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Harry – gefangen in der Zeit

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Folge 040 – Grammatik

1. Finale Nebensätze mit "damit"

Nebensätze sind abhängig von einem übergeordneten Hauptsatz oder einem anderen übergeordneten Nebensatz. Sie können in der
Regel nicht allein stehen. Häufig werden sie durch bestimmte einleitende Wörter (unterordnende Konjunktionen, Relativpronomen
oder Fragewörter) mit dem übergeordneten Satz verbunden.

Die Konjunktion "damit" leitet einen finalen Nebensatz ein. Der Nebensatz gibt also einen Zweck, eine Absicht oder ein Ziel für die
Handlung des übergeordneten Satzes an. Nebensätze mit "damit" antworten auf die Frage "Wozu?"/"Zu welchem Zweck?"

Beispiel:
Wir demonstrieren gegen das Experiment. – Zu welchem Zweck?
Wir demonstrieren gegen das Experiment, damit die Welt eine Zukunft hat.
(= Ich demonstriere. Mein Ziel ist, dass die Welt dann eine Zukunft hat.)

Nebensätze mit "damit" stehen gewöhnlich hinter dem übergeordneten Satz und werden durch ein Komma von diesem abgetrennt.

Auch in finalen Nebensätzen rückt das konjugierte Verb an das Satzende:

Beispiel:
Ich bin hier, damit ich mehr über das Experiment erfahre.

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2. Infinitivkonstruktionen mit "um ... zu"

Haben über- und untergeordneter Satz das gleiche Subjekt, kann der Finalsatz auch mit der Konjunktion "um ... zu" gebildet werden,
die eine Infinitivkonstruktion einleitet. In der Infinitivkonstruktion fällt das Subjekt weg. Der Infinitiv steht am Ende des Satzes. Die
Infinitivkonstruktion wird mit einem Komma vom übergeordneten Satz getrennt.

Beispiel:
Harry muss zuhören, damit er Deutsch lernt.
Harry muss zuhören, um Deutsch zu lernen.

Wir demonstrieren gegen das Experiment, damit wir eine Katastrophe verhindern.
Wir demonstrieren gegen das Experiment, um eine Katastrophe zu verhindern.

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3. Verben mit festen Präpositionen

Präpositionen verbinden Wörter und Wortgruppen miteinander. Sie bezeichnen ein Verhältnis zwischen Lebewesen, Gegenständen
oder Sachverhalten. Im Deutschen gibt es eine Vielzahl von Präpositionen. Du kennst bereits lokale Präpositionen, die einen Ort oder
eine Richtung bestimmen, und temporale Präpositionen, die zeitliche Verhältnisse angeben. Ihr Gebrauch und ihre Zuordnung sind
nicht immer einfach, da sie mit unterschiedlicher Bedeutung gebraucht werden können. Oft lässt sich die Bedeutung einer Präposition
nur aus dem jeweiligen Zusammenhang erschließen.

Manche Präpositionen dienen nur dazu, das Verb mit einem Objekt zu verbinden. Das heißt, sie geben kein bestimmtes Verhältnis
(lokal, temporal) an. Diese Präpositionen sind fest an bestimmte Verben gebunden. Solche Verben sind zum Beispiel:

demonstrieren gegen + Akkusativ:


Wir demonstrieren gegen das Experiment.

sich engagieren für + Akkusativ:


Wir engagieren uns für die Natur.

warten auf + Akkusativ:


Ich warte auf dich.

Da es keine Regel dafür gibt, welche Präposition nach welchem Verb verwendet werden muss, sollte man diese Verben mit der
entsprechenden Präposition und dem jeweiligen Kasus am besten auswendig lernen.

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