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Pathologie

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1. Pneumothorax Pneumothorax - Luft gelangt in Pleuraspalt


Ursachen:
äussere: Stichverletzung am Brustkorb (Rippen bei Aufprall)
innere: Alveolen platzen (Emphysem)

Symptome:
- plötzlicher Thoraxschmerz
- Atemnot
- Husten
Komplikationen: SPANNUNGSTHORAX
2. Entzündungen Magen Gastritis - Magenentzündung - Erbrechen
und Darm Enteritis - Dünndarmentzündung - Durchfall
Gastroenteritis - Magen- und Dünndarmentzündung - Brechdurchfall
Enterokolitis - Dünndarm- und Dickdarmentzündung - Durchfall
3. Zöliakie Ursache: Autoimmunkrankheit
(Glutenunverträglichkeit ) Pathomechanismus: Reaktion gegen Gluten in vielen Getreiden
Folgen: Schädigung der Dünndarmschleimhaut. Zotten verkrümmen, Resorption vermindert.
Therapie: Glutenfreie Diät
Gluten vorhanden: Weizen, Dinkel, Ur-Dinkel, Gerste, Hafer, Grünkern, Roggen, Spelt, Einkorn, Emmer,
Glutenfrei: Hirse, Amaranth, Buchweizen, Reis, Quinoa, Mais, Soja, Fleisch, Fisch, Gemüse, Kartoffel, Milch,
Nüsse,
4. Pankreas-Karzinom Risikofaktoren: Rauchen, Alkoholüberkonsum, chronische Pankreatitis.
Diagnose meist sehr spät gestellt. Schleichender verlauf, sehr schlechte Prognose.
5. Akute Pankreatitis akute Pankreatitis
Ursachen: Gallensteine und Alkoholmissbrauch
Pathomechanismus: Verdauungsenzyme werden innerhalb Organ freigesetzt, Pankreas verdaut sich selbst.
Symptom: heftige Oberbauchschmerzen, oft gürtelförmig
Verlauf: schwere Erkrankung!, relativ oft tödlicher Verlauf
6. Chronische Pankreatitis Bei der chronischen Pankreatitis kommt es zum Funktionsverlust des Organs durch wiederholte akute
Pankreatitiden oder kontinuierliche Entzündung. Nach Jahren Pankreasinsuffizienz.
7. Peritonitis = Ursache: 90 Prozent Keimverschleppung Bakterien aus dem Darm in die Bauchhöhle infolge Perforation
Bauchfellentzündung (Durchbruch) eines Abschnitts des Verdauungsrohrs (oft Wurmvorsatz oder Divertikel)
Seltener chemisch-toxische Entzündungen.
Verlauf:zunehmende Abwehrspannung der gesamten Bauchmuskulatur, brettharte Bauch. Ohne
Behandlung Schock und Darmlähmung (paralytischer Ileus). Akute Lebensgefahr.
Therapie: chirurgischer Eingriff, Spülung, Antibiotika.
8. Akutes Abdomen Symptome:
- rasch einsetzende, starke Bauchschmerzen
- Übelkeit und Erbrechen
- Abwehrspannung
- Kreislaufstörung
Ursachen:
- Blinddarmentzündung (Appendizitis)
- EUG (Eileiterschwangerschaft)
- Nierensteine
- Gallenblasenentzündung
- Divertikulitis
Therapie: Immer ein Notfall. Zugrundliegende Krankheiten können rasch schlimmer werden und tödlich
enden.
9. Reflux(oesophagitis) Pathomechanismus: Rückfluss Magensaft, Entzündung - Oesophagitis.
Komplikationen: Oesophagussphinster schliesst nicht richtig (Mageneingang)
10. Hiatushernien Pathomechanismus: Ein Teil des Magens befindet sich oberhalb des Zwerchfells. Magen kann
eingeklemmt werden.
11. Oesophagus-Karzinom Ursachen:
- Rauchen
- Alkohol
- Refluxoesophagitis (chronisch)
Prognose sehr schlecht, Heilung nur möglich wenn sehr früh entdeckt.
Therapie: Operative Entfernung des Oesophagus. Magen nach oben gezogen oder Ersatz-
Oesophagus aus einem Darmteil.
12. Oesophagus-Varizen Krampfadern um den Oesophagus bei Leberzirrhose. Wegen erhöhtem Gefässwiderstand
enstehen Umgehungskreisläufen in Form von Varizen.
Gefahr: Die Varizen können leicht einreissen - lebensbedrohliche Blutungen
13. Gastritis - akut oder chronisch
(Magenschleimhautentzündung) Symptome:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Oberbauchschmerzen
Ursachen:
- Alkohol
- Nikotin
- Infektionen (Helikobakter pylori = HP Bakterien)
- Lebensmittelvergiftung
- Stress
- Medis (z. B. NSAR - nichtsteroidale Antirheumatika - Aspirin, Algifor
14. Chronische Gastritis Formen:
(Magenschleimhautentzündung) A. Autoimmungastritis - Antikörper gegen Belegzellen
B. Bakterielle Gastritis - Besiedlung mit HP
C. Chemische Gastritis - meist durch Medikamenten
15. Erbrechen Schutzreflex der den Magen in Notfall sofort entleert.
Mechanismus: Falls Brechzentrum in Hirstamm aktiviert, dann Sphinktern erschlaffen, Luftwege
werden verschlossen, Bauchmuskel und Zwerchfell kontrahiere ruckartig - Mageninhalt wird nach
draussen befördert.
Ursachen: Magen-Darm-Grippe, Kopfschmerzen, Vergiftung, Schwangerschaft, Seekrankheit,
Überessen, Ekel, starke Schmerzen
16. Magengeschwür (akut ) und = Magengeschwür (es entsteht ein Loch in der Magenschleimhaut)
Ulkus-Krankheit - Ulzera im Magen auch im Duodendum
- Akute Ulkus meist wegen Stress
- chronisch-rezidivierendes Auftreten immer neuen Ulzera = Ulkus-Krankheit
Pathomechanismus:
gestörtes Gleichgewicht zwischen den angreifenden Faktoren (HP-Besiedlung/Salzsäure, Pepsin,
Galle/Stress, Rauchen/NSAR, Glukokortikoide) und schutzfaktoren (Magenschleim, gute
Schleimhautdurchblutung)
17. Ulkus-Krankheit (chronische Symptome: Oberbauchschmerzen, Druck, Völlegefühl
Magengeschwüre) Therapie:
- HP-Eradikation
- Säureblocker
Komplikationen:
- Perforation und als Folge Peritonitis
- Blutung + Schock
18. Magen-Ca - früher häufig, seltener durch Erfindung des Kühlschranks = weniger Nitrit-Pökelsalze bei Fleischkonservierung
(Magen-Karzinom) Risikofaktoren:
HP, Alkohol, Rauchen, Nitrosamine (Erhitzen gepökelter Lebensmittel, Spinat, im Latex-Matratzen, Luftballons
etc.)
Prognose:
Wegen unspezifischen Symptome oft spät diagnostiziert - Prognose oft sehr schlecht.
19. Enteritis Dünndarmentzündung
Hauptsymptom: Durchfall
20. Ikterus (Gelbsucht ) Billirubin aus dem Abbau von alten Erythrozyten wird über Leber (mit der Galle) ausgeschieden.

Drei verschiedene Formen des Ikterus:


- Prähepatischer Ikterus - durch einen vermehrten Anfall von Bilirubin im Blut, z.B. im Rahmen einer massiven
Hämolyse (z. B. Neugeborenen-Gelbsucht
- Hepatischer Ikterus - Bilirubin von den Leberzellen nicht mehr oder nur noch vermindert aufgenommen.
Ursache hierfür können Medikamente (z.B. Kontrastmittel) oder eine Schädigung der Leberzelle selbst sein. (z.B.
Leberzirrhose, Hepatitis (infektiös, autoimmun, toxisch...), primäre Lebertumore, Lebermetastasen, etc.
- Posthepatischer Ikterus - Störungen des Gallenabflusses (Cholestase) durch
Gallensteine, Karzinome, Entzündungen, z. B. chronische Pankreatitis
21. Gallensteine, Gallensteine bestehen aus Salzen oder Cholesterin
Gallenkolik und Symptome:
Cholezystitis Schmerzen oder Druckgefühl im rechtem Oberbauch, vor allem nach Aufnahme von fetthaltigen
Nahrungsmitteln.
Gallenkolik - wenn ein Stein in den Gallenwegen steckenbleibt.
Wenn ein Gallenstein steckenbleibt, kommt es zu Posthepatischer Abflussstörung. Das führt zu Ikterus.
Cholezystitis ist Gallenblasenentzündung (Unterschied zu einfachen Gallensteinen: zusätzlich Fieber)
22. Hepatitis Verschiedene Ursachen:
(Leberentzündung) - Viren (Hepatitis A, B, C, etc. Begleithepatitis)
- Gifte und Medikamente (Alkohol, Knollenblätterpilz)
- Autoimmune Hepatitis
- Stoffwechselhepatitis (Hämochromatose)

Symptome:
schlechter Allgemeinzustand, Schwindel, Oberbauchschmerzen, Ikterus

Spätfolge: oft Leberzirrhose.


23. Leberzirrhose - Ursachen:
Lebervernarbung, Meist Alkoholüberkonsum oder Endstadium einer chronischen Virushepatitis.
Schrumpfleber
Pathomechanismus:
Leberstruktur zerstört, Leberläppchen durch Narbengewebe ersetzt.

Symptome:
- Allgemeinsymptome (Oberbauchschmerzen, Leistung vermindert, müde)
- Leberhautzeichen (Spider Naevi, Palmarerythem, etc.)
- Hormonelle Störungen (Potenzstörung, Gynäkomastie - Männerbrüste), Menstruationsstörungen)
- Leber tastbar vergrössert, "höckrig" = uneben, am Ende geschrumpft.

Folgen:
Durch Leberumbau kommt es zur Verengung des Pfortader-Systems - portale Hypertonie. Es entstehen
Umgehungskreisläufe Oesophagusvarizen
24. Leber-Karzinom Risiko stark erhöht bei Leberzirrhose. Das primäre Leber-Karzinom viel seltener als Lebermetastasen -
und Primärtumor dann im Einzugsgebiet des Pfortader-Systems (Magen, Kolon und Rectum-Ca)
Lebermetastasen
25. Leberkoma Bei Eiweissabbau ensteht Ammoniak - sehr giftig fürs Gehirn. Bei schweren Leberschäden entgiftet Leber
den Körper nicht mehr und Ammoniak-Konzentration steigt. Es folgen neurologische Symptomen
(hepatische Enzephalopathie). Endstadium Leberkoma, meist tödlich.
26. Leber und Alkohol Um die aufgenommene Menge Alkohol in Gramm zu berechnen, benutzt man folgende Formel:

Volumen% / 100 x Menge in ml x 0,8

500 ml Bier mit 5 Volumen%


500x0,05x0,8 = 25 x 0,8 = 20 g

Schädliche Grenzmengen:
Frauen: 12 gr pro Tag = 1,5 dl Wein oder 3 dl Bier
Männer: das Doppelte.
27. Appendizitis Häufigkeit: häufig vor allem bei Kindern und Jugentlichen
(Blinddarmentzündung) Ursache: Keime aus der Nahrung vermehren sich im Wurmfortsatz
Diagnose: recht schwierig, diagnostisches Chamäleon
Symptome: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ev. Fieber, Bauchschmerzen zuerst um den Nabel,
Schmerzen wandern in den rechten Bauchraum.
Therapie: Operation - offen oder laparoskopisch
Komplikation: Blinddarm platzt - Peritonitis als Folge, Stuhlbakterien im ganzen Bauchraum.
28. Dickdarmpolypen Meist keine Symptome, Entdeckung bei Vorsorge-Darmspiegelung. Können sich aber zu Darmkrebs
(Wücherungen der entarten.
Dickdarmschleimhaut ) Therapie: Sie sollten entfernt werden.
29. Kolorektales Karzinom Häufigkeit: dritthäufigster Krebs bei Männern/bei Frauen zweithäufigster
(Darmkrebs) Risikofaktoren:
- Genetische Vorbelastung
- Ernährung: rotes Fleisch, Wurst, wenig pflanzliche Kost
- Polypen
Therapie: eher günstig, stark abhängig von Tumorstadium
Früherkennung durch Vorsorge-Darmspiegelung ab 50-55 Jahren
30. Divertikulose und Divertikel = Ausstülpungen, möglich in ganzem Dickdarm, aber meist im Colon Sigmoideus (Sigma)
Divertikulitis Divertikulose = es sind zahlreiche Divertikel vorhanden
Die meisten Menschen über 70 J. haben Divertikel. Oft symptomlos.
Komplikationen:
Divertikulitis - Enzündung der Divertikel kann zur Perforation führen.
31. Dermatitis - nicht infektiöse entzündliche Reaktion der Haut
Symptome:
Rötung, Schwellung, Bläschen, Nässen, Krusten, starker Juckreiz
Ursachen:
Toxisch (Putzmittel, Haarfarbe)
Allergisch (z. B. Nickel - Uhr)
32. Neurodermatitis - chronisch wiederkehrende Entzündung der Haut
= atopisches Symptome:
Ekzem Rötung, Schwellung, Bläschen, Nässen, Krusten, starker Juckreiz, typisch in Gelenkbeugen, Gesicht, Hals, Nacken,
Brust
Atopiker haben oft Heuschnupfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und allergisches Asthma, typisch "gestörte
Barriere-Funktion"
Auslöser für Neurodermatitis-Schub:
- Klima (trocken und kalt im Winter)
- psychische Belastung und Stress
- gewisse Nahrungsmittel
- Kleidungmaterialien - z.B. Wolle
Therapie:
akkut: Cortisonsalbe - NUR im Intervallen, sonst Nebenwirkungen wie Pergamenthaut
Zwischen Schuben: rückfettende Substanzen
33. Psoriasis = - Verläuft Schubweise, chronisch
Schuppenflechte - Entzündung, übermässige Verhornung
Auslöser:
Infektionen, Stress, Medikamente
Auftrittstellen:
Ellbogen, Knie, Kreuzbandregion (Streckseite)
- silbrige Schuppen auf rotem Grund
Therapie:
- rückfettende Cremes
- hornhautlösende Substanzen
- Cortison-Salbe
ev. Salz - Solebad
34. Hautinfektionen - Bakterien auf der Haut sind normal, wichtig ist, ob die im Gleichgewicht bleiben = normale Hautflora
- bei Verletzungen und lokaler und/oder allergischer Abwehrschwäche möglich bakterielle Hautkrankheiten:

Impetigo: häufig bei Kindern, hochansteckend, Bläschen, gelbe Krusten - Behandlung mit ATB

Erysipel: bei einer kleinen Verletzung dringen Bakterien in die Haut. Flächige Ausbreitung entlang der
Lymphgefässe der Dermis, flächige, scharf begrenzte Rötung, flammenartige Ausläufer (Lymphangitis). Therapie:
Ruhigstellung + ATB

Phlegmone: schwere Krankheit, Entzündung bis in die Subkutis, einschmelzend, Gewebe stirbt ab, unscharfe
Begrenzung, teigige Konsistenz
35. Pilzinfektionen - Pilze mögen es warm und feucht, ideales Klima Füsse, Leisten, Hautfalten, unter Fettschürzen
Haut - Symptome: Juckreiz, scharf begrenzte, rötliche, schuppende Herde
36. Virusinfektionen - häufig Herpes und Gürtelrose
Haut - viele Kinderkranheiten sind viral mit Hautbeteiligung
- häufig auch Warzen, unter anderem durch HPV (Humane Papilloma Virus)
37. Hautkrebs - Basaliom (Stratum basale)
weisser Hautkrebs
sog. semimaligne, kaum Metastasen aber lokal aggresiv und destruktiv
oft am Kopf, Tumor kann durch den Schädel wachsen

- Spinaliom/Spinozelluläres Karzinom/Plattenepithelkarzinom (Stratum spinosum)


maligne, aber eher spät Metastasen

- Melanom (Melanozyten)
oft schwierig unterscheidbar von harmlosen Nävus (Leberfleck)
ABCDE REGEL
Asymmetrische Form
Begrenzung unscharf
Colour inhomogen
Durchmesser über 5 mm
Entwickelt (verändert) sich mit der Zeit
wichtig: Ugly duckling sign - sieht anders als alle anderen Muttermale des Pa-tienten

Risikofaktoren:
heller Hauttyp
über 50 Muttermale
Hautkrebs in der Familie
Sonnenbrände in der Kindheit
intermittierend hohe Sonnenbestrahlung

Einteilung der Tumor-Stadien nach der Dicke des Tumors


Früh entdeckter Melanom = sehr gute Prognose,
Falls Metastasen - Heilung kaum möglich
38. Lungenkrebs - selten bis 20. Jahrhundert, heute 2. bis 3. häufigster Krebs
- jährlich in der Schweiz 3000 Neuerkrankungen
- ca. 2700 Todesfälle, 2200 davon Raucher
- selten durch Asbest oder Feinstaub
Symptome: eher unspezifisch, Husten, Auswurf (auch blutig), AZ-Verschlechterung, Gewichtsverlust, Schmerzen im
Brustkorb, Atemnot

2 Hauptgruppen:
- kleinzelliges Bronchus Ca
- nicht kleinzelliges Bronchus Ca
Prognose schlecht. Therapie: OP/Chemo/Bestrahlung.
Oft Hirnmetastasen, deswegen ZNS-Bestrahlung (Chemo gelangt nicht ins Gehirn)
Spätkomplikation: Arrosion von Blutgefässen in der Lunge - Erstickung an akuter massiven Blutung
39. Asthma - Fehl- oder Überreaktion des Abwehrsystem in der Bronchialschleimhaut
bronchiale - Entzündung des Bronchialsystems
- Vermehrte Schleimbildung, zäher Schleim = Dyskrinie, Bronchialmuskulatur überreagiert - Bronchospasmus
(Verkrampfung der Bronchialmuskulatur) = Obstruktion
- Ausatmung erschwert, Giemen hörbar (wheezing), Husten
Auslöser: Tierhaare, Pollen, Hausstaub-Milben, Infekte der Atemwege, psychische Aufregung, körperliche
Anstrengung
- Therapie: Inhalator zur Erweiterung der Bronchien (Ventolin), Kortison-Inhalation gegen Entzündung
40. COPD (chronisch - Obstruktion nicht reversibel, permanent
obstruktive - Hauptursache - Rauchen
Lungenerkrankung) - Flimmerhärchen kaputt, morgens Husten mit Auswurf, mit der Zeit schlimmer, Atemwege verengt
Lungenemphysem = Lungenüberblähung (Gesamtoberfläche verringert)
- Zwischenwände zwischen Alveolen kaputt, Brustkorb weitet sich aus, kann nicht mehr zusammensinken,
Totraum grösser
- Lunge nicht mehr ausreichend belüftet, CO2 Anstieg, O2 Abfall
- Folgen fürs Herz: vernarbte Lunge hat erhöhten Widerstand, rechtes Herz muss mehr pumpen - Folge "Cor
pulmonale" - Rechtsherzinsuffizienz
Therapie:
- Bronchien erweitern
- Kortison
- ATB wegen bakt. Infektionen
- Dauersauerstoff im Spätstadium
- absoluter Rauchstopp
41. Pleuraerguss Pleuraerguss - Ansammlung von Flüssigkeit im Pleuraspalt
Ursachen:
- Begleitentzündung bei Pneumonie - Pleuritis
- Mitreaktion bei Lungen- oder Pleura-Ca
- Linksherzinsuffizienz
Bei grossen Pleuraergüssen kann sich die Lunge nicht mehr richtig ausdehnen - Atemnot
- Pleurapunktion zur Entlastung, auch diagnostisch
42. Lungenembolie Lungenembolie - Verschluss einer Lungenarterie durch einen Embolus (meist aus Bein- oder Beckenvenen)
Symptome:
- plötzlich Atemnot
- Schmerzen
- Tachykardie
- ev. Zyanose
- Schock
Diagnose: CT- oder MR-Angiographie
Therapie: Heparin (Blutlösende Med.) oder operative Entfernung
Haupt-Risikofaktor: Immobilität (mind. 5-6 Stunden ausserhalb Bett)
43. Pneumonie - meist bakteriell, auch virale Grippenpneumonie - killer disease
(Lungenentzündung) - Symptome: Fieber, Tachykardie (schneller Puls), Atmung schnell, schwer, flach, Husten mit Auswurf (Sputum)
- Lungengewebe verdichtet, Wassereinlagerungen, erschwerter Gasaustauch, kann tödlich verlaufen
- Therapie: ATB, O2
- Vorbeugung bei bettlägerigen Patienten: Atemgymnastik
44. CO2 Narkose CO2 Narkose - wenn CO2 zu hoch ist - Bewusstlosigkeit und Atemlähmung (Teufelskreis!)

Einflussfaktoren auf die Atmung:


- körperliche Arbeit - aktiviert direkt Atemzentrum
- Schmerz- und Temperaturreize - starke Kälte reduziert Atemreiz
- psychische Faktoren (Angst, Zorn, Freude)
sog. psychogene Hyperventilation - bei Stress nimmt CO2 ab, Blut basisch, K+ im Blut senkt. Neurologische
Symptome: Kribbeln Hände und um den Mund, Schwindel, Benommenheit, Muskelkrämpfe, Bewusstlosigkeit
durch Verengung Blutgefässe im Gehirn)
45. Harnwegsinfektionen Harnwegsinfektionen (HWI)
(HWI) a) Zystitis = Blasenentzündung
Pyelonephritis - aufsteigender Infekt. Darmbakterien wandern über die Harnröhre in die Blase (häufiger Frauen)
Symptome: Schmerzen und Brennen beim Wasserlösen, Pollakisurie - oft und wenig
(nicht Polyurie - viel)

b) Pyelonephritis = Nierenbeckenentzündung
- Komplikation der Zystitis, Bakterien aufsteigen bis ins Nierenbecken
Symptome: wie Zystitis + Flankenschmerzen, Fieber

Therapie:
- viel Trinken (2-3 l/Tag), ev. Cranberrysaft
- ATB immer bei Schwangeren, Kindern, Diabetikern und Pyelonephritis (Zystitis ohne Komplikationen
ohne ATB)
- warm halten, Schmerzmedikamente beim starken Schmerz

Komplikation:
Urosepsis (Blutvergiftung mit den Erregern des Harnwegsinfekts, rasch lebensbedröhlich)
46. Harnwege - Inkontinenz Inkontinenz hat 4 Formen:

- Stressinkontinenz - unwillkürlicher Harnverlust bei Erhöhung des Drucks im Bauchinnenraum (Sport,


Lachen, Niesen), Frauen 50+, oft bei Gebärmuttersenkung oder Oestrogenmangel.
Therapie: Beckenbodengymnastik, Operation

- Dranginkontinenz - attackenartiger, heftiger Harndrang, Toilette zu spät erreicht, bei


Innervationsstörung der Blase durch MS, Rückenmarkschädigung

- Reflexinkontinenz
- Blasenfüllung geht unbemerkt, Blase reflektorisch entleert bei bestimmter Füllmenge. Unterbrochene
Verbindung zwischen Gehirn und sakralem RM, z.B. Querschnittlähmung

- Überlaufinkontinenz - durch Abflussstörungen gedehnte Blase kann sich nicht mehr zusammenziehen
- ab bestimmter Füllmenge überläuft sie
- immer Restharn in der Blase, möglich HWI
47. Nephrolitiasis - Nierensteine entwickeln sich wenn im
Nierensteine
Therapie:
- Operation (je nach Grösse offen oder endoskopisch), krampflösende Medikamente, viel Trinken,
Bewegung
- Zertrümmern der Steine mit Stosswellen
48. Harnblasenkarzinom Harnblasenkarzinom - Urin wirkt aggresiv gegen die Schleimhaut der Harnblase (alle Giftstoffe und
Abfallstoffe konzentriert über relativ lange Zeit in der Blase verbleiben)
Risikofaktoren: Rauchen, berufliche Exposition mit gewissen Chemikalien, chronische Zystitis
Kleine, oberflächliche Tumoren können endoskopisch (transurethral) entfernt werden. Grössere,
fortgeschrittene Tumoren - Entfernung der Blase. Ersatzblase aus Darmschlingen - Neoblase
49. Glomerulonephritis und GN = beidseitige Entzündung der Nieren, besonders betreffend die Nierenkörperchen
nephrotisches Syndrom - nicht bakteriell sondern als immunologische Reaktion
- verschiedene Formen
- häufig Ursache chronischer Nierenunsuffizienz
- schäumiger Urin wegen viel Eiweiss-Ausscheidung
Folge: nephrotisches Syndrom - Ödeme in ganzem Körper, wegen weniger kolloidosmotichen Druck
durch Eiweissverlust
50. Niereninsuffizienz Dialyse = Nierenersatzverfahren, wenn Nieren kaum oder nicht mehr auscheiden
- Dialyse
Hämodialyse = Blutwäsche, extrakorporal, im Dialysator mit Kunststoffkapillaren
- korrigiert Elektrolytenkonzentration des Patientenbluts durch Dialysat mittels Diffusion
- enzieht dem Patienten Flüssigkeit
- giftige Stoffe entfernt vom Blut
- Patienten erhalten Shunt: Kurzchluss (z.B. Armarterie und Armvene) um Druck in der Vene zu vergrössern und
sie mit der Zeit erweitern.
- ersetzt nur Ausscheidungsfunktion
- Hormonersatze muss der Patient bekommen (Renin, EPO)
- Peritonealdialyse - intrakorporal
- Peritoneum ersetzt den semipermeablen Membran der Dialyse, Dialysat bekommt der Patient durch Katheter in
die Bauchhöhle und einige Stunden später wird es wieder abgelassen, geht auch zu Hause, kostet weniger,
weniger diätetische Einschränkungen. Nachteil: Katheter
51. Niereninsuffizienz Symtome weiter stark reduzierter Nierenfunktion:
+ Urämie - Müdigkeit, Leistungsabnahme
- Juckreiz am ganzen Körper
- Ödeme (am ganzen Körper)
- renale Anämie (wenig EPO produziert)
- Knochenabbau (Vitamin D wird in der Niere nicht mehr aktiviert)
- Urämie = Harnvergiftung (Anhäufung ausscheidungspflichtiger Substanzen im Körper)
Folgen:
- Störungen des Gehirns (sehr tiefe Atmung, Kopfschmerz, Erbrechen, Krampfanfälle)
- ausgeprägte Schläfrigkeit bis Koma
- zu viel Wasser - Lungenödem, oft sogar Pneumonien
- Herz-Kreislauf-System: Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Perikarditis
- Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Durchfall, Magen-Ulkus - quasi alle Organe betroffen
52. Niereninsuffizienz Akutes Nierenversagen:
- Akut - plötzlicher Funktionsausfall der Nieren
- Urinproduktion a. unter 500 ml/Tag (Oligurie)
b. unter 100 ml/Tag (Anurie)

Folgen:
- Anhäufung Salze, Giftstoffe und Wasser im Körper
- Urämie (Harnvergiftung)
- Hyperkäliamie (Cave Herzstillstand)
- starke Ödembildung

3 Formen:
1. prärenal (starker Blutdruckabfall, Niere nicht mehr durchblutet)
2. renal (GN = Glomerulonephritis, Medikamente, Röngen-Kontrastmittel)
3. postrenal (Einengung/Verschluss der ableitenden Harnwege, zB. Prostatavergrösserung)

Therapie:
- muss sehr schnell kommen
- schnell Ursache beseitigen, falls möglich
- strenge Überwachung des Wasser- und Elektrolythaushalt
- rechtzeitig Dialyse
53. Niereninsuffizienz - Chronisches Nierenversagen
chronisch - häufiger als akut
Ursachen:
- D. mellitus
- gefässbedingte Nierenschaden (Arteriosklerose)
- chronische Glomerulonephritis
- mehrfache Pyelonephritis
- bestimmte Medikamente über Jahre
- Erbkrankheit (polyzystische Nieren)

Symptome: lange Zeit keine oder unspezifische


54. Schallleitungs- Schallleitungs-Schwerhörigkeit - Schwerhörigkeit mit Problem VOR DEM OVALEN Fenster, z.B.
Schwerhörigkeit Fremdkörper im Gehörgang, Mittelohrendzündung
Therapie: meist gut behandelbar - Fremdkörper entfernen
55. Schallempfindungs- Schallempfindung-Schwerhörigkeit ist Schwerhörigkeit mit Innenohr-Problematik NACH DEM OVALEN
Schwerhörigkeit FENSTER
Therapie: schwierig, Cochlea-Implantat
56. Tinnitus - Ohrenpfeifen Tinnitus
Eher ein Symptom verschiedener Krankheiten, Ursache oft unklar
Therapie:
akut - versucht mit Medis
chronisch - Geräusch akzeptieren
57. Lärmtrauma Lärmtrauma
akut - Knall, Explosion, Ohrfeige

chronisch - Lärmbelastung (Kopfhörer mit lauter Musik, Baulärm)

Keine Therapie möglich, Sinneszellen im Innenohr kaputt


58. Altersschwerhörigkeit Altersschwerhörigkeit
Altersbedingter Abbau von Gehirn und Hörnerv führt zur beidseitiger Schwerhörigkeit

Therapie:
Hörgerät
Cochlea-Implantat (Schnecke)
59. Otosklerose Otosklerose
- Verknöcherung am Übergang zwischen Steigbügel und ovalem Fenster führt zur Schallleitungs-
Schwerhörigkeit

Therapie:
Hörgerät, operativer Ersatz des Steigbügels
60. Otitis media = Mittelohr- Otitis media = Mittelohr-Entzündung
Entzündung Akute Entzündung, bakteriell oder viral, führt zur Schallleitungs-Schwerhörigkeit

Therapie: Schmerzmittel, abschwellender Nasenspray, wenn nötig, ATB


61. Hörsturz Hörsturz
plötzlich auftretender einseitiger Hörverlust, wahrscheinlich wegen Durchblutungsstörung des Innenohrs
Therapie: Kortison und Medis für Durchblutung
62. Kurzsichtigkeit = Myopie Augapfel zu lang --> scharfes Bild liegt vor der Netzhaut
63. Weitsichtigkeit = Augapfel zu kurz (häufiger) oder die Linse hat zu geringe Brechkraft -->Lichtstrahlen hinter der Netzhaut
Hyperopie
64. Alterssichtigkeit Altersbedingter Verlust der Nahanpassungsfähigkeit (durch Verlust der Linsenelastizität), unscharfes
Nahsehen (beim Lesen) --> Scharfes Bild hinter der Netzhaut
65. Astigmatismus = Hornhaut Hornhaut nicht gleichmässig gewölbt, Punkte werden als Striche angebildet (Verzerrung)
Verkrümmung
66. Blindheit Angeboren oder erworben
- durch diverse Erkrankungen von Auge, Sehnerv oder selten Gehirn
67. Makuladegeneration Ablagerunge oder Einwachsen vom Blutgefässen im Bereich des gelben Flecks
- zentrales unscharfes Sehen

Therapie:
Keine Heilung möglich.
Versuche mit Laser oder Injektionen ins Auge (Medis die Blutgefäss-Bildung hemmen)
68. Grüner Star (Glaukom) Zu hoher Augeninnendruck führt zum fortschreitendem Absterben des Sehnervs - Erblindung folgt
Symptome:
Therapie: Augendruck senken mit Augentropfen oder Laser (Abflusskanäle in die Vorderkammer werden
geschlossen)
69. Grauer Star (Katarakt ) Zunehmende Trübung der Augenlinse (Graufärbung der Pupille), Angeboren oder erworben
Symptome
Therapie: trübe Linse entfernen, Kunstlinse einsetzen
70. Hygiene - Nosokomiale Staphylococcus Aureus - post-op Wundeninfektion, Pneumonien, Sepsis
Infektionserreger
Pseudomonas spp. - untere Atemwegsinfektion

Escherichia coli - Harnwegsinfektion

Hefepilze, Candida spp. - untere Atemwegsinfektion, Harnwegsinfektion, Sepsis

Rotavirus - virale Gastroenteritis, vor allem bei Kindern

Clostridium difficile - Atb-assoziirte Diarrhö


71. Hygiene - Nosokomiale - obligat pathogene Keime - bei jeder Person ohne ausrechenden Antikörperschutz führen zur Infektion
Infektionen - fakultativ pathogene Keime - nur bei allgemeiner oder lokaler Abwehrschwäche = opportunistische
Infektionen
- Nosokomeion = Krankenlager
- nosokomiale Infektionen = im Krankenhaus erworbene Infektionen, oft opportunistische Infektionen
(z.B. Harnwegsinfekt durch Blasenkatheter)
72. Hygiene - Bakterielle Magen-Darm- 2 verschiedene Krankheitsbilder:
Erkrankungen bakterielle LebensmittelVERGIFTUNG
- keine eigentliche Infektion
- Erreger: Toxine von S. aureus und anderen
- oral übertragen
- Brechdurchfälle wenige Stunden nach Verzehr verdorbenen Lebensmitteln
Therapie: Symptome lindern -Rehydratation, Salz, Zucker, Flüssigkeit, Schmerzmittel, Medis
gegen Durchfall und Erbrechen)
- wichtig gute Küchenhygiene, Kühlkette nicht unterbrechen

LebensmittelINFEKTION
Erreger: Camphylobakter, Salmonellen, Schigellen, Vibrio cholerae, EHEC)
- oral übertragen
- Bauchkrämpfe und heftige Durchfälle (1 L/Std.), ev. Fieber und Erbrechen, blutige
Durchfälle bei invasiven Keimen
Therapie: je nach Erreger symptomatisch oder ATB
- wichtig gute Küchenhygiene, Kühlkette nicht unterbrechen
73. Hygiene - Tuberkulose ...
74. Hygiene - Harnwegsinfektionen ...
(Cystitits)
75. Hygiene - Borreliose ...
76. Hygiene - Virale Infektionen - Ebola ...
77. Hygiene - Virale Infektionen - Röteln ...
78. Hygiene - Virale Infektionen - ...
Erkältung und Grippe
79. Hygiene - Pilzinfektionen ...
80. Hygiene - Pilzinfektionen - Candidose ...
81. Hygiene - Parasitosen - allgemein ...
82. Hygiene - Parasitosen - Malaria ...
83. Hygiene - Parasitosen - Bilharziose ...
(Schistosomiasis)
84. Hygiene - Sexuel übertragbare ...
Krankheiten -