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Sünder, Sünden und Sünde

Sünder, Sünden und Sünde


Ingo Breuer
“Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod
durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle
gesündigt haben” Römer 5:12.
Wir werden nicht zu Sündern, weil wir gesündigt haben, sondern wir sündigen, weil wir
von Natur aus Sünder sind.
Sünde ist die Übertretung des Gesetzes Gottes. Dabei ist die Sünde nicht nur eine Einzeltat
sondern auch ein Zustand und eine Natur. Sünde ist die Natur, in der wir natürlich geboren
werden, und diese Natur ist sterblich. Deshalb fordert uns Jesus auf, von neuem geboren zu
werden. Dann haben wir neben unserem natürlichen Geburtstag auch einen geistlichen
Geburtstag nämlich den Tag an dem Jesus in unser Leben kam, wenn wir Ihn als Herrn
aufnehmen im Glauben.
Sünder werden wir also nicht durch unsere Taten, sondern wir sind es in unserem Wesen von
Geburt an. sagt uns: Siehe, ich bin in sündlichem Wesen geboren, und meine Mutter hat mich
in Sünden empfangen. In lernen wir: Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoß an; die
Lügner irren von Mutterleib an.
Sünden sind die Symptome. Aber die sündliche Natur des Menschen ist die Ursache. Dabei ist
es egal, wieviel jemand sündigt. Gott hat schon alle Menschen unter die Sünde geschlossen:
Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir haben droben
bewiesen, daß beide, Juden und Griechen, alle unter der Sünde sind, wie denn geschrieben
steht: “Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Römer 3:10.
Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie
bei Gott haben sollten. Römer 3:23.
Nur einer war ohne Sünde, und Er wurde gekreuzigt! Jesus Christus ist gekommen als das
makellose Passahlamm Gottes, dessen Blut für uns vergossen wurde wie das Blut des
Passahlamms, das an die Türpfosten und Oberschwelle gestrichen wurde. Beim ersten Passah
in Ägypten schlug der Herr die Erstgeburt Ägyptens aber ging schonend an den Häusern
Israels vorbei, die das Blut des Lammes an der Tür hatten. So bewahrt uns das Blut Christi
vor dem Tod und Gott geht schonend an unseren Sünden vorüber, denn das Blut deckt unsere
Sünden. Dies entspricht auch der Bundeslade der Juden. Die Gesetzestafeln befanden sich in
ihr. Die Lade war aus Holz, inwendig und auswendig mit Gold überzogen. Holz und Gold.
Die unterschiedlichen Materialien sprechen von der menschlichen und göttlichen Natur
Christi. Gold inwendig und auswendig zeugt von der Sündlosigkeit und Heiligkeit Christi.
Aber bedeckt wurde der Inhalt der Lade vom Gnadenthron auf dem der Priester am
Versöhnungstag das Blut sprengt. Hier bedeckt die Sünde wortwörtlich das Gesetz, das uns
als Sünder verklagt.
Heute drehen die Menschen alles verkehrt herum. Die Bibel sagt, daß Christus sündlos ist.
Die Gotthasser wollen aber einen falschen Jesus, der in Sünde lebte. Wenn aber ein Prediger
mit den Menschen rechtet, und sie ihrer Sünde überführt, dann sind die Gotthasser so in ihrem

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Sünder, Sünden und Sünde

Stolz gekränkt, daß sie auf einmal meinen, es gäbe keine Sünde und alle Menschen sind im
Kern gut. Sie gleichem einem Kranken, der seine Krankheit leugnet und sie nicht wahrhaben
will und dennoch ist er geplagt und gezeichnet von der Krankheit. Das ist die
Widerspenstigkeit des modernen Gotthassers: Er behauptet immer das Gegenteil von dem,
was Gottes Wort sagt. Diese Leute sind so vorhersagbar. Die Gotthasser von heute wünschen
sich nur eins: das der Staat ihnen kostenlos das Malzeichen des Tieres in ihre Stirn verpaßt,
damit sie mit diesem in den Körper eingepflanzten Chip bezahlen und online gehen können.
Die Erfüllung der Prophezeiung von Offenbarung 13 rückt in greifbare Nähe. Der
antichristliche Superstaat ist die Synthese von Kommunismus und Kapitalismus. Ein totaler
Überwachungs- und Bevormundungsstaat mit marktwirtschaftlicher Ausrichtung. China ist
ein Beispiel dafür.
Aber Jesus kam in die Welt ohne Sünde. 1. Pe. 2:22, Heb. 4:15, 2. Kor. 5:21. Aber Er nahm
unsere Sünde auf sich und trug sie ans Kreuz. Er trug unsere Sünde, damit wir heute unsere
Sündenlast tauschen können gegen seine Gerechtigkeit, die wir zwar nicht verdienen, aber die
Er uns in Seiner Gnade zuteil werden läßt.
Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden
in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. 2. Kor. 5:21.
Aber die Schrift hat alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch
den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Gal 3:22.
Die Gerechtigkeit Gottes wird uns angerechnet, wenn wir an Jesus Christus glauben, weil das
Blut Christi die Sündenschuld weggewaschen hat. Wir sind frei von unserer Sünde! Das sollte
Freudenjubel auslösen!
Tod, Begräbnis und Auferstehung Christi werden uns schon verkündigt in den jüdischen
Festen Gottes. Jesus starb am Kreuz als das Passahlamm Gottes. Auf das Passah folgt das Fest
der ungesäuerten Brote. Am Anbruch dieses Festtages wurde Christus begraben. Am Tag
nach dem Sabbat folgt das Fest der Erstlinge. Dieses Fest markiert die Auferstehung Christi.
Das Erstlingsfest entspricht also dem christlichen Ostern. Auferstehung wird verglichen mit
dem natürlichen Gesetz von Aussaat und Ernte. Das Saatkorn muß sterben, doch aus ihm
erwächst eine Pflanze. Jesus ist der Erstling von den Toten symbolisiert in der Garbe. 1. Kor.
15:21-24. Am Pfingstfest 50 Tage nach dem Erstlingsfest sendet Gott den Heiligen Geist aus
und es entsteht der Leib Christi, die Gemeinde Jesu, symbolisiert durch die Brote. Durch den
Geist wohnt Christus in uns und wirkt hier auf Erden.
Heute leben wir als Gläubige mit dem Geist Gottes in uns. Es kann nicht wunderbarer
werden:
Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles, das wir bitten oder verstehen, nach der
Kraft, die da in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit,
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Eph. 3:20,21.
Menschen mögen uns von allem berauben, was wir liebgewonnen haben. Sie nehmen unsere
Häuser, Möbel, Autos, Reichtümer, Gesundheit, aber niemals kann uns jemand des Geistes
Gottes berauben, mit dem wir bleibend versiegelt sind bis auf den Tag der Erlösung, und
dessen Kraft in uns wirkt. Möge Gott alles aus dem Weg räumen, was die Kraft Seines
Geistes in den Gläubigen hindert, dämpft oder betrübt.