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Die Geschichte der EU

Die 6 Länder Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg


und die Niederlande unterschrieben 1951 einen gemeinsamen Vertrag und gründen
damit die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).
Ziel des Vertrages war es, dass zwischen den 6 Ländern der Handel mit "Kohle" und
„Produkten aus Stahl“ leichter und schneller stattfinden konnte. So musste z.B. kein Zoll
mehr bezahlt werden. Die "Kohle" wurde dadurch billiger. Außerdem wurde aufgepasst,
dass keins der 6 Länder die Kohle zu billig verkauft und die anderen 5 Länder dadurch
einen Nachteil haben.
Ein weiterer Vertrag wurde 1957 unterschrieben. Diese 6 Länder gründen
die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Die gleichen Regeln wurden mit
diesem neuen Vertrag auch für Produkte aus der Landwirtschaft und der Fischerei
übernommen.
Um die Forschung für Atomstrom zu unterstützen, unterschrieben die Länder einen
dritten Vertrag und gründeten damit die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom,
EAG). Damals glaubte man, dass Strom aus Atomkraft die beste Stromversorgung für
viele Jahre sein kann und unterstützte die Forschung für Atomkraft mit viel Geld.
Es gab 1958 - 3 verschiedene Gemeinschaften. Damit man besser
zusammenarbeitet, kam man auf die Idee, sich regelmäßig zu treffen. Es wurden ab
sofort Versammlungen durchgeführt. Aus diesen Versammlungen entstand später die
Idee eines "Europäisches Parlamentes". Das Parlament ist heute eine sehr wichtige
Einrichtung im System Europa.
Großbritannien, Irland und Dänemark unterschreiben 1973 alle Verträge und treten damit
den 3 Gemeinschaften bei. 9 Länder arbeiten nun zusammen.
Der Europäische Rechnungshof wurde 1975 gegründet. Er hat die Aufgabe, genau zu
kontrollieren, wie viel Geld durch die 3 Gemeinschaften ausgegeben wird.
Das erste Mal durften die Bürger 1979 aus den 9 Mitgliedsländern ihre Abgeordneten für
das "Europäische Parlament" selbst wählen.
Vorher wurden die Abgeordneten nämlich nicht von den Bürgern, sondern nur von den
Politikern ausgewählt.
Griechenland kommt 1981 dazu.Spanien und Portugal unterschreiben 1986 die Verträge
und kommen dadurch dazu.
Bis 1992 war die Zusammenarbeit zwischen den 12 Ländern sehr schwierig. Wenn eine
neue Aufgabe gelöst werden sollte, gab es immer viele verschiedene Meinungen. Es
dauerte sehr lange, bis man sich geeinigt hat. Man musste sich immer neue Regeln
einfallen lassen, z.B. wie man über eine neue Richtlinie oder Verordnung abstimmt, ohne
ein anderes Land zu verärgern.
Deshalb wurden die 3 Verträge bis 1992 noch einmal kräftig verändert.
Am 7. Februar 2002 unterschreiben 12 Länder in der holländischen Stadt Maastricht
den „Vertrag über die Europäische Union“. Deshalb wird er auch "Maastricht-
Vertrag" genannt.
Jetzt gibt es nicht mehr 3 einzelne Gemeinschaften, sondern eine einzige gemeinsame
Union. Seit diesem Tag spricht man von der „Europäischen Union“ (EU) und meint
damit diesen Vertrag und die Länder, die diesen Vertrag unterschrieben haben und noch
unterschreiben werden. Auch wenn dieser Vertrag schon wieder verbessert wurde, so ist
er doch der wichtigste Vertrag, der jemals zwischen mehreren Ländern unterschrieben
wurde.
Und weil alles nicht so schnell geht, dauerte es fast 1,5 Jahre, bis der Vertrag auch in
allen Ländern gilt, die ihn unterschrieben haben.
Der „Vertrag über die Europäische Union“ gilt ab dem 1.11.1993 in den 12 Ländern, die
ihn unterschrieben haben.
Schweden, Finnland und Österreich treten 1995 der „Europäischen Union“ bei. Damit
sind bereits 15 Länder in der EU.
Der „Vertrag über die Europäische Union“ wurde durch den „Vertrag von Amsterdam“
verbessert. Der Name „Europäische Union“ bleibt uns aber erhalten. Der Vertrag gilt in
allen Ländern seit dem 1. Mai 1999.
Der gemeinsame Euro war ein weiterer großer Schritt zu einem gemeinsamen Europa.
Das Jahr 2002 werdet ihr bestimmt nicht so schnell vergessen haben. Vielleicht mussten
einige von euch noch ihr geliebtes Sparschwein schlachten, damit die D-Mark in den
Euro umtauscht werden konnte?
Doch damit ist die Entwicklung noch nicht zu Ende. Immer mehr Länder wollen in die
EU. Man spricht von einem Erweiterungsprozesses bzw. auch von Osterweiterung, weil
die meisten Länder (außer Malta) im Osten liegen.
Die 10 Länder Polen, Ungarn, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei,
Slowenien, Malta und Zypern sind ab dem 1.Mai.2004 Mitglied der EU. Damit sind 25
Länder in der europäischen Union.
Rumänien und Bulgarien sind seit 2007 ebenfalls Mitglieder der EU. Damit sind nun 27
Länder in der europäischen Union.
2013 ist Kroatien in die EU eingetreten. Damit sind nun 28 Länder in der europäischen
Union.
Am 23. Juni 2016 stimmt eine Mehrheit der britischen Bevölkerung für den Austritt aus
der EU, den sogenannten "Brexit" (das heißt so viel wie "British Exit", also „Britannien
geht“). Die Verhandlungen mit zwischen Großbritannien und der EU sollen 2017
beginnen und sind auf 2 Jahre angelegt.

https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/andere-laender/die-geschichte-der-eu