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ICS 13.040.20

VDI-RICHTLINIEN

August 2010

Frühere Ausgabe: 09.08 Entwurf, deutsch Former edition: 09/08 Draft, in German only

VEREIN

   

Mindestanforderungen und Prüfpläne für Messgeräte zur Überwachung der Emissionen an Kleinfeuerungsanlagen

Messgeräte zur Ermittlung von gasförmigen Emissionen und Abgasparametern

   

VDI 4206

DEUTSCHER

INGENIEURE

   

Blatt 1 / Part 1

   

Performance criteria and test procedures for measuring devices for monitoring emissions at small firing installations

   
 

Measuring devices for the determination of gaseous emissions and flue gas parameters

   

Ausg. deutsch/englisch

Issue German/English

Der Entwurf dieser Richtlinie wurde mit Ankündigung im Bundes- anzeiger einem öffentlichen Einspruchsverfahren unterworfen.

The draft of this guideline has been subject to public scrutiny after announcement in the Bundesanzeiger (Federal Gazette).

Die deutsche Version dieser Richtlinie ist verbindlich.

 

The German version of this guideline shall be taken as authorita- tive. No guarantee can be given with respect to the English trans- lation.

Inhalt

Seite

Contents

Page

Vorbemerkung

 

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2

Preliminary note .

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2

Einleitung .

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2

Introduction

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2

1 Anwendungsbereich

 

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1 Scope

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2 Begriffe

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2 Terms and definitions

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3

3 Formelzeichen und Abkürzungen .

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6

3 Symbols and abbreviations

 

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6

4 Anforderungen an die Messgeräte

 

6

4 Requirements on measuring devices

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6

5 Prüfverfahren

 

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5 Test procedures .

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15

6 Dokumentation der Prüfergebnisse

 

35

6 Documentation of test results

 

35

7 Anforderungen an Prüfinstitute und Bekanntgabe geeigneter Messgeräte

 

35

7 Requirements on test institutes and declaration of suitable measuring

 

35

Anhang A Verfahren der Realgasmessungen und Beschreibung der Prüfverfahren

 

Annex A Methodology and test methods for

 

. 38

 

real flue gas measurements .

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38

Anhang B

Musterprüfbericht

 

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Annex B

Example test report .

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47

 

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Bibliography

 

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53

Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN – Normenausschuss KRdL

 
 

Fachbereich Umweltmesstechnik

 
 

VDI/DIN-Handbuch Reinhaltung der Luft, Band 5: Analysen- und Messverfahren II

 

– 2 –

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

Vorbemerkung

Der Inhalt dieser Richtlinie ist entstanden unter Be- achtung der Vorgaben und Empfehlungen der Richt- linie VDI 1000.

Alle Rechte, insbesondere die des Nachdrucks, der Fotokopie, der elektronischen Verwendung und der Übersetzung, jeweils auszugsweise oder vollständig, sind vorbehalten.

Die Nutzung dieser VDI-Richtlinie ist unter Wahrung des Urheberrechts und unter Beachtung der Lizenz- bedingungen (www.vdi-richtlinien.de), die in den VDI-Merkblättern geregelt sind, möglich.

Allen, die ehrenamtlich an der Erarbeitung dieser VDI-Richtlinie mitgewirkt haben, sei gedankt.

Eine Liste der aktuell verfügbaren Blätter dieser Richtlinienreihe ist im Internet abrufbar unter

Preliminary note

The content of this guideline has been developed in strict accordance with the requirements and recom- mendations of the guideline VDI 1000.

All rights are reserved, including those of reprinting,

reproduction (photocopying, micro copying), storage

in data processing systems and translation, either of

the full text or of extracts.

The use of this guideline without infringement of copy- right is permitted subject to the licensing conditions specified in the VDI notices (www.vdi-richtlinien.de).

We wish to express our gratitude to all honorary con- tributors to this guideline.

A catalogue of all available parts of this guide-

line series can be accessed on the internet at

www.vdi.de/4206.

www.vdi.de/4206.

Einleitung

Introduction

Um eine einheitliche Qualität bei der Bestimmung von Emissionen aus kleinen und mittleren Feue- rungsanlagen sicherzustellen, wird in der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) der Einsatz geeigneter Messeinrich- tungen gefordert.

The Ordinance on Small and Medium Firing Installa- tions (1. BImSchV) requires the use of suitable meas- uring systems to ensure a unique quality in the deter- mination of emissions from small and medium firing installations.

Die Richtlinienreihe VDI 4206 legt in diesem Zu- sammenhang Mindestanforderungen und Prüfproze- duren für Messgeräte zur Ermittlung der Emissionen an Kleinfeuerungsanlagen nach der 1. BImSchV oder der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) in fol- genden Blättern fest:

In this context, the series of guidelines VDI 4206

specifies performance criteria and test procedures for

measuring devices for determining emissions at small firing installations according to the 1. BImSchV or the Order on Sweeping and Checking (KÜO) in the following parts:

Blatt 1

Messgeräte zur Ermittlung von gasförmigen

Part 1

Measuring devices for the determination of

Blatt 2

Emissionen und Abgasparametern Messgeräte zur Ermittlung von partikelför-

Part 2

gaseous emissions and flue gas parameters Measuring devices for the determination of

Blatt 3

migen Emissionen Messgeräte zur Ermittlung der Rußzahl

Part 3

particulate emissions Measuring devices for the determination of smoke number

Anmerkung: Zu Kleinfeuerungsanlagen zählen nicht die in der 1. BImSchV geregelten Öl- und Gasfeuerungen mit einer Feue- rungswärmeleistung von 10 MW bis 20 MW (mittlere Feuerungs- anlagen).

Note: Small firing installations do not include oil and gas burners with a firing thermal capacity between 10 MW and 20 MW (me- dium firing installations) regulated by 1. BImSchV.

Die Anforderungen an Messgeräte zur Ermittlung von gasförmigen Emissionen und Abgasparametern in dieser Richtlinie basieren auf den rechtlichen Vor- gaben der 1. BImSchV und den Anforderungen in der Norm DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1).

The requirements on measuring devices for the deter- mination of gaseous emissions and flue gas parame- ters in this guideline are based on the legal require- ments in 1. BImSchV and the requirements in DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1).

Anmerkung: Auszüge aus DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1):

2005-01 sind in dieser Richtlinie kursiv dargestellt.

Note: Excerpts from DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1):2005-01 are presented in italics in this guideline.

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

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1 Anwendungsbereich

Diese Richtlinie legt die Mindestanforderungen und die Prozeduren zur Überprüfung der Einhaltung die- ser Mindestanforderungen an tragbare Geräte zur Messung von gasförmigen Emissionen und Abgaspa- rametern an Kleinfeuerungsanlagen nach der Verord- nung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) oder der Kehr- und Überprüfungsord- nung (KÜO) fest. Sie gilt für alle Eignungsprüfungen von Messgeräten zur Messung von gasförmigen Emissionen und Abgasparametern, deren Einsatz an diesen Feuerungsanlagen vorgesehen ist.

Diese Richtlinie konkretisiert und ergänzt die Anfor- derungen der Normen DIN EN 50379-1 (VDE 0400- 50-1) 1) und DIN EN 50379-2 (VDE 0400-50-2) an diese Messgeräte.

Diese Richtlinie legt weiterhin Anforderungen an Prüfinstitute fest und erläutert die Bekanntgabe ge- eigneter Messgeräte.

2 Begriffe

Für die Anwendung dieser Richtlinie gelten die fol- genden Begriffe:

2.1 Eignungsprüfung

Experimenteller Nachweis, dass ein zur Überwachung von Emissionen eingesetztes Messgerät für den vorge- sehenen Verwendungszweck die festgelegten Min- destanforderungen unter Beachtung der entsprechen- den Prüfprozeduren einhält.

2.2 Messgerät

Gesamtheit aller Geräte und Bestandteile des Mess- verfahrens zur Erzielung eines Messwerts.

2.3 Kurzzeitmessgerät

Messgerät für den Einsatz über geringe Zeitspannen.

2.4 Netzbetriebenes Messgerät

Messgerät für den Anschluss an die häusliche Strom- versorgung, mit oder ohne zusätzlichem Netzteil.

1) Auszüge aus DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1):2005-01 sind für die angemeldete limitierte Auflage wiedergegeben mit Genehmi- gung 192.007 des DIN Deutsches Institut für Normung e.V. und des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. Für weitere Wiedergaben oder Auflagen ist eine gesonderte Genehmigung erforderlich. Maßgebend für das Anwenden der Nor- men sind deren Fassungen mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der VDE Verlag GmbH, Bismarckstraße 33, 10625 Berlin und der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin erhältlich sind. Die Auszüge sind kursiv dargestellt.

1 Scope

This guideline specifies performance criteria and test procedures for checking compliance with these per- formance criteria on portable devices for measuring gaseous emissions and flue gas parameters at small firing installations according to the Ordinance on Small and Medium Firing Installations (1. BImSchV) or the Order on Sweeping and Checking (KÜO). It applies to all performance tests of measuring devices for the measurement of gaseous emissions and flue gas parameters, which are intended for use at these firing installations.

This guideline details and amends the requirements of DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1) 1) and DIN EN 50379-2 (VDE 0400-50-2) on these measuring devices.

Furthermore, this guideline specifies the require- ments on test institutes and explains the declaration of suitable measuring devices.

2 Terms and definitions

For the purpose of this guideline, the following terms and definitions apply:

2.1 Performance test

Experimental demonstration that a measuring device used for monitoring emissions complies with the spe- cified performance criteria for the intended applica- tion, taking into account the appropriate test procedu- res.

2.2 Measuring device

Totality of all instruments and components of the method of measurement for achieving a measured value.

2.3 Short-term measuring device

Measuring device for use over short time periods.

2.4 Mains powered measuring device

Measuring device designed to be powered by the do- mestic mains electrical supply with or without an ad- ditional power source.

1) Excerpts

are

reproduced with permission 192.007 of DIN Deutsches Institut für Normung e.V. and VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. for this registered limited edition. Further reproduction or editions require a separate permission. Decisive for the application of the standards are the editions with the newest pub- lication date, which can be obtained from VDE Verlag GmbH, Bismarckstraße 33, 10625 Berlin and Beuth Verlag GmbH, Burg- grafenstraße 6, 10787 Berlin. The excerpts are shown in italics in this guideline.

from

DIN EN 50379-1

(VDE 0400-50-1):2005-01

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VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

2.5 Batteriebetriebenes Messgerät

Messgerät für reinen Batteriebetrieb mit Standardbat- terien und/oder aufladbaren Batterien.

2.6

Sonde

Teil des Messgeräts zur Entnahme einer Gasprobe aus dem Abgaskanal einer Feuerungsanlage und/oder zur Bestimmung der Abgastemperatur und der Druckdifferenz zwischen Abgas und Umgebungsluft (Kaminzug).

2.7

Sensor

Baugruppe, in der das Sensorelement und eventuell das zugehörige Schaltungselement untergebracht sind. [DIN EN 50379-1]

2.8 Sensorelement

Bauteil, dessen Ausgangssignal sich bei Vorhan- densein (Auftreten) einer nachzuweisenden Kompo- nente verändert. [DIN EN 50379-1]

2.9 Funktionsmodul

Alle für die Bewältigung einer Messaufgabe benötig- ten Komponenten inklusive Hard- und Software. [DIN EN 50379-1]

Anmerkung: Ein Funktionsmodul kann aus einem oder mehreren einzelnen Teilen bestehen oder auch in einem Gerät integriert sein.

2.10 Messbereich

Bereich derjenigen Werte der Messgröße, für den ge- fordert ist, dass die Messwertabweichung eines Messgeräts innerhalb festgelegter Grenzen bleibt.

Anmerkung: Der Messbereich wird durch Anfangswert und End- wert angegeben. Die Differenz zwischen End- und Anfangswert heißt Messspanne.

2.11

Kalibrierung

Bestimmung der Messwertabweichung eines Mess- geräts in Relation zu einem Referenzwert.

Anmerkung: Bei der Kalibrierung in der Laborprüfung werden zertifizierte Prüfgase eingesetzt. Bei der Kalibrierung unter Ein- satzbedingungen werden die Messwerte des Referenzgeräts ver- wendet.

2.12

Justierung

Vorgang der Geräteeinstellung (Nullpunkt, Steigung) bei der die festgestellte Messwertabweichung vom Sollwert bis auf eine zulässige Abweichung beseitigt wird.

2.13 Messwertabweichung

Abweichung des Messwerts vom Referenzwert.

2.14 Referenzwert

Konzentrationswert des zertifizierten Prüfgases oder Messwert des Referenzgeräts.

2.5 Battery powered measuring device

Measuring device designed to be energised from bat- teries alone, with standard batteries and/or recharge- able batteries.

2.6

Probe

Part of the measuring device for extraction of a gas sample from the stack of a firing installation and/or for measuring the flue gas temperature and the pres- sure difference between flue gas and ambient air (chimney flue).

2.7

Sensor

Assembly in which the sensing element is housed and which may contain associated circuit components. [DIN EN 50379-1]

2.8 Sensing element

Device, the output of which will change with varia- tion of the parameter of interest. [DIN EN 50379-1]

2.9 Functional module

All components required for one measurement task, including both hardware and software. [DIN EN 50379-1]

Note: A functional module can consist of one or more separate pieces of equipment or can be completely integrated with a device.

2.10 Measuring range

Range of those values of the measurand, for which it is required that the measuring deviation of a measur- ing device remains within specified limits.

Note: The measuring range is expressed by a lower limit and an up- per limit. The difference between the upper and lower limit is called span.

2.11

Calibration

Process of determining the measuring deviation of a measuring device relative to a reference.

Note: In the laboratory test, certified test gases are used for calibra- tion. Under field conditions, the measured values of the reference device are used for calibration.

2.12

Adjustment

Process of tuning the measuring device (zero point, slope), in order to return the measuring deviation found in calibration to within the admissible error.

2.13 Measuring deviation

Deviation between the measured value and the refer- ence value.

2.14 Reference value

Concentration value of a certified test gas or meas- ured value of the reference device.

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

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2.15 Referenzgerät

Gerät für die Messung gasförmiger Emissionen, das für die jeweilige Messaufgabe im Sinne der TA Luft eignungsgeprüft ist und die jeweilige Messkompo- nente nach einem anderen Messprinzip ermittelt als das zu prüfende Messgerät.

Anmerkung: Als Referenzgeräte für Temperatur- und Druckmes- sungen werden Geräte mit Zertifikat eines nationalen oder interna- tionalen Eichinstituts verwendet.

2.16 Messunsicherheit

Dem Messergebnis zugeordneter Parameter, der die Streuung der Werte kennzeichnet, die vernünftiger- weise der Messgröße zugeordnet werden könnte. [DIN V ENV 13005]

2.17 Erweiterte Messunsicherheit

Kennwert, der einen Bereich um das Messergebnis kennzeichnet, von dem erwartet werden kann, dass er einen großen Anteil der Verteilung der Werte um- fasst, die der Messgröße vernünftigerweise zugeord- net werden könnten. [DIN V ENV 13005]

Anmerkung 1: In der Luftreinhaltung beträgt der Anteil der Vertei- lung in der Regel 95 %. Anmerkung 2: Der Bereich um das Messergebnis wird auch als Vertrauensbereich bezeichnet. Für einen Anteil der Verteilung von 95 % erhält man den 95%-Vertrauensbereich.

2.18 Ansprechzeit (t 90 -Zeit)

Zeitspanne zwischen einer sprunghaften Änderung der Messgröße am Geräteeingang im Betriebszustand und dem Zeitpunkt, bei dem die Änderung des Mess- signals eine festgelegte Anzeige von 90 % der Ände- rung zum Endwert erreicht.

2.19 Watchdog-Funktion

Überwachungsfunktion, die das Messgerät bei Feh- lern im Programmablauf der Messfunktion in einen definierten Zustand versetzt.

2.20 Ringspaltmessung

Vereinfachte Dichtheitsprüfung durch Messung des Sauerstoffgehalts bei Luft-Abgas-Systemen nach TRGI.

2.21 Umgebungsluft

Luft, die das Messgerät umgibt.

2.22 Synthetische Luft

Technisch hergestellte Luft mit den Komponenten Sauerstoff und Stickstoff.

2.23 Normzustand

Zustand des trockenen Abgases bei einer Temperatur von 273 K und einem Druck von 1013 hPa.

2.15 Reference device

Device for the measuring gaseous emissions, which is performance tested for the intended measurement task in the sense of Technical Instruction On Air Quality (TA Luft), and determines the corresponding measured component on the basis of another measur- ing principle, than the measuring device to be tested.

Note: For temperature and pressure measurements, devices with a certificate of a national or international calibration institute are used as reference devices.

2.16 Uncertainty

Parameter, associated with the result of a measure- ment, that characterises the dispersion of the values that could reasonably be attributed to the measurand. [DIN V ENV 13005]

2.17 Expanded uncertainty

Quantity defining an interval about the result of a measurement that may be expected to encompass a large fraction of the distribution of values that could reasonably be attributed to the measurand. [DIN V ENV 13005]

Note 1: In air quality, the fraction of the distribution is usually

95 %.

Note 2: The interval about the result of a measurement is also called confidence interval. A fraction of the distribution of 95 % gives the

95 % confidence interval.

2.18 Response time (t 90 time)

Time interval with the apparatus in a warmed-up con- dition, between the time when an instantaneous vari- ation of the measurand is produced at the apparatus inlet, and the time when the response reaches and re- mains beyond 90 % of the final indication.

2.19 Watchdog function

Control function that puts the measuring device in a defined state after detection of failures in the program flow of the measuring function.

2.20 Circular orifice measurement

Simplified leak check by measuring the oxygen con- tent in air/flue gas systems according to TRGI.

2.21 Ambient air

Air surrounding the measuring device.

2.22 Synthetic air

Technically produced air consisting of oxygen and nitrogen.

2.23 Standard conditions

Conditions of the dry flue gas at a temperature of 273 K and a pressure of 1013 hPa.

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VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

3 Formelzeichen und Abkürzungen

In dieser Richtlinie werden die nachfolgend aufge-

führten Formelzeichen und Abkürzungen verwendet:

AGV Abgasverlust

B

c

c

c

EL

Bezugswert CO-Konzentration NO x -Konzentration SO 2 -Konzentration Heizöl nach DIN 51603-1 Frequenz der Versorgungsspannung

CO

NO x

SO 2

f

n

g Schwerebeschleunigung (g = 9,81 m/s 2 )

G20 Prüfgas zur Simulation von Erdgas

L Luftverhältnis

MW Messwert

N

Anzahl der Doppelbestimmungen; Anzahl der Vergleichsmessungen Reproduzierbarkeit Rußzahl Standardabweichung aus Doppelbestimmun- gen Ansprechzeit zweiseitiger Studentfaktor für f Freiheits- grade und eine statistische Sicherheit von 95 % Messunsicherheit des Messergebnisses y erweiterte Messunsicherheit des Messergeb- nisses y Versorgungsspannung bei Batterie-Fehler- meldung Versorgungsspannung i-tes Messergebnis des ersten Messgeräts

R

RZ

s

D

D

t 90 t f ; 0,95

u(y)

U( y)

U

e

U

y

n

1,i

y 2,i

i-tes Messergebnis des zweiten Messgeräts

y

i

i-tes Messergebnis des Messgeräts

y

R,i

i-tes Messergebnis des Referenzgeräts

4 Anforderungen an die Messgeräte

4.1 Allgemeines

Das Messgerät muss zuverlässig das Vorhandensein von spezifischen Abgaskomponenten erkennen und

messen und die Messergebnisse deutlich anzeigen.

Wenn das Messgerät mit einer Gasentnahmeeinrich- tung (Sonde) ausgestattet ist, muss bei allen Prüfun- gen die Gasprobe durch diese Einrichtung in die Ana- lyseeinheit gezogen werden.

Alle Teile des Messgeräts müssen den Anforderungen an die Konstruktion nach Abschnitt 4.2 entsprechen.

Kombinationsmessgeräte, die mehrere Komponenten (z.B. Rußzahl, O 2 /CO 2 , CO, Temperatur) gleichzei-

3 Symbols and abbreviations

The following symbols and abbreviations are used throughout this guideline:

AGV

reference value CO concentration NO x concentration SO 2 concentration fuel oil according to DIN 51603-1 frequency of mains voltage

g acceleration due to gravity (g = 9,81 m/s 2 )

B

c

c

c

EL

flue gas loss

CO

NO x

SO 2

f

n

G20 test gas for the simulation of natural gas

L air ratio

MW measured value

N

number of paired measurements; number of comparison measurements reproducibility smoke number standard deviation from paired measure- ments response time

R

RZ

s

D

D

90

t

t f ; 0,95 two-sided student factor for a number of de- grees of freedom of f and a statistical confi- dence of 95 % u(y) uncertainty of the result of measurement y U(y) expanded uncertainty of the result of meas- urement y

U

supply voltage at battery failure

e

supply voltage ith result of measurement of the first measur- ing device ith result of measurement of the second

y

measuring device y i ith result of measurement of the measuring device y R,i ith result of measurement of the reference de- vice

y

U

n

1,i

2,i

4 Requirements on measuring devices

4.1 General

The measuring device shall reliably measure specific combustion flue gas parameters and shall clearly dis- play the result. If the measuring device is equipped with a gas sampling system (probe) the gas sample shall be drawn into the unit for analysis via the sam- pling system for all tests.

All parts of the measuring device shall comply with the construction requirements of Section 4.2.

Combination measuring devices which determine si- multaneously several components (e.g. smoke

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

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tig bestimmen, müssen die an Einzelgeräte gestellten Anforderungen erfüllen.

4.2 Konstruktion

4.2.1 Allgemeines

Alle Teile des Messgeräts einschließlich der Sensoren müssen aus Werkstoffen bestehen, die durch Gase, Dämpfe, Partikel oder chemische Substanzen, die während des normalen Gebrauchs des Messgeräts auftreten (siehe Abschnitt 4.3.2 h) nicht ungünstig beeinflusst werden. Ähnliche Vorkehrungen müssen für die Probenahmeeinrichtung und alle Komponen- ten, die mit dem Abgas in Berührung kommen kön- nen, getroffen werden.

4.2.2 Gerätesicherheit und Schutzart

Das Messgerät muss die für die Eignungsprüfung re- levanten gesetzlichen Anforderungen an die Geräte- sicherheit einhalten.

Das Gehäuse des Messgeräts muss für spannungsfüh- rende Bereiche größer 24 V und sich bewegende Teile, wenn alle Komponenten angeschlossen sind, mindestens die Schutzart IP40 nach DIN EN 60529 (VDE 0470-1) sicherstellen.

Ist das Gerät für den Außeneinsatz vorgesehen, muss es mindestens die Schutzart IP42 aufweisen.

4.2.3 Umgebungstemperatur

Das Messgerät ist so auszulegen, dass es bei einer Umgebungstemperatur zwischen 5 °C und 40 °C be- trieben werden kann.

Das Messgerät muss für Lager- und Transporttempe- raturen von –20 °C bis 50 °C geeignet sein.

4.2.4

Kaltstart

Das Messgerät muss so ausgelegt sein, dass es inner- halb von 10 min betriebsbereit ist und die probegas- führenden Teile, ausgehend von einer Lagertempera- tur von 0 °C, Raumtemperatur angenommen haben.

4.2.5 Probenahmeeinrichtung

Die Probenahmeeinrichtung des Messgeräts muss so konstruiert sein, dass die Sensoren und die Pumpe vor Beschädigungen durch Abgaspartikel oder Flüssig- keiten, die unter normalen Betriebsbedingungen auf- treten können, geschützt sind. Eine Erkennung und/ oder eine Anzeige des Betriebszustands der Probe- gaspumpe muss gegeben sein, beispielsweise durch

number, O 2 /CO 2 , CO, temperature) shall meet the re- quirements specified for individual devices.

4.2 Construction

4.2.1 General

All parts of the measuring device, including the sen- sors, shall be constructed of materials that will not be adversely affected by vapours and gases or chemical substances to be expected during normal operation of the measuring device (see Section 4.3.2 h). Similar consideration shall also be given to the sampling sys- tem and components that can be in contact with the gas.

4.2.2 Safety requirements and degrees of protection

The measuring device shall meet the legal safety re- quirements relevant for the performance test.

The case of the measuring device shall have a degree of protection of at least IP40 according to DIN EN 60529 (VDE 0470-1) for sections with voltages above 24 V and for moving parts, when all compo- nents are connected.

If the instrument is designed for outdoor use the de- gree of protection shall be at least IP42.

4.2.3 Ambient temperature

The measuring device shall be designed in a manner that it can be used at an ambient temperature between 5 °C and 40 °C.

The measuring device shall allow storage and trans- portation at temperatures between –20 °C and 50 °C.

4.2.4

Cold start

The measuring device shall be designed in a manner that it is ready for operation within 10 min and that the sample gas carrying parts reach room temperature after storage at a temperature of 0 °C.

4.2.5 Sampling system

The sampling system of the measuring device shall be constructed in such a manner that the sensor(s) and pump are protected against damage by particulate matter and liquids that can be expected during normal operation of the measuring device. Identification and/ or indication of the working mode of the sample gas pump shall be given, for example by

Pumpengeräusch,

pump noise,

optische Anzeige oder

• visual indication or

Durchflussanzeige.

• flow measurement.

– 8 –

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

Kondensations- und Absorptionseffekte müssen be- rücksichtigt werden und dürfen keinen merkbaren Einfluss auf die Messergebnisse haben, vor allem wenn auch SO 2 und NO gemessen werden. Die Sonde muss so konstruiert sein, dass auftretende Konden- sattropfen das Messergebnis der Temperaturmessun- gen nicht beeinflussen, selbst wenn die Sonde in ver- tikaler Position gehalten wird. Außerdem darf das Temperatursensorelement nicht das äußere Sonden- rohr berühren. Falls Sonden mit verschiedenen Län- gen angeboten werden, muss das Messgerät sowohl mit der kürzesten als auch mit der längsten Sonde ge- prüft werden.

Der Durchmesser des äußeren Sondenrohrs darf ma- ximal 13 mm betragen.

Die Probenahmesonden müssen mit einem einstell- baren Sondenhalter zur Fixierung der Sondenposition versehen werden. Eine Einrichtung zur Abdichtung der Messöffnung ist vorzusehen.

Zur Vermeidung von Falschlufteintritt sollte die Messöffnung keinen größeren Durchmesser als 21 mm haben.

Die Probenahmeeinrichtung muss eine Dichtheits- prüfung des kompletten Gaswegs ermöglichen.

Die für die Messungen des Abgasverlusts (AGV) ein- gesetzten Messgeräte müssen so ausgelegt sein, dass der Abstand zwischen dem Temperatursensorele- ment und dem Gaseingang maximal 8 mm beträgt.

4.2.6 Justierung

Das Messgerät muss eine regelmäßige automatische oder manuelle Überprüfung ermöglichen. Bei der manuellen Überprüfung darf der Zugriff auf die Ge- räteeinstellung (Nullpunkt, Steigung) nur mit einem speziellen Werkzeug, einem Software-Passwort oder durch das Entfernen eines speziellen Siegels möglich sein.

4.2.7 Batteriefehlermeldung

Batteriebetriebene Messgeräte müssen mit einer Warnanzeige ausgerüstet sein, die anspricht, bevor die Batteriekapazität so weit abfällt, dass die Mess- wertanzeige oder die Messgenauigkeit außerhalb der Geräteanforderungen liegt. Bei Erreichung dieser kritischen Batteriekapazität muss die Anzeige den normalen Anzeigemodus verlassen.

4.2.8

Anzeige

Messgeräte, die eine Anzeige besitzen, müssen fol- gende Informationen darstellen:

Messgröße(n), Messwert(e) und Einheit(en)

• Batteriewarnung

Condensation or absorption effects have to be con- sidered, and shall have no significant influence on the results of measurement, particularly when determin- ing SO 2 and NO. The probe shall be constructed in such a manner that droplets of condensation do not influence the result of temperature measurements even when the probe is held vertically. In addition the temperature sensing element shall not touch the probe outer sheath. If probes of different lengths are provided the shortest and the longest shall be tested with the instrument.

The outer diameter of the probe tube shall not exceed 13 mm.

Sampling probes shall be equipped with an adjustable probe holder for fixing the probe position. Provisions for sealing of the measuring hole shall be provided.

The diameter of the measuring hole should not ex- ceed 21 mm to avoid leak air.

The sampling system shall allow for a leak check of the complete gas path.

Measuring devices used for the measurement of the flue gas loss (AGV) shall be signed in such a manner that the distance between the temperature sensing el- ement and the gas inlet does not exceed 8 mm.

4.2.6 Adjustments

The measuring device shall allow for a regular auto- matic or manual check. In case of manual checks, the access to device controls (zero point, slope) shall only be possible by the use of special tool or a software password or by destroying a special seal.

4.2.7 Battery fault condition

Battery powered measuring devices shall give a vis- ual warning before the battery capacity falls to a point where either the displayed measured values or the accuracy in measurement falls outside the re- quirements. When this point is actually reached, the display shall switch out of normal display mode.

4.2.8

Display

Measuring devices with a display shall show the fol- lowing information:

measurand(s), measured value(s) and unit(s)

• low battery warning

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

– 9 –

• Betriebszustand

• Messbereichsüberschreitung

• Softwareversion

Bei Anzeigen ohne Beleuchtung müssen die Mess- werte mit einer Ziffernhöhe von mindestens 8 mm angezeigt werden. Bei Anzeigen mit Beleuchtung darf die Ziffernhöhe bis auf 4 mm verkleinert werden.

Für eine Kombination von Messgrößen kann die An- zeige automatisch von einem Wert auf den anderen umschalten. Wenn die Anzeige zwischen gleichzeiti- gen Werten hin und her schaltet, muss dies klar und verständlich sein. Die Messwertanzeige muss in Ab- ständen von nicht mehr als 3 s aktualisiert werden. Wenn das Gerät mit einer Siebensegmentanzeige aus- gestattet ist, muss eine Segmentprüfung enthalten sein.

4.2.9 Linearität

Die Linearität der Anzeige der Messwerte muss im Bereich der zulässigen Messwertabweichung gege- ben sein.

4.2.10 Querempfindlichkeit

Änderungen der Messwerte durch vorhandene Quer- empfindlichkeiten dürfen die zulässige Messwertab- weichung nicht überschreiten.

4.2.11 Mechanische Krafteinwirkung

Mechanische Krafteinwirkungen dürfen die Funkti- onsfähigkeit des Messgeräts nicht beeinflussen. Än- derungen der Messwerte dürfen die zulässige Mess- wertabweichung nicht überschreiten.

4.2.12 Einfluss der Netzspannung

Bei netzbetriebenen Messgeräten dürfen die Ände- rungen der Messwerte durch Änderungen der Netz- spannung die zulässigen Messabweichungen nicht überschreiten.

4.2.13 Messbereich und Auflösung

Tabelle 1

beschreibt die verschiedenen Messgrö-

ßen, die diese Richtlinie umfasst.

Für jede Messgröße ist aufgeführt:

• kleinster Messbereich

• Auflösung der Anzeige

• maximal zulässige Messwertabweichung

• Nachweisgrenze

• maximale Ansprechzeit

Anmerkung: Abkürzungen wie „ppm“, „pphm“ und „ppb“ dürfen nicht angewendet werden. Sie sind sprachenabhängig, können zu Verwechslungen führen und werden nicht benötigt, weil sie nur für Zahlen stehen, die stets durch Ziffern eindeutiger angegeben wer- den. Es wird z.B. geschrieben: „der Volumenanteil beträgt

• mode of operation

• exceedance of measuring range

• software version

Displays without illumination shall show the meas- ured values with a character height of at least 8 mm. For displays with illumination, the character height may be reduced to 4 mm.

For a combination of measurands the display can switch automatically from one indication to another. If the display switches between information of simul- taneous values it shall be clear and understandable. Displayed measured values shall be refreshed at in- tervals no greater than 3 s. If the instrument is equipped with seven-segment displays it shall have a device or self testing function for checking the dis- plays.

4.2.9 Linearity

The linearity of the output of the measured values shall be given in the range of the permissible measur- ing deviation.

4.2.10 Cross-sensitivity

Changes in the measured values by existing cross- sensitivity shall not exceed the permissible measur- ing deviation.

4.2.11 Effect of mechanical force

Effect of mechanical force shall not influence the functional capability of the measuring device. Changes in the measured values shall not exceed the permissible measuring deviation.

4.2.12 Influence of mains voltage

In case of mains powered measuring device, changes in the measured values by changes in the mains volt- age shall not exceed the permissible measuring devi- ation.

4.2.13 Measuring range and resolution

Table 1 lists the different measurands covered by this guideline.

For each measurand given it specifies:

• minimum measuring range

• display resolution

• maximum permissible measuring deviation

• detection limit

• maximum response time

Note: Abbreviated terms such as “ppm”, “pphm” and “ppb” shall not be used. They are language dependent, may be ambiguous and are not really needed since they only stand for numbers, which are always more clearly expressed by means of digits. Write, for exam- ple, “the volume fraction is 4,2 cm 3 /m 3 ” or “the volume fraction is

– 10 –

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

4,2 cm 3 /m 3 “ oder „der Volumenanteil beträgt 4,2 × 10 6 “, und nicht „der Volumenanteil beträgt 4,2 ppm“. Die fehlerhaften Angaben in DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1):2005-01 sind in dieser VDI- Richtlinie korrigiert.

4.2.14 Messbereiche

Die in Tabelle 1 angegebenen Messbereiche sind die kleinsten Messbereiche des Messgeräts. Höhere Messbereiche sind zugelassen, ändern aber nicht die Mindestanforderungen.

Für Messgrößen mit Emissionsbegrenzungen muss ein Messbereich wählbar sein, der den zweifachen Grenzwert abdeckt.

4.2.15 Messwertabweichung

Der Betrag der Messwertabweichung darf die Min- destanforderung für die maximal zulässige Mess- wertabweichung nach Tabelle 1 nicht überschreiten. Als Mindestanforderung ist entweder der angegebene Absolutwert oder der durch Multiplikation des ange-

Tabelle 1. Mindestanforderungen an Messgeräte

4,2 × 10 6 ” and not “the volume fraction is 4,2 ppm”. The erroneous information in DIN EN 50379-1 (VDE 0400-50-1):2005-01 is cor- rected in this guideline.

4.2.14 Measuring ranges

The measuring ranges given in Table 1 are the mini- mum ranges for the measuring device. Higher ranges are allowed, but do not change the performance crite- ria.

For measurands with emission limits, a measuring range that covers twice the limit value shall be avail- able.

4.2.15 Measuring deviation

The absolute measuring deviation shall not exceed the performance criterion for the maximum permissi- ble measuring deviation according to Table 1. Either the specified absolute value or the value calculated by multiplication of the specified percentage value with

Messgröße

Messbereich

Auflösung

Maximal zulässige Messwertabweichung

Nachweis-

Ansprechzeit

grenze

(t

90 -Zeit)

CO-Volumenanteil

   

±10 × 10 6

   

(niedrig)

(0

200)

× 10 6

1 × 10 6

oder ±10 % vom MW

10

× 10 6

 

90

s

CO-Volumenanteil

   

±20 × 10 6

   

(mittel)

(0

2

000) × 10 6

1 × 10 6

oder ±5 % vom MW

20

× 10 6

 

90

s

CO-Volumenanteil

   

±100 × 10 6 oder ±10 % vom MW

   

(hoch)

(0

20

000) × 10 6

10 × 10 6

100 × 10 6

 

90

s

     

±5 × 10 6

   

NO-Volumenanteil

(0

600)

× 10 6

1 × 10 6

oder ±5 % vom MW

5 × 10 6

 

90

s

     

±10 × 10 6

   

SO 2 -Volumenanteil

(0

500)

× 10 6

1 × 10 6

oder ±5 % vom MW

10

× 10 6

 

180 s

O

2 -Volumenanteil

(0

21)

%

0,1 %

±0,3 %

0,3 %

 

30

s

CO 2 -Volumenanteil

(0

20)

%

0,1 %

±0,2 %

0,2 %

 

50

s

     

±2 °C

   

Temperatur

(Abgas)

(0

400)

°C

1 °C

oder ±1,5 % vom MW

 

1 °C

 

30

s a)

Temperatur

(0

100)

°C

1 °C

±1 °C

 

1 °C

 

s a)

(Verbrennungsluft)

 

70

Druck

   

±2 Pa

   

(Zug)

(–50

200)

Pa

1 Pa

oder ±5 % vom MW

 

1 Pa

 

10

s

Druck

   

±50 Pa oder ±1 % vom MW

   

(Differenzdruck)

(0

10

000) Pa

10 Pa

100 Pa

 

10

s

Abgasverlust b)

(0

100)

%

0,1 %

 

 

a) bei 1,5 m/s Strömungsgeschwindigkeit

b) Der Abgasverlust wird aus den Brennstoffeigenschaften und Messwerten – entweder O 2 oder CO 2 , Abgastemperatur und Verbren- nungslufttemperatur, in Übereinstimmung mit der 1. BImSchV berechnet (siehe Abschnitt 5.7.3).

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

– 11 –

Table 1. Performance criteria on measuring devices

Measurand

Measuring range

Resolution

Maximum permissible measuring deviation

Detection

Response time (t 90 time)

limit

CO volume fraction (low)

   

±10 × 10 6

   

(0

200)

× 10 6

1 × 10 6

or ±10 % of MW

10

× 10 6

90

s

CO volume fraction (medium)

   

±20 × 10 6

   

(0

2

000) × 10 6

1 × 10 6

or ±5 % of MW

20

× 10 6

90

s

CO volume fraction (high)

(0

20

000) × 10 6

10 × 10 6

±100 × 10 6 or ±10 % of MW

100 × 10 6

90

s

     

±5 × 10 6

   

NO volume fraction

(0

600)

× 10 6

1 × 10 6

or ±5 % of MW

5 × 10 6

90

s

     

±10 × 10 6

   

SO 2 volume fraction

(0

500)

× 10 6

1 × 10 6

or ±5 % of MW

10

× 10 6

180 s

O 2 volume fraction

(0

21)

%

0,1 %

±0,3 %

0,3 %

30

s

CO 2 volume fraction

(0

20)

%

0,1 %

±0,2 %

0,2 %

50

s

     

±2 °C

   

Temperature

(flue gas)

(0

400)

°C

1 °C

or ±1,5 % of MW

 

1 °C

30

s a)

Temperature (inlet air)

(0

100)

°C

1 °C

±1 °C

 

1 °C

70

s a)

Pressure

   

±2 Pa

   

(draught)

(–50

200)

Pa

1 Pa

or ±5 % of MW

 

1 Pa

10

s

Pressure

   

±50 Pa or ±1 % of MW

   

(differential)

(0

10

000) Pa

10 Pa

100 Pa

10

s

Flue gas loss b)

(0

100)

%

0,1 %

 

a) at 1,5 m/s flow velocity

b) The flue gas loss is calculated from the fuel characteristics and the measured values – either O 2 or CO 2 , temperature of flue gas and temperature of inlet air, in accordance with 1. BImSchV (see Section 5.7.3).

gebenen Prozentwerts mit dem Messwert berechnete Wert zu verwenden. Der jeweils größere Wert gilt.

4.2.16 Messunsicherheit

Für Sauerstoff- und CO-Messgeräte ist die Messunsi- cherheit aus den Vergleichsmessungen mit Realgas zu ermitteln. Die Messunsicherheit des Abgasver- lusts ist aus den entsprechenden Eingangsgrößen zu berechnen.

Die maximal zulässige erweiterte Messunsicherheit der Sauerstoffmessung darf maximal 0,5 % als Sauer- stoffvolumenanteil betragen.

Die maximal zulässige erweiterte Messunsicherheit der CO-Messung im Normzustand (Temperatur, Druck, Feuchtegehalt des Abgases) darf maximal 20 % des zu überwachenden Grenzwerts betragen.

Die maximal zulässige erweiterte Messunsicherheit des Abgasverlusts darf maximal 1 % betragen.

Anmerkung: Eine Berücksichtigung des Sauerstoffgehalts erfolgt dabei nicht.

the measured value shall be used as the performance criterion. The higher value applies.

4.2.16 Measurement uncertainty

For oxygen and CO measuring devices the measure- ment uncertainty shall be determined from the com- parison measurements with real flue gases. The measurement uncertainty of the flue gas loss shall be determined from the corresponding input quantities.

The maximum permissible expanded uncertainty of the oxygen measurement shall not exceed 0,5 % ex- pressed as oxygen volume fraction.

The maximum permissible expanded uncertainty of the CO measurement at standard conditions (temper- ature, pressure, humidity content of the flue gas) shall not exceed 20 % of the limit value to be monitored.

The maximum permissible expanded uncertainty of the flue gas loss shall not exceed 1 %.

Note: In this case the oxygen content is not taken into account.

– 12 –

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

4.2.17 Elektronische Signalabtastung

Die Abtastung bei der elektronischen Mittelung muss mindestens einmal pro Sekunde erfolgen.

4.2.18 Berechnung von Kennwerten

Bei der Ausgabe von Kennwerten sind die Rechen- vorschriften der 1. BImSchV zu berücksichtigen.

4.3 Typschild und Bedienungsanleitung

4.3.1

Typschild

Typschilder mit folgenden Informationen müssen dauerhaft angebracht oder ins Gehäuse eingraviert sein:

a) Name des Herstellers oder Lieferanten, Handels- name oder Bezeichnung

b) Gerätetyp, Geräteklasse (soweit zutreffend) und Gerätename oder Nummer

c)

d) Seriennummer und/oder Chargennummer

e) Batterietyp und die Anforderungen an die Netz- versorgung, falls zutreffend

f) Angabe, ob das Gerät für den Außeneinsatz geeig- net ist (siehe Abschnitt 5.3.2, Abschnitt 5.5.3 und Abschnitt 5.6.4)

Äußerliche Beschriftungen müssen der DIN EN 60335-1 (VDE 0700-1), Abschnitt 7.6 und Ab- schnitt 7.14 entsprechen.

Prüfnummer

4.3.2 Bedienungsanleitung

Das Messgerät muss mit einer Bedienungsanleitung in deutscher Sprache versehen sein, die umfassende, klare und genaue Anweisungen für eine korrekte Durchführung der Messungen und eine sichere und geeignete Bedienung und regelmäßige Wartung des Messgeräts enthält und darüber hinaus Folgendes umfasst:

a) Erklärung der Übereinstimmung mit den relevan- ten Anforderungen dieser Richtlinie für das ge- samte Messgerät oder für das/die definierte(n) funktionale(n) Modul(e)

b) Angaben zu den geprüften Messgrößen und Kombinationen, die diese Richtlinie oder zusätz- liche Normen (z.B. DIN EN 267) erfüllen, wenn das Gerät modular aufgebaut ist, was verschie- dene Kombinationen von gemessenen und ange- zeigten Messgrößen ermöglicht, und wenn es verschiedenes Zubehör enthält, beispielsweise anschließbare Sonden oder Filter

c) Beschreibung der (des) Brennstoffe(s), die in den mit dem Messgerät zu prüfenden Feuerungsanla- gen eingesetzt werden dürfen

4.2.17 Electronic sampling

For electronic averaging the sampling shall be at least once per second.

4.2.18 Calculation of characteristic values

The output of characteristic values shall take into ac- count the calculation rules of 1. BImSchV.

4.3 Labelling and instruction manual

4.3.1

Labelling

Durable label(s) shall be attached to the measuring device, or moulded into the casing, giving at least the following information:

a) manufacturer’s or supplier’s name, trademark or other means of identification

b) type of instrument, instrument class (if applicable) and model name or number

c)

d) serial number and/or production batch number

e) battery type and mains power requirements, as relevant

f) statement, whether the instrument is suitable for outdoor use (see Section 5.3.2, Section 5.5.3 and Section 5.6.4)

External labels shall comply with DIN EN 60335-1 (VDE 0700-1), Section 7.6 and Section 7.14.

test number

4.3.2 Instruction manual

The measuring device shall be provided with an in- struction manual in German language giving com- plete, clear and accurate instructions for the safe and proper operation and regular checking of the measur- ing device. It shall also include the following:

a) statement of compliance with the relevant re- quirements of this guideline, specified for the whole measuring device or for the defined func- tional module(s)

b) description of tested measurands and combina- tions, which meet the requirements of this guide- line and additional standards (e.g. DIN EN 267), if the instrument is designed modularly, which al- lows for different combinations of measured and displayed measurands, and if it includes different accessories such as connectable probes and filters

c) description of the fuels(s) that may be used in fir- ing installations to be checked with the measur- ing device

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

– 13 –

d) genaue Angabe des Batterietyps und eine Be- schreibung des Batteriewechsels für batteriebe- triebene Messgeräte oder Angaben bezüglich Netzspannung, Netzfrequenz und Sicherungen sowie Gefahrenhinweise bezüglich Stromschlag oder Zerstörung des Messgeräts im Fall einer un- sachgemäßen Behandlung

e) Hinweis, dass das Messgerät als Kurzzeitmessge- rät geprüft wurde und nicht als Sicher- heits(alarm)-Gerät eingesetzt werden sollte

f) genaue Beschreibung aller Anzeigedaten

g) empfohlene Mindestzeit, die erforderlich ist, um einen vollständigen Messzyklus durchzuführen, bei dem ein korrekter Messwert erwartet wird

h) Liste mit üblicherweise vorkommenden Materia- lien, Gasen und Dämpfen (z.B. Reinigungsflüs- sigkeiten, Polituren, Farben), die den Betrieb oder die Zuverlässigkeit des Geräts auf kurze oder lange Sicht beeinträchtigen

i) Angaben über die Lebenserwartung der Sensoren und der Batterien

j) genaue Angaben über die Einsatzgrenzen inklu- sive Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit und ob das Gerät während des Transports und/ oder des normalen Betriebs mit einem geeigneten Koffer oder Ähnlichem ausgestattet ist

k) genaue Angaben über die Zeit zum Erreichen der Betriebsbereitschaft nach dem Einschalten oder Batteriewechsel

l) Anleitung zum Prüfen und Austausch von Sensor- elementen, Staubfiltern und Kondensatfallen, re- gelmäßige Kalibrierung und Justierung des Ge- räts

m) Hinweis, dass vor der Benutzung des Messgeräts eine visuelle Gesamtüberprüfung des Geräts ausgeführt werden muss, um eine fehlerfreie Be- triebsweise des Geräts sicherzustellen

n) Hinweis, dass das Messgerät zur Einhaltung der Mindestanforderungen halbjährlich von einer von der zuständigen Behörde anerkannten Stelle für die Kalibrierung eignungsgeprüfter Messge- räte überprüft werden muss

o) Beschreibung der Durchführung der Dichtheits- prüfung

Die Bedienungsanleitung ist in die Prüfung einzube- ziehen.

4.4 Protokollierung der Messwerte

Das Messgerät muss mindestens folgende Daten speichern und/oder elektronisch zu einer Ausgabe- einheit (elektronische Datenverarbeitungsanlage oder Druckerausgabe) übertragen:

d) correct battery type(s) and method of replacing or recharging batteries, for battery powered measuring devices, or details of mains voltage, frequency and fuse rating, if relevant, and a warning of the possible hazards of electric shock or damage of the measuring device, in case of in- appropriate usage, for mains powered measuring devices

e) a note that the measuring device was tested as a short-term measuring device and that it should not be used as safety alarm instrument

f) detailed description of all indications

g) recommended minimum time required to perform one complete measurement cycle and achieve correct indication of the measured value

h) list of commonly occurring materials, gases or vapours (e.g. cleaning fluids, polishes, paints, cooking operations) which may affect the opera- tion or reliability of the instrument, in the short or long term

i) guidance on the life expectancy of the sensor(s) and batteries

j) details of operational limitations, including am- bient temperature and humidity ranges, and whether the instrument is intended to be placed in an appropriate case during transportation and/ or normal operation

k) details of initial start up delay following switch on or after battery replacement

l) instructions for checking and replacing sensing elements, dust filters and water traps, and for cal- ibration and adjustment of the instrument

m) warning that, before the measuring device is used, a full visual inspection of the instrument shall be carried out to ensure its erroneous oper- ation

n) a note that the measuring device has to be checked every six months by a body for the cali- bration of performance-tested measuring devices notified by the competent authority to ensure compliance with the performance criteria

o) description of performance of the leak test

The instruction manual shall be comprised in the test.

4.4 Logging of measured values

The measuring device shall store at least the follow- ing data and/or shall electronically transmit these data to an output unit (electronic data handling sys- tem or printer):

– 14 –

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

• Hersteller, Typ des Messgeräts

• Seriennummer des Messgeräts

• Datum der letzten Kalibrierung

• Bezugssauerstoffgehalt

• Datum und Uhrzeit der Messung

• bei Ringspaltmessung Feld für:

Brennstoff

– Sauerstoffgehalt im Ringspalt

• bei Messung an Ölfeuerungsanlagen:

– Kohlenmonoxidemission in mg/kWh bezogen auf den unteren Heizwert

– mittlere Abgastemperatur

– mittlere Verbrennungslufttemperatur

– mittlerer Sauerstoffgehalt im Abgas

– aus den Mittelwerten berechneter Abgasverlust

– erweiterte Messunsicherheit des Abgasverlust- werts

– Druckdifferenz zwischen Abgas und Umge- bungsluft

• bei Messung an Gasfeuerungsanlagen:

– Kohlenmonoxidgehalt in 10 6

– Kohlenmonoxidgehalt im Normzustand bei Bezugssauerstoffgehalt in mg/m 3

– mittlere Abgastemperatur

– mittlere Verbrennungslufttemperatur

– mittlerer Sauerstoffgehalt im Abgas

– aus den Mittelwerten berechneter Abgasverlust

– erweiterte Messunsicherheit des Abgasverlust- werts

– Druckdifferenz zwischen Abgas und Umge- bungsluft

• bei Messung an Festbrennstofffeuerungen:

– Art der Messung (Lastzustand)

– Abgastemperatur

– Differenzdruck zwischen Abgas und Umge- bungsluft

– mittlerer Sauerstoffgehalt im Abgas

– mittlerer Kohlenmonoxidgehalt im Normzu- stand bei Bezugssauerstoffgehalt in mg/m 3

– erweiterte Messunsicherheit des Kohlenmono- xidgehalts in mg/m 3

– Feld für Hülsennummer (soweit zutreffend)

• bei allen Messungen Felder für:

– Kundennummer oder Anlagennummer

– Wärmeträgertemperatur

– Firmenanschrift des Messbeauftragten

Kundenname

– Name des Messbeauftragten

Dokumentationen müssen nachträgliche Auswertun- gen aller Mess- und Rechenwerte in der geforderten Genauigkeit ermöglichen.

• manufacturer, type of measuring device

• serial number of the measuring device

• date of the last calibration

• reference oxygen content

• date and time of the measurement

• for circular orifice measurements, a field for:

fuel

– oxygen content in the circular orifice

• for measurements at oil firing installations:

– carbon monoxide emissions in mg/kWh related to the lower calorific value

– mean flue gas temperature

– mean inlet air temperature

– mean oxygen content in the flue gas

– flue gas loss calculated on the basis of the aver- age values

– expanded uncertainty of the flue gas loss

– pressure difference between flue gas and ambi- ent air

• for measurements at gas firing installations:

– carbon monoxide content in 10 6

– carbon monoxide content at standard condi- tions for reference oxygen content in mg/m 3

– mean flue gas temperature

– mean inlet air temperature

– mean oxygen content in the flue gas

– flue gas loss calculated on the basis of the aver- age values

– expanded uncertainty of the flue gas loss

– pressure difference between flue gas and ambi- ent air

• for measurements at solid fuel firing installations:

– type of measurement (load condition)

– flue gas temperature

– pressure difference between flue gas and ambi- ent air

– mean oxygen content in the flue gas

– mean carbon monoxide content at standard con- ditions for reference oxygen content in mg/m 3

– expanded uncertainty of the carbon monoxide content in mg/m 3

– field for cartridge number (if applicable)

• for all measurements, fields for:

– customer number or installation number

– temperature of the heat carrier

– company address of the authorized measuring person

– name of the authorized measuring person

The documentation shall allow for subsequent evalu- ation of all measured and calculated values with the required accuracy.

customer name

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

– 15 –

5 Prüfverfahren

5.1 Allgemeine Prüfanforderungen

5.1.1 Allgemeines

Die Eignungsprüfung umfasst das vollständige Mess- gerät einschließlich Probenahme, Probenaufberei- tung und Datenausgabe. Die Bedienungsanleitung des Herstellers, die in deutscher Sprache vorliegen muss, ist in die Eignungsprüfung einzubeziehen.

Der Hersteller muss festlegen, für welche Brenn- stoffarten und für welche Messgrößen oder welche Kombination derselben das Messgerät eingesetzt werden soll. Gemäß diesen Angaben werden alle Prüfungen der entsprechenden Abschnitte dieser Richtlinie durchgeführt. Die Prüfung ist für jede vom Hersteller festgelegte Messgröße durchzuführen.

Das Messgerät kann Funktionsmodule anderer Mess- größen beinhalten, die nicht durch diese Richtlinie abgedeckt sind, z.B. Messung der Rußzahl.

5.1.2 Prüfmuster und Reihenfolge der Prüfungen

Für die Eignungsprüfung sind mindestens zwei bau- gleiche Prüfmuster bereitzustellen. Alle bereitgestell- ten Prüfmuster sind zu prüfen und zu beurteilen.

Zuerst müssen die Prüfabschnitte durchgeführt wer- den, die sicherstellen, dass das Gerät die gewünsch- ten baulichen Anforderungen nach Abschnitt 4.2 er- füllt.

Die Prüfungen nach Abschnitt 5.3 bis Abschnitt 5.5 können in jeder beliebigen Reihenfolge durchgeführt werden, während die Prüfungen nach Abschnitt 5.6 bis Abschnitt 5.8 in der in dieser Richtlinie aufge- führten Reihenfolge durchgeführt werden müssen.

5.1.3 Vorbereitung der Prüfmuster

Die Prüfmuster müssen entsprechend den Hersteller- anweisungen vorbereitet werden. Wird das Messgerät generell mit einem Schutz- oder Transportgehäuse eingesetzt, muss die Prüfung mit dem Gerät in diesem Gehäuse durchgeführt werden.

5.1.4 Prüfeinrichtung

Die Konstruktion der Prüfgasentnahmeeinrichtung muss sicherstellen, dass dem Gassensor in ausrei- chender und reproduzierbarer Weise ein bestimmter Massenstrom von Prüfgas zugeführt wird. Der Mas- senstrom des Prüfgases muss mit der Absaugeleis- tung des Messgeräts übereinstimmen, ohne störende Druckschwankungen hervorzurufen (drucklose Auf- gabe des Prüfgases mit Bypass).

5 Test procedures

5.1 General requirements for tests

5.1.1 General

The performance test applies to the complete measur- ing device including sampling, sample conditioning and data output. The instruction manual to be pro- vided in German language has to be comprised in the performance test.

The manufacturer shall specify for which fuel(s) and for which measurands or combination of these, the measuring device or module(s) shall be tested. On the basis of these specifications, all tests of the corre- sponding sections of this guideline are performed. Testing shall be performed for each measurand spec- ified by the manufacturer.

The instrument can contain functional modules which are not covered by this guideline, e.g. measurement of smoke number.

5.1.2 Test items and sequence of tests

At least two identical test items shall be provided for the performance test. All test items provided shall be tested and assessed.

Initially, those tests shall be carried out which ensure that the instrument meets the constructional require- ments of Section 4.2.

The tests according to Section 5.3 to Section 5.5 can be carried out in any order. Tests according to Section 5.6 to Section 5.8 shall be carried out in the sequence presented in this guideline.

5.1.3 Preparation of test items

The test item shall be prepared in accordance with the manufacturer’s instructions. If the measuring de- vice is normally used in a protection or transporta- tion case then the test shall be carried out with the in- strument in this case.

5.1.4 Test facility

The construction of the test gas delivery system shall be such as to ensure that the gas sensor is exposed to a specific mass flow of test gas in a reproducible man- ner. The flow rate of test gas shall be matched to the sampling rate of the measuring system without caus- ing significant pressure variations (pressureless feed- ing of test gas with bypass).

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VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

5.2 Normale Prüfbedingungen

5.2.1 Allgemeines

Die normalen Prüfbedingungen müssen für alle Prü- fungen angewandt werden, soweit nicht anders ange- geben.

5.2 Normal test conditions

5.2.1 General

The normal test conditions shall be used for all tests unless otherwise specified.

5.2.2

Prüfgase

5.2.2

Test gases

5.2.2.1

Allgemeines

5.2.2.1

General

Die Istwerte (tatsächliche Volumenanteile) der ver- wendeten Prüfgase und Prüfgasmischungen dürfen innerhalb des Konzentrationsbereichs eine relative Abweichung von höchstens ±5 % (bei Volumenantei- len unterhalb von 100 × 10 6 von höchstens ±10 %) von den in Tabelle 2 bis Tabelle 7 angegebenen Volu- menanteilen aufweisen. Die Istwerte (tatsächliche Volumenanteile) müssen innerhalb von ±2 % bekannt sein. Der Reinheitsgrad von Stickstoff muss größer 99,99 % betragen.

5.2.2.2 Prüfgasmischungen für O 2 - und/oder CO 2 -Sensoren

Ist das Messgerät mit einem Sauerstoff- und/oder Kohlendioxidsensor ausgestattet, muss das Messge- rät mit Prüfgasen mit bekannter Konzentration (Volu- menanteil) nach Tabelle 2 geprüft werden.

5.2.2.3 Prüfgasmischungen für CO-Sensoren mit niedrigem Messbereich

Ist das Messgerät mit einem Kohlenmonoxidsensor für den niedrigen Messbereich ausgestattet, muss das Messgerät mit Prüfgasen mit bekannter Konzentra- tion (Volumenanteil) nach Tabelle 3 geprüft wer- den.

The relative deviations of the actual values (actual volume fractions) of the test gases and test gas mix- tures used from the volume fractions specified in Table 2 to Table 7 shall not exceed ±5 % within the concentration range (±10 % for volume fractions be- low 100 × 10 6 ). The actual values (actual volume fractions) shall be known within ±2 %. The purity for nitrogen shall be at least 99,99 %.

5.2.2.2 Test gas mixtures for O 2 and/or CO 2 sensors

When fitted with an oxygen and/or carbon dioxide sensor the measuring device shall be tested with gases of known concentration (volume fraction) as shown in Table 2.

5.2.2.3 Test gas mixtures for low range CO sensors

When fitted with a sensor for measuring carbon mon- oxide in the low range the measuring device shall be tested with gases of known concentration (volume fraction) as shown in Table 3.

Tabelle 2. Prüfgasmischungen für O 2 - und/oder CO 2 -Sensoren

Prüfgas-

 

Volumenanteil

 

Rest

mischung

O

2

CO 2

 

CO

 

SO 2

 

C

3 H 8

 

1 1,6 %

12,0 %

950

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

 

2 5,0 %

9,0 %

150

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

 

3 16,5 %

2,5 %

950

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

Table 2. Test gas mixtures for O 2 and/or CO 2 sensors

 

Test gas

 

Volume fraction

 

Balance

mixture

O

2

CO 2

 

CO

 

SO 2

 

C

3 H 8

 

1 1,6 %

12,0 %

950

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

 

2 5,0 %

9,0 %

150

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

 

3 16,5 %

2,5 %

950

× 10 6

80

× 10 6

70

× 10 6

N

2

VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

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Tabelle 3. Prüfgasmischungen für CO-Sensoren mit niedrigem Messbereich

Prüfgas-

 

Volumenanteil

 

Rest

mischung

CO

 

H

2

1

150

× 10 6

75

× 10 6

synthetische Luft

2

50

× 10 6

 

synthetische Luft

Table 3. Test gas mixtures for low range CO sensors

 

Test gas

 

Volume fraction

 

Balance

mixture

CO

 

H

2

1

150

× 10 6

75

× 10 6

synthetic air

2

50

× 10 6

 

synthetic air

5.2.2.4 Prüfgasmischungen für CO-Sensoren mit mittlerem Messbereich

Ist das Messgerät mit einem Kohlenstoffmonoxidsen- sor für den mittleren Messbereich ausgestattet, muss das Messgerät mit Prüfgasen mit bekannter Konzen- tration (Volumenanteil) nach Tabelle 4 geprüft werden.

5.2.2.5 Prüfgasmischung für CO-Sensoren mit hohem Messbereich

Ist das Messgerät mit einem Kohlenmonoxidsensor für den hohen Messbereich ausgestattet, muss das Messgerät, zusätzlich zu den in Tabelle 4 aufgeführ- ten Gasmischungen 2 und 3, mit Prüfgas mit bekann- ter Konzentration (Volumenanteil) nach Tabelle 5 geprüft werden.

Anmerkung: Die Aufgabe der Prüfgasmischung 1 aus Tabelle 4 entfällt hier, da nach heutigem Stand der Technik keine eignungs- geprüften CO-Sensoren für den hohen Messbereich mit einer nach- gewiesenen Querempfindlichkeit auf Wasserstoff von weniger als 10 % auf dem Markt verfügbar sind.

5.2.2.4 Test gas mixtures for medium range CO sensors

When fitted with a sensor for measuring carbon mon- oxide in the medium range the measuring device shall be tested with gases of known concentration (volume fraction) as shown in Table 4.

5.2.2.5 Test gas mixtures for high range CO sensors

When fitted with a carbon monoxide sensor for the high measuring range the measuring device shall be tested, in addition to the gas mixtures 2 and 3 listed in Table 4, with gas of known concentration (volume fraction) as shown in Table 5.

Note: Test gas mixture 1 according to Table 4 is not applied, since according to the actual state of the art no performance-tested high range CO sensors with an identified hydrogen cross-sensitivity of less then 10 % are available on the market.

Tabelle 4. Prüfgasmischungen für CO-Sensoren mit mittlerem Messbereich

Prüfgas-

 

Volumenanteil

 

Rest

mischung

O

2

 

CO

 

H

2

CH 4

1

2,5 %

950

× 10 6

800

× 10 6

 

N

2

2

 

– 950

 

× 10 6

 

 

synthetische Luft

3

 

– 150

 

× 10 6

 

150

× 10 6

synthetische Luft

Table 4. Test gas mixtures for medium range CO sensors

 

Test gas

 

Volume fraction

 

Balance

mixture

O

2

 

CO

 

H

2

CH 4

1

2,5 %

950

× 10 6

800

× 10 6

 

N

2

2

 

– 950

 

× 10 6

 

 

synthetic air

3

 

– 150

 

× 10 6

 

150

× 10 6

synthetic air

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VDI 4206 Blatt 1 / Part 1

Tabelle 5.

hohem Messbereich

Prüfgasmischung

für

CO-Sensoren

mit

Prüfgas-

mischung

Volumenanteil

CO

Rest

1

8000 × 10 6

synthetische Luft

5.2.2.6 Prüfgasmischungen für NO-Sensoren

Ist das Messgerät mit einem Stickstoffmonoxidsensor ausgestattet, muss das Messgerät mit Prüfgasen mit bekannter Konzentration (Volumenanteil) nach Tabelle 6 geprüft werden.

Tabelle 6. Prüfgasmischungen für NO-Sensoren

Prüfgas-

Volumenanteil

Rest

mischung

NO

1 50

× 10 6

N

2

 

2 200

× 10 6

N

2

 

3 450

× 10 6

N

2

5.2.2.7 Prüfgasmischungen für SO 2 -Sensoren

Ist das Messgerät mit einem Schwefeldioxidsensor ausgestattet, muss das Messgerät mit Prüfgasen mit bekannter Konzentration (Volumenanteil) nach Tabelle 7 geprüft werden.

Tabelle 7. Prüfgasmischungen für SO 2 -Sensoren

Prüfgas-

mischung

Volumenanteil

SO 2

Rest

1

50 × 10 6

synthetische Luft

2

200 × 10 6

synthetische Luft

3

450 × 10 6

synthetische Luft