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INHALTSVERZEICHNIS

Seite

Einleitung 7—11

Dosierung 11—13

Abkürzungen und Zeichenerklärungen 15

Spezieller Arzneimittelteil 16—311

Homöopathische und biochemische Salben 312—315

Homöopathische Extern-Tinkturen 315—316

Register der Hauptindikationen 317—341

Copyright 1984 b\ Deutsche Homöopathie-Union- Karlsruhe


EINLEITUNG

Der Erfolg der Homöotherapie hängt von der Anwendung des


für den erkrankten Menschen im Sinne des Ähnlichkeitssatzes
gewählten arzneilichen Simile einerseits und von der kritischen
Auswahl der für die homöopathische Behandlung geeigneten
Krankheitszustände andererseits ab. Die Wahl des treffenden
Simile setzt eine gute Kenntnis der homöopathischen Materia
medica voraus, die man sich aus den bekannten älteren und
neueren Arzneimittellehren aneignen muß. Das hier vorliegende
„Homöopathische Repetitorium" soll lediglich von den am meisten
gebräuchlichen homöopathischen Mitteln das Wichtigste der Sympto-
matik, der Leitsymptome und Modalitäten, der Organotropie, der
pharmazeutischen Daten sowie die Hauptindikationen in gedrängter
Form ins Gedächtnis rufen.
Die Sichtung und Zusammenstellung dieser Daten, welche einen
Querschnitt durch das wesentliche Quellenmaterial der älteren
und neueren homöopathischen Standardwerke darstellt, geschah
in enger Anlehnung an die Erfahrungen aus Arzneimittelprüfung
(AMP), Praxis, Klinik und Poliklinik der Homöopathie der
letzten zwei Jahrzehnte, unter Beschränkung auf das Wesentliche.
Die organotropen Beziehungen sind den Arzneimittelsymptomen
zur Erkenntnis der tieferen Schichten der Ähnlichkeit stets voran-
gestellt. Darauf folgt die Symptomatik, und am Schluß stehen
die Modalitäten und Leitsymptome, soweit solche vorhanden sind.
Die Polychreste (Mittel mit großem Indikationsgebiet) und Konsti-
tutionsmittel sind wegen ihrer besonderen Bedeutung für die
Homöotherapie bei aller Kürzung noch ausführlich genug be-
sprochen worden, um ein ausreichendes Bild von ihrem persono-
tropen Charakter zu vermitteln. Die angegebenen Indikationen
sind nur als Hinweise für bestimmte Hauptrichtungen der einzel- funktionstüchtiges Gewebe der Hormondrüsen mehr vorhanden
nen Mittel aufzufassen. Sie sind nur dann zutreffend, wenn ihre ist und hochwertiges Parenchym durch minderwertiges Binde-
Krankheitssymptome eine möglichst weitgehende Ähnlichkeit mit gewebe ersetzt wurde, können auch homöopathisch angewandte
der Symptomatik des jeweiligen Arzneimittels (AM) haben. Mittel keine Regeneration bewirken. Im Falle einer vegetativen
Fehlsteuerung mit Funktionsträgheit sonst intakten Drüsenge-
Die Bestimmung einer genauen Diagnose im üblichen Sinne webes, lassen sich jedoch andererseits mit homöopathischer Be-
unter evtl. Zuhilfenahme aller verfügbaren technischen Hilfsmittel handlung bessere Resultate erzielen als mit Substitution, da
ist auch für die homöopathische Behandlung eine selbstverständ- letztere die träge gewordenen Drüsen in ihrer „Faulheit" nur noch
liche Voraussetzung. Sie dient nicht nur der diagnostischen bestärken würde. Die homöopathischen Mittel vermögen bei
Klärung des bestehenden Leidens, sondern auch der Feststellung, solchen Fällen die Drüsentätigkeit anzuregen und zu normali-
ob der pathologische Zustand für die Homöotherapie geeignet ist. sieren (vgl. Pulsatilla, Aristolochia, Sepia, Cimicifuga, Jodum
Konstitutionelle und funktioneile Störungen, Unordnungen im u. a.). Die homöopathische Beeinflußbarkeit maligner Tumoren
gesamten vegetativen Nervensystem, alle Neuralgien, viele ent- ist sehr unsicher und hat neben den heute üblichen Methoden der
zündliche und degenerative Prozesse sämtlicher Gewebe lassen Tumorbekämpfung höchstens zusätzlichen Wert. Die Frühopera-
sich mit Erfolg homöopathisch behandeln. Bei den Infektions- tion muß mangels Besserem nach wie vor unbedingt angestrebt
krankheiten ist von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine chemo- werden. Gelegentliche Beobachtungen von Spontanheilungen können
therapeutische oder antibiotische Behandlung den Vorzug ver- nicht als Gegenargumente gewertet werden.
dient. Initialstadien akuter, aber nicht primär gefährlicher In-
fektionskrankheiten bedürfen bei guter Immunitätslage und guten Die Tiergifte wie Lachesis, Naja tripudians, Crotalus. Apisinum,
Kreislaufverhältnissen durchaus nicht immer einer rigorosen anti- Acidum formicicum, Aranea diadema, Latrodectus mactans sowie
biotischen oder chemotherapeutischen Behandlung. Ganz be- auch u. a. Pyrogenium galten schon von jeher als besonders wirksam
sonders können Resistenzerscheinungen, Unverträglichkeiten, in der Darreichung als i.c., s.c. oder i.v. Injektion (i.v. Injektion erst
ab D8).
Allergosen und dgl. mehr diese unmöglich machen. In solchen
Fällen ist der Einsatz biologisch-homöopathischer Methoden eine Seitdem sich die Neuraltherapie nach HUNEKE weitgehend durch-
gute Hilfe. Die Meningitis, Diphtherie, Tuberkulose und die Ge- gesetzt hat, findet in der Homöopathie die Injektionstherapie
schlechtskrankheiten unterliegen fraglos in erster Linie den heute stärkere Beachtung. Man verbindet dabei gern die Erfolge' der
üblichen spezifischen Behandlungsmethoden. Die früheren Er- Segmenttherapie mit den spezifischen Substanzwirkungen ver-
fahrungen mit verschiedenen homöopathischen Mitteln haben hier schiedener homöopathischer Arzneien.
nur noch zusätzliche Bedeutung. Acidum nitricum, Aconitum, Agaricus, Apis, Arnica, Berberis,
Bryonia, Chelidonium, Cuprum acet., Echinacea, Gelsemium,
Weitgehende Atrophie der B-Zellen des Langerhansschen Insel- Ignatia, Mercurius sublim, corros., Nux vomica, Rhus tox., Secale
apparates, der Verlust der Epithelkörperehen, der Nebennieren- cornut. und v. a. m. kommen schon vielfach als Injektion zur
rinde, der Gonaden usw. sind nur mit einer richtig dosierten Sub- Anwendung. Da über das Verhalten vieler Mittel bei der paren-
stitutionstherapie für einige Zeit auszugleichen. Wo kein teralen Verabfolgung noch wenig bekannt ist, muß es der Er-
fahrung und Verantwortung des Behandlers überlassen bleiben, Es ist auffällig, daß den wichtigsten und treffsichersten Arzneien
über die Indikationen, den Applikationsort, die Potenzhöhe und der Homöopathie der vornehmliehe Angriff am Z.N.S. bzw. vege-
die Art der Injektion zu entscheiden. In Zweifelsfällen lieber eine tativen Nervensystem gemeinsam ist. Die Symptomatik solcher
Potenz höher als zu niedrig wählen, da der segmentale bzw. Mittel ist offenbar der sekundäre Ausdruck selektiver Reizungen
neuraltherapeutische Effekt bei gezielter Anwendung auf jeden auf bestimmte Ganglienzellgruppen, die ihnen gegenüber beson-
Fall zu erreichen ist. ders empfindlich sind. Nach neueren Arbeiten soll die Homöo-
pathie bei Verwendung der Z.N.S.-Gifte eine Art medikamentöser
Die wichtigste Voraussetzung zur erfolgreichen homöopathischen Neuraltherapie betreiben.
Behandlung aller hier erwähnten pathologischen Störungen ist
und bleibt die konsequente Anwendung der homöopathischen AM DIE DOSIERUNG
nach dem Ähnlichkeitssatz: Similia similibus c u r a n t u r !
Die Dosierungsfrage ist ein besonders schwieriges Kapitel der
Die stereotype Frage. „Was gibt es in der Homöopathie gegen Homöopathie. Es sind hier nur die gebräuchlichsten Potenzstufen
eine Trigeminusneuralgie, Obstipation, Ischias usw.?" ist völlig in der Reihenfolge des häufigsten Vorkommens bei Ver-
abwegig. Die Fragestellung muß vielmehr heißen: ordnungen genannt worden, wobei auch die übliche Bevorratung
in der Apotheke berücksichtigt wurde. Im allgemeinen kommt
1. Was für ein Konstitutionstyp ist von der Trigeminusneuralgie man mit den hier unter „Gebräuchlich" verzeichneten Potenz-
usw. befallen ? stufen aus. Hierzu ist allerdings grundsätzlich zu sagen, daß es
2. Von welcher Art und Lokalisation ist der Schmerz ? in der Homöopathie bekanntlich keine bindende Regel für die
anzuwendende Potenzhöhe gibt, da die Dosierung wegen indivi-
3. Welches sind seine Modalitäten, d. h. durch welche Einflüsse dueller Anpassung erfahrungsgemäß großen Streuungen unter-
wie Wärme, Kälte, Nässe, Berührung, Bewegung, Ruhe usw. worfen ist. Im allgemeinen wurden hier niedere Potenzen in der
wird er gebessert oder verschlimmert ? Empfehlung bevorzugt, was nicht ausschließt, daß der eine oder
andere Fall auf höhere Potenzen besser anspricht. Will man über
4. Sind bestimmte Leitsymptome vorhanden:
die D 6 hinausgehen, dann empfiehlt es sich, gleich einen größeren
z. B. Furcht, große Unruhe, heftiger Durst, hohe Temperatur Sprung in der Potenzierung zu machen. Im allgemeinen hat sich
und Pulsus durus wie bei Aconit; Angst, brennender Charakter der Übergang von der D 6 zur D12 bewährt, was nicht ausschließt,
und Periodizität aller Beschwerden, viel Durst wie bei Arseni- daß auch noch höhere Potenzen in einzelnen Fällen von Nutzen
cum album usw. ? sein können.
5. Bestehen außer den augenblicklichen Beschwerden bestimmte
Anfälligkeiten wie Migräne, Rachenkatarrhe, Magenleiden, In der gesamten medikamentösen Therapie (einschließlich der
spastische oder atonische Obstipation, Periodenstörungen usw., Homöopathie; hat man seit WILDERs bahnbrechender Auf-
welche ebenfalls in ihrem jeweiligen Charakter in das Arzneibild stellung seines „Ausgangswertgesetzes" erkannt, daß die Fest-
passen ? Gerade solche Parallelitäten erhöhen den Ähnliehkeits- legung konstanter Dosierungen nicht möglich ist. Die Erkenntnis
wert des betreffenden. Mittels für die Krankheit außerordentlich. der Homöopathie von der biphasischen, ambivalenten oder gar

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mehrphasischen Wirkungsmöglichkeit ein und desselben Arznei- neben. Wo nur eine einzige Verordnungsform möglich ist, steht
mittels hat hier ihre klare Bestätigung erfahren! Dadurch ist viel diese allein. Die „Urtinkturen (0)" und die „Dl" werden bei
Trennendes zwischen der „allopathischen" und der „homöopa- allen löslichen Substanzen flüssig abgegeben. Ab D8 sind alle
thischen" Auffassung bezüglich der Anwendung verhältnismäßig Potenzen sonst unlöslicher Stoffe auch als „Dil." möglich.
kleiner Dosen fortgefallen. Die Dosierung richtet sich nach der
jeweiligen Reaktionslage der Kranken. Die besondere Kunst des Die P o t e n z a n g a b e n in den zwei Zeilen über der eigentli-
erfolgreichen Arztes ist es, sich mit seinem Arzneimittel, individuell chen V e r o r d n u n g s r u b r i k „Gebräuchlich" sind nicht für
dosiert, richtig in die Krankheit einzuschalten. Deshalb kann man die Rezeptierung zu verwenden! Sie geben lediglich Kenntnis
nur gewisse Dosierungsbreiten angeben, innerhalb deren die op- von der pharmazeutisch-technisch tiefsten Herstellungsmöglichkeit in
timale Ansprechbarkeit liegen wird. flüssiger oder fester Form (Urtinktur, Lösung bzw. Verreibung) in vielen
Wenn keine besonderen Angaben gemacht wurden, dann gilt als Fällen ist die toxikologische Eigenschaft dieser Konzentrationen zu
Schema der Verabfolgung tgl. 3mal 1 Tabl. bzw. 3mal 5—10 Tr. berücksichtigen, was durch tt bzw. t zum Ausdruck gebracht wurde.
und bei Triturationen 3mal eine kleine Messerspitze ohne Ferner finden sich besondere Hinweise auf eine bestehende Verschrei-
Verdünnung vor dem Essen zu nehmen und im Munde zergehen bungspflicht in der Spalte der chemischen und pharmazeutischen Daten.
lassen, damit die perlinguale Resorption als besonders wir- Für die jeweils herstellbaren tiefsten Potenzen wurden die Vorschriften
kungsvolle Applikation gewährleistet ist. des HAB 1 (1978) jeweils mit angegeben.

Sind zwei Mittel im täglichen Wechsel verordnet, dann gilt das gleiche
Die erste Spalte des „Homöopathischen Repetitoriums" enthält
für das jeweilige Mittel am jeweiligen Tag. Sind zwei Mittel zur
in stets gleichbleibender, einheitlicher Reihenfolge:
gleichzeitigen Einnahme genannt, dann werden von einem Mittel
3mal 1 Tbl. bzw. 3mal 5—10 Tr. vor und von dem anderen 3mal 1. den Arzneimittelnamen in Fettdruck, wie er rezeptiert wird,
I Tbl. bzw. 3mal 5—10 Tr. nach der Mahlzeit genommen. 2. Synonyma und die deutsche Bezeichnung,
Bei den Verordnungen von Dilutionen muß der Patient die ver- 3. die Pflanzenfamilie oder chemische Formel,
ordnete Tropfenzahl beachten. Hierbei werden erfahrungsgemäß 4. das Vorkommen der Pflanze,
viele Fehler gemacht. Meistens werden mehr Tropfen genommen 5. die angewandten Pflanzenteile,
als verordnet wurden. Vielen Berufstätigen, Reisenden und Auto- 6. die wichtigsten Wirkstoffe, soweit sie bekannt sind,
fahrern ist die Tropfenflasche aus transportlichen Gründen nicht zu-
7. die Angabe, ob für das Mittel eine oder mehrere gute oder un-
sagend. Es wurde deshalb in diesem Repetitorium bei allen Mitteln,
vollkommene homöopathische Arzneimittelprüfungen am ge-
wo die Milchzuckerverreibung ohne Wirkungseinbuße möglich ist,
der Verordnung von Tabletten der Vorzug gegeben. In der für sunden Menschen (AMP) vorliegen (vgl. Abkürzungstabelle!).
die Rezeptierung vorgesehenen Zeile „Gebräuchlich" ist des- Für die aufgeführten Arzneipflanzen und tierischen Drogen bedarf
halb die vorteilhafteste Verordnungsweise — Tbl., Dil. oder Trit. — die Wirkstoff-Frage bezüglich der Homöopathie noch einer weiteren
uneingeklammert vorangestellt worden. Die unwichtigere, aber Spezialbearbeitung, so daß es sich hier nur um vorläufige Angaben
auch noch mögliche Arzneiform befindet sich in Klammern da- handelt.

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Abkürzungen und Zeichenerklärungen

AG = Arzneigehalt
AM = Arzneimittel
Dieses Repetitorium erteilt AMB = Arzneimittelbild
Auskunft über 300 der AML = Arzneimittellehre.
gängigsten homöopathischen AMP = Arzneimittelprüfung
Einzelmittel. AMP + = eine gute AMP vorhanden
AMP + + = zwei oder mehrere gute AMP vorhanden
Weitere, ca. 2000 Mittel AMP(+)
werden von der Deutschen bzw. ( + + ) = eine bzw. zwei oder mehrere unvollkommene
Homöopathie-Union her- AMP vorhanden
gestellt und stehen zu Ihrer AMP (—) = keine AMP vorhanden
Verfügung. D = Zeichen der Dezimalpotenz
Dil. = Verd. = Dilution (meist alkoholische Lösungen)
Rezeptieren Sie stets mit dem HAB = Homöopathisches Arzneibuch 1 (1978)
Vermerk mit Nachträgen
— Original DHU — N.S. = Nervensystem
S.-V. = Sondervorschrift
Tbl. = Tabletten (gepreßte Milchzuckerverreibungen
zu 0,25 g pro Tbl.)
Verr. = Verreibungen, Triturationen
= (Milchzuckerverreibungen)
Z.N.S. = Zentralnervensystem
t = Separandum, z.T. Verschreibungspflichtig
tt = Venenum, Verschreibungspflichtig
() = eingeklammerte Arzneimittelbezeichnungen sind
veraltet und nicht mehr gebräuchlich
Deutsche Homöopathie-Union Karlsruhe

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Botanische. Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptimlikationen

Abies nigra
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Picea mariana (MILL.,.) BRITT.
Verr. ab 1)2 Schleimhäute des Magen-Darmkanals.
Amerikanische Schwarzfichte
Amp. ab D6 Mundhöhle trocken mit Durstgefühl. Heißhungergefühle mit Schwächeemp-
Farn. nat.: Pinaceae findung. Magenauftreibung mit Brennen. Poltern in den Därmen nach dem
Nördl. Nordamerika und Kanada Essen. Obstipation und Brennen im Mastdarm.
Gebrauch). TbI. (Dil.) D3, D2
Eingetrocknetes Harz Gebrauch). Amp. D6 Nach STAUFFER: Dyspepsie nach Tabak mißbrauch.
(Resina Abietis nigrae) Gefühl wie bei unverdauten, hartgekochten Eiern im Magen. Appetitlos morgens,
Harzsäuren Heißhunger nachmittags.
Gastritis, Hyperacidität, Dyspepsie
AMP(++ ) Obstipation.

Abrotanum Vorschrift 3a: Urtinktur


Artemisia abrotanum L. Verr. ab Dl
Eberraute Amp. ab D3
Farn. nat.: Compositae Lymphdrüsen, besonders Mesenterialdrüsen; Magen-Darm-Kanal, Kapillar-
gebiet.
Südeuropa, Orient, China Gebrauch!. 0-Dil. D2
Gebräuchl. Amp. 1)3, D4, D6 Schlechter Appetit oder Abmagerung bei Heißhunger, Wechsel von Durchfall
Frische Blätter und Triebe und Obstipation, Neigung zu Haemorrhoiden, diffuse Rheumaschmerzen,
dilatorische Wirkung auf venöse Kapillaren im Hautgebiet, Hautjucken.
Abrotanin (Alk), äth. Öl, Bitter- Appetitlosigkeit und allgemeine
und Gerbstoffe, Flavone. Die resorbierende Wirkung bei Exsudaten, besonders im Mesenterialgebiet ist
Schwäche (besonders bei Kindern),
AMP + Mesenterialdrüsen-Tbc. (mit Exsudat), empirisch beobachtet worden.
Peritonealcarcinose (mit Ascites),
Teleangiektasien, kleine Haemangio-
me, Akne rosacea, Perniones (auch
äußerliche Anwendung!).

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Acalypha indica
Acalypha indica L.
Vorschrift 3a: Urtinktur
Brennkraut
Verr. ab Dl
Farn. nat.: Euphorbiaceae Amp. ab D3 Lunge, Bronchien.
Ostindien, China, Abessinien Bewährt bei Haemoptoe auf der Basis von Infarkten, chron. Bronchitis, Bronchi-
ektasien und Tuberkulose, besonders wenn trockener, quälender Husten dabei
Frische, oberirdische Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, Dil. Dl
Pflanze zur Blütezeit Gebräuchl. Amp. D4 ist.

Acalyphin (Alk), flüchtiges öl,


Kalk, Gerbsaure. Haemoptoe, trockener Krampfhusten.
AMP (—)

Acidum benzoicum Vorschrift 5: Lösung = Dl


e resina
Verr ab Dl
Benzoesäure C7H6O2 Gelenke, Muskel, Hera, Bronchien, Nieren.
Amp. ab D4
Styraxarten aus Siam Trockener, kratziger Reizhusten bei rauhem Hals. Ziehende, reißende
Sublimierte Benzoesäure aus Ben- Gelenk- und Muskelschmerzen. Allgemeine rheumatische Beschwerden. Dumpfe
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, 06 Blasen- und Nierenschmerzen, Albuminurie. Herzklopfen mit Pulsbeschleuni-
zoeharz von Styraxarten. Da die Gebräuchl. Amp. D4
Beistoffe erforderlich sind, wird gung.
Benzoeharz und nicht chemisch Der Urin ist bei allen Beschwerden dunkel und von scharfem ammoniakalischem
reine Benzoesäure verwendet. Subakuter und subchron. Gelenk- und Geruch.
Muskelrheumatismus. Fokalinfektiöse
AMP + +
Polyarthritiden, Herzbeschwerden u.
Nierenreizung bei fokalen Infekten.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Acidum formicicum Vorschrift 5: Lösung = Dl


Ameisensäure Verr. —
Chem. rein: CH2O2 Amp. ab D3
Praktisch wird vorwiegend natür- Allgemeines Umstimmungsmittel. Haut, Lunge, Gelenke, Magen-Darm,
liche Ameisensäure aus Formica Gebrauch!, nur in Ampullen. Allergien.
rufa in Form von Injektionen
Für Umstimmungs- und Neuralthera- Stark riechende Nachtschweiße, allgemeine Mattigkeit, Hautjucken, urticarielle
angewandt.
pie D4, D6, D12 und höher. Exantheme. Druckempfindlichkeit der Nervenaustrittsstellen, stechende
AMP + Magenschmerzen mit Übelkeit und Diarrhöe. Polyurie. Blasentenesmen.
Haematurie. Albuminurie. Rheumatisches Muskelfibrillieren.
Allergien, besonders Asthma bron- Perorale Anwendung bedeutungslos; vorwiegend als Injektionsmittel. Sämtliche
chiale, Ekzeme und Heufieber. Urti- Indikationen werden bei gezielter segmentaler Anwendung in Form von Quad-
caria. Exsudative Diathese. Sämtliche deln in hyperalgetischen Punkten besonders gut beherrscht.
subakuten bis chron. Arthritiden und
Arthrosen. Myalgien, Neuralgien, Neu-
ritiden, Migräne. Chron. Nephritis und
Nephrose. Ulcus ventriculi und
duodeni. Tuberkulose. Carcinomatöse
Endzustände.

Vorschrift 5: Lösung = Dl t
Acidum hydrochloricum y _
Verdauungswege, Schleimhäute, Haut.
Arid. muriaticum HC1 Amp. ab D4
Mund trocken, Foetor ex ore. Viel Schleim im Halse, Aufstoßen, Magendrücken
Salzsäure und Völlegefühl. Widerwille gegen alle Nahrung, besonders gegen Fleisch.
AMP + Gebrauch). DH.D6-D3 Durchfall, Brennen am After, blaurote Haemorrhoidalknoten.
Gebrauch). Amp. D6
Alle Absonderungen scharf, foetid, wundmachend. Auffällige Schwäche und
Hinfälligkeit
Aphthen, Dyspepsie, chron. Gastro-
enteritis, Haemorrhoiden, Ekzeme.
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Acidum hydrocyanicum Vorschrift 5: Lösung = D2 |f


Katalasegift, Z.N.S., Atemzentrum, Herz, Vasomotorenzentrum, Niere, Magen-
Verd. Cyanwasserstoffsäure,
Verr. — Darm-Kanal, Muskeln.
wäßrige Blausäure, HCN Amp. ab D6
Rapider Kräfteverfall, eiskalte Haut, Cyanose, Praecordialangst, Dyspnoe,
AMP + + Bewußtlosigkeit, epileptiforme Zustände mit tetanoiden Muskelkrämpfen und
Aura, Trismus. Apoplexie mit Atemnot und Cyanose. Asthmoider Krampf
Gebraucht. Dil. D4
husten. Herzschlag arrhythmisch, inaequale Pulsamplituden. Puls klein, weich,
frequent. Pupillen weit, Visus bis zur Blindheit gestört. Augenmuskelkrämpfe.
Apoplexie, Asphyxie, Atemlähmung Bauchkoliken. Diarrhöen, unwillkürlicher Stuhl- und Urinabgang, auch Harn
(neben Lobelin), Kollapszustände, verhaltungen. Lähmungszustände der glatten und quergestreiften Muskulatur.
Insolatio, Epilepsie, Asthma Kardinale, Der schwere Kollaps mit Todesgefahr beherrscht das AMB. Viel Ähnlichkeit
Verschreibungspflichtig bis Herzkollaps (Zusatzmittel), Cholera,
einschließlich D3 mit Veratrum album.
Tetanus.

Acidum hydrofluoricum
Vorschrift 5: Lösung = D2 tt
wäßrige Flußsäure H2F2
Verr.—
AMP (+ + )
Amp. ab D6
Knochen, Bindegewebe, Lymphdrüsen, Venen, Haut.
Hautjucken und Brennen mit pustulösen, ekzematösen chronischen Aus-
Gebraucht. Dil. D6-D4 schlägen. Übelriechende Schweiße an Händen und Füßen.
Gebräuchl. Amp. D6
Das übrige Arzneibild deckt sich mit dem von Calcium fluoratum.
Besserung durch kaltes Wasser.
Zahn- und Knochenkaries, Binde-
gewebs- und Drüsenindurationen,
Verschreibungspflichtig bis
Periostitis, Varicen, Ulcus cruris,
einschließlich D3
chron. Ekzeme

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = Dl t Schleimhäute (am Übergang von Haut zu Schleimhaut), Drüsen, Knochen.
Acidum nitricum Verr.— Magen, Enddarm, Niere.
Amp. ab D4
Salpetersäure HNO3 Schleimhautentzündungen mit foetiden Sekreten, Geschwürsneigung und
Gebräuchl. Dil. D6 - D4 Blutungen (Mundwinkel, Zunge, Mund, Nase, Urethra, Vulva, Anus). Haut
AMP +
Gebrauch!. Amp. D6 rissig und wund. Magenkrämpfe mit Erbrechen, Stuhl immer zu Durchfall
neigend, blutende Haemorrhoiden. Haematurie, Albuminurie, Zylinder. Bren-
Stomatitis, Gingivitis, chron. Drüsen-
nen am Orificium urethrae.
eiterungen, UIcus ventriculi und
duodeni, UIcus pepticum, Haemor- Übelriechende Schweiße. Besonders typisch ist Splitterschmerz bei fast allen
rhoiden, chron. Darmkatarrh, chron. Beschwerden. Pigmentreiche Patienten reagieren am besten.
Nephritis, thron. Osteomyelitis.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Acidum phosphoricum Verr. ab D3
Z.N.S., Magen-Darm-Kanal, Knochen.
Amp. ab D3
Phosphorsäure H3PO4«
Teilnahmslosigkeit, Schlaflosigkeit. Konzentrationsunfähigkeit. Tagesschläfrig-
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6
AMP + + keit. Kopfschmerzen mit Blutandrang. Allgemeine Gliederschwäche und
Gebrauch!. Amp. D6, D12
Knochenschmerzen besonders bei hochschießenden Kindern. Viel Magendrücken,
Neurasthenie, Rekonvaleszenz- saures Erbrechen, Meteorismus.
zustände, nervöse Erschöpfungs-
zustände, Gedächtnisschwäche, Impo- Große körperliche und geistige Schwäche. Verschlimmerung nachts und durch
tenz. Knochenwachstumsstörungen Kälte, besser durch Wärme.
bei rachitischer Konstitution. Magen-
und Darmkatarrhe.

Vorschrift 5: Lösung = D2 t Z.N.S.


Acidum picrinicum Geistige Ermüdbarkeit, Depressionszustände, Schlaflosigkeit, Halbseitenkopf-
Amp. ab D4
Acidum picronitricum = schmerz, Kopf wie zum Bersten. Paretische Zustände der Beine; Muskel-,
a-Trinitrophenol. Gebräuchl. Dil. D6-D4 Gelenk-, Kreuz- und Rückenschmerzen, Schwäche in der L.W.-Gegend. Formi-
Gebräuchl. Amp. D6 kationen, reflekt. Pupillenstarre. Schreibkrampf u. a. Beschäftigungsneurosen.
Pikrinsäure CH3N3O7
Neurasthenie. Migräne. Folgezustände Alles schlimmer durch Wärme und Sonne; Besserung in kühler Luft. Bezüglich
AMP + +
von Tabes, Paralyse und anderen der Tabes und Paralyse nur als zusätzliches Mittel nach spez. Kur anzuwenden.
Hirn- und Rückenmarksleiden.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Date Hauptindikationen Modalitäten

Acidum sulfuricum Vorschrift 5: Lösung + Dl f Bronchien, Magen. Gelenke, Gefäßnerven, Genitalsphäre.


Schwefelsäure H2SO4 Verr. - Kapillarschädigung mit Neigung zu Petechien. Rasselnder Husten mit erschöp-
Amp. ab D4 fenden Hustenanfällen und typischer Asthmaatmung (Behandlung mit i.v.
AMP +
Injektionen als Acidum sulf. D8). Kälte und Schwäche im Magen mit saurem Auf-
Gebräuchl. Dil.. D6-D3 stoßen, Foetor ex ore, Mundschleimhaut wund, Obstipation mit Schleim und
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10, D12 Blut im Stuhl. Klimakt, Wallungen mit völliger Erschöpfung nach dem Schweiß-
ausbruch. Chron. Arthritiden und Arthrosen können mit Acidum sulf. D12, D10
Chron. Bronchitis, Asthma bronchiale, und D8 durch i.e. und a.c. Injektionen (möglichst in die Schmerzstellen) sehr
Gastritis. Arthritis, Arthrosis. günstig beeinflußt werden (SALLER). Große Mattigkeit, Zuckungen im ganzen
klimakterische Wallungen. Körper, Haut empfindlich gegen Berührung.
Feucht-kaltes Wetter verschlimmert, Wärme bessert.
Aconitum Vorschrift 2a: Urtinktur t
Aconitum napellus L. Z N S . , Herz, Gefäßnerven, periph. Nerven,
Blauer Eisenhut, Sturmhut Wir. ab Dl t
Amp. ab D3 t Bei vielen Infektionskrankheiten in der ersten stürmischen fieberhaften Phase
Farn, nat.: Ranunculaceae
angezeigt (evtl. V2—lstdl. 1 Tbl. oder 5 Tr. D3, bei Kindern D4; besonders
Alpen
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3 bei akuten Erkältungszuständen). Schüttelfrost und trockenes Fieber. Puls
Ganze frische, z. Z. der beginnen- hart, klopfend. Trockene Hyperaemie der Mundhöhle und der oberen Luft-
Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6, D10
den Blüte gesammelte Pflanze. wege. Trockener Grippehusten. Neuralgien und Neuntiden durch trockene,
Aconitin (giftiges Alkaloid), kalte Winde. Herzklopfen und Unruhe, Herzstiche mit Ausstrahlung zum
Initiale akute Fieberzustände, be-
Aconitinsäure. linken Arm.
sonders Grippe. Neuralgien, Neuri-
AMP + +
tiden, besonders Trig.-Neuralgie und Viel Angst! Große Unruhe, heftiger Durst, Tachycardie mit hartem Puls und
Verschreibungspflichtig bis Ischias, Stenocardie, Endo- und Fieber. Abends, nachts und in Wärme alles schlimmer.
einschließlich D3 Pericarditis.

Adlumia Vorschrift 3a: Urtinktur f


Zur Beachtung:
Adlumia fungosa (AIT.) Greene Tabl. ab Dl
Amp. ab D4 Eine 1973/74 durchgeführte homöopathische Arzneimittelprüfung der Papa-
Erdrauch verazee Adlumia fungosa zeigte überzeugende Anstiege sowohl der Transaminasen
Fam. nat.: Papaveraceae Gebräuchl. DU. D4, D6 als auch der Harnsäure im Serum. Aufgrund dieser Befunde ist die Droge als mög-
Gebräuchl. Amp. D4 liches Homöotherapeutikum bei der Behandlung von Hepatopathien und
Nordamerika Urikämien anzusehen. Eine Skizze des übrigen Arzneiprüfungsbildes ergibt erste
Frisches, blühendes Kraut Hinweise für individuelle Verordnungen.
Leberleiden
AMP(+) Erhöhter Harnsäuregehalt des Blutes

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Adonis vernalis
Adonis vernalis L. Vorschrift 2a: Urtinktur t
Adonisröschen, Teufelsauge
Verr. ab Dl t
Amp. ab D3 f Herz und periphere Gefäße.
Farn. nat.: Ranunculaceae
Donaugebiet, Schwarzes Meer Tachycardie besonders bei Hyperthyreose. Beginnende Dekompensationen und
Gebräucbl. DU. (Tbl.) (9-D2 Arrhythmien bei Vitium cordis und Myocardschaden. Adonisglykoside kumulieren
Frische, blühende nicht und eignen sich gut zur Herzunterstützung bei fieberhaften Krankheiten.
GebrSucbl. Amp. D6
oberirdische Pflanze
Adonidosid, Adonivernosid,
Cymarin u. a. Glykoside. Basedowherz, Cor nervosum.

AMP +

Aesculus
Aesculus hippocastanum L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Roßkastanie Verr. ab Dl
Farn, nat.: Hippocastanaeeae Amp. ab D3 Venen, Mundschleimhaut, Enddarm, Ileosacralgelenke.

Asien, Europa, Nordamerika Trockene, kratzige Pharyngo-Laryngitis. Venöse Stasen im Gebiet der Klein-
Gebrauch]. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, beckenvenen, der Pfortader und der periph. Venen. Magenkoliken und schnei-
Frische, geschält« Samen dende Colon- und Mastdarmsrhmerzen mit hartnäckiger Obstipation und
Dil. Dl, D6, 9
Gebrauch!. Amp. D4, D6 brennenden, gestauten und blutenden Haemorrhoiden. Varicen mit Thrombo-
Aescin (Saponin, Glykosid von
sierungsneigung. Pflockgefühl im After. Starke Schmerzen im Kreuz und in
Aescigenin), Flavone (Quercetin-
den Ileosacralgelenken. Nach neueren Untersuchungen kann Aesculus Perme-
und Kämpferol-Glykoside),
Venöse Stasen, Varicen, Pfortader- abilitätsstörungen der Gefäßendothelien noch besser als Vitamin P oder als
Aminopurine, Cholin.
stauung, Thrombophlebitis, chron. das Flavon Rutin beheben.
[In Rinde und Blättern Cuma-
rinderivat«: Aesculetin (6,7 Di- Obstipation, Haemorrhoiden, Bra-
Trockene Schleimhäute.
oxycumarin), dessen Glykosid chialgia paraesth. noct., rheumatische
Aesculin (6-Glucosido-7-oxy-Cu- Beschwerden in der Kreuzbeinregion
marin) sowie Fraxin und dessen und in den Ileosacratgelenken.
Aglukon Fraxetin.] Pharyngo-Laryngitis.

AMP +
Tiefst« hersteilbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebrauchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Aethiops antimoniaiis Vorschrift 6: Verr. = Dl f


Mercurius antimoniatus Dil. ab D6
Hydrargyrum stibiato-sulfuratum Amp. ab D8 Augen, Colon.
Spießglanzmohr Bei Colica mucosa von STIEGELE empfohlen. Er gab Aethiops antim.-Tbl.
Gebraucht. Tbl. D6,1)4,1)3
Sb 2 S 3 +HgS+Hg + S D2-D4; auch bei ehron. Ruhr sah er Besserung damit. Empfindliche Reak-
als Gemenge Skrofulöse Konjunktivitiß und Kera-
AMP {—) tionslage kann auch Dil. D 10 erfordern !
titis. Hornhauttrübungen. Phlyk-
Verschreibt! ngspflichtig bis taenen. Besonders Colica mucosa und
einschließlich D3 Coiitis ulcerosa, Milchschorf.

Aethusa Vorschrift 3a: Urtinktur


Aethusa cynapium L. Verr. ab Dl Magen-Darm-Kanal, Z.N.S.
Hundspetersilie Amp. a b l ) 3 Krampfdiathese bei Kindern mit Delirien. Reizbarkeit und soporösen Zu-
Farn. nat.: Umbelliferae ständen. Erbrechen von geronnener Milch, gelb-grüne, schleimige Diarrhoe
Gebraucht. Dil. (Tbl.) D3, D2 und Kollapsneigung.
Europa
Frische, blühende ganze Pflanze mit Brechdurchfall der Kinder, Sommer- Verschlimmerung bei Sonnenhitze.
unreifen Früchten diarrhoe. Pylorospasmus der Säug-
Coniinartiges Alkaloid linge.
AMP(+ +)

Agaricus muscarius
Amanita muscaria (L.) PERS. Vorschrift 3a: Urtinktur t Z.X.S., vegetatives Nervensystem, Muskulatur, Blase.
Fliegenpilz Verr. ab Dl | Anfangs Erregung, dann Lähmung, Reizwirkung auf Parasympathikus, chore-
Farn, nat.: Amanitaceae Amp. ab D3 f atische und epileptiforme Krämpfe. Muskelreizungen mit Fibrillieren. Tremor
und Zuckungen, Lidkrämpfe; anfangs Blasenkrämpfe, dann Lähmung. Ver-
Europa, Sibirien, Nordamerika,
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3 wirrungszustände mit Schwatzhaftigkeit und Lachzwang. Rauschzustände.
Südafrika Gebraucht. Amp. D4, D6 Angina-pectoris-Syndrom. Venöse Stase in den Extremitäten. Cyanose. Blässe,
Frischer Fruchtkörper heiße und kalte Schweiße, Wallungen, Hautjucken. Schlundkrämpfe. Quälen-
Zahlreiche Basen: Cholin, Acetyl- Choreatische und epileptiforme Zu- der Durst.
cholin, Muscarin, Muscaridin- stände. Blasenlähmung, Lidkrämpfe,
Diffuse Paraesthesien wie Eisnadelprickeln. Muskelzuckungen allerorts. Ver-
KÖGL, Bufotenin, Ibotensäure, anginöse Herzbeschwerden, Hyper-
hidrosis, klimakterische Wallungen, schlimmerung morgens, während der Menses und nach Exzessen. Körperliche
Muscazon und Butyltrimethyl- Arbeit bessert.
ammonium. Selen und Vanadium multiple Sklerose, Paraeathesien.
als Spurenelemente.
AMP + +

31
botanische. Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt Indikationen Modalitäten

Agnus castus
Vitex agnus-castus L. Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Keuschlamm. Mönchspfeffer Verr. ab 1)2
Geschlechtsorgane.
Farn. nat.: Verbenaceae Amp. ab D4
Depressive Stimmungen, Tagesschläfrigkeit, mangelnde Libido. Mit größeren
Südeuropa. Kleinasien Dosen kann übermäßige Libido gedämpft und der Oestrus hinausgezögert
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4. D6, D2 werden.
Getrocknete, reife Früchte Gebräuchl. Amp. D4
Cineol (soll Corpus-luteum-artig An allen Schleimhäuten katarrhalische Erscheinungen.
wirken).
Neurasthenie, Depression, Impotenz.
AMP(+)

Ailanthus glandulosa
Ailanthus glandulosa ÜESF Vorst-hnU .'u: Urünktur
Götterbaum Verr. ab Dl
Farn. nat.: Simarubaceae Amp. ab D3 Z N S . , Haut, Schleimhäute, Magen-Darm-Kanal, Herz.
Ostasien, Indien, China, Japan Verwirrungszustände, kongestive Kopfschmerzen, hochgradige Schwäche,
Gebräuchl. Tbl. (Dill.) D2, D3, D4 Rachenring und Mandeln hochrot entzündet, Konjunktivitis, Schilddrüse und
Frische Sprosse, Blüten und Ohrspeicheldrüse schmerzhaft geschwollen. Kolikartige Gastroenteritis. Haut-
junge Rinde. ausschläge, die nicht recht herauskommen.
Septischer Verlauf, hochgradige
Ailanthin, Saponin, Gerbstoff u. a. Schwäche und Kollapsneigung bei
Infektionskrankheiten.
AMP + +
Tiefste herstellbare Potenz Organspezirität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Modalitäten
pharmazeutische Daten Haupt indikationen

Vorschrift 3a: Urtinktur


Aletris farinosa Tabl. ab Dl
Aletris farinosa L. Amp. ab D4

Sternwurzel, Runzelwurzel
Bänderapparat des kleinen Beckens, Bindegewebe, Uterus, Enddarm.
Farn. nat.: Liliaceae Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4,
Dil. Dl Schwindel mit Erbrechen, Durchfall mit Obstipation wechselnd. Unterleibs-
Nordamerika Gebrauch!. \nm. 1>4 koliken, starke Regelblutung, Prolapsgefühl, ätzender Fluor alb., Gebärmutter-
senkung mit Obstipation und begleitenden Kopfschmerzen.
Frische Wurzelknolle
Laxierendes Harz, Bitterstoffe Beschwerden bei Uterusprolaps und
l'ntcrleibsseh wache nach Geburten.
AMP +
Allgemeine Bindetewebssohwache,
Dysmenorrhoe, Fluor albus, Obsti-
pation.

Allium sativum
Sondervorschrift HAB: Urtinktur
Alliutn sativum L.
Verr. ab Dl
Knoblauch
Amp. ab D3
Farn. nat.: Liliaceae Gefäßintima, Gefäßnerven, Magen-Darm, Bronchien.
Orient Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, Dil. Dl Depressionen bei Magen Überladung, Brennen und Schwere im Magen, Obsti-
pation. Schnupfen, asthmatische Beschwerden.
Frische Zwiebeln
Schwefelhalt, äther. öl, mit Me- Die Anwendung bei Arteriosklerose und Hypertonie ist empirisch.
Arteriosklerose, essentielle Hyper-
thyl-, Allyl- und Propyl-disul- tonie, Dyspepsie bei starkem Fleisch-
fiden ; Allicin, Cycloalliin ; Cholin, genuß, Aufstoßen. Sodbrennen, Mete-
HCNS; Glutamyl-peptide. Vita- orismus, gastrocardialer Symptomen-
mine (A, Bi, Allithiamin, C). En- komplex, Obstipation.
zyme Alliinase, Scordinin; Jod.
AMP(+)
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Aloe Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Magen Darm-Kanal, besonders Colon, Plexus haemorrh. supp. et inff., Leber
Stammpflanzen: Aloe socotrina, Verr. ab Dl
Amp. ab D4 und Pfortader.
A. ferox und A. africana (MILLER)
Meteorismus, morgendliche Durchfälle mit Hitzegefühl in Ampulle und am
Farn, nat.: Liliaceae
Gebräuchl. TU. <Dil.) D3, D4 After. Dysenterieartige Zustände mit Blutabgang. Pfortaderstauung mit
Afrika, Mittelmeerländer, Indien Haemorrhoidalblutungen.
Getrockneter Saft d. Blätter Akute Gastroenteritis, Dysenterie.
Große Schwäche nach den Diarrhoeen.
Colitis simplex. Incontinentia alvi.
Emodin, Aloin, Harz
Haemorrhoiden. Pfortaderstauung.
AMP +

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Alumina Dil. ab D6
Schleimhaut des Enddarms. Z.N.S. mit Störungen nach Art der progr. Paralyse
Aluminiumoxyd, Tonerde = AI2O3 Amp. ab D8 und Tabes dorsalis. Blase.
Atonische Obstipation mit trockenen Stühlen ohne jeglichen Stuhldrang.
AMP f- + Gebräuchl. Tbl. D3, 1)4. D6
Fluor albus, chron. Rhinitis u. a. chron. Schleimhautkatarrhe mit zähem
Gebräuchl. Amp. D12 u. höher
Sekret. Ischuria paradoxa.
Atonische Obstipation. Senium.
Kalte, frostige Personen mit schlaffem Hautturgor und verminderter Re-
Arteriosklerose. Chron. Schleimhaut-
katarrhe, Blasen- und Mastdarm- aktionslage (Senium).
lähmung.

Ambra
Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl
Ambra grisea Z.N.S., besonders Psyche. Neurovegetativum.
Verr. ab D2
Grauer Amber, talgartiges Aus- Depressionen, reizbare Schwäche, vegetative Dystonie, Menschenscheu, Platz-
Amp. ab D6
scheidungsprodukt aus den Ein- angst, Hysterie, Gedächtnisschwäche.
geweiden des Pottwals (Physeter
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4 Erschöpfte, müde Personen; paßt für Kinder und Greise. Erregung verschlim-
macrocephalus L.).
mert, Besserung im Freien.
Ambrein, Epikoprosterin, Ketone, Psychasthenie. Neurasthenie.
freie und veresterte Säuren u. a. Arteriosklerose.
AMP +

37
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u.obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Ammi visnaga Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Ammi visnaga (L.) LAM.
Verr. ab D2
Zahnstocher-Ammei, Khella Amp. ab D4
Fam. nat.: Umbelliferae
Coronargefäße. Bronchien, glatte Muskulatur, Nieren.
Nordafrika und Vorderer Orient, Gebräuchl. G und DU. D2
in wärmeren Ländern kultiviert Gebräuchl. Amp. D4 Ammi visnaga ist seitens der Homöopathie noch nicht geprüft. Auf Grund
seiner Nebenwirkungen kann es bei Nausea und Vertigo in Potenzen von D3 bis
Getrocknete, reife Früchte
D4 Anwendung finden. Irr. übrigen gelten die nebenstehenden Indikationen mit
Durchblutungsstörungen des Herz- einer Dosierung von 2—3mal 10—-15 Tropfen der Urtinktur (= Dl) bis D2 zur
Furanochromt'. bes. Khellin, muskels im Sinne der Angina pectoris Erzielung einer regulären Spasmolyse von relativ anhaltender Wirksamkeit.
Khellinol. Visnagin, V'isnaminul bti Coronarspasmen. Asthma bron-
und y-Benzopyronderivate Vis- chiale, spastische Bronchitis, Per-
nadin und Samidin ( = ,,\'isnagan tussis, Krampfzustände und Koliken
Fraktion") der Gallen- und .Harnwege, Migräne.
Dysmenorrhoe, Xausea, Vertigo.
AMP(--)

Ammonium bromatum Vorschrift 5: Lösung = Dl


Ammoniumbromid Verr. ab D2
XH4Hr Amp. ab D4 Schleimhaut der oberen Luftwege.
AMP + Besonders geeignet bei Kitzelhusten und nervösen Reizkatarrhen.
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) 0 3 , D2, D4
Das weitere Arzneibild wie bei Ammonium carbonicum.

Reizhusten, Krupphusten. Laryn-


gitis, Bronchialasthma, Heiserkeit.
Tiefst« herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Haupt indikationen

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Ammonium carbonicum Reizwirkung auf Vv. haemorrhoidales supp. et inff., Schleimhäute der oberen
Luftwege, indirekte Ischiadicuseinwirkung.
Amrnon. carbonat Amp. ab D4
Schlaffe, matte Personen mit mangelnder Reaktionsfähigkeit. Trockener Reiz-
Hirschhornsalz. XH4HCO3 und husten und Kehlkopfkatarrh. Nasenbluten und chron. Rhinitis. Herzklopfen,
XH.CUOXH4 in wechselnder Gebräuchl. Tbl. (Dil.)
Atemnot, kalter Schweiß. Ischias mit typischer Verschlimmerung beim Husten,
Mischung. D3, D4, D6
Niesen und Pressen.
AMP + Verschlimmerung durch Nässe, Kälte und nachts.
Ischias, Pharyngo-Laryngitis. Kreis-
laufschwäche mit Kollapsneigung.
Haemorrhoiden. Rhinitis.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Ammonium chloratum Verr. ab DI Schleimhaut der oberen Luftwege, Enddarm, Leber, Lymphdrüsen.
Ammoniumchlorid Amp. ab D4 Starke Absonderung der Schleimhäute, wechselnder Stockschnupfen, Rachen-
verschleimung, Hals rauh und wund. Obstipation mit trockenen, bröckeligen
Ammonium munaticum, NH <C1
Stühlen. Diffuse rheumatisch-neuralgische Schmerzen. Gefühl, als wären die
AMP + + Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6, D2 Sehnen der Unterschenkel zu kurz.
Gebräuchl. Amp. D4, D6
Kältegefühl zwischen den Schulterblättern. Schlaffe, kraftlose Menschen.

Erkältungsfieber, Katarrhe der oberen


Luftwege, Stomatitis.

Vorschrift 5: Lösung = Dl f Larynx, Trachea, Bronchien.


Ammonium jodatum Verr. ab D2 t
Die Anwendung beruht auf reiner Empirie. Das Mittel ist leicht zersetzlieh. Die
Amp. ab D4
Ammoniumjodid, NH 4 J Wirkung ähnelt der von Jod, ist aber intensiver. Es wird bei Bronchiolitis und
Bronehopneumonie der Kinder gebraucht, besonders wenn der Schleim festsitzt
AMP ( - ) Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D2, D4 und kaum herausgebracht werden kann. Als Zusatzmittel bei Kehlkopftuberku-
lose mit eitrigem, blutstreifigem Auswurf neben spezifischer Behandlung von
Wert.
Bronchiolitis und Bronchopneumonie
der Kinder, Laryngitis.

41
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fitat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt indikationen Modalitäten

Anacardium
Semecarpus anacardium L. Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t

Verr. ab D2 f Duodenum, Haut, Mastdarm, Z.N.S.


Malakkanuß,
Amp. ab D6 Appetitlosigkeit, Nüchternschmerz mit Besserung nach dem Essen. Allgemeine
ostindische ,.Elefantenlaus"
Depression und nervöse Erschöpfung. Hauterytheme und hartnäckige peraphi
Farn, nat.: Anacardiaceae ginöse und pustulöse Hautausschläge.
Gebrauch!. Dil. (Tbl.) D3, D4, D6
Südariien Gebrauch!. Amp. D6, D12 u. höher Pflockgefüht im After. Gefühl des „Niefertigseins" nach Stuhlgang. Hunger-
Reife getrocknet« Früchte schmerz.
Anacardsäure. Cardanol Ulcus duodeni erfordert meistens D2, doch muß auf tvberempfindlichkeit
Ulcus duodeni. Pemphiginöse Exan-
(Gemisch von 4 Phenolen); geachtet werden.
theme. Nervöse Obstipation.
fettes 01, ^-Sitosterol.
AMP + +

Anhalonium Vorschrift 3a: Urtinktur


Lophophora lewinii Thomps
Verr. ab Dl f
Anhalonium lewinii Hennings Amp. ab D4

l'eyotl Z.N.S., besonders Hirnrinde. Herz und Gefäße.


Gebraucht. Dil. D3, D4, D6 Rauschmittel; erzeugt vielfältigste Halluzinationen mit wundersamen Farben-
Fam. nat.: Cactaceae Gebräuchl. Amp. 1)4 bildern, räumlich-zeitlicher Desorientierung, optischen und akustischen Phä-
Mexiko nomenen und personellen Visionen. Perspektiven sind überdimensional ver-
ändert. Völlige Euphorie. Bradycardie. Stenocardie. Paraesthesien.
Frische Pflanze mit Wurzel Psychosen, geistige Verwirrungszu-
stände, periphere Durchblutungs-
Mescalin, Anhalonin u. a.
störungen und Brachialgia paraesth.
Alkaloide.
noct.
AMP + +

43
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt Indikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl ft
Antimonium Du. ab D6
arsenicosum Amp. ab D8
Bronchien, Herz.
Antimonpentoxid und Arsen - Gebraucht. Tbl. D4, D6, 1)3 Unruhe. Dyspnoe, hartnäckiger Husten, Cyanose, Stauung im kleinen Kreislauf
trioxid zu gleichen Teilen. durch chron. Emphysem oder Asthma und dadurch bedingte Herzp"»skel-
AMP( + ) sch wache
Bronchitis, Bronchiolitis, Emphysem-
bronchitia, Asthma bronchiale, Myo-
Verschreibungspflichtig bis cardsch wache bei chron. Lungen-
einschließlich D3 leiden.

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Antimonium crudum Dil. ab D6 Magen-Darm-Kanal, Haut.
Stibium sulfuratum nigrum Amp. ab D8
Skrofulöse Konstitution. Zustände wie nach Magenüberladung,mit Völlegefühl,
laevigatum Erbrechen, Appetitlosigkeit. Widerwille gegen alle' Speisen. Durchfälle mit viel
Gebrauch). Tbl. D4, D3, D6, Dil. D8 Schleim und unverdauter Nahrung. Rhagaden an den Haut-Schleimhaut
Schwarzer Spieüglanz. etwa Sb Gebraucht. Amp. D8, D15 u. höher Übergängen, juckende Ekzeme und derbe, hornige Hautschwielen.
aus natürl. Mineral
Gastritis acuta, Dyspepsie, Colitis Charakteristisch ist verdrießliehe Stimmung und dick-weiß belegte Zunge
AMP + + bei den Magen-Darmsymptomen.
ulcerosa et membranacea, chron. Ek-
zeme, Hyperkera tosen, Rhagaden,
Warzen.

Vorschrift 6: Verr. = D1
Antimonium sulfuratum Dil. ab D6
aurantiacum Amp. ab D8
Bronchien.
Sulfur stibiatum aurantiacum
Gebraucht. Tbl. D3, D4, D6, D2 Reichliche, zähe Schleimansammlung in den Bronchien und dem Nasen-
Goldschwefel Gebraucht. Amp. D8 Rachenraum. Gutes Lösungsmittel bei chron. Bronchitis!
etwa SbaSs
Chron. Bronchitis, Asthmahusten,
AMP (—)
Emphysembronchitis.
Tiefst« herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Z.N.S., Meningen, Haut, Schleimhäute, Nieren, Herz, Augen, Tonsitten,


Vorschrift 4b: Urtinktur = Dl t
Ovarien.
Apis mellifica Verr. ab D2 t
Brennen, Stechen, Rötung, Oedeme und Hitze beherrschen die befallenen
Apis mellifera L. Amp. ab D3 t
Regionen beim Apisbild. Alles ist von großer Unruhe begleitet. Kopfschmerzen,
Honigbiene Hirnhautreizung, Pavor nocturnus, Zähneknirschen. Fieber ohne Durst.
Gebrauch!. Tbl. (Du.) D3, T)4, D6 Neigung zu Eiterungen, schmerzhaften Furunkeln und Phlegmonen. Konjunk-
Fam. nat.: Apidae Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6, D12 tivitis, Oedeme der Augenlider, Lichtscheu, Chemosis. Herzstiche, Atemnot.
u. höher Anginöse Halsbeschwerden mit glasigem Schleimhautoedem. Scarlatiniforme
Europa, Asien, Amerika
und erysipeloide Hautausschläge. Eiweißhaltiger Urin mit Blasentenesmen.
Ganze Biene Akute und subakute Entzündungen Herabdrängende Unterleibsschmerzen. Dumpfes Ziehen in den Adnexen.
Apisinum u. a. der Haut und der Schleimhäute, ent- Erbrechen, Durchfall, Sphincterschwäche.
zündliche Oedeme, Erysipel, Urticaria,
AMP + + Charakteristische Apissymptome: Schläfrigkeit, oedematÖse Schwellungen,
beginnende Phlegmone, Furunkel,
Durstlosigkeit, Unerträglichkeit von Wärme. Stechende Schmerzen, Zer-
Angina, Scharla'chnephritis, Insolatio,
schlagenheitsgefühl, Verschlimmerung nachmittags. Besserung durch Kälte
Meningismus, Hydropsien, kleine
und frische Luft.
Ovarialcystome.

Apisinum
Apis mellifera L. Vorschrift 6: Verr. = D2 f
Apis mellifica L. SV Lösung = D3 t
Honigbiene
Amp. ab D8
Fam. nat.: Apidae Arzneibild und Indikationen entsprechen denen von Apis (s. dort).
Europa, Asien, Amerika
Gebraucht. Tbl. D4-D6, Dil. ab D8
Reines Bienengift
Gebräuchl. Amp. D8
Proteinkörper, Melittin, Histidin,
Histamin, Phospholipase A,
Hyaluronidase, Lezithase A
sowie ein Hämolysin.
AMP + +
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten H auptindi kationen Modalitäten

Apocynum
Apocynum cannabinum L. Vorschrift 3a: Urtinktur t
Hanfartiger Hundswürger, Verr. ab Dl f
Indianerhanf oder kanadischer Amp. ab D3 f
Herz, Niere, Magen-Darm-Kanal.
Hanf
Gebriuchl. Du. D l , D2, D3 Apocynum wirkt im Sinne eines oralen Strophanthins. Es hat eine hohe diure-
Fam. nat.: Apocynaceae
Gebräuchl. Amp. D6 tische Wirkung, die sich mit der von Hg-Salzen messen kann, ohne die Hg-
Nordamerika
Toxizität zu besitzen.
Frischer Wurzelstock Cardiale und renale Oedeme, dekom-
Apocannosid, Cynocannosid; pensierte Hypertonie, feuchte Hera
Harmalol, ferner Triterpene und muakelinsufnzienz, dekompensierte
Acetovanillon Klappenfehler mit Dilatation. Aacites.
AMP + +

Apomorphinum Vorschrift 6: Verr. = Dl t


Z.N.S., Bronchien, Lungenvagus.
hydrochloricum SV Lösung = D2 f
Amp. ab D6 Wirkt in mittleren Dosen erregend auf die medullären Zentren, besonders auf
Apomorphinhydrochlorid das Brech- und Atemzentrum und in größeren Dosen exzitierend auf die Groß-
Apomorphinum muriaticum Gebräuchl. Tbl. D4, D3, D2 hirnrinde. Übelkeit, Speichelfluß, Schweißausbrüche, Blässe, beschleunigte
Gebräuchl. Amp. D6 Atmung und Bildung von viel Bronchialsekret, Hustenreiz mit Brechneigung,
heftiges Erbrechen. Muskuläre und motorische Unruhe.
AMP + (mit Injektionen)
Cerebrales Erbrechen, Nausea, Hyper- Der Ipecacuanha sehr ähnlich!
Verschreibungspflichtig bis emesis gravidarum, Labyrinthreizun-
einschließlich D3 gen, Kitzelhusten mit Brechreiz.

Aralia racemosa Vorschrift 3a: Urtinktur


Aralia racemosa L. Verr. ab Dl Kehlkopf, Trachea, Bronchien.
Amerikan. Narde Amp. ab D4
Schleimpfropfgefühl im Kehlkopf, Trookenheit im Halse. Besonders angezeigt
Fam. nat.: Araliaceae bei Reizhusten, der immer sofort beim Hinlegen auftritt, vorausgesetzt, daß
Gebräuchl. Tbl.,(Dil.) D3, D2
Nordamerika nicht Rechtsinsuffizienz mit Stauungshusten vorliegt (dann besser Scilla 8
Frischer Wuraelstock tgl. 3mall0—15 T r ) .
Reizzustände des Kehlkopfes und der
Araliasaponin, äth. 01 Trachea, Krampf- und Kitzclhusten.
AMP + Bronchitis, Asthma.
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Aranea diadema Vorschrift 4b: L'rtinktur = Dl f

Araneus diadematus CL. Verr. ab D2 f Periphere Nerven und Gefäße.


Kreuzspinne Amp. ab D4
Von GRAUVOGL bei hydrogenoider Konstitution empfohlen. Es besteht
Farn. nat.: Araneae auffälliger Wärmemangel, die Extremitäten sind eiskalt, überall bohrende
Europa Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D6, D8, D12
neuralgische Schmerzen mit Taubheit und Paraesthesien. Fieber mit Neuralgien
Tinktur der ganzen Spinne Gebräuchl. Amp. D4
und Neuritiden. Bohrend-grabender Schmerz im Fersenbein.
Hoher Giftgehalt!
Epeiralysin, -toxin und -trvpsin Neuralgien und Neuritiden, periph. Alle Beschwerden haben periodischen Charakter. Alles wird durch jegliche
Agglutiniert Erythrocvten Durchblutungsstörungen. Paraesthe- Feuchtigkeit verschlimmert.
AMP + sien.

Periphere Nerven, Parasympathicus, Muskeln, Gelenke. Magen, Leber, Gallen-


blase.
Große Unruhe, hastiges Verhalten, innere Zittrigkeit und Tremor. Konzen-
Aranin Vorschrift 6: Verr. - Dl ff trationsverminderung. Zerstreutheit mit Verlangen nach gesteigertem Nikotin-
abusus. Anfangs euphorisch, später depressiv. Schlaf gestört, häufiges Erwachen,
Araneus ixobolus THOR. wilde Träume. Stirn- und Schläfenkopfschmerz kongestiver Natur, migräne-
Dil. ab D6
Schwarze Nachtspinne Amp. ab D8 artig. Wäßrige Rhinitis. Trockene Schleimhäute der oberen Luftwege und des
Mundes. Druck und Spasmen in der Magen-, Leber- und Gallenblasenregion mit
Ordnung: Araneae Verschlimmerung durch Fette und Alkohol. Übelkeit. Helle Stühle. Leib-
Farn, nat.: Argiopidae Gebräuchl. Tabl. (Dil.) D8, D10, schmerzen, schlimmer durch Zusammenkrümmen und Sitzen, besser durch Aus-
(Radnetzspinne) DI2u. höher strecken und Rückwärtsbeugen. Muskelzucken der Extremitäten, Nacken-
steifigkeit, Lumbago und Brachialgia paraesthetica. Multiple rheumatische
Ost- und Südosteuropa Gebräuchl. Amp. D8, DIO, D12 Gelenkschmerzen. Allgemeines Frösteln, auch im warmen Zimmer; aber auch
Amerika Hitze Wallungen und Schweißausbrüche. Herzklopfen, Stenoeardie. Sowohl
Reines, fermentfreies spastische wie atonische Beeinflussung der Gefäße, je nach Dosis und Ausgangs-
Neuralgische und vasomotorische
Cheli/.erengift („aranin") lage. Parasympathicomimetische Tendenz zu Spasmen.
Kopfschmerzen, Neuralgien, Myalgien,
aus Aranea ixobola (Schwar/e Lumbago, Arthritis, Arthrosis. Em- Kältegefühl, große Unruhe, Tremor, Spasmen der willkürlichen und unwill-
Nachtspinne) pirisch bei essentieller und arterioskle- kürlichen Muskulatur. Verschlimmerung durch Ruhe, Kälte, Alkohol und am
rotischer Hypertonie. Morgen. Besserung durch Bewegung, Rückwärtsbeugen und Ausstrecken
AMP ++ (MEZGER) (Bauchorgane). Besserung nach Aufstoßen, Windabgang und nach Darment-
leerung. Besserung durch Rauchen.
Bei Arthritiden und Arthrosen am besten als intra- und subcutane Injektion
anwenden, bei Neuralgien und Migräne, evtl. auch bei Asthma bronchiale, als
intravenöse Injektion.
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
ehemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Argentum Vorschrift 6: Verr. = Dl


Argentum metallicum DU. ab D6
Metallisches Silber
Amp. ab D8
AMP + +
Arzneibild wie bei Argentum nitricum.
Gebraucht. Tbl. D6, D4, D3, D12

Gebrauch!. Amp. D8, D10

Indikationen wie bei Argentum


nitricum.

Argentum nitricum Vorschrift 5: Lösung = Dl f


Silbernitrat, Höllenstein AgNOs Verr. —
AMP + + Amp. ab D6 (nicht isoton!) Z.N.S., veget. N.S., Magen und Darm, sämtliche Schleimhäute.
Paßt für abgemagerte Menschen mit gealtertem Aussehen. Nervöse Gastro-
enteritis (Examensangst, Aufregung usw.), Magenspätschmerz, auch Nüchtern-
Gebrauch! DU. D6, D4
Gebräuchl. Amp. D«, D12 u. höher schmerz, Schleimerbrechen mit Luftaufstoßen. Nephritis mit Haematurie und
Albuminurie, Unruhe, Schwindel, Gedächtnisschwäche, allgem. Tremor.
Für die Magenbeschwerden ist Verlangen nach Zucker und süßen Speisen,
Gastritis, Ulcus ventriculi et duodeni. die aber nicht vertragen werden, typisch. Alle Schleimhautentzündungen
Dyspepsie, chron. Laryngitis, chron. lassen Splitterschmerz erkenn, (vgl. Acid. nitr).
Schleimhautkatarrhe, Nephritis, Me-
Verschreibungspflichtig bis tritis, Gervicitis, Neurasthenie,
einschließlich D3 Psychaathenie..
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Aristolochia Dil. Tabl. Glob. Verr. ab Dl I


Ovarien, Hypophyse ( ?), Uterus. Blase, Prostata; Magen-Darm-Kanal, he
Amp. ab D12 sonders Enddarm; Haut.
Aristolochia ciematitis h.
Osterluzei Periode verspätet oder aussetzend, fehlende Menarche wird eingeleitet. Schwere
Sekundäre Amenorrhoe, Lactations-
Dysmenorrhoe. Menorrhagie wird sehr verstärkt. Fluor albus. Depressionen,
Farn. nat./Aristolochiaceae amenorrhoe, reflekt. Situationsame-
allgem. Zersehlagenheit und viel Frieren. Durchfall mit Tenesmen und Schleim-
norrhoe (Lager, Flucht usw.), Fluor,
Süddeutschland, Südeuropa abgang. Magenschmerzen mit saurem Erbrechen. Blasenschmerzen mit l'rethra-
verspätete Menarche, Klimakterium,
reizung, Pollaki'surie und Nykturie. Stechende und reißende Gelenkschmerzen.
1 risches Kraut zu Beginn der Blüte Sterilität, Dysmenorrhoe, klimakt.
Arthropathien, Cystitis, Reizblase, Aristolochia ist dem Pulsatillabild sehr ähnlich. Alldem, venöse Stase. Ekzeme.
Aristolochiasäuren, Clematitin, Enuresis, Prostatitis, Epididymitis. Besserung durch eintretende Absonderung, durch Bewegung und frische Kuft.
Vitamin C. Lokale Wärme bessert auch. Vor und nach der Regel alles schlimmer. Besserung
Äußerlich als Wundmittel. Wirkung während der Regel.
AMP + ähnlich wie Echinacea!

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl

Arnica Verr. ab D2
Amp. ab D4 Muskel, Bindegewebe. Gefäße. Herz, Magen-Darm, Haut. Haupt mitte! bei
Arnica montana L. traumatischen Störungen (s. Indikationen).
Gebräuchl. Dil. (TW.) D3, D4, D6, D2
Farn. nat.: Compositae Innerlich in den gebräuchlichen Potenzen und äußerlich als Arnica-Extern
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10, D12
Wolferlei oder Bergwohlverleih (1:5 verdünnt) oder Arnica-Salbe anzuwenden.
u. höher
Europ. Hoch- und Mittelgebirge Das Mittel paßt besonders für muskulöse, blutreiche Menschen mit Xeigung
Quetschungen, Kontusionen, Distm zu Kongestionen. Zersehlagenheitsschmerz. Muskelschmerzen und neural-
Getrockneter und gepulverter sionen, Haematome, FurunkuloM . gische Beschwerden beherrschen das Mittelbild. Es hat auch gute tonisierende
Wurzelstock nebst Wurzeln Blutungsdiathesen, Hilfsmittel bei Gefäß- und Herzwirkungen. Magen-Darm-Wirkungen im Sinne' der Gastritis
Apoplexien und Retinablutungen; und Dyspepsie.
Äth. öl, Gerbstoffe, Katechin
allg. Neuralgien und Myalgien, Muskel-
AMP + + Zerschlagenheitsschmerz, Verschlimmerung durch jegliche Bewegung und
kater, Ischias. Varicen, Stenocardie, Erschütterung.
Hypertension, Arteriosklerose. Herz-
muskelschwäche .
Arnioa ad usum externum
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = DI tt
Arsenicum album Sondervorschr. HAB = Lösung D2 tt
Arsentrioxid = Acidum arseni- Amp. ab D4
cosum anhydricum
GebrSuchl. TW. (Dil.) D4, D6, D3, D12
Weißes Arsenik AS2O3 Gebräuchl. Amp. D4, D6. D10, D12, Z.X.S., veget. N.S., periphere Nerven, endokrine Drüsen, besonders Schild-
D1S u. höher drüse, Xieren, Haut, Magen-Darm-Kanal.
AMP + +
Dosierung für Haut und Nerven Allgemeine Schwäche, Abmagerung, Hinfälligkeit, Blasse, Cyanose, große
D6 und höher, Unruhe und Angst bis zur Todesfurcht, kalte Schweiße, trockene Schleimhäute,
alle objektiven und subjektiven Symptome gehen mit Brennen einher. Herz-
Dosierung für die Verdauungswege schmerzen. Trockener Husten und Kurzatmigkeit beim Hinlegen. Diffuse
D4-D6 Diarrhoeen. Haut juckend und brennend, nässende Exantheme multiformer
Art. Neuritiden bis zur Polyneuritis. Viel Durst. Albuminurie, Zylindrurie,
Kachexie, Basedow, akute Gastroen- nephrogene Hautoedeme. Alle Erscheinungen neigen zur Periodizität.
teritis, Brechdurchfall, Dysenterie,
Typisch sind: Kachexie, Adynamie, Angst, Durst, Brennen, Periodizität,
Neuritiden, Neuralgien, Dermatosen,
Vers' hlimmerung mitternachts und in Ruhe, Besserung durch Wärme.
Dermatitiden, Ekzeme, Liehen ruber
planus, Psoriasis, Carcinombeziehun-
gen, Endo-, Peri- und Myocarditis,
Verschreibungspflichtig bis Nephritis, fettige Degeneration in
einschließlich D3 allen Organen.

Vorschr. 6: Verr. = Dl tt
Arsenum jodatum SV Lösung = D3 tt
Arsentrijodid A8J3 Amp. ab D4 Drüsen, Lunge, seröse Häute.

AMP(+) Das Arzneibild ist eine Mischung des obigen Arsenbildes mit dem Jodbild.
GebrSuchl. TU. (Dil.) D6, D4
Gutes Resorptionsmittel bei Pleuritis und Pneumonie. Hauptmittel bei der
Gebräuchl. Amp. D6
Lungentuberkulose.

Tuberkulöse, skrofulöse Drüsen, Hilfs- Schwäche, Nachtschweiße und Abmagerung bis zur Kachexie.
Verschreibungspflichtig bis mittel zur Resorption bei Pneumonie
einschließlich D3 und Pleuritis.
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Arum triphyllum
Arisaema triphyllum (L.) TORR.
Arum triphyllum L. Vorschrift 3a: Urtinktur f
Zehrwurzel Verr. ab Dl f
Amp. ab D3 t Schleimhaut der oberen Luftwege und Mundhöhle.
Farn. nat.: Araceae
Trockener Husten, Heiserkeit bis zur Aphonie besonders bei Rednern und
Amerika, China
Sängern, Stimme schnappt über. Kehlkopf rauh und trocken. Wundmachende
Gebrauch). DU. D2, D3
(ähnlich Arum maculatum) Rhinitis. Akute Schwellung der Zunge.
Frischer Wurzelstock (vor der
Entwicklung der Blätter zu Heiserkeit, Aphonie, Pharyngo-Laryn-
sammeln). gitis, Khinitis, Glossitis.

Toxine, Blausäure
AMP ( + )

Asa foetida
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Ferula assa-foetida L. und
F. alliacea BO1SS. Verr. ab D2
Amp. ab D6 Neürovegetativum, Magen -Darm- Kanal.
Stinkasant
Quälendes Globusgefühl im Hals. Magendruck mit ranzigem Aufstoßen und
Fam. nat.: Umbelliferae vor allem mit dauerndem und explosivem Rülpsen und Aufstoßen. Viel meteo
Gebraucht Tbl. (DU.) D4, DJ, D6
Persien, Afghanistan ristische Beschwerden.
Gebrauch!. Amp. D6
Gummiharz mehrerer Ferulaarten Nächtliche Verschlimmerung, stinkende Sekrete.

Ferulasäureester, Asaresitannol, Gastritis, Meteorismus, Hypochon-


Ferulasäure. Umbelliferon, drie, Globus hystericus, gastro-
schwefelhaltiges äth. öl u. a. cardialer Symptomenkomplex.
AMP + +
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische, subj. u. obj. Symptomatik und
Gebräuchlichste Potenz
chemische und Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Asarum Vorschrift 3a: Urtinktur


Asarum europaeum L. Verr. ab Dl
Z.N.S., Brechzentrum, Bronchien, Emmenagogum, Magen-Darm-Kanal.
Haselwurz \mp. abD3
Überempfindlichkeit gegen alle nervösen Eindrücke. Gefühl, als wenn der
Farn. nat.: Aristolochiaceae Körper in der Luft schwebe. Geistige Apathie. Nervöses Erbrechen, Gastro-
Gebräuchl. TU. (DU.) D8, D4, D6
Kuropa enteritis mit Kolik.
Frischer Wurzelstock Zentralnervöse Störungen mit In stärkerer Dosis ähnlich wie Apomorphin oder Ipecacuanha als Brechmittel
Äth. öl, Asaron, Diasaron, Asaryl „hysterischer" Färbung. wirkend!
aldehyd, Citronensäure,
Erkältungsfieber, Gastritis, Nausea.
Sesquiterpen u. a.
AMP +

Asclepias tuberosa Vorschrift 3a: Urtinktur f


Asclepias tuberosa L. Verr. ab Dl f Seröse Häute, besonders Pleura; Magen-Darm-Kan;al.
Knollige Seidenpflanze Amp. ab D3 f In Amerika direkt ,,Pleuresy-root" = Pleuritiswurzel genannt. Wirkung
Farn. nat.: Asclepiadaceae ähnlich wie Bryonia. Heftige, stechende Brustsohmerzen mit Verschlimmerung
Gebrauch!. DU. Dl, 6 beim Atmen, Husten, Niesen und Sprechen, ganz wie bei Pleuritis und Peri-
Nordamerika carditis. Viel dumpfe Kopfschmerzen. Intercostalseh merzen. Akute Castro-
Gebräuchl. Amp. D3
Frischer Wurzelstock enteriti«.
Glykosid Asclepiadein, Asclepion, Pleuritis sicca et exsudativa, Inter-
Bitterstoff costalneuralgie.
AMP (+ +)
Atropinum sulfuricum Vorschrift 5: Lösung = Dl tt
CMH«N.OIOS • H , 0
Verr. ab Dl tt Z.N.S., Auge, Magen-Darm-Kanal, glatte Muskulatur.
Amp. ab D4
Atropinsulfat Psychisch reizbar und ängstlich. Periodische Migräne, besonders abends und
Alkaloid aus Atropa Belladonna Gebräuchl. TU. (DU.) D4, D6 nachts. Hirnreizungszustände mit Bewußtlosigkeit. Delirien, Halluzinationen
AMP + + Gebräuchl. Amp. DS und Krämpfen. Diffuse Neuralgien. Krämpfe der glatten Muskulatur, besonders
Gesamtwirkung entspricht dem Neuralgien, Migräne, Gesichtstäu- des Magens, des Darms, der Gallen- und Harnblase. Trockene kSchlcimhäute,
Belladonnabild, Atropin ist aber schungen, Oesophagus- und Magen- Am Auge Sphincterlähmung mit Akkomodationsstörung.
stärker krampilösend. krampf, Koliken der glatten Mus- {Im übrigen vgl. Belladonna!).
Verschreibungspflichtig bis kulatur, Krampfhusten, Keuchhusten,
einschließlich D3 Asthma bronchiale, Epilepsie.

60
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. ohj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitaten

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Aurum Dil. ab D6 Z.X.S., Bindegewebe, Knochen, Auge, Herz und Gefäße, Drüsen, Uterus.
Amp. ab D8 Konstitutionell handelt es sich um gestaute Pykniker mit Plethora, Gesiehts-
Aurum metall. cyanose im Sinne starker Vollblütigkeit bis zur Polvglobulie (Facies der Wein-
MetalliBch.es Goldpulver. Au. Gebräuchl. Tbl. D6, D4 trinker). Wallungen und Kopfkongestion. Neben den heute üblichen Lues-
Gebraucht. Amp. D8, D10 u. höher und Tuberkulosebehandlungen sollt« es stets mit Verwendung finden, besonders
AMP + +
bei nebenstehenden Indikationen. Für die Herz- und Kreislaufleiden des ge-
nannten Knnstitutionstvps ist Gold sehr wirksam: besonders auch bei Arterio-
Stenocardie, Hypertension, Poly-
sklcrose und Hypertension. Bei gynäkologischen Affektionen ist ebenfalls die
globulie, Arteriosklerose, Folgen der
Lues, Keratitis parenchymatosa und Beachtung obiger Konstitution wichtig, wobei der (Jenitalbefund eine Klein-
Herpes corneae, Ozaena, Depressi- beckenplethora sowie auffallend starke Ausbildung der Ovarien und des
onen, Melancholie. Z.N.S.-Störungen Uterus ergibt. Prolapsgefühl.
verschiedenster Art. Drüsen- und
Hodentuberkulose, Lupus. Myome. Psychisch stehen Angst, Melancholie, Depressionen bis zur Suiridneigung im
Prostatahypertrophie. Lebercirrhose. Vordergrund. Habitus apoplecticus. Nächtliche Verschlimmerung.

S.V. Dil. ab D3

Aurum colloidale Vorschrift 7: Verr. ab D3


Amp. ab D6
AMP + +
Arzneibild wie Aurum metall. Von STIEGELE als D 5 - Dfi bei Herz- und
(vgl. Aurum) Gebräuchl. Tbl. D4, D6 Kreislaufleiden bevorzugt.
Gebräuchl. Amp. D4, D6

vgl. Aurum.

Vorschrift 6: Verr. = D2 t
Aurum jodatum Dil. ab D6
Amp. ab D8
AuJ Arzneibild wie bei Aurum metall. Von STIEGELE besonders bei chron.
Pericarditis, Arteriosklerose, Ozaena, Lupus, Ostitis, Ovarialcystomen, Myomen
AMP (—) Gebräuchl. tbl. D4, D3, D6
und beim Senium bevorzugt. Ferner bei Drüsen- und Hoden-Tbc.
(vgl. Aurum) Gebräuchl. Amp. «10

vgl. Aurum.

82
63
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Aurum chloratum Vorschrift 5: Lösung = Dl f


natronatum Verr. ab D2 f
Aurum muriaticum natronatum Arzneibild wie bei Aurum.
Amp. ab D6
Goldchlorid-Chlornatrium
NafAuCU] • 2HJO Bevorzugt benutzt'bei den gynaekologisehen Indikationen. Wegen der guten
Gebriuchl. Dil. (TW.) D4, D3, D6 Löslichkeit aber auch bei allen anderen Aurum-Indikationen gut zu verwenden.
AMP(++) Gebrauch!. Amp. D6
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 siehe Aurum.

Avena sativa
Vorschrift 1: Urtinktur
Avena sativa L.
Z.N.S.
Verr. ab Dl
Hafer
Amp. ab D3 Bei nervösen Erschöpfungszuständen wirken 3mal 5—10 Tropfen täglich
Farn. nat.: Gramineae tonisierend. Bei Schlaflosigkeit abends 15—20 Tropfen vor dem Schlafen.
Alle Getreideanbaulander Gebriuchl. ö- Dil. Di Wirkung kommt den Barbitursäurederivaten nahe, ohne deren nachteilige
Nebenwirkungen zu besitzen. Bei Morphinismus ein gutes Gegenmittel zur
Frisches blühendes Kraut Überbrückung von Entziehungserscheinungen bei der Entwöhnung.
Schlaflosigkeit, Erschöpfungs-
Flavone (Apigeninglykoside) zustände.
AMP (—)

Baptisia
Vorschrift 3a: Urtinktur f
Baptisia tinctoria R BR.
Verr. ab Dl f
Wilder Indigo Amp. ab D3 f ZNS.
Farn. nat.: Leguminosae
Das AMB entspricht dem Symptomenkomplex des Abdominaltyphus. Hohe:
Nordamerika Gebrauch!. Tb). (DU.) DZ, D3, D4 Fieber, Delirien, Halluzinationen, fuliginöse Zunge, beschleunigter Puls.
Gebrauch!. Amp. D6
Frische Wurzel mit der Rinde Aligemeines Zerschlagen hei tsgefühi. Verschlimmerung nachmittags.
Glykoside Baptisin und Baptin, Septische und typhöse Fieber, akute
Alkaloid Cytisin. Infektionen mit Toxinschmerzen.
AMP + +

65
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl f

Barium carbonicum Dil. ab D6


Herz, Gefäße, Drüsen.
Amp. ab D8
(Baryta carbonica) BaCOs
Harte klopfende Herztöne bei Myocardschwäche (sog. Baryttöne, WAPLER)
Bariumcarbonat Gebraucht. Tbl. D4, D3, D6, Dil. D8 alter Leute, Schwindelzustände, Gedächtnisschwäche und .Schlaflosigkeit bei
Gebraucht. Amp. D8 ArterioskJerose. Skrofulöse Lidrandentzündungen, chron. Ohrenfluß, Lymph-
Natürlich als Witherit
drüsenschwellung. Physisch und psychisch reduzierte Kinder. Das Mittel
vorkommend. Arteriosklerose, Altersherz. Skrofu- braucht 2—3 Wochen Anlaufzeit bis zur deutlichen Wirkung.
AMP + + löse Drüsenaffektionen, Tonsillen-
hypertrophie. Senium.

Vorschrift 5: Lösung — Dl f
Vorschrift 6: Verr. = Dl t Tonsillen, Tubae Eustachii, Nasen-Rachenraum, Herz, Gefäße.
Barium chloratum Herzangst, allgemeine Zittrigkeit, Schwäche und Schweregefühl in den Beinen.
Amp. ab D4
Bariumchlorid Erhöhter Blutdruck. Viel Herzklopfen, besonders bei Linkslage. Leeregefühl im
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3 Epigastrium. Meteorismus und Durchfalle. Besonders wertvoll sind die Bezie-
Barium muriaticum
hungen zum Nasen Rachenraum: Neigung zu rezidivierender Erkäitlichkeit
BaCl2 2H*O Hypertonie, evtl. auch Hypotonie, mit Tonsillitis, dabei gern Ohrenbeteiligung im Sinne des Tubenkatarrhs mit
Altersherz, periphere Durchblutungs- Ohrenknacken, Zufallen der Ohren und Gehörstörungen. Trockene Rachen-
AMP +
störungen, Arteriosklerose, Coronar- katarrhe.
sklerose Erkältlichkeit, rezidiv. Ton-
sillitis, Tubenkatarrhe, Rachen- Nach DAHLKE Schwäche und Leeregefühi im Epigastrium ein Leitsymptom.
katarrhe. Bei Hypotonus niedere Potenzen, bei Hypertonus höhere Potenzen geben.

SV Lösung = Dl t

Barium jodatum Verr. ab. D2 t


Amp. ab D4 Drüsen, Herz, Gefäße.
(Baryta jodata) BaJs • 2HjO
Wie bei Barium carbonicum, nur ist die Wirkung auf Drüsengewebe stärker.
Bariumjodid Gebraucht. Tbl. (DU.) D4, D3, D6 Ferner hat es recht gute Wirkung bei Hypertension auf arteriosklerotischer
Gebrauch! Amp. D8 Basis. Die RR-Werte des Blutdrucks werden zwar nicht wesentlich be-
AMP {—)
einflußt, aber das subjektive Befinden erheblich gebessert. Kur von 2 bis
Arteriosklerotische Hypertension, ex- 3 Monaten mit D4-D3 täglich 3mal 1 Tablette nötig.
sudative Diathese. Sonst wie bei
Barium carbonicum.

67
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Belladonna Vorschrift 2a: Urtinktur f


Parasympathicus und Z.N.S., periphere Nerven, Schleimhäute und Meningen,
Atropa bella-donna L. Verr.abDlt Auge, obere Luftwege, Magen-Darm-Kanal, Drüsen, Haut.
Amp. ab D3 t
Tollkirsche Fieberhafte Zustände mit arterieller Hyperaemie (Kongestionen), heftigem
Herzklopfen, das bis in die A. carotis fortgeleitet erscheint. Arterielle Pulsa-
Farn. nat.: Solanaceae Gebraucht. TU. (DU.) D3, D4, D6 tionen im ganzen Körper, besonders am hochroten Kopf. Schüttelfrost, aber
Berggegenden von Europa, Asien (bei Koliken Tbl. (Dil.) D2 in heiße, dampfende Schweiße ohne Erleichterung. Trockenheit der Schleimhäute,
und Südamerika häufigen Gaben) Hals und Tonsillen hochrot, wie Scharlachangina, Schi und besch werden.
Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6 Erysipeloide Dermatqsen. Pupillen weit. Delirante Zustände. Bewußtlosigkeit
Frische Pflanze (am Ende der u. höher oder maniakalische Zustände. Uteruskongestion mit starken, oft hellroten
Blütezeit) mit Wurzelstock
Blutungen.
Atropin, 1-Hyoscyamin, Cholin.
[In der Wurzel Scopolamin u. a.] Gehirn-Hyperaemie, Status apoplec- Hinzu kommt noch die Symptomatik von Atropinum sulfurieum.
ticus, initiale Fieberzustände, Lungen- Kolikschmerzen besser durch Rückwärtsbeugen des Rumpfes. Verschlimmerung
AMP + + anschoppung, Erysipel, Scharlach, durch Kälte, Zugluft, Aufregung und jegliche stärkere Sinneseindrücke.
Angina, Metritis, Menorrhagie. Ferner
Verschreibungspflichtig bis Periodizität der Beschwerden mit plötzlichem Kommen und Gehen.
die Indikationen von Atropin. sul-
einschließlich D3 furicum.

Vorschrift 2a: Urtinktur


Bellis perennis
Verr. ab DI
Belli.s perennis L. Gefäße, Muskeln, Bronchien, Mundschleimhaut, Magen-Darmtraktus, Haut.
Amp. abD3
Gänseblümchen, Maßliebchen Arnicaähnliche Wirkungen. Wundheits- und Zerschlagenheitsschmerz nach
Traumen. Katarrhalische Stomatitis, Rhinitis und Konjunktivitis. Magen-
Farn. nat.: Compositae Gebräuchl. Tb). (Dil.) D2, D3, D4, D6 Darmkatarrhe mit wäßrigen Durchfällen. Kreuzschmerzen und Senkungs-
Auf Wiesen in ganz Europa und beschwerden-bei Frauen.
Asien
Zustände nach Traumen, Quetschun- Besserung durch Bewegung und Massage, Verschlimmerung durch Kalte.
Frische, blühende ganze Pflanze gen, Kontusionen. Haematome, Myal-
gien bei Rheumatismus und Über Bellis ist wie Arnica innerlich und äußerlich gut wirksam. Äußerlich 2 Kaffee-
löffel Tinktur auf V21 Wasser.
anstrengung, Bronchitis, Gastroen-
Bitterstoff, Inulin, Saponin, teritis, Dysmenorrhoe, Furunkulose,
äth. Öl Ekzeme.
AMP + + Bellis ad usum externum


Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Berberis
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Berberis vulgaris L.
Gemeine Berberitze, Sauerdorn Verr. ab D2
Amp. ab D4 Niere und ableitende Harnwege, Leber, Gallenblase.
Farn. nat.: Berberidaceae
Rückenschmerzen im Sinne der Reizerscheinungen von Gallen- oder Nieren-
Europa, Westindien steinen. Leberschmerzen. Subikterus. Muskel- und Gelenkrheumatismus im
Gebraucht. TU. (DU.) D3, D2, D4
Getrocknet« Wurzelrinde Gebräuchl. Amp. D4, D6, D12 Sinne der gichtig-harnsauren Diathese. Viel Nierengrieß. Harn oft stark satzig
u. höher mit rötlichem Sediment.
Berberin, Berbamin, Oxyacan-
thin, äth. öl Verschlimmerung durch Bewegung.

AMP + + Harnsaure Diathese, Nephropathien,


Gallen- und Nierensteindiathese,
Cholecystopathie, Rheumatismus.

Berberis aquifolium
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Mahonia aquifolium NUTT.
Verr. ab D2
Fam. nat.: Berberidaceae
Amp. ab D4
Nordamerika Haut. Sonst wie Berberis vulg.
Getrocknet« Rinde Gebräuchl. 0 Bei Psoriasis tgl. 3mal 5—10 Tr. 0 für längere Zeit.
Berberin, Oxyacanthin Gebräuchl. Amp. D4 Übrige Symptomatik wie bei Berberis vulg.

AMP (—)
Besonders gegen Psoriasis, sonstige
Indikationen wie bei Berberis vulg.

71
Tiefste herstellbare Potenz Organspezilität
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten

Vorschrift 6: Verr. = DI Magen, Duodenum.


Bismutum subnitricum
Dil. ab D6
Bismutum nitricum basicum Magenschmerzen mit Würg- und Brechreiz und bitterem Mundgesehmaek.
Amp. ab D8 Meteorismus, Darmkolik. Durchfall, Zwerchfellhochstand, viel Kopfschmerzen
Basisches Wismutnitrat dabei.
Ungefähre Zusammensetzung: Gebraucht. TU. D2, D3, D4
Magenschmerzen werden durch Strecken und Rückwärtsbeugen gebessert,
BiONCVHiO Verschlimmerung durch Essen. Erbrechen gleich nach dem Essen.
AMP(+) Ulcus ventriculi et duodeni. Gastritis.

Vorschrift 6: Verr. = Dl Z.N.S., Mundschleimhaut, Haut, Magen-Darm-Kanal. Uterus, Harnorgane.


Borax
SV Lösung = D2
Natrium boracicum Schwindelzustände, Benommenheit, Gliederzittern, überemprindlichkeit gegen
Amp. ab D4
Geräusche. Schlafstörungen. Schlechte Heilhaut mit Neigung zu allen mög-
Natriumtetraborat liehen Entzündungen, wie Eryaipel, Herpes, Akne, Seborrhoe, psoriatiforme
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 Dermatosen. Geschwüre und Aphthen der Mundschleimhaut. Juckende Kon-
Gebraucht. Amp. D4, D6 junktivitis. Borkenbildende Rhinitis. Chronische Gastritis mit Völlegefühl,
AMP + + großer Schläfrigkeit und Übelkeit nach dem Essen. Entzündlicher Zustand
der Harnwege mit Tenesmen und unwillkürlichem Harnabgang. Urin stinkend.
Nervosität der Kinder mit Magen-
Zustand ähnlich wie bei Lycopodium. Pollakisurie und Oligurie.
Darm-Katarrhen, Mundaphthen, Fluor
albus. Chronische Gastritis, Cysto- Verschlimmerung bei naßkaltem Wetter.
pyelitiB.

Bovista
Gefäßnerven, Uterus, Haut, Magen Darm-Kanal.
Calvatia gigantea (BATSCH) FR. Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Lycoperdon bovista PERS. L. p. p. Verr. ab D2 Kopf und Herz werden wie vergrößert empfunden. Gedanken Verwirrung,
Amp. ab D4 Depression. Nasenblutungen bei haemorrhagischer Diathese sowie bei Men-
Bovist, Staubschwamm
struationsstörungen. Gesteigerte Libido. Verstärkte und verfrühte Periode.
Farn. nat.: Lycoperdaceae Kreuzschmerzen mit schmerzhaftem Gefühl des Herunterdrängens. Scharfer,
Mitteleuropa Gebraucht. Tbl. (Dil.) D8, D4, D6 ätzender Fluor. Leibkoliken, fauler Geschmack aus dem Magen, hartnäckiger
Die trockenen Sporen des reifen Singultus, Meteorismus, Durchfall. Heftige Kopfschmerzen, jeder Herzschlag
Pilzes
wird gefühlt.
Venöse Blutungen, Menorrhagie, inter-
Kapillargifte noch unbekannter menstruelle Blutungen, Fluor albus, Alles schlimmer frühmorgens, vor und während der Periode.
Art Dysmenorrhoe.
AMP + +

73
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische, subj. u. obj. Symptomatik und
GebräuchlichsteJPotenz
chemische und Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Bryonia
Mi wnlia cretica L. ssp. Vorschrift 2a: Urtinktur t Z.N.S., Schleimhäute, seröse Häute, Synovialmembran, Bronchien, Magen-
dioica (JACQ) TUTIN Darm-Kanal, Leber und Gallenblase.
Verr. ab Dl f Reizbare, schlechte Stimmung, heftige Kopfschmerzen und meningeale Reiz-
Rotbeerige Zaunrübe oder
Amp. ab D3 t symptome. Trockener, hohler, schmerzhafter Reizhusten, heftige Stiche beim
Teufelsrübe
Atmen und Sprechen, sanguinolentes Sputum, bitterer Mundgeschmack, weiß
Farn. nat.. Cucurbitaeeae belegte Zunge, Magendrücken — wie ein Stein — morgens und gleich nach dem
Gebrauch!. Tbl. (DU.) D3, D4, D2, D6,
Europa, Amerika Essen, Schmerzen im re. Hypochondrium, Meteorismus, vorwiegend Obstipation
DU. Dl, «
mit trockenen Stühlen, bei stärkerer Reizung aber auch mit Durchfallen
Frische, dicke, rübenförmige Gebrauch!. Amp. D3, D4, D6, D12 wechselnd. Gelenke heiß, rot, berührungsempfindlich, sehr schmerzhaft (typische
Wurzel (vor der Blüte!) u. höher akute Form der Polyarthritis).
Verschiedene bittere Cucurbita- Besserung durch Ruhe, Verschlimmerung durch Bewegung. Husten ver-
cine; Bryosid, Bryoamarid, Bryo- Pharyngo-Laryngitis, trockene Bron-
schlimmert sich beim Betreten warmer Räume; alles andere bessert sich durch
dulcosid; Triterpene Bryonol- und chitis (bes. Grippehusten). Pleuritis,
Wärme!
Bryononsäure; Anthrachinon Pneumonie, Muskel- und Gelenk-
Chrysophansäure; EnzymePeroxi- rheumatismus, Gastritis, Hepato- Die akute Polyarthritis erfordert meistens D2-D1 in häufigen Gaben, doch
dase und Elaterase. Pyrogene pathie, Obstipation. muß auf Uberempfindlichkeit geachtet werden.
Polysaccharide.
AMP + +

Bufo Vorschrift 4b: Urtinktur - Dl f

Bufo rana - Bufo vulg. LAUR. Verr. ab D2 f


Amp. ab D8 Z N S . , Herz, Haut.
Kröte
Farn. nat.: Amphibiae Neigung zu Krämpfen, Reflexsteigerung der quergestr. Muskulatur, tetanische
Gebrauchl. TU. D«, D8, D10, D12 und epileptiforme Zustände, oft im Zusammenhang mit Masturbationen oder
Kuropa, Nordasien Gebrauch!. Amp. D8 Periodenstörungen. Neigung zu Furunkeln und Hauteiterungen.
Gift aus den Hautdrüsen
Bufotalin (herzwirksam), Bufo- Angina pectoris, epileptiforme Zu-
tenin (neurotrop) stände, Sexualneurosen, Furunkulose.

AMP (+ + )

75
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Cactus Vorschrift 3a: Urtinktur


Selenicereus grandiflorus (L.) Verr. ab Dl
BRITT. et ROSE. Amp. ab D3
Coronarkreislauf, Herz, Gefäßmuskulatur.
Cactus grandiflorus L.
Cereus grandiflorus MILL. Gebrauch]. Tbl. (DU.) D2, D3, D4, D6, Wirkung ist mehr nitritartig als glykosidisch. Spannungsgefühl in der Herz-
Königin der Nacht DU. DI, e gegend mit typischem Stenocardischen Symptomenkomplex. Blutandrang nach
Farn. nat.: Cactaceae Gebrauch!. Amp. D4, D6, D12 dem Kopf. Eines der wichtigsten Mittel der Homöopathie bei Stenocardie.
Mittelamerika, Antillen u. höher
Frische junge Stengel u. Blüten'
Angina pectoris, Endocarditis, Myo-
Cactin carditis, Claudicatio intermittens.
AMP + +

Caladium seguinum
Vorschrift 3a: Urtinktur f
Dieffenbachia seguine (JACQ.)
SCHOTT. Verr. ab Dl f
Amp. ab D4 Männliches und weibliches Genitale.
Schweigrohr
Farn. nat.: Araceae Gebräuchl. DU. D 2 - » Reizung des Penis mit Wundheitsgefühl. Pruritus bei Frauen. Mangelnde
Mittel- u. Südamerika, Westindien Gebräuchl. Amp. D4 Peniserektion, mangelnde Libido, Ejaculatio praecox, mangelnder Orgasmus.
Frische ganze Pflanze
Pruritus vulvae et vaginae, Ejaculatio
Wirkstoffe nicht geklärt praecox, Impotentia coeundi et
generandi.
Ca-Oxalat ( ?)
AMP +

Caicium arsenicosum Vorschr. 6: Verr. = Dl ft


Dil. ab D6
Calciumarsenit
Amp. ab D8
(Calcarea arsenicosa) Symptomatik setzt sich ungefähr aus der von Arsenicum album und Caicium
2CaO • A92O3 Gebräuchl. Tbl. D4 carbonicum zusammen. Mehr empirisch angewandt. Eigenständiges Arzneibild
AMP (—) existiert nicht.
Chron. Knocheneiterungen, Nephro-
sen, Stenocardie, evtl. bei leukaemi-
Verschreibungspflichtig bis
schen und inoperablen lymphosarko-
einschließlich D3
matösen Zuständen zu versuchen.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform, für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz 0 rgan spez i fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Calcium carbonicum
Dil. ab D6 Z.N.S., Lymphdrüsen, Epithelkörperchen, Schilddrüse, Gonaden, Knochen,
Hahnemanni Amp. ab D8 Magen-Darm-Kanal, Haut, Schleimhäute, Muskeln.
(Calcarea carbonica Hahnemanni)
Konstitutionstyp: Hellhaarige, pastös-lymphatische Pykniker. Vorwiegend
A usternschalenkalk
Kindermittel. Dicker Kopf, geistige Schwerfälligkeit, Neigung zu epileptiformen
Gebräuchl. Tbl. D4, D6, D3, D12,
a; Mn und verschiedene Krämpfen. Mangelhaftes Wachstum, Abmagerung, rachitischer Symptomen-
Dil. D8
andere Spurenelemente komplex, Tonsillenhypertrophie und generalisierte Lymphdrüsenschwellungen.
Gebräuchl. Amp. D8, D10, D12
Kopfschweiß; kalte, schweißige Füße, Durchfall unverdauter, saurer Stühle,
Ursubstanz aus den inneren u. höher
saures Erbrechen. Infolge Hyperacidität Verlangen nach Eiern. Milch wird
schneeweißen Teilen zerbrochener
gar nicht vertragen! Kurzatmigkeit, Milchschorf; nässende seborrhoische
Austernschalen der Ostrea edulis.
Rachitis, Spasmophilie, Lymphatis- Ekzeme. Skrofulöse Augen- und Ohrenentzündungen und DrüsenafCektionen.
Farn, nat.: Acephala mus, exsudative Diathese, Skrofulöse, Periode zu früh, zu stark und zu lang, bei Erkältungen ausbleibend; Fluor albus.
AMP + + Tetanie, Bronchialasthma, chron. Verschlimmerung durch Kälte und Nässe. Verschlimmerung nach Egsen und
Gastroenteritis, Fluor kleiner Mäd- nach Anstrengungen. Besserung im Freien.
chen, polyglanduläre Insuffizjenzzu-
stande

Vorschrift 6: Verr. = Dl f
Calcium fluoratum
Dil. ab D6
(Calcarea fluorica) Amp. ab D8 Kapsel-, Bänder-, Sehnengewebe, Venen, Lymphdrüsen, Knochen.
Calciumfluorid Schlaffe Konstitution des Bindegewebes und der elastischen Fasern. Neigung
Flußspat CaF a Gebräuchl. Tbl. D4, D6, D3, D12 zu Varicen mit heftigen stechenden Schmerzen. Lendenschmerz und Lumbago
Gebräuchl. Amp. D8, D12 durch ossale Veränderungen an der L. W. S. Das Skelett neigt zur Exostosen-
AMP<+)
bildung. Indurationen in den Muskeln und an den Fascien. Drüsen Verhärtungen.
Hordeolum. Prolapegefühl am weiblichen Genitale; schlaffes Beckenbinde-
Bindegewebssch wache, Varicen, gewebe. Paradentose.
Knochenkaries, Periostitis, Binde-
gewebs- und Drüsenindurationen,
Bänderschwäche des Uterus und der
Adnexe.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
78 79
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und 'iehrauchliehstc Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Calcium Knochen, Bindegewebe, Lunge.
Verr. ab D1
hypophosphorosum Amp. ab D4 In seiner Wirkung dem Calcium phosphoricum sehr ähnlich (s. AMB), verdient
aber den Vorzug vor diesem, wenn es nötig ist, chronische Eiterungsprozesse
(Oalcarea hypophosphurosa)
Gebrauch!. Tbl. (Dil.) D4, D3 umzustimmen. Bei Lungentuberkulose ein gutes Mittel gegen den Tbc.-Husten,
Calciurnhypophnsphit den Nachtschweiß und die Tuberkelausbreitung. Sollte neben der Chemo-
Ca{H2POs)s therapie mit verordnet werden.
Skrofulöse, Phthiae, Keratitis, Osteo-
AM1M-) myelitis u. a. chron. Eiterungen.

Vorschrift 5: Lösung Dl •
Calcium jodatum Verr. ab D2 t Lymphdrüsen, Tonsillen, Schilddrüse. Schleimhaut der oberen Luftwege.
(Calcarea jodata) Amp. ab D4
Wirkt besonders auf chron. entzündliche Schwellungen und Hypertrophien
Calciumjodid der Tonsillen und Lymphdrüsen. Struma parenchymatosa und fibrosa, besonders
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6
CaJ 2 -4H 2 O Gebraucht. Amp. D4 die juvenilen Formen lassen sich gut damit beeinflussen. Ebenso reagieren
chron. Rachenkatarrhe und chron. Otitis media gut darauf.
AMP(+)
Skrofulöse Drüsen, Struma, Otitis
media.

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Calcium phosphoricum Dil. ab D6
Z.N.S., Lymphdrüsen, Knochen, Schleimhäute, Magen-Darm-Kanal.
(Calcarea phosphorioa) Amp. ab D8
Konstitutionstyp: Leptosome, dunkelhaarige neurasthenische Kinder mit
Calciumhydro^cn|>hosphat Lymphatismus. Abmagerung und rasche geistige und körperliche Erschöpfung.
Gebrauch!. Tbl. D4, D3,Dti, 1)12,
CaHPO 4 -2H a O Dil. D8 Reichlich rachitische und skrofulöse Symptome. Späte Zahnentwicklung.
Gebräuchl. Amp. D8, D10, D12 Neigung zu Chlorose. Nachtschweiße, besonders am Kopf und Hals. Meteorismus
AMP(+ +) und chron. Diarrhöe von wäßrig-grünlichen Stühlen mit Schleim und Unver-
Neurasthenie der Kinder, Wachstums- dautem. Schlechte Knochenentwicklung, Fontanellen schließen sich schwer.
störungen, Rachitis, Hilusdrüsen- Verlangen nach Salzigem und Geräuchertem. Verschlimmerung durch Nässe,
tuberkulose, Skrofulöse, chron. Magen- Kälte, Zugwind und durch Anstrengung. Besserung durch Essen.
Darm-Katarrhe. Knochenschmerzen
an den Suturen. Fluor albus. Schul-
kopfschmerz.

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80 81
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichst« Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Calcium stibiato- Vorschrift 6: Verr. = Dl


sulfüratum Dil. ab D6 Uterus, Rectum, Vv. haemorrhoidales.
Amp. ab D8
Schmelzprodukt aus Austern- Empirisch bei Myomblutungen (D2J, ohne reduzierende Wirkung auf die
wchalenkalk (Conchae praepara Myome selbst. Nach STIEGELE bei haemorrhoidalen und parenchymatösen
Gebräuchl. TbI. D4, D3, D2
tae), schwarzem Schwefelantimon Blutungen aus dem Rectum angezeigt.
und Schwefel.
Myomblutungen, Haemorrhoidal
AMP( ) blutungen, Cohtis (ulcerosa).

Calcium sulfuricum Vorschrift 6: Verr. - D l


(Oalearea sulfuriea) Dil. ab D3
Amp. ab D6 Umstimmungswirkung auf eitrige Prozesse.
Gefälltes Calciumsulfat
Steht Hepar sulfuris nahe (s. dort). Die Einwirkung auf Eiterungsprozesse ist
CaSO«2H z O Gebräuchl. Tbl. D4, D6, D3 aber noch tiefgreifender. Gute Heilwirkung, wenn Abszesse aufgebrochen oder
Gebrauch]. Amp. D6 aufgeschnitten sind.
AMP(+ +)

Abszesse, Furunkel, Pyodermie, Kera-


titis, sonstige Eiterungen.

Calendula
Vorschrift 3a: Urtinktur
Calendula officinalis L.
Verr ab Dl
Ringelblume
Amp. ab D3
Farn. nat.: Compositae
Europa Gebräuchl. Dit. (Tbl.) D2, 1)3. D4 Zum äußerlichen Gebrauch Calendula extern 1—2 Teelöffel auf V« 1 Wasser
Äußerlich Calendula extern oder als Calendula-Salbe zu verwenden. Sonst kein gesichertes AMB.
Zur Zeit der Blüte gesammeltes
Kraut
Innerlich und äußerlich bei rissigen
Äth. Öl, Carotin, Lycopin, Rubi- frischen und alten Verletzungen und
xanthin, Violaxanthin, Faradiol, bei Ulcua cruris.
Saponin, Harz. Salicylsäure u. a. Calendula ad usum externum

AM1M + )

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

(Jamphora Vorschrift 5: Lösung = Dl Z.N.S., besonders Vasomotorenzentrum und Cortex. Haut und Schleimhäute.
Rechts-Kampfer Magen-Darm-Kanal. Herz und Gefäße. Gonaden.
CIOHIÖO Amp. ab D4 Vasomotorenkollaps mit kaltem Schweiß, Blässe und Cyanose. Übelkeit, Er-
Aus dem Holz von Cinnamomum brechen, Todesangst. Epileptiforme Krampfanfälle. Frequenter, kleiner, kaum
camphora (L.) gewonnen fühlbarer Puls. Praecordialangst. Hochgradige Kurzatmigkeit. Profuse Durch-
Gebräuchl. 0-DU.D3 fälle mit großer Schwäche. Abortivmittel bei Grippe. Initialer Schnupfen mit
Farn. nat.: Lauraceae Gebräuchl. Amp. D4, D6 verstopfter Nase.
China, Japan Verschlimmerung durch Kälte, Bewegung und bei Nacht- Besserung durch
Schweiß.
AMP + + Kollapszustände, Koliken und
Krampfdiathesen, Grippe, Rhinitis, Gebräuchlich: Camphora Rubini, 1—2 Tr. auf die Zunge gebracht, hat prompte
Cholerine. Wirkung bei Kollapszustanden und Ohnmacht.

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84 85
Tiefste herstellbare Potenz Organspezirität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Cantharis
Nieren. Harnwege, Blase, Oonaden, Schleimhäute, seröse Häute. Magen-Darm-
Lytta vesicatoria (L.) Vorschrift 4b: Urtinktur = Dl f Kanal. Z.N.S.
FABMCIUN.
Verr. ab D2 f Starke katarrhalische Entzündung aller Schleimhäute. Hauptsächlich sind die
Spanische Fliege (Käfer) Amp. ab D4 Harnorgane befallen. Symptomenkomplex der akuten Nephritis und Cystitis
Familie: Meloidae mit Haematurie, Albuminurie, Strangurie. Pollakisurie und Oligurie bis zur
Anurie. Balanitis, Urethritis. Starkes Brennen an allen befallenen Stellen-
Mittel- und Südeuropa Gebraucht. Tbl. (Dil.) D6, D4, D3 Heftige Magenschmerzen mit Leibschneiden, ruhrartige Durchfälle mit Brennen
Gebraucht. Amp. D4, D6 u. höher am After. Schleim und Blut gehen mit Erbrochenem und den Stühlen ab. Heftige
(Setrockneter. gepulverter Käfer
Stiche bei der Atmung. Erysipel artige, bullöse und pemphiginöse Dermatitis.
Cantharidin C10H12O4 Katarrhalische RachenafFektionen, scarlatiforme Angina.
Nephritis, Cystitis, Urethritis, Prosta-
AMP + + titis, Plenritis, Pericarditis, Verschlimmerung durch Trinken und Urinieren. Starke Teiles inen und viel
Dermatitis. Brennen.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Capsicum
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Capsieum annuum L.
Verr. ab D2 Haut und Schleimhäute. Magen-Darm Kanal, Innenohr.
Spanisoher Pfeffer = Paprika
Amp. ab D4 Plethorische, phlegmatische Konstitution. Die Haut und die Schleimhäute
Fam. nat.: Solanaceae
werden im chron. entzdl. Sinne gereizt. Zunge trocken und rot. Magendrücken
Mittel- und Südamerika, mit Brennen und Hyperacidität. Durchfälle mit brennenden Haemorrhoiden.
Südeuropa Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4 After wund. Ohrenschmerzen mit eitriger Sekretion und Schmerzhaftigkeit
Gebrauch!. Amp. D4, D6 des Proc. mastoideus.
Reife, getrocknete Früchte
Allgemeine Frostigkeit, Brennen der Haut und der Schleimhäute.
Capsaiein (Amid); Flavone Apiin Gastritis, Leberstauungen, Haemor
und ein Luteolinglucosid; Caro- rhoiden, chron. Tuben- und Rachen-
tinoide, Vitamin C. katarrh, chron. Otitis media.
AMP + +

Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel


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der Tabtettenform für die homöopathische Verordnung
86
Botanische. Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemisch«3 und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt Indikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Carbo animalis Di!, ab D6
Tierkohle Amp. ab D8
Schwach ausgeglühte Kohle von
lohgarem Rindskernleder Gebräuchl. Tbl. D6, D4, D3 Z.X.S., Lymphdrüsen, Sehleimhaut des Magen-Darm-Kanals, neoplasmatische
AMP + + und höhere Potenzen Beziehungen, Herz und Kreislauf.
Gebräuchl. Amp. D12
Im allgemeinen entspricht Carbo animalis dem AMB von Carbo vegetabilis,
wird aber bei Drüsentumoren und bei neo plasmatischen Leiden bevorzugt ge-
Gastritis. Hyperacidität, Magen- nommen. Bei Kreislaufsymptomen tritt sie Carbo vegetabilis gegenüber zurück.
atonie, Dyspepsie, gastrocardialer
Symptomenkomplex. Multiple Drüsen-
schwellungen mit Induration. Zur
zusätzlichen Behandlung bei Magen-,
Mastdarm- und Uteruscarcinom.
Kollapsneigung.

Vorschrift 6: Verr. = Dl Z.N.S. (bes. Atemzentrum), Blut (bes. Gasaustausch), Haut und Schleimhäute,
Carbo vegetabilis Magen-Darm-Kanal, malignes Tumorwachstum, Herz und Kreislauf. Lymph-
Dil. ab D6 drüsen.
{= Carbo Hgni) Amp. ab D8
Holzkohle Kachektische, geschwächte Menschen mit Kollapsneigung und daniederliegen-
dem Kreislauf; kalte Schweiße, allgemeine Venostase. Haut blaß, cyanotisch,
Ausgeglühte Kohle von Rot-
Gebräuchl. Tbl. D6, D4, D3, D12 eiskalt. Passive Blutungen. Gastritis mit starker Tympanie. Gastrocardialer
buchen- oder Birkenholz
und höhere Potenzen, pil. D8 Symptomenkomplex und enormer Meteorismus. Asthmatische Zustände. Ohn-
AMP + + Gebräuchl. Amp. D8, D12 u. höher machtsartige Zustände mit Herzangst. Zahnfleischblutungen. Foetor ex ore.
Viel Aufstoßen und Magendrücken. Schlechte Heilhaut, Varicenbildung. Es
besteht eine empirisch beobachtete günstige Beeinflussung septischer und
Alle Indikationen wie bei Carbo carcinomatöser Zustände. Man sollte deshalb neben der heute üblichen Therapie
animalis. Ferner Meteorismus, chron. an die zusätzliche Verwendung von Carbo animalis oder vegetabilis immer mit
Bronchitis, Emphysem, Varicen, denken.
Ulcus varicosum, venöse Stasen,
Hautgeschwüre und Furunkel. Abneigung gegen Milch, fette Speisen und Alkohol. Verschlimmerung in feucht-
warmer Luft, abends und nachts. Besserung bei frischer Luft.

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Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen
Vorschrift 3a: Urtinktur Zur Beachtung:
Cardiospermum Tabl. ab Dl Erfolgreiche Versuche weisen auf eine kortisonähnliche Wirkung des
Amp. ab D3 Cardiospermum-Extraktes bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen,
:!diospermum halicacabum L. Salbe Arthritidcn und allergische Hautreaktionen hin.
I kizsame Gebrauch!. Dil. D2, D3, D4 In der Volksmedizin finden das Kraut und der Samen, ferner auch die Wurzel, eine
r:am. nat.: Sapindaceac Gebrauch!. Amp. D3 von Gebiet zu Gebiet etwas unterschiedliche Verwendung bei Erkrankungen des
Rheumatismus und verschiedene ent- rheumatischen Formenkreises, bei Verdauungsbeschwerden, Atemwegsstörungen,
Tropen und Subtropen zündliche Gelenkerkrankungen (Ar- aber auch als Emmenagogum, als Reizmittel, als Rubrifiziens an der Haut, bei
Frisches, blühendes Kraut thritiden), entzündliche und allergische
Hauterkrankungen, Urticaria, Ek- Schuppung derselben, als Mittel bei Blasenkrankheiten und als schweißtreibendes
AMP (-) zeme, Hautjucken, Arznei-und Wasch- Mittel.
mittelhautausschläge, Insektenstiche
und Verbrennungen ersten Grades

Carduus marianus S.-V. Urtinktur


Silyburn marianum (L.)
GAEKTNER. Verr. ab Dl Leber, Gallenblase, Pfortaderkreislauf.
Mariendistel Amp. ab D4
Übelkeit, Erbrechen, Leberkapselschmerz mit dauerndem Druck im rechten
Farn, nat.: Compositae- Oberbauch. Neigung zu Gallenkoliken. Durchfall wechselt mit Verstopfung,
Mittelmeergebiet, in Deutschland aber die Obstipation überwiegt. Stauungen im Pfortadergebiet und in den
Gebräuchl. (i-Dil D2, D3, 1)4
angebaut Venen des kleinen Beckens mit Neigung zur Haemorrhoiden- und Varicen-
Gebraucht. Amp. D4, D6
Reife, getrocknete Samen bildung. Empirisch auch bei Ascites bewährt.
Flavone Silymarin (= Silybin),
Silydianin u. a.; Tyrainin und Hepatitis parenehyrnatosa, Ikterus, Besonders bei Leberleiden mit Verstopfung.
Histamin, ferner fettes Öl; Dehy- Oholeeystopathie, Cirrhosis hepatix.
drodieoniferylalkohol. Pfortaderstauung, Aseites, Haemor-
AMP + + rhoiden, Varicen.

Caulophyllum Vorschrift 3a: Urtinktur


Caulophyllumthalictroides MICHX. Verr. ab Dl
Leontice thalictroides L. Amp. ab D4 ^ ^
Frauenwurzel = blauer Hahnen- Uterus, kleine Gelenke.
fuß Gebräuchl. Tbl. (DU.) D3, D2, D4
Gebräuchl. Amp. D4 Caulophyllum wirkt vorzugsweise auf die Uterusmuskulatur und auf die kleinen
Farn, nat.: Berberidaceae Gelenke (D2-D3). Es hat sich bewährt bei Regelabnormitäten und bewirkt
Nordamerika Metrorrhagie, drohender Abort, er- Erleichterung der Geburt; 2—3 Wochen vor der Geburt tgl. 2mal 5 Tr. D6-D-i.
Frischer Wurzelstock mit Wurzeln schwerte Geburt bei rigider Cervix,
uterine Schwangerschaftsbeschwerden,
Methylcytisin. ath. öl, Saponine Rheumatismus der kleinen Gelenke.
AMP{+}

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90 91
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Causticum Hahnemanni SV Lösung Z.N.S., Schleimhaut des Rachens und Kehlkopfes, vegetative Nerven der
Harnblase und des Mastdarms.
(Ätzstoff) Verr. ab Dl
Causticum soll besonders auf die Medulla oblongata, die N. laryngei et recurrens
Amp. ab D4
Xusgangsmaterial: frisch ge- und auf die vegetative Funktion der Blase und des Mastdarms einwirken. Im
brannter Kalk mit Kaliumhydro- AMB werden Aphonie, Rauhigkeit und Reizhusten vom Kehlkopf aus, Lähmung
Gebraucht. DU. D3, D4, D6 von Blase und Mastdarm genannt.
aensulfat nach der Vorschrift des
und höhere Potenzen
HAB verarbeitet. Gebraucht. Amp. D4, D6 Als besondere Indikation gilt Husten mit unwillkürlichem Urinabspritzen bei
AMP + Frauen mit Blasensphincterschwäche. Alle Symptome sind schlimmer morgens
Chron. Laryngo-Pharyngitis, Enuresis zwischen 3 und 5 Uhr. Besserung in Bettwärme. Husten besser durch kaltes
nocturna, Incontinentia vesicae et Trinken. Fahlgelbes Aussehen. Causticum ist ein sehr umstrittenes Mittel.
alvi, Facialisparese. Aber STIEGELE und viele kritische Homöopathen konnten sich auch empirisch
von der Wirksamkeit überzeugen.

Ceanothus americanus
Ceanothus americanus L. Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Säckelblume
Verr. ab D2 Milz, Leber.
Farn. nat.: Rhamnaceae Amp. ab D4
U.S.A. Empirisch bei Milzschwellungen nach chron. Infektionen (Malaria, Morbu
Getrocknete Blätter Gebraucht. Tbl. (DU.) D3, D2, DU. Dl Banti u. a.).
Wirkstoffe nur aus der Rinde der Ferner hat Ceanothus haemostyptische Wirkungen.
Wurzeln bekannt Milztumoren, besonders nach Malaria.
Unbek. Alkaloid; Chlorogensäure,
Harz.äther. Öl.
AMP(+)

Cedron Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t


Verr. ab D2 f Z.N.S., periphere Nerven, Sympathicus.
Simaba cedron PLANCH. Amp. ab D4
Farn. nat.: Simarubaceae Cedron wirkt hauptsächlich auf das Z.N.S. und verursacht Krankheitszustände,
Gebraucht. Tbl. (DU.) D4, D6, D3 die durch auffällige Periodizität gekennzeichnet sind. Multiple Neuralgien. Bei
Südamerika Fersenschmerz und Daumenballenschmerz bewährt, wenn diese rein neuralgisch
Gebraucht. Amp. D4, D6
Reife Samen bedingt sind. Taubheitsgefühl im ganzen Körper, lanzinierende Schmerzen in
Alkaloid C'edronin, Glykosid Neuralgien, bes. Trigeminusneuralgie den Gelenken. Evtl. auch bei chron. Malaria neben spezifischen Mitteln zu
Cedrin, Quassin und Ciliarneuralgie. Periodische versuchen.
AMP + + Fieberzustände (Malaria).

Exakte Dosierung und Wirtachaftlichkeü kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Eimelmittel
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92 93
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
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Cepa - Allium cepa


Allium cepa L.
Küchenzwiebel Vorschrift 2a: Urtinktur
Farn. nat.: Liliaceae Verr. ab Dl
Schleimhäute der oberen Luftwege, Konjunktiven, periphere Nerven.
Ganz Europa und Asien Amp. ab D3
Scharfe, wäßrige Nasenabsonderung, Tränenfluß, Kehlkopfkitzel und Rauheit
Frische Zwiebel bis zur Aphonie. Larynx sehr wund. Neuralgien, besonders in Amputations
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D2, D3, D4 Stümpfen. Übelkeit, Aufstoßen, starke Blähungen.
S-haltiges äther. öl, mit Propenvl-
allyldisulfid ; Cycloalliin, 8 haltige Verschlimmerung durch warme Luft.
Aminosäuren und y-Glutamylpep- Konj unktivitis, Rhinitis, Laryngo-
tide; Thiothiamin; Flavone Spi- Pharyngitis, Neuralgien.
raeosid u. Quercetin. Polysaccha-
ride, Pektin. Enzyme Alliinase und
Arginase.
AMP + +

Vorschrift 6: Verr. = Dl f
Cerium oxalicum
Cer(III)oxalat Dil. ab D6
Amp. ab D8
Ce2(C2O4)3-9H2O
Z.N.S., vegetatives N.S.
AMP(—)
Gebräuchl. Tbl. D6, D4, DI2 Kein AMB vorhanden. Empirisch bei hartnäckigen Fällen von Erbrechen be-
Gebräuchl. Amp. D8 währt. Soll auch bei Dysmenorrhoe adipöser, robuster Frauen gut wirken.

Hyperemesisgravidarum, Nausea u. ä.
cerebrales Erbrechen. Chron. Gastro-
enteritis, nervöse Dyspepsie.

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94 95
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj, u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Chamomilla Vorschrift 3a: Urtinktur


Matriearia chamomilla L. Z.N.S., vegetatives Nervensystem, periphere Nerven, Bronchien, Magen, Uterus.
Verr. ab D1
Echte Kamille Amp. a b D 4 Nervöse überempfindlichkeit, Ungeduld, ärgerliche Gereiztheit, sogenannte
,.reizbare Schwäche" bei neuropathisch-psychopathischen Kindern und Frauea,
Farn. nat.: Oompositae Schmerzüberempfindlichkeit mit Mißlaunigkeit. Kinder sind unruhig, erethisch,
Europa, Asien Gebräuchl. Du. (Tbl.) D2, D3, D4, D6 wollen getragen sein. Vasolabilität und Blutandrang zum Kopf mit heißem
Gebrauch]. Amp. D4, D6 Schweiß, eine Wange rot, andere blaß. Pertussisartiger Krampf- und Kitzel-
Frische, ganze, blühende Pflanze husten. Muskelrheumatismus mit reißenden Schmerzen, Taubheit, besser durch
Äther. Öl mit Bisabolol, Matrioin, Bewegung. Auftreibung des Magens mit bitterem Mundgeschmack, saurem
Erethismus und Dentitio difficilia bei
Azulen (sek.) und zahlreichen spas- Erbrechen und heftiger Blähungskolik. Dysmenorrhoe mit kolikartigen Schmer-
neuropsychopathischen Kindern,
molyt. wirkenden Flavonen: zen und dunkler Blutung.
nervöse Schlaflosigkeit, Kopf- und
Apigenin- und Luteolinglucosid.
Gesichtsneuralgien, Muskelrheumatis- Verschlimmerung abends und nachts, du rch Wärme und durch Ärger. Die
Rutin. Hyperosid; Oumarine.
mus, Blähungskoük, nächtl. Reiz- Koliken werden aber durch Wärme gebessert
Oholin.
husten. Dysmenorrhoe.
AMP + +

Chelidonium
Chelidonium majus L. Vorschrift 3a: Urtinktur "
Schöllkraut
Verr. ab Dl t
Fa,m. nat. l'apaveraceae Leber, Gallenblase.
Amp. ab D4
Kuropa, Südasien, Amerika Leberaffektionen mit viel Schmerz und Wundheitsgefühl in der Lebergegend,
bitterer Mundgeschmack, Gelbsucht, Verlangen nach Saurem. Schmerz am
Frische, im Frühjahr Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D2, D3, 1)4, D6 rechten Angulus inf. scapulae ist typisch. Graufarbige Kittstühle. Pneumonie
gesammelte unterird. Teile Gebräuchl. Amp. D4, D6, D8 mit Brustbeklemmung, Atemstichen, Dyspnoe, Nasenflügelatmung, rasselndem
Außer dem papaverinähnlich wir- Husten und Subikterus.
kenden Chelidonin noch andere Hepatopathie, Ikterus, Cholelithiasis, Alle Beschwerden vorwiegend auf der rechten Seite.
Alkaloide, Chelidoxanthin = Ber- Cholecystopathie, Neuralgien und
berin. Sanguinarin, Fumarin. Muskelrheuma, biliöse Pneumonie.
Pflanzensäuren und Harze.
AMI* + +

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97
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Chimaphila umbellata
Chimaphila umbellata BART (L.) Vorschrift 3a: Urtinktur
Doldenblütiges Wintergrün oder
Verr.abDl
Winterlieb Harnwege, Prostata, Lymph- und Brustdrüsen-
Amp. ab D3
Farn. nat.: Pirolaceae Empirisch bewährt bei nebenstehenden Indikationen, wenn trüber, stinkender
Urin mit Schleim und Blut vorhanden ist. Hat diuretische Wirkung. Die Be-
Nördliche Gegenden von Europa, Gebrauch!. (9-DU. D2
Asien und Nordamerika ziehungen zu skrofulösen Lymphdrüsenschwellungen und bei Matnmatumoren
sind nicht gesichert.
Frische, blühende ganze Pflanze
Chron. Cystitis und Cystopyelitis,
Arbutin, Chimaglucin, Urson, Prostatahypertrophie.
Gerbstoffe
AMP(+)

China Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl

Cinchona succirubra PA VON. Verr. ab D2


Amp. ab D4
Chinarindenbaum Z.N.S., Protoplasmagift, Blut, Milz, periph. Nerven, Herz, Magen. Leber, Uterus.
Farn. nat.: Rubiaceae Frostschäden, Febris intermittens, starke gelbliche Blässe, profuse Schweiße
Gebräuchl. Tbl. (Du.) D2, D3, D4,
und viel Durst, große allgemeine Schwäche, Erschöpfung und Schläfrigkeit,
.Java, Ostindien, Mittel- und Süd DU. D6
halonierte Augen. Profuse dunkle Blutungen aus Nase, Lunge, Magen-Darm-
amerika Gebräuchl. Amp. D4, D6, D12 Kanal und Uterus. Milzschwellung, periodische infraorbitale Neuralgien. Appetit-
u. höher losigkeit, Völlegefühl, lange Verweildauer der Speisen, Magenauftreibung;
Getrocknete Zweigrinde
schwächende Durchfälle nach jeder Mahlzeit, oft mit Blutabgang. Blutende,
Chinin, Chinidin, Cinchonin u. a.
Malaria und Folgezustände, Rekon- heiße Haemorrhoiden. Ohrensausen und Schwindelgefühl. Kongestionen zum
Alkaloide; Chinagerbsäure; Chino-
valeszenz nach schweren Infektions- Kopf, Herzklopfen. Depressionen.
vasäure. Phenolsäuren, z. B. China-
säure. ß-Sitosterol (= „Cinchol"). krankheiten und Blutverlusten, anae- Verschlimmerung durch Kälte, Luftzug, Nässe, Essen. Berührung und nachts.
a-Chinovin (Gemisch säur. mische Kopfschmerzen, Trigeminus- Besserung durch Wärme.
Saponine)! neuralgie, anaemischer und otogener
Schwindel, Meniere, Cor nervosum,
AMP + + Gastritis, Blutungsdiathese.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organapezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Chininum arsenicosum
Chininarsenit Vorschrift 6: Verr. = Dl tt

C6oH72N606 • H 3 As0 3 • DU. ab D2 f t


Amp. ab D4 Vgl. China und Arsen, alb.; ferner Schilddrüse und vegetatives Nervensystem.
AMP + +
Symptomatik wie bei China und Arsenicum album. Ferner Tachycardie, Unruhe,
Gebraucht. Tbl. (Du.) D4, D6, D3 Angst, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Kachexie, gesteigerter G rund Umsatz
Gebrauch!. Amp. D4, D6 und alle sonstigen Zeichen der Hyperthyreose und der vegetativen Dystonie.
Zusätzliches Mittel bei der Carcinombehandlung, besonders bei Kachexie und
Schwäche.
Indikationen von China und Arsen.
alb., besonders aber Hyperthyreose,
Basedow und vegetative Dystonie.
Verschreibungspflichtig bis
Carcinom.
einschließlich D3

Chininum sulfuricum
Vorschrift 6: Verr. = D1
neutrales Chininsulfat
C«oHwN409S • 2H2O Dil. ab D2
Amp. ab D4 Wie unter China, aber betontere Beziehungen zu vasomotorischen Störungen.
AMP + +
Wie unter China. Eine Besonderheit ist eine hyperalgetische Zone im Gebiet
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D4,1)3 C? und Thi über und neben den Dornfortsätzen.
Gebraucht. Amp. D6

Wie unter China

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100 101
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Chionanthus virginica
Vorschrift 3a: Urtinktur Leber, Gallenblase, Dickdarm.
Chionanthus virginieus L.
Schnee floekenbaum Verr.abül Teilnahmslosigkeit; dumpfer Stirnkopfschmerz über der Nasenwurzel, über den
Amp. ab D3 Augen, in den Schläfen, Verschlimmerung durch Treppensteigen und Gemüts-
Kam. nat.: Oleaceae
bewegung. Gelbe Augenbindehaut. Häufiges Urinieren, hohes spezifisches
Nordamerika Gewicht des Harns; starke Vergrößerung der Leber, Schmerzen in der Leber-
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3
gegend, Stuhlverstopfung, unverdaute Stühle, tonfarbige Stühle. Nach DONNER
Frische Wurzelrinde Gebraucht. Amp. D3
wichtiges Mittel bei Kopfschmerzen auf der Basis chron. Leberleiden.
Saponinartiges Glykosid
Das Mittel soll auch bei Diabetes wirksam sein: in der AMP ist dafür kein
Chionanthin Ikterus, Hepatopathie, Hepatitis, Anhaltspunkt zu finden, offenbar empirische Behauptung.
AMP( + ) Cholecystopathie, hepatogene
Kopfschmerzen

Cholesterinum
Vorschrift 6: Verr. = Dl
Cholestexin
Dil. ab D2
Amp- ab D6
AMP(—)
Bei nebenstehenden Indikationen empirisch bewährt. Bei Cholelithiasis prophy-
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D3 laktisch als D6 zur Verhinderung neuer Steinbildung empfohlen.
Gebrauch!. Amp. D6

Cholecystitis, Leberei rrhose, Chole-


lithiasis, Gallenblasen- und Leber-
carcinom.

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102 103
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Cicuta virosa
Cicuta virosa L. Vorschrift 2a: Urtinktur f

Wasserschierling Verr. ab Dl f Z N S , Herz, Haut.


Amp. ab D3 f Zentrale Muskelkrämpfe, Schlingmuskelkrämpfe mit Kieferklemme. Bewußt-
Farn. nat.: Umbelliferae
losigkeit, Opisthotonus, herausstehende Augen. Kopfkongestion, Delirien.
Nord- und Mitteleuropa, Nord- Hyperaemie und Kongestion des Kopfes. Schwindel, Praecordialangst. Eitriger
asien Gebräuchl. DU. (Tbl.) D4, D6
Gebräuchl. Amp. D4, D6 Pustelausschlag um den Mund und in der Bartregion. Zustand ähnlich der
Frischer Wurzelstock zu Beginn StrychninVergiftung. Schierlingsbecher des Sokrates enthielt nicht Cicuta,
der Blüte sondern Conium maculatum.
Krampfdiathese, Epilepsie, Meningis- Verschlimmerung durch Berührung und Erschütterung.
Alkaloid Cicutin und Cicutoxin
mus, Tetanie, Chorea, Singultus.
(giftiger harzartiger Körper)
AMP + +

Vorschrift 3a: Urtinktur f


Cimicifuga Verr. ab Dl t
Amp. ab D3 f Ovarien, Uterus, Hypophyse, Gelenke, Muskeln.
Cimicifuga wicemosa (L.) NUTT.
Wanzenkraut Klimakterische Frauen mit depressiver, hysterischer, erethischer Grundhaltung.
Bei adipös-pastösem Typ, aber auch bei hypophysarer Magersucht empirisch
Farn, nat.: Ranuneulaeeae Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D3, D2, D4, D6 erprobt. Genitalbedingte Migräne. Heftiger Kopfschmerz, als wollte der Schädel
Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6, P12 zerspringen und als würde von hinten ein Keil eingetrieben. DONNER ordnet
Europa, Asien, Nordamerika
Cimicifuga dem arthralgisch-myalgisch-neuraigischen Symptomenkomplex der
Frischer Wurzelstock Klimax oder anderen endokrinen Unterfunktionen zu. Nervöse Herzbeschwerden
Klimakterium mit Depressionen. Mi-
Actein.Cimk'igenol ;saur.Saponin, stenocardischer Art. Dysmenorrhoe mit Krampfschmerzen und abwärts-
gräne. Menorrhagien, Amenorrhoe,
Gerbstoff* und Phenolsäuren. drängenden Prolapsempfindungen. Choreatische Verhaltensweise. Einige Wochen
Dysmenorrhoe, Hypophysen-Unter- vor der Geburt D4-D3 tgl. 3mal 5—10 Tr. zu deren Erleichterung und zur
Alkaloid Cytisin. funktion. Arthrosen und Rheumatis- Vermeidung von Krampfwehen. Bei atonischer Blutung nach der Geburt mehr-
AMP ( + + ) mus auf klirnakterischer Grundlage. mals 10 Tr. der Urtinktur. Bei drohendem Abort D4.
Schwangerschaftsmittel zur Geburts-
erleichterung. Atonische Blutung.
Abortus imminens.

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105
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische, s u b j . u. o b j . S y m p t o m a t i k und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Cina Vegetatives X.S., besonders Vagusgebiet; Magen-Darm-Kanal, glatte und


Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Artemisia cina BERG et quergestreifte Muskulatur, Blase.
SCHMIDT Zitwerblüten: fälsch- Verr. ab D2
Vorwiegend K i n d e r m i t t e l . Wegen S a n t o n i n g e h a l t s als W u r m m i t t e l (bes. Asca-
lich als Wurmsamen bezeichnet. Amp. ab D4
riden) verwendet, um das Milieu u m z u s t i m m e n (längere Zeit D2 geben).
Farn. nat.: Compositae YVeinerlichkeit, Bangigkeit, eigensinnige Launenhaftigkeit. Krampfhafte
Gebrauch!. DU. (Tbl.) 0 3 , D4, D6 Muskel- und Gliederzuckungen, halonierte Augen, Schwindel, O h n m a c h t s -
Persien, Buchara neigung, Z ä h n e k n i r s c h e n im Schlaf. Leibschneiden, Blasenkrampf. Die K i n d e r
Getrocknete Blütenköpfchen vor gähnen auffällig viel und haben nervöses N a s e n j u c k e n . A u g e n s t ö r u n g e n mit
dem Aufblühen Spasmophilie, nervöse Erregungs- Trübsichtigkeit, F a r b e n s e h e n und Schielen. K r a m p f h u s t e n .
zustände, Akkomodationsstörungen,
Santonin, Artemisin, ChoÜn, Verschlimmerung n a c h t s , lebhafte Berührungsempfindlichkeit. Das Mittel ist
Magen-Darmkrämpfe, Würmer, Neuro- Ohamomilla sehr ähnlich.
Bitterstoff, äth. Öl (Cineol)
pathie, Pertussis.
AMP +

Vorschrift 6: Verr. = D1 t
Cinnabaris
siehe auch Mercurius sulfuratus Dil. ab D6
ruber. Amp. ab D8
Die pathologisch-anatomischen Beziehungen und die A M - S y m p t o m e ent-
Hydrargyrum sulfuratum rubrum sprechen ganz denen von Mercurius solubilis. Es besteht jedoch eine b e v o r z u g t e
Gebraucht. Tbl. D4, D3, D6 W i r k » n g auf die s u b a k u t e n und chronischen E n t z ü n d u n g e n der N a s e n - N e b e n -
Rotes Quecksilbersulfid Gebraucht. Amp. Dg u. höher hÖhlen und der X a s e n s c h l e i m h a u t . „ D r u c k an der N a s e n w u r z e l " ist ein typisches
Leitsy m p t o m . Häufig ist die K o m b i n a t i o n mit K a l i u m bichromic. D4 - D6
Zinnober
(s. dort) angezeigt.
HgS Indikationen wie unter Mercurius
solubilis, mit besonderer Wirkung bei
AMP + ( + )
subakuter und chronischer Sinusitis
Verschreibungspflichtig bis und Rhinitis.
einschließlich D3

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auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original UHU
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung
107
V06 x
Tiefste herstellbare Potenz Orgsmspezirität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Modalitaten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Clematis Vorschrift 3a: Urtinktur t


Clematis recta L.
Verr. ab Dl f
Aufrechte Waldrehe Lymphdrüsen, Brustdrüsen, Hoden, Prostata, Crethra.
Amp. ab D3 f
Farn. nat.: Ranunculaceae Brennen und Stechen in der Urethra mit schleimigem Ausfluß. Pollakisurie.
Wasserlassen erschwert. Hoden schmerzhaft geschwollen. Lymphdrüsen am
Mittel und Südeuropa Gebrauch! Tbl. (Dil.) D2, D3, D4
Hals. Nacken und in den Leisten geschwollen. Druckempfindlichkeit und
Gebräuchl. Amp. D3
Stengel mit Blüten und Blättern Schwellung der Mammae. Rheumatisch-neuralgische Beschwerden. Heftig
juckende Pustulosis.
Anemonin, Anemonenkampfer
Chron. Lymphadenitis, chron. Folge- Alles schlimmer durch Kälte und Bewegung.
AMP + + zustände nach Gonorrhoe, Prostatitis,
Epididymitis, Orchitis, Harnröhren-
striktur, Mastitis, juckende Derrna-
titis.

Rotes Knochenmark, Pankreas, Neoplasmen.


Cobaltum nitricum Vorschrift 5: Lösung = Dl
Bei sekundären Anaemien (nach akuten oder chronischen Blutungen, Infekt-
Cohaltnitrat Verr. ab D2 und Tumoranaernien) werden allopathisch große Dosen mit gutem Erfolg
Amp. ab D4 gegeben.
CO(NO).,): • 6 H ; O
Neoplasmen zerfallen bei direkter Infiltration. Kleine Dosen können bei Poly-
AMP -I- + eythaemien von guter Wirkung sein (D4-D12). Ebenso ist zusätzliche Be-
Gebraucht. Tbl. (Dil.) 1)4, D6, D 12, handlung des Diabetes damit oft von Erfolg.
(Früher mit Cobaltum metall., in
jüngster Zeit mit Cobaltchlorid D3
Bei der Prüfung ergaben sich: Blutzuckersteigerung, Gefäßdilatation, Gesichts-
COCVHH 2 O vgl. WEISS- Gebräuchl. Amp. D4, D6
röte, Nausea und Erbrechen, Schweißausbruch, Speichelfluß, anfangs Puls-
BECK KR, Med. Monatsschr. verlangsam ung und Blutdrucksenkung — später beides gesteigert. Atem-
Beiheft 9, Stuttgart 1950.) Sekundäre Anaemie, Polyglobulie, frequenz und tiefe gesteigert, Herzklopfen. Färbeindex >1, starker Erythro-
Diabetes, Tumoren. eytenanstieg, Verlängerung der Gerinnungszeit und der Prothrombinzeit.
Anstieg der Reticulocyten.

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108 t 109
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl t


Cocculus Verr. ab D2 t
Anamirta cocculus W1GHT Amp. ab D6
Z.N.S., Parasympathicus, periphere Nerven, Gefäßnerven, vegetative Zentren,
et ARN. Magen-Darm-Kanal, Uterus.

Kockelskörner Gebraucht. Tbl. (Dil.) 1)6, D4, D3,


Große reizbare Schwäche, Erschöpfung und starke Depressionen. Tonisch-
Du. D2
Farn. nat.: Menispermaceae klonische Krämpfe, Paresen, Schlund- und Magenkrämpfe, Blähungskoliken,
Gebrauch). Amp. D6
Afterkrampf, Dysmenorrhoe, Nausea und Menierescher Schwindel. Einschlafen
Ceylon, Java, Amboina und Paraesthesien mal in der einen, dann in der anderen Hand, Schwindel
Reife, getrocknete Früchte Akroparaesthesien, periphere Durch- beim Kopfheben, oft mit Erbrechen. Schmerzen und Schwäche in den Ex-
blutungsstörungen, allgemeine tremitäten, im Nacken und in der ganzen Wirbelsäule. Gliederzittern.
Pikrotoxin, Coceulin, Salpete
Krampfdiathese der glatten und quer Leere und Hohlheit in den befallenen Teilen. Typisch ist der häufige Seiten-
AMP + + gestreiften Muskulatur, Nausea und wechsel der Beschwerden. Verschlimmerung durch Fahren im Wagen, in der
Eisenbahnkrankheit. Meniere, Mi- Bahn oder mit dem Schiff. Schwindelgefühle vorherrschend.
gräne, epileptiforme Krämpfe, nervöse
Verdauungsstörungen, Dysmenorrhoe,
Neuralgien und Paresen.

Vorschrift 4b: Urtinktur = Dl


Coccus cacti
Dactylopius coccus COSTA Verr. ab D2
Amp. ab D4
Cochenille-Laus Bronchien, Nieren.
Fam. nat.: Coccidae Hustenanfälle mit Erbrechen von zähsträhnigem, fadenziehendem Schleim.
Gebrauch!. Tbl. (Dil.) D3, D4, D2
Lebt auf Kakteen in Mexiko Gebraucht. Amp. D6 Kurzatmigkeit. Gefühl eines Fadens im Halse. Chronische Nierenbeckenkatarrhe
mit sehr saurem, scharfem Urin mit viel Sedimentum lateritium. Nierenkoliken.
Ganzes weibliches Tier
Verschlimmerung morgens nach dem Erwachen und durch Wärme. Besserung
Karminsäure (roter Farbstoff von Pertussis, Bronchitis oder Asthma durch kühle Luft, kalte Getränke und in der Ruhe.
glykosidischem Charakter), Cocco- mit Krampfhusten, chron. Cystopye-
carmin, Myristin, Fett. ütis, harnsaure Diathese mit Grieß-
bildung.
AMP + +

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile


Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
110
111
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Coffea
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Coffea arabica L.
Verr. ab D2
Kaffee
Amp. ab D4 Z.N.S., Vasomotorenzentrum, Herz, Nieren.
Fam. nat.: Rubiaceae
Geist und Körper lebhaft erregt. Schlaflosigkeit infolge hellwachen Gedanken-
Afrika, Brasilien Gebraucht. Tbl. (DU.) D4, D6, D3 zuflusaes. Herzklopfen, Tachycardie. Kopfkongestionen, warmer Schweiß.
Ungeröstete, getrocknete Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10 Migräne mit „Nagelkopfschmerz". Polyurie. Verminderung der Libido und
Kaffeebohne u. höher Potenz.

Coffein (l-3-7-Trimethyl-2-6- Überempfindlichkeit gegen Schmerzen und Sinneseindrücke. Verschlimmerung


Dioxypurin = C3H10N4O2H2O), Schlaflosigkeit, Migräne, Cor nervo- durch Lärm, Gerüche, Kälte und nachts.
Chinasäure, Chlorogensäure. sum, Urina spastica. Analepticum
(in stärkeren Dosen).
AMP + +
(Teils mit Coffea cruda, teils mit
Coffeatosta.)

Colchicum Vorschrift 2a: Urtinktur f


Colchicum autumnale L. Z N S . , Gefäßnerven, Kapillargift, Magen-Darm-Kanal, Muskeln und Gelenke,
Herbstzeitlose Verr. ab Dl f Herz, Nieren.
Amp. ab D3 t
Fam. nat.: Liliaceae Große Schwäche, Mund trocken, viel Durst, kolikartige Blähungen, profuse
Europa glasig-schleimig-blutige Durchfälle, Tenesmen, Kollapsneigung. Heftige Magen-
Gebräuchl. DU. (Tbl.) D4, D3, D« schmerzen mit Erbrechen von Galle und Schleim; schon der Geruch oder
Frische (im Herbst gesammelte)
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10 Anblick von Speisen macht Erbrechen! Zittern und Konvulsionen der Glieder,
Frühjahrsknollen Gelenke steif und schmerzhaft. Gelenkschmerzen wandernd, Schwellungen
u. höher
Alkaloid Colchicin, Inulin, wechselnd rot und blaß (D2). Herzklopfen und Herzstiche, Puls klein, weich,
Asparagin frequent.
Akute Gastroenteritis, Darmtenes-
AMP + + Verschlimmerung durch Speisengeruch, Berührung, Kälte, Bewegung und in
men, Gicht, Muskel- und Gelenk-
der Zeit von abends bis morgens. Besserung durch Wärme und Ruhe.
rheumatismus, akute Peri- und Endo-
Verschreibungspflichtig tys carditis, Nephritis.
einschließlich D3

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der Tableltenjorm für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
112 113
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Collinsonia canadensis Vorschrift 3a: Urtinktur

Collin.sonia canadensis L. Verr. ab D1


Amp. ab D3 Periphere Nerven. Beckenvenen, Pfortadergebiet. Magen-Darm-Kanal, bes.
GrielJwurzel S-romanum.
Farn, nat.: Labiatae
Gelb belegte Zunge, bitterer Mundgeschmack, Magenkrämpfe. Verstopfung mit
Gebräuchl. Dil. D 2 - 0
U.S.A., südl. Kanada Blähungen und Haerriorrhoiden, oft mit Tenesmen und Durchfällen wechselnd.
Gebrauch!. Amp. D4
Pflockgefühl im After. Schwangerschaftsobstipation. Schwellungsgefühl und
Frischer Wurzelstock
Paraesthesien an Lippen, Kopf und Armen, als wenn alles großer würde.
Collinsonin (Harz), Gerbstoffe, Chron. Obstipation mit Haemorrho- Die Obstipation mit Blähungskoliken und trockenem, knolligem Stuhl ist typisch.
(iIykosid von Naponincharakter iden, venöse Stase im Beckengebiet.
u >\. Paraesthesien und Formikationen am
AMP + + Kopf, Gesicht und in den Armen.

Colocynthis Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f


CitnrlluseolorvnthisfL.) SCHRAD.
Koioquinte Verr. ab D2 t
Amp. ab D4 Periphere Nerven (bes. N. trigem., N. facial., N. ischiadic), glatte Muskulatur
Farn. nat.: Cucurbitaeeae der Intestines, Hüftgelenk, Ovarien.
Ustafrika. West- und Südasien Heftige einschießende neuralgische Schmerzen an den Kopfnerven, dem
Gebräuchl. Dil. (TM.) D4, D3, D6
Reife,geschälte,entkernte Früchte Gebräuchl. Amp. D4, D8 N. ischiadicus und Hüftgelenkschmerzen (als ob die Teile in einen Schraubstock
gespannt würden!). Nabelkoliken bei Kindern. Unerträgliche Kolikschmerzen
Verschied. Cucurbitacine (Bitter- im Unterleib, die zum Zusammenkrümmen zwingen. Besser durch Gegendruck
stoffe), z. B. Elaterinid ( = a-Elate- Neuralgien, Neuritiden, Ischias, Mi- auf den Leib. Durchfall mit Tenesmen. Schneidende Schmerzen in den Ovarien.
ringlucosid), Klatericin B-gluco- gräne, Magen- Darm -Tenesmen und Besserung nach Stuhlgang, nach Abgang von Blähungen, durch Ruhe und
sid; Citrullol, Phenolsäuren; Koliken, Coxitis, Dysmenorrhoe mit Wärme. Verschlimmerung durch Bewegung, Ärger und Schreck.
Aminosäure Citrullin. Ovarialgie.
AMP + +
Verschreibungspfhchtig bis
einschließlich D3

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114 115
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezitität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Condurango
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Marsdenia condurango Magen, Üuodenum, Z.X.S
RKICHENB. fil. Verr. ab D2 Condurango gehört zu den Bittermitteln und wird auf empirischer Grundlage
Amp. ab D4 gegen -Appetitlosigkeit, Abmagerung und Kachexie angewandt. Frühere
Condurangobaum, Geierpflanze
Empfehlungen als ..Krebsmittel" haben sich als unhaltbar erwiesen. Die Wapler-
Farn, nat.: Asclepiadaceae Schule hat gute Erfolge bei hartnäckigen Rhagaden der Lippen und Mund-
Gebraucht. Tbl. (DU.) D2, D3
Nordwestl. Südamerika winkel damit gesehen, besonders wenn Begleitgastritis zugegen war. Toxikolo-
gisch hat man bei Warmblütlern Ataxien, tonische Krämpfe und schließlich
Getrocknete Rinde Lähmung des Atemzentrums beobachtet. Diese Beziehungen sind bisher thera-
Anorexie, Gastroduodenitis,
Versch. Glykoside (Condurangine) Ulcus ventriculi. Lippenrhagaden. peutisch nicht ausgewertet worden.

AMP(+ + )

Vorschrift 2a: Urtinktur t


Conium
Verr. ab Dl f
Conium maculatum L. Amp. ab D3 f Z.N.S., bes. Rückenmark; Wurzelgebiet der peripheren motor. und sensiblen
Gefleckter Schierling Nerven, motor. Nervenendplatten (curareartig!), psychosensorische Zentren,
Bronchien, Prostata. Lymphdrüsen, Neoplasmen.
Fam. nat.: Umbelliferae Gebraucht Tbl. (DU.) D6, D4, Dil. D3
Gebräuchl. Amp. 1)4, 06, D12 Hypochondrie, Verdrießlichkeit, Depression, Menschenscheu. Corticale Be-
Europa, Asien täubung, cerebraler Schwindel durch Gehirnanaemie, durch Aufsitzen oder
u. höher
Frisches, blühendes Kraut Drehen im Bett ausgelöst. Anfänglich motorisch-sensorische Erregung, die
dann in Lähmung, von unten nach oben aufsteigend, übergeht. Trockener,
Hauptgift ist das Alkaloid Coniin Alterskaehexie, Alterssehwindel, Ar- krampfartiger Husten mit zähem Sekret von einer Reizstelle am Kehlkopf
(= a-n Propylpiperidin) teriosklerose, Prostatahypertrophie. ausgehend, besonders bei alten Leuten. Harte Lymphdrüsen, Tumoren der
u. a. Alkaloide Ascendierende Rücken markdegenera- Mammae. Prostatahypertrophie. Conium gehört zu den zusätzlichen Krebs-
AMP + + tion (bes. motorische Bahnen). behandlungsmitteln bei Epitheliomen.

Muskelkrämpfe und Paresen, Reiz- Verschlimmerung durch Ruhe, Kälte und nachts.
Verschreibungspflichtig bis und Krampfhusten alter Leute. Impo-
einschließlich D3 tenz. Drüseninduration und Tumoren.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHV
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikat innen Modalitäten

Convallaria
Vorschrift 3a: Urtinktur f
Convallaria majalis L.
Maiglöckchen Verr. ab Dl t
Amp. ab D3 f
Kntn. nat.: Liliaceae Herz und Herzreizleitungssystem, peripherer Kreislauf.

Kuropa, Asien. Nordamerika Tagsüber erschöpft und schläfrig, nachts unruhig und schlaflos. Puls klein.
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3, Du. D6
weich und aussetzend. Gefühl als ob das Herz zu schlagen aufhört und dann
Frisches blühendes Kraut Gebräuchl. Amp. D3
plötzlich wieder einsetzt. Stenocardische Beschwerden mit Atemnot, lnsutfi
Zahlreiche (über 20) Oardenolide. zienzzeichen mit Oedemen: Dyspnoc !><-im Hinlegen- Anfangs Bradvcardie und
z. B.Oonvallatoxin.Oonvallatoxol, Herzinsuffizienz mit Oedemen, Base- Blutdrucksteigerung, später Tachycardie. Arrhythmie und Drucksenkung.
Convallosid. Lokundjosid, ferner dowherz, Angina pectoris, Raucher-
Saponine. herz, Herzarrhythmie, postinfektiöse
und toxische Herzneurose.
AMP +

Corallium rubrum
Vorschrift 6: Verr. = DI
Corallium rubrum 1-.AM.
Edelkoralle Du. ab D6
Amp. ab D8 Bironchien.
Farn, nat.: Gorgoniaceae
Anfälle von Krampfhusten mit Erstickungszuständen und Cyanose. Husten
Mittelländ. und Adriat. Meer
Gebrauch). Tbl. D3, D4 bellend und in schneller Folge. Die in der Literatur verankerten Beziehungen
Kalkgerüst der Koralle Gebraucht. Amp. 08 zur Psoriasis und zu Kankroiden sind unsicher.
Vor allem CaCOs und Phosphor,
ferner Jod u. a. Spurenelemente Keuchhusten, Grippehusten.
AMP(+ + )

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119
118
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 2a: Urtinktur


Crataegus Verr. ab Dl Herz, Coronargefäße, Cerebralgefäße.
Crataegus oxyacantha L. Amp. ab D4
Herzklopfen, Herzunruhe, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit. Nykturie, Schwindel-
Crataegus niuiiogyna JACQ.
zustände, Kurzatmigkeit als Zeichen der Praeinsuffizienz beim arteriosklero-
Gebraucht. (9-DU. D2, D4, D6
Weißdorn tischen Symptomenkompiex alter Leute. Normalisierende Wirkung sowohl auf
Gebrauch!. Amp. D4,1)6, D8
den Hypo- wie auf den Hypertonus; im ersteren Falle objektiv meßbar, im
Farn, nat.: Rosaceae letzteren nicht immer, aber fast stets Besserung der subjektiven Beschwerden.
Myasthenisches Altersherz, Praein- Bei leichten Stenocardien gute Wirkung. Beim schweren Angina-pectoris-
Europa, Asien
suffizienz, essentielle und arterio- Anfall nur in Verbindung mit neuraltherapeutischen Maßnahmen wirksam;
Frische, reife Früchte sklerotische Hypertonie, Coronarin- dagegen ausgezeichnet zur prophylaktischen Intervallbehandlung geeignet, um
suffizienz. Intervallmittel zur Dämp- die Herzdurchblutung zu steigern und damit die Anfallsbereitschaft herab-
Flavone (u, a. Hyperosid = ein
fung der Angina pectoris, postinfek- zusetzen.
Quereetin-Glykosid), Cholin,
tiöse und fokal toxische Myocard-
Amine, Aminopurine sowie
schädigung, zur Rensibilisierung des Die von SCHWABE, HAFERKAMP, SCHOELER u. a. beobachtete Reak-
Triterpensäuren, Oleanol-, Ursol-
Myocards gegenüber den Digitalis- tionssteigerung des Myocards auf Herzglykoside, welche durch Crataegus-
und Crataegolsäure (früher als
glykosiden, bes. bei glykosidrefrak- einWirkung entsteht, bietet vielfältige Anwendungsgebiete, die z. T. schon
„^rataegus-Lacton" bezeichnet),
tären Zuständen oder bei Glykosid- nebenstehend genannt sind. Das infektiös-toxisch geschädigte Myocard reagiert
ferner Sorbit, Chlorogensäure u. a
gewöhnung. Arteriosklerotischer auf Orataegus weit besser und mit größerer Verträglichkeit als auf Glykoside.
AMP + + Symptomenkomplex. Cerebrales Seda-
tivum.

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Crocus Verr. ab D2
Crocus sativus L. Amp. ab D4 Z.N.S., Uterus, Nase.

Safran Nach großen Dosen narkotische Erscheinungen und Hirnkongestion, Uterus-


Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4
Farn, nat.: Iridaceae Gebräuchl. Amp. D6 blutungen, Delirien und komatöse Zustände. Lidkrampf, Visusstörungen,
Muskelzuckungen. Choreatische Bewegungen. Schneidende Leibschmerzen.
Vorderasien Blähungskoliken bei Kindern. Sensationen wie bei Pseudogravidität hysterisch-
Kongestionen am weiblichen Genitale,
Getrocknete Narbenschenkel Metrorrhagie, bei Graviden Abort- neuropathischer Frauen. Übelriechender Fluor, Hauterythem.
gefahr, Dysmenorrhoe. Hysterie mit Auffälliger Wechsel der Stimmungslage.
Terpenhaltiges äth. öl, Crocin,
läppischer Verhaltensweise. Krampf-
Pikrocrocin = Safranbitter
diathese bei Frauen und Kindern.
AMP + Nasenblutungen (vicariierend).

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Botanische. Tiefste herstellbare Potenz
che.mi.srlie und Gebräuchlichste Potenz suhj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

SV Lösung - D2 tt
Crotalus
(Yotalus homdus L. Verr. ab D2 ft
Amp. ab D6
- Wald Klapperschlange Schweres•Kapillargif't. Vasomotorvnzentruni. Haemoiyse.
Kam. nat.; (Votalidue
Gebraucht. Tbl. DS, D10, D12 Crotalus ähnelt der Lachesis sehr, lediglich die Haemolvse und Haemoirhagie
Nordamerika Gebräuchl. Amp. D8,1)12 u. höher tritt noch stärker hervor. Schweres toxisches Zustandsbjld mit diffusen l*aren-
Gift der Oberkieferdrüsensäcke clivnisehädigungen durch KapiHartoxikose. Haematurie. Nephritis. Mvoeanl
Schädigung. Darniblutiriigen. Ikterus. Zunge geschwollen und fuliginös. Haut
(Giftige EiweiIJstofFe (Toxine), z. B. Septische Prozesse, diffuse Haemor- gesellwüng und brandig. Schwere Tlir<nnboj)h!ebiti<len und Thrombosen bis
Crotactin und Crotamin. ferner rhagien, Neigung zu Thrombosen und zur < iangraen. Herzschwäche mit Kollapsneigung. Schwellungen am ganzen
Fermente: Coagulase. Phospholi- Gangraen, Karbunkel. Myodegene- Korper. Diffuse Lvmphadcnitis. Wegen der großen Ähnlichkeit mit dem Krank-
pase AiZink. ratio cordis, Coronarinsuffizienz, An- heitsbild des Gelbfiebers dort stets zu versuchen.
gina pectoris, toxische Infektions-
AMP + •+•
krankheiten mit Vasomotorenkollaps,
Verschreibungspflichtig bis Klimakterium mit Vasolabilität, Thy-
einschließlich D3 reotoxikose.

Croton tiglium Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f


Proton tiglium L.
Purgierkörner Verr. ab D2 f
Amp. ab D4
Kam. nat.: Kuphorbiaceae
(Istindien. China Magen Darm-Kanal. Haut. Mainina. Auge.
Keife, getrocknete Samen Gebräuchl. Dil. (Tbl.) 1)4, D6
l'rofuse gelbwäflrige l>u roh fälle (Hydrantenstühle!) nach jeglichem Kssen und
Crotonol mit giftigem Harz, das Trinken. Darmprulaps. Dermatitis mit juckenden, brennenden Pusteln. Brust-
Phorbol-Fettsäurediester enthält; Akute Gastroenteritis mit Brech- warze entzündet. Heftige Konjunktivitis. Neigung zu Ulms serpens und
tox. Eiweiß ('rotin ; Glykosid durchfall. Akute pustulöse Ekzeme, Hvpopyon.
Crotonowid. bes. im Gesicht und am Hoden.
AMP + + Mastitis. Konjunktivitis und
Hypopyon.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

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Botanische, Tiefst« herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl

Cuprum Tabl. ab D2
Dil. ab D6
Cuprum metallicum — Cu Amp. ab D8
Z.N.K., Bronchien, platte und quergestreifte Muskulatur. Magcn-Darm-Kanai.
Metallisches Kupfer
Gebräuchl. TU. D3, D4, D6 Indikationen und AMB wie Cuprum aecticum.
AMP + Gebraucht. Amp. D8, D10, D12
u. höher

s. Cuprum aceticum

Vorschrift 6: Verr. = Dl f
Cuprum aceticum Dil. ab D2 t Z.X.S.. Bronchien, glatte und quergestreifte -Muskulatur. Magen•'Darin Kanal.
Amp. ab D4
Neutrales Kupferacetat Cuprum verursacht Krämpfe, Atemnot. Kramplhusten bis zum Ersticken, oft
Cebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 mit Erbrechen, Cyanose, Kälte des Körpers: heftige Magen-Darm-Koliken mit
CirUC'uO« • HzO
Gebräuchl. Amp. D4, D6 u. höher messerschneidenden Schmerzen. Cerebrale Heizungen mit Konvulsionen.
AMP(+ ) Delirien. Aura. Bewußtlosigkeit, Schaum vor dem Munde. Choreatjsche Zu-
Krampfdiathese der glatten und stände.
quergestreiften Muskulatur. Pertussis, Besserung des Hustens und Erbrechens durch kaltes Trinken. Verschlimmerung
Krampfhusten, Asthma bronchiale, durch Berührung. Schreck. Hitze, vor den Menses und nachts. Bei Epilepsie
Magen-Darm-Koliken, akute Gastro- höhere Potenzen geben (ab U 10).
enteritis mit Brechdurchfall. Leber-
cirrhose. Epilepsie.

Vorschrift 6: Verr. = Dl tt
Cuprum arsenicosum Dil. ab D6
Amp. ab D8 Indikationen wie Cuprum aceticum. Ferner Thrombosen und (Jangraen bei
Kupferarsenit peripheren Durchblutungsstörungen. Basedow. Chron. Nierenentzündung mit
AMP(+) Gebräuchl. Tbl. D4, D6 uraemischen Symptomen. Chron. Durchfalle bei Tuberkulose Keuchhusten
Gebräuchl. Amp. D8 mit Dyspepsie bei Kindern.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 s. Cuprum aceticum

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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124
Organspezifitat
Tiefste herstellbare Potenz
Botanische subj. u. obj. Symptomatik und
Gebräuchlichste^ot«nz
chemische und Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Cyclamen Vorschrift 2a: Urtinktur t


Z.X.S., weih]. (lenitalsphare, Nase, Augen.
Cvclamen purpuraseens MI LL. Verr. ab Dl +
Cyclamen ist der Pulsatilla sehr ähnlich: es fehlt lediglich die Durstlosigkeit und
(C. europaeum auct. non L) Amp. ab Di
die Besserung an frischer Luft. Allgemeine Schwache. Reizbarkeit. (»edäeht -
Alpenveilchen Gebraucht. Tbl. (DU.) D3, D4 nisschwache. Periode meist zu früh und zu stark. Fluor albus. Spannungs
Farn, nat.: Primulaceae schmer/ der Brüste. Schnupfen, teils wäßrig, teils rahmig. Magen-Darm-Koliken
Migräne mit Flimmerskotom. Dys- und Erbrechen. Fettempfindlichkeit.
Süd- und Mitteleuropa
Frische Wurzelknolle. menorrhoe, Menorrhagie, Mastopathie, Verlangen nach Wärme. Bewegung bessert.
Rhinitis vasomotorica, Chlorose,
Cyelamin (saponinartig)
venöse Stasen.
AMP +

Z.N.S.. psyehosensorische Zentren.


Cypripedium pubescens Vorschrift 3a: Urtinktur
Anfangs coffeinartige Wirkung auf Geist und (iemüt mit allgemeiner Anregung.
Cypripedium ealceolus L. var. Verr. ab Dl Heiterkeit und Ideenzudrang. Ruhelosigkeit des Körpers und Cnruhe in den
pubescens (WILLD.) CORREL. Amp. ab DU Extremitäten. Kinder wachen nachts auf, sind lebhaft und vergnügt und wollen
Amerikan. Frauenschuh, im Bett spielen. Später kommt es dann zu Müdigkeit. Erschlaffung. (Jleich
Yellow Ladyslipper Gebrauch!. Tbl. (Du.) D2, D3, D4 gültigkeit und (Jedankenschwere.
Farn. nat.: Orchidaceae Nervöse Schlaflosigkeit, Erethismus, An der' Haut ruft Cypripedium Erscheinungen hervor, die denen von Rhus
Östl. Nordamerika nervöse und neuropathische Kinder toxicodendron sehr ähneln.
Frischer Wurzelstock mit Wurzeln und Frauen. Das Mittel paßt besonders gut für Kinder und nervöse Frauen. Alle Indika-
Wirkstoff nicht bekannt Zahnungsbeschwerden der Kinder. tionen sind mehr empirischer Natur.
AMP(+)

Damiana Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl


[ urnera diffusa WILLD, var Verr. ab D2 Bei nebenstehenden Indikationen empirisch bewährt. Als Aphrodisiakum sowohl
aphrodisiaca WARD. Amp. ab D4 bei der männlichen wie bei der weiblichen Dysfunktion der (Jesehlechtsorgane
Farn, nat.: Turneraeeae müssen täglich etwa 2mal 5 - 1 0 Tropfen (-) für eine Woche verordnet werden.
Gebraucht. Tbl. (Dil.) 1)2, D3, Di\. Dl Die anderen Indikationen erfordern höhere Potenzen.
Mexiko
Getrocknete Blätter Mangelnde Libido, Impotenz, Steri-
Bitterstoffe, äth. Öl lität. Migräne, Neurasthenie.
AMP(—)
Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung 127

126
Botanische, Tiefst« herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen
Zur Beachtung:
Datisca Vorschrift 3a: Urtinktur
Datisca cannabina L., einein den Himalaya-Tälern vorkommende 2- 3 m hohe auf-
Datisca cannabina L. Tabl. ab Dl
fallend hanfähnliche Staude, kommt vor allem bei Diabetikern zur Anwendung.
Amp. ab D3
Gelbhanf
Die Prüfung des Mittels erfolgte an 32 Patienten, von denen zeitweise 26 mit Datisca
Farn, nat.: Datiscaceae allein erfolgreich behandelt wurden. Davon blieben 21 ohne orale Antidiabetica.
Gebräuchl. Dil. D2, D3
Himalaya Eine zuverlässige Datisca-Wirkung bei Diabetikern mit Blutzuckerwerten unter
Gebraucht. Amp. D3
200 mg % ist aus der Prüfung unverkennbar.
Frisches, blühendes Kraut
Stoffwechselstörungen Große Wirkungsunterschiede zwischen Datisca D2 und Datisca D3 waren nicht
AMP (-) Diabetes sicher feststellbar.

Digitalis
Digitalis purpurea L. Vorschrift 2a: Urtinktur •
Roter Fingerhut Verr. ab Dl t
Amp. ab D3 f
Farn. nat.: Scrophulariaceae
Westliches Europa Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, Herzmuskel, Reizleitungssystem, Gehirn, Prostata.
Frische Blätter, vor der Blut« Dil. Dl, D6
gesammelt Gebräuchl. Amp. D3, D4, D12 Die geläufigen Digitalissymptome bei Intoxikationen lassen erkennen, daß die
Die Glykoside Digitoxin, (Jitoxin, u. höher (ilykosidtherapie dem homöopathischen Prinzip entspricht. Mit kleineren
Gitalinj Digitonin (Sapnnin) Dosen von D2-D4 lassen sich Schlaflosigkeit und Depressionen als Zeichen
Alle Digitalis-Indikationen!
AMP + + Darüber hinaus in der Homöopathie der Frühinsuffizienz beseitigen. Oligurie und Ischurie bei Prostatahypertrophie
(Haltbarer ist Digitalis lol. üblich bei: Migräne, Prostatahyper- sind mit D2 gut zu beeinflussen (in Verbindung mit Sabal serrulatum D1-D2).
pulv.'inTbl. D2-D4) trophie, Bradycardie, Herzblock,
Schlaflosigkeit, Depressionen, wenn
Verschreibungspflichtig bis zwischen D2 und D4 verordnet wird!
einschließlich D3

Vorschrift 3a: Urtinktur t Vegetatives Nervensystem. Magen-Darm Kanal, weibliche und männliche
Dioscorea villosa Verr. ab Dl f (Jenitalsphare
Dioscorea villosa L.
Amp. ab D3 t Nerviise ("bererregbarkeit der Verdauung*- und der (lenitalorgane mit starken
Zottige Yamswurzel
Farn. nat.: Dioscoreaceae Krampfbeschwrnlen. Meteorismus, gestörte IVristaltik mit Kolikschmem.'n
Gebräuchl. Tbl. D3, D4
Nordamerika und sauren, morgendlichen Diarrhoeen. Erektionen und Pollutionen bei mangeln-
Frischer Wurzelstock (nach der der Liliido. Nenose Dysmenorrhoe mit Leibkrampfen.
Vagusübererregbarkeit, abdominelle
Blüte) Krampfdiathese, Nabelkoliken, Dys- Besserung der Beschwerden durch Aufreehtstehen. Rüc kwartsneigen und durch
Dioscorein menorrhoe, Neuralgien, Sexuelle Neur- Dru.k.
AMP(+ + ) asthenie.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken .Sie bitte, bei. Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tableltenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
128
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz Hubj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Dolichos pruriens
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Mucuna pruriens (L.) D.O.
Verr. ab D2 f Haut. Über.
Juckbohne
Amp. ab D4 Kein typisches und gesichertes AMB vorhanden. Empirisch bei Pruritus. vor
Farn. nat.: Leguminosae
allem als Begleitsymptom von Ikterus und Gallenleiden, bewährt. Ferner bei
Indien S<:h wange rsehaftspruritiiR und Alters pru,ritus sowie bei herpeti formen Ex-
Gebrauch]. Tbl. (DU.) D3, D2
anthemen.
Getrocknete Haare der Fruchthülse Gebraucht. Amp. D4
Verschlimmerung in der Bettwärme und durch Kratzen.
Die Trichome (Haare d. Hülse)
enthalten Cholin und Serotonin. Pruritus verschiedener Genese.
AMP(+)

Drosera Vorschrift 2a: Urtinktur


Drosera rotundifoüa L.
Drosera anglica HUDS. Verr. ab Dl
Drosera intermedia HAYNE Amp. ab D4
Bronchien.
Sonnentau
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, Depressiv und niedergedrückt. Krampfhafter Reizhusten mit Schmerzen hinter
Farn, nat.: Droseraceae (fein Brustbein. \ä eh t liehe Husten an fälle mit Brechneigung und Erstick ungs-
DU. Dl
zuständen. Salvenartiger Husten.
Europa, Asien, Nordamerika Gebräuchl. Amp. D4
Frische, blühende Pflanze
Chinone, Droseron und Plumbagin. Keuchhusten, Bronchitis, Asthma
bronchiale.
AMP(++)

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie. bitte bei Verordnung homöopathischer Einzel mittet
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHV
130
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Dulcamara Vorschrift 2a: Urtinktur t


Solanum dutcamara L. Z.N.S.. Muskeln und Gelenke. Harnblase, Niere. Haut. Bronchien. Auge.
Bittersüß Verr. ab Dl t
Farn, nat.: Solanaceae Amp. ab D3 f Ruhelosigkeit, Delirien und Wut anfalle bei toxischen Dosen. Subakuter Mnskel-
Europa, Asien und Gelenkrheumatismus durch naßkalte Witterung, feuchte Räume und
Junge Triebe und Blätter vor der Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4 direkte Nässeeinwirkung hervorgerufen, ebenso subakuter Blasenkatarrh und
Blüte Gebräuchl. Amp. D3, D4 Nierenreizung. Zunge wie gelähmt, zäher Speichel. Geschwüre der Mundschleim-
Solamarine (Tomatidenolalkaloid- haut. Schneidende Leibkoliken mit Erbrechen und profusen. gelb wäßrigen
glykoside) und Sapogenin Yaino- Muskel- und Gelenkrheumatismus Diarrhoeen. An der Haut urticarielle und pustulöse Exantheme. Herpes labialis.
genin. Cholin. Chlorogensäure. als Erkältungsfolge, Blasenkatarrh,
Alks durch Nasse und Kälte hervorgerufen und verschlimmert. Wärme bessert.
Asche mit viel Kalium und SiCV akute Gastroenteritis (Nommer-
AMP + + diarrhoe). Urticaria, Herpes.

Echinacea Vorschrift 3a: Urtinktur


Verr. ab Dl
Echinacea angustifolia D. C.
.Amp. ah D4 Steigerung der Abwehrfunktionen gegen bakterielle Erregerinvasion.
Schmalblättrige Kegelblume
Gebräuchl. 0-Dil. D2, D6 Wirkstoffe und Wirkungsinechanismus sind noch nicht eindeutig geklärt.
Farn, nat.: Compositae Gebräuchl. Amp. D4 Empirisch ist die Steigerung der Abwehrkräfte eindeutig. Man kann Echinacea
als das antibakterielle Cheinotherapeutikum der1 Homöopathie bezeichnen, das
U.S.A., in Deutschland angebaut
Septische Prozesse, Pyämie, sept. den Vorteil hat. über den Weg der Steigerung der biologischen Immunität zu
Frische, blühende ganze Pflanze Lymphangitis und . Lymphadenitis, wirken! Echinacea hat also keine in vitro darstellbare bakterizide Wirkung.
Furunkulose, Karbunkel, Mastitis, Innerlich wird Echinacea H (2 --3stdl. f> 20 Tr.) und äußerlich Echinacea
Glykosid Echinacosid. äth. Öl, Extern (1 :."> bis H) verdünnt) oder Echinacea-Salbe verwendet.
Puerperalfieber, Eiterungen nach Ver-
Inulin, Harz u. a. m.
letzungen, Erysipel, langwierige Ul-
AMP + cera cruris, Metritis, Pyelitis usw.

Vorschrift 3a: Urtinktur


Eichhornia Zur Beachtung:
Eichhornia crassipes (MART.) SOLMS Tabl. ab DI Als Hauptindikationen ergaben sich das Postcholezystektomiesyndrom,
Wasserhyazinthe Amp. ab D4 Pankreopathien besonders im Sinne der chronischen Pankreatids mit Insuffizienz,
und schließlich eine regulierende Wirkung auf entsprechende Obstipations-
Farn, nat.: Pontederiaceae tendenzen.
Trop. Amerika, Gebräuchl. Dil. D2
Pharmakologische Untersuchungen mit der Urtinktur aus der Wasserhyazinthe
Australien, Afrika Gebräuchl. Amp. D4 — Eichhornia crassipes — lassen eine dem Sekretin und dem Pankreazym ähnliche
Frische, blühende Pflanze Wirkung erkennen. Es scheint eine organotrope Pankreasbeeinflussung gesichert
Leber zu sein.
AMP (-) Pankreas Symptomatischer Erfahrungsbericht von Dr. med. H, Schoeler, Karlsruhe | liegt
Verdauungsstörungen vor.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz suhj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Equisetum hiemale Vorschrift 2a: Urtinktur


Verr. ab Dl
Equisetum hyemale L.
Amp. ab D3 Intcrstitielles Lungengewebe. Blase, Niere.
Winterschachtelhalm
Gebrauch! Tbl. (Du.) D2, D3, DU. Dl Der hohe (ichalt an Kieselsäure ergibt ein ähnliches Arzneibild wie Silieea (:-.. d ) .
Fam. nat.: Equisetaceae Bettnässen mit ausgesprochener Blasenreizung. Blasenentzündung mit schmerz
Gebräuchl. Ämp. D3, D4
Europa, Asien, Nordamerika haftem Harndrang, Blase wie wund. Oligurii*. l'rin dunkel. Bei Lungentuber-
Reizblase, Nierensteinbildung, Urat- kulose ist längerer Gebrauch der Urtinktur (tgl '2 Ilmal 10 Tr.) zu empfehlen,
Frisches Kraut
diathese, Enuresis nocturna, um exstidative Prozesse in die scirrhotische Konn ülxTzuleiten.
Equisetonin-Saponin, vegetabi- Lungen-Tbc.
lische Kieselsäure
Equisetum arvense L. hat ähnliche
AMP f + +) Wirkungen!

Ergotinum SV Lösung = Dl

Mutterkornextrakt Verr. ab Dl f
(s. Seeale cornutum) Amp. ab D3 f wie IHM Secale cornutum (s. d.).

Verschreibungspffichtig bis Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4


einschließlich D3 Gebräuchl. Amp. D3 u. höher

Erigeron canadensis
Erigeron canadensis L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Dürrwurz, Berufskraut Verr. ab D1 Haemostyptische Wirkungen.
Fam. nat.: Compositae Amp. ab D3 Erigeron wirkt ähnlich wie Miilefolium und Capsella Bursa pastoris. Die aus der
Prüfung ersichtlichen Beziehungen rheumatischer Natur sind bedeutungslos.
Nordamerika, Europa Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, Dil. Dl
Dagegen sind die Harnbeziehungen wichtig. Stechende Schmerzen in der
Frisches blühendes Kraut Gebräuchl. Amp. D3
Nierengegend. Oligurie, Pollakisurie. BlasenU-nesmen.
Äther, öl mit hauptsächl. Limonen Menor- und Metrorrhagien. Myom- Alle Blutungen haben hellroten, heißen und guliartigen Charakter. Verschlim-
neben Dipenten, p-Cymol und Ter- blutungen, Epistaxis, Haemoptoe, merung durch Bewegung.
pineol. Gerbstoffe (Gallussäure); Zahnfleischhlutungen, Magen-, Blasen-
Acetvlene Matricariaester und De- und Haemorrhoidalblutungen.
hydromatricariaeater.
AMP +

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Gebräuchlichste Potenz Organspezifität
chemische und
Hauptindikationen subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten
Modalitäten
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Espeletia
Espelctia schultzii Tabl. ab D2
Espeletia grandiflora Amp. ab D4
Zur Beachtung:
Farn, nat.: Compositae
Cebräuchl. DU. D2, D3 Nach einem Erfahrungsbericht von Dr. med. Martin Stübler erfolgte der Einsatz
Südamerikanische Anden Gebrauch). Amp. D4 von Espeletia beim Angina-pectoris-Syndrom und bei arteriellen Durchblutungs-
Blätter und Blüten störungen der Beine.

AMP (-) Angina-pectoris-Syndrom, Durch-


blutungsströrungen, Claudicatio inter-
mittens

Eucalyptus Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Eucalyptusglobulus LAB. Verr. ab D2
Fieberbaum Amp. ab D4
Fam. nat.: Myrtaceae Schleimhaut der oberen Luftwege, Nieren, fieberhafte Infekte.
Australien, Mittelmeerländer
Getrocknete Blätter älterer Gebrauch]. ö-Dil. D2 Allgemeine Aufregung, beschleunigt« Atemfrequenz, Schlaflosigkeit trotz
Zweige Gebräuchl. Amp. D6 Müdigkeit. Rheumatische Muskel- und Gelenksehmerzen. Fieberschauer mit
Äther. Öl mit 1,8 Cineol viel Durst. Dyspepsie mit blutiger Diarrhöe.
(= Eucalyptol), Pinen, Myrteno] Die meisten nebenstehenden Indikationen wurden empirisch gewonnen.
Grippe, Schnupfen, Rheumatismus,
u. a,; Flavone Rutin und Querce-
Bronchitis, Rhinitis. Laryngitis,
tin; Gerbstoffe und Phenolsäuren.
Pyelitis, thron. Malaria.
AMf>( + + )

Eupatorium perfoliatum Vorschrift 3a: Urtinktur


Verr. ab DI
Eupatorium perfoliatum L. Amp. ab D3 Katarrhalische grippale Infekte. Magen. Blase.
Wasserhanf
Fam. nat.: Compositae Gebräuchl. DU. (Tbl.) D2, D3 Periodisches Fieber, morgens beginnend, allgemeiner Toxinsehmerz mit Zer-
Nordamerika Gebräuchl. Amp. 1)3,1>4 schlagenheitsgefühl in Gliedern und Knochen, trockener Grippehusten, sehmerz
Frische, oberirdische Pflanze, in hafter Harndrang, hochgestellter dunkler t'rin. Galleerbrechen. Hinterkopf
der beginnenden Blüte gesammelt Grippe, Erkältungskrankheiten, Keiz- und Augensehmerzen, Schwindelzustände.
Eupatorin u. a. bjase. akute Gastritis bei Heberhaften
Viel Durst, aber Trinken reizt zum Erbrechen ; starker Fließschnupfen.
AMP(+ + ) Infekten.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile


Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
136 137
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz^ subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten

Eupatorium purpureum
Eupatorium purpureum L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Roter Wasserhanf
Verr. ab Dl
Farn, nat.: Compositae Nieren. Harn woge.
Amp. ab D3
Nordamerika Das A.MB des roten Wasserhanfs ist mit dein von Eupatorium perfoliatum
/,, T. identisch. Es bestehen auch die rheumatischen und grippalen (Uieder-
Frischer, im Herbst gesammelter Gebraucht. Tbl. (Dil.) 1)2, D3, D4, D6 sehmerzen. welche hier besonders von unten nach oben wandern.
Wurzelstock
Glykosidischer Bitterstoff Heizblase bei Frauen, Nephritis.
C12H11O3 (Euparin), äth. Öl, Harz Cystitis, nephrogene Oedeme.

AMP +

Euphorbium Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Erhärteter Milchsaft von Verr. ab D2 t
Euphorbia resinifera BERO. Amp. ab D6
Haut. Schleimhäute. Augen, Ohr.
Farn, nat.: Euphorbiaceae
Blasen- und Ervthembildung der Haut bei Fieber, Nasenkatarrh mit erheb-
Nordamerika, Canarische Inseln Gebrauch! Tbl. (Dil.) D2, D3,1)4 lichem Niesreiz, Kehlkopf- und Bronchialkatarrhe mit kurzern, trockenem
Gebrauch!. Amp. D6 Husten, Mittelohrkatarrhe mit Schwerhörigkeit, Lidrand- und Bindehaut
Euphorbon, Euphorbinaäure u. a.
rei/.ung. nachtliche Knochen- und Zahnschmerzen,
AMP +
Bullöse Dermatitis oder bullöses
Erysipel, Schleimhautkatarrhe der
oberen Luftwege, Blepharo-Konjunk-
tivitis.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DH II
139
138
Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten

Vorschrift 3a: Urtinktur


Euphrasia
Besonders Erkrankungen des äußeren Auges und der Schleimhaut der oberen
Euphrasia officinalis L. Verr. ab Dl
Luftwege.
Amp. ab D3
Augentrost
Entzündung des Augenlides mit injizierter Konjunktiva, Augentränen. Dicker,
Europa, Asien, Nordamerika Gebräuchl. 0-Du. D2 rahmiger, wundmachender Ausfluß mit Lichtscheu. Zustand nach traumatischer
Ganze blühende, frische Pflanze Gebräuchl. Amp. D3, D4 Konjunktivitis.
Glykosid Rhinantin = Aucubin.
Innerlich D2-D3. Äußerlich 20—50 Tr. Euphrasia Extern auf eine Tasse Wasser
ätherische und fette öle, Bitter- Blepharo-Konjunktivitis, Augen- oder Fencheltee.
stoff u. a. skrofulose, Keratitis, Dakryocyst itis.
AMP + + Euphrasia ad usum externum

Fagopyrum Vorschrift 3a: Urtinktur


Haut und Schleimhäute.
Fagopyrum esculentum MÖNCH.
Verr. ab D1
Buchweizen Pressende Kopfschmerzen mit Kongestion. Wunde Nase mit wechselndem
Amp. ab D3
Farn. nat.: Polygonaceae Stock- und Fließschnupfen. Hartnäckiges Hautjucken mit Petechienbildung
und ekzematösen Ausschlägen, besonders im Gesieht und an unbedeckten Haut-
Asien, Mitteleuropa
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3, D4 stellen. Entzündungen der Mundschleimhaut und Zunge. Durchfall-
Frisches, vor der Fruchtreife
Verschlimmerung durch Sonnenbestrahlung. Besserung durch Bewegung in
geerntetes Kraut
kühler Luft und durch kaltes Wasser,
Fagopyrin u. a. Photosensibilisa- Pruritus, Ekzem, Urticaria, Photo-
toren, Rutin u. a. sensibilität.
AMP +

Ferrum arsenicosum Vorschrift 6: Verr. Dl ft

Ferriarsenit Dil. ab D6
Amp. ab D8 Atigemeines Roborans.
basisches arsenigsaures Eisenoxyd
Gebräuchl. Tbl. D4, D6 Vgl. Symptomatik von Ferrum metall. und Arsenic. album.
Gebräuchl. Amp. D8
AMP (—)
Verschreibungspflichtig bis Anaemie, Chlorose, Appetitlosigkeit
einschließlich D3 und Neurasthenie der Kinder.

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der, Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
140 141
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organs pezifität
chemische und Gebräuchlichst« Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Haupt indikationen

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Ferrum metallicum Dil. ab D6 Blut (Haemoglobin), Gefäße, fibröses Gewebe der Muskeln und Gelenke. Magen
Ferrum hydrogenio reductum Amp. ab D8 Darm-Kanal, Ovarien.
Ferrum reductum = Fe Anaemisch-chlorotischer Typ, blond, blaß, blaue Venenzeichnung. Gefäßlabil
Gebraucht. Tbl. D4, D6, D3 wechselnd blaß und rot. Große Schwäche und Anfälligkeit, oft bei blühendem
Metallisches Eisen Gebraucht. Amp. D8 Aussehen. Kopfkongestionen mit migräneartigen Zuständen, Klopfen und
AMP + + Pulsieren im Kopf bei rotem Gesicht und kalten Füßen. Kälte im ganzen Körper.
Anaemie, Chlorose, Fluor albus, Magenschmerzen, Erbrechen von Unverdautem, trotzdem Heißhunger. Durch-
Migräne, akute und subakute Gastro- fall nach jedem Essen. Reizblase mit unwillkürlichem Urinabgang. Frostschauer
enteritis, Pneumonie, Bronchopneu- mit rotem Gesicht und Durst. Fiebrige Zustände, bronchitischer Husten;
monie; fieberhafte Initialzustände üyspnoe und Brustbeengung, oft auch blutstreifiger Auswurf. Rheumatoide
(besonders bei Kindern), Muskel- und Schmerzen in allen Muskeln und Gelenken, besonders im Schultergürtel und
Gelenkrheuma, Enuresis. im Gebiet des M. deltoideus. Menorrhagie und Fluor alb. bei Anaemisehen.
Periodisches Auftreten der Beschwerden. Verschlimmerung in Ruhe. Besserung
Bei Eisen mangelanaemien müssen
durch mäßige Bewegung.
massive Dosen gegeben werden. In
den anderen Fällen etwa D3 - D6
in Tbl.

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Ferrum phosphoricum Dil. ab D6
Ferriphosphat Amp. ab D8
Vgl. Ferrum metallicum.
Phosphorsaures Eisen
Gebrauch]. Tbl. D4, D3, D6, D12, Bei Fieber ähnliche Wirkung wie Aconit, aber ohne die Angstsymptome. Be-
FeP<>4 4H2O sonders günstige Wirkung bei bronchopneumonischen Zuständen der Kinder.
DU. D8
AMP + + Gebraucht. Amp. D8, D12 u. höher Auch im Beginn der akuten Otitis media bewährt (evtl. kombiniert mit Pul-
satilla D3). Sonst alles wie unter Ferrum metalli«•t.m
Gehort zu Schüßlers
biochemischen Mitteln Indikationen wie unter Ferrum
metallicum. Besonders zutreffend für
initiale Fieber- und Entzündunps-
zustände.

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auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHV
der Tabletten form für die homöopathisch? Verordnung
142
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = D3 t
Ferrum picrinicum Verr. ab D4
Ferropicrat Amp. ab D6 Empirisch bewährt, besonders bei der Prostatahypertrophie, falls Sabal serrulatum
(s. dort) nicht genügend angreift. Als Lebermittel paßt es besonders für dunkel-
Pikrinsaures Eisen
Gebrauch!. DU. D4, D6, D3, D12 haarige Personen mit gelbsüchtigem Aussehen (biliöse Konstitution). Bei
(C.Ha(NO2)3O)2 Fe-5H 2 O Gebräuchl. Amp. D6 nervöser Erschöpfung, vor allem in Richtung sexueller Neurasthenie zu ver-
AMP (—) suchen.
Prostatahypertrophie, Hepatopathie
nervöse Erschöpfung.

Flor de Piedra Vorschrift 4a: Urtinktur = D1 f


Lophophytum leandri EICHL. Leber, Gallenwege, Schilddrüse, Herz.
Verr. ab D2 f
Steinblüte Amp. ab D4 Viel migräneartige Kopfschmerzen mit Hitzewallungen und Sehstörungen,
Kam. nat.^ Balanophoraceae bes. bei Leberaffektionen, Druckbeschwerden an der Schilddrüse, Herz-
klopfen und Engegefühl in der Brust.
Südamerika Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D6, D4
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D8, D12 Druckempfindlichkeit und Spannungsgefühl im Leib, bes. im Oberbauch.
Getrocknete Pflanze (Knolle) Meteorismus, Flatulenz, Leberdruckschmerz, helle Stühle, Sodbrennen, gene-
u. höher
Leucoanthocyanidin-Körper, ralisierter Juckreiz, Venostase mit Schweregefühl, bes. in den Beinen. Paraes
Katechin-Gerbstoffe, Bitter- thesien.
Hepatogene Migräne, venöse Stase,
stoffe, adstringierende u. wachs- Hepatopathie, Hepatose, hepatogener Druck- und Spannungsempfindungen im Leber- und Schilddrüsengebiet, Steno-
artige Stoffe, Fe, Spuren von Pruritus, Meteorismus, Struma no- cardie. Bei euthyreotiachen Strumen bewährt.
Jod und Brom dosa, Stenocardie.
AMP +

Formica rufa Vorschrift 4b: Urtinktur = Dl


Formica rufa L. Verr. ab D2
Rote Waldameise Amp. ab D4 Patholog.-anatom. Beziehungen und Symptomatik wie bei Acidum formicicum.
Farn. nat.: Formicaria
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D4, D6, D3, Im allgemeinen wird AcHhim formicicum (Amp. D4, D6, D6, D12, D30) zur
Nördliche Halbkugel parenteralen Reizkörperbehandlung und zur Umstimmung allergischer
D12
Zerquetschte Tiere Gebräuchl. Amp. D4, D6, BIO, D12 Reaktionsragen angewandt (s. unter Acidum formicicum).
Ameisensäure und andere
organische Gifte Indikationen wie bei Acidum
AMP + formicicum.

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144 145
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Fucus vesiculosus
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Fucus vesiculosus L.
Blasentang Verr. ab D2 Schilddrüse, Grund Umsatzsteigerung, Lymphdrüsen.
Farn. nat.: Fucaceae (Phaeophyta, Amp. ab D4
Bei Adipositas stärkere Dosierung (tgl. 3mal 10—20 Tr. Dl). Der Jodgehalt
Braunalgen). Gebräuchl. Dil. D1-D2 bestimmt die Indikationen des Mittels. Bei Jodmangelkropf und Arteriosklerose
In Ozeanen und Meeren für längere Zeit 3mal 5—10 Tr. D l . Bei Hyperthyreose vorsichtig tgl. 3mal
Gereinigter, getrockn. Blasentang Adipositas, Skrofulöse. Drüsen- 5 Tr. D3 bis D6; ebenso bei Skrofulöse und Drüsenschwellungen.
/?-Carotin, Fucoxanthin, Xantho- schwellungen, Arteriosklerose,
phyll, As, Br und relativ viel Jod Struma, Hyperthyreose.
AMP +

Galphimia Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Verr. ab 02
Galphimia glauca (POIR.) CAV. Allergie, Schleimhäute der Nase und des übrigen Respirationstraktus.
Amp. ab D4
= Thryallis glauca POIR. Das Mittel wurde bisher nur in usu ex morbis geprüft. Eine reguläre AMP
Farn. nat.: Malpighiaceae Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, D12 steht noch aus. Nebenstehende Indikationen haben sich jedoch bereite in der
Gebräuchl. Amp. D4, D6, 012 Praxis als verhältnismäßig zutreffend erwiesen (Allg. Hom. Ztg. 212 533 (1967).
Mittelamerika u. höher Beim Heufieber und der Rhinopathia allergica scheinen die Wirkungen am besten
Getrocknete Blätter und Blüten zu sein. Es wird eine desensibilisierende, antiallergische Wirkung des Mittels
Heufieber, Rhinopathia allergica,
Wirkstoffe noch unbekannt Asthma bronchiale, allergische Haut- angenommen.
AMP ( + ) erkrankungen, Wetterfühligkeit.

Gelsemium Vorschrift 3a: Urtinktur f Z.N.S., sensible und motorische periph'ere Nerven, Augenmuskeln, Herz,
Gelsemium sempervirens AIT. Verr. ab Dl t weibl. Genitale, Magen-Darm-Kanal.
Falscher Jasmin Amp. ab D4 Fieber ohne Durst mit Schüttelfrost, Kopfkongestion, allgemeinem Zerschlagen-
Farn. nat.: Loganiaceae heitsgefühl, Benommenheit, Hinterhauptschmerzen und Schläfrigkeit wie
Nord- und Mittelamerika Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D2, D4, D6
betäubt; Apathie. Herzklopfen und -aussetzen. Puls frequent, schwach und
Frischer Wurzelstock Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10 u. höher
weich. Ptosis der Augenlider, Gaumensegellähmung, Schwindel, Sehstorungen,
Verschiedene Alkaloide, wie: Pupillenerweiterung, Doppeltsehen. Allgemeine Muskelschwäche. Gastroen-
Grippe mit meningealer Reizung. Mi-
Gelsemin, Gelsemicin, teritis nach Aufregung und Schreck. Spastische Kopfschmerzen, im Nacken
gräne. Occipitalneuralgie und Trige-
Sempervirin, u. a. beginnend und über den Kopf zu den Augen ziehend, mit Besserung nach
minusneuralgie. Meningismus, Lid-
AMP + + ptosis, Augenmuskellähmung, Paresen Urina spaetica.
Verschreibungspflichtig bis peripherer Nerven, Myocarditis, Reiz- Verschlimmerung durch Wärme, Sonne, Bewegung, Furcht, Schreck, Angst
einschließlich D3 leitungsstörung, Dysmenorrhoe. und Erregungen.

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146 147
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezintät
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Ginseng Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Aralia quinquefolia DECNE et Verr. ab D2
PLANCH Amp. ab D4
Farn. nat.: Araliaceae Z.N.S., vegetatives N.S., periphere Nerven, Sexualorgane, Schleimhaut der
Mundhöhle.
Nordamerika, China, Korea, Gebraucht. TU. (DU.) D2, D3, 0
Japan, Ostindien Gebräuchl. Amp. D4 Chinesisoh-japanisches Volksmittel, das als Panacee verwendet wird. Bei uns
vor allem für nebenstehende Indikationen gebraucht. Als Begleitsymptome
Getrocknete Wurzel wurden beobachtet: Herzklopfen, Praecordialangst, Meteorismus, Dyspepsie,
Bitterstoff, äth. Öl, Harz, Glyko- Schwäehezustände aller Art. Neur- spastische Obstipation, Pollakisurie, Blasentenesmen, Schwäche und Rheuma-
side, Saponin, campherartiger asthenie. Mangelnde Libido. tismus in der Lendenregion.
Stoff. Gedächtnisschwäche. Depressions-
zustände. Ischias, trockene Rachen-
AMP + + katarrhe.

Glonoinum Substanz: Lösung = D2 ff


Nitroglyzerin
Z.N.S., Gefäßnerven (besonders arterieller Anteil), Herz, Vestibularapparat.
Amp. ab D4
Glonoinum bewirkt aktive Hirnhyperaemie, Herzklopfen, Stenocardie und
AMP + + Symptome wie bei Sonnenstich oder Meningismus. Gesicht anfangs hochrot,
Gebräuchl. Dil. D4, D3, D6 spater blaß. Pulsierender Nackenkopfschmerz mit Besserung im Freien bei
Gebräuchl. Amp. D4, D6 entblößtem Kopf. Angstzustände, Flimmerskotome und heftige Bulbusschmer-
zen. Visustäuschungen. Frostbeulen und alte Narben werden fühlbar.
Verschlimmerung durch Wärme, Alkohol, Bewegung und beim Zurückbeugen
Angina pectohs, Hypertonie, Inso-
des Kopfes. Besserung an frischer Luft.
Verschreibungspflichtig bis latio, Meningismus, Meniere, Migräne,
einschließlich D3 Kopfkongestionen, Glaukom.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt indikationen Modalitäten

Gnaphalium
Vorschrift 3a: Urtinktur
(Jnaphalium obtusifolium L.
= Gnaphalium polycephalum Verr. ab Dl
MICHX. Amp. ab D3 N. ischiadicus, Lendenmuskulatur, Magen-Darm-Kanal, Genitale

Ruhr- oder Wollkraut Die wichtigste Beziehung besteht zur Ischias mit heftigen Schmerzen, Taub-
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3 heitsgefühl bis zu den Zehen und Ameisenlaufen; oft sind Waden- und Fuß-
Kam. nat.: Compositae Gebräuchl. Amp. D3, D4 krämpfe dabei.
Nordamerika Typisch ist das Taubheitsgefühl.
Frisches blühendes Kraut Ischias, Lumbago, Neuritis lumbo-
sakralis.
Bitterstoff. Tannin, äther. Öl,
Harz.
A.MI' + +

Graphites Vorschrift 6: Verr. = Dl

ReiUblei Dil. ab D6
Haut, äußeres Auge, Haare und Nägel, Mastdarm.
Amp. ab D8
Natürlich vorkommender Graphit Graphites wirkt besonders günstig auf plethorische, pyknische, phlegmatische
(enthält Kohlenstoff. Kieselsäure, Personen mit unreiner Hautfarbe und Neigung zu chronischen, teils trockenen,
Eisen, Mangan u. a. Spurenstotfe). Gebräuchl. Tbl. 04, D3, D6, D12, teils seborrhoeischen Ekzemen. Die Haut ist trocken, rissig, schuppig; chron_.
Dil. D8 Paronychie. Neigung zu Furunkeln, Gerstenkörnern und Lidrandentzündung.
AMP + +
Gebräuchl. Amp. D8 Psoriasis (im Wechsel mit Sulfur geben!). Schweregefühl im Magen mit ran-
zigem Aufstoßen. Meteorismus, Leberdruck. Trockene, hartnäckige atonische
Obstipation. Stuhl mit Schleimfetzen bedeckt. Haemorrhoiden, Afterfissuren
Konstitutionsmittel, Seborrhoe, Haut- und Afterekzem. Hypo- und Amenorrhoe. — Graphites hat bei längerer Ein-
schuppen, Haarausfall, trockene Ek- wirkung (D4-D6 wochenlang) einen erweichenden Einfluß auf Narbengewebe!
zeme und Rhagaden, Psoriasis.
Blepharo-Konjunktivitis, Hordeolum. Gesamtbild ist der Hypothyreose sehr ähnlich.
chron. Obstipation. Colica mucosa.
Narben besch werden.

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150 151
Organspezifität
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Grindelia
Griiidelia eamporum GREENE
Grindelia squarrosa (Pl'RSH) Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
DUXAL Lunge, Milz.
Verr. ab D2
Farn. nat.; Compositae Amp. ab D4 Bei feuchtem Asthma mit reichlichem, aber schwer löslichem Auswurf. Er-
Kalifornien stickungsgefühl und aussetzende Atmung. Kopfschmerzen und Augenachmerzen.
Milzstechen und Milz Vergrößerung.
<letroeknetes Kraut z. Z. der Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3
Blüte Kann im Liegen nicht atmen.

Äther. Öl, Harz, Tannin, Asthma und Emphysembronchitis.


Ameisen*, Essig- und Buttersäure, Milzschwellungen.
l'roteide, Glykose
AMP(+)

Guajacum
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Guajacum officinale L.
Verr. ab D2
Guajakharz vom Pockholzbaum Bronchien, Larynx, Pharynx, Tonsiüen, Pleura, Muskeln und Gelenke.
Amp. ab D6
Farn, nat.: Zygophyllaceae Tonsillenschwellung bei trockenem Hals mit stechenden Halsschmerzen, besser
durch Trinken. Quälender Hustenreiz mit Besserung nach Auswurf. Trachea
Antillen, Nordküste von Süd- Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D3, D2, D4, wie wund und entzündet. Bruststiche verschlimmert beim Atmen, in Ruhe
amerika Dil. Dl aufhörend. In allen Muskeln und Gelenken rheumatische Schmerzen, als ob
Aus dem Kernholz natürlich (oder die Glieder zu kurz wären.
durch Ausschwelen) austretendes
Chron. Bronchitis, Lungentuberku- Cbler Schweißgeruch. Foetider Auswurf.
Harz
lose, Pleuritis, Angina follicularis,
Saponin, Guajakharzsäuren, Pharyngo-Laryngitis, chron. Muskel-
äth. 01 und Gelenkrheumatismus.
AMP + +

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Tiefste herstellbare Potenz Organspezifitat
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten
Vorschrift 3a: Urtinktur
Hamamelis Verr. ab Dl Venen, Haemostypticum.
Amp. ab D4
Hamamelis virginica L. 2. Extrakt n a c h _ S V _ _ _ Multiple parenchymatöse Blutungen, venöse Stasen mit Stauungsdruck, bes.
Virgin. Zaubernuß in den Beinen. Haemorrhoidalknoten werden stärker, jucken, brennen und
Fam. nat.: Hamamelidaceae Gebraucht. 0 - Dil. D3, D4 bluten. Brustbeklemmung, Atemnot und Bluthusten. Magen- und Colonspasmen.
Nordamerika, in Deutschland an- Gebraucht. Amp. D4, D6 Nasenblutungen, Darmblutungen. Dysmenorrhoe mit starken Blutungen.
gebaut
1. Frische Rinde der Zweige Venöse Blutungen, Varicen, Haemor- Hamamelis wird innerlich und äußerlich zur Anwendung gebracht, wofür sich
Zweigspitzen u. Wurzeln rhoiden u. a. venöse Stasen, Menor- besonders Hamamelis-Extrakt und die Hamamelis-Salbe praktisch bewährt
2. Frische blühende Zweige und Metrorrhagien, Dysmenorrhoe, haben.
Äth. Öl, Hamamelitannin, Gerb- Struma vasculosa, Hoemoptoe und
säuren u. a. Lungentuberkulose, Phlebitis.
AMP ++
Zur Beachtung:
Das in der Volksmedizin Südamerikas häufig angewandte Mittel Haplopappus
Bailahuen wird in homöopathischer Zubereitung vor allem für Patienten mit
vegetativ nerval bedingten Ermüdungserscheinungen bei niedrigen Blutdruck-
werten empfohlen.
Inzwischen wurde in der Allgemeinpraxis eine Vielzahl von Patienten mit
derartigen Symptomen, wobei u.a. ErschÖpfungssyndrome im Vordergrund
Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl standen, mit Haplopappus behandelt. Vor allem bei Müdigkeit, Schwindelgefühl,
Haplopappus Kopfschmerzen, Herzunruhe, Herzstolpern sowie Neigung zu allgemeiner Kreis-
Tabl. ab D2 lauflabilität zeigte sich, daß je nach individueller Ansprechbarkeit teils
Haplopappus Bailahuen
Amp. ab D4 Haplopappus D2, teils D3 eine gute Wirksamkeit entfaltete. Fast ausnahmslos
Haplopappus foliosus
besserten sich das psychische und körperliche Allgemeinbefinden und die
Fam. nat.: Compositae kreislaufbedingten Alterationen.
Gebraucht. Dil. D2, D3
Südamerikanische Anden Gebraucht. Amp. D4 Jedoch entsprach die meist nur leichte Steigerung der systoiischen und diastoli-
schen Blutdruckwerte nicht immer der auffallend guten subjektiven Besserung, so
Getrocknete Blätter
daß eine generelle Beeinflussung der hypotonen Blutdruckwerte bislang statistisch
Hypotonie, Erschöpfungserscheinun-
AMP (-) nicht gesichert werden konnte.
gen, Kreislaufstörungen
Haplopappus wird u.a. auch eine Bedeutung bei Stauungen im Pfortadergebiet
nachgesagt. Ebenso wurde wiederholt die Besserung depressiver Störungen, wie sie
häufiger bei Hypotonikern vorkommen, beobachtet.
Die Dosierung bei allen über längerer Zeit beobachteten Patienten betrug 3—5 mal
täglich 10 — 15 Tropfen von Haplopappus D2 bzw. D3 über einen Zeitraum von 3
Wochen bis /u 2 Monaten. Das Mittel ist ab D2 lieferbar.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Harpagophytum Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl Zur Beachtung:

Harpagophytum procumbens I'abl. ab D2 „Entscheidend für die spezifische Wirksamkeit der Droge ist für mich das Gesamt-
(BÜRCH.)DC Amp. ab D3 (ab D4 keine Rezept- bild von vielen Heilungssuchenden, die sich nicht ohne fremde Hilfe in der
pflicht) Ordination bewegen konnten und nun dankbar die Stöcke oder Krücken beiseite
Teufelskralle lassen können. Es gibt wohl keine vollständige Heilung der Coxarthrose oder
I am. nat.: Pedaliaceae anderer degenerativer Erkrankungen ähnlicher Art, aber ich habe mit keinem
Degenerative und entzündliche einzelnen Mittel der rheumatischen Gruppe so Gutes gesehen", schreibt BEHAM
Süd- und Südostafrika Gelenkerkrankungen, Bandscheiben- über eine Arzneimittelprüfung mit Harpagophytum DHU.
(jetrocknetes Rhizom leiden, rheumatische Gelenkent-
zündung, Muskelrheumatismus, Mor-
\ M P (-) bus Bechterew, Gicht

Hekla Lava Vorschrift 6: Verr. =


Lava vom Hekla-Vulkan auf Dil. ab D6
Island Amp. ab D8
Eisenoxyd und Silikate von Cal- Knochen, bes. Kieferknochen.
cium, Magnesium u. Aluminium
Gebrauch!. Tbl. D4, D6 Empirisch bei Exostosen und den nebenstehenden Indikationen bewährt. Soll
AMP(—) Gebrauch!. Amp. D8 auch bei Knochensarkom bessernde Wirkungen gezeigt haben f ?).

Man hat bei Schafen, die am Hekla-Vulkan weiden, gehäufte Exostosen-


Exostosen, bes. am Kiefer, Ostitis bildung beobachtet.
Knochennekrosen.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Helleborus niger Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f

Helleborus niger L, Verr. ab D2 f Z.N.S., Nieren, Herz, Kreislauf, Magen Darm-Kanal.


Amp. ab D6
Christrose, Christwurz, schwarze Anfangs nervöse Erregung der Hirnrinde, später Stupor, Bewußtlosigkeit,
Nieswurz Krämpfe, Konvulsionen, Schwindelzustände und Kreislaufkollaps. Kopf-
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D3 schmerzen wie bei Meningitis mit Trismus. Wilde Träume. Gedächtnisschwäche.
Fam. nat.: Ranunculaceae Pavor nocturnus der Kinder. Urin dunkel wie bei Scharlachnephritis (häufige
Gebraucht. Amp. D6
Berggebiete Süd- und Mittel- Gaben von 2—5 Tr. Urtinktur geben). Speichelfluß, Übelkeit, Erbrechen,
europas blutig-schleimige Diarrhöe, Anasarka.
Psychose bei Amenorrhoe, Meningitis
Getrockneter Wurzelstock und Meningismus, Nephritis, Stau- Helleborus ist ein Mittel gegen adynamische, zur Kachexie neigende Zustände
mit absinkender Widerstandskraft und allg. Kreislaufschwäche.
Die digitalisähnlichen Glykoside ungsbronchitis, Kollapsneigung, Herz-
Hellebrin und Helleborin schwäche mit Oedemen, Hydroce-
phalus, Krebskachexie.
AMP + +

Helonias dioica Vorschrift 3a: Urtinktur f

Chamaelirium luteum (L.) WILLD. Verr. ab Dl f


Amp. ab D3 f
Falsche Einhornwurzel
Vegetativ. Nervensystem, weibl. Genitale, Muskeln, Beckenbindegewebe.
Fam. nat.: Liliaceae Erschöpfte, überarbeitete, nervöse Frauen mit ständigen Kreuzschmerzen und
Gebräuchl. Tbl. (Du.) D2, D3, Dil. Dl
Nordamerika Gebräuchl. Amp. D3 dauernden Unterleibsbeschwerden. Fluor albus, Pruritua, Vulvovaginitis. Druck,
Schmerz und Hitzegefühl in der Nierengegend.
Frischer Wurzelstock mit Wurzeln
Beckenbänderschwäche, Becken- Reizbare Schwäche, überempfindlich gegen Widerspruch; depressive und
Saponin Chamaelirin und Helonin verzweifelte Gemütsstimmung.
bodenschwäche, Klimakterium,
AMP(+ +) Schwäche nach Geburten, Prostra-
tionen und Erschöpfungszuständen.
Nervöse, reizbare Schwäche. Uterus-
tonicum.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die' Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Sinzelmittei
der Tablettenfonn für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl

Hepar sulfuris Dil. ab D6


Amp. ab D8 Z.N.S., Haut, Schleimhäute, Drüsen, Bronchien, Magen-Darm-Kanal.
Hepar sulfuris calcareum
Niedergeschlagenheit, Kopfschmerz, vorwiegend rechts, als ob ein Nagel ein-
Gebräuchl. Tbl. D4, D3, D6, D12, getrieben würde. Eitrige Prozesse am Auge. Splitter- und Pflockgefühl im Hals.
Calcium sulfuratum Hahnemanni
Dil. D8 Magendruck und Hungerschmera. Verlangen nach sauren und scharf gewürzten
Kalkschwefelleber Gebräuchl. Amp. D8, D10, D12 Speisen. Kann den Druck des Gürtels nicht vertragen. Harter, scharrender
u. höher Hasten mit wenig Auswurf. Krupphusten, durch kalte und trockene Luft aus-
Sonderverarbeitung nach Hahne-
mann aus dem weißen inneren Pyodermie, Furunkulose, Abszesse, gelöst. Eitrige Nebenhöhlenkatarrhe. Die Haut ist empfindlich. Alle Verletzungen
Bestandteil der Austernschale und trockene Ekzeme, Bronchitis, Pharyn- eitern leicht. Pyodermie, Furunkulose und AbszeBbildung mit viel Klopfen
aus Schwefelblumen. go-Laryngitis, Angina tonsillaris et und Stechen. Eitrige Angina mit Neigung zu TonsillarabszeB und Splitter-
lacunaris, chron. Otitis media et gefühl im Hals. Chron. eitrige Otitis mit Stechen und Krachen im Ohr. Gehör-
AMP + + gangsfurunkel. Angioneurotische Oedeme. Pyelonephritis bes. nach Scharlach.
externa, chron. Blepharo-Konjunk-
tivitis, Lymphadenitis, sonstige eitrige Überempfindlichkeit des Nervensystems gegenüber Schmerzen, Berührung und
Prozesse an Haut, Schleimhaut und Kälte.
Drüsen. Angioneurotische Oedeme.
Dyspepsie und Gastritis

Vorschrift 4a: Urtinktur = D1 f


Hydrastis
Verr. ab D2 f
Hydrastis canadensis L.
Amp. ab D4
Kanadische Gelbwurz oder Z.N.S., Gefäßnerven; glatte Muskulatur der Gallenblase, des Uterus und Magen-
Blutwurzel Gebrauch). ©-D«. D3, D4, D6 Darm-Kanals. Schleimhäute, Drüsen.
Gebräuchl. Amp. D6 Hydrastis ist ein „antidyskratisches" Mittel und infolge seiner gefäßkontra-
Fam. nat.: Ranunculaceae
tjterusblutungen, Fluor albus, Krebs- hierenden Wirkung in stärkeren Dosen (0-D2) ein bewährtes Stypticum,
Nordamerika bes. bei Metror- und Menorrhagien. Wichtiges Mittel bei Myomblutung. Große
kachexie, Aphthen und Ulcera der
Getrockneter Wurzelstock Mundhöhle, chron. Katarrhe der Dosen wirken narkotisch-tetanisch und herzlähmend. Auf den Schleimhäuten
oberen Luftwege, Blepharo-Konjunk- erzeugt es eine dicke, gelblich-fadenziehende Absonderung. Bei marantischen
Die Alkaloide: Hydr'astin, und kaohektischen Zust&nden wirkt es auffällig tonisierend. Es bestehen Magen-
tivitis. Gastritis und Obstipation mit
Berberin, Canadin u.a. und Leberschmerzen mit Kolik, Meteorismus und hartnäckiger Obstipation.
Leberstörung.
Schleimig-eitrige, diok-gelbe zähe Sekretionen.
AMP + + Äußerlich Rp. Hydrast. & 5,0 Gly-
eerin. pur. ad l(M>.0 gegen Ozaena und
Vcrschreibungspllichug Krebsgeschwüre als Pinselung oder
einschließlich D3 Tampons.

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auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung
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160
i. , Tiefste 1H« rstollbare Potenz Organspezifität
«•lUMlUM'llii' mnl Ct'bran ichl iohate Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharnui/ it- \h\Wn Haupti ndi kationen Modalitäten

Hydrocotyle asiatica Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Oentella asiatica (L.) URBAN Verr. ab D2
Wassernabel Amp. ab D4 Haut, Uterus, Blase.
Farn. nat.: Umbelliferae Neuralgische Kopfschmerzen, allgemeine Zerschlagenheit. An der Haut juckende
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D2, D3, D4, D6 Exantheme mit ungemein starker Abschuppung von psoriatiformem Charakter.
Subtropische Zonen von Asien,
Gebräuchl. Amp. D4 Erytheme, Papeln sowie auch ekzematöse Dermatosen am ganzen Körper.
Afrika und Amerika Starke Hitzegefühle und Schweiße. Blasenreizung mit Folyurie und Pollakisurie.
Getrocknetes Kraut Vulva gerötet und stark juckend. Afterjucken. Fluor albus.
Psoriasis, Ekzem und ähnliche Derma-
Ath. Öl, Harze, Vellarin
tosen, Pruritus vaginalis, Pruritus ani,
AMP + Cervicitis, Reizblase.

Hyoscyamus
Vorschrift 2a: Urtinktur f
Hyoscyamus niger L.
Bilsenkraut Verr. ab Dl t Z N S . , vor allem Großhirnrinde, obere Luftwege und Bronchien, Blase.
Amp. ab D3 f
Farn. nat.: Solanaceae Trockener Kitzelhusten, besonders abends beim Hinlegen und nachts. Delirien
mit großer Ruhelosigkeit, Gewalttätigkeit, unzüchtige Reden, Halluzinationen.
Europa, Asien Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D3, D6 Anfangs Erregungszustände, später Betäubung mit schnellem Puls, unregel-
Ganze frische, blühende Pflanze Gebräuchl. Amp. D4, D6 mäßiger Atmung, herabhängendem Unterkiefer und „Flockenlesen". Pavor
nocturnus der Kinder. Epileptische Krämpfe mit Verdrehen und Zucken der
l-Hyoscyamin, 1-Hyoscin (= Sco- Glieder, Zungenbiß, Stuhl- und Urinabgang.
polamin), Atropin Subakute und chron. Bronchitis,
Pharyngo-Laryngitis, Meningismus, Verschlimmerung des Hustens durch Trinken, Essen und Sprechen.
AMP + +
maniakalische Zustände, schizoide
Symptome, Epilepsie, Blasenlähmung.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

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chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 3a: Urtinktur


Hypericum
Verr. ab DI
Hypcnniiii ptM'fumtuin L. Amp. ab D4
Johanniskraut Z.N.S., besonders psychische Zentren; periphere Nerven, Haut.
Gebrauch!. TbI. (DU.) D3, 02, D4,
Kinn mit.: (Juttiferae = Hypericin hat eine dem Haematoporphyrin ähnliche Wirkung auf die Haut,
Dil. D6
Hypericaeeae welche photosensibilisiert wird. Neuralgien und Nervenquetschungen nach
Gebrauch! Amp. D4, D6
Kuropa, Mittelasien Traumen, Operationen usw. werden günstig beeinflußt. Funktionelle (nicht
Photosensible Dermatosen, funktio- endogene!) Depressionen und Arteriosklerosis cerebri sowie depressive Zustände
Frische, blühende PHanze nach Commotio cerebri sprechen gut auf Hypericum B tgl. 3mal 10—15 Tr. an
nelle und arteriosklerotische De-
Photodvnamisch wirk. Pigment pressionen, Zustände nach Commotio
Hyperii-in; Flavone Hyperosid cerebri, Nervenquetschungen. Äußer-
( = Hyperin) und Quercetin. Äther. lich als Wundmittol. Empirisch bei
Öl. Gerbstoffe. Amenorrhoe.
AMP + + Hypericum ad usum externum
Herzmuskel, Kranzgefäße, Reizleitungssystem, periph. Kreislauf.
•A. STIEGELE widmet dem Mittel ein besonderes Kapitel in seiner Klin. Ho-^
Iberis amara möopathie (Hipp. Verl. 1955). Er schreibt Iberis eine positiv inotrope und
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl positiv chronotrope Wirkung auf das Herz zu. Die Herz- und Kreislaufbeob-
Iberis amara L. achtung ergab: Herzklopfen nach geringer Bewegung mit Schwindel und Angst-
Bittere Schleifenblume, Verr. ab D2 gefühl, Gefühl von Schwere und Druck in der Herzgegend, durchschießende,
Bauernsenf Amp. ab D4 heftig stechende Schmerzen in der Herzgegend — Verschlimmerung dieser
Symptome zur Nachtzeit, verstärkte und beschleunigte Herztätigkeit mit
Farn. nat.: Cruciferae sichtbarem Pulsieren der Herzgegend; aussetzender Herzschlag, voller, kräftiger,
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, Dl etwas unregelmäßiger Puls —, flatternde Herzkontraktionen mit kleinem,
Westl. Mittel- und Südeuropa,
Gebräuchl. Amp. D4 unregelmäßigem Puls.
vielfach angebaut
Reife, getrocknet« Samen Als sekundäre Folge der Kreislaufstörung zeigten sich: Vermehrte Schleim-
Herzmuskelschwäche, Coronar- absonderung und Ausräuspern von Schleim aus Kehlkopf und Luftröhren;
Bittere Cucurbitacine; Glucoi- insuffizienz, Stenocardie, Zusammenschnürungs- und Erstickungsgefühl im Kehlkopf; Atembeklemmung,
berin. Anti-Agglutinine (Anti-M Herzarrhythmie, postinfektiöse Myo- Kurzatmigkeit und Atemnot. Appetitmangel, stundenlanges Aufstoßen nach
Lectine). und Endocarditis. der Mahlzeit, Verdauungsschwache, Druck- und Schmerzempfindung in der
AMP + Lebergegend, aufgetriebener Bauch; häutige Stuhlgänge von weicher Konsistenz
und tonartiger Farbe.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organs pezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

§V Lösung ~ Dl
Ichthyoium
Ammonium sulfoichthyolicum Verr. ab D1
Amp. ab D4
Cj7H36S 3 O 6 (NH 4 ) 3
Gelenke, Muskeln, Haut, Schleimhäute.
AMP + + Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D2, D4
Hauptbeziehung hat Ichthyoium zu den chron. Arthritiden, bei denen es in
Gebrauch!. Amp. D4
der Konzentration D2-D3 oft ausgezeichnet wirkt. Leider ist der Geschmack
niederer Potenzen petroleumartig. Magenverträglichkeit ist verschieden.
Arthritis deformans, chron. Muskel-
und Gelenkrheumatismus, Pustulosis,
Pruritus und Ekzem der Haut.

Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl f Z.N.S. und vegetatives N.S., Magen-Darm-Kanal, weibl. Genitale, Bronchien.
Ignatia Ignatia ist ein Polychrest mit vielen psychischen Beziehungen. Vorwiegend
Verr. ab D2 f
Ignatia amara L. für dunkelhaarige Frauen und Kinder geeignet, die reizbare Schwäche, erhöhte
Amp. ab D4
Strychnos ignatii BERG. Erregbarkeit, Launenhaftigkeit, Selbst vor würfe und Weinerlichkeit erkennen
lassen. Widerspruchsvolle Psyche und Paradoxie in der Symptomatik sind
Ignatiusbohne
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 typisch; z. B. Kopfweh besser durch Bücken; Magenschmerzen und Brechreiz
Farn, nat.: Loganiaceae Gebräuchl. Amp. D4, D6, D10 besser durch Essen usw. Die meisten Beschwerden sind auf Kummer und
u. höher Schreck zurückzuführen. Weinkrämpfe, Konvulsionen, Globusgefühl und
Philippinen
„hysterische" Züge sind den Krankheitsbildern beigemischt, Migräne und
Getrocknete, reife Samen Kopfschmerzen, als würde ein Nagel in die Schläfe geschlagen, gebessert nach
Vegetative Dystonie, Depressionen, Urina spastica. Trockener Kitzelhusten, schlimmer abends beim Hinlegen.
Strychnin, Brucin
Melancholie, Migräne, spastische Dia- Gefühl eines Klumpens im Hals und im Oesophagus. Schwächegefühl im Magen.
AMP + + these, Globus hystericus, Clavus Magenkrämpfe bei leerem Magen mit Blähsucht und spastischem vergeblichem
hystericus, spastische Kopfschmerzen, Stuhldrang. Mastdarmprolaps. Stechende Haemorrhoidalschmerzen. Periode
Magen-Darm-Spasmen, Ulcus ventri- zu früh und zu stark mit Krämpfen und Abwärtsdrängen. Klonische Extremi-
Verschreibungspflichtig bis culi et duodeni, Analprolaps, tätenkrämpfe, besonders nach Kummer und Schreck.
einschließlich D3 Haemorrhoiden, Dysmenorrhoe,
Krampfwehen. Verschlimmerung nach jeder körperlichen und geistigen Anstrengung und nach
Aufregung. Typisch ist die Verursachung und Verschlimmerung durch Kummer,
Schreck und Furcht.

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Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische un<i Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Ipecacuanha
Cephaelis ipecacuanha (BROT.) Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f
A. RICH. N. vagus* Medulla oblongata, Verdauungs- und Atemwege sowie deren Sehleim-
Verr. ab D2 f häute, Konjunktiva.
Uragoga ipecacuanha (WILLD.) Amp. ab D4
Baillon Übellaunigkeit, reizbare Stimmung, Fließschnupfen mit vielem Niesen, Ble-
pharo-Konjunktivitis. Pertussisartige Zustände mit viel Schleimrasseln und
Brechwurzel Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4f D6 Erstickungszuständen. Großblasiges Rasseln über der ganzen Lunge. Viel
Farn, nat-i Rubiaceae Gebräuchl. Amp. D4 Brechneigung von zentralem Charakter (Vagus!) mit Elendigkeitsgefühl im
Magen. Trotz gastrischer Symptome ist die Zunge nicht belegt. Kolikschmerzen,
Tropisches Brasilien
Gärungsdiarrhoe. Fett, Obst und Eis werden nicht vertragen. Hellrot« guß-
Bronchitis, Pertussis, Asthma bronch., weise Gebärmutterblutungen.
Getrocknete unterird. Organe
Heufieber, Migräne, Gastritis, Dys-
Alkaloide Emetin, Cephaelin, enterie, Hyperemesis, Nausea, Typisch ist die allgemeine Brechneigung, die alle Symptome begleitet. Er-
Psychotrin u. a.; Glucosid Konjunktivitis. brechen erleichtert nicht. Verschlimmerung abends und nachts (Vagotonie!).
Ipecosid, saure Saponihe. Cholin
AMP + i
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Iris versicolor Vorschrift 3a: Urtinktur


Gefäßnerven, periphere Nerven, Schleimhäute der Verdauungswege, Leber,
Iris versicolor L. Verr. ab Dl Pankreas.
Amp. ab D4
Buntfarbige Schwertlilie Psychisch depressiv. Migräne vergesellschaftet mit Leberaffektionen, die immer
auftritt, wenn die Patientin zur Ruhe kommt (Sonntagsmigräne nach
Farn. nat.: Iridaceae
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3 F. DONNER). Auf der Höhe des Anfalles Erbrechen. Heftiges Brennen und
Nordamerika Unbehagen im Magen. Erbrechen ungemein saurer Massen. Viel Sodbrennen
Gebräuchl. Amp. D4
und Speichelfluß. Hyperemesis mit Säurebeschwerden. Die Säure macht die
Frischer Wurzelstock
Zähne stumpf. Kolikartige Schmerzen im Oberbauch und in der Lebergegend.
Äth. öl, Iridin, Isophthalsäure Migräne, Neuralgien, bes. des N. Heftige Neuralgien im Gebiet des N. trigeminus und facialis.
trigeminus, Gastritis acida, Hepato-
AMP + +
pathien, Pancreatitis, Hyperemesis
gravidarum.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organ spezifi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Jaborandi
Pilocarpus Jaborandi HOLM, Verr. ab D2 f
Amp. ab D4 Z.N.S., vegetatives X.S., bes. X. vagus, Auge. Schweiß- und Speicheldrüsen.
und Pilot-, pennatifol. LKM.
•lahorandist rauch «Starke Vagusreizung mit Schweißausbrüchen und Speichelfluß sowie Sekretions-
Gebräuchl. DU. (Tbl.) D3, D4 steigerung der Bronchialdrüsen und der Magensekretion. Mund später nach dem
Farn, nat.: Rutaceae Speichelfluß rauh, trocken und rot. Tränenfluß. Pupülenverengung mit ent-
Brasilien sprechenden Sehstörungen. Plötzlich eintretende Trübsichtigkeit von flüchtigem
Getrocknete Blätter Miosis, Akkomodationskrampf, Charakter. Gesichtsröte, fliegende Hitze, Druck auf der Brust. Tachycardie,
Schweißausbruch, bes. Nachtschweiße Herzklopfen und Herzangst. Im Abklingen Bradycardie, Untertemperatur und
Pilocarr)in, Pilocarpidin, Jaborin, verschiedener Genese, Thyreotoxi- Kollapsneigung. Starke Übelkeit, Diarrhöe. Bewährt gegen Phthisikerschweiße.
Carpilin u. a. kose, Hitze Wallungen, Ptyalismus,
AMP + + Hyperemesis gravidarum.

Vorschrift 5: Lösung = D2 t
Jodum Verr. —
Jod = J Amp. ab D6 Z.N.S. und yeget. N.S., Schilddrüse, sonstiges Drüsengewebe, Atemwege und
AMP + + Lunge, Verdauungskanal, Augen, Knochen und Gelenke, Gonaden.
Gebräuchl. Dil. D4, D6, D3
Gebräuchl. Amp. 06, D12, D15 Innere Unruhe, Bewegungsdrang, Angst, geistig lebhaft, aber sprunghaft und
vergeßlich, nervös, gereizt. Alle Drüsentätigkeiten anfangs gesteigert, später
Arteriosklerose, Lues cerebri, Skro- in Atrophie bzw. Induration übergehend. Erregungs- und Grundurnsatz-
fulöse der Augen und Lymphdrüsen, steigerung bis zum Jodbasedow. Tremor, Abmagerung bis zur Kachexie trotz
Rhinitis, Laryngitis, Bronchitis, Heißhungers. Herzklopfen, Tachycardie, Strumabildung. Trockener Reiz- und
Asthma, Pleuritis, Pneumonie, Krupp- Krampftiusten vom Typ des Asthmas, durch warme Luft verschlimmert.
husten, Kropf- und Basedowherz, Glottiskrampf. Krupphusten, Fließschnupfen, Akne, Erythema nodosum.
Thyreotoxikose, Gastritis, Ulcus ven- Furunkulose und pustulöse Dermatitis.
triculi et duodeni, Adnexitis, rheuma-
Rasche Abmagerung bei Heißhunger, ständige Hitze und Fiebergefühl, gene-
toide und tuberkulöse Gelenk- und ralisierte Drüsenschwellungen. Verschlimmerung aller Beschwerden durch
Knochenprozesse, Tendovaginitis, Wärme.
Akne, Furunkulose, Erythema nodo-'
sum, Atrophie und Induration drüsi- Jodum immer vorsichtig dosieren und individuell anpassen. Bei Hyperthyreose
ger Organe (bes. Lymphdrüsen, nur D12 oder noch höhere Potenzen!
Verschreibungspflichtig bis Schilddrüse, Hoden, Ovarien, Brust
einschließlich D3 drüse), Kachexie.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Vorschrift 5: Lösung = D2 |
Kalium bichromicum Verr.abDlt
Kaliumdichromat Amp. ab D4 Nase, Nasennebenhöhlen, Mundschleimhaut und Tonsillen, Laiynx, Pharynx,
Periost.
K,Cr,O, Gebrauch). Tbl. (DU.) D4, D6, D3 Kalium bichrom. erzeugt chronische, katarrhalische Entzündungen der Schleim-
AMP + + Gebraucht. Amp. D4 häute bis zur Geschwürsbildung, bes. die oben genannten Gebiet« werden
betroffen. Feste, grünliche Schleimfetzen und Krusten werden ausgeschneuzt.
Chron. Sinusitis, chron. Blepharo- Zunge dick gelblich belegt. Alle Absonderungen sind dick-zäh, fadenziehend.
Konjunktivitis, chron. Rhinitis und Schwellung der Mandeln mit Geschwürsneigung. Konjunktivitis und Horn-
Ozaena, Nasengeschwüre, Gingivitis, hautgeschwüre. Periodische Kopfschmerzen über der Nasenwurzel, über den
chron. Tonsillitis, chron. Rachen- Augen und in der Stirnhöhle, oft migräneartig mit Trübsichtigkeit. Die Magen-
katarrh, Asthma bronch., Periostitis. Darm-Symptome sind von untergeordneter Bedeutung.
Bei Nasenaffektionen und Sinusitis
empfiehlt sich Verordnung von Kalium Zähe, fadenziehende Sekrete, tiefgreifende Geschwüre, wie ausgestanzt. Ver-
bichrom. D4-D6 in Trituration. schlimmerung durch Kälte. Besserung in frischer Luft und durch Wärme.
Davon tgl. 3mal eine kleine Messer-
Verschreibungspflichtig bis spitze im Munde zergehen lassen und
einschließlich D3 tgl. 1 Prise in jedes Nasenloch.

SV Lösung = Dl
Kalium bromatum Vexr.abDl Z.N.S., Haut und Schleimhäute, Genitalorgane, Herzmuskel, Skelettmuskel.
Kaliumbromid s
KBr Amp. ab D4 Gesteigerte Reflexe, zentrale Erregungs-, Angst- und Verwirrungszustände.
Depressionen. Delirien, Verfolgungswahn, motorische Unruhe. Allgemeine
AMP ( + + ) Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6, Krampfdiathese im Sinne der Chorea, Epilepsie und Eklampsie. Unsicherheit
D2 beim Gehen. Paraesthesien. Schlaflosigkeit, Sensibilitätsdefekte. Krampf- und
Krupphusten. Erstickungsanfalle, asthmatische Zustände (D2!), Speichelfluß,
Manisch-depressive Zustände, Chorea, Singultus, viel Durst, fauliger Mundgeschmack, Schluckerschwerung, Durch-
Epilepsie, Krampfdiathese, Ataxien. fälle. Störungen des Geschlechtstriebs, anfänglich gesteigert, später erloschen.
Keuchhusten, Asthma bronchiale, An der Haut (D4-D6) Akne, Furunkulose, Ekzeme.
Krupphuste!}, Gastroenteritis. Besserung durch Bewegung und Tätigkeit.. Verschlimmerung durch Wärme.
Impotenz, Akne, Seborrhoe,
Furunkulose.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
ivf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHÜ
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspez i fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = Dl N. vagus, Z.N.S., Herz und Kreislauf, Atemwege, Magen-Darm-Kanal.


Verr. ab D2
Kalium carbonicum Amp. ab D4
Weinerlich, depressiv, schreckhaft, ängstlich. Übermäßige Reizung der Schleim-
haut, der Atem- und Verdauungswege sowie der weiblichen Geschlechtsorgane.
Kaliumkarbonat Die Schleimhäute werden trocken, daher stechende Schmerzen. Oedembereit-
Gebrauch!. TbI. (Dil.) D3, D4, D6 schaft, häufig mit Wassersäckchen der Oberlider. Herzangst und Herzstiche,
K2CO3 Gebraucht. Amp. D4 Atemnot und Erschöpfung bei geringen Anstrengungen. Chronischer Nasen-
AMP + katarrh. Harter, trockener Husten. Blähungskoliken. Obstipation mit vergeb-
Vagotonie, Erschöpfungszustände, lichem Stuhldrang. Mangelnde Libido. Schwäche und Schmerzen in der Lenden-
bes. nach Infektionskrankheiten, region und im Hüftgelenk.
muskuläre Herzmuskelschwäche,
Oedemneigung, Amenorrhoe, Dys- Verschlimmerung durch Kälte, durch Liegen auf der kranken Seite und zumeist
pepsie alter Leute. Tncontinentia morgens zwischen 3 und 5 Uhr. Besserung durch Wärme. Allgemeine Schwäche,
urinae bei Frauen. Chron. Katarrhe Schweiße und Rückenschmerzen sind sehr typisch.
der oberen Luftwege, Lumbago,
Coxalgie.
Rachen, Tonsillen, Nase, Augen, Ohren, Lymphdrüsen, Bronchien.
Kalium chloratum ist nicht am Gesunden geprüft. Die pharmakodynamischen
Kalium chloratum Vorschrift 5: Lösung = Dl
Angaben stammen aus der Schüßler'schen Biochemie.
Kalium muriaticum SCHÜSSLER stellte folgende Leitsymptome heraus:
Verr ab Dl 1. Fibrinöse, weißgraue Ausschwitzungen, ganz gleich von welchem Organ
Kaliumchlorid = KC1
Amp. ab D4 ausgehend.
AMP {—) 2. Weißgrauer Belag an der Zungenwurzel.
SchüBler-Mittel Gebraucht. Tbl. (Dil.) D4, D6, D12 3. Anschwellung der Drüsen.
Gebräuchl. Amp. D6 4. Weißgrauer, dicker, faserstoffhaltiger Schleim.
5. Verschlimmerung der Beschwerden durch gewürzte und durch fette Kost.
Rachenkatarrhe, Tubenkatarrhe, Die klinischen Indikationen aind nach SCHÜSSLER:
chron. Otitis media, Bronchitis, Cho- Indolente Form von Keratitis parenchymatosa mit'wenig Rötung und Schmerzen,
rioretinitis, Konjunktivitis, chron. weiße Absonderungen.
Lymphdrüsenschwellungen, Bursitis
praepatellaris. Chorioretinitis mit diffuser Glaskörperblutung (komb. mit Arnica und Aurum,
bei Facharztkontrolle). Bindehautkatarrh.
(Fortsetzung Seite 177)

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Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten
Katarrh der Tuba Eustachii mit Verstopfung der Tube. Chronischer Mittelohr
katarrh.
Kalium chloratum
Aphthen, Soor, Krupp, Rachenkatarrh; weißgraue Pfropfe in den Mandeln bei
(Fortsetzung)
chronischer Tonsillitis.
Bronchitis mit dickem, weißem Schleim. Lungenentzündung (fördert die Re-
sorption der Infiltrate), Rippenfellentzündung, als Resorptionsmittel bei
Fibrinauflagerungen nach Exsudaten, Schwartenbildung.
Empfohlen für weiche Lymphknotenschwellungen. Mastitis (chronische oder
subakute Formen),
Leukorrhoe mit nicht reizendem Schleim. Rheumatismus in Muskeln und
Gelenken mit Schwellung und Entzündung. Bursitis praepatellaris (von
H. SCHULZ und STAUFFER empfohlen).

Vorschrift 5: Lösung = Dl f

Kalium jodatum Verr. ab Dl f


Amp. ab D4
Kaliumjodid
Z.N.S., Schleimhäute, bes. der oberen Luftwege; Gefäße, Bindegewebsapparat
KJ Gebrauch!. Tbl. (Du.) DS, DS, D4, D6, der Muskeln und Gelenke, Knochen, Lymph-, Schild- und Brustdrüsen, Prostata.
«9-DlDil.
AMP + + Gebr&uchl. Amp. D4 Die Symptomatik entspricht der von Jodum. KJ wird mit Vorzug und gutem
Erfolg zur Lösung festsitzenden Hustens verschiedener Genese und gegen
Chron. Bronchitis, Asthma bronch., arteriosklerotische Zustände verwendet. Für das Verständnis der KJ bzw.
Rhinitis, Sinusitie, Pharyngö-Laryn- Jodwirkung in pathophysiologischer Hinsicht ist der bekannte Satz beachtens-
gitis, Tuberkulose, luetische und wert: ,,Jod läßt Kapillaren sprossen". Der Einfluß auf tuberkulöse Drüsen- und
tuberkulöse Hauteffloreszenren sowie Hautprozesse ist gut. Luetische Affektionen dieser Art und die Neurolues sind,
Neurolues und Gumtnen (Dl häufig!}, von der Fiebertherapie und chemotherapeutischen Möglichkeiten abgesehen,
Arterioelderose. Periostitis, entzünd- mit tgl. 3—4mal 10 Tropfen KJ Dl und tgl. 3mal 1 Tabl. Calomel D2 sehr
liche Prozesse am Bänder* und Kapsel- gut zu beherrschen.
gewebe aller Gelenke, Muskelrheuma- Verschlimmerung durch Nässe und Kälte und beim Liegen auf der kranken
tismus, Tendovaginitis, chronische Seite sind verstärkte Hinweise, aber keine absolute Bedingung für Kalium jod.
Lymphadenitis, Struma, benigne
Mammatumoren. Im übrigen etwa die
Symptomatik von Jodum und Kalium
carbonicum.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Bronchien. Lunge, Herz, Z.N.S., Gefäße, Nieren, Magen-Darm, Blut, Wasser-


SV Lösung = D2
haushalt.
Kalium nitricum
Verr. ab Dl Das Mittel entspricht der hydrogenoiden Konstitution v. GRAUVOGLS. Im Vor-
Kaliumnitrat - KXO3 Amp. ab D4 dergrund der Wirkungen stehen typische asthmatische Zustände bei gleichzeitiger
Kalisalpeter Herz- und Kreislaufschwäche. Das Sputum ist dabei oft blutig. Ferner kommt
es zu Bildern ähnlich der Uraemie (STIEGELE). Bei Nephrocirrhotikern mit
AMI» + + Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3
Asthma, nephrotischen Kopfschmerzen und Oedemneigung in der D6-D4 gut
wirksam. Es macht auch akut entzündliche Veränderungen im Harnapparat
Asthma bronchiale, Oedeme und mit Haematurie. Pie Haut neigt zu oedematöser Durchtränkung (cardial und
Hydrops, besonders bei ehron. Nieren- nephrogen). Das Mittel hat auch Magen-Darmbeziehungen, doch sind diese
affektionen. Uraemie mit Asthma. therapeutisch unwichtig.
Nephrocirrhose. Nephrotische Kopf- Große Kurzatmigkeit, Kopfkongestionen, Tendenz zu Parenchym- und Schleim-
schmerzen. Apoplektische Folgezu- hautblutungen. Viel Durst.
stände. Haematurie bei akuten Nieren-
ßlasenaffektionen.

Vorschrift 5: Lösung = D2
Kalium phosphoricum Verr. ab D2
Kaliumdihydrogenphosphat Amp. ab D3
Z.N.S., Muskelzellen, Magen-Darm-Nerven.

AMP + + Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 Apathie, Kopfmüdigkeit, Unfähigkeit zu geistiger Arbeit, Tagesschläfrigkeit,
Gebräuchl. Amp. 1)4, D6, D12 Reizbarkeit, Unruhe, ängstliches Wesen, Depressionszustände, schlechtes Ge-
Gehört zu Schüßlers biochem. dächtnis. Allgemeine Muskelschwäche und Rückenschmerzen. Sexuelle Schwäche.
Mitteln. Mangelnde Widerstandskraft gegen Kälteeinflüsse. Nervöse Durchfälle.
Neurasthenie; allgemeine Erschöp-
fungszustände, bes. auch nach Infek- Verschlimmerung gegen Morgen, durch geistige Anstrengung, seelische Erregung
tionskrankheiten ; geistige und musku- und Kälte.
läre Schwächezustände, Depressionen,
nervöse Schlaflosigkeit, Platzangst,
Psychosen. Nervöse Magen-Darm-
Katarrhe, Colica mucosa.

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178
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Ge brauch Hchste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Kalium sulfuricum
Vorschrift 5: Lösung = Dl
Kaliumsulfat
Verr. ab Dl
K2SO1 Konjunktiven, Schleimhäute der oberen Luftwege und Bronchien, des Magens
Amp ab D4
AMP(+ +) und Uterus. Haut.
Gehört zu Schüßlers biochem. Kalium sulf. ist der Pulsatilla in der Symptomatik sehr ähnlich. Es hat wie
Gebräuchl. TU. (Dil.) D3, D4, D6 diese Schleimhautaffektionen mit dick-rahmigem, gelbem Sekret; ihm entspricht
Mitteln.
Gebraucht. Amp. D6 auch, die depressiv-weinerliche Stimmung. Die Kombination beider Mittel hat
sich bei schlecht anzusprechenden Zuständen bewährt. Es besteht Husten mit
starkem Schleimrasseln, schlimmer im warmen Zimmer, besser in kühler,
Blepharo-Konjunktivitis. Otitis me-
freier Luft. Rheumatische, herumziehende Schmerzen. Papulöse Hautausschläge.
dia. Bronchitis. Pharyngo-Laryngitis,
Fluor albus, Nephritis nach Scharlach,
Gastritis.

Kalmia
Vorschrift 3a: Urtinktur
Kalmia latifolia L.
Verr. ab Dl Hera, Gelenke, Muskeln, periphere Nerven.
Breitblättriger Berglorbeer
Amp. ab D6 Rheumatische und neuralgische Schmerzen im Rücken, in den Lendenpartien,
Farn. nat.: Ericaceae in der Wirbelsäule, den Schulterblättern und in allen Gelenken, oft verbunden
Nordamerika mit Taubheitsgefühl und mit stechenden Herzschmerzen, die in den linken Arm
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4
einscbießen. Puls oft langsam und schwach. Angst, Herzbeklemmung, Brust-
Frische Blätter stiche. Für Muskel- und Gelenkrheumatismus auf fokaler Basis mit Streuung
Arbutin, Andromedotoxin, Fokale Infektarthritis mit begleiten- zum Herzen ein wichtiges Mittel neben der Fokussanierung.
Phlorizin der Peri-, Endo- oder Myocarditis, Alle Beschwerden sind sehr wetterabhängig.
AMP + + Neuralgien bei Herzleiden.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organs pezifi tat
chemische und Gebräuchlichst« Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = Dl t Z.N.S., Bronchien, Haut, Endgefäße und Gefäßnerven, weibl. Genitale,
Verr. ab D2 t Carcinome.
Kreosotum Amp. a b D 6 Brennschmerz und übler Geruch aller Absonderungen sind für Kreosotum
Buchenholzteerkreosot charakteristisch. Bei Lungenphthise, carcinomatösen Folgezuständen und bei
Gebraucht. DU. (TU.) D4, D6 allen Zuständen, die mit Kachexie und Appetitlosigkeit einhergehen, ist Kreosot
Enthalt hauptsächlich: Gebräuchl. Amp. D6 angezeigt. Bei unstillbarem, auch uraemischem Erbrechen mit Ekel vor dem
Ouajacol C«H, (OCH 3 )(OH) und Geruch der Speisen versuche man es im Wechsel mit Colchicum D3-D2.
Appetitlosigkeit, Bronchitis, Lungen-
Kresol C H s (CH 3 )(OCH 3 ) OH Es besteht Jucken und Brennen an den Labien, oft auch am ganzen Körper.
tuberkulose, Folgezustände von Dia-
Scharfer, ätzender, übelriechender Fluor. Regel zu früh, zu stark, zu lange.
AMP + + betes (Pruritus, Katarakt, Gangraen),
Ekzeme, Pusteln und Furunkel mit Brennen und heftigem Juckreiz. Bei Folge-
periphere Durchblutungsstörungen,
zuständen von Diabetes bewährt, aber ohne Einnuß auf den Blutzucker.
Fluor albus, Menorrhagie, Metror-
rhagie. Cerebrales, uraemisches und Verschlimmerung durch Kälte und Ruhe.
Verschreibungspflichtig bis Schwangerschaftserbrechen. Kachexie
einschließlich D3 bei Carcinomen.

Z.N.S., vegetat. N.S., Herz, Respirationsorgane, Gefäße und Kapillaren, Blut,


Lachesis SV Lösung = D2 ft Schilddrüse, Ovarien, Haut.
Schlangengift von Lachesis inutus Laehesis paßt sowohl für die pastöse, phlegmatische Konstitution wie auch für
Verr. ab D2 tt
L. (Lachesis trigonocephalus L.) magere, erschöpfte und depressive Kranke. Wie alle Schlangengifte wirkt L.
Amp. ab D6
Lanzenförmige Viper auf das Blut im Sinne der Dyskrasie, Zersetzung und Sepsis. Alle Entzündungen
Farn. nat.: Crotalidae Gebriuchl. Tbl. DS, D8, D10, DU sind düsterrot verfärbt und neigen zu Übergang in Sepsis, Nekrose oder Gan-
Unterfamilie: Crotalinae GebrKuchl. Amp. D6, D8, D10, D12, graen. Erstickungsgefühl, Kitzel und Wundheit im Halse mit Globusgefühl.
Mittel- und Südamerika DISu. höher Atemnot* anhaltender keuchender Husten mit zähem Schleim. Schwere auf
Sekret aus den Giftdrüsen der Brust, Herzklopfen und Stenocardie. Es bestehen schwere zentrale Störungen
Septische Prozesse wie Karbunkel, mit Delirien, Konvulsionen, Paresen und meningitischen Symptomen. Ursache
Haemolysine, Haemagglutinine, Phlegmonen, Cholangitis, Angina, zu allem ist eine allgemeine Neigung zu Thrombosen und Embolien infolge
Koaguline, Antikoaguline, Hae-
Peritonitis. Haemorrhagische Dia- schwerer Kapillarschädigungen, Haemolyse und Koagulation.
morrhagin, Neurotoxin, Cytolysin
thesen. Kapillarschädigungen. Throm
u.a. Charakteristisch ist allgemeine Empfindlichkeit gegen Berührung. Der Druck
bophlebitis. Infektionskrankheiten mit
der Kleidung, besondere am Hals und in der Gürtelregion, ist nicht auszuhalten.
AMP + + septischen Symptomen. Endo- und
Die Kranken sind sehr aufgeregt und geschwätzig. Die linke Körperseite wird
Myocarditis, Dysmenorrhoe, Klimak-
vorwiegend befallen. Feuchtes Wetter und Ruhe verschlimmern. Der Patient
terium, Hyperthyreose
schläft sich in die Verschlimmerung hinein, so daß am Morgen alles am schlimm-
Das AMB zeigt große Ähnlichkeit
Verschreibungspflichtig bis sten ist. Besserung bei Bewegung.
einschließlich D3 mit Crotalus.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatijt und
pharmazeutische Daten Haupt indikat ionen Modalitäten

Latrodectus mactans Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t


LatrodectusmactansFABRIOIUS Verr. ab D2 f
Amp. ab D4 Z.N.S., Gefäßnerven, Plexus solaris.
Schwarze Witwe (Spinne)
Farn, nat.: Theridiidae Stark toxische Wirkung, die vor allem Gefäßkrämpfe hervorruft. Haut eiskalt,
Gebraucht. TbI. (DU.) D10, D12, D15 wechselnd blaß und cyanotisch. Angstzustände, Todesfurcht, Erstickungsangst.
Ganz Amerika Gebraucht. Amp. D4, D6, D12 Blutdruekanstieg. Heftige Herzschmerzen, die in den linken Arm bis in die
Tinktur aus dem ganzen zer- Fingerspitzen einstrahlen. Arm taub, wie gelähmt. Kalter Schweiß. Puls
quetschten Tier Angina pectoris, Myocardinfarkt und schwach und sehr langsam. K Ionisch -tonische Extremi täten krämpfe. Heftige
Sehr giftige Wirkstoffe, z. T. un- dessen Folgezustände, allgemeine Ge- abdominelle Koliken. Schwell ungszustände am Hals und Kopf.
bekannt, z. T. wie bei Aranea fäßspasmen, periphere Durchblutungs-
«liadema störungen, Mesenterialthrombose u. ä.
AMP(+) abdominelle Zustände mit Koliken.

Laurocerasus Vorschrift 2a: Urtinktur f


Verr. ab Dl f Z.N.S., bes. Atemzentrum; Herz, glatte Muskulatur.
Prunus lauroeerasus L.
Amp. ab D4 Kopfschmerzen, Nervenschmerzen im Gebiet der sensiblen Hautnerven.
Kirschlorbeer
Schweißausbrüche und Frostschauer, hochgradige Cyanose und Dyspnoe,
Farn, nat.: Rosaeeae Gebrauch). DU. D2, Dl, O Herzstiche und Brustbeklemmung. Trockener, quälender Husten. Spasmen der
Balkan. Kleinasien Gebräuchl. Amp. D4 glatten Muskulatur, der Blase und des Magen-Darm-Kanals.
Frische Blätter
Chron. Herzinsuffizienz, bes. Rechts- Die Cyanose ist das wichtigste Leitsymptom.
Glykosid Prulaurasin insufh'zienz mit Oyanose, Ntäuungs-
AMI' + + husten.

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Ledum
I^edum palu.stre L. Verr. ab 1)2 Gelenke, Muskeln, Bindegewebe, Haut.
Sum])fporst Amp. ab D4
Rheumatische Entzündung der Gelenke ohne Fieber. Rückensteifigkeit wie
Kam. nat.: Krieaceae nach langem Sitzen. Harnsaure Diathese. Empirisch hat sich gute Beein
Gebräuchl. DU. (Tbl.) D2
Moore u. Sümpfe von Nordeuropa flussung von Bienen- und Wespenstichen ergeben.
Gebräuchl. Amp. D4, D6
u. nördl. Asien Bettwärme verschlimmert. Der Kranke ist sehr frostig veranlagt. Die Gelenk-
Getrocknete, junge Sprosse Gelenk- und Muskelrheumatismus, beschwerden werden jedoch durch Kälte, bes. durch kalte Güsse gebessert.
Äth. Öl, Flavone, Arbutin. Gicht, Lumbago, Insektenstiche.
Ledumeampher, Ericolin u. a-
Ledum ad usum externum
AMI' + +

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt Indikationen Modalitäten

Lilium tigrinum Vorschrift 2a: Urtinktur


Lilium laneifolium THUNB.
Verr. ab Dl
Tigerlilie Amp. ab D3 Uterus, Ovarien.

Fam. nat.: Liliaeeae Senkungsbeschwerden am weiblichen Genitale mit lästigem Prolapsgefühl in


Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4 der Scheide; dadurch dauernd der Drang, die Teile durch Gegendruck, Kreuzen
Ostasien
Gebraucht. Amp. D3 der Beine oder durch Binden zu stützen. Schmerzen in der Beckenregion.
Frisches blühendes Kraut Lilium gehört zu den wenigen Mitteln, die bei Lageveränderung des Uterus
Wirkstoffe noch unbekannt zu empfehlen sind. Bei spärlicher Menstruation wundmaehender Fluor. Die
Genitale Senkungsbeschwerden, be- Beschwerden sind oft von nervösen, stenocardischen Herzbeschwerden begleitet.
AMP + ( + ) ginnender Uterusprolaps, Dysmenor-
rhoe mit Herzbeschwerden, Ovaralgie,
Fluor albus.

Lobelia inflata
Lobelia inflata L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Indianischer Tabak oder auf- Verr. ab Dl t
geblasene Lobelie Amp. ab D3 t
Z.N.S., Atemzentrum, N. vagus.
Fam. nat.: (,'ampanulaeeae
Dyspnoe, trockener
Dyspnoe, trockener Reizhusten,
Reizhusten typische Asthmazustände, Cyanose. Tödliche
Nordamerika Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, D6
Übelkeit mit kalten Schweißen, Magenkrämpfen und heftigem Würgen.
Gebräuchl. Amp. D3
Ganze, frische, blühende Pflanze Verschlimmerung morgens. Erbrechen besser durch einen Schluck W
Lobelin, Lobelanin. Lobelanidin
Asthma bronchiale. Hyperemesis
und verschiedene Nebenalkaloide
gravidarum u. a. Reizzustände des
AMP + + N. vagus.

Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
ehemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl


Luffa Verr.ab D2
Amp. ab D4 Schleimhaut der Nase, des Rachens und der Nasennebenhöhlen, Magen -
Luffaopeivulata COGN.
Darm-Kanal.
Esponjilhi
Gebraucht. Dil. (Tbl.) D6, D4, D3, Viel Kopfschmerzen, Apathie und allgemeine Ermüdbarkeit bei akut feuchten
Farn. nat.: Cucurbitaceae Katarrhen sowohl von eitrigem wie auch von allergischem Charakter (D12)
D12
Mittel- und Südamerika Gebrauch! Amp. D4, D6, D12 der Nase. Neigung zu Fließ- oder auch Stockschnupfen. Andererseits trok-
kene Reizzustände der Nase vom Typ der Rhinitis atrophicans bis zur Ozae-
Reife, getrocknete Früchte u. hoher
na (D6-D4). Zunge belegt, Neigung zu Gingivitis und trockener Pharyngitis.
Triterpensaponine, Gypsogenin 1. Völlegefühl im Magen, Magen-Darm-Spasmen, helle Stühle. Diffuse rheuma-
Cucurbitacinglykoside. Cucurbi- Kopfschmerzen bei Katarrh der obe- toide Beschwerden in Muskeln und Gelenken, die evtl. als herdbedingt bei
tacin B (CMHHOK). Cucurbitacin ren Luftwege, allergische und vaso- Sinusitis anzusehen sind.
l)(C3oH«<)7). motorische Rhinitis, Sinusitis, Heu-
Stirnkopfschmerz, allergische und atrophisehe Nasenschleimhautstörungen,
schnupfen, Rhinitis atrophicans, Sinusitis, trockene Mundschleimhaut.
AMP + Ozaena, Stomatitis, Pharyngitis,
(lastroenteritis, herdbedingter Rheu-
matismus bei Sinusitis.

Lupulus Vorschrift 3a: Urtinktur


Humuhis lupulus L. Verr.ab Dl Z.N.S., Haut, Harnblase, Ovarien, Uterus.
Hopfen Amp. a b D 3
Die AMP ist mangelhaft und hat nur spärliche Symptome ergeben, die zu
Farn. nat.: Moraceae nebenstehenden Indikationen führten. Bei Schlaflosigkeit müssen 15—30 Tr.
Europa. Asien, Nordamerika Gebraucht. 6»-Dil. D2 der Urtinktur gegeben werden. Umgekehrt können bei nervöser Erschöpfung
Gebraucht. Amp. 1)3 und Tagesschläfrigkeit kleine Dosen von etwa 3—10 Tropfen der Dil. D2
Frische Fruchtzapfen tonisierend wirken. Ferner Bläschenbildung im Gesicht und an den Händen,
Äth. Öl. östrogeimrtige Stoffe. welche aufplatzen und verschorfen.
Schlaflosigkeit, Reizblase, herpeti-
Myrcenol, Humulen, Humulon
forme und pustulöse Dermatitis.
Harz u. a.
AMP(+ +)

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chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Lycopodium Verr. ab D2 Leber, Z.N.S., Tonsilien, Larynx'Pharynxgebie.t, Magen-Darm-Kanal.
Amp. ab D6 Lycopodium ist ein wichtiges Polychrest und Konstitutionsmittel. Hypochon-
Lycopodium clavatum L.
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D3,1)4, D6, drische, mißmutige Menschen. Gelbliche Hautfarbe. Abmagerung des Ober
Bärlapp körpers. Unterkörper im Gegensatz dazu nicht reduziert, was aber oft auf
D 12, t>, DU. D2
Farn, nat.: Lyeopodiaeeae Gebräuchl. Amp. D6, D10 latenten oder erkennbaren Oedemen beruht. Der Leib steht meteoristisch
u. höher gespannt, halbkugelig hervor. Mangelnde Verdauungskraft und Leberfunk-
Getrocknete tionsstörung, woraus sieh viele sekundäre Beschwerden allmählich entwickeln.
Sporen des Bärlapp Chronische Hepatopathie. Harnsaure Allgemeine Schwäche und geistige Ermüdung, Tonsillenhypertrophie und An-
Diathese. Gallen- und Nierenstein- fälligkeit, meist, rechts beginnend. Trotz großen Appetits gleich nach wenigen
Fettes öl mit Hexadecan-, My-
beschwerden. Venöse Stase im Pfort- Bissen Völlegefühl. Blähungsbeschwerden mit gastrocardialem Symptomen-
ristin- und Lycopodiumsäure;
adergebiet und in den Beinvenen.
0-Sitosterol. Dihydrokaffeesäure. komplex. Saures Aufstoßen, saures Erbrechen. Spastische Obstipation und
Ulcus cruris bei Leberleiden. Lympha-
Aluminium. blutende Haemorrhoiden. Urin trüb und satzig von viel Sedimentum lateritium.
tismus. Gicht und andere chronische
Impotenz und mangelnde Libido. Verschleimung der Bronchien mit Atemnot.
AMP + + rheumatische Leiden. Obstipation und
Meteorismus bei Leberleiden, chron. Schlimmer in Ruhe und Wärme, vor allem auch Bettwärme, besser durch kühle
Gastritis. Chronischer Rachenkatarrh frische Luft und fortgesetzte Bewegung.
und Tonsillitis.

Vorschrift 3a: Urtinktur


Lycopus virginicus Verr. ab Dl
Lycopus virginicus L. Amp. ab D4
Vegetatives N.S., Schilddrüse, Herz.
Virginischer Wolfsfuß
Lycopus wirkt auf den Sympathicus in großen Dosen erregend und in kleinen
Farn, nat.: Labiatae Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D2, Dl, D3,
Dosen beruhigend. Die Wirkung auf das Herz ist schwach digitalisartig, aber
D4, D6 nicht kumulativ. Tachycardie, Arrhythmie, Herzangst und Stenocardie gehören
Nordamerika Gebräuchl. Amp. D4 zum AMB. Auch Tremor, Schweißausbrüche und Glanzauge wurden beobachtet.
Frisches blühendes Kraut Die Wirkung des Mittels läßt gewisse landschaftliche Gebundenheit erkennen
und scheint am besten in Nord- und Mitteldeutschland und am schwächsten
Äther. 01, Gerbstoff, Flavone Vegetative Dystonie. Hyperthyreose,
in Gebirgsgegenden zu sein.
Basedow, nervöse Tachycardie.
AMP(+ +)
(Große Prüfung über den ganz Kombination mit Chininum arseni-
ähnlich wirkenden Lycopus eu- cosum D4 (s. dort) hat sich bei
ropaeus führte ASSMANN durch.) Thyreotoxikose sehr bewährt!

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pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Magnesium carbonicum Vorschrift 6: Verr. = Dl Z.N.S., vegetatives N.S.; glatte Muskulatur der Intestines, insbesondere der
ableitenden Gallenwege; Magen-Darm-Kanal, Muskel- und Knochengewebe,
Basisches Magnesiumoarbonat
DU. ab D6 Haut, Herz und Gefäße, Schilddrüse, Prostata, weibl. und männl. Genitale,
(MgCO3)3-Mg(()H)s-3H2Ü Amp. ab D8 obere Luftwege und Bronchien.
oder (MgCO3)4 Mg(OH)2 -4H2O
Große Dosen wirken narkotisch, kleine Dosen exzitierend. Übererregbarkeit und
AMP + + Gebrauch]. Tbl. D4, D3, D6, D12 Mißlaunigkeit. Krämpfe und Koliken an allen Hohlorganen. Gefäßspasmen.
Gebrauch). Amp. D8, D12 Migräne. Spasmen der Gallenwege mit Gallenrückstauung. Widerwille gegen
fette Kost. Viel Durst, Mund trocken und brennend. Krampfiges, saures Er-
brechen. Saure Diarrhöe mit Koliken. Mandelhypertrophie mit Neigung zu
Spastische Diathese, saure Dyspepsie, Mandelpfröpfen. Trockener Krampfhusten. Spannung und iSchwellungsgefühl
chron. Magen Darm-Katarrhe, Neur- in der Schilddrüse. Prostatahypertrophie und Blasentenesmen. Periode ver-
asthenie, chron. Tonsillitis, Prostata- stärkt, krampfhafte Dysmenorrhoe. Diffuse rheumatische Muskelschmerzen
hypertrophie. Krämpfe der glatten und Neuralgien. Sehmerzen im Gebiet des N. trigeminus und in den Zähnen.
Muskulatur der Intestines und Gefäße. Hartnäckige Urticaria. Auffällige Erkältlichkeit und allgemeine Frostigkeit,
Hyperthyreose, Rheumatismus und Herzklopfen, Schwindelzustände und kollapsartige Herzschwäche.
Neuralgien. An frischer Luft wird alles besser. Die Beschwerden treten anfallsweise auf mit
dazwischenliegenden langen Remissionen. Widerwille gegen Milch und Fleisch.
Ängstliche Kinder und reizbare, nervöse, schlaflose Frauen sprechen besonders
gut an.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Magnesium chloratum Verr. ab D2
Magnesium muriaticum Amp. ab D4
Leber, Magen-Darm-Kanal, vegetatives N.S., Muskeln, Herz, lymphat. Rachen-
Magnesiumchlorid ring, Ohren, Urogenitalapparat.
Gebraucht. Tbl. (DU.) D3 Im allgemeinen ähnliches Arzneimittelbild wie Magnesium carbonicum, nur mit
MgCU Gebraucht. Amp. D4 stärkerer Beziehung zur Leber und zu den Geschlechtsorganen. Viel Kopf-
AMP + schmerzen neuralgischer Genese mit Besserung durch Einhüllen des Kopfes.
Erkältungsneigung mit Neigung zu Katarrhen der oberen Luftwege. Hepato-
Kopfneuralgie, Katarrhneigung der
pathie mit Leberschwellung bei gelblicher, belegter, schwammiger Zunge und
oberen Luftwege. Hepatopathie,
trockenen, harten Stühlen (Schafballenkot). Globusgefühl im Hals Im übrigen
chron. Obstipation. Ferner die Indi- s. Magnesium carbonicum.
kationen von Magnesium carbonicum.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische. Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Magnesium
phosphoricum DU. ab D6
Amp. ab D8
Magnesiumhydrogenphosphiit
Z.N.S., glatte Muskulatur, periphere Nerven.
Phosphorsaure Magnesia Gebrauch). Tbl. D3, D4, D6, D12,
Erschöpfungszustände mit Krampfdiathese, bes. bei Kindern. Heftige krampf-
MgHPO, 3H2O Dil. Dg
hafte Koliken mit Luftaufstoßen. Einschießende Nervenschmerzen, oft von
Gebrauch!. Amp. D8, D12 u. höher
AMP + Muskelkrämpfen begleitet. Urina spastica, krampfhafte Dysmenorrhoe. Per-
tussisartiger oder asthmaartiger Krampfhusten. Zahnkrämpfe der Kinder.
Gehört zu Schußlers
Krämpfe und Koliken in den Hohl- Alle Beschwerden werden durch Wärme und Gegendruck gebessert und haben
biochemischen Mitteln.
organen. Neuralgien. Choreatische intermittierenden Charakter.
und erethische Erregungen bei Kin-
dern. Krampfneurosen wie Schreib-
krampf usw. Im übrigen die gleichen
Indikationen wie Magnesium carbo-
nicum.

SV Lösung = Dl
Magnesium sulfuricum
Verr ab Dl
Trockenes Magnesiumsulfat Amp. ab D4 Z N S . , Leber, Gallengänge, Gallenblase, Magen-Darm-Kanal.
Bittersalz Das Arzneibild entspricht im wesentlichen dem von Magnesium carbonicum,
nur zeigt es eine betonte Beziehung zur Leber, den Gallengängen, der Gallen-
MgS()4 Gebraucht. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6,
blase und dem Magen-Darm-Kanal im Sinne der nebenstehenden Indikationen.
D12
AMP + + Es besteht Abneigung gegen Fleisch und Fett. Die Stühle haben ikterischen
Gebräuchl. Amp. D4
Charakter. Obstipation und Durchfall können wechselweise auftreten. Nausea-
artige Zustände.
Cholecystitis, Hepatopathie, Ikterus, Krampfdiathese, Verschlimmerung frühmorgens, Besserung in frischer Luft.
Gastritis, Gastroenteritis.
Im übrigen die gleichen Indikationen
wie Magnesium carbonicum.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
194 195
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Vorschrift 3a: Urtinktur f


Mandragora
Mandragora officinarum L. Verr. ab Dl f Z.N.S., Augen, Bronchien.
Amp. ab D3 f
Alraune, Erdmännchen Kopfkongestionen, Verwirrungszustände, motorische Unruhe. Pupillenerwei-
terung. Gegenstände werden alle wie vergrößert gesehen, dabei aber undeutliche
Farn. nat.: Solanaceae Gebrauch! TU. (DU.) 03 Umrisse, ebenso sind alle Gehörswahrnehmungen wie verstärkt.
Mittelmeergebiet Gebraucht. Amp. D3, D4, D6
Heiserkeit, Husten mit Auswurf, Dyspnoe, asthmoide Zustände. Die Symptome
In Deutschland angebaut sind dem Belladonnabild ähnlich. Dieses AMB von Mandragora darf nicht
Frische Blätter Kongestive Kopfschmerzen, Bron- mit dem AMB von „Mandragora e radice" verwechselt werden, welches der
chitis, Reizhusten, psychomotorische sehr genauen Prüfung von J. MEZGER entspricht (s. dort).
Alkaloide Hyoscyamin, Scopola-
min, Spur Atropin; ferner Erregungszustände, Asthma bronch.,
Scopoletin. Visus- und Gehörstörungen mit
Sinnestäuschungen.
AMP(+)

Z.N.S., N. vagus, Gefäßmuskulatur, Magen-Darm-Kanal, Leber, Gallenblase,


Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f quergestreifte Muskulatur, Herz.
Mandragora e radice
Mandragora officinarum L. und Verr. ab D2 f Depressionen, Reizbarkeit, Arbeitsunlust, Konzentrationsmangel, Apathie und
M. autumnalis BERTOLINI Amp. ab D3 f Schläfrigkeit.

Alraune, Erdmännchen Katarrhalische Reizung der oberen Luftwege. Kopfkongestionen. Sinnestäu-


Gebräuchl. TU. (DU.) D3 schungen, Anaesthesieempfindung am ganzen Körper. Spastische sowohl wie
Farn. nat.: Solanaceae atonische Gefäßsensationen. Kalte Extremitäten, heißer Kopf. Ohrensausen.
GebrSuchl. Amp. D3, D4, D6, D12
Kollapsartige Zustände mit kalten Schweißen.
Mittelmeergebiet
In Deutschland angebaut Nächtliche Herzstiche, pectanginöse Zustände, mit Ausstrahlung zum linken Arm.
Hepatogene Depressionen, vegetative
Getrocknete Wurzel Dystonie. Stenocardie bei Roemheld, Völlegefühl mit Meteorismus. Viel Luftaufstoßen mit Besserung durch Essen,
Alkaloide Hyoscyamin, Norhyos- Gastritis, Ulcus duodeni, Meteoris- Magenschmerzen 1—2 Std. nach dem Essen. Nüchternschmerz mit Besserung
cyamin, Scopolamin, Cuskhygrin mus, Hepatopathie, Cholecystopathie, durch Essen und Rückwärtsbeugen. Fett, Süßspeisen und Genußgifte werden
(= Bellaradin) u. Mandragorin Obstipation, Muskel- und Gelenk- schlecht vertragen. Nächtliche Darmkoliken. Colonblähung, besonders in der
rheumatismus, Ischias, Reizblase
AMP + (Fortsetzung Seite 199)

Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer •Einzelmittel


Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tableltenform für die homöopathische Verordnung 197
196
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Lebergegend. Brennen in der Gallenblase mit Ausstrahlung zum rechten Schulter-


Mandragora e radice blatt. Hartnäckige Verstopfung mit knolligen Stühlen; aber auch Diarrhöe mit
(Fortsetzung) Tenesmen. Stühle hellgelb bis grau.
Glieder bleischwer, Muskelschmerzen, Gelenk- und Ischiasschmerzen mit
Besserung durch Bewegung und Wärme.
Spastische und auch atonische Störungen an den Harnorganen mit Pollakisurie,
Blasensphinkterinkontinenz. Enuresis nocturna.
Besserung durch Wärme, Liegen und Ruhe (Magen — Darm — Herz). Die
Gliederschmerzen und Neuralgien bessern sich durch fortgesetzte Bewegung.
Magen- und Leibbeschwerden bessern sich durch Zurückbeugen.
(Mandragora wurde von J. MEZGER geprüft und in die Homöopathie ein-
geführt.)
SV Lösung = D2
Manganum aceticum Verr. ab Dl
Z.N.S., Stammhirn, Erythropoese, Gelenke, obere Luftwege.
Amp. ab D4
Manganacetat
Mn verhält sich ähnlich wie Fe. Bei Anaemien, die sich je nach der Indikation
Mn(CH 3 COO) 2 H 2 O Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3, auf eine Fe- oder Bu-Therapie nicht bessern, denke man an Mn. Die chronische
DI2 Mn-Vergiftung erzeugt Bilder vom Typ der Parkinson'schen Krankheit und
AMP + +
der multiplen Sklerose. Chronische Katarrhe der oberen Luftwege bei Sängern
Anaemie, Chlorose, Gelenkerkrankun- und Rednern mit trockenem, quälendem Hustenreiz und dauerndem Räusper-
gen auf der Basis chron. Anaemie. zwang sprechen gut darauf an.
Chron. Schleimhautkatarrhe der Luft-
wege bei Anaemischen. Parkinsonis- Husten bessert sich beim Hinlegen und verschlimmert sich durch Kälte.
mus, multiple Sklerose.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Manganum sulfuricum Verr. ab Dl
Amp. ab D4 Manganum sulfuricum darf dem Arznemiittelbild von Manganum aceticum
Manganaulfat
gleichgestellt werden.
Mn SO« • HaO Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D3, D12
Zum Unterschied von letzterem ist es lediglich seiner stabileren Haltbarkeit
AMP (—) Indikationen wie bei Manganum wegen zu bevorzugen.
aceticum

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der Tablettenformfür die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
198 199
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Marum verum
Vorschrift 3a: Urtinktur Schleimhäute der oberen Luftwege, periphere Nerven, Magen-Darm-Kanal.
Teucrium marum L.
Verr.abDl Das Mittel ist nur mangelhaft geprüft. Es findet Anwendung bei Schlaflosigkeit
Katzengaman de r
Amp. ab D3 durch nervöse Erregung, bei rheumatischen Beschwerden mit periodischem
Farn. nat.: Labiatae Rhythmus und erheblichem Schwere- und Lähmigkeitsgefühl der befallenen
Extremitäten. Ferner ist es wirksam bei entzündlichen Zustanden der Mund-
Mittel meergebiet Gebrauch!. Tbl. (DU.) D2 und Zungenschleimhaut mit Tonsillitis und Gingivitis, bei chronischem Schnupfen
In Deutschland angebaut mit viel NieBreiz und Verquellung der Nasenmuscheln. Chron. Rachenkatarrh
mit Auswurf fester Schleimklumpen, die in der hinteren Nasenöffnung festsitzen.
Frisches Kraut Nervöse Schlaflosigkeit, multiple
Bei Appetitmangel mit Krampfzuständen im Leib, bei Oxyurenbefall und bei
Neuralgien und Myalgien, Glossitis,
Ätherisches Öl Neuralgia spermatica hat es sich ebenfalls bewährt.
Tonsillitis, Gingivitis, chron. Rhinitis,
AMP(+) chron. Rachenkatarrh, Neuralgia Marum verum und Teucrium scorodonia sind im AMB einander sehr ähnlich.
spermati ca.

Mephitis putorius
Vorschrift 4b: Urtinktur = D2
Mephitis mephitia SCHREB.
Verr. ab D3
Skunk, Stinktier
Amp. ab D6
Z N S . , N. vagus, Augen, Bronchien.
Farn. nat.: Mustelinae (Carnivora
Unruhig, schlaflos, angstvolle Träume. Starke nervöse Erregung, dabei Un-
Nordamerika Gebrauch). Dil. D4, D6 fähigkeit zu denken. Nackenschmerzen, Kopf wie zu groß, Gesicht geschwollen.
Sekret aus den Afterdrüsen Gebräuchl. Amp. D6 Krampfhusten, nachte häufiger als tagsüber. Konjunktivitis und Sehschwäche.
Mercaptan u. a. organische
Schwefel Verbindungen Neurasthenie, Hysterie, Pertussis,
Asthma bronchiale, Schlaflosigkeit.
AMP ( + )

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
200 201
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Mercurius bijodatus Vorschrift 6: Verr. = Dl tt


Mercurius jodatus ruber SV Lösung = D3 tt
Tonsillen, Adnexe, im übrigen wie bei Mercurius solub.
Hydrargyrum bijodatum rubrum Amp. ab D6
Anginen im akuten und chron. Stadium, bes. wenn die regionären Lymphdrüsen
Quecksilberjodid Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, O3 stark geschwollen sind. In diesem Falle gutes Unterstützungsmittel der Serum-
Gebraucht. Amp. D6, D8, D15 therapie bei Diphtherie. Bei chron. Tonsillenhyperplasie tgl. 2 Tbl. D4 für
HgJ*
etwa 6 Wochen. Ferner gut wirksam bei akuter und subakuter Adnexitis.
AMP + + Indikationen wie unter Mercurius AMB und Leitsymptome wie unter Mercur. solub. (s. dort).
Verschreibungspflichtig bis solubilis mit besonderer Wirkung bei
einschließlich D3 Anginen und Adnexitis.

Mercurius cyanatus Vorschrift 6: Verr. = Dl tt


Lösung = D2 tt Tonsillen und Mundhöhle, Leber und Nieren.
Hydrargyrum eyanatum
Amp. ab D6 Mercurius cyanatus gehört zu den hochtoxischen Hg-Verbindungen. Neben
Mercuricyanid
der Serumtherapie ist es bes. zur zusätzlichen Behandlung bei Diphtherie oder
Quecksilbercyanid Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D6, D4 schwerer Angina zu empfehlen, wenn diese Krankheiten einen malignen Charak-
Gebräuchl. Amp. D6 ter mit starken Nekrosen oder Gangraeneszenz annehmen und offensichtlich
Hg(CN),
auf die parenchymatösen Organe, bes. Leber und Niere, toxisch zu streuen
AMP(+) Indikationen wie unter Mercurius scheinen. Vorsichtige Dosierung! Mercur. cyanat. D6 genügt meistens. Evtl.
solubilis mit besonderer Wirkung bei mit Lachesis Amp. D8 bis D12 oder Echinacea O kombinieren. Das AMB
Verschreibungspflichtig bis der malignen Diphtherie oder Angina entspricht im übrigen dem von Mercurius solub. (s. dort).
einschließlich D3 und deren Komplikationen.

Mercurius dulcis Vorschrift 6: Verr. = Dl f


Calomel Dil. ab D6
Mercurius chloratus Amp. ab D8 Leber, Gallenblase, Darm, Bindegewebe.
Hydrargyrum ehloratum
Gebräuchl. Tbl. D4, D3 Merc. dulcis ist bei passendem AMB (s. unter Mercurius solub.) bes. wirksam
Quecksüberchlorür
Gebräuchl. Amp. D8 in der D4-D6 bei den nebenstehenden Indikationen. Metaluetische Prozesse
HgsCh erfordern tgl. 3mal 1 Tbl. D2 in Kombination mit Kalium jodat. Dil. Dl tgl.
AMP(+) Hepatopathie, Hepatitis, Cholecysti- 3mal 10 Tr.
tis, Ikterus, akute G&stroenteritis,
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 Metalues.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DUU
202 203
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz 0 rganspezi fität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Mercurius solubilis Vorschrift 6: Verr. Dl tt


Dil. ab D6
Mercuriussolubilis Hahnemanni Amp. ab D8
Z.N.S., periphere Nerven, Drüsen, Knochen, Periost, alle Schleimhäute^ Mast-
Hydrargyrum oxydulatum Gebräuchl. Tbl. D4, D6, D12, D3, darm, Haut, Bindegewebe, Zähne. Leber, Nieren, Augen.
nigrum Hahnemanni DU. D8
Akute Vergiftungssymptome: Metallgeschmack, Brennen, Schwellung und Ge-
Ein Gemenge, das im wesent- Gebräuchl. Amp. D8, D10, D12,
schwulstbildung im Munde, Speichelfluß, Zahnlockerung, Leberschwellung,
lichen Mercuroamidonitrat D 15 u. höher
ruhrartige Durchfälle mit Blut und Tenesmen. Albuminurie, Anurie, Kreis-
= NH2Hg2NO3, metallisches Hg Schleimhautentzündungen der Mund- laufkollaps. Chronische Vergiftungssymptome: Psychisch ist die gesamte
und Quecksilber(I)oxid HgzO höhle und des Magen-Darm-Kanals. Symptomatologie der progr. Paralyse im AMB von Hg zu erkennen, einschließ-
enthält. Angina, Stomatitis, Gingivitis, chron. lich der fortschreitenden Demenz, der Schriftstörung, des Tremor mercurialis
AMP + + Rhinitis und chron. Otitis med. und Erethismus mercurialis. Kachexie, Kiefernekrose, Nephrocirrhose. Ostitis,
Dysenterie, Colitis simplex et ulcerosa. Periostitis, hartnäckige, meist oberflächliche Hautulcerationen. Eitrige Binde-
Akute und chronische Entzündungen haut- und Hornhautentzündungen.
des gesamten lymphatischen Appara-
Die wichtigsten Charakteristika sind:
tes. Pyodermie, Furunkulose, Skrofu-
löse. Dermatitis und De rma tosen, 1. Foetor ex ore und Speichelfluß. 2. Dick belegte, geschwollene, schrammige
chron. Bindegewebsaffektionen. Ble- Zunge mit sichtbaren Zahneindrücken. 3. Übelriechende, klebrige, gelbliche
pharo-Konjunktivitis, Ophthalmie. Nachtschweiße. 4. Empfindlichkeit gegen kalte Luft und gegen Bettwärme.
Periostitis/ Knochenkaries. Sinusitis. 5. Alle entzündlichen Absonderungen sind ätzend, scharf und von eitrigem
Tendovaginitis, Pulpitis, Peridontitis. Charakter.
Hepatitis. Nephritis. Lues und deren
Verschreibungspflichtig bis Folgezustände, bes. Neurolues. Ad-
einschließlich D3 nexitis, Metritis.

Mercurius sublimatus Vorschrift 5: Lösung = Dl |f


corrosivus Verr. ab Dl ft
Mercurius corrosivus Amp. ab D4 Die pathol.-anatom. Beziehungen und die AM-Symptome entsprechen ganz
Hydrargyrum bichloratum denen von Mercurius solubilis. Bei Merc. subl. corros. sind nur alle Symptome
Sublimat Gebrauch]. Tbl. (Dil.) D6, D4
viel heftiger. In erster Linie bei den nebenstehend hervorgehobenen Indi-
Quecksil berchlorid Indikationen wie unter Mercurius kationen zu verwenden. Bei Sycosis simplex äußerliche Betupfung mit Mercurius
HgCU solubilis mit besonderer Wirkung bei subl. corros. Dil. D4.
AMP + +
Dysenterie, Colitis, Stomatitis aph-
Verschreibungspflichtig bis thosa et ulcerosa, Angina, Sycosis
einschließlich D3 simplex barbae.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHXJ
204 205
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organs pezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Mercurius sulfuratus
ruber
Vorschrift 6: Verr. = Dl
siehe auch Cinnabaris
Hydrargyrum sulfuratum rubrum DU. ab D6
Amp. ab D8 Die pathologisch-anatomischen Beziehungen und die AM-Symptome ent-
Quecksilbersulfid sprechen ganz denen von Mercurius solubilis. Es besteht jedoch eine bevorzugte
Zinnober Wirkung auf die subakuten und chronischen Entzündungen der Nasen-Neben-
Gebrauch!. TU. D4, D3, D6 höhlen und der Nasenschleimhaut. „Druck an der Nasenwurzel" ist ein typisches
HgS Leiteymptom. Häufig ist die Kombination mit Kalium bichromic. D4-D6
AMP + ( + ) (s. dort) angezeigt.
Indikationen wie unter Mercurius
(Wird allgemein als „Cinnabaris" solubilis mit besonderer Wirkung bei
rezeptiert) subakuter und chronischer Sinusitis
und Rhinitis.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Mercurius vivus
Vorschrift 6: Verr. = Dl f
Hydrargyrum
Quecksilber DU. ab D6
Amp. ab D8
Hg Die pathologisch-anatomischen Beziehungen und die AM-Symptome ent-
AMP + + sprechen völlig denen von Mercurius solubilis.
Gebräuchl. Tbl. D4
(als Mercur. solub. H. geprüft)

Entspricht vollkommen den Indika-


tionen von Mercurius solubilis.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer EimelmiUel


ExakU Dotierung und Wirtschaßichkeü kennzeichnen die Vorteile
auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung
207
206
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Mezereum
Daphne mezereum L. Vorschrift 3a: Urtinktur -f
Seidelbast, Kellerhals Verr. ab Dl f Haut, periphere Nerven.
Farn. nat.: Thymelaeaceae Amp. ab D3 f
Hautentzündungen mit unerträglichem Jucken und Bläschen, die zu dicker
Schorf- und Eiterbildung neigen; oft auch mit starken neuralgischen Beschwer-
Europa, Nordasien
Gebräuchl. Dfl. (Tbl.) D4, D3 den wie Herpes zoster. Neuralgien im Gebiet des N. trigeminus. Ciliarneuralgie.
Frische, vor Beginn der Blüte Gebrauch!. Amp. D4, D6 Krustenbildung und Juckreiz sind, typisch. Kältegefühl in den befallenen
gesammelte Zweigrinde
Gebieten und Verschlimmerung durch Kälte einerseits und Bettwärme anderer-
Daphnin, Umbelliferon, Äpfel* seits.
Ekzem, Erythem, Pruritus, Impetigo,
saure, Mezereum harz
Herpes zoster, Neuralgien.
AMP + +

Millefolium
AchiUea millefolium L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Schafgarbe
Verr. ab Dl
Farn, nat.: Compositae Amp. ab D3 Praekapillaren und Kapillaren.
Europa, Asien, Nordamerika Bei hellroten Blutungen durch Verletzungen, Stauungen oder sonstigen kapillaren
Frische Pflanze mit Blüten ohne Gebr&uchl. 0,DiLDl, Schädigungen zeigt Millefolium gute haemostyptische Wirkungen, die offenbar
Wurzelstock Tbl. (Dil.)D2,D3 auf Konstriktion der Praekapillaren zurückzuführen sind.

Äth. öl, Achillein, Aconitsäure,


Asparagin, Gerbstoff Blutungsdia thesen.
AMP + +

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der Tabhttenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
208 209
Tiefste hersteilbare Potenz Organspezifität
Botanische,
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Myrica cerifera
Myrica cerifera BIGEL. non L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Myrica pennsylvanica LOISEL
Verr. ab D1
Wachsgagel Amp. ab D4
Leber, Schleimhäute des Mundes und Rachens.
Farn. nat.: Myricaceae
Zusammenschnüren im Hals mit dauerndem Zwang zum Schlucken. Zunge
Nordamerika Gebräuchl. TU. (Dil.) D3, D4 dick belegt, fauliger Mundgeschmack, dauernde Übelkeit und Appetitlosigkeit,
Frische Wurzelrinde Magendruck, Schmerzen in der Lebergegend, Gelbsucht, hellgelbe Diarrhöe,
Bilirubinurie.
In Blättern und Blüten äth. öl, Ikterus, Hepatopathie, Dyspepsie,
Myristin, Wachs, Laurin. Gehalt Stomatitis, chron. Pharingitis.
der Rinde nicht bekannt.
AMP + +

Myristica sebifera Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Myristica sebifera SW Verr. ab D2
Farn. nat.: Myriaticaceae Amp. ab D6.
Brasilien Myristica wirkt stark entzündungswidrig und bringt akute und subakute
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3 Eiterungen schnell zur Einschmelzung. Bei Abszessen als „homöopathisches
Frischer, roter Saft aus der ver-
Gebräuchl. Amp. D6 Messer" bezeichnet. Wirkt ähnlich wie Echinacea und kann hiermit oder bei
letzten Baumrinde
passendem AMB mit Lachesis kombiniert werden.
Wirkstoffe noch ungeklärt
Pyodermie, Furunkel, Panaritien,
AMP(+) beginnende Phlegmonen, Abszesse,
Lymphadenitis, Paronychie.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DH U
210 211
Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modali ta.ten

Zur Beachtung:
Myrrhis odorata Vorschrift 3a: Urtinktur Patienten mit pektanginösen Beschwerden mit und ohne begleitender myogener
Tabl. ab Dl Herzinsuffizienz, sprachen gut bis sehr gut auf Myrtillocactus an. Die Wirkung des
Myrrhis odorata (L.) SCOP.
Amp. ab D3 Mittels hielt auch nach Absetzen meist mehrere Tage lang an. Lediglich bei
Anisdolde Patienten mit noch vorhandenen Herden an Zähnen oder Tonsillen war nur eine
stundenweise Besserung zu erzielen. Die vergleichsweise zu Cactus grandiflorus
Farn, nat.: Umbelliferae
Gebräuchl. Dil. D2 und zu den Nitro-Verbindungen länger anhaltende Wirkung des Präparates läßt an
Europ. Bergwälder Gebräuchl. Amp. D3 einen kurativen Effekt denken, wobei allerdings der Wirkungsmechanismus bisher
Frisches, blühendes Kraut noch nicht geklärt werden konnte.
Innere und äußere Hämorrhoiden Es lohnt sich, mit Myrtillocactus eine weitere kritische Überprüfung durchzu-
AMP (-)
führen, um den therapeutischen Wert dieses interessanten Mittels noch genauer zu
erforschen beziehungsweise beurteilen zu können.

Myrtillocactus Vorschrift 3a: Urtinktur


Tabl. ab Dl Zur Beachtung:
Myrtillocactus
Amp. ab D4 In der französischen Homöopathie wird Myrrhis odorata schon seit Jahrzehnten
geometrizans (MART.) CONSOLE
als homöopathisches Mittel verordnet.
Fam. nat.: Cactaceae
Gebräuchl. Dil. 0, D l , D2 Es handelt sich um eine nicht sehr häufige Pflanze der europäischen Bergwälder aus
Nordmexiko Gebräuchl. Amp. D4 der Familie der Umbelliferen. Myrrhis odorata wird wegen ihres charakteristischen
Frische Sprosse anisähnlichen Aromas auch Anisdolde genannt.
Durchblutungsstörungen der Herz- Die wohl mehr in früherer Zeit als Volksheilmittel gebräuchliche Pflanze hat sich
AMP(-)
kranzgefässe mit krampfartigen, bei neueren Untersuchungen besonders bei der Behandlung von inneren und
ziehenden oder stechenden Schmerzen äußeren Hämorrhoiden bewährt, wobei sie sich, gerade im Vergleich zu manchen
in der Herzgegend, Nachbehandlung Roßkastanien-Präparaten, als auffallend rasch wirksam erwies. Sie zeichnet sich
nach Herzinfarkt, Wetterfühligkeit und vor allem durch ihre venentonisierenden und antiphlogistischen Eigenschaften aus.
niedriger Blutdruck, pectanginöse Be-
schwerden, auch mit begleitender Zunächst empfohlene Dosierung: 3 — (bis 5 mal) täglich 10 Tropfen
myogener Herzinsuffizienz Ein erster Erfahrungsbericht über Myrrhis odorata wurde in Heft 5/1975 der AHZ
bereits veröffentlicht.

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212 213
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und
Hauptindikationen Modalitäten
pharmazeutische Daten

Naja tripudians SV Lösung = D2 tt


Naja naja L.
Brillenschlange Verr. a b D 2 t f
Kobra Amp. ab D6
Myocard, Endocard, Reizleitungssystem. Übrige Beziehungen wie bei Lachesis.
Farn. nat.: Elapidae
Ostindien, China Cebräuchl. Tbl. (DU.) Dg, D10, D12, Periodische Kopfschmerzen, meist links, vom Auge zum Hinterkopf gehend.
D15, Amp: D8.D10, D12 Herzschwäche mit Kollapsneigung. Stenocardische Zustände. Herzarrhythmie.
Sekret aus den Giftdrüsen Puls klein und frequent. Extremitäten kalt. Lidoedeme. Septische Zustände.
Crotalolysin (haemolytisch), Akute und chronische Myocarditis Maligne Diphtherie. Ovaralgien. Im übrigen Symptomatologie wie bei Lachesis.
Neurotoxine, Histolysine u. t und Endocarditis, Reizleitungsstörun-
AMP + + gen bei septischen Prozessen, sep-
tische Diphtherie. Im übrigen ähnlich
Verschreibungspflichtig bis wie Lachesis.
einschließlich D3

Vorschrift 5: Lösung = D2
Naphthalinum Verr ab Dl
Bronchien, Augen, Harnwege.
Naphthalin CioHg Amp. ab D6 Empirisch bei bronchitisch-asthmatischen Zuständen bewährt, wenn der Husten
trocken und krampfartig ist. Phthisiker- und Emphysemhusten. Reizung der
AMP (—) Urethra, Balanitis, Blasentenesmen. Unruhe und subikterische Hautverfärbung.
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D4, D6, D3
An den Augen wurden entzündliche Veränderungen am Sehnerv, Glaskörper
Asthma- und Emphysembronchitis und Katarakt der Linse beobachtet.
Pertussis, Heufieber, Katarakt.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Natrium carbonicum
Verr. ab Dl Vegetatives N.S., Schleimhaut der oberen Luttwege, Magen-Darm-Kanal.
Trockenes Natriumcarbohat
Amp. ab D4 Depressionen, körperliche Schlaffheit, geistige Apathie. Kopfschmerzen bei
Gereinigte Soda Gewitter und Sonnenbestrahlung. Schlafsucht am' Tage. Viel dyspeptische und
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 meteoristische Beschwerden nach Milch und Kohlenhydraten. Trockener Husten
NasCOs • H2O
und Räusperzwang beim Eintritt in ein warmes Zimmer.
AMP + Chronische Kopfsehmerzen, Neuro-
pathie, Witterungsneurosen, chron. Verschlimmerung morgens und nach dem Essen
Retronasalkatarrhe, nervöse Dys-
pepsie.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung
215
214
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Verr.abDl
Natrium chloratum Amp. ab D4 (nicht isoton!)
Natrium muriaticum Gebraucht. Tbl. (Dil.) D6, D4, D3, D12
Natriumchlorid Gebrauch]. Amp. D6
Vegetatives N.S., Schleimhaut der oberen Luftwege, Herz, Schilddrüse, Leber.
Kochsalz Skrofulöse, chron. Kopfschmerzen Magen-Darm-Kanal, Haut, Genitale.
und Migräne, chron. Rhinitis und
NaCl Bronchitis, vegetative Dystonie mit Reduzierter Ernährungs- und Kräftezustand. Pessimistischer, abgespannter,
nervösen HerestÖningen und Hyper- blasser Typ. Folgezustände chronischer, vegetativer Störungen. Skrofulöse,
AMP + +
thyreose, Hepfttopathie, chron. Darm- arthritische und herpetische Diathese. Chron. Augen- und Öhrenentzündungen,
katarrhe, chron. Obstipation. Hypo- chron. Schnupfen mit Nasenbluten, Geruchs- und Geschmacksmangel. Zahn-
menorrhoe, seborrhoische Ekzeme. fleischentzündungen. Foetor ex ore. Chron. Rachen-, Kehlkopf- und Bronchial-
Kochsalz gilt in der Homöopathie katarrhe. Ekzematöse und pustulöse Exantheme, Furunkulose, Urticaria,
als Poly ehrest und Konstitutions- Dyshidrosis. Allgemeine Neurasthenie. Chron. Drüsenaffektionen. Sodbrennen.
mittel. Die Gegner der Homöopathie Heißhunger mit raschem Völlegefühl, Schleimerbrechen, Leberstauungen,
argumentieren fast ausnahmslos mit Haemorrhoi'den, Schwäche der Blasenmuskulatur, mangelnde Libido, Fluor
der scheinbaren Unsinnigkeit, hohe albus. Hartnäckige Obstipation.
Kochsalzpotenzen zu verordnen, ob-
Verschlimmerung in den Vormittagsstunden. Viel Durst. Verlangen nach
wohl bekanntlich massive Dosen davon Gesalzenem.
täglich mit der Nahrung eingenommen
werden. Seitens der Homöopathie Zur konstitutionellen Umstimmung D6, D12 lyid höhere Potenzen.
spricht eine l1/» Jahrhundert alte Er-
fahrung für die Wirksamkeit. Man
vermutet Wirksamkeitssteigerung
durch die Eigenart der homöopa-
thischen Zubereitung.

Vorschrift 5: Lösung = Dl
Verr. ab DI
Natrium choleinicum Amp. ab D4
Natriumcholeinat Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4 Empirisch bei nebenstehendem Symptomenkomplex bewährt.. Begleitende
Natrium- und Kaliumsalze der Gebraucht. Amp. D4 Nackenschmerzen {Reflexzone) sollen Leitsymptom für die Mittelwahl sein.
Taurochol- und Glykocholsäure Chron. Gastroenteritis mit Hepato-
AMP(--) pathie, Ikterus. Leberkoliken, Leber-
cirrhose. Ohstipation.

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
216
217
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Vorschrift 5: Lösung = D2
Natrium phosphoricum
Verr. ab Dl
Natriummonohydrogenphosphat Amp. ab D4 Magen-Darm-Kanal.

NaaHPOi 12H2O Viel Magensäure, saures Aufstoßen, saures Erbrechen und Sodbrennen. Neigung
Gebraucht Tbl. (DU.) D3, D4, D6
zu Durchfall infolge Hyperacidität.
AMP + + Gebraucht. Amp. D6
Sodbrennen, Hyperacidität. Garung
dyspepsie.

Vorschrift 5: Lösung = D2
Natrium sulfuricum
Verr. ab Dl Leber, Gallenblase, Magen-Darm-Kanal.
Entwässertes Natriumsulfat Amp. ab D4
Mißlaunigkeit, Melancholie. Druck, Stechen und Spannungsschmerz in der
Glaubersalz Gebraucht. Tbl. (Du.) D3, D4, D6 Lebergegend. Blähungskoliken und morgendliche Durchfälle. Galliges Erbrechen.
N'asNO» Gebräuchl. Amp. D6
Frösteln und Kälteempfindlichkeit. Gußartige Diarrhöe.
AMP + + Gastroduodenitis, Hepatopathie,
Cholecystopathie, Ikterus, hepato-
gene Diarrhöe. Harnsaure Diathese.

Nux moschata Z.N.S., vegetat. N.S., Magen-Darm-Kanal.


Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Myristica fragrans HOUTT. Benommenheit, Stupor, Delirien, Halluzinationen, Kollaps, Cyanose, Doppel-
Muskatnuß Verr. ab D2 bilder, Lähmung der Schließmuskeln. Gedächtnisschwäche, Herzoppression.
Amp. ab D4 starke Brustbeklemmung. Magen und Darm meteoristisch aufgetrieben. Kolik-
Fam. nat.: Myristicaceae artige Leibschmerzen mit Druck nach dem Herzen. Ekel vor Speisen. Gefühl
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D3, D4 eines Klumpens im Magen. Verstopfung wechselt mit Durchfall.
Ostindien
Gebräuchl. Amp. D4
Getrocknete Samen Trockenheit aller Schleimhäjite ist charakteristisch. Verschlimmerung durch
Akut« Gastritis, Gastroduodenitis und Nässe und Kälte. Besserung durch Wärme.
Pinen, Camphen, Dipenten, My- Gastroenteritis. Gastrocardialer
risticin, Myristinsäure, Geraniol. Symptomenkomplex. Neurasthenie.
AMP + +

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219
218
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f • Z.N.S.. veget. N.S.. Gefäßnerven, Magen-Darm-Kanal, Leber. Uterus, Blase.
Nux vomica
Verr. ab D2 f Polychrest und Konstitutionsmittel. Paßt besonders für reizbare, überarbeitete
Strychnos nux-vomica L. Amp. ab D3 f Neurastheniker mit sitzender Lebensweise einerseits und hastigem Großstadt-
Brechnuß oder Krähenauge leben andererseits. Leute mit aufbrausendem Temperament, die keinen Wider-
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D6, D3, D12,
spruch vertragen und an Reizniittelabusus gewöhnt sind. Alles ist. verkrampft.
Farn, nat.: Loganiaeeae DU. D2 Stumpfheit und Verwirrung im Kopf und über den Augen, bes. frühmorgens.
Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6. D12 Morgendliehe Übelkeit und Brechneigung! Hals rauh und trocken, Heiserkeit
Ceylon, Nordaustralien
u. höher der Raucher. Appetitlosigkeit und Heißhunger wechseln als Vorläufer einer
Reife, getrocknete Samen Dyspepsie. Magenschmerzen etwa eine halbe Stunde nach dem Essen mit
Spastische Diathese, angiospastische
Alkaloide Strychnin, Brucin, Vo- Migräne, akute und chronische Gastri- Brechneigung. Blähungskoliken. Leberschwellung und Leberspannungsschmerz,
micin, Colubrin u. a., an Chloro- tis und Gastroduodenitis, Gastritis bes. nach Alkoholabusus. Beständiger, vergeblicher Stuhldrang und blutende
gensäure gebunden. alkoholica, Ulcus ventriculi et, duodeni Haemorrhoiden. Strangurie, Urina spastica. Reizzustand der Geschlechtsorgane.
auf spastischer Grundlage, spastische Empfindungslosigkeit und Paraesthesien in den Extremitäten. Frühes Er-
AMP + + wachen und unruhiger Schlaf, deshalb frühmorgens Müdigkeit und Kopf-
Obstipation, Haemorrhoiden, Hyper
emesis, Dysmenorrhoe, Lumbago, schmerzen.
Verschreibungspflichtig bis Ischias und andere Neuralgien. Leber- Krampfbereitschaft und gesteigerte Refiexbereitschaft sind typisch. Besserung
einschließlich D3
schwellung. durch Ruhe. Verschlimmerung durch Essen, Reizmittel und frühmorgens.

Oenanthe crocata
Oenanthe crocata L. Vorschrift 3a: Urtinktur J
Z N S . , besonders Großhirnrinde.
Rebendolde Verr. ab Dl f
Aus den Vergiftungsbildern sind typische Epilepsiezustände bekannt. All-
Farn, nat.: Umbelliferae Amp. ab D3 f
gemeine tonische und klonische Konvulsionen, die schließlich in Ooma. Kiefer-
Südfrankreich, Spanien, Algerien, krämpfe, Trismus, Übelkeit, Brechwürgen, Brennen im Mund, in der Speise-
Gebräuchl. Dil. D2-W
Marokko röhre, im Magen und in den Därmen übergehen. Pupillen weit, blutiger Schaum
Ganzer frischer Wurzelstock, vor dem Mund, Zungenbisse. Sopor, retrograde Amnesie Aura, Delirien.
Epilepsie, Delirien, Sehwindel-
z. Z. der Blüte gesammelt anfälle, Zustände nach Meningitis Die Wirkung erfolgt sehr schnell. Krämpfe und Kollaps treten sehr plötzlich auf.
Äth. öl, Oenanthin, Oenantho- und Apoplexie.
toxin.
AMP + + (nur aus der Toxi-
kologie stammend)

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220 221
Tiefst« herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische, subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Zur Beachtung:
Das Ausgangsmaterial von Okoubaka ist die Rinde eines westafrikanischen Ur-
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Okoubaka waldbaumes Okouhaka Aubrevillei aus der seltenen Familie der Octonemataceen.
Okoubaka aubrevillei Tabl. ab D2
Die Einheimischen wenden die pulverisierte Rinde teelöffelweise in Substanz an
Amp. ab D3
Farn, nat.: Octonemataceae gegen jegliche Art von Vergiftung. In der Erprobung wurde — je nach Lage des
Falles — die 1. bis 4. Dezimalpotenz angewandt, am häufigsten die 2. Dezimal-
Westafrika Gebräuchl. Dii. D2, D3 und D4 potenz.
Getrocknetes Holz und Rinde Gebraucht. Amp. D3
28 kurzgefaßte typische Krankenberichte, ausgewählt aus etwa 80, geben
AMP (-) Aufschluß über Indikationsgebiete und Behandlungserfolge. Die Indikationen
Verdauungsstörungen, versch. In- lassen sich in 3 große Gruppen gliedern:
toxikationen
I.a) Alimentäre Intoxikationen
b)Insektizid-Intoxikationen, bei deren kritischer Auswertung sich feststellen
läßt, daß die immer häufiger auftretenden Diabetes-Erkrankungen mit großer
Wahrscheinlichkeit auf Insektizid-Intoxikationen zurückzuführen sind.
II. Rest-Toxische Zustände nach verschiedenen Infekten
a) nach früheren Intestinalinfekten
b)nach Nikotinabusus mit gastrointestin. Auswirkung
c) nach Grippe. Rein toxisch bedingte Beschwerden (Phlebitis) verschwanden
bei längerem Einnehmen von Okb, möglicherweise auf dem Umweg über eine
verbesserte Pankreassekretion
d)bei und nach Toxoplasmose
e) bei und nach Kinderkrankheiten
0 nach Tropenkrankheiten
111. Prophylaktische Anwendung
a)bei Tropenreisen
b)bei Vernachlässigung einer erforderlichen Diät (s. Selbstversuch)
Bei allen mit Okoubaka Behandelten wurde eine wesentliche objektive und
subjektive Besserung erzielt.

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222
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 3a: Urtinktur f


Oleander
Verr. ab Dl f
Nerium oleander L. Anp. ab D3 f Z.N.S., Herzmuskel, Kranzgefäße, periphere Nerven, Magen-Darm-Kanal.
Farn. nat.: Apocynaceae
Klopfen. Stiche und Oppressionsempfindungen arn Herzen; Schlaflosigkeit,
Griechenland, Kleinasien, Süd- Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, Unruhe und Gefäßwallungen. Starke Dosen führen zu Reizleitungsstörungen,
osteuropa Du. Dl, B Extrasystolie. Negativ werden der Finalseh wankung im EKG und Absinken
Frische, vor Beginn der Blüte des Blutdrucks. Als Nebenwirkungen zeigen sich oft Magen-. Darm und Blasen-
Cardiale Dekompensationszustände, tenesmen sowie spastische Obstipationen wechselnd mit Diarrhoeen. Die parc-
gesammelte Blätter
Angina pectoris und Coronarinsuffi- tischen Symptome an den Extremitäten, Augen- und Zungenmuskeln spielen
Die digitalisartig wirkenden Gly- zienz, Oedeme, Hypertension, Reiz- therapeutisch (als D6) nur eine untergeordnete Rolle. Die nebenstehenden
koside Oleandrin, Neriin, leitungsstorungen, Myoeardschädi- Indikationen sind klinisch gesichert und haben sich gut bewährt.
Neriatiin, Adynerin, Corterenin. gungen, Extrasystolie. Periphere
AMP + + Paresen. Gastroenteritis.

Oleum Terebinthina Im Rep. unter Terebinthina

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f


Opium
Verr. ab D2 f
Papaver somniferum L. Amp. ab D4
Z.N.S., vegetatives N.S., Meningen, Gefaßnerven, glatte und quergestreifte
Schlafmohn Muskulatur.
Gebrauch!. Tbl. (Dil.) D4, D6
Farn. nat.: Papaveraceae Über das gesamte Nervensystem wirkt Opium im biphasisehen Sinne auf alle
Gebräuchl. Amp. D4, D6 u. höher
Orient Organe ein. Anfangs Euphorie, Lebhaftigkeit, Delirien, Schlaflosigkeit und
Kongestion«- und Reizzustände des Excitation, später Depression, Somnolenz, Betäubung, Reflexlosigkeit und
Getrockneter Milchsaft aus den aufgehobene Schmerzempfindung. Kopfkongestion und Cyanose. Gesicht heiß,
Z N.S.. Zustände nach Insolatio,
eingeschnittenen unreifen Frucht- rot und schweißig. Zuckungen, Spasmen und Zittern der Extremitätenmuskeln.
Commotio, Apoplexie und Schädel -
kapseln. Anfangs Speichelfluß, später Trockenheit im Munde. Unterkiefer hängt atonisch
träumen. Krampfdiathese der glatten
Viele Alkaloide: Morphin, Codein, herab. Atonische, trockene Obstipation.
Muskulatur. Senile Demenz und alle
Papaverin.Thebain, Narkotin u. a. Beschwerden des Seniums. Chronische
AMP + + Zur Erreichung der oft unerläßlichen palliativen Schmerzbekämpfung sind
atonische Obstipation, Darmparalyse natürlich die üblichen stärkeren Dosen nötig.
Nur auf Betäubungsmittel-Rezept nach Operationen. Depressionszu-
in allen Potenzen (Gesetz zur stände. Arteriosklerose. Vegetative
Neuordnung des Betäubungsmit- Störungen als Folge von Schreck und
telrechts vom 28. 7. 1981) Aufregung.

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224 225
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz yubj. n. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Paeonia officinalis
Vorschrift 3a: Urtinktur
Paeonia officinalis L.
Verr. ab Dl
Pfingstrose Amp. ab D3 Z.N.S., Bronchien, Enddarm, Blase.
Farn, nat.: Paeoniaceae
Kopfschmerzen, depressive Stimmung, Alpdruckträume, Kopfkongestionen.
Südeuropa Gebräuchl. Dil. (TW.) D2, D3 Trockene, zähe Bronchitis, Bru.ststiche. Übelkeit, Erbrechen und schmerzhafter
Gebrauch!. Amp. D3 Durchfall. Brennen und .Jucken am After, Haemorrhoiden und Fissuren. Blasen-
Frische, im Frühjahr gesammelte
krämpfe mit Strangurie. Empirisch bei Asthma, Bauchkoliken und epilepti-
unterirdische Teile formen Krämpfen, besonders im Zahnungsalter der Kinder bewährt.
Alkaloid Paeonin, äth. öl, Gerb Krampfdiathese der Kinder, Haemor
Stoff, Paeonia fluorescin, Metara- rhoiden, Fissura ani, Analekzem,
binsaure, Arginin u. a. Cystitis.
AMP( + +)

Pareira brava Vorschrift 4a: Urtinktur ~ Dl


Chondodendron tomentosum
RUIZet PAV. Verr. ab D2
Amp. ab D4
Grießwurz Blase, Niere und ableitende Harnwege.

Farn, nat.: Menispormaceae Außerordentlich heftige Schmerzen in der Urethra und Glans beim Urinieren.
Gebräuchl. Dil. U3, D4 Fortwährend Drang zum Wasserlassen. Strangurie. Urin dunkel, blutig, dick,
Mittel- und Südamerika Gebräuchl. Amp. D4 schleimig, eitrig, Ferner empirisch bewährt bei den Folgen der Prostatahyper-
Getrocknete Wurzel trophie und bei Neigung zu Harngrießbildung.

Alkaloide Bebf-erin, Isochondro- Cystitis, Cystopyelitis, Urethritis,


dendrin u. a. Prostatahypertrophie, Nieren- und
Blasensteindiathese.
AMP( + )

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226 227
Botanische,
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Petroselinum
Petroselinum enspum (MILL.)
NYMANN = Petroselinum Vorschrift 3a: Urtinktur
sativum HOFFMANN
Verr. a h D l
Krause Blattpetersilie Amp. ab D4 Blase Leber.
Farn, nat : Umbelliferae Häufiger Harndrang, der heftig und plötzlich auftritt. Reizzustände der Harn-
Fast überall vorkommend röhre und des Blasenhalses. Unspezifische Urethritis.
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D2, D3, D4
Frische, bei Beginn der Blüte
gesammelt«1 ganze Pflanze Reizblase. Urina spastica, Urethritis,
Flavoiif Apiiti, Isorhamnetin- Hepatopathie.
(iigluc'osid, ('hrysoeriolapiosyl-
ghicosid.
AM1M + )

Bronchien, Lunge, obere Luftwege, Brustdrüsen.


Phellandrium Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Kopf eingenommen und schwer, Schwindelgefühle. Konjunktiven und Nasen-
Oenanthe aquatica (L.) POIRET schleimhaut gereizt. Stock- und Fließschnupfen; rauhe, heisere Stimme. Bren-
Verr. ab 1)2
Wasserfrnehel Amp. ab TM nende Bläschen auf der Zunge. Ptyalismus. Ekel vor Speisen, schlechter Mund-
geschmack, Übelkeit, Brechneigung, Magendrücken, Blähungsbesch werden.
Fani. nat.: Umhelliferae. Neigung zu Durchfällen. Trockener Husten und Atemnot. Verschleimung im
Europa und Westa^ien Gebrauch!. Tbl. (Dil.) D2, D3 Halse mit Husten- und Räusperzwang. Morgendlich viel Schleimauswurf.
Schmerzen und Stiche in den Brüsten und Ausstrahlung zum Rücken.
Reife, getrocknete Früchte
Gastritis, Meteorismus, Dyspepsie. Das Mittel ist nur unvollkommen geprüft und wird relativ wenig verwendet.
Ätherisches Ol (mit Phellandren,
Phellandrol, Androl usw.) Chronische foetide Bronchitis. Hauptsächlich kommt es gegen foetide Bronchitis in Frage. Früher gern bei
Tuberkulose (Zusatzmittel). Phthisis verwendet.
AMP ( +• )

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231
230
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezi fität
chemische und Gebräuchlichste Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Z.N.S., Knochen, Gefäßnerven und Kapillaren, Schleimhäute. Fast alle Organe


Phosphorus S.V. Lösung = D3 ft
werden im Sinne der fettigen Degeneration befallen, besonders Herz und Leber,
Gelber Phosphor, P. Verr. — Nieren u. N. opticus.
Amp. ab D6 Hochaufgeschossene, leptosome Menschen (Stiller'scher Habitus) sind konsti-
AMP + +
tutionell für Phosphor prädestiniert. Große, nervöse Übererregbarkeit, Furcht,
Schreckhaftigkeit, Delirien, Depressionen, geistige Apathie, schließlich soporöser
Gebrauch! Dil. D6, D5, D4, D12
Zustand. Kopfschmerzen bei geistigen Anstrengungen. Sehstörungen, Mouches
Gebraucht. Amp. D6, D8, D10, D12 volantes, roter oder grüner Hof um die Gegenstände, Retinablutungen. Heiser-
u. höher keit bis zur Aphonie, Geschwüre und Verstopfung der Nase, trockener Husten,
schlimmer beim Sprechen. Reiz und Kitzel in der Trachea. Verschlimmerung
Aligemeine Neurasthenie, Erschöp- beim Übergang vom warmen Zimmer in kalte Luft, Brustbeklemmung. Immer
fungszustände nach Infektionskrank- eine Last auf der Brust und in der Herzgegend. Leicht blutendes Zahnfleisch,
heiten, skrofulöse Diathese, fieber- Unterkiefernekrose. Weiß belegte Zunge, Hungerschmerz, Appetit auf Kaltes,
hafte Bronchopneumonie oder Pneu- das aber erbrochen wird. Magenbrennen, Magenblutung, zittrige Schwäche,
monie, Lungentuberkulose, Bronchi- Leberschwellung, Gelbsucht, Milzschwellung. Meteorismus. Teils Verstopfung,
tis, Asthma bronch., Rachitis, Osteo- teils Durchfall, „Bleistiftstühle", große Erschöpfung nach den Durchfällen.
malacie, Sudeek'sche Atrophie, Osteo- Nierenentzündung mit Haematurie und Zylindrurie. Diffuse Schleimhaut-
myelitis, Periostitis, haemorrhagische und Unterhautblutungen. Schwächende, schleichende Fieber mit Durstlosig-
Diathesen, Myocarditis, Stenocardie, keit, meist von einer gewissen Periodizität. Heftige brennende Schmerzen im
Hyperthyreose, Zahnkaries, Gastritis, Rücken zwischen den Schulterblättern. Proc. spinosi sehr druckempfindlich.
Ulcus ventriculi, Hepatitis, Darm- Gefühl von Brennen bei allen Beschwerden und Neigung zu Blutungen Sind
tuberkulose, Neuralgien, Neuritiden, typisch. Abends und nachts wird alles schlimmer. Kälte und frische Luft werden
Verschreibungspflichtig bis entzündliche und degenerative Seh- schlecht vertragen. Besserung durch Ruhe und Schlaf. Er kann nicht einen
einschließlich D3 nervenveränderungen, Nephritis. Augenblick ruhen, sitzen oder stehen. Kleine Wunden bluten stark. Fürchtet
das Alleinsein. Apathie, spricht langsam. Schwindelzustände. Immer etwas
Blut beim Schneuzen. Geschluckte Speisen kommen sofort wieder hoch. Inten-
sives Hitzegefühl den Rücken hinauf. Brennen der Hände.

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232 233
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz suhj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Baten Hauptindikationen Modalitäten

Phytolacca Vorschrift 3a: Urtinktur f


Verr. ab Dl f
Phytolacca americana L. Tonsillen, fibröse Gewebe, Muskeln und Gelenke, Nirren.
Amp. ab D3 f
(syn. Phytolacca decandra L.)
Kermes beere Phytolacca hat Beziehungen zu subakuten oder chronischen Entzündungs-
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D2, D3
Farn. nat.: Phytolaccaceae (rscheinungen der Tonsillen oder des Rachenringes mit fokaltoxischen Streu-
Gebraucht. Amp. D3, D6
Nordamerika, in Dtschl. angebaut ungen rheumatischer Art auf Muskeln und Gelenke. Zerschlagenheitsgefühl
Frische Wurzel im Herbst ge- Fokaltoxischer Muskel- und Gelenk- in allen Gliedern, Müdigkeit, Apathie, Kopfkongestionen, Stirnkopfschmerzen,
sammelt rheumatismus, grippaler Infekt, sub- Rhinitis, Konjunktivitis, Hals- und Ohrenschrnerzcn wie bei Grippe, Lippen-
Alkaloid Phytolaccin und ein akute und chronische Tonsillitis, rhagaden. Ziehende .Schmerzen in den Nierengegenden und Schweißausbrüche.
Saponin, Phytolaccasäure fokaltoxische Nierenreizung. Empi-
AMP + + risch bei Milchstauung.

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl i


Pichi - Pichi Vcrr. a b D 2 f
Blase, Nieren, Prostata, chron. Eiterungen, Wirbelsäule.
Fabiana imbricata RUIZ et Amp ;ih D4 In Südamerika als Heilmittel gegen Leberegel angewandt worden, woher auch
PAVON Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, 03, wohl die Empfehlungen gegen Leberleiden stammen. Durch (Jen Gehalt an Ter-
Farn, nat.: Solanaceae seltener Dil. Dl penen hat Pichi-Pichi ähnliche Wirkungen wie Terebinthina. Seine Indikationen
Südamerika Gebräuchl. Amp. D4,_D6, D12 u. höher beruhen auf Empirie, da das Mittel noch keine AMP erfahren hat. Es findet
Getrocknete Zweigspitzen Harnsaure Diathese. Nierenstein- Verwendung bei chron. Rhinitis. chron. Cystitis und Prostatitis, chron. Oysto
/f-Methylaesculetin, Arbutin, leiden, chron. Oystitis, Prostatitis. als pyelitis und als Zusatzmittel bei postgonorrhoischen Blasenbeschwerden mit
äther. Öl mit Terpenen und Zusatzmittel bei chron. entzündlichen Tenesmen, Dysurie und Schrumpfblase. Pichi-Pichi hat diuretische und offen-
Sesquiterpenen, Harz Zuständen nach Gonorrhoe, chron. bar auch choleretischc Wirkungen. Empirisch wurde eine spezielle Wirkung
AMP ( - ) Cystopyelitis, chron. Fisteleiterungen. bei dem ßeschwerdekomplex der Spondylosis und der Bandschcibenschiiden
Spondylosis, gefunden.
Bandscheibenschäden. Blasentenesmen, Brennen beim Wasserlassen. Wundheitsschmerz in der Urethra.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original ÜHV
234 235
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Picrorhiza Zur Beachtung:
Tabl. ab D2 Die Leberwirksamkeit der zur Familie der Scrophulariaceen gehörenden Arzneipflanze
Picrorhiza Kurroa ROYLE
Amp. ab D3 Picrorhiza Kurroa Royle und Benth bei metabolisch-toxischen Leberschäden und auch
ex BENTH.
bei chronischen entzündlichen Lebererkrankungen ist erwiesen.
Farn, nat.: Scrophulariaceae Gebrauch!. DU. D3 Die Anwendung von Picrorhiza D3(tägl. 3 mal 10 bzw. 3 mal 5 Tropfen) führte bei
Indien Gebräuchl. Amp. D3
einer Reihe von Patienten zu einer wesentlichen Besserung bzw. Beseitigung ihrer
Getrockneter Wurzelstock Beschwerden, wie beispielsweise Müdigkeit, Oberbauchbeschwerden, Völlegefühl,
Chronische Leberleiden Anorexic, Obstipation, Fett- und Alkoholintoleranz, Pruritus und ekzemartiger
AMP (-) Hautausschlag.

Plantago major
Vorschrift 2a: Urtinktur
Plantago major L.
Breitblättriger Wegerich Verr. ab D1 N. alveolaris sup. et inf, N. trigeminus. Blase.
Fam. nat.: Plantaginaceae Amp. ab D3
Europa, Asien, Nordamerika Heftiger Zahnsehmerz mit Speichelfluß, Gesicbtsneuralgien und Kopfschmerzen.
Gebräuchl. 0-DU.D2 Pollakisurie, Urina spastica, Blasensphinktersehwäehe, nächtliches Einnässen.
Frisches Kraut
Iridoide Aucubin und Catalpol; Zahnschmerzen, Gesieh tsneuralgien, Auch äußerlich zu verwenden : Urtinktur mit Glycerin gemischt, zum Einträufeln
Loliolid, Tyrosol, zahlreiche Phe- Enuresis nocturna. in den Gehörgang bei Otitis media oder zum Aufpinseln bei Zahnsehmerzen.
nolsäuren.
AMP +

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
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236 237
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitaten

Vorschrift 6: Verr. = Dl Z.N.S., weibliches Genitale, periphere Nerven, Magen-Darm-Kanal.


Platinum Dil. ab D6
Hochfahrendes, überhebliches Wesen wechselt mit Angstzuständen und Melan-
Platinum metallicum Amp. ab D8 cholie ab. Tiefe Verstimmungen schlagen plötzlich in Ausgelassenheit oder
Reizbarkeit um. Gefühlskalte andern gegenüber. Die Gemütssymptome be-
Metallisches Platin, Pt Gebräuchl. Tbl. D4, D6 ruhen auf sexuellen Überreizungen oder Funktionsstörungen. Bei puerporalen
AMP + + Gebraucht. Amp. D8 u. höher Depressionen und Myomblutungen sehr bewährt. Kopfschmerzen langsam zu-
und abnehmend mit Kältegefühl und Paraesthesien. Stuhlverstopfung mit
Platinum muriaticum hat das glei- Hysteriforme Zustände, puerperale vergeblichem Stuhldrang und mühsamem Stuhlabgang. Abdominelle Koliken.
che AMB wie Platinum metallicum Depressionen und Manien, reizbare Periode zu früh, zu stark und zu lang. Lästiger Pruritus der Vulva und Fluor
Schwäche, Globus hystericus, Krampf- albus. Myome mit starker Blutungsneigung. In den Extremitäten rheumatoide
Bei Myomen und Ovarialcysto- diathese bei Kindern und Frauen. und neuralgiforme Schmerzen sowie Taubheitsgefühl
men wird gern Platinum jodatum Obstipation, Myomblutungen, Menor-
Tbl. D6, D12, D4 verordnet. rhagie, Dysmenorrhoe, Fluor albus, Die Beschwerden steigen langsam an und fallen ebenso wieder ab (wie hei
Vaginismus, Metritis, Pruritus vulvae. Stannum). Die Gemütssymptome und Kopfschmerzen bessern sich im Freien.
Neuralgien und Neuritiden, Ischias. Alle Schmerzen haben krampfartigen und zusammenschnürenden Charakter.

Verr. ab Dl t
Z N S . , periphere Nerven, Gefäßnerven, Gefäßintima, glatte Muskulatur,
Plumbum aceticum SV Lösung = D2 t
Nieren, Parotis, Magen-Darm-Kanal.
Bleiacetat Amp. ab D4
Schwere Beeinträchtigung des gesamten neuralen Gewebes mit Hyperaesthesien,
Bleizucker Gebräuchl. Tbl. L»6, D4 Paraesthesien, Anaesthesien, Neuralgien. Neuritiden, lanzinierenden blitzartigen
Gebräuchl. Amp. D4. D6, D10 Schmerzen, schweren Krampfkoliken. Paresen (der Handst recker!), Muskel-
u. höher atrophien. Gliederzittern, Gedächtnisschwäche. Angstzuständcn. Delirien,
AMP + + Demenz und epileptiformen Zuständen. Haut schtnutzig-gelb-fahl. Schwinden
Arteriosklerose mit blassem Hoch- aller Kräfte, rapide Kachexie. Koliken im Leib mit Kahnbaueh. Sphinkter-
Bei chronischer Bleivergiftung ist
druck, Paresen, Neuralgien, bes. krämpfe. Ptyalismus, Vomitus, Zahnfleisch entzündlich geschwollen. Bleisaum.
mit Plumbum aceticum Tbl. D12,
Ischias, Neuritiden, progressive Mus- Leberschädigung. Blasentenesmen, Strangurie. Albuminurie, Zylindrurie,
Dl5 oder noch höheren Potenzen
kelatrophie, Parotitis epidemica, Anurie, Hypertonie. Schwellungen der Hoden, Parotitis. Gravide neigen zu
eine Entgiftung nach isopathi-
spastische Obstipation, Nabelkoliken Abort oder Frühgeburten. Fruchtschädigung in jedem Falle. Allgemeine
schem Prinzip möglich.
und andere Magen-Darm-Koliken, sklerosierende Intimaschädigung der Endarterien.
Nephrosklerose, chron. Nephritis, Oberemptfndlichkeit der Haut bei Berührung, besser bei festem Druck. Koliken
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 Angiospasmen, Endarteriitis, inter- besser bei Zusammenkrümmen, Verschlimmerung nachts und durch Kälte.
mittierendes Hinken.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
der Tablettenform für die homöopathisch? Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
239
238
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezi fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Plumbum metallicum Vorschrift 6: Verr. = DT


Metallisches Blei, Pb
Dil. ab D6
AMP + + Amp. ab D8
Die Wirkung des metallischen Bleis ist der von Plumbum aeetieum völlig
gleirh, so daß die dort angegebenen Indikationen und das entsprechende AMB
Gebrauch!. Tbl. D12 u. höher, auch für Plumbum metallicum gelten.
D6, D4
Gebrauch!. Amp. D8, D10, D12
u. höher

Podophyllum
Podophyllum peltatum L.
Maiapfel, Entenfuß Vorschrift 3a: Urtinktur f

Farn, nat.: Berberidaceae Verr ab Dl f Magen-Dai m-Kanal. Leber, Gallenblase.


Amp. ab D3 t Gußaitige profuse Diarrhöen (Hydrantenstühle!), oft mit Obstipation \vi-< -h.se. Ind.
Nordamerika
Leere und Elendsgefühl vom Abdomen ausgehend. Zunge belegt viel Durst,
Im Spätherbst nach Reifung der pappige.r Mundgeschmaek. saures Aufstoßen, Erbrechen von galligen Massen.
Früchte gesammelter Wurzel- Gebräuchl. Tbl. (DU.) D3, D4, D6, D2 heftige Magenkoliken. Magen gegen Berührung und Kleiderdnu-k höchst
stock mit Wurzeln. Gebrauch). Amp. D4 empfindlich, (»astroeardialer Symptomenkomplex. Haemorrhoiden geM'hwolIen.
Harz (,,Podophyllin") mit Pikro- Neigung zu Mastdarmprolaps.
podophyllin, Podophyllotoxin und Hepatopathie, Cholecystopathie, Ik- Verschlimmerung morgens und nach jedem Essen.
a- und /9-Peltatin. terus, Colitis, akute Gastroenteritis,
AMP + + Haemorrhoiden.

Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

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der Tabletten form für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
240 241
Botanisehe, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemisch*1 und Gebräuchlichste Potenz suhj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Populus tremuloides Vorschrift 3a: Urtinktur


Populus tremuloides MICHX.
Verr.ab Dl
Amerikanische Espe
Amp. ab D3
Farn. nat.: Salicaceae
Blase und ableitende Harnwege.
Nordamerika, bei uns angebaut Gebräuchl. DU. Dl, D2 Empirisch bei Cystitis und Prostatahypertrophie der alten Leute um! hei den
Frische innere Rinde der jungen übrigen nebenstehenden Indikationen bewährt.
Zweige und Blätter zu gleichen Akute und chronische Cystitis, Folgen
Teilen. von Prostatahypertrophie, Urethritis,
Salicin, Populin, Tremuloidin u. a. Harribeschwerden bei Graviden.
Phenolglucoside.
AMP ( + )

Potentilla anserina Vorschrift 3a: Urtinktur


Potentilla anserina L. Potentilla anserina wurde noch nicht geprüft, hat sich aber klinisch bewährt bei
Verr.ab Dl
Gänsefingerkraut, Amp. ab D3 1. Dysmenorrhoe und Loehialstauung.
Farn. nat.: Rosaceae
2. Spasmen im Pylorusgelnet im Gefolge von Gastritis, l.'leus ventricuü oder
Gemäßigte Zone der nördl. Halb- Gebräuchl. ö, Tbl. (Dil.) Dl, D2 duodeni. Innersekretorischem Reizniagen und bei den verschiedensten
kugel funktioneilen Magenstörungen der Vagotoniker und vegetativ Labilen.
3. Bei chronischen Darmerkrankungen, hauptsachlich solchen im Sinne einer
Frisches blühendes Kraut Dysmenorrhoe, Lochialstauung,
Colica mucosa.
Enterocolitis, Gastritis,
Flavone (Quercitrin, Quercetin), Magen Darm-Spasmen, 4. Bei Wadenkrämpfen und anderen chronischen Krampfeikrankun^en der
Ellagen-Gerbstoff, Glykokoll- Colica mucosa, Muskelkrämpfe. quergestreiften Muskulatur.
betain, Cholin ( 1)
AMP (—)

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DIIU
242
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Prunus spinosa
Vorschrift 3a: Urtinktur
Prunus spinosa L.
Verr. ab Dl
Schlehe, Schlehdorn Herz und Kreislauf, Magen-Darm-Kanal. Nieren, Uterus, Auge.
Amp. ab D3
Farn, nat.: Rosaeeae Prunus spinosa hat ähnliche Wirkungen wie Crataegus. Es hat sich bewahrt bei
Europa, Asien cardialen und renalen Wasserretentionen, bei Stauungsorganen mit Meteorismus
Gebräuchl. 6>-DU. D 2
und Kolikneigung, bei pectanginösen Zuständen und Uteruskongestionen.
Frische, im Aufblühen begriffene Prunus wird ferner bei rechtsseitiger Ciliarneuralgie empfohlen.
Blüten (,,Flores Acaciae")
Herzinsuffizienz leichteren Grade
Benzaldehyd, Spuren von Blau- Oedemneigung, Ciliarneuralgie.
säure, Flavone, Lactone
AMP + +

Vorschrift 3a: Urtinktur f Z.N.S., Hypophyse ( t), Uterus und Adnexe, bes. Ovarien. Magen-Darm-Kanal,
Pulsatilla Verr. ab Dl f Leber- und Gallenblase. Alle Schleimhäute. Pfortader und peripheres Venen-
Pulsatilla pratensis MILL. Amp. ab D4 system. Muskeln und Gelenke.
Anemone pratensis L. Verzagte, entsehl ulischwache, zu Depressionen und Weinerlichkeit neigende
Gebräuchl. DU. (Tbl.) D3, D4, D6, D2, Frauen, oft mit launischer mimosenhafter Hypochondrie, hypophysärer und
Wiesenküchenschelle DU. D1,DI2, 9 ovarieller Unterfunktion. Blonde, hellhäutige und blauäugige Konstitutionen
Gebräuchl. Amp. 04, D6, D10, D12 reagieren besonders gut auf Pulsatilla. Frauen, die viel frieren. Menses zu spät,
Farn, nat.: Ranunculaceae
u. höher zu schwach, aussetzend. Fluor albus und andere entzündliche Schleimhaut-
Nordeuropa sekretionen sind dick, gelbgrün, nicht ätzend. Es besteht deutliche Empfind-
Frische, z. Z. der Blüte gesam- Amenorrhoe, Hypomenorrhoe, Infan- lichkeit gegen Fett und fettes Fleisch, Neigung zu Gastritis mit schlechtem,
melte ganze Pflanze tilismus, Dysmenorrhoe, Sterilität, pappigem Mundgeschmack, dabei Durstlosigkeit. Völlegefühl und Druck im
Klimakterium, Fluor albus, Wehen Oberbauch längere Zeit nach dem Essen mit Brechneigung. Zunge trocken und
Anemonencampher, Anemonin, schwäche. Gastritis, Hepatopathie,
Isoanemonsäure, Anemonsäure, belegt. Allgemeine Venostase der Beckenorgane und der Beine, Krampfader-
Cholecystopathie. Gastroenteritis. beschwerden, Anschwellung der Unterschenkel. Neigung zu kalten Füßen,
Anemoninsäure, Saponine. Venostasen, Krampfaderbeschwerden. Krankheitsfolgen nach durchnäßten Füßen, Gelenkrheumatismus, reißend,
AMP + + Konjunktivitis, Blepharitis, Hordeo- spannend und stechend, oft den Ort wechselnd.
lum, chron. Otitis media, akute und
Verschreibungspftichtig bis chron. Rhinitis. Muskel* und Gelenk- Alle Beschwerden besser bei Bewegung und im Freien; schlimmer in Ruhe und
einschließlich D3 rheumatismus. in Wärme, trotz der Neigung zu Frostigkeit.

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244 245
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

S.-V. Dil.ab D5
Pyrogenium Verr. ab D6
Extrakt aus autolysiertem Fleisch Amp. ab D8
Kadaverin, Putrescin u. a.
Hexonbasen. Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D6, D15, Empirisch bei septischen Zuständen mit Schüttelfrösten, Ruhelosigkeit und
AMP(+ ) Amp. D15
üblem Geruch aller Absonderungen bewährt. Frieren bei ansteigendem Fieber
Gebräuchl. Amp. D8, D10, D15
ist ein wichtiges Symptom. In dieser Phase wirkt es auch am besten. Pyro-
u. höher
genium hat ähnliche Wirkungen und Indikationen wie Laeliesis; letzteres kommt
aber im Gegensatz zu Pyrogenium mehr bei fieberlosen Prozessen in Krage.
Fieberhafte, septische Prozesse,
schwere Grippe und Lungenentzün-
dung. Gangraeneszierende Prozesse,
Typhus und Paratyphus, akute
Gastroenteritis mit Kollapsneigung.
Puerperalfieber.

Quassia Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Quassia amara L. und
Picrasma excelsa (SW) Verr. ab D2
PLANCHON Amp. ab D4 Quassia gehört zu den empirisch bewährten Lebermitteln Rademachers. Bei
Quassiabaum Ascites benötigt man Quassia S tgl. 3mal 5 Tropfen, evtl. kombiniert mit
Apocynum (-). Für die anderen Indikationen kommt man mit nebenstehender
Fam.nat.: Simaroubaceae Gebräuchl. Tbl. (DU.) D3, D2
Dosierung aus.
Gebräuchl. Amp. D4
Brasilien, Ostindien Auch als Aqua Quassiae (Rademacher) gebräuchlich.
Getrocknetes Holz
Hepatopathie, Cholangitis, Ikterus,
Die Bitterstoffe Quassin und Cirrhosis hepatis, Pfortaderstauungen,
\eoquassin. Ascites.
AMP(+ +)

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247
Organspezirität
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Vorschrift 3a: Urtinktur f


Ranunculus bulbosus Z.N.S., periphere Nerven, Haut, Pleura.
Verr. ab Dl f
Hanunculus buibosus L. Anp. ab D3 t Hirn- und Rückenmarksaffektionen mit krampfhaften oder lähmungsartigen
Erscheinungen. Ziehen im Unterarm und in den Fingern, besonders beim
Knollenhahnenfuß
Schreiben. Reißen und Zucken in den Muskeln. Stechende Brustschmerzen,
Farn. nat.: Ranuneulaceae Gebraucht. Dil. (Tbl.) D3, D4, D6, D2 schmerzhafte Atmung. Herpes-zoster-ähnliche Hauteruptionen mit Bläschen-
Gebraucht. Amp. D4, D6 bildung, Brennen, Jucken und Schorfbildungen.
Europa, Nordamerika
Frische, im Juni gesammelte, Intercostalneuralgie, Pleuritis sicca et Verschlimmerung durch Temperaturwechsel, durch Bewegung und Berührung.
blühende ganze Pflanze exsudativa, Herpes zoster, pemphi- Verschlimmerung morgens und abends.
Protoanemonin. Labenzym ginöse Exantheme, Schreibkrampf,
Brachialgie, Meningismus.
AMP + +
Z.N.S., periph. Nerven, Herz- und Gefäßmuskulatur, Schleimhäute der oberen
Luftwege, Magen-Darm-Kanal.
Rauwolfia serpentina Geistige Erschöpfung, Depressionen, Konzentrationsschwäche, Schwindelzu-
Rauwolfia serpentina (L.) stände und kongestive Kopfschmerzen, besonders an Stirn und Schläfen,
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f schlimmer beim Bücken und in der Wärme. Nasenbluten bei aktiver Gefäß-
BENTH.et HOOK.
hyperaemie. Hitzewallungen zum Kopf bei kalten Füßen. Systol. und diastol.
Indische Schlangen wurzel Verr. ab D2f Blutdruckerhöhungen (besonders bei männlichen Prüfern). Herzklopfen,
Amp. abD3+ Herzstiche, Herzkrämpfe und Herzstolpern mit stenocardischen Empfindungen,
Farn, nat.: Apocynaeeae
gefolgt von Urina spastica. Kreisläufbedingte Atemnot. Hitzegefühl am ganzen
Indien, Ceylon, Indonesien Körper mit Schweißausbrüchen an Händen, Achselhöhlen und Füßen. Schlaf-
Gebräuchl. 0, Tbl. (Dil.) Dl, D2
Getrocknete Wurzel losigkeit mit hellwachen Zuständen.
Sodbrennen, Magendruck und Aufstoßen hach dem Essen; Appetitlosigkeit,
Alkaloide (bes. Reserpin,
Habitus apopleeticus. Kongestive Magen- und Darmkrämpfe mit Durchfällen bei Gesichtsblässe und Absinken
Ajmalin, Serpentin) Cephalgie, Hypertonie und Hitze des Blutdrucks. Haemorrhoidalblutungen.
AMP + Wallungen. Stenocardie.Urinaspastica. Trockenheit der Mund- und Rachenschleimhäute. Reizhusten, Krampfhusten.
Gastroenteritis und haemorrhagische Rhinitis mit Blutungsneigung.
Schleimhautkatarrhe der Hyperto-
Neuralgiforme Schmerzen im Kopfgebiet und an den Extremitäten von blitz-
niker.
artigem, stechendem und einschießendem Charakter.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 Unruhe im Gefäßsystem, Verschlimmerung durch Wärme. Besserung durch
kühle Umschläge und Bewegung an frischer Luft.

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249
248
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Rheum Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Rheum palmatum L.
Verr. ab D2
Chinesischer Rhabarber Amp. ab D4
Magen Darm-Kanal, Z.N..S
Farn. nat. Polygonaceao
Gebrauch!. Tbl. (DU.) D2, D3 Saure, schaumige Gärungsstühle sind charakteristisch. Die Haut d«T Kinder
China
riecht sauer. Magen-Darmtenesmen. Die Kinder sind sehr unruhig, haben
Geschalter, getrockneter Wurzel- Krämpfe, jammern und weinen. Auch Gärungsdyspepsien Erwachsener sind
stock Kinder- und Säuglingsdiarrhoeen, gut zu beeinflussen.
Zahlreiche Anthrachinonglykosi- Zahnungsdiarrhoeen, Sommerdiar-
de und freie Anthrachinone; Gerb- rhoeen, Darmkoliken, Gärungs-
stoffe. dyspepsien.

AMP + +

Rhododendron
Rhododendron campylocarpum Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl
HOOKER
Rhododendron aureiim GEORGI Verr.ab D2
Periphere Nerven, Muskeln, Knochen und Gelenke. Hoden-
Amp. ab D4
(Syn. Rhododendron chrysanthum Rheumatische Schmerzen am Muskel-, Knochen- und Bindegewebe. Hals und
FALL.) Brustmuskeln und Extremitäten besonders befallen. Rheumatismus in den
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4 kleinen Gelenken. Ohrenschmerzen und Trigeminusneuralgie. von flüchtigem
Goldgelbe Alpenrose
Gebräuchl. Amp. D4, D6 Charakter. Schmerzen in den Hoden, wie gequetscht. Ziehen und Stechen im
Farn. nat.: P>icaceae Nebenhoden.
(Jehirge Sibiriens und Kamtschat- Rheumatismus der kleinen Gelenke, Die Schmerzen sind schlimmer in der Ruhe und besonders bei herannahendem
Gicht, Muskelrheumatißmus, Trige- Gewitter. Sofortige Besserung bei Bewegung (bei Rhus toxieodendron erst,
Uetrocknete, beblätterte Zweige minusneuralgie, Orchitis und nachdem sich die Gelenke eingelaufen haben) Rhododendron paßt mehr für
Hydrocele. Beschwerden bei heißer Witterung. R-hut? tox. für solche bei naßkaltem Wetter.
Andromedotoxin, Erieolm. Riio-
dodendrol, Rhododendrin (Gly-
kosid)
AMP + +

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original UHU
251
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 2a: Urtinktur


Muskeln, Gelenke, fibröse Gewebe, Haut, periphere Nerven; Schleimhäute,
Rhus toxicodendron besonders des Magen-Darm-Kanals. Z.N.S.
Verr. ab Dl f
Rhus toxicodendron L. Amp. ab D4 Große Unruhe. Infiltration in den fibrösen Geweben und Eiterung in der Sub-
Giftsumach cutis. Bänder, Sehnen, Muskelansätze und Muskeln zeigen diffuse rheumatische
Schmerzen mit Verschlimmerung von Durchnässung. Nackensteifigkeit und
Fam. nat.: Anacardiaceae Gebrauch!. DU. (Tbl.) D4 t D6, D3,
heftige Rückenschmerzen, besonders in der Lendenregion. Urticarielle und
I>2, D12
Nordamerika erysipeloide, pustulöse bis bullöse Hautausschläge mit Brennen und Jucken;
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D8, D10
in Deutschland angebaut sehr hartnäckig und rezidivierend. Chemosis der Konjunktiven und entzünd-
u. höher
liche Schwellung der Schleimhäute des Magen-Darm-Kanals mit Koliken und
Frische, beblätterte, junge TritMu
blutigen Diarrhoeen. Am Z.N.S. zeigen sich Reiz- und Lähmungserscheinungen,
Urushiol (cardolartig), Fisetin, Akuter und aubakuter Gelenkrheu- z. T. mit Delirien. Typhöse, fieberhafte Zustände mit Herzbeschwerden.
Gallusgerbsäure matismus, Torticollis. Lumbago, Neu- Alle Beschwerden gehen mit erethischer Unruhe einher, da alles durch Ruhe
AMP + + ritiden und Neuralgien, bes. Ischias. verschlimmert und durch Bewegung gebessert wird. Die Gelenke laufen sich
Bullöse Dermatitis und pustulöse allmählich ein! Verschlimmerung durch Nässe und Kälte.
Ekzeme, Pyodermien.

Robinia
Robinia pseudoacacia L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Z.N.S., vegetatives N.S., Magen-Darm-Kanal.
Akazie
Verr. ab Dl
Fam. nat.: Leguminosae Amp. ab D3 Schwindel und Benommenheit des Kopfes. Kopfschmerzen mit saurem Er-
brechen. Magendruck, saures Aufstoßen, Blähungskolik, Gärungsdyspepsie mil
Nordamerika, in Europa an- sauren Stühlen. Übermäßige Magensäure, Erbrechen von saurer Flüssigkeit,
gebaut und verwildert Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D2, D4 die die Zähne stumpf macht. Z.N.S. Reizung mit Delirien, Krämpfen, Betäubung
und weiten Pupillen.
Frische Rinde der jungen Zweige
Hyperacidität, Sodbrennen, Migräne. Besserung durch Essen.
Robin (ein Toxalbumin), Syrin-
gin, Gerbstoff und Sitosterin,
Stigm asterin
AMP + +

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252 253
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Datei) Hauptindikationen Modalitäten

Rubia tinetorum
Rubia tinetorum L. Vorschrift 4a; Urtinktur = Di Empirisch bei Uroüthiasis bewährt. Muß vorwiegend als Urtinktur, mehrmals
tgl. 15—-20 Tropfen, angewandt werden. Der Harn muß bei der Kur laufend
Krapp Verr. ab 1)2 rötlich gefärbt sein und soll mögliebst sauren Charakter haben. Calcium
Farn. nat.: Rubiaceae Amp. ab D4 Magnesium-Phosphat- und Calcium-Magnesium Carbonatsteine werden von
Kubja bevorzugt aufgelöst. Voraussetzung ist die Beseitigung von fokalen oder
Kaukasus. Südeuropa
anderen .Störfeldursachen und konsequente Bekämpfung der Entzündung oder
Getrockneter Wurzelstock Gebraucht. 6»-Dil. D2 Infektion (evtl. mit Sulfonarniden oder Mandelsäurepräparaten). Hei alka-
Gebrauch!. Amp. IM, D6 lischem Harn zur Ansäuerung; Rp. Magnesium citne. Sa.ech. liietis aa 50.0
Ruberythrinsäure und Gaiiosin,
M.D.S. 2mal tgl. 1 Teelöffel in 1 Glas Wasser. Dauer der Kur 8—14 Tage,
Purpurin. Purpuroxanthin, dann nach einer Woche Pause Wiederholung.
Kuhiadinglykosid. AHzann, Nieren- und Blasensteine, Harngrieß.
Pektine
AMP(- ]

Rumex Vorschrift 2a: Urtinktur


Rumex cn.s|ni.s L. Z.N.S., Trachea und Bronchien, Schleimhaut der Nase und oberen Luftwege,
Verr. ab Dl Haut, Magen-Darm-Kanal.
Krauser Ampfer Amp. ab D3
Die Beziehungen zu den Atemwegen sind am wichtigsten. Es besteht quälender
Farn, nat.: IVlygonav'eae anhaltender Reizhusten, der anfallsweise auftritt. Kitzelhusten wie von einer
Europa. Nordamerika Gebräuchl. Tbl. (Du.) D2, D3, Dil. DI Feder im Kehlkopf. Husten, vor allem nachts. Stechende Schmerzen in der
Gebrauchl. Amp. D3 Lunge beim Atmen und Husten. Wäßrige Rhinitis mit häufigem Niesen. Die
Frische, im Frühling gegrabene
übrigen organotropen Beziehungen sind von untergeordneter Bedeutung.
Wurzel
Traeheobronchitis, Altersbronchitis, Der Husten wird durch Einatmen kalter Luft ausgelöst bzw. stark verschlim-
Chrvsophansaure, Emodin,
Rhinitis. hartnäckige Erkältungs- mert.
La put hinsaure Oxalsäure.
Vitamin (' katarrhe. (Jrippehustcn. Heiserkeit.

AMI* ^ t

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254 255
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 3a: Urtinktur


Ruta
Ruta graveolens L. Verr. ab D1
Weinraute, Edelraute Amp. ab D4
Muskeln, Knochen, Gelenke, periphere Nerven, Venen, Augen.
Farn. nat.: Rutaceae Kopfschmerzen und Augenschwäche nach Überanstrengung der Augen. Bei
Mittel meerlander Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3, Dil. Dl Folgen von Traumen wirkt Ruta ähnlich wie Arnica. Am ganzen Körper Zer-
In Deutschland angebaut Gebraucht. Amp. D4 schlagenheitsschmerz wie nach einem Fall oder Schlag. Zittern und Schwäche
in den Beinen. Multiple Neuralgien. Zahnfleischblutungen, Uterusblutungen.
Frisches Kraut, zu Beginn der
Neigung zu Mastdarmprolaps bei Haemorrhoiden und atonischer Obstipation.
Blüte gesammelt Folgen von Traumen, wie Quetschun-
Äther, Öl mit Nonanon-2 und gen, Kontusionen, Distorsionen usw. Verschlimmerung durch Nässe, Kälte, Ruhe und nachts.
Undecanon-2; Flavon Rutin, fer- Varicen und venöse Stasen. Seh-
ner zahlreiche spasmolyt. wirk. schwäche. Mastdarmprolaps.
Furocumarine und Alkaloide
Ruta ad usum externum
AMP + +

Sabadilla Z.N.S., vegetatives N.S., Haut, Schleimhäute, Herz und Gefäße, Magen-Darm-
Kanal, Muskeln.
fSchoenoeaulon officinale
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl +
(SCHLECHT, et CHAM.) Das Arzneimittelbild von Sabadilla steht dem von Yeratrum nahe. Das Z.N.S.
A. GRAY Verr. ab D2 t wird in erster Linie ergriffen. Unruhe, Angst, eingebildete Befürchtungen,
Syn. Sabadilla officinalis Amp. ab D4 hypochondrisch-psychotische und hysterische Sensationen, Globus- und Faden-
(SCHLECHT, et CHAM.) gefühl im Hals mit Besserung durch warmes Getränk. Augentränen und heftige
BRANDT Niesattacken. Periodisch eintretende Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen
Gebräuchl. Dil. (Tbl.) D4, D6, D12, D3 und Neuralgien. Schwindel, Ohnmächten, Krampf und Zittern der Hände,
Sabadillsamen, Läusekörner
Schwäche in den Beinen, Zuckungen und Lähmungserscheinungen. Schwach-
Farn, nat.: Liliaceae sichtigkeit, Schwerhörigkeit. Entzündliche Affektion des Gaumens und Schlun-
Psychosen, Hysterie, Migräne, Gastro- des, Schlingkrämpfe. Sodbrennen, Brechwürgen, Magenschmerzen, Tenesmen
Mexiko enteritis, periphere Kreislaufschwäche, mit Durchfall. Harndrang und Blasentenesmen.
Reife, getrocknete Samen Kollapsneigung, Grippe, Heufieber,
Veratrin (ein Alkaloidgemisch), Fließschnupfen, Rheumatismus, Die Beschwerden wandern von einer Seite auf die andere und zeigen perio-
Sabadin, Sabadinin. Sabadillin, Muskelkrämpfe, Neuralgien. disches Auftreten. Verschlimmerung in kühler Luft. Besserung durch Wärme.
Sabatrin, Phytosterin. Verschlimmerung durch Nässe, Kälte, Ruhe und nachts.
AMP + +

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile


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Botanische,
chemische und
pharmazeutische Daten
Tiefste herstellbare Potenz
Gebräuchlichste Potenz
Hauptindikationen
Organspezifität
subj. u. obj. Symptomatik und
Modalitäten
j-r
Sabal serrulatum Vorschrift 3a: Urtinktur
Serenoa repens (BARTH.) Prostata, Blase, Nebenhoden, Ovarien, Uterus.
SMALL. Verr. ab Dl
Zwerupahne Amp. ab D4 Sabal wirkt hauptsächlich auf die männlichen und weiblichen Harn- und
Kam nat l'almae Sexualorgane. Beim Manne kann es die subjektiven Symptome der Prostata
Mittelamcnka Gebräuchl. 6>-Dil.D3 hypertrophie erzeugen. Bei der Frau steht die Ovaralgie im Vordergrund. Die
Frische, reife Früchte Gebräuchl. Amp. 1)4. D6 übliche Bezeichnung als ,.homöopathischer Katheter" kennzeichnet die Wirkung
Anthranilsäure, fettes und ätli. Öl, von Sabal recht treffend.
Oarotin, Gerbstoff Prostatahypertrophie, Prostatitis
AMI' + •*• Cystitis, Epididymitis.

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Sabdariffa
Hibiscus Sabdariffa I. Tabl. ab 1)2 Zur Beachtung:
Afrikanische Malve. Kafkad Amp. ab D4
Bei Venopathien verschiedener Genese zeigt SabdarifTa-Salbe in Verbindung mit
Salbe
Fam. nat.: Malvaceae SabdaritTa-Tropfen (D2 oder D3) eine deutliche Wirkung, so daß sich selbst bei
hollnungslosen und schon lange therapieresistenten Fällen der Einsatz der
Indien Gebräuchl. Dil. 1)2, 1)3 Sabdarifi'a-Salbe auf jeden Fall lohnt, zumal eine lyrnphokinetische Wirkung als
Getrocknete Blüten Gebräuchl. Amp. D4 sicher angenommen werden kann.
AMF (-)
Venc.pathi eh. Genese

Sabina
Juniperus sahina I-, Vorschrift 3a: Urtinktur f
Kadeba um Verr.ahDl t
Beckenorgane, besonders Uterus; Muskeln und Gelenke.
Kam. nat.: C'upressaceae Amp. ab D4
Bergländer Amerikas. Asiens und Kongestion der Beckenorgane mit Wallungen und Gefäßpulsationen. Periode
Südeuropas Gebräuchl. DU. (TW.) D3, D4, D6 sehr stark und zu früh. Hellrote, anMlsweise reichliche Uterusblutung durch
Krisehe Zweigspitzen mit Blattern jede Bewegung verschlimmert; dabei Krampfschmerzen. Große geschlechtliche
Menorrhagie, Abortus imminens, Dys- Reizbarkeit, scharfer, eitriger Fluor albus. Urin tropfenweise, eitrig und blutig.
Alh. Öl. welches .Sahinol. Cadinen
menorrhoe, Condylomata acuminata, Rückenschmerzen zur Regio pubis ziehend. Drohender Abort. Akute Gicht-
und Pinen enthalt
Nephritis und Cystitis, Fluor albus, anfälle, besonders im Handgelenk und in den Zehen.
AMP + +
Adnexitis, Gicht und Gelenkrheuma-
Verschreibungspflichtig bis tismus. Besserung bei Bewegung in frischer Luft. Verschlimmerung durch Wärme.
einschließlich D3

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
258 259
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Sambucus nigra
Vorschrift 3a: Urtinktur
Sambucus nigra L.
Verr. ab Dl
Schwarzer Holunder Schleimhaut der Atemwege, Muskeln, Gelenke, Nieren, Schweißdrüsen.
Amp. ab D3
Farn. nat.: Caprifoliaceae Heftige Schweiße, besonders beim Aufwachen. Akute rheumatische Affektionen
Europa, Mittelasien G«bräuchl. TU. (DU.) D2, D3, DU. Dl der Muskeln und Gelenke mit Fieber und Nierenreizung. Polyurie. Heiserkeit
und zähe Verschleimung der Trachea. Dyspnoe, Brustbeklemmung. Laryngo-
Gleiche Teile frische Blätter und spasmus. Akute Rhinitis.
Blüten Muskel- und Gelenkrheumatismus.
In stärkeren Dosen (&) als Diureticum und Diaphoreticum wirksam.
Äth. öl. Saponine, Cholin. Sam- Katarrh der oberen Luftwege. Fieber-
bucin, Sambunigrin, Emulsin, hafte Erkältungskatarrhe. Asthma
Gerbstoff u. a. bronchiale.
AMP + +

Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl


Sanguinaria
Sanguinaria canadensis h. Verr. ab D2 Gefäßnerven, Uterus, Schleimhaut der oberen Luftwege, Muskeln und Gelenke.
Amp. ab D4
Kanadische Blutwurzel Kongestionen zum Kopf, zur Lunge und zu den Beckenorganen der Frau.
Farn. nat.: Papaveraceae Hitzewallungen, trockene, brennende Haut. Brennen an Händen und Füßen.
Gebräuchl. TU. (DU.) D3, D4, D2 Gesicht und Ohren immer hochrot. Klimakterische Beschwerden. Speichelfluß,
Nordamerika, Mexiko Gebräuchl. Amp. D4, D6 Übelkeit, Erbrechen. Kopfschmerzen, im Nacken beginnend und über dem
rechten Auge endend. Rheumatische Beschwerden, besonders im rechten
Getrockneter, im Herbst gesam-
M. deltoideus.
melter Wurzelstock mit Wurzeln. Klimakterium, vasomotorische
Verschiedene Alkaloide, besonders Wallungen, Migräne, Erkältungs- Gefäßwallungen (fliegende Hitze) mit aktiver Hautrötung sind typisch für
katarrhe. Laryngitis mit Krampf- Sanguinaria.
Sanguinarin, Chelidonsäure,
Chelerythrin husten. Rheumatismus der Gelenke
und Muskeln.
AMP + +

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Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile
auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tüblettenform für die homöopathische Verordnung
261
260
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Sarsaparilla
Smilax utilis HKMSLKY Vorschrift 4a: Urtinktur ^ I)
(Honduras-S.). S. mediea
SCHLECHT, et CHA.M. Verr. ab D2
Haut, Nieren und Harnwege, Muskulatur.
(Veracruz-S.) S. nfficinalis Amp. ab D4
H.B.K. (Janiaiea-S.) Heftig juckende Hautausschläge mit Pustel-, Quaddel- und Papelbildungen;
nässende, eiternde, krustöse Bläschen, besonders am Kopf, an den Fingern und
Kam. nat. l.iliaeeae Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3 an den (Jenitalien. Psoriatiforme Ausschläge.
Zentralaiiieiika und nördl. Gebräuchl. Amp. D4
Nierenkoliken, viel Harndrang, Polyurie, Blasentenesmen. Kann nur stehend
Südamerika
urinieren. Schleim- und Eitergehalt des Urins, Haematurie.
Getrocknete Wurzel Milchschorf, Ekzeme, Pyoderrnie,
skrofulöse Dermatitis. Nephrolithia- Herumziehende, reißende Gliederschmerzen. Extremitäten zittrig und wie
Steroid-Saponine Smila^enin und gelähmt.
sis, Pyeloeystitis, Cystitis, Nephritis,
Sarsasapt)iiin (^ . Parillitr}.
Muskel- und Gelenkrheumatismus.
verseh. Sterine (Sitostcrnlin.
^-Sitostetin. Sti^masteiin)
A.MI' + +

Scilla
Vorschrift 3a: Urtinktur
Scilla maritima L.
Verr. ab Dl t
l'rginea maritima (L.) BAKKH
Amp. ab D4
var. rubra
Meerzwiebel Herz, Bronchien, Niere, Magen-Darm-Kanal.
Gebräuchl. B- Dil. D2
Farn, nat.; Liliaceae Gebräuchl. Amp. D4 Hauptbedeutung bei Stauungszuständen auf der Basis der cardialen Rechts-
insuffizienz mit Oedemneigung, Arrhythmie und hartnäckiger Stauungsbron-
Mittel meerländei' chitis. Husten beim Hinlegen. Meteorismus und Magenübelkeit infolge Stauung.
Frische, rote Zwiebel Herzdekompensation, besonders
Rechtsinsuffizienz. Arrhythmia ab
Seillaren A und B, Scillirosid
soluta, Oedeme, Stauungsbronchitis.
Sinistrin A u. B, Saponin. fettes
und ath. Öl.
AMP(+)

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262
Organspezifität
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz subj. u.obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Secale cornutum Vorschrift 4a: Urtinktur = D l 1


Seeale cornutum standardisatum Verr. ab D2 t
Claviceps purpurea (FRIES) Z.N.S., vegetatives N.S., Gefäßnerven, Magen-Darm-Kanal, Gefäßwand
U-) Amp. ab D4 (Intima und Muscularis), Uterus.
• TULASNE
' Mutterkorn Gebräuchl. TW. D3, D4, D6, D2 Angst, Todesfurcht, Melancholie; regelrechte schizophrenieartige Zustände mit
Farn, nat.: (.'lavieipetaeeae Gebräuchl. Amp. D4, D6, D12 katatonen sowie paranoiden Symptomen. Depersonalisation, Spaltungsphäno-
Europa u. höher mene, Willenslähmung. Paraesthesien und Taubheitsgefühle. Tabesähnliche
Bilder. Streckkrämpfe, Fingerkrämpfe mit Krallen- oder auch Spreizhand.
(Dauerform des auf dem Roggen Migräne, Raynaud'sche und Bürger'- •Bauchmuskel- und Wadenkrämpfe. Pupillenerweit«rung. Spasmen der glatten
schmarotzenden Pilzes) sche Krankheit, cerebrale Arterio- Muskulatur, des Magen-Darms und des Uterus. Ischaemie und Gangraen
sklerose, trockene Formen der arterio- der Akren als Folge von Gefäßkrämpfen. Trophische Störungen der Haare und
^ Getrocknetes Mutterkorn
sklerotischen Gangraen. essentielle Nägel. Blutungen aus Nase, Mund, Magen, Darm, Lungen, Uterus und Blase.
' Alkaloide und arteriosklerotiseh*1 Hypertonie, Schwere Gastroenteritis. Übelriechender Fluor albus. Kollapszustände mit
Ergotaimn. Ergosin, Ergoeristin. Paraesthesien, Paresen, Digitus mor- Kälte und Schweiß. Migräne mit viel Erbrechen, Hypertonie.
Ergokryptin. Ergoeornin und tuus. Spasmophile Diathese, Dys-
Ergometrin. menorrhoe. Krampfwehen. Menor- Verschlimmerung durch Bewegung, Berührung und Bettwärme. Kann nicht
Ferner Ergoelavin, Histamin. rhagie. Bei Wehenschwäche und zugedeckt liegen. Besserung durch Abkühlung und frische Luft. Innerliches
Ty ramin, ("holin, Aeetylcholin u.a. Atonie die in der Gynäkologie üb- Brennen wie Feuer ist typisch!
lichen Dosen.
AMP + +
Die häufig genannten Indikationen
multiple Sklerose und Diabetes sind
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3 noch zweifelhaft.

Vorschrift 6: Verr. = Dl Z.N.S., männliche Geschlechtsorgane, periphere Nerven, Kehlkopf, Haut.


Selenium Dil. ab D6
Amorphes Selen, St* Amp. ab DX Große Ermüdbarkeit bei geistiger Arbeit, schnelle allgemeine Erschöpfbarkeit.
Depressionen. Tagesschläfrigkeit, Nachtschlaf zu oberflächlich. Pollutionen
AMP( + + ) Gebräuchl. Tbl. D6, D4, D3 ohne Erektion. Kreuz- und Rückenschmerzen nach Spermatorrhoe. Nervöse
Gebräuchl. Amp. D8 Kopfschmerzen, periodisch, besonders über dem linken Auge. Plötzliche Anfälle
von Fließschnupfen und Anosmie. Leberstörungen verbunden mit Akne
Neurasthenie, reizbare Schwäche, Obstipation. Heiserkeit bei Rednern und Sängern.
Prostatorrhoe, Pollutionen, Im-
potenz, Ejaculatio praeeox, Prosta- Verschlimmerung durch Sommerhitze, Schlaf und Alkohol.
ti tis, Epididymitis. Sängerheiserkeit,
Migräne, Neuralgien, Akne vulgaris.

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264
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Senecio aureus
Vorschrift 3a: Urtinktur
Senet'io aureus L.
Verr. ab D1
Amerik. Goldkreuzkraut Uterus, Ovarien, Prostata, Blase.
Amp. ab D3
Farn. nat.: Compositae Anaemische Frauen und Mädchen mit weinerlichem Wesen. Viel Kopfschmerzen,
Nordamerika vom Hinterkopf nach vorn ziehend. Glieder-, Rücken- und Kreuzschmerzen.
Gebräuchl. (9-Dil. D2 Periode verstärkt, verfrüht und mit Krampfschmerzen. Blasendrang mit
Frische, blühende Pflanzen ohne schneidenden Schmerzen.
Wurzel
Amenorrhoe, Dysmenorrhoe, Fluor Eintretende Regel bessert alle Beschwerden.
Inulin und die Alkaloide Sene- albus, Prostatahypertrophie,
cionin und Senecin Reizblase.
AMP + +

Senega
Vorschrift 4a: Urtinktur = DI
Polygala senega L.
Verr. ab D2
Senegawurze!, Klapperschlangen- Bronchien, Konjunktiva.
Amp. ab D4
wurzel
Senega wirkt vor allem auf die Schleimhäute der Luftwege und auf die Augen.
Farn, nat.; Polygalaceae Trockene Bronchitis mit zähem, festsitzendem Auswurf. Schmerzhafter Husten
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D2, D3, D4 mit Wundheitsgefühl in der Brust. Bindehautkatarrh mit Tränenreiz und Sand-
Nordamerika korngefühl. Reichliche Schleimabsonderung der Konjunktiven. Besonders
Getrocknete Wurzel subakute und chronische Leiden dieser Art bei älteren Leuten werden gut
Katarrh der oberen Luftwege, Kitzel- beeinflußt.
Ein neutrales Saponin (Senegin) husten, chron. Bronchitis. Asthma
und ein saures Saponin (Polygala- bronchiale. Emphysembronchitis, Besserung im Freien. Verschlimmerung durch Ruhe.
säure), fettes öl, Harz, Methyl- Blepharo-Konjunktivitis, Dakryo-
salicylat, Baldriansäure. cystitis.
AMP + +

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266 267
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen
Vorschrift 6: Verr. = Dl Z N S - (psychosensorische Zentren), Beckenorgane der Frau, Beckenvenen,
Dil. ab D6 Haut, periphere Nerven, Muskeln und Gelenke. Magen-Darm-Kanal, Leber.
Sepia Amp. ab D8 Reizbare, klimakterische launische Frauen vom biliösen, pigmentreichen Typ
Sepia offioinalis L. Gebraucht. Tbl. D3, D4, D6, D12 mit viel Hitzewallungen, Blutstauungen und Frostigkeit. Neigung zu kalten
Gebrauch!. Amp. D8, 012, D15 Füßen, dabei oft warme Hände und heißer Kopf. Morgens sind sie elend,
Tintenfisch u. höher schwach, unausgeschlafen und kommen nur langsam in Gang; abends sind sie
Fam. nat.: Sepiidae Klimakterische Depressionen, nervöse dann ganz munter. Übelriechende Schweiße an den Genitalen und in den Achseln.
Erschöpfung, Migräne, Neuralgie. Langdauernde trockene Ekzeme, besonders an den Handrücken. Gelblicher,
Mittilrneer. Atlantik, Nordsee wundmachender Fluor. Folgen eines „strapazierten Uterus" sagt STIEGELE
Chron. Adnexitis und Parametritis,
Cictiockneter Senkungabesch werden der Becken- treffend. Gefühl von Herabdrängen im Unterleib. Die nebenstehenden Indi-
organe, Periodenstörung der Wechsel- kationen haben die obigen Konstitutionsmerkmale bei einer erfolgreichen
Inhalt des Tintenbeutels
jahre, chron. Exantheme. Chron. Anwendung von Sepia zur Voraussetzung.
Melanin u. a. organ. und an Gastritis und Enteritis. Obstipation. Warme, stickige Zimmerluft und Räume voller Menschen werden nicht ver-
organische Substanzen Venostase im Pfortadergebiet und in tragen. Alles ist besser bei Bewegung und an frischer Luft. Während Pulsatilla,
AMP + + den Beinvenen. Varicen, Haemor das sonst sehr ähnliche Mittel, für die Zeitperiode um die Menarche ist. unter-
rhoiden, Hepatopathie. liegt die Zeit um das Klimakterium vorwiegend der Sepia.

Vorschrift 6: Verr. = Dl
Dil. ab D6
Silicea Amp. ab DK Konstitutionsmittel. Bindegewebsmittel, Knochen- und Lymphgewebe. Haut
Gebraucht. Tbl. D4, D6, D3, D12 und Anhangsgebilde. Z.N.S.
Acidum silicicum
Gebraucht. Amp. D8 u. höher Konstitutionell kümmerliche, dystrophische Kinder mit Froschbauch und
Wasserhai 1 ü:e polymerisierte Dystrophische, rachitische, exsudative
Kieselsäure greisenhaftem Aussehen. Im späteren Alter schwächlich, depressiv, leistungs-
und skrofulöse Kinder. Chron. Eite- unfähig. Mangel an Lebenswärme; alles ist frostig. Neigung zu Erkältungen.
SiO, xH O rungen aller Art. Chron. Otitis media Alle Eiterungen sind reaktionsträge, schmierend und chronisch. Neigung zu
und Otitis externa. Gehörgangs- Fistelungen. Alle Sekrete sind dünn, ätzend und stinkend. Partielle Schweiße,
AMP + +-
ekzeme. Chron. Blepharo-Konjunkti- besonders am behaarten. Kopf und an den Füßen. Die Schweiße sind kalt,
vitis, chron. Dakryocystitis usw. sauer und übelriechend. Wundheit zwischen den Zehen. Wechselwirkung
Fisteln. Lymphome. Organtuberku- zwischen Fußschweiß und Erkältung bzw. auch allergischen Krankheiten.
lose. Lymphatismus. Wachstums- Viel Meteorismus, faulige Flatulenz. Proktogene Obstipation. Stuhl bildet
störungen an den Haaren und Nägeln. harte Knollen, die kaum ausgestoßen werden können.
Schlechte Heilhaut. Pyodermie und
nässende Ekzeme. Verschlimmerung durch Kälte, abends und nachts. Besserung durch Wärme
Die genannten Indikationen sind an und warmes Einhüllen.
nebenstehende Konstitutionsmerk-
male und Modalitäten gebunden.

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269
268
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Solidago Vorschrift 3a: Urtinktur


Solidago virgaurea L.
Verr. ab Dl Niere, Blase, Prostata, Uratdiathese.
Goldrute Amp. ab D3 Empirisch von RADEMACHER als ausleitendes und regulierendes Nierenmittel
Farn. nat.: Compositae erkannt worden. Soll auch bei postinfektiösen Nierenschädigungen und bei
Gebrauch!. Ö-Dil. D2 Prostatahypertrophie mit Cystitis gut wirken. Chron. Ekzeme und andere
Europa, Asien, Nordamerika Exantheme bei Nierenleiden sowie rheumatisch gichtische Gelenkleiden
Gebrauch!. Amp. D4, D6
Frische Blütenstände reagieren ebenfalls auf Solidago.
Saponin, Gerbstoffe, Bitterstoffe,
Chron. Nephritis, Gicht, Prostata-
ath. Öl und Flavone
hypertrophie, Cystitis.
AMP {—)

Spartium scoparium
Cytisus seoparius (L.) LINK
Vorschrift 3a: Urtinktur
•virothamnu:-. scoparius
v\ Ü.J. K()( II Verr. ab D l
Besenginster Amp. ab D3
Z.N.S., Herzmuskel, Herzreizleitungssystem, Niere.
Farn, nat.' Leguminosae
Gebräuchl. (9-Dil. D2 Benommenheit, Schwindel, Reizbarkeit. Kopfkongestion. Herzbeklemmung.
Europa Herzklopfen. Nächtliche stenocardische Beschwerden. Puls beschleunigt und
Frische Blüten arrhythmisch. Pulsation in den großen Gefäßen. Atembeklemmung. Starker
Herzinsuffizienz und Herzmuskel- Harndrang. Urina spastica.
Flavone: Scoparosid, Genistin, schaden mit Arrhythmie und Tachy-
Vitexin, Hyperosid. cardie. Extrasystolie.
Cumarine, z. B. Aesculetin.
Tyramin und Hydroxytyramin. In stärkeren Dosen als Diureticum
Terephthalsäure-dimethylester; wirksam.
Alkaloide (Spartein) nur in
Spuren.
AMP +

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271
270
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Spigelia Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f


Herz (besonders Peri- und Endocard), N. trigeminus, Z.N.S.
Spigelia anthelmia L. Verr. ab D2 f
Amp. ab D4 Bezüglich der nebenstehenden Indikationen vorwiegend linksseitig wirkendes
Wurmkraut
Mittel. Die Schmerzen treten periodisch auf und sind von einem einschießenden,
Farn, nat.: Loganiaceae ausgesprochen stechenden Charakter. Große Erregung und Angst. Stürmisches
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6 Herzklopfen mit starken stechenden Schmerzen an der Herzspitze, im Pecto-
Mittel- und Südamerika
Gebraucht. Amp. D4, D6, D8 ralisgebiet und mit Ausstrahlung zum linken Arm. Extrasystolie. Sehr bewährt
Getrocknetes Kraut bei akuten entzündlichen Prozessen mit Beteiligung des Peri- und Endocards
und bei rheumatischen Streuungen auf das Herz. Halbseitige neuralgische
Spigeliin (Alkaloid), Gerbstoff Peruarditis und Bndocarditis rheuma- Schmerzen, vorwiegend links-, aber auch rechtsseitig, im Gebiet der Schläfe,
AMP + + tica. Stenocardie. Migräne. Neuritis des Auges und des Stirnhöckers. Rheumatische Muskel- und Gelenkschmerzen.
und Neuralgie, besonders des gesamten
N. trigeminus mit Ciliarneuralgie. Die Neuralgien steigen und fallen mit der Sonne. Verschlimmerung durch
Infra- und Supraorbitalneuralgie. Bewegung, Geräusch, Berührung, Sturm und Wetterwechsel.
Auch als Wurmmittel bekannt.

Spiraea ulmaria Vorschrift 3a: Urtinktur


Filipendula ulmaria MAXIM.
Verr. ab Dl Muskeln und Gelenke, Synovialmembran, Niere, Schweißdrüsen, Haut.
Echtes Mädesüß, Wiesenkönigin Amp. ab D3
Akute Fälle von herumziehenden rheumatischen und gichtischen Muskel- und
Farn. nat.: Rosaceae Gelenkschmerzen mit Neigung zu Oedem und Erguß. Starke Schweißausbrüche,
Europa, Sibirien Gebräuchl. Ö-Dil. D2 Herzklopfen und Atembeklemmung als Begleitsymptome sind typisch (Salicyl-
wirkung). Spiraea wird als die „vegetabilische Salicylsäure der Homöopathie"
Frische Wurzel bezeichnet.
Diureticum und Diaphoreticum.
Glykosid Gaultherin, Salicyl- Verschlimmerung durch Bewegung und Nässe.
säure, äth. Öl u. a. Muskel- und Gelenkrheumatismus.
Rheumatische Oedeme und Pleuritis.
AMP + + Akneartige Exantheme.

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272 273
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 4a: Urtinktur - DI


Spongia
Verr. ab D2
Euspongia officinahs L. Lymphdrüsen, Schilddrüse, Kehlkopf, Luftröhre, Hoden, Herz.
Amp. ab D4
Badeschwamm Fließ- und Stockschnupfen, Katarrh der oberen Luftwege. Lymphdrüsen-
Farn, nat.: Spongidae schwellung. Quälender, nervöser oder durch Struma bedingter Räusperhusten
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D2, D4, D6
und Räusperzwang. Krupphusten. Heiserkeit mit bellendem, trockenem Husten.
Mittelmeer, Rotes Meer. Atlantik Gebraucht. Amp. D4, D6, D12
Nächtliche asthmaartige Zustände, dabei auch Herzklopfen und Herzschmerzen.
u. hoher
Gerosteter Meersehwamm Unspezifische Hoden- und Nebenhodenschwellung. Bei Struma längere Zeit D2
(unter Gewichtskontrolle zur Vermeidung von thyreotoxischen Jodschäden!).
Anorganische Salze, vor allein Bei Hyperthyreose D12 in seltenen Gaben.
Pharyngo-Laryngitis, Rhinitis, Reiz-
.Todide
husten, Struma, Strumaherz, Lymph- Verschlimmerung vor Mitternacht; Besserung durch Essen oder Trinken.
AMP + + aden'tis und Lymphome. Orchitis
und Epididymitis, Hyperthyreose.

Vorschrift 6; Verr. = Dl
Stannum
Dil. ab D6
Metallisches Zinn. Sn
Amp. ab D8 Z.N.S., periphere Nerven, Muskulatur, Bronchien, weibliches Genitale.
AMP + +
Auffallende Schwäche und Spannungslosigkeit bei den geringsten körperlichen
Gebräuchl. Tbl. D3, D4, D6, D12 und geistigen Leistungen. Will immer sitzen, liegen oder sich anlehnen. Nerven-
Gebräuchl. Amp. D8 schmerzen und Kolikschmerzen, langsam steigend und dann wieder fallend.
Schwäche auf der Brust mit Leerheitsgefühl. Grobblasige Rasselgeräusche;
reichlicher gelbgrüner, widerlich süßlich-foetider Auswurf. Nachtschweiße.
Nervöse Erschöpfungszustände, all- Magenkrampf und Blähsucht; Schmerz und Druck in der Lebergegend mit
gemeine Muskelschwäche, Paresen, Empfindlichkeit gegen Berührung. Hartleibigkeit. Herabdrängendes Gefühl
Neuralgien, Neuritideh, chron. Bron- im Unterleib. Fluor albus bei Senkung der Beckenorgane.
chitis, Emphysembronchitis, Bron-
chiektasien, Tuberkulosefolgen, Besserung durch Druck wie bei Colocynthis.
Gastroenteroptose, Senkungs-
beschwerden der Beckenorgane.

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274 275
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vorschrift 6: Verr. = D 1 t
Stannum jodatum
Zinnjodid SnJ4 DU. ab D6
Amp. ab D8
AMP (—) Bevorzugt verwendet bei chron. Bronchitis, Bronchiektasien und Emphysenv
bronchitis, wenn der Auswurf foetid ist. Auch bei Altersbronchitis und Tbc-
Gebräuchl. Tbl. D4, D3, D6 Husten alter Leute sehr bewährt. Fortwährender Hustenreiz von einer trockenen
Gebraucht. Amp. D8 Reizstelle im Hals mit allmählicher Steigerung zu Hustenparoxysmen.

Indikationen wie unter Stannum

Staphisagria Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f

Delphinium staphisagria L. Verr. ab D2 f


Amp. ab D6 Z.N.S., vegetatives N.S., Haut, männliche: und weibliches Genitale, Magen-
Stephanskraut Darm-Kanal.
Farn. nat.: Ranunculaceae Gereizte, launische Stimmung, menschenscheu, leicht beleidigt. Gedächtnis-
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D3
Südeuropa Gebräuchl. Amp. D6 schwäche, krankhafte sexuelle Vorstellungen. Früh beim Erwachen schon elend
und müde. Adynamie der Muskeln und der Organe. Blasses Aussehen, hohläugig.
Getrocknete, reife Samen Brennende, juckende Exantheme, schlecht heilende Pyodermie, Gesichts-
Alkaloide Delphinin Neurasthenie, reizbare Schwäche, neuralgien. Zahnkaries. Magendruck, Brechwürgen, Durchfälle, Verlangen nach
(dem Aconitin ähnlich) und sexuelle Hypochondrie, vegetative Reizmitteln. Frauen geschlechtlich sehr reizbar. Die weiteren nebenstehenden
Staphisin; fettes öl. Dystonie, Hypotonie, Magenatonie, Indikationen gelten unter Berücksichtigung der dargestellten Konstitution,
atonische Obstipation. Hordeolum, welche als Folge einer schleichend chronischen Infektion (Fokus, Lues, Gonor-
AMP + Chalazion, Blepharo-Konjunktivitis, rhoe; vgl. Hahnemanns Psora) anzusehen ist.
Dakryocystitis. Dysmenorrhoe, Pru-
Verschlimmerung durch Ärger, Kummer und durch sexuelle Exzesse. Ver-
ritus vulvae, Neuritis spermatica,
schlimmerung früh beim Aufstehen.
schwächende Pollutionen. Harnsaure
Diathese. Prostatabeschwerden mit
Cystitis, Reizblase. Pyodermie.

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Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Sticta pulmonaria
Lobaria pulmonaria HOFFM.
Sticta pulrnonacea ACH. Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl
Lungenmoos, Lungenflechte
Fam. nat.: Stictaceae Verr. ab Dl Schleimhaut der oberen Luftwege.
Als Epiphyt auf Bäumen über die Amp. ab D4
Trockene Nasen- und Bronchialachleimhaut mit Empfindlichkeit gegen kalte
ganze Erde verbreitet. Luft und quälender Reizhusten. Trockener, bellender, kruppartiger Husten
Für die Homöopathie wird nur Gebrauch!. Dil. D2, D3 mit wenig Auswurf. Besonders gut gegen den Reizhusten alter Leute bei chron.
die in Amerika auf dem Zucker- Bronchitis.
ahorn wachsende Flechte ver- Verschlimmerung nachts und durch kalte Luft.
Rhinitis, Bronchitis sicca, Reizhusten,
wendet.
Grippehusten, Pertussis, Masern-
Getrocknete Flechte husten, Laryngo-Pharyngitis.
Bitterstoff, Stictinsäure,
Norstictinsäure, Schleimstoffe,
Arabit, Nuclease.
AMP + +

Stramonium
Datura stramonium L. Vorschrift 2a: Urtinktur f
Stechapfel Z.N.S.; vegetatives N.S., besonders N. vagus, Bronchien und Lunge.
Fam. nat.: Solanaceae Verr. ab Dl f Erregungszustände höchsten Grades mit Kopfkongestion und Hyperaemie der
Europa, Asien, Amerika Amp. ab D4 Meningen und des Großhirns. Weite Pupillen, Konjunktivitis, Krampfzuständt
Frisches, zu Beginn der Blüte und Delirien. Auffällige Geschwätzigkeit. Choreaartiges Verhalten. Verlangen
gesammeltes Kraut nach Licht und Gesellschaft. Hydrophobie. Schluckkrämpfe beim Trinken.
Gebraucht. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3
Alkaloide Hyoscyamin, Scopol- Zähneknirschen. Pavor nocturnus. Heiße Schweiße ohne Erleichterung. Sexuelle
Gebraucht. Amp. D4, D6 u. höher
amin, wenig Atropin u. a.; Flavon- Übererregbarkeit beider Geschlechter. Schamlosigkeit. Blasenkrämpfe, Regel
glykoside; Cumarin Scopolin. zu stark, dunkle Blutungen, Dysmenorrhoe und Fluor albus. Heiserkeit,
Chlorogensäure. Asche mit viel Manische Zustände, Delirien, Hallu- Asth mazustände.
Kalium. zinationen. Schwere Infektionskrank- Verschlimmerung im Dunkeln und bei grellem Licht. Folgen von unterdrückten
AMP + + heiten mit Meningismus, Krämpfen Ausschlägen.
und Manien. Chorea. Epilepsie.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmütel
der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
278 279
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
chemische und Gebräuchlichste Potenz Organspezifität
pharmazeutische Daten Haupt indikationcn subj. u. obj. Symptomatik und
Modalitäten

Strophanthus
Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl f
Strophanthus.gratus (WALL, et
HOOK )BAILL. Verr. ab D2 t
Farn. nat.: Apoeynaceae Amp. ab D3 t

Ostafrika
Gebräuchl. DU. D2,1)4, D6 Z.N.S., Herzmuskel, Kranzgefäße.
Von den Grannen befreite reife Gebraucht. Amp. D4, D6, D12, D15
Hamen Drückendes Angstgefühl mit Zwang zum Tiefatmen. Ein dauernder Druck
auf der Brust. Herzspitzenstoß stark sichtbar, Herzaktion aber verlangsamt.
Etwa 20 Glykoside (Cardenolide), Systolische Herzleistung verstärkt. Bei Coronarinsuffizienzen leichten Grades
Cor nervosum, Stenocardie, cardiale
vor allein g-Strophanthin sehr bewährt. Urina spastica. Oedeme bei chron. Nephritis.
Angstzustände.
(= Ouabain), Strophanthinsäure;
fettes Öl. Trigonellin, Cholin. Die üblichen Indikationen der isolier-
AMP + + ten reinen Strophanthinpräparate sind
hier nicht genannt.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Strychninum nitricum
Salpetersaures Strychnin Vorschrift 6: Verr. = Dl tt

Vorschrift 5: Lösung = D2 tt
Alkaloid der Nux vomica Amp. ab D4
Z.N.S., vegetatives N.S., Gefäßnervensystem, neuromuskuläres System, Magen-
AM? + +
Darm-Kanal.
Strychninum phosphoricum Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, D3
Gebräuchl. Amp. D4, D6 Erstickungsgefühle und Globus sowie die Verschlimmerung aller Symptome
unterscheidet sich von Strychni- durch jeden Sinnesreiz, besonders durch jede Berührung, ist typisch für Strych
num nitricum nur in der stärkeren ninum. Gute Appetitanregung mit Steigerung der Magensaftsekretion. Im
Beeinflussung der nervösen
Alle Indikationen von Nux vomica, übrigen gilt alles, was unter Nux vomica zu finden ist.
Schwäche durch den Phosphor-
anteil. besonders wenn nervöse Erschöp
fungszustände dabei sind.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile


der Tablettenform für die homöopathische Verordnung Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
280 auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DB U
281
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen

Sulfur
Sublimierter Schwefel, S Konstitution- und Stoffwechselmittel, Z.N.S., vegetatives N.S., Haut- und
Schleimhäute, Gefäßnerven, Venen und Pfortader, Magen-Darm Kanal, Leber,
Schwefelblüte
Vorschrift 6: Verr. = Dl Urogenitalsystem, Muskeln und Gelenke.
AMP + +
SV Lösung - D4 Der Sulfur hat in den höheren Potenzen (D6-DI2 und höher) einen eigen-
Eine besonders wirksame und Amp. ab D6 artigen katalytischen Einfluß auf die Tätigkeit fast jeder Zelle im Sinne der
hochdisperse kolloide Form des Reaktionssteigerung; daher erklärt sich sein ungewöhnlich großes Indikations
Schwefels ist in den Sulfur coüoid. gebiet. Die nebenstehenden Indikationen treffen nur zu, wenn die konstitutio-
Tabletten D3, D4, D6 gegeben. Gebrauch!. Tbl. 1)4,1)6. D3, 012, nellen Merkmale von Sulfur zugegen sind:
(Dil.)abO4 Reizbares, mürrisches Wesen. Immer pessimistisch und depressiv, schlechtes
Gebrauch!. Amp. D6, D8, D10, D12 Gedächtnis. Erwacht morgens gegen 3 oder 4 Uhr und schläft dann nur noch
u. höher schlecht. Lasche Körperhaltung des Bindegewebsschwächlings. Unreiner,
oder Sulfur colloid. graufarbener Hautteint. Unangenehmer Körpergeruch. Abneigung gegen
Tbl. D3, D4. D6 und Ampullen D6 kaltes Waschen. Chronische trockene Ekzeme mit viel Juckreiz, besonders
nachts, und starke Empfindlichkeit gegen Wasser. Wechselbeziehungen zwischen
inneren Erkrankungen und Affektionen der Haut oder Schleimhäute sind typisch
Skrofulöse, Rachitis, Reaktions- (z. B. Ekzem - Asthma, Fußschweiß - Ekzem, Rhinitia - Dysmenorrhoe usw.).
schwäche, Blepharo-Konjunktivitis, Die Schleimhäute an den Körperöffnungen sind auffallend rot. Neigung zu
subakute und chron. Katarrhe der Prurigo und Pruritus. Hitzewallungen mit Bedürfnis nach frischer Luft. Tags-
oberen Luftwege, Lungen- und Rippen- über kalte Hände und kalter Fußschweiß, nachts Brennen der Füße, die aus dem
fellentzündung. Akute und chronische Bett gesteckt werden müssen. Hitze und Brennen auch auf dem Scheitel und
Gastroenteritis. Hepatopathie mit an den Handflächen. Morgendliche Durchfälle, die aus dem Bett treiben. Ab-
Pfortaderstauung, Dyspepsie und Sod- neigung gegen Fleisch und, Milch. Magenflauheit gegen 11 Uhr vormittags.
brennen. Seborrhoische und trockene Alle Absonderungen sind brennend und scharf. Alle Affektionen neigen dazu,
Ekzeme, Furunkulose und Akne. chronisch zu werden.
Pyodermie und Ulcus cruris. Varicen,
Haemorrhoiden. Muskel- und Gelenk- Verschlimmerung abends, nach Mitternacht, in der Bettwärme, durch Nässe
rheumatismuB. und Kälte, durch Wetterwechsel, durch Stehen und in der Ruhe. Besserung
bei Wärme und trockenem Wetter.

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283
282
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik i
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

SV Lösung = D4
Sulfur jodatum Amp. ab D6
Verreibungen und Tabletten als
\ ••] rundung bzw. Schmelze von Sulfur jodatum cum Amylo parat.
.Sulfur und Jodum, etwa S2.J2 abD4
entsprechend
Es gelten alle Indikationen und organotropen Beziehungen von Sulfur. Bevor-
AMP + + Gebräuchl. Tbl. D4, D6
zugte Verwendung bei foetider Bronchitis, Akne und Furunkulose. Der Jod-
Gebrauch!. Amp. D6
anteil gibt dem Mittel ferner eine selektive Richtung auf Lymphdrüsen-
affektionen, chron. Tonsillitis und Parotisentzündungen.
Lymphatismus, Skrofulöse, exsuda-
tive Diathese, foetide Bronchitis.
Bronchiektasie, Lungenabszesse,
Verschreibungspfiichtig bis Schleimhauthypertrophien und Po-
einschließlich D3 lypen, Colica mucosa. Furunkulose,
Akne, Ekzeme.

SV: Urtinktur
Symphytum
Verr. ab D1
Symphytum ofh'cinale L.
Amp. ab D3
Beinwurz, Beinwell
Farn, nat.: Boraginaceae Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, DZ
Europa Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6 Empirisch bei nebenstehenden Indikationen bewährt. Dabei ist gleichzeitig
innerliche und äußerliche Applikation zu empfehlen.
Frische, vor Beginn der Blüte
gesammelte Wurzel Schlechte Callusbildung, Haematome,
Kontusionen, Distorsionen, Stumpf-
Allantoin, Asparagin, Alkaloide:
beschwerden, Periostitis, Thrombo-
Symphytocynoglossin, Oonsolidin.
phlebitis.
Gerbstoff, Gummi, Schleim.
Symphytum ad usum externum
AMP (—) (siehe dort)

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284 285
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Dale Hauptindikationen Modalitäten

Symphytum ad usum
externum SV: Tinktur, wird nidn polcnzk
Symphytum officinale L. Symphytum wird äußerlich zar Heilungsbeschleunigung bei Knochentraumen,
Beinwürz BeinwelI Gebräuchl. Tinktur mit Wasser Periostreizungen und -Schädigungen sowie bei stumpfen Nervenquetschungen
1:10 verdünnt zu Umschlägen. angewandt. Auch bei Gelenkdistorsionen und Phlebitiden haben sich Symphytum
Farn, nat.: Uoraginaceae Umschläge bewährt. Die Bedeutung der Arnica bei Weichteilverletzungen gilt
Europa für Symphytum bei Knochen-, Periost- und Nervenschädigungen.
Zustände nach Knochentraumen,
Man kann Symphytum als Dil. D2 auch innerlich zur Unterstützung der externen
Frisches blühendes Kraut Periostschädigungen und stumpfe
Maßnahmen verwenden.
Nervenverletzungen.
Allantoin (dl) Gelenkdistorsionen.

AMP( )

Syzygium jambolanum
Nyzyuium {'umini (L.) SK KKLS
(— Eugenia jambolana LAM.) Vorschrift 4a: Urtinktur = D1

Verr. ab D2 Syzygium wird rein empirisch gegen Diabetes mellitus angewandt. Die Ki ; erien,
Fain. nat.: Myrtaeeae Amp. ab D4 für welche Fälle es besonders sicher wirksam sein kann, sind leider noch nicht
bekannt. In Verbindung mit den üblichen diätetischen Maßnahmen sollte man
Trop. Asien und Australien vor Insulin- oder Sulfonamidanwendung jedoch stets einen Versuch damit
Gebräuchl. 0, Tbl. (Dil.) D2, D3 machen, da durchaus regulierende Wirkungen erwartet werden können.
Reife, getrocknete Früchte
Ätherisches Öl, Orbstoffe
(- früheres .,Jambulo]") in Form Diabetes mellitus.
von Ellagsäure und Gallussäure
AMP( •-)

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286 287
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj- u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Date Hauptindikationen Modalitäten

Tabacum Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t


Xicotiana tabacum L. Verr. ab D2 f Z.N.8., vegetatives N.S., besonders Vaguszentrum, Gefäßnerven. Herz, Lunge,
Magen Darm-Kanal, Genitale.
Tabak Amp. ab D4

Farn, nat.: Solanaceae Bei nebenstehenden Indikationen besonders angezeigt, wenn anfallsweise
Mittelamerika Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D6 heftige Schwindelzustände mit Elendsgefühi, großer Übelkeit, Kältegefühl und
In Europa angebaut Gebrauch!. Amp. D6, D10, D12 kalten Schweißen als Begleitsymptome vorhanden sind. Ferner Sehstörungen,
Mouches volantes, nervöses Herzklopfen mit Tachycardie, Praecordialangst
Xieht fermentierte Blätter des und Ohrensausen.
echten Havannatabaks Angiospastische Zustände (Raynaud,
Bürger), Migräne, Moniere, Angina Die anfängliche Reizung und spätere Lähmung des Vaguszentrums produziert
Pyndin-Alkaloide: Xicotin. Xico- ein vielgestaltiges Arzneibild. Verschlimmerung durch Tabakgenuß, Tabak-
peetoris. gastrocardialer Symptomen-
tellin. Anabasin u. a.: Cholin. rauch, Bewegung und Aufenthalt in warmen Räumen. Besserung in frischer
komplex, Xausea. Singultus. Gastro-
Klavone Hutin. Kaempf'Tolrham- Luft und nach Erbrechen.
enteritis. Neuralgien. Paraesthesien,
noglucosid u. a.: ('umarme.
Paresen.
AMP + +

Vorschrift 4b: Urtinktur = Dl •


Tarantula Verr. ab D2 +
Lycosa fasciiventris Df'F. Amp. ab D4
Tarantel Z.N.S.; Spinalnerven, Sexualsphäre.

Farn, nat.: Lyeosidae Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D6, D12 Große motorische Unruhe, Schlaflosigkeit, Praecordialangst. ewiger Bewegungs-
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D15 drang, sexuelle Übererregbarkeit mit obszönem Verhalten; Regel profus mit
Italien, Spanien u. höher heftigem Pruritus vulvae. Priapismus, Pollutionen.
Mit 90%ig. Alkohol getötetes Periodizität der Beschwerden, schlimmer nachts bei Ruhe und Schlaf.
zerquetschtes Tier
Sexuelle Übererregbarkeit, Xympho-
Arachnolysin u. a. manie, Pruritus vulvae. H vsrerie.
Chorea. Meningismus, multiple
AMP +
Sklerose.

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288 289
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Modalitäten
Hauptindikationen

Taraxacum Vorschrift 2a: Urtinktur


Taraxacum officinale WEB. Verr. ab Dl
Löwenzahn Amp. ab D3
Fam. nat.: Compositae Leber, Gallenblase, Niere, Magen-Darm-Kanal.
Auf der ganzen Erde verbreitet Gebräuchl. Dil. Dl, D2, D4, Depressiv-reizbare Stimmung, Antriebslosigkeit, geistige und muskuläre
Tbl. (Dil.) 1)2, I>3 Schwäche, Appetitlosigkeit, Lingua geographica mit grauem Belag, dumpfer
Ganze frische Pflanze zu Beginn Gebräuchl. Amp. D3, D4, D6, Leberschmerz, Meteorismus und Flatulenz, Widerwille gegen Fett mit Übelkeit,
der Blüte D12 hartnäckige Obstipation, später auch Diarrhöe. Polyurie. Diffuse rheumatische
Zahlreiche Triterpene undFlavone Gliederschmerzen.
(Luteolin- und Apigeninderivate),
Cholecystitis, Cholecystopathie, Hepa-
Cholin. Gerbstoffe. Asche mit
titis, auch latent ikterische und an-
viel Kalium; Wurzel mit Poly-
ikterische Hepatopathien, Ikterus
saccharid Inulin, Triterpenen
simplex. Gastritis, Pfortaderstauung.
und Sterolen sowie Bitterstoff
Reizblase, Nierenreizung.
Lactucopikrin.
AMP + +

Vorschrift 6: Verr. = Dl +
Tartarus emeticus SV Lösung = D2 t Z.N.S., Herz, Schleimhaut der oberen Luftwege, Lunge. Magen-Darm-Kanal
Amp. ab D4 Haut, Muskeln und Gelenke.
Tartarus stibiatus
Lungenaffektionen, besonders bei alten Leuten und kleinen Kindern, Schleim
Antimonyl -Kalium tart rat
rasseln in der Trachea mit erschwerter Expectoration. Hinfälligkeit, kalter
Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D3, D4, D6
B rech weinstein Schweiß, Dyspnoe, Cyanose, Rechtsinsuffizienz des Herzens. Erbrechen, das
Gebräuchl. Amp. D4, D6
erleichtert. Nausea. Verlangen nach Saurem, das aber nicht vertragen wird.
[C.H4O«(SbO)K]a-H2O
Pustulöse und akneiforme Exantheme. Rheumatisch-gichtische Beschwerden
AMP + + Fieberhafte Bronchitis, Broneho- oesonders im Rücken und ischiasartige Neuralgie.
pneumonie, Pneumonie, Asthma Verschlimmerung durch Bewegung.
bronchiale. Akut« Gastroenteritis.
Verschreibungspflichtig bis Hepatopathie. Lumbago. Ischias,
einschließlich D3 Kreislaufschwäche.

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290 291
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
•chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Terebinthina Vorschrift 5: Lösung = Dl

Oleum Terebinthinae Verr. ab D2


Terpentinöl Amp. ab D6

Ath. Öl aus dem Harz verschie- Z.N.S., Schleimhäute der oberen Luftwege, Niere, Blase, Gallenblase, Muskeln,
dener Pinusarten Gebraucht. Dit. (TU.) D3, D4 periphere Nerven.
Gebräuchl. Amp. D6 Mattigkeit und Schlafsucht, Kongestionen, Schüttelfrost, Nieren und Gallen-
Farn. nat.: Pinaceae
koliken, Harngrießabgang mit Brennen in der Blase und Harnröhre. Haematurie
Mittel meergebiet und Oligurie. Urin dunkel, trüb, von veiiehenartigem Geruch. Brechreiz, Durch-
Foetide Bronchitis, Lungentuber- fälle, Blähsucht. Heftige, hartnäckige Ischias; gegen diese hat sich Terebinthina B
AMP + + kulose, Nephritis, Haematurie, Cysto (tgl. 1—3 Tropfen) gut bewährt.
pyelitis, Nephrolithiasis, Cholecysto
pathie, Cholelithiasis, Ischias.

Teucrium scorodonia
Teucrium scorodonia L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Salbeigamander Verr. ab Dl
Farn. nat.: Labiatae Amp. ab D3
Schleimhaut der Nase und der Bronchien, Knochen, Hoden.
Europa
Rachenverschleimung, Hüsteln ohne Auswurf. Dumpfer Druck auf der Brust,
Gebrauch!. O- DU. D3
Frisches, blühendes Kraut Nachtschweiße. Rhinitis. Stiche zwischen den Schulterblättern. Die günstige
Äther, öl, Bitterstoff Marrubiin, Wirkung bei Hoden- und Knochentuberkulose wurde empirisch erkannt.
Ursolsäure, Kaempferolflavone, Chronische Bronchitis, Lungentuber- Teucrium ist vorwiegend für Altersleiden nebenstehender Indikationen ge-
Rosmarinsäure, Wenig Saponin kulose, Hoden- una Knochentuber eignet.
und Cholin. kulose, chron. Rhinitis, Nasenpolypen.
AMP + +

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
292 293
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste. Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Thallium sulfuricum
Vorschrift 5: Lösung = D2 f
Thalliumsulfat Z.N.S., vegetatives N.S., periphere Nerven, sämtliche Drüsen, Magen-Darm-
Verr. ab Dl f
TU SO4 Kanal, Haut, alle Schleimhäute, haematopoetischer Apparat.
Amp. ab D4
AMP + + (Toxikologie) Aus dem Symptomenreichen Vergiftungsbild von Thallium haben bisher nur
die nebenstehenden Indikationen bewährte Anwendung gefunden. Alopecia
Gebraucht. Tbl. (DH.) D6, D4, D12 areata und totalis konnte schon häufig gut beeinflußt werden (längere Zeit
D6-D12. evtl. kurzfristig D4). Bei besonders hartnäckigen und schweren
Neuritiden mit Paresen und Reflexunterbrechungen versuche man Thallium
Alopecie, Neuritis.
sulf. oderacet. D12.
Thallium aceticum ist von gleicher
Wirkung.
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

Thlaspi bursa pastoris


Vorschrift 2a: Urtinktur
Capsejla bursa-pastoris (L.) MED
Verr. ab Dl
Hirtentäschelkraut
Amp. ab D4
Fam. nat.: Cruciferae Vielfach erprobtes Haemostypticum.

Nördliche Halbkugel Die nebenstehenden Indikationen wurden empirisch gewonnen. Im allgemeinen


Gebraucht. 0-DÜ.D2
müssen zur Blutstillung von der Urtinktur 3—5mal 10—15 Tropfen tgl.
Frisches blühendes Kraut genommen werden.
Allylsenföl-Glykosid, Cholin, Menorrhagie, Metrorrhagie, Blutungen
Tyramin, Alkaloid Bursin, post partum, Nasenbluten, Haemor-
nicotinartige Base u. a. rhoidalblutungen, Haematurie und
andere Blutungen.
AMP (—)

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der Tablettenform für dw homöopathisch* Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
295
Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
Botanische,
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichst« Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Hauptindikationen/

\rorschrift 3a: Urtinktur


Thuja occidentalis Verr. ab Dl
Thuja occidentalis L. Amp. ab D4
Abendländischer Lebensbaum Gebräuchl. DU. (Tbl.) D6, D4, D3,
Farn. nat.: Cupressaeeae D2, D12, (~)
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D8, D10,
Nordamerika
D12 u. höher
Konstitutionsmittel mit Angriff am Z.N.S., vegetativen N.S., Haut und sämt-
Krischt1, vor der Blüte gesammelte lichen Schleimhäuten. Sekundärer Angriff an sämtlichen Organen.
Zweige mit Blättern Chronische Folgezustände venerischer,
tuberkulöser u. a. tiefgreifender In- Thuja zeigt eine deutliche Neigung zu proliferativen Prozessen. An der Haut
Ath. < )l mit den Fraktionen fektionskrankheiten. Fokal bedingte bilden sich Warzen, Papillome, Condylome; an den Schleimhäuten Polypen.
Thujon. l'inrn und Ff-nehon. Krankheiten. Lymphatische, gich- Das Drüsenepithel proliferiert und führt durch Verstopfung seiner Ausgänge
Pinipikriu. (Irrbstoffe. tische und rheumatische Diathese. zu Retentionscvsten, zu Chalazion, akuten Parotissehwellungen, Ranula usw.
AMI1 +• + Folgen von chron. Durchnässung Es bestehen impetiginös-crustöse Exantheme. Besonders muß immer an Thuja
(Wäscherei, feuchte Wohnung usw.), gedacht werden, wenn ein chronisches Leiden auf einen alten Infekt oder Fokus
Neuralgien, Neuritiden, Haemor spezifischer oder unspezifischer Natur zurückzuführen ist. Nachts viel Husten
rhagien, chron. Hautgeschwüre, Nagel- und Auswurf.
wachstumsstörungen, Haarausfall.
Kälte und Nässe verschlimmern alles. Allgemeine Frostigkeit. Starke Schweiße,
Warzen, Polypen, Condylome, Epi-
am Kopf und Hals, Besserung durch Wärme.
theliome, Psoriasis, Analekzem, Rha-
gaden. Sowohl Obstipation wie chron. Thuja wird wegen seiner proliferativen Eigenschaften gern zur zusätzlichen
Durchfälle. Chron. Gastritis und Fett Behandlung von Carcinomen angewendet und hat dabei zuweilen beachtliche
dyspepsie. Arthritis deformans. Chron. Wirkungen.
Muskel- und Gelenkrheumatismus,
Prostatitis, Cystitis, Parametritis,
Fluor albus, Vaginismus. Chron.
Augen- und Ohrenentzündungen. Ozae-
na. Migräne. Nagelkopfschmerz.
Sinusitis. Psychosen, Folgen von
Impfschädigung. Hahnemanns Sy-
kosis. Grauvogls hydrogenoide Kon-
stitution.
Thuja ad usum externum

Vermerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel


Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile
auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
der Tdblettenform für die homöopathische Verordnung
297
296
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspez ifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Thyreoidinum S.V. L ö s u n g - D2 t
Thyreoideae sicc. pulv.
Verr. ab Dl t
Getrocknete Schilddrüsen von Amp. ab D6 Stoffwechselsteigerung, Steigerung der Muskelmotorik sowie der vegetativen
Schafen und Kälbern und geistigen Funktionen.
AMP(—) Gebräuchl. Dil. D6, D4 Thyreoidinum ist in seiner Wirkung biphasisch zu betrachten. Bei Hypo-
Gebrauch!. Amp. D12, D15 u. höher thyreoidismus wird es regulär im Sinne der Substitution in tiefen Potenzen
und häufig gegeben. Bei Hyperthyreosen muß man es dagegen ähnlich wie
Jodum in sehr hohen Potenzen (D12 und höher) und in seltenen Gaben ver-
Hyperthyreose und Vollbasedow (Dl2 ordnen.
und höhere Potenzen). Tiefe Potenzen
bei Kropf, Myxoedem, Psoriasis,
Verschreibungspflichtig bis Kretinismus, Fettsucht, chron.
einschließlich D3 trockene Ekzeme.

Trillium pendulum Vorschrift 3a: Urtinktur


Trillium erectum L.
Verr. ab Dl
Amerikanische Waldlilie Amp. ab D4
Fam. nat.: Liliaceae Empirisch als Haemostypticum bei nebenstehenden Indikationen wirksam.
Nordamerika Gebrauch!. O- DU. D2 Auch äußerlich bei Zahnblutungen und kleinen Schnittwunden als Tinktur
auf einem Tampon zu benutzen.
Frischer Wurzelstock mit Wurzeln
Blutungen aller Art. Menorrhagie,
Saponine
Metrorrhagie, Epistaxis, Haemate-
AMP (—) mesis, Haematurie, Haemorrhoidal-
blutungen, parenchymatöse Blutun-
gen usw.

Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile Verrnerken Sie bitte bei Verordnung homöopathischer Einzelmittel
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298
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organs pezifi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Urtica
Urtica urens L. Vorschrift 2a: Urtinktur
Brennessel
Verr.abDI
Farn. nat.: Urticaceae Amp. ab D3
Europa. Asien, Amerika Haut, Nieren, Brustdrüsen, Muskeln und Gelenke.
Frisches blühendes Kraut Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4 Mehr empirisch als durch AMP bei nebenstehenden Indikationen erprobt.
Gebräuchl. Amp. D4 In tiefen Potenzen bis zur Urtinktur gute diuretische Wirkung und milch
Histamin, Aeetylcholin im Brenn fördernd bei Wöchnerinnen.
haar; im Blatt viel Chlorophyll
und Carotinoide, ferner ein Urticarielle Exantheme, harnsaure
„Secretin" mit Pankroaswirkuntz Diathese, Gicht, Muskelrheumatis-
Kieselsäure. mus, Milchmangel.

AMP(+)

Ustilago maydis Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl •


LVilago Zeae (BECKM.) UNGIK
Verr. ab D2 f
.Maisbrand Amp. ab D3 f
Uterus, Haut, Haare, Nägel.
Fam. nat.: Ustilaginaceae
Muttermund und Cervix schwammig und atonisch. Blutung schon bei geringster
Schmarotzerpilz auf dem Mais Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D2, D3, D4, D6
Berührung. Periode zu lang und zu stark. Kopfhaut seborrhoisch, Haare fallen
Pilzsporen aus, Nägel brüchig und gespalten.
Skterotinsäure, Alkaloid Ustila- Menorrhagie, Myomblutung,
gin, Ergosterine, Trimethylamin Zwischenblutung, Seborrhoea capitis,
Alopecie, Nagelwachstumaatörung.
AMP(+)

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300 301
Organs pezifität
Botanische, Tiefste hersteilbare Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
chemische und Gebräuchlichste Potenz
Modalitäten
pharmazeutische Daten Ha uptindikationen

Z.N.S., periphere Nerven, Gefäßnerven.


Valeriana Vorschrift 4a: Urtinktur - Dl
Verr. ab D2 Zusammenschnüren im Hals, Globusgefühl, Gefühl von Hitze und Kratzen im
Valeriana officinalis L. (Sammelan
Amp. ab D4 Hals. Schlaflosigkeit bei allgemeiner Unruhe, kann sich nicht ruhig halten.
Baldrian Sinne überreizt. Kopfschmerz in der Stirne, ruckweise, plötzlich, mit Schwindel,
Farn. nat.: Valerianaceae Gebrauch!. DU. D2 Krämpfe und Ohnmächten plötzlich bei geringstem Schmerz. Mattigkeit und
große Schwäche, besonders in den Knien und Beinen. Zucken, Ziehen und
Europa und Asien Neurasthenie und Hysterie; Schlaf- Reißen durch die Glieder, wie elektrische Schläge, schlechter in der Ruhe,
Getrocknete Wurzel losigkeit, Kopfschmerz; Neigung zu besser bei Bewegung. Gesichtsschmerzen periodisch auftretend, wechselnd, sehr
Krämpfen und Ohnmächten; Spinal- heftig. Geschlechtliche Erregung. Häufiger Harndrang. Magenkrämpfe, anfall-
Isovaleriansäureester (Benzo-
irritation, Reizung der automatischen weise Sodbrennen. Übelkeit. Heißhunger, fades Aufstoßen. Herzklopfen mit
furane) Valepotriat, Acetoxyvale-
Zentren; Neuralgien; Lumbago, Blutwallungen, fliegender Hitze und Schweißen. Schmerzen und Steifheit im
potriat und Dihydrovalepotriat,
Schwäche der Beine. Nervöse Herz- Kreuz; Fersen- und Achillessehnenschmerz.
stark sedativ wirksam. Aus Vale-
beschwerden; Globus hystericus;
potriat durch Hydrolyse Baldrinal. Verschlimmerung abends und nachts, in der Ruhe, nach Anstrengungen. Besserung
Magenkrampf; Blähsucht;
2 Alkaloide. bei Beschäftigung und Bewegung, durch Reiben.
Störungen im Klimakterium.
AMP + +

Veratrum album Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t


Veratrum album L. Verr. ab D2 f
Weiße Nieswurz, Germer Amp. ab D4 Z.N.S., Gefäßnerven, Magen-Darm-Kanai, Herz, Bronchien, Uterus u. Adnexe.
Farn. nat.: Liliaceae
Gebräuchl. Tbl. (DU.) D4, D3, D6, Veratrum album ist das wichtigste homöopathische Analepticum. Alle neben-
Mittel- und Südeuropa, Nord-
DU.D2 stehenden Indikationen sind durch Neigung zu Vasomotorenschwäche bis zum
asien
Gebräuchl. Amp. D4, D6, D8, D12 Kollaps ausgezeichnet. Herzklopfen, Herzschwäche, Dyspnoe, Oedeme, faden-
Getrockneter Wurzelstock mit u. höher förmiger Puls. Typisch sind dabei kalte Schweiße, Schweißperlen an der Stirn
Wurzeln und im Gesicht, blaß-eyanotische kalte Haut. Anfangs besteht Erregung und
Zahlreiche Sterinalkaloide: Proto- Akuter Brechdurchfall, Cholera, später Lähmung des Z.N.S., Delirien, Angstzustände, Nymphomanie, Hallu-
veratrin, Jervin, Rubijervin, Cholera nostras, Dysenterie, typhöse zinationen. Muskel-, besonders Wadenkrämpfe im Zusammenhang mit profusen
Veratramin Germerin u. a., kein Darmerkrankungen; akute Infek- Durchfällen, die reiswasser- oder ruhrartig sind. Übelkeit, Erbrechen, Singultus.
Veratrin! Chelidon- und Veratrum - tionskrankheiten mit Kreislauf-
schwache, Kollapszustände, Asthma Kältegefühl am ganzen Körper und auf dem Scheitel. Besserung durch Wärme,
säure ; Fett. heiße Kompressen und durch Liegen.
cardiale, Vasomotorenkollaps, quälen-
AMP + + de Bronchitis oder schwere Pertussis.
Verschreibungspflichtig bis Dysmenorrhoe. Manische und de-
einschließlich D3 pressive Psychosen.

Vermerken Sie bitte bei -Verordnung homöopathischer Einzelmittd


Exakte Dosierung und Wirtschaftlichkeit kennzeichnen die Vorteile auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
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303
302
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspez i fi tat
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Veratrum viride Vorschrift 4a: Urtinktur = Dl t


Veratrum viride AIT.
Verr. ab D2 t
Grüne Nieswurz Amp. ab D4 \eratrum viride hat die gleiche Organotropie und die ähnlichen Indikationen
wie Veratrum album. Wahrend die Krankheitszustande, für welche V. a.
Farn. nat.: Liliaceae
zutrifft, durch allgemeine Kälte, mangelndes Fieber und Adynamie ausgezeichnet
Nordamerika Gebräuchl. Tbl. (Dil.) D4, D3 sind, kommt V. v. für solche Zustände in Frage, tue primär mit Kongestionen,
stürmischen Fiebern und septischem Charakter einhergehen und erst in der
Getrockneter Wurzelstock mit
sekundären späteren Phase Blutdrucksenkung, Vasomotorenkollaps und Herz-
Wurzeln Insolatio, Meningismus, Pneumonie,
schwäche zeigen.
akute Gastroenteritis, Cholera, Endo-
Wirkstoffe ähnlich wie bei Vera-
und Pericarditis, Myocarditis, akute Gelbe belegte Zunge mit einem roten Mittelstreifen. Verschlimmerung durch
trum album.
und hyperpyretische Polyarthritis. Bewegung und Aufrichtung. Besserung im Liegen.
AMP + + Erysipel und andere hoch fieberhafte
Infektionen mit Neigung zu Kreis-
Verschreibungspflichtig bis laufkollaps. Encephalitis.
einschließlich D3

Verbascum
Vorschrift 2a: Urtinktur
Verbascum densiflorum BERTOL. Periphere Nerven, besonders N. trigeminus; Schleimhäute der oberen Luftwege.
Syn. Verbascum thapsiforme Verr. ab Dl Kiefergelenke äußerst schmerzhaft, wie in Zangen. Heftige Nervenschmerzen
SCHRAD. Amp. ab D3 in der Schläfen- und Stirnregion. Stechende und drückende Schmerzen im
Königskerze, Wollbluiue ganzen Trigeminusbereich mit Verschlimmerung bei kalter Luft. Schmerzen
auch im Gehörgang.
Farn, nat.: Scrophulariaceae Gebräuchl. Tbl. (Dil.) Dl, D2
Gebräuchl. Amp. D3 Neuralgische und rheumatische Schmerzen in den Extremitäten mit Lähmig-
Europa, Nordafrika
keitsempfindung. Sehmerzen im Hüftgelenkbereich. Krampfartige, drückende
Frisches Kraut zur beginnenden Schmerzen in den Fußsohlen.
Blütezeit Trigeminusneuralgie, multiple Neur-
algien. Heiserkeit, Katarrh der oberen Heiserkeit nach vielem und lautem Reden. Katarrh der oberen Luftwege
Saponine Luftwege. (empirisch).
AMP + +

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auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
304
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz
Organspezi fität
chemische unrj Gebräuchlichste Potenz
subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Haupt Indikationen Modalitäten

Viburnum opulus
Viburnum opulus L. Vorschrift 3a: Urtinktur
Gemeiner Schneeball Verr. ab Dl Z.N.S., weibliches Genitale, besonders Uterus; Gefäßnerven, Magen-Darm-
Farn. nat.: Caprifoliaceae Amp. ab D3 Kanal.
Europa, Asien, Nordamerika Heftige Dysmenorrhoe mit Krampf- und Kopfschmerzen. Große Magenübelkeit.
Gebraucht. 0-Dil. D3 Starke Rückenschmerzen, die zum Unterbauch ziehen. Herunterziehende
Frische Rinde
Schmerzen bei der Periode, in der Gegend der Ovarien beginnend und zu den
Triterpene und Sterole. Gerb- Oberschenkeln strahlend. Große nervöse Unruhe; kann kaum stillsitzen.
stoffe. Harz mit Isovalerian- Dysmenorrhoe, Dysmenorrhoe« mem- Periode zu früh und zu stark.
säure. Bitterstoffglykosid branacea, Abortus imminens,
Uteruskrämpfe. Besserung bei Bewegung und im Freien.
(früheres „Viburnin")
AMP + +

Viola tricolor Vorschrift 2a: Urtinktur


Viola tricolor L.
Verr. ab Dl
Feld-Stiefmütterchen Amp. ab D3
Fam. nat.: Violaceae Haut, Lymphdrüsen. Magen-Darm-Kanal.
Nördliche Halbkugel Gebräuchl. DU.D3-0 Traurige, verdrießliche Stimmung. Katarrhalische Magen-Darm-Beschwerden,
übelriechender Harn (wie Katzenharn), Polyurie, Pollakisurie. Balanitis und
Frisches, blühendes Kraut
Urethritis. Frieselausschlag über den ganzen Körper, Pusteln mit Krusten-
Flavone Rutin und Violanthin, Exsudative Diathese, Lymphatismus, bildung. Ekzeme im Gesicht und an den Ohren.
Cumarin Scopoletin. Salicylsäure, skrofulöse Ekzeme, Milchschorf,
zahlreiche Carotinoide. Impetigo, Pruritus vulvae, Balanitis,
Cystitis.
AMP +

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306 307
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifität
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Vipera berus SV Lösung = D2 ft Z.N.S., Herz und Gefäße.


Vipera berus berus L. Verr. ab D2 ft Namenlose Angst, akute Kreislaufschwäche, Delirium, schwerste Kollapszu-
Kreuzotter Amp. ab D6 stände, Eiskälte, Cyanose, kalte Schweiße. Heftige Anschwellung der gebissenen
Farn. nat.: Viperidae Teile in großer Ausdehnung mit Härte und Spannung. Lymphangitis. Lymph-
Europa und Asien adenitis, Thrombophlebitis, Thrombosen. Gangraen an der Bißstelle. Ekchymosen
Gebrauch!. Tbl. D6, DS
Frisches Schlangengift der Haut. Lähmung der Glieder, Zittern, KräVnpfe. Schwere Praeeordialangst.
Gebraucht. Amp. 1)6, D8
Haemotoxine Schmerzen, Schwäche und Stiche am Herzen. Tachyeardie. Pulsaussetzen.
Venenstauungen. Zunge trocken, fuliginös. Großer Durst, Schwellung der
AMP (—) Kreislaufschwäche, Kollapszustände,
Speicheldrüsen. Erbrechen von Schleim, Galle und Blut. Durchfälle, Unwill-
Nur toxikologische Mitteilungen Lymphangitis, Lymphadenitis,
kürlicher Kot- und Harnabgang. Leibkoliken.
Thrombophlebitis, Gangraen, Paresen,
von Zuständen nach Bissen.
Angina pectoris, Embolie (Zusatz- Besserung durch Erbrechen und auftretenden Schweiß. Periodische Wiederkehr
mittel), Brechdurchfall, Sepsis und der Beschwerden nach Monaten und Jahren. Alte Narben brechen wieder auf.
Verschreibungspflichtig bis Peritonitis (Zusatzmittel).
einschließlich D3

Viscum album
Vorschrift 2a: Urtinktui
Z.N.S., vegetatives N.S.. -besonders N. vagus, Uterus, Bronchien, Gelenke,
Viscum album L.
Carcinome.
Verr. ab D1
Mistel Amp. ab D3 Cerebrale Kongestionen mit Schwindelanfällen. Verdrießlichkeit, innerliche
Fam. nat.: Loranthaceae Unruhe, Kopfschmerzen, schlechter Schlaf mit unruhigen Träumen. Herz-
klopfen, Herzdruck, Extrasystolie, Stenocardie. Krampfhusten mit viel Schleim-
Europa, Japan, Nordamerika Gebraucht ©-DU. D2 rasseln in den Bronchien, Glottiskrampf und Asthmazustände. Magendruck
Frische, im Herbst gesammelte Gebraucht. Amp. D4, D6, D8, D10, und Übelkeit. Periode zu früh und zu stark, mit herabdrängendem Gefühl.
Pflanze ohne verholzte Teile. D12, D15 u. höher Steifigkeit, Müdigkeit und rheumatische Schmerzen in den Beinen und in den
großen Gelenken. Die Glieder können nicht still gehalten werden. Zuckende
Mehrere Viscotoxine (Polypep- und werfende choreatische Bewegungen.
tide), biogene Amine: Cholin, Arteriosklerotische und essentielle
Acetylcholin, Histamin; Triter- Hypertonie, Arteriosklerose. Chorea Verschlimmerung abends und nachts, Besserung durch Schweißausbruch.
pene: /f-Amyrin, Lupeol, Oleanol- minor, Epilepsie, Asthma bronchiale,
säure. Flavone; Zuckeralkohole Menor- und Metrorrhagie. Myalgien Die Beeinflussung von Carcinomen stammt nicht aus der homöopathischpn
Mesoinositol, Pinitol, Quebrachi und Arthrosen. Carcinome, besonders AMP und wird injizierbaren Mistelpräparaten zugeschrieben.
tol; Kaffee- und Ninapinsäure. Cancroide.
AMP +

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308 309
Botanische, Tiefste herstellbare Potenz Organspezifit ät
chemische und Gebräuchlichste Potenz subj. u. obj. Symptomatik und
pharmazeutische Daten Hauptindikationen Modalitäten

Zincum metallicum Vorschrift 6: Verr. = Dl Z N S . , peripheres N.S., Herz und Gefäße, Auge, Magen-Darm Kanal.
Metallisches Zink, Zn Dil. ab D6 Rademacher nannte Zincum treffend das „metallische Opium". Allgemeine
AMP + + Amp. ab Ü8 Schwäche und Mattigkeit, Gedächtnisschwäche, mürrische und depressive
Verschlossenheit. Schwindelzustände, Kopfschmerzen, besonders im Hinterkopf
und Benommenheit, Druck an der Nasenwurzel. Schlaflosigkeit mit großer
Gebraucht. Tbl. D4, D6, D3 Unruhe in den Beinen, die immer bewegt werden müssen, Zähneknirschen,
Gebrauch!. Amp. D8, D10 u. höher Tagesschläfrigkeit. Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe. Rückenschmerzen,
besonders in der Gegend L 1. Herzklopfen und Tachycardie. Venöse Slasen und
Krampfaderbeschwerden. Regel verstärkt, zu früh und mit Krampfschmerzen.
Cerebrale Reizzustände, Meningismus, Multiple Neuralgien und Paraesthesien. Arme und Beine wie gelähmt, auch
Neurasthenie, Hypochondrie, Neuro- echte Paresen und Lidptosis.
und Psychopathie bei Kindern,
Epilepsie. Neuralgien, nervöse Magen- Verschlimmerung durch geistige Anstrengung, nach Essen und Weingenuß
Darmstörungen, nervöse Miktions- sowie während der Regel. Besserung durch Bewegung im Freien. Die Unruhe
störungen, Ischias, Varicen. Kon- in den Beinen ist typisch. Ferner Folgen von Schreck und unterdrückten
junktivitis. Dysmenorrhoe. Exanthemen.

Zincum valerianicum Vorschrift 6: Verr. = Dl t


Zinkisovalerianat
Dil. ab D2 t
Zn(C5HsO2)2-2H2O Amp. ab D6 Zinc. val. hat das gleiche AMB wie Zinc. met.
Die Valerianakomponente gibt dem Mittel lediglich eine verstärkte Wirkung
auf die nervösen Störungen. Bevorzugt für nervöse Schlaflosigkeit, Neuralgie,
Gebräuchl. Tbl. D3, D4, D6, D2
Dysmenorrhoe und motorische Unruhe.
Gebraucht. Amp. D6, D8, D12
u. höher
Verschreibungspflichtig bis
einschließlich D3

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der Tablettenform für die homöopathische Verordnung auf Ihren Rezepten ausdrücklich Original DHU
310 311
Zur Anwendung homöopathischer und biochemischer Salben Hamamelis -Salbe Haemorrhoiden, Varicen, Ulcus cruris vari-
Die nachstehend genannten Salben werden im allgemeinen 3—4mal täglich auf cosum, Phlegrnasia alba dolens und rheu-
die erkrankten Bezirke aufgetragen und mit leichtem Druck verteilt. Erforder- matische Beschwerden.
lichenfalls können auch mit Salbe versehene Mullkompressen aufgelegt werden. Harpagophytum-Salbe Arthrosen der Schulter-, Hüit-, Knie- und Fuß-
gelenke, Spondylarthrosen der Brust- und Len-
Homöopathische Salben , ,OrigmalDHU":
denwirbelsäule, Osteochondrosen, chronische
Tube zu 50 g Polyarthritiden.
Abrotanum-Salbe Akne rosacea, Erythema nodosum, Haeman-
gioma vasculosum, Frostschäden, Akropar- Sabdariffa-Salbe Venopathien verschiedener Genese, statische
aesthesien, Altersgangraen, Dekubitusneigung. Beschwerden, hervorgerufen durch primäre
Elephantiasis angiomatosa und pustulöse Aus- oder sekundäre Varicen, Lymphstauungen und
schläge. Unterschenkelödeme nach längerem Stehen.
Arnica-Salbe Furunkulose (mit geringer Eiterbildung und
bläulichem Aussehen), traumatische Derma-
titi-1. n Bursitis, Dekubitus, Petechien, Ekchy-
ii Purpura, Muskelprellungen, Distor-
v|. : ;. und Verbrennungen
Calendula-Salbe Ulcus cruris varicosum (bei ungenügender
Tube zu 50 g und 200 g Granulationsbildung), Phlebitis, Quetschungen,
Rißwunden, schmerzhafte Geschwüre an
Amputationsnarben, (Jangraen und Perniones.

Cardiospermum-Satbe Allergische und toxische Dermalitiden wie Ur-


Tube zu 50 g und 200 g licaria. juckende Exantheme, Arzneimittel-
und Waschmittelexantheme, Verbrennungen
1. Grades, Lichtdermatitis, Insektenstiche,
ekzematische Hauterkrankungen.

Oonium-Salbe Pruritus, Prurigo, Herpes genitalis, Urtikaria,


Drüsenschwellungen und -Verhärtung, Pana-
ritium und Gangraen.
Echinaeea-Salbe Zur Hebung der Gewebsresistenz und zur
Förderung von Granulationen bei chronischen
Eiterherden an der Haut, bei Ulcus cruris
varicosum sowie bei Furunkeln und Kar-
bunkeln.
Graphites-Salbe Ekzema rhagadiforme, Ekzema crustosum,
Ekzema squarnosum, Impetigo, Intertrigo,
Herpes, Akne vulgaris, Pityriasis, Komedonen,
Narbenkeloide und zur Vorbeugung bei
rezidivierendem Erysipel.

312 313
Biochemische Salben „Original DHU": Natrium -mur. -Salbe Herpes zoster, Herpes labiale, seborrhoische
Tube zu 50 g Ekzeme, Akne, Komedonen, Dermatornvkosen
mit weißen Schuppen, Analfissuren, Folgen von
Calcium-fluor. -Salbe Ulcus cruris mit harten, erhabenen Rändern, Insektenstichen, Wundsein kleiner Kinder,
verhornende Ekzeme der Höhlhand, Haut- Nagelfalzeiterungen und harte Drüsenan-
schrunden, Narbenkeloide, Sklerodermie, schwellungen.
eiternde Fisteln, Nagelfalzeiterungen, Haeman-
giome, Haemorrhoiden und Varicen. Natrium-phosph. -Salbe Furunkulose (im Stadium der Eiterbildung).
Skrofuloderma, Akne rosacea, Crusta lactea.
Calcium-phosph.-Salbe Hydrops articularis, Hygroma praepatellaris, Erysipel, vesikulöse und pustulöse Haut-
posttraumatische Periostreizungen, verzögerte effloreszenzen mit honiggelbem Inhalt, be-
Kallusbildung, Lymphdrüsenschwellungen, ginne ide Mastitis.
Torticollis, Rücken- und Kreuzschwäche,
impetiginÖse Hauteffloreszenzen mit albu- Natrium-sulf.-Salbe Herpes tonsurans, impetiginÖse Ausschläge mit
minösem Inhalt. gelblich-wäßrigem Bläscheninhalt. Perniones
(frische und eiternde), periodisch im Frühjahr
Ferrum-phosph. -Salbe Frische Wunden, Weichteil Verletzungen bei auftretende Hautleiden, Clavus, Erysipel (mit
Frakturen, Quetschungen und Verstauchungen, oedematös-weicher Haut) und Neuralgien.
Prurigo, seborrhoische Ekzeme, Hauterytheme
und generell zur Beseitigung von Hyperämie Silicea-Salbe Nässende Ekzeme an Händen und Füßen,
mit Schmerzzuständen. schlaff granulierende Wunden, Furunkel,
entzündliche Fuüschwielen, Clavus, Nagel -
Kalium-chlorat.-Salbe Herpetiforme Ausschläge mit serofibrinösem falzeiterungen und -entzündungen.
Bläscheninhalt, trockene Dermatosen mit
mehlartigen Schuppen, Clavus, Pruritus,
Hautaffektionen nach Impfung. Bursitis
praepatellaris, Warzen an den Händen. Zur Anwendung homöopathischer Extern-Tinkturen
Kalium-phosph.-Salbe Impetigo contagiosa, urtikarielle Exantheme, Extern-Tinkturen kommen für Einreibungen und Umschläge in Frage. Für
Alopecia areata, Neuralgien, Muskelschwäche, Einreibungen empfiehlt sich deren Verdünnung im Verhältnis 1:3 bis 1:10. Für
postdiphtherische, postapoplektische und Umschläge sind auch höhere Verdünnungsstufen noch wirksam. Unverdünnte
poliomyelitische Lähmungen, Muskelatrophie Extern-Tinkturen sind (mit Ausnahme der Warzenbehandlung) nur für hart
und beginnende Gangraen. \ nackige Fälle zu empfehlen.

Kaliunvsulf.-Salbe Papulöse Hautausschläge, pustulöse Efflores- Für Augenbäder und Umschläge bei ophthalmologischen Erkrankungen gibt man
zenzen an der Haut, Pruritus, trockene und 10—30 Tropfen der entspr. Extern-Tinktur auf eine Tasse abgekochten Wassers.
harte Haut mit Brennempfindung, übermäßige
Hautabschuppung, Lidrandentzündung, rheu- Extern-Tinkturen „Original DHU":
matoide Nacken-, Rücken- und Glieder- O. P. mit 20 ml und 50 ml
schmerzen.
Arnica Extern Traumatische Weichteil Verletzungen, Folgen
Magnes. -phosph. -Salbe Hautjucken, vor allem als Alterspruritus stumpfer Gewaltein Wirkung, Kontusionen.
infolge trophischer Störungen, Psoriasis (als Prellungen, Distorsionen, Haematome, venöse
Zusatztherapie), Neuralgien mit bohrenden Stauungen, Myalgien und Bursitis praepa
oder lanzinierenden Schmerzen, wechselnd in tellaris.
ihrer Lokalisation. Nicht bei offenen Hautdefekten verwenden!
314 315
Bellis Extern Naevus vasculosus, papuiöse und vesikulöse
Hauteffloreszenzen, nässende Ekzeme, post-
traumatische Oedeme, Quetschungen, Ver-
stauchungen, Verrenkungen und Myalgien
durch Überanstrengung.
Calendula Extern Frische Wunden, insbesondere Rißwunden
mit Substanzverlust, beginnende Wund-
eiterungen, Wundschmerzen und oberflächliche
Register der Hauptindikationen
Ulcera mit schlechter Heilungstendenz. Als
Mundspülmittel (1:10 verdünnt) nach zahn-
ärztlichen Eingriffen. Das Indikationsregister enthält nur eine Auswahl der jeweils wichtigsten
Euphrasia Extern Blepharitis, Kon j unkt ivitis, Dakryocystitis, Arzneimittel, wobei die Hauptmittel noch durch Fettdruck hervorgehoben
Iritis, Hornhautentzündung und Hornhaut worden sind. Je nach der individuellen Lage der Krankheitszustände können
ulcera, beginnende Hornhauttrübung, in einzelnen Fällen auch andere als die hier genannten Mittel zutreffen.
Phlyktäna und Lidrandentzündungen. Wo chemotherapeutische, antibiotische oder andere spezifische bzw. stärkere
Mittel u. U. zur Vorbehandlung nötig sind, wurde dies durch die Bemerkung
Hypericurn Extern Heftige Schmerzen bei peripherer Nerven „zur zusätzlichen Behandlung" bezeichnet.
Verletzung durch Stich, Schnitt oder Quet-
schung, Narbenschmerzen nach Operationen, Fast alle Mittel werden nach der. im Hauptteil angegebenen Form und
Paraesthesien mit Kribbeln, Ameisenlaufen Potenz als Tbl. oder Dil. zur peroralen Einnahme verordnet. Einzelne Mittel
und Taubheitsgefühl, Neuralgien und Lum- sind jedoch bei parenteraler Applikation wirksamer und werden dann meistens
bago. intracutan als Quaddeln, seltener subcutan, intramuskulär oder intravenös
Ledum Extern Schmerzhafte Gichtknoten, rheumatische und injiziert.
myalgische Beschwerden, Dermatitis und
Lymphangitis nach Insektenstichen, Pana-
ritium, Perniones, Akne rosacea, nässende
Ekzeme mit .Juckreiz und Bläsehenausschlag.
Ruta Extern Posttraumatische Bänderschwäche der
Gelenke, Kontusionen, Distorsionen, venöse
Stauungen und Varicen, konjunktivitische
Reizungen, Schwachsichtigkeit infolge Über-
anstrengung, Lidzuckungen und Lidkrämpfe.
Symphytum Extern Sportverletzungen, Distorsionen der Gelenke,
Frakturen und Infraktionen mit verzögerter
Kallusbildung, Periostreizungen und -Ver-
letzungen, Periostitiden, Phlegmonen und
Phlebitiden.
Thuja Extern Warzen, spitze Kondylome, nässende und
eiternde Flechten, Naevi. Muskel und
Gelenkrheumatismus und Arthritis urica.
Gemischt mit Glyzerin (1 :10) zur Tamponade
bei Schleimhautwucherungen in der Nase und
bei Cervixaffektionen.
316 317
Abszeß: Echinacea, Hepar sulf., Lachesis (am besten
Apoplexie: Arnica, Aurum, Barium carb., Belladonna.
zur Injektion), Myristica seb., Silicea, Sulfur.
Opium, Zincum.
Adipositas: Caicium carb., Fucus vesiculos., Graphites. Arteriosklerose: Arnica, Aurum, Barium carb., Barium jodat.,
Adnexitis: Acid. formicicum (zur Injektion), Apis, Bella- Conium, Crataegus, Hypericum, Kalium jodat.,
donna, Bryonia, Colocynthis, Hepar sulf., Seeale cornut.
Lachesis (am besten zur Injektion), Mercurius Arthritis deform.:
jodat. ruber, Sepia, Sulfur jodat., Thuja. Acidum benzok'urn. Aranea ixobola, Calcium
phosph., Colchicum, Ichthyolum, Kedum,
Sulfur.
Akne rosacea: Abrotanum, Aurum.
Arthritis urica: s. Gelenkrheumatismus.
Akne vulgaris: Abrotanum, Graphites, Hepar sulf., Jodum,
Kalium bromatum, Sulfur. Ascariden: Abrotanum, Cina, Spigelia.

Albuminurie: s. Nephritis. Ascites: brotanum, Apis, Apocynum, Digitalis.


uassia, Scilla.
Allergische Diathese: Acid. formicicum, Apis, Galphimia,
Rhus tox., Urtica. Asthma bronchiale: Acidum formicicum (zur Injektion). Annni
visnaga, Aralia raeemosa, Arsen um jodat.,
Alopecie: Thallium sulf. Cuprum (zur Injektion), Galphimia.
Ipecacuanha, Kalium bichrom., Kalium jodal.,
Altersherz: Aurum, Barium carb., Barium jodat., Cactus, Lobelia, Nux vom.
Crataegus.
Asthma cardiale: s. Angina pectoris.
Amenorrhoe: Aristolochia, Cimicifuga, Graphites, Pulsatilla.
Basedow: Aurum, Chininum arsen., Kalium jodat.,
Anaemie: Arsenicum alb., China, Chininum arsenicos., Lycopus virgin., Thyreoidinum.
Ferrum arsenicos., Phosphorus, Pulsatilla.
Blepharo Konjunetivitis: Aconitum, Apis, Belladonna, Conium, Euphra-
Analekzem: Graphites, Petroleum, Sulfur, Thuja. sia, Kalium bichrom., Mercurius, Silicea.

Analfissur und Analfistel: s. Fissuren und Fisteln. Beschäftigungskrämpfe: s. Krämpfe.

Angina: Apis, Belladonna, Hepar sulf., Mercurius bi- Bettnässen: s. Knuresis.


jodat. oder cyanatus oder solub., Lachesis
Blutungen: s. HaemorrJiagien.
(am besten zur Injektion), Phytolacca, Silicea,
Thuja, (s. auch Tonsillarabszeß). Brachialgia paraesth. noct. Aesculus, Aranea ixobola, Arsenicum alb.,
Aconitum, Ammi visnaga, Aurum, Cactus, Con- Ferrum phosph.
Angina pectoris:
vallaria, Crataegus, Flor de Piedra, Glonoinum, Bronchiolitis: Ammonium jodaturn.
Iberis amara, Naja tripud., Nux vomica, Phos-
phorus, Spigelia, Tabacum, Vipera berus. Bronchitis: Aconitum, Antimonium sulf. aurant., Aralia
raeerno.su. Bryonia, Cuprum acet., Drosera.
Appetitlosigkeit: Abrotanum, Calcium phosph., China, Col- Grindelia, Hyostyamus, Ipecacuanha, Kalium
chicum, Nux vomica. chloratum. Kalium jodat., Phosphorus. Rurnex,
Condurango. Sencga, Spongia. Stannum jodat., Sulfur,
Anorexie:
Tartarus emetieus.
318 319
Bronchitis, chronische, foetide: Phellandrium. Commötio cerebri: Arnica, Belladonna, Camphorä, Hypericum,
Opium.
Bronchitis, spastische: Ammi visnaga.
Conjunctivitis: s. Blepharo-Konjunctivitis.
Bronchopneumonie: s. Pneumonie.
Coronarinfarkt,
Bursitis: Apis, Arnica, Bryonia, Hepar suli'., Silicea, Coronarinsuffizienz: s. Angina pect.
Sulfur.
Coronarspasmen: Ammi visnaga.
Carcinom: s. Karzinom.

Chlorose: s. Anaemie. Contusionen: Arnica, Symphytum.

Cholangitis, Cholecystitis, Atropinum sulf., Belladonna, Berberis vulg., Coxitis: s. Gelenkrheumatismus.


Cholelithiasis: Bryonia, Carduus, Chelidonium, China, Chio-
nanthus virginica. Colocynthis. Echinacea, Cystitis, Cystopyelitis: Apis, Belladonna, Cantharis,
Lachesis (am besten zur Injektion), Magnesium Colocynthis, Dulcamara, Lycopodium, Pareira
phosph., Mandragora e radice, Mercuriusdulcis, brava, Pichi-Pichi, Sabat serrulatum,
Natrium sulf., Podophyllum, Suifur, Taraxa- Sarsaparilla, Terebinthina.
cum.

Cholera: Acidum hydrocyanicum, Arsenicum alb., Dakryocystitis: Euphrasia, Silicea, Staphisagria.


Camphora, Cuprum arsenicos., Veratrum alb.
Darmblutung: s. Haemorrhagien.
Chorea: Agaricus, Cuprum acet., Kalium bromatum,
Stramonium, Tarantula hisp. Darmkolik: Belladonna, Chamomilla, Colocynthis, Ma-
Aurum jodat., Belladonna, Gelsemium, Mer- gnesium phosph., Mercur. subl. corr., Plum-
Chorioiditis:
bum acet.
curius solub.
Dentitiodifficil.: Chamomilla, Calcium carb., Calcium phosph.
Chorioretinitis: Kalium chloratum.

Belladonna, Gelsemium, Spigelia. Depressionen: Acid. phosph., Aurum, Cimicifuga, Hypericum,


Ciliarneuralgie:
Ignatia, Mandragora e radice, Opium, Pla-
Cirrhosis hepatis: Carduus, Chelidonium, Lycopodium, Mercurius tinum, Sepia.
solub., Phosphor, Quassia.
Diabetes mellitus: (zur zusätzlichen Behandlung) Cuprum ar-
Claudicatio intermitt.: Arnica, Seeale, Tabacum, Veratrum vir. senicosum, Kreosot um, Seeale, Sulfur, Syzy-
gium jambolanum.
Coccygodynie: Arnica, Cimicifuga, Graphites, Magnesium
phosph., Mercurius solub., Rhus tox., Sepia. Diarrhöe: s. Gastroenteritis oder Colica mucosa und
Colitis.
Abrotanum, Aethiops antimon., Aloe, Arseni-
Colica mucosa und Colitis: cum album, JJelladonn. ' ilrium stibiato- Diphtherie: (zur zusätzlichen Behandlung) Apis, Bella-
sulfuratum, Mercurius - Podophyllum, donna, Crotalus, Echinacea, Lachesis (am
Potentilla anserina, Sulfui besten zur Injektion), Mercurius cyanattu.
321
320
Durchblutungsstörungen, Abrotanum, Barium chloratum, Cuprum Enterocolitis: Potentilla anserina.
periphere: arsenicosum, Glonoinum, Kreosotum, Nux
vomica, Lachesis (am besten zur Injektion), Enuresis: Belladonna, Causticum, Kalium phosph..
Pulsatilla, Seeale, Tabacum. Plantago, Pulsatilla.

Epidid vmitis: Aconit., Apis, Aurum jodat., Belladonna,


Dysenterie: Aloe, Arsenicum album, Baptisia, Belladonna,
Carbo vegetabilis, Colchicum, Colocynthis, Clematis, Hamameüs, Mercurius dulcis,
Mercurius solub., Mercurius subl. corr., Podo- Pulsatilla, Sulfur jodat., Rhododendron, Thuja.
phyllum.
Epilepsie: Acidum hydroeyanicum, Agaricus, Cicuta,
Cocculus, Cuprum (zur Injektion), Hyoscy-
Dysmenorrhoe: Aristolochia, Belladonna, Caulophyllum, amus, Kalium bromatum, Oenanthe.
Cimicifuga, Colocynthis, Crocus, Cyclamen,
Hydrastis, Lilium tigrinum, Magnesium Epistaxis: s. Haemorrhagien.
phosph., Potentilla anserina, Pulsatilla, Seeale,
Sepia, Viburnum opulus. Erbrechen: s. Hyperemesis.

Dyspepsie: s. Gastritis. Erfrierungen: s. Perniones.

Eiterungen: Arnica, CaJcium sulf., Echinacea, Hepar sulf., Erregungszustände: Avena sativa, Chamomiüa,
Kalium bichrom., Kalium bromatum, Lachesis Coffea, Cypripedium pubescens. Hyoscyamus,
(am besten zur Injektion), Mercurius bijodatus, Mandragora, Stramonium, Passiflora, Zincum
Myristica seb., Pichi-Pichi, Pulsatilla, Pyro- val.
genium, Rhus tox., Sarsaparilla, Silicea, Sulfur.
Erschöpfungszustände: Acid. phosph., Arsenitum aib., China, Chini-
num arsen., Cypripedium pubesoens, Phos-
Ekzem: Antimonium crudum, Arsenicum al'jum, Ar-
phorus.
senum jodatum, Calcium carbon., Cantharis,
Cicuta, Croton, Graphites, Hydrocotyle, Mer-
Erysipel: Apis, Belladonna, Cantharis, Echinacea,
curius bijodatus, Mercurius solub., Natrium
muriat., Petroleum, Rhus tox., Sarsaparilla, Lachesis (am besten zur Injektion).
Sulfur, Sulfur jodat.
Exsudative Diathese: Abrotanum, Acid. formicicum (zur Injektion),
Barium carb., Calcium carb., Calcium phosph.,
Endocarditis: Aconit., Bryonia, Crataegus, Echinacea, Iberis Graphites, Mercurius bijodatus, Natrium
amara, Kalmia, Lachesis (am besten zur muriaticum, Phosphor., Silicea, Sulfur, Thuja.
Injektion). Naja tripud. (zur Injektion), Spi-
gelia, Veratrum vir.
P'acialislähmung: Aconit., Hypericum, Zincum.
Endometritis und Metritis: Acid. nitr., Aconit., Belladonna, Echinacea,
Hepar sulf., Hydrastis, Kreosot., Lachesis (am Fiebermittel: Aconit., Baptisia, Belladonna, Bryonia, China,
besten zur Injektion), Lilium, Mercurius sol.. Chininum arsenicos., Eupatorium, Ferrum
Thuja. phosph., Gelsemium, Lachesis (am besten zur
Injektion), Pyrogenium, Phosphorus, Veratrum
Enteritis: s. Gaetroenteritis. vir., (s. auch Grippe).
322 .123
Fissuren und Fisteln: Acid. nitr., Calcium carb., Calcium fluor., Gingivitis: Arnica, Arsenicum alb., Echinacea, Hepar
Hepar sulf., Piehi-Pichi, Silicea, Sulfur, Thuja. sulf., Marum verum, Mercurius subl. corr.,
Silicea, Sulfur.
Fluor albus: Aeidum formicicum (zur Injektion), Calcium
carb., Cimicifuga, Guprum (zur Injektion), Glaukom: (zur zusätzlichen Behandlung) Arnica, Atropin.
Ferrum und seine Salze, Hepar sulf., Hydra- sulf. Kalium jodat., Phosphor., Seeale.
st is, Kreosotum, Lachesis (am besten zur
Injektion), Lilium, Pulsatilla, Sepia, Sulfur. Glossitis: Aeidum muriat., Apis, Arum triphyll., Bella-
Thuja. donna, Echinacea, Lachesis (am besten zur
Injektion), Marum verum, Mercur. solub.
Furunkel: s. Eiterungen.
Fußschweiß: s. Hyperhidrosis. Gonorrhoe: (zur zusätzlichen Behandlung!)
Cantharis, Cinnabaris, Mercurius solub.,
Mercurius bijodatus, Pichi Pichi, Sulfur, Thuja.
Gangraen: Carbo veget., Crotalus, Cuprum arsen., Echi-
nacea, Kreosotum, Lachesis (am besten zur Grippe: Aconitum, Baptisia, Belladonna, Bryonia,
Injektion), Pyrogenium (zur Injektion). Seeale, Camphora, Eupatorium, Ferrum phosph.,
Vipera berus, (s. auch Durchblutungsstörun- Gelsemium, Phosphorus, Tartarus emet. (s.
gen). auch Fiebermittel!).
Gastritis: Abies nigra, Acid. sulf., Antimon, crud.,
Ar gen turn nitr., Belladonna, Bryonia, Calcium
Haemorrhagien: Acalypha indica, Arnica, Bellis, Hamamelts,
carb., China, Colchicum. Graphites, Ignatia,
Hydrastis, MHlefolium, Phosphorus, Thlaapi
Ipecacuanha, Lycopodium, Mandragora e
(= Capsella) bursa pastoris.
radice, Nux vomica, Phellandrium, Phosphor.,
Potentilla anserina, Pulsatilla, Sulfur, Tartarus
Haemorrhoidalblutungen: Calcium stibiato-sulfuratum.
e'met.
Gastrocardialer Abrotanum, Allium sat., Asa foetida, Carbo Haemorrhoiden: Acid. nitr., Aesculus, Aloe, Belladonna, Cap-
Symptomenkomplex: veget. et anim., Graphites, Mandragora e sicum, Carduus, Collinsonia, Hamamelis, Nux
radice, Natrium carb., Nux moschata, Sulfur. vomica, Sulfur, (s. auch Haemorrhagien!).

Gastroduodenitis: Condurango. Hautjucken: s. Pruritus.


Gastroenteritis; Arsenicum album, Cuprum arsenieos., Luffa, Heiserkeit: Verbascum.
Mercurius solub., Mercurius subl. corr., Podo-
phyllu'm, Veratrum alb., (s. auch Gastritis). Hepatitis: s. Cholangitis.
Gelenkdistorsionen: Symphytum ad usum externum. Hepatopathie: Chionanthus virginica, Flor de Piedra, Man-
Gelenkrheumatismus: Aeidum benzoieum, Aeidum formicicum (zur dragora e radice.
Injektion), Aeidum salicyl., Aconit, Apis,
Belladonna, Bryonia, Colchicum, Dulcamara, Herpes zoster: Anacardium, Arsenicum alb., Cantharis, Me-
Kalmia, Ledum, Mercurius sol., Phytolacca, zereum, Rhus tox.
Rhododendron, Rhus tox., Spiraea, Sulfur,
Pichi-Pichi. Herzbeschwerden, nervöse: Coffea, Convallaria, Lycopus, Valeriana.
324
Herzdilatation und Insuffizienz: Adonis vernalis, Arnica, Apocynum, Cactus,
Hysterie: Asa foet., Cimicifuga, Coeculus, Crocus, Hyos-
Convallaria, Crataegus, Digitalis, Kalmia,
Oleander, Strophanthus, (s. auch Angina pect.). cyamUK. Hypericum, Ignatia, Mephitis, Nux
moschata. Platinum, Pulsatilla, Sepia, Staphi-
Heufieber: s. Asthma bronch. sagria, Tarantula hisp.. Viburnum, Zincum.

Hinken, intermitt.: s. Claudicatio intermittens. Ikterus: s. Cholangitis.

Heus (spastischer!): Belladonna, Colocynthis, Veratrum album.


Hordeolum: Hepar sulf., Mercurius bijodat., Silicea,
Staphisagria. Impetigo: Arsenit'um album, Calcium carb., Graphites,
s. Bronchitis oder Kitzelhusten. Hepar sulf., Silicea, Sulfur.
Husten:
Impotenz: Acidum phosph., Agnus castus, Damiana.
Hydrocele: Abrotanum, Apis, Rhododendron, Sulfur. Ginseng, -Jodum, Kalium jodat., Selenium,
Staphisagria.
Hydrops: s. Oedeme.
Insektenstiche, Folgen von: Acidum formicicum (zur Injektion), Apis,
Hypacidität: Abrotanum, Acidum hydrochlor., Acidura Kehinmea. Ledum, Laehesis (am besten zur
phosph., Chininum arsenicos., Ferrum metall. Injektion).

Hyperacidität: Belladonna, Capsicum, Iris, Natrium chlorat., Intereostalneuralgie: Arnica, Bryonia, Mezereum, Ranun'culus bulb.,
Natrium phosph., Nux vomica, Robinia. (s. auch Neuralgien).

Apomorphinum, Cerium oxal., Coccutus, Col- Iritis: Atropinum. Aurum chlorat. natr., Belladonna,
Hyperemesis:
chicum, Jodum, Ignatia, Ipecacuanha, Nux Cinnabaris, Euphrasia, Gelsemium, Mercurius
vomica, Tartarus emet. solub., Phosphor.
Ischias: Acidum formicicum (zur Injektion), Aconitum,
Hyperhidrosis: Acidum sulf., Agaricus, Aristolochia, Bella-
Ammonium carb., Arsenic. alb., Bryonia,
donna, Bryonia, Calcium carb., Chamomilla,
Colocynthis, Gnaphalium polyceph., Mandra-
Lycopodium, Salvia, Sambucus, Sanguinaria,
gora c radice, Nux vomica, Rhus tox., Sulfur.
Sulfur.
Karbunkel: s. Eiterungen.
Hypomenorrhoe: s. Amenorrhoe.
Karzinom: (nur zusätzliche und umstimmende Behand-
Hypermenorrhoe: s. Menorrhagie.
lung) Argentum nitricum, Arsenic. alb., Carbo
Hyperthyrepse: s. Basedow. animal., Carbo veget., Cholesterin., Conium,
Hydrastis, Kreosotum, Lachesis (am besten zur
Hypertonie: Apocynum, Aranea ixobola, Arnica, Aurum Injektion), Mercurius solub., Silicea, Thuja,
chlorat. natr., Aurum jodat., Barium jodat., Viscum.
Crataegus, Ergotinum, Rauwolfia serpentina,
Katarakt: Aurum, Atropin. sulf., Belladonna, Gelsemium,
Seeale, Viscum.
Phosphor, Seeale.
Hypotonie: China, Chininum arsenicos., Convallaria, Cra-
Katarrh der oberen Luftwege: Barium chloratum, Kalium chloratum, Magne-
taegus, Kalium carbonicum.
sium chloratum, Marum verum, Verbascum.
Hypothyreose: s. Struma.
Keuchhusten: s. Pertussis.
326
Aralia racemosa, Bryonia. Conium, Hyoscy- Lähmungen: Causticum, Cocculus, Ferrum picrin., Gelse-
Kitzelhusten:
amus, Kalium bromatum, Mandragora c radiec. mium, Lachesis (am besten zur Injektion),
Rumex, Senega, Spongia, Sulfur. Nux vom., Plumbum met., Zincum.

Keratitis: Aethiops antim., Aurum jodat., Euphrasia, Laryngo-Pharyngitis: Ammonium carb., Ammonium jodatum,
Kalium jodat., Morcurius bijodat., Mercurius Belladonna, Causticum, Drosera, Jodum,
dulcis, Silicea, Sulfur. Spongia, Sulfur, Tartarus emet.
Klimakteriun Acid. sulf., Aristolochia, Belladonna, ("imici- Lebereirrhose: Arsenicum alb., Carduus, Chelidonium, Lyco-
fuga, Ignatia, Lachesis, Sanguinaria, Sepia, podium, Mercurius solub., Phosphor., Quassia.
Sulfur.
Liehen ruber planus: Acidum formicicum (zur Injektion), Arsenicum
Knochentuberkulose: (zur zusätzlichen Behandlung) Calcium fluor.,
Calcium phosph., Phosphor, Silicea, Sulfur, album, Sulfur.
Teucrium scorodonia. Luesfolgen: (zur zusätzlichen Behandlung) Acidum nitr.,
Koliken: Atropinum, Belladonna, Bryonia, Carbo veget., Arsenicum alb., Aurum jodat., Kalium
Colocynthis, Nux vomica, Plumbum atrt., biehrom., Kalium jodat., Mercurius bijodat.,
Podophyllum. Mercurius dulcis, Sulfur, Thuja.

Kollaps Acidum hydrocyanioum, Ammonium carb., Acidum benzoieum, Acidum formicicum (zur
Lumbago:
Arsenic. alb., Camphora, Carbo veget., Injektion), Aconitum, Aranea ixobola, Bryonia,
Glonoinum, Laurocerasus. Tabacum, Veratrum Colocynthis, Dulcamara, Gnaphalium, Ledum,
alb., Vipera berus. Nux vomica, Ranunculus bulb., Rhus tox.,
Sepia, Sulfur, Tartarus emet., (s. auch Ischias).
Konjunktivitis: s. Biepharo-Konjunktivitis.
Kopfschmerz und Migräne: Acid. phosph., Ammi visnaga, Apis, Aranea (zur zusätzlichen Behandlung) Arsenum jodat.,
Lungenabszeß:
ixobola, Aurum, Barium carb., Barium jodat., Carbo animal., Echinacea, Hepar sulf., Kreo-
Belladonna, Bryonia, Calcium carb., Calcium sotum, Lachesis (am besten zur Injektion).
phosph., China, Chininuni arsenic, Cimiciiuga. Phosphor., Silicea, Sulfur jodat., Stannum
Cocculus, Coffea, Colocvnthis, Ferrum, Flur jodat.
de Piedra, Gelsemium, Glonoinum, Ignatia,
Iris, Kalium nitneum, Lachesis, Lufta. Ma- Lungen blutung: Acalypha indica, (s. auch Haemorrhagie).
gnesium chloratum, Mercurius solub., Natrium
chlorat., Nux vom., Pulsatilla, Sanguinaria. Lungentuberkulose: (zur zusätzlichen Behandlung) Acalypha,
Seeale, Silicea, Spigelia, Staphisagria, Sulfur. Acidum formicicum (zur Injektion), Arsenum
Thuja. jodat., Aurum jodat., Calcium hypophosph.,
Calcium jodat., Calcium phosph., Equisetum,
Krämpfe: Agaricus, Belladonna, Cicuta, Cocculus, Ferrum phosph., Guajacum, Kalium jodat.,
Conium, Cuprum acet., Hyoscyamus, Kalium Kreosotum, Phosphor, Silicea, Stannum jodat.,
bromatum, Magnesium phosph., Mercurius Sticta pulm., Sulfur, Teucrium scorodonia.
solub., Oenanthe, Seeale, Valeriana, Zincum
val. Lymphadenitisu. Lymphangitis: Arsenum jodat., Belladonna, Conium, Hepar
sulf., Kalium chloratum, Kalium jodat.,
Kreuzschmerzen: s. Lumbago. Lachesis (zur Injektion), Mercurius bijodatus,
Phosphor, Silicea, Vipera berus.
Kreislauf seh wache: s. Kollaps.
32!)
328
Lymphatismus: s. exsudative Diathese. Milzsehwellung: Carduus. Ceanothus, China.
Magen-Darm-Spasmen: Belladonna, Ignatia, Magnesium phosphoricum
und carbonicum, Nux moschata, Nux vomica, Morbilli: Aconit., Belladonna, Brvonia, Drosera. Ferruni
Potentilla anserina, Valeriana. phosph.

Muskelrheumatismus: Acidum formicicum (zur Injektion), Aconit.,


Malaria (chron.): Arsenicum alb., China, Chininum arsenic,
Arnica, Bryonia, Dulcamara, Fcrruni phosph..
Lycopodium, Sulfur. Formica rufa, Mandragora e radice. Rhododen-
Mandelabszeß: dron. Rhus tox., Sarsaparilla, Sulfur.
s. Tonsillarabszeß.
Masern: Myocardinfarkt: Arnica, Cactus, Crataegus, Lachesis (am besten
s. Morbilli.
zur Injektion). Naja trip. (zur Injektion).
Mastitis: Aconit., Belladonna, Echinacea, Hepar sulf., Spigelia (s. auch Angina peet.).
Lachesis (am besten zur Injektion), Mercurius
solub., Myristica seb.
Mvoearditis: Aconit., Adonis, Arnica, Arsen um jodat.,
Mastodynie: Conium, Croton, Hydrastis, Phytolacca, Aurum, Cactus, Crataegus, Digitalis. Echina-
Pulsatilla. cea, Iberis amara, Kalium earb., Kalmia.
Lachesis (am besten zur Injektion). Lauro-
ftföhieresche Erkrankung: Ammi visnaga, Cocculus, Conium, Glonoinum, cerasus, Naja trip. (zur Injektion), Oleander.
Hyoseyamus, Nux vomica, Seeale, Tabacum. Phosphor., Spigelia, Strophanthus, Veratrum
vir.
Meningismus u. Meningitis: (zur zusätzlichen Behandlung) Aconit., Apis,
Belladonna, Cicuta, Echinacea, Gelsemiuni, Myom: Aurum chlorat. natronat., Calcium stibiato
Glonoinum, Helteborus, Lachesis (zur Injek- sulfuratum, Conium, Erigeron canad.. Hama-
tion), Stramonium, Veratrum vir. melis, Hydrastis, Millefolium, Thlaspi bursa
pastoris.
Menorrhagie und Metrorrhagie: Aurum jodat., Belladonna, China, Cimicifuga,
Erigeron, Hamamelis, Hydrastis, Millefolium, Nachtschweiße: s. Hyperhidrosis.
Sabina, Seeale, Thlaspi bursa pastoris,
Viburnum. Xagel<reschwür: a. Eiterungen.
Meteorismus: Allium sativum, Asa foetida, Carbo veget.,
Xausea : s. Hyperemesis und Meniere.
Colchicum, Flor de Piedra, Graphites, Lyco-
podium, Mandragora e radice, Nux moschata,
Opium; Phellandrium, Sulfur. Xephritis und Nephrose: Acidum formicicum (zur Injektion). Aconit.,
Apis, Belladonna, Berberis vulg..
Migräne: s. Kopfschmerzen. Cantharis, Dulcamara, Kalium nitricum, Lyco-
podium, Mercurius subl. corr., Mercurius solub.,
Milchschprf: Acidum formicicum (zur Injektion), Anti- Phosphor., Sarsaparil la, Soiidago, Tere bin
monium crudum, Calcium carb-, Graphites, thina.
Mercurius bijodatus, Mercurius solub., Natrium
chlorat., Sarsaparilla, Silicea, Sulfur. Nephrocirrhose: Kalium nitricum.
330
Nephrolithiasis: Acidum benzoicum, Acidum formicicum (zur Orchitis: s. Epididymiti:
Injektion), Berberis vulg., Cantharis, Oon-
vallaria, Lycopodium, Pichi-Pichi, Rubia tinc- Osteonialacie und Osteomyelitis; (zur zusätzlichen Behandlung) Calrium
torum. phosph.. Mercurius .solub.. Phosphor, Silicea,
Sulfur. (ferner die Mittel unter Eiterungen).
Nephrosklerose: Acidum formicicum (zur Injektion). Arsenicum
atbum, Aurum chlorat. natronat., Oaleium Otitis mi'dia: (zur zusätzlichen Behandlung) Aconit., Arse-
arsenicos., Kalium arsenicos., Phosphor., Plum- nicum album. Belladonna, Kalium hichrom..
bum acet., Seeale, Solidago. Kalium chlorat um, Mercurius dulcis. Pulsa-
tilla, Silicea, Sulfur jodat.
Nervenverletzungen, stumpfe: Symphytum ad usum externum.
Otosklerose: Acidum formicicum (zur Injektion). Phosphor.,
Neuralgie: Aconit., Aranea ixobola, Arsenicum album, Silicea.
Belladonna, Chininum arsen., Oimieifuga,
Colocynthis, Ferrum phosph., Celsemium, Ovanalevstom: Acidum formicicum (zur Injektion). Apis,
Lachesis (am besten zur Injektion). Magnesium Aurum. Graphites, Jodum, Lachesis.
phosph., Marum verum, Mercurius solub..
Nux vom., Spigelia, Sulfur. Thuja, Valeriana. Ozuena: Acidum formieieum (zur Injektion). Acidum
Verbascum. nitrk'um. Kalium bichrom., Kalium jodat.,
l^uffa, Mercurius solub., Phosphor.. Silicea.
Neurasthenie: s. Erschöpfungszustände.
Panantium : s. Eiterungen.
Neuritis: Aconit., Apis, Arsenicum alb., Belladonna,
Bellis, Colocynthis, Ferrum phosph., Gelse- Paradrntose: Hepar sulf., Mercurius solub., Symphytum.
mium, Mercurius solub.
l'araesthesien : s. Neuralgie und Durchblutungsstörungen.
Obstipation: Alumina, Bryonia, Carduus, Collinsonia,
I'aiesen: Conium, Plumbum, \"ipera berus.
Graphites, Lycopodium, Magnesium chlorat.,
Mandragora e radice, Natrium chlorat., Nux
Paronvehie; s, Eiterungen.
vomica, Opium, Silicea, Sulfur.
l'arotitis: Belladonna, Mercurius solub.. Plumbum acet.,
Oedeme, cardiale und renale: Apis, Apocynum, Arsenicum alb., Convallaria,
Crataegus, Digitalis, Kalium carb., Oleander, Pulsatilla, Sulfur jodat.
Petroselinum, Scilla, Solidago, Strophanthus.
Pemphigus: Anacardium, Apis. Cantharis, Kanunculus
bulb., Rhus tox.
Occipitalneuralgie: Gelsemium, Nux vomica.
Pencarditis: Aconit., Apis, Arsen um jodat., Belladonna,
Ohrensausen: Chininumsulf., Kalium jodat., Mercurius solub.,
Nux vom., Phosphor., Seeale. Bryonia, Echinacea, Kalmia, Lachesis (am
besten zur Injektion). Naja trip. (zur Injektion).
Oophoritis: s. Adnexitis. Spigelia, Veratrinn allium, \eratrum vir.

Ophthalmie: Aethiops antim., Apis. Aurum jodat., Lachesis Periost Schädigungen Arnica. Armea ad usum externum. Svmphv-
(am besten zur Injektion), Phosphor. tuni. Sympliytum ad usum externum.
332 333
Pollutionen: Caladium, China. Dioscorea, Phosphor., (s. auch
Perniones: Abrotanum, Agaricus, Garbo veget., Petroleum, Impotenz).
Pulsatilla.
Polyarthritis: s. Gelenkrheumatismus.
Pertussis: Belladonna, Coccus cacti, Corallium, Cuprum
Prolapsus ani et recti Aloe, Belladonna. Calcium fluorat., Capsicum,
(zur Injektion), Drosera, Ipecacuanha, Kalium
Collinsonia. Graphites. Lycopodium, Nux
Chrom., Kalium bromatum, Mephitis,
vomica. Podophyllum, Silicea. Sulfur., (s. auch
Tartarus emet.
Haemorrhoiden und Obstipation).

Petechien: Arnica, Carbo veget., Phosphor., Secale, Prolapsus uteri: Calcium fluorat.. Hydrastis, Lilium tigr.. Sepia.
(s. auch Haemorrhagien).
Proktitis: Aloe. Belladonna. Capsicum. Chamomilla.
Colocynthis, Mercurius subl. corr., Nux vom.
Pharyngitis: s. Laryngitis.
Prostata hypertrophie Belladonna. Cantharis. Chimaphila,
Aesculus, Arnica, Belladonna, Echinacea, und Prostatitis: Digitalis, Ferrum picrin., .Mercurius subl. corr..
Phlebitis:
Hamamelis, Lachesis (am besten zur Injektion), Pichi-Pichi, Populus tremuloid.. Sabal serrul.,
Mercurius solub., Myristica seb., Symphytum, Solidago.
Vipera berus. Prurigo: s. Ekzem.
Pruritus ani et vulvae : Acidum formicicum (zur Injektion). Aeidum
Phlegmone: (zur zusätzlichen Behandlung) Apis, Bella-
nitricum. Aethiops antim., Arsenicum alb..
donna, Calcium sulf., Crotalus, Echinacea,
Caladium, Capsicum, Collinsonia Graphites.
Hepar sulf., Lachesis (am besten zur Injektion).
Nux vom., Phosphor., Pulsatilla. Sepia, Sulfur.
Mercurius bijod., Mercurius solub., Myristica
sebif., Pyrogenium (zur Injektion), Sulfur. Pruritus cutaneus et senile Acidum formicicum (zur Injektion), Acid.
sulf.. Agaricus. Antimonium crud., Arsenicum
Phthisis: s. Lungentuberkulose. all)., Calcium carb.. Croton. Dolichos, Flor de
Piedra. Sulfur, Staphisagria. Thuja, Urtica.
Pleuritis: Acidum formicicum (zur Injektion), Aconit. Psoriasis: Acidum formicicum {zur Injektion), Acidum
Arsen um jodat., Belladonna, Bryonia, Can- nitricum. Arsenicum album. Berberis aquifol.,
tharis, Echinacea, Kalium jodat., Phosphor., Calcium carb.. Graphites, Hydrocotyle, Sarsa-
Ranunculus bulb-, Sulfur jodat., Tartarus parilla. Sulfur. Thuja.
emet.
Psychosen: s. Depressionen.
Pneumonie: (bei toxischen Fällen mehr zusätzliche Be- Ptyalismus: Acidum nitr.. Mercurius solub., Natrium
deutung) Aconit., Antimonium arsenicos., chlorat.
Arsenum jodat., Belladonna, Bryonia, (Cam-
phora, Ferrum phosph., Hepar sulf, Ipeca- Puerperalfieber: s. septische Prozesse.
cuanha, Jodum, Kalium jodat., Phosphor.,
Pyelitis und Pyelonephritis- (zur zusätzlichen Behandlung) Acidum forni-
Stannum jodat., Sulfur, Tartarus emet.,
cicum (zur Injektion). Acidum nitricum.
Veratrum alb.
Cantharis, Chimaphila, Coccus cacti, Echinacea.
Hepar sulf., Lycopodium, Mercurius sublim,
Poliomyelitis: Aconit., Belladonna, Ferrum phosph., Gelse- corr., Sarsaparilla. Sulfur, Terebinthina.
mium, Phosphor., Plumbum acet.
335
334
Pylorospasmus: Apomorphinum, Belladonna, Chamomilla, Schwindelzustände: Ammi visnaga, Arnica, Aurum, Barium carb.,
Cuprum acet.. Magnesium phosph., Nux vom. Barium jodat., Cocculus, Conium, Crataegus,
Ferrum, Kalium jodat., Phosphor., Secale.
Pyodermie: s. Eiterungen. Tabacum, Viscum.t, (s. auch Meniere).

Quincke Oedem: Aridem formicicum (zur Injektion). Apis, Scrofulosis: Abrotanum, Arsenum jodat., Aurum chlorat.
Belladonna. natronat., Calcium carb., Calcium hypophosph.,
Calcium jodat., Calcium phosph., Carbo veget..
Rachitis: (zur zusätzlichen Behandlung) Aridem phosph., Kalium jodat.. Kalium phosph.. Lycopodium,
Calcium carb., Calcium phosph., Ferrum Natrium chlorat.. Phosphor., Silicea, Sulfur,
phosph., Lycopodium, Phosphor., Sulfur. Thuja.

Raynaud'sche Krankheit: s. Durchblutungsstörungen. Seborrhoe: Aridem formicicum (zur Injektion), Calcium


carb., Graphites, Kalium bromatum. Mercurius
Reizblase: Cantharis, solub., Natrium chlorat.. Selenium, Thuja, (s.
auch exsudative Diathese).
Mandragora e radice, Mercurius solubilis.
Septische Prozesse: (zur zusätzlichen Behandlung) Arsenicum
Reizhusten:
s. Kitzelhusten und Bronchitis. album. Baptisia, Carbo animal., Chininum
arsenicos., Crotalus, Echinacea, Lachesis (am
Retinitis:
s. Chorioiditis, besten zur Injektion), Pyrogenium (zur Injek-
tion), Mercurius solub., Veratrum vir., Vipera
Rhagaden:
Arid. nitr., Condurango, Graphites, Sulfur. berus.
Rheumatismus:
s. Gelenk- oder Muskelrheumatismus. Singultus: Belladonna, Cuprum acet., Hyoscyamus,
Magnesium phosph., Nux vom.
Rhinitis: Ammonium carb., Arsenicum alb., Belladonna.
Camphora, Cyclamen, Galphiinia. Hydrastis.
Sinusitis: Calcium sulf., Cinnabaris, Hepar sulf.,
Kalium Chrom., Kalium jodat., Luffa, Marum
Kalium Chrom., Luffa, Silicea.
verum, Pulsatilla.

Rubeolae: Aconit., Belladonna, Dolichos, Ferrum phosph. Sklerose, multiple: Arid. picrin., Agaricus, Causticum, Cuprum
(zur Injektion), Gelsemium. Mangan, acet.,
Salivatio: Mercurius solub., Nux vom., Plumbum acet.,
s. Ptyalismus.
Strychninum nitr., Zincum met.
Sarkom: s. Karzinom.
Sodbrennen: s. Hyperacidität.
Scarlatina: Apis, Belladonna, Ferrum phosph., Lachesis, Sonnenstich: s. Meningismus.
Mercurius solub., Stramonium.
Soor: Arid. sulf., Borax. Mercurius sublim, corros.
Schlaflosigkeit: Avena sat., Chamomilla, Cocculus, Coffea,
Hyoscyamus. Passiflora, Staphisagria, Valeri- Spasmophilie: Belladonna, Calcium carb., Cuprum (zur
ana, Zincum val. Injektion), Chamomilla, Ignatia, Nux vomica,
Strychninum nitr., Zincum met., (s. auch
Schreibkrampf: s. Krämpfe. Krämpfe).
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Spondylosis und Pichi-Pichi, ferner s. Gelenkrheumatismus.
Bandscheibenschäden: Tonsillitis: s. Angina.

Speichelfluß: s. Ptyalismus. Torticollis: Arnica, Belladonna, Bryonia, Colchicum,


Dulcamara, Nux vom , Rhus tox., (s. auch
Star: s. Katarakt. Muskelrheumatismus).
Stenocardie: s. Angina pectoris.
Tracheitis: Ammonium carb., Bryonia, Causticum, Dro-
Stomatitis: Arid. nitr, Arid. sulf, Apis, Arum triphyll., sera, Hyoscyamus, Rumex, Spongia, Tartarus
Borax, Echinacea, Hydrastis, Kalium Chrom., emet.
Luffa, Mercurius subl. corr., Pulsatilla.

geminusneuralgie: Acidum formicicum (zur Injektion), Aconitum,


Struma: Calcium fluorat., Calcium jodat., Flor de
Belladonna, Cimicifuga, Colocynthis, Gelse-
Piedra, Fucus vesiculos., Hepar sulf., Jo
mi um, Iris, Magnesium phosph., Mercurius
dum, Kalium jodat., Spongia, Thyreoidinum.
solub., Rhododendron, Spigelia, Stannum,
Subacidität: s. Hypacidität. Verbascum, Zincum val.

Supraorbitalneuralgie: s. Neuralgie. Tubenkatarrh (T. Eustachii): Barium chloratum, Capsicum, Cinnabaris,


Kalium chloratum, Pulsatilla,
Sykosis: Cicuta vir., Graphites, Hepar sulf., Hydro- (s. auch Rhinitis).
cotyle, Mercurius subl. corr., Sulfur.
Typhus abdominalis: (zur zusätzlichen Behandlung) Arsenicum a!b..
Baptisia, Carbo veget., Chininum arsen., Echi-
Tabes dorsales: (zur zusätzlichen Behandlung) Alumina, nacea, Ferrum phosph., Lachesis (am besten
Agaricus, Cocculus, Conium, Cuprum, Kalium zur Injektion). Pyrogenium (zur Injektion).
jodat., Mercurius dulcis, Nux vomica, Plum-
bum met., Silicea, Sulfur, Thuja, Zincum val.
UIcus cruris: Aesculus, Arnica, Arsenic. alb.. Calcium fluor.,
Tachycardie: Aconit., Adonis, Apocynum, Cactus, Chininum Carbo veget., Carduus, Echinacea, Hamamelis,
arsenicos., Coffea, Convallaria, Crataegus, Hepar sulf., Lachesis (am besten zur Injektion).
Lycopus, Spigela. Lycopodium, Sepia. Sulfur jodat., Symphytum.

Tendovaginitis: Acidum formicicum (zur Injektion), Apis,


Arnica, Bryonia, Calcium phosph., Hepar UIcus duodeni: Acidum formicicum (zur Injektion). Anacar-
sulf., Kalium jodat., Sulfur jodat., Symphytum. dium, Argentum nitricum, Belladonna, Bismu-
tum subnitr., Capsicum. Kalium Chrom..
Thrombose und Thrombo- Mandragora e radice, Robinia,
phlebitis: s. Phlebitis. (s. auch die Mittel unter Ulcus ventriculi).

Thyreotoxikose: s. Basedow.
UIcus ventriculi: Acidum formicicum (zur Injektion), Argentum
nitr., Arsenicum album, Belladonna, Bismu-
Tonsillarabszeß: Echinacea, Guajacum, Hepar sulf., Lachesis
turn subnitr., Capsicum. Condurango. Graphi-
(am besten zur Injektion), Mercurius solub.,
tes, Ignatia. Nux vomica, Phosphor., Pulsatilla,
Myristica seb., (s. auch Eiterungen).
Robinia.
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Uraemie: (zur zusätzlichen Behandlung) Aethusa, Apo- Wurmkrankheiten : (zur Milieuänderung) Abrotanum, Cina,
cynum, Arsenicum alb., Cuprum arsenicos., Cuprum acet.. Ferrum, Spigelia.
Hyoscyamus, Kalium nitricum, Lachesis
(am besten zur Injektion). Phosphor.. Plumbum Zahnkaries: Acidum hydrofluoric, Arid. nitr.. Argen turn
acet., Scilla, Stramoniuin. nitr., Calcium carb., Calcium fluorat., Kreoso-
tum, Mercurius solub., Silier, Staphisagria.
Urethritis: Acidum formicicum (zur Injektion), Acidum Zahnschmerzen: Aconitum, Belladonna, Colocynthis, Cypri-
nitr., Cantharis, Mercurius pedium pubescens. Gelsemium. Mercurius
subl. corr., Selenium, Thuja. solub.

Urticaria: Acidum formicicum (zur Injektion), Anacar- Zahnfleischentzündung: s. Gingivitis.


dium, Apis, Belladonna, Calcium ARB., Rhus
tox., Sulfur, Urtica urens.

Vaginismus: Belladonna, Cantharis, Hyoscyamus, Ignatia.


Platinum, Sepia.

Varicellae: Aconit., Ferrum phosph., Su)fur, Tartarus


emet.

Varicen: Aesculus, Aristolochia, Arnica, Calcium fluor.,


Carbo anim., Carduus, Hamamelis, Millefolium,
Lycopodium, Pulsatilla, Sepia, Sulfur.

Vegetative Dystonie: Aconit., Avena sativa, Belladonna, Calcium


carb., Calcium phosph.. Chininum arsen.,
Crataegus, Kalium phosph.. Lachesis (um
besten zur Injektion), Lycopus virgin., Man-
dragora e radice, Phosphor., Veratrum alb.

Verbrennungen: Arnica, Arsenicum alb., Calendula, Cantharis,


Echinacea, Hamamelis, Hypericum.

Vertigo: s. Schwindelzustände.

Wadenkrampf: s. Claudicatio und Spasmophilie.

Wassersucht: s. Oedeme.

Wundbehandlungsmittel: (zur innerlichen und äußerlichen Anwendung)


Aristolochia, Arnica, Calendula, Echinacea,
Euphrasia, Hamamelis, Hypericum, Sym-
phytum.
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