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DIN EN 1020:2010-05

Beginn der Gültigkeit


Diese DIN-EN-Norm ist voraussichtlich vom Mai 2010 an anwendbar.

Daneben darf DIN EN 1020:2002-01 noch bis zum Mai 2010 angewendet werden.

Die CE-Kennzeichnung von Bauprodukten nach dieser DIN-EN-Norm in Deutschland kann erst nach der
Veröffentlichung der Fundstelle dieser DIN-EN-Norm im Bundesanzeiger von dem dort genannten Termin an
erfolgen.

Nationales Vorwort
Dieses Dokument enthält sicherheitstechnische Festlegungen.

Dieses Dokument (EN 1020:2009) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 180 „Gasgeräte-Heizstrahler für
gewerbliche und industrielle Anwendung“ (Sekretariat: AFNOR, Frankreich) unter Mitwirkung des Normen-
ausschusses Gastechnik (NAGas) im DIN Deutsches Institut für Normung e. V. erstellt.

Das zuständige deutsche Gremium ist der NA 032-03-01 AA „Häusliche, gewerbliche und industrielle
Gasanwendung“ des Normenausschusses Gastechnik (NAGas).

Diese Norm wurde in das DVGW-Regelwerk „Gas“ aufgenommen.

Änderungen

Gegenüber DIN EN 1020:2002-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Festlegung von Anforderungen an Abgasabführungsleitungen (POCEDs), die als integraler Bestandteil


eines Gerätes (Systems) gelten;

b) Einarbeitung der Änderungen der EN 437:2003.

Frühere Ausgaben

DIN EN 1020: 1998-02, 2002-01

2
EUROPÄISCHE NORM EN 1020
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE November 2009

ICS 97.100.20 Ersatz für EN 1020:1997

Deutsche Fassung

Gasbefeuerte Warmlufterzeuger mit verstärkter Konvektion für


den nicht-häuslichen Gebrauch mit einer Nennwärmebelastung
nicht über 300 kW, mit Gebläse zur Beförderung der
Verbrennungsluft und/oder der Abgase

Non-domestic forced convection gas-fired air heaters Générateurs d’air chaud à convection forcée utilisant les
for space heating not exceeding a net heat input of 300 kW combustibles gazeux pour le chauffage de locaux autres
incorporating a fan to assist transportation of combustion que l’habitat individuel de débit calorifique sur PCI inférieur
air or combustion products ou égal à 300 kW, comportant un ventilateur pour aider
l’alimentation en air comburant et/ou l’évacuation des
produits de combustion

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 5. Oktober 2009 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN oder bei jedem CEN-Mitglied auf
Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten Königreich
und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

© 2009 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN 1020:2009 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Inhalt
Seite

Vorwort................................................................................................................................................................ 7
1 Anwendungsbereich............................................................................................................................. 8
2 Normative Verweisungen ..................................................................................................................... 9
3 Begriffe................................................................................................................................................. 10
3.1 Das Gerät und seine Bestandteile..................................................................................................... 10
3.2 Einstell-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen ............................................................................... 13
3.3 Betrieb des Gerätes ............................................................................................................................ 15
3.4 Gase ..................................................................................................................................................... 18
3.5 Betriebs- und Messbedingungen ...................................................................................................... 20
3.6 Bestimmungsland............................................................................................................................... 21
4 Einteilung der Geräte.......................................................................................................................... 21
4.1 Einteilung nach der Art, der verwendeten (Kategorien) ................................................................. 21
4.2 Einteilung von Geräten, entsprechend der verwendeten Gase ..................................................... 22
4.2.1 Kategorie I ........................................................................................................................................... 22
4.2.2 Kategorie II .......................................................................................................................................... 22
4.2.3 Kategorie III ......................................................................................................................................... 23
4.3 Einteilung nach der Art der Abgasabführung.................................................................................. 23
5 Bau- und Konstruktionsanforderungen ........................................................................................... 25
5.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 25
5.1.1 Umstellung auf andere Gase ............................................................................................................. 25
5.1.2 Werkstoffe und Bauweise .................................................................................................................. 26
5.1.3 Zugänglichkeit für Wartung und Gebrauch...................................................................................... 26
5.1.4 Wärmedämmung ................................................................................................................................. 27
5.1.5 Gasanschlussverbindung .................................................................................................................. 27
5.1.6 Dichtheit............................................................................................................................................... 27
5.1.7 Verbrennungsluftzufuhr und Abgasabführung ............................................................................... 28
5.1.8 Zufuhr und Verteilung von Luft zur Raumheizung .......................................................................... 31
5.1.9 Prüfung des Betriebszustandes ........................................................................................................ 32
5.1.10 Elektrische Ausrüstung...................................................................................................................... 32
5.1.11 Funktionssicherheit bei Schwankungen, Unterbrechung und Wiederkehr der Hilfsenergie ..... 32
5.1.12 Motoren und Gebläse ......................................................................................................................... 32
5.2 Einstell-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen ............................................................................... 33
5.2.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 33
5.2.2 Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss und Bereichsregler .......................................... 33
5.2.3 Lufteinstelleinrichtung ....................................................................................................................... 34
5.2.4 Handbetätigte Regeleinrichtungen ................................................................................................... 34
5.2.5 Druckregler .......................................................................................................................................... 35
5.2.6 Mehrfachstellgeräte ............................................................................................................................ 35
5.2.7 Zündsicherungen................................................................................................................................ 35
5.2.8 Automatische Absperrventile ............................................................................................................ 35
5.2.9 Brennerregelsysteme ......................................................................................................................... 38
5.2.10 Gasfilter................................................................................................................................................ 39
5.2.11 Einrichtungen der Gas-Luft-Verbundregelung ................................................................................ 39
5.3 Zündeinrichtungen ............................................................................................................................. 40
5.3.1 Allgemeines ......................................................................................................................................... 40
5.3.2 Zündeinrichtung für den Hauptbrenner............................................................................................ 40
5.3.3 Zündbrenner ........................................................................................................................................ 40
5.4 Beförderung der Verbrennungsluft und/oder der Abgase ............................................................. 40

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

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5.4.1 Geräte der Bauarten B14 und B44 .......................................................................................................40
5.4.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44 ...................................................................................41
5.5 Flammenüberwachungssystem .........................................................................................................42
5.5.1 Geräte der Bauarten B14 und B44 .......................................................................................................42
5.5.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44 ...................................................................................43
5.6 Bildung der Startgasflamme...............................................................................................................44
5.6.1 Geräte der Bauarten B14 und B44 .......................................................................................................44
5.6.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44 ...................................................................................45
5.7 Bildung der Hauptflamme...................................................................................................................47
5.7.1 Geräte der Bauarten B14 und B44 .......................................................................................................47
5.7.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44 ...................................................................................47
5.8 Hauptbrenner .......................................................................................................................................48
5.9 Einrichtung zur Fernbedienung .........................................................................................................48
5.10 Temperaturregler und Regelung der Lufttemperatur ......................................................................48
5.10.1 Allgemeine Anforderungen ................................................................................................................48
5.10.2 Überhitzungsschutz ............................................................................................................................49
5.10.3 Überhitzungsregler..............................................................................................................................49
5.10.4 Sicherheitstemperaturbegrenzer/Überhitzungsregler .....................................................................49
5.10.5 Regeleinrichtung für die Gebläseverzögerung ................................................................................49
5.10.6 Messfühler............................................................................................................................................49
5.11 Gasdruckmessstutzen ........................................................................................................................49
5.12 Sicherheitsabblaseeinrichtungen in der Brennkammer..................................................................50
5.13 Einrichtungen für die Inbetriebnahme und die Prüfung..................................................................50
5.14 Zusätzliche Anforderungen an Geräte zur Aufstellung im Freien..................................................50
5.14.1 Allgemeines..........................................................................................................................................50
5.14.2 Zuluftstutzen ........................................................................................................................................50
5.14.3 Zugangsplatten und -türen .................................................................................................................50
5.14.4 Abmessungen der Öffnungen ............................................................................................................50
5.14.5 Befestigungsschrauben......................................................................................................................50
6 Betriebsanforderungen .......................................................................................................................51
6.1 Betriebssicherheit ...............................................................................................................................51
6.1.1 Dichtheit ...............................................................................................................................................51
6.1.2 Wärmebelastungen .............................................................................................................................52
6.1.3 Grenztemperaturen .............................................................................................................................53
6.1.4 Zündung, Durchzünden, Flammenstabilität .....................................................................................54
6.1.5 Verbrennung ........................................................................................................................................55
6.1.6 Sicherheitstemperaturbegrenzer .......................................................................................................57
6.1.7 Dauerprüfung des Wärmeaustauschers ...........................................................................................58
6.1.8 Wirksamkeit der Vorspülung..............................................................................................................58
6.1.9 Witterungsbeständigkeit.....................................................................................................................58
6.2 Wirkungsgrad.......................................................................................................................................58
7 Prüfverfahren .......................................................................................................................................59
7.1 Allgemeines..........................................................................................................................................59
7.1.1 Kennwerte von Prüfgasen: Normprüfgase und Grenzgase ............................................................59
7.1.2 Bedingungen für die Herstellung der Prüfgase................................................................................59
7.1.3 Praktische Anwendung der Prüfgase................................................................................................62
7.1.4 Prüfdrücke............................................................................................................................................63
7.1.5 Prüfverfahren .......................................................................................................................................64
7.1.6 Allgemeine Prüfbedingungen.............................................................................................................64
7.2 Bau und Konstruktion .........................................................................................................................68
7.2.1 Gasfeuerungsautomaten (handbetätigte Einrichtungen)................................................................68
7.2.2 Öffnungszeit beim Zünden .................................................................................................................68
7.2.3 Sicherheitszeit (Schließen).................................................................................................................68
7.2.4 Sicherheitszeit .....................................................................................................................................68
7.3 Funktionssicherheit ............................................................................................................................69

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

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7.3.1 Dichtheit............................................................................................................................................... 69
7.3.2 Wärmebelastungen............................................................................................................................. 72
7.3.3 Grenztemperaturen............................................................................................................................. 75
7.3.4 Zündung, Durchzünden, Flammenstabilität..................................................................................... 78
7.3.5 Verbrennung........................................................................................................................................ 87
7.3.6 Sicherheitstemperaturbegrenzer ...................................................................................................... 99
7.3.7 Dauerprüfung des Wärmetauschers............................................................................................... 100
7.3.8 Wirksamkeit der Vorspülung ........................................................................................................... 101
7.3.9 Witterungsbeständigkeit .................................................................................................................. 102
7.4 Wirkungsgrad .................................................................................................................................... 105
7.4.1 Allgemeine Prüfbedingungen .......................................................................................................... 105
7.4.2 Prüfbedingungen .............................................................................................................................. 105
7.4.3 Prüfverfahren .................................................................................................................................... 106
7.4.4 Messgenauigkeit ............................................................................................................................... 106
7.4.5 Berechnung des Wirkungsgrades .................................................................................................. 106
7.4.6 Zusätzliche Prüfungen für Geräte mit modulierender oder Groß/Klein-Regelung .................... 108
8 Kennzeichnung und Anleitungen.................................................................................................... 109
8.1 Kennzeichnung des Gerätes............................................................................................................ 109
8.1.1 Bezeichnung...................................................................................................................................... 109
8.1.2 Typenschild ....................................................................................................................................... 109
8.1.3 Zusätzliche Kennzeichnung ............................................................................................................ 110
8.2 Kennzeichnung der Verpackung ..................................................................................................... 110
8.3 Verwendung von Symbolen auf dem Gerät und auf der Verpackung ......................................... 110
8.3.1 Elektrische Versorgung.................................................................................................................... 110
8.3.2 Gasart................................................................................................................................................. 110
8.3.3 Gasanschlussdruck.......................................................................................................................... 111
8.3.4 Bestimmungsland............................................................................................................................. 111
8.3.5 Kategorie............................................................................................................................................ 112
8.3.6 Sonstige Angaben ............................................................................................................................ 112
8.3.7 Emissionen ........................................................................................................................................ 112
8.4 Anleitungen ....................................................................................................................................... 112
8.4.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 112
8.4.2 Technische Anleitungen für Installation und Einstellung ............................................................ 113
8.4.3 Bedienungs- und Instandhaltungsanleitungen ............................................................................. 114
8.4.4 Wartungsanleitung ........................................................................................................................... 115
8.4.5 Zündanleitung ................................................................................................................................... 115
8.4.6 Umstellanleitung ............................................................................................................................... 115
9 Bewertung der Übereinstimmung von POCED mit ihren dazugehörenden
Windschutzeinrichtungen ................................................................................................................ 115
9.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 115
9.2 Typprüfung ........................................................................................................................................ 116
9.2.1 Vorgezogene Typprüfung ................................................................................................................ 116
9.2.2 Weitere Typprüfung .......................................................................................................................... 116
9.2.3 Probenahme für die Typprüfung ..................................................................................................... 116
9.3 Werkseitige Fertigungskontrolle (FPC) .......................................................................................... 116
9.3.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 116
9.3.2 Ausrüstung ........................................................................................................................................ 118
9.3.3 Rohmaterialien und Bauteile ........................................................................................................... 118
9.3.4 Prüfung und Bewertung des Erzeugnisses ................................................................................... 118
9.3.5 Erzeugnisse ohne Übereinstimmung ............................................................................................. 118
Anhang A (informativ) Nationale Situation .................................................................................................. 119
A.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 119
A.2 In der Norm genannte und in den verschiedenen Ländern vertriebene Kategorien ................. 119
A.3 Geräteanschlussdrücke entsprechend den in A.2 angegebenen Kategorien............................ 121
A.4 Spezielle Kategorien, die national oder örtlich vertrieben werden ............................................. 122
A.4.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 122

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

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A.4.2 Definition der besonderen Kategorien ............................................................................................124
A.4.3 Einstellglieder für den Gasdurchfluss, für die Luftansaugung und Druckregelgeräte..............127
A.4.4 Umstellung auf verschiedene Gase.................................................................................................127
A.5 Prüfgase zu den in A.4 genannten besonderen Kategorien .........................................................127
A.6 In den verschiedenen Ländern übliche Gasanschlussverbindungen .........................................129
A.7 Abgasanschlüsse in den verschiedenen Ländern.........................................................................130
Anhang B (informativ) Äquivalenzregeln......................................................................................................131
B.1 Umrüstung auf Kategorien innerhalb eines eingeschränkten Wobbeindexbereiches ..............131
B.2 Umrüstung auf Kategorien mit identischem Wobbeindexbereich ...............................................131
B.3 Umrüstung auf Kategorien mit einem größeren Wobbeindexbereich .........................................132
Anhang C (normativ) Einteilung nach Art der Abgasabführung................................................................133
C.1 Bauart B1 ............................................................................................................................................133
C.2 Bauart B2 ............................................................................................................................................134
C.3 Bauart B4 ............................................................................................................................................135
C.4 Bauart B5 ............................................................................................................................................136
C.5 Bauart C1 ............................................................................................................................................137
C.6 Bauart C3 ............................................................................................................................................138

Anhang D (normativ) Anforderungen und Prüfverfahren für separate Zuluft-/Abgasrohre....................139


D.1 Anforderungen...................................................................................................................................139
D.1.1 Druckverluste.....................................................................................................................................139
D.1.2 Druckverlust durch Windeinwirkung...............................................................................................139
D.1.3 Saugdruck durch Windeinwirkung ..................................................................................................139
D.1.4 Abgasrückführung.............................................................................................................................139
D.2 Prüfverfahren .....................................................................................................................................139
D.2.1 Druckverlust in ruhiger Luft .............................................................................................................139
D.2.2 Druckverlust durch Windeinwirkung...............................................................................................139
D.2.3 Saugdruck durch Windeinwirkung ..................................................................................................139
D.2.4 Abgasrückführung.............................................................................................................................139
D.2.5 Windprüfbedingungen ......................................................................................................................140
Anhang E (informativ) Installations- und Prüfeinrichtungen (siehe 5.13) .................................................143
E.1 Geräte mit automatischer Zündung einer Startgasflamme ...........................................................143
E.2 Geräte mit direkter automatischer Zündung des Hauptbrenners ................................................143
Anhang F (informativ) Kennzeichnung von Gasarten, die in den verschiedenen Ländern vorhanden
sind .....................................................................................................................................................144
Anhang G (informativ) Anforderungen in EN 1020, die sich auf die Konstruktion und den Bau von
nach EN 676:1996 behandelten Gasgebläsebrennern beziehen ..................................................146
Anhang H (informativ) A-Abweichungen ......................................................................................................147
H.1 Allgemeines........................................................................................................................................147
H.2 Schweiz...............................................................................................................................................147
Anhang I (normativ) Besondere nationale Bedingungen ...........................................................................148
I.1 Besondere nationale Bedingungen .................................................................................................148
I.2 Belgien ................................................................................................................................................148
I.3 Italien ..................................................................................................................................................148
Anhang J (informativ) Nationale Lösungen für Länder deren nationale Behörden angeschlossene
CEN Mitglieder sind...........................................................................................................................149
J.1 Kategorien, die in dieser Norm aufgeführt sind und in den verschiedenen Ländern
vertrieben werden..............................................................................................................................149
J.2 Geräteanschlussdrücke entsprechend den in J.1 genannten Kategorien ..................................149
J.3 Besondere Kategorien, die in den verschiedenen Ländern vertrieben werden .........................149
J.4 Gase und Prüfdrücke entsprechend den besonderen Kategorien aus J.3 .................................149
Anhang K (informativ) Berechnung der Konversion von NOx ....................................................................150

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

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Anhang L (informativ) Ein Beispiel für Stichprobenpläne ......................................................................... 151


L.1 Stichprobenpläne.............................................................................................................................. 151
L.1.1 Allgemeines ....................................................................................................................................... 151
L.1.2 Annehmbares Qualitätsniveau (AQL) ............................................................................................. 151
L.1.3 Das Prüfniveau .................................................................................................................................. 151
L.1.4 Normale, verschärfte oder gemilderte Einsichtnahme ................................................................. 151
L.1.5 Einzelne, doppelte, mehrfache oder aufeinander folgende Stichproben ................................... 151
L.1.6 Qualität eines LOSES ....................................................................................................................... 151
L.2 Prüfniveaus und Verfahrensweisen................................................................................................ 152
L.2.1 Wareneingang ................................................................................................................................... 152
L.2.2 Ansichten in Arbeit ........................................................................................................................... 152
L.2.3 Abgeschlossene Wareneingangskontrollen .................................................................................. 152
Anhang ZA (informativ) Abschnitte in dieser Europäischen Norm, die grundlegende Anforderungen
oder andere Vorgaben von EG-Richtlinien betreffen.................................................................... 153
Anhang ZB (informativ) Abschnitte dieser Europäischen Norm, die sich auf die Vorschriften der
Europäischen Bauproduktenrichtlinie beziehen ........................................................................... 156
ZB.1 Anwendungsbereich und dazugehörende Eigenschaften ........................................................... 156
ZB.2 Verfahren für die Bestätigung der Übereinstimmung von Bauprodukten.................................. 158
ZB.2.1 Systeme für die Bestätigung der Übereinstimmung ..................................................................... 158
ZB.2.2 EC-Zertifikat und Übereinstimmungserklärung............................................................................. 159
ZB.3 CE-Kennzeichnung und Etikettierung ............................................................................................ 161
Literaturhinweise ........................................................................................................................................... 162

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Vorwort
Dieses Dokument (EN 1020:2009) wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 180 „Häusliche und gewerb-
liche gasbefeuerte Warmlufterzeuger und Gas-Infrarot-Heizstrahler für gewerbliche und industrielle
Anwendung“ erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis Mai 2010, und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis Mai 2010 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN 1020:1997.

Dieses Dokument wurde unter einem Mandat erarbeitet, das die Europäische Kommission und die
Europäische Freihandelszone dem CEN erteilt haben, und unterstützt grundlegende Anforderungen der
EG-Richtlinien.

Zum Zusammenhang mit EG-Richtlinien siehe informative Anhänge ZA und ZB, die Bestandteil dieses
Dokuments sind.

Dieses Dokument verändert EN 1020:1997. Es wurde erarbeitet, um Anforderungen an Abgasabführungs-


leitungen, POCEDs, einzuarbeiten, die als integraler Bestandteil eines Gerätes gelten und um die
EG-Richtlinie 89/106/EWG für Bauprodukte unter dem Mandat M 105 zu unterstützen. Schließlich erweitert er
den Anwendungsbereich der Norm auf die Geräte der Bauarten B4 und B5.

Außerdem wurde die Gelegenheit wahrgenommen, mit diesem Entwurf im Hinblick auf EN 437:2003 den
neuesten Stand einzuarbeiten.

ANMERKUNG Für Länder, die besondere Kategorien fordern (die in EN 437:2003 näher beschrieben sind), erfordert
das Fehlen besonderer Erklärungen betreffend A.3.3 und A.3.4, dass die allgemeinen Anforderungen, die im Text der
Norm beschrieben sind (siehe 4.1.1, 4.2.2, 4.2.3 und 4.2.5), auch für diese besonderen Kategorien gelten.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

7
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

1 Anwendungsbereich

Diese Europäische Norm spezifiziert die Anforderungen an und Prüfverfahren für die Sicherheit und Leis-
tungsfähigkeit gasbefeuerter Warmlufterzeuger für den nicht häuslichen Gebrauch mit einem Gebläse zur
Beförderung der Verbrennungsluft und/oder des Rauchgases (nachfolgend kurz „Geräte“ genannt). Dies
umfasst auch Geräte mit Gebläsebrennern.

Diese Europäische Norm gilt für Geräte der Bauarten B12, B13, B14, B22, B23, B42, B43, B44, B52, B53, C12,
C13, C32, C33, C62 und C63, deren Wärmebelastung 300 kW (bezogen auf den Heizwert) nicht übersteigt, und
die hauptsächlich für den Gebrauch in anderen als nur aus einer Einheit bestehenden Wohnungen bestimmt
sind. Sie gilt auch für Geräte, die im Freien aufgestellt werden. Die Abgabe der Warmluft kann durch
Leitungen oder direkt in den zu beheizenden Raum erfolgen.

Für Geräte der Bauarten C62 und C63 gilt diese Europäische Norm nur, wenn solche Geräte letztlich für die
Installation in gleicher Art wie die Geräte der Bauart C3 vorgesehen sind.

Diese Norm gilt nicht für:

a) Geräte, die für die Verwendung in einer einzelnen Wohnung vorgesehen sind;

b) Geräte mit Brennwertnutzung;

c) Geräte mit atmosphärischen Brennern ohne Gebläse zur Beförderung der Verbrennungsluft und/oder des
Rauchgases;

d) Doppelzweck-Klimaanlagen (zum Heizen und Kühlen);

e) Geräte, bei denen die Luft mittels einer Zwischenflüssigkeit erwärmt wird;

f) Geräte mit einer handbetätigten oder automatischen Einrichtung zur Einstellung der Verbrennungsluft-
zufuhr oder der Abgasabführung (einschließlich Abgasdrosselklappen);

g) tragbare oder transportable Geräte mit erzwungener Konvektion;

h) Geräte mit mehreren Heizelementen mit nur einer Strömungssicherung;

i) Geräte mit mehr als einem Abgasstutzen;

j) Geräte, die innerhalb der Abgasleitungen bei den üblichen Betriebsbedingungen für andauernde Konden-
sation ausgelegt sind;

k) Geräte mit Abgasleitungen aus nichtmetallenen Werkstoffen, POCEDs.

Diese Norm ist nur anwendbar für Geräte, die für eine Typprüfung vorgesehen sind. Sie enthält auch Anforde-
rungen an die Entwicklung von Übereinstimmung einschließlich Fertigungskontrolle, aber diese Anforderun-
gen gelten nur für Bauprodukte, POCEDs und deren dazugehörende Windschutzeinrichtungen.

ANMERKUNG Anforderungen an nicht typgeprüfte Geräte benötigen weitergehende Betrachtungen.

8
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

EN 88-1, Druckregler und zugehörige Sicherheitseinrichtungen für Gasgeräte — Teil 1: Druckregler für
Eingangsdrücke bis zu einschließlich 500 mbar

EN 125, Flammenüberwachungseinrichtungen für Gasgeräte — Thermoelektrische Zündsicherungen

EN 126, Mehrfachstellgeräte für Gasgeräte

EN 161, Automatische Absperrventile für Gasbrenner und Gasgeräte

EN 257, Mechanische Temperaturregler für Gasgeräte

EN 298:2003, Feuerungsautomaten für Gasbrenner und Gasgeräte mit und ohne Gebläse

EN 437:2003, Prüfgase, Prüfdrücke, Gerätekategorien

EN 1859:2000, Abgasanlagen — Metallabgasanlagen — Prüfverfahren

EN 10226-1, Rohrgewinde für im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 1: Kegelige Außengewinde und
zylindrische Innengewinde — Maße, Toleranzen und Bezeichnung

EN 10226-2, Rohrgewinde für im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 2: Kegelige Außengewinde und
kegelige Innengewinde — Maße, Toleranzen und Bezeichnung

EN 12067-1, Gas/Luft-Verbundregler für Gasbrenner und Gasgeräte — Teil 1: Pneumatische Ausführung

EN 60335-1:2002, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 1: Allge-
meine Anforderungen (IEC 60335-1:2001, modifiziert)

EN 60335-2-102, Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke — Teil 2-102:
Besondere Anforderungen für Gas-, Öl- und Festbrennstoffgeräte mit elektrischen Anschlüssen
(IEC 60335-2-102:2004, modifiziert)

EN 60529:1991, Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code) (IEC 60529:1989)

EN 60584-1, Thermoelemente — Teil 1: Referenz-Tabellen (IEC 60584-1:1995)

EN 60584-2, Thermoelemente — Teil 2: Toleranzen (EC 60584-2:1982 A1:1989)

EN 60730-1, Automatische elektrische Regel- und Steuergeräte für den Hausgebrauch und ähnliche
Anwendungen Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 60730-1:1999, modifiziert)

EN 60730-2-9:2002, Automatische elektrische Regeleinrichtungen für den Hausgebrauch und ähnliche


Anwendungen Teil 2-9: Besondere Anforderungen an temperaturabhängige Regel- und Steuergeräte
(IEC 60730-2-9:2000, modifiziert)

EN 61058-1, Geräteschalter Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 61058-1:2000 A1:2001, modifiziert)

EN ISO 228-1, Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen Teil 1: Maße, Toleranzen und
Bezeichnungen und deren Untereinheiten (ISO 228-1:2000)

EN ISO 3166-1, Codes für Namen von Ländern — Teil 1: Codes für Ländernamen (ISO 3166-1:2006)

9
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

EN ISO 6976, Erdgas — Berechnung von Brenn- und Heizwert, Dichte, relativer Dichte und Wobbeindex aus
der Zusammensetzung (ISO 6976:1995 Corrigendum 1:1997, Corrigendum 2:1997 Corrigendum 3:1999)

ISO 7-1, Rohrgewinde für im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 1: Bezeichnung, Maße und Toleranzen

EN ISO 228-1:1994, Rohrgewinde für nicht im Gewinde dichtende Verbindungen — Teil 1: Bezeichnung,
Maße und Toleranzen

ISO 1182:1990, Fire tests — Building materials — Non-combustibility test

ISO 7005-1, Metallic flanges Part 1: Steel flanges

ISO 7005-2, Metallic flanges Part 2: Cast iron flanges

ISO 7005-3, Metallic flanges Part 3: Copper alloy and composite flanges

CR 1404, Bestimmung der Emissionen von Geräten für gasförmige Brennstoffe während der Typprüfung

3 Begriffe

Für die Anwendung dieser Europäischen Norm gelten die folgenden Begriffe:

3.1 Das Gerät und seine Bestandteile

3.1.1
Warmlufterzeuger für den nicht häuslichen Gebrauch
Gerät zur Beheizung und gegebenenfalls Belüftung eines Gebäudes, jedoch nicht für aus einer Einheit
bestehende Wohnungen

3.1.2
Warmlufterzeuger mit erzwungener Konvektion
Gerät zur Beheizung eines Raumes von einer zentralen Position aus durch die Verteilung der Heizluft mittels
einer Luft bewegenden Einrichtung, und zwar entweder mittels Leitungen oder direkt in den zu beheizenden
Raum

3.1.3
Gasanschlussverbindung
Teil des Gerätes, der für den Anschluss an die Gasversorgung ausgelegt ist

3.1.4
mechanische Dichtung
Einrichtung, die zur Sicherstellung der Dichtheit eines Zusammenbaus aus mehreren (meistens metallenen)
Teilen dient, und zwar Metall-auf-Metall-Dichtungen, ohne die Verwendung von Flüssigkeiten (z. B. Pasten,
Bänder)

BEISPIEL Metall-auf-Metall-Dichtungen, konische Metalldichtungen, Runddichtungen („O“-Ringe), Flachdichtungen.

3.1.5
Gasweg
Teil des Gerätes, der das Gas zwischen der Gasanschlussverbindung des Gerätes und dem (den) Brenner(n)
befördert oder enthält

3.1.6
Vordrossel
Einrichtung mit einer Öffnung, die so im Gasweg angeordnet ist, dass ein Druckabfall entsteht, der den Gas-
druck am Brenner bei einem bestimmten Anschlussdruck und Durchfluss auf einen vorgegebenen Wert
reduziert

10
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.1.7
Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss
Bauteil, mit dem Befugte den Gasdurchfluss des Brenners nach den Versorgungsbedingungen auf einen vor-
gegebenen Wert einstellen können

ANMERKUNG 1 Die Einstellung kann stufenlos (durch eine regelbare Schraube) oder in einzelnen Schritten (durch
Auswechseln von Vordrosseln) erfolgen.

ANMERKUNG 2 Die Einstellschraube eines einstellbaren Druckreglers gilt als Voreinstelleinrichtung für den Gasdurch-
fluss.

ANMERKUNG 3 Der Vorgang des Einstellens dieser Einrichtung wird als „Voreinstellen des Gasdurchflusses“
bezeichnet.

ANMERKUNG 4 Eine vom Hersteller versiegelte Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss wird als nicht vorhanden
betrachtet.

3.1.8
Feststellen einer Voreinstelleinrichtung
Sichern einer Voreinstelleinrichtung in einer durch den Hersteller oder Installateur mit Hilfe einer Schraube
oder Ähnlichem eingestellten Position. Die Voreinstelleinrichtung gilt in dieser Position als „festgestellt“

3.1.9
Versiegelung einer Voreinstelleinrichtung
Feststellen einer Voreinstelleinrichtung mit Hilfe eines Materials, das derartig beschaffen ist, dass bei jedem
Versuch, die Einstellung zu ändern, das Dichtungsmaterial bricht und der Eingriff somit erkennbar wird

ANMERKUNG 1 Die Voreinstelleinrichtung gilt in dieser Position als „versiegelt“.

ANMERKUNG 2 Eine vom Herstellerwerk versiegelte Voreinstelleinrichtung wird als nicht vorhanden betrachtet.

ANMERKUNG 3 Ein Druckregler wird als nicht vorhanden betrachtet, wenn er vom Herstellerwerk in einer Position
versiegelt wurde, die bewirkt, dass er im Bereich des für die jeweilige Gerätekategorie geltenden Anschlussdrucks nicht
arbeitet.

3.1.10
Außerbetriebnahme einer Einstell- oder Regeleinrichtung
Verfahren, bei dem ein Einstell- oder Regelglied (für Temperatur, Druck usw.) betriebsunfähig gemacht und in
dieser Position versiegelt wird

ANMERKUNG Das Gerät funktioniert dann, als ob das Einstell- oder Regelglied entfernt worden wäre.

3.1.11
Düse
Bauteil, der einem Brenner Gas zuführt

3.1.12
Hauptbrenner
Brenner, der zur Sicherstellung der Heizfunktion des Gerätes dient und allgemein als Brenner bezeichnet wird

3.1.13
Zündeinrichtung
alle Einrichtungen (Flamme, elektrische Zündeinrichtung oder eine andere Einrichtung), die zum Zünden des
Gases am Zündbrenner oder am Hauptbrenner eingesetzt werden

ANMERKUNG Diese Einrichtung kann intermittierend oder kontinuierlich betrieben werden.

3.1.14
Zündbrenner
Brenner, dessen Flamme zum Zünden eines anderen Brenners dient

11
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.1.15
Lufteinstelleinrichtung
Einrichtung, die es ermöglicht, die Luft nach den Versorgungsbedingungen auf den gewünschten Wert einzu-
stellen

ANMERKUNG Der Vorgang des Einstellens dieser Einrichtung wird als „Lufteinstellung“ bezeichnet.

3.1.16
Verbrennungskreislauf

3.1.16.1
Brennkammer
Bauteil, in dem die Verbrennung des Gas/Luft-Gemisches stattfindet

3.1.16.2
Abgasstutzen
Teil eines Gerätes, das mit dem Abgasrohr verbunden ist, um die Abgase abzuführen

3.1.16.3
Strömungssicherung
Einrichtung, die im Abgasweg angeordnet ist, um den Einfluss von Aufstrom zu reduzieren und den Einfluss
von Rückstrom auf die Brennerleistung und Verbrennung zu verhindern

3.1.16.4
Abgasklappe
handbetätigte oder automatische Einrichtung, die im Abgasweg angeordnet ist und mit der das Abgasrohr
teilweise oder vollständig abgesperrt werden kann

3.1.16.5
Windschutzeinrichtung
am Ende eines Leitungssystems angebrachte Einrichtung, die die Abgasabführung und gleichzeitig die Ver-
brennungsluftzuführung ermöglicht

3.1.16.6
C6-Windschutzeinrichtung
Windschutzeinrichtung, die speziell für Geräte der Bauart C6 geprüft ist

3.1.16.7
Übergangsteil
Hilfsmittel für den Anschluss des Gerätes an unterschiedliche Rohrsysteme

ANMERKUNG Beim Übergang von konzentrischen auf separate Rohre.

3.1.16.8
POCED
Abgasabführungsleitung, die so ausgelegt ist, um nur mit einem besonderen Gerät/System verwendet zu
werden. Diese Abgasabführungsleitung wird entweder mit dem System geliefert oder ist in den Anleitungen
des Herstellers genau angegeben

3.1.17
voll vorgemischter Brenner
vorgemischtes Brennersystem, bei dem das Gas in einem vorher festgelegten und einstellbaren Verhältnis mit
der gesamten für die Verbrennung erforderlichen Luft vermischt wird

3.1.18
Gas-Luft-Verbundregelung
Einrichtung, die selbsttätig den Verbrennungsluftanteil an die Gasmenge anpasst und umgekehrt

12
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.2 Einstell-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen

3.2.1
Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf
Bauteil des Gerätes für die Benutzung durch den Installateur, das zur Einstellung der Wärmebelastung des
Gerätes innerhalb eines vom Hersteller angegebenen Bereichs auf den tatsächlichen Wärmebedarf der An-
lage dient

ANMERKUNG Diese Einstellung kann stufenlos (z. B. durch eine regelbare Schraube) oder in einzelnen Schritten
(durch Auswechseln von Vordrosseln) erfolgen.

3.2.2
automatisches Brennerüberwachungssystem
Brennersystem, das mindestens aus einem Steuergerät und allen Teilen einer Flammenüberwachungs-
einrichtung besteht

ANMERKUNG Die verschiedenen Funktionen des automatischen Brennerüberwachungssystems können in einem oder
in mehreren Gehäusen eingebaut sein.

[EN 298:2003]

3.2.3
Steuergerät
Gerät, das auf Signale von Regel- und Sicherheitseinrichtungen reagiert, Schaltbefehle gibt, die Anlaufschalt-
folge steuert, den Brennerbetrieb überwacht und die Regelabschaltung und, gegebenenfalls die Sicherheits-
und Störabschaltung veranlasst

ANMERKUNG Das Steuergerät arbeitet nach einem vorgegebenen Programm und immer in Verbindung mit einem
Flammenwächter.

[EN 298:2003]

3.2.4
Programm
vom Steuergerät festgelegte Reihenfolge der Schaltvorgänge, zu denen Einschalten, Anlaufen, Überwachen
und Abschalten des Brenners gehören

ANMERKUNG Sicherheitsmaßnahmen, wie z. B. Sicherheits- und Störabschaltung gehören zum Programm.

[EN 298:2003]

3.2.5
Flammenwächter
Einrichtung, die das Vorhandensein einer Flamme feststellt und signalisiert wird

ANMERKUNG Sie kann aus einem Flammenfühler, einem Verstärker und einem Relais zur Signalübertragung
bestehen. Diese Teile, mit Ausnahme des eventuell vorhandenen Flammenfühlers, können in einem einzigen Gehäuse
zur Verwendung mit einem Steuergerät montiert sein.

[EN 298:2003]

3.2.6
Flammensignal
vom Flammenwächter im Falle einer Flammendetektion gegebenes Signal

[EN 298:2003]

13
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.2.7
Vortäuschung einer Flamme
Zustand, der eintritt, wenn der Flammenwächter das Vorhandensein einer Flamme meldet, obwohl tatsächlich
keine Flamme vorhanden ist
[EN 298:2003]

3.2.8
Druckregler 1)
Einrichtung, die den Ausgangsdruck innerhalb festgelegter Grenzen konstant hält, und zwar unabhängig von
Schwankungen des Eingangsdruckes und/oder des Gasdurchflusses

3.2.9
einstellbarer Druckregler
Druckregler, der mit einer Einrichtung zur Einstellung des Ausgangsdruckes ausgerüstet ist

3.2.10
Flammenüberwachungseinrichtung
Einrichtung, die die Gaszufuhr auf ein Signal des Flammenwächters hin offen hält und diese absperrt, wenn
die zu überwachende Flamme nicht vorhanden ist

3.2.11
automatisches Absperrventil
Einrichtung, die den Gasdurchfluss auf ein Signal des Regel- und/oder Sicherheitskreises hin automatisch
öffnet, absperrt oder verändert

3.2.12
Temperaturregler
Einrichtung, die den Betrieb des Geräts steuert (mittels Auf/Zu-, Groß/Klein- oder stufenloser Regelung) und
es ermöglicht, die Temperatur innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen automatisch auf einen vorgegebenen
Wert zu halten

3.2.13
Sicherheitstemperaturbegrenzer
Einrichtung, die die Gaszufuhr absperrt und verriegelt, bevor das Gerät beschädigt und/oder die Sicherheit
beeinträchtigt wird, und die ein Eingreifen von Hand erforderlich macht, um die Gaszufuhr wiederherzustellen

ANMERKUNG Diese Einrichtung ist vom Gerätehersteller voreingestellt und versiegelt (siehe 5.10.4).

3.2.14
Überhitzungsregler
automatische Rückstelleinrichtung, die die Gaszufuhr zum Brenner absperrt, wenn die Zulufttemperatur unter
anormalen Betriebsbedingungen einen bestimmten vorgegebenen Wert überschreitet

3.2.15
Regeleinrichtung für die Gebläseverzögerung
Regeleinrichtung, die das Zuluftgebläse ein- und/oder ausschaltet, wenn die Zulufttemperatur einen bestimm-
ten vorgegebenen Wert erreicht

3.2.16
Temperaturfühler
Bauteil, das die Temperatur der zu überwachenden oder zu steuernden Umgebung feststellt

1) Der Begriff Druckregler wird in diesem Fall und auch für einen Mengenregler verwendet.

14
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.2.17
stufenlose Regelung
automatische Regeleinrichtung, mit der die Wärmebelastung des Gerätes ständig zwischen der Nennwärme-
belastung und einem Mindestwert reguliert werden kann

3.2.18
Groß/Klein-Regelung
automatische Regeleinrichtung, die es ermöglicht, das Gerät entweder bei Nennwärmebelastung oder bei
einer festgelegten reduzierten Wärmebelastung zu betreiben

3.2.19
Einrichtung zum Anzeigen der Geschlossenstellung
Einrichtung an einem automatischen Absperrventil, die anzeigt, wenn das Schließteil sich in der Geschlossen-
stellung befindet

3.2.20
Prüfung der Einrichtung zum Anzeigen der Geschlossenstellung
Schalter an einem automatischen Absperrventil mit mechanischem Durchhub, der anzeigt, wenn sich das
Schließteil in der Geschlossenstellung befindet

3.2.21
Ventilüberprüfungssystem
System zur Überprüfung der wirklichen Geschlossenstellung der automatischen Absperrventile oder Haupt-
gasabsperrventile, das in der Lage ist, kleine Gasleckagen zum Beispiel mit Hilfe eines Druck- oder Vakuum-
prüfsystems aufzuspüren

3.3 Betrieb des Gerätes

3.3.1
Volumenstrom
V
Gasvolumen, das vom Gerät im Beharrungszustand je Zeiteinheit zugeführt wird

ANMERKUNG Der Volumenstrom wird ausgedrückt in Kubikmeter je Stunde (m3/h), Liter je Minute (I/min), Kubik-
dezimeter je Stunde (dm3/h) oder Kubikdezimeter je Sekunde (dm3/s).

[EN 437:2003]

3.3.2
Massenstrom
M
Gasmasse, die vom Gerät im Betrieb je Zeiteinheit an Gas zugeführt wird

ANMERKUNG Der Massenstrom wird ausgedrückt in Kilogramm je Stunde (kg/h) oder Gramm je Stunde (g/h).

[EN 437:2003]

3.3.3
Wärmebelastung
Q
vom Gerät verbrauchte Wärmemenge entsprechend dem Volumen- und Massenstrom, wobei für den
Wärmeinhalt der Heizwert oder der Brennwert eingesetzt wird

ANMERKUNG Die Wärmebelastung wird ausgedrückt in Kilowatt (kW).

[EN 437:2003]

15
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.3.4
Nennwärmebelastung
Qn
Wert für die Wärmebelastung, die vom Hersteller angegeben wird

3.3.5
Flammenstabilität
Eigenschaft der Flammen, an den Brenneraustrittsöffnungen oder in der baulich vorgesehenen Flammen-
haltezone zu verbleiben

3.3.6
Abheben der Flamme
Erscheinung, die durch das gesamte oder teilweise Abheben der Flammenbasis von der Brenneraustritts-
öffnung oder der baulich vorgesehenen Flammenhaltezone gekennzeichnet ist

ANMERKUNG Das Abheben der Flamme kann zum Ausblasen der Flamme, d. h. zum Erlöschen des Gas/Luft-
Gemisches, führen.

3.3.7
Rückschlagen der Flamme
Eintreten der Flamme in den Brennerkörper

3.3.8
Rückzünden an der Düse
Zündung des Gases an der Düse, entweder durch das Rückschlagen der Flamme in den Brenner oder durch
Ausbreitung der Flamme nach außerhalb des Brenners

3.3.9
Kohlenstoffablagerungen
Erscheinung, die bei unvollständiger Verbrennung auftritt und durch Kohlenstoffablagerungen auf den Ober-
flächen oder auf Teilen, die mit den Abgasen oder mit der Flamme in Berührung kommen, gekennzeichnet ist

3.3.10
gelbe Spitzen
Gelbwerden der Spitze der blauen Zone einer belüfteten Flamme

3.3.11
erste Sicherheitszeit
Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt, zu dem das Gasventil des Zündbrenners, das Startgasventil bzw. das
Hauptgasventil erregt wird, und dem Zeitpunkt, zu dem die Energie zum Gasventil des Zündbrenners, zum
Startgasventil bzw. zum Hauptgasventil abgesperrt wird, wenn der Flammenwächter nach Ablauf dieser Zeit-
spanne das Nicht-Vorhandensein einer Flamme meldet

ANMERKUNG Wenn es keine erste Sicherheitszeit gibt, wird dies nur Sicherheitszeit genannt.

3.3.12
zweite Sicherheitszeit
wenn eine erste Sicherheitszeit nur entweder für einen Zündbrenner oder eine Startgasflamme gilt, die Zeit-
spanne zwischen dem Zeitpunkt, zu dem das Hauptgasventil erregt wird, und dem Zeitpunkt, zu dem die
Energie zum Hauptgasventil abgesperrt wird, wenn der Flammenwächter nach Ablauf dieser Zeitspanne das
Nicht-Vorhandensein einer Flamme meldet

3.3.13
Startgas
Gas, das bei Startgasdurchfluss zugeführt wird, um die Startgasflamme zu bilden

16
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.3.14
Startgasdurchfluss
begrenzter Gasdurchfluss zu einem separaten Zündbrenner oder zum Hauptbrenner während der ersten
Sicherheitszeit

3.3.15
Startgasflamme
Flamme, die sich bei Startgasdurchfluss entweder am Hauptbrenner oder an einem separaten Zündbrenner
bildet

3.3.16
Betriebszustand des Systems
Zustand des Systems, bei dem der Brenner in üblichem Betrieb ist und vom Steuergerät und Flammen-
wächter überwacht wird

3.3.17
automatischer Brennerbetrieb
Brennerbetrieb, bei dem ohne Eingriffe von Hand das Gas gezündet und das Vorhandensein der Flamme
festgestellt und nachgewiesen wird, wenn die völlig abgeschaltete Anlage in Betrieb gesetzt wird

3.3.18
nichtautomatischer Brennerbetrieb
Brennerbetrieb mit einem Zündbrenner, der bei handbetätigter Überwachung gezündet wird

3.3.19
Regelabschaltung
Vorgang, bei dem unverzüglich die Stromzufuhr zu dem (den) Gasabsperrventil(en) abgesperrt wird, z. B.
infolge des Wirksamwerdens einer Regelfunktion

[EN 298:2003]

3.3.20
Sicherheitsabschaltung
Vorgang, der unverzüglich auf die Reaktion einer Schutzeinrichtung oder das Erkennen eines Fehlers im
Feuerungsautomaten folgt und der den Betrieb des Brenners verhindert

ANMERKUNG Der sich daraus ergebende Zustand des Systems wird definiert als außer Betrieb genommene
Gasabsperreinrichtung und Zündeinrichtung.

[EN 298:2003]

3.3.21
Verriegelung

3.3.21.1
gesperrte Verriegelung
Sicherheitsabschaltung des Gerätes, nach der ein Wiederanlauf ausschließlich nach Entriegelung von Hand
und auf keine andere Weise möglich ist

[EN 298:2003]

3.3.21.2
auflösbare Verriegelung
Sicherheitsabschaltung des Gerätes, nach der ein Wiederanlauf nur nach Entriegelung von Hand oder durch
Unterbrechung und Wiederkehr der Netzspannung möglich ist

[EN 298:2003]

17
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.3.22
Wiederzündung
Vorgang, bei dem nach einem Flammenausfall die Zündeinrichtung erneut eingeschaltet wird, ohne dass die
gesamte Gaszufuhr unterbrochen wurde

ANMERKUNG Dieser Vorgang endet mit der Wiederherstellung des Betriebszustandes oder, wenn nach Ablauf der
Sicherheitszeit keine Flamme vorhanden ist, mit der gesperrten Verriegelung.

3.3.23
automatischer Wiederanlauf
Vorgang, bei dem nach einem Flammenausfall im Betriebszustand des Gerätes oder nach versehentlicher
Unterbrechung des Gerätebetriebs die Gaszufuhr unterbrochen und das komplette Anlaufprogramm automa-
tisch wiederholt wird

ANMERKUNG Dieser Vorgang endet mit der Wiederherstellung des Betriebszustandes oder, wenn nach Ablauf der
Sicherheitszeit keine Flamme vorhanden ist oder die Ursache der versehentlichen Unterbrechung nicht behoben wurde,
mit der gesperrten Verriegelung.

3.3.24
Öffnungszeit
Zeitspanne zwischen der Zündung der überwachten Flamme und dem Zeitpunkt, zu dem das Ventil offen
gehalten wird

3.3.25
Schließzeit
Zeitspanne zwischen dem Erlöschen der überwachten Flamme und dem Absperren der Gaszufuhr zum:

a) Hauptbrenner und/oder

b) zum Zündbrenner

3.3.26
Zündsperre
Bauteil, das den Betrieb der Zündeinrichtung verhindert, solange die Hauptgaszufuhr geöffnet ist

3.3.27
Wiedereinschaltsperre
Mechanismus, der das erneute Öffnen der Gaszufuhr zum Hauptbrenner oder zum Hauptbrenner und Zünd-
brenner verhindert, bis sich die Platte vom Magnetelement getrennt hat

3.4 Gase

3.4.1
Prüfgase
Gase, die zur Überprüfung der Funktionssicherheit der Geräte, die mit gasförmigen Brennstoffen betrieben
werden, verwendet werden.

ANMERKUNG Prüfgase umfassen Normprüfgase und Grenzgase.

[EN 437:2003]

3.4.2
Normprüfgase
Prüfgase, mit denen Geräte Nennbedingungen erreichen, wenn sie mit dem entsprechenden Nenndruck
betrieben werden

[EN 437:2003]

18
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.4.3
Grenzgase
Prüfgase, die repräsentativ sind für die extremen Qualitätsschwankungen der Gase, für die die Geräte ausge-
legt sind

[EN 437:2003]

3.4.4
Gasdruck
statischer Druck gegenüber dem atmosphärischen Druck, senkrecht zur Strömungsrichtung des Gases ge-
messen

ANMERKUNG Gasdrücke werden in Millibar (mbar) oder in bar angegeben.

3.4.5
Prüfdruck
Gasdruck, der zur Überprüfung der Funktionssicherheit der Geräte, die mit gasförmigen Brennstoffen betrie-
ben werden, verwendet werden.

ANMERKUNG 1 Prüfdrücke umfassen die Nenndrücke und die Grenzdrücke.

ANMERKUNG 2 Prüfdrücke werden in Millibar (mbar) angegeben. 1 mbar 10 2 Pa.

[EN 437:2003]

3.4.6
Nenndruck
pn
Druck, bei dem die Geräte Nennbedingungen erreichen, wenn sie mit dem entsprechenden Normprüfgas be-
trieben werden
[EN 437:2003]

3.4.7
Grenzdruck
Symbol: Höchstdruck pmax, Mindestdruck pmin
Druck, der repräsentativ ist für die extremen Schwankungen der Anschlussdrücke
[EN 437:2003]

3.4.8
Druckpaar
Einheit von zwei unterschiedlichen Verteilungsdrücken des Gases, das verwendet wird, wenn größere Unter-
schiede im Wobbeindex innerhalb einer Familie oder Gruppe bestehen, wobei:
a) der höchste Druck dem Gas mit niedrigem Wobbeindex entspricht; und
b) der kleinste Druck dem Gas mit hohem Wobbeindex entspricht

[EN 437:2003]

3.4.9
relative Dichte
d
Verhältnis der Masse gleicher Volumina von trockenem Gas und trockener Luft, bezogen auf dieselben Druck-
und Temperaturbedingungen

19
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.4.10
Wärmewert
Wärmemenge, die bei der Verbrennung einer Volumen- oder Masseeinheit von Gas bei konstantem Druck
von 1 013,25 mbar erzeugt wird, wobei die Bestandteile des Brenngas-Gemisches unter den Bezugsbedin-
gungen eingesetzt werden und die Verbrennungsprodukte auf dieselben Bedingungen gebracht werden

ANMERKUNG 1 Man unterscheidet zwischen:


a) dem Brennwert Hs, bei dem das bei der Verbrennung entstehende Wasser als kondensiert angenommen wird;
b) dem Heizwert Hi, bei dem das bei der Verbrennung entstehende Wasser als in dampfförmigem Zustand verbleibend
angenommen wird

ANMERKUNG 2 Der Wärmewert eines Gases wird ausgedrückt entweder in Megajoule je Kubikmeter (MJ/m3)
trockenen Gases unter den Bezugsbedingungen oder in Megajoule je Kilogramm (MJ/kg) trockenen Gases.

[EN 437:2003]

3.4.11
Wobbeindex
oberer Wobbeindex Ws; unterer Wobbeindex Wi
Verhältnis des Wärmewertes eines Gases je Volumeneinheit zur Quadratwurzel seiner relativen Dichte. Der
Wobbeindex wird als oberer oder unterer bezeichnet, je nachdem, ob der Brennwert oder der Heizwert
verwendet wird

ANMERKUNG 1 Der Wobbeindex wird als oberer oder unterer bezeichnet, je nachdem, ob der Brennwert oder der
Heizwert verwendet wird.

ANMERKUNG 2 Der Wobbeindex wird ausgedrückt entweder in Megajoule je Kubikmeter (MJ/m3) trockenen Gases
unter den Bezugsbedingungen oder in Megajoule je Kilogramm (MJ/kg) trockenen Gases.

[EN 437:2003]

3.5 Betriebs- und Messbedingungen

3.5.1
Bezugsbedingungen
in dieser Norm gelten die folgenden Bezugsbedingungen:

für Wärmewerte, Temperatur: 15 °C;

für Gas- und Luftvolumen trocken: das auf eine Temperatur von 15 °C und einen Absolutdruck von
1 013,25 mbar gebracht wird

3.5.2
Kaltzustand
Zustand des Gerätes, der für bestimmte Prüfungen erforderlich ist und dadurch herbeigeführt wird, dass man
das Gerät vor dem Anzünden bei Raumtemperatur den Beharrungszustand erreichen lässt

3.5.3
Warmzustand
Zustand des Gerätes, der für bestimmte Prüfungen erforderlich ist und dadurch herbeigeführt wird, dass man
bei der vom Hersteller angegebenen Nennwärmebelastung durch Erwärmen den Beharrungszustand herstellt,
wobei etwaige Temperaturregler völlig geöffnet bleiben

3.5.4
Äquivalenzwiderstand
Strömungswiderstand in Millibar, gemessen am Abgasstutzen des Gerätes, als Äquivalent des wirklichen
Zuges

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

3.5.5
Beharrungszustand
Betriebszustand des Gerätes entsprechend einer bestimmten Einstellung der Wärmebelastung, bei dem der
gemessene Wert der Abgastemperatur während einer Zeitspanne von 10 min innerhalb einer Toleranz 2 %
(°C-Skala) konstant gehalten wird

3.6 Bestimmungsland

3.6.1
direktes Bestimmungsland
Land, für das das Gerät zertifiziert und das vom Hersteller als das beabsichtigte Bestimmungsland angegeben
ist

ANMERKUNG 1 Zu dem Zeitpunkt, zu dem das Gerät auf den Markt gebracht und/oder in Betrieb genommen wird, muss
das Gerät, ohne Einstellung oder Modifikation, mit einem der in dem betreffenden Land verteilten Gase und bei dem
entsprechenden Anschlussdruck betrieben werden können.

ANMERKUNG 2 Der Hersteller kann mehr als ein Land als Bestimmungsland angeben, wenn das Gerät bei der der-
zeitigen Einstellung in all diesen Ländern verwendet werden kann.

3.6.2
indirektes Bestimmungsland
Land, für das das Gerät zwar zertifiziert, jedoch bei der derzeitigen Einstellung nicht geeignet ist

ANMERKUNG Die nachträgliche Modifikation oder Einstellung ist erforderlich, um es sicher und einwandfrei in diesem
Land verwenden zu können.

4 Einteilung der Geräte

4.1 Einteilung nach der Art, der verwendeten Gase (Kategorien)

Gase werden in drei Familien untergliedert, die entsprechend den Werten des Wobbeindex in Gruppen unter-
teilt werden können. In Tabelle 1 sind die in dieser Norm verwendeten Gasfamilien und -gruppen angeführt.

Tabelle 1 — Einteilung der Gase

Oberer Wobbeindex (MJ/m3) bei 15 °C


Gasfamilie Gasgruppe und 1 013,25 mbar
Minimum Maximum
Erste a 22,4 24,8
Zweite 39,1 54,7
H 45,7 54,7
L 39,1 44,8
E 40,9 54,7
Dritte 72,9 87,3
B/P 72,9 87,3
P 72,9 76,8
B 81,8 87,3

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

4.2 Einteilung von Geräten, entsprechend der verwendeten Gase

4.2.1 Kategorie I

Geräte der Kategorie I sind ausschließlich für die Verwendung einer einzigen Gasfamilie oder einer einzigen
Gasgruppe ausgelegt.

a) Geräte, die nur für die erste Gasfamilie geeignet sind:

Kategorie I1a: Geräte, die nur für Gase der Gruppe a der ersten Familie bei festgelegtem Anschlussdruck geeig-
net sind. (Diese Kategorie wird nicht verwendet.)

b) Geräte, die nur für die zweite Gasfamilie geeignet sind:

Kategorie I2H: Geräte, die nur für Gase der Gruppe H der zweiten Familie bei festgelegtem Anschlussdruck
geeignet sind.

Kategorie I2L: Geräte, die nur für Gase der Gruppe L der zweiten Familie bei festgelegtem Anschlussdruck
geeignet sind.

Kategorie I2E: Geräte, die nur für Gase der Gruppe E der zweiten Familie bei festgelegtem Anschlussdruck
geeignet sind.

Kategorie I2E+: Geräte, die nur für Gase der Gruppe E der zweiten Familie und mit einem Druckpaar betrieben
werden (ohne Eingriff ins Gerät). Ein gegebenenfalls vorhandener Gasdruckregler darf innerhalb des Bereiches
zwischen den beiden Nenndrücken des Druckpaares nicht in Funktion sein.

c) Geräte, die nur für die dritte Gasfamilie geeignet sind:

Kategorie I3B/P: Geräte, die für Gase der dritten Familie (Propan und Butan) bei festgelegtem Anschlussdruck
geeignet sind.

Kategorie I3+: Geräte, die für Gase der dritten Familie (Propan und Butan) geeignet sind und mit einem
Druckpaar betrieben werden (ohne Eingriff ins Gerät). Ein Gasdruckregler ist für das Gerät nicht zugelassen.
Für bestimmte Gerätearten ist jedoch eine Einstellung der Primärluft zur Umstellung von Butan auf Propan
und umgekehrt zugelassen.

Kategorie I3P: Geräte, die für Gase der Gruppe P der dritten Familie (Propan) bei festgelegtem Anschluss-
druck geeignet sind.

4.2.2 Kategorie II

Geräte der Kategorie II sind für die Verwendung von Gasen aus zwei Familien ausgelegt.

a) Geräte, die für die Verwendung von Gasen der ersten und zweiten Gasfamilie geeignet sind:

Kategorie II1a2H: Geräte, die für Gase der Gruppe a der ersten Familie und für Gase der Gruppe H der
zweiten Familie geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der ersten Familie erfolgt unter denselben
Bedingungen wie für die Kategorie I1a. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter den-
selben Bedingungen wie für die Kategorie I2H.

b) Geräte, die für die Verwendung von Gasen der zweiten und dritten Gasfamilie geeignet sind:

Kategorie II2H3B/P: Geräte, die für Gase der Gruppe H der zweiten Familie und für Gase der dritten Familie
geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I2H. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I3B/P.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Kategorie II2H3+: Geräte, die für Gase der Gruppe H der zweiten Familie und für Gase der dritten Familie
geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I2H. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I3+.

Kategorie II2H3P: Geräte, die für Gase der Gruppe H der zweiten Familie und für Gase der Gruppe P der
dritten Familie geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedin-
gungen wie für die Kategorie I2H. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben
Bedingungen wie für die Kategorie I3P.

Kategorie II2L3B/P: Geräte, die für Gase der Gruppe L der zweiten Familie und für Gase der dritten Familie
geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I2L. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I3B/P.

Kategorie II2L3P: Geräte, die für Gase der Gruppe L der zweiten Familie und für Gase der Gruppe P der
dritten Familie geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben
Bedingungen wie für die Kategorie I2L. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben
Bedingungen wie für die Kategorie I3P.

Kategorie II2E3B/P: Geräte, die für Gase der Gruppe E der zweiten Familie und für Gase der dritten Familie
geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I2E. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I3B/P.

Kategorie II2E+3+: Geräte, die für Gase der Gruppe E der zweiten Familie und für Gase der dritten Familie
geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie für
die Kategorie I2E+. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben Bedingungen wie
für die Kategorie I3+.

Kategorie II2E+3P: Geräte, die für Gase der Gruppe E der zweiten Familie und für Gase der Gruppe P der
dritten Familie geeignet sind. Die Verwendung von Gasen der zweiten Familie erfolgt unter denselben Bedin-
gungen wie für die Kategorie I2E+. Die Verwendung von Gasen der dritten Familie erfolgt unter denselben
Bedingungen wie für die Kategorie I3P.

4.2.3 Kategorie III

Geräte der Kategorie III sind für die Verwendung von Gasen aus drei Familien geeignet.

Diese Kategorie findet keine allgemeine Verwendung.

Die in einigen Ländern zugelassenen Geräte der Kategorie III sind in A.3 angegeben.

4.3 Einteilung nach der Art der Abgasabführung


Geräte werden nach der Art der Abgasabführung und der Verbrennungsluftzufuhr in mehrere Typen eingeteilt.

Diese Norm gilt für:

a) Bauart B: Gerät, vorgesehen für den Anschluss an eine Anlage zur Abführung der Abgase außerhalb
des Aufstellungsraumes. Die Verbrennungsluft wird direkt dem Aufstellungsraum entzogen.

1) Bauart B1: Gerät der Bauart B, das mit einer Strömungssicherung ausgerüstet ist;

2) Bauart B2: Gerät der Bauart B, das nicht mit einer Strömungssicherung ausgerüstet ist;

3) Bauart B4: Gerät der Bauart B, das mit einer Strömungssicherung ausgerüstet ist und das über den
Abgasstutzen an eine Windschutzeinrichtung angeschlossen werden kann;

4) Bauart B5: Gerät der Bauart B, das nicht mit einer Strömungssicherung ausgerüstet ist und das über
den Abgasstutzen an eine Windschutzeinrichtung angeschlossen werden kann;

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5) Bauart B12: Gerät der Bauart B1 für natürlichen Zug mit einem Gebläse nach der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher und vor der Strömungssicherung;

6) Bauart B13: Gerät der Bauart B1 für natürlichen Zug mit einem Gebläse vor der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher;

7) Bauart B14: Gerät der Bauart B1 mit eingebautem Gebläse sowohl nach der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher und nach der Strömungssicherung;

8) Bauart B22: Gerät der Bauart B2, mit eingebautem Gebläse nach der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

9) Bauart B23: Gerät der Bauart B2 mit eingebautem Gebläse vor der Verbrennungskammer/dem Wär-
metauscher;

10) Bauart B42: Gerät der Bauart B4 für natürlichen Zug mit einem Gebläse nach der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher und vor der Strömungssicherung;

11) Bauart B43: Gerät der Bauart B4 für natürlichen Zug mit einem Gebläse vor der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher;

12) Bauart B44: Gerät der Bauart B4 mit eingebautem Gebläse sowohl nach der Verbrennungskam-
mer/dem Wärmetauscher und nach der Strömungssicherung;

13) Bauart B52: Gerät der Bauart B5 mit eingebautem Gebläse nach der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

14) Bauart B53: Gerät der Bauart B5 mit eingebautem Gebläse vor der Verbrennungskammer/dem Wär-
metauscher.

ANMERKUNG 1 Siehe Anhang B.1 für die aufgeführten Bauarten der Geräte.

b) Bauart C: Ein Gerät, dessen Abgasweg (Luftzufuhr, Brennkammer, Wärmetauscher, Abgasabführung)


gegenüber dem Aufstellungsraum geschlossen ist.

Diese Norm gilt für:

1) Bauart C1: Gerät der Bauart C für den Anschluss mittels senkrechter Verbrennungsluftzu-/Abgas-
abführungen an eine an der Außenwand senkrecht angebrachte Windschutzeinrichtung, die dem
Brenner Frischluft zuführt und die Abgase nach außen abführt, und zwar durch Öffnungen, die
entweder konzentrisch oder nahe genug sind, um unter die gleichen Windbedingungen zu fallen;

2) Bauart C3: Gerät der Bauart C für den Anschluss mittels waagerechter Verbrennungsluftzu-/Abgas-
abführungen an eine an der Außenwand angebrachte Windschutzeinrichtung, die dem Brenner
Frischluft zuführt und die Abgase nach außen abführt, und zwar durch Öffnungen, die entweder kon-
zentrisch oder nahe genug sind, um unter die gleichen Windbedingungen zu fallen;

3) Bauart C6: Gerät der Bauart C, das dafür ausgelegt ist, an ein gesondert geprüftes und vermarktetes
System angeschlossen zu werden. Ein System für die Zufuhr der Verbrennungsluft und die Abfüh-
rung der Abgase;

4) Bauart C12: Ein Gerät der Bauart C1 mit eingebautem Gebläse nach der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

5) Bauart C13: Ein Gerät der Bauart C1 mit eingebautem Gebläse vor der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

6) Bauart C32: Ein Gerät der Bauart C3 mit eingebautem Gebläse nach der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

7) Bauart C33: Ein Gerät der Bauart C3 mit eingebautem Gebläse vor der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

8) Bauart C62: Ein Gerät der Bauart C6 mit eingebautem Gebläse nach der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher;

9) Bauart C63: Ein Gerät der Bauart C6 mit eingebautem Gebläse vor der Verbrennungskammer/dem
Wärmetauscher.

ANMERKUNG 2 Siehe Anhang B.2 für die aufgeführten Bauarten der Geräte.

5 Bau- und Konstruktionsanforderungen

5.1 Allgemeines

5.1.1 Umstellung auf andere Gase

Die einzig akzeptablen Maßnahmen bei der Umstellung von einem Gas einer Gruppe oder Familie auf ein
Gas einer anderen Gruppe oder Familie und/oder bei der Anpassung an verschiedene Gasverteilungsdrücke
werden im Folgenden für jede Kategorie angeführt.

Es wird empfohlen, dass diese Maßnahmen möglich sein sollten, ohne das Gerät von seinen Anschlüssen ab-
nehmen zu müssen.

5.1.1.1 Kategorie I

a) Kategorien I2H, I2L, I2E, I2E+: keine Änderung am Gerät;

b) Kategorie I3B/P: keine Änderung am Gerät;

c) Kategorie I3+: Auswechseln von Düsen oder Vordrosseln, jedoch ausschließlich zur Umstellung von
einem Druckpaar auf ein anderes, z. B. von 28–30 mbar/37 mbar auf 50 mbar/67 mbar oder umgekehrt.
Zusätzlich ist es erlaubt, die Primärluft anzupassen, um von Butan auf Propan oder umgekehrt zu
wechseln;

d) Kategorie I3P: keine Änderung wegen Umstellung auf ein anderes Gas. Bei Anpassung an einen ande-
ren Gasanschlussdruck, Düsen auswechseln und Gasdurchfluss nachstellen.

5.1.1.2 Kategorie II

5.1.1.2.1 Gerätekategorien, die für die Verwendung von Gasen der ersten und zweiten Familie
geeignet sind

Einstellen des Gasdurchflusses und, falls erforderlich, Auswechseln von Düsen, Vordrosseln oder Druck-
reglern.

Einstellen des Gasdurchflusses der Zündbrenner, entweder mittels einer Einstelleinrichtung oder durch Aus-
wechseln von Düsen oder Vordrosseln und, falls erforderlich, durch Auswechseln ganzer Zündbrenner oder
einiger ihrer Teile.

Außerbetriebnahme des Druckreglers unter den in 5.2.5 angegebenen Bedingungen.

Außerbetriebnahme von Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss unter den in 5.2.2.2 angegebenen
Bedingungen.

Das Einstellen oder das Auswechseln von Bauteilen ist nur bei der Umstellung von einem Gas der ersten
Familie auf ein Gas der zweiten Familie oder umgekehrt zulässig.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.1.1.2.2 Gerätekategorien, die für die Verwendung von Gasen der zweiten und dritten Familie
geeignet sind

Einstellen des Gasdurchflusses und, falls erforderlich, Auswechseln von Düsen, Vordrosseln oder Druck-
reglern.

Einstellen des Gasdurchflusses der Zündbrenner, entweder mittels einer Einstelleinrichtung oder durch Aus-
wechseln von Düsen oder Vordrosseln und, falls erforderlich, durch Auswechseln ganzer Zündbrenner oder
einiger ihrer Teile.

Außerbetriebnahme des Druckreglers unter den in 5.2.5 angegebenen Bedingungen.

Außerbetriebnahme von Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss unter den in 5.2.2.2 angegebenen
Bedingungen.

Das Einstellen oder das Auswechseln von Bauteilen ist nur zulässig:

a) bei der Umstellung von einem Gas der zweiten Familie auf ein Gas der dritten Familie oder umgekehrt;

b) bei der Umstellung von einem Butan/Propan-Druckpaar auf ein anderes (z. B. 28–30/37 mbar auf
50/67 mbar oder umgekehrt).

5.1.1.3 Kategorie III

Die in den jeweiligen Ländern zugelassenen Geräte der Kategorie III sind in A.3.3 und A.3.4 angeführt.

5.1.2 Werkstoffe und Bauweise

Wenn das Gerät gemäß den Anleitungen des Herstellers installiert wurde, müssen alle Bauteile einschließlich
des POCED bei den Geräten der Bauarten B4 und B5 den mechanischen, chemischen und thermischen Ein-
wirkungen, die während des Betriebs unter üblichen Betriebsbedingungen auftreten können, widerstehen
können.

Das Gerät muss außerdem so ausgelegt sein, dass sich bei der durch die Regeleinrichtungen regulierten
Betriebstemperatur kein Kondensat bildet.

Wenn beim Anlauf Kondensation vorkommt, darf sie nicht die Funktionssicherheit beeinträchtigen. Ausge-
nommen beim Ausgang des Abgassystems darf Kondensat nicht aus dem Gerät tropfen.

Kupfer darf für Gas führende Teile nicht verwendet werden, wenn seine Temperatur aller Wahrscheinlichkeit
nach 100 °C übersteigt.

Asbest oder asbesthaltige Werkstoffe sind nicht zulässig.

Für Gas führende Teile darf kein Lötmittel verwendet werden, das nach der Auftragung einen Schmelzpunkt
unter 450 °C hat.

Falls zutreffend, müssen die für das Gerät verwendeten Werkstoffe nicht brennbar sein und die Anforde-
rungen von ISO 1182:1990 erfüllen.

5.1.3 Zugänglichkeit für Wartung und Gebrauch

Teile, die konstruktionsgemäß für Wartungs- oder Reinigungszwecke herausgenommen werden können,
müssen leicht zugänglich sein sowie einfach richtig und nur schwer falsch zu montieren sein. Es muss un-
möglich sein, Teile falsch zu montieren, bei denen falsches Montieren einen gefährlichen Zustand herbei-
führen oder zu Schäden am Gerät und dessen Regeleinrichtungen führen kann.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Die Verbrennungskammer und die Teile, die mit Abgasen in Berührung kommen, müssen ohne Spezial-
werkzeuge zu reinigen sein, es sei denn, diese werden als notwendige Zubehörteile mit dem Gerät mit-
geliefert.

Alle Griffe, Tasten usw., die für den üblichen Gebrauch des Gerätes erforderlich sind, müssen zugänglich
sein, ohne dass Teile des Gehäuses entfernt zu werden brauchen. Das Öffnen einer Tür zu diesem Zweck ist
zulässig.

Strukturelle Teile, die bei Gebrauch und Wartung zugänglich sind, dürfen keine scharfen Kanten und Ecken
aufweisen, die bei Gebrauch oder Wartung Schäden oder Verletzungen verursachen könnten.

Wand-, Decken- oder Bodenteile, die für Wartungszwecke üblicherweise entfernt werden, sind mit einer Arretie-
rung zu versehen, wenn das Gerät mehr als 1,8 m über dem Boden, gemessen von der Unterseite des Gerä-
tes, aufgestellt werden soll. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn entsprechend geeignete Scharniere
angebracht sind.

Die Abgase dürfen nicht in das Luftverteilungssystem hineingezogen werden, wenn die Platten für den Zugang
des Benutzers entfernt sind.

5.1.4 Wärmedämmung

Alle verwendeten Wärmedämmstoffe müssen unter Wärmeeinwirkung und Alterung ihre Wärmedämmeigen-
schaften erhalten. Die Wärmedämmung muss den unter üblichen Umständen zu erwartenden thermischen
und mechanischen Beanspruchungen widerstehen. Die Wärmedämmung muss nichtbrennbar, sicher ange-
bracht und vor mechanischer Beschädigung, Kondensat und Ungeziefer geschützt sein.

5.1.5 Gasanschlussverbindung

Die Gasanschlussverbindung des Gerätes muss zugänglich sein.

Der Spielraum um die Anschlussverbindung herum muss, falls erforderlich, nach Entfernen der Ummantelung,
ausreichen, um mit den für die Herstellung der Verbindung erforderlichen Werkzeugen arbeiten zu können.
Alle Anschlüsse müssen ohne Spezialwerkzeuge hergestellt werden können.

Es muss möglich sein, das Gerät mit starren metallischen Mitteln an die Gasversorgung anzuschließen.

Wenn das Gerät einen Gewindeanschluss hat, muss das Gewinde den Anforderungen von ISO 228-1:1994
oder ISO 7-1 entsprechen. Bei Gewinden nach ISO 228-1:1994 muss das Ende des Gerätegasanschlusses
flach genug sein, um einen Dichtungsring anbringen zu können.

Werden Flansche verwendet, so haben diese den Anforderungen von ISO 7005-1, ISO 7005-2 oder
ISO 7005-3 je nach Zutreffen zu entsprechen, und der Gerätehersteller muss die Gegenflansche und
Dichtungen mitliefern.

Die in den einzelnen Ländern geltenden Gasanschlussverbindungen sind in A.6 angeführt.

5.1.6 Dichtheit

5.1.6.1 Dichtheit des Gasweges

Öffnungen für Schrauben, Bolzen usw., die zum Zusammenbau von Bauteilen dienen, dürfen nicht in Gas
führende Räume münden. Die Wanddicke zwischen Bohrungen und Gas führenden Räumen muss mindes-
tens 1 mm betragen.

Die Dichtheit aller Gas führenden Teile mit ihren Verbindungen, die aller Wahrscheinlichkeit nach für die
übliche Wartung vor Ort ausgebaut werden müssen, ist nur mittels mechanischer Dichtungen sicherzustellen
z. B. durch Metall-auf-Metall-Dichtungen, Packungen oder Runddichtungen. Dichtungsmittel, wie z. B. Band,

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Pasten oder Flüssigkeiten, dürfen nicht verwendet werden. Die Dichtheit muss auch nach Ausbau und
erneutem Zusammenbau aufrechterhalten werden.

Die vorgenannten Dichtungsmaterialien dürfen jedoch für bleibende Verbindungen eingesetzt werden. Diese
Dichtungsmaterialien müssen unter den üblichen Betriebsbedingungen des Gerätes wirksam bleiben.

5.1.6.2 Dichtheit des Abgasweges

Die Dichtheit des Abgasweges darf nur so erreicht werden, dass sie sich unter den üblichen Bedienungs- und
Wartungsbedingungen nicht verschlechtert.

Insbesondere muss die Dichtheit der Teile, die aller Wahrscheinlichkeit nach während der üblichen Wartung
ausgebaut werden müssen, mit mechanischen Mitteln erreicht werden.

5.1.7 Verbrennungsluftzufuhr und Abgasabführung

5.1.7.1 Allgemeines

Alle Geräte sind so zu konstruieren, dass die Verbrennungsluftzufuhr während des Zündvorgangs und im
gesamten Bereich möglicher, vom Hersteller angegebener, Wärmebelastungen ausreichend ist.

Öffnungen für die Zufuhr von Primärluft müssen Maße von mehr als 4 mm haben.

5.1.7.2 Verbrennungsluftstutzen des Gerätes

5.1.7.2.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

Der Querschnitt der Verbrennungsluftwege zum Gerät darf nicht einstellbar sein.

5.1.7.2.2 Andere Geräte der Bauarten B und C

Alle Geräte dieser Typen müssen mit einer Vorrichtung zur Überwachung der angemessenen Verbrennungs-
luftversorgung während der Vorspülung und des Brennerbetriebs ausgerüstet sein. Die Einstellung der Ver-
brennungsluft kann von Hand oder automatisch erfolgen. Das Verfahren zur Einstellung etwaiger Luftklappen
oder anderer Regeleinrichtungen für die Verbrennungsluft muss in den Installations- und Einstellungs-
anleitungen des Herstellers deutlich beschrieben werden.

5.1.7.3 Abgasstutzen des Gerätes

Der Querschnitt des Abgasstutzens des Gerätes darf nicht einstellbar sein.

Ein Berührungsschutz ist gemäß den nationalen, in den einzelnen Mitgliedstaaten geltenden Vorschriften
vorzusehen.

Wenn das Gerät ein POCED (Bauart B4, B5, C1 und C3) hat, das dafür geeignet ist, nach den Anleitungen des
Herstellers so eingebaut zu werden, dass sein Abgasstutzen, wenn er an die mit dem Gerät gelieferten
Windschutzeinrichtung nach den Anleitungen des Herstellers so angeschlossen ist und um mehr als 1,5 m
aus der Gebäudehülle herausragt, dann darf diese Leitung zusammen mit den Leitungen für die Luftzuführung
(Geräte der Bauarten C1 und C3) sich nicht dauerhaft verformen bei der Windbelastungsprüfung nach
EN 1859:2000, 4.3.2.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.1.7.3.1 Geräte der Bauarten B12, B13 und B14

5.1.7.3.1.1 Alle Geräte

Der Abgasstutzen muss zum Einschieben sein und, falls erforderlich, mit einem mit dem Gerät mitgelieferten
Adapter die Verbindung mit einem Abgasrohr ermöglichen, dessen Durchmesser den gültigen Regeln des
Landes entspricht, in dem das Gerät installiert werden soll (siehe A.7).

Der Innendurchmesser des Abgasstutzens muss so bemessen sein, dass die Betriebsanforderungen erfüllt
werden.

Es muss möglich sein, ein Abgasrohr mit einem Außendurchmesser (D 2) mm auf eine Länge von mindes-
tens D/4 einzuschieben, jedoch nicht so weit, dass die Abgasabführung beeinträchtigt wird. Bei senkrechtem
Anschluss kann die Einschublänge bei Geräten mit einer Wärmebelastung ! 70 kW jedoch auf 15 mm
verkürzt werden; bei Geräten mit einer Wärmebelastung " 70 kW auf 25 mm.

ANMERKUNG D ist der Außendurchmesser des Abgasrohres.

5.1.7.3.1.2 Zusätzliche Anforderungen an Geräte der Bauart B14

Der Hersteller hat den minimalen und maximalen Äquivalenzwiderstand anzugeben. Die Anleitungen des
Herstellers müssen Einzelheiten für die Berechnung des Äquivalenzwiderstands enthalten, z. B. die Zugaben
für Krümmungen usw.

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr vorgesehen ist, hat der Hersteller geeignete
Vorrichtungen zum Schutz des Gebläses vor Beschädigung durch in das Abgasrohr fallende Gegenstände
anzugeben.

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Außenwandmündung vorgesehen ist, hat der
Hersteller entweder eine Windschutzeinrichtung mitzuliefern oder den zu verwendenden Mündungstyp
anzugeben. Diese Windschutzeinrichtung muss so konstruiert sein, dass eine Kugel mit einem Durchmesser
von 16 mm, auf die ein Druck von 5 N ausgeübt wird, nicht eindringen kann. Die Abgasführung muss so
konstruiert sein, dass jedes Kondenswasser, das sich bildet, wenn das Gerät vom Kaltzustand aus betrieben
wird, entweder aufgefangen und später verdampft oder in genügendem Abstand von der Wand abgelassen
wird.

5.1.7.3.2 Geräte der Bauarten B22 und B23

Der Abgasstutzen muss zum Einschieben sein und, falls erforderlich, mit einem mit dem Gerät mitgelieferten
Adapter die Verbindung mit einem Abgasrohr ermöglichen, dessen Durchmesser den gültigen Regeln des
Landes entspricht, in dem das Gerät installiert werden soll (siehe A.7).

Der Innendurchmesser des Abgasstutzens muss so bemessen sein, dass die Betriebsanforderungen erfüllt
werden.

Es muss möglich sein, ein Abgasrohr mit einem Außendurchmesser (D 2) mm auf eine Länge von mindes-
tens D/4 einzuschieben, jedoch nicht so weit, dass die Abgasabführung beeinträchtigt wird. Bei senkrechtem
Anschluss kann die Einschublänge bei Geräten mit einer Wärmebelastung ! 70 kW jedoch auf 15 mm
verkürzt werden; bei Geräten mit einer Wärmebelastung " 70 kW auf 25 mm.

ANMERKUNG D ist der Außendurchmesser des Abgasrohres.

Der Hersteller hat den minimalen und maximalen Äquivalenzwiderstand anzugeben. Die Anleitungen des
Herstellers müssen Einzelheiten für die Berechnung des Äquivalenzwiderstands enthalten, z. B. die Zugaben
für Krümmungen usw.

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Außenwandmündung vorgesehen ist, hat der
Hersteller entweder eine Windschutzeinrichtung mitzuliefern oder den zu verwendenden Mündungstyp

29
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

anzugeben. Diese Windschutzeinrichtung muss so konstruiert sein, dass eine Kugel mit einem Durchmesser
von 16 mm, auf die ein Druck von 5 N ausgeübt wird, nicht eindringen kann. Die Abgasführung muss so
konstruiert sein, dass jedes Kondenswasser, das sich bildet, wenn das Gerät vom Kaltzustand aus betrieben
wird, entweder aufgefangen und später verdampft oder in genügendem Abstand von der Wand abgelassen
wird.

5.1.7.3.3 Geräte der Bauarten B42, B43 und B44

5.1.7.3.3.1 Alle Geräte

Das POCED muss entweder vom Hersteller mit dem Gerät geliefert werden oder ist nach den Anleitungen
des Herstellers so zu bauen. Die Anleitungen des Herstellers müssen eine Beschreibung enthalten über die
Leitungen, einschließlich aller Bögen der Werkstoffe für die Konstruktion und aller kritischen Abmessungen
wie Länge, Durchmesser, Wandstärke, Einstecktiefe usw.

Der Hersteller hat den minimalen und maximalen Äquivalenzwiderstand anzugeben. Die Anleitungen des
Herstellers müssen Einzelheiten für die Berechnung des Äquivalenzwiderstands enthalten, z. B. die Zugaben
für Krümmungen usw.

5.1.7.3.3.2 Zusätzliche Anforderungen an Geräte der Bauart B44

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr vorgesehen ist, hat der Hersteller geeignete
Vorrichtungen zum Schutz des Gebläses vor Beschädigung durch in das Abgasrohr fallende Gegenstände
anzugeben.

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Außenwandmündung vorgesehen ist, hat der
Hersteller entweder eine Windschutzeinrichtung mitzuliefern oder den zu verwendenden Mündungstyp anzu-
geben. Diese Windschutzeinrichtung muss so konstruiert sein, dass eine Kugel mit einem Durchmesser von
16 mm, auf die ein Druck von 5 N ausgeübt wird, nicht eindringen kann. Die Abgasführung muss so
konstruiert sein, dass jedes Kondenswasser, das sich bildet, wenn das Gerät vom Kaltzustand aus betrieben
wird, entweder aufgefangen und später verdampft oder in genügendem Abstand von der Wand abgelassen
wird.

5.1.7.3.4 Geräte der Bauarten B52 und B53

Das POCED muss entweder vom Hersteller mit dem Gerät geliefert werden oder ist nach den Anleitungen
des Herstellers so zu bauen. Die Anleitungen des Herstellers müssen eine Beschreibung enthalten über die
Leitungen, einschließlich aller Bögen der Werkstoffe für die Konstruktion und aller kritischen Abmessungen
wie Länge, Durchmesser, Wandstärke Einstecktiefe usw.

Der Hersteller hat den minimalen und maximalen Äquivalenzwiderstand anzugeben. Die Anleitungen des
Herstellers müssen Einzelheiten für die Berechnung des Äquivalenzwiderstands enthalten, z. B. die Zugaben
für Krümmungen usw.

Wenn das Gerät für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Außenwandmündung vorgesehen ist, hat der
Hersteller entweder eine Windschutzeinrichtung mitzuliefern oder den zu verwendenden Mündungstyp
anzugeben. Diese Windschutzeinrichtung muss so konstruiert sein, dass eine Kugel mit einem Durchmesser
von 16 mm, auf die ein Druck von 5 N ausgeübt wird, nicht eindringen kann. Die Abgasführung muss so
konstruiert sein, dass jedes Kondenswasser, das sich bildet, wenn das Gerät vom Kaltzustand aus betrieben
wird, entweder aufgefangen und später verdampft oder in genügendem Abstand von der Wand abgelassen
wird.

5.1.7.3.5 Geräte der Bauarten C12, C13, C32 und C33

Der Gerätehersteller hat der Prüfstelle die Windschutzeinrichtung und alle benötigten Zuluft-/Abgasrohre zu
liefern.

Der Hersteller hat die minimalen und maximalen Äquivalenzwiderstände der zu verwendenden Rohre anzu-
geben.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Die Windschutzeinrichtung muss so ausgelegt sein, dass ein Eindringen von Regen oder Schnee in das Gerät
oder den Gebäudekörper verhindert wird. Sämtliche Öffnungen auf der Oberfläche der Windschutzeinrichtung
dürfen eine Kugel mit einem Durchmesser von 16 mm, auf die ein Druck von 5 N ausgeübt wird, nicht
durchlassen. Wenn die Wirksamkeit der Windschutzeinrichtung von dem Vorhandensein einer Kammer
innerhalb der Wand abhängt, ist die Verkleidung der Kammer mit dem Gerät mitzuliefern.

Jedes Kondenswasser, das sich bildet, wenn das Gerät vom Kaltzustand aus betrieben wird, muss entweder
aufgefangen und später verdampft oder in genügendem Abstand von der Wand abgelassen werden.

Wenn das Gerät mit separaten Zuluft- und Abgasrohren ausgerüstet ist, muss die Öffnung dieser Rohre so
angeordnet werden, dass der Abstand zwischen den Mittellinien der Rohre nicht größer ist als 3 D m (wobei D m
das Mittel der Außendurchmesser des Zuluft- und Abgasrohres ist).

5.1.7.3.6 Geräte der Bauarten C62 und C63

Der Hersteller hat in der Installationsanleitung darauf hinzuweisen, dass das Gerät ausschließlich mit einer
geeigneten C6-Windschutzeinrichtung installiert werden kann.

ANMERKUNG Die Anforderungen an die Beurteilung der Eignung von C6-Windschutzeinrichtungen sind in Anhang C
dieser Norm angeführt.

Außerdem hat der Hersteller die Druckdifferenz zwischen Zuluft- und Abgasstutzen anzugeben, die dem
höchstzulässigen Widerstand der für den Einbau vorgesehenen Abgasführung entspricht.

5.1.7.3.7 Für die Aufstellung im Freien bestimmte Geräte

Der Abgasstutzen muss so konstruiert und angeordnet werden, dass ein Verstopfen (z. B. durch Korrosions-
produkte, Luftinhaltsstoffe, Laub, Schnee usw.) ausgeschlossen ist und die Verfärbung angrenzender Flächen
auf das Minimum reduziert wird.

Ein in das Gerät integrierter Abgasstutzen muss gegen Eindringen von Regen oder Schnee geschützt sein.
Etwaige Öffnungen im Schutzgitter dürfen eine Kugel mit einem Durchmesser von 16 mm, auf die eine Kraft
von 5 N ausgeübt wird, nicht durchlassen.

5.1.8 Zufuhr und Verteilung von Luft zur Raumheizung

5.1.8.1 Zuluftstutzen

Wenn der Zuluftstutzen über Rohre mit dem Heizgerät verbunden werden soll, sind für den Zuluftstutzen des
Gerätes Flansch- oder Muffenverbindungen zu verwenden.

ANMERKUNG Falls notwendig, kann der Hersteller ein geeignetes Zwischenstück mitliefern, um diese Anforderung zu
erfüllen.

5.1.8.2 Abluftstutzen

Wenn ein rohrloses Heizgerät mit Richtjalousien ausgerüstet ist, muss das Gerät auch dann, wenn die Jalousien
so weit wie möglich (in der vom Hersteller angegebenen und gekennzeichneten Position) geschlossen sind,
zufrieden stellend arbeiten, das heißt, dass der Sicherheitstemperaturbegrenzer nicht ansprechen darf.

Die Abluftstutzen von Heizgeräten mit Rohren sind mit Flansch- oder Muffenverbindungen auszurüsten, um
die Verbindung mit Rohren oder flexiblen Anschlussstücken zu erleichtern.

ANMERKUNG Falls notwendig, kann der Hersteller ein geeignetes Zwischenstück mitliefern, um diese Anforderung zu
erfüllen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.1.9 Prüfung des Betriebszustandes

Der Installateur muss in der Lage sein, die Zündung und den einwandfreien Betrieb des (der) Brenner(s)
sowie die Länge der Flamme(n) des Zündbrenners, falls vorhanden, visuell zu beobachten. Zu diesem Zweck
darf eine kleine Tür geöffnet oder eine Ummantelung entfernt werden, vorausgesetzt, dass der Betrieb des
Brenners nicht gestört wird.

Erfolgt die Beobachtung durch ein Sichtloch, dann muss es, wenn es sich in einem Bereich mit hoher
Temperatur befindet, mit einem geeigneten Material, wie z. B. hitzebeständigem Hartglas, bedeckt und, falls
erforderlich, mit einem geeigneten hitzebeständigen Dichtungsmittel abgedichtet werden.

Wenn der Hauptbrenner jedoch seinen eigenen Flammenwächter hat, ist ein indirektes Beobachtungsmittel
zulässig (z. B. ein Anzeigelämpchen). Dieses indirekte Beobachtungsmittel darf nur für die Anzeige des
Vorhandenseins einer Flamme infolge einer erfolgreichen Zündung oder für die Anzeige des Nichtvorhan-
denseins einer Flamme infolge einer Zündstörung oder einer Störung des Flammenwächters bei der
Flammenüberwachung verwendet werden. Der Benutzer muss jederzeit prüfen können, gegebenenfalls durch
Öffnen einer kleinen Tür oder durch Abnehmen einer Abdeckplatte, ob das Gerät in Betrieb ist, und zwar
entweder durch Beobachtung der Flamme oder durch andere indirekte Mittel.

5.1.10 Elektrische Ausrüstung

Die elektrische Ausrüstung des Gerätes muss die jeweiligen Anforderungen von EN 60335-2-102,
EN 60730-1 und EN 61058-1 erfüllen.

Wenn das Gerät mit elektronischen Bauteilen oder Systemen ausgerüstet ist, die die Funktionssicherheit
sicherstellen, müssen hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit die in EN 298 festgelegten
Anforderungen erfüllt werden.

Wenn der Hersteller auf dem Typenschild den elektrischen Schutz des Gerätes angibt, muss diese Informa-
tion mit EN 60529 übereinstimmen und Folgendes umfassen:

a) den Schutz von Personen gegenüber der Berührung mit gefährlichen elektrischen Bauteilen innerhalb der
Geräteummantelung;

b) den Schutz der elektrischen Einrichtung innerhalb der Geräteummantelung gegenüber schädlichen
Einwirkungen durch Eindringen von Wasser.

5.1.11 Funktionssicherheit bei Schwankungen, Unterbrechung und Wiederkehr der Hilfsenergie

Eine Unterbrechung und nachfolgende Wiederkehr der Stromversorgung zu einem beliebigen Zeitpunkt beim
Anlauf oder Betrieb des Gerätes müssen Folgendes herbeiführen:

a) den fortgesetzten sicheren Betrieb; oder

b) eine Sicherheitsabschaltung; oder

c) eine gesperrte oder auflösbare Verriegelung.

Eine Unterbrechung und nachfolgende Wiederkehr der Stromversorgung darf keinen gesperrten Verriege-
lungszustand übergehen.

ANMERKUNG Anforderungen und Prüfmethoden hinsichtlich des fortgesetzten und sicheren Betriebs des Gerätes im
Falle von normalen und anormalen Schwankungen der Hilfsenergie sind in 6.1.5.1 und 7.3.5.3.4 angegeben.

5.1.12 Motoren und Gebläse

Die Drehrichtung von Gebläsen ist deutlich anzuzeigen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Motoren und Gebläse, einschließlich etwaiger Antriebsriemen, müssen durch geeignete Schutzeinrichtungen,
Schutzschirme oder Schutzsiebe von angemessener Größe, Stärke und Haltbarkeit so geschützt werden,
dass sie nicht versehentlich berührt werden können (siehe auch EN 60529:1991, Code IP 20). Die Entfernung
solcher Schutzeinrichtungen, Schutzschirme oder Schutzsiebe darf nur mit handelsüblichem Werkzeug mög-
lich sein.

Es müssen Mittel vorgesehen sein, die die Einstellung der Riemenspannung erleichtern. Zugang zu diesen
Mitteln darf nur mit handelsüblichen Werkzeugen möglich sein.

Motoren und Gebläse müssen so eingebaut werden, dass Lärm und Vibrationen auf ein Minimum beschränkt
bleiben.

Wenn Schmierstellen vorgesehen sind, müssen diese leicht zugänglich sein.

5.2 Einstell-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen

5.2.1 Allgemeines

Das Funktionieren von Regeleinrichtungen darf das Funktionieren von Sicherheitsvorrichtungen nicht über-
gehen.

Alle Regel- und Sicherheitseinrichtungen müssen für den Gebrauch in dem vom Gerätehersteller festgelegten
Bereich der Umgebungstemperaturen ausgelegt sein (siehe 7.4.2).

Alle in 5.2 beschriebenen Einrichtungen oder das Mehrfachstellgerät, in das sie gegebenenfalls eingebaut
werden können, müssen entfernt oder ausgewechselt werden können, wenn dies zu Reinigungszwecken oder
zum Auswechseln der Einrichtung notwendig ist. Einstelleinrichtungen dürfen nicht verwechselbar sein, wenn
dies zu Unsicherheiten führen könnte.

Wenn mehrere Bedienungs- oder Regelknöpfe (Hähne, Temperaturregler usw.) vorhanden sind, dürfen diese
nicht untereinander austauschbar sein, wenn dies zu Unsicherheiten führen könnte, oder es muss ihre
Funktion deutlich auf ihnen angegeben sein.

Bei Geräten mit Leitungen müssen die Gasanschlussverbindungen außerhalb der Luftzufuhrleitung angeord-
net werden, um ein Eindringen von Gas in das Leitungssystem zu verhindern.

Wenn Gas führende Verbindungen in einem separaten Raum des Gerätes eingeschlossen sind, muss der
Raum oben und unten mit angemessenen Lüftungsöffnungen von gleicher Größe versehen sein.

Die Lüftungsöffnungen müssen eine gesamte Öffnungsfläche 2 % der größten Fläche des Raumes haben.

Die Lüftungsöffnungen sind so anzuordnen, dass sie nicht durch Fremdkörper, Vögel usw. verstopft werden
können.

5.2.2 Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss und Bereichsregler

5.2.2.1 Gemeinsame Anforderungen

Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss und Bereichsregler müssen konstruktionsgemäß gegen ver-
sehentliche Fehleinstellungen durch den Benutzer nach der Installation und Inbetriebnahme geschützt sein.
Es muss möglich sein, sie nach der Einstellung zu versiegeln (z. B. mit Farbe) Das verwendete Siegelmaterial
muss gegen die Hitze, der es bei normalen Betriebsbedingungen des Gerätes ausgesetzt ist, beständig sein.
Die Einstellschrauben der Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss und der Bereichsregler sind so
anzuordnen, dass sie nicht in die Gaswege fallen können.

Die Dichtheit der Gas führenden Teile darf durch die Anwesenheit von Voreinstelleinrichtungen für den
Gasdurchfluss und Bereichsreglern nicht beeinträchtigt werden.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.2.2.2 Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss

Geräte der Kategorien I2H, I2L, I2E, I2E+, I3B/P, I3P, II2H3B/P, II2H3+, II2H3P, II2L3B/P, II2E3B/P, II2E+3+ und II2E+3P
dürfen nicht mit Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss ausgerüstet werden. Druckgeregelte Geräte
all dieser Kategorien mit Ausnahme von Kategorie II2E+3+ dürfen jedoch mit einer Voreinstelleinrichtung für
den Gasdurchfluss versehen sein, die aus einer regelbaren Schraube am Gasregler besteht.

Geräte der Kategorie II1a2H für Gase der ersten Familie müssen eine Voreinstelleinrichtung für den Gas-
durchfluss haben.

Bei Geräten in den Kategorien II2H3+ und II2E+3+, die mit einer Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss
ausgerüstet sind, muss es möglich sein, diese Einrichtungen außer Betrieb zu setzen, wenn diese Geräte mit
Gasen der dritten Familie betrieben werden. Das gilt auch für Geräte der Kategorie II1a2H, wenn sie mit einem
Gas der zweiten Familie versorgt werden. Bei Geräten der Kategorie II2E+3P, die mit einer Voreinstell-
einrichtung für den Gasdurchfluss ausgestattet sind, muss es möglich sein, diese Einrichtungen ganz oder
teilweise (siehe 5.2.5) außer Betrieb zu setzen, wenn sie mit einem Gas der zweiten Familie betrieben
werden.

Die Voreinstelleinrichtungen dürfen nur mit Hilfe eines Werkzeugs einstellbar sein und müssen in Betriebs-
stellung festgestellt werden können.

5.2.2.3 Bereichsregler

Ein Bereichsregler an einem Gerät ist wahlweise.

Bei Geräten der Kategorie II1a2H können die Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss und der Bereichs-
regler ein und dieselbe Vorrichtung sein. Wenn die Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss jedoch für
den Betrieb des Gerätes mit einem Gas der zweiten Familie ganz oder teilweise versiegelt werden muss, darf
die Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss oder sein versiegelter Teil vom Installateur nicht mehr als
Bereichsregler verwendet werden.

5.2.3 Lufteinstelleinrichtung

Eventuell vorhandene Einstelleinrichtungen für die Primärluft müssen vom Hersteller voreingestellt und
versiegelt werden, um unbefugtes Eingreifen zu verhindern.

Wenn das Gerät mit einer anderen Einrichtung für die Einstellung des Querschnitts der Zuluftrohre zum Gerät
ausgerüstet ist, muss diese Einstelleinrichtung so konstruiert sein, dass sie nach der Einstellung gemäß den
Anleitungen des Herstellers festgestellt und versiegelt werden kann.

5.2.4 Handbetätigte Regeleinrichtungen

5.2.4.1 Anwendung

Handbetätigte Ventile, Drucktasten oder elektrische Schalter, die für den üblichen Betrieb und die Inbetrieb-
nahme des Gerätes unerlässlich sind, sind entweder mit dem Gerät mitzuliefern oder, wenn sie kein integrie-
render Bestandteil des Gerätes sind, in den Installationsanweisungen des Herstellers anzugeben.

5.2.4.2 Handbetätigte Absperrventile (ausgenommen die in ein Mehrfachstellgerät eingebauten


Ventile)

Separate handbetätigte Absperrventile müssen vom 90°-Dreh-Typ sein.

Separate handbetätigte Absperrventile müssen so ausgelegt und angeordnet sein, dass eine versehentliche
Betätigung ausgeschlossen ist, dass sie aber, falls notwendig, leicht zu betätigen sind. Sie müssen so aus-
gelegt sein, dass die „OFFEN“- und „GESCHLOSSEN“-Stellung im Betriebszustand leicht zu unterscheiden
sind.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Wenn ein Gerät mit einem Absperrventil als integralem Bestandteil des Gerätes ausgerüstet ist, muss es bei
einem Druck betrieben werden können, der 1,5-mal so groß ist wie der maximale Anschlussdruck, und leicht
zugänglich sein.

Handbetätigte Absperrventile, die ausschließlich für die „OFFEN“- und „GESCHLOSSEN“-Stellung verwendet
werden, müssen einen festen Anschlag in der „OFFEN“- und „GESCHLOSSEN“-Stellung haben.

5.2.5 Druckregler

Druckregler müssen den Anforderungen von EN 88-1 entsprechen.

Geräte der Kategorien I2H, I2E, I3B/P, I3P, II1a2H, II2H3B/P, II2H3+, II2H3P, II2E+3B/P und II2E+3P müssen mit einem
Druckregler ausgerüstet sein.

Geräte der Kategorien I2L und II2L3B/P können mit einem Druckregler ausgerüstet sein.

Geräte der Kategorien I2E+ und II2E+3+ dürfen mit einem Druckregler ausgerüstet sein. Der Druckregler, falls
vorhanden, darf jedoch nicht im Bereich der beiden üblichen Drücke des Druckpaares der zweiten Familie,
d. h. 20–25 mbar, wirksam sein.

Bei Geräten der Kategorien II2H3+ und II2E+3+ muss der Druckregler, falls vorhanden, außer Betrieb
genommen werden können, wenn sie mit Gasen der dritten Familie betrieben werden. Bei Geräten der
Kategorien II2E+3+ und II2E+3P muss es möglich sein, den Druckregler ganz oder teilweise außer Betrieb zu
nehmen, wenn sie so mit Gasen der zweiten Familie betrieben werden, dass sie im Bereich der beiden
üblichen Drücke des Druckpaares der zweiten Familie, d. h. 20–25 mbar, nicht wirksam sind.

Wenn ein Gas-Druckregler eingebaut ist, muss er die Gaszufuhr zum Hauptbrenner und zu allen Zündbrennern
mit einer Wärmebelastung von mehr als 2 kW regeln.
ANMERKUNG Separate Druckregler für den Hauptbrenner und den Zündbrenner sind zulässig.

Die Konstruktion und Zugänglichkeit des Druckreglers müssen sicherstellen, dass eine Einstellung oder
Außerbetriebnahme für eine Umstellung auf ein anderes Gas leicht vorgenommen werden kann. Allerdings
müssen Vorkehrungen getroffen werden, um jeglichen unbefugten Eingriff in die Einrichtung zu erschweren.

5.2.6 Mehrfachstellgeräte

Alle Mehrfachstellgeräte müssen die Anforderungen von EN 126 erfüllen.

5.2.7 Zündsicherungen

Wärmeempfindliche Zündsicherungen müssen die Anforderungen von EN 125 erfüllen.

5.2.8 Automatische Absperrventile

5.2.8.1 Allgemeine Anforderungen

Automatische Absperrventile müssen die Anforderungen von EN 161 erfüllen.

In 5.2.8.2 sind die Mindestanforderungen an Absperrventile aufgelistet.

5.2.8.2 Anwendung

5.2.8.2.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

5.2.8.2.1.1 Geräte mit einer Startgasflamme

Die gesamte Gaszufuhr muss von den automatischen Absperrventilen, die in Reihe in der Gasleitung ange-
ordnet sind und einer in Tabelle 2 angegebenen Klasse entsprechen, überwacht werden.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle 2 — Mindestanforderungen an Absperrventile für Geräte der Bauart B14

Erforderliche Absperrventile für das Erforderliche Absperrventile für das


Hauptgas Startgas
Wärmebelastung
Nichtautomatische Automatische Nichtautomatische Automatische
Systeme Systeme Systeme Systeme

1 Klasse C plus 1 Klasse B plus 1 Klasse Bc plus


135 kW und kleiner 1 Klasse Cb
1 Klasse Da 1 Klasse De 1 Klasse Dd, e
zwischen 1 Klasse B plus 1 Klasse B plus 1 Klasse Bc plus
1 Klasse Bc
135 kW und 300 kW 1 Klasse C 1 Klasse C 1 Klasse Dd, e
a Dieses Ventil der Klasse D muss eine Dichtkraft von mindestens 1 N je Meter haben. Die Dichtkraft wird aus der Federkraft in der
geschlossenen Stellung, dividiert durch den Umfang bzw. die Länge der Dichtfläche, berechnet.
b Dieses Absperrventil darf durch eine thermoelektrische Zündsicherung ersetzt werden, die die Anforderungen von EN 125 erfüllt
und deren Dichtkraft mindestens ebenso groß ist wie die eines Absperrventils der Klasse C, die die Anforderungen von
EN 161:1991 erfüllt.
c Dieses Absperrventil darf das Absperrventil der Klasse B sein, das die Hauptgaszufuhr regelt.
d Dieses Absperrventil der Klasse D ist nicht erforderlich, wenn der Startgasdurchfluss, abhängig von der Wärmebelastung des
Gerätes (siehe 5.6.1.1) entweder 0,6 kW oder 1 % der Nennwärmebelastung des Hauptbrenners bis zu einem Maximum von
1,5 kW, je nach Zutreffen, übersteigt.
e Wenn ein Absperrventil der Klasse D in automatischen Systemen Einsatz findet, muss ein Filter verwendet werden, dessen
Siebweite eine 0,2-mm-Stiftlehre nicht durchlässt. Dieses Filter muss vor dem Absperrventil angeordnet werden.

ANMERKUNG Zurzeit gilt der Entwurf dieses Dokuments für Geräte, die einer Baumusterprüfung unterzogen werden.
Für größere Geräte, die keiner Baumusterprüfung unterzogen werden, sind die Anforderungen an Absperrventile noch
weiter zu überlegen.

5.2.8.2.1.2 Geräte mit direkter Zündung des Hauptbrenners

Diese Geräte (siehe 5.6.2) müssen mit zwei in Serie in der Gasleitung angeordneten automatischen Absperr-
ventilen ausgerüstet sein. Ein Absperrventil muss mindestens Klasse B, das andere mindestens Klasse D
sein.

5.2.8.2.1.3 Geräte der Bauarten B12, B22, B42, B52, C12, C32, C62 und Geräte zur Aufstellung im
Freien mit einem Gebläse im Verbrennungskreislauf hinter der Brennkammer/dem
Wärmetauscher

Jede Hauptgaszufuhr muss von zwei in Reihe geschalteten automatischen Absperrventilen überwacht werden
(siehe Tabelle 3). Bei Geräten mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW muss das eine
Absperrventil mindestens Klasse B und das andere entweder Klasse B, C oder D sein. Bei Geräten mit einer
Wärmebelastung größer als 135 kW müssen die beiden Absperrventile mindestens Klasse B sein.

Wenn der Hauptbrenner mittels einer Startgasflamme gezündet wird, muss die Startgaszufuhr entweder:

a) von einem nachgelagerten automatischen Absperrventil für das Hauptgas mit Startgasdurchflussregelung
überwacht werden. Dieses Absperrventil muss mit einer Vorrichtung ausgerüstet sein, mit der der Start-
gasdurchfluss so eingestellt werden kann, dass die während der Startgas-Zündperiode verfügbare Ener-
gie den in 5.6 angegebenen Wert nicht überschreiten kann; oder

b) von mindestens einem automatischen Absperrventil der Klasse B (siehe Tabelle 3) überwacht werden.
Wenn die in Tabelle 3, Fußnote C angegebenen Bedingungen jedoch nicht erfüllt werden, muss ein zwei-
tes Absperrventil entsprechend dieser Tabelle 3 vorgesehen werden.

Wenn in das automatische Absperrventil für das Hauptgas eine Startgasdurchflussregelung eingebaut ist, darf
es nicht möglich sein, den Startgasdurchfluss auf mehr als 50 % des Durchflusses bei vollständiger Öffnung
bei demselben Differenzdruck einzustellen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Wenn der Startgasdurchfluss mehr als 10 % des Hauptgasdurchflusses beträgt, muss der Startgasdurchfluss
von zwei in Reihe geschalteten automatischen Absperrventilen überwacht werden. Falls ein separates auto-
matisches Absperrventil für das Startgas vorgesehen ist, muss die betreffende Ventilbaugruppe Absperr-
ventile mindestens der Klasse(n) enthalten wie für die Überwachung der Hauptgaszufuhr erforderlich.

ANMERKUNG Die obigen Anforderungen von 5.2.8.2.1.3 gelten in Verbindung mit 5.6.

Tabelle 3 — Mindestanforderungen an Absperrventile für Geräte der Bauarten


B12, B22, B42, B52, C12, C32, C62 und für Geräte zur Aufstellung im Freien

Absperrventile für das Hauptgas, Absperrventile für das Startgas,


Wärmebelastung erforderlich für automatische erforderlich für automatische
Systeme Systeme
135 kW und kleiner 1 Klasse B plus 1 Klasse Db 1 Klasse Bb plus 1 Klasse Da, c
zwischen 135 kW und 300 kW 2 Klasse B 1 Klasse Bb plus 1 Klasse Bc
a Wenn ein Absperrventil der Klasse D Einsatz findet, muss ein Filter verwendet werden, dessen Siebweite eine 0,2-mm-Stiftlehre
nicht durchlässt. Dieser Filter muss vor dem Absperrventil angeordnet werden.
b Dieses Absperrventil darf das Absperrventil sein, das die Hauptgaszufuhr regelt.
c Dieses Absperrventil ist nicht erforderlich, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:
1) der Startgasdurchfluss ist gleich oder kleiner als 10 % des Hauptgasflusses;
2) das Gerät ist nicht für Gase der dritten Familie vorgesehen;
3) das Gerät kann nicht so installiert werden, dass der Verbrennungslufteintritt sich oberhalb des Austritts aus der Brennkammer
befindet;
4) die Vorspülung umfasst mindestens fünf Luftwechsel.

ANMERKUNG Zurzeit gilt der Entwurf dieses Dokuments für Geräte, die einer Baumusterprüfung unterzogen werden.
Für größere Geräte, die keiner Baumusterprüfung unterzogen werden, sind die Anforderungen an Absperrventile noch
weiter zu überlegen.

5.2.8.2.2 Geräte der Bauarten B13, B23, B43, B53, C13, C33, C63 und für Geräte zur Aufstellung im
Freien mit einem Gebläse im Abgasweg vor der Brennkammer/dem Wärmetauscher

5.2.8.2.2.1 Geräte mit voll vorgemischten Gasgebläsebrennern, die so ausgelegt sind, dass der
Gasdruck unmittelbar hinter dem letzten Gasventil gegenüber dem atmosphärischen
Druck negativ ist

Es gelten die Anforderungen von 5.2.8.2.1.3.

5.2.8.2.2.2 Andere Geräte

Jede Hauptgaszufuhr muss von zwei in Reihe geschalteten automatischen Absperrventilen überwacht werden
(siehe Tabelle 4). Bei Geräten mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW müssen beide
Absperrventile mindestens Klasse B sein. Bei Geräten mit einer Wärmebelastung größer als 135 kW muss
das eine Absperrventil Klasse A und das andere mindestens Klasse B sein.

Wenn der Hauptbrenner mittels einer Startgasflamme gezündet wird, muss die Startgaszufuhr entweder:

a) von einem nachgelagerten automatischen Absperrventil für das Hauptgas mit Startgasdurchflussregelung
überwacht werden. Dieses Absperrventil muss mit einer Vorrichtung ausgerüstet sein, mit der der Start-
gasdurchfluss so eingestellt werden kann, dass die während der Startgas-Zündperiode verfügbare
Energie den in 5.6 angegebenen Wert nicht überschreiten kann; oder

b) bei Geräten mit einer Wärmebelastung größer als 135 kW von mindestens einem automatischen Ab-
sperrventil der Klasse A bzw. bei Geräten mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW von
mindestens einem automatischen Absperrventil der Klasse B überwacht werden (siehe Tabelle 4). Wenn
die in Tabelle 4, Fußnote b angegebenen Bedingungen jedoch nicht erfüllt werden, muss ein zweites
Absperrventil entsprechend dieser Tabelle vorgesehen sein.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Wenn in das automatische Absperrventil für das Hauptgas eine Startgasdurchflussregelung eingebaut ist, darf
es nicht möglich sein, den Startgasdurchfluss auf mehr als 50 % des Durchflusses bei vollständiger Öffnung
bei demselben Differenzdruck einzustellen.

Wenn der Startgasdurchfluss mehr als 10 % des Hauptgasdurchflusses beträgt, muss der Startgasdurchfluss
von zwei in Reihe geschalteten automatischen Absperrventilen überwacht werden. Falls ein separates auto-
matisches Absperrventil für das Startgas vorgesehen ist, muss die betreffende Ventilbaugruppe Absperr-
ventile mindestens der Klasse(n) enthalten wie für die Überwachung der Hauptgaszufuhr erforderlich.
ANMERKUNG 1 Die obigen Anforderungen gelten in Verbindung mit 5.6.

Tabelle 4 — Mindestanforderungen an Absperrventile für Geräte der Bauarten


B13, B23, B43, B53, C13, C33, C63 und für Geräte zur Aufstellung im Freien

Absperrventile für das Absperrventile für das


Wärmebelastung Hauptgas, erforderlich für Startgas, erforderlich für
automatische Systeme automatische Systeme
135 kW und kleiner 2 Klasse B 1 Klasse Ba plus 1 Klasse Bb
zwischen 135 kW und 300 kW 1 Klasse A plus 1 Klasse B 1 Klasse Aa plus 1 Klasse Bb
a Dieses Absperrventil darf das Absperrventil sein, das die Hauptgaszufuhr regelt.
b Dieses Absperrventil ist nicht erforderlich, wenn alle folgenden Bedingungen erfüllt sind:
1) der Startgasdurchfluss ist gleich oder kleiner als 10 % des Hauptgasdurchflusses;
2) das Gerät ist nicht für Gase der dritten Familie vorgesehen;
3) das Gerät kann nicht so installiert werden, dass sich der Verbrennungslufteintritt oberhalb des Austritts aus der Brennkammer
befindet;
4) die Vorspülung umfasst mindestens fünf Luftwechsel.

ANMERKUNG 2 Zurzeit gilt der Entwurf dieses Dokuments für Geräte, die einer Baumusterprüfung unterzogen
werden. Für größere Geräte, die keiner Baumusterprüfung unterzogen werden, sind die Anforderungen an Absperr-
ventile noch weiter zu überlegen.

5.2.8.3 Funktionsweise der Zündsicherung und des Sicherheitstemperaturbegrenzers

Die Zündsicherung und der Sicherheitstemperaturbegrenzer müssen die Schließung aller automatischen
Absperrventile des Systems herbeiführen, ausgenommen nichtautomatische Systeme mit einer Wärme-
belastung ! 135 kW.

Bei nichtautomatischen Systemen mit einer Wärmebelastung ! 135 kW brauchen die Zündsicherung und der
Sicherheitstemperaturbegrenzer nur die Schließung des Absperrventils der Klasse C oder der in Tabelle 2
angegebenen, erlaubten Alternative herbeizuführen. In diesem Fall muss der Sicherheitstemperaturbegrenzer
die Schließung des Absperrventils der Klasse C herbeiführen.

In keinem Falle dürfen jedoch der Lufttemperaturregler und der Sicherheitstemperaturbegrenzer das Schließen
des gleichen Absperrventils herbeiführen.

5.2.9 Brennerregelsysteme

5.2.9.1 Anwendung

Geräte der Bauarten B14 und B44 können mit einem nichtautomatischen Brennerregelsystem ausgerüstet
sein, bei dem die Startgasflamme von Hand gezündet wird. Alternativ können Geräte der Bauarten B14 und
B44 mit einem Gasfeuerungsautomaten ausgerüstet sein.

Alle anderen Geräte müssen mit einem Gasfeuerungsautomaten ausgerüstet sein.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.2.9.2 Gasfeuerungsautomaten

5.2.9.2.1 Allgemeines

Gasfeuerungsautomaten müssen die Anforderungen von EN 298 erfüllen.

Außerdem muss das Steuergerät die Anforderungen der vorliegenden Norm erfüllen, die feststellen, dass es für
die Anwendung geeignet ist.

ANMERKUNG Mittels Inspektion und der angegebenen Prüfverfahren wird überprüft, ob diese Anforderungen erfüllt
werden.

5.2.9.2.2 Handbetätigte Einrichtungen

Die falsche Betätigung von Drucktasten, Schaltern usw. oder deren Betätigung in falscher Reihenfolge darf
die Sicherheit des Gasfeuerungsautomaten nicht beeinträchtigen.

Insbesondere unter den in 7.2.1 angegebenen Prüfbedingungen darf die schnelle Betätigung (Ein und Aus)
aller Startschalter keine gefährliche Situation herbeiführen.

5.2.10 Gasfilter

Am Eingang aller Systeme mit einem oder mehreren eingebauten automatischen Absperrventilen der Klas-
sen A, B oder C ist ein Gasfilter einzubauen, um das Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. Die größte
Abmessung der Gasfilteröffnungen darf nicht mehr als 1,5 mm betragen und die Siebweite darf eine 1-mm-
Stiftlehre nicht durchlassen. Das Gasfilter kann in das vorgelagerte automatische Absperrventil eingebaut
sein.

In Systeme, die aus mehreren automatischen Absperrventilen bestehen, braucht nur ein Filter eingebaut zu
werden, vorausgesetzt, dass dieser alle Ventile ausreichend schützt.

ANMERKUNG Für Systeme mit einem Absperrventil der Klasse D siehe Tabellen 2 und 3.

Wo vor dem automatischen Absperrventil ein Druckregler eingebaut ist, kann der Filter vor dem Druckregler
angeordnet werden.

5.2.11 Einrichtungen der Gas-Luft-Verbundregelung

Pneumatische Einrichtungen der Gas-Luft-Verbundregelung müssen EN 12067-1 entsprechen und so


ausgelegt und konstruiert sein, dass eine vorhersehbare Beschädigung keinen Anlass zu einer Änderung gibt,
die die Sicherheit beeinträchtigen kann.

ANMERKUNG Eine Norm für elektronische Gas-Luft-Verbundregelungen wird in CEN/TC 58 vorbereitet.

Steuerleitungen können aus Metall mit geeigneten Verbindungen oder aus anderem Material mit mindestens
ähnlichen Eigenschaften bestehen und werden in diesem Fall als eigensicher gegenüber Bruch, zufälliger
Trennung und Undichtheit betrachtet nach der anfänglichen Dichtheitsprüfung nach 6.1.1.1 und 7.3.1.1. In
diesem Fall werden sie nicht nach 7.3.2.7 geprüft.

Steuerleitungen für Luft- oder Abgasprodukte müssen einen Mindestquerschnitt von 12 mm 2 mit einem
Mindestinnenmaß von 1 mm haben. Wenn offensichtliche Kondensation in den Steuerleitungen auftreten
kann, darf der Mindestquerschnitt der Steuerleitung für die Luft 5 mm2 sein. Sie müssen so verlegt und
befestigt sein, dass sich kein Kondensat sammeln kann, und so angeordnet sein, dass keine Faltung, keine
Undichtheit und kein Bruch auftreten können. Wenn mehr als eine Steuerleitung verwendet wird, muss der
entsprechende Anschluss dafür erkennbar sein.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.3 Zündeinrichtungen

5.3.1 Allgemeines

Es muss möglich sein, das Gerät von einer leicht zugänglichen Stelle aus zu zünden.

Zündbrenner und Zündeinrichtungen sind durch Bauweise und Position gegen äußere Einflüsse zu schützen.

Zündbrenner, Zündeinrichtungen und deren Befestigungseinrichtungen müssen so ausgelegt sein, dass sie
nur starr und richtig in Beziehung zu allen Bauteilen und Brennern, mit dem sie konstruktionsgemäß funktio-
nieren müssen, angeordnet werden können.

5.3.2 Zündeinrichtung für den Hauptbrenner

Der Hauptbrenner ist mit einem Zündbrenner oder einer für die direkte Zündung geeigneten Zündeinrichtung
auszurüsten.

5.3.3 Zündbrenner

Wenn für die verschiedenen Gase verschiedene Zündbrenner verwendet werden, müssen diese gekenn-
zeichnet, leicht gegeneinander austauschbar und leicht einzubauen sein. Das Gleiche gilt für Düsen, wenn
nur diese ausgewechselt werden müssen. Düsen müssen mit einer unauslöschbaren Kennzeichnung verse-
hen sein und dürfen nur mit Hilfe eines Werkzeuges zu entfernen sein.

Zündbrenner sind vor Blockierung durch Partikel im Gas zu schützen (siehe 5.2.10).

5.4 Beförderung der Verbrennungsluft und/oder der Abgase

5.4.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

5.4.1.1 Allgemeines

Die Geräte sind mit einer geeigneten Vorrichtung für die Überwachung des ordnungsgemäßen Abgasstroms
vor und während der Zündung und des Betriebs des Brenners auszurüsten (siehe 6.1.4.1.4.2, 6.1.4.2.2.2,
6.1.5.1, 7.3.5.3.5 und 6.1.5.2.2).

5.4.1.2 Geräte mit Dauerzündbrennern

Das Funktionieren der Überwachungsvorrichtung ist vor dem Einschalten des Hauptbrenners ohne Durchfluss
zu prüfen. Falls dabei nicht „kein Durchfluss“ angezeigt wird, muss das Einschalten des Hauptbrenners
verhindert werden.

Vor jedem Versuch zur Zündung des Hauptbrenners oder zur Öffnung seiner automatischen Absperrventile
muss zunächst der ordnungsgemäße Abgasstrom festgestellt werden. Falls ein ausreichender Abgasstrom
nicht festgestellt werden kann, muss eine Sicherheitsabschaltung erfolgen oder das Öffnen des auto-
matischen Absperrventils für das Hauptgas verhindert werden, vorausgesetzt, dass dieses ein Absperrventil
oder eines dieser Ventile ist:

a) ein Absperrventil der Klasse A oder B für Geräte mit einer Wärmebelastung größer als 135 kW; oder

b) ein Absperrventil der Klasse A, B, C oder D, wenn die Wärmebelastung 135 kW nicht übersteigt.

Wenn das Absperrventil Klasse D ist, muss es eine Dichtkraft von wenigstens 1 N je Meter haben (siehe
Tabelle 2).

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.4.1.3 Geräte mit Gasfeuerungsautomaten

Das Funktionieren der Überwachungsvorrichtung ist vor dem Anfahren ohne Durchfluss zu prüfen. Falls dabei
nicht „kein Durchfluss“ angezeigt wird, wird das Anfahren verhindert oder die Verriegelung ausgelöst.

Vor jedem Versuch zur Zündung oder zur Öffnung der automatischen Absperrventile muss zunächst der
ordnungsgemäße Abgasstrom festgestellt werden, andernfalls muss ein Anlauf verhindert oder eine Verriege-
lung ausgelöst werden.

Ein Stau des Abgasstroms während des Betriebs des Hauptbrenners muss eine Sicherheitsabschaltung oder
Verriegelung herbeiführen.

5.4.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44

5.4.2.1 Verbrennungsluft

5.4.2.1.1 Geräte mit einem voll vorgemischten Gebläsebrenner, der von einem
Nulldruckreglersystem kontrolliert wird

Das Gerät muss mit einem geeigneten Hilfsmittel ausgerüstet sein, um eine ausreichende Verbrennungsluft-
versorgung während der Vorspülung, der Zündung und dem Betrieb der Brenner sicherzustellen.

Diese Hilfsmittel müssen sicherstellen, dass der Betrieb des Brenners nur möglich ist, wenn eine ausreichen-
de Verbrennungsluftversorgung während der Vorspülung, der Zündung und dem Betrieb der Brenner sicher-
gestellt ist (siehe 6.1.5.1 e) und 6.1.5.2).

Ungenügender Luftdurchfluss während der Vorspülung muss entweder die Inbetriebnahme verhindern oder
eine Sicherheitsabschaltung mit Verriegelung bewirken.

ANMERKUNG Eine Einrichtung, die die Drehgeschwindigkeit des Gebläses oder seines Motors überwacht, kann für
diesen Zweck verwendet werden.

5.4.2.1.2 Andere Geräte, als die mit einem voll vorgemischten Gebläsebrenner, der von einem Null-
druckreglersystem kontrolliert wird

Die Geräte sind mit einer geeigneten Vorrichtung für die Überwachung des ordnungsgemäßen Zuluftstroms
während der Vorspülung, der Zündung und des Betriebs des Brenners auszurüsten (siehe 6.1.4.1.4, 6.1.4.2.2,
6.1.5.1 e) und 6.1.5.2). Bei einem Stau des Zuluftstroms zu irgendeinem Zeitpunkt während der Vorspülung, der
Zündung oder des Betriebs des Hauptbrenners muss die Sicherheitsabschaltung ausgelöst werden. Das
Funktionieren der Überwachungsvorrichtung ist vor dem Anfahren ohne Durchfluss zu prüfen. Falls dabei
nicht „keine Luft“ angezeigt wird, wird das Anfahren verhindert oder die Verriegelung ausgelöst.

5.4.2.2 Vorspülung und Nachspülung

Unmittelbar vor jedem Versuch zur Zündung oder zur Öffnung von automatischen Absperrventilen muss das
Gerät gespült werden. Die Vorspülzeit hat bei einem der maximalen Nennwärmebelastung entsprechenden
Verbrennungsluftdurchfluss mindestens 30 s oder bei niedrigerem Durchfluss entsprechend mehr zu betragen.
Die Vorspülung hat bei dem höchstmöglichen Durchfluss zu erfolgen, der nicht weniger als 25 % des vollen
Verbrennungsluftdurchflusses betragen darf.

Wenn jedoch der Brenner mit einer Gas/Luft-Verbundregelung ausgerüstet ist, wird die Spülung geprüft ent-
weder:

a) mit einem Durchfluss, welcher der Nennwärmeleistung entspricht, vorausgesetzt, dass die Vorspülungs-
dauer wie vorstehend beschrieben anteilmäßig ausgedehnt ist;

b) mit dem vollen Durchfluss, welcher der Nennwärmeleistung entspricht, vorausgesetzt, dass dieser Luft-
durchfluss durch irgendwelche Mittel geprüft ist (z. B. Klappenstellung oder Differenzdruckschalter).

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Falls die Startgaszufuhr nicht von zwei automatischen Absperrventilen überwacht wird, deren Klasse mindes-
tens derjenigen der Hauptgaszufuhr entspricht, muss die Vorspülung so erfolgen, dass ein mindestens fünf-
facher Luftwechsel des Volumens von der Brennkammer bis zum Austritt der Abgase aus dem Gerät erfolgt
(siehe 6.1.8 sowie Tabellen 3 und 4).

Die erforderliche Durchflussmenge der Spülluft ist zu prüfen. Wenn die Luftdurchflussmenge bei der Vor-
spülung unter den erforderlichen Wert sinkt, muss entweder:

c) die Sicherheitsabschaltung des Brenners ausgelöst werden; oder

d) die Spülung bis zur Wiederherstellung der erforderlichen Luftdurchflussmenge fortgesetzt werden,
vorausgesetzt, dass der Zuluftstrom nicht unter 25 % des der maximalen Nennwärmebelastung entspre-
chenden Verbrennungsluftdurchflusses sinkt und die Gesamtdauer des Spülens mit dem erforderlichen
Verbrennungsluftdurchfluss nicht verkürzt wird.

Eine Nachspülung ist nicht verbindlich vorgeschrieben.

5.5 Flammenüberwachungssystem

5.5.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

5.5.1.1 Nichtautomatische Brennersysteme

Der Brenner ist mit einer Zündsicherung zur Überwachung der Zündflamme und zur Sicherheit der Haupt-
flamme auszurüsten.

Die Öffnungszeit wärmeempfindlicher Zündsicherungen darf 20 s nicht überschreiten. Dies ist unter den
Bedingungen von 7.2.2 zu überprüfen.

Bei Flammenausfall muss der Feuerungsautomat eine gesperrte Verriegelung herbeiführen. Die Schließzeit,
die das Zündsicherungssystem zur Abschaltung des Brenners benötigt, darf bei Geräten mit permanenten
Zündbrennern, die durch ein wärmeempfindliches Zündsicherungssystem geschützt sind, nicht länger als 60 s
sein. Bei Geräten mit einer Wärmebelastung größer als 135 kW darf die Schließzeit jedoch nicht länger als 3 s
sein. Die Schließzeit wird unter den in 7.2.3 angegebenen Prüfbedingungen überprüft.

Zündsicherungen müssen so ausgelegt sein, dass:

a) ein Fehler des Flammenfühlers eine Sicherheitsabschaltung des Brenners herbeiführt (z. B. vom thermo-
elektrischen Typ); oder

b) das Öffnen irgendeines automatischen Absperrventils und/oder jeder Zündversuch verhindert wird, wenn
der Flammenwächter versehentlich das Vorhandensein oder das Vortäuschen einer Flamme anzeigt,
wenn der Brenner vom völlig abgeschalteten Zustand aus gezündet wird.

ANMERKUNG E s sollte darauf geachtet werden, dass elektrische Interferenzen keine Flammenwächtersignale erzeu-
gen, die fälschlicherweise das Vorhandensein einer Flamme anzeigen.

Wenn thermoelektrische Zündsicherungen mit einer elektrischen Zündeinrichtung benutzt werden, muss die
Regeleinrichtung eine Wiederanlaufsperre haben. Für die Anwendung dieses Abschnitts gilt eine piezo-
elektrische Zündeinrichtung nicht als elektrische Zündeinrichtung.

5.5.1.2 Automatische Brennersysteme

Der Brenner ist mit einer Zündsicherung auszurüsten.

Wenn der Brenner vom abgeschalteten Zustand aus gezündet wird, muss das Flammenüberwachungssystem
jeglichen Zündversuch oder das Öffnen irgendeines Gasventils verhindern, wenn eine Flamme vorhanden ist
oder vorgetäuscht wird.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Diese Start-Sicherheitskontrolle beim Anlauf muss mindestens 5 s dauern und darf nicht eher als 5 s vor
jeglichem Zündversuch beendet werden.

ANMERKUNG Es sollte darauf geachtet werden, dass elektrische Interferenzen keine Flammenwächtersignale erzeu-
gen, die fälschlicherweise das Vorhandensein einer Flamme anzeigen.

Die gesamte Schließzeit, die das Flammenüberwachungssystem benötigt, um die Abwesenheit der Flamme
festzustellen und den (die) Brenner abzuschalten, darf nicht länger sein als 3 s. Dies wird unter den in 7.2.3
angegebenen Prüfbedingungen überprüft.

5.5.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44

Der Brenner ist mit einer Zündsicherung auszurüsten.

Die Flammenüberwachungseinrichtung muss ein geeignetes Mittel enthalten, eine Sicherheitsabschaltung


oder Verriegelung herbeizuführen, wenn der Flammenfühler während der Vorspülung eine Flamme meldet.
Dies ist die Startsicherheitsprüfung. Diese Startsicherheitsprüfung kann 5 s vor einem Zündversuch aufhören.
Wenn eine Flammensimulierung länger als 5 s andauert muss eine Verriegelung eintreten.

ANMERKUNG Es sollte darauf geachtet werden, dass elektrische Interferenzen keine Flammenwächtersignale erzeu-
gen, die fälschlicherweise das Vorhandensein einer Flamme anzeigen.

Bei Flammenausfall muss die Zündsicherung entweder eine gesperrte oder auflösbare Verriegelung herbei-
führen oder einen sofortigen Wiederzündversuch mittels Wiederherstellung des Funkens oder automatischen
Wiederanlaufs ermöglichen.

Wenn die Wiederzündung mittels Wiederherstellung des Funkens erfolgt, muss der sofortige Wiederzünd-
versuch innerhalb von 1 s einsetzen. Wenn der Wiederzündversuch nach Ablauf der ersten Sicherheitszeit
erfolglos bleibt, muss eine gesperrte Verriegelung ausgelöst werden.

Bleibt die Zündung im Falle eines automatischen Wiederanlaufs nach Ablauf der ersten Sicherheitszeit erfolglos,
so muss eine gesperrte Verriegelung ausgelöst werden.

Die Zeit, welche die Zündsicherung bei Flammenausfall zum Abschalten der automatischen Absperrventile
des Brenners benötigt, darf nicht mehr als 1 s betragen. Wenn jedoch eine selbstprüfende Zündsicherung
verwendet wird, muss die Zeit, welche die Zündsicherung bei Flammenausfall zum Abschalten der auto-
matischen Absperrventile benötigt, die in Tabelle 5 angegebenen Anforderungen erfüllen.

Tabelle 5 — Abschaltzeiten der Zündsicherung

Abschaltzeit ausschließlich Aussetzzeit einschließlich


Prüfungsintervalle Verzögerung durch die aktivierten Verzögerung durch die aktivierten
Prüfkreise, in s Prüfkreise, in s
häufiger als 1-mal je 2 s – –
weniger als 1-mal je 2 s,
1 2
aber öfter als 1-mal je min
weniger als 1 min,
1 3
aber öfter als 1-mal je h

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.6 Bildung der Startgasflamme

5.6.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

5.6.1.1 Nichtautomatische Brennersysteme

Bei Geräten mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 60 kW darf der Gasdurchfluss eines
Startgasbrenners 0,6 kW nicht überschreiten.

Bei Geräten mit einer Wärmebelastung größer als 60 kW darf der Gasdurchfluss eines Startgasbrenners 1 %
des Gasdurchflusses des Hauptbrenners, aber höchstens 1,5 kW nicht überschreiten (es gilt jeweils der
niedrigere Wert).

Es ist dafür zu sorgen, dass die Zündflamme sicher und problemlos gebildet wird, entweder von Hand oder
mit Hilfe einer in das Gerät eingebauten Zündeinrichtung.

Das Hauptgasventil darf erst dann Gas zum Brenner zulassen, wenn die Zündsicherung die Zündflamme
festgestellt hat.

Wenn die Startgasflamme an einem separaten Zündbrenner gebildet wird, muss der Flammenwächter unter
allen Betriebsumständen die Startgasflamme nur bei Gasdurchflüssen feststellen, bei denen das Hauptgas
zuverlässig und gleichmäßig gezündet wird.

5.6.1.2 Automatische Brennersysteme

Eine Startgasflamme muss entweder am Hauptbrenner oder an einem separaten Zündbrenner gebildet werden.

Kein Startgasdurchfluss darf 25 % der Nennleistung des Hauptbrenners überschreiten.

Wenn die Startgasflamme an einem separaten Zündbrenner gebildet wird, darf der Gasdurchfluss des
Zündbrenners 10 % der Nennleistung des Hauptbrenners nicht überschreiten.

Die automatischen Absperrventile für das Hauptgas dürfen erst dann das Signal zum Öffnen erhalten und die
Hauptgaszufuhr zum Brenner zulassen, wenn die Startgasflamme festgestellt und nachgewiesen wurde.

Das vorgelagerte automatische Absperrventil in der Hauptgaszufuhr darf jedoch geöffnet werden und
Gasdurchfluss zulassen, wenn die Startgaszufuhr über eine Abzweigung vor dem ersten automatischen
Absperrventil für das Hauptgas erfolgt, vorausgesetzt, dass folgende Anforderungen erfüllt werden:

a) bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW, bei denen die Startgas-
zufuhr über eine Abzweigung zwischen den beiden automatischen Absperrventilen für das Hauptgas
erfolgt, muss entweder:

1) eine Einrichtung eingebaut werden, mit der die Geschlossenstellung des nachgelagerten auto-
matischen Absperrventils für das Hauptgas vor der Zündung nachgewiesen werden kann 2); oder

2) die in 5.1.4.1.2 angegebene Anforderung erfüllt sein.

b) bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung größer als 135 kW, bei denen die Startgaszufuhr über eine
Abzweigung zwischen den beiden automatischen Absperrventilen für das Hauptgas erfolgt, muss das
nachgelagerte automatische Absperrventil für das Hauptgas vor dem Anfahren auf ihre Geschlossen-
stellung geprüft werden. Wenn die Prüfung ergibt, dass das Absperrventil nicht geschlossen ist, muss das
Anfahren verhindert werden.

2) Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn ein System zum Nachweis des Absperrventils oder ein Schalter zum
Nachweis der Geschlossenstellung vorhanden ist.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Die Zündquelle darf nicht erregt werden, bevor das Zündsicherungssystem einer Start-Sicherheitskontrolle
unterzogen worden ist. Die Zündquelle wird vor oder am Ende der ersten Sicherheitszeit abgeschaltet. Bei
Verwendung eines Heißflächenzündsystems muss das Zündsystem so erregt werden, dass die Zündquelle
einströmendes Gas zünden kann, bevor die Gas-Absperrventile geöffnet werden.

Die erste Sicherheitszeit darf folgende Werte nicht überschreiten:

c) 30 s bei Zündbrennern mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 0,6 kW;

d) 15 s bei Zündbrennern mit einer Wärmebelastung größer als 0,6 kW und gleich oder kleiner als 1,5 kW;

e) 5 s (und vorzugsweise nicht kürzer als 2 s) bei Geräten, bei denen der Startgasdurchfluss 1,5 kW über-
schreitet.

Die Sicherheitszeit muss unter den in 7.2.4 angegebenen Prüfbedingungen überprüft werden.

Im Falle des Versagens der Startgasflamme nach Bildung der Startgasflamme, jedoch bevor die auto-
matischen Absperrventile für das Hauptgas das Signal zum Öffnen erhalten haben, muss entweder eine
Sicherheitsabschaltung oder ein einziger, sofortiger Wiederzündversuch durch direkte Wiederherstellung des
Funkens durchgeführt werden. Dieser einzige Wiederzündversuch innerhalb von 1 s ist nur unter folgenden
Umständen zulässig:

f) bei Geräten mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW und in Fällen, wo der Start-
gasdurchfluss an einem separaten Zündbrenner 0,6 kW oder 1 % der Nennleistung des Hauptbrenners
(der größere Wert gilt) nicht überschreitet;

g) bei Geräten mit einer Wärmebelastung größer als 135 kW und in Fällen, wo der Startgasdurchfluss an
einem separaten Zündbrenner weniger als 1 kW plus 1 % der Nennleistung des Hauptbrenners beträgt.

Wenn ein Wiederzündversuch vorgenommen und die Startgasflamme nicht innerhalb der ersten Sicher-
heitszeit festgestellt wird, muss eine Sicherheitsabschaltung und gesperrte Verriegelung herbeigeführt wer-
den.

Bei Geräten, bei denen der Startgasdurchfluss die oben unter a) und b) genannten Werte überschreitet, muss
eine Sicherheitsabschaltung und gesperrte Verriegelung herbeigeführt werden, wenn die Startgasflamme
nach deren Bildung und vor dem Öffnungssignal an die automatischen Absperrventile für das Hauptgas
versagt.

5.6.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44

Eine Startgasflamme muss entweder am Hauptbrenner oder an einem separaten Zündbrenner gebildet wer-
den.

Bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung gleich oder kleiner als 135 kW, bei denen die Startgaszufuhr
über eine Abzweigung zwischen den beiden automatischen Absperrventilen für das Hauptgas erfolgt, muss
entweder:

a) eine Einrichtung eingebaut werden, mit der die Geschlossenstellung des nachgelagerten automatischen
Absperrventils für das Hauptgas vor der Zündung 3) nachgewiesen werden kann; oder

b) die in 6.1.4.1.2 angegebene Anforderung erfüllt sein.

3) Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn ein System zum Nachweis des Absperrventils oder ein Schalter zum
Nachweis der Geschlossenstellung vorhanden ist.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung größer als 135 kW, bei denen die Startgaszufuhr über eine
Abzweigung zwischen den beiden automatischen Absperrventilen für das Hauptgas erfolgt, muss das nach-
gelagerte automatische Absperrventil für das Hauptgas vor dem Anfahren auf seine Geschlossenstellung
geprüft werden. Wenn die Prüfung ergibt, dass das Absperrventil nicht geschlossen ist, muss das Anfahren
verhindert werden.

Die Bildung der Startgasflamme muss bestehen aus:

c) der Startgasflammen-Zündperiode, die nicht länger sein darf als:

1) 30 s bei Zündbrennern mit einer Wärmebelastung gleich oder kleiner als 0,6 kW;

2) 15 s bei Zündbrennern mit einer Wärmebelastung größer als 0,6 kW und gleich oder kleiner als
1,5 kW; und

3) 5 s (und vorzugsweise nicht kürzer als 2 s) bei Geräten, bei denen der Startgasdurchfluss 1,5 kW
überschreitet.

d) bei Geräten mit einer Nennwärmebelastung größer als 135 kW einer Startgasflammen-Kontrollperiode,
die nicht kürzer als 5 s sein darf.

Der Zündfunke (oder eine andere Zündquelle) darf nicht vor Ablauf der Vorspülzeit erregt werden; er muss vor
oder am Ende der Startgasflammen-Zündperiode ausgeschaltet werden.

Das (die) Absperrventil(e) für das Startgas darf (dürfen) nicht erregt werden, bevor der Zündfunke (oder eine
andere Zündquelle) erregt worden ist. Bei Verwendung eines Heißflächenzündsystems muss das Zündsystem
jedoch so erregt werden, dass die Zündquelle einströmendes Gas zünden kann, bevor das (die)
Gas-Absperrventil(e) geöffnet wird (werden).

Wenn die Startgasflamme nach Ablauf der ersten Sicherheitszeit nicht festgestellt worden ist, muss entweder
eine Sicherheitsabschaltung und gesperrte Verriegelung ausgelöst werden oder es dürfen vier automatische
Wiederanlaufversuche durchgeführt werden. Bleibt auch der vierte automatische Wiederanlaufversuch erfolglos,
so müssen eine Sicherheitsabschaltung und gesperrte Verriegelung ausgelöst werden.

Wenn die Startgasflamme auf einem separaten Zündbrenner gebildet wird, darf der Flammenwächter bei allen
Betriebszuständen die Zündbrennerflamme nur bei Durchflüssen feststellen, die eine zuverlässige und gleich-
mäßige Zündung des Hauptgases ermöglichen. Diese Anforderung wird nach 7.3.4.1.1.2 überprüft.

Die während der Startgasflammen-Zündperiode freigesetzte Energie muss so begrenzt werden, dass eine
Erhöhung des Explosionsdrucks infolge einer Zündverzögerung keinen Schaden am Gerät oder Rohrsystem
verursachen kann. Diese Anforderung gilt als erfüllt, wenn der Startgasdurchfluss 25 % des Hauptgas-
durchflusses nicht übersteigt.

Wenn der Startgasdurchfluss durch eine in das nachgelagerte automatische Absperrventil für das Hauptgas
eingebaute Einstelleinrichtung für den Startgasdurchfluss geregelt wird, muss das Absperrventil EN 161
genügen. Außerdem müssen alle Vorrichtungen zur Einstellung des Startgasdurchflusses oder der Betriebs-
stellung einer Verriegelung, falls vorhanden, vom Hersteller voreingestellt und versiegelt werden.

Bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung gleich oder größer als 135 kW und darüber, bei denen die Start-
gas-Stellung des Absperrventils von einer Verriegelung überwacht wird, muss der korrekte Verriegelungs-
zustand während der gesamten Zeit, in der die Startgasflamme gebildet wird, nachgewiesen werden.

Wenn die Verriegelung anzeigt, dass der Startgasdurchfluss zu hoch ist, darf die für das Ausschalten des
Absperrventils benötigte Zeit nicht mehr als 1 s betragen und der Brenner muss verriegelt werden.

Bei Brennern mit einer Nennwärmebelastung gleich oder größer als 135 kW ohne Startgas-Verriegelung muss
vor dem Anfahren mittels eines Anzeigeschalters für die Geschlossenstellung überprüft werden, ob das
Absperrventil geschlossen ist. Wenn sich bei der Überprüfung herausstellt, dass das Absperrventil nicht
geschlossen ist, muss das Anfahren verhindert werden.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.7 Bildung der Hauptflamme

5.7.1 Geräte der Bauarten B14 und B44

5.7.1.1 Bildung mit einer Startgasflamme

5.7.1.1.1 Nichtautomatische Brennersysteme

Die Hauptgaszufuhr zum Brenner darf nicht freigegeben werden, bevor das Flammenüberwachungssystem
die Startgasflamme festgestellt und ein Eingreifen von Hand stattgefunden hat (z. B. die Freigabe einer Druck-
taste).

Ein Flammenausfall im Betriebszustand muss eine gesperrte Verriegelung herbeiführen.

5.7.1.1.2 Automatische Brennersysteme

Die automatischen Absperrventile für das Hauptgas dürfen erst dann erregt werden, um den Hauptgas-
durchfluss zum Brenner freizugeben, wenn die Startgasflamme festgestellt und nachgewiesen ist.

Ein Flammenausfall zu irgendeinem Zeitpunkt, nachdem die automatischen Absperrventile für das Hauptgas
das Signal zum Öffnen erhalten haben, muss eine Sicherheitsabschaltung und gesperrte Verriegelung herbei-
führen.

5.7.1.2 Direkte Bildung der Hauptflamme

Eine direkte Zündung der Hauptflamme ist bei Geräten mit einer Nennwärmebelastung bis zu 120 kW
zulässig (z. B. mit Funkenzündung oder mit einem Zünder mit heißer Oberfläche).

Die Zündquelle darf nicht erregt werden, bevor die Zündsicherung einer Start-Sicherheitskontrolle (siehe
5.5.1.2) unterzogen worden ist. Die Zündquelle wird am oder vor dem Ende der Sicherheitszeit abgeschaltet.
Bei Verwendung eines Heißflächenzündsystems muss das Zündsystem so erregt werden, dass die Zünd-
quelle einströmendes Gas zünden kann, ehe die Gas-Absperrventile geöffnet werden.

Wenn vor dem Ende der Sicherheitszeit keine Startgasflamme festgestellt ist, müssen eine Sicherheits-
abschaltung und gesperrte Verriegelung herbeigeführt werden.

Diese Sicherheitszeit darf nicht mehr als 5 s betragen. Dies wird unter den in 7.2.4 angegebenen Prüfbedin-
gungen überprüft.

5.7.2 Alle Geräte außer den Bauarten B14 und B44

5.7.2.1 Bildung mittels einer Startgasflamme

Die automatischen Absperrventile für das Hauptgas dürfen erst dann erregt werden, um den Hauptgas-
durchfluss zum Brenner freizugeben, wenn die Startgasflamme sich gebildet hat.

Die Hauptflamme muss durch die Startgasflamme zuverlässig und gleichmäßig gezündet werden.

Bei Geräten mit einer Nennwärmebelastung gleich oder größer als 135 kW, bei denen eine separate Zünd-
flamme weiterbrennt, während der Hauptbrenner in Betrieb ist, sind für die Überwachung von Zünd- und
Hauptflamme separate Flammenwächter vorzusehen. Der Hauptflammenwächter ist so anzuordnen, dass er
unter keinen Umständen die Zündflamme feststellen kann. Außerdem muss während der Zünd- und Kontroll-
periode für das Startgas die in 5.5 vorgeschriebene Start-Sicherheitskontrolle über den Hauptflammenwächter
weiterlaufen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Wenn die Startgasflamme an einem separaten Zündflammenbrenner gebildet wird, darf der Flammenwächter
unter allen Betriebsbedingungen das Vorhandensein der Startgasflamme nur bei solchen Gasdurchflüssen
feststellen, bei denen die Hauptflamme zuverlässig und gleichmäßig gezündet werden kann (siehe 7.3.4.1.2).
Es sind Schutzvorrichtungen gegen Flammenabfall, Abweichung und Fehleinstellung des Flammenwächters,
Gasdruckabfall und Dimensionsinstabilität vorzusehen.

5.7.2.2 Direktzündung der Hauptflamme

Eine direkte Zündung der Hauptflamme ist bei Geräten mit einer Nennwärmebelastung bis zu 120 kW
zulässig.

Die Zündquelle darf nicht vor Ablauf der Vorspülzeit erregt werden. Die Zündquelle wird am oder vor dem Ende
der Sicherheitszeit abgeschaltet. Bei Verwendung eines Heißflächenzündsystems muss das Zündsystem so
erregt werden, dass die Zündquelle einströmendes Gas zünden kann, ehe die Gas-Absperrventile geöffnet
werden.

Wenn vor dem Ende der Sicherheitszeit keine Startgasflamme festgestellt ist, muss:

a) eine gesperrte Verriegelung; oder

b) eine Sicherheitsabschaltung mit nachfolgendem automatischem Wiederanlauf ausgelöst werden. Wenn


dieser Zündversuch erfolglos ist, muss eine Verriegelung ausgelöst werden.

Diese Sicherheitszeit darf nicht mehr als 5 s betragen. Dies wird unter den Prüfbedingungen von 7.2.4 über-
prüft.

5.8 Hauptbrenner

Der Querschnitt der Flammenaustrittsöffnungen darf nicht einstellbar sein.

Alle Düsen und auswechselbaren Vordrosseln müssen mit einer unauslöschbaren Kennzeichnung versehen
sein. Das Auswechseln von Düsen und Vordrosseln muss möglich sein, ohne das Gerät von seinem Standort
zu bewegen. Das Ausbauen von Düsen darf jedoch nur mit Hilfe eines Werkzeugs möglich sein.

Der Brenner muss so angeordnet und aufgestellt werden, dass er nicht in eine falsche Stellung gebracht
werden kann. Das Ausbauen der Brennereinheit darf nicht ohne Verwendung von Werkzeugen möglich sein.

5.9 Einrichtung zur Fernbedienung

Bei Geräten, die mit Hilfe von Temperaturreglern oder zeitabhängiger Regelung fern bedient werden können,
muss es möglich sein, diese Regeleinrichtungen an das Stromnetz anzuschließen, ohne irgendwelche
internen Verbindungen im Gerät, ausgenommen eine für diesen Zweck vorgesehene Verbindung, zu stören.
Wenn das Gerät entsprechend den Anweisungen des Herstellers installiert ist, darf infolge eines Versagens
der üblichen Einrichtung zur Lufttemperaturregelung keine gefährliche Situation entstehen.

5.10 Temperaturregler und Regelung der Lufttemperatur

5.10.1 Allgemeine Anforderungen

Integrierte mechanische Temperaturregler müssen die Anforderungen von EN 257 erfüllen.

Elektrische Temperaturregler müssen die Anforderungen von EN 60730-2-9 erfüllen.

Sicherheitstemperaturbegrenzer müssen die Anforderungen für den Typ 2 K von EN 60730-2-9 erfüllen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

5.10.2 Überhitzungsschutz

Das Gerät muss mit einem Überhitzungsschutz ausgerüstet sein, der den Hauptbrenner bei Überhitzung ab-
schaltet und verriegelt.

5.10.3 Überhitzungsregler

Eine solche Einrichtung darf eingebaut werden, um eine Sicherheitsabschaltung des Hauptbrenners auszu-
lösen, wenn ein Zustand der Überhitzung eintritt (wie z. B. bei reduziertem Luftstrom).

5.10.4 Sicherheitstemperaturbegrenzer/Überhitzungsregler

Die Betriebstemperatur des Sicherheitstemperaturbegrenzers muss vom Hersteller voreingestellt und versie-
gelt sein.

Wenn die Flamme auf eine andere Weise festgestellt wird als mit Hilfe einer direkt ansprechbaren, thermo-
elektrischen, wärmeempfindlichen Vorrichtung, muss der gesperrte Verriegelungsvorgang nicht vom Funktio-
nieren der Flammenwächterschaltungen abhängen. Vor allem darf die Einrichtung weder mit dem Flammen-
fühler noch mit der Versorgungsleitung von einem Steuergerät zu irgendeinem automatischen Absperrventil in
Reihe geschaltet sein.

Solche Einrichtungen dürfen nicht während des üblichen Betriebs des Gerätes wirksam sein.

5.10.5 Regeleinrichtung für die Gebläseverzögerung

5.10.5.1 Verzögerter Anlauf

Wo eine Einrichtung zur Verzögerung des Anlaufs des Zuluftgebläses nach der Zündung des Brenners, um
das Einströmen von Kaltluft in den zu beheizenden Raum zu verhindern, vorhanden ist, darf die Verzögerung
beim Gebläseanlauf nicht derart sein, dass der Überhitzungsschutz unter üblichen Bedingungen aktiviert wird.

5.10.5.2 Verzögertes Abschalten

Es muss möglich sein, nach Abschalten des (der) Brenner(s) das Abschalten des Zuluftgebläses zu verzö-
gern.

5.10.6 Messfühler

Temperaturregler und Sicherheitstemperaturbegrenzer dürfen denselben Messfühler haben, falls beide Regel-
einrichtungen mechanisch arbeiten und ein Versagen des Fühlers eine gesperrte Verriegelung des Geräts
herbeiführt.

Bei elektronischen Systemen dürfen Temperaturregler und Sicherheitstemperaturbegrenzer nicht denselben


Messfühler haben, es sei denn, dieser ist bruchsicher.

5.11 Gasdruckmessstutzen

Das Gerät muss mit mindestens zwei Gasdruckmessstutzen ausgerüstet werden. Von diesen muss der eine
vor der ersten Regel- und Sicherheitseinrichtung und der andere hinter der letzten Regeleinrichtung für den
Gasdurchfluss und an einer sorgfältig ausgewählten Stelle angeordnet werden, an der Messungen leicht
durchgeführt werden können.

Die Messstutzen müssen einen Außendurchmesser von !


9 "00,5 mm und eine nutzbare Länge von mindes-
tens 10 mm haben, um einen Schlauch befestigen zu können. An der Stelle des kleinsten Querschnitts darf
der Bohrungsdurchmesser nicht mehr als 1,0 mm betragen.

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EN 1020:2009 (D)

5.12 Sicherheitsabblaseeinrichtungen in der Brennkammer

Wenn eine Sicherheitsabblaseeinrichtung vorgesehen und auf der gleichen Seite des Gerätes wie etwaige
vom Benutzer betätigte Bedienungselemente angeordnet ist, ist einer Gefährdung des Personals im Falle
ihrer Bedienung vorzubeugen. Vorhandene Schutzschilde oder Prallplatten dürfen den Betrieb der Sicher-
heitsabblaseeinrichtung nicht beeinträchtigen und die Installationsanleitung muss Hinweise auf den Standort
und den für einen sicheren Betrieb erforderlichen freien Raum enthalten. Alle diese Sicherheitsabblase-
einrichtungen müssen in der Lage sein, der Temperatur der eingeschlossenen Abgase zu widerstehen.

5.13 Einrichtungen für die Inbetriebnahme und die Prüfung

Um die Inbetriebnahme zu erleichtern, müssen permanente Einrichtungen vorgesehen sein, die einen vom
Startgasvolumenstrom abweichenden Gasvolumenstrom verhindern. Zur Erfüllung dieser Anforderung kann
eines der in Anhang E angeführten Verfahren angewandt werden.

5.14 Zusätzliche Anforderungen an Geräte zur Aufstellung im Freien

5.14.1 Allgemeines

Für die Aufstellung im Freien vorgesehene Geräte müssen so konstruiert sein, dass sie gegen die Einwirkung
der Witterungsverhältnisse, in denen sie voraussichtlich zum Einsatz gelangen werden, vollständig ge-
schützt sind.

5.14.2 Zuluftstutzen

Zuluftstutzen sind so anzuordnen, dass ihr niedrigster Rand sich mindestens 500 mm über der Bodenplatte
des Gerätes befindet oder bei Installation entsprechend den Anleitungen des Herstellers 500 mm über dem
Fußboden liegt.

5.14.3 Zugangsplatten und -türen

Zugangsplatten und Türen sowie Dämm- und Isoliermaterial, die bei üblichen Wartungsarbeiten entfernt
werden müssen, sind so auszuführen, dass der wiederholte Aus- und Einbau die Dämm- bzw. Isolier-
wirkung oder die Wasserdichtheit des Gerätes nicht beeinträchtigt.

5.14.4 Abmessungen der Öffnungen

Öffnungen, zum Beispiel für die Durchführung der elektrischen Verdrahtung aus dem Gerät nach draußen,
dürfen nicht so groß sein, dass sie eine Kugel mit einem Durchmesser von 16 mm, auf die ein Druck von
5 N ausgeübt wird, durchlassen.

5.14.5 Befestigungsschrauben

Außenplatten, die für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten abgenommen werden müssen, dürfen nur mit
Sechskantschrauben befestigt sein, ausgenommen Zugangsplatten für den Benutzer, die mit geeigneten
Scharnieren und Riegeln befestigt werden dürfen.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

6 Betriebsanforderungen

6.1 Betriebssicherheit

6.1.1 Dichtheit

6.1.1.1 Dichtheit des Gasweges

Der Gasweg muss dicht sein.

Der Nachweis der äußeren Dichtheit ist erbracht, wenn die Luftleckrate unter den in 7.3.1.1 angegebenen
Bedingungen 100 cm 3/h nicht überschreitet, wobei es keine Rolle spielt, mit wie vielen Absperrventilen in
Reihen- oder Parallelschaltung das Gerät ausgerüstet ist.

6.1.1.2 Dichtheit des Abgasweges und einwandfreie Abgasabführung

6.1.1.2.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.1.2.1 angegebenen Bedingungen dürfen die Abgase ausschließlich
an der Abgasrohrmündung austreten:

a) des Prüfschornsteins bei den Geräten der Bauarten B12 und B13; oder

b) des POCED bei den Geräten der Bauarten B42 und B43.

6.1.1.2.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.1.2.2 angegebenen Bedingungen dürfen die Abgase ausschließlich
an der Abgasrohrmündung austreten:

a) des Prüfschornsteins bei den Geräten der Bauart B14; oder

b) des POCED bei den Geräten der Bauart B44.

6.1.1.2.3 Geräte der Bauarten B22, B23, B52 und B53

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.1.2.3 angegebenen Bedingungen dürfen die Abgase ausschließlich
an der Abgasrohrmündung austreten.

a) des Prüfschornsteins bei den Geräten der Bauarten B22 und B23;

b) des POCED bei den Geräten der Bauarten B52 und B53.

6.1.1.2.4 Geräte der Bauarten C12, C13, C32 und C33

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.1.2.4 angegebenen Bedingungen darf die Luftleckrate 0,5 m 3/h je
Kilowatt Wärmebelastung, mit einem Höchstwert von 25 m3/h, nicht überschreiten.

6.1.1.2.5 Geräte der Bauarten C62 und C63

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.1.2.5 angegebenen Bedingungen darf die Luftleckrate 0,5 m 3/h je
Kilowatt Wärmebelastung, mit einem Höchstwert von 25 m3/h, nicht überschreiten.

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EN 1020:2009 (D)

6.1.2 Wärmebelastungen

6.1.2.1 Nennwärmebelastung

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.2.2 angegebenen Bedingungen muss die Wärmebelastung, wenn
sie bei Normaldruck gemessen wird, innerhalb von ± 5 % der Nennwärmebelastung liegen.

6.1.2.2 Startgas-Wärmebelastung

Bei Prüfung des Gerätes unter den in 7.3.2.3 angegebenen Bedingungen muss die Startgas-Wärmebelastung,
wenn sie bei Normaldruck gemessen wird, innerhalb von 5 % der vom Hersteller angegebenen Startgas-
Wärmebelastung liegen.

Diese Toleranz wird jedoch auf bis zu 10 % erweitert, wenn die Düse einen Durchmesser von 0,5 mm oder
weniger hat.

6.1.2.3 Wirksamkeit der Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss

Bei Geräten ohne Gas-Druckregler, aber mit einer Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss darf die
Wärmebelastung nach Einstellung der Einrichtung:

a) unter den Bedingungen von Prüfung Nr. 1 nach 7.3.2.4 die Nennwärmebelastung nicht unterschreiten;

b) unter den Bedingungen von Prüfung Nr. 2 nach 7.3.2.4 die Nennwärmebelastung nicht überschreiten.

6.1.2.4 Wirksamkeit des Druckreglers

Bei Geräten mit einem einstellbaren Druckregler darf der Durchfluss bei Gasen der ersten, zweiten und dritten
Familie nicht mehr als !7,5 % und "10 % von dem Wert abweichen, der bei dem in 7.3.2.5 angegebenen
Einstelldruck erzielt wird, wenn der Vordruck für die Normprüfgase der entsprechenden Kategorie zwischen
den in 7.1.4 angegebenen Mindest- und Höchstwerten variiert wird.

6.1.2.5 Wirksamkeit der Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf

Bei Geräten, die mit einer Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf ausgerüstet sind, und unter
den Bedingungen von 7.3.2.6:

a) muss der erreichte Wert innerhalb von 5 % der vom Hersteller angegebenen Nennwärmebelastung
liegen, wenn die Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf sich in der Position befindet, in
der der Höchstwert erzielt wird;

b) muss der erreichte Wert innerhalb von 5 % der vom Hersteller angegebenen minimalen Wärmebelas-
tung liegen, wenn die Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf sich in der Position befindet,
in der der Mindestwert erzielt wird.

Bei Geräten der Kategorien I2L und I2H, die mit einem Bereichsregler ausgerüstet sind, der nicht mit einer
Voreinstelleinrichtung für den Gasdurchfluss identisch ist, müssen Mindest- und Höchstwert des vom Her-
steller angegebenen Bereichs der Wärmebelastung bis auf 5 % erreicht werden.

6.1.2.6 Gas-Luft-Verbundregelung

6.1.2.6.1 Undichtheit von Steuerleitungen, die nicht aus Metall bestehen

Wenn Steuerleitungen nicht aus Metall oder aus anderem Material mit mindestens ähnlichen Eigenschaften
bestehen, dürfen ihre zufällige Trennung, ihr Bruch und ihre Undichtheit keinen Anlass zu einer Situation
geben, die die Sicherheit beeinträchtigen kann. Dies erfordert entweder Verriegelung oder sicheren Betrieb
ohne Austritt von Gas aus dem Gerät. Diese Anforderung wird nach 7.3.2.7.1 geprüft.

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6.1.2.6.2 Einstellung des Druckverhältnisses bei der Gas-Luft-Verbundregelung

Wenn das Druckverhältnis bei der Gas-Luft-Verbundregelung einstellbar ist, muss die Regelung auch funktio-
nieren, wenn die Einstellung an den extremen Grenzen liegt und der Bereich der erreichten Druckverhältnisse
muss den erklärten Einstellbereich abdecken, wenn die Anforderungen nach 7.3.2.7.2 überprüft werden.

6.1.3 Grenztemperaturen

6.1.3.1 Temperaturen der Geräteteile, die bei üblichem Betrieb berührt werden müssen

Die Oberflächentemperaturen der Bedienungsknöpfe und aller Teile, die beim üblichen Betrieb des Gerätes
berührt werden müssen, gemessen in den anzufassenden Bereichen, dürfen die Umgebungstemperatur unter
den in 7.3.3.1 und 7.3.3.2 angegebenen Bedingungen um nicht mehr überschreiten als:

a) 35 K bei Metall;

b) 45 K bei Porzellan oder ähnlichen Werkstoffen;

c) 60 K bei Kunststoff.

6.1.3.2 Temperaturen der Seitenwände und der Vorder- und Oberseite des Gerätes

Die Temperatur der Seitenwände, der Vorder- und Oberseite des Gerätes, ausgenommen die Oberflächen
der Strömungssicherung und etwaiger Abgasrohre zwischen der Ummantelung und der Strömungssicherung,
darf die Umgebungstemperatur, gemessen unter den in 7.3.3.1 und 7.3.3.3 angegebenen Bedingungen, um
nicht mehr als 80 K überschreiten. Diese Anforderung gilt nicht für die Teile der Ummantelung, die 150 mm
vom Abgasrohr entfernt sind. Darüber hinaus gilt sie weder für die Teile des Gerätes, die der Übertragung von
Wärme dienen, noch für die Teile, die sich nach der Installation des Gerätes mehr als 1,8 m über dem Fuß-
boden befinden.

6.1.3.3 Temperaturen von Bauteilen

Wenn das Gerät unter den in 7.3.3.1 und 7.3.3.4 angegebenen Bedingungen geprüft wird, darf die Höchst-
temperatur der Bauteile die von den einzelnen Bauteileherstellern angegebenen Höchsttemperaturen nicht
überschreiten.

6.1.3.4 Gebläsemotortemperaturen (Motorwicklungen)

Unter den Prüfbedingungen von 7.3.3.1 und 7.3.3.5 darf der maximale Temperaturanstieg in den Motorwick-
lungen den vom Motorhersteller angegebenen maximalen Temperaturanstieg nicht überschreiten.

6.1.3.5 POCED (Geräte der Bauarten B42, B43, B44, B52, B53, C12, C13, C32 und C33)

Wenn das Gerät unter den in 7.3.3.6.1 genannten Bedingungen geprüft wird, darf die Außentemperatur an
jedem Teil der POCED, wenn es nach den Anleitungen des Herstellers eingebaut wurde und weniger als
25 mm von brennbaren Bauteilen des Gebäudes entfernt ist, die Umgebungstemperatur um nicht mehr als
50 K überschreiten.

Nach den Einbauanleitungen des Herstellers muss POCED von einer anderen Leitung, einer Hülse oder einer
Isolierung umschlossen sein, wenn es durch eine brennbare Wand oder Decke geführt wird. Die Außen-
temperatur dieser Leitung, Hülse oder Isolierung darf nach 7.3.3.6.2 die Umgebungstemperatur um nicht mehr
als 50 K überschreiten.

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EN 1020:2009 (D)

6.1.4 Zündung, Durchzünden, Flammenstabilität

6.1.4.1 Zündung und Durchzünden

6.1.4.1.1 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

Unter den in 7.3.4.1.1.1 angegebenen Prüfbedingungen muss einwandfreies und reibungsloses Zünden und
Durchzünden sichergestellt sein.

Wenn unter den Prüfbedingungen von 7.3.4.1.1.2 der Gasdurchfluss eines Zündbrenners auf das Mindest-
maß reduziert wird, das erforderlich ist, um die Gaszufuhr zum Hauptbrenner offen zu halten, muss eine
einwandfreie und reibungslose Zündung des Hauptbrenners sichergestellt sein.

6.1.4.1.2 Geräte, bei denen die Gaszufuhr zwischen den beiden Absperrventilen für das Hauptgas
erfolgt

Wenn die Gasversorgung so ausgelegt ist, dass die Gaszufuhr zum Startgasbrenner zwischen den beiden
Absperrventilen für das Hauptgas erfolgt und keine Einrichtungen vorhanden sind, um die Geschlossen-
stellung des nachgelagerten Absperrventils für das Hauptgas vor der Zündung nachzuweisen, muss unter den
in 7.3.4.1.2 angegebenen Prüfbedingungen überprüft werden, ob die Zündung des Startgases nicht zu einer
gefährlichen Situation führt.

6.1.4.1.3 Geräte mit automatischer Zündung

Unter den in 7.3.4.1.3 angegebenen Prüfbedingungen muss das System sicher zünden. Außerdem darf an
dem Gerät keine Beschädigung entstehen, die den sicheren Betrieb beeinträchtigen könnte.

6.1.4.1.4 Besondere Bedingungen

6.1.4.1.4.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Unter den in 7.3.4.1.4.1 angegebenen Bedingungen müssen die Zündung eines etwaigen Zündbrenners, die
Zündung des Hauptbrenners und das vollständige Durchzünden des Hauptbrenners einwandfrei erfolgen.

6.1.4.1.4.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Wenn ein Gerät mit einem von Hand gezündeten Zündbrenner unter den Bedingungen von 7.3.4.1.4.2 geprüft
wird, muss die Zündung des Zündbrenners auch dann korrekt verlaufen, wenn die Abgasrohrmündung voll-
ständig gesperrt ist. Die Zündung und Durchzündung des Hauptbrenners müssen so lange sichergestellt sein,
bis die Gaszufuhr zum Hauptbrenner durch die Luftmangelsicherung gesperrt wird.

Wenn ein Gerät mit automatischer Zündung unter den von 7.3.4.1.4.2 beschriebenen Bedingungen geprüft
wird, müssen die Zündung etwaiger Zündbrenner, die Zündung des Hauptbrenners und die Durchzündung der
Flammen über den gesamten Hauptbrenner so lange sichergestellt sein, bis die Gaszufuhr zum Hauptbrenner
und gegebenenfalls zu dem (den) Zündbrenner(n) durch die Luftmangelsicherung gesperrt wird.

6.1.4.1.4.3 Geräte der Bauarten C12 und C13

Unter den in 7.3.4.1.4.3 angegebenen Bedingungen müssen die Zündung eines etwaigen Zündbrenners, die
Zündung des Hauptbrenners und das vollständige Durchzünden des Hauptbrenners einwandfrei erfolgen.

6.1.4.1.4.4 Geräte der Bauarten C32 und C33

Unter den in 7.3.4.1.4.4 angegebenen Bedingungen müssen die Zündung eines etwaigen Zündbrenners, die
Zündung des Hauptbrenners und das vollständige Durchzünden des Hauptbrenners einwandfrei erfolgen.

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EN 1020:2009 (D)

6.1.4.2 Flammenstabilität

6.1.4.2.1 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

Unter den in 7.3.4.2.1 angegebenen Prüfbedingungen müssen die Flammen stabil sein. Eine leichte Neigung,
zum Zeitpunkt der Zündung abzuheben, ist erlaubt, aber bei üblichem Betrieb müssen die Flammen jedoch
stabil sein.

6.1.4.2.2 Besondere Bedingungen

6.1.4.2.2.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Unter den in 7.3.4.1.4.1 und 7.3.4.2.2 angegebenen Bedingungen müssen die Flammen des Hauptbrenners
und etwaige Zündbrennerflammen stabil bleiben und die jeweiligen Flammenüberwachungseinrichtungen
müssen weiterhin wie üblich funktionieren.

6.1.4.2.2.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Unter den in 7.3.4.1.4.2 angegebenen Bedingungen müssen die Flammen des Hauptbrenners und etwaige
Zündbrennerflammen stabil bleiben bis das Gas zum Hauptbrenner und, falls erforderlich, zum Zündbrenner
durch die Luftmangelsicherung abgeschaltet wird.

6.1.4.2.2.3 Geräte der Bauarten C12 und C13

Unter den in 7.3.4.1.4.3 angegebenen Bedingungen müssen die Flammen des Hauptbrenners und etwaige
Zündbrennerflammen stabil bleiben und die jeweiligen Flammenüberwachungseinrichtungen müssen weiter-
hin wie üblich funktionieren.

6.1.4.2.2.4 Geräte der Bauarten C32 und C33

Unter den in 7.3.4.1.4.4 angegebenen Bedingungen müssen die Flammen des Hauptbrenners und etwaige
Zündbrennerflammen stabil bleiben und die jeweiligen Flammenüberwachungseinrichtungen müssen weiter-
hin wie üblich funktionieren.

6.1.4.2.2.5 Für die Aufstellung im Freien bestimmte Geräte

Unter den Prüfbedingungen von 7.3.4.2.3.1 müssen die Flammen des Hauptbrenners und eines etwaigen
Zündbrenners stabil bleiben und die Zündsicherung, falls vorhanden, muss weiterhin normal funktionieren.

Bei Geräten, die anders als mit einem vertikalen Abgaskanal installiert werden dürfen, darf unter den Prüf-
bedingungen von 7.3.4.2.3.2 am Hauptbrenner und an einem etwaigen Zündbrenner kein Abheben oder
Rückschlagen der Flamme eintreten.

6.1.5 Verbrennung

6.1.5.1 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

Die Kohlenstoffmonoxidkonzentration der trockenen luftfreien Abgase darf folgende Werte nicht über-
schreiten:

a) 0,10 %, wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den in 7.3.5.3 a) angegebenen Bedingungen betrieben
wird;

b) 0,20 %, wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den in 7.3.5.3 b) angegebenen Bedingungen betrieben
wird;

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EN 1020:2009 (D)

c) 0,20 %, wenn das Gerät mit dem Grenzgas für unvollständige Verbrennung unter den in 7.3.5.3 c)
angegebenen Bedingungen betrieben wird;

d) 0,20 %, wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.3 d) betrieben wird; darüber
hinaus muss das Gerät zünden und weiterhin in Betrieb bleiben;

e) 0,20 %, wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.3 e) betrieben wird.

Die Prüfverfahren sind in 7.3.5.1 und 7.3.5.2 festgelegt.

6.1.5.2 Besondere Bedingungen

6.1.5.2.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,10 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.1 betrieben wird.

6.1.5.2.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,10 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.2 betrieben wird.

6.1.5.2.3 Geräte der Bauarten B22, B23, B52, B53, C12, C13, C32, C33, C62 und C63

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,10 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.3 betrieben wird.

6.1.5.2.4 Geräte der Bauarten B22, B23, B52 und B53

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,20 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.4 betrieben wird.

Darüber hinaus darf der Druckanstieg am Ausgang der Anlage unter den Prüfbedingungen von 7.3.5.4.3 a)
und 7.3.5.4.3 c) im Zeitpunkt der Abschaltung 0,75 mbar bzw. 0,5 mbar nicht unterschreiten.

6.1.5.2.5 Geräte der Bauarten C12 und C13

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,20 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.5 betrieben wird.

6.1.5.2.6 Geräte der Bauarten C32 und C33

Die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase darf 0,20 % nicht überschreiten, wenn das Gerät mit
Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.6 betrieben wird.

6.1.5.2.7 Geräte der Bauarten C62 und C63

6.1.5.2.7.1 Betrieb mit Abgasrückführung

Wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.7.1 betrieben wird, darf die CO-Kon-
zentration der trockenen luftfreien Abgase 0,20 % nicht überschreiten.

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EN 1020:2009 (D)

6.1.5.2.7.2 Betrieb mit minimalem Luftzuführungsstrom

Wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.7.2 betrieben wird:

a) darf die CO-Konzentration der trockenen luftfreien Abgase 0,20 % nicht überschreiten;

b) muss der Druckverlust zwischen dem Zuluftstutzen und dem Abgasstutzen der vom Hersteller angege-
bene Druckverlust sein, der dem maximalen Widerstand des Rohrsystems entspricht.

6.1.5.2.7.3 Betrieb bei Unterdruck

Wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.7.3 betrieben wird, darf die CO-Kon-
zentration der trockenen luftfreien Abgase 0,20 % nicht überschreiten.

6.1.5.2.8 Für die Aufstellung im Freien bestimmte Geräte

Wenn das Gerät mit Normprüfgas unter den Bedingungen von 7.3.5.4.8 betrieben wird, darf die CO-
Konzentration der trockenen luftfreien Abgase 0,20 % nicht überschreiten.

6.1.5.3 Andere Schadstoffe

Unter den Prüfbedingungen und Berechnungsbedingungen von 7.3.5.5 darf die NOx-Konzentration in den
trockenen, luftfreien Verbrennungsprodukten 260 mg/kWh oder die vom Hersteller erklärte maximale
Konzentration nicht überschreiten, je nachdem was niedriger ist. Bei Geräten, die ausschließlich für Gase der
dritten Familie geeignet sind, wird der NOx-Grenzwert jedoch mit dem Faktor 1,60 multipliziert.

Bei Geräten, die ausschließlich für Propan geeignet sind, wird der NOx-Grenzwert mit dem Faktor 1,50 multi-
pliziert.

6.1.6 Sicherheitstemperaturbegrenzer

Unter den Prüfbedingungen von 7.3.6.1 müssen folgende Anforderungen erfüllt werden:

a) Die Gaszufuhr zum Brenner muss abgesperrt werden, um zu verhindern, dass:

1) eine gefährliche Situation eintritt;

2) irgendwelche Schäden am Gerät entstehen;

3) entweder:

i) die durchschnittliche Temperatur der Luft am Geräteausgang 100 °C nicht überschreitet; oder

ii) bei Geräten mit mehreren Ausgängen sowie bei solchen, bei denen die Unterseite des Gerätes
mehr als 2,5 m über dem Boden aufgestellt werden soll, ob mit oder ohne mehreren Ausgängen
ausgerüstet, die durchschnittliche Temperatur an irgendeinem Ausgang 125 °C überschreitet;

b) bei normalem, zyklischem Betrieb des Gerätes darf der Überhitzungsregler nicht wirksam werden, z. B.
durch das Ansprechen eines Raumtemperaturreglers oder einer anderen Regeleinrichtung;

c) die Stabilität der Flammen muss während der ganzen Prüfung zufrieden stellend sein.

Darüber hinaus muss die Gaszufuhr zum Brenner bei Prüfungen nach dem Verfahren von 7.3.6.2 abgesperrt
werden, um zu verhindern, dass:

d) eine gefährliche Situation eintritt;

e) irgendwelche Schäden am Gerät entstehen.

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EN 1020:2009 (D)

6.1.7 Dauerprüfung des Wärmeaustauschers

Bei der Prüfung nach 7.3.7:

a) muss der Betrieb des Brenners nach je 2 000 Schaltspielen einwandfrei sein, wenn das Luftgebläse läuft;
bei einer visuellen Beobachtung des Wärmetauschers (ohne Ausbau) dürfen mit bloßem Auge kein Riss
und keine Öffnung oder Perforation am Wärmetauscher erkennbar sein;

b) dürfen nach 5 000 Schaltspielen mit bloßem Auge kein Riss, keine Öffnung oder keine Perforation am
Wärmetauscher erkennbar sein;

c) am Ende der Prüfung dürfen keine Anzeichen von Korrosion vorhanden sein, die einen ungünstigen
Einfluss auf die Lebensdauer der POCED nehmen könnten.

6.1.8 Wirksamkeit der Vorspülung

Wenn das Gerät in ruhiger Luft, wie in 7.3.8 beschrieben, geprüft wird, muss die Vorspülung (siehe 5.4.2.2) so
beschaffen sein, dass das Volumen der für die Verbrennung verfügbaren Luft mindestens fünfmal so groß ist
wie das Volumen der Abgasführung.

6.1.9 Witterungsbeständigkeit

Unter den Prüfbedingungen von 7.3.9 muss ein für die Aufstellung im Freien bestimmtes Gerät weiterhin
normal funktionieren und müssen der Hauptbrenner und der (die) Zündbrenner normal arbeiten.

Außerdem darf sich bei ordnungsgemäß befestigten Zugangstüren oder Platten in keinem Teil des Gerätes
Wasser ansammeln, durch das das normale Funktionieren beeinträchtigt wird.

6.2 Wirkungsgrad

Bei Messungen nach 7.4.1 bis 7.4.5 darf der Wirkungsgrad, bezogen auf den Heizwert und bei Nennwärme-
belastung, 84 % nicht unterschreiten.

Ist das Gerät mit einer stufenlosen oder einer Groß/Klein-Regelung ausgerüstet, so muss der Wirkungsgrad,
bezogen auf den Heizwert und bei Einstellung des Gerätes auf den minimalen Durchfluss, gemessen nach
7.4.6, so beschaffen sein, dass:

84 # % n ! 10 Qn " Qmin !
% min $ " %
2 Qn

Dabei ist

min der Wirkungsgrad, bezogen auf den Heizwert und bei Einstellung des Gerätes auf den minimalen
Durchfluss;

n der Wirkungsgrad, bezogen auf den Heizwert und bei Nennwärmebelastung;

Qn die Wärmebelastung bei Nenndurchfluss;

Qmin die Wärmebelastung bei minimalem Durchfluss.

Auf keinen Fall darf min & 79 % unterschreiten.

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EN 1020:2009 (D)

7 Prüfverfahren

7.1 Allgemeines

7.1.1 Kennwerte von Prüfgasen: Normprüfgase und Grenzgase

Die Geräte sind für die Verwendung von Gasen verschiedener Qualitäten konstruiert. Eines der Ziele dieser
Norm besteht darin zu kontrollieren, ob die Leistung der Geräte zufrieden stellend ist und zwar für jede
Familie oder Gruppe von Gasen und für die Drücke, für die sie konstruiert sind, wenn notwendig mit Hilfe der
Einstelleinrichtungen.

Die Prüfgase, die Prüfdrücke und die Gerätekategorien in dieser Norm stimmen überein mit den in EN 437
angegebenen Werten.

Die charakteristischen Merkmale der Normprüf- und Grenzgase sind in Tabellen 6 und 7 angeführt. Die in
Tabelle 3 angeführten und bei 15 °C gemessenen und dargestellten Werte wurden von ISO 6976 abgeleitet.

7.1.2 Bedingungen für die Herstellung der Prüfgase

Die Zusammensetzung der für die Prüfung verwendeten Gase muss denen in Tabelle 6 so nahe wie möglich
kommen.

Für die Herstellung der Gase sind die nachstehenden Regeln zu beachten:

a) der Wobbeindex des verwendeten Gases darf von dem in Tabelle 6 angegebenen Wert um 2%
abweichen (die Toleranz umfasst auch die Messgerätefehler);

b) die zur Herstellung der Gasgemische verwendeten Gase müssen mindestens die folgenden Reinheits-
grade aufweisen:

! Stickstoff N2 99 %;

! Wasserstoff H2 99 %;

! Methan CH4 95 % mit einer Gesamtkonzentration an H2, CO und O2 unter 1 %;

! Propen C3H6 95 % mit einer Gesamtkonzentration an N2 und CO2 unter 2 %;

! Propan C3H8 95 %;

! Butan 4) C4H10 95 %.

Diese Anforderungen sind jedoch nicht für jeden Bestandteil obligatorisch, vorausgesetzt, dass die End-
mischung die gleiche Zusammensetzung hat wie die, welche mit den oben genannten Bestandteilen
hergestellt ist. Zur Herstellung eines Gemisches darf ein Gas verwendet werden, das bereits mehrere
Bestandteile der Endmischung in passenden Anteilen enthält.

Bei den Gasen der zweiten Familie ist es jedoch zulässig:

c) für die mit den Normprüfgasen G 20 oder G 25 durchzuführenden Prüfungen ein Gas zu verwenden, das
den Gruppen H, L oder E angehört, auch wenn dessen Zusammensetzung die oben genannten Bedin-
gungen nicht erfüllt, vorausgesetzt, dass nach einem eventuellen Zusatz von entweder Propan oder
Stickstoff, je nach Bedarf, die Endmischung einen bis auf 2 % gleichen Wobbeindex wie das in der
Tabelle 6 angegebene jeweilige Normprüfgas aufweist;

4) Jedes Gemisch von iso-Butan und n-Butan kann angewandt werden.

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EN 1020:2009 (D)

d) zur Herstellung der Grenzgase ein anderes Gas als Grundgas anstatt von Methan:

1) für die Grenzgase G 21, G 222 und G 23 darf ein Erdgas der Gruppe H verwendet werden;

2) für die Grenzgase G 27 und G 231 darf ein Erdgas der Gruppe H, L oder E verwendet werden;

3) für das Grenzgas G 26 darf ein Erdgas der Gruppe L verwendet werden.

In allen Fällen muss die durch Zusatz von Propan oder Stickstoff gebildete Endmischung einen bis auf 2 %
gleichen Wobbeindex wie den in Tabelle 6 für das jeweilige Grenzgas angegebenen Wert aufweisen. Falls
erforderlich, muss der Wasserstoffgehalt der Endmischung dem in Tabelle 6 angegebenen Wert entsprechen.

Tabelle 6 — Kennwerte der Prüfgasea (trockene Gase bei 15 °C und 1 013,25 mbar)

Gasfamilien Be- Zusammen-


Wi Hi Ws Hs
und Prüfgase zeich- setzung d
MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3
-gruppen nung Vol. in %e

Gase der ersten Familieb

Normprüfgas, Grenzgas für CH4 = 26


unvollständige Verbrennung, H2 = 50
G 110 21,76 13,95 24,75 15,87 0,411
Auftreten gelber Spitzen und
Abheben der Flammen N2 = 24
Gruppe a
CH4 = 17
Grenzgas für Rückschlagen der H2 = 59
G 112 19,48 11,81 22,36 13,56 0,367
Flammen
N2 = 24

Gase der zweiten Familie

Normprüfgas G 20 CH4 = 100 45,67 34,02 50,72 37,78 0,555

Grenzgas für unvollständige CH4 = 87


Verbrennung und Auftreten G 21 49,60 41,01 54,76 45,28 0,684
gelber Spitzen, Normprüfgas C3H8 = 13

Gruppe H CH4 = 77
Grenzgas für Rückschlagen der
G 222 42,87 28,53 47,87 31,86 0,443
Flammen H2 = 23

CH4 = 92,5
Grenzgas für Abheben der
G 23 41,11 31,46 45,66 34,95 0,586
Flammen N2 = 7,5

CH4 = 86
Normprüfgas, Grenzgas für
G 25 37,38 29,25 41,52 32,49 0,612
Rückschlagen der Flammen N2 = 14

CH4 = 80
Grenzgas für unvollständige
Gruppe L Verbrennung und Auftreten G 26 C3H8 =7 40,52 33,36 44,83 36,91 0,678
gelber Spitzen
N2 = 13

CH4 = 82
Grenzgas für Abheben der
G 27 35,17 27,89 39,06 30,98 0,629
Flammen N2 = 18

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Tabelle 6 (fortgesetzt)

Gasfamilien Be- Zusammen-


Wi Hi Ws Hs
und Prüfgase zeich- setzung d
MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3
-gruppen nung Vol. in %e

Normprüfgas G 20 CH4 = 100 45,67 34,02 50,72 37,78 0,555

Grenzgas für unvollständige CH4 = 87


Verbrennung und Auftreten G 21 49,60 41,01 54,76 45,28 0,684
gelber Spitzen C3H8 = 13

Gruppe E CH4 = 77
Grenzgas für Rückschlagen der
G 222 42,87 28,53 47,87 31,86 0,443
Flammen H2 = 23

CH4 = 85
Grenzgas für Abheben der
G 231 36,82 28,91 40,90 32,11 0,617
Flammen N2 = 15
c
Gase der dritten Familie

Normprüfgas, Grenzgas für n-C4H10 = 50


unvollständige Verbrennung und G 30 80,58 116,09 87,33 125,81 2,075
Auftreten gelber Spitzen i-C4H10 = 50
Familie 3
und
Grenzgas für Abheben der C3H8 = 100
Gruppen G 31 70,69 88,00 76,84 95,65 1,550
Flammen
3B/P und 3B
Grenzgas für Rückschlagen der C3H6 = 100
G 32 68,14 82,78 72,86 88,52 1,476
Flammen

Normprüfgas, Grenzgas für


unvollständige Verbrennung und
Auftreten gelber Spitzend, G 31 C3H8 = 100 70,69 88,00 76,84 95,65 1,550
Grenzgas für Abheben der
Gruppe 3P Flammen

Grenzgas für Rückschlagen der


Flammen und Auftreten gelber G 32 C3H6 = 100 68,14 82,78 72,86 88,52 1,476
Spitzend
a Für regional verteilte Gase wird auf A.4 verwiesen.
b Für andere Gruppen siehe A 4.
c Siehe auch Tabelle 7.
d Siehe 7.1.2, Fußnote 4).
e Siehe auch Anhang A.

Tabelle 7 — Wärmewerte der Prüfgase der dritten Familie

Hi Hs
Prüfgaskennzeichnung
MJ//kg MJ/kg
G 30 45,65 49,47
G 31 46,34 50,37
G 32 45,77 48,94

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7.1.3 Praktische Anwendung der Prüfgase

7.1.3.1 Wahl der Prüfgase

Die Gase, die für die in 7.3.2, 7.3.4 und 7.3.5 angegebenen Prüfungen benötigt werden, müssen denen in
7.1.1 entsprechen und nach 7.1.2 hergestellt werden.

Für diese in anderen Abschnitten angegebenen Prüfungen ist es zur Erleichterung der Durchführung der
Prüfung zulässig, das Normprüfgas durch ein tatsächlich verteiltes Gas zu ersetzen, vorausgesetzt, dass
dessen Wobbeindex innerhalb von 5 % des Normprüfgases liegt.

Wenn ein Gerät mit Gasen mehrerer Gruppen oder Familien betrieben werden kann, werden aus Tabelle 3
und unter den in 7.1.5.1 angegebenen Bedingungen Prüfgase gewählt. Die jeweils für die entsprechende
Gerätekategorie zu wählenden Gase sind in Tabelle 8 angeführt.

Tabelle 8 — Prüfgase für die verwendeten Kategorien

Grenzgas für Grenzgas für Grenzgas für Grenzgas für


Kategorien Normprüfgas unvollständige Rückschlagen Abheben der Auftreten gelber
Verbrennung der Flammen Flammen Spitzen

I2H G 20 G 21 G 222 G 23 G 21
I2L G 25 G 26 G 25 G 27 G 26
I2E, I2E+ G 20 G 21 G 222 G 231 G 21
I3B/P, I3+ G 30 G 30 G 32 G 31 G 30
I3P G 31 G 31 G 32 G 31 G 31, G 32
II1a2H G 110, G 20 G 21 G 112 G 23 G 21
II2H3B/P,
G 20, G 30 G 21 G 222, G 32 G 23, G 31 G 30
II2H3+
II2H3P G 20, G 31 G 21 G 222, G 32 G 23, G 31 G 31, G 32
II2L3B/P G 25, G 30 G 26 G 32 G 27, G 31 G 30
II2L3P G 25, G 31 G 26 G 32 G 27, G 31 G 31, G 32
II2E3B/P
G 20, G 30 G 21 G 222, G 32 G 231, G 31 G 30
II2E+3+
II2E+3P G 20, G 31 G 21 G 222, G 32 G 231, G 31 G 31, G 32
ANMERKUNG Prüfungen mit Grenzgasen werden mit der Düse und der Einstellung durchgeführt, die dem Norm-
prüfgas der Gruppe entspricht, zu der das für die Prüfung verwendete Grenzgas gehört.

7.1.3.2 Versorgungsbedingungen und Einstellung der Brenner

7.1.3.2.1 Voreinstellung des Gerätes

Vor allen durchzuführenden Prüfungen muss das Gerät mit den angemessenen Teilen (Düse(n)), die der
jeweiligen Gasfamilie oder -gruppe entsprechen, der das genannte Prüfgas angehört (siehe Tabelle 5),
ausgerüstet werden. Etwaige Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss werden nach den Anleitungen
des Herstellers fest eingestellt, und zwar unter Verwendung der (des) geeigneten Normprüfgase(s) (siehe
7.1.5.1) und des (der) in 7.1.4 angegebenen entsprechenden üblichen Gasdruckes (Gasdrücke).

Diese Voreinstellung des Gerätes unterliegt den in 5.1.1 angegebenen Einschränkungen.

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7.1.3.2.2 Anschlussdrücke

Außer wenn eine Einstellung des Anschlussdruckes notwendig ist (wie in 7.1.3.2.3 und 7.1.3.2.4 beschrie-
ben), muss der für Prüfzwecke zu verwendende übliche Mindest- und Höchstanschlussdruck die in 7.1.4
angegebenen Anforderungen erfüllen.

Wenn nichts anderes festgelegt ist, wird die Voreinstellung des Gerätes nicht geändert.

7.1.3.2.3 Einstellung der Wärmebelastungen

Bei Prüfungen, die eine Einstellung des Brenners auf die Nennwärmebelastung oder eine andere festgelegte
Wärmebelastung erfordern, muss der Druck oberhalb der Düsen so eingestellt werden, dass die erzielte
Wärmebelastung innerhalb von 2 % des festgelegten Wertes liegt (durch Änderung der Voreinstelleinrich-
tungen oder des Druckreglers, wenn einstellbar, oder des Anschlussdruckes).

Die genannte Wärmebelastung ist nach 7.3.2 zu bestimmen, wobei das Gerät mit dem (den) geeigneten
Normprüfgas(en) betrieben wird.

7.1.3.2.4 Korrigierte Drücke

Wenn es zum Erreichen der Nennwärmebelastung mit einer Toleranz von 2 % notwendig ist, einen
Versorgungsdruck p zu verwenden, der sich von dem Normaldruck pn unterscheidet, sind die Prüfungen, die
normalerweise bei dem Höchst- oder Mindestdruck pmax und pmin durchgeführt werden, mit den korrigierten
Drücken p'max und p'min durchzuführen, wobei folgende Gleichung (1) gilt:

"
pmin p" p
! max ! (1)
pmin pmax pn

7.1.4 Prüfdrücke

Die Werte der Prüfdrücke, d. h. die statischen Drücke, die am Anschluss des in Betrieb genommenen Gerätes
aufzubringen sind, sind in Tabellen 9 und 10 angegeben.

Diese Drücke und die entsprechenden Düsen werden in Übereinstimmung mit den in Anhang A angegebenen
nationalen Vorschriften für das Land verwendet, in dem das Gerät installiert werden soll.

Tabelle 9 — Prüfdrücke, wenn keine Druckpaare vorhanden sinda

pn pmin pmax
Gerätekategorien mit folgendem Index Prüfgas
mbar mbar mbar
1. Familie: 1a G 110, G 112 8 6 15
2. Familie: 2H G 20, G 21, G 222, G 23 20 17 25
2. Familie: 2L G 25, G 26, G 27 25 20 30
2. Familie: 2E G 20, G 21, G 222, G 231 20 17 25
G 30, G 31, G 32 29b 25 35
3. Familie: 3B/P
G 30, G 31, G 32 50 42,5 57,5
G 31, G 32 37 25 45
3. Familie: 3P
G 31, G 32 50 42,5 57,5
a Für Prüfdrücke für national oder örtlich verteilte Gase siehe Tabelle A.5.
b Geräte dieser Kategorie können ohne Einstellung bei den angegebenen Versorgungsdrücken von 28 mbar bis 30 mbar
verwendet werden.

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Tabelle 10 — Prüfdrücke, wenn Druckpaare verwendet werden

Gerätekategorien mit pn pmin pmax


Prüfgas
folgendem Index mbar mbar mbar
2. Familie: 2E+ G 20, G 21, G 222 20 17b 25
G 231 (25)a 17 b 30
3. Familie: 3+ G 30 29c 20 35
(Druckpaar 28-30/37)
G 31, G 32 37 25 45
3. Familie: 3+ G 30 50 42,5 57,5
(Druckpaar 50-67)
G 31, G 32 67 50 80
a Dieser Druck entspricht der Verwendung der Gase mit einem niedrigen Wobbeindex, prinzipiell wird aber keine Prüfung bei diesem
Druck durchgeführt.
b Siehe Anhang I.
c Die Geräte dieser Kategorie können ohne Einstellung bei Anschlussdrücken von 28 mbar bis 30 mbar verwendet werden.

7.1.5 Prüfverfahren

7.1.5.1 Prüfungen, für die Normprüfgase benötigt werden

Die Prüfungen, die in 7.3.2, 7.3.4 und 7.3.5 genannt werden, sind jeweils mit dem Normprüfgas durchzu-
führen, das für das Land, in dem das Gerät installiert werden soll, geeignet ist und mit den in Anhang A.1
gegebenen Informationen und der Gerätekategorie übereinstimmt.

Die übrigen Prüfungen werden mit nur einem der Normprüfgase für die jeweilige Gerätekategorie (siehe 7.1.1)
bei einem der Nenndrücke durchgeführt, die in 7.1.4 für das gewählte Normprüfgas angegeben sind. Nach-
folgend wird dieses Gas als „Normprüfgas“ bezeichnet.

Der Prüfdruck muss jedoch einem der Drücke entsprechen, die vom Hersteller angegeben werden und das
Gerät muss mit der geeigneten Düse(n) ausgerüstet sein.

7.1.5.2 Prüfungen, für die Grenzgase benötigt werden

Die Prüfungen sind mit dem für die jeweilige Gerätekategorie geeigneten Grenzgas (siehe Tabelle 8) sowie
mit der Düse und den Einstellungen durchzuführen, die dem Normprüfgas der Gruppe oder Familie ent-
sprechen, der das jeweilige Grenzgas angehört.

7.1.6 Allgemeine Prüfbedingungen

7.1.6.1 bis 7.1.6.7 sind allgemein anzuwenden, sofern in bestimmten Abschnitten nichts anderes angegeben
ist.

7.1.6.1 Prüfraum

Das Gerät wird in einem gut belüfteten, zugfreien Prüfraum installiert, bei einer Umgebungstemperatur von
20 °C 5 °C. Ein größerer Temperaturbereich ist erlaubt, wenn die Prüfergebnisse davon nicht beeinflusst
werden.

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7.1.6.2 Abgasabführung

7.1.6.2.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Geräte, die für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr vorgesehen sind, sind wie folgt zu prüfen:

a) an Geräte mit einem senkrechten Abgasstutzen ist ein senkrechtes Abgasrohr von 1 m Länge bei
Geräten der Bauarten B12 und B13 anzuschließen; oder

b) im Falle von Geräten der Bauarten B42 und B43 mit einem vom Hersteller gelieferten oder spezifizierten
POCED und bei dem in den Anleitungen des Herstellers vermerkten größten Vergleichswiderstand.

Geräte mit waagerechter Abgasabführung müssen gemäß den Anleitungen des Herstellers angebracht
werden, in denen auch die maximale Länge der waagerechten Strecke und das Verfahren für den Anschluss
an eine senkrechte Abgasabführung anzugeben sind. Danach wird das senkrechte Abgasrohr nach den
Anforderungen von 7.1.6.2.1 a) befestigt.

Bei Geräten der Bauarten B12 und B13 muss das senkrechte Abgasrohr aus Blech mit einer Metalldicke von
nicht mehr als 1 mm gefertigt sein. Sofern nichts anderes angegeben, darf das Abgasrohr nicht wärme-
gedämmt werden.

7.1.6.2.2 Geräte der Bauarten B14, B22 und B23

Geräte, die für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Wandanschluss vorgesehen sind, sind mit einem Abgasrohr
zu prüfen, das den gleichen Durchmesser wie der Abgasstutzen und den vom Hersteller angegebenen
maximalen Äquivalenzwiderstand hat.

Geräte, die für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr vorgesehen sind, sind wie folgt zu prüfen:

a) an Geräte mit einem senkrechten Abgasstutzen ist ein senkrechtes Abgasrohr von 1 m Länge oder von
der vom Hersteller angegebenen Mindestlänge anzuschließen, das den gleichen Durchmesser wie der
Abgasstutzen hat;

b) Geräte mit einem waagerechten Abgasstutzen sind gemäß den Anleitungen des Herstellers zusammen-
zubauen, in denen auch die maximale Länge der waagerechten Strecke und das Verfahren zum An-
schluss an ein senkrechtes Abgasrohr anzugeben sind. Anschließend ist das senkrechte Abgasrohr wie
in 7.1.6.2.2 a) beschrieben anzuschließen.

Das Abgasrohr muss aus Blech mit einer Metalldicke von nicht mehr als 1 mm gefertigt sein. Sofern nicht
anders angegeben, darf das Abgasrohr nicht wärmegedämmt werden.

7.1.6.2.3 Geräte der Bauarten B44, B52 und B53

Geräte werden geprüft mit dem POCED, wie er vom Gerätehersteller geliefert und beschrieben ist, und
montiert, mit dem größten Äquivalenzwiderstand nach den Angaben des Herstellers.

7.1.6.2.4 Geräte der Bauarten C12 und C13

Falls nichts anderes angegeben ist, werden die Prüfungen mit Abgas- und Zuluftleitungen POCED mit dem
kleinsten und dem größten vom Hersteller angegebenen und gelieferten Äquivalenzwiderstand durchgeführt.
Die POCED muss vom Hersteller geliefert werden. Eine Windschutzeinrichtung wird nicht befestigt. Falls
erforderlich, kann eine äußere, ausziehbare Leitung gemäß der Anleitung des Herstellers versiegelt werden.

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7.1.6.2.5 Geräte der Bauarten C32 und C33

Falls nichts anderes angegeben ist, werden die Prüfungen mit Abgas- und Zuluftleitungen POCED mit dem
kleinsten und dem größten vom Hersteller angegebenen und gelieferten Äquivalenzwiderstand durchgeführt.
Die POCED muss vom Hersteller geliefert werden.

7.1.6.2.6 Geräte der Bauarten C62 und C63

Falls nicht anders angegeben, sind die Prüfungen durchzuführen, während das Gerät an ein Prüfrohrsystem für
die Verbrennungsluftzu-/Abgasabführung angeschlossen ist, wobei jedes Prüfrohr 1 m lang ist (siehe Bild 1).

Das Abgasrohr ist mit einer regelbaren Drossel (siehe Bild 2) am Abgasstutzen (siehe Bild 1) auszurüsten.

Legende
A Gerät
B Druckmessstelle
C Druckmessstelle
D CO2-Messsonde
E Drossel

Bild 1 — C6-Prüfrohrsystem

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Maße in Millimeter

Legende
A Ringkammer für die Messung des statischen Drucks mit 10 Löchern von 1 mm
B Entnahmestelle für die Abgasprobe
C Messstelle für den statischen Druck

Bild 2 — C6-Prüfrohrsystem — Drossel-Detail

7.1.6.3 Prüfaufstellung

Das Gerät muss gemäß den Anleitungen des Herstellers installiert werden, und zwar unter besonderer
Berücksichtigung des angegebenen Mindestfreiraums um das Gerät herum.

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7.1.6.4 Auswirkung der Temperaturregler

Durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen ist zu verhindern, dass Temperaturregler oder andere Regeleinrich-
tungen in Betrieb gesetzt werden und den Gasdurchfluss beeinträchtigen, es sei denn, dies ist für die Prüfung
erforderlich.

7.1.6.5 Stromversorgung

Das Gerät wird an ein Stromnetz mit Nennspannung angeschlossen, wenn in den entsprechenden Abschnit-
ten nichts anderes angegeben ist.

7.1.6.6 Geräte mit regelbarem Belastungsbereich

Bei Geräten, die für einen regelbaren Belastungsbereich konstruiert sind, sind alle Prüfungen bei den
maximalen und minimalen Nennwärmebelastungen durchzuführen.

7.1.6.7 Stufenlose und Groß/Klein-Regelung

Bei Geräten mit stufenloser und Groß/Klein-Regelung werden die Prüfungen bei Nennwärmebelastung durch-
geführt, wenn bei der jeweiligen Prüfung nichts anderes festgelegt ist.

7.2 Bau und Konstruktion

7.2.1 Gasfeuerungsautomaten (handbetätigte Einrichtungen)

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, installiert und bei der Nennwärmebelastung nach 7.1.3.2.1 mit
einem geeigneten Normprüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben. Der Startschalter wird 10-mal, d. h. 1-mal je 5 s,
von Hand betätigt.

Es wird überprüft, ob die Anforderungen von 5.2.9.2.2 erfüllt sind.

7.2.2 Öffnungszeit beim Zünden

Mit dem Gerät im kalten Zustand wird die Gaszufuhr eingeschaltet und der Zündbrenner gezündet. 20 s nach
der Zündung des Zündbrenners wird die Handbetätigung beendet und es wird überprüft, ob der Zündbrenner
brennen bleibt.

Es wird überprüft, ob die Anforderungen von 5.5.1.1 erfüllt sind.

7.2.3 Sicherheitszeit (Schließen)

Mit dem Gerät im Betriebszustand wird die Gaszufuhr zum Hauptbrenner abgesperrt. Die Zeitspanne
zwischen dem Erlöschen des Hauptbrenners und dem Zeitpunkt, zu dem das Signal zur Schließung des
Ventils gegeben wird, wird gemessen.

Es wird überprüft, ob die Anforderungen von 5.5.1 und 5.5.2 erfüllt sind.

7.2.4 Sicherheitszeit

Die Gaszufuhr zum Gerät wird abgesperrt. Anschließend wird versucht, das Gerät gemäß den Anleitungen
des Herstellers zu zünden und es wird die Zeitspanne zwischen dem Ventilschließsignal und dem Ventil-
öffnungssignal gemessen. Diese Zeitspanne wird mit der vom Hersteller angegebenen Sicherheitszeit
verglichen.

Bei Geräten mit automatischen Regelsystemen, die einen Wiederanlauf erlauben, muss die automatische Re-
gelung nach der vom Hersteller angegebenen Anzahl von Wiederanlaufversuchen auf die gesperrte Verrie-
gelung gehen.

Es wird überprüft, ob die Anforderungen von 5.6.1.2, 5.6.2, 5.7.1.2 und 5.7.2.2 erfüllt sind.

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7.3 Funktionssicherheit

7.3.1 Dichtheit

7.3.1.1 Dichtheit des Gasweges

Bei Geräten, die nur mit Gasen der ersten und/oder zweiten Familie betrieben werden, werden die Prüfungen
bei einem Lufteingangsdruck von 50 mbar durchgeführt; das Einlassventil wird jedoch bei einem Luftdruck von
150 mbar geprüft. Bei Geräten, die mit Gasen der dritten Familie betrieben werden, werden alle Prüfungen bei
einem Luftdruck von 150 mbar durchgeführt.

Etwaige Regeleinrichtungen können in ihrer maximal geöffneten Position verriegelt werden, um Beschädi-
gungen zu verhindern.

Es wird überprüft, ob die in 6.1.1.1 angegebenen Anforderungen erfüllt sind, und zwar jeweils unter folgenden
Bedingungen:

a) alle Ventile in der Hauptgaszufuhr werden nacheinander in ihrer Geschlossenstellung auf Dichtheit ge-
prüft, wobei alle anderen Ventile geöffnet sind;

b) mit allen Gasventilen geöffnet und den Düsen für etwaige Zündbrenner und Hauptbrenner abgedichtet
oder, alternativ, ausgebaut und die Öffnung abgedichtet.

Bei Zündbrennern (Zündflammen), die so ausgelegt sind, dass der Gasausgang nicht abgedichtet werden
kann, wird für die Prüfung die Gaszufuhr zum Zündbrenner an einer geeigneten Stelle abgedichtet. In dem
Falle wird mit einer Seifenlösung eine zusätzliche Prüfung durchgeführt, um festzustellen, ob am Zündbrenner
bei normalem Betriebsdruck keine Undichtheiten auftreten.

Zur Bestimmung der Leckrate wird eine volumetrische Methode angewandt, die das direkte Ablesen der Leck-
3
rate ermöglicht und eine solche Genauigkeit aufweist, dass der Fehler während der Bestimmung 0,01 dm /h
nicht übersteigt.

Die Prüfungen werden zum ersten Mal bei Lieferung des Gerätes durchgeführt und ein zweites Mal nach
Beendigung aller in der Norm angegebenen Prüfungen. Alle gasdichten Verbindungen im Gasweg, deren
Ausbau in den Anleitungen des Herstellers vorgesehen ist, werden fünfmal aus- und eingebaut.

7.3.1.2 Dichtheit des Abgasweges und einwandfreie Abgasabführung

7.3.1.2.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und, wie in 7.1.6.2 beschrieben, an ein Abgasrohr
angeschlossen. Die Prüfung wird mit einem der Normprüfgase für die entsprechende Kategorie bei Nenn-
wärmebelastung, bei ruhiger Luft und ohne Zugeinwirkung durchgeführt.

Etwaige Undichtheiten werden mit einer Tauplatte festgestellt. Diese Prüfung wird, wie unten in 7.3.1.2.1.1
und 7.3.1.2.1.2 beschrieben, durchgeführt.

7.3.1.2.1.1 Lecksuchgerät

Die folgenden beiden Tauplattenformen sind geeignet:

a) eine chrom- oder rhodiumbeschichtete, wassergekühlte Platte mit rechtwinkligem Querschnitt (siehe
Bild 3). Die insgesamt erforderliche Plattenlänge hängt von der Gerätekonstruktion ab; oder

b) ein chrom- oder rhodiumbeschichtetes, wassergekühltes Rohr mit rundem oder ähnlichem geeigneten
Querschnitt, Durchmesser etwa 12 mm.

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Es ist unerlässlich, dass das Lecksuchgerät das Gerät auf keinerlei Weise so beeinträchtigen darf, dass ein
Gasaustritt verursacht wird, wenn es sich an der jeweiligen Stelle befindet. Das Lecksuchgerät kann somit
noch verformt werden müssen, um es an die Form der betreffenden Stelle anzupassen. Darüber hinaus darf
das Gerät nicht so angeordnet werden, dass es die zu prüfende Oberfläche tatsächlich erweitert.

Das Lecksuchgerät muss poliert werden, jedoch nicht mit Metallpoliermitteln, die beschlagfeste Werkstoffe
enthalten, und seine Oberfläche muss chemisch entfettet werden.

Maße in Millimeter

Legende
A Wasserauslass
B Löten
C 1 mm dicke Hartmessing-Rhodium-Platte
D diese Oberfläche muss bestens poliert sein und darf keine Unebenheiten aufweisen
E Wassereinlass
F matt vernickelte Messingplatte

Bild 3 — Lecksuchgerät

7.3.1.2.1.2 Methode

Das Lecksuchgerät wird so angeordnet und fixiert, dass es etwaige Undichtheiten auf der zu prüfenden
Oberfläche feststellen kann.

Von einer konstanten Wärmeeinrichtung aus wird Wasser mit einer Geschwindigkeit von etwa 90 I/h durch
das Lecksuchgerät geleitet und die Eingangstemperatur des Wassers wird auf (11 0,5) °C über dem
Taupunkt der Umgebungstemperatur eingestellt. Das Gerät wird unter den Bedingungen von 7.3.1.2.1
eingeschaltet. Nachdem das Gerät 10 min in Betrieb ist, gerechnet vom Kaltzustand, wird die Oberfläche des
Lecksuchgerätes auf Kondenswasser geprüft. Hat sich Kondenswasser gebildet, so weist dies auf eine
Undichtheit hin. Kurz anhaltendes Beschlagen mit Kondenswasser ist nicht zu berücksichtigen, vorausgesetzt,
dass zwischen jedem Beschlagen eine Zeitspanne von mindestens 5 s liegt.

Das Kondenswasser kann am besten festgestellt werden, indem die Unterseite des Lecksuchgerätes mit einer
hellen Lampe beleuchtet wird und indem von einer Seite aus ein flüchtiger Blick in Längsrichtung des
Lecksuchgerätes geworfen wird. Es empfiehlt sich, eine schwarze Oberfläche so anzuordnen, dass es auf der
polierten Oberfläche des Lecksuchgerätes reflektiert wird.

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In Zweifelsfällen empfiehlt es sich jedoch, Undichtheiten mit einer an einen CO2-Analysator angeschlossenen
Entnahmeeinrichtung festzustellen. Vorhandene Geräte müssen für Konzentrationen von bis zu 0,01 % CO 2
empfindlich sein. Ein Anstieg des CO2-Spiegels auf mehr als 0,05 % über der Umgebungstemperatur gilt als
nicht zufrieden stellend. Die Methode der Probenahme darf die übliche Abgasabführung nicht beeinträchtigen.

7.3.1.2.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und an ein Abgasrohr wie in 7.1.6.2 beschrieben, mit
maximalem Äquivalenzwiderstand angeschlossen. Die Prüfung wird mit einem der Normprüfgase für die
betreffende Kategorie bei Nennwärmebelastung durchgeführt, nachdem das Gerät vom Kaltzustand aus in
ruhiger Luft und ohne Windeinwirkung 10 min lang betrieben worden ist.

Unter diesen Bedingungen wird der Abgasstutzen zunehmend gedrosselt, bis der Hauptbrenner und
gegebenenfalls der Zündbrenner durch die Luftmangelsicherung abgesperrt werden. Im Moment des Absper-
rens darf der Anstieg des unmittelbar vor dem Abgasstutzen gemessenen statischen Drucks nicht weniger
betragen als:

a) 0,5 mbar bei einem an ein senkrechtes Abgasrohr angeschlossenen Gerät;

b) 0,75 mbar bei einem an ein Abgasrohr mit Wandanschluss angeschlossenen Gerät.

Etwaige Undichtheiten werden mit einer Tauplatte festgestellt. Diese Prüfung wird, wie in 7.3.1.2.1.1 und
7.3.1.2.1.2 beschrieben, durchgeführt.

7.3.1.2.3 Geräte der Bauarten B22, B23, B52 und B53

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und an ein Abgasrohr mit maximalem Äquivalenz-
widerstand angeschlossen. Die Prüfung wird mit einem der Normprüfgase für die betreffende Kategorie bei
Nennwärmebelastung durchgeführt, nachdem das Gerät vom Kaltzustand aus in ruhiger Luft und ohne
Windeinwirkung 10 min lang betrieben worden ist.

Etwaige Undichtheiten werden mit einer Tauplatte festgestellt. Diese Prüfung wird, wie in 7.3.1.2.1.1 und
7.3.1.2.1.2 beschrieben, durchgeführt.

7.3.1.2.4 Geräte der Bauarten C12, C13, C32 und C33

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und, wie in 7.1.6.2 beschrieben, an ein Abgasrohr ange-
schlossen. Die Abgasrohrmündung wird abgedichtet, die Zündtür, falls vorhanden, geschlossen und die Gas-
zufuhr zum Hauptbrenner und zu etwaigen Zündbrennern blockiert.

Dem Gerät wird Luft zugeführt und die Luftströmungsgeschwindigkeit wird notiert, wenn der Druck innerhalb
des Gerätes sich bei 0,5 mbar über dem atmosphärischen Druck stabilisiert hat.

ANMERKUNG Es gibt eine einfache Art, das Gerät zu prüfen, indem die Abgasrohrmündung in einen Plastiksack
eingeschlossen wird, in die dann ein Lufteintrittsrohr und ein an ein Manometer angeschlossenes Messrohr platziert
werden können.

7.3.1.2.5 Geräte der Bauarten C62 und C63

Das Gerät wird, wie in 7.3.1.2.4 beschrieben, geprüft, jedoch nicht an das (die) Zuluft- und Abgasrohr(e)
angeschlossen.

71
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

7.3.2 Wärmebelastungen

7.3.2.1 Allgemeines

Bei dieser Norm werden alle Wärmebelastungen aus dem Volumendurchfluss (V0) oder dem Massendurch-
fluss (M0) bestimmt, die sich auf die Werte beziehen, die mit Normprüfgas unter Bezugsprüfbedingungen
(Trockengas, 15 °C, 1 013,25 mbar) erzielt wurden. Die Wärmebelastung (Q0) in Kilowatt (kW) wird durch eine
der Gleichungen angegeben:

Q0 0,278 M0 ! Hs; oder

Q0 0,278 M0 ! Hi; oder

Q0 0,278 V0 ! Hs; oder

Q0 0,278 V0 ! Hi

Dabei ist

M0 der Massendurchfluss, in Kilogramm je Stunde (kg/h) unter Bezugsbedingungen;

V0 der Volumendurchfluss, in Kubikmeter je Stunde (m3/h) unter Bezugsbedingungen;

Hi der Heizwert des Normprüfgases, in Megajoule je Kilogramm (MJ/kg) oder in Megajoule je Kubik-
meter (MJ/m3) (Trockengas, 15 °C, 1 013,25 mbar);

Hs der Brennwert des Normprüfgases, in Megajoule je Kilogramm (MJ/kg) oder in Megajoule je


Kubikmeter (MJ/m3), (Trockengas, 15 °C, 1 013,25 mbar), je nachdem, wie es passt.

Massendurchfluss und Volumendurchfluss entsprechend einer Messung und einem Durchfluss von Norm-
prüfgas unter Bezugsbedingungen, gehen mit anderen Worten davon aus, dass das Gas trocken ist, eine
Temperatur von 15 °C hat und unter einem Druck von 1 013,25 mbar steht. In der Praxis entsprechen die
während der Prüfung erzielten Werte nicht diesen Bezugsbedingungen, so dass sie dann korrigiert werden
müssen, um sie auf die Werte zu bringen, die tatsächlich erzielt worden wären, wenn diese Bezugs-
bedingungen während der Prüfung an der Düsenaustrittsöffnung vorhanden gewesen wären.

Wenn der korrigierte Durchfluss M0 nach Massendurchfluss M bestimmt ist, wird er mit der folgenden Glei-
chung (2) berechnet:

1 013,25 " p 273 " t g dr


M0 M ! ! (2)
pa " p 288 d

Dabei ist

M0 der korrigierte Massendurchfluss unter Prüfbedingungen;

M der Massendurchfluss, in Kilogramm je Stunde (kg/h) unter Prüfbedingungen;

pa der atmosphärische Druck, in Millibar (mbar);

p der Gasversorgungsdruck, in Millibar (mbar);

tg die Temperatur des Gases an der Messstelle, in Grad Celsius (°C);

d die Dichte von Trockengas im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft;

dr die Dichte des Normprüfgases im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft.

72
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Wenn der korrigierte Durchfluss V0 nach Volumendurchfluss V bestimmt ist, wird er mit der folgenden Glei-
chung (3) berechnet:

1 013,25 " p p "p 288 d


V0 V ! a ! ! (3)
1 013,25 1 013,25 273 " t g d r

Dabei ist

V der Volumendurchfluss, in Kubikmeter je Stunde (m3/h) unter Prüfbedingungen;

V0 der Volumendurchfluss, in Kubikmeter je Stunde (m3/h) unter Bezugsbedingungen;

pa der atmosphärische Druck, in Millibar (mbar);

p der Gasversorgungsdruck, in Millibar (mbar);

tg die Temperatur des Gases an der Messstelle, in Grad Celsius (°C);

d die Dichte von Trockengas im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft;

dr die Dichte des Normprüfgases im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft.

Der korrigierte Massendurchfluss unter Bezugsbedingungen, M0 in Kilogramm je Stunde (kg/h) wird mit
folgender Gleichung (4) errechnet:

M0 1,226 V0 d (4)

Dabei ist

M0 der korrigierte Massendurchfluss unter Bezugsbedingungen;

V0 der Volumendurchfluss, in Kubikmeter je Stunde (m3/h) unter Bezugsbedingungen;

d die Dichte von Trockengas im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft.

Die Gleichungen (5) und (6) werden angewendet, um aus dem Massendurchfluss M oder dem Volumendurch-
fluss V, die während der Prüfung gemessen wurden, die entsprechenden Werte für M0 oder V0 zu errechnen,
die unter den Bezugsbedingungen erzielt worden wären.

Die Gleichungen (5) und (6) gelten, wenn das verwendete Prüfgas trocken ist.

Wenn ein nasser Gaszähler verwendet wird oder wenn das verwendete Gas gesättigt ist, wird der Wert d
(Dichte des Trockengases im Verhältnis zu trockener Luft) durch den Wert für die Dichte des nassen Gases
(dh) ersetzt, den man aus der Gleichung (5) erhält:

( pa " p # pw ) d " 0,622 pw


dh (5)
pa " p

Dabei ist
dh die Dichte des nassen Gases im Verhältnis zur trockenen Luft;
d die Dichte von Trockengas im Verhältnis zur Dichte von trockener Luft;
p der Gasversorgungsdruck, in Millibar (mbar);
pa der atmosphärische Druck, in Millibar (mbar);
pw der Sättigungsdampfdruck des Prüfgases, in Millibar (mbar), bei der Temperatur tg.

73
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EN 1020:2009 (D)

7.3.2.2 Nennwärmebelastung

Die Prüfungen werden bei dem vom Hersteller angegebenen Druck und nach den Festlegungen in 7.1.4
durchgeführt.

Das Gerät wird nacheinander mit jeder der vom Hersteller vorgeschriebenen Düsen für jede Gasgruppe
ausgerüstet und nach 7.1.3.2.1 eingestellt. Die Wärmebelastung wird, wie in 7.3.2.1 beschrieben, für die
einzelnen Normprüfgase bestimmt.

Die Messungen werden vorgenommen, wenn sich das Gerät im Beharrungszustand befindet, wobei etwaige
Temperaturregler außer Betrieb genommen sind.

Die erzielte Wärmebelastung (Q0) wird mit der Nennwärmebelastung (Qn) verglichen, um zu prüfen, ob die
Anforderungen in 6.1.2.1 erfüllt werden.

7.3.2.3 Startgas-Wärmebelastung

Die Prüfung wird bei dem vom Hersteller angegebenen Druck und in Übereinstimmung mit den Anforde-
rungen von 7.1.4 durchgeführt, und zwar in einer Anordnung, die den selbstständigen Betrieb der Startgas-
flamme ermöglicht.

Das Gerät wird nacheinander mit den vorgeschriebenen Düsen ausgerüstet und nach 7.1.3.2.1 eingestellt.
Die Wärmebelastung für die einzelnen Normprüfgase wird, wie in 7.3.2.1 beschrieben, bestimmt.

Die Messungen werden unmittelbar nach der Zündung der Startgasflamme vorgenommen.

Die erreichte Wärmebelastung wird mit der vom Hersteller angegebenen Startgas-Wärmebelastung vergli-
chen, um zu prüfen, ob die Anforderungen in 6.1.2.2 erfüllt sind.

7.3.2.4 Wirksamkeit der Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss

Dieser Abschnitt gilt nur für Geräte, die mit Voreinstelleinrichtungen für den Gasdurchfluss ausgerüstet sind,
die nicht außer Betrieb genommen werden.

a) Prüfung Nr 1: Der Gasdurchfluss wird bei voll geöffneter Einstelleinrichtung und bei dem in 7.1.4 für das
entsprechende Normprüfgas angegebenen Mindestanschlussdruck gemessen;

b) Prüfung Nr 2: Der Gasdurchfluss wird bei voll geschlossener Einstelleinrichtung und bei dem in 7.1.4 für
das entsprechende Normprüfgas angegebenen Höchstanschlussdruck gemessen.

Die Prüfungen werden für jedes Normprüfgas für die Gerätekategorie durchgeführt. Ausgenommen sind die
Fälle, in denen die Voreinstelleinrichtung vom Hersteller in einer bestimmten Position fest eingestellt und
versiegelt wurde. In dem Falle gilt die Voreinstelleinrichtung als nicht vorhanden.

7.3.2.5 Wirksamkeit des Gasdruckreglers

Wenn das Gerät mit einem einstellbaren Druckregler ausgerüstet ist, wird dieser, wenn notwendig, auf den
Nennvolumendurchfluss eingestellt, wobei das Normprüfgas den in 7.1.4 für das entsprechende Gas ange-
gebenen Normaldruck hat. Unter Beibehaltung der Voreinstellung wird der Anschlussdruck zwischen den
entsprechenden Mindest- und Höchstwerten variiert. Diese Prüfung wird für alle Normprüfgase durchgeführt,
für die der Druckregler nicht außer Betrieb genommen wird. Bei Gasen der ersten Familie wird die Prüfung
jedoch zwischen Nenn- und Höchstdruck durchgeführt.

7.3.2.6 Wirksamkeit der Einstelleinrichtung zur Anpassung an den Wärmebedarf

Das Gerät wird gemäß der Installationsanleitung eingestellt. Die Prüfungen werden, wie in 7.3.2.2 beschrie-
ben, durchgeführt, und zwar für die beiden äußersten Stellungen der Einstelleinrichtung zur Anpassung an
den Wärmebedarf.

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EN 1020:2009 (D)

7.3.2.7 Gas/Luft-Verbundregelung

7.3.2.7.1 Undichtheit von nichtmetallischen Steuerleitungen

Das Gerät wird nach 7.1.6 installiert. Es wird mit Normprüfgas bei seiner Nennwämebelastung betrieben.
Unter den verschiedenen Situationen, die eintreten können, werden die Anforderungen von 6.1.2.6.1 überprüft
und besonders:

a) angenommene Undichtheit der Steuerleitung für den Luftdruck;

b) angenommene Undichtheit der Steuerleitung für den Brennkammerdruck;

c) angenommene Undichtheit der Steuerleitung für den Gasdruck.

7.3.2.7.2 Einstellung des Druckverhältnisses für die Gas-Luft-Verbundregelung

Einstellbare Gas-Luft-Verbundregelungen werden mit der Einstellung des höchsten und des niedrigsten
Druckverhältnisses für Gas/Luft betrieben. Es wird geprüft, ob die Anforderungen von 6.1.2.6.2 erfüllt sind.

7.3.3 Grenztemperaturen

7.3.3.1 Allgemeines

Das Gerät wird mit einem typischen verteilten Gas (siehe 7.1.3.1) oder einem der Normprüfgase für die
Gerätekategorie betrieben, und zwar bei 2 % der Nennwärmebelastung, bei dem vom Hersteller angegebe-
nen kleinsten Umluftstrom und bei der höchstmöglichen Einstellung eines etwaigen einstellbaren Temperatur-
reglers.

ANMERKUNG Bei Warmlufterzeugern ohne Verteilungsrohre müssen die Richtjalousien in der vom Hersteller
markierten und festgelegten Position der maximalen Geschlossenstellung eingestellt werden.

7.3.3.2 Temperaturen von Geräteteilen, die bei normalem Betrieb berührt werden müssen

Die Temperatur der in 6.1.3.1 angegebenen Teile wird im Beharrungszustand und mit Hilfe eines Gerätes mit
einer Genauigkeit von 2 K, z. B. Kontakt-Thermoelemente, gemessen. Es wird überprüft, ob die Anforde-
rungen in 6.1.3.1 erfüllt werden.

7.3.3.3 Temperaturen der Seitenwände und der Vorder- und Oberseite des Gerätes

Die Prüfung wird durchgeführt, wenn das Gerät den Beharrungszustand erreicht hat.

Die Temperaturen der heißesten Teile der Seitenwände und Vorder- und Oberseite des Gerätes werden mit
Hilfe eines geeigneten Gerätes mit einer Fehlergrenze von 2 K, wie z. B. Kontakt-Thermoelemente, gemes-
sen. Es wird überprüft, ob die Anforderungen in 6.1.3.2 erfüllt werden.

7.3.3.4 Temperaturen von Bauteilen

Die Temperaturen der Bauteile werden nach Erreichen des Beharrungszustandes bei der in 7.3.3.2 angege-
benen Prüfung und nach Abschalten des Gerätes nach Beendigung der Prüfung gemessen. Es wird überprüft,
ob die Anforderungen in 6.1.3.3 erfüllt werden.

Die Temperaturen der Bauteile werden mit Hilfe von angebrachten Thermoelementen gemessen, die mit
thermoelektrischen Verbindungen mit einer Genauigkeit von 2 K versehen sind. Es können auch andere
Einrichtungen mit gleichwertiger Genauigkeit verwendet werden.

Wenn aller Wahrscheinlichkeit nach ein elektrisches Bauteil selbst einen Temperaturanstieg (z. B. automa-
tische Absperreinrichtungen) verursacht, wird die Temperatur dieses Bauteiles nicht gemessen. In dem Falle

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EN 1020:2009 (D)

werden Thermoelemente oder alternative Einrichtungen so angebracht, dass sie die Lufttemperatur um die
Einrichtung herum messen.

Die Temperaturmessungen der Bauteile gelten als zufrieden stellend, wenn die Anforderungen von
Gleichung (6) erfüllt werden:

tm ts ! ta " 25 °C (6)

Dabei ist

tm die höchste bei der Prüfung gemessene Temperatur, in Grad Celsius (°C);

ts die vom Bauteilehersteller angegebene Höchsttemperatur, in Grad Celsius (°C);

ta die Umgebungstemperatur, in Grad Celsius (°C).

Wenn die Höchsttemperatur des Bestandteiles für eine andere Umgebungstemperatur als 25 °C angegeben
wurde, muss diese verwendet werden.

7.3.3.5 Temperaturen der Gebläsemotorwicklungen

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und mit Hilfe einer Einrichtung mit Elektrizität versorgt,
die eine Regelung der Spannung zwischen 85 % des Minimums und 110 % des Maximums des vom Her-
steller angegebenen Spannungsbereichs zu variieren ermöglicht (z. B. ein einstellbarer Spannungstransfor-
mator).

Die Prüfung wird in ruhiger Luft durchgeführt, wobei das Gerät auf seine Nennwärmebelastung eingestellt ist
und mit einem geeigneten Normprüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben wird. Die Spannung wird auf den
ungünstigsten Wert innerhalb der vorgenannten Grenzen eingestellt.

Temperaturmessungen werden vorgenommen, nachdem das Gerät den Beharrungszustand erreicht hat und
nachdem das Gerät mit Hilfe der üblichen Regeleinrichtungen abgeschaltet worden ist. Es wird festgestellt, ob
die Anforderungen in 6.1.3.4 erfüllt werden.

Der Widerstand der Wicklungen wird so schnell wie möglich nach dem Abschalten und danach in kurzen
Zeitabständen gemessen, so dass die Widerstandskurve in Abhängigkeit der Zeit seit dem Abschalten
dargestellt werden kann, um den maximalen Widerstandswert zu bestimmen.

Der Temperaturanstieg der Wicklungen wird mit der Gleichung (7) errechnet:

&t %
#R2 " R1 $ #C ! t $ " #t " t $ (7)
1 2 1
R1

Dabei ist

t der Temperaturanstieg, in Kelvin (K);

R 1 der Widerstand zu Beginn der Prüfung, in Ohm ();

R 2 der höchste Widerstand am Ende der Prüfung, in Ohm ();

t1 die Raumtemperatur zu Beginn der Prüfung, in Grad Celsius (°C);

t2 die Raumtemperatur nach Ende der Prüfung, in Grad Celsius (°C);

C eine Konstante, gleich 234,5 °C für Kupfer.

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7.3.3.6 POCED (Geräte der Bauarten B42, B43, B44, B52, B53, C12, C13, C32 und C33)

7.3.3.6.1 Prüfung Nr. 1

Die Prüfung wird durchgeführt, wenn das Gerät nach den Anleitungen des Herstellers eingebaut ist. Jedes
Teil der Abgasabführungsleitung sollte weniger als 25 mm von brennbaren Teilen des Gebäudes entfernt
sein.

Das Gerät wird nach 7.1.6.3 installiert und die Thermoelemente mit der äußeren Oberfläche aller jener Teile
der Abgasabführungsleitung verbunden, die weniger als 25 mm von brennbaren Teilen des Gebäudes
entfernt sein sollten. Es müssen Thermoelemente in Übereinstimmung mit EN 60584-1 verwendet werden,
deren Genauigkeit in den Grenzen der Klasse 2 der in EN 60584-2 angegebenen Thermospannungen liegt.

Das Gerät wird mit einem der in 7.1.1 angegebenen Normprüfgase seiner Kategorie entsprechend betrieben
und nach 7.1.3.2.1 eingestellt.

Die Prüfung wird bei Nennwärmebelastung des Gerätes durchgeführt. Alle Messungen werden im Behar-
ungszustand des Gerätes durchgeführt. Es wird empfohlen, dass das Gerät für diese Prüfung in einem Raum
aufgestellt sein sollte, in dem die Umgebungstemperatur annähernd 20 °C sein sollte.

Am Ende dieser Prüfung wird festgestellt, ob die maximale Temperaturerhöhung der Abgasabführungsleitung
POCED die in 6.1.3.5 genannten Grenzen nicht überschritten hat.

7.3.3.6.2 Prüfung Nr. 2

Die Prüfung wird durchgeführt, wenn das POCED nach den Anleitungen des Herstellers installiert ist. Nach
den Einbauanleitungen des Herstellers muss die Abgasabführungsleitung (POCED) von einer anderen
Leitung, einer Hülse oder einer Isolierung umschlossen sein, wenn sie durch eine brennbare Wand oder
Decke geführt wird.

Das Gerät wird nach 7.1.6.3 installiert. Die die Abgasabführungsleitung (POCED) umschließende andere
Leitung, Hülse oder Isolierung ist nach den Anleitungen des Herstellers angebracht. Diese andere Leitung,
Hülse oder Isolierung muss so dimensioniert und angebracht sein, dass sie einen Bereich der POCED
umschließen, der 350 mm lang ist und so nahe am Gerät, wie es die Anleitungen des Herstellers erlauben.

Die Thermoelemente sind zu verbinden mit der äußeren Oberfläche aller jener Teile der Abgasabführungs-
leitung, der Hülse oder der Isolierung die eine 25 mm dicke Isolierschicht haben. Es müssen Thermoelemente
in Übereinstimmung mit EN 60584-1 verwendet werden, deren Genauigkeit der thermoelektrischen Spannung
in den Grenzen der Klasse 2 der in EN 60584-2 angegebenen Thermospannungen liegt.

Das Gerät wird mit einem der in 7.1.1 angegebenen Normprüfgase seiner Kategorie entsprechend betrieben
und nach 7.1.3.2.1 eingestellt.

Die Prüfung wird bei Nennwärmebelastung des Gerätes durchgeführt. Alle Messungen werden im Behar-
rungszustand des Gerätes durchgeführt. Es wird empfohlen, das die Brennereinheit für diese Prüfung in
einem Raum aufgestellt sein sollte, in dem die Umgebungstemperatur annähernd 20 °C sein sollte.

Am Ende dieser Prüfung wird festgestellt, ob die maximale Temperaturerhöhung der Abgasabführungsleitung,
der Hülse oder der Isolierung, die den POCED umschließen, die in 6.1.3.5 genannten Grenzen nicht über-
schritten hat.

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7.3.4 Zündung, Durchzünden, Flammenstabilität

7.3.4.1 Zündung und Durchzünden

7.3.4.1.1 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

Diese Prüfungen werden sowohl mit dem Gerät im Kaltzustand als auch mit dem Gerät im Beharrungszustand
durchgeführt, wenn nichts anderes festgelegt ist.

Diese Prüfungen werden an dem Gerät, das, wie in 7.1.6 angegeben, aufgestellt ist, durchgeführt.

7.3.4.1.1.1 Prüfungen

a) Prüfung Nr. 1

Das Gerät wird mit den entsprechenden Normprüf- und Grenzgasen betrieben (siehe Tabelle 8), und zwar bei
Normaldruck nach 7.1.4.

Bei diesen Versorgungsbedingungen wird geprüft, ob die Zündung des Hauptbrenners oder des Zünd-
brenners einwandfrei erfolgt und ob die Zündung des Hauptbrenners durch den Zündbrenner sowie das
Durchzünden auf die einzelnen Brennerteile einwandfrei erfolgen.

Diese Prüfung wird bei der kleinsten Wärmebelastung wiederholt, die mit Hilfe der Regeleinrichtungen ein-
gestellt werden kann, wenn die Zündung unter diesen Bedingungen bei normalem Betrieb nach der Bedie-
nungsanleitung des Herstellers möglich ist.

b) Prüfung Nr. 2

Für diese Prüfung werden die Einstellungen des Brenners und Zündbrenners nicht geändert und das Gerät wird
mit dem Normprüfgas betrieben, wobei der Druck am Geräteeingang auf den in 7.1.4 angegebenen Mindest-
druck herabgesetzt wird.

Bei diesen Versorgungsbedingungen wird geprüft, ob die Zündung des Hauptbrenners oder des Zünd-
brenners einwandfrei erfolgt und ob die Zündung des Hauptbrenners durch den Zündbrenner sowie das
Durchzünden auf die einzelnen Brennerteile einwandfrei erfolgen.

Diese Prüfung wird bei der kleinsten Wärmebelastung wiederholt, die mit Hilfe der Regeleinrichtungen ein-
gestellt werden kann, wenn die Zündung unter diesen Bedingungen bei normalem Betrieb gemäß der
Bedienungsanleitung des Herstellers möglich ist.

c) Prüfung Nr. 3

Ohne die Voreinstellung des Brenners oder Zündbrenners zu ändern, werden die Grenzgase für das Abheben
und Rückschlagen der Flammen nacheinander gegen das Normprüfgas ausgetauscht. Der Druck am Geräte-
eingang wird auf den in 7.1.4 angegebenen Mindestdruck herabgesetzt.

Bei diesen Versorgungsbedingungen wird geprüft, ob die Zündung des Hauptbrenners oder Zündbrenners,
die Zündung des Hauptbrenners durch den Zündbrenner sowie das Durchzünden auf die einzelnen Brenner-
teile einwandfrei erfolgen.

Diese Prüfung wird bei der kleinsten Wärmebelastung wiederholt, die mit Hilfe der Regeleinrichtungen
eingestellt werden kann, wenn die Zündung unter diesen Bedingungen bei normalem Betrieb gemäß der
Gebrauchsanleitung des Herstellers möglich ist.

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7.3.4.1.1.2 Reduzierung der Zündflamme am Zündbrenner

Diese Prüfung wird durchgeführt, nachdem das Gerät, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt ist.

Zunächst wird das Gerät nach den Anforderungen von 7.1.3.2.1 eingestellt und bei Nennwärmebelastung mit
den entsprechenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben.

Der Gasdurchfluss zum Zündbrenner wird dann so weit gedrosselt, dass die Gaszufuhr zum Hauptbrenner
gerade noch offen bleibt.

Die erforderliche Drosselung des Gasdurchflusses zum Zündbrenner kann wie folgt erzielt werden:

a) entweder durch Einstellung der Einstelleinrichtung für den Gasdurchfluss des Zündbrenners, wenn
vorhanden, oder, sollte dies nicht möglich sein;

b) mit Hilfe einer Einstelleinrichtung, die zu diesem Zweck in die Gaszufuhr zum Zündbrenner eingeschoben
wird.

Es wird geprüft, ob der Hauptbrenner einwandfrei durch den Zündbrenner gezündet wird.

Ist der Zündbrenner mit mehreren Austrittsöffnungen versehen, die aller Wahrscheinlichkeit nach blockiert
werden, so werden für diese Prüfung alle Öffnungen des Zündbrenners blockiert, mit Ausnahme der Öffnung
für die Flamme, die den Flammenfühler beheizt.

7.3.4.1.2 Geräte, bei denen die Gaszufuhr zwischen den beiden Absperrventilen für den
Hauptbrenner erfolgt

Das Gerät wird zunächst nach den Anforderungen von 7.1.3.2.1 eingestellt und bei Nennwärmebelastung mit
einem geeigneten Normprüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben.

Das Gerät wird gezündet, wobei das nachgelagerte automatische Absperrventil in der Hauptgaszufuhr künst-
lich geöffnet bleibt.

7.3.4.1.3 Geräte mit automatischer Zündung

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt.

Das Gerät wird nach den Anforderungen von 7.1.3.2.1 voreingestellt und bei Nennwärmebelastung mit einem
geeigneten Normprüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben.

Die Zündung des Zündbrenners oder des Hauptbrenners, falls dieser direkt gezündet wird, wird geprüft. Die
Prüfung wird wiederholt, wobei die Zündung schrittweise um bis zu 25 % über der vom Hersteller angege-
benen Sicherheitszeit verzögert wird.

Zur Verzögerung der Zündung wird es im Allgemeinen erforderlich sein, dass die automatischen Absperr-
ventile für das Hauptgas oder Startgas unabhängig von der Zündeinrichtung gesteuert werden können. Dies
lässt sich erreichen, indem eine vom Feuerungsautomaten unabhängige Spannung an das (die) betref-
fende(n) Gas-Absperrventil(e) und die Zündeinrichtung gelegt wird.

ANMERKUNG Aus Sicherheitsgründen sollte die Zündverzögerung nur schrittweise heraufgesetzt werden.

7.3.4.1.4 Sonderbedingungen

7.3.4.1.4.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Das Gerät wird bei Normaldruck (siehe Tabellen 9 und 10) mit einem geeigneten Normprüfgas (siehe
Tabelle 8) betrieben. Es wird an ein Abgasrohr angeschlossen, das den gleichen Nenndurchmesser hat wie
der des Abgasstutzens und über eine Länge von nicht weniger als 10 Durchmessern unmittelbar hinter der
Strömungssicherung gerade verläuft. Mit Hilfe eines geeigneten Rückstromgerätes wird ein Rückstrom von
bis zu 3 m/s durch das Abgasrohr geleitet (siehe Bild 4).

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Eine zweite Prüfung wird mit abgedichtetem Prüfrohr durchgeführt.

Legende
A Verstellklappen um Aufstrom oder Rückstrom zu erzeugen
B Verstellklappen um Aufstrom oder Rückstrom zu erzeugen
C Gebläse
D flexibler Bogen
E Geschwindigkeitsmessung mit Pilot-Rohr

Bild 4 — Prüfeinrichtung für Geräte mit besonderen Zugbedingungen

7.3.4.1.4.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Das Gerät wird unter den Bedingungen von 7.3.1.2.2 geprüft. Bei Geräten mit einem von Hand gezündeten
Zündbrenner wird die Abdichtung des Abgasstutzens jedoch so weit fortgesetzt, bis der Abgasstutzen völlig
abgedichtet ist. Außerdem wird die Abdichtung des Abgasstutzens in mehreren Schritten durchgeführt, um
überprüfen zu können, ob die Anforderungen von 6.1.4.1.4.2 und 6.1.4.2.2.2 erfüllt sind.

7.3.4.1.4.3 Geräte der Bauarten C12 und C13

Das Gerät wird auf der in Bild 5 beschriebenen Einrichtung montiert, und zwar mit den in den Anleitungen des
Herstellers angegebenen Zuluft- und Abgasrohren, die den geringsten äquivalenten Strömungswiderstand
ergeben.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Legende
A Windgenerator
H horizontale Ebene
V vertikale Ebene
! 0° (horizontale Winde), "30° und #30°
$ ! 0° (Winde im Komplement-Einfallswinkel), 15°, 30°, 45°, 60°, 75°, 90° (senkrecht zur Prüfwand)

Wenn der Wandanschluss nicht symmetrisch ist, werden die Prüfungen mit folgenden Einfallswinkeln
fortgesetzt: 105°, 120°, 135°, 150°, 165° und 180°.
Winkel $ kann entweder durch eine Positionsänderung des Windgenerators variiert werden (feststehende
Wand) oder durch Rotieren der Prüfwand um eine zentrale vertikale Achse.
Die Prüfwand besteht aus einer starken vertikalen Wand von mindestens 1,8 m 2 mit einer herausnehmbaren
Platte in der Mitte. Der Wandanschluss des Gerätes ist so montiert, dass sein geometrischer Mittelpunkt sich
im Mittelpunkt 0 der Prüfwand befindet und der Wandansatz des Gerätes den Empfehlungen des Herstellers
entspricht.
Die Charakteristiken des Windgenerators und die Entfernung von der Prüfwand, in der er aufgestellt wird, sind
so zu wählen, dass auf der Ebene der Prüfwand nach dem Entfernen der mittleren Platte folgende Kriterien
erfüllt sind:
a) die Windfront bildet entweder ein Quadrat von etwa 900 mm oder einen runden Querschnitt mit einem
Durchmesser von 600 mm;
b) Windgeschwindigkeiten von 2,5 m/s, 5 m/s und 10 m/s können über die gesamte Windfront hinweg
erreicht werden, und zwar mit einer Genauigkeit von 10 %;
c) der Windstrom ist im Wesentlichen parallel und hat keine Restdrehbewegung.

Wenn die herausnehmbare Platte in der Mitte nicht groß genug ist, um diese Kriterien zu prüfen, werden diese
ohne die Wand geprüft und von einer Entfernung aus gemessen, die der Entfernung entspricht, die in der
Praxis zwischen der Prüfwand und der Strahldüse des Windgenerators liegt.

Bild 5 — Apparatur zur Prüfung von Geräten der Bauart C1

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Das Gerät wird mit einem geeigneten Normprüfgas nach Tabelle 8 und bei Nennwärmebelastung betrieben.

Die folgenden drei Prüfserien von 7.3.4.1.4.3 a), b und c) werden dann ausgeführt.

a) Serie 1

Die Abgasmündung des Gerätes wird Winden unterschiedlicher Geschwindigkeit ausgesetzt, und zwar in
folgenden drei Ebenen:

waagerecht;

aufsteigend, in einem Winkel von 30° zur Horizontalen;

absteigend, in einem Winkel von 30° zur Horizontalen.

In allen drei Ebenen wird jeweils der Einfallswinkel des Windes in Schritten von 15° zwischen 0° und 90°
inklusive variiert. Wenn die Abgasmündung nicht symmetrisch zur senkrechten Achse verläuft, werden die
Prüfungen in Schritten von 15° zwischen 0° und 180° inklusive durchgeführt.

Die Prüfungen werden bei drei Windgeschwindigkeiten durchgeführt: 2,5 m/s, 5 m/s und 10 m/s.

In all diesen 63 Situationen (117, falls nicht symmetrisch) wird eine visuelle Überprüfung vorgenommen:

der Zündung und Stabilität vorhandener Zündbrenner bei nichtgezündetem Hauptbrenner;

der Zündung des Hauptbrenners durch den Zündbrenner;

der Zündung und Stabilität des Hauptbrenners bei nominalem Startgasdurchfluss;

des Durchzündens am Hauptbrenner;

gegebenenfalls der Stabilität vorhandener Zündbrenner (und des Hauptbrenners, wenn diese gleich-
zeitig arbeiten).

Die Prüfungen werden bei thermodynamischem Gleichgewicht des Gerätes durchgeführt.

Für alle Kombinationen von Windgeschwindigkeit und Einfallswinkel werden die Kohlenstoffoxidkonzentration
und die Kohlenstoffdioxidkonzentration in den Abgasen notiert.

b) Serie 2

Für jede der neun während der ersten Prüfreihe notierten Kombinationen wird überprüft, ob es möglich ist,
etwaige Zündbrenner zu zünden, wenn das Gerät sich im Kaltzustand befindet, und dann entweder mit Hilfe
des Zündbrenners oder der Vorrichtung für direkte Zündung den Hauptbrenner zu zünden.

c) Serie 3

Serien 1 und 2 werden bei der niedrigsten Wärmebelastung wiederholt, die mit den Regeleinrichtungen einge-
stellt werden kann, wenn diese Betriebsart vom Hersteller vorgesehen ist.

7.3.4.1.4.4 Geräte der Bauarten C32 und C33

Das Gerät wird auf der in den Bildern 6 und 7 angegebenen Prüfeinrichtung befestigt und zwar mit den in den
Anleitungen des Herstellers angegebenen Zuluft- und Abgasrohren, die den geringsten äquivalenten
Strömungswiderstand ergeben.

82
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Maße in Millimeter

Legende
1 Verbrennungsluftzu- und Abgasabführung
2 Gebläse (die in 6.3.4.1.4.3 festgelegten Windgeschwindigkeiten müssen über die gesamte Windfront
hinweg erreicht werden können, und zwar mit Grenzabmaßen von 10 %)
3 Diffusor
4 Windfront (muss die Verbrennungsluftzu- und die Abgasabführung ganz abdecken können)
5 Prüffläche

Bild 6 — Apparatur zur Prüfung von Geräten der Bauart C3-Flachdach

83
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Maße in Millimeter

Legende
1 Verbrennungsluftzu- und Abgasabführung
2 Gebläse (die in 6.3.4.1.4.3 festgelegten Windgeschwindigkeiten müssen über die gesamte Windfront
hinweg erreicht werden können, und zwar mit Grenzabmaßen von 10 %)
3 Diffusor
4 Windfront (muss die Verbrennungsluftzu- und die Abgasabführung ganz abdecken können)
5 Prüffläche

Bild 7 — Apparatur zur Prüfung von Geräten der Bauart C3-Schrägdach

Das Gerät wird eingestellt auf seine Nennwärmebelastung und mit einem geeigneten Normprüfgas (siehe
Tabelle 8) betrieben.

84
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Die folgenden drei Prüfserien von 7.3.4.1.4.4 a), b und c) werden dann ausgeführt.

a) Serie 1

Die Abgasmündung des Gerätes wird Winden unterschiedlicher Geschwindigkeit ausgesetzt, und zwar in
folgenden drei Ebenen:

waagerecht;

aufsteigend, in einem Winkel von 20° zur Horizontalen;

absteigend, in einem Winkel von 45° zur Horizontalen.

In allen drei Ebenen wird jeweils der Einfallswinkel des Windes zwischen 0° und 90° inklusive variiert mit
Zwischenprüfungen bei 35° und 70°. Wenn die Abgasrohrmündung für ein Schrägdach geeignet ist, werden
die Prüfungen auch bei einer Prüffläche mit 25° Neigung und 55° Neigung wiederholt (siehe Bild 7).

Die Prüfungen werden bei fünf Windgeschwindigkeiten durchgeführt: 0,5 m/s, 1,5 m/s, 2,5 m/s, 5 m/s und
10 m/s.

In all diesen Prüfpunkten wird eine visuelle Überprüfung vorgenommen:

der Zündung und Stabilität vorhandener Zündbrenner bei nicht gezündetem Hauptbrenner;

der Zündung des Hauptbrenners durch den Zündbrenner;

der Zündung und Stabilität des Hauptbrenners bei nominalem Startgasdurchfluss;

des Durchzündens am Hauptbrenner;

gegebenenfalls der Stabilität vorhandener Zündbrenner (und des Hauptbrenners, wenn diese
gleichzeitig arbeiten).

Die Prüfungen werden bei thermodynamischem Gleichgewicht des Gerätes durchgeführt.

Für jede der drei Einfallsebenen werden für die drei Kombinationen von Windgeschwindigkeit und Einfalls-
winkel die CO- und CO2-Konzentrationen in den Abgasen notiert.

b) Serie 2

Für alle neun während der ersten Serie notierten Kombinationen mit der niedrigsten CO2-Konzentration wird
geprüft, ob es möglich ist, etwaige Zündbrenner zu zünden, wenn das Gerät sich im Kaltzustand befindet, und
anschließend entweder mittels des Zündbrenners oder der Einrichtung für Direktzündung den Hauptbrenner
zu zünden.

c) Serie 3

Serien 1 und 2 werden bei der niedrigsten Wärmebelastung wiederholt, die mit den Regeleinrichtungen einge-
stellt werden kann, wenn diese Betriebsart vom Hersteller vorgesehen ist.

85
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

7.3.4.2 Flammenstabilität

7.3.4.2.1 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

a) Prüfung Nr. 1

Ohne die Voreinstellung des Hauptbrenners oder Zündbrenners zu ändern, wird das Normprüfgas nachein-
ander durch das geeignete Grenzgas für das Rückschlagen der Flammen ersetzt und der Druck am Geräte-
eingang auf den in 7.1.4 angegebenen Mindestdruck herabgesetzt.

Unter diesen Bedingungen wird geprüft, ob die Flammen stabil sind.

Diese Prüfung wird wiederholt bei der kleinsten Belastung, die mit den Regeleinrichtungen eingestellt werden
kann und bei der das Gerät gemäß den Anleitungen des Herstellers normal betrieben werden kann.

b) Prüfung Nr. 2

Ohne die Voreinstellung des Hauptbrenners oder Zündbrenners zu ändern, wird das Normprüfgas nachein-
ander durch die geeigneten Grenzgase für das Abheben und Rückschlagen der Flammen ersetzt und der
Druck am Geräteeingang auf den in 7.1.4 angegebenen Höchstwert erhöht.

Unter diesen Bedingungen wird geprüft, ob die Flammen stabil sind.

Diese Prüfung wird wiederholt bei der kleinsten Belastung, die mit den Regeleinrichtungen eingestellt werden
kann und bei der das Gerät gemäß den Anleitungen des Herstellers normal betrieben werden kann.

Bei Geräten der Bauart C6 werden die vorgenannten Prüfungen durchgeführt, während die Drossel im Prüf-
rohrsystem (siehe Bild 1) so eingestellt ist, dass der vom Hersteller angegebene niedrigstmögliche Wider-
stand im Rohrsystem simuliert wird. Danach werden die Prüfungen wiederholt, während die Drossel so
eingestellt ist, dass der vom Hersteller angegebene höchstmögliche Widerstand im Rohrsystem simuliert wird.

7.3.4.2.2 Sonderbedingungen (Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43)

Das Gerät wird bei Normaldruck mit dem Normprüfgas betrieben und in Höhe des Brenners einem Windstrom
von 2 m/s ausgesetzt. Der Windstrom hat einen Mindestdurchmesser (oder, falls dieser nicht kreisförmig ist,
einen Mindestquerschnitt) von 0,5 m.

Die Achse des Windstromes bildet eine horizontale Ebene und wird auf einen oder (nach Wahl der Prüfstelle)
mehrere Einfallswinkel innerhalb eines vollen Kreises von 360° um das Gerät herum eingestellt. Die Mitte des
Kreises verläuft durch die beiden senkrechten Symmetrieebenen des Gerätes.

Die Prüfung wird durchgeführt, wobei der Hauptbrenner und etwaige Zündbrenner gleichzeitig brennen oder,
falls geeignet, nur der Zündbrenner brennt. Etwaige Zündtüren bleiben während der Prüfung geschlossen.

Die Prüfung wird wiederholt bei der niedrigsten Wärmebelastung, die von den Regeleinrichtungen eingestellt
werden kann, wenn diese Betriebsart vom Hersteller vorgesehen ist.

Während der Prüfung werden Vorkehrungen getroffen, um die Strömungssicherung vor Windeinwirkungen zu
schützen.

7.3.4.2.3 Sonderbedingungen für Geräte, die im Freien aufgestellt werden

7.3.4.2.3.1 Prüfung Nr. 1

Das Gerät wird, wie in 7.3.4.2.2 beschrieben, aber bei Nenndruck geprüft, mit einem direkt auf das Gerät
gerichteten Windstrom von 10 m/s.

86
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Hinter dem Ventilator und zwischen dem Ventilator und dem Gerät wird ein Schutzschild aufgestellt, das groß
genug ist, um den Auslass des Ventilators abzudecken.

Unmittelbar nach dem Zünden des Gerätes wird das Schutzschild für Zeiträume von 3 s weggenommen,
sodass Windstöße erzeugt werden. Diese Prüfung wird in Schritten von 30° in der horizontalen Ebene rund
um das Gerät wiederholt.

7.3.4.2.3.2 Prüfung Nr. 2

Das Gerät ist nach 7.1.6 aufgestellt und wird mit dem geeigneten Normprüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben.

Unter Verwendung der Prüfeinrichtung wird das Gerät einem horizontalen Wind von 10 m/s nach 7.3.4.2.2
zentrisch auf die Windschutzeinrichtung ausgesetzt. Das Gerät wird langsam um eine senkrechte Achse
relativ zum Ventilator gedreht und die Flammen werden beobachtet. An den Stellen, wo durch Inaugen-
scheinnahme die stärkste Beeinflussung der Flammen erfolgt, wird die Drehung des Gerätes angehalten.

Das Gerät wird ausgemacht und kann sich auf Raumtemperatur abkühlen.

Hinter dem Ventilator und zwischen dem Ventilator und dem Gerät wird ein Schutzschild aufgestellt, das groß
genug ist, um den Auslass des Ventilators abzudecken.

Unmittelbar nach dem Zünden des Gerätes wird das Schutzschild für Zeiträume von 3 s weggenommen,
sodass Windstöße erzeugt werden. Die Flammen werden wieder beobachtet.

Prüfungen mit steigenden und fallenden Winden werden durchgeführt wie mit den horizontalen Winden mit
der Ausnahme, dass der Wind gleichmäßig bläst und unter einem Winkel von 45° gegenüber der horizontalen
Ebene aufwärts- und abwärtsgerichtet ist.

Alle vorstehenden Prüfungen werden wiederholt mit horizontalen, steigenden und fallenden Winden mit
Geschwindigkeiten von 5 m/s und 2,5 m/s.

7.3.5 Verbrennung

7.3.5.1 Prüfaufstellung

Falls nicht anders angegeben, werden die Geräte, wie in 7.3.5.1.1, 7.3.5.1.2, 7.3.5.1.3, 7.3.5.1.4 und 7.3.5.1.5
beschrieben, aufgestellt.

7.3.5.1.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43 werden, wie in 7.1.6.2.1 beschrieben, aufgestellt.

7.3.5.1.2 Geräte der Bauarten B14, B22 und B23

Diese Geräte werden wie folgt aufgestellt: Ein Gerät, das für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Wand-
anschluss vorgesehen ist, ist abwechselnd an ein Abgasrohr mit dem niedrigsten und eines mit dem höchsten
vom Hersteller angegebenen Äquivalenzwiderstand anzuschließen.

Ein Gerät, das für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr mit einem Austritt über dem Dachniveau
vorgesehen ist, ist abwechselnd an ein 1 m langes Abgasrohr oder ein Abgasrohr mit der vom Hersteller
angegebenen Mindestlänge und ein Abgasrohr mit dem vom Hersteller angegebenen maximalen Äquivalenz-
widerstand anzuschließen.

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EN 1020:2009 (D)

7.3.5.1.3 Geräte der Bauarten B44, B52 und B53

Die Geräte müssen nacheinander an ein vom Hersteller geliefertes oder beschriebenes POCED mit dem
kleinsten und dem größten in den Anleitungen des Herstellers angegebenen Äquivalenzwiderstand verbunden
werden.

7.3.5.1.4 Geräte der Bauarten C12, C13, C32 und C33

Diese Geräte werden, wie in 7.1.6.2 beschrieben, aufgestellt, aber an eine Abgasabführung mit dem größten
vom Hersteller angegebenen Äquivalenzwiderstand.

7.3.5.1.5 Geräte der Bauarten C62 und C63

Geräte der Bauarten C62 und C63 werden, wie in 7.1.6.2.6 beschrieben, aufgestellt.

7.3.5.1.6 Geräte, die im Freien aufgestellt werden

Diese Geräte werden, wie in 7.1.6.3 beschrieben, aufgestellt.

7.3.5.2 Prüfvorgang

Das Gerät wird zunächst auf die Nennwärmebelastung nach 7.1.3.2 eingestellt.

Die Abgase sind so zu sammeln, dass mit einem geeigneten Probenehmer (siehe die Bilder 8, 9, 10 und 11,
je nach Zutreffen) eine repräsentative Probe genommen werden kann.

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Maße in Millimeter

ANMERKUNG Der Werkstoff für die Probenahmeeinrichtung ist rostfreier Stahl mit polierter Oberfläche.

Legende
A Steatite-Rohr mit 2 Löchern, in denen die Thermoelementdrähte versiegelt sind
B drei gleichmäßig mit 0,1 mm Löchern versehene Arme
C 0,97 D, wobei D der innere Durchmesser der Abgasleitung ist

Bild 8 — Probenahmeeinrichtung für Geräte der Bauart B1

89
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ANMERKUNG 1 Material: rostfreier Stahl mit glänzender Oberfläche.


ANMERKUNG 2 Abmessung Y sollte in Abhängigkeit von dem Durchmesser des Zuluftkanals und seiner Isolierung
gewählt werden.
ANMERKUNG 3 Abmessungen für Probenehmer mit einem Durchmesser von 6 mm (geeignet für Abgaskanäle mit
Durchmesser D über 75 mm):
Außendurchmesser des Probenehmers d 6 mm;
Wanddicke 0,6 mm;
Durchmesser der Probenahmelöcher (x) 1,0 mm;
Keramik-Rohrstutzen mit Doppelbohrung 3 mm ! 0,5 mm Bohrung;
Thermoelement-Draht 0,2 mm.
Bei Abgaskanälen mit einem Durchmesser unter 75 mm sollte ein kleiner Probenehmer verwendet und d und x sollten so
gewählt werden, dass:
a) der vom Probenehmer blockierte Bereich weniger als 5 % des Kanalquerschnitts ausmacht;
b) die Gesamtfläche der Probenahmelöcher weniger als drei Viertel des Probenehmerquerschnitts ausmacht.

Legende
A Chromel-/Alumel-Thermoelement-Draht
B Isolierzement
C Keramik-Rohrstutzen mit Doppelbohrung
D drei 1 mm Löcher für Probenahmen

Bild 9 — Probenehmer für Geräte der Bauarten C1 und C3

90
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Legende
1 zur Temperaturanzeige
2 zur Probenahmepumpe

Bild 10 — Probenahmestelle für Geräte der Bauart C1

91
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Bild 11 — Probenehmer für Geräte der Bauart C6

Für alle Prüfungen muss die Probe gezogen werden, sobald das Gerät bei Betrieb unter den angegebenen
Bedingungen den Beharrungszustand erreicht hat.

Die Konzentrationen an Kohlenstoffmonoxid (CO), Kohlenstoffdioxid (CO2) und Sauerstoff (O2) werden mit
einer Methode mit einer Genauigkeit von 6 % gemessen.

Die Kohlenstoffmonoxidkonzentration der trockenen, luftfreien Abgase (neutrale Verbrennung) ist durch fol-
gende Gleichung (8) gegeben:

VCO,M
VCO,N ! VCO 2 ,N (8)
VCO 2 ,M

Dabei ist
VCO,N der Prozentsatz des CO-Gehaltes des luftfreien, trockenen Abgases (%);
VCO2,N der errechnete Prozentsatz von CO2 im trockenen, luftfreien Abgas (%);
VCO,M und VCO2,M die jeweiligen CO- und CO2-Konzentrationen, die während der Verbrennungsprüfung
in der Probe gemessen wurden (%).

Die Werte für VCO2,N (neutrale Verbrennung) für einige Prüfgase zeigt Tabelle 11.

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Tabelle 11 — VCO2,N-Werte

Gasbezeichnung G 110 G 20 G 21 G 25 G 26 G 30 G 31
VCO2,N 7,6 11,7 12,2 11,5 11,8 14,0 13,7

Der CO-Gehalt des luftfreien, trockenen Abgases kann auch mittels folgender Gleichung (9) berechnet wer-
den:

21
VCO,N ! VCO,M (9)
21 VO2 ,M

Dabei ist

VCO,N der CO-Gehalt des luftfreien, trockenen Abgases in (%);

VO ,M die Sauerstoffkonzentration in (%), die jeweils in der Probe gemessen wurde;


2

VCO,M die Kohlenstoffmonoxidkonzentration in (%), die jeweils in der Probe gemessen wurde.

Die Verwendung der Gleichung (9) wird in den Fällen empfohlen, in denen sie eine größere Genauigkeit als
die auf dem CO2-Gehalt basierende Gleichung ergibt.

7.3.5.3 Alle Geräte (in ruhiger Luft)

Die Prüfungen nach 7.3.5.3 a), b), c), d) und e) werden in ruhiger Luft durchgeführt.

a) Prüfung Nr. 1

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Kategorie mit den
entsprechenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben und der Druck am Geräteeingang auf den in
7.1.4 angegebenen Höchstdruck erhöht.

b) Prüfung Nr. 2

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Kategorie mit den entspre-
chenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben und der Druck am Geräteeingang bis auf 70 % des
Normaldruckes oder des in 7.1.4 angegebenen Mindestdruckes herabgesetzt. Hierbei gilt jeweils der niedri-
gere Wert.

c) Prüfung Nr. 3

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Normprüfgas nacheinander durch die entspre-
chenden Grenzgase für unvollständige Verbrennung ersetzt und der Druck am Geräteeingang auf den in 7.1.4
angegebenen Höchstdruck erhöht. Es wird geprüft, ob die Anforderungen von 6.1.5.1 erfüllt sind.

Wo erforderlich, werden die Grenzgase für die unvollständige Verbrennung nacheinander durch die entspre-
chenden Grenzgase für Kohlenstoffablagerungen ersetzt. Das Gerät führt 3 Arbeitsspiele von jeweils 30 min
in Offenstellung und 30 min in der Geschlossenstellung durch. Nach der Prüfung wird das Gerät auf Kohlen-
stoffablagerungen im Wärmetauscher geprüft.

d) Prüfung Nr. 4

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Gerätekategorie bei Nenn-
wärmebelastung mit den entsprechenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben.

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Die Prüfung wird durchgeführt, während das Gerät mit einer Spannung von 85 % des Mindestwertes und an-
schließend mit einer Spannung von 110 % des Höchstwertes des vom Hersteller angegebenen Spannungs-
bereiches versorgt wird.

e) Prüfung Nr. 5

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Gerätekategorie bei Nenn-
wärmebelastung mit den entsprechenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben.

Bei dieser Prüfung wird nur das Abgasgebläse über eine Vorrichtung mit Elektrizität versorgt, mit der die
Spannung variiert werden kann.

Während das Gerät im Beharrungszustand arbeitet, wird die Spannungszufuhr zum Gebläse schrittweise so
weit reduziert, bis das Gas durch die Luftmangelsicherung abgesperrt wird. Dem Abgas sind bis zur
Absperrung der Gaszufuhr Proben zu entnehmen.

7.3.5.4 Besondere Bedingungen

7.3.5.4.1 Geräte der Bauarten B12, B13, B42 und B43

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät bei Nennwärmebelastung und je nach seiner
Kategorie mit den entsprechenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) betrieben.

Die erste Prüfung wird bei zugedecktem Abgasrohr durchgeführt.

Bei einer zweiten Prüfung wird mit Hilfe eines geeigneten Rückstromgerätes (siehe Bild 4) ein dauernder
Rückstrom mit einer Geschwindigkeit von 3 m/s und 1 m/s in das Prüfrohr gebracht.

Die Abgase sind so zu sammeln, dass mit einem geeigneten, in der Strömungssicherung angeordneten
Probenehmer eine repräsentative Probe genommen werden kann.

7.3.5.4.2 Geräte der Bauarten B14 und B44

Das Gerät wird nach 7.1.6 aufgestellt und nach 7.1.6.2 an ein Abgasrohr angeschlossen. Die Prüfung wird mit
jedem der für die Gerätekategorie bestimmten Normprüfgase bei Nenndruck durchgeführt.

Sobald Beharrungszustand eingetreten ist, wird der Abgasstutzen schrittweise so weit abgedichtet, bis der
Hauptbrenner durch die Luftmangelsicherung abgeschaltet wird. Dem Abgas werden während der Zeit, in der
das Abgasrohr abgedichtet wird, Proben entnommen.

Die Abgase sind so zu sammeln, dass mit einem geeigneten, in der Strömungssicherung angeordneten
Probenehmer eine repräsentative Probe genommen werden kann.

7.3.5.4.3 Geräte der Bauarten B22, B23, B52, B53, C12, C13, C32, C33, C62 und C63

Ohne die Voreinstellung zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Kategorie mit den entsprechenden Norm-
prüfgasen (siehe Tabelle 8) bei Nenndruck betrieben.

Beim Gerät im kalten Zustand wird die Abgasleitung nach und nach so weit gedrosselt, dass der Brenner
gerade noch gezündet werden kann. Die Hilfsmittel zum Ausführen der Drosselung dürfen keine Rezirkulation
der Abgase herbeiführen. Unter diesen Bedingungen wird das Gerät bis zum Beharrungszustand betrieben.

Dann wird eine Abgasprobe entnommen und es wird überprüft, ob die Anforderungen von 6.1.5.2.3 erfüllt
werden.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

7.3.5.4.4 Geräte der Bauarten B22, B23, B52 und B53

Ohne die Voreinstellung zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Kategorie mit den entsprechenden Norm-
prüfgasen (siehe Tabelle 8) bei Nenndruck betrieben.

Ein Gerät, das für den Anschluss an ein Abgasrohr mit Wandanschluss bestimmt ist, ist wie folgt zu prüfen,
sobald der Beharrungszustand erreicht ist:

a) bei Anschluss an ein Abgasrohr mit dem vom Hersteller angegebenen maximalen Äquivalenzwiderstand
wird der Ausgang weiter schrittweise abgedichtet, bis die Gaszufuhr von der Luftmangelsicherung oder
der Gas-Luft-Verbundregelung abgesperrt wird;

b) bei Absaugung am Ausgang des Abgasrohres, durch die der Druck am Abgasstutzen des Gerätes bis auf
0,5 mbar unter den Druck eines Abgasrohres mit dem minimalen vom Hersteller angegebenen Äquiva-
lenzwiderstand reduziert wird.

Ein Gerät, das für den Anschluss an ein senkrechtes Abgasrohr mit einer Mündung über dem Dachniveau
vorgesehen ist, ist wie folgt zu prüfen, sobald der Beharrungszustand erreicht ist:

c) bei Anschluss an ein Abgasrohr mit dem vom Hersteller angegebenen maximalen Äquivalenzwiderstand
wird der Ausgang schrittweise abgedichtet, bis die Gaszufuhr von der Luftmangelsicherung oder der Gas-
Luft-Verbundregelung abgesperrt wird;

d) bei Absaugung am Ausgang des Abgasrohres, durch die der Druck am Abgasstutzen des Geräts bis auf
0,5 mbar unter den Druck eines Abgasrohres mit dem minimalen vom Hersteller angegebenen Äquiva-
lenzwiderstand reduziert wird.

7.3.5.4.5 Geräte der Bauarten C12 und C13

Den Abgasen werden unter den Prüfbedingungen von 7.3.4.1.4.3 Proben entnommen, wobei die Länge der
verwendeten Zuluft-/Abgasrohre dem vom Hersteller angegebenen Höchstwert für den äquivalenten Strö-
mungswiderstand entspricht. Der Mittelwert der neun höchsten, in 7.3.4.1.4.3 notierten CO-Werte wird
errechnet und es wird geprüft, ob dieser die Anforderung in 6.1.5.2.5 erfüllt.

7.3.5.4.6 Geräte der Bauarten C32 und C33

Den Abgasen werden unter den Prüfbedingungen von 7.3.4.1.4.4 Proben entnommen, wobei die Länge der
verwendeten Zuluft-/Abgasrohre dem vom Hersteller angegebenen Höchstwert für den äquivalenten
Strömungswiderstand entspricht. Der Mittelwert der neun höchsten, in 7.3.4.1.4.4 notierten CO-Werte wird
errechnet und es wird geprüft, ob dieser die Anforderung in 6.1.5.2.6 erfüllt.

7.3.5.4.7 Geräte der Bauarten C62 und C63

7.3.5.4.7.1 Betrieb mit Abgasrückführung

Das Zuluftrohr des Prüfrohrsystems wird mit einem Krümmer versehen, der um 360° gedreht werden kann
(siehe Bild 12). Der Krümmer ist so angeordnet, dass das Abgas in das Zuluftrohr gesaugt wird.

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Legende
A Drossel
B drehbarer Krümmer
C CO2-Messsonde
D Gerät
P und P2 Druckmessstellen

Bild 12 — C6-Prüfrohrsystem für die Prüfung bei Betrieb mit Abgasrückführung

Bei nicht abgedichtetem Abgasrohr wird das Gerät unter üblichen Betriebsbedingungen bei nominalem
Luftverteilungsstrom betrieben. Im Beharrungszustand wird das Abgasrohr abgedichtet, um den maximalen
vom Hersteller angegebenen Strömungswiderstand im Rohrsystem zu simulieren. Der am Zuluftrohr ange-
brachte Krümmer wird so gedreht, dass das Abgas aus dem Abgasrohr in das Zuluftrohr dringt, so dass in
diesem eine CO2-Konzentration von 10 % der anfangs im Abgasrohr gemessenen CO2-Konzentration ent-
steht.

7.3.5.4.7.2 Betrieb mit minimalem Abgasstrom

Das Gerät wird unter üblichen Betriebsbedingungen bei nominalem Luftverteilungsstrom betrieben. Im Behar-
rungszustand wird die Drossel im Prüfrohrsystem so eingestellt, dass der Mindestdurchfluss durch das Gerät
simuliert wird, bei dem die Luftmangelsicherung wirksam wird.

7.3.5.4.7.3 Betrieb bei Saugdruck

Das Gerät wird unter üblichen Betriebsbedingungen bei Nenn-Luftverteilungsstrom betrieben. Im Behar-
rungszustand wird die Drossel im Prüfrohrsystem so eingestellt, dass der Mindestströmungswiderstand im
Rohrsystem simuliert wird.

Mit Hilfe eines externen Gebläses wird das Gerät einem Saugdruck ausgesetzt, der den unter den obigen
Bedingungen gemessenen Druck an der Ablassöffnung um 0,5 mbar reduziert.

7.3.5.4.8 Für die Aufstellung im Freien vorgesehene Geräte

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät je nach seiner Kategorie mit den entspre-
chenden Normprüfgasen (siehe Tabelle 8) bei Nennwärmebelastung betrieben.

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EN 1020:2009 (D)

Mit der in 7.3.4.2.3 beschriebenen Vorrichtung wird das Gerät einer waagerechten Windströmung von 2,5 m/s
ausgesetzt, die auf die Windschutzeinrichtung zentriert ist. Das Gerät wird langsam um eine senkrechte Achse
zum Gebläse gedreht.

Die Prüfung wird bei Windströmungen von 5 m/s und 10 m/s wiederholt.

Die obigen Prüfungen werden mit aufsteigenden und fallenden Windströmungen in einem Einfallswinkel von
45° zur Horizontalen wiederholt.

7.3.5.5 Andere Schadstoffe

7.3.5.5.1 Allgemeines

Das Gerät wird, wie in 7.3.5.1 angegeben, installiert.

Geräte, die für Gase der zweiten Familie geeignet sind, werden mit dem Normprüfgas G 20 betrieben.

Geräte, die ausschließlich für G 25 geeignet sind, werden mit dem Normprüfgas G 25 betrieben.

Geräte, die ausschließlich für Gase der dritten Familie geeignet sind, werden mit dem Normprüfgas G 30
betrieben.

Geräte, die ausschließlich für Propan geeignet sind, werden mit dem Normprüfgas G 31 betrieben.

Das Gerät wird auf seine Nennwärmebelastung und, wo zutreffend, auf andere durch die Regeleinrichtungen
sich ergebenden Wärmebelastungen eingestellt.

Die NOx-Messungen werden im Beharrungszustand entsprechend den Hinweisen in CR 1404 durchgeführt.

Die Bezugsbedingungen für die Verbrennungsluft sind:

a) Temperatur 20 °C;

b) relative Luftfeuchtigkeit 10 g H2O/kg Luft.

Wenn die Prüfbedingungen von den Bezugsbedingungen abweichen, wird der gemessene NO x-Wert mit
folgender Gleichung (10) korrigiert:

0,02 NOx,m " 0,34


NOx,0 $ NOx,m # hm " 10 ! # 0,85 20 " Tm ! (10)
1 " 0,02 hm " 10 !

Dabei ist

NOx,0 der NOx-Gehalt, korrigiert nach Bezugsbedingungen, ausgedrückt in Milligramm je Kilowatt-


stunde (mg/kWh);

NOx,m der NOx-Gehalt, gemessen bei hm und Tm, ausgedrückt in Milligramm je Kilowattstunde
(mg/kWh), im Bereich von 50 mg/kWh bis 300 mg/kWh;

hm die Luftfeuchtigkeit während der Messung von NOx,m in g/kg im Bereich von 5 g/kg bis 15 g/kg;

Tm die Temperatur während der Messung von NOx,m in °C im Bereich von 15 °C bis 25 °C.

Die gemessenen NOx-Werte sind, wenn notwendig, nach 7.3.5.5.2 zu wichten. Es wird festgestellt, ob der
gewichtete NOx-Wert den Grenzwert in 6.1.5.3 nicht überschreitet.

Für die Berechnung der Konversion von NOx (siehe Anhang K).

97
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EN 1020:2009 (D)

7.3.5.5.2 Wichtung

Die Wichtung der NOx-Messwerte erfolgt mit Berücksichtigung des Wirkungsgrades der Geräte, der Wärme-
belastung und der Verwendungseigenschaften.

9 ref
a) Geräte mit Ein/Aus-Schaltung: EQn !
10 Qn

b) Geräte mit Groß/Kleinstellung:

9 ref 9 ref
mit Qmin " 60 % 0,2 EQn # $ 0,8 EQmin #
10 Qn 10 Qmin

9 ref 9 ref
mit 60 % % Qmin " 50 % 0,25 EQn # $ 0,75 EQmin #
10 Qn 10 Qmin

9 ref 9 ref
mit 50 % % Qmin " 40 % 0,33 EQn # $ 0,67 EQmin #
10 Qn 10 Qmin

9 ref 9 ref
mit 40 % % Qmin " 30 % 0,5 EQn # $ 0,5 EQmin #
10 Qn 10 Qmin

9 ref
mit Qmin & 30 % EQn #
10 Qn

c) modulierende Geräte:

9 ref 9 ref
mit Qmin " 60 % 0,2 EQn # $ 0,8 EQmin #
10 Qn 10 Qmin

9 ref 9 ref 9 ref


mit Qmin & 60 % 0,2 EQn # $ 0,4 EQmin # $ 0,4 EQmin #
10 Qn 10 Qn 10 Qmin

Dabei ist

EQn der Emissionswert bei Nennwärmebelastung;

EQmin der Emissionswert bei der kleinsten Wärmebelastung;

EQ60 der Emissionswert bei 60 % der Nennwärmebelastung;

ref der Bezugswirkungsgrad, d. h. der zutreffende Wirkungsgrad nach der Anforderung in 6.2;

Qn der Wirkungsgrad bei Nennwärmebelastung;

min der Wirkungsgrad bei der kleinsten Wärmebelastung;

60 der Wirkungsgrad bei 60 % der Nennwärmebelastung.

ANMERKUNG Siehe auch 6.2, wo Qmin als Wärmebelastung kleiner als die Nennwärmebelastung verstanden wird, für
welche sowohl der Wirkungsgrad als auch der NOx-Emissionswert gemessen werden.

98
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

7.3.6 Sicherheitstemperaturbegrenzer

7.3.6.1 Prüfung Nr. 1

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und mit einem typischen verteilten Gas (siehe 7.1.3.1)
oder mit einem geeigneten Normprüfgas entsprechend seiner Kategorie bei 2 % der vom Hersteller ange-
gebenen größten Nennwärmebelastung betrieben. Etwaige Lufttemperaturregler oder Luftstromregeleinrich-
tungen werden außer Betrieb gesetzt.

Abhängig von der Konstruktion des Gerätes und Prüfeignung wird die Prüfung, wie in 7.3.6.1.1, 7.3.6.1.2 oder
7.3.6.1.3 beschrieben, durchgeführt.

7.3.6.1.1 Geräte, die zum Anschluss an Verteilungsrohre ausgelegt sind, oder Geräte, bei denen der
statische Druck des Luftstroms konstruktionsgemäß ! 100 Pa ist

Etwaige Luftaustrittsjalousien werden so eingestellt, dass eine Nullablenkung der Abluft erreicht wird. An jede
Luftaustrittsöffnung wird ein 1,0 m langes Rohrstück angeschlossen, das denselben Querschnitt und die-
selben Abmessungen der Austrittsöffnung des Gerätes hat. (Für diese Prüfung wird das erforderliche Rohr-
stück vom Hersteller mitgeliefert.)

Am offenen Ende des Rohrstücks wird eine Einrichtung befestigt, die das Querschnittsgebiet des Rohr-
ausgangs symmetrisch reduziert.

In der Mitte des offenen Endes des Rohrstücks wird ein einziges Thermoelement oder ähnliche Einrichtung
angebracht, um die Temperatur der aus dem Gerät austretenden Luft zu messen.

Das Gerät wird betrieben und der Luftstrom wird schrittweise mit Hilfe einer Reduziereinrichtung herabgesetzt,
bis der Sicherheitstemperaturbegrenzer anspricht, um den Brenner abzuschalten, und die Lufttemperatur wird
notiert.

Der Sicherheitstemperaturbegrenzer wird zurückgesetzt, sobald dies möglich ist, und die Prüfung wird wieder-
holt.

Wenn die aufgezeichnete Temperatur höher ist als die zunächst aufgezeichnete Temperatur, wird die Prüfung
wiederholt, bis die schlechteste Bedingung erreicht ist.

7.3.6.1.2 Geräte, die konstruktionsgemäß frei in den zu beheizenden Raum hineinblasen, und die
mit einer einzigen Luftaustrittsöffnung versehen sind

Etwaige Luftaustrittsjalousien werden so eingestellt, dass eine Nullablenkung der Abluft erreicht wird. An die
Luftaustrittsöffnung wird ein 1,0 m langes Rohrstück angeschlossen, das denselben Querschnitt und die-
selben Abmessungen der Austrittsöffnung des Heizgerätes hat. (Für diese Prüfung wird das erforderliche
Rohrstück vom Hersteller mitgeliefert.)

Eine ausreichende Anzahl von Thermoelementen oder ähnlichen Einrichtungen werden in einer Entfernung
von 0,5 m von der Austrittsöffnung des Gerätes und parallel zur Ebene dieser Austrittsöffnung innerhalb des
Rohrstücks angeordnet. In dieser Position wird die mittlere Ablufttemperatur gemessen. Normalerweise
werden fünf Thermoelemente in Form eines Kreuzes ausreichen.

Das Gerät wird betrieben und der Luftstrom wird schrittweise mit Hilfe der Spannungsreduzierung des
Gebläses oder mit anderen geeigneten Mitteln herabgesetzt, bis der Sicherheitstemperaturbegrenzer
anspricht, um den Brenner abzuschalten, und die mittlere Lufttemperatur wird notiert.

Der Sicherheitstemperaturbegrenzer wird zurückgesetzt, sobald dies möglich ist, und die Prüfung wird wieder-
holt.

Wenn die aufgezeichnete Temperatur höher ist als die zunächst aufgezeichnete Temperatur, wird die Prüfung
wiederholt, bis die schlechteste Bedingung erreicht ist.

99
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

7.3.6.1.3 Geräte, die konstruktionsgemäß frei in den zu beheizenden Raum hineinblasen und
die mit mehreren Luftaustrittsöffnungen versehen sind

Etwaige Luftaustrittsjalousien werden so eingestellt, dass eine Nullablenkung der Abluft erreicht wird.

Eine ausreichende Anzahl von Thermoelementen oder ähnlichen Einrichtungen werden angeordnet, um die
durchschnittliche Temperatur an jeder Austrittsöffnung und in der Ebene dieser Austrittsöffnung zu messen.
Üblicherweise werden fünf Thermoelemente in Form eines Kreuzes ausreichen.

Das Gerät wird betrieben und der Luftstrom wird schrittweise herabgesetzt, indem die Lufteintrittsöffnung zum
Gebläse allmählich auf symmetrische Weise oder mit anderen geeigneten Mitteln abgeschlossen wird, bis der
Sicherheitstemperaturbegrenzer anspricht, um den Brenner abzuschalten, und die durchschnittliche Lufttempe-
ratur wird notiert.

Der Sicherheitstemperaturbegrenzer wird zurückgesetzt, sobald dies möglich ist, und die Prüfung wird wieder-
holt.

Wenn die aufgezeichnete Temperatur höher ist als die zunächst aufgezeichnete Temperatur, wird die Prüfung
wiederholt, bis die schlechteste Bedingung erreicht ist.

7.3.6.2 Prüfung Nr. 2

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt.

Der Lufttemperaturregler und das Luftverteilungsgebläse werden außer Betrieb gesetzt.

Das Gerät wird vom Kaltzustand aus bei Nennwärmebelastung mit einem typischen verteilten Gas (siehe
7.1.3.1) oder mit einem geeigneten Normprüfgas entsprechend seiner Kategorie bei 2 % der vom Hersteller
angegebenen größten Nennwärmebelastung betrieben.

Das Gerät wird so lange betrieben, bis der Sicherheitstemperaturbegrenzer anspricht und die Gaszufuhr zum
Hauptbrenner absperrt. Das Gerät wird so lange mit eingeschaltetem Sicherheitstemperaturbegrenzer zyk-
lisch betrieben, bis die schlechteste Bedingung erreicht ist.

7.3.7 Dauerprüfung des Wärmetauschers

Vor der Durchführung der Prüfung wird der Wärmetauscher sorgfältig untersucht und etwaige Herstellungs-
fehler (z. B. Beschädigungen durch Werkzeug, Schweißfehler, nachlässiger Zusammenbau usw.) werden
notiert. Derartige Fehler werden bei der Schlussprüfung des Wärmetauschers nicht berücksichtigt.

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und bei normalem Druck mit einem geeigneten Norm-
prüfgas betrieben.

Ein mit einer unabhängigen Regeleinrichtung verbundenes Thermoelement wird an dem Gehäuse des Sicher-
heitstemperaturbegrenzers befestigt. Der Lufttemperaturregler wird ausgebaut und das Gerät wird so lange
betrieben, bis der Sicherheitstemperaturbegrenzer anspricht und die Gaszufuhr zum Hauptbrenner absperrt.
Die vom Thermoelement zum Zeitpunkt der Absperrung gemessene Temperatur wird von der unabhängigen
Regeleinrichtung aufgezeichnet.

Danach wird der Sicherheitstemperaturbegrenzer ausgebaut und durch die unabhängige Regeleinrichtung
ersetzt, die so eingestellt ist, dass das Gerät bei einer Temperatur von 10 K über der zuvor vom Thermo-
element aufgezeichneten Temperatur abgeschaltet wird.

ANMERKUNG 1 Wenn ein Gerät zusätzlich zum Sicherheitstemperaturbegrenzer mit einem Temperaturbegrenzer
(Überhitzungsregler), der zurückgesetzt werden kann, ausgerüstet ist, kann dieser als Prüfgrundlage verwendet werden,
d. h. auf 10 K über der voreingestellten Temperatur eingestellt.

100
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EN 1020:2009 (D)

Das Gerät wird dann mit geöffneter Gaszufuhr und ausgeschaltetem Luftverteilungsgebläse so lange betrieben,
bis die unabhängige Regeleinrichtung das Gerät abschaltet. Das Luftverteilungsgebläse wird dann einge-
schaltet und 3,5 min lang betrieben.

Es werden 5 000 Schaltspiele durchgeführt.

Wenn während der Dauerprüfung andere Bauteile als der Wärmetauscher beschädigt werden, sind Maßnahmen
zu treffen, um diese Bauteile zu sichern und schädliche Auswirkungen auf den Wärmetauscher zu verhindern.

ANMERKUNG 2 Wenn nachgewiesen werden kann, dass entweder die äußere Form des Wärmetauschers oder der
Typ der verwendeten Regeleinrichtung eine solche Prüfung unangebracht erscheinen lässt, kann eine gleichwertige
Dauerprüfung entworfen werden, auf die sich der Hersteller und die Benannte Stelle (Notified Body) einigen.

7.3.8 Wirksamkeit der Vorspülung

Das Gerät wird, entsprechend den Anleitungen des Herstellers und wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und
eingestellt.

Ohne die Voreinstellung des Brenners zu ändern, wird das Gerät mit dem (den) entsprechenden Norm-
prüfgas(en) (siehe Tabelle 8) bei Nennwärmebelastung betrieben.

Das Abgas ist, wie in 7.3.5 beschrieben, zu sammeln, sobald das Gerät den Beharrungszustand erreicht hat.

Das Volumen der für die Verbrennung verfügbaren Luft Vc (in m3) wird nach Gleichung (11) wie folgt
berechnet:

' Tp $
Vc ) Qg As ( Ae ! %% "
" (11)
& 3600 #

Dabei ist

A s der stöchiometrische Luftbedarf des Brennstoffs (VIV);

A e der Luftüberschuss (V/V);


3
Qg der Gasdurchfluss, in Kubikmeter je Stunde (m /h);

Tp die Vorspülzeit, in Sekunden (s).

Der stöchiometrische Luftbedarf des Brennstoffs, A s, wird wie folgt mit Gleichung (12) berechnet:

' 100 $'% VH O,P $


"
As ) % "%VCO 2 ,P ( 2 (12)
& 21 #& 2 "
#

Der Luftüberschuss, Ae, wird wie folgt mit Gleichung (13) berechnet:

Ae )
100 VCO 2 ,P !* K A ( 1! * VH 2 O,P ! (13)
s
VCO 2 ,M

Dabei ist

VCO ,p das Kohlenstoffdioxidvolumen, das bei vollständiger Verbrennung von einem Kubikmeter
2
Normprüfgas erzeugt wird (V/V);

VCO ,M die in der Abgasprobe gemessene Kohlenstoffdioxidkonzentration;


2

101
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EN 1020:2009 (D)

VH O,P Wasservolumen, das bei vollständiger Verbrennung von einem Kubikmeter Normprüfgas
2
erzeugt wird (V/V);

K das Verhältnis des Gesamtvolumens an wasserhaltigen Verbrennungsprodukten zu dem


Gesamtvolumen an Gas und Luft, das dem Gerät zugeführt wird.

Die Werte von As, VCO ,P, VH O,P und K für die Normprüfgase sind in Tabelle 12 zusammengestellt.
2 2

Tabelle 12 — Referenzwerte für die Berechnung des Luftüberschusses

Normprüfgas G 110 G 120 G 20 G 25 G 30 G 31


As 3,67 4,17 9,52 8,19 30,95 23,8
VCO ,P 0,26 0,32 1 0,86 4 3
2
VH O,P 1,02 1,11 2 1,72 5 4
2
K 0,946 0,955 1 1 1,047 1,04

Der Wert von Vc ist mit dem gemessenen Volumen des Verbrennungssystems zu vergleichen.

7.3.9 Witterungsbeständigkeit

Es sind zwei voneinander unabhängige, regelbare Sprühanlagen, wie in den Bildern 13 und 14 dargestellt, zu
verwenden. Jede Sprühanlage kann in der Höhe zwischen 2 m und 3 m über dem Fußboden und seitlich in
jeder Richtung verstellt werden.

102
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EN 1020:2009 (D)

Maße in Millimeter

Legende
A Draufsicht
B Seitenansicht
a Wasserdruckanzeige für jeden Sprühkopf
b Regelventil für jeden Sprühkopf
c Fokuspunkt

Bild 13 — Anordnung der Sprühköpfe und Verrohrung für die Prüfung der Wetterbeständigkeit

103
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EN 1020:2009 (D)

Maße in Millimeter

Legende
A Zusammenstellung
B Körper
C Einschnitte
a gerader Hals von höchstens 0,8 mm Länge. Bohraussparung 115°, 0,8 mm tief
b 3 Schlitze mit quadratischem Querschnitt 1,5 mm breit, 1,5 mm tief, Zwischenraum 120°, Steigungs-
winkel 60°, Vorderkante tangential zu Radialkanten
c ½ Zoll Kegelwinde (Britische Norm B.S.P)

Bild 14 — Einzelheiten über den Zusammenbau und die Bauweise der Sprühköpfe

Die beiden Sprühanlagen sind einander gegenüber mit den Sprühköpfen in gleicher Entfernung vom Boden
und von dem zu prüfenden Gerät aufgestellt.

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, auf einem Versuchspodest von reichlich ausreichender Größe
installiert und je nach seiner Kategorie mit dem entsprechenden Normprüfgas bei Normaldruck betrieben.

Die Sprühköpfe werden bei einem Druck von 350 mbar eingeschaltet. Die Sprühanlagen werden in unter-
schiedlichen Höhen und waagerechten Abständen vom Gerät bewegt, um die kritischste Position zu bestim-
men. Die Beaufschlagung von der Stelle aus, die von der Benannten Stelle (Notified Body) als die kritischste
Stelle festgestellt wird, wird während der gesamten Prüfung beibehalten.

Nach der Ausrichtung der Sprühanlagen wird ein etwaiger Zündbrenner gezündet und 15 min lang den
Prüfbedingungen ausgesetzt. Danach werden die Hauptbrenner gezündet, wonach die Prüfung weitere
15 min fortgesetzt wird.

104
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EN 1020:2009 (D)

Die Prüfung wird mit allen anderen verlangten Positionen des Gerätes zu den Sprühanlagen wiederholt.

7.4 Wirkungsgrad

7.4.1 Allgemeine Prüfbedingungen

7.4.1.1 Verfahrensprinzip

Der feuerungstechnische Wirkungsgrad errechnet sich mit Hilfe des Abgasverlustverfahrens aus Messungen
der CO2-Konzentration und der Temperatur der Abgase.

7.4.1.2 Prüfraum

Der Raum muss ausreichend belüftet, aber zugfrei sein, da sonst die Leistung des Gerätes beeinflusst
werden könnte. Die Umgebungstemperatur muss auf (20 5) °C konstant gehalten werden und darf während
einer Prüfung nicht um mehr als 2 K schwanken.

7.4.1.3 Vorbereitung des Gerätes

Das Gerät wird, wie in 7.1.6 beschrieben, aufgestellt und gemäß den Anleitungen des Herstellers mit Norm-
prüfgas (siehe Tabelle 8) betrieben; ausgenommen hiervon sind Geräte der Bauarten C32 und C33, die an
Zuluft-/Abgasrohre anzuschließen sind, die den geringsten vom Hersteller angegebenen Widerstand ergeben.

7.4.2 Prüfbedingungen

Das Gerät wird mit einem oder mehreren typischerweise verteilten Gasen oder mit dem (den) seiner Kate-
gorie entsprechenden Normprüfgas(en) betrieben und bei 2 % der angegebenen Wärmebelastungen bei
dem kleinsten vom Hersteller angegebenen Abluftstrom betrieben.

Die CO2-Konzentration und die Temperatur der Abgase werden mittels einer geeigneten Entnahmesonde
gemessen, die eine Temperaturmesseinrichtung umfasst, die, je nach Zutreffen, im Rohrsystem hinter der
Strömungssicherung oder im Abgasrohr angeordnet ist. Die Abgasentnahmegeschwindigkeit für die Tempera-
turmessung beträgt etwa 100 I/h.

Bei Geräten der Bauart B wird eine Prüfsonde, wie in Bild 8 dargestellt, verwendet und 800 mm oberhalb des
Abgasstutzens des Gerätes angeordnet.

Bei Geräten der Bauart C1 wird eine Prüfsonde, wie in Bild 9 dargestellt, verwendet. Wo möglich wird diese,
wie in Bild 10 dargestellt, angeordnet.

ANMERKUNG Bei Geräten der Bauart C1, bei denen die oben genannte Anordnung ungeeignet wäre, einigen sich der
Hersteller und die Prüfstelle auf eine Entnahmestelle. Eine ausreichende Anzahl von Messungen wird durchgeführt, um
die Konsistenz der Ergebnisse sicherzustellen.

Bei Geräten der Bauart C3 wird eine Prüfsonde, wie in Bild 9 dargestellt, verwendet und 800 mm oberhalb des
Abgasstutzens des Gerätes angeordnet.

Bei Geräten der Bauart C6 wird eine Prüfsonde, wie in Bild 11 dargestellt, verwendet.

Bei für die Aufstellung im Freien vorgesehenen Geräten wird die Prüfsonde am Abgasstutzen des Gerätes
angebracht.

ANMERKUNG Eine Prüfsonde ähnlich der in Bild 9 gezeigten ist geeignet.

105
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EN 1020:2009 (D)

7.4.3 Prüfverfahren

Wenn das Gerät, wie in 7.4.1.3 beschrieben, aufgestellt und eingestellt ist, wird es so lange betrieben, bis der
Beharrungszustand erreicht ist. Dann werden die Temperatur und die CO2-Konzentration der Abgase und der
Verbrennungsluft gemessen.

Der Gasdurchfluss wird durch Zählung einer Reihe von Umdrehungen des Gaszählers (ganze Zahl) über eine
Periode von mindestens 100 s bestimmt.

7.4.4 Messgenauigkeit

Messungen werden mit folgender Genauigkeit nach Tabelle 13 durchgeführt:

Tabelle 13 — Messgenauigkeit

Messgröße Messgenauigkeit
Temperatur der Verbrennungsluft 0,5 °C
Temperatur der Abgase 2 °C
Kohlenstoffdioxidkonzentration der
6 % der Probekonzentration (%)
Verbrennungsluft und der Abgase
Wärmewert 0,5 %

7.4.5 Berechnung des Wirkungsgrades

V f errechnet sich aus dem Volumen an CO2 (V CO ), das durch die Verbrennung von einem Kubikmeter Gas
2
entsteht (siehe Tabelle 14), und aus der CO2-Konzentration der Abgase (V CO ,M) wie in Gleichung (14)
2
angegeben:

VCO 2
Vf ! 100 (14)
VCO ,M
2

Tabelle 14 — VCO -Werte


2

Bezeichnung des Gases V CO


2

G 110 0,26
G 120 0,32
G 20 1
G 25 0,86
G 30 4
G 31 3

106
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Der Nettowirkungsgrad net (in %) errechnet sich über die Gleichung (15):

net % 100 $ !q1 # q2 " (15)

Dabei ist

+t $t (
q1 % C1Vf )) 2 1 &&100
* Hi '

und

+ H $ Hi (
q1 % 0,077!t 2 $ t1 ")) s &&
* Hi '

und

q1 die Wärme der trockenen Abgase (Prozent abgegebene Wärme durch das Volumen Gas);

q 2 die Wärme des in den Abgasen enthaltenen Wasserdampfes (Prozent abgegebene Wärme durch
das Volumen Gas);

C1 die mittlere spezifische Wärme der trockenen Abgase, in Megajoule je Kubikmeter und Kelvin
(MJ/(m3·K)) (siehe Bild 15);

t1 die mittlere Temperatur der Verbrennungsluft, in Grad Celsius (°C);

t2 die mittlere Temperatur der Abgase, in Grad Celsius (°C);

Hi der Heizwert des Gases bei 1 013,25 mbar und 15 °C, trocken, in Megajoule je Kubikmeter (MJ/m3);

Hs der Brennwert des Gases bei 1 013,25 mbar und 15 °C, trocken, in Megajoule je Kubikmeter
(MJ/m3);

Vf das Volumen der trockenen Abgase je Volumen Gas, in Kubikmeter (m3).

107
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EN 1020:2009 (D)

Legende
A % CO2 im Abgas minus % CO2 in Luft
B mittlere spezifische Wärme der trockenen Abgase, in MJ/m3K
C Temperatur der Abgase, in °C

Bild 15 — Mittlere spezifische Wärme der trockenen Abgase

7.4.6 Zusätzliche Prüfungen für Geräte mit modulierender oder Groß/Klein-Regelung

Die Prüfung wird ausgeführt und der Wirkungsgrad gemessen, wie in 7.4.1 bis 7.4.5 aufgeführt, wobei das
Gerät auf den kleinsten Durchfluss eingestellt ist.

Es wird geprüft, ob die Anforderungen von 6.2 erfüllt werden.

108
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

8 Kennzeichnung und Anleitungen

8.1 Kennzeichnung des Gerätes

8.1.1 Bezeichnung

Die Geräte werden bezeichnet nach:

a) ihrer Kategorie;

b) ihrer Nennwärmebelastung oder ihrem Bereich der einstellbaren Wärmebelastungen.

8.1.2 Typenschild

Das Gerät muss ein oder mehrere Typenschilder und/oder Etiketten tragen, die fest und dauerhaft und auf
solche Weise an das Gerät angebracht sind, dass die Information für den Installateur sichtbar ist und von ihm
gelesen werden kann. Das (die) Typenschild(er) und/oder das (die) Etiketten) muss (müssen) mindestens
Folgendes in unauslöschbarer 5) Schrift angeben:

a) den Namen und die Anschrift des Herstellers 6) oder seines anerkannten Vertreters;

b) die Nennwärmebelastung und, falls notwendig, bei Geräten mit einstellbarer Wärmebelastung den Wär-
mebelastungsbereich in Kilowatt. Darüber hinaus ist anzugeben, ob die Wärmebelastung auf den Heiz-
wert oder den Brennwert bezogen ist;

c) die Handelsbezeichnung des Gerätes;

d) die Seriennummer;

e) die Produkt-Identnummer (PIN) der Benannten Stelle;

f) die kommerzielle Identifikation des Gerätes;

g) die Gasart in Verbindung mit dem Druck und/oder dem Druckpaar, auf den und/oder das Gerät eingestellt
worden ist. Alle Druckangaben müssen in Verbindung mit dem einschlägigen Kategorieindex identifiziert
sein; wenn ein Eingriff ins Gerät erforderlich ist. Um das Gerät von einem Druck auf einen anderen Druck
innerhalb des Druckpaares der dritten Familie umzustellen, darf nur der Druck angegeben werden, der
der derzeitigen Einstellung des Gerätes entspricht;

h) das direkte Bestimmungsland oder die direkten Bestimmungsländer des Gerätes;

i) die Gerätekategorie oder Gerätekategorien. Wenn mehr als eine Gerätekategorie angegeben ist, muss
jede dieser Kategorien in Verbindung mit dem jeweiligen direkten Bestimmungsland bzw. den jeweiligen
direkten Bestimmungsländern festgelegt sein;

j) den Einstelldruck bei Geräten mit Druckreglern;

k) die Art und Spannung des verbrauchten Stroms und die maximale aufgenommene Leistung, (Volt,
Ampere, Frequenz und Kilowatt) für alle vorgesehenen Stromversorgungsbedingungen.

5) Die Unauslöschbarkeit der Kennzeichnung wird nach EN 60335-1:2001, 7.14 geprüft.


6) Unter „Hersteller“ versteht man die Person, die Organisation oder das Unternehmen, die oder das die Verantwortung
für die Konstruktion und die Erzeugung eines Produktes übernimmt mit der Absicht, es in ihrem Namen innerhalb der
EU in den Verkehr zu bringen.

109
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Das Gerät darf keine anderen Angaben tragen, wenn diese zu Unsicherheiten über die derzeitige Einstellung
des Gerätes, die jeweilige Gerätekategorie (oder Kategorien) und das direkte Bestimmungsland (oder
Bestimmungsländer) führen könnten.

Für ein Gerät mit einstellbarer Nennwärmebelastung muss genügend Platz vorhanden sein, damit der Installa-
teur die bei der Inbetriebnahme eingestellte Nennwärmebelastung auf dauerhafte Weise vermerken kann.

8.1.3 Zusätzliche Kennzeichnung

Das Gerät muss den folgenden Hinweis tragen:

„Dieses Gerät muss gemäß den geltenden Vorschriften installiert werden und darf nur in einem ausreichend
belüfteten Raum in Betrieb genommen werden. Lesen Sie die Anleitungen, bevor Sie dieses Gerät installieren
und in Betrieb nehmen.“

8.2 Kennzeichnung der Verpackung

Die Verpackung muss mindestens Folgendes angeben:

a) die Gasart in Verbindung mit dem Druck und/oder dem Druckpaar, auf den und/oder das Gerät eingestellt
worden ist. Alle Druckangaben müssen in Verbindung mit dem entsprechenden Kategorieindex identi-
fiziert sein; wenn ein Eingriff ins Gerät erforderlich ist. Um das Gerät von einem Druck auf einen anderen
Druck innerhalb des Druckpaares der dritten Familie umzustellen, darf nur der Druck angegeben werden,
der der derzeitigen Einstellung des Gerätes entspricht;

b) das direkte Bestimmungsland oder die direkten Bestimmungsländer des Gerätes;

c) die Gerätekategorie oder Gerätekategorien: wenn mehr als eine Gerätekategorie angegeben ist, muss
jede dieser Kategorien in Verbindung mit dem jeweiligen direkten Bestimmungsland bzw. den jeweiligen
direkten Bestimmungsländern identifiziert sein.

Darüber hinaus muss die Verpackung folgenden Hinweis tragen:

„Dieses Gerät muss gemäß den geltenden Vorschriften installiert werden und darf nur in einem ausreichend
belüfteten Raum in Betrieb genommen werden. Lesen Sie die Anleitungen, bevor Sie dieses Gerät installieren
und in Betrieb nehmen.“

Das Gerät darf keine anderen Angaben tragen, wenn diese zu Unsicherheiten über die derzeitige Einstellung
des Gerätes, die jeweilige(n) Gerätekategorie(n) und das (die) direkte(n) Bestimmungsland (Bestimmungs-
länder) führen könnten.

8.3 Verwendung von Symbolen auf dem Gerät und auf der Verpackung

8.3.1 Elektrische Versorgung

Die Kennzeichnung hinsichtlich elektrischer Werte muss mit EN 60335-1 übereinstimmen.

8.3.2 Gasart

Um alle Kategorieindizes darzulegen, die der Einstellung eines Gerätes entsprechen, muss das Symbol des
Normprüfgases verwendet werden, das für all diese Indizes üblich ist, und zwar nach Tabelle 15.

Während einer Übergangszeit müssen neben dem Symbol die in den verschiedenen CEN-Mitgliedstaaten
verwendeten Identifikationsmittel erscheinen. Diese zusätzlichen Mittel sind in Anhang F angegeben.

110
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle 15 — Symbole für Gasarten

Symbol für die Gasart Entsprechende Kategorie Index


G 110 1a
Erste Familie a
G 120 1b
G 130 1c
G 20 2H, 2E, 2E+, 2Esi b, 2 Er b, 2ELL b
Zweite Familie
G 25 2L, 2Esi c, 2Er c, 2ELL c
G 30 3B/P, 3+d, f, 3B
Dritte Familie
G 31 3+e, f 3P
a Wenn das Gerät in seiner derzeitigen Einstellung für die Verwendung von Gasen verschiedener Gruppen geeignet ist, müssen
alle Normprüfgase, die diesen Gruppen entsprechen, angegeben werden.
b Wenn das Gerät auf G 20 eingestellt ist.
c Wenn das Gerät auf G 25 eingestellt ist.
d Gilt nur für Geräte, die keine Umstellung zwischen G 30 und G 31 benötigen, oder für Geräte, die eine Umstellung benötigen und
auf G 30 eingestellt sind.
e Gilt nur für Geräte, die eine Umstellung zwischen G 30 und G 31 benötigen und die auf G 31 eingestellt sind.
f Bei Geräten, die eine Umstellung zwischen G 30 und G 31 benötigen, muss das Etikett mit Angaben über die Umstellung auf das
andere Gas und den anderen Druck des Druckpaares mit den technischen Anleitungen mitgeliefert werden.

8.3.3 Gasanschlussdruck
Der Gasanschlussdruck kann eindeutig als numerischer Wert mit dem Einheitenzeichen (mbar) ausgedrückt
werden. Falls es jedoch erforderlich ist, sie zu erläutern, muss das Symbol „p“ verwendet werden.

8.3.4 Bestimmungsland
Nach EN 3166:1 müssen die Namen der Länder mit folgenden Ländercodes (Tabelle 16) dargestellt werden:

Tabelle 16 — Ländercodes

AT Österreich IE Irland
BE Belgien IS Island
BG Bulgarien IT Italien
CH Schweiz LT Litauen
CY Zypern LU Luxemburg
CZ Tschechische Republik LV Lettland
DE Deutschland MT Malta
DK Dänemark NL Niederlande
EE Estland NO Norwegen
ES Spanien PL Polen
FI Finnland PT Portugal
FR Frankreich RO Rumänien
GB Großbritannien SE Schweden
GR Griechenland SK Slowakei
HU Ungarn SI Slowenien

111
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

8.3.5 Kategorie

Die Kategorie kann eindeutig mit ihrer Bezeichnung nach EN 437 ausgedrückt werden. Falls es jedoch
erforderlich ist, sie zu erläutern, muss der Begriff „Kategorie“ mit „Cat“ symbolisiert werden.

8.3.6 Sonstige Angaben

Die nachstehenden Symbole sind nicht verbindlich vorgeschrieben, werden jedoch unter dem Titel „empfeh-
lenswert“ und unter Ausschluss aller anderen Symbole empfohlen, um die Verwendung mehrerer und unter-
schiedlicher Kennzeichnungen zu verhindern.

Nennwärmebelastung eines Brenners: Qn;

Nennwärmebelastung aller Gerätebrenner: !Qn.

8.3.7 Emissionen

Der Hersteller kann sich entscheiden, den gewichteten NOx-Emissionswert anzugeben oder diesen mittels
einer Klasse nach folgender Liste auszudrücken:

a) Klasse 1, für Werte bis zu 250 mg/kWh;

b) Klasse 2, für Werte bis zu 200 mg/kWh;

c) Klasse 3, für Werte bis zu 150 mg/kWh;

d) Klasse 4, für Werte bis zu 100 mg/kWh;

e) Klasse 5, für Werte bis zu 50 mg/kWh.

Der Wert oder die Klasse kann auf dem Gerät angebracht oder in den technischen Anleitungen angegeben
sein.

8.4 Anleitungen

8.4.1 Allgemeines

Die Anleitungen müssen in der (den) offiziellen Sprache(n) des (der) Bestimmungslandes (Bestimmungs-
länder) abgefasst sein und für dieses Land oder diese Länder gelten.

Wenn die Anleitungen in einer offiziellen Sprache abgefasst sind, die in mehr als einem Land verwendet wird,
muss das Land oder die Länder, für das (die) sie gelten, mit Hilfe der in 8.3.4 angegebenen Codes festgelegt
werden.

Anleitungen für Länder, die nicht auf dem Gerät angegeben sind, dürfen mit dem Gerät mitgeliefert werden,
vorausgesetzt, dass jeder Satz von Anleitungen mit dem folgenden Hinweis anfängt:

„Diese Anleitungen gelten nur dann, wenn der folgende Ländercode auf dem Gerät angebracht ist: Wenn
dieser Code nicht auf dem Gerät angebracht ist, sind die technischen Anleitungen heranzuziehen, die die
erforderlichen Informationen über die Anpassung des Gerätes an die Gebrauchsbedingungen dieses Landes
enthalten.“

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

8.4.2 Technische Anleitungen für Installation und Einstellung

Neben den in 8.2 angegebenen Informationen können die technischen Anleitungen Informationen enthalten,
die, wo notwendig, angeben, dass das Gerät für den Einsatz in Ländern, die nicht auf dem Gerät angegeben
sind 7 ) zertifiziert worden ist. Wenn solche Informationen gegeben werden, müssen die Anleitungen eine
Warnung enthalten, dass die Umstellung des Gerätes und seine Installationsweise unerlässlich sind, um das
Gerät sicher und einwandfrei in einem dieser zusätzlichen Länder zu verwenden. Diese Warnung muss in der
(den) offiziellen Sprache(n) all dieser Länder wiederholt werden. Darüber hinaus müssen die Anleitungen
angeben, wie die Informationen, Anleitungen und Bauteile, die für die sichere und einwandfreie Verwendung
in den jeweiligen Ländern erforderlich sind, erhalten werden können.

Die Anleitungen müssen folgenden Hinweis enthalten:

Vor Aufstellung ist sicherzustellen, dass die örtlichen Versorgungsbedingungen (Gasart und Druck) und
die gegenwärtige Einstellung des Gerätes miteinander übereinstimmen; und

dass die örtlichen elektrischen Versorgungsbedingungen mit den elektrischen Daten auf dem Geräte-
schild übereinstimmen.

Die technischen Anleitungen für die Installation und die Einstellung müssen:

a) eine Beschreibung der Aufstellungsbedingungen für das Gerät enthalten (ob auf dem Fußboden oder an
der Wand usw.) und seine Zubehörteile angeben (Raumtemperaturregler usw.);

b) sie müssen den erforderlichen Mindestabstand zwischen den Oberflächen des Gerätes (einschließlich
Oberflächen der POCEDs bei den Bauarten B4, B5, C1 und C3) und etwaigen nahegelegenen Wänden
angeben;

c) sowie die Vorsichtsmaßnahmen angeben, die zu treffen sind, um eine Überhitzung von Boden, Wänden
oder Decken zu verhindern, wenn diese aus brennbaren Stoffen bestehen. Diese Vorsichtsmaßnahmen
müssen auch Einzelheiten umfassen für alle erforderlichen Isolierungen und Umhüllungen, wenn ein
POCED eine Wand oder eine Decke aus brennbarem Material durchdringt;

d) die Anleitungen müssen auch die für den Betrieb des Gerätes zulässige minimale und maximale Umge-
bungstemperatur angeben;

e) sie müssen Angaben über die Anforderungen an Verbrennungsluft und Umluft, Gas- und Stromversor-
gung, Gas- und Stromanschlüsse und das für die Inbetriebnahme des Gerätes vorgeschriebene
Verfahren enthalten;

f) außerdem muss die Installationsanleitung einen kompletten Schaltplan und eine Tabelle mit den tech-
nischen Daten enthalten;

g) die Wärmebelastung;

h) die NOx-Klasse, wenn sie vom Hersteller erklärt worden ist.

Die technischen Daten müssen die Wärmebelastung des Gerätes, die Wärmeleistung, die Durchflussmenge
der einzelnen Zündbrenner (falls vorhanden), den Brennerdruck, die Düsengrößen, die Düsenzahl, die Ab-
messung des Gasanschlusses, die Abmessung des Abgasstutzens, die Geräteabmessungen, die Masse, die
Einzelheiten des Elektromotors, die Gebläsewerte, die Luftfördermengen und ferner alle vom Installateur oder
Techniker für die Inbetriebnahme benötigten Angaben umfassen.

7) Indirektes Bestimmungsland.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Bei Geräten der Bauarten B12, B13 und B14 muss die Mindesthöhe für das Abgasrohr des Gerätes angegeben
und, wo erforderlich, die Methode beschrieben werden, mit der die Strömungssicherung und das Anschluss-
stück für das Abgasrohr zu befestigen sind. Außerdem muss die Methode für die Überprüfung der Strömungs-
sicherung auf Abgasleckage beschrieben werden.

Bei Geräten der Bauart B14 muss in der Installationsanleitung die Methode zur Einstellung von Abgasklappen
oder sonstigen Abgasregeleinrichtungen, falls vorhanden, beschrieben werden.

Bei anderen Geräten der Bauarten B22 und B23 muss die Installationsanleitung den minimalen und maximalen
Äquivalenzwiderstand oder entsprechende andere Angaben über den Zusammenbau des Abgassystems
sowie Einzelheiten für die Berechnung des Äquivalenzwiderstands, z. B. die für Krümmungen benötigten
Zugaben usw., enthalten.

Für alle Geräte der Bauarten B4, B5, C1 und C3 müssen der kleinste und der größte Äquivalenzwiderstand 8)
angegeben werden.

Für alle Geräte der Bauarten B4, B5, C1 und C3 müssen die Angaben auch eine Beschreibung enthalten über
das POCED einschließlich aller Bögen, der Werkstoffe, der Bauweise und aller kritischen Toleranzen (z. B.
Länge, Durchmesser, Wandstärke, Einstecktiefe), die Einbaumethode der POCEDs und eine Erklärung, die
bestätigt, dass das POCED in der Lage ist, sein eigenes Gewicht zu ertragen.

Für Geräte der Bauart C6 müssen sie den größten zulässigen Widerstand in der Verbrennungsluftleitung und
in der Abgasleitung angeben und die entsprechende Temperatur, die CO2-Konzentration oder den Massen-
fluss der Abgase, um die Berechnung geeigneter Leitungsführungen zu ermöglichen. Darüber hinaus müssen
sie die Berechnungsmethode für den Widerstand in den Leitungen unter Verwendung der vorerwähnten
Parameter angeben.

ANMERKUNG Die Benannte Stelle (Notified Body) wird die oben genannten, vom Hersteller angegebenen Parameter
überprüfen. Die Temperatur und CO2-Konzentration der Abgase dürfen nicht mehr als 10 K bzw. 0,5 % abweichen. Wenn
der Hersteller einen Massendurchfluss angibt, darf dieser nicht mehr als 5 % von dem angegebenen Wert abweichen.

Die Anleitungen müssen auch alle zweckdienlichen Informationen zur Einstellung des Gas- und abgegebenen
Luftdurchflusses enthalten. Sie müssen ferner eine Tabelle für die entsprechende Gerätekategorie, in der die
einzelnen Wärmewerte und Gasdurchflusseinstellungen angegeben sind, und zwar in Kubikmeter je Stunde
bei durchschnittlichen Einsatzbedingungen (15 °C, 1 013,25 mbar) oder in Kilogramm je Stunde, sowie eine
Anleitung zum Einstellen des Luftdurchflusses enthalten.

Wenn der Hersteller erklärt, dass das Gerät für die Installation in Garagen geeignet ist, müssen in der Instal-
lationsanleitung die einschlägigen nationalen Installationsvorschriften berücksichtigt werden.

Wenn das Gerät für die Aufstellung im Freien bestimmt ist, muss dies in den Anleitungen angegeben werden.

8.4.3 Bedienungs- und Instandhaltungsanleitungen

Sämtliche Anleitungen müssen vom Hersteller geliefert werden. Die Bedienungs- und Wartungsanleitungen
müssen alle zweckdienlichen Informationen für die sichere und vernünftige Bedienung des Gerätes enthalten.

Insbesondere müssen die Anleitungen die Zünd- und Abschaltvorgänge (siehe auch 8.4.5) sowie die Bedie-
nung der einzelnen Regeleinrichtungen, mit denen das Gerät ausgerüstet sein kann, und die einfache
Reinigung und Wartung des Gerätes behandeln, wobei, falls notwendig, auch die Art der empfohlenen Mittel
anzugeben ist. Die Anleitungen müssen ferner darauf hinweisen, dass nur ein befugter Installateur das Gerät
installieren, einstellen und, falls notwendig, auf die Verwendung von anderen Gasen umstellen darf.

Sie müssen ferner die empfohlenen Instandhaltungsintervalle angeben.

8) Bei allen Geräten der Bauarten B4, B5, C1 und C3 entsprechen der größte und der kleinste Äquivalenzwiderstand dem
vom Hersteller gelieferten oder beschriebenen POCED mit dem kleinsten oder größten Durchflusswiderstand.
Berücksichtigt werden muss der Durchflusswiderstand jeder vom Hersteller gelieferten oder beschriebenen Wind-
schutzeinrichtung und bei Geräten der Bauart C der Durchflusswiderstand der Luftzuführungsleitung.

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EN 1020:2009 (D)

8.4.4 Wartungsanleitung

Die Wartungsanleitung muss die Wartungsintervalle und den Umfang des vom Hersteller empfohlenen War-
tungsprogramms angeben. Sie muss ferner das für Wartungsarbeiten erforderliche Spezialwerkzeug ange-
ben.

Es muss deutlich beschrieben werden, auf welche Weise Zugang zu den zu wartenden Teilen oder Kompo-
nenten zu erhalten ist, und zwar zusammen mit den empfohlenen Wartungsarbeiten und -verfahren.

Die Anleitung muss ferner komplette Schaltpläne und Blockschaltbilder sowie eine kurze Liste der Geräteteile
und die Nummern der Teile enthalten, deren Ersetzung während des Lebens des Gerätes nach Ansicht des
Herstellers erforderlich sein kann.

Außerdem ist darauf hinzuweisen, dass vor dem Einbau anderer als der in der Wartungsanleitung genannten
oder empfohlenen Teile der Gerätehersteller zu befragen ist.

Als Wartungshilfe ist eine Fehlersuchliste beizufügen. Außerdem muss die Wartungsanleitung ein Linien- oder
Blockdiagramm enthalten, in dem die Anordnung der Gas-Regeleinrichtungen dargestellt ist.

Die Wartungsanleitung muss gegebenenfalls Empfehlungen für dringende Wartungen bei Nässe enthalten,
und zwar bei für die Aufstellung im Freien bestimmten Geräten einschließlich wasserdichter Abdeckungen.

In der Wartungsanleitung muss auf die Notwendigkeit der erneuten Inbetriebnahme des Gerätes nach jeder
Wartung hingewiesen werden.

Die Wartungsanleitung muss die Montage von Teilen, die voraussichtlich ausgewechselt werden müssen, und
die Schmierung der Hähne, des Elektromotors und des Gebläses sowie die Reinigung behandeln.

8.4.5 Zündanleitung

Die Anleitung für die Zündung und das Abschalten muss mit dem Gerät mitgeliefert bzw. an einer gut zugäng-
lichen und deutlich sichtbaren Stelle am Gerät befestigt sein.

Die Anleitung muss gegebenenfalls die vom Hersteller empfohlene Wartezeit nach einem erfolglosen Zünd-
versuch oder nach dem Erlöschen des Hauptbrenners enthalten.

8.4.6 Umstellanleitung

Die Umstellanleitung muss technische Informationen über die Verfahrensweise bei der Umstellung des
Gerätes auf ein Gas einer anderen Familie oder von einer Gasgruppe in eine andere der gleichen Familie
enthalten.

Sie muss insbesondere die vorzunehmenden Arbeiten und Einstellungen sowie die Markierungen auf den
Teilen und Düsen für jedes möglicherweise zu verwendende Gas erläutern.

9 Bewertung der Übereinstimmung von POCED mit ihren dazugehörenden


Windschutzeinrichtungen

9.1 Allgemeines

Die Übereinstimmung der POCED und die dazugehörende Windschutzeinrichtung wird dargestellt durch:

a) vorgezogene Typprüfung;

b) werkseitige Fertigungskontrolle durch den Hersteller einschließlich einer Produktbeurteilung.

ANMERKUNG Die Anforderungen stehen in den Tabellen ZB.1 oder ZB.2.

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EN 1020:2009 (D)

9.2 Typprüfung

9.2.1 Vorgezogene Typprüfung

Eine vorgezogene Typprüfung muss gemacht werden, um die Übereinstimmung dieser Norm zu zeigen.

ANMERKUNG Die Anforderungen stehen in den Tabellen ZB.1 oder ZB.2.

Früher durchgeführte Prüfungen im Zusammenhang mit dem, was diese Norm vorsieht (gleiches Produkt;
gleiche Eigenschaften, Prüfmethode, Abgasprobenentnahme, System für den Nachweis der Übereinstimmung
usw.), können mit berücksichtigt werden. Darüber hinaus muss eine vorgezogene Typprüfung zu Beginn der
Herstellung einer neuen POCED und/oder ihrer dazugehörenden Windschutzeinrichtung oder am Beginn
einer neuen Fertigungsmethode (wenn dies die festgelegten Eigenschaften beeinflussen könnte) gemacht
werden.

Wenn die Eigenschaften festgelegt sind auf der Grundlage der Übereinstimmung mit Normen für andere
Erzeugnisse (für Metalle einschließlich Beschichtungen, Dichtungen und Dichtmittel), müssen diese Eigen-
schaften nicht neu bewertet werden, vorausgesetzt dass der Konstrukteur die Gültigkeit der Ergebnisse
versichert. Erzeugnisse, die mit dem CE-Zeichen in Übereinstimmung mit den entsprechenden Europäischen
Normen gekennzeichnet sind, können so gesehen werden, dass sie deren Anforderungen erfüllen, obgleich
dies nicht die Verantwortlichkeit des Herstellers ersetzt, sicherzustellen, dass die POCED und jede dazu-
gehörende Windschutzeinrichtung als eine Gesamtheit richtig konstruiert ist und die einzelnen Erzeugnisse
das erforderliche Leistungsverhalten aufweisen.

9.2.2 Weitere Typprüfung

Wann immer eine Änderung an einer POCED und jeder dazugehörenden Windschutzeinrichtung, beim
Rohmaterial, beim Unterlieferanten für Baugruppen auftritt oder das Herstellungsverfahren die Toleranzen
verändert oder eine oder mehrere der Eigenschaften, die von den im Anhang ZB.1 und gegebenenfalls auch
im Anhang ZB.2 aufgelisteten Anforderungen dieser Norm beurteilt werden, muss die Typprüfung für die
entsprechenden Eigenschaften wiederholt werden.

9.2.3 Probenahme für die Typprüfung

Wenn nichts anderes in den einzelnen Prüfmethoden in Abschnitt 7 dieser Norm gesagt wird, wird die Typ-
prüfung mit einer Abgasabführungsleitung (POCED) und jeder dazugehörenden Windschutzeinrichtung mit
dem größten und dem kleinsten Äquivalenzwiderstand durchgeführt.

Die Ergebnisse aller Typprüfungen müssen vom Hersteller notiert und aufgehoben werden, bis sie ersetzt
werden.

9.3 Werkseitige Fertigungskontrolle (FPC)

9.3.1 Allgemeines

ANMERKUNG 1 Ein FPC-System, das mit den folgenden Anforderungen der entsprechenden Teile der
EN ISO 9001:2008 übereinstimmt, auch mit den besonderen Anforderungen dieser Norm, wird so gesehen, dass es die
vorstehenden Anforderungen erfüllt.

Der Hersteller muss ein FPC-System einrichten, es dokumentieren und aufrechterhalten, um sicherzustellen,
dass die hergestellten Erzeugnisse mit den festgelegten Leistungseigenschaften übereinstimmen. Das FPC-
System muss aus Verfahrensweisen, regelmäßigen Inspektionen und Prüfungen bestehen und Beurteilungen
und der Anwendung der Ergebnisse, um die Systemleistungen (z. B. Kontrolle des Rohmaterials und der
anderen hereinkommenden Werkstoffe und Bauteile, Ausrüstungen, das Fertigungsverfahren und das
Erzeugnis).

Der Hersteller ist verantwortlich für die Organisation einer wirkungsvollen Einbindung der werkseitigen
Fertigungskontrolle. Die Aufgaben und die Verantwortlichkeiten in der Organisation der Fertigungskontrolle

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

sollten dokumentiert und diese Dokumentation immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. In jedem
Werk kann der Hersteller diese Aktivitäten an eine Person mit der erforderlichen Autorität delegieren, um:

a) Verfahrensweisen herauszufinden, in passenden Abschnitten die Übereinstimmung der Erzeugnisse dar-


zustellen;

b) jede fehlende Übereinstimmung herauszufinden und zu notieren;

c) Verfahrensweisen herauszufinden, um fehlende Übereinstimmung zu korrigieren.

Der Hersteller sollte Unterlagen anlegen und auf dem neuesten Stand halten, um die werkseitige Ferti-
gungskontrolle, die er anwendet, zu beschreiben. Die Unterlagen und Verfahrensweisen des Herstellers
sollten angemessen für das Erzeugnis und für das Herstellungsverfahren sein. Alle FPC-Systeme sollten eine
angemessene Vertrauensbasis für die Übereinstimmung der Erzeugnisse erreichen, das erfordert:

d) die Vorbereitung schriftlich ausgearbeiteter Verfahrensweisen und Anleitungen, die sich auf werkseitige
Fertigungskontrollvorhaben beziehen in Übereinstimmung mit den Anforderungen an die grundlegenden
technischen Festlegungen;

e) die wirkungsvolle Einbindung dieser Verfahrensweisen und Anleitungen;

f) die Festschreibung dieser Arbeiten und deren Ergebnisse;

g) die Verwendung dieser Ergebnisse, um alle Abweichungen zu korrigieren, die Auswirkungen solcher
Abweichungen auszubessern, die Ursachen einer fehlenden Übereinstimmung zu bearbeiten und, falls
erforderlich, FPC zu überarbeiten, um den Grund für die fehlende Übereinstimmung zu berichtigen.

Die Fertigungskontrollvorhaben müssen einiges oder alles von dem Folgenden enthalten:

h) die Beschreibung und Nachweisprüfung von Rohmaterialien und Bauteilen;

i) Kontrollen und Prüfungen, die zu machen sind während der Fertigung nach einer festgelegten Häufigkeit;

j) die Nachweisprüfungen an fertigen Erzeugnissen nach in der technischen Beschreibung festgelegten


Kontrollen und Prüfungen und übertragen auf das Erzeugnis und seine Fertigungsbedingungen.

ANMERKUNG 2 Abhängig vom besonderen Fall kann es notwendig sein, Folgendes zu machen:

a) die unter i) und j) genannten Verfahren;

b) nur die unter i) genannten Verfahren;

c) nur die unter j) genannten Verfahren.

Die Verfahrensweisen unter i) Mitte konzentrieren sich genauso auf einen Zwischenstatus des Erzeugnisses
wie auf eine Fertigungsmaschine und ihre Einstellung und Ausrüstung. Diese Kontrollen und Prüfungen und
ihre Häufigkeit sind auf der Grundlage der Art des Produktes, seiner Zusammensetzung des Fertigungs-
verfahrens, seiner Vielschichtigkeit, der Empfindlichkeit der Produkteigenschaften gegenüber Fertigungspara-
metern gewählt.

Der Hersteller muss haben oder verfügbar haben die Einrichtung, die Ausrüstung und das Personal, die ihn in
die Lage versetzen, die erforderlichen Nachweisprüfungen und Tests auszuführen. Er, genauso wie sein
Agent, erfüllt diese Anforderung durch Abschluss einer Vereinbarung mit einer oder mehreren Organisationen
oder Personen, die das erforderliche Geschick und die Ausrüstung haben.

Der Hersteller hat die Verantwortung, die Ausrüstung für Kontrollen, Messungen und Prüfungen zu eichen und
in einem guten Zustand zu halten; ob es zu ihm gehört oder nicht, mit einem Blick Übereinstimmung des
Produktes mit den technischen Beschreibungen zu zeigen. Die Ausrüstung muss in Übereinstimmung mit der
Beschreibung des Normprüfungssystems, auf das sich die Beschreibung bezieht, verwendet werden.

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EN 1020:2009 (D)

Wenn nötig, wird die Übereinstimmung von Zwischenstufen des Produktes und an den Hauptstufen seiner
Fertigung überwacht.

Diese Überwachung der Übereinstimmung lenkt, wenn nötig, den Blick auf das Produkt während des Ferti-
gungsvorganges, so dass nur Produkte, die die vorgegebenen Zwischenkontrollen und Prüfungen bestanden
haben, verteilt werden.

Die Ergebnisse der Kontrollen, Prüfungen und Beurteilungen erfordern Tätigkeiten und müssen aufgezeichnet
werden wie jede ausgeführte Tätigkeit. Die unternommene Tätigkeit, wenn Wertekontrollen oder Kriterien
nicht erfüllt werden, müssen aufgezeichnet werden.

9.3.2 Ausrüstung

Alle Ausrüstung zum Wichten, Messen, Prüfen muss kalibriert und regelmäßig inspiziert werden nach
festgelegten Verfahrensweisen, Häufigkeiten und Kriterien.

9.3.3 Rohmaterialien und Bauteile

Die Beschreibungen aller hereinkommenden Rohmaterialien und Bauteile müssen festgehalten werden wie
die Inspektionsleitlinie, um ihre Übereinstimmung sicherzustellen.

9.3.4 Prüfung und Bewertung des Erzeugnisses

Der Hersteller muss Verfahrensweisen festlegen, um sicherzustellen, dass festgelegte Werte der Eigen-
schaften aufrechterhalten werden. Ein Beispiel eines Ausführungsplanes für FPC ist im Anhang L zu sehen.

9.3.5 Erzeugnisse ohne Übereinstimmung

Der Hersteller muss Verfahrensweisen festlegen, wie er mit Erzeugnissen, die nicht übereinstimmen, um-
gehen will.

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EN 1020:2009 (D)

Anhang A
(informativ)

Nationale Situation 9)

A.1 Allgemeines
In jedem der von dieser Norm betroffenen Land dürfen nur Geräte vertrieben werden, die die besonderen
nationalen Versorgungsbedingungen dieses Landes erfüllen.

Um sowohl zum Zeitpunkt der Prüfung als auch zum Zeitpunkt der Lieferung des Gerätes die Wahl aus den
vorgesehenen Fällen zu erlauben, werden die unterschiedlichen nationalen Situationen in den nachfolgenden
Tabellen A.2, A.3, A.4, A.5, A.6 und A.7 zusammengefasst.

A.2 In der Norm genannte und in den verschiedenen Ländern vertriebene Kategorien
Die nachfolgenden Tabellen A.1 und A.2 zeigen die nationalen Situationen hinsichtlich der Gerätekategorien,
die in den verschiedenen Ländern verkauft werden.

Die in diesen Tabellen angegebenen Informationen bedeuten nicht, dass diese Kategorien im gesamten
Staatsgebiet des betroffenen Landes verkauft werden können. Außerdem ist zu prüfen, ob A.3 zu berück-
sichtigen ist.

Im Zweifelsfall ist beim örtlichen Gasversorgungsunternehmen anzufragen, um festzulegen, welche Katego-


rien in Betracht kommen.

Tabelle A.1 — Handelsübliche Kategorien

Land I2H I2L I2E I2E I2N a I2R a I3B/P I3 I3P I3B I3R a

AT X X
BE X X X
BG
CH X X X X
CY b
CZ X X X
DE X X X
DK X X
EE b
ES X X X
FI X X
FR X c Xc X Xd X X
GB X X X
GR X X X
HU b X X X X

9) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

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EN 1020:2009 (D)

Tabelle A.1 (fortgesetzt)

Land I2H I2L I2E I2E I2N a I2R a I3B/P I3 I3P I3B I3R a

IE X X X
IS
IT X X
LTb
LU X
LV b
MTb
NL Xc X X X
NO X
PL b
PT X X X
SE X X
SKb
SIb X X X X X X X
a Kategorien, die zu streichen sind, wenn sie nicht von einem Land gewählt werden.
b Kategorien, die von neuen CEN-Mitgliedern verwendet werden.
c Kategorien, die nur für bestimmte Arten von Geräten anwendbar sind und der EC-Zertifizierung unterliegen; Anhang II, Artikel 6
oder Gasgeräterichtlinie (90/396/eec). (Frankreich und Niederlande zu klären, ob hier anwendbar.)
d Kategorien, die nur für bestimmte Geräte anwendbar sind, die in nationalen Normen genannte sind. (Frankreich und Niederlande
zu klären, ob hier anwendbar.)

Tabelle A.2 — Handelsübliche Doppelkategorien

Land II1a2H II2H3B/P II2H3 II2H3P II2H3B II2L3B/P II2L3P II2E3B/P II2E3 B/P II2E 3 II2E 3P II2R3R a

AT X
BE
BG
CH X X X X
CY b

CZ X X
DE X
DK X X
EE b
ES Xc X
FI X
FR Xd Xd Xe X X
GB X X
GR X X X
HU b X X X
IE X X
IS
IT X X
LT b

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EN 1020:2009 (D)

Tabelle A.2 (fortgesetzt)

Land II1a2H II2H3B/P II2H3 II2H3P II2H3B II2L3B/P II2L3P II2E3B/P II2E3 B/P II2E 3 II2E 3P II2R3R a

LU
LV b
MT b
NL X X
NO
PL b
PT X X
SE X X
SK b
SI b X X X
a Kategorien, die zu streichen sind, wenn sie nicht von einem Land gewählt werden.
b Kategorien, die von neuen CEN-Mitgliedern verwendet werden.
c Geräte dieser Kategorie für Gase der Gruppe H der zweiten Familie dürfen ohne zusätzliche Prüfungen handelsübliche Propan-
Luft-Gemische verwenden, wenn die obere Wobbezahl (bei 15 °C und 1 013,25 mbar) zwischen 46 MJ/m 3 und 51,5 MJ/m3 bei
gleichem Vordruck liegt.
d Kategorien, die nur für bestimmte Arten von Geräten anwendbar sind und der EC-Zertifizierung unterliegen; Anhang II, Artikel 6
oder Gasgeräterichtlinie (90/396/eec). (Frankreich und Niederlande zu klären, ob hier anwendbar.)
e Kategorien, die nur für bestimmte Geräte anwendbar sind, die in nationalen Normen genannte sind. (Frankreich und Niederlande
zu klären, ob hier anwendbar.)

A.3 Geräteanschlussdrücke entsprechend den in A.2 angegebenen Kategorien


Tabelle A.3 zeigt die Bedingungen in den verschiedenen Ländern für die Geräteanschlussdrücke der in A.2
genannten Kategorien.

Andere höhere Gasanschlussdrücke können notwendig sein und können auch bereitgestellt werden, wenn mit
den entsprechenden Gasversorgungsunternehmen in den betreffenden Ländern darüber gesprochen worden
ist.
Tabelle A.3 — Übliche Anschlussdrücke

Gas G 110 G 20 G 25 G 20 + G 25 G 30 G 31 G 30 + G 31
Druck Druckpaar Druckpaar Druckpaar
8 20 20 25 30 28-30 50 30 37 50
(mbar) 20/25 28-30/37 50/67
Land
AT X X X
BE X Xa X X
BG
CH X X X X
CYb
CZ Xc Xd X X Xe
DE X X X X X

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Tabelle A.3 (fortgesetzt)

Gas G 110 G 20 G 25 G 20 + G 25 G 30 G 31 G 30 + G 31
Druck Druckpaar Druckpaar Druckpaar
8 20 20 25 30 28-30 50 30 37 50
(mbar) 20/25 28-30/37 50/67
Land
DK X X X
EEb
ES X X X Xa X
FI X X X
FR X X Xa X Xa X
GB Xf X X X X
GR X X X X X X
HUb Xg X X X X
IE X X X X
IS
IT X X X
LT b
LU X
LV b

MT b
NL X X X
NO X X
PL b
PT X X X X
SE X X X X
SK b
SI X X X X
a Nur für bestimmte Arten von nicht häuslichen Geräten (von einigen Ländern zu klären).
b Information über Anschlussdrücke von neuen CEN-Mitgliedern.
c Seit kurzem 18 mbar.
d Für bestimmte, nicht häusliche Geräte (CZ zu klären).
e Für bestimmte Geräte (CZ zu klären).
f Normaler Anschlussdruck für diese Geräte 17,5 mbar.
g Drücke von 25 mbar und 85 mbar.

A.4 Spezielle Kategorien, die national oder örtlich vertrieben werden

A.4.1 Allgemeines

Nationale oder örtliche Gasversorgungsbedingungen (Gaszusammensetzung und Versorgungsdruck) erfor-


dern die Definition besonderer Kategorien, die, wie in Tabelle A.4 gezeigt, national oder örtlich in einigen
Ländern vermarktet werden.

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EN 1020:2009 (D)

Tabelle A.4 — Prüfgase zu den national oder örtlich vertriebenen Kategorien

Grenzgas
Grenzgas Grenzgas Grenzgas
Kategorie Normprüfgas unvollständige Land
Rückschlagen Abheben Russbildung
Verbrennung
I2Esi, I2Er G 20, G 25 G 21 G 222 G 231 G 21 FR
I2E(S)B G 20, G 25 G 21 G 222 G 231 G 21 BE
I2E(R)B G 20, G 25 G 21 G 222 G 231 G 21 BE
I2ELL G 20, G 25 G 21 G 222 G 231, G 21 DE
G 271
I2S G 25.1 G 26.1 G 222 G 27.1 G 26.1 HUa
I2HS G 20, G 21, G 26.1 G 222 G 27.1 G 21, HUa
G 25.1 G 26.1
II2Esi3+ G 20, G 25, G 21 G 222, G 231, G 30 FR
II2Er3+ G 30 G 32 G 31

II2Esi3P G 20, G 25, G 21 G 222, G 231, G 31, FR


II2Er3P G 31 G 32 G 271 G 32

II2ELL3B/P G 20, G 25, G 21, G 30 G 222, G 32 G 231, G 30 DE


G 30 G 271
II2S3B/P G 25.1, G 30 G 26.1, G 30 G 32 G 27.1, G 26.1, HUa
G 31 G 30
II2S3P G 25.1, G 31 G 26.1, G 30 G 32 G 27.1, G 26.1, HUa
G 31 G 31,
G 32
II2S3B G 25.1, G 30 G 26.1, G 30 G 32 G 27.1, G 26.1, HUa
G 31 G 30
II2HS3B/P G 20, G 25.1, G 21, G 26.1, G 222, G 23, G 21, HUa
G 30 G 30 G 32 G 27.1, G 26.1,
G 31 G 30
II2HS3P G 20, G 25.1, G 21, G 26.1, G 222, G 23, G 21, HUa
G 31 G 30 G 32 G 271, G 26.1,
G 31 G 31,
G 32
II2HS3B G 20, G 25.1, G 21, G 26.1, G 222, G 23, G 21, HUa
G 30 G 30 G 32 G 271, G 26.1,
G 31 G 30
III1a2H3B/P G 110, G 20, G 21 G 112, G 23, G 30 DK, IT
G 30 G 222, G 32 G 31
III1c2E+3+ G 130, G 20, G 21 G 132, G 231, G 30 FR
G 30 G 222, G 32 G 31
III1c2E+3P G 130, G 20, G 21 G 132, G 231, G 32 FR
G 31 G 222, G 32 G 31
III1c2Esi3+ G 130, G 20, G 21 G 132, G 231, G 30 FR
III1c2Er3+ G 25, G 30 G 222, G 32 G 31

III1c2Esi3P G 130, G 20, G 21 G 132, G 231, G 32 FR


III1c2Er3P G 25, G 31 G 222, G 32 G 31

III1ab2H3B/P G 110, G 120, G 21 G 112, G 23, G 30 SE


G 20, G 30 G 222, G 32 G 31
a Ungarn bitte die Auswahl bestätigen.

123
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

A.4.2 Definition der besonderen Kategorien

Die Definitionen der in Tabelle A.4 genannten besonderen Kategorien sind genauso abgeleitet wie die in 4.2
genannten Kategorien. Die Eigenschaften der regional verteilten Gase sind in A.5 angegeben.

A.4.2.1 Kategorie I

A.4.2.1.1 Geräte für die Verwendung von Gasen, die mit der ersten Familie verbunden sind

Kategorie I1b: Geräte, die nur Gase der der ersten Familie verbundenen Gruppe b benutzen bei einem festen
Anschlussdruck (diese Kategorie wird nicht benutzt).

Kategorie I1c: Geräte, die nur Gase der der ersten Familie verbundenen Gruppe c benutzen bei einem festen
Anschlussdruck (diese Kategorie wird nicht benutzt).

Die Anpassung des Gasdurchflusses darf beim Übergang von einem Gas der einen Gruppe auf ein Gas einer
anderen Gruppe innerhalb der ersten Familie und auf die damit verbundenen Gase gemacht werden.

A.4.2.1.2 Geräte für die Verwendung von Gasen der zweiten Familie und von den damit
verbundenen Gasen

Kategorie I2Esi: Geräte nur für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie mit einem ent-
sprechenden Druckpaar für den Anschlussdruck. Der Austausch eines Gases aus dem Bereich Es der Grup-
pe E (Wobbeindex zwischen 44,8 MJ/m3 und 54,7 MJ/m3) durch ein Gas aus den Bereich Ei der Gruppe E
(Wobbeindex zwischen 40,9 MJ/m3 und 44,8 MJ/m3) oder umgekehrt erfordert eine Änderung an der
Brennereinstellung und eventuell ein Auswechseln von Düsen, von kalibrierten Öffnungen und der Luft-
mangelsicherung.

Kategorie I2Er: Geräte nur für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie mit einem
entsprechenden Druckpaar ohne Anpassung des Gerätes. Eine besondere Anpassung des Gasdurchflusses
zum Brenner ist jedoch möglich, wenn ein Gas aus dem Bereich Es der Gruppe E (Wobbeindex zwischen
44,8 MJ/m3 und 54,7 MJ/m3) durch ein Gas aus den Bereich Ei der Gruppe E (Wobbeindex zwischen
40,9 MJ/m3 und 44,8 MJ/m3) oder umgekehrt ausgetauscht wird. Wenn diese Anpassung durchgeführt ist,
muss eine erneute Anpassung auf die ursprüngliche Einstellung vorgenommen werden, wenn zur Verwen-
dung eines Gases aus dem Bereich Es der Gruppe E zurückgegangen wird.

Kategorie I2LL: Geräte für die alleinige Verwendung von Gasen der Gruppe LL, die der zweiten Familie
verbunden ist. Unter der Voraussetzung, dass der Wobbeindex des verteilten Gases der zweiten Familie nicht
die obere Grenze von 43,7 MJ/m3 überschreitet, darf das Gerät auf einen niedrigeren Nennwert eingestellt
werden (diese Kategorie wird nicht verwendet).

Kategorie I2ELL: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe LL, die der zweiten Familie verbunden ist. Die Gase der Gruppe E der zweiten Familie werden
unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I2E. Die Gase der Gruppe LL der zweiten
Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I2LL.

Kategorie I2S: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe S der zweiten Familie mit dem festgelegten
Anschlussdruck.

Kategorie I2HS: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe H der zweiten Familie und von Gasen der
Gruppe S, die der zweiten Familie verbunden ist. Die Gase der Gruppe H der zweiten Familie werden unter
den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I2H. Die Gase der Gruppe S der zweiten Familie
werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I2S.

124
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

A.4.2.2 Kategorie II

A.4.2.2.1 Geräte für die Verwendung von Gasen der ersten Familie oder von den damit verbunde-
nen Gasen und von Gasen der zweiten Familie oder von den damit verbundenen Gasen

A.4.2.2.2 Geräte für die Verwendung von Gasen der zweiten Familie oder von den damit verbunde-
nen Gasen und von Gasen der dritten Familie

Kategorie II2Esi3+: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen
der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I2Esi. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I3+.

Kategorie II2Esi3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe P der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I2Esi. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I3P.

Kategorie II2Er3+: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen
der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I2Er. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3+.

Kategorie II2Er3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe P der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I2Er. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I3P.

Kategorie II2ELL3B/P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie, von Gasen
der Gruppe LL, die mit der zweiten Familie verbunden sind und von Gasen der dritten Familie. Die Gase der
zweiten Familie oder die damit verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I2ELL. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I3B/P.

Kategorie II2S3B/P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe S der zweiten Familie und von Gasen
der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
die Kategorie I2S. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3B/P.

Kategorie II2S3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe S der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe P der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I2S. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I3P.

Kategorie II2S3B: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe S der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe B der dritten Familie. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen ver-
wendet wie für die Kategorie I2S. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorie I3B.

Kategorie II2HS3B/P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe H der zweiten Familie und von
Gasen der Gruppe S, verbunden mit der zweiten Familie und Gasen der dritten Familie. Die Gase der zweiten
Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I2HS. Die Gase der dritten
Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3B/P.

Kategorie II2HS3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe H der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe S, verbunden mit der zweiten Familie und Gasen der Gruppe P der dritten Familie. Die Gase der
zweiten Familie oder damit verbundene Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die

125
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Kategorie I2HS. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3P.

Kategorie II2HS3B: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe H der zweiten Familie und von Gasen
der Gruppe S, verbunden mit der zweiten Familie und Gasen der Gruppe B der dritten Familie. Die Gase der
zweiten Familie oder damit verbundene Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I2HS. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3B.

A.4.2.3 Kategorie III

Kategorie III1a2H3B/P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe a der ersten Familie, von Gasen der
Gruppe H der zweiten Familie und von Gasen der dritten Familie. Die Gase der ersten Familie werden unter
den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I1a. Die Gase der zweiten Familie werden unter
den gleichen Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2H. Die Gase der dritten Familie werden unter den
gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3B/P.

Kategorie III1c2E+3+: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der dritten Familie. Die mit der ersten Familie
verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I1c. Die Gase
der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2E+. Die Gase der
dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3+.

Kategorie III1c2E+3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der Gruppe P der dritten Familie. Die mit der
ersten Familie verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I1c. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
Kategorie I2E+. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3P.

Kategorie III1c2Esi3+: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der dritten Familie. Die mit der ersten Familie
verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I1c. Die Gase
der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2Esi. Die Gase der
dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3+.

Kategorie III1c2Esi3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der dritten Familie. Die mit der ersten Familie
verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I1c. Die Gase
der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2Esi. Die Gase der
dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3P.

Kategorie III1c2Er3+: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der dritten Familie. Die mit der ersten Familie
verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I1c. Die Gase
der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2Er. Die Gase der
dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3+.

Kategorie III1c2Er3P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe c, verbunden mit der ersten Familie,
von Gasen der Gruppe E der zweiten Familie und von Gasen der Gruppe P der dritten Familie. Die mit der
ersten Familie verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die Kate-
gorie I1c. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für
Kategorie I2Er. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen Bedingungen verwendet wie für die
Kategorie I3P.

Kategorie III1ab2H3B/P: Geräte für die Verwendung von Gasen der Gruppe a der ersten Familie, Gasen der
Gruppe b, verbunden mit der ersten Familie, von Gasen der Gruppe H der zweiten Familie und von Gasen der

126
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

dritten Familie. Die mit der ersten Familie verbundenen Gase werden unter den gleichen Bedingungen
verwendet wie für die Kategorien I1a und I1b. Die Gase der zweiten Familie werden unter den gleichen
Bedingungen verwendet wie für Kategorie I2H. Die Gase der dritten Familie werden unter den gleichen
Bedingungen verwendet wie für die Kategorie I3B/P.

A.4.3 Einstellglieder für den Gasdurchfluss, für die Luftansaugung und Druckregelgeräte

Dieser Abschnitt ist hinzugefügt worden, um den CEN-Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, die entsprechenden
Informationen zu erhalten, die in 5.2.2, 5.2.3, 5.2.4 und 5.2.6 angegeben sind in Verbindung mit den besonderen
Kategorien, um die sie gebeten haben und die in A.4.1 aufgeführt sind.

A.4.4 Umstellung auf verschiedene Gase

Dieser Abschnitt ist eingefügt worden, um gewissen Mitgliedstaaten die Möglichkeit zu geben, die entsprechen-
den Informationen zu erhalten, die in 5.1.1.1 angegeben sind in Verbindung mit den besonderen Geräte-Kate-
gorien, die in A.4.1 aufgeführt sind.

A.5 Prüfgase zu den in A.4 genannten besonderen Kategorien


Die Eigenschaften der Prüfgase, die den national oder örtlich verteilten Gasen entsprechen, und die Prüfdrücke
sind in Tabelle A.5 angegeben (nur als Normprüfgase mit den Nenndrücken).

Gemische von Gasen der Gruppe a mit Gasen der Gruppen c oder e, deren Wobbeindex zwischen 21,1 MJ/m3
und 24,8 MJ/m3 liegt, sind ebenfalls der Gruppe a der ersten Familie verbunden.

Diese Gasgemische dürfen ohne zusätzliche Prüfungen nur für Geräte, die für mehrere Kategorien einschließlich
der Gruppe a der ersten Familie vorgesehen sind, verwendet werden.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle A.5 — Prüfgase zu den besonderen örtlichen Bedingungen

Zusammen-
Gasfamilie Be- Wi Hi Ws Hs
setzung Prüfdruck
und Gasart zeich- d Land
Volumen MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3 MJ/m3 mbar
Gruppe nung
%
Normprüfgas G 120 H2 47
Gase, verbunden mit der ersten

unvollständige CH4 32 24,40 15,68 27,64 17,77 0,413 8


Gruppe b

Verbrennung N2 21 pn
Rußen pmin 6 SE
G 112 H2 59 pmax 15
Familie

Rückschlagen CH4 17 19,48 11,81 22,36 13,56 0,367


N2 24
Normprüfgas G 130 C3H8 26,9
22,14 23,66 24,07 25,72 1,142
Gruppe c

(Propan-Luft) Luft 73,1a pn 8


G 132 C3H8 13,8 pmin 6 FR
Rückschlagen C3H6 13,8 22,10 23,56 23,84 25,41 1,136 pmax 15
Luft a 72,4
G 25 b CH4 86
Gase, verbunden mit der zweiten Familie

Normprüfgas 37,38 29,25 41,52 32,49 0,612


N2 14
Gruppe LL

G 26 CH4 80 pn 20
unvollständige
Verbrennung C3H8 7 40,52 33,36 44,83 36,91 0,678 pmin 18 DE
Rußen N2 13 pmax 25
G 271 CH4 74
Abheben 30,94 25,17 34,36 27,96 0,662
N2 26
G 25.1 CH4 86 pn 25
Normprüfgas 35,25 29,30 39,11 32,51 0,691
CO2 14 pmin 20
Gruppe S

unvollständige G 26.1 CH4 80 pmax 33


Verbrennung C3H8 6 37,61 32,60 41,58 36,04 0,751 HU
Rußen CO2 14 pn 85

G 27.1 CH4 82 pmin 73


Abheben 32,70 27,94 36,29 31,00 0,730
CO2 18 pmax 100
Normprüfgas G 20 b CH4 100 45,67 34,02 50,72 37,78 0,555
Bereich Es von Gruppe E

Unvollständige CH4 87
Verbrennung G 21 C3H8 13 49,60 41,01 54,76 45,28 0,684
Rußen pn 20
Gase der zweiten Familie

CH4 77 pmin 17
Rückschlagen G 222 42,87 28,53 47,87 31,86 0,443
H2 23 pmax 25
CH4 80
Abheben G 26 C3H8 7 40,52 33,36 44,83 36,91 0,678
FR
N2 13
Normprüfgas CH4 86
bis Ei von Gruppe E

G 25 b 37,38 29,25 41,52 32,49 0,612


Rückschlagen N2 14
CH4 80 pn 25
Unvollständige
Verbrennung G 26 C3H8 7 40,52 33,36 44,83 36,91 0,678 pmin 20
Rußen N2 13 pmax 30
CH4 85
Abheben G 231 36,82 28,91 40,90 32,11 0,617
N2 15
a Zusammensetzung der Luft (%): O2 = 20,95; N2 = 79,05.
b Für die Eigenschaften der Normprüfgase G 20 und G 25 siehe Tabelle 4.

128
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

A.6 In den verschiedenen Ländern übliche Gasanschlussverbindungen


Tabelle A.6 zeigt die unterschiedlichen nationalen Situationen hinsichtlich der in 5.1.6 angegebenen
Verbindungen.

Tabelle A.6 — In den verschiedenen Ländern übliche Gasanschlussverbindungen

Kategorie I3+, I3P, I3B, I3B/P Andere Kategorien


Länder-
Gewindeverbindungen Gewindeverbindungen
bezeich-
Andere Andere
nung EN 10226-1 EN 10226-1
EN ISO 228-1 Verbindungen EN ISO 228-1 Verbindungen
EN 10226-2 EN 10226-2

AT Ja Ja Ja
BE Ja Ja Ja Ja
BG
CH Ja Ja Ja Ja Ja
CY
CZ
DE Ja Ja Ja
DK Ja Ja Ja Ja
EE
ES
FI Ja Ja Ja Ja Ja
FR Ja Ja Ja
GB Ja Ja Ja Ja
GR Ja Ja Ja
IE Ja Ja Ja Ja
IS
IT Ja Ja Ja
LT
LU
LV
MT
NL Ja Ja
NO Ja Ja Ja
PT Ja Ja Ja Ja Ja Ja
RO
SE
SK
SI Ja Ja Ja Ja Ja Ja

129
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

A.7 Abgasanschlüsse in den verschiedenen Ländern


Tabelle A.7 zeigt die nationalen Gegebenheiten bei den Durchmessern der Abgasrohre.

Tabelle A.7 — Genormte Durchmesser der Abgasrohre


Land Genormter Außendurchmesser der Abgasrohre in mm
AT 60 70 80 90 100 110 120 130 140 150 160 180 200
BE Alle Durchmesser erlaubt
BG
CH 60 70 80 90 100 110 120 130 150 160 170 180 200
CY
CZ
DE 60 70 80 90 100 110 120 130 150 200
DK Durchmesser nicht genormt
EE
ES
FI 90 100 110 130 150 180 200
FR 66 83 97 111 125 139 153 167 180
GB 76 102 127 153 Metallrohre (alle 0, 1 Toleranz)
GR 60 70 80 90 100 110 120 130 150 180 200
IE 76 102 127 153 Metallrohre (alle 0, 1 Toleranz)
84 109 137 162 Faserzementrohre (alle ! 3 Toleranz)
IS
IT 60 80 100 110 120 150
LT
LU
LV
NL 60 70 80 90 100 110 130 150 180 200
NO
PL
PT 60 85 90 95 105 110 115 120 125 130 135 145 155 205 255 305 355
RO
SE
SK
SI 60 70 80 90 100 1120 120 130 140 150 160 180 200

130
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang B
(informativ)

Äquivalenzregeln10)

B.1 Umrüstung auf Kategorien innerhalb eines eingeschränkten


Wobbeindexbereiches
Geräte einer Kategorie können als Geräte einer anderen Kategorie verkauft werden, wenn diese einen enge-
ren Wobbeindexbereich umfasst, vorausgesetzt, dass die Anforderungen in 5.1.1, 5.2.2.2, 5.2.2.3 und 5.2.5
erfüllt werden, dass der Umrüstungszustand dem des Bestimmungslandes (der Bestimmungsländer)
entspricht und dass die Informationen auf dem Geräteschild der Einstellung entsprechen.

Im Prinzip wird diese Äquivalenz anerkannt, ohne dass das Gerät neuen Prüfungen unterzogen zu werden
braucht.

Zusätzliche Prüfungen können jedoch notwendig werden mit Prüfdrücken und Prüfgasen, die in dem Bestim-
mungsland erst seit kurzem vorgeschrieben worden sind:

a) wenn die Versorgungsdrücke des Landes, für das das Gerät geprüft worden ist, unterschiedlich sind von
denen des neuen Bestimmungslandes; oder

b) wenn ein Gerät mit, gegebenenfalls auch versiegelten, Voreinstellgliedern 11) ausgerüstet ist und unter
den Bedingungen für die ursprüngliche Kategorie mit Prüfgasen geprüft wurde, die sich von denen des
neuen Bestimmungslandes unterscheiden; oder

c) wenn die Anforderungen für Druckregler (siehe 5.2.5) bezüglich der ursprünglichen Kategorie sich von
denen der neuen Kategorie unterscheiden.

In allen Fällen sind die zusätzlichen Prüfungen meist die gleichen wie in 7.1.5.1 angegeben.

BEISPIEL 1 Ein Gerät der Kategorie I2E für G 20 bei 20 mbar kann ohne zusätzliche Prüfungen als ein Gerät der
Kategorie I2H für G 20 bei 20 mbar vertrieben werden. Wenn sich jedoch die Drücke unterscheiden, sind die Prüfungen in
6.1.5.1 durchzuführen, falls erforderlich nach Auswechseln der Düsen.

BEISPIEL 2 Ein Gerät der Kategorie I2E+ für G 20 bei 20 mbar kann als ein Gerät der Kategorie I2H für G 20 bei
20 mbar vertrieben werden, wenn es die entsprechenden, in 7.1.5.1 angegebenen Prüfungen besteht, nachdem die
Düsen, falls notwendig, ausgewechselt und der Druckregler nach 5.2.5 eingestellt worden ist.

B.2 Umrüstung auf Kategorien mit identischem Wobbeindexbereich


Geräte einer Kategorie können als Geräte einer anderen Kategorie kategorisiert werden, wenn diese einen
engeren Wobbeindexbereich umfasst, vorausgesetzt, dass die Anforderungen in 5.1.1, 5.2.2.2, 5.2.2.3 und
5.2.5 erfüllt werden, dass der Umrüstungszustand dem des Bestimmungslandes entspricht und dass die Infor-
mationen auf dem Geräteschild der Einstellung entsprechen.

10) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).


11) Im gesamten Text des Anhanges C wird das Wort „Voreinstellglied“ sowohl für Voreinstellglieder für den Gasdurch-
fluss als auch für die Primärluftansaugung verwendet.

131
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Im Prinzip wird diese Äquivalenz anerkannt, ohne dass das Gerät neuen Prüfungen unterzogen zu werden
braucht.

Zusätzliche Prüfungen können jedoch notwendig werden mit Prüfdrücken und Prüfgasen, die in dem Bestim-
mungsland erst seit kurzem vorgeschrieben worden sind:

a) wenn die Versorgungsdrücke des Landes, für das das Gerät geprüft worden ist, unterschiedlich sind von
denen des neuen Bestimmungslandes; oder

b) wenn ein Gerät mit, gegebenenfalls auch versiegelten, Voreinstellgliedern ausgerüstet ist und unter den
Bedingungen für die ursprüngliche Kategorie mit Prüfgasen geprüft wurde, die sich von denen des neuen
Bestimmungslandes unterscheiden; oder

c) wenn die Anforderungen für Druckregler (siehe 5.2.5) bezüglich der ursprünglichen Kategorie sich von
denen der neuen Kategorie unterscheiden.

In allen Fällen sind die zusätzlichen Prüfungen meist die gleichen wie in 7.1.5.1 angegeben.

BEISPIEL 1 Ein Gerät der Kategorie I2E+ für G 20 bei 20 mbar kann kategorisiert werden als ein Gerät der Kategorie
I2Esi oder I2Er, wenn es die entsprechenden, in 7.1.5.1 genannten Prüfungen mit den Prüfdrücken und mit den Prüfgasen
entsprechend der Kategorie I2Esi oder I2Er sowie mit den erforderlichen Düsen und Einstellungen erfolgreich bestanden
hat. Diese Einstellungen müssen die Anforderungen in 5.2.5 erfüllen.

BEISPIEL 2 Ein Gerät der Kategorie I2Esi oder I2Er kann kategorisiert werden als ein Gerät der Kategorie I2E+, wenn
es die entsprechenden, in 7.1.5.1 genannten Prüfungen mit den Prüfdrücken entsprechend der Kategorie I2E+ erfolgreich
bestanden hat. Zusätzlich müssen alle Voreinstellglieder in der richtigen Einstellung festgestellt und versiegelt sein, wobei
die Anforderungen in 5.2.5 zu beachten sind.

ANMERKUNG Wenn Belgien das vorgesehene Bestimmungsland ist, müssen die im Anhang G genannten besonderen
nationalen Bedingungen beachtet werden.

B.3 Umrüstung auf Kategorien mit einem größeren Wobbeindexbereich


Ein Gerät einer Kategorie kann kategorisiert werden als ein Gerät einer anderen Kategorie, die einen größe-
ren Wobbeindexbereich abdeckt, wenn es übereinstimmt mit allen Bauanforderungen der vorgeschlagenen
neuen Kategorie.

Zusätzlich muss das Gerät der in 7.1.5.1 genannten Prüfung mit den Prüfgasen und Prüfdrücken für die
vorgeschlagene neue Kategorie unterzogen werden. Wenn erforderlich, müssen die im Anhang D genannten
besonderen nationalen Bedingungen beachtet werden.

132
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang C
(normativ)

Einteilung nach Art der Abgasabführung

C.1 Bauart B1

Typ B11

Typ B12

Typ B13

Typ B14

133
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

C.2 Bauart B2

Typ B21

Typ B22

Typ B23

134
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

C.3 Bauart B4

Typ B41 Typ B42

Typ B43

Typ B44 Typ B44

135
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

C.4 Bauart B5

Typ B51

Typ B52 Typ B52

Typ B53 Typ B53

136
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

C.5 Bauart C1

Typ C11

Typ C12

Typ C13

137
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

C.6 Bauart C3

Typ C31

Typ C32

Typ C33

138
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang D
(normativ)

Anforderungen und Prüfverfahren für separate Zuluft-/Abgasrohre

D.1 Anforderungen

D.1.1 Druckverluste

Der Druckverlust in der Abgasführung (einschließlich Windschutzeinrichtung) eines kombinierten Zuluft-/


Abgassystems bei einer Luftgeschwindigkeit von 2 m/s muss weniger als 20 Pa betragen.

D.1.2 Druckverlust durch Windeinwirkung

Unter den Prüfbedingungen, die einer Windströmung von 2 m/s im Abgasrohr entsprechen, darf der
Druckverlust eines kombinierten Zuluft-/Abgassystems 40 Pa nicht überschreiten.

D.1.3 Saugdruck durch Windeinwirkung

Unter den Windprüfungsbedingungen, die einer Windströmung von 2 m/s im Abgasrohr entsprechen, muss
der Druckunterschied zwischen dem Eingang des Zuluftrohres und dem Ausgang des Abgasrohres eines
kombinierten Zuluft-/Abgassystems weniger als 50 Pa betragen.

D.1.4 Abgasrückführung

Unter den Windprüfungsbedingungen, die einer Windströmung von 2 m/s im Abgasrohr entsprechen, muss
die Abgasrückführung zwischen Ein- und Ausgang unter dem in Bild D.1 angegebenen Wert liegen.

D.2 Prüfverfahren

D.2.1 Druckverlust in ruhiger Luft

Das kombinierte Zuluft-/Abgassystem wird, wie in Bild D.2 dargestellt, an die Rückführungsvorrichtung an-
geschlossen.

D.2.2 Druckverlust durch Windeinwirkung

Nachdem das kombinierte Zuluft-/Abgassystem, wie in D.2.1 beschrieben, auf- und eingestellt wurde, wird es
einer Windströmung, wie in D.2.5 angegeben, ausgesetzt.

D.2.3 Saugdruck durch Windeinwirkung

Unter den Prüfbedingungen von D.2.2 wird überprüft, ob der Saugdruck zwischen Ein- und Ausgang des
kombinierten Systems weniger als 0,5 mbar beträgt.

D.2.4 Abgasrückführung

Nachdem das kombinierte Zuluft-/Abgassystem, wie in D.2.1 beschrieben, auf- und eingestellt wurde, wird es
einer Windströmung, wie in D.2.5 angegeben, ausgesetzt.

139
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Die Rückführung von Luft aus dem Abgasrohr in das Zuluftrohr wird mit Hilfe eines Gasdetektors (z. B. CO2)
bestimmt.

Bei den verschiedenen Windeinfallswinkeln muss die Rückführung unter dem in Bild D.2 angegebenen Wert
liegen.

D.2.5 Windprüfbedingungen

D.2.5.1 Einfallswinkel

Der Geräteausgang wird verschiedenen Windströmungen ausgesetzt, wobei die Einfallswinkel zwischen –45°
und 90° zur Horizontalen in Schritten von 15° variiert werden (siehe Bild D.3).

D.2.5.2 Windgeschwindigkeiten

Die in D.2.2 und D.2.3 beschriebenen Prüfungen des Druckverlusts und des Saugdrucks durch Windein-
wirkung werden bei einer Windgeschwindigkeit von 12 m/s durchgeführt.

Während der Rückführungsprüfungen nach D.2.4 wird die Windgeschwindigkeit auf 2,5 m/s konstant
gehalten.

Bild D.1 — Höchstzulässige Abgasrückführung

140
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

gemessene Rezirkulation # Quelle Rezirkulation!


% Rezirkulation $ " 100
gemessene Rezirkulation

Legende
A Lufttunnel (Windgeschwindigkeit: 0 m/s bis 12 m/s)
B Drehpunkt
C Messung des Luftdrucks
D Messung von CO2
E Drosselscheibe für eine Windgeschwindigkeit von 2,0 m/s
F Injektion von CO2

Bild D.2 — Rückführungsvorrichtung für die Druckverlustprüfung (siehe D.2.1)

141
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Legende
Va Abgase

Bild D.3 — Verhältnis zwischen Austritt und Windrichtung bei der Windprüfung

142
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang E
(informativ)

Installations- und Prüfeinrichtungen (siehe 5.13)12)

E.1 Geräte mit automatischer Zündung einer Startgasflamme


a) ein dem Sicherheitsabsperrventil für das Hauptgas nachgelagertes Handventil; oder
b) ein abnehmbarer elektrischer Luftschalter (keine Unterbrechung der elektrischen Verdrahtung), z. B. ein
Sicherungshalter/Schmelzeinsatz oder eine besondere Lasche in der Stromzufuhr zu den Sicherheits-
absperrventilen für das Hauptgas oder zu der Hauptgasregelung in einem Sicherheitsabsperrventil; oder
c) ein Luftschalter, der nur mit einem Werkzeug betätigt werden kann und die Stromzufuhr zu den Sicher-
heitsabsperrventilen für das Hauptgas oder zu der Hauptgasregelung in einem Sicherheitsabsperrventil
unterbricht; oder
d) ein Luftschalter, der ohne Werkzeug betätigt werden kann und die Stromzufuhr zu den Sicherheits-
absperrventilen für das Hauptgas oder zu der Hauptgasregelung in einem Sicherheitsabsperrventil
unterbricht.

In diesem besonderen Falle, in dem das (die) Absperrventil(e) für das Hauptgas mit einem Geschlossen-
stellungs-Anzeigeschalter oder ein Geschlossenstellungs-Nachweisschalter versehen ist (sind), muss die
richtige Stellung des Schalters während der gesamten Startgas-Zündperiode und der anschließenden Periode
der Hauptgasabschaltung überprüft werden. Wenn die richtige Stellung nicht bestätigt wird, muss eine
Sicherheitsabschaltung erfolgen.

ANMERKUNG 1 Zur Erfüllung von Anforderung d) können über den von dem Steuergerät vorgesehenen Steuerkreis
hinaus zusätzliche Stromkreise erforderlich sein.

ANMERKUNG 2 Bei der Konstruktion ist zu beachten, dass diese Anforderung dem Zweck dient, eine versehentliche
Freigabe der Hauptgaszufuhr immer dann zu verhindern, wenn die Startgasflamme vom Installateur eingestellt oder
geprüft wird.

Alle Warmlufterzeuger müssen mit den für den üblichen Betrieb und die übliche Inbetriebnahme des Gerätes
erforderlichen Handventilen ausgerüstet sein.

Es müssen Einrichtungen für die Prüfung der Gasdichtheit der Sicherheitsabsperrventile vorgesehen sein.

Es müssen Einrichtungen für die Prüfung der Anschluss- und Ausgangsdrücke des Druckreglers und des
Druckes der Brennersammelleitung vorgesehen sein.

Alle Geräte mit Ausnahme derjenigen, die mit thermoelektrischen Flammenüberwachungseinrichtungen aus-
gerüstet sind, müssen mit Anschlüssen oder Messstellen für die Messung des Flammenwächtersignals
versehen sein.

E.2 Geräte mit direkter automatischer Zündung des Hauptbrenners


Um die Inbetriebnahme zu erleichtern, müssen Einrichtungen vorgesehen sein für:
a) die Prüfung der Dichtheit des Gasweges;
b) die Anfangsprüfung des Betriebs des Feuerungsautomaten bei abgeschalteter Gaszufuhr.

Zur Erfüllung dieser Anforderung kann ein den Sicherheitsabsperrventilen nachgelagertes Handventil montiert
werden.

12) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

143
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang F
(informativ)

Kennzeichnung von Gasarten, die in den verschiedenen Ländern


vorhanden sind 13)

Tabelle F.1 — Hilfsmittel zur Kennzeichnung von Gasarten, die in den verschiedenen Ländern
vorhanden sind

Gasart
G 110 G 120 G 130 G 150 G 20 G 25 G 30 G 31
Länderb
AT Erdgas Flüssiggas
BE Aardgas, Gaz Aardgas, Gaz Butaan, Propaan,
naturel naturel Butane Propane
BG
CH Propan- Erdgas H Butan Propan
Luft Butan-
Luft
CY
CZ
DE Erdgas E Erdgas LL Flüssiggas B/P
Wo (12,0– Wo (10,0– Butan Propan
3 3
15,7) kWh/m 13,1) kWh/m
0 °C 0 °C
DK Bygas Naturgas F-Gas F-Gas
EE
ES Gas Aire Aire Gas natural Butano Propano
manufacturado propanado metanado
FI Maakaasu, Butaani, Propaani,
Naturgas Butan Propan
FR a Air Gaz naturel Gaz naturel Butane Propane
propané/ Lacq Groningue
Air butané
GB Natural Gas Butane Propane
GR Qu !"ò Y#$%è$!o ($o)%*!o
Aèp!o M&i#'%
HU
IE Natural Gas Butane Propane

13) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

144
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle F.1 (fortgesetzt)

Gasart G 110 G 120 G 130 G 150 G 20 G 25 G 30 G 31


Länderb
IS
IT Gas di Città Gas GPL
naturale/
Gas metano
LT
LU
LV
MT
NL Aardgas Butaan Propaan
NO Butan Propan
PL
PT Gás Natural Butano Propano
SE
SK
SI Zemelsk Utekocinieni naftni
plini plin
Butan Butan
a Die Bedeutung der den Gasarten entsprechenden Symbole muss im Einzelnen in den technischen Anleitungen erklärt werden.
Was die Systeme anbetrifft und die Verpackung, wenn sie zusätzlich vom Hersteller gekennzeichnet werden soll, so muss die
Erklärung der Symbole mit den Beschreibungen in der Tabelle übereinstimmen. Im Falle von Druckpaaren müssen beide
Beschreibungen in der Familie erwähnt werden.
b Siehe 8.3.4 für Ländernamen.

145
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang G
(informativ)

Anforderungen in EN 1020, die sich auf die Konstruktion und den Bau
von nach EN 676:1996 behandelten Gasgebläsebrennern beziehen 14)

Abschnitt Absatz
5.1.2 1, 3, 4, 5
5.1.3 1, 4
5.1.5 4, 6
5.1.6.1 Alle
5.1.7.2.2 1
5.1.12 2, 3, 4, 5
5.2.1 1
5.2.3 Alle
5.2.4.2 Alle
5.2.5 1, 8
5.2.8.2.2 1
5.2.9.2.1 1
5.2.10 1, 2
5.3.2 Alle
5.5.2 1, 2, 5
1, 2 (ausgenommen Punkt b)), 3, 4 (ausgenommen Punkt b)),
5.6.2
6, 7, 10, 11, 12, 13
5.7.2.1 1, 3 (teilweise), 4 (teilweise)
5.7.2.2 1, 2, 3 (ausgenommen Punkt b)), 4
5.11 1

14) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

146
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang H
(informativ)

A-Abweichungen15)

H.1 Allgemeines
A-Abweichung: Nationale Abweichung aufgrund von Vorschriften, deren Abänderung derzeit außerhalb der
Kompetenz des CEN/CENELEC-Mitgliedes liegt.

Diese Europäische Norm fällt unter die Richtlinie 90/396/EWG über die Annäherung der Gesetze der Mitglied-
staaten betreffs Gasgeräte.

A-Abweichungen in einem EFTA-Land gelten anstatt der zutreffenden Vorschriften in dem betreffenden Land,
bis sie entfernt worden sind.

H.2 Schweiz

Die Grenzwerte für die Energieanforderungen (Schornsteinverluste, Nichtbetriebsverbote) und für die CO- und
NOx-Emissionen des Schweizer Gesetzes (Luftreinhalteverordnung; LRV) von 1985-12-16 (Stand von
2009-01-01) sind in Abweichung von den Anforderungen in 6.1.5 und 6.2 anwendbar.

15) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

147
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang I
(normativ)

Besondere nationale Bedingungen 16)

I.1 Besondere nationale Bedingungen


Besondere nationale Bedingungen: Nationale Besonderheiten und Gewohnheiten, die sogar über einen
langen Zeitraum nicht geändert werden können, wie zum Beispiel Klimaverhältnisse oder elektrische Erdungs-
bedingungen. Wenn dies die Harmonisierung beeinflusst, wird dies zu einem Bestandteil der Europäischen
Norm oder des Harmonisierungsdokumentes.

Für diejenigen Länder, in denen diese entsprechenden besonderen nationalen Bedingungen zutreffen, sind
diese Voraussetzungen normativ, für die anderen Länder sind sie informativ.

I.2 Belgien

Geräte der Kategorien I2E+, I2E(R)B und I2E(S)B, die in Belgien vermarktet werden, müssen erfolgreich die
Prüfung auf Zünden, Überzünden und Flammenstabilität mit dem Grenzgas G 231 beim Mindestdruck von
15 mbar bestehen.

I.3 Italien

Geräte der Kategorien I3B/P, II2H3B/P und III1a2H3B/P ohne Druckregler dürfen in Italien vermarktet werden.
Dann müssen sie erfolgreich die Prüfung auf Flammenstabilität mit dem Grenzgas G 31 beim Druck von
45 mbar bestanden haben.

16) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

148
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang J
(informativ)

Nationale Lösungen für Länder deren nationale Behörden


angeschlossene CEN Mitglieder sind 17)

J.1 Kategorien, die in dieser Norm aufgeführt sind und in den verschiedenen
Ländern vertrieben werden

J.2 Geräteanschlussdrücke entsprechend den in J.1 genannten Kategorien

J.3 Besondere Kategorien, die in den verschiedenen Ländern vertrieben werden

J.4 Gase und Prüfdrücke entsprechend den besonderen Kategorien aus J.3

17) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

149
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang K
(informativ)

Berechnung der Konversion von NOx 18)

Tabelle K.1 — Konversion der Emissionswerte von NOx für Gase der ersten Familie

1 10!6 " 2,054 mg/m3 G 110


(1 10!6 " 1 cm3/m3) mg/kWh mg/MJ

1 10!6 " 1,714 0,476


O2 " 0 %
1 mg/m3 " 0,834 0,232

1 10!6 " 2,000 0,556


O2 " 3 %
1 mg/m3 " 0,974 0,270

Tabelle K.2 — Konversion der Emissionswerte von NOx für Gase der zweiten Familie

1 10!6 " 2,054 mg/m3 G 20 G 25


(1 10!6 " 1 cm3/m3) mg/kWh mg/MJ mg/kWh mg/MJ

1 10!6 " 1,764 0,490 1,797 0,499


O2 " 0 %
1 mg/m3 " 0,859 0,239 0,875 0,243

1 10!6 " 2,059 0,572 2,098 0,583


O2 " 3 %
1 mg/m3 " 1,002 0,278 1,021 0,284

Tabelle K.3 — Konversion der Emissionswerte von NOx für Gase der dritten Familie

1 10–6 " 2,054 mg/m3 G 30 G 31


(1 10–6 " 1 cm3/m3) mg/kWh mg/MJ mg/kWh mg/MJ

1 10!6 " 1,792 0,498 1,778 0,494


O2 " 0 %
1 mg/m3 " 0,872 0,242 0,866 0,240

1 10!6 " 2,091 0,581 2,075 0,576


O2 " 3 %
1 mg/m3 " 1,018 0,283 1,010 0,281

18) Dieser Anhang trifft nicht zu auf POCEDs (Schornsteine).

150
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang L
(informativ)

Ein Beispiel für Stichprobenpläne

L.1 Stichprobenpläne

L.1.1 Allgemeines

In diesem Beispiel sind die aus den in den Tabellen von ISO 2859-1 veröffentlichten Stichprobenpläne
ausgewählt.

L.1.2 Annehmbares Qualitätsniveau (AQL)

In diesem Beispiel ist entschieden, das AQL in Relation zu der Natur der Prüfbesonderheit zu kontrollieren.
Für als größer eingestufte Mängel wird der Stichprobenplan auf der Grundlage von AQL Teil 4.0 angewendet.

ANMERKUNG Die Einteilung der Mängel sollte der Verantwortung der für den Herstellungsprozess verantwortlichen
Person obliegen.

L.1.3 Das Prüfniveau

Das Prüfniveau bestimmt die Verbindung zwischen der Losgröße und der Stichprobengröße. In diesem
Beispiel werden alle hereinkommenden Waren dem Prüfniveau II zugeordnet.

L.1.4 Normale, verschärfte oder gemilderte Einsichtnahme

In diesem Beispiel wird die normale Einsichtnahme zunächst für alle hereinkommenden Waren angewendet,
danach gelten die folgenden Regeln:

a) wenn nacheinander zehn Prüflinge von Anfang an akzeptiert worden sind, kann zu einer gemilderten
Einsichtnahme übergegangen werden. Das sollte dann so weitergeführt werden, bis ein Prüfling zurück-
gewiesen wird. Von da ab gilt wieder die normale Einsichtnahme;

b) wenn zwei von fünf nacheinander geprüften Prüflingen bei der normalen Einsichtnahme zurückgewiesen
werden, kann zu einer verschärften Prüfung übergegangen werden. Dies sollte dann so weiter durch-
geführt werden, bis nacheinander fünf Prüflinge akzeptiert worden sind, von da an wird wieder die
normale Einsichtnahme angewendet.

L.1.5 Einzelne, doppelte, mehrfache oder aufeinander folgende Stichproben

Wenn nicht anders vermerkt, muss alles hereinkommende Material einer einfachen Stichprobe unterzogen
werden.

L.1.6 Qualität eines LOSES

Wenn über die ersten vier Abschnitte entschieden ist, müssen die Stichprobenpläne die Anzahl der Prüflinge
angeben, die bei jeder gegebenen Losgröße geprüft werden müssen.

In den Prüfunterlagen sollten, wenn geeignet, alle Informationen bezüglich des Prüfniveaus angegeben wer-
den.

151
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

L.2 Prüfniveaus und Verfahrensweisen

L.2.1 Wareneingang

Die Stichprobe in diesem Beispiel ist nach ISO 2859-1 geprüft unter Anwendung von AQL= 2,5, allgemeines
Prüfniveau II, einzelne Stichprobe für normale Prüfung einschließlich der Übergangsregeln für verschärfte
oder erleichterte Prüfung, wenn erforderlich. Jede Werkszertifizierung sollte gegen die betreffende technische
Beschreibung geprüft werden.

L.2.2 Ansichten in Arbeit

Aus Gründen der Abmessungen sollte jedes Mal, wenn das Material während des Prozesses seine Form
verändert, eine besondere Prüfung eingeführt werden.

Eine erste Prüfung sollte von dem Einrichter oder Aufseher bei jedem Betrieb einer Maschine durchgeführt
werden und von da an sollten die Maschinenbetreiber jede erforderliche Prüfung der Abmessungen bei vier
Prüflingen aus der Losgröße durchführen ohne Aufzeichnungen und bei Anwendung von Abbruchkriterien.

Für den Zweck dieses Beispiels wird dies eingeführt vom Beginn bis zum Ende der Schicht eine vollständige
Prüfung der Abmessungen durch den Aufseher unter Verwendung einer Messausrüstung. Dies ist eine
aufzuzeichnende Prüfung, eine Aufstellung mit allen Ergebnissen ist anzufertigen.

L.2.3 Abgeschlossene Wareneingangskontrollen

Am Ende jedes Herstellungsverfahrens sollte jede Einheit durch Inaugenscheinnahme auf Schäden unter-
sucht werden.

Im Lager sollten einmal je Woche vom Wareneingangsinspektor zufällig vier Prüflinge aus einer besonderen
Produktmenge ausgewählt und jeder Prüfling einer vollständigen Prüfung unterzogen werden. Dies sollte
auch im Rahmen eines formelmäßig erfassten Programms durchgeführt werden.

152
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang ZA
(informativ)

Abschnitte in dieser Europäischen Norm, die grundlegende


Anforderungen oder andere Vorgaben von EG-Richtlinien betreffen

Diese Europäische Norm wurde unter einem an CEN von der Europäischen Kommission und der EFTA
erteilten Mandat erarbeitet und unterstützt wesentliche Anforderungen der EG-Richtlinie 90/396/ EWG über
die Angleichung der Gesetze der Mitgliedstaaten betreffend Gasgeräte.

WARNHINWEIS — Andere Anforderungen und andere EG-Richtlinien können auf die Produkte, die unter den
Anwendungsbereich dieser Norm fallen, anwendbar sein.

Die Abschnitte (siehe Tabelle ZA.1) dieser Norm unterstützen wahrscheinlich Anforderungen der Richtlinie
90/396/EWG.

Tabelle ZA.1 — Identifizierungsformular hinsichtlich der Übereinstimmung von EN 1020 mit den
wesentlichen Anforderungen der EG-Richtlinie 90/396/ EWG über die Angleichung der Gesetze der
Mitgliedstaaten betreffend Gasgeräte

Grundlegende Entsprechende Abschnitte in


Gegenstand
Anforderung EN 1020
1. Allgemeine Bedingungen
1.1 Konstruktions- und Betriebssicherheit Ganze Norm
1.2 Anleitungen:
— Installateur 8.4.2
— Verwender 8.4.3
Warnhinweise:
— Gerät 8.1, 8.3
— Verpackung 8.2, 8.3
Offizielle Sprache 8.4.1
1.2.1 Installationsanleitung mit:
— Gasart 8.1.2, 8.2, 8.4.2
— Gasversorgungsdruck 8.1.2, 8.2, 8.4.2
— Verbrennungsluftversorgung 8.1.2, 8.2, 8.4.2
— Abgasabführung 8.4.2
— Gebläsebrenner Nicht zutreffend
1.2.2 Bedienungsanleitung mit:
— allgemeinen Anweisungen 8.4.1, 8.4.3
— Verwendungseinschränkungen 8.4.2
1.2.3 Warnhinweise hinsichtlich:
8.1, 8.2, 8.4
— Gasart
8.1, 8.2, 8.4
— Gasversorgungsdruck
8.1.3
— Verwendungseinschränkungen

153
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle ZA.1 (fortgesetzt)

Grundlegende Entsprechende Abschnitte in


Gegenstand
Anforderung EN 1020
1.3 Bestandteile:
— handbetätigte Absperrventile 5.2.4
— Druckregler 5.2.5
— Mehrfachstellgeräte 5.2.6
— Flammenüberwachungseinrichtung 5.2.7
— automatische Absperrventile 5.2.8
— Feuerungsautomat 5.2.9
— Temperaturregler 5.10
— Anleitungen Nicht zutreffend
2.1 Eignung für vorgesehene Verwendung 5.1.2, 6.1.7
2.2 Eigenschaften der Werkstoffe Vorwort, 1
3.1.1 Widerstand gegen Beanspruchung 5.1.2, 6.1.7
3.1.2 Kondensation 5.1.2
3.1.3 Risiko einer Explosion 5
3.1.4 Eindringen von Luft/Wasser Nicht zutreffend
3.1.5 Normale Schwankung der Hilfsenergie:
— Gerät 5.1.12, 6.1.5.1, 7.3.5.3.4
— Regeleinrichtungen 5.2.6, 5.2.7, 5.2.8, 5.2.9.1
3.1.6 Anormale Schwankung der Hilfsenergie:
— Gerät 5.1.12, 6.1.5.1, 7.3.5.3.4
— Regeleinrichtungen 5.2.6, 5.2.7, 5.2.8, 5.2.9.1
3.1.7 Risiko von Elektrounfällen 5.1.11
3.1.8 Deformationen Nicht zutreffend
3.1.9 Regel- und Sicherheitseinrichtungen:
— Druckregler 5.2.5
— Mehrfachstellgerät 5.2.6
— Flammenüberwachungssystem 5.2.7
— automatische Absperrventile 5.5
— Feuerungsautomaten 5.2.8, 5.6.1.2, 5.6.2, 5.2.9.2, 5.5
— Temperaturregler/Absperreinrichtungen 5.10
3.1.10 Übergehen von Sicherheitseinrichtungen 5.2.1
3.1.11 Schutz der voreingestellten Teile 5.2.2.1, 5.2.3
3.1.12 Schalt- und Regeleinrichtungen 5.2.4.2, 5.2.9.2.2
3.2.1 Gasleckage 5.1.6.1, 6.1.1
3.2.2 Ausströmen von Gas während:
— Zündung 5.5.1, 5.5.2, 5.6.1, 5.6.2
— Wiederzündung 5.5.2, 7.3.4
— Erlöschen der Flamme 5.5.1, 5.5.2

3.2.3 Anhäufung von unverbranntem Gas 5.5


3.3 Zündung: Zündung, Wiederzündung, Überzünden 6.1.4
3.4.1 Flammenstabilität 6.1.4
Schadstoffe 6.1.5

154
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle ZA.1 (fortgesetzt)

Grundlegende Entsprechende Abschnitte in


Gegenstand
Anforderung EN 1020
3.4.2 Ausströmen von Abgasen 6.1.1.2
3.4.3 Ausströmen von Abgasen Nicht zutreffend
3.4.4 Leitungslose Heizgeräte für den häuslichen Nicht zutreffend
Gebrauch
3.5 Rationelle Energienutzung 6.2
3.6.1 Temperatur von Böden usw. 6.1.3.2, 6.1.3.5
3.6.2 Temperatur von Bedienungsgriffen/Schalt- 6.1.3.1
einrichtungen
3.6.3 Temperatur von Außenteilen 6.1.3.2
3.7 Lebensmittel sowie Trink- und Brauchwasser Nicht zutreffend
Anhang II Zertifizierung Vorwort, 1

Die Erfüllung dieser Norm bietet ein Mittel, um mit den zutreffenden wesentlichen Anforderungen der
betreffenden Richtlinie und der zugehörigen EFTA-Regelungen übereinzustimmen.

155
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Anhang ZB
(informativ)

Abschnitte dieser Europäischen Norm, die sich auf die Vorschriften der
Europäischen Bauproduktenrichtlinie beziehen

ZB.1 Anwendungsbereich und dazugehörende Eigenschaften


Diese Europäische Norm wurde unter dem Mandat M 105 „Schornsteine, Abgasanlagen und besondere
Erzeugnisse“ erarbeitet, das CEN von der Europäischen Kommission und der Europäischen Freihandels-
vereinigung erhalten hat.

Die in diesem Anhang gezeigten Abschnitte dieser Europäischen Norm erfüllen die Anforderungen des
Mandats der Europäischen Bauproduktenrichtlinie (89/106/EWG).

Übereinstimmung mit den Abschnitten dieser Norm rechtfertigt die Annahme der Übereinstimmung der
Schornsteine, die in diesem Anhang aufgeführt sind, für die vorgesehene und dort angegebene Verwendung
mit den entsprechenden wesentlichen Anforderungen dieser Richtlinie für die CE-Kennzeichnung.

WARNHINWEIS — Andere Anforderungen und andere EG-Richtlinien können auf die Schornsteine, auch
wenn sie die Eignung für die vorgesehene Verwendung nicht beeinflussen, die unter den Anwendungsbereich
dieser Norm fallen, anwendbar sein.

ANMERKUNG 1 Zusätzlich zu besonderen Abschnitten, die sich in dieser Norm befinden und sich auf gefährliche
Substanzen beziehen, können andere Anforderungen anwendbar sein auf die Produkte, die in den Anwendungsbereich
fallen und aus der Europäischen Gesetzgebung und aus nationalen Gesetzen, Richtlinien und Verwaltungsvorschriften
kommen. Um die Anforderungen der Europäischen Bauproduktenrichtlinie zu erfüllen, müssen diese Anforderungen auch
beachtet werden, wann und wo sie anwendbar sind.

ANMERKUNG 2 Eine informative Europäische Datenbank mit nationalen Anmerkungen über gefährliche Substanzen
ist einsehbar auf der Bauwebseite von Europa
(Zugang über http://europa.eu.int/comm/enterprise/ construction/internal/dangsub/dangmain.htm).

Dieser Anhang nennt die Bedingungen für die CE-Kennzeichnung von Schornsteinen, vorgesehen für die
Verwendungen, die in Tabelle ZB.1 angegeben sind und für die die anwendbaren Abschnitte gezeigt werden.

Dieser Anhang hat den gleichen Anwendungsbereich wie Abschnitt 1 dieser Norm und wird durch die
Tabellen ZB.1 und ZB.2 bestimmt.

156
DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle ZB.1 — Anwendungsbereich und dazugehörende Eigenschaften

Produkt: Abgasabführungsleitungen POCED aus Metall nach Abschnitt 1 dieser Norm mit Ausnahme von
Windschutzeinrichtungen und Aufhängungen. Vorgesehene Verwendung: Einzel- und Mehrfach-Leitungen.
Wesentliche Anforderungsabschnitte Niveaus und
Anmerkungen
Eigenschaften dieser Europäischen Norm Klassen
Druckfestigkeit 8.4.2 keine Erklärung des Herstellers
Feuerreaktion keine keine Nicht anwendbar a
Feuerwiderstand
Widerstand gegen Keine Keine Nicht anwendbar b c
Rußbrand,
Unversehrtheit E und
Dämmung I
Klassifikation O und 8.4.2 Oxx Erklärung des Herstellers zum
Angabe des Mindestabstand zu brenn-
Abstandes zu baren Stoffen
brennbaren Stoffen 6.1.3.5 Keine Alles-oder-Nichts-Kriterien
Gasdichtheit 6.1 keine Alles-oder-Nichts-Kriterien
Durchflusswiderstand 8.4.2 keine Erklärung des Herstellers zu
kleinstem oder größtem
Äquivalenzwiderstand
Thermischer Wider- keine keine Nicht anwendbar d
stand,
Abmessungen 8.4.2 keine Erklärung des Herstellers
Temperaturschock keine keine Nicht anwendbar b
Widerstand
Biegefestigkeit 5.1.5, keine Alles-oder-Nichts-Kriterien
8.4.2 Erklärung des Herstellers zum
Messwert
Beständigkeit gegen 5.1.2, keine Alles-oder-Nichts-Kriterien
Chemikalien 6.1.7
Beständigkeit gegen 5.1.2, 6.1.7 keine Alles-oder-Nichts-Kriterien
Korrosion
Beständigkeit gegen keine keine Nicht anwendbare
Frost und Tau
a Feuerbeständigkeit: Keine Anforderungen für Abgasabführungsleitungen POCED aus Metall.
b Rußbeständigkeit Brandbeständigkeit — für Gasgeräte nicht anwendbar.
c Dämmung I – für Abgasabführungsleitungen POCED aus Metall nicht gefordert. Unversehrtheit E – für Abgasabführungsleitungen
POCED aus Metall nicht gefordert.
d Diese Eigenschaft ist nur anwendbar, wenn gefordert ist, den Schornstein mit dem Gerät zu verbinden. Die Gebrauchstauglichkeit
der Abgasabführungsleitung POCED wird festgestellt als Teil der Gebrauchstauglichkeitsprüfung des Gerätes.
e Diese Eigenschaft bezieht sich nur auf Baumaterialien, die Wasser absorbieren. Diese Norm bezieht sich nur auf Abgas-
abführungsleitungen POCED aus Metall.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle ZB.2 — Anwendungsbereich und sich darauf beziehende Anforderungsabschnitte

Produkt: Windschutzeinrichtungen nach Abschnitt 1 dieser Norm


Beabsichtigte Anwendung: Einzel oder Mehrfachwand: Abgasabführungsleitungen POCEDs
Wesentliche Anforderungsabschnitte dieser Niveaus und
Anmerkungen
Eigenschaften Europäischen Norm Klassen
Durchflusswider-
8.4.2 Keine Erklärung des Herstellers
stand

Diese Anforderung an eine bestimmte Eigenschaft ist nicht anwendbar in den Mitgliedstaaten, in denen es
keine regulären Anforderungen an die Eigenschaften für die vorgesehene Verwendung des Produktes gibt.
Wenn in diesem Fall Hersteller ihre Produkte in diese Mitgliedstaaten vertreiben, sind sie nicht verpflichtet, die
Gebrauchstauglichkeit ihrer Produkte anzugeben oder zu bestimmen. Im Hinblick auf diese Eigenschaften
und die Option „Ohne Festlegung der Gebrauchstauglichkeit (NPD)“ darf die die CE-Kennzeichnung beglei-
tende Information (siehe ZB.3) verwendet werden. Die NPD-Option darf jedoch nicht verwendet werden, wenn
die Eigenschaft Gegenstand eines Schwellenwertes ist.

ZB.2 Verfahren für die Bestätigung der Übereinstimmung von Bauprodukten

ZB.2.1 Systeme für die Bestätigung der Übereinstimmung

Die Systeme für die Bestätigung der Übereinstimmung, der POCEDs der in den Tabellen ZB.1 und ZB.2
angegebenen in Übereinstimmung mit der Entscheidung der Kommission 95/467/EG vom 27-09-95 verbes-
sert durch die Entscheidung 01/596/EG vom 8. Januar 2001 und 2002/592/EG vom 15. Juli 2002 und wie im
Anhang III des Mandats für „Schornsteine, Abgasabführungsleitungen und besondere Produkte“, gezeigt in
Tabelle ZB.3 für die angegebene vorgesehene Verwendung und die betreffenden Klassen.

Tabelle ZB.3 — Systeme für die Bestätigung der Übereinstimmung

Vorgesehene Niveaus und Nachweis der


Produkte
Verwendung Klassen Übereinstimmungssysteme
Schornsteinprodukte aus Schornsteine Alle
2+
Metall
Windschutzeinrichtungen 4
System 2+: Siehe Richtlinie 89/106/EWG (CPD) Anhang III.2. (ii), erste Möglichkeit, einschließlich Zertifi-
zierung der Werksfertigungskontrolle durch eine anerkannte Prüfstelle auf der Grundlage einer
anfänglichen Besichtigung des Werkes und der Werksfertigungskontrolle ebenso wie fortlaufende
Überwachung Beurteilung und Anerkennung von Werksfertigungskontrolle l.
System 4: Siehe Richtlinie 89/106/EWG (CPD) Anhang III.2.(ii), dritte Möglichkeit

Der Nachweis der Übereinstimmung der Abgasabführungsleitungen POCEDs in Tabellen ZB.1 und ZB.2
muss auf der Grundlage der Beurteilung der Übereinstimmung und der Verfahren geschehen, die in den
Tabellen ZB.4 und ZB.5 angegeben sind respektive sich aus der Anwendung dieser Abschnitte dieser oder
anderer Europäischen Normen ergeben.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

Tabelle ZB.4 — Zuordnung der Beurteilung der Übereinstimmungsaufgaben für Schornsteine unter
System 2+ in Tabelle ZB.1

Beurteilung der
Übereinstimmung,
Aufgaben Inhalt der Aufgabe
anzuwendende
Abschnitte
Aufgaben unter Werksfertigungskontrolle Parameter, die mit den 9.3
der (FPC) entsprechenden Eigen-
Verantwortung schaften der Tabelle ZB.1
des Herstellers verbunden sind
Anfängliche Typprüfung durch Alle entsprechenden 9.2
den Hersteller Eigenschaften der
Tabelle ZB.1
Mögliches Prüfen von aus Alle entsprechenden 9.3
dem Werk entnommenen Eigenschaften der
Stichproben Tabelle ZB.1
Aufgaben der Zertifizierung Werksbesich- Parameter, die mit den 9.3
anerkannten der FPC von tigung und entsprechenden Eigen-
Prüfstelle der FPC schaften der Tabelle ZB.1
anerkannten verbunden sind
FPC-
Zertifizie- Fortlaufende Parameter, die mit den 9.3
rungsstelle Überwachung entsprechenden Eigen-
auf der Bewertung und schaften der Tabelle ZB.1
Grundlage FPC-Aner- verbunden sind
von: kennung

Tabelle ZB.5 — Zuordnung der Bewertung der Übereinstimmungsaufgaben für


Windschutzeinrichtungen in Tabelle ZB.2

Bewertung der für die


Übereinstimmung
Aufgaben Inhalt der Aufgaben
anzuwendenden
Abschnitte
Parameter zu allen
Werksfertigungskontrolle
entsprechenden Eigenschaften der 9.3
Aufgaben für (FPC)
Tabelle ZB.2
den Hersteller
Alle entsprechenden
Anfängliche Typprüfung 9.2
Eigenschaften der Tabelle ZB.2

ZB.2.2 EC-Zertifikat und Übereinstimmungserklärung

Wenn im Falle von Produkten unter dem System 2+ die Übereinstimmung mit den Bedingungen dieses
Anhanges erreicht ist und die anerkannte Prüfstelle hat die unten genannte Zertifizierung ausgesprochen,
müssen der Hersteller oder sein gegenüber der EEA Bevollmächtigter eine Erklärung der Übereinstimmung
abfassen, die den Hersteller ermächtigt, die CE-Kennzeichnung anzubringen. Diese Erklärung muss ent-
halten:

a) Name und Adresse des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten und
den Ort der Herstellung.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

ANMERKUNG 1 Hersteller kann auch die Person sein, die verantwortlich ist, das Produkt in der EEA zu vermarkten,
wenn er für die CE-Kennzeichnung verantwortlich ist.

b) Beschreibung des Produktes (Typ, Kennzeichnung, Verwendung usw.) und eine Kopie der Information
die die CE-Kennzeichnung begleitet.

ANMERKUNG 2 Wenn einige für die Beschreibung geforderte Informationen schon in der CE-Kennzeichnungs-
information gegeben sind, muss sie nicht wiederholt werden.

c) Bestimmungen mit denen das Produkt übereinstimmt (siehe Annhang ZB dieser EN);

d) besondere Verwendungshinweise für das Produkt. Festlegungen für die Verwendung unter bestimmten
Bedingungen;

e) die Nummer des begleitenden Zertifikates der Werksfertigungskontrolle;

f) Name und Funktion der Person, die berechtigt ist, die Erklärung zu unterzeichnen anstelle des Herstellers
oder seines bevollmächtigten Repräsentanten.

Die Erklärung muss begleitet sein vom Werksfertigungskontrollzertifikat, ausgestellt von einer anerkannten
Prüfstelle, die zusätzlich zu den vorstehend genannten Informationen Folgendes enthalten muss:

g) Name und Anschrift der zugelassenen Prüfstelle;

h) die Nummer des Werksfertigungskontrollzertifikates;

i) Bedingungen und Dauer der Gültigkeit des Zertifikates, wenn anwendbar;

j) Name und Funktion der Person, die berechtigt ist, die Erklärung zu unterzeichnen.

Die vorstehend erwähnte Erklärung und das Zertifikat müssen in der Amtssprache des Landes abgefasst sein,
in dem das Produkt verwendet werden soll.

Wenn im Falle von Produkten unter dem System 4 die Übereinstimmung mit den Bedingungen dieses
Anhanges erreicht ist, müssen der Hersteller oder sein gegenüber der EEA-Bevollmächtigter eine Erklärung
der Übereinstimmung abfassen, die den Hersteller ermächtigt, die CE-Kennzeichnung anzubringen. Diese
Erklärung muss enthalten:

k) Name und Adresse des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten und
den Ort der Herstellung.

ANMERKUNG 3 Hersteller kann auch die Person sein, die verantwortlich ist, das Produkt in der EEA zu vermarkten,
wenn er für die CE-Kennzeichnung verantwortlich ist.

l) Beschreibung des Produktes (Typ, Benennung, Verwendung usw.) und eine Kopie der Information, die
die CE-Kennzeichnung begleitet.

ANMERKUNG 4 Wenn einige für die Beschreibung geforderte Informationen schon in der CE-Kennzeichnungs-
information gegeben sind, muss sie nicht wiederholt werden.

m) Bestimmungen, mit denen das Produkt übereinstimmt (siehe Anhang ZB dieser EN) und ein Bezug auf
die ITT-Berichte und Aufzeichnungen zu dem Werksfertigungskontrollzertifikat (wenn erwünscht);

n) besondere Verwendungshinweise für das Produkt. Festlegungen für die Verwendung unter besonderen
Bedingungen;

o) Name und Funktion der Person, die berechtigt ist, die Erklärung zu unterzeichnen anstelle des Herstellers
oder seines bevollmächtigten Repräsentanten.

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DIN EN 1020:2010-05
EN 1020:2009 (D)

ZB.3 CE-Kennzeichnung und Etikettierung


Der Hersteller oder sein bevollmächtigter Repräsentant, der in der in der EEA anerkannt ist, sind verant-
wortlich für die Anbringung der CE-Kennzeichnung.
Das anzubringende Symbol für die CE-Kennzeichnung muss der Richtlinie 93/68/EC entsprechen und auf der
Plakette des Gerätes gezeigt werden. Die folgende Information muss das Symbol der CE-Kennzeichnung
begleiten und kann auf der Plakette, auf der Verpackung, in der Einbauanleitung und als besondere Einfü-
gung im Informationsmaterial des Gerätes sein. Wo es nicht möglich ist, dass diese Information mit dem
Symbol der CE-Kennzeichnung auf dem Geräteschild erscheint, muss das Symbol der CE-Kennzeichnung
am Beginn der Information wiederholt werden (siehe Bild ZB.1):
a) Kennnummer der zugelassenen Stelle (nur für Produkte unter dem System 2+);
ANMERKUNG Die zugelassene Stelle ist die anerkannte Prüfstelle (anerkannt unter der Bauproduktenrichtlinie CPD)
und verantwortlich für das Werksfertigungskontrollzertifikat; (FPC-Zertifikat).
b) Name, Kennzeichen und eingetragene Anschrift des Geräteherstellers;
c) die letzten zwei Ziffern das Jahres, in dem die CE-Kennzeichnung angebracht wurde;
d) Nummer des Werksfertigungskontrollzertifikates; wenn zutreffend;
e) Bezugnahme auf diese Europäische Norm.
Bild ZB.1 gibt ein Beispiel für die Information über ein POCED, die auf dem Produkt, auf der Verpackung
und/oder in den Handelspapieren anzugeben ist.

Kennzeichnung der CE-Übereinstimmung,


bestehend aus dem CE-Zeichen aus der
Richtlinie 93/68/EEC.
01234 Kennnummer der anerkannten Prüfstelle

AnyCo Ltd, PO Box 21, B-1050 Name, Kennzeichen und eingetragene


Anschrift des Geräteherstellers
05
Die letzten zwei Ziffern das Jahres in dem
01234-CPD-00234 die CE-Kennzeichnung angebracht wurde

Nummer des Zertifikates

EN 1020 Nummer der Europäischen Norm

Metal POCED Beschreibung des Produktes

Abstand zu brennbaren Werkstoffen 025 Information über angeordnete Eigenschaf-


ten, die nicht in der Beschreibung enthalten
sind oder gegebene Schwellenwerte (siehe
Tabelle ZB.1)

Bild ZB.1 — Beispiel für die CE-Kennzeichnung einer POCED

Zusätzlich zur speziellen Information bezüglich vorstehend genannter gefährlichen Substanzen sollte den
Produktunterlagen, wann und wo erforderlich, in geeigneter Form mitgegeben werden, durch aufgelistete
Dokumente oder andere gesetzliche Vorschriften über gefährliche Substanzen für die Übereinstimmung gefor-
dert wird, zusammen mit jeder anderen für die Gesetzgebung geforderten Information.

ANMERKUNG 1 Europäische Gesetzgebung ohne nationale Abweichungen brauchen nicht erwähnt zu werden.

ANMERKUNG 2 Anbringung des CE-Kennzeichnungssymbols auf einem Produkt bedeutet, dass es mit allen
anwendbaren Richtlinien übereinstimmt.

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EN 1020:2009 (D)

Literaturhinweise

[1] EN 676, Automatische Brenner mit Gebläse für gasförmige Brennstoffe

[2] ISO 2859-1, Sampling procedures for inspection by attributes — Part 1: Sampling schemes indexed by
acceptance quality limit (AQL) for lot-by-lot inspection

[3] EN 60730-2-1:1997, Automatische elektrische Regel- und Steuergeräte für den Hausgebrauch und
ähnliche Anwendungen — Teil 2: Besondere Anforderungen an Regel- und Steuergeräte für
elektrische Haushaltsgeräte (IEC 60730-2-1:1989, modifiziert)

[4] EN 61558-2-6:1998, Sicherheit von Transformatoren, Netzgeräten und dergleichen — Teil 2-6:
Besondere Anforderungen an Sicherheitstransformatoren für allgemeine Anwendungen
(IEC 61558-2-6:1997)

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