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Physikalische Chemie 02 Vorlesung 02 17.04.

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1.14 Kolligative Eigenschaften

Kolligative Eigenschaften sind Eigenschaften von Lösungen, die nur von der Konzentration des
gelösten Stoffes abhängen und nicht von seiner Art.

Bsp.: Streusalz (Index B) erniedrigt den Schmelzpunkt und erhöht den Siedepunkt von Wasser
(Index A).

Siedepunktserhöhung, Gefrierpunktserniedrigung

xA>>xB Dampfdruck der gelösten Substanz B = 0 (nicht flüchtig)

 Die gelöste Substanz erhöht die Entropie  verringert chemisches Potenzial

𝑀𝐴 (𝐹𝑙) = 𝑀𝐴𝑟𝑒𝑖𝑛 (𝐹𝑙) + 𝑅𝑇𝑙𝑛(𝑥𝐴 )

Gas und Flüssigkeit sind im thermodynamischen Gleichgewicht  Siedepunktserhöhung

Feststoff und Flüssigkeit sind im thermodynamischen Gleichgewicht  Gefrierpunktserniedrigung

Formeln siehe Folien

Osmose

Das Bestreben eines reinen Lösungsmittels durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Wand in
eine Lösung hineinzuwandern.

↳ durchlässig für „kleinere“ (Lösungsmittel)moleküle

 undurchlässig für gelöste Moleküle

Osmotischer Druck

Osmotischer Druck ist der Druck, den man auf die Lösung ausüben muss, um das Eindringen von
Lösungsmittelmolekülen zu verhindern.

 Thermodynamisch: Ausgleich des chemischen Potenzials

chemisches Potential von Lösungsmittel(A) in Gegenwart der Substanz(B) < chemisches Potenzial
Lösungsmittelrein(A)

 um Gleichgewicht wieder herzustellen  zusätzlicher Druck π muss aufgebaut werden

Formeln siehe Folien


1.15 Das chemische Gleichgewicht

Chemische Reaktionen sind Gleichgewichtsreaktionen

Edukte ⟶ Produkte

|𝜈𝐴 |𝐴 + |𝜈𝐵 |𝐵 ⟶ |𝜈𝐶 |𝐶 + |𝜈𝐷 |𝐷

𝜈𝑖 Stöchiometrische Koeffizienten

Bsp.: 𝑂2 + 2𝐻2 ⟶ 2𝐻2 𝑂 𝜈𝑂2 = −1

𝜈𝐻2 = −2  Edukte negativ

𝜈𝐻2 𝑂 = +2  Produkte positiv molekularer Umsatz

𝑑𝑛𝐴 𝑑𝑛𝐵 𝑑𝑛𝐶 𝑑𝑛𝐷 𝑑𝑛𝑖


𝜈𝐴
= 𝜈𝐵
= 𝜈𝐶
= 𝜈𝐷
= 𝜈𝑖
= 𝑑𝜉 𝜉 Reaktionslaufzeit

(Auf das Diagramm hab ich keinen Bock!)

𝑑𝐺
Steigung ∆𝐺 = ( )𝑅𝑇
𝑑𝜉

↳ „freie Reaktionsenthalpie“ ∆𝐺

Laut Konvention „Steigung der freien Enthalpie“

Massenwirkungsgesetz

Gleichgewichtskonstante für Ammoniaksynthese


𝑎(𝑁𝐻 )2
3
1𝑁2 + 3𝐻2 ⟶ 2𝑁𝐻3 𝑘 = 𝑎(𝑁2 ) ∗ 𝑎(𝐻 )3
2

Aber das Gleichgewicht ist auch von dem Druck und der Temperatur abhängig.

Das Prinzip von Le Chatelier (1884)  Das Gleichgewicht „weicht äußeren Zwängen aus“

Für Ammoniaksynthese:

4 mol Gas  2 mol Gas  eine Druckerhöhung schiebt das Gleichgewicht zu den Produkten

Exotherme Reaktion  eine Temperaturerhöhung schiebt das Gleichgewicht zu den Edukten