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DIN 1052 Zimmermannsmäßige Verbindungen

Zimmermannsmäßige Verbindungen Grundlagen 2

Grundlagen

• Geregelt im Abschnitt 15 der DIN 1052


„Zimmermannsmäßige Verbindungen für Bauteile aus Holz“
 Versätze
 Zapfenverbindungen
 Holznagelverbindungen
• Sonstige Verbindungen indirekt ebenfalls durch DIN 1052 geregelt
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 3

Gerades Blatt
Anmerkungen
• Häufigste Längsverbindung
• Zur Verlängerung horizontaler
und auf ganzer Länge
unterstützter Bauteile (z. B.
Schwellen)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 4

Gerades Blatt

Vorteile Nachteile
• Unkomplizierte Geometrie • Horizontale Bauteilfuge
• Einfache Herstellung von Hand (schlechter konstruktiver
Holzschutz)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 5

Gerades Blatt

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in Balkenlängsrichtung
Fc,0,d  Falls der Anschluss nicht absolut passgenau
≤1 ausgearbeitet ist, darf nur h/2 statt h angesetzt werden!
h ⋅ b ⋅ fc,0,d

• Druckspannungen quer zur Faser


Vd
≤1
(l + 30mm) ⋅ b ⋅ fc,90,d
h Trägerhöhe [mm]
b Trägerbreite [mm]
Fc,0,d Bemessungswert der Druckkraft [N]
Vd Bemessungswert der Querkraft [N]
fc,0,d Bemessungswert der Druck-
festigkeit in Faserrichtung [N/mm²]
fc,90,d Bemessungswert der Druckfestig-
keit rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 6

Gerades Blatt

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: -
• Druckkraft: hoch (seitliche Lagesicherung notwendig)
• Querkraft: gering (Aufreißen möglich)
• Biegung um die y, z, x - Achse: -
• Torsion um die x - Achse: -
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 7

Variante: Stehendes Blatt


Anmerkungen
• Wie gerades Blatt
• Besserer Holzschutz durch
vertikale Bauteilfuge
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 8

Variante: Zapfenstoß
Anmerkungen
• Wie gerades Blatt
• Besserer Holzschutz durch
vertikale Bauteilfuge
• Gute Lagesicherung
• Aufnahme von Zugkräften
möglich (z. B. durch Holznägel)
• Aufnahme von Torsionskräften
möglich
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 9

Variante: Zapfenstoß mit Holznägeln

Nachweise nach DIN 1052


• Zugnachweis einer Holznagelverbindung
Ft,d k mod
≤1 R d = 9,5 ⋅ d2 ⋅
n ⋅ m ⋅ Rd γM

• Zugspannungen im Zapfen
Ft,d Ft,d Bemessungswert der Zugkraft [N]
≤1 n Anzahl tragender Holznägel
A netto,Z ⋅ ft,0,d m Anzahl Scherfugen pro Nagel
Rd Bemessungswert der Trag-fähigkeit
• Zugspannung der Laschen eines Holznagels pro Scherfuge [N]
d Holznageldurchmesser [mm]
Ft,d Anetto,Z Nettoquerschnitt Zapfen [mm²]
≤1 Anetto,L Nettoquerschnitt Lasche [mm²]
2 ⋅ A netto,L ⋅ 0,4 ⋅ ft,0,d ft,0,d Bemessungswert der Zugfestigkeit
[N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 10

Variante: Zapfenblattstoß
Anmerkungen
• Kombination aus geradem Blatt
und Zapfenstoß
• Schlechter Holzschutz durch
horizontale Bauteilfuge
• Maschinell nicht nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 11

Gerades Hakenblatt
Anmerkungen
• Weiterentwicklung des geraden
Blattes
• Statisch wirksame
Stoßverbindung
• Dient zum Übertragen von Zug-
und Druckkräften.
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 12

Gerades Hakenblatt

Vorteile Nachteile
• Übertragung von Zugkräften • Herstellung erfordert ein hohes
ohne zusätzliche Verbinder oder Maß an Präzision
Stahlteile möglich • Geringe Zugbelastbarkeit durch
• Zur Aufnahme von Zug- oder starke Querschnittschwächung
Drucknormalkraft geeignet • Querzugbelastung durch
Exzentrizitäten
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 13

Gerades Hakenblatt

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in Balkenlängsrichtung
Fc,0,d  Falls der Anschluss nicht absolut passgenau
≤1 ausgearbeitet ist, darf nur hA statt h angesetzt werden!
h ⋅ b ⋅ fc,0,d

• Druckspannungen der Hakenstirn infolge Zug


Ft,0,d
≤1
hv ⋅ b ⋅ fc,0,d
h Trägerhöhe [mm]
b Trägerbreite [mm]
hV Höhe des Vorholzes [mm]
Fc,0,d Bemessungswert der Druckkraft [N]
Ft,0,d Bemessungswert der Zugkraft [N]
fc,0,d Bemessungswert der Druckfestig-
keit in Faserrichtung [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 14

Gerades Hakenblatt

Nachweise nach DIN 1052


• Zugspannungen im Schnitt A-A
Ft,0,d My,d
+ ≤1
hB ⋅ b ⋅ ft,0,d  b ⋅ hB 2  hB Höhe des Hakenhalses [mm]
 6  ⋅ fm,y,d hV Höhe des Vorholzes [mm]
 
b Trägerbreite [mm]
• Abscheren Vorholz im Schnitt B-B lv Vorholzlänge [mm]
Ft,0,d Bemessungswert der Zugkraft [N]
Ft,0,d Bedingung : lV ≤ 8 ⋅ hV
My,d Bemessungswert des
≤1 Exzentrizitätsmomentes:
lv ⋅ b ⋅ fv,d My,d = 0,5 ⋅ Ft,0,d ⋅ (hB+hV) [Nmm]
ft,0,d Bemessungswert der Zugfestig-
keit in Faserrichtung [N/mm²]
fm,y,d Bemessungswert der Biegefestig-
keit um die y-Achse [N/mm²]
fv,d Bemessungswert der
Schubfestigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 15

Gerades Hakenblatt

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: mittel
• Druckkraft: hoch (bei entsprechender Lagesicherung)
• Querkraft: sehr gering
• Biegung um die y - Achse: -
• Biegung um die z - Achse: sehr gering
• Torsion um die x - Achse: -
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 16

Gerberstoß
Anmerkungen
• Zur Herstellung frei tragender
(nicht unterstützter) Stöße
• Insbesondere zur Ausbildung von
Gerberträgern (Kragträger und
gelenkig angehängter Träger)
• Anordnung des Gerberstoßes im
Momentennullpunkt
• Benannt nach dem Erfinder
„Heinrich Gottfried Gerber“
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 17

Gerberstoß

Vorteile Nachteile
• Weiterleitung großer Querkräfte • Verwendung von
• Statt langer Durchlaufträger Stahlverbindungsmitteln
Verwendung kürzerer Bauteile zwingend erforderlich

• Effektive und händisch leicht • Rissgefahr bei falscher


herstellbare Verbindung Anordnung der Bauteile

• In der Sanierung von


Duchlaufträgern einsetzbar
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 18

Gerberstoß

Richtige Anordnung Falsche Anordnung

Keine Spaltgefahr. Spaltgefahr!


Kraftübertragung durch Bolzen mit
Unterlegscheiben.
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 19

Gerberstoß

Nachweise nach DIN 1052


• Querkraft
1,5 ⋅ i ⋅ 1 ⋅ Vd
n ≤1
hi ⋅ bnetto ⋅ fv,d

i Bolzennummer
n Bolzenanzahl
bnetto Trägerbreite abzgl. Bolzenloch [mm]
hi Trägerhöhe am Bolzen i [mm]
Vd Bemessungswert der max. Querkraft [N]
fv,d Bemessungswert der Schubfestigkeit
[N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 20

Gerberstoß

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen quer zur Faser (unter U-Scheibe)
Vd
≤1
n ⋅ k c,90 ⋅ A ef ⋅ fc,90,d

dBolzen da, Scheibe Aef, Scheibe n Anzahl der Bolzen


12 58 5968 Vd Bemessungswert der max. Querkraft
16 68 7457 [N]
fc,90,d Bemessungswert der Druckfestig-
20 80 9446
keit rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
22 92 11677 kc,90 Beiwert nach DIN 1052
24 105 14386 (hier in der Regel 1)
Aef Wirksame Querdruckfläche einer
Unterlegscheibe [mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 21

Gerberstoß

Nachweise nach DIN 1052


• Zugspannungen Bolzen
Vd
≤1
n ⋅ NR,d

 A S ⋅ fy,b,k /(1,1⋅ γM,S ) 


NR,d = min  
 A S ⋅ fu,b,k /(1,25 ⋅ γM,S )

n Anzahl der Bolzen


Vd Bemessungswert der max. Querkraft
[N]
NR,d Grenzzugkraft eines Bolzens [N]
AS Spannungsquerschnitt Bolzen [mm²]
fy,b,k char. Streckgrenze Bolzen [N/mm²]
fu,b,k char. Zugfestigkeit Bolzen [N/mm²]
γM,S Teilsicherheitsbeiwert Stahl (1,1)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 22

Gerberstoß

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: -
• Druckkraft: - (nicht Zweck der Verbindung)
• Querkraft: hoch
• Biegung um die y - Achse: - (nicht Zweck der Verbindung, da
Gerbergelenk)
• Biegung um die z - Achse : -
• Torsion um die x - Achse : -
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 23

Schräges Hakenblatt (mit rechtwinkliger Hakenecke)


Anmerkungen
• Kombination von geradem
Hakenblatt und Gerberstoß
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 24

Schräges Hakenblatt

Vorteile Nachteile
• Übertragung von Zugkräften • Herstellung erfordert ein hohes
möglich Maß an Präzision
• Leichter Zusammenbau durch • Scherfuge durch Schräge
nicht parallele Flanken deutlich kürzer als bei geradem
• Lagesicherung Hakenblatt
• Ohne weitere Verbindungsmittel
Neigung zum Auseinander-
rutschen bei Zug
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 25

Variante: Schräges Hakenblatt mit lotrechter Hakenecke


Vorteile
• Keine Neigung zum Aus-
einanderrutschen bei Zug
• Lagesicherung

Nachteile
• Haken durch kurfaserigen
Bereich sehr empfindlich für
Beschädigungen
• Herstellung erfordert ein hohes
Maß an Präzision
• Schwierige Montage durch drei
parallele vertikale Stoßflächen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 26

Schräges Hakenblatt

Nachweise nach DIN 1052


Zug- und Druckkraft (siehe gerades Hakenblatt)
• Druckspannungen in Balkenlängsrichtung
• Druckspannungen der Hakenstirn
• Zugspannungen im Schnitt A-A
• Abscheren Vorholz im Schnitt B-B

Querkraft (siehe Gerberstoß)


• Querkraft
• Druckspannungen quer zur Faser
• Zugspannungen Bolzen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 27

Schräges Hakenblatt

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: gering bis mittel, abhängig vom Anschnittwinkel
• Druckkraft: nicht sinnvoll
• Querkraft: mittel bis hoch (Abhängig von der Einschnitttiefe)
• Biegung um die y- Achse: nicht erwünscht (Gerbergelenk)
• Biegung um die z- Achse: -
• Torsion um die x-Achse: -
Zimmermannsmäßige Verbindungen Längsverbindungen 28

Variante: Schräges Hakenblatt mit Keilen


Anmerkungen
• Wie schräges Hakenblatt
• Toleranzausgleich durch Keile
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 29

Eckblatt
Anmerkungen
• Abwandlung des geraden Blattes
für eine Ecke
• Wird meist bei unterstützen
Ecken (z. B. Schwellen)
eingesetzt
• Wird meist durch aufgehenden
Pfosten beansprucht
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 30

Eckblatt

Vorteile Nachteile
• Einfache Geometrie • Schlechter konstruktiver
• Händische Herstellung rationell Holzschutz durch waagerechte
möglich Kontaktflächen und sichtbares
Hirnholz
• Schlechte Lagesicherung
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 31

Variante: Verdecktes Eckblatt


Anmerkungen
• Abwandlung des Eckblattes
• Verbesserter Holzschutz durch
abgedecktes Hirnholz
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen.
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 32

Fc,d
Eckblatt

Nachweise nach DIN 1052 AZapfen

• Druckspannungen senkrecht zur Faser


Fc,90,d
≤1
(A ef − A z ) ⋅ k c,90 ⋅ fc,90,d

Fc,90,d Bemessungswert der Druckkraft [N]


Aef Wirksame Querdruckfläche [mm²]
AZ Fläche Zapfenloch [mm²]
fc,90,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
kc,90 Beiwert nach DIN 1052
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 33

Eckblatt

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: -
• Druckkraft: nicht sinnvoll
• Querkraft: mittel bis hoch (Abhängig von der Einschnitttiefe)
• Querdruck: mittel bis hoch
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 34

Eckblatt (freitragend)
Anmerkungen
• Freitragendes Eckblatt zur
Querkraftübertragung
• Verbindung mit Bolzen und
Unterlegscheiben
• Prinzip wie Gerberstoß,
Trägerache aber geknickt
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 35

Eckblatt (freitragend)

Richtige Anordnung Falsche Anordnung

Keine Spaltgefahr. Spaltgefahr!


Kraftübertragung durch Bolzen mit
Unterlegscheiben.
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 36

Eckblatt (freitragend)

Nachweise nach DIN 1052


siehe Gerberstoß:
• Querkraft
• Druckspannungen quer zur Faser (unter U-Scheibe)
• Zugspannungen im Bolzen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 37

Schwalbenschwanzeckblatt
Anmerkungen
• Abwandlung des Eckblattes
• Wird meist bei unterstützen
Ecken (z. B. Schwellen)
eingesetzt
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 38

Schwalbenschwanzeckblatt

Vorteile Nachteile
• Gute horizontale Lagesicherung • Verbindung kann durch
• Aufnahme geringer Verdrehung und geringe
Horizontallasten möglich Überlastung leicht brechen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 39

Variante: Verdecktes Schwalbenschwanzeckblatt


Anmerkungen
• Abwandlung des
Schwalbenschwanzeckblattes
• Verbesserter Holzschutz durch
abgedecktes Hirnholz
• Aufwändige Verbindung, erfordert
hohe Passgenauigkeit
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 40

Französisches Blatt
Anmerkungen
• Abwandlung des Eckblattes
• Wird meist bei unterstützten
Ecken (z. B. Schwellen)
eingesetzt
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 41

Französisches Blatt

Vorteile Nachteile
• Durch geneigte Kontaktflächen • Maschinelle Herstellung
schließen sich Bauteilfugen bei aufwändiger
Auflast
• Lagesicherung ohne
Zwängungen
• Händisch leicht herstellbar
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 42

Scherzapfen
Anmerkungen
• Abwandlung des Zapfenstoßes
• Aufwändige Herstellung
• Gabellagerung verhindert
Verdrehung und vertikales
Verschieben
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 43

Variante: Verdeckter Scherzapfen


Anmerkungen
• Abwandlung des Scherzapfens
• Verbesserter Holzschutz durch
abgedecktes Hirnholz
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 44

Gehrung mit Schwalbenschwanz


Anmerkungen
• Aufwändige Verbindung, erfordert
hohe Passgenauigkeit
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 45

Gehrung mit Schwalbenschwanz

Vorteile Nachteile
• Horizontale Lagesicherung • Maschinelle Herstellung
• Guter Holzschutz durch erforderlich
abgedecktes Hirnholz • Kein Zapfenloch zur
• Standardverbindung bei Lagesicherung eines
Abbundprogrammen und CNC- Eckpfostens möglich
Maschinen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Verkämmungen 46

Kreuzkamm
Anmerkungen
• Wegen Ausbruchgefahr sollte
Balken überstehen
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Verkämmungen 47

Kreuzkamm

Ausbruchgefahr wegen geometrischer Kurzfaserigkeit

Bessere Ausführung Schlechtere Ausführung

Keine Ausbruchgefahr. Ausbruchgefahr!


Zimmermannsmäßige Verbindungen Verkämmungen 48

Doppelter Kamm
Anmerkungen
• Wegen Ausbruchgefahr sollte
Balken überstehen
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Verkämmungen 49

Doppelter Kamm

Ausbruchgefahr wegen geometrischer Kurzfaserigkeit


Zimmermannsmäßige Verbindungen Verkämmungen 50

Schwalbenschwanzkamm
Anmerkungen
• Reduzierte Ausbruchgefahr durch
kleinen Konuswinkel
• Mit CNC-Maschinen nur in
modifizierter Form nacharbeitsfrei
herzustellen
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 51

Zapfen (senkrecht)
Anmerkungen
• Einsatz vorwiegend im
Fachwerkbau
• Funktion der Lagesicherung
• Unsichtbare Verbindung
• Zapfenloch sollte einige Milli-
meter tiefer ausgestemmt sein
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 52

Zapfen (senkrecht)

Vorteile Nachteile
• Effektive und händisch leicht • Fäulnisgefahr durch
herstellbare Verbindung Ansammlung von Wasser in
• Breites Anwendungsspektrum Zapfenlöchern
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 53

Zapfen (senkrecht)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen senkrecht zur Faser
Fc,90,d
≤1
(A ef − A z ) ⋅ k c,90 ⋅ fc,90,d

Fc,90,d Bemessungswert der Druckkraft [N]


Aef Wirksame Querdruckfläche [mm²]
AZ Fläche Zapfenloch [mm²]
fc,90,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
kc,90 Beiwert nach DIN 1052
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 54

Zapfen (senkrecht) mit Holznagel

Nachweise nach DIN 1052


• Zugnachweis der Holznagelverbindung Ft,d Bemessungswert der Zugkraft [N]
Vd Bemessungswert der Querkraft [N]
Ft,d k mod n Anzahl tragender Holznägel
≤1 Rd = 9,5 ⋅ d2 ⋅
n ⋅ m ⋅ Rd γM m Anzahl Scherfugen pro Nagel
Rd Bemessungswert der Tragfähigkeit
eines Holznagels pro Scherfuge [N]
• Zugspannungen im Zapfen d Holznageldurchmesser [mm]
Anetto Nettoquerschnitt Zapfen [mm²]
Ft,d Sy Flächenmoment 1. Grades des
≤1
A netto ⋅ ft,0,d Zapfenlochquerschnittes [mm]
Iy Flächenmoment 2. Grades des
Zapfenlochquerschnittes [mm4]
• Querkraft am Zapfenloch b Breite der Querschnittsfläche in
Höhe des Schwerpunktes [mm]
Vd ⋅ Sy ft,0,d Bemessungswert der Zugfestigkeit
≤1
Iy ⋅ b ⋅ fv,d [N/mm²]
fv,d Bemessungswert der Schub-
festigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 55

Zapfen (senkrecht) mit Holznagel

Nachweise nach DIN 1052


• Querzug
Ft,d
≤1
 18 ⋅ a  2
0,8
k s ⋅ k r ⋅  6,5 + 2  ⋅ ( 2 ⋅ t s ⋅ h ) ⋅ ft,90,d Ft,d Bemessungswert der Zugkraft [N]
 h  ar Abstand der beiden äußersten
Holznägel [mm]
1 a Maximalabstand eines Holznagels
 Bei a/h ≥ 0,7 darf der vom beanspruchten Rand [mm]
k s = max  1,4 ⋅ ar
0,7 + h Nachweis entfallen.
h Höhe des querzugbeanspruchten
Bauteils [mm]
n hi Abstand der jeweiligen Nagelreihe
kr = 2 vom unbeanspruchten Rand [mm]
n
 h1 
∑  
i=1  hi 
n
ts
Anzahl der Nagelreihen
Breite Seitenholz am Zapfenloch
[mm]
ft,90,d Bemessungswert der Zugfestig-
keit rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 56

Zapfen (senkrecht)

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Zugkraft: mittel (Holznagel, Stahlstift)
• Druckkraft: mittel (reduzierte Querdruckfläche)
• Querkraft: -
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 57

Schräger Zapfen
Anmerkungen
• Wie Zapfen, aber
Schräganschluss
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 58

Abgesteckter Zapfen
Anmerkungen
• Wie Zapfen
• Ausbrüche am Zapfenlochrand
sind abgedeckt
• CNC-Variante in der Regel rund
wegen Herstellung des
Zapfenlochs mit zylindrischem
Fräswerkzeug
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 59

Zapfen mit Randabsteckung


Anmerkungen
• Wie Zapfen
• Reduzierte Ausbruchgefahr am
Zapfenlochrand
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 60

Zapfen (waagerecht)
Anmerkungen
• Einsatz vorwiegend im
Fachwerkbau
• Haupt-Nebenträger-Verbindung
• Unsichtbare Verbindung
• Zapfenloch sollte einige Milli-
meter tiefer ausgestemmt sein
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 61

Zapfen (waagerecht)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen senkrecht zur Faser (Zapfenloch)
ho
h
Vd
≤1 hz e h
lz ⋅ bz,ef ⋅ k c,90 ⋅ fc,90,d hu
c Vd
• Druckspannungen senkrecht zur Faser (Zapfen) lz
Vd
≤1
lz,ef ⋅ b z ⋅ 1,7 ⋅ fc,90,d
Vd Bemessungswert der Querkraft [N]
Randbedingungen: bz Zapfenbreite [mm]
15 mm ≤ lz ≤ 60 mm bz,ef wirksame Zapfenbreite [mm]
1,5 ≤ h/b ≤ 2,5 lz Zapfenlänge [mm]
ho ≥ hu lz,ef wirksame Zapfenlänge [mm]
hu/h ≤ 1/3 fc,90,d Bemessungswert der Druckfestig-
keit rechtwinklig zur Faser [N/mm²]
hz ≥ h/6
kc,90 Beiwert nach DIN 1052
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 62

Zapfen (waagerecht)

Nachweise nach DIN 1052


• Schubspannungen im Zapfen ho
h
hz e h
1,5 ⋅ Vd
≤1 hu
bz ⋅ he ⋅ k z ⋅ k v ⋅ fv,d c Vd
he lz
α=
h
k z = β ⋅ [1 + 2 ⋅ (1 − β)2 ] ⋅ (2 − α ) Vd Bemessungswert der Querkraft [N]
h bz Zapfenbreite [mm]
β= z
he he Abstand der unteren Ausklinkung
 1 vom oberen Rand [mm]
 kn
fv,d Bemessungswert der Schubfestig-
 keit [N/mm²]
k v = min 
 
 h ⋅  α ⋅ (1 − α ) + 0,8 ⋅ c ⋅ 1 − α 2  kz Beiwert nach DIN 1052
  h α  kv Beiwert nach DIN 1052
  
kn Beiwert nach DIN 1052
Vollholz, Balkenschichtholz: 5
BSH: 6,5; Furnierschichtholz: 4,5
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 63

Zapfen (waagerecht)

Nachweise nach DIN 1052


• Querzugspannungen im Zapfenloch ho
h
Vd hz e h
≤1
 18 ⋅ a2  0,8 hu
k s ⋅ k r  6,5 + 2
h 
 ⋅ ( lz ⋅ h ) ⋅ ft,90,d c Vd

lz

Vd Bemessungswert der Querkraft [N]


a Abstand vom belasteten Rand bis
zum Zapfenloch [mm]
h Höhe des Trägers mit Zapfenloch
Befindet sich das Zapfenloch am Trägerende, [mm]
muss der Querzugnachweis mit doppelter lz Zapfenlänge [mm]
Sicherheit (≤ 0,5) geführt werden, wenn der lichte ft,90,d Bemessungswert der Zugfestigkeit
Abstand des Zapfenlochs vom Rand kleiner als senkrecht zur Faser [N/mm²]
die Trägerhöhe ist; gleiches gilt für den Fall, dass ks Beiwert nach DIN 1052 (hier 1)
bz > h ist. kr Beiwert nach DIN 1052 (hier 1)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 64

Zapfen (waagerecht)

Nachweise nach DIN 1052


• Querzugspannungen im Zapfenloch

Bei a/h ≥ 0,7 darf der Nachweis entfallen,


a/h < 0,2 nur für kurze Lasteinwirkungen
zulässig.

h
a
lz
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 65

Zapfen (waagerecht)

Beurteilung der Tragfähigkeit


• Querkraft: relativ klein
• Zugkraft: mittel (Holznagel, Stahlstift)
• Druckkraft: mittel (reduzierte Querdruckfläche)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 66

Brustzapfen
Anmerkungen
• Verstärkter Zapfen
• Einsatz z. B. in Balkenlagen
• Hauptträger wird in Druckzone
geschwächt
Zimmermannsmäßige Verbindungen Zapfenverbindungen 67

Schräger Brustzapfen
Anmerkungen
• Verstärkter Zapfen
• Einsatz z. B. in Balkenlagen
• Hauptträger wird in Druckzone
weniger geschwächt
Zimmermannsmäßige Verbindungen Schwalbenschwanzzapfenverbindungen 68

Schwalbenschwanzzapfen
Anmerkungen
• Querverbindung für Anschluss
Nebenträger an Hauptträger
• Nur maschinell herstellbar
• Übertragung von Querkräften und
geringen Zugkräften möglich
• Keine Stahlteile notwendig
• Schnelle Montage möglich
• Als tragende Verbindung nur mit
allgemeiner bauaufsichtlicher
Zulassung (AbZ.) möglich
Zimmermannsmäßige Verbindungen Schwalbenschwanzzapfenverbindungen 69

Schräger Schwalbenschwanzzapfen
Anmerkungen
• Querverbindung für Anschluss
Schifter an Gratsparren
• Nur maschinell herstellbar
• Übertragung von Quer- und
Zugkräften möglich
• Für tragende Verbindung: AbZ.
erforderlich
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 70

Stirnversatz (Stirn in Winkelhalbierender)


Anmerkungen
• Verbindung für Streben
• Verbindung für Kopfbänder
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 71

Stirnversatz (Stirn in Winkelhalbierender)

Vorteile Nachteile
• Optimal Ausnutzung der • Aufwändige manuelle
Druckspannungsfestigkeiten Herstellung
• Ausreichende Vorholzlänge
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 72

Stirnversatz (Stirn in Winkelhalbierender)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in der Stirnfläche
Sd ⋅ cos2 α ( 2) ≤ 1
b ⋅ t v ⋅ fc,α / 2,d
h 
 4 fürα ≤ 50° 
tv ≤  
h
 6 fürα > 60° Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
α Innenwinkel unter dem sich beide
fc,0,d
fc,α ,d
= Stäbe treffen
2 2 2
 fc,0,d   f  tv Einschnitttiefe [mm]
 ⋅ sin2 α  +  c,0,d ⋅ sin α ⋅ cos α  + cos4 α
2 2 2 2 b Breite der Strebe [mm]
 2 ⋅ fc,90,d   2 ⋅ fv,d 
h Höhe der Strebe [mm]
fc,0,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
in Faserrichtung [N/mm²]
fc,α/2,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
im Winkel α/2 zur Faser [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 73

Stirnversatz (Stirn in Winkelhalbierender)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in der Strebe
Sd My,d
+ ≤1
b ⋅ h ⋅ fc,0,d
( b ⋅h 2
)
⋅f
6 m,d
Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
My,d Exzentrizitätsmoment [Nmm]
My,d = Sd ⋅ 0,5 ⋅ ( h − t v )
α Innenwinkel unter dem sich beide
Stäbe treffen
lv Vorholzlänge [mm]
• Abscheren des Vorholzes
b Breite der Strebe [mm]
h Höhe der Strebe [mm]
Sd ⋅ cos α
≤1 fv,d Bemessungswert der Schubfestigkeit
b ⋅ lv ⋅ fv,d [N/mm²]
fc,0,d Bemessungswert der Druckfestigkeit in
20 cm < lv ≤ 8 ⋅ t v Faserrichtung [N/mm²]
fm,d Bemessungswert der Biege-
festigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 74

Variante: Stirnversatz (Stirn rechtwinklig zur Stabachse)


Vorteil
• Einfacher manuell herstellbar
Nachteil
• Geringere Tragfähigkeit
• Ungünstiger Kraft-Faser-Winkel
• Größere Ausmittigkeit
• Fugenklaffen möglich
• Ungünstiger Kraft-Faser-Winkel
• Ausreichende Vorholzlänge
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 75

Stirnversatz (Stirn rechtwinklig zur Stabachse)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen im Versatzboden
Sd ⋅ cos α
≤1
b ⋅ t v ⋅ fc,α,d

h 
 4 fürα ≤ 50° 
tv ≤  
h
 6 fürα > 60° Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
α Innenwinkel unter dem sich beide
fc,0,d Stäbe treffen
fc,α,d =
 fc,0,d
2
  f
2
 tv Einschnitttiefe [mm]
 ⋅ sin2 α  +  c,0,d ⋅ sin α ⋅ cos α  + cos4 α
 2 ⋅ fc,90,d   2 ⋅ fv,d 
b Breite der Strebe [mm]
h Höhe der Strebe [mm]
fc,0,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
in Faserrichtung [N/mm²]
fc,α/2,d Bemessungswert der Druckfestigkeit
im Winkel α/2 zur Faser [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 76

Stirnversatz (Stirn rechtwinklig zur Stabachse)

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in der Strebe
Sd My,d
+ ≤1
b ⋅ h ⋅ fc,0,d
( b ⋅h 2
) ⋅f
6 m,d
Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
 t  My,d Exzentrizitätsmoment [Nmm]
My,d = Sd ⋅ 0,5 ⋅  h − v  α Innenwinkel unter dem sich beide
 cos α 
Stäbe treffen
lv Vorholzlänge [mm]
b Breite der Strebe [mm]
• Abscheren des Vorholzes h Höhe der Strebe [mm]
fv,d Bemessungswert der Schubfestigkeit
Sd ⋅ cos α
≤1 [N/mm²]
b ⋅ lv ⋅ fv,d fc,0,d Bemessungswert der Druckfestigkeit in
Faserrichtung [N/mm²]
20 cm < lv ≤ 8 ⋅ t v fm,d Bemessungswert der Biege-
festigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 77

Variante: Brustversatz
Vorteil
• Minimale Ausmittigkeit
• Günstiger Kraft-Faser-Winkel
• Minimiertes Fugenklaffen
Nachteil
• Unschöne Optik

Nachweise nach DIN 1052


(siehe Stirnversatz (Stirn in Winkelhalbierender))
• Druckspannungen in der Stirnfläche
• Druckspannungen in der Strebe
• Abscheren des Vorholzes
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 78

Fersenversatz
Anmerkungen
• Verbindung für Streben
• Überdeckung darf nicht auf
Vorholz aufliegen (Rissgefahr in
Strebe)
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 79

Fersenversatz

Vorteile Nachteile
• Einfache manuelle Herstellung • Größere Ausmittigkeit
• Vermindertes Fugenklaffen
• Besserer Holzschutz durch
Überdeckung der Fuge
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 80

Fersenversatz

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen im Versatzboden
S d ⋅ cos α
≤1
b ⋅ t v ⋅ fc,α,d
Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
h 
 4 fürα ≤ 50°  My,d Exzentrizitätsmoment [Nmm]
tv ≤   α Innenwinkel unter dem sich beide
h
 6 fürα > 60° Stäbe treffen
tv Einschnitttiefe [mm]
fc,0,d b Breite der Strebe [mm]
fc,α,d =
2 2
 fc,0,d   f  h Höhe der Strebe [mm]
 ⋅ sin2 α  +  c,0,d ⋅ sin α ⋅ cos α  + cos4 α
 2 ⋅ fc,90,d   2 ⋅ fv,d  fc,0,d Bemessungswert der Druckfestig-
keit in Faserrichtung [N/mm²]
fc,α,d Bemessungswert der Druckfestig-
keit im Winkel α zur Faser [N/mm²]
fm,d Bemessungswert der Biege-
festigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 81

Fersenversatz

Nachweise nach DIN 1052


• Druckspannungen in der Strebe
Sd My,d
+ ≤1
b ⋅ h ⋅ fc,0,d
( b ⋅h 2
) ⋅f
6 m,d
 t 
My,d = Sd ⋅ 0,5 ⋅  h − v 
 cos α 

• Abscheren des Vorholzes


Sd ⋅ cos α Sd Bemessungswert der Druckkraft [N]
≤1 α Innenwinkel unter dem sich beide
b ⋅ lv ⋅ fv,d
Stäbe treffen
lv Vorholzlänge [mm]
20 cm < lv ≤ 8 ⋅ t v b Breite der Strebe [mm]
fv,d Bemessungswert der Schub-
festigkeit [N/mm²]
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 82

Doppelter Versatz
Anmerkungen
• Verbindung für Streben
• Kombination aus Stirn- und
Fersenversatz
• Erfordert hohe Passgenauigkeit
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 83

Doppelter Versatz

Vorteile Nachteile
• Minimale Ausmittigkeit • Sehr aufwändige manuelle
• Günstiger Kraft-Faser-Winkel Herstellung
• Hohe Kraftübertragung möglich
• Reduzierte Vorholzlänge
Zimmermannsmäßige Verbindungen Eckverbindungen 84

Doppelter Versatz

Nachweise nach DIN 1052


Aufteilung der Gesamtkraft je zur Hälfte auf Stirn- und Fersenversatz.
Nachweise wie Stirn- (mit Winkelhalbierender) und Fersenversatz:
• Druckspannungen in der Stirnfläche bzw. im Versatzboden
• Druckspannungen in der Strebe
• Abscheren des Vorholzes

Sonderbedingungen für Versatztiefen: tv,1 ≤ 0,8 × tv,2


tv,1 ≤ tv,2 – 1,0 cm
Zimmermannsmäßige Verbindungen Versätze 85

Lagesicherung von Versätzen

Bolzen Sondernagel Lochblech