTIN SCHNEIDER
CREATIVE DIRECTOR AT LARGE
JOEL BERG
ART DIRECTOR
FASHION DIRECTOR
EMRAH SEÇKIN
MANAGING EDITOR / CVD
KAI MARGRANDER
COSIMA JÄCKEL
STV. ART DIRECTOR
CLAUDIA TRÖSCHER
TEXTCHEFIN
DIRECTOR JEWELLRY,
ACCESSORIES AND DESIGN

PHOTO EDITOR

UTE JOOS

PHOTO ASSISTENZ

LAURA KAHLE

BEAUTY AND HEALTH DIRECTOR

JULIE GORKOW

BEAUTY EDITOR

FRANZISKA MARR STEPHANIE NEUBERT

DR. HILTRUD BONTRUP

WRITER AT LARGE

REBECCA CASATI

SENIOR FEATURES EDITOR

MIRIAM STEIN

DIGITAL MANAGER

JULIA STOKLASA

DIGITAL ASSISTENZ

ALEXANDER LA GUMA

ASSISTENT DER CHEFREDAKTION

ECKHARD PÄCKERT

STEPHAN MEYER

BOOKING EDITOR

STEFANIE ROTH

FASHION EDITOR

CAROLINE LEMBLÉ

FASHION ASSISTENZ

ANN-CATHERINE HEIMANN

CAROLINE LEMBLÉ FASHION ASSISTENZ ANN-CATHERINE HEIMANN FASHION SERVICE SANDRA VYCICHLO MITARBEITER DIESER AUSGABE A

FASHION SERVICE

SANDRA VYCICHLO

MITARBEITER DIESER AUSGABE

AUTOREN MAAIKE BEEKERS, AGLAJA BRIX (PRAKTIKANTIN MODE), JOAN JULIET BUCK, JULIA GROSSE, ANNABELLE HIRSCH, MARIE-CHRISTIN JASTER (PRAKTIKANTIN ONLINE), JESSICA JOFFE, SUSANNE KLEIN (CO-TEXTCHEFIN), TARA LAMONT-DJITE, MADELEINE MACHOLD (PRAKTIKANTIN MODE), KRISTIN RÜBESAMEN, ELSA SONNTAG (PRAKTIKANTIN BEAUTY), MARLENE SØRENSEN, LUISA WEISS, CORINNA WILLIAMS, GUNDA WINDMÜLLER (VOLONTÄRIN), XIFAN YANG

ÜBERSETZUNG EBBA D. DROLSHAGEN, TANJA HANDELS

GRAFIK DANIEL FÜRST, CARSTEN SPIELMANN, JAN ZIEGNER

FOTOGRAFEN JENS BÖSENBERG, SCHAH EGHBALY & PHILIPP BÖGLE, EMMA HARTVIG, STEVE HIETT, GREGOR HOHENBERG, BJORN IOOSS, SOFIA SANCHEZ UND MAURO MONGIELLO, STEVEN SEBRING, TAKAY, TERRY TSIOLIS, STEFAN ZSCHERNITZ

STYLISTEN CARINE ROITFELD, SASA THOMANN

STEFAN ZSCHERNITZ STYLISTEN CARINE ROITFELD, SASA THOMANN ILLUSTRATOREN STINA WIRSÉN LITHO VLADIMIR MILAŠINOVI

ILLUSTRATOREN STINA WIRSÉN

LITHO VLADIMIR MILAŠINOVI

ILLUSTRATOREN STINA WIRSÉN LITHO VLADIMIR MILAŠINOVI SCHLUSSREDAKTION KRESSE & DISCHER GMBH, OFFENBURG

SCHLUSSREDAKTION KRESSE & DISCHER GMBH, OFFENBURG

VERANTWORTLICH FÜR DEN REDAKTIONELLEN INHALT KERSTIN SCHNEIDER

US-EDITOR AT LARGE CORINNA WILLIAMS (New York)

KORRESPONDENTEN BARBARA GRANETZNY-GÖRTZ (Mailand), SIBYL REEB (Paris)

Redaktionsanschrift Harper’s Bazaar: Potsdamer Straße 7, 5. OG, 10785 Berlin Copyright Burda Hearst Publishing GmbH, soweit nicht anders vermerkt. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

32 internationale Ausgaben, von Argentinien über Japan bis USA

Die deutsche Ausgabe von Harper’s Bazaar erscheint in der Burda Hearst Publishing GmbH, Arabellastraße 23, 81925 München, Tel. 089/92 50-0, Fax 089/92 50-33 32. Harper’s Bazaar Online www.harpersbazaar.de

50-33 32. Harper’s Bazaar Online www.harpersbazaar.de WEMPE Schmetterlingsbroschen BY KIM aus 750er Gold, um 1875

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BEIRAT ABO-SERVICE HEARST MAGAZINES INTERNATIONAL
BEIRAT
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HEARST MAGAZINES INTERNATIONAL

PHILIPP WELTE

ELISABETH VARN

DUNCAN EDWARDS

SIMON HORNE

GESCHÄFTSFÜHRERIN

MANUELA KAMPP-WIRTZ

DIRECTOR FINANCE & SHARED SERVICES

ANDREA LAUB

MANAGING DIRECTOR

ELFI LANGEFELD

HEAD OF BRAND MANAGEMENT

SABINE ADLEFF (089/92 50-33 55)

SENIOR BRAND MANAGER 

JULIA HENKEL (089/92 50-13 35)

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Burda Community Network GmbH Offenburg/München,

GESCHÄFTSFÜHRER PHILIPP WELTE

VERANTWORTLICH FÜR DEN ANZEIGENTEIL

KATJA NOWAK (089/92 50-34 46), Anschrift siehe Verlag; PROMOTIONS CAROLIN ZUMSTEG (089/92 50-29 07). Anzeigenpreisliste Nr. 3 gültig ab 1. Januar 2016

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Hearst Advertising Worldwide, 300 West 57th Street, New York, NY10019, USA.

SENIOR VICE PRESIDENT / INTERNATIONAL PUBLISHING DIRECTOR

JEANNETTE CHANG, jchang@hearst.com GROSSBRITANNIEN Hearst Advertising Worldwide UK, VICTORIA JACOB LUCK, victoria.luck@hearst.co.uk ITALIEN Hearst Advertising Worldwide Milano, ROBERT SCHOENMAKER, rschoenmaker@hearst.it PIETRO ROMAGNINI, promagnini@hearst.it FRANKREICH Studio Riboud, MAGALI RIBOUD, mriboud@studio-riboud.com ÖSTERREICH Burda Community Network International, GORAN VUKOTA, goran.vukota@burda.com SCHWEIZ Hearst Advertising Worldwide Switzerland, FRANK EIMER, feimer@hearst.it SPANIEN Hearst Advertising Worldwide Spain, MONICA DE LOS RIOS, mdelosrios@hearst.es

SKANDINAVIEN Aller Media

KARIN SÖDERSTEN, karin.sodersten@aller.se

VERTRIEB

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VERTRIEBSFIRMA MZV GmbH & Co. KG, 85716 Unterschleißheim, Internet www.mzv.de Harper’s Bazaar darf nur mit Genehmigung des Verlages in Lesezirkeln geführt werden. Der Export von Harper’s Bazaar und der Vertrieb im Ausland sind nur mit Genehmigung des Verlages statthaft.

im Ausland sind nur mit Genehmigung des Verlages statthaft. Burda Direct GmbH; Geschäftsführung: MICHAEL ROHOWSKI,

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Burda Medien Abo-Service, Postfach 4, A-6961 Wolfurt-Bahnhof, Tel. +43/55 74/530 55, Fax +43/55 74/532 55. Schweiz: Burda Medien Abo-Service, CH-9024 St. Gallen, Tel. +41/71/311 62 73, Fax +41/71/314 06 10

PRESIDENT / CEO

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INTERNATIONAL EDITIONS EDITOR

BRUNI PADILLA

ARABIA LOUISE NICHOL ARGENTINA ANA TORREJON AUSTRALIA KELLIE HUSH BULGARIA MILENA ALEKSIEVA BRAZIL CAMILA GARCIA CHILE ANDRÉE BURGAT CHINA SIMONA SHA CZECH REPUBLIC BARBARA NESVADBOVA GERMANY KERSTIN SCHNEIDER GREECE EVA NISIOTI HONG KONG XAVEN MAK

INDIA N.N.

INDONESIA RIA LIRUNGAN JAPAN KAORI TSUKAMOTO KAZAKHSTAN KARINA UTEGENOVA KOREA MIKYUNG JEON

LATIN AMERICA ADMA KAWAGE

MALAYSIA NATASHA KRAAL NETHERLANDS CÉCILE NARINX POLAND JOANNA GORA ROMANIA ANDREI IOVU RUSSIA DARIA VELEDEEVA SERBIA PETAR JANOSEVIC SINGAPORE KENNETH GOH SPAIN EUGENIA DE LA TORRIENTE TAIWAN ELAINE LIAO THAILAND DUANG POSHYANONDA

TURKEY N.N.

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DRUCK

Mohn Media, Mohndruck GmbH, Carl-Bertelsmann-Str. 161, 33311 Gütersloh

GESCHÄFTSFÜHRUNG

AXEL HENTREI, WILFRIED VELTE

VERLAG

Burda Hearst Publishing GmbH

GESELLSCHAFTER

Burda GmbH und International Publications Holding (IPH) B.V. ISSN 2198-0896

The „Harper’s Bazaar“ Trademark and Logo are owned by Hearst Communications, Inc., New York, New York, United States of America. „Harper’s Bazaar“ is used under license from trademark owners.

„Harper’s Bazaar“ is used under license from trademark owners. M ä r z 2 0 1

BLOSSOM MGMT MIT PRODUKTEN VON REDKEN UND L’ORÉAL Runway ALESSANDRO LUCIONI/IMAXTREE

GREGOR HOHENBERG Haare & Make-up TONY LUNDSTRÖM  @ Porträt

EDITORIAL

& Make-up TONY LUNDSTRÖM  @  Porträt EDITORIAL Das Schöne am Widerspruch? Er macht das Leben erst

Das Schöne am Widerspruch? Er macht das Leben erst spannend. Wenn immer alles reibungslos liefe – Gespräche, Freundschaften, Arbeit –, wie langweilig wäre das! Es sind die Querdenker, die uns wecken und aus der Routine holen. Widerstand macht kreativ, Konfrontation schärft das Denken. Auch die Frühjahrsmode beflügelt uns mit Widersprüchen. Cross-Styling nennen wir den Stil der Stunde, Gegensätze in einem Look zu vereinen. Kontraste sind angesagt, nicht nur bei Farben. Wir konfrontieren Nieten mit Blumenstickerei und hauchfeine Spitze mit schwerem Leder. Zugegeben, Letzteres ist nicht ganz neu. Ich selbst trug in den 90ern Bikerjacken zu Lingerie-Kleidern und Doc Martens. Damals war’s shocking, heute ist es trendy, aber immer noch ein Bruch, der sich vom Einerlei abhebt. Auf ganz eigene Art auffallen werden die neuen Taschen:

Designer-Bags, die durch ihren ausgeprägten Charakter für sich stehen (S. 110). Wenn wir ehrlich sind, lieben wir die Unangepassten sowieso am meisten. Rebellinnen, Nein-Sagerinnen, authentische Menschen. So wie Alessia Cara, die junge R&B-Entdeckung aus Kanada. Die Ideen ihrer Plattenfirma bügelt sie nonchalant ab. Neue Frisur, sexy Look – „So bin ich einfach nicht“ (S. 142). Einer echten Rebellin, musikalisch wie politisch, begegnen wir in Patti Smith; sie sprach mit uns in New York über ihr neues Buch M Train. Mainstream kennt die Künstlerin gar nicht. Sie habe sich immer ein wenig als Pennerin gesehen, wenn auch „als eine ganz spezielle“ (S. 192). In Seoul dagegen ist Anpassung eine Tugend. Viele junge Frauen beugen sich der Schönheitsnorm: spitz zulaufendes Kindergesicht und Kulleraugen. Auch wenn dieser Trend befremdlich wirkt – die Raffinesse asiatischer Kosmetik lockt uns doch (S. 122). Warum nicht mal das Haaröl japanischer Geishas ausprobieren? In diesem Sinne: Leben Sie den Kontrast.

Kerstin Schneider GIVENCHY BY RICCARDO TISCI Spitzentop zum Hosenanzug MEINE  FAVORITEN JESPER MUNK HELMUT LANG
Kerstin Schneider
GIVENCHY BY
RICCARDO TISCI
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MEINE  FAVORITEN
JESPER MUNK
HELMUT LANG
SALVATORE FERRAGAMO
JIL SANDER
Sein Album Claim
berührt und verführt
Duftset
Sandalette
Sammlerstück:
in Reisegröße
mit Krokoleder
Tasche mit Art-Print

Fotos JONATHAN BROWNING, HEIKE PRUSKOWSKY, KAI MARGRANDER, SAM DEITCH/BFANYC/DDP IMAGES, NORA HOLLSTEIN

CONTRIBUTORS

SAM DEITCH/BFANYC/DDP IMAGES, NORA HOLLSTEIN CONTRIBUTORS Xifan YANG Unsere Autorin traute sich in das Epi- zentrum

Xifan YANG

Unsere Autorin traute sich in das Epi- zentrum der modernen Schönheitschi- rurgie: Seoul. Fand sie dort Nützliches? „Ich habe so eine Andeutung von Mao- artigen Geheimratsecken, die man mit Haarwurzeln bepflanzen könnte.“ Eine Sekunde lang überlegte Yang, dann verwarf sie die Idee. Was sie sonst noch rausfand: ab S.122.

sie die Idee. Was sie sonst noch rausfand: ab S.122. Sandra VYCICHLO Unsere Fashion-Service-Kollegin verwaltet

Sandra

VYCICHLO

Unsere Fashion-Service-Kollegin verwaltet nicht nur die Berliner Requisite, sie organisiert auch in mehreren Sprachen und Zeitzonen. Szenario: Das Team ist in Miami, die Mode in Paris, die Accessoires stecken in Mailand fest. Wenn Sandra dafür kämpft, dass alles zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ankommt, ist sie in ihrem Ele- ment. Mit wie vielen Labels sie dabei zu tun hat, sehen Sie auf S. 210.

vielen Labels sie dabei zu tun hat, sehen Sie auf S. 210. Steve HIETT In den

Steve HIETT

In den Swinging Sixties wurde unser Fotograf buchstäblich vom Blitz getroffen: Er spielte mit seiner Band The Pyramid auf einer Open-Air-Bühne, da jagte die Naturgewalt mit circa 1000 Volt in seine Gitarre. Seither blitzt der heute 76-Jährige lieber selbst – und kreiert mit seiner Kamera einen einzig- artigen Look. Zuletzt mit Mina Cvetkovic in Miami, S.110.

Joan Juliet BUCK

Diese Dame ist eine Legende. Von 1994 bis 2001 war sie die erste ameri- kanische Chefredakteurin der fran- zösischen Vogue, seitdem schmücken ihre Artikel über Gisele Bündchen oder Daniel Day-Lewis Hefte wie den New Yorker oder Vanity Fair. Für uns traf sie Patti Smith zum Interview. Legendär. S.192

uns traf sie Patti Smith zum Interview. Legendär. S.192 Madeleine MACHOLD Als Kind zog unsere Modepraktikantin

Madeleine MACHOLD

Als Kind zog unsere Modepraktikantin mit ihrer Oma, einer Modistin, über Linzer Flohmärkte. Passenderweise sehen wir sie hier nach dem Konzert ihrer Landsmänner Wanda. Seit 2011 lebt die 29- jährige Stylistin in Berlin, von einigen Monaten in unserem New Yorker Büro abgesehen. Ein Höhe- punkt für Madeleine bei Bazaar war die Produktion mit Eliot Sumner. Ein Höhepunkt für uns: ihr Fleiß. Ohne sie wäre unser Heft nicht komplett. Ab S. 53

uns: ihr Fleiß. Ohne sie wäre unser Heft nicht komplett. Ab S. 53 M ä r

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PUNK  LEBT! Und das nicht nur, weil
Garth Risk Hallberg über den Musikstil und seine Wiege New York den 1000-Seiten-Roman City on Fire
geschrieben hat (S.144). Nein, auch die aktuelle Fusion von GLAMOUR& UNDERGROUND
inspiriert uns. Wozu? Na, zum übercoolen Popstar-Look à la Blondie-Sängerin Debbie Harry!
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Diamant Kollektion

TEN OF THE BEST Wie es euch gefällt: Lieblingsstücke für das neue Cross–Styling 1 TRICKY
TEN OF THE BEST Wie es euch gefällt: Lieblingsstücke für das neue Cross–Styling 1 TRICKY
TEN OF
THE BEST
Wie es euch gefällt:
Lieblingsstücke für das
neue Cross–Styling
1
TRICKY
Normcore war gestern, jetzt ist
CHAOS MAGIC angesagt.
Wie kommen die Trendscouts
nur darauf? Wahrscheinlich
durch diese Tasche, die alles,
was scheinbar nicht zusammen-
passt – Streifen, Tiere, Nieten,
Blumen – zu einem bezau-
bernden Ganzen verbindet.
GUCCI Ledertasche mit Blütenstickerei
und Metallschloss, um 2980 €
Foto JENS BÖSENBERG Produktion EMRAH SEÇKIN

Foto JENS BÖSENBERG Produktion EMRAH SEÇKIN

LOVES

2

FLOTTER

ZWEIER

Mit ihren Accessoires für Céline liegt Phoebe Philo gewöhnlich gold- richtig. So auch hier: Den Velours- einsatz an der Ferse kann man klappen – runter zum Mule und hoch zum Bootie.Très chic!

CÉLINE aus Kalbs- und Lamm- leder, mit metallischem Absatz, um 780 €

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3

LOEWE Wild- und
LOEWE
Wild- und

GUT BEI KASSE

Es lohnt bekanntlich nicht, an Schönem zu sparen. Nehmen Sie’s daher für bare Münze, dass reich geschmückte PORTE­ MONNAIES sich auch fürs Kleingeld rechnen. Sogar am Monatsende sehen sie aus wie ein Vermögen.

Glattleder, um 300 € LONGCHAMP aus beschichtetem Leder, um 120 € FENDI bedrucktes Leder, um 240 €
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muster,
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aus Nappaleder,
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OUI Baumwollmix, um 180 € FILIPPA K Baumwolle, um 230 € SISLEY aus Baumwolle, um 110 € VALENTINO
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CARINE
Besticktes
ROITFELD X
Schnürmieder,
UNIQLO
um 530 €
aus Baumwolle,
um 80 €
THE GREAT
Leinen, um 500 €,
über net-a-porter.com
CLOSED
gemusterte
Baumwolle,
um 300 €

4 TROPHÄENJAGD Für Männer erfunden, von

LOVES

Frauen berühmt gemacht: Die SAFARI-JACKE tragen wir im freien Geiste der Seventies – wie damals Lauren Hutton, Betty Catroux und Veruschka – zu Sand, Khaki oder Weiß.

Foto JENS BÖSENBERG Produktion EMRAH SEÇKIN

LOVES

5

BLOSSOM

BAGS

Sehr ersprießlich, wie die Blüten aus Kristall, Pelz und Leder hier arrangiert wurden. Besonders die kleine Tasche wächst über sich hinaus, denn sie kann, inklusive Gurt, gewendet werden. Da sagen wir ganz unverblümt: Danke, Fendi.

FENDI Gestreifte Tasche aus Pythonleder, um 2400 €, schwarze Tasche aus Leder, um 2500 €

ACNE STUDIOS aus Ziegenleder, BALENCIAGA um 520 € mit Spitze und Blümchen, um 1150 € GIANVITO ROSSI
ACNE STUDIOS
aus Ziegenleder,
BALENCIAGA
um 520 €
mit Spitze und
Blümchen, um 1150 €
GIANVITO ROSSI
Wildleder,
um 460 €
BALLY
mit Schnalle,
um 500 €
MASSIMO DUTTI
aus Leder, um 80 €
GUCCI
mit Seidenbezug,
um 500 €
ALEXANDER
WANG
mit Metallnieten,
UNÜTZER
um 680 €
Nappaleder,
um 340 €
H&M CONCIOUS
KENZO
mit Schleife,
Leder-Babouche,
um 70 €
PIERRE HARDY
um 190 €
Veloursleder, um 450 €,
über net-a-porter.com
THE ROW
Wildleder, um 740 €
JIL SANDER
mit Absatz,
um 550 €
CÉLINE
aus Lammleder,
um 620 €
6 FOOTWORK Hieße er nicht schon

PANTOFFEL, man würde ihn den Danke-Schuh nennen. Denn für so bequeme Slipper und Babouches, die praktisch zu allem passen, muss man einfach dankbar sein.

Foto JENS BÖSENBERG Produktion EMRAH SEÇKIN

LOVES

7

MATCH

POINT

Slipper und Bucket Bag spielen in dieser Saison schon solo ganz oben mit. Im PARTNERLOOK wie bei Hermès sind sie allerdings unschlagbar. 6:0 für dieses Doppel!

HERMÈS Seidenbezogene Mokassins, um 560 €, Bucket Bag aus Seide und Leder, um 2650 €

8 BLAUPAUSE Dunkel oder hell, akkurat oder ausgefranst, Jacke oder Hose/Rock/Kleid: So viele DENIM-LIEBLINGE hatten
8 BLAUPAUSE Dunkel oder hell, akkurat
oder ausgefranst, Jacke oder Hose/Rock/Kleid: So viele DENIM-LIEBLINGE
hatten wir lange nicht mehr. Und noch nie mixten wir so easy andere Blautöne dazu!
Runways DANIELE OBERRAUCH (4), ALESSANDRO LUCIONI (4)/CARLO SCARPATO/ALLE IMAXTREE, IMAXTREE Montage Runway Marc Jacobs COURTESY OF MARC JACOBS, SHUTTERSTOCK
MARQUES ’ ALMEIDA
SONIA RYKIEL
CHANEL
MARC JACOBS
DRIES VAN NOTEN
DIESEL
ROBERTO CAVALLI
ALEXANDER WANG
FENDI
SAINT LAURENT
BY HEDI SLIMANE
CHLOÉ

Foto JENS BÖSENBERG Produktion EMRAH SEÇKIN

LOVES

9

IN THE ARMY NOW

Kein Geheimnis, dass MILITARY diese Saison vorrückt. Paradebeispiele liefert Versace:

Die uniformgrüne Schultertasche trägt man am Marschgepäckgurt, die beiden Broschen und der Ring taktieren mit Camou­ flage. Dazu passen Alliierte aus Denim.

VERSACE Tasche aus Krokodilleder, Preis auf Anfrage, Metallbrosche, um 390 €, Ring, um 260 €

Foto SCHAH EGHBALY & PHILIPP BÖGLE (GUCCI RING)

OSCAR DE LA RENTA mit Glasblumen, um 220 € ALEXANDER McQUEEN mit Smaragd, um 450 €, über
OSCAR DE
LA RENTA
mit Glasblumen,
um 220 €
ALEXANDER
McQUEEN
mit Smaragd,
um 450 €, über
stylebop.com
GIULIANA
MANCINELLI
BONAFACCIA
mit Plexiglas
und Swarovski-
Perle, um 300 €
DOLCE & 
GABBANA
vergoldet mit
DELFINA DELETTREZ
Schmuck-
steinen, Preis
auf Anfrage
aus Gold und Silber
mit Diamanten, Saphir
und Quarz, um 4250 €
FRED LEIGHTON
Sixties-Unikat aus
Gold mit Amethyst,
um 8510 €, über
net-a-porter.com
KONPLOTT
ALEXIS BITTAR
aus Gold mit
Tigerauge und
Acryl, um 160 €
mit Swarovski-
Kristallen, Glasperlen
und Kunstharz-
steinen, um 90 €
BASTARD
COLLECTION
aus Silber mit
Türkis, um 750 €
GUCCI mit
Nieten, Perlen
und Kristall,

10 RING FREI Wenn das kein Grund zum

um 550 €

Feiern ist: COCKTAILRINGE wollen nicht mehr allein sein, sondern treffen sich zur Party an der Hand. Je zahlreicher die Gäste, umso besser. Cheers!

Runways ANDREA ADRIANI, ALESSANDRO LUCIONI (3), DANIELE OBERRAUCH/ALLE IMAXTREE

STYLE

RALPH LAUREN COLLECTION CÉLINE ISABEL MARANT EDUN ALEXANDER WANG
RALPH LAUREN
COLLECTION
CÉLINE
ISABEL MARANT
EDUN
ALEXANDER WANG

SOLOKÜNSTLER

Der Overall liefert eine glänzende One–Piece–Show: schnell zu stylen, komfortabel und cool. Doch sein Schnitt will sorgfältig gewählt sein

E s gibt viel Schönes, womit man den Morgen vertrö­ deln kann. Auf Snooze drücken. Ausgiebig früh­ stücken. Von mir aus sogar Sport. Dagegen verbringt

niemand gern eine halbe Stunde mit dem Austüfteln und Verwerfen von Outfits. Die Lösung? Der Overall. Prak­

tisch war er, Autoschrauber wissen es, schon immer. Und so kommt er den Designern gerade recht, wenn sie nach Looks suchen, die vom Laufsteg gleich auf die Straße wechseln können.

Tragbarkeit ist der Leitfaden, und un­ komplizierter als ein Overall geht es nicht. In die nächste Gehaltsverhandlung ziehen wir im Armeegrünen von Céline. Zur Cocktailstunde passt Eduns elegan­ tes Modell, zum Ölwechsel das lässige von Alexander Wang. Gut möglich, dass Rihanna bald in einem seidenen Jumpsuit von Ralph Lauren am Flug­ hafen geknipst wird. Denn der Overall ist auf Reisen bequemer als eine Kombi­ nation und immer cooler als ein Kleid. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, als Braut irgendwann mal so erhaben zu

wirken wie jüngst Solange Knowles in einem cremeweißen Einteiler. Die Passform ist nicht nur am Hoch­ zeitstag heilig. Zu eng, und man sieht aus wie ein Akrobat im Cirque du Soleil. Zu weit, und man wird für einen Tatort­ reiniger gehalten. Ein Overall braucht Taille. Die verleiht ihm ein schmaler Gürtel, oder man knotet à la Isabel Marant die Ärmel um die Hüften. Letz­ ter Check vorm Kauf: Sitzt er so locker, dass Sie Croissants essen können? Gut, denn für die haben Sie jetzt morgens schließlich Zeit. MARLENE SØRENSEN

visit www.marc-cain.com

at every airport RIANI Velourshose, DIOR um 600 € Vergoldeter Halsreif, um 970 € BRUNELLO CUCINELLI
at every airport
RIANI
Velourshose,
DIOR
um 600 €
Vergoldeter
Halsreif,
um 970 €
BRUNELLO
CUCINELLI
CHANEL
Seidentop,
um 560 €,
über matches
fashion.com
Clutch im Trolley-
Design aus
Leder und Metall,
um 9900 €
LAX
LOS ANGELES
Ready for landing? Die Stadt
der Engel betritt man
HIMMLISCH  ENTSPANNT:
MAX MARA
Sonnenbrille,
um 205 €
CHANEL
Slip-ons
aus Leder,
mit soften Sohlen und
textilem Flow.
um 560 €
MARC CAIN
Kunstfasermantel,
BRUNO
um 350 €
MANETTI
Cashmere-
Pulli, um 755 €
CHARLOTTE
OLYMPIA
Lederporte-
monnaie im
Pass-Design,
um 395 €
LOEWE
Duffle-Bag aus
Leder, um 1900 €
CALVIN KLEIN
COLLECTION
KENDALL JENNER
Runway ANDREA ADRIANI/IMAXTREE Foto STARIMAGE/SPLASH NEWS/CORBIS
STYLE VERSACE Rucksack mit Paillettendekor, um 2550 € DSQUARED2 Metallgürtel mit Kristallen, um 950 €
STYLE
VERSACE
Rucksack mit
Paillettendekor,
um 2550 €
DSQUARED2
Metallgürtel
mit Kristallen,
um 950 €
PUMA BY RIHANNA
Velours-Creeper,
LAURÈL
um 120 €
Jumpsuit aus
CHANEL
Kunstseide,
Glitzernde
um 400 €
Tweed-Cap,
um 650 €
TIFFANY & CO.
Goldkreolen,
um 1850 €
JFK
NEW YORK
CLOSED
Baumwoll-Jump-
suit, um 350 €,
über stylebop.com
Die Paparazzi warten
schon! Da zeigen wir
gleich klare Kante: Hier reist
ein WORKING  GIRL
auf dem Erfolgspfad.
HERMÈS
Cabacity-Tasche
aus Leder,
um 4700 €
LOUIS VUITTON
Sonnenbrille,
um 450 €
CHANEL
Fingerlose
Handschuhe
aus Metallic-
Lammleder,
um 730 €
Foto SPLASH NEWS/CORBIS Runway ALESSANDRO LUCIONI/IMAXTREE
LOUIS VUITTON
RIHANNA

STYLE

FABIANA FILIPPI Strohhut, um 240 € GUCCI Bedruckter Canvas-Koffer mit Lederriemen, um 1980 € CHARLOTTE
FABIANA
FILIPPI
Strohhut,
um 240 €
GUCCI
Bedruckter
Canvas-Koffer
mit Lederriemen,
um 1980 €
CHARLOTTE
OLYMPIA
Baumwoll-
Wedges mit
Landkartenprint,
um 665 €
BURBERRY
PRORSUM
Spitzenkleid
mit Netzeinsatz,
um 2195 €
HERMÈS
DOROTHEE
VCE
Seiden-
SCHUMACHER
tuch mit
Blümchenkleid
VENEDIG
Tropenprint,
aus Baumwolle-
um 335 €
Leinen-Mix,
Spitze, Cut–outs, Dekormalerei:
um 730 €
Mit KUNST AM  KLEID
huldigen wir der Gran Signora
italienischer Stadtkultur.
Passt ins Handgepäck!
FENDI
Sonnenbrille,
um 480 €
ESCADA SPORT
Baumwoll-
pullover mit
Paillettenblüten
und Kunstperlen,
um 430 €
GIULIANA
MANCINELLI
BONAFACCIA
Vergoldete
Ohrringe mit
Swarovski-
Kristallen,
um 270 €
VALENTINO
GARAVANI
Ledersandalen
mit Metalldetails,
Preis auf Anfrage
ERDEM
DIANE KRUGER
Foto GIGI IORIO/SPLASH NEWS/CORBIS Runway DANIELE OBERRAUCH/IMAXTREE
Preis auf Anfrage ERDEM DIANE KRUGER Foto GIGI IORIO/SPLASH NEWS/CORBIS Runway DANIELE OBERRAUCH/IMAXTREE
CHANEL DONDUP Flugzeug-Brosche Jeans, aus Plexiglas um 225 € mit Kunstperlen, um 460 € RIMOWA Cabin
CHANEL
DONDUP
Flugzeug-Brosche
Jeans,
aus Plexiglas
um 225 €
mit Kunstperlen,
um 460 €
RIMOWA
Cabin Trolley
Bossa Nova,
um 790 €
REVIEW
Veloursmantel,
um 150 €, über
fashionid.de
NCE
NIZZA
Schon in der VIP–Lounge:
TOD’S
Ledergürtel mit
Metalldetails,
um 390 €
Hang zum Style–Overkill.
Das kann uns nicht passieren,
denn CASUAL  CLASSIC
heißt unser Stil.
H&M
CÉLINE
Baumwoll
Sonnenbrille,
T-Shirt,
um 250 €
um 20 €
LIKA
MIMIKA
Leder-
URBANEARS
Espadrilles,
Humlan-
um 120 €
Kopfhörer,
ISABEL MARANT
um 50 €
ÉTOILE
Bestickte
Baumwollbluse
um 190 €, über
mytheresa.com
MARC
O’POLO
Mantel aus
Veloursleder,
um 700 €
Runway ALESSANDRO LUCIONI/IMAXTREE Foto MARC PIASECKI/GC IMAGES/GETTY IMAGES
DEREK LAM
ANJA RUBIK

SHOP BAZAAR

Mit Schlips oder Mütze: Langes Fleecekleid mit Ziernähten, BOTTEGA VENETA, um 5500 €. Baumwoll­ bluse und
Mit Schlips oder Mütze:
Langes Fleecekleid
mit Ziernähten,
BOTTEGA VENETA,
um 5500 €. Baumwoll­
bluse und Krawatte,
MATTHEW MILLER,
um 305 € und um 175 €.
Linke Seite Lurex­
kleid mit Strickdetails
am Ausschnitt und
Panty mit schwarzem
Camouflage­Print,
MISSONI, um
1620 € und um 440 €.
Wollpiqué­Weste,
STELLA McCARTNEY
über net-a-porter.com,
um 1170 €. Nietenmütze
aus Wolle, ASHLEY
WILLIAMS, um
150 €. Flats mit Seiden­
knoten, NATASHA
ZINKO, um 810 €
ZART
REBELLISCH
Ob Neckholder oder Slip–Dress, die neuen,
von der Lingerie inspirierten Kleider lieben
den Kontrast. Wir zeigen, wie man sie stylt:
Sexy trifft auf androgyn und tough auf niedlich
Fotos STEFAN ZSCHERNITZ Styling SASA THOMANN

SHOP BAZAAR

Mit Button-down oder gerader Schulter: besticktes Seiden- organza-Kleid und Bluse aus Baumwollmix, MIU MIU, um
Mit Button-down oder
gerader Schulter:
besticktes Seiden-
organza-Kleid und Bluse
aus Baumwollmix,
MIU MIU, um 2850 €
und um 420 €. Schleife,
VV ROULEAUX, um 2 €
pro Meter. Ohrring
aus Sterlingsilber, MEI-
LI ROSE, um 210 €.
Linke Seite Tüllkleid,
ASHLEY WILLIAMS,
um 1400 €.
Wollmantel, ANN
DEMEULEMEESTER,
um 1240 €. Triangle-
Bikini-Top,
DSQUARED2, um 230 €.
Spitzentop, NATASHA
ZINKO, um 720 €

SHOP BAZAAR

Mit Bikerjacke oder schwarzem Gürtel: Lederjacke mit handgemaltem Schrift- zug Born to Fail auf dem
Mit Bikerjacke oder
schwarzem Gürtel:
Lederjacke mit
handgemaltem Schrift-
zug Born to Fail
auf dem Rücken,
MATTHEW MILLER,
um 1900 €. Organza-
kleid und Halsschmuck
aus Seide, PRADA,
um 4500 € und um
350 €. Ohrring aus
Sterlingsilber, MEI-LI
ROSE, um 210 €.
Linke Seite Baumwoll-
jacke, mit Gürtel aus
Seidenorganza, JOSEPH,
um 650 €. Satinkleid,
VICTORIA BECKHAM,
um 2300 €. High-
Heel-Boots, J. W.
ANDERSON, um 1100 €

SHOP BAZAAR

Mit Graffiti oder Reißverschluss: Leder- jacke (wie zuvor) mit handgemaltem Schriftzug, MATTHEW MILLER, um
Mit Graffiti oder
Reißverschluss: Leder-
jacke (wie zuvor)
mit handgemaltem
Schriftzug, MATTHEW
MILLER, um 1900 €.
Tüllkleid, MOLLY
GODDARD, um 1050 €.
Rock aus Seidenmix,
MAX MARA, um 520 €.
Söckchen, FALKE, um
12 €. Lackledersandalen,
REPETTO, um 260 €.
Linke Seite Bedrucktes
Viskosekleid, DRIES
VAN NOTEN, um 1270 €.
Baumwollblouson,
Y’S YOHJI YAMAMOTO,
um 640 €. Seidentop,
MARC O’POLO, um
90 €. Wildledergürtel,
BLACK & BROWN
LONDON, um 90 €
Model: Julia Banas @ 
Elite Models Paris;
Haare: Panos @ CLM
London; Make-up: Mel
Arter @ CLM London;
Casting: Stephan Dimu

Foto BRENT WALLACE/WHERESBRENTBEEN.COM Runways ALESSANDRO LUCIONI/IMAXTREE (3)

DOLCE & GABBANA

1

STYLE

2 GUCCI ALEXANDER McQUEEN
2
GUCCI
ALEXANDER McQUEEN
3 SECRET GARDEN Genug von Schnee und Grieselgrau? Hier kommen die Looks, um sich in
3
SECRET
GARDEN
Genug von Schnee und Grieselgrau? Hier
kommen die Looks, um sich in den
Frühling zu träumen – und eine wunder-
bare Destination zum Sonnetanken:
4
YUCATÁN. Unser Lieblingsplatz dort ist
das Coqui Coqui in Valladolid. Früh
buchen ist ratsam, es gibt nur eine Suite:
Der tropische Garten mit Tauchbecken
gehört ganz Ihnen! coquicoqui.com/valladolid
1. Handbemalte Lamé-Clutch, um 785 € DSQUARED2
2. Lackierte Weißgoldohrringe mit Diamanten
und farbigen Edelsteinen, um 28 000 € DIOR
JOAILLERIE 3. Pythonsandaletten, um 1595 €
CHRISTIAN LOUBOUTIN 4. Tasche aus bedrucktem
Leder, 1900 € VALENTINO GARAVANI 
5. Viskosekleid, um 300 € RIANI 6. Keramikuhr mit
besticktem Organza-Zifferblatt, um 15 500 €
HUBLOT  7. Brokat-Clutch, um 510 € KOTUR
8. Vergoldeter Ring mit Peridot, um 255 € MARJANA
5
VON BERLEPSCH 9. Bestickte Veloursleder-
Sandaletten, um 900 € GIAMBATTISTA VALLI
7
6
8
9
78 HARPER’S BAZAAR März 2016

Runways DANIELE OBERRAUCH (2), ALESSANDRO LUCIONI/BEIDE IMAXTREE Foto KEN HAYDEN/AMAN

1 2 3 1. BOTTEGA VENETA LOEWE
1
2
3
1.
BOTTEGA VENETA
LOEWE

STYLE

FERIEN IM SAND

Psst, wir hätten da ein Wundermittel gegen Reizüberflutung. Die Wüste von UTAH. Weite, Stille und
Psst, wir hätten da ein Wundermittel
gegen Reizüberflutung. Die Wüste von
UTAH. Weite, Stille und sanfte
Cremetöne mit rostroten Akzenten
entspannen dort die Sinne. Für die nötige
Spannung reichen uns ein paar
Stachelkakteen. Unser Check-in-Tipp:
4
5
Das Amangiri inmitten dramatischer
Felsformationen. aman.com/resorts/amangiri
Leinencardigan, um 390 € BRUNO MANETTI
2. Plateausandalen mit Lederriemen, um 80 €
MARC O’POLO 3. Mantel aus Leinen-Viskose-Mix,
um 430 € LALA BERLIN 4. Leinenweste,
um 225 € MICHAEL MICHAEL KORS 5. Kleid aus
Leinen-Viskose-Mix, um 350 € MARC CAIN
6. Holzarmreif, um 250 € MARNI 7. Naturleder-
pantoletten, um 140 € BIRKENSTOCK
8. Casual-Workman-Shirt aus Twill, 62 € ASOS
9. Zehensandalen aus Glatt- und Wildleder, um
420 € ISABEL MARANT 10. Tasche aus
Glatt-und Veloursleder, um 100 € MASSIMO DUTTI
8
7
10
9
6 DEREK LAM
6
DEREK LAM
420 € ISABEL MARANT 10. Tasche aus Glatt-und Veloursleder, um 100 € MASSIMO DUTTI 8 7 10 9

80

80

3 2 5 STYLE 1 4 6 7 ASIA-POP Mit Flüssigwachs auf Stoffen malen: Die
3
2
5
STYLE
1
4
6
7
ASIA-POP
Mit Flüssigwachs auf Stoffen malen:
Die Batiktechnik führt uns in ihr Ent­
stehungsland Indonesien, genauer nach
BALI. Das Paradies der Partypeople,
Surfer und Strandfreunde badet in bunten
Farben. Bei so viel optischer Action
brauchen wir auch Beschaulichkeit. Die
gibt’s im Boutiquehotel Bisma Eight
im grünen Inselinneren. bisma-eight.com
8
1. Kleid aus Baumwolljersey, um 395 € über matches
fashion.com RAQUEL ALLEGRA 2. Kleid mit
Gürtel aus Kunstfaser, um 60 €, über fashionid.de
MONTEGO 3. Naturharzkette mit Achatanhänger,
um 390 € HERMÈS 4. Nubukleder-Sneaker,
um 210 € FILLING PIECES 5. Baumwollpullover,
um 130 € DIESEL 6. Plisseerock aus Kunstfaser,
um 495 €, über matchesfashion.com PLEATS
PLEASE ISSEY MIYAKE 7. Hut aus Papierfaser,
um 30 € MARC CAIN 8. Langarmshirt aus
Wolle-Lyocell-Mix, um 30 € H&M STUDIO 9. Tote
Bag aus bemaltem Pythonleder, um 6000 € FENDI
9
NARCISO RODRIGUEZ
VALENTINO
ALTUZARRA
Runways ALESSANDRO LUCIONI/IMAXTREE (3) Foto BISMA EIGHT

STYLE

DANISH GIRL

Unser Covermodel Mathilde Brandi läuft auf allen Catwalks. Falls ihr der Trubel mal zu viel wird, will sie den Trekking–Rucksack schultern

Text CORINNA WILLIAMS

A n alles kann Mathilde Brok Brandi sich nicht mehr erinnern. Wo auf der Welt sie überall zu Fotoshootings war, wer sie stylte, welche Labels sie für Schauen oder Kampagnen buchten: „Da streikt mein Gehirn. Ich kom- me nicht mehr hinterher“, sagt sie bei dem Versuch, die letzten beiden Saisons Revue

passieren zu lassen. „Frag lieber meinen Agenten, der managt alles für mich.“ Mathilde hat Ferien, wohlverdient. Fast täglich

stand die 21-Jährige in den letzten Monaten vor der Kamera, für Céline, Victoria Beckham Eyewear, M Missoni und für das Cover dieser Bazaar-Ausgabe. Beeindruckt von ihrem rasanten Aufstieg, kürte die Branchenwebsite models.com sie gerade zu einer der Top-Newcomerinnen. Entdeckt wurde sie 2013 in ihrer dänischen Heimat auf der Bühne eines Schulmusicals. Ein Agent steckte der damaligen Gymnasiastin backstage eine Karte zu. Sollte sie je Lust haben zu modeln, könne sie sich bei der Agentur Le Management melden. Mathilde rief an.

Mathilde Brandi backstage in einem Shirt von Isabel Marant und rechts in Runway- Looks von
Mathilde Brandi backstage
in einem Shirt von Isabel
Marant und rechts in Runway-
Looks von Céline, Coach
und Calvin Klein Collection
Ihre ersten Engagements waren zu klein, um
in der Fashionwelt Aufsehen zu erregen.
Erst ein Lookbook-Shooting für Armani
Exchange katapultierte sie nach vorn: Es
folgten Modestrecken für Hochglanz-
magazine, Runway-Jobs für Isabel
Marant und Calvin Klein und das,
„obwohl ich nur 1,74 Meter bin“. So
richtig fassen kann die dunkelblonde
Beauty ihren Erfolg noch immer nicht.
Mit ihren buschigen Brauen erinnert
sie an die junge Brooke Shields, mit
dem Muttermal am Mundwinkel an
Cindy Crawford. Was ihre Locker-
heit angeht, denkt man jedoch an
Lauren Hutton, die ebenfalls zu-
fällig zum Modeln kam und da-
rin nicht ihren Traumberuf sah.
„Ich hatte noch keinen Plan für
mein Leben“, sagt Mathilde.
„Das ist jetzt ganz praktisch.“
Warum? „Man wird ständig
ausgewählt, mal hierhin, mal
dorthin geschoben. Hätte ich
eine Vorstellung, wer ich sein
und wo ich hin wollte, würde
ich mich jedes Mal ärgern.
Stattdessen nehme ich die
Jobs, wie sie kommen.“
Die Dänin wuchs in ei-
ner Kleinstadt bei Aarhus auf,
die Mutter ist Physiotherapeutin,
der Vater ein Regierungsbeamter, der
sich für die Umwelt engagiert. Mit ih-
ren Eltern und dem Zwillingsbruder
reiste Mathilde als Kind durch Vietnam
und Australien, in Backpacker-Hütten
fühlt sie sich bis heute heimischer als in
Fünfsternehotels. „Als ich zu meinem
ersten Fotoshooting für ein italienisches
Magazin nach Marokko reiste, war ich
baff“, gesteht sie. „Ich latschte in meinen
alten Reiseklamotten ins Hotel und wurde
mit einem Blumenregen begrüßt, den
zwei Pagen am Portal auf mich nieder-
prasseln ließen.“ Das findet sie ziemlich
gewöhnungsbedürftig. Doch sollte ihr in der
Fashionwelt die Luft zu dünn werden, will sie ein-
fach aussteigen und wie ihr Bruder durch Asien
ziehen. Erst mal aber sehen wir Mathilde in unse-
rer April-Ausgabe wieder.
Foto ANTONELLO TRIO/IMAXTREE Runways ALESSANDRO LUCIONI, ANDREA ADRIANI/BEIDE IMAXTREE, ZUMA PRESS/IMAGO

NEW

CLASSICS

SÔNIA

BOGNERS

SCHÖNE

NEUE

FARBENWELT

bboogneerr.coom

THE

LEGEND

GROSSES

INTERVIEW

MIT

BERNHARD

LANGER

SOFT

STYLE

BESSER

TRAINIEREN,

 

LÄNGER

RELAXEN

POWER

PADDLING

JETZT

WOLLEN

ALLE

AUFS

WASSER

BESTELLEN

SIE

JETZT

DAS

BOGNER

MAGAZIN

AUF

BOGNER.COM/HARPERS

Porträt TAEA THALE

STYLE

24 STUNDEN

mit Garance Doré

Porträt TAEA THALE STYLE 24 STUNDEN mit Garance Doré 6 Mitarbeiter 10 Jahre Bloggerin E ine

6 Mitarbeiter 10 Jahre Bloggerin

E ine schlechte Planerin sei sie, behauptet Garance Doré. Ob wir ihr glauben sollen? Immerhin betreibt die Französin in New York einen populären Modeblog, ist außerdem Fotografin, Illustratorin, Buchautorin, Bauchtanzschülerin und hat Zeit für Freunde und ihren Liebsten.

6.30 Uhr Mein Wecker klingelt zwischen halb sieben und sieben. Zuerst knuddle ich meinen Verlobten, den Jazzmusiker Chris Norton, und greife nach meinem Smartphone, um zu sehen, was es Neues gibt. Dann ziehe ich einen Sweater über und setze in der Küche Filterkaffee auf. Ich trinke ihn schwarz, ohne Zucker, dabei lümmle ich herum, lese auf dem Tablet die New York Times und noch lieber den Newsletter NextDraft von Dave Pell – ohne seinen originellen Blick auf die Neuig- keiten würde ich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Ich scrolle durch ein paar Magazine, meine Instagram- und Pinterest-Accounts und rufe meinen Vater an. Ursprünglich stamme ich ja aus Korsika, deshalb muss ich früh dran sein, sonst ist es dort schon Abend. 8.00 Uhr Jetzt wird Chris wach, aber er ist kein Frühstücker, deshalb mache ich das Müsli mit Obst und Joghurt nur für mich. Wäre ziemlich gesund, wenn ich nicht einen großen Löffel Erdnussbutter hineinmogeln würde. Ein bisschen Fett finde ich köstlich. Früher hab ich Tartines gegessen, dick belegte Brote, bis die Leute riefen: Davon wird man doch dick! Da hab ich ihnen abgeschworen. 9.00 Uhr Ich schnappe mir mein Notebook und mache mich an die Arbeit, immer noch im Sweater. Ich

habe ein Büro, wo ich jeden Tag hingehe, aber Bloggen und Illustrieren kann ich besser morgens am Küchentisch, da ist mein Kopf noch frei. 10.00 Uhr Zeit für die Dusche. Im Bad steht ein Dschungel an Produkten, denn ich probiere gern Neues aus. Etwas von Aesop ist immer da, ein paar Öko-Öle für Haare und Körper haben sich auch eingeschlichen. Teuer muss es nicht sein, wenn die Qualität stimmt. 12.00 Uhr Zwei Dates heute Mittag. Erst Kaffeetrinken mit jemandem aus meinem sechsköpfigen Team. Es sind eher Freunde als Kollegen, und alle sitzen zu viel am Computer, deshalb locke ich sie gern weg. Dann haken wir die Arbeitsthemen rasch ab und plaudern noch über Privates. Später treffe ich Chris zum Couscous-Essen im Café Mogador, einem Marokkaner im East Village. Da er als Musiker abends viel arbeitet, gehen wir

1555 Instagram–Beiträge

OF THE ARTIST

PETRONIO)/COURTESY

GARANCE DORÉ

© 2015

FOR EZRA

Illustration

COMMISSION

STUDIO D (KLECKSE)

GROENEVELD (PERSONAL

WESTBROOK/BEIDE

DAPHNE

JEFFREY

GUTIÉRREZ,

GOLDSTEIN,

MARCELA

Kunst BEN

Fotos

JEFFREY GUTIÉRREZ, GOLDSTEIN, MARCELA Kunst BEN Fotos oft lunchen. Manchmal koche ich auch zu Hause. Das

oft lunchen. Manchmal koche ich auch zu Hause. Das ist mein korsisches Erbe: Franzosen nehmen sich die Zeit, gut zu essen. 14.00 Uhr Ich gehe kurz ins Büro. Seit dem Launch meines zweiten Buchs Love x Style x Life ist es ein Tollhaus. Jeder will etwas von mir, über Shootings und die Social-Media-Strate- gie sprechen, über den Nachschub für Buchläden. Ich habe die Uhr im Blick, weil ich der amerikanischen ELLE noch ein Interview geben muss. Sie wollen wissen, was ich im Kleider- schrank habe und so. 15.30 Uhr Ich gehe zu Fuß nach Hause. Oft werden Streifzüge daraus, dann laufe ich in SoHo und Nolita die Schaufenster ab, um zu sehen, was die Leute anzie- hen. Das braucht Zeit, aber dabei komme ich auf Ideen und kriege etwas Bewegung. 18.00 Uhr Ich telefoniere mit der Illustratorin Marcela Gutiérrez, und wir beschließen, gemein- sam bei ihr zu Abend zu essen. Solche Freundinnen mag ich, wo ich sagen kann, hey, ich hab Hunger, willst du uns nicht was kochen? Oder andersherum, denn ich schüt- tele mit Begeisterung mein berühmtes Ratatouille oder Blumenkohlgratin aus dem Ärmel. Ich stehe auf Grünzeug, auf einfache Gerichte, wenn sie gut gemacht sind. 18.30 Uhr Mein Bauchtanzkurs geht los. Das habe ich früher in Frankreich schon gemacht, seit letztem Sommer nun auch hier. Beim Sport bin ich um Ausreden nicht verlegen, aber Bauchtanz kostet mich kein bisschen Über- windung, es ist supercool und lustig. 20.00 Uhr Zu Hause nehme ich mir ein Glas trockenen Weißwein und ziehe mich für Marcela um: Jeans, Sweater, Sneaker. Ich trage gern High Heels, nur nicht, wenn ich durch die Stadt laufe, so lange müssen sie in die Handtasche. Bei Mode glaube ich an die Wirkung eines Meisterstücks, einer beson- ders schönen Jacke oder ausgefallener Schuhe. Übers Make-up muss ich nicht nachdenken:

Smokey Eyes, Terracotta-Puder von Guerlain. Das Parfum muss dezent sein, schwer oder süß mag ich nicht, aber etwas Besonderes. Aktuell liebe ich Bois de Paradis von DelRae. 20.30 Uhr Marcela und ich haben viel gemeinsam, beruflich und privat, da quatschen wir uns oft fest bis morgens um eins. Aber heute nicht, in gut zwei Stunden will ich auf Chris’ Konzert sein! Morgen gehe ich mit Jenna Lyons essen, der Kreativdirektorin von J.Crew. Das ist der Vorteil, wenn der Mann abends arbeitet: Man kann mit Freundinnen um die Häuser ziehen. Ich bin eine schlechte Planerin, da kommt mir das zupass. 1.00 Uhr Zu Hause! Es ist spät geworden für einen Werktag, deswegen fallen wir sofort ins Bett. In New York kann man sich einfach nicht langweilen, immer ist irgendetwas los: Konzerte, Eröffnungen, Partys. Letzten Samstag bin ich noch auf einem Rave gelandet. Heute schauen wir jedenfalls keine Narcos-Folge auf Netflix mehr. Eigentlich ganz schön, dann haben wir etwas, worauf wir uns freuen können.

schön, dann haben wir etwas, worauf wir uns freuen können. PROTOKOLL: MAAIKE BEEKERS VON OBEN: Illustration
schön, dann haben wir etwas, worauf wir uns freuen können. PROTOKOLL: MAAIKE BEEKERS VON OBEN: Illustration

PROTOKOLL: MAAIKE BEEKERS

VON OBEN: Illustration von Garance Doré aus ihrem Buch Love x Style x Life, auf Englisch bei Spiegel & Grau, auf Deutsch ab 29. Februar im Mosaik Verlag. Body Cleanser von Aesop, Terracotta-Puder von Guerlain, Bois de Paradis von Parfums DelRae. Das Aquarell- porträt des Models Daphne Groeneveld hat Dorés Freundin Marcela Gutiérrez gemalt

Runways DANIELE OBERRAUCH/IMAXTREE (6) Porträt TOMMY HILFIGER Interview TARA LAMONT-DJITE

(6) Porträt TOMMY HILFIGER Interview TARA LAMONT-DJITE TOMMY HILFIGER Der Designer hat viel zu erzählen: von

TOMMY

HILFIGER

Der Designer hat viel zu erzählen: von Andy Warhol, Räucherstäbchen und einem Strip–Tennis–Turnier in Manhattan

und einem Strip–Tennis–Turnier in Manhattan Marineblau muss sein: Der Vater des Preppy-Looks beim Segeln

Marineblau muss sein: Der Vater des Preppy-Looks beim Segeln im Zweireiher. OBEN Looks der Kollektion für Frühjahr / Sommer 2016

OBEN Looks der Kollektion für Frühjahr / Sommer 2016 Was gibt Ihnen heute einen Kick? Kreativ bin ich

Was gibt Ihnen heute einen Kick? Kreativ bin ich immer noch gern, aber jetzt fasziniert mich auch das Business:

das Feilschen um Verträge und Geld, die Einrichtung unserer neuen Stores. Wenn man liebt, was man tut, wird es zu einer Obsession. Es fühlt sich nicht an wie Arbeit.

Welchen Beruf hätten Sie gewählt, wenn Sie nicht im Modebusiness wären? Die Vorstellung, Regisseur zu sein, hat mich immer sehr gelockt. Ich versuche auch meine Fashion-Shows wie Filme zu inszenieren.

STYLE

Sie machen seit über vier Jahrzehnten Mode. Erin- nern Sie sich noch an alle Highlights? Viele hatte ich vergessen, doch sie kommen gerade zurück, denn ich schreibe meine Memoiren. Das macht großen Spaß und wirkt wie eine Therapie. Mit manchem Ereignis hat sich die Tür zu einer neuen Welt geöffnet. Ende der Siebziger zum Beispiel bin ich Andy Warhol begegnet und habe die Pop-Art ent- deckt. Ich lernte Warhol über Freunde kennen und traf ihn oft im Studio 54. Als ich ihn in der Factory besuchte, fragte er, ob ich eine seiner Arbeiten kau- fen wolle. Ich konnte sie mir nicht leisten, aber ich bereue heute noch, dass ich es nicht trotzdem getan habe! Besonders mag ich seine ikonischen Serien:

die Bilder von Muham - mad Ali, Grace Kelly und Marilyn Monroe. Warhol hat Mode, Kunst und Pop- kultur zusammengebracht.

Machen Sie eigentlich mal Ferien? Und ob! Dann verbringe ich Zeit mit meiner Fami- lie. Viermal im Jahr fliegen wir in die Karibik, wo ich ein Haus auf Mustique Island habe. Wir sind den ganzen Tag am Strand oder auf dem Wasser – ohne Schuhe, Terminplan und Geld. Ich treibe auch Sport, laufe Ski, fahre Rad, spiele Tennis. Nur golfen mag ich nicht – das dauert mir zu lange.

Geduld war noch nie Ihre Stärke. Sie hatten Ihr Label gerade erst gegründet, als Sie 1985 am Times Square ein Plakat aufhängten: Ihr Name neben Ralph Lauren, Calvin Klein und Perry Ellis. Darüber stand: „Die vier größten amerikanischen Designer für Herrenmode“. Das war die mutigste Tat meines Lebens. Die Idee zu dem Plakat hatte das Wer- begenie George Lois, und sie war für diese Zeit äußerst ungewöhnlich. Ich zögerte, als er mir die Entwürfe vorlegte, schließ-

lich war ich ganz neu in New York und in der Branche. Aber George gab nicht nach und behielt recht: Das Plakat am Times Square machte meine Marke über Nacht bekannt.

Mit 18 Jahren haben Sie

Schlaghosen verkauft. Wie kam es dazu? Ich ging damals noch auf die Highschool. Zusammen mit ein paar Freunden und einem Startkapital von 150 Dollar er- öffnete ich 1969 einen Laden namens People’s Place. Die Idee war, in unserer winzigen Heimatstadt Elmira im Staat New York so coole Big-City-Klamotten anzubieten, wie sie unsere Lieblings- bands trugen. Wir strichen die Wände schwarz, brannten Räucherstäbchen ab, spielten laute Musik und verkauften Kerzen und Schlaghosen, die ich zuvor gekauft und eigenhändig umgearbeitet hatte. Alle coolen Typen trafen sich bei uns, es war sehr aufregend.

Wann haben Sie zuletzt etwas besonders Mutiges getan? Im August 2015 habe ich mitten in Manhattan ein Strip-Tennis-Turnier ausgerichtet. Tennisstar Rafael Nadal, unser neuer Markenbotschafter, spielte gegen Models im Hilfiger-Dress. Wer einen Punkt verlor, musste ein Teil aus- ziehen. Auch wenn die Unterhose an- blieb – das zu veranstalten kostete Mut!

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STIMME DER UNVERNUNFT Die große Liebe? Ist die beste Freundin, weiß unsere Kolumnistin. Das größte

STIMME DER UNVERNUNFT

Die große Liebe? Ist die beste Freundin, weiß unsere Kolumnistin. Das größte Biest ist sie aber auch

Text KRISTIN RÜBESAMEN Illustration STINA WIRSÉN

auch Text KRISTIN RÜBESAMEN Illustration STINA WIRSÉN as für die Liebe gilt, gilt auch für die

as für die Liebe gilt, gilt auch für die Freundschaft: Ohne Illusionen ist sie nicht zu haben. Warum hadern wir dann so sehr, wenn Freunde dem Bild, das wir von ihnen haben, nicht entsprechen? Genauer gesagt Freundin- nen, noch genauer: Gabi Huhn. Gabi Huhn war meine erste große Liebe, bevor es Männer gab in meinem Leben. Sie rauchte, sie log, sie hörte die Ramones und hatte Sex mit Typen. In ihrer Nähe roch es nach Marlboro und Vanille. Sie ließ sich von niemandem etwas sagen, hatte ihr Zimmer schwarz gestrichen und ernährte sich von chinesischen Nudelsuppen. Um es in Gabi Huhns Kosmos zu schaffen, schnitt ich mir die Haare mit der Gartenschere ab. Es gibt ein jämmerliches Foto von mir als 14-Jähriger bei dem Geburtstag meiner Groß- mutter, mit einem Laura-Ashley-Kleid und Möchtegern- Punkfrisur. Gabi Huhn lachte verächtlich, als sie mich sah. Manchmal durfte ich bei ihr übernachten, und wir gingen aus. Im Club musste ich mich nicht mehr verstecken, ich hatte ja jetzt kurze Haare, aber mich mit Karacho gegen die Wand zu werfen, schaffte ich dennoch nicht. Im Bus zurück begleite- te uns Cash. Gabi sagte nichts und sah aus dem Fenster. Das war mein großer Moment. Ich machte Witze. Cash lachte. Zu

war mein großer Moment. Ich machte Witze. Cash lachte. Zu KOLUMNE Hause verschwand Gabi im schwarzen
war mein großer Moment. Ich machte Witze. Cash lachte. Zu KOLUMNE Hause verschwand Gabi im schwarzen

KOLUMNE

Hause verschwand Gabi im schwarzen Zimmer. Cash trank mit mir noch eine Flasche Bier, dann ging er zu ihr. Ich schlief auf dem Küchensofa und radelte im Morgengrauen nach Hause. Dann kam Ramona. Ramona verlangte absoluten Gehor- sam und nannte ihn Loyalität. Morgens waren wir die Ersten im Freibad, abends die Letzten in der Disco. Wir hatten Ritu- ale, die ich niemals ausplaudern werde. Als ich einen Mann traf, kündigte Ramona an, mich zu verlassen. Das tat sie auch, verführte aber vorher noch den Mann. Das kann passieren, wenn man jung ist, und es ist scheußlich. Doch das Schlimmste ist, wenn die Zeit sich breit macht und Menschen plötzlich eine düstere Seite offenbaren. Kann es sein, dass mich Frauen viel mehr verletzt haben als Männer? Aus Eifersucht, Neid, man- gelndem Selbstbewusstsein, Despotismus, vielleicht sogar aus Überdruss. Frauen, die mir Liebe geschworen hatten, mit de- nen ich eines Tages vom Balkon unseres Altersheims Wasser auf die jungen Hühner kippen wollte, wenn sie uns störten. Wie ist das möglich? Freundschaft definiert sich durch die Menschen, die sie verbindet. Anders als romantische Liebe oder Elternliebe gibt es für sie keinen Zeitplan, keine Dramaturgie, kein Modell. Wir begegnen der besten Freundin nicht mit der gleichen Wachsamkeit wie unserem Partner, und wir kennen auch kein Katastrophenszenario wie Schlafen auf dem Sofa, Trennung auf Zeit, Scheidung … Es ist eine Beziehung, in der wir alles geben und auf nichts gefasst sind. Im 17. Jahrhundert fragte die Philosophin Mary Astell, ob Frauenfreundschaften so intensiv seien, weil Frauen sich wenig mit „weltlichen Dingen“ befassen durften. Wenn sie damit Poli- tik und Wirtschaft meinte, hätte sie mal Suzie kennenlernen sollen. Suzie ist meine zweitälteste Freundin, ein Business-Engel, der Prada trägt. Sie zwingt mich, Lippenstift aufzutragen, wenn ich traurig bin. Es genügt ein Wort, um uns in eine eisige, gemeinsam durchwachte Nacht auf St. Pauli zurückzuver- setzen. Früher machten wir Häkchen hinter Männernamen, heute ist uns der Sonntag wichtiger als der Samstag. Früher waren wir Thelma&Louise, heute ist es so, wie es in dem Lied von Wanda heißt: „Hin und wieder stehen wir uns nah.“ Wenn ich wählen müsste bei den Freundschaften, die ich mit Frauen habe: entweder diese irre, manchmal schon patho- logische Nähe, die schrecklich wehtun kann, oder eine Bezie- hung zwischen Erwachsenen, höflich und respektvoll – was würde ich tun? Keine Ahnung. Aber ich könnte Gabi Huhn fragen, deren Telefonnummer ich natürlich noch auswendig kann. Oder Suzie, die neulich, als ich mich in ein graues Mini- wollkleid zwängte, sagte: „Das ziehen wir nicht mehr an.“

Mini- wollkleid zwängte, sagte: „Das ziehen wir nicht mehr an.“ M ä r z 2 0

Foto HARLEY WEIR/RODARTE & OTHER STORIES Texte MARLENE SØRENSEN

STYLE NOTES

& OTHER STORIES Texte MARLENE S Ø RENSEN STYLE NOTES GO WEST Kalifornisch cool: Rodarte entwirft

GO WEST

Kalifornisch cool: Rodarte entwirft mit Seventies– Touch für & Other Stories

S onderkollektionen bekannter De­ signer für große Modeketten sind keine Eilmeldung mehr wert. Doch von dieser Kooperation will man sofort jedem erzählen. Kate

und Laura Mulleavy von Rodarte haben für & Other Stories eine Co-Lab Collection ent­ wickelt, die ein Abbild von Kalifornien ist, gesehen durch die Linse der Siebzigerjahre. „Unsere Sachen sollten fließend vom Tag in die Nacht übergehen und sich dem persön­ lichen Stil und der Individualität anpassen“, sagen die Schwestern. Zur Kollektion zählen Lurexpullover, Patchwork­Röcke, Wild­ lederjacken und seidene Pyjamahemden in Farben wie Nude, Rost oder Schwarz. Looks, die den entspannten Stil der amerika­ nischen Westküste in jeden Kleiderschrank tragen. Weitersagen!

RODARTE CO-LAB FÜR & OTHER STORIES ab

März. Pulli aus Baumwollmix, um 65 €; Lederrock, um 230 €; Kette und Ring aus Messing, um 45 € und 20 €

um 230 €; Kette und Ring aus Messing, um 45 € und 20 € LEICHTGEWICHT Jacken

LEICHTGEWICHT

Jacken mit warmer Federfüllung sind riesig und verwandeln jede Figur in eine Litfaß– säule. Richtig? Falsch, wie die Kollektion „Longue Saison Cuir“ von Moncler beweist. Der Daunenspezialist beherrscht die Technik, Federn so zu verarbeiten, dass die Silhouette schmal und körpernah bleibt. Umhüllt von dünnem Nappaleder, sind die Jacken auch sommertauglich. Wärmstens zu empfehlen.

MONCLER Daunenjacke „Palomete“ aus Leder, um 1495 €

zu empfehlen. MONCLER Daunenjacke „Palomete“ aus Leder, um 1495 € 92 HARPER’S BAZAAR M ä r

Fotos LOUIS VUITTON MALLETIER, SCOTT MAC DONOUGH/MAFALDA VON HESSEN, JENS BRUCHHAUS/CHRISTIAN LOUBOUTIN Porträt MAFALDA VON HESSEN

SCHWING MICH HIN UND HER!

Die Vorfreude auf den Sommer kommt beim Anblick des „Swing Chair“ von Louis Vuitton von ganz allein in Schwung. Gastdesignerin Patricia Urquiola bezieht sich in ihrem markanten Design aus Flechtwerk und Lederhenkeln auf eine Handtasche. Bleibt uns noch zu empfehlen, sich mit einem entspannenden Sommerroman in die Kissen zurückzulehnen und tragen zu lassen.

LOUIS VUITTON „Swing Chair“ aus der Kollektion „Objets Nomades“, Design: Patricia Urquiola, Preis auf Anfrage

Nomades“, Design: Patricia Urquiola, Preis auf Anfrage STYLE NOTES Die 50-jährige Prinzes- sin hat Kostümdesign

STYLE NOTES

Design: Patricia Urquiola, Preis auf Anfrage STYLE NOTES Die 50-jährige Prinzes- sin hat Kostümdesign studiert.

Die 50-jährige Prinzes- sin hat Kostümdesign studiert. Wildleder- weste, um 2400 €, Rock und Gürtel aus japanischer Baumwolle, um 2600 € und 750 €, mafaldavonhessen. com

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FRAGEN AN …

…MAFALDA VON HESSEN Was für Kleider entwirft eine Frau, deren Urgroßvater König von Italien war? Smarte, hochwertige Einzelteile, die sich endlos kombi- nieren lassen und im Multitasking-Alltag funktionieren. Ideen für ihre Sommerkollektion fand von Hessen in ihrer Wahlheimat Rom, wo sie seit 25 Jahren lebt.

IN WELCHEM ENTWURF STECKT AM MEISTEN ROM?

„In einem Mantel, der mich an den Malerkittel meines Onkels erinnert. Als ich neu in der Stadt war, habe ich

ihn oft in seinem Atelier besucht. Später hat er mir den Kittel vermacht.“

WAS KÖNNEN WIR MODISCH VON MÄNNERN LERNEN? „Sie erlauben sich größere

Konstanz in ihrer Garderobe. Es geht nicht um Fashion – das finde ich cool.“ GILT DAS AUCH FÜR ACCESSOIRES? „Ich habe einen alten Tiffany-Gürtel, den Elsa Peretti entworfen hat. Den kombiniere ich immer wieder neu.“

entworfen hat. Den kombiniere ich immer wieder neu.“ RED CARPET Christian Louboutin bittet auf den roten
entworfen hat. Den kombiniere ich immer wieder neu.“ RED CARPET Christian Louboutin bittet auf den roten

RED CARPET

Christian Louboutin bittet auf den roten Teppich. Seine erste Boutique in Deutsch- land hat er in der Signature-Farbe seiner Schuhsohlen auslegen lassen, und auch sonst findet man auf den 140 Quadratmetern an der Münchner Top-Adresse alles, was sein Label zum Renner macht: bekannte Stilettos wie Pigalle und So Kate, die Herrenkollektion und Lederaccessoires. Einladung angenommen.

CHRISTIAN LOUBOUTIN Maximilianstr. 40, München, Tel. 089/24 21 65 40

ACCESSOIRES

TAKE

ME

AWAY!

Sie begleiten uns bis ans Ende der Welt, ihnen vertrauen wir an, was wir stets bei uns haben wollen. Kein Wunder, dass Taschen im Fokus modischer Kreativität stehen! Eine Sommer–Auswahl

Fotos STEVE HIETT Styling KAI MARGRANDER

Metall-Minaudière mit Soutache-Paillettenstickerei, um 1900 €, dahinter eine minimalistische Envelope-Clutch aus königsblauem Leder, um 1400 €, beide von Giorgio Armani. Baumwollblazer mit Seidenanteil, von Escada. Hemdkleid aus Baumwolle, von Wunderkind. Ohrhänger mit Kristalltropfen, Oscar de la Renta. Bergkristall-Collier, Goossens Paris

ACCESSOIRES

ACCESSOIRES Boxclutch in Form einer Retro-Kamera aus lackiertem Holz mit Krokolederdetails, um 6450 €, Jacke aus

Boxclutch in Form einer Retro-Kamera aus lackiertem Holz mit Krokolederdetails, um 6450 €, Jacke aus Fil-Coupé-Gewebe und Sonnenbrille mit XL-Kristallen, alles von Dolce & Gabbana. Polaroidkamera Instax Mini 90, Fujifilm. Linke Seite Cognacfarbene Ledertasche Drag H mit cremefarbenen Nähten, um 5200 € von Hermès. Top, Midirock und Tattoo-Handschuhe, alles von Dries van Noten. Brille, Prada. Bergkristall-Collier, Goossens Paris

ACCESSOIRES

ACCESSOIRES Puzzle Bag aus mattem und glänzendem Gummi, um 1200 €, von Loewe. Kostümjacke mit Polka- Dots,

Puzzle Bag aus mattem und glänzendem Gummi, um 1200 €, von Loewe. Kostümjacke mit Polka- Dots, von Laurèl. Weißes Top mit großer Schluppe, von Marc Cain. Verspiegelte Sonnenbrille, Giorgio Armani. Ohrclips mit Glasperlen, Stazia Loren. Rechte Seite Gestreifte Ledertasche Frame Bag, um 2100 €, Organzakostüm mit Pyjamajacke, Seidenhemd, Cashmerepullunder, Brille und Kunststoffohrhänger, alles von Prada

ACCESSOIRES

ACCESSOIRES Gesteppte Lammledertasche Timeless Classic Chevron mit Kettenhenkel, um 4260 €, Kostüm aus

Gesteppte Lammledertasche Timeless Classic Chevron mit Kettenhenkel, um 4260 €, Kostüm aus changierendem Tweed und Kette aus Kunstperlen, alles von Chanel. Bergkristall-Collier, Goossens Paris. Halsschmuck aus schwarzer Seide in Netzoptik, Prada. Lackpumps, Oscar de la Renta. Linke Seite Tasche Chain Twist aus Epi-Leder mit Kettendekor, um 2750 €, von Louis Vuitton. Jacke mit Lederkragen, von Miu Miu. Bergkristall-Collier, Goossens Paris. Sonnenbrille aus Metall, Bottega Veneta

Model: Mina Cvetkovic @ Women Management NY; Haare: Romina Manenti @ Home Agency NY; Make-up:

Morgane Martini @ The Wall Group; Casting: Stephan Dimu; Produktion: Sam Richardson @ The Production Factory

Porträt JENS INGVARSSON/ANNDRA NEEN Texte STEPHAN MEYER

ACCESSOIRES NOTES

NEEN Texte STEPHAN MEYER ACCESSOIRES NOTES SCHWESTER ACT Mit ihrem Label Anndra Neen verbinden Annette
NEEN Texte STEPHAN MEYER ACCESSOIRES NOTES SCHWESTER ACT Mit ihrem Label Anndra Neen verbinden Annette

SCHWESTER ACT

Mit ihrem Label Anndra Neen verbinden Annette und Phoebe Stephens moderne Grafik und traditionelle Handwerkskunst im Schmuckdesign

W er die Begeisterung der Stephens-Schwes- tern verstehen will, muss mit ihnen nur über ihre Großmut-

ter sprechen: Annette Nancarrow war eine sehr bekannte Künstlerin und De- signerin in Mexico City. Frauen wie Frida Kahlo, Anaïs Nin oder Peggy Guggenheim kauften bei ihr und sam-

melten ihre expressiven Gemälde und Schmuckstücke. Bis heute ist Nan-

carrow für Annette und Phoebe Stephens die größte Inspira- tion. Die Kreativität der Großmutter er- mutigte die beiden, selbst Schmuck zu

Mindestens alle zwei Monate verlassen die Schwestern ihr New Yorker Atelier und fliegen in ihre alte Heimat Mexiko. Dort werden ihre Entwürfe in dreidi- mensionale Skulpturen verwandelt. Da

die Preise erschwinglich bleiben sollen, verwenden die Designerinnen meist Alpacca, eine Legierung aus Nickel, Kupfer und Zink, die der deutsche Che- miker Ernst August Geitner 1823 als eine Art Ersatzsilber entwickelt hat. Stilistisch setzt das Stephens-Duo sei-

nem Label Anndra Neen keine Grenzen. Elemente der Bau- haus-Grafik und ja- panischer Wabi-Sabi- Ästhetik werden mit Formen alter europä-

ischer Juwelierskunst und traditioneller mexikanischer Handwerkstechnik ge- kreuzt. Für die aktuelle Kollektion aller-

dings stand der Norden Indiens Pate: Die Schwestern waren bei einer Reise nach Kaschmir von alten Webtechniken und Holzschnitzereien so fasziniert, dass sie mit ihrem Schmuck davon erzählen.

Modeschmuck,

inspiriert von

Schnitzerei und

Webtechnik

aus Kaschmir

Mehr als simpler Modeschmuck:

Accessoires mit luxuriöser Aura

als simpler Modeschmuck: Accessoires mit luxuriöser Aura schaffen, der so unge- wöhnlich ist, dass er von

schaffen, der so unge- wöhnlich ist, dass er von Generation zu Generation weiterge- geben wird. Sie glauben an gute Hand- arbeit, die jedes Stück einzigartig macht, da es die Handschrift seines Urhebers

trägt. Wichtig ist auch die luxuriöse Aura, die ihre Kreationen von gewöhn- lichem Modeschmuck abhebt.

ANNDRA NEEN Halsreif „Buttercup“ aus Ersatzsilber, um 620 €; Clutch „Two-toned Oval Cage Bag“ aus Ersatzsilber und Messing, um 620 €, über The Store im Berliner Soho House. Armreif „Geometric Checkered Cuff“ aus Ersatzsilber, um 320 €, anndraneen.com

The Store im Berliner Soho House. Armreif „Geometric Checkered Cuff“ aus Ersatzsilber, um 320 €, anndraneen.com

Foto oben Mitte FREDRIK NILSEN Kunst AARON CURRY/COURTESY OF THE ARTIST AND DAVID KORDANSKY GALLERY, LOS ANGELES Porträt SEBASTIAN ASMUS/NOMOS GLASHÜTTE

P o r t r ä t SEBASTIAN ASMUS/NOMOS GLASHÜTTE Links die Acryl- Gouache Cosmic Slop

Links die Acryl- Gouache Cosmic Slop von Aaron Curry, rechts seine Schmuck- stücke für Cada

KANN MAN KUNST TRAGEN?

Ja, man kann! Und wenn ein berühmter Bildhauer wie der Texaner Aaron Curry für das Münchner Schmucklabel Cada Ringe entwirft, darf man etwas erwarten. Die Inhaber Annette und Herbert Kopp sammeln leidenschaftlich Kunst und sind seit Jahren mit Curry befreundet. Gute Voraussetzungen für eine Kooperation. Das Resultat: skulpturale Ringe, mit denen wir auf der nächsten Vernissage angeben.

CADA „Bull Ring“ aus Gelbgold, um 24 200 €, aus Roségold, um 19 900 €. „Moon Ring“ aus Weißgold, um 129 000 €. Alle mit Diamanten, cada-schmuck.de

um 129 000 €. Alle mit Diamanten, cada-schmuck.de DAS BLANKE LEUCHTEN „Nudo“ heißt auf Italie– nisch

DAS

BLANKE

LEUCHTEN

„Nudo“ heißt auf Italie– nisch nackt. Bei Pomellato sind damit farbenfrohe Steine in knapper Fassung gemeint. So entfalten sie ihre ganze Leucht– kraft. Jetzt vermeldet die „Nudo“–Familie Zuwachs:

Neben den bekannten Ringen sonnen sich Rosé– goldketten mit exponierten Edelstein–Anhängern im Licht: weißer Topas, Amethyst, Prasiolith …

POMELLATO …außerdem Madeira-Quarz und blauer Topas, je um 1500 €

Privat trägt die Nomos-Chefin die eckige Lux aus Weißgold, um 14 800 €, oder die Orion aus
Privat trägt die
Nomos-Chefin die
eckige Lux aus
Weißgold, um
14 800 €, oder die
Orion aus Stahl,
um 1580 €, nomos-
glashütte.com

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FRAGEN AN …

Judith Borowski. Als Kreativchefin von Nomos Glashütte prägt sie Marke und Design. Wir fragen die Berlinerin, was in ihren Uhren steckt. INSPIRATION? Wir machen gern Quatsch, das hilft beim Querdenken! Uns haben schon alte Plattenspie­ ler, Bilder von Joseph Beuys, die Federn eines Sing­ vogels oder Spielzeugnilpferde aus der DDR zu neuen Entwürfen verholfen. MECHANIK? Das Thema war lange Zeit eine Männer­

domäne. Mittlerweile begeistern sich auch Frauen für Uhrmacherkunst. AUTOMATIK? Ganz flach und höchst zeitgemäß ist unsere Neomatik­Serie, die

wir wie alle Uhren in Berlin gestalten: tolles Handwerk voller Hightech.

BEAUTY IM NAMEN DER SCHÖNHEIT Warum Südkoreas Beauty–Industrie auch uns umtreibt, Tricks der dekorativen Kosmetik
BEAUTY IM NAMEN DER SCHÖNHEIT Warum Südkoreas Beauty–Industrie auch uns umtreibt, Tricks der dekorativen Kosmetik
BEAUTY
IM NAMEN DER SCHÖNHEIT
Warum Südkoreas Beauty–Industrie auch uns umtreibt,
Tricks der dekorativen Kosmetik und Jennifer
Aniston über ihren Nebenjob als gute Haar–Fee
Text XIFAN YANG
Foto INA JANG/ART + COMMERCE

BEAUTY

Foto INA JANG/ART + COMMERCE

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SCHÖNE  GRÜSSE

aus  SEOUL

Gutes Aussehen, guter Job, gute Partie: In Südkorea leiten

viele ihre Glückserwartung von Äußerlichkeiten ab.

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Die Beauty–Branche schürt den Boom – mit innovativen Produkten, die auch bei uns von sich reden machen

e dernier cri in Seoul: hauchdünne, violette

Fäden mit kleinen Widerhaken. PDO oder Polydioxanone heißt das Zaubermaterial, das der Mediziner Soon-Hong Kwon in der Hand hält. Früher wurde es in der Herz- und Unfallchirurgie verwendet, bis südkoreanische Ärzte auf die Idee kamen, es ins Gesicht einzunähen: Zehn bis dreißig Fäden werden mit kurzen Stichen in Wangen, Stirn und Kinn ver- woben. Der Kunststoff kurbelt die hauteigene Collagenpro-

duktion an, das Gesicht wird gestrafft ohne Skalpell, nach sechs Monaten lösen sich die Fäden von selbst auf. Lunchtime Facelift heißt die Prozedur auch, weil sie kaum mehr als eine halbe Stunde dauert. „Viele Frauen gehen da-

nach tatsächlich gleich wieder ins Büro“, sagt Kwon. Kwon, 38, ein Chirurg mit breitem Lächeln, empfängt im strahlend weißen Consultation Room von JK Plastic Surgery, eine der luxuriösesten Schönheits-

kliniken Seouls. Außen pompöse Goldfassade, innen Schwanensee von Tschaikowsky, geschwunge- ne Designermöbel und Rosenduft. Wie eine Mischung aus Flagshipstore und Sternehotel. Der OP-Saal heißt Operation Theater und Hotelzimmer gibt es tatsächlich: Immer öfter kom- men die Patientinnen von weit her. Aus China, Japan, dem Mittleren Osten, aus Russland, Europa und den USA. „Neulich hatten wir sogar eine Dame aus Chile“, sagt Kwon. Das aus- nahmslos gut aussehende Personal holt die Gäste mit Limousi- nen vom Flughafen ab, gleich nach dem Einchecken wird ein 3-D-Scan vorgenommen. Am Computer zeigt Kwon anschlie- ßend, was machbar ist: größere Augen, Stupsnase, vollere Lippen, schmaleres Gesicht. Warum nicht gleich ein neuer Unterkiefer,

prallere Brüste, Body Contouring, oder wie wäre es mit dem Dynamic Smile Lift gegen Permanent Sad Expression oder der Nipple Surgery gegen Schlupfwarzen? Besonders stolz ist der Arzt auf das Stammzellenlabor: Sein Verfahren, Knochenmark aus dem Becken zu entnehmen, die darin enthaltenen Stammzellen über 28 Tage zu kultivieren und anschließend intravenös wieder in den Körper zu injizieren, sei eine „Weltneuheit“, sagt er. Anfangs probierte er die Methode an Kindern aus Vietnam aus, die schwere Brandwunden im Gesicht erlitten hatten. Die Narben wurden kleiner. Nun ver- sprechen sich Frauen aus aller Welt glattere, propere Haut davon. Kliniken wie JK Plastic Sur-

gery haben Seoul den Ruf der internationalen Hauptstadt der Schönheitschirurgie eingebracht. Hier schlägt der Puls der neuen Beauty-Supermacht Südkorea, die mit Innovationen in der Kos- metik und bei plastischen Ein-

griffen die Welt erobern will. Im hippen Nobelviertel Gangnam reihen sich entlang weniger Stra- ßen 500 Schönheitskliniken aneinander. Metrostationen und Mauern sind mit überlebensgroßen Vorher-Nachher-Bildern tapeziert. „Werde dein schöneres Selbst“, werben sie, oder „Options matter!“. Die Kliniken heißen Dream Medical, Cinde- rella, Center for Human Appearance, Magic Skin oder Dr. 4 Nose. Hinterhofklitschen sind darunter und Tempel, die an hoch- trabende Spas erinnern. Andere sind in Shoppingmalls unter- gebracht, nach dem Motto: Kauf dir zur neuen Bluse die pas- sende Nase. Viele Plakate sind auf Chinesisch, Englisch oder Russisch – zu Hunderttausenden fliegen die Schönheitstouris- ten jedes Jahr aus dem Ausland ein. OPs in Südkorea gelten als

jedes Jahr aus dem Ausland ein. OPs in Südkorea gelten als Viele Frauen gehen nach dem

Viele Frauen gehen nach dem Facelift gleich wieder ins Büro

als Viele Frauen gehen nach dem Facelift gleich wieder ins Büro M ä r z 2

Foto INA JANG/ART + COMMERCE

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weiße Porzellanhaut. Chok Chok sagt man hier dazu, was so viel heißt wie prall und feucht. Das Schönheitsideal stammt noch aus Kaiserzeiten, als nur Hofdamen das Privileg genossen, ihre Tage im Schatten zu verbringen. Seit Jahrhunderten wissen Frauen um die klärende und verjüngende Kraft von Ginseng, Sanghuang-Pilzen, grünem Tee und Reis. Heute findet man

Zutaten wie diese in einer Reihe südkoreanischer Pflegepro- dukte, die viele für die besten der Welt halten. Mary Schook zum Beispiel, Kosmetikerin und Beauty-Beraterin in New York. Sie fliegt regelmäßig nach Seoul, um Produkte für den amerikani- schen Markt aufzuspüren. „Die Hersteller sind denen in Europa und den USA um mindestens zehn Jahre voraus“, sagt Schook. Zum Treffen hat sie neue Lieblingsprodukte mitgebracht:

eine Gesichtsmaske mit Seidenproteinen, eine Creme mit acht Prozent Trehalose-Anteil und ein ölhaltiges Vitamin- C-Serum. Mehr als 7000 einheimische Marken kämpfen um Kundschaft, die Spanne reicht von Indie-Labels, die ihre Ware ausschließlich online vertreiben, bis zu milliardenschweren Im- perien wie AmorePacific und LG (genau, der Fernseherprodu- zent). Der harte Wettbewerb führe dazu, dass Firmen pausenlos Innovationen auf den Markt bringen müssten, sagt Schook:

„Frauen hier sind unheimlich anspruchsvoll und perfektionis- tisch. Sie verlangen ständig nach Neuem.“ Trends verbreiten sich über Nacht, Beauty-Blogger erreichen per Social Media ein Millionenpublikum. Nun suchen die Fabrikanten den internationalen Durch-

bruch. In Asien haben südkore- anische Marken längst die japa- nische Konkurrenz abgehängt, europäische Luxushäuser beäu- gen die Entwicklung aufmerk- sam. Ob in Peking, Bangkok oder Tokio: K-Pop-Stars und

südkoreanische Schauspielerin- nen sind die Schönheitsidole einer ganzen Generation. Der Hype hat längst auch Amerika erreicht, angefangen mit der Foundation-Wunder BB-Cream, ursprünglich einem Best- seller der südkoreanischen Marke Dr. Jart. Seither probiert ganz Hollywood das Neueste aus Asien: Sheet Masks (in Gel oder Serum getunkte Papiermasken), Cushion Compacts (mit Make-up getränkte Schwammkissen) oder Gel Lip Patches (feuchtigkeitsspendende Lippenmaske). Schon schauen sich westliche Kosmetikriesen Ideen ab. Warum auch nicht, wol- len sie ihre Kunden doch ebenfalls mit Bambusgras und Reiskleie verwöhnen und haben ihrerseits lange genug die Konkurrenz in Fernost inspiriert. Nicht jeder Trend aus den Labors hat allerdings das Zeug zum Welterfolg. Creme aus Schneckenschleim, Seestern- extrakt oder Eselsmilch gefällig? Nicht unbedingt. Dennoch, das Exportwachstum der Beauty-Brands (plus 73 Prozent in 2014) stellt sogar die alteingesessene Auto- und Chemie- industrie in den Schatten. Und das nächste große Ding? Alicia Yoon, die koreanischstämmige Gründerin des US- Onlineshops Peach & Lily, prophezeit Botox – als Creme.

vergleichsweise sicher und günstig, ein Lunchtime Facelift ist ab 3000 Euro zu haben. Bis 2020 soll die Gästezahl in die Millio- nen steigen, und der Staat hilft dabei: Südkoreas Regierung investiert in Werbekampagnen, gewährt Visa-Erleichterungen für OP-Besucher und fördert die Anti-Aging-Forschung. Schönheit made in South Korea soll nach Hyundai, Samsung und K-Pop zum Exportschlager avancieren. Längst ist das Beauty-Geschäft hier eine wichtige Säulen- industrie. Südkoreaner sind besessen von Schönheit, nirgends sonst lassen sich so viele Menschen operieren. Laut Studien hat sich in Seoul jede zweite Frau unter 30 schon einmal unters Messer gelegt. Und bei einem Mal bleibt es selten. „In meinem Freundeskreis machen es alle“, sagt eine Grafikerin in einem Café in der Garoso-gil, die man auch Fashionista-Straße nennt, weil sie eine kilometerlange Kette von Boutiquen, Diet Labs, Pilatesstudios und Büros für Image Consulting ist. Die 26-Jährige arbeitet in einer Werbeagentur und bekam von ihren Eltern wie viele andere junge Frauen mit 18 zum High- school-Abschluss eine Double- Eyelid-OP geschenkt, die ihre Augen runder aussehen lässt. Mit

22 ließ sie ihren Nasenrücken er- höhen. Nun wünscht sie sich eine schmalere V-Linie, ein spitz zu- laufendes Kindergesicht. Der Gesichtsform, der man überall auf Werbeplakaten begegnet und immer öfter auch im wahren

Leben. Alle jungen Frauen wol- len so aussehen. Südkorea ist eine konformistische Gesellschaft, man will nicht auffallen, sondern mit dem Strom schwimmen. „Aussehen ist wichtig, um mit den anderen mithalten zu kön- nen“, sagt unsere Gesprächspartnerin, die anonym bleiben will. „Jeder vergleicht sich ständig mit jedem. Du musst schön sein, um einen guten Job zu bekommen.“ Zwei von drei Arbeitge- bern im Land gaben in einer Befragung an, bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter auf das Äußere zu achten. Ein guter Job wie- derum sei „wichtig für gute Chancen auf dem Heiratsmarkt“, sagt die Grafikerin. In die Schönheitsklinik zu gehen, ist für viele so normal wie ein Friseurbesuch: Popstars und Schau- spielerinnen sprechen öffentlich über ihre Eingriffe, 15-Jährige bloggen über erste OP-Erfahrungen. Der allgegenwärtige Lookism erfasst auch Männer: Sie stellen 20 Prozent aller Schön- heitspatienten, Tendenz steigend. Der gnadenlose Erfolgsdruck in Schule, Job und Privatleben ist darüber hinaus eine der Ur- sachen, warum Südkorea nicht nur Weltzentrum der Schön- heitschirurgie ist, sondern auch das Land mit der höchsten Selbstmordrate aller Industriestaaten. Auch beim Konsum von Beauty-Produkten liegt die Nation vorn: Frauen in Südkorea geben mit rund 130 Euro im Monat fast doppelt so viel für Kosmetik aus wie Frauen in Deutsch- land, obwohl koreanische Produkte deutlich günstiger sind. Die tägliche Gesichtspflege einer Durchschnittskoreanerin erfordert bis zu 17 Schritte, einmal die Woche zum Facial beim Dermatologen zu gehen, ist üblich. Das Ziel: makellose,

Dermatologen zu gehen, ist üblich. Das Ziel: makellose, Makellose Porzellanhaut.  ‚Chok Chok‘ sagt man hier

Makellose Porzellanhaut.  ‚Chok Chok‘ sagt man hier dazu

Makellose Porzellanhaut.  ‚Chok Chok‘ sagt man hier dazu 124 HARPER’S BAZAAR M ä r z 2

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Dieses Kissen ist mit flüssigem Make-up getränkt und in Asien ein Bestseller. So funktioniert’s: Das Magic Cushion mit leichtem Druck über die Gesichtshaut führen, damit es seine getönte Lotion freigibt. Mit jeder weiteren Schicht wird die Deckkraft verstärkt, das Ergebnis sieht immer natürlich aus.

MISSHA „Magic Cushion Make-up“ mit Bambus- wasser, um 15 €, über shop.missha-deutschland.de

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Manikürte jugendliche Hände sind nicht nur schön anzusehen, sie machen auch selbstsicher. Die Nagel- und Hautpflege von Koh Cosmetics schützt mit Extrak- ten aus Bambus und grünem Tee vor Trockenheit und Fältchen.

KOH COSMETICS Der Unterlack „Anti-Aging“ gleicht Rillen und Unebenheiten aus, um 21 €, über ludwigbeck.de

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Die Kerze Hakudo duftet nach Eichen- moos, Vetiver, Palmrose und anderen Essenzen, ihre Komposition folgt den Regeln der japanischen Kôdô-Zere- monie, die den Geruchssinn schärft. Ein optischer Genuss ist der Porzellanbecher von der Insel Kyushu, der in einem tradi- tionellen Verfahren gebrannt wird.

AOIRO AIRDESIGN Kerze „Hakudo“ – Hasami Porzellan Edition, um 119€

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Zum 100-jährigen Jubiläum hat das japanische Kosmetikhaus Shiseido sein ältestes Produkt neu zusammengesetzt. Die Pflege-Essenz aus dem roten Flakon löst überschüssiges Keratin aus der Haut und regt deren Erneuerung an.

SHISEIDO „Eudermine Revitalizing Essence“, mit Bio-Hyaluron und Aminosäure, um 59 €

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Ob als Serum, Maske oder Creme:

Mucin, ein Schneckensekret, wird in Korea als heilender Wirkstoff geschätzt. Es hilft der Haut, sich zu regenerieren und ihre Barriere langfristig zu stärken.

IT’S SKIN Prestige d’Escargot Finale, Pflege und Make- up-Basis in einem, um 121€, über look-beautiful.de

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Schönheitsrituale und Make–up aus Fernost stehen in Europa hoch im Kurs. Wir präsentieren Highlights, für die man nicht um den Globus fliegen muss

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Das Geheimnis eines makellosen Por- zellanteints: starker Lichtschutz. Diese Creme mit SPF 50 filtert stundenlang UV-A- und UV-B-Strahlen, schützt so vor Flecken und Sonnenschäden und wirkt außerdem aufhellend.

SUQQU „Face Protector Brightup“, um 55 €, über selfridges.com

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Asiatinnen investieren viel Zeit und Geld in eine frische Augenpartie. Viele schwören auf die Anti-Aging-Produkte von Annayake. Die neueste Creme mit Seidenakazie stärkt die Spannkraft und wirkt gegen Fältchen.

ANNAYAKE Wie ein Mini-Lifting: „Ultratime Soin Contour des Yeux Liftant Anti-rides“, um 99 €

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Was tun gegen Unreinheiten und ein scheckiges Hautbild? Die Fläschchen von Holika Holika enthalten hoch konzen- trierte Wirkstoffe, zum Beispiel aus Soja- sprossen und der Kobushi-Magnolie. Niacinamid, also Vitamin B3, wirkt ge- gen Hyperpigmentierung, Rosenblüten- extrakt beruhigt.

HOLIKA HOLIKA „One Solution Whitening Ampoule“, um 30 €, über shishicherie.de

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Geishas pflegen ihr geschmeidiges, glänzendes Haar seit Jahrhunderten mit Kamelienöl, denn es zieht sehr schnell ein. Shu Uemura nutzt das alte Wissen über natürliche Öle für die Entwicklung seiner Haarpflegeprodukte.

SHU UEMURA Reguliert Feuchtigkeit und liefert Nährstoffe. „Moisture Velvet Shampoo“, um 35 €

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Die Farbe Rot steht in Japan unter ande- rem für Vertrauen, Europäer verbinden mit ihr Liebe und Energie – weltweit ist sie auf jeden Fall die Farbe für den Lippenstift. Die Marke Sensai hat sechs intensive Rottöne mit hoher Deckkraft entwickelt. Praktisch: Die Stifte malen auch Konturen.

SENSAI Lippenstifte „Silky Design Rouge“, um 35 €, ab April erhältlich

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Gesichtsschwämme aus der Konjac- wurzel pflegen gleich dreifach: Sie peelen, fördern die Durchblutung bis in die kleinsten Gefäße und verfeinern die Poren. Erhältlich sind sie für Mischhaut, ölige und sensible Typen.

ERBORIAN Konjac-Naturschwamm mit Bambus- kohle, entfernt überschüssiges Fett und aknever- ursachende Bakterien, um 10 €

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MUSIK IST TRUMPF

Gut aufgelegt: Vinyl ist wieder da. Nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch im Bad

Text JULIE GORKOW Foto JENS BÖSENBERG

D ie Deutschen kaufen wieder Schallplatten. So viele wie seit 20 Jahren nicht mehr – im Jahr 2014 ganze 1,8 Millionen Stück. Mit Kos-

metik hat das insofern zu tun, als auch diese Branche den Trend entdeckt hat: Sie präsentiert uns Produkte, die entweder das Wort Vinyl im Namen tragen oder mit dem schimmernden Kunststoff-Tonträger anderweitig kokettieren. Wie unschwer zu erraten, geht es um den Glanzeffekt: Matt war gestern, jetzt wirken Lippen, Lider, Nägel wie gelackt – tiefschwarz oder in Leuchtfarben. Wobei wir empfeh- len, Vinyleffekte sparsam zu dosieren:

Lippen oder Nägel oder Haare, alles zugleich wäre zu viel. Beim Stylen schalten wir natürlich den Plattenspie- ler an. Wie schön das knistert!

natürlich den Plattenspie- ler an. Wie schön das knistert! 1. Glänzt wie die Single Big in

1. Glänzt wie die Single Big in Japan: Mascara Miss Manga Punky Black Latex, um 10 € L’OREAL PARIS

2. Brillantes Föhnöl: Diamond Oil Glow Dry, um

30 € REDKEN 3. Für feines Haar: Formule Laque Fine, um 18 € LA BIOSTHÉTIQUE 4. Gelrouge aus der Vinyl Collection: Blush Mémoire de Forme, Rosé Délicat Nr. 2, um 35 € GIVENCHY

5. Trockenöl für Rundum-Beauty: Future

Solution LX Replenishing Treatment Oil, um 130 € SHISEIDO 6. Nägel wie Amethyste: Le Vernis Gloss, Sunrise Trip Nr. 683, um 24 € CHANEL

7. + 8. Lidstrich mit Geltextur: Color Gel Eyeliner,

Blackout Fb. 800 mit Pinsel, um 19 € CK ONE

9. Lack für Glamournägel: Vinyle, um 17 €

KURE BAZAAR 10. Schillernder Öko-Lippenstift:

Knutzen Sunrise Red Matt 04, um 35 € UND GRETEL 11. High Gloss: Vinyl Effect Eyeliner long- lasting, Black Nr. 10, um 11 € ARTDECO

Porträt © RUVEN AFANADOR/CORBIS OUTLINE Styling CAROL McCOLGIN Haare CHRIS McMILLAN Make-up ROBIN SIEGEL

BEAUTY

DER  SCHÖNSTE

BEWEIS

Jennifer Aniston hat in der Serie „Friends“ den Stufenbob berühmt gemacht. Jetzt demonstriert sie wieder Haar–Expertise – als Frontfrau des Labels Living Proof

Interview CORINNA WILLIAMS

des Labels Living Proof Interview CORINNA WILLIAMS llüren? Hat sie nicht nötig. Jennifer Aniston ist gut

llüren? Hat sie nicht nötig. Jennifer Aniston ist gut gelaunt, den Interview-Countdown der PR-Agentin („Nur noch zwei Fragen!“) ignoriert der Holly- woodstar einfach. Nach ein paar Minuten fühlt man sich wie beim Kaffee-Date mit einer Freundin. Dabei sitzt hier die best- verdienende Seriendarstellerin aller Zeiten – um über Beauty- themen und ihre Zweitkarriere als Haarpflegeexpertin zu spre- chen. Aniston ist Teilhaberin und Sprecherin der Marke Living Proof, deren Produkte von Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology entwickelt werden.

Ms Aniston, wie kamen Sie zu diesem Job? Schon viele Labels hatten mich gebeten, das Gesicht für ihren Haarschaum oder ihre Tönung zu werden. Living Proof dage- gen fragte mich 2012, ob ich als Partnerin an Bord kommen wolle. Ich beschloss Ja zu sagen, als ich in North Carolina bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit einen Film drehte Darf ich kurz einhaken: Welcher Film war das? Wir sind die Millers. Für meine Rolle musste ich ein störrisches Echthaarteil tragen – als hätte man mir eine Kappe mit Scham- haaren aufgesetzt. Mein eigenes Haar bändigte ich wegen des Klimas mit dem No Frizz Conditioner von Living Proof. Also bat ich die Stylisten, das Teil auch damit zu waschen, und es wirkte. Das habe ich natürlich sofort meinem Haarstylisten Chris McMillan erzählt. Er arbeitet schon seit mehr als 20 Jahren für Sie. Was ist dran an dem Gerücht, dass er stoned war, als er Ihren Stufenbob für die Rolle der Rachel in „Friends“ erfand? Ha! Ich glaube, Chris war von 1990 bis 2000 ständig high. Das gibt er auch zu. Und wir wissen ja: Marihuana macht kreativ.

Gilt das auch für den Umgang mit Farbe? Klar. Ich habe seit etwa zehn Jahren graue Haare, doch die muss ich nicht abdecken, Chris mischt sie mit gefärbten High- lights. Er nennt sie meine „natürlichen Strähnchen“. Was tun Sie gegen erste Fältchen? Ich schwöre auf Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor 50. Und ich liebe Produkte von Dr. Hauschka. Beim Sport sollen Sie ja extrem diszipliniert sein. Stimmt. Nach einigen Verletzungen an Knie und Hüftgelenk habe ich eine Pause eingelegt und fange gerade erst wieder an. Ich trainiere fünf Tage pro Woche, wechsle aber Spinning mit Yoga, Krafttraining und Gassigehen mit dem Hund ab. Wie sieht Ihre Ernährung aus? Sind Sie auch zur Makrobio­ tikerin oder Veganerin konvertiert? Ach, ich versuche einfach, auf künstliche Lebensmittel zu ver- zichten. Keine Süßstoffe, alle zehn Jahre eine Diet Coke. Mein einziges Laster ist Coffeemate, also Kaffeeweißer. Eklig, ich weiß! Zum Frühstück gibt’s einen Smoothie oder Toast mit Eiern, mittags Salat mit Proteinen. Mindestens einmal pro Woche gönne ich mir einen Teller Pasta. Klingt halbwegs entspannt. Bereitet Ihnen der Jugendwahn in Hollywood keine schlaflosen Nächte? Ganz ehrlich: Ich denke nicht darüber nach. Aber natürlich wünschte ich, in Artikeln stünde nicht immer eine Zahl neben meinem Namen. Als ich einmal meine Mutter fragte: „Warum verrätst du nie dein Alter? Du siehst doch fantastisch aus!“, sagte sie: „Das denkst du, weil du nicht weißt, wie alt ich bin. Sobald ich eine Zahl nenne, wirst du mich anders wahrnehmen.“ Sie hatte recht. Also fragen Sie bloß nicht nach meinem Alter!

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Foto GIORGIO ARMANI PARFUMS Texte ELSA SONNTAG

Foto GIORGIO ARMANI PARFUMS Texte ELSA SONNTAG SCHMUCKE FLAKONS Giorgio Armanis Duftneuheiten erinnern an russische
Foto GIORGIO ARMANI PARFUMS Texte ELSA SONNTAG SCHMUCKE FLAKONS Giorgio Armanis Duftneuheiten erinnern an russische
Foto GIORGIO ARMANI PARFUMS Texte ELSA SONNTAG SCHMUCKE FLAKONS Giorgio Armanis Duftneuheiten erinnern an russische
Foto GIORGIO ARMANI PARFUMS Texte ELSA SONNTAG SCHMUCKE FLAKONS Giorgio Armanis Duftneuheiten erinnern an russische

SCHMUCKE FLAKONS

Giorgio Armanis Duftneuheiten erinnern an russische Kultur– schätze wie die Ermitage (o.). Seine Kompositionen, benannt nach dem Schmuckstein Malachit, den Zaren für opulente Verzierungen nutzten, duften nach Lilie, Vanille und Tuberose.

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S ich ausreichend selbst mit Fett zu versorgen, dazu ist unsere zarte Lippenhaut nicht imstande: Ihr fehlen die Talgdrüsen. Normaler Lippenstift würde sie zusätzlich austrocknen, deshalb sind pflegende Ingredienzen un-

verzichtbar. Die Oil-in-Sticks von Yves Saint Laurent erfüllen diesen Anspruch mit sechs Ölen, Granatapfelkomplex, Ma- cadamiabutter und Hyaluronsäure. Nun gibt es sie in je vier neuen Farbnuancen für sogenannte Day Bloomers, Night Birds und Weekenders. So leuchten Lippen typgerecht.

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CLÉMENCE

POÉSY

Wenn einer Französin Nonchalance nachgesagt wird, verbirgt sich meist dahinter ein Staunen: Wie schafft sie es nur, gleichzeitig so gut wie unge- schminkt, mühelos gekleidet und unaufgeregt elegant zu sein? Eine Frage, die sich auch bei der Schau- spielerin Clémence Poésy stellt. Die 33-Jährige hat keine Beauty-Routine, morgens reichen ihr ein paar Spritzer Wasser ins Gesicht, solange es das Thermalwasser von La Roche-Posay ist. Das Haus verlässt sie unbeküm- mert ohne Make-up, nur den roten Lippenstift Phyto-Lip Twist von Sisley hat sie immer dabei, „um graue Tage aufzuheitern“. Ihre Haare fasst sie erst gar nicht an, ungekämmt findet sie sich cooler. Auf Parfum will sie aber nicht verzichten – wie von dem Gesicht des Chloé-Duftes Love Story nicht anders zu erwarten. Im Spot zur Kampagne bezirzt sie einen jungen Mann, und die Zauberlehr- linge in zwei Harry Potter-Filmen schauten ihr auch schon hinterher. Nonchalant, Mademoiselle Poésy!

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ZEITGEIST DAS INSZENIERTE SELBST In radikal egozentrischen Zeiten sind Selfie–Abstinenzler verdächtig: Was
ZEITGEIST DAS INSZENIERTE SELBST In radikal egozentrischen Zeiten sind Selfie–Abstinenzler verdächtig: Was
ZEITGEIST
DAS INSZENIERTE SELBST
In radikal egozentrischen Zeiten
sind Selfie–Abstinenzler verdächtig:
Was verbergen sie? Und was macht
die Kunst aus dem Phänomen?
Text REBECCA CASATI
Kunst © JUN AHN/COURTESY CHRISTOPHE GUYE GALERIE
E rinnert sich noch jemand an die Fussbroichs? Wohl eher nein, zwischen 1989 und heute
E rinnert sich noch jemand an die Fussbroichs? Wohl eher nein, zwischen 1989 und heute

E rinnert sich noch jemand an die Fussbroichs? Wohl eher nein, zwischen 1989 und heute liegen zu viele C-Promi-Küchen, Möchte- gernmodels und Känguruhoden. Die Fuss- broichs, eine Kölner Arbeiterfamilie, ließen sich jahrelang von einer WDR-Kamera im Alltag filmen. Auf dem Sofa neben einer Kitschpuppe sitzend, Fransenstehlampe da-

neben, vis-à-vis die Eichenschrankwand, so diskutierten die Familienmitglieder im treuherzigen rheinischen Idiom alles, was ihnen durch die Rübe rauschte, von der Anschaffung eines neuen Lockenstabs bis zum Abtransport der alten Couchgarnitur, auf der sie saßen. Es gab zu den Fussbroichs weder ein Drehbuch noch höhnische Moderatoren, und doch verfolgte Deutschland fas- ziniert diese Serie, die wahrscheinlich zum ersten und einzi- gen Mal im deutschen Reality-TV echtes Leben abbildete. Seitdem werden nur noch Inszenierungen gezeigt, so- genannte Scripted Reality. Dann kamen die Smartphones, die Selfie-Sticks und Instagram-Accounts. Nun gab es Men- schen, die sich selbst abbilden, schon in der Antike. Im Mittel- alter ließ der Trend etwas nach, aber nur, um (wie so vieles) seit der Renaissance zur Hoch- form aufzulaufen. Deshalb kennen wir heute den schiefen Blick von Albrecht Dürer, der daher rührte, dass er sich beim Malen immer von der Seite im Spiegel betrachtete. Deshalb wissen wir um den speziellen Rotgoldton von Vincent van Goghs Backenbart und um die Monobraue und den Damenbart von Frida Kahlo. Aller- dings dienten die Selbstporträts dieser Künstler immer der Auseinandersetzung – mit sich selbst, der Gesellschaft, der eigenen Vergänglichkeit. Heute kann jeder mit einem Smartphone Selbstporträts herstellen. Duckface ziehen, Filter drüber, Hashtag drunter und ab auf Instagram. Auf diese Weise ist ein Tsunami von Selbstdar- stellungsmaterial entstanden, und das mit ziem- licher Sicherheit nicht aus dem Bedürfnis nach Auseinandersetzung heraus. „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Diesen selbstentlarvenden und recht abscheulichen Satz sagte Mark Zuckerberg auf der Sun Valley Conference 2011. Heute, fünf Jahre später, ist die logische Konsequenz aus diesem Statement längst ein- getreten: Wer sich nicht ständig der digitalen Öffentlichkeit

Wer sich nicht ständig der digitalen Öffentlichkeit präsentiert, muss etwas zu verbergen haben. In einem klugen

präsentiert, muss etwas zu verbergen haben. In einem klugen Text über das moderne Ego schrieb der Autor Dirk Schümer in der Welt: „Bei uns ist das eigene Internetbild eine Erklä- rung der Menschenpflichten: Mein Ich ist jederzeit einseh- und konsumierbar. Nur wer sich versteckt, wer kein Handy, kein Bild und keine Ortung vorweisen kann, ist verdächtig.“ Ziemlich bedrohlich, vor allem für Leute, die sich ungern den Instagram-Twitter-Facebook-Striptease aufzwingen lassen. Insofern war auch das Interessanteste, das in den letzten

Insofern war auch das Interessanteste, das in den letzten Selbstporträts in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (von

Selbstporträts in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (von oben):

Jeder hat seine eigene Ansicht von Birgit Jürgenssen, 1975; Leckey Legs von Mark Leckey, 2014; Autoritratto von Ketty La Rocca, 1971 VORHERIGE SEITE Self-Portrait (Seoul) von Jun Ahn, 2008/14

GÜNTHER FÖRG,

LAURENT DÜSSELDORF,

(LINKS)©

NACHLASS

UND WILLBORN,

SVEN

KADEL

A.M.

(RECHTS),

LA ROCCA/©

FRANKFURT

KETTY VOGEL

GRÄSSLIN,

SIMON

Seite KÖLN,

unten

BÄRBEL

BERLIN,

linke

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BUCHHOLZ,

Fotos

FÖRG/©

YORK

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KÖLN/BERLIN/NEW

2016, GÜNTHER

TILLMANS/COURTESY

BONN

BUCHHOLZ,

VG BILD-KUNST,

© WOLFGANG

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MEISENBERG,

BIRGIT

FLORIAN

© MARK

Kunst

LECKEY/COURTESY MEISENBERG, BIRGIT FLORIAN © MARK Kunst Jahren aus dem Silicon Valley kam, die App Snapchat

Jahren aus dem Silicon Valley kam, die App Snapchat. Erfunden von dem erst 25-jährigen Evan Spiegel, gilt sie als Trash- Variante von Instagram, weil jeder Beitrag nach 24 Stunden wieder gelöscht wird. In Wahrheit ist die App oder ist vielmehr ihr Erfolg ein erstes Rückbesinnen auf die Erkenntnis, dass in der Anhäu- fung von Daten nicht per se ein Gewinn liegt. Es sei denn, man verdient wie Mark Zuckerberg am Verkauf dieser Daten. Oder man heißt Kendall Jenner, Cara Delevingne oder Gigi Hadid und kassiert pro werbewirksamem Instagram-Post angeblich Gagen von bis zu 275 000 Euro. Die Mission von Snapchat hat Evan Spiegel so formuliert:

„Es geht nicht darum, den typischen Kodak-Moment ein- zufangen. Sondern darum, mit der vollen Bandbreite mensch- licher Emotionen zu kommunizieren – und nicht nur hübsch oder perfekt erscheinen zu müssen.“ Weil die Bilder sich von selbst auflösen, sei die App eine Lösung für all diejenigen, die sich von der Datenspeicherung im Netz unter Druck gesetzt fühlen. Da ist was dran. Oh, Spiegel ist übrigens der Lebens- gefährte von Topmodel Miranda Kerr, die ebenfalls Selfie- Großverdienerin ist. Aber es hat ja schließlich niemand behauptet, dass junge IT-Milliardäre nie ironisch wären. Was aber haben die Künstler von heute den omnipräsen- ten Amateur-Selbstdarstellern entgegenzusetzen? Diese Frage versucht die Kunstausstellung ICH zu beantworten, die ab 10. März in der Frankfurter Schirn Kunsthalle läuft. Die

ZEITGEIST

in der Frankfurter Schirn Kunsthalle läuft. Die ZEITGEIST Kuratorin Martina Weinhart hat eine kurzweilige Schau

Kuratorin Martina Weinhart hat eine kurzweilige Schau zusammengestellt. Auf der Suche „nach einer zeitgemäßen Form der Selbstdarstellung“ zeigt uns Wolfgang Tillmans nur mehr sein Knie, Michael Sailstorfer formt seinen Namen in großen Lettern und Günther Förg schreitet kopflos eine Treppe hinab. Unwahrscheinlich, dass ihre Kunst dem Exhi- bitionismus in absehbarer Zeit Paroli bietet. Aber es wirkt recht elegant, wie sie sich davon distanziert.

Aber es wirkt recht elegant, wie sie sich davon distanziert. Suche nach einer zeitgemäßen Form (von

Suche nach einer zeitgemäßen Form (von oben): Barcelona Pavillon von Günther Förg, 1986/98; Life during Wartime von Florian Meisenberg, 2012; Lacanau (self) von Wolfgang Tillmans, 1986. Die Ausstellung ICH in der Frankfurter Schirn läuft vom 10. März bis 29. Mai, schirn.de

ZEITGEIST

Porträt MARIO SORRENTI Foto MAX MARA „A“ BAG

B luejeans, hochhackige Stiefel, Cashmere-Pulli

und fast kein Make-up – so unprätentiös empfängt Amy Adams zum Interview in einer Suite des New Yorker Four Seasons. Klein ist sie, und sie geht locker damit um. „Mit 1,63 m war Modeln nie mein erstes Ziel, sagen wir’s mal so“, wird sie später auf einer Cocktailparty vor Modejournalisten witzeln. Was die 41-Jährige nicht davon abhielt, im vorletzten Sommer Jennifer Garner als das Gesicht von Max Mara abzu- lösen. Deswegen ist sie heute hier, sie promoted die neue „A“ Bag, die das italienische Label ihr gewidmet hat. Ein limi- tiertes Exemplar in Zartrosa steht neben ihr auf dem Sofa.

Autorin: Adams schlüpfte wie ein Chamäleon in verschiedene Charaktere und wurde dafür vielfach preisgekrönt.

Wie kommt es, dass Sie so wandlungsfähig sind? Anfangs war ich gar nicht gut darin, mich in fremde Personen zu verwandeln. Das war eine Hürde, und ich musste durch viele Erscheinungsformen meiner selbst gehen, um sie zu nehmen. Dabei habe ich viel gewonnen, nicht nur beruflich. Ich habe gute Freunde gefunden und in der Schauspielschule den Mann getroffen, mit dem ich nun verheiratet bin.

Darren Le Gallo, den Vater Ihrer Tochter. Wie alt ist sie jetzt? Sie ist fünf und verblüfft mich ständig durch ihr vorausschau- endes Wesen. Gestern wollte sie partout ein Phone-Case. Ich sagte, was willst du damit, du hast doch gar kein Phone. Aber ich werde eins haben, antwortete sie. Wann wird das sein, fragte ich. Sie sagte: Wenn ich 15 bin.

Ihr Mann kümmert sich um sie, wenn Sie arbeiten. Und Sie arbei- ten oft. Seit David O. Russell Sie entdeckt hat, hebt Ihre Karriere ab. David sah als Erster, dass mehr als die süße Naive in mir steckt. Für die Charlene in The Fighter werde ich ihm ewig dankbar sein. Und dann die doppelte Rolle in American Hustle, das war die tota- le Verwandlung. Ein paar Leute dachten, ich wäre wirklich wie diese Betrügerin, die sich als einflussreiche Britin ausgibt. Ich

sagte ihnen, nein, nein, ich bin immer noch ich! Inzwischen haben Sie ein halbes Dutzend neuer Filme abgedreht. Und drei davon sind noch nicht raus. Ich bin so gespannt!

Wenn dies die Tasche von Mary Poppins wäre, die Zaubertasche ohne Boden, was würden Sie alles hineintun? Oh, die habe ich als Kind geliebt, ich war so neidisch auf Mary Poppins’ Tasche! Warten Sie, was

würde ich … ich würde meine Tochter hineintun! Und meinen StairMaster, um überall trainie- ren zu können. Ich esse gern, da muss ich was tun. Mein Hund kommt natürlich auch mit. Sie sehen, bis auf Sportgeräte sind Dinge mir nicht so wichtig. Sie verkomplizieren das Leben. Aber so ein Oscar im Regal wäre doch hübsch, oder? Sie waren fünf Mal nominiert, durften jedoch nie eine Statue mitnehmen. Wie ist Ihr Verhältnis zum Erfolg?

Wer früh Karriere macht, sieht das vielleicht anders, aber für mich fühlt sich der Erfolg immer noch fragil an. Es fällt mir schwer, mich zu entspannen, nicht an allem so hart zu arbeiten, dass ich gestresst bin. Da muss man aufpassen, dass einem der Rasen des Nachbarn nicht grüner erscheint als der eigene.

Eine Frage der Perspektive?