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Die wichtigsten Änderungen im BPVC 2019 (nach Sections)

Section I

• Ein neuer, nicht verbindlicher Anhang über die Herstellung von Mischschweißnähten aus
CSEF-Stahl und austenitischen Werkstoffen wurde erarbeitet.
• Section PW-38 mit dem nicht verbindlichen Anhang A-100, detaillierte Festlegungen für Vorwärm-
temperatur und Zwischenlagentemperatur, sowie für die Unterbrechung des Schweißvorgangs und
der Vorwärmphase, wurde überarbeitet.
• Textpassagen, die Anforderungen an das ‘Authorized Observer and Laboratory Quality Control
System‘ beschreiben, wurden durch Verweise auf ASME CA-1 ersetzt.

Section II:

• 4 neue Tabellen „nur zur Information“ für BPV IV Spannungswerte (Tabellen 6A-6D) wurden aufge-
nommen; die Einhaltung dieser Werte wird mit der nächsten Ausgabe verbindlich.
• Der verbindliche Anhang 5 in Section II, Part D, wurde überarbeitet und um zulässige Spannungen
für Schmiedestahl, die für HIP-pulvermetallurgischen Werkstoff/Komponenten derselben Klasse im
zeitunabhängigen Bereich anwendbar sind, erweitert.

Section III:

• Die Anforderungen von Division 1, Class 2 und Class 3 wurden redaktionell angepasst - überein-
stimmende Absätze in den Subsections NB und NC wurden verglichen, um Divergenzen auszuräu-
men.
• Division 5, Subsection HA, Subpart B, General Requirements for Graphite Materials (Allgemeine
Anforderungen an Graphitwerkstoffe), wurde überarbeitet und um Ceramic Composite Materials
(keramische Verbundwerkstoffe) erweitert.
• Division 5, Subsection HH, Subpart B, für Class SN Nonmetallic Core Components (Komponenten
mit nichtmetallischem Kern der Klasse SN) wurde neu aufgenommen.
o Dieser Subpart legt Regeln für Verbundkomponenten fest, die aus Kohlenstoff- oder Faser-
verbundwerkstoffen hergestellt und als Herzstück eines Reaktordruckbehälters in einen gra-
phitmoderierten Hochtemperatur-Spaltungsreaktor eingebaut werden.
• Die verbindlichen Anhänge II, XI, XII und XXII und die nicht verbindlichen Anhänge L und Q wurden
überarbeitet, um ihre Anwendbarkeit auf Division 3 und Division 5 zu erweitern.
• 2 neue nicht verbindliche Anhänge als Orientierungshilfe für die Erarbeitung von Division 3, Design
Specifications (Konstruktionsvorgaben), und Division 5 Fabrication Specifications (Herstellungsvor-
gaben) wurden aufgenommen.

Section IV:

• In Tabelle HF-3001 wurden Spannungswerte für SA-268 S44400 & TP349 Werkstoffe aufgenom-
men.
• Parts HC-403, HC-520, HA-404 und HA-504 wurden um die Verwendung elektronischer Signaturen
ergänzt.
• Ein Leitfaden für die Anwendung der Bezeichnung HLW bzw. PRT zusammen mit dem Zertifizie-
rungszeichen für die Kennzeichnung von Bauteilen wurde hinzugefügt.

Section V:

• Ein neuer verbindlicher Anhang über Full Matrix Capture (FMC) wurde erarbeitet.
• Ein neuer nicht verbindlicher Anhang über die Prüfung von Schweißverbindungen mittels Full Mat-
rix Capture (FMC) wurde erarbeitet.
• ASNT SNT-TC-1a, Ausgabe 2016, wurde übernommen und ein neuer verbindlicher Anhang über
die Ausnahmefälle und zusätzlichen Anforderungen wurde aufgenommen.

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Die wichtigsten Änderungen im BPVC 2019 (nach Sections)

• ANSI/ASNT CP-189, Ausgabe 2016, wurde übernommen und ein neuer verbindlicher Anhang über
die Ausnahmefälle und zusätzlichen Anforderungen wurde aufgenommen.

Section VI:

• Absatz 6.3 „Mounting“ (Montage) wurde aktualisiert, um die Formulierungen dem BPV Section IV
anzugleichen.
• In Bild 5.9.1 wurde F & T Trap high level “spill” in „Steam Trap (optional)“ geändert.

Section VIII:

• Absatz U-2(g) von Division 1 wurde überarbeitet, um die Anwendung von Division 2 für Konstrukti-
onsmethoden zu ermöglichen, die nicht in Division 1 oder anderen anerkannten Standards oder
Regelwerken enthalten sind. Ein neuer Anhang 46 als Unterstützung für Konstrukteure bei der An-
wendung der in Division 2 enthaltenen Regeln wurde erarbeitet.
• UG-14 wurde überarbeitet, um die Übersichtlichkeit zu verbessern und die Herstellung von hohlzy-
lindrischen Bauteilen mit einem größeren Durchmesserbereich unter den gegebenen Vorausset-
zungen für die Qualifizierung zu ermöglichen.
• In Division 1 und Division 2 wurden die Kennzeichnungen der Typenschilder durch Reduzierung
der „Bauart“ -Kennzeichnungen angeglichen, die nach Section VIII auf dem Typenschild zwingend
sind.
• In UCS-79 (Division 1) und Absatz 6.1.2.3 (Division 2) wurden die Regeln für die Wärmebehand-
lung von dünnwandigen Rohren nach dem Kaltumformen gelockert.
• In Division 2 wurden neue Unterabschnitte 2.2.2 und 2.3.1.3 hinzugefügt, die es Druckbehältern,
die nach denselben Spezifikationen ausgelegt und gestaltet sind, erlauben, unter dieselbe UDS
(Users Design Specification) zu fallen. Dies gilt auch für das Compliance-Verfahren.
• In Division 3 wurde ein neuer Artikel KM-6 aufgenommen, um eine für Analysezwecke bessere
Übersicht der verwendeten Werkstoffmodelle zu ermöglichen.
• In Division 3 wurden Gestaltungsrichtlinien für Druckbehälter für beschleunigtes Laden (Design
Guidance for Impulsively Loaded Vessels) aufgenommen.

Section IX:

• Wichtigste Ergänzungen in Tabelle QW/QB-422: Grundmetalle nach EN-Spezifikationen wurden


mit der P-number und Group-number aufgenommen, die zuvor den entsprechenden, von ASME
verwendeten und modifizierten EN-Materialspezifikationen mit dem Präfix SA/EN zugeordnet wa-
ren.
• Tube-to-Tube sheet rules, einschließlich QW-193 und QW-288 wurden überarbeitet, um die we-
sentlichen Variablen für das Verfahren und die Leistungsanforderungen in Tabellenform abzubilden.
• QW-303.5 wurde durch einen neuen Absatz in QW-387 ersetzt. In Anpassung an diese Änderung
wurden auch in Article IV Variablen hinzugefügt oder geändert.
• In Absatz QW-106 wurden Anforderungen an die Qualifikation von Schweißaufsichtspersonen auf-
genommen.

Section X:

• Das Inspektionsverfahren wurde bezüglich der Schallemissionsprüfung gestrafft, liefert jedoch wei-
terhin gute und aussagekräftige Inspektionsergebnisse. Die Änderungen beruhen auf verbesserten
Kenntnissen des Inspektionsverfahrens, die durch Erfahrungen bei der Beurteilung von Produkti-
onsbehältern erworben wurden.
• Derzeit kann der ASME Section X dahingehend ausgelegt werden, dass zwischen dem Behälter
und dem Prüfdruckmessgerät die Anordnung von Ventilen zugelassen ist. Dies im Vergleich zu

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Die wichtigsten Änderungen im BPVC 2019 (nach Sections)

Section VIII, Division 1, wonach zwischen Behälter und Prüfdruckmessgerät keine Ventile zugelas-
sen sind. Es wurde ein ähnlicher Wortlaut wie in Section VIII, Division 1, übernommen.
• Die Anforderungen für die Eignungsprüfung auf zyklische Beanspruchung wurden auf das in ande-
ren Industriestandards übliche Maß verringert, d. h. Standards, die weniger streng sind und sich
bereits seit ihrer Übernahme in den frühen 1990ern, also vor mehr als 25 Jahres, als sicher erwie-
sen haben.
• Die früheren Anforderungen waren unnötig streng und stellten eine künstliche Barriere für die Qua-
lifizierung von Druckbehältern gemäß Section X, Class III dar.
• Für Druckbehälter nach Class III mit Auskleidung für den stationären Einsatz wurden zusätzliche
Materialien festgelegt. Diese Druckbehälter werden nicht nur für gasförmigen Wasserstoff, sondern
routinemäßig auch für andere Flüssigkeiten verwendet.
• Die Anforderungen an Spannungsberechnung wurden näher erläutert. In der Industrie werden bei
der Analyse von Verbundwerkstoffen Nennwerte von Eigenschaften und Dicken verwendet, keine
Mindestwerte. Die Verwendung von Mindestwerten für Dicke und Eigenschaften kann zu unge-
nauen Ergebnissen führen.
• Das Verfahren für die Ermüdungsfestigkeitsprüfung wurde überarbeitet, um klarzustellen, dass,
wenn der Druckbehälter einigen vollständigen Zyklen und einigen Teilzyklen unterzogen wurde,
auch ein Teilzyklus statt vollständiger Zyklen verwendet werden kann.
• Das Verfahren für die Berstprüfung wurde überarbeitet, um die maximal zulässige Drucksteige-
rungsrate von 200 psi/sec festzulegen, die in der Industrie üblich ist, und um eine korrekte Druck-
messung sicherzustellen. Diese Drucksteigerungsrate entspricht der Drucksteigerung bei der
Schallemissionsprüfung.

Section XI:

• Die wichtigste Änderung für BPV XI betrifft Division 2 – Requirements for Reliability and Integrity
Management (RIM) Programs for Nuclear Power Plants (Anforderungen an Managementpro-
gramme für die Zuverlässigkeit und Integrität von Kernkraftanlagen). Division 2 liefert ein alternati-
ves Konzept für die derzeitigen ISI-Aktivitäten, um den neuen fortschrittlichen Reaktorkonstruktio-
nen, außer den Leichtwasserreaktoren, gerecht zu werden. Division 2 RIM wird die derzeitigen
Division 2 und Division 3 ersetzen.

Section XII:

• Ein neuer nicht verbindlicher Anhang zur Erstellung des Quality Control Manuals für B620 wurde
aufgenommen.
• Ein neuer nicht verbindlicher Anhang E „Vacuum Jackets Requirements Additions“ (Zusätzliche An-
forderungen an den Vakuummantel) wurde aufgenommen.
• Neue Regeln für die Rückverfolgbarkeit von mehrseitigen Formblättern für den Datenreport wurden
festgelegt.
• Anforderungen aus BPV II, Part D, wurden übernommen; General Notes (c) und (d) der Tabellen
1A & 1B und General Notes (b) und (c) zu BPV XII TD-210 in Tabelle 3 wurden übernommen.

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