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Physikalische Chemie Vorlesung 09 26.06.

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4.9 Katalyse

->beeinflusst die Reaktionsgeschwindigkeit

->andere Kinetik (Reaktionsmechanismus verläuft anders)

->Aktivierungsenergie wird herabgesetzt

->geht nicht in Nettoreaktion ein

->gleiche thermodynamische Stabilität

Homogene Katalyse

->Katalysator liegt in der gleichen Phase vor wie die reagierenden Moleküle

z.B.: Zersetzung von H2O2

2 H2O2 (aq)  2 H2O + O2 “langsam“

->Reaktion kann durch Bromid-Ionen katalysiert werden

Reaktion 1: H2O2 (aq) + 2 Br- + 2 H+  2 H2O + Br2 Br2 wird nur als Zwischenprodukt gebildet

Reaktion 2: Br2 + H2O2 (aq) 2 Br- + 2 H+ + O2

Gesamt: 2 H2O2 (aq)  2 H2O + O2

Heterogene Katalyse

->Der Katalysator und die Moleküle liegen in unterschiedlichen Phasen vor

Die Aktivierung erfolgt an der Katalysatoroberfläche (z.B.: Abgaskatalysator)

z.B.: Hydrierung von Ethan C2H4 + H2  C2H6

↳ dissoziiert an der Oberfläche

4.10 Mehrstufige Mechanismen, Folgereaktionen

->Der Reaktionsmechanismus ist eine Abfolge von Elementarreaktionen

z.B.: Folge unimolekularer Zerfallsreaktionen


𝑘1 𝑘2
A→B→C
𝑑[𝐴]
I 𝑑𝑡
= − 𝑘1 [𝐴] A nimmt ab, weil A zerfällt
𝑑[𝐵]
II 𝑑𝑡
= 𝑘1 [𝐴] − 𝑘2 [𝐵] B zerfällt, weil C gebildet wird

B nimmt zu, weil A zerfällt


𝑑[𝐶]
III 𝑑𝑡
= 𝑘2 [𝐵] C nimmt zu, weil B zerfällt
->Differenzialgleichungen nach einander lösen

1. Schritt I lösen  [𝐴] = [𝐴0 ] ∗ 𝑒 −𝑘1 𝑡 -> in II einsetzen und lösen

(vgl. Mathe für Chemiker t. Vossmeyer STINE)

->[B] wird zwischenzeitlich gebildet und nimmt dann ab -> in III einsetzen

->[C] wird gebildet

->s. Graph (Folien)

Wenn eine Reaktion viel schneller ist (k1 << k2 oder k2 << k1)

Gesamtgeschwindigkeit wird durch den langsamsten Schritt bestimmt

↳ Geschwindigkeitsbestimmender Schritt

Prinzip der Quasistationarität

Näherung Konzentration der Zwischenprodukte bleib nach der Induktionsphase konstant


𝑘1 𝑘2
Graph A → B → C k2 >> k1 Zwischenprodukt B reagiert schnell ab
𝑑[𝐵]
= 𝑘1 [𝐴] − 𝑘2 [𝐵] = 0 B ist klein und konstant
𝑑𝑡
𝑘
k1[A] = k2[B] -> [B] = 𝑘1[A] (-> je größer k2, desto kleiner [B])
2

𝑑[𝐶]
= 𝑘2 [𝐵] = 𝑘1 [𝐴]  “scheinbar“ entsteht C direkt aus A
𝑑𝑡

mit k1 nach 1. Ordnung