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WerdendielangenTETRA-Stabantennen

baldunserStraßenbildprägen?

(Quelle:impuls02vomAugust2010,herausgegebenvonderUm-

welt-undVerbraucherorganisationzumSchutzvorelektromagneti-

2.AbhängigkeitvonRichtfunkstrecken

3.Abhängigkeit von zentralem Steue- rungsserver

4.keineMöglichkeitzumAutarkiebe-

triebeinzelnerStationen

5.nureinNetzfüralleEinsatzkräfte

6.keineMöglichkeitzurKommunika-

tionmitanderenGruppenundAma-

teurfunkernwegenhoherVerschlüs-

selung

Behördenrundfunk TETRA:

gefährlicher Behördenunfug?

arbeitendeUnternehmenwieHandwer-

ker,Fuhrunternehmenetc.mitBündel-

funkzuversorgen. •Mangelnde Leistungsfähigkeit dieser Technologie: geringe Datenübertra-

aufgaben(BOS) imdigitalenTETRA-

Standarderrichtetwerden.Nutzersol-

lenBehördenundalleBlaulichtorgani- gungsrate(9,6kbit/s:entsprichtFaxstan-

dardAnfangder90erJahre);hoheStör-

RoteKreuz,diePolizei,dasTHW,der

Zolletc.sein.Dafürsolleinflächende-

ckendesFunknetzmitgeschätzten1000

•DieAnzahlanneuenSendeanlagenist

neuenSendeanlagenerrichtetwerden. Um den Netzausbau unbemerkt von

derBevölkerungdurchführenzukön- standortebeimbisherigenAnalogfunk.

nenhattedasBayrischeInnenministe- InderUrsprungsplanungwaren2.214

riumüberJahreeinehoheGeheimhal- neueBasisstationenmitdemdazugehö-

rigenBudgetvon1Mrd.DMgenehmigt

tung verordnet. Erst nach massivem Widerstand von Städten, Gemeinden

und vielen Bürgerinitiativen wurde

diesejetztaufgehoben.DurchdieseOf- Zwischenzeitwirdmit10.207nötigen

fenlegungwirdjetztnachundnachbe- Basisstationen gerechnet, die voraus-

sichtlichmehrals10Mrd.Eurokosten

werden.DerBundesrechnungshofund der Bund der Steuerzahler haben sich eingeschaltet,siebefürchtenein„Fiasko fürdieSteuerzahler“.Bundesweitsind

672Anlagenbereitsinstalliertunddavon

221inBetrieb(StandMai2010).

kannt,waswirklichgeplantist.

worden.Schnellwurdeklar,dassdies eineschöngerechneteZahlwar.Inder

sationenwiez.B.dieFeuerwehren,das

anfälligkeit; keine Alarmierungsmög- lichkeitperPiepsermöglich(Paging), dafürwirdeineigenesSystembenötigt.

I n Bayern soll ein neues (Mobil-) Funknetz für die Behörden und Organisationen mit Sicherheits-

umeinVielfacheshöheralsdieSende- scherStrahlung„DiagnoseFunk“,www.diagnose-funk.de)

geschränktnotstromfähig

UnterTechnikerngiltdasDigitalfunk-

systemTETRA(Terrestrialtrunkedradio)

bereitsalsveraltetundfürAufgabenim

Sicherheitsbereichungeeignet.Daszeigen

auchdieErfahrungenausdenLändern,

•BeidigitalemFunkgibtesnurzweiBe-

triebszustände:gehtodergehtnicht.Bei

analogemFunk,kanneingeübterFunker

auchschwacheFunksprüchenochhö-

•TeureInvestitionenauchfürdieInstitu- ren.DortgibtesalleBetriebszustände

diediesesSystembereitsnutzen.Aktuell

fordernz.B.dievierFeuerwehr-Gewerk-

schaftenindenNiederlandendieAbschal- tionen,diesichdienötigenEndgeräte

tungvonTETRAunddieRückkehrzum bewährtenAnalog-Funknetz.Hintergrund ist der Tod einiger Feuerwehrleute die

aufgrundtechnischerMängeleinwichti- EuroproGerät.

gerFunkspruchnichterreichthat.

ernwerdenca.100.000neueFunkgeräte

zwischengutundnichtmehrhörbar.

neuanschaffenmüssen.AlleinfürBay- •DerBetriebdesNetzeswurdeaneine

privateFirmaübergeben.

•BerichteausdenNiederlandenundan-

derenLändern,diebereitsseiteinigen

•TaktungenliegensehrnaheandenGe- JahrenTETRAnutzen,bestätigendiese

hirnfrequenzen(17,6Hz)undMuskel- MängelimpraktischenEinsatz-Alltag.

frequenzen(z.B.1Hz,wasdemHerz-

muskelentspricht).Damitsindgesund- tungsfähigkeitz.B.TETRA2000und

heitlicheBeeinträchtigungenundSchä- DMR werden mittlerweile, obwohl es

deutscheEntwicklungensind,vonchi-

nesischenFirmenangeboten.Deutsch-

landalsHochtechnologielandistwieder

einmaldabei,denAnschlussandieWelt-

nach.176PolizeibeamtehabenimJa- spitzezuverpassenundüberlässtande-

rendenGewinnunddieArbeitsplätze. •LautBundesamtfürStrahlenschutzlag dieElektrosensibilitätderBevölkerung

imJahre2003schonbeica.6%.Das

sind 4,8 Mio Menschen allein in Deutschland und übersteigt damit die

ZahlderDiabetiker.EineneueStudie

desBFSausdemJahr2009räumtbe-

räumtineinerStudieimDezember2008

ein,dassbishernochkeineentwarnen- reits9,8%ein.Tendenzweitersteigend.

MiteinerflächendeckendenEinführung

vonTETRAgibtesbaldkeineÜberle-

bensmöglichkeit für elektrosensible Menschenmehr.Elektrosensibilitätkann jedentreffenundendetohnefunkarme Rückzugsgebietemeisttödlich.

Ulrich Weiner www.ulrichweiner.de

schon2003vordengesundheitlichenRi-

•ModernereTechnikenmithöhererLeis-

benötigt.Kostenzwischen800und2500

denbeidenAnwendernundAnwohnern zuerwarten. •BisherigeStudienausEnglandweisen Gefahren für Nutzer und Anwohner

denStudienvorhandensind,undsieht Forschungsbedarf. •Die Universität Wuppertal hat 1999 SchädenanNadelbäumendurchTETRA nachgewiesen. •Das TETRA-System ist im Katastro- phenfallungeeignet:

1.hoherStromverbrauch,dahernurein-

ImFolgendenwerdeneinpaarKritik-

punkteandemTETRA-Mobilfunknetzin

Kurzformabgedruckt.AusführlicheInfor-

mationen,FernsehberichteunddieQuel-

lenangabenzudiesenAussagensindzu

findenunterwww.ulrichweiner.de,Stich-

wort„TETRA“.

•TETRAistdas9.(!)Mobilfunknetz.

•TETRAwurdebeiderGrenzwerterstel-

lungfürdieelektromagnetischeBelas- nuar 2010 Klagen auf Schadensersatz

tungbeiMenschennichtberücksichtigt.

DieGrenzwerteinDeutschlandsindoh-

nehinmitdiehöchsteninEuropaund

geltennachStudienderEUalsungeeig-

net,dieBevölkerungzuschützen.

sikenderTETRA-Technikgewarnt. •Das Bundesamt für Strahlenschutz

chen24StundenamTag.

gegenihrenArbeitgebereingereicht. •DerVorsitzendederGewerkschaftder Polizei (GDP), Konrad Freiberg, hat

•DauerstrahlungderSender:ununterbro-

•TeurerUnterhaltdurchhohenStromver-

brauchwegenderDauerstrahlung.Ge-

schätzte37MillionenEuroproJahral-

leinefürBayern.DiebisherigenAnalog-

funknetzekosten8MillionenproJahr

fürdieganzeBundesrepublik.

•TETRAisteinveraltetesSystem–Ent-

wicklungEndeder80erJahrefüreine

reinzivileNutzung.Zielwares,regional