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ICS 01.040.13, 01.040.27, 13.030.01, 27.

010 VDI-RICHTLINIEN November 2012

VEREIN VDI 3459


DEUTSCHER Terminologie in der Energie- und Abfallwirtschaft
Blatt 1
INGENIEURE Grundlagen
Entwurf

Terminology of waste treatment and energy Einsprüche bis 2013-02-28


management – Basics x vorzugsweise über das VDI-Richtlinien-Einspruchsportal
http://www.vdi.de/einspruchsportal
x in Papierform an
Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN
Fachbereich Umweltschutztechnik
Postfach 10 11 39
40002 Düsseldorf

Inhalt Seite
Vorbemerkung ............................................................................................................. 2
Einleitung ..................................................................................................................... 2
1 Anwendungsbereich............................................................................................. 2
2 Begriffe .................................................................................................................. 3
2.1 Allgemein ..................................................................................................... 3
2.1.1 Grundlagen ....................................................................................... 3
2.1.2 Funktionalität ................................................................................. 11
2.1.3 Stoffe .............................................................................................. 13
2.1.4 Betriebszustände ............................................................................ 17
2.1.5 Abfallhierarchie.............................................................................. 19
2.1.6 Abfallarten ..................................................................................... 25
2.2 Dynamische Technik .................................................................................. 27
2.2.1 Technische Einheiten ..................................................................... 27
2.2.2 Prozesse – Betriebszustände........................................................... 34
2.2.3 Input/Output – Daten...................................................................... 37
2.2.4 Input/Output – Emission/Immission............................................... 45
2.2.5 Betriebsphasen ............................................................................... 48
2.2.6 Betriebszeiten ................................................................................. 59
2.2.7 Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung –
Energie-Allgemein ......................................................................... 66
2.2.8 Energie/Leistung: Bilanzierung/Bewertung –
Leistung, Allgemein ....................................................................... 73
2.2.9 Energie/Leistung: Bilanzierung/Bewertung –
Qualität ........................................................................................... 74
2.2.10 Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung –
Anlagenmerkmale .......................................................................... 80
2.3 Nicht-Technik ............................................................................................. 87
2.3.1 Recht – Allgemein .......................................................................... 87
2.3.2 Recht – Rechtspersonen ................................................................. 91
2.3.3 Recht – Rechtsbeziehungen/-verpflichtung .................................... 93
2.3.4 Recht – Genehmigung .................................................................... 98
2.3.5 Organisation – Betrieb ................................................................... 99
2.3.6 Organisation – Betrieb: Gefahr .................................................... 105
3 Abkürzungen ..................................................................................................... 109
Anhang A Strukturierung..................................................................................... 111
Anhang B Methodenbeschreibung zum Verständnis der Systematik
dieser Richtlinie.................................................................................. 112
Schrifttum ................................................................................................................ 114

Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN – Normenausschuss KRdL


Fachbereich Umweltschutztechnik

VDI/DIN-Handbuch Reinhaltung der Luft, Band 3: Emissionsminderung II


–2– VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorbemerkung ßen Transport, Aufstellen und Anschließen.


Der Inhalt dieser Richtlinie ist entstanden unter DIN EN 12262
Beachtung der Vorgaben und Empfehlungen der b) Existenz von mehreren speziellen, jeweils an-
Richtlinie VDI 1000. wendungsbezogenen, sich aber unterscheiden-
den Definitionen
Beispiel 2
Vollbenutzungsstunden
Die „Vollbenutzungsstunden“ für Raumheizung sind
das Verhältnis des Wärmeverbrauchs für Raumhei-
zung zu dem Norm-Wärmebedarf.
[VDI 2067, Blatt 1]

An der Erarbeitung dieser VDI-Richtlinie waren Vollbenutzungsstunden


Die „Vollbenutzungsstunde“ ist der Quotient aus der
beteiligt:
jährlichen KWK-Nettostromerzeugung und der ma-
Dr.-Ing. Ragnar Warnecke, Schweinfurt ximalen elektrischen Leistung der KWK Anlage.
(Vorsitzender) [KWK-Gesetz, § 3, Nr. 12]
Dipl.-Ing. Peter Bollig, Kamp-Lintfort Auch hier sind keine allgemeingültigen Definitionen
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Birgit Hirt, Schweinfurt verfügbar.
Dipl.-Ing. Bernt Johnke, Berlin c) Homonyme Verwendung einer Benennung für
Dr.-Ing. Ketel Ketelsen, Hannover Begriffe mit unterschiedlichen Begriffsdefiniti-
Dr. Marianne Meister, Hamburg onen mit anderen Bedeutungen, die sich erst
aus dem Kontext ergeben; z. B. „Anlage“ –
Dr.-Ing. Christoph Sager, Düsseldorf technische Anlage, Geldanlage, genetische An-
Allen, die ehrenamtlich an der Erarbeitung dieser lage.
VDI-Richtlinie mitgewirkt haben, sei gedankt. d) Begriffe, die immer wieder zu Diskussionen
Eine Liste der aktuell verfügbaren Blätter dieser führen, da die Definitionen zu viele Möglich-
Richtlinienreihe ist im Internet abrufbar unter keiten der Interpretation geben, z. B. „Verfüg-
www.vdi.de/3459. barkeit“
e) Begriffe, die noch gar nicht in der Abfall- und
Einleitung Energiewirtschaft definiert sind, z. B. „Grund-
Die Richtlinienreihe VDI 3459 soll durch klare last“
Definitionen und Erläuterungen zur Vermeidung f) Begriffe, die umgangssprachlich anders bzw.
von sprachlichen und rechtlichen Differenzen im ungenau verwendet werden (z. B.: „Auftrag“)
Bereich der Abfall- und Energiewirtschaft beitra-
gen. Damit soll die Möglichkeit gegeben werden, 1 Anwendungsbereich
Auslegungs- bzw. Deutungsunterschiede durch
Die Richtlinienreihe VDI 3459 definiert Begriffe
Verwendung von nicht oder unzureichend definier-
der Abfall- und Energiewirtschaft sowie Begriffe
ten Begriffen zu vermindern.
aus angrenzenden Sachthemen, die eine besondere
So existieren in vielen Fällen für einen Begriff Bedeutung für diesen Themenbereich haben.
unterschiedliche Definitionen abhängig vom fach-
Das vorliegende Blatt 1 definiert allgemeine Be-
lichen Hintergrund des Benutzers. Als Beispielfälle
griffe der Abfall- und Energiewirtschaft. In den
mögen dienen:
folgenden Blättern der Richtlinienreihe VDI 3459
a) Vorhandensein einer Definition für eine spezi- werden Begriffe aus den speziellen Bereichen der
elle Anwendung bei Fehlen einer allgemeinen Abfall- und Energiewirtschaft erläutert (z. B.
Definition Kraftwerkstechnik, thermische Abfallbehandlung,
Beispiel 1 mechanische und biologische Abfallbehandlung,
Deponie).
Betriebsanleitung
Eine „Betriebsanleitung“ ist eine schriftliche Benut- Ziel ist es, die im Rahmen dieser Richtlinie aufge-
zerinformation zu einer Pumpe bzw. einem Pumpen- nommenen Begriffe allgemein zu definieren, um
aggregat oder Zubehör mit Angaben zum Erzeugnis, die allgemeingültige Definition dann auch in einen
ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung und In- speziellen Kontext stellen zu können (und nicht
standhaltung sowie Hinweisen zum ordnungsgemä-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 –3–

umgekehrt), und insbesondere die Begriffe gegen- Es ist nicht Ziel dieser Richtlinie alle Begriffe der
einander abzugrenzen. Abfall- und Energiewirtschaft zu definieren. Bei
Die Richtlinie soll dem Anwender helfen einen der Auswahl der Begriffe war es Ziel, eine Gruppe
sprachlichen und inhaltlichen Konsens herbeizu- von im Zusammenhang stehender Begriffe zu ei-
führen. Mithilfe dieser Richtlinie soll ein einheitli- nem vollständigen Kontext zusammenzufügen
ches Verständnis bei der Anwendung von Benen- (siehe Methodenbeschreibung zum Verständnis der
nungen bei der Beschreibung technischer (und Systematik dieser Richtlinie).
gegebenenfalls daraus resultierender rechtlicher) Ferner ist es nicht das Ziel dieser Richtlinie den
Sachverhalte auf dem Gebiet der Abfall- und Sprachgebrauch zu vereinheitlichen, sondern ledig-
Energiewirtschaft erreicht werden. lich eine Hilfe zu geben, im erforderlichen Falle
präzise formulieren zu können.

2 Begriffe
Für die Anwendung dieser Richtlinie gelten die folgenden Begriffe:
2.1 Allgemein
2.1.1 Grundlagen
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Abfallwirtschaft <Umweltpolitik> Summe aller Maßnahmen und


Tätigkeiten zur Abfallvermeidung, Vorbereitung
zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Ver-
wertung und Abfallbeseitigung.

Anlage Komplexes Mittel. 2010/75/EU


Beispiel: technische Anlage, rechtliche Anlage usw.

Anmerkung: Zur Differenzierung kann der Begriff Anlage


näher spezifiziert werden, z. B. technische Anlage, biologi-
sche Anlagen, Anlage zum Brief, Geldanlage usw.

Arbeit Prozessgröße, deren Zustandsänderung materiell


oder immateriell erfolgen kann.
Beispiel: Mechanische Arbeit, geistige Arbeit, usw.

Behandlung Anwendung eines Prozesses (Verfahrens) auf


eine Betrachtungseinheit.
Beispiel: Chemotherapie, Beschichtung von Rohren, Kom-
postierung von Abfall usw.

Benutzung (Verwendung; Unter Benutzung versteht man das zweck- in Anlehnung an


Gebrauch) orientierte Verwenden einer Betrachtungseinheit, BetrSichV § 2, Ziff. 3
Use auch außerhalb ihrer vorgesehenen Funktionen.
Beispiel: Benutzung eines Bierdeckels oder Buchs zur Stabi-
lisierung eines Tischs
Anmerkung: Im Gegensatz zur Nutzung steht bei der Be-
nutzung stärker die allgemeine Handhabung der Betrach-
tungseinheit im Vordergrund.

Bereitschaft Funktionsfähigkeit, ohne dass die entsprechende


Funktion ausgeübt wird.
Beispiel: Ein mit Diesel betriebenes Notstromaggregat ist
funktionsfähig und es bestehen keine sonstigen Beschrän-
kungen (z. B. organisatorische) für seinen Einsatz.
–4– VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Betrachtungseinheit Nach Umfang (und gegebenenfalls Aufgabe) DIN 19226-6,


Item, subject matter abgegrenzter Gegenstand (konkret oder abstrakt) DIN 40150, 10.79,
einer Betrachtung. DIN IEC 60050-351
Beispiel: Drehmaschine VDI 4001 Blatt 2
Anmerkung: Im Gegensatz zum System muss es bei einer
Betrachtungseinheit nicht zwangsläufig eine gemeinsame
Zweckbindung zwischen den Teilen der Betrachtung geben.

Beurteilung Bewertung unter Einbeziehung von relevanten 33. BImSchV,


Judgement, critisicm; Randbedingungen oder Einflussgrößen, die zur 39. BImSchV § 1,
Vorbereitung einer Entscheidung dienen kann. 2008/50/EG, Kap. 1, Art. 2
Beispiel: Beurteilung der Verfügbarkeit einer Anlage unter
Berücksichtigung der Höhe der Dampfparameter oder ande-
rer Einflussgrößen

Bewertung (Evaluation) Feststellung des Werts eines Sachverhalts, einer


Benchmarking, rating Person oder einer Erkenntnis mit Relativierung
(subjektiv oder objektiv) zu adäquaten (gleichen
oder ähnlichen) Sachverhalten, Personen, Er-
kenntnissen bzw. Anforderungen.
Beispiel: Leistungsbewertung eines Mitarbeiters, Verfüg-
barkeit einer Kesselanlage im Vergleich mit anderen ohne
Berücksichtigung von Einflussparametern (siehe Beurtei-
lung)

Biogen (biotisch) Aus Phyto- und Zoomasse sowie den resultieren- VDI 3475 Blatt 3
den Folge- und Nebenprodukten, Rückständen
(z. B. auch fossile Brennstoffe) und Abfällen be-
stehend.
Beispiel: Getreidehalm inklusive seines mineralischen
Aschegehalts
Anmerkung: Biogene Stoffe gelten durch Nachwachsen
innerhalb von 5000 Jahren als erneuerbar. Biogene Stoffe
enthalten außer organischen Stoffen auch anorganische
Stoffe.

biologisch abbaubar Eigenschaft eines Stoffs, durch Struktur-und/oder DIN EN 13965-1,


Eigenschaftsveränderung durch biologische Pro- DIN 13432
zesse (aerob und/oder anaerob) innerhalb 25 Jah-
ren (einer menschlichen Generation) abgebaut zu
werden.
Beispiel: Getreidehalm ohne seine anorganischen Verbin-
dungen (z. B. CaO)
Anmerkung: Anorganische Bestandteile des betrachteten
Stoffes gelten im Allgemeinen nicht als biologisch abbaubar.

Biomasse (biogene Stoffe) Masse, die aus Phyto- und Zoomasse (überwie- 2010/75/EU
Biomass gend organischer Materie) inklusive der daraus BiomasseV,
resultierenden Folge- und Nebenprodukte, Rück- VDI 3475 Blatt 1,
stände (z. B. auch fossile Brennstoffe) und Abfäl- VDI 3478 Blatt 2,
le besteht. VDI 4631
Beispiel: Pflanzen, Erdöl
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 –5–

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung 1: Biomasse gilt durch Nachwachsen innerhalb
von 10 000 Jahren als erneuerbar.
Anmerkung 2: „Vergütbare Biomasse im Sinne des Erneu-
erbare-Energien-Gesetz“ ist die als solche in der BiomasseV
definierte Biomasse.

Brutto 100 % eines Produkts oder einer Produktion vor


Gross Abzug von Anteilen (z. B. Eigenbedarf, Aus-
schuss usw.).
Beispiel: Die Bruttostromerzeugung beträgt in einem Ka-
lenderjahr 123 GWh, darin sind 17 GWh Stromeigenbedarf
enthalten.

Energiewirtschaft Summe aller Maßnahmen und Tätigkeiten zur


Nutzung von Energiequellen (inklusive deren
Gewinnung und Aufbereitung) mittels Energie-
umwandlung für die verschiedenen Anwendungs-
zwecke in den einzelnen Verbrauchssektoren.

Erneuerbare Energie Energie aus Energiequellen, die sich innerhalb EEG,


Renewable energy eines Zeitraums von höchstens 10 000 Jahren EEWärmeG
erneuern können.
Beispiel: Wasserkraft, Windenergie, Wärme aus Biomasse,
Solarstrom
Anmerkung: Diese Energiequellen speisen sich direkt oder
indirekt aus thermonuklearen erdinternen oder erdexternen
Prozessen.

Erschütterung (Vibration) Mechanische Schwingungen von festen Körpern DIN 4150-1


Vibration in einem Frequenzbereich von 1 Hz bis 80 Hz.
Beispiel: Übertragung von Schwingungen von einer Turbi-
ne über einen Turbinentisch auf ein Gebäude
Anmerkung: Je nach Schwingungsamplitude und Frequenz-
inhalt können durch Erschütterungen Lebewesen belästigt
und gesundheitlich beeinträchtigt sowie technische Einheiten
gestört oder geschädigt werden.

Fehler Nichterfüllung einer (An-)Forderung. DIN 1990,


Nonconformity, fault Beispiel: falsche Maschinenbedienung DIN 40041,
DIN EN ISO 9000

Funktionsfähigkeit Eignung einer Einheit, eine geforderte Funktion DIN 40041


Operability unter vorgegebenen Anwendungsbedingungen zu
erfüllen.
Beispiel: Eine Bohrmaschine kann ein Loch mit einem
bestimmten Durchmesser bohren.

Funktionssicherheit Gewähr/Gewissheit über einen Zustand, in dem die Aufga- DIN EN 12094-5,
(funktionale Sicherheit) ben und der Zweck eines Systems oder Gegenstands stö- DIN EN 12094-7,
rungs- und gefahrfrei erfüllt werden. DIN EN 13306, 2.7
operational reliability
Beispiel: Vorhersage, ob am nächsten Dienstag die Anlage
im Betrieb ist
–6– VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung: Die Funktionssicherheit ist eine Funktion von
Ausfallwahrscheinlichkeit (z. B. beeinflusst u. a. von der
Verfügbarkeit und der Reisezeit), Wartung und Instandhal-
tung.

Gegenstand (Objekt, Sa- Eindeutig bestimmbare, materielle und/oder im- VDI 4001 Blatt 2
che) materielle Einheit, die mit einem Zweck verbun-
Object den bzw. an die Ausübung einer Funktion zur
Erreichung eines Ziels gebunden sein kann.
Beispiel: konkreter Gegenstand: Tisch; abstrakter Gegen-
stand: Gedanke
Anmerkung: Im Gegensatz zur Einheit muss der Gegen-
stand nicht zweck- oder funktionsgebunden sein.

Geruch (Duft, Aroma) Organoleptisches Attribut, das durch das Riechor- DIN EN 1230-1:2008-03,
Odour gan (Geruchs-/Chemorezeptoren) beim Aufneh- DIN EN 13921:2007-08,
men (z. B. Einatmen) bestimmter flüchtiger Sub- DIN EN 1420-1:1999-11,
stanzen wahrnehmbar (Sinneseindrücke) ist. DIN EN 14944-1:2006-07,
Beispiel: als Geruch wahrnehmbare odorierende Bestandtei- VDI 3475 Blatt 4:2007-07,
le des Erdgases VDI 3880:2009-01
Anmerkung: Gerüche oder die Änderung vorhandener
Gerüche können die mit der Arbeitsleistung zusammenhän-
gende Wahrnehmungen negativ beeinflussen oder die Ak-
zeptanz auf andere Weise beeinträchtigen. Ihr Einfluss wird
durch olfaktorische Messungen bewertet.

Hauptzweck Zweck, der unter zu vereinbarenden Gesichts-


Primary purpose, principal punkten (z. B. wirtschaftlich; vertraglich; geneh-
purpose migungsrechtlich), den mehrheitlich eigenstän-
digen Anteil (z. B. am Umsatz; an der vereinbar-
ten Aufgabe) ausmacht.
Beispiel:
x unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten:
Energieerlöse der Müllverbrennungsanlage betragen z.B.
55 % des Umsatzes => Hauptzweck: Energiebereitstel-
lung
x unter genehmigungsrechtlichen Gesichtspunkten:
Entsorgung des Abfalls in der Müllverbrennungsanlage
hat im Betrieb Vorrang vor der Energiebereitstellung
=> Hauptzweck: Abfallentsorgung
x unter vertraglichen Gesichtspunkten:
Abnahme des Abfalls in der Müllverbrennungsanlage si-
cherstellen => Hauptzweck: Entsorgungssicherheit
x unter vertraglichen Gesichtspunkten:
Bereitstellung von Energie aus Abfall => Hauptzweck:
Versorgungssicherheit

Immateriell (nicht- Nicht an einen Stoff gebunden.


körperlich) Beispiel: Information, Know-how, Strategie, Dienstleistung,
Immaterial bestimmte Energieformen
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 –7–

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Lärm (Geräusch; Krach) Akustisch unerwünschte Wahrnehmung, die DIN 1320:1997-06
Noise durch Lautstärke (Schalldruckpegel) oder Cha-
rakteristik (Tonhöhe, Tonhaltigkeit, Impulshaltig-
keit, Dauer) subjektiv oder objektiv schädigend,
beeinträchtigend, störend oder belästigend auf
den Menschen oder die Umwelt wirken kann.
Beispiel: Startender Düsenjäger

Linie System, in dem mehrere Einheiten in Reihe ver-


knüpft sind.
Beispiel: Produktionslinie

Materiell Aus Stoff/Stoffen bestehend.


Anmerkung: Dabei kann ein Stoffgemisch nach dem mehr-
heitlichen Stoff/Bestandteil benannt werden. Insofern unter-
scheiden sich „Stoff“ und „Materielles“ durch die Zulässig-
keit von Anhaftungen/Mischanteilen (Stoff = ohne Anhaf-
tungen/Mischanteilen; Materielles = Stoff mit Anhaftun-
gen/Mischanteilen).

Nebenzweck Zweck, der unter zu vereinbarenden Gesichts-


punkten (z. B. wirtschaftlich; vertraglich; geneh-
migungsrechtlich), einen nicht mehrheitlich ei-
genständigen Anteil (z. B. am Umsatz; an der
vereinbarten Aufgabe) ausmacht.

Netto Verwertbarer (Ziel-)Anteil eines Produkts/einer


Net Produktion, abzüglich nicht für das Ziel einsetz-
barerer Anteile (z. B. Ausschuss, Eigenbedarf).
Beispiel: Bruttostromerzeugung 123 GWh – Stromeigenbe-
darf 17 GWh = Nettostromerzeugung 106 GWh

Norm Regel unter Einbeziehung von Werten.

Nutzung (Anwendung, Zweckorientiertes Verwenden (Haupt- und/ DIN 31051,


Einsatz) oder Nebennutzung) einer Betrachtungseinheit im DIN EN 12170,
Utilisation Rahmen ihrer vorgesehenen Funktion. DIN ISO 10782-1,
Beispiel: Bei einem mit einem Spaten an die falsche Stelle VDI 2343 Blatt 1,
in einer Stunde gegrabenes Loch wurde der Spaten eine VDI 4100 Blatt 2
Stunde genutzt, allerdings ohne für diesen Fall zielorientierte
Nutzung; Nutzung eines Buchs zur Fortbildung.
Anmerkung: Im Gegensatz zur Benutzung steht bei der
Nutzung stärker eine Zielerreichung im Sinne des eigentli-
chen Zwecks der Betrachtungseinheit im Vordergrund.

Phase (Entwicklungsab- Zeitabschnitt mit definiertem Inhalt oder Zustand. DIN EN ISO 13567-2,
schnitt) Beispiel: Planungsphase VDI 4631
Phase
–8– VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Produktion (Erzeugung, Herstellung von Werten (Waren, Energie und/ DIN EN 14943,
Herstellung, Bereitstel- oder Dienstleistungen) zur Teilnahme am Wirt- DIN EN ISO 11553-1,
lung) schaftssystem im Rahmen des bestimmungsge- VDI 1969
Production, output mäßen Betriebs (inklusive Laden und Entladen
der technischen Einheit).
Beispiel: Stromerzeugung, Herstellung von Kompost

Prozess (Verfahren) Prozess ist der Übergang von einem Zustand zu DIN 66201,
Process, cycle einem anderen unter wohldefinierten inneren und DIN EN 14971:2001,
äußeren Bedingungen, wobei die Gesamtheit von ISO 8402:1994,
gerichtet aufeinander einwirkenden ergebnisori- DIN EN ISO 9000,
entierten Vorgängen in einem System, durch die VDI 2219,
Materie, Energie oder auch Information verän- VDI 4001 Blatt 2,
dert, transportiert oder auch gespeichert werden, VDI 4499 Blatt 1
umfasst wird.
Beispiel: Automobilherstellung; Dampf erfährt eine Zu-
standsänderung durch Temperaturerhöhung von 400 °C auf
435 °C mittels Rauchgas von 600 °C.
Anmerkung: Die Zustandsänderung betrachtet im Gegen-
satz zum Prozess nur die Vorgänge im Inneren des betref-
fenden Systems. Zur Abgrenzung gegenüber z. B. juristi-
schen Prozessen kann die Benennungskombination „techni-
scher Prozess“ sinnvoll sein.

Schadstoff Stoffe, der bei Überschreiten eines bestimmten 39. BImSchV § 1,


Noxiums substance Gehalts (Menge/Konzentration) in einem defi- 2008/50/EG
nierten Medium (z. B. Wasser, Luft, Boden) schä-
digende Auswirkungen auf Mensch, Tier, Pflanze
und/oder die Umwelt haben kann.
Beispiel: Dioxine, Furane

Wirtschaftssektor (Sektor) Unterteilung der Wirtschaft als Ausschnitt aus


einer Gesamtheit entsprechend der wirtschaftli-
chen Entwicklung, welche wie folgt unterschie-
den wird:
x Primärsektor (Land-/Forstwirtschaft)
x Sekundärsektor (Industrie, Energiewirtschaft)
x Tertiärsektor (Dienstleistungen)
x quartärer Sektor (Informations-/Kommuni-
kationssektor)
Beispiel: Gewinnung/Bergbau, Haushalte, Energiewirt-
schaft, Industrie, Land-/Forstwirtschaft/Fischerei, Verkehr/
Logistik, Gewerbe/Handel/Dienstleistungen, Kommunen

Stoff (Substanz, Materie, Element oder kleinere an Masse gebundene Ein- 2010/75/EU,
Materielles) heiten mit charakteristischen Eigenschaften (z. B. DIN EN ISO 10456,
Continuously Aggregatzustand, Energieinhalt). DIN 1342-1,
Beispiel: Chlor, Wasserstoff, Wasser VDI 3475 Blatt 1
Anmerkung: Anhaftungen (mit anderen charakteristischen
Eigenschaften), die die charakteristische Eigenschaft des
betrachteten Stoffs nennenswert beinträchtigen, gehören
nicht zum betrachteten Stoff.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 –9–

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Strom (Fluss) Pro Zeiteinheit durch eine vorgegebene VDI 4091
Flux Querschnittsfläche hindurchtretende Menge mate-
rieller Größen bzw. pro Zeiteinheit übertragene
immaterielle Größe.
Beispiel: Wärmestrom, Massenstrom, Informationsstrom
(Informationsfluss)

System Gesamtheit der technischen und/oder organisato- DIN 40150, 10.79,


System rischen und/oder anderen Mittel, die zur selbst- IEV 351,
ständigen Erfüllung eines Aufgabenkomplexes VDI/VDE 3682,
oder einer Funktion erforderlich sind. VDI 4001 Blatt 2
Beispiel: Kraftwerk: Aufbau, Funktion usw.; Wirtschafts-
system
Anmerkung: Das System wird durch folgende Eigenschaf-
ten beschrieben:
x seine Grenzen,
x seine Ein- und Ausgänge,
x seine Elemente,
x die Verknüpfungen seiner Elemente,
x die relevanten Beziehungen zwischen den Elementen,
x die Mittel, mit denen das System seine Einheit erhält,
und
x durch die Aufgabe, die es sinnvoll erscheinen lässt, das
System als zusammenhängendes Ganzes zu betrachten.

Technik (Fertigkeit) Materielle und immaterielle Anwendung von DIN EN ISO 17287
Technics besonderen Methoden, Mittlen, Prinzipien bzw.
Naturgesetzen, einzeln oder in Kombination, um
bestimmte Wirkungen zu erzielen.
Beispiel: Maschinenbau

Technologie Immaterielle Anwendung von besonderen Me-


Technology thoden, Prinzipien bzw. Naturgesetzen, einzeln
oder in Kombination, um bestimmte Wirkungen
zu erzielen, die die Lehre von den in der Technik
angewendeten und anwendbaren technischen
Methoden und Verfahren ohne Benutzung der
Mittel selbst beinhaltet.
Beispiel: Verfahrenstechnische Auslegung, Regelungskon-
zept

Trasse (Linienführung) Verlauf eines Wegs auf dem eine bestimmte


Funktion wahrgenommen wird.
Beispiel: Gasleitung; Autobahnabschnitt

Anmerkung: Die Trasse wird durch Trassenfindung bzw.


Linienbestimmung entworfen.
– 10 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Umwelt Die ein System umgebende Gesamtheit aller DIN EN 50125-2:2003-07,


Environment Merkmale und Betrachtungseinheiten. DIN EN 62075:2008-07,
Anmerkung: Im Allgemeinen wird die Umwelt auf die VDI 4001 Blatt 2:2006-07
Merkmale und Betrachtungseinheiten reduziert, die mit dem
System, im betrachteten Kontext, in Wechselwirkung stehen
(z. B. Einfluss der Umgebungstemperatur auf den Wirkungs-
grad einer Anlage).

Validierung Bestätigung, durch nachvollziehbare, vorzugs- DIN EN ISO 9000,


Validation weise objektive Nachweise, dass die Aussagen VDI 2260
bzw. Ergebnisse denen der Zielstellung entspre-
chen bzw. plausibel sind.
Beispiel: Plausibilitätsprüfung von Messergebnissen. Rich-
tigkeit der Zielerreichung

Verifizierung (Verifikati- Bestätigung, durch Durchführung eines verein- DIN EN ISO 9000
on) barten Nachweises, dass festgelegte Prozesse
Verification eingehalten werden bzw. Abwicklungsanforde-
rungen erfüllt sind.
Beispiel: Überprüfung auf richtige Durchführung einer
Messung an Hand eines Laborbuchs. Die Messung kann
dabei positiv verifiziert werden, obwohl das Ergebnis im
Vergleich zur Plausibilitätsüberprüfung als falsch ausgewie-
sen wurde.

Wert Ergebnis der Relativierung von materiellen


und/oder immateriellen (Norm-)Größen.
Beispiel: Größenwert

Wirtschaftszweig (Bran- Ausschnitt aus der Gesamtheit der Wirtschaft


che, Wirtschaftssektor) entsprechend der Art und Tätigkeit nach z. B.
ISIC, NACE oder durch Klassifikation gemäß
Statistischem Bundesamt.
Zustand (Status) Die Gesamtheit aller Eigenschaften oder Attribute DIN 40041,
Status, state zu einem bestimmten Zeitpunkt, die zur Abgren- VDI 6013
zung und Unterscheidung des jeweils betrachteten
Objekts von anderen Objekten nötig sind.
Beispiel: Aggregatszustände: fest, flüssig, gasförmig

Anmerkung: In der Praxis werden Zustände von techni-


schen Einheiten durch die Angabe von physikalischen, che-
mischen oder biologischen (Zustands-)Größen beschrieben.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 11 –

Bild 1. Energiewirtschaft
2.1.2 Funktionalität
Vorzugsbenennung (Sy- Definition Quellenangaben
nonyme)
Englische Bezeichnung

Beanspruchung Einwirkung, der eine Betrachtungseinheit unter- DIN EN 60068-4,


Exposure, strain, liegt, als Relation zwischen Belastung und Quali- DIN EN 60512-1,
conditioning tätsmerkmal/Fähigkeit. VDI 3831,
Beispiel: Bohrer wird heiß, aber in der Funktion nicht VDI 4001 Blatt 2
beeinträchtigt; Roststababnutzung; Durchbiegung eines
Trägers aufgrund einer Last
Anmerkung: Der Verhältnis von äußeren (Belastung) und
inneren Einflüssen (Qualitätsmerkmal/Fähigkeit) kann zur
physischen oder psychischen Ermüdung führen.

Belastung Äußere Einwirkung, die auf eine Betrachtungs- VDI 3831,


Strain, load einheit wirkt. VDI 4001 Blatt 2
Beispiel: Werkstoff der Wand wird durch Bohren so stark
belastet, dass ein Bohrloch entsteht; Bohrer wird so belastet,
dass er heiß wird.

Funktion (Obliegenheit; Ein-Eindeutige Relation zwischen Anfangs- und DIN IEC 60300-3-11
Aufgabe) Endzustand bzw. Eingangs- und Ausgangsgrößen
Operation zur Erfüllung eines Zwecks.
Beispiel: Drehen, Fräsen, Bohren

Mittel (Methode; Mög- Eindeutig bestimmbare, materielle und/oder im- DIN EN 13701,
lichkeit; Betriebsmittel; materielle Einheit die einem Zweck bzw. der DIN EN ISO 14915-3,
Ressource Instrument) Ausübung einer Funktion zur Erreichung des DIN EN ISO 16091,
ressource; agent Ziels dient. VDI 6009 Blatt 2
Beispiel: Bohrmaschine, Softwareprogramm bzw. Inhalt
eines Managementkonzepts sind Mittel zur jeweiligen Ziel-
erreichung (Bohrloch; elektronische Berechnung; Unter-
nehmensorganisation).
– 12 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung (Sy- Definition Quellenangaben


nonyme)
Englische Bezeichnung

Werk Am Ende eines Prozesses stehende eindeutig


bestimmbare, materielle und/oder immaterielle
Einheit.
Beispiel: das Bohrloch; die hergestellte Bohrmaschine; das
fertig entwickelte Softwareprogramm bzw. Management-
konzept
Anmerkung: Siehe auch „Gegenstand“ und „Mittel“.

Ziel Definierter und angestrebter Endpunkt eines Pro- DIN EN ISO 9241-11,
Aim; purpose; objective zesses. DIN ISO 11620,
Beispiel: Bohren eines Lochs mit einem bestimmten DIN EN ISO 19440,
Durchmesser REFA,
Anmerkung: Dabei kann der Prozess oder der Endpunkt VDI 3780
des Prozesses im Vordergrund stehen (siehe auch „Zweck“).

Zweck Bestimmung eines Endzustands (Ausgangsgrö- DIN EN 50341-1,


Purpose; function; goal ße), der in der Regel mithilfe von funktions- REFA
behafteten Mitteln erreicht wird.
Beispiel: Bohren eines Loches mit einem bestimmten
Durchmesser mittels Bohrmaschine
Anmerkung: Jeder Zweck ist auch Ziel, aber ein Ziel wird
erst dann zum Zweck, wenn die zu seiner Realisierung
notwendigen Mittel mit ihren jeweiligen Funktionen reflek-
tiert werden.

Bild 2. Allgemeine Begriffe


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 13 –

2.1.3 Stoffe (B i ld 3 und B il d 4)


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Betriebsstoffe (Arbeits-)Mittel, die bei der Herstellung von Er-


Operating material zeugnissen, zur Energieversorgung und/oder zur
Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der
notwendigen technischen Einheiten dienen.
Beispiel: Energie, Kohle

Anmerkung: Im Gegensatz zu den Rohstoffen und den


Hilfsstoffen gehen die Betriebsstoffe nicht als materieller
Bestandteil in die jeweiligen Endprodukte mit ein.

Betriebshauptstoffe Betriebsstoffe, die den Produktionsprozess wert-


Operating main material und mengenmäßig wesentlich beeinflussen (ohne
materieller Bestandteil des Endproduktes zu wer-
den).
Beispiel: Kohle, Abfall

Betriebshilfsstoffe Betriebsstoffe, die den Produktionsprozess wert-


Operation supplies und mengenmäßig nicht wesentlich beeinflussen
ohne materieller Bestandteil des Endproduktes zu
werden.
Beispiel: Schmiermittel, Reinigungsmittel

Einsatzstoff Betriebsmittel, die in einen Produktionsprozess


eingebracht werden.
Beispiel: Stahl, Holz, Schmiermittel, Reinigungsmittel

Anmerkung: Die Eigenschaften von Einsatzstoffen sind


bestimmt durch Werkstoff, Form, Farbe usw.

Endprodukt Gegenstände für den Endverbraucher (natürliche


End product Person).
Beispiel: Auto

Anmerkung: Endprodukte werden nicht weiter in der Wert-


schöpfungskette (des Endprodukts) verarbeitet.

Ersatzbrennstoff Brennstoff, mit dem der Regelbrennstoff einer VDI 3475 Blatt 3,
technischen Einheit ersetzt wird. RAL-GZ 724
Beispiel: nicht notwendigerweise gütegesicherte Altreifen

Anmerkung: Im Gegensatz zum Sekundärbrennstoff muss


Ersatzbrennstoff weder gütegesichert noch ein Abfall sein.

Fertigprodukt Gegenstand, der von einer betriebswirtschaftli-


(Fertigerzeugnis) chen Einheit an eine andere veräußert wird.
Beispiel: Kupplung

Anmerkung: Der Enverbraucher wird nicht als betriebswirt-


schaftliche Einheit angesehen.

Grundstoff Stoff nach dem ersten Prozess, der auf die Ge- GÜG
winnung folgt.
– 14 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Halbfertigprodukt Bauteil, das allein durch Fügen in das Fertigpro-


(Halbfertigerzeugnis, dukt bzw. Endprodukt eingeht.
Halbfertigfabrikat) Beispiel: Stifte, Bolzen, Baugruppen
Semi-finished good

Halbzeug Bauteil, das mithilfe von Fertigungsverfahren in


Half-finished products, Halbfertigprodukte, Fertigprodukte oder Endpro-
semi-finished part dukte einfließt.
Beispiel: Coil, Blech, Rohr, Stange, Bramme

Hilfsstoff (Nebenstoff, Stoff, der unmittelbar in ein Produkt eingeht, VDI 4631
Additiv) einen „akzessorischen“ Charakter besitzt und
Auxiliary supply wert- und mengenmäßig im (End-)Produkt sowie
in der Produktion von untergeordneter Bedeutung
ist.
Beispiel: Säuren, Farben, Schrauben, Nägel

Produkt Materielles oder immaterielles Ergebnis eines ProdHaftG,


Products Prozesses. ProdSG
Beispiel: ein erzeugter Gegenstand in der Technik, eine
erzeugte Ware oder Dienstleistung der Wirtschaft, das Er-
gebnis bestimmter Verknüpfungen in der Mathematik, aus
einer chemischen Reaktion entstehende Stoffe
Anmerkung: In Abhängigkeit von Auftraggeber und Auf-
tragnehmer können Produkte die Ergebnisse jeden einzelnen
Prozesses zwischen Rohstoff und Erzeugnis sein.

Produktstoff Stoffe, die materiell in ein Produkt eingehen.


Beispiel: Stahl eines I-Trägers

Produkt-Hauptstoff Produktstoff, der wert- und/oder mengenmäßig


einen wesentlichen Anteil am Fertig-/Endprodukt
hat.
Beispiel: Karosserie am Auto

Produkt-Hilfsstoff Produktstoff, der wert- und/oder mengenmäßig


einen geringen Anteil am Fertig-/Endprodukt hat.
Beispiel: Glühbirne der Innenbeleuchtung im Auto

Regelbrennstoff Brennstoff, für den die betreffende technische


Einheit ausgelegt und, falls erforderlich, geneh-
migt wurde.
Beispiel: Kohle für ein Kohlekraftwerk

Reststoff In Prozessen neben den Haupt- oder Nebenpro- VDI 2114


dukten entstehender Stoff.
Beispiel: Späne von einer Drehbank; Flugasche einer Müll-
verbrennungsanlage
Anmerkung 1: Reststoffe umfassen neben Abfällen auch
Nicht-Abfälle, die beispielsweise durch Kreisläufe innerhalb
einer Betrachtungseinheit/Systemgrenze genutzt werden kön-
nen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 15 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung 2: Reststoffe können verwertet oder beseitigt


werden.

Primär-Rohstoff Natürlich vorkommende Stoffe, die bis auf die VDI 3469 Blatt 7,
Raw material, rescource Lösung aus ihrer natürlichen Quelle (Gewinnung) VDI 3475 Blatt 4,
noch keine Bearbeitung erfahren haben. VDI 4630
Beispiel: Holz, Kohle, Gips, Bauxit

Anmerkung: Rohstoffe dienen als Grundlage für die Her-


stellung von Grundstoffen und (Zwischen-)Produkten.

Rückstand Restmengen einer Behandlung.


Beispiel: Gold als Rückstand bei seiner Gewinnung; Filter-
rückstand
Anmerkung: Ein Rückstand muss nicht zwangsläufig ein
Schadstoff sein.

Sekundärbrennstoff Aus Abfällen durch physikalische (inklusiver VDI 3475 Blatt 3,


mechanische oder thermische), chemische oder RAL-GZ 724
biologische Verfahren erzeugter, gütegesicherter
Brennstoff, mit dem der Regelbrennstoff einer
technischen Einheit ersetzt wird.
Beispiel: aufbereiteter produktionsspezifischer Abfall mit
einem Heizwert über 20 MJ/kg und einem Chlor bzw.
Schwefelgehalt von jeweils kleiner 1 %
Anmerkung: Siehe: Ersatzbrennstoff.

Sekundär-Rohstoff Stoff, der für die stoffliche un energetische Ver-


wertung bereit ist.
Beispiel: gereinigte und geschredderte PET-Flaschen, Er-
satzbrennstoff

Werkstoff (Material) Stoff, der nach der Rohstoffgewinnung in Pro-


Basic material duktionsprozessen eingesetzt wird und der durch
charakteristische physikalische oder chemische
Eigenschaften die Qualität und Eigenschaft von
(End-)Produkten beeinflusst.
Beispiel: Stahl als Werkstoff für die Herstellung eines T-
Trägers

Zwischenprodukt Materielles Mittel nach der Rohstoffgewinnung Reach


und vor der Fertigstellung des Erzeugnisses
(Endprodukts).
Anmerkung: Kugel eines Kugellagers.
– 16 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 3. Stoffe

Bild 4. Stoffe und Betriebsmittel


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 17 –

2.1.4 Betriebszustände
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Aperiodisch In unregelmäßigen Zeitabständen auftretender


Non-periodic Betriebszustand.
Beispiel: Stehenbleiben eines KFZ wegen eines Schadens

Diskontinuierlich (mit Eigenschaft einer Phase, mit wiederkehrenden DIN 4140,


Unterbrechung, unstetig) regelmäßigen oder unregelmäßigen Unterbre- DIN 5307,
Discontinuously chungen abzulaufen DIN 11900,
Beispiel: Messung der Dioxine drei Mal im Jahr DIN EN 60934

Instabil (Unbeständig) Betriebszustand, bei dem bereits geringe Störun- DIN 43743,
Unsattled, unstable gen zum Übergang in einen anderen, stabilen DIN EN 13725
Zustand führen oder der sich immer weiter sys-
tematisch (= Drift) und/oder zufällig (= Streuung)
vom ursprünglichen Zustand entfernt.
Beispiel: Drift eines Messgeräts

Instationär (mobil, Betriebszustand, bei der eine Anlage räumlich DIN EN ISO 5198,
transient) bewegt wird, oder bei dem nicht konstante, DIN 70000,
schwankende Betriebszustände auftreten. VDI 3783 Blatt 10
Beispiel: Ein mobiler Schredder ist eine Anlage deren
Standort verändert werden kann; Anfahren einer Anlage.

Intermittierend (zeitweilig Betriebszustand, der mit wiederkehrenden regel- DIN 5307,


aussetzend) mäßigen Unterbrechungen abläuft. DIN EN 4140,
Intermittently Beispiel: Abpulsen eines Gewebefilters DIN EN 60934

Konstant (Gleichbleibend) Betriebszustand, der im Rahmen geringster


Constant, stabilized Schwankungen unveränderlich ist.
Beispiel: Kernarbeitszeit

Kontinuierlich ohne Betriebszustand, der ohne Unterbrechung abläuft. DIN 5307


Unterbrechung; Beispiel: kontinuierliche Messung von Emissionswerten
(gleichmäßig; stetig)
Continuously

Monoton (einförmig) Betriebszustand, der ohne Unterbrechung stei-


gend, fallend oder konstant abläuft.
Beispiel: Betriebsstunden während des Fahrbetriebs

Periodisch (Regelmäßig) Betriebszustand, der in bestimmten gleichmäßi-


Periodical, alternate gen Zeitabständen auftritt.
Beispiel: Ebbe und Flut als periodischer Ablauf

Schwankend (wechselnd, In einem Betrachtungszeitraum gibt es Differen-


nicht fest seiend) zen dreier aufeinanderfolgender Werte die ihr
Fluktuant, transient Vorzeichen ändern.
Beispiel: wechselnde periodische Phase des Wechselstroms
– 18 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Anmerkung: Dabei wird zwischen schwellendem (alle


Werte behalten im Betrachtungszeitraum das gleiche Vorzei-
chen) und wechselndem (Werte im Betrachtungszeitraum
wechseln das Vorzeichen) Verlauf unterschieden.

Nicht Schwankend, (nicht Die Differenz zweier aufeinanderfolgender Werte


wechselnd, fest seiend) behält stets das gleiche Vorzeichen.
Non-fluctuant Beispiel: konstanter Wert des Gleichstroms

Stabil Betriebseigenschaft eines Systems möglichst DIN EN 88-2,


Stable, permanent wenig auf eine Störung zu reagieren sowie die DIN IEC 60194
Fähigkeit eines Systems nach einer Störung mög-
lichst schnell wieder in den Ausgangszustand
zurückzukehren.
Beispiel: Kugel im Tal

Stationär (feststehend; Betriebszustand, bei dem eine Anlage immer am IEV 191,
immobil) gleichen Ort eingesetzt wird, oder der unverän- VDI 3783 Blatt 10
Fixed derlich als Folge eines dynamischen, statischen
oder statistischen Gleichgewichts abläuft.
Anmerkung: Immobilie; Gleichgewicht

Unterbrechung Nichtfortsetzung eines Merkmals bzw. einer Pha-


se.
Beispiel: Unterbrechung einer Emissionsmessung

Bild 5. Betriebszustände
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 19 –

Bild 6. Betriebszustände
2.1.5 Abfallhierarchie
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Abfall (Überbleibsel, Alle beweglichen Stoffe, derer sich ihr Besitzer 2008/98/EG,
Abprodukt) entledigt, entledigen will oder entledigen muss 2010/75/EU,
Rest waste und die in den entsprechenden Gesetzen als Ab- KrWG,
fall explizit deklariert werden (z. B. KrWG An- DIN EN ISO 14021,
hang I oder AVV). DIN EN ISO 14044 E,
Beispiel: Hausmüll, kontaminierter Boden VDI 2114,
Anmerkung 1: Unberücksichtigt bleiben beim allgemeinen
VDI 2592 Blatt 1,
Abfallbegriff z. B. radioaktive Stoffe und Kampfmittel; nicht VDI 2596,
in Behälter gefasste gasförmige Stoffe; in Gewässer oder VDI 3475 Blatt 2 und
Abwasseranlagen eingeleitete oder eingebrachte Stoffe; Blatt 3
Stoffe aus der Gewinnung von Bodenschätzen; Fauna und
schützenswerte Flora sowie die Produkte daraus. Außerhalb
dieser Richtlinie wird der Begriff Abfall (Müll) auch für
immaterielle Mittel, derer man sich entledigt, entledigen will
oder entledigen muss verwendet.
Anmerkung 2: Kein Abfall sind: Grundstücke und deren
fest mit ihnen verbundenen Bestandteile, Altlasten, lebende
und tote Tiere; (immaterielle Abfälle: Informationsmüll).

Gefährlicher Abfall Abfall, der nach Art, Beschaffenheit oder Menge 75/442/EWG § 18,
(Sonderabfall; besonders in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder 91/689/EWG Art. 1.4,
überwachungsbedürftiger wassergefährdend, explosibel (explosionsfähig) 2008/98/EG,
Abfall) oder brennbar ist oder Erreger übertragbarer 2010/75/EU,
Hazardous waste Krankheiten enthalten oder hervorbringen kann. KrWG,
Beispiel: Galvanikschlamm DIN EN 13965,
VDI 3460
– 20 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung: Gefährliche Abfälle sind in der 2008/98/EG
als besonders überwachungsbedürftige Abfälle mit Stern-
cheneinträgen gekennzeichnet und erfüllen mindestens eines
der H1 bis H15 Kriterien aus Anhang III.

Abfallfraktion Aus einem Abfallgemisch nach speziellen Krite- VDI 3475 Blatt 3
Waste fraction rien (z. B. Herkunft, Art, Form, Zusammenset-
zung, Größe, spezifisches Gewicht, physikalische
Eigenschaften, Reaktion auf Magnetfeld) abge-
trennter bzw. abtrennbarer Teil.
Beispiel: Abfallfraktionen des Siedlungsabfalls: Feinfrakti-
on (bis 8 mm); Mittelfraktion (8 mm bis 40 mm); Organik;
Papier, Pappe, Kartonagen; Hygieneprodukte; Kunststoffe;
Textilien/Bekleidung; Verbunde; Holz; Sonstige

Abgas Trägergas mit festen, flüssigen und/oder gasför- 13. BImSchV,


Exhaust gas, off-gas migen Inhaltsstoffen aus Prozessen. 17. BImSchV,
Beispiel: Autoabgas; Abgas nach einer RTO (regenerative TA-Luft,
thermische Oxidation) einer MBA (mechanisch-biologische VDI 3460,
Abfallbehandlungsanlage); Abgas am Schornsteinaustritt; VDI 3475 Blatt 3,
Abgas aus der Tierhaltung
VGB M 205 H
Anmerkung 1: Beim Abgas wird Rohgas und Reingas unter-
schieden. Die weitergehende Kennzeichnung erfolgt durch die
Angabe des Orts (z. B. Rohgas-Kesselaustritt).
Anmerkung 2: Zur Abgrenzung zum Abgas weist Rauchgas
einen sichtbaren Anteil von flüssigen und/oder festen Parti-
keln aus der Verbrennung auf (siehe „Rauchgas“).
Anmerkung 3: Bei Verbrennungsanlagen ist Abgas wesent-
lich von Luft verschieden.

Abluft Trägergas mit festen, flüssigen und/oder gasför- DIN ISO 5598 E,
Exhaust Air, return air, migen Inhaltsstoffen aus technischen Einheiten, DIN EN 12238,
extract air die hinsichtlich ihrer Gaszusammensetzung eine DIN EN 13779,
der Luft wesentlich ähnliche Zusammensetzung DIN 25401-9,
von Sauerstoff und Stickstoff sowie deren Ver- DIN 25423-1,
hältnis aufweist. DIN 18910-1,
Beispiel: Luftabsaugung aus dem Müllbunker um sie den VDI 2163,
Verbrennungsprozess zuzuführen VDI 2590,
Anmerkung: Abluft ist eine Teilmenge der Abgase. VDI 3475 Blatt 3 und
Blatt 4

Abwasser Flüssige wässrige Emissionen aus Haushalten, AbwAG § 2,


Waste water, effluent, Landwirtschaft, Gewerbe/Industrie, Niederschlä- DIN EN 12056-5,
sewage gen oder aus sonstigem Gebrauch, die einer ex- DIN EN 13508,
ternen Abwasserreinigung zugeleitet (Indirektein- VDI 2592,
leitung), nach anlageninterner Abwasserreinigung VDI 2596,
oder unbehandelt in ein Gewässer eingeleitet wer- VDI 3475 Blatt 3,
den (Direkteinleitung). VDI 3831,
Beispiel: Schmutzwasser; (Ab-)Wasser aus der Rückspü- VDI 4001 Blatt 2
lung von Ionentauschern

Bedarf Konkretisiertes Verlangen nach Beschaffung von DIN 199-5


Requirement, demand Mitteln (Art und Menge) im Bezug auf einen
festgelegten Zeitpunkt/Termin zur Befriedigung
von Bedürfnissen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 21 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Beispiel: Personalbedarf – Mitarbeiter, die zur Erfüllung der


Betriebsaufgaben erforderlich sind
Anmerkung: Das Verlangen ist unabhängig davon, ob
objektiv notwendig oder subjektiv gewünscht.

Abfallbehandlung Verwertung und/oder Beseitigung von Abfällen 2008/98/EG


Treatment inklusive der Vorbehandlung zur Verwertung
und/oder Beseitigung.
Beispiel: Schreddern von Kunststoffabfällen

Beseitigung Behandlung von Abfall ohne eine stoffliche 2008/98/EG,


Removal, disposal und/oder energetische Nutzung. VDI 2243
Beispiel: Deponierung

Anmerkung 1: Im engeren Sinne wird unter Beseitigung


jedes Verfahren der Abfallwirtschaft verstanden, das keine
Verwertung ist, auch wenn das Verfahren zum Nebenzweck
hat, das Stoffe und Energie zurück gewonnen werden.
Anmerkung 2: Anhang I der 2008/98/EG enthält eine nicht
erschöpfende Liste von Beseitigungsverfahren.

Entsorgung Behandlung von Abfall mit dem Ziel der Verwer- KrWG
Waste disposal, waste tung oder Beseitigung.
management Beispiel: Behandlung von Abfall zur Komposterzeugung

Erzeugnis (Fertigprodukt, Funktionsfähiges Endergebnis, bei dem zwischen DIN 6789


Produkt) Fertigprodukt und Endprodukt unterschieden
Product, work wird.
Beispiel: Bohrmaschine, Schraube, Werbekampagne

Gewinnung Erlangen von Werten, ohne diese zu produzieren


Winning oder einzusammeln, welches wie folgt unterteilt
wird:
x Aufsuchen
x Identifikation
x Verfügbarmachung (Trennung von
Reststoffen)
Beispiel: Braunkohleabbau

Anmerkung: Die Gewinnung ist die Vorstufe der Nutzung.

Rauchgas Abgas mit sichtbarem Anteil flüssiger und/oder 17. BImSchV,


Flue gas, exhaust gas, fester Partikel. DIN EN ISO 13705,
waste gas Beispiel: Brandgas, Autoabgas mit Dieselruß VDI 2442,
Anmerkung: Rauchgas ist eine Form von Abgas.
VGB M 205 H

Recycling (stoffliche Verfahren, durch das Abfallmaterialien zu Er- 2008/98/EG,


Verwertung) zeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für VDI 2243,
Recycling den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwe- VDI 3469 Blatt 8
cke aufbereitet werden, einschließlich der Aufbe-
reitung organischer Materialien, ohne die energe-
tische Verwertung und die Aufbereitung zu Mate-
– 22 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

rialien, die für die Verwendung als Brennstoff


oder zur Verfüllung bestimmt sind.
Beispiel: Gebrauchtes Verpackungsmaterial (Glas, Kunst-
stoff usw.) wird durch verschiedene Aufbereitungsverfahren
dem Produktionsprozess erneut zugeführt.

Rohstoffliches Recycling Einsatz von Reststoffen bzw. Hilfs- und Betriebs- VDI 2243
(Weiterverwertung) stoffen in einem noch nicht durchlaufenen Pro-
duktionsprozess.
Beispiel: Synthesegas = Gasherstellung aus festen, flüssigen
und gasförmigen Ausgangsstoffen um daraus wieder Grund-
stoffe der Kunststoffherstellung zu gewinnen
Anmerkung: Durch Weiterverwertung entstehen Werkstoffe
oder Produkte mit anderen Eigenschaften (Sekundärwerk-
stoffe) und/oder anderer Gestalt. Hierzu gehört auch das
chemische Recycling von Kunststoffen zu anderen als den
Materialausgangsstoffen.

Werkstoffliches Recycling Verfahren bei dem der Werkstoff aus Abfall wie- 2008/98/EG,
(Wiederverwertung) der für denselben Zweck verwendet wird, für den VDI 2243
Recovery er ursprünglich bestimmt war.
Beispiel: Kunststoffgranulat aus einem Altprodukt zur
Herstellung eines neuen Kunststoffproduktes; Metallrecyc-
ling

Vermeidung Maßnahmen, die ergriffen werden, bevor ein 2008/98/EG


Prevention, avoidance Stoff, ein Material oder ein Erzeugnis zu Abfall
geworden ist, und die Folgendes verringern:
a) die Abfallmenge, auch durch die Wiederver-
wendung von Erzeugnissen oder die Verlänge-
rung ihrer Lebensdauer,
g) die schädlichen Auswirkungen des erzeugten
Abfalls auf die Umwelt und die menschliche
Gesundheit oder
h) den Gehalt an schädlichen Stoffen in Materia-
lien und Erzeugnissen.
Beispiel: Nichtverwenden von Verpackungsmaterial

Verwendung (Benutzung) Funktionsorientiertes Handeln. ChemG § 3, Ziff. 10,


Utilisation, appropriation Beispiel: Aktion: Schneiden; Man verwendet eine Schere, VDI 2243
um Papier zu schneiden.

Weiterverwendung Die erneute Benutzung eines gebrauchten Pro- VDI 2243


Subsequent use, further use dukts (Altteils) für einen anderen Verwendungs-
zweck, für den es ursprünglich nicht hergestellt
wurde.
Beispiel: Waschen eines Gurkenglases zur Weiterverwen-
dung als Gefäß für Konfitüre.
Anmerkung: Die Weiterverwendung kann unter Nutzung
der Gestalt ohne bzw. mit beschränkter Veränderung des
Produktes erfolgen. Dabei kann die erneute Benutzung für
einen anderen (bestimmten) Verwendungszweck bereits bei
der Herstellung des Produkts berücksichtigt worden sein.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 23 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Wiederverwendung Erneute Benutzung eines gebrauchten Produkts 2008/98/EG,


Recirculation (Altteils) für den gleichen Verwendungszweck VDI 2243
wie zuvor, unter Nutzung seiner Gestalt ohne
bzw. mit beschränkter Veränderung einiger Teile.
Beispiel: erneute Befüllung von PET-Flaschen (Pfandfla-
schen)

Verwertung Verfahren, bei dem als Hauptergebnis Abfälle 2008/98/EG,


Recovery operation innerhalb der technischen Einheit oder in der VDI 2243
weiteren Wirtschaft einem sinnvollen Zweck
zugeführt werden, indem sie andere Materialien
ersetzen, die ansonsten zur Erfüllung einer be-
stimmte Funktion verwendet worden wären, oder
die Abfälle so vorbereitet werden, dass sie diese
Funktion erfüllen.
Beispiel: Altpapier als Rohstoff für die Papierherstellung

Anmerkung: Anhang II der 2008/98/EG enthält eine nicht


erschöpfende Liste von Verwertungsverfahren. Das Verfah-
ren der Verwertung endet dort, wo sich der Produktionspro-
zess mit dem Material aus der Verwertung nicht mehr we-
sentlich vom Produktionsprozess mit dem substituierten
Material unterscheidet.

Vorbereitung zur Verwertungsverfahren der Prüfung, Reinigung 2008/98/EG,


Wiederverwendung oder Reparatur, bei dem Erzeugnisse oder Be- VDI 2243
standteile von Erzeugnissen, die zu Abfällen ge-
worden sind, so vorbereitet werden, dass sie ohne
weitere Vorbehandlung wiederverwendet werden
können.
Beispiel: Reinigung einer PET-Flasche
– 24 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 7: Allgemeine Begriffe – Abfallhierarchie


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 25 –

2.1.6 Abfallarten
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Gemischter im weitesten Sinne: 2010/75/EU


Siedlungsabfall Nicht getrennt vorliegende Abfallfraktionen aus
Siedlungen (= Siedlungen im weitesten Sinne).
im weiteren Sinne:
Nicht getrennt vorliegender Haushaltsabfall und
haushaltsähnlicher Abfall aus anderen Wirtschafts-
zweigen, das heißt Siedlungsabfall im engeren
Sinne (ohne 20 01, die getrennt am Entstehungsort
eingesammelt werden, und ohne 20 02) sowie
Abfälle ähnlicher Beschaffenheit aus anderen als
20er-EAK-Schlüsselnummern; insbesondere gel-
ten gemischte Siedlungsabfälle im engsten Sinne
auch dann weiterhin als gemischte Siedlungsabfäl-
le, wenn sie einem Abfallbehandlungsverfahren
unterzogen worden sind, das ihre Eigenschaften
nicht wesentlich verändert hat.
im engeren Sinne:
Haushaltsabfall und haushaltsähnlicher Abfall aus
anderen Wirtschaftszweigen entsprechend den
Nummer 20 03 des EAK, die nicht getrennt vorlie-
gen.
im engsten Sinne:
Haushaltsabfall und haushaltsähnlicher Abfall aus
anderen Wirtschaftszweigen entsprechend den
Nummern 20 03 01 des EAK.
Beispiel: Hausmüll; Holz, Glas, Kunststoff aus Haushalten

Anmerkung: Welche Abfallschlüsselnummer für einen Ab-


fallstrom deklariert wird entscheidet die zuständige Behörde.

Gewerbeabfall Abfall aus Wirtschaftszweigen außer den Privat- GewAbfV


haushalten.
Beispiel: Abfälle aus der Produktion, dem Baugewerbe
usw.

Haushalt (Privathaushalt) Aus mindestens einer natürlichen Person beste-


hende systemunabhängige Wirtschaftseinheit, die
sich auf die Sicherung der Bedarfsdeckung aus-
richtet.
Beispiel: 3-Personen-Haushalt

Haushaltähnlicher Abfall Abfall der in anderen Wirtschaftszweigen als GewAbfV


Haushalten anfällt, aber einem Haushaltsabfall in
seiner Beschaffenheit ähnlich ist.
Beispiel: hausmüllähnlicher Gewerbeabfall

Haushaltsabfall Abfall der nach seiner Beschaffenheit typischer- TA Siedlungsabfall


(Privathaushaltsabfall, weise in einem Haushalt anfällt. VDI 2114,
Hausmüll) Beispiel: Papier, Glas, Hausmüll, Sperrmüll VDI 3460
– 26 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Hausmüll Die nach getrennter Sammlung verbliebene ge- 2010/75/EU


mischt gesammelte Abfallmenge aus Haushalten.
Beispiel: Hausmüll in der grauen Abfalltonne, z. B. Essens-
reste, Hygienartikel, Scherben usw.
Anmerkung: In Statistiken geführte Hausmüllmengen bein-
halten in der Regel auch Abfälle aus anderen Wirtschafts-
zweigen, die gemeinsam mit Hausmüll eingesammelt wer-
den (z.B. Abfälle aus der grauen Abfalltonne von Geschäf-
ten). Korrekt wäre es, diese Mengen in der Statistik als
„Restabfall“ zu bezeichnen (siehe „Restabfall“).

Restabfall (Restmüll) Nach getrennter Sammlung verbliebene gemischt 2010/75/EU


gesammelte Abfallmenge aus Haushalten und
sonstigen Wirtschaftszweigen, die mit Hausmüll
zusammen eingesammelt werden.
Beispiel: Hausmüll in der grauen Abfalltonne, z. B. Essens-
reste, Hygienartikel, Scherben usw., sowie hausmüllähnli-
cher Gewerbeabfall (z. B. aus Geschäften, Kleinbetrieben)

Siedlung In Nutzung befindliches Gebiet, das Gebäude- Statistisches Bundesamt


und Freiflächen, sowie Betriebs- (ohne Abbau-
land), Erholungs- und Friedhofsflächen umfasst.
Anmerkung: Die Staatsfläche Deutschlands ist Siedlungs-
gebiet; Gebäude- und Freiflächen, Betriebsflächen (ohne
Abbauland), Erholungsflächen und Friedhof sind Siedlungs-
flächen in Deutschland und machen etwa 9 % der Gesamt-
fläche aus. Nicht-Siedlungsflächen sind im Wesentlichen
Wald- und landwirtschaftliche Fläche sowie Verkehrsfläche.

Siedlungsabfall im weitesten Sinne: 2010/75/EU,


Abfälle aus Siedlungen (= Siedlungen im weites- 2008/98/EU,
ten Sinne). 2000/76/EU,
im weiteren Sinne: TEHG 2004,
Haushaltsabfall und haushaltsähnlicher Abfall aus EAK,
anderen Wirtschaftszweigen, das heißt Siedlungs- KrW-AbfG,
abfall im engsten Sinne sowie Abfälle ähnlicher KrWG,
Beschaffenheit aus anderen als 20er-EAK- AbfAblV,
Schlüsselnummern. Stat. Bundesamt VII B
33210990
im engeren Sinne:
Haushaltsabfall und haushaltsähnlicher Abfall aus
anderen Wirtschaftszweigen entsprechend den
Siedlungsabfällen im engsten Sinne sowie denen
aus EAK-Schlüsselnummer 15 01.
im engsten Sinne:
Haushaltsabfall und haushaltsähnlicher Abfall aus
anderen Wirtschaftszweigen entsprechend den
20er-Nummern des EAK.
Beispiel: Hausmüll; Holz, Glas, Kunststoff aus Haushalten

Anmerkung: Ob ein haushaltsähnlicher Abfall als 20er-


AVV-/EAK-Schlüsselnummer oder anders als 20er-EAK-
Schlüsselnummer deklariert wird entscheidet die zuständige
Behörde.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 27 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Wertstoff Allgemein: Ein Stoff, der einen Wert darstellt. KrW-/AbfG


Im Sinne der Kreislaufwirtschaft:
x Im weiteren Sinne: Gebrauchte Produkte oder
Teile davon, die einer Wieder-/Weiter-Verwen-
dung oder Verwertung zugeführt werden.
x Im engeren Sinne: Abfälle oder Teile davon,
die einer Verwertung zugeführt werden.
Beispiel: Glas, Metall usw. aus Abfällen

2.2 Dynamische Technik


2.2.1 Technische Einheiten
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

technische Anlage Nicht für die Fremdbewegung vorgesehenes, 2010/75/EU,


(Installation) technisches Mittel zur Erfüllung einer oder meh- DIN 19233,
plant, equipment, facilities rerer Funktionen, das unterschiedliche Maschinen DIN ISO 17359,
und/oder Apparate zu einer selbstständig ver- IEV 151,
wendbaren Funktionseinheit zusammenfasst, um VDI 3814 Blatt 1
technische Prozesse durchzuführen.
Beispiel: Müllverbrennungsanlage; Mechanisch-Biologi-
sche-Anlage; eine Müllverbrennung und ein Kohleheiz-
kraftwerk und ein Gasheizwerk dienen als „eine Anlage“ mit
der Aufgabe der Fernwärmebereitstellung – wobei z. B. die
Müllverbrennungsanlage, bestehend aus drei Linien, eben-
falls „eine Anlage“ mit der Aufgabe der Müllentsorgung ist.
Anmerkung: Die untergeordneten technischen Mittel einer
Anlage (Maschinen und/oder Apparate) können eigenständi-
ge Funktionen erfüllen. Mehrere Anlagen können gegebe-
nenfalls unter dem Gesichtspunkt einer gemeinsamen, ein-
heitlichen Funktion/Aufgabe als eine Anlage betrachtet
werden. Anlagen beinhalten im Allgemeinen auch zugehöri-
ge Betätigungsgeräte, Steuerungen, Regelungen usw.

Apparat Nicht für die Fremdbewegung vorgesehenes, DIN EN ISO 16484-2,


Aparatus (aparate, technisches Mittel zur Erfüllung einer oder meh- IEV 151
equipment) rerer Funktionen, das unterschiedliche Einheiten,
von denen keine wesentliche beweglich ist, zu
einer selbstständig verwendbaren Funktionsein-
heit oder zu einem Bauteil zusammenfasst.
Beispiel: Destillationskolonne, Zyklon, Gewebefilter, Feue-
rung, Kessel
Anmerkung 1: Apparate beinhalten im Allgemeinen auch
zugehörige Betätigungsgeräte, Steuerungen usw.
Anmerkung 2: Eine Feuerung mit Rost oder Drehrohr wird,
obwohl es dort wesentliche bewegliche Bauteile gibt, allge-
mein auch den Apparaten zugeordnet, da der Hauptzweck
der Verbrennung unmittelbarer durch andere Einflüsse be-
stimmt ist (z. B. Luftzufuhr).
– 28 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 8. Siedlungsabfall
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 29 –

Bild 9. Abfall
– 30 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 10. Entsorgungswege


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 31 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

technische Baugruppe Ein nach baulichen oder funktionellen Gesichts- DIN 24970,
(Komponente, punkten abgegrenzter Teil einer technischen Ein- DIN 25435-2,
Anlagenkomponente, heit z. B. einer Anlage bzw. eines Systems, der DIN EN 12016,
Aggregat) noch selbstständige Teilfunktionen ausführen DIN EN 12723,
Assembly (component, kann. DIN EN 61187,
part, modul, component Beispiel: Gebläse, Rost DIN IEC 60068-3-3
part, unit, constructional Anmerkung: Eine Baugruppe besteht im Allgemeinen aus
assembly) mehreren Bauteilen.

Bauteil (technische Technisches Mittel mit bestimmter Funktion oder DIN EN 12831,
Komponente) bestimmten Funktionen, das nicht weiter sinnvoll DIN EN 13701,
component (building unterteilt oder zerlegt werden kann – ohne es zu DIN EN 61360-1,
component, building zerstören bzw. seine Zweckausübung unmöglich DIN EN ISO 14310,
element, part) zu machen – und in einer technischen Einheit DIN EN ISO 6946,
höherer Ordnung als Einzelteil einer Baugruppe DIN ISO 1219-2
verwendet wird.
Beispiel: Roststab

Anmerkung: Siehe auch „Gegenstand“ und „Mittel“.

Einheit Zusammengehöriger Gegenstand der Betrach- DIN 55350-11,9.80,


Unit; item, subject matter, tung, der zwingend eine Funktion erfüllt. DIN 55350-14/5.82,
entity Beispiel: Saugzug, Newton DIN 40041,
Anmerkung: Siehe auch „Maßeinheit“.
VDI 4001 Blatt 2

Fremdbewegung Veränderung der Lage eines Gesamtsystems


durch äußere Kräfte.
Anmerkung: Ist ein System nicht für die Fremdbewegung
vorgesehen, so kann es zwar grundsätzlich auch bewegt,
insbesondere transportiert werden, diese Möglichkeit spielt
jedoch für die eigentliche Nutzung eine untergeordnete
Rolle.
Beispiel: gefahren werden

Eigenbewegung Veränderung der Lage eines Gesamtsystems oder


im System selbst, z. B. Roboterarm.
Beispiel: Fahren

Gerät (Instrument) Für die Fremdbewegung vorgesehenes, techni- 97/23/EG,


apparatus; equipment sches Mittel zur Erfüllung einer oder mehrerer BetrSichV,
vorgegebener Funktionen, das untergeordnete DIN EN 13237-1,
Einheiten zu einer selbstständig verwendbaren DIN EN 13463-1,
Funktionseinheit zusammenfasst. DIN EN 60695-1-1,
Beispiel: Handbohrmaschine = „Bohrgerät“, Hochdruckrei- IEV 151
niger VDI 4001 Blatt 2,
Anmerkung 1: Geräte beinhalten im Allgemeinen auch DIN 40150, Abschnitt
zugehörige Betätigungsgeräte, Steuerungen usw. 10.79
Anmerkung 2: Für Technische Einheiten, die als Druckge-
räte bezeichnet werden, ist der Begriff „Gerät“ übergeordnet
zu verstehen.
– 32 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Linie (technische Linie) System, in dem mehrere Baugruppen in Reihe
Line, production line verknüpft sind.
Beispiel: Produktionslinie, Müllverbrennungslinie

Anmerkung: Kennzeichend ist, dass ein wesentlicher Anteil


eines als Input definierter Energie- und/oder Stoffstrom alle
Baugruppen des Systems durchläuft.

Maschine Nicht für die Fremdbewegung vorgesehenes, 2006/42/EG,


Machine, machinery, technisches Mittel zur Erfüllung einer oder meh- DIN EN 1127-1,
engine rerer Funktionen, das unterschiedliche Einheiten, DIN 33400,
von denen mindestens eine Wesentliche beweg- VDI/VDE 3850 Blatt 1,
lich ist, zu einer selbstständig verwendbaren VDI 2263 Blatt 5
Funktionseinheit oder zu einer Anlagenkompo-
nente zusammenfasst.
Beispiel: Ständerbohrmaschine = Bohrmaschine, Kehrma-
schine, Schredder, Drehmaschine
Anmerkung: Maschinen beinhalten im Allgemeinen auch
zugehörige Betätigungsgeräte, Steuerungen usw.

technische Einheit Zusammengehöriger materieller oder immateriel- DIN 33400,


(Arbeitsmittel; technischer ler Gegenstand der Betrachtung, der eine techni- REFA
Gegenstand (und damit sche Funktion erfüllt.
zweckorientiert)) Beispiel: Bohrmaschine, Hammer, Kraftwerk ohne eigene
Druckluftanlage
Anmerkung: Das Vorhandensein oder Fehlen von Neben-
aggregaten sowie die gemeinsame Nutzung von Aggregaten
durch mehrere technische Einheiten (insbesondere zur Opti-
mierung der Ressourceneffizienz), ohne dass letztere jedoch
die Hauptfunktion der betrachteten technischen Einheit
beeinflussen, schränkt die Eigenständigkeit der betrachteten
technischen Einheit nicht ein.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 33 –

Bild 11. Dynamische Technik – Technische Einheiten


– 34 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

2.2.2 Prozesse – Betriebszustände


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Betriebszustand Zustand den eine Anlage/ein System während des DIN EN 50134-3,
(Betriebspunkt) Betriebs annehmen kann. DIN EN ISO 4871,
Operating state, operating Beispiel: Produktionslinie zur Herstellung eines Erzeugnis- DIN EN 12096,
condition, operating mode ses ist zu 80 % ausgelastet. IEV 191,
Anmerkung: Der Betriebszustand kann unterteilt werden in: VDI 3678 Blatt 2
x Teillast
x Volllast
x Stationär
x Instationär
x Stabil
x Instabil
x Intermittierend
x Kontinuierlich
x Diskontinuierlich

Grundlast Am Bedarf orientierte Mindestleistung innerhalb DIN IEC 60770-3:2004,


Base load eines definierten (im Allgemeinen längeren) Zeit- VDI 4661
abschnitts und Systems.
Beispiel: Beispiel aus dem Bereich Stromwirtschaft: Netz-
belastung, die während eines Tages in einem Stromnetz einer
Region üblicherweise nicht unterschritten wird bzw. Grund-
lastwerk, dass sich innerhalb dieser Netzbelastung bewegt,
z. B. Grundlast 30 MW.
Anmerkung: Da die Grundlast am Bedarf orientiert ist, steht
sie nur indirekt in Beziehung zur Leistungsbereitstellung
z. B. einer technischen Einheit (Produktion). Eine Leistungs-
bereitstellung gehört dann zur Grundlast, wenn sie (fast)
nicht auf Bedarfsschwankungen reagieren muss.

Jahresganglinie Grafische Darstellung von Messwerten in ihrer


zeitlichen Reihenfolge im Lauf eines Jahrs, bei
der die Zeit stets auf der x-Achse, der Messwert
auf der y-Achse des Koordinatensystems steht.
Beispiel: Kostenentwicklung von Brennstoffen über ein
Jahr

Jahresmittellast Integral der Last über ein Jahr dividiert durch die
Betriebsstunden.
Beispiel: 100 000 t Durchsatz in 7 500 Bh ergibt eine Jah-
resmittellast von 13,33 t/Bh; 100 000 MWh in 5 000 Bh
erzeugt, ergibt eine Jahresmittellast von 20 MW.

Kennlinie Grafische Darstellung von zwei voneinander ab- DIN 24311,


Characteristic line, hängigen Größen, die für eine technische Einheit IEV 351
characteristic curve kennzeichnend ist.
Anmerkung: Strom-Tageslastkurve.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 35 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Last Bedarfslast ISO 2710:1978, 10.3.4,


Load Die in Anspruch genommene Leistung einer tech- VDI 4631,
nischen Einheit (Bedarf). VDI 4661
Produktionslast
Betriebszustand im Rahmen der Auslegung einer
technischen Einheit (Produktion).
Beispiel: Die Traglast eines Krans beträgt 18 t.

Anmerkung: Last wird im Rahmen von vorher festzulegen-


den Randbedingungen (z. B. Temperatur-/Höhenbedingun-
gen, Bedarfsstruktur) erbracht bzw. entspricht einer zu er-
bringenden elektrischen, mechanischen, biologischen, ther-
mischen etc. Leistung.

Mittellast Am Bedarf orientierte Leistung zwischen Grund- DIN 4787-1,


Shift duty, intermediate und Spitzenlast innerhalb eines definierten (im VDI 4661
load duty, mid-range load Allgemeinen längeren) Zeitabschnitts und Sys-
duty tems.
Beispiel: Beispiel aus dem Bereich Stromwirtschaft: Be-
zeichnet im Kraftwerksmanagement den Bereich der Tages-
lastkurve, in dem über die Grundlast hinaus zusätzlicher
Strom verbraucht wird, z. B. Mittellast zwischen 30 MW bis
80 MW.
Anmerkung: Da die Mittellast am Bedarf orientiert ist, steht
sie nur indirekt in Beziehung zur Leistungsbereitstellung.
Eine Leistungsbereitstellung gehört dann zur Mittellast,
wenn sie mäßig schnell (z. B. im Stundenbereich) auf Be-
darfsschwankungen reagieren muss.

Nennlast (Nennleistung) Nenndaten bezüglich der Leistung einer techni- DIN EN ISO 13535,
Rated load, load rating, schen Einheit im Normalbetrieb unter definierten VDI 4452
nominal load Randbedingungen.
Beispiel: Nennlast 85 MW

Anmerkung 1: Die Nennlast unter den jeweiligen Randbe-


dingungen wird für technische Einheiten im Allgemeinen
durch Kennlinien angegeben.
Anmerkung 2: Allgemein wird, wenn nicht explizit anders
vermerkt, unter Nennlast einer technischen Einheit die ma-
ximal im Dauerbetrieb (unter definierten Randbedingungen)
erreichbare Last verstanden (also die Voll(-Nenn)last bzw.
Voll(-Nenn)leistung). Auf Typenschildern angegebene
Nennlasten entsprechen somit im Regelfall den Bedingungen
bei Volllast (siehe „Volllast“).

Schwachlast Am Bedarf orientierte Leistung unterhalb der DIN 4702-1


Turndown load, lower part Grundlast.
load, low load Beispiel: Schwachlast < 30 MW

Speicherlast An betrieblichen Belangen orientierter Bedarf


Transient additiver Leistung zur Schwachlast.
Beispiel: Bei einer Schwachlast von 20 MW und einer
Grundlast 30 MW ergibt sich ein mögliche Speicherlast von
10 MW.
– 36 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung 1: Um z. B. Kraftwerke nicht herunterfahren
bzw. -regeln zu müssen, wird oftmals die Differenz zwischen
Schwachlast und Istlast (meist im Bereich der Grundlast) zur
Speicherung z. B. der Energie (Beispielsweise Pumpspei-
cherwerk, Wärmespeicher) verwendet.
Anmerkung 2: Speicherlast = Istlast – Schwachlast.

Spitzenlast Am Bedarf orientierte Höchstleistung innerhalb VDI 4608


Peak load eines im Allgemeinen kurzen Zeitabschnitts und
Systems.
Beispiel: Kurzzeitig auftretende hohe Energienachfrage im
Stromnetz; Nennlast 85 MW – Spitzenlast > 85 MW
Anmerkung: Da die Spitzenlast am Bedarf orientiert ist,
steht sie nur indirekt in Beziehung zur Leistungsbereitstel-
lung. Eine Leistungsbereitstellung gehört dann zur Spitzen-
last, wenn sie sehr schnell (z. B. im 1/4-Stundenbereich) auf
Bedarfsschwankungen reagieren muss. Die Spitzenlast ist
die Kraftwerksleistung, die zusätzlich zur Grund- und Mittel-
last benötigt wird, um auch bei schwankendem Stromver-
brauch die Versorgung zu jeder Zeit sicherzustellen.

Teillast (Teilleistung) Betrieb einer technischen Einheit mit einer Ge- DIN EN 303-5,
Part load, partial load samtleistung unterhalb der Volllast. VDI 4452
Beispiel: Nennlast 85 MW – Teillast < 85 MW

Anmerkung: Im Bezug auf Gewährleistungsansprüche wird


im Allgemeinen eine Untergrenze der Teillast in Prozent der
Nennlast (z. B. 80 %) vereinbart.

Überlast (Überleistung) Betrieb einer technischen Einheit mit einer Ge- DIN 15003,
Overload samtleistung oberhalb der Volllast. VDI 6013
Beispiel: Nennlast 85 MW – Spitzenlast > 85 MW

zulässige Überlast Im Bezug auf Gewährleistungsansprüche verein-


Allowed overload barte Begrenzung der Überlast (z. B. energetisch
auf 115 % und mechanisch auf 120 %) für einen
bestimmten Zeitraum (z. B. 2 Stunden je Tag).
Beispiel: Nennlast 85 MW – zulässige Überlast >
97,75 MW (115 %)
Anmerkung: Eine Überschreitung der zulässigen Überlast
führt zur unzulässigen Überlast im Allgemeinen mit Folgen
für die Gewährleistung bzw. Lebensdauer des technischen
Mittels. Die Überschreitung der zulässigen Überlast kann
durch Pufferung (z. B. Zwischenlagerung) vermieden wer-
den.

Volllast (Vollnennleistung, Festgelegte, maximale Produktionsleistung einer DIN EN 3700 1993,


Vollleistung, Vollnennlast) technischen Einheit im praktischen Dauerbetrieb DIN EN 60034-1,
full load, full rated load unter definierten Randbedingungen, wie in der DIN EN 61204-3,
technischen Spezifikation bzw. gemäß Auslegung IEV 411-51-10,
vorgegeben. IEV 151,
Beispiel: In der Regel entspricht die Nennlast der Volllast VDI 4452,
= 85 MW. VDI 4631,
Anmerkung 1: Grundsätzlich ergibt sich bei Voll- VDI 6013
(nenn-)last die höchste dauerhafte Leistung einer technischen
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 37 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Einheit im Rahmen ihrer ausgelegten Lebensdauer. Ist die
Leistung der technischen Einheit durch Festlegungen im
Rahmen von Genehmigungen abweichend von der Voll-
(nenn-)last, so gilt die „genehmigte Voll-(nenn-)last“.
Anmerkung 2: Volllast ist im allgemeinen Sprachgebrauch
als die synonyme Kurzform von Vollnennlast bzw. Voll-
nennleistung anerkannt.

Bild 12. Prozesse – Betriebszustände


Produktionsseite (Betriebsseite)
Bedarfsseite

2.2.3 Input/Output – Daten


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Abweichungsregel Festlegung der Folgen oder Nichtfolgen (= im


(Überschreitungsregel, Falle zulässiger Abweichung) des Über- oder
Unterschreitungsregel) Unterschreitens von definierten Werten.
Beispiel 1: Überschreitung eines Grenzwerts ist bei der
Aufsichtsbehörde umgehend anzuzeigen.
Beispiel 2: Überschreiten der Geschwindigkeit auf Auto-
bahnen um mehr als 40 km/h zieht ein Bußgeld und Führer-
scheinentzug nach sich.
– 38 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Alarmschwelle Ein Wert, bei dessen Überschreitung bei kurzfris- 39. BImSchV § 1,
(Alarmstufe) tiger Exposition (Immission) ein Risiko für die 2008/50/EG
Emergency phase Gesundheit der Bevölkerung insgesamt besteht
und bei dem die Verantwortliche unverzüglich
Maßnahmen ergreifen müssen.
Beispiel: SO2-Alarmschwelle über eine voll Stunde gemit-
telt = 500 µg/m3 gemessen an drei aufeinander folgenden
Stunden

Betriebsweise Zeitlicher Ablauf aller wichtigen Parameter einer VDI 2069,


Operating method, Betrachtungseinheit. VGB M 216 H
operational mode, Beispiel: Teillastfahrt im Rahmen des zulässigen Leis-
operation mode of an tungsbands
installation

Betriebswert Die im Betrieb einer technischen Einheit ermittel- DIN EN 60730-1


Performance data, ten Werte ohne sie auf andere Bezugszustände
operation value, operating umzurechnen.
levels Beispiel: Volumenstrom bei der gemessenen Temperatur

Anmerkung: Siehe auch „Betrieb“.

Bezugsgröße Festgelegte physikalische, chemische oder biolo- DIN EN 15259


Reference value, reference gische Größe, die zur Umrechnung der Messgrö-
quantity ße auf einen Bezugszustand benötigt wird.
Beispiel: Bezugsgröße 11 % O2

Bezugszustand Durch rechtliche oder sonstige Regelungen fest- DIN ISO 11843-1
Reference state gelegter Zustand.
Beispiel: Standardzustand, Normzustand

Anmerkung: Auf einen Bezugszustand umgerechnete Grö-


ßen (z. B. Volumina) lassen sich besser miteinander verglei-
chen. Ein Bezugszustand beinhaltet mindestens eine Be-
zugsgröße.

Einzelmesswert Wert einer einzelnen Messung.


Single measured value Anmerkung: Wert einer von drei diskontinuierlichen Dio-
xin-Messungen, die jeweils acht Stunden dauern.

periodischer Wert einer einzigen Messung aus einer Messreihe


Einzelmesswert von Messwerten mit gleichbleibenden Zeitab-
periodical measured value ständen (Zeitbasis).
Beispiel: 53 °C zum Zeitpunkt 11:31:35 im Rahmen der
Messung von 11:30 Uhr bis 11:32 Uhr in periodischen
Messzeitabständen von fünf Sekunden

Einzelwert Bei einer einzelnen Beobachtung, z. B. bei einer DIN 53804 1-4
Single value, individual Messung, der gefundene Merkmalswert.
value Beispiel: Population (z. B. Flora, Fauna) zu einem bestimm-
ten Zeitpunkt; 50 000 m3/h berechnet aus 58 608 m3/h bei
47 °C (320 K)
Anmerkung: Dies kann der Einzelmesswert sein, aber auch
ein umgerechneter Einzelmesswert.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 39 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Garantiewert Zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber in


Guarantee value einem Vertrag vereinbarte Größe, die zugesichert
wurde, um die Leistungsfähigkeit der Betrach-
tungseinheit zu quantifizieren.
Beispiel 1: vertragliche Mindestleistung (Auszahlungsbe-
trag) die ein Versicherungsunternehmen immer leisten muss
Beispiel 2: Einzuhalten Emissionswerte unter definierten
Randbedingungen – z. B. 40 SO2 mg/m³ unterhalb eines
Grenzwerts von 50 SO2 mg/m³
Beispiel 3: vertraglich vereinbarter Durchsatz einer techni-
schen Einheit, der dauerhaft erreichbar sein muss

Grenzwert Rechtlich unmittelbar bindender Wert, der grund- 2008/50/EG,


Borderline risk, limiting sätzlich eingehalten werden muss. DIN EN 13284-1,
risk, limiting value, limit Beispiel: Grenzwert für den Tagesmittelwert einer MV- DIN EN 14625,
value, border value, Anlage für SO2 = 50 mg/m3 darf nicht überschritten werden. VDI 2066 Blatt 1
Die Austrittstemperatur aus einem bestimmten Kamin darf
boundary value 105 °C nicht unterschreiten.
Anmerkung 1: Ein Über-oder Unterschreiten dieses Werts
kann eine Sanktion nach sich ziehen.
Anmerkung 2: Der Wert wird im Allgemeinen aufgrund
wissenschaftlicher Erkenntnis mit dem Ziel festgelegt, schäd-
liche Auswirkungen auf Mensch, Tier, Pflanze und/oder die
Umwelt (z. B. Wasser, Luft, Boden) insgesamt zu vermeiden
oder zu verringern.

Größe (Dimension) Eigenschaft eines physikalischen Objekts, eines DIN EN ISO 15189,
value, quantity Prozesses oder eines Zustands, die sich quantita- DIN 1313
tiv erfassen (messen) lässt.
Beispiel: 50 kg

Größenart Größen mit fester Bezugseinheit von denen na-


Type of quantity turwissenschaftlich sinnvoll Summen und Diffe-
renzen gebildet werden können.
Beispiel: Temperatur; Länge; Zeit

Größenwert Mathematisches Produkt aus Maßzahl und Maß- DIN EN 12830,


Value of a quantity einheit. DIN 1313,
Beispiel: „50 mg/m3“ ist der Größenwert für den tagesmitt- IEV 111
leren Grenzwert für SO2 in einer MV-Anlage.
Anmerkung: Die Maßzahl kann eine gemessene, gerechnete
oder sonstige Größe sein.

Halbstundenmittelwert Arithmetisches Mittel von gültigen Einzelmess- RdSchr. d. BMU v.


(HMW) werten gleicher Zeitintervalle innerhalb einer Zeit 13.06.2005 – Az.: IG I 2 –
Half hour average von 30 Minuten. 45053/5, zuletzt geändert
Beispiel: arithmetisches Mittel von sechs einzelnen Werten, mit RdSchr. d. BMU v.
die nach jeweils fünf Minuten gemessen werden, innerhalb 4.08.2010 – Az.: IG I 2-
einer halben Stunde, wobei mindestens 2/3 der möglichen 51134/0
Werte vorliegen müssen
Anmerkung 1: Anzahl und Zeitintervall der zur Mittelung
herangezogenen Einzelwerte müssen definiert sein.
– 40 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung 2: Können nicht alle Werte innerhalb des Be-
trachtungszeitraums (jeweilige halbe Stunde) erfasst werden,
so ist die Mindestanzahl von Werten, die der Berechnung zu
Grunde gelegt werden, festzulegen.

Jahresmittelwert (JMW, Arithmetisches Mittel von gültigen Einzelmess- 13. BImSchV,


Jahresmittlerer werten gleicher Zeitintervalle über ein Jahr. 17. BImSchV
Betriebswert) Beispiel: Die Summe aller 365 Tagesmittelwerte geteilt
Mean annual rating durch 365.
Anmerkung 1: Anzahl und Zeitintervall der zur Mittelung
herangezogenen Einzelwerte müssen definiert sein. Im All-
gemeinen werden Tagesmittelwerte verwendet.
Anmerkung 2: Können nicht alle Werte innerhalb des Be-
trachtungszeitraumes (jeweiliges Jahr) erfasst werden, so ist
die Mindest-Anzahl von Werten, die der Berechnung zu
Grunde gelegt werden, festzulegen.

Kenngröße (Kennwert) Quantitative reproduzierbare Angabe (durch Mes- DIN 55350-23, 4.83,
Characteristic value, sung, Berechnung usw.) einer Größe, eines Zu- DIN 4049-1,
specific value, indicator, stands oder Prozesses, also eine Maßzahl, die der DIN 43743,
characteristic magnitude, Quantifizierung dient, ergänzt um eine Maßeinheit. VDI 3832,
characteristic variable Beispiel: Absolute Kenngrößen: z. B. Gewinn, Projektkos- VDI 4001 Blatt 2,
ten, Mitarbeiterzahl oder Bilanzsumme; relative Kenngrö- VDI 4070 Blatt 1
ßen: Produktivität, Rentabilität, Wirkungsgrad.
Anmerkung: Kenngröße impliziert im Gegensatz zum
Größenwert einen Vergleich zu einer bekannten Bezugsgrö-
ße. Kenngrößen gliedern sich in absolute Kenngrößen, die
als Einzelzahlen, Summen oder Differenzen auftreten kön-
nen und relative Kenngröße. Die relativen Kenngrößen
unterscheiden sich in dimensionsbehaftete oder dimensions-
lose Verhältniszahlen (bei denen zwei absolute Kennzahlen
zueinander in Beziehung gesetzt werden).

Kennzahl Maßzahl der Kenngröße. DIN 55350-23, 4.83,


Characteristic number, Beispiel: 50 Mio. Euro Umsatz; relative-dimensionslose: VDI 2893,
identification number, Verfügbarkeit von 90 %. VDI 4001 Blatt 2
indicators Anmerkung: Bei dimensionslosen Kenngrößen ist die Kenn-
zahl gleich der Kenngröße.

Kontrollwert Wert einer Größe eines (Kontroll-)Systems zur DIN 8132:2004-02


Check value Vorwarnung bzw. Vermeidung von Über-/Unter-
schreitung vorgegebener Größen.
Beispiel: SO2 = 80 % des Tagesmittelwerts der 17.
BImSchV (50 mg/m3) = 40 mg/m3, um einen Sicherheitsab-
stand vor Überschreitung des Grenzwerts zu erhalten
Anmerkung: Die Beachtung des Kontrollwerts generiert
Reaktionszeit, um geeignete Maßnahmen zur Einhaltung
vorgegebener, verbindlicher Größen einzuleiten.

kritischer Bereich Bereich zwischen Beginn bei Über- und Ende bei DIN 55350-24
critical range Unterschreiten eines bestimmten Merkmals.
Beispiel: Bereich zwischen Volllast und minimaler Teillast

Anmerkung: Der kritische Bereich muss nicht unbedingt


einen Bezug zu einem kritischen Wert haben.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 41 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

kritischer Wert Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse festge- 39. BImSchV § 1,


Critical value legter Wert, dessen Überschreitung unmittelbare 2008/50/EG,
schädliche Auswirkungen für manche Rezeptoren DIN 8132:2004-02,
wie Pflanzen oder natürliche Ökosysteme, aber DIN EN ISO 10075-3,
nicht unbedingt für den Menschen haben kann. VDI 4001 Blatt 2
Beispiel: Erwärmung der bodennahmen Erdatmosphäre um
2 °C (kritischer Wert)

Maßeinheit Bezug zwischen einer ermittelten Maßzahl zu DIN 1313


(Größeneinheit) einer Referenz gleicher Art.
Beispiel: 15 kg (Maßeinheit)

Maßzahl Quantitativer Zahlenwert bzw. quantitativer Be- DIN 1313


Measured value standteil des Größenwerts.
Beispiel: 15 (Maßzahl) kg

Merkmal Eigenschaft, die das quantitative oder qualitative DIN 55350,


(Charakteristikum, Unterscheiden von Einheiten einer Gesamtheit VDI 4001
Kriterium) ermöglicht.
characteristic Beispiel: Quantitativ: Größe: 70 kg, 100 m; qualitativ: Fließ-
richtung, Fließgeschwindigkeit

Messwert (Messgröße) Mathematisches Produkt aus Messzahl und Maß- RdSchr. d. BMU v.
Measured value einheit. 13.06.2005 - AZ.: IG I 2 -
Beispiel: Distanzmessung: Messwert = 20 (Messzahl) km 45053/5,
(Maßeinheit) DIN 1313,
DIN 1319,
DIN 14181,
DIN 51009,
VDI 4203 Blatt 2

Messzahl Quantitativer Zahlenwert, der aus einer Messung


Measurd number resultiert.
Beispiel: Distanzmessung: Messwert = 20 (Messzahl) km
(Maßeinheit)

Nenndaten Theoretisch angegebene Daten einer Betrach- VDI 4631,


Nominal value, rated data tungseinheit unter definierten, (quasi-)stationären VDI 4661
Randbedingungen, die üblicherweise mit Praxis-
ergebnissen belegt sind.
Beispiel: Nenndrehzahl, Nenndrehmoment, Nenndruck,
Nennleistung usw.
Anmerkung: Nenndaten unter den jeweiligen Betriebspara-
meter und Betriebsrandbedingungen werden für technische
Einheiten im Allgemeinen durch Kennlinien angegeben.
Allgemein wird, wenn nicht explizit anders vermerkt, unter
den Nenndaten einer technischen Einheit die maximal im
Dauerbetrieb (unter definierten, (quasi-)stationären Randbe-
dingungen) erreichbaren Daten verstanden (also die (Voll-
last-)Nenndaten). Auf Typenschildern angegebene Nennda-
ten entsprechen somit im Regelfall dem Volllastfall.
– 42 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Normzustand Durch Normtemperatur Tn = 273,15 K (bezie- DIN 1343,


(Normbedingungen, hungsweise tn = 0 °C) und Normdruck DIN EN 12952-15,
Normalbedingungen) pn = 101 325 Pa = 1,01325 bar festgelegter Zu- VDI 3678 Blatt 2
Standard state, standard stand eines festen, flüssigen oder gasförmigen
condition Stoffs.
Anmerkung: Häufig wird zusätzlich auf den trockenen
Zustand normiert.

Prozessgröße Größe, die einen Prozess charakterisiert.


(Vorgangsgröße) Beispiel: Die ausgetauschte Wärme Q oder Arbeit W im
Process-factor thermodynamischen Prozess
Anmerkung: Für Prozessgrößen ist es wichtig, auf welchem
Weg ein Zustand in einen anderen Zustand übergeht. Dies
steht in Gegensatz zu den Zustandsgrößen, welche anders als
die Prozessgrößen lediglich vom jeweiligen Zustand abhän-
gen und für die es ohne Bedeutung ist, auf welche Art und
Weise sich dieser Zustand eingestellt hat.

Prüfgröße (Testgröße) Kenngröße, mit deren Werten entschieden wird, DIN 55350-24,
test parameter ob definierte Eigenschaften erfüllt sind oder VDI 4001
nicht.
Beispiel: Wirkungsgrad

Prüfwert (Kalibrierwert, Wert einer bestimmten, an einem definierten Sys- BBSchG § 8, Abs. 1,
Referenzwert, Wert eines tem ermittelten Prüfgröße. DIN 6817,
Normals) Beispiel: BBodSchV: Prüfwerte zur Beurteilung des Wir- DIN 6818-6,
Test value, standard test kungspfads Boden-Grundwasser nach § 8 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 DIN EN 326-2,
des Bundes-Bodenschutzgesetzes, Blei 25 µg/l; Wirkungs- DIN EN 60731,
value grad einer technischen Einheit erreicht den vertraglich ver-
einbarten Wert.
VDI 4001 Blatt 2

Rechenwert (Rechengröße) Mathematisches Produkt aus Rechenzahl und DIN EN ISO 9229,
Reference value Maßeinheit. DIN EN 326-2:2000-10,
Beispiel: 12 m2; 4 mg CO/m3 (im Abgas nach Kessel; im DIN EN 60731
Normzustand; trocken; bei 11 % O2)
Anmerkung: Wird der Rechenwert durch spezielle Berech-
nungen bzw. Umrechnungen ermittelt, sind die angewende-
ten Regeln anzugeben.

Rechenzahl Berechnete Zahl.


Number for computing Beispiel: 12

Richtwert (Leitwert) Rechtlich nicht unmittelbar bindender Wert, der DIN 55350-12:1978-07,
Recommended value, in Regelwerken beschrieben wird und dessen DIN EN 14412:2004-12,
reference value, standard Einhaltung empfohlen wird. DIN ISO 11074-1:1997-06,
value, guideline value Beispiel: Werte der TA Luft sind Richtwerte und werden DIN 55350-12:1989-03,
durch den Genehmigungsbescheid zu Grenzwerten. DIN ISO 11074-1:1997-06,
Anmerkung: Wenn er als Genehmigungswert in einem VDI 4001 Blatt 2
behördlichen Bescheid aufgenommen wurde, wird der
Richtwert zum Grenzwert.

Rundungsregel Soweit zur Beurteilung von Eigenschaften ein TA Luft,


Zahlenwert zu überprüfen ist, ist der entsprechen- DIN 1333
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 43 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Truncation de Zahlenwert aus Mess– und Rechengrößen mit DIN 5477
einer Dezimalstelle mehr als der zur Beurteilung
vorgegebene Zahlenwert zu ermitteln. Dieser
ermittelte Zahlenwert ist zur Angabe des Ender-
gebnisse in der letzten Dezimalstelle nach Ab-
schnitt 4.5.1 der DIN 1333:1992-02 zu runden.
Das Endergebnis ist in der gleichen Einheit und
mit der gleichen Stellenzahl wie der zu Beurtei-
lung vorgegebene Zahlenwert anzugeben.
Beispiel: Vorgegebener Grenzwert für Staub ist 10 mg/m3
wird auch bei 10,44 mg/m3 noch eingehalten.

Schwellenwert Grenze (Ober- oder Untergrenze) eines definier- DIN EN 13751,


Threshold value, threshold ten Bereichs. DIN 55350-24,
level, threshold Beispiel: Alarmschwelle, Kontrollwert VDI 4001 Blatt 2

Standardzustand Zustand, der in Bezug auf Qualität, Leistung o. Ä.


Standard condition als modellhaft angesehen wird und auf das Ande-
res bezogen werden kann.
Anmerkung: Im Bezug auf Messwerte wurde für den Stan-
dardzustand 25 °C und 1 000 hPa festgelegt.

Tagesmittelwert (TMW) Arithmetisches Mittel von Einzelmesswerten über RdSchr. d. BMU v.


Mean daily rating einen Kalendertag. 13.06.2005 - AZ.: IG I 2 -
Beispiel: Tagesmittelwert von NO2 an einem Müllkessel 45053/5
= 170,9 mg/m3 aus 48 Halbstundenmittelwerten; ein Tages-
mittelwert soll unter einer Fahrbetriebszeit von weniger als
sechs Stunden nicht ermittelt werden.
Anmerkung 1: Anzahl und Zeitintervall der zur Mittelung
herangezogenen Einzelwerte müssen definiert sein.
Anmerkung 2: Können nicht alle Werte innerhalb des Be-
trachtungszeitraums (jeweiliger Tag) erfasst werden, so ist
die Mindestanzahl von Werten, die der Berechnung zugrun-
de gelegt werden, festzulegen.

Toleranzbereich Ist der Anteil eines (Schwellen-)Werts, um den 39. BImSchV § 1, EU-
(Toleranzwert) dieser unter definierten Betriebsparametern und Luftqualitätsrichtlinie
Tolerance margin Betriebsbedingungen über- bzw. unterschritten 2008/50/EG v. 21.05.2008
werden darf ohne dass Rechts- oder Handlungser-
fordernisse eintreten.
Beispiel: Ein Bohrloch soll 10 mm Durchmesser haben mit
einer Toleranzmarge von ±0,2 mm.
Anmerkung: Der Toleranzbereich ist ein Beispiel für eine
Abweichungsregel.

Zielwert Vereinbarter Wert für die Zukunft. 33. BImSchV,


Targeting data Beispiel: Zielwert Ozon = 120 µg/m3 mit einer zulässigen 39. BImSchV § 1,
Überschreitungshäufigkeit von 25 Tagen pro Jahr, gemittelt 2008/50/EG
über drei Jahre
Anmerkung 1: Der Zielwert kann ein Wertsein, der mit dem
Ziel festgelegt wird, schädliche Auswirkungen (Immission)
auf die menschliche Gesundheit und/oder die Umwelt (Flora
– 44 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
und Fauna, Gewässer, Luft, Boden) insgesamt zu vermeiden,
zu verhindern oder zu verringern, und der soweit wie mög-
lich in einem bestimmten Zeitraum (das heißt ab einem
bestimmten Zeitpunkt) eingehalten werden muss.
Anmerkung 2: Der Zielwert (inkl. Zeitraum) kann als Fest-
legung einer Übergangszeit verstanden werden, mit der
Empfehlung zur Umsetzung von Maßnahmen zur Zielerrei-
chung.

Zustandsgröße Größe, die einen vom betrachteten physikalischen DIN ISO 11843-1,
State variable System abhängigen, momentanen, inneren Zu- IEV 351,
stand charakterisiert. VDI 4001 Blatt 2
Beispiel: Stoffmenge, Enthalpie, Dichte, Temperatur,
Druck, Magnetisierung
Anmerkung: Der Weg, auf dem dieser Zustand erreicht
wurde, ist nicht relevant. Die Zustandsgröße beschreibt also
eine Eigenschaft des Systems in diesem Zustand.

Bild 13. Schwellenwerte


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 45 –

Bild 14. Werte


EMW Einzelmesswert
HMW Halbstundenmittelwert
TMW Tagesmittelwert
JMW Jahresmittelwert/jahresmittlerer Betriebswert

2.2.4 Input/Output – Emission/Immission


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Arbeitsplatzgrenzwert Maximal zulässige Konzentration eines Stoffs als GefStoffV § 3, Ziff. 6


(AGW) Gas, Dampf oder Schwebstoff in der (Atem-)Luft
Maximale am Arbeitsplatz, bei der kein Gesundheitsschaden
Arbeitsplatzkonzentration zu erwarten ist, auch wenn man dauerhaft (in der
(veraltet) Regel acht Stunden täglich, maximal 40 Stunden
in der Woche bzw. 42 Stunden im Schichtbetrieb)
MAK (veraltet)
der Konzentration, ausgesetzt ist.
Beispiel: SO2 = 1,3 mg/m3
– 46 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Betriebsbedingung Bedingung, die für den regulären Betrieb not- DIN 6790-1,
Operational conditions, wendig ist. DIN EN 50239,
conditions of operation, Beispiel: Frischdampfdruck, Umgebungstemperatur, Dampf- DIN IEC 60050-351,
operational conditions, bedarf, Kompostbedarf DIN IEC 60780,
operating conditions Anmerkung: Es wird unterschieden in Betriebsrandbedin- IEV 851
gungen und Betriebsparameter.

Betriebsparameter Festgelegte Größe beim Betrieb einer technischen DIN 6790-1,


(Parameter des Betriebs) Einheit, während eine oder mehrere Variablen DIN EN 50239,
variiert werden und die Auswirkung erfasst wird. DIN IEC 60050-351,
Beispiel: Wegen erhöhter Hochtemperaturchlorkorrosion DIN IEC 60780,
wird der Betriebsparameter Frischdampftemperatur von IEV 851
435 °C auf 380 °C abgesenkt, Frischdampfdruck.
Anmerkung: Die festgelegte Größe kann in einer anderen
Betrachtung verändert werden, während die Variablen erneut
variiert werden.

Betriebsrandbedingung Bedingung, die einer technischen Einheit unter- DIN 6790-1,


(Randbedingungen des worfen ist und die von dieser nicht beeinflusst DIN EN 50239,
Betriebs) wird. DIN IEC 60050-351,
Beispiel: Im Abfall enthaltenes Chlor führt zu Hochtempe- DIN IEC 60780,
raturchlorkorrosion, Umgebungstemperatur, Dampfbedarf, IEV 851
Kompostbedarf.
Anmerkung: Betriebsrandbedingungen sind zur Beurteilung
der Ergebnisse einer Betrachtung von veränderten Variablen
und Parametern notwendig.

Emission Von einer Betrachtungseinheit ausgehende Stoffe 2010/75/EU,


emission (gasförmig, flüssig und/oder fest), Geräusche, BImSchG § 3, Nr. 3,
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und 13. BImSchV § 2 Nr. 5,
ähnliche Erscheinungen, die nicht Bestandteil des 39. BImSchV § 1,
Haupt- bzw. Nebenzwecks sind und in Luft, Was- DIN ISO 4225,
ser, Boden freigesetzt werden. VDI 2592 Blatt 1,
Beispiel: Abgabe von Dioxinen an die Umwelt, Lärm, VDI 3475 Blatt 2,
Strahlung VDI 4251 Blatt 1
Anmerkung: Bei Wasserverunreinigungen wird im Allge-
meinen nicht von Emission, sondern von Einleitung (oder
Einbringung) gesprochen.

Immission Auf eine Betrachtungseinheit (Mensch, Tier, BImSchG § 3, Nr. 2,


Immission, ambient air Pflanze, Boden, Wasser, Atmosphäre oder Kul- DIN ISO 4225,
pollution tur- und sonstige Sachgüter) einwirkende Verun- DIN 4049-2,
reinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, VDI 2592 Blatt1,
Wärme, Strahlen und andere Umwelteinwirkun- VDI 4251 Blatt 1,
gen. VDI 4280 Blatt 1
Beispiel: Lichtimmission: Aufhellung des Nachthimmels
durch die Beleuchtung in Großstädten/von Industrieanlagen;
Stoffimmission: Anreicherung von toxischen Stoffen (z. B.
Dioxinen) in natürlichen Lebensmitteln

Interventionswert Wert, bei dem Sofortmaßnahmen zur Abwehr von


Gefahr für Mensch und Umwelt zu ergreifen sind.
Beispiel: Arbeitsplatzgrenzwerte
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 47 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung: Diese Sofortmaßnahmen werden notwendig,


wenn nachweislich entweder eine unmittelbare Gefahr be-
steht oder Langzeitschädigungen zu erwarten sind.

Maximale Immissions- Empfehlungen für Grenzwerte, für die Luftverun-


konzentration (MIK) reinigungen bodennah im Freien außerhalb der
Emissionsquelle für Mensch und Tier oder Pflan-
ze bei dauernder Einwirkung als unbedenklich
sind.
Beispiel: SO2 = 0,108 mg/m3

Anmerkung: Meist wird die maximale Immissionskonzen-


tration als 1/20 des Arbeitsplatzgrenzwerts angesetzt.

Transmission Übertragung von Stoffen, Energie oder Informa-


Transmission tionen durch ein Medium.
Beispiel: Übertragung von Schadstoffen durch Luft, Was-
ser, Boden usw.; Übertragung von Informationen über das
Internet

Verunreinigung Ergebnis aus der Beeinflussung eines Systems


(Kontamination) mit der Folge einer Abweichung eines Zustands
contamination, pollution von seinem festgelegten oder vorausberechneten
Zustand über die üblichen Schwankungen hinaus.
Beispiel: über der Hintergrundbelastung liegender NH3-
Gehalt der Luft

Vorsorgewert Wert zur Konkretisierung der Einhaltung der BImSchG


Vorsorgepflicht.
Beispiel: Bei Einhaltung der (Emissions-)Grenzwerte der
17. BImSchV kann davon ausgegangen werden, dass eine
entsprechend genehmigte Anlage den Vorsorgepflichten auf
dem Luftpfad genügt.
Anmerkung: Richt- und/oder Grenzwert, insbesondere als
Emissionswerte zur Verminderung der Immission, sind als
Vorsorgewerte anzusehen. Die Einhaltung von Richt-
und/oder Grenzwerten impliziert damit die Einhaltung der
Vorsorgepflicht.
– 48 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 15. Input/Output – Emission/Immission


2.2.5 Betriebsphasen
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Abfahren (Abfahren aus Überführung einer technischen Einheit aus dem 31. BImSchV, § 2, Ziff. 4,
dem Betrieb) Probebetrieb, Normalbetrieb oder Störbetrieb in DIN EN 764-7
Shut-down den Stillstand bzw. aus der Betriebsbereitschaft in
die Revision oder Instandsetzung.
Beispiel: Beginn des Abfahrens in Müllverbrennungsanla-
gen mit Überschreiten eines Rauchgas-O2-Gehalts von
16 Vol.-%; Unterschreiten einer Mindestteillast
Anmerkung: Der Beginn der Phase des Abfahrens ist ge-
kennzeichnet durch das Unter- bzw. Überschreiten eines
festgelegten Schwellenwerts und endet im Allgemeinen mit
der Beendigung der Zugabe von für den Fahrbetrieb notwen-
digen Betriebsmitteln bzw. dem Eintritt in die Betriebsbe-
reitschaft.

Abnahmeprüfung Prüfung auf Übereinstimmung der Qualitäts- BGB § 640 (1),


acceptance procedure merkmale der Betrachtungseinheit gemäß Ver- VOB Teil B (DIN 1961),
tragspflichten bzw. Feststellung, dass die Be- § 12,
trachtungseinheit als Stück oder Los ihre Spezifi- DIN 19246,
kation erfüllt. DIN ISO 4413,
Beispiel: Überprüfung der vertragsgemäßen Rohbaufertig- VDI 2260,
stellung VDI 4001 Blatt 2
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 49 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung: Die Abnahmeprüfung endet mit Erstellung des
Abnahmeprotokolls und der Abnahme bzw. endgültigen
Nicht-Abnahme der Betrachtungseinheit.

Abnahme Zeitpunkt der rechtlich bindenden Dokumentation BGB § 640 (1),


Acceptance der erfolgreichen Abnahmeprüfung (meist durch VOB Teil B (DIN 1961),
Unterschrift unter das Abnahmeprotokoll). § 12,
Beispiel: Unterzeichnung des Bauabnahmeprotokolls nach DIN ISO 4413,
Rohbaufertigstellung DIN 19246,
Anmerkung: Der Besteller ist verpflichtet, das vertragsge- VDI 2260,
mäß hergestellte Werk nach erfolgreichem Leistungsnach- VDI 4001 Blatt 2
weis (im Rahmen von Abnahmeprüfungen) abzunehmen,
sofern nicht nach der Beschaffenheit des Werks die Abnah-
me ausgeschlossen ist. Wegen unwesentlicher Mängel kann
die Abnahme nicht verweigert werden. Möglich sind auch die
vorläufige Abnahme, die sich auf die grundsätzliche Funkti-
onsfähigkeit der technischen Einheit bezieht, und eine end-
gültige Abnahme, bei der die vereinbarten Leistungswerte
nachgewiesen werden. Eine Abnahme ist solange vorläufig,
bis das Abnahmeprotokoll unterschrieben und übergeben ist,
womit der Gefahrenübergang bestätigt ist. Bei komplexen
technischen Einheiten sind auch Teilabnahmen möglich. Mit
der Abnahme der technischen Einheit erfolgt die Umkehr der
Beweislast vom Auftragnehmer auf den Auftraggeber.

fiktive Abnahme Sofern der Auftraggeber die technische Einheit VOB Teil B (DIN 1961),
Tacit acceptance nutzt, ohne dass eine Abnahme stattgefunden hat, VDI 2260
können eine gewisse Zeit nach Beginn der Nut-
zung von einer fiktiven Abnahme ausgegangen
werden, wenn vertraglich keine anderen Rege-
lungen vereinbart wurden.
Beispiel: Nach dem erfolgreichen Probebetrieb wird weiter-
hin Abfall verbrannt ohne dass selbst nach 1,5 Jahren eine
Abnahme erfolgte. Damit tritt eine fiktive Abnahme ein.
Anmerkung: In der Folge der fiktiven Abnahme muss der
Auftraggeber entweder zeitnah die Abnahme abschließen
oder bei Verweigerung der Abnahme zeitnah die Nutzung
der technischen Einheit einstellen.

Anfahren Überführung einer technischen Einheit aus dem 31. BImSchV, § 2, Ziff. 4,
Start-up Stillstand in einen stationären Fahrbetrieb bzw. DIN 75204-1,
aus Revision oder Instandsetzung in die Betriebs- DIN EN 50239
bereitschaft, wobei alle wesentlichen Einheiten/
Verfahrensstufen funktionsgerecht arbeiten (kön-
nen).
Beispiel: Ende des Anfahrens in Müllverbrennungsanlage
mit Unterschreiten eines Rauchgas-O2-Gehalts von 16 Vol.-
%; Überschreiten einer Mindestteillast
Anmerkung: Das Anfahren beginnt im Allgemeinen mit
Zugabe der für den Fahrbetrieb notwendigen Betriebsmittel
und endet mit dem Unter- bzw. Überschreiten eines festge-
legten Schwellenwerts oder dem Eintritt in die Betriebsbe-
reitschaft.
– 50 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Angemeldeter Vom Auftragnehmer beim Auftraggeber ange-


Probebetrieb meldeter Zeitraum, in dem die vertraglich verein-
(Garantielauf) barten Leistungen nachgewiesen werden sollen.
Trial run declared, trial Beispiel: Eine Anlage wird acht Wochen betrieben, in denen
operation declared nachgewiesen werden muss, dass die Emissionsgrenzwerte
sowie die Leistungswerte (z. B. Durchsatz) eingehalten wer-
den.

Ausfall (ungewollter Unplanmäßige Beendigung der Fähigkeit einer DIN 1990,


Stillstand) Betrachtungseinheit bei Einhaltung spezifizierter DIN 23011-7,
Failure, lock-out, Bedingungen eine geforderte Funktion zu erfül- DIN 31051,
breakdown len. DIN 40041,
Beispiel: Generatorausfall aufgrund eines Wicklungsscha- DIN EN 15233,
dens am Läufer eines BHKW DIN EN 60947-5-4,
DIN IEC 60864-1,
VDI 4001 Blatt 2,
DIN IEC 60271 Ab-
schnitt 2.74

Auslegung Festlegung wichtiger technischer Merkmale für DIN EN 12723,


(Entwurfsspezifikation, die Konstruktion und verfahrenstechnische Di- DIN EN ISO 17769-1,
Design) mensionierung einer Betrachtungseinheit auf VDI 4001 Blatt 2
lay out design, rated Grundlage eines Entwurfs.
Beispiel: Die MV-Anlage wurde für einen Heizwertbereich
von 7,5 MJ/kg bis 12 MJ/kg bei einem Mülldurchsatz von
6 t/h bis 10 t/h ausgelegt. Betrieben wird die Anlage in ei-
nem Bereich von 9,5 MJ/kg bis 10 MJ/kg und einem Müll-
durchsatz von 7,5 t/h bis 8 t/h.

Auswertephase Im Anschluss an eine Datenermittlung stattfin-


(Abnahmeüberprüfung) dender Zeitraum der Beurteilung.
Beispiel: Überprüfung der Leistungsmerkmale einer Rauch-
gasreinigungskomponente unter den vorliegenden Randbe-
dingungen
Anmerkung: In Bezug auf die Abnahme findet die Aus-
wertphase im Anschluss an die Abnahmeprüfung statt.

Bereitschaft Funktionsfähigen Zustand einer technischen Ein- DIN EN 60065


(Betriebsbereitschaft, heit, aus dem sie ohne Instandhaltungsmaßnah-
Bereithaltung, Standby, men angefahren werden kann.
Funktionsfähigkeit) Beispiel: Die Anlage ist aufgrund fehlenden Abfalls im
Standby Standby-Modus betriebsbereit.
Anmerkung: Vor jedem Anfahren muss, zur Vermeidung
von Gefahr, der Zustand der Bereitschaft vorliegen. Das
Anfahren kann durch eine Phase der Bereitschaft, die Teil
des Stillstandes ist, unterbrochen werden. Letzteres gilt
insbesondere bei der Warmhaltung.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 51 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Bestimmungsgemäßer Gesamtheit von Inbetriebnahme und Betrieb (in- 2. StörfallVwV (2-21),


Betrieb klusive An- und Abfahren, Stillstände), für den UHG § 6, Ziff. 2,
Operation in accordance eine technische Einheit nach ihrem technischen DIN 1988-8,
with regulations, Zweck bestimmt, ausgelegt, geeignet und (falls DIN 25401-5,
contractual operation, erforderlich) genehmigt ist. DIN EN 61010-031,
normal use, proper Beispiel: Normalbetrieb im Rahmen der Genehmigung VDI 2260,
operation, normal Anmerkung: Betriebszustände in genehmigungspflichtigen
VDI 3478 Blatt 2
operation Anlagen, die einer erteilten Genehmigung oder nachträgli-
chen Anordnungen nicht entsprechen (nicht genehmigter
Störbetrieb und Störfall), gehören nicht zum bestimmungs-
gemäßen Betrieb.

Betrieb Eine in bestimmter Weise organisierte, räumliche, BetrSichV,


Operation technische o. ä. Einheit. GefStoffV,
Organisatorisch: Gesamtheit aller operativen Pha- DIN EN 12171,
sen einer Betrachtungseinheit. VDI 2264,
VDI 4001 Blatt 2,
Auch: Gesamtheit der Aufbauorganisation.
VDI 6023 Blatt 1
Technisch: Gesamtheit aller technischen Mittel
und Technologien.
Kaufmännisch: Produktions- bzw. leistungsorien-
tierte Wirtschaftseinheiten, die zur Fremdbe-
darfsdeckung dienen.
Rechtlich: Organisatorische Einheit, die rechtli-
chen Maßgaben und Verantwortungen unterliegt.
Beispiel: organisatorisch: Unternehmen; technisch: Produk-
tion; kaufmännisch.: Materialwirtschaft; rechtlich: GmbH
Anmerkung: Im Gegensatz zum Unternehmen als juristisch-
finanzielle Einheit handelt es sich beim Betrieb um eine
technisch-organisatorische Einheit.

Betriebsphase Zeitabschnitt des Betriebs. DIN EN 13460


Operational phase Beispiel: Probebetrieb; Anfahren; Normalbetrieb, Abfahren,
Revision, Stilllegung

Dauerbetrieb Gesamtheit aller Betriebsphasen nach erfolgrei- DIN ISO 669,


Continuous operation, chem Abschluss des Probebetriebs (Gefahren- DIN EN 61029-1,
continuous duty, übergang) einer technischen Einheit und bis zum DIN EN 60601-1
permanent operation Beginn der Stilllegung, jedoch ohne die Phase der
Stilllegung.
Beispiel: Normalbetrieb + Abfahren + Anfahren etc.

Anmerkung: Der Dauerbetrieb umfasst den Regelbetrieb


zuzüglich der Phasen mit Verletzung der Genehmigung.

Errichtung (Installation) Zeitabschnitte ab dem Baubeginn im Allgemei- DIN EN 12792


handing over the nen mit Eingangsvermerk der Bauaufsichtsbehör-
installation de auf der Baubeginnanzeige und vor dem ersten
Probebetrieb.
Anmerkung: Zeitraum für Bau, Montage, Inbetriebsetzung.
– 52 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Fahrbetrieb Gesamtheit aller Reisezeiten:


(Produktionsphase) Fahrbetrieb = „Dauerbetrieb“ – „Stillstand“.
Driving operation Anmerkung: Der Zeitraum in dem Abfall thermisch behan-
delt wird gehört zum Fahrbetrieb.

Freischalten (Entsperren) Inaktivsetzen eines Systems mit Sicherung gegen DIN VDE 0118-1
Clearing unbeabsichtigtes Einschalten und mit sicherer
Vermeidung offensichtlicher Gefahren, z. B. zu
gefahrlosen Wartung.
Beispiel 1: Überführen des Systems in einen sicheren Zu-
stand (entleeren, drucklos machen, stromfrei schalten usw.)
Beispiel 2: Zeitpunkt nach Abfahren der MV-Anlage, ab
dem z. B. der Kessel begangen werden kann.

Inbetriebnahme Phasen der Kalt- und Warm-Inbetriebsetzung 2006/42/EG,


Commissioning sowie des Probebetriebs. ZuG 2012,
Beispiel: erstmaliges erfolgreiches Starten eines Autos im DIN EN 12819,
Herstellungswerk; drei Monate dauernde Phase aus Kalt-, DIN EN ISO 7396-2,
Warm-Inbetriebsetzung und Probebetrieb vor dem Regelbe- VDI 2264,
trieb einer Müllverbrennungsanlage
VDI 3810 Blatt 6
Anmerkung: In dieser Phase können Abweichungen vom
geplanten Regelbetrieb auftreten. Der erfolgreiche Abschluss
der Inbetriebnahme fällt zusammen mit der erstmaligen
Aufnahme des Regelbetriebs.

Inbetriebsetzung (IBS, Gesamtheit der Kalt- und/oder Warm-Inbetrieb- DIN EN 50126


Inbetriebnahme) setzung.
Commencement of Beispiel: Dichtheitsprüfung von Rohrleitungen; Überprü-
operation, commissioning fung der Sicherheitsvorkehrungen

Inspektion Maßnahmen zur Feststellung und Beurteilung des DIN 31051:1985-01,


Inspection Istzustands einer Betrachtungseinheit einschließ- DIN EN 45020:1998-07,
lich der Bestimmung der Ursachen der Abnut- VDI 2264,
zung und dem Ableiten der notwendigen Konse- VDI 2343 Blatt 1,
quenzen für eine künftige Nutzung. VDI 4001 Blatt 2,
Beispiel: Prüfung der elektrischen Anlagen zur Erhaltung VDI 4631
des Versicherungsschutzes

Instandhaltung (RWU, Kombination aller technischen (u. a. Instand- DIN EN 50341-1,


Reparatur-Wartung- haltbarkeit) und organisatorischen (u. a. Unterstüt- DIN 31051:1985-01,
Unterhaltung) zungsvermögen) Maßnahmen während des Le- DIN EN 13306,
Maintenance, repair, benszyklus einer technischen Betrachtungseinheit VDI 2343 Blatt 1,
servicing zur Erhaltung des funktionsfähigen und sicheren VDI 2264,
Zustands oder der Rückführung in diesen, sodass VDI 4001 Blatt 2,
sie die geforderte Funktion erfüllen kann. VDI 4631
Beispiel: Zur Instandhaltung gehören die folgenden Maß-
nahmen:
x Feststellung der Rohrwandstärke im Kessel
x Aufbringen einer Schutzschicht zur Verringerung der
Rohrwandabzehrung
x Austausch der Rohrbündel
x Einsetzen von neuen Rohrwandmaterialien
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 53 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung 1: Die Instandhaltung kann vollständig in die
folgenden Grundmaßnahmen unterteilt werden:
x Inspektion
x Wartung
x Instandsetzung
x Verbesserung
Anmerkung 2: Instandhaltung kann sowohl im Stillstand als
auch im Fahrbetrieb erfolgen; sie kann planmäßig oder
unplanmäßig sein; sie kann durch Eigenleistung oder Fremd-
leistung durchgeführt werden.

Instandsetzung Maßnahmen zur Rückführung einer (nicht funkti- BetrSichV,


(Reparatur) onsfähigen bzw. defekten) Betrachtungseinheit in GefStoffV,
Repair den funktionsfähigen Zustand mit Ausnahme der DIN EN 1907,
Vornahme von Verbesserungen. DIN 31051:1985-01,
Beispiel: Austausch der Welle eines Schredders IEV 191,
VDI 2264,
VDI 2343 Blatt 1,
VDI 3810, Blatt 6,
VDI 4001 Blatt 2,
VDI 4631

Kalt-Inbetriebsetzung Erstmalige Benutzung eines technischen Mittels, 32. BImSchV § 2 Nr. 2


(Kalt-IBS) ohne nennenswerte Verwendung der entspre-
Commencement of chenden Einsatzstoffe (Input), nach Abschluss
operation without any der Montage.
medium Beispiel: Dichtheitsüberprüfung von Rohrverbindung

Anmerkung: Der Kalt-Inbetriebsetzung fällt die Aufgabe


zu, die montierten technischen Einheiten (termingerecht) in
Funktionsbereitschaft zu versetzen (insbesondere in mecha-
nischer und elektrischer Hinsicht), ihre Funktionsbereitschaft
zu überprüfen und sie herzustellen, soweit sie nicht vorliegt
oder nicht gesichert ist. Im Rahmen der Kalt-IBS wird im
Allgemeinen noch kein Einsatzstoff (Input) aufgegeben. Die
Kalt-IBS endet grundsätzlich mit der Aufgabe des Einsatz-
stoffs (Input), also im Allgemeinen mit Beginn der Warm-
Inbetriebsetzung oder falls keine Warm-Inbetriebsetzung
erfolgt mit der Aufnahme des Betriebs oder Probebetriebs.

Konzeption Umfassende Zusammenstellung der Ziele und HOAI


daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen
zur Umsetzung eines zu planenden Vorhabens.
Beispiel: Ermittlung des Leistungsumfangs einer Aus-
schreibung; fachspezifische Berechnung von Komponenten;
Vorbereitung von Genehmigungsunterlagen
Anmerkung 1: Die Konzeption beinhaltet die notwendigen
Informationen und Begründungszusammenhänge, im Allge-
meinen darüber hinaus auch eine Chancen-Risiken-Abwä-
gung sowie einen Zeit- und Maßnahmenplan und eine Res-
sourcenplanung (Zeit, Geld, Material, Personal).
Anmerkung 2: Im Rahmen der HOAI umfasst die Konzep-
tionsphase die Leistungsphasen:
x Grundlagenermittlung (auf der Basis einer Spezifikation),
– 54 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
x Vorplanung,
x Entwurfsplanung,
x Genehmigungsplanung,
x Ausführungsplanung,
x Vorbereitung der Vergabe und
x die Mitwirkung der Vergabe.

Lebenslauf (Historie) Gesamtheit der planerischen und operativen Pha-


Maintenance history, vita sen, die sich auf eine Betrachtungseinheit bezie-
hen.
Beispiel: Zeitraum von der Idee bis zum Rückbau

Montage Anwendung von bestimmten Fertigungsverfahren DIN 8580


Assembly (im Allgemeinen Umformen, Trennen, Fügen,
Beschichten) auf Halbzeuge oder Halbfertigpro-
dukte, die zur Fertigstellung einer technischen
Einheit zu erledigen sind.
Beispiel: Montage von Komponenten auf einer Baustelle zu
einer Gesamtanlage

Nicht Gesamtheit von nicht genehmigtem Störbetrieb 2. StörfallVwV,


bestimmungsgemäßer und Störfall, das heißt Zustände, für die eine DIN 1988-4 und -8,
Betrieb technische Einheit nach ihrem technischen Zweck DIN EN 61241-10,
Improper operation, nicht bestimmt, nicht ausgelegt, nicht geeignet VDI 6023 Blatt 1
abnormal operation und/oder (falls erforderlich) nicht genehmigt ist.
Beispiel: Überschreiten der Emissionsgrenzwerte aufgrund
eines Defekts in der Rauchgasreinigungsanlage
Anmerkung: Betriebszustände genehmigungspflichtiger
technischer Einheiten, die der erteilten Genehmigung oder
nachträglichen Anordnungen nicht entsprechen, gehören
zum nicht bestimmungsgemäßen Betrieb.

Normalbetrieb Frühestens nach der Inbetriebsetzung und dem 31. BImSchV § 2 Nr. 23,
(ungestörter Dauerbetrieb) ersten abgenommenen Probebetrieb beginnender BetrSichV: Anhang 3,
Standard operation, Betrieb, ohne die Phasen des An-/Abfahrens, der DIN 25401-5,
normal operation Störung mit Verletzung der Genehmigung, der DIN EN 61241-10,
Wartung, des Stillstands, des Ausfalls und der DIN EN 61241-18
Stilllegung.
Beispiel: Müllkessel setzt über sechs Monate ununterbro-
chen ohne Verletzung von Genehmigungswerten zwischen
16 t/h bis 24 t/h durch.
Anmerkung 1: Es wird unterschieden nach dem Normalbe-
trieb im Rahmen einerseits der Auslegung und andererseits
der Genehmigung. Bereits bei Abweichung einer Kompo-
nente von ihrem Normalbetrieb kann eine gesamte techni-
sche Einheit vom Normalbetrieb abweichen.
Anmerkung 2: Der genehmigte Normalbetrieb umfasst in
der Regel weniger Betriebszustände als der auslegungstech-
nische Normalbetrieb. Der Genehmigungs-Normalbetrieb
nutzt in der Regel die Möglichkeiten des Auslegungs-
Normalbetriebs nicht aus.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 55 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Auslegungsnormalbetrieb Betrieb der technischen Einheit innerhalb ihrer


Auslegungsparameter.

Genehmigungsnormalbe- Betrieb der technischen Einheit im Rahmen der


trieb aktuellen spezifischen Genehmigung.
Anmerkung: Der genehmigte Normalbetrieb umfasst in der
Regel weniger Betriebszustände als der auslegungstechni-
sche Normalbetrieb. Der Genehmigungsnormalbetrieb nutzt
in der Regel die Möglichkeiten des Auslegungsnormalbe-
triebs nicht aus.

Probebetrieb Zwischen den Vertragspartnern vereinbarter, DIN 19246,


Trial run, trial operation zeitlich begrenzter Betrieb der technischen Ein- DIN EN 1709,
heit mit Einsatzstoff unter Vertrags- und Be- VGB M 215 H
triebsbedingungen zum Nachweis der vertraglich
vereinbarten Leistungsparameter (gegebenenfalls
unter bestimmten, vorher festgelegten Umstände
zu optimieren) mit dem Ziel der Abnahme und
des rechtlichen und wirtschaftlichen Übergangs
der technischen Einheit auf den Auftraggeber
sowie damit die Nutzungsfähigkeit der techni-
schen Einheit im Regelbetrieb aufzuzeigen.
Beispiel: Betreiben einer Mülllinie unter vorgeschriebenen
Bedingungen zum Nachweis z. B. der Einhaltung von Emis-
sionswerten, Betriebsparametern usw.
Anmerkung 1: Der Probebetrieb hat den Zweck, den Nach-
weis der vereinbarten Beschaffenheit und der Leistungsfä-
higkeit der technischen Einheit (Gesamtanlage oder Teilen
derselben) zu erbringen; er muss deshalb ohne wesentliche
Störungen an wesentlichen Teilen durchgeführt werden.
Rechtlich verantwortlich ist der Auftragnehmer. Abweichend
von diesem „vertraglichen Probebetrieb“ kann beim „versi-
cherungstechnischen Probebetrieb“ die Warm-Inbetrieb-
nahme im „Probebetrieb“ enthalten sein.
Anmerkung 2: Ab Beginn des Probebetriebs, der vom Auf-
tragnehmer gegenüber dem Auftraggeber und der Behörde,
angemeldet wird, sind grundsätzlich Genehmigungsgrenz-
werte einzuhalten und werden von der zuständigen Behörde
im Rahmen des vertretbaren Aufwands für den Auftragneh-
mer überwacht und gegebenenfalls sanktioniert. Im Rahmen
des Probebetriebs gibt es die Phasen der Optimierung, der
akzeptierten Abnahmefahrt und des Übergangs. Auch wäh-
rend möglicher Optimierungsphasen im Rahmen des Probe-
betriebs sind die Genehmigungsgrenzwerte grundsätzlich
einzuhalten, unterliegen gegebenenfalls der Überwachung,
im Allgemeinen aber nicht der Sanktionierung. Die akzep-
tierte Abnahmefahrt ist die Zeit, die der Auftraggeber und
Auftragnehmer gemeinsam festlegen und nach Abschluss
und Sichtung der ermittelten Leistungsparameter akzeptie-
ren, und in der die technische Einheit die geforderten Leis-
tungsparameter erfüllen muss (wobei diese Phase durch
vorher vereinbarte Zeitdauern unterbrochen sein kann). Über-
gangszeiten kennzeichnen einerseits die nicht-akzeptierten
Probebetriebszeiten und andererseits die letzte Betriebszeit
vor der Übernahme der technischen Einheit (u. a. Zeiten für
die Auswertung der Probebetriebsdaten) durch den Auftrag-
geber (Abnahme), mit der der Probebetrieb endet, falls er
– 56 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
nicht durch Abbruch beendet wird und dadurch in die Inbet-
riebsetzung zurückfällt. Erst wenn der überwiegende Teil der
technischen Einheit im Probebetrieb ist, wird im Allgemei-
nen die Gesamteinheit als im Probebetrieb befindlich ange-
sehen. Eine gesamte technische Einheit ist erst am Ende des
Probebetriebs angelangt, wenn auch alle ihre Komponenten
im Zusammenwirken abgenommen wurden.

Regelbetrieb Bestimmungsgemäßer Betrieb ohne Inbetriebset- DIN 66020-1


Controlled operation zungs- und Probebetriebsphasen der technischen
Betrachtungseinheit bis zum Beginn der Stillle-
gung.
Beispiel: Eine Anlage wird im Rahmen der Genehmigung
ohne besondere Vorkommnisse betrieben.
Anmerkung: Zulässig sind im Regelbetrieb vom Normalbe-
trieb im Rahmen der Genehmigung und Auslegung abwei-
chende Zustände. Der Regelbetrieb umfasst im Allgemeinen
An-/Abfahren, Normalbetrieb, Störungen ohne Verletzung
der Genehmigungen sowie Wartung und Stillstand (geplant
oder auch ungeplant). Der Regelbetrieb kann sowohl gere-
gelt (automatisch) als auch von Hand (manuell) ablaufen.

Revision Allgemein: DIN EN 13306,


Revision Überprüfung, mit gegebenenfalls Verbesserung DIN EN 14972,
bzw. Verbesserungsvorschlägen, einer bestimm- DIN IEC 60870-5-6,
ten Betrachtungseinheit in einem bestimmten VDI 4602 Blatt 1
Zeitraum.
Technik:
Gruppe von Prüfungen und/oder Maßnahmen zur
Erhaltung der geforderten Verfügbarkeit und
Sicherheit an Bauteilen technischer Einheiten.
Instandhaltung einer (meist gefahrenträchtigen)
Großanlage oder einer größeren Maschine in ei-
nem geplanten Zeitraum.
Beispiel: Überarbeiten der schadhaften Turbinenbeschau-
felung
Anmerkung: Die Revision ist eine Teilphase des geplanten
Stillstands und beinhaltet Maßnahmen zur (Wieder-)Herstel-
lung des Sollzustands.

Spezifikation Beschreibung des Auftragsgegenstands durch den DIN EN 45510-6-5,


(Anforderungsprofil) Auftraggeber, die alle für den Auftragnehmer DIN ISO 3534, Ab-
Specification, spec- erforderlichen Angaben enthält. schnitt 4.9,
manuskript Beispiel: Kesselrohr mit Inconel-Beschichtung mit genauer VDI/VDE 3542 Blatt 4,
Angabe der Prüfkriterien, wie Eisenanteil in der Beschich- VDI 4001 Blatt 2
tung

Stilllegung Das zeitweilige oder dauerhafte außer Betrieb DIN EN 13965-2,


Decommissioning, shut- nehmen von technischen Einheiten. IEV 393
down, closure, stoppage Anmerkung: Die Zeiten von Dauerbetrieb fallen nicht unter
die Stilllegung. Unter Umständen kann nach Ablauf einer
Frist die Stilllegung zum Verlust der Genehmigung führen.
Eine Stilllegung erfordert einen Mehraufwand, um die tech-
nische Einheit wieder in den Regelbetrieb zu überführen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 57 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung: Nach BImSchG führt die Stilllegung einer


Anlage von mehr als drei Jahren zum Genehmigungsverlust.
Während der Stilllegung wird eine Anlage meist konserviert,
das heißt freigeschaltet, entleert und trocken gelegt.

Stillstand Zeitweiliger nicht produzierender Zustand der DIN EN 13306,


Standstill, idle state technischen Einheit (Phase). DIN EN 201,
Beispiel: Instandhaltungsarbeiten, Instandsetzungsarbeiten, VDI 6002 Blatt 1
endgültige Stilllegung der Anlage
Anmerkung 1: Der Stillstand beginnt mit der Beendigung
des geplanten oder ungeplanten Abfahrens und endet mit
dem Anfahren oder Abriss der technischen Einheit.
Anmerkung 2: Stillstand umfasst u. a. die Zeiten der Revi-
sion, des Ausfalls, der (Betriebs-)Bereitschaft und der Still-
legung; wobei der Stillstand gewollt (= planmäßig) oder
ungewollt (= unplanmäßig) sein kann:
Stillstand = Dauerbetrieb – Fahrbetrieb

Störbetrieb Betriebsphase, in der eine Störung vorliegt.


Beispiel: Aufgabeschacht eines Müllkessels ist verstopft.

Anmerkung: Ein Störbetrieb kann sowohl im Rahmen der


Genehmigung (genehmigter Störbetrieb) und/oder Ausle-
gung ablaufen, als auch außerhalb von Genehmigung (unge-
nehmigter Störbetrieb) und Auslegung.

Störfall Ereignis, wie eine Emission, ein Brand oder eine 12. BImSchV § 2 Nr. 3,
Incident, accidental event, Explosion größeren Ausmaßes, das sich aus einer DIN 25401-7:2002-04,
operating problem / Störung des bestimmungsgemäßen Betriebs in DIN 25401-9,
anomaly, malfunction einer technischen Einheit (auf die sich eine recht- DIN EN 1473
lichen Grundlage bezieht, z. B. 12. BImSchV,
welche explizit den Begriff Störfall auf diese
anwendet) ergibt und das unmittelbar oder später
innerhalb oder außerhalb des Betriebsbereichs
oder der technischen Einheit zu einer ernsten
Gefahr (Leben und Gesundheit von Menschen
werden bedroht oder beeinträchtigt; die Umwelt
insbesondere Tiere, Pflanzen, etc. werden beein-
trächtigt) oder zu Sachschäden, z. B. nach Anhang
VI Teil 1 Ziffer I Nr. 4 der 12. BImSchV, führt
und bei dem ein oder mehrere gefährliche Stoffe
beteiligt sind.
Beispiel: Leckschlagen eines Ammoniak-Tanks mit Austritt
und Ausbreitung des Ammoniaks
– 58 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Störung Ereignis mit Beeinflussung eines Systems mit der 12. BImSchV § 2 Nr. 3,
Operating problem / Folge einer Abweichung eines Prozesses von DIN 31051-10, 10.77,
anomaly, malfunction, seinem festgelegten oder vorausberechneten Ver- DIN 40041,
breakdown, failure, lauf (über die üblichen Schwankungen hinaus). DIN EN 13306,
disabled state, disturbance Beispiel: überregionaler Stromausfall DIN EN 60599,
Anmerkung: Grund für die Störung kann eine unvorherge-
DIN ISO 3930,
sehene endogene (das heißt eigenverursachte) oder exogene VDI/VDE 3699 Blatt 1,
(das heißt fremdverursachte) Einwirkung sein. Eine Störung VDI 4001 Blatt 2,
kann sowohl im bestimmungsgemäßen Betrieb auftreten als VDI 6013
auch zu einem nicht bestimmungsgemäßen Betrieb oder
sogar zum Ausfall führen.

Verbesserung Kombination aller technischen und organisatori- DIN 31051,


Technical innovation, schen Maßnahmen zur Steigerung der Funktions- DIN EN 13306:2001-09
improvement, advancement sicherheit und/oder Leistung einer Betrachtungs-
einheit ohne die von ihr geforderte Funktion zu
ändern.
Beispiel: Einsatz von korrosionsresistenteren Rohrmateria-
lien

Versuchsbetrieb Phase im Betrieb (einer technischen Einheit) un-


ter planmäßiger Variation von Einflussgrößen zur
Ermittlung ihrer Wirkung auf das angestrebte Ziel
einer Verbesserung.
Beispiel: Versuche im Normalbetrieb zur Einhaltung von
NOx-Emissionen mittels gestufter Verbrennung als Alterna-
tive zur selektiven nicht katalytischen Reduktion (SNCR-
Technik) unter Einhaltung der Emissionsgrenzwerte
Anmerkung: Dabei sind vorgegebene Randbedingungen
möglichst einzuhalten, sodass der Versuchsbetrieb vorzugs-
weise im Normalbetrieb läuft.

Warmhaltung Teil der Betriebsbereitschaft (thermischer) tech-


nischer Einheiten für den unverzüglichen Einsatz
mit dem Ziel das restliche Anfahren zu verkür-
zen.
Beispiel: Um für einen prognostizierten Kälteeinbruch
schnell die notwendige Fernwärme bereitstellen zu können,
wird das Wasser in einem Kohlekessel bei 300 °C gehalten.
Anmerkung: Die Warmhaltung zählt zu den Stillstandszei-
ten.

Warm-Inbetriebsetzung Erstmalige Benutzung eines technischen Mittels 32. BImSchV § 2, Nr. 2


(Warm-IBS) unter Verwendung der entsprechenden Einsatz-
Commencement of stoffe nach Abschluss der Kalt-Inbetriebsetzung.
operation with a medium Beispiel: Phase mit erstmaliger Müllaufgabe

Anmerkung: Der Warm-Inbetriebsetzung fällt die Aufgabe


zu, die im Rahmen der Kalt- Inbetriebsetzung technischen
Einheiten (termingerecht) im Hinblick auf die für den Be-
trieb vorgesehene Belastung durch den Einsatzstoff in Funk-
tionsbereitschaft zu versetzen (insbesondere in thermischer,
chemischer oder biologischer Hinsicht), ihre Funktionsbe-
reitschaft zu überprüfen und sie herzustellen und zu optimie-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 59 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
ren, soweit sie nicht vorliegt oder nicht gesichert ist. Die
Warm-Inbetriebsetzung beginnt nach der Kalt-Inbetrieb-
setzung mit erstmaliger Aufgabe des Einsatzstoffs (Input)
und endet mit Beginn des Probebetriebs (bzw. Betrieb, falls
kein Probebetrieb erfolgt).

Wartung Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des BetrSichV,


(Preventive) maintenance, vorhandenen Abnutzungsvorrats bzw. zur Bewah- GefStoffV,
servicing rung eines Sollzustands der technischen Betrach- DIN 31051,
tungseinheit. DIN EN 15161,
Beispiel: Austausch von Überhitzerpaketen; Nachfüllen von DIN EN 60480,
Schmierölen VDI 2264,
Anmerkung: Wartung umfasst z. B. Nachstellen, Schmieren, VDI 2343 Blatt 1,
funktionserhaltendes Reinigen, Konservieren, Nachfüllen VDI/VDE 2650 Blatt 1,
oder Ersetzen von Betriebsstoffen oder Verbrauchsmitteln VDI 3810 Blatt 6,
(z. B. Kraftstoff, Schmierstoff oder Wasser) und planmäßiges VDI 4001 Blatt 2,
Austauschen von Verschleißteilen (z. B. Filter oder Dichtun-
gen), wenn deren noch zu erwartende Lebensdauer offen- VDI 4631,
sichtlich oder gemäß Herstellerangabe kürzer ist als das IEV 191-07-01
nächste Wartungsintervall.

2.2.6 Betriebszeiten
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Ausfallzeit Zeitraum in der die Fähigkeit einer technischen DIN EN ISO 15749-1,
(Unterbrechungszeit) Einheit, bei Einhaltung spezifizierter Bedingun- DIN EN ISO 16091,
Down-time,breakdown gen, eine geforderte Funktion zu erfüllen un- DIN EN 50126,
period,instant of failure planmäßig eingestellt ist. IEC 60050-191:1992,
Beispiel: Reparaturzeitraum. DIN 40041,
Anmerkung: Die Ausfallzeit beginnt mit dem Stillstand der
VDI 3649
technischen Einheit. Die den Ausfall verursachende Störung
(z. B. mit gegebenenfalls Abfahren der technischen Einheit)
gehört im Allgemeinen nicht zur Ausfallzeit. Die Ausfallzeit
endet mit der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der
technischen Einheit (Bereitschaft bzw. (Fahr-)Betrieb).
– 60 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 16. Betriebsphasen – Zeiten


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 61 –

Bild 17. Betriebsphasen – Lastbereiche

Bild 18. Betriebsphasen – Parameter

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Technische Ausfallzeit Summe aller Ausfallzeiten, die ihre Ursache in VDI 3423
(TAT) Mängeln der Konzeption oder Ausführung einer
Technical down time technischen Betrachtungseinheit haben.
Beispiel: Aufgrund einer nicht ordnungsgemäß ausgeführ-
ten Schweißnaht tritt eine Undichte an einem Rohr auf.
Mängel im Rahmen der Technischen Ausfallzeit können
z. B. sein: Materialfehler, Mängel in der Konzeption oder
Ausführung, Mängel in der Dokumentation und alle daraus
entstehenden Ausfallzeiten für Instandsetzung (Störungsbe-
– 62 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

seitigung), Warten auf Ersatzteile, Warten auf Kunden-


dienstpersonal, Probelauf zur Fehlerfindung, Probelauf nach
Störungsbeseitigung.
Anmerkung: In der Regel erfolgt während der technischen
Ausfallzeit eine unplanmäßige Instandhaltung (TI,U). Grund-
sätzlich gehören die technischen Ausfallzeiten zur Verant-
wortung des jeweiligen Verursachers. Sie gehören bis zum
Abschluss der Gewährleistung zur Verantwortung des Auf-
tragnehmers/Herstellers; diese Ausfallzeiten sind Basis für
Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer
über technische Nutzungsgrade bzw. die Verfügbarkeit von
Anlagen, es sind dann ausschließlich Ausfallzeiten anzuset-
zen, deren Ursachen vom Auftragnehmer zu verantworten
sind. Während der technischen Ausfallzeit produziert die
technische Einheit im Normalfall nicht. Wenn unter Ein-
schränkung der Kapazität und des Komforts weiterhin sicher
produziert werden kann, so ist dies anteilig von der Ausfall-
zeit abzuziehen. Instandsetzungsarbeiten, die über die Bele-
gungszeit hinausgehen, werden separat erfasst und können
als zusätzliche Größe zur Beurteilung herangezogen werden.
Soll diese separat erfasste Zeit zur Berechnung der techni-
schen Ausfallrate herangezogen werden, ist dies zu vereinba-
ren.

organisatorische Summe aller Ausfallzeiten, die ihre Ursache in VDI 3423


Ausfallzeit (TAO) einem unplanmäßig, organisatorischen Mangel
Down-time organisational (TO,U) haben oder der Vorbereitung von Produk-
tionsvorgängen dienen.
Beispiel: Mängel können z. B. sein: Fehlen von Energie,
Fehlen von Werkzeugen, Fehlen von Werkstücken, Fehlen
von Brennstoff, mangelnde Schulung. Unter Letzteres Bei-
spiel fallen Ausfallzeiten, die ihre Ursache in einem Mangel
der Anlagenbedienung oder der Sicherung des Prozessab-
laufs haben. Dies können z. B. sein: mangelnde Handhabung,
mangelnde Wartung, Programmierfehler, Bedienungsfehler,
verzögerte Meldung von Fehlern und Unregelmäßigkeiten,
Warten auf vorher vereinbartes Vorhandensein von Ver-
schleiß- und/oder Ersatzteilen und alle daraus entstehenden
Ausfallzeiten für Instandsetzung (Störungsbeseitigung),
Warten auf Ersatzteile, Warten auf Kundendienstpersonal,
Probelauf zur Fehlerfindung, Probelauf zur Störungsbeseiti-
gung jeweils wenn sie der Anwender zu verantworten hat.
Ferner zählen zu den Organisatorischen Ausfallzeiten. Aus-
fallzeiten wegen kurzfristig fehlender Aufträge (Hierzu
gehören nicht fehlende Aufträge infolge fehlender Auslas-
tung!), Zeit für das Rüsten der technischen Einheiten und das
Wechseln von Betriebsmitteln (Wenn das Rüsten bzw. das
Wechseln von Betriebsmitteln, z. B. Paletten während der
Nutzungszeit geschieht, ist die Rüstzeit nicht der organisato-
rischen Ausfallzeit zuzurechnen.).
Anmerkung: Zur Verfolgung interner Optimierungsziele
kann es sinnvoll sein, einzelne organisatorische Ausfallzei-
ten getrennt zu erfassen. Organisatorische Ausfallzeiten sind
Basis für Vereinbarungen zwischen Auftraggeber und Auf-
tragnehmer über technische Nutzungsgrade bzw. die Ver-
fügbarkeit von Anlagen, es sind dann ausschließlich Ausfall-
zeiten anzusetzen, deren Ursachen vom Auftragnehmer zu
verantworten sind. Grundsätzlich gehören die organisatori-
schen Ausfallzeiten zur Verantwortung des jeweiligen Ver-
ursachers. Während der organisatorischen Ausfallzeit produ-
ziert die technische Einheit im Normalfall nicht. Wenn unter
Einschränkung der Kapazität und des Komforts weiterhin
sicher produziert werden kann, so ist dies anteilig von der
organisatorischen Ausfallzeit abzuziehen. Instandsetzungs-
arbeiten, die über die Belegungszeit hinausgehen, werden
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 63 –

separat erfasst und können als zusätzliche Größe zur Beurtei-


lung herangezogen werden.

Ausnutzungsdauer Quotient aus einer in einer definierten Zeitspanne KWKG,


(Ausnutzungszeit) erzeugten nutzbaren Energie- oder Produktmenge DIN 4046,
Utilisation period at und der jeweiligen zur Zeitspanne gehörigen in- VDI 2067 Blatt 7,
maximum capacity stallierten Vollnennleistung zur Generierung der VDI 4661
Energie oder Produktmenge:
Pout,instat. ˜ dt
tAusnutzung ³ Pin
Pout,instat. ˜ dt
Voll-Nennlast ³ Pout
E
Voll-Nennlast
PVoll-Nennlast
Beispiel: Bei einer tatsächlichen Fernwärmeabgabe von
300 GWh und einer thermischen Nennleistung von 60 MW,
ergibt sich eine Ausnutzungsdauer von 5000 h im betrachte-
ten Bezugszeitraum.
Anmerkung: Durch Vorsetzen einer Zeitangabe kann der
Bezugszeitraum angegeben werden (z. B. Jahres-Ausnutz-
ungsgrad).

Bereitschaftszeit Zeit, in der die technische Betrachtungseinheit DIN EN 13306,


(Reservezeit) funktionsfähig ist, die entsprechende Funktion DIN ISO 8528-1,
Standby time,availability jedoch nicht ausgeübt wird. VDI 3649
time,start-up time Beispiel: Müllverbrennungsanlage ist funktionsbereit, es ist
jedoch kein Abfall verfügbar = Bereitschaftszeit; Müllver-
brennnungsanlage ist funktionsbereit, jedoch ist der Betrieb
gegenüber dem Stillstand unwirtschaftlicher und die Anlage
wird daher nicht betrieben = Bereitschaftszeit.
Anmerkung: Insbesondere in Stillstandszeiten mit Instand-
haltung liegt keine Bereitschaft vor. Planmäßige organisato-
rische Stillstandszeiten (TO,P) sind im Allgemeinen Bereit-
schaftszeiten. Es kann vereinbart werden Anfang und Ende
der Bereitschaft anzuzeigen.

Belegungszeit Zeitanteil innerhalb des Betrachtungszeitraums VDI 3423 Entwurf;


für den die technische Einheit nur für geplante
Zwecke zur Verfügung stehen kann.
Beispiel: Zeitanteil der planmäßigen (nicht tatsächlichen)
Funktionsbereitschaft einer Müllverbrennungsanlage inner-
halb eines Betrachtungszeitraums
Anmerkung 1: Die Belegungszeit umfasst die (Fahr-)Be-
triebszeit sowie ungeplante organisatorische, technische Still-
stände (mit unplanmäßiger Instandhaltung), Ausfall aufgrund
höherer Gewalt (mit unplanmäßiger Instandhaltung) und
Stillstände aufgrund von planmäßiger Instandhaltung.
Anmerkung 2: Planmäßige organisatorische Stillstände und
Stilllegung zählen nicht zu den Belegungszeiten:
Belegungszeit = Dauerbetrieb – geplante organisatorische
Stillstände
– 64 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Benutzungsstunden (™t) Betriebszeit angegeben in Stunden.


Hours of using Beispiel: Saugzugbetriebsstunden; Betriebsstundenanzeige
von Emissionsmessgeräten

Betriebszeit Zeitspanne, während der eine technische Betrach- DIN 8782,


(Fahrbetriebszeit, tungseinheit außer umgebungsbedingter auch DIN EN 13306,
Benutzungszeit, tB) funktionsbedingter Beanspruchung (Fahrbetrieb) DIN EN 45510-2-6,
Operating time, operating unterliegt. VDI 2260,
period Beispiel: Im Hinblick auf Emissionen beginnt die Betriebs- VDI 3649,
zeit z. B. mit einem O2-Gehalt von 16 % im Rauchgas. VDI 4001 Blatt 2
Anmerkung 1: Damit sind An- und Abfahren in dieser
Zeitspanne üblicherweise enthalten. Auch die Summe sol-
cher Zeitspannen wird Betriebszeit genannt. Außer der rei-
nen Betriebszeit, kann eine Betriebszeit vereinbart werden,
die um definierte Zeitspannen addiert werden können, wie:
x Zeiten der Einwirkung höherer Gewalt tH
x administrativer, logistischer, organisatorischer Verzöge-
rungen tO
x vorbeugende Instandhaltung tV
x Ausfall und Instandhaltung tA
Anmerkung 2: Die Betriebszeit wird im Allgemeinen über
die Betriebsstundenzähler definierter technischer Einheiten
oder festgelegter Messgeräte (z. B. Emissionsmessgerät)
ermittelt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Fahrbe-
triebszeit und Betriebszeit synonym verwendet.

Nettobetriebszeit Summe der Nettoreisezeiten 2010/75/EU


(Nettofahrbetriebszeit) Beispiel: Summe der Reisezeiten innerhalb eines Kalender-
jahrs.

Einsatzzeit (TE) Summe aus Betriebszeit (technische Betrach- VDI 3649,


Operation time tungseinheit funktionsbedingt beansprucht) und VDI 4202 Blatt 2
Bereitschaftszeit (technische Betrachtungseinheit
funktionsbereit/eingeschaltet, Funktion nicht aus-
geübt).
Beispiel: Zeitraum, in der die Müllverbrennungsanlage
funktionsbereit ist oder genutzt werden könnte.

Gesamtbetriebszeit Zeit seit dem Gefahrenübergang vom Auftrag-


nehmer auf den Auftraggeber bis zu einem defi-
nierten Endzeitpunkt.
Beispiel: Eine Anlage hat eine Gesamtbetriebszeit von
175.000 h (von 1989 bis 2009).

Normbenutzungsstunden Quotient, angegeben in Stunden, aus einer in KWKG,


einer definierten Zeitspanne erzeugten nutzbaren VDI 2067 Blatt 1;
Produktmenge (z. B. Energie) und einer zugehöri-
gen normierte Bezugsgröße:
P ˜ dt E
t (h) Norm-Benutzung ³P Norm PNorm
Beispiel: 25 000 kWh Wärme für Raumheizung bezogen auf
einen Normwärmebedarf von 12,5 kW (jeweils bezogen auf
die gleiche Raumgröße) sind 2000 Normbenutzungsstunden.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 65 –

Nutzungszeit (Nutzzeit) Betriebszeit abzüglich der Zeiten in denen die VDI 3423
Operating time technische Einheit sich im nicht bestimmungsge-
mäßen Betrieb befindet.
Beispiel: Zeitraum in der die Müllverbrennungsanlage
funktionsbereit ist und bestimmungsgemäß betrieben wird,
das heißt z. B., dass die Emissionsgrenzwerte eingehalten
werden.

Reisezeit (Bruttoreisezeit) Die Zeit zwischen Beginn des Anfahren und Ende DIN EN 45510-7-1,
Availability period, des Abfahrens einer technischen Einheit (ohne VDI 4001 Blatt 2
operating period Unterbrechung).
Beispiel: Die Müllverbrennungsanlage ist funktionsbereit
und wird beansprucht.
Anmerkung: Die Summe der Reisezeiten entspricht der
Betriebszeit der technischen Einheit.

Nettoreisezeit Die Zeit zwischen über- bzw. unterschreiten eines


Kontrollwerts beim Anfahren und über- bzw.
unterschreiten eines Kontrollwerts beim Abfahren
einer technischen Einheit (ohne Unterbrechung).
Beispiel: Eine Anlage hat Ihren Kontrollwert für das Anfah-
ren unterschritten (16% O2).

Standzeit (tatsächliche Die (tatsächliche) Standzeit ist die für eine ein- DIN 50922,
Standzeit, Lebensdauer) zelne nicht (mehr mit vertretbarem Aufwand) VDI 2260,
Service life, useful life, instandsetzbare Betrachtungseinheit beobachtete VDI 3477,
durability, endurance Zeitspanne von Beanspruchungsbeginn bis zum VDI 3678 Blatt 2 Entwurf,
Ausfallzeitpunkt (Beginn des Ausfalls). VDI 4001 Blatt 2,
Beispiel: Zeitraum von der erstmaligen Beanspruchung des VGB M 215 H
Überhitzers bis zur Funktionsunfähigkeit durch Undichtig-
keit
Anmerkung: Zur Berechnung der Standzeit wird im Allge-
meinen nur die Einsatzzeit ohne Stillstandszeiten angesetzt.
Wird eine Betrachtungseinheit vorbeugend einem Prozess
entnommen (z. B. Ausbau um den Betrieb über eine weitere
Reisezeit sicherzustellen), kann eine berechnete Standzeit
vereinbart werden, bei der zur Standzeit (bis zum Ausbau)
eine geschätzte Restlaufzeit addiert werden kann. Im Allge-
meinen wird ein zulässiger Instandhaltungsumfang (insbe-
sondere Austausch von Verschleißteilen) zum Erhalt/zur
Verlängerung der Standzeit vereinbart.

Volllaststunden Anzahl der Stunden in einem definierten Bezugs-


Full load hours zeitraum, an denen tatsächlich Volllast (im Rah-
men zu vereinbarender Abweichungen) gefahren
wurde:
PVolllast ˜ dt E
t (h) Volllast ³PVoll-Nennlast PVoll-Nennlast
Beispiel: Anzahl der Stunden in denen die maximale
Durchsatzleistung von z. B. 8 t/h Restmüll tatsächlich gefah-
ren wurde.
Anmerkung: Durch Vorsetzen einer Zeitangabe kann der
Bezugszeitraum angegeben werden (z. B. Jahres-Volllast-
stunden).

Vollbenutzungsstunden Oberbegriff für Volllastbenutzungsstunden und KWKG § 3 Nr. 12,


Norm-Benutzungsstunden. DIN 4701,
– 66 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Beispiel: Bei einer tatsächlichen Nettostromabgabe von VDI 2067 Blatt 1


100 GWh (tatsächliche Nutzung) und einer tatsächlich ma-
ximal abgegebenen Leistung von 20 MW (tatsächliche Leis-
tung) ergeben sich 5000 Vollbenutzungsstunden im betrach-
teten Bezugszeitraum.
Anmerkung: Im Allgemeinen wird Vollbenutzungsstunden
als Synonym für Vollnennlastbenutzungsstunden verwendet:

P ˜ dt
t (h) Vollbenutyung ³P Voll-Nennlast in h
E
PVoll-Nennlast in h

Vollnennlastbenutzungs- Quotient, angegeben in Stunden, aus einer in KWKG § 3, Nr. 12,


stunden (Ausnutzungs- einer definierten Zeitspanne erzeugten nutzbaren DIN 4701,
dauer in Stunden) Produktmenge (z. B. Energie) und der jeweiligen VDI 2067 Blatt 1
zur Zeitspanne gehörigen installierten Vollnenn-
leistung zur Generierung Produktmenge.
Beispiel: Bei einer tatsächlichen Nettostromabgabe von
100 GWh (tatsächliche Nutzung) und einer tatsächlich ma-
ximal abgegebenen Leistung von 20 MW (tatsächliche Leis-
tung), ergeben sich 5000 Vollbenutzungsstunden im betrach-
teten Bezugszeitraum.
Anmerkung: Durch Vorsetzen einer Zeitangabe kann der
Bezugszeitraum angegeben werden (z. B. Jahres-Vollbenutz-
ungsstunden).

Wartungszeit Alle nach Wartungsplan vorgesehene Arbeiten, VDI 2449 Blatt 2,


Maintenance time, z. B. geplante Instandhaltung (Wartung, Inspekti- VDI 3423,
preventive maintenance on, inklusive Maschinenpflege wie Reinigen, VDI 4001 Blatt 2,
time Probelauf nach Wartung). VDI 4202 Blatt 2,
Beispiel: Zeitraum, in dem z. B. Maschinen gereinigt, Ver- IEV 191
schleißteile planmäßig ausgetauscht oder Schmierstoffe
nachgefüllt werden.
Anmerkung: Instandsetzungsarbeiten und Verbesserungen
sind nicht der Wartungszeit zuzuordnen.

2.2.7 Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung – Energie-Allgemein


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Abwärme Alle ein System verlassende Wärmeströme mit EEWärmeG § 2,


Waste heat Ausnahme der erzeugten Zielenergie. VDI 4600,
Beispiel: Verlustwärme über Kühltürme, Niedertemperatur- VDI 4661
energie aus einem thermischen Prozess
Anmerkung: Die Abwärme kann im Rahmen einer Ab-
wärmenutzung in einem anderen Prozess (außerhalb der
Systemgrenze) gezielt genutzt werden.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 67 –

Bild 19. Betriebsphasen – Zeit-Leistung-Diagramm

Bild 20. Vollbenutzungsstunden

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anergie Energie, die in einer vorgegebenen Umgebung in VDI 4661


Anergy keine andere Energieform umwandelbar ist und
somit den Anteil an eine Energieform ohne Ar-
beitswert darstellt.
Beispiel: Energieinhalt der Umgebungsluft ist grundsätzlich
Anergie. Sie kann durch Zufuhr von z. B. elektrischer Ener-
gie mittels einer Wärmepumpe genutzt werden.
Anmerkung: Anergie ist Energie auf Umgebungsniveau.
Um sie nutzen zu können, ist zusätzlich Exergie zuzuführen.
– 68 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bezugsenergie Energiemenge, die auf eine definierte Größe be- VDI 4661
zogen wird.
Beispiel: Heizenergiebedarf eines durchschnittlichen frei-
stehenden Einfamilienhauses beträgt 100 kWh/(m2ÂD 
Anmerkung: Sie dient im Allgemeinen als Benchmark.

Fremdenergie Fremd-Input in ein System in Form von Energie.


Beispiel: Der Energiebezug eines konkreten Einfamilien-
hauses beträgt 20 000 kWh/a.
Anmerkung: Es sollte Fremdenergie statt Bezugsenergie
(ebenso Fremdleistung für Bezugsleistung) verwendet wer-
den.

Brennstoff Stoff, dessen gespeicherte chemische Energie 2010/75/EU


sich durch Oxidation in Form einer thermo-
chemischen Umsetzung in eine andere Energie-
form umwandeln lässt und für den diese Um-
wandlung beabsichtigt (Ziel) ist/war.
Beispiel: Kohle, Erdgas

Brennstoffwärmeleistung Produkt aus Brennstoffmassenstrom und seinem LRG-K


(BWL) spezifischem Energieinhalt bei 25 °C.
Combustible thermal Beispiel: Bei einem Durchsatz von 15 t/h und einem Heiz-
output wert von 10 MJ/kg ergibt sich ein BWL von 41,67 MW.
Anmerkung: Im Allgemeinen wird für den spezifischen
Energieinhalt der Heizwert verwendet (BWL = BWLu).
Wird der Brennwert verwendet, wird die Brennstoffwärme-
leistung als BWLo angegeben, siehe auch Feuerungswärme-
leistung (FWL).

Brennwert (spezifischer Auf eine bestimmte Masse oder ein bestimmtes VDI 3986,
Brennwert, HS) Volumen bezogene Wärmemenge, die bei voll- VDI 4661
Superior Calorific Value ständiger Verbrennung freigesetzt wird.
Beispiel: Der Brennwert von Erdgas liegt rund 10 % über
seinem Heizwert.
Anmerkung: Die Verbrennungsprodukte werden zur Be-
stimmung der Wärmemenge auf 25 °C abgekühlt und die
kondensierbaren Bestandteile der Verbrennungsprodukte
(Wasser) im vollständig flüssigen Zustand gedacht, das heißt
die Kondensationsenergie (Wasser = 2442 kJ/kg) wird dem
Brennwert zugerechnet. Zur Bestimmung des Brennwerts ist
die DIN 51900 anzuwenden.

Endenergie Gehandelte Energieträger, die der Erzeugung VDI 4661


Final energy bzw. Umwandlung von Nutzenergie dienen und
somit endgültig als Energieträger dem Markt
entzogen werden.
Beispiel: Die den Sektoren Industrie, Gewerbe, Verkehr
und Haushalte in Deutschland zugeführte Endenergie betrug
1999 rund 9,3 EJ.
Anmerkung: Langfristige Lagerbestände zählen somit nicht
zur Endenergie. Endenergie ist entsprechend den Abspra-
chen bei der Erstellung von internationalen und nationalen
Energiebilanzen der Energieinhalt der Sekundärenergie ver-
mindert um den Energieinhalt von Exporten, Bunker- und
Bestandsaufstockungen, nicht energetischem Verbrauch
sowie Leitungs- und Transportverluste zum Endverbraucher.
In eigenen technischen Einheiten thermisch genutzte Abfall-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 69 –

und Reststoffe sowie Energien aus regenerativen Quellen,


die im Eigenaufkommen gewonnen werden, sind aufgrund
internationaler Absprachen in der Bezugs- und Endenergie
nicht enthalten, weil sie nicht unmittelbar Gegenstand des
kommerziellen Handelns sind.

Energie (Energieinhalt, E) Stoffgebunden und/oder nicht stoffgebunden phy- DIN EN ISO 772,
Energy sikalische Zustandsgröße gemessen in J (Joule) IEV 111,
oder Ws (Wattsekunde). VDI 4661
Beispiel: Wärme, Strahlung

Anmerkung: Die Energie E eines Systems lässt sich selbst


nicht messen, sie wird bestimmt mittels Berechnung oder
durch die durch sie verrichtete Arbeit.

Exergie (Arbeitsfähigkeit Energie, die sich bei den jeweiligen thermodyna- VDI 4661
der Energie) mischen Umgebungsbedingungen prinzipiell in
Exergy jede andere Energieform insbesondere in Arbeit
umwandeln lässt.
Beispiel: Prozesswärme

Anmerkung: Der Exergieanteil ist ein Qualitätsmerkmal für


eine Energieform. Der Exergiebegriff ist sowohl auf gespei-
cherte Energie, als auch auf Prozessenergie anwendbar.

Fernwärme Wärme, die von einem Dritten nach unterneh-


District Heating menswirtschaftlichen Gesichtspunkten eigenstän-
dig produziert und an Andere geliefert wird.
Beispiel: Versorgung einer Stadt mit durch Rohre geführ-
tem Heißwasser
Anmerkung: Auf die Nähe der technischen Einheit zu den
versorgenden Verbrauchern oder das Vorhandensein eines
größeren Leitungsnetzes kommt es nicht an.

Feuerungswärmeleistung Produkt aus Brennstoffmassenstrom und seinem VDI 3886,


(FWL) spezifischem Energieinhalt bei 25 °C vermindert VDI 4631
Firing thermal input um die Verluste der Feuerung (FWL = BWL –
QV) bzw. multipliziert mit dem Wirkungsgrad
der Feuerung (FWL = BWL Â KF).
Beispiel: Der Wirkungsgrad einer Rostfeuerung ist 97 %.
Damit ist für eine Anlage mit einer Brennstoffwärmeleistung
von 22,22 MW (8 t/h bei einem Heizwert von 10 MJ/kg) die
Feuerungswärmeleistung 21,55 MW.
Anmerkung: Im Allgemeinen wird für den spezifischen
Energieinhalt der Heizwert verwendet (FWL = FWLu); wird
der Brennwert verwendet, wird die Feuerungswärmeleistung
als FWLo angegeben. Für theoretische Betrachtungen wird im
Allgemeinen der Wirkungsgrad der Feuerung gleich 1 gesetzt,
womit die Feuerungswärmeleistung gleich der Brenn-
stoffwärmeleistung wird, siehe auch Brennstoffwärmeleis-
tung (FWL).

Heizwert (spezifischer Auf eine bestimmte Masse oder ein bestimmtes VDI 3986,
Heizwert, Hu) Volumen bezogene Wärmemenge, die bei voll- VDI 4661
Net Calorific Value ständiger Verbrennung freigesetzt wird.
Beispiel: Der Heizwert von Restmüll liegt im Mittel bei
etwa 10 MJ/kg.
Anmerkung: Die Verbrennungsprodukte werden zur Be-
stimmung der Wärmemenge auf 25 °C abgekühlt und die
kondensierbaren Bestandteile der Verbrennungsprodukte
– 70 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

(Wasser) im vollständig dampfförmigen Zustand gedacht,


das heißt die Kondensationsenergie (Wasser = 2442 kJ/kg)
wird dem Heizwert nicht zugerechnet. Zur Bestimmung des
Heizwerts ist die DIN 51900 anzuwenden, siehe auch
Brennwert.

Kälte Betrachtetes Temperaturniveau, das niedriger als


Cold das Bezugstemperaturniveau ist.

Nahwärme Fernwärme aus dezentralen, leistungsschwäche-


Short-Distance Heating ren (bis wenige MW-Leistung) und ein räumlich
eng begrenztes Gebiet versorgenden Einheiten
(z. B. Radius von 500 m).
Anmerkung: Blockheizkraftwerk

Netto-Ziel-Output Differenz des über die Systemgrenze abgegebe- VDI 3460 Blatt 2
Net target energy nen Ziel-Outputs der technischen Einheit und
dem der technischen Einheit über seine System-
grenze zurückgeführten Zusatz-Eigen-Input:
Netto-Zielenergie = Zielenergie – Eigen-Zusatz-Input
Beispiel: Wenn der Output eine elektrische Energie ist:
Stromerzeugung 130 MWh nach Generator; Stromeigenver-
brauch 30 MWh mit Rückführung nach Generator in die
Anlage; Stromabgabe = 100 MWh = Netto-Zielenergie.

Nutzenergie Energie, die in das System „Verbraucher“ eingeht VDI 4600,


Collectible energy, useful und somit bei ihm nach der letzten Umwandlung VDI 4661
energy, net energy für den jeweiligen Zweck zur Verfügung stand.
Beispiel 1: Die Endenergie Strom wird genutzt, um eine
Person mit einem Aufzug vom 1. in den 10. Stock zu beför-
dern. Dadurch wird aus Endenergie die Höhenenergie als
Nutzenergie gewonnen; diese kann teilweise wieder zurück-
gewonnen werden.
Beispiel 2: Die Endenergie Strom wird genutzt, um mittels
einer Drehmaschine an einem Metallstück Gestaltänderungs-
arbeit zu verrichten. Dadurch wird aus Endenergie ein Er-
zeugnis aus dem direkt keine Energie mehr gewonnen wer-
den kann.
Anmerkung 1: Nutzenergie umfasst dabei alle technischen
Formen der Energie, die der Verbraucher letztendlich benö-
tigt, also Wärme, mechanische Energie, Licht, elektrische
und magnetische Feldenergie (z. B. für Galvanik und Elekt-
rolyse) und elektromagnetische Strahlung, um Energiedienst-
leistungen ausführen zu können.
Anmerkung 2: Nutzenergien müssen im Allgemeinen zum
Zeitpunkt und am Ort des Bedarfs aus Endenergie mittels
Energieumwandlung erzeugt werden.

Primärenergie Energieinhalt von Energieträgern, die in der Na- DIN EN 15203,


(Rohenergie) tur vorkommen und technisch noch nicht umge- VDI 4661
Primary energy wandelt wurden.
Beispiel: Rohöl, Kohle, Erdgas

Anmerkung: Man unterscheidet zwischen den an menschli-


chen Maßstäben gemessen erneuerbaren (unerschöpflichen
bzw. regenerativen) sowie den nicht erneuerbaren (fossilen
und nuklearen) Energieträgern.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 71 –

Sekundärenergie Energieinhalt von Energieträgern, die aus Primär- VDI 4661


Secondary energy energie durch einen oder mehrere Umwandlungs-
schritte gewonnen wurden.
Beispiel: Heizöl

Anmerkung: Sie unterscheidet sich von der Primärenergie


durch Umwandlungs-, Fackel- und Leitungsverluste sowie
den Verbrauch in der Energiewirtschaft. Die Differenz zwi-
schen Sekundärenergie und Endenergie ergibt sich im We-
sentlichen durch die in der Sekundärenergie noch enthalte-
nen Exporte, Bunker- und Bestandsaufstockungen, nicht
energetischen Verbrauch sowie Leitungs- und Transportver-
luste zum Endverbraucher.

technische Arbeit Mechanisch übertragene Prozessenergie (Pro- DIN EN ISO 772


Work zessgröße), definiert als das Produkt aus einer IEV 111
ausgeübten Kraft und der Verschiebung des VDI 4006 Blatt 1,
Kraftangriffspunktes in Kraftrichtung. VDI 4661
Beispiel: Heben eines Gegenstands

Anmerkung: Die Übertragung von mechanischer Arbeit


erfolgt in der Regel durch rotatorisch oder translatorisch
bewegte Maschinenteile wie Kolben, Pleuel, Schaufeln,
Wellen, Zahnräder, Membranen usw. Über die Interpretation
von elektrischem Strom als Verschiebung von Ladungsträ-
gern lässt sich der mechanische Arbeitsbegriff auch auf die
Elektrizität übertragen. In der Elektrizitätswirtschaft ist es
üblich, elektrische Energie generell als „elektrische Arbeit“
zu bezeichnen.

Wärme Physikalische Prozessgröße der Energie, die al- IEV 111


Heat lein aufgrund des Temperaturunterschieds zwi- VDI 4661
schen Systemen, die miteinander in Kontakt ste-
hen, übertragen werden kann.
Beispiel: Differenz der Temperatur des Wassers vor und
hinter dem Heizkörper wird in Form von Wärme an die
Umgebung abgegeben; Heizwärme, Prozesswärme.
Anmerkung: Im Allgemeinen wird von Wärme gesprochen,
wenn das betrachtete Temperaturniveau höher als das Be-
zugstemperaturniveau ist.

Ziel-Output Von einer technischen Einheit über die System- VDI 3460 Blatt 2,
Target energy grenze abgegebene, gewünschte Output (z. B. VDI 4661
Strom, Wärme, Ziegel) eines Prozesses.
Beispiel: Wenn der Output eine elektrische Energie ist:
Stromerzeugung 130 MWh nach Generator = Zielenergie.
Anmerkung: Interne (innerhalb der Systemgrenze), innerhalb
der technischen Einheit zurückgeführte Ströme (wie Nutzung
von erzeugtem Dampf in der Abgasreinigungseinheit) sind
somit vor Erhalt des Ziel-Outputs bereits abgezogen. Zu unter-
scheiden und entsprechend zu kennzeichnen ist elektrischer,
thermischer, chemischer, Produkt- oder sonstiger Ziel-Output.
– 72 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 21. Energie/Leistung: Bilanzierung/Bewertung – Energie, Allgemein


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 73 –

2.2.8 Energie/Leistung: Bilanzierung/Bewertung – Leistung, Allgemein


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Durchsatz Pro Zeiteinheit in einer technischen Einheit ein- DIN 24201,


(Arbeitsleistung, tretende Stoffmenge oder Stoffmasse. DIN 24450,
Mengenleistung, Beispiel: Abfallmenge, die in einer bestimmten Zeit ther- DIN EN 14943
Massenleistung) misch behandelt wird
Throughput, feed-rate, flow

Durchsatz-Leistung Menge an Haupt-Input oder Haupt-Output, die DIN 11914,


(Durchsatz) pro definiertem Zeitintervall der Betrachtungs- DIN ISO 9245
Productivity einheit zu- bzw. abgeführt wird.
Beispiel: 200 000 t ist die in einem Kalenderjahr (8760 h
bzw. 8784 h) behandelte Abfallmenge einer bestimmten
Anlage.

Elektrische Leistung Produkt aus Spannung U und Stromstärke I. VDI 4661


Electrical power Beispiel: Ein Notstromdiesel verfügt über eine elektrische
Leistung von 10 MW.

elektrischer Strom Gerichtete Bewegung von Ladungsträgern (Elekt- DIN EN 60934,


Current ronen oder Ionen) pro Zeit in einem Stoff oder im DIN IEC 60194
Vakuum.
Beispiel: 1 Ampere

Leistung (P) Verhältnis aus der Menge oder des Werts von DIN EN ISO 9906,
Power Sachgütern oder Dienstleistungen (verrichteter DIN EN ISO 772,
$UEHLWǻW, DXIJHZHQGHWHU(QHUJLHǻE, Industrie- IEV 111,
produkte, Geldgröße oder sonstigen Outputs wie VDI 4661
geistige Produkte) und der dazu benötigten Zeit
ǻt.
Beispiel: produzierte Kugellager pro Stunde

mechanische Leistung 4XRWLHQW DXV YHUULFKWHWHU $UEHLW ǻW bzw. der


Mechanical power GDIU DXIJHZHQGHWHQ (QHUJLH ǻE und der dazu
EHQ|WLJWHQ=HLWǻt.
Anmerkung: Gelegentlich wird die Durchsatzleistung als
mechanische Leistung bezeichnet und meint dann Masse pro
Zeit.
Beispiel: Heben eines Notstromdiesel aus einer Montage-
öffnung – Kranhebeleistung = 300 t.

Netto-Zielleistung (Netto-)Ziel-Output pro Zeiteinheit. VDI 4661


Net target output power

Nutzleistung Nutzenergie pro Zeiteinheit. IEV 531


Useful output power,net Beispiel: Bei einem Output von 100 % sind 40 % Verlust
output power und 60 % Zielleistung. Von der Zielleistung werden 10 %
dem System wieder zugeführt. Dann ist die Nutzleistung
60 % – 10 % = 50 %.
– 74 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Reserveleistung Leistung, die für den Fall zur Verfügung steht,


dass eine technische Einheit vorübergehend durch
eine Störung oder Revision ganz oder teilweise
ausfällt (Produktionsseite) oder wenn der Leis-
tungsbedarf infolge von Einflüssen der Witte-
rung, der wirtschaftlichen Konkunktur, spezieller
bedarfssynchronisierender Einflüsse oder Ände-
rungen der Verbraucherstruktur höher ist als er-
wartet (Bedarfsseite).
Beispiel: Bei Ausfall einer Turbine (Erzeugungsleistung
von 16 MWel) wird eine Reserveleistung von 10 MWel ver-
einbart, um die Vergütung für vermiedene Netzkosten nicht
zu verlieren.

thermische Leistung Wärme, die je nach Systemgrenze pro Zeitinter- DIN EN 993-15,
Thermal power vall umgesetzt oder übertragen wird. VDI 4661
Beispiel: Kachelofen mit einer Wärmeleistung von 6 kW

2.2.9 Energie/Leistung: Bilanzierung/Bewertung – Qualität


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Bezugszeitraum Zeitraum, für den eine Betrachtung (z. B. Berech- DIN EN 1990,
Reference (time) period, nung der Verfügbarkeit) vereinbart wird. DIN EN 15259,
base period Beispiel: In der Verfügbarkeitsberechnung steht der Be- DIN EN 50341-1,
zugszeitraum im Nenner. VDI 2066 Blatt 1
Anmerkung: Gegebenenfalls sind Teilzeiträume zu verein-
baren, die aus der Betrachtung herausgenommen werden. Im
Allgemeinen werden für eine Betrachtung im Bezugszeit-
raum mehrere Werte auf einer festgelegten Zeitbasis be-
stimmt. Der Quotient von Zustandszeitraum zu Bezugszeit-
raum ermöglicht die Angabe einer Verfügbarkeit.

Qualität Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen DIN EN ISO 9000:2005,


Quality eines Produkts oder einer Tätigkeit, die sich auf VDI 4001 Blatt 2
deren Eignung zur Erfüllung gegebener Erforder-
nisse beziehen und damit Grad, in dem ein Satz
inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.
Beispiel: Bruchfestigkeit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit

Anmerkung: Qualität umfasst objektive (entspricht „mess-


bare Anforderungserfüllung“) und subjektive (entspricht
„(nicht messbare) Hochwertigkeit“ – Transzendenter Ansatz)
Merkmale. Im technischen Bereich wird unterschieden in
„produktbezogene“ (messbare Größe), „prozessbezogene“
(Einhaltung von Spezifikationen) und „wertbezogene“
(Preis-Leistungs-Verhältnis) Qualität.

Verfügbarkeit Wahrscheinlichkeit in % oder Zeitmaß, dass eine DIN 6280-14,


(Zeitverfügbarkeit, Betrachtungseinheit bestimmte Anforderungen IEV 603,
Benutzungsgrad, (Zustände) innerhalb eines vereinbarten Bezugs- VDI 2260,
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 75 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Ausnutzungsgrad) zeitraums erfüllt und somit Eigenschaft, Quali- VDI 2264,
Availability tätskriterium und Kennzahl dieser Betrachtungs- VDI 3423,
einheit ist. VDI 3649,
Beispiel: In einem Kalenderjahr mit 8760 h (bzw. 8784 h VDI 3810 Blatt 6,
im Schaltjahr), steht eine Müllverbrennungsanlage 7500 h VDI 4001 Blatt 2 (1986),
funktionsbereit zur Verfügung und wird in diesem Zeitraum VDI 4003,
auch bestimmungsgemäß genutzt. Die restlichen 1260 h
(bzw. 1284 h) werden z. B. für Revisions-, Instandhaltungs-
VDI 4004,
und sonstige Arbeiten (Reparatur, Behebung von Ausfällen, VDI 4202 Blatt 2,
kein Abfall vorhanden usw.) herangezogen. Damit ist die VDI 4631,
„Anlagen-Jahres-Verfügbarkeit“ A = 7500 h / 8760 h (bzw. VGB M 215 H,
8784 h) Â 100 % = 86,62 % (85,38 %). Nutzungszeit 6300 h, VGB M 216 H
Belegungszeit 7200 h; Verfügbarkeit = 87,5 %; Bei einem
tatsächlichen Durchsatz von 162 000 t/a und einem Nenn-
durchsatz von 180 000 t/a, ist die „Leistungsverfügbarkeit“
90 %.
Anmerkung: Die Verfügbarkeit ist ein Verhältnis (Quotient)
der Zustandszeitraums (im Allgemeinen (Fahr-)Betriebszeit
gegebenenfalls zuzüglich vereinbarter Unterbrechungszeiten
in Abhängigkeit vom Verursacher) zu dem vereinbarten
Bezugszeitraum (gegebenenfalls abzüglich vereinbarter
Unterbrechungszeiten in Abhängigkeit vom Verursacher).
Die Verfügbarkeit bezieht sich grundsätzlich auf ein Zeit-
verhältnis („Zeitverfügbarkeit“). Gelegentlich wird Verfüg-
barkeit (im Wahrscheinlichkeitsbezug) auch als ein Leis-
tungsverhältnis angegeben, der „Leistungsverfügbarkeit“.
Dabei wird eine Istleistung (oder Istarbeit) zu einer Soll-
leistung (oder Sollarbeit) in einem definierten Zeitintervall
ins Verhältnis gesetzt; in Fällen, wenn die Sollleistung die
Nennleistung ist, wird der Ausdruck „Ausnutzungsgrad“
verwendet.

Tatsächliche Betriebszeit ohne Ausfälle aufgrund höherer Ge- VDI 2260,


Verfügbarkeit (erreichte walt, administrativer, organisatorischer oder lo- VDI 2264
Verfügbarkeit) gistischer Verzögerungszeit, vorbeugender In-
Actual availability standhaltungszeit sowie Ausfall- und Instandset-
zungszeiten:
tB tBZ – tH – tO – tV – tA
Atat
tBZ ˜100 % tBZ ˜100 %
Dabei ist
Atat tatsächliche Verfügbarkeit
tB Fahrbetriebszeit
tBZ Betrachtungszeitraum
tH Ausfallzeit durch höhere Gewalt
tO administrative, organisatorische oder logis-
tische Verzögerungszeit
tV vorbeugende Instandhaltungszeit
tA Ausfall- und Instandsetzungszeiten
Beispiel 1: Kessel: Atat = 540 h Fahrbetriebszeit / 600 h
Betrachtungszeitraum (vereinbarter Abnahmezeitraum) ×
100 % = 90 % „tatsächliche Kessel-Abnahmeverfügbarkeit“
Beispiel 2: Kessel: Atat = 540 h Fahrbetriebszeit / (600 h
– 20 h (Betrachtungszeitraum = vereinbarter Abnahmezeit-
– 76 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
raum – Abfallmangel wegen logistische Verzögerung) ×
100 % = 93,10 %. „tatsächliche Kessel-Abnahmeverfüg-
barkeit“
Beispiel 3: Kessel: Atat = 7500 h Fahrbetriebszeit / 8760 h
Betrachtungszeitraum (Kalenderjahr) × 100 % = 85,62 %
„tatsächliche Kessel-Jahresverfügbarkeit“

Praktische Verfügbarkeit Betriebszeit ohne Ausfällzeiten aufgrund admi- VDI 2260,


(Operationelle nistrativer, organisatorischer oder logistischer VDI 2264
Verfügbarkeit) Verzögerungszeit, vorbeugender Instandhaltungs-
Practical availability, zeit sowie Ausfall- und Instandsetzungszeit, je-
operational availability doch mit additiv hinzugerechneten Ausfallzeiten
aufgrund höherer Gewalt:
tB  tH tBZ  tO  tV  tA
Aprakt =
tBZ ˜100 % tBZ ˜100 %
Dabei ist
Aprakt praktische Verfügbarkeit
tB (Fahr-)Betriebszeit
tH Ausfall durch höhere Gewalt
tBZ Betrachtungszeitraum
tO administrative, organisatorische oder logis-
tische Verzögerungszeit
tV vorbeugende Instandhaltungszeit
tA Ausfall- und Instandsetzungszeiten
Beispiel 1: Kessel: Aprak = (600 h Fahrbetriebszeit + 100 h
Verzögerung wegen Hochwasser) / 800 h Betrachtungszeit-
raum (vereinbarter Abnahmezeitraum) × 100 % = 87,50 %
„praktische Kessel-Abnahmeverfügbarkeit“
Beispiel 2: Kessel: Aprak = (3500 h Fahrbetriebszeit + 50 h
Verzögerung wegen Streik) / 4000 h Betrachtungszeitraum
(vereinbarter Zeitraum von Revision zu Revision) × 100 %
= 88,75 % „praktische Kesselverfügbarkeit von einer Revisi-
on zur nächsten“
Beispiel 3: Kessel: Aprak = (7300 h Fahrbetriebszeit + 300 h
Verzögerung wegen Brand) / 8784 h Betrachtungszeitraum
(Kalenderschaltjahr) × 100 % = 86,52 % „praktische Kessel-
Schaltjahrverfügbarkeit“

technische Verfügbarkeit Betriebszeit ohne Ausfälle aufgrund vorbeugen- VDI 2260,


(eingeprägte der Instandhaltungszeit sowie Ausfall- und VDI 2264
Verfügbarkeit, Atech, Instandsetzungszeit, jedoch mit additiv hinzuge-
technischer Nutzungsgrad, rechneten Ausfällen aufgrund höherer Gewalt und
NT) administrativer, organisatorischer oder logisti-
Technical availability scher Verzögerungszeit:
t B  t H  tO tBZ – tV – tA
Atech
tBZ ˜100 % tBZ ˜100 %
Dabei ist
Atech technische Verfügbarkeit
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 77 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
tB (Fahr-)Betriebszeit
tH Ausfall wegen höherer Gewalt
tO administrative, organisatorische oder logis-
tische Verzögerungszeit
tBZ Betrachtungszeitraum
tV vorbeugende Instandhaltungszeit
tA Ausfall- und Instandsetzungszeiten
Beispiel 1: Kessel: Atech = (550 h ((Fahr-)Betriebszeit) +
100 h (Verzögerung wegen Blitzeinschlag) + 50 h (Verzöge-
rung wegen verspäteter Materiallieferung) / 800 h (Betrach-
tungszeitraum: individuell vereinbarter (Test)-Zeitraum) ×
100 %, das heißt „technische Kessel-Test-Verfügbarkeit“ =
87,50 %
Beispiel 2: Kessel: Atech = 4300 h ((Fahr-)Betriebszeit) +
75 h (Verzögerung wegen Streik) + 300 h (Verzögerung
wegen zu später Materialbestellung) / 5500 (Betrachtungs-
zeitraum: vereinbarter Zeitraum von Überhitzerausfall zu
Überhitzerausfall) × 100 %, das heißt „technische Kessel-
Verfügbarkeit von einem Überhitzerausfall zum nächsten“ =
85 %
Beispiel 3: Kessel: Atech = 7000 h ((Fahr-)Betriebszeit) +
300 h (Verzögerung wegen Brand) + 146 h (Verzögerung
wegen verspäteter Lieferung von Kesselrohren) / 8760 h
(Betrachtungszeitraum: Kalenderjahr) × 100 %, das heißt
„technische Kessel-Jahres-Verfügbarkeit“ = 85 %

theoretische Verfügbarkeit Betriebszeit ohne Ausfall- und Instandsetzungs- VDI 2260,


(inhärente Verfügbarkeit) zeit, jedoch mit additiv hinzugerechneten Ausfäl- VDI 2264
Theoretical availability len aufgrund höherer Gewalt, administrativer,
organisatorischer oder logistischer Verzögerungs-
zeit sowie vorbeugender Instandhaltungszeit wer-
den jedoch der Betriebszeit additiv hinzugerech-
net. [in Anlehnung an VDI 2260 und VDI 2264]
t B  t H  tO  t V tBZ – tA
Atheo
tBZ ˜100 % tBZ ˜100 %
Dabei ist
Atheo Theoretische Verfügbarkeit
tB (Fahr-)Betriebszeit)
tH Ausfall wegen höherer Gewalt
tO administrative, organisatorische oder
logistische Verzögerungszeit
tV vorbeugende Instandhaltung
tBZ Betrachtungszeitraum
tA Ausfall- und Instandsetzungszeiten
Beispiel 1: Kessel: Atheo = (550 h ((Fahr-)Betriebszeit) +
100 h (Verzögerung wegen Blitzeinschlag) + 50 h (Verzöge-
rung wegen verspäteter Materiallieferung) + 83 h (Ausfall,
Instandhaltungszeit) / 900 h (Betrachtungszeitraum: indivi-
duell vereinbarter Zeitraum) × 100 %, das heißt „technische
Kessel-Verfügbarkeit innerhalb eines individuell vereinbar-
ten Zeitraums“ = 87 %
– 78 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Beispiel 2: Kessel: Atheo = 4000 h ((Fahr-)Betriebszeit) +


100 h (Verzögerung wegen Streik) + 300 h (Verzögerung
wegen zu später Materialbestellung) / 5500 (Betrachtungszeit-
raum: vereinbarter Zeitraum von Revision zu Revision) × 100
%, das heißt „technische Kessel-Verfügbarkeit von einer
Revision zur nächsten“ = 80 %
Beispiel 3: Kessel: Atheo = 7000 h ((Fahr-)Betriebszeit) +
300 h (Verzögerung wegen Blitzeinschlag) + 146 h (Verzö-
gerung wegen verspäteter Lieferung von Kesselrohren) /
8760 h (Betrachtungszeitraum: Kalenderjahr) × 100 %, das
heißt „technische Kessel-Jahres-Verfügbarkeit“ = 85 %

Wahrscheinlichkeit Bewertung des Eintritts (Vorhersage) eines Zu-


Likelihood, probability stands (Ereignisses) ohne direkte Kausalität aus
dem vorhergehenden Zustand.
Beispiel: Bei einmaligem würfeln beträgt die Wahrschein-
lichkeit 1/6, dass eine „1“ gewürfelt wird.
Anmerkung: In realen Systemen setzt sich die Wahrschein-
lichkeit im Allgemeinen aus subjektiver (nicht messbare =>
Entscheidung unter Ungewissheit) und objektiver (statisti-
sche (messbare) => Entscheidung unter Gewissheit) Wahr-
scheinlichkeit zusammen.

Zustands-Zeitraum Zeitraum, in dem vereinbarte Zustandsbedingun-


State period gen erfüllt werden.
Beispiel: In der Verfügbarkeitsberechnung steht der Zu-
stands-Zeitraum im Zähler.
Anmerkung 1: Sind die Bedingungen nicht mehr erfüllt,
endet der Zustands-Zeitraum.
Anmerkung 2: Der Quotient von Zustands-Zeitraum zu
Bezugszeitraum ermöglicht die Angabe einer Verfügbarkeit.

Zuverlässigkeit Merkmal (Zustand/Prozess/Verhalten), das an- DIN 40041,


Dependability gibt, wie sicher ein der Person oder Sache zuge- DIN EN 1990,
wiesenes Merkmal in einem Betrachtungsbereich DIN EN 60300,
bei vorgegebenen Randbedingungen erfüllt wird. DIN EN ISO 9000,
Beispiel: Wahrscheinlichkeit, dass ein Regelventil in einem IEC 60050,
bestimmten Zeitraum bzw. zu einem bestimmten Zeitpunkt REFA,
öffnet bzw. schließt VDI 4001 Blatt 1 und
Anmerkung: Die Zuverlässigkeit kann als Eigenschaft (= Blatt 2,
qualitatives Merkmal der Person oder Sache) oder als Ein- VDI 4003
trittswahrscheinlichkeit (= quantitatives Merkmal der Person
oder Sache) angegeben werden. In letzterem Falle ist die
Zuverlässigkeit der Quotient aus dem erfüllten Merkmal zu
dem geforderten Merkmal. Damit ist eine prognostizierte
(Zeit-)Verfügbarkeit ein Teilgebiet/Spezialfall der Zuverläs-
sigkeit, bei dem sich das erfüllte bzw. geforderte Merkmal
aus definierten Zeitintervallen ergibt.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 79 –

Bild 22. Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung: Qualität


– 80 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 23. Dynamische Technik: Energie / Leistung - Bilanzierung / Bewertung: Qualität


2.2.10 Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung: Anlagenmerkmale
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Auslastungsgrad Verhältnis der von außen aufgeprägten Last DIN EN 1085,


(Auslastung, (Istlast) zur „stationären“ (Voll-)Nennlast (Kapa- DIN EN 14943
Bruttoauslastung) zität) während einer bestimmten Zeitspanne in
Capacity utilisation, load der gleichen physikalischen Einheit:
factor
] ³P in,Last ˜ dt ³P
out,Last ˜ dt

³P in,Nenn ˜ dt ³P
out,Nenn ˜ dt
Beispiel 1: Eine Anlage kann nominal 100.000 t/a durchset-
zen, es werden aber nur 90 000 t/a angeliefert - damit ist der
Auslastungsgrad 90 %.
Beispiel 2: Eine Anlage kann nominal 100 000 MWh Fern-
wärme/a erzeugen, der Bedarf beträgt aber nur 50 000 MWh
FW/a - damit ist der Auslastungsgrad 50 %.
Anmerkung 1: Die „stationären“ Nennleistungen (im Nen-
ner des Quotienten) (z. B. (Ziel-)Energien oder Zement, auch
Input einer Abfallbehandlungsanlage) ergeben sich aus
Auslegung oder Genehmigung für den jeweils selben Zeit-
raum (meist: Jahr). Bei der Bildung von Auslastungsgraden
dürfen nur Werte an ein und derselben jeweils gerade be-
trachteten Systemgrenze (Betrachtungseinheit) verwendet
werden.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 81 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Anmerkung 2: Im Gegensatz zur Auslastung (von „außen“
(außerhalb des Systems) aufgeprägte Last) ist bei der Aus-
nutzung die „innere“ Leistungsfähigkeit entscheidend.

Ausnutzungsgrad Verhältnis aus der über der Zeit gebildeten Sum- DIN EN ISO 13790
(Leistungsverfügbarkeit, me der tatsächlich nutzbaren („instationären“)
Vollbenutzungsstunden- Leistungen (Nutzen) zur über derselben Zeit ge-
grad) bildeten Summe der gesamten theoretischen
Utilisation rate, degree of („stationären“) (Voll-)Nennleistung in der glei-
utilisation, utilisation chen physikalischen Einheit:
factor, capacity, capacity
factor, load factor, unit ] ³P in,instat. ˜ dt ³P
out,instat. ˜ dt
capacity factor ³P in,Nenn ˜ dt ³P
out,Nenn ˜ dt
Beispiel 1: Eine Anlage kann nominal 100 000 t/a durchset-
zen, es werden auch 100 000 t/a angeliefert, aber aufgrund
ungeplanter Stillstände nur 90 000 t/a durchgesetzt – damit
ist der Ausnutzungsgrad 90 %.
Beispiel 2: Eine Anlage kann nominal 100 000 MWh Fern-
wärme/a erzeugen, der Bedarf ist 50000 MWh FW/a, es wer-
den aber wegen ungeplanter Stillstände nur 45 000 MWh FW/a
.

erzeugt – damit ist der Ausnutzungsgrad 45 %.


Anmerkung 1: Die „instationären“ Leistungen (im Zähler
des Quotienten) (z. B. (Ziel-) Energien oder Zement, aber
auch Input einer Abfallbehandlungsanlage) beinhalten auch
alle Pausen-, Stillstands-, Leerlauf-, Anfahr- und Abfahrzei-
ten bzw. -leistungen. Die „stationären“ Nennleistungen (im
Nenner, z. B. (Ziel-)Energien oder Zement, auch Input einer
Abfallbehandlungsanlage) ergeben sich aus Auslegung oder
Genehmigung für den jeweils selben Zeitraum (meist: Jahr).
Bei der Bildung von Ausnutzungsgraden dürfen nur Werte
an ein und derselben jeweils gerade betrachteten System-
grenze (Betrachtungseinheit) verwendet werden. Hinweis:
Im Gegensatz zur Auslastung (von „außen“ (außerhalb des
Systems) aufgeprägte Last) ist bei der Ausnutzung die „inne-
re Leistungsfähigkeit" des Systems entscheidend.
Anmerkung 2: Die Ausnutzung ist dimensionslos, während
der gleichgroße Ausnutzungsgrad in % angegeben wird.

Bilanzkreis (Bilanzgrenze, Real oder gedachte Abgrenzung eines Systems


Systemgrenze) von seiner Umwelt bzw. einem anderen System.
System limits, envelope Beispiel: Auf dem Strommarkt umfasst ein Bilanzkreis z. B.
boundary die von Lieferanten erzeugte oder zugekaufte elektrische
Energie, die sich zu jedem Zeitpunkt mit der Stromabgabe an
Kunden decken muss.
Anmerkung: Die Stoff-, Energie- oder sonstigen Ströme,
die die Systemgrenze überschreiten, können als ein- und
ausgehende Ströme (Input und Output) bilanziert werden.

Brennstoffumwandlungs- Quotient aus tatsächlich umgewandeltem Brenn- VDI 4660 Blatt 1


grad stoff-Enthalpiestrom zum theoretisch umwandel-
baren Brennstoff-Enthalpiestrom im gleichen
Bezugszeitraum.
Beispiel: zugeführte Leistung 100 MW (Brennstoffleis-
tung), davon nicht umgesetzt 5 MW – Brennstoffumwand-
lungsgrad = 95 %
– 82 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung: Der tatsächlich umgewandelte Brennstoff-


Enthalpiestrom ist in der Regel um die nicht umgewandelte
Brennstoff-Enthalpie (z. B. Glühverlust, TOC) geringer als
der theoretisch umgewandelte:

] ³Pout,Br,tat ˜ dt

³Pout,Br,theo ˜ dt

Eigen-Input Anteil des Zusatz-Inputs, der aus dem Ziel- VDI 3460 Blatt 2
Selfenergy Output gewonnen wird und über die Systemgren-
ze dem Prozess wieder zurückgeführt wird.
Beispiel: Stromeigenverbrauch (Anteil des eigen erzeugten
Stromes, ohne externen Strombezug)

energetische Verluste Der aus einem System austretende, nicht im Sin- VDI 3460 Blatt 2,
Energetic loss ne des Prozesses (Zweck) genutzte Teil der zuge- VDI 4661
führten Energie:
Input-Energie – Zielenergie = Hauptenergie +
Zusatzenergie – Zielenergie = Hauptenergie +
Fremdenergie – Netto-Zielenergie.
Beispiel: Wärmeströme durch Strahlung und Konvektion
von Apparaten; bei Nichtabnahme von Fernwärme (thermi-
sche Energie) durch die dann erforderliche Abführung der
Energie an die Umgebung („über Dach“)
Anmerkung: Ein Teil des energetischen Verlusts geht als
Dissipation in Anergie über (gelangt gegebenenfalls in die
Umwelt, wobei Umweltschutz und Arbeitssicherheit beach-
tet werden müssen), der restliche Teil kann durchaus in
einem anderen System zumindest zu Teilen als Exergie
nutzbar gemacht werden.

Fremd-Input Zusätzlich zum Haupt-Input dem Prozess über die VDI 3460 Blatt 2
External energy Systemgrenze zugeführte Input, der nicht aus dem
Ziel-Output des Prozesses resultiert.
Beispiel: Gaszufuhr, um mögliche Brenner in der MV-
Anlage zu aktivieren
Anmerkung: Beim Fremd-Input ist in jedem Fall die Art des
Inputs anzugeben (z. B. Zusatzbrennstoff, thermische Ener-
gie, elektrische Energie, Produkt) und darüber hinaus falls
erforderlich die zur Bewertung notwendigen Größen wie
Heizwert bei einem Zusatzbrennstoff, Zustandsparameter bei
thermischer Energie.

Gütegrad Verhältnis eines tatsächlichen Größenwertes einer DIN 1940,


Quality grate, isentropic technischen Einheit (z. B. Wirkungsgrad) zu ei- DIN EN 13771-1
efficiency nem vergleichbaren Referenzwert (z. B. Wir-
kungsgrad des theoretischen Vergleichsprozesses)
Kprak
(z. B.: KGüte ).
K theo
Anmerkung 1: Der Gütegrad gibt im Allgemeinen an, in
welchem Verhältnis der tatsächlich in einer realen techni-
schen Einheit erzielte Nutzen zum entsprechend dem Ver-
gleichsprozess theoretisch erzielbaren Nutzen steht. Er ist
damit ein Beurteilungskriterium für die Qualität einer techni-
schen Einheit.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 83 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung 2: Die Definition von Gütegraden sollte so


erfolgen, dass ansteigende Zahlenwerte eine Verbesserung
des Prozesses wiederspiegeln.

Haupt-Input [technisch] Mehrheitliche Anteil (als solcher feststellbar) des


Main input Inputs zur Erreichung des Hauptzwecks.
Beispiel: Abfall für eine mechanischen Behandlungsanlage

Input (Edukt) Materielles oder Immaterielles, das einem Pro- DIN EN ISO 14040,
Input zess zugeführt wird. VDI 3460 Blatt 2,
Beispiel: Materiell: Abfall, aber je nach Betrachtungszeit- VDI 4631
raum auch eine technische Anlage; immateriell: Energie,
Know-how.
Anmerkung: Die Summe der in den jeweiligen Bilanzkreis
(in einem Betrachtungszeitraum) eintretenden und zu bilan-
zierenden Edukte wird Input genannt. Bei den jeweiligen
Einsatz-Edukten sind in jedem Fall der zugehörige Bilanz-
kreis und die Art der Edukte anzugeben sowie darüber hin-
aus, falls erforderlich, die zur Bewertung der Energie not-
wendigen Größen wie Heizwert bei einem Zusatzbrennstoff,
Zustandsparameter bei thermischer Energie. Die dem System
zugeführten Mittel hängen vom Betrachtungszeitraum ab;
insbesondere können Mittel wie technische Einheiten, die in
dem System zu Beginn und am Ende der Betrachtung enthal-
ten sind, von der Betrachtung ausgenommen werden.

Input-Energie Summe der in den jeweiligen Bilanzkreis eintre- VDI 3460 Blatt 2
(Einsatzenergie) tenden und zu bilanzierenden Energien.
Energy input Beispiel: Abfall, Zusatzbrennstoff, thermische Energie,
Strom
Anmerkung: Bei der jeweiligen Input-Energie sind in jedem
Fall der zugehörige Bilanzkreis und die Art der Energie
anzugeben (z. B. Zusatzbrennstoff, thermische Energie,
elektrische Energie) und darüber hinaus, falls erforderlich,
die zur Bewertung der Energie notwendigen Größen wie
Heizwert bei einem Zusatzbrennstoff, Zustandsparameter bei
thermischer Energie.

Input-Stoff (Einsatzstoff) Summe der in den jeweiligen Bilanzkreis eintre-


Mass input tenden und zu bilanzierenden Stoffe (z. B. Kohle,
Abfall, Zusatzbrennstoff etc.).
Beispiel: Öl, Gas, Abfall

Anmerkung: Bei dem jeweiligen Input-Stoff sind in jedem


Fall der zugehörige Bilanzkreis und die Art des Stoffs anzu-
geben (z. B. Zusatzbrennstoff) und darüber hinaus, falls
erforderlich, die zur Bewertung des Stoffs notwendigen
Größen wie Stückigkeit.

Leistungsgrad Quotient aus tatsächlicher Istleistung unter gege- REFA


benen Randbedingungen zu einer definierten
Bezugsleistung (als Benchmark) in Prozent:
Ptat
KLeistung
Pdef ,relativ
– 84 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Beispiel: Es werden mit einer technischen Einheit 75 000 t/a
(unter Berücksichtigung von Instandhaltungsmaßnahmen
und Teillastfahrweise) produziert. Diese technische Einheit
kann 10 t/h produzieren und hätte damit im Jahr eine theore-
tisch maximale Relativleistung von 87 600 t/a. Dann wäre
der Leistungsgrad 85,6 %. Unter Einbeziehung von geplan-
ten Instandhaltungsmaßnahmen (als Randbedingung) können
nur 8000 h/a planmäßig in Vollnennleistung produziert
werden. Damit beträgt die Relativleistung 80 000 t/a und der
Leistungsgrad 93,75 %.

Nutzungsgrad Verhältnis von tatsächlichem Nutzen zu tatsächli- 1. BImschV § 2, Nr. 10a,


(Betriebswirkungsgrad, chem Aufwand, das heißt aus der Summe der AGFW, Arbeitsblatt
Nutzgrad, technische tatsächlich nutzbar abgegebenen Leistung (Out- AGFW FW 308,
Verfügbarkeit, praktischer put) zur Summe der gesamten tatsächlich zuge- DIN 31051,
Wirkungsgrad, Brennstoff- führten Leistung (Input) in dem jeweils selben VDI 2343 Blatt 1,
ausnutzungsgrad) Zeitraum (meist 1 Jahr) und in der gleichen phy- VDI 4661
Utilisation ratio, utilisation sikalischen Einheit:
degree, performance ratio
K ³P out,instat. ˜ dt

³P in,instat. ˜ dt
Anmerkung: Der Nutzungsgrad ist jeweils insbesondere für
instationäre bzw. tatsächliche/praktische Betriebszustände
bzw. -punkte anzugeben. Im betrachteten Zeitraum (mit
instationärem Leistungsverlauf) sind auch alle Pausen-,
Stillstands-, Leerlauf-, Anfahr- und Abfahrzeiten etc. und die
entsprechenden in diesem Zeitraum angefallenen (oder nicht
angefallenen) Energien enthalten. Bei der Bildung von Nut-
zungsgraden dürfen nur Werte an ein und derselben jeweils
gerade betrachteten Systemgrenze (Betrachtungseinheit)
verwendet werden, (in Anlehnung an VDI 4661 bzw.
AGFW FW 308].
Beispiel: Maschinennutzungsgrad, Flächennutzungsgrad

Output Materielles oder Immaterielles, das aus einem DIN EN ISO 14040,
Output Prozess abgegeben wird. VDI 4631
Beispiel: Produzierte Erzeugnisse, erworbenes Know-how

Standardverfügbarkeits- Quotient aus den Vollbenutzungsstunden, die für ZuG


grad (Standardauslastungs- die jeweiligen Tätigkeiten allgemein festgelegt
faktor) sind, und der Anzahl der für die betrachtete tech-
Default factor of load nische Einheit genehmigten maximalen Vollbe-
nutzungsstunden pro Jahr:

K ³ Pdt festgelegt

³ Pdt max,genehmigt /Jahr

Beispiel: Vollbenutzungsstunden für sonstige KWK-Anla-


gen gemäß ZuG: 7500 h, genehmigte Vollbenutzungsstun-
den bzw. falls keine immissionsschutzrechtlich genehmigten
Vollbenutzungsstunden vorliegen: 8760 h (8784 h = Schalt-
jahr): Standardverfügbarkeitsgrad 7500 h/8760 h = 0,86.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 85 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

stoffliche Verluste Die aus einem System austretende, nicht im Sinne


Substantial loss des Prozesses (Zweck) genutzten Teile der zuge-
führten Stoffe:
Input-Stoffe – Zielstoffe = Hauptstoffe + Zusatz-
stoffe – Zielstoffe = Hauptstoffe + Fremdstoffe
– Netto-Zielstoffe.
Beispiel: unverbranntes Material

Anmerkung: Ein Teil des stofflichen Verlusts gelangt gege-


benenfalls in die Umwelt (z. B. Leckagen), wobei Umwelt-
schutz und Arbeitssicherheit beachtet werden muss (gegebe-
nenfalls muss er beseitigt werden), während der restliche
Teil durchaus in einem anderen System zumindest zu Teilen
stofflich verwertbar sein kann.

Stromkennzahl Verhältnis von elektrischer (Netto-)Zielleistung P AGFW FW 308,


Co-generation Index zum (Netto-)Zielwärmestrom. VDI 3986,
Beispiel: Netto-Stromerzeugung: 100 MWh; Netto-Wärmeer- VDI 4631,
zeugung: 160 MWh; Stromkennzahl = 100 MWh/160 MWh VDI 4661
= 0,63
Anmerkung: Die Stromkennzahl drückt damit das Verhält-
nis von elektrischer Leistung zu genutzter Wärmeleistung
aus:

Pel,netto
V
PNutzwärme

Technischer Zusatz-Input Input, der für die Erreichung des jeweiligen Ver- VDI 3460 Blatt 2
(Zusatzenergie) fahrenszieles in dem betrachteten Bilanzkreis
Addional-input zusätzlich zum Haupt-Input benötigt wird.
Beispiel: Der MV-Anlage wird Abfall als Brennstoff (Ener-
gie) sowie Strom (z. B. aus Eigenerzeugung) zugeführt.
Anmerkung: Zusatz-Input kann in Fremd- oder Eigen-Input
unterschieden werden.

Verlust Aus einem System austretende, nicht im Sinne VDI 3460 Blatt 2
des Ziels genutztes Mittel.
Beispiel: energetische Verluste, stoffliche Verluste, Verlust
einer menschlichen Beziehung

Wirkungsgrad Verhältnis von theoretischem Nutzen zu theoreti- AGFW FW 308:2008-09,


(theoretischer schem Aufwand, das heißt aus der Summe der DIN EN 89,
Nutzungsgrad, stationärer theoretisch nutzbar abgegebenen, stationären DIN EN 60034-2,
Wirkungsgrad) Leistung (Ziel-Outpu) zur gesamten theoretisch DIN IEC 60034-2,
Effizienz Efficiency zugeführten, stationären Leistung (Inpu) in dem IEV 411,
jeweils selben Zeitraum (meist Sekunde) und in VDI 3460 Blatt 2,
der gleichen physikalischen Einheit: VDI 3986,
VDI 4205 Blatt 4,
] ³Pout,stat. ˜ dt VDI 4661
³Pin,stat. ˜ dt
Beispiel: abgegebene Leistung: 67,5 MW, zugeführte Leis-
tung: 90 MW Æ Wirkungsgrad: 75 %
– 86 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung: Der Wirkungsgrad ist jeweils nur für (quasi-)


stationäre bzw. theoretische Betriebszustände bzw. -punkte
anzugeben. Im betrachteten Zeitraum sind auch alle Pausen-,
Stillstands-, Leerlauf-, Anfahr- und Abfahrzeiten etc. und die
entsprechenden in diesem Zeitraum angefallenen (oder nicht
angefallenen) Energien nicht enthalten. Im Allgemeinen
wird als kennzeichnender Wirkungsgrad der Nenn-Wir-
kungsgrad angegeben:

K
Pout,stat ³P
out,stat ˜ dt
Pin,stat ³P
in,stat ˜ dt
Bei der Bildung von Wirkungsgraden dürfen nur Werte an
ein und derselben jeweils gerade betrachteten Systemgrenze
(Betrachtungseinheit) verwendet werden.

Zeitbasis Zeitintervall, dem eine Vorschrift zur Bestim-


mung eines Werts zugeordnet wird.
Beispiel: 10-Minuten-Mittelwerte einer Leistung; 30-Se-
kunden-Istwerte eines Emissionswerts

Zeitintervall Zeitabschnitt zwischen zwei Zeitpunkten.


Beispiel: Halbstunden

Bild 24. Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung: Anlagenmerkmale


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 87 –

Bild 25. Dynamische Technik: Energie / Leistung: Bilanzierung / Bewertung: Anlagenmerkmale

2.3 Nicht-Technik
2.3.1 Recht – Allgemein
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Höhere Gewalt Ein von außen kommendes, außergewöhnliches BGB § 701 Gastwirtshaf-
Force majeure und unvorhersehbares Ereignis, dem mit ange- tung,
messenen und zumutbaren Mitteln nicht rechtzei- § 7 Absatz 2 StVG, Ge-
tig begegnet werden konnte. fährdungshaftung des
Beispiel: Unwetter, Erdbeben Kraftfahrzeughalters,
VOB TEIL B (DIN 1961),
DIN EN 13809:2003-06

Auftrag (unvollkommener Sachlicher Inhalt einer Aufforderung an eine oder BGB § 662,
gegenseitiger Vertrag, mehrere andere natürliche oder juristische Perso- VDI 4001 Blatt 2
Gefälligkeit, nen, eine bestimmte Handlung unentgeltlich vor-
Gefälligkeitsvertrag) zunehmen.
<Recht> Wenn aus einer einseitigen Willenser-
klärung (Beauftragung) durch Annahme dersel-
ben durch eine oder mehrere andere natürliche
oder juristische Personen eine mehrseitige Wil-
lenserklärung (Auftragsannahme) wird, in dem
sich der Auftragnehmer verpflichtet, ein ihm von
dem Auftraggeber übertragenes Geschäft für die-
sen unentgeltlich zu besorgen, liegt ein Gefällig-
keitsvertrag vor in dem der Gegenstand des Ver-
– 88 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

trags vereinbart ist. Der Gefälligkeitsvertrag wird


als Auftrag bezeichnet und stellt ein Rechtsge-
schäft dar. Es findet kein Austausch von Mitteln
(z. B. Waren, Dienstleistungen, Informationen,
Geld) statt; es ist allerdings für die objektiv erfor-
derlichen Aufwendungen des Geschäfts ein Aus-
gleich (finanziell, Tausch o.ä.) zu leisten.
<Betriebswirtschaft> Wenn aus einer einseitigen
Willenserklärung (Beauftragung) durch Annahme
derselben durch eine oder mehrere andere natürli-
che oder juristische Personen eine mehrseitige
Willenserklärung (Auftragsannahme) wird, in
dem sich der Auftragnehmer verpflichtet, ein ihm
von dem Auftraggeber übertragenes Geschäft für
diesen unentgeltlich oder entgeltlich zu besorgen,
liegt ein Auftrag vor in dem der Gegenstand des
Vertrages vereinbart ist.
Beispiel: Frau beauftragt Mann eine Flasche Wein aus dem
Keller zu holen (= ohne Austausch von Mitteln); Auftrag ein
Haus zu bauen (= Austausch von Geld gegen Haus; wobei
die Verhandlungsphase unentgeltlich ist).
Anmerkung: Auftrag wird im betriebswirtschaftlichen
Sinne als Synonym für Vertrag verwendet.

Pflicht (Aufgabe, Handlungsoption, die ihre Begründung aus einer


Obliegenheit) Rechtsordnung, gesellschaftlichen oder persönli-
Liability, obligation chen Moral-/Norm-/Wertvorstellungen oder sons-
tigen Autoritäten bezieht.
Beispiel: Repräsentationspflicht, Zahlungspflicht (recht-
lich), Pflicht zur Pünktlichkeit im Sinne eines Arbeitsver-
trags

Recht Gesamtheit der Rechtsvorschriften, durch die das


Law Verhältnis einer Gruppe von Menschen zueinan-
der oder zu den übergeordneten Hoheitsträgern
oder zwischen diesen geregelt ist.
Anmerkung: Diese Regeln können ausdrücklich gesetzt sein
(= gesetztes Recht oder Rechtsnorm) oder sich in langjähri-
ger Übung herausgebildet haben (Gewohnheitsrecht oder
u. U. auch die der Rechtsordnung zugrundeliegenden allge-
meinen Rechtsgedanken).

Befugnis, die sich für den Berechtigten aus dem


objektiven Recht unmittelbar ergibt (gesetzliches
Recht) oder aufgrund des objektiven Rechts er-
worben wird (erworbenes Recht).
Beispiel: Arbeitsrecht; Umweltrecht
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 89 –

Bild 26. Rechtsnormen


– 90 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 27. Pflicht

Bild 28. Recht


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 91 –

2.3.2 Recht – Rechtspersonen


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anwender Natürliche oder juristische Person, die eine In- DIN EN 60601-1,
User formation zur Nutzung einer technischen Betrach- DIN EN 60731,
tungseinheit heranzieht. DIN VDE 0752 Beiblatt 1,
Beispiel: Ein Mitarbeiter ist Anwender eines Softwarepro- DIN VDE 0130-1000,
gramms. VDI 3814 Blatt 1

Auftraggeber (Kunde, Natürliche oder juristische Person, die den Ge- DIN EN ISO 11545,
Besteller) genstand eines Auftrags in allen erforderlichen DIN EN 13701,
Client, purchaser Einzelheiten festlegt und den Auftrag vergibt. DIN EN ISO 13702,
Beispiel: Kunde beauftragt einen Heizungsbauer zur Instal- DIN EN 724,
lation eines Ausdehnungsgefäßes. ISO 8402:1994,
VDI 4001 Blatt 2

Auftragnehmer Natürliche oder juristische Person, die sich zur DIN EN 12255-1,
(Beauftragter) Erfüllung eines vom Auftraggeber vorgegebenen DIN EN 61821,
Contractor Auftrags verpflichtet. VDI 4001 Blatt 2
Beispiel: Bauunternehmer in der Funktion das in Auftrag
gegebene Haus zu bauen bzw. bauen zu lassen

Bediener Natürliche Person, die auf ein Mittel indirekt über DIN EN 29592-3,
Operator eine Steuerung einwirkt. DIN EN 13204,
Beispiel: Mitarbeiter, der eine CNC-Maschine mit Einga- DIN ISO 230-5,
bewerten versieht ISO 7942,
ISO 8805

Benutzer Natürliche Person, die ein Mittel direkt zweckge- DIN EN 61010-031,
User, operator richtet, auch außerhalb der eigentlichen Funktion, VDI/VDE 3850 Blatt 1
einsetzt.
Beispiel: Arbeiten mit einem Bohrgerät um ein Loch zu
bohren

Besitzer Natürliche oder juristische Person, die über die BGB § 854,
Possessor, owner, tatsächliche Gewalt/Herrschaft über eine Sache DIN EN 13965-2,
propietor, user, operator, unabhängig von der rechtlichen Beziehung zu DIN EN 12635
holder dieser Sache verfügt.
Beispiel: Nutzer eines Erbbaurechtsgrundstücks; ein Mieter
ist Besitzer der Wohnung.
Anmerkung: Der Besitzer hat im Gegensatz zum Inhaber
(Inhaberwillen = Wille, eine Sache für sich oder einen ande-
ren zu besitzen) den Eigenbesitzwillen (= Wille, „eine Sache
für sich zu haben“), siehe auch Inhaber und Eigentümer.

Betreiber Natürliche oder juristische Personen/betriebswirt- DIN EN 15276-2,


Operator, user schaftliche Einheiten (z. B. Unternehmen), die die DIN EN 60601-1,
sachliche (wirtschaftlich und technisch) Verfü- VDI 3810 Blatt 6,
gungsgewalt (Herrschaft und Verantwortung) über 2010/75/EU;
eine Betrachtungseinheit (z. B. Anlagen; Teile von
Anlagen) inne hat.
Beispiel: Eine GmbH betreibt eine MBA muss jedoch nicht
Eigentümer sein.
– 92 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Eigentümer Natürliche oder juristische Person, die über die GG Art. 14 I,


Possessor, owner, Verfügungsgewalt über eine Sache auf rechtlicher DIN EN 12484-1,
propietor Grundlage verfügt. DIN EN ISO 13534
Beispiel: Eine Firma kauft einen Pkw und wird nach Erfül-
lung von Liefer- und Zahlungsverpflichtung Eigentümerin
des Pkw.
Anmerkung: Eigentum ist das dingliche Recht an einer
Sache. Der Eigentümer ist der, der den rechtlichen Herr-
schaftsanspruch an einer Sache hat, unabhängig davon, ob er
sie besitzt oder nicht.

Gewerbe Gewerbe im weitesten Sinne (G.i.wt.S.) (europä- GewO, NACE


isch): Jede erlaubte und auf gewisse Dauer ange-
legte wirtschaftliche, selbstständige Tätigkeit;
Gewerbe im weiteren Sinne (G.i.w.S.): Jede er-
laubte und auf gewisse Dauer angelegte wirtschaft-
liche, selbstständige auf Gewinnerzielung ausge-
richtete Tätigkeit;
Gewerbe im engeren Sinne (G.i.e.S.): Jede er-
laubte und auf gewisse Dauer angelegte wirt-
schaftliche, selbstständige auf Gewinnerzielung
ausgerichtete Tätigkeit ohne diejenigen in den
Wirtschaftszweigen des Primär-Sektors (Urpro-
duktion);
Gewerbe im engsten Sinne (G.i.et.S.): Jede er-
laubte und auf gewisse Dauer angelegte wirt-
schaftliche, selbstständige auf Gewinnerzielung
ausgerichtete Tätigkeit, die keinem anderen Wirt-
schaftszweig (siehe dort) zuzuordnen ist. Insbe-
sondere fallen hierunter Handwerker-Leistungen;
Beispiel: G.i.wt.S: Tätigkeiten in allen Wirtschaftszweigen
außer privaten Haushalten; G.i.w.S.: Im Gegensatz zum
Gewerbe im weitesten Sinne fallen Tätigkeiten aus dem
Bereich Kommunen nicht in diese Kategorie; G.i.et.S.: Tä-
tigkeiten in den Wirtschaftszweigen Industrie, Verkehr,
G.i.et.S., Handel, Dienstleistung; G.i.et.S.: Handwerker-
Tätigkeiten

Hersteller (Produzent, Natürliche oder juristische Person, die einen Pro- ChemG § 3 Nr. 7,
Erzeuger) zess bewirkt, der aus materiellen Gegenständen DIN EN 12966-2,
Manufacturer, producer unter Einsatz von Mitteln lagerbare Wirtschafts- DIN EN 13479,
oder Gebrauchsgüter (Ökonomisches Gut) er- DIN EN 14673,
zeugt. DIN EN 15276-1,
Beispiel: Anlagenbauer, Autoproduzent DIN EN 61377-2,
Anmerkung: Nicht lagerbare Wirtschaftsgüter, wie Elektri-
DIN EN ISO 10087
zität, werden in der Regel nicht hergestellt, sondern bereitge-
stellt.

Inhaber Natürliche oder juristische Person kann die Sa- BGB § 613a,
Possessor, owner, che, für die er Inhaber ist, nutzen und/oder kann HGB §§ 25
propietor, keeper tatsächlich und/oder begrenzt rechtlich über sie
verfügen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 93 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Beispiel: Ein Gläubiger ist der Inhaber einer Forderung; ein
Inhaber kann eine Geschäftsimmobilie nutzen aber nicht
veräußern.
Anmerkung: Den Inhaber kennzeichnet der Inhaberwille,
der Wille, eine Sache für sich oder einen Anderen zu besit-
zen.

Lieferant Natürliche oder juristische Person, die einem DIN EN 15276-1,


Supplier Abnehmer Waren und/oder Dienstleistungen be- DIN EN 15161,
reitstellt, unabhängig davon, ob er Hersteller ist. DIN EN 13422,
Beispiel: Unternehmen/Person, die Überhitzerpakete liefert ISO 8402,
DIN IEC 60300-3-4,
VDI 4001 Blatt 2

Nutzer Natürliche oder juristische Person, die ein Mittel


direkt zweckgerichtet und funktionsorientiert
nutzt.
Beispiel: Leser eines Buchs zur Weiterbildung; kommunale
Einrichtung, die Müll entsorgen muss und diesen an eine
Müllverbrennungsanlage liefert

Unternehmer Natürliche oder juristische Person, die bei Ab- BGB § 14;
schluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer
gewerblichen und selbstständigen beruflichen
Tätigkeit handelt.
Beispiel: GmbH, Architekt

2.3.3 Recht – Rechtsbeziehungen/-verpflichtung


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Eigentumsübergang Übergang der Verfügungsgewalt auf rechtlicher BGB § 929


Passage of title Grundlage über eine Sache.
Beispiel 1: bewegliche Sache: Einigung über den Eigen-
tumsübergang und Übergabe; Übergabe kann ersetzt werden
durch Besitzkonstitut (z. B. Miete, Leihe, Verwahrung)
Beispiel 2: Übergang von Grundstücken: Auflassung (An-
wesenheit beider Parteien bei einem Notar) und Eintragung
ins Grundbuch

Fehler Abweichung des Istzustands oder -prozesses von DIN 55350-11/9.80,


Failure einem vereinbarten oder normierten Sollzustand DIN EN ISO 9000,
oder -prozess, ohne dass es dadurch zu einem VDI 4001 Blatt 2
Mangel bzw. Rechtsfolgen führen muss.
Anmerkung: Buchungsfehler; Ankreuzen einer nicht ge-
planten Zahl auf dem Lottoschein mit daraus resultierendem
nachfolgendem Lottogewinn.
– 94 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 29. Recht – Rechtspersonen


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 95 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Garantie (Sicherstellung) Zusicherung eines bestimmten Handelns in einem BGB § 443,
Guarantee bestimmten Fall und sichert eine unbedingte VDI 2260
(Schadensersatz-)Leistung zu.
Beispiel: Kfz-Hersteller gibt eine Garantie (Verpflichtung
zur kostenfreien Nachbesserung) für Rostfreiheit der Karos-
serie des Fahrzeugs. Haltbarkeitsgarantie, Beschaffenheits-
garantie.
Anmerkung: Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zur
Abgabe eines Garantieversprechens. Im juristischen Sinn
definiert eine Garantie die vertraglich vereinbarte Verpflich-
tung eines Garanten. Sie ist eine über die weiter bestehenden
gesetzlichen Rechte hinaus gewährte freiwillige Leistung des
Garantiegebers und kann in Umfang und Dauer frei von ihm
gestaltet werden. Treten innerhalb der angegebenen Frist
Schäden auf, garantiert der Garantiegeber kostenlose Nach-
erfüllung. Die Garantie ist meist an Bedingungen, wie War-
tung geknüpft.

Gefahrenübergang Zeitpunkt, zu dem das Risiko der Verschlechte-


rung oder des Verlusts der geschuldeten Sache
vom Schuldner (z. B. Auftragnehmer) auf den
Gläubiger (z. B. Auftraggeber) übergeht.
Beispiel: Gefahrenübergang mit Abnahme einer Anlage, bei
entsprechender Vertragsvereinbarung
Anmerkung: Bei technischen Einheiten erfolgt der Gefah-
renübergang im Allgemeinen mit der offiziellen Abnahme
vom Auftragnehmer auf den Auftraggeber.

Gewährleistung Verpflichtende Leistung, die auch unabhängig BGB,


(Mängelhaftung) von vereinbarten (freiwilligen) Garantien wirk- VDI 2260
Warranty sam ist.
Beispiel: Ein Kfz hat einen Motorschaden nach einem Jahr
der Erstzulassung und bestimmungsgemäßen Gebrauch, der
Hersteller/Lieferant ist verpflichtet, die Ursache (Sachman-
gel), die zu diesem Motorschaden führte zu beheben.
Anmerkung: Die Haftung für Sach- oder Rechtsmängel
(veraltet) bestimmt Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem
Käufer im Rahmen eines Schuldverhältnisses (z. B. Kaufver-
trag) zustehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware,
Sache oder Dienstleistung geliefert hat. Die Gewährleistungs-
fristen regelt das BGB.

Gewährleistungsfrist Zeitraum innerhalb dessen der Hersteller/Dienst- BGB,


(Verjährungsfrist) leister seiner gesetzlich vorgeschriebenen Nach- DIN 69905,
Warranty period besserungsverpflichtung nachkommen muss. VDI 2260
Beispiel: Gemäß § 195 Abs. 1 Nr. 3 BGB beträgt die Ge-
währleistungsfrist seit 01.01.2002 2 Jahre. Gemäß § 475
Abs. 2 BGB sowie vereinbarten AGB kann die Frist unter
Kaufleuten auf 12 Monate verkürzt werden.
Anmerkung: Mit der Übergabe der Leistungen an den Auf-
traggeber bzw. mit ihrer Abnahme beginnt die Gewährleis-
tungsfrist. Diese ist die Zeitspanne, nach deren Ende Rechts-
ansprüche nicht mehr bestehen. Unter besonderen Voraus-
setzungen kann ein Aussetzen der Verjährung eintreten
(Hemmung, Ablaufhemmung, Neubeginn der Verjährung).
– 96 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Haftung Rechtliche Belangbarkeit für das Einstehenmüs- VDI 4500 Blatt 1


Accountability, liability sen für eine aus einem Schuldverhältnis oder aus
einer sonstigen gesetzlichen Grundlage herrüh-
rende Schuld (z. B. auf Schadensersatz).
Beispiel: Gewährleistung, Arzthaftung, Gefährdungshaf-
tung (Betrieb einer gefährlichen Anlage)

Mangel Durch die Abweichung des Istzustands oder –pro- DIN 23011-7,
Defect, lack zesses von einem vereinbarten oder normierten DIN EN 60694,
Sollzustand oder -prozess (vereinbarte Beschaf- DIN EN 62005-1,
fenheit, zugesicherte Eigenschaft) eingetretene DIN EN ISO 9000,
Verletzung des Erfüllungsinteresses aus einem VDI 4001 Blatt 2
(Kauf- oder Werk-)Vertragsverhältnis mit Rechts-
folgen, ohne, dass es zu technischen Nachteilen
führen muss.
Beispiel: Das bestellte Auto wurde mit einer falschen La-
ckierung geliefert.

Verdeckter Mangel Mangel, der bei der Übergabe oder Abnahme


Hidden defect nicht erkennbar ist bzw. war.
Beispiel: Ein Auto wird als unfallfrei verkauft, obwohl es
bereits einen Schaden am Fahrgestell hat und dies dem Ver-
käufer bekannt war.

Vereinbarte Die im Werk- oder Werkliefervertrag ausdrück- BGB § 443,


Beschaffenheit lich benannten und für den Geschäftsabschluss VDI 2260
(vereinbarte Eigenschaften) häufig entscheidenden Eigenschafts- bzw. Leis-
zugesicherte Eigenschaften tungsparameter.
(veraltet) Beispiel: Verfügbarkeit, Betriebsmittelverbrauch

Agreed characteristics

Verfügungsgewalt Rechtliche und/oder sachliche Verantwortung


Power of disposal, power (passiv) oder Herrschaft (aktiv).
of disposition Beispiel: Eigentum = rechtliche Verfügungsgewalt; Besitz
= sachliche Verfügungsgewalt

Vertrag Übereinstimmende Willenserklärung von mindes- BGB § 104 ff.,


Contract tens zwei natürlichen und/oder juristischen Per- DIN EN 724,
sonen die ihrerseits auf rechtlichen Erfolg ausge- DIN EN 13980,
legt ist. DIN EN 13701,
Beispiel: Kaufvertrag, Mietvertrag, Betreibervertrag, Werk- DIN ISO 10209-4,
vertrag, Dienstleistungsvertrag, Geschäftsbesorgungsvertrag, DIN EN 50215
Erbvertrag
Anmerkung: Ein Vertrag ist ein Rechtsgeschäft und kann
grundsätzlich formfrei erfolgen. Aus der Willenserklärung
resultieren mit Abschluss (Annahme) des Vertrags die Ver-
tragspflichten. Es werden unvollkommen gegenseitige Ver-
träge (= Auftrag, das heißt ohne Austausch von Mitteln) und
vollkommen gegenseitige Verträge (= Austausch von Mit-
teln) unterschieden.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 97 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Vertragspflicht Sich für die Vertragsparteien, insbesondere den


Auftraggeber und den Auftragnehmer ergebende
Pflicht.
Beispiel: Der Auftraggeber zahlt dem Auftragnehmer für
die Lieferung eines Autos (Kaufvertrag).
Anmerkung 1: Die Vertragspflichten des Auftraggebers
sind beim Werk- oder Werklieferungsvertrag im Wesentli-
chen die Bereitstellung vereinbarter Vertragsgrundlagen
(z. B. Stromversorgung, Bereitstellung des vereinbarten
Inputs), die Vergütung und Abnahme des vereinbarten Ge-
werks. Die Vertragspflichten des Auftragnehmers sind im
Wesentlichen die Lieferung bzw. Herstellung des Gewerkes
mit vereinbarten Beschaffenheiten.
Anmerkung 2: Beim Kaufvertrag bestehen die wesentlichen
Vertragspflichten darin: einerseits Übergabe und Eigentums-
verschaffung (Verkäufer) und andererseits Abnahme und
Bezahlung (Käufer).

Bild 30. Recht – Rechtsbeziehungen/-verpflichtung


a)
außer bei arglistiger Täuschung
– 98 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

2.3.4 Recht – Genehmigung


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anlage im Sinne des Alle technischen Anlagen erweitert um Betriebs- BImSchG § 3 Abs. 5
Rechts stätten und sonstige ortsfeste Einrichtungen, fer-
ner Grundstücke, auf denen Stoffe gelagert oder
abgelagert oder Arbeiten durchgeführte werden
(ausgenommen öffentliche Verkehrswege), au-
ßerdem Maschinen, Geräte und sonstige ortsver-
änderliche technische Einrichtungen sowie Fahr-
zeuge.
Beispiel: mechanisch-biologische Anlage (MBA), Kohle-
kraftwerk

Genehmigung Nachträgliche Zustimmung (§ 183 BGB) oder vor 2010/75/EU,


(Zustimmung, Erlaubnis) Beginn einer geplanten Maßnahme einzuholende BGB,
Permit, license, approval Zustimmung einer Behörde. BImSchG,
Beispiel: Baugenehmigung, Betriebsgenehmigung; Geneh- WHG,
migung nach dem BImSchG, Wasserrechtliche Erlaubnis KrWG,
Anmerkung: In der Regel handelt es sich dabei um einen VwVfG,
begünstigenden (gestattenden) Verwaltungsakt, in der Regel DIN EN 13814,
in Form eines schriftlichen Bescheids, mit dem das grund- DIN EN 82045-1
sätzliche Verbot eines Verhaltens im Einzelfall aufgehoben
wird.

Genehmigungsbedürftig Regelung des Normgebers, dass für bestimmte 4. BImSchV,


Subject to licensing Sachen oder Tätigkeiten eine Genehmigung WHG
zwingend erforderlich ist.
Beispiel 1: Anlagen, die der 4. BImSchV unterliegen, sind
genehmigungsbedürftig nach BImSchG.
Beispiel 2: Gewässerbenutzung durch Kühlwasserentnahme
gemäß § 8 Abs. 1 in Verbindung mit § 9 WHG

Gefährlich (besonders Eigenschaft von Sachen oder Tätigkeiten, von DIN 27200
überwachungsbedürftig) denen für die Benutzer oder Dritte besonders
Need to be monitored schwere Gefährdungen ausgehen können und die
deshalb einer besonderen Überwachung unterzo-
gen werden müssen.
Beispiel: explosive Bestandteile im Abfall

mehrheitlich (absolut Einen Anteil von über 50 % aufweisend.


mehrheitlich) Beispiel: Eine Partei hat mit 55 % den mehrheitlichen An-
teil (absolute Mehrheit), wenn die anderen Parteien 20 %,
15 % und 10 % haben.

nennenswert Eigenschaft eines Merkmals wenn es ohne


Schwierigkeiten feststellbar ist.
Beispiel: Regelungsschwankungen über 5 % gelten als
nennenswert
Anmerkung 1: Schwankung/Veränderung von Merkmalen
oberhalb einer zulässigen Toleranz für die betreffende Ei-
genschaft gelten als nennenswerte Änderung. Sind keine
Toleranzgrenzen vereinbart, kann eine Veränderung der
relevanten Eigenschaften von mehr als 5 % als Orientierung
für eine „nennenswerte Änderung“ dienen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 99 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anmerkung 2: „Nennenswert“ bezieht sich auf die


Feststellbarkeit eines Merkmals bzw. einer Merkmalsände-
rung an der Betrachtungseinheit und nicht allein auf Zweck
und Wirkung der Betrachtungseinheit, wie es beim Begriff
„wesentlich“ der Fall ist.

überwiegend (relativ Größter einzelner Anteil.


mehrheitlich) Beispiel: Eine Partei hat mit 40 % den überwiegenden
Anteil („relative Mehrheit“), wenn die anderen Parteien
30 %, 20 % und 10 % haben.

Verwaltungsakt Verfügung, Entscheidung oder andere hoheitliche VwVfG § 35 Satz 1


Maßnahme, die eine Behörde zur Regelung eines
Einzelfalls auf dem Gebiet des öffentlichen
Rechts trifft und die auf unmittelbare Rechtswir-
kung nach außen gerichtet ist.
Beispiel: Genehmigungsbescheid

Wesentlich (signifikant, Eigenschaft, die durch Zweck und Wirkung unter 2005/360/EG,
substantiell) definierten Randbedingungen eine Betrachtungs- 2010/75/EU,
Substancial, significant einheit charakterisiert. BImSchG § 16, Abs. 1,
Beispiel: Wesentlich für ein Kohlekraftwerk ist die Erzeu- 1. BImSchV § 2, Nr. 13,
gung von Strom durch Verbrennung von Kohle. BetrSichV § 2 Abs. 6,
Anmerkung: Zweck und Wirkung der Betrachtungseinheit DIN EN 14449
müssen auch bei Veränderungen von Merkmalen der Be-
trachtungseinheit erhalten bleiben.

2.3.5 Organisation – Betrieb


Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Aufforderung Einmaliges oder wiederkehrendes, mündliche


oder schriftlich geäußertes Verlangen, für das
kein Erfüllungsanspruch besteht.
Beispiel: „Setzen Sie sich.“

Anmerkung: Die Aufforderung wird von einem nicht not-


wendigerweise Befugten (Auffordernden) an eine oder meh-
rere Personen (Aufgeforderte) erteilt.

Anleitung Einmaliges oder wiederkehrendes, mündliche REFA


oder schriftlich geäußertes Unterstützungsleis-
tung, für das ein Erfüllungsanspruch zur
Wirksamwerdung von Haftungsansprüchen be-
steht und für die keine spezifische Qualifikation
bestehen muss.
Beispiel: Bastelanleitung

Anmerkung: Die Anleitung wird von einem Befugten (An-


leitenden) an eine oder mehrere Personen (Angeleitete)
erteilt. Der Angeleitete folgt auf der Basis von allgemeinen
Qualifikationen im Wesentlichen der Anleitung.
– 100 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Anweisung Einmaliges oder wiederkehrendes, mündliche REFA


oder schriftlich geäußertes Unterstützungsleis-
tung, für das ein Erfüllungsanspruch zur
Wirksamwerdung von Haftungsansprüchen be-
steht und für die eine spezifische Qualifikation
bestehen muss.
Beispiel: Bauarbeiten

Anmerkung: Die Anweisung wird von einem Befugten


(Anweisenden) an eine oder mehrere Personen (Angewiese-
ner) erteilt. Der Angewiesene schließt aus der Anweisung
auf der Basis seiner spezifischen Qualifikation auf sein
Handeln.

Arbeit (Arbeitsstudium) Erfüllung einer Aufgabe innerhalb eines Systems, REFA


die durch das hauptsächliche Zusammenwirken
von Personen untereinander und/oder mit techni-
schen Einheiten mit dem Arbeitsgegenstand ge-
kennzeichnet ist.
Beispiel: Bauarbeiten

Anmerkung: Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit


Arbeit sowohl die Tätigkeit als auch ihr Ergebnis bezeichnet.

Arbeitsanweisung Sachlicher Inhalt von Anweisungen (mündlich DIN 27200,


Working instruction, job oder schriftlich) des Weisungsbefugten zu einzel- REFA,
instructions nen oder wiederkehrenden Abläufen/Vorgängen VDI 2700 Blatt 5,
innerhalb eines begrenzten Systems zwischen
Mensch und technischer Einheit.
Beispiel: Beschreibung wie die Rechnungsprüfung/Bestel-
lung o.ä. abzuwickeln ist.
Anmerkung: Sie richten sich an bestimmte Personengrup-
pen. Schriftliche Arbeitsanweisungen werden im Allgemei-
nen in der (Betriebs-)Dokumentation niedergelegt.

Arbeitsgegenstand Mittel, die gemäß einer Arbeitsaufgabe verändert REFA


werden.
Beispiel: Werkstoff, Halbzeug

Aufgabe Beschreibung der notwendigen Maßnahmen und DIN V ENV 26385,


Mittel von einem gegebenen Ausgangszustand in REFA
einem System ein vorgegebenes Ziel zu errei-
chen.
Beispiel: Betrieb einer Anlage

Betriebsablauf Tatsächlicher („dynamisch“) funktionaler (inhalt- REFA


lich und zeitlich) Zusammenhang des Zusammen-
wirkens von Mensch und/oder Betriebsmitteln im
Sinne der Arbeitsaufgabe.
Beispiel: Betriebsdatenaufzeichnungen in der Leittechnik

Anmerkung: Im Allgemeinen wird der funktionale Zusam-


menhang durch eine geordnete Dokumentation von Daten
des Betriebs (Betriebliche Aufzeichnungen, Bewertung,
Kommunikation) dargestellt.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 101 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Bedienungsanleitung Betriebsanweisung für technische Einheiten, die DIN 27200


eine Steuerung beinhalten.
Beispiel: Anleitung für die Bedienung der Sensortasten
eines Kochfelds

Betriebsanleitung Mittel zum Übertragen von Information (vom DIN EN 12262,


(Gebrauchsanleitung, Hersteller oder vom Inhaber einer Genehmigung) DIN EN 12644-1,
Benutzerhandbuch, einer Betrachtungseinheit an deren Benutzer DIN EN 62079
Betriebsvorschrift, (auch den nicht speziell qualifizierten), wie diese
Betriebsbestimmung) korrekt und sicher (Vermeidung von Gefahr)
Instruction manual, anzuwenden ist.
instruction handbook, Beispiel: Anleitung zur Nutzung einer Bohrmaschine
direction for use

Betriebsanweisung Sachlicher Inhalt schriftlicher Anweisungen des DIN 58949-6,


Special working Weisungsbefugten zum Einsatz und Umgang mit VDI 2163,
instructions, special bestimmten Betriebsmitteln, in denen auf Gefah- REFA
operating instructions ren (im Wesentlichen für Personen und Sachen)
bei der Nutzung dieser Betriebsmittel hingewie-
sen wird.
Beispiel: Hinweise welche Gefahren beim Umgang mit
einer Bohrmaschine auftreten können
Anmerkung: Sie richten sich an bestimmte Personengrup-
pen, die entsprechend regelmäßig qualifiziert zu belehren
sind. Betriebsanweisungen werden im Allgemeinen in der
(Betriebs-)Dokumentation niedergelegt.

Betriebliche Dokumentation von Betriebsabläufen, Messdaten


Aufzeichnungen und Prozessgrößen.
Beispiel: Dokumentation über den täglichen/monatlichen
Heizöl-, Betriebsmittelverbrauch etc.

Betriebshandbuch In einem Betriebshandbuch sind alle unmittelba-


Operating manual ren und vorbeugenden Maßnahmen beschrieben,
die für den Betrieb einer größeren technischen
Einheit notwendig sind.
Anmerkung: Das Betriebshandbuch enthält neben der Dar-
stellung der Aufbau- und Ablauforganisation eines Betriebs
auch alle wesentlichen Informationen über die Handhabung
der internen und externen Dokumentation und Kommunika-
tion.

Betriebsorganisation Der gewollte Ordnungsrahmen zur Optimierung REFA


eines ganzheitlichen zugleich wirtschaftlichen
und menschengerechten Betriebsgeschehens.
Beispiel: Unternehmenshierarchie

Anmerkung: Die Betriebsorganisation liefert mit Aufbau-


und Ablauforganisation die („statische“) Grundlage für den
Betriebsablauf.

Betriebstagebuch Gesamtheit der Informationen aus Schichtbuch EfbV § 5


und relevanten betrieblichen Aufzeichnungen
– 102 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
(insbesondere wesentliche Energie- und Stoff-
Ströme sowie kritische Messgrößen).
Beispiel: hoher Druckverlust im Saugzug

Anmerkung: Der Entsorgungsfachbetrieb hat für jeden


Standort zum Nachweis einer sach- und fachgerechten
Durchführung der abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten ein
Betriebstagebuch zu führen. Das Betriebstagebuch hat alle
für den Nachweis eines ordnungsgemäßen Verbleibs der
Abfälle wesentlichen Daten zu enthalten. Das Betriebstage-
buch ist von der für die Leitung und Beaufsichtigung des
Betriebs verantwortlichen Person regelmäßig zu überprüfen.
Das Betriebstagebuch ist fünf Jahre lang aufzubewahren.

Betriebstechnische Beschreibung einer technischen Einheit im All-


Dokumentation gemeinen unter Angabe von Abmessungen, für
Ersatzbeschaffungen, Anschlüssen etc.
Beispiel: Beschreibung eines Gewebefilters

Anmerkung: Teilweise enthalten betriebstechnische Doku-


mentationen auch Betriebsanleitungen.

Betriebsvereinbarung Privatrechtlicher Vertrag zwischen Arbeitgeber BetrVG § 77 II,


Labour management und Betriebsrat, der gegenseitige Pflichten, Ange- REFA
contract, Factory legenheiten des Betriebs und der Betriebsverfas-
agreement sung zum Gegenstand hat, und sich auf die Ar-
beitsverhältnisse des Betriebs beziehen kann.
Beispiel: Übereinkunft über die Nutzung elektronischer
Kommunikationssysteme
Anmerkung: Nach der Satzungstheorie stellt die Betriebs-
vereinbarung eine autonome Satzung dar, die dadurch zu-
stande kommt, dass Arbeitgeber und Betriebsrat gleich
lautend aufeinander bezogene Beschlüsse fassen. Die Be-
triebsvereinbarung bedarf der Schriftform.

Betriebsvorschrift Gesamtheit der verbindlichen Anweisungen, die


ein bestimmtes Verhalten oder Handeln fordert.
Beispiel: Ein Mitarbeiter hat die Betriebsvorschriften ein-
zuhalten und damit Betriebsanweisungen, Dienstanweisun-
gen, Betriebsanleitungen, Betriebsvereinbarungen und Ar-
beitsanweisungen.
Anmerkung: Zu den Betriebsvorschriften gehören im All-
gemeinen die Betriebsanweisungen, Dienstanweisungen,
Betriebsanleitungen, Betriebsvereinbarungen und Arbeits-
anweisungen.

Betriebspflichten Pflicht zur ordnungsgemäßen Aufrechterhaltung


Operational tasks des Betriebsablaufs (insbesondere in der Daseins-
fürsorge).
Beispiel: Pflicht zur Aufrechterhaltung eines Flugplatzbe-
triebs zu bestimmten Zeiten

Besondere Betriebspflichten, die sich aus verwaltungsrecht- UmweltHG § 6 Art. 3


Betriebspflichten lichen Zulassungen, Auflagen und vollziehbaren
Anordnungen und Rechtsvorschriften ergeben,
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 103 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
soweit sie die Verhinderung von Einwirkungen
bezwecken, die für die Verursachung von Schä-
den für Mensch und Umwelt in Betracht kom-
men.
Beispiel: Durchführen von Emissionsmessungen

Dienst Erfüllung einer Aufgabe innerhalb eines Systems


zur Erreichung eines im Wesentlichen immateri-
ellen Ziels, die durch das hauptsächliche Zusam-
menwirken von Personen (natürliche oder juristi-
sche) gekennzeichnet ist.
Beispiel: Tätigkeit eines Arztes: „Ich habe Dienst.“

Anmerkung: Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit


Dienst sowohl die Tätigkeit (im Sinne der Dienstleistung) als
auch seine Bereitschaft zum Dienst bezeichnet.

Dienstanweisung Sachlicher Inhalt von schriftlichen Anweisungen VDI 2260,


(Betriebsanweisung, des Weisungsbefugten zu wiederkehrenden, sys- VDI 2264
Geschäftsanweisung) temübergreifenden Vorgängen im Bereich der
Operation instructions, Betriebsorganisation.
Operator`s manual Beispiel: Maßnahmen/Verhalten bei Feueralarm

Anmerkung: Sie richten sich an bestimmte Personengrup-


pen, wobei der Weisungsbefugte und der Empfänger der
Dienstanweisung in einem Vertragsverhältnis stehen.
Dienstanweisungen werden im Allgemeinen in der (Be-
triebs-)Dokumentation niedergelegt.

Dokumentation Nutzbarmachung von Informationen zu einem ISO 5127-1,


Documentation, reference bestimmten Zweck. DIN ISO 15226,
material Beispiel: Betriebshandbuch, Technische Unterlagen, die dem DIN EN 82045-1,
Eigentümer vom Hersteller übergeben werden. DIN EN 14197-1,
Anmerkung: Die Nutzbarmachung umfasst die durchgängi- VDI 4500 Blatt 1,
ge, systematische Zusammenfassung und Bearbeitung von IEC 62023
aufgezeichneten Informationen zum Aufbewahren, Klassifi-
zieren, Wiederfinden, Nutzen und Verbreiten.

Gefährdungsbeurteilung Auf der Basis der einschlägigen Rechtsvorschrif- BetrSichV


ten geführte Ermittlung der notwendigen Maß-
nahmen für die sichere Bereitstellung und Benut-
zung der Betriebs-/Arbeitsmittel durch den Ar-
beitgeber.
Beispiel: Unterweisung von Fremdfirmen zur Durchführung
von Schweißarbeiten auf der Basis einer Analyse der Gefah-
ren am vorgesehenen Arbeitsort unter Berücksichtigung der
Arbeitsmittel und der Umgebung
Anmerkung 1: Dabei hat er insbesondere die Gefährdungen
zu berücksichtigen, die mit der Benutzung des Betriebs-/
Arbeitsmittels selbst verbunden sind und die am Arbeitsplatz
durch Wechselwirkungen der Betriebs-/Arbeitsmittel unter-
einander oder mit Betriebsstoffen oder der Arbeitsumgebung
hervorgerufen werden.
Anmerkung 2: Kann nach den Bestimmungen des § 7 und
§ 12 der Gefahrstoffverordnung die Bildung gefährlicher
– 104 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
explosionsfähiger Atmosphären nicht sicher verhindert
werden, hat der Arbeitgeber:
a) die Wahrscheinlichkeit und die Dauer des Auftretens
gefährlicher explosionsfähiger Atmosphären,
i) die Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins, der Aktivie-
rung und des Wirksamwerdens von Zündquellen ein-
schließlich elektrostatischer Entladungen und
j) das Ausmaß der zu erwartenden Auswirkungen von
Explosionen zu beurteilen.
Für Betriebs-/Arbeitsmittel sind insbesondere Art, Umfang
und Fristen erforderlicher Prüfungen zu ermitteln. Ferner hat
der Arbeitgeber die notwendigen Voraussetzungen zu ermit-
teln und festzulegen, welche die Personen erfüllen müssen,
die von ihm mit der Prüfung oder Erprobung von Betriebs-
mitteln zu beauftragen sind.

Schichtbuch Umfasst (tägliche), auch handschriftliche, vom VDI/VDE 3699 Blatt 1


Verantwortlichen aktualisierte Informationen mit
dem Zweck der Übergabe wesentlicher Informa-
tion von einer Schicht zur nächsten und zur Do-
kumentation nicht automatisch aufgenommener
Informationen.
Beispiel 1: Erinnerung an noch zu erledigende Arbeiten

Beispiel 2: Überwachen des Abschlusses von Arbeiten

Beispiel 3: objektbezogene Anmerkungen, wie „Laufzeit-


überwachung spricht an, weil der Endschalter nicht schließt“

Tätigkeit Körperliche und geistige Handlung des Menschen BGB,


zur Erreichung eines Ziels. REFA
Beispiel: Bohren; Schreiben; Programmieren

Verfahrensanweisung Gesamtheit aus Arbeits- und Dienstanweisungen. BGB


Anmerkung: In nicht produzierenden Gewerben wird vor-
wiegend allein der Begriff Verfahrensanweisung ohne Diffe-
renzierung in Arbeits- und Dienstanweisung verwendet.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 105 –

Bild 31. Organisation – Betrieb


2.3.6 Organisation – Betrieb: Gefahr
Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben
(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Gefahr (Bedrohung) Ein Sachverhalt, bei dem das Risiko größer ist als BGB § 90,
Danger das Grenzrisiko. BGR 119,
Beispiel: Geisterfahrer, Rauchen beim Betanken an der DIN 10503,
Tankstelle DIN EN 420,
Anmerkung: Der Sachverhalt ist in der Regel gegeben bei DIN EN 14489,
gleichzeitigem Zusammentreffen (lokal, zeitlich) einer Ge- DIN EN 14738, 2004-08,
fahrenquelle sowie einem verletzungswirksamen Faktor/Ak- DIN EN 50153, 2003-07,
tion mit einer Person oder Sache. DIN EN ISO 14698-2:
2004-02,
DIN EN ISO 14698-2,
VDE 31000,
VDI 4001
Bild 32. Organisation – Betriebsvorschriften

– 106 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf


Thema Im Vordergrund Im Vordergrund System/Anwendungshorizont Interaktion basierend auf
Regelt Verhalten
steht: steht: Wird geliefert Regelt innerhalb der Unternehmung zwischen besonderen
Steuerung AG-AN- Interaktion Beispiel
Qualität der Schutz vor von Abläufe spezifisch Mensch und rechtlichen
Verhältnis Mensch-Person
Betriebsvorschriften Arbeit Gefahr übergeordnet technischer Einheit Vorgaben
Erklärung der Handhabung einer
Bedienungsanleitung X X X Hersteller X X X
Bohrmaschine
Betriebsanleitung X X Hersteller X X X Procedere beim An-/Abfahren

Betriebstechnische Dokumentation Hersteller X X As-Built-Zeichnungen / R&I

Betriebsanweisung X Betreiber (X) X X X (X) X Gefahrenhinweis auf HCl-Tank


AG und
Betriebsvereinbarung X X X (X) X X Arbeitszeitregelung
Betriebsrat
Unternehmens- Beschreibung der Tätigkeit des
Arbeitsanweisung X X X X (X)
hierarchie Rundläufers
Verfahrensanweisung
Dienstanweisung X Betreiber X (X) X (X) X Unterschriftenregelung

X trifft zu
(X) kann zutreffen
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 107 –

Abgrenzung
Erfüllungsgrad
Qualifikation Handeln
mit Haftung
Begriffe

Aufforderung nein situativ situativ

auf Basis des


Anleitung ja allgemein
vorgegebenen Prozesses

auf Basis eigener


Anweisung ja spezifisch Kenntnisse und
Fähigkeiten

Bild 33. Organisation – Begrifflichkeiten

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Ernste Gefahr (erhebliche Gefahr, bei der 12. BImSchV § 2 Nr. 4,


Gefahr, Gefährdung) a) das Leben von Menschen bedroht wird oder VDI 4001,
Serious danger, schwerwiegende Gesundheitsbeeinträchtigun- VDE 31000
increased risk; gen von Menschen zu befürchten sind,
imminent danger b) die Gesundheit einer großen Zahl von Men-
schen beeinträchtigt werden kann oder
c) die Umwelt, insbesondere Tiere und Pflanzen,
der Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie
Kultur oder sonstige Sachgüter geschädigt
werden können, falls durch eine Veränderung
ihres Bestands oder ihrer Nutzbarkeit das Ge-
meinwohl beeinträchtigt würde.
Beispiel: Eine Person sitzt neben einer Benzin-Zapfsäule,
hat Zigarette und Feuerzeug in der Hand.

Gefährdung (potenzielle Potenzielle Gefahrenquelle, auch unterhalb des BetrSichV,


Schadensquelle) Grenzrisikos vom Beginn einer relevanten Wech- GefStoffV,
Endangering, threat, selwirkung bis zum Eintritt eines Schadens. BGR 119,
hazard Beispiel: Chemikalientank, ungesicherte Ladung, ungesi- DIN EN 60519-1:2004-05,
cherte Brüstung etc. DIN EN 12929-1:2005-06,
DIN EN ISO 14698-1:
2004-04,
DIN EN 60519-1,
DIN EN 12929-1,
DIN EN ISO 13702,
DIN EN ISO 14698-1,
DIN EN 61508-4:2002-08,
ISO/IEC Guide 51:1990,
DIN EN 14971:2001,
DIN EN 62133,
VDI 4065
– 108 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung
Grenzrisiko (tolerierbares Das basierend auf dem aktuellen Stand der Tech- DIN EN 61508-4:2002-08,
Risiko) nik bzw. auf Wertvorstellungen in einem gegebe- DIN 2002,
Limiting risk, boundary nen Zusammenhang größte noch vertretbare Risi- VDE 31000,
risk, accepted risk ko. VDE 1987,
Beispiel: Überschreitung der Grenzwerte; Verkehrstote VDI 4006 Blatt 1
trotz Regeln, Normen und dem Einbau sicherheitsrelevanter
Technik in Fahrzeugen (z. B. ESP)
Anmerkung: Im Allgemeinen lässt sich das Grenzrisiko
nicht exakt quantifizieren.

Restrisiko Risiko, das nach der Anwendung von Schutz- DIN EN 61508-4:2002-08,
Residual risk, remaining maßnahmen verbleibt. DIN 2002,
risk Beispiel: Risiko, dass ein Müllkessel ausfällt unter Berück- DIN EN 14971:2001,
sichtigung eingehaltener Betriebsparameter sowie den DIN 2001,
durchgeführten Revisionen, Instandhaltungsmaßnahmen ISO/IEC Guide 51:1999
(gemäß Gesetz, Hersteller u. ä.)

Risiko Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit (unter DIN 31004,


Risk Berücksichtigung der Eintrittshäufigkeit) und der DIN ISO 9735-1,
Ereignisschwere bzw. dem Schadensausmaß. DIN EN 12929-1,
Beispiel: Planungsrisiko, Existenzrisiko, Handlungsrisiko DIN EN 14971: 2001,
DIN 2001,
ISO/IEC Guide 51:1990,
DIN EN ISO 17666,
VDI 4001 Blatt 2

Sachverhalt (Sachlage, Konkretisierbare Relation (z. B. Gegebenheiten,


Situation) Umstände, Eigenschaften) von Sachen (materiell
Circumstances , und/oder immateriell) zueinander und falls not-
circumstances of the case, wendig unter Berücksichtigung eines weiteren
facts of the case nachvollziehbaren Bezugspunkts.
Beispiel: Die Weltbevölkerung umfasst im Jahr 2008 ca.
6,5 Milliarden Menschen.

Schaden Nachteil, hervorgerufen durch Minderung oder DIN 31004-1,


Damage, failure Verlust an materiellen oder immateriellen Gütern; DIN EN ISO 14630,
unabhängig davon, wie er entstanden ist. DIN EN ISO 16091,
Beispiel: durch einen Verkehrsunfall verursachter Perso- DIN EN 61508-4:2002-08,
nen-/Vermögensschaden; Waldschäden; Brandschaden DIN 2002,
Anmerkung: Sonderfall ist der Versicherungs-Sachschaden, DIN EN 14971:2001,
in dem durch ein plötzliches und unvorhersehbares Ereignis DIN 2001,
das als Folge einer molekularen Sachsubstanzveränderung ISO/IEC Guide 51:1999,
den Wert und die Brauchbarkeit der Sache beeinträchtigt. VDI 4001 Blatt 2

Schutzgüter Schutzgüter sind Menschen, Tiere und Pflanzen, BImSchG § 1


(schutzwürdige Güter) der Boden, das Wasser, die Atomsphäre sowie
Kultur und sonstige Sachgüter.
Beispiel: Kinder

Anmerkung: Sie und die Wechselwirkungen der vorgenann-


ten Schutzgüter sind vor schädlichen Umwelteinwirkungen
zu schützen und es ist dem Entstehen schädlicher Umwelt-
einwirkungen auf sie vorzubeugen.
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 109 –

Vorzugsbenennung Definition Quellenangaben


(Synonyme)
Englische Bezeichnung

Sicherer Zustand Zustand der Betrachtungseinheit in dem die Si- DIN EN 61508-4:2002-08
Safe state cherheit erreicht ist.
Beispiel: Ein Schaltschrank ist spannungsfrei geschaltet.

Sicherheit Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken der DIN EN ISO 14630,
Safety, certainity Beeinträchtigung ist oder als gefahrenfrei angese- DIN EN ISO 16091,
hen wird, das heißt eine Sachlage, bei der das DIN 31004-1, 11.84,
Risiko nicht größer ist als das Grenzrisiko. DIN EN 61508-4:2002-08,
Beispiel: Gewissheit, dass das erworbene Produkt frei von ISO/IEC Guide 51:1999,
Mängeln und Irrtümern ist. DIN EN 14971:2001,
Anmerkung: Sicherheit setzt sich zusammen aus der funkti- VDI 4001 Blatt 2,
onalen (inhärenten) Sicherheit und der externen Sicherheit VDI 4006 Blatt 1
(Beeinflussung der Umgebung; z. B. Arbeitssicherheit) (in
Anlehnung an DIN EN 61508-4:2002-08; ISO/IEC Guide
51:1999, 3.1; DIN EN 14971:2001)

funktionale Sicherheit Teil der Sicherheit, die die konkrete Funktion DIN EN 61508-4:2002-08
Functional safety eines Systems betrifft.
Beispiel: Schnellschluss bei zu niedriger Dampftemperatur
vor Turbine
Anmerkung: Die funktionale Sicherheit hängt u. a. von der
richtigen Verfahrenstechnik, Konstruktion, Montage, War-
tung etc. ab.

3 Abkürzungen
In dieser Richtlinie werden die nachfolgend aufgeführten Abkürzungen verwendet:
BA Biologische Behandlungsanlage
BAT best available technique
BHKW Blockheizkraftwerk
BREF best available techniques reference document
BVT beste verfügbare Technik
MA Mechanische Aufbereitungsanlage
MBA Mechanisch- biologische Behandlungsanlage
MVA Abfallverbrennungsanlage
WtEP waste-to-energy plant
OIML Organisation Internationale de Métrologie Légale (International Organization of Legal Metrology)
VGB VGB PowerTech e.V. europäischer Fachverband für Strom- und Wärmeerzeugung
– 110 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Bild 34. Organisation – Betrieb: Gefahr


Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 111 –

Anhang A Strukturierung  mechanisch(-biologische) Behandlungsanla-


Die Abfall- und Energiewirtschaft sind wichtige gen (MA/MBA)
Segmente der Volkswirtschaft und signifikante  biologische Behandlungsanlagen (Kompos-
Größen für Energieeffizienz und Ressourcenscho- tierung, Vergärung)
nung im Rahmen des Umweltschutzes. Abfall- und  chemisch-physikalische Behandlungsanlage
Energiewirtschaft berühren somit nahezu alle Le- (CPB)
bensbereiche.
 Abfalldeponien (ober- oder untertägig)
Um in der Komplexität eine gewisse Übersicht-
lichkeit in den bearbeiteten Begriffen zu ermögli-  Logistik (Behältergestellung (Erfassung),
chen, wurde eine Strukturierung in die Bereiche Sammlung, Transport, Umschlag, (Zwi-
Technik und Nicht-Technik vorgenommen schen-)Lagerung
(Bild A1).  Sortier- und Aufbereitungsanlagen (zum
Abfall- und
Teil = MA)
Energiewirtschaft
b) dynamische Technik (Betrieb):
betriebliche Abläufe und Verfahren, Regelungs-
Technik Nicht-Technik
und Steuerungskonzepte, Betriebsphilosophie
usw.:
 Prozesse
Statische Technik Dynamische Technik
(„Hardware“) („Betrieb“)  Input/Output
 Emission/Immission
Bild A1. Strukturbereiche
 Betriebsphasen/-zeiten
Technik
 Energie/Leistung – Bilanzierung/Bewertung
a) statische Technik (Apparate)
In erster Linie Anlagenkomponenten der ver- Nicht Technik
schiedenen Verfahren, Messgeräte, Rohrleitun- x Organisation
gen, Instrumentierung etc. Als wesentliche An-
x Recht
lage werden aufgrund ihrer Verbreitung be-
trachtet: Unberücksichtigt bleiben in dieser Richtlinie:
 fossile Kraftwerke x Personal
(mit z. B. Staubfeuerungen) x Information
 Siedlungsabfallverbrennungsanlagen x Kapitalwirtschaft
(MVA z. B. mit Rosttechnik) x Materialwirtschaft
 Biomasse-Verbrennungsanlagen x Absatz und Marketing.
 Sonderabfallverbrennungsanlagen Die „statische Technik“ betrifft somit im Wesentli-
(z. B. mit Drehrohrtechnik) chen die „Hardware“ der technischen Einheiten.
 Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlagen Diese werden im Detail in den nachfolgenden Blät-
(z. B. mit Rosttechnik) tern der Richtlinie behandelt. In diesem Blatt 1
 Klärschlamm- / Ersatzbrennstoff- stehen die Bereiche „Dynamische Technik“ und
Verbrennungsanlagen „Nicht-Technik“ im Vordergrund, da sie die all-
(z. B. mit Wirbelschichttechnik) gemeinen Begriffe in der Abfall- und Energiewirt-
schaft betreffen.
– 112 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Anhang B Methodenbeschreibung zum Begriffen eines Themenbereichs diese Definitionen


Verständnis der Systematik eindeutig abgrenzen zu können (z. B. die Definition
dieser Richtlinie zum Begriff „Gerät“ in der VDI 4001 oder der
Es wurde ausführlich in den existierenden Regel- Geräte-Richtlinie erlaubt keine eindeutige Abgren-
werken nach bereits vorhandenen Definitionen für zung gegenüber den Begriffen „Maschine“ oder
die Begriffe recherchiert. Dazu wurden insbeson- „Anlage“).
dere VDI-Richtlinien, VGB-Merkblätter und DIN- Grundsätzlich werden die Begriffe im Kontext
Normen berücksichtigt, aber auch Gesetze und eines Systems betrachtet (Bild B1).
andere Vorschriften sowie einschlägige Literatur-

Information
Know-how
stellen. Sind an unterschiedlichen Stellen Definiti-

Personal
Service
onen zum gleichen Begriff gefunden worden, so
wurde der rechtlich höher stehenden Definition
mehr Gewicht gegeben. Die Rangfolge im Bezug Edukte/Energie Produkte/Energie
System
auf das Recht ist nach Tabelle B1 gesetzt wor- (Prozess-Technik/
den: Betriebsstoffe Anlage) Abfall/Emissionen

Tabelle B1. Rechtliche Rangfolge von Literatur- Species =

Wirtschaft

(Zeitgeist)
stellen

Gesetze,
Umwelt
Kapital

Politik,
Systems =
Nr.: Einheit Beispiel
Surroundings =
1 Verfassung Grundgesetz der Bun-
desrepublik Deutsch- Bild B1. „3S“-System zur Festlegung eines Kon-
land textes
2 Gesetz WID, WFD, BImSchG; Ziel dieser Betrachtungsweise ist eine verbesserte
(EU/Bund/Länder) KrWG; BGB
Definition von Begriffen. Neben den allgemeinen
3 Verordnung 30. BImSchV; Bundes- Grundsätzen für Definitionen:
Bodenschutz-Verord-
nung (BBodSchV); a) Eindeutigkeit (im Idealfalle bijektiv),
VOB/VOL b) prägnante Formulierung,
4 Verwaltungsvorschrift/ TA Lärm; TA Luft c) unter Verwendung von allgemein bekannten
Ordnung
oder bereits definierten Begriffen im Definiens
5 Technische Regeln mit VDI-Richtlinie, DIN- sowie
direkter Behördenein- Norm, BREF
bindung d) Berücksichtigung der Bedeutung des zu definie-
renden Begriffs im allgemeinen Sprachge-
6 Technische Regeln VGB-Merkblatt,
ohne direkte Behör- ASA-Merkblatt brauch, insbesondere wenn sie vom Definien-
deneinbindung dum abweicht,
7 Allgemeine Literatur Zeitschriftenartikel, stehen zwei Fragenkomplexe im Vordergrund, um
Fachbuch zu einer möglichst eindeutigen Definition zu ge-
langen:
Da in den in Tabelle B1 Literaturstellen die Begrif- a) Abgrenzung eines bestimmten Begriffs gegen-
fe teilweise in einem bestimmten, eingeschränkten über anderen Begriffen, insbesondere zu denen
Kontext stehen, wird nicht automatisch die höchst- im gleichen Kontext (Eigenständigkeit des Be-
stehende Definition übernommen. Vielmehr wurde griffs/Alleinstellungsmerkmal)
darauf geachtet, dass der in der Richtlinie definier- b) Beschreibung von „Anfang“ und „Ende“ des
te Begriff einen möglichst allgemeingültigen Cha- Begriffs
rakter hat, auch wenn sie im Wesentlichen im Be- Die Abgrenzung eines Begriffs muss insbesondere
reich Abfall- und Energiewirtschaft greifen soll. im Kontext zu anderen Begriffen aus dem gleichen
Begründet ist dies aus der Tatsache, dass die Ab- Begriffsbereich sicher geleistet werden können.
fall- und Energiewirtschaft besonders stark und Beispielsweise müssen Randbedingungen gefun-
übergreifend die verschiedensten Bereiche berührt den werden, um den Begriff „Nutzer“ gegenüber
(z. B. Verfahrenstechnik, Recht, Umweltschutz, dem Begriff „Benutzer“ abzugrenzen, um eine
Betriebswirtschaft). Außerdem ist es teilweise sichere Definition zu erhalten.
sinnvoll, vorhandene Definitionen im Rahmen
Die Beschreibung von „Anfang“ und „Ende“ eines
dieser Richtlinie anders als in den rechtlichen
Begriffs soll sicherstellen, dass im Kontext klar
Grundlagen zu fassen, um im Kontext zu anderen
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 113 –

wird, bei welchen Voraussetzungen ein Begriff Innerhalb einer Gruppe ist zu jedem Begriff die
zutreffend ist und bei welchen dies nicht mehr der folgende Systematik in der Darstellung eingehalten
Fall ist. Dies gilt nicht nur für die zeitliche und worden:
räumliche Abgrenzung, sondern auch für inhaltli- x Vorzugsbenennung
che Abgrenzungen. Beispielsweise muss für den hauptsächliche Benennung des zu definierenden
Begriff „Anfahren“ sicher gestellt werden, wie der Begriffs (Definiendum)
Übergang vom „Stillstand“ zum Anfang des „An-
fahrens“ auf der einen Seite und vom Ende des x Synonyme
„Anfahrens“ zum normalen „Fahrbetrieb“ jeweils Nennung von gleichwertigen Benennungen
möglichst zuverlässig abgegrenzt werden kann. x englische Bezeichnung:
Die Begriffe sind in „Gruppen“ nach Abschnitten fremdsprachige Benennung des Begriffs, gege-
zusammengefasst, die Begriffe aus dem gleichen benenfalls mit Synonymen
inhaltlichen Kontext enthalten und für die es daher x Definition
wichtig ist, sie gegeneinander gut abzugrenzen. möglichst knappe Beschreibung des Begriffs
Gleichzeitig gewährleistet diese Gruppierung (Definiens)
durch ihren Überblick auch ein leichteres Ver- x Beispiel
ständnis der Definitionen. Zu jeder Gruppe gibt es Als Hilfestellung zum besseren Verständnis
eine Grafik, die die Abgrenzung zwischen den werden Beispiele angegeben
Begriffen illustriert. Um dennoch bei der Suche
x Anmerkung
nach bestimmten Begriffen nicht erst in verschie-
eventuelle Kommentierung der Definition
denen Begriffsbereichen suchen zu müssen, gibt es
am Ende der Richtlinie eine alphabetische Zusam- x berücksichtigte Quelle:
menstellung der Benennungen aller in der Richtli- Quellenangabe der für die Definition herange-
nie definierten Begriffe. zogener rechtlichen Grundlagen. Verwendete
allgemeine Literatur wird nicht zitiert
– 114 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Schrifttum Gasturbinenanlagen – 13. BImSchV) vom 20. Juli 2008


(BGBl I, 2004, Nr. 37, S. 1717–1730)
Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften Siebzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immis-
Richtlinie 75/442/EWG des Rates vom 15. Juli 1975 über sionsschutzgesetzes (Verordnung über die Verbrennung und
Abfälle (ABl EG, 1975, Nr. L 194, S. 47–49). Zurückgezogen Mitverbrennung von Abfällen – 17. BImSchV) vom 14. August
2006-05. Nachfolgedokument 2006/12/EG 2008 (BGBl I, 2003, Nr. 41, S. 1633–1651)
Richtlinie 91/689/EWG des Rates vom 12. Dezember 1991 31. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissions-
über gefährliche Abfälle (ABl EG, 1991, Nr. L 377, S. 20–27). schutzgesetzes (Verordnung zur Begrenzung der Emissionen
Zurückgezogen 2010-12. Nachfolgedokument 2008/98/EG flüchtiger organischer Verbindungen bei der Verwendung orga-
Richtlinie 98/37/EG des Europäischen Parlaments und des nischer Lösemittel in bestimmten Anlagen – 31. BImSchV)
Rates vom 22. Juni 1998 zur Angleichung der Rechts- und vom 21. August 2001 (BGBl I, 2001, Nr. 44, S. 2180–2213)
Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten für Maschinen 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissions-
(Maschinen-Richtlinie) (ABl EG, 1998, Nr. L 207, S. 1–46) schutzgesetzes (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung –
Entscheidung der Kommission (05/360/EGEntsch) vom 26. 32. BImSchV) vom 29. August 2002 (BGBl I, 2002, Nr. 63,
April 2005 zur Festlegung der Umweltkriterien sowie der damit S. 3478–3482)
verbundenen Beurteilungs- und Prüfanforderungen für die Dreiunddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Vergabe des gemeinschaftlichen Umweltzeichens für Schmier- Immissionsschutzgesetzes (Verordnung zur Verminderung von
stoffe (ABl EU, 2005, Nr. L 118, S. 26–34). Zurückgezogen Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen –
2011-07. Nachfolgedokument 11/381/EUB 33. BImSchV) vom 13. Juli 2004 (BGBl I, 2004, Nr. 36,
Richtlinie 2006/12/EG des Europäischen Parlaments und des S. 1612–1625). Zurückgezogen 2010-08. Nachfolgedokument
Rates vom 5. April 2006 über Abfälle (ABl EU, 2006, Nr. 39. BImSchV
L 114, S. 9–21) Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Luftqualitätsstan-
und des Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Be- dards und Emissionshöchstmengen – 39. BImSchV) vom
wertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe 2. August 2010 (BGBl I, 2010, Nr. 40, S. 1065–1104)
(REACH), zur Schaffung einer Europäischen Agentur für Verordnung über die umweltverträgliche Ablagerung von Sied-
chemische Stoffe, zur Änderung der Richtlinie 1999/45/EG und lungsabfällen (Abfallablagerungsverordnung – AbfAblV) vom
zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 793/93 des Rates, 20. Februar 2001 (BGBl I, 2001, Nr. 10, S. 305–324)
der Verordnung (EG) Nr. 1488/94 der Kommission, der Richtli- Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der
nie 76/769/EWG des Rates sowie der Richtlinien 91/155/EWG, Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der
93/67/EWG, 93/105/EG und 2000/21/EG der Kommission (ABl Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger
EU, 2007, Nr. L 136, S. 3–280) Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeits-
Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des schutzes (BetrSichV – Betriebssicherheitsverordnung) vom 27.
Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für September 2002, zuletzt geändert am 18.12.2008 (BGBl. I,
Europa (ABl EU, 2008, Nr. L 152, S. 1–44) S. 2768)
Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) vom 25. September 2001
Rates vom 19. November 2008 über Abfälle und zur Aufhebung zuletzt geändert am 29. Juli 2009 (BGBl. I, S. 2424)
bestimmter Richtlinien (ABl EU, 2008, Nr. L 312, S. 3–30) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in der Fassung der Bekannt-
Richtlinie 2008/1/EG des Europäischen Parlaments und des machung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I
Rates vom 15. Januar 2008 über die integrierte Vermeidung und S. 738)
Verminderung der Umweltverschmutzung (ABl EG, 2008, Nr. Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch
L 24, S. 8–29). Zurückgezogen 2011-01. Nachfolgedokument Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnli-
2010/75/EU che Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz – BImSchG)
Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des vom 26. September 2002 (BGBl I, 2002, Nr. 71, S. 3830–3855)
Rates vom 24. November 2010 über Industrieemissionen (inte- Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (Chemikalienge-
grierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmut- setz – ChemG) vom 2. Juli 2008 (BGBl I, 2008, Nr. 28,
zung) (ABl EU, 2010, Nr. L 334, S. 17–119) S. 1146–1184)
Beschluss 11/381/EUB der Kommission vom 24. Juni 2011 zur Verordnung über Deponien und Langzeitlager (Deponieverord-
Festlegung von Umweltkriterien für die Vergabe des EU- nung – DepV) vom 27. April 2009 (BGBl I, 2009, Nr. 22,
Umweltzeichens für Schmierstoffe (ABl EU, 2011, Nr. L 169, S. 900–950)
S. 28–39)
Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-
Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissions- Energien-Gesetz – EEG) vom 25. Oktober 2008 (BGBl. I,
schutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feue- S. 2074)
rungsanlagen – 1. BImSchV) 26. Januar 2010 (BGBl I, 2010,
Nr. 4, S. 38–56) Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich
(Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG) vom 7.
Vierte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissions- August 2008 (BGBl. I, S. 1658)
schutzgesetzes (Verordnung über genehmigungsbedürftige
Anlagen – 4. BImSchV) vom 14. März 1997 (BGBl I, 1997, Verordnung über Entsorgungsfachbetriebe (Entsorgungsfach-
Nr. 17, S. 504–522) betriebeverordnung - EfbV) vom 10. September 1996 (BGBl. I,
S. 1421)
Zwölfte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immis-
sionsschutzgesetzes (Störfall-Verordnung – 12. BImSchV) vom Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverord-
8. Juni 2008 (BGBl I, 2005, Nr. 33, S. 1599–1620) nung – GefStoffV) vom 26. November 2010 (BGBl I, 2010,
Nr. 59, S. 1643–1692)
Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immis-
sionsschutzgesetzes (Verordnung über Großfeuerungs- und
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 115 –

Verordnung über die Entsorgung von gewerblichen Siedlungs- DIN 13-19:1999-11 Metrisches ISO-Gewinde allgemeiner
abfällen und von bestimmten Bau- und Abbruchabfällen (Ge- Anwendung; Teil 19: Nennprofile (Purpose metric screw
werbeabfallverordnung – GewAbfV) vom 19. Juni 2002 threads; Part 19: Nominal profiles). Berlin: Beuth Verlag
(BGBl I, 2002, Nr. 37, S. 1938–1943) DIN 199-5:1981-10 Begriffe im Zeichnungs- und Stücklisten-
Gewerbeordnung (GewO) vom 22. Februar 1999 (BGBl I, wesen; Stücklisten-Verarbeitung, Stücklistenauflösung (Termin-
1999, Nr. 9, S. 202–238) ology associated with technical drawings and parts lists; Parts
Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der lists processing, evaluation of parts lists). Berlin: Beuth Verlag
umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirt- DIN 1313:1998-12 Größen (Quantities). Berlin: Beuth Verlag
schafts- und Abfallgesetz – KrW-/AbfG) vom 27. September DIN 1320:2009-12 Akustik; Begriffe (Acoustics; Terminology).
1994 (BGBl I, 1994, Nr. 66, S. 2705–2728) Berlin: Beuth Verlag
Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau DIN 1320:1997-06 Akustik; Begriffe (Acoustics; Terminology).
der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz – Zurückgezogen 2009-12. Nachfolgedokument DIN 1320:
KWKG) vom 19. März 2002 2009-12
Gesetz über die Haftung für fehlerhafte Produkte (Produkthaf- DIN 1333:1992-02 Zahlenangaben (Presentation of numerical
tungsgesetz – ProdHaftG) vom 15. Dezember 1989 (BGBl I, data). Berlin: Beuth Verlag
1989, Nr. 59, S. 2198–2200)
DIN 1342-1:2003-11 Viskosität; Teil 1: Rheologische Begriffe
Gesetz über die Bereitstellung von Produkten auf dem Markt (Viscosity; Part 1: Rheological concepts). Berlin: Beuth Verlag
(Produktsicherheitsgesetz – ProdSG) vom 08. November 2011
(BGBl I, 2011, Nr. 57, S. 2178–2208) DIN 1343:1990-01 Referenzzustand, Normzustand, Normvo-
lumen; Begriffe und Werte (Reference conditions, normal con-
Zweite Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Störfall-Verord- ditions, normal volume; concepts and values). Berlin: Beuth
nung (2. StörfallVwV) vom 27. April 1982, zuletzt geändert Verlag
1993 (GMBl. S. 203; 1993 S. 582)
DIN 1418-1:1970-08 Halter für Räumwerkzeuge mit Schäften
Straßenverkehrsgesetz (StVG) vom 5. März 2003 (BGBl I, und Endstücken nach DIN 1417; Schafthalter (Holders for
2003, Nr. 10, S. 310–344) broaching tools with shanks and end pieces to DIN 1417; shank
Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immis- holders). Berlin: Beuth Verlag
sionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der DIN 1420-1:1999-11 Einfluss von Werkstoffen auf Wasser für
Luft – TA Luft) vom 24. Juli 2002 (GMBl, 2002, Nr. 25–29, den menschlichen Gebrauch - Bestimmung des Geruchs und
S. 511–605) Geschmacks von Wasser in Rohrleitungssystemen; Teil 1:
Dritte Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Abfallgesetz (TA Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 1420-1:1999 (Influence of
Siedlungsabfall) vom 14. Mai 1993. Zurückgezogen 2009-07. organic materials on water intended for human consumption;
Kein Nachfolgedokument Determination of odour and flavour assessment of water in
Gesetz über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von piping systems; Part 1: Test method; German version
Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz – EN 1420-1:1999). Berlin: Beuth Verlag
TEHG), vom 21. Juli 2011 (BGBl I, 2011, Nr. 38, S. 1475– DIN 1940:1976-12 Verbrennungsmotoren; Hubkolbenmotoren,
1502) Begriffe, Formelzeichen, Einheiten (Reciprocating internal
Gesetz über die Umwelthaftung (UmweltHG) vom 10. Dezem- combustion engines; terms, formulae, units). Berlin: Beuth
ber 1990 (BGBl I, 1990, Nr. 67, S. 2634–2643) Verlag
Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) vom 23. Januar 2003, DIN 1988-100:2011-08 Technische Regeln für Trinkwasser-
zuletzt geändert am 14. August 2009 (BGBl. I, S. 2827) Installationen; Teil 100: Schutz des Trinkwassers, Erhaltung der
Trinkwassergüte; Technische Regel des DVGW (Codes of
Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsge- practice for drinking water installations; Part 100: Protection of
setz – WHG) vom 31. Juli 2009 (BGBl I, 2009, Nr. 51, drinking water, drinking water quality control; DVGW code of
S. 2585–2621) practice). Berlin: Beuth Verlag
Gesetz über den nationalen Zuteilungsplan für Treibhausgas- DIN 1988-4:1988-12 Technische Regeln für Trinkwasser-
Emissionsberechtigungen in der Zuteilungsperiode 2008 bis Installationen (TRWI); Schutz des Trinkwassers, Erhaltung der
2012 (Zuteilungsgesetz 2012 – Zug 2012) vom 7. August 2007 Trinkwassergüte; Technische Regel des DVGW (Drinking
(BGBl I, 2007, Nr. 38, S. 1788–1808) water supply systems; drinking water protection and drinking
water quality control (DVGW code of practice)). Zurückgezo-
Technische Regeln gen 2011-08. Nachfolgedokument DIN 1988-100 und DIN
AGFW FW 308:2011-07 Zertifizierung von KWK-Anlagen; EN 1717
Ermittlung des KWK-Stromes (Certification of CHP plants;
DIN 1988-8:1988-12 Technische Regeln für Trinkwasser-Instal-
Determining the CHP electricity). Frankfurth/Main: AGFW
lationen (TRWI); Betrieb der Anlagen; Technische Regel des
AGFW FW 308:2008-09 Zertifizierung von KWK-Anlagen; DVGW (Drinking water supply systems; operation (DVGW
Ermittlung des KWK-Stromes (Certification of CHP plants; code of practice)). Zurückgezogen 2012-04 Nachfolgedokument
Determining the CHP electricity). Zurückgezogen 2011-07. DIN EN 806-5
Nachfolgedokument AGFW FW 308:2011-07
DIN 2000:2000-10 Zentrale Trinkwasserversorgung; Leitsätze
BDEW EEG-Erzeugungsanlagen, Hochspannungsnetz:2004-08 für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau, Betrieb und
EEG-Erzeugungsanlagen am Hoch- und Höchstspannungsnetz; Instandhaltung der Versorgungsanlagen; Technische Regel des
Leitfaden für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsan- DVGW (Central drinking water supply; Guide lines regarding
lagen auf Basis erneuerbarer Energien an das Hoch- und requirements for drinking water, planning, construction, opera-
Höchstspannungsnetz in Ergänzung zu den NetzCodes tion and maintenance of plants; Technical rule of the DVGW).
BGR/GUV-R 119:2011-02 Regel; Fernwärmeverteilungsanla- Berlin: Beuth Verlag
gen. Berlin: DGUV DIN 2001:1983-02 Eigen- und Einzeltrinkwasserversorgung;
Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau und
– 116 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Betrieb der Anlagen; Technische Regel des DVGW (Private and duct documentation; Specification by terms in documents;
individual drinking water supply; governing principles relating Part 1: Explanations). Berlin: Beuth Verlag
to the requirements to be met by drinking water; design, con- DIN 6814-3:2001-01 Begriffe in der radiologischen Technik;
struction and operation of the supply systems; DVGW; code of Teil 3: Dosisgrößen und Dosiseinheiten (Terms and definitions
practice). Berlin: Beuth Verlag in the field of radiological technique; Part 3: Dose quantities and
DIN 4046:1983-09 Wasserversorgung; Begriffe; Technische units). Berlin: Beuth Verlag
Regel des DVGW (Water-supply; terms; DVGW code of prac- DIN 6818-6:1988-12 Strahlenschutzdosimeter; Thermolumi-
tice). Berlin: Beuth Verlag neszenzdosimetrie-Systeme (Radiation protection dosemeters;
DIN 4049-1:1992-12 Hydrologie; Grundbegriffe (Hydrology; thermoluminescence dosimetry systems). Zurückgezogen
basic terms). Berlin: Beuth Verlag 2007-02. Nachfolgedokument DIN IEC 61066
DIN 4049-2:1990-04 Hydrologie; Begriffe der Gewässerbe- DIN 8132:2004-02 Selbsttätige Waagen zum kontinuierlichen
schaffenheit (Hydrology; terms relating to quality of waters). Totalisieren; Förderbandwaagen (FBW); Metrologische und
Berlin: Beuth Verlag technische Anforderungen, Prüfung (OIML R 50-1:1997)
DIN 4140:2008-03 Dämmarbeiten an betriebstechnischen An- (Continuous totalizing automatic weighing instruments (Belt
lagen in der Industrie und in der technischen Gebäudeausrüs- weighers); Metrological and technical requirements, tests
tung; Ausführung von Wärme- und Kältedämmungen (OIML R 50-1:1997)). Berlin: Beuth Verlag
(Insulation work on industrial installations and building equip- DIN 8580:2003-09 Fertigungsverfahren; Begriffe, Einteilung
ment; Execution of thermal and cold insulations). Berlin: Beuth (Manufacturing processes; Terms and definitions, division).
Verlag Berlin: Beuth Verlag
DIN 4150-1:2001-06 Erschütterungen im Bauwesen; Teil 1: DIN 8782:1984-05 Getränke-Abfülltechnik; Begriffe für Ab-
Vorermittlung von Schwingungsgrößen (Vibrations in buildings; füllanlagen und einzelne Aggregate (Beverage packaging tech-
Part 1: Prediction of vibration parameters). Berlin: Beuth Verlag nology; terminology associated with filling plants and their
DIN 4702-1:1993-01 Heizkessel; Begriffe, Anforderungen, constituent machines). Berlin: Beuth Verlag
Prüfung, Kennzeichnung (Boilers for central heating; terms, DIN 10503:2007-03 Lebensmittelhygiene; Begriffe (Food
requirements, testing, marking). Zurückgezogen 1999-08. Kein hygiene; Terminology). Berlin: Beuth Verlag
Nachfolgedokument DIN 11900:1979-02 Wäscherei- und Chemischreinigungsma-
DIN 4787-1:1981-09 Ölzerstäubungsbrenner; Begriffe, Sicher- schinen; Allgemeine Begriffe (Laundry and dry cleaning
heitstechnische Anforderungen; Prüfung, Kennzeichnung machinery; general terms). Berlin: Beuth Verlag
(Atomizing oil burners; Concepts, safety requirements, testing, DIN 11914:1981-06 Wäscherei- und Chemischreinigungs-
marking). Zurückgezogen 2012-02. Nachfolgedokument DIN maschinen; Falttische; Begriffe, Ausführungen, Anforderungen
EN 267 (Laundry and dry cleaning machinery; folding table; terms,
DIN 5307:2006-08 Näh- und Bekleidungsmaschinen; Vokabu- types of machines, requirements). Zurückgezogen 2007-11.
lar, Einteilung, Begriffe (Sewing and garmet machines; Nachfolgedokument DIN EN ISO 10472-1
Vocabular, classification, terms and definitions). Berlin: Beuth DIN 15003:1970-02 Hebezeuge; Lastaufnahmeeinrichtungen,
Verlag Lasten und Kräfte, Begriffe (Appliances; Load Suspending
DIN 5477:1983-02 Prozent, Promille; Begriffe, Anwendung Devices, Loads and Forces; Definitions). Berlin: Beuth Verlag
(Per cent, parts per thousand; concepts, use). Berlin: Beuth DIN 18910-1:2004-11 Wärmeschutz geschlossener Ställe; Wär-
Verlag medämmung und Lüftung; Teil 1: Planungs- und Berechnungs-
DIN 6280-14:1997-08 Stromerzeugungsaggregate; Stromerzeu- grundlagen für geschlossene zwangsbelüftete Ställe (Thermal
gungsaggregate mit Hubkolben-Verbrennungsmotoren; Teil 14: insulation for closed livestock buildings; Thermal insulation and
Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Hubkolben-Verbrennungs- ventilation forced; Part 1: Principles for planning and design for
motoren; Grundlagen, Anforderungen, Komponenten, Ausfüh- closed ventilated livestock buildings). Berlin: Beuth Verlag
rung und Wartung (Generating sets; Reciprocating internal DIN 19226-6:1997-09 Leittechnik; Regelungstechnik und
combustion engines driven generating sets; Part 14: Combined Steuerungstechnik; Teil 6: Begriffe zu Funktions- und Bauein-
heat and power system (CHPS) with reciprocating internal heiten (Control technology; Part 6: Terms and definitions of
combustion engines; basics, requirements, components and functional and constructional units). Zurückgezogen 2009-06.
application). Berlin: Beuth Verlag Nachfolgedokument DIN IEC 60050-351
DIN 6789:1965-02 Zeichnungssystematik; Fertigungsgerechter DIN 19246:1991-06 Messen, Steuern, Regeln; Abwicklung von
Zeichnungs- und Stücklistensatz, Begriffe, Richtlinien für den Projekten; Begriffe (Measurement and control; procedure of
Aufbau (Systematic Arrangement of Drawings; Sets of project; terms and definition). Zurückgezogen 2007-10. Kein
Drawings and Parts Lists as Production Aids, Definitions, Nachfolgedokument
Directions for Arrangement). Zurückgezogen 1990-09. Nach-
folgedokument DIN 6789-1 und DIN 6789-2 DIN 13809:2003-06 Tourismus-Dienstleistungen; Reisebüros
und Reiseveranstalter; Terminologie; Dreisprachige Fassung
DIN 6789-1:1990-09 Dokumentationssystematik; Aufbau Tech- EN 13809:2003 (Tourism services; Travel agencies and tour
nischer Produktdokumentationen (Systematic arrangement of operators; Terminology; Trilingual version EN 13809:2003).
documents; arrangement of technical product documentation). Berlin: Beuth Verlag
Zurückgezogen 2011-06. Kein Nachfolgedokument
DIN 23011-7:2006-11 Steinkohlenaufbereitung; Aufbereitungs-
DIN 6789-2:1990-09 Dokumentationssystematik; Dokumenten- anlagen; Teil 7: Maschinentechnische Überwachung (Prepara-
sätze Technischer Produktdokumentationen (Systematic arran- tion of hard coal; Preparation plants; Part 7: Equipment monitor-
gement of documents; sets of documents of technical product ing). Berlin: Beuth Verlag
documentation). Zurückgezogen 2011-06. Kein Nachfolgedo-
kument DIN 24201:1982-05 Industrieöfen; Wärmöfen und Wärmebe-
handlungsöfen; Begriffe (Industrial furnaces; heating and heat-
DIN 6790-1:2008-12 Technische Produktdokumentation; Wort- treating furnaces; concepts). Berlin: Beuth Verlag
angaben in Dokumenten; Teil 1: Erklärungen (Technical pro-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 117 –

DIN 24311:1992-09 Fluidtechnik; Hydraulische Stetigventile; DIN 50922:1985-10 Korrosion der Metalle; Untersuchung der
Begriffe, Zeichen, Einheiten (Hydraulic fluid power; proportio- Beständigkeit von metallischen Werkstoffen gegen Spannungs-
nal and servo valves; definitions, symbols, units). Berlin: Beuth rißkorrosion; Allgemeines (Corrosion of metals; testing the
Verlag resistance of metallic materials to stress corrosion cracking;
DIN 24450:1987-02 Maschinen zum Verarbeiten von Kunst- general). Zurückgezogen 2006-08. Kein Nachfolgedokument
stoffen und Kautschuk; Begriffe (Machines for the processing of DIN 51009:2001-12 Optische Atomspektralanalyse; Allgemeine
plastics and rubber; definitions). Berlin: Beuth Verlag Grundlagen und Begriffe (Optical atomic spectral analysis;
DIN 24970:1998-05 Dienstleistungsautomaten; Fahrausweisau- Principles and definitions). Berlin: Beuth Verlag
tomaten; Begriffe (Automatic service machines; Ticket machi- DIN 53804-1:2002-04 Statistische Auswertung; Teil 1: Konti-
nes; Concepts). Berlin: Beuth Verlag nuierliche Merkmale (Statistical evaluation; Part 1: Continuous
DIN 25401-5:2011-02 Begriffe der Kerntechnik; Teil 5: Brenn- characteristics). Berlin: Beuth Verlag
stofftechnologie (Terms and definitions of nuclear technology; DIN 53804-2:1985-03 Statistische Auswertungen; Zählbare
Part 5: Nuclear fuel technology). Berlin: Beuth Verlag (diskrete) Merkmale (interpretation of data; countable (discrete)
DIN 25401-7:2002-04 Begriffe der Kerntechnik; Teil 7: Sicher- characteristics). Berlin: Beuth Verlag
heit kerntechnischer Anlagen (Terms and definitions of nuclear DIN 53804-3:1982-01 Statistische Auswertungen; Ordinal-
technology; Part 7: Safety of nuclear installations). Berlin: merkmale (Statistical interpretation; Ordinal characteristics).
Beuth Verlag Berlin: Beuth Verlag
DIN 25401-9:2011-02 Begriffe der Kerntechnik; Teil 9: Entsor- DIN 53804-4:1985-03 Statistische Auswertungen; Attribut-
gung (Terms and definitions of nuclear technology; Part 9: merkmale (Statistical interpretation of data; attribute characteris-
Radioactive waste management). Berlin: Beuth Verlag tics). Berlin: Beuth Verlag
DIN 25423-1:1999-12 Probeentnahme bei der Radioaktivitäts- DIN 55350-11:2008-05 Begriffe zum Qualitätsmanagement;
überwachung der Luft; Teil 1: Allgemeine Anforderungen Teil 11: Ergänzung zu DIN EN ISO 9000:2005 (Concepts for
(Sampling procedures for the monitoring of radioactivity in air; quality management; Part 11: Supplement to DIN EN
Part 1: General requirements). Berlin: Beuth Verlag ISO 9000:2005). Berlin: Beuth Verlag
DIN 25435-2:2003-05 Wiederkehrende Prüfungen der Kompo- DIN 55350-11:1980-09 Begriffe der Qualitätssicherung und
nenten des Primärkreises von Leichtwasserreaktoren; Teil 2: Statistik; Begriffe der Qualitätssicherung, Grundbegriffe
Magnetpulver- und Eindringprüfung (In-service inspections for (Vocabulary on quality assurance and statistics; concepts of
primary coolant circuit components of light water reactors; quality assurance, basic concepts). Zurückgezogen 1986-03.
Part 2: Magnetic particle and penetrant inspection). Berlin: Nachfolgedokument DIN 55350-11:2008-05
Beuth Verlag DIN 55350-12:1978-07 Begriffe der Qualitätssicherung und
DIN 27200:2011-11 Zustand der Eisenbahnfahrzeuge; Grund- Statistik; Begriffe der Qualitätssicherung, Merkmalsbezogene
sätze und Begriffe für den betriebssicheren Zustand (State of Begriffe (Vocabulary on quality assurance and statistics; con-
railway vehicles; Terms and definitions for the reliable state of cepts of quality assurance, concepts related to characteristics).
railway vehicles). Berlin: Beuth Verlag Zurückgezogen 1986-03. Nachfolgedokument DIN 55350-12
DIN 31000*VDE 1000:2011-05 Allgemeine Leitsätze für das DIN 55350-12:1989-03 Begriffe der Qualitätssicherung und
sicherheitsgerechte Gestalten von Produkten (General principles Statistik; Merkmalsbezogene Begriffe (Concepts in the field of
for the safe design of products). Berlin: Beuth Verlag quality and statistics; concepts relating to characteristics). Ber-
DIN 31004-1:1984-11 Begriffe der Sicherheitstechnik; Grund- lin: Beuth Verlag
begriffe (Terminology in safety technology; basic terminology). DIN 55350-14:1982-05 Begriffe der Qualitätssicherung und
Zurückgezogen 1987-12. Nachfolgedokument DIN Statistik; Begriffe der Qualitätssicherung; Begriffe der Proben-
VDE 31000-2 ahme (Vocabulary on quality assurance and statistic; concepts
DIN 31051:2011-12 (Entwurf / Draft) Grundlagen der Instand- of quality assurance; concepts of sampling). Zurückgezogen
haltung (Fundamentals of maintenance). Berlin: Beuth Verlag 1985-12. Nachfolgedokument DIN 55350-14
DIN 31051:2003-06 Grundlagen der Instandhaltung (Funda- DIN 55350-14:1985-12 Begriffe der Qualitätssicherung und
mentals of maintenance). Berlin: Beuth Verlag Statistik; Begriffe der Probenahme (Quality assurance and
statistical terminology; concepts relating to sampling). Berlin:
DIN 31051:1985-01 Instandhaltung; Begriffe und Maßnahmen Beuth Verlag
(Physical assets maintenance; definitions and actions). Zurück-
gezogen 2003-06. Nachfolgedokument DIN 31051:2003-06 DIN 55350-23:1983-04 Begriffe der Qualitätssicherung und
Statistik; Begriffe der Statistik; Beschreibende Statistik (Quality
DIN 33400:1983-10 Gestalten von Arbeitssystemen nach ar- assurance and statistical terminology; statistical terminology;
beitswissenschaftlichen Erkenntnissen; Begriffe und allgemeine descriptive statistics). Berlin: Beuth Verlag
Leitsätze (Ergonomic principles in the design of work systems;
terminology and general guiding principles). Zurückgezogen DIN 55350-24:1982-11 Begriffe der Qualitätssicherung und
1990-12. Nachfolgedokument DIN V ENV 26385 Statistik; Begriffe der Statistik; Schließende Statistik (Quality
assurance and statistical terminology; statistical terminology;
DIN 40041:1990-12 Zuverlässigkeit; Begriffe (Dependability; inferential statistics). Berlin: Beuth Verlag
concepts). Berlin: Beuth Verlag
DIN 58949-6:2004-02 Desinfektion; Dampf-Desinfektionsappa-
DIN 40150:1979-10 Begriffe zur Ordnung von Funktions- und rate; Teil 6: Betrieb von Dampf-Desinfektionsapparaten (Disin-
Baueinheiten (for the arrangement in connection with functional fection; Steam disinfection apparatus; Part 6: Operating of
and constructional units). Berlin: Beuth Verlag steam disinfection apparatus). Berlin: Beuth Verlag
DIN 43743:1977-07 Stabilisierte Stromversorgungsgeräte für DIN 66020-1:1999-07 Funktionelle Anforderungen an die
Meßzwecke; Begriffe, Datenblattangaben und Prüfungen Schnittstellen zwischen Datenendeinrichtung und Datenübertra-
(Stabilized supply apparatus for measurement; definitions, gungseinrichtungen; Teil 1: Allgemeine Anwendung (Func-
expression and testing of performance). Zurückgezogen 2008- tional requirements for the interface between data terminal
07. Kein Nachfolgedokument
– 118 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

equipment and data circuit-terminating equipment; Part 1: Gen- boilers for solid fuels, hand and automatically stoked, nominal
eral application). Berlin: Beuth Verlag heat output of up to 500 kW; Terminology, requirements,
DIN 69901-1:2009-01 Projektmanagement; Projektmanage- testing and marking; German version prEN 303-5:2010). Berlin:
mentsysteme; Teil 1: Grundlagen (Project management; Project Beuth Verlag
management systems; Part 1: Fundamentals). Berlin: Beuth DIN EN 326-2:2010-12 Holzwerkstoffe; Probenahme, Zuschnitt
Verlag und Überwachung; Teil 2: Erstprüfung des Produktes und
DIN 66201-1:1981-05 Prozeßrechensysteme; Begriffe (Process werkseigene Produktionskontrolle; Deutsche Fassung
computing systems; terms). Zurückgezogen 1998-07. Nachfol- EN 326-2:2010 (Wood-based panels; Sampling, cutting and
gedokument DIN V 19233 inspection; Part 2: Initial type testing and factory production
control; German version EN 326-2:2010). Berlin: Beuth Verlag
DIN 69905:1997-05 Projektwirtschaft; Projektabwicklung;
Begriffe (Project business; Performing of projects; DIN EN 420:2010-03 Schutzhandschuhe; Allgemeine Anforde-
Terminology). Zurückgezogen 2009-01. Nachfolgedokument rungen und Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 420:2003+A1:
DIN 69901-1 und DIN 69901-5 2009 (Protective gloves; General requirements and test
methods; German version EN 420:2003+A1:2009). Berlin:
DIN 70000:1994-01 Straßenfahrzeuge; Fahrzeugdynamik und Beuth Verlag
Fahrverhalten; Begriffe (ISO 8855:1991, modifiziert) (Road
vehicles; vehicle dynamics and road-holding ability; vocabulary DIN EN 724:1994-12 Anleitung zur Anwendung von EN 29001
(ISO 8855:1991, modified)). Berlin: Beuth Verlag und EN 46001 und von EN 29002 und EN 46002 für nicht-
aktive Medizinprodukte; Deutsche Fassung EN 724:1994
DIN 75204-1:1992-05 Straßenfahrzeuge; Verkehrsunfallrekon- (Guidance on the application of EN 29001 and EN 46001 and of
struktion und Verletzungsmechanik; Begriffe der Unfallrekon- EN 29002 and EN 46002 for non-active medical devices; Ger-
struktion (Road vehicles; traffic accident analysis; concepts man version EN 724:1994). Zurückgezogen 2006-12. Kein
associated with accident reconstruction). Berlin: Beuth Verlag Nachfolgedokument
DIN EN 88-2:2008-03 Druckregler und zugehörige Sicherheits- DIN EN 764-7:2002-09 Druckgeräte; Teil 7: Sicherheitseinrich-
einrichtungen für Gasgeräte; Teil 2: Druckregler für Eingangs- tungen für unbefeuerte Druckgeräte; Deutsche Fassung
drücke über 500 mbar bis einschließlich 5 bar; Deutsche Fas- EN 764-7:2002 (Pressure equipment; Part 7: Safety systems for
sung EN 88-2:2007 (Pressure regulators and associated safety unfired pressure equipment; German version EN 764-7:2002).
devices for gas appliances; Part 2: Pressure regulators for inlet Berlin: Beuth Verlag
pressures above 500 mbar up to and including 5 bar; German
version EN 88-2:2007). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 806-5:2012-04 Technische Regeln für Trinkwasser-
Installationen; Teil 5: Betrieb und Wartung; Deutsche Fassung
DIN EN 89:2012-03 Gasbeheizte Vorrats-Wasserheizer für den EN 806-5:2012 (Specifications for installations inside buildings
sanitären Gebrauch: Deutsche Fassung prEN 89:2012 (Gas-fired conveying water for human consumption; Part 5: Operation and
storage water heaters for the production of domestic hot water; maintenance; German version EN 806-5:2012). Berlin: Beuth
German version prEN 89:2012). Berlin: Beuth Verlag Verlag
DIN EN 89:2007-06 Gasbeheizte Vorrats-Wasserheizer für den DIN EN 993-15:2005-07 Prüfverfahren für dichte geformte
sanitären Gebrauch; Deutsche Fassung EN 89:1999 + A1:1999 feuerfeste Erzeugnisse; Teil 15: Bestimmung der Wärmeleitfä-
+ A2:2002 + A3:2006 + A4:2006 (Gas-fired storage water higkeit nach dem Heißdraht- (Parallel-) Verfahren; Deutsche
heaters for the production of domestic hot water; German versi- Fassung EN 993-15:2005 (Methods of test for dense shaped
on EN 89:1999 + A1:1999 + A2:2002 + A3:2006 + A4:2006). refractory products; Part 15: Determination of thermal
Berlin: Beuth Verlag conductivity by the hot-wire (parallel) method; German version
DIN EN 201:2010-02 Kunststoff- und Gummimaschinen; EN 993-15:2005). Berlin: Beuth Verlag
Spritzgießmaschinen; Sicherheitsanforderungen; Deutsche Fas- DIN EN 1085:2007-05 Abwasserbehandlung; Wörterbuch;
sung EN 201:2009 (Plastics and rubber machines; Injection Dreisprachige Fassung EN 1085:2007 (Wastewater treatment;
moulding machines; Safety requirements; German version Vocabulary; Trilingual version EN 1085:2007). Berlin: Beuth
EN 201:2009). Berlin: Beuth Verlag Verlag
DIN EN 201/A1:2000-07 Gummi- und Kunststoffmaschinen; DIN EN 1127-1:2011-10 Explosionsfähige Atmosphären; Ex-
Spritzgießmaschinen; Sicherheitsanforderungen; Deutsche Fas- plosionsschutz; Teil 1: Grundlagen und Methodik; Deutsche
sung EN 201:1997/A1:2000 (Rubber and plastics machines; Fassung EN 1127-1:2011 (Explosive atmospheres; Explosion
Injection moulding machines; Safety requirements; German prevention and protection; Part 1: Basic concepts and methodol-
version EN 201:1997/A1:2000). Zurückgezogen 2010-02. ogy; German version EN 1127-1:2011). Berlin: Beuth Verlag
Nachfolgedokument DIN EN 201
DIN EN 1230-1:2008-03 Papier und Pappe vorgesehen für den
DIN EN 201/A2:2005-10 Kunststoff- und Gummimaschinen; Kontakt mit Lebensmitteln; Sensorische Analyse; Teil 1: Ge-
Spritzgießmaschinen, Sicherheitsanforderungen; Deutsche Fas- ruch; Deutsche Fassung prEN 1230-1:2008 (Paper and board
sung EN 201:1997/A2:2005 (Plastics and rubber machines; intended to come into contact with foodstuffs; Sensory analysis;
Injection moulding machines; Safety requirements; German Part 1: Odour; German version prEN 1230-1:2008). Berlin:
version EN 201:1997/A2:2005). Zurückgezogen 2010-02. Beuth Verlag
Nachfolgedokument DIN EN 201
DIN EN 1279-2:2003-06 Glas im Bauwesen; Mehrscheiben-
DIN EN 267:2011-11 Automatische Brenner mit Gebläse für Isolierglas; Teil 2: Langzeitprüfverfahren und Anforderungen
flüssige Brennstoffe; Deutsche Fassung EN 267:2009+A1: bezüglich Feuchtigkeitsaufnahme; Deutsche Fassung
2011 (Automatic forced draught burners for liquid fuels; Ger- EN 1279-2:2002 (Glass in building; Insulating glass units;
man version EN 267:2009+A1:2011). Berlin: Beuth Verlag Part 2: Long term test method and requirements for moisture
DIN EN 303-5:2010-08 Zentral-Heizkessel; Teil 5: Heizkessel penetration; German version EN 1279-2:2002). Berlin: Beuth
für feste Brennstoffe, hand- und automatisch beschickte Feue- Verlag
rungen, Nenn-Wärmeleistung bis 500 kW; Begriffe, Anforde- DIN EN 1420-1:1999-11 Einfluss von Werkstoffen auf Wasser
rungen, Prüfung und Kennzeichnung; Deutsche Fassung für den menschlichen Gebrauch; Bestimmung des Geruchs und
prEN 303-5:2010 (Central-Heating boilers; Part 5: Heating Geschmacks von Wasser in Rohrleitungssystemen; Teil 1:
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 119 –

Prüfverfahren; Deutsche Fassung EN 1420-1:1999 (Influence of Deutsche Fassung EN 12094-5:2006 (Fixed firefighting sys-
organic materials on water intended for human consumption; tems; Components for gas extinguishing systems; Part 5:
Determination of odour and flavour assessment of water in Requirements and test methods for high and low pressure
piping systems; Part 1: Test method; German version selector valves and their actuators; German version
EN 1420-1:1999). Berlin: Beuth Verlag EN 12094-5:2006). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 1709:2005-06 Sicherheitsanforderungen für Seilbahnen DIN EN 12094-7:2006-02 Ortsfeste Brandbekämpfungsanla-
für den Personenverkehr; Erprobung, Instandhaltung, Betriebs- gen; Bauteile für Löschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln;
kontrollen; Deutsche Fassung EN 1709:2004 (Safety require- Teil 7: Anforderungen und Prüfverfahren für Düsen; Deutsche
ments for cableway installations designed to carry persons; Fassung prEN 12094-7:2006 (Fixed fire fighting systems; Com-
Precommissioning inspection, maintenance, operational inspec- ponents for gas extinguishing systems; Part 7: Requirements and
tion and checks; German version EN 1709:2004). Berlin: Beuth test methods for nozzles; German version prEN 12094-7:2006).
Verlag Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 1717:2011-08 Schutz des Trinkwassers vor Verunrei- DIN EN 12096:1997-09 Mechanische Schwingungen; Angabe
nigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine Anfor- und Nachprüfung von Schwingungskennwerten; Deutsche Fas-
derungen an Sicherungseinrichtungen zur Verhütung von sung EN 12096:1997 (Mechanical vibration; Declaration and
Trinkwasserverunreinigungen durch Rückfließen; Deutsche verification of vibration emission values; German version
Fassung EN 1717:2000; Technische Regel des DVGW (Protec- EN 12096:1997). Berlin: Beuth Verlag
tion against pollution of potable water installations and general DIN EN 12170:2002-10 Heizungsanlagen in Gebäuden; Be-
requirements of devices to prevent pollution by backflow; Ger- triebs-, Wartungs- und Bedienungsanleitungen; Heizungsanla-
man version EN 1717:2000; Technical rule of the DVGW). gen, die qualifiziertes Bedienungspersonal erfordern; Deutsche
Berlin: Beuth Verlag Fassung EN 12170:2002 (Heating systems in buildings; Proce-
DIN EN 1907:2006-01 Sicherheitsanforderungen für Seilbahnen dure for the preparation of document in respect of operation,
für den Personenverkehr; Begriffsbestimmungen; Deutsche maintenance and use; Heating systems requiring a trained opera-
Fassung EN 1907:2005 (Safety requirements for cableway tor; German version EN 12170:2002). Berlin: Beuth Verlag
installations designed to carry perons; Terminology; German DIN EN 12171:2002-08 Heizungsanlagen in Gebäuden; Be-
version EN 1907:2005). Berlin: Beuth Verlag triebs-, Wartungs- und Bedienungsanleitungen; Heizungsanla-
DIN EN 1990:2010-12 Eurocode: Grundlagen der Tragwerks- gen, die kein qualifiziertes Bedienungspersonal erfordern; Deut-
planung; Deutsche Fassung EN 1990:2002 + A1:2005 + A1: sche Fassung EN 12171:2002 (Heating systems in buildings;
2005/AC:2010 (Eurocode: Basis of structural design; German Procedure for the preparation of document for operation, main-
version EN 1990:2002 + A1:2005 + A1:2005/AC:2010). Berlin: tenance and use; Heating systems not requiring a trained opera-
Beuth Verlag tor; German version EN 12171:2002). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 2000:1992-02 Luft- und Raumfahrt; Qualitätssiche- DIN EN 12238:2001-12 Lüftung von Gebäuden; Luftdurchläs-
rung; EN-Erzeugnisse der Luft- und Raumfahrt; Anerkennung se; Aerodynamische Prüfung und Bewertung für Anwendung
des Qualitätssicherungssystems der Hersteller; Deutsche Fas- bei Mischströmung; Deutsche Fassung EN 12238:2001 (Venti-
sung EN 2000:1991 (Aerospace series; Quality assurance; EN lation for buildings; Air terminal devices; Aerodynamic testing
aerospace products; Approval of the quality system of and rating for mixed flow application; German version
manufacturers; German version EN 2000:1991). Berlin: Beuth EN 12238:2001). Berlin: Beuth Verlag
Verlag DIN EN 12255-1:2002-04 Kläranlagen; Teil 1: Allgemeine
DIN EN 2002-001:2006-11 Luft- und Raumfahrt; Metallische Baugrundsätze; Deutsche Fassung EN 12255-1:2002 (Waste-
Werkstoffe; Prüfverfahren; Teil 1: Zugversuch bei Raumtempe- water treatment plants; Part 1: General construction principles;
ratur; Deutsche und Englische Fassung EN 2002-001:2005 German version EN 12255-1:2002). Berlin: Beuth Verlag
(Aerospace series; Metallic materials; Test methods; Part 1: DIN EN 12262:1999-02 Kreiselpumpen; Technische Unterla-
Tensile testing at ambient temperature; German and English gen; Begriffe, Lieferumfang, Ausführung; Deutsche Fassung
version EN 2002-001:2005). Berlin: Beuth Verlag EN 12262:1998 (Rotodynamic pumps; Technical documents;
DIN EN 3700:1993-12 Luft- und Raumfahrt; Statische Umfor- Terms, delivery range, layout; German version EN 12262:
mer für Luftfahrzeuge; Technische Lieferbedingungen (Aero- 1998). Berlin: Beuth Verlag
space series; static inverters for aircraft; technical specification). DIN EN 12484-1:1999-03 Bewässerungsverfahren; Automati-
Berlin: Beuth Verlag sche Rasenbewässerungssysteme; Teil 1: Festlegung der Aufga-
DIN EN 12016:2011-11 Elektromagnetische Verträglichkeit; ben und Ausrüstungen durch den Eigentümer; Deutsche Fas-
Produktfamilien-Norm für Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrstei- sung EN 12484-1:1999 (Irrigation techniques; Automatic turf
ger; Störfestigkeit; Deutsche Fassung prEN 12016:2011 irrigation systems; Part 1: Definition of the programme of
(Electromagnetic compatibility; Product family standard for equipment of the owner; German version EN 12484-1:1999).
lifts, escalators and moving walks; Immunity; German version Berlin: Beuth Verlag
prEN 12016:2011). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 12635:2009-02 Tore; Einbau und Nutzung; Deutsche
DIN EN 12056-5:2001-01 Schwerkraftentwässerungsanlagen Fassung EN 12635:2002+A1:2008 (Industrial, commercial and
innerhalb von Gebäuden; Teil 5: Installation und Prüfung, An- garage doors and gates; Installation and use; German version
leitung für Betrieb, Wartung und Gebrauch; Deutsche Fassung EN 12635:2002+A1:2008). Berlin: Beuth Verlag
EN 12056-5:2000 (Gravity drainage systems inside buildings; DIN EN 12644-1:2009-06 Krane; Informationen für die Nut-
Part 5: Installation and testing, instructions for operation, main- zung und Prüfung; Teil 1: Betriebsanleitungen; Deutsche Fas-
tenance and user; German version EN 12056-5:2000). Berlin: sung EN 12644-1:2001+A1:2008 (Cranes; Information for use
Beuth Verlag and testing; Part 1: Instructions; German version EN 12644-1:
DIN EN 12094-5:2006-07 Ortsfeste Brandbekämpfungsanla- 2001+A1:2008). Berlin: Beuth Verlag
gen; Bauteile für Löschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln; DIN EN 12723:2000-09 Flüssigkeitspumpen; Allgemeine Be-
Teil 5: Anforderungen und Prüfverfahren für Hoch- und Nie- griffe für Pumpen und Pumpenanlagen; Definitionen, Größen,
derdruck-Bereichsventile und zugehörige Auslöseeinrichtungen; Formelzeichen und Einheiten; Deutsche Fassung EN 12723:
– 120 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

2000 (Liquid pumps; General terms for pumps and installations; DIN EN 13432:2000-12 Verpackung; Anforderungen an die
Definitions, quantities, letter symbols and units; German version Verwertung von Verpackungen durch Kompostierung und
EN 12723:2000). Berlin: Beuth Verlag biologischen Abbau; Prüfschema und Bewertungskriterien für
DIN EN 12819:2010-04 Flüssiggas-Geräte und –Ausrüstungs- die Einstufung von Verpackungen; Deutsche Fassung
teile; Überprüfung und erneute Qualifizierung von Behältern für EN 13432:2000 (Packaging; Requirements for packaging
Flüssiggas (LPG) größer als 13 m3; Deutsche Fassung recoverable through composting and biodegradation; Test
EN 12819:2009 (LPG equipment and accessories; Inspection scheme and evaluation criteria for the final acceptance of
and requalification of LPG tanks greater than 13 m3; German packaging; German version EN 13432:2000). Berlin: Beuth
version EN 12819:2009). Berlin: Beuth Verlag Verlag
DIN EN 12830:1999-10 Temperaturregistriergeräte für den DIN EN 13460:2009-08 Instandhaltung; Dokumente für die
Transport, die Lagerung und die Verteilung von gekühlten, Instandhaltung; Deutsche Fassung EN 13460:2009 (Maintenan-
gefrorenen, tiefgefrorenen Lebensmitteln und Eiskrem; Prüfun- ce; Documentation for maintenance; German version EN 13460:
gen, Leistung, Gebrauchstauglichkeit; Deutsche Fassung 2009). Berlin: Beuth Verlag
EN 12830:1999 (Temperature recorders for the transport, stora- DIN EN 13463-1:2009-07 Nicht-elektrische Geräte für den
ge and distribution of chilled, frozen, deep-frozen/quick-frozen Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen; Teil 1: Grundlagen
food and ice-cream; Tests, performance, suitability; German und Anforderungen; Deutsche Fassung EN 13463-1:2009 (Non-
version EN 12830:1999). Berlin: Beuth Verlag electrical equipment for use in potentially explosive atmo-
DIN EN 12831:2003-08 Heizungsanlagen in Gebäuden; Verfah- spheres; Part 1: Basic method and requirements; German versi-
ren zur Berechnung der Norm-Heizlast; Deutsche Fassung on EN 13463-1:2009). Berlin: Beuth Verlag
EN 12831:2003 (Heating systems in buildings; Method for DIN EN 13479:2005-03 Schweißzusätze; Allgemeine Produkt-
calculation of the design heat load; German version EN 12831: norm für Zusätze und Pulver zum Schmelzschweißen von me-
2003). Berlin: Beuth Verlag tallischen Werkstoffen; Deutsche Fassung EN 13479:2004
DIN EN 12952-15:2004-01 Wasserrohrkessel und Anlagen- (Welding consumables; General product standard for filler
komponenten; Teil 15: Abnahmeversuche; Deutsche Fassung metals and fluxes for fusion welding of metallic materials;
EN 12952-15:2003 (Water tube boilers and auxiliary installati- German version EN 13479:2004). Berlin: Beuth Verlag
ons; Part 15: Acceptance tests; German version EN 12952-15: DIN EN 13508-1:2010-10 Untersuchung und Beurteilung von
2003). Berlin: Beuth Verlag Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden; Teil 1: All-
DIN EN 12966-2:2005-07 Vertikale Verkehrszeichen; Wech- gemeine Anforderungen (Investigation and assessment of drain
selverkehrszeichen; Teil 2: Erstprüfung; Deutsche Fassung and sewer systems outside buildings; Part 1: General require-
EN 12966-2:2005 (Road vertical signs; Variable message traffic ments). Berlin: Beuth Verlag
signs; Part 2: Initial type testing; German version EN 12966-2: DIN EN 13701:2002-11 Luft- und Raumfahrt; Raumfahrttech-
2005). Berlin: Beuth Verlag nik; Glossar; Dreisprachige Fassung EN 13701:2001 (Aerospa-
DIN EN 13204:2005-03 Doppelt wirkende hydraulische Ret- ce; Space systems; Glossary of terms; Trilingual version
tungsgeräte für die Feuerwehr und Rettungsdienste; Sicherheits- EN 13701:2001). Berlin: Beuth Verlag
und Leistungsanforderungen; Deutsche Fassung EN 13204: DIN EN 13725:2003-07 Luftbeschaffenheit; Bestimmung der
2004 (Double acting hydraulic rescue tools for fire and rescue Geruchsstoffkonzentration mit dynamischer Olfaktometrie;
service use; Safety and performance requirements; German Deutsche Fassung EN 13725:2003 (Air quality; Determination
version EN 13204:2004). Berlin: Beuth Verlag of odour concentration by dynamic olfactometry; German versi-
DIN EN 13237-1:1998-07 Explosionsfähige Atmosphären; on EN 13725:2003). Berlin: Beuth Verlag
Explosionsschutz; Teil 1: Benennungen und Definitionen für DIN EN 13751:2009-11 Lebensmittel; Nachweis von bestrahl-
Geräte, Schutzsysteme und Komponenten zur Verwendung in ten Lebensmitteln mit Photostimulierter Lumineszenz; Deutsche
explosionsfähigen Atmosphären; Dreisprachige Fassung Fassung EN 13751:2009 (Foodstuffs; Detection of irradiated
prEN 13237-1:1998 (Potentially explosive atmospheres; Explo- food using photostimulated luminescence; German version
sion prevention and protection; Part 1: Terms and definitions for EN 13751:2009). Berlin: Beuth Verlag
equipment and protective systems intended for use in potentially DIN EN 13771-1:2003-08 Kältemittel-Verdichter und Verflüs-
explosive atmospheres; Trilingual version prEN 13237-1:1998). sigungssätze für die Kälteanwendung; Leistungsprüfung und
Berlin: Beuth Verlag Prüfverfahren; Teil 1: Kältemittel-Verdichter; Deutsche Fassung
DIN EN 13284-1:2002-04 Emissionen aus stationären Quellen; EN 13771-1:2003 (Compressors and condensing units for refri-
Ermittlung der Staubmassenkonzentration bei geringen Staub- geration; Performance testing and test methods; Part 1:
konzentrationen; Teil 1: Manuelles gravimetrisches Verfahren; Refrigerant compressors; German version EN 13771-1:2003).
Deutsche Fassung EN 13284-1:2001 (Stationary source emissi- Berlin: Beuth Verlag
ons; Determination of low range mass concentration of dust; DIN EN 13779:2007-09 Lüftung von Nichtwohngebäuden;
Part 1: Manual gravimetric method; German version Allgemeine Grundlagen und Anforderungen für Lüftungs- und
EN 13284-1:2001). Berlin: Beuth Verlag Klimaanlagen und Raumkühlsysteme; Deutsche Fassung
DIN EN 13306:2010-12 Instandhaltung; Begriffe der Instand- EN 13779:2007 (Ventilation for non-residential buildings;
haltung; Dreisprachige Fassung EN 13306:2010 (Maintenance; Performance requirements for ventilation and room-
Maintenance terminology; Trilingual version EN 13306:2010). conditioning systems; German version EN 13779:2007). Berlin:
Berlin: Beuth Verlag Beuth Verlag
DIN EN 13422:2009-08 Straßenverkehrszeichen (vertikal); DIN EN 13809:2003-06 Tourismus-Dienstleistungen; Reisebü-
Transportable Straßenverkehrszeichen; Leitkegel und Leitzylin- ros und Reiseveranstalter; Terminologie; Dreisprachige Fassung
der; Deutsche Fassung EN 13422:2004+A1:2009 (Vertical road EN 13809:2003 (Tourism services; Travel agencies and tour
signs; Portable deformable warning devices and delineators; operators; Terminology; Trilingual version EN 13809:2003).
Portable road traffic signs; Cones and cylinders; German versi- Berlin: Beuth Verlag
on EN 13422:2004+A1:2009). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 13814:2005-06 Fliegende Bauten und Anlagen für
Veranstaltungsplätze und Vergnügungsparks; Sicherheit; Deut-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 121 –

sche Fassung EN 13814:2004 (Fairground and amusement park assurance; Hazard analysis; German version EN 14738:2004).
machinery and structures; Safety; German version EN 13814: Berlin: Beuth Verlag
2004). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 14738:2004-08 Raumfahrtproduktsicherung; Gefah-
DIN EN 13921:2007-08 Persönliche Schutzausrüstung; Ergo- renanalyse; Deutsche Fassung EN 14738:2004 (Space product
nomische Grundsätze; Deutsche Fassung EN 13921:2007 (Per- assurance; Hazard analysis; German version EN 14738:2004).
sonal protective equipment; Ergonomic principles; German Berlin: Beuth Verlag
version EN 13921:2007). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 14943:2006-03 Transportdienstleistungen; Logistik;
DIN EN 13965-1:2005-03 Charakterisierung von Abfällen; Glossar; Deutsche Fassung EN 14943:2005 (Transport services;
Terminologie; Teil 1: Materialbezogene Begriffe; Dreisprachige Logistics; Glossary of terms; German version EN 14943:2005).
Fassung EN 13965-1:2004 (Characterization of waste; Termin- Berlin: Beuth Verlag
ology; Part 1: Material related terms and definitions; Trilingual DIN EN 14944-1:2006-07 Einfluss von zementgebundenen
version EN 13965-1:2004). Berlin: Beuth Verlag Produkten auf Wasser für den menschlichen Gebrauch; Prüfver-
DIN EN 13965-2:2011-01 Charakterisierung von Abfällen; fahren; Teil 1: Einfluss fabrikmäßig hergestellter zementgebun-
Terminologie; Teil 2: Managementbezogene Begriffe; Dreispra- dener Produkte auf organoleptische Parameter; Deutsche Fas-
chige Fassung EN 13965-2:2010 (Characterization of waste; sung EN 14944-1:2006 (Influence of cementitious products on
Terminology; Part 2: Management related terms and definitions; water intended for human consumption; Test methods; Part 1:
Trilingual version EN 13965-2:2010). Berlin: Beuth Verlag Influence of factory made cementitious products on organolep-
DIN EN 13980:2003-02 Explosionsgefährdete Bereiche; An- tic parameters; German version EN 14944-1:2006). Berlin:
wendung von Qualitätsmanagementsystemen; Deutsche Fas- Beuth Verlag
sung EN 13980:2002 (Potentially explosive atmospheres; App- DIN EN 14972:2004-10 Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen;
lication of quality systems; German version EN 13980:2002). Feinsprüh-Löschanlagen; Planung und Einbau; Deutsche Fas-
Berlin: Beuth Verlag sung prEN 14972:2004 (Fixed firefighting systems; Watermist
DIN EN 14197-1:2003-11 Kryo-Behälter; Ortsfeste nicht vaku- systems; Design and installation; German version prEN 14972:
um-isolierte Behälter; Teil 1: Grundanforderungen; Deutsche 2004). Zurückgezogen 2007-04. Kein Nachfolgedokument
Fassung EN 14197-1:2003 (Cryogenic vessels; Static non- DIN EN 15161:2007-02 Anlagen zur Behandlung von Trink-
vacuum insulated vessels; Part 1: Fundamental requirements; wasser innerhalb von Gebäuden; Einbau, Betrieb, Wartung und
German version EN 14197-1:2003). Berlin: Beuth Verlag Reparatur; Deutsche Fassung EN 15161:2006 (Water condition-
DIN EN 14412:2004-12 Innenraumluftqualität; Passivsammler ing equipment inside buildings; Installation, operation, mainte-
zur Bestimmung der Konzentrationen von Gasen und Dämpfen; nance and repair; German version EN 15161:2006). Berlin:
Anleitung zur Auswahl, Anwendung und Handhabung; Deut- Beuth Verlag
sche Fassung EN 14412:2004 (Indoor air quality; Diffusive DIN EN 15203:2005-06 Energieeffizienz von Gebäuden; Be-
samplers for the determination of concentrations of gases and wertung des Energieverbrauchs und Festlegung der Leistungs-
vapours; Guide for selection, use and maintenance; German indikatoren; Deutsche Fassung prEN 15203:2005 (Energy
version EN 14412:2004). Berlin: Beuth Verlag performance of buildings; Assessment of energy use and defini-
DIN EN 14449:2005-07 Glas im Bauwesen; Verbundglas und tion of ratings; German version prEN 15203:2005). Zurückge-
Verbund-Sicherheitsglas; Konformitätsbewertung/Produktnorm; zogen 2008-07. Nachfolgedokument DIN EN 15603
Deutsche Fassung EN 14449:2005 (Glass in building; Lami- DIN EN 15233:2007-11 Methodik zur Bewertung der funktio-
nated glass and laminated safety glass; Evaluation of confor- nalen Sicherheit von Schutzsystemen für explosionsgefährdete
mity/Product standard; German version EN 14449:2005). Ber- Bereiche; Deutsche Fassung EN 15233:2007 (Methodology for
lin: Beuth Verlag functional safety assessment of protective systems for
DIN EN 14489:2003-01 Schwerentflammbare Druckflüssigkei- potentially explosive atmospheres; German version EN 15233:
ten; Klassifikation und Spezifikation; Auswahlrichtlinien zur 2007). Berlin: Beuth Verlag
Gewährleistung von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz; DIN EN 15259:2008-01 Luftbeschaffenheit; Messung von
Deutsche Fassung prEN 14489:2002 (Fire-resistant hydraulic Emissionen aus stationären Quellen; Anforderungen an Mess-
fluids; Classification and specification; Guidelines on selection strecken und Messplätze und an die Messaufgabe, den Messplan
for the protection of safety, health and the environment; German und den Messbericht; Deutsche Fassung EN 15259:2007 (Air
version prEN 14489:2002). Zurückgezogen 2006-01. Nachfol- quality; Measurement of stationary source emissions; Require-
gedokument DIN-Fachbericht CEN/TR 144489 ments for measurement sections and sites and for the measure-
DIN EN 14625:2010-02 Luftqualität; Messverfahren zur Be- ment objective, plan and report; German version EN 15259:
stimmung der Konzentration von Ozon mit Ultraviolett- 2007). Berlin: Beuth Verlag
Photometrie; Deutsche Fassung prEN 14625:2010 (Ambient air DIN EN 15276-1:2005-08 Ortsfeste Brandbekämpfungsanla-
quality; Standard method for the measurement of the gen; Löschanlagen für kondensierte Aerosole; Teil 1: Anforde-
concentration of ozone by ultraviolet photometry; German rungen und Prüfverfahren für Bauteile; Deutsche Fassung
version prEN 14625:2010). Berlin: Beuth Verlag prEN 15276-1:2005 (Fixed firefighting systems; Condensed
DIN EN 14673:2010-10 Sicherheit von Maschinen; Sicherheits- aerosol extinguishing systems; Part 1: Requirements and test
anforderungen an hydraulisch angetriebene Warm- methods for components; German version prEN 15276-1:2005).
Freiformschmiedepressen zum Schmieden von Stahl und NE- Zurückgezogen 2009-05. Nachfolgedokument DIN-Fachbericht
Metallen; Deutsche Fassung EN 14673:2006+A1:2010 (Safety CEN/TR 15276-1
of machinery; Safety requirements for hydraulically powered DIN EN 15276-2:2005-08 Ortsfeste Brandbekämpfungsanla-
open die hot forging presses for the forging of steel and non- gen; Löschanlagen für kondensierte Aerosole Teil 2: Planung,
ferrous metals; German version EN 14673:2006+A1:2010). Installation und Instandhaltung; Deutsche Fassung prEN 15276-2:
Berlin: Beuth Verlag 2005 (Fixed firefighting systems; Condensed aerosol
DIN EN 14738:2004-08 Raumfahrtproduktsicherung; Gefah- extinguishing systems; Part 2: Design, installation and mainte-
renanalyse; Deutsche Fassung EN 14738:2004 (Space product nance; German version prEN 15276-2:2005). Zurückgezogen
– 122 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

2009-05. Nachfolgedokument DIN-Fachbericht CEN/ DIN EN 50134-3*VDE 0830-4-3:2009-12 Alarmanlagen; Per-


TR 15276-2 sonen-Hilferufanlagen; Teil 3: Örtliche Zentrale und Steuerein-
DIN EN 15603:2008-07 Energieeffizienz von Gebäuden; Ge- richtung; Deutsche Fassung prEN 50134-3:2009 (Alarm sys-
samtenergiebedarf und Festlegung der Energiekennwerte; Deut- tems; Social alarm systems; Part 3: Local unit and controller;
sche Fassung EN 15603:2008 (Energy performance of build- German version prEN 50134-3:2009). Berlin: Beuth Verlag
ings; Overall energy use and definition of energy ratings; Ger- DIN EN 50153*VDE 0115-2:2003-07 Bahnanwendungen;
man version EN 15603:2008). Berlin: Beuth Verlag Fahrzeuge; Schutzmaßnahmen in Bezug auf elektrische Gefah-
DIN EN 180000:1996-12 Fachgrundspezifikation: Lichtwellen- ren; Deutsche Fassung EN 50153:2002 (Railway applications;
leiter (LWL) Dämpfungsglieder; Deutsche Fassung EN 180000: Rolling stock; Protective provisions relating to electrical
1995 (Generic specification: Fibre optic attenuators; German hazards; German version EN 50153:2002). Berlin: Beuth Verlag
version EN 180000:1995). Zurückgezogen 2009-12. Kein Nach- DIN EN 50215*VDE 0115-101:2010-07 Bahnanwendungen;
folgedokument Bahnfahrzeuge; Prüfung von Bahnfahrzeugen nach Fertigstel-
DIN EN 29592-3:1991-11 Grafische Systeme der Informations- lung und vor Indienststellung; Deutsche Fassung EN 50215:
verarbeitung; Hierarchisches Interaktives Grafisches System für 2009 (Railway applications; Rolling stock; Testing of rolling
Programmierer; Teil 3: Codierung der Archiv-Datei mit Text stock on completion of construction and before entry into ser-
(ISO/IEC 9592-3:1989, Ausgabe 1); Englische Fassung vice; German version EN 50215:2009). Berlin: Beuth Verlag
EN 29592-3:1991 (Information processing systems; computer DIN EN 50239*VDE 0831-239:2000-08 Bahnanwendungen;
graphics; programmer's hierarchical interactive graphics system Funkfernsteuerung von Triebfahrzeugen für Güterbahnen;
(PHIGS); Part 3: clear-text encoding of archive file (ISO/ Deutsche Fassung EN 50239:1999 (Railway applications; Radio
IEC 9592-3:1989, edition 1); english version EN 29592-3: remote control system of traction vehicle for freight traffic;
1991). Zurückgezogen 2006-05. Kein Nachfolgedokument German version EN 50239:1999). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 45020:1998-07 Normung und damit zusammenhän- DIN EN 50341-1*VDE 0210-1:2010-04 Freileitungen über AC
gende Tätigkeiten; Allgemeine Begriffe (ISO/IEC Guide 2: 45 kV; Teil 1: Allgemeine Anforderungen; Gemeinsame Festle-
1996); Dreisprachige Fassung EN 45020:1998 (Standardization gungen; Deutsche Fassung EN 50341-1:2001 + A1:2009 (Over-
and related activities; General vocabulary (ISO/IEC Guide 2: head electrical lines exceeding AC 45 kV; Part 1: General
1996); Trilingual version EN 45020:1998). Zurückgezogen requirements; Common specifications; German version
2007-03. Nachfolgedokument DIN EN 45020 EN 50341-1:2001 + A1:2009). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 45020:2007-03 Normung und damit zusammenhän- DIN EN 50438*VDE 0435-901: 2008-08 Anforderungen für
gende Tätigkeiten; Allgemeine Begriffe (ISO/IEC Guide 2: den Anschluss von Klein-Generatoren an das öffentliche
2004); Dreisprachige Fassung EN 45020:2006 (Standardization Niederspannungsnetz; Deutsche Fassung EN 50438:2007
and related activities; General vocabulary (ISO/IEC Guide 2: (Requirements for the connection of micro-generators in parallel
2004); Trilingual version EN 45020:2006). Berlin: Beuth Verlag with public low-voltage distribution networks; German version
DIN EN 45510-2-6:2001-02 Leitfaden für die Beschaffung von EN 50438:2007). Berlin: Beuth Verlag
Ausrüstungen für Kraftwerke; Teil 2-6: Elektrische Ausrüstung; DIN EN 60034-1*VDE 0530-1:2011-02 Drehende elektrische
Generatoren; Deutsche Fassung EN 45510-2-6:2000 (Guide for Maschinen; Teil 1: Bemessung und Betriebsverhalten
procurement of power station equipment; Part 2-6: Electrical (IEC 60034-1:2010, modifiziert); Deutsche Fassung
equipment; Generators; German version EN 45510-2-6:2000). EN 60034-1:2010 + Cor.:2010 (Rotating electrical machines;
Berlin: Beuth Verlag Part 1: Rating and performance (IEC 60034-1:2010, modified);
DIN EN 45510-6-5:2000-02 Leitfaden für die Beschaffung von German version EN 60034-1:2010 + Cor.:2010). Berlin: Beuth
Ausrüstungen für Kraftwerke; Teil 6-5: Turbinenhilfseinrich- Verlag
tungen; Trockenkühlanlagen; Deutsche Fassung EN 45510-6-5: DIN EN 60034-2*VDE 0530-2:2006-06 Drehende elektrische
1999 (Guide for procurement of power station equipment; Maschinen; Teil 2: Verfahren zur Bestimmung der Verluste und
Part 6-5: Turbine auxiliaries; dry cooling systems; German des Wirkungsgrades aus Prüfungen (ausgenommen Maschinen
version EN 45510-6-5:1999). Berlin: Beuth Verlag für Schienen- und Straßenfahrzeuge) (IEC 2/1367/CDV:
DIN EN 45510-7-1:2000-02 Leitfaden für die Beschaffung von 2005); Deutsche Fassung prEN 60034-2:2005 (Rotating
Ausrüstungen für Kraftwerke; Teil 7-1: Rohrleitungen und electrical machines; Part 2: Methods for determining losses and
Armaturen; Hochdruckrohrleitungen; Deutsche Fassung efficiency from tests (excluding machines for traction vehicles)
EN 45510-7-1:1999 (Guide for procurement of power station (IEC 2/1367/CDV:2005); German version prEN 60034-2:2005).
plant, equipment and systems; Part 7-1: Pipework and valves; Zurückgezogen 2006-07. Nachfolgedokument DIN
high pressure piping systems; German version EN 45510-7-1: EN 60034-2-1
1999). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 60034-2-1*VDE 0530-2-1:2008-08 Drehende elektri-
DIN EN 50125-2*VDE 0115-108-2:2003-07 Bahnanwendun- sche Maschinen; Teil 2-1: Standardverfahren zur Bestimmung
gen; Umweltbedingungen für Betriebsmittel; Teil 2: Ortsfeste der Verluste und des Wirkungsgrades aus Prüfungen (ausge-
elektrische Anlagen; Deutsche Fassung EN 50125-2:2002 nommen Maschinen für Schienen- und Straßenfahrzeuge)
(Railway applications; Environmental conditions for equipment; (IEC 60034-2-1:2007); Deutsche Fassung EN 60034-2-1:2007
Part 2: Fixed electrical installations; German version (Rotating electrical machines; Part 2-1: Standard methods for
EN 50125-2:2002). Berlin: Beuth Verlag determining losses and efficiency from tests (excluding machi-
nes for traction vehicles) (IEC 60034-2-1:2007); German versi-
DIN EN 50126*VDE 0115-103:2000-03 Bahnanwendungen; on EN 60034-2-1:2007). Berlin: Beuth Verlag
Spezifikation und Nachweis der Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit,
Instandhaltbarkeit, Sicherheit (RAMS); Deutsche Fassung DIN EN 60065*VDE 0860:2011-10 Audio-, Video- und
EN 50126:1999 (Railway applications; The specification and ähnliche elektronische Geräte; Sicherheitsanforderungen
demonstration of reliability, availability, maintainability and (IEC 60065:2001, modifiziert + A1:2005, modifiziert + A2:
safety (RAMS); German version EN 50126:1999). Berlin: 2010, modifiziert); Deutsche Fassung EN 60065:2002 + A1:
Beuth Verlag 2006 + Cor. :2007 + A11:2008 + A2:2010 + A12:2011 (Audio,
video and similar electronic apparatus; Safety requirements
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 123 –

(IEC 60065:2001, modified + A1:2005, modified + A2: DIN EN 60519-1*VDE 0721-1:2004-05 Sicherheit in Elektro-
2010, modified); German version EN 60065:2002 + A1:2006 + wärmeanlagen; Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 60519-
Cor.:2007 + A11:2008 + A2:2010 + A12:2011). Berlin: Beuth 1:2003); Deutsche Fassung EN 60519-1:2003 (Safety in elec-
Verlag troheat installations; Part 1: General requirements (IEC 60519-
DIN EN 60068-4:1996-10 Umweltprüfungen; Teil 4: Informati- 1:2003); German version EN 60519-1:2003). Zurückgezogen
onen für den Verfasser von Einzelbestimmungen; Zusammen- 2011-10. Nachfolgedokument DIN EN 60519-1
fassungen zu den Prüfungen (IEC 60068-4:1987 + A1:1992 + DIN EN 60599*VDE 0370-7:2008-02 In Betrieb befindliche,
A2:1994); Deutsche Fassung EN 60068-4:1996 (Environmental mit Mineralöl imprägnierte elektrische Geräte; Leitfaden zur
testing; Part 4: Information for specification writers; Test Interpretation der Analyse gelöster und freier Gase
summaries (IEC 60068-4:1987 + A1:1992 + A2:1994); German (IEC 60599:1999 + A1:2007); Deutsche Fassung EN 60599:
version EN 60068-4:1996). Berlin: Beuth Verlag 1999 + A1:2007 (Mineral oil-impregnated electrical equipment
DIN EN 60079-10-2*VDE 0165-102: 2010-03 Explosionsfähi- in service; Guide to the interpretation of dissolved and free
ge Atmosphäre; Teil 10-2: Einteilung der Bereiche; Staubexplo- gases analysis (IEC 60599:1999 + A1:2007); German version
sionsgefährdete Bereiche (IEC 60079-10-2:2009); Deutsche EN 60599:1999 + A1:2007). Berlin: Beuth Verlag
Fassung EN 60079-10-2:2009 (Explosive atmospheres; DIN EN 60601-1*VDE 0750-1:2007-07 Medizinische elektri-
Part 10-2: Classification of areas; Combustible dust sche Geräte; Teil 1: Allgemeine Festlegungen für die Sicherheit
atmospheres (IEC 60079-10-2:2009); German version einschließlich der wesentlichen Leistungsmerkmale
EN 60079-10-2:2009). Berlin: Beuth Verlag (IEC 60601-1:2005); Deutsche Fassung EN 60601-1:2006
DIN EN 60079-18*VDE 0170-9:2010-07 Explosionsfähige (Medical electrical equipment; Part 1: General requirements for
Atmosphäre; Teil 18: Geräteschutz durch Vergusskapselung basic safety and essential performance (IEC 60601-1:2005);
„m“ (IEC 60079-18:2009 + Corrigendum 2009); Deutsche German version EN 60601-1:2006). Berlin: Beuth Verlag
Fassung EN 60079-18:2009 (Explosive atmospheres; Part 18: DIN EN 60694*VDE 0670-1000:2002-09 Gemeinsame Be-
Equipment protection by encapsulation “m”, (IEC 60079-18: stimmungen für Hochspannungs-Schaltgeräte-Normen
2009 + Corrigendum 2009); German version EN 60079-18: (IEC 60694:1996 + Corr. 1:2001 + A1:2000 + A2:2001 +
2009). Berlin: Beuth Verlag Corr. 1:2001); Deutsche Fassung EN 60694:1996 + A1:2000
DIN EN 60194:2007-03 Konstruktion, Herstellung und Bestü- + A2:2001 (Common specifications for high-voltage switchgear
ckung von Leiterplatten; Begriffe und Definitionen (IEC 60194: and controlgear standards (IEC 60694:1996 + Corr. 1:2001
2006); Deutsche Fassung EN 60194:2006, Text Englisch + A1:2000 + A2:2001 + Corr. 1:2001); German version
(Printed board design, manufacture and assembly; Terms and EN 60694:1996 + A1:2000 + A2:2001). Zurückgezogen
definitions (IEC 60194:2006); German version EN 60194:2006, 2009-08. Nachfolgedokument DIN EN 62271-1
text in English). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 60695-1-1*VDE 0471-1-1:2000-10 Prüfungen zur
DIN EN 60300-1: 2010-10 Zuverlässigkeitsmanagement; Beurteilung der Brandgefahr; Teil 1-1: Anleitung zur Beurtei-
Teil 1: Leitfaden für Management und Anwendung lung der Brandgefahr von elektrotechnischen Erzeugnissen;
(IEC 56/1368/CD:2010) (Dependability management; Part 1: Allgemeiner Leitfaden (IEC 60695-1-1:1999 + Corrigendum
Guidance for management and application (IEC 56/1368/CD: 2000); Deutsche Fassung EN 60695-1-1:2000 (Fire hazard
2010)). Berlin: Beuth Verlag testing; Part 1-1: Guidance for assessing the fire hazard of
electrotechnical products; General guidelines (IEC 60695-1-1:
DIN EN 60300-3-11*VDE 0050-5:2010-05 Zuverlässigkeits- 1999 + Corrigendum 2000); German version EN 60695-1-1:
management; Teil 3-11: Anwendungsleitfaden; Auf die Funkti- 2000). Zurückgezogen 2011-10. Nachfolgedokument DIN
onsfähigkeit bezogene Instandhaltung (IEC 60300-3-11:2009); EN 60695-1-10 und DIN EN 60695-1-11
Deutsche Fassung EN 60300-3-11:2009 (Dependability mana-
gement; Part 3-11: Application guide; Reliability centred main- DIN EN 60695-1-10*VDE 0471-1-10:2010-12 Prüfungen zur
tenance (IEC 60300-3-11:2009); German version EN 60300-3- Beurteilung der Brandgefahr; Teil 1-10: Anleitung zur Beurtei-
11:2009). Berlin: Beuth Verlag lung der Brandgefahr von elektrotechnischen Erzeugnissen;
Allgemeiner Leitfaden (IEC 60695-1-10:2009); Deutsche Fas-
DIN EN 60300-3-4:2008-06 Zuverlässigkeitsmanagement; sung EN 60695-1-10:2010 (Fire hazard testing; Part 1-10:
Teil 3-4: Anwendungsleitfaden; Anleitung zum Festlegen von Guidance for assessing the fire hazard of electrotechnical pro-
Zuverlässigkeitsforderungen (IEC 60300-3-4:2007); Deutsche ducts; General guidelines (IEC 60695-1-10:2009); German
Fassung EN 60300-3-4:2008 (Dependability management; version EN 60695-1-10:2010). Berlin: Beuth Verlag
Part 3-4: Application guide; Guide to the specification of
dependability requirements (IEC 60300-3-4:2007); German DIN EN 60695-1-11*VDE 0471-1-11:2011-10 Prüfungen zur
version EN 60300-3-4:2008). Berlin: Beuth Verlag Beurteilung der Brandgefahr; Teil 1-11: Anleitung zur Beurtei-
lung der Brandgefahr von elektrotechnischen Erzeugnissen;
DIN EN 60480*VDE 0373-2:2005-08 Richtlinien für die Prü- Beurteilung der Brandgefahr (IEC 60695-1-11:2010); Deutsche
fung und Aufbereitung von Schwefelhexafluorid (SF6) nach Fassung EN 60695-1-11:2010 (Fire hazard testing; Part 1-11:
Entnahme aus elektrischen Betriebsmitteln und Spezifikation für Guidance for assessing the fire hazard of electrotechnical pro-
dessen Wiederverwendung (IEC 60480:2004); Deutsche Fas- ducts; Fire hazard assessment (IEC 60695-1-11:2010); German
sung EN 60480:2004 (Guidelines for the checking and treat- version EN 60695-1-11:2010). Berlin: Beuth Verlag
ment of sulfur hexafluoride (SF6) taken from electrical equip-
ment and specification for its re-use (IEC 60480:2004); German DIN EN 60730-1*VDE 0631-1:2009-06 Automatische elektri-
version EN 60480:2004). Berlin: Beuth Verlag sche Regel- und Steuergeräte für den Hausgebrauch und ähnli-
che Anwendungen; Teil 1: Allgemeine Anforderungen
DIN EN 60519-1*VDE 0721-1:2011-10 Sicherheit in Elektro- (IEC 60730-1:1999, modifiziert + A1:2003, modifiziert + A2:
wärmeanlagen; Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 60519- 2007, modifiziert); Deutsche Fassung EN 60730-1:2000 + A1:
1:2010); Deutsche Fassung EN 60519-1:2011 (Safety in 2004 + A12:2003 + A13:2004 + A14:2005 + A16:2007 + A2:
electroheating installations; Part 1: General requirements 2008 (Automatic electrical controls for household and similar
(IEC 60519-1:2010); German version EN 60519-1:2011). Ber- use; Part 1: General requirements (IEC 60730-1:1999, modified
lin: Beuth Verlag + A1:2003, modified + A2:2007, modified); German version
– 124 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

EN 60730-1:2000 + A1:2004 + A12:2003 + A13:2004 + A14: magnetic compatibility (EMC); Product standard (IEC 22E/
2005 + A16:2007 + A2:2008). Berlin: Beuth Verlag 112/CDV:2009); German version FprEN 61204-3:2009). Ber-
DIN EN 60731:2010-06 Medizinische elektrische Geräte; Do- lin: Beuth Verlag
simeter mit Ionisationskammern zur Anwendung in der Strah- DIN EN 61241-10*VDE 0165-102:2005-04 Elektrische Be-
lentherapie (IEC 62C/481/CDV:2009); Deutsche Fassung triebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem
FprEN 60731:2009 (Medical electrical equipment; Dosimeters Staub; Teil 10: Einteilung von staubexplosionsgefährdeten
with ionization chambers as used in radiotherapy (IEC 62C/ Bereichen (IEC 61241-10:2004); Deutsche Fassung
481/CDV:2009); German version FprEN 60731:2009). Berlin: EN 61241-10:2004 (Electrical apparatus for use in the presence
Beuth Verlag of combustible dust; Part 10: Classification of areas where
DIN EN 60770-3*VDE 0408-3:2007-02 Messumformer für combustible dusts are or may be present (IEC 61241-10:2004);
industrielle Prozessleittechnik; Teil 3: Verfahren zur Bewertung German version EN 61241-10:2004). Zurückgezogen 2010-03.
der Leistungsfähigkeit von intelligenten Messumformern Nachfolgedokument DIN EN 60079-10-2
(IEC 60770-3:2006); Deutsche Fassung EN 60770-3:2006 DIN EN 61241-18*VDE 0170-15-18:2005-07 Elektrische
(Transmitters for use in industrial-process control systems; Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem
Part 3: Methods for performance evaluation of intelligent trans- Staub; Teil 18: Schutz durch Vergusskapselung „mD“
mitters (IEC 60770-3:2006); German version EN 60770-3: (IEC 61241-18:2004); Deutsche Fassung EN 61241-18:2004
2006). Berlin: Beuth Verlag (Electrical apparatus for use in the presence of combustible dust;
DIN EN 60870-5-6:2009-11 Fernwirkeinrichtungen und Part 18: Protection by encapsulation “mD” (IEC 61241-18:
-systeme; Teil 5-6: Richtlinien zur Konformitätsprüfung für die 2004); German version EN 61241-18:2004). Zurückgezogen
anwendungsbezogenen Normen der Reihe EN 60870-5 2010-07. Nachfolgedokument DIN EN 60079-18
(IEC 60870-5-6:2006); Deutsche Fassung EN 60870-5-6:2009 DIN EN 61360-1:2008-03 Genormte Datenelementtypen mit
(Telecontrol equipment and systems; Part 5-6: Guidelines for Klassifikationsschema für elektrische Bauteile; Teil 1: Definiti-
conformance testing for the EN 60870-5 companion standards onen; Regeln und Methoden (IEC 3D/157/CDV:2007); Deut-
(IEC 60870-5-6:2006); German version EN 60870-5-6:2009). sche Fassung prEN 61360-1:2007 (Standard data element types
Berlin: Beuth Verlag with associated classification scheme for electric components;
DIN EN 60934*VDE 0642:2007-11 Geräteschutzschalter (GS) Part 1: Definitions; Principles and methods (IEC 3D/157/
(IEC 60934:2000 + A1:2007); Deutsche Fassung EN 60934: CDV:2007); German version prEN 61360-1:2007). Berlin:
2001 + A1:2007 (Circuit-breakers for equipment (CBE) Beuth Verlag
(IEC 60934:2000 + A1:2007); German version EN 60934:2001 DIN EN 61377-2*VDE 0115-403-2:2003-07 Bahnanwendun-
+ A1:2007). Berlin: Beuth Verlag gen; Bahnfahrzeuge; Kombinierte Prüfung; Teil 2: Chopper-
DIN EN 60947-5-4*VDE 0660-211:2005-03 Niederspannungs- gespeiste Gleichstrom-Bahnmotoren und deren Steuerung
schaltgeräte; Teil 5-4: Steuergeräte und Schaltelemente; Verfah- (IEC 61377-2:2002); Deutsche Fassung EN 61377-2:2002
ren zur Abschätzung der Leistungsfähigkeit von Schwach- (Railway applications; Rolling stock; Combined testing; Part 2:
stromkontakten; Besondere Prüfungen (IEC 60947-5-4:2002); Chopper-fed direct current traction motors and their control
Deutsche Fassung EN 60947-5-4:2003 (Low-voltage switchgear (IEC 61377-2:2002); German version EN 61377-2:2002). Ber-
and controlgear; Part 5-4: Control circuit devices and switching lin: Beuth Verlag
elements; Method of assessing the performance of low-energy DIN EN 61508-4*VDE 0803-4:2002-11 Funktionale Sicherheit
contacts; Special tests (IEC 60947-5-4:2002); German version elektrischer/elektronischer/programmierbar elektronischer
EN 60947-5-4:2003). Berlin: Beuth Verlag sicherheitsbezogener Systeme; Teil 4: Begriffe und Abkürzun-
DIN EN 61010-031*VDE 0411-031:2011-09-00 Sicherheitsbe- gen (IEC 61508-4:1998 + Corrigendum 1999); Deutsche Fas-
stimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborge- sung EN 61508-4:2001 (Functional safety of electrical/
räte; Teil 031: Sicherheitsbestimmungen für handgehaltenes electronic/programmable electronic safety-related systems;
Messzubehör zum Messen und Prüfen (IEC 66/446A/CD:2011) Part 4: Definitions and abbreviations (IEC 61508-4:1998 +
(Safety requirements for hand-held probe assemblies for Corrigendum 1999); German version EN 61508-4:2001). Zu-
electrical measurement and test; Part 031: Safety requirements rückgezogen 2011-02. Nachfolgedokument DIN EN 61508-4
for hand-held probe assemblies for electrical measurement and DIN EN 61508-4*VDE 0803-4:2011-02 Funktionale Sicherheit
test (IEC 66/446A/CD:2011)). Berlin: Beuth Verlag sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/program-
DIN EN 61029-1*VDE 0740-500:2010-01 Sicherheit transpor- mierbarer elektronischer Systeme; Teil 4: Begriffe und Abkür-
tabler motorbetriebener Elektrowerkzeuge; Teil 1: Allgemeine zungen (IEC 61508-4:2010); Deutsche Fassung EN 61508-4:
Anforderungen (IEC 61029-1:1990, modifiziert); Deutsche 2010 (Functional safety of electrical/electronic/programmable
Fassung EN 61029-1:2009 (Safety of transportable motor- electronic safety-related systems; Part 4: Definitions and abbre-
operated electric tools; Part 1: General requirements viations (IEC 61508-4:2010); German version EN 61508-4:
(IEC 61029-1:1990, modified); German version EN 61029-1: 2010). Berlin: Beuth Verlag
2009). Berlin: Beuth Verlag DIN EN 61821*VDE 0161-103:2003-07 Elektrische Anlagen
DIN EN 61187:1995-06 Elektrische und elektronische Meßge- für Beleuchtung und Befeuerung von Flugplätzen; Instandhal-
räte; Mitzuliefernde Unterlagen (IEC 61187:1993, modifiziert); tung von Konstantstrom-Serienkreisen für Flugplatzbefeue-
Deutsche Fassung EN 61187:1994 (Electrical and electronic rungsanlagen (IEC 61821:2002); Deutsche Fassung EN 61821:
measuring equipment; Documentation (IEC 61187:1993, 2003 (Electrical installation for lighting and beaconing of
modified); German version EN 61187:1994). Berlin: Beuth aerodromes; Maintenance of aeronautical ground lighting cons-
Verlag tant current series circuits (IEC 61821:2002); German version
EN 61821:2003). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 61204-3*VDE 0557-3:2009-10 Stromversorgungsge-
räte für Niederspannung mit Gleichstromausgang; Teil 3: Elekt- DIN EN 62005-1:2002-02 Zuverlässigkeit von LWL-Verbin-
romagnetische Verträglichkeit (EMV); Produktnorm dungselementen und passiven Bauelementen; Teil 1: Einführen-
(IEC 22E/112/CDV:2009); Deutsche Fassung FprEN 61204-3: der Leitfaden und Begriffe (IEC 62005-1:2001); Deutsche
2009 (Low voltage power supplies, d.c. output; Part 3: Electro- Fassung EN 62005-1:2001 (Reliability of fibre optic inter-
connecting devices and passive components; Part 1: Intro-
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 125 –

ductory guide and definitions (IEC 62005-1:2001); German DIN EN ISO 5198: 1999-12 Kreiselpumpen (Radial-, Halbaxi-
version EN 62005-1:2001). Berlin: Beuth Verlag al- und Axialkreiselpumpen); Regeln für die Messung des hyd-
DIN EN 62075*VDE 0806-2075:2008-07 Audio/Video-, In- raulischen Betriebsverhaltens; Präzisionsklasse (ISO 5198:
formations- und Kommunikationstechnikgeräte; Umweltbe- 1987); Deutsche Fassung EN ISO 5198:1998 (Centrifugal,
wusstes Design (IEC 62075:2008); Deutsche Fassung mixed flow and axial pumps; Code for hydraulic performance
EN 62075:2008 (Audio/video, information and communication tests; Precision class (ISO 5198:1987); German version EN
technology equipment; Environmentally conscious design ISO 5198:1998). Berlin: Beuth Verlag
(IEC 62075:2008); German version EN 62075:2008). Berlin: DIN EN ISO 6385:2004-05 Grundsätze der Ergonomie für die
Beuth Verlag Gestaltung von Arbeitssystemen (ISO 6385:2004); Deutsche
DIN EN 62079*VDE 0039:2001-11 Erstellen von Anleitungen; Fassung EN ISO 6385:2004 (Ergonomic principles in the design
Gliederung, Inhalt und Darstellung (IEC 62079:2001); Deutsche of work systems (ISO 6385:2004); German version EN
Fassung EN 62079:2001 (Preparation of instructions; Struct- ISO 6385:2004). Berlin: Beuth Verlag
uring, content and presentation (IEC 62079:2001); German DIN EN ISO 6817:1995-11 Durchflußmessung von leitfähigen
version EN 62079:2001). Berlin: Beuth Verlag Flüssigkeiten in geschlossenen Leitungen; Verfahren mit mag-
DIN EN 62133*VDE 0510-8:2003-09 Akkumulatoren und netisch-induktiven Durchflußmeßgeräten (ISO 6817:1992);
Batterien mit alkalischen oder anderen nicht säurehaltigen Deutsche Fassung EN ISO 6817:1995 (Measurement of
Elektrolyten; Sicherheitsanforderungen für tragbare gasdichte conductive liquid flow in closed conduits; Methods using
Akkumulatoren und daraus hergestellte Batterien für die Ver- electromagnetic flow-meters (ISO 6817:1992); German version
wendung in tragbaren Geräten (IEC 62133:2002); Deutsche EN ISO 6817:1995). Berlin: Beuth Verlag
Fassung EN 62133:2003 (Secondary cells and batteries DIN EN ISO 6946:2008-04 Bauteile; Wärmedurchlasswider-
containing alkaline or other non-acid electrolytes; Safety stand und Wärmedurchgangskoeffizient; Berechnungsverfahren
requirements for portable sealed secondary cells, and for (ISO 6946:2007); Deutsche Fassung EN ISO 6946:2007 (Build-
batteries made from them, for use in portable applications ing components and building elements; Thermal resistance and
(IEC 62133:2002); German version EN 62133:2003). Berlin: thermal transmittance; Calculation method (ISO 6946:2007);
Beuth Verlag German version EN ISO 6946:2007). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN 62271-1*VDE 0671-1:2009-08 Hochspannungs- DIN EN ISO 7396-2:2007-07 Rohrleitungssysteme für medizi-
Schaltgeräte und -Schaltanlagen; Teil 1: Gemeinsame Bestim- nische Gase; Teil 2: Entsorgungssysteme von Anästhesiegas-
mungen (IEC 62271-1:2007); Deutsche Fassung EN 62271- Fortleitungssystemen (ISO 7396-2:2007); Deutsche Fassung
1:2008 (High-voltage switchgear and controlgear; Part 1: Com- EN ISO 7396-2:2007 (Medical gas pipeline systems; Part 2:
mon specifications (IEC 62271-1:2007); German version Anaesthetic gas scavenging disposal systems (ISO 7396-2:
EN 62271-1:2008). Berlin: Beuth Verlag 2007); German version EN ISO 7396-2:2007). Berlin: Beuth
DIN EN 82045-1:2002-11 Dokumentenmanagement; Teil 1: Verlag
Prinzipien und Methoden (IEC 82045-1:2001); Deutsche Fas- DIN EN ISO 8402:1995-08 Qualitätsmanagement; Begriffe
sung EN 82045-1:2001 (Document management; Part 1: (ISO 8402:1994); Dreisprachige Fassung EN ISO 8402:1995
Principles and methods (IEC 82045-1:2001); German version (Quality management and quality assurance; Vocabulary
EN 82045-1:2001). Berlin: Beuth Verlag (ISO 8402:1994); Trilingual version EN ISO 8402:1995). Zu-
DIN EN ISO 772:2011-11 Hydrometrie; Begriffe und Symbole rückgezogen 2000-12. Nachfolgedokument DIN EN ISO 9000
(ISO 772:2011); Dreisprachige Fassung EN ISO 772:2011 DIN EN ISO 9000:2005-12 Qualitätsmanagementsysteme;
(Hydrometry; Vocabulary and symbols (ISO 772:2011); Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2005); Dreisprachige
Trilingual version EN ISO 772:2011). Berlin: Beuth Verlag Fassung EN ISO 9000:2005 (Quality management systems;
DIN EN ISO 772/A1:2004-02 Hydrometrische Festlegungen; Fundamentals and vocabulary (ISO 9000:2005); Trilingual
Begriffe und Zeichen (ISO 772:1996/Amd 1:2002); Deutsche version EN ISO 9000:2005). Berlin: Beuth Verlag
Fassung EN ISO 772:2000/A1:2003 (Hydrometric determinati- DIN EN ISO 9229:2007-11 Wärmedämmung; Begriffe
ons; Vocabulary and symbols (ISO 772:1996/Amd 1:2002); (ISO 9229:2007); Dreisprachige Fassung EN ISO 9229:2007
German version EN ISO 772:2000/A1:2003). Zurückgezogen (Thermal insulation; Vocabulary (ISO 9229:2007); Trilingual
2011-11. Nachfolgedokument DIN EN ISO 772 version EN ISO 9229:2007). Berlin: Beuth Verlag
DIN EN ISO 772/A2:2005-08 Hydrometrische Festlegungen; DIN EN ISO 9241-11:1999-01 Ergonomische Anforderungen
Begriffe und Zeichen (ISO 772:1996/Amd 2:2004); Deutsche für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten; Teil 11: Anforde-
Fassung EN ISO 772:2000/A2:2005 (Hydrometric determinati- rungen an die Gebrauchstauglichkeit; Leitsätze (ISO 9241-11:
ons; Vocabulary and symbols (ISO 772:1996/Amd 2:2004); 1998); Deutsche Fassung EN ISO 9241-11:1998 (Ergonomic
German version EN ISO 772:2000/A2:2005). Zurückgezogen requirements for office work with visual display terminals
2011-11. Nachfolgedokument DIN EN ISO 772 (VDTs); Part 11: Guidance on usability (ISO 9241-11:1998);
DIN EN ISO 4413:2011-04 Fluidtechnik; Allgemeine Regeln German version EN ISO 9241-11:1998). Berlin: Beuth Verlag
und sicherheitstechnische Anforderungen an Hydraulikanlagen DIN EN ISO 9906:2008-06 Kreiselpumpen; Hydraulische
und deren Bauteile (ISO 4413:2010); Deutsche Fassung EN Abnahmeprüfungen; Klassen 1, 2 und 3 (ISO/DIS 9906:2010);
ISO 4413:2010 (Hydraulic fluid power; General rules and safety Deutsche Fassung prEN ISO 9906:2010 (Rotodynamic pumps;
requirements for systems and their components (ISO 4413: Hydraulic performance acceptance tests; Grades 1, 2 and 3
2010); German version EN ISO 4413:2010). Berlin: Beuth (ISO/DIS 9906:2010); German version prEN ISO 9906:2010).
Verlag Berlin: Beuth Verlag
DIN EN ISO 4871:2009-11 Akustik; Angabe und Nachprüfung DIN EN ISO 10075-3:2004-12 Ergonomische Grundlagen
von Geräuschemissionswerten von Maschinen und Geräten bezüglich psychischer Arbeitsbelastung; Teil 3: Grundsätze und
(ISO 4871:1996); Deutsche Fassung EN ISO 4871:2009 Anforderungen an Verfahren zur Messung und Erfassung psy-
(Acoustics; Declaration and verification of noise emission chischer Arbeitsbelastung (ISO 10075-3:2004); Deutsche Fas-
values of machinery and equipment (ISO 4871:1996); German sung EN ISO 10075-3:2004 (Ergonomic principles related to
version EN ISO 4871:2009). Berlin: Beuth Verlag mental workload; Part 3: Principles and requirements
– 126 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

concerning methods for measuring and assessing mental Offshore-Produktionsplattformen; Anforderungen und Richtli-
workload (ISO 10075-3:2004); German version EN nien (ISO 13702:1999); Deutsche Fassung EN ISO 13702:1999
ISO 10075-3:2004). Berlin: Beuth Verlag (Petroleum and natural gas industries; Control and mitigation of
DIN EN ISO 10087:2006-08 Kleine Wasserfahrzeuge; Schiffs- fires and explosions on offshore production installations;
körper-Kennzeichnung; Codierungssystem (ISO 10087:2006); Requirements and guidelines (ISO 13702:1999); German versi-
Deutsche Fassung EN ISO 10087:2006 (Small craft; Craft on EN ISO 13702:1999). Berlin: Beuth Verlag
identification; Coding system (ISO 10087:2006); German versi- DIN EN ISO 13705:2011-06 Erdöl-, petrochemische und Erd-
on EN ISO 10087:2006). Berlin: Beuth Verlag gasindustrie; Befeuerte Erhitzer für den allgemeinen Einsatz in
DIN EN ISO 10456:2010-05 Baustoffe und Bauprodukte; Raffinerien (ISO/DIS 13705:2011); Englische Fassung prEN
Wärme- und feuchtetechnische Eigenschaften; Tabellierte Be- ISO 13705:2011, nur auf CD-ROM (Petroleum, petrochemical
messungswerte und Verfahren zur Bestimmung der wärme- and natural gas industries; Fired heaters for general refinery
schutztechnischen Nenn- und Bemessungswerte (ISO 10456: service (ISO/DIS 13705:2011); English version prEN
2007 + Cor. 1:2009); Deutsche Fassung EN ISO 10456:2007 ISO 13705:2011, only on CD-ROM). Berlin: Beuth Verlag
+ AC:2009 (Building materials and products; Hygrothermal DIN EN ISO 13790:2008-09 Energieeffizienz von Gebäuden;
properties; Tabulated design values and procedures for deter- Berechnung des Energiebedarfs für Heizung und Kühlung
mining declared and design thermal values (ISO 10456:2007 (ISO 13790:2008); Deutsche Fassung EN ISO 13790:2008
+ Cor. 1:2009); German version EN ISO 10456:2007 + AC: (Energy performance of buildings; Calculation of energy use for
2009). Berlin: Beuth Verlag space heating and cooling (ISO 13790:2008); German version
DIN EN ISO 10472-1:2009-10 Sicherheitsanforderungen für EN ISO 13790:2008). Berlin: Beuth Verlag
industrielle Wäschereimaschinen; Teil 1: Gemeinsame Anforde- DIN EN ISO 14021:2001-12 Umweltkennzeichnungen und
rungen (ISO 10472-1:1997); Deutsche Fassung EN -deklarationen; Umweltbezogene Anbietererklärungen (Um-
ISO 10472-1:2008 (Safety requirements for industrial laundry weltkennzeichnung Typ II) (ISO 14021:1999); Deutsche Fas-
machinery; Part 1: Common requirements (ISO 10472-1:1997); sung EN ISO 14021:2001 (Environmental labels and
German version EN ISO 10472-1:2008). Berlin: Beuth Verlag declarations; Self-declared environmental claims (Type II envi-
DIN EN ISO 11545:2010-04 Landwirtschaftliche Bewässe- ronmental labelling) (ISO 14021:1999); German version
rungsausrüstung; Kreis- und Linearberegnungsmaschinen mit EN ISO 14021:2001). Berlin: Beuth Verlag
Düsen oder Regnern; Bestimmung der Gleichförmigkeit der DIN EN ISO 14040:2009-11 Umweltmanagement; Ökobilanz;
Wasserverteilung (ISO 11545:2009); Deutsche Fassung EN Grundsätze und Rahmenbedingungen (ISO 14040:2006); Deut-
ISO 11545:2009 (Agricultural irrigation equipment; Centre- sche und Englische Fassung EN ISO 14040:2006 (Environmen-
pivot and moving lateral irrigation machines with sprayer or tal management; Life cycle assessment; Principles and frame-
sprinkler nozzles; Determination of uniformity of water distribu- work (ISO 14040:2006); German and English version
tion (ISO 11545:2009); German version EN ISO 11545:2009). EN ISO 14040:2006). Berlin: Beuth Verlag
Berlin: Beuth Verlag DIN EN ISO 14044:2006-10 Umweltmanagement; Ökobilanz;
DIN EN ISO 11553-1:2009-03 Sicherheit von Maschinen; Anforderungen und Anleitungen (ISO 14044:2006); Deutsche
Laserbearbeitungsmaschinen; Teil 1: Allgemeine Sicherheitsan- und Englische Fassung EN ISO 14044:2006 (Environmental
forderungen (ISO 11553-1:2005); Deutsche Fassung EN management; Life cycle assessment; Requirements and
ISO 11553-1:2008 (Safety of machinery; Laser processing guidelines (ISO 14044:2006); German and English version
machines; Part 1: General safety requirements (ISO 11553-1: EN ISO 14044:2006). Berlin: Beuth Verlag
2005); German Version EN ISO 11553-1:2008). Berlin: Beuth DIN EN ISO 14310:2009-03 Erdöl- und Erdgasindustrie; Bohr-
Verlag loch-Ausrüstung; Packer und Brückenstopfen (ISO 14310:
DIN EN ISO 13534:2001-09 Erdöl- und Erdgasindustrie; Bohr- 2008); Englische Fassung EN ISO 14310:2008 (Petroleum and
und Fördereinrichtungen; Inspektion, Instandhaltung, Instand- natural gas industries; Downhole equipment; Packers and bridge
setzung und Wiederaufbereitung von Hebeeinrichtungen plugs (ISO 14310:2008); English version EN ISO 14310:2008).
(ISO 13534:2000); Deutsche Fassung EN ISO 13534:2000 Berlin: Beuth Verlag
(Petroleum and natural gas industries; Drilling and production DIN EN ISO 14630:2009-05Nichtaktive chirurgische Implanta-
equipment; Inspection, maintenance, repair and remanufacture te; Allgemeine Anforderungen (ISO 14630:2008); Deutsche
of hoisting equipment (ISO 13534:2000); German version Fassung EN ISO 14630:2009 (Non-active surgical implants;
EN ISO 13534:2000). Berlin: Beuth Verlag General requirements (ISO 14630:2008); German version
DIN EN ISO 13535:2008-04 Erdöl- und Erdgasindustrie; Bohr- EN ISO 14630:2009). Berlin: Beuth Verlag
und Fördereinrichtungen; Hebeeinrichtungen (ISO/DIS 13535: DIN EN ISO 14698-1:2004-04 Reinräume und zugehörige
2008); Englische Fassung prEN ISO 13535:2008 (Petroleum Reinraumbereiche; Biokontaminationskontrolle; Teil 1: Allge-
and natural gas industries; Drilling and production equipment; meine Grundlagen (ISO 14698-1:2003); Deutsche Fassung EN
Hoisting equipment (ISO/DIS 13535:2008); English version ISO 14698-1:2003 (Cleanrooms and associated controlled
prEN ISO 13535:2008). Berlin: Beuth Verlag environments; Biocontamination control; Part 1: General
DIN EN ISO 13567-2:2002-12 Technische Produktdokumenta- principles and methods (ISO 14698-1:2003); German version
tion; Gliederung und Benennung von Layern für CAD; Teil 2: EN ISO 14698-1:2003). Berlin: Beuth Verlag
Ordnungsmerkmale, Aufbau und Kennungen für die Dokumen- DIN EN ISO 14698-2:2004-02 Reinräume und zugehörige
tation im Bauwesen (ISO 13567-2:1998); Deutsche Fassung Reinraumbereiche; Biokontaminationskontrolle; Teil 2: Aus-
EN ISO 13567-2:2002 (Technical product documentation; wertung und Interpretation von Biokontaminationsdaten
Organization and naming of layers for CAD; Part 2: Concepts, (ISO 14698-2:2003); Deutsche Fassung EN ISO 14698-2:2003
format and codes used in construction documentation (Cleanrooms and associated controlled environments; Bio-
(ISO 13567-2:1998); German version EN ISO 13567-2:2002). contamination control; Part 2: Evaluation and interpretation of
Berlin: Beuth Verlag biocontamination data (ISO 14698-2:2003); German version EN
DIN EN ISO 13702:2000-06 Erdöl und Erdgasindustrien; ISO 14698-2:2003). Berlin: Beuth Verlag
Überwachung und Eindämmung von Feuer und Explosionen auf
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 127 –

DIN EN ISO 14915-3:2003-04 Software-Ergonomie für Multi- 1995 (Information technology, computer graphics and image
media-Benutzungsschnittstellen; Teil 3: Auswahl und Kombina- processing; Graphical Kernel System (GKS); Part 1: Functional
tion von Medien (ISO 14915-3:2002); Deutsche Fassung EN description (ISO/IEC 7942-1:1994); English version EN ISO/
ISO 14915-3:2003 (Software ergonomics for multimedia user IEC 7942-1:1995). Berlin: Beuth Verlag
interfaces; Part 3: Media selection and combination DIN EN ISO/IEC 17000:2005-03 Konformitätsbewertung;
(ISO 14915-3:2002); German version EN ISO 14915-3:2003). Begriffe und allgemeine Grundlagen (ISO/IEC 17000:2004);
Berlin: Beuth Verlag Dreisprachige Fassung EN ISO/IEC 17000:2004 (Conformity
DIN EN ISO 14971:2001-03 Medizinprodukte; Anwendung des assessment; Vocabulary and general principles (ISO/IEC 17000:
Risikomanagements auf Medizinprodukte (ISO 14971:2000); 2004); Trilingual version EN ISO/IEC 17000:2004). Berlin:
Deutsche Fassung EN ISO 14971:2000 (Medical devices; App- Beuth Verlag
lication of risk management to medical devices (ISO 14971: DIN IEC 60034-2*VDE 0530-2:2005-01 Drehende elektrische
2000); German version EN ISO 14971:2000). Zurückgezogen Maschinen; Teil 2: Verfahren zur Bestimmung der Verluste und
2007-07. Nachfolgedokument DIN EN ISO 14971 des Wirkungsgrades aus Prüfungen (ausgenommen Maschinen
DIN EN ISO 14971:2009-10 Medizinprodukte; Anwendung des für Schienen- und Straßenfahrzeuge) (IEC 2/1295/CD:2004)
Risikomanagements auf Medizinprodukte (ISO 14971:2007, (Rotating electrical machines; Part 2: Methods for determining
korrigierte Fassung 2007-10-01); Deutsche Fassung EN losses and efficiency from tests (excluding machines for traction
ISO 14971:2009 (Medical devices; Application of risk mana- vehicles) (IEC 2/1295/CD:2004)).Zurückgezogen 2006-06
gement to medical devices (ISO 14971:2007, Corrected version Nachfolgedokument DIN EN 60034-2-1
2007-10-01); German version EN ISO 14971:2009). Berlin: DIN IEC 60050-351:2009-06 Internationales Elektrotechnisches
Beuth Verlag Wörterbuch; Teil 351: Leittechnik (IEC 60050-351:2006) (In-
DIN EN ISO 15189:2011-02 Medizinische Laboratorien; An- ternational Electrotechnical Vocabulary; Part 351: Control
forderungen an die Qualität und Kompetenz (ISO/ technology (IEC 60050-351:2006)). Berlin: Beuth Verlag
DIS 15189:2011); Deutsche Fassung prEN ISO 15189:2011 DIN IEC 60068-3-3:1993-09 Umweltprüfungen; Seismische
(Medical laboratories; Requirements for quality and competence Prüfverfahren für Geräte; Leitfaden; Identisch mit
(ISO/DIS 15189:2011); German version prEN ISO 15189: IEC 60068-3-3:1991 (Environmental testing; seismic test meth-
2011). Berlin: Beuth Verlag ods for equipments; guidance; identical with IEC 60068-3-3:
DIN EN ISO 15749-1:2004-09 Schiffe und Meerestechnik; 1991). Berlin: Beuth Verlag
Entwässerungsanlagen auf Schiffen und Seebauwerken; Teil 1: DIN IEC 60194:2004-09 Konstruktion, Herstellung und Bestü-
Sanitär-Entwässerung, Auslegung der Anlage (ISO 15749-1: ckung von Leiterplatten; Begriffe und Definitionen (IEC 91/
2004); Deutsche Fassung EN ISO 15749-1:2004 (Ships and 448/CDV:2004) (Printed Board Design, Manufacture and
marine technology; Drainage systems on ships and marine Assembly; Terms and Definitons (IEC 91/448/CDV:2004)).
structures; Part 1: Sanitary drainage-system design Zurückgezogen 2007-03. Nachfolgedokument DIN EN 60194
(ISO 15749-1:2004); German version EN ISO 15749-1:2004).
Berlin: Beuth Verlag DIN IEC 60300-3-11:2006-07 Zuverlässigkeitsmanagement;
Teil 3-11: Anwendungsleitfaden; Auf die Funktionsfähigkeit
DIN EN ISO 16091:2003-11 Raumfahrtsysteme; Integrierte bezogene Instandhaltung (IEC 56/1087/CD:2005) (Dependabil-
logistische Unterstützung (ISO 16091:2002); Deutsche und ity Management; Part 3-11: Application guide; Reliability cen-
Englische Fassung EN ISO 16091:2002 (Space systems; Integ- tred maintenance (IEC 56/1087/CD:2005)). Zurückgezogen
rated logistic support (ISO 16091:2002); German and English 2010-05. Nachfolgedokument DIN EN 60300-3-11
version EN ISO 16091:2002). Berlin: Beuth Verlag
DIN IEC 60300-3-4:2006-02 Zuverlässigkeitsmanagement;
DIN EN ISO 16484-2:2004-10 Systeme der Gebäudeautomati- Teil 3: Anwendungsleitfaden; Hauptabschnitt 4: Leitfaden zum
on (GA); Teil 2: Hardware (ISO 16484-2:2004); Deutsche Fas- Festlegen von Zuverlässigkeitsforderungen (IEC 56/1039/CD:
sung EN ISO 16484-2:2004 (Building automation and control 2005) (Dependability Management; Part 3: Application Guide;
systems (BACS); Part 2: Hardware (ISO 16484-2:2004); Ger- Section 4: Guide to the Specification of Dependability
man version EN ISO 16484-2:2004). Berlin: Beuth Verlag Requirements (IEC 56/1039/CD:2005)). Zurückgezogen
DIN EN ISO 17287:2003-10 Straßenfahrzeuge; Ergonomische 2008-06. Nachfolgedokument DIN EN 60300-3-4
Aspekte von Fahrerinformations- und Assistenzsystemen; Ver- DIN IEC 60770-3*VDE 0408-3: 2004-02 Industrielle Prozess-
fahren zur Bewertung der Gebrauchstauglichkeit beim Führen leitsysteme; Messumformer für den Einsatz in industriellen
eines Kraftfahrzeugs (ISO 17287:2003); Deutsche Fassung Prozessleitsystemen; Teil 3: Methoden zur Bewertung von
EN ISO 17287:2003 (Road vehicles; Ergonomic aspects of intelligenten Messumformern (IEC 65B/500/CD:2003) (Indus-
transport information and control systems; Procedure for trial Process Controll Systems; Transmitters for use in industri-
assessing suitability for use while driving (ISO 17287:2003); al-process control systems; Part 3: Methods for evaluation of
German version EN ISO 17287:2003). Berlin: Beuth Verlag intelligent transmitters (IEC 65B/500/CD:2003)). Zurückgezo-
DIN EN ISO 17666:2003-12 Raumfahrtsysteme; Risikomana- gen 2007-02. Nachfolgedokument DIN EN 60770-3
gement (ISO 17666:2003); Deutsche Fassung EN ISO 17666: DIN IEC 60780:2000-12 Kernkraftwerke; Elektrisches Gerät
2003 (Space systems; Risk management (ISO 17666:2003); des Sicherheitssystems; Qualifizierung (IEC 60780:1998)
German version EN ISO 17666:2003). Berlin: Beuth Verlag (Nuclear power plants; Electrical equipment of the safety sys-
DIN EN ISO 19440:2009-01 Unternehmensintegration; Kon- tem; Qualification (IEC 60780:1998)). Berlin: Beuth Verlag
strukte zur Unternehmensmodellierung (ISO 19440:2007); DIN IEC 60864-1:1989-02 Zusammenschaltung von Rundfunk-
Englische Fassung EN ISO 19440:2007 (Enterprise integration; sendern oder -Sendersystemen mit Fernwirkeinrichtungen;
Constructs for enterprise modelling (ISO 19440:2007); English Schnittstellen für Anlagen mit zugeordneten Verbindungen;
version EN ISO 19440:2007). Berlin: Beuth Verlag Identisch mit IEC 60864-1:1986 (Stand 1987) (Interconnections
DIN EN ISO/IEC 7942-1:1996-03 Informationstechnik, Grafi- between broadcasting transmitters or transmitter systems and
sche Datenverarbeitung und Bildverarbeitung; Grafisches Kern- supervisory equipment; interface standards for systems using
system (GKS); Teil 1: Funktionale Beschreibung (ISO/ dedicated interconnections; identical with IEC 60864-1:1986
IEC 7942-1:1994); Englische Fassung EN ISO/IEC 7942-1: (status as of 1987)). Berlin: Beuth Verlag
– 128 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

DIN IEC 60870-5-6:2004-04 Fernwirkeinrichtungen und -sys- DIN ISO 9735-1:2004-01 Elektronischer Datenaustausch für
teme; Teil 5-6: Prüfverfahren für Anwendungsbezogene Nor- Verwaltung, Wirtschaft und Transport (EDIFACT); Syntax-
men der Reihe IEC 60870-5 (IEC 57/642/CD:2003) (Telecon- Regeln auf Anwendungsebene (Syntax-Versionsnummer: 4,
trol equipment and systems; Part 5-6: Test procedures for Syntax-Releasenummer: 1); Teil 1: Syntax-Regeln, die für alle
IEC 60870-5 Companion Standards (IEC 57/642/CD:2003)). Teile gemeinsam sind (ISO 9735-1:2002) (Electronic data
Zurückgezogen 2009-11. Nachfolgedokument DIN interchange for administration, commerce and transport
EN 60780-5-6 (EDIFACT); Application level syntax rules (Syntax version
DIN IEC 61066*VDE 0492-3-2:2007-02 Thermolumineszenz- number: 4, Syntax release number: 1); Part 1: Syntax rules
Dosimetriesysteme zur Personen- und Umweltüberwachung common to all parts (ISO 9735-1:2002)). Berlin: Beuth Verlag
(IEC 61066:2006) (Thermoluminescence dosimetry systems for DIN ISO 10209-4:2000-08 Technische Produktdokumentation;
personal and environmental monitoring (IEC 61066:2006)). Begriffe; Teil 4: Dokumentation im Bauwesen (ISO 10209-4:
Berlin: Beuth Verlag 1999) (Technical product documentation; Vocabulary; Part 4:
DIN IEC 62023*VDE 0040-6:2010-05 Strukturierung techni- Terms relating to construction documentation (ISO 10209-4:
scher Information und Dokumentation (IEC 3/988/CD:2010) 1999)). Berlin: Beuth Verlag
(Structuring of technical information and documentation DIN ISO 10782-1:1999-11 Definitionen und Übermittlungs-
(IEC 3/988/CD:2010)). Berlin: Beuth Verlag technische Merkmale von Datenelementen für die Überwachung
DIN ISO 230-5:2006-03 Prüfregeln für Werkzeugmaschinen; und Steuerung textiler Prozesse; Teil 1: Spinnerei, Spinnerei-
Teil 5: Bestimmung der Geräuschemission (ISO 230-5:2000) vorbereitung und zugeordnete Prozesse (ISO 10782-1:1998)
(Test code for machine tools; Part 5: Determination of the noise (Definitions and attributes of data elements for control and
emission (ISO 230-5:2000)). Berlin: Beuth Verlag monitoring of textile processes; Part 1: Spinning, spinning
preparatory and related processes (ISO 10782-1:1998)). Berlin:
DIN ISO 669:2001-06 Widerstandsschweißen; Widerstands- Beuth Verlag
schweißeinrichtungen; Mechanische und elektrische Anforde-
rungen (ISO 669:2000) (Resistance welding; Resistance DIN ISO 11074-1:1997-06 Bodenbeschaffenheit; Wörterbuch;
welding equipment; Mechanical and electrical requirements Teil 1: Begriffe und Definitionen aus dem Bereich Bodenschutz
(ISO 669:2000)). Berlin: Beuth Verlag und Bodenkontamination (ISO 11074-1:1996) (Soil quality;
Vocabulary; Part 1: Terms and definitions relating to the protec-
DIN ISO 1219-2:2009-10 Fluidtechnik; Grafische Symbole und tion and pollution of the soil (ISO 11074-1:1996)). Berlin:
Schaltpläne; Teil 2: Schaltpläne (ISO/DIS 1219-2:2009) (Fluid Beuth Verlag
power systems and components; Graphic symbols and circuit
diagrams; Part 2: Circuit diagrams (ISO/DIS 1219-2: DIN ISO 11620:2000-06 Information und Dokumentation;
2009)). Berlin: Beuth Verlag Leistungsindikatoren für Bibliotheken (ISO 11620:1998) (In-
formation and documentation; Library performance indicators
DIN ISO 3534-1:2009-10 Statistik; Begriffe und Formelzei- (ISO 11620:1998)). Berlin: Beuth Verlag
chen; Teil 1: Wahrscheinlichkeit und allgemeine statistische
Begriffe (ISO 3534-1:2006); Text Deutsch und Englisch DIN ISO 11843-1:2004-09 Erkennungsfähigkeit; Teil 1: Begrif-
(Statistics; Vocabulary and symbols; Part 1: General statistical fe (ISO 11843-1:1997 einschließlich Technisches Korrigendum
terms and terms used in probability (ISO 3534-1:2006); Text in 1:2003) (Capability of detection; Part 1: Terms and definitions
German and English). Berlin: Beuth Verlag (ISO 11843-1:1997, including Technical Corrigendum 1:2003)).
Berlin: Beuth Verlag
DIN ISO 3930:2004-10 Geräte zur Messung der Abgasemissio-
nen von Fahrzeugen (ISO 3930:2000/OIML R 99:2000) (In- DIN ISO 15226:1999-10 Technische Produktdokumentation;
struments for measuring vehicle exhaust emissions (ISO 3930: Lebenszyklusmodell und Zuordnung von Dokumenten
2000/OIML R 99:2000). Berlin: Beuth Verlag (ISO 15226:1999) (Technical product documentation; Life
cycle model and allocation of documents (ISO 15226:1999)).
DIN ISO 4225:1996-08 Luftbeschaffenheit; Allgemeine Ge- Berlin: Beuth Verlag
sichtspunkte; Begriffe (ISO 4225:1994) (Air quality; General
aspects; Vocabulary (ISO 4225:1994)). Berlin: Beuth Verlag DIN ISO 17359:2011-09 Zustandsüberwachung und -diagnostik
von Maschinen; Allgemeine Anleitungen (ISO 17359:2011)
DIN ISO 5598:2004-08 Fluidtechnik; Vokabular (ISO/ (Condition monitoring and diagnostics of machines; General
DIS 5598:2004) (Fluid power systems and components; Vocab- guidelines (ISO 17359:2011)). Berlin: Beuth Verlag
ulary (ISO/DIS 5598:2004)). Zurückgezogen 2009-03. Kein
Nachfolgedokument DIN V 19233:1998-07 Leittechnik; Prozeßautomatisierung;
Automatisierung mit Prozeßrechensystemen, Begriffe (Control
DIN ISO 8528-1:1997-11 Stromerzeugungsaggregate mit Hub- technology; Process automation; Automation with process
kolben-Verbrennungsmotoren; Teil 1: Anwendung, Bemessun- computer systems, definitions) Zurückgezogen 2009-06. Nach-
gen und Ausführungen (ISO 8528-1:1993) (Reciprocating folgedokument DIN IEC 60050-351
internal combustion engine driven alternating current generating
sets; Part 1: Application, ratings and performance (ISO 8528-1: DIN V 4701-10*DIN SPEC 4701-10:2003-08 Energetische Be-
1993)). Zurückgezogen 2006-08. Kein Nachfolgedokument wertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen; Teil 10: Hei-
zung, Trinkwassererwärmung, Lüftung (Energy efficiency of
DIN ISO 8805:1991-05 Informationsverarbeitungssysteme; heating and ventilation systems in buildings; Part 10: Heating,
Grafische Datenverarbeitung; Grafisches Kernsystem für drei domestic hot water supply, ventilation). Berlin: Beuth Verlag
Dimensionen (GKS-3D); Funktionale Beschreibung; Identisch
mit ISO 8805:1988 (Information processing systems; computer DIN V ENV 26385:1990-12 Prinzipien der Ergonomie in der
graphics; graphical kernel system for three dimensions (GKS- Auslegung von Arbeitssystemen (ISO 6385:1981) (Ergonomic
3D) functional description; identical with ISO 8805:1988). principles of the design of work systems (ISO 6385:1981)).
Berlin: Beuth Verlag Zurückgezogen 2004-05. Nachfolgedokument DIN EN
ISO 6385
DIN ISO 9245:1995-01 Erdbaumaschinen; Leistung der Ma-
schinen; Begriffe, Formelzeichen und Einheiten; Identisch mit DIN V ENV 26385:1990-12 Prinzipien der Ergonomie in der
ISO 9245:1991 (Earth-moving machinery; Machine productiv- Auslegung von Arbeitssystemen (ISO 6385:1981) (Ergonomic
ity; Vocabulary, symbols and units; identical with principles of the design of work systems (ISO 6385:1981)).
ISO 9245:1991). Berlin: Beuth Verlag
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 129 –

Zurückgezogen 2004-05. Nachfolgedokument DIN EN IEV 191:2002-10 Internationales Elektrotechnisches Wörter-


ISO 6385 buch; Kapitel 191: Zuverlässigkeit und Dienstgüte (Konsolidier-
DIN VDE 0118-1*VDE 0118-1:2010-02 Errichten elektrischer te Fassung einschließlich Änderung 1 und Änderung 2); Iden-
Anlagen im Bergbau unter Tage; Teil 1: Allgemeine Festlegun- tisch mit IEC 60050-191:1990-12 (Konsolidiert mit
gen (Erection of electrical installations in mines; Part 1: General IEC 60050-191/A1:1993-03 und IEC 60050-191/A2:2002-01)
requirements). Berlin: Beuth Verlag (International Electrotechnical Vocabulary; Chapter 191:
Dependability and quality of service (Consolidated version
DIN VDE 0130-1000*VDE 0130-1000:2004-09 Anforderungen included Amendment 1 and Amendment 2); Identical with
für den Anschluss von Kleinst-KWK-Anlagen an das öffentli- IEC 60050-191:1990-12 (Consolidated with IEC 60050-191/
che Niederspannungsnetz (Requirements for the connection of
A1:1993-03 and IEC 60050-191/A2:2002-01)). Frankfurt/Main:
micro-cogenerators in parallel with public low-voltage distribu- DKE
tion networks). Zurückgezogen 2008-08. Nachfolgedokument
DIN EN 50438 IEV 351:2008-06 Internationales Elektrotechnisches Wörter-
buch; Teil 351: Leittechnik; Identisch mit IEC 60050-351:
DIN VDE 0752 Beiblatt 1*VDE 0752 Beiblatt 1:2003-03
2006-10 (International Electrotechnical Vocabulary; Part 351:
Grundlegende Aspekte von Sicherheitsnormen für medizinische Control technology; Identical with IEC 60050-351:2006-10).
elektrische Geräte (IEC/TR3 60513:1994) (Fundamental aspects Frankfurt/Main: DKE
of safety standards for medical electrical equipment (IEC/
TR3 60513:1994)). Berlin: Beuth Verlag IEV 393:2004-07 Internationales Elektrotechnisches Wörter-
buch; Kapitel 393: Nukleare Instrumentierung; Physikalische
DIN VDE 31000-2:1987-12 Allgemeine Leitsätze für das Phänomene und grundlegende Begriffe; Hauptabschnitt 393-11:
sicherheitsgerechte Gestalten technischer Erzeugnisse; Begriffe Teilchen; Identisch mit IEC 60050-393:2003-08 (International
der Sicherheitstechnik; Grundbegriffe (Concepts of safety tech- Electrotechnical Vocabulary; Chapter 393: Nuclear instrumenta-
nology; basic concepts). Zurückgezogen 2005-04. Kein Nach- tion; Physical phenomena and basic concepts; Section 393-11:
folgedokument Particles; Identical with IEC 60050-393:2003-08). Frankfurt/
DIN-Fachbericht CEN/TR 14489:2006-01 Schwer entflammba- Main: DKE
re Druckflüssigkeiten; Klassifikation und Spezifikation; Aus- IEV 411:2008-04 Internationales Elektrotechnisches Wörter-
wahlleitlinien zur Wahrung der Sicherheit, der Gesundheit und buch; Kapitel 411: Drehende Maschinen; Identisch mit
des Umweltschutzes; Deutsche Fassung CEN/TR 14489: IEC 60050-411:1996-06 und A1:2007-11 (International Electro-
2005 (Fire-resistant hydraulic fluids; Classification and technical Vocabulary; Chapter 411: Rotating machines; Identi-
specification; Guidelines on selection for the protection of cal with IEC 60050-411:1996-06 and A1:2007-11). Frankfurt/
safety, health and the environment; German version CEN/ Main: DKE
TR 14489:2005). Berlin: Beuth Verlag
IEV 531:1989 Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch;
DIN-Fachbericht CEN/TR 15276-1:2009-05 Ortsfeste Brandbe- Kapitel 531: Elektronenröhren (International Electrotechnical
kämpfungsanlagen; Löschanlagen für kondensierte Aerosole; Vocabulary; Chapter 531: Electronic tubes). Frankfurt/Main:
Teil 1: Anforderungen und Prüfverfahren für Bauteile; Deutsche DKE
Fassung CEN/TR 15276-1:2009 (Fixed firefighting systems;
Condensed aerosol extinguishing systems; Part 1: Requirements IEV 603:1989 Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch;
and test methods for components; German version CEN/ Kapitel 603: Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektri-
TR 15276-1:2009). Berlin: Beuth Verlag scher Energie; Netzplanung und Netzführung (International
Electrotechnical Vocabulary; Chapter 603: Generation, trans-
DIN-Fachbericht CEN/TR 15276-2:2009-05 Ortsfeste Brandbe- mission and distribution of electricity; Power system planning
kämpfungsanlagen; Löschanlagen für kondensierte Aerosole; and managem). Frankfurt/Main: DKE
Teil 2: Planung, Installation und Instandhaltung; Deutsche
Fassung CEN/TR 15276-2:2009 (Fixed firefighting systems; IEV 851:2008-09 Internationales Elektrotechnisches Wörter-
Condensed aerosol extinguishing systems; Part 2: Design, in- buch; Teil 851: Elektroschweißen; Identisch mit
stallation and maintenance; German version CEN/TR 15276-2: IEC 60050-851:2008 (International Electrotechnical Vocabu-
2009). Berlin: Beuth Verlag lary; Part 851: Electric welding; Identical with IEC 60050-
851:2008). Frankfurt/Main: DKE
HTG Küstenschutzwerke:1999-11-18 Fachausschuss für Küs-
tenschutzwerke; Neue Entwicklungen in Forschung und Praxis ISO 2710:1978-05 Reciprocating internal combustion engines;
des Küstenschutzes Vocabulary Trilingual edition (Hubkolben-Verbrennungsmoto-
ren; Begriffe). Zurückgezogen 2000-09. Nachfolgedokument
HTG Küstenschutzwerke:1993-00 Empfehlungen für die Aus- ISO 2710-1 und ISO 2710-2
führung von Küstenschutzwerken; EAK 1993 (Recommenda-
tions for the design of coast protection structures; EAK 1993). ISO 2710-1:2000-09 Reciprocating internal combustion en-
Zurückgezogen 1999-11. Nachfolgedokument HTG Küsten- gines; Vocabulary; Part 1: Terms for engine design and opera-
schutzwerke 1999-11 tion (Hubkolben-Verbrennungsmotoren; Begriffe; Teil 1: Be-
griffe für Motorauslegung und -Betrieb). Genf: ISO
IEV 111:1997 Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch;
Kapitel 111: Physik und Chemie; Identisch mit IEC 60050-111: ISO 2710-2:1999-12 Reciprocating internal combustion en-
1996 (International Electrotechnical Vocabulary; Chapter 111: gines; Vocabulary; Part 2: Terms for engine maintenance
Physics and chemistry; identical with IEC 60050-111:1996). (Hubkolben-Verbrennungsmotoren; Begriffe; Teil 2: Begriffe
Frankfurt/Main: DKE zur Motorwartung). Genf: ISO
IEV 151:2002-03 Internationales Elektrotechnisches Wörter- ISO 5127:2001-10 Information and documentation; Vocabulary
buch; Teil 115: Elektrische und magnetische Geräte und Ein- (Information und Dokumentation; Begriffe). Genf: ISO
richtungen; Hauptabschnitt 151-11: Allgemeines; Identisch mit ISO/IEC Guide 51:1999 Safety aspects; Guidelines for their
IEC 60050-151:2001-07 (International Electrotechnical Vo- inclusion in standards (Leitfaden für die Aufnahme von Sicher-
cabulary; Part 151: Electric and magnetic devices; Section heitsaspekten in Normen). Genf: ISO
151-11:General; Identical with IEC 60050-151:2001-07). ISO/IEC Guide 51:1990 Guidelines for the inclusion of safety
Frankfurt/Main: DKE aspects in standards (Richtlinie für die Einbeziehung von
– 130 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

Sicherheitsaspekten in Normen). Zurückgezogen 1999, Nach- VDI 2260:2003-10 Technische Gewährleistung für Gasreini-
folgedokument ISO/IEC Guide 51 gungsanlagen; Partikel- und gasförmige Stoffe (Technical
NF F60-100, NF EN 50153:2002-12-01 Bahnanwendungen; warranty for gas cleaning equipment; Particulate and gaseous
Fahrzeuge; Schutzmassnahmen in Bezug auf elektrische Gefah- matter). Berlin: Beuth Verlag
ren. (Railway applications; Rolling stock; Protective provisions VDI 2263 Blatt 5:2005-03 Staubbrände und Staubexplosionen;
relating to electrical hazards). Paris: AFNOR Gefahren, Beurteilung, Schutzmaßnahmen; Explosionsschutz
NF P82-902-1, NF EN 12929-1:2004-12-01 Sicherheitsanforde- bei Wirbelschichtanlagen (Dust fires and dust explosions;
rungen für Seilbahnen für den Personenverkehr; Allgemeine Hazards, assessment, protective measures; Explosion protection
Bestimmungen; Teil 1 : Anforderungen an alle Anlagen. (Safety in fluidized bed dryers). Berlin: Beuth Verlag
requirements for cableway installations designed to carry per- VDI 2264:2001-07 Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltung
sons; General requirements; Part 1: requirements for all installa- von Abscheideanlagen zur Abtrennung gasförmiger und
tions.). Paris: AFNOR partikelförmiger Stoffe aus Gasströmen (Commissioning, opera-
RAL-GZ 724:2012-01 Sekundärbrennstoffe; Gütesicherung. tion and maintenance of separator systems for the removal of
Berlin: Beuth Verlag gaseous and particulate substances from gas streams). Berlin:
Beuth Verlag
SN EN 60519-1*IEC 60519-1:2003:2003 Sicherheit in Elekt-
rowärmeanlagen; Teil 1: Allgemeine Anforderungen VDI 2343 Blatt 1:2001-05 Recycling elektrischer und elektroni-
(IEC 60519-1:2003) (Safety in electroheat installations; Part 1: scher Geräte; Grundlagen und Begriffe (Recycling of electrical
General requirements (IEC 60519-1:2003)). Zurückgezogen and electronic products; Principles and terminology). Berlin:
2011-01. Nachfolgedokument SN EN 60519-1 Beuth Verlag
SN EN 60519-1*IEC 60519-1:2011-00 Sicherheit in Elektro- VDI 2442:2006-03 Abgasreinigung; Verfahren und Technik der
wärmeanlagen; Teil 1: Allgemeine Anforderungen (Safety in thermischen Abgasreinigung (Waste gas cleaning; Methods of
electroheating installations; Part 1: General requirements). thermal waste gas cleaning). Berlin: Beuth Verlag
Fehraltorf (CH): Electrosuisse VDI 2449 Blatt 2:1987-01 Grundlagen zur Kennzeichnung
VDI 1000:2010-06 VDI-Richtlinienarbeit; Grundsätze und vollständiger Meßverfahren; Begriffsbestimmungen (Basic
Anleitungen (VDI Guideline Work; Principles and procedures). concepts for characterization of a complete measuring procedu-
Berlin: Beuth Verlag re; glossary of terms). Berlin: Beuth Verlag
VDI 2066 Blatt 1: 2006-11 Messen von Partikeln; Staubmes- VDI 2590:2008-12 Emissionsminderung; Anlagen zur Verar-
sungen in strömenden Gasen; Gravimetrische Bestimmung der beitung tierischer Nebenprodukte (Emission control; Animal by-
Staubbeladung (Particulate matter measurement; Dust measu- products processing plants). Berlin: Beuth Verlag
rement in flowing gases; Gravimetric determination of dust VDI 2592 Blatt 1:2010-12 Emissionsminderung; Ölmühlen zur
load). Berlin: Beuth Verlag Gewinnung pflanzlicher Öle und Schrote durch Vorpress-
VDI 2067 Blatt 1:2000-09 Wirtschaftlichkeit gebäudetechni- und/oder Extraktionsanlagen (Emission control; Oilmills for the
scher Anlagen; Grundlagen und Kostenberechnung (Economic production of oil and wholemeal in prepress and extraction
efficiency of building installations; Fundamentals and economic facilities). Berlin: Beuth Verlag
calculation). Berlin: Beuth Verlag VDI 2596:2009-02 Emissionsminderung; Schlachtbetriebe
VDI 2067 Blatt 20:2000-08 Wirtschaftlichkeit gebäudetechni- (Emission control; Slaughtering facilities). Berlin: Beuth Verlag
scher Anlagen; Energieaufwand der Nutzenübergabe bei VDI/VDE 2650 Blatt 1:2006-08 Anforderungen an Selbstüber-
Warmwasserheizungen (Economic efficiency of building instal- wachung und Diagnose in der Feldinstrumentierung; Allgemei-
lations; Energy effort of benifit transfer for water haeting sys- ne Anforderungen (Requirements regarding self-monitoring and
tems). Berlin: Beuth Verlag diagnosis in field instrumentation; General requirements). Ber-
VDI 2067 Blatt 7:1988-12 Berechnung der Kosten von Wärme- lin: Beuth Verlag
versorgungsanlagen; Blockheizkraftwerke (Economy calcula- VDI 2700 Blatt 5:2011-12 Ladungssicherung auf Straßenfahr-
tion of heat consuming installations; Block heating and power zeugen; Qualitätsmanagement-Systeme (Securing of loads on
station). Zurückgezogen 2000-09. Nachfolgedokument road vehicles; Quality management systems). Berlin: Beuth
VDI 2067 Blatt 1 Verlag
VDI 2069:2006-05 Verhindern des Einfrierens von wasserfüh- VDI 2893:2006-05 Auswahl und Bildung von Kennzahlen für
renden Leitungen (Preventing freezing of water-carrying pipes). die Instandhaltung (Selection and formation of indicators for
Berlin: Beuth Verlag maintenance). Berlin: Beuth Verlag
VDI 2114:1992-06 Emissionsminderung; Thermische Abfallbe- VDI 3423:2011-08 Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen;
handlung; Verbrennung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Begriffe, Definitionen, Zeiterfassung und Berechnung (Techni-
Abfällen (Emission control; thermal treatment of solid waste; cal availability of machines and production lines; Terms, defini-
incineration of domestic and similar waste). Zurückgezogen tions, determination of time periods and calculation). Berlin:
1997-09. Nachfolgedokument VDI 3460 Beuth Verlag
VDI 2163:2006-03 Innenraum-Lufthygiene in Abfallbehand- VDI 3460:2002-03 Emissionsminderung; Thermische Abfallbe-
lungsanlagen (Indoor-air hygiene in waste treatment plants). handlung (Emission control; Thermal treatment of waste).
Berlin: Beuth Verlag Berlin: Beuth Verlag
VDI 2219:2002-11 Informationsverarbeitung in der Produkt- VDI 3460 Blatt 2:2007-08 Emissionsminderung; Energieum-
entwicklung; Einführung und Wirtschaftlichkeit von EDM/ wandlung bei der thermischen Abfallbehandlung (Emission
PDM-Systemen (Information technology in product develop- control; Energy conversion in thermal solid waste treatment).
ment; Introduction and economics of EDM/PDM systems). Berlin: Beuth Verlag
Berlin: Beuth Verlag VDI 3469 Blatt 7:2009-02 Emissionsminderung; Herstellung
VDI 2243:2002-07 Recyclingorientierte Produktentwicklung und Verarbeitung von faserhaltigen Materialien; Packungen
(Recycling-oriented product development). Berlin: Beuth Ver- (Emission control; Production and processing of fibrous materi-
lag als; Packings). Berlin: Beuth Verlag
Entwurf VDI 3459 Blatt 1 – 131 –

VDI 3469 Blatt 8:2009-02) Emissionsminderung; Herstellung commissioning of building installations; Liftsystems). Berlin:
und Verarbeitung von faserhaltigen Materialien; Flachdichtun- Beuth Verlag
gen auf Faserbasis (Emission control; Production and proces- VDI 3814 Blatt 1:2009-11 Gebäudeautomation (GA); System-
sing of fibrous materials; Fibrous flat gaskets). Berlin: Beuth grundlagen (Building automation and control systems (BACS);
Verlag System basics). Berlin: Beuth Verlag
VDI 3475 Blatt 1:2003-01 Emissionsminderung; Biologische VDI 3831:2006-01 Schutzmaßnahmen gegen die Einwirkung
Abfallbehandlungsanlagen; Kompostierung und Vergärung; mechanischer Schwingungen auf den Menschen (Protective
Anlagenkapazität mehr als ca. 6000 Mg/a (Emission control; measures against vibration effects on man). Berlin: Beuth Ver-
Biological waste treatment facilities; Composting and anaerobic lag
digestion; Plant capacities more than approx. 6000 Mg/a). Ber-
lin: Beuth Verlag VDI 3832:2007-01 Körperschallmessungen zur Zustandsbeur-
teilung von Wälzlagern in Maschinen und Anlagen (Measure-
VDI 3475 Blatt 2:2005-12 Emissionsminderung; Biologische ment of structure-borne sound of rolling element bearing in
Abfallbehandlungsanlagen; Kompostierung und (Co-)Ver- machines and plants for evaluation of state condition). Berlin:
gärung; Anlagenkapazität bis ca. 6000 Mg/a (Emission control; Beuth Verlag
Facilities for biological waste; Composting an anaerobic (co-
)digestion; Plant capacities up to approx. 6000 Mg/a). Berlin: VDI/VDE 3850 Blatt 1:2000-05 Nutzergerechte Gestaltung von
Beuth Verlag Bediensystemen für Maschinen (User-friendly design of
useware for machines). Berlin: Beuth Verlag
VDI 3475 Blatt 3:2006-12 Emisssionsminderung; Anlagen zur
mechanisch-biologischen Behandlung von Siedlungsabfällen VDI 3880:2011-10 Olfaktometrie; Statische Probenahme
(Emission control; Mechnical-biological treatment facilities for (Olfactometry; Static sampling). Berlin: Beuth Verlag
municipal solid waste). Berlin: Beuth Verlag VDI 3880:2009-01 (Entwurf / Draft) Olfaktometrie; Statische
VDI 3475 Blatt 4:2007-07 Emissionsminderung; Biogasanlagen Probenahme (Olfactometry; Static sampling). Zurückgezogen
in der Landwirtschaft; Vergärung von Energiepflanzen und 2011-10. Nachfolgedokument VDI 3880
Wirtschaftsdünger (Emission control; Agricultural biogas facili- VDI 4001 Blatt 1:1998-04 (Entwurf / Draft) Allgemeine Hin-
ties; Digestion of energy crops and manure). Zurückgezogen weise zum VDI-Handbuch Technische Zuverlässigkeit (General
2010-08. Nachfolgedokument VDI 3475 Blatt 4 guide to the VDI-Handbook reliability engineering). Berlin:
VDI 3475 Blatt 4:2010-08 Emissionsminderung; Biogasanlagen Beuth Verlag
in der Landwirtschaft; Vergärung von Energiepflanzen und VDI 4001 Blatt 2:1986-06 Begriffsbestimmungen zum Ge-
Wirtschaftsdünger (Emission control; Agricultural biogas brauch des VDI-Handbuches; Technische Zuverlässigkeit (Ba-
facilities; Digestion of energy crops and manure). Berlin: Beuth sic terms and definitions). Berlin: Beuth Verlag
Verlag VDI 4001 Blatt 2:2006-07 Terminologie der Zuverlässigkeit
VDI 3477:2004-11 Biologische Abgasreinigung; Biofilter (Reliability Terminology). Berlin: Beuth Verlag
(Biological waste gas purification; Biofilters). Berlin: Beuth VDI 4003:2007-03 Zuverlässigkeitsmanagement (Reliability
Verlag management). Berlin: Beuth Verlag
VDI 3478 Blatt 2:2008-04 Biologische Abgasreinigung; Biorie- VDI 4004 Blatt 1:1986-09 Zuverlässigkeitskenngrößen; Über-
selbettreaktoren (Biological waste gas purification; Biological sicht (Reliability attributes; survey). Berlin: Beuth Verlag
trickle bed-reactors). Berlin: Beuth Verlag
VDI 4006 Blatt 1:2002-11 Menschliche Zuverlässigkeit; Ergo-
VDI/VDE 3542 Blatt 4:2000-10 Sicherheitstechnische Begriffe nomische Forderungen und Methoden der Bewertung (Human
für Automatisierungssysteme; Zuverlässigkeit und Sicherheit reliability; Ergonomic requirements and methods of
komplexer Systeme (Begriffe) (Safety terms for automation assessment). Berlin: Beuth Verlag
systems; Reliability and safety of complex systems (terms)).
VDI 4065:2006-09 Technik und Organisation der betrieblichen
Berlin: Beuth Verlag
Sicherheit; Gefährdungsbeurteilung; Handlungsanleitung zur
VDI 3649:1992-01 Anwendung der Verfügbarkeitsrechnung für systematischen Vorgehensweise (Technique and organization of
Förder- und Lagersysteme (Calculation of availability in hand- operation security; Hazard evaluation; Guidance for the
ling and storage systems). Berlin: Beuth Verlag systematic proceeding). Berlin: Beuth Verlag
VDI 3678 Blatt 2:2010-12 Elektrofilter; Prozessluft- und VDI 4070 Blatt 1:2006-02 Nachhaltiges Wirtschaften in kleinen
Raumluftreinigung (Electrostatic precipitators; Process air and und mittelständischen Unternehmen; Anleitung zum Nachhalti-
indoor air cleaning). Berlin: Beuth Verlag gen Wirtschaften (Sustainable management in small and medi-
VDI/VDE 3682:2005-09 Formalisierte Prozessbeschreibungen um-sized enterprises; Guidance notes for sustainable manage-
(Formalised process descriptions). Berlin: Beuth Verlag ment). Berlin: Beuth Verlag
VDI/VDE 3699 Blatt 1:2005-05 Prozessführung mit Bildschir- VDI 4091:2006-01 Wirtschaften in Kreisläufen und Stoff-
men; Begriffe (Process control using display screens; Terminol- strommanagement - Methodik - Papier (Closed-loop production
ogy). Berlin: Beuth Verlag and material flow management; Methodology; Paper). Berlin:
VDI 3780:2000-09 Technikbewertung; Begriffe und Grundlage Beuth Verlag
(Technology assessment; Concepts and foundations). Berlin: VDI 4202 Blatt 2:2004-07 Mindestanforderungen an automati-
Beuth Verlag sche Immissionsmesseinrichtungen bei der Eignungsprüfung;
VDI 3783 Blatt 10:2010-03 Umweltmeteorologie; Diagnosti- Optische Fernmesseinrichtungen zur Messung von gasförmigen
sche mikroskalige Windfeldmodelle; Gebäude- und Hindernis- Immisssionen (Minimum requirements for suitability tests of
umströmung (Environmental meteorology; Diagnostic ambient air quality measuring systems; Optical remote sensing
microscale wind field models; Air-flow around buildings and systems for the measurement of gaseous pollutants). Berlin:
obstacles). Berlin: Beuth Verlag Beuth Verlag
VDI 3810 Blatt 6:2006-11 Betreiben und Instandhalten von VDI 4205 Blatt 4:2005-08 Mess- und Prüfverfahren zur
gebäudetechnischen Anlagen; Aufzüge (Operation and Beurteilung von Gasrückführungssystemen an Tankstellen;
Systemprüfung von aktiven Gasrückführungssystemen (Meas-
– 132 – VDI 3459 Blatt 1 Entwurf

urement and test methods for the assessment of vapour recovery emissions from energy conversion systems). Berlin: Beuth
systems on filling stations; Type test of active vapour recovery Verlag
systems). Berlin: Beuth Verlag VDI 4661:2003-09 Energiekenngrößen; Definitionen, Begriffe,
VDI 4251 Blatt 1:2007-02 Erfassen luftgetragener Mikro- Methodik (Energetic characteristics; Definitions, terms,
organismen und Viren in der Außenluft; Planung von methodology). Berlin: Beuth Verlag
anlagenbezogenen Immissionsmessungen; Fahnenmessung VDI 6002 Blatt 1:2004-09 Solare Trinkwassererwärmung;
(Measurement of airborne microorganisms and viruses in ambi- Allgemeine Grundlagen, Systemtechnik und Anwendung im
ent air; Planning of plant-related ambient air measurements; Wohnungsbau (Solar heating for domestic water; General
Plume measurement). Berlin: Beuth Verlag principles, system technology and use in residential building).
VDI 4280 Blatt 1:1996-11 Planung von Immissionsmessungen; Berlin: Beuth Verlag
Allgemeine Regeln für Untersuchungen der Luftbeschaffenheit VDI 6009 Blatt 2:2003-12 Facility Management; Einführung
(Planning of ambient air quality measurements; General rules). von Gebäudemanagement für mehrere Liegenschaften; Anwen-
Berlin: Beuth Verlag dungsbeispiele (Facility Management; Introduction of building
VDI 4452:2004-11 Abnahmeregeln für Fahrerlose management in several properties; Examples). Berlin: Beuth
Transportsysteme (FTS) (Acceptance specification for automat- Verlag
ed guided vehicle systems (AGVS)). Berlin: Beuth Verlag VDI 6013:2002-01 Aufzüge, Fahrtreppen, Fahrsteige; Informa-
VDI 4499 Blatt 1:2008-02 Digitale Fabrik; Grundlagen (Digital tionsaustausch mit anderen Anlagen der Technischen Gebäude-
factory; Fundamentals). Berlin: Beuth Verlag ausrüstung (Lifts, escalators, moving walks; Inter-system com-
VDI 4500 Blatt 1:2006-06 Technische Dokumentation; Be- munications between technical buildings services). Berlin:
griffsdefinitionen und rechtliche Grundlagen (Technical docu- Beuth Verlag
mentation; Definitions and legal basics). Berlin: Beuth Verlag VDI 6023 Blatt 1:2006-07 Hygiene in Trinkwasser-Installa-
VDI 4600:2012-01 Kumulierter Energieaufwand (KEA); Be- tionen; Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und
griffe, Berechnungsmethoden (Cumulative energy demand Instandhaltung (Hygiene for drinking water supply systems;
(KEA); Terms, definitions, methods of calculation). Berlin: Requirements for planning, design, operation, and maintenan-
Beuth Verlag ce). Berlin: Beuth Verlag
VDI 4602 Blatt 1:2007-10 Energiemanagement; Begriffe VGB M 205 H:1999 Maßnahmen zur Verminderung von Heiz-
(Energy management; Terms and definitions). Berlin: Beuth flächenabzehrungen in abfallgefeuerten Dampferzeugern
Verlag (Measures for the reduction of the corrosion of heating surfaces
in steam generators of refuse incineration plants). Essen: VGB
VDI 4608 Blatt 1:2005-03 Energiesysteme; Kraft-Wärme-
Kopplung; Begriffe, Definitionen, Beispiele (Energy systems; VGB M 215 H:1999 Feuerfestsysteme in Anlagen zur thermi-
Combined heat and power; Terms, definitions, examples). schen Abfallverwertung (Fireproof lining in refuse incineration
Berlin: Beuth Verlag plants). Essen: VGB
VDI 4630:2006-04 Vergärung organischer Stoffe; Substratcha- VGB M 216 H:1987 Gewährleistungen für Dampfkesselanlagen
rakterisierung, Probenahme, Stoffdatenerhebung, Gärversuche mit Müllfeuerungen. Essen: VGB. Zurückgezogen 1994-10.
(Fermentation of organic materials; Characterisation of the Kein Nachfolgedokument
substrate, sampling, collection of material data, fermentation VOB/B:2006-09-04 Bekanntmachung der Neufassung der
tests). Berlin: Beuth Verlag Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB)
VDI 4631:2011-02 Gütekriterien für Biogasanlagen (Quality Teil B; Ausgabe 2006. Berlin: Beuth Verlag. Zurückgezogen
criteria for biogas plants). Berlin: Beuth Verlag 2010-06. Nachfolgedokument VOB
VDI 4660 Blatt 1: 2000-04 Umrechnung spezifischer Emissio- VOB:2009-07-31 Bekanntmachung der Novellierung der Ver-
nen bei der Energieumwandlung (Conversion factor for specific gabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB Teile A
und B). Berlin: Beuth Verlag