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PORTA L1NGÜARÜM ORIENTALIÜM

SAMMLUNG VON LEHRBÜCHERN

FÜR DAS

STUDIUM DER ORIENTALISCHEN SPRACHEN

Ton

C. Brockelmann (Königsberg), R. ßrii?inow (Bonn), Friedr.

Delitzsch (Berlin), Ad. Erman (Berlin), A. Fischer (Leipzig).

E. Littmann (Straßburg), K. Marti (Bern), A. Merx (Heidel-

berg), f A. Müller (Halle), Th. Noeldeke (Straßburg), f J. H. Petermann (Berlin), .F. Prätorius (Halle), C. Salemann (St.

Petersburg), f Y. Shukovski (St. Petersburg), f A. Socin

(Leipzig), G. Steindorf (Leipzig), C. Steuernagel (Halle),

H. Zimmern (Leipzig.

IV.

ARABISCHE GRAMMATIK

TOH

SOCIN-BROCKELMANN

BERLIN, VERLAG VON REÜTHER & REICHARD

LONDON,

WILLIAMS & NOBGATE

14, HENRIETTA STEEET.

1909.

NEW YORK,

LEMCKE & BUECHNEB

812, BEOADWAT.

(/,

A. SOCINS

ARABISCHE GRAMMATIK

PARADIGMEN, LITERATUR, ÜBUNGSSTÜCKE

UND GLOSSAR.

SECHSTE AUFLAGE

NEU BEARBEITET

VON

KARL BROCKELMANN.

BEBLIN, VEBLAG VON BEUTHEB & EEICHABD

LONDON,

WILLIAMS & NORGATE

14, HENBIETTA-8TREET.

1909.

NEW YORK,

LEMCKE & BUECHNER

812, BBOASWAT

Alle Rechte vorbehalten.

«Mf A

Vorrede zur sechsten Auflage.

Bei der Bearbeitung dieser neuen Auflage mußte etwas tiefer als bei der vorhergehenden in den alten Bestand des

Buches eingegriffen werden. Zunächst erwies es sich als durchaus erforderlich, die Lehre von den schwachen Stäm-

men neu und zwar für Verbum und Nomen einheitlich zu

gestalten.

Daß deren Bildung weit besser erfaßt und be-

halten wird, wenn man sie auf die Lautgesetze zurückführt, statt sie, wie es in den bisherigen Auflagen geschehen, rein

äußerlich zu beschreiben, stand mir aus meiner eigenen Unter-

richtspraxis längst fest und wurde mir anläßlich der 5. Auf-

lage von zwei Seiten unabhängig von einander zu meiner Freude bestätigt, vom Standpunkte des akademischen Lehrers

durch Gr. Jacob in seiner sehr dankenswerten kleinen Bro-

schüre zum arabischen Unterricht" und von dem des Auto- didakten von Herrn Pastor Botermund in Lehrte, der mir

eine Beihe von treffenden Bemerkungen zur Schrift- und

Formenlehre der 5. Auflage zukommen ließ. So sind denn

nun die wichtigsten Lautgesetze in einer besonderen Ab-

teilung des Buches zusammengestellt, und die Formenlehre

konnte durch Verweis auf diese erheblich vereinfacht wer-

den. Natürlich war es mein Bestreben, die Lautgesetze so

einfach wie möglich zu fassen ; so daß sie auch ohne pho- netische Vorkenntnisse zu verstehen sind. Auch sonst habe

ich neben den Bedürfnissen des akademischen Unterrichts,

VI

Vorrede zur sechsten Auflage.

denen das Buch freilich in erster Linie dienen soll, auch

die des Autodidakten im Auge zu behalten gesucht. Wer

indes für rein praktische Zwecke eine Art Konversations -

grammatik sucht, die aber für die hier zu behandelnde alt-

arabische Schriftsprache kaum einen Sinn hat, wird sich

anderswo umsehn müssen. Die Syntax wurde diesmal, wie

schon in der Vorrede zur vorigen Auflage versprochen war, gründlich umgestaltet. Zunächst galt es Socins Bemerkungen,

die meist schon für das 2. Semester akademischen Unter-

richts nicht mehr ausreichten, zu einem, wenigstens in den

Grundzügen vollständigen, System auszubauen, bei dem ich

indes mehr bemüht war, den wirklichen Sprachgebrauch des

Qor'äns und der Historiker als die Theorien der arabischen

Sprachgelehrten darzustellen. Mit Socin bin ich der Meinung,

daß man von diesen im Anfangsunterricht besser absieht.

"Wie viel ich für die Syntax den Arbeiten Wrights, de Goejes, Nöldekes und Beckendorfs verdanke, wird der Sachver-

ständige leicht ersehn. Dali für jedes eindringendere Studium die Benutzung einer ausführlicheren Grammatik erforderlich

ist, brauche ich wohl kaum noch zu betonen.

Den für den

Ausbau

der Syntax nötigen Baum gewann ich, um

den

Umfang des ganzen Buches nicht überschreiten zu müssen,

durch eine Verkürzung der Stücke zum Übersetzen aus dem

Deutschen ins Arabische. Wäre dies Buch nur für den

akademischen Unterricht bestimmt, so würde ich diese Stücke

ganz fortgelassen haben, da ich sie ebenso wie Jacob und

die meisten Fachgenossen, die ich um ihre Meinung gefragt

habe, bei diesem für überflüssig halte.

Da jedoch der

Schlüssel noch immer verlangt wird, so ist wohl anzunehmen, daß manche Autodidakten diese Übungen für ihre Zwecke brauchbar finden; jedoch dürften sie ihnen auch in der ge- kürzten Form noch genügen. Die arabischen Übungsstücke,

deren Inhaltslosigkeit Jacob mit Becht scharf getadelt hat

Vorrede zur sechsten Auflage.

VII

und gewiß auch sonst wohl Lehrer und Schüler als un-

erfreulich empfunden haben werden, habe ich diesmal zum

größten Teil durch neue Texte ersetzt, die hoffentlich ihrem

Zweck etwas besser entsprechen. In der Literatur, über

deren Zweckmäßigkeit man verschiedener Meinung sein

kann, die mir aber, wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen

darf, als Student von großem Nutzen gewesen ist, habe ich

für wichtige Neuerscheinungen wieder durch Verzicht auf einige ältere Werke Platz gewonnen.

Königsberg im März 1909.

C. Bkockelmann.

Inhaltsverzeichnis.

Grammatik.

I. Schriftlehre (§ 1-9).

§ 1 . Die Konsonanten

§ 2. Bezeichnung der Vokale 3. Die kurzen Vokale; Gezma

§

§ 4. Pausa, Nunation

.

.

.

§

§

§

§

5. Hamza

6. Tesdld

7. üasla

8. Medda

§ 9. Zahlzeichen und Abkürzungen

Seite

3

6

8

9

10

11

12

14

15

II. Lautlehre (§ 1015).

§

§

10. Vom Hamza

11. Von der Silbe

§ 12. Konsonantenverdoppelung

§ 13. Von den Halbvokalen

§

§

14. Vokalschwund 15. Vom Tone

16

16

18

19

20

20

III. Formenlehre (§ 1691).

Kapitel I. Das Pronomen (§ 1619).

§16. Pronomina personalia

§ 17. Pronomina demonstrativa

§ 18. Pronomina relativa

§19. Pronomina interrogativa

22

24

26

27

X

Inhaltsverzeichnis.

Seite

Kapitel IL Das Verbum (§ 2048).

§ 20. Grundform

§ 21. Übersicht der abgeleiteten Stämme

§

22. Der I. Stamm

§ 23. Der II. Stamm

§ 24. Der III. Stamm

25. Der IV. Stamm § 26. Der V. Stamm

§

§ 27. Der VI. Stamm

§ 28. Der VII. Stamm

§ 29. Der VIII. Stamm

.

§

30.' Der IX. u. XI. Stamm

§ 31. Der X. Stamm

§ 32. Die vierlautigen Stämme

§ 33. Passivum

§

34. Tempora

§ 35. Modi

§

§

36. Imperativ

37. Personalflexion

§ 38. Verba mediae geminatae

27

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29

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38

§ 39. Verba hamzata

39

§ 40. Schwache Verba

41

§ 41. Verba primae ^ und ^

41

§ 42. Verba mediae ^ und ^ß

§ 43. Verba ultimae ^ und ^£

§ 44. Doppelt schwache Verba

§ 45. Verb J^

§ 46. Verba des Lobes und Tadels

§ 47. Admirativformen

§ 48. Verbum mit Pronominalsuffix en und Accusativzeichen

42

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46

46

Kapitel III Das Nomen (§ 4985). a. Die Bildung der Nomina.

§ 49. Primitive und abgeleitete Nomina

§ 50. Übersicht über die einfachen Nomina

§ 51. Nomina mit Präformativen

48

49

50

Inhaltsverzeichnis.

§ 52. Nomina mit Afformativen

§ 53. Vierradikalige Nomina

§ 54. Participia

§ 55. Infinitive

§ 56. Verbaladjektive

§ 57. Steigerungsformen

§58. Nomina loci, instrumenti, speciei

§ 59. Nomina relativa

§ 60. Nomina deminutiva

§ 61. Nomina von schwachen Stämmen

§ 62. Nomina von Stämmen mediae geminatae

§ 63. Nomina von Stämmen mit Hamz

§ 64. Nomina von Stämmen primae ^

§ 65. Nomina von Stämmen med. 3 und ^ß §66. Nomina von Stämmen ultimae 3 und ^_£

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61

b. Das Genus der Nomina.

§67. Genus masculinum und femininum

§ 68, 69. Bildung des Femininum

63

63

c. Die Flexion der Nomina.

§ 70. Numeri und Casus

§71. Bildung von Dualis und Pluralis

§ 72. Nomina triptota und diptota

§ 73. Nomina triptota

§ 74. Flexion des determinierten Nomens

§ 75. Flexion des Nomens im Status constructus

§76. Flexion der Nomina auf in und an von ult. 3 und ^ß

§ 77. Nomen mit Pronominalsuffixen ,

§ 78. Plurale mit vokalischem Nachschlag

§ 79. Eigenname mit folgendem qj>\ .

§ 80. Vokativ

§ 81. Kollektivnomina

§ 82. Gebrochene Plurale

§ 83. Die Hauptformen der gebrochenen Plurale

§ 84. Gebrochene Plurale des mehrlautigen Nomens

§ 85. Nomina abweichender Bildung

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67

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75

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XII

Inhaltsverzeichnis.

Seite

Kapitel IV. Das Zahlwort (§ 8688).

§

86. Kardinalzahlen

§

87. Verbindung der Zahlen mit dem Gezählten

§

88. Ordinal- und Bruchzahlen

Kapitel V. Die Partikeln (§ 8991).

§

89. Adverbia, Präpositionen und Konjunktionen

§

90. Untrennbar verbundene Partikeln

§

91. Präpositionen und Partikeln mit Suffixen

IV. Syntax 92—160).

§

92. Vorbemerkungen

Kapitel 1. Der einfache Satz 93—109).

A. Verbalaatz und Gebrauch der Verbalformen (§ 93 103).

§

93. Verbalsatz

§

94. Perfectum und Imperfectum

§

95. Gebrauch des Perfectums

§

96. Gebrauch des Imperfectums

§

97. Subjunktiv

§

98. Modus apocopatus

§

99. Modus energicus

§

100. Passiv

§

101. Participia

§

102. Kongruenz im Verbalsatz

§

103. Ausdruck eines unbekannten Subjekts

B. Der Nominalsatz (§ 104109).

§

104. Wesen des Nominalsatzes

§ 105. Subjekt und Prädikat des Nominalsatzes

§ 106. Copula

§ 107. Stellung von Subjekt und Prädikat

§ 108. Kongruenz im Nominalsatz

§ 109. Asyndese mehrerer Prädikate

83

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90

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93

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107

Inhaltsverzeichnis.

XIII

'

Seite

Kapitel IL Der erweiterte Satz [% 110144).

A. Nähere

Bestimmungen des Verhums 110 125).

§ 110. Allgemeines

§

§

§

§

§

§

§

§

§

111. Wesen des Accusativs

112. Accusativ des Ziels und Stoffes

113. Doppelter Accusativ

114. Absolutes oder inneres Objekt

115. Accusativ des Gerundium und des Grundes

116. Zustandsaccusativ

117. Prädikatsaccusativ

118. Accusativ der näheren Bestimmung

119. Accusativ in genereller Verneinung

§ 120. Accusativ nach 3

§

§

§

§

§

121. Accusativ bei Ausrufen .

122. Verbum mit Präpositionen

123. Nominale Natur der Präpositionen

124. Die einzelnen Präpositionen

125. Bedeutungswechsel der Verba bei verschiedenen Prä-

positionen

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116

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B. Nähere Bestimmungen des Nomens 126 144).

§

§

§

§

§

§

§

§

§

§

§

§

§

126.

Allgemeines

127. Artikel

128.

Permutativ

*

129. Qualifikation

130. Präposition mit Dependens als Qualifikation

131. Asyndese mehrerer Qualifikationen

132. Genetiv

133. Ausdruck der Zugehörigkeit bei indeterminierten

Nomm

134. Determinierende Suffixe bei Zeitbegriffen

135. Untrennbarkeit der Genetivverbindung

136. Zusammengesetzte Eigennamen

137. Genetiv eines Abstractum

138. Substantivierte Adjectiva

122

122

122

124

125

126

126

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127

127

128

129

129

XIV

Inhaltsverzeichnis.

§ 139. Explikativer Genetiv

§ 140. Sätze im Genetiv

§ 141. Indeterminierter Status constr

§ 142. Uneigentliche Annexion

§ 143. Konstruktion der Infinitive

§ 144. Konstruktion der Participia

Seite

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130

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131

132

134

Kapitel III. Besondere Redefarben des einfachen oder

ericeiterten Satzes (§ 145 148).

§ 145. Hervorhebung, Gegensatz, Wunsch

§ 146. Negative Verbalsätze

§ 147. Negative Nominalsätze

§ 148. Ausnahmepartikel

135

136

137

138

Kapitel IV. Zusammengesetzte Sätze 149—160).

§ 149. Coordinierte Sätze

§ 150. Sätze als Satzteile

§ 151—154. Relativsätze

§ 155. Zustandssätze

§ 156. Temporalsätze

§ 157160. Bedingungssätze

139

140

142

148

150

153

Anhang.

Zeitrechnung (Namen der Wochentage, Monatsnamen, das Jahr) 158

Literatur.

A. Bibliographie

B.

Einleitungswissenschaft, Allgemeines

C. Chrestomathien

D. Grammatiken

E. Lexikalisches

F. Kor'än, Islam, Leben Muhammeds, Christliches

G. Jurisprudenz

H. Philosophie

161

167

168

169

171

174

178

180

Inhaltsverzeichnis.

XV

I. Naturwissenschaft und Medizin

K. Geschichte, Biographien

L. Kosmographie, Geographie, Ethnographie, Beisen

M. Poesie

N. Schöne Literatur, Ethik, Erzählungen (Adab)

Paradigmata.

I. Suffixe und Präfixe zur Konjugation des Verbums

II. Starkes dreilautiges Verbum Act. I III. Starkes, dreilautiges Verbum Passiv. I

IV. Vierlautiges Verbum, abgel. Stämme

V. Starkes dreilautiges Verbum, abgel. Stämme

VI. Verbum mediae geminatae Act. I

VII. Verbum mediae geminatae Pass. I

VIII. Verbum mediae geminatae, abgel. Stämme

IX. Verba hamzata

X. Verbum primae radicalis j

und ^ß

XI. Verbum mediae radicalis ^ Act. I XII. Verbum mediae radicalis ^J, Act. I

XIII. Verbum mediae radicalis j oder ^£ Pass

XIV. Verbum mediae radicalis ^ und ^ abgel. Stämme

XV. Verbum tertiae radicalis ^ (J»*») Acttl

XVI. Verbum tertiae radicalis ^ß (J***) Act. I

XVII. Verbum tertiae

radicalis $ oder ^ (d-*^) Act. I

.

XVIII. Verbum tertiae radicalis _j oder ^J, Pass. I . XIX. Verbum tertiae radicalis ^ oder ^ß, abgel. Stämme

.

.

.

XX. Nomen generis masculini

XXI. Nomen generis feminini

XXII. Nomina auf in" und an"

T -/

XXIII. Nomina mit Personalsuffixen

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Übungen nnd Textstücke.

I. Übungen zur Grammatik.

A. Leseübungen

30*

XVI

Inhaltsverzeichnis.

B. Übungen zur Formenlehre

C. Übungen zur Syntax

II. Zusammenhängende Textatücke

III. Zum Übersetzen ins Arabische

Glossar.

Seite

32*

35*

41*

57*

A. Deutsch-Arabisch

',2*

B. Arabisch-Deutsch

fe9*

ERSTER TEIL.

GRAMMATIK

UND

LITERATUR.

S o ein -Brock el mann, Arab. Grammatik. 6. Aufl.

1

GRAMMATIK.

L Schriftlehre

(§ 1-9).

Die Konsonanten. Die arabische Schrift hat I-

sich aus der aramäischen entwickelt, deren Alphabet

dieselbe Reihenfolge aufweist, wie das hebräische. Diese

ältere Anordnung ist noch in der (später selten ge-

wordenen) Anwendung der Buchstaben als Zahlzeichen bewahrt (vergl. S. 4, 5). Die Araber bezeichneten

jedoch früh mittelst diakritischer Punkte eine Anzahl

von Lauten, welche in jenem älteren Alphabete nicht

von einander unterschieden worden waren. Auch waren

manche Züge durch Abkürzung einander so ähnlich

geworden, daß man sie durch solche diakritische Zeichen

unterscheiden mußte. Später wurden dann im Alpha- bete diese einander ähnlichen Formen zusammen- gestellt. So besteht nun das arabische Alphabet in

der außer in N.W.-Afrika allgemein üblichen Reihen- folge und mit den jetzt gebräuchlichen Buchstaben-

l*

1

3

4

5

7

8

9

10

11

12

13

Namen

JjI » Alif

%\S

Ba

£*a» Ulm

*UL

2UL

Ji5 Dal

iljRä

#j Zai

&* Sin

C

>

>

1 . Konsonantentabelle.

Figuren

^ >

I- ÖD

l

Sil

Ü

«2 o

gl

fc ÖD

Wert

I

Aussprache

I

Namen

14 ?LS Säd

15 jLo Däd

16

17

18

19

20

tlb

jli

$£' e Ain

£gS Gain

2 U

21 JuKäf

22

23

24

JtfKäf

p Läm

£-~* Mim

25

£y Nun

26

jU Uäu

27

iU»

28

t\S

1. Konsonantentabelle.

5

k

k

t

i

U9

J

tf

Figuren

«2

<=>

Wert

!§

Ja

k

k

z

&

^J».

J-

4,

•*£

^

k

k

A

*

i.

Aussprache

a »

1

fc 8)

emphatisches S

emphatisches d des

Obergaumens

emphatisches t

weiches emphat. S

\ entsteht durch

! kräftiges

Zu-

sammendrücken

der Stimmritze

g wie im nordd.

„Tage"

f

tiefes emphat. k

 

k

 

*

1

 

m

englisches w

 

±

 

h

|

j

englisches y

g

f

90

800

9

900

70

1000

2. Lange Vokale.

formen aus 28 konsonantischen Zeichen. Diese werden

von rechts nach links geschrieben und gelesen, und werden teilweise untereinander verbunden, teilweise

unverbunden gelassen (vgl. S. 4, 5).

Anm. Statt der richtigen Reihenfolge der drei atzten Buch-

staben des Alphabets findet sich in unseren Lexicis u. s. w . oft

die falsche * $ ^ß.

b. Sehr häufig werden gewisse Buchstaben, besonders

im Anfang der Wörter, nicht nebeneinander, sondern

übereinander gesetzt; namentlich geschieht dies mit

den Zeichen

(Nr. 5 7),

2 u. 6), ^ (Nr. 5 u. 6) statt s^

c

c £

z. B. ä? statt sw (Nr,

«• (Nr. 18 u. 5) statt

«v* u. s.w.

Statt U (Nr. 23 u. 1) wird \J oder ^ (wobei

das Lam links vom Alif beginnt) geschrieben.

2. Bezeichnung der Vokale.

Die arab. Schrift

' drückt ursprünglich nur die Konsonanten aus, zu denen

natürlich auch u und i als Konsonanten der Diphthonge

au und al gehören. Danach schrieb man schon früh

3 und ^ auch für ü und i und für ä verwandte man \ .

Beispiele: 5.0 baf, fy naum, y^~> sir, ^ysäk, Jlä käl.

b. Das ä wurde in der ältesten Schrift nicht durch-

gängig ' durch \

bezeichnet, sondern sehr oft unbe-

zeichnet gelassen. Diese Schreibung hat sich in einer

B.eihe sehr gebräuchlicher Wörter erhalten; manch- mal wird jedoch in vokalisierten Texten dem mit langem

ä zu sprechenden Konsonanten ein perpendikulärer

2. Lange Vokale.

Strich (urspr. ein kleines Alif) übergesetzt, z. B. U*

(statt 1>La) hädä,

d\

'z'Zä/i

(Gott)

0-**^

arrahmän

(s.

§ 12,

aber ^l^ rahmän).

Häufig steht freilich

in solchen Fällen bloß für ein solches ä z. B. Ua hädä.

Die arab. Orthographie der Konsonanten schließt c.

sich

eng an

die Schreibweise des Kur'äns an, die

manchmal eine andre Aussprache als die im Gemein-

arabischen übliche ausdrückte.

So wird in einigen

wenigen Wörtern ä, weil es dialektisch wie ein dumpfes

bezeichnet; auch in diesem Falle

ä klang,

durch ^

wird durch einen perpendikulären Strich (d. i. Alif)

die gewöhnliche Aussprache angedeutet, z. B. i^**. (neben *U*-> s - § 4) haiät Leben (dagegen bei Antritt

von Suffixen mit l: aö'Us*. hajätuhu sein Leben). Im Auslaute vieler Wörter wird ä durch ^ (urspr. ä) d.

bezeichnet, z. B. L5^ (oder ^yoj) ramä (er hat geworfen);

vor Suffixen dagegen tritt statt des ^j, meist das 1 ein,

z. B. *U) ramähu er hat es geworfen.

Anm. a. Zuweilen findet sich auch mit Suffixen die Schreibung

b. Im Innern eines "Wortes ist ä nur in dem Fremdwort ^j£

taurät (s. § 4) Thora mit J>, bezeichnet.

c. Steht vor ^ ein £, so wird, damit nicht zwei <3 auf

einander folgen, \— geschrieben, z.B. \**S> dunlä'Welt statt { ^-^>>

69 a).

Einem auslautenden ü oder au wird meistens noch e.

/.

3. Kurze Vokale, Gezma.

ein \ beigefügt, welches für die Aussprache ohne Be-

deutung ist, z. B. \y~& hatabü, \y*> ramaxi (§ 37c u. 486).

Kurzes u wird nur in dem Demonstrativ durch ^

bezeichnet (also plene geschrieben): ^^\ 'iüä (§ 17a).

3. Die kurzen Vokale wurden ursprünglich in der

' Regel gar nicht bezeichnet » ; später wurden folgende

Vokalzeichen für die kurzen, (sowie in Verbindung

mit den § 2 besprochenen Zeichen auch für die langen) Vokale angewendet:

1)