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Trends in der Steuerungstechnik 2001:eMail: info@automation-news.de Fax: ++49 (0) 8193 / 999404 Konvergenz und Kollaboration von Dipl.-Ing. Wolfgang

Konvergenz und Kollaboration++49 (0) 8193 / 999404 Trends in der Steuerungstechnik 2001: von Dipl.-Ing. Wolfgang Klinker, Penzing (eMail:

von Dipl.-Ing. Wolfgang Klinker, Penzing (eMail: klinker@automation-news.de)in der Steuerungstechnik 2001: Konvergenz und Kollaboration Entscheidend für Investitionen in Technikentwicklungen für

Klinker, Penzing (eMail: klinker@automation-news.de) Entscheidend für Investitionen in Technikentwicklungen für
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Entscheidend für Investitionen in Technikentwicklungen für die Automatisierungstechnik sind stets die damit verbundenen Erwartu auf Markterfolge und erzielbaren Erträge. Innovationen finden daher häufiger als in anderen Branchen eher imProdukt statt , und ins ist das Innovationstempo bei Automatisierungskomponenten geringer als beispielsweise in der Consumerwelt. Letztlich sind auch d Erwartungen der Anwender eher auf konservative Ziele wie sicheres Steuern und Kontrollieren von Produktionsprozessen oder opti Verfügbarkeit und Prozesstransparenz ausgerichtet . Aufgrund dieser Zusammenhänge ist eine genaue Beschreibung des Marktes b Marktvolumina schwierig, weilsich keiner der renommierten Hersteller freiwilligin die Karten schauen lässt . Einzigder »Weltmarktfü Siemens AG gibt regelmäßig Marktzahlen bekannt , die jedoch nur eine Einschätzung ermöglichen. Zwar nennen auch andere globale Akteure wie ABB, Schneider Electricoder zuletzt auch Mitsubishi Electricals führender japanischer Marktteilnehmer ihre Gesamtumsatzzahlen, aber in diesen sind jeweils viele Produktumsätze unterschiedlicher Bereiche enthalten , die nicht unmittelbar mi Fabrikautomatisierung in Verbindung stehen . Die Betrachtung der globalen Marktentwicklung ist jedoch erforderlich, willman die Technologieentwicklung richtig einschätzen . Z es auf den nationalen und zumTeil auch internationalen Märkten jeweils sehr innovative Akteure (Beckhoff Industrieelektronik Gm Phoenix Contact oder Jetter AG), aber deren Wirtschaftskraft hat noch nicht den Stellenwert erreicht, der dazu beitragen könnte, Trendsetter zu sein, auch wenn die Entwicklung des Feldbussystems Interbus -S schon einmal diese Marktschwelle erreichte. Bisher und ist jedoch entscheidend , dass die großen SPS-Hersteller Siemens, RockwellAutomation (Allen Bradley), Schneider Electricund Mitsubishi Electricdurch ihre SPS-Systeme dominant Marktpräsenz ausüben und in diesem Sog ähnlich gelagerte Produktentwicklu insbesondere Nischenentwicklungen , auslösten . Nicht unerwähnt bleiben sollte in diesem Zusammenhang das Unternehmen GEFa imBereich der CNC-Maschinensteuerungen eine führende Position einnimmt, dagegen imallgemeinen Steuerungsmarkt nur eine untergeordnete Bedeutung hat. Dennoch sind alle Nischenanbieter hinsichtlich ihrer technischen Entwicklungen sehr interessant , z dadurch aufgezeigt wird, dass es genügend Anwendungsbereiche gibt, in denen die so genannten Standard -SPS entweder technisc starr oder wirtschaftlich zu aufwendig sind. Auch dieser Aspekt unterstreicht , dass der Steuerungsmarkt wirtschaftlich nur ungenau klassifizierbarist. Die in diesem Beitrag vorgestellten Marktzahlen stammen vom Bereich Automation & Drives der Siemens AG und wurden Anfang M 2001gezeigt. Sie verdeutlichen in erster Liniedie Position von Siemens, lassen jedoch auch andere Rückschlüsse zu. Nach diesen Z betrug das Weltmarktvolumen 92,1 Mrd. EURin den Jahren 1998/1999mit einem jährlichen Wachstum von 4 %. Siemens erwartet für Zeitraum 2004/2005ein Weltmarktvolumen von 112,7 Mrd. EUR. In der regionalen Struktur hatte Asien in 1998/1999ein Volumenvon Mrd. EUR(Japan = 17,5 Mrd. EUR) mit einer Prognose von 30,3 Mrd. EURfür 2004/2005(Japan = 18,5 Mrd. EUR). Das Volumenin A betrug 27,6 Mrd. EUR(USA = 22,9 Mrd. EUR) mit einer Prognose von 37,4 Mrd. EURfür 2004/2005(USA = 31,0 Mrd. EUR). In Europ betrug das Marktvolumen 35,3 Mrd. EUR(Deutschland 11,7 Mrd. EUR). Die Prognose für 2004/2005lautet 42,1 Mrd. EUR(Deutschla Mrd. EUR). Aus diesen Zahlen lässt sich auch ein unterschiedliche Wachstumsrate ableiten. Für Asien werden 2,5 % per anno (Japa 1,5 %), für Amerika5,5 % (USA 5,5%) und für Europa 3,5 % (Deutschland 2,0 %) angenommen. Diese Wachstumsraten verdeutliche der Marktfokus sich von Europa nach Amerikaverlagern wird, da dort die höheren Wachstumsmöglichkeiten unterstellt wurden. All berücksichtigt die Statistik nicht die zurzeit erkennbare Problematikdes US-Marktes. Folgende Marktanteile der führenden Hersteller von Automatisierungsprodukten auf dem Weltmarkt werden in der Siemens-Studie angegeben :

Unternehmen

Marktanteilin%

UmsatzinMrd. EUR

SiemensA&D

8

7,1

ABB

5

4,6

SchneiderElectric

4

3,9

Emerson

3

2,5

RockwellAutomation

3

2,5

GE Fanuc

3

2,4

MitsubishiElectric

2

1,7

Die Wettbewerbssituation

Prozessindustrie jedoch noch Potenziale vorhanden sind. Folgende Wettbewerbssituation

in den Arbeitsfeldern von Siemens zeigt auf, dass man in den Fertigungsindustrie führend ist, in der

wird unterstellt :

Schalt- u. Install.-Technik

Antriebstechnik

Fabrikautomation

Prozessautomation

Siemens

8 %

Siemens

11 %

Siemens

11 %

Siemens

3

SchneiderElectric

11 %

ABB

7 %

Rockwell

5 %

ABB

1

GE

5 %

Rockwell

6 %

Mitsubishi

4 %

Emerson

1

Eaton

4 %

Mitsubishi

5 %

SchneiderElectric

2 %

Honeywell

9

ABB

3 %

GE FanucFuji

5

%

Omron

2 %

Invensys

7

Diese Tabelle spiegelt den Weltmarkt wider. In diesem Zusammenhang sei auf Umsatzzahlen der FirmenABB, Beckhoff Industrieelek Jetter AG, Schneider Electricund Mitsubishi Electricverwiesen, die bereits imInternet-Magazin www.automation-news.de veröffent wurden.

http://www.automation-news.de/Trendanalyse/Trendanalyse_2001/trendanalyse_2001.htm

28.05.2004 13:22:27

Interessant ist ebenfalls die Produktionsstruktur der deutschen Automatisierungstechnik . Nach Angaben des ZVEI-Fachverbandes Automation betrug das Gesamtvolumen 49 Mrd. DM imJahr 2000. Auf die Mess - und Prozessleittechnik entfielen 16,5 Mrd. DM. Fü Mrd. DM wurden Schaltgeräte und Steuerungen hergestellt . Auf die Antriebstechnik entfielen 9,8 Mrd. DM. Anwendungsspezifisch Software und Services machten 3,1 Mrd. DM aus , und für 2,6 Mrd. DM wurde Software für Antriebe und Aktoren hergestellt . Somit These , die Wertschöpfung verlagere sich zunehmend in Richtung Software, für die Produktionszahlen der Automatisierungsbranche nicht den prognostizierten Stellenwert erreicht. Diese Aussage gilt nicht für die Relation imAntriebsmarkt: Dort macht der Softwarea bereits über 25 % der Produktion aus .

Von proprietärenKonzeptenzu offenen Plattformen

Die Bestandsanalyse der Industrieautomation zeigt den Einsatz von heterogenen und größtenteils zueinander inkompatiblen Produk Systemen auf, vom Officebereich bis zur Fabrikwelt. Diesbezüglich existiert eine unglaubliche Anzahl von Insellösungen mit ebenso vielfältigen Anwendungen . Die Systemvielfalt wird imWesentlichen durch die eingesetzte Hardware, die implementierteSoftware un

vernetzende Kommunikationstechnik bestimmt. Alle drei Technikbereiche sind

sie bestimmen sowohl die Systemfähigkeit von Lösungen , und zwar die horizontale als auch die vertikale Integration . Wenn daher nachfolgend von einer Trendanalyse in der Automatisierungstechnik die Rede ist, so sind diese drei Techniken der Infrastruktur gemeinsam zu diskutieren. Eine der Hauptaufgaben bei der Realisierung automatisierter Anlagen besteht stets darin, imRahmen der Systemintegration die jewe

Schnittstellen zwischen unterschiedlicher Hardware, Software und Bussystemen zu überwinden bzw. kompatibel zu gestalten . Somit Betrachtung des Aufwandes , den so genannte Marktführer in genau diesem Problemfeld betreiben , sehr aufschlussreich . In der Vergangenheit gab es dabei zweiGrundtendenzen :

• Hersteller bzw. Anbieter von Automatisierungskomponenten konzentrierten sich auf die Entwicklung proprietärer Automatisierungsbausteine , die miteinander kompatibel waren, gegenüber Fremdprodukten jedoch die bereits erwähnten Schwierig

aufwiesen. • Die Hersteller versuchten , mit Standardplattformen sowohl imHardware- als auch imSoftwarebereich integrationsfähige Automatisierungsbausteine zu realisieren. Diese Zielsetzung scheiterte einerseits an den (kaum) verfügbaren Plattformen, anderersei fehlenden , geeigneten Standards . Letztlich haben auch die konkurrierenden Feldbussysteme dazu beigetragen , dass die Integrationsproblematik nicht zufriedenstellend gelöst wurde. Parallelzu dieser teilweise statisch anmutenden Situation in der Fabrikautomatisierung wurden für den Bürobereich durchaus Standardisierungen durchgeführt . Mit Sicherheit ist hierbei die Marktsituation des Softwareherstellers Microsoft ein entscheidender gewesen , gestützt jedoch auf die Entwicklung von leistungsfähigen Prozessoren für den Massenmarkt sowie den Siegeszug der Inte Techniken, die wiederum das für Industrieanwendungen zuvor schon »tot gesagte « Kommunikationssystem Ethernet TCP/IP in den Vordergrund gerückt haben . Genau diese Umstände, nämlich die in der Officeweltbewährten Standardplattformen Personal Computer mit den Standardbetriebssy Windows und dem Standardkommunikationssystem Ethernet TCP/IP, jeweils ergänzt durch eine Vielzahlvon kompatiblen Zusatzentwicklungen , angefangen mit der PC-Peripherie über auf Windows aufsetzende Anwendungsprogramme bis hin zu Fast-Et bzw. Gigabit-Ethernet mitsamt der Switch-Technik, wirken verlockend auf Entwickler, die Systeme zur Fabrikautomatisierung realisier Was in der Officeweltmöglich ist, sollte in der Produktionswelt auch gelingen, lautet die Devise. Voreiligesprechen in diesem Zusammenhang von einem »Paradigmenwechsel« in der Fabrikautomatisierung, obwohl der Begriffvöllig falsch verwendet wird (Pa = Beispiel). Gemeintist sicherlich eine Trendwende , die letztlich in eine Abkehr von proprietären Automatisierungskomponenten einmünden wird. Dieser Trend ist noch nicht marktbestimmend, kann jedoch in absehbarer Zeit dominant werden. Entscheidend dafü

die Verfügbarkeit von praxistauglichen Alternativen zu Steuerungskonzepten

wie SPS oder CNC-Steuerungen . Und es ist zu überleg

dieser Trend evolutionär stattfindet , quasi als Ergebnis der Entwicklungen in der Prozessor- und Softwaretechnik. Interessant sind jedoch auch in diesem Zusammenhang die Blüten, die durch »proprietäres « Denken entstehen . So hat z. B. ein Wor der internationalen Organisation IAONA jüngst die Behauptung publiziert, der starke Bezug zu Microsoft -Standards , so wie dieser v Wettbewerbsorganisation PROFIBUSInternational bei deren Netzkonzept PROFInet praktiziertwird, sei proprietär. Solche Argumen zeigen, dass sowohl die Plattformdiskussion als auch die Bedeutung von Offenheit in der Fabrikautomation mehrdeutig verwendet w

für die moderne Automatisierungstechnik essentiell ,

Veränderungen bei der Hardware

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von SPS-Systemen imAugust 1993stellten wir in unserem Trendbericht fest, dass damals die traditionellen technischen Merkmaleder SPS-Systeme imVordergrund standen , obschon damals die Feldbustechnik bereits ihre Anwendungsbereiche gefunden hatte . Wesentlich war zu jener Zeit, dass die Substitution der Feldverdrahtung durch feldbusgekop dezentrale E/A-Baugruppen imVordergrund der Anwendungen standen . Die Steuerungsgeräte wurden damals in vier Gruppen unterschieden , nämlich kleine kompakte SPS, mittlereSPS und komplexeSPS sowie IPC-Steuerungen . Mit Sicherheit kann behauptet werden, dass die damaligen Hauptunterscheidungsmerkmale , nämlich die E/A-Kapazität, die Funktionalitäten der Steuerungshardwar internen Steuerungsfunktionen (Software) und die Zykluszeit der CPUs heutzutage anders gewichtet werden. Der anhaltende Trend zur dezentralen Steuerungsintelligenz führt dazu, dass heutzutage sämtliche CPU-Merkmalesowie die Kommunikationsfunktionen der Steuerungen klar imVordergrund des Interesses stehen . Hinzu kommt, dass mit Soft-SPS und Embe Controller zweineue Steuerungskonzepte Berücksichtigung finden, die hardwaremäßig keine eigene Prozessperipherie besitzen und durch Systembusse und Standardschnittstellen adaptieren . Letztlich hat gerade die CeBIT2001gezeigt, dass die bereits von Hans B (Geschäftsführender Gesellschafter von Beckhoff Industrieelektronik GmbH) imHerbst 2000prognostizierte Bedeutung der Pocket-P die dezentrale Steuerungstechnik in absehbarer Zeit real wird: Die Geräte verfügen bereits über die Schnittstellen und Betriebssystem für die Bedienung industrieller E/A-Baugruppen und für Anwendungsprogramme erforderlich sind. Die zweite wesentliche Veränderung gegenüber der Trendanalyse von 1993besteht darin, dass zunehmend intelligente Peripheriebaugruppen durch interne Softwarebausteine substituiert werden. PID-Regler oder Diagnosebaugruppen bis hin zu Positionierbaugruppen werden durch einfache Baugruppen zur Signalerfassung abgelöst , die den Spezialprozessoren zugewiesene »Signalverarbeitung « übernehmen die Standardprozessoren . Bei den CPUs zeichnet sich ein allmählicherWechsel zu Standardprozessoren bekannter Hersteller wie Intel, AMDoder Motorola ab Trend ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Ablösung proprietärer Betriebssysteme . Diesbezüglich favorisieren rund 66 Prozent a Steuerungshersteller , und darin sind die IPC-Hersteller einbezogen , nach wie vor proprietäre Betriebssysteme , die speziell für Steuerungsanforderungen entwickelt wurden. Dies ergab eine aktuelle Umfrage bei Herstellern von Steuerungsgeräten . Aufgrund der aufgezeigten Entwicklungen bei den Steuerungen sowie dem Trend zur dezentralen, intelligenten Steuerungseinheit w wir die Prognose , dass es in kurzer Zeit unerheblich sein wird, ob es sich beim eingesetzten Steuerungsgerät um eine SPS oder einen oder eine andere Plattform handeln wird. Entscheidend wird sein, ob die Steuerungsaufgabe umfassend gelöst wird und ob die Appl integriert werden kann in ein vernetztes Produktionssystem .

Softwareals Wertschöpfungsfaktor

Wer den Wert von Automatisierungssoftware objektiv bewerten will, kommtum eine Kosten -Nutzen-Rechnung nicht herum. Diese ersten Blickhin logische Aussage verstellt den Blickauf die tatsächliche Problematik. Diese ergibt sich aus der Frage, welche erwor Kenntnisse und Fähigkeiten kann der Anwender beim Einsatz von Automatisierungsgeräten verwenden . Welche kognitive Ebene b Software den Anwendern , sich mit der Symbiose aus Hard- und Software sinnvoll zu beschäftigen . Die Antwort ist einfach: Ohne sp Lehrgänge bewegt sich nichts . Die Programmierung von Steuerungssystemen wurde ursprünglich durch die in der Elektrotechnik üblichen Hilfsmitteldurchgeführt es wurde in Kontaktplantechnik oder per Anweisungsliste programmiert. Bereits vor dem Durchbruch der IEC61131-3 als internation einheitliches Programmierkonzeptgab es nach DIN 19240alternative grafische Programmierkonzepte, die den Elektrotechnikern und den Maschinenbauern sowie den Verfahrenstechnikern bekannt waren. Die Anwendungsprogrammierung durch höhere Programmiersprachen (C++ und andere) blieb ohnehin nur Spezialisten vorbehalten , sie setzten sich nicht auf breiter Front durch. Trotzdem ist das Programmierenvon Steuerungsanwendungen inzwischen außerordentlich komplexgeworden , denn neben der eigentlichen Steuerungsanwendung sind die Feldbusankopplung sowie andere Kommunikationskopplungen zu programmieren. Dad haben Steuerungsanwendungen inzwischen einen sehr hohen Standard erreicht, der den Aufwand rechtfertigt. Da die Programmier

überwiegend mittels Standard -PCs auf grafischer Ebene erfolgt, ist auch

Als sinnvolle Check-Liste für die Wahl der Software – sofern sich diese »Wahl« nicht aus proprietärer Notwendigkeit erübrigt – soll

folgende Punkte beachtet werden:

• Auf welchen Geräten und in welchen Netzwerken wird die Software eingesetzt ?

• Welcher Schulungsaufwand ist erforderlich, welche werden angeboten ?

• Mit welchen Prozessbereichen und Funktionalitäten sind Daten auszutauschen ?

• Gibt es einen Investitionsschutz bei der Software – wie wird die Software aktualisiert?

Die Verbreitung von Microsoft Windows auch imIPC-Bereich sowie bei Visualisierungs- und SCADA-Systemen hat dazu geführt, d eine Vielzahlvon Programmierschnittstellen von Microsoft in der industriellen Steuerungstechnik eingesetzt werden bzw. dazu weiterentwickelt wurden. Beispielhaft sei an dieser Stelle einmal OPC angeführt . Weitere Beispeile für Schnittstellen und Softwareko die in der Automatisierungstechnik eine Rolle spielen, sind OLE, COM/DCOM, ODBC, CORBAund auch XML. Ebenfalls bedeutsam für die Softwareumgebung von Steuerungsanwendungen sind inzwischen sowohl Windows CE3.0 als auch R TimeLinux, die beide als Echtzeitbetriebssysteme zumEinsatz kommen. Dennoch sind auch andere »ältere« PC-Betriebssysteme wie WORX oder QNX weiterhin in Gebrauch. Als eine interessante Möglichkeit wurde zuletzt Java diskutiert. Die Programmiersprache Java ist unabhängig von der Plattform und sich in vielen Bereichen durch, sicherlich begünstigt durch das Internet. Java hat imVergleich zu anderen Programmiersprachen den des „write once, run everywhere“ Konzepts wodurch ein einmal geschriebenes Anwenderprogramm auf jedem beliebigen Rechner ausgeführt werden kann. Ermöglichtwird dies durch die sogenannte „virtual machine“ (VM). Dadurch, dass die VM dem Programm gegenüber auf jedem Rechner gleiche Bedingungen schafft , lässt sich der „write once, run everywhere“ Gedanke verwirklichen. Der Möglichkeit, Java auch in eingebetteten Systemen anzuwenden , stand zunächst das grundsätzliche Konzept von Java entgegen eine Entkopplung von Software und Hardware mittels der VM vorsieht . Daraus resultierte zwangsläufig die Frage nach der Echtzeitf

von Java. Die Bemühungen der zweiInitiativen „Real Timefor Java Experts Group“ und des „J Consortiums“ bewirkten eine Spezifiz und Implementierung von Java für echtzeitnahe Steuerungsaufgaben . Siemens stellte bereits Anfang des Jahres 2000die erste echtzeitfähige VM vor, weitere Implementierungen sind geplant . Andere Hersteller, z. B. IBM, planen ebenfalls Implementierungen v echtzeitfähigen VMs, die auf der Spezifikation der Real Timefor Java Experts Group basieren werden.

das Verständnis für die Anwendung gegeben .

Die Bedeutung vonEthernetundTCP/UDP/IP in der Automatisierungstechnik

Ethernet TCP/IP wird heutzutage als Alternative zu genormten Feldbussystemen wie PROFIBUS, Interbus , DeviceNet oder sogar A angesehen . Dies erfolgt mit der Einschätzung , das Ethernet eine universelle Systemlösung für die Automatisierung sei. Auslöser die Betrachtungsweise sind Erwartungen hinsichtlich einer besseren Integration der Automatisierungswelt mit der Bürowelt, insbesonde ERP-Welt, sowie die Verfügbarkeit preiswerter Ethernet-Komponenten aus der Bürowelt. Hinzu kommendie Übertragungsraten bis h Gigabit-Ethernet sowie die funktionalen Verbindungsmöglichkeiten in die Inter-, Intra- und Extranet-Welt. Somit stellt sich die Frage, ob Ethernet TCP/IP wirklichden klassischen Feldbussen überlegen ist. Wenn nachfolgend von Ethernet Rede ist, so sind stets die Protokollebenen IP (Vermittlungsschicht) und TCP/UDP (Verbindungsschicht ) einschließlich aller Socket- Interfaces angesprochen . Ethernet TCP/IP hat inzwischen auch in der Fabrikautomation durch folgende Punkte eine herausragende Bedeutung erlangt:

• TCP/IP unterstützt das Client/Server-Konzept optimal.

• Ethernet TCP/IP stellt einen wirklichumgesetzten , Hersteller-unabhängigen und weit akzeptierten Standard für den Datentransport

• TCP/IP ermöglicht eine nahtlose Anbindung an die kommerzielleWelt (PCs und Mainframe-Systeme).

• TCP/IP erlaubt den Datenaustausch

• Ethernet und TCP/IP entwickeln sich aufwärtskompatibel weiter und halten Schritt mit den Möglichkeiten der neuen Techniken (10

s, l Gbit/s, 10 Gbit/s, Switching, neue Verkabelungssysteme , Protokolle für die Sicherheit). Ethernet TCP/IP kann nicht unbesehen aus der Büroautomation in die Industrieumgebung übernommen werden. Es müssen Maßnah getroffen werden, um die geforderten Zeitverhältnisse zu erreichen (Echtzeit durch Switches), um geeignete APIs anzubieten und um industrietaugliche Installation zu gewährleisten . In der heutigen Anforderungslandschaft müssen zudem die Fragen der Netzwerksic der hohen Verfügbarkeit und der Standardisierung von APIs, Middleware und Software-Komponenten geklärt werden. Hinsichtlich der Umsetzung von Ethernet in Automatisierungsprojekten muss man klar sagen , dass Ethernet die Feldebene sprich de

einzelnen Sensor oder Aktor bisher nicht erreicht hat. Dort sind nach wie vor die Feldbusssysteme gefragt. Eine Ethernet-Ankopplu E/A-Baugruppen , wie sie von Beckhoff oder WAGO angeboten werden, könnte selbstredend auch Sensoren bzw. Aktoren koppeln. muss der Preis für solche Lösungen beachtet werden. Beckhoff hat aus der Not eine Tugend gemacht und mit der intelligenten Busk

wiederum die Investition rechtfertigt. Die FirmaJetter

BC9000gleich eine Ethernet-MiniSPS geschaffen , die als dezentrale Steuerung

bietet ähnliche Lösungen mit dem JetWeb -Konzept. Die Kopplung zwischen existierender Feldbustechnik und Ethernet wurde von uns in der Zeitschrift mpa messen prüfen automatisie schon hinreichend beschrieben . Zur Zeit konkurrieren drei Ansätze miteinander, von denen sich wohl zweidurchsetzen werden. Die PROFInet von der PNO und EtherNet/IP von der ODVA, einer nordamerikanischen DeviceNet Nutzergruppe. Beide Ansätze berücksichtigen existierende Feldbusinstallationen und bieten somit einen Investitionsschutz . Dennoch werden die Bemühungen de IAONA-Gruppe uns noch weiter beschäftigen .

über das Internet und über Intranets .

Der Autor Dipl.-Ing. Wolfgang Klinkerist Journalist und Chefredakteur der Zeitschrift mpa sowie des Internet-Magazins www.automation-new Mit der elektronischen Steuerungstechnik befasst er sich bereits seit vielen Jahren. eMail: klinker@automation-news.de