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Polizeiliche Kriminalstatistik 2009

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Registrierte Kriminalität im Jahr 2009 1

Inhalt

1. Gesamtentwicklung der Kriminalität


1.1 Stand 2009
1.2 Entwicklung seit 2004 ( Fälle und Aufklärungsquoten )
1.2.1 Polizeiinspektion gesamt
1.2.2 Tatortbereich „Stadt Osnabrück“
1.2.3 Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

2. Entwicklung in den Tatverdächtigenzahlen


2.1 Gesamtentwicklung
2.2 Minderjährigenkriminalität ( Kinder, Jugendliche, Heranwachsende )
2.3 Nichtdeutsche Tatverdächtige
2.4 Kriminalität durch Spätaussiedler
2.5 Kriminalität und Alkoholbeeinflussung

3. Ausgewählte Deliktsbereiche
3.1 Straftaten gegen das Leben
3.2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
3.3 Rohheitsdelikte ( auch Raub, Körperverletzung )
3.3.1 Raubstraftaten
3.3.2 Körperverletzungsdelikte und Freiheitsberaubungen
3.4 Widerstand gegen die Staatsgewalt
3.5 Diebstahl gesamt
3.5.1 Einfacher Diebstahl gesamt
3.5.2 Schwerer Diebstahl gesamt
3.5.3 Ladendiebstahl ( klassisch )
3.5.4 Diebstahl aus Wohnung
3.5.5 Kraftfahrzeugdiebstahl ( komplett )
3.5.6 Diebstahl in/ aus Kraftfahrzeugen
3.5.7 Diebstahl von Fahrrädern
3.6 Vermögens- und Fälschungsdelikte
3.7 Straftaten nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz
3.8 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das Kriegswaffen-
kontrollgesetz

4. Ausgewählte Deliktsgruppen
4.1 Wirtschaftskriminalität
4.2 Rauschgiftdelikte / Btm-Gesetz ( auch Rauschgifttote )
4.3 Gewaltkriminalität
4.4 Straßenkriminalität
4.5 Umweltschutzdelikte

1 Auf der Grundlage der Tabelle 11 der Polizeilichen Kriminalstatistik 2009


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Vorbemerkung:

Mit dem vorliegenden Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik ( PKS ) des Jahres
2009 erstellt die Polizeiinspektion zum zweiten Mal eine einheitliche
Veröffentlichung zur Kriminalitätsentwicklung des vergangenen Jahres in Stadt und
Landkreis Osnabrück.

Wie im Vorjahr wird hierbei auf die generellen Entwicklungen in Stadt und
Landkreis Osnabrück – wo es sinnvoll erscheint – eingegangen.

Die Erläuterung von Einzelphänomenen für umgrenzte lokale Bereiche bleibt der
Berichterstattung der örtlich zuständigen Polizeikommissariate für ihren Bereich
vorbehalten.

Zur Darstellung der Minderjährigenkriminalität werden auch in diesem Jahr nur


Überblicke über die Trends gegeben. Eine eingehendere Analyse der
Minderjährigenkriminalität wird durch den sehr umfassenden und detailreichen
Bericht „ Jugendgefährdung und Jugenddelinquenz “ des Fachkommissariatsleiters
Jugendkriminalität und des Beauftragten für Jugendsachen der Polizeiinspektion
Osnabrück vorgenommen. Aus diesem Grund wird in dem vorliegenden Bericht die
Darstellung auf ein Mindestmaß beschränkt und auf die Inhalte des o. a. Berichts
verwiesen.

Im Jahr 2008 ist die Polizeiliche Kriminalstatistik von einem 5- stelligen ( ca. 480
Schlüsselbegriffe ) auf einen neuen 6- stelligen PKS- Schlüssel ( ca. 1.300
Schlüsselbegriffe ) umgestellt worden. Durch die hiermit verbundene detailliertere
Erfassungsweise ist es innerhalb der einzelnen Deliktsgruppen teilweise zu
Verschiebungen gekommen, die eine völlige Vergleichbarkeit der Daten mit denen
der Vorjahre einschränken.

Wie bereits im Vorjahr festgestellt, spielen Asylbewerber als gesonderte Gruppe


von Tatverdächtigen mit einem Anteil von einem Prozent keine Rolle mehr für die
Darstellung der Tatverdächtigenzahlen. Auf eine Bewertung in dieser Hinsicht wird
daher – abweichend von den Vorjahren – verzichtet.

Dagegen hat in der öffentlichen und politischen Diskussion – auch gerade im


Hinblick auf tragischen Ereignisse in Winnenden - der Bereich der
waffenrechtlichen Verstöße eine zunehmende Bedeutung erfahren. Im Hinblick
hierauf wird dieser Deliktsbereich im vorliegenden Bericht dargestellt.
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1. Gesamtentwicklung der Kriminalität


1.1 Stand 2009

Im Jahr 2009 wurden in der Polizeiinspektion Osnabrück 37.849 Straftaten ( im Jahr


2008: 37.459 = + 1,04 % oder + 390 Straftaten ) registriert; die Aufklärungsquote
( AQ ) beträgt 59,91 % und ist damit zum Vorjahr ( 2008: 55,81 % ) um 4,10 %
gesteigert worden.

Für den Tatortbereich „Stadt Osnabrück“ bedeutete dies 18.909 ( im Jahr 2008:
18.111 Taten = + 4,41 % ) registrierte Straftaten, wobei die AQ von 56,81 % im Jahr
2008 auf jetzt 61,94 % ( + 5,13 % ) erheblich gesteigert werden konnte.

Im Landkreis Osnabrück wurden 18.940 Straftaten ( 2008: 19.348 Taten = - 2,11 %


oder – 408 Delikte ) begangen; die AQ steigerte sich von 54,88 % im Jahr 2008 auf
57,89 %.

1.2 Entwicklung seit 2004 ( Fälle und Aufklärungsquoten )

1.2.1 Polizeiinspektion gesamt:

Veränderung Aufgeklärte Fälle


Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2004 39.352 -1278 -3,15% 19519 49,60%
2005 41.116 1764 4,48% 20885 50,80%
2006 40.484 -632 -1,54% 20934 51,71%
2007 39.645 -839 -2,07% 22154 55,88%
2008 37.459 -2186 -5,51% 20907 55,81%
2009 37.849 390 1,04% 22676 59,91%

Kriminalitätsentwicklung seit 2004


45000

40000

35000

30000

25000

20000

15000

10000

5000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle


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Verteilung nach Hauptstraftatengruppen


1% 6%
13%

20%

20%

21%

19%

Straftaten gegen das Leben Straftaten gegen die sexuelle Rohheitsdelikte und Straftaten Einfacher Diebstahl
Selbstbestimmung gegen die persönliche Freiheit
Schw erer Diebstahl Vermögens- und Sonstige Straftatbestände Strafrechtliche Nebengesetze
Fälschungsdelikte (StGB)

Entwicklung der Aufklärungsquote


59,50%

57,00%

54,50%

52,00%

49,50%

47,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
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Im Jahr 2002 lag die Gesamtanzahl der Straftaten mit 42.338 Delikten in der
Polizeiinspektion auf dem höchsten Stand der vergangenen 20 Jahre; die
Aufklärungsquote lag in diesem Jahr bei 48,33 %. Während in den Folgejahren die
Gesamtkriminalität zunächst rückläufig war, stieg sie im Jahr 2005 noch einmal an.
Seit diesem Zeitpunkt war ein kontinuierlicher Rückgang der Straftaten zu
verzeichnen. Erstmalig seit 2005 wurde dieser Trend im vergangenen Jahr
durchbrochen. Mit einem Zuwachs von 390 Straftaten ( + 1,04 % ) fällt der Anstieg
aber moderat aus.

Die Aufklärungsquote befindet sich mit 59,91 % auf einem absoluten Rekordwert
der letzten 20 Jahre und liegt damit nochmals um 4,10 % über den hohen
Aufklärungsquoten der beiden Vorjahre. Insgesamt wurden 22.676 Straftaten
aufgeklärt. Diese erhebliche Steigerung der Aufklärungsquote ist augenscheinlich
zum einen Teil der erfolgreichen Arbeit in allen Deliktsbereichen geschuldet,
andererseits in der Höhe auch durch die Verschiebung von Straftatenanteilen aus
dem Diebstahlsbereich in den „aufklärungsfreudigeren“ Bereich der Vermögens-
und Fälschungsdelikte begünstigt.

Die Häufigkeitskennzahl ( HZ )2 stieg geringfügig von 7179,88 auf 7257,41


Straftaten, also um 1,07 %.

2 Die Häufigkeitskennzahl stellt die Kriminalitätsbelastung in der Form der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner dar.
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1.2.2 Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Veränderung Aufgeklärte Fälle


Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2003 20.478 -1656 -7,48% 9742 47,57%
2004 20.648 170 0,83% 10642 51,54%
2005 20.795 147 0,71% 10848 52,17%
2006 20.248 -547 -2,63% 10653 52,61%
2007 19.585 -663 -3,27% 11261 57,50%
2008 18.111 -1474 -7,53% 10289 56,81%
2009 18.909 798 4,41% 11712 61,94%

Kriminalitätsentwicklung seit 2004


25000

20000

15000

10000

5000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle

Entwicklung der Aufklärungsquote


62,00%

60,00%

58,00%

56,00%

54,00%

52,00%

50,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
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In der Stadt Osnabrück lag die Gesamtanzahl der Straftaten mit 22.134 Delikte im
Jahr 2002 auf dem höchsten Stand seit 1994 ( 24.305 ); die Aufklärungsquote lag in
diesem Jahr bei 50,16 %. Seit diesem Zeitpunkt verläuft die Entwicklung
weitgehend parallel zur Entwicklung der gesamten Polizeiinspektion. Auch hier ist
im vergangenen Jahr erstmals wieder ein leichter Anstieg der Straftaten nach
einem kontinuierlichen Rückgang seit 2005 zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote
entwickelt sich außerordentlich positiv, wobei mit einer Steigerung auf 61,94 %
( Vorjahr: 56,81 % = + 5,13 % ) der positive Trend für die gesamte Polizeiinspektion
sogar noch übertroffen wird. Damit nimmt die Aufklärungsquote gleichzeitig eine
Spitzenstellung für die kreisfreien Städte in Niedersachsen ein.

Die Häufigkeitskennzahl ( HZ ) stieg von 11119,91 auf 11580,29 Straftaten, also um


3,98 %.

1.2.3 Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Veränderung Aufgeklärte Fälle


Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2003 20.163 -363 -1,77% 10026 49,72%
2004 18.704 -1459 -7,24% 8878 47,47%
2005 20.321 1617 8,65% 10037 49,39%
2006 20.236 -85 -0,42% 10281 50,81%
2007 20.060 -176 -0,87% 10893 54,30%
2008 19.348 -712 -3,55% 10618 54,88%
2009 18.940 -408 -2,11% 10964 57,89%

Kriminalitätsentwicklung seit 2004


25000

20000

15000

10000

5000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle


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Entwicklung der Aufklärungsquote


59,00%

57,00%

55,00%

53,00%

51,00%

49,00%

47,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Im Landkreis Osnabrück entwickeln sich die Fallzahlen – wie im Vorjahr -


geringfügig anders als im Stadtgebiet. Die Fallzahlen fielen im Vergleichszeitraum
2008/ 2009 um 2,11 % von 19.348 auf 18.940 Straftaten. Damit setzt sich hier der
Trend des kontinuierlichen Rückgang der Straftaten seit 2005 fort. Allerdings fällt
die Steigerung der Aufklärungsquote innerhalb des Landkreises auch mit 3,01 %
auf jetzt 57,89 % geringer aus als in der Stadt Osnabrück. Sie erreicht damit aber
erneut den höchsten Stand der letzten zwanzig Jahre.

Die Häufigkeitskennzahl sank im Landkreis von 5391,64 auf 5287,02 Straftaten,


also um 1,98 %.
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2. Entwicklung in den Tatverdächtigenzahlen3

2.1 Gesamtentwicklung

Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen


18.000
15.584 15.792
16.000 15.353 15.053 14.788
13.848
14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Im Jahr 2009 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Osnabrück insgesamt 15.792


Tatverdächtige ( echt ) als Täter zu den 22.676 aufgeklärten Straftaten ermittelt.
Das sind 1004 Tatverdächtige ( 6,79 % ) mehr als im Vorjahr. Bei dem gleichzeitig
außerordentlich starken Anstieg der Aufklärungsquote um 4,10 % deutet dies
darauf hin, dass wiederum vermehrt Mehrfachtäter ermittelt wurden. Im Jahr 2009
sind jedem Straftäter rechnerisch 1,44 Straftaten zuzuordnen, während es im Jahr
2008 1,41 Straftaten waren.

3 Für das Jahr 2008 wurde in Niedersachsen eine neue Tatverdächtigenzählweise „SsTB“ ( Straftatenschlüsselspezifische
Tatverdächtigenbestimmung ) aufgrund eines Beschlusses auf Bundesebene eingeführt. Es handelt sich um eine neue Form der
Echttatverdächtigenzählung ( eine Person wird im Berichtsjahr in der Summe nur einmal gezählt, auch wenn er mehrmals als
Tatverdächtiger bei verschiedenen Delikten erfasst wurde. ) Die Zahlen sind zu den Vorjahren aufgrund der Einführung der neuen
Zählweise nicht mehr uneingeschränkt vergleichbar.
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Beteiligung nach Geschlechtern


100%
90% 24,03% 23,38% 23,72% 22,62% 23,74% 24,05%
80%
70%
60%
50%
40% 75,97% 76,62% 76,28% 77,38% 76,26% 75,95%
30%
20%
10%
0%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Männl. Weibl.

Insgesamt machen männl. Tatverdächtige fast 76 % der gesamten ermittelten Täter


aus, der Anteil der ermittelten weibl. Tatverdächtigen liegt damit seit 2003 konstant
bei etwa 23 %.
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2.2 Minderjährigenkriminalität ( Kinder, Jugendliche, Heranwachsende )4

Tatverdächtige Kinder Jugendliche Heranwachsende


Jahr insgesamt ( unter 14 Jahren ) ( 14 bis 17 Jahre ) ( 18 bis 21 Jahre )
2004 13.848 717 1.845 1.538
in % 100,00% 5,18% 13,32% 11,11%
männl. 10.520 524 1.307 1.217
in % 75,97% 4,98% 12,42% 11,57%
weibl. 3.328 193 538 321
in % 24,03% 5,80% 16,17% 9,65%
2005 15.353 732 1.974 1.708
in % 100,00% 4,77% 12,86% 11,12%
männl. 11.733 524 1.441 1.367
in % 76,42% 4,47% 12,28% 11,65%
weibl. 3.580 208 533 341
in % 23,32% 5,81% 14,89% 9,53%
2006 15.053 648 2.083 1.648
in % 100,00% 4,30% 13,84% 10,95%
männl. 11.482 472 1.489 1.305
in % 76,28% 4,11% 12,97% 11,37%
weibl. 3.571 176 594 343
in % 23,72% 4,93% 16,63% 9,61%
2007 15.584 673 2.028 1.696
in % 100,00% 4,32% 13,01% 10,88%
männl. 12.059 510 1.475 1.389
in % 77,38% 4,23% 12,23% 11,52%
weibl. 3.525 163 553 307
in % 22,62% 4,62% 15,69% 8,71%
2008 14.788 696 1.826 1.483
in % 100,00% 4,71% 12,35% 10,03%
männl. 11.278 488 1.292 1.178
in % 76,26% 4,33% 11,46% 10,45%
weibl. 3.510 208 534 305
in % 23,74% 5,93% 15,21% 8,69%
2009 15.792 655 1.887 1.697
in % 100,00% 4,15% 11,95% 10,75%
männl. 11.994 476 1.331 1.319
in % 75,95% 3,97% 11,10% 11,00%
weibl. 3.798 179 556 378
in % 24,05% 4,71% 14,64% 9,95%

4 Siehe Fußnote 3
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Beteiligung nach Altersgruppen


11.553
11.187
10.939 10.783
10.674

9.748
10.000

7.500

5.000

2.500 1.845 1.974


1.708
2.083 2.028
1.696 1.826 1.8871.697
1.538 1.648 1.483
717 732 648 673 696 655

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Kinder (unter 14 Jahren) Jugendliche (14 bis 17 Jah- Heranw achsende (18 bis 21 Erw achsene
re) Jahre)

Entwicklung der Minderjährigenkriminalität


- prozentualer Anteil der Tatverdächtigen -
100%
90%
80%
70%
70% 71% 71% 72% 73% 73%
60%
50%
40%
30%
20%
30% 29% 29% 28% 27% 27%
10%
0%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
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Die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen entwickelt sich seit 2004 verhalten
positiv. Der Gesamtanteil der tatverdächtigen Minderjährigen ist von 29,61 % auf
jetzt 26,84 % zurückgegangen. Damit hält der Trend des Vorjahres an.

Differenziert müssen dagegen die Zahlen für die einzelnen Altersgruppen betrachtet
werden. Während noch im Vorjahr bei den Jugendlichen und Heranwachsenden
eine leicht rückläufige und bei den tatverdächtigen Kindern eine ansteigende
Tendenz zu beobachten war, hat sich dieser Trend im Jahr 2009 umgekehrt. Die
auffallenden Zahlen bei den tatverdächtigen weiblichen Kindern bewegen sich jetzt
mit einem Tatverdächtigenanteil von 4,71 % wieder auf dem Niveau der Jahre 2006
und 2007.

Eine detaillierte Darstellung zur Jugendgefährdung und Jugenddelinquenz mit


Angaben zu speziellen Deliktsbereichen findet sich im entsprechenden Bericht des
Leiters des hiesigen Fachkommissariats 6 und des Beauftragten für
Jugendsachen.5

5 Jugenddelinquenz und Jugendgefährdung in Stadt und Landkreis Osnabrück, Jahresbericht 2009, EKHK Bendt Klose u.
KHK Thomas Brockschmidt, Polizeiinspektion Osnabrück, Februar 2009
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2.3 Nichtdeutsche Tatverdächtige 6


Tatverdächtige Tatverdächtige Tatverdächtige
Jahr gesamt deutsch nichtdeutsch
2004 13.848 11.042 2.806
in % 100,00% 79,74% 20,26%
männl. 10.520 8.341 2.179
in % 75,97% 79,29% 20,71%
weibl. 3.328 2.701 627
in % 21,68% 81,16% 18,84%
2005 15.353 12.249 3.005
in % 100,00% 79,78% 19,57%
männl. 11.733 9.352 2.351
in % 76,42% 79,71% 20,04%
weibl. 3.580 2.897 654
in % 23,32% 80,92% 18,27%
2006 15.053 12.382 2.671
in % 100,00% 82,26% 17,74%
männl. 11.482 9.381 2.101
in % 76,28% 81,70% 18,30%
weibl. 3.571 3.001 570
in % 23,72% 84,04% 15,96%
2007 15.584 12.922 2.663
in % 100,00% 82,92% 17,09%
männl. 12.059 9.933 2.127
in % 77,38% 82,37% 17,64%
weibl. 3.525 2.989 536
in % 22,62% 84,79% 15,21%
2008 14.788 12.380 2.408
in % 100,00% 83,72% 16,28%
männl. 11.278 9.360 1.918
in % 76,26% 82,99% 17,01%
weibl. 3.510 3.020 490
in % 23,74% 86,04% 13,96%
2009 15.792 13.020 2.772
in % 100,00% 82,45% 17,55%
männl. 11.994 9.833 2.161
in % 75,95% 81,98% 18,02%
weibl. 3.798 3.187 611
in % 24,05% 83,91% 16,09%

6 Siehe auch Fußnote 3


Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen


100%
90% 20,26% 19,70% 17,74% 17,09% 16,28% 17,55%

80%
70%
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Tatverdächtige deutsch Tatverdächtige
nichtdeutsch

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen sank seit 2003 kontinuierlich von
damals 20,97 % auf zuletzt 16,28 %.
Im Vorjahr ist diese Zahl erstmals wieder um 364 Tatverdächtige auf 2772
Tatverdächtige angestiegen. Die nichtdeutschen Tatverdächtigen machen damit
jetzt 17,55 % aller Tatverdächtigen aus.

Bereits in den Vorjahren waren in der Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen


auch die Zahlen für die Asylbewerber enthalten. Da sie zwischenzeitlich keinen
nennenswerten Anteil an der Gesamttatverdächtigenzahl ( 2009: 1,6 % ) mehr
ausmachen, wird auf eine eigenständige Darstellung verzichtet. Die
Tatverdächtigenzahl ist in der Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen enthalten.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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2.4 Kriminalität durch Spätaussiedler7 8

Tatverdächtige Spätaussiedler
Jahr gesamt
2006 15.053 1.925
in % 100,00% 12,79%
2007 15.584 1.860
in % 100,00% 11,94%
2008 14.788 1.941
in % 100,00% 13,13%
2009 15.792 1.965
in % 100,00% 12,44%

Anteil der Spätaussiedler an den


Tatverdächtigen 2009
12,44%

7 Siehe auch Fußnote 3


8 Das Merkmal „Spätaussiedler“ wird vergleichbar erst seit 2006 in der PKS ausgewiesen. Insofern weicht die Darstellung von dem
sonst in diesem Bericht üblichen Fünf- Jahres- Zeitraum ab.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Anteil der Spätaussiedler in den Deliktsgruppen


( Fälle )
Straftaten gegen die sex. Selbstb. 7,04%

Rohheitsdelikte 14,30%

Einfacher Diebstahl 12,88% Übrige TV


Spätaussiedler

Schwerer Diebstahl 16,35%

Vermögens- und Fälschungsdelikte 7,30%

Sonstige Straftatbestände (StGB) 10,19%

Strafrechtliche Nebengesetze 13,62%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Da das Tatverdächtigenkriterium „ Spätaussiedler“ erst seit 2006 eindeutig in der


PKS ausgewiesen wird, lassen sich zu Trends und Entwicklungen im
Tatverdächtigenanteil immer noch keine verlässlichen Aussagen treffen. Hier spielt
auch insbesondere die Tatsache eine Rolle, dass in der Zwischenzeit die
Erfassungsmodalitäten verändert wurden, die zu einer genaueren Erfassung
geführt haben dürften.

Auffallend ist aber, dass tatverdächtige Spätaussiedler über alle


Kriminalitätsbereiche 12,44 % der Tatverdächtigen ausmachen. Damit bewegt sich
der Anteil wieder auf dem Niveau des Jahres 2006 und ist zum Vorjahr
zurückgegangen.

Bei Betrachtung der einzelnen Deliktsbereiche fällt auf, dass sie augenscheinlich im
Bereich der Rohheitsdelikte, des schweren Diebstahls und der strafrechtlichen
Nebengesetze – die auch den Bereich der Verstöße gg. das
Betäubungsmittelgesetz umfassen – überrepräsentiert sind.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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2.5 Kriminalität und Alkoholbeeinflussung

Anzahl Fälle 2004 2005 2006 2007 2008 2009


Straftaten gegen das
Leben 8 9 4 4 4 7
Straftaten gegen die
sexuelle
Selbstbestimmung 57 41 35 56 33 43
Rohheitsdelikte und
Straftaten gegen die
persönliche Freiheit 728 840 877 1178 1245 1349
Diebstahl gesamt 280 309 212 412 400 440
Vermögens- und
Fälschungsdelikte 69 85 82 71 91 104
Sonstige Straftatbestände
(StGB) 464 584 570 763 921 866
Strafrechtliche
Nebengesetze 53 46 88 207 207 210
Summe 1659 1914 1868 2691 2901 3019

Alkoholbeeinflussung bei ausgewählten Straftaten


3000

2500

2000

1500

1000

500

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Rohheitsdelikte Diebstahl gesamt Sonstige Straf- Strafrechtliche


und Straftaten tatbestände Nebengesetze
gegen die per- (StGB)
sönliche Freiheit

Deutlich besorgniserregend ist die Zunahme der Straftaten, die unter


Alkoholeinfluss begangen werden. Die Gesamtzahlen haben sich von 2003 mit
1.568 Delikten bis zum Jahr 2009 mit 3.019 Straftaten fast verdoppelt ! Hierbei ist
die Zahl im vergangenen Jahr nochmals um 118 Fälle angestiegen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 19 von 62

3. Ausgewählte Deliktsbereiche

3.1 Straftaten gegen das Leben

Straftaten Stadt Landkreis


Poliz eiinspektion Veränderung
gg. das AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
Leben (Fälle) (Fälle)

2004 21 -3 95,24% 9 12
2005 28 7 92,86% 13 15
2006 26 -2 84,62% 13 13
2007 24 -2 83,33% 9 15
2008 20 -4 95,00% 9 11
2009 25 5 84,00% 14 11

Strafaten gg. das Leben


30 28
26
25
25 24
21
20
20

15

10

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 20 von 62

Straftaten gg. das Leben


- Aufklärungsquote -
120,00%

100,00%

80,00%

60,00%
95,24% 92,86% 95,00%
84,62% 83,33% 84,00%
40,00%

20,00%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Während der Bereich der Straftaten gegen das Leben seit dem Jahr 2005 eine
leicht rückläufige Tendenz aufwies, sind die Fallzahlen im Jahr 2009 wieder auf das
Niveau von 2006/ 2007 angestiegen. Aufgrund der geringen Fallzahlen lassen sich
über die Zahlen aber keine Schlüsse hinsichtlich eines Trends ziehen.

Zu den gravierenden Fällen des vorgenannten Deliktsbereiches gehörten im Jahr


2009 die Fälle des 33jährigen getrennt lebenden Familienvaters, der mit seinem
Auto im November 2008 in das Haus der Schwiegereltern fuhr, es in Brand setzte
und die getrennt lebende Ehefrau und die Schwiegermutter mit Messerstichen
tötete und der Fall der 23jährigen verwirrten Frau, die im Osnabrücker Stadtteil
Schölerberg auf insgesamt vier Opfer grundlos einstach.

Bei den geringen Fallzahlen haben bereits einzelne Straftaten, die ( noch nicht )
geklärt sind einen hohen Einfluss auf die Aufklärungsquote. Während die
Aufklärungsquote im Bereich Mord unverändert bei 100% liegt, blieb ein Fall des
versuchten Totschlags unaufgeklärt. Hierbei blieb ein Fall des versuchten
Totschlags unaufgeklärt. Hierbei handelt es sich um eine Schussverletzung ( Kal. .
22 lfB ) ungeklärter Herkunft bei einem 32jährigen Passanten in Osnabrück, die als
versuchter Totschlag eingeordnet werden musste.

In der Straftatengruppe sind die fahrlässigen Tötungsdelikte enthalten, bei denen


es sich schwerpunktmäßig um tödliche Unfälle handelt, bei denen beteiligten
Personen Unterlassungsdelikte im Hinblick auf vorgeschriebene
Sicherungsmaßnahmen vorgeworfen werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 21 von 62

3.2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

S tra ftate n g g . d ie S ta d t L an d kre is


P o liz eiin s p ek tio nV e rän d e ru n g
sex u elle AQ O sn a b rü c k O sn a b rü ck
g esa m t (F ä lle) g g ü . V o rja h r
S elb stb e stim m u n g (F älle ) (F ä lle)

2 004 29 7 45 7 9,12% 1 33 16 4
2 005 37 5 78 8 0,80% 1 71 20 4
2 006 34 4 -3 1 7 7,62% 1 49 19 5
2 007 32 3 -2 1 7 9,88% 1 39 18 4
2 008 37 3 50 8 2,84% 1 47 22 6
2 009 36 0 -1 3 8 5,28% 2 01 15 9

Polizeiinspektion gesamt:

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


400 375 373
360
344
350 323
297
300

250

200

150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
80,80% 82,84% 85,28%
40,00% 79,12% 77,62% 79,88%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 22 von 62

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


250

201
200
171
149 147
150 133 139

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


250
226
204
195
200 184
164 159
150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Bei den Straftaten gg. die sexuelle Selbstbestimmung ist gegenüber dem Vorjahr
für die gesamte Polizeiinspektion ein Rückgang der Fallzahlen um 13 Straftaten auf
jetzt 360 Delikte festzustellen. Hierbei konnte die Aufklärungsquote mit 85,28 % -
nach der Steigerung im Vorjahr um ca. zwei Prozent - nochmals um 2,44 %
gesteigert werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 23 von 62

Der wesentliche Anteil am Rückgang der Fallzahlen in diesem Deliktsbereich liegt


im Landkreis Osnabrück mit einer Abnahme um 67 Delikte, während in der Stadt
Osnabrück ein Anstieg um 54 Delikte zu verzeichnen war.

Innerhalb des Deliktsbereiches sind die Straftaten gg. die sexuelle


Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines
Abhängigkeitsverhältnisses um 37 Fälle ( 39,36 % ) gestiegen. Mit 131 Fällen
handelt es sich hierbei um den höchsten Wert Wert seit 2005/ 2006 ( 142 und 144
Fälle ).

Verringerungen der Fallzahlen haben sich im Gegensatz dazu aber in den


Deliktsbereichen des Sexuellen Missbrauchs um 12 Fälle ( - 8,11 % ) und der
Ausnutzung sexueller Neigungen um 38 Fälle ( -29,01 % ) ergeben.

Für den Deliktsbereich des sexuellen Missbrauchs liegt die Ursache für diesen
Rückgang im Wesentlichen im Deliktsfeld Sexueller Handlungen gem. § 176 (1,2)
StGB. Hier führte im Vorjahr die Klärung einer Tatserie im Landkreis Osnabrück zu
einer Steigerung der Fallzahlen.

Die Aufklärungsquote liegt für diesen Deliktsbereich mit 81,62 % trotzdem über dem
Wert des Vorjahres ( 77,03 % ).

Für den Bereich des Deliktsbereichs der Ausnutzung sexueller Neigungen beruht
der Rückgang auf den zurückgegangenen Fallzahlen im Bereich der Verbreitung
pornografischer Schriften ( Erzeugnisse ) ( - 38 Fälle oder 29,23 % ), wobei sich
hier wiederum der Löwenanteil auf das Internet als Tatmittel bezieht.
Hier war es im Vorjahr noch zu teilweise erheblichen Steigerungen gekommen, die
auf den Anzeigen von Bürgern und Providern, aber auch auf den Ergebnissen
anlaßunabhängiger Internetrecherchen verschiedener Landeskriminalämter
beruhten.

Die Aufklärungsquote konnte für diesen Deliktsbereich mit 95,70 % noch einmal um
8,68 % gesteigert werden. ( Vorjahr: Steigerung um 2,21 % auf 87,02 % )

3.3 Rohheitsdelikte ( auch Raub, Körperverletzung )

Stadt Landkreis
Rohheits- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
delikte gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 3647 170 85,96% 1732 1915


2005 4206 559 84,93% 2028 2178
2006 4415 209 85,46% 2134 2281
2007 4482 67 85,88% 2092 2390
2008 4457 -25 85,80% 2257 2200
2009 4874 417 87,26% 2386 2488
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 24 von 62

Rohheitsdelikte
6000

4874
5000
4415 4482 4457
4206
4000 3647

3000

2000

1000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Rohheitsdelikte
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
85,96% 84,93% 85,46% 85,88% 85,80% 87,26%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Während im Vorjahr entgegen dem seit 1994 kontinuierlichen Trend der


ansteigenden Fallzahlen im Bereich der Rohheitsdelikte erstmals eine Stagnation
auf dem hohen Niveau des Vorjahres festzustellen war, ist im Jahr 2009 auch für
die PI Osnabrück wieder ein Ansteigen der Fallzahlen zu beobachten. Die
Fallzahlen im Deliktsbereich stiegen um 415 Fälle auf 4.874 Straftaten. Dies
entspricht einem Anstieg von 9,36 %. Damit machen die Rohheitsdelikte nunmehr
12,88 % der Gesamtstraftaten aus ( Vorjahr: 11,90 % ).

Die Aufklärungsquote konnte in diesem Bereich mit 87,26 % im Vergleich zum


Vorjahr ( 85,80 % ) - wie in den anderen Deliktsgruppen - gesteigert werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 25 von 62

Details zum Deliktsbereich ergeben sich wiederum aus den Deliktsuntergruppen


„Raubstraftaten“ und „Körperverletzungsdelikte“.

3.3.1 Raubstraftaten

Stadt Landkreis
Poliz eiinspektion Veränderung
R aubdelikte AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 373 -6 55,50% 233 140


2005 456 83 55,70% 290 166
2006 380 -76 52,37% 242 138
2007 347 -33 60,23% 189 158
2008 275 -72 52,00% 168 107
2009 277 2 58,84% 176 101

Polizeiinspektion gesamt:

Raubdelikte
500
456
450
400 373 380
347
350
300 275 277

250
200
150
100
50
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 26 von 62

Raubdelikte
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00%
30,00% 55,50% 55,70% 60,23% 58,84%
52,37% 52,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Raubdelikte
350

290
300

233 242
250

200 189
168 176

150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 27 von 62

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Raubdelikte
300

250

200
166
158
150 140 138
107 101
100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Die positive Entwicklung des Vorjahres im Bereich des Raubes hat sich für das Jahr
2009 gefestigt. Mit 277 Straftaten ist die Zahl im Bereich der Polizeiinspektion zwar
um 2 Straftaten gestiegen, der erhebliche Rückgang des Vorjahres wird hierdurch
aber nicht annähernd aufgehoben. Darüber hinaus konnte die Aufklärungsquote
um 6,84 % auf 58,84 % gesteigert werden.

Bei einer Detailbetrachtung fällt hier lediglich auf, dass es bei den Delikten Raub,
räuberische Erpressung auf Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen zu einer
Steigerung um 5 Fälle gekommen ist. Hierbei handelt es sich um zwei Fälle im
Bereich Bramsche. Aufgefangen wird diese Steigerung durch den Rückgang von
Raubdelikten in den übrigen Deliktsbereichen des Raubes.

Im Bereich des Handtaschenraubes ist es zu einer geringfügigen Steigerung um 7


Fälle auf jetzt 22 Fälle gekommen. Damit werden wieder die Fallzahlen des Jahres
2006 erreicht, bei denen es sich zu diesem Zeitpunkt um die niedrigsten Zahlen seit
1999 handelte.

Die Veränderung der Zahlen für die Stadt und den Landkreis Osnabrück heben sich
für dieses Deliktsfeld fast auf. Zwischen Stadt und Landkreis ist es nur zu
geringfügigen Verschiebungen gekommen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 28 von 62

3.3.2 Körperverletzungsdelikte und Freiheitsberaubungen

S tadt Landkreis
K örper- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
verletz ung gesamt (Fälle) ggü. V orjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 2512 127 89,61% 1181 1331


2005 2885 373 88,18% 1392 1493
2006 2994 109 88,31% 1429 1565
2007 3116 122 87,48% 1495 1621
2008 3028 -88 87,48% 1622 1406
2009 3268 240 89,05% 1597 1671

Körperverletzung
3500 3268
3116 3028
2994
3000 2885

2512
2500

2000

1500

1000

500

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Körperverletzung
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
89,61% 88,18% 88,31% 87,48% 87,48% 89,05%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 29 von 62

Die positive Entwicklung im Bereich des Raubes wird leider durch die Entwicklung
im Bereich der Körperverletzung und der Straftaten gegen die persönliche Freiheit
aufgehoben. Hier ist es bei den Körperverletzungen um eine Steigerung auf 3.268
Fälle ( + 240 Fälle = + 7,93 % ) gekommen. Im Bereich der Straftaten gg. die
persönliche Freiheit um eine Steigerung um 175 Fälle auf 1.329 Straftaten. Dies
entspricht einer Steigerung um 15,16 %.

Im Bereich der Körperverletzungsdelikte erscheint sich bei einer Detailbetrachtung


die Steigerung gleichmäßig für die eigentlichen Körperverletzungsdelikte
auszuwirken.
Dies entspricht insofern dem in den Medien veröffentlichten bundesweiten Trend
einer zunehmenden „Verrohung“.

Auffallend sind in diesem Bereich die Steigerungen bei den Mißhandlungsdelikten.


Für den Bereich der Misshandlung von Schutzbefohlenen ist eine Steigerung um
109,09 % festzustellen, auch wenn die Gesamtanzahl von nur 23 Fällen im Jahr
2009 diese Zahl relativiert. Die Steigerung um insgesamt 12 Delikte beruht dabei
aus einer Steigerung der Deliktsbereiche Misshandlung von Schutzbefohlenen um 5
Fälle ( + 166,67 % ) und Misshandlung von Kindern um 7 Fälle ( + 87,50 % ).
Eine Detailbetrachtung offenbart hierbei, dass ein auffallender Anteil der
Mißhandlungsdelikte sich auf den Bereich der Pflege bezieht. ( 3 Fälle ), während
die restlichen Fälle Eltern-/ Kind- Auseinandersetzungen betreffen.

Im Bereich der Delikte gegen die persönliche Freiheit liegt die Ursache der
Steigerung der Fallzahlen augenscheinlich bei einer gestiegenen
Anzeigebereitschaft. Ein Großteil der Steigerungen beziehen sich auf den Bereich
der Auseinandersetzungen in gescheiterten Beziehungen. Sowohl die 14 Fälle der
Entziehung Minderjähriger ( Steigerung zum Vorjahr: + 3 Fälle ), bei denen
überwiegend Sorgerechtsstreitigkeiten eine Rolle spielen, als auch bei den 50
Fällen der Freiheitsberaubung ( Steigerung zum Vorjahr: + 25 Fälle ) und den 679
Fällen der Bedrohung ( Steigerung zum Vorjahr: + 113 Fälle ), bilden Streitigkeiten
in diesem Zusammenhang einen nicht unerheblichen Anteil.

Der 2008 neu eingeführte Tatbestand der Nachstellung ( Stalking ) hat darüber
hinaus erwartungsgemäß eine zunehmende Bedeutung in der öffentlichen
Wahrnehmung erfahren.
Die Steigerung der Fallzahlen von 157 Delikten im Vorjahr zu jetzt 204 Straftaten
( + 48 Delikte = 19,96 % ) belegen dies.
Hierbei ist festzustellen, dass von den 163 Tatverdächtigen 77,30 % männlich
( 126 TV ) und 22,70 % weiblich ( 37 TV ) sind. Dies ist insofern auffallend, als der
Anteil der Täterinnen damit im Vergleich zu den übrigen Freiheits-
beraubungsdelikten fast doppelt so hoch liegt.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 30 von 62

3.4 Widerstand gegen die Staatsgewalt

Stadt Landkreis
Poliz eiinspektion Veränderung
W iderstand AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 113 -15 100,00% 69 44


2005 164 51 98,78% 101 63
2006 173 9 100,00% 92 81
2007 181 8 99,45% 119 62
2008 209 28 99,04% 132 77
2009 184 -25 100,00% 114 70

Widerstand
250
209
200 181 184
173
164

150
113

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Wie im Vorjahr bleiben von dem negativen Trend der Rohheitsdelikte insgesamt
und der Körperverletzungen auch die Amtsträger ( insbesondere die Polizei ) nicht
verschont. Auch wenn im vergangenen Jahr die Widerstände erstmals wieder um
25 Fälle ( - 11,96 % ) auf immer noch zu hohe 184 Delikte zurückgingen,
übersteigen sie immer noch das Niveau der Vorjahre. Positiv hieran ist lediglich,
dass dieser Trend im Gegensatz zu der Steigerung bei den Körperverletzungen
steht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zahlen in der Zukunft entwickeln.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 31 von 62

3.5 Diebstahl gesamt

Stadt Landkreis
Diebstahl Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 20266 -2643 27,06% 10454 9812


2005 20927 661 29,17% 10822 10105
2006 18804 -2123 28,45% 9525 9279
2007 17526 -1278 32,68% 8549 8977
2008 16084 -1442 31,52% 7909 8175
2009 14925 -1159 34,14% 7393 7532

Diebstahl gesamt
25000
20927
20266
20000 18804
17526
16084
14925
15000

10000

5000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Diebstahl gesamt
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00%
30,00%
20,00%
29,17% 32,68% 31,52% 34,14%
27,06% 28,45%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Für den Bereich des Diebstahls gesamt sind die Fallzahlen der Polizeiinspektion
Osnabrück erneut um 1.159 Straftaten auf 14.925 Straftaten zurückgegangen ( -
9,36 % ). Die Aufklärungsquote stieg in diesem Bereich gleichzeitig um 2,62 % auf
34,14 % und liegt damit auf dem höchsten Wert seit 1990.

Damit bestätigt sich der anhaltende Trend des Rückgangs der Diebstahls-
kriminalität. Sein Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen beträgt jetzt nur noch
39,43 % ( Vorjahr: 42,94 % Anteil am Gesamtaufkommen ). Das ist der niedrigste
Anteil der vergangenen 20 Jahre, der damit erstmals die 40%- Marke
unterschreitet. Dieser Wert lag in den 90er Jahren noch konstant zwischen 50 %
und 60 %.

Der Großteil des o. a. Rückgangs beruht erneut auf der Reduzierung der Fallzahlen
im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen um 899 ( - 11,12 % )
auf jetzt 7.189 Delikte. Dieser Rückgang beträgt im Bereich des Diebstahls ohne
erschwerende Umstände lediglich 260 Fälle ( - 3,25 % ) auf nunmehr 7.736
Straftaten.

3.5.1 Einfacher Diebstahl gesamt

S tad t Lan dkreis


E infacher P o liz eiinsp ektion V eränd eru ng
AQ Osnabrück Osnabrück
D ieb stahl gesamt (F älle) ggü . V o rjah r
(Fälle) (Fälle)

2004 9300 -782 45,96% 4972 4328


2005 9781 481 46,56% 5490 4291
2006 9001 -780 45,02% 4833 4168
2007 8441 -560 44,40% 4437 4004
2008 7996 -445 43,22% 4268 3728
2009 7736 -260 47,23% 4187 3549
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Einfacher Diebstahl
12000

9781
10000 9300 9001
8441
7996 7736
8000

6000

4000

2000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Einfacher Diebstahl
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00%
30,00%
45,96% 46,56% 45,02% 44,40% 43,22% 47,23%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Bei den einfachen Diebstählen ist der kontinuierliche Straftatenrückgang ( - 445


Taten = -3,25 % ) des Diebstahls gesamt gut zu beobachten.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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3.5.2 Schwerer Diebstahl gesamt

Stadt Landkreis
D iebstahl Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
schw er gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 10966 -1861 11,02% 5482 5484


2005 11146 180 13,91% 5332 5814
2006 9803 -1343 13,24% 4692 5111
2007 9085 -718 21,78% 4112 4973
2008 8088 -997 19,94% 3641 4447
2009 7189 -899 20,04% 3206 3983

Schwerer Diebstahl
12000 11146
10966
9803
10000 9085
8088
8000 7189

6000

4000

2000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Schwerer Diebstahl
- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%

21,78%
10,00% 19,94% 20,04%
13,91% 13,24%
5,00% 11,02%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Ein Teil des Rückgangs im Bereich „Diebstahl gesamt“ ( s. Ziff. 3.5 ) beruht auf der
Reduzierung der Fallzahlen im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden
Umständen um 899 ( - 11,12 % ) auf jetzt 7.189 Delikte. Hierbei konnte die
Aufklärungsquote geringfügig auf 20,04 % gesteigert werden.

3.5.3 Ladendiebstahl (klassisch)

Stadt Landkreis
Laden- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
diebstahl gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 3104 -537 94,62% 1879 1225


2005 3349 245 94,15% 2130 1219
2006 2616 -733 92,81% 1610 1006
2007 2372 -244 94,60% 1464 908
2008 2475 103 93,82% 1608 867
2009 2532 57 95,10% 1700 832

Ladendiebstahl
4000

3500 3349
3104
3000
2616 2532
2475
2500 2372

2000

1500

1000

500

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Ladendiebstahl
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 95,10%
94,62% 94,15% 92,81% 94,60% 93,82%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Im Bereich des Ladendiebstahls ist für den Bereich der Polizeiinspektion eine –
unabhängig vom generellen Trend des Rückgangs der Delikte – leichte Zunahme
der Fallzahlen ( + 57 Delikte ) festzustellen.

Diese beruht auf einer Zunahme innerhalb der Stadt Osnabrück ( + 92 Delikte ),
während im Landkreis die Fallzahlen immer noch zurückgehen ( - 35 Delikte ). Dies
bestätigt insofern die Feststellungen des Vorjahres.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 37 von 62

3.5.4 Diebstahl aus Wohnung

Stadt Landkreis
Diebstahl Polizeiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
Wohnung gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 1323 152 21,39% 638 685


2005 1277 -46 40,02% 604 673
2006 976 -301 36,37% 446 530
2007 1010 34 39,21% 426 584
2008 903 -107 41,86% 401 502
2009 915 12 37,70% 413 502

Diebstahl aus Wohnungen


1400 1323
1277

1200
976 1010
1000 903 915

800

600

400

200

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Diebstahl aus Wohnungen


- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00% 40,02% 41,86%
39,21% 37,70%
36,37%
15,00%
10,00% 21,39%

5,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 38 von 62

In diesem Deliktsbereich steigen die Fallzahlen in der Polizeiinspektion Osnabrück


um 12 Fälle ( + 1,33 % ) auf 915 Straftaten.

Dies bedeutet eine Konsolidierung des Rückgangs in den Vorjahren.

Leider sank im Jahr 2009 hierbei die Aufklärungsquote von 41,86 % auf 37,70 %.
Dies resultiert aber nicht unerheblich darauf, dass es sich bei dem Deliktsfeld um
einen Straftatenbereich handelt, der verstärkt in der dunklen Jahreszeit auftritt.
Insofern kann gerade hier in der Folgezeit noch mit der Nachaufklärung von Taten
des 4. Quartals 2009 gerechnet werden.

3.5.5 Kraftfahrzeugdiebstahl ( komplett einschließlich Krafträder u. Motorroller )

K fz - Stadt Landkreis
Poliz eiinspektion Veränderung
K omplett- AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
diebstähle (Fälle) (Fälle)

2004 603 -70 21,39% 285 318


2005 686 83 27,55% 337 349
2006 482 -204 23,44% 226 256
2007 557 75 38,96% 220 337
2008 480 -77 23,96% 193 287
2009 384 -96 26,82% 144 240

Diebstahl von Kfz


800
686
700
603
600 557
482 480
500
384
400

300

200

100

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 39 von 62

Diebstahl von Kfz


- Aufklärungsquote -
40,00%

35,00%

30,00%

25,00%

20,00% 38,96%

15,00%
27,55% 26,82%
23,44% 23,96%
10,00% 21,39%

5,00%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Hier liegt ein Rückgang um 96 Taten (-20,00 %) auf insgesamt 384 Delikte vor.

Erklärungsansätze für diesen Rückgang gibt es nicht. Offensichtlich hat einerseits


das „Beutegut Kfz“ an Attraktivität verloren und andererseits ist die Polizeiinspektion
Osnabrück von Tatserien überörtlicher agierender Tätergruppierungen – die gerade
in diesem Bereich tätig sind – verschont geblieben.

Die Aufklärungsquote stieg von 23,96 % im Jahr 2008 auf 26,82 % und erreichte
damit wieder das Niveau des Jahres 2005 ( 27,55 % ). Die hohe Aufklärungsquote
des Jahres 2007, die einer einzigen geklärten Serie von T 4- Diebstählen
geschuldet war, ließ sich weder im Vorjahr noch im laufenden Jahr in diesem
Deliktsfeld – in dem es auch bei zu einem großen Teil um Straftaten mit
internationalen Bezug handelt ( Kfz- Verschiebung ) - wiederholen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 40 von 62

3.5.6 Diebstahl in/ aus Kraftfahrzeugen

Stadt Landkreis
Diebstahl Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
in/ aus Kfz gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 4868 -1239 8,53% 2719 2149


2005 4330 -538 8,91% 2251 2079
2006 4078 -252 9,47% 2235 1843
2007 2869 -1209 22,38% 1476 1393
2008 2784 -85 16,42% 1340 1444
2009 1307 -1477 20,96% 581 726

Diebstahl in/ aus Kfz


6000

4868
5000
4330
4078
4000

2869 2784
3000

2000
1307

1000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 41 von 62

Diebstahl in/ aus Kfz


- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%

22,38% 20,96%
10,00%
16,42%

5,00% 8,53% 8,91% 9,47%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Beim Diebstahl in/ aus Kfz handelt es sich um einen Massendeliktsbereich, der im
Berichtsjahr um 34,94 % ( - 702 Straftaten ) auf jetzt 1.307 Straftaten
zurückgegangen ist.

Zielrichtung der Straftaten ist bereits seit geraumer Zeit schwerpunktmäßig die
Erlangung von Navigationsgeräten. Diese Straftaten werden erfahrungsgemäß zu
einem großen Anteil von organisierten überörtlichen Tätergruppierungen begangen,
sodass die Aufklärungsquote mit 20,96 % erwartet niedrig ausfällt. Dies entspricht
trotzdem noch einer Steigerung der Aufklärungsquote um 1,05 % zum Vorjahr.

Eindeutige Erklärungen für den eklatanten Rückgang ergeben sich nicht. Es kann
lediglich angenommen werden, dass die Polizeiinspektion Osnabrück im
Berichtsjahr von Tatserien gerade dieser überörtlich agierenden Tätergruppen
verschont geblieben ist.

Wie bereits ausgeführt, hat darüber hinaus der erheblich Rückgang von Straftaten
in diesem Bereich einen großen Einfluss auf die Fallzahlen im Bereich des
schweren Diebstahls insgesamt.

Eine weitere positive Veränderung der Fallzahlen wäre durch Beachtung der
polizeilichen Präventionshinweise ( Mitnahme der Navigationsgeräte bei Verlassen
des Fahrzeugs ) zu erwarten.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 42 von 62

3.5.7 Diebstahl von Fahrrädern

Stadt Landkreis
Fahrrad- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
diebstähle gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 3990 -415 11,35% 1693 2297


2005 4277 287 6,78% 1834 2443
2006 3832 -445 9,73% 1429 2403
2007 3759 -73 9,47% 1513 2246
2008 3546 -213 11,00% 1374 2190
2009 3263 -283 12,57% 1466 1797

Fahrraddiebstahl
4500 4277
3990
4000 3832 3759
3546
3500 3263

3000
2500
2000
1500
1000
500
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Fahrraddiebstahl
- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%

10,00%

11,35% 11,00% 12,57%


5,00% 9,73% 9,47%
6,78%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 43 von 62

Der Diebstahl von Fahrrädern ist erneut um 283 Delikte auf jetzt 3.263 Straftaten
zurückgegangen ( -7,98 % ). Die Anzahl der aufgeklärten Fälle konnte um 18 auf
jetzt 410Delikte gesteigert werden, was einer Steigerung der Aufklärungsquote von
11,00 % auf 12,57 % entspricht.

Hier wirkt die Intensivierung präventiver und repressiver Maßnahmen in diesem


Bereich – wie bereits im Vorjahr – fort.

3.6 Vermögens- und Fälschungsdelikte

Vermögens-
Stadt Landkreis
und Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
Fälschungs- gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)
delikte
2004 7186 1264 86,31% 4552 2634
2005 6186 -1000 84,66% 3182 3004
2006 6428 242 84,19% 3616 2812
2007 6614 186 85,80% 3434 3180
2008 6831 217 85,01% 3300 3531
2009 8112 1281 86,17% 4580 3532

Vermögens- und Fälschungsdelikte


9000
8112
8000
7186
6614 6831
7000 6428
6186
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 44 von 62

Vermögens- und Fälschungsdelikte


- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
86,31% 84,66% 84,19% 85,80% 85,01% 86,17%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Wie bereits angesprochen sind im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte


die Fallzahlen in der Polizeiinspektion Osnabrück in erheblichem Umfang
angestiegen ( +1.281 Taten, +18,75 %). Die Aufklärungsquote in diesem
Deliktsbereich stieg leicht um 1,16 % auf 86,17 %, das entspricht 6.990
aufgeklärten Fällen ( +1.183 Fälle, +20,37% ).

Die Steigerungen erstrecken sich gleichmäßig auf alle Untergruppen der


Vermögens- und Fälschungsdelikte, wobei sich die Steigerungsraten entsprechend
der Größe der einzelnen Deliktsfelder unterschiedlichen auswirken.

Einen wesentlichen Einfluss hat hier die weitere Verbreitung moderner


Kommunikationstechniken und der damit verbundene Einsatz des „Tatmittels
Internet“.

Im Detail fallen unabhängig von der o. a. Gesamtbewertung die nachfolgenden


Deliktsfelder besonders ins Auge:

Beim Erschleichen von Leistungen ist es zu einer Steigerung der Fallzahlen um 479
Taten ( + 68,72 % ) auf jetzt 1.176 Straftaten gekommen. Dies ist
schwerpunktmäßig durch den Einsatz zusätzlichen Kontrollpersonals seitens der
Verkehrsträger verursacht, die im Jahr 2009 einen erheblichen zusätzlichen
Aufwand in diesem Bereich betrieben haben.
In den Vorjahren schien die Bereitschaft solche Delikte zur Anzeige zu bringen,
noch eher gering.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 45 von 62

Auch im Bereich des Betruges mittels rechtswidrig erlangter Kreditkarten ( +57


Fälle; + 475 % ) ist eine erhebliche Steigerung festzustellen. Eine Detailbetrachtung
dieses Deliktsfeld ergibt, dass allein durch 3 Täter jeweils Serien von 27, 24 und 5
Fällen verursacht worden sind.
Es muss angenommen werden, dass in diesem Bereich die Sicherungsmaßnahmen
einiger Kreditinstitute offenbar nur unzureichend greifen.

Auch im Bereich des Ausspähens und Abfangens von Daten kam es zu einer
erneuten Steigerung um 35 Delikte auf nun 118 Straftaten ( +42,17 % ). Während
einige Skimming- Attacken ( Ausspähen von Bankdaten an Geldautomaten ) von
den Fallzahlen nur einen geringen Teil dieser Straftaten ausmachen, handelt es
sich zu einem Großteil um Einzeldelikte im Zusammenhang dem Internet
( „Phishing“ ). Hierzu trägt die immer umfangreichere Verbreitung des Online-
Banking in der Bevölkerung bei, da nicht in allen Fällen entsprechende
Sicherungsmaßnahmen getroffen werden.

Die Polizei kann in diesem Zusammenhang nur noch einmal auf die Einhaltung
entsprechender Sicherheitsstandards, wie sie zum Beispiel vom Bundesamt für die
Sicherheit in der Informationstechnik ( www.bsi-fuer-buerger.de ) oder der
Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes ( www.polizei-
beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet ) empfohlen werden, hinweisen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 46 von 62

3.7 Straftaten nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz

S tadt Landkreis
Ausländerrechtl. Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
V erstösse gesamt (Fälle) ggü. V orjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 286 -109 99,65% 185 101


2005 320 34 98,75% 174 146
2006 362 42 99,17% 176 186
2007 297 -65 99,33% 141 156
2008 232 -65 98,71% 95 137
2009 188 -44 98,94% 74 114

Straftaten gg.
aufenthaltsrechtl. Bestimmungen
400
362
350 320
297
300 286

250 232

200 188

150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Wie bereits im Vorjahr festgestellt, nehmen die vorliegenden Straftaten in den


vergangenen Jahren fortlaufend bei gleichbleibend hoher Aufklärungsquote ab.

Dies erklärt sich durch die geringeren Zuwanderungszahlen – insbesondere im


Bereich des Asylverfahrens.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 47 von 62

3.8 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das Kriegswaffen-
kontrollgesetz

Straftaten gegen
das S prengstoff-,
S tadt Landkreis
das W affen- und P oliz eiinspektion V eränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
das gesam t (Fälle) ggü. V orjahr
(Fälle) (Fälle)
K riegsw affen-
kontrollgesetz
2004 178 -3 88,20% 84 94
2005 182 4 93,41% 91 91
2006 212 30 91,51% 107 105
2007 222 10 95,05% 100 122
2008 162 -60 96,30% 58 104
2009 252 90 98,02% 102 150

Straftaten gegen das Sprengstoff-,


das Waffen- und das
Kriegswaffenkontrollgesetz
300

252
250
222
212
200 178 182
162
150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Eine erhebliche Steigerung im Bereich der sogenannten Straftaten gegen sonstige


strafrechtliche Nebengesetze hat der Bereich der Verstöße gegen das Sprengstoff-,
das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz ( + 90 Taten; + 55,56 % ) auf
insgesamt 252 Delikte verursacht. Hier wirkt sich – wie beschrieben – unmittelbar
die Abgabeaufforderung für Waffen nach dem Amoklauf von Winnenden mit der
verbundenen Amnestieregelung aus.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 48 von 62

4. Ausgewählte Deliktsgruppen

4.1 Wirtschaftskriminalität 9

Stadt Landkreis
Wirtschafts- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 693 498 534 159


2005 391 -302 181 210
2006 277 -114 113 164
2007 361 84 127 234
2008 437 76 324 113
2009 406 -31 180 226

9 Als Wirtschaftskriminalität sind anzusehen:


1. Die Gesamtheit der in § 74c Abs. 1 Nr. 1 - 6b GVG aufgeführten Straftaten (Stand vom 08.07.2008) - jedoch ohne
Computerbetrug, nach dem Patentgesetz, dem Gebrauchsmustergesetz, dem Halbleiterschutzgesetz, dem Sortenschutzgesetz,
dem Markengesetz, dem Geschmacksmustergesetz, dem Urheberrechtsgesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,
dem Aktiengesetz, dem Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen, dem Gesetz betreffend
die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, dem Handelsgesetzbuch, dem SE-Ausführungsgesetz, dem Gesetz zur Ausführung
der EWG-Verordnung über die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, dem Genossenschaftsgesetz, dem SCE-
Ausführungsgesetz und dem Umwandlungsgesetz; nach den Gesetzen über das Bank-, Depot-, Börsen- und Kreditwesen, dem
Versicherungsaufsichtsgesetz sowie nach dem Wertpapierhandelsgesetz; nach dem Wirtschaftsstrafgesetz 1954, dem
Außenwirtschaftsgesetz, den Devisenbewirtschaftungsgesetzen sowie dem Finanzmonopol-, Steuer- und Zollrecht, auch soweit
dessen Strafvorschriften nach anderen Gesetzen anwendbar sind; dies gilt nicht, wenn dieselbe Handlung eine Straftat nach dem
Betäubungsmittelgesetz darstellt, und nicht für Steuerstraftaten, welche die Kraftfahrzeugsteuer betreffen; nach dem Weingesetz
und dem Lebensmittelrecht; des Subventionsbetruges, des Kapitalanlagebetruges, des Kreditbetruges (nur § 265b StGB), des
Bankrotts, der Gläubigerbegünstigung und der Schuldnerbegünstigung,; der wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei
Ausschreibungen sowie der Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr; des Betruges, des Computerbetruges, der
Untreue, des Wuchers, der Vorteilsgewährung, der Bestechung und des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.
( Anm.: Computerbetrug ist wegen der Dominanz der Automatenmanipulationen gemäß Abstimmung mit der Kommission
Wirtschaftskriminalität nicht immer Wirtschaftskriminalität.); nach dem Arbeitsnehmerüberlassungsgesetz und dem Dritten Buch
Sozialgesetzbuch sowie dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, soweit zur Beurteilung des Falles besondere Kenntnisse des
Wirtschaftslebens erforderlich sind.
2. Delikte, die im Rahmen tatsächlicher oder vorgetäuschter wirtschaftlicher Betätigung begangen werden und über eine
Schädigung von Einzelnen hinaus das Wirtschaftsleben beeinträchtigen oder die Allgemeinheit schädigen können und/oder deren
Aufklärung besondere kaufmännische Kenntnisse erfordert.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
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Polizeiinspektion gesamt

Wirtschaftskriminalität
800
693
700

600

500 437
391 406
400 361

277
300

200

100

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Wirtschaftskriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 99,42% 97,51% 97,03%
93,86% 93,84%
86,19%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 50 von 62

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Wirtschaftskriminalität
600
534

500

400
324
300

200 181 180

113 127
100

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Wirtschaftskriminalität
500

400

300
234 226
210
200 159 164
113
100

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Im Bereich der Wirtschaftskriminalität ist für die Polizeiinspektion ein Rückgang der
Fallzahlen um 31 Fälle auf 406 Straftaten zu verzeichnen ( - 7,09 % ).

Naturgemäß verlaufen die Entwicklungen in der Stadt Osnabrück und dem


Landkreis nicht parallel.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 51 von 62

4.2 Rauschgiftdelikte / BtM-Gesetz 10 ( auch Rauschgifttote )

Stadt Landkreis
Rauschgift- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 1092 159 501 591


2005 1265 173 677 588
2006 1315 50 708 607
2007 1781 466 1188 593
2008 1511 -270 841 670
2009 1399 -112 711 688

Polizeiinspektion gesamt

Rauschgiftkriminalität
2000
1781
1800
1600 1511
1399
1400 1315
1265
1200 1092
1000
800
600
400
200
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

10 Der Summenschlüssel "Rauschgiftkriminalität" umfasst die folgenden Straftaten:


Rauschgiftdelikte nach BtmG; Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln; Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Apotheken;
Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen; Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern; Diebstahl von
Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern; Diebstahl von Rezeptformularen zur Erlangung von Betäubungsmitteln;
Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 52 von 62

Rauschgiftkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 95,81% 96,96% 96,46% 96,03% 96,50%
92,86%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

RG Tote
2004 16
2005 9
2006 4
2007 10
2008 11
2009 7

Rauschgiftdelikte nach Tathandlungen


2% 5%
1% 2%

15% Allgemeine Verstöße Illegaler Anbau


Illegaler Handel und Illegale(r) Herstellung,
Schmuggel Abgabe, Besitz und
Handel in nicht ger.
Menge
Illegale Einfuhr in nicht Sonstige Verstösse
geringer Menge

76%
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 53 von 62

Rauschgiftdelikte nach Stoffgruppen


10% 4%

8%

Heroin
Kokain
7% LSD
Amphetamin u. Ecstasy
Cannabis
Sonstige Btm

71%

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Rauschgiftkriminalität
1188
1200

1000
841
800 708 711
677

600 501

400

200

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 54 von 62

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Rauschgiftkriminalität
1200

1000

800
670 688
591 588 607 593
600

400

200

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Bei den Rauschgiftdelikten ist ein Rückgang um 112 Fälle auf 1.399 Straftaten
festzustellen. Der Trend des Jahres 2008 setzt sich damit fort.

Allerdings liegen die Fallzahlen für die Polizeiinspektion insgesamt immer noch über
dem Niveau des Jahres 2006 ( 1.315 Straftaten ), der zu diesem Zeitpunkt den
höchsten Wert der letzten zehn Jahre darstellte.

Bei den Drogentoten haben sich die Zahlen positiv verändert.


Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 55 von 62

4.3 Gewaltkriminalität11

Stadt Landkreis
Gewalt- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 1244 -25 675 569


2005 1456 212 815 641
2006 1415 -41 765 650
2007 1452 37 793 659
2008 1254 -198 748 506
2009 1312 58 683 629

Polizeiinspektion gesamt

Gewaltkriminalität
1600
1456 1415 1452
1400 1312
1244 1254
1200

1000

800

600

400

200

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

11 Der Summenschlüssel "Gewaltkriminalität" umfasst die folgenden Straftaten:


Mord; Totschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 StGB; Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3 und 4,
178 StGB; Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer; Körperverletzung mit Todesfolge §§ 227, 231
StGB; Gefährliche und schwere Körperverletzung §§ 224, 226, 231 StGB; Erpresserischer Menschenraub; Geiselnahme; Angriff auf
den Luft- und Seeverkehr
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 56 von 62

Gewaltkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00% 75,96% 77,69% 80,56%
75,07% 74,84% 75,12%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Gewaltkriminalität
900
815 793
800 765 748
675 683
700
600
500
400
300
200
100
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 57 von 62

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Gewaltkriminalität
900
800
700 641 650 659
629
600 569
506
500
400
300
200
100
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Die Gewaltkriminalität hat im Jahr 2009 in der Polizeiinspektion Osnabrück um 58


Taten ( + 4,63 % ) auf 1.254 Taten zugenommen. Hiermit hat sich die positive
Entwicklung des Vorjahres nicht fortgesetzt. Allerdings sind die Höchstwerte der
Jahre 2005 und 2007 nicht erreicht worden.

Hierbei ist die Entwicklung in der Stadt Osnabrück und dem Landkreis uneinheitlich.
Während in der Stadt seit 2007 eine kontinuierliche Abnahme der Fallzahlen zu
verzeichnen ist, zeigen sich die Zahlen im Landkreis – bei geringfügig niedrigerem
Niveau – schwankend.

Die Aufklärungsquote in diesem Bereich ging mit über 5 % erheblich auf 80,56 %
nach oben.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 58 von 62

4.4 Straßenkriminalität 12

Stadt Landkreis
Strassen- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 13347 -1834 6903 6444


2005 14105 758 7230 6975
2006 13633 -472 6710 6823
2007 11645 -1988 5664 5981
2008 10840 -805 5091 5749
2009 9934 -906 4598 5336

Strassenkriminalität
16000
14105
13347 13633
14000
11645
12000 10840
9934
10000

8000

6000

4000

2000

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

12 Der Summenschlüssel "Straßenkriminalität" umfasst folgende Straftaten:


Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter) § 177 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 und 4 StGB; Vergewaltigung überfallartig (durch Gruppen) §
177 Abs. 2 Nr. 2 StGB; exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses §§ 183, 183a StGB; Raubüberfälle auf
Geld- und Werttransporte; räuberischer Angriff auf Kraftfahrer § 316a StGB; Zechanschlussraub; Handtaschenraub; sonstige
Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen; gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen;
erpresserischer Menschenraub i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte; Geiselnahme i. V. m. Raubüberfall auf Geld-
und Werttransporte; Diebstahl in/aus Kiosken; Diebstahl in/aus Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen; Diebstahl in/aus
Kraftfahrzeugen; Diebstahl an Kraftfahrzeugen; Taschendiebstahl; Diebstahl insgesamt von Kraftwagen; Diebstahl insgesamt von
Mopeds und Krafträdern; Diebstahl insgesamt von Fahrrädern; Diebstahl insgesamt von/aus Automaten; Landfriedensbruch §§ 125,
125a StGB; Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen; sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 59 von 62

Strassenkriminalität
- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%
23,74% 23,55%
10,00% 18,99% 20,17%
17,19%
15,38%
5,00%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Die Gesamtanzahl der Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität ist im Jahr


2009 nochmals um 906 Taten ( Vorjahr: 805 Taten ) zurückgegangen, wobei die
Aufklärungsquote von 20,17 % auf 23,55 % gestiegen ist.

Insgesamt sind in diesem Bereich damit noch 9.934 Straftaten zu verzeichnen.Der


rückläufige Trend erstreckt sich – wie im Vorjahr - über alle Deliktsfelder, die im
vorliegenden Summenschlüssel enthalten sind, wobei der Diebstahl in/ aus Kfz
natürlich einen großen Anteil ausmacht. ( s. Ziff 3.5.6 )

Eindeutige Erklärungsansätze für die Veränderungen sind in Anbetracht der


Komplexität des Summenschlüssels nicht zu erkennen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 60 von 62

4.5 Umweltschutzdelikte 13

Stadt Landkreis
Umwelt- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2004 261 -13 117 144


2005 285 24 111 174
2006 272 -13 82 190
2007 245 -27 95 150
2008 227 -18 94 133
2009 246 19 92 154

Polizeiinspektion gesamt

Umweltkriminalität
300 285
272
261
245 246
250 227

200

150

100

50

0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

13 Der Summenschlüssel "Umweltkriminalität" umfasst folgende Straftaten:


Wilderei §§ 292, 293 StGB; Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen §§ 307 - 312 StGB; Straftaten gegen die Umwelt §§ 324, 324a,
325-330a StGB; Gemeingefährliche Vergiftung gemäß § 314 StGB; Weitere Straftaten mit Umweltrelevanz gemäß StGB; Straftaten
im Zusammenhang mit Lebensmitteln (z.B. Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch, ArzneimittelG, WeinG, FleischhygieneG);
Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem Umweltsektor
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 61 von 62

Umweltkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%

90,00%

80,00%

70,00%

60,00%

50,00%

40,00%
62,84% 64,56% 64,49% 66,52% 67,07%
30,00% 62,13%

20,00%

10,00%

0,00%
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Umweltkriminalität
200
180
160
140
117
120 111
95 94 92
100
82
80
60
40
20
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009
Polizeiliche Kriminalstatistik 2009
Seite 62 von 62

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Umweltkriminalität
200 190

180 174

160 150 154


144
140 133

120
100
80
60
40
20
0
2004 2005 2006 2007 2008 2009

Im Deliktsbereich Umweltkriminalität ist nach dem anhaltend absteigenden Trend


seit 2005 erstmals wieder eine Steigerung der Fallzahlen um 19 Fälle von 227
Straftaten auf jetzt 246 Delikte zu beobachten.

Dies ist schwerpunktmäßig auf die Steigerung der Taten im Landkreis Osnabrück
zurückzuführen, der im Deliktsbereich naturgemäß höher belastet ist, als die Stadt
Osnabrück.

Von den Delikten ist die Steigerung im wesentlichen auf die Veränderung im
Bereich der Gewässerverunreinigung um zusätzliche 18 Fälle ( + 62,07 % )
zurückzuführen. Hierbei handelt es sich zum einen Teil um fahrlässige Begehungs-
weisen beim Umgang mit Schadstoffen, zum anderen Teil um die tatsächliche
illegale Entsorgung flüssiger Abfälle.

Die Aufklärungsquote bewegt mit 67,07 % auf dem durchschnittlichen Niveau der
letzten Jahre.