Sie sind auf Seite 1von 4

Physikalische Chemie Vorlesung 10 03.07.

15

Prinzip des vorgelagerten Gleichgewichts


𝑘2
A+B⇋C→D Gleichgewichtsreaktion mit anschließender Folgereaktion
𝑘1 𝑘−1
Anmerkung der hin und rück- Pfeil hat folgende Beschriftungen (→; ← )

K1 und k-1 >> k2

Einstellung des Gleichgewichts viel schneller als Folgereaktion

->Folgereaktion stört das Gleichgewicht kaum

->Gleichgewichtskonstante
[𝐶] 𝑘1
𝐾= =
[𝐴] ∗ [𝐵] 𝑘−1
Reaktionsgeschwindigkeit
𝑑[𝑃] 𝑘1
𝜈= = 𝑘2 [𝐶] = 𝐾 ∗ [𝐴] ∗ [𝐵] ∗ 𝑘2 = 𝑘2 ∗ ∗ [𝐴] ∗ [𝐵]
𝑑𝑡 𝑘−1
𝑘1
Anmerkung 𝑘2 ∗ = 𝑘 (weil es Konstanten sind werden sie zu einer Gesamtkonstante zusammengefasst)
𝑘−1

Mit zusammengefasster Geschwindigkeitskonstante k

Reaktion 2. Ordnung

Enzyme als “Biokatalysatoren“

↳ Proteinmoleküle mit Endung „ase“ katalysieren biologische Reaktionen

Stichwort “Schlüssel Schloss Prinzip“

->hohe Spezifität

Reaktionsgleichung
𝑘2
S + E ⇋ ES → P
𝑘1 𝑘−1
Anmerkung der hin und rück- Pfeil hat folgende Beschriftungen (→; ← )

Substrat + Enzym  Produkt

Enzym-Substrat-Komplex bildet vorgelagertes Gleichgeweicht

Weiter mit Vorlesungsfolien ab Seite Michaelis Menten Enzymkinetik


- Michaelis Menten Gleichung (letzte Gleichung der Vorlesungsfolien Seite)
𝑑[𝑃] [𝐸]0 ∗[𝑆]
𝑑𝑡
= 𝑣 = 𝑘2 𝑘𝑀 +[𝑆]

y = f(x)

y=a*x+b
1 𝑘𝑚 +[𝑆] 1 𝑘𝑚 1
𝑣
= 𝑘2 ∗[𝐸]0 ∗[𝑆]
= 𝑘2 ∗[𝐸]0
+𝑘 ∗ [𝑆]
2 ∗[𝐸]0

y= b + a *x

1 1
[𝑆]
= −𝑘
𝑀

5 Kinetik von Elektrodenprozessen

5.1 Grundlagen

Elektrodenprozesse sind die Grundlage für

-Katalysen -> Biochemische Reaktionen

-Batterien ->Umwandlung von chemischer in elektrische Energie

-Brennstoffzellen
Grundsatz

1 Diffusion zur Oberfläche

2 Adsorbtion an der Oberfläche

3 Elektronentransfer und Reaktion

4 Desoption

5 Diffusion in die Lösung

Dynamik beinhaltet

-Diffusionsprozesse

-Kinetik der elektrochemischen Reaktion

-Aktivierung durch thermische Energie

-Aktivierung durch elektrische Wechselwirkungen

Wichtig Direkte Umgebung der Elektrode -> “Grenzfläche“

Annahme Das Metall gibt Elektronen ab -> Kathode

Die Oberfläche verarmt an Elektronen -> (+)

Die Oberfläche zieht Anionen (-) an

elektrische Doppelschicht -> Dynamisches Gleichgewicht

->gleicher Stromfluss in beide Richtungen

Kathodischer Stromfluss I- = I+ Adonischer Stromfluss

Potenzialdifferenz 𝜙𝑚 − 𝜙𝑠 = Δ𝜙 Galvanischespannung

Modelle für elektrische Doppelschicht

1)Helmholtz Modell

->Starre Schicht solvatisierter Ionen entlang der Oberfläche

->äußere Helmholtz Schicht (OHP) Ebene durch Ionenschwerpunkte


𝑑𝜙
linearer Abfall des Potenzials 𝑑𝑥 = 𝑐𝑜𝑛𝑠𝑡.

->innere Helmholtz Schicht (IHP) -> keine Solvathülle


2)Gouy-Chapman Modell

Diffuse Doppelschicht

Ionale Raumladung fällt exponentiell ab

3)Stern Modell

Kombination aus 1) und 2)

4)Graham Modell

Stern + IHP

5.2 Geschwindigkeitsgesetze
𝑑𝑐𝐴 𝑚𝑜𝑙
Allgemein war 𝑣 = [ ] nicht sinnvoll
𝑑𝑡 𝑐𝑚3 𝑠
𝑃𝑟𝑜𝑑𝑢𝑘𝑡𝑚𝑒𝑛𝑔𝑒
Hier 𝑣= 𝐹𝑙ä𝑐ℎ𝑒∗𝑍𝑒𝑖𝑡

𝑚𝑜𝑙 𝑐𝑚 𝑚𝑜𝑙
z.B.: Reaktion 1. Ordnung 𝑣 = 𝐾 ∗ 𝑐𝐴 ∗ [ ] =[ ∗ ]
𝑐𝑚2 𝑠 𝑠 𝑐𝑚3
𝑐𝑚
Geschwindigkeitskonstante k [ ]
𝑠

Kathodischer Strom Jc  Reduktion Ox + e-  Red

Anodischer Strom Ja  Oxidation Red  Ox + e-

Red⇋ Ox+ + e-
𝑘𝑐 𝑘𝑎
Anmerkung der hin und rück- Pfeil hat folgende Beschriftungen (→; ←)

𝑣𝑅𝑒𝑑 = 𝑘𝑐 [𝑂𝑥] 𝑣𝑂𝑥 = 𝑘𝑎 [𝑅𝑒𝑑] | Für ein Mol beträgt der Umsatz
𝐶
| F = e * Na = 96487 𝑚𝑜𝑙

Jc = F * kc * [Ox] Ja = F * ka * [Red]

Nettostrom ergibt sich aus der Differenz

J = F * ka * [Red] – F * kc * [Ox] J > 0 Anodischer Strom

J < 0 Kathodischer Strom