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53 Cent

Was mir so zum Tage einfällt…

Acryl goes LED (Update)

Umbau eines Acryl­Cinema­Displays auf LED­
Beleuchtung
Gleich vorab – diese Anleitung enthält nicht die ganze Beschreibung. Apple hat nämlich bereits in einem
ausführlichen Service Manual beschrieben, wie man ein Cinema Display (ACD) fachmännisch öffnet. Man findet
es unter dem angegebenen Link oder auch bei google mit den Stichwörtern „Apple Cinema Display Service
Manual“. Und keine Sorge – es gibt Service Manuals ausschließlich für die Acryl­Serie. Alle späteren Displays
enthalten laut Apple keine austauschbaren oder reparierbaren Teile. Vorsicht: das Entfernen des Fußes muss mit
höchster Vorsicht vorgenommen werden – denn dort befindet sich ein kleines Metallteil mit einer Sollbruchstelle.

Ziel der Arbeit war die Umrüstung der inzwischen doch etwas faden Beleuchtung des ACD gegen eine mit LEDs.
Ich wusste bereits aus früheren Projekten, dass dies immer auf ein komplettes Zerlegen des Displays hinausläuft,
und hier ist es nicht anders: es müssen wirklich sämtliche Schrauben gelöst werden, die sich irgendwo am Display
befinden. Glücklicherweise sind sie alle sehr unterschiedlich, so dass man später beim Zusammensetzen nicht
viele Fehler machen kann.
Es geht los

Die Anleitung beginnt dort, wo das Apple­Servicemanual endet, nämlich an einer geschlossenen
Metallabdeckung. Die nun zu öffnenden Schrauben sind im Bild rot markiert; zwei davon liegen unter den
Plastikstreifen. Diese sind übrigens reine Zierde, damit man durch die hinteren Löcher des Displays kein Metall
sieht.

Nach dem Öffnen hat man die Elektronik vor sich. Im rechten Bild sind die beiden Anschlüsse zum Display
markiert, die man am besten bereits jetzt löst. Die nächsten beiden Bilder zeigen einen Blick auf die beiden USB­
Ports (1.1) und den Controller. Grundsätzlich könnte man hier einen USB2.0­Controller zwischenschalten, davon
habe ich aber erst einmal abgesehen. Der USB­Anschluss wird übrigens auch vom Display selbst genutzt – die
Helligkeitskontrolle über die Apple­Systemsteuerung wird auf diese Weise umgesetzt.
 

Die folgenden Bilder zeigen den ausgebauten Inverter und das neue Board, das zukünftig die Steuerung der LEDs
(Helligkeit und an/aus) übernehmen wird. Es wird weiter unten beschrieben. Die Kabel stammen noch von den
Kaltkathodenröhren.

Die gesamten weiteren Elektronikkomponenten befinden sich auf einem aufgeschraubten Metallrahmen. Dort
werden zunächst die Metall­Aufkleber gelöst, die die Kabel für die Hintergrundbeleuchtung abdecken. Danach
werden die Schrauben gelöst, die den Metallrahmen mit dem vorderen Plastikrahmen verbinden. Dabei sind auch
die beiden Kabel für den Einschalter und die Helligkeitskontrolle zu lösen.

Nach dem Entfernen des Plastikrahmens werden die Gummiabdichtungen der CCFLs entfernt, und der metallene
Elektronikrahmen kann abgeschraubt werden. Da die Verbindungen zum Display gelöst sind, sollte er sich
problemlos abheben lassen.

Als nächstes wird die Abdeckung des LCD­Panels entfernt. Sie ist oben eingerastet, ein Spachtel leistet hier gute
Dienste. Der Ausbau des Panels erfordert auch das Lösen eines geklebten Flachbandkabels.
 

Die Verriegelung des Kabels lässt sich mit einem kleinen Uhrmacherschraubenzieher nach oben klappen, danach
kann das Flachbandkabel aus dem Stecker herausgezogen werden.

Danach liegt das Display in einem weiteren Metallrahmen auf dem Tisch. Dieser ist mit einigen Schrauben und
Klebefolien mit dem Display verbunden. Er wird komplett vom Display getrennt und kann dann entfernt werden.
 

Spätestens hier bemerkt man, dass der gerne gegebene Tipp, bei einem Ausfall einfach die Röhren zu tauschen,
offenbar nur von Leuten stammen kann, die das noch nie gemacht haben. Denn nun werden die allerletzten, sehr
kleinen Schrauben gelöst, damit man den verbliebenen Metallrahmen mit Hilfe eines Spachtels vom
Kunststoffrahmen trennen kann.
 

 
 

Und noch immer scheinen die Röhren fest mit dem Restpanel verbunden. Nachdem man die beiden Abdeckungen
für die Kabelzuführungen entfernt hat, kann man mit Spachtel, Schraubenzieher und etwas Gewalt nun die beiden
Metallrahmen am oberen und unteren Rand des Panels entfernen. Dann sieht man im Inneren der Rahmen die
jeweils drei Kaltkathodenröhren. Sie sind verklebt und mühsam zu entfernen. Vorsicht: sie zerbrechen auch sehr
leicht. Die folgenden Bilder zeigt sie bereits im ausgebauten Zustand.

 
Ich habe die Anschlusskabel wiederverwendet, um die LEDs anzuschließen. Das geht allerdings nicht ganz
zerstörungsfrei. Man muss im Abschlussgummi drei Schnitte machen, um die Kabel herausziehen zu können.

Einbau der LEDs

Nun erfolgt der Einbau der LED­Beleuchtung. Diese wird auf Rollen bereits fertig aufgelötet geliefert. Für das
große Display benötigt man eine recht hohe Lichtstärke, deshalb genügt es nicht, einfach nur einen Streifen mit
LEDs in die Rahmen einzukleben. Das Ergebnis ist dann recht düster und nur für schlecht beleuchtete Räume
tauglich.

Für eine höhere Lichtausbeute faltete ich die LED­Streifen, so dass insgesamt doppelt so viele LEDs auf der
gleichen Länge eingesetzt werden konnten.
 

Die LED­Streifen sind zwar selbstklebend, nach der Faltung haftet der Kleber auch aufgrund der Unebenheiten
aber nicht mehr gut. Daher habe ich die Streifen auf eine Lage doppelseitiges Klebeband aufgebracht, das ich in
die beiden Metallrahmen eingesetzt hatte. Es wird im Baumarkt auch als Teppichklebeband angeboten und haftet
besser als jede andere Verbindung.

 
Es wird Zeit für einen ersten Test – die LED­Zeile sollte gleichmäßig und vor allem hell erstrahlen.

Danach erfolgt der Zusammenbau des Displays. Es scheint zunächst, als müssten die beiden Metallprofile mit den
LEDs über die Ränder des Displays geschoben werden. Daran kann man sich versuchen und wird scheitern. Die
LED­Metallprofile haben jedoch im Kunststoffrahmen auch neben dem Panel ausreichend Platz, so dass man alles
an einer Stelle zusammensetzen kann. Es ist nur Vorsicht geboten bei den Diffusorfolien, die leicht verrutschen.
Sie dürfen keine Knicke bekommen. Der weitere Zusammenbau – Panel einsetzen, Metallrahmen aufsetzen, mit
Platinenboard verbinden usw. – erfolgt in genau umgekehrter Richtung wie der Ausbau und erfordert keine
speziellen Maßnahmen.

Elektrischer Anschluss

Die folgenden Bilder zeigen die elektrische Verdrahtung. Die beiden LED­Streifen werden mit 12 Volt betrieben;
der ursprüngliche Inverter liefert etwa 25 Volt. Man kann daher getrost die beiden Streifen hintereinander
schalten und mit Pin 4/7/8 (Minus) und Pin 9/10 (Plus) des zum Inverter führenden Kabels verbinden. Ein
Lötkolben und etwas Schrumpfschlauch zur Isolierung sind hilfreich.
 

Damit lässt sich das Display noch nicht dunkel schalten – es bleibt beim Standby­Modus dunkelgrau
erleuchtet.Außerdem lässt sich die Helligkeit nicht regeln, und zu allem Überfluss blinkt die Power­LED
überdeutlich das Signal „kurz­kurz­lang“. Dieser Code weist darauf hin, dass es ein Problem mit der
Hintergrundbeleuchtung gibt – was streng genommen richtig ist, denn sie liegt ja ausgebaut neben dem Display.
Für all diese Probleme existiert jedoch eine Lösung, die ich nach eingehender Suche im Internet und mit etwas
Bastelerfahrung entwerfen konnte.Es folgt zunächst einmal die entschlüsselte Pin­Belegung des Inverterkabels:

1 – Brightness (bright=0..4,8V=dark) 
2,6 – Backlight Control – here the Inverter reports normal operating backlights with 0V (ground).
On the ACD logic board, these wires have to be connected to ground to simulate a normal
behaviour. 
3 – +5V low power supply 
4,7,8 – Ground 
5 – Display on (3.5V)/off (0V) 
9,10 – +25V power supply

Über Pin 5 steht also eine Spannung von ca. 3,5 Volt zur Verfügung, wenn das Display eingeschaltet sein soll. Pin 1
liefert zudem eine analoge Spannung von 0 bis 4,8 Volt und möchte damit übermitteln, wie hell das Display sein
soll. Sinnigerweise bedeutet 0 Volt „hell“ und 4,8 Volt „dunkel“.

Der Fehlercode an der Power­LED wird ausgegeben, wenn die Pins 2 und 6 nicht an Masse liegen. Offenbar
steuert beim Original­Inverter eine kleine Schaltung, welche Spannung diese Pins führen. Es genügt nicht, sie
einfach nicht anzuschließen; beide müssen auf Masse gelegt werden.

Die folgende Schaltung berücksichtigt all dies und steuert die Helligkeit durch eine Pulswellenmodulation (PWM).
Das verwendet Bauteil, ein TL494, ist speziell dafür vorgesehen. Die beiden MOSFET­Transistoren vom Typ
BUZ11 steuern Ein/Aus und das Pulsverhältnis. Wahrscheinlich genügt hier auch einer, aber ich wollte die
Helligkeitsregelung vom Ein­Ausschalten trennen. Als Anschlussstecker zu den LEDs dient einer der
Originalstecker des Inverters, den ich wiederverwendet habe.

Ich hatte zunächst mit analogen Komponenten experimentiert – das Ergebnis war allerdings wegen einer
Wärmeentwicklung nicht zufriedenstellend. Zudem behalten die LEDs ihre Lichtfarbe, wenn man sie per PWM
dimmt. Wenn man nur den Strom verringert, werden sie gelblicher.

Im folgenden ist die Schaltung samt Bestückungsplan dargestellt. Die Schaltung wurde dann mit ein paar
Unterlegscheiben auf die bereits vorhandenen Löcher der ursprünglichen Inverterbefestigung geschraubt.

Nun kann erstmals ein Test erfolgen. Das Display wurde an meinen Cube angeschlossen, der die altertümliche
ACD­Schnittstelle noch besitzt.

Update
Der Umbau funktioniert in gleicher Weise auch mit dem kleineren 15″­Studio­Display. Dort baut man die beiden
Röhren samt der Metallumhüllung komplett aus und braucht dann 2×42 LEDs. Die 15″­Studio­Displays arbeiten
allerdings mit 12V Betriebsspannung – hier werden die beiden LED­Streifen daher parallel angeschlossen. Der
neue Inverter selbst braucht nicht modifiziert zu werden; er arbeitet auch mit 12V Eingangsspannung. Auch die
Pinbelegung ist beim kleinen Display exakt die gleiche wie beim großen.

Die Ecken des Displays sind lichtdurchlässig. Sie sind ursprünglich durch eine Gummiisolierung der
Kaltkathodenröhren abgeschirmt. Beim Einsatz der LEDs musste eine andere Lösung her; ich habe einfach
schwarze Pappe und Klebestreifen benutzt. Es ist hilfreich, das ganze vor dem Zusammenbau einmal zu testen,
denn ansonsten leuchtet das Display nach hinten durch.
 

Die folgenden Bilder zeigen das Ergebnis des Umbaus. Farben und Helligkeit entsprechen in etwa dem
Originalzustand. Ein Kalibrierungsversuch erbrachte, dass keine einzige Einstellung des Monitors zu ändern war.
Die Schlieren auf dem Display haben mit dem Umbau nichts zu tun – ich habe es als „defekt“ aus der Bucht
ersteigert, und es wies ein paar Druckstellen direkt auf dem Panel auf, die sich nicht mehr beheben lassen.

 
Fazit – Lohnt sich das?

Die Apple Cinema Displays erreichen inzwischen ein Alter, bei dem die Kaltkathodenröhren und auch der Inverter
deutlich an Leistung verlieren. Neue, große Monitore sind allerdings so günstig, dass es sich nicht lohnt, die alten
Teile professionell reparieren zu lassen.

Auf der anderen Seite sind die ACDs einfach schön – genau wie ihre Nachfolger aus Aluminium. Der LED­Umbau
löst alle Probleme mit Displayhelligkeit und Inverter dauerhaft, senkt den Stromverbrauch erheblich
(Leistungsaufnahme: weniger als die Hälfte als bisher) und ist relativ einfach zu bewerkstelligen. Ein Lötkolben,
etwas feinmechanisches Werkzeug (inklusive Torx­Schraubendreher) und eine ruhige Hand vorausgesetzt, lässt
sich der Umbau in drei Stunden vollziehen. Kostenpunkt: ca. 20 Euro für 5 Meter LED­Streifen (von denen man
etwa 2 Meter benötigt) bei ebay, dazu ein Transistor und ein Widerstand. Billiger geht es kaum. Die Teile für den
LED­Inverter kamen aus der Bastelkiste – ihr Wert dürfte jedoch 10 Euro nicht übersteigen.

Update

Bei zwei meiner Displays habe ich inzwischen das proprietäre ACD­Kabel durch eine Kombination aus DVI, USB
und Netzkabel (mit einem Standard­24V­Netzteil) ersetzt. Man kann die Kabel einfach abschneiden und
zusammenlöten. Dieser Umbau ist recht einfach, erfordert aber gewisse Fähigkeiten beim Löten, da die Kabel
doch sehr dünn sind.

Empfehlenswerter ist der Bau einer Breakout­Box, also einer Adapterbox, in die man alle passenden Kabel
einstecken kann. Während man DVI­, USB­ und Stromanschlüsse im Elektronikfachhandel bekommt, gilt das
leider nicht für die propritäre ACD­Buchse. Ich habe meine aus einer alten Mac­Grafikkarte vom Typ ATI Radeon
128 ausgelötet. Dazu ist es zunächst erforderlich, die gesamte Buchse auf der Platine Kontakt für Kontakt mit
einer Dremel­Trennscheibe freizuschneiden, so dass man später die Kontakte einzeln von den Platinenresten
befreien kann.

Ich freue mich über rege Kommentare und Fragen. Es grüßt herzlichst JeanLuc7.

       

18 Kommentare zu Acryl goes LED (Update)

Georg sagt:
25. Juli 2011 um 13:39

Hallo JeanLuc, 
ich bin begeistert!!! 
Nach dem ersten Ansatz beim iMac G4 dachte ich noch, dass mir Deine Lösung noch ein wenig zu „grob“ beleuchtet sei…
Hier hast Du wirklich ein Meisterstück abgeliefert und ich überlege gerade, ob sich diese Lösung vielleicht – vor allem mit
der Helligkeitsregelung– nicht auch auf den iMac G4 übertragen ließe?!

Weißt Du die Pinbelegung des iMac­Inverters? Ist sie dieselbe, wie die des ACD?

Mach weiter so! Ich bin wirklich begeistert!
Btw: Ich finde den Ansatz alte –ggf. defekte– Geräte wieder instand zu setzen und weiter zu nutzen total klasse. In die gleiche
Richtung geht auch eine andere Seite eines Menschen in Hannover, der sich auf Rauscharme Elkos spezialisiert hat,
nachdem er feststellen musste, dass diese Elkos in sehr vielen Geräten mangelhaft dimensioniert sind und vorzeitig kaputt
gehen. Hier die Web­Site: 
http://www.elko­verkauf.de 
Hört sich zwar im ersten Moment rein kommerziell an, ist aber nicht so!

Auch sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Film „Kaufen für die Müllhalde“, der vor ca. einem halben Jahr
auf arte+ lief: 
http://www.youtube.com/watch?v=b3kvWpl3uZ8

Also, liebe Grüße 
Georg

JeanLuc7 sagt:
25. Juli 2011 um 15:33

Hallo Georg, 
Danke! Ich muss zugeben, ich bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Ich denke, das ganze sollte sich recht einfach auf
den iMac übertragen lassen, allerdings wird es dort beim Falten der LEDs recht eng zugehen. Es gibt derartige Leuchtstäbe
auch kommerziell zu kaufen, aber die kosten ein Vermögen im Verhältnis zu den LED­Streifen, die ich benutzt habe. 
Ich habe die Inverterbelegung des iMac bei dremeljunkie gefunden, ist ne tolle Seite für Bastelfans:
http://dremmeljunkie.blogspot.com/ 
Die Belegung ist nicht exakt gleich, aber funktional gibt es kaum Unterschiede, so dass die PWM­Schaltung auch dort
funktionieren sollte.
Viele Grüße 
JL7
Andreas Grünebaum sagt:
23. Oktober 2011 um 19:20

Prima Idee! 
Ich habe weder Zeit noch das Geschick dazu, aber ein Apple Cinema Display inklusive Dr. Bott Adapter funktionsfähig
Zuhause – ist einfach zu schade zum Verschrotten. Wer Interesse daran hat, melde sich bitte bei mir (Abholung für 30,­ Euro
Schutzgebühr in Altenstadt, Hessen). Für einen kleinen Obolus von 50 Euro zzgl. Versandkosten (NN) sende ich das Teil
auch zu.

Jan sagt:
10. November 2011 um 02:46

Exzellent!

Ein Freund will ein ACD 23″ verkaufen, was schon recht dunkel ist. Den Umbau würde ich auch versuchen. LED’s wuerde ich
evtl versuchen noch dichter zusammen zu kriegen. Hast Du kalt­ oder warmweisse LED Strips verwendet?

JeanLuc7 sagt:
10. November 2011 um 14:44

Danke   
Es müssen auf jeden Fall kaltweiße LEDs sein, ansonsten sieht das Bild nachher matschig gelb aus.
Ich habe inzwischen die Methode auch ein wenig perfektioniert. Ich löte die LEDs komplett von dem Strip ab und löte sie
dann auf einer Trägerplatine (vorgebohrte Platine im 5mm­Raster, es genügt genau eine Zeile für die LEDs) auf. Je nach
ACD werden dann drei oder sechs LEDs hintereinander geschaltet (Bis 17″ sind es 3 bei 12V, danach 6 bei 25V) und je 6 oder
12 mit einem Vorwiderstand (100 Ohm bzw. 220 Ohm) verbunden. Die daraus entstehenden Stäbe sind dreimal so hell wie
die Strips und genügen völlig, ein 20″ ACD komplett auszuleuchten. Es sind halt auch dreimal so viele LEDs drauf.

Ein 23er habe ich bisher noch nicht umgebaut, aber es sollte technisch nicht aufwendiger sein; man braucht nur nochmal
mehr LEDs.

Jan sagt:
10. November 2011 um 19:20

Also LEDs sind kein Problem. Ein Bekannter war in China und hat die LED’s „von der Rolle“ massenhaft mitgebracht. Da hol
ich mir ein paar von weg. Muss dann nur mal sehen, wie im ACD 23″ das mit dem Inverter aussieht. Altern denn nur die
CCFLs oder auch die Bauteile im Inverter? Ursprünglich hatte ich die CCFL Methode eh nicht als besonders „hell“ in
Erinnerung. Daher wäre die Umsetzung auf LED schon echt geil. Hoffentlich hab ich auch soviel handwerkliches Geschick
dafür 

JeanLuc7 sagt:
10. November 2011 um 21:58

Den Inverter kannst Du natürlich nicht mehr verwenden – der liefert ja Hochspannung. Was du brauchst, ist oben
beschrieben – eine PWM­Schaltung, damit die Helligkeitsregelung weiterhin funktioniert.

Wenn da aber wirklich „massenhaft“ LEDs dieses SMD­Typs vorhanden sind, mache ich Dir ein Angebot: Ich baue Dir den
PWM­Konverter und bekomme dafür ein paar hundert deiner LEDs 

Jan sagt:
11. November 2011 um 15:37

Ich rieche… EINEN DEAL! 

Jan sagt:
12. November 2011 um 20:47

Ich hab sogar das Apple Service Manual für das Teil gefunden: 
h**p://ifix.me/Apple%20Service%20Manuals/Cinema%20Displays/cinema_hd_display_23dvi_.pdf

JeanLuc7 sagt:
13. November 2011 um 20:06

Ja, das ist das letzte Monito­Manual, das Apple noch veröffentlicht hat. Der Alu­23″ gilt als „keine zu reparierenden Teile
drin“ und wird ganz oder gar nicht ausgetauscht (inzwischen gar nicht). Allerdings ist er genauso leicht zu öffnen wie das
Acryl­ACD, wenn man weiß, wie es geht.

Die Anleitung endet aber etwa dort, wo es spannend wird, aber dazu habe ich ja die ganzen Bilder gemacht 

Wenn Du soweit bist und noch Interesse an dem PWM­Konverter hast, dann schreib mich mal direkt per Mail an. Adresse
steht im Impressum.
Grüße, JL7

Micha sagt:
6. Dezember 2011 um 23:12

Jean

Du bist ja süchtig geworden 

Nach einem harmlosen ccfl Wechsel gibts fast jeden Monat ein neues Projekt Deinerseits.

Respekt.

Hast Du nen Tipp welche LEDS man bei Ebay nehmen sollte?

Da gibt es ja massig. bekommt man auch nen anderen Deal hin zwecks PWM­Konverter löten?

Viele Grüße

JeanLuc7 sagt:
10. Dezember 2011 um 12:17

Salut, 
danke, danke – derzeit ist aber erst mal Schluss mit den Umbauten – alle verfügbaren Monitore sind inzwischen
ausgetauscht oder umgebaut 
LEDs gibts bei ebay auf der Rolle (5m für ca. 20 €), es ist aber unbedingt nötig, die kaltweißen zu nehmen, und selbst da gibt
es Unterschiede. Ich löte sie inzwischen von dem Band aus und löte sie auf schmale Platinenstreifen dicht an dicht. Das gibt
große Helligkeit und ist auch gut handhabbar.

Was den PWM­Konverter betrifft – ich werde über Weihnachten wieder ein paar Platinen herstellen; da kann ich auch eine
für PWM’s machen. Bauteilemäßig siedelt sich das im Bereich von 10­15 Euro an. 
Grüße, JL7

Andreas Sauer sagt:
29. Dezember 2011 um 16:57

Hallo JeanLuc,

ich habe ein defektes Cinema Display, das mit neuem Inverter und neuer Lichtquelle wohl auch wieder zu gebrauchen wäre.
Eigentlich hatte ich mir die Reparatur als Weihnachtsurlaubs­Projekt vor genommen, aber die Inverter habe ich nur auf
ausländischen Seiten zu horrenden Preisen gefunden, zzgl Versand und Zoll. Als ich dann eben über dein Projekt gestolpert
bin, habe ich mir direkt die passenden LED­Strips auf eBay geschossen.

Ein paar Fragen habe ich noch zur Umsetzung: Mein Display ist eines der späteren Alu­Modelle, sind dir da irgendwelche
Unterschiede bekannt? Zumindest die Inverter scheinen sich ja zu gleichen. 
Verstehe ich richtig, dass du einfach 2 Strips in Reihe schaltest, um sie so an die 25V­Versorgung anschliessen zu können,
und die Streifen in ein rechtwinkliges U­Profil legst? Dann werde ich versuchen, die Strips nicht zu knicken, sondern zwei
seitlich nebeneinander ins Profil zu stellen, um die Hälfte des LED­Rasters versetzt. Denkst du, dass das geht? Ich hatte
solche Streifen noch nie in der Hand.
Micha sagt:
12. Januar 2012 um 22:21

Hallo JeanLuc, 
mal sehen was Du so alles im neuen Jahr produziertst 

Ich habe jetzt nach langem langem suchen endlich aussagekräftige Datenblätter gefunden, und so wie ich Di in meiner Mail
geschrieben habe, ist der IMac G5 LCD auch ein TDMS Panel.

Damit kann ich es auch so umbauen wie bei dem g4.

Gruß Micha

Max sagt:
26. Januar 2014 um 23:36

Hey JeanLuc,

habe den Umbau bei meinem Cinema Display gerade gemacht, dank Deiner Anleitung hat es perfekt funktioniert und es läuft
wieder wie neu =)

Vielen Dank für die Anleitung!!! 
LG Max

marius sagt:
27. Januar 2014 um 00:58

Hey, ich bin am überlegen mir 2 23 Acryl displays um zu bauen. ich würde gerne von ihnen 2 passende inventer kaufen, wäre
dies möglich ?

mfg Marius

JeanLuc7 sagt:
8. Februar 2014 um 10:49

Hallo, 
melden Sie sich, wenn Sie soweit sind. Ich helfe gern. 
Grüße, JL7

Max sagt:
15. Mai 2014 um 22:26

Hey JeanLuc,

eine kleine Anmerkung noch: unter Mavericks funktioniert die USB­Helligkeitssteuerung nicht mehr. Habe nach langer
Suche die Lösung gefunden: 
Man holt sich von einem Computer mit Mountain Lion folgende Dateien die unter /System/Extensions liegen: 
AppleBackligt.kext 
AppleBacklightExpert.kext 
AppleUSBDisplays.kext 
Ein kleines Programm namens ‚KextBeast‘ intergriert die Dateien dann in Mavericks!
LG Max

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