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Begrenzte Reichweite, hoher Kaufpreis auf der einen, Umweltfreundlichkeit und niedrige Betriebskosten auf der anderen Seite?

Wir gehen den


vermeintlichen und tatsächlichen Vor- und Nachteilen von E-Autos auf den Grund.
Die Prognosen sprechen für ein rapides Wachstum der Verkaufszahlen von Elektroautos. Schon bald könnten die energieeffizienten Stromer also Normalität auf
deutschen Straßen werden. Heute bemängeln Kritiker jedoch noch die begrenzte Reichweite und den hohen Kaufpreis, was die E-Cars bisher vor allem zu
Stadtflitzern der Gutverdiener macht. Dem entgegen stehen jedoch viele Vorteile: Laut Experten gehören den strombetriebenen Gefährten die Zukunft, da die
knappen fossilen Brennstoffe ebenso wie die Umwelt geschont werden.
Überblick: Was spricht für, was gegen Stromer?
Fast 200 Jahre hat es seit dem ersten praxistauglichen Elektromotor gedauert, dass E-Cars salonfähig wurden. Heute bewegen sich immerhin 1,3 Millionen
Modelle auf den weltweiten Straßen, stetig werden es mehr. Die breite Masse haben die umweltfreundlichen Stromer jedoch noch lange nicht erreicht. Grund
dafür sind einige Nachteile, die sich jedoch insgesamt mit den Vorteilen die Waage halten: VorteileNachteilekein Ausstoß von CO2-Emissionenhohe Kaufpreise im
Vergleich zu Benzinerngeringere Betriebskosten: Strom günstiger als Benzin oder Dieselbegrenzte ReichweiteElektromotoren weisen wenig Verschleiß
aufBatterie-Technologie noch nicht ausgereiftUnterhaltskosten durch Steuervergünstigungen niedrigaktuell dünnes Streckennetz der
Ladestationengeräuscharmes Fahrenje nach Station lange Ladedauer
Die Vorteile eines Elektroautos im Detail
Fast zwei Drittel der Deutschen geben an, den Umweltschutz als eines der zentralen Themen der Zukunft anzusehen. Somit ist die Zahl in nur vier Jahren um
mehr als 20 Prozent gewachsen. Gleichzeitig steigen auch die Verkaufszahlen von E-Autos an. Das wohl kräftigste Argument, nämlich die Umweltfreundlichkeit,
ist jedoch nicht der einzige Pluspunkt des Elektroautos. Die Vorteile sprechen für sich:
1. Kein Ausstoß von CO2
Für den Antrieb benötigen Stromer aufgrund ihrer Elektromotoren im Gegensatz zu normalen PKWs kein Erdöl in Form von Benzin oder Diesel. Folglich wird
während der Fahrt auch kein umweltschädigendes CO2 in die Luft emittiert. Würden E-Cars die Oberhand gewinnen, würde die gesamte CO2-Bilanz also stark
verbessert werden. Dazu müsste jedoch auch die Produktion des Autos umweltfreundlicher werden. Bislang wird der Strom noch zu großen Teilen aus Kohle- und
Gaskraftwerken gewonnen, der Anteil der Verwendung erneuerbarer Energien liegt zurzeit bei rund 30 Prozent – die Tendenz ist allerdings steigend.
2. Geringere Betriebs- und Unterhaltskosten
Den hohen Kaufpreisen stehen die viel günstigeren Kosten für Unterhalt und Betrieb im Vergleich zum Benziner gegenüber. Eine Stromladung für circa 100
Kilometer kostet Sie rund halb so viel wie die gleiche Strecke mit herkömmlichen Autos. Zudem sind Stromer die ersten fünf Jahre von der KFZ-Steuer befreit,
wenn sie bis zum Jahr 2020 gekauft werden. Und auch die Wartungs- und Reparaturkosten fallen durchschnittlich geringer aus.
3. Elektromotor: geräuscharm und effizient
Hauptverantwortlich für die geringen Reparaturkosten ist bei E-Cars der Elektromotor. Die Drehbewegung entsteht dabei durch die anziehenden und abstoßenden
Kräfte von Elektromagneten. Anders als beim Verbrennungsmotor ist der Verschleiß deshalb viel geringer. Daneben fällt der E-Motor auch energieeffizienter aus.
Das hängt eng mit dem höheren Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent zusammen. Dieser gibt das Verhältnis zwischen eingeschleuster und genutzter Energie an.
Bei Verbrennungsmotoren liegt der Grad hingegen bei nur rund 40 Prozent.
Warum sind Elektroautos so leise?
Bei Elektromotoren entfällt der Verbrennungsprozess, stattdessen basiert die Kraftentwicklung hier auf Elektromagnetismus. Für Sie macht sich das vor allem in
einem geräuscharmen Fahren bemerkbar, das bei niedrigem Tempo am stärksten auffällt. Dieses Merkmal beim Elektroauto ist Vor- und Nachteil zugleich: Der
Verkehrslärm könnte besonders in Großstädten erheblich eingeschränkt werden, gleichzeitig dient das Motorengeräusch jedoch auch als eine Art Warnsignal für
Fußgänger.
Genauer betrachtet: Die Nachteile des Elektroautos
So innovativ, geräuscharm und umweltfreundlich die Modelle wie BMW i3, Tesla S und Nissan Leaf auch sein mögen, Kritiker betonen auch die negativen
Aspekte. Und sie behalten Recht – so können Stromer in einigen Punkten heute nicht mit Benzinern Schritt halten. Zu den größten Nachteilen beim Elektroauto
zählen die folgenden Aspekte, die maßgeblich auf den Stand der Technik zurückzuführen sind:
1. Hohe Kaufpreise
Zwar sind einzelne Modelle wie der Renault Twizy schon für unter 10.000 Euro zu ergattern. Den Regelfall stellt das aber nicht dar. Meist müssen für kleinere
Modelle wie Citroën C-Zero und Peugeot iOn bereits 20.000 Euro gezahlt werden. Nach oben hin setzt der luxuriöse Tesla Model S die Grenze. Die neuste
Version, der P100D, kostet um die 150.000 Euro. Hier profitieren Sie allerdings mit rund 600 Kilometer von der höchsten Reichweite unter den E-PKW überhaupt.
Schnell wird klar: Wer auch wirklich weite Strecken ohne Ladestopp zurücklegen möchte, muss bislang auch dementsprechend viel zahlen.
2. Batterie-Technologie begrenzt die Reichweite
Lithium-Ionen-Batterien gelten als das Gebot der Stunde. Sie sind in der Lage, große Mengen elektrischer Energie zu speichern – jedoch noch nicht genug, wie
viele finden. So können E-Mobile in Sachen Reichweite bisher nicht mit Benzinern mithalten – einer der wesentlichsten Nachteile von Elektroautos. Kleinere
Modelle müssen bereits nach nur 100 Kilometern an die Ladesäule, der Durschnitt kann bis dahin circa 200 Kilometer zurücklegen. Mehr Range versprechen
Modelle wie der BMWi3 und allen voran der Tesla Model S. Besserung ist allerdings in Sicht: Die Lithium-Ionen-Akkus sollen bis 2020 ausgereift sein,
anschließend wird die nächste Generation, die Lithium-Luft-Batterien erwartet. Die Kapazität soll sich nicht nur um ein Vielfaches verbessern, auch soll die Batterie
durch Umgebungsluft zusätzliche Energie erzeugen können. Forscher müssen dabei viele Anforderungen unter einen Hut bringen: Die Kapazität muss steigen,
das Gewicht darf sich aber nicht noch mehr erhöhen. Gleichzeitig soll der Preis möglichst erschwinglich bleiben. Wird das erreicht, werden sich beim Elektroauto
Vor- und Nachteile vielleicht nicht mehr die Waage halten, vielmehr könnten dann die Vorzüge dominieren.
3. Dünnes Stationsnetz, lange Ladedauer
Neben Preis und Reichweite ist wohl die lange Ladedauer das größte Manko der elektrobetriebenen Gefährte. An der haushaltsüblichen Steckdose kann das
schon etwa acht Stunden dauern. Abhilfe verschaffen öffentliche Ladestationen und Schnell-Ladestationen. Die Dauer lässt sich so um ein Vielfaches verkürzen.
Eigentlich wäre das Problem somit gelöst, wäre da nicht das äußerst dünne Stationsnetz. Rund 1.000 Stromstationen können hierzulande angesteuert werden. Im
Vergleich zu den rund 14.000 Benzintankstellen erscheint das äußerst mager. Zudem konzentrieren sich die meisten Stationen auf Metropolregionen, sodass die
Dichte je nach Region verschwindend gering ausfällt. Allerdings ist auch hier Land in Sicht: Schon im Jahr 2020 soll sich die Anzahl auf rund 35.000 belaufen.
Fazit: Welche Seite überwiegt?
Wohl kaum eine Technik des 21. Jahrhunderts wird so kontrovers diskutiert wie das Elektroauto. Die Vor- und Nachteile balancieren sich auf den ersten Blick aus,
die Bilanz sollte jedoch jeder für sich selbst ziehen. So entscheiden vor allem die eigenen Prioritäten, welche Aspekte stärker ins Gewicht fallen.
Wer vor allem nach einem günstigen PKW sucht, für den sind die Stromer bislang ungeeignet. Für umweltbewusste Fahrer mit dem nötigen Kleingeld stellen die
innovativen E-Cars jedoch eine ernstzunehmende Alternative mit viel Potential dar. Das Potential liegt hier nicht nur in der Technik selbst, wie etwa in der Batterie.
Auch die Infrastruktur der Ladestationen muss weiter ausgebaut werden. Wer diese schon heute genießen möchte, ist am besten in Großstädten wie Berlin oder
Stuttgart ansässig: Die Metropolen bieten mit unzähligen Stationen die beste Umgebung für Besitzer eines E-Stadtflitzers.
Skript zu Folge 002 des Elektroauto-News.net Podcast
Ich bin Sebastian und auch in Folge zwei unseres Podcasts mit Themen rund um die Elektromobilität wird es nicht langweilig. Versprochen.

Denn heute widmen wir uns einem Thema mit welchem man immer wieder in Berührung kommt, wenn man sich mit E-Autos beschäftigt: den Vor- und Nachteilen
von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.

Was verstehen wir unter einem Elektroauto?


Damit keine Unklarheiten herrschen, von welchem Typ E-Auto wir sprechen eine kurze Erklärung. Die Rede ist von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen.

Also der Typ Fahrzeug, der an der heimischen Steckdose oder am öffentlichen Stromnetz sowie an speziellen E-Tankstellen geladen werden kann.

Seine Energie bezieht das Fahrzeug alleine aus der Batterie, die genutzt wird, um den Elektromotor anzutreiben. Beziehungsweise der Energie, die aus dem
Bremsvorgang via Rekuperation zurückgewonnen wird.

Vorteile von Elektroautos


Beginnen wir mit dem Positiven und setzen uns mit den Vorteilen von E-Autos auseinander.

Der Elektroantrieb ist deutlich energieeffizienter als herkömmliche Antriebe und bietet einen höheren Fahrkomfort
Der Vergleich mit konventionellen Verbrennern liegt nahe. Insbesondere beim Vergleich der Antriebe. So fällt auf, dass E-Antriebe die elektrische Energie deutlich
effektiver in mechanische Antriebsenergie umwandeln und einen höheren Wirkungsgrad aufweisen.

Als kurzer Einschub, der Wirkungsgrad bezeichnet das Verhältnis von aufgewandter zu nutzbarer Energie. Sprich, wie viel Energie wird reingesteckt und was kann
davon tatsächlich genutzt werden.

Beim Elektroantrieb ist es so, dass dieser Wirkungsgrad meist im Bereich von mehr als 90% und das nahezu im gesamten Arbeitsbereich liegt.

Ohne einen Vergleich zum Verbrenner sind diese 90% nur eine Zahl. Daher sei gesagt, dass der Wirkungsgrad bei herkömmlichen Motoren einen maximalen
Wirkungsgrad von 40% aufweist. Das allerdings auch nur in einem sehr eingeschränkten Drehmoment-Drehzahlbereich. In den anderen Drehmoment-
Drehzahlbereichen sinkt der Wirkungsgrad beträchtlich.

Sprich, der Elektroantrieb ist rein vom Wirkungsgrad mehr als doppelt so effizient, wie der konventionelle Antrieb eines herkömmlichen Verbrenners.

Des Weiteren haben Elektromotoren den Vorteil, dass die beim Bremsen gewonnenen Energie genutzt werden kann. Dies geschieht, da das Elektroauto in einen
Generatorbetrieb schaltet.

Die beim Bremsen entstehende Energie wird genutzt, um die Akkus aufzuladen. In der Fachsprache wird dies als „Rekuperation“ bezeichnet. Hierdurch ergibt sich in
Verbindung mit den hohen Wirkungsgraden ein deutlich geringerer Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen im Vergleich zu den konventionellen Fahrzeugen.

Zudem sorgt ein hoher Drehmoment, bei selbst kleinen Drehzahlen dafür, dass Elektroautos bereits aus dem Stand heraus mit hohen Beschleunigungswerten anfahren
können. Das Schleifenlassen der Kupplung und mehrmaliges Schalten, wie man es von herkömmlichen Motoren kennt, entfällt vollständig.

Daher zeichnen sich die E-Fahrzeuge durch das Potential für eine eher dynamische Fahrweise aus und bieten einen Fahrkomfort, welcher sogar den von Fahrzeugen
mit Automatikgetrieben übertrifft.

Vor Ort ist der Elektroantrieb der E-Fahrzeuge emissionsfrei; auch in Bezug auf seine Lautstärke
Schadstoffe erzeugen Elektroautos im Fahrbetrieb keine. Dies ist auch der Grund weshalb reine Elektroautos als sogenannte „Zero Emission Vehicle“ (ZEV)
eingestuft werden, wenn man diese gemäß dem strengen Abgasstandard der CARB-Gesetzgebung des US-amerikanischen Bundesstaates Kalifornien betrachtet. Die
Richtlinien der Europäischen Union stufen die E-Fahrzeuge ähnlich ein und sprechen diesen zu, dass sie nicht zum CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte beitragen.

Das ausschlaggebende Wort in diesem Zusammenhang ist “lokal”. Wichtig ist hierbei die Tatsache, dass man den gesamten Lebenszyklus betrachtet, um ein
realistisches Bild zu erhalten. Eine aktuelle Betrachtung der Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden durch Mercedes-Benz zeigt
allerdings auf, dass diese hinsichtlich der CO2-Emissionen, trotz des höheren Aufwandes in der Herstellung, durchaus positiv ist.

Die ideale Lösung ist natürlich, wenn im Rahmen der Produktion regenerative Stromquellen genutzt werden, dadurch würden E-Fahrzeuge auch bei der
Gesamtbetrachtung keine nennenswerte Emissionen verursachen. Kommt eben immer darauf an, wie weit man es herunter brechen möchte.

Als Fahrer eines E-Autos profitiert man zudem von einem äußerst leisen Fahrzeug. Selbst Fußgänger und andere Stadtanwohner profitieren von niedrigen
Fahrgeräuschen, insbesondere bei kleinen und mittleren Geschwindigkeiten, da diese zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Bei hohen
Geschwindigkeiten ist der Effekt wegen der zunehmenden Abrollgeräusche noch gegeben, aber nicht mehr ganz so durchschlagend.

Ab 2019 wird sich dies zumindest teilweise ändern, denn Blindenverbände konnten durchsetzen, dass Elektroautos per Gesetz einen Warnton abgeben müssen. Eine
entsprechende EU-Verordnung wurde bereits im Jahr 2014 verabschiedet.
Durchaus nachvollziehbar, können sich Blinde und Menschen mit schlechter Sehkraft nur auf ihr Gehör verlassen, wenn sie eine Straße überqueren. Hier gilt es eben
nun eine Lösung zu finden, damit man in der Stadt nicht nur ein wildes Gepiepse hört, wenn mehrere E-Autos unterwegs sind…

Elektromotoren sind leichter, kompakter und weitestgehend wartungsfrei


Der Aufbau des Motors bei Elektrofahrzeugen ist deutlich einfacher und kompakter als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Die Leistung ist hierbei zwischen
beiden Fahrzeugtypen vergleichbar. Gerade beim Elektromotor kommt zum Tragen, dass diese sich leichter regeln lassen, so stellt selbst das Umschalten vor
Vorwärts- auf Rückwärtsbewegung kein Problem dar, da dies alles elektronisch, ohne ein Schaltgetriebe erfolgt.

Betrachtet man dagegen Autos mit Verbrennungsmotoren, sieht man gleich, dass alleine die Regelung von Kraftstoffmenge, Zündzeitpunkt, bei möglichst sauberer
Verbrennung schon einiges an Aufwand erfordert. Ein Punkt in welchem Elektromotoren den Verbrennungsmotoren nachstehen ist die Steuerungselektronik, diese ist
durch hohe Spannungen und Ströme um einiges aufwendiger als bei herkömmlichen Fahrzeugen.

Die Wartungsfreiheit von Elektroautos zeichnet sich schon dadurch aus, dass Baugruppen wie Tank, Benzinpumpe, Öl, Öltank, Auspuffsystem, Anlasser,
Lichtmaschine, Starterbatterie, Katalysator sowie Schaltgetriebe gänzlich fehlen. Alles Bauteile, bei denen schonmal kein Schaden auftreten kann.

Auch die Bremsen werden beim E-Auto deutlich weniger beansprucht, da hier die Rekuperation der Bremsunterstützung zum Tragen kommt. Dies wirkt sich
wiederum auf die Bremsbeläge und deren Lebensdauer aus. Alleine vom Service-Aufwand und möglichen Folgekosten siegt das Elektrofahrzeug deutlich gegenüber
Diesel und Benziner.

Nachteile von Elektroautos


Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dies trifft auch beim Elektroauto zu. Denn natürlich bringt dies nicht nur Vorteile mit sich. Die gängigsten Nachteile habe ich daher
nachfolgend für dich zusammengestellt.

Kostenfaktoren von Elektroautos


Egal mit wem ich über E-Autos spreche, irgendwann kommt deren Preis zur Sprache. Verständlich, ist dieser meist deutlich höher, als vergleichbarer Verbrenner.

Und die Kaufpreise haben es in sich. Und dabei ist nicht die Rede von großen E-Fahrzeugen wie dem Tesla Model S, Audi e-tron oder dem Jaguar I-PACE. Selbst
vergleichbare “kleine” Fahrzeuge wie der Nissan Leaf, BMW i3 oder auch die elektrifizierten smart warten mit stolzen Preisen auf.

Aus meiner Sicht sollte man hier jedoch über den reinen Anschaffungspreis hinwegschauen. So gilt es ebenfalls die Erhaltungskosten von Elektroauto und Verbrenner
zu betrachten.

Ein Elektroauto lässt sich aktuell günstiger laden, als ein Diesel oder Benziner, die KFZ-Steuer ist günstiger und selbst bei der Haftpflicht schneiden die
elektrifizierten Fahrzeuge günstiger ab.

Des Weiteren fördert der Staat, im Rahmen des Umweltbonus, reine Elektroautos mit 4.000 Euro – die zu 50% vom Staat, zu 50% vom jeweiligen
Automobilhersteller getragen werden.

In Summe wird der Kaufpreis dann immer noch höher ausfallen. Aber für ein E-Auto entscheidet man sich zumindest heute noch bewußt aus anderen Gründen, wie
beispielsweise unsere Umwelt und den Preis die einem diese wert ist, kann nur jeder für sich selbst bemessen.

E-Technik in Kinderschuhen
Wie wir in der ersten Folge des Podcasts gelernt haben, sind E-Autos keineswegs ein neues Phänomen, gibt oder gab es diese bereits eine ganze Zeit. Hat sich eben
alles nur ein wenig weiter entwickelt.

Und dennoch besteht viel Entwicklungsbedarf. Die E-Technik steckt quasi noch in den Kinderschuhen.

So ist die Ladezeit der Batterien heute noch ein Wermutstropfen – bis zu zehn Stunden vermag diese andauern. Eine Zeitspanne, in welcher man immerhin nicht mobil
ist. Im Alltag sollte dies aber nicht oft problematisch sein, denn während des Schlafs lässt sich auch ein langer Aufladevorgang bewältigen. Benötigt man spontan
dennoch sein Fahrzeug, sieht es schlecht aus.

Auch unklar ist die Haltbarkeitsdauer der Batterie – konkrete Erfahrungswerte fehlen hierbei noch.

Automobilhersteller reagieren darauf mit Miet-Angebote für E-Autobatterien. Auch über das Recycling der Batterien machen sich diese immer mehr Gedanken und
haben bereits vielfältige Lösungsansätze hierfür gefunden.

Dennoch dürfte gerade bei der Entwicklung der Elektro-Technik noch einiges an Potenzial versteckt sein.

Reichweitenangst: Langstrecken und Elektroautos


Mit einem herkömmlichen Verbrenner kann ich locker mehr als 500 Kilometer fahren. Mit einem Elektroauto eher nicht. Aber man braucht das doch…

Zumindest fühlt man sich nicht wohl mit der Vorstellung, wenn ein Elektroauto keine 500 Kilometer plus mit einer Akkuladung schafft. Dabei sollte man sich
ernsthaft die Frage stellen: Wann und wie oft sind tatsächlich Langstrecken vonnöten?

Eher selten.
Die Studie „Mobilität in Deutschland (MiD) 2017“ ist eine der umfassendsten Studien zur Alltagsmobilität weltweit und hat auch dieses Thema betrachtet.
Dabei hat sich gezeigt, dass das Phänomen der Reichweitenangst unbegründet ist.

Dies zeigt sich recht deutlich dadurch, dass ein PKW im Schnitt weniger als eine Stunde unterwegs ist. Das schafft selbst ein E-Auto mit Mini-Akku. Zudem sind
zwei Drittel aller Wegstrecken kürzer als zehn Kilometer. Dies zeigt, dass die Bedürfnisse der Alltagsmobilität eigentlich sehr gut kompatibel seien mit der
Elektromobilität.

Man müsste sich eben nur selbst eingestehen wie viel Strecke das eigene Fahrzeug in der Tat realistisch zurücklegen muss.

Aus eigener Erfahrung kann ich von meiner Reise mit dem Hyundai Kona Elektro von Paris nach Frankfurt berichten, dass wir diese Strecke in der Tat nicht
mit einer Akkuladung geschafft hätten. Wäre zwar möglich gewesen, aber man muss sich dazu aktuell noch ziemlich stark im Griff haben, um nicht zu viel Energie zu
verbrauchen.

Aber ganz ehrlich, was spricht dagegen zwischendurch eine Pause einzulegen. Eine halbe Stunde bis Stunde am Schnelllader reicht schon aus, um den Akku wieder
einigermaßen aufzuladen, um den Rest der Reise anzutreten…

Wie bei allen Dingen gibt es auch bei Elektroautos Vor- und Nachteile, in diesem Artikel beschäftige ich mich mal mit beiden Seiten der Medaille:

Die Vorteile
 Geringe Betriebs-, und Unterhaltskosten, da ein Elektroauto mit Strom statt Benzin bzw. Diesel begetankt wird. Eine Betankung kostet je nach Stromtarif sowie Verbrauch
maximal 1,45 Euro für 100 Kilometer Fahrt.
 Niedrige Steuerlast und Versicherungsbeiträge. Im Jahr müssen nur 10 bis 30 Euro an KFZ-Steuern gezahlt werden. Eine günstige KfZ Versicherung kostet nur 100 Euro jährlich
 Hohe Umweltfreundlichkeit, denn ein Elektroauto erzeugt keine Abgase.
 Elektromotoren sind weniger wartungsintensiv als ein Verbrennungsmotor.

 Elektroautos schonen die Umwelt, weil sie im Gegensatz zu PKW mit Verbrennungsmotoren sehr leise fahren.

Nachteile
 Elektroautos sind derzeit leider noch sehr Teuer in der Anschaffung, Kleinstautos wie der Tazzari Zero kosten etwa 23.000Euro… 4-Sitzer wie der Stromer Nissan Leaf etwa
23.000 Euro (inkl. Batterieeinheit).
 Lange Ladezeit der eingesetzten Batterien, eine Aufladezeit kann sich auf bis zu zehn Stunden belaufen
 Es ist noch nicht klar, wie lange die die Batterieeinheiten von Elektroautos halten.
 Geringe Reichweite von aktuell bis zu 80 – 500 Kilometern, eine große Reichweite gibt es derzeit nur bei teuren E-Autos
Die Vor-, und Nachteile eines Elektroautos sind recht ausgewogen weshalb sich ein Kauf lohnen kann. Hauptsächlich eignet sich ein Elektroauto für Menschen, welche sich in
einem Radius von 80 Kilometern rund um den Wohnort bewegen.

Wenn man das nötige Kleingeld hat lohnt sich ein Elektroauto schon, Unternehmen sollten prüfen, ob sich das Leasing von einem Elektroauto lohnt. Ansonsten muss man als
Privatperson sehr gut überlegen und auch rechnen, ab wann sich die Kosten für ein Elektroauto amortisiert haben.

In Zukunft wird es bestimmt noch sehr gute Einführungsangebote geben, andererseits sollte die Umwelt so früh wie möglich geschützt werden.

Was spricht für ein Elektroauto?

Ist das Elektroauto besser für die Umwelt?

Ja, Elektroautos sind gesünder, weil sauberer. Sie stoßen keine unmittelbaren Abgase aus, riechen deshalb nicht und bewegen sich sehr leise. Statt
Verbrennungsmotoren erzeugen Batterien die nötige Energie für die Fortbewegung. Schon bei niedrigen Drehzahlen erreichen sie das maximale
Drehmoment.

Ist das Elektroauto effizienter als Diesel oder Benziner?

Ja, Elektroautos sind ressourcenschonender und ihre Motoren weisen einen höheren Wirkungsgrad auf. Elektroantriebe können die elektrische Energie
deutlich effektiver in mechanische Antriebsenergie umwandeln als Verbrenner. Während bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor der Wirkungsgrad bei
rund 20 Prozent liegt, beträgt er bei Elektroautos etwa 90 Prozent – wenn der Strom aus erneuerbaren Energien stammt.

Weniger Energie benötigt der Besitzer auch beim Tanken. Denn das Elektroauto lässt sich ganz bequem von zu Hause aufladen. Vorausgesetzt, es gibt eine
passende Ladebox in Reichweite. Dank Photovoltaik können E-Autos im besten Fall sogar völlig autark tanken.

Wie viel kostet mich ein Elektroauto auf 100 Kilometer?


Ein weiterer wichtiger Pluspunkt sind die geringeren Kosten, allein beim Tanken: Für 100 Kilometer zahlen E-Autofahrer im Schnitt vier Euro. Bei einigen
Geschäften, Arbeitgebern und Firmen kann während des Einkaufs oder der Verweildauer sogar kostenlos getankt werden.

Einzelhandelsketten wie Aldi, Rewe oder Edeka haben inzwischen ebenfalls die Elektromobilität als Kundenbindungsmaßnahme für sich entdeckt. Vor
immer mehr Filialen in Deutschland stellen sie Ladestationen auf, zum Teil sogar als Schnelllader. Für Kunden, die mit dem E-Auto zum Einkaufen fahren,
ist das gleich doppelt gut: Denn an vielen Supermärkten ist das Laden derzeit noch kostenlos.

Kann ich bei der Versicherung oder mit einer Umweltprämie Geld sparen?

Fahrer eines E-Autos sind für fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Auch manche Versicherung gewährt einen Nachlass von zehn bis 20 Prozent bei
Elektroautos oder speziell zugeschnittene Tarife.

Zurzeit sind Elektroautos noch recht teuer. Aber einige Modelle liegen mittlerweile preislich gleich mit ihren Verbrenner-Geschwistern. Hinzu kommt,
dass die Regierung den Kauf eines Stromers in Form eines Umweltbonus in Höhe von 4000 Euro unterstützt.

Die Prämie wird auch bei Leasing eines Elektroautos gewährt, das sich mit Brennstoffzelle oder mit Hybridantrieb fortbewegt. Allerdings hat das
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) die Liste der förderfähigen E-Autos zum 1. September 2018 aktualisiert. Aufgrund des neuen
WLTP-Messverfahrens werden seitdem nicht mehr alle Plug-In-Hybride vom Bund subventioniert.

In einer aktuellen Zwischenbilanz von Anfang September 2018 zeigt sich zudem, dass der Fördertopf zudem noch lange nicht ausgeschöpft ist: Bis 31.
August waren 75.338 Anträge eingegangen – die von der Bundesregierung bereitgestellte Fördersumme reicht für 300.000 E-Fahrzeuge.

Ist ein Elektroauto wartungsärmer?

Ja, dank ihrer einfachen Bauart sind Elektroautos wartungsärmer. So fallen zum Beispiel kein Ölwechsel oder Abgasuntersuchungen an. Verschleißteile
wie Getriebe, Lichtmaschine, Zahnriemen, Keilriemen und Schaltgetriebe sind gar nicht erst verbaut. Generell sind Elektromotoren weniger
wartungsanfällig und langlebiger.

Immer mehr Elektroautos können die Energie, die beim Bremsen erzeugt wird, der Batterie zuführen. Dabei fungiert der Elektromotor als Generator. So
wird nicht nur Energie eingespart, sondern auch der Bremsverschleiß reduziert, da diese durch vorausschauende Fahrweise kaum noch zum Einsatz kommt.

Am wichtigsten für die meisten unter uns ist aber sicher der Vorteil, dass Elektroautos definitiv keine Fahrverbote drohen – ganz im Gegensatz zum Diesel-
Fahrverbot – das seit Mai zulässig ist und in immer mehr Städten beschlossen wird.

Welche Nachteile haben Elektroautos?

Ist Reichweite wirklich ein Problem für Elektroautos?

Doch was ist mit all den Vorbehalten? Ganz vorne weg findet sich die mangelnde Reichweite. Die Angst, auf freier Strecke stehen zu bleiben, sitzt tief.
Dabei fahren die meisten deutschen Autofahrer im Schnitt nur 40 Kilometer pro Tag.

Heute kommen Elektroautos auf eine maximale Reichweite von 500 Kilometer. Klar, in der Praxis ist es oft weniger. Doch für den Durchschnittsfahrer
reicht das locker aus.

Wie sieht es mit der Lade-Infrastruktur für Elektroautos aus?

Eine fehlende Infrastruktur, eine nicht ausgereifte Akkutechnologie und ein nicht einheitliches Steckersystem verbunden mit langen Ladezeiten sind
weitere Nachteile, die im Zusammenhang mit E-Autos genannt werden.

In Deutschland gibt es laut Bundesregierung 13.500 Ladesäulen an 6601 öffentlich zugänglichen Ladestationen, davon 13 Prozent Schnellladesäulen
(Stand: November 2018). Tendenz steigend.

So hat das Bundesverkehrsministerium mit der Autobahn Tank & Rast GmbH vereinbart, alle ihrer rund 400 eigenen Raststätten an Bundesautobahnen mit
Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge auszustatten. Und auch andere Tankstellen setzen zukunftsweisend auf Elektro-Ladesäulen.
Das Laden der Akkus kann, je nach Größe, tatsächlich recht lang dauern. Von mehreren Stunden über den normalen Schukostecker der Haushaltssteckdose
bis zu unter einer Stunde an einer Schnellladeeinrichtung. Tesla experimentiert deshalb mit dem Tausch eines leeren Akkus gegen einen vollen.

Darüber hinaus forschen mehrere Einrichtungen, unter anderem das Fraunhofer Institut, unabhängig voneinander an neuen Batterietechnologie, die die
Kapazität und somit die Reichweite erhöhen und die Ladezeit verkürzen sollen – Wasserstoffautos stehen den klassischen Verbrennern in beiden Punkten
in nichts nach.

Doch auch das Laden während des Fahrens scheint kein Wunschdenken mehr zu sein. Einige Länder wie Frankreich, Schweden oder China testen derzeit
stromerzeugende Straßenbeläge, die per Solarenergie gespeist werden und darüber fahrende E-Autos induktiv aufladen können.

Ist die Unfallgefahr beim Elektroauto höher?

Ein weiterer Kritikpunkt ist die erhöhte Unfallgefahr. Denn E-Autos werden gern überhört. Die britische Blindenorganisation "The Guide Dogs for The
Blind Association" warnte vor drei Jahren, dass die Unfallwahrscheinlichkeit für Fußgänger bei einem E-Auto um 40 Prozent höher liege.

Auch die amerikanische Verkehrsbehörde stuft das Unfallrisiko für Fußgänger doppelt so hoch ein wie bei Diesel- oder Benzinautos. Darum müssen ab
Mitte 2019 Elektroautos Töne abstrahlen, um im Verkehr auch akustisch wahrgenommen werden zu können. Wie genau das dann klingt, erforschen zurzeit
Psychoakustiker.

Besonders in der Stadt überwiegen die Vorteile für Elektroautos gegenüber den Nachteilen.
Trotzdem ist bei der Lade-Infrastruktur noch Nachholbedarf bei den Städten.
Foto: Unsplash/Peter Miranda

Ist das Abschleppen eines Elektroautos lebensgefährlich?

Immer wieder hält sich das Gerücht hartnäckig, dass besonders für Rettungskräfte E-Autos gefährlich seien. Immerhin haben sie Hochvoltanlagen mit 400
bis 600 Volt, solche Stromschläge sind tödlich.

Doch wie herkömmliche Fahrzeuge haben auch Elektroautos entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Hochvolt- und Bordnetz müssen voneinander
getrennt sein. Aus der Crashvorschrift gehe hervor, so Elektro-Auto-Experte Wolfgang Sigloch von der Dekra, dass beim Auslösen eines Airbags das
Hochvoltnetz automatisch heruntergefahren wird. Sollte es dennoch zu einem Kurzschluss kommen, unterbrechen Schmelzsicherungen in der Batterie den
Stromfluss.

Grundsätzlich ist das Abschleppen eines Elektroautos nicht gefährlicher als bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Allerdings gilt es, ein paar
Besonderheiten bei einer Panne zu beachten.

Wie sieht es mit der Umweltbilanz aus?


Bliebe da noch der Umweltaspekt von Elektrofahrzeugen, der immer wieder angezweifelt wird. Denn der greife ja nur, wenn der Strom aus regenerativen
Quellen stammt. Und bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen, insbesondere bei der Akkuherstellung, sei die Umwelt einer starken Belastung ausgesetzt,
so die Argumente.

Das hat eine neue Studie des internationalen Rates für sauberen Verkehr (ICCT) jetzt widerlegt. E-Autos sind umweltfreundlicher, trotz Emissionen bei der
Produktion. Selbst wenn sie mit dem in Europa vorherrschenden Strommix gefüttert werden, sind Elektroautos um 30 Prozent sauberer als Verbrenner.

Die Herstellung der Batterie zehrt die Einsparungen im Betrieb eines Elektroautos nicht auf.
Dekra

Die Dekra schreibt hierzu: "Gleichzeitig könnte aber der Anteil an den Gesamtemissionen ansteigen, wenn künftig größere Reichweiten verfügbar werden.
Allerdings gibt es verschiedene Trends, die dafür sprechen, dass auch dieser Umstand zu keiner weiteren Verschlechterung der CO2-Bilanz von Stromern
führen dürfte."

"So sind die Energieversorger bestrebt, von fossilen auf sauberere Energieträger umzuschwenken. Bekomme die Batterie zudem die Chance auf ein zweites
Leben, beispielsweise als stationärer Speicher, relativieren sich die Produktionskosten weiter." Und auch die fortschreitenden Verbesserungen der
Energiedichte in Batterien sparen weiteres CO2 ein.

Auch die Sorge der Skeptiker, dass das Stromnetz in Deutschland nicht stabil genug sein könnte, um immer mehr Elektroautos mit Energie zu versorgen,
lässt sich rechnerisch widerlegen.

Fazit: Das einzig wirkliche Problem beim E-Auto bleibt also die Infrastruktur. Experten kritisieren, dass es gerade in den Großstädten noch viel zu wenig
Ladesäulen gebe. Dabei sei man gerade hier, wo viele Menschen in Wohnungen leben, auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Sie fordern deshalb ein
Programm für die Großstädte.