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Arthur Schopenhauer

Der handschriftliche Nachlaß


in fünf Bänden
Vollständige Ausgabe
in sechs Teilbänden

Band 1
Frühe Manuskripte (1804-1818)

Band 2
Kritische Auseinandersetzungen (1809--1818)

Band 3
Berliner Manuskripte (1818--1830)

Band 4,1
Die Manuskriptbücher der Jahre 1830-1852

Band 4,II
Letzte Manuskripte/Gracians Handorake1

Band 5
Randschriften zu Büchern
Arthur Schopenhauer

Der handschriftliche Nachlaß


in fünf Bänden

Herausgegeben von
Arthur Hübscher

BandS
Randschriften zu Büchern

BUONO 01 L;f .. ,.'_ .


N°.,. ,Q,11, .. "., DEUtl~~' {-IIP..1.
INVENTARIOAI. hi 1... ,,......... .

Deutscher Taschenbuch Verlag


Vollständige Ausgabe.
Unveränderter Nachdruck der von Arthur Hübscher
herausgegebenen historisch-kritischen Edition:
Arthur Schopenhauer, Der handschriftliche
Nachlaß in fünf Bänden (sechs Teilbänden),
Verlag Waidenur Kramer, Frankfurt a. M. 1966-75.

Meiner verehrten Freundin


Charlotte von Wedel, geb. von Gwinner
in Dankbarkeit zugeeignet.
Arthur Hübscher

September 1985
© 1985 Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG,
München
Umschlaggestaltung: Celestino Piatti unter Verwendung
eines Ölgemäldes von Hermann August Philipp, um 1865
. (Ursula Seitz-Gray, Frankfurt a. M.)
Gesamtherstellung: c. H. Beck'sche Buchdruckerei,
Nördlingen
Printed in Germany . ISBN 3-423-05936-2
Inhalt

Schopenhauer und das Buch .............. , ...... , ............. . VII

Die Bibliothek Schopenhauers ................................. .


Philosophie: [1]-[612] .................................. 3
Theologie und Religionswissenschaft: [613]- [664] ............ 191
Naturwissenschaften: [765] - [961] ........................ 236
Mathematik: [962]- [971] ............................ 284
über das Geistersehn: [972] - [1087] ........................ 287
Orientalia: [1088] - [1212] ................................ 319
Geschichte, Kultur- und Geistesgeschichte: [1213] - [1260] ...... 353
Geographie und Reisen: [1261]-[1273] .................... 363
Wörterbücher und Sprachwissenschaft: [1274]' - [1302] ........ 366
Griechische und lateinische Literatur: [1303]- [1428] .......... 372
Deutsche Literatur: [1429] - [1600] ........................ 401
Französische Literatur: [1601]- [1651] ...................... 441
Englische Literatur: [1652]- [1741] ........................ 451
Italienische Literatur: [1742] - [1817] ...................... 474
Spanische Literatur: [1818] - [1847] ........................ 489
Russische Literatur: [1848] ................................ 498

Anhang I: übersetzung und Nachweis der Zitate ................ 499

Anhang II: Erläuterungen 513

Verfasserregister 518
Dieser Band erscheint unverändert 50, wie er im Erscheinung.jahr 1968 "or-
gelegt wurde. Die Einbeziehung des umfangreichen seither zutage getretenen
Material., insbesondere der übereignung der Sammlung Gwinner an da.
Sdtopenhauer-Archiv und der verloren geglaubten Bücher aus Schopenhauer5
Bibliothek in Halle, hätten nicht nur die Berichtigung zahlreicher Einzelheiten,
}loderungen des Standorts usw. erfordert, sondern eine starke Erweiterung
des Umfangs, die nicht vertretbar gewesen wäre. Da. Wissenswerte findet .ich
in den Schopenhauer-Jahrbüchern 54 (1973), S. 172-180,63 (1982), S. 1-21
und 123-127, und 64 (1983), S. 161-164.
VII

Schopenhauer und das Buch


Dieser letzte Band unserer Ausgabe von Arthur Schopenhauers Hand-
schriftlichem Nachlaß enthält die Randglossen zu seinen Büchern. In den
fünf Jahrzehnten von der Götringer Universitätszeit bis zu seinem Tode hat
Schopenhauer viele Hunderte von Büchern erworben und gelesen, Altes und
Neues. manches nur flüchtig. vieles aber sehr genau, einmal oder mehrmals
und zu verschiedenen Zeiten seines Lebens. Seine Eindrücke, Zustimmung und
Widersprudt, hat er sogleich in Randglossen schriftlich festgehalten. So bildet
seine Bibliothek gleichsam ein Archiv seiner Bekenntnisse und Erkenntnisse,
mehr noch: sie bietet das Schauspiel einer fortdauernden erregenden Ausein-
andersetzung mit den großen Denkern und Dichtern der Vergangenheit und
den kleineren seiner eigenen Gegenwart. Die Randschriften Schopenhauers
treten gleichwertig zu den kririsdlen Auseinandersetzungen, die mit den frü-
hen, im 11. Bande unserer Ausgabe veröffentlichten Anmerkungen zu Platon
und Anseoteles, zu Locke und Kant und zu den nachkantischen Philosophen
beginnen, und die in den Manuskriptbüchern der Berliner und der Frank-
furter Zeit von 1818 bis 1860 noch immer, bei sich bietender Gelegenheit,
fortgeführt werden. Von den Randglossen führen zahlreidte Verbindungs-
linien zu diesen in den Studienheften des 11. Bandes und den späteren Manu-
skriptbüchern niedergelegten Anmerkungen und umgekehrt. Beide ergänzen
einander. Zusammen genommen erschließen sie ein bedeutsames Kapitel der
Zeit- und Wirkungsgeschidtte Schopenhauers.

*
Ein Werk aus der Frühzeit der deutsdten Jugendliteratur hat Arthur
Schopenhauer zum ersten Male in Berührung mit der Welt des Buches
gebracht. ~Herr Arthur Sdtoppenhauer [sie] in Hamburg" ersdteint im Sub-
skribentenverzeichnis der "Neuen Bilder-Gallerie für junge Söhne und Tödt-
tel' zur angenehmen und nützlicilen Selbstbeschäftigung aus dem Reidte der
Natur, Kunst. Sitten und des allgemeinen Lebens", 111. Band, Berlin. bey
Wilhelm Oehmigke dem Jüngeren, 1796. Sdtopenhauers Vater hatte auf das
in Jahresbänden ersdteinende Werk subskribiert und seinem Sohn das Ver-
gnügen gemacilt, den Namen Arthur statt des eigenen in die Liste zu setzen.
Nodt im 14. Bande von 1806 (Innentitel 1805), den ein glücklicher Zufall in
VIII

der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt erhalten hat, steht der


Name des damals bereits 18jährigen Arthur Schopenhauer an derselben
Stellet).
Wir wissen noch von einem anderen Buchgeschenk des Vaters, - der
Sohn hat es bis zu seinem Lebensende sorglich bewahrt: ein kleines Heft, die
(1779) anonym erschienenen Leitsätze des Matthias Claudius »An meinen
Sohn H.", das für die frühe Beziehung Schopenhauers zu der Welt des Wands-
becker Boten und der von weither, aus den Quellen der Mystik gespeisten
pietistischen Bewegung Hamburgs zeugen kann, - ein lebens- und entwick-
lungsgeschichtlich nicht unwesentliches Dokument.
Der junge Schopenhauer hat viel gelesen. Als er zwölf Jahre alt war,
empfahl ihm sein Jugendfreund Anthime Gr.!goire de Bl.!simaire bereits die
Lustspiele Molieresl). Als 14jähriger, so erzählte er später seinem jungen
Freund C. G. Bähr, entführte er aus der Bibliothek seines Vaters den .Fau-
blas", um sich nachts, auf seinem Bette sitzend, in die Lektüre zu vertiefen.
Mit 15 Jahren dann, im Frühling 1803, konnte er mit seinen Eltern die große
Reise durch Europa antreten, die ihm nach seinem eigenen Zeugnis die erste
deutliche Bekanntschaft mit der Welt und mit den Grundtypen ihrer Vor-
gänge und Gestalten vermittelte. Er hatte dem Vater versprechen müssen,
nach der Rückkehr alle auf einen gelehrten Beruf zielenden Wünsche und
Pläne aufzugeben und Kaufmann zu werden. Die Reise ging durch Holland
und Nordfrankreich nadi England, wo er während der Sommermonate in
der Erziehungsanstalt des Rev. Lancaster in Wimbledon untergebracht wurde,
um die Landessprache zu erlernen. Er lernte viel, aber er verbrachte auch viel
Zeit mit Zeichnen, mit seiner Flöte, mit seinen Büchern. Eindringlich er-
mahnte ihn die Mutter, die Schiller'schen Dramen und die Dichter überhaupt
für einige Zeit zur Seite zu legen und eine ernsthaftere Lektüre zu wählen.
Er habe schon die besten deutschen, französischen und zum Teil audl eng-
lisdlen Dichter gelesen, aber kein einziges Prosawerk, einige Romane aus-
genommen, kein Gesdlidltswerk, - nichts, als was er etwa lesen mußte, um
in der Schule zu besteheni). Ob er sich diese Ermahnungen zu Herzen genom-
men hat? Wenn er in seinem Spätwerk, den »Parerga und Paralipomena",
davon spricht, daß das Romanlesen in der Jugend meistens den nachteiligsten
Einfluß auf das ganze Leben habe, weil es eine falsche Lebensansicht unter-
schiebe und Erwartungen errege, die nie erfüllt werden können; wenn er der
Jugend statt der Romane angemessene Biographien, etwa die Benjamin
Franklins oder den Anton Reiser von Kar! Philipp Moritz') empfiehlt, -
denkt er dabei an die Erfahrungen der eigenen Jugendzeit zurück?
Ein gutes Jahr später, im Dezember 1804, finden wir ihn, seinem Ver-
sprechen gemäß, als Kaufmannslehrling in Hamburg. Von Anfang an aber
lag er im Widerstreit mit seinen Obliegenheiten. Er las statt zu arbeiten.
Selbst im Comptoir hatte er seine Bücher versteckt und zog sie hervor,
wenn er sich unbeobachtet wußte. Als der Vater dann am 20. April 1805 aus
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dem Leben .mied und die Mutter im September des nädlSten Jahres end-
gültig nach Weimar zog, blieb Arthur Schopenhauer in Hamburg zurülk, um
die verhaßte Lehrzeit irgendwie zu Ende zu bringen. Aber er lebte weiterhin
in der Welt seiner Bücher. Daß er sich (im Mai 1806) Sulzers ftAllgemeine
Theorie der schönen Künste" anschaffte, fand auch die Mutter lobenswertS).
Im Juni des Jahres 1806 kam Anthime zu einem längeren Aufenthalt nach
Hamburg, um die deutsche Sprache zu erlernen. Er wohnte in dem kleinen
Dorf Allermöhe, in der Nähe der Stadt. Wir sehen aus den erhaltenen Brie-
fen Anthimes, was Schopenhauer damals las und seinem Freund empfahl.
Er schilkte ihm deutsche Romane, darunter den ftBaron von Flaming" (es
handelt sich um die vier Bände von August Lafontaines .Quinctius Hey-
meran von Flaming", neue verbesserte Auflage, Berlin 1798) - er schilkte
ihm eine Geschichte der Niederlande; vermutlich ist Schillers Geschichte des
Abfalls der Niederlande gemeint. Wiederholt bat er um tunlimst schonende
Behandlung der Bücher, was Anthimes lebhaften Unwillen hervorrief: .Hältst
Du mich für ein Kind und glaubst Du, daß ich nicht tausendmal schönere
Bücher als die Deinen angefaßt habe?"') Als Schopenhauer endlich im Mai
1807 die Lehrzeit beenden und nach Gotha gehen konnte, um die Bildungs-
lülken zu schließen, die sein Lebensweg bisher offengelassen hatte, betreute er
weiterhin die literarische Erziehung seines Freundes. Die Briefe Anthimes
nennen jetzt den Hamlet, den Wilhelm Meister und den ftJulius von Tarent",
sie sprechen von Tiedt (und meinen Walkenroders Herzensergießungen) und
erwähnen später eine Chrestomathie von Jean Paul. Schopenhauer hat dem
Freunde einen genauen Leseplan geschilkt, er hat ihm aum empfohlen, mit
dem Buchhändler und Verleger Perthes zu sprechen, bei dem Schopenhauer
selbst in seiner Hamburger Zeit diese Bücher und andere gekauft haben mag.
Er hatte, als er im Juni nam Gotha ging, seine Bücher zunämst in Weimar
zurolkgelassen. Seine Mutter .mrieb ihm am 28. August 1807 (in einem nom
unveröffentlimten Brief): .Deine Bümer smilke ich Dir nämstens, den Tri-
stram will ich zwar wenigstens ein Weilchen behalten, auch den großen Atlas,
weil er so bequem ist, meine ausgesmnittenen Blumen darin zu verwahren."
Die verspätete Gymnasialzeit in Gotha und Weimar bramte die für die
Erarbeitung des Lehrstoffs benötigten Lehr-, Smul- und Wörterbücher zu
Schopenhauer. Zum ersten Male aber trat nun aum die antike Literatur in
großem Umfang in sein Gesichtsfeld. Die beiden (etwa 1808 begonnenen und
bis 1813 fortgeführten) Listen der lateinischen und griechischen SdlIiftsteller,
die Sdtopenhauer in dieser Zeit gelesen hat, sprechen eine eindeutige Spra-
che"). Nom mußte er in diesen und den folgenden Jahren des Universitäts-
studiums immer wieder die öffentlichen Bibliotheken in Anspruch nehmen:
die Herzogl. Bibliothek in Weimar, die Universitätsbibliothek in Göttingen,
die Königl. Bibliothek in Bedin, die öffentliche Bibliothek in Dresden. Die
Ausleihbücher sind zum Teil erhalten und geben über Sdtopenhauers Ent-
leihungen Auskunft. Mehr und mehr aber wuchs auch seine eigene Bücher-
x
sammlung an. Als er im Sommer 1813 Berlin verließ, konnte er, wie er spä-
ter an F. A. Wolf schriebS), in der Eile des Aufbrums sich weder von der
Universität beurlauben, nom seine Bücher und Samen einpacken, sondern
mußte beides einem Freunde auftragen. Und als er im folgenden Frühjahr
den Plan faßte, nach Dresden zu gehen, sprach er in einem Erkundigungs-
brief an Karl August Böttiger wieder von seiner "nicht ganz kleinen Bücher-
sammlung, die gräßtentheils noch in Berlin liegt. "8)
In den Dresdner Jahren, 1814-1818, in denen neben der kleinen Schrift
.Uber das Sehn und die Farben" Schopenhauers Hauptwerk entstand, wird
seine Bibliothek schon eine ansehnliche Größe erreicht haben. Immerhin nen-
nen die Dresdner Ausleihbücher für diese Jahre 183 von ihm entliehene
Bücher - manche davon sind mehrmals genannt -, die Liste läßt Schlüsse
darauf zu, welche Lücken Schopenhauers Bibliothek damals noch aufwies.
Als sich Schopenhauer nach seiner ersten Italien reise 1819 für die akade-
mische Laufbahn entschied, dachte er zunämst an Berlin, • weil es unter den
in Betracht kommenden Universitäten Dresden am nächsten, was wegen des
Transpons meiner Bücher ... in Betracht kommt."'O) Wir sehen: seine Ent-
schlüsse werden immer wieder von seinen Büchern mitbestimmt. Als er im
Frühjahr 1822 die zweite Italienreise vorbereitete, schrieb er seinem Freund
Friedrich Gotthilf Osann: "Was mir allein schwer fällt zu verlassen, ist
meine eigene und die öffentliche Bibliothek. Ohne Bücher auf der Welt wäre
ich längst verzweifelt ... « Er hätte geme ein paar gute und gewichtige Emp-
fehlungen an die Florentiner und Mailänder Bibliothekare, "damit sie mir
Bücher nach Hause geben". Er wolle .in Florenz ganz ruhig leben ... meine
Studia wie zu Hause treiben, besonders an Griechischen Autoren und natur-
wissenschaftlichen Werken der Franzosen und ltaliäner, welches alles don zu
finden: ein Paar Lexica schicke im mit der Post oder einem Kourier hin. "11)
Leider wurden seine Hoffnungen enttäuscht. In einem späteren Briefe aus
Florenz heißt es: .Hier ist man selbst mit Bümern nicht gut daran: man muß
alles kaufen: die Bibliothek hat die unbequemste Einrichtung: ein Kistchen
Bümer, das ich habe nachkommen lassen, hat sdtmählimes Geld gekostet.« 12)
Die Frankfuner Zeit Schopenhauers, in der er nicht mehr an einen Ons-
wechsel dachte, ist dann zugleich die Zeit einer äußerst methodisch betrie-
benen Bereicherung seiner Bibliothek. Er verfolgte Zeitungen und Zeitschrif-
ten, um sich über wesentliche Neuerscheinungen zu unterrichten, er ließ
Bücher, die sein Interesse erregten, vom Buchhändler zur Ansicht kommen,
um sie dann häufig zu erwerben, er ließ Bestellzettel und Auktionsaufträge
hinausgehen und hat die gewünschten Bücher simer großenteils erhalten. Bei
der Versteigerung der Bibliothek des Theologen und Orientalisten Albert
Jakob Amoldi am 8./11. 8. 1836 in Marburg konnte er durch die Vermittlung
eines Bekannten, Dr. Amelung, sieben Orientalia erwerben; die Sendung
erregte, wie sim aus einer Randschrift zu der im Schopenhauer-Armiv lie-
genden Rechnung ergibt, allerdings sein Mißfallen. (Vgl. XXXXVIII. Jahrb.
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1967, S. 184-186.} Aus den 40er und SOer Jahren sind uns eine Reihe seiner
eigenen Auftragszettel überliefert:

1. An einen Auktion.kommissarius (Auktion Dr. Platner), 10.6. 1842 (D XVI,


Nr.291a).
2. Auftragsliste für die Auktion Prof. Berg, 24. 11. 1842 (vgl. XXXXV. Jahtb.
1964, S. 143 f.).
3. An einen Auktion.kommis.arius, 27.7.1844 (D XVI, Nt. 318a).
4. An die Buchhandlung J. A. Barth, Leipzig, 18. 11. 1845 (D XIV, Nr. 333).
5. An Eduard Bödting (zur Schlegel'schen Auktion), 19. 11. 1845 (D XIV, Nr. 334).
6. An eine Buchhandlung, 17.9.1852 (D XV, Nr. 441).
7. An die BuchhandlungSt. Goar, s. d. [1852?] (D XV, Nt. 447).
8. An Auktion.kommi.sarius Lippere, 26. 2. 1853 (D XV, Nr.431).

Diese Bestellzettel bezeugen Schopenhauers vielseitige Interessen und aller-


dings auch seine in Geldsachen sehr entschiedene Haltung. Der Auftrag an
den Auktionskommissarius vom 10.6.1842, "in der Auktion des Dr. Plat-
nerq auf eine Reihe von Büchern zu bieten, enthält die nachdrückliche Bestim-
mung, die festgesetzten Preise nicht zu überschreiten. Dieselbe Wendung fin-
det sich in dem Auftrag vom 27.7.1844 - bemerkenswert, daß bei einer
Reihe von Titeln hinzugefügt ist: "Nur im Fall es kein kleiner Druck ist."
In dem Bestellzettel an den Frankfurter Buchhändler Ludolf St. Goar heißt
es noch deutlicher: "Wenn Sie die Preise überschreiten, erhalten Sie die Bücher
zurück.« Bei dem umfangreichen Auftrag an den Bonner Philologen Eduard
Böcking handelt es sich um die Bibliothek August Wilhe1m von Schlegels, die
1845 bei Heberle in Köln unter den Hammer kam, und bei der Sdiopenhauer,
wie schon bei der Versteigerung Arnoldi, wieder eine Reihe von Orientalia
erwerben konnte.
Die Grundsätze, nach denen Schopenhauer seine Bücher auswählte, waren
äußerst streng. "Vom Schlechten kann man nie zu wenig und das Gute nie zu
oft lesen", heißt es in den Parerga. Mit untrüglicher Spürkcaft fand er auf
dem weiten Feld der Weltliteratur das Gute und ihm Gemäße heraus und
hielt das Fremdartige von sich fern.
Er las mit der Feder, später mit dem Bleistift in der Hand, fügte Rand-
glossen, Berichtigungen, Ergänzungen, Verweise, Urteile und sogar Zeich-
nungen hinzu, und schließlich fand er, wie sein erster Biograph Wilhelm
v. Gwinner (3. Aufl., S. 275) mitteilt, den eigentlichen Lesegenuß darin, die
Quintessenz des Buches bei einer kursorischen zweiten Durchsicht für sich
abzuziehen. In vielen Fällen wurde die Lektüre zu einem richtigen Zwie-
gespräch, und dieses Gespräch wurde immer in der Sprache des Verfassers
geführt, lateinisch, italienisch, spanisch, französisch, englisch oder deutsch.
Er zollte Lob und Beifall, wenn er mit dem Autor übereinstimmte, er wider-
sprach aufs heftigste und hatte die ganze Skala eines beißenden Hohnes zur
Verfügung, wenn das Gelesene ihm mißfiel.
XII

Meist sind die handschriftlimen Eintragungen rasm hingeworfen, wo


eben gerade Platz war; reimten die Zeilenzwisdtenräume und die Bumränder
nimt aus, so mußte das Vorsatzpapier herhalten. Aum in Bümem, in denen
er keine Randbemerkungen beischrieb, sondern nur einzelne Stellen anzeim-
nete, spürt man die mitgehende Energie seines Geistes in den kräftig gezoge-
nen breiten Bleistiftstrimen der Zustimmung, den ausladenden Haken der
Mißbilligung und des Widerspruchs. Die ganze Weltliteratur weist keinen
Schriftsteller von ähnlicher Bedeutung auf, der seine gesamte umfangreiche
Bibliothek so wie smopenhauer zu einem Armiv eigener Bekenntnisse aus-
gestaltet hätte. So geht von seinen Bilihem nom heute eine eigenanige,
geheimnisvolle Wirkung aus: die Wirkung eines in der ganzen Frisme des
Augenblicks erhaltenen Gesprächs, oft über Jahrhunderte hinweg. In Zu-
stimmung und Widersprum erhänet sim Smopenhauers eigene Weltansimt.
• Ein unsmätzbares Ding, dieses Bum", heißt es in Maupassancs Novelle
.Aupres J'un mort" (in dem Bande »Le Colporteur", Paris 1900), » ••• ein
Bum aus dem Besitz meines Lehrers Smopenhauer, mit Randbemerkungen
von seiner Hand. Alle Seitenränder, wie Sie sehen, sind mit seiner Smrift
bedeckt ... Diese Schriftzüge halten einen unsterblimen Gedanken fest.'
Schopenhauer war kein Bibliophile, kein Sammler kostbarer Erstaus-
gaben, seltener Drucke und Luxuswerke, kein Mann wie Montaigne, der seine
Bücher kaum benutzte, der sim an ihnen erfreute wie ein Geizhals an seinen
Schätzen. Die meisten seiner Bücher trugen ein einfaches Gewand. Schopen-
hauer las sie vielfach ungebunden, ließ sie später in Pappe binden und schrieb
in zahlreimen Fällen mit eigener Hand die Titel auf die weißen Rücken-
schilder. Kleinere Abhandlungen, Hefte und Brosmüren wurden in Sammel-
bänden vereinigt. Die vorderen Deckel der Bücher tragen meistens das Ex-
libris, das sein Familienwappen in reicher Rokoko-Omamentik zeigt. Häufig
fügt er nom seinen Namen, manchmal mit der Jahreszahl der Erwerbung bei.
In manchen Bänden blieb das Exlibris fort, und dann manmmal nicht ohne
Absimt, etwa in der "Phänomenologie des Geistes" oder der .Enzyklopädie"
Hegels, die er dieser Auszeimnung nimt für würdig halten momte. Sein
Uneil über die "Phänomenologie" ist in der Vorrede zur 1. Aufl. der Preis-
schrift über die Freiheit des Willens zu finden: wer sie lesen könne, .ohne daß
ihm dabei zu Muthe würde, als wäre er im Tollhause" - gehöre hinein. Die
.Logik« Hegels hat Schopenhauer nimt einmal besessen; er entlieh sie im
Herbst 1813 von einem Bekannten, dem Buchhändler Friedrich Frommann
in Jena, und sandte sie mit der bezeichnenden Entsdtuldigung zurück, er
würde sie .nimt so lange behalten haben, hätte ich nicht gewußt, daß Sie
solche so wenig lesen als ich""). Fast fünf Jahre später, im September 1818
in Dresden hat er das Buch noch einmal entliehen, aber nur fünf Tage lang
behalten, - sein Hauptwerk war damals bereits im Druck. Dies, nebenbei,
als Annierkung zu der Behauptung Manin Heideggers, daß Smopenhauer
aufs tiefste von Hegel beeinflußt sei.
XIII

Auf den hinteren Deckeln zahlreicher Bände nnden sich Bleistiftzeich-


nungen von Schopenhauers Hand, meist das Pronl eines Männerkopfes nach
links, das sich mit geringen Abwandlungen wiederholt, manchmal Karika-
turen, etWa Köpfe mit großen Hörnern, gelegentlich auch ein stilisiertes
Selbstbildnis. Die Inhaber der Buchhandlung Baer, die noch eine eigene
Frankfurter Tradition mit Schopenhauer verband, berichten darüber: • Wir
sehen diese Zeichnungen stets nur in solchen Büchern, die ihn zu tieferem
Nachdenken anregten; je länger dieser Zustand bei ihm andauerte, desto
mehr häuften sich diese Skizzen. -").
Am Ende seines Lebens besaß Schopenhauer, nach der Mitteilung seines
Testamentsvollstreckers Wilhelm von Gwinner, etwa 3000 Bände. Die gleiche
Zahl nennt Alexandre Faucher de Careil, der Sdtopenhauer i.}. 1859 besucht
hat. Das .Amtliche Verzeichnis der von Dr. A. Schopenhauer hinterlassenen
Bibliothek" (A.V.), das bald nach seinem Tode, im Februar 1861, aufgenom-
men wurde, führt 1410 Titel auf - die anhangsweise aufgezählten Hand-
exemplare seiner eigenen Werke nicht mitgerechnet. Unter diesen 1410 Titeln
befanden sich viele mehrbändige Werke, so daß sich der Unterschied in den
Zahlenangaben zwanglos erklärt. Das Amtliche Verzeichnis nennt die Zahl
der Werke, Gwinner und Faucher de Careil geben die Zahl der Bände an.
Das Amtliche Verzeichnis, das den Nachlaßakten beigefügt wurde, ist
leider mit diesen Akten im letzten Kriegsjahr verloren gegangen. Glücklicher-
weise ist eine im Jahre 1932 von mir vernnlaßte und überprüfte genaue
Abschrift erhalten, die das Original ersetzen kann. Der Hauptteil des Ver-
zeichnisses umfaßt 075 Titel. Dazu kommt ein Nachtrag mit den Werken
Kanu (11 Titel, wobei Nr. 11 zwei Werke urnfaßt) und zwei weitere Nach-
träge für die mit weißem Papier durchschossenen und mit Zusätzen versehenen
Handexemplare der Werke Schopenhauers (21 Titel) und für seine Manu-
skriptbücher (14 Titel). Wenn wir die Manuskriptbücher ausscheiden, so
ergeben sich also im ganzen 1407 Titel. Diese Zahl erhöht sich zunächst um
16 Titel, weil Nr. 1050 doppelt gezählt ist und weil an Nr. 463 noch 8 Num-
mern, 463a-h, angeschlossen sind, an Nr.612 noch die heiden Nummern
612a und 612b, an Nr.808 die fünf Nummern 808a-e. Umgekehrt aber
fehlen die Nummern 137, 737 und 923 und die zehn Nummern 1078 -1087
(die Zählung springt von 1077 auf 1088 über). Die Gesamtzahl erhöht sich
also nur um 3 Titel auf insgesamt 1410. Aber auch diese Ziffer erlaßt noch
keineswegs alle bei Schopenhauers Tod in seiner Bibliothek vorhandenen
Werke und Schriften. Das Verzeichnis faßt die kleineren, oft in Sammel-
bänden vereinigten Schriften vielfach nur summarisch zusammen, so daß
sich die Gesamtzahl weiter beträchtlich erhöht:
Nr. 2S Ein Band mit verseniedenen Abhandlungen über Buddhaismus, v.
Hodgson, Senmidt, u. a. 4°.
Nr. 96 Zehn diverse Bändenen Sdtriften v. Er. R.oterodamus, n.. a Kempis,
Antonius und einigen Andern enthaltend.
XIV

Nr. 126 · .. und nod, einige k!. Abhandlungen


Nr. 192 · .. beigeb. mehrere kl. Abhandlungen ...
Nr. 197 Ein Band enthält unter anderem Bähr über A. Schopenhauer, Cornill
über denselben. etc. Pppbd.
Nr. 227 Acht Hefte, kleine philosophische Abhandlungen v. Büchner, Reicke,
Rupp, Schwertzell, Schelwien. Aus den Jahren 1857-1860.
Nr. 228 Vier Bände, 27 größtentheib philosophische Abhandlungen enth.
Nr. 384 · .. beigeb. noch 6 kleine philos. Abhandlungen.
Nr. 437 Dorgutb Idealismus, ... , beigeb. noch 4 kleine philosophische Schrif-
ten, Pppbd.
Nr. 463 Ein Paquet mit 12 Heften, kl. philosophische Abhandlungen enthal-
tend.
Nr. 612 Ein Band eiDige philosophische Dissertationen und eiDe Anzahl Schul-
programme enthaltend, 4°. Pppbd.
Nr. 723 Beigeb. noch mehrere naturhistorische Abhandlungen.
Nr. 738 Drei vcrsmiedene Schriften über Hunde.
Nr. 763 Vierzehn Hefte, gräßtenth. naturhistor. Abhandlungen emh.
Nr. 769 Sechs Bände in 4° und 8° größtentheils naturwissenschaft!. Abhand-
lungen.
Nr. 909 Vier diverse k!. franz. Schriften.
Nr. 984 Drei diverse kleine eng!. Piecen.
Nr.l050 Ein Band, enthält 4 kleine ;talienisme Schriften von Scolari etc.
Nr.1222 Vier Bände eine Anzahl kleine Schriften verschiedenen Inhalts ent-
haltend. Pppbd.
Nr.1374 EiD Bd. in 4° Schulprogramme und Dissertationen enthaltend. Pppbd.
Nr.1375 Zwei Mappen mit diversen Kupfertafeln etc.

Das Amtliche Verzeichnis ist kein Musterstück bibliographischer Ordnung


und Genauigkeit. Der Bearbeiter hat wohl im allgemeinen eine Einteilung
des umfangreichen Materials nach Sachgruppen angestrebt, aber innerhalb
dieser Gruppen weder eine Ordnung nach Verfassern, noch eine systematische
Reihenfolge. Die Bücher folgen aufeinander, wie sie der Bearbeiter zur Hand
bekam, selbst die Grenzen der einzelnen Gruppen sind reichlich unbestimmt.
Am Anfang steht eine umfangreiche Abteilung .Philosophie und Theologie".
Aber schon Aristoteles, Cicero, Seneea erscheinen nicht bei den Philosophen,
sondern in der Abteilung "(Klassische) Philologie", Condorcet, Helv~tius,
Voltaire in der Abteilung "Französische Literatur", Gracian ist teilweise in
der Gruppe .Philosophie und Theologie", teilweise in der Gruppe .Spanische
Literatur" untergebracht, Leibniz teilweise unter "Philosophie und Theo-
logie", teilweise bei der • Französischen Literatur", Flourens zum Teil bei den
Naturwissenschaftlichen Werken, zum Teil bei der .Französischen Literatur",
Naturwissenschaftliche Werke wieder mengen sich manchmal auch unter die
Nationalliteraturen, und die Orientalia, für die eine eigene Abteilung gebil-
det ist, zum Teil doch wieder unter die philosophischen Werke. Schriften von
Herder, Lessing, Winckelmann und anderen findet man an den verschieden-
sten Stellen verzeichnet.
xv
Die Wiedergabe der einzelnen Titel erfolgt in knappster Form: Der Ver-
fasser wird ohne Vornamen genannt, der Titel in stichwortaniger Zusammen-
ralfung, häufig fehlen Druckort und Erscheinungsjahr. Es wimmelt von
Schreibfehlern, Ungenauigkeiten und Mißverständnissen. Aristote, in der
französischen Namensform, verwandelt sich zu Arioste, Pascal erscheint als
Autor der .Leures Persanes· , Smollets .Peregrine Pickle" wird Fielding zu-
gewiesen, und jacopo Ortis wird, anstelle Ugo Foscolos, zum Verfasser der
Ultime lettere gemacht. Gelegentlich erscheint der übersetzet als Verfasser,
etwa Tandy anstelle Sangermanos; auch der Herausgeber wird gerne als Ver-
fasser genannt: Cousin statt Maine de Biran oder Ciccarelli stan Casriglione.
Immer wieder finden sich auch verlesene oder ungenaue Titel, Namensver-
schreibungen, die in die Irre leiten, falsche Jahreszahlen, unrichtige Angaben
über Druckorte und Unstimmigkeiten sogar bei der Bezeichnung der Ein-
bände.
Das Verzeichnis bedarf also ungewöhnlich zahlreicher Ergänzungen und
Richtigstellungen. Und doch bietet es die wichtigste Grundlage für ein Er-
fassen aller Bücher, die beim Tode Schopenhauers in seinem Besitz gewesen
sind. Auch die vom Bearbeiter gewählte Gruppeneinteilung dürfte im Gro-
ßen und Ganzen der von Schopenhauer gewählten Aufstellung der Biblio-
thek entsprechen. Sie macht keineswegs den Eindruck einer oberflächlich vor-
genommenen Zusammenstellung ungeordneter oder doch, nam Schopenhauers
Tod, in Unordnung geratener Büchermassen.
Die Abteilung .Philosophie und Theologie" (463 Titel) enthält verhält-
nismäßig wenig theologische, aber viele philosophische Werke, vor allem die
Texte der philosophischen Klassiker von der Antike bis auf Schopenhauers
Zeit. Monographien, Abhandlungen und Untersuchungen zur Geschichte der
Philosophie fehlen so gut wie völlig, ebenso zusammenfassende Darstellungen
der Philosophiegeschichte, von wenigen Ausnahmen, etwa der sechsbändigen
Geschichte der Philosophie J. Bruckers (1743 -1767), abgesehen. Schopen-
hauer pflegte nur die Quellenwerke selbst zu lesen.
Am nächsten standen ihm die Werke Kants, als dessen legitimen Thron-
erben er sich fühlte. Er besaß alle wesendichen Werke des .Alleszermalmers u ,
z. T. in mehreren Ausgaben - es fehlt nur, merkwürdigerweise, die .Kritik
der praktischen Vernunft". Die während seines ganzen lebens fortgesetzte
Beschäftigung mit dem • vielleicht originellsten Kopf, den jemals die Natur
hervorgebracht", hat nicht nur in den handschriftlich erhaltenen Anmerkun-
gen zu Kant (Band II unserer Ausgabe) und in dem umfangreichen kritischen
Exkurs über die Kantische Philosophie am Schluß des ersten Bandes der
• Welt als Wille und Vorstellung- ihren Niederschlag gefunden, sondern auch
in den unzähligen Randbemerkungen, mit denen er die Seiten seiner Hand-
exemplare von Kanrs Werken versehen hat. Im XIII. Bande der Deussen-
sehen Ausgabe von Schopenhauers Werken (0 XIII) hat Roben Grober die
Randschriften der in seinen Besitz gelangten fünf Werke noch selbst ver-
XVI

öffentlichen können und sie auf diese Weise der Forschung erhalten. Gruber
hat auf die Bedeutung dieser Randschriften hingewiesen: Sie enthalten eine
der schärfsten Polemiken gegen Kant. In der nKritik der Kantischen Philo-
sophie" heißt es bekanntlich, man müsse alle Hochachtung, die man Kant
schuldig sei, sich gegenwärtig halten, um seinen Unwillen über das von ihm
geübte Verfahren nicht in hanen Ausdrücken zu äußern. In den nicht zur
Veröffentlichung bestimmt:en Randbemerkungen aber kommt dieser Unwille
noch ungeschminkt zum Ausdruck. Man findet Wendungen wie .zieht die
Schüler an der Nase herum", nFlausen", • läppisch" , .Absurditäten, unver-
schämte Lügen", .Ieeres Geschwätz", .schamlose Sophismen", nwelch kon-
fuser Galimathias statt der einfachen Wahrheit" oder freundlicher: .Sie
belieben zu scherzen." Die Art Kants, Denken und Anschauen nicht streng zu
trennen und dabei die Worte Verstand und Vernunft in ungewöhnlicher
Bedeutung zu gebrauchen, hat Schopenhauer aufs heftigste empört. In der
.Kritik der Kantischen Philosophie" hat er dann allerdings alle unwilligen
Äußerungen stets durch die Betonung der großen Verehrung gemildert, die
man Kant dafür schulde, daß er uns den Star gestochen habe.
Das Kanterlebnis Schopenhauers war in seinen Anfängen, stärker als man
heute weiß, von seinem Göttinger Lehrer Gottlob Ernst Schulze her bestimmt.
Möglich sogar, daß Schopenhauer die • Kritik der reinen Vernunft" zuerst
durch den 1. Band von Schulzes nKritik der Theoretischen Philosophie" ken-
nen lernte, der auf 400 "Seiten umfangreiche Zitate aus Kam mit ausführ-
lichen kritischen Betrachtungen enthält. Auch Schopenhauers Handexemplar
von Schulzes .Grundsätzen der allgemeinen Logik", mit den an dieser Stelle
zum erstenmal veröffentlichten kritischen Zusätzen, gibt nicht nur über die
Entwicklung seines Verhältnisses zu Schulze, sondern auch über die Anfänge
seines Kant-Erlebnisses Aufschluß.
Zu den Kritikern Kants, mit denen Schopenhauer sich auseinandersetzt,
zählt Johann Gottfried Herder. Schopenhauer hat die .Metakritik der reinen
Vernunft" (1799) bei seiner Beurteilung der Kantischen Philosophie in seiner
Doktorarbeit herangezogen, sein Handexemplar ist voll von bissigen Rand-
bemerkungen. "Was heißt Denken?" sagt Herder, .Innerlich sprechen ...
Sprechen heißt laut denken." - .Ja! ja!" meint Schopenhauer, .wenn
Schwätzen Denken wäre, so wäre Herder ein Philosoph.«
Neben dem .erstaunlichen Kam" nennt Schopenhauer zu Anfang seiner
Dissertation bekanntlich .Plato den Göttlichen" als den zweiten Denker, der
den größten Einfluß auf ihn ausgeübt habe. Er besaß Platons Werke in der
Zweibrückener Ausgabe von 1781. Von den römischen Philosophen stand ihm
Seneca besonders nahe, seinen .energischen und geistvollen" Schriften ent-
nahm er das Motto .Non multa", das er seinen Sämtlichen Werken voran-
gestellt hat. Ober Augustinus und die Scholastiker, an der Spitze Albertus
Magnus (wir finden die .Philosophia naturalis" in der Basler Ausgabe von
1506), über Jakob Böhme und die italienischen Naturphilosophen Vanini
XVII

und Giordano Bruno führt die Reihe seiner philosophismen Textausgaben


zu Descartes, Spinoza und Leibniz, dessen Hauptwerke er sein eigen nannte,
50 sehr ihm der Optimismus des Verfassen der "Theodicee" zuwider war.
Das einzige Verdienst dieses Werkes sei, daß sie Anlaß zu Voltaires .Can-
dide" gegeben habe, heißt es im 2. Band seines Hauptwerkes. Gern und oft
aber las er die englisdlen Philosophen, vor allem Locke und Hume, dessen
"Naturgesmichte der Religion" er in seiner Berliner Zeit verdeutsmen wollte.
"Aus jeder Seite von Hume ist mehr zu lernen, als aus Hegels, Herbarts und
Smleiermamers Werken zusammengenommen." Von den deutsmen Aufklä-
rungs-Philosophen finden wir Christian Wol/f, mit seinen wimtigsten Smrif-
ten, aber aum die kleineren, Crusius, Feder, Platner, daneben Sulzer mit der
1806 erworbenen "Theorie der smönen Künste" von 1778. Verhältnismäßig
reim ist die zeitgenössisme Philosophie vertreten, trotz seiner Abneigung
gegen Fichte, Smelling, Hegel, die drei "Sophisten", die statt Gedanken nur
leeren Wortkram vorzubringen und das Erbe Kants auf leimtfertigste ver-
schleudert hätten. Die ausführlimen Randbemerkungen zu Fimte und Schel-
ling wird man - ähnlim denen zu Spinoza - jeder künftigen Darstellung
seiner Beziehungen zu diesen Denkern zugrundelegen mÜSSfn. Oft genug wan-
deln sie das in Smopenhauers Werken ausgespromene Urteil in anschaulimer
Weise ab. Neben Fichtes Lieblingssatz "Das Ich ist, weil es sich setzt" malt
Schopenhauer einen Stuhl an den Seitenrand. Zu Schellings Behauptung,
seine Philosophie kBnne mit der Erklärung beginnen: .lw will niw. das
bloße Seiende; im will das Seiende, das ist oder existiert" (in der Vorrede zu
Victor Cousin [122]) smreibt er an den Rand: "Preußisdler Corporal:
Der Soldat muß nicht nur brav sein, er muß auch brav sind." Und zu dem
§ 93 von Hegels "Enzyklopädie der philosophismen Wissenschaften" (1827):
.Etwas wird ein anderes, aber das andere ist selbst ein etwas, also wird es
gleichfalls ein anderes, und so fort ins Unendlime" - zu diesem Satz gibt er
die Paraphrase: "Wo ist denn das andere Huhn? - Hier ist ja das andere. -
Aber das eine Huhn? - Das ist ja das eine."
Ein kleiner Bestand asketischer und mystisdler Schriften, Biographien von
Heiligen, von Menschen also, denen die Verneinung des Willens gelungen
war, führt in ein Gebiet, auf das Schopenhauer nur hinweisen wollte, ohne es
zu betreten. Wir kennen seine Verehrung für Jakob Böhme, für Angelus Sile-
sius, für Meister Eckhart, den er in der Pfei/fenmen Ausgabe von 1857 besaß,
für Tauler, für den Verfasser der" Theologia deutsm" , der wie er selbst in
Frankfurt gelebt hatte.
An die philosophisdle Abteilung reiht das A.V. eine umfangreiche Gruppe
von Werken der antiken Literatur. Zu den Denkern treten hier bereits die
Dichter. Schopenhauer sammelt und liest wieder nur die Autoren selbst,
seine Bibliothek enthält nur wenige Abhandlungen literarhistorischer, bio-
graphischer, kommentierender, ästhetischer Art. Immer wieder betont er, daß
man nimts aus zweiter Hand nehmen solle. Ein echtes Kunstwerk habe nicht
XVIII

die Präambel einer historismen Einführung nötig. Er warnt vor überset-


zungen, vor allem der alten Klassiker - sie seien Surrogate wie Zimorie für
Kaffee. Dagegen weist er mit größtem Nachdruck auf den Wert einer stän-
digen Lektüre der alten Autoren im Urtext hin: Sie sei .die größte Erquik-
kung für den Geist; man fühlt sim alsbald erfrischt und erhoben-.•Der
Hauptnutzen des Studiums der Alten ist, daß es uns vor Weitsdtweifigkeit
bewahrt. Man soll es das ganze Leben hindurch fortsetzen. - Und: die alten
Spramen sind ein unerläßlimes Vorbereitungsmittel für den guten Smrift-
steiler; ohne diese Smule wird das Gesmriebene ein bloßes Gewäsche .sdtwa-
dronirender Barbiergesellen- ... Sollten sie je vergessen werden, so • wird
Roheit, Plattheit und Gemeinheit sim der ganzen Literatur bemämtigen".
Die mit dem wenig passenden Titel .Philologie" versehene Abteilung der
antiken Literatur umfaßt 149 Titel, dazu 16 Wörterbücher und Sprachlehren.
Es sind meist zeitgenössisme Ausgaben. Geliebt hat Sd:topenhauer vor allem
den Horaz, man sieht es an den reimlimen Zitaten in seinen Werken. Sein
Handexemplar hat er mit zahlreimen Konjekturen und Lesarten, die Lieb-
Iingsverse mit An- und Unterstreichungen des Wohlgefallens versehen. Aum
Cicero - er besaß die 12bändige Zweibrückener Ausgabe von 1780 - erfreute
sich seiner besonderen Wertsdtätzung. überhaupt überwog die Liebe zum
Lateinismen die zum Gried:tisdten, obwohl er seit seiner Gothaer Smulzeit
viel und gerne im Homer gelesen und ,unseren Vater Homer in einem seiner
U

wenigen Jugendgedichte verehrend besungen hat (vgl. Nr. [1330]).


Das A.V. läßt auf amt mathematisdte Werke (die geringe Zahl bezeugt,
wie wenig Sd:topenhauer von der Matbematik gehalten hat) eine umfang-
reime Abteilung naturwissenschaftlicher Smriften folgen: 172 Werke, ein-
schließlich einer Sammlung von Smriften ,Ueber das Geistersehn und was
damit zusammenhängt" - dem Material für seine berühmte Abhandlung in
den .Parerga". Man weiß, wie Smopenhauer schon in seiner Göttinger und
Berliner Studienzeit die Grundlagen zu naturwissenschaftlichen Kenntnissen
gelegt hat, wie sie vor und nach ihm nur wenige Philosophen ihr eigen nennen
konnten .• [Ich] habe·, sdtrieb er an Frauenstädt am 12. Oktober 1852,
.3 Mal Chemie, 3 Mal Physik, 2 Mal Zoologie, vergleimende Anatomie,
Mineralogie, Botanik, Physiologie, allgemeine Detto, Geographie, Astro-
nomie usw. gehört, dann, mein ganzes Leben hindurch die Fortsmritte aller
dieser Wissensdtaften beobamtet und die Hauptwerke, besonders der Fran-
zosen und Engländer, studirt, wie die Exemplare mit Glossen in meiner
Bibliothek bezeugen. -(5) Und wirklim standen in seiner Bibliothek fast alle
bedeutenden naturwissensmaftlimen Werke seiner Zeit, von den natur-
geschichtlichen und anatomischen Handbümern seines Göttinger Lehrers Blu-
menbam angefangen bis zu den englischen und französischen Physiologen,
die seine unmittelbaren Zeitgenossen waren: Cuvier, Flourens, Pouillet und
andere. Merkwürdigerweise sind die beiden französischen Physiologen, denen
er in späterer Zeit wimtige Bestätigungen seiner Lehre entnahm. Cabanis und
XIX

Bichat, nur in den frühen Ausgaben ihrer Werke von 1805 vertreten. Die
.Rapports du physique et du moral de I'homme" des Cabanis lernte er 1824
in Dresden kennen, als eben eine zweite Auflage erschienen war, 19 Jahre
nach der ersten, - da mochte, wie er sich zum Troste sagte, wohl auch die
• Welt als Wille und Vorstel1ung" noch eine Weile auf ihre Leser warten.
Bichats .Recherches physiologiques sur la vie et la mort" aber entdeckte er
noch später, im Jahre 1838 .• Bichat und Ich umannen uns in einer Wüste."U)
Die historischen Wissenschaften hat Schopenhauer in sein Weltbild nicht
einbezogen, obwohl sie gerade in seiner Zeit eine Blütezeit erlebten wie nie
zuvor. Schopenhauer unternahm es, das Gesetzmäßige, immer Wiederkeh-
rende zu begreifen, nicht das Einmalige und Individuelle. Geschichte war ihm
also nur ein Wissen, keine Wissenschaft.• Hat Einer den Herodot gelesen, so
hat er, in philosophischer Absicht, schon genug Geschichte studirt. "") Auch
mit dieser Ansicht trennt er sich von Hegel, der in der Philosophie der
Geschichte einen Hauptweg seines Denkens sah. Die historische Bibliothek
Schopenhauers war denn auch äußerst klein, sie enthielt vor allem Standard-
und Nachschlagewerke. Im A.V. ist sie im Anschluß an die National-Litera-
turen zusammen mit den geographischen und Reise-Werken untergebracht:
23 Titel.
Merkwürdig, wie die unhistorische Halrung Schopenhauers auch sein Ver-
halten zu den großen Dichtern der Vergangenheit bestimmt hat. Er las ihre
Werke gleidtsam naiv, ohne auf historische Bedingtheiten zu achten.
An der Spitze der Abteilung .Französische Literarur" (101 Werke) steht
wieder ein Philosoph, Voltaire, mit der hundertbändigen Zweibrüdtener
Ausgabe von 1791. Rousseau schließt sich an, ebenfal1s mit einer Zweibrüdte-
ner Ausgabe, 1782/1789, in 33 Bänden. Man erinnert sich, daß Schopenhauer
Rousseau als den größten Moralisten der neuen Zeit ansah, dem die Natur
die Gabe verliehen habe, moralisch zu sein, ohne langweilig zu wirken. Die
.Neue Heloise" zählte er zu seinen vier Lieblingsromanen (die drei anderen
waren: der Tristram Shandy, der Wilhe1m Meister und der Don Quijote).
Im übrigen umfaßt die französische Abteilung seiner Bibliothek die wesent-
lichsten Werke aus dem französischen Beitrag zur Weltliteratur, bis in das
19. Jahrhundert hinein. Die Dichter früherer Zeiten waren zum Teil in
schönen alten Drudten vorhanden, etwa Rabelais in der seltenen Lyoner Aus-
gabe von 1553 und Searrons .Roman comique« in einer Ausgabe von 1695,
die gleichfalls in Lyon herausgekommen ist. Die Reihe führt über Racine,
Corneil1e, Moliere, über Diderot und die Schriftstel1er der Aufklärungszeit
zu den großen Moralisten, während die großen zeitgenössischen Roman-
schriftsteller, Stendhal oder Balzae, fehlen. Dem Verfasser der .Aphorismen
zur Lebensweisheit" waren die französischen Moralisten besonders lieb und
vertraut. Er beruft sich auf Montaigne (dessen Werke er in der fünfbändigen
von P. Lodt im Haag 1727 edierten Ausgabe besaß), auf La Bruyere, auf
La Rochefoucauld, auf Vauvenargues und auf Chamfort, den Alexandre
xx
Foucher de Careil in den schönen Halbfranzbänden der vierbändigen Aus-
gabe Paris 1790 bei ihm gesehen hat. Neben die Aphoristiker stellt das Ver-
zeichnis - auch das ist eine seiner Großzügigkeiten - unvermittelt die fran-
zösismen Aufklärungsphilosophen, Bayle, Condorcet und Helvetius, dessen
Schrift "De l'Esprit- zu Schopenhauers Freude den menschlichen Egoismus
als Triebfeder alles Handeins smarfsinnig aufgewiesen hatte.• Daß Sie ...
den Hel v et i u s gelesen habens, schreibt er an Frauenstädt, .wird Ihnen
der liebe GOtt vergelten: er liest selbst oft im Helvcftius. ".8)
Die englische Gruppe (73 Werke) beherrsmt - wie könnte es anders
seinl - Shakespeare. Die acht Bände des Handexemplars (der Ausgabe von
Payne Collier) sind voll von Konjekturen, Erklärungen veralteter Wörter
und ParallelsteIlen. Ober Pope (der in der neunbändigen von J. Warton 1803
besorgten Ausgabe vorhanden war), über Swift, über Smollets .Peregrine
Pickle" (in der vierbändigen Ausgabe von 1776) und. Tom Jones" (in der
vierbändigen Basler Ausgabe von 1791), über Sternes "Tristarn Shandy"
(in der sechsbändigen Altenburger Ausgabe von 1772) leitet die Führungs-
linie, um ein paar weitere Namen zu nennen, zu Lord Byron, der merkwür-
digerweise nur in zwei späteren, 1826 und 1852 in Frankfurt am Main er-
schienenen Ausgaben vertreten ist, obwohl er Schopenhauer längst vertraut
war, und weiter zu Dickens und dem geliebten Walter Scort. Sein großer
Zeitgenosse Thackeray, dessen .Jahrmarkt der Eitelkeit" sich wie eine groß-
artige Illustration zu den .Aphorismen zur Lebensweisheit" ausnimmt, war
ihm nicht bekannt.
Die italienische Literatur reiht sich mit 66 Titeln als die drinstärkste
National-Literatur an. Hier finden wir Petrarca, Schopenhauers Lieblings-
dichter, der nach seinem Urteil an Tiefe und Innigkeit des Gefühls und an
der Fähigkeit, ihm reinen Ausdruck zu verleihen, von keinem anderen Dich-
ter übertroffen wird. Die .Rime" besaß er in einer Paduaner Ausgabe von
1837, von den .EpistoLae Familiares" erwarb er 1841 den alten Druck Vene-
tiae 1492, und die Schrift "De contemptu mundi", die der Bearbeiter des Ver-
zeichnisses bei den Philosophen unterbringt, besaß er, zusammengebunden
mit anderen Prosaschriften Petrarcas, in einem smönen, zu Bern 1604 erschie-
nenen Pergamentband. Wir finden eine kleine Dante-Ausgabe von 1819, in
drei Pergamentbänden, die Schopenhauer wohl in der Zeit seiner ersten
Italienreise gekauft hat. Er scheint, den Anstreichungen nach zu schließen,
nur das Inferno gelesen zu haben, diese .Apotheose der Grausamkeit", an
der er doch die starke Einbildungskraft bewunderte, die der Dichtung .die
Wahrheit des Traumes" verleihe; es sei, als ob Dante jeden Gesang die Nacht
über geträumt und am Morgen aufgeschrieben habe. Von den italienischen
Dichtern des 19. Jahrhunderts hat Schopenhauer am Ende seines Lebens noch
Leopardi kennengdernt, in der zweibändigen Florentiner Ausgabe von 1856.
Die kleine Gruppe .Spanische Literatur" (38 Werke) beherrscht Schopen-
hauers .Favorit-Autor" Baltasar Gracian. Er besaß die zweibändige Ant-
XXI

werpener Quartausgabe von 1702 - diese Ausgabe hat als Vorlage zu seiner
übersetzung der »Spanischen Rhapsodie" in der Vorrede zur 1. Auflage der
Ethik gedient - und mehrere Einzelausgaben. Als Vorlage für seine klassi-
sche übersetzung der im nOraculo Manual« gesammelten 300 Lebensregeln
diente die Duodez-Ausgabe von 1659. Der Don Quijote des Cervantes war
in einer zweibändigen, bebilderten Antwerpener Edition von 1718 vorhan-
den, Calderon in der vierbändigen Ausgabe seines Freundes, des berühmten
Romanisten J. G. Keil, von 1830.
Den Kreis. rundet die deutsche Abteilung; sie bildet mit 135 Werken, ein-
schließlich einiger literarhistorischer und Nachschlagewerke, die größte
Gruppe unter den europäischen National-Literaturen. Ihr Gesicht wird von
der Dichtung der klassischen Epoche bestimmt. Voran steht Goethe, .der
Riesenbruder Kants" , dem Schopenhauer menschlich nahe treten durfte. Er
besaß die Erstausgaben des Faust, der Wahlverwandtschaften und des West-
östlichen Divans, die gesammelten Werke in der zwölfbändigen Ausgabe von
1806 und 1808; dazu die nachgelassenen Werke in 20 Bänden (1832-1842).
Trotz seiner warmen Verehrung hat Schopenhauer den Dichter nicht ohne
Kritik gelassen. In der ersten Ausgabe des • Versuchs, die Metamorphose der
Pflanzen zu erklären" (Gotha 1790) vermerkt er: .Die Grundgedanken des
ganzen Buchs sind genommen aus Caspar WoHf v. d. Generation. Das Breite
und Unbestimmte des Vortrags gehört Goethen selbst an.· Und in den. Tag-
und Jahresheften" (Band 32 der Ausgabe letzter Hand) steht auf dem
hinteren Vorsatzblatt: .Bürger nicht erwähnt! Jean Paul, der drei Jahre in
Weimar gelebt, nicht erwähnt ... Zacharias Werner persönlich auch nicht,
obwohl er ein halb Jahr mit ihm umgieng ... und dann rühmt er sich, nicht
neidisch zu sein.«
Gottfried August Bürger, der am Anfang dieser Liste von Unterlassungen
steht, war nach Schopenhauers Meinung "ein echtes Dithtergenie, dem die
erste Stelle nach Goethe gebühre". Die zweibändige, von Kar! Reinhard her-
ausgegebene Ausgabe von Bürgers Gedichten (Göttingen 1796) dürfte Scho-
penhauer seit seiner Jugendzeit begleitet haben. Sie ist bei den Gebrüdern
Campe in Hamburg gekauft worden. Schopenhauers Namenszug auf dem
Vorsatzblatt läuft nach jugendlicher Unart in eine Reihe spiralenförmig sich
verengender Schleifen aus. Von älteren deutschen Dichtem besaß er u. a.
Werke von Hagedorn, Lessing, Hamann, Klinger, Voß und Wieland, dem er
als Student noch selbst in Weimar begegnet war; von zeitgenössischen Dich-
tern Werke von J. P. Hebel, Jean Paul, Ludwig Tieck und schließlich Hein-
rich Heine. Der .Romancero" (1851) findet als Werk eines wirklichen Humo-
risten in der 3. Auflage des Hauptwerks Erwähnung. Zu den neuesten Wer-
ken der deutschen Literatur, die Schopenhauer noch in seine Büdter einreihen
konnte, gehört das Textbuch zum .Ring des Nibelungen", das ihm Ridtard
Wagner 1854 mit der Widmung .Aus Verehrung und Dankbarkeit" über-
sandt hatte, was Schopenhauer nicht hinderte, in das Budt bissige Bemer-
XXII

kungen hineinzusmreiben. Die Zusendung des • Tristan C hat er nicht einmal


mehr vermerkt. Von einer ganzen Reihe seiner Zeitgenossen scheint er über-
haupt keine Kenntnis erlangt zu haben. Die Namen Kleists und Hölderlins,
Eichendorffs und E. T. A. Hoffmanns, Lenaus und Mörikes, Grillparzers und
Otto Ludwigs begegnen uns weder in seinen Schriften noch in seiner Biblio-
thek. Stifters .Studien" begannen 1844 zu erscheinen, die .Bunten Steine"
lagen 1853 vor, der .Nachsommer" 1857, der Dichter ist Schopenhauer un-
bekannt geblieben. 1851-1855 erschien .Der Grüne Heinrich" - Schopen-
hauer hat ihn nicht gekannt. Die Droste-Hülshoff, die Freundin seiner Schwe-
ster Adele, wird in seinen Werken, Briefen und Gesprächen nicht ein einziges
Mal erwähnt.
Die letzte große Abteilung des A.V. umfaßt die Orientalia, soweit sie
nicht bereits in die Gruppe • Theologie und Philosophie" aufgenommen wor-
den sind. Es sind noch immer hundert Titel. Bekanntlich erwartete Schopen-
hauer von der Erschließung der Sanskrit-Literatur und der alt-indischen
Weisheitslehren der Veden, wie sie in den Upanishaden überliefert sind, eine
ähnlich tiefe Einwirkung auf das Europa des 19. Jahrhunderts, wie ihn die
Wiederbelebung des Griechentums im 15. Jahrhundert ausgeübt habe. So
wird man kaum eine der wesentlichen Textausgaben oder der grundlegenden
Schriften französischer, englischer und deutscher Forscher seiner Zeit in seiner
Bibliothek vermissen, angefangen von seinem eigentlichen Andachtsbuc:h, dem
Oupnekhat, bis zu einer seiner letzten Erwerbungen, einer Abhandlung I. J.
Schmidts, die Viktor Hehn, der berühmte Verfasser der .Kulturgeschichte der
Pflanzen und Haustiere", in Schopenhauers Sterbejahr, 1860, ihm aus Peters-
burg mitbrachte, und bis zu den von Burckhardt herausgegebenen .Arabischen
Sprichwörtern" (1834), die das wichtigste Stück seiner kleinen, aber alle Völ-
ker erfassenden Sprichwörtersammlung bildeten.• In seinem Kopf", sagt
Gwinner, .war das Ausgesuchteste solcher geflügelten Worte wie in einem
Taubensmlage beisammen, der sich nur öffnete, um das eben passende fliegen
zu lassen."") Die spanischen Proverbien hielt er nächst den arabischen und
den italienischen für die vortrefflichsten.
Und damit wäre der Umkreis von Schopenhauers hinterlassener Biblio-
thek ausgeschritten - wenn wir von einer letzten kleinen Gruppe .Kunst-
und Kupferwerke (13 Titel) und 11 • Vermischten Schriften" absehen, die
G

der Bearbeiter des Verzeichnisses nirgends einzuordnen wußte. Es ist die


Hand-Bibliothek nicht eines Fachgelehrten, sondern eines umfassend gebil-
deten Weltmannes. Wir glauben ihn vor uns zu sehen, wie er immer wieder
in den frühen Nachmittagssrunden mit ihnen Zwiegespräche hält, den besten
Freunden und Begleitern auf seinem einsamen Lebensweg, die wir heute zu
den Zeugen seiner äußeren und seiner inneren Entwicklung aufrufen.

*
XXIII

In seinem Testament vom 26. Juni 1852 hat Schopenhauer seine Biblio-
thek seinem .besten, viel jährigen Freund" Dr. Martin Emden in Frankfurt
am Main vermacht. Ausgenommen waren die mit seinen Randglossen ver-
sehenen Werke Kants, die er mit seinen Manuskriptbüchern und den mit
Papier durchschossenen, mit handschriftlichen Zusätzen für künftige Auflagen
versehenen Handexemplaren seiner Werke seinem literarischen Testaments-
vollstredter Julius Frauenstädt übereignete. Emden starb am 3. November
1858. In einem Kodizill vom 4. Februar 1859 ernannte Sdtopenhauer nun
seinen jungen Freund und späteren ersten Biographen Dr. Wilhelm Gwinner
zu seinem Testamentsvollstrecker und vermachte ihm gleichzeitig die Biblio-
thek, wieder mit Ausnahme des für Frauenstädt bestimmten literarischen
Nachlasses (und damit auch der Schriften Kants).
Gwinner konnte den ihm zugefallenen reichen Bücherschatz nicht unter-
bringen. Er traf eine Auswahl des Besten und Wertvollsten, das er genau
katalogisierte. Sein Katalog enthält 422 Nummern, die handschriftlichen
Jugendtagebücher Sdtopenhauers (Nr. 107, 108, 109) und zwei Reisekarten
(Nr. 288 und 417) eingerechnet. Karteikarten (und Bücher) zu den Nummern
32, 44, 88, 124, 131 fehlen - vermutlich hat schon Gwinner diese Werke
ausgeschieden (verschenkt?). Der Katalog Gwinners führt die Titel der Bücher
sorgfältig auf; auch die Schriften, die an andere Werke angebunden oder
in 13 Sammelhänden (mit zusammen 72 Ein:zeltiteln) vereinigt sind, wer-
den im Anschluß an den jeweiligen Spitzentitel genannt. Gliedern wir diese
Sammelbände in einzelne Titel auf, so erhöht sich die Zahl der in Gwinners
Besitz verbliebenen Werke und Sdtriften um ein beträchtliches Maß. Manche
Sammelbände des A.V. kehren in Gwinners Katalog wieder, und wir ver-
mögen dann die Einzeltitel zu bestimmen. So werden die .mehreren kleinen
Abhandlungen·, die Nr. 192 des A.V. als beigebunden nennt, bei Gwinner
einzeln aufgezählt. Auch die Schriften über Sdtopenhauer, von denen Nr. 197
des A.V. nur Bährs und Cornills Abhandlungen verzeichnet, erscheinen bei
Gwinner vollständig.
Von dem größten Teil der ihm hinterlassenen Bücher aber hat sich Gwin-
ner trennen müssen.• Kein Mensch·, schrieb er später, am 24.9.1888 an
C. G. Bähr, .fragte danach. Endlich :zwang mich absoluter Mangel an Raum,
das für mich weniger Werthvolle wegzugeben.···) In mehreren Auktionen
der Frankfurter Buchhandlung Joseph Baer, vom 9. April 1866, vom 8.
Februar 1869 und vom 8. Mai 1871, kamen viele dieser Bücher zusammen
mit Werken aus anderen Nachlässen zur Versteigerung, viele auch blieben
liegen und wurden mit weiteren, zunächst noch im Lager zurück.gehaltenen
Werken immer von neuem angeboten.• Die Sachen fanden", wie es in Gwin-
ners Brief an Bähr heißt, .keine Liebhaber, so daß mir der Auccionator ...
zuletzt sogar die Angabe im Katalog, daß die Bücher aus Schopenhauers
Bibliothek seien, verweigerte, weil er sich damit lächerlich mame!"2D)
XXIV

Und doch fielen die ersten Schopenhauer-Auktionen bei Joseph Baer in


eine dem Werk des Philosophen durchaus aufgeschlossene Zeit. Immer deut-
licher hatte das fortschrittsgläubige neunzehnte Jahrhundert eine dunkle
Unterströmung sichtbar werden lassen, das Vorgefühl eines kommenden Ver-
falls. Im Zeichen dieses seelischen Abstiegs schien Schopenhauer nach langen
Jahren des "Ignorierens und Sekretierens" seiner Werke der Philosoph der
Zeit zu werden. Die Jahre zwischen 1860 und 1870 brachten immer neue,
von Frauenstädt herausgegebene Auflagen seiner Werke, das Jahr 1873 schon
die erste Gesamtausgabe. Zahlreiche übersetzungen erschienen. Die Schopen-
hauer-Literatur breitete sich aus. In dieser Zeit des wachsenden Ruhms blieb,
seltsam genug, Schopenhauers Bibliothek so gUt wie unbeachtet. Sie wurde in
ihrer wahren Bedeutung als Dokument einer großen geistigen Auseinander-
setzung keineswegs erkannt. Man sah in ihr nichts anderes als eine der zahl-
reichen Büchersammlungen von Forschern und Gelehrten, deren Bestände
nach dem Tode der Besitzer gut genug sein mochten, die Lii<ken des eigenen
Besitzes auszufüllen. So erwarb Schopenhauers Freund Johann August Becker
bei der Auktion 1869 ein paar Bände von Lessing lNr. 1522, 1523, 1524,
1525 unserer Zählung) und wohl auch die Schrift F. C. Jensens über Fichte
(Nr. 283) - um die große Menge des Angebotenen kümmerte er sich nicht.
Auch die öffentlichen Bibliotheken ersteigerten 1869 und 1871 nicht etwa
besonders wertvolle oder für die geistige Welt Schopenhauers aufschluß-
reiche Stücke, sondern irgendwelche, manchmal verhälmismäßig unwichtige
Bände, die auf einer Fehlliste standen. Um Beispiele zu nennen: Am 6. Juni
1871 katalogisierte die Bayerische Staatsbibliothek ein kleines, von Schopen-
hauer mit einigen Randstrichen versehenes Buch von Ludewig Thilo • über
den Ruhm" (Halle 1803). Baaders .Begründung der Ehtik durch die Physik"
(München 1813) - Schopenhauer: .Auch nicht ein einziger armer Gedanke
in der ganzen Saalbaaderei!" - und ein Band .Kern- und Kraftstellen aus
Dr. Luthers Schriften" (Leipzig 1797) wurden von der Stadtbibliothek Hom-
burg v. d. Höhe erworben, Wegscheiders .Institutiones theologiae christia-
nae" (Halle 1814) von der Königlichen Bibliothek in Berlin, das im A.V.
nicht aufgeführte Buch von Fr. Rühs .Die Edda" (Berlin 1812) - vgl. Bd. 11
unserer Ausgabe, S. XXI - schließlich von der Universitätsbibliothek zu
Klausenburg"'). Wann und wie der spanische Le Sage Schopenhauers den
Weg in die Szechenyi-Landesbibliothek Budapest gefunden hat, ist unbe-
kannt.
Daß die Bücher Schopenhauers unschätzbare Randglossen von seiner
Hand enthielten, darauf wurde man erst zwanzig Jahre nach seinem Tode
aufmerksam. In dem Lager Katalog LXXV von Joseph Baer aus dem Jahre
1880 erscheint zuerst eine Abteilung "Schopenhauer'sche Randglossen" , -
mit dem bezeichnenden Vorspruch: "Aus der Bibliothek Arthur Schopen-
hauer's offeriren wir nachstehende Werke. Dieselben sind fast sämmclich mit
seinem Bibliothekszeichen, meist auch mit seinem Namenszuge versehen; in
xxv
einigen finden sim Studienköpfe und Caricaturen von seiner Hand. Alle sind
durm die Randstriche, Noten und oft sehr derben Glossen des mürrismen
Philosophen ausgezeichnet. Es ist diese Sammlung ein wahrer Schatz für jeden
der zahlreichen Verehrer des großen Mannes. Gebote auf die ganze Samm-
lung werden erbeten; solche auf einzelne Werke können vorerst nicht berück-
sichtigt werden." Die Abteilung BSchopenhauer'sche Randglossen" umfaßt
49 Werke und Sammelbände. Aber auch unter den übrigen 1783 Nummern
des Katalogs finden sich noch manche Bümer aus Schopenhauers Bibliothek,
Werke ohne Randglossen: die Identifizierung ist manchmal, besonders bei
den Sammelbänden, möglich - die Gleichheit des Titels allein bildet kein
simeres Kriterium.
Als Eduard Grisebach in seiner zum 100. Geburtstag Smopenhauers er-
smienenen Festsmrift BEdita und Inedita Schopenhaueriana", Leipzig 1888,
zum erstenmale eine Teilrekonstruktion von Schopenhauers Bibliothek ver-
suchte, war ihm weder das A. V. bekannt, noch der Katalog Gwinners. Er
mußte sich auf eine (remt unkritisch vorgenommene) Auswertung der Kata-
loge ]oseph Baers besmränken. Der erste dieser Kataloge, vom Jahr 1866,
der hauptsächlich Orientalia umfaßt, konnte kaum braumbare Angabe" lie-
fern; er wirft die Bücher Schopenhauers mit denen mehrerer anderer Biblio-
theken zusammen, eine Trennung war für Grisebam und ist heute für uns
nicht mebr möglidt. Erst der zweite Katalog, von 1869, der uns leider nicht
mehr erreichbar war, scheint die Bücher Schopenhauers in einer besonderen
Gruppe zusammengefaßt zu haben. Grisebams Rekonstruktion ergibt die
Möglimkeit zu Rückschlüssen auf diesen Katalog: Titel, die Grisebam nimt
dem dritten Katalog von 1871 entnommen hat, stammen aus dem Katalog
von 1869. Der dritte Katalog aber, der wichtigste, vereinigt unter den Num-
mern 2423 bis 2785 ausdrücklich Büdter "aus der Bibliothek des Philosophen
A. Schopenhauer, viele darunter mit seinem Autograph, handsmrifclimen
Bemerkungen und von ihm angestrimenen Stellen". Zu den Besonderheiten
dieses Katalogs gehört die Zusammenfassung mehrerer Titel unter einer
Nummer. Manchmal sind es drei, vier, fünf Werke ähnlichen Inbalts und
Formats, die zu Gruppen vereinigt sind, mancltmal Smriften, die Schopen-
hauer selbst schon in Sammelbänden zusammengefaßt hat, - der Katalog
führt sie dann meistens einzeln als Bbeigebunden" auf, nur zum Teil behilft
er sim mit Bezeimnungen wie .noch einige Abhandlungen". Versucht man,
aus den 363 Nummern des Katalogs die wirkliche Anzahl der damals an-
gebotenen Bücher und Brosmüren zurückzugewinnen, so kommt man zu-
nämst auf 642 Einzelsmriften. Dabei sind einige allgemeinere Titelbezeim-
nungen mit einbezogen, etwa wenn es unter Nr. 2453 heißt: BBeigebunden
nom 4 philos. Abhand!. von Kalkreuth, Seckendorff, Kayssler u. Wegsmei-
der" ; unter Nr. 2456: .Ein Packet von 13 Bdn. philosoph. Schriften von
Abimt, Hennings, Hoffbauer, Fichte, Jacobi, Mendelssohn u. A."; unter Nr.
2462: "Ein Packet von 10 Bdn. philos. Schriften von Feuerbam, Garve,]acob,
XXVI

Müller, Pölitz, Reimarus u. Anderen"; unter Nr.2537: .Ein Band von 12


philos. Dissertationen in lat. Sprache von Blümee, Kunze, Meister, Platner,
Seydlitz u. A. 4°"; unter Ne. 2551: .Ein Packet von 10 Bdn. philos. Schrif-
ten in lat. Sprache von Binsfeld, Baumgarten, Bayle, Ewich, Klotz, Dietel-
maie u. Anderen". Manchmal aber feblt jeder Hinweis auf den Verfasser.
Dann heißt es einfach unter

Nr.2477 und noch 4 kleine Abhandlungen. 4°.


Nr.2481 und nom einige kleine Abhandlungen.
Nt. 2519 und noch drei ähnlime Abhandlungen.
Nr.2530 und nom einige kleine Abhandlungen dieses Autors [Desc::artes].
Nr.2531 und nom einige Abhand\. desselben [Lipsius l.
Nr.2627 und nom einige kleine Abhandlungen.
Nr.2707 und nom einige kl. Abhand\. 4°.
Nr.2752 und nom versmiedene kl. Sdlriften.

So wäre also eine unbestimmte Anzahl von Schriften zu der Zahl von 642
noch hinzuzurechnen, dazu einzelne Werke in anderen Abteilungen des Kata-
logs, die sicher aus Schopenhauers Bibliothek stammen.
Trotz seiner vielen Ungenauigkeiten abee kann der Katalog von 1871
die Angaben des A.V. vielfach richtigstelIen und ergänzen. So werden die
.6 (?) kleinen philos. Abhandlungen" in Nr. 384 des A.V. im Katalog von
1871 (Nr. 2447) näher bezeichnet: als eine Schrift von Mehring und .drei
philos. Abhand!. von Eick.en, Eberhacd u. Klein".
In der Zeit von 1871 bis 1880, dem Erscheinungsjahr von Baers Lager-
katalog, erhielten die Bücher Schopenhauers, unter kaufmännischen Gesichts-
punkten, allmählich einen gewissen Wert. Viele Bände waren nun schon ver-
kauft. Um die Zahl der noch verfügbaren Titel zu erhöhen, begann man ein-
zelne Sammelbände in ihre Einzelschriften zu zerlegen und diese Schriften
einzeln anzubieten. Sie erhielten nun die Selbständigkeit zurück, die ihnen
das A.V. und die früheren Kataloge nicht zuerkannt hatten. Ob das Ver-
fahren den Absatz beschleunigt hat? Noch 1890, als der Buchhändler Martin
Breslauer als junger .BuchknedIt" bei der Firma Baer tätig war, standen
zahlreiche Bände in dem großen Lager des Antiquariats verteilt. Es ging mit
ihnen - meinte Breslauer später - wie mit all den wertvollen Dingen, von
denen man glaubt, sie könnten sich nie erschöpfen, weil man ihrer im Ober-
fluß besitzt. Man adlte ihrer kaum, und plötzlich sei der Tag gekommen, da
der wertvolle Besitz unwiederbringlich in alle Winde zerstreut sei"). Immer-
hin wurde noch im Jahre 1905 in einem Katalog ]oseph Baers ein Rest der
Schopenhauer-Bibliothek angeboten: im Ganzen 166 Bände, darunter mehr-
bändige Werke und mehrere Sammelbände"). Sie gingen, als Stiftung Arthur
von Gwinners, in den Besitz der Stadtbibliothek Frankfurt über.
Man wundert sich heute, daß die Schopenhauer-Sammler sich der Jahr-
zehnt um Jahrzehnt nach Schopenhauers Tod immer wieder angebotenen
XXVII

Bücherschätze nur zaghaft angenommen haben. Sie traten zum ersten Mal in
dem Zeitraum zwischen 1871 und 1880 auf den Plan, - an erster Stelle
Eduard Grisebach. Seine .Edita und Inedita SdIopenhaueriana- (1888) ver-
zeichnen 99 Bücher und Schriften, mit genauen bibliographischen Angaben,
als seinen eigenen Besitz; sie bringen aus diesen Büchern (S. 93 -137) auch
eine größere Reihe von Randglossen Schopenhauers. Der Katalog Baers von
1880 hatte beispielgebend gewirkt. In späteren Auktionskatalogen werden
nun immer wieder einzelne Randschriften wörtlich mitgeteilt, zugleich meh-
ren sich Veröffentlichungen, in denen der Versuch gemacht wird, die Rand-
schriften zu einzelnen Büchern zu erfassen und zum Teil auch kritisch aus-
zuwerten: zum Nibelungenring (1882 und 1904), zu Spinozas .Oper4 om-
nia· (1900), zu Goethe (1913), zu Augustin (1931), zu Hanmanns .Armem
Heinrich" (1935), zu Schopenhauers Bibel (1938) usw. 2f) Auch Grisebach hat
in seinen letzten Veröffentlichungen, in seinem Weltliteratur-Katalog eines
Bibliophilen (1898/1900, 2. A. 1905) und in seinem Buche .Schopenhauer.
Neue Beiträge zur Geschichte seines Lebens· (1905) nodt weitere Randschrif-
ten aus seinen Büchern bekanntgeben können.
Nach seinem Tode (22.3.1906) wurden nach und nach einzelne Werke
wie Kerners .Blätter aus Prevorst", Eulers .Briefe an eine deutsche Prin-
zessin", Johanna Schopenhauers .Erinnerungen von einer Reise in den Jah-
ren 1803, 1804 und 1805" von der Sammlung abgetrennt. Der Versteige-
rungskatalog der Bibliothek Grisebachs von 1930") führt noch einen Rest-
bestand von 73 Bänden seiner Schopenhauer-Sammlung auf. Sie wechselten
seither zum großen Teil mehrfach die Besitzer, zuletzt noch bei Versteige-
rungen in Bern 1953 und in Hamburg 1964.
Eine kleinere, aber nicht unbedeutende Schopenhauer-Sammlung brachte
der Maler Wilhelm Trübner (1851-1917) zusammen: Handschriften, Erst-
ausgaben und 28 Werke (47 Bände) aus Schopenhauers Bibliothek. Die Samm-
lung kam mit der Bibliothek Trübners 1937 in Luzern unter den Hammer.
Die SdIopenhauer-Bände blieben zum Teil in Schweizer Besitz, zum Teil
gelangten sie in verschiedene Hände, nach Paris, nach London, Wien und
New York. Vier Bände konnte das Schopenhauer-Archiv in Frankfurt am
Main erwerben3').
Später als Trübner, im Jahre 1907, hatte der Wiener Rechtsanwalt Robert
Gruber (1867-1936) begonnen, seine reiche Schopenhauer-Sammlung zu-
sammenzutragen. Das erste Buch aus Schopenhauers Bibliothek hielt im
Dezember 1910 in die Sammlung Gruber seinen Einzug, die .Mitteilungen
aus dem magnetischen Schlafleben der Somnambule Auguste Kachler-. Im
Jahre 1920 gelang die Erwerbung der fünf Werke Kants, deren Randglossen
Gruber veröffentlicht hat - sie stammten aus dem Nachlaß Julius Frauen-
städts, waren aber nicht mit den Manuskriptbüchern Schopenhauers an die
Königliche Bibliothek in Berlin, sondern zusammen mit den Handexem-
plaren der Werke Schopenhauers in den Buchhandel gelangt. Den umfang-
XXVIII

reimsten Zuwams erhielt die Sammlung Gruber dann bei der Versteigerung
der Bibliothek Grisebams im Jahre 1930: 31 Werke. Bei seinem Tode am
26. April 1936 besaß Gruber neben zahlreimen Handschriften und Briefen
von und an Smopenhauer sdtließlim 64 Werke aus Schopenhauers Bibliothek.
Er vermachte seine ganze Sammlung der Schopenhauer-Gesellschaft, für das
Schopenhauer-Archiv in Frankfurt am Main. Ein genaues Verzeichnis (mit
Wiedergabe der wichtigsten Randsdtriften) habe ich im XXVII. Jahrbuch der
Schopenhauer-Gesellschaft 1940 veröffentlicht. Die Sammlung ist am 21. März
1944 leider einem Luftangriff auf Frankfurt am Main zum Opfer gefallen,
während die übrigen Bestände des Archivs rechtzeitig ausgelagert worden
waren und heute noch erhalten sind.
Neben diesen drei größeren, inzwischen wieder aufgelösten Privatsamm-
lungen hat sich die Büchersammlung des Schopenhauer-Archivs in Frankfurt
am Main aus verhältnismäßig bescheidenen Anfängen immer mehr zu an-
sehnlichem Umfang entwickelt, vor allem seit die Schopenhauer-Sammlungen
der Stadtbibliothek Frankfurt und der Schopenhauer-Gesellschaft zusammen-
gesdtlossen werden" konnten. Hauptbestandteil der älteren, städtischen Samm-
lung war die Stiftung Arthur von Gwinners: Handsdtriften Schopenhauers,
Werke der Schopenhauer-Literatur und der von Baer zurückgekaufte Rest-
bestand von Büchern aus seiner Bibliothek. Der Besitz der Schopenhauer-
Gesellsdtaft an Büchern, Bildern und Erinnerungsstü<ken - der Grundstock
des in den Satzungen der Gesellschaft vorgesehenen Schopenhauer-Archivs
- kam erst 1919, nach dem Tode des ersten Präsidenten der Gesellsdtaft,
Paul Deussens, nam Frankfurt, und wurde, aufgrund eines Vertrages vom
22. November 1925, der Stadtbibliothek übergeben, zunächst als Leihgabe
für 50 Jahre.
Allmählich erwuchs aus den nunmehr vereinigten Beständen der Biblio-
thek und der Gesellsdtaft eine Bücherei, wie sie in dieser Fülle für die ScllO-
penhauer-Forschung an keinem anderen Orte zur Verfügung steht. Es gab
immer wieder Zuwendungen und Neuerwerbungen der Bibliothek, der Ge-
sellsdtaft und privater Stifter. Ein im XVI. Jahrbuch der Gesellschaft 1929
veröffentlichtes (leider sehr fehlerhaftes) Verzeichnis der Armiv-Bestände
führt bereits 112 Bücher (191 Bände) aus Schopenhauers Bibliothek auf.
Heute sind es, trotz der Kriegsverluste, 172 Werke - 242 Bände. Für nicht
mehr erreichbare Handexemplare aber konnten in vielen Fällen Ersatzstü<ke
beschafft und der Sammlung eingegliedert werden: Exemplare aus den Be-
ständen der Bibliothek, die nur den einen Nachteil aufweisen, daß Schopen-
hauers Randglossen fehlen.
So wechselvoll die Schicksale der von Wilhelm v. Gwinner weggegebenen
Bücher waren, so unberührt blieb der in Gwinners Familie erhaltene Teil von
Schopenhauers Bibliothek - bis in den letzten Krieg hinein. In der Zeit des
anwachsenden Luftkrieges, 1943, verlagerte die Enkelin Gwinners und Ver-
walterin seines Nachlasses die Bestände an drei verschiedene Orte. Ein Teil
XXIX

blieb auf dem Gwinner'schen Familiengut Krumbke in der Mark, ein zweiter
Teil an ihrem Wohnsitz am Würmsee, einen dritten, kleineren Teil nahm ich
an meinem damaligen Wohnort Waging am See in Obhut. Während die
Bestände in Possenhofen und Waging ungeschmälert erhalten blieben, wurde
Gut Krumbke nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 geplündert. Die
Bücher wurden verheizt oder zu anderen nützlichen Zwecken verwendet, zum
Teil wohl einfach auf den Misthaufen geworfen. Einige konnten, oft in
schwer beschädigtem Zustande, durm vertrauenswürdige Mittelspersonen eier
Eigentümerin später wieder zugeleitet werden. Noch im Jahre 1953 kam der
schöne Lederband mit den Apophthegmata des Erasmus aus dem Jahre 1547
- Nr. 1417 in diesem Bande - von Krumbke zurück, in einem betrüblichen
Zustand, - selbst der hübsche Deckelschmuck war gestohlen. Andere Bücher
gelangten durch fragwürdige Mittelspersonen in den Handel. So wurde ein
Sammelband SmelJingscher Schriften aus dem Gwinnerschen Besitz schon i.J.
1948 von d.em Berliner Antiquar Hellmut Meyer unter der Hand, später
öffentlich angeboten und, trOtz aller Versuche der rechtmäßigen Besitzerin,
ihn wieder zu erlangen, nach einigen Jahren aum verkauft").
Die Zeitläufte haben es nicht eben gut gemeint mit Schopenhauers Biblio-
thek. Sie ist heute in alle Winde verstreut. Immerhin: die vorhandenen Ver-
zeichnisse ermöglichen eine Art von ideellem Zusammenschluß. Wir können
jedes neu auftauchende Werk aus der im A.V. katalogisierten Bibliothek so-
fort einer der beiden Oberlieferungsgruppen zuweisen, der im Besitz Gwin-
ners und seiner Nachkommen verbliebenen, und der anderen, aus der die ver-
schiedenen, inzwischen wieder aufgelösten privaten Sammlungen und die
Sammlung des Frankfurter Archivs gebildet wurden. Es ist - das muß im
Hinblick auf ein gewisses, nach dem zweiten Weltkriege aufgeschossenes Frei-
beutertum gesagt werden - nicht möglich, diese Herkunftsverhältnisse zu
übersehen. Sie sind, auch in juristischer Hinsicht, für Schopenhauers nach-
gelassene Bibliothek zu beachten.
Manche seiner Biicher hat Schopenhauer schon zu Lebzeiten wieder weg-
gegeben. Die Kinder-, Schul- und Lehrbücher seiner Jugendzeit haben sich
nur zum geringen Teil über die Jahre weg erhalten. Aber wir wissen auch
von anderen Büchern, die einmal in Schopenhauers Besitz waren und sich
nach seinem Tode nicht mehr vorgefunden haben. Julius Frauenstädt hat bei
seinem mehrmonatlichen Aufenthalt in Frankfurt 1846/47 die auf einer
Auktion erstandenen .Basia- des Johannes Secundus (lean Everaertz) bei
ihm gesehen, er hat ihn über einem Bande von Kerners .Magikon" angetrof-
fen, er erzählt, daß Schopenhauer das Bum des Osorius über den Ruhm im
Gespräm erwähnt habe, - wo mögen - die Zuverlässigkeit des Berimt-
erstatters vorausgesetzt - diese Bümer hingekommen sein")?
Aber wir beklagen schmerzlichere Verluste. Ein Exemplar der .Reisen
eines Deutschen in England" von Karl Philipp Moritz befand sim, nam einer
Mitteilung des Besitzers, in der Bibliothek von Willy Haas, Prag, die beim
xxx
Einmarsm der .Befreiungstruppen" 1945 vemimtet wurde. Wir wissen wei-
ter von einem Exemplar von Kants .Kritik der Urtheilskraft" von 1792, das
i.J. 1942 in Berlin vorübergehend auftaumte, - es ist im A.V. nimt mehr
aufgeführt28). Ein anderes, in diesem Verzeimnis nimt enthaltenes Werk, der
2. Band der 1799 ersdlienenen » Vennismten Schriften", ist 1905 im Katalog
von Joseph Baer genannt, aber seither versmollen, zwei weitere ebenfalls im
Namlaß nimt mehr aufgefundene Ausgaben Kantismer Schriften wurden mit
der Sammlung Trübner 1937 versteigert - Dubletten, die Schopenhauer
nimt mehr benötigte: ein zweites Exemplar der .Prolegomena" von 1783
und ein (drittes) Exemplar der .Kritik der Urtheilskraft", wieder in der
3. Auflage von 1799. Die Sammlung Trübner enthielt nom weitere, von
Schopenhauer ausgesmiedene Werke: die Dramata des Sophokles in der Aus-
gabe Bothes (1806), Wielands Gesdllmte der Abderiten, Kleists Gedimte,
Alfieris Autobiographie in der französismen Ausgabe von 1809 - daß er sie
einmal besessen hat, bezeugen das Exlibris, bezeugen der Namenseintrag und
andere Merkmale. In einem holländismen Antiquariat taumte 1944 ein Werk
Tolands auf - Smopenhauer hat seinen Namen und die Jahreszahl 1815
hineingesd!rieben und es damit als sein Eigentum gekennzeimnet: wir wissen
nimt, wann er es weggegeben hat. Die Oberfüllung seiner Bibliothek war
nadi Heblers Berimt der Grund, daß er sim von Samuel Johnsons Shake-
speare-Ausgabe (1765) trennen mußte''').
So mag nod! manmes andere Buch im Lauf der Zeit ausgesmieden worden
sein. In seinem Notizheft zu .Kant" (vgl. HN II, S. 251- 301) finden sim
eingehende kritisme Auslassungen zur .Anthropologie" (von 1798), zu der
von Jäsm herausgegebenen .Logik" (1800), zur 3. Auflage der .Metaphysi-
sdIen Anfangsgründe der Narurwissensmaft" (1800) und zur 2. Auflage der
• Tugendlehre" (1803) - möglim, daß aum diese Bümer noch einmal auf-
raumen, um die Liste der von Smopenhauer weggegebenen Bümer zu ver-
längern. Soweit uns diese Bümer bisher bekannt geworden sind, haben wir sie
in den Katalog der Bibliothek Smopenhauers, den wir heute vorlegen können,
mit aufgenommen.
Der Weg, den Smopenhauers Bümer genommen haben, läßt sim an Hand
der folgenden, von uns mit Abkürzungen bezeichneten Veröffentlimungen
zum großen Teil festlegen:
A.V. = Anuliches Verzeichniß der von Dr. A. Schopenhauer hinterlassenen
Bibliothek.
Gw = Katalog der Sammlung Gwinner.
B 66 = Verzeichniß der von Herrn Prof. Dr. Cassian dahier nachgelassenen
Bibliothek, sowie eines Teils der VOn Herrn Dr. Anhur Sdlopenhauer
hinterlassenen, welche nebst mehreren anderen Sammlungen von Bü-
<hern, Pracbt-, Kunst- und Kupferwerken, Autographen etc. Montag
den 9. April 1866 und folgende Tage, Nachmittags 4 Uhr in Frank-
furt am Main gegen gleich baare Zahlung ... öffentli<h versteigert
XXXI

werden sollen. loseph Baer, Buchhändler und Antiquar in Frankfurt


a.M.
B 69 loseph Baers Bücher-Auktion Frankfurt a. M. 8. Febr. 1869 (genauer
Titel nicht mehr festzustellen).
B 71 loseph Baer's (früher Kettembeilsche) Bücher-Auetion. Verzeichniß der
von den Herren Professor E. von der Launitz und H. H. Hildebrand
dahier nachgelassenen Bibliotheken sowie eines Theils der VOn Herrn
Prof. Dr. C. J. Nitzsch in Berlin hinterlassenen, wel.che nebst mehreren
anderen Sammlungen von Büchern, Pracht- und Kupferwerken Mon-
tag den 8. Mai 1871 und folgende Tage, Nachmittags -4 Uhr in Frank-
furt am Main gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert wer-
den sollen. loseph Baer, Buchhändler und Antiquar in Frankfurt a. M.
B 80 Lager-Catalog VOn Joseph Baer &: Co., Buchhändler und Antiquare,
ln Frankfurt am Main. LXXV. Philosophie. 1880.
Gri 88 Eduard Grisebach: Edita und Inedita Schopenhaueriana. Leipzig 1888,
S.139-184.
WK 05 Weltlitteratur-Katalog. Mit litterarischen und bibliographischen An-
merkungen von Eduard Grisebach. Zweite Auflage Berlin 1905.
Gri 05 Eduard Grisebach: Sdtopenhauer. Neue Beiträge zur Geschichte seines
Lebens. Nebst einer Schopenhauer-Bibliographie, Berlin 1905.
B OS Sdtopenhauer-Bibliothek. OriginalhandschrifEen Schopenhauers. 166
Bände aus seiner Privat-Bibliothek. Seine Schriften, Briefe und Ge-
spräche. Literatur über ihn. Frankfurt a. M., Joseph Baer &: Co., 1905.
A 29 Carl Gebhardt: Das Schopenhauer-Archiv. XVI. Jabrbuch der Scho-
penhauer-Gesellschaft 1929, S. 232 - 287 (auch als Sonderdruck er-
schienen).
Gri 30 Die Bibliothek des Dichters Eduard Grisebach (Versteigerung Diens-
tag, den 29., Mittwoch, den 30. April, und Donnerstag den 1. Mai
1930). Martin Breslauer, Berlin W 8.
Tr 37 Bibliothek Wilhelm Trübner. Versteigerung in Luzern am 17. Novem-
ber 1937. H. Gilhofer und H. Ranschburg A. G. Luzern und L'art
ancien S. A., Zürich I.
Gru 40 Arthur Hübscher: Die Sammlullg Gruber. XXVII. Jahrbuch der Scho-
penhauer-Gesellschaft 1940, S. 138 - 203.
S. de F. 53 = Die Sammlung des Bibliophilen S. de F. Versteigerung zu Bern durch
Gutekunst &: Klipstein, 9. bis 11. Juni 1953.
Ba 59 Auktion XXXI. Eine Zürcher Bibliothek. I. Tei!. Versteigerung in
Basel im Erasmushaus am 9. und 10. Juni 1959.
A 59 Das Schopenhauer-Archiv. Eine Bestandsaufnabme. Von Robm Dieb!.
XXXX. Schopenhauer-Jahrbuch 1959, S.67-92.
H 64 Auktion 1l4. Am 27. November 1964. Dr. Ernst Hauswedell, Ham-
burg 36.

Unser Verzeichnis der Bibliothek Schopenhauers folgt, mit vielen, durch


die Verhältnisse gebotenen Verschiebungen, im allgemeinen der Gruppen-
einteilung des Amdichen Verzeichnisses, die immerhin, wie schon bemerkt,
auf die von Schopenbauer selbst gewählte Aufstellung der Bücher zurück-
XXXII

zugehen scheint. Es sind 1847 Titel (mit den Nummern 763aund 1418a: 1850)
geworden - wir geben die Zahl jeweils am Ende der Titelaufnahme in
eckigen Klammern an. Unsere Einteilung dürfte bereits einen ersten unge-
fähren überblick über die verschiedenen Sachgebiete vermitteln, denen Scho-
penhauers Anteilnahme galt. Ausgegliedert und zu einer besonderen Gruppe
vereinigt wurden, aus Erwägungen heraus, die kaum näher begründet werden
müssen, die Schriften .Ober das Geistersehn und was damit zusammen-
hängt". Diese Zusammenstellung gibt zum erstenmal die Möglichkeit, das
erstaunlich umfangreiche Material zu überblicken, das Schopenhauer bei der
Niederschrift seiner berühmten Abhandlung vorgelegen hat.
Die Schwierigkeiten der Zuordnung einzelner Titel zu einer bestimmten
Gruppe, denen sich der Bearbeiter des Amtlichen Verzeichnisses gegenüber-
sah, waren auch für uns nicht ohne weiteres zu beseitigen. Wir folgten dem
Prinzip einer Rangordnung der verschiedenen Gruppen, die sich als :r:weck-
mäßig erwiesen hat: Wir haben der Gruppe .Philosophie" den Vorrang
belassen, - sie umschließt auch die Werke der antiken Philosophen. In die
Gruppe .Antike Literatur" dagegen sind die geschichtlichen Werke griechi-
scher und römischer Schriftsteller einbe:r:ogen - die Gruppe .Geschichte"
mußte dabei :r:urückstehen. Im übrigen haben wir nach Möglichkeit die Werke
eines Autors unter seinem Namen belassen: Goethes .Metamorphose der
Pflanzen" oder Lichtenbergs naturwissenschaftliche Vorlesungen finden sich
um"r Goethe und unter Lichtenberg, nicht in der Gruppe .Naturwissen-
schaft". In Zweifelsfällen gibt das abschließende Register der Verfassemamen
Aufschluß.
Im Rahmen dieser Gesamtgliederung versuchen wir dem Schid{Salsweg
der Bücher Schopenhauers nachzugehen. Wir nennen Verfasser und Titel und
fügen die bibliographischen Angaben und Mitteilungen über das Äußere und
den heutigen Zustand der Bücher bei. Diese Angaben beruhen großenteils auf
Autopsie der Handexernplare Schopenhauers oder anderer Exemplare der
von ihm benut:r:ten Ausgaben. In Fällen, in denen die Werke selbst nicht
erreichbar waren, mußten die maßgebenden bibliographischen und andere
Veröffentlichungen weiterhelfen: Monographien, Zeitschriftenaufsätze, Ver-
lags-, Antiquariats- und Auktionskataloge von verschiedenem Genauigkeits-
wert, der eine genauere Oberprüfung nach verschiedenen Quellen nötig
machte. Die bibliographischen Angaben folgen im Allgemeinen dem Grund-
satt der bloßen Titelaufnahme. Die Form der Titelbeschreibung wählen wir,
wo es sich um seltene oder unbekannte Ausgaben handelt, um längst ver-
schollene Broschüren, Streitschriften und Traktate, die manchmal nur auf-
grund glüddicher Funde nachgewiesen werden konnten. Bei einzelnen, im
A.V. oder in den Katalogen Baers in der üblichen Weise nur stidtwortartig
und fehlerhaft aufgeführten Titeln allerdings versagte alles Bemühen.
Den bibliographisdten Angaben folgt der wichtigste Teil unserer Arbeit:
eine möglidtst umfassende Wiedergabe aller erreichbaren, bisher unveröffent-
XXXIII

lichten und der an verschiedenen Stellen verstreut und meist unzulänglich


veröffentlichten Randschriften Schopenhauers. Der in Anführungszeichen
gesetzten 1'extstelle, auf die sich Schopenhauers Randglosse bezieht, folgt
jeweils, durch ein vorangesetztes Sch gekennzeichnet, die Randglosse selbst,
in der meist flüchtigen, mit Abkürzungen durchsetzten Form des Originals.
Ein in Klammem angefügtes 1'. (Tinte) oder BI. (Bleistift) weist darauf
hin, ob sie aus früherer oder späterer Zeit stammt: in der Spätzeit hat
Schopenhauer ausschließlich den Bleistift benutzt. Diese Angaben treten
ergänzend zu anderen, inhaltlichen und aus der Art der Eintragung selbst
gewonnenen Kriterien für den Zeitpunkt der Niederschrift: Ist es die engere,
uerlichere Handschrift des jungen Mannes, ist es die weiträumige Alters-
handschrift?
Von der Veröffentlichung ausgeschlossen blieben nur die umfangreichen
Randschriften zu den fünf Werken Kants, die in dem (heute noch erreich-
baren) XIII. Bande der Deussenschen Ausgabe veröffentlicht sind - ihre
Wiedergabe, bei der überdies, nach dem Verlust der Sammlung Gruber, eine
Nachprüfung nicht mehr möglich gewesen wäre, hätte den verfügbaren Raum
bei weitem überschritten.
Wir wissen längst: Schopenhauer geht mit menschlichen Unzulänglich-
keiten aufs schärfste ins Gericht. Seine Strafreden richten sich gegen einzelne
Persönlichkeiten, gegen ihre Dummheit, Unwahrhaftigkeit und Niedertracht,
gegen die Windbeutelei des Fichte, die Unredlichkeit &hellings, die Charla-
tanerie des .Unsinnschmierers" Hegel. Worte wie asinus, Humbugh, Platt-
kopf, Philister, gelogen, zeugen von einer kritischen Schonungslosigkeit, zu
der sein überlegener Geist oft genug herausgefordert wurde. Mit der gleichen
Schärfe aber trifft er geistige Haltungen im allgemeinen, religiöse Dogmen,
philosophische Narreteien, nationale Beschränktheiten und Uberheblichkeiten.
Er scheut sich nicht, von deutschen Faslem und Sudlern zu sprechen oder die
deutsche Nation für die dümmste zu erklären, er verdammt den Obskuran-
tismus und die Bigotterie der Engländer und die Eitelkeit der Franzosen, er
verurteilt die jüdische Religion, - ihren Grundcharakter aus Realismus und
Optimismus, den er in manchen Erscheinungsformen der abendländischen
Geisteswelt wiederfindet. Aber er weiß wohl zu unterscheiden. Er hat unter
den Deutschen von Jugend auf immer wieder Menschen gefunden, die seinen
Lebensweg auf weite, gute Strecken hin begleitet haben, er hat im gesellschaft-
lichen Umgang die Engländer bevorzugt, er hat den jüdischen Anwalt Mamn
Emden als seinen besten langjährigen Freund bezeichnet, über dessen Tod er
untröstlich war, und er hat einen jüdischen Gelehrten, Julius Ftauenstädt,
vertrauensvoll zu seinem literarischen Testamentsvollstrecker bestimmt. Wir
haben keine seiner harten Äußerungen über Institutionen oder Persönlich-
keiten unterdrückt. Wir glauben, bei den Lesern und Benützern dieses Bandes
das gleiche Unterscheidungsvermögen voraussetzen zu dürfen, von dem
Schopenhauer sich geleitet sah.
XXXIV

Dagegen ist noch von einer Beschränkung anderer Art zu reden: Es konnte
nicht darum gehen, jedes Ausrufungs- und Fragezeichen, jeden Randstrich
Schopenhauers wiederzugeben: wir hätten diesem Band vielleicht zehn wei-
tere zur Seite stellen müssen. Es konnte nicht einmal darum gehen, die zahl-
reichen Druckfehierverbesserungen und Konjekturen Smopenhauers, etwa zu
den Werken Platons, des Aristoteles. Shakespeares vollständig zu verzeich-
nen. Sie sind - für eine Zeit, in der die neuen, von Wilhe1m Grimm und
Lammann entwickelten Methoden der Textkritik vielfältiger Anwendung
entgegensahen - manmmal bemerkenswert genug. Man sieht, um ein Bei-
spiel für manme andere zu geben, mit überraschung, wie die Textverbesse-
rungen in Sdlleiermamers Heraklit bereits wesentliche Ergebnisse der neueren
Textkritik vorwegnehmen. Wir haben versucht, aus der Fülle des Materials
solme wimtigen Verbesserungen herauszuheben - Vollständigkeit in der
Wiedergabe aller dieser Korrekturen und Konjekturen hätte nochmals einen
eigenen Band erfordert.
Die Absimt, die der Bearbeitung dieses Katalogs zugrunde lag, führt in
andere Rimtung: Es galt, eine Gesamtübersimt über die Quellen zu schaffen,
aus denen Schopenhauer seine umfassende Bildung geschöpft hat, es galt, die
Fäden aufzudecken, die aus seiner Bibliothek in seine eigenen Werke hinüber-
führen. Immer wieder stellte sich die Frage, wann er ein bestimmtes Buch zu-
erst gesehen, wann er es erworben hat, wo es in seinen Werken, seinen nach-
gelassenen Aufzeichnungen, seinen Briefen und Gesprächen erwähnt oder
zitiert wird. Wir verzeichnen diese Erwähnungen und Zitate und suchen wie-
der ihren Zeitpunkt zu bestimmen: wir setzen jeweils in Klammern hinzu, in
welcher Auflage eines Werkes sie zuerst erscheinen. Vielleicht möchte man
wissen, welche Ausgabe eines Werkes Schopenhauer benützt hat, wie sich von
dieser Ausgabe her die Form seines Zitats bestimmt, mehr noch: seine Ein-
stellung zum Werk und zum Verfasser. Man fragt, ob das Buch Belege zu
Schopenhauers Lehre geliefen. ob es Anlaß zur Verdeutlichung oder Fort-
führung eines Gedankens gegeben hat, zur Einfügung einer episodischen
Betrachtung oder auch zu einer heftigen Zurückweisung, wie sie etwa die
Sdlrift .De La vic et de L'intelligence- von Flourens im 2. Band des Haupt-
werkes erfahren mußte. Die gegebenen Daten erweisen sich oft genug als
braudtbare Forschungshilfen.
Den Hinweisen, die wir geben können, folgen abschließend Mitteilungen
über den Verbleib des Buches, über die Wege, die es seit Schopenhauers Tod
genommen hat, über den heutigen Besitzer. Leider steht an Stelle dieser
Angaben allzuoft ein Fragezeichen.
Anhangsweise geben wir den Nachweis und die übersetzung der Zitate.
Von der übersetzung sämtlicher fremdsprachiger Stellen mußte abgesehen
werden; sie hätte den Rahmen dieses Bandes gesprengt.
Unsere Veröffentlichung, deren erste, sammelnde und registrierende An-
fänge nun etwa drei Jahrzehnte zurückliegen, ist manchem Helfer und För-
xxxv
derer verpflichtet. Ich danke vor allem der Enkelin Wilhelm von Gwinners,
Frau von Wedel, für ihre nie versagende Hilfsbereitschaft, ich danke meinem
Freunde Eric F. l. Payne (Crowborough, Sussex) für mühevolle und ergeb-
nisreiche Nachforschungen in der Bibliothek des Britischen Museums, ich
danke für wertvolle Hilfe und Auskünfte meinen Freunden Professor Dr.
lan Aler (Universität Amsterdam) und Franz Brahn (Feldmeilen, ZH,
Schweiz), den Herren Fritz Bamberger (New York) und Dr. Wemer Hoch-
heim (Halle/S.), dem Direktor der Zentralbibliothek Zürich, Herrn Dr. Paul
Scherrer, und Herrn Dr. Frauendorfer (L'art ancien, Zürich), weiter der
Bayerischen Staatsbibliothek München, der Deutschen Staats bibliothek Ber-
lin, dem Verlag F. A. Brockhaus, Wiesbaden, dem Germanischen National-
museum, Nürnberg, dem Philologischen Seminar der Universität Heidel-
berg, dem Erasmushaus, Haus der Bücher, Basel, Herrn Dr. Gy. Pajkossy
(Orszagos Szfch6nyi Könyvear, Budapest), und nicht zuletzt drei Männern,
die dieser Dank nicht mehr erreicht: Prof. Paul Nikolaus Cossmann, Mün-
chen, Prof. Hans Oellacher, Salzburg, und Rudolf Frhrn. von Simolin, See-
seiten am Würmsee. Ein besonderer Dank gilt schließlich meiner Frau Ange-
lika, die mir wieder bei der Erstellung des Manuskripts und bei den Korrek-
turen zur Seite $tand. A. H.

Anmerkungen
') Vgl. Eridt Biehahn: Das erste Bum, in dem Arthur Schopenhauer genannt
...ird. XXIV.jahrb. der Schopenhauer-Gesellsdtaft 1937, S. 158.
0) Anthime Gr6goire d. BJesimaire an Anhur Sm., 31. 10. 1800. In: Der Brief-
wedtsel Arthur Smopenhauers. In: Arthur Smopenhauers sämtlidte Werke. Heraus-
gegeben von Paul Deussen (künftig abgekürzt D, mit folgender römiseher Bandzahl),
XIV, S.7.
") Johanna an Arthur Seh., 4. 8. 1803. D XIV, S. 11.
t) Parerga und Paralipomena, 11, 670; I, 513.
I) Johanna an Arthur Seh., 16.5. 1806. D XIV, S.25.
t) Anthime Gr~goir.e an Sch., 5. 11. 1806. D XIV, S. 74.
') D XVI, S.96-101.
8) Seh. an F. A. Wolf, 24. 12. 1813. D XIV, Nr. 87.
0) Seh. an Böttiger, 24. 4. 1814. D XIV, Nr. 92.
lO) Sch. an Liehtenst.in, Dezember 1819. D XIV, Nr. 144.
") Sch. an Oo.nn, 20. 4. 1822. D XIV, S. 3-48 f.
11) Sch. an Osann, 29.10. 1822. D XIV, S. 353.
18) Seh. an Friedrieh Frommann, 4.11. 1813. D XIV, S. 157.
") Schop.nhauee-Bibliothek, Katalog Josoph Baor & Co. 1905, Vorwort.
") Sch. an Frauenstädt, 12. 10. 1852. D XV, S. 170.
") Seh. an Frauenstädt, 12. 10. 1852. D XV, S. 172.
17) W 11, S. 508.
") Sch. an Feauenotädt, 17.3.1853. D XV, S. 185.
lO) Wilhelm Gwillner: Sehopenhaucr's Leben. 2. Aufl., Leipzig 1878, S. 434;
3. Aufl., Leipzig 1910, S. 281.
XXXVI

10) Der BriefwemseI Wilhelm von Gwinner - Carl G. Bähr. Mitgeteilt von
Arthur Hübscher. XXX. Jahrb. 1943, S.264.
") Nach Mitteilung von Hugo VOn Meltzl (Klausenburg) an Eduard Grisebach.
Vgl. Gri. 88, S. 140.
••) Die Bibliothek des Dichters Eduard Grisebadt. Versteigerung Dienstag, den
29., Mittwoch, den 30. April und Donnerstag, den 1. Mai 1930. Martin Breslauer.
Berlin W 8, S. 107.
..) Vgl. Anm. 14.
M) Max Goldstein: Sdtopenhauers Randbemerkungen zum Nibelungenring, Deut-
sches Montagsblatt, 1882; Hermann Ritter: Schopenhauers Randbemerkungen zum
.Ring des Nibelungen". Neue Musikzeitung, XXVI. Jahrg. (1904), Nr.2. - Cay
vOn Brockdorff: Beiträge über das Verhältnis Schopenhauers zu Spinoza. Hildes-
heim 1900. - (Zu Goethe:) Katalog der Sammlung Kippenberg. Leipzig 1913, S.246.
- Carl Gebhardt: SdlOpenhauer gegen Augustinus. XVIII. Jahrb. 1931, S. 263-
313. - Eugen Diesel: Schopenhauers Armer Heinrich. Deutsche Rundschau, 62.
Jahrg. Oktober 1935, S. 11-16. - Arthur Hübscher: Schopenhauers Bibel. XXV.
Jahrb. 1938, S.296-298.
") Vgl. den Archivbericht von Anhur Hübscher, XXV. Jahrb. 1938, S. 379 ff.
") Vgl. .Die Berliner Autographen-Mappe", Nr. 141 (1951}, S.17/18; Arthur
Hübscher: Notizen zu ScheIling, XXXIV. Jabrb. 1951152, S. 95-97; Arthur Hüb-
scher: Verlorene SdlOpenhaueriana, XXXV. Jahrb. 1953/54, S.88-89.
") Vgl. Gespräche, S. 121, 78, 118.
!8) Vgl. XXX. Jahrb. 1943, S. 298 f.
10) Vgl. Gespräche, S. 199 f.

Gebrauchte Abkürzungen

Die Werke Schopenhauers werden nadl den Bänden der kritischen Gesamtausgabe
VOn Armur Hübscher, 2. Auflage, Wiesbaden 1946-1950 (ed. H), zitiert:
G Ueber die vierfache Wurzel des Satze. vom zureichenden Grunde (in
Band I der Ausgabe)..
F Ueber das Sehn und die Farben (in Band I der Ausgabe).
C Commentatio undetima aponens Theoriam Colorum Physiologieam (in
Band I der Ausgabe).
WI Die Welt als Wille und VorstelIung. Erster Band (Band II der Ausgabe).
W II Die Welt als Wille und Vorstellung. Zweiter Band (Band III der Aus-
gabe).
N Ueber den Willen in der Natur (in Band IV der Ausgabe).
E Die beiden Grundprobleme der Ethik (in Band IV der Ausgabe).
PI Parerga und Paralipomena. Erster Band (Band V der Ausgabe).
P II Parerga und Paralipomena. Zweiter Band (Banil VI der Ausgabe).

Der Nachlaß wird nach den folgenden Veröffendidlungen zitiert:


HN I (- V) = die vorliegende Ausgabe: Arthur Schopenhauers Handschrifdidler
Nachlaß, Band I(-V). Herausgegeben von Armur Hübscher.
Frankfurt a. M. 1966 Ir.
XXXVII

GNI (-IV) Arthur Sdtopenhauer's handschriftlicher Namlaß. Herausgegeben


von Eduard Grisebach. Zweiter, hie und da berimtigter Abdruck,
Band 1(-4). Leipzig [1900 (1895, 1895, 1901)].
DVI Arthur Smopenhauers sämtliche Werke. Herausgegeben von Paul
Deussen. Sechster Band [Enthält die kleineren Namlaßsmriften:
Bolthazar Gradan's Hand-Orakel; Ueber das Interessante: Eristi-
sme Dialektik; Veber die Verhunzung der deutsmen Sprache.]
Herausgegeben VOn Franz Mod<rauer. München 1923.
DIX Arthur Schopenhauers sämtlime Werke. Herausgegeben von Paul
Deussen. Neunter Band. Philosophische Vorlesungen. Herausgege-
ben von Fran:. Mod<rauer. Erste Hälfte. München 1913.
DX Arthur Schopenhauers sämtliche Werke. Herausgegeben von Paul
Deussen. Zehnter Band. Philosophische Vorlesungen. Herausgeg.e-
hen von Franz Moa.rauer. Zweite Hälfte. München 1913.

Für die noch unverölfentlimten Teile des Nachlasses mußten die folgenden Manu-
skriptbümer Schopenhauers herangezogen werden:

Titel: Angefangen: Schopenhauers Naddaß:

Reisebuch September 1818 Nr.17


Foliant Januar 1821 Nr.12
Brieftasche Mai 1822 Nr.11
Quartant November 182" Nr.tl
Adversaria März 1828 Nr. 7
COgitata Februar 1830 Nr. I
Cholerabuch September 1831 Nr.l"
Pandekt.. September 1832 Nr. 9
Spicilegia April 1837 Nr.IO
Senilia April 1852 Nr.ll

Der BriefwemseI Schopenhauen wird nach der drei bändigen kritischen Ausgabe
zitiert:
D XIV = Anhur Schopenhauers sämtlime Werke. Herausgegeben von Paul
·Deussen. Vierzehnter Band. Der BriefwemseI Arthur Schopenhauers.
Erster Band (1799-1849). Herausgegeben von Carl Gebhardt. Mün-
<hen 1929.
D XV Anhur Schopenhauers sämtliche Werke. Herausgegeben von Paul
Deussen. Fünfzehnter Band. Der Briefwechsel Arthur Schopenhluers.
Zweiter Band (1849-1860). Herausgegehen von Arthur Hübscher.
München 1933.
D XVI Arthur Schopenhluers sämtliche Werke. Herausgegeben von Paul
Deussen. Semzehnter Band. Der Briefwechsel Arthur Sdlopenhauers.
Dritter Band. [Enthält: S. 1- 40: Nachträge zum Briefwechsel Arthur
Sdlopenhauers; S. 41-52: Nachgelassene Verse; S. 53-60: Widmun-
gen; S. 61- 92: Autobiographisme Aufzeichnungen nach dem vemich-
XXXVIII

teten Manuskript .tc; tnu~ov; S.93-190: Dokumente zur Lebeno-


ge,mimte Smopenhauer,; S. 191-596: Lesarten und Anmerkungen;
5.597-720: Ubersetzung der fremdspramigen Stellen und Nachweis
der Zitate; S. 721-764: Berichtigungen zum 1. Bande der Briefe;
5.764: Berichtigungen zum 2. Bande der Briefe; 5.765-792: Namen-
register.] Herausgegeben von Arthur Hübscher. Münmen 1942.

Die Gespräche Arthur Schopenbauers werden nam der in den Jahrbüchern der
Smopenhauer-Gesellschaft erschienenen kritischen Ausgabe zitiert:
Gespräche = Arthur Schopenhauers Gespr.me. Herausgegeben von Arthur Hüb-
smer. (XX. Jahrbuch der Schopeohauer-Gesellschaft 1933.)

Die Jahrbücher der Schopenhauer-Gesellschaft - seit dem XXXII. Bande: Schopen-


hauer-Jahrbücher - (I-VIII, 1912-1919, herausgegeben von Paul Deussen; IX
-XII, 1920-1923/25, herausgegeben von Franz Mockrauer; XIV-XXIII, 1927-
1936, herausgegeben von Hans Zint; XXIV und folgende, 1937 ff., herausgegeben
von Arthur Hübsmer) werden mit römismer Band- und folgender Jahreszahl zitiert,
z. B.: I. Jahrb. 1912.

Weitere Abkürz.ungeD:

A.V. Amtliches Verzeichnis


1. (2. 3.) A. 1. (2. 3.) Auflage
HE Handexemplar
Br. brosmiert
Kart. kartoniert
Ppbd. Pappband
Ssntbd. Sarsenetband
Lbd. Leinenband
Ldbd. Lederband
Hfrzbd. Halbfranzband
Hldbd. Halblederband .
Sldbd. Schweinslederband
Pgmbd. Pergamentband
T. Tinte
Bl. Bleistift
Bg. Bogen
Die Bibliothek Sd.lOpenhauers
3

Philosophie

ABAILLARD, PIERRE (ABAELARDtlS, PETRtlS)

Dialogus inter Philosophum, Judaeum et Christianum. Ex Codicibus biblio-


thecae Caesareae Vindobonensis nune peimum edidit Fr. H. Rheinwald. Bin:
Th. Enslin 1831. 8°. [1]
A.V. 235 - B 71 - Verbleib?
-, -: Epistola, quae est Historia calamitatum suacum ad amicum scripta,
Heloisae et Abaelaedi epistolae quae feeuntur quatuoe priores add. codd.
Amboesii et Rawlinsonii variis lect. ed. }. C. Orellius. Turin 1841. 4°. [2]
A.V. 448 - Gri 88 (.Zürid. 1841"} - Verbleib?

ABEGG, JULIUS FRIEDlllCH HEINRICH

Die verschiedenen Strafrechts-Theorien in ihrem Verhältnisse zu einander


und zu dem positiven Rechte und dessen Geschichte. Eine criminalisusche
Abhandlung. Neustadt a. d. 0.: J. K. G. Wagner 1835.180 S. 8°. Ppbd. [3]
A.V. 312 - Verbleib?

ABICHT, }OHANN HEINRICH

Philosophie der Erkenntnisse. Thl. 1. 2. Baieeuth: Lübeck 1791. 8°. [4]


A.V. 439 - Verbleib?
-, -: Neues System eines aus der Menschheit entwickelten Naturrechts.
Baireuth: Lübeck 1792. 8°. [5]
A.V. 303 (Bayreuth 1792) - Verbleib?
-, -: Neues System einer philosophischen Tugendlehre aus der Natur der
Menschheit entwickelt. Lpz: Barth 1790. 8°. [6]
A.V. 408 - Verbleib?
Unklar bleibt die Angabe von B 71: .Ein Packet von 13 Bdn. philosoph. Schriften
von Abic:ht ... u. A.·

ACHEN'IIV ALL, GOTTFlUED

Jus naturae, in usum auditOcum ... Ediuo sexta .•• GÖtt: V. Bossiege11767.
8°. [7]
A.V. 330 - Verbleib?
4

AGRIPPA VON NETTESHEIM, HENRICUS CORNELIUS

Opera, quaecumque hactenus vel in lueem prodierunt vel inueniri potuerunt.


Omnia in duos tonlOS eoncinne digesta et diligenti studio recognita. Lugduni,
per Beringos fratres s. a. 15 BI., 779 S.; 24 BI., 1139 S. 8°. Pgmbde. [8]
Möglicherweise kommt außer dieser, in kursiv gedruckten Ausgabe auch einer der
beiden Nachdrucke in Antiqua, s. a., in Betracht.
A.V. 637 (Opera, 2 voll. Ludg. s. a.) - B 71 (.stockSeckig") - Verbleib?
Sch. zitiert Bd. 1 der • Werke" Agripp.s GN, IV, § 161 (aus .Adversaria", S. 337,
d. i. 1829). Das Zitat aus de occulla philophia /ibn IrtI (N, 119 f.) dürfte ebenfalls
den. Werken" entnommen sein, während das Motto zum 2. Buch des Hauptwerks
W I, 111 (vgl. autb N, 127), aus Joh.nn Beaumont: Historistb-Physiologisch- und
Tbeologistber Traetat, Halle 1721, stammt. Vgl. [975].
-, -: De inventione dialectica libri tres. Cum scholiis J. Mathaei. s.l.
[Coloniae] 1528.4°. Holzbd. [9]
Beigebunden:
1. B u d dan: Sophismata, 1493 [95].
2. Petrus de Alyaeo: Traet.tu., 1489 [11].
3. Mag i. t e r M art i n u s: Tractatus eonsequentiarum, 1489 [332].
A.V. 444 - B 80 (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'sche Randglossen") - Ver-
bleib?
-, -: Oe Incenitudine Ilc. Vanitate omnium seienuarum et anium liber,
lectu plane jucundus Ilc. elegans. Cum adjecto indice capitum. Aceedunt duo
ejusdem Auetoris libelli; quorum unus est de Nobilitate et Praecellentia foe-
minei sexus, ejusdem supra virilem eminentia; Alter De matrimonio seu
eoniugio lectu etiam jucundissime. Francof. Ilc. Lips: Haered. Plenerianorum
1714. XX (Widmung, Praefatio ad Lectorem), 660 S. Pgmbd. [10]
A.V. 638 - Verbleib?
Sch. A. Ersatzaemplar.
Ein Zitat: N, 114 (erst 2. A. 1854).

AILLY, [PI1lRlll! 0'] [PETIlUS OE ALLYAco]

Traetatus duo conceptuum er insolubilium - Tractatus de arte obligandi.


Parisiis 1489. . [ 11]
Angebunden an Ag r i p pa: De inventione dialectica [9].

ALBERTUS MAGNUS

Philosophia naturalis. s. L e. a. [Impressum Basilee cura atque sollenia


Michalis Furter 22. Junij Anno 1506.] 133 unnumm. S. 8°. Steif br. [12]
5

Exlibri •. - Auf dem Titelblatt: Arthur Schopenhauer lal2. - Keine Striche und
Randglo"en.
A.V. H6 - Gw 118.
-, - : De mirabili seientia Dei. Pars 11. Basileae 1507. Fo!. [13]
A.V. 17 - Gri 88 - Verbleib?
-, -: De Secretis mulierum item de virtutibus Herbarum, Lapidum er
Animalium. Amstelodami 1702. 16°. Frzbd. [14]
A.V. 119 - Gw 98. Verloren.

[ALEMBERT, JEAN LE ROND D']

Melange, de literature, d'histoire et de philosophie. Vol. I. H. IV. V. Amster-


dam: Zacharie Chatelain 1759-1767. 12°. [15]
A.V. 827 (ohne Val. UI) - Verbleib?
-[, -]: Esprit, maximes et principes. [Publie par J. Chas.] A Geneve, et
se trouve a Paris: Briand 1789.12°. [16]
A.V. 842 - B 71 - Verbleib?

ALEXANDRE DE HALEs

Alexandri ab Ales Dies geniales. Libri VI. Hanoverae 1610. Pgmbd. [17]
A.V. 130 - Verbleib?

ANAXAGORAS CLAZOMENIUS

Fragmenta quae supersunt omnia, eolleeta commentarioque iIIustr. ab Ed.


Schaubam. Aceed. de vita et philosophia Anaxagorae eomment. duae. Lips:
Wöller 1827. 8°. [18]
Angebunden an He m sen: Anaxagora. Clazomenius ... [229].

ANTISTHENES

Fragmenta. Nune primum collegit et edidit Aug. Guil. Windtelmann. Turiei:


Meyer et Zeller 1842. 8°. Ppbd. (Sammelbd.). [19]
Beigebunden:
1. Babrii Fabulae etfabularumFragmenta, 1835 [1316];
2. K 0 e n i g: De Aristidis incubatione, 1818 [891];
3. F I 0 r e. Graecorum Tragicorum, 1835 [1325];
4. Fis c her: Comment. de Origenis Tbeologi., 1846 [660].
6

A.V. 499 - B 71 - Verbleib?


Sth zitien Antisthen.. nach Plutard. (W I, 1(4) und nad. Diogenes Lacrtius (P 11,
667).

ANTONINUS, MAIlCUS AlJlU!LIUS

Tciiv d~ rou'tOv pLpAia LW. Eorum quae ad seipsum libri XII. [Edidit R. Ibbet-
son.] Oxoniae, e theatro sheldoniano, 1704. 246 S., Index. 8°. [20]
A.V. 519 - Verbleib?

ANTONIUS A SANCTA ClllJCE

De Microcosmo libri duo. Qui quae de duplici Statu Hominis, hoc paruo
volumine continent. Venerii.: Ex officina Valuasensiana 1649. 141 S. 16°.
Hfrzbd. [21]
A.V. 96 (.Zehn diverse Bändd.en, Sdlriften v. Er. Roterodamus, Th. a Kempis,
Antonius und einigen Andern enthaltend") - Gw 148. Verloren.

ApUJ,EJUS, LuClus
Opera. ad optima. editiones collata. Editio accurata. Biponti: Typogr. socie-
tatis 1788. Vol. I. II. XXXVIII, 279; 375 S. 8°. 2 Ppbde. [22]
Exlibris. - Auf dem Vonarzblau von Vol. II Namen'eintrag: Ar/hllr Schoptn-
hfIMtr. - Einzelne Strid.e.
A.V. 579 - Gw 292.
Die Ausgabe hat seit 1844 ihre Spur.en in Sth', Werken hinterlassen; zahJreime
Zitate, meist unter ausdtüddimer Anfübrung der cd. Bip.: W 11, 169 (1844)-; G, 104
(1847); PI, 44 (Zusatz im HE), 224, 266 (Zusatz im HE), 402; P H, 352 (Zusatz
im HE), 441, 473 (Zusatz aus .Spicilegia" 314, d. i. 1845); E 53, 241 f. (erst 2. A.
1860).

AQlJlLIANI, SCIPIONE

De Placitis philosophorum qui anre Aristote1em floruerunt. Studio et opera.


Georgii Moralis ... Ex scriniis paternis commentarios ... adjecit Philippi
Jacobi Crophii tracratione de gymnasiis litterariis Atheniensium annota-
tionibus emendata aUltit Carolus Fridericus Bruckerus ... Lips: Kom 1756.
4°. Hfrzbd. [23]
Beigebunden .noch mehrere kl. Abhandl." (A.V.).
A.V. 458 - Gri 88 - Verbleib?
7

ARISTOTELES

Aristoteles Graece ex recensione Immanuelis Bekkeri. Edidit Academia Regia


Borussica. Berol: Georg Reimer. Vol. I-IV. 1831-1836. (Vol. IV: Aristo-
teles larine interprecibus variis.) 4°. Hfrzbde. [24]
A.V. 464 - Gw 2. Erhalten nur, in schwer beschädigtem Zustande, Val. I (789 S.)
und Val. IV (750 S.}. - Exlibris in beiden Bänden. - Zahlreiche Striche, Rand-
glossen und handsduiftliche Kolumnentitel über den Seiten (meist T. und meist aus
früher Zeit) in Vol. 1.
Diese Ausg.be, deren Titel er schon in einer Liste von Büchern am Schluß des
.Choler.buches· notiert, liegt Sc/,', zahlreichen Zitaten aus Aristoteles zugrunde.
Die Ausgabe von Buhle, die er nach Gw, 2. A., S. 83, schon 1809 besaß und nach der
er no<h in der Eristischen Dialektik zitiert, scheint er nach dem Ers<heinen der Aus-
gabe Bekker weggegeben zu haben, die Ausgabe Paris 1654, die den Auszügen in
HN Ir zugrundeliegt, hat er nur, vom 8.8.-7.9.1815 und vom 18.-26.8.1818,
in der Dresdner Bibliothek entliehen.
APlOWtEAOU' Kat ElEOCPQQOWtJ .0 flE'O .0 cpUOLKO. - Aristotelis et Theo-
phrasti Metaphysica. Edidit Frid[erieus] Sylburgius. Franeof: herooes A.
Wecheli, 1585.4°. [25]
A.V. 465 - Verbleib?
Aristotelis Aliorumque (Marei Antonii Zimarae, Alexandri Aphrodisei et
Plutarchi) Problemata. Cui de novo accessere Jul. Caesaris Scaligeri Pro-
blemata Gelliena. Amstelodami: J. Janssonius 1643. 352 S. 12°. [26]
A.V.? - Gw 149. Verloren.
Zu AristoteIes vgl.:
Bar bus (Paulus) Soncinatus [50];
Fee h n er, Hermann Adolph [172];
Mai m on, Salomon [349];
P hili p p s 0 n, Ludwig [401];
P h il 0 po nos, Joannes [405];
T h i e1, Heinrich [553];
T ren dei e n bur g, Friedri<h Adolph [562].

ASCHER, SAUL

Eisenmenger der Zweite. Nebst einem vorangesetzten Sendschreiben an den


Herrn Professor Fichte in Jena von S[aul] Ascher. Berlin: Carl Ludwig
Hartmann 1794. XX, 92 S. 8°. [27]
Angebunden an Heu s i n ger: Veber das ... System Fi<hte's [239].
Sch. A. Ersatzexemplar.
-, -: .Eine Abhandlung". [28]
Angebunden an: Vebersetzung des K 0 hel e t h, von Moses Heinemann [732].
8

In Betracht kommen folll"nde Schriften Aschers:


1. Leviathan. oder über Religion in Rüduicht des Judenthums. BIn: Franke 1792.
8°.
2. Napoleon. oder über die Fortsmritte der Regierungen. BIn: Lange 1808. 8°.
3. Skolien. oder Fragmente der Philosophie und Kritik. BIn: Beliz 1790 [später
unter dem Titel: Betrachtungen über Empfindungskraft. 1793].

AsCHPANUS. GRATIANUS [KoECHI!R. ]OHANN CHllISTOPH]

De Superstitione erudita sen lineraria libellus. Coloniae 1728. 126 S. 8°.


Ppbd. [29]
A.V. ? - B 71 - Gri 88 - Verbleib?

&HEll. DAVID

Arthur Schopenhauer's Ansicht über Musik. [Unterzeichnet: Dr. D. Asher.]


In: Anregungen für Kunst. Leben und Wissenschaft. Unter Mitwirkung von
Schriftstellern und Künstlern herausgegeben von Dr. Franz Brende!. Ersten
Bandes viertes Heft. Lpz: C. Merseburge" [April] 1856. 8°. S.187-197.
Mit Strichen Seils (BI.). [JO]
Angebunden an B ä h r: Die Smopenhauer'sche Philosophie [47].
Der Verfasser bat das Heft im Juli 1856 Sch zugesandt. Sch's Dankesbr~f vom
20.7. 1856 CD XV. Nr.619) enthält einige kritische Bemerkungen. Der Aufsatz
wurde. zusammen mit einem z ....eiten. im November 1860 erschienenen. später in
Ashen Buch .Arthur Schopenhauer. Neues von ihm und über ihn". Berlin 1871.
abgedruckt.
-. -: Der religiöse Glaube. Eine psychologische Studie. Als Beitrag zur
Psychologie und Religionsphilosophie. Lpz: Amold 1860. VIII. 91 S. 8°.
A.V. 224 - Verbleib? . [31]
Das Bum wurde bereits 1852 geschrieben. bevor Asher Sch', Philosophie kennen
gelernt hatte. Sch an A.• 1. 4. 1860: .Ich habe kein Exemplar von Ihnen erhalten. je-
doch eines gekauft. wiewohl gegen meine Absicht. Der Bumhändler sdIickte mir eines
zur Ansicht. und in dem Wahn. es wäre von Ihnen für mim eingesd.ic:kt.schnitt ich es
sofort auf. habe es also behalten müssen. Jedoch habe ich es nicht gelesen: ich stieß
nämlich sogleidt auf S.32 und auf die Anmerkung S. 44. darin die Haupt·Religion
auf Erden qHiI. coolll];y ignorirt .... ird: Demnach ist dieses Buch mir ganz anti-
pathisch. und bleibt ungelesen" CD XV, 813}. Vgl. auch den nädtsten Brief an Asher.
15.4.1860 (D XV. 814).
-. -: Arthur Schopenhauer als Interpret des Göthe'schen Faust. Ein Er-
läuterungsversuch des ersten Theils dieser Tragödie. Lpz: Arnold 1859. VII.
72&~ [~
A.V. 223 - Verbleib?
Sch. A. 961 (Ersatzexemplar).
9

Ober dieses .Herrn Dr. Arthur Schopenhauer %u seinem 71sten Geburtstag als Zei-.
chen der tiefsten Verehrung hochachtungsvoll zugeeignete· Buch äußert sich Sth aus-
führlich in seinem Dankesbrief vom 9.3. 1859 (D XV, Nr.746). Vgl. auch Sth an
von Doß, 1. 3. 1859 (D XV, Nr. 740), an Brockhaus, 7.3.1859 (D XV, Nr.745) und
an Asher, 15.4.1859 (D XV, Nr. 750).
-, -: Offenes Sendschreiben an den hochgelehrten Herrn Dr. Arthur Scho-
penhauer. Lpz.: Dyk 1855. 20 S. 8°. [33]
Einzdne Striche (BL), keine Randschriften.
Angebunden an M ü I I er: Die Entstehung des Menschengeschlecht. [914].
Asher schickte die Abhandlung im Juni 1855 Sch %u, dieser dankte am 16.6.1855:
•.•. Erwarten Sie jedoch nicht, daß ich auf die Conuoverse eingehe. ." (D XV,
Nr.553).

[AUGUSTI, ]OHANN CHRISTIAN WILHELM]

Die Erscheinungen des Engel Gabrie!. 1. Heft. Oder: Der Engel Gabriel und
Johann G. Fichte. Lpz.: 1799. 8°. [34]
Angebunden an Heu s in ger: Ueber das System Fichte's [239].
[-, -:] 2. Heft. Oder: Der Erzengel Gabriel und die Gebrüder Schlegel.
Gabrielopolis [Lpz.] 1799.8°. [35]
Angebunden an Heu s i n ger: Ueber das System Fichte's [239].

AUTENRIETH, ]OHANN HEINRICH FERDINAND VON

Ueber den Menschen und seine Hoffnung einer Fortdauer, vom Standpunkte
des Naturforschers aus. Tüb: Laupp 1825. 8°. . [36]
A.V. 391 - B 71 - Verbleib?

BAADER, FRANZ XA VER VON

Ueber die Begründung der Ethik durch die Physik. Gelesen in einer öffent-
lichen zur Feier des Namenstages seiner Majestät des Königs 1813 gehaltenen
Versammlung der K. Akademie der Wissenschaften. München: Stoeger 1813.
4°. Ppbd. [37]
Auf dem Vorsatzblatt von Sth', Hand:
Auch nicht ein einziger armer Gedanke in der ganzen Saal b a ade r e i! Der
Kunstgeist dieses Wichts besteht darin, durch einen hochtrabenden, schwierigen,
schwetfälJigen, vornehmthuenden Stil, glauben machen zu wollen, es wären Gedan-
ken da, sie wären nur so fein, daß man sie nicht finden könne.
·A.V. 16 - B 71 - Erworben von der Stadtbibliothek Bad Homburg v. d. H. (vgl.
XXVII. Jahrb. 1940, S. 228 ff.}. Verschollen.
10

- , - : Bemerkungen über einige antireligiöse Philosopheme unsrer Zeit.


Lpz: Kar! Tauchnitz 1824. 66 S. 8°. [38]
Exlibris. - Rückensmild von Sch', Hand. - Keine Strime und Randbemerkungen.
Beigebunden :
1. Ba ade r: Berträge zur Elementar-Phisiologie, 1797 [39];
2. T r 0" I er: Elemente der Biosophie [563];
3. Fries: Fimte's und Schelling's neueste Lehren, 1807 [204];
4. Bar d i 1 i: Ursprung des Begriffes von der Willensfreiheit, 1796 [53].
A.V. 344 - B 71 (3 und 4 als .nom einige philos. Abhandlungen VOn Fries und
Bardili") - B 80 (nimt in der Abtheilung .Smopenhauer'sme Randglossen ") -
Tr 37, Nr.l08, verkauft an Baron Neufforge, Davos - Seit 1964 Germanisme,
Nationalmuseum, Nürnberg.
- , - : Bey träge zur Elementar-Phisiologie. Hambg: Carl Ernst Bohn 1797.
4 S. Widmung u. Vorrede, 90 S. Text. 8°. [39]
Einige Randstrime (BI.).
Angebunden an B a ade r: Bemerkungen über einige antireligiöse Philosopheme
[38].
- , - : Bey träge zur dinamischen Philosophie im Gegensaze der mechani-
schen. Bin: Realschulbuchhandlung 1809. VIII, 158 S. BO. [40]
A.V. 345 - B 71 - Verbleib?

BACHMANN, CAIlL FIlIEDIlICH

Anti-Hege!. Antwort an Herrn Professor Rosenkranz in Königsberg auf


dessen Sendsdueiben, nebst Bemerkungen zu der Recension meiner Schrift
über Hegel's System in den Berliner Jahrbüchern von Herrn Professor Hin-
richs in Halle. Ein unentbehrliches Actenstück zu dem Processe gegen die
Hege!'sche Schule. Jena: Cröker 1835. VI, 198 S. BO. Ppbd. (Sammelbd.).
[ 41]
Exlibris. - Titel auf dem Rücken,child von Sch gesmrieben. - Zahlreiche Strime,
einige Randbemerkungen. - über S. 58, Sch: Hegelei, bündig p. 80; über S. 80:
Hegelei: bündig p. 58; über S. 87: Hegelei.
Beigebunden:
1. Sc h r öde r: Oratio, 1825 [516];
2. D 0 r gut h: Namträge, 1838 [148];
3. D 0 r gUt h: Allgemeine übersimt der Kritik d.s Idealismus, 1839 [149].
A.V. 373 - B 71 - B 80 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.
Sm. A. ErsatzeltempIar.
- , - : Ueber Hege!'s System und die Nomwendigkeit einer nochmaligen
Umgestaltung der Philosophie. Lpz: Fr. Chr. Wilh. Vogel 1833. VI, 322 S.,
1 S. Drudd. [42]
11

Exlibris. - RiUkensmild von sch', Hand. - Zahlreiche Randstrime (meist miß-


billigende Zick:.admrime), Unterstreimungen, Ausrufung.- und Fragezeimen (Bl.).
- Zeimnungen (EseIsköpfe) im Text: S. 127, 129, 135, 153, 159, 204, 277, 311, 312.
- Im Rückendeckel zwei Köpfe in Profil. - Randglossen (Bl.): S. 157 Sch [über
der Seite]: Kern der Hegelei. vergl.169. - S. 169, Sch: Kern der Hegelei. vergl.157.
- S. 172: .. Denken wir uns z. B. eine Klasse von Pflanzen nam ihren wesentlichen
Bestimmungen, so entsprimt unser Denken dem Seyn; •..• Sch: bloß der Ersmeing.
- S. 279: •••. eine Verbindung derselben [der Religion und der Philosophie] fin-
det sim bei den Kirmenvätern und Scholastikern." Sch: Smöne Zeitl - 5.284:
• Wohl ist es unverzeihlim, die Erkennbarkeit Gortes hartnäckig zu verneinen ••.•
Sch [unterstreimt .unv.erzeihlim"; am Rande]: ecce! - S. 285: .ein papierner
[Gott], ein Gemämte Hegels." Sch [unterstreimt .Gemädlte"; am Rande]: Ji donc!
- S. 301, Sch [über der Seite]: Professor-Naivetät.
A.V. 396 - B 71 - Tr. 37, Nr. 110. Verkauft an Baron Neufforge, Daves. - Seit
1964 Germanismes Nationalmuseum Nürnberg.
Uber Bammann vgl. Sch', Bemerkungen W I, 607 Anm. und P I, 150.

BACON, FIlANCIS

Opera Omnia, curn nova eoque insigni augmento tractatuum hactenus inedi-
tarum et ex idiomate Anglicano in Latinum sermonern translatorum, opera
Simonis Johannis Amoldi ... Hafniae [Lips]: impensis Johannis Justi Ery-
thropili 1694. XIV S., 1680 col. fol. Pgmbd. [43]
A.V. I - Gri 88 - Verbleib?
Auf diese Ausgabe könnten die Baconzitate in der Brieftasme von 1816/17 (0 XVI,
131), in den Erstlingsmanuskripten, HN I, Nr. 587 (Dresden 1816); W 1,99, 173,
453 (alle .mon l.A.1819); N, 104,106 (heide smon l.A.1836); WII,244 (smon 2.A.
1844),453 (3. A. 1859}; G, 40 (1847); PI, 495,507 (beide 1851); P 11,64 (Zusatz
im HE), 622 (1851) zurückgehen. Möglim aber aum, daß für die Zitate in W I die
von Sch VOm 14. 4. -9. 5. 1818 in der öffentlimen Bibliothek in Dresden entliehene
Ausgabe der opera, London 1638, herangezogen wurde.
-, -: The Essays, or councils, civil and moral, ... With a table of ehe
colours of Good and Evil. And a discourse of The Wisdom of the Ancients.
To which is added, The Charactcr of Queen Elizabeth. Landon: H. Clark
1718.8°. Frzbd. [44]
Exlibris. - Strime (BI.). - Auf dem rückwärtigen Deckel: Dr. 'Stiebel Döngesgasse,
nahe bey der Hafengasse. [BI.]
A.V. 930 - Gw 342.
Ein Zitat: W 1,608 (smon 1. A. 1819}.
-, -: Historia vitae er mortis. Sive, titulus secundus in Historii naturali
& experimentali ad condendarn philosophiam: quae est Instaurationis Mag-
nae pars tertia. Amstelodami: Joannes Ravestein 1663. 12°. [45]
Angebunden an Ba c 0 n: Seripta in naturali et universali philosophia [46].
12

-, -: Scripta in naturali et universali philosophia. [Ed. ]. Gruterus.]


Amstelodami: Ludovicus Elzevir 1653. 495 S. Mit gestoch. Titelkupfer und
gef. Tab. 12°. Pgmbd. [46]
Exlibris. - Zwei Randglossen: S.241, Sch: Geslil a«endere I 19nis er lendere I
Äd co.U alria I Haec mea patria. - S.257, Sth: Nihil '/Jeri ... 1812; nempe calor
sp.ci~"s moaerat,,, capacitatem. Error maxim....
Beigebunden Ba C 0 n: Hislori" vitae et mortis [45].
A.V. 198 - Tr 37, Nr.l11. Verkauft an C. W. Buemming, Darmstadl.

BÄHR, C[ARL] G[EORG]


Die Schopenhauer'sdte Philosophie in ihren Grundzügen dargestellt und kri-
tisch beleuchtet. Dresden: Rudolph Kuntze 1857. XIII, 148 S. 8°. Ppbd.
(Sammelbd.). [47]
Exlibris. - Auf dem Vorsat:.blatt, Sth:
Das Urtheil der Lei p :. i ger Fa k u I t ä I, welches nicht diesem schönen Buche
Biihr's, sondern der miserabeln Arbeit des R. Seydel den Preis zuerkannt hat, be-
sagt: .nicht um Wahrheit u. Klarheit ist es uns zu thun, sondern darum, daß Einer,
per Fa< & ne/a., gehauen od: gestochen, den Schopenhauer herabsetzt u. diskreditirt:
d a für haben wir den Preis ausgesetzt, - aus dem uns anvertrauten Gelde.· -
Sie hätlen das r..piee {inem im Auge behalten sollen. So übertölpelt man das Publi-
kum nimt. Das Ding schlägt um u. fällt ihnen auf den Kopf. (T.]
Einzelne Striche, Verbesserungen und Fragezeichen.
Beigebunden:
1. e 0 r n i J I : Arthur Schopenhauer, 1856 [121];
2. A. her: Arthur Schopenhauers Ansicht über Musik (in Brendels Anregungen
I, 4, 1856) [30];
3. We i 11: Philosophie de la Magie (In Revue fran5aise, VII, 1856) [585];
4. Roh m er: Kritik des Gott.sbegriffs, 1856 [729].
A.V. 197 - Gw 110.
Uber die Entstehung und die Schicksale dieser Preisschrift vgl. den von Franz Mock-
rauer auf Grund des HE Bährs besorgten Neudruck, XVIII. Jahrb. 1931, S. 1-178,
und: Arthur Hübscher: Schicksale einer Preisaufgabe. Au. dem unveröffentlichten
Briefwechsel von Johano Karl und earl Georg Bähr, XXXIX. Jahrb. 1958, S.
119-171.

[BAlLLET, ADRIEN]

La vie de Mr. Des-Cartes. Contenant L'histoire de sa Philosophie & de ses


autres ollvrages. Et aussi ce qui luy est arnve de plus remarquable pendant
le cours de sa Vie. Reduite en abrege. Paris: Chez la veuve Mabre Cramoysi
1693. Epitre, Sommaire, 322 S. 8°. Pgmbd. [48]
Auf dem Vorsatzblatt: Arth"r Schopenhauer 1853. - Zahlreiche Striche. - Auf
der Innenseite des Rückdeckels Kopf in Protil.
13

A.V. 203 - Gw 56.


Sch zitiert das Budt W ll, 144 f., 275 (mit Nennung des Verfassers).

DER. PHILOSOPHISCHE BANDWURM. Eine Appellation an den Verein der Philo-


sophen in Gotha. Wünburg: Ludwig Stahe11847. 24 S. 8°. [49]
Strime und Fragezeichen.
Angebunden an Ca jus: Des Antibarbarus Logi,us [98].

BARBO (PAOLO) DE SONCINO [SONCINATUS, PAULUSJ


Quaestiones ad Aristotelis Metaphysica auetiss. Moguntiae 1622. 4°. Pgmbd.
[50J
A.V.12 (.Soneinatus, P.: Quaestiones metaphys: auedss.") - Verbleib?

BAIlDILI, C[HRISTOPHJ G[OTTFRIED]


Philosophische Elementarlehre, mit beständiger Rüdtsicht auf die ältere Lit-
tentur ... in zwei Heften ... 1. Heft: Was ist und heißt Philosophie?
Landshut: A. Weber 1802. VI, 158 S. 8°. [51J
A.V. 347. [Das 2. Heft, Landshut 1806, scheint nicht in Sch', Besitz gewesen zu sein;
A.V. nennt nur die Jahreszahl 1802.] - Verbleib?
-, - : Ueber die Gesetze der Ideenassoziation und insbesondere ein, bisher
unbemerktes, Grundgesez derselben. Tüb: Heerbrand 1796.76 S. 8°. [52]
A.V. 346 - Verbleib?
- , - : Ursprung des Begriffes von der Willensfreyheit. Der, dabei unver-
meidliche, dialektische Schein wird aufgedekt, und die Forbergerische Schrift
über die Gründe und Gesezze freier Handlungen geprüft ... Stuttg: Erhard
und Löflund, 1796. XXX, 96 S. 8°. [53]
Keine Strime und Randglossen.
Angebunden an B a ade r: Bemerkungen [38].

BARLOW, JOEL
Adviee to the privileged orders in the several States of E\1rope, res\1lting
from the necessity and propriety of a general revolution in the principle oE
government. Tbe 3rd edition. Part. I, London: J. Johnson 1793. Hfrzbd.
[Part. 11, London: J. Johnson 1795, nicht in Seils Besirz.] [54]
Boigebunden .mehrere Smrifren von Th. Paine" (A.V.).
A.V. 309 - Verbleib?
14

[BATTEUX, AUE C[HAIlLES]]

Les beaux arts reduits a un meme principe. Leide 1753. Ppbd. [55)
A.V. 860 - Verbleib?

BAUMGAIlTEN, ALEXANDEIl GoTTLlEB

Aesthetica. Vol. 1. Francof: ad Viadrum 1750.8°. Hfrzbd. [56]


A.V. 140 - Gw 192. Verloren.
SdJ bat das BudJ vom 14 .4.-3.9.1818 in der ölfentlidJen Bibliothek Dresden ent-
lieheD. Eine Erwähnung WI, 628 (sdJon 1. A. 1819).
-, - : Ethica Philosophica. 3. A. Halae Magdeburgicae: Sdtwetsdtke U. S.
1763. 8°. [57)
A.V. 139 - B 71 (unter: .Ein Packet von 10 Bdn. philos. SdJriften in lat. Sprache
von Binsfeld, Baumgarten ... ") - Verbleib?
-, - : Meraphysica. Halae Magdeburgicae: Carol. Herman. Hemmerde
1757. 8°. [58]
A.V. 26 (.mit Papier durchschossen") - Verbleib?
Zitate (nach der 2. A. 1783:) HN 1,59; (nach der 1. A.:) HN 1.62; G, 19 (schon
1. A. 1813).

BAYLE, fuIlIlE

Extrait du Dictionnaire historique et critique de Bayle ... avec une prCface


[par Frt!do!ric 1I er publie par Thio!bault). Nouv. o!d. Vol. 1. 1I. Berlin: C.-F.
Voß 1767. 8°. Ppbde. [59]
A.V. 847 - Verbleib?
-, - : .Eine philosophische Schrift in lateinisd1.er Sprad1.e" [60)
A.V. ? - B 71: .Ein Packet von 10 Bdn. philos. Schriften in la•. Sprache von Bin.-
feld, Baumgarten. Bayle ..• " - Verbleib?

BEATTIE, }AM1!S

Essay on the nature and immutability of Truth, in opposition to sophistry


and scepticism. London 1774. 8°. Ldbd. [61]
A.V. 251 - B 71 - Verbleib?

[BECCARIA DI BONESANA, MAIlCHESE CESAU]


Dei delitti e delle pene, stampato a Livomo [1790). XV, 167 S. 8°. Lbd.
(Sammelbd.). [62J
15

Exlibru. - Titelblatt fehlt, vonSm ,.ne


ergän%t: Beuaria, Jei J.litti e J.U. .tam-
pato a Lj<"orno: .ra prohibito il 'IIend.rlo co! titolo. - Zahlreidie An- und Unter-
streichungen.
Angebunden Pell i co: Le mie prigioni [1793).
A.V. 1025 - B 71 - B 80 - Gri 88 - WK OS, Nr. 534 - Gri 30 - Gru 40. Ver-
brannt.
Ober Beccaria ein Zusatz im HE der 1. A. des Hauptw.crks (zu der Stelle W I,
413,4), der dann in W 11,686 (schon 2. A. 1844), übergegangen ist.

BEITRÄGE ZUR. LEHIlE VON DER. SEELENWANDEB.UNG. Lpz: 1785.8°. [63]


A.V. 288 - B 71 - Verbleib?

BULEGAllDE, AIIBB DE
Reflexions sur le ridicule, et sur les moyens de I'eviter ou sont representez
Les differens Caractere. Be les Mreurs des Personnes de ce Siecle. 7. Ed. aug-
mentee. Amsterdam: Henri Schelte 1707. X, 440 S. 12°. Ppbd. [64]
Exlibris. - Darüber Eintragung der Vorhesitzerin: Marie Antonie de Sinzendorff:
1782. - Keine Anstreichungen.
A.V. 870 - Gw 96.

BENDAVID, LAZAB.US

Vorlesungen über die Kritik der reinen Vernunft. 2., verb. A. BIn: C. Quien
1802. X, 356 S. 8°. Ppbd. [65]
Exlibris. - Rüdtentitel von Sm'.
Hand. - Einzelne Stridie.
Beigebunden W eis hau pt, Adam: Ueber die Kantisdien ADSCbauungen und
Ersdieinungen, 1788 [587).
A.V. 374 - B 71 (fälsdilidi .1803") - B 80 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 -
Gru 40. Verbrannt.

-, - / BLOCK, G[EORG] W[ILHBLM}

Ueber den Ursprung unserer Erkenntniß. Zwei Preissdu'iften. Bin: 1802.


212 S. Ppbd. [66]
A.V. 442 - B 71 - B 80 (nicht in der Abt.•Sdiopenhauer'sdie Randsdiriften") -
Verbleib?

BERG, FB.ANZ

Epikritik der Philosophie. Amstadt und Rudolstadt: Klüger 1805. 8°. Ppbd.
[67}
16

A.V. 369 - Verbleibi


Ein Zitat: W I, 544 (ubon 1. A. 1819).
-, -: Sextus oder über die absolute Erkennmiß von SdtelJing. Ein Ge-
sprädt. Würzburg: Sebastian Sartorius 1804. IV, 184 S. 8°. Ppbd. [68]
A.V. i - B 71 - B 80 (nidtt in der Abteilung oSdtopenhauer'sdte Randglossen·) -
Verbleib?

BEllXl!LEY, GEORGE

The Works of -, -, including his letters to Thomas Prior, Esq., Dean Ger-
vais, Mr. Pope & ca. To whidt is prefixed an account of his Iife [by Joseph
Stock]. In this edition the Lann essays are rendered into English, and the
GIntroduction to Human Knowledge O annotated by the Rev. G. N. Wright,
M. A. Vol. 1. II. London: Thomas Tegg 1843. 8°. Ssntbde. [69]
NamenseintragllDg: ArthH' Sehopenh"He,.
A.V. 259 - Gw 341. Nur VoL II erhalten (452 S.), stark be.dtädigt.
In den Ausleihregistern der öffentlidten Bibliothek jn Dresden ist nur eine kurz-
fristige Entlehnung von Berkeley Works [welche Ausgabe?] durch Seh verzeichnet:
19.12.-2).12.1815 (D XVI, 122). Die zahlreichen Erwähnungen B.'. in Seh',
Werken beziehen .idt auf keine bestimmte Ausgabe.

BLOCK, GEORG WILHELM

Neue Grundlegung zur Philosophie der Sitten mit beständiger Rüdtsidtt auf
die Kantisdte. Btaunsdtweig: Friedrich Vieweg 1802. XXII, 343 S. 8°. [70]
Angebunden an Ti e f t run k: Philosophisdte Untersuchungen [558].
Anstreichungen, Frage- und Ausrufungszeichen (BI.). - S. 259 [Obersdtrift]: .Adt-
tes Hauptstück. Moralische Freiheit." Seh: lesenswerth allerliebst.
Seh'. Urtheil E, 166 Anm. (.dton 1. A. 1841): Der Erste, der den Begriff der. Würde
des Mensdten" ausdrücklidt und aussdtließlich zum Grundstein der Ethik gemacht
und diese demnadt ausgeführt hat, scheint gewesen zu seyn G. W. Block, in seiner
.Neuen Grundlegung zur Philosophie der Sitten", 1802.
Sdt. A. 603/32 (2).
BIC?ck s. auch unter Ben d a v i d .

BLÜMNER, HEINRICH

.Eine philosophische Dissertation in lateinischer Sprache". 4°. [71]


Offenbar: Blümner, Hnr: Diss. Scabini judiciorum criminalium ad legum Carolinam
poenalem descripti. Lps. 1799. 4°.
A. V. 1 (unter Nr. 228 oder 612 ?) - B 71: .Ein Band von 12 philos. Dissertationen
in lat. Spradte von Blümer [sie!], Kunze ... " - Verbleib?
17

BÖHME, CHRISTIAN FRIEDRrCH

Beleuchtung und Beantwortung der Frage: Was ist Wahrheit? Altenburg:


Petersen 1803. [72]
A.V. 398 - B 71 - Verbleib?

BÖHME, JAItOB

Theosophia Revelata. Das ist Alle Göttliche Schriften des Gottseligen und
Hocherleuchteten Deutschen Theosophi Jacob Böhmens, Darin die aller-
tieffesten Geheimnisse Gottes und seines Wesens; der ewigen und zeitlichen
Natur und Creatur; Schöpfung der Engel und ihrer Hierarchien; des Falles
Lucifers und seiner Legionen; der Schöpfung dieser Welt und des Menschen
und alles was Leben hat; samt des verführten Menschens Fall; Insonderheit
das Kündlich-grosse Geheimniss Jesu Christi, mit der Mutter der himm-
lischen Wiedergebärerin und Seiner heiligen Oeconomie unter und mit uns
Menschen, im Glauben der neuen Geburt von oben; benebenst dem wahren
Fundament Christlicher Religion und der Gottseligkeit, den Liebhabern der
Weisheit, aus ihren verborgenen Schriften, gruendlich entdedtet werden. Alles
nach dem wesentlichen Grunde der Dreyen Principien Goettlicher Geburt in
der Seelen, und Sein Selbst-Offenbarung in Dreyheit und Weisheit; auch
nach dem Prophetischen und Apostolischen Zeugniß, und dem wahren Sinn
und inwendigen Verstande der gantzen heiligen Schrift, deren 7 Siegel Apoc.
V alhie eroeffnet liegen. Aus des Auctoris wieder gefundenen eigenen Origi-
nalien, und denen von Alters darzu gehoerigen vielen Copeyen, welche man
nunmehro alle mit einander conferiret, mit vieler Arbeit aufs neue treulich
corrigiret. und merdtlich verbessert. Anbey mit des Hodterleuchteten nun-
mehro Seligen Mannes Gottes Johan Georg Gichteis. Eines Gottseligen und
erfahrnen Kenners dieser Schriften, geistreichen Summarien und Inhalt jeden
Capitels, dem Gottbegierigen Leser zu einem ausgebornen Lichte, im Ver-
stande des Gemüms ausgezieret. In Beyfügung des Auctoris j. B. ausführlich
erläuterten Lebens-Lauffes und dienlichen Registern. Gedrudtt im Jahre des
ausgebornen großen Heils [Amsterclam] 1730/1731/1730. 21 Theile in 14
Bänden. Alte Ppbde. [73]
Exlibris in allen Bänden. - Im 1. Bd. Randstri<he (Tr. 37).
A.V. 103 (.4. Bd fehlt") - B 66 - Tr 37. Nr. 113 (.Fehlen Bd. 4 [40 Fragen von
der Seelen}. 5 [Mens<hwerdung lesu Christi}. 14 [Signatura rerum] u. Lebenslauf·).
Verkauft an Braus-Riggenbadl. Basel.

-. -: Geistreiche Bücher, In sich haltend Der Weg zu Christo, Bestehende


1. Von wahrer Buße. 2. Von wahrer Gelassenheit. 3. Von der neuen Wieder-
gebun. 4. Vom übersinnlichen Leben. 5. De Poenitentia. 6. Von der vermisch-
ten Welt und ihrer Boßheit; Dabey ist angehänget eine Erklärung etlicher
18

unbekandter Wörter in deß Autori. Schrifften. Nach der Copey gedruckt


In Amsterdam, Bey Henrico Betkio, 1674.214 S. 12°. [74]
A.V. 104 (im Anschluß an Bö h m e: Theosophische Sendschreiben) - B 71 -
Verbleib?
-, -: Theosophische Send-Schreiben, Des Von Gott in Gnaden Erläuchteten
Jacob Boemens von Alt-Heidenburg. Darinnen Allerhand Gottsehlige Er-
manungen zu wahrer Buss und besserung: wie auch Einfältiger Bericht vom
hodiwürdigen Erkändtnus Göttlicher und Natürlicher Weisheit. Nebenst
rechter prüfung itziger Zeit zum vortrab des Autoris anderer Schriften. Den
einfältigen Liebhabern des Wahren Christenthumbs zum besten an den Tag
gegeben [von A. von Frankenberg] und verlegt durch Henricum Betkium zu
Amsterdam. Gedruckt im Jahr Christi 1658. VII, 470 S. 12°. [75]
A.V. 104 (zu.ammen mit Bö h m e: Der Weg zu Christo) - B 71 - Verbleib?
Der Name Böhmes taucht zuerst in SeJ.', Randbemerkungen zu Schellings Philos.
Schriften, Bd. 1 (WS 1811/12) und in der Nacn.chrift vOn Schleierm.chers Vorlesung
.Geschichte der Philosophie zur Zeit des Christenthums" (SS 1812) auf (HN 11,
314, 226). Die frühesten Zitate aus den Theosophischen Sendschreiben finden sich in
deo Erstling.manuskripten, Berlin 1813: Bogen J (.56. Sendschreiben", richtig
39. Sendbrief), HN I, 50 Anm.; Bogen K (.37. Sendschreiben", richtig Sendbrief
41, 13), HN I, 52; Dresden 1814, HN r, 160.
Zu Böhme vgl. weiter:
Fee h n er, Herm.nn Adolph [171];
Rät z e, Johann Gottlieb [430].

BOETHlUs, ANICIUS MANLIUS TORQuATUs SEVERlNUS

De consolauone libri V. Edidit et vitam auctoris eum nonnullis additamentis


adiecit Jo. Theod. Beni. Helfrecht. Curiae: Grau 1797. 8°. Steif br. [76]
A.V. 555 - Gw 107. Verloren.

BONNET, CH[ARLES]

Essai analytique sur les facultes de I'~me. Sec. edition. Vol. 1. II. Copenhague
& Geneve 1769. 8°. Hldbd. [77]
A.V. 877 - B 71 - Verbleib?
-, - : La palingenesie philosophique, ou idees sur l'etat passe et sur l'eUt
futur des ~tres vivans. Ouvrage destine a servir de supplement aux derniers
Ecrits de L'auteur, et qui contient principalement Le precis de ses recherches
sur le Christianisme. Tom. I, 11. Geneve: Claude Philibert & Barthelemi
Chirol 1770. XVI, 431; XVI, 448 S. 8°. Hfrzbd. [78]
19

Exlibris in Bd. I, keine Randbemerkungen.


A.V. 907 - Gw 377. Nur noch Tom. I (beschädige); Tom. II im Besitz von 01af
Meussling, Augsburg.

BOROWSKI, LUDWIG ERNST

Darstellung des Lebens und Charakters Immanuel Kant's. Von Kant selbst
genau revidirt und berichtigt. Königsb: Friedrich Nicolovius 1804. 276 S.
8°. [79]
Stridte.
Angebunden an Was i ans k i: Immanue! Kant in seinen letzten Lebensjahren
[579].
Sch hat die Sdtrift vom 24. 11.-12. 12.1814 in der Offentlidten Bibliothek in Dm-
den entliehen, er hat sie erst später erworben; sie erscheint noch in einer Liste von
Büdtem am Schluß des .Cholerabudts" (1831).

BOUTERWEK, FRIEDRICH

Aesthetik. Theill. 2. XVIII, 436 S. Lpz: Manini 1806. 8°. Hfrzbd. [80]
A.V. 351 - B 71 - Verbleib?
-, - : Praktische Aphorismen. Grundsätze zu einem neuen Sv,tem der
moralischen Wissenschaften. Lpz: Gottfried Martini 1808. 374 S. 8°. Ppbd.
[81J
Einzelne Ausrufung.- und Fragezeichen (Bl.). - 5.54: .Der Begriff des Guten, in
seiner Reinheit ist ein U r beg r i f f, eine a b sol u tel d e e, deren Inhalt sich
im Une n d li ehe n verliert." Sch: !l1 [Er zitiert und bespridtt diesen Satz E, 265
- sdton 1. Auf!. 1841]. - S. 136: • Was ist verächtlicher, als der gemeine Trieb, zu
hab e n, oder das Streben nadt Ge!d und Gütern, bloß in der Absicht, sie zu besit-
zen?" Sch: ? - S. 231: .Das Wesen der Tugenden überhaupt, also auch der geselli-
gen, bleibt die Harmonie der reinsten Bestrebungen des Geistes, in Beziehung auf
die unveränderliche Idee d.s Guten." Sch: ecce.
A.V. 350 - B 71 - B 05 - A 29.
Sch. A. 511.
Ein Zitat: E, 205 Anm. (schon 1. A. 1841).

BRANDIS, CHRISTIAN AUGUST

Von dem Begriff der Geschichte der Philosophie. Copenhagen: Bonnier 1815.
8°. Ppbd. [82J
Beigebunden .noch vier philosophische Abhandlungen von KaI k r e u t h [286],
Seckendorff [527], Koyßler [305] und Wegscheider [760]·
(B 71).
A.V. 372 - B 71 - Verbleib?
20

-, -: Xenophanis Pannenidis et Melissi Doctrina e propriis philosopho-


rum reliquiis vetemmque auctorum testimoniis exposita. [Commentationum
Eleaticarum Sect. prima.] Altonae: Joh. Frid. Hammeridt 1813. 214 S. I BI.
Emendanda. 8°. Ppbd. [83]
Exlibris. - Auf der Innenseite des Rüdtdeckels Zeichnung (Kopf im Profil). - Sch,
auf dem Vorsatzblatt:
Der Satz vom Grunde mamte der Ruhe der Geister ein Ende. Die objektiven Philo-
sophen fiengen an. Sie sumten die Ursame, zwar nimt der Materie (so Tolles fomt
sie nimt an) dom ihres Zustandes. Die Liebe, sagte ein Poet. Bald fragten aber die
Ernsten, weldter Zustand war der erste? Das Wasser, sagt Thales. Jezt aber treten,
als geforderter Gegensatz, di. Subjektiven auf. Anaximander .primt: nimt das
Objekt ist zu betramten, sondern das Subjekt, der Geist ist das Unendlime, von
dem Alles ausgeht u. in den zurück. Anaximenes versteht nimt, meint vom blauen
Dunst, der Luft, sei die Rede. Pythagoras ist von Zahlen u. Zirkeln verblüfft, denkt
es auszuredtnen. Aber smon eilen, jenen Gegensatz zu lösen, die Identität.philo-
sophen herbei. tv xal ....v rufen .ie, Geist u. Materie ist Eins. Dies .ind die Eleati-
ker. 1814. -
Die Lehre der Eleaten läuft darauf hinau., daß, trotz der smeinbaren Vielheit, da.
Wesen all.r Dinge nur ein e' u. trotz dem .meinbaren ra.do.en Wem.el u. Wan-
del, dasselbe u n ver ä n der I ich, - unbeweglidt, - nimt entstanden noch
vergänglim sei, also auf eine Untersmeidung der Er.meing. vom Dinge an sim:
erstere fassen die Sinne, 'tu epaLVOJ!Eva, - letzteres das Denken, - 'tu Voouf1Eva.
1834. Siehe PanJ: p. 350 [Beide Eintragungen T.].
Strime und einzelne Notizen (BI. und T.). - Ober S. SO: Aeheste Petrefaktenkunde.
[BI., Altershand,mrift.] - S. 60: .000'tOL an: dpX'" .mivta itEOt -ttvrr<OL. :IUl!1eÖEL~ay
linci xpcl-vljl t;" ..oiivn. ecpEupi.mwua, Ii",EL'Vov.- Sch: Der liebe Gott hat zwar die
Nüsse gesmaffen, Aber er hat sie nimt geknackt. [T . • ehr früh.] - S.92 [Ober-
smrift: .TIl"ou IIIl!!lU!vLI'Io. AELcp<lVIl."] Sch; Conf: Schol: in Ari,t: p. 509 seqq.
[T., mittlere Sd.rift] - S. 176: •... neque ",im Jivinam per universitatem rerum
pertentam, ..J ipsam substan/iam propri. Jielam .•. " Sch: intellige Spinozistiee,
ut enim auelor Schellingianus iura/us. [T., früh] - S.18S [Obersmrift: .Sec/io
terlia. De Meli"o·] , Sch [unter der Seite]: Dieses Melissos Ge.mreibe ist gewisser-
maaßen .eine Parodie der Lehre des Parmenides, u. zeigt, was die Gedanken des
Genie. unter der Bearbeitung des gewöhnlimen Kopfes werden. [T., mittlere Smrift]
- S. 188, Sch [über der Seite]: Vernünftelei, d. i. Smeinargumentation, mitte1st
Benutzung der Allgemeinheit abstrakter Begriffe [T., minI. Smrift] - S.188:
•... MEL(lOY Ii!!a '<0 Mv" Sch: hier wird der Ra.um statt die Zeit eingesmwärzt,
.iehe darüber p. 200 & 201. [T., früh] - S. 197, Sch [über der Seite]: Hunt loeum
,exi.. longiorem viJe in Scholiasta in Aristolelem p. 509. [T.] - S. 200 [zur Anm.:
Text von Ari,t. Elench. ,opb. I, 4, p.177a], Sch: Heie Ari,tolele, magnopere fallilur.
[ibiJ. I. '. p. 178J.] Sch: recle q,.iJem Meli"u,. Ari,lolel.. zeigt, daß er nimt weiß
was WemselbegrHfe sind. [T., früh] - S.205-207, Sch [am unteren Rand der
Seitenl: Die Unbeweglimkeit der Welt hane Parmenides im met a p h y • i s ehe n
Si n n verstanden u. eigend. gemeint, daß Bewegung zwar der Ersdtein[un]g (wel-
me die Sinne auffassen) zukomme, jedom dem Wesen der W.elt an .im (welmes die
Vernunft erkennt) keineswegs. Diese Flamköpfe hier aber versteru. die Unb.weg-
21

lic:bkeit der welt im p h y 0 i 0 ehe n Sinn, u. wollen dieselbe aus p h y 0 i • ehe n


Gesetzen, wie Unmöglichkeit der Bewegg im Vollen, beweisen: hiergegen ist freilich
das beste Argument da. des Diogene., welcher vor dem Zeno auf u. ab gieng. -
Diese alle haben den Parmenideo nie vemanden. [T., früh] - Auf dem hinteren
Vorsatzblatt, S<h: Füll,born, Liber Je Xenophane, Zenone, Gorgia, Ar i. tot e-
li " ..Igo trib..t ..s, passim ill..strat.... Ha/a. 1789. SpalJings Commentlln..s in pn-
mam partern libelü Je Xenophane, Zenone & Gorgia. Berol: 1792. [T.]
A.V. 498 - Gw 199.
S<h zitiert das Buch zuerst in den Philosophischen Vorlesungen (I, D X, 97), dann
W H, 94 (sdlOn 2. A. 1844), und P H, 158.

BRASTBEIlGEIl, G[EBHARD] U[LRICH]

Untersuchungen über Kant's Critik der reinen Vernunft. Halle: Gebauer


1790. VI, 430 S. 8°. Ppbd. [84]
A.V. 341 - B 71 - B SO (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'sme Randglossen")
- Verbleib?

BROWN, THOMAS[, M. D., EDINBURGH]

Inquiry into ehe Rdation of Cause and Meet. 4. cd. London 1835. 476 S.
80 • [85]
A.V. 307 - Gri 88 - Verbleib?
Zitate aus dem .höchst weitschweifig abgefaßten Buch" WH, 42, 387 (sdlOn 2. A.
1844); G 37 (2. A. 1847).
-, -: Leetures on the Philosophy of ehe Human Mind, ... wieh a memoir
of the author, by David Welsh. 9. ed. Edinburgh: William Tait 1836. XXXI,
692 S. 8°. [86]
A.V. ? - B 69 - Gri 88 - Verbleib?

BRUCKER, ]OHANN ]ACOB

Historia philosophiea doetrinae de ideis qua turn vererum imprimis Grae-


eorum, rum reeentiorum philosophorum placita enarrantur. Augustae Vin-
delieorurn: D. R. Menz et ]. ]. Mayer 1723. 19 BI., 302 S., 13 BI. 8 0 •
Pgmbd. [87]
Exlibris ausgeschnitten. - Nach A 29 viele Striche; zU S. 272, Sm: perversitas Leib-
nizü.
A.V. 217 - B 05 - A 29 - Nach dem Tode Gebhardts unter seinen Nachlaß
gebracht und verschollen.

-, -: Historia critica philosophiae a mundi incunabulis ad nostram usque


aeratem deducta. Editio seeunda, volumine VI aceessionum et supplemen [0-
22

rum auctior ..• Vol. I - VI. Lips: impensis haered. Weidmanni et Reichii
1743-1767.4°. Frzbde. [88]
A.V. 19 - Verbleib?
Den .wadt.ren Brucker· erwähnt Sm PI, 36. Die Histor.,. philosophie" doetTi"".
d. ideis (der Kant seine Auffassung von Platon verdankt) zitiert er in seinen Philo-
sophischen Vorlesungen, 1820 (D X, 106, 181); die große Histona eTitiea philo-
sophi". W I, 467, Anm. (erst 3. A. 1859), und P I, 8.

BJl.t/lIro, GIORDANO
Opere di Giordano Bruno Nolano, ora per la prima volta raccolte e pubbli-
cate da Adolfo Wagner. In due volumi. Co! ritratto dell'autore. Lips: Weid-
mann 1830. Bd. 1. 2. in 1. XXXVI, 292 S., 1 BI.; 438 S. 8°. Ssntbd. [89]
Exlibris. - Vier Köpfe auf der Innenseite des Rückdedt.ls. - Zahlreiche Striche,
Fragezeichen und Randbemerkungen. - Val. I, 5.280, Sm zu der Uberschrift des
DiaI<Jgo Quinto der Schrift Delta etUl'4 ..• : To !v EI."tieoTum, idemqu. ,ub,tant;"
SpinozII' [T.) - Vol. 11, S.21 [zu L'infinito ..•1, SOO: folgt Optimismus u. Pan-
theismus. - [Unter der Seite]:
An a log 0 n: .Ist die Welt von Ewigkeit?· -
Anaz: • Ich glaub' es: denn zu jeder Zeit,
Wo sie noch nicht gewesen,
Da. wäre Schade gewesen.·
G[oethe] [T.]
A.V.211-Gw290.
Soo hat Giordano Bruno in der Dresdener Zeit 1814-1817 kennengelernt. Vom
27.7.-11.8.1814 hat er von der Dresdener Bibliothek die Schrift D. tripI. mirrimo
(1591), VOm 10.-19.9.1816 die Schrift deli" ca",,, (Ven.1584) entlehnt. Seine zahl-
reichen Hinweise und Zitate beziehen sich zunächst auf Ausgaben der Einzelschrif-
ten. Auf die Ausgabe Wagners gehen offensichtlich schon die Zitate in .Cogitata·,
S.60, 64, 99 (1830) zurück: in den Zitaten PI, 196: Pli, 87, 292: N, 56 (Zusatz
zur 2. A. 185"), wird die Ausgabe ausdrücklich genannt. Vgl. auch Hübscher im
XXXXVIII.Jahrb. 1967,5.170-175.
- , - : De Triplici minimo et mensura ad trium specu!atiuarum scientiarum
& multarum actiuarum artium principia, libri V: Ad illustriss. & reuerendiss.
principem Henricum. Julium, Brunsuicensium & Lunaeburgensium Ducem,
Halberstatensium Episcopum. Capita cuiusq. libri, proxime post praefatio-
nem sune exposita: Schematum item & definitionum praecipuarum Index
alphabeticus in fine additus. Francof: apud Joannem Wed!selum & Petrum
Fismerum consortes, 1591. VI, 219 5., fig. 8°. [90]
A.V. 234 - Verbleib?
Sch. A. Ersatzexemplar.
23

[BuCHHOLZ, FAUL FERDINAND FRIEDRICH]

Darstellung eines neuen Gravitationsgesetzes für die moralische Welt. Bin:


Unger 1802. (91]
A.V. 438 (unter dem Verfassernamen [Ehrlinger]) - B 71 (ohne Verfasser) -
Verbleib?

BÜCHNEIl, [LOUIS?1

.Eine kleine philosophische Abhandlung" (A.V.). [92]


A.V. 227 (.Amt Hefte kleine philosophisme Abhandlungen von Bümner, Rei<ke,
Rupp, Smwertzell, Smelwien. Aus den Jahren 1857-60") - Verbleib?

BUHLE, JOHANN GOTTLJEB

Entwurf der Transscendentalphilosophie. GÖtt: Philipp Georg Schröder


1798. IV, 347 S. (Th!. I S. 1-212; Th!. II S. 213-347). 8°. Ppbd. [93]
A.V. 432 - B 71 - Verbleib?

BUOB, CHARLES

De l'lltat actuel de la philosophie dans les universites d. l'All.magn •. I. Hei-


delberg/Lyon: Boitell844. 24 S. 8°. [94]
Angebunden an D 0 r gut h: S<hopenhauer in seiner Wahrheit (11.) [151].

BUIlIDA.N, JEA.N

Sophismata. Parisiis 1493. 4°. [95]


Angebunden an Ag r i p pa: De inventione dialectica [9].
Sch: .Im selbst besitze eine augensmeinlim nom im fünfzehnten Jahrhundert ge-
druckte Ausgabe seiner SophismattI, ohne Druckort, nom Jahreszahl [!], noc:h Seiten-
zahl, in der im oft vergeblim danam [nam dem Beispiel vom Esel zwis<hen zwei
Bündeln Heu] gesumt habe, obgleim fast auf jeder Seite Esel als Beispiele vor-
kommen." (E, 58, smon 1. A. 1841); weitere Erwähnungen des Beispiels: E 74, 76,
77 (.mon 1. A. 41); N, 78 (smon 1. A. 1836).

BURKE, EoMUND

A philosophical Enquiry into the Origin of our Ideas of ehe Sublime and
Beautiful. Basil: 1792. Ppbd. [96]
A.V. 30S - B 71 - Verbleib?
Burke wird W I, 628 (smon 1. A. 1819), erwähnt. Ein Zitat W 11, 72 (2. A. 1844).
24

CAESAR, CARL ADOLPH

Pragmatisme Darstellung des Geistes der neuesten Philosophie des In- und
Auslandes. Bd.l.-Ill. Lpz: Sommer 1803. 8°. Ppbde. [97]
A.V. 420 - Gri 88 - Verbleib?

CAJUS [F. H. TH. ALLlHN]

Des Antibarbarus Logicus 2. verb. und sehr verm. Auflage. Theil 1. Ein-
leitung in die allgemeine formale Logik. Halle: Rimard Mühlmann 1853.
XVI, 114 S. 8°. Ppbd. (Sammelbd.) [98]
Exlibris. - Randbemerkungen (T.). - Ober S. 75, Sm: Du naiver Esel! - Uber
S. 80, Sch: Klügelei aus Begriffen. - Zahlreiche An- und Unterstreichungen.
Beig.bunden :
1. V 0 i g t I ä n der, J. A. Chr.: Eine Untersuchung über die Natur des mensch-
lichen Wissens, 1845 [570];
2. Zeitschrift für Philosophie N. F. XXI. Bd. 1852 (enthält Erd man n: Scho-
penhauer und Herbart [166] und F ich t e: Ein Wort über die .Zukunft"
der Philosophie) [605];
3. Der philosophische Ban d w u r m, 1847 [49];
4. CI e m e n s, Richard: Das Buch der Christen, 1852 [647].
A.V. ? (wohl unter Nr. 228: .4 Bände 27 größtentheiis philosophische Abhandlun-
gen enth.·) - Gw 394.
sch an Frauenstädt, 14.9.1853 (D XV, S. 254): .Meine TolIhäuslerwuth gegen die
3 Sophisten hat so eben eine brilliante Rechtfertigung erhalten, durch die 2. Auflage
des Antibarbarus Logicus von Cajus, welche eine gründliche, ausführliche und con
amore abgefaßte Darlegung der Werthlosigkeit de. ganzen Treibens, besonders aber
der gänzlichen Leerheit, Hohlheit und Scharlatanei der HegeIschen Philosophie ent-
hält: - le. e n s wer t h; obwohl der Verfasser übrigens ein seichter Herbar-
naner ist, auch von Allem und Jedem redet, nur nicht von mir." - Uber da. Buch
weiterhin in Briefen an Frauenstädt, 23.9.1853 (D XV, 256), 15.10.1853 (D XV,
258) und 2. 11. 1853 (D XV, 267).

CALKER, [JOHANN] FRIEDRICH [AUGUST] VAN

Ueber die Bedeutung der Philosophie. Einleitende Vorlesungen. Bin: Dümm-


ler 1818. 8°. [99]
A.V. 382 - Verbleib?
-, -: Denklehre oder Logik und Dialektik, nebst einem Abriß der Ge-
smimte und Literatur derselben. Bonn: Eduard Weber 1822. VI, 554 S. 8°.
Ppbd. [100]
A.V. 331 - B 71 - Verbleib?
25

CAMPANELLA, TOMASO [THOMAS]

Realis Philosophiae Epilogistieae Parns Quatuor, Hoc est de Rerum Natura,


Hominum Moribus, Politiea (eui Civitas Solis juneta est) & Oeeonomiea,
Cum Adnotationibus Physiologieis. A. Thobia Adami nune primum editae
... Franeof: Impensis Godefridi Tampachii 1623. Praefatio, 508 S. 4°.
Pgmbde. [ 101]
Exlibris. - Keine Striche.
A.V. 31 - G.... 11.
-, -: De sensu rerum et Magia Libri quatuor ... Tobias Adami reeensuit,
et Dune primum evulgauit. Franeof: Apud Egenolphum Emmelium 1620.
Epist. dedieatoria, 361 S., Index. 4°. Pgmbd. [102]
Exlibris. - Nur ....enige Bleistiftstriche. - Randglossen (T.) von anderer Hand.
A.V. 30 - G .... 10.
sch gibt zwei Zitate aus diesem Buch: N, 119 (erst 2. A. 1854), und N, 125 (schon
1. A. 1836).
-, -: Poesie filosofiche ... , pubblieate per la prima volta in Italia da Gio.
Gaspare Orelli. Lugano: G. Ruggia 1834. XX, 223 S. 80 • Ppbd. [103]
A.V. 1048 - Gw 237 (nach einem Vermerk in Gwinners Kartei .verschenkt").
Ein Zit"t "us diesem Buch E. 225 (erst 2. A. 1860).

CAIlDANO, GII.OLAMO [CAI.OANUS, HlEl.oNYMtJS]

Hieronymi Cardani, philosophi er rnediei longe clarissirni Dc sapientil


Libri qvinqve. qvibus omnis hvmanae vitae eursus, uiuendiqve Ratio expli-
caror. Eiusdem De Consolatione Libri tres. His, propter similitudinem argu-
menti et ipsius Cardani eommendationem adiecti sunt Petri Aleyonii, viri
unde quaque doetissimi, De exilio, Libri duo. Aureliopoli [Orleans]: P. et J.
Chouet 1624. P. 1-111. 80 • [104]
A.V. 229 - B 71 - Verbleib?
-, -: De subtilitate libri XXI. Basileae 1692. [105]
A.V. 231 (.BuH. 1692") - B 71 (.Bas. 682". Sollte die Ausgabe Basile•• Apud
S. Henricpetri 1582 gemeint sein?) - Verbleib?

-, -: Somniorum Synesiorum omnis generis insomni. explicantes, libri


quatuor. Quibus aeeedunt, eiusdem haee etiarn De libris propriis; De cura-
tionibus et praedietionibus admirandis. Neronis eneomium. Geometriae
encomium. De uno. Actio in Thessalieurn medicum, etc. Basileae: ex officina
Henrici Petri 1562.4°. [106]
A.V. 253 - B 71 - Verbleib?
26

-, -: De ucilitate ex adversis eapienda libn IV. [Ed. J. A. von der Lin-


den.] Franikerae: Idzardus Balck 1648. Dedie., 849 S. Index. 12°. Pgmbd.
[107]
Exlibris. - Auf dem Vorsatzblatt, Sch:
There is some soul of goodness in things Mli!.
Would men obseruing!y disti! it out. [ ... }
Thu. may we gather honey from the weed,
And m"ke amara! of th. defJil himsel/.
Shak.pear. K. Henry V. AC! 4. Sc: 1.
Darunter:
Sweet .re Ihe ...es 0/ aJ'fJersil]l;
Which, lif.e the load, ..gi)' & 'fJenomous,
Wear. yet a pr.eious jewel in his bead.
Sha".pe.re. As you Uke 11. Act 1. Sc. 1.
Striche (111.).
A.V. 162 - Gw 105.
Auf dieses .sehr lesenswerthe Buch des Cardanus· wei.. Sch PI, 334, hin.
-, -: De Rerum varietate Iibri XVII. Basileae 1627. [108]
A.V. 230 - B 71 - Verbleib? (Die Ausgabe konnte nimt nachgewiesen werden.)

-, -: De propria vita libero (Gabrielis Naudaei de Cardano iudidum.)


Parisiis: Jaeobus Villery 1643. Einleitg., 374 S. 8°. Slbd. [109]
Exlibris. - Keine Striche und Randglossen.
A.V. 232 - Gw 323.
Ein Zitat (5. 11 des Bumes) bereits im Ms-Bum .Brieftasche·, S. 116 (1823).

CASSINA, UBALDO

Analytismer Versuch über das Mitleiden. Herausgegeben und mit Anmer-


kungen versehen von J. B. Gualengo. Aus dem Italienischen von K. F. Pok-
kels. Hannover: Ritseher 1790. 8°. [110]
A.V. 386 - B 71 - Verbleib?
Sch', Kritik des Buches: E. 211 (smon 1. A. 1841).

CATO PHILOSOI'HUS

Dionysii Catonis Disticha de moribus ad Filium, eum notis integris Scaligeri,


Banhii, Daumii; scholiis atque animadvemonibus selectis Erasmi, Opicii,
Wachii et metaphrasi Graeca Planudis et Sealigeri. Quibus aeeedunt Box-
homii dissenatio et Henrici Cannegieteri rescripta Boxhomio de Catone;
nec non Joan. Hild. Withofii dissertationes binae de distimorum auetote et
27

vera illorwn lectione. Recensuit suasque adnotationes addidit Otto Amtze-


nius. Editio altera auctior et emendatior. Amstelaedarni, ex officina Schou-
teniana 1754. LXXVI, 578 S., pI. 8°. Frzbd. [t11J
A.V. 570 - B 71 - Verbleib?

CHA ....ON, PIIi.. RE

De la sagesse. Trois livres. Suivant la vraye copie de Bourdeaux. Amsterdam:


Louys &; Daniel Elzevier 1662. Pref., 622 S., Table des matieres principaJes.
16°. Frzbd. [112J
Exlibris. - Einzelne Striche.
A.V. 853 - Gw 71.
Zu der Stelle W II, 248 .'IIe""rio dat inteUeelum" bemerkt Sch im HE der 2. A.,
wo statt des lateinischen Wortlauts (des Jesaias) das italienische Sprichwort .la .,es-
.azion. da intel/tuo' steht: kommt schon als solches latein. bei Charton [p.95] vor.

CHLADNI, E[B.NST] F["IEO"ICH] F[LO"IiNZ]

Kurze Obersicht der Schall- und Klanglehre, nebst einem Anhange die Ent-
widtelung und Anordnung derTonverhältnisse betreffend. Mainz: B.Sdtott'S
Söhne 1827. 112 S. 8°. [113]
Striche.
Angebunden an Hel m hol tz : Ober die Wechselwirkung der Naturkräfte [861].
Zitiert W I, 314 (erst 3. A. 1859).

CICERO, M. TULLIus
Opera, ad optima. editiones eollata. Praemittirur vita ex Plutardti graeco
latine reddita, eurn notitia Iiteraria. Aecedunt indices studiis soeietatis Bipon-
tinae. Vol. I-XII. Biponti: typographia Societatis 1780-1781. 8°. Hfrz-
bde. [114]
A.V. 590 - Verbleib?
Dieser Ausgabe sind die zahlreichen Cicero-Zitate Sills entnommen.
-, -: Historia philosophiae antiquae. Ex omnibus iIIius scriptis collegit
disposuit aliorumque auctorum eurn latinorum turn graecorurn locis et i1lu-
stravit et ampli1icavit Fridericus Gedike. BIn: August Mylius 1782. X, 364 S.,
8°. Ppbd. (erneuert). [115]
Exlibris herausgelöst. - Im hinteren Deckel, sehr verblaßt, dreizehn Männerpro-
file (BI.). - Viele Sttiche, Verweisungen und Randnotizen (T. und BI.) meist in der
28

klaren Handsd1tift der frühen Zeit. - Das Parmenidesz.itat S. 122 kehrt in der
Dissertation von t813 wieder (Werke, Bd. VII, S. 45), da. Helvetiuszitat S.65
gehört in die wenige Jahre .päter einsetzende Beschäftigung mit der Schrift De
respnt. Spätere SteIIon (BI.) Mitte der dreißiger Jahre. - S.12n: .lI/am "IIero
scriptorum larraginem, quam non multos abhinc annos e" Orientt ad nos trans-
tulit Anq..etil du Perron, & spedoso Zend-A"IIestae titulo prlle{i"o "II..lga"llit, non
multo maions pretii & fidei esu, iam multi probar. eon4ti ..mt.- Sm: 4lüs, inter
quas Tymsen, contradicentibu, [T.]. - S. 12 f., Anm.: .Sed de Zoroast,e legendu,
omnino, qui omni4 & "IIeterum & ,ecentiorum t.stimonia diligenter collegit & sub-
tilite', ..t solet, dijudic4"llit, Cel. Meiners in Commentar. Sodet. Goetting.· Sm:
post e..m ibidem T"chsen. [T.] - S. 29: .AyI)I!"tal >tC1ll1a\l"teL<; t"lltÄouOUIl\l-!hJQa<;
10\1"<0" "tLiloueILv, 00<; 00" naQI1 0'1"0' &"val'" t" 60"'" "OQL!;Ol1t"'l, 6uo,a,. "tE "a,
8"00I1L<;, 81"<t "<, all,,,'11'11 "<ou '1eyovtv, au"tou '1 ""OYOVOI\I, 11".. 0"6,,,
1126' iIllo\lQ)"v
"«"a, tOP"<""'.· Sm: AblafJ bei den Alten [T.] - S.65 [Ueber Heraklit]: .Nemo
de nabis ,mus .""Uat: sin q";s e",titerit, alio in loeo & apu alios sit." Sch [T.]:
Si q"elq"'un e"cell. parmi no"s; qu'il aille e""lIer aill.urs. Hel"llhius, d. I'esp,it,
Disco"rs 2, chilI'. 3. [Sch zitiert diese Stelle des Helv~tius: W II, 254 und P II, 491.]
- S.74: .[UI Democrilu,J in profundo "IIeritatem esse dem.rsam." Sch: in puteo
[BI.] - S. 78: .Cui [Gorgille] lantus honos habilus est a Graec;", soli ut e" omni-
bus Delphis non ina"rata statua sed aurea statueretur.· Sch: dum necat»s est Socra-
te,. [BI.] - S.89, Sch [zu einem langen Zitat aus Memorab. Socr.l, I, c. 4]: Phy.ico-
th.ologia Socralis s. D. 1'1.; [So 90]: confe, Platon: Philebum p. 246, 47 [T.]. -
S.108, Sch [zu einer Stelle aus Sext. E. a. M. 1. 7. f.191]: Lockii qualilates seClm-
J"ri"e [BI.]. - S. 122: .EL ')g.VZ.&"tQL -CL) "';01. E,V <p eO'l'L 't01t~ ~'YE.L",at, 1') EV cP oux
eo"<,v. Ou"<" lIe, tv eil e""<L • fltV81 ya". Qu"'C8 /jt, ev .p 1''1 tO""<L' "OI~ YIlQ av tVt"YOL'1
"<, Sv Exe,'Vtp, 8V cP 1''111. "<'IV a"x'1v tO""<'V; 0"" aQa "weL"<a' "'C'." Sch: Haec questio
eädem plane ratione nitit"r quam ea de tempor. qua mutatiD fiat, quam .gittZt Plato
in Parmenide ted. Bip., tom. X, 1787/ 1'.138. [T.] - S. t81, Sch [zu der Stelle
Anst. Metaph. 1 7 über Platons Ideen]: species sunt naturales; genera artifieialia
[T.]. - S. 216 f.: • Volunt enim probabile aliquid esse, eaqu. se uti regula & in
agenda "IIila & in q....erendo ac disserendo." Sm [unterstreicht den Satz; am Rande]:
zum praktischen Behuf hinreimend [T.]. - S. 221: .Charmidas ... hoc signi{icabal,
[Sch: obd..lc. l..e.U..m (T.)], eos qui Thetores nominarentur, & qui dicendi prae-
cepta traderent, nihil plane tenere, neque posse q..emquam faeultalem asseq..i
dieendi, nisi qui philosophor"m ;n"llenttZ didieissel. - S. 234 f.: .Obseur;las libro,,,m
AriSlotelis aucIa est, singular;, q»od e"perti sunt, fato, quod ita enarral Strabo ...•
Sch [auf S. 235]: Narrat;onem iSlam (Ioties decanlatam) de Neleo & Appelliconte
"IIerllm quidem esse eenseo, sed inte,pretandam de libr;s ab Aristotele & Theophraslo
pOffessis, minime autem de iis quos conrcTipserant. QHomodo enim
credibile /oret, Aristotelis !ibros adeo neglectos f ..isse, .. t per multas hominum
aetates a nemine requi...entu" & uniea eorum exemplar;a apud idiotas homines pe,
duo fere sec"la deliteseerent? - praesert;m quum ('O;de p. 232) Ale" a n der
e..m Ari,totele e"postul""IIerit, quod !ibros aCToaticos e"llulgasset. Attamen haud
d..bie ipse SIrabo d. lil>ris ab Aristotele & Theophrasto co n s e r i l' t; s haec
omn;1I inlelligi '0,,11, non so/"m de l' 0 s ses s; s. Sed manife,tum est, eum, neseio
cur, auctoritatem fotum librorum, qui fertbantur detrtctare 'Uoluirse, quum etiam
adJit, eos, contra omnem comHetudinem. a librariif post transcriptionem non col-
29

latos esse. [T.] - S. 240: .Semper juit m ..ndus, ut Ari.toteü pl«et. - Quumque
Stoieus di:r:erit, hune ", ..ndu", esse sapientem, habere mentem, quae 6- se & ips..m
jab,icata sit. & omnia moderetuT m01Jeat regat: veniet {lumen oTationis aUTtllm
J J

fundens Aristoteles, qui i/lum desipere dieat: neqHe enim ortum esse unq..am mun-
dum, quod nulla luerit nO(lo consil.o inito tam praedari operi. in"ptio." Sch: sed
ista minime di.crepant. [BI.] - S. 260: .Nos autem naluram sequamur, et ab omni,
qucd abhorret ab oculorum auriumque approbatione, fugiamus." Sm:
Man darf das nimt vOr keuschen Ohren nennen
Was keusche Herzen nicht entbehren können. [T.] -
S. 299: .Non tamen placet Stoieis, singulis jecoru", (issis aut a'Vium cantibus interesse
deum; sed ita a prineipio inchoat ..m esse mundum, ut certis ,ebus cerla signa prae-
cu"e,ent: Sch: harmonia p,aestabilita [BI.] - S. 314: .X!,lllO'ImtO~ ... n),€ll,",aa~
o "a, Y'ETOlV,llltO TOll ms,v aX!,laTO'V; [Sch: F(ichte) (T.)] "a, u.'YYI.OO'QL." - S.315:
.ldemq..e etiam legis perpetuae & aeternae vim, quae quasi dux 'Vitae & _gist,a
ol/ieiorum sit, Jo'Uem dieit osse; eandemque latalem necessitatem appellat, sempiter-
nam re'um I"tura,um 'Ueritatem." Sch: Fimtes Gott als moralische Weltordnung.
[T.] - S. 315 f.: .Et haee quidem in p,imo /ibro [Chr,sippi} de natur" deoTUm: in
secundo dutem 'Uult Orphei, Musdei, He.iodi, Home,ique labelld$ dcco",cdare dd ta,
q..ae ipse primo libTo de dUs immoTtdlib ..s dixeTat: ut etiam 'UeteTrimi poetde, qui
haec ne suspicati quidem sunt, Stoici lIIisse 'lJideanluT: Sm: F[ichte] Göthes Prome-
theus im seeHg. Leben. - S. 319: .Athenis stdtua est in Ceramieo ChTysippi, .eden-
lis, pOTTeeta manu." sch: Musaeum Pa,i. [BI.].
A.V. 484 - Gri 05 - A 29.
Sch. A. 516.
Mehrfache Zitate der Ausgabe im Ms-Buch .Foliant", S. 120 (d. i. 1821), und in
einem längeren (von Weiß, I 894 f., wiedergegebenen) handschriftlimen Zusatz zur
1. A. des 1. Bandes des Hauptwerks, der dann großenteils in den 2. Band übergegan-
gen ist (= W II, 167, 168).
- , - : De re publica quae supersunt edente Angelo Maio Vaticanae Biblio-
thecae praefecto. Stuttg et Tub: Cotta 1822. LVI, 360 S. 8°. Hfrzbd. [116]
Bleistiftzeichnung (Kopf in Profil) im hinteren Deckel (verblaßt). - Strime und
Textverbesserungen, meist aus früherer (T.), einzelne aus späterer Zeit (B!.). -
S. 251: "Est quidem ueTa lex recta ,alio~ naturae congruens, diHusa in omnes, con-
,'ans, .empitema; quae uocet ad ol/icium i"bendo, uetdndo a !rdude delerreal ... "
Sch: lmpeTati'Uus categorie", rr.l.
A.V. 591- B 05 - A 29.
5ch. A. 517.
Die W 11, 644, ohne Quellenangabe ~itierte Stelle aus Lib. IV, 5 ist nicht angestri-
mea.
CHRESTOMATHIA CICERONIANA, oder auserlesene Stellen aus den Schriften des
M. T. Cicero ... von Joh. Matthias Geßner. Aufs Neue durchgesehen von
J. F. Fischer. Lpz: Cnobloch 1775. Ppbd. [117]
30

A.V. 592 - Verbleib?


Zu Cicero ,<gI. au.n:
Claudius, ... [118];
Ern e s t i, Johann August [168];
Pi. c at 0 r, Johannes [409].

CLAUDIUS, •••

Comment. in Ciceroni. Orationes. Francof. a. M. 1588. 8°. Pgmbd. [118]


Angebunden an R a m u ,: Dialectica [433].

CoNDOIlCET[, JEAN-ANToINE NICOLAS CAilITAT MAIlQUIS DE]

Esquisse d'un tableau historique des progr~s de I'esprit humain. Ou,<rage


posthume. [Paris?] 1795.364 S. 8°. Ppbd. [119]
Exlibris. - Drci Köpfe auf dem Deckel. - Anstrei.nungen und Unterstreichungeo.
A.V. 851 - Gw 367.
Ein Zitat aw diesem Bu.n P I1, 367 (1851).

[CoNZ, CARL PHILlPP]

Schicksale der Seelenwanderungshypothese unter '<erscniedenen Völkern und


in '<ersehiedenen Zeiten. Königsb: Nicolo'<ius 1791. [120]
A.V. ? - B 71 (unter dem Verfasseroamen Grosse) - Verblcib?

CoIlNILL, ADOLPH

Armur Schopenhauer, als Uebergangsformation ,<on einer idealistischen in


eine realistische Weltanschauung. Heidelberg: I. C. B. Mohr 1856. XVI,
151 S. 8°. [121]
Sui.ne und Rand.mriften (BI.). - Ober S. 6, Sm: § 1 I!t 2 ein Mwter v. Konfusion
u. Wortmißbrau.n. - S. 9: .Der Realismus ist •.. dem Idealismus wie metaphysis.n
so auch crkenntnißtheoretisdt auf's direkteste cntgegengesetzt." Sm: Obo.
Gegenthei! d. Wahrh[ei]t. - 5.21: .die materiale Logik" Sen: Hegelei. - S.35:
[Cornill zitiert WII, 417, 25-35 (2. Auf!. 365) .Was nun, als bloß objektives
Bild, ••. die ,mer" das Werk des Mens.nen: sie sind nämlidt bloße Begriffe" und
findet darin einen .doppelten Widersprudt"]: .Das eine Mal wird nämlidt gm ...
das Werk des Menschen genannt und somit in erkenntnißtheoretis.ner, subjektiver
Bedeutung genommen. Das andere Mal ist die Gattung das empirisdte Correlat der
Idee, hat also eine objektiv-metaphysische oder physisdte Bedeutung." Sm: s,«ie.,
31

nidu genu" Esel! - S.60: .Ansichten über Kunst, Chemie ...• Sch: Genie! -
Sch ,cheint die Abhandlung nicht zu Ende gelesen zu haben, die Striche hören nach
S. 90 auf.
Angebunden an B ä h r: Die Schopenhauet'sche Philosophie [47].
Ausführliche Kritik des Buches im Brief an Frauenstädt, 11. 7. 1856 (D XV, Nr.
618): •... er ist ganz roh und unwissend, ohne eine Ahndung von Transscendental-
philosophie, ohne alle. Studium Kants, steht auf dem Standpunkt des gemeinen,
platten Karrenschi.eber-Reali,mus ...• Weitere Kußerungen in Briefen an Frauen-
städt, 30.7.1856 (D XV, Nr.620) und 14.8. 1856 (D XV, Nr.623), sowie an
Asher, 12.11. 1856 (D XV, Nr.628) und 15.7.1857 (D XV, Nr.S81).

CoUSIN, VICTOIl

Ober französische und deutsche Philosophie. Aus dem Französischen von Dr.
Huben Be<kers. Nebst einer beurtbeilenden Vorrede des Herrn Geheimen-
raths von Schelling. SruttgITüb: J. G. Cotta 1834. XXVIII, 625.,1 S. Ver-
besserungen. 8°. Lbd. [122]
Striche und Randbemerkungen, mit Textvetlust beschnitten (nach Gri 05). - S.
XVIII [.agt Schelling, seine Philosophie könne mit der Erklärung beginnen]: .Ich
will nicht da. bio ß e Seyende; im will das Seyende, das Ist oder el[ i-
st i rt." Sch: Preußischer Korporal: Der Soldat muß nicht nur brav seyn, er muß
auch brav .ind. - S. XIX [erwähnt Schelling]: .Cousin besitzt darüber einen schon
im Jahre 1827 oder 28 geschriebenen Brief des Verfassers dieser Vorrede." Sch: det
Beneidenswerme.
A.V. 263 - B 71 - B 80 - Gri OS - Gri 30 - Gm 40. Verbrannt.
-, -: .Eine philosophische Abhandlung" [123]
Unprünglich angebunden an Sc hell i n g: Ueber die Gottheiten von Samo-
thrake [481]. Der Sammelband wurde nach 1871 aufgeläst.

[CRELL, LORENZ FLORENZ FIUEDRICH VON]

Pyrrho und Philalethes, oder: Leitet die Scepsis zur Wahrheit und zur ruhi-
gen Entscheidung? Herausgegeben von D. Franz Volkmar Reinhard. Sulz-
bach 1812. VIII, 180 S. 8°. [124]
A.V. ·J2S - Verbleib?

CRUSIUS, CHRISTIAN AUGUST

Abhandlung von detn rechten Gebrauche und der Einschränkung des Satzes
vom zureichenden oder besser determinirenden Grunde. Aus dem Lateini-
schen. Lpz: Langenheim 1766. 8°. [125]
32

A.V. 142 - Verbleib?


Das Bum wird von Sch in der Abhandlung .Ueber den Saez vom zureimenden
Grunde" nime erwähnt.
-, -: Anweisung vernünftig zu leben, darinnen nam Erklärung der Natur
des menschlimen Willens die natürlichen PRimten und allgemeinen Klugheits-
lehren im rimtigen Zusammenhange vorgetragen werden. Lpz 1744. 8°. [126]
A.V. ? - B 71 (.1794"} - Verbleib?
-, -: Entwurf der Nothwendigen Vernunft-Wahrheiten, wiefern sie den
zufälligen entgegen gesetzet werden. Die dritte Auflage. Lpz: Johann Fried-
rich Gleditsch 1766. 1000 S., Index. 8°. [127]
A.V. 143 - Verbleib?
Von Scb zieiert im Manuskriptbum .Foliant", S. 222 (1826): GN IV, § 644.

-, -: Weg zur Gewißheit und Zuverlässigkeit der menschlichen Erkennt-


niß. Bd. 1. 2. Lpz: Johann Friedrich Gleditsch 1747. 22 unnum. S., 1132 5.,
36 S. Index. 8°. [128J
A.V. 141 - B 71 - Verbleib?
Von Scb zieiert im Manuskriptbum .Foliant", S.222 (1826): GN IV, § 644.

[DALBERG, KARL THEODOR ANTON MARIA VON]

Von dem Bewustseyn als allgemeinem Grunde der Weltweisheit. Erfurt:


G. A. Keyser 1793. 606 5., 5 BI. Inhalt. 8°. Ppbd. [129]
Auf dem Titel hat Scb handsmriftlim ergänze: von Dalberg, Koadjutor v. Mainz,
nammals Fürst Primas. - Keine Strime und Randsmriften.
A.V. 410 - B 71 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Besitzer: Fritz Bamberger, New
York.

DARJEs, JOACHIM GEORG

Via ad veritatem commoda auditoribus methodo demonstrata. Editio


secunda ... Jenae: J. G. Hartung 1764. XVI, 328 S., Index. 8°. Ppbd. [130]
A.V. 144 - Verbleib?

DAVY, SIR HUMPHRY

Consolations in Travel, or the last Days of a Philosopher. A new Edition.


London: John Murray 1831. VI, 282 S. 8°. Ppbd. [131]
Exlibris. - Keine S"ime.
A.V. 951 - Gw 187.
33

Davy wird nur einmal zusammen mit Amp~re und Faraday erwähnt: N, 88 (sdlOn
1. A. 18)6).

DUBRÜCK, FElU>INAND

Das Schöne, eine Untersuchung. Bin: J. D. Sander 1800. VI, 184 S. 8°. Ppbd.
[132]
A.V. 362 - B 71 - Verbleib?

DI!SCARTES, RENE [CAII.TESIUS, RENATUS]

Opera philosophica.Editio quinta. Nune demum hac editione diligenter


recognita, & mendis expurgata. Vol. 1- IH. Amsteiodami: D. Elzevir 1670-
1672.4°. [133]
In dieser Ausgabe fehlen die Metlit4liones.
A.V. 204 (.Amst. 1677") - B 71 - Verbleib?
-, -: Meditationes de prima philosophia ... His adjunerae sunt variae
objeetiones doerorum virorum cum responsionibus authoris ... Appendix
continens objectiones quintas et septimas in Renati Des-Cartes meditationes
... cum ejusdem ad ilIas responsionibus er duabus episrolis, una ad D. Dinet,
... altera ad ... D. Gisbertum Voetium. Amstelodami: D. Elzevir 1678.
P. I. H. in 1 Vol. 4°. Ldbd. [134]
Im A.V. (unter 204) nidlt besonders aufgeführt - B 71 (.Meditationes de prima
Philosophi. und nodl einige andere Abhandlungen dieses Autors Amsterdam 1687
Ldrbd. "). Unklar bleibt, ob beide Werke in einem Bande vereinigt waren, was das
übergehen der Meditationes im A.V. nahelegt. Unklar bleibt auch, wie die Kon-
fusion der Jahreszahlen im A.V. und in B 71 entstanden sein mag. - Verbleib?
-, - : Traetatus de Homine et de formatione foetus, quorum prior notis
perpetuis Ludoviei de 1a Forge illustratur [cum Claudii Clerselier prae-
farione gallicae editioni praefixa, & in latinum conversa]. Arnstelodami:
D. Elsevir 1677.239 S. 4°. Ldbd. [135]
A.V.205 (.Amsterdam 1677") - B 71 (.Amsterd. 687·) - Verbleib?
-, -: Epistolae, partim ab auetore latino sermone conscriptae, partim ex
gallico translaue. In quibus ornnis generis quaestiones philosophieae trac-
tantur, & explieantur plurimae diffieultates quae in reliquis ejus operibus
oecurrunt. Amstelodami: D. Elzevir 1668. Vol. 1. II. 4°. [136]
Im A.V. (unter 205) nicht aufgeführt - B 71 (Im AnscnIuß an den Traeratus de
Homine: .2. Ejusdem Epistolae. 2 voll. Amsterdam 1688.· Wieder bleibt die Kon-
fusion der Jahreszahlen ungeklärt.) - Verbleib?
seI>'s Cartesius-Zitate beziehen .ich nidlt auf bestimmte Ausgaben.
Zu Descartes vgl. weiter: [B a i II et, Adrien] [48].
34

OIl!TZ, .••

Ueber das Wissen des Nichtwissens ... Marburg 1832. [137)


A.V.? - B 71 - Verbleib?
Die Schrift, vermutlich ein Zeitschriften aufsatz, konnte nicht nachgewiesen werden.

OIOGENES LAI!RTIUS

Oe vitis, dogmatibus et apophtegmatibus darorum philosophDrum !ibri


d.cem. Graeca emendatoria edidit ... lacina Ambrosii ... interpretatione
cascigata, appendice critico atque indicibus instruxit Henricus Gustavus
Huebnerus. Vol. I. Diogenis Laenii de vitis ... philosophorum libri decem
... Edidit Henricus Gustavus Huebnerus. Vol. 11. Praemissa est praefatio
Godofredi Hermanni. Lips: C. F. Koehlerus, 1828/1831. 8°. - Isaaci Casau-
boni Notae atque Aegidii Menagii Observationes et emendationes in Dia-
genem Laertium. Addita est Historia mulierum philosopharum ab eodem
Menagio scripta. Editionem ad exemplar Wetstenianum expressam atque
indicibus instructam curavit Henricus GUStavus Huebnerus Lipsiensis. Vol. I
670 S.; Vol. 11 (... indicibus instructam: post Huebneri monem absolvit
Carolus Jacobitz) 724 S. Lips: C. F. Koehlerus. 1830. 8°. Hfrzbde. [138]
In Vol. I der Not•• Exlibris. - Unterstreichungen einiger Wörter an insgesamt 8
Stellen.
A.V. 516 - B 71 (noch alle 4 Bde.) - Schid"al der beiden ersten Text-Bände
ungeklärt. Die beiden Bände der Notae gingen aus dem Besitz von Prof. Albert
Dieterich in den Besitz des Philologischen Seminars der Universität Heidelberg über.
sch's Zitate aus Diogen.. Laertius beginnen in der 1. A. der .Ethik" (1841) und der
2. A. des Hauptwerks (1844) - sie nennen Buch und Kapitel, aber keine bestimmte
Ausgabe.
-, - : Oe viril, dogmatibus et apophthegmaribus liher decimus graece et
latine separatim editus ... a Carolo Nümbergero ... Norimb: J. A. Stein
1791. 164 S. 8°. Ppbd. [139]
A.V. 489 - Gei 88 - Verbleib?

OISPUTATIO Dl! PARTIBUS ANIMA!! IMMORTALJBUS

Index Scholarum publice et privatim in Academia Georgia August3 per


Semestre Hibemum Anni 1850-1851 a die XV. Oetobris usque ad xv.
Martii habendarum. Praemissa est disputatio de parcibus animae immorta-
libus secundum Platonem. Gott: Dieterim. 26 S. 4°. [140]
Strime und Randbemerkungen (T. und BI.) in der auf S. ~-14 stehenden Disputa-
tio. - S. 11: .quod si ea hOmlnis pa,s immortalis est, q..a ;psi..s actiones ,egunt.."
.. . ;'12 autem er concupisctlJtia non t4m ipsat opinantuT, quam opi.niones Te4UCJlnr
et perotrt..nt. non sane int.lIi,;t"r, quo nOmlne iUae aJ immortalitatem aspirmt.-
35

sr»: Logic4 hujus splendidissimi prof: eloquentia•. - S. U, sr» [am Rande]: lirum
laTum.
Angebunden an K o. a c k: Beiträge zu einet systematischen Entwickelung der
Geometrie aus der Anschauung [966].

DORGUTH, FIl[IEOIlICH]

(1) Vermischte Bemerkungen über die Philosophie Smopenhauer's, ein Brief


an den Meister. Magdeburg: Heinrimshofen 1852.36 5.8°. [141]
Beigebunden :
1. D 0 r gut h: Sd.openhauer in seiner Wahrheit, 1845 [150];
2. D or gut h: Die Welt als Einheit, 1848 [152].
A.V. 184 (.beigeb. nod. einige kl. Schriften desselben Vorf.") - B 71 (nennt die
beiden beigeb. Schriften) - Gri 88 - Verbleib?
-, - : (II) Dasselbe. [142]
Einige Striche.
Ein zweite. Exemplar der Schrift, mit Dorguth•• Lid.t der wahrhaften kosmischen
Dialektik" und anderen Schriften, angebunden an Wo I f f, ehr ist i an:
Eigene Lebensbeschreibung [601].
Durguth .andte sch ..d.. Exemplare diese. Sendschreiben. zu, für .beistimmende
und günstig gesinnte Freunde". Eines davon gab Sr» am 20. 4. 1852 (D XV, 116)
an Becker weiter: .Um Ihnen Muth zu dieser Lektüre zu mad.en, erwähne id. das
,uriosum, weJd.es Prof: Bökh a. Berlio mir vorgestern erzählt hat, daß er daseJbst
zu Humbold [tl, Absdüed zu nehmen, kommend, diesen im studio des besagten
Produkts begriffen gefunden habe.· Erwähnungen der Schrift in Briefen an Adam
von Doß, 10. 5.1852 (D XV, 126); von Bocker, 11. 5.1852 (D XV 127, 128); an
Frauenstädt, 10.6. 1852 (D XV, 129, 130); von Adam von Doß, 12.7.1852 (D XV,
145).
- , - : Die juridisme Dialektik. Magdeburg: HeinridJshofen 1841. 32 S.
8°. [143]
Einzelne Striche VOn Sr»'s Hand (Bl.).
Später zusammengebunden mit D 0 r gut h: Schopenhauer in .einer Wahrheit (I1)
[151].
- , - : Populäre, practische Enrwidtelung der abstracten Begriffe, welme
die positive Strafgesetzgebung interessiren, nam dem System des apodikti-
smen Real-Rationalismus. Veraniaßt durch die im Werke befindlime Revi-
sion der königlim preußismen und sämsismen Strafgesetze. Magdeburg:
Heinrichshofen 1837. 38 S. 8°. [144]
Angebunden an D 0 r gut h: Kritik des Idealismus, 1837 [146].
Sd.. A. 521 (2).
36

-, -: Grundkritik der Dialektik und des Identitätssystems, mit einem


Anhange von Korollarien, Erläuterungen und Kritiken. Magdeburg: Hein-
richshofen 1849. 87 S. [145]
Nicht im A.V., vermutlich schon vor dem Tode Sch's verlorengegangen, aber von
ihm im Brief an Frauenstädt, 30. 9. 1850 (D XV, 27) zitiert: .Dorguth, in seiner
letzten Schrift, hebt mit großem Lobe hervor mein Gleichniß von der Biedlasche,
Bd. 2, p.llO· [W II, l74].
-, -: Kritik des Idealismus und Materialien zur Grundlage des apodikti-
schen Realrationalismus. Magdeburg: Heinrimshofen 1837.281 S. 8°. Ppbd.
[146]
Beigebunden:
1. D 0 r gut h: Populäre, practisdle Entwitkelung der abstracten Begriffe, 1837
[144] ;
2. S u a b e dis sen: Ober die innere Wahrnehmung, 1808 [548];
3. Lieberkühn : Versudl über die anschauende Erkenntniß, 1782 [335];
4. J. J. Wa g n er: Von der Philosophie und der Medizin, 1805 [576].
Rütkentitel von sch beschriftet. - Exlibris entfernt. - Einzelne Striche (BI.).
A.V. 437 (.beigeb. noch 4 klo phi!. Schriften") - B 71 (Nr. 2427; nennt die 4 Schrif-
ten) - B 80 (Nr. 413, nicht in der Abteilung .Schopenbauer'sche Randglo.sen") -
BOS-A 29.
Sch. A. 521 (1).
-, -: Das Licht der wahrhaften kosmischen dem Irrlichte der Hegel's<hen
Dialektik gegenüber. Ein Schreiben an Herrn Dr. Arthur Schopenhauer.
Magdeburg: Heinrichshofen 1854.32 S. 8°. [147]
Angebunden an WolH, Cbristian: Eigene Lebensbeschreibung [603].
Einige Striche.
Diesen .Schwanengesang" oder .philosophischen Kebraus" kündigte Dorguch im
März 1854 Sch an; vgl. Sch an Frauenstädt, 9. 4. 1854 (D XV, 300): .Er ist jetzt im
Alter der Radotage ...• Im Brief vom 11.5.1854 (D XV, 303 f.) äußert sich Sch
dann schon über das Buch: •... habe ich aus Pflichtgefühl mir die Seelenmarter
angethan, es ganz zu lesen ... Sdlretklich, wenn die Gesdlwätzigkeit des Alters in
die Tinte schlägt.' Immerhin sandte srh das Werkdlen am 13. 5. 1854 (D XV, 308)
Betker zu. VgJ. auch Sch an Frauenstädt, 22. 5. 1854 (D XV, 317 f.).
-, -: Nachträge und Erläuterungen zur Kritik des Idealismus und Mate-
rialien zur Grundlage des apodiktismen Realrationalismus. Magdeburg:
Heinrichshofen 1838. VI,112 S. 8°. [148]
Mit einem von Dorguth gesdlriebenen Drutkfehlerverzeidlnis.
Angebunden an Ba c h man n, Carl Friedrich: Anti-Hegel [41].
-, -: Allgemeine Uebersicht der Kritik des Idealismus und Materialien
zur Grundlage des apodiktischen Realrationalismus, Magdeburg: Heinrichs-
hofen 1839. 18 S., 1 S. Drudtf. 8°. [149]
37

Ein Strim von Sch', Hand.


Angebunden an Ba c h man n, Carl Friedrim: Anti-Hege! [41}.

-, -: (I) Schopenhauer in seiner Wahrheit. Mit einem Anhange über das


abstrakte Recht und die Dialektik des ethischen und des Rechtsbegriffs. Mag-
deburg: Heinrichshofen 1845. 31 S. 8°. [150]
Angebunden, mit Dorguth: Die Welt als Einheit, an 0 ° r gut h: Vermismte
Bemerkungen (I) [141].

-, -: Dasselbe. Lbd. [151]


Einige R.ndstriche (BI.).
Ein zweites Exemplar der Schrift: A.V. ? - B 71 ("Beigeb.: 1) K a h I e: Darstel-
lung u. Kritik der Hegel'smen Philosophie [285]; 2) War n k ö n i g: Doetrin.
juris philosophie. [578]; 3) B u 0 r [rimtig: Buob]: La philosophie en Allemagn.
[94]; 4) [L e s s i n g 1 Ueher den Beweis des Geistes und der Kraft [1520].
Pppbd.") - Der Sammelband wurde vor 1880 aufgelöst: in B 80 erscheint die
Schrift für sim: Nr. 1486, geheh. (nicht in der Abt. "Smopenhauer'sme Randglos-
sen"), sie wurde am 16. 8. 1880 an Ottern ar Kaindl, Prag, verkauft, spöter mit Der-
guth: Die juridische Dialektik, zusammengebunden und am 25.5.1923 von Robere
Gruber erworben: Gru 40. Nimt verbrannt.
Sm. A. 603/7.
Dorguth übersandte Schopenhauer die Smrift: .Smopenhauer in seiner Wahrheit"
(beide Exemplare?) mit einem Brief, in dem er ihn den "Kaspar Hauser der Philo-
sophie-Professoren" nannte. Sch', lebhafte Zustimmung, in seinem Danksmreiben
VOm 28.7.1845 (D XIV, Nr.332) veranlaßte Dorguth, den Vergleich in seine
"Grundkritik der Dialektik", S. 9, zu übernehmen. Sch selbst brachte ihn mehrfam
in seinen Briefen und sogar P I, 145, und N, XII, XXIV (Vorrede Zur 2. Auflage).

-, -: Die Welt als Einheit, ein philosophisches Lehrgedicht, mit Rückblick


auf Alexander von Humboldts "Kosmos". Magdeburg: Heinrichshofen 1848.
28 S. 8°. [152]
° °
Angebunden, mit 0 r gut h: Schopenhauer in seiner Wahrheit, an 0 r gut h :
Vermischte Bemerkungen [141].
Sch an Frauenstödt, 16.12.1847 (D XIV, Nr.337): "Vom Geheimen Justizrath
Dorguth in Magdeburg habe vor 14 Tagen eine lange Epistel, nebst dem Credo
meiner Philosophie in Versen, und ganz rimtig, erhalten ... " Dieses Credo bestand
wohl in einer Absmrift oder einem Auszug aus der • Welt al, Einheit", die Sch erst
später erhielt, "im Schreckens-März" 1848; vgl. Sch an Frauen'tädt, 11. 6. 1848
(D XIV, Nr. 342): "sie ... glorificirt mich mehr als jemals: unter dem Titel ,Wille
da, Wesen des kosmischen Eins', hat er meine Philosophie recht gut in Verse ge-
bracht."

-, -: Die falsche Wurzel des Idealrealismus. Ein Sendschreiben an Kar!


Rosenkranz. Magdeburg: Heinrichshofen 1843.15 S. 8°. Br. [153J
Auf dem Titel eigenhändig: A. Schopenhaue/r]. - Strime, Randbemerkungen. -
38

Angeheftet K a h I e: Darstellung und Critik der Hegelsdten Redttspbilosophie


[285].
A.V.l- B 80 - Gri 88 (smon mit der Schrift Kahles zusammengeheftet?) - Gri 05
- Gri 30 (angeheftet: K a h I e: Darstellung und Critik der Hegel'seben RemtS-
philosophie, 1845). - Erworben 3.5.1930 von Roben Gruber. - Gru 40. Ver-
brannt.

DUNS SeOTus, jOHANNES

Fr. joannis Duns SCOb de divisione naturae libri quinque diu desiderati.
Accedit Maximi Scholia in Gregorium Tbeolog. Graece et latine. Oxonii
1681. fol. Ldbd. [154]
A.V. 6 - B 71 - Verbleib?
-, -: ... scriptum super primo (-quarto) libl'O sententiarum incipit feli-
eiter. [in fine:] Finit quodlib. johannis duns Scoti; ... post scrip ta ejusdem
sup. quatuor libris sententiarum per Tbomam panmet ... castigata.] Impensis
Anthonii koberger: Numberge, 1481. fol. Ssntbd. [155]
A.V. S (.Opus Theolog.: Norimb., Ant. Koburgcr 1481") - Verbleib?
Erwähnungen des Dun. Seotu5, ohne Bezugnahme auf eine Ausgabe: W I, 101 (erst
3. A. 1859); WH, 70 (2. A. 1844).

[DUl!.AND, DA VII>]

La vie et les sentimens de Lucilio Vanini. Rotterdam: Gaspar Fritsdt 1717.


XXXII S. (Avertissement), 260 S., 3 BI. (Table des matieres). 8°. Hfnbd.
[156]
A.V. 207 - Gw 132. Verloren.

ESEIlHARD, jOHANN AUGUST

Allgemeine Theorie des Denkens und Empfinden•. Eine Abhandlung. Bin:


Voß 1776.8 0 • [157]
A.V. 390 - B 71 - Verbleib?
-, -: .Eine philosophisdle Abhandlung". [158]
Angebunden an [Lucas1: Spinoza II [341].

EHLEl!.S, MAl!.TIN

Ueber die Lehre von der menschlichen Freiheit. Dessau: Gelehrte Budlhand-
lung 1782. 8°. [159]
39

A.V. 422 - B 71 (mit anderen Schriften noch angebunden an [Hamann,J Socrati-


.che Denkwiirdigkeiten) - Verbleib?

EICJ(EN, [G. W. v. ?]
.Eine philos. Abhandlung ... • (B 71.) [160]
Angebunden an Spinoza 11 (341].

EMPEDOKLES AGRIGENTINUS

De vita et philosophia eius exposuit Carminum reliquias ex antiquis scrip-


toribus collegit recensuit iIlustravit praefationem er indices adjecit M. Frider.
Gui!. Sturz. Lips: Goeschen 1805. LII, 704 S. 8°. Ppbd. [161]
Exlibris. - Stridie und Randglossen (Bl.). - S. 280, Sm [zu den Stellen aus Simpl.
dtl ATi.t. tle <oelo 1 101 J2d, über der Seite]: fons tlOt:trinde Plalonis. - S. 448/449,
So, [iiber den Seiten]: Pessimismus EmperJoclis. - Zeidinungen (Köpfe) auf dem
Riic:kdec:kel.
A.V. S04 - Gw 352.
Eine Stelle aus S. 488 des Budies hatte Sm für die Epiphilosophie W II notiert
(HE der 2. A. 1844), aber dann dodi nidit verwendet. (Vgl. cd. Weiß II, IOI9.)

EPIKTET

Enchiridion, Uni cum Cebetis Thebani Tabu!a. AccessSre A r r i a n i com-


mentariorum deEpicteri disputationibus Lib. IV. OmniaHieron. Wolfio Inter-
prete, eum ejusdem annotationibus. Item P 0 r p h y r i i Philosophi Pytha-
goriei De abstinentia ab animalibus necandis libri quatuor, Ex nova ver-
sione: cui subjiciuntur notae breviusculae. Ejusdern liber De vita Pythago-
raei: & Sentennae ad intelligibilia ducentes: Oe antro Nympharum quod
in Odyssea describitur. Lucas Holstenius Hamburgens. Lann~ vernt. Disser-
tationern de Vita & Scripris Porphyrii, & ad vitam Pythagorae observation es
adjecit. Cum indicibus in Arrianum & Porphyrium !ocup!etissimis. Canta-
brigiae: G. Morden 1655. 495 S., Index; 285 S., Index; 87 S., Index. 8 0 •
Pgmbd. [162]
Exlibris. - Auf dem vorderen Vorsatzblatt: A. Smopenhduer 1833. - Im hinteren
Delkel Bleistiftzeichnung (Männerkopf im Profil). - Angesuidien .ind Kap. 65, 77
und 78 im Epictet, einige Stellen im Cebes und in Wolfs Kommentar, eine Stelle im
Arrian, I. III, cap. 22 De .eeta cynicd. - Zahlreiche Stridie in Porphyrius' De
dhstin.nlia und in der Biographie des Pythagoras. Hier auf S.89 beigeschrieben:
Spec"a [Bl.], auf S. 159: Onnuil [BI.] - Zu der Obersdirift von Porphyrii Se ...
tentia., S.220, Sm: Opus pTincipal. Porphyrii. [T.] Audi hier viele Stellen unter-
und angestridien, ebenso in der Abhandlung De dntro nymphdTum, hier S. 256
Bleistiftnotiz am Rande: eccel
A.V. 477 - B 71 - B 80 (nicht in der Abt.• Sdiopenhauer'sdie Randglossen") -
40

B 05 - A 29 (.als im A.V. nidtt enthalten·!) - A 59.


Sdt.A.522.
Epicteteae Philosophiae Monumenta Tom. I-V. [Tom. 1- III: Epicteteae
Philosophiae Monumenta. Epicteti Dissertationum ab [Flavio] Acciano
digestacum libri IV. Ejusdem Enchiridion et ex depecditis sennonibus
fragmenta. Post Jo. Uptoni aliorumque curas, denuo ad Codicum Mssto-
rum lidern cecensuit, Latina Versione, Adnotationibus, Indicibus ilIustravit
Johannes Schweighäuser. Lips: Libracia Weidmanniana 1799. 80 • Tom. 1.
Epicteti Dissertationes. XXXII, 684 S.; Tom. II. Ad Epicteti Dissertationes
ab Arriano digestas Notae et Emmendationes. 969 S., 6 S. Corrigenda
er Addenda. Tom. III. Enchiridion, Fragmenta, Indices 504 S. - Tom.
IVN: Simplicii Commentarius in Epicteti Enchiridion. Accedit Enchiridii
Paraphrasis Christiana et Nili Enchiridion. Omnia ad veteeum Codicum
lidern recensuit et Varietate Lectionis Notisque iIIustravit Johannes Sc:hweig-
häuser. Lips: Libraria Weidmanniana 1800. So. Tom. Prior: Simplicii
Commentarius in Enchiridion. 540 S. Tom. Posterior. Endllcidii Paraphrasis,
Nili Emhiridion, et Notae ad Simplicii Comment. 500 S. Hpgrnbde. [163]
Exlibris in 'rom. 1-III und V. - Viele Stridt. im Endtiridion (Frühzeit).
A.V. 502 - B 71 - B 05 - nidtt A 29 - A 59.
Sdt.A.523.
Angestridten sind folgende Stellen aus den Dissertationen Arrians, die ScJJ mit der
lateinisdten Obersetzung zitiert: W I, 105 Anm. (erst l. A. 1859); W II, 167 (= dem
Zitat W I, 105 Anm.) u. 173 (sdton 2. A. 1844); hier ist die lateinische Obersetzung
erst in der 3. A. beigefügt. ScJJ's Quellenangabe W I, lOS Anm.: dis •• rt. III, 26,
zeigt, daß er nodt eine andere Ausgabe benutzt hat: bei Sdt....eighäuser steht die
Stelle IV, 1, 42. ScJJ's Gesamturteil P, I, 57 f.: [Die Dissertationen Arrians geben]
.keine gründlidte Aufsdtlüsse über den wahren Geist und die eigentlidten Princi-
pien der Stoisdten Moral: vielmehr ist dies Budt in Form und Gehalt unbefrie-
digend ... " Ober die .Kapuzinaden" Arrians weiter W 11, 175; P 11, 58.

E'IKUR

Fragmenta librocum Il er XI De Natura in volurninibus papyraceis ex Her-


culano erutis reperta probabiliter restituta, latine versa, scholiis et commen-
tario illustrata a Carolo Rosinio. Ex tomo II voluminum Herculanensium
emendatius edidit suasque adnotariones adscripsit J o. Conradus OreIlius.
Lips: F. Chr. G. Vogelt8tS. XII, 96 S. 8 0 • Ppbd. [164]
Exlibris. - Keine Stridte und Randglossen.
A.V. 491 - Gw 378.
Ein Zitat der Ausgabe: Philosophische Vorlesungen, 0 IX, 48.
41

Physica et Meteorologica duabus epistolis ejusdem eomprehensa. Graeca


ad fidem librorum seriptorum et editorum emendavit atque imerpretatu5
estJo.Gottl. Sdmeider. Lips: F. C. G. Vogel 1&13.XX, 128 S. 8°. Ppbd. [165]
Exlibris, keine Strime.
A.V. 490 - Gw 272.
Zu Epikur vgl. auch Gas sen d i, Pierre [208, 209].

ERDMANN, JOHANN EDUAl\D

Schopenhauer und Herbart, eine Antithese. In: Zeitschrift für Philosophie


und philosophische Kritik. Neue Folge XXI. Bd. Halle: C. E. M. Pfeffer
1852. S. 209-226. [166]
Suiche und Randglossen. - S. 216, Sch [zu Erdmanns Behauptung, S0 habe Hegel
einen .Pinsel unserer Zeit" genannt]: Nirgends! Die Fiduianer so genannt!
Angebunden an Ca jus: Des Antibarbarus Logicus 2.... Auflage [98].
Sch äußert sich in ~wei Briefen an Frauenstädt über Erdmanns Aufsatz. Am 22. 11.
1852 (0 XV, 177): .Der Erdmann behandelt mich noch ganz honett. parin hat er
auch Recht, daß Herbart und ich diametral entgegengesetzt sind: aber nicht aus
dem Grund eines polaren AuseinandertretenS Kantischer Philosophie in zwei An-
siduen; sondern simpliciter weil dem Falsmen das Wahre entgegengesetzt ist. Der
Herbart ist ein entsmiedener QueerkOPf. hat seinen Verstand verkehrt angezogen
... Treffend und wahr ist was Erdmann S. 210 sagt. über das Tragische in meinem
Smid.sal und die ,Smande' mim ignorirt zu haben ... Uebrigens hat er meine Lehre
verdreht und verrenkt, um nur seine Marotte durchzuführen. Sogar Au.drüd.e legt
er mir bei, die im theils gar nicht, theils nidlt in dem Zusammenhang gebraucht
habe." Am 2. 11. 1853 (0 XV, 267): .Die ersten 10 Seiten sind recht gut, weil er
daselbot bloß meine 4fache Wurzel referirt, die er deutlich übersieht. " Nun aber
ist seine folgende Darstellung ein konfuses Gewirre, das Keir.em einen rechten
Begriff davon geben kann ... Eigentliche Lüg e D habe nur 2 gefunden. 1) Ich
hätte gesagt, Leibnitz wäre gar kein Philosoph, sondern bloßer Mathematiker und
Polyhistor; - während ich wirklich gesagt habe, Leibnitz sei me h r Mathemati-
ku. und Polyhistor, als Philosoph gewesen. Ein großer Untersmiedl - Sie werden
die Stelle kennen, ich weiß nicht, wo sie steht. - 2) Daß im H e gel n ,einen
Pinsel unserer Zeit' genannt hätte, während im in der That bloß die H e gel i a n e r
so benenne, indem im sage: ,daran haben die Pinsel unserer Zeit 20 Jahre lang ihr
Genüge gehabt: - Aber ich weiß wieder nicht, wo. 0, ein Register! ..••

El\NESTI, JOHANN AUGUST

Clavis Ciceconiana, sive Indices rerum Cl vecbocum philologieo-critici in


opera Ciceronis. Aceedunt gcaeca Ciceronis, necessariis observationibus illu-
strata. Halae 1777. Ppbd. [167]
A.V. 593 - Verbleib?
42

ESCHENBACH, jOHANN CHRISTIAN

Sammlung der vornehmsten Schriftsteller, die die Wirklichkeit ihres eigenen


Körpers und der ganzen Körperwelt läugnen; enthaltend Berkeley's Ge-
spräche zwischen Hylas und Philonous und des Collier allgemeinen Schlüssel,
übersetzt und mit widerlegenden Anmerkungen versehen, nebst dnem An-
hang, worin die Wirklichkeit der Körper erwiesen wird. Rostock 1756. 8°.
Ppbd. [168]
A.V. 354 - Gw 289. Verloren.

EWALD, jOHANN LUOWIG

Ueber I. Kant'. Philosophie mit Hinsicht auf die Bedürfnisse der Mensch-
heit. Bin: Unger 1790. [169]
Angebunden an Her bar t: Uber die Möglichkeit ... [237].

FECHNEll, HEIIMANN ADOLPH

jakob Böhme. Sein Leben und seine Schriften, mit Benutzung handschrift-
licher Quellen dargestellt. Ein Beitrag zur Geschichte der neuern Philosophie.
Preisschrift. (Separat-Abdruck aus dem Neuen Lausitzer Magazin Bd. 33
und 34.) Görlitz: Auf Kosten der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissen-
schaften 1857. 1 BJ., 246 S. 8°. Ppbd. [170]
Bleistifutrime.
A.V. 57 - Gw 111.
Sch erhielt das Bum, zusammen mit Fedtners S<hrift über Aristoteles, am 26. 9.
1857 (D XV, 586) durd. G. W. Körber. Er antwortete Körber am J. 10. 1857
(0 XV, 588): .Herm D,. F.dm., bitte im zu grüßen u. ihm meinen Dank für sein
Gesmenk abzustatten. Dod. habe im mim an diese Bümer nod. nimt mamen kön-
nen.· Bald darauf .meint er den Böhme aber dom gelesen zu haben; er zitiert ihn
auf dem Vorsatzblatt der Pfeiffcrsmen Ausgabe des Meisters Eckhart [656].
-, -: Ueber den Gerechtigkeitsbegriff des Aristoteles. Ein Beitrag zur
GesdUchte der alten Philosophie. Lpz: Heinrich Matthes 1855. 2 BI., 120 S.
8°. [171]
Keine Strime und Randglossen.
Angebunden an Müll er: Die Entstehung des Mensmengesmlemtes [914].
Gesmenk des Verfassers an Sch, ihm von G. W. Körber am 26.9.1857 (D XV,
Nr. 586} zugesandt (s.o.). Sch smeint die Smrift nimt gelesen zu haben.

FEDEll, jOHANN GEOIlG HEINRICH

Grundlehren zur Kenntniß des menschlichen Willens und der natürlichen


43

Gesetze des Redltverhaltens. [5. A. des Lehrbudls der praktisdlen Philo-


sophie.] Gött: J. C. Dieteridl1783. 8°. [172]
A.V. 360 (.1780") - Verbleib?
-, - : Ueber Raum und Causalität, zur Prüfung der Kantisdlen Philo-
sophie. Gött: J. C. Dieteridl1787. XXXII, 268 S. 8°. Ppbd. [173]
A.V. 370 - B 71 - Verbleib?
Sch zitiert das Buch, d., er bereits vom 9.2.-30.3.1818 in der ötfendid!en Biblio-
thek in Dresden entliehen hat, W I, 561 Anm. (1. A. 1819), G, 92 (2. A. 1847).
Er zählt Feder zu den redlid!en Philosophen (P I, 185).

FEE, A[NTOINE]-L.-A.

Etudes philosophiques sur I'instinct et l'intelligence des animaux. Strasbourg:


Vve. Berger-Levrault et fils 1853. XIV, 208 S. 8°. Ppbd. mit Rückensdlild.
[174]
Exlibris. - Im rü<kwärtigen Innende<kel Profilkopf (BI.). - Zahlreid!e Unter-
streid!ungen, Rufzeid!en und Randglossen (nad! Tr. 37): S. 13: .Ie doat qui a volt
se sauve pour ne rep4Ta1tre dans La cuisine que quanJ il C'roit sa mauvaise action
oubl"e." Sdo: plutat, quand ill'a oJlblie[ejlui-meme. - S. 17 [über d.s Verste<ken
von sterbenden Tieren], Sdo: Non, se smtant impuilSans ils se cadoent. - 5.94,
Sdo: L';nstinet donne la regle[,j er I'intelligene< I'applieation er les details.
A.V. 780 - B 71 - Tr. 37, Nr. 116. Verblieben bei L'.rt .ncien, Zürid!.

FERGT.:SON, ADAM

Essay on tbe History of civil society. A new edition. Basil: J. J. Tourneisen


1789. VI, 424 S. 8°. Ppbd. [175]
A.V. 1233 - B 71 - Verbleib?
-, - : The History of progress and termination of the Roman Republic.
Vol. 1- VI. Basil: J. J. Tourneisen 1791. Ssntbde. [176]
A.V. 1232 - Verbleib?
-, -: Grundsätze der Moralphilosophie, übersetzt und mit einigen An-
merkungen versehen von Christian Garve. Frankf und Lpz: 1787. VIII,
280 S. 8°. [177]
A.V. 249 (.Mentz 1786") - Verbleib?

FERRIERES, M[ARQU]IS C[HARLES]-E[LIE] OE

Le theisme, ou redlerches sur la nature de l'homme. 2. ed. Paris: P.-D. Pierre


1790. 12°. Ppbd. [17a}
A.V. 415 - B 69 - Verbleib?
44

FEUERBACH, PAUL JOHANN ANSELM VON

Anti-Hobbes oder über die Grenzen der hödlsten Gewalt und das Zwangs-
recht der Bürger gegen den Oberherrn. Erstes Bändchen. Erfurt: Hennings
1798. XIX, 301 S. 8°. [179]
Exlibris. - Einzelne Unterstreimungen und (z. T. vom Bumbinder besmnittene)
Randbemerkungen (B\.). - S. 19: .Mithin ist niemand vor Attentaten simer, alle
müssen sim also von .lIen Angriffe gewärtigen, und alle müssen gegen alle
gerüstet .ern. Daher sagt uns die pflimt: Exe,.nd,.m est e stat,. nat,.TaW" Sth
[unterstreimt da. Wort .Pflimt" und bemerkt]: .Nein, die Klugh[eit]. - Ober
S. 214/215, Sa..: Nur Deut.me sind solmer Breite und Weitsmweifig[keit] fäh[ig],
haec pert •.. s,.n ... sagt die ... - S.216: .weil wir wissensmaftlim reden wol-
len.· Sth: Damit meint er b r e i t , und weiß nimt, q,.e le stcret d'etre enn,.yeux
est de tout diTe. siehe die 3 vorigen ... - Ober S.28 und nommals 219, Sth:
putidüsima. - S.220: .Diese kurze Betramtung ... " Sth unterstreimt .kurze"
und setzt fünf Ausrufungszeimen an den Rand. - S. 227: •... daß d.s Strafremt
nimt bloß in dem Staat und in den Händen eines Oberhaupts, sondern aum in dem
Naturstande und unter den bloß natürlimen Remten der Men.men müsse zu finden
sern." Sth: min[imeJ.
A.V. 324 - B 71 (.Ein Padret von 10 Bdn. philos. Smriften von Feuerbad! ... "I)
- A. 29 (unter den im A.V. angeblim nimt aufgeführten Bümern!).
sm. A. 908.
In den Philo.ophi.men Vorlesungen, Bd. H, D X, 486, und danam W I, 413 (.mon
2. A. 1844), ein allgemeiner Hinweis auf Feuerbams Theorie der Strafe.
-, -: Kritik des natürlichen Rechts als Propädeutik zu einer Wissenschaft
der natürlichen Rechte. Altona (Herold jun.) 1796. XXVIII, 307 S. 8°. [180]
A.V. 349 - Verbleib?

FICHTE, IMMANUEL HERMANN

Die philosophischen Lehren von Recht, Staat und Sitte in Deutschland,


Frankreich und England von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bis zur
Gegenwart. [System der Ethik, 1. kritischer Thei!.] Leipzig: Dyk 1850. XX,
820 S. 8°. [181]
Nimt A.V. - Sth hat da. Bum bestellt (vgl. Brief an Becirer, 2.12.1850, D XV,
41) und das ihm gewidmete Kapitel gelesen (Brief an Bocker, 17. 1. 1851, D XV,
44). Hat er es vor seinem Tode weggegeben?

-, -: Ein Wort über die .Zukunft" der Philosophie. Als Nachschrift zum
vorigen Aufsatze [J. E. Erdmanns]. In: Zeitschrift für Philosophie und
philosophische Kritik. Neue Folge XXI. Bd., 2. Stück. Halle: C. E. M.
Pfeffer 1852, S. 226-241. [182]
Zahl reime Strime, Glossen und Smimpfworte. - Sth [über S. 226/27]: Der Cha-
rakter erbt vom Vater, Sohn eines Windbeutel. u. Lügners. - S.226, Sth:
45

Elender Lump. - S. 227, Srh: SdlUft. - Ober S.228/29, Srh: Dir wird man glau-
ben, Sohn eines Lügners! - S. 229: .während im smon sehr frühe, ,mon im Jahre
1819 in Berlin, wo Smopenhauer damal, ,im aufhielt ... , mit ihm und seiner
Philosophie so ausreimend mim bekannt mamte, ... n scb: Gelogen. - S. 230, srh
[zu der Bemerkung, Fimte habe vor Smopenhauer die 1. Auflage der Kritik der
reinen Vernunft für die allein konsequente erklärt]: wo? - S. 230: .Die Dinge
sind, mit Berkeley zu spremen, ,I cl e e n und Nie h t s als I d e e n ' .• Srh:
la.as! nimt Ideen, sondern Vor s tell u n gen. - S. 231: • Wir wollen ihn nimt
nom tiefer fragen, wie sim '" der durmgreifende Gegen,atz aprioristismer, ver-
nunftnothwendiger Wahrheiten und bloß empiri,mer in un,erer Erkenntniß erklären
lasse .•.• Scb: Das hättest Du, dummer Junge, den Vater fragen ,ollen. - S. 233:
[Fimte will im Willen ein] .intelligentes Princip' [mitwirkend sehen]. S<h: d. h.
der alte Jud. - S.233 [Fimte zitiert Smopenhauer]: .In den Kunsttrieben der
Tbiere wirken die teleologismen Agentien, welme als physiologisme Bildungstriebe
ins Innere der Organismen zurückgezogen im geheimnißvollen Dunkel walten, am
Limte des Tages und vor unseren Augen; in ihnen deckt die Natur ihr Uhrwerk
auf. Wir smauen hinein und s ehe n a II es sie h b ewe gen n ach Z u -
ne i gun gun d Ab n e i gun g, F ure h tun d Hoff nun g .• srh: wo?
Stebt n ir gen d,. Falsarius! .
S<h's Urteil über den Aufsatz steht im Brief an Frauenstädt vom 22. Nov. 1852
(0 XV, 177 f.): .Des F ich t e Aufsatz hingegen [im Gegensatz zu dem voran-
gehenden Aufsatz Erdmanns] ist ein Gewebe von Lügen, von Anfang bis Ende. Ja,
er treibt es bis zum eigentlichen Falsum, S. 233, wo eine Stelle von mir mit Gänse-
füßmen angeführt steht, die im nie ge.mrieben habe, sogleich merkte im, daß da.
nimt meine Sprame, nimt meine Ausdrücke wären: dennom habe im in allen mei-
nen Smriften emsig danam gesumt, und finde sie nimt. Können Sie sie finden?
Der Gedanke freilim ist mir nimt fremd. Vor 6 bis 8 Monaten las im in einer
Recension, der Autor berimte über philosophisme Lehren, aber bloß auf Grund-
lage der Darstellungen dieses Fimte: ,der Fimte sei aber nur mit größter Behut-
samkeit zU benutzen.' Dies darf uns nimt wundern, da der Charakter vom Vater
erbt: dieser war ,ein Windbeutel', will sagen ,ein Mensm, der es auf Illusion
und T'ausmung abgesehn hat: aber der hatte dazu Verstand und Talent, mamte es
also fe in. Der Sohn hingegen ist, in Folge seiner Mutter, ein ... ...• [Die
6 Punkte dürften, auf Grund der Glosse über S. 226/27 des Aufsatzes durm das
Wort Lügner zu ersetzen sein.] Auf das Falsum kommt S<h nommals im Brief an
Frauenstädt vom 17.2.1853 (D XV, 185) zurück.

FICHTE, JOHANN GOTTLIEB

Die Anweisung zum seeligen Leben, oder auch die Religionslehre ... In Vor-
lesungen gehalten zu Berlin, im Jahre 1806. Bin: Realschulbuchhandlung
1806. XIV, 392 S. 8°. Ldbd. [183]
A.V. 273 - Verbleib?
Smopenhauers Bemerkungen zu diesem Bum vgl. HN II, 346-347.
-, -: Appellation an das Publikum über die durch ein Kurf. Sächs. Con-
fiscationsreskript ihm beigemessenen atheistischen Xußerungen. Eine Schrift,
46

die man erst zu lesen bittet, ehe man sie confiscitt. Jena und Lpz: Christian
Ernst Gabler; Tüb: COlta 1799. 116 S. 8 0 • [184]
A.V. 276 (Beigebunden .nom mehrere kl. philos. U. andere Abhandlungen") -
Verbleib?
-, - : Grundlage des Naturremts nach Principien der Wissenschaftslehre.
Jena und Lpz: Christian Ernst Gabler 1796. XXI S. (unnumeriert), 230 S.
8°. In 1 Hfrzbd. mit dem 2. Thei!. [185]
Exlibris. - Rand,mriften in der Einleitung und im 1. Hauptstüdt (frühe Zeit, T.).
S. I: .Der Charakter der Vernünftigkeit besteht darin, daß das Handelnde, und
das Behandelte Eins sey, und eben dasselbe ... ' Sr»: Onanie [am Rande]: Kann
man fremer seyn? - S. II, Anm.: .Dom, im kann gar wohl sagen, wie man es
konnte und mußte. Diese Leute können ohne Substrat einmal nimts anfangen, ... "
Sr»: Wie der Sdlarlatan vornehm thut! - S. V f.: .Sieht man auf die Handlung
des Im, als solche, ihrer Form nach, 50 ist es Begriff; sieht man auf den Inhalt der
Handlung, auf das Materiale, darauf, was geschieht, mit Abstraktion davon,
daß es geschehe, so ist es Objekt.· Sr» [über S. VI]: Das Wafe/eisen od: viel-
mehr seine Operation ist der Begriff U. die Wafel das Objekt. - S. VI: .Das philo-
sophische Genie, d. h. [Sr»: Hr: Fichte] das Talent ... " - S. VII: .Der ....ahre
Philosoph hat die Vernunft in ihrem ursprünglichen und nothwen-
d i gen Verfahren, wodurch sein Ich und alles, was für dasselbe ist, da ist, zu
beobachten." S0: Windbeutel! - S. 32: .Alle Individuen müssen zu Menschen
ettogen werden, außerdem würden sie nicht Me'1sc:hen.· Sr»: sondern Hunde? -
S. 32: .Ein Geist nahm sich ihrer an, ganz so, wie es eine alte ehrwürdige Urkunde
vorstellt, welche überhaupt die tiefsinnigste erhabenste Weisheit enthält, und Resul-
tate aufstellt, zu denen alle Philosophie am Ende doch wieder zuriid< muß." Sr»: er
schmiert hin, was ihm einfällt. - S. 33: .Nach einet Realität zu fragen, die bleiben
soll, nachdem von aller Vernunft abstrahirt worden, ist widersprechend; denn der
Fragende selbst hat doch wobl Vernunft, fragr, getrieben durch einen Vernunft-
grund, und will eine vernünftige Antwort; er hat mithin von der Vernunft nicht
abstrabirt." Sr»: Also heißt .von der Vernunft abstrahiren" soviel als die Ver-
nunft verlieren. - S.154: .Sobald der Mensm in Verbindung mit andern gesezt
wird, ist sein Besiz rechtlich, lediglich inwiefern er durch den andern anerkannt
wird, ..•• Sr»: Ecce [B1.]. -
A.V. 272 - Gw 222.
Sr»', Bemerkungen zu diesem Buch HN II, 352-356.

-, -: Grundlage des Naturremts nach Principien der Wissenschaftslehre.


Zweiter Theil oder Angewandtes Naturrecht. Jena und Lpz: Chriscian Ernst
Gabler 1797. 269 S. 8 0 • [186]
Angebun.den an deo 1. Thei!. - Keine Randschriften. Auch in den Studienb.ften
HN H, S. 356, nur eine vietzeilig. Bemerkung zum 2. Teil des Werkes.
-, - : Grundlage der gesamrnten Wissenscbaftslehre und Grundriß des
Eigenthilinlichen der Wis.senscbaftslehre in Rücksicht auf das theoretische
47

Vermögen. Neue unveränderte A. Tüb: Cotta 1802. XII, 448 S. 8 0 • Ppbd. [187]
Randglossen (meist T.):
S. I [2. Titelbl.]: .Grundlage der ges. W. L. von Johann Gotdieb Fichte," Sm:
einem ehr- u. gewissen-losen Smarlatan. - S. VII: .Ich würde durch das Glük,
die erstere [die ämte Philosophie] entdedtt zu haben, meinen persönlichen
Werth so wenig gehoben, als durch das Unglük, neue Irrthümer auf die Irr-
thümer aller Zeit aufgebaut zu haben, denselben erniedrigt glauben." Sm:
u. das soll das Publikum sich aufbinden lassen I - S. X: .Es sind mehrere Mis-
verständnisse, die ich sicher voraussehe, und denen ich mit ein paar Worten hätte
abhelfen können. Ich habe auch diese paar Worte nicht gesagt, weil ich das Selbst-
denken unterstüzen möchte." Sm: herrliche Ausnüchte! - S. 1: • Wir haben den
absolutesten ... Grund.az alles menschlichen Wissen. auf z u s u ehe n. B e -
weisen, oder bestimmen läßt er .ich nicht •.. " Sm: er wird aber p 11.
erwiesen u. bestimmt, si Vii, pLAcet. - S. 1: .Er soll diejenige T hat h a n d I u n g
ausdrüken, ... " Sm: erste petitio pri"cipii daß eine Thathandlung (doppelte
cONTlilge) dem Bewußtseyn zum Grunde liege; hier erschlichen. - S.3: •... be-
haupten, jener Saz sey s chi e c h t hin, d. i. 0 h n e a II e n w e i t ern
G run d, gewiß: und indem man dieses ... thut, schreibt man sich das Vermögen
zu, etwas schledlthin zU sezen." sch: Hier wird nun der Ausdrudt Set zen ein-
geführt, zuvörderst im gewöhnlichen logischen Sinn, al•• annehmen": einmal da,
wird er nachher das Schiboleth, womit der Kerl seine Leser bei der Nase herum-
führt, bei der endlosen Set zer eides ganzen Geschmieres. - S. 6 f.: • . . . daß
wir genöthigt sind, X für schlechthin gewiß zu halten; mithin auch den Saz: Ich
bin - auf welchen X sich gründet." Sch: umgekehrt: im Vorhergehenden ist das
.Ich bin" abgeleitet, also begründet, aus dem Satz A = A oder X. - S. 7: •... daß
vor allem Sezen im Im vorher das rch selbst gesezt sey." Sm: seht, wie das Set-
zen einschleicht u. immer vieldeutiger wird: hat man ein Mal ein Wort, bei dem
man nichts Bestimmtes denkt, so läßt sich dabei auch alle. denken, u. e. vertritt die
Stelle der Gedanken. - S.7: .Also das Sezen des Ich durch sich selbst ... " Sm:
no.., y '/Jaila! was denkt man dabei 1 - ist hier noch von einem bloß logischen
Set zen d. h.• annehmen" die Rede? - S. 8: .Das Ich se z t 5 ich 5 e I b s t,
und es ist, vermöge dieses bIossen Sezens durch sich selbst; und umgekehrt: Da.
Ich ist, und es sezt sein Seyn, vermöge seines blassen Seyns. Es ist zugleich da.
Handelnde, und das Produkt der Handlung; ... und daher ist das: Ich bin,
Ausdruk einer Thathandlung ... " Sch: Diese ganze Ur-weisheit wird also begrün-
det durch die plumpe Erschleichung, daß man zuer.t den Ausdruck Set zen für
annehmen gebraucht, dies sod"nn vergißt, u. die Entdedtg macht, daß Set zen
.1. ein ".,hNm ein Thun, also eine Thathandlung bedeutet. - S. 9: •... das Ich
sey, w eil e. sim gesezt habe." sch: Elender Witz! warum nicht, daß es sieb
gesetZt habe, weil es ist? - S. 9: .Es • e z t .ich durm sein blos.es Seyn und ist
durch sein blasses Geseztseyn.· Sch: erst stellt er den Satz auf den Kopf, dann
kehrt er ihn um,endl[im] wiederum.-S.9: .Dasjenige, dessen Seyn
(Wesen) blas darin besteht, daß es sich selbst als seyend
se z t, ...• Sch: Und was Set zen heiße, wird nicht erklärt: logism bedeutet
e•• annehmen". - S. 11: • Ich bin sc h lee h t h i D, d. i. ich bi Q
schlechthin, weil ich bin; und bin schlechthin, was ich
48

bin; bei des für d. s Ich.· Sm: Hier am Sdlluß läuft nun all da. tiefdnnige
Gewä,ch. darauf hinau" daß .Ich bin, weil ich bin" usw. Folglich als ich nicht war,
war ich nicht, weil ich nicht war. Da, ist, wie wenn Einer frägt Warum? u. der Andre
antwortet:.Darum".-S.l1:.Das Ich sezt ursprUnglieh schlecht-
hin • ein e i g n e s S e r Il .• Sm: Dies Alles besagt bloß: Das Selb.. bewußtsein
läßt sich weder ableiten noch wegdenken : denn es ist der Anfang alles Denkens
[Bl.]. - 5.11: .Wird ... die Form der Folgerung vom Gesezt-
seyn auf das SeYIl ... übrig gelassen; .... Sm: d.h. eigentl[ich] von der
bloßen .Annahme" auf das reale Sern. - •.•. so erhält man als G run d , a z
der Log i k den Saz A = A, der nur durch die Wissenschaftsl.hre erwiesen und
bestimmt werden kann." Sm: wer hätte sich träumen lassen, daß es noch etwa,
Gewisseres als A = A gäbe; WOraus dieses erst b e wie sen wird!!! - S. 11 f.:
• E r wie sen: A ist A, weil das Ich, welches A gesezt hat, gleich ist demjenigen,
in welchem es gesezt ist ..• " Sm: also so lange Einer dies nicht bedacht hat, weiß
er nicht, daß A = A. - 5. 12: • be s tim m t; alles was ist, ist nur insofern, als
es im Ich gesezt ist, und außer dem Ich ist nichts.· Sm: war der B. w eis arm-
selig, so ist diese Bestimmg desto reicher; sie bringt den ganzen Idealismus, den sie
sich erschlichen oder erbettelt hat, mit ,ich: nun ist er da: er nimmt Platz, ,etzt sich.
- S. 12: .Alles, worauf der Saz A = A anwendbar ist, hat, in wie fe r n der-
, e I be dar auf an wen d bar i sr, Realität.· Sm: Schade um die Klausel:
ich wollte SOnst eben 10 000 Rtb aus dem SatZ ziehn. - S. 13: .Das Denken ist gar
nicht das Wesen, sondern nur eine besondre Bestimmung des Seyns; und es giebt
außer jener noch manche andre Bestimmungen unsers Serns.· Sm: wO! Sie sagen! -
S. 13: • R ein hol d stellt den Saz der Vorstellung auf, und in der Kartesismen
Form würde sein Grundsaz heißen: Repraesento, .rgo sum, oder richtiger reprae-
sentans sum, ergo ,um. Er geht um ein beträchtliches weiter als Kartes; ... " Sm:
Sie sehn also nicht, daß bei Cartesi.., Cogitare Vorstellen heißt? - S. 15: .Der Saz:
- A nicht = A, wird ohne Zweifel von Jedem für völlig gewiß und ausgemacht
anerkannt, ... " Sm: Der Satz ist genau genommen falsch: denn - a ist noch
immer a: es ist aber nicht + a. Unser Windbeutel mernt wohl: 0 a ist nicht a:
oder nichts ist nicht etwas; welches rimtig: siehe p. 19. - 5. 17 f.: .Durch diese
absolute Handlung nun ... wird das entgegengeseue, insofern es ein e n t-
ge gen geseztes ist ... gesezt.· Sch: nun geht das Setzen wieder los. - S. 18:
.Da, Entgegengeseztseyn überhaupt ist schlechthin durch das Ich gesezt." Sm:
also sitzt's. - S. 19: .Ich weiß von - A, daß es von irgend einem A das Gegen-
theil sey." Sm: Er sollte wenigstens sagen ob er das <ontrario oder bloß <on/ra-
dietorie oppositum meynt: beides heißt Gegenth.i!. - S.19: .50 gewiß das uno
bedingte Zugestehen der absoluten Gewißheit des Sozes •.. " Sm: Er will nicht
sagen» W eil" also sagt er: .so gewiß" - ein Schlich. - S. 19: .Und '0 wäre
denn auch der zweite Grundsaz aUe. menschlichen Wissens gefunden.· Sch: Gaude-
am ... igicur! - S. 20: • Von allem, was dem Ich zukommt, muß kraft der blassen
Gegensezung dem Nimt-Ich da. Gegentheil zukommen." Sm: Man bedenke die
Folgen hieraus. - S.20: .Er [der .Soz des Gegensezens"] ist hier noch nicht füg-
lich zu bestimmen, noch in einer wörtlichen Formel auszudrücken; ... " Sch: weil
wir herausdrehen wollen, was uns beliebt. - S. 21 [Oberschrift] : .. § 3. Dritter,
seiner Form nach bedingter Grundsoz." Sm: welches dieser sei ist smwer zu sagen.
- S. 22: "1.) Insofern das Nicht-Ich gesezt ist, ist dos Ich nicht gesezt; denn durch
49

das Nidlt-Im wird das Im völlig aufgehoben. Nun ist das Nimt-Im im Ich
gesezt: denn es ist entgegengesezt; aber alles Entgegensezen se>:t die Identität des
Im, in welmem gesezt, und dem g.,ozten entgegengesozt wird, voraus. [Scb klam-
mert den Satz .Nun ist das Nimt-Im ... voraus.« an und bemerkt am Rande:
Dies ist überflüssig: dient bloß zu verwirren.] Mithin ist das Im (im Im) nimt
gesezt, insofern das Nimt-Im (darin) gesezt ist. 2.) Aber das Nimt-Im kann nur
insofern gesezt werden, inwiefern (im Im) (in dem identismen Bewußtseyn) ein
Im gesezt ist, dem es entgegengesezt werden kann. Nun soll das Nimt-Im (im
identismen Bewußtseyn) gesozt werden. Mithin muß (in demselben,) insofern das
Nimt-Im gesozt seyn soll, aum das Im gesezt seyn. [Die Klammern in Fimtes
Text stammen von Scb. Am Rande: alles vOn mir Eingeklammerte ist überflüssig.]
3.) Beide Smlußfolgen sind sim entgegengesezt: beide sind aus dem zweiten Grund-
saze durm eine Analyse entwikelt ... « Scb: wie pompös er von der Kinderposse
redet! [am Rande, zu dem ganzen Absatz von .Insofern das Nimt-Im gese>:t ist
.. ,. an]: Das ist wie: 1.) Keine Regel ohne Ausnahme: 2.) also aum diese nimt.
3.) also giebt's Regeln ohne Ausnahme. 4.) Vielleimt ist eben die erste eine solche.
5.) Dann ist sie nicht wahr. usw. Oder: • Wenn ich sage im lüge" - lüge ich, oder
rede ich wahr? Eigentl[im] heißt der ganze Spaaß: wenn ich eine Same wegdenken
will; so muß im sie zugleim denken: also denke im sie u. denke sie zugleich aum
nimt: denn im denke sie weg. ob, qKe c'est 101il - p. 26 kommt die tiefsinnige
Lösung, daß man sie zum T h eil denkt u. zum T h eil wegdenkt. - S.23:
.Der zweite Grundsaz hebt sim auf; und er hebt .im aum nimt auf." Scb: welme
Perplexität!! - S. 23: .5.) Wenn es sich mit dem zweiten Grundsaze so verhält, so
verhält es sich auch mit dem ersten nimt anders. Er hebt sieb. selbst auf, und hebt
sich aum nimt auf ... « Scb: Dies hier ist ein blindes Fenster: es ist bloße Rado-
tage: er hofft, der schon betäubte Leser werde es aum für so eine spitzfindige Kin-
derpesse halten. - S.23: .. B) Alle diese Folgerungen sind von den aufgestellten
Grundsäzen, nam den als gültig vorausgesczten Reflexionsgesezen abgeleitet; sie
müssen demnam rimtig seyn ...• Scb: Mit welmem unverschämten Ernst der
smarlatan seine Mystifikationen auskramt! - S.23: .1.) Die Gegensäze [Scb:
h. t. Widersprüche], welche vereinigt werden sollen ... • - S.23: .2.) Das Im
sowohl als das Nimt-Im sind beides Produkte ursprünglimer Handlungen des Ich
...• Sm: denn das hat er durm seine Set,..rei ersmlichen. - S. 24: .3.) Aber, laut
obiger Folgerungen, ist die Handlung, deren Produkt das Nimt-Ich ist, das Ent-
gegensezen, gar nimt möglim ohne X ...• Sm: Im Spaaß wäre dergleichen er-
laubt: aber welme Frechheit im Ernst so zu räsonniren. - S. 24: .6.) Es ist nimt zu
erwarten, daß irgend jemand diese Frage anders beantworten werde ...• Scb:
besonders wenn er die 3 Kantischen Kategorien der Qualität (Realität, Negation,
Limitation) im Kopf hat. - S. 24 f.: .Mithin wäre ... die Handlung Y ein Ein-
sc h r ä n k e n beider Entgegenge,ezter durm einander; und X bezeichnete die
Sc h r a n k e n .• Scb: weil', uns so beliebt, u. weil wir wieder einen bildlichen
Ausdrud< lucriren, mit dem wir mamen können was wir wollen. Zu einer Spaaßargu-
mentation wäre da. passend. Aber im Ernst! - S. 25: .Mithin liegt im Begriffe der
Smranken außer dem der Realität, und der Negation nod> der der T he i I bar -
k e i t ...• Sm: Da haben wirs. - S. 27: •... das Bewußtseyn ist einig. Sm: U

milderer verzagter Ausdrud< für ein f ach. - S.28: • Ich • e z e im Ich


dem theilbaren Ich ein theilbares Nicht-Ich entgegen.
50

Ueber diese Erkenntniß hinaus geht keine Philosophie." Sch: also ist dies die
Summe der mensdllimen Weisheit!!! [am Rande:] Namdem die Henne ihr Windei
gelegt hatte, kakelte sie. - S. 28: •... so haben wir den logismen Saz, den man
bisher den des Grundes nannte ...• Sch: Qui ,.m.l "lJerecundia. /in .. transit,it,
tum hent & na"IJiteT OpOTtet esse impudentem. eie: - S.29: .Jedes entgegen-
gesezte ist seinem Entgegengesezten in Einem Merkmale = X gleim; und: jede.
Gleime ist seinem Gleichen in Einem Merkmale = X entgegengesezt. Ein solches
Merkmal = X heißt der Grund ... • Sch: Das ist wirklim neu, u. wirkl[im]
unerhört. - S.29: .Bewiesen: denn ...• Sch: breit wiederholen nenne im bewei-
sen. [Unter der Seite:] Das Kurze u. Lange der Sache ist: 1) seien 2 Dinge sich noch
so gleich; so lange sie 2 sind, sind sie verschieden. 2) seien sie noch so ungleich; so
lange sie Dinge sind, sind sie sich hierin gleich. Ah!! - S. 31: .Der Gegenstand
solcher Unheile ist das absolute Ich, und alle Unheile, deren Subjekt dasselbe ist,
gelten .mlechthin und ohne allen Grund ...• sch: Das trifft ,im gut: nun hat er
freies Feld. - S. 31: .Die Handlung, da man im Verglimenen das Merkmal auf-
sucht, worin sie entgegengesezt sind, heißt das antithetische Ver-
fahren; gewöhnlim das an a I y t i s ehe, ... " Sch: wo ist das gewöhnl[im]? -
S. 31: .Das s y nt h e t i s ehe Verfahren nemlim besteht darin, daß man im
Entgegengesezten dasjenige Merkmal aufsume, worin sie gl eie h sind." Sch: Das
heißt sonst Witz. [Unter der Seite:] Kant untersdlied vortrelfl[ich] analytisdle u.
synthetisme Urtheile. Unserm Smarlatan beliebt antithetisme u. synthetisme Ur-
theile als "erneinende u. bejahende zu untenmeiden: um konfus zu machen. -
S.33: .Es giebt demnach überhaupt dem Gehalte nach gar keine blas analytische
Urtheile ...• Sch: seine Prämissen in dieser N° reden von antithe,i""en d. i. ver-
neinenden Urtheilcn; .eine Konklusion von analytischen, von denen gar keine
Rede war. Was er antithetische Urtheile nennt, kann sehr wohl synthetisch seyn:
wie: 2 grade Linien sdlließen keinen Raum ein. - S. 33: .Die berühmte Frage,
weldte Kant an die Spize der Kritik der reinen Vernunft stellte: wie sind syn-
thetische Urtheile 11 priMi möglich? - ist jezt auf die allgemeinste und befriedi-
gendste Art beantwortet •.. " Sch: Hier übersteigt seine Unverschämtheit allen
Ausdruck. - S. 35: .So wenig Antithe.is ohne Synthesis, oder Synthesis ohne Anti-
thesis möglich ist; eben so wenig .ind beide möglich ohne Thesis: ohne ein Sezen
schlechthin ... " sch: d. b. es muß etwa. daseyn wovon die Rede ist, wenn wir
bejahen od: verneinen wollen. - S. 36: ••.. z. B. der Vogel ist ein Thier: Hier
ist der Beziehungsgrund, auf welchen rellektirt wird, der bestimmte Begriff des
Thieres ...• Sch: Wie gütig er ist, uns dies auseinander zu setzen! - 5.37: .Alle
Urtheile, die unter diesem, das ist, unter dem absoluten Sezen des Ich enthalten
sind, sind von der Art; ...• Sch: Welches Gesaalbader, hier wo von logischer Form
der Urtheile gehandelt wird! welche Kandidatenbegeisterung dazu 1 - S. 38: .Kant
und seine Nachfolger haben daher diese Urtbeil. sehr richtig une n d I ich e
genannt, ...• Sch: wo hätte K dies gethan? Kanl nennt, nach dem Vorgang der
Scholastiker unendlidte Urtheile die, deren Form affirmativ ist, allein das Prädikat
negirend ist. - S. 39 f.: • We Ich e Bestimmungen allgemeinere oder speciellere,
und mithin welche Begriffe höhere oder niedere seyen, wird durdt die Wissen.chaft.-
lebre bestimmt." Sch: Aha! also bisher hat man das nicht gewußt u. gekonnt! Die
hier folgende Bestimmg daß der Begriff • theilbar" obgleich er sowohl das Prädikat
des Ich als des Nicht-Ich seyn '011, mithin beide unter sich enthält, dennoch nied-
51

riger als beide seyn soll: ist, nam den bisherigen Bestimmungen der Logik seit
Aristoteles, a bs u r d. - S.40, .Im und Nimt-Im, 50 wie sie durm den Begriff
der gegenseitigen Einsmränkbarkeit gleim und entgegengesezt werden, sind selbst
beide etwas (Accidenzen) im Im, als theilbarer Substanz; gesezt durm das Im, als
absolutes unbeschränkbares Subjekt, dem nimts gleim ist, und nimts entgegen-
gesezt ist.' Sch, Palpabler Unsinn. - S. 41, .Darin besteht nun das Wesen der
kr i ti s ehe n Philosophie ...• Sm, welme Fremheit, den Namen den Kan!
seiner Philosophie gegeben, sim anzueignen, um sein eignes Gefasel damit zu benen-
nen! - S. 41, •. " der Kriticism ist darum i m man e n t, weil er alles in das
Im sezt; der Dogmatism t r ans c end e n t, weil er nod. über das Im hinaus-
gehr." Sm, eben so willkürlim gebraucht er diese Kantischen Ausdrücke. - S.42,
•... wir verlangen demnam mit Remt, daß er [der Dogmatismus] nach seinem
eigenen Grundsatze, nimts ohne Grund anzunehmen, wieder einen höheren Gat-
tungsbegriff für den Begriff des Dinges an sim anführe ...• Sch: Dieser Gattungs-
begriff ist der des D i n g e s (e n s} übe r hau pt, weLmer sowohl das Ding
an sich als das Ding als Ersmeinung begreift, u. die letzte Abstraktion, od, der höch-
ste Begriff ist, einen höhern für diesen u. ins Unendlime so fort fordern, kann nur
ein Narr od: ein Scharlatan. - S.42: .So sezt Spinoza den Grund der ~inheit des
Bewußtseyns in eine Substanz ...• sch, davon hat Spinoza nie geredet. - S. 44 f.:
.. Der theoretisme Theil unserer Wissensmaftslehre .•. ist wirklich ... der systema-
tische Spinozismus; nur daß eines Jeden Im selbst die einzige hömste Substanz ist:'
Sch: Das wäre als unmittelbarer Aussprum des Bewußtseyns ganz gut, wiewohl
immer nur figürlim zu verstehn, da sonst im .eines Jeden Im die einzige" die
offenbarste Absurdität liegt: es ist also nur g a n z une i gen t I ich zu neh-
men. Aber durm seinen ganzen bisherigen Hokuspokus, ist jener Satz nicht um ein
haarbreit gewisser oder verständlimer geworden. - S. 49: .Das Im sowohl als das
Nimt-Ith, sind beide durm das Ich, und im Im, gesezt, als dur ehe i n a n der
ge gen sei t i g beschränkbar, d. i. 50, daß die Realität des Einen die Realität des
Andern aufhebe, und umgekehrt." Sch, Die Realität findet .im hier ohne Erklärg
ein, was mag sie in einem idealistismen System bedeuten? Ferner, was bedeutet
.Besmränken"? in welmem metaphorismen Sinn wird dieser räumlich. Begriff hier
u. in der Folge gebraumt? - S. SO, Sch [über der Seite], Man sollte meynen, hier
wäre von räumlimen Verhältnissen die Rede. - S.50, .Es wird sim zeigen, ...
daß der erstere, bis iezt problematis<he Saz den praktismen Theil der Wissenschaft
begründe.· Sch: durm eine Spielerei mit Begriffen, die auf eine nümterne Gebets-
Moral angewandt wird. - S.52, .Der Saz: da 5 Ich se z t sie h, als be-
s tim m t dur c h das Nie h t - Ich ist.o eben vom dritten Grundsaze ab-
geleitet worden ...• Sch: wie lautet dieser eigentlim? - S. 52: • Das Nie h t-
Ich be. tim m t (thätig) das Ich (welmes insofern leidend ist)." Sch, • Thä-
tig' u.• Ieidend" empirische Begriffe beliebig eingeführt. - S.52: .Das Im sezt
sich als bestimmt, heißt offenbar soviel, als das Ich bestimmt sim." Sch: also
heißt Set Zen gar nimts. - S. 53, •... die Einheit des Bewußtseyns ...• Sch,
Darunter versteht er seinen Sammelsur. - S. 61: •... die Einheit des Bewußt-
seyns." Sch: d. h. sein Kram. - S. 61: Aller Realität Quelle ist da. Ich. [Sch, Im
wiederhole die Bemerkg daß er nie erklärt was Realität sei.] Erst durm und mit
dem Im ist der Begriff der Realität gegeben. Aber das Im ist, weil es sich
se z t, und • e z t sim, weil es ist. Demnach sind sie h s e zen und S e y n
52

Eins und eben dasselbe." Sch: jet%t wird er dreist u. nun erfahren wir was set zen
sei. - 5.62: •... alle Realität ist t h ä t i g.; und alles t h ä ti geist Realität.
Thätigkeit ist pos i t i v e ... Realität." Sch: Hier kommen die Haupterklärun-
gen der bisher gebraumten Ausdrüdte beiläufig hintendrein. - 5. 64: .Diese Syn-
thesis wird genannt die Synthesis der Wir k sam k e i t (Kausalität)." Sch: Wie
herrlich er mit der von Kant so tiefsinnig erforschten Kausalität fertig wird! er
führt sie durch eine bloße Worterklärg ein, als absolut gültig. - S.337 [Titel]:
.Zweite Lieferung der Grundlage der gesammten Wissensmaftslehre." Sch: Dieses
ist der .Grundriß des Eigenthümlimen der Wissensmaftsleere in Riidtsicht auf das
theore<isme Vermögen. eine Handschrift für seine Zuhörer" - welcher in der mit
gegenwärtiger zugleim erschienenen Ausgabe bei Gabler, Jena u. Leipzig 1802 auch
apart %u haben ist, also ohne die vorhergehende .Grundlage". - S. 343: .giebt es
Bewußtseyn, so ist dies .elbst eine ThalS.che, und muß ahgeleitet werden, wie ane
ührigen Thatsachen .... Sm: d. h. gar nicht: denn sie sind da [Bl.]. - S.351:
.Dieses Se%en der Empfindung ist nicht etwa schon deducirt." Sm: Smein der
Gründlichkeit, um die Ta.menspielerei besser zu maskiren. Das Empfundene (Nicht-
im) ist die Schwierigkt, wird erschlichen, um an der Empfindg herum %u dedu-
ziren: vergleiche den Anfang der Seite. - S.354: .Bedenkt man, daß das Im
sezend ist .•. « Sch: Hast du, ehrloser Scharlatan, denn ein einziges Mal erklärt,
was du unter dem bildlichen Ausdrud< set zen eigentl[ich] verstehst, unter wei-
chem du alle deine S.albadereien verkappst, u. den Leser bei der Nase herum-
führst? 0 deulSme Dummheit, die sich so vexieren ließ, u. diesen Wicht für einen
Philosophen ausschrie! [Auf der nämsten Seite, .m Rande:] Seht den Scharlatan!
- Auf dem hinteren Vorsatzblatt: [Ober] welme Geduld des Publikums, die Kant
für sie erworben, hatten diese Menschen zu gebieten! u. wie haben sie solche gemiß-
braucht u. vernichtet!
Gwinner teilt in .Schopenhauers Leben", 2. A. 1878, S. 89-91, einige Randglossen
zur. WissensmaflSlehrc· mit, die Grisebach, GN III, 115 ff., übernimmt (mit fal-
schem Verlagsort und Jahreszahl Weimar 1794). Diese Randglossen sind im Buch
nicht zu finden, es handelt sim offenbar um selbStändige (heute im Manuskript nicht
mehr vorhandene) Aufzeichnungen. Vgl. HN 11, S. 340-342.
A.V. 275 - Gw 221.

-, -: Grundriß des Eigenthümlichen der Wissenschaftslehre in Rücksicht


auf das theoretische Vermögen. als Handschrift für seine Zuhörer. Jena und
Lpz: Christian Ernst Gabler 1795.108 S., 1 S. Drudtf. 8°. Ppbd. [188]
Exlibris. - Keine Stric:he und Randglossen.
A.V. 293 - Gw 276.
Schopenhauers Randglossen vgl. HN II, 342-344.

-, - : Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Dargestellt von - , - ,


in Vorlesungen, gehalten zu Berlin, im Jahre 1804-1805. Bin: Realschul-
buchhandlung 1806. IV, 563 S. [189]
Im A.V. nicht verzeichnet; Gwinner, 2. A., 91-93, 101, teilt einige Randglossen (1),
richtiger wohl selbständige, kurz nach dem 8. 9. 1811 (Ellricher Fragment) entstan-
dene Bemerkungen zu diesem Werk mit. Vgl. HN II, 344-346.
53

-, - : Der geschloßne Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als An-


hang zur Rechtslehre, und Probe einer künftig zu liefernden Politik. Tüb:
Cotta 1800. XXII, 290 S. 8°. [190]
A.V. 292 - Verbleib?

-, -: Die Wissenschaftslehre in ihrem allgemeinen Umrisse dargestellt.


Bin: J. E. Hitzig. 46 S. 12°. br. [191]
Exlibris, darüber Namenseintrag, ArthuT SchopenhaueT. - Zahlreime Strime, Aus-
rufungs- und Fragezeimen (BI.).
A.V. ? - Gw 219.
Eine Kritik des Bumes, unter Anführung von Zitaten, E, 182 -183.

-, -: Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschafts-


lehre. Jena und Lpz: Christian Ernst Gabler 1798. XVIII, 494 S. 8°. Ppbd.
[192]
Exlibris. - Zahlrei<he Suiche und Randglossen (T. u. BI., um 1812). - Auf dem
Vorsatzblatt (T.),
Ce li",re est un tissu singulieT Je demonstTations afJeetantes une forme rigide, &
Je.,eloppees, JetaiUtes, .xpliquet! jusqu'au supr'me Jegre J. I'ennu,eux ahsolu;
neanmoins Us memes J'monstrations ne san! absol..m[en]t fondees s..r rien, mar-
chent en I'air sans s'app."er sur ri,n: I, poin! d'attachem!en]t, J'o~ ,lies partent,
sont quelques suppositions vagues, gratuites & meme d'pour", ...s J'un sens exact.
Cepmdanl ce livre do;, en imposer singulieTement a ceux, qui tUrnenc a lire, sans
bien savoi, de quai il est question & q..i alors se trOU'lJent agreablem!en]t s..rpris
de rencontreT Je tems en tems, DU quelque ve,ite tri'lJiale, DU q.,elq"e paTadoxe
ehoquant, qu' on leur fait eroi,e etre les ,esultats des Jemonstrations meteorobates,
qui avoient p,ecUe. Ar/b"r Sehopenhau.r. -
[Unter dem Titel] Sch, 0 sia System des moralismen Fatalismus. - S. VII, .Ist
ein Bewußtseyn gesezr, so ist diese Trennung [von Subject und Object] gestzt:
und es ist ohne sie gar kein Bewußtseyn möglich." Seh: bene [BI.]. - S. XIV:
•.•• der Zwedcbegriff ••. [ist] absolut durm sich selbst bestimmt ... Das wimtig-
ste Resultat hieraus ist dieses: es giebt eine absolute Unabhängigkeit, und Selbst-
ständigkeit des bloßen Begriffs (das kategorisme in dem sogenannten kategorischen
Imperativ) zufolge der Kausalität des subjectiven auf das objectiye." Sch: Und
dies ist bloß aus dem Begriff T h ä t i g k e i t herausgeklaubt! Aber es ist leider
zuviel bewiesen: Ochs u. Esel sind auch thätig: ergo - [BI.] - S. XVII: .Alles in
der Wahrnehmung unsrer sinnlichen Wirksamkeit liegende Mannigfaltige ist gegen-
wärtig aus den Gesetzen des Bewußtserns abgeleitet ... " seh: Dies heißt: wenn ich
den viel umfassenden u. viel yoraussetzenden Begriff T h ä t i g k e i t des M e n -
sc h e n mir postulire; so hält es nicht schwer zu zeigen, daß die ganze Welt wie
sie ist, darin schon als Voraussetzung mitgedacht ist, ich wollte dieselbe Welt eben
so gut aus dem Begriff S chi a f m ü tz e deduciren. - Es ist damit so, wie eine
vollendete Physiologie aus dem Zahn eines Löwen das ganze Thier als Voraus-
setzung müßte ableiten können. Dorb bliebe dadurch das Daseyn des Löwen im
Ganzen unerklärt u. ohne allen Aufsrbluß. - Der Begriff Thätigkeit ist eben so
empirisch gefunden als der Begrilf Sc h I a fm ü t z e. [T., sehr früh] - S.3,
54

Sm [über der Seite]: KlInzeiton, [unter der Seite]: Breit seid ihr ge""g, D... wissen
wir von ;e - [BI., mittlere Schrift] - S. 12: .Kurz, die Außerung welche allein
ich mir ursprünglich zuschreibe, ist das Wollen; ... " Sm: Vergl. p. 465 [T.] -
S. 14: .Der Charakter des Ich ist der, daß ein Handelndes, und eins, worauf gehan-
delt wird, Eins sey, und eben dasselbe." Sm: So erschleicht er seine Marotte, daß
Denken ein Handeln sei. [BI.] - S. 15, Sth [am Sdlluß des Absaues, über der
Uberschrift .CoroUII,iuma ]: erbi>rmlime Sthlithe, welche Beweise vorstellen [über
der Seite]: Kllnn dmn überhaupt das Ableiten der ersten Thatsamtn des Bewußt-
seyns, IIUS weiten abstraelen Begriffen, welme zu den letzten ThaIsathen des Be-
wuptseins gehören, elw... anderes seyn, IIls Windbeutelei? - [BI.] - S. 16: .Etwas
wollen heißt fadern .•. und durd. diese Foderung wird dasselbe ja außer uns ver-
setzt.· Sth: Da besd.reibt er das Woll e n von Etwas als einen S c h ö p fun g s -
akt. - E t was wollen heißt durd. ein Motiv bewegt werden. [T.] - S. 21:
•..• wenn die Stahlfeder sid. selbst anschauen könnte, [würde] in ihr das Bewußt-
seyn eines Willens entstehen ..•• Sth: Me r k w ü r d i g [BI.]. Daß er aber Der-
gleid.en hingesd.rieben hat, ohne deutlid.e Erkenntniß u. wie i m T rau m e
beweist p. 207, 265. [T.] - S. 23: .Der wesentliche Charakter des Id. ... besteht
in einer Tendenz zur Selbsthätigkeit um der Selbstthätigkeit willen ... • Sm:
Grundfalsd.: jedes Id. hat eine Tendenz zur Ruhe um der Ruhe willen u. wird zur
Thätigkeit gebracht allein durch nöthigende Motive; wie die Körper durd. Stoß,
die sonst aud. ruhen immerfort. [T.] - S.47: .Es leidet sonach keinen Zweifel,
daß ...• Sth: Ecce, ecce hic fit Hoeuspoeus! praeclara rlernonslrandi ralio! [T.] -
S, 53: .Der Strenge nad. ist unsere Deduction geendigt. Der eigentlid.e Endzweck
deneIben war, •..• Sth: den Le.er dun:h da. weitläufigote u. kunfu.eote Ge.d.wäz
in Form sd.ulgered.ter Beweise, so zu betäuben, daß er meint, das Beab.id.tigte sei
dargethan, nur er selbst habe wenig davon gefaßt. [T.] - S. 53: • wenn überhaupt
ein vernünftiges Wesen angenommen werde, zugleid. angenommen werde, daß das-
selbe einen solchen [au. dem System der Vernunft abgeleiteten] Gedanken [daß
wir auf eine gewisse Weise handeln sollen] denke." Sm: da sollte man denken, er
hätte vor allen Dingen gezeigt, worin die Ver n ü n f ti g k e i t bestände: aber,
kein Wort. [T.] ~ S. 56: •... Sonach würdest du Selbständigkeit, und Freiheit
als Nothwendigkeit gesetzt haben; was ohne Zweifel sid. widerspricht ... " Sth:
IIbsurditatis & irnpMtimtiae egregiurn specimm. [T.] - S. 65, Sth [über der Seite]:
"I!ClI'(OV 'i'ß\lÖO~ [T.] - S.66, Sm [unter der Seite]: Untersd.eideeinMalFreyheit
von Selbstständigkeit: NB nicht durd. willkührlid.e Annahmen. [T.] - 5.68:
.Das Vernunftwesen .etzt sid. absolut selbstständig ... " Sth zeid.net am Rande
einen Stuhl. - S.70: [Wer das Bewußtsein des Sittengesetzes leugnet, wäre nad.
Fid.te durd. sein eigene. Verhalten Zu widerlegen. Wäre er nicht ein Thor, sich über
jemand, der jhm sein Haus anzündete} "zu erzürnen, wenn er nicht voraussezte,
daß derselbe aud. anders hätte handeln können, und daß er anders hätte handeln
sollen." Sm: Ein sd.led.ter Beweis für eine gute Sad.e! Derselbe Mensd. wird .id.
ja erzürnen gegen jeden der seinen Zwed<en entgegen, wenn aud. dieser ihm gar
kein Unred.t darin thut, ja sogar wenn er selbst (der Zürnende) großes Unrecht hat.
- Gegen die Flamme zürnt er nid.e, wei! er weiß daß diese nicht letzte Ursad.e
ist. Es ist wieder ein speeirnen ac"mi"is Fithlia"i: um sold. einen Leugner %u über-
führen lege man ihm die Beurthei!ung einer ihn gar nid.t betreffenden moralisd.en
Handlung vor. [T.] - S.75: .Id. soll etwas, heißt: ich .011 dasselbe außer mir
55

hervorbringen; oder, wenn ich auch, da es ohne Zweifel mir ein unendliches Ziel
setzt, indem es nie ist, sondern immer nur s e y n soll, so soll ich doch immer
so wirken, daß ich mich auf dem Wege der Annäherung zu meinem Ziele befinde
...• Sch: wo habt ihr diese Fllbeln her? [BI.] - S.77: .Freilich sind bis jetzt
diese Fragen nicht einmahl aufgeworfen, vielweniger beantwortet.' Sch: Hat j.
Einer seinen MeisteT so unveTSchä",t verleugnet? [BI.] - S. 81, Sch [über der
Seite]: Er denkt sich die Welt als einen Bienenkorb, uns als die Bie"en, und im
Stillen den /jeben Gott als den Bienenvater, der nun .inmal Honig und Wachs
haben will. [BI.] - S. 160: • Wer möchte behaupten, daß er mit derselben mecha-
nischen Nothwendigkeit esse, mit welcher er verdaut? Kurz, es steht nicht in meiner
Gewalt, einen bestimmten Trieb zu empfinden oder nicht; aber es steht in meiner

Sch [über der Seite]: Ver Philosoph, .r


Gewalt, ihn zu befriedigen oder nicht." Sch: Seht seine Rohheit! [BI.] - S.162,
tritt herein Und bew.ist euch, es müsse so
se,n. [BI.] - S.l64: •... auch bey offenbarer Verschlimmerung unsers körper-
lichen Zustandes ... werde Lust empfunden, z. B. vom Trinker im ersten Anfange
der Betäubung." Sch: Wrr niemals einen Rllusch gehllbt, - - - NB, di.s g.ht
nicht auf Ficht•. [BI.] - S. 165: • Wenn die pflan..e wächst, würde ihr, wenn sie
refleetiren könnte, wohl sern." Sch: ben. [BI.] aber vergleiche p.158.u.erkenne, daß
er, ohne Ernst u. eigent!. Erkenntniß, hinschreibt was ihm durch de.. Kopf fä!!rt
[T.] - S. 166: •... ich bin Subjeet-Object, und in der Identität und Un ..ertrenn-
lichkeit beider besteht mein wahres Sern. Erblicke ich mich, als... 0 b j e e t, so
wird das, was in der Tbat mein einziger Trieb ist, mir zum Naturtriebe, weil ich
in dieser Ansicht selbst Natur bin. Erblicke ich mim als Sub j e c t, so wird er
mir .. um reinen geistigen Triebe ... " Sch: Fauler Fleck; paTtie honteuse; Ergebnijl
des falschen F"cit; Ende des Holzwegs; - das Exempel g.ht nicht auf! [BI.] -
S. 166: .So wird zugleich die Frage beantwortet, wie so etwas ganz entgegengesetz-
tes, als die beiden Triebe es sind, in einem Wesen, das ab,olut Eins seyn ,oll, vor-
kommen könne ..• " Sch: ein. schöne AntwoTt, durch d.n frechsten M achtsprNch!
[BI.] - S.167: .Der höhere Trieb, als Trieb des reinen geistigen geht auf abso-
lute Selbstbestimmung zur Tbätigkeit, um der Tbätigkeit willen, ... " Sm: wie .in
böser Spuk, der k.in. Ruhe hat [BI.] - S. 167, Sch [zum Schlußabsatz des § 9]:
Ecce! da wollte er hinaus. Nüchterne ConcLMsion, das ist des Pudels Kern. - S.I73,
Sch [über der Seite]: Liberum arbitrium indifferentiae {T.] - S. 173: .Kein Geg-
ner der Behauptung einer Freiheit kann läugnen, daß er solcher Zustände ,im
bewußt sey, für die er keinen Grund außer ihnen angeben kann ... " Sch: hier sagt
nun dieser gemeine ScharlataQ Zu, t ä n d e. Das giebt m;on zu, da e. vieldeutig
isc: u. nun gleich unten schiebt er statt Z u s t ä n d e E n t s chI i e ß u n gen
unter, u. redet frech und dumm von E n ts chI i e ß u n gen () h n e Mo t i ve.
Das ist ihm Freiheit! [T.] - S.175: Der (Zwed<-)Begrilf wird unmittelbar zur
Tbat, und die That unmittelbar zum (Erkenntniß-)Begriffe, (meiner Freiheit)." Sm:
Wie erass, wie rohl [BI.] - S. 177 [unten] und S. 178 [oben], Sch: Welche Frat ...!
[BJ.]. - S. 182: .Nemlich das, wogegen ich meine ganze Energie zusammen fassen
muß, um ihm nur das Gleichgewicht zu halten, achte im.- Sch: Einst war ein Ries.
Goliatb [BJ.] - S. 189: .Freiheit um der Freiheit willen." Sch: Klingt schön, ent-
hält nimts [BJ.] - S.192, Sm [zu dem Absatz .Dies läßt ,ich nur so begreifen
... "]: Eichhorn im Rade [BI.] - S. 196, Sch [unter der Seite]: Despotisch.r Im-
perativ [BJ.] - S. 207, sch [Uber der Seite]: Der Wille ist der Naturkraft absolut
56

entgegengesetzt!!! Sodann wird das lib: a,bit,: indiffe,entiae gelehrt! [T.] -


S.208, Sch [über der Seite]: Oh! Ecce asinum! frech u. dumm! [BI.] - 5.236:
.Diese letztere [die eigene Glückseligkeit] mag freilich wohl zufolge der sympathe-
tischen Triebe auch mit in fremder Glückseligkeit gesucht werden ...• Sch: Krasse
Äußerung moralischer Pedanterei [BI.] - S. 243: .eine Handlung, durch den blin-
den Trieb motivirt ... " Sch: Dieser blinde Trieb ist das wahre Licht 1812. [über
der Seite und über den Seiten 244 bis 248 jeweils]: Fratzen [BI.] - S. 248: .Daß
diese Denkart [des Eigennutzes] .•. sehr häufig vorkomme [noch dazu bei so--
genannten rechtlimen und tugendhaften Leuten], wird derjenige wohl eben so wenig
leugnen, der die Menschen kennt und fähig ist, in ihr inneres einzudringen." Sch
[verbessert]: nicht kennt und unfähig ist ... [BI.] - S. 250: .Sie [die Denkart,
die gesetzlose Willkür über den sinnlichen Genuß stellt] flößt ... Bewunderung
ein ...• Sch: und doch soll (p. 248/49) das ganze Menschengeschlecht ein Beleg
dazu seyn! [Bl.] - 5.250: .Der Mensch hat nichts weiter zu thun, als jenen Trieb
nach absoluter Selbstständigkeit ... zum klaren Bewußtseyn zu erheben." Sm: per-
"e"jeas .,'trema! [BL] - S.251, Sm: spedmen Fichtesche, Beweise: - S.254:
.Durch ... die Unaufmerksamkeit auf unsere höhere Natur, mit welcher unser
Leben nothwendig anhebt ... " Sch: sonach wä,en wir am schlechtesten in der
Jugend und würden bwer!! [BI.] - 5.259: .Nur daß wir nicht das Gegentheil
von unsrer Pflicht thun, fodert das Sittengesetz ...• Sch: roh und platt. [über der
Seite]: lib.,um arbitrium indifferentiae [BI.] - 5.262, Sch [am S,iI!uß des 2. Ab-
satzes]: d. h. a la Fichte läßt sich deduci,on was beliebt. [BI.] - S. 302: .Es giebt
erste bestimmte Punkte der Individualität; von da an liegt vor Jedem eine Unend-
lichkeit: und welmes bestimmte unter den von nun an noch möglidten Individuen es
wird, hängt gänzlich ab von seiner Freiheit." Sch: D. h. die Komödie muß gespielt
werden, nur ist beliebig, welmer Schauspieler diese od: jene Rolle übernimmt. [T.]
- S. 304: .es sollte überhaupt kein sohner [schlechter] Mensm in der Welt seyn.·
Sch: wie sind dann freie Handlungen, die nur ein sol ehe r thun kann, praede·
stinitt laut p. 303? Z. B. kein Vatermörder sollte seyn; aber Vatermord ist präde·
stinirt. [T.] - 5.308/309, Sch [über den Seiten und am Rande von 5.309]: Hier
wird nun ganz deutlim, was der langen Rede (Fidue'smen Sittenlehre) kurzer Sinn
(platter Einfall) ist; nämlich dieser: wie dem Biber ein Trieb inwohnt, gemein-
schafd[ich] mit andern Biebern einen Bau zu Stande zu bringen; der Biene ein
Trieb, gemeinschaftl[ich] mit andern Bienen Wachszellen mit Honig zu Stande zu
bringen so wohnt den Mensmenkindern ein Trieb inne gemeinschaftl[ich] mit
andern Menschen eine große streng morali,me Weltkomädie aufzuführen; - pro--
bablem{en]t. Weil der liebe Gott eine solche zu sehn sich vorgenommen hat: es
kommt also bloß darauf an, daß das Stück aufgeführt werde, gleichviel wie die
Rollen vertheih sind. Dies ist der monströse Auswums zu welmem sich in Fichte',
Kopfe Kam. kat ego r i s ehe r I m per a t i v gestalten mußte [T.; vgl. E,
180]. - S. 312: .. Wer sich [von der Gesellschaft] absondert, der giebt seinen Zweck
auf; und die Verbreitung der Moralität ist ihm ganz gleimgültig." Sch: K,asse
Ergebnisse [BI.] - 5.335, Sch [über der Seite]: recht gUt [BI.] - 5.336: .Die
gelehrte Republik ist eine absolute Demokratie, oder noch bestimmter, es gibt da
nichts, 'als das Recht des geistig Stärkern." Sch: ben. [über der Seite:] Hiemit ist
zu vergleimen Kants Streit der Fakultäten. - S. 339, Sch [am Smluß des Zwei-
ten Abschnitts1: Diese Sittenlehre hat also ih,en Zweck "uf der W olt, und weist
57

fluf die Welt hin. Die Ethik der Hindu, Plato's, die christliche und die meinige,
weisen von der Welt weg, wo anders hin. [Bl.] - S. 343: •... jeder soll ausdrüdt-
lie.' für sim selb.t Zweck seyn ... Er ist Zwed<; als Mit tel, die Vernunft zu
realisiren." Sch: Nun greilen alle Räder ein, und das Uhrwerk ist im Gange. plau-
dite! [Bl.] - S.349: .Im will ..• meine Fortdauer nur, um einer Befriedigung
willen, die im in ihr erwarte." Sch: c'est ,ubüme [Bl.]. Daß im daseyn will, ist
bloß per accidens. Was im eigentl[ich] will, ist das Smwein verzehren, welmes im
mir mäste: da im nun dabei auch nöthig bin; so will ich daseyn: q. e. d. [T.] -
S. 350, Sch [am Rande]: Wenn die Maschine gehn ,011: .0 müssen die Räder nidlt
zerbromen, .ondern ge.mmiert werden: ergo - [T.] - S. 3S8, Sch [über der Seite]:
Die ganze Fichtesme Philosophie ist zu nennen ein m 0 r a I i • c her F a tal i s -
mus. [T.) - S. 363: .Mein Leben ist Mittel, nimt mein Tod. Im bin Werkzeug des
Gesetze., als thätiges Princip, nidlt Mittel desselben als Sache.· Sch: Da Sie doch
.onst .0 gern bewei.en u. das was jede. Kind einsieht grausam auf 10 Seiten demon-
.triren: warum beweisen Sie hier Ihre Behauptung nicht? - Weil Sie wohl wissen,
daß solche ein bloßes S 0 phi s m a ist, um Konsequenzen au.zuweichen, die Ihrer
Nüchternheit nicht zusagen. [T.) - S. 363: .im darf meine Ermordung auch nimt
mit gutem Willen zulassen, ...• Sch: also Marquis Posa ist schlemt. [T.] - S.363:
•... und nom weniger die Gelegenheit suchen, ... und wenn im dadura. das Heil
der Welt zu begründen glaubte; ein solches Verfahren ist eine Art von Selbstmord."
Sch: also das des Arnold von Winkel ried [T.) - S. 365: .Es hleibt nichts übrig,
als daß jeder einen Stand wähle, und diese Wahl seinen Mitmensmen auf eine all-
gemeingültige Weise bekannt mache." Sch: eine Bude aufsmlage u. ein Smild daran
malen la.se [T.). - S. 367: • [Andere haben ,choll die] darzu nöthigen Arbeiten
unter sich vertheilt: im muß anfragen [Sch: z. B. in der Smneiderherberge (T.ll, ob
nom Raum da ist ...• - S. 369: • Wie es in Beziehung auf die vernunftlo,e Natur
keine Remte giebt ...• Sm: also die Thiere ohne Remte! [T.]. - S.372: .Auf
Einen mehr oder weniger kann es nimt ankommen. Darauf ist zu antworten, daß
dies aUe, uns nimts angehe ...• Sm: naiv [darüber:) ein. bequeme Antwo" [BI.]
- S. 372 f.: .Im darf nimt durm physischen Zwang ... den Willen der Person zu
bewegen suchen. Nur durch Vernunftgründe ...• Sch: durm Vernunftgründe
schmeißt man keinen zur Thür heraus [unter der Seite:) Tolles Zeug! [BI.] -
S. 375, Sch [unter der Seite]: Kinderpossen [Bl.] - S. 376: .jeder men,chlime Leib
ist Werkzeug zur Beförderung des Vernunftzwecks ...• Sch: Miserable Gestalt in
der die Li e be auftreten muß in diesem moralischen Fatalismus! [T.] - S. 388,
Sch [über der Seite): Dratb-Puppen-Moral [Bl.] - S.393: "es ist plIimt eines
jeden, sich ein Eigenthum zu erwerben.' Sth: pew.tor Diogenes! [T.] - 5.408:
.die Welt wird elurm die hö<hste Weisheit und Güte regiert ... für das übrige ist
das die Welt regierende Sittengesetz verantwortlich ...• Sch: das wird aber nimt
deducirt. [BI.] - S.429: Kalt .im zu verachten, ruhig sim für einen nimtswür-
digen und elenden anzusehen, dies hält kein Mensch aus ...• Sch: J flm determined
10 prove a villain. Rich. ]. Shakespear, [BI.) - S. 431: "einem Helvetius und
seinesgleichen.· Sch: Sus Minervflml Hr: Fichte ist wahrhaftig nicht vOn seine,
Gleimen, car il n'y a que l'espTit, qlli senu I'esprit: Helv: [BI.]. - S.432, 433,
Sm [über den beiden Seiten]: Auf dieses altkluge Geschwätz eines Menschen der
nicht werth ist dem großen u. unsterblichen Helvetius die Smuhriemen zu lösen
liegt die Antwort in Hel"CJ~tius' Worten: c'est le des i r vif dei fl gl 0 j re ,
58

qlli aonne 411 genie la haraiesse ae titer "" tribunal ae la rai,on le, opinions, ks
preiuge. & les erreUTJ con,acTee, par le Um,. [T.] - S.434, Sch [am Rande]:
Elendes Sophisma: Die Antwort ist: i/ j ..ut profiter ae, preiug'" [BI.] - S.4S0:
.Der deutlich gedachte Vorsatz, sien nie Zu verehlichen, ist absolut pllichtwidrig."
Sth: St. Paul! [BI.] - S. 457: .Gehorsam gründet sim nicht auf die besondere Ein-
sicht in die Güte desjenigen, was nun eben befohlen ist, sondern auf den kindlichen
Glauben an die höhere Weisheit und an die Güte der Eltern überhaupt." Sch: d. h.
statt auf besondre Ein sie h t, auf GI a u b e an die Güte desjenigen, was eben
befohlen worden. Gehorsam gegen die Eltern gründet sich, wenn er moralisch u.
nicht egoistisch ist, auf Dankbarkeit. [T.} - S. 466: .auf die Verbesserung des Wil-
lens der Gemeine zu arbeiten." Sch: .,elle non aiscitur. [BI.}
Zu diesen Randglossen treten ergänzend die in einem besonderen Heft (Schopen-
hauers Nachlaß Bd.29, Heft 4) niedergeschriebenen Anmerkungen hinzu; vgl. HN
11, 347 - 352-
A.V. 274 - Gw 220.
Eine ausführliche Kritik des Buches, unter Anführung zahlreicher Zitate: E, 179-
182.
-, -: .Eine philosophische Smrift". [193]
A.V.? - B 71 (.Ein Pat:ket von 13 Bdn. philosoph. Schriften von Abicht, Hennings,
Holfbaner, Fichte ... ").

UEBEIl FICHTE UND SII1N VUFAHI\EN GilGEN DIE KANTIANE8..s.1. 1799.[194]


A.V. 290 - Verbleib?

FICIUE UND NIETHAMMER, der Herausgeber des Philosoph ismen Journals


geridulime Verantwortungsschreiben gegen die Anklage des Atheismus. Jena:
Gabler 1799. 8°. [195]
A.V. 276 - Verbleib?
Zu Fichte vg\.:
Au g u 5 t i, Johann ehri.tian Wilhelm [34];
Fr i e I, Jakob Friedrim [215]:
He gel, Georg Wilhe1m Friedrich [213];
Heu. i n ger, Johann Heinrim Gotdieb [239];
J a c 0 b i, Friedrich Heinrich [279];
Jensca, F. C. [282];
Philosophisches Journal [407].

FICINO, MARSIGLlO (FIClNUS, MAB.SILlUS)

De vita libri ues, recens iam amendis situque vindicati ... Eiusdem apolo-
gia. His accessit epidemiarum antidotus ... Cum novo indice. M. S. Notes.
Basileae 1532. 8°. [196]
A.V. 114 - B 71 - Verbleib?
59

FllAUENSTÄDT, [CHRISTIAN MAllTIN] ]ULlUS

Briefe über die Schopenhauer'sdte Philosophie. Lpz: F. A. Brockhaus 1854.


XXXII, 344 5., 2 unpag. S. Druckfehler. 8°. Ppbd. [197]
A.V. 183 - B71 - Verbleib?
Sch. A. Ersatzexemplar.
Sch an Frauenstädt, 18.1. 1854 (D XV, Nr. 490): .Habe Ihr Buch 2 Mal mit UD-
endlimem Pläsir gelesen: ist mir, als sähe im in einem Konvexspiegel mein ver-
kleinertes Bild ...• (Ein zweites, ihm übersandtes Exemplar der .Briefe" versah
Sch wunschgemäß mit Randglossen und sandte es Fr. zurü.x.) Be.xers ausführliche
Kritik im Brief an Sch, 24.3.1854 (0 XV, Nr. 500); Sc/,', zuStimmende Antwort:
31.3.1854 (D XV, Nr.502). Weiter: Sch an Frauen'tädt, 9.4.1854 (0 XV, Nr.
504) und 11.5.1854 (0 XV, Nr. 507).
-, - : Aesthetische Fragen. Dessau: Gebrüder Katz 1853. VI, 204 S. 8°.
A.V. 181 - Verbleib? [198]
Sch: A. Er,atzeltCmplar.
Von Frauenstädt Anfang Februar 1853 Sch übersandt. sch dankte am 17. 2. 1853
(0 XV, Nr. 449), mit ausführlimer Kritik. Lindner an Sch, 16. 3. 1853 (0 XV, Nr.
452): .Es ist mein vollkommener Ernst, daß der Hauptwerth dieses Bumes in den
Hinweisungen auf Ihre Schriften besteht ...•
-, - : Der Materialismus. Seine Wahrheit und sein Irrthum. Eine Erwide-
rung auf Dr. Louis Büdtner's .Kraft und Stoff". Lpz: F. A. Brockhaus 1856.
XIV, 2 unpag. S.• Inhalt", 208 S. 8°. [199]
A.V.? - Verbleib?
Sch. A. Ersatzexemplar.
Anfang Juni 1856 vom Verfasser Sch übersandt, der bereits am 1.3.1856 (0 XV,
Nr.6oo) Anregungen für da, Buch gegeben hatte; Sch', ausführliches kritisches
Oanksmreiben: 6.6. 1856 (D XV, Nr.612); nachträgliche kritische Xußerungen:
28.6. 1856 (0 XV, Nr.615).
-, - : Die Naturwissenschaft in ihrem Einfluß auf Poesie, Religion, Moral
und Philosophie. Lpz: F. A. Brockhaus 1855. XV, 2 unpag. S.• Inhalt·,
198 S. Ppbd. [200]
A.V. 182 - Verbleib!
Sch dankte am 29.6. 1855 (0 XV, Nr. 556) für die Obersendung des Buchs, brachte
aber manme Einwände vor.
-, - : Ober das wahre Verhältniß der Vernunft zur Offenbarung. Prole-
gomena zu jeder künftigen Philosophie des Christenthums. Darmstadt: Carl
Wilhelm Leske 1848. XVI [Widmung an Sdtopenhauer und Vorrede], 96 S.
8°. Ppbd. [201]
Exlibris. - Auf der weißen Seite des Widmungsblattes Notiz Sch'" Joh. V, 31, 32
[T.] - Unterstreichungen und am Rande kritische Zi.xza.xstriche (BI.).
60

Frauenstädt sandte diese, dem .großen Meister" ehrfurdttsvoll gewidmete Arbeit


(Vorwort 7. Oktober 1847) im Herbst 1847 Sth zu. Sth dankte in einern ausführ-
lichen kritischen Brief vorn 5.1. 1848 (D XIV, Nr.l41). Schon einige Tage vorher,
am 1. 1. 1848, hatte sich Johann August Bed<er in einern Brief an sth (D XIV,
Nr. 340) über die Schrift Frauenstädts geäußert, die dann höchstwahrscheinlich die
Anregung zu vielern gegeben hat, was Sch bald darauf im 15. Kapitel von PlI über
Religion gesagt hat (vgl. XVII. Jahrb. 1930. S. VIII-XII).
A.V. 180 - Um 1890 von Friedrich Berding bei Baer gekauft. von Berding am
14.2. 1894 Grisebach geschenkt - Gri 05 - Gri 30 (von Konrad Pfeiffet erworben.
von diesern dem Sch. A. vermacht).
Sch. A. 603/34.
-, -: Schelling's Vorlesungen in Berlin, Darstellung und Kritik der Haupt-
punkte derselben, mit besonderer Beziehung auf das Verhältniß zwischen
Christentum und Philosophie. BIn: August Hirschwald 1842. VI, 210 S. 8°.
ppbd. [202]
Rückentitel von Sth geschrieben: Frauenstädt. Sm.ellings Vorlesungen I Stern Sprach-
philosophie. - Kein Exlibris. keine Striche und Randglossen.
Beigebunden S t ern, Dr. S.: Vorliu6ge Grundlegung ... , 1835 [545].
A.V. 193 - B 71 - B 05 - A. 29.
sch. A. 527.

FRIES, JAKOB FRIEDRICH

Handbuch der psychischen Anthropologie, oder der Lehre von der Natur des
menschlichen Geistes. 1. Bd. Jena: Cröker 1820. 8°. [203]
A.V. 381 - Verbleib?
Der 2. Band. Jena 1821. war nicht in Sch', Besitz.
-. -: Fichte's und Schelling', neueste Lehren von Gott und der Welt. Hei-
delberg: Mohr und Zimmer 1807. (6). 80 S.,l S.Drudtf. 8°. [204]
Keine Striche und Randglossen.
Angebunden an Ba ade r: Bemerkungen [38].
-, -: System der Logik, ein Handbuch für Lehrer und zum Selbstgebrauch.
2. A. Heidelberg: Mohr und Zimmer 1819.8°. Ppbd. [205]
A.V. 335 - B 71 - B 80 (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'sche Randglossen")
- Verbleib?
Die .Logik" von Fries hat Sch (in der 1. A. 1807) vorn 27.11.1816-15.1. 1817
und vom 18.5.-8.6.1818 in Dresden entliehen (vgl. DXVI, 123, 124). Er zitiert
sie in den Erstling.manuskripten 1817 (HN I, 435, 457 Anm.). Sonst führt er von
Fries nur die .Neue Kritik der Vernunft" an, die nicht in seinem Be.itz war, - er
hat sie vom 14.4.-17.6.1817 in Dresden entliehen (vgl. D XVI, 124). Seine An-
merkungen dazu: HN 11, 361 - 366.
61

FÜLLEBORN, GEORG GVSTAV

Bey träge zur Gesmichte der Philosophie. Stück 1 &: 2,5-10 in 4 Bdn. Zül-
lichau und Freystadt [d. i. Jena). 1791. 8°. Hfrzbde. und Ppbde. [206]
A.V. 358 - Verbleib?

GAllVE, CHRISTI AN

Uebersicht der vornehmsten Principien der Sittenlehre, von dem Zeitalter


des Aristoteles an bis auf unsre Zeiten. Eine zu dem ersten Theile der über-
setzten Ethik des Aristoteles gehörende und aus ihm besonders abgedruckte
Abhandlung. Breslau: W. G. Kom 1798. XII, 394 S. 8°. Ppbd. [207]
A.V. 171 - B 71? (.Ein Palket von 10 Bdn. philos. Sdtriften von Feuerbadt, Garve
••• ") - B 80 (nidtt in der Abt.•Sdtopenhauer'sdte Randglossen") - Verbleib?
Sch erwähnt das Budt E, 113 (schon 1. A. 1841).

GASSENDI, PIERRE [GASSENDUS, PETRUS]

PhiIosophiae Epicuri syntagma, continens canonicam, physicam, et ethicam


... Londini: Off. R. DanieJis 1660.256 S. 12°. [208]
A.V. 113 - B 71 - Verbleib?
-, -: De vita et moribus Epicuri libri octa, ... Lugduni: G. Barbier 1647.
236 S., Index. 4°. Pgmbd. [209]
A.V. 29 - Cri 88 - Verbleib?

GERANDO, JOSEPH-MARIE DE

Histoire comparee des systemes de philosophie relativement aux prineipes


des eonnaissanees humaines, par J.-M. Degerando [sie). Vol. 1-111. Paris:
Henrichs, an XII-1804. 8°. Ppbde. [210]
A.V. 866 - B 71 - Verbleib?

GERLACH, GOTTLOB BENJAMIN

Philosophie, Gesetzgebung und Aesthetik in ihren jetzigen Verhältnissen.


Posen: Kühn 1804. 8°. Ppbd. [211]
A.V. 412 - B 71 - Verbleib?

GESSNER, J[OHANN] A[NTON] W[ILHELM]

Spekulation und Traum oder: Ober das Fundament und den Umfang des
Wahren in der Spekulation von J. A. W. Gessner, Doctor der Philosophie.
62

Bd.2. Lpz: Weygand 1830.4005., 1 S. Errata. 8°. Ppbd. [212]


A.V. 417 (.2. Bd.") - B 71 (.2. Bd.") - Verbleib?
Den Titel dieses Buches hat Sch berein in seiner Brieftasche von 1829 notiert
(D XVI, 147), er hat d.s Werk - nur den 2. Bd.? - wohl bald nach Erscheinen
erworben.

-, - : Ueber den Ursprung des sittlich Bösen im Menschen. Lpz: Gries-


hammer 1801. 8°. [213]
A.V. 419 - B 71 - Verbleib?

GEULINlC, ARNOUT

rviirih iJEQU'tOV ,ive Arnoldi Geulines Ethiea, post tristia authoris fata, omni-
bus suis partibus in lueem edita ... per Philaretum. Ace. C. Bontekoe, Trac-
tatus ethico-physieus de animi et eorporis passionibus earurnque eertissimis
remediis. Amstelodami 1709.400 S. 12°. Pgmbd. [214]
A.V. 199 - B 80 (nicht in der Abteilung "Schopenhauer'sche Randglossen") - Ver-
bleib?
Ein Zitat aus der prae/4tio P H, 217 (schon 1. A. 1851).

[GOETZ, JOHANN CASPAR]

Anti-Sextus, oder über die absolute Erkenntniß von ScheHing. Heidelberg:


Phaeler 1807. 120 S. Ppbd. [215]
A.V. 403 - B 71 - B 80 (im Anschluß an Berg: Sextus ... ) - Verbleib?

GRÄVELL, M[AlCIMlLIAN] C[ARLJ F[RIEDRICH] W[ILHELM]

Der Mensch. Eine Untersuchung für gebildete Leser. 3. verb. u. verm. A.


BIn: Maurer 1818. XLIV, 364 5.8°. [216]
Angebunden an [H a mann:] Socratische Denkwürdigkeiten [1471].
Sch. A. Ersatzeltemplar.

GIlOOT, HUGO DE [GROTIUS, Huoo]

De Jure belli ae paeis libri tres ... eum annotatis auetoris, ejusdemque dis-
sertatione de mari libero, ae libello singulari de aequitate, indulgentia er
faeilitate, nec non Joann. Frid. Gronovii ... notis in totum opus de Jure
belli ae paeis. Editionem ... recensuit ... notulas denique addidit Joannes
Barbeyrac ... Amstelaedami: Wetnen 1720, 12 S. praef., XXXV, 936,
42 S. 8°. Ldbd. [217]
63

[Die Parallelau.gabe Am.tel. apud Janssonio-Waesbergi ... 1720 >:äbh 2 voll., smei-
dee also aus.]
A.V. 456 - Verbleib?
Ein Zitat: E, 217 (1. A. 1841).
-, -: Philosophorum Sententiae de fato et de eo quod in nostra est pote-
state. Amstelodami 1648. 12°. [218]
A.V. 200 - B 71 - Verbleib!

GROSSE, eARL [MARKIS VON PHARNURA]

Beiträge zur Lehre von der Seelenwanderung. Lpz: 1785. [219]


A.V. 288 - B 71 - Verbleib!
-, - : Helim, oder ueber die Seelenwanderung. Zittau, Lpz: J. D. Schöps
1789. 228 S. 8°. [220]
A.V. 289 - B 71 - Verbleib?

GUHRAUl!R, GOTTSCHALK EDUAIlD

.Eine philosophische Abhandlung" (B 71). [221]


In Betradu kommen:
1. Quaestiones eritieae ad Leibnitii opera philosophiea pertinentes. Breslau: Hirt
1842. 8°.
Z. de Joadtimo Jungio Commentatio historieo-literaria. Adjeu. est Jungii epistola
de Cartesii phil ...ophia. Vratislaviae: Trewendt 1846. 8°.
Ursprünglich angebunden an Se hell i n g: Ueber die Gonheiten von Samo-
tbraee [481]. Der Sammelband wurde Dach 1871 aufgelöst - Verbleib?

HAPPACH, LORENZ PHILIPP GOTTfRIED

Materialien zu neuen Ansichten für die Erfahrungs-Seelenkunde. 1. - 4.


Stüdr.. Hamb: Campe 1802-1807. 8°. Kart. [222]
A.V. 218 - B 71 (.2 Bde.") - B 80 (nicht in der Abteilung .Sc:hopenhauer'sme
Randglossen") - Verbleib?

HEGEL, GEORG WILHELM FRIEDRICH

Differenz des Fichte'schen und Schelling'schen Systems der Philosophie in


Beziehung auf Reinhold's Bey träge zur leichtern übersicht des Zustands der
Philosophie zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts, 1. Heft. Jena: Akade-
mische Buchhandlung bey Seidler 1801. XII, 184 S. 8°. Ppbd. [223]
Kein Exlibris. - Viele Striche und Ausruf....imen (BI.). - S.24: .in der Form
64

der fixirten Reflexion, als eine Welt von denkenden und gedachten Wesen, im
Gegensatz gegen eine Weh von Wirklichkeit, fällt diese [klimatische] Entzweyung
in den westlichen Norden." SdJ: Grönland? - S. 27: • [Das Absolute] ist da. Ziel,
das gesucht wird; es ist schon vorhanden, wie könnte es SOnst gesucht werden?" SdJ:
Gilt auch vom Stein der Weisen.
B 71 als angebunden an R i n g. ei.: Ober den revolutionären Geist ... [726]
aufgeführt. - In B 80 ein Exemplar als selbständige Schrift - aus Sch', Besitz? -
B os führt SdJ's Exemplar als broschiert auf, ebenso A 29 (wohl aus B OS übernom-
men}. Heute geb.
Sch. A. 535.
-, -: Encyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse,
zum Gebrauch seiner Vorlesungen. 2. Ausg. Heidelberg: August Oßwald
1827. XLII, 544 S. 8°. Ppbd. [224]
Exlibris. - Zahlreiche Striche, Ausrufungs- und Fragezeichen. - S.61, SdJ [über
der Seite]: Schlingelei gegen Kam [BI.] - S.63, SdJ [über der Seite]: Jesuiterei
[BI.] - S.79, SdJ [am Schluß von § 64]: Welche ErschleidlUng! Aus dem offen-
baren q ..oJ cog;tat est, will er machen q ..od cog;tatur ml [T.] - S. 106/107, SdJ
[über der Seite]: Hier wird wohlfeilen Kaufs aus Nichts Etwas - durch die er-
bärmlichsten Winkelzüge [T.] - S. 106, SdJ [über § 91]: Stillsenweigende Voraus-
setz[un]gen - [unter § 91]: Subjekt u. Objekt vorausgesetzt! [zu § 92 am Rande]:
Rau m vorausgesetzt! u. Z e i t! - S. 106: .§ 93. Etwas wird ein Anderes, aber
da. Andere ist selbst ein Etwas, also [SdJ: ?] wird es gleichfalls ein Anderes, und
sofort ins Une n d I ich e .• SdJ: Wo ist denn das an d re Huhn? - Hier ist
ja das andre. - Aber das eine Huhn? Das ist ja das eine. [T.]-
S. 111: .Indem ferner der Repulsivkraft eine Attraktionskraft an die Seite gesetzt
wird ... " SdJ: Vornehmtuender Dummkopf! NlWton u. Kam, 2 Fliegen mit Einer
Klappe geschlagen. - S. 226 [§ 264] SdJ [über der Seite]: Der Pavian thut wieder
vornehm gegen Kant - S.226: .daß der Raum eine bloße Form, d. h. eine Ab-
• t r a c t ion ist ... • SdJ: Kam sagt das grade Gegentheil! [BI.] - Ober S.250
zeichnet Sch einen Eselskopf. - Faksimile der Seiten 106, 107, X. Jahrb. 1921, vor
dem Titel.
A.V. 278 - Gw 321.
Diesem Werk, aus dem SdJ zuerst im Ms-Buch .Foliant", 335-337 (GN, IV, 69-
71) - Berlin 1827 - vernichtend kritisierte Stellen auszieht, hat er die in der Vor-
rede zur 1. A. der .Ethik" (Sept. 1840) gebrachten Beweise für den .Mangel des
gemeinen Mensenenverstandes in dem summo philosopho der Dänisenen Akademie"
enmommen: E, XX-XXV. Auch das W II, 406, und PI, 186, gebraente Zitat lin-
det sich in der Encyklopädie: .Die Natur hat sich al. die Idee in der Form des
Andersseyn. ergeben.·
-, -: System der Wissenschaft. 1. Theil, die Phänomenologie des Geistes.
Bamberg und Würzburg: ]oseph Anton Goebhardt 1807. XCIV, 776 5.8°.
Ppbd. [225]
Kein Exlibris. - Ein Satz, S. LVII, angestrichen (T.), dieser Satz i.t PI, 24
zitiert. - S. 712, Sch: Nachrienten über den lieben Gott. - Viele andere Bleistift-
striche von einem Vorbesitzer Pätsch.
65

A.V. 279 - Gri 88 - Gri 05 - Gri JO - Nam 1930 im Besitz von Rudolf Frhrn.
von Simolin (gest. 1945) - S. de F. 53 - Verbleib?
E, XX (Vorrede zur 2. A.): •... so daß, .....er .ein gepriesenstes Hauptwerk[,] die
sogenannte ,Phänomenologie des Geistes', lesen könne, ohne daß ihm dabei zu
Muthe würde, al. wäre er im Tollhause, - hinein gehöre ...• Man müsse dieses
Werk in der .System der Wissen.maft" betitelten Originalausgabe lesen, da es in
den ope,ibus omniblls später etwas glatt geledtt sein solle. - Zitat (aus der Vor-
rede, S. LVII) P I, 24.

KRITIK VON HEGEL'S ENCYCLOPÄDIE DER PHILOSOPHISCHEN WISSENSCHAFTEN,


nach der 2. Ausg. Heidelberg 1827. Tüb: Heinrich Laupp 1831. II, 242 S.
80 • Ppbd. [226]
Kein Exlibris. - Viele Strime, Frage- und Ausrufungszeimen (BI.) - Im hinteren
Deckel Zeimnung (Kopf in Profil). - Zweimal, über S. 120 und 121, die Bemer-
kung: Hegelei [BI. und T.] - S. 121, Sm [zu Hegel. Satz: .Sein und Nichts ist das-
selbe"]: Wenn das Seyn das Nimts ist, so muß das Nimt-seyn das Etwas seyn. [T.]
A.V. 397 - B 05 - A 29.
Sm. A. 546.
Der Verfasser dieser smrift ist Georg Wilhelm Friedrim.
Zu Hegel vgl. weiter:
Bachmann, Carl Friedrich [41,42];
e a jus [Allihn, F. H. 111.] [98];
K a h I e, earl Moritz [285].

HELVETlUS, CLAUDE-ADRIEN

Le bonheur. Poeme en six chants, avec les fragmens de quelques epftres, ouv-
rages posthumes de M. Helv~tius [Preced~ de I'histoire de sa vie et de ses
ouvrages, par Saint-Lamben.] Londres [Paris]: 1772. CXX, 116 S. 8°.
ppbd. [227]
A.V. 849 (Londres 1773) - Verbleib?
[-, -]: De I'esprit. Nouvelle Edition. Revue et corrig~ sur un Exemplaire
non chim! de la premiere Ed. Tom. I XIV, 318 S.; Tom. II XIII, 334 S.
Paris: Durand 1758. 80 • In 1 Ppbd. [228]
Exlibris. - Auf dem Vorsatzblatt, Sm: Cet exc.lIent oll'll,age a ~te condamne all
fe .. pa, a"it du pa,lament de Paris, en dau du 6 /f'IJrier, 1756. - La demi'r.
Uition est d. Paris 1843, in 12°. [T.] - Zahlreime Anstreimungen, oft über ganze
Seiten hin, meistens aus der Frühzeit, um 1817 (T.), einzelne Fragezeimen aus spä-
terer Zeit (BI.). - Verhältnismäßig wenige Randglossen: Vol. I, S.57: .De-lil cet
instinct S.lT & p,ompt '1u'ont presq..e tou, les gens mediocTes, pOllr connoit,e &
fuir les gens d. merlt•." Sm: il. ,e55emblent auz taupes, qu' om des y.ux po .. , Juir
la lumiere: uniquement aestines a cet usage, Jes yeu" des taupes sont si petites.
qu'on a longt'm> dOllte que les en .u.se"t. [BI.] [Ober die kleinen Augen der Maul-
66

würfe vgl. W II. 403. Der dreifam angestrimene und unterstrimene Satz des
Helv~tius wird .Spicilegia" 144 f. (d. i. 1839) und WH, 256, zitiert. der .irutincl
s';r et prompt" lum PlI. 677.] - S. 57 [nOI~ c]: .Les sots s'ils erl /Woimt I" puis-
sance, banniToienl 'Uolonti~,s les gens d'esprit Je leu, societi; & repeteroient,
d·.pres les Eph~siens: Si q,.elq,.·..n e"celle p"Trni nONS, qu'jj .me e"celIeT !lilie ....."
Sm: Cic: Tusc: 5. 36. Nemo d. rIobi, unUS e:x;cell.t: ,in quis .xstiteril. fIlio in loco
el apud dUO' ,il. [Sm zitiert den Satz .Si quelqu'un excelle ... " zweimal: WH,
254 und P H. 491.] - S. 61: .que I'esprit qui smte I'esprit." Sch unterstreimt den
Satz (T. Frühzeit). er zitiert ihn W I. 263 und PI, 103 und in WH. 310 nommals
in Verbindung mit der dreifam angestrimenen Stelle S.67 (Disc. 1/, chap. IV). -
S.90: .L'esprit est (omme La sante, quand on en ", Pan ne s'en appe"o;t point.-
Sm: Pas m2me, quand on passe sa vie d"ns un höpitaU [BI.] - S. 94: .11 f.ut donc,
a
po .. , obteni, I'estime genhaie, donner san esprit plus d. pr%nd.ur que d. sur-
f"ce, & concent,.r, pour ainsi dire, dans "71 seul point, comme dans le foyer d'"n
ve".., ardmt. taute I" chaleur & les rayons de san esprit.· Sch: im kleinsten Punkt
die größte Kraft. [BI.] - S. 101: •... ce vers de la comUie: Q..and le bon ton
paTOr" I. bon sms se relire." Sch unterstreimt den Vers (1'.), er zitiert ihn P I, 288.
449. - S. 120: •... ce n'est point a Ntend..e du genie necessaire POUT cetle de-
co ..verte q,.'ils deferent cel honneu', mais a I'importan" du ,ocTel & "ux avantage,
a
q,,'il proeure la nation.' Sch: Dr. 'enner [BI.] - S. 314: .C'e,t aussi dans I'lige
Jes piJssions, c'est-a-Jire, Jep"is 'lJingt-cinq jusqu'a trentt-cinq & quarantt .ns,
q,.'on esl ,,,pable des plus grands e/for,. & de vortu & de genie .. . I'on n'Ilcqu'ert
plus alors d'idhs nouvelles." Sch: Vol.: 2, p. 164. [Sch zitiert diesen Aussprum im
Brief an Goetb., 28.6. 1818 (D XIV, 230), weiter im Msbum .Cogitata·, 354 f.
(1832) und in WH, 87 (smon 2. A. 1844).] - Val. H, S.97. Sch [zu einer Anek-
dote über Unbeste.nlimkeit]: jort bien: mais en cela, il .. b. le singe d'un ancien.
[Bl.] - 5.146, Sch [zu einem Berimt über die Gesandtsmaft des Königs Ptole-
maios an Zenon] : Diog: Laert: VII, 24 & Slobae", sermo: ]1, parient de ces
amba,slldeuTS, mais comme envoy.s au peuple Alhenien. [1'.] - S. 153: .Pourquoi
le grand homme n' auroit-i/ proprernmt de genie que dans le gmTe auquel il lesl
longtemps appliqu"" Sch: par ce qu'i/ ,'applique au genre po.r lequel & - S. 164:
.D'ailleurs il n'est q.'Hn lige, & c'est celui des passions, ...• Sch: Vol: 1. p. 314 [T.]
- S.228: .11 n'e't point de moyens que l'envieuJC, saus I'apparence de la justiee,
n'emploie PO"T d'grader 10 merite ...• Sch: hear hirn! [Bl.] - S.228, note f:
.e'est IJenvie seule qui nous /«it trou'Ver dans les anciens toutes les rlecou'UeTt.es
modernes. Un ph,a,e vido de sens, ou du moins in intelligible avanl ce, deco"vert."
,u/fit pour faire crier au plagiat.· [Beide Stellen doppelt angestrimen (BI.) - sie
finden ,im, zu einem Zitat zusammengezogen P I, 143.] - 5.258: .<'esl q"e j'!lime
mieux boire que guerir' Sm: bien boire que bien voir. [T.] - S. 265 [Kapitelüber-
schrift] : .Du bon sens." Sch: Gesunde Vernunft. [Bio] - S.265: .L'esp"1 j"ste
...• Sch: Richtiges Vrtkeil; rimtiger Blidt [BI.] - S.304, Sm [über der Seite]:
0\1 ~o i1&\I, aAAIl ~o IlA\ln:OV &'",""L {, <P1?O"VL"'O~ - S. 334 [unter der Seitel: 11 a
,onn" cette maudite race-la. [T.]
Angestrimen, z. T. drei- und viedam, sind aum andere Stellen, die Sch zitiert, so
Vol. I, S. 38, die Stelle. der er das Motto zu seiner Preissmrift .Veber die Freiheit
des mensmlichen Willen,' entnommen hat (vgl. A. Hübsmer: La liberl. 'sl Mn
mystere, XXXX. Jahrb. 1964, S. 26-30); S. 111 (.Ie mtrite est comme la
67

poudre ... '): F, 82; S. 116 (.Lt degr. d'esprit ...• viermal angestrichen): E XXIX
und PI, 478; Vol. II, p. 28 (.NoHs n'aimons pas ['estime pour l'estime ... "): PI,
388; 5.160 f., not, d (.Quiconque se plalt ... ): P I, 143. Merkwürdigerweise nicht
.nge'trid>en ist Vol. 11 5.18 (.Que tout I, monde ici soit heur,u" de mtt. jo".")-
von sch W H, 664 zitiert.
A.V. 850 - Gw 349.
5th begann i. J. 1814 Helvetius zu lesen (vg!. M,·Buch .Spicilegia", 144 f.: •... bis
ich, 26 Jahre alt. den Helvetius la, ...• ). Vom 16.9. bis 3.10.1816 hat er die
Oeuvres des Helvetius, T. IV, von der Dresdener Bibliothek entliehen (vg!. D XVI,
123). B.ld darauf dürfte er das Bud> ,elbst angeschafft haben. Er zitiert Helvetius
zuerst im Brief an Goethe vom 28.6. 1818 (D XIV. Nr.125), dann in W I, 263
(schon 1. A. 1819), ohne den Autor au.drüddich zu nennen, - die erklärende Anm.
ist in der 2. A. hinzugekommen. Die weiteren Zitate erst später: E; W 11; PI, 1I:
F (1854).

HEMSEN, J[OHANN] T[YCHSEN]

Anaxagoras Clazornenius, sive de vita eius atque philosophia disqu~. bistor.-


philosophiea. Gottingae: Vandenhoedc ee Rupredu 1821. 8°. Ssntbd. [229]
Beigebunden:
1. Phi I 0 I a 0 s des Pythagoreers Lehren ..• [404];
2. A n a x a gor a e C I a z 0 m e n i i Fra g m e n t a [18].
Randglossen.
A.V. 513 - Gw 236. Verloren.

HENNINGS, AUGUST

Ueber die Vernunft. Bin: Voß 1778. 8 0 • Ppbd. [230]


A.V. 421 - B 80 (nid" in der Abteilung .Schopenhauer'sche Randsd>riften") -
Verbleib?
Eine Verweisung auf das Buch in Sch's HE von SaHustii philosophi de Dii. et
munda [471].

HENNINGS, [AUGUST?]

.Eine philosophische Schrift" (B 71). [231]


A.V. ? (identisch mit [230] = A.V. 42l?) - B 71 (.Ein Padtet von 13 Bdn. philos.
Schriften von Abicht, Henning••.. ") - Verbleib?

HENAICI, GEORG

Versuch über den höchsten Grundsatz der Sittenlehre. 1. Theil. Lpz: Fr. Chr.
Wilh. Vogel 1799. 8°. Ppbd. [232]
A.V. 405 - Verbleib?
68

HERBART, JOHANN FRIEDRICH

De Platonici systematis fundamento commentatio. Gottingae: typis Roeveri-


anis 1805. 63 S. 8°. Br. [233]
A.V. ? - Gw 165. Verloren.
-, -: Allgemeine Practische Philosophie. Göu: Justus Friedrich Danck-
werts 1808. IV, 432 5., 1 S. Druckf. 8°. Ppbd. [234]
A.V. 407 - Verbleib?
Sm. A. Ersatzexemplar.
- , - : Gespräche über das Böse. Königsb: August Wilhe1m Unzer 1817.
VIII, 184 5.8°. Ppbd. [235]
A.V. 395 - Verbleib?
-, -: Hauptpuncte der Metaphysik. GÖtt: Justus Friedrich Danckwerts
1808. IV, 130 5.8°. Ppbd. [236]
Auf der Kehrseite des Umsmlags Notiz soo', (Bl.): [Da]s dialektisme Spiel mit den
[ahst]raktesten Begriffen, das diese [Me]t.physik ausmamt, smeint das [Vor]bild
u der Anlaß der Hegehmen Narren [phi]losophie gewesen zu seyn, u. ist zugleim
ein neuer Beleg, [daß] in der Philosophie nimts auszu[rim]ten ist, wenn man aus-
geht [von] abstrakten Begriffen [sta]tt von der Ansmauung. [Hier] wird § 7 das
smlemthin nur Ansmaulime, [der] Raum, aus Begriffen abgeleitet, [und so] das
Bewußtsein auf den Kopf [gest]ellt, u. § 8 die Zeit eben so! - S. 59: .Nur von
dem Gegensatz des Zusammen und Nimt-Zusammen smreibt aller Raum sim her."
SOO: umgekehrt! [BI.] - S. 91: •... was will dom Begierde, wenn nimt Befriedi-
gung? Und was ist Befriedigung als vollendetes Vorstellen des Begehrten? [Sm:
Den Teufel aum!] Giebt es einen Genuß, der nimt ein Act des Bewußtseyns wäre?"
Soo: Ab[er] das Bewußtse[yn] enthäl[t] nimt bl[oß] Vorstell[ung.]
A.V. ? - B 71 - B 80 (nimt in der Abteilung .Smopenhauer'sme Randglossen") -
B 05 (.brosmiert unbesmnitten") - A 29 (.bmsmiert" - offenbar aus B 05 ab-
gesmrieben). - Heute gebunden (F. Damann, Frankfurt a. M.), Randnotiz auf dem
Um.mtag dabei besmnitten.
Sm.A.536.
Sm', Urteil über das Bum im Ms-Bum .Foliant", 5.220 f. (1826): GN IV, § 85.
Die beiden letzten Absätze wiederholen, umgestellt und verändert, Sm', Notiz auf
dem Vorsatzblatt. Die ganze Aufzeimnung aus dem Folianten in Sei>" Brief an
Frauenstädt vom 30.9.1850 (D XV, S. 26): .Aus alter Zeit finde im Folgendes von
mir aufgesmrieben: ...•
-, - : Ueber die Möglichkeit und Nothwendigkeit, Mathematik auf Psy-
chologie anzuwenden. Königsb: Gebr. Bornträger 1822. X, 102 S. 8°. Ppbd.
[237]
Beigebunden :
I. Ti t tel: Ueber Kant's Moralreform, 1786 [560];
2. Ueber Kant's, Fimte's und Smelling's philosophisme Ansimten [304];
69

3. E w al d: Ueber I. Kanrs Philosophie, 1790 [169J.


A.V. 357 - B 71 - Verbleib?

-, -: Philosophiae Doctores et Artium Liberalium Magistros, quibus ordo


philosophorum Academiae Georgiae Augustae summo, honores vel rite peti-
tos vel ultro oblatos decrevit, die XIX. M. Septembris A. 1837 in Aula
Regia Academiae renuntiandos indicit Joannes Fridericus Herbart Ordinis
Philosophorum H. T. Decanus. Inest commentatio de realismo naturali, qua-
lem proposuit Theophilus Emestus Smulzius de philosophia in Academia
Georgia Augusta docenda meritissimus. Gott: Off. Dieterimiana. 62 S. 4°.
Ppbd. [238]
Mit vielen Stridten und einigen Fragezeidten.
A.V. ? - B 05 (unter dem Verfassernamen Sdtulze. - br.).
Sdt. A. 603/40 (mit Brandspuren, die letzten S. z. T. verkohlt).

HEUSINGER, JOHANN HEINRICH GOTTLIEB

Ueber das idealistisch-atheistische System des Prof. Fichte. Gotha: Pemes


1799. [239]
Beigebunden:
1. Au g us t i: Der Erz-Engel Gabriel und die Gebrüder Schlegel, 1799 [35]:
2. Augusti: Der Engel Gabriel und Fichte, 1799 [34]:
3. Ase her: Eisenmenger der Zweite, 1794 [27].
A.V. 411 - B 71 - Verbleib?

HEYDENIlEICH, KAIlL HEINRICH

Grundsätze der Kritik des Lächerlichen, mit Hinsicht auf das Lustspiel.
Nebst einer Abhandlung über den Scherz und die Grundsä.tze seiner Beur-
theilung. Lpz: Leupold 1797. 8°. [240]
Angebunden an [R ein h a r d :] Ueber die Grundsätze ... [446J.
- , -: Originalideen über die interessantesten Gegenstände der kritismen
Philosophie ... 1. Bd. Lpz: Baumgärtner 1793. 8°. Hfrzbd. [241]
Exlibris.
A.V. 367 - A 29. Mit dem Nachlaß Car! Gebhardt. verschollen.
-, -: System der Ästhetik. 1. Bd. Lpz: Georg Joachim Gösmen 1790.
XXXVI, 392 S. 8°. Frzbd. [242]
Exlibris. - Keine Stridte und Randglossen.
A.V. 348 - Gw 191.
70

HEYNIG, j[OHANN] G[OTTLIEB]

Die Unsterblichkeit der menschlichen Seele außer allem Zweifel gesetzt.


2. A. Dresden 1808.8°. Steifbr. [243]
A.V. ? - G... 109. Verloren.

HIP.ZEL, jOHANN CASPAR.

Die Wirtbschaft eines philosophischen Bauers. Neue, verm. A. Zürich: Ore11,


Geßner, Fueßli u. Comp. 1774. 6 S. (Vorrede = Widmung an den König
der Briuen), 440 S. 8°. [244]
A.V. 409 - B 71 - Verbleib?

HOBBES, THOMAS

Elementa philosophica de Cive, ... Amsterodami: L. Elzevir 1647. [XLVI],


408 S. 12°. [245]
A.V. 202 - B 71 - Verbleib?
Das früheste Zitat aus dem .vortrefflichen Werk": Erstling,manuskripte, Dresden
1816, HN I, 360 (frei aufgenommen in W I, 393).
-, -: Elementorum philosophiae sectio prima: de Corpore. Lond: A.
Crooke 1655.304 S. 8°. [246]
A.V. 212 - B 71 - Verbleib?
-, - : Elementorum philosophiae ,ectio secunda: de Homine. Lond: A.
Crooke 1658. IV, 87 S. 4°. [247]
A.V. 214 - B 71 - Verbleib?
-, - : Leviathan, sive, De materia, forma et potestate eivitatis ecclesia-
sticae et civilis. Amstelodami 1670. 4°. [248]
A.V. 215 - B 71 - Verbleib?
Die frühesten Zitate: Erstlingsmanuskripte, Dre,den 1814, HN I, 104 (aber späterer
Zu,atz), und Dresden 1816, HN I, 358, 359 (frei aufgenommen in W r, 407, 408).
[-, - J: Dux vitae sive Statera morum Ethico-Politieo-Theologica, Ad-
mirabili &; Nova Methodo tradita &; in III Tomos divisa, I Mores circa
Amabilia Homini, II Fonitudinem &; justitiam, III Virtutes supernaturales
eum Prudentia complectens. Eleutheropoli, Apud Petrum Paeifieum 1672.
XXI S. (Vorwort, Index), 818 S. (Text). [249]
A.V. 213 - B 71 - Verbleib?

-, - : Thomae Hobbes Angli Malmesburiensis philosophi Vita. [Auetore


ipso. - Vitae Hobbianae acutarium, scriptum a Richard Blackburne ex
71

schedis]. Aubrey-Thomae Hobbes, ... Vita carmine expressa, auctore seip-


so.] Carolopoli [London], apud Eleutherium Anglicum 16111. 128 S. 12°.
[250]
A.V. 201 - Verbleib?

HÖPFNEJ., LUDWIG ]ULlUS FJ.IEDJ.lcH

Naturrecht des einzelnen Menschen, der Gesellschaften und der Völker.


Marb: Krieger 1806. 8°. Ppbd. [251]
A.V. 327 - Verbleib?

HOFFBAUER, ]OHANN CHRISTOPH

Analytik der Urtheile und Schlüsse. Mit Anmerkungen. Halle: Schwetschke


u. S. 1792. 8°. Ppbd. [252]
A.V. 319 - ß 711 (.Ein Packet von 13 Bdn. philos. Schriften von AbidlS, Hennins.,
Hoffbauer .•. ") - B 80 (nient in der Abteilung .Schopenhauer'sene Randglo.sen·)
- Verbleib?
G, 22 (smon 1. A. 18(3) unter den .manmerlei Lehrbümern der Logik" genannt,
• welme die Kantisme Smule geliefert ha,".
-, -: Naturrecht aus dem Begriff des Rechts entwickelt. 3. verb. A. Halle:
Schwetschke u. S. 1804. 8°. Ppbd. [253]
A.V. 313 - B 71? (.Ein Packet von Il Bdn. philos. Schriften von Abimt, Henning.,
Hoffbauer .•. ") - Verbleib?
-, -: Das allgemeine oder Natur-Recht und die Moral in ihrer gegen-
seitigen Abhängigkeit und Unabhängigkeit von einander dargestellt. Halle:
Carl Friedrich Schimmelpfennig 1816. XX, 176 S. 8°. Ppbd. [254]
A.V. 328 - B 71 - B 80 (nimt in der Abteilung .Senopenhauer'scbe Randglossen')
- Verbleib?
Sm. A. Ersatzellemplar.

HOLBACH, PAUL HENlU DIETIlICH BAJ.ON D'

Systeme de la Nature. Ou des Loix du Monde Physique &: du Monde Moral.


Par M. Mirabaud. Premiere Partie. Landres 1770. Seconde [demiere] Par-
tie. Landres 1772. 4 S. [Avis de I'editeur, Preface de I'auteur. Table], 370 S.;
4 S., 412 S., 4 S. Errata. 8°.2 Frzbde. [255]
Exlibris in beiden Bänden. - Keine Strime und R.andglossen. - seh [auf dem Vor-
satzblatt von vol. J, R.ückseite]: On cro;t ge"',ol.m,nt tI"je"rd'h'" qu. I'""'."r d.
c. Ii",,. .oir le Boran de Hol/It.eh: - & Grimm Ja", .tI .earrespend,.""." prltend
que le. p.ges les plus ,em,.,qutlbles t",mt ec,;t., p,,, Dillerot. [T., früh.]
72

A.V. 848 - Gw 246.


Knappe Hinweise auf Holbach und sein Buch in den Randglossen zur .Kritik der
reinen Vernunft" 5. A., 5.659 (vgl. D XIII, 215), weiter E 175, 191 (smon 1. A.),
und W 11, 15, 193 (schon 2. A. 1844).
[-, -:] Le vrai sens du Systeme de la Nature, ouvrage posthume de Mr.
Helvetius. A Londres 1774. VIII, 96 S. 8 0 • [256]
Angebunden an V 0 In e y : Les ruines [1259).
Das Werk, eine volkstümliche Zusammenfassung von Holbams System. d. La
N4r"r., stammt simerlich nicht von Helvocius, sondern offensichtlim von Holbach
seIbst.

HtiBNEIl, CHRISTIAN GOTTHELP

Ueber Ehre, Ehrlosigkeit, Ehrenstrafen und Injurien. Lpz: Tauchnitz 1800.


80 • [257]
Angebunden an W a h 0 da: Es giebt ein Fatum [1081].
So, hat das Buch i.]. 1828 bei der Berliner Bibliothek bestellt (D XVI, 14), -
zusammen mit anderen Abhandlungen über den Ehrbegriff und das Duell, die er
vor der Niederschrift seiner .5kitze einer Abhandlung über die Ehre" (im Msbuch
.Adversaria· 5.110-133, 137-139, 145) las, - diese Skizze wurde später zu der
berühmten Darstellung im Kapitel • Von dem, was Einer ist· in P I ausgearbeitet.
VieIl.icht hat er das Buch 1842 erworben: unter seinen Aufträgen für die Auktion
Dr. Platner, 10.6. 1842, erscheint der Autorname Hübner (D XVI, 34).

HUPELAND, GOTTLII!II

Lehrsätze des Naturrechts und der damit verbundenen Wissenschaften zu


Vorlesungen. Jena: Stahl 1790. 8°. [258]
A.V. 337 - Verbleib?

HUGO, GUSTAV

Lehrbuch des Naturrechts als einer Philosophie des positiven Rechts, beson-
ders des Privatrechts. 3. ausgearbeiteter Versuch. [Lehrbuch eines civilisti-
schen Cursus, 2. Bd.] Bin: Mylius 1809. Ppbd. [259]
A.V. 326 - Verbleib?

HUME,DAvm
Dialogues concerning Natural Religion. Tbe second edition. [London:] 1779.
264 S. 8°. Frzbd. [260]
Exlibris. - Randglossen.
A.V. 256 - Gw 338. Verloren.
73

Eine knappe Notiz über Humes Gespräche über natürliche Religion enthält bereits
Seils Brieftasche von 1818/19 (D XVI, 135). Die eingehende Beschäftigung mit dem
Buch fällt in das Jahr 1824. Das Manuskriptbuch .Brieftasche" bringt S. 123 (Juni
1824) einen ersten Entwurf und S. 136-141 (Dresden 1824) die ausgeführte .pu-
face zu einer projektitten Ubersetzung Humes". Erwähnungen und Zitate: Ms-
Buch .Quartant", laff. (1824); WI, 606,607,631 (seit 2. A. 1844); W 11, 386
Am"., 668 (seit 2. A. 1844).
- , - : Essays and Treatises on several subjects. A new Edition. London:
T. Cadell, A. Donaidson, W. CreedlI777. Vol. 1. H. 4, 564 S.; 8, 527 S. 8°.
2 Frzbde. [261}
Kein Exlibris. - Striche, einige Randglossen. - Vol. II, S. 82: •... an ob;ect fol-
lO'Wed by an other, and whose appearance always conveys the thourhr to thai
other.· Sch: When we hear a well-known tune, every sound conveys the ide.. of
the following one, which accordingly is anticipated by us: yet we never coneeive
the former ro better eause of Ihe latter. [T., sehr früh.] - S.334, Sch [unter der
Seite]: Heie est Rhodus, heie saltal [BI., Spätschrift.] - S.361, Sch [unter der
Seite]: he thinks that all justice is fo/mded on rtciprocity: ""or. [B1.,Spätschrift.]
- S.366, Sch [über der Seite]: You have confounded nations, nor words! [BI.,
Spätschrift.] - S. 429, Sch [am Rande, quer]: Die Furcht des Herrn ist'der Weis-
heit Anfang. [BI., sehr früh.]
A.V. 257 - Gw 339. Nur Vol. II erhalten.
sch lernte das Werk zuerst in der 4bändigen Ausgabe London 1753-1754 kennen:
er hat den 3. Bd., zwei Tage lang, vom 19. \/.-21. \/.1816 entliehen (D XVI, 123).
- Ein Zitat (über die armselige Vorstellung der Menschen von Gott) PI, 127 f.
- , - : Essays, moral and political. The 3rd edition, corrected, with addi-
tions. London: A. Miliar 1748. IV, 312 S. 12°. Ldbd. [262]
A.V. 255 - B 71 - Verbleib?
- , - : Essays on suicide and the immortality of the soul ••• with remarks
by the Editor. To whidl are added, Two letters on suicide from Rousseau's
Eloisa. A new Edition. BasiI: James Decker 1799. 2 S. Pref., 124 S. 8°. Br.
[263]
Exlibris. - Striche. - Randglo••e zu On the immortaUty of rhe soul and alurH"
state by Mr. Addi,on, S.76: .1 eonsideTed those several proo/s drawn: first, fTom
the nature 01 the soul ilsdf, and parrieularly its im m are r ja I i I , ; which,
though not absolHlely nece"ar, to Ihe erernity of ils dUTation, has, 1 Ihink, been
evinced 10 almost a demonstration." Sch [zu dem WOrt immllltrialiry]: But il
pToves the contraTY: we know thaI mal t e r cannot be annihilaled; but we know
not the same of immaterial substane•. [Vgl. PI, 540.]
A.V. 244 - Gw 337.
SUJ's Urteil über den Basler Nachdr"dr, der Abhandlung Humes: W 11, 58 Anm.
(schon 2. A. 18"'''); PlI, 328.
CHARACTERS FROM HUME, SMOLLET ETC. With the liEe of Hume. Paris: Pear-
sons and Galignani 1804. 12°. Ppbd. [264]
74

Exlibris. - Zahlreich. Strich. und AusrufungszeidJen.


Angebunden B r 0 u g h a m: A Discourse of natural theology [639].
A.V. 952 - B 71 - B 80 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.
Ein Zitat: W 11, 600 (schon 2. A. 1844).
Zu Hum. vgl..... it.r: Ja C 0 b i, Fri.drich HeinridJ [271].

HUTCHESON, FllANCIS

A short introduccion to Moral Philosophy, in three books, containing the


elernentS of ethies and tbe law of nature. Translated from the Latin. 2. ed.
Glasgow: 1753. 8°. Ppbd. [265]
A.V. 247 (.M.ntz 1786" - ?) - B 71 (Glasgow 1753) - Verbleib?
Zitate: E, 141,232 (1. A. 1841); W 11,99 (2. A. 1844).

JACHMANN, Dll. C. R.

De Celso philosopho disseruit et fragmenta !ibri, quern contra Christianos


edidit, collegit - -. Regiomonti Borussorum: Typis academicis Hartun-
gianis 1836. 34 S. 4°. [266]
StridJ•. - Eine Randb.merkung.
Angebunden an H od g s 0 n: Sk.tch of Buddhism [1128].

JACHMANN, REINHOLD BEIlNHAllD

Immanuel Kant gesdtildert in Briefen an einen Freund. Königsb: Friedridt


Nicolovius 1804. 220 S. 8°. [267]
Einzeln. StridJe.
Angebunden an Was i ans k i: Immanuel Kant in seinen letzten Lebensjahren
[579].
Scb zitiert das BudJ W II, 275 (sdJon 2. A. 18H).

JACOB, [TH.?]
.Eine philosophisdte Sdtrift" . [268]
VieH.id,,: Th. Jacob: Die entsdJeidend. Frag. im Streite über Leib und SeeI •. Ber-
lin 1857. 8°.
A.V. ? - B 71 (.Ein Padi.et von 10 Bdn. philos. Schriften von Feuerbach, Garve,
Jacob ..• ") - B 80 (niebt in der Abteilung .Scbopenhauer'sche Randglossen") -
Verbl.ib?
7S

JACOBI, FRIEDIUCH HEINRICH

Etwas das Lessing gesagt hat. Ein Commentar zu den Reisen der Päpste
nebst Betradtrungen von einem Dritten. Bin: George Jakob Decker 1782.
132 S. 8°. [269]
A.V. 283 - Verbleib?

-, - : Wider Mendelssohns Beschuldigungen betreffend die Briefe über die


Lehre des Spinoza. Lpz: Georg Joadtim Goesmen 1786. VII S., 1 S. Errata,
127 S. 8°. [270J
A.V. 282 - Verbleib?

-, -: David Hume über den Glauben oder Idealismus und Realismus. Ein
Gesprädt. Breslau: Gott!. Loewe 1787. IX S., 1 S. Errata, 230 S. 8°. [271J
A.V. 280 - Verbleib?
Sch's Bemerkungen zu dieser Smrift: HN H, 366-368.

-, - : Ueber die Lehre des Spinoza in Briefen an den Herrn Moses Men-
deissohn. Neue verm. Ausg. Breslau: Gotd. Löwe 1789. LI S. (Widmung
und Vorrede), 1 S. Errata, 440 S. So. [272]
A.V. 291 - Verbleib?
Von Sch zuust vom 27.7.-10.8.1814 in Dresden entliehen; Zitate: Erstlings-
manuskripte, Dresden 1814 (Zusätze): HN I 141, 150.

-, - : Jacobi an Fidtte. Hamb: Fr. Permes 1799. X S., 1 BI. Druckfehler,


106 S. 8°. [273]
A. V. ? - B 71 (.. Ein Pad<et von 13 Bdn. philosoph. Smriften von Abimt, Hen-
nings, Hoffbauer, Fichte, Jacobi ..• "). - Identifizierung dunn Sc/l. Randglossen
zu der Sdlrift: HN H, 368. - Verbleib?

-, - : Von den Göttlidten Dingen und ihrer Offenbarung. Lpz: Gerhard


Fleisdter d. Jüng.1811. VIII, 222 S., 1 BI. Druckfehler. 8°. Ppbd. [274]
:Exlibris. - Rüd<ensmild von Sch'. Hand. - Eine Randbemerkung.
A.V. 281 - Von Roben Gruher erworben 7. 10.1927 - Gru 40. Verbrannt .
• In Jooobis göttlic:hen Dingen p. 18 findet sim eine Vermismung des bessern Be-
wußtseyns mit dem Instinkt, durm einen Synkretismus dessen nur ein so unphilo-
sophismer Kopf als Jacobi fähig ist." (Ersdingsmanuskripte, Berlin 1812, HN I,
23.) - Sch'. Bemerkungen zu der Smrift: HN, 11, 368-371.
Seil. Urteil über Jaoobi: er habe .wahrhaft rührende Bümer gesmrieben und nur
die kleine Smwamheit ... , Alles, was er vor seinem funfzehnten Jahre gelernt
und approbirt hat, für angeborene Grundgedanken des mensmlimen Geistes zu
halten". (W I, XIV [Vorrede zur 1. Auflage].) Ein Hinweis auf Jaoobi aum W I,
204 (1. A. 1819). Weitere Zitate und Bezugnahmen erst später: E, 146, 147 f., 150 f.;
W 11, 9, 742 (2. A. 1844); PI, 121; Pli, 489.
76

JAKOB, LUDWIG HEINRICH VON

Grundriß der Erfahrungs-Seelenlehre ... 3. A. Halle: Hemmerde und


Schwetschke 1800. 8°. Ppbd. [275]
A.V. 434 - Verbleib?
-, -: Grundriß der allgemeinen Logik. Halle: Francke und Bispisch 1788.
VI, 246 S. 8°. Ppbd. [276]
A.V. 329 - B 71 (.Grundsätze") - Verbleib?
Ein Zitat: Erstlingsmanuskripte HN I, 60 f.
G, 22, unter den .mancherlei Lehrbüchern der Logik" genannt, • welche die Kantisdte
Schule geliefert hat". Ueber Jakob. Versuch, den Satz vom Grunde zu beweisen:
G, 23 (schon 1. A. 18ll).
-, -: Philosophische Sittenlehre. Halle: Schwetschke u. S. 1794. 8°. Ppbd.
[277]
A.V. 426 - Verbleib?

JAMBLICHUS

Aoyo. ;tQO"tpun:o.xo. et. (lllooO<ptal'. Adhortatio ad philosophiam. Texturn


ad lidern edd. mss. recensuit, interpretatione latina partim nova et animad-
versionibus instruxit M. Theophilus KiessIing. Lips: F. C. G. Vogel 180.
XVI, 389 S. 8°. Hfrzbd. [278]
A.V. 475 - B 71 - Verbleib?
-, -: IIEp' l'uaTIJpiwv Mlyo•. De Mysteriis liber. Praemittitur epistela Por-
phyrii ad Anebonem Aegyptium, eodem argumento. Thomas Gale, ...
graeee nune primum edidit, latine venit et notas adieeit. Oxonii e theatro
Sheldoniano 1678. 316 S., index, errata. fol. Pgmbd. [279]
A.V. 3 - B 69 - Verbleib?
J. ist .ein schlechter und unerquicklicher Scribent: besdtränkt, versmroben, grob-
abergläubisch, konfus und unklar" (P I, 61). - Hinweise und Zitate: N, 114 (smon
1. A. 1836); PI, 64 (1. A. 1851),224 (Zusatz im HE 1851).
-, -: IIept ptou xuitayopl)!.()ü J,.6yo". De vita pythagoriea liber, graeee et
latine, ex eodiee ms. a quamplurimis mendis, quibus editio arceriana seate-
bat, purgatus, notisque perpetuis iIIustratus a Ludolpho Kustero. Versionern
latinarn, graeeo textui adjunetam, confeeit ... Ulrieus Obrechtus. Aeeedit
Malchus, sive Porphyrius, de Vita Pythagorae, eum notis Lueae Holstenii et
Conradi Rittershusii, anonymus apud Photium d. Vita Pythagorae. Amste-
lodami: apud viduam S. et filium ejus C. Petzoldum 1707. PI - III in 1 Vol.
4°. [280]
A.V. 474 - Verbleib?
Erwähnungen E, 226 (erst 2. A. 1860); PI, 43 (1. A. 1851).
77

JEAN DE SALISBUllY (JOHANNES SARESBERIENSIS)

Polieraticus, sive de Nugis eurialium et vestigiis philosophorum libri oeto.


Aecedit huie editioni ejusdem Metalogieus ... Lugduni Batavorum: J. Maire
1639. 932 S. 8°. [281]
A.V. 238 - B 71 - Verbleib?
Ein Zitat aus dem Motalogieus: G, 108 (2. A. 1847); eine Erwähnung des Autors
P Ir, 518 (1. A. 1851).

JENISCH, D[ANIEL]

Ueber Grund und Werth der Entde<kungen des Herrn Professor Kant in der
Metaphysik, Moral und Aesthetik ..• Ein Aeeessit der König!. Preuß. Aka-
demie der Wissenschaften in Berlin ... Nebst einem Sendschreiben des Ver-
fassers an Herrn Professor Kant über die bisherigen günstigen und ungün-
stigen Einflüsse der kritischen Philosophie. BIn: Friedrich Vieweg d. ält. 1796.
XLII, 468 S. 8°. Hfrzbd. [282]
Exlibris. - Viele Anstreimungen, einige Randglossen, Ausrufungs- und Frage-
zeimen (BI.). - S. 153, Sth: Der Kantianer wie Kant untersmeidet nimt Begriff u.
Ansmau[un]g. - 5.345: Esel! - 5.386: Oms! - Auf dem hinteren Bumdec:kel
votttefflime. Selbstbildnis (Faksimile Gri 30, S. 109).
A.V. 364 - B 71 - B 80 - Gri 88 - Gr; OS - Gri 30 - H 64.
Sm. A. 603/54.

[JENSEN, F. C.]
Kann man Herrn Prof. Fichte mit Recht beschuldigen, daß er den Gott der
Christen läugne? beantwortet durch eine für den gesunden Menschenver-
stand faßliche Darstellung seines Systems von einem Nichtphilosophen. Kiel:
Braunschweig & Helmstädt 1799. 69 S. 8°. Br. [283]
Nam Trü 37 zahlreime höhni.me Randglossen Seil, auf den ersten 20 Seiten (BI.).
Der Smriftduktus verweist auf Sth's Studentenzeit. Auf dem Titelblatt sind die
Worte .für den gesunden Menschenverstand" unterstridlen, am Rande: Ist da. mög-
lidl?-Es folgen Bemerkungen wie: Oho! Lirum, Larum!-Entsetzlidler Sdlluß!-
Oha! Der Jehovah .pukt .mon! - [Zu Bemerkungen üher .Naturtrieb"]: Ist un-
möglim. Der Trieb ist das Primäre, die Bestimmung durdl ein Anderes das Hinzu-
gekommene. - Alles Aals Ersdleinung wird durdl das A als Ding an sidl bestimmt.
- S.20: Also Freiheit gleim der Nothwendigkeit! ist soviel wie HegeIs Seyn =
Nie h t - s e y n . - Was das .Idl" bestimmt, bestimmt audl das .Nidltidl"; jedom
sind die heiden Ausdrücke falsdl. - [Unter der Sei tel: Das Ganze ist die eorrup-
teste und eonfuseste Verwed.slung der Welt der .ErsdleinungC mit der Welt des
.Dinges an ,idl c • Faks. der Seite Trü 37, Tafel VII.
Nidlt im A.V., da vermutlidl in einem Sammelkarton kleinerer Sdlriften. Auf dem
Umsdllag alter Besittvermerk: Aus d. Sdlopenhauersdlen Bibliothek. Aug. Becker.
78

Beigegeben ein Echtheitsattest von L. Schemann, Freiburg i. Br., 28.2.1910 - Trü


37, Nr. 119. Erworben von Maggs Brothers, Paris.

JOHANNES OE SACaO Bosco (SACaOBUSTO)

Libellus de Sphaera. Eiusdem autoris Iibellus, cuius titulus est Computus,


eruditissimam anni et mensium descriptionem continens. Cum praefatione
Philippi Melanthonis. Vitebergae: Joseph Clug 1549. 8°. (Nachdrudt der
Ausgabe Vitebergae 1538?) [284]
A.V. ? - B 71 - Verbleib?

KAHLE, CAaL MORlz


Darstellung und Critik der Hegel'schen Rechtsphilosophie. Bin: Vossische
Sortimentsbuchhandlung (J. Strikker) 1845. IV, 118 S. 8°. Geh. [285]
Striche und eine Randbemerkung von Sch's Hand.
B 71 (mit anderen Schriften angebunden an D 0 r gut h: Schopenhauer in seiner
Wahrheit, II [lSl]) - Gri 88 (offenbar schon aus dem Sammelband herausgelöst;
ob schon angeheftet an Dorguth: Die falsche Wurzel des Idealrealismus?) - Gri OS
- Gri 30 (angeheftet an 00 r gut h: Die falsche Wurzel des Idealrealismus) -
Gru 40. Verbrannt.

KALltKEUTH, [H. W. A. VON?)

.Eine philosophische Abhandlung". [286]


Vermutlich: Was ist Wahrheit? Eine Abhandlung veranlaßt durch die Frage des. "
Reinhold, von dem Grafen H. W. A. von Kalkreuth. Breslau 1821. 8°.
Angebunden an B r a n dis: Vom Begriff der Geschichte der Philosophie [82].

KANT,IMMANUEL

Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft. Riga: Johann Fried-


tich Hartknoch 1786. XXIV, 158 S. 8°. Ppbd. [287]
Exlibris, darüber handschrift\. Eintragung: Arthllr Schopenhaue, (T., frühe Schrift).
- Auf der Innenseite des binteren Deckels Kopfzeichnung (BI.).
Ober Sch's Beschäftigung mit diesem und den anderen Werken Kanu vgl. jetzt
Arthur Hübscher: Unbekannte Randschriften Schopeohauers zu Kant, XXXXIV.
Jahrb.•963, 5.1-22. Die Randbemerkungen in den .Metaphysischen Anfangs-
gründen" gehen auf ein mindestens dreimaliges Durcharbeiten des Werk.. zurück
Einzelne mit blasser Tinte geschriebene Anmerkungen (S.2 und 4) deuten auf die
erste kriti.dte Lektüre; nur wenig später ist der Hauptteil der Eintragungen an-
zusetzen: Einfügungen und Randnotizen mit dunkler Tinte. Aus viel späterer Zeit
79

stammen eine Reihe VOn Aufzeichnungen und Randbemerkungen, bei denen sich
Schopenhauer des Bleistifts bedient hat (S. XX, 11, 33, 45, 48, 50, 111, 116), wäh-
rend er bei einzelnen, in der breit auseinandergezogenen Schrift der Spätzeit nieder-
geschriebenen Bemerkungen und Verweisen (S. 49, 120, 121) nochmals zur Tinte
zurückkehrte. Aus allen Zeiten zahlreiche Unterstreichungen, Randstriche, Ausrufe-
und Fragezeichen, teils mit T., teils mit BI. Aus den Randnotizen der früheren Zeit
sind, zum Teil wenigstens, die in den Jahren 1812 und 1813 niedergeschriebenen
Anmerkungen Schopenhauers zu den .Metaphysischen Anfangsgründen" erwachsen,
die Bogen 1 und 2 und Bogen 14, S. 3 - 5 des Manuskriptheftes .Zu Kant" füllen
(vgl. HN H, 251-301). Bemerkenswert ist dabei, daß Schopenhauer sich nur in
Bogen 14 auf die Erstausgabe des Buches bezieht, während die Zitate in Bogen 1
und 2 nach der 3. Auflage (Leipzig 1800) gegeben sind. Hat er die .Metaphysischen
Anfangsgründe" zuerst in der 3. Auflage kennengelernt und benutzt? Oder hat er
die 3. Auflage erst bei der Niederschrift von Bogen 1 und 2 des Heftes .Zu Kant"
herangezogen - um nach der letzten Auflage zitieren zu können?
Die Randschriften: S. V: • Wenn .•• die Gesetze, aus denen die gegebene Facta
dur& die Vernunft erklärt werden, blas Erfahrungsgesetze sind, so führen sie kein
Bewustseyn ihrer Nothwendigkeit bey sich •..• Sth: Und doch ist es eben das bloß
empirisch Erkennbare, darin sich das innre Wesen der Dinge, das Ding an sich, kund
giebt, während in dem " prion Gewissen die bloßen Formen der Erscheinung aus-
gesprochen sind. - S. XII: .mithin wird eine vollständige Zergliederung des Be-
griffs von einer Materie überhaupt zum Grunde gelegt werden müssen, welches ein
Geschäfte der reinen Philosophie ist, die zu dieser Absicht .im keiner besonderen
Erfahrungen, sondern nur dessen, was sie im abgesonderten (ob zwar an sim empi-
rischen) Begriffe selbst antrifft, ... bedient ... " Sth [unterstreicht die Worte .an
sich empirischen" und bemerkt am Rande]: Der Begriff der Materie ist aber nimt
empirisch; sonst könnte er keine Bestimmungen a prior; haben, wie da sind, Beharr-
lichkeit, Trägheit, Kausalität, Anfangslosigkeit. - S. XX: .so ist die Naturwissen-
schaft durmgängig eine reine oder angewandte Bewegungslehre." Sch [kreuzt das
Wort .Naturwissenschaft" an und ersetzt es am Rande durch]: Mechanik. - S.2:
•... so ist Materie ein jeder Gegenstand äußerer Sinne ..•• Sth: ich bitte zu be-
merken, daß die äußeren Sinne selbst schon Materie sind. - S.4: • Weil im den
e...eiterten, obgleich immer noch materiellen, Raum nur in Gedanken habe ••. "
Sch [fügt nach .materiellen" ein]: d. i. relativen [und bemerkt am Rande]: ich
gebe zu bedendten, daß jeder relative Raum doch ein wirklicher integrirender Tbeil
des absoluten, also jede Bewegung in jenem aum in diesem ist. - S. 4: ••.. da die
Beweglimkeit eines Gegenstandes im Raum a pr;ori und ohne Belehrung durm Er-
fahrung nicht erkannt werden kann •.•• Sch: wohl aber dodl die Beweglichkeit
eines Punkts, also ist nur der Gegenstand, nicht seine Beweglichkeit " posterion
gegeben. [Zu dieser Randbemerkung später ein Fragezeichen (B[.).] - S.5: ••••
der Ort eines jeden Körpers ist ein Punct.· Sch: Vielmehr wird der On eines Kör-
pers nach einem Punkt desselben bestimmt, abet der Ort eines Körpers kann kein
Punkt sern. - S. 11: •..• weil ... es nur ein Augenblick ist, der zur Bewegung
A B und zugleich zur gleichen Bewegung B A gehört, die der vorigen entgegengesetzt
und mit ihr in einem und demselben Augenblick verbunden ist." Sch [BI.]: u. da er
sich nicht nach 2 entgegenges. Richtungen zugleich bewegen kann, - S. 1l: .Den
Begrif einer zusammengesetzten Bewegung construiren heißt eine Bewegung, so fern
80

sie aus zweyen oder mehreren gegebenen in einem Beweglichen vereinigt entspringt,
"priori in der Anschauung darstellen." SdJ [zu dem Wort .vereinigt"]: vereinigten
Bewegungen. - S. 16: .Denn ein jeder Begrif ist mit demjenigen, von dessen Ubter-
seniede vom ersteren gar kein Beyspiel möglien ist, völlig einerley und nur in Bezie-
hung auf die Verknüpfung, die wir ihm im Verstande geben wollen, verschieden."
Sm [BI.]: Wechselbegriffe - S.28: •... eine derselben durch äußere continuirlich
fließende Kraft (z. E. ein den Körper forttragendes Fahrzeug) ... " SdJ [BI.]: das
ist ja ehen der relative Raum p. 15. - S.29: •... Möglichkeit der geradlinigten
Bewegung allein, nicht der krummlinigten. Denn, weil in dieser die Bewegung con-
tinuirlien (der Richtung nacn) verändert wird, so muß eine Ursache dieser Verände-
rung, welche nun nient der bloße Raum seyn kann, herbeygezogen werden." Sch:
wenn wir bei ein e r Rientung nient nach der Ursache fragen: warum bei vi e-
1 e n I - S. 30: •... daß •.. die Lehre der Zusammeruetzung der Bewegungen zu-
gleich die reine Größenlehre derselben sey, und zwar nach allen drey Momenten,
die der Raum an die Hand giebt, der Einheit der Linie und Richtung, der Vielheit
der Richtungen in einer und derselben Linie, endlich der Allheit der Richtungen
sowohl, als der Linien, naen denen die Bewegung gesenehen mag ...• Sch: Dies ist
wieder ein lukulentes Beispiel wie die Kategorien ihren Ursprung (aus den Formen
der Urtheile) vergessen, u. durch bloßes sophistisenes Wortspiel angewandt werden
auf da. was bloß zufällig den Namen mit ihnen gemein hat. Sodann ist gar nient
einzusehn, warum die 2 Richtungen, wann sie (2ter Fall) sich gerade entgegenstehn,
Vielheit, u. wann sie einen L bilden 3ter Fall Allheit heißen sollen. - S. 33: .Lehr-
satz I. Die Materie erfüllt einen Raum, nicht duren ihre bloße Existenz, sondern
durch eine besondere bewegende Kraft." Sc/,: Seyn u. Wirken der Materie ist iden-
tisch: also idem per idem. - S. 37: .Die expansive Kraft einer Materie nennt man
auen Elasticität.· Sch: Nient wahr. Elastisch ist die Materie, die der äußern Ein-
wirkung weicht, sobald aber jene aufhört wieder ihren vorigen Raum einnimmt.
Aber es läßt sich eine Materie denken die der äußern Einwirkung nicht weicht: sol-
che wäre daher auch nient el.stisen. Ein Beispiel sogar ist das Wasser. Zweitens läßt
oien Materie denken, die da weicht, ohne nach aufgehobener Einwirkg wieder ihren
vorigen Raum einzunehmen: die wäre auch nicht elastisen. Der Karakter der Elasti-
cität ist, daß die Materie sich anders n ach als w ä h ren d des Drudts verhalte.
Wäre alle Materie wes e n tl ich elastisen, so wäre sie auen voll kom m e n
elastism: denn kann die Elastizität zum Tbei! fehlen, so kann sie auch ganz fehlen ..
Aber es giebt gar keine vollkommen elastisme Materie. - S. 39: .Eine unprüngliche
Kraft, womit eine Materie sien über einen gegebenen Raum, den sie einnimmt, aHer-
wärts auszudehnen trachtet, muß, in einen kleineren Raum eingeschlossen, größer,
und, in einen unendlich kleinen Raum zosammengepreßt, unendlich seyn.· Sch [nach
dem Wort .größer"]: wissen wir die, a prioT; od: " posteTiori? od: ist es eine belie-
bige Annahme? - S. 45 [zu Kants Ausführungen über die Teilbarkeit der Materie]:
Sm: Einfaener u.besser: Seyn u.Wirken der Materie ist identisen:wo sie ist wirkt sie,
u. wo sie wirkt ist sie. - S. 48: • Wenn nämlich die Materie ins Unendliche theilbar
ist, so (schließt der dogmati,me Metaphysiker) besteht sie aus einer unendlichen
Menge von Theilen." Sc/, [nach dem WOrt .Metaphysiker"]: a posse aJ esse. -
S. 49: ••.. wegen unendlicher Tbeilbarkeit der Materie, wobey sie doch nimt aus
unendlich viel Tbeilen bestehe, ...• 5"': Das thut sie darum doch nicht; weil dazu
erfordert wäre, daß die unendliche Tbeilung voll zog e n wäre; welches sich
81

widerspricht. - S. 50: .Ein großer Mann, der, vielleicht mehr als sonst jemand, da.
Ansehen der Mathematik in Deutschland zu erhalten bey tragt, hat mehrmalen die
metaphys.ischen Anmaßungen, Lehrsätze der Geometrie von der unendlichen Teil-
barkeit des Raumes umzustoßen, durch die gegründete Erinnerung abgewiesen: daß
der Raum nur zu den Erscheinungen äußerer Dinge gehöre; allein er ist nicht ver-
standen worden." Sch [unterstreicht die Worte .Ein großer Mann" und .beyträgt·
und bemerkt am Rande (Bl.)]: lebt alsa'). - S. 52: .Nun muß freylich das Zusam-

1) Mit dieser Randbemerkung triift Schopenhauer den Kernpunkt späterer Aus-


einandersetzungen um Kants Vordermann.•Der große Mann" soll noch zur Zeit
Kants leben; unmöglich also, mit Gwinner (Schopenhauers Leben, 2. A. 1878, S.
561 f.) und mit Grisebach (Schopenhauers Briefe, S. 471 f.) auf Leibniz zu schließen,
den Kant zwar, in verwirrendem übergang, wenige Sätze hinter dem großen Manne
einführt, der aber schon siebzig Jahre vor dem Erscheinen der .Metaphysischen
Anfangsgründe" gestorben ist (1716). Den richtigen Hinweis auf den Vordermann
hat bereits Johann August Becker gegeben. Becker machte bei einem Besuch in Frank-
furt und anschließend in einem Brief an Schopenhauer vom 2. Mai 1852 (D XV,
Nr. 423) auf eine Stelle in Voltaires .Le docteuT Akakia" aufmerksam, in der Mau-
pertuis getadelt wird, weil er in seinen Lettre, du nati! de Sr. Malo, 1752, p. 15 und
p. 147, die Idealität des Raumes und der Zeit vertreten habe. Schopenhauer teilte
diese Entdeckung Beckers in einem bisher nicht bekanntgewordenen Briefe seinem
Erz.vangelisten Julius Frauenstädt mit, und Frauenstädt konnte in seinen zu An-
fang des Jahres 1854 erschienenen .Briefen über die Schopenhauer'sche Philosophie"
nachweisen, daß es mit dem Idealismus des Maupertuis seine Richtigkeit habe (vgl.
Schopenhauer an Frauenstädt, 28. Januar 1854, D XV, Nr. 490). In einem Brief an
Becker vom 8. März 1854 (D XV, Nr.497) stellte Schopenhauer bereits fest, daß
Kant den Grundgedanken zu seiner glänzendsten Entdecltung von Maupertuis her-
genommen habe; die.er Nachweis, der .Kanten großen Abbruch Ihut, ist sehr wim-
tig u. wird eine bleibende Stelle in der Gesmichle d. Phil[osophie] behalten". -
Nun, im Jahre 1858, la. Becker die .Metaphysischen Anfangsgründe" nach, fand die
Stelle vom großen Mann und fühlte richtig herau., daß sie sich auf Maupertuis
beziehe (vgL Becker an Schopenhauer, 21. September 1858, D XV, Nr. 706, und
Schopenhauers, noch zweifelnde, Antwort, 1. Oktober 1858, D XV, Nr. 709). In der
3. Auflage seines Hauplwerkes aber, W 11 57, rügte Schopenhauer, daß Kant den
Mann, der .ein Vorgänger war, mit keinem WOrt erwähnt habe - er bezog sich,
vorsichtigerweise, nur auf die Nachweise in FrauenSlädts 14. Brief und meinte: "Es
wäre sehr wünschenswerth, wenn man der Sache weiter nachforschte; und da dies
mühsame und weitläuftige Untersuchungen erfordert, so könnte wohl irgend eine
deutsche Akademie eine Preisfrage darüber aufstellen.· Leider hat erSI lange nach
Schopeohauer. Tode Gustav Friedrich Wagner die hier geforderten Untersudtungen
aufgenommen und seine (vorläufigen) Ergebnisse unter dem Titel .Kant und Mau-
pertuis" im I. Jahrb. 1912, S. 82-86, und in erweiterter Form, unter ausführlicher
Wiedergabe der Belege bei Maupertuis, im sogenannlen Gründungsbuch der Neuen
Deutschen Smopenhauer-Gesellschaft, Innsbruck 1921, S.9-40, mitgeteilt. Eine
Unklarheit bleibt allerdings: Auch Maupertuis war zur Zeit des Erscheinens der
.Metaphysischen Anfangsgründe" bereits 101 (gest. 1759), sein im Präsens erwähn-
ter Beitrag zum Ansehen der Mathematik in Deutschland muß also als ein Fort-
82

mengesetzte der Dinge an sich selbst aus dem Einfachen bestehen; ...• Sm: qu'.n
'a'llom nou,? wir kennen ja nichts als Erscheinung. - S. 59: .Diese Wirkung [einer
Materie] in die Ferne, die auch ohne Vermittelung zwischen inne liegender Materie
möglich ist, .•.• Sm: so? aha! - S.60: .Die ursprüngliche Anziehungskraft ent-
hält selbst den Grund der Möglichkeit der Materie, als desjenigen Dinges, was einen
Raum in bestimmtem Grade erfüllt, mithin selbst sogar von der Möglichkeit einer
physischen Beruhrung derselben." Sm: Sehr seltsames Sophisma! .Die RaumerfüHg
der Mat[erie] ist Erkenntnißgrad ihrer Anziehungskraft: die,e ist also schon bei der
bloßen Raumerfüllg wirksam (denn sie wird erkannt), also ist ihre Wirksamkt nicht
an die Berührg gebunden:· - das ist der Sinn des Arguments. Nur Schade daß die
Raumerfüllg allererst bei der Berührg erkannt wird, also diese voraussetzt. K's
Argument beweist sogar daß die Anziehungskraft sogar auch ohne das Daseyn der
Materie überhaupt wirksam seyn kann. - S.62: .Denn obgleich zwischen beiden
Körpern Materie läge, so thut diese doch nichts zu jener Anziehung." Sm: Woher
wißen Ewr Wohlgeb dieses? - S.62: •... dieser Punet liegt in der Grenze beider
erfülleten Räume, die keinen Tbeil weder von dem einen noch dem anderen aus-
madlt." Sm: aber auch keine Breite hat, folgl keinen Raum zwischen ihnen übrig-
läßt. - S. 67: .Die Zurückstoßungskraft, vermittelst deren die Materie einen Raum
erfüllt, ist eine bloße Flächenkraft." Sm: Doch wollen wir nicht vergessen, daß,
beim Stoß, die Körper im Verhältniß ihrer Massen wirken, nicht ihrer Flächen. -
S. 80 f.: •.•• daß darin zuerst das Reelle im Raume, ... in der Erfüllung desselben
durch Zurückstoßungskraft, zweytens des, was in Ansehung des ersteren, ... ne g a-
t i v ist, nämlich die Anziehungskraft, durch welche, so viel an ihr ist, aller Raum
würde durchdrungen, mithin das Solide gänzlich aufgehoben werden, drittens die
Ein s ehr ä n ku n g der ersteren Kraft durch die zweyte und die daher rührende
Bestimmung des Grades einer Erfüllung des Raumes in Betrachtung gezogen, mithin
die Qualität der Materie unter den Titeln der Realität, No.vigation und Limitation,
so viel es einer metaphysischen Dynamik zukommt, vollständig abgehandelt wor-
den." Sch: Hier hat die Herbeizieh[un]g der Kategorien ziemliche Stheinbarkeit.
Allein die Negation würde be..et der Zurückstoßungskraft anpassen, als welche
jedem Andren den Zutritt verweigert, also sich negirend verhält: die Affirmation
00: Realität käme besser der Anziehungskraft zu, als welche alles Andre herbei-
ruft: das Solide gänzlich aufheben würde eben sowohl als diese auch die Zurücksto-
ßungskraft für sich allein. So kann man Kategorien hin u. her drehen, als wäch-
serne Nase. - S. 82: •... daß durch wahre Anziehung alle Tbeile der Materie
unmittelbar auf alle Tbeile der andern, durch expansive Kraft aber nur die in der
Berührungsfläche wirken, wobey es einerley ist, ob hinter dieser viel oder wenig von
dieser Materie angetroffen werde.· Sch: quae, quanta, qual;.! Dann müßte der Stoß
einer Blechplatte von 2 0 Fuß mehr wirken, bei gleicher Geschwindigkeit, als der
einer Kanonenkugel. - S. 88: .Eine Materie, deren Tbeile, ... von jeder noch so

wirken seines Buches verstanden werden, das zu Ende des Jahres 1752 erschienen ist
und Kant zweifellos sofort bekannt wurde. Auf diese Zeit des Bekanmwerdens mit
den .Let/res· des Berliner Akademie-Präsidenten dürfte die Stelle VOm .großen
Mann" zurückgehen - das Epitheton .großer Mann" hat übrigens Friedrich der
Große in seiner Schutztede auf Maupertuis, 1752, dreimal, auf wenigen Seiten,
gebraucht.
83

kleinen bewegenden Kraft an einander können versmoben werden, ist flüssig." Sth:
Diese Erklärg des Flüssigen hat, im Wesentlichen, zuerst gegeben Casp: Fri.Jr:
Wolf!, in seiner. Theorie der Generation" p. 132. [Vgl. W 11,57.] - S. 100: • [Bei]
der Erklärung einer ins Unendliche möglichen specifischen Verschiedenheit der Mate-
rien ... [kann man] nur zwey Wege einschlagen: den mechanischen, durch die Ver-
bindung des Absolutvollen mit dem Absolutleeren, oder einen ihm entgegengesetz-
ten dynamischen Weg, durch die bloße Verschiedenheit in der Verbindung der ur-
sprünglichen Kräfte der Zurüdmoßung und Anziehung aller Verschiedenheiten der
Materie zu erklären.' Sm: Letzterer hat aber den Nachtheil daß nicht einzusehn
ist, wie Materien von ganz gleichem specifischen Gewicht, dod> übrigens ganz u. gar
speci/isch verschieden seyn können, was die atomistische Ansicht daraus erklären
kann, daß d.s absolute Quantum der Atome in gleichem Raume bei beiden Mate-
rien dasselbe, aber die G e s tal t derselben in jeder eine andre ist. Sie hat näm-
I[ich] ein Element mehr als die Dynamik, die nur 2 hat, Attraktion u. Repulsion.
Sie hat 3: das Volle od: Solide, das Leere u. die Ge s tal t. - S. 100 f.: .Die
Erklärungsart der specilischen Verschiedenheit der Materien durch die Beschaffen-
heit und Zusammensetzung ihrer kleinsten Theile, als Maschinen, ist die mechanische
Naturphilosophie: diejenige aber, welche aus Materien, nidlt als Maschinen, ... son-
dern ihnen ursprünglidt eigenen bewegenden Kräften der Anziehung una Zurück-
stoßung die specifische Verschiedenheit der Materie ableitet, kann die dynamische
Naturphilosophie genannt werden." Sth: Den Grundgedanken der dynamisdten
Ansicht giebt schon Aris<oteles Physica, L. IV, c. 9. p. 217. Und was Kane in seinen
ersten Lehrsätzen der Dynamik vorträgt, hat fast mit denselben Worten Friestley
gesagt On spirit er mlluer p II & 16. 10, usw. [Vgl. W J, 590; W JI, 56 f.]. -
S. 108: .Die Größe der Bewegung (mechanisch geschätzt) ist diejenige, die durch die
Quantitär der bewegten Materie und ihre Geschwindigkeit zugleich gesdtätzt wird,
...• Sm: Zweites Ne.tonisches Gesetz (Fisdter mech. Phys: p.28). - S. 108: .Die
Materie ist ins Unendliche theilbar, ...• [Sm unterstreicht den Satz')]. - S. 110 f.:
.Diejenige, weldte blas die Grösse eines mit Widerstande erfülleten Raums. '. zum
Maa... der ganzen Wirkung annahmen, brachten ein andere, Gesetz der bewegen-
den Kräfte bey wirklichen Bewegungen heraus, nämlich du des zusammengesetzten
Verhältnisses aus dem der Quantität der Materien und der Quadrate ihrer Gesmwin-
digkeiten •..• Sth: Leibniz. Siehe VoltIlire, Oeu'lJres Vol: 43. p. 109 & 196. -
S.112: .Im sogenannten Wasserhammer ...• Sth: Luftleere gebogene Röhre mit
Wasser darin. - S. 114: .Noch ist zu bemerken, daß die Quantität der Materie die
Quantität der Substanz im Beweglichen sey, folglich ...• Sm: ist Substanz 11.
Materie dasselbe. - S. 116: .Erstes Gesetz der M e c h a n i k. Bey allen Verände-
rungen der körperlichen Natur bleibt die Quantität der Materie im Ganzen dieselbe,
unvermehrt und unvermindert.· Sm [setu hinter das Wort .Mechanik" ein großes

') Vgl. W 1,589: [.Hier] steht der Satz, ,Die Materie ist ins Unendlidte theil-
bar', als ausgemachte Wahrheit an der Spitze des Beweises des ersten Lehrsatzes der
Mechanik, nachdem er in der Dynamik als vierter Lehrsatz aufgetreten war und
bewiesen worden. Hier aber verdirbt Kant den Beweis für die Antithese, durdt
größte Verworrenheit des Vortrags und unnÜtzen Wortschwall, in der sdtlauen Ab-
sicht, daß die Evidenz der Antithese die Sophismen der These nicht zu sehr in
Schatten stelle.·
84

Fragezeichen. Am Rande]: Was geht das die Mechanik an? - Aber er brauchts
wegen der ersten Kategorie d. Relation. [Bl.] [Zu dem anschließenden Beweise
Kants frühere Notiz (1'.):] Er kann sich nicht entschließen zu sagen, daß Materie u.
Substanz Wechselbegrilfe sind. - S. 119: .Zweytes Gesetz der Mechanik. Alle Ver-
änderung der Materie hat eine äußere Ursache. (Ein jeder Körper beharrt in seinem
Zustande der Ruhe oder Bewegung, in derselben Richtung und mit derselben Ge-
schwindigkeit, wenn er nicht durch eine äußere Ursache genöthigt wird, diesen Zu-
stand zu verlassen.)· Sm: Erstes Neutonische Gesetz. - S.120 und 121: Sm
[bemerkt dreimal am Rande]: Vergl. p. 106. - S.121: .Nur lebende Wesen W~t·
den •.• träg genannt, weil sie eine VorstelIung von einem anderen Zustande haben,
den sie verabscheuen, und ihre Kraft dagegen ..... trengen.· Sm: Sie >.ind in eben
dem Verstande träge, wie die Materie: denn sie bedürfen der Motive, wie diese der
Ursachen. - S. 121: .Drittes mechanisches Gesetz. In aller Mittheilung der Bewe-
gung sind Wirkung und Gegenwirkung einander jederzeit gleich." Sm: 3tes Neulon-
isches Gesetz. - S. 122: .Aus der allgemeinen Metaphysik muß der Satz entlehnt
werden, daß alle äußere Wirkung in der Welt Wechselwirkung sey." Sm: der steht
nicht nur nicht in der Kritik d. r. Vern: sondern sogar sein Gegentheil: Denn Wechsel-
wirkg soll Zug lei c h s e y n u. bloße Wirkung S u c ces s ion möglich machen.
Wäre nun alle Wirkung Wechselwirkg so wäre Alles zugleich. - [Zu Kants Beweis
S.124 bemerkt] Sm: Durch Annahme u n g lei ehe r Massen wird die Sache
komplicirter u. konfuser. - S. 130 Anm.: .Die Gleichheit der Wirkung mit der in
diesem Falle fälschlich sogenannten Gegenwirkung kommt eben so wohl heraus,
wenn man bey der Hypothese der Transfusion der Bewegungen aus einem Körper
in den anderen, den bewegten Körper A dem ruhigen in einem Augenblid.e seine
ganze Bewegung überliefern läßt, ..•• Sm: Die Transfusion ist bloß ein andrer
Ausdrud. für die Gleichheit der Wirkg u. Gegenwirkg. Einmal sagt man: Der Kör-
per A verliert soviel Bewegg als er dem Körper B mittheilt: seine ganze, wenn er
sie ihm ganz, seine halbe wenn er sie ihm halb mittheilt. Das andre mal sagt man:
grade so sehr als der Körper A den Körper B verändert, verändert der Körper B
den Körper A: also erhält A soviel vom Zustande des Körpers B welcher Ruhe war,
als der B vom Zustande des A welcher ein bestimmter Grad der Bewegung war. -
S. 131: .Denn der Name vom Uebergang der Bewegung von einem Körper auf den
andern erklärt nichts, und, wenn man ihn nicht etwa (dem Grundsatze accidentia
non migrant e s..bstantiis in s..bstantias zuwider) buchstäblich nehmen will, .•••
Sm: Diesem Grundsatz liefe auch die Mittheilg der Wärme zuwider, der Eleertiei-
tät, des Magnetismus. - Zu S. 132, am Rande: Sc:h: Wenn, bei ganz gleichen Mas-
sen, B ruht u. A sich gegen B bewegt; .0 ist es nach Kam, p. 126, eben so viel als
ob B sich mit gleicher Geschwindigkeit gegen A bewegte: woher aber kommt es
dann, daß nach dem Stoße die Bewegung beider in der Richtg ABerfolgt u. nicht
in der BA? - Denken wir im Raum schlechterdings nichts vorhanden als 2 Kugeln,
u. beseitigen wir dadurch das unaufhörliche Gerede vom relativen Raum. Diese 2
Kugeln sehn wir sich einander nähern: da können wir nicht sagen, ob beide od: eine
u. welche in Bewegung ist. Nach Kant wäre das auch wirklich gleichviel. Aber bei
ihrem Zusammenstoßen wird sich ergeben, welche Kugel wirklich bewegt war.
Waren sie es beide gleich stark, so ruhen sie nach dem Stoße nebeneinander: sie sind
näml. unelastisch : war nur eine bewegt, so wird sich zeigen welche, je nachdem jetzt
Dach dem Stoße beide zur rechten od: zur linken gehen. Aber freilich tritt nun die
85

Schwierigkeit ein, daß im absoluten d. i. ganz leeren Raum alle 3 Fälle nicht mehr
zu unterscheiden sind u. Kant Recht bebält. - S. 133 f.: .Man könnte also die drey
Gesetze der allgemeinen Mechanik schidslicher SO benennen: das Gesetz der Selbst-
ständigkeit, der Trägheit, und der Gegenwirkung der Materien (lez S,.bsistentiae,
Inertiae, et Antagonismi) bey allen ihren Veränderungen derselben. Daß die,e, mit-
hin die gesamten 'Lehrsätze gegenwärtiger Wissenschaft, den Categorien der Sub-
stanz, der CaußaIität und der Gemeinschaft, so fern diese Begriffe auf Materie
angewandt werden, genau antworten, bedarf keiner weiteren Erörterung." Sch: ist
alles drei bloß die einzige Form des Verstandes, das Gesetz der Kausalität: die Lex:
,,.bsistentiae seine Beschränkung auf die Form, mit Ausschluß der Materie: die Lex:
inertiae seine Kebrseite, d. i. sein negativer Ausdruds: die Lex: Antagonismi ist es
selbst: weil es sich auf Zustände (nicht auf Körper) bezieht, der Zustand aber beide
(od: alle) betreffenden Körper implicirt: Auch ist die Lex nwsistentiae der Mechanik
(selbst nach K's Definition derselben) ganz fremd u. gehört besser der Chemie an.
Aber sie ist hier hergezogen damit die erste Kategorie nicht leer bliebe. - S. 136:
.. Ei11 absolut-harter Körper würde derjenige seyn, dessen Theile einander so stark
zögen, daß .ie durch kein Gewicht getrennt, noc:b in ihrer Lage gegen einander ver-
ändert werden könnten." Sch [mit T., dann mit BI. durchgestrichen]: Das wäre ein
absolut zusammenhangender Körper. Ein absolut harter wäre der, dessen Theile in
ihrer Lage gegeneinander nicht verändert werden können, ohne getrennt zu werden:
er kann dabey sehr zerbrechlich seyn. - S. 137: .Ein bewegter Körper, der auf eine
Materie stößt, wird also durch deren Widerstand nicht auf einmal, sondern nur
durch continuirliche Retardation Zur Ruhe, oder der, so in Ruhe war, nur durch
continuirliche Acceleration in Bewegung. " [versetzt]. Sch: er ist also eine Zeit-
lang weder ruhend noch bewegt?! - S. 138 [Uberschrift]: • Viertes Hauptstück.
Metaphysische Anfangsgründe der Phänomenologie." Sch: (partie hont.ust, zu Gun-
sten der architektonischen Symmetrie). [Am oberen Seitenrand:] Merkwürdiger,
deutlicher Aufschluß über die Funktion der Kategorien zur Erzeugung der Erfah-
rung. - S. 138: .Bewegung ist, so wie alles, was durch Sinne vorgestellt wird, nur
als Erscheinung gegeben. Damit ihre Vorstellung Erfahrung werde, ...• Sch: zum
ersten Mal wird hier Erscheinung u. Erfahrg getrennt, da in der Vernunftkritik alle
Erfahrg Erscheing ist. - S. 139: .in der Erscheinung aber ist gar kein Urtheil des
Verstandes anzutreffen ...• Sch: Erscheing ist also nicht Schein, noch Erfahrg, son-
dern der bloße Sinneneindruds unabhängig vom Verstande, den K schon für An-
schauung hält, die er nicht von der Empfindg unterscheiden kann. - S. 140: .Ob
ein Körper im relativen Raume bewegt, dieser aber ruhig genannt werde, oder,
umgekehrt, ... ist kein Streit über das, was dem Gegenstande, sondern nur seinem
Verhältnisse zum Subjoct, mithin der Erscheinung und nicht der Erfahrung, zu-
kommt." Sch: In der bloßen Ansmauung des Raums, wenn ich, wie in der Phoro-
nomie, mit Abstraktion VOn aller Wirklichkeit d. i. Materialität, mich auf sie be-
schränke, ist kein Unterschied ob der Punkt A sich zum Punkt B bewegt od: dieser
zu jenem: sobald ich es aber mit realen Objekten, d. i. Gegenständen der Erfahrg zu
chun habe, ist Materie, also Kau s al i t ä t, also Verstand im Spiel, u. da ist es
allerdings ein Unterschied. Daher ist die Bewegung der Ufer, an denen ich vorbei-
fahre, ein Smein, weil mein Verstand in der Urs ach e der Bewegg irrt: p h 0 -
r 0 n 0 m i s e h hingegen ist es eben so wabr, daß die Ufer sich hewegen als das
Schilf. - S. 141: •... durch den Begriff der Bewegung, als Gegenstandes der Erf.h-
86

rung, ist es an sidt unbestimmt, mithin gIeidtgeItend, ob ein Körper im relativen


Raume, oder dieser in Ansehung jenes als bewegt vorgestellt werde." Seh [zu den
Worten .als Gegenstandes der Erfahrung"]: müßte heißen .der bloßen Phorono-
mie", die es mit dem reinen Raum zu thun hat. Alle diese Sophismen sind bloß zu
Gunsten der ardtitektonisdten Symmetrie um die Kategorien der Modalität, hier
die der Möglidtkeit, hineinzuziehn. - S. 142: .Dieser Lehrsatz bestimmt die Moda-
lität der Bewegung in Ansehung der Phoronomie." Seh: Dies sollte obenan stehn,
dann aber audt nur VOR Punkten u. nidtt von Körpern u. Materie geredet werden,
besonders nidtt von Erfahrung. - S. 142: • L ehr s atz 2. Die Kreisbewegung
einer Materie ist, zum Untersdtiede von der entgegengesetzten Bewegung des Raums,
ein "IV i r k I ich e s Prädicat derselben ... " Scb: p h 0 rO n 0 m i s c h ganz u.
gar nidtt; sondern bloß p h y s i s eh, weil &idt die Tangentialkraft äußert: ihm
beliebt es hier die Sadte physisdt anzusehn: nehmen wir aber den ersten Lehrsatz
ebenfalls physisdt, so olfenbart sidt weldter Körper bewegt u. welcher ruhend zu
nennen war, durdt die Ridttung weldte beide nadt dem Stoße erhalten. Der weldter
diese Ridttung schon vor dem Stoße hatte, war der bewegte: - stößt er nidtt, so
olfenbart sidts durdt die Trägheit, indem seine Bewegg ohne aufhebende Ursadt
ins Unendlidte fortgeht. - S. 143: • Weil nUn nadt dem Gesetze der Trägheit eine
Bewegung, sofern sie entsteht, eine äußere Ursadte haben muß, ...• Sc/, [unter-
meidtt da. Wort .Trägheit"; am Rande]: Nadt dem Gesetz der Trägheit wird ein
Kreisel ohne Reibung sidt drehen, u. bedarf keiner äußern Ursad" so die Erde in
ihrer Rotation. - S.143: .Nun ist die Bewegung des Raumes, zum Unterschiede
der Bewegung des Körpers blos phoronomisdt, und hat keine bewegende Kraft."
sch: Hier vergißt er ganz daß der relative Raum, den er beweglidt annimmt, immer
nur andre Körper bedeutet: sonst es Unsinn wäre von beweglidtem Raum zu reden.
Andre Körper aber haben bewegende Kraft. - S. 143: •... also ist, die Kreis-
bewegung eines Körpers, zum Unterschiede von der Bewegung des Raums, wirk-
liche Bewegung, folglich die letztere, wenn sie gleich der Erscheinung nach mit der
ersteren übereinkommt, dennoch im Zusammenhange aller Erscheinungen, d. i. der
möglidten Erfahrung, dieser widerstreitend, al.o nidtts als bloßer Sdtein." Seh
[unterstreicht die letzten Worte von .möglidten Erfahrung" ab und bemerkt am
unteren Seitenrande]: Abgesehn von der Sonne, den Planeten u. den Beweisen der
Tangentialkraft auf der Erde; also die Erde bloß im Fixsternhimmel gedacht, wäre
es möglidt u. nidtt auszumadten, ob nicht der Fixsternhimmel als eine hohle Kugel
sidt um die ruhende Erde drehte, u. der bloße Sdtein nicht zu beweisen. - S. 145:
.Nadt dem dritten Gesetze der Medtanik (Lehrs.4) ist die Mittheilung der Bewe-
gung der Körper nur durch die Gemeinschaft ihrer ursprünglich bewegenden Kräfte
und diese nur durch beiderseitige entgegengesetzte und gleidte Bewegung möglich."
Sch [unterstreidtt .beiderseitige entgegengesetzte" und .gleiche Bewegung" und
bemerkt am Rande]: warum ist dann nicht die Richtung nach dem Stoße belie-
big??? - S. 145: .Daß übrigens diese drey Lehrsätze die Bewegung der Materie in
Ansehung ihrer Möglichkeit, Wirklidtkeit und Nothwendigkeit, mithin in Ansehung
aller dreyen Categorien der Modalität bestimmen, fällt von selbst in die Augen."
Seh: ergo bibamusl
Habt ihr eiumal das Kreuz von Holze tüdttig gezimmert
Paßt ein lebendiger Leib freilich zur Strafe daran.
S. 151: •.•. wenn idt audt außerhalb den Stein von der Erde weiter entferne, und
.87

er bleibt nicht über dem sei ben Punete der Oberfläche, sondern entfernt sich von dem
selben von Osten nach Westen, so werde ich auf eben dieselbe vorhergenannte Ach-
sendrehung der Erde schließen ... " Sm: Das Merkmal würde aber auch gelten wenn
die Erde keine andre Bewegung hätte als eine in grader Richtung vorwärts im
leeren Raum: der geworfene Stein würde dann hinter ihr herabfallen. [Mit BI. dick
durchgestrichen.] - S. 154: .absolute Bewegung .•. , die schlechterdings unmöglich
ist." Sm: Dennoch ist bei jeder relativen Bewegung zugleich irgendwie absolute: weil
jeder relative Raum ein Theil des absoluten ist').
A.V., Nachtr.9 - Testamentarisch JuHus Frauenstädt übereignet, später von OltO
Weiß erworben und im März 1950 von Müller & Graeff, Stuttgart, an die Stadt-
und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. verkauft - A 59.
Sch. A. 603/25.
-, -: Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. 2. mit einem An-
hange erläuternder Bemerkungen und Zusätze verm. A. Königsb: Friedrich
Nieolovius 1798. 8°. Ppbd. [288]
A.V., Nachtr. 7 (.Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. Königsberg 1798").
Testamentarisch Julius Frauen.tädt übereignet. Verschollen.
-, -: Critik der Unheilskraft. Frankf u. Lpz: [ohne Verlagsangäbe] 1792.
LVIII, 476 S. 8°. Ppbd. [289]
Exlibris. - Dieses Exemplar eines unberechtigten Nachdrucks der 1. Auflage weist
neben zahlreichen Unterstreichungen verhältnismäßig wenige Randbemerkungen auf
(durchweg BI.). Die Unterstreichungen fallen durch ihre kalligraphische Regelmäßig-
keit auf, sie nehmen sich aus wie mit dem Lineal gezogen - sind sie von fremder
Hand aus einem andern Exemplar übertragen worden? Man glaubt dieselbe Hand
auch in der schulmäßig ordentlichen Schrift der Randbemerkung S. 77 zu erkennen.
S. VIII: .die logische Beurtheilung der Natur" sch [verbessert]: teleologische. -
S. XXIX: .Die Natur nimmt den kürzesten Weg (lex parsimo"iar): ... « Sch: Li,,-
""rus sysl: "at: - S. LI: .Der Verstand ist .. priori gesetzgebend für die Natur ... "
So,: Summa phi/os:") - S. LV: .Man hat bedenklich gefunden, daß meine Einthei-
lungen in der reinen Philosophie fast immer dreytheilig ausfallen.· So,: Summa phi-
los: - S. 14: .Daher ist das Geschmack.urtheil bio. contemplativ •..• Sm [verbes-
sert]: Dagegen. - S. 33: .Das Begehrungsvermögen, sofern es nur durch Begriffe .•.
bestimmbar ist, würde der Wille seyn." Sch: sie! - S. 77: .eine sehr nöthige vorläu-
fige Bemerkung, welche die Idee des Erhabenen VOn der einer Zweckmäßigkeit der
Natur ganz abtrennt •.. " [Randbem. (nicht Sm', Hand):] Er geht immer nur vom
U[t]theil, nie vom Gegenstand aus.- S. 101: .Macht ist ein Vermögen, welches gro-
ßen Hindernissen überlegen ist. Eben dieselbe heißt eine Gewalt, wie sie ..•• [Rand-
bem.:] ausgeübt wird') [Randbem. (nicht Sm's Schrift), S. 117]: Architektur. -

1) Vgl. hier den Zusatz im Handexemplar der 1. Auflage des Hauptwerks, den
O.Weiß in .einer Ausgabe, 1. Bd., S. 945 f. wiedergibt.
') Die Bemerkung Summtl phi/os. Kam. hat Sch auch in seinem Handexemplar
der 3. Auflage, S. LIII, an den Rand der gleichen Stelle geschrieben: vgl. Frauen-
städt, a. a. o. S. 125 f.; Grisebam, a. a. O. S. 77 und 206; Gruber, a. a. O. 5.295.
') Vgl. D XIII, S. 304, wo die Ergänzung .angewandt wird" laulet.
88

S. 146: .Diese Aufgabe kann auch so vorgestellt werden .••• SrJJ [zu dem ganzen
Absatz]: SysteT1l4. - S. 210 f.: [Musik als] .das schöne Spiel der Empfindungen
(durch Gehör) oder an gen e h m e r Empfindungen.' SrJJ: Nein - S. 235: • Würde
dagegen zum Bestimmungsgrunde des Geschmacks •.. die An n e h m I ich k e i t ,
oder .•• das Princip der Voll kom m e n h e i tangenammen, ... SO entspringt
daraus eine Antinomie ...• SrJJ: Syst:
Nicht im A.V. aufgeführt. Das Exemplar wurde am 15.3.1942 von Edmund Werra,
Berlin, an einen unbekannten Käufer abgesetzt und gelangte über eine Versteige-
rung bei HauswedeIl, Hamburg, und den Frankfurter Antiquar Wilhelm Henrich
1953 in den Besitz des Sch. A. - A 59.
Sch. A. 603/29.
- , - : Critik der Urtheilskraft, 3. A. Bin: F. T. Lagarde 1799. LX, 482 S.
8 c • Hldbd. [290]
Exlibris, zahlreiche Randglossen, veröffentlicht von Roben Gruber, 0 XIII, S.
289-333.
A.V., Nachtr. 10. - Testamentarisch Julius Frauenstädt übereignet, am 24. 12. 1920
von Robert Gruber erworben, mit der Sammlung Gruber dem Sch. A. vermacht und
im März 1944 einem Luftangriff zum Opfer gefallen.
- , - : Dasselbe. [291]
Exemplar des jungen Schoponhauer. Nach Angabe des Versteigerungskatalogs H.
Gilhofer & H. Ranschburg A. G. Luzern 1937, zahlreiche Anstreichungen und Rand-
notizen, von denen die folgenden, mit den RandsduifrCll c.lc:s Gruberschen Exemplars
(Nr.290) zu vergleichenden, mitgeteilt werden:
S. XX, SrJJ [Zu den Ausführungen Kants über die Einheit des Uebeninnlichen]:
Dies sind die Naturgesetze, welche sich in der Moral dahin aussprechen, was der
Mensch zu seinem u. der Gesamtheit Frommen thun muß. - Thei! I, S. 166 (Critik
der ästhetischen Unheilskraft), SrJJ [zu Kants Darlegungen über das Interesse am
Schönen der Kunst und das moralisch Gute dieses Interesses]: Woher kommt das
anders, als daß wir bei Betrachtung der Natur instinktiv (aber noch dunkel) die
festen Beziehungen eines jeden Seins auf die unwandelbaren Daseinsgesetze fühlen?
Bezieht auch den ga n zen Menschen u. die Menschheit darauf! - SrJJ [zu S. 169]:
Wir sind bestimmt, den Gesetzen der Natur durch freie Einsicht folgen zu lernen,
ni c h t instinktiv. Dies ist das Z i 01 der Menschheit! - SrJJ [zu S. 169); Die
durch An pas, u n g erlangte Existenz eines jeden Wesens ist sofern wir dies
einsehen schön und erregt unmittelbares Interesse; denn wir ahnen, daß auch unsere
Existenz da von abhängt ... - Sth [zu S. 171): Zwed< des Ku n s t wer k e s
ist ein allgemein für angenehm gehaltenes Gefühl (direCl als Sinnbeschäftigung oder
indirect als Nachempfinden einer Gemüthsverfassung) auf andere zu übe r t r a -
gen oder überhaupt zu fixiren durch Thon, Ton (Gesang oder Werk), Farbe. -
5.197: .Die Sonne quoll hervor, wie Ruh' aus Tugend quillt." Sth: Es ist dies ein
ver k ehr te s poetisches Bild. Dieses soll stets etwas nie h t Sinnliches durch
Vergleichung mit etwas Si n n I ich e m erklären oder beleuchten. Mitleid = neu-
geborn. Kind. Mißvergnügen = Winter.
Nicht im A.V. - Trü 1937, Nr.122. Von Maggs Brothers, Paris, erworben. Ver-
bleib unbekannt.
89

, . Critik der reinen Vernunft. Riga: Johann Friedrich Hanknoch 1781.


12 BI!., 856 S. 8°. Ppbd. (berieben). Die unpaginienen Seiten 425-461 z. T.
verbunden. [292]
Rüekemite! von Sch: Die erste Ausgabe. - Auf dem Titelblatt: Ar/hur Smopen-
hauer [1'.] - Auf dem hinteren Innendeekel Zeichnung (Kopf in Profil). - Zahl·
reiche Striche und Randglossen (meist BI.).
Widmung S. a3: Wen das speculative Leben vergnügt ... " Sm: ist in den folgenden
Auflagen weggelassen. - Vorrede, S. a4: [Oberschrift:] • Vorrede". Sm: welche den
folgenden Auflagen fehlt. - S. b4 [Oberschrift:] .Inhalt". Sm: ist in den folgenden
Auflagen viel weitläuftiger u. dadurch schwer zu überSehn. - S. 1, Sm [über der
Oberschrift .Einleitung"]: In der 21en u. folgenden Auflagen ist der Anfang der
Einleitung ein ganz andrer, auch länger, VOn der mit X bezeichneten Stelle p. 3
aber gleichlautend. - S. 7: .Nun ist hieraus klar: ... " Sch: fehlt in der 2 1en Aufl.
- 5.9, Sm [über der Seite]: 2" Auf!. wieder gleichlautend - S. 10: .Es liegt also
hier ein gewisses Geheimniß verborgen ... « Sm: fehlt in der 21en Aufl. statt dessen
folgen 10 Seiten, die hier fehlen - S. 10 .Aus diesem allen ergiebt sich nun die
Idee einer besondern Wissenschaft ... " Sm: 2" Aufl. p. 24, hebt eben so an u. ist
bis Zum Ende im Ganzen gleichlautend. - S. 11: .Besonders aber wird eine Er-
kentniß schlechthin rein genannt, in die sich überhaupt keine Erfahrung od~r Emp-
findung einmischt, ... " Sch: also die vom Gehirn, ohne Einmischung der Sinnes-
organe vollzogen wird. - S. 19 f.: .Die Wirkung eines Gegenstandes auf die Vor-
stellungsfähigkeit, so fern wir von demselben afficirt werden, ist Empfindung."
Sch: Diese wird also hier durch ihre ganz problematische Ursache erklärt: statt
dessen hätte sie VOn der Anschauung unterschieden werden müssen. - S.22: .In
der transscendentalen Aesthetik also werden wir zuerst die Sinnlichkeit isoliren.
dadurch, daß wir alles absondern was der Verstand durch seine Begriffe dabey
denkt, damit nichts als empirische Anschauung übrig bleibe." Sm: Also kommt die
Anschauung ohne Verstand zu Stande. - S.24: .3) Auf diese Nothwendigkeit
apriori . .. " Sm: No 3 fchlt in der 2"n Auf!. - S. 25: .5) Der Raum wird als
eine unendliche Grösse gegeben vorgestellt." Sm: lautet in der 21en Ausg: ganz
anders - S.·26: [Oberschrift:] .Schlüsse aus obigen Begriffen." Sm: sehr schön!
[Ober der Seite:] In der 21en Aufl ist hier eine transscendentale Erörterg eingeschal-
tet. - S. 28: .Es giebt aber auch außer dem Raum keine andere subiective und auf
etwas äusseres bezogene Vorstellung, die a prior; obiectiv heißen könte. "" Sch: Die-
ser Absatz ist in der 2ten Aufl anders u. nur halb so lang. - S.32, Sm [vor der
überschrift: .Schlüsse aus diesen Begriffen"]: In der 21en Auflage folgt hier eine
transscendentale Erörterg. - S. 33: •... die Zeit kan keine Bestimmung äusserer
Ersmeinungen seyOj Sie gehäret weder zu einer Gestalt, oder Lage ...• Sch: aber
Zur Kausalität der Außen-Dinge - S.49, Sm [am Schluß der Seite]: In der 21en
Auflage folgen hier noch 7 Seiten. - S. 82: .Der Definition der Categorien über-
hebe ich mir in dieser Abhandlung geflissentlich, ob ich gleich im Besitz derselben
seyn möchte." Sm: Vergl p. 241 & 245. - S. 83, Sm [am Schluß des In. Absc:hn.]:
In der 2 1en Aufl. sind hier noch 2 §§ auf 6'1. Seiten hinzugekommen. - S. 94: .Es
sind aber drey ursprüngliche Quellen .•. " Sm: Dieser Absatz fehlt in der 2 1en Auf!
wn statt dessen ein längerer Iteht. - S.95 [überschrift]: .Der Deduction der rei-
nen Verstandesbegriffe Zweiter Abschnitt." Sm: Die hier anhebende Deduktion bis
p. 130 lautet in der 21en Aufl. ganz anders u. hat daselbst 5 Seiten mehr. - S. 103:
90

.Ohne Bewußtseyn, daß das, was wir denken, eben dasselbe sey, was wir einen
Augenblick zuvor dachten, ...• $ch; d. b. ohne alles Gedädltniß. - S.103; .Ver-
gesse ich im Zählen; daß die Einheiten, die mir jezt vor Sinnen sdlweben, nach und
nach Zu einander von mir hinzugethan worden sind, so würde ich die Erzeugung der
Menge, durch diese successive Hinzuthuung von Einem zu Einem, mithin auch nicht
die Zahl erkennen: denn dieser Begriff besteht lediglich in dem Bewußtseyn dieser
Einheit der Synthesis•• Sm; aber eben weil ich vergesse wie oft id:! schon die Einheit
zur vorigen hinzugefügt habe, mark ire ich es durch die Zahlwörter. - S. 103: .Das
WOrt Begriff könte uns schon von selbst zu dieser Bemerkung Anlaß geben." sch;
es kommt von In beg r i f f vieler einzelnen Dinge, als allgemeine Vorstelle. -
S. 110 [überschrift]; ~ Vorläufige Erklärung der Möglichkeit der Categorien ..• "
Sch; Dieser Abschnitt ist gut u. richtig; weil er nur VOn der Kausalität spricht. -
S. 110; ••.. die synthetische Einheit der Erscheinungen nach Begriffen." Sch (streicht
.nach Begriffen" und setzt dafür): im Kausalnexus. - 5.120: •... die Sinne lie·
ferten uns nicht allein Eindrücke, sondern sezten solche auch sO gar zusammen, und
brächten Bilder der Gegenstände zuwege, wozu ohne Zweifel ausser der Empfäng-
lichkeit der Eindrücke, nod:! etwas mehr, nemlich eine Function der Synthesis der-
selben erfordert wird." Sch; vielmehr eine Beziehung der Empfindung als Eindruck.
auf ihre Ursache; u dies allein ist das Geschäft des Verstandes. - S. 130, Sm [über
der Seite]; Bis hier hat die 21. (Sie) Auf). 169 Seiten - S. 130 [überschrift]: ~Der
Transcendentalen Analytik Zweytes Buch." Sch; Von hier an ist die 21• Auf) wieder
gleichlautend. - S. 144; .Die Zeit verläuft sich nidlt, sondern in ihr verläuft sich
das Daseyn des Wandelbaren. Der Zeit also, die selbst unwandelbar und bleibend
i", ... " Sch, !!! Da müßte, nach Maaßgabe der Veränderungen die Zeit bald .dm.lI
bald langsam gehn. - S. 162; • Ich werde daher jene die mathematische, diese die
dynamische Grundsätze nennen." Sm; Hier in der 21en Auf! eine lange Anmerkg. -
S. 162: .Grund.atz des reinen Verstandes: AU. Erscheinungen sind ihrer Anschau-
ung nach extensive Größen.' $ch: Hier steht in der 21 Auf! ein Be w e i. s. -
5.166: .Man kan alle Erkenntniß, ...• Sch: Hier in der 21 Aufl. ein Beweis. -
5.173, 174 Sch [über den Seiten]; Dynamik - S.174; •... so habe doch jedes
Reale hey derselben Qualität ihren Grad (des Widerstandes oder des Wiegens) wei-
cher ohne Verminderung der extensiven Größe oder Menge ins Unendliche kleiner
seyn kan, ebe sie in da. leere übergeht, und versmwindet." Sch; also wäre es Un-
redlt das Quantum nach der Schwere zu rechnen. - S. 175: ~Es hat gleidlwol diese
Anticipation der Wahrnehmung etwas vor einen der transscendentalen gewohnten
und dadurch behutsam gewordenen Nachforscher, immer etwas Auffallendes an
sich, •••• Sch [streicht das erste .etwas·, setzt Kommas nach .einen" und nach
.gewordenen" und schreibt an den Rand]; steht eben so .innlos noch in der 51 Ausg!
- S.176 [überschrift:] .Die Analogien der Erfahrung" [Text;] .Der allgemeine
Grundsatz derselben ist: •..• Seh; Lautet in der 2' Auf) anders u folgt ein Beweis.
- S. 177: .Die drey modi der Zeit sind Beharrlichkeit, Folge und Zugleidlseyn."
Seh; wegen der 3 folgenden Analogien. - S. 182 [überschrift:] .Erste Analogie.
Grundsatz der Beharrlichkeit.' Sm; lautet in der 21 Ausg: anders. - S. 182; •••.
in Ansehung der 2:weyten als Zeitumfang betrachtet." Sm; ist in der 21 Auf!. länger.
- S. 183; • Wollte man der Zeit selb.t eine Folge nach einander beylegen, so müßte
man noch eine andere Zeit denken, in welcher diese Folge möglich wäre." Seh: u.
thut man e. nicht; so kann die leere Zeit nicht verfließco. Also ist es fal.ch, der Zeit
91

eine Beharrlichkeit beizulegen. Denn die lee r e Zeit läuft ab. [T.] - S. 189:
.AlIes, was geschieht (anhebt zu seyn) sezt etw.. voraus, worauf es nach einer Regel
folgt." Sm: Hier sind in der 2t Aufl. 2 Seiten eingeschoben. - S. 197: •... daß .•.
nur dadurch, daß eine gewisse Ordnung in dem Zeitverhältnisse unserer Vorstel-
lungen nothwendig ist, ihnen obiective Bedeutung ertheilet wird." Sm: Dann wür-
den wir nur Veränderungen als obicctiv betrachten nicht ruhende Dinge. - S. 20S:
• Weil nun alle Wirkung in dem besteht, was da geschieht, mithin im Wandelbaren,
was die Zeit der Succession nach bezeichnet; so ist das lezte Subiect dasselbe •.. "
Sm: der Wirkung aber nicht der Ursach - S.211 [überschrift]: .Dritte Analogie:
Grundsatz der Gemeinschaft." Sm: in der 2tD Auf!. lind hier 2 Seiten eingeschaltet.
- S. 21S: •.•. weil die absolute Zeit kein Gegenstand der Wahrnehmung ist •.••
Scb (nach .Zeit"): Die leere Zeit ist nicht wahrnehmbar, aber die erfüllte: diese ist
die Materie, diese Kausalität, diese der Verstand: nur so beruht die Wirklichkeit auf
dem Verstande. - S. 218: ••.. denn, wären sie [alle zugleich seienden Substanzen]
isolirt, so würden sie nimt als Theile ein Ganzes ausmachen." Sm: 0 ja, ein räum-
limes Ganzes, zusammenbängend u. bestimmt nach dem Seynsgrund im Raum. -
S. 218: .•••. wäre ihre Verknüpfung .•. nicht smon um des Zugleichseyns willen
nothwendig, so könte man aus diesem, als einem blos idealen Verhältniß, auf jene,
als ein reales, nicht schließen.· Scb: tbut man auch nicht. - S. 221: .Nur daran
also, daß diese Begriffe die Verhältnisse der Wahrnehmungen in jeder Erfahrung
apriori ausdrücken ...• Sch: also giengen die Kategorien auf Ansmauung - S.
226: •... irgend eines Dinges er rachen oder erforschen zu wollen.' Sch: Hier folgt
in der 2t Auf! die Widerlegung des Idealismus. 5 Seiten - S. 228: •.•. Gesetze,
durch welche das Spiel der Veränderungen einer Natur der Dinge (als Ersobeinun-
gen) unterworfen wird, ..• " Sch: Schlemtl - müßte stehn: • was geschieht ist durch
seine Ursache, u. nimt durch seine Folgen vorherbestimmt." IT.] - S.235 [über-
schrift:] .Der Transscendent. Doctrin der Urtheilskraft Drittes Hauptstück" Sm
[vor der überschrift]: Hier folgt in der 2' Auf! eine allgemeine Anmerkg v. 6 Sei-
ten. - S. 241: ••.. was unter dergleichen Begriffe denn eigentlich vor ein Ding
gemeint sey." Sm: Von hier bis zum + p. 242 fehlt in der 2teD Auf!. - S.242:
.•. objeotive Gültigkeit haben könne." Sm: 2te Auf!. wieder gleich. - S. 244: .Es
hat etwas befremdliches •.. " Sd.: Dieser Absatz bis zum + p. 246 fehlt in der 2t ...
Auf!, die dagegen eine kleine Anmerkg mebr hat. - S.246: Hieraus fließt nun
unwidersprechlid. ... " sch: + 2« Aufl. wieder gleid.. - S. 248: Erscheinungen, so
fern sie als Gegenstände ... " sch: von hier bis zum + p. 2S3 fehlt in der 2ten Auf!.
welche dagegen 3 1/. Seiten hat, die anders lauten. - S.253: •... gedamt wird."
Sm + 2te Auf!. wieder gleim. nl'O>'ov ljJ'uöo~ - S. 256: .Gebrauch der Ausdrücke
eines m.ndi ..n.ibili. und inttlligibili•. • Sch: hier in der 2,·n Ausg: eine Anmerkg.
- S. 263: .so ist derselbe, ...enn er als Gegenstand des reinen Verstandes gilt, ••.
Sm [nach .wenn er"]: ein abstrakter Begriff ist - S. 264: • Wenn Realität nur durch
den reinen Verstand vorgestellt wird, ... " Sch [nach. Verstand"]: der aber laut
vorigem Cap: gar nichts allein vorstellen kann. - S.266: .4. Materie und Form.
Dieses sind zwey Begriffe, welche aller andern Reflexion zum Grunde gelegt ...er-
den, ..• « Sch: stammen aber gänzlim aus der Anschauung. - S.269: .Noumena
vor den Verstand .••• Sch: bei denen laut p 2S4, 255, sich gar nichts denken läßt,
- S.274: •... da ein Realgrund die Wirkung des andern aufhebt, und dazu wir
nur in der Sinnlichkeit die Bedingungen antreffen, •.• " Scb: liegt die Kausalität in
92

der Sinnlichkeit? - S.274: •..• den Zustand der Vorstellungen •.. " Sch [nach
.Zustand"]: des Wollens - S. 288: .[ein] transscendentales Obiect, das die Ursache
der Erscheinung .•. ist, und weder als Größe. noch als Realität, noch als Substanz
gedacht werden kan ••. " Sch [nach .Substanz"]: u. doch als Ursache?! - S. 293:
.Denn Wahrheit oder Schein sind nicht im Gegenstande, so fern er angeschaut wird •
• • . " Sm: falsch - S. 294: •... daß der Irrthum nur durch den unbemerkten Ein-
fluß der Sinnlichkeit auf den Verstand bewirkt werde, •.. " Sm: u. der Schein? wo
bleibt er? - S. 320: .Die Gattung ist Vorstellung überhaupt (repraesenlalio). Unter
ihr steht die Vorstellung mit Bewustseyn (perceplio)." Sch: also giebt es eine ohne
Bewußtsein! - S.322: •••• diese vollendete Grösse des Umfanges. in Beziehung
auf eine solche Bedingunl!, heißt die Allgemeinheit (UniveTSalila,). Dieser entspricht
in der Synthesis der Anschauungen die Allheit (UniversilflS) •.. " Sch: Begründung
durch ein Wortspiel - S.338, Sch [vor der überschrift: .Der transscendentalen
Dialectik zweites Buch"]: hier in der 21en Auf! eine Anmerkg. - S.341 Sch [zur
überschrift: .Des zweiten Buchs der transscendentalen Dialectik Erstes Haupt-
stüdt"j: Dieses Hauptstüdt hat in der 21en Auf! nur 32 Seiten, hier 64 S. [zum
Anfang des Textes:] Anfang mit der 2"" gleich bis p. 348 bei + - S.348. Sch
[vor der überschrift: .Erster Paralogism der Substantialität"]: + hier fängt die
Abweichung der 2ten Auf!. an. u. alles lautet anders. bis p. 405. - S.358/359, Sch
[über den Seiten]: S..bstanlia cogilans & s..bs/anlia 'JCI'nsa Hna eademq ..e eSI, qHae
modo , ..b form" cogitationi" modo SHb fOTma eJClensionis coneipit ..r. - Sie fere
Spin: - S. 360: .So ist demnach das einfache Bewustseyn keine Kenntniß der ein-
fachen Natur unseres Subiects, in so fern, als dieses dadurch von der Materie, als
einem 2.usammengesezten Wesen, unter!;mieden werdl!!ß soll." Sm: sondern der
Unterschied entsteht aus der Art, wie wir Beide wahrnehmen. - S. 361, Sch [zur
übersenrift: .Dritter Paralogism der Personalität"]: Siehe Pandtctae p. 193. [d. i.
1835J - S. 362: • Wenn ien mich aber aus dem Gesichtspunkte eines andern (als
Gegenstand seiner äusseren Anschauung) betrachte, so erwägt dieser aussere Beob-
achter mich allererst in der Zeit .•.• SOO: Es ist aber die Rede vom Ich als Gegen-
stand des innern Sinnes; dies als solches hat nie einen äußern Beobachter.•... denn
in der Appereeption ist die Zeit eigentlich nur in mir vorgestellt." Sch: Dumm, ich
finde mich in der Zeit, nient umgekehrt. - S. 366: ••.• so kan ich keine andere als
tautologische Beantwortungen auf alle Fragen geben, indem ich nemlich meinen
Begriff und dessen Einheit den Eigenschaften, die mir selbst als Obiect zukommen,
unterschiebe ... • Sch [nach .Begriff"]: (er meint: .mein Selbstbewußtseyn") [T.]
- S. 369: .Dieser transscendentale Realist ist es cigentlie" welcher nachher den
empirischen Idealisten spielt, und nachdem er flilschlich von Gegenständen der Sinne
vorausgeseu hat, dass, wenn sie äußere seyn sollen, sie an sich selbst auch ohne
Sinne ihre Existenz haben müßten, in diesem Gesichtspunete alle unsere Vorstel-
lungen der Sinne unzureichend lindet, die Wirklichkeit derselben gewiss zu machen.·
sch: So machte es Jacobi. [T.] - S. 375: .Also kan der strengste Idealist nicht ver-
langen, man solle beweisen: daß unserer Wahrnehmung der Gegenstand au"er uns
(in strieter Bedeutung) entspreche." Sch: Denn das Außer-uns ist in uns. - S. 379:
•... sceptisch ganz unterschiedene Erscheinungen ... " Sm [korrigiert]: specifisch
[rote T.] - S. 381: •.•. daß in der lezteren Wissenschaft [der Körperlehre] doch
vieles apriori, . ", in der ersteren [der Seelenlehre] aber, ... gar nichts apriori
synthetisch erkant werden kan. Die Ursache ist diese." Sm: daß in der ersteren mehr
93

bloß Formales ist, welmes Stolf giebt zu Urtheilen apriori. - S.399: .denn nur
durm Ansmauung wird der Gegenstand gegeben, der hernam der Categorie gemäß
,edamt wird.· Sm: sie i.t bloß eine Abstraktion aus der Ansmauung. - S.405
[Obersmrift]: .Der Transscendentalen Dialectik Zweites Bum.· Sm: 21e Auf!.
wieder gleim. - S. 410: .50 denkt man .im nothwendig eine bis auf den gegebenen
Augenblick völlig abgelaufene Zeit ... " Sm: also einen Anfang der Zeit? - S. 418:
• . " ein Erstes der Reihe, welmes in Ansehung der verflossenen Zeit der Welt-
anfang, in Ansehung des Raums die Weltgränze ...• Sm: hier wird die An-
• eh u n g eingesmoben, während oben von Zeit u. Raum .elbst die Rede war. _
S. [433]: •... daß man statt einer Sinnenwelt .im, wer weiß welme, intelligibele
Welt gedenkt ••. " Sm [nam .daß man"]: mit einem Wort, sim hinter abstrakte
Begriffe flümtet, die Ansmauung aus den Augen setzend. - S. [442]: •... die Mög-
limkeit, wie durm ein gewisses Daseyn das Daseyn eines andern ge.etzt werde ..• "
Srh: .mled.ter Begriff v. Kausalität. [T.] - S. [444]: •.•. Bedürfniß der Vernunft,
in der Reihe der Naturursamen sim auf einen ersten Anfang aus Freiheit zu berufen
· .. " Sm: Ocellus Lucanus' - S. 466: •... mein denkendes Selbst" Sm: II?? -
S.468: .die Seele" Srh: I?? - S. 481: •... einen Gegenstand, der nirgend anders,
al. in unseren Gedanken gegeben werden kan, nemlim die .mlemthin unbedingte
Totalität der Srnthesis der Ersmeinungen.· Srh: weil er eine bloße Fiktion u. an
sidl unmöglidl ist. - S. 483: .Denn der Gegenstand kan aum niemals vorkommen,
weil er durm keine möglidle Erfahrung gegeben werden kan.· Sm: d. h. nidlt
existiren kann, unmöglich ist. - S. 491: .Der Realist ..• mamt ... blosse Vorstel-
lungen zu Samen an sidl selbst." Sei" hier in der 21en Auf!. eine Anmerkung. -
S.496: •..• eine Frage ... , die über die Gränzen möglicher Erfahrung hinausgeht,
· •. " Sm: Das ist aber gar nidlt der Fall, wenn idl frage, ob idl, im empirismen
Regressus, auf einen Stern treffen kann, welmer der letzte ist, oder nidlt. - S. 498:
• wenn das Bedingte so wol, als seine Bedingung, Dinge an oim selbst sind, ... "
Sm: deren Verhältnisse sind uns so unbekannt als sie selbst, also die Folgerung dar-
aus unzulässig. - S. 498: .eine Synthesis des bloßen Verstande., welmer die Dinge
vorstellt, wie sie sind, ... " Sm: wie käme er mit seinen Formen dazul! - S. SOS:
.weldler Regressus niemals sdlledlthin ganz, weder als endlim, nom als unendlim
gegeben ist." Sm: folglim unendlidl ist. - 5.506: die Idee der absoluten Totalität,
",ei die nur als eine Bedingung der Dinge an sidl selbst gilt ...• Sm: que sais-ie? -
S. 523: Wenn im ein Ganzes, das in der Anschauung gegeben ist, theile, so gehe idl
von einem Bedingten zu den Bedingungen seiner Möglichkeit." Sm: 1111 - 5.578:
.Alle Mannigfaltigkeit der Dinge ist nur eine eben sO vielfältige Art, den Begriff
der hödlsten Realität, ..• einzusdlränken, .•.• Sm: "e"'~D'Y ",."öo; - S.613:
.Man kan sim des Gedankens nidlt erwehren, man kan ihn aber amh nidlt ertragen:
daß ein Wesen, welmes wir uns aum al. das Hödlste unter allen möglimen vorstel-
len, gleimsam zu sim selbst sage: Im bin von Ewigkeit zu Ewigkeit, ... aber woher
bin ich denn? - Sm: Verg!. Einzig mögl. Beweisgrund p. 172. der Werke Kanu
red. Rosenkranz und Sdlubert] Bd.1. p. 172 - S. 616: .idl kan das Zurüd!.gehen
zu den Bedingungen des Exi.tirens niemals vollenden, ohne ein nothwendig Wesen
anzunehmen, im kan aber von demselben niemals anfangen.· Sm: Eigentlidl weil
in diesem kosmologismen Argument (vom Daseyn irgend Eines auf ein nothwen-
diges Daseyn) die Nothwendigkeit dem G run d e beigelegt wird, während sie
wesentlich immer u. überall nur der F 0 I g e zukommt. [T.] - S.618: •... da
94

iede Bestimmung der Materie, welme das Reale derselben ausmamt, mithin aum die
Undurmdringlimkeit, eine Wirkung (Handlung) ist, ...• Sm: nein, nur eine Art
zu wirken, eine Eigen,maft. - S.672: .die Regel ... , nam welmer die Vernunft
bey der Verknüpfung der Ursamen und Wirkungen in der Welt zu ihrer eigenen
Befriedigung am besten zu braumen sey." Sm: Wasm mir den Pelz, u. mam ihn
mir nimt naß. - S.676: .ein regulatives Princip ... , wovon wir zwar die Noth-
wendigkeit an sim selbst, aber nimt den Quell derselben erkennen und dazu wir
einen obersten Grund blas in der Absimt annehmen, um desto bestimter die All-
gemeinheit des Princip. zu denken, als z. B....• Sm: einen großen Magnet im
Erdball - S.696: .Ausser diesem Felde sind sie [die Kategorien] blas Titel zu
Begriffen, die m.... einräumen, dadurm man aber aum nimts verstehen kan." Sm:
warum ist diese Antwort nimt aum auf No 1 gegeben? - S. 719, Sm [über der
Seite]: Smöne Rekapitulation des Ganzen bis p. 726 - S. 727: .den ausführlimen
Begriff eines Dinges .••• Sm [zu .ausführlimen"]: besser: vollständigen - S. 742:
.Aber es ist aum apodictism gewiß, daß niemals ein Mensm auftreten werde, der
das Gegentheil mit dem mindesten Smeine, gesmweige dogmatism behaupten
könne.· Sm: N.gativa non .g.nt probatione. [BI.] A!firmanti incumbit probatio.
[T.] - S. 796: .Denn welmer Ursame saite sonst wal die nimt zu dämpfende
Begierde, durmaus über die Gränze der Erfahrung hinaus irgendwo festen Fuß zu
fassen, zuzusmreiben seyn." Sm: der Trostlosigkeit der Erfahrung. - S. 807: .Im
nehme an: daß es wirklid. reine moralisme Gesetze gebe •..• Sm: Sonst so frei-
gebig mit Deduktionen u. Erörterungen, begnügt er sim hier zu postuliren ; p.rmU
- S. 836: •... es mag dieses ihm nun durm unmittelbare Erfahrung ....• Sm:
dann ist sie empirisdt.
A.V., Namtr.2 - Testamentarism Julius Frauenstädt übereignet. - Im Frühjahr
1937 von Edmund Werra, Berlin, an einen unbekannten Käufer abgesetzt (Vg!.
XXV. Jahrb. 1938, S. 381 f.) - H.64.
sm. A. 603/41.
Sch hat diese 1. Auf\. 1826 kennen gelernt und sie mehrfam, in versmiedenen Lebens-
altern, u. a. 1835 und nom später, durmgearbeitet. Seine Randbemerkungen sind in
der .Collation der 1. und 5. Auflage', die er seinem Brief an Rosenkran2: vom
25.9. 1837 beifügte (0 XIV, 48Sff.), verwertet. Bekanntlim hat Sm nam der Lek-
türe der I. Auflage seine auf die 5. (= 2.) Aufjage des Werke, gestützte .Kritik
der Kantismen Philosophie" im I. Bande. des Hauptwerkes erheblim umgestaltet.
-, -: Critik der reinen Vernunft. 5. A. Lp2:: Johann Friedrim Hartknom
1799. XLIV, 8 unnumm. S. Inhalt, 882 u. 2 S. Verbesserungen. 8°. Hldbd.
[293]
Exlibris. - Zahlreime Randglossen, veröffendimt von Robere Gruber, D XIII,
S. 1- 252. - Diese fünfte (mit der zweiten gleimlautende) Auflage liegt der ersten
Fassung von Sm'• • Kritik der Kanti,men Philosophie" (1819) zugrunde.
A.V., Namtr.3 - Testamentari,m Julius Frauenstädt übereignet, am 24.12.1920
von Robert Gruber erworben, mit der Sammlung Gruber dem Sm. A. vermamt und
im März 1944 einem Luftangriff zum Opfer gefallen.
-, - : Critik der practismen Vernunft .... A. Riga: Johann Friedrim Hart-
knoch 1797.292 S. 8°. Hldbd. [294]
9S

Angebunden an K an t: Prolegomena, 1783 [299].


Zahlreidle Randbemerkungen, veröffentlidlt von Roben Gruber, D XIII, S.335-
388.
A.V., Nadltr.1la - Te,tamentari,dI Julius Frauenstädt übereignet; am 24.12.
1920 von Roben Gruber erworben, mit der Sammlung Gruber dem SdI. A. ver-
macht und im März 1944 einem Luftangriff zum Opfer gefallen.
-, -: Ueber eine Entdeckung, nach der alle neue Kritik der reinen Ver-
nunft durd!. eine ältere entbehrlid!. gemad!.t werden sol!. Königsb: Friedrich
Nicolovius 1790. 71 S. 8°. Ppbd. (295]
A.V., Nadltr. 6 - Testamentarisdl Julius Frauenstädt übereignet. Versdlallen.
-, -: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. Neue verm. A.
Königsb: Friedrid!. Nicolovius 1796. 112 S. 8°. Ppbd. [296]
Exlibris. - Keine Randschriften. - Anmeidlungen am Rande (T.) 5.21 (frühere
Zeit) und 61; (BL) 5.60 (spätere Zeit).
A.V., Nachtr. 5 - Testamentarism ]ulius Frauenstädt übereignet, später von Orto
Weiß und nam dessen Tod 1953 von Francis Bourquin erworben, von diesem 1962
dem Sm. A. geschenkt.
Sch. A. 603/33.
-, -: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. 3. A. Riga: Johann Fried-
rid!. Hartknoch 1792. 14 unnumm. S. Vorrede, 128 S. 8°. Ppbd. (297]
Exlibris. - Zahlreiche Randbemerkungen, veröffentlicht von Robert Gruber,
D XIII, S. 389 - 438.
A.V., Nachtr.8 - Testamentarism ]ulius Frauenstädt übereignet, am 24.12.1920
von Roben Gruber erworben, mit der Sammlung Gruber dem Sm. A. vermamt und
im März 1944 einem Luftangriff zum Opfer gefallen.
-, - : Ober die von der König!. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
für das Jahr 1791 ausgesetzte Preisfrage: Welches sind die wirklichen Fort-
schritte, die die Metaphysik seit Leibnitzens und Wolf's Zeiten in Deutsch-
land gemacht hat. Herausgegeben von D. Friedrich Theodor Rink. Königsb:
Goebbels und Unzer 1804. 204 S. 8°. Ppbd. (298]
Exlibris. - Auf der Innenseite des rückwärtigen Deckels Kopfzeichnung (T.). -
Zahlreidte Stridte und Randbemerkungen:
S. 39: .Nun ist die Vorstellung eines Zusammengesetzten, als eines solmen, nimt
bloße Ansmauung, sondern erfordert den Begriff einer Zusammensetzung ... « SclJ:
So. - S. 57: .Der Satz ,Alles hat seinen Grund ... ' ist bloß analytism, da, wenn er
von Dingen gelten sollte, daß nämlim aUe Dinge nur als Folge aus der Existenz
eines andern müßten angesehen werden, der zureidtende Grund, auf den es doch
angesehen war, gar nirgend anzutreffen seyn würde ... • SclJ: nimt wahr: jede
Ursadle ist vollkommen zureidtender Grund: denn sobald sie da ist, tritt die Folge
ein. Daß sie selbst, um da zu seyn, einer andern Ursam bedarf, al.o selbst in anderer
Hinsidtt F 0 I g. ist, hebt nidtt auf daß sie als G run d zureimend sei. -
S. 69: ~ •.. so war die Ermangelung aller Ansdtauung apriori, weldte man als
96

Prinzip gar nicht kannte, die vielmehr Leibniz intellectuirte, d. i. in lauter verWor-
rene Begriffe verwandelte ... Folgendes enthält die Bey.piele vOn dem Irrgange
mit solchen Prinzipien." Sch [am Rande des 1. Beispiels]: Man sieht daß Leibnitz
noch viel mehr als Kant Anschauung u. Begriff vermischte. - S. 72 f.: •... freylich
hätte er [Leibniz] zu diesem Behuf einander entgegenstehende Richtungen, die sich
nur in der Anschauung, nicht in bloßen Begriffen vorstellen lassen, annehmen müs-
sen, und dann entsprang das wider den gesunden Verstand ... verstoßende Prinzip,
daß alles Böse als Grund = 0, d. i. bloße Einschränkung, oder ••• das Formale der
Dinge sey." sch [unterstreicht die Worte .und dann"; .m Rande (BI.)]: so aber? -
Sch (über S. 85): Antinomien - S. 90: ••.. i.t die Welt, .0 wie der Raum und die
verflossene Zeit, die sie einnimmt, als unendliche Größe gegeben, so ist sie eine gege-
bene Größe, die niemals ganz gegeben werden kann, welches sich widerspricht.'
[Randbem. (BI., nicht Sch', Hand)]: deutlicher: ein Gegenstand möglicher Erfah-
rung. - S. 91: .Einige Begebenheiten müssen, als durch Freyheit möglich gedacht
werden, und sie können nid1t aUe unter dem Gesetz der Naturnothwendigkeit
stehen, weil SOnst alles nur bedingt geschehen, und also in der Reihe der Ursachen,
nichts Unbedingte. anzutreffen seyn würde, eine Totalität aber der Bedingungen in
einer Reihe vOn lauter Bedingtem anzunehmen, ein Widerspruch ist." Sch: Aller-
dings. Aber welche. ist der Grund zur Annahme einer Tot..!ität der Bedingungen?
- S. 94: .In Raum und Zeit i.t das Unbedingte nicht anzutreffen, was die Vernunft
bedarf, und es bleibt dieser nichts, als das immerwährende Fortschreiten zu Bedin-
gungen übrig, ohne Vollendung desselben zu hoffen." Sch: D. h. die Welt ist in Zeit
u. Raum unendlich. - S. 94 f.: .Der Widerstreit dieser ihrer Sätze ist nicht bloß
logisch, der analytischen Entgegensetzung (crmtradietorie oppositorum) d. i. ein
bloßer Widerspruch, denn da würde, wenn einer derselben wahr ist, der andre
falsch seyn müssen, und umgekehrt. Z. B.: Die W el t ist dem Rau me
n ach une n d I i • h, verglichen mit dem Gegensatze, sie ist i m Rau m e
ni. h tun end I ich; sondern ein transcendentaler der synthetischen Opposi-
tion (contrari. opposirorum), z. B. die Welt ist dem Rau m e na c h u n-
end I ich, welcher Satz mehr sagt, als zur logischen Entgegensetzung erfordert
wird, •.. ' Sth [BI.]: Die Welt ist endlich u. die Welt ist unendlich siod contra-
dictori. opposita u. non datur tertium. Daß beyde f..!sch sind hat keinen logischen
sondern einen trans.endentalen Grund. - S. 119: .In praktischer Rüd"icht aber
mamen wir uns diese Gegenstände selbst, .•. " Sch: Der Mensch schuf Gott nach
seinem Bilde - S. 147 f.: •. " daß der Metaphysiker die Unzulänglichkeit seiner
Theorie nicht fühlt, weil ihm in Geheim die moralisme Einwirkung den Mangel
seiner ... Erkenntniß .•. nicht wahrnehmen läßt." sth [BI.]: E. g. Sonates in Phae-
done - S. 149 f.: .Die Metaphysik ist •.. ein Ganzes, was ..• im baulichen Wesen
erhalten werden muß, wenn nicht Spinnen und Waldgeister ..• sich darin einniste!n,
und es für die Vernunft unbewohnbar machen sollen." Sch lBI.]: S p i n n e n spin-
nen ein kurioses eigenthümlimes Gewebe aus si. h . - [gestrichen: • Waldteufel"]
Waldgeister hausen in der freien Na t ur. - S. 155 [überschrift]: .Der Anfang
dieser S~rift nach Maaßgabe der dritten Handschrift." Sch: Ganz vortrefflich. -
S. 182: • Was dagegen den Menschen betrifft. so besteht ein jedes Erkenntniß des-
selben aus Begriff und Anschauung." Sch: falsch. - S. 187: .Die Vernunft aber ver-
langt das Unbedingte, und mit ihm die Totalitat aller Bedingungen zu erkennen,
...• Sth [fügt nach .verlangt" ein]: ganz unvernünftig, ohne Grund.
97

A.V., Nachte. 4 - Testamentarisch Julius Frauenstädt übereignet, später vOn Otto


Weiß erworben und im März 1950 von Müller & Graeff, Stuugart, an die Stadt-
und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. verkauft. - A 59.
Sch. A. 603/26.
Schopenhauer hat diese Schrift schon in seinen Anmerkungen .Zu Kant" zmert
(HN H, 251). Aus der Zeit der Niederschrift dieses Heftes (1812?) dürften die
meisten seiner Unterstreichungen, Randstriche, Verbesserungen von Druckfehlern
und Randbemerkungen stammen (meist 1'.). Einzelne dicke BleistiftstridI. und Noti-
zen weisen auf eine spätere Zeit. In seinem Brief an Rosenkranz vom 25. Septem-
ber 1837 hebt Schopenhauer die .Preisfrage" Kanu, .der die Esel wie es scheint
1791 nicht den Preis zuerkannt haben" besonders hervor, .als kürzeste Darstellung
seines Systems". Für den Abdruck in der Gesamtausgabe von Rosenkranz und Schu-
bert hat er seinem Briefe eine Anzahl. verfänglidler Druckfehler" angefügt (D XIV,
S. 489), die er in seinem Handexemplar, teils mit 1'., teils mit BI. berichtigt hat.
-, -: Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissen-
sdtaft wird auftreten können. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 1783. 222 S.
80 • Hldbd. [299]
Exlibris. - Zahlreidle Randbemerkungen, veröffentlicht von Roben Gruber,
D XIII, S.25)-288.
Angebunden K an t: Critik der practisdlen Vernunft, 4. A. [294].
A.V., Nachtr. 11 - 1'estamentarisdl Julius Frauenstädt übereignet, am 24.12.1920
von Rober< Gruber erworben, mit der Sammlung Gruber dem sm.
A. vermacht und
im März 1944 einem Luftangrilf zum Opfer gefallen.
-, -: Dasselbe. [300]
Handexemplar des jungen Sc!.. ZahlreidIe RandstridIe, Unterstreichungen und
Randbemerkungen (BI.).
Nidlt im A.V. - 1'rü 1937, Nr. 123. Von Oscar Häfliger, Züridl, erworben, nach
dessen Tode Ba 1959 erneut versteigert und von A.Rosenthal Ltd.,Oxford erworben.
-, -: Vermismte Schriften. 2. Bd. Aechte und vollständige Ausg. Halle:
Rengersche Budthandlung 1799. 700 S. 8°. Ppbd. [301]
Exlibris. Auf der Innenseite des hinteren Deckels Kopfzeichnung (Bl.). Der Band
zeigt Spuren einer mehrfachen kritischen Lektüre. Die Schrift .De mundi ..nsibilis
atqu. intelligibilis form,. 01 principiis' hat Sc!. .mon in früher Zeit mit einzelnen
Unterstreidlungen und Randbemerkungen (1'.) begleitet. Dagegen bezeugen Blei-
stiftnotizen in der späteren Schrift, daß er die .1'räume eines Geistersehers" wäh-
rend der Vorarbeiten für den Essay .Veber das Geistersehn" genau durdlgearbeitet
hat. Aus der$Clben Zeit stammen wohl aum die Bleistiftnotizen zur .Idee zu einer
allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht" und die dicken RandstridIe in
der Abhandlung • Was ist Aufklärung?" Wir lassen einen gen auen Abdruck der
wesentlichen Randsmriften folgen, die Baer und, ihm folgend, Gebhardt nur zum
Teil, und zum Teil ungenau, wiedergeben:
Träume eines Geistersehers, S. 267 f.: .eine jede Substanz, selbst ein einfaches Ele-
ment der Materie, muß doch irgend eine innere 1'hätigkeit als den Grund der äußer-
98

lichen W"uksamkeit haben, wenn ich gleim nimt anzugeben weiß, worin solme be-
stehe." Sch [BI.]: Wille. [Auch am Rand der Anmerkung Kants, S.268:] Wille. -
5.274: .Die Alten glaubten nämlich dreierlei Arten von Leben annehmen zU kön-
nen, das p fl a n zen art i g., das t h i e r i. ehe und das ver n ü n f t i g e."
Sch [BI.]: ,.nimll vegetativa, sensitiva, rationillis. - S. 325; .Herr S c h w e den -
bor g theilte seine Erscheinungen in drei Arten ein ...• Sch [BI.]; Schwed: Du
dei & de I'en/er Vol: 2. p. 13. - S. 326: .Der Unter.düed zwismen ihm [Sweden-
borg] und d.n andern besteht nur darin, daß sein Innerstes aufge-
t h a n i. t ...• Sch [BI., über der Seite]: Clairvoyance. - S. 236: .In diesem
innern Gedächtniß wird aum alles aufbehalten, was aus dem äußeren verschwunden
war, und es geht nichts VOn allen Vorstellungen .ine. Mensmen verloren. Nach
dem Tode ist die Erinnerung alles desjenigen, was jemals in seine Seele kam, und
was ihm selbst ehedem verborgen blieb, das vollständige Bum seines Lebens." Sch
[BI.J: Seherin v. PrevOlSt. [Am Rande:] D" dei & de ron/er. Vol: 2. p. 35. -
S. 327: .Ein Geist liest in eines andern Geistes Gedämtniß die Vorstellungen, die
die.er darin mit Klarheit enthält ... " Sch [BI.J: Val: 2. Du ciel & tle I'en/er p. 244,
251. - S. 331: da er mit allen seinen Freunden nam ihrem Tode vielfältig gespro-
chen ... Sch [51.]: D" eiel & [tle flen/er Vol: 2 p. 23, 28. - S. 333; .In diesem
unermeßlichen Memmen ist eine durmgängige innigste Gemeinschaft eine. Geistes
mit allen und aller mit einem ... " Sch [BI., am 5mluß des Absatzes]: D" eiel &
tle l'en/er. Vol.l. p.36. - S.345: .es hat wohl niemals eine redltschaffene Seele
gelebt, welme den Gedanken hätte ertragen können, daß mit dem Tode Alles zu
Ende sey." Sch [BI.]? -
Beobaduungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen, S. 393, Ich glaube
smwerlich, daß das smöne Gesd.lemt der Grundsätze fähig .ey ... Sch [BI.]: muli ..
es! animal, cu; pro ratione est voluntas.
De mundi sensibili. "tque intelligibilis /orma et principiis. S.440: .Q"icquitl enim
re p 10 g n" t legib". intellectus et rationis, utiq ..e est impossibilt; ... Nam hic
dissens ..s inter fac"lt4tem sen s i t i v a m et in tell e c t u ale m , ... nihil
intligitat, nisi, q 10 IIS m e n. abi n tell oe t" a c , e p t a. / e TI i d e a •
abstract"!, illas in concreto exsequi, et in Intuitus com-
m"t"re .aepen"mero non posse.' Sm; Hoc falsum e..e, Kantiu.
/JostelJ intellexit. cum Jaceret, conceptus f)4nos esse, si null" cognitione intuitiv"
/"Ieirentur, qua. realitatem ios largiretur. - S.446: _patet: sensitive cogitata esse
rerum repraesentationes, u t i a p p 4 ren t, intellecluaU" autern sie u t i s u n t. «
Sm: prius pattt, postt';". minirne. - S. 448: .,ognition.s semper habenda. esse pro
s.nsitivis, quantusc"nque eirc .. illa. intellectui fuerit usu. logieus." Sch: ergo ratio-
nis sive intelltetus puri nulla datur eognitio; nullus igitur mund"s mere intelligi-
bili•. - S.449: .Quod autem in tell e, t u a I i ast r i e t e tal i a attinet, in
q"ibu. "s" S t n t. 11. e t ". est re a I i s ... " Sch, Sed nr.Jlae .untl - S. 451:
"Hui"! genens funt possibilittls, existentia, necessitas, substanti., caus!a ece. rum
sui. oppositi. aNt correlatis." Sch, Categoriae intellectu,. - S.453: .1 nt" i t" s
nempe menti, nostrll< semper est pas, i v u. . ..• Sm [BI.], fal.um. - S. 453:
.Di"Uinus autem intuitus. qui objectotum est principium, non pTincipiatum. cum sit
independ.ns, est Arch.typus et propterea per/ect .. s intelleetuali•. " sch [Bl.]: lInde
notus? - S. 478: .quill, cum s..bjeetum judicii, in/elleetu ..liltr eoncipitur. pertinet
atl objectum ... " Sch: hoc demonstrandu", /oret: sed principi..", [reductionis
99

axiomatis cujus/ibet ,,,brepticii1 est fal,um, ternere adscitum ex Rationa/i,mo Leib-


nitiano. ~
Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absidlt, S. 668: .Befrem-
dend bleibt es immer hiebei: daß die älteren GeneraLionen nur scheinen um der spä-
teren willen ihr mühseliges Geschäfte zu treiben ...• SdJ [Bl.]: Vielmehr ist dies
ein apagogischer Beweis der Falschheit der hier aufgesteHten Grundsätze. - S. 683:
.Neunter Satz. Ein philosophischer Versuch, die allgemeine Weltgeschichte nach
einem Plane der Natur, der auf die voHkommene bürgerliche Vereinigung in der
Menschengattung abziele, zu bearbeiten, muß als möglich, und selbst für diese Natur-
absicht beförderlich angesehen werden." 5dJ: Beruht auf der optimistischen Vor-
aussetzg des Daseins als Selbstzweck. - S. 686 (zu der abschließenden Austin-
andersetzungJ unter welmem Gesichtspunkt sidt spatere Generationen mit der
Geschichte der Vergangenheit beschäftigen werden): SdJ [Bl.]: Und wie wir's denn
zuletzt so herrlim weit gebracht.
Nimt im A.V. - B 05 - A 29.
Sm. A. 543.
-, -: Sämmtllche Werke. Herausgegeben von Karl Rosenkranz und Fried-
r[ich] Wilh[elm] Schuben. Zwölf Bde. Lpz: Leopold Voss, 1838~ 1842. 8°.
[302]
A.V., Nachtr. 1 - Versmollen.
In Bd. 2, S. XI ~ XIV Teilabdruck von Sch', Brief an Rosenkranz vom 24.8. 1837
über die beiden Fassungen d., .Kritik der reinen Vernunft" (0 XIV, Nr.267).
Zum Dank für seine Mitarbeit dedizierte ihm Rosenkranz die Ausgabe. (Obersen-
dung des 1. Bandes mit Brief vom 15.2.1838, 0 XIV, Nr. 270.)

KRITISCHE BRIEFE ÜBER KANTS KRITIK DER REINEN VERNUNFT. Gött: Van-
denhoe.x 1790. 8°. Ppbd. [303]
A.V. 365 (als .Kritis<he Briefe an Kant") - Verbleib?

ÜBER KANT'S, FICHTE'S UND SCHELLlNG'S PHILOSOPHISCHE ANSICHTEN. [304]


Angebunden an Her bar t: Ueber die Möglichkeit ... [237).
Zu Kam vgl. weiter:
Bendavid, Lazarus (65];
BIo c k, Georg Wilhelm [70];
Bor 0 w ski, Ludwig Ernst (79];
B rast b erg er, Gebhard Ulrich [84];
Buh I e, J ohann Gottlieb [93];
E war d, Joh.nn Ludwig [169);
Fe der, Joh.nn Georg Heinrich [173];
Ha man n, Johann Georg [1478];
Her der, Johann Gottfried [1487);
J ach man n, Reinhold Bernhard [267];
Jen i sc h, Daniel [Z8Z];
100

M a aß, Johann Gebhard Ehrenreid. [343];


M • i mon, Salomon [351, 352];
[ M e t2 ger, J ohann SamueI] [372];
[M 0 r tz fe I d, Dr. J. Ch.] (379];
Rau m und Zeit, Ober [436];
Raum'er, Rudolfvon [437J;
Re i c k e ,Rudolf [439J;
Re i den i lZ, DanieI Christoph [441];
Re i n h 0 I d, Carl Leonhard [450];
Re u • c h, Chriscian Friedrich [455];
R i n k, Friedrich Theodor [456];
Schultz, Johann [517,518];
Sc h u I z e, Gottlob Ernst [519, 523];
Ti e f t run k, Johann Heinridt [558];
T j ll i n g, Christian Gottfried [559];
T j t tel, Gottlob August [560];
W a • i an. k i, Ehregr. Andrea. Christoph [579];
We i s hau pt, Adam [587, 588];
Z 'Ir a n z i ger. Johann Christian [612].

KAYSSLER [AOALBEIlT BAIlTIfOLOMAEUS?]

.Eine philosophische Abhandlung-. [305]


Angebunden an B r a nd i.: Vom Begriff der Gesdtichte der Philosophie [82].

KEMME, JOHANN CHilISTLlEB

Abhandlung von der Heiterkeit des Geistes bey einigen Sterbenden. Neue
und mit einer kurzen Nachricht von dem Leben des Verfassers versehene
Ausg. Halle: Hendel18l8. [306]
Angebunden an Wa h 0 da: E. giebt ein Fatum [1081].

KEPPLER, }OSEPH F. VON

Untersuchung über die Ursame. und Wirkung des Lächerlichen. Theil 1. Cilli:
}ac:ko 1792. 8°. Ppbd. [307]
Angebunden an: [R ein h a r d :] Ueber die Grundsätze [446].
A.V. 404 (besonders aufgeführt, obwohl zweite Schrift des Sammelbandes) - Ver-
bleib?

KlESEWETTER, J[OHANN] G[OTTPIUEO] C[ARL] C[HIlISTIAN]

Kurzer Abriß der Erfahrungsseelenlehre zum Gebrauch für den Unterricht.


Bin: C. Quien 1806. IV, 234 S. 8°. Ppbd. [308]
101

Auf dem vorderen Deckel Besitzervermerk: A,th", Schopenh",.., [T., frühere Zeit].
- Im hinteren Deckel drei Profile (BI.). - Keine Strime, keine Randglossen.
A.V. 359 - B 05 - A 29.
Sm. A. 544.
-, - : Grundriß einer reinen allgemeinen Logik nach Kantischen Grund-
sätzen, zum Gebrauch für Vorlesungen, begleitet von einer weitem Ausein-
andersetzung für diejenigen die keine Vorlesungen darüber hören können.
1. Thl: Reine allg. Logik 3. A.; 2. Th!. 2. A. Bin: F. T. Lagarde 1802/1806.
8°. Hfrzbde. [309]
A.V. 336 - Verbleib?
Zitate: Erstlingsmanuskripte HN I, 61 (Berlin 1813); danam G, 22 (1. A. 18U,
ed. HUbsdler VII, 13 f.); W I, 526 (2. A. 1844).

KLEIN, G[EORG] M[ICHAEL]

Ansenauungs- und Denklehre, ein Handbuen zu Vorlesungen. Bamberg und


Würzburg: Göbhardt 1818. XVI, 240 S. 8°. Ppbd. [310]
Exlibris, Rü.xensdlild, Stridle und Randbemerkungen von sch'. Hand.
A.V. 333 - B 71 - Erworben von Robert Gruber, 25.5.1923 - Gru 40. Ver-
brannt.
Im Ms-Budl .Brieftasdle", S. 153, hat Sch die 2. A., Bamber, 1824, veruidlne •.
-, -: Betrachtungen über den gegenwärtigen Zustand der Philosophie in
Deutschland überhaupt und über die Schellingische Philosophie im Beson-
deren. Nbg: Johann Leonhard Schrag. 1813. XVI, 192 S. 8°. Ppbd. [311]
Exlibris. - Den Namen des Verfassers hat Sch auf dem Titelblatt handsdlriftlitb
hinzugefügt. - Mehrere, z. T. über ganze Seiten hingeführte Strime. Ausrufungs-
zeidlen. - Auf S. 25 ein f1üdltig gezeidlneter Eselskopf.
A.V. 371 - B 80 - Gri 05 - Gri 30 - Erworben von Rudolf Frhrn. von Simolin,
Seeseiten (gest. 1945). - S. de F. 53 - Verbleib?
-, -: .Eine philosophische Abhandlung" (B 71).
Angebunden an [Lucas:] S p i n 0 z a 11 [341].
G. M. Klein ist der Verfasser der mit M. A. unterzeidlneten Rezension der. Vier-
fadlen Wurzel" in der Jenaisd.en Allgemeinen Litteratur-Zeitung, Juli 1814, Nr.
123, S.34-42 (vgl. A. Hübsdler: Der Rezensent M. A., XXXXVI. Jahrb. 1965,
S.95-108). Oer Verleger Sdlrag ist der Verleger vOn Eidlendorffs .Ahnung und
Gegenwart".

KRUG, WILHELM TRAUGOTT

Grundsätze zu einer neuen Theorie der Gefühle und des sogenannten Gefühls-
vermögens. Ein anthropologischer Versuch. Königsb: Unzer 1824. 8°. [313]
102

A.V. 38S (.Königsberg 1823") - Verbleib?


-, -: "Eine philosophische Abhandlung". [314]
Ursprünglim angebunden an Sc hell i n g: Ueber die Gottbeiten von Samo-
thrace [481J. Der Sammelband wurde nam 1871 aufgelöst. - Verbleib?
Wilhelm Traugott Krug, der Rezensent der" Welt als Wille und Vorstellung" in der
Leipziger Literatur-Zeitung vom 24.1. 1821, wird von Sdtopenhauer als einer der
Verderber der Kantisdten Philosophie getadelt (P 11, 360), dagegen als Gegner
Hegels gerühmt (P I, 194).

KUNZE, •••

"Eine philos. Dissertation in lateinischer Sprarhe ..... 0 . " (B 71). [315 ]


A.V. ? - B 71 (.Ein Band von 12 philos. Dissertationen in lat. Sprame von Blümer,
Kunze ... ") - Verbleib?

LAMBERT, JOHANN HEINRICH

Neues Organon, oder Gedanken über die Erforschung und Bezeichnung des
Wahren und dessen Unterscheidung vom Irrtbum und Schein. Vol. 1. H.
Lpz: J. Wendler 1764. 8°. Ppbd. [316]
A.V. 316 - Verbleibl
Zitate: Erstlingsmanuskripte HN I, 59; danadt G, 20 (smon I. A. 1813); W I, 50
(smon 1. A. 1819); W 11, 128 (smon 1844).

[LA METTRIE, JULIEN OFPROY DE]

L'homme machine. Leyde: E. Luzac fils 1748. 10 BI. [Avertissement, Dedi-


a
cac. Mr. Haller], 110 S. 12°. [317]
A.V. 837 - B 71 - Verbleib?

LAMPE, •••

Die Empfindungs- und Erkenntnißkraft der menschlichen Seele. Lpz: 1776.


[318]
A.V. ? - B 71 - Verbleib?

LAMPRECHT[, ]ACOB FRIEDRICH]

Leben des Freyherrn Gotd'ried WiJhelm von Leibnitz an das Licht gestellet.
Bin: Ambrosius Haude 1740. 10 S. [Vorbericht], 111 S., 8 S. [Nachricht von
103

der zu Berlin auf die Gesellschafft der Aletophilorum oder Liebhaber der
Wahrheit geschlagenen Müntze.] 1740.12°. Ppbd. [319]
Exlibris herausgelöst. - Strid.e und Fragezeid.en (BL). - S. 66 Sm [zur Erwäh-
nung der Sd.riften von Roben Boyle: Libera in recoptam naturat disquiJitio ad
Amicum (1686) und von Johann Christoph Sturm: [da/um naturae simi/iumque
nominum uanorum ... dissertatio (1692), in denen für das Wort .Natur" das Wort
.Med.anismus" vorgesd.lagen wird]: Den Pfaffen wird zeitig Angst vor der Natur.
1686 & 1692. [BI., über der Seite.]
A.V. 154 - B 05 - A. 29.
Sd.. A. 547.

LA SURE, [JEAN PUGET] DE

Les deliees de la mon. BruxelJes: Fran~ois Vivien 1631. Widmung, 284 S.


8°. Pgmbd. (320)
Exlibris. - Am Anfang einige Strid.e (BL).
A.V. 44 - Gw 284.

LEIBNIZ, GOTTFRIED WILHELM [FREIHERR] VON

Oeuvres philosophique. Latine. & Fran50ises de F E U Mr. de Leihnitz.


Tir':es de ses manuscrits qui se conservent dans la Bibliotheque Royale a
Hanovre, et puhliees par Mr. Rud. Eric Raspe. Avec une preface de Mr.
Kaesmer ... Amsterdam et Lpz: Jean Schreuder 1765. 540 S., Table des
principales matieres. 4°. Frzbd. [321]
Exlibris. - Strid.e (BL), einige Randglossen (mittlere Zeit). - S. 353: .On ne
sauroit dir< si notre lOleii plJrmi le grand nombre d'lJutres en a plus au denus qu'lJU
dessous de lui ... « Sm: ou Diable est le dessus & I. dessous du Soleil? quel enorme
defaut d'imagination!
A.V. 233 - Gw 6.
Raspes Ausgabe zitiert Sth nod. P I, 7.
- , - : Opera Philosophica quae exstant Latina Gallica Germanica omnia.
Edita recognovit e temporum racionibus disposita pluribus inedicis auxit
introductione critica atque indicibus instruxit Joannes Eduardus Erdmann.
Bero!: G. Eichler 1840.808 S. 8°. Ssnthd. [322]
Zahlreid.e Strid.e, Frage- und AusrufungszeidJen, Randglossen und einzelne Kolum-
nentitel (T. und Bl.). - S.139 [Obersd.rift]: .Lettre a Mr. l'AhM NiclJi,." Sch
[über der Seite]: hier zu sehn, Was für ein altes Weib der Leibniz sei. [T.] -
5.154 [De ipsa natura, c.2J •... in quo consistat natura, quam rebus tribut,.
so/ern .., ... « 5th: Deus iste Judaeus nullum Naturat focum relinquit. - S. ISS,
5th [über der Seite]: Studium praeposterum, in t ,li i gen t i a e tribuendi quod
opus merae. 't1 0 1u n tat i 5 est, cui adverratur NosteT, std timide, ignave [Bl.] -
104

S. 156, Sch [uDter der Seite, redlte Spalte]: Hei, imp.nse sentir"" quam ineom-
modus sit ist. Deus. omnis natu,ae intelligentia, contra,ius. [BI.] - 5.157, Sch
[über der remten Spalte]: Notio _jus d e '" i in e r t i a e, quam a eart.sio &
Spinoza recte definitae, ",aeil/at. (injT"). [T. Zusatz mit Bl.] - 5.158, Sch [über
der linken Spalte]: FeUs ""umiens p,.ltem. p. 775. - 5.168, sch [über der linken
Spalte]: Le contraire de ma methode en geometTie. - S. 185, Sch [über der Seite]:
Die überflüssige Doublette - S. 195, Sch [über der Seite]: Prolusio philosophiae
Kantianae. - In den Nou",ea,,% Essais (p. 194-418) nur ganz wenige Strime. -
S.446 [Epistola ad Hanschium. IV]: .injussu summi Imperator .." Sch: Das ist so
was für ihn. _ S.446 [Ep. ad Hanschi,.m, IV]: .ld enim ex. Harmonia praestabi-
lita hodie nobis perspectum est, Deum omnia tam mirifice instit ..isse ...• Sch: Er
ist eigentl[ich] nur ein glaugeleckter Leipziger Magister in erhöhter Potenz. Veber-
all u immer läuft ihm der Deus, wie eine Bücherlaus, übers Papier. - 5.447 [Ep.
ad Hanschium, VII, über die Mystiker], Sch: NB. Sohhe Leute waren da, u. Noster
philosophirte nom immer wie ein nüchterner Hans, oder ein altes Weib. Andrer-
seits waren HDbbes u. Baco gewesen. Nost,r ist also nie h t mit seiner Zeit zu CDt-
sc:huldigen. - 5.447 [Lettre .. MT. Coste}, Sch [unter der Seite]: Welmes ernstlime
Philosopbiren war denn möglich, so lange man den Bursc:hen im Kopfe hatte, von
dessen bon plaisir Alles abbienge? - 5.447, Sch [über der Seite]: Wasm mir den
Pelz, aber mam ibn nicht naß. - 5.520, Sch [über der Seite]: Harm. pTaest: sum-
ma dementia! - S.554, Sch [über der Seite]: R&le miserable de Leib-
n i t Z ",is" ",is do Ba;yle & autres pensours sinc~ros & jrancs. Dop. 548 - 554. -
5.555, Sch [unter der Seite]: La question tau",. sur le mesentendu, que les uns
entenaent pa, • pos s i b 1 e· ce qui generalem[enJt. c',st a Jire selon les lais
de la nature, peut arri",er; & I.. a,.tres ce qui dans le ca, indi",iduot donn' peut
a"i",er ,'est ti diTe arri",eTa. - S.604, Sch [unter der rec:hten Spalte]: Sein 31es
Wort ist immer Die", - dieser pan. asinorum. - S.605: .Ioi de la continuite,
que j'ai peut-etre mis le premier en a",ant"{.} Sch: Cest IlTistore qui I'a min,...
tieusem[on]t .xplique [BI.] - S.620: .LauTent Valla lui ,"pond, qu'il ja,.t se
consoler tl'une ignorance, qui nOHJ est commune 4vec taut le monde, ,amme ['on
se (ansal. de n'a",oir point les ai/es des ois.a,,%. " Sch [über der Seite]: Laur.ntius
Valla, b'a",o! [BI.] - S. 623, Sch: Finis COTonat op"s!! [BI.] - 5.624 (überschrift:
.Abrege de I" contro",er,,"], Sch: Mis~re de Leibnitz en SI' nudite! (BI.) - S.624:
•... qui tond ti i'lJiter le mal, puisqu'il se p."r que Ie mal soit "ccompagnee d'"n
plus grand bien." Sch [unter der Seite]: 11 ;y " done queIq"e chose "ude"us d. Mr.
Die.., qui l'empeche de faire san monde sans mal: ou bien lemall.am ...e. - 5.625,
Sch [über der Seite]: Ancilla theologiae! (Bl.) - S. 626, Sch [über der Seite]: Libre
"rbitre .. la L.ibnirz (BI.} - 5.627, Sch [über .der Seite]: Un monde, DU le mal est
la co n d i t i 0 si n e qua non du bien, est un mal"""i. monde. [Am Smluß
von c. V:] Lambe mihi culum! [BI.] - 5.632, Sch [unter der Seite, auf der er
fünfmal das Wort Die,. anstreimt]: L'empichem[en]t de taus ces philosoph .. est
q,,'ils ont tO"jOUTS Die,. dans Ia tete. Parlez mai d,. monde, qui est de'IJant mai.
Saere Die..! & laissez ce ",ieu% j"ij. - S. 669, Sm [unter der Seite]: Optim ..m, per-
fecrum, & ca sind ibm einfache Vorstellungen, - u. beständige Notbanker (BI.) -
S.670 [überschrift: .Definitiones Ethicae"] , Sch: j.juna. & putida., ut nihil
s.pr". eonf., ./figiem IIlIcto,is, in limine Voluminis .• Deus omnibus pTodest quan-
tum possibil. est.· Sch: sebr obligeant. [Am Smluß der Seite:] Omnis Leibnitzi-
105

anu, e,t asinu•. [BI.] - S. 686, Sd. [link. Spalte, nam den Worten .Ab,~ael" ..
praed'eatss .ub.tant'arum"J: VA. omnes verba pro rebus habeti., di.p ..lllntes d.
,ub.!anli;' & accid.ntibluJs; dum ad eognitionem in I u i t' '11 a m r.d.undum
e,se. Clam vobi, .emper obseT'IJalur materia & forma. [BI.] - S. 705 [Ubenmrift:
Monadologie"] sch [über der Seite]: Prenanl pour point de depII'! des elr•• non
seulemfenJt irnaginaires, mais qui ne peu'Uent pa! meme s'imagine'J & ajo"tant •
chaqu. pas de nouvelles .uppo.ition. de pi... en plu, hardits, il parvi.nt 0" il veNt.
Voila done la methode dogmatique, " laquell. Kant a oppo,. la methode eritiq..e.
[Altershanc!smrift.] - S.714, Sch [über der Seite]: lnde fosn.. ,e"eenti...uum
denuo ilerat Credo. S.d heie d;st;nel;";,,... [BI.] - S.732, Sch [über der Seite]:
Negat ""im Bravit,.t;,. [BI.]
A.V. 161 - Gw 7.
Zitate: G, 96 (2. A. 1847); W 1,498 (3. A. 1859); pr, 8, 79 f. (Zusätze im HE);
Pli, 111 (Zusatz im HE); E, 15 (2. A. 1860). Diese Zitate zeigen, daß Sch die
Ausgabe wohl vor 1847 erworben, aber erst nach 1851 genauer ausgewertet hat.
-, -: Principia philosophia. [sive Monadologia],moce geometrico demon-
steata: eum exeerptis ex epistolis philosophi et scholiis quibusdam ex histe-
ria philosophiea. Cum indicibus meorematum, auetorum, rerum denique et
verborum memoeabilium. AeeeduDt Theoremata Metaphysica de proprie-
tatibus quibusdam entis infiniti et liniti mundique existentis perfectione, ex
philosophia Leibnitiana pariter seleeta et geomerrice demonstrata nee non
meditatio philosophiea de unione mentis et corporis denuo edita (aue tore
Michaele Gottlieb Hanschio] Francof. er Lips.: P. C. Monath 1728. PI. II.
in 1 vol. 188 S. 64 S. Indices, 36 S. Theoremata Metaphysica. 4°. [323]
A.V. 160 (.Principia philosophiae seu theses in gratiam principis Eugenii con-
scriptae, Francof. 1738") - B 71 (.Francof. 1728") - Verbleib?
Scb. A. Ersatzexemplar.
Zitate: Erstlingsmanuskripte HN I, 59; G, 17 (2. A. 1847); PI, 7.
-[, -]: Kleinere Philosophische Schriften ... nebst ... Herrn Thümmigs
Antwort auf Herrn Clarkes leztes Schreiben und Köhler's Diseurs über das
Licht der Natur mit einer Vorrede Herrn Christian Wolffs ... ehedem von
dem Jenaischen Philosophen Herrn Heinrich Köhler teutsch übersetzet nun
auf das neue übersehen von M. Caspar Jacob Hum. Jena: Mayerische Buchh.
1740. Vorrede (unpag.), 464 S. 8°. Hfrzbd. [324]
Exlibris. - Einzelne Striche.
A.V. 158 - Gw 115.
Zitate: P I, 8, 80 f.

-[, -]: Dissertation De prineipio individui, herausg. und kritisch eingelei-


tet von Dr. G. E. Guhrauer, BIn: Veit & Comp. 1837. BIn: gedrudu bei
A. W. Hayn. 88 S. 8°. Br. [325]
Striche und Randbemerkungen, vgl. Gri 88, S. 85 - 88. - Einleitung S. 26 [Zu
106

.Leibnitzens Entsdteidung der Frage: ob der Kopf oder das Herz im Mensmen den
Principat habel zitiert Guhrauer Leibnizens Quaestiones philosophicae]: • P , i n -
e e p s mim vel id did potest, quod p' i n ci pi" m est, vel quod p, i n c i p ale
et Jignissimum est; p,ius enim aliud natu,,; est vet te m po, e, aliud d i g n i-
tat e, quo,um i LI" d co, d i, hoc c a p i t i t,ibuendum esse non dubita,im.
Sane enim in co,de incipit natu,a, at in capite desin't, quippe perleetio,i." Sm:
ingens e,'o,. - S. 56: .Die Vorrede des Jacob Thomasius zur Dissertation de prin-
dpio individui habe im weniger ihres wissensmaftlimen, in der That etwas dürf-
tigen Gehaltes, als der darin enthaltenen persönlimen Beziehungen auf Leibnitz
wegen, aufgenommen." Sm: ist das Beste im ganzen Bum - Sth [am Ende von
§ 17 der Dissertation]: Hinc Leibni!?:ii principi"m identitatis indiscernibilium -
Sm [zu § 20 der Dissertation]: inde L[eibnit?:'li p,inc. identilalis indiscernibilÜ4m.
A.V. ? - B 80 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.
Die Dissertation wird von Sch nirgends erwähnt oder zitiert.

-[, -]: Commercii Epistoliei Leibnitiani, ad omne genus eruditionis, prae-


sertim vero ad illustrandam integri propemodum seculi historiam literariam
apprime faeientis, per panes publieandi. Tomus Prodromus, qui totus est
Boineburgieus. Reeensuit Jo. Daniel Gruber. Hanoverae et Gottingae:
Sdunid fratr. 1744/1745. P 1. 11. 1488 S., Index. 8°. Ppbde. [326]
E:dibris in beiden Bänden. - Riickensdtilder von Sm besmriftet: Comme,dum
epistolic"m Leibnitz;i I (2). - In Bd. 2, S. DIS und 1350 hat Sth die Stellen iiber
Spinoza angestrimen IBI.].
A.V. 155 - B 05 - A. 29.
Sm. A. 551.
-, -: Epistolae ad Diversos, Theologiei, Juridiei, Mediei, Philosophiei,
Mathematiei, Historici et Philologiei Argumenti. EMse. Auctoris eum anno-
tationibus suis primum divulgavit Christian Kortholtus, Lips: Bern. Chri-
stoph Breitkopf 1734, 1735. Vol. 1. 467 S., Index; Vol. H. 504 S., Index.
8°. Hpgmbde. [327]
Ezlibris in Vol. 1. - Keine Randglossen. - Nur eine Stelle angestrichen (Bl.):
Ep. 154-: .Mus;ca elf e"eTcit;um anthmeticae or:cullum nescientis se numerare
animi." - von Sth zitiert W I, 302 Anm. (smon 1. A. 1819), und in den Philo-
sophismen Vorlesungen: D X, 350.
A.V. 156 - B 71 - B 05 - A 29.
Sm. A. 550.

-[, -]: Lettres et opuseules inedits, prckedes d'une introduetion par A.


Foucher de Carei!. Paris: Ladrange 1854. CXII, 336 S., 1 BI. Errata. 8°.
Ppbd. [328]
Exlibris, Strime und Randbemerkungen (vgl. Gri 88, S. 86-88): Ausrufezeichen bei
einer Reihe mit Unwillen gelesener Stellen, so über Cartesius, über Mad. Guyon
(als .de"ote ignorante"), über die von Leibniz gepriesene MlIe. de Scudery usw. -
S. 132 [Obersmrift]: .Refl."ions sur j'",t de c07lna;t,e us hommes. AMme l'Elec-
107

triee de Brunswick-Lunebourg. Hannover ce 25. de septembre 1708." Sch [auf der


Stirnseite]: We!dJ fad ••, sdJwerfälliges, langweiliges Geträmhe! _ Sch [über S. 52
der Leme. de L.ibniz]: Harm: PTa"t: - [Ober S. 68/69:]lnlervallum luciclum-
•... EI I .. animaux ... n. sont que des simples Iransformations d',." meme animal
qui est lanlöt plus tantost moins fJisible. C. qui es/oit d~j~ /e ",.timent de /'auteur
du lifJre D e cl i a eta, qu'o,. attribut ~ Hip po C ra I e.· Sm: Hippocra! ••,
Lob: I, p. 6J2 Kühne od: - [Ober S. 187:] Monadologi •.
A.V. 153 - B 71 - Gri 88 - Gd 05 - Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.
Ein Zitat aus diesem BudJe: p H, 123 Anm. (HsdJr. Zusatz, nac:b Mo-BudJ .Senilia"
101 [1857].)
-, - : Otiurn Hanoveranurn sive Miscellanea, Ex ore & sdtedis Illustri Viri,
piae rnemoriae Godofr. Guilelmi Leibnitii, S. Cae•. Maj. Consiliarii, & S.
Reg. Maj. Britanniarum Consiliis intimis, nec non a
scribenda Historia,
Quondam nota ta & deseripta, Curn ipsi in colligendis & exeerpendis rebus
ad Historiam Brunsvicensem pertinentibus operam navaret, Joadtimus Fride-
ricu. Fellerus, Seeretariu. Ducalis Saxo-Vinariensis. Additae sunt coronidis
loco Epistolae Gallicae amoebeae Leibnitii & Polissonii de Tolerantia Reli-
gionum & de controversiis quibusdam Theologieis, jampridem editae, nune
reeusae. Quibus praernissurn est supplementurn vitae Leibnitianae (1. F.
FeIleri). Lips: Joann. Christ. Martin 1718. 28 unn. S. (Vitae Leibnitianae),
441 S. Text, 23 unn. S. (Index). 8°. [329]
A.V. 157 - Verbleib?
-[, -]: Esprit de -, ou Reeuei! de pensees thoisies, sur la religion, 1a
morale, I'histoire, la philosophie, & c. Extraites de toutes ses ceuvres latines
et fran~oises. Lyon: Jean-Marre Bruyset 1772. Tom. 1. II. LVIII, 463 S.;
547 S. 8°. Hfrzbde. [330]
Exlibris in beiden Bänden. - Keine StridJe und Randglossen.
A.V. 829 - Gw 42.
-[, -]: Recueil de diverses pieces, sur la Philosophie, la Religion Naturelle,
I'Histoire, les Mathematiques, & ca. Par Mrs. Leibniz, Clarke, Newton, &
autres Autheurs celc!bres. [Publie par Pierre Des Maiseaux.] Amsterdam:
Duvillard et Changuion 1720. Tom. I, 11. C S. (Preface), 409 5., Text,
6 unn. S. Avis du Libraire; 4 unn. S. Tab!e des Pieces, 4245., Text, 12 unn.
S. Table des Matieres. 8°. Ldbde. (331]
Exlibris in beiden Bänden herausgelöst. - Profilzei.nnung im hinteren Decke! von
Tome I (Bl.). - ZahlreidJe AusrufungszeidJen im Cinquieme tcrit de M,. Leilmiz,
viele StridJe (BI.) in den Recherches Philosophiques sur /a libert' de /'homm~ (von
Collins). - In Tome II nur einzelne Stric:be in den Reflexions de M. Leibniz sur
/'Ersay de l'Entendement humain, de M. Locke (5. 152), in der LettT. cle M. des
Maiz.a"" (5.368, 371) [Bl.] und in der Repliqu. auf Bayle (5.409) [T.]
A.V. 159 - B 05 - A 29.
5dJ. A. 581.
108

Zu Leibniz vgl. weiter:


La mp r e c h t, J.cob Friedrim [319];
Ni Z 0 I i u s, Marius [388];
Sc h w abI Re i n hol dIA b i e h t [525].

LI! MAISTRE (MAGISTER MARTlNus)

Traetatus eonsequentiarum magistri Martini. Parisiis 1489. 4°. [332]


Angebunden an A g r i p pa: De inventione dialectica [9].

[LEvESQUE OE POUILLY, LOUIS-jEAN]

The Theory of agreeable Sensations in whim after the laws observed by


nature in the distribution of pleasure are discovered, the principles of natu-
ral theology and moral philosophy are established ... Translated from the
Frenm of ... BasiI. 1794. 8°. Ppbd. [333]
A.V. 248 - Gw 135. Verloren.

LEYSER, jOHANN [THEOPHILUS ALETHAEUS; ALETOPHILUS; jo. LYSERUS]

Polygamia triumphatrix id est Discursus politicus de polygamia ... , eum


notis Athanasii Vineentii, omnibus antipolygamis ... opposita. Londini Sea-
norum, sumtibus auctoris 1682.565 S., Addenda, Index. 4°. Ldbd. [334]
A.V. 454 - Verbleib?

LIEBERXÜHN, PHILIPP Juuus

Versum über die anschauende Erkenntniß. Ein Bey trag zur Theorie des Un-
terrimts. Züllimau: Waisenhaus und Frommannisme Bumhandl. 1782.
XXVIII, 216 S. 8°. [335]
Angebunden an D 0 r gut h: Kritik des Idealismus [146].
Keine Strime und Randglossen.
B 71 (.drei philosophisme Abhandlungen von Lieberkühn, Suabedissen und J. J.
Wagner") - B 80 (nimt in der Abt.•Smopenhauer'sme Randglossen" ,Titel genannt)
- B 05 - A 29 (.nom 4 kleine philos. Schriften").
SdJ. A. 521 (4).

LIPSIUS, JUSTUS

Manuductionis ad Stoicam Philosophiam libri 111, L. Annaeo Senecae aliis-


que scriptoribus illu$trandis. Antverpiae: ex officina plantiniana, apud }.
Moreturn, 1604. XII, 215 S. 4°. Pgmbd. [336]
109

Striche, Textverbesserungen. - Namenseintrag: A. Schopenhauer 1844.


Angebunden .noch einige Abhand!. desselben· (B 71).
A.V. 4 - B 71 - A 29. (I. J. 1920 von Major Buhle angekauft, nad! dem Tode des
Archivars Carl Gebhardt vom Sohne, Hans Bernd Gebhardt, durch notarielIe
Urkunde vom 14.8. 1942 nochmals dem Sch. A. übereignet, gleid!wohl nach dem
Kriege nicht übergeben, da das Werk ins Ausland verliehen und der Entleiher
inzwischen verstorben sei.)
Auf eine spätere Ausgabe des Werkes (Lugd. Bat. 1644) verweist Sm in einem hand-
schriftlichen Zusatz zur 1. A. des Hauptwerk. (= W I, 106,24).

LOCKl!, JOHN

On the Conduct of ehe Understanding ö with other pieces. [111e British Prosa
Writers, vol. 5.] London: 1820. 155 S. 12°. [337]
Angebunden an Hood: Up ehe Rhine [1682].
A.V. 961 - Verbleib?
In seinen Berliner Vorlesungen (D IX, 521 f.) nennt Sch das Buch, das er hier nach
der Ausgabe der Werke, 3. Band, 11. A. London 1812, zitiert, .sehr lesenswert". Ein
Hinweis auf das .vortrefflime Büchelchen' auch Pli, 57 (1851).
- , - : An Essay conceming Human Understanding, in four books. 14th ed.
Vol. I. 11. London: S. Birt 1753. 8°. Pgmbde. [338]
Nam Gwinners Katalog Namenseintragung und Randglossen ScI,.,.
A.V. 246 - Gw 324. Verloren.
In seinen Randbemerkungen zu Lodte (II) - HN 11, 382 - zitiert Sch das Werk
des .vortrefflichen" Denkers nach der 12. ed. London 1741. Es war wohl diese ed.,
die er vom 13.1. -3.2.1816 in der Dresdener Bibliothek entliehen hat (vg!. D XVI,
S. 122). Das Zitat ist dann in W I, 45 (1. A. 1819) übergegangen. Weitere Zitate,
ohne Bezugnahme auf eine bestimmte Ausgabe, W 1,617 (1. A. 1819), E XXVIII f.,
123 (1841), P I, 16 f. (1851).
- , - : Two Treatises of Govemment ... : in the former, ehe false prin-
ciples and foundation of Sir Robert Filmer [in his .Patriardta"] and his
followers, are deteeted and overthrown ö the latter is an essay coneeming
the true original, extent, and end of civil government. London: 1772. Ldbd.
A.V. 245 - B 71 - Verbleib? [339]

LOMBARD, PIERRl! [PETRUS LOMBARDUS]

Sententiarum textus, per eapitula ae eapitum § reeenter distinetus, cuilibet


distinetioni Henrici Gorichemii propositiones. Egidii de Roma elueubra-
tiones, Henriei de Vrimaria additiones, et denique marginales Biblie. cano-
num, auetorumque coneordantie adamussim alludunt. Tandem nonnulli
110

errares Parrhysius condemnati, eurn Magistri senrennarum haud approbatis


proposirionibus ... anno 1516 ... Coloniae Raurieorum, 1516. fo1. Holzbd.
A.V. 7 - Verbleib? [340]

[LuCAs]
Spinoza 11., oder Subiroth Sopim. Rom 1787. [Bin: w. Vieweg.] [341]
Beigebunden .noch .echs kleine philos. Abhandlungen" (A.V.). Nach B 71;
1. Me h r i n g: Veber den Standpunkt des philos. Forschen. [361];
2. .drei kleine philosoph. Abhandlungen von Eie k e n [160], E b e r h a r d
[158], und K I. i Q [312].
A.V. 384 - B 71 - Verbleib?

LULLIUS, RAYMUNDlJS

Opera ca, quae ad inventam ab ipso anem universalem scienuarum


artiumque ... pertinent. Ur et in eandem quorundam interpretum seripti
eommentarii [auctoribus J. Bruno et H. C. Agrippa]; quae omnia ... emen-
datiora ... edita sunt. Accessit Valecii de Valerii•... aureum in artem Lullii
generalem opus ... Editio postrema. Argentorati: haered. L. Zetzneri 1651.
1109 S. Index. 8°. Pgmbd. [342]
A.V. 210 - B 71 - Verbleib?
W 11, 20 ein Zitat aus d.s Raymundus Lullius: Duodecim principiA philosophiat.
Dagegen ist die Bekehrungsge.chichre W I, 466 (W II, 725) Brud<ers Hist. phi!. IV,
I, 17, entnonunen.

MAAss, ]OHANN GEBHAIlD EHllENREICH

Briefe über die Antinomie der Vernunft. Halle (Anron) 1788. 8°. Ppbd.
[343]
A.V. ? - B 71 - B 80 (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'sche Randglossen")
- Verbleib?
-, - : Grundriß der Logik zum Gebrauche bei Vorlesungen. Halle: Ruff
1793.8°.Ppbd. [344]
A.V. 320 - Verbleib?
Eine Erwähnung, unter den .mancherlei Lesebüchern der Logik, welche die Kanti-
sche SdlUte geliefert hat", G, 22 (schon 1. A. 1813).

MACLAlJIlIN, C[OLlN]
An Actount of Sir Isaac Newton's philosophieal Discoveries, in four books.
Published from the authors manuseript papers by Pattick Murdoch. Seeond
edition. London: 1750. 8°. Pgmbd. [345]
111

Randsmriften (nam Biedermann): S.257: .Th", SiT Is. Newton ,aw .. , and that
tbe maon was only a grealer projectile that received its motion, in the beginning
of things, !Tom the Almighty AuthoT of the uni"'erse." sch [unterstreimt die Worte
.the beginning" und .!Tom the Almighty Autbor· und 'bemerkt]: A kick, said
Goethe to me 1814. - S. 313: » ••• The C,eato,·. Sch [unterstreimt das Wort und
bemerkt]: A kick! S.257.
A. V. 463 c. - Das Exemplar ist nom Woldemar Frhrn. von Biedermann bekannt
gewesen; vgl. Goerhes Gespräme, Leipzig 1890, Bd. VIII, 337, 411. - Verbleib?
Sch har das Bum olfenbar erst nam 1854 kennen gelernt: Ein Zitat N, 85 (Zusatz
im HE 1854). N, 81 (Zusatz im HE 1854) ein Hinweis auf die französisme Aus-
gabe: Paris 1749.

MAGAZIN FÜR DIE PHILOSOPHISCHE, MEDICINISCHE UND GERICHTLICH/! SEELEN-


KUNDE. Herausgegeben von J. B. Friedreim. Heft 1. - 4. 150, 223, 244, 256 S.
Würz.burg: Carl Strelker 1829-1830. Ppbd. [346]
Exlibris. - In den Inhaltsverzeimnissen einzelne Aufsätze angezeimnet, aum sonst
einige Strime.
-, - : Heft 5.6.7.240,296,176 S. Würzburg: Carl Stredter 1830-1831.
Ppbd. [346a]
Exlibris.
A.V. 446 - Gw 203 (7 Hefte).
-, - : Heft 8. 9.10. = Neues Magaz.in für philosophische, medizinisme und
gerichtlime Seelenkunde. Herausgegeben von J. B. Friedreim. Heft 1. 2. 3.
180,146,186 S. Würzburg: StaheI1832-1833. Ppbd. [347]
Exlibris. - Keine Anstreimungen.
A.V. 446 (mit dem vorigen zusammengenommen) - Gw 205.
-, - : IV. Jahrgang. Heft 1. 2. = Armiv für Psychologie, für Aerzte und
Juristen herausgegeben VOn Dr. J. B. Friedreich. Jahrgang 1834. Heft 1. 2.
1-332 S. Heidelberg: August Oßwald 1834. Ppbd. [348]
Exlibris. - Keine Anstreimungen.
A.V. 446 (mi! den vorigen zusammen genannt: .Jahrgang 1829-1834 in 4 Bd.") -
Gw 204 (stark besmädigt).

MAGNEN, JEAN CHRYSOSTOME [MAGNENUS, ]OHANNES CHRYSOSTOMUS]


Democritus Reviviscens, sive Vita et philosophia Democriti, eum figuris.
Lugduni Batavorum: A. Wyngaerden 1648. XXII, 468 S. 12°. Pgmbd. [349]
A.V. 128 - B 71 - B 80 (nimt in der Abteilung .Smopenhauer'sme Randglossen")
- Verbleib I
112

MAlMON, SALOMON
Die Kathegorien des Aristoteles. Mit Anmerkungen erläutert und als Pro-
paedeutik zu einer neuen Theorie des Denkens dargestellt. Bin: Felisch 1794.
8°. [350]
Angebunden an Mai mon: Versum über die Transscendentalphilosophie [352].
A.V. 387 - Verbleib?
- , - : Versuch einer neuen Logik oder Theorie des Denkens. Nebst an-
gehängten Briefen des Philaletes an Aenesidemus. Bin: Felisch 1794. XXVIII,
438 S. 8°. Ppbd. [351]
A.V. 323 - B 71 - Verbleib?
Ein Zitat: Erstlingsmanuskripte HN I, 60: danam G, 22 (smon 1. A. 1813: ed.
Hübsmer VII, 14).
- , - : Versuch über die Transscendentalphilosophie, mit einem Anhang
über die symbolische Erkenntniß und Anmerkungen. Bin: Christian Friedrich
Voß und Sohn 1790. XXIV unpag. S. (Inhalt, Widmung), 444 S., 2 S. Druck-
fehler. 8°. [352]
Beigebunden:
1. Mai mon: Die Kuhegorien des AristoteIes, 1794 [350];
2. Buh I e: Entwurf der Transcendentalphilosophie, 1798 [93].
A.V. 387 - B 71 - Verbleib?
sm. A. Ersatzexemplar.

MAINE DE BIltAN [MARIE FRAN~OIS PIEBRE GONTHIER]


Nouvelles consid~rations sur les rapports du Physique et du Moral de
l'homme. Ouvrage posthume, publie par M. Cousin. Paris: Ladrange 1834.
XLII, 403 S. 8°. ppbd. [353]
Exlibris. - Zeimnung (Kopf) auf der Innenseite des Rückdeckels. - Zahlreime
Suime, Frage- und Ausrufungszeimen. - Mehrere Randglossen (BI.). S. 19, Sch
[über der Seite]: Il confond Force & Cau,e, voil" san "e<i>"'"1jJeuöo<;, inext,i-
cabilis erro,. [Diese Verwechslung VOn Naturkraft und Ursame rügt Sch aum S.
356 (il confand fo,ce et cause) und S.400 (TOllt tient " ce qu'il confond fo,ce et
cause; sam cela il"u,oit ,ai,on.rund in seinen Werken: WH, 51 (.mon 2. A. 1844)
und G, 46 (1847).] - S.79, Sch: Cahanis, le g,and Cahanis, du livre du q"el tu as
fJollle tit,e du tien, mon drole! - S. 84: • .1 la con,cience dll mai, ou .I la ,eflexion
dont les animaux ,ant p,ivk- Sch: Voyez l'igoisme d. taut animal, & conc..,ez le
sans conscience de l'Ego 0" mai! - Il faut et,e fanatique 0" b2t. POil' fai,e vos
p,opos. - S.326, Sch [unter der Seite]: Des qll'on met "n Di ..., tOllt, pa, a pas,
rentTe en lui, nos perceptions nos actions, il ne reste plus rien pOUT nou!. Spinosa
J

a 'ranchi d'un pas tOllt cela, les a..tres pa. a pas. - S. l27: .nie, l'inf/".nce phy-
siq"e 0" I'action des s""stances I.s ..ne, sar les a"t,es ...• Sch: C'e.t ainsi q"e la
tU

fa ....eti Je l'a••omption Je 2 ...b.tane•• , la p.ns"nte &- l'itenJ..e, .e mani/esta a..


bo..t J,. eompte, .'1 {lnissanl pa, ,ond,.i,• .l/'ab...,Je.
A.V. 867 - Gw 345.
Sch setzt sich mit dem Buch audl W 11. 41, 42. 43 und E, 85 (schon in der norwegi-
schen Ausgabe der .Freiheit des Willens' [1840]) auseinander.

[MAlSTlU!. XAVIER OE]

Voyage autour de ma ehambre suivi du Lepreux de Ia cit6 d'Aoste. Nouv. 6d.


d'aprts edle de Saint-P.5tersbourg [1812] revue et augment6e [par Barbier].
Paris: 1823.207 S. 12 0 • Br, [354]
A.V. ? - Gw 94. Verloren.

MALI!BRANCHE[. NICOLAs]
Entretiens sur 10. Metaphysique et sur 10. Rdigion. Rotterdam: R. Leers 1688.
604 S. 120 • Hpgmbd. [355]
A.V. 239 - B 71 (.Titel wasserfleckig") - Verbleib?
-[, -]: De 10. recherehe de 10. vllrit.!. Ou I'on traitte de 10. Nature de I'Esprit
de l'Homme, & de l'usagt' qu'il en doit faire pour lIviter l'erreur dans les
Scienees. 4. Ed. reveue, & augment6e de plusieurs Eclaireissemens. Deffense
de I'auteur de 10. recherehe de la v~rite, contre I'aceusation de Monsr de la
Ville. Tome I. H. 496 S., Table des Chapitres contenus; 585 S.• Table de
Chapitres, Table des Eclaircissemens. Amsterdam: Henry Desbordes 1688.
8°. SIdbde. [356]
Exlibris in Tome 11 (versehentlich auf dem rüdtwärtigen Einbanddedtel). - Stridle
(T. und BI.), Randglossen aus sehr früher Zeit: T. I. Vorsatzblatt, Sch: De prima
h..ju, libri edition. 1673/74 'Uid. B",deeri hist: phil: Tom IV, pars 2, S. 590 (7). -
S. 316, Sch: Der intelligible Karakter ist nicht durch die Vernunft bestimmbar, son-
dern von ihr unabhängig. [T.1 - T. H. S.215: .Je ne reprend. pa. id Arislote,
de ce qu'U 'I' a pa. 'f" q,.. Di... a e,ee le mond. dans le lern• ...• Sch: 'UO.IS etes
bien bon! [T.] - S. 233 f.: .0'1 'Uoit qu'il :JI a "'IDi.... des que 1'0'1 'Uoit l'i,./ini
...• Sch: a"u,ement & j • • eroi. charme J'a'Uoir I'honn.ur J. I. 'Ooir.
A.V. 240 - Gw 27.
Die zahlreichen Äußerußgen über Malebranche, die sich bei Sch finden. enthalten
zwei ausdrüdtlidle Zitate der Schrift .De la rech.rche ...• : W I, 163; PI, 5.

MARCU5 AURI!LIUS ANTONINUS

Marci Antonini Imperatoris eorum quae ad seipsum Libri XII. Recogniti ce


notis ilIustrati. Oxoniae. e theatro Sheldoniano Anno 1704. Impensis Ant.
114

Peisley, &; Geor. West. Praef., Testimonia de Marco Vero Aurelio Antonino
Imperatore. 246 5., Index. 8°. Pgmbd. [357J
Exlibris. - Einige Suid!e (Bl.) - Auf dem rüdtwärtigen Vorsatzblatt: Commendat
mortem flolunlaTiam. IH, 1. V, 29. - [T., früh.]
A.V. 519 - Gw 244.

MARIANA, P. JUAN DE

De rege et regis institutione. [Moguntiae] typ. wed:.selianis 1611. 372 5.,


Index. 12°. [358]
Angebunden an Va n i n i: Amphitheatrum [566].

MARTIN, B[I!NJAMIN]

Philosophia Britannica: or, A new and comprehensive System of the New-


tonian Philosophy, AstroDomy, and Geography, In a course of Twelve Lec-
tures, wich notes; Containing ehe physical, mechanical, geometrieal, and
experimental proofs and illustrations of all the Prineipal Propositions in
every Branch of NaturalSeienee: Also, A particular Account of the inven-
tion, structure, improvement and uses of al1 the eonsiderable instruments,
engines, and machines; With new ealeulations relating to their Nature,
Power, and Operation. The Whole collected and mechodized from all che
Prineipal Authors, ud Publie Memoirs; And embellished with Eighty-one
Copper-Plates. The fourch Edition. In three Volumes. London: Printed for
John, Francis, Charles Revington; and Thomas Carnan, in St. Paul's Church-
Yard; and Andrew Strahan, in New Street. 1788. Vol. I: Pref., Table of
Contents, 333 5.; Vol. 11: Table of Contenrs, 390 S.; Vol. III: Table of
Contents, 405 S., Index. [359]
Exlibris in Vol. I; in Vol. 11 und IH herausgelöst. - Striche und einzelne Rand-
glosseo in Vol. I und II (BI.). - Aus Val. Ir sind S. 17-32, 225-240,337-352
herausgeschnitten.
A.V. 463g - B 05 - A 29.
Sch. A. 561.

MAYO, HERBERT

The philosophy of Iiving. London 1837. 8°. Ssntbd. [360]


A.V. 747 - B 71 - Verbleib?
Sch scheint das Buch erst nach 1851 kennen gelernt zu haben; er zitiert es in einer
Randglosse in Barnard van Ovens .On tbe aecline o/I;/e i1l bealtb and dis.lls.",
1853 [922); dann P H, 175, in einem handschriftlichen Zu,atz.
115

MEHllING, G.
Zur Orientirung über den Standpunkt des philosophischen Forschens in unse-
rer Zeit. Stuttg: J. F. Steinkopf 1830. XVI, 68 S. 8°. [361]
Angebunden an [Lucas:] Spinoza I I [341].

MEIEll, GEOllG FllIEDllICH

Metaphysik. Theill-4. Halle: J.J. Gebauer 1755-1759. 8°. 2 Hfrzbde.


[362]
A.V. 138 - Verbleib?
- , - : Recht der Natur. Halle: Schwetschke u. S. 1767.8°. Hfrzbd. (363]
A.V. 302 - Verbleib?

[MEISTEIl, JACOB HEINRICH]

Briefe über die Einbildungskraft. Aus dem Französischen. Neue Auflage.


Zürich: Drell, Füßli & C. 1800. 8°. Ppbd. [364]
A.V. 400 (ohne Verf.) - B 71 (unter: He n n i n g.) - Verbleib?

MEISTEIl, JOHANN CHlllSTIAN FIlIEDRICH


Lehrbuch des Natur-Rechts ..Frankfurt a. d. Oder: Akad. Buchhandlung 1809.
Ppbd. [365]
A.V. 310 - Verbleib?
W I, 627 zitiert, al. Bewei., .wie Wahrheit und gesunde Vernunft .ich wieder Bahn
machen" (.chon 1. A. 1819). Ebenso dann in den Philosophischen Vorlesungen 1I,
D X, 483 als das vorzüglichste .von allen mir bekannten Lehrbüchern" genannt.
-, - : über die Grunde der hohen Verschiedenheit der Philosophen im
Ursatze der Sittenlehre, bey ihrer Einstimmigkeit in Einzel-Lehren derselben.
Eine von der Kais. Kön. Societät der Wissenschaften zu Harlem in der Sit-
zung vom 23. Mai 1812 gekrönte Preis-Schrift. Nebst Zugabe einer Abhand-
lung, verwandten Stoffes: über die, wo möglich, noch größere Verschieden-
heit der Ursätze des Naturrechtes; und eine verhältnißmäßig gleich große in
Einzel-Lehren desselben. Züllichau: Darnmann 1812. 80 S. 8°. Ppbd. [366]
Striche, Fragezeichen, Randnotizen, z. T. durch den Buchbinder beschnitten (BI.). -
S. 11: .1) die materiellen; 2) die formellen Urprincipe. Ein neuer Name! eine
uralte Sache! Jener, dankbar entlehnt aus der kritischen Schule.· Sch: also damals
30 J. alt. - S. 19: .D. Clardte: Schidtlichkeit der Dinge ...• Sch: fitness. - S.43:
"Die Kantianer Deutsd1lands, welch. vor Kant, und nach seinen Ur-Ideen, in der
Metaphy';k J'T Sitttn und in der Kritik JtT prakti,chen Vernunft, Systeme der
116

Moral aufzustellen gewagt haben ...• Srh: er willsag[en] vor Erschein[un]g [der]
Krit: d. pra[kt.] Vernunft als[o] vor 1788. - [Die] Metaph: d. Sit[ten] ist noch
.pät[er].
Nicht A.V. - B 05 - A 29.
Sch. A. 564.
Ein Hinweis auf diese Schrift E, 107 (1. A. 1841).

MEISTEIl ••..

• Eine philosophisdle Dissertation in lateinischer Sprache". 4° (B 71). [367]


A.V. ? - B 71 (Nr.2537: .Ein Band von 12 philos. Dissertationen in lat. Sprache
von Blümer, Kunze, Meister .•. ").

MELTZIIIl, ADOLf HElNIlICH

Aristäus und Philalethes. über das Gefühl des Moralisdlen. Bin: Morino
1791. 8°. ppbd. [368]
A.V. 401 - Verbleib?

MBNDELSSOHN, MOSES

Abhandlung über die Evidenz in metaphysischen Wissenschaften. Eine von


der KöniglidJ.en Academie der Wissenschaften in Berlin gekrönte Preisschrift.
Neue A. BIn: Haude & Speiler 1786. 144 S. 8°. [369]
Exlibris. - Unterstreichungen, Frage- und Ausrufungszeichen. - S. 20: .so ist eine
Seele, die vorhanden ist und schlechterdings keine Vorstellungen hat, ein olfenbarer
Widerspruc:h." Srh: loelo, Jud..ic:
A.V. 424 - B 71 (.ein Padtet von 13 Bdn. philos. Schriften von Abicht. Hennings.
Holfbauer, Fidlte. Jacobi. Mendelssohn u. a.") - 1942 von Edmund Werra, Berlin,
angeboten (vgl. XXx. Jahrb. 1943, 5.298). Verbleib?
- , - : Phädon oder über die Unsterblichkeit der Seele, in drey Gesprächen.
Frankf. und Lpz: 1785. 246 S. 8°. Hfnbd. [370]
A.V. 175 - Gw 45. Verloren.
Sm. A. Ersatzexemplar •
- , - : Philosophische Schriften. 1. Thei!: Vorrede und Vorbericht. 232 S.
2. Thei!: 237 S. Wien: Johann Thomas Edler von Trattner 1783. In 1 Hfrz-
bd.8°. [371]
Qlibris. - Einige Unterstreichungen.
A.V. 174 - Gw 34.
In den Philosophismen Vorlesungen (D IX. 392) zitiert srh das Werk noch nach der
Ausgabe Berlin 1777.
Zu Mendelssohn vgl. aum J a C 0 b i. Friedrim Heinrim [270].
117

[METZGER, JOHANN DANIEL?]

Kußerungen über Kant, seinen Charakter und seine Meinungen. Von einem
billigen Verehrer seiner Verdienste. s.l. 1804.48 S. [372]
Angebunden an R i n k: Ansichten aus Immanuel Kaut', Leben [456].

MICHELET, C[ARL] L[UD"lII'IG]

Examen critique de I'ouvrage d'Aristote intitul.! Metaphysique, ... [Avant-


propos de J.-A. Mercklein]. Paris: J.-A. Mercklein 1836. XL, 322 S. 8°.
Ppbd. [373]
A.V. 441 - B 71 - Verbleib?

MONTAIGNE, MICHEL E. OE

Essais ... donnez sur les editions les plus anciennes et les plus correctes,
augmentez de plusieurs lettres d. l'auteur [de 29 sonnets d'E. de la Boetie
et de la Servitude volontaire du meme auteur] ... avec des notes par Pierre
Coste. Nouv. IId. La Haye, P. Gosse et J. Neaulme 1727. Vol. I-V. 12°.
Hpgmbde. [374]
A.V. 823 - B 71 - Verbleib?
Srh zitiert nach keiner bestimmten Ausgabe, sondern einfach nach Li". und eh.: W I,
423 (1. A. 1819); W 11, 275,653 (2. A. 1844); E, 251 (2. A. 1860).

MONTESQUIEU [CHARLES-LOUJS DE SECONDAT, BAllON OE LA BdoB BT OE]

Del'Esprit des lois. Vol. I-V. Paris: P.Didot I'atnll. An XII [1803]. 12°.
A.V. 816 - V e r b l e i b ? ' [375]
[-, -:] Lettres Persanes. 3 ed. Vol. 1. 11. Amstelodame: J. Desbordes
1730. 12°. Ldbd. [376]
A.V. 906 (unter dem Verfassernamen Pascal) - B 71 (unter dem Verfas,ernamen
Pascal) - Verbleib?

MOllELL, JOHN DANIEL

Modern German philosophy: its characteristics, tendeneie50 and results. Man-


chester Papers, aseries of oecasional essays. London: Manchester 1856. 8°.
A.V. 392 - B 71 _ Verbleib? [377]
Sch an Asher, 3.12.1857: .Den MOTel/, on modern G.rman philosophy habe dom
kürzlich erhalten, aber nom nimt gelesen, sondern bloß eneho, daß er mim nimt
kennt" (D XV, 595).
118

MORGENSTERN, KARL

Grundriß einer Einleitung zur ~sthetik, mit Andeutungen zur Geschichte


derselben. Dorpat: Schünmann 1815. 32 S. 8°. Br. (378)
Exlibris. - Keine Randsduiften.
A.V. ? - Gw 142.

[MORTZFELD, DR. J. eH.)

Fragmente aus Kants Leben. Ein biographischer Versuch. Königsb: Hering


und Haberland 1802. 136 S., 1 BI. Berichtigungen und Zusätze. 8°. [379]
S. 86, Sch [zu einer SteBe über Kants Offenherzigkeit und Zutrauen]: Salomon dit
que Je commencement Je la sagesse est La crainte Je Dieu; mais je crois que c'est
I" <rainte des hommes.
Angebunden an Rink: Ansidllen aus Immaouel Kant's Leben [456].

MORUS, THOMAS

De Optimo reipublicae statu deque nova insula Utopia, libri duo, scripturn
vere aureum, nec minus salutare quam festivum, quod ex Erasmi Rotero-
dami, Guilielmi Budaei, aliorumque magnorum virorum comendationibus,
quae epistolis praefixis continentur,liquidum dubitantibus evadet. Hanoviae:
J. J. Henneius 1613. 299 S. 12°. [380]
A.V. 115 - Verbleib?

MÜLLER, ADAM HEINRICH VON

Von der Idee der Schönheit. In Vorlesungen, gehalten zu Dresden im Winter


1807/08. Bin: Dümmler 1809. 241 S. 8°. (381)
A.V. 430 - B 71 - Verbleib?
-, - : Die Lehre vom Gegensau.. 1. Buch: Der Gegensatz. Bin: Realschul-
buchhandlung (G. A. Reimer) 1804. 8°. [382]
A.V. 431 - B 71? (.Ein Packet von 10 Bden. philos. Schriften von ... Müller ...
u. ä.) - Verbleib?

MUNK, S[ALOMON]

Melanges de Philosophie juive et arabe. Premiere Livraison. renfermant des


Extraits methodiques de la "Souree d. vie" de Salomon Ibn-Gebirol (dit
Avicebron), traduits de I'arabe en hebreu par Schern-Tob Ibn-Falaquera;
la traduction fran~aise de ces extraits, aeeornpagnee de notes critiques et
explicatives; une notice sur la vie et les ecrits d'Ibn-Gebirol, et une analyse
119

de sa souree de vie. Paris: A. Franck 1857. VIII, 306 S. 8°. Ppbd. [Das Werk
lag erst 1859 vollständig vor: XIII, 536 S. u. 36 gez. BI.] [383)
A.V. 260 - Gw 239. Verloren.
Im Juli 1857 madtte David Asher Seh auf das Werk aufmerksam. Seh antwortete am
15.7.1857: .Ich möchte wohl das Buch sehn, um zu ermessen, wie weit eine Ueher-
einstimmung mit mir darin geht. Aber noch mag icb es nicht kommen lassen; wir
werden wobl noch mehr davon hören: vieHeicht kauft es hier die Bibliothek."
CD XV, 582.) Und im nächsten Brief, vom 22. 10. 1857: .Auf den Credit Ihres
Artikels in den Blättern für literarische Unterhaltung [Nr.33, - einer vorläufigen
Anzeige] habe ich den Gebirol kommen lassen u. gelesen: es ist ein grausam lang-
weiliges Buch, welches hauptsächlich daher kommt, daß man nie redlt weiß, wovon
er eigentlich redet, da er es immer mit seinen eigenen en/ia Tation;. vorhat. Aller-
dings kann er als mein Vorgänger angesehn werden, da er lehrt, daß der Wille
Alles in Allem ist, thut und macht: damit ist aber auch seine ganze Weisheit zu
Ende: denn er lehrt es nur so in Ilbst,llcto und wiederholt es 1000 Mal. Zu mir ver-
hält er sidl wie ein Nadlts unter dickem Nebel leuchtender Glühwurm zur Sonne
..• ' (0 XV, 589). Ein ausführlicherer Aufsatz .Salomon Ibn-Gebirol in seinem
Verhälmiß zu Arthur Scbopenhauer', in dem Asher das Buch der 2. A. des. Willens
in der Natur' vergleichend gegenüberstellte, erschien in den Blättern für literarische
Unterhaltung, 1857, Nr. 52 (wieder abgedruckt bei David Asher: Arthur Scbopen-
hauer. Neues von ihm und über ihn. Bedin 1871, S. 65-70). Dazu Seh, am 25.2.
1858: .Ihr Artikel über Gebirol hat mich erfreut und ist im Ganzen gut; wiewohl
ich im Einzelnen manches auszusetzen finde. Dieses Zusammenstellen kurzer Sätze
ist nicht recht tauglim: daraus kann man mamen was man will. Sie hätten sollen
den Sinn des Gebirol, möglichst tief geschöpft und verdeutlicht, im Ganzen und
Großen gehen, und dann zeigen, daß und wie weit er mit mir zusammenstimmt'
(0 XV, 623).

MURATORI, LODOVICO AmONlo

Della forza della fantasia umana. Venezia: Giambatista Pasquali 174!i.


XVI, 256 S. 8°. Kart. (384)
Auf dem Vorsatzblan: A. Sehopenhall" [T., mittlere Schrift]. - Viele Striche,
frage- und Ausrufungszeimen, Ausrufe wie ehe! nol [BI.] - Im hinteren Deckel
Bleistiftzeichnung (Kopf in Profil).
A.V. !043 - B 80 - B OS - A 29.
5ch. A. 566.
• Einre.llme der damals geltenden Ansicht": N, 154 (erst 2. A. 1854). Xbnlich PI,
83 f. (Zusatz aus Ms-Buch .Spicilegia" 437, d. i. 1851).

MUTSCHELLE, SEBASTIAN

Veber das sittlich Gute. Pesth: 1794. Ppbd. [3851


A.V. 393 - Verbleib?
120

NEMESIUS EMESENUS

De natura hominis, graece et !atine. Ed. ehr. Fr. Matthaei. Halae: J. Gebauer
1802. 8°. Frzbd. [386]
A.V. 479 - B 71 - Verbleib?

NEWTON, IsAAC

Philorophiae naturalis principia matheroatica . .. [cum praefatione Rogeri


Cotes neenon carmine Edmundi Halley] ... perpetuis commentariis iIlu-
strata communi studio P. P. Thomae Le Seur et Franeisei Jacquier. Genevae:
BarriIIot et filii 17l9. Vol. I, 11. 4°. Ldbde. [387]
A.V. 463 d - Verbleib?

NIZZOLl, MARIO [NIZOLlUS, MulUs]

Anti-barbarus Philosophieus, sive Philosophia Scholasticorum impugnata


libris IV. de veris principiis et vera ratione philorophandi contra pseudo-
philosophos inscriptis ... Baroni a Boineburg, ab editore G [odefredo]
G[uilelmo] L[eibnitio] L[ipsiensi], qui introductionem de optima Philo-
sophi dictione, ... notasque passim ad;ecit. Francofuni 1674.4°. [388]
A.V. 450 - Verbleib?

OCCAM, GUILELMUS DE (GUILLERUMEDE) O. F. M.


Guilelmi de Occham Tractatus logicae ... divisus in tres partes. [In fine:]
Impressum est hoc opus Parisiis in vico clauso bruneIIi 1488. 126 S., 2 Kol.
fol. Ppbd. [389]
Reigebunden Pie 0 deli aMi r a n d 01 a: De imaginatione [408].
A.V. 2 - B 71 - Verbleib?

OELB.lCHS, JOHANN GEORG AaNoLD

Commentatio de doctrina Platonis de Deo a Christianis et recentioribus Pla-


tonicis varie explicata et corrupta. Marb: Krieger 1788. 8°. [390]
A.V. 353 - B 71 - Verbleib?

ORIGENES

Compendium Historiae Philosophicae Antiquae, sive Philorophumena, quae


sub Origenis nomine eircumferuntur, edita primum ex Codice Bibliothecae
Mediceae a Jac. Gronovio, V. CI. in Tbesauro Antiquitatum Graec. Tom. X.
121

jam vero recognita, & notis uberioribus ilIustrata passimque eorrecta, a


M. Jo. Christophoro Wolno. Praemissa est praefatio, qua ostenditUr, libri
Scriptorem ineertum esse, adeoque nec Huetii, nee Galei, nec Gronovii, de
eo sententias aut conjecturas firmis rerum argumentis niti. Hamb: Christian
Liebezeit 1706. XLVI S. (Widmung, Praefatio), 222 S. 8°. Ppbd. [391]
Exlibris. - Keine 5trid!e und Randglossen.
A.V. 97 (unter Wolf) - B 71 - B 05 - A 29.
sm. A. 569.
Sch hat das Bud! nirgends erwähnt. Er %itiert Origenes nad! A ugustin und nadl
Bayle.

OXENFORD, lOHN

Iconoclasm in German Philosophy. In: The Westminster Review. New Series.


VI. (April) 18S3, S. 388-407. London. 80 • Ppbd. [392]
.Mit Sch', Randglossen" (Kat. Gwinner).
A.V. 941 - Gw 240. Verloren.
Sd!openhauer erfuhr von diesem Aufsatz, der ihn in England bekannt gemad!t hat,
durd! ein Inhaltsreferat in einem englischen Wochenblatt .Economist", das sein
Freund Dt. Emden ufällig %ur Hand nahm. Auf seine Bitte hin (27. 4. 1853, D
XV, Nt. 458) sandte O. Lindner ihm das Heft zu (30.4. 1853: D XV, Nt. 459) -
drei Wochen, bevor Artaria es ihm verschalfte. In Briefen an Lindner vom 9. 5. 1853
(D XV, Nr. 462), an Frauerutädt vom 19.8.1853 (D XV, Nr. 478), an Asher vom
22. 10. 1857 (0 XV, Nt. 664) und an Bähr vom 25. 2. 1860 (0 XV, Nr. 796) äußerte
sich sch lobend über den Aufsatz. Er fand vor allem die englisd!e übersetzung von
Stellen aus seinen Werken gut•• Die Darstellung meines Systems freiHd! ist sehr
mangelhaft, besonders im ethisd!en Tbeil, und überhaupt ist die Gan%heit und voll-
kommene Einheit desselben gar nicht ausgedrüdr.t; auch nicht das Primat des Wol-
lens u. da. Sekundäre alles Intellekts ... " (an Lindnet, 9.5.1853). Lindner über-
setzte mit Hilfe seiner Frau, einer geborenen Engländerin, den Aufsatz ins Deut-
sche. Diese übersetzung erschien im Mai und Juni 1853 in der Vossischen Zeitung
und dann in Frauenstädts .Briefen über die Schopenhauer'sche Philosophie", 1854.
(Manulneudrudr. des Artikels XII. Jahrb. 1923-1925, S. 115-134, der Übersetzung
ebd. S. 135-165.}

PAIlMENIDES ELEATES

Carminis reliquiae. De vita ejus et studiis disseruit, fragmenta explicuit,


philosophiam illustravit Simon Karsten [= Philosophorum Graecorum vete-
rum praesertim qui ante Platonem floruerunt operum reliquiae. Recensuit et
illustravit Simon Karsten. Vol. 1. Pars alteraJ. Amstelodami: J. Müller &
Soc. 1835.301 S. 8°. Ppbd. [393]
Exlibris. - Keine Striche und Randgl05.en.
A.V. 501 - Gw 295.
122

Die Parmenideszitate SeI>,s gehen z. T. auf Aristoteles (W I, 130, 389; PI, 37), z. T.
auf Clemens Alexandrinu. (W H, 37) oder Stobaeu. (W 11, 549) zurück

PASCAL, BLAISE

Pensees de M. Pascal sur la religion et sur quelques autres sujets. Edition


NouveUe. Amsterdam: Abraham Wolfgay 1684. Pref., 253 S., Table de
matieres. 8°. Pgmbd. [394]
Exlibris. - Sch [auf dem Vorsatzblatt]: Quoi de plus honnant, que Je voir un
homme d'esprit, comme Pascal, "voir la l~chete. de subiuguer cet esprit aux Jogmes
d'une religion positiv.! [T.] - Einzelne Striche [BI.] - S.135: .L'homme qui
n'aime q... soy, n. hait rien tant que d'estre se..! avec soy. 11 ne recherche rien que
pour soy, & ne lui! rien t.mt que soy; parce que quand il .e voit, il ne .e voit pas
tel qu'il .e d ••ire, & qu'il trouve en soy mesme un amas de miseres inevitables, &
un vide de biens reels & solid.. qu'U est incapable de remplir.· Sch: L'amour ou ltI
haine de ltI soUeude ne dip.nJent pas de I" bonte ou mechtJncete du caur m"is Je
It. richesse ou pauvr.re na t ure /1 e Je /'e.prit. [T.]
Beigebunden : Di.cour. sur I.. pen,~e. de M. Pa. c a I [397].
A.V. 832 - Gw 52.
-, - : Pensees, Tom. I. II. 232, 279 S. Paris: A. Pougin 1835. 16°. In
1 Frzbd. [395 ]
Exlibris. - Einige StridJ.e (BI.).
A.V. 833 - Gw 69.
-, - : Les Provineiales, ou Lettre. eerites par Louis de Montalte un pro- a
vineial ... avec les notes de Guillaume Wendrock (P. Nicole). Amsterdam,
aux depens de la Compagnie 1767. Vol. I-IV. 12°. Hfrzbde. [396]
A.V. 831 - B ?I - Verbleib?
-[, -]: Discours sur les pensees de M. Pascal. Ou I'on essaye de faire voir
quel etoit son dessein. Avec un autre Discours sur les Preuves des Livres de
Moyse et UD Traire ou I'on montre qu'il y a des demonstrations d'une autre
espeee et aussi certaines que celles de la Geometrie, et qu'on en peut donner
de telles pour la religion chretienne. 107 u. 9 S. 8°. [397]
Angebunden an Pensee. de M. Pa, ca I ,ur la religion [394].

[PEMBERTON, HENRY]

A view of Sir !saae Newton's philosophy. London: S. Palmer 1728. 24 BI.


(Dedication, Preface etc.), 408 S. 12 gefaltete Tafeln. 4°. Ldbd. [398]
Viele An- und UntersueidJ.ungen, Seitenverweisungen und Anmerkungen [BI.]. -
sch: S.29: Lex inertia. - S.46: Theilen sidJ. darin - S.47: tauschen sie aus. -
S.57: Wh,. not ray: "s the squa,e, 0/ thr times? - S. 61: He uses 4 e g r. e 01
123

motion fOT qua n ti t" of motion § 25, d1: 1. - S.69: that in all pouible cases
weight iJ compensated b" velodt", & velodt" b" weight, & that this velocit" ma"
b. m.rel" virtual. - S. 70: namely in v e T s. proportion. - S. 174: what Kepler
fo"nd 100 ".ars belare - S. 328: Coloured bod'e. o..ght to appear bl a c k, in
any oth.r light, but their O'lIIn - S.330: the truth peeps out usw. - Faks. eiller
Seite, Gri 30, Tafel XXII.
A.V. 463b - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Kat. 60 .Autographen" Leo L.iepmalllls-
sohn Berlin, Verst. 21/22. 11.1930 - H 64.
Sch. A. 603/44.
Ein Hinweis auf S. 180 des Budles im HE der 2. A. vOn W II (.,gl. ed. Weiß, 1014);
Pli, 155 (1851): Pernberton erwähne die Apfelgesdlidlte nidlt.

[PESTALOZZI, JOHANN HEINRICH]

Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwickelung des
Menschengeschlechts von dem Verfasser von Lienhard und Gertrud. Zürich:
Heinrich Geßner 1797. 8°. Ppbd. [399]
A.V. 271 - B 71 - Verbleib?

[PEZZL, JOHANN]

Faustin, oder das philosophische Jahrhundert. Zürich: Ore111788. 8°. Ppbd.


A.V. 1146 _ Verbleib? [400]

PHILIPPSON, LUDWIG

"Y~l1 a~Q(j)Jt'Vl1' Pars 1. De internarum, humani corporis panium cogni-


tione Aristotelis eum Platonis sententüs cornparata. Pars II. Philosophorum
veterum usque ad Theophrastum doctrina de sensu. Theophrasti de sensu et
sensibilibus fragmentum ... Aristotelis doctrina de sensibus. Theophrasti
fragmenta de sensu, phantasia et intellectu ..• Berol: J. A. List 1831. VIII,
252 S. 8°. Ppbd. [401]
Viele Striche und Randglossen. - Auf dem hinteren Einbandded<.el Zeichnung
(Jüngling,kopf in Profil). - In der 80 S. umfassenden Abhandlung Philippsons
Stridle: S. H, 24, 26, n, 74 (aufgeführt Gri 88, S. 84 f.).
A.V. 488 - B 71 - B 80 - Gri 88 (S. 84 f, 141) - Gri 05 - Gri 30 (Nr. 1229)
- Verbleib?

PHILO VÖN ALEXANDRIEN

Opera omnia, graeee et latine. Ad ed. Thomae Mangey eollatis aliquot mss.
edenda euravit Augustus Friderieus Pfeiffer. Argentorati, in bibliopolo Aca-
demieo (Erlangae, sumtu W. Waltheri). Val. I-V. 1785 -,1792. 8°. Ppbde.
[402]
124

Nad! Gwinners Katalog zahlreid!e interessante Randglossen Seils.


A.V. 480 - Gw 226. Verloren.
Philos Sdu-iften sind .widerlid!e Kapuzinaden·: GN, IV, 56 (aus Ms-Bud! .Pan-
decta." 214, d. i. 1835); Olm Sd!luß dieser kritischen Aufzeid!nung zitiert S';' Philo
de Monfil'';';fiI, ed. Mangold. Ober Philos wunderlid!en Gebraud! des Wortes Myo.
aum P I, 42.

PHILO BnANTIUS

De septem orbis speetaeulis. Leanis Allatii opera [in Philonem de septem


orbis spectaeulis notae]. Nune primum Graece & Latine prodit, eurn Notis.
Romae: Maseardus 1640. VI, 112 S. 8°. Ppbd. [403]
Exlibris. - Keine Stric:be und Randglossen.
A.V. 494 - B 71 - B OS - A 29.
Sd!. A. 574.

PHILOLAOS

Philolaos des Pythagoreers Lehren, nebst den Brumstüdten seines Werkes,


von August Boedth. Bin: Voss'sme Buchhandlung 1819. 200 S. 8°. [404]
Angebunden an H. m •• n: Anuagora. Clazomeniu. [229J.

PHILOPONOS, JOANNES

Vita Aristotelis auctore Ammonio sive J oanne Philopono, graece et latine.


Aceessit ejusdem vita Aristotelis ex vetere translatione, eum Pet. Joannis
Nunnesii ... smoliis. Helmestadii: J. Muller 1666. 103 S., indices. 4°. Ppbd.
[405]
A.V. 457 (als Autor: Ammonius) - B 71 - Verbleib?
Ein Zitat: PI, 37.

PHILOSOPHISCHES JOURNAL EINER GESELLSCHAFT TEUTSCHER GELEHRTEN.


Herausgegeben von Friedrim Immanuel Niethammer. 1. Bd. 393 S. 1795
im Verlag der neuprivilegirten Hof-Bumhandlung in Neu-Strelitz. - 2. Bd.
341 S. 1. Heft. 1795 bei dem Hofbumhändler Mimaelis in Neu-Strelitz.
2. Bd. 2. Heft. 1795 im Verlag der Neuprivilegierten Hof-Budlhandlung
in Neu-Strelitz. 2. Bd. 3./4. Heft. 1795 bei dem Hofbuchhändler Mimaelis
in Neu-Strelitz. - 3. Bd. 372 S. 1./2./3. Heft 1795 bei dem Hofbuch-
händler Mimaelis in Neu-Strelitz. 4. Heft. 1796 bei dem Hofbumhändler
Michaelis in Neu-Strelitt. - 4. Bd. 444 S. 1796 bei dem Hofbumhändler
Mimaelis in Neu-Strelitz. 8°. Ppbde. [406]
125

A.V. 277 - B 71 - Verbleib?


Sch. A. Ersatzexemplar.
- : Herausgegeben von Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Immanuel
Niethammer. Jena und Lpz: Christian Ernst Gabler. 5. Bd. 1797. 260 S.,
Notizenblatt für das Philosophische Journal (nach H. 3 und 4) 36 S. -
6. Bd. 1797400 S., Notizenblatt für das Philosophische Journal (nach H. 1
und 2) 46 S. - 7. Bd. 1797 337 S. - 8. Bd. 1798 390 S. - 9. Bd. 1800
390 S. - 10. Bd. 1800366 S. [407]
A.V. 284 - Verbleib?

PICO DELLA MIB.ANDOLA, GIOVANNI FRANcEsco

Joannis Francisci Piei Liber de imaginatione. [In fine:] Yenetiis apud Aldum
Romanum, mense Aprili 1501. - Yenetiis 1501. Fo!. {408]
Angebunden an 0 c c a m: Tractatus logicae [389]. (B 71: ,. I. 500).
Zitate: Zitatensammlung 1816/1817 (D XVI, 131), dann G, 104; WH, 72 f. (,eit
2. A. 1844).

PISCATOB., jOHANNES

Analysis in Ciceroni. Oratione•... Herbornac 1587. 8°. [409]


Angebunden an Ra m u,: Dialecticae libri duo [433].

PLATNEB., EItNST

Neue Anthropologie für Aente unaWeltweise, mit besonderer Rücksicht auf


Physiologie, Pathologie, Moralphilosophie und Aesthetik. 1. Thei!. Lpz: S.L.
Crosius 1790. 664 S. 8°. Ppbd. [410]
A.V. 170 - B 71 - Verbleib?
Zitate: W II, 99, 609 (2. A. 1844).
-, - : Philosophische Aphorismen, nebst einigen Anleitungen zur philo-
sophischen Geschichte. Thei! 1. 2. Lpz: Schwickert (I) 1784; (II) 1782. 8°.
[411]
A.V. 189 - Verbleib?
Zitate: Erstling,manuskripte HN I, 60; danach G, 20, 23 (schon 1. A. 18U); Philo-
sophische Vorlesungen, D IX, 144 (späterer Zusatz).
-, -[?]: Ueber die Grundsätze und die Namr des Schönen. Bin: 1797.
Ppbd. [412]
A.V. 190. Der Titel erscheint im A.V. zweimal: Nr. 190 unter dem Verfassernamen
Plamer, Nr.355 [446] ohne Verfasser, Bin. 1797. In B 71 erscheint der Titel nur
126

einmal, ohne Verfasser, BIn 1797; in Gri 88 wieder zweimal, beidemale ohne Ver-
fasser, mit den Angaben BIn 1747 und BIn 1797. Verfasser, O. u. J. des vorliegenden
ersten Titels bleiben unsidler; Plarner lebte 1744-1818, er scheidet also für die
von Gri 88 angegebene Jahreszahl 1747 aus.
- , - : .Eine philos. Dissertation in lat. Sprache". 4°. (B 71). [ 413]
Offenbar: De principio vitall sententiaJ super quam publicam disputationem insti-
tuet ... Ernestus Platner adsumto Ern. Benj. Gottlieb Hebenstreir . " ad 5. Septbr.
1777. Lips: off. loepetia. 30 S. 4°.
A.V.? - B 71 (.Ein Band von 12 philos. Dissertarionen in lat. Sprache von Blümer,
Kunze, Meister, Plarner, Seydlitz u. A. 4°") - Verbleib?
Ein Zitat aus dieser Dissertation Platners PlI, 123 Anm. (Zusatz im HE).

PLATON

IIAATQN. Platonis Philosophi quae exstant Graeee ad editionem Henriei


Stephani Accurate expressa eum Marsilii Fieini interpretatione. Praemittitur
L. III Laertii de vita et dogmatibus Platonis eum notitia literaria. Aeeedit
varietas leetionis. Stud. Soc. Bip. Biponti: ex Typographia Soeietatis. Vol.
I - XII in 6 Hfrzbd. Vol. I (C, 267 S.) 1781; Vol. II (368 S.) 1782; Vol. III
(VII, 370 S.) 1782; Vol. IV (VII, 390 S.) 1783; Vol. V (VIII, 359 S.) 1784;
Vol. VI (IV, 380 S.) 1784; Vol. VII (424 S.) 1785; Vol. VIII (VI, 442 S.)
1785; Vol. IX (VI, 437 S.) 1786; Vol. X (VIII, 390 S.) 1787; Vol. XI (XII,
483 S.) 1787; Vol. XII: Dialogorum Platonis argumenta exposita et iIIu-
strata a Diet. Tiedemann (382 S.) 1786. 8°. [414]
Exlibris in allen Bänden. - Auf den hinteren Vorsatzblättern von Vol. IV, VI,
VIII Zeichnungen (Kopf in Profil). - Zahlreiche Unterstreichungen, Randstriche,
Konjekturen, Hinweise, Stellennachweise und Erklärungen philologisdJer Art. Ver-
besserungen der lateini,dJen Übersetzung (T. und BI., meist aus der Zeit des Uni-
versitätsstudiums). - Vol. I, auf dem Vorsatzblatt: 'H yop ID.a'tCJlv,xTj xapIS an
a ..,.a1;u, "Tjft'J(o~s yspCJlO'a. Olympiodorus, Comm. in Plat. Aleib: - S.136, Sch
(zu Phaedo 60 b), Point de plaisir sans peine: nicht umgekehrt [BI., mittlere Hand-
schrift.] - Vol. IV, S.175 [Überschrift: Ion], Sch, Eine sehr schöne Analyse des
Ion, von G ö t h e, geschrieben 1796, steht in seiner Zeitschrift .Ueber Kunst u.
Altenhum" Band 5, Heft J, unter dem Titel .Plato, Mitgenosse einer christlichen
Offenbarung· [T., früh). - Vol. VI, S. 153, sch (am Rande): ",ide lectiones [T.,
früh - gemeint sind die von Sch nachgeschriebenen Vorlesungen Wolfs.) - Vol.
VII, S. J38 [Schluß der Schrift De republiea], Sch: Vide praeclarum, quem in bane
Platonis Metemp,ychosis tbeoriam rcripsit, commentarium, Po r pb y r i usapud
Stobaeum in Eclogis Vol: 3, p. 366-394. si",. L. lI, c. 8, § 37 sqq. [T., früh) -
Vol. VIII, S. 387, Sch [zu De legibu, VII 821a): Altes Weib! [BI.) - Vol. X, S.
341 [Pbaedru., p. 256 a, b J, Sch, Herrlich war's, wenn im bezwungen Meine sünd-
liche Begier [T., früh J.
A.V. 50J - Gw 197.
127

Sm hat Vol. I dieser Au,gabe zuerst am 12.10. 1810 in Göttingen entliehen, Vol. V
und VI VOm 10.-26.6.1813 in der Herzoglimen Bibliothek in Weimar, Vol. X ebd.
am 15.6., Vol. 11 vom 28. 6. bis 21. 7., Vol. VIII vom 29.7. bis 20. 11.; Vol. X dann
nommal, vom 30.3. bi, 3.4.1814. Er zitiert die Bipontina ,mon in den Erstlings-
manuskripten HN I, 22 (Berlin 1812), dann in G, 1. A. (1813). Unter den zahlrei-
men Entlehnungen au, der öffentlimen Bibliothek in Dresden (1814-1818) ist Pla-
ton nimt mehr vertreten. Sm dürfte also in der Dresdener Zeit schon sein eigenes
Exemplar zur Verfügung gehabt haben, - er zitiert die Bip. weiterhin HN I, 229,
233,336 (1815), 362, 388 (1816). Aum die Anmerkungen zu Platon (HN II, 371-
380), die 1812 und 1816 anzusetzen sind, beziehen .im auf die Bip.
Zu Platon vg!. weiter:
D i • p U tal i 0 de partitus animae immortalibus [140];
Oe I r ich., Johann Georg Amold [390].

PLOTINOS

Operum philosophieorum omnium !ibri LIV in sex Enneades distributi, ex


antiquissimorum eodicum fide nune primum graeee editi cum latina Mar-
silii Ficini interpretatione et commentatione. Basileae, ad pemeam Leeythwn
1580. XXXVI, 772 S., index [Praecedit Plotini vita, ejusdem librorum
serie., Porphyrio aumore]. Fo!. Hpgmbd. [415]
Mit Sch', Namenszug (Katalog Gwinner).
A.V. 468 - Gw 1 - Verloren.
Auf diese Ausgabe des. weitsmweifigen", die Platonismen Lehren platt tretenden
Neuplatonikers gehen die zahlreimen Zitate Sm', zurück. Die Biographie des Por-
phyrius: PI, 62 (1851).

PLUTAllCH

De physicis philosophorum deeretis libri V. Emendationes edidit et lectionis


varietatem adjecit eh. Dn. Bedcius. Lips: Breitkopf 1787.8°. Hfrzbd. [416]
A.V. 607 - B 71 - Verbleib?
-: Seripta moralia. Graeee et latine. Tom. I. H. (8 S. Praef., S. 1-759;
S. 760-1402). Pari.: Ambras. Firmin Didot 1839. 1841.4°. Frzbde. [417]
Exlibris in beiden Bänden. Bei T. H. fehlt der Rücken. - Einzelne Striche, Frage-
zeimen, Randbemerkungen und Kolumnentitel in beiden Bänden. (T. UIId BI.) -
T. H [über S. 1068], Sm: Platon;, Je i J eis Joctrintl 4 PythtJgortt. J••"mta.
A.V. 467 - Gw 5.
sch zitiert in deo Philosophismen Vorlesungen, D IX, 213, die Moraü .. noch nam
der cd. Daniel Wyttenbam (Oxon, 1795 -'1830).
-: Vita< parallelae, Graeee cum notis Coraes. Tom. 11. contin. Themisroc-
128

les, Carnillus, Pericles, Fabius Maximus, Alcibiades, Coriolanus. Lips: Tauch-


nitz 1812. 12 0 • [418]
A.V. 608 - Verbleib?
- : Vitae Parallelae. Ex recensione Caroli Sintenis. Vol. I, II. Lips: C. F.
Koehler 1839.1841. XXVII, 556; 642 S. 8 0 • Ssntbde. [419]
Exlibris in beiden Bänden. - Nur eine Stelle von Sch angestridlen: Vol. H, 420
(Kap. VI des Kimon), dazu Randnotiz: Conter Plut: de sera numinis 'lJindi<:ta
p.671 [BI., spätere Zeit].
A.V. 524 - B 71 - A 29.
Sdt.A.576.
Sch's Zitate aus den Vitat Parallelae beziehen sidl nidlt auf eine be.timmte Aus-
gabe; in der Ausgabe Sintenis, die sch P 11, 576 Anm. (Zusatz im HE) als .redltes
Muster liededidler Interpunktion· bezeidmet, .ind die zitierten Stellen nidlt an-
ge.tridlen.

[POELITZ, CARL HEINRICH LUD'WIG]

Die Philosophie unseres Zeitalters in der Kinderkappe, von einem Manne,


der auch lange in dieser Kappe gelaufen ist. [Th. I] Pirna: Arnold und Pin-
!her 1800. VIII, 416 S. 8 0 • Hldbd. [420]
Einige Stridle (BI.), z. B. zu S. 8: • Weil man es nidlt verschmäht, audl von unbedeu-
tenden Mensdlen die Werbetrommel sdIlagen 2U lassen ...• - Blei.tiftzeichnung
auf dem rü<kwärtigen De<keI.
A.V. 361 - B 71 (.ein Packet von 10 Bdn. philos. Schriften von Feuerbach, Garve,
Jacob, Müller, Pölitz, Reimarus u. anderen") - B 05 - A 29.
Sch. A. 577.

POMPONAZZI, PIETllO [POMPONATIUS, PETRUS]

Tractatus de immortalitate animae. 5.1. [Venet.] 1534. 147 S. 12 0 • [421]


A.V. ? - B 71 - Verbleib?
Sch erwähnt und zitiert das Buch sdlon in der Zitatensammlung 181611817 (D XVI,
131, 132), dann G, 104 (2. A. 1847), und P I, 49 (1851).
-, - : Opera. De naturalium affectuurn admirandorum causis. Et de in-
cantationibus liber: Item de fato: libero Arbitrio: praedestinatione: provi-
dentia Dei, libri V ... [Praecedit epistola Guilhelmi Grataroli]. [in fine:]
Basileae, ex otiicina Henricpetrina, 1567. 1015 S. 8°. Pgmbd. [422]
A.V. 121 - B 71 - Verbleib?
Zitate aus der Sdtrift .De incantationibus· N, 122 (schon 1. A. 1836), und P H,
349.
129

POMTOW, DR.

Ueber die Immanenz des Willens in den Dingen und der Seele. Ein Versuch,
die Frage: Wie ist das Erkennen möglich? nach A. Schopenhauer's Principien
zu lösen. Progr. des Joachimsthalschen Gymnasiums zu Berlin vom 29. Sept.
1854.43 S. 4°. [423]
Angebunden an T h i e I: Veber Aristoteies [553].
Sch erhielt das Programm von E. O. Lindner im September 1854 (vgl. Brief an
Frauenstädt, 5. 10. 1854, D XV, 339 f.) und nommals im November vom Verfasser
selbst (vgl. Brief an Frauenstädt, 30. 11. 1854, D XV, 349) zugesmickt. Er erwähnt
es in Briefen an Doß, 10.1.1855 (D XV, 372), an Frauenstädt, 2.2.1855 (D XV,
373), an Lindner, 27. 6.1855 (D XV, 386), an Frauen'tädt, 29.6.1855 (D XV, 390).
Er gab es aum seinem Freunde J. A. Becker zu lesen, vgl. dessen kritisme Bemer-
kungen im Brief an Sch, 12.4.1855 (D XV, 381 f.). - Vgl. auch [594].

PIlICE, UVJ!OAI..E

Versuch über das Mahlerische, in Vergleichung mit dem Erhabenen und dem
Schönen, und über den Nutzen des Studiums der Gemälde zum Behuf der
Kunstanlagen und Verbesserung wirklicher Landschaften. Aus dem Eng-
lischen. Dreßden und Lpz: C. C. Richter 1795. 240 S. 8°. Ppbd. [424]
Exlibris. - Keine Strime.
A.V. 418 - B 71 - B05 - A 29.
Sm. A. 578.

PRIESTLEY, JOSEPH

Disquisitions relating to Matter and Spirit. To which is added the his tory
of the philosophical doctrine concerning the Origin of the Soul and the
Nature of Matter; with its influence on Christianity, especially with respeet
to the Doctrine of the Preexistence of Christ. Sec. ed .... enlarged. Vol.
I. 11. Birmingham: 1782. Ppbd. [425]
A.V. 252 - B 71 - Verbleib?
Sch weist auf das .sehr lesenswerthe" Bum .mon in den Philosopbismen Vorlesun-
gen, II, D X, 391 bin, er smeint es aber e!'St nam 1836 genau gelesen zu haben.
Seine Zitate: W I, 590; WH, 56 f., 344 (alle erst 2. A. 1844); N 38 (fehlt i. A.
1836); PI, 133 (Zusatz im HE 1851).

PilOCHA5KA, GJ!OIlG P.

Versuch einer empirischen Darstellung des polarischen Naturgesetzes und


dessen Anwendung auf die Thätigkeiten der organischen und unorganischen
130

Körper, mit einem Rückblick auf den thierischen Magnetismus. Wien: Came-
sina 1815. VIII, 101 S. 8°. Ssntbd. [426]
Exlibris. Randglossen (T., frühe Zeit). S. 20: •... die neuesten Versuche des Mo r-
chi n i anreihen, daß nämlim der Rand des violetten Sonnenstrahls den Stahl
magnetisire ...• Sch: Hr. PTochaska sollte billig wissen, daß diese alberne Behaup-
tung des Morch'ni längst als falsch befunden u. zurüd<genommen ist; wie zu ersehn
aus Gilberts Annalen von 1813. - S.23: •... die bildbaren Grundstoffe bleiben
wohl dieselben." Sch: Daß die Substanz beharrt bedarf wohl k~ines wo h 1. -
S.47 [am Smluß von Kap. 17], Sch: Summa summarum: es giebt schlemthin nichts
als Elektricität, welche zufällig, nach Um.ränden, die Erscheinungen hervorbringt,
welche die Welt ausmachen, z. B. bald Figuren auf Harzkuchen, bald Platone u.
Shakespear's: alles nach Umständen!!! - S.61: " ... es müssen also die Schwin-
gungen, in welchen die Natur der Töne besteht, mit den Schwingungen der elektri-
schen Spannung der Lebensprozesse analog seyn." Sch: Hier gucken die Eselsohren
des Verfassers am längsten hervor. - S.61 f.: .eine sanftere [Musik] ist mehr
geeignet Liebe, bey dem Gottesdienste Andacht, und eine andere bey den Leich-
begängnissen das Leid zu erwed<en." Sch: welches alles Resultate verschiedener
elektrischer Spannungen u. mit dem Tanz der Kartenmännchen u. andern elektri-
schen Spielwerken einerlei Natur sind. - S. 63, Sch: Allen E sei n der Hölle u.
des Abgrunds sei verziehen, nur Dir nicht! - S.83: •... überdies hat sein [des
Menschen] Geist den Hang nach Erforschung der Natur, worin er seine Nahrung
lindet." Sch: Hrn. Prochaska muß auch die Rücksicht seine Nahrung dabei zu finden
zu diesem ihm sonst so wenig angemessenen Geschäft bewogen haben. - S. 95: .Die
Hahne sollen sogar nach dem Zeugniß des Pli n i u sund C 0 I urne II a zu
Kapaunen werden, wenn man ihnen ... die beyden Sporne weg brennet." Sch: E.
ist unverschämte Nachlässigkeit, sich auf ein fast 2000 lahr altes Zeugniß zu beru-
fen, bei einer Sache die Jeder täglich probiren kann. - [Auf dem hinteren Vorsatz-
blatt] Sch: Dieses ganze abgeschmackte u. elende Buch, dessen Inhalt bloß in den
Worten .Spannung" und .Polarität", meist verkehrt u. gedankenlos gebraucht,
besteht, hätte dessen erbärmlicher Verfasser wohl ungeschrieben gelassen, wenn er
nur eingesehn hätte, daß weil alle Elektricität Polarität ist, nimt deswegen alle
Polarität Elektricität ist. - Polarität ist eine allgemeine Form, vieler, es könnte
seyn aller, Naturersmeinungen, von denen aber Elektricität nur eine einzelne ist.
A.V. 787 - Gw 273.
Sch', Urteil über das Bud!: Erstlingsmanuskripte, 1815 (HN I, 233 Anm.).

PROCLUS DIADOCHUS

Initia philosophiae ac theologiae ex PI.tonicis fontibus ducta, sive Prodi


Diadochi et Olympiodori in Platonis Alcibiadem Commentarii. Ex codd.
mss. nunc primum graece edidit itemque ejusdem Prodi institutionem theo-
logicam integriorem emendatioremque adjecit Fridericus Creuzer ... Francof.
ad M.: Off. broemmeriana 1820. Vol. 1. II. III. 8°. Ppbde. [427]
A.V. 476 - B 71 - Verbleib?
Ein Zitat aus dieser Ausgabe: P I, 224 (1851). Sch über den Verfasser: W 11, 48; P I,
61,62.
131

PUFENOORF, SAMUEL FREIHERR VON

De jure naturae et gencium libri OCto. Ed. nova, aucrior multo et emendatior.
Francof. ad M., sumpt. Friderici Knochii 1694. 1344 S. 4°. Ldbd. [428]
A.V. 461 - B 71 - Verbleib?
-, -: De oflicio hominis et civis juxta legern naturalem libri duo. Francof.
ad M. 1714. [429]
A.V. 460 - Verbleib?
Sm hat da. Werk in der Ausgabe 1731 zuerst vom 1.-15.8.1816 in Dresden ent-
liehen (vgJ. 0 XVI, 123). Ohne Nennung der benützten Ausgabe zitiert er es in
den Erstlingsmanuskripten HN I, 358 (Dresden 1816) und danach W 1,413 (smon
1. A. 1819).

RÄTZE, J[OHANN] G[OTTLIEB]

Blumenlese aus ]acob Böhmens Schriften. Nebst der Geschichte seines Lebens
und seiner Schicksale. Lpz: Hartmann 1819. VIII, 264 S. 8°. Ppbd. [430]
A.V. 58 - Gw 119. Verloren.
-, -; Was der Wille des Menschen in moralischen und göttlichen Dingen
aus eigener Kraft vermag, und was er nicht vermag. Mit Rücksicht auf die
Schopenhauerische Schrift: Die Welt als Wille und Vorstellung. Lpz: C. H. F.
Hartmann 1820. XII, 170 S. 8°. Ppbd. [431]
Exlibris. - Keine Randschriften.
A.V. 226 - Gw 234.
Ober Rätz.s .wohlgemeintes Buch" gegen Sm: N, 144.

RAIMONO, [GEORGE MARIE]

Essai sur la determination des bases physico-mathematiques de l'an musical.


1813. [432]
Angebunden an Ge 0 ff r 0 y - S a i n t - H i lai r e: Principes [853].
Ein Hinweis auf die Smrift in den Philosophismen Vorlesungen, Bd. 1I, D X, 353.

RAMEE, PIERRE OE LA [RAMus, PETRUS]


Dialecticae libri duo. Francof. 1588. 8°. Pgmbd. (Sammelbd.). [433]
Beigebunden:
1. Ta I a e u s: Rhetorica, 1588 [1428];
2. Pis c a tor: Analysis, 1587 [409];
3. CI au d i u s: In Ciceronis Orationes, 1588 [118].
A.V. 216 - B 71 (.Francof. 1538") - Verbleib?
132

RASP, GEORG
Erläuterungen des Lehrbegriffs des Naturrechts. [1] Theoretischer Theil.
Wien: Anton Gaßler 1794.364 S. 8°. Ppbd. [434]
A.V. 338 - Verbleib?
Sch. A. Ersatzexemplar.

RATJEN, HENNING

Vom Einflusse der Philosophie auf die Jurisprudenz, besonders von der
Benutzung der vier Arten des Grundes oder der Ursäch1ichkeit. Kiel: Acad.
Buchh. 1855. 12 S. 4°. [435]
Angebunden .... Thiel: Ober Aristoteles [553].

OBEI. RAUM UND ZEIT. Ein Versuch in Beziehung auf die Kantsche Theo-
rie. Dreßden und Lpz: J. G. I. Breitkopf 1790. XII, 195 S., 1 S. Drudtf. 8°.
Ppbd. [436]
E:dibris. - Striche und Awrufungszeichen. - Auf dem vorderen Vorsatzblatt:
Arthur Smopenha ..er
Elende Kavilla,äonen eines schiefen u. schwachen Kopfs. - Hingegen sind die Stel-
len der Kanti ....er. welche er beibringt, u. auch die des GlIssenai. p. 177. sehr schätz-
bar. [T.]
A.V. 402 - Gw 73.

RAUME", RUDOLP VON

Die doppelte Recension des Textes von Kanrs Kritik der 'finen Vernunft.
Einige philologisdle Bemerkungen. Erlangen: Theodor B!äslRg 1854. 20 S.
8°. [437]
S. 11: • [Kants] Motive wären nach Schopenhauer erstens eitele Originalitätssucht
und zweitens unwürdige Menschenfurcht gewesen." Sm: non di"i. - S. 12: " •.. die
angebliche Furcht Kants für paradox zu gelten" Sch: ist von mir mit k ein e r
S i I b e behauptet worden; also rein erlogen. - .Auch will sichs übel reimen, daß
Herr Schopenhauer den großen Philosophen einmal bis zu völliger Gewissenlosig-
keit originalsüchtig und das andere mal so kopfscheu vor dem Schein des Para-
doxen macht." Sm: Wo? [Ober der Seite:] Boshafte Uebertreibg u. Verdrehung
meiner Darstell [un] g.
Angebunden an Müll er: Die Entstehung des Menschengeschlechtes [914].
Sch an Frauenstädt, 29.6.1855: .Die Professoren befolgen die Maxime des Don
Basilio im ,Barbier. gegen mich: ,verläumden, verläumdenl das ist das einzige Mit-
tel •• So wieder der v. Raumer in seiner Antrittsrede ,über die doppelte Recension
der Kritik der reinen Vernunft.; daher bitte ich Sie, die 3 Sgr. an den Wisch zu
133

wenden, damit Sie sehn, wie man aus meinem höchst verdienstlichen Briefe üb..
K a n t, jetzt nach 18 Jahren mir ein Verbrechen machen will, welche boshaften
Verdrehungen und Uebertreibungen meiner Darstellung man sich erlaubt •.• • (D
XV, 389 f.) Vgl. auch Sch an Frauenstädt, 21. 3. t 856 (D XV, 479).

[RElCHLlN-MELDEGG, KARL ALEXANDEll VON]

Bedenken eines süddeutschen Krebsfeindes über Schellings erste Vorlesung


in Berlin. In Form eines offenen Sendschreibens an Herrn Geheimratb von
ScheHing in Berlin. 5tuttg: J. F. Cast IS+2. 11, 31 S. So. [+38]
Striche.
Angebunden an Wo I f f, ehr i, t i an: Eigene Lebensbeschreibung [603J.

REICKE [RUDOLF ?]
.Eine kleine philosophische Abhandlung" (A.V.). [439]
Vermutlich: Kantiana. Beiträge zu Immanuel Kant', Leben und Schriften. [Abdr.
aus den Neuen Preußischen Provinzial-Bläuern.] König,b: TbeHe 1860. VII, 83 S.
8°.
A. V. 227 (.Acht Hefte, kleine philosophische Abhandlungen von Büchner, Reicke,
Rupp, Senwertzell, Scnellwien. Aus den jahren 1857-60.·) - Verbleib?

REID, THOMAS

An Inquiry into the Human Mind, on the principles of Common Sense.


Edinburgh 176+. 8°. Hfrzbd. [440]
.Mit Sch's Autograph" (Gwinners Katalog).
A.V. 258 - Gw 340. Verloren.
Sch zitiert das .vortreffliche" Buch zuerst in einem handschriftlichen Zusatz zur
1. A. von W I, aber nacn der 6. ed. 1810 (vgl. ed. Weiß, 1,728); danu C, 11 Anm.
(ohne Angabe der Auflage) und W II, 24, 28 (.(im edition 1764, 6th. edition
1810") - es sei zehnmal lehrreicher und lesenswerter, .als Alles was seit Kant
Philo.ophiscnes geschrieben worden zusammengenommen" (W II, 24).

REIDENITZ, DANIEL CHIlISTOPH

Naturrecht, nach Kant. Königsb: Nicolovius lS03. 8°. [4+1]


A.V. 311 - Verbleib?

REIMAIlUS, HEIlMANN SAMUEL

Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Thiere, hauptsächlich über


ihre Kunst-Triebe. Zum Erkenntniß des Zusammenhanges der Welt, des
134

Smöpfers und unser selbst. 2. Ausg., welme mit einem Anhange vermehret
worden. Hamb: Johann earl Bohn 1762. 8 BI., 400,104 S.; 12 BI. 8°. [442]
A.V. 770 - B 711 (unter .ein Packet von 10 Bdn. philos. Schriften von Feuerbach,
Garve, Jaeob, Müller, Pölitz, Reimarus u. Anderen"?) - Verbleib?
Diesem Buch (Anhang, S. 213) entstammt eine Quellenangabe zu der im HE der
I. A. notierten, in die 2. A. aufgenommenen Stelle W I, 175, Z. 30-34 (über den
Armpolypen).
- , - : Die Vemunftlehre, als eine Anweisung zum rimtigen Gebraum der
Vernunft in der Erkennmiß der Wahrheit, aus zwoen ganz natürlimen
Regeln der Einstimmung und des Widersprums hergeleitet. 5. A. Hamb:
Bohn 1790. 8°. Ppbd. [443]
A.V. 318 - Verbleib?
SrJ, hat das Buch in der 3. oder 4. A. (1766 oder 1782) in der Herzoglichen Biblio-
thek in Weimar vom 28.6.-21. 7. 1813 entliehen (vgl. 0 XVI, 109). Er zitiert es
aber schon in den Erstling,manuskripten, Berlin 1813 (HN I, 59), dann G, 1. A.
1813 (ed. Hübscher, VII, 13) und später nochmals G, 8 (2. A. 1847).
[-, -]: Von dem Zwecke Jesu und seiner Jünger. Nom ein Fragment des
Wolfenbüttelsmen Ungenannten. Herausgegeben von Gotthold Ephraim
Lessing. Braunsmweig: [Schulbuchhandlung] 1778. 276 S. 8°. Hfrzbd. [444]
Exlibris. - Striche (B!.) -Auf dem Vorsatzblatt:
Arlhur Schopenhauer.
Das Buch ist von Re i m a r u " wie d.s in Göttingen befindliche M. S. desselben,
welche. von Reimari Hand ist, bezeugt: dies hat mir Prof: Lücke aus Göttingen
gesagt. A. S. [T., mittlere Handschrift] - [Auf dem rüd<wärtigen Vorsatzblatt:]
Die Hinriebt[unJg J. C. ist bloß unter der Voraussetz[un]g erklärlieb, daß es mit
ihm sieb im Wesentlichen so verhalten hat, wie dieses Bueb es darstellt. Wäre er hin-
gegen, wie ihn die Evangelien darstellen, bloß Mensebenliebe u. Gereebtigk[ei]t
predigend u. lauter woblthätige Wunder verrichtend umhergegangen; so hätte das
Volk, selbst allem Neide der Pharisäer zum Trotz, nie seine Hinriebtg zugelassen,
noeb hätten die Römiseben Autoritäten irgend Anlaß dazu gesehn. - Wie wider-
spreebend ist es doeb, daß Pont: PilalHs, der auf das Kreuz gescbrieben hat J.C.R.].
u. auf die Einsprache der Pharisäer erwiderte u. ytYQD'l'D yqQU'l'D, - gesagt haben
soll: .ieb finde keine Sebuld an diesem Menseben" - u. seine Hände gewaseben
habe, etc. da hätte er Hoebverrath begangen. [T., mittlere Hs.]
A.V. 59 (Lessing als Autor genannt) - Gw 29.
Ober das .sehr lesenswerche Bueb" des Reimarus hat sieb SrJ, bereits im Gespräeb
mit Frauenstädt (1846 oder 1847) zustimmend geäußert (Gespräebe, S. 95 f.), später
P H, 407 f. (1851).

REINHARD, F[RANz] V[OLKMAR]

De vi, qua res parvae afficiunt animum, in doctrina de moribus diligent.


explicanda libero Vitebergae 1789 (Lpz: Dürr). 8°. [445]
135

A.V. 356 - Verbleib?


[-, -:] Ueber die Grundsätze und die Natur des smönen. Bin: W. Vieweg
1797. 8°. [Unkorrekte Nachschrift einer Vorlesung Reinhards über Ästhe-
tik.] [446]
B~igebunden :
1. H e y den r eie h: Grundsätze der Kritik des Lächerlichen, 1797 [240];
2. K e p pIe r: Ober die Ursache und Wirkung des Lächerlichen, 1792 [307].
A.V. 355 - B 71 - Verbleibl

REINHOLD, eARL LEONHARD

Anleitung zur Kenntniß und Beurtheilung der Philosophie in ihren sämmt-


lichen Lehrgebäuden. Ein Lehrbuch für Vorlesungen und Handbuch für
eigenes Studium. Wien: J. V. Degen 1805. XX, 242 S. 8°. Hfrzbd. [447]
Exlibris. - Zahlreiche Randglossen (BI.) - S. 3, Sch [zu Reinholds • Verirrung der
Sinne"]: Sinne können so wenig irr. n als urtheilen. [BI.] Irrthum ist ein Ver-
hältniß-Begriff: ein jeder Ausspruch von Identität ohne ratio ..I/jiciens. Daher, wer
Schein für Erscheinung nimmt, irrt so gut als wer Erscheinung für Seyn nimmt [T.].
- S.4: .Im ersten Falle gilt dasS e y n ans ich für Sc bei n, und die
E rs ehe in u n g für das Se y n ans ich." Sch: Woher folgt dasl warum
kann niOOt Schein für Seyn an sich gehalten werden und ErsOOeinung reOOt erkannt?
- S.4: .Im zweyten Falle gilt die E rs c hein u n g für Sc h ein, und der
Sc h ein für das Se y n ans ich." Sch: Wie ist das möglich, wenn eben
Schein von Seyn an sich untersOOieden wird? - Und wer hindert daß niOOt Schein
für Erscheinung gelte? - S. 5: .Jede Unterscheidung, es sey nun des Scheins, oder
der Erscheinung, oder des Seyns an sich, von irgend einem A n der n dieser drey
Charaktere a II ein, und nie b tau c h von dem d r i t t e n, ist also wir k -
li ehe, aber ver 5 tee k t e, Verwem5e1ung mit dem An der n, •.. " Sch:
negatis propositionibus, negatur consequentia. Und Schein von Erscheinung kann
unter5meiden wer .Erscheinung mit Seyn an sich verwechselt. Sonst gäbe es keine
Klugheit ohne Weisheit. - S. 8: .Uberwiegt ... die Er s ehe i nun g den ihr an-
hängenden Smein: 50 ist das thierisme Gewahrwerden ins ein e rAr tri eh t i g ;
übe r wie g t hingegen der Smein die Ersmeinung:so ist das thierisme Gewahrwer-
den ins ein e rAr tun r ich t i g. Nur in diesem Sinne, und auf diese Weise,
er k e n n t, und ver k e n nt, z. B. der Hund seinen Herrn." Sch: In welmem
andern Sinne erkennen und verkennen wir denn eine Person? - S. 9, Sch [uoter der
Seite]: Seyn an sim ist schlechthio das Allerreal.te; Wer etwas Anderes für dieses hält
irrt ganz eigentlim. Das Thier zeigt durm sein Handeln daß Sinnenwelt ihm das
Allerrealste ist; darum irrt es ganz eigentlich, u. ganz eben so manm.r Mensch. -
5.18, Sch: Dies Alles bedarf strenger Beweise, die smwer zu leisten seyn mömten.-
S.21, Sch [:.:u Reinholds Ausführungen über den gemeinen gesunden Verstand -
Mensmenverstand - und den ungemeinen Verstand - die philosophisme Vernunft
-, die heide "Kinder des vernunftlosen Verstandes, und der verstandlosen Vernunft
sind."]: Nego ac pernego! - S. 22: .so sollte der Ausdruck ge s und e r Verstand
in dem nie h t v u I gär e n Spramgebraume nimt geduldet werden." Sch: Der
136

Ausdruck ist im Gegentheil so treffend u. inhaltsschwer, daß sich alle Weisheit daraus
ableiten ließe. - S. 22: .. G e s und h _ i t, nicht des Verstandes oder der Vernunft,
sondern des Kap fes ..•• Sch: Wo wir schon ab s t r akt e Ausdrücke haben,
wollen wir nicht zu bi I d I ich e n die weniger bestimmt sind zurückkehren.
[Faksimile der S. 22: Gri 30, Tafel XXIV] - 5.23, Sch [zum Schluß des Vierten
Abschnitts]: Summa: Radotag. - S. 67: •... von der Ausdehnung und Verände-
rung, als sol ehe r, welch_ zum Se y n an, ich gehört. .. • Sch: woher hat
er diese Nachricht?- S. 112: .Schon durch die,en, da, ... allgemeine P r i n c i p der
Kr i t i k der re i n e n Ver nun ft ausmachenden, k a n t i s eh_ n G run d-
beg r i f f, wird das Se y n ans ich, als solches, au, aller wirklichen und
möglichen Erfahrung aus g _ s chI 0 s sen, ... das 0 b j _ C t i v e der Erfah-
rung so nach durchgängig ,ubjectivi,irt, auf bio ß _ Sub j e k ti v i t ätz u -
r ü c k g e f ü h r t.· Sch: Nicht wahr: denn nach Kant erkennen wir Ding_ außer
un', also objektiv, aber modilizirt durch das Medium unsrer sinnlichen Natur. -
S. 130, Sch [unterstreicht .. G r i m ass e d e, Ei gen d ü n k _ I s ., unter der
Seite] :
.Gnade jedem Sünder der Erde und des Abgrund,!
Du allein bist verworfen!" Schiller -
S. 133: Dieses E t was ist nicht einmahl ein E t w., ; indem es weder m a t e -
r i ale noch f 0 r mal _ Bedingung der Erfahrung ... ist. Es ist das t r ans c _ n -
den t e Ding an, ich ... , welches als 0 b j e c t, sich selber aufhebt, und
Und i n g ans ich ist. Sch [zu .. m a t e r i a Ie "] er spricht ja eben von der
materialen Bedingg der Erfahrg [zu .. Unding·] Unding heißt da, inder Erfahrg
unmögliche, u: da. muß ihr Faktor als solcher seyn, - 5.137: .Die W iss e n-
sc h a f t sIe h r e ... tritt d a dur c haI s re i n e r transcendentaler Idealis-
mus auf, daß sie das, was in der Kr i ti k die ob j ek ti ve Re a I i tä t ... heißt,
durchaus '" auf die lau t e reS u b j e c t i v i t ä t, und zwar auf die r _ i n e
Sei b sr t h ä t i g k e i t, zurückführt." Sm: Richtig! u. hieraus folgt (wie gern
auch Fichte der Konsequenz entrönne) daß .lles was im Bewußtseyn vorkommt, alle
Wahrnehmungen, eben so nothwendig u apriori bestimmt sind, als daß wir, nach
Kant, alle. in Zeit u. Raum durch Kategorien u. Schlüsse erkennen. - S. 138, Sch
[zu Reinholds Ausführungen über Fichtes "r ein eIe h h e i t ... als der G run d-
eh ara k t erd e r Ver nun f t • ] : Nun blieb aber zu zeigen übrig, daß diese
reine Ichheit od: Vernunft keiner ganz von ihr unabhängigen Eindrücke (die ihre
Selbstbestimmung nicht aufheben) fähig ist. - S.187: •... daß der Widerspruch
nur in gewissen Vor, tell u n gen der M e n s ehe n ... vorhanden ,eyn
könne ..•• Sch: nicht einmal in einer Vorstellung kann ein Widerspruch seyn, son-
dern nur in einer Rede: das zeigt schon der Name. - S. 189 f.: " •.. ein Ge wir r e
(ein Chaos) der E n t m i s eh b • r k e i t, und Au, ein an der set z bar k e i t
des an sich Mischbaren, und Zusammen.etzbaren, .... Sch:
Une n tmischbaren und U n t ren n bar e n müßte es heißen. - 5.190: .Frey-
!idb ist auch dasjenige Vereinigen im Vorstellen, welches in einem M i s ehe n des-
sen besteht. was zwar ans ich m i s c h bar ist ... , i m M e n s ehe n ein
W i d e rs p ru eh ...• Sch: Keineswegs: Kentaur ist kein Widerspruch. - S. 190 f.:
• ... der Widerspruch, a ls sol ehe r, kann nur in dem jen i gen Vor-
stellen bestehen, welches das sc h lee h t hin U n m i s c h bar e und U n -
t ren n bar e - mischet und trennet." sch: Im GegentheiI, eine schlechthin
137

u n vor s tell bar e Vereinigung oder Trennung ist der Widerspruch. - 5.192:
.Das Mischen, und Trennen, der Identität, als sol ehe r, und der Nicht-
identität, a I. sol c her, im Vor s tell e n ..• ist der W i der s p r u c h ,
als solcher, der Widerspruch, seinem Grund, und Wesen
n ach. Sch: Abstrakte Begriffe (Identität u. Nichtidentität) können gar nicht vor-
g e s tell t werden. Im Den k e n aber kann man wohl das I den ti s ehe u.
Nicht i den t i s ehe vereinen oder trennen; indem man sie nicht als solche er-
kennt; nie aber die Identität u. die Nichtidentität, indem ihr Begriff in nichts als
ihrer Unvereinbarkeit besteht. - S.196, Sch: Wenn die logische Logik doch nur
lehrte eine zusammenhängende Periode schreiben! - S. 236 f.: • Wenn endlim ...
alle bisherigen Versume, die Realität der Erkenntniß zu ergrün-
den, ... mißlungen sind, und mißlingen mußten? Sch: Wenn, mit Einem Wort,
alle Welt, seit Adam, verrückt gewesen wäre, u. allein Hr: Reinhold gesmeut? -
Am Smluß verblaßte Handzeichnung: Kopf in Pro61 mit namdenklichem Ausdruck.
A.V. 297 - B 71 (? S. unter Sc h u I z e: Aenesidemus) - B 80 - Gri 88 -
Gri 05 - Gri 30 - H 64.
Seh. A. 603/43.

-, -: Beytriige zur Berichtigung bisheriger Mißverständnisse der Philo-


sophen. [1. Bd.] Jena: J. Mauke 1790.8°. [448]
Angebunden an Re i n hol d: Verhandlungen ... [453].
Der 2. Bd., erschienen 1794, war nimt in Sch', Besitz.

-, - : Beyträge zur leichtem Vebersicht des Zustandes der Philosophie


beym Anfange des 19. Jahrhunderts. 1.-5. Heft. Hamb: Friedrich Perthes
1801-1803. XVI, 164 S. 1 BI. Verbesserungen: XII, 212 S., XII, 236 S.:
XIV, 224 S., 1 BI. Drud.f.; XX, 180 S. 8°. Ppbd. [449]
Exlibris. - Titel.mild von Sch beschriftet. - Scrime und Randglossen - In Heft
III, S. 107, Zeichnung: Kopf in Profil.
A.V. 296 - B 71 (? S. unter Smulze: Aenesidemus) - B 80 - Gri 88 - Gei 05 -
Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.
Zitate aus Heft 2, S.21 und Heft 5, S. 122: E, 139: aus Heft 2, S. 105/106: E, 145
(smon 1. A. 1841).

-, - : Briefe über die Kantische Philosophie. Bd. 1. 2. Lpz: Georg Joachim


Göschen 1790. 1792. XII, 371 S., XVI, 480 S. Hfrzbde. [450]
Exlibris in bei den Bänden. - Einige Scrime (aus sehr früher und aus später Zeit,
T. und BI.) im 2. Bd. - Bd. II, S. 266: .Und wie man vor Ne w t on das Li c h t
muß verstanden haben ...• Sch: Gott bewahre! [Bl.] - [Zehntes Bum] 5.364:
.Das Daseyn von Was immer für einem bestimmten Gegenstande kann sich uns nur
durch die Eigenschaften und Besmalfenheiten desselben ankündigen, und unser
Begriff von dem Gegenstande kann nur aus der Vorstellung seiner Eigenschaften
und Besmalfenheiten bestehen." Sch: Vielmehr muß das Subjekt der Prädikate des
äußern Sinnes (da es nimt angesmaut wird) durch Prädikate des innern Sinnes vor-
gestellt werden: - Will •. Gesondert von seinen Prädikaten kann das Subjekt, wel-
138

mes dem äußern Sinn sim als ausgedehnt, dem innern .ls wollend darstellt, sehr
wohl d.sselbe sern. [Auf dieses .Beigesmriebene" zu Reinhold's zehntern Bume
verweist Sch in seinem HE der Parerga, P I, 109, 21.]
A.V. 299 - Gw 329.
-, -: Ober das Fundament des philosophischen Wissens nebst einigen Er-
läuterungen über die Theorie des Vorstellungsvermögens. Jena: J. M. Mauke
1791. XVIII, 222 S. 8°. Br. [451]
A.V. 300 - B 71 - B 80 (1 - Nimt in der Abteilung .Smopenhauer'sme Rand-
glossen) - Verbleib?
Sch hat das Bum vom 29.7.-20.11. 1813 in der Herzoglimen Bibliothek in Wei-
mar entliehen, also wohl erst später erworben.

-, - : Veber die Paradoxien der neu esten Philosophie. Hamb: Fr. Perches
1799.8°. [452]
A.V. 301 - B 71 - B 80 (nim! in der Abteilung .S<hopenhauer'sme Randglossen")
- Verbleib?

-, - : Verhandlungen über ein Einverstiindniß in den Grundsätzen der sitt-


lichen Angelegenheiten aus dem Gesichtspunkte des gemeinen und gesunden
Verstandes, 1. Bd. Lübedt: Bohn 1798. 8°. [453]
Angebunden Re i n hol d: Bey träge zur Berimtigung ... [448].
A.V. 295 (. Verhandlungen über die Grundbegriffe und Grundsätze der Moralität.
Lübe<k 1798.") - B 71 (1 - S. unter Smulze: Aenesidemu,) - Verbleib?

-, -: Versuch einer neuen Theorie des menschlichen Vorstellungsvermö-


gens. 2. A. Prag und Jena: C. Widtmann und J. M. Mauke 1789. III, 579 S.
8°. [454]
A.V. 298 - B 71 - B 80 (? - Nimt in der Abteilung .Smopenhauer'sme Rand-
glossen") - Verbleib?
Sch hat d.s Bum vom 29.7.-20.11.1813 in der Herzoglimen Bibliothek in Wei-
mar entliehen, also offenbar erst später erworben.
Zu Reinhold vgl. .um
Sc h u I z e. Gottlob Ernst [519];
Schwab I Reinhold I Abicht [525].

REUSCH, CHRISTIAN FRIEDRICH

Kant und seine Tischgenossen aus dem Nachlasse des jüngsten derselben, des
Geheimen und Ober-Regierungsraths Dr. Christi an Friedrich Reusch. Königsb:
Tag und Koch [1849]. 30 5.8°. Steifbr. [455]
Die Jahreszahl von Sa, beige,mrieben.
A.V. 242 - Gw 420.
139

RINK, FRIEDRICH THEODOR

Ansichten aus Immanuel Kant's Leben. Königsb: Göbbels und Unzer 1805.
150 5.8°. Ppbd. [456]
Motto aus Seneca, von Seils Hand.
Beigebunden :
1. [Mortzfeld:] Fragmente aus Kanu Leben, 1802 [379];
2. [Metzger ?:] Äußerungen über Kant, 1804 [372].
A.V. 241 - Gw 264.
Ein Zitat: WH, 179 (schon 2. A. 1844).

[RITTER, PRELLER]

Historia Philosophiae Graeco-Romanae ex fonrium locis conteXta. Locos


collegerunt, disposuerunt, notis auxerunt H[einrich] Ritter, L[udwig] Prel-
ler. Edidit L. Preller. Hamburgi: Frid. Perthes 1838. X, 610 S. 8°. Ssntbd.
[457]
Auf dem Rü<kde<kel zwei Zeichnungen und die Notiz: LeJum palustre Motten-
kraut. - Striche, Kolumnentitel, kurze kritische Randglossen aus verschiedenen
Zeiten (T. und B!.). - S.206, ScJ. [zum Text Parmen. p. 157 B, in dem viermal
hintereinander "t·nUa "tOÜ lvo. vorkommt]: Dies schlechte Spiel mit weiten all-
gemeinen Begriffen beruht darauf, daß man bei ihnen eigentlich nicht weiß, wovon
die Rede ist, weil sie so leer sind, u. dann ein schon speciellerer, folg!. inhaltreicherer
Begriff ihnen unvermerkt untergeschoben wird: sie sind dünne durchsichtige Hüllen,
in die man ste<kt, was man will. Solche ....eite Begriffe sind hier (v, "t·cU.Mx u. !J.&UXELV
oder ILE"taMlILßavELv. [T., sehr früh.]
A.V. 483 - Gw 379.
ScJ. zitiert das Werk W 11, 173 (schon 2. A. 1844), und PI, 36 (als .eine mit Sorg-
falt und Sachkenntniß verfertigte •.• Chrestomathie").

ROBECK, JOHANNES

Exercitatio philosophiea de EUÄOyClJ il;ayooyfl, sive Mone volantaria philo-


sophorum et bonorum virorum, etiam Judaeorum et Christianorum. Recen-
suit, perpetuis animadversionibus notavit, praefatus est Joh. Nieolaus Fune-
cius. Rintelii: J. G. Enax 1736. LII, 339 S. 4°. Ppbd. [458]
A.V. 449 - B 71 (.2 voll. Rimeln 736-53"1) - Verbleib?

RORARIUs, HIERONYMUS

Quod animalia bruta saepe ratione utantur melius homine !ibri duo, quas
recensuit, dissertatione historico-philosophica de anima brutorum, adnota-
tionibusque auxit G. H. Ribovius. Helmstadii 1728. 8°. Pgmbd. [459]
A.V. 771 - B 80 (nicht in der Abt.• Schopenhauer'sche Randglossen") - Verbleib?
140

ROSIINKRANZ, KARL

Zur Charakteristik Smopenhauers. In: Deutsche Wodtenschrift. Herausgege-


ben von Kar! Gödeke. Hannover: Rümpler 1854, H. 22.) [460]
Angebunden an W 0 1 f f, Christian: Eigene Lebensbesmreibung [603].
Zahlreiche An- und Unterstteimungen und Fragezeimen. - Unterstrimen sind u. a.
S. 675: .ein wahrsmeinIim in Deutsmland gesmriebener Artikel" [der Aufsatz John
O"enfords in der Wer/mimteT R ....iew]; S. 677: .Christus Lügner".
Der Aufsatz hat S"", .grimmige Indignation' herausgefordert: Brief an Frauen-
städt, 29.6.1854 (D XV, 321-323; dazu Kommentar D XVI, 442-444).

ROUSSEAU, JIEAN]-j[ACQulls]

CEuvres completes. Vol. I-XXXIII. Deux-Ponts 1782-1789 [= Collec-


rion complhe des lEuvtes de J[ean] J[acques] Rousseau, Geneve. Vol. l-
XXXIII. 1782-1789]. Ppbde. [461]
A.V. 812 (.3. Bd fehlt·) - B 71 - Verbleib?
-, -: Julie, ou la nouvelle HcHoise. Vol. I. H. Paris: F. Didot 1806. 12°.
(Die Ausgabe umEaßt 4 voll.!) [462]
A.V. 813 - Verbleib?
Diesem Roman, der zu den .gelungensten Sdlilderungen' der Gesmlemtsliebe gehärt
(W 11, 608) hat Sm bereits das Motto zum 1. Bum seines Hauptwerks entnommen:
S071 de I'tnfane., ami, T~"eille-toil (W I, 1, smon 1. A. 1819). Seine Quelle dürfte
aber nidlt die vorliegende Ausgabe, sondern, wie für viele seiner Rousseau-Zitote,
die Zweibrüdtener Gesamtausgabe sein.
-, -: Esprit, maximes et principes. Neumitel; et en Europe, mez les
libraires associes 1791. 12°. [463 J
A.V. 893 - B 71 - Verbleib?
-, -: Pensees et maximes. Paris: Roret et Roussell820. 12°. Ppbd. [464]
A.V. 892 - B 71 - Verbleib?
s. 67 dieser Auswahl notiert Sth im HE der 1. A. des Hauptwerks zu dem Satz, daß
wahre Liebe Mitleid sei (W I, 444, 18).

RUEDIGER, ANDRIlAS [RIDIGIlR]

De sensu veri et falsi libri IV. Lips: 1722.4°. [465]


A.V. 145 - Verbleib?

Rupp [JULlUS?]

.. Eine kleine philosophische Abhandlung" CA.V.).


In Betramr kommen:
141

1. Die Gren:zboten, der paritätische Staat und die freieD Gemeinden. Königsb:
1859. 37 S. 8°;
2. Das Sektenwesen und die freie Gemeinde. Königsb: 1859. 23 S. 8°.
A.V. 227 (.Acht Hefte, kleine philosophische Abhandlungen von Büchner, Reidte,
Rupp, Schwert:zell, Schelwien. Aus den Jahren 1857 -60") - Verbleib?

RUTILIUS Lupus, PUBLIUS

De Figuris Sententiarum et elocutionis libri duo. !tem Aquilae Romani et


Julii Rufiniani de eodem argumento libri, eum adnotationibus Davidis Rubn-
kenii ... Edidit Carolus Henrieus Frotsdler. Lips: Serigiana !ibr. 1831.
XXXII, 300 S. 8°. Ppbd. [467]
A.V. 586 - B 71 - Verbleib?
Eine Erwähnung des Rutilius Lupus W II, 113 (2. A. 1844).

SACY[, LOUIS SILVESTIlE DE]

Traire de la Gloire ... avec une dissertation de M. Du Rondel sur le meme


sujet. A la Haye: H. Du Sauzet 1715. P I. II. in 1 vol. 12°. Pgmbd. [468]
A.V. 122 - B 71 - Verbleib?

[SAINT-MAIlTIN, LoUIS CLAUDE DE]

Des erreurs er de la v~rit~, ou les hommes rappel6s au principe universei de


la seienee. Par un Pb ... Ine ... 2. ~., retoum~e par le Fr. Circonspect.
a
A Salomopolis. Cbez Androphile, la Colonne inebranlable. 1781. 546 S.,
2 S. Errata. 8°. Hfrzbd. [469]
Exlibris. - Auf dem Vorsatzblatt Notiz Sm'.: Le lifJr. Jes erreur. tt Je La fJerite
.st I. principaL Jes OUfJrag" Je Sr. M art. 11, eel'" Jan, lequel i' philo,ophe le
plus: Cfn Jans le, "urres illle j"it ,,.ere que pT~mer I} prier. Damiron: philosophie
en France, fJol. 1. p. 342.
Ses aurre. ollfJrage, ,ont:
1. tl. tahleau natuTel. -
2. J. l'esprit Jes mos.s.
3. Ju Crocotli/e.
4. J. Ministere tle l'Homme-esprit.
5. tela., •• r I' assaciation humaine 1797
(siehe noch mehrere auf dem hier eingelegten Blatt.)
[Auf dem nächsten Blatt, im Anschluß an einige literashistorische Notizen von frem-
der Hand] Sr»: Cla ..Jiu,'ns Vorrede zu seinen Uebersetzgn dieses Buches steht im
Wandsbedter Boten, Bd.4, S. 81. - [Auf dem Titelblatt, unter der Zeile Par un
Ph ... Int ... :] par M' tle Sr Martin, auteur d .. tahLeau nat ..rel des rapport••ntre
142

Di~", l'bomm. & 1'''01''110''. [Neben der Zeile:] Soconde Edition: (premiere <dil:
1775). - Im Text keine Randschriften von Sth', Hand.
A.V. 846 - Gw 136.

SALINIS, [Mgr LOUIS ANTOINJ!] DE/SCORBIAC, [ABBE BRUNO OOMINIQUEJ DE

Pdcis de l'histoire de la philosophie, publiee par MM. de Salinis et de Seor-


biac. Bruxelles: Haumann, Canoir & Co. 1837.390 S. 8°. Ppbd. [470]
Exlibris.-Auf der Innen.eite des Rütkdetkels Kopf in Profil mit Spitzbart.- Zahl-
reiche Strime (Bl.). - AuE dem Vorsatzblatt: Co p.tit li'llro 0'1, generalem/tnll 1'11'-
1II1It, I. t, b 0", & fo.t exact. Lo, fautes g••'IIO' q..i ,'" trouvtnt, no pro'lliennent
1'.' de I'entend.ment, mai. de ma"'IIaise 'IIolonte, c'e't ~ dire de ,oumission aux
inte.et. Jesuitiquo,: tellos ,ont 10• • rtieles .ur Platon & sur Spinazil & I'omission
honte"•• Je Voltflire & Ro....eau. [T.] - S. 61, Seh [.um Kapitel Lao-Tseu, unter
der Seite]: Rien de plu. I ..n.'t. a I'intelligenee des phi/o.: orientau", que cette
manitre J. "o.. /oir tTOU'IIor /e 1'flrlout comme eh.z nous. [BI.]
A.V. 463 h - Gw 134.
Das Bum lag Sch bei der Niederschrift von W 11 vor; er spricht von dem .sehr emp-
fehleDswenben" Prlci, in einer im M. wieder gestrichenen Stelle (vgl. W VII, 114).

SALLUSTIUS PHILOSOPHUS

Oe Diis et mundo. Leo Allatius nune primus e tenehris eruit, & Latine ver-
tit. Lugduni Batavorum: joann. Maire 1639. 125 S. Inhaltsverz. 16°. Ppbd-
eben. [471]
Exlibris. - Auf dem Vorsatzblatt: Atthu. Schopenh..uer 1/134. - Auf der Rückseite
des Vorsatzblattes: D. hoc allctore 'IIid • • Ueber die Vernunft" von A. Hennings.
1778. p 61 ••qq.
A.V. 1 (vielleimt unter Nr.96: .zehn diverse Bändchen ... ) - Gw 145 .
• Ein redttes Muster von solmem VemünEt.ln [aus abstrakten Begriffen] ist ... des
Philosophen Sallustius Bümeld!en De Diis et munda, besonders c. c. 7, 12 et 17"
(W H, 94, .mon 2. A. 1844).

SAMMET, jOHANN GOTTI'RIED

Vorlesungen über das gesammte Naturrecht. Nach dem Gundlingischen Lehr-


buche herausgegeben von Fr. Gotd. Born. Lpz: Kleefeld 1799. 8°. [472]
A.V. 339 - Verbleib?

ScHAD; jOHANN BAPTIST

Neuer Grundriß der transcendentalen Logik nach den Principien der Wis-
sensebaftslehre. jena und Lpz: j. C. D. Sinner 1801. VIII, 469 S. 8°. [473]
A.V. 429 (.Jena 1805") - Verbleib?
143

5CHAUMANN, JOHANN CHlllSTIAN GOTTLIBB

Abhandlungen zur philosophischen Rechtslehre. Halle: Johann Jacob Ge-


bauer 1795. VIII, 288 5.8°. Ppbd. [474]
Einbandsmild von Seh beschriftet: Schaumann, Rechtslehre. - Exlibris herausgelöst.
Keine Striche, keine Randglossen.
A.V. 325 - B 71 - B 05 - A 29.
Sch. A. 587.

SCHEIDLElI., KAlI.L HSllMANN

Ueber das Studium der Psychologie. Gedcudtt mit Schlottec'sc:hen Schriften.


Jena 1827. XII, 92 S. 8°. 5teifbr. [475]
Exlibris. Darüber: A. Schopenhauer (T.) - Striche. - S. 11, in der Anm. das von Seh
W I, 46 (schon 1. A. 1819), :titiene Wort Berkeleys: .Few men thin/e yet .11 will
hatJe opinions." Duu Sch [Bl.]: A. S. - S.43: .Auch hat das Thier bloß einen
Gattungscharakter, der Mensch aber zugleich einen Individualcharakter ..• " Seh:
A. S. gestohlen [Bl.] - S. 51: .Der gewölmliche Mensch, wie ihn die Natllr zu
Tausenden gleichsam als ihre Fabrikwaare hervorbringt ... " Sch: gestohlen [Bl.1.
A.V. 394 - Gw 190.
Scheidlers Buch spielt im Werk und Briefwechsel Seh', keine Rolle, wohl aber ein
späterer Artikel Scheidlers .Gefühl" in Ersch und Grubers Allgemeiner Encyklo-
pädie, 1. Section, 56. Theil 1853; vgl. Gwinner an Seh, 17.12.1855 (D XV, H2);
Seh an Frauenstädt, 23. 12. 1855 (D XV, 434), an Becker, 20. 1. 1856 (D XV, 442),
an Adam von Doß, 27.2.1856 (D XV, 471).

SCHELLlNG, FlI.[IEDlI.ICH] W[ILHELM] J[OSEPH v.]


Bruno oder über das göttliche und natürliche Princip der Dinge. Ein Ge-
spräch. Herausgegeben von -[, -]. Bin: Johann Friedrich Unger 1802.
2305.8°. [476]
Exlibris. Striche, Frage- und Ausrufungszeichen. Einzelne Randglossen. S. 115: .Die
Dinge im Universum überhaupt sind mehr oder weniger vollkommen, je mehr oder
weniger ihnen die Zeit einverleibt ist. [Seh, am Rande: Major] Einverleibt aber ist
sie allen, die .ich vor den andern auszeichnen. Denn an dem einzelnen Ding zwar,
sagten wir, sey der Ausdruck der Zeit die Linie oder die reine Länge [Seh, am
Rande: Minor]; das also, welches die Länge an ,ich am vollkommensten ausdrückt,
hat von allen bloß körperlichen und einzelnen Dingen, auch die Zeit vollkommner
in sich, als die andern." Sch: ConclHsio. Also ist der Bandwurm das vollkommenste
Geschöpf.
A.V. 265 - Gw 355.
Sch. A. Ersatzexemplar.
Seh', Anmerkungen zum Bruno: HN Ir, 304-306.
144

-, -: Darlegung des wahren Verhältnisses der Naturphilosophie zu der


verbesserten Fichte'schen Lehre. Eine Erläurerungsschrift der ersten. Tüb:
J. G. Cotta 1806. [IV], 164 S. 80 • [477]
Angebunden an Sc hell i n g: Ober das Verhältniß des Realen und Idealen in
der Natur [487].
Zahlreime Unterstreimungen und Randnotizen, von denen die Berliner Autogra-
phenmappe die folgenden mitteilt: S. 14, hinter Absatz 2, Sm: Der Sinn dieser gan-
zen Windbeutelei ist: Dem Wort Gott nehme im seine bisherige Bedeutung und
benenne nun damit die Welt. - Denn obsmon im den Begriff nimt braumen kann,
will ich doch das Wort behalten und gebraumen. - S. 16: •... den letzten Sthritt
... welmen die Vernunftwissen..naft getan hat, daß sie Naturphilosophie werde."
Sm: also d. h. allen Philosophen zum Trotz wollen wir die Metaphysik zur Physik
machen, oder vielmehr die Physik auf den Thron der Metaphysik setzen und letz-
tere als einen verjagten Prätendenten verleugnen: als '1'01;" opt;md aber ihre Aus-
drücke wie Gott usw. behalten. - S. 17: .Ihr solltet ja philosophiren, d. h. ihr
solltet die Idee Gottes betrachten." Sm: ..nde hoc? cut? - S. 17, Mitte: .Ihr ent-
smließt euch, vorerst das Seynde zu betrachten, d .., wir Gott nennen ... " Sch [am
unteren Rande der Seite]: d. h. wir wollen von nichts wissen, als von der Natur,
wir wollen keine Metaphysik sondern bloße Physik und um das ungestört zu kön-
nen, nennen wir unsere Physik Metaphysik und die Natur Gott. Wie Kinder Sol-
daten spielen, so spielen wir Metaphysik. Die Natur stellt Gott vor und die Physik
die Metaphysik. - S. 18, Sch [am Rande]: Wir gleichen dem D. Quixote, der auf
einem hölzernen Pferde sitzend mit verbundenen Augen sith einbildet auf einem
Zauberroß durm den Himmel zu Siegen. Wir postuliren ohne weiteres die Realität
des Idealen, d. h. der Welt der Erscheinung, der Vorstellung und erheben sie zum
Wesen an sim. Und will einer mehr, so werden wir grob. - S. 35, 2. Absatz: •...
die ächten Naturforsmer ... die da vor nichts mehr warnen als der Anwendung des
normalen Verstandes auf die Natur ... « Sch: wie er in den Tag hinein..nwätzt! -
S. 50151, Sch [am oberen Rande]: Identität des Realen und Idealen dargelegt in
Mathtansprüchen und Windbeuteleien. - .Existenz ist Selbstbejahung und Selbst-
bejahung ist Existenz.· Sch: Dem Erkennen wird mit einem Male die Selbstbeja-
hung untergesthoben, tO"T de pdsse-passe. - .das sith nimt offenbart ist nitht."
Sch: Das Erkennen ist promeniren gegangen. - S. 52, Sm [oberer Rand]: hier
kommt das Erkennen zur Hinterthüre wieder herein.· - S. 52, Sch [unterer Rand] :
Jetzt mÜssen Wesen (Materie und Form) Seyn und Erkennen vorstellen: Im Kinder-
spiel ist es so ausgemamt und beliebt. - S. 55, Sch [oberer Rand]: Ein sauberes
Beispiel wie unser Windbeutel dem Leser Nasen zu drehen versumt; er nennt ihn
Du, weil er sith einen dummen Jungen denkt. - S.55: •... so betrathte" du die-
sen Körper ohne Zweifel als eine Einheit, als eine ,mled!thin untbeilbare und
identisme Position". Sch: I GOtt bewahre, wie könnte im ein körperlimes Ding für
smlemthin untheilbar halten. Das Hinstellen des Dinges, die Position ist nimt un-
theilbar. - S.55: •... [das] nennSt du die Existenz, das Seyn dieses Körpers."
Sm: Sie; - aber im nicht. - S. 55, Sm [unterer Rand]! nie Einheit eines Ganzen,
ungeachtet der Vielheit seiner Theile, daran kein Men..n zweifelt, wird hier unter-
gesthoben für die behauptele Einheit des Subjektiven u. Objektiven, oder Idealen
u. Realen. Welm erbärmlimer tO"T de passe-passe! [Faks. der S. 55 auf der letzten
Seite des. Umschlags der Berliner Autographenmappe.] - S.57: .aus dieser Lehre
145

entfernt" Sch: Dieses Stüdt, meine Herren (sagt der Tasmenspieler) hat smon vor
hohen Herrsmaften Beifall gefunden, daher, wenn es Ihnen nimt gefallen sollte, so
sind Sie plebs. - S.58: ••.. lebendige Copula" Sch: hier ergreift dcr Tasmen-
spieler in der Angst einen ttnninus technicus der Logik, um damit dem Zusmauer
ein Blendwerk %u ma.nen. - S. 59: •... %u Reflexionstheorien" Sch: wir hier näm-
lim haben den festen Boden der Reflexion, auf welmem alle Philosophen standen,
verlassen und mamen Luftsprünge und tanzen auf dem Seile.
Zu vergleimen Sch's Anmerkungen zu dieser Smrift: HN H, 338- 340. - Zu der
Stelle W I, 164, 7-26 bemerkt Sch im HE der 1. A.: .Dies Alles ist die Antwort
auf das unüberlegte Gefasel SdJellings in ,Vom Verhältniß der Naturphilosophie
zur Fichte'sehen(-.
Zitate in handsmrifdichen Zusät%en Zur 1. A. von W I (vgl. ed. Weiß I 780, 782),
die nicht übernommen wurden, dann PI, 27, 28.
-, - : Denkmal der Smrif. von den göttlichen Dingen des Herrn Fried-
rim Heinrich Jacobi und der ihm in derselben gemachten Beschuldigung eines
absichtlich täuschenden, Lüge redenden Atheismus. Tüb: J. G. Cotta 1812.
VI, 2155.,8°. Ppbd. [478]
Exlibris. - Keine Striche und Randschriften.
A.V. 264 - Gw 230.
Zu vergleichen Sch's Anmerkungen zu dieser Smrift: HN, II, 330-331.
-, - : Einleitung zu dem Entwurf eines Systems der Naturphilosophie,
Oder: Ober den Begriff der speculativen Physik und die innere Organisation
eines Systems dieser Wissenschaft. Jena und Lpz: Chrisdan Ernst Gabler
1799. 83 S. [479]
A.V. 269 - Verbleib?
Zitiert P II, 62.

-, - : Veber Faraday's neuste Entdedtung. Zur öffentlichen Sitzung der


K. Akademie der Wissenschaften, am 28. März 1832. München: A. Weber
1832.31 S. 8°. [480]
Ursprünglim angebunden an S ehe 11 i n g: Ueber die Gottheiten von Samo-
thraee [481]. Der Sammelband wurde nach 1871 aufgelöst - Verbleib?
SdJ. A. Ersatzexemplar.

-, - : Veber die Gottheiten von Samothrace vorgelesen in der öffentlichen


Sitzung der Baier'schen Akademie der Wissenschaften am Namenstage des
Königes den 12. Oct. 1815. Beylage zu den Weltaltern. Stuttg. und Tüb:
J. G. Cotta 1815.1185.,6 S. Druckf. 8°. [481]
Beigebunden .noch 5 Abhandlungen von demselben und Anderen- (A.V.); .Beigeb:
Ueber Faraday', neueste Entdedtung und nom drei philo,. Abhand!. v. V. Cousin
[123], Guhraucr [221] u.Krug [314]" (B 71).- Der Sammelband wurde nam 1871
aufgelöst.
146

A.V. 263 - B 71 - Verbleib?


Sch. A. Eroatzexemplar.

-, -: Ideen zu einer Philosophie der Natur. Als Einleitung in das Studium


dieser Wissensdlaft. 1. [und einziger] Theil. 2. durchaus verb. und mit berich-
tigenden Zusätzen verm. A. Landshut: Philipp Krü1l1803. XVI, 492 S. 80 •
Ppbd. (482)
Randglossen. Sc/, [unter dem Titelblatt der Einleitung]: Die.e Einleitung wirft viel
Licht auf den Autor, zeigt, wie er bloß sc h ein e n will, nicht • e y n: zeigt, wie
er schrieb, ohne vorher gedacht zu haben, in den Tag hinein, vom Hundertsten ins
Tausendste, ohne recht zu wissen was er wollte. Eigend [ich] wollte er auch nur
täuschen u. glänzen. [T., früh.] - S. 11: .Zwar ist es nicht Zu begreifen, wie Dinge
auf mi e h (ein freyes Wesen) wirken ...• Sc/, [über der Seite]: Sophisticiren u.
Schelten <wild son talent. [weiter unten am Rande]: Wind [BI.] - 5.12: .Ich, in-
dem ich jene Frag•... • Sch: a pTtciOIlS fellow [BI.] - S.17, Sch [über der Seite]:
Das Alles ist e"t beim Schreiben gedacht worden; darum geht es so planlos ins
Gelag hinein. [BI.] - S.19, Sch [über der Seite]: Welche elende Cavillationen
gegen KanlS Dynamik der Materie! [am Schluß d.s 1. Absatzes]: hingeschmierte
Einfälle, mit beständigem Schelten ve..chanzt. [Bl.] - S.20, Sch [über der Seite]:
Er will die Physik mit der Metaphysik u. diese mit jener prügeln. [Bl.] - S.22,
Sth [über der Seite]: Wer sind denn eigentl[ich] die Narren, mit denen er beständig
zankt? [BI.] - S.35: .Ich oage nicht, daß ein H u m e philosophiren soll e,
aber wenn man einmal philosoph iren zu wollen vorgiebt ...• Sch: Seht die Frech-
heit dieses Windbeutels. Wie unendlich hoch steht nicht Hllme über ihm! Ich sage
aber, daß ein Schelling nie h t philosophiren soll. [T.] - S.39, Sch [unter der
Seite]: falsche Wechsel auf Leibnitz, Wolf etca gezogen. Wie würden diese Herren
protestiren! [BI.] - S.41: • Von nun an ... Von nun an ...• Sch: Von diesem
Gefasel an? [BI.] - S.72/73, Sc/, [über beiden Seiten]: Wind über Wind [BI.] -
S. 82: •... die vollkommne Darstellung der Inte11ektualwelt in den Gesetzen und
Formen der erscheinenden ...• Sc/,: Die Intellektualwelt ist ja eben die erschei-
nende! [T.] - Im Ersten Buch (5.89-242) nur einzelne Seriche und Fragezeichen.
- Im Zweiten Buch, außer Strichen und Fragezeichen, nur noch S. 259- 267 einige
Randglossen (BI.): S.259 [Allgemeine Ansicht des Weltsystems], Sch: Dies ist die
ganze Schellingsche Phil: die in schwierigen Worten wenig sagt.
A.V. 268 - Gw 227.
Zu vergleichen Sch's Anmerkungen zu Schellings Ideen: HN II, 315-323. - Er~
wähnungen des Buches PI, 27; PlI. 118 (Zusatz aus Senilia 6, d. i. 1852).

-, -: Uber die Möglidlkeit einer Form der Philosophie überhaupt. Tüb:


Jakob Friedrich Heerbrandt 1795. 62 S. 80 • [483}
Angebunden an Sc hell i n g: Ober das Verhältniß des Realen und Idealen in
der Natur [487].

-[, -}: Philosophie und Religion. Tüb: J. G. Colta 1804. VI, 80 S. Ppbd.
A.V. 266 - B 71 - Verbleib? [484}
Vgl. Sch's Anmerkungen zu dieser Schrift: HN, II, 325 - 330.
147

-, -: Philosophische Schriften. 1. Bd. Landshut: Philipp Krüll 1809. XII,


XXIV, 511 S. 8°. Ppbd. [485]
Exlibris. - Striche, Fragezeichen, Korrekturen an Smellings Text, Randglossen aus
sehr früher Zeit, ..., vielen Stellen (S. 54, 95, 96, 165, 166, 167, 237, 296, 414, 422,
432,437) ein Ecce am Rande. - S. 23: • Wie sollte überhaupt etwas gesezt werden,
wenn alles Sezbare wandelbar wäre, und nimts Unbedingtes, Unwandelbares an-
erkannt würde, ... " Sch: Dies ist der wahre Dogmatismus, das Sumen eines abso-
luten Nagels, die Welt daran zu hängen. Wer solmes Zeug schreiben konnte, hatte
keine Ahndung von Kanes großem Geist, thut vornehm u. kennt das A. B. C. nicht.
- [T., früh.] - S. 29: •... da Bewußeseyn Objekt voraussezt, intellektuale An-
smauung aber nur dadurch möglich ist, daß sie gar kein Objekt hat. Der Versuch
also, sie aus dem Bewußeseyn zu widerlegen, muß eben so sicher fehlschlagen, als
der Versuch, ihr durm dasselbe objektive Realität zu gebrn ... " Sch: Das nenn ich
mir eine unersteigbare Festung in Wolkenkukuksheim! [T.] - S. 114, Sch [zu der
Uberschrift: .Philosophische Briefe über Dogmatismus und Kridcismus"]: Zuerst
gedruc:kt in Niethammers philosophismem Journal. 1795, 96 [T.] - S.152: •...
wenn ein Go t t ist, so kann er nur seyn, w eil er ist,- Sm: 0 ja, wenn man
dem Satz v. Grunde des Werdens plötzlim den des Erkennens untersmiebt. [T.]
"Seine Existenz und sein Wesen müssen i den t i 5 eh seyn." Sch: Dann ist es
klüger, zu sagen: Die Welt ist, weil sie istl u. damit Hall" [BI.] [Vgl. hierzu G, 11,
124] - S. 201, Sei, [zu der Ubersdlfift: .Abhandlungen zur Erläuterung des Idealis-
mus der Wissensmaftslehre"]: Zuerst gedruckt in Fimte's u. Niethamme.. philoso-
phismem Journal, Band 5, unter dem Titel .Allgemeine Uebersimt der neuesten
philosophismen Litteratur." - S.406: .Das Vollkommne ist das Unvollkommne
..•• sch: Gelindes Präludium zur Aufhebung des Satzes VOm Widersprum [T.] -
S.414: .Gott aber kann nur sim offenbar werden in dem, was ihm ähnlim ist, in
freyen aus sim selbst handelnden Wesen" Sch: Ah! Ecce! [BI.] - S.416: .die
sdtrecklime Wahrheit ..• : Alle Philosophie, die nur rein vernunftmässig ist, ist
oder wird Spinozismus!" Sch: hier hat er smon die vorigen Seiten vergessen. -
S. 430, Sch [über der Seite]: D;gnum quod IeglltJlT. - S.430, unten: .Gott ist das
Pr;us des Grundes, indem der Grund, aum als solmer, nim. seyn könnte, wenn Gott
nimt actu existirte." Sch: Mit solmen Possen lassen die dummen Deutsmen ,im
verblüffen. [BI.] - S.431, Sch [über der Seite]: Voila ce que les Allemands
admirent .. lisez! [BI.] - 5.435, Sch [über der Seite]: Das hält man in Deutsmland
für Gedanken. [BI.] - S. 435: • Weil der ursprünglime Verstand die Seele aus einem
von ihm unabhängigen Grunde als Inneres hervorhebt: so bleibt sie ebendamit
selbst unabhängig von ihm, als ein besondres und für sim bestehendes Wesen." Sch:
ist a Ja Jakob Böhme: smled:!te Namäffung desselben. [BI.] - 5.436: .Das Prin-
cip ... ist der Eigenwille der Kreatur, der aber ... blinder Wille ist.· sch: Vorspuk
von mir [BI.] - S.455: •... daß die Begierde, die den Grund jedes besondern
Naturlebens ausmamt ...• Sch: Vorspuk von mir [BI.] - S.460: • Wie das Ge-
witter mittelbar durm die Sonne, unmittelbar aber durm eine gegenwirkende Kraft
der Erde erregt wird; so der Geist des Bösen (dessen meteorisme Natur wir smon
früher erklärt haben), dUlm die Annäherung des Guten, nimt vermöge einer Mit-
theilung, sondern vielmehr durm Vertheilung der Kräfte." Sch: die Welt ist näm-
lim eine Elektrisirmasmine [BI.] - 5.465: .Ueberhaupt erst der Idealismus [S<I1:
Kllnt, du :tweideutiger Lumpl] hat die Lehre von der Freyheit in dasjenige Gebiet
148

erhoben ...• - S. 484, sch [über der Seite]: Dieser Ton der Demonstration bei nur
aus der Luft gegriffenen Träumereien! [BI.] - Ober S. 488/489, Sch: Welches
Gefasel! [BI.] - S. 497, Sch [über der Seite]: Das Exempel geht nicht auf, Deses-
poi,! [BI.] - S. 497: •..• wie können wir es [das Wesen vor allem Grund] anders
nennen, als den Urgrund oder vielmehr Ungrund.· Sch: Nicht anders: denn dies ist
die beste Uebersetz[un]g des B,,&o~ der Valentinianer, von welchen diese ganze
Geschichte hemammt, welche Sd!elling durch den Jak: Böhm kennt, dem sie irgend-
wie aus der Keturgeschichte zu Ohren gekommen seyn muß: Siehe die HauptsteIle
über den 1\.,&0; in I,enao,.s: contra Ha.rOlieos I, abgedruckt im O,.p ...k'hat Vol: I
p.562 [T.] [Vgl. hierzu G, 16 f.] - S. 495, Sch [über der Seite]: Gefasel der letz-
ten Verzweiflung geht in Wahnwitz über. [BI.] - Auf der rnnenseite des Rück-
deckels, Sch [über zwei Köpfen in Profil]: Der Anfang ist ein Gewebe seichter
Sophismen, die ihre Sd!wäche durch die Arroganz u. Dreistigkt des Tons verdecken
- ein unverdautes Schwatzen in den Tag hinein. - - Die Abhdlg. v. d. Freiheit
gemeint. [BI.]
Zu vergleichen Sols Anmerkungen zu Sd!ellings philosophischen Schriften HN 11,
306-315. Die von Gwinner, 2. A. S. 99 f. und danach HN 11, 306 wiedergege-
bene Glosse zu Schelling, S.8, steht nicht in Sch's Exemplar, sondern i.t eine selb-
ständige (heute nicht mehr vorhandene) Niederschrift, die zu den nachgel .... enen
Manuskripteu gehörte.
A.V. 294 - Gw 229.
Zitate: G, 11, 53, 124 (2. A. 1847) - Zitate und Erwähnungen der Abhandlung über
die Freiheit: G, 16; E, 54 A., 82 f., 84, 176; PI, 29.

-, -: System des transscendentalen Idealismus. Tüb: J. G. Cotta 1800.


XVI, 486 S. 80 • [486]
Nach der Berliner Autographenmappe zahlreiche Striche - S.46, sch: Falsch! Das
Ich ist nicht einfach u. absolut Eins, es enthält die 2 völlig verschiedenen Subjekte
des Wolleus u des Erkennens: sie sind einander fremd, ja oft feindlich.
Angebunden an Sc hel I i n g: Ober d... Verhältniß des R...leu und Idealen in
der Natur [487].
Sch. A. Ersatzexemplar.
Zu vergleichen sch's Anmerkungen zu dieser Schrift: HN 11, 331-338.

-, -: Ober das Verhältniß des Realen und Idealen in der Natur. Oder
Entwickelung der ersten Grundsätze der Naturphilosophie an den Principien
der Sdtwere und des Lidtts. Hamb: Friedridt Pemes 1806. 38 S. 8°. Hfrzbd.
[487]
Exlibris. Zahlreiche Striche.
Angebunden:
1. S ehe 11 i n g: Ober die Möglichkeit einer Form der Philosophie überhaupt,
1795 [483].
2. Sc h·e 11 i n g: Verhältniß der Naturphilosophie zu der verbesserten Fichte'-
schen Lehre, 1806 [478].
3. Sc hell i n g: System des transcendentalen Idealismus, 1806 [486].
149

A. V. 268_ - Gw 228. Bei Kriegsende entwendet, 1951 in der Berliner Autographen-


mappe Nr.141 Hellmut Meyer und Ernst angeboten und an einen unbekann-
len Käufer abgesetzt (vg!. XXXIV. Jahrb. 1951/52, S. 95-97, und XXXV. Jahrb.
1953/54, S. 88/89).
Zu vergleichen Seh', Anmerkungen zu dieser Schrift: HN H, 330.
-[, -]: Erste Vorlesung in Berlin, 15. November 1841. Stuttg und Tüb:
J. G. Cotta 1841. 22 S. [488]
Zum Titel .Erste Vorlesung" Seh: Thronrede. - Zahlreiche Anstreichungen, Frage-
zeichen.
Angebunden an Li n d n er: Die erste stehende deutsche Oper [1234].
Sch. A. Ersatzexemplar.
- , - : Von der Weltseele, eine Hypothese der höhem Physik zur Erklä-
rung des allgemeinen Organismus. Hamb: Friedrich Perthes 1798. XIV.
327 S., 1 S. Drudtfehler. 80 • Hfrzbd. [489]
Exlibris. Einzelne Striche (ß!.).
A.V. 267 - Gw 231.
Vgl. Seh', Anmerkungen zu dieser Schrift: HN 11, 324- 325. Eine Erwähnung:
PI,28.
Zu Schelling vgl. weiter:
Berg. Franz [67];
Co u s in, Vietor [122];
Fra u e n S t ä d t, Juli ... [202];
Fr i es, Jakob Friedrich [204];
Go e t z, Johann Caspar [215];
H. gel, Geerg Wilhelm Friedrich [223];
J a h r b ü ehe r der Mediein [883] [884];
R eie h I i n - M eid e g g. Karl Alexander von [438];
Z e i t s ehr i f t für spekulative Physik [607] [608].

SCHELLWIEN. ROBERT

.Eine kleine philosophische Abhandlung" (A.V.). [490]


Vermutlich: Kritik des Materialismus. Von Robert Schellwien. Bin: G. W. F. Müller,
1858. 134 S. 80 •
A.V. 227 (.Acht Hefte, kleine philosophische Abhandlungen VOn Büchner, Reicke,
Rupp, Schwem.eIl, Schelwien [sie]. Au. den Jahren 1857-60") - Verbleib?

SCHLEIERMACHER. FRIEDRICH

Philosophische und vennischte Schriften. 2. Bd. (Sämmtliche Werke. 3. Abth.


Zur Philosophie. 2. Bd.) Bin: G. Reimer 1838. 2 unn. S. (Inhalt), 405 S.
8°. Ppbd. [491]
150

Exlibris. Strime, Verweisungszilfern, Ausrufungs- und Fragezeimeo und Randglos-


sen in der einleitenden Abhandlung .Herakleitos der dunkle, von Ephes05, dar-
gestellt aus den Trümmern seines Werkes und den Zeugnissen der Alten". S. 1-
148): S. 13: Smleierrnamer liest Fr. 18 (Diels) so: 'Euv "" U."i!;TI"e, 41voAma..-ov oUx
e~aET. 41VE;.UI!E"'OV ~lIv lIaillICOI!OV und übersetzt: • Wenn ihr nimt hofft, werdet
ihr das Ungeholfte nimt finden. da es unfindbar ist und unzugänglim.· Sch rückt
das Komma hinter 41"">...",,:ov (50 daß ,im der von der neueren Textkritik an-
genommene Sinn ergibt: • Wenn ihr das Unerholfte nimt erhofft. werdet ihr's nidlt
finden - es ist unfindbar und unzugänglim.") Er bemerkt am Rande: Wimtige Ver-
besser[un]g. - S.20: .llOAUflOOtTl Wov o1i IItM,"",I." Sch: Diag: Lam. [vgl. dazu
Zitatenanhang.] - S. 24: Fr. 108 (Diels) lautet bei Schleiermamer: ;O"oocov A6you~
I'j><auaa o1i1iEl~ 41<pI"vohat .~ wino lila". Y1-vW''''f:l • il yall Oell; il OT\l!iov . IIn
oo<pOv tO"1 "av..cov"eX"'l!lo/ltvcov." Sch übernimmt Smleiermamers Konjektur, io-
dem er die (heute als bloße Reminiszenz aus Ari.t. Pol. A 2 12S3 a 2S, erkannten)
Worte il yal! Oeo~ ii OT\Qiov an den Schluß setzt und den Text verbessert: ... hl
dvm, Mo "ci....wv l<eXWl1ta,uvov i\ yQQ Oeo; fi OT\Qtov. - SdIleiermachers Kom-
mentar zu den Smlußworten (S. 24): •... ob Herakleitos ohngefähr gemeint, ,son-
dern auf dem gewöhnlichen Wege müsse man entweder ein Gott sein, der allein in
allem einzelnen sein könne, oder man sei ein Thier, in jedes einzelne als solches für
sich hingegeben', diese, müssen wir wal unentsmieden lassen." korrigiert Sch: •..
sondern man müsse entweder ein Gott sein, der allein sein könne, oder ... und
smreibt über die Seite: Smleiermamers Dummheit. - 5.123: Smleiermamers Ver-
besserung des fr. 62: "AvOl!",nol OEoi OVT\..oi, Oeot .... ävOl!",,,ot 410ava,ol, !;Ö)v......ilv
t"ttvcov Ociva-.:ov. Ovi\CJl<Ov-.:_' -.:i\v .",;vcov t;",i\v. korrigiert Seh, indem er die Worte
O_ot ". ävOQ",,,ol 410civa..m an den Anfang setzt. - S. 127: Die Stelle Xaksnllv
i\u1'4i llaXEaOal •.• übersetzt Smleiermamer: .Schwer ist gegen den Muth streiten
•..• Sch ,treimt das WOrt .Muth", setzt dafür .Zorn" und smreibt über die Seite:
Sdlleiermamers Dummheit.
A.V. 169 - B 80 - Gri 88 (5. 76-80 Mitteilung von Randglossen) - Gri 30-
A59.
Sm. A. 603/U.
Vermutlich war auch der 3. Band der 3. Abtheilung .Zur Philosophic", - auch
u. d. T.: .Reden und Abhandlungen, der Königlichen Academie der Wissenschaften
vorgetragen VOn Smleiermadler", Berlin 1835 - in Sch', Besitz; vgl. WH, 92:
.Daß ebenfalls in der p ra k t i s ehe n Philosophie aus bloßen abstrakten Be-
griffen keine Weisheit gefördert wird. ist wohl das Einzige, was zu lernen ist aus
den moralischen Abhandlungen des Theologen 5 chi eie r mac her, mit deren
Vorlesung derselbe, in einer Reihe von Jahren die Berliner Akademie gelangweilt
hat, und die jetzt kürzlich zusammengedruckt ersmienen sind.·

SCHLOSSER, JOHANN GEORG

Ueber die Seelenwanderung. 1. Stü,x. Basel: Serini 1781. 8°. [Ein 2. Stück
erschien Basel: Serini 1782.] [492]
A,V. 287 - B 71 - Verbleib?
151

SCHMID, CARL CHRISTIAN ERHARD

Versum einer Moralphilosophie. Jena: Cröker 1790. [493]


A.V. 433 - Verbl<ibl

SCHOPENHAUER, ARTHUR

Commentatio undeeima exponens Theoriam Colorum Physiologicam ean-


demque primariam (= Scriptores Ophthalmologiei minores Vol. III. Edidit
Justus Radius. Cum tabula aenea. Lips: Leop. Voss 1830. S. 1- 56.8°. Ppbd.
[494]
Exlibris. - Sch', Handexemplar mit seinen eigenhändigen Verbesserungen und Zu-
sätzen. Frauen'tädt konnte dieses Exemplar für die 2. Auflage seiner Gesamtaus-
gabe (1877} benutzen.
A.V. 176 - Gw 131.
- , - : Die beiden Grundprobleme der Ethik, behandelt in zwei akademi-
schen Preissmriften. I. Ueber die Freiheit des mensmlimen Willens, ge-
k r ö n t von der Königl. Norwegischen Soeietät der Wissenschaften, zu
Drontheim, am 26. Januar 1839. 11. Ueber das Fundament der Moral,
nie h t gekrönt von der K. Dänischen Soeietät der Wissenschaften, zu
Kopenhagen, den 30. Januar 1840. Frankf. a. M.: Joh. Christ. Hermannsche
Buchhandlung. F. E. Sumsland 1841. XXXX, 280 S. 8°. Frzbd. [495]
Mit Papier durchschossenes Handexemplar.
A.V., Nachtr. 18. - Vom Testamentsvollstrecker Wilhelm Gwinner an Julius
Frauenstädt ausgefolgt. Nach dem Tode Frauenstädts (1879) nacheinander im Besitz
von Friedrich Bremer (gest. 1901), Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), Ouo Weiß,
nach dessen Tod verschollen.
- , - : Dasselbe. Ssntbd. [496]
A.V. 379 - Gw 128.
Exlibris. Keine Randschriften.
- , - : Parerga und Paralipomena: kleine philosophische Schriften. 1. Bd.
2. Bd. BIn: A. W. Hayn 1851. VI, 466; IV, 532 S. 8°. Hfrzbde. [497]
Mit Papier durd15chossenes Handexemplar.
A. V., Nachtr. 15. - Von Wilhelm Gwinnre an Julius Frauenstadt ausgefolgt. Nadl
dem Tode Frauenstädts nadleinander im Besitz von Friedrid. Bremer (gest. 1901),
Albert Graeher, Leipzig (seit 1902), Otto Weiß, nad. dessen Tod ver>d.ollen.

- , - : Dasselbe. 2 Ssntbde. [498]


A.V. 378 - Gw 129.
Exlibris in beiden Bänden. Einzelne Randnotiz<n in Bd.2. S. 62: •... in keinerlei
Beziehung Zum Interesse, folglich dem Willen, der Redenden steht." Sch: Spie. 462
152

(kann aum zu p. 70) - S. 87: •... den eigentlimen Brennpunkt meiner Lehre ...•
Sen: 5. - Zahlreime 5trime und Seitenhinwei.e auf F[arbenlehre] im Kapitel VII
"Zur Farbenlehre" (5.143-167). - S.255: • CI a u d i u s" Sch: Spie. 469
[1852.] - 5. 330 (§ 185, Z. 6): .Geboten und Ritualen" Sch [verbessert]: Gebeten.
-, -: Veber das Sehn und die Farben, eine Abhandlung. Lpz: Johann
Friedrim Hartknodt 1816. 88 S. 8c. Steif br. [499]
Mit Papier durmschossenes Handexemplar. Zahlreiche Zusätze im Text und auf
den weißen Blättern, die für das Druckmanuskript der 2. A. Verwendung gefunden
haben.
A.V., Nachtr. 20 - Von Wilhelm Gwinner an Juliu. Frauenstädt ausgefolgt. Nam
dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Alben Graeber, Leipzig (seit 1902), OttO Weiß, nach dessen Tod vom Sm. A.
angekauft - A 59.
sm. A. 603/36.
-, -: Veber das Sehn und die Farben. Eine Abhandlung. 2., verb. und
verm. A. Lpz: Johann Friedrich Hartknodt 1854. VIII, 86 S. 8c . Ssntbd.
[500]
Mit Papier durchschossenes Handexemplar.
A.V., Nachtr. 21. - Von Wilhelm Gwinner an Julius Frauenstädt ausgefolgt. Nach
dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), OttO Weiß, nach dessen Tod verschollen.
-, - : Die Welt als Wille und Vorstellung: vier Bücher, nebst einem An-
hange, der die Kritik der Kantismen Philosophie enthält. Lpz: F. A. Broc:k-
haus 1819. XVI, 726 S. 80 • Pgmbd. [501]
Mit Papier durchschossenes Handexemplar, mit zahlreichen, z. T. nimt in die 2. Auf].
übernommenen ltnderungen und Ergänzungen, die in der Ausgabe von Otto Weiß
veröifentlimt sind.
A.V., Nachtr. 12 - Von Wilhelm Gwinner an Julius Frauenstädt ausgefolgt. Nach
dem Tode Frauenstädt. nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), Otto Weiß. Bei der Auktion Dr. Ernst Haus-
wedell, Hamburg, vom 27.11. 1964 von H. P. Kraus, New York, erworben.

-, - : Dasselbe. Hfrzbd. [502]


A.V. 375 - Gw 126.
Auf dem vorderen Vorsatzblatt,Sm:, si eSIO no es su siglo,muc:hos otros 10 se,an.-
Druckfehlerverbesserungen auf S. 50, 148, 159, 160, 165, 180, 226, 323. 571, die in
der 2. A. Beriicksimtigung gefunden haben.
-, - : Die Welt als Wille und Vorstellung. 2., durchgängig verb. und sehr
verm. A. 1. Bd. Vier Bücher, nebst einem Anh., der die Kritik der Kanti-
sehen Philosophie enthält. 2. Bd., welcher die Ergänzungen zu den vier
Bümern des ersten Bandes enthält. Lpz: F. A. Brockhaus 1844. XXX, 600;
VIII, 640 S. 8c . Hpgmbde. [503]
153

Mit Papier durchschossenes Hande:xemplar mit zahlreichen, z. T. nicht die 3. Auf!.


übernommenen .l\nderungen und Zusätzen, die in der Ausgabe Weiß veröffentlicht
sind.
A.V., Nachtr. 13 - Von Wilhelm Gwinner an Juliu. Frauen.tädt au.gefolgt. Nach
dem Tode Frauen.t"dts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), Otto Weiß. Ein herausgerissenes Stüdt (S. 341-
348 Text und Zusätze auf 5 zugehörigen Durchschußblättern) wurde in der Auktion
Karl &; Faber vom 21. und 22. 11. 1960 einem unbekannten Käufer für DM 1050.-
zugeschlagen, von diesem in der Auktion 125 Dr. Ernst Hauswedel!, Hamburg, vom
28. 11. 1963 für DM 2000.- weiter veräußert (vgl. XXXXII. Jahrb. 1961, S. 119 f.,
und XXXXV. Jahrb. 1964, S. 144), sodann zurüdtgekauft und mit den beiden Bän-
den bei der Auktion Hausweden vom 27.11.1964 H. P. Kraus, New York, zu-
geschlagen.
-, - : Dasselbe. 2 Ssntbde. [504]
A.V. 376 - Gw 127.
E:dibris in beiden Bänden. Auf dem vorderen Vorsatzblatt des 1. Bandes: Alto"..-
AU"'L<; flU"'t1J.!!LOU xeoVOL<; aIUlVLOI<; "ecn"fllI'EVOU. Paulu. aJ. Rom: 16, 25.

-, - : Die Welt als Wille und Vorstellung. 3., verb. und beträmtlim verm.
A. 1. Bd. Vier Bümer, nebst einem Anhange, der die Kritik der Kantismen
Philosophie enthält. 2. Bd., welener die Ergänzungen zu den vier Büenern
des ersten Bandes enthält. Lpz: F. A. Brodthaus 1859. XXXII, 634; VI,
740 S. 8°. Hpgmbde. [505]
Mit Papier durchschossenes Handexemplar, mit handschriftlichen Zusätzen.
A.V., Nachtr. 14. - Von Wilhelm Gwinner an Julius Frauen.tädt ausgefolgt. Nach
dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), Otto Weiß. Bei der Auktion Dr. Ernst Haus-
weden, Hamburg, vom 27.11.1964, von H. P. Kraus, New York erworben.

-, - : Dasselbe. [506]
A.V. 377 - Verbleib?
-, - : Dasselbe. Ausgabe auf Velinpapier. Hfrzbde. [506a]
Exlibris. Nidlt im A.V., da Dedikationsexemplar für Wilhelm Gwinner. - Gw
BO.
Auf dem Vorsatzblatt: Meinem werthen Freunde, Herrn Dr. Gwinn.r, verehre ich
dieses Exemplar, zu meinem Andenken. Frankfurt, d. 31 Mai, 1860. Artbur SmG-
penbd".r.
-, - : Ueber den Willen in der Natur. Eine Erörterung der Bestätigungen,
welme die Philosophie des Verfassers, seit ihrem Auftreten, duren die empi-
risenen Wissenschaften erhalten hat. Frankf. a. M.: Siegmund Smmerber
1836. 142 S. 8°. [507]
Mit Papier durchschossenes Handexemplar.
A.V., Nachtr. 16 - Von Wilbelm Gwinner an Julius Frauenstädt ausgefolgt. Nach
154

dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), OttO Weiß, nach dessen Tod verschollen.

- , - : Dasselbe. 2 Exemplare. [508]


A.V. 178 - B 71 (1 Exemplar). Verschollen.

- , - : Ueber den Willen in der Natur. Eine Erörterung der Bestätigungen,


welme die Philosophie des Verfassers, seit ihrem Auftreten, durch die empi-
rismen Wissenschaften erhalten hat. 2., verb. und verm. A. Frankf. a. M.:
Joh. Christ. Hetmann'sme Bumhandlung. F. E. Suchsland 1854. XXIV,
136 S. 8°. Ppbd. [509)
Mit Papier durchschossenes Handexemplar.
A.V., Nachtr. 17. - Von Wilhelm Gwinner an Julius Frauenscädt ausgefolgt. Nach
dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (.eit 1902), OttO Weiß; nach dessen Tod verschollen.

- , - : .Ueber die vierfame Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde.


Eine philosophische Abhandlung. Rudolstadt: Hof-Buch- und Kunsthand-
lung 1813. 148 S. 8°. Ppbd. [510]
Exlibris. Zahlreiche handschriftliche l'inderungen und Randglossen, die größtenteils
für die Herstellung des Drucktextes der 2. Auflage Verwendung gefunden haben.
A.V. 177 (2 Expl.!) - Gw 124.

- , - : Dasselbe. [511]
A.V. 177 (da. 2. Exemplar}. Anscheinend von Gwinner an Julius Frauenstädt aus-
gefolgt und nach dessen Tode mit den anderen Handexemplaren an Otto Bremer
(gest. 1901), Albert Graeber, Leipzig (seit 1902), Otto Weiß gelangt. Die Rand-
smriften (andere als im 1. Exemplar) finden sim D III, 747 f. und ed. H VII, 136.

-, - : Dasselbe. Ausgabe auf Velinpapier. Ldbd. [512]


Exlibris.
A.V. ? - Gw 123. Vielleimt ein Dedikationsexemplar für Gwinner. Nimt erhalten.

- , - : Ueber die vierfame Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde.


Eine philosophische Abhandlung. 2., sehr verb. und beträchdim verm. A.
FrankE. a. M.: Joh. Christ. Hermann'sme Buchhandlung. F. E. Sud!sland
1847. VIII, 152 S. 8°. Ssntbd. [513]
Mit Papier durchsmossenes Handexemplar.
A.V., Namtr. 19. - Von Wilhelm Gwinner an Julius Frauenstädt ausgefolgt. Nach
dem Tode Frauenstädts nacheinander im Besitz von Friedrich Bremer (gest. 1901),
Albert Graeber, Leipzig (seit 1902}, Ouo Weiß; nach dessen Tod verschollen.

- , - : Dasselbe. Ssntbd. [514]


A.V. 380 - Gw 125.
155

Zu Schopenhauer vgl. aud.


A s her, David [30, 32, 33];
B ä h r, Carl Georg [47];
Co r n i 11, Adolph [121];
D 0 r gut h, Friedrich [141, 142, 146, 147, 150, 151];
Erd man n, Johann Eduard [166];
F ich t e, Immanuel Hermann [182, 606];
Fra u e n st ä cl t, Christian Martin Julius [197] [198] [201];
Kosack, Carl Rudolf [966];
o x e n f 0 r cl, John [392];
Pomtow, Dr. [423];
R ätze, Johann Gotdieb [431];
Rosenkranz, Kar! [460] [606];
S e y cl cl, Rudolf [535];
Weigelt, Georg [581];
We i 11, Alexandre [584] [585];
Wie ist Erkennen möglich? [594];
Z e i t s c h r i f t für Plülosophie und plülosophische Kritik [166] [182] [606].

SCHRAMM, JOANNES MAURITIUS

Oe vita et seriptis famosi athei J. C. Vanini tractatus singularis, in quo


genus, mores et studia, eum ipsa morte horrenda, cox seriptis suis ... et aHis
... auctores selecta sunt, et ... errores ilJius simul sunt refutati. Ed. sec.
aucta. Custrini: G. Heinichius 1715. 8°. (515]
A.V. 209 - Verbleib?

SCHROEDER,J.F.L.

Oratio de nostra cognitione animi comparata cum cognitione rerum corpo-


rearum, dicta publice, die XXVI martii a. 1825. Quum Academiae regundae
munus solenni ritu deponeret. Trajecti ad Rhenum: Otton. Joann. van Pad-
denburg et J. van Schoonhoven 1825.72 S. 8°. [516]
Strid.e und eine Randbemerkung.
Angebunden an Bachmann : Anti-Hege! [41].

SCHUL TZ, ]OHANN

Erläuterungen über Kants Critik der reinen Vernunft. Königsb: Unzer 1784.
8°. Ppbd. [517]
A.V. 388 - B 7t - Verbleib?
-, -: Prüfung der Kantischen Critik der reinen Vernunft. 1. Theil.
156

Königsb: Hartung (Unzer) 1789. 2. Theil. Königsb: Nicolovius 1792. 8°.


Hfrzbde. [518)
A.V. 389 - B 71 - Verbleib?

SCHULZE, GOTTLOB ERNST

Aenesidemus, oder über die Fundamente der von dem Herrn Professor Rein-
hold in Jena gelieferten Elementar-Philosophie. Nebst einer Vertheidigung
des Skepticismus gegen die Anmaassungen der Vernunftkritik. [Helmstädt]
1792. XI, 445 S. 8°. [519]
A.V. 172 - B 71 [Nr. 2443, unter Reinhold, als viertes Werk .und nom einige Ab-
handlungen von Reinhold. 6 Bde." Von diesen 6 Bdn. führt B 71 außer den .Funda-
menten der ... Elementar-Philosophie" unter Nr. 1-3 auf: 1.) Ober das mensm-
Iime Vorstellungsvermögen; 2.) Ober das Fundament des philosophismen Wissens;
3.) Ober die Paradoxien ... Für die restlimen bei den Bde. kommen in Betracht:
1.) Anleitung zur Kenntniß und Beurtheilung [447]; 2.) Bey träge zur leimtern
Vebersimt [449]; 3.) Verhandlungen über ein Einverständniß (mit den angebun-
denen Bey trägen zur Berichtigung) [453]. - Verbleib?
Schulzes .smwerfällige und weitläuftige" kritisme Einwände gegen Kants Begrün-
dung des Dinges an sim aus dem Kausalitätsgesetz (Aenesidemus, S. 374-381) wer-
den von sc/, W 11, 516 f. <erst 2. A. 1844} der Same nam zustimmend erwähnt. Vgl.
auch P 11, 96.
-, - : Encyclopädie der Philosophischen Wissenschaften zum Gebrauch für
seine Vorlesungen. Gött: Vandenhoeck und Ruprecht 1814. 8°. [520]
A.V. 173 - Verbleib?

-, - : Grundsätze der allgemeinen Logik. 2., von neuen ausgearbeitete


Ausg. Helmstädt: C. G. Fleckeisen. 1810. XX, 210 S. 8°. Ppbd., durchschos-
sen. [521J
Exlibris. Auf dem hinteren Vorsatzblatt, Vorder- und Rückseite, und der Innenseite
des Rückdeckels zahlreime Köpfe im Profil (T.), einige zweifellos Karikaturen Smul-
zes, so die Zeimnung des aus einem Bume mit der Aufsmrift .Auf Teufel reimt der
Zweifel nur· Vortragenden. Anstreimungen (T. u. BI.) und auf den eingesmossenen
weißen Blättern zahlreiche Notizen, Erläuterungen und Glossen zu Smulzes Text.
Sch hat die Vorlesung Schulzes über Logik im Sommersemesrer 1811 nicht in einem
Kollegheft namgesmrieben, wie er es im Wintersemester 1810/11 bei den beiden
Vorlesungen über Metaphysik und Psymologie getan hatte: seine Nachschriften und
Anmerkungen stehen auf den eingeschossenen Blättern der .Grundsätze". Sie gehen
immer wieder über die bloße Wiedergabe von Smulzes, den Text des Lehrbums
ergänzenden und kommentierenden Ausführungen hinüber zu eigener Außerung
und Kritik, - den Obergang kennzeimnet Sch häufig durm ein Ego. Wir halten
folgende Stellen fest: S.6: .Einheit setzt Verbindung des Mannigfaltigen, das da-
durm gedacht wird, voraus. Alle Verbindung ist aber entweder Z usa m m e n -
set z u n g oder Ver k ü p fun g. Jene ist Verbindung dessen, was nicht noth-
157

wendig zu einander gehört [1],und diese dessen, was in nothwendiger BeziehWlg zu


einander steht [2]." ScJJ [zu 1] : composilio aut nexus [;] er führt als Beyspiele an die
Begebenheiten in einem Roman, die 2 Triangel in die man ein 0 theilt. [zu 2]: Sub-
stanz zu ihren Accidenzien, Ursadie u. Wirk[un]g, die Tbeae eine. Schlusses. (Die.
hat er alles ganz u. wörtlich von dem großen, von ihm so oft angebellten, Kant,
siehe Kritik d. R. V. p.208 Anmerk[un]g) - S.27: .4. Wenn nach dem Prinzip
der Identität von einem Dinge nichts prädizirt werden darf [ScJJ: das ist aber
falsch], als was einen Bestandtheil des Begriffes davon ausmacht; sO kann es keine,
neuerlich so genannten s y n t h e t i s ehe n, den Begriff eines Dinges über seinen
Inhalt hinaus erweiternden Merkmahle oder Prädikate geben." ScJJ: Synthetische
Urtheile: der Körper bewegt sich; die Kugel ist von Holz; der Baum blüht. S läug-
net daß durch solche Urtheile der Begriff des Dings erweitert werde: denn der
Begriff ist immer sich selbst gleich: Kant hätte daher sagen sollen, der Begriff wird
dadurch bestimmter. - Der Begriff Kugel ist ein andrer als der Begriff hölzerne
Kugel. Ego. Allerdings, u. soll es auch seyn: denn wozu wollen wir synthetisdie
Urtheilel nicht um den alten Begriff zu behalten, sondern einen neuen zu bekommen.
Geschieht die Synthesis nun vollends apriori, so ist der neue Begriff von Erfahrung
unabhäogig, wie z. B. die mathematischen. Aus des elenden Verfassers dieses Com-
pend;; 4ter Anmerkl ließe sich die Absurdität folgern, daß es überhaupt nur Einen
Begriff in der Welt giebt: denn wie soll man von einem Begriff zum andern gelan-
gen, wenn es keine synthetische Prädikate giebt? - S. 29: .Es ist unmöglich, daß
etwas zugleich sey und nicht sey; und, was sich widerspricht, kann nicht in eine Ein-
heit des Bewußtseyns vereinigt werden." ScJJ: So sagt die Kantische Schule, ver-
anlaßt dadurch daß K in den Prolegomenen sagt: Denken ist Vorstellungen in Einem
Bewußtseyn vereinigen. (Ego. S. verwechselt die Einheit des Bewußtseyns mit dem
Bewußtseyn der Einheit d. i. des indi"rlidui) - S. 31: .absolut entgegengesetzte
Merkmahle erschöpfen die Bestimmbarkeit eines Dinges.' ScJJ: Seyn u. Nicht-Seyn.
Möglich, Unmöglich. Einfach, Zusammengesezt. Jedem logischen Gegenstande muß
von 2 widersprechenden Merkmalen Eins zukommen: sagt FicJJte. - S. 35 f.: • Wi-
derspruch würde z. B. noch nicht entstehen, wenn man gegen das Prinzip der Iden-
tität einem Gegenstande Merkmahle beylegte, die nicht in dem Begriffe davon ent-
halten sind." S.n: allerdings: so bald man erklärt hat man habe einen Begriff (denn
v •• Gegenstand" ist hier nie die Rede, sondern von Begriffen) völlig definirt, so hat
man ihm alle Merkmale die man ihm nicht beilegte to ip.o abgesprochen, u. wider-
spricht sich sobald man sie ibm jezt beilegt. Ego. - S.41: Jeder Begriff enmilt
einen S t 0 f f (Inhalt, Materie), und eine F 0 r m (Gestalt). Jener besteht aus den
im Begriffe verbundenen Vorstellungen; dieser aus der Allgemeinheit des dadurch
Vorgestellten." ScJJ: Dies sucht er durch ganz sinnloses Geschwä:r. zu erklären. -
S. 49: .Je mehr Dinge also durch einen Begriff gedacht werden können, desto weiter
ist er auch.- S.n: Daan wäre San d kor n, od: Atom der weiteste Begriff. Es
muß beißen je ver s chi e den e r e Dinge usw. - S. 51: .durch die zum Art-
begriffe hinzugedachte Negazion werden mebr Merkmahle aufgeboben, als durch
die zum Gattungsbegriffe gesetzte.' S.n: Ego. Umgekehrt! Durch die zum Art-
begriff gesezte Negation werden wen i ger Merkmahle aufgehoben: u. da man
einen Begriff sowohl durch Negationen als durch Affirmationen bestimmen kann;
so erhält der Artbegriff mit d.. Negation, indem er u n b e s tim m t er bleibt als
der Gattungsbegriff mit der Negation, einen größern Umfang als dieser u. kommt
158

über ihn zu slehn, während er vorher unter ihm stand. - S. 51: • Von den Begriffen
Nie h t • M e n s c hund Nie h t . Gel ehr t e r hingegen ist dieser der höhere
und jener der niedere." Sch: Dann müßte es heißen: .Alle Nimt·Mensmen sind
Nimt-Gelehne:' ist nimt wahr; es kann gelehrte Engel geben. - S.54: [§ 37.
Wedtselbegriffe können] .nur in so fern mehrere Begriffe seyn, als sie entweder von
verschiedenen Mensmen, oder von demselben Mensmen, theils überhaupt zu ver·
schiedenen Zeiten, theils als Merkmahle versmiedener Dinge gedamt worden sind.'
Sch: Sie sind und bleiben dennod! Ein Begriff; u. We c h seI begriff ist Unsinn.
Man versteht darunter, wie aus des S Vortrag erhellt, mehrere Namen für Ein e n
Begriff. - S. 61: .§ 45. Die Vomellung, welche in einem Unheile als Prädikat
gebraumt wird, kann entweder mit dem Grundbegriffe offenbar identisdt [1], oder
davon nom als versmieden gedacht seyn. Im letztern Falle aher ist das Prädikat
entweder ein weiterer Begriff, als der Begriff des Su bjekls, oder hat mit ihm die.
selbe Sphäre. [2J" Sch: Alle Urtheile, will er, sollen eine gewisse Identität des Sub-
jekts u. Prädikats haben. [1] Nego, denn nam § 43 ist jedes Urtheil ein aufgelöster,
verdeutlimter Begriff. S führt an: der Mensm ist Mensm. Wer den Mensmen defi·
niren, d. h. den Begriff in Unheile zerlegen sollte, u. käme so, würde wahrlich aus·
gelamt. [2J Nego, denn 2 Begriffe die einerley Sphäre haben, laßen sim nicht den·
ken; sondern nur ein S kann 2 Ausdrücke für Einen Begriff für 2 Begriffe halten,
wie er im § 37 gethan, zu dem er mündlim hinzusezte, homo u. avitl'CllnO, seyen
2 Begriffe die einerley Sphäre haben. - S. 62, Sth [zu Smulze, § 45J: Man hat
gesagt, der bloße Vemand ohne Sinnlichkeit könne blos Identitäten angeben, was
davon wahr ist, will S in § 45 angegeben haben. - Mir aber smeinen jener Behaup.
tung be.onders die Urtheile zu widerspremen, die eine Kausalverbindr ausdrücken:
z. B.: .das Wasser treibt die Mühle." Dom könnte man es so erklären: die Ursame
der Bewegung der Mühle ist mit diesem Wasser identism. - S.67: [Wenn man
erklärt, problematisme UrtheileJ .seyen solme, in denen die Verbindung des Prä·
dikats mit dem Subjekte von dem Verstande nur als m ö g I ich gesetzt werde;
so ist hierbey tbeils das Wesen der Urtheile nimt beachtet ...• Sth: Der Mensch
kann irren; der Mond kann verfinstert werden; das Haus kann verbrennen. Kiese·
wetter nennt problematische Urtheile solche, wo der Verstand die Verbindg des
Prädikats u. Subjekts der Willkühr anheimstellt. (Ego. Sein Einspruch gegen die
problematischen Uttheile scheint mir mit eben so viel Recht den apodiktischen
gemacht werden zu können: diese nämlich unterscheiden sich von den assertoriscben
blos durch die Unmöglimkeit des Andersseyn: die problematischen durch die Mög.
lichkeit des Andersseyn. Soll der Verstand sich um das Eine nicht bekümmern, so
soll er es aum nicht um das andre.) - S.68: .Anmerk.1. Das verneinende Urthei·
len muß mit dem bejahenden die Handlung des Verstandes gemein haben, welche
beym Urtheilen wesentlich ist ... " Sm: Reimarus hat gesagt in negativen Unheilen
stehe das Prädikat mit dem Subjekt in Widerspruch. Man könnte sagen: im N [ega.
tivenJ U[nheil] kommt eine negative Verbindg des Prädikats mit dem Subjekt vor.
Ego. Das ganze Räsonnement dieser hten Anmerkg wird aufgehoben wenn man
sagt: Cop,./a ist ein schlecht gewählter Name für das Wort welche. in einem Urtheil
das Verhältniß zwischen Subjekt u. Prädikat anzeigt. - S.69: .Das Urtheil: Der
Körper ist kalt; ist für den, welcher Kälte als Mangel der Wärme denkt, ein ver·
neinendes. Das Urtheil hingegen: Die Seele ist nicht sterblim oder unsterblich; ein
bejahendes.· Sth: Ego. Obgleich es ehe m i • c h einen Wärmestoß u. keinen
159

Kälte-Stoß giebt, so giebt es log i s c h doch einen Beg r i f f von Kälte so gut
als von Warme, u. es ist ein affirmatives Unheil zu sagen: .Der Leimnarn ist eis-
kalt." Die Sylbe U n aber, bedeutet so viel als Nicht, u.• Die Seele ist unsterb-
lich" ist ein negatives Urtheil das die Seele aus der Sphäre des Sterblichen ....eg-
nimmt. - S. 69 f.: [Durch einen Obersetzer des Aristotelischen Organon erhielten]
.die verneinenden Begriffe zugleich den Nahmen der unendlichen, und neuerlich
redltfertigte man diesen Nahmen aus dem Grunde, weil von dergleichen Begriffen
einem Dinge unendlich viele sollen beygelegt werden können, ohne daß gleichwohl
dadurch von demselben etwas erkannt werde. Allein unter dieser VoraussetZUD,
wäre ja nicht der einzelne negative Begriff ein unendlicher, sondern das ganze Heer
derselben könnte erst auf Unendlichkeit Anspruch machen .•. " Sm: Ego. Falsch:
denn nicht indem ich aufzähle was ein Körper alles nic:bt ist gebe ich einen unend-
lichen Begriff; (vielmehr bestimme ich dadurch den Begriff immer näher u. mache
aus einem unendlichen einen endlichen) sondern indem ich ihn blos aus Einer Sphäre
nehme, also unendlich viele andre für ihn freylasse; d. h. indem ich ihn blas durch
Ein verneinendes Urtheil bestimme: z. B. er ist nicht roth: - S.70: .Allein in der
Lehre von den Urtheilen unterschied wieder der gtüblerische Sm..fsinn der Schola-
stiker die verneinenden Sätze von den unendlimen, und zwar auf die Art, daß in
jeDen die Negazion zur Kopula, in diesen aber entweder zum Subjekte, oder zum
Prädikate gehöre, daher auch die unendlichen Urtheile beyrn Gebrauche im Schlie-
ßen den bejahenden gleichgelrend seyn sollen." Sa, (neben dem Text}, Und so im
Recht. - S. 79: Kontradiktorisch entgegengesetzte Urtheile, deren Subjekt einen
Widerspruch enthält (z. B. Ein dreyeddger Zirkel ist rund, und, Ein dreyeckiger
Zirkel ist nicht rund) sind beyde fahm. Die Falsmheit zweyer Sätze dieser Art
dient also zum Zeimen der Ungedenkbarkeit ihres Grundbegriffes." Sa" Er führt
an: Der Stein ist weise od, unweise. Gott ist sehend od, nicht sehend. Die Seele ist
durchsichtig cd: undurduichtig. Ego. Das Beispiel in der Parenthese paßt, diese aber,
die er mündlim anführt, nime: denn hier ist gar kein Widersprum des Subjekts mit
sich, sondern nur mit seinen Prädikaten, und d. zu jedem der angeführten Subjekte
2 kontradiktorisch sich entgegengesezte Prädikate gesezt werden, so kann, nach § 57,
immer nur eines der Urtbeile falsch seyn: aum sind von obigen Beyspielen die J fol-
genden Urtheile w a h r, Der Stein ist unweise. - GOtt ist nimt sehend. - Die
Seele ist undurmsichtig. - Nur kann man sie nicht ohne Nachdenken verstehn. -
S. 80: • Von den zwey entgegengesetzten Urtbeilen: AUe Menschen sind gelehn, und,
Kein Menom ist gelehrt; ••gt das erstere aus; Das Merkmahl gel ehr t kommt
aUen zu der Sphäre des Begriffes Me n s eh gehörigen Dingen zu; das letztere
hingegen: Jenes Merckmahl kommt keinem einzigen dieser Dinge zu ...• Sch: Ego.
Warum nicht so: 1 .AUe M. s. gelehrt:" sezt aUe Mensmen (Subjekt) in die Sphäre
gel ehr t. .Kein M. ist gelehrt", - nimmt aUe Mensmen heraus. Die Unheile
sind sich dennodl nicht kontradiktorisch entgegengesezt, weil sie all g e m ein e
sind - AuE - in q.ubu5 quiJem da/ur tertium mu/aT/Ja quallti/atem .ubjtcl'. -
S.84: •••• daß die Logiker gemeiniglim aUe Urtbeile, ",elme durm Wen n und
So aufeinander bezogen werden, den hypotbetismen beyzählen ... " Sm: Hier
zeigt S daß er nicht den Untersmied zwismen Wenn u. Wann weiß. Er führt an:
Wenn geläutet wird, geht der Gottesdienst an, als ein nicht-hypothetismes Unheil.
Ego: Viel besser wäre, • Wann im über die Brücke gehe, geht die Sonne auf." -
S. 107, .Es ist z. B. die einzige Bedingung, unter der Triangel gleich seyn können,
160

daß sie einerley Höhe und Basis haben. [1] Ist mithin dieses in Ansehung gewisser
Triangel falsch; so ist es auch falsch. daß sie gleich sind. [2] 5th [zu 1]: Ego: Das
ist nicht wahr: sie sind auch gleich, wenn die Bases u. Höhen in umgekehrtem Ver-
hältniß stehn. [zu 2]: alq"i fal.um pri"., .eil. Sth"ltii theo,ema mathemalieum,
e'go et po.teri.... - S. 119. Sth: Ego:
A 11 g e m ein be j a h end e Urtheile lassen sid!
CO" '" e, t i , e" nur pe, aeeide"•. Alle a sind b; also einige b - a.
CO" I , apo" i , e" aber simplieile,. Alle a sind b; also kein "on b ist a.
A 11 ge m ein ver n ein end e Urtheile lassen sich
co n '" ., t j , e n si m pi j ci t e ,. Kein a ist b; also kein bist a.
°
e n t ,,, p 0 n j , e n nur pe, "eeidem. Kein a ist b; also einige "0" b sind a.
Be s on d e rs b"e j a h en d < Urtheile lassen sich
j,.
• i m pli e j t e, co n '" e TI n: einige a = b; also einige b = a: -
conlTaponi,en aher gar nicht.-
B e s 0 n der s ver n ein end e Urtheile lassen sich
.implieil" <ont,apani,en: einig< a sind nicht b; also einige non
b sind a:-
eon",e,ti,en aber gar nicht.
Reeiprocable Uttheile.
All .. Unveränderliche ist nothwendig.
All .. Nothwendige ist also unveränderlich. -
S. 128: ••.. K a n t in der Abhandlung über die falsch. Spit:dindigkeit der vier
syllogistischen Figuren ...• Sth: In Kanu Vermischten Philos: Schriften, Hall.,
3 Theile [War das Werk schon 1811 in Sth'. Besitz?] - S. 129, 130, Sth [in einer
Aufstellung der Modi der 2., 3. und 4. Figur]: •... Ueber die Bedeutg der Konso-
nanten gilt:
S ",ult .jmplicit., ",e,ti,
P ",ero per accidleml.
M ""oll tran.poni,
C per impossibile d"ei ...•
[Diese Eintragung, mit Quellenangabe (ad Schulz, 130, ed 2a) zitiert Sth in seiner
Vorlesung über die gesammte Philosophie, D IX, S.306.] - S. 135. Sch [über das
Sophi.ma mentiens]: (Cie: Acad: IV 20) Epimenides hatte gesagt: Alle Kreter sind
Lügner: er war selbst ein Kreter: sagte er also wahr so war sein Ausspruch falsch
eben darum. War sein Ausspruch falsdl, SO hewährte ihn eben dies. (Aristoteies ist
sehr stuzzig darüber geworden.) S will daß Epim: sich selbst ausgenommen habe. -
S. 135, Sth [zum cro<odili""'l: Das Krokodil hat ein Kind geraubt. Die Mutter
bittet es zurückzugeben. Das Krokodil verspridlt dies wenn die Mutter der Wahr-
heit gemäß sagt was das Krokodil mit dem Kinde thun wird. Sie sagt: Du wirst es
nidlt zurückgeben. (Gel/iu., noctes Alt: V 10 sehr hübsches Beyspiel davon, in einer
Anekdote vom Protagoras). [Späterer Zusatz:] Also frißt es das Kind. Sagt sie:
Du wirst es zuriickgeben: so frißt das Krok: das Kind, weil die Mutter nicht wahr
geredet hat. - S. 145 f.: • Wer die Einsidlt zu besitzen vorgiebt, daß die mensdl-
lichen Erkenntnisse von realen Dingen entweder insgesammt, oder einem Theile nach
durch die besondere Natur des mensdllichen Erkenntnißvermögens in Ansehung
161

ihres Inhalts und ihrer Form bestimmt seyen; .der kann ihnen in so fern keine reine
und ungetrübte Wahrheit bey legen. Er muß aber zum wenigsten dO<h, was er davon
denkt, für vollkommen übereinstimmend mit dem Objekte dieses Denkens halten,
oder würde gestehen müssen, daß er etwas Unwahres von dem Ursprunge und dem
Werthe der mens.nli.nen Erkenntniß geda.nt habe" Sch: Unser Sophist (dessen Vor-
lesung üb.r diese tiefsinnige Paragraphe i.n mir vornehme morgen nicht zu hören)
greift hier die großen Entdeckungen Kants auf eine Weise an, die seinen übrigen
Ausfällen gegen jenen scharfsinnigen Philosophen angemessen ist, nämli.n durd! da.
Sophisma mentienr (•. S. 135). Denn die Frage: lügt Einer, indem er sagt ,Im lüge'?
i.t von der nämlimen Beschaffenheit als die: Irrt Einer, wenn er .agt: .I.n irre"?
Ganz dasselbe ist es, wenn Kant sagt: Wir haben keine objektive u. wahrhafte
Erkenntniß von irgend einem Dinge in oder außer uns: u. Smulze (wie ein nase-
weiser Sd!uljunge) dagegen schreit: .Ni.nt wahr! Denn eben hievon willst du uns
deine Kenntniß beweisen." Das Innewerden eines gänzlichen Mangels einer Er-
kenntniß, die uns ganz dur.n einen äußeren Gegenstand (d. h. nicht durm die Be-
dingungen unserer Sinnli.nkeit u. unsers Verstande. modifizirt} gegeben u. daher
ihm völlig gleich wäre, selbst für eine solche Erkenntniß auszugeben, ist so viel als
behaupten, daß das Wahrnehmen der Finsterniß ein Sehen sey. Wenn Sokrates als
er sagte: .I.n weiß nichts", hinzusezte: .außer eben diesem, daß im nichts weiß",
so war dies.r Zusaz scherzhaft, denn es lag s.non im Saze selbst. Die Verwickelung,
die si.n machen ließe, wenn der Zusaz wegbliebe, löst derselbe eben so als eben
jenen Saz des Epimenides die Klausel .dies Eine ausgenommen·. Uebrigens kann
S.nulz selbst diesen Einwurf nimt einmal si.n zuschreiben, denn er findet sich in
Cicero Aead. Quaest: IV. 14. [Dies ist, von einer belanglosen Bleistiftnotiz neben
S. 150 abgesehen, die letzte Randbemerkung Sch'r - er hat offenbar Schulzes Vor-
lesung nicht zu Ende gehört.]
A.V. )22 - Gw 347.
Zitate: Erstlingsmanuskripte HN I, 60 (Berlin 1813); G, 8 (2. A. 1847),22 (schon
1. A. 1813); W 11, 135 (s.non 2. A. 1844).
-, -: Grundsätze der allgemeinen Logik, 3. A. Göttingen: Vandenhoedt
und Ruprecht 1817. 8°. Ppbd. [522]
A.V. 321 - B 71 - Verbleib?
-, -: Kritik der theoretischen Philosophie, Bd. 1. 2. Hamb: Car! Ernst
Bohn 1801. XL, 728; XVI, 722 S. 8°. Ppbde. [523]
A.V. 179 - Verbleib?
Sch. A. Ersatzexemplar.
Auf dieses Werk des .s.narfsinnigsten· der Gegner Kants nimmt Sch mehrfa.n Be-
zug: in der Kritik der Kantischen Philosophie, W 1,519,544, 562 Anm. (schon 1. A.
1819); weiter G, 92 (1847).
-, -: Leitfaden der EntwiiXelung der philosophischen Prinzipien des bür-
gerlichen und peinlichen Rechts. Gött: Johann Friedrich Röwer 1813. XXIV,
430 S. 8°. [524]
Kein Exlibris. Auf den S. 43-61 An- und Unterstrei.nungen Sch', (BI.); u. a. sind
mehrfach die von Sm kritism betra.nteten Begriffe "oberstes Sittengesetz· (vgl. E,
162

115, 116, 180; G, 50, 120, 121) und .Idee des Guten" (vgl. WH, 159; E, 264f.)
unterstrim.en.
A.V. )15 - B 71. Erworben von der Stadtbibliothek Frankfurt a. M., aber erst
1963 als Seil, Handexemplar festgestellt.
sm. A. 60)/6.

SCHVIAB / REINHOLD I ABICHT

Preissmriften über die Frage: Welche Fonschritte hat die Metaphysik seit
Leibnitzens und Wolffs Zeiten in Deutsmland gemamt? Von Johann Chri-
stoph Schwab, Karl Leonhard Reinhold und Johann Heinrim Abicht. Her-
ausgegeben von der Königl. Preuß. Akademie der Wissensmaften. Bin: Fried-
rim Maurer 1796. 469 S. 8°. Hfrzbd. [525]
Einzelne Striene in der Arbeit von Abient (BI.).
A.V. 436 - B 71 - B 05 - A 29.
sm. A. 590.

SCHVIBIlTZELL, [ERNST]

"Eine kleine philosophisme Abhandlung" (A.V.). [526]


A.V. 227 (.Aent Hefte, kleine philosophisene Abhandlungen von Büdmer, Reidr.e,
Rupp, Sdlwertzell, Senelwien. Aus den Jahren 1857-1860",. - Verbleib?
Die Abhandlung konnte nient naengewiesen werden. Ernst Senwertzell ist als Ver-
fasser einer kleinen Senrift .Neue Grundzüge der Naturphilosophie zum Vortrag
im Krei. einiger Weisheitsfreunde zu Marburg bestimmt", Marburg 186) (16 5.),
hervorgetreten.

SECXENDORFF, •••

• Eine philosophische Abhandlung" (B 71). [527]


Angebunden an B r a nd i s: Vom Begriff der Geseniente der Philosophie [82].

SECRETAN, CH[ARLES]

Remerehes de la mchhode qui conduit a la v~rite sur nos plus grands incerats
avec quelques applications et quelques exemples. Neuchitel1857. 12°. Ppbd.
[528]
A.V. 225 - B 71 - B 80 (nient in der Abteilung .smopenhauer'sene Randglossen")
- Verbleib?

SEMI'EIl, G [OTTPIlIED]
Vorläufige Bemerkungen über bemalte Architectur und Plastik bei den Alten.
Alrona: Johann Friedrich Hammerim 1834. XIV, 49 S. 8°. [529]
163

Striche, Fragezeichen (BI.).


Angebunden an Li n d n er: Die erste stehende deutsche Oper [1234].

- , - : Die vier Elemente der Baukunst. Ein Beitrag zur vergleichenden


Baukunde. Braunschweig: Vieweg & Sohn 1851. VIII, 104 S. 8 0 • Ppbd.
(Sammelbd.) [529a]
Angebunden:
1. G r ä v e 11: Ueber Lid" und Farben, \859 [857].
2. .noch verschiedene kleine Schriften· (B 71).
A.V. (wohl unter 769: .Sechs Bände in 4 0 und 8° größtentheils naturwissenschaft!.
Abhandlungen") - B 7\ - Gri 88 - Verbleib?

SENECA, LuclUs ANNAEUS

Opera omnia quae supersunt. Recognovit et illustravit Fridericus Ernestus


Ruhkopf. Lips: Weidmann. Vol. I - IV in 2 Hfrzbd. Vol. I 1797 (XVIII,
590 S.), Vol. 11 1800 (XVIII, 372 S.), Vol. III 1805 (438 S.), Vol. IV 1808
(XXXII, 414 S.). 8 0 • [530]
Exlibris in beiden Bänden. Anstreichungen und Konjekturen aus ganz früher Zeit,
meist philologischer Art, und andere aus spätester Zeit (T. und B!.). Zu der Ober-
,chrift D, tranquillilaIe animi (Vol. I, S.323) setzt Sm hinzu: In hunc lihrum
commentalus esl Carltlius in epistolis 'p: IV-VI. [T.]. - Va!. III, auf dem Vor-
satzblatt: Man könnte Seneka's Manier karakterisiren als .Moral in witzigen Ein-
fällen" oder witzige Reden moralischen Gehalts u. in dieser Hinsicht sie vergleichen
der in Bonhons verhüllten Hipekaquana, die man gegen schweren Husten giebt.
Als Gegensatz wäre eine viel häufigere u. viel leichtere Art witziger Einfälle, näm-
lich die Zoten, den DitWolini ai Napoli zu vergleichen. [T.]
A.V. 581 - Gw 258.
Zahlreiche Zitate aus allen Zeiten. Sm, zu Frauenstädt (1846/47): •..• auf seinen
S t i I sei Sen e k a, den er viel gelesen, von großem Einfluß gewesen.' (Gesprä-
che, S. 118.)
- , - : Naturalium quaestionum libri VII. Recognovit, emendavit atque
commentario perpetuo illustravit G. D. Koeler ... Editio morte auctoris
praevenra. Gottingae: Vandenhoek et Ruprecht 1819. 717 S. 8 0 • [531]
A.V. 582 - Verbleib?
- , - : Tragoediae. Curis secundis castigavit F[ridericus] H[enrieus] Bothe.
Halbersradii (Lpz: WeisdJedel) 1822. 8 0 • [532]
A.V. 583 - B 71 - Verbleib?

- , - et P. Syri Mimi, forsan etiam aliorum, Singulares sententiae, eentum


aliquot versionibus ... auetae et eorrectae. Studio et opera Jani Gruteri,
eum notis ejusdem recognitis et castigatis. Aeeedunt ejusdem notae postu-
164

mae, ut et nova versio graeca Josephi Sealigeri nune primum [a Sigebeno


Haverkamp et Abrahamo Prerger] ex utriusque autographis adornatae et
in lueern editae Lugduni Batavorum: j. Du Vivic 1727. 569 S., index. 8°.
Ppbd. [533]
A.V. 580 - B 71 - Verbleib?
Zitate: N, 17 (ohne Nennung der Ausgabe) - P I, 172 (Zu,at>. im HE).

SEXTUS EMPIlllCUS

Opera Graece et Latine. Pyrrhoniarum institutionum libri III, eurn Henrici


Stephani versione et notis. Contra mathernaticos sive disciplinarum profes-
sores, libri VI. Contra philosophos libri V, eum versione Gentiani Herveti.
Graeca ex rnss. eodieibus castigavit, versiones emendavit, supplevitque et
toti operi notas addidit Ja. Albertus Fabricius. Editio emendatior. Val. I. II.
Lips: Kuehn 1842. 8°. Ssntbd. [534]
A.V. 517 - B 71 - Verbleib?
Seh's Zitate aus Sextu, Empiricus fallen größtenteils bereits in die Zeit vor Erschei-
nen dieser Ausgabe.

SEYDEl.. RunOLf

Schopenhauers philosophisches System dargestellt und beunheilt. (Gekrönte


Preisschrift.) Lpz: Breitkopf und Härte11857. VIII, 116 S. 8°. [535]
Angebunden an Müll er: Die Entstehung des Menschengeschlechts [914].
Striche und Ausrufungs>.eichen. (B!.) Auf dem hinteren Innendeekel des Sammel-
bandes hat Seh folgenden Index entworfen:
stllP: 29
geg: K[antJ38, 39
dummdrst: Stup: 40, 41
Parab: 103
/al" 46
/lIls: 36
perfid: Mißbrauch 55
S. V, Seh: Das ,ind die Kleinen Von den Meinen. - Seh [über S. 29): Spedmen
stultitia. "u,toTis; - S. 36: .Das Wesen an sich ... ist ein f ach e Not h wen -
d i g k e i t' Seh: steht nicht da - S. 36: .wäre die Zeit etwas den Dingen im m a-
ne n t es, ..•• Seh: steht nicht da - S. 37: .Das Mißverständniß ... , das sich
hier in dem Worte im man e n taufthut ... " Seh: das nicht dasteht. - S.46:
.Diese Erkenntniß ist eine t r ans see n den tal e, d. h. nur inder Welt, aber
nicht von der Welt geltende." Seh: lat..,m Lüge!
Seydels Schrift erschien Anfang Juni 1857. J. A. Bedo:er beurteilt sie bereits im Brief
an Seh vom 7.6. 1857 (D XV, 572) sehr kritisch; er weist u. a. auf Scyde1s .schnö-
den Mißbrauch" mit Gänsefüßdien, p. 36. hin. Seh', Urteil, im Brief an Becker,
165

10.6. 1857 (D XV, 576): "Das Bum v. Se,d.l ist ein elendes Mamwerk. Ein Kom-
plex von Stellen, aus den entlegensten TheHen meiner Smriften berausgebromen,
dann verdrebt, entstellt, verfäl.mt, um zu zeigen, daß meine Werke ganz voll v[on]
Wider.prümen sind. Widersprime aufzuzeigen, ist die gemeinste u. verrufenste Art
einen Autor zu widerlegen •.• So dumm ist dieser Se,ael, daß er [5. 103] eine
meiner Parabeln lobt, indem er ibr einen ganz falsmen Sinn unterlegt." Weitere
2\ußerungen über das Buch: Becker an SdJ, 22.6. 1857 (D XV, 579); SdJ an Asber,
15.7.1857 (D XV, 581 f.).

SEYDLlTZ, •••

• Eine philos. Dissertation in lat. SprameAo." [536]


A.V. ? - B 71 (.Ein Band von 12 philos. Dissertationen in lat. Sprache von Blü-
mer, Kunze, Meister, Platner, Seydlitz u. a.") - Verbleib?

SHAPn;:SBURY, ANTHONY ASHLEY COOPER 3rd EARL OF

Characteristics of Men, Manners, Opinions, Times. With a CoUection of


letters. Vol. I. - 111. Basil: J. J. Tourneisen & J. L. Legrand 1790. 8°. Ppbde.
[537]
A.V. 920 - B 71 - Verbleib?
W 11, 671 und P 11, 21 nur allgemeine Erwähnungen des .bedeutenden Psydl!>-
logen".

SMITH, ADAM

Essays on philosophical subjects. To whielt is prefixed an account of the life


and writing of the author by Dugald Stewart. Basil: Toumeisen 1799. 8 0 •
[538]
A.V. 250 - B 71 - Verbleib?
-, - : The theory of Moral Sentiments; Or, An Essay towards an Analysis
of the Principles by whim Men naturaUy judge concerning the Conduct and
Character, first of their Neighbours, and afterwards of th.mselves. To whim
is added, A Dissertation on ehe Origin of Languages. A new Edition. BasiI:
J. J. Tourneisen 1793. Vol. I. IX, 226 S.; Vol. 11. VI, 317 S. 8°. 1 Frzbd.
[539]
Exlibris .. Strime, Fragezeimen, Randbemerkungen (BI.). Auf dem Vorsatzblatt zwei
größere Notizen (T., mittlere Handsmrift): [1.] Th. ess."lial parC 0/ his fo .."aa-
lioll 0/ morals is eontained in chap: 2. p. 134 sqq. Ac Ihe hot10m 0/ il Litl t h •
s ." I i m e nl 0/ ho n 0 K T, i. e. a""i"y for Ihe approbacio" 0/ olhers: & cbis
is, properly ,peaking[,l what he gro.md, all moral, upon. se. p. JBJ sqq. & p. 224
'q. p. 262 & Vol. 11 p. 191. His i, there/oTe a "IIery genllemanly Sy'tem 0/ moral"
pt.eing KS on Ib. footing 0/ gooa company, a, is o/"'ious i" all his dt"llelopments.
166

But th",t', not Ih. thing, my good Sir. A. S. - [2.) The .ymp"'lhy 0/ othen, th",t i,
their "'grerm/rnlt wilh u" their approbation of our doing., i. eertainl, in many
, ..se, the t 0 u , h - • ton e, the control, 0/ our acting righlly, ..s it i, 4/.0 th..t
0/ our feeling or re..,oning justly: hIIt it i, not the la,t reason 0/ our ",cting with
iu,ti,e & benevolenee, it is not Ihe foundation 0/ mor..lily. It i. a matter of cou ..e,
that any man heing uempt 01 ollr partieular feeling, & attentions in given eas.,
may judge imparti4/ly 01 Ihe j..,tiee & humanity 0/ our hehaviour. But the elearo-
m ..tie i, not the eleetromotor. I reglllate my watch hy another man',; b..t onl, on
th. supposition th..t his .. grees wilh rhe gen....1 dial, the ,un', course. - Val. I,
S. 151, Sch [unter der Seite): Yet the dying mostly pardons hi, murderer. - S.224,
Sch [über der Seite): Th,s may ha'IJe occa,ioned Kant' eategorie..1 imperati'IJe.
A.V. 254 - Gw 247.
Ein Zitat: E, 232.

SPINOZA, BARucH (SPINOZA, BENEDICTUS DE]

Opera quae supersunt omnia. Iterum edenda curavit, praefationes, vitam


auetoris, nec non notitias, quae ad historiam scriptorum peninent addidit
Henr. Eherhard Gottloh Paulus. Vol. I. II. Jenae: in Bihliopolio Academico.
1802.1803. XXIV, 700; XXXX, 680 S. 8°. Hfnbde. [540]
Exlibris in beiden Bänden. Zahlreiche Striche, Frage- und Ausrufungszeichen, viele
Randglo55en (T. und - von uns jeweils bezeidlRet - llI.), die von Brockdorll:
Beiträge über das Verhältnis Scbopenhauers zu Spinoza, 1., Hildesheim 1900, nur
ungenau und lückenhaft ausgewertet sind.
Vol. I, S. 20 f.: .Et quamvis ip,i, D.i definitionem Deique ..lIrihuta oh oelllos
ponfls, nihil tarnen projicies; non herde magis quam si vi1um a nativitate caec"m
J

colorum differenti.." prout ip'os videmus, doe.re moliaris." Sch: wird grob, weil er
sein Unredu fühlt. [BI.) - S. US, Sch [über der Seite]: S pinoz", heie defendit
liberum arbitrium, sed seriore ",etate iJem negavil, abieeto hoc errore [BI.] -
S.138: .No, modo diximus, imo clare ostendimus, voluntatem nihit esse pr",.ter
mentem ipsam, q"am rem cogitantem vocamus, hoc est aRirmantem el negantem;
...• Sch: quod fal,issimum [BI.) - S.245, Sch [über der Seite]: Fon, Rationa-
lismi - S. 348: .Deinde philosophiae fundamenta notiones eomm"nes sunt, ...•
Sch: ltQ"'~ov ",tuöo. - S.359: .Cap. XVI. De reipublicae Fundamentis; de jure
uniuseujusq"e n",tur",li et ci'IJili; deque Summ. rum Polestat11m Jure." Sch: quo
o'tenditur, jus & potentiam iJem esse. - Conl: Vol: I/. traCf: polit: Cap: 2.
p. 306 ,eqq. - S.359: .Per jus et i",titutum naturae ... " Sch: confu,io du",rum
notionum & inde prineipium fal,um: ins I i t .. t "m n '" t ur'" e definit & r<cte
quidem jus autem, rem longe a/iam, idem cum illo esse, taeite ,,,pponit: eom-
mittit ergo petition.m prindpii per surreptionem. - S.359: •... pisces summo
naturali jure aqua potiuntur et magni minore, eomedunl.· Sch: Re'IJera pisces ju,
ignorant, & instilutum nalur"'e ,equuntllr. - S. 360: .Quicquid enim unaqu"'.que
Tes ex legibus su~e naturae agit, prout ex naturtl aetermmata est, nfC aliud potest.·
Sch: Pot e nt i a m na t M Ta e in omnifl se exten4ere, verum est: tandem autem
jus 'Uo'tJri sophisma est: quia de j",e non nis; inter entia rational;a qutlf!stio esse
J
167

potest. quibus solis hoc attributum compttit. quippe quod nihil aliud. "i.; rtlatio
quaedam inter entia rationalia eSI, quae naturae rerum nee tnbui nee denegari
po test. Nost .. igitur nova subrtptione jus & pOlentiam ,onfundere studet: qua
"11"''''1' ",.vö.. posito. Jacili negotio dtinde omnia ista absuTda. quae mal: "quuntur.
colligi possunt. Sane didlur jus na t " T a e: non autem eo "nsu. ut .ir jus. quod
natura habtt. sed jus. quod etiam in statu nalurae inter homines obtinet. - S. 361 :
.Quicquid itaque unusquisque, qui sub solo na/urat imperio consitleratur, sibi Htile
'Vel a"cl" santJe Tationis~ vel ex a/fectuum impet" judicat ia summa ntJ,lJlrae iHre
J

appeteTe et quacunque rationt, sive vi, sive Jolo, sive precibus, sive quocunque
dem ..m mado facilius poterir. ip.i eapere liett et consequenteT pro ho.te baber.
eum. qui impedire vult, q"ominus animum expleat suum.· Sm [streicht den Satz
doppelt an, setzt vier Ausrufungszeichen hinzu und bemerkt über der Seite]: Si
eandide nobi.cum egi.set auetor. dixis.et: Videtur mihi vax .Jus· omni propria
sensu carere neque aliud esse quam vocis .Potentia" inulile .ynonymum. - S. 363:
ponat"r, Latronem me cogere, ut e, promittam me mea bona, "bi 'lJelit, ipsi aat"-
rum. Jam quandoquidem, ut jam o.tendi, meum ju. naturale sola mea potentia
determinatur, certum est, quod .i possum dolo me ab hoc Latrone liberare, ipsi
quicquid velit promittenda, mihi id natuTae jure facere lieere, dolo seilieet quic-
quid velit pacisci." Sm: Consequentia vera ex ratione falsa. - S. 363: • Vel pona-
tur. me absque fraude alieui promi.isse me spatio viginti dierum non gurtatumm
cibum neque utlum alimentum et postea vidi..e, me stulle pTomisisse nec sine damno
maximo stare pTomisso posse, quandoquidem ex jure naturali de duob ..s malis minus
eligere teneor, possum ..go summa jure lidtm talis pacti Tumpere, et dictum indic-
tum ut .it, faceT'.· Sch: ex eadem ratione quodlibet promiss.. m violare licet. Cum
autem s.eundum Spinoz4m nemo promisso ten.tur. quoniam jus sola potentia deter-
minatu" CUT aneTt idem 2 I!%empla promissorum, quorum unum 1Ji coactum, alte-
rum absurd"m & impossihile est? nisi quod prineipium suum falsum esse deo sen-
tit. ut exempla ei convenientia p,oponere ip.e vertatu<? n.e lamen desistit: adeo
nos obcoecat hypothesis, quam amplexi sum"s. - S. 363: .Ex quibus condudimus.
pactum nullam vim habere posso. nisi Tatione utilitatis, qua sublata pactum .imul
tollilur, et irritum maneI. a propterea .tulte alterius fidem in aetemum sibi a/iquem
expostulare si simul non conatur elficere, ut ex TuptlOne pacti ineundi plus dflmni
quam utililatir Tuptorem sequatur: ...• Sm: Ha" ..t .ic esse experientia docet,
ita j ure sie esse ratio negat. - S. 364: » .•• quapropter quamvis homines certi.
signis simplicir animi p1'omittant I!l paciscantur SI! fidem servatuTos, nemo tamm
nisi promisso aliud aceedat, de fide alterius polest esse certur: q ..andoquidem "nus-
quisque natUTae JUTe. dolo agere potest. ne< pactis stare tenelur; nisi spe majoris
boni vel metu majoris mali." Sm: In psychologia haec laudanda essent, non perinde
in tractat" de jure naturali. - S. 364: •... quod quidom jus tamdiu tantum Teti-
nebit, q""mdiu bane potentiam, quicquid velit exequendi, conseroabit; alias prt-
cario imperahit et nemo fortioT. ni.i velit. ei obtempera,. tenehitur.· Sch: San.
inter homines potentia pro jure eSl, nfe tamen ideo potent;a iHs. Quoniam, IIt
Hesiodus naTrat, justitia & PUdOT e teTTa migT4verunt, 'Violenti" autem remansit,
hic noster jam ..,iolentiam justitiam esse sihi fingit. - S. 368: .Injuria enim non nisi
in statu eivili potest coneipi: ...• Sm: ecce! [BI.] - S. 449, Sch [zu Spinozas Brie-
fen an Oldenburg]: De Oldenburgio ..,ide Lichtenber,. vermischte Schriften. Vol. s.
p. 299. - S. 513: .Epistola XXIII ... Responsio ad Praecedentem." Sch: Was
168

willst du dien das Stroh zu dresenen plagen! - S. 522: .Epistola XXVII. Docti<sim<>
luveni Sim<>ni d. Vries." Sm: unde apparet q..am plIrum logieen intellectusq..e
naturam cognitam bah...rit Spinozil. - S. 527 f.: •... non "ero ad ord'n.m lotius
Naturae [Sm: i. e. sub,tanliae] att.ndirnu" non pass. concludtre ex to, quod jam
e%ist4nt~ ipsos posttd txstitUTOf, aut non exstitu,os, flet antea exstitisse, aut non
exstitiss •. " Haee igitur modos suhstanli"" eonsiderllnd. ralio lempus est, .ademque
subst"nl"'. nullo modo eonv.nit, qUIl. quidem ,xlra tempus ,empe. ".rsall.,. Porro
poles p, 0 sub s t a n I i " mal e Ti a m pon.re, euju, m 0 d· i f<> r m a e
• er 14 m omnes sunl. - S. 665: .in Zib.Ta n.e.ssital." Sm: hölzernes Eisen.
Val. ll, S. 35: .Elbiee, paTs prima. De Deo. Definit. I. Ptr cau,am sui imel/igo ;a,
,,,jus essentia inflol'Uit existentiam; sive ia, cujus natura non potest toneip;, nisi
.xislens." Sm: 1tQ..~ov 1l'oulioS. - "0 !i'oLvaL DU" oU(Jla ouflo ..11 [Sm zitiert den
.dreisten" Satz Spinozas G, 15 (2. A. 1847).] - .ll. '" Sie cogitatio aZia eogita-
lione teTminatur." Sm: N .gandum. - .111. P.r ,ubst"nt",m intelligo id, quod in
s. est." Sm: f. Und. libi bod - .IV. Per "ttribulum intel/igo id, quod inlelleetus
de subslamia p.rcipil, tanquam ej ..sdem essenli"m conslir..em." Sm: ein wesent-
lienes Prädikat, oder (in der Wirklienkeit) ein Accidens, welenen Ausdruck er ver-
meiden wollte. - S. 36: .[Axiom.] IV. EfJ.elus ,ogm/io" ,ogmtione caus... depeT/-
d.1 et .andem in"ol,,"." Sm: Utin"", ila essel! I..m .ni", tal efJ.eluum caus'" nOT/
ignorar.m ..s. - S. 37: .Propos. IV. DUlle, "ul pI"T" res distinetll' "ei inle, se
Jislingu"nt .. , ex di"ersil.t. ,,/trib..torum subsl"nt"'".m, "ei ex di"er,i'.'e eaTun-
dem "fJ.ctio"..m." Sm: "eI [exllocor.m di"trsital'. [am Rande:] Prindpium iden-
titatis indiscernibilium. - S. 39: .Nllm ptr ,ubst..nliam in/.lüger.nl id, q..od in se
esl et per se concipitur. hoc est, itl, CHjllS cugnitio non indigtt [Sm fügt ein: prat-
missis] eOgrUlione altenus Tei." Sm: h. e. q..orl nec priT/cipio ralioni. s.. fJieienlis
co g n 0 sc. n J i, nte princ: Tat: sufJ. f i end. (,,,,,.alilal') ...bi.etum esl. -
S. 40: .Si qui. ergo dice,et, se elaTarn el distineram, boc eSI, "tr ..", id...m s..bslan-
t'..e h@tTe ...• Sm [sdlaltet naen ."er..m" ein]: • falsa definilione Cllrlesii -
S.40 [zu Schol. ll, über der Seite]: Jede Lehre, die es nient wagt, auf den festen
Boden der Ans c hau u n g zutückzugehn, um naenzuweisen, wovon .ie redet,
sondern auf bloßen Beg r i f f e n fußt, senwebt in der Luft. - S. 43: .Ex quib...
seq"it"r, ia ntcessario exiltere, CUjMS nuUa ratio, ntc causa ä"tur, quae impedit,
qua minus ..,islal." Sm [setzt drei Ausrufungszeienen und bemerkt]: Da haben wir
einen bequemen Ackergrund für jede Flause od: Chimäre, die wir aushecken. -
S.46: .Propos. XIV. Pr"'ter D.um n ..lla dari, neq..e eoneipi potest subSlantia".
Sm: E, yo,e EL'I)
t ...... 01'1)
E, yo,e öUO
E''I), DUX ..'V lIuvll. ,<0 rutE'pa
E,vaL aAl.' 8XO' .... m!e.."a
"eo~ ..U'lll.a
M.li ....s. Smol: in Arist: p. ~09.
S. 50: .respondeo, quod quantitas duob .., modis .. nob's eoncipitur, @,'raete sdlieel
si"e s.. peTfieialiter ... " Sch: imo no T/ - abstTacte sed inluili". - S.50: .si ..utem
aJ ipsam, pro..t in inlell"t.. esl ..• " Sm: .rgo abSlr"C!e, q..orl admodum J..lllIX
e.!. [über der Seite:] Inluili""m cognitionem poslpos..ir diseursi.,ae, e" "bslr"el;'
no/iomb ..s eonslanli; unde multa IIbsurd .. seq....ntur. - S. 51: .Dmni,., inquam, in
169

Deo sunt et omnia, quae {iunt, per solas leges infinitae Dei naturae fiHnt .t ex
necessilate ejus essentiae (ut mox ostendttm) requuntur; ...• Sm: Summa philo-
sophia. Spinozae. - 5.53, Sm [über der Seite, zu Prop. XVlI, Schol.]: Eine ver-
teufelte Komödie! Die Gegner sprechen von einem imaginären Gott: er aber von
der Welt, die er fäl.mlich Go t t nennt. Da ist's kein Wunder, daß sie uneinig
bleiben. - S. 54: .ergo Dei intellect.., ... ; a noHro intell«tu, tam ratione es,en-
tiae, quam Tatione existentiae dilfeTt, nre in Hlla Te, praeterquam in nomine, cum
eo convenire pOlest, ..t flo/ebarnus. Circa vo/untatern eodem modo procedituT, ..t
faei/e unusqui'que ",idere potest." Sm: Ergo philosophia in hoc consistit, ..I reb..s
nomina Jet, eis non confJenientia. - S.60: .Cum quaedam a Deo immediate pro-
duc; debuerunt, "jaelicet ta, qutl.e Ix absoluttl tjus nat"r4 nece5Jario sequuntuT,
[Sm: quaedam] mediantibus his primis, q..ae tam.n .ine Deo nec ess., nec concipi
possunt; hinc sequit ..r 1. q ..od Deus sit rerum immeJiate ab ipso productarum causa
absolute proxima; non ",ero in '''0 genere ...• Sm: ]am habemus Aeones Gnosti-
corum - S. 62: .Deus, qutttenus, ut caura lib.ra considerat ..r." Sm: est Vo/untas
Wille. - S. 63: .Propos. XXXII. Voluntar non potest ,"ocar; cttusa libera; .ed tan-
tum necessaria." Sch: ecce' - .Coroll. 11. ..• Nam ",olun/as, ut reliqua omnia,
causa inJiget, qua ad exi,tendum et operandum eerto modo JeteTminetur.« Sm:
ecce - 5.65, Sch [über der Seite und nochmal. am Rande]: 0plimism.., - 5.70,
Sm [über der Seite]: Anthropo-Teleolog;a - 5.71, Sm [über der Seite]: Fatalis-
mus, Optimismus & A-teleologia - S. 73, Sm [über der Seite]: Mora/iratis negatio.
- S.74, Sm [über der Seite]: Aesthetica, de pulcro - [Ethic.s Pars secunda], p.
80, Sm [über der Seite]: Idealismus. cf: p. 425 - S. 80 f.: .Hoc esr, lam Dei
attributorum. quam rtrum singHltlrium id~ae non ;pst! ideata, sive res perctptas
pro causa e/ficienle agno.cunt; .ed ip.um Deum, quarem...SI res cogi/ans." Sm:
Nou. "oyons toUI en Dieu. [Malebranche] - S. 80, Sm [über der Seite:] Harmon:
prae.tabil'ta [BL] ",id: Vol: I, p. 11. - 5.82: .Propfu. VIl. Ordo el connexio
idearum idem est, ac ordo ., connex;o rerum.· Sm: h"Tmonia pTaestabilita [über
der Seite,] Idenlitas Subj.ct'fli & Obiect;", - S. 83: .Quar. rer..m, .. , in s••unl
[Sm: Dinge an sich], Deu. "",era •• t cau.a, qual.n ... infinitis constat attributis;
n" imprae.enliarum hau cI"Ti... possum ""plic"re." Sm: quia con/use eogitas. -
S. 86:JI CUT non dixerim, id aQ essenliam alieu;"! Tei pertinereJ sine quo res n«
•••

tJSe, nee concipi potest; ... sed id necess4rio essentiam aücujus Te; constit"ere dixi,
quo dato res ponilur et quo sublato res lollitur: ",ei id, sine quo Te., el ",ier "eTra
id, quod sine re nec esse, n.c concipi pOles I." Sr:h: Ecce! Deliramenta! - 5.91, Sm
[über der Seite]: Lex inertiae - 5.96: .CoToll. 11. SequituT secundo, quod ideae,
quas carporum exUrnOTum habeT1Uls, magis nostn ,orporls constitutionem, qua",
corporum externorum naluram indicanl; .•.• Sm: Loelee [BI.] & Kant cF. p. 103.
[über der Seite:] Wir erkennen nicht die Dinge an sich, sondern bloß ihre Erschei-
nung[.] - S. 100: •... percipil trgo earen ..s tanlum mens humana ip.um humanum
Corpus. Q.E.D." Sm: Scheint sagen zu wollen: eine objek.tive Vorstell[un]g vom
eigenen Leibe erhält nur - wer ihn von außen betrachtet: hingegen werden dessen
Affektionen durch das Selbstbewußtseyn erkannt. - S. 101, Srh [über der Seite]:
La darte est la bonne Foi des philosoph ••! - S. 202: .Mens humana ealenu. se
ipsam non cogno"il." Sm: Das Ich erkennt sich nicht als Ding an sich, sondern nur
als Erscheinung. Kanl. - S.10l, Sm (zu Propos. XXV ..• Demonstr.): Wir er-
kennen nicht die Dinge an sich, sondern nur ihre Erscheinung. Kant. - 105 f.:
170

.!dea cuiu"unque aJjeetionis Corporis humam adaequatam humanae Merltis


cognitionem nOn in"ol"it. DemonslT ... COToll ... " Scb: Weder uns selbst nom die
Dinge erkennen wir wie sie an sim sind, sondern nur als Ersmeinungen. - S. 107 f.:
.Omnes mim iJeae, quae in Deo sunt, cum suis ,deat;s omnino conveniunt, ...
adeoque ... omnes "erae sunl.· Sth [nach .convmiunt"]: si quidem ambo unum
idemque s"nl, quod modo sub cogitationis, modo sub extensionis attributo conside-
ratur. - S. 111, Srh [über der Seite]: Utinam simplieiter & sine ambagib[a]s ,iT-
,umlocutionibu'que dia"t quae ,ibi obversantuTI - S. 112, Scb [über der Seite]:
Expliealio origini. UniveT,alium & Transscendentalium. - S. 114, Srh [~um Ende
des Schol. II): Er meint die i n t u i t i v e Erkenntniß des A II g e m ein e n. -
p. 115: .Propo,. XLIII. Qui "eram habet ideam, .im,,1 SClI ,e veTam habere id,am,
nec de Tei veri/ale potest dubitaTe.· Srh: Eheu! - S. 116: .Sane ,i,ut lux seipsam
et lenebra5 manifest«t, sie 'lJeritas norma sm, et falsi est. Von Sch unterstrichen
<r

[und mehrfam zitien: F, 3 (smon 1. A. 1816}, W I, 434 (schon 1. A. 1819), N, 39


(2. A. 1854)] - S. 122, Scb [über der Seite]: Insitum Spinozae esl viiium, abuti
"erbis ad de,ignandum notiones, quas totus orbis aliis verbi. indieat, ila "DCal
D • u m id cuiu, vtrum nomm est M und u " voeat Jus id euius verum
nomen est Pot e n t i a, vocat V 01 u n tat e m CHjuS fJerum nomen est J u J. i-
ei a m: PTOTSUS ;gitur refe,t notissimum i/lum scenicum ducem Kosakorum in
labula .Comes Benjowsky·. - S. 122: .Coneipiamus ilaque singulaTem aliquam
volitionem, nempe modum cogitandi, quo mens aJjirmal, tres angulos trianguli
aequales esse duobus reais. Haec aJjirmatio eonceptum sive ideam triang"li invol-
"it, hoc est, sine idea trianguli non potest eoneipi. Idem mim est, si djcam, q.od
.A. conceplum B debeat involvere, ac qHOJ .A sine B non possit concipi," Sch: quippe
ignorat diJjerentiam inter propositionem analytieam & syn/hetieam apriori. [Vgl.
über Spinozas ununtersumte und zu weit gefaßte Begriffe WH, 47.] - S. 123:
• Voluntas et intel/eetus unum .1 idem sunt." Sch [unterstreicht den Satz doppelt;
über der Seite]: Quandoque deli,at honus Spinoza [der Satz wird mit den voran-
gehenden Bewei.en P, 13 zitiert.] - S.127: .Est igitur iudieü suspensio ,w,ra
pereeptio ,t non libeTa voluntas." srh: minime ;gitUT inteUectu, & voluntas unum
idemq["e] ,unt. - ParS Ill. S. 136, Sch [über der Seite]: Cont,a lib.,um arbitrium
- S. 142, Srh [über der Seite]: Scholion valde my,/eriosum. - S. 143, Srh [zu die-
sem Smolion zu Eth. IH, 11. Lehrsatz, das von den großen Veränderungen .primt,
die der Geist erleidet, um bald zu größerer, bald ~u geringerer Vollkommenheit
überzugehen]: Quae sequitur P. Y eh 0 log i a e m p ; r i c a ad natuT4m huma-
nam se habet ut homunculi lignei, rnembri, mobilibus, in Lu,um pu,rorum con/ect;
ad "eros homines; & omnino ost jeiuna et mi,e,a. - S. 157:
.,Speremus panter, panter metuamus amantts;
Ferreus <st, si quis, quod sinit alter, amat."
Sch:
Nee tua laudabis .tudia, aut a/iena reprtndes.
Consentire suis studiis qui credideri/ te,
Fautor IIt,oque tuum laudabit polliee ludum.
Hor... epist: I, 18 -
S.159: .P,opos.XXXV. Si quJs imaginatur Tem amatam eodem, "ei arerioTt vinculo
Ami,itia• ...• Sch: MUe v. d. End•. - S. 168: .PTOpOS. XLVI. Si quJs ab aliquo
,uiusdam classis siv. nationis a .ua diversae, ...• Sch: e. g. Hebraea •. - S.183:
171

.Clleterum Corporis lI!fe(t'ones extern,JS, 'lulle in lI!feetibus ob..",,,ntur, ut sunt


tremor, livor, sing"lt.lS, risu. etc. neglexi, quia ati .olum Corpus absqu. ullta llti
Mentem reilltione re/eruntur." Sch, seti p. 134 tiietum est, corpus & mentem un"m
edemque rem e$Se. - S.189, .XX. '" Explic. Hate nomina e" (ommuni usu
aliuJ .ignifieare .cio." San Hetman der Kosaken. - S. 189: • XXI : Existi_tio
e.1 tie aliquo prae Amore plus justo sentire." Sch, cur prae "mort~ - S. 189: .XXll.
De.peaus e.t Je IIliquo prae Odio minus justo ..ntire." Sch: cur prae odi~ _
S. 191, Sr;}, [über der Seite]: Moralilatis negatio cf. p. 73 - S. 191: .Prout igitur
unusqui.que etiucatus est, ita facti alicu;..s poenilet, vel eodem gloriatur. " Sch:
Ergo passet et'am pa"ieida facta suo gloriari. - S.2oo, Sch [über der Seite]:
Summa philosoph,ae Spinozae in/ra.-S. 200: .Ratio igitur,.eu cllu.a,cur Deus,seu
Natura agit el cur exi.tit, una eatiemqu. est [Sch, videlieet nulla]. Ut ergo nullius
firns caUSa existit, nullius etiam finis causa agit ... " Sch: Fatalismus Spinozae ef.p.676.
-S.215, .His paueis humanae impotentiae et inconstantiae e"u.as, et eur homines
ratiorn. praeeepta non seroent, e"plieui. Superest jam, ut astendam, quid id sit, quoti
ratio nobi. prae.eribit ... • Sch: Funtiament ..m Ethices proprie sie tiie/(l.e Spino%ll'
sophi.tieum. [über der Seite], Fundamentum ethice.,sophisticum.- S. 216, Sch [über
der Seite]: Per"er.a phil: morali. Spinozae - S. 220: .Propo•. XXVI. Quicq",ti
ex ratione conam"r, nihil aliucl est. quam inteLligere; nee Mens, quatenus rat;one
utitur, aliuti sibi utile esse jutiieat, nisi id, quoJ aJ intelligentium ,ontiueit." Sch:
Hoc plane novum, nec superionbu. consentaneum: .eti (ut etiam prop.27) 'IIi4m
IIperit d prop: 28. - S. 222, Sch [über der Seite]: Miserrimarum sophistieationum
eo",atenatio & eOn/radietio aperta. - S. 222: .Propos. XXIX . ... res nulla potest
nabi! ban", aut mal" eSJe, ni,; commune aliqMiJ nobiscum hab"at. Sch~ '/: prop:
fit

.equentem - S.222: .Propos. XXX. Res nulla per iti, qHod cum nostra natura
eommune habrt, pote.t e.se mala; ... " Sch, aperte contratiicit prop. 29. - S.223:
.Propo•. XXXI. Quatenu. res aUqua cum no.tra natura eonvenit, eatenus n.e.s-
.ario bona est.· Sch [zu .eonvenit"]: verbum co 'I V e n i t Ions sophi.tie"tion;'.
[BI. - Uber der Seite]: Er treibt sein 50phistisdtes Spiel dadurdt, daß er Ueber-
einstimmen u. ähnlidtseyn absichtL konfundirt u. identilicirc: während grade die
AehnlidlSten am wenigsten übereinstimmen, die Verschiedensten am meisten. U.ber-
einstimmen wird nämL hier als Einträdttigseyn genommen. [T.] - S.226, .Pro-
pos. X X XV. Quatenu, homines ex dUelu rationi. vi",unt ...• Sch: quid hot sit,
",itie p. 216/17. - S.227, Sch [über der Seite]: Mon.tra erhieal Imputientissima
sophismata. - S. 227: .experientu, tamen homines mut ..o auxil'o ea, qu'bus inJi-
gent, multo /aciliu••ihi parare et non nisi juneti. viribu. perieula, quae ubique
imminent, vitare posse . .. " Sch: San. societas hominum ..,.IJe u t i I i s est, srJ
"on perinde valJe j u c U 71 ti a, "isi sit seleetissimorum & ,arissimo,um. - S. 228,
Sch [über der Seite]: Quanta melius foret, res nominihus .ibi propriis ",ocare, quam
his mysteriosi. et im pro b i. ambagib{uJ. util - S. 229 f., Sch [zu SchoL I, das
zu erweisen sucht, daß der Mensch die Tiere gemäß seinem eigenen Vorteil gebrau-
dten und behandeln dürfe, weil sie von Natur nicht mit ihm übereinstimmen]:
RaJo/age sans t21e ni queue, et mime re",oltant [T.] - S. 230: .quia uniu"u;u.que
; ..s virtute seu potentia uniu"u;usq..e definit ur, longe majus homines in bruta, quam
hafc in homines jus h"benl." Sch: NihiIo minus s u m m ° i ure ligri. hominem
Jelamat, - habet nimirum pot e 71 t i a m . - S. 230: .Si, tarnen nego bruta .en-
tire; ...• Sch: Ecce juJaeu.! - S. 232, Sch [über der Seite], Negatio horn & mali
172

mo,al.s, & jH'" nat.. ,alis. - S. 233, Sch [über der Seite]: Perve,silas Spinozae -
5.236, Sch [über der Seite]: Spinozae definitio amo,;s. - 5.2-41, sch [über der
Seite]: Oplimismus pantbe;slicus, & pt",ersa. ejus consequmliae. - S. 241: .Qui
recte nOflit, omnia ,Je naturae cliv;nae necessitate sequ; et secundIIm aeternas natu-
" .. J.g.s .1 ,eg..tas fie,i, is sane nibil Teperi.t, quod Odio, R"u, aut Cont.mplu
dignum Sil, nec ,ujusquam mis.r.b"u,; ... " Sch: inde potiu, concludmd..m, res
nostra! minime e d j fI i "a necessitate existere; ,um perm"lla odio, ,isu~ con-
I.m[ p jlu, & commiseralione ulique digna sinl: sed longe aliam originem habere. -
S.242: .Est ,wera Acqui.sctntia in se ipso [S<I>: Selbstzufriedenheit] summum,
quod sp.rar. possumus." Sch: [dem a/Jirmat d e an i mit r" n q u i 11. t al •
Cart ..ius. - S. 252: .Cupiditat., quae eJe ralione o,ilu" b07lum dir«te sequimur
et malum indirecle jugim"s.· Sch: ou ...0 f)6v, aUa ...0 a1..ultOv 11.",,,., " 'I'l'OV'f1O'. -
S. 25-4/255, Sch [über den Seiten]: Optimismus srultus & nauseabilis hujus juda.i -
S. 254: .Homo /ibe, d. nulu. ,e min"s, quam de mo,te cogirat et ejus sapientia non
mo"is, sed v;ta. meditario est." Sch: (mise, Soc,at.s!); [zu .d. morte cogitat"]:
sed ait: J' ai vecu sans nul pemement, me u.issant aller libremen.t si Ia bann. lai
natu,ell.; Et j. m'estonne fo,t pou,quo' 1 a mo, tos a pe n s . , • n mai,
qui n. pms"; jamais en elle. Regnie,. - S. 254 f.: » ••• mali concept"m hab.t nHI-
lum, ... et consequenter (nam bon ..m et malum cor,elata sunt) nequ. boni." Sch:
Ergo non datur in mundo malum! - S. 256: » ••• sive homo liber .ad.m Animosi-
tate, seu animi praesentia, qua cerlamen, fugam elig;t." Sch: läuft kühn davon. [am
Rande:] Disdetion is tbe bett., part of valOUT. - S. 257: .Si tibe, homo quicquam
dolo malo, qualenus liber .st, ageret, id eJe dielamine ,alion;s ageret ... alque adeo
dolo rnala agere 'Virtu! esset . . ... Sch: 5~ne! IX /u,lIJamentv proprium Idile quut-
Tmdi ... " - S. 258: .S; ;am quaeralu" quid si homo se perfidia a praes.,,'i mOTlis
pericKlo passet liberare, an non ratio suum Esse conseruanJi omnino suadet, ut
perfid..s s;lf Respond.bilu, eodem modo, quod s; ratio ;d suadeal, suadel ergo id
omnihu.s hominihus, atque aaeo ratio omnino suadet hominibus~ ne, rUs; dola malo,
paciscantur, vires conjungere et jura hahere communia, hoc est, ne ,e'Uera. iura hahe-
ant commu"ia, quod esl abr",dum." Sch: Sit sane; sed ilIe dieei: & heic .,alet illud:
.e"eeptio firmal ,egl11am." - S.259, Sch [über der Seite]: Optimismlls, ejusq[lIej
miseTae ."culptationes. - S.260: .AI i"tellectum peTficere nihil et;am aliud est,
quam Deum Deique attrihuttJ er actiones, qutJe ex ipsius naturat necessitate ,on-
sequunluT, intelligere. " Sch: ergo nost,as cup i d i tat. S: vide Cap: [. - S.261,
Sch [über der Seite]: Emancipalio Egoismi iUimitata - S. 265: .quicquid in ret ..m
natura extra homines dalKT, ia
nostral IItilitatis ratio conseruare non postulat, seel
pro ejNs 'Varia uru conreruare, aestTuere, 'Vel quocunque modo ad nostnlm usum
adaptar. nos docet.· Sm: judae"s & in hoc! & quidem putidi ..;mul. [über der
Seite]: Contemplus an i mal i u m Judaeiss;mus & turpiss;mus, ;nsupe, panthe-
ismo repugnans. - S. 269 und S.270, Sch [über den Seiten]: Contra Cartes;um -
S. 271, Sch [über der Seite]: Spinoza vieto,;osus. - S.272, Seh [über der Seite]:
Harmonia praestabilita - S.275, Sch [über der Seite]: Persaepe Spinoza, dum
generalia enuntial, specialia, nobis autem ignota, cogilat. - S. 275: .P,opos. VII.
ARectus, qui er ratione or;untu" 1)el excitantuT, si ratio temporis habeatur, poten-
tiores sunl iis, qui ad res singulares re/erun'"" quas ut absentes contemplamur. I<

Sch: Ta!!,,,,,,,, "'OU' avit!!",1tOUC; DU ...a "!!aYllc,,a, al.Äa ...a ltEl" ~0lV lt!!aYlla,,,,,,
lIoYllata. Epietet: - S.278, Sch [über der Seite]: De injuTia tole,anda - S.279:
173

.,Qui itaque SUDS affectus er appetitus ex solo LibeTtntis 4more moderaTi studer, is,
quantum potest, nitetur, vlrtutes, earumque causa! noscere el animJ4m g4udio, quod
ex eaTum lIera cognitione OrltUT, implere; al, minime hominum vitia contemplari.
[Sch fügt ein: quod tamen valde utile est, ad eavendum.] hominesque obtreetare et
falsa libertalis speeie gaudere." Sch [am Rande der Seite]: Imo de qualibel re
'tI e T i t a S sectanda & inquirenda est; non habita ratione, an laeta aut tristis Silo
- 5.281, Sch [über der Seite]: Quid juvat, aequivoealionibus ludere? - S.282,
Sch [über der Seite, auf der er viermal das Wort .Deus· unterstreicht]: Verb ..
ludere philosopho indignum esl. - 5.283: »Possumu, hoc eodem modo ostendere,
nullum dar; aJjectJl,m, qui huie AmoTi directe sit contrarius, a qua hic ipse Amor
possit destrui; atque adeo eoneludere possumus, hune erga Deum [Sch fügt ein:
i. e_ uniuscujusque erga semetipsum] Amorem omnium aJJectuum eJSe constantissi-
mum . .. " - S.286: "In Deo datur neceSJario conceptus, Jeu idea, ... asch: Das
wäre eine bloße Vomell[un]g, ein Bild. - S. 286/287, Sch [über den Seiten]: Ver-
gebliches Bemühen, sich selber klar zu werden, übergehend in Mysticismus. - S. 289,
SciJ [über der Seite]: Philosophia mystiea. - 5.292/293 Sch [über den Seiten]:
Cum Spinoza seipsum /unditus intelligere non possit, fit mystieus. - 5.295: .Pro-
pos. XXXIX. Qui Corpus ad plurima aptum habet, is Mentem habet, euius maxima
pars est aetema." Sch: Quae, quales, quantae!!! - 5.296: Propos. XL. Quo una-
quaeque rts plus perfectionis habet, eo mtlgis agit et minus patitur et contra, qua
magis agit, eo perl«tior est.· Sch: Doctrina quietismo valde opposita. - [Trae-
tatus Politieus:] S.303: •... vitia fore, donee homines." .Sch: Taeitus hist: IV, 74
- S. 306: .Caput ll.· Sch: quo doeelur, jus & potentiam unum idemque esse. [am
Rande:] Conl: Vol: I: tract: theol: poli<: c. 16. p. 3J9 seqq: - S. 313: RCaeleTum
quicquid ex communi consensu ipsi imper4lur, teneri exequi, vel .. , JUTe ad id
eogi.1I: Sch: i. e. vi ac potenlla: quam quidem si ejJugere & in stlum majus commo-
dum caeteros pessumdare ei contingit: summo naturae JUTe hoc ladet (Nam con-
stemus nobis eliam in consequentiis oportet.) Puere ergo Mariuf & SuUa jUftissimi
vir;: talis etiam luisset Catilina, nisi res male eessisset. - Von S. 315 bis 412 keiner-
lei Stridle und Randglossen. - S. 413, Sch [zu Beginn des Tractatus de in/elleet .. s
emendatione]: Bekenntnisse einer schönen Seele, bis p.417: dann folgt ein sehr
unbefriedigender Versuch über das Erkenntnißvermögen. - 5.425, Sch [über der
Seite]: Realismus Spinozae cf: p. 80 - 5.453, Sch [am Rande]: Ideae Platonis.
Das Compendium grammatiees linguae Hebraeae (p. 457-590) hat Sch sidltlich
nicht gelesen. Dagegen weisen die abschließenden Collectanea de vita B. de Spinoza
wieder zahlreiche Anstreichungen und Seitenverweise auf. S. 622, SciJ [bei der Stelle,
daß Spinoza sich am Kampf der Spinne mit den Fliegen belustigt habe] langer
Randstridl mit 5 Ausrufungszeichen (vgl. PI, 78). - S.676, Sch [über der Seite]:
Infra: Spinozae philosophia in nu ce. - S.679, Seh [am Rande]: Videtur inde
a p. 674 semper adhue Leibnitzius loqui. - Auf dem Rückdeckel von Vo!. II Zeich-
nung. (Kopf in Pron!.)
A.V. 206 - Gw 259.
Sch dürfte die Ausgabe Paulus in der Berliner Zeit (1811-1813) angeschafft haben.
(In der Göttinger Zeit hatte ihm sein Lehrer G. E. Schulze ein verfrühtes Studium
Spinozas ausdrücklich widerraten.) Bei der Niederschrift seiner Dissertation (1813)
hat er die Ausgabe benutzt. Das Spinozakapitel in G (1. A. 1813) bringt bereits
mehrere Stellen aus der Ethiea, die er angestrichen hat. Die Aufzeichnungen in den
174

Erstlingsmanuskripten von 1815 (HN I, Nr. 2\t,488-493,578} weisen dann ebenso


wie die späteren Aufzeichnungen im Manuskriptbuch .. Pandecta.", 1834/1835 (GN
IV, 59-61) wieder auf angestrichene Stellen in der Ausgabe Paulus zurü<k. An-
gestrichene Stellen sind weiterhin in E (1841) zitier<: Vol. H, 36 = E, 72; Vol. H,
63, 125, 136 f. = E, 76 (wo auch die 136 f. stehende Verweisung Conf: .pist: 62
zu einem Zitat aus Ep. 62 ausgewertet ist): Vol. H, 87 = E, 152; Vol. H, 216 =
E, 232. Der Niederschrift der 2. Auflage des Hauptwerks (1844) ist eine erneute
eindringliche Beschäftigung mit der Ausgabe Paulus vorangegangen. Im 1. Band
treten zu den schon in der 1. A. (1819) gebrachten Zitaten aus der Ethiea (Vol. H,
290 = W I, 2\t; Vol. H, 300 = W 1,454) zwei neue: Vol. H, 39 = W 1,574 und
Vol. H, 154 = W I, 444. Besonders häufig aber erscheinen angestrichene Stellen im
2. Bande als Zitate. Das mit zahlreichen Randstrichen versehene Cap. XVI des
TractatH' theologieo-politieu. (Vol. I, 359-373) wird WH, 741 Anm., als .rechtes
Kompendium der Immoralität Spinozistischer Philosophie- bezeichnet. Aus der
Ethiea werden folgende unterstrichene Stellen zitiert: Val. H, 70, 71 = WH, 387;
Val. H,222 = WH, 96 (mit dem Prädikat .erbärmliche Sophismen"); Vol. H, 231
= WH, 741 Anm.; Val. H, 254 = WH, 741; Val. H, 286 = WH, 557 und 567;
aus dem TraClalu, politieHS: Vol. H, 310, 312 = WH, 741 Anm.: aus der Let/re
a M. Nieai•• : Val. H, 672 = WH, 386. Noch in den Parerga, vor allem im 1.
Bande, finden sich zahlreiche Zitate angestrichener Srellen. Und auch nach dem
Erscheinen der Parerga (1851) hat sich S<iJ immer wieder mit der Ausgabe beschäf-
tigt. Das einem Anikel Taillandiers entnommene Vauvenargues-Zitat, S. 169, kann
er erst nach dem Sommer 1853 eingetragen haben. Schließlich ist in die 2. A.
von N ein bei Paulu. angestrich.n.r Satz eingegangen: Val. H, 36 (Eth. I, def. 7)
= N, 142: ein letztes Zitat dann in die 3. A. des Hauptwerks (1859): Vol. H,
236 = WH, 610. - Bemerkenswert, daß Spinozas .EJI enim v.rHm ind.x
su; et falsi (ep. 74)" von S<iJ schon im Gespräch mit Goethe (XX. Jahrb. 1933,
S.24) und nochmal. im Brief an Goethe, 11.11. 1815 (0 XIV, 195, 196 f.) zitiert
wird, weiterhin in Fund C als Motto und schließlich W H, 388.
Zu Spinoza vg!. auch: Ja C 0 b i, Friedrich Heinrich [272].

STAUDLIN, eARL FRIEDRICH

Geschidlte der Lehre vom Gewissen. Halle: Renger 1824. 8°. [541]
Angebunden an K 0 hel e t h [732].
Ein Zitat: E, 193 (schon 1. A. 1841).
-, -: Geschichte der Moralphilosophie. Hannover: Helwing 1822. XXII,
1055 S. 8°. Ppbd. [542]
Exlibris. Keine Striche und Randglossen.
A.V. 187 - Gw 350.
S<iJ erwähnt das Buch E, 103 (schon 1. A. 1ß41).
-, - : Geschichte der Vorstellungen und Lehren vom Selbstmorde. Gött:
Vandenhoeck. und Ruprecht 1824. 8°. [543]
Angebunden an K 0 hel e t h [732].
175

Den Titel des Buches hat Sei. bereits 1824 im Ms-Buch .Brieftasd!e", S. 153 notiert.
-, -: Geschichte der Vorstellungen und Lehren vom Eide. Gött: Dieterich
1824. 8°. [544]
Angebunden an Lewa I d : Commentatio [696].

STERN, DR. S[IGISMUNO]

Vorläufige Grundlegung zu einer Sprachphilosophie. BIn: Bechtold und


Hartje 1835. X, 85 S. 8°. [545]
Angebunden an Fra u e n s t ä d t: Schelling's Vorlesung in Berlin [202].
Viele Striche, Ausrufungszeichen, mehrere Randbemerkungen (BI.). S. 55: .das Ad-
verbium dagegen [ist] das Bleibende im Thun.· Sc/,: z. B. schnell gehn! - .Diese
Grundformen sind es also, welche jedes Bewußtsein von der Außenwelt unter der
Form der Zeit nothwendig an sich tragen muß, •..• Sei.: Thiere - S. 57 [Das
Objekt, insofern wir von ihm in der dritten Person sprechen, werde allemal] .als
der Subjektivität, d. h. der selbstständigen Persönlid!keit, entbehrend vorgestellt.'
Sm: er, sie - S. 65: .50 zählen wir im Deutschen 5, im Lateinischen 6, im Indischen
7, im Finnischen sogar 8 - 11 Casus." Sm: er kann kein Griechisch aber Hebräisch -
ist ein Jude. - S. 66: • Was ... seine [des Vokativs] Form anbetrifft, sO findet sich
in wenigen, ja in keiner Sprache dieselbe als gesondert ausgesprod>en; denn was man
dafür anzusehen gewohnt ist, ist fast überall nur eine reine Formlosigkeit .•.•
Sm: asine! [mit Unterstreichung des e.] - S. 84: .Niemand wird es leugnen, daß
die relative Gemeinschaft, in welcher wir mit der ganzen Natur stehen, uns einen
Kreis von Pflichten gegen dieselbe auferlegt.' Sm: ecce!
Sm erwähnt die Smrift W I, 569 .als einen gänzlich mißlungenen Versum, aus den
grammatischen Formen die Kategorien zu konstruiren·.

SnWART, DUGALD

Outlines of Moral Philosophy, for the use of Students in ehe University of


Edinburgh. 6. ed. Edinburgh: 1837. [546]
A.V. 285 - B 71 - Verbleib?

STIEDENROTH, E[RICH]

Theorie des Wissens, mit Rüd"icht auf den Skeptizismus. Gött: Röwer 1819.
8°. [547]
A.V. 423 - Verbleib?

SUABEDISSEN, DAVID THEoDOR [AUGUST]

Ober die innere Wahrnehmung. Eine Abhandlung, weldter von der Kön.
Akademie der Wissenschaften zu Berlin der Preis von 50 Ducaten zuerkannt
worden ist. Bln: Johann Friedrich Unger 1808. 189 S. 8°. [548]
176

Angebunden an D 0 r gut h: Kritik des Idealismus [146].


Keine Strime und Randglossen.
B 71 (.beigeb. nom drei philos. Abhandlungen von Lieberkühn, Suabedissen und
J. J. Wagner") - B 80 (Suabedi..en übergangen) - B OS - A 29.
S<h. A. 521 (3).

SUAREZ, FllANCISCUS

Metaphysicorum disputationum in quibus er universa naturalis theologia


ordinate traditur er quaestiones ad omnes duodecim Aristotelis libros perti-
nentes accurate disputantur. Tomi duo, cum quinque indicibus. Moguntiae
1600. Fol. Sldbd. [549]
Kein Exlibris. - Auf dem Titelblatt: A. Schopenhauer.
A.V. 8 - A 29. Nam dem Tode Gebhardts mit seinem Namlaß verschollen.
Eine eingehende Besdtäftigung mit den disputation .. metaphysicae fällt in die Zeit
der Entstehung des Hauptwerks. Eine Reihe von Stellen hält bereits die Zitaten-
sammlung von 1816/17 fest (D XVI, 130). In der 1. A. des Hauptwerk. (1819) wird
das Werk dann mehrfam zitiert: W I, 75, 134, 181 A., 348, 579. Spätere Zitate:
Philosophisme Vorlesungen Bd. I, D IX, 103; E, 52 (1. A. 1841); G, 7, 9 (2. A.
1847); PI, 57; P H, 248 (1. A. 1851); W 1,148 (3. A. 1859).

SULZEIl, JOHANN GEOIlGE

Allgemeine Theorie der schönen Künste in einzeln, nadt alphabetisdter Ord-


nung der Kunstwörter auf einander folgenden Artikeln abgehandelt, 2. A.
Lpz: M. G. Weidemanns Erben und Reidt 1778-1779. Tom. I-IV in 2
voll. 8°. Hldbde. [550]
A.V. 462 - B 66 (?) - Verbleib?
Johanna Sch an Arthur Sch, 16.5.1806: .Daß Du Sulzers Theorie gekauft hast,
freut mim" (D XIV, 25). In Sch', S<hriften wird Sulzer nimt zitiert. Wohl aber
linden ,im im HE der 1. A. von W I Verweisungen auf einzelne Artikel des Werkes
(S.284: .Bild·, 5.307: .Con.onanz· und .Adtord u. Septimenadtord"; S.313:
.Baß u. Eng."), aus denen sim ergibt, daß Sch Sulzer immer wieder zu Rate gezo-
gen hat. Im Manuskriptbum .Reisebum o , 126 (1820) ein Hinweis auf Sulzers Arti-
kel .Klang", in den .Philosophismen Vorlesungen" Bd. I (D IX, 392, 398, 399)
Hinweise auf den Artikel .Lämerlim", Bd.lI (D X, 353) ein allgemeiner Hinweis.

TAUIlELLUS, NICOLAUS [ÖCHSLElN, NICOLAUS]

De rerum aerernitate, ... Metaphysices universalis partes quatuor ... Acees-


sit Rodolphi Godenii epistola ad authorem. Marpurgi: P. Egenolph 1604.
690 S. 8°. Pgmbd. [551]
A.V. 453 - Verbleib?
177

TENNEMANN, WILHELM GOTTLIEB

Grundriß der Geschichte der Philosophie für den akademischen Unterricht.


Lpz: J. A. Barth 1812. 8°. [552]
A.V. 163 - Verbleibl
Sch hat bereits in der Zeit vom 2.12.1814 bis 6.4.1815 nacheinand.r einz.lne
Bänd. der großen Geschichte der Philosophie T.nnemanns entliehen. Auf dieses
W.rk beziehen sich die Zitat. (aus Bd.5, S. 79): Enrlingsmanuskripte. HN I, 189
(1814, aber späterer Zusatz) und (aus Bd. I, S. 36): W I, 62 (.dton 1. A. 1819) und
z......ifello. audt der allgemein. Hin .....eis auf Tennemanns Urteil über die Sdtolastik:
W 1,500 (ebenfalls schon 1. A. 1819). Der Grundriß dürfte sch erst später bekannt
ge .....ord.n sein. In der 4. Auflag., Leipzig 1825, S.516, ersdteint Sch selbst - er
wolle .einen Sdtritt weiter gehen" als Kant, eine Bemerkung, die Sch im Brief an
Rosenkranz vom 25. 9. 1837 (0 XIV, 484) beifallig ziti.rt.

THIEL. HEINRICH [HENRICUS]

De zoologicorum Aristotelis librorum ordine ac distributione imprimis de


librorum !tEQt t<iJcov . . OQtwv primo. Ex prograrnmate gymnasii Elisabetani a
1855 edito repetitum. Vratislaviae: Gosohorsky 1855. IH. 56 S. 4°. Ppbd.
(Sammelbd.). [553]
Ursprünglidt angebunden:
1. Po mt 0 w: Ueber die Immanenz des Willens, 1854 [423};
2. Wie ist Er k e n n e n m8glidt1, 1854 [594];
3. 0 k e n: Ueber Licht und Wärme [920];
4. Rat jen: Vom Einfluß der Philosophie auf die Jurisprudenz, 1855 [435];
5. Las a u I x: Ueber die th.ologisdte Grundlag•...• 1856 [678];
6. Las. u I x: Die proph.tisdte Kr.ft der mensdtlidten Seele. 1858 [679]:
7.-10• • nod. vier kleine Abhandlungen" (B 71).
A.V. 6121 (.Ein Band einige philosophisch. Dissert.tionen und eine Anzahl Sdtul-
programme enthaltend") - B 71 - Nach 1871 wurde der Sammelband aufgel8st.
die Schrift von Thie! ist seither verschollen.

THILO, LUDEWIG

Ueber den Ruhm. Halle: Hemmerde und Schwetschke 1803. [554]


A.V. 123 - B 71. Erworben von der Bayerischen Sta.tsbibliothek München (6.6.
1871 kat.logisiert).
Angemichen (B!.) die Stelle, die Sch W 11, 4+8 (erst 3. A. 1859) zitiert: daß zum
großen Haufen gew8hnlich Einer mehr gehöre, als Jeder glaubt.

THUMSER, •••

Aesthetik. Frankfurt a. M. 1855. [555]


J\ngebunden .n: Novae epistolae [1416].
178

TIEDEMANN, DIETERICH

Geist der spekulativen Philosophie. Marburg: Neue Akad. Buchhandlung.


Bd. I-VI. Bd. I, 1790 [verloren]; Bd. II, 1791: XII, 588 S.; Bd. III, 1793:
XVI, 568 S.; Bd. IV, 1795: XXIV, 649 S.; Bd. V, 1796: XXXII, 624 S.;
Bd. VI, 1797: XII, 740 S. 8 0 • Ppbde. [556]
Exlibris in jedem Bande. K";ne Randschriften.
A.V. 188 - Gw 314 (nur Bd. 11 - VI erhalten).
Sm ist schon in der Dresdener Zeit mit TIedemanns Werk bekannt geworden: er hat
Bd.6 vom 6.-19.4.1815 in Dresden entliehen. Nad:. Bd.5 gibt er in den Ersdings-
manuskripten (HN I, Nr.412) (Dresden 1815) die Bekehrungsgeschid:.te des Ray-
mundus Lullius wieder, die er dann in W 1,466 (sd:.on 1. A. 1819) übernommen hat.
- , - : System der stoischen Philosophie. Mit einer Vorrede von Chr. GOtt-
lob Heyne. Bd. I-III. Lpz: Weidmann 1776. 8 0 • Ppbde. [557]
A.V. 304 - B 71 - Verbleib?

Tn1.FTRUNX, jOHANN HEINRICH

Philosophische Untersuchungen über die Tugendlehre zur Erläuterung und


Beurtheilung der metaphysischen Anfangsgründe der Tugendlehre vom
Herrn Prof. Imm. Kam. Halle: Renger 1798. XII, 386 S. 8°. Ppbd. [558J
Exlibris. Titel auf dem Buchrücken von Sm', Hand. Zahlreiche Striche, Frage- und
Ausrufungszeichen und Anmerkungen (BI.). Auf dem hinteren Einbanddeckel Blei-
st;ftzeichnung (Kopf in Profil).
Im Titel streicht Sm das Wort .Beurtheilung" und setzt dafür: Abschreiberei, Nach-
beterei (Faks. des Titels Gri 30, Tafel XV) - 5.67: • Wer also gegen die ganze
Argumentation etwas unternehmen will, muß auf Folgendes seine Aufmerksamkeit
rid:.ten: 1. Er muß beweisen: daß es keinen unbedingten Befehl der Vernunft giebt
...• Sm: affirmanti incu",bit p,obatio. - 5.220- 221, Sm [über den beiden Sei-
ten]: Elende Sophismen - 5.240: •... so entleiben sich Alle, nid:.t allein, um aus
dieser Welt zu scheiden, sondern d"s Nichtseyn ist ihnen überhaupt Zweck ...•
Sm: wie dumm.
Beigebunden BIo c k: Neue Grundlegung [70].
A.V. 406 - B 71 - B 80 - Gri 88 - Gri 05 - Gri 30 - Im Besitz von Rudolf
Frh. von Simolin, Seeseiten (gest. 1945) - S. de F. 53 - A 59.
Sch. A. 603/32.

TILLlNG, CHRISTIAN GOTTFRIED

Gedanken zur Prüfung von Kants Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.
Lpz: Büschel 1789. 8 0 • [559]
A.V. 368 (.Nürnberg 1789") - Verbleib?
179

TITTEL, GOTTLOB AUGUST

Ueber Kant's Moralreform. Heidelberg: Pfähler 1786. 8°. [560]


Angebunden an He t bar t: Veber die Möglimkeit ... [237].

TITTMANN, RITTER ]OHANN AUGUST HEINRICH

Grundriß der Elementarlogik, nebst einer Einleitung in die Philosophie. Lpz:


W. Naudt 1795. 8°. [561]
A.V. 334 - Verbleib?

TRENDELENllURG, FRIEDRJCH ADoLPH

Elementa Logices Aristolicae. In usum sdlOlarum ex Aristote!e excerpsit con-


vertit iJlustravit - - . Bero!: Gustav Bethge 1836. XVI, 115 S. 8°. Ppbd.
[562]
A.V. 317 - R 71 - Verbleib?

TROXLER, I[GNAz] P[AUL] V[ITAL]

Elemente der Biosophie. Lpz: J. G. Feind 1808. XXIV, 120 S. 8°. [563]
Keine Strime und Randglossen.
Angebunden an Ba ade r: Be';'erkungen ... [38].

TSCHIRNHAUS, EHRENFRIED WALTHER VON

Medicina mentis, sive, tentamen genuinae Logicae, in qua disseritur de


methodo detegendi incognitas veritates. Amstelodami: Albertus Magnus et
]oannes Rieuwerts Junior 1687. 4°. Ldbd. [564]
A.V. 18 - B 71 - B 80 (nicht in der Abt.• Smopenhauer'sme Randglossen") -
Verbleib?
Identisd> mit dem am 27.7.1844 bei einem Auktionskommissarius bestellten Bum
von. Tsmirnhauser" (0 XVI, 36)? Der Begriff der meaici",. mmtis taumt smon in
der Vorrede zur 2. Aufl. des Hauptwerks auf: W I, XXV.

TWESTEN, AUGUST DETLEF CHRISTIAN

Grundriß der analytischen Logik; für seine Vorlesungen entworfen. Kiel:


Schwers Witwe 1834.112 S. 8°. [565]
A.V. 332 - Verbleib?
Eine kurze zustimmende Erwähnung d.. Bum.. G, 8.
180

V ANINI, GIULiO CESARE

Arnphitheatrum aeternae Providentiae divino-magicvm, christiano-physicvm,


nec non astrologo-catholicvrn, adversus veteres philosophos, Atheos, Epicu-
reos, Peripatheticos, et StoiC05. Lvgdvni: vidva Ant. de Harsy 1615. 8°.
Frzbd. [566]
Beigebunden M a r i a n a: De rege [358].
A.V. 208 - B 71 - Verbleib?
Eine sebr späte Erwerbung: .11. Zitate stammen aus der Zeit nach 1851: P H, 182
(Zusatz im HE}, 394 (Zusatz aus "Senilia", 75176, d. i. 1856), WH, 332 (erst 3. A.
1859), E, 68, 69 (erst 2. A. 1860).
Zu Vanini vgl. auch Dur a n d, David [156].

VICO, GIAMBATTISTA

Principj di Seienza Nuova di Giambattista Vico d'intorno aHa comune


natura delle nazioni. Colla vita dell'autore scritta da lui medesirno. Edizione
sesta. Milano: Giovanni Silvestri. Vol. I - IH: IV, 212; 282; 158 S. Vol. IV:
Della antichissima sapien:l:a degl'ltaliani tratta da' Latini parlari. Opera di
Giambattista Vico dalla Latina nell'ltaliana favella recata. Milano: Gio-
vanni Silvestri 1816. XIV, 200 S. 8°. Zwei Ssntbde. [567]
Exlibris in beiden Bänden. Striche (Bl.), besonders in VoL III (Dei vorn Omero).
Sm auf dem Vorsatzblatt von Vol. I: La Sc i e n c e no u v eIl. p. Vi co, tra-
duite p. l'auteur de I'essai ,ur le dogme catholique. Paris 1844. - Vol. IH, S. 150:
"divengono sc h i a vip erd i ritt 0 na t ur. I delle genti, eh' e s c e da
tal n a t u r a. d i n a z ion i; e vadano Iod esser soggette a n a z ion i migliori,
ehe I'abbiano conquistate con I'armi" Sm: Polonia. - .ed avevano dato ne l-
I' u I tim 0 deli. d i li c a te z z a, 0 per me'dir, deli' 0 r g 0 g I i 0, ch'. guisa
di f i e r e nell'essere disgustate d' unp e I 0, si risentono, e sJinfieriscono, e si
nella loro maggiore c eie b r i t a. 0 f 0 11 ade' c 0 r pi, vissero, come bestie
immani, in una 5 0 I i t u d i n e d' a n i m i, e di v oie r i; non potcndovi
appena d u e c 0 n v e n ire, seguendo ognun de' due il suo pro p i 0 p i a -
cer e, 0 c: a p r i c c i 0: per tutto cio ton ost i n a t iss i m e f a ~ ion i, e
dis per a t e g u e r r e c i v i I i vadanp a far sei v e delle c i t t a, e delle
sei v e covili d' u 0 m in i Sm: Francia - Vol. IV, S. 21: La coseienza ~ dei
certo, 10. seienza ~ dei vero" 5th: il certo ~ sempre voro, ma il vero non sempre e
e
certo. - S. 99: • I n g e g n 0 presso i Latini I. stessa cosa me na t u r a . " Sth:
ingenilim i. e. ingenitum, non acquisitum.
A.V.I044 - B 71- BOS - A 29.
Sch.A.S98.
Die Lektüre Vico, hat in Sm'. Werken keine Spuren hinterlassen. In einer (nicht
benutzten) Randnoti2 zu W 11, 58, Z 34 (HE der 2. Auf!.), verweist 5th darauf,
daß Wolfs Hypothese der bloß idealen Existenz Homers bereits von Vico, im
3. Budt der sci.nza ,",ova vorweggenommen sei. (S.o.)
18t

VIREY, lUllEN lOSEPH

Philosophie de l'histoire naturelle, ou phCnom~nes de I'organisation des ani-


maux et des vegetaux. Paris: 1835. 8°. Ppbd. [568]
A.V. 751 (.ISlS") - B 71 - Verbleib?

VOGT, CARL

Köhlerglaube und Wissenschaft. Eine Streitschrift gegen Hofrath Rudolph


Wagner in Göttingen. Gießen: J. Ricker 1855.126 S. 8°. [569]
Angebunden an M ü I I er: Die Entstehung des Menschengeschlechts [914].
Striche, Fragezeichen, Randglossen (BJ.). S.46 [Wagner sagt]: •• Ich wiederhole es:
Nie h t die P h y 5 i 0 log i e nöthigt mim Zur Annahme einer Seele, sondern
die mir immanente und VOn mir unzertrennlime Vorstellung einer morali.men
Weltordnung .• " Sch: aut Catechismus, aut Materialismus - S.54, SdJ [über der
Seite]: So ein Kerl redet von gewissenhaft! - 5.56 (Faks. Gri 30, Tafel XXI):
.Herr W a g n e r sagt freilim : ,Wir .ehen unter unseren Augen in einzelnen colo-
ni.irten Ländern physiognomisme Eigenthümlimkeiten bei Menschen und Thieren
entstehen und beharr/im werden, welme, wenn auch nur entfernt, an die Rassen-
bildung erinnern." Sch [unterstreimt .physiognomische Eigenthümlimkeiten" und
• wenn aum nur entfernt· und schreibt an den Rand]: Smuft! du verdrehst. [Unter
der Seite:] Sind Italiäner, Franzosen, Engländer, Deutsche v. ur. p r ü n g I. ver-
.miedener Rasse? Dom erkennt man sie u. das Asiatisme Auge! - S.70: • Wir
haben endlich namgewiesen, daß aum in dem Thietteime frumtbare Bastardzeugung
vorkommt ...• SdJ [für .namgewiesen"]: gelogen.
Den Streit Vogt - Wagner erwähnt Sch in Briefen an Frauen.tädt vom 14. l. 1855
(D XV, Nr. 550),2.5. 1855 (D XV, Nr. 552) und 16.10.1855 (D XV, Nr. 577).

VOIGTLÄNDER, J. A. CHR.
Eine Untersuchung über die Natur des menschlichen Wissens mit Berücksich-
tigung des Verhältnisses der Philosophie zum Empirismus. Bin: lulius Sprin-
ger 1845. 96 S. 8°. [570]
Ein Strich zu S. 9: .Hegel steht da ... als ein Stern erster Größe."
Angebunden an C a jus: Des Antibarbarus Logieus 2.... A., 185l [98].
Von SdJ im Oktober 1851 bestellt; vg!. Briefe an Frauenstädt, 10.10.1851 (D XV,
72 f.) und 30. 10. 1851 (D XV, 75).

VOLTA IRE [FRAN)OIS MARIE AROUET DE]

CEuvres completes de M. de Voltaire, Vol. I.-C. Aux Deux-Ponts 1791/92.


12°. Ppbde. [571]
Von Georges Bengesco: Voltaiee, Bibliographie de ses ceuvres, nim. namgewiesen.
Angeblich werden aum die Verlagsorte Lyon, Basel oder Hamburg· genannt.
182

A.V. 809 - Verbleib?


Die Voltaire-Zitate Sth', beziehen shn im allgemeinen nidlt auf bestimmte Aus-
gaben. Die Ausgabe Oeux-Ponts 1791/92 wird in handsmriftlimen Zusätzen im HE
der 1. A. von W I angeführt: Val. 14, p. 113 (Zusatz zu W I, 385), Val. 49, p. 27
(Zusatz zu W I, 457), Val. 72 (Zusatz zu W I, 608). Bd.43 wird in den Rand-
smriften zu Kants .Metaphysismen Anfangsgründen" [287], (S. 83) zitiert.
-, [-]: L'esprit de Monsieur de - [par Claude Villaret]. Londre 1759.
287 S. 8°. Hfnbd. [572]
Zahlreime Anstreichungen von Sentenzen, die Sth gräßtenteiis zitiert (so S. 211:
o mitapb"jque! nou. $omm .. aUJSj (Wand • ... : Philosophisa.e Vorlesungen, 0 IX,
82 [1820]; Pli, 14).
A.V. 894 - Gw 267.
Zu der Stelle über die Festigkeit des Willens W IJ, 320, 35/36 notiert Sth im HE
der 1. A. [Villaret], S.263.
Monsieur de Voltaire, Peint par lui-meme, ou Lettees de Cel ecrivain,
dans lesquelles on verra l'histoire de sa Vie, de ses Ouvrages, d.. ses Que-
relles, des Correspondanees, & les principaux Traits de son Caraetere; avee
un grand nombre d'Anecdotes, de Remarques & de lugements Litteraires.
Lausanne: Compagnie des libraires 1769. VIII, 291 S. Ldbd. [573]
EJdibris. Einzelne Stria.e. Auf dem Titelblatt (nach .Jugements Litt~raires·), sth:
par un mi.er..ble [T. J.
A.V. 811 - Gw 267.
Voltairiana ou eloges amphigouriques de Voltaire, diseutes et deeides POUl
sa reeeprion a l'Academie Fran~aise. Paris 1748 [nicht bei Bengesco]. [574]
A.V. 810 - Verbleib?

Voss, GERHARD JOHANN


De philosophorum seens libero eum continuatione et supplementis Johannis
a
Jacobi Ryssel. Lips: Joh. Casp. Meyer 1690. 7 BI., 216 S., 3 BI. Index. 4°.
Pgmbd. [575]
Auf dem Vorsatzblatt: ATthur Sthop.nhauer. Einzelne Stria.e und Randbemerkun·
gen. Am Schluß Zeichnung: Jüngling.kopf in Profil (Wiedergabe Gri 3D, S.22).
A.V. 485 - B 80 - Gri 88 - Gri 30 - Gru 40. Verbrannt.

WAGNER, JOHANN JAKOB

Von der Philosophie und der Medizin. Ein Prodromus für beyde Studien.
Bamberg und Würzburg: loseph Anton Göbhardt 1805. XII, 170 S. 8°.
[576]
183

Angebunden an D 0 r gut h: Kritik des Idealismus [146].


Angestrichen eine Stelle über rechtlichen Besitz S. 118 (BI.).
Sch. A. 521 (5).
-, -: System der Idealphilosophie. Lpz: Breitkopf und Härtel 1804.
LXIV, 300 S. 1 S. Drudd. 8°. Ppbd. [577]
Exlibris, einzelne Striche und Randbemerkungen (T.).
A.V. 440 - Gw 302.

WARNKÖNIG, LEOPOLD AUGUST

Doctrina Juris Philosophica, Aphorismis distineta, in usum scholarum. Aquis-


grani apud ]. F. Mayer, Lovanii, Typis F. Michel 1830. [578]
Ursprünglid> angebunden an D 0 r gut h: Schopenhaner und seine Wahrheit (11)
[151].

WASIANSKI, E[HREG.} A[NDREAS] CH[R.ISTOPH]

lmmanuel Kam in seinen letzten Lebensjahren. Ein Bey trag zur Kenntniß
seines Charakters und häuslichen Lebens aus dem täglichen Umgange mit
ihm. Königsb: FriedrichNicolovius 1804.224 S. 8°. Ppbd. [579]
Einzelne Strid>e. - S. 123: .Er soll Johanoes heißen." Sch [führt aus einem alten
Gesangbuch den von Wasianski taktvoll versd>wiegenen Vers zum Streit der Eltern
Johannes des Täufers über den ihm zu gebenden Namen an]:
Die Mutter meinte, Zamaris; -
Der Vater sprad>: .einen alten Schiß!
Er soll Johannes heißen." (T., sehr früh)
Angebunden:
1. Bor 0 w 5 k i: Darstellung des Lebens und Charakters Immanuel Kants,
Ki>nigsberg 1804 [79];
2. Ja c h man n: Immanuel Kant geschildert in Briefen an einen Freund, Königs-
berg 1804 [267].
A.V. 243 - Gw 265.

WElIB, DANIEL

Betrachtungen über die Verwandschaft der Poesie und Musik [Observations


on the Correspondence between Poetry and Music, London 1769], nebst
einem Auszuge aus eben dieses Verfassers Anmerkungen über die Schönhei-
ten der Poesie [Remarks on the beautie. of Poetry, London 1762]. Aus dem
Englischen übersetzt von Johann Joachim E:schenburg. Lpz: Engelben Benja-
184

min Schwickert 1771. 2 S. [Vorrede des übersetzers], 169 S. 8°. Steifbr.


[580]
A.V. 399 - Gw 138. Verloren.
Sch. A. Ersatzexemplar.

WEIGELT, G[EORG]

Zur Geschichte der neueren Philosophie. Populäre Vorträge. 1. Hälfte: Imm.


Kant. Joh. Gottlieb Fichte. Friedr. Heinr. Jacobi. Artbur Schopenhauer.
Hamb: Otto Meißner 1854. IV, 156 S. [581]
A. V. 191 (nicht das erste, von Sm seinem Freunde J. A. Becker überlassene, sondem
ein zweites, im Mai 18S4 von Weigelt geschicktes Exemplar) - Verbleib?
Ober das 1. Exemplar vgl. Sm an Frauenstädt, 4. 3. 1854 (D XV, 287): .Gleichzeitig
mit Ihrem Buch ist in Hamburg erschienen [folgt Titel]. Die Darstellung ist im
Ganzen richtig und mit sichtbarem Enthusiasmus geschrieben, freilich nicht ohne
Mängel ..•• Vgl. weiter Sm', Briefe an Becker, 8. 3. 1854 (D XV, 289), an Adam
von Doß, 11. 3. 1854 (D XV, 290), an Frauenstädt, 26. 3. 1854 (D XV, 296), an
Becker, 31. 3. 1854 (D XV, 298), an Frauenstädt, 9. 4. 1854 (D XV, 300). Mitte April
gab Sm das Buch Becker mit, erbat es am 13.5. 1854 (D XV, 308) zurück, um mit
Hilfe seiner Randglossen einen dem 2. Exemplar beigefügten Brief Weigelts (D XV,
Nr. S08) zu beantworten, erhielt es am 14. 5.1854 (DXV,Nr.510) zurück und über-
ließ es Becker endgültig am 20.5.1854 (D XV, 313). Weitere Außerungen:Lindner an
Sm, 16.5.1854 (D XV, 312): Sm an Becker, 20.5. 1854 (D XV, 313): Sm an Lind·
ner, 22.5. 1854 (D XV, 314 f.): Becker an Sch, 22.5. 18S4 (D XV, 315 f.); Sm an
Frauenstädt, 22.5.1854 (D XV, 317), 31. 5. 1854 (D XV, 320 f.) und 6.11. 1854
(D XV, 343): Adam VOn Doß an Sm, JO. 12. 18S4 (D XV, 3631f.): Sm an Frauen-
städt, 7.9. 1855 (D XV, 415), 23.9.1855 (D XV, 417), 16.10.1855 (D XV, 423),
13.3.1856 (D XV, 476) und 7. 4.1856 (D XV, 481): Sch an Bähr, 1. 3.1857 (D XV,
552): Bahnsen an Sm, 21. 2. 1858 (D XV, 619),. Alle diese Außerungen beziehen
sich nur auf die erste Hälfte des Werkes. Die 2. Hälfte (F. W. J. Schelling, G. W. F.
Hegel, L. Feuerbach) erschien 1855.

-, -: Urchristenthum und freie Gemeinden. Zehn Predigten, gehalten in


der deutsch-katholischen (freien) Gemeinde zu Hamburg. Hamb: Th. Nie-
meyer 1851. VIII, 180 S. 8°. [582]
A.V. 222 (.nebst noo, 2 k1. Schriften desselben Verfassers") - Verbleib?
Sm an Becker, 20.5.1854 (D XV, 313): •..• daß Weigelt mir mit dem Briefe sein
Buch nodtmals und nodt 4 Bändchen deutschkatholis.ne Vorträge geschidtt hat, die
entschiedenes Talent verrathen .•

-, -: Der Widerspruch in der Charfreitags- und Osterfeier. Zwei Feier-


tagspredigten. Hamb: G. W. Niemeyer 1853. 32 S. 8°. [583]
Einzeln. Strich•.
Angebunden an Li n d n. r: Di. erste stehende Deutsche Oper [1234].
185

WEILL, A[LEXANDRE]

Base fondamentale de la Morale de A. Schopenhauer. Traduit par A. Weil!.


In: Revue Fran~aise IH. Ann~e T. XI. No. 104, 10. Dec. 1857, S. 527-558.
8°. Br. [584]
Randglossen Sclls.
A.V. ? - Gw 415.
Sch smidtte das Heft am 24. Juni 1858 (D XV, S.646) an David Asher: •... [Er
hat] den Kern rimtig gegeben: aber im Ganzen dom smlemt übersetzt; wie meine
Randglossen bezeugen. Unverzeihlim aber ist, daß er e" propria penn hinzugethan
hat, und zwar lauter judaisirendes Zeug, - zu meinem Ärger. -" Vgl. aum Sch
an Doß, 1. 3. 1859 (D XV, 721).
-, - : Armur Schopenhauer: Philosophie de la magie. (Traduit par A.
Weil!.) In: Revue Fran~aise, T. VII, No. 69, 20. Dec. 1856, S. 348-362.
[585]
Angebunden an B ä h r: Die Sd:.openhauer'sme Philosophie, 1857 [47].
Anstreimungen und Textverbesserungen Sch's (Bl.).
Sch an Daß, 1. März 1859 (D XV, 721): Revue Franfaise hat 2 Mal smlemte über-
setzungen von Alex: Weil! gegeben.·

WEINHOLTZ, <:ARL

Die Unzulänglichkeit der Philosophie als Wissenschaft und die Ausbildung


der Philosophie zur Kunst. Rostock: Stiller 1844. 100 S. 8°. [586]
A.V. 443 - Verbleib?

WEISKAUPT, ADAM

Ueber die Kantischen Anschauungen und Erscheinungen. Nbg: Grattenauer


1788.267 S., 4 S. Inhaltsverz. 8°. [587]
Exlibris. Rüdtenti ,eI von Sch' s Hand, Strime.
Angehunden an Ben d a v i d: Vorlesungen über die Kritik der reinen Vernunft
[65].
-, - : Ueber die Gründe und Gewißheit der menschlichen Erkennmiß, zur
Prüfung von Kants Kritik der reinen Vernunft. Nbg: Grattenauer 1788.8°.
[588]
A.V. 366 - Verbleib?

WEISS, CHRISTIAN

Lehrbuch der Philosophie des Rechts, zu Vorlesungen und zum Privat-


gebrauch. Lpz: Gräff 1804.8°. Ppbd. [589]
A.V. 343 - B 71 - Verbleib?
186

WJ!:ISS, LJ!: COLONEL F[RAN~OIS] R[ODOLPHE] DE


Principes philosophiques, politiques et moraux; He ed. Bruxelles: Meline,
Cans et Cie. 1838.468 S., 2 S. Table des matieres. 8°. Frzbd. [590]
Exlibris. Nur eine Stelle, auf S. 189, angestrimen (BI.): .Ce qu'on appelle biens~­
/lnee chez les femmes, exige beaucoup de taet pour ne pas deg~ne,er quelque/ois en
impertinenee. Le ton de hauteur qu'elles affeetent enveTS nous, ce. ~gards extr~me.
qu'elles exige"t, on ne sait .ouvent pOllrquoi, ce grand prix qu'elles attachent ade.
minNtie. '" tout cela sont de. petits air. de di'llinites qui rendent [eur commeree
au"i penible pour eUes qu'insipide pour nous ... "
A.V. 868 - B 71 - B OS - A 29.
Sdl. A. 599.

WELCKER, CARL THEODOR


Die letzten Gründe von Recht, Staat und Strafe, philosophisch und nach den
Gesetzen der merkwürdigsten Völker rechts-historisch entwickelt. Gießen:
Heyer 1813. 8°. [591]
A.V. 314 - Verbleib?

WERNER, GJ!:ORG FRIEDRICH


Erster Versuch einer allgemeinen Aetiologie. 1. Buch. Marburg: Krieger 1792.
8°. [592]
A.V. 220 (.Gießen 1792") - Verbleib?

WIDAL, AUGUSTE
Les divers caracceres du misanthrope chez les ecrivains anciens et modernes.
Paris 1851.105 S. 8°. [593]
Beigebunden: M art in: Histoire de la condition des femmes [1237].
A.V. 863 - B 71 - Verbleib?
WIE IST ERKENNEN MÖGLICH? nach Schopenhauerschen Principien zu lösen.
Bin: 1854. [594]
Angebunden an [553].
Offenbar nur ein 2. Exemplar der Sdlrift von Pomtow [423].

WINDISCHMANN, C[ARL] J[OSEPH] H[IERONYMUS]


Kritische Betrachtungen über die Schicksale der Philosophie in der neueren
Zeit und den Eintritt einer neuen Epoche in derselben. Frankf. a. M.: Andreä
1825. VI, 151 S., 1 S. Verbesserungen. 8°. Steifbr. [595]
187

Exlibris. Wenige AnstreidlUngen (T. und BI.). Auf dem Titelblatt, zum Namen des
Verfassers: einem Hegelianer: (il Testo non diea, das"", 10 sa.) [T.] - Auf der
RüdlSeite des vorderen Einbanddeckels: Arthllr Srhopenhllller. Das betrübt, WCIill
man wieder für so ein Bum Geld gegeben hat, daraus auf der Welt nimt, weitere.
gelernet werden kann, als daß der Verfasser ein Esel sei, - wenn nicht gar noch
etwas schlimmeres dazu.
Auf das gottselige Volk hab' ich nie was gehalten; es werden
Kommt die Gelegenheit nur, schlechte Gesellen daraus. [T.] -
S.32, Srh [zu einer tadelnden Stelle über Voltaire] : Don BIßilio!!! Es giebt doch
keine giftigere Verläumdung als die frommen. [T.] - S. 122, Srh: Der große Herr,
welchen das Wirthshaus zum Schilde führt, pflegt selten darin zu logiren. [BI.] -
5.128, Sth: Ist irgendwo ein Narr, ist irgendwo ein Esel, da kann man schon im
VOraus sagen, es wird ein Hegelianer seyn: dieses Meisters Smule hat daher an der
Campagnie des Falstaff ihr ganz· natürlich Ebenbild. - Sonst am Rande verschie-
dendim ein Ecce.
A.V. ~35 - Gw 380.

WOLFF, CHllISTIAN [VON]

Cosmologia generali. memodo scientifica pertraetata, qua ad solidam in-


primi. Dei atque Naturae cognitionern via stemitur. Franeof. et Lips: 1731.
4°. Ldbd. [596]
A.V. 150 - B 71 - Verbleib?
Zitate aus diesem Werk: W 1,570,603 f. (heide erst 2. A. 1844).
-, - : Philosophia prima, sive Ontologia, methodo scientifica pertractata,
qua omni. cognitionis humanae prineipia continentur. Ed. nova ... emenda-
tior. Francof. er Lips: 1736.4°. Ldbd. [597]
A.V. 151 (.Franeof. 1730·) - B 71 - Verbleib?
Zitate aus diesem Werk Erstlingsmanuskripte, HN I, 58; G, 18 f., 23 (schon 1. A.
1813), 36; W I, 571 (2. A. 1844).
-, - : Philosophia practica universali., methodo scientifica penraetata.
Francof. et Lips: 1738. Ldbd. [598]
A.V. 152 - B 71 - Verbleib?
Zitate aus diesem Werk: E, 108, 207, 232 (smon 1. A. 1841).
-, - : Philosophia Rationalis, sive Logica, methodo scientifica pertractata
et ad amplissimum usum seientiarurn atque vitae accomodata. Praemittitur
discursus praeliminaris de philosophia in genere. Francof. et Lips: 1732. 4°.
A.V. 149 - B 71 - Verbleib? [599]

-, - : Psychologia rationalis, methodo scientifiea pertraetata, qua ea, quae


de anima humana indubia experientiae fide innoteseunt, per essentiarn et
188

naturam animae explicanrur, er ad intimiorem narurae ejusque autoris cogni-


tionem pro furura proponunrur. Francof. er Lips: 1749. 4°. [600]
A. V. 148 - B 71 - B 80 (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'.m. Randglo.sen")
- Verbleib?
- , - : Vemünfftige Gedancken von Gou, der Welt und der Seele des Men-
schen, auch allen Dingen überhaupt. - Der vernünfftigen Gedancken von
Gou, der Welt und der Seele des Menschen, auch allen Dingen überhaupt,
Anderer Theil, bestehend in ausführlichen Anmerckungen, und zu besserem
Verstande und bequemerem Gebrauch derselben herausgegeben. FrancXf. am
Mayn: Joh. Benj. Andreä und Heinr. Hon 1740. 8°.2 Bde. [601]
A.V. 146 (2 Bde.) - [B 71?: .Halle 1751 = 3 Bde"] - Verbleib?
Zitate aus diesem Werk: W I, 552 Anm. (smon 1. A. 1819).
- , - : Vernünfftige Gedancken Von den Kräfften des menschlichen Ver-
standes und ihrem richtigen Gebrauche in Erkänntniß der Wahrheit, Den
Liebhabern der Wahrheit mitgetheilet. Halle: Renger 1733. 8°. [602]
A.V. 147 - Verbleib?
- , - : Eigene Lebensbeschreibung. Herausgegeben mit einer Abhandlung
über WoHf von Heinrich Wuttke. Lpz: Weidmann 1841. 208 S. 1 S. DruckE.
8°. Ppbd. (Sammelbd.). [603]
Exlibris. Striche.
Beigebunden :
1. D 0 r gut h: Vermismte Bemerkungen, 1852 [142];
2. D 0 r gut h: Das Limt der wahrhaften kosmismen ... Dialektik, 1854 [147];
3. Deutsche Wo ehe n s c h ri f t 1854, H.22 [460];
4. [R eie h I i 0 • M eId e g g :] Bedeoken eioes süddeutschen Krebsfeindes,
1842 [438];
5. Z e i t s ehr i f t für Philosophie, Bd.23, I. St. 1853 [606].
A.V. 192 (.b.ig. mehrere kl. Abhandlungen") - Gw 386.
Zu Christian WoHl vgl. auch: Sc h w a b/R e i 0 h 01 dIA b ich t [525].

WOLF\', J. H.
Beiträge zur Aestbetik der Baukunst, oder die Grundgesetze der plastischen
Form, nachgewiesen an den Haupttheilen der Griechischen Architectur. Mit
28 Kupfertafeln. Darmstadt: Leske 1834. 4°. Ppbd. [604]
A.V. 1357 - B 71 - Verbleib?

WaEDE, EIliCH G. F.
Aetiologie des Realismus und Idealismus. Halle: Franke 1791. 8°. [605]
A.V. 219 - B 71 - Verbleib?
189

ZEITSCHIlIFT FÜR PHILOSOPHIE UND PHILOSOPHISCHE KRITIK. Herausgegeben


von J. H. Fichte, Ulrici und Wirth. Neue Folge XXI. Bd. 2. Stück. Halle:
C. E. M. Pfeifer 1852, S. 193-320. 8°. [606]
Angebunelen an Ca j u .: Des Antibarbarus Logieus 2. A. [98J.
Enthält S. 209-226 den Aufsatz von J. E. Erdmann: Smopenhauer und Herbalt
(s. unter Erdmann [166]); S. 226-241: Ein WOrt über die .Zukunft" der Philo-
sophie. Als Namsmrift zum vorigen Aufsatze von I. H. Fimte (s. unter I. H.
Fimte [182]). S. 317, Sch [über der SeiteJ: Wenn der Kerl kein Hu- ist, so - !
[Am Rande obenJ :Das giebt er vor, zu glauben: seine Unredlimkeit sprimt aus jeder
Zeile, u. ~r bringt sim um allen Kredit.
- , - : Neue Folge, XXIII. Bd. 1. Stück. Halle: C. E. M. Pfeffer 1853.
[606a]
Angebunden an W 0 I f f, ehr ist i an: Eigene Lebensbesdueibung [603 J .
Enthält S. 32 - 58 den Aufsatz von Karl Rosenkranz: Die Selbständigkeit der deut-
smen Philosophie gegenüber der französi.men (mit Anstreimungen Seils); am
Smluß des Hefte.: Reeensionen. Obersimt der philosophisd>en Literatur. 1. Artikel.
Von. I. H. Fidlte (mit einer Rezension der Parerga). Dazu Sth an Frauenstädt,
31. 5. 1854 (0 XV, S. 321): .Des Fidlte saubere Recension der Parerga habe gelesen:
- wie elend, dumm und nimtswürdig! - ... " J!i.hnlim nod>mals an Frauenstädt,
22.6. 1854 (0 XV, S. l23).

ZEITSCHRIFT FÜR SPEKULATIVE PHYSIK. Herausgegeben von Schelling. 1. Bd.


Jena und Lpz: Christian Ernst Gabler 1800. 268 und 157 S. 8°. Ppbd. [607]
Striche (B!.) nur im 1. Heft des Bandes. S.42: [Steffens] .Daß die Bildung des
Universums ursprünglim organisd> geschehen, steht,. priori fest, wenigstens so lange,
bis es durm Erfahrungen ab. 0 I u t widerlegt wird - und welche können die
seyn?" Sch: Solche Eseleien konnte man, nam Kant, dem deutschen Publikum auf-
tischen. (B!.) - S.44: [SteffensJ .... das Maximum der Oxydarion deutet sich
durm Durchsichtigkeit an." Sm: im Diamant!!! [BI.]
- , - : 2. Bd. Jena und Lpz, Christian Ernst Gabler 1801. 154 und XIV,
127 S. 8°. Ppbd. [608]
Mehrere Striche. - 2. Heft, Sr:h rzu Schellings .Darstellung meines Systems der phi-
losophie"J: Dieser Aufsatz wird als die Basis der Schellingschen Naturphi!. angesehn
und ist von smelling selbst dafür erklärt, in seinen 1842 zu Berlin gehaltenen Vor-
lesungen. [T.]
A.V. 262 - B 71 - B 05 - A 29.
sm. A. 602.

NEUE ZEITSCHRIfT FÜR SPECULATIVE PHYSIK. Herausgegeben von F. W. J.


Seh.Hing, 1. Bd. Tüb, 1802. Ppbd. [609]
A.V. (als 3. Bd. unter 262) - B 71 - Verbleib?
190

ZIMMERMANN, jOHANN GEOlI.G

Ueber die Einsamkeit. TheiI1.-4. Lpz: Weidmanns Erben und Reich 1784
(1. 2.); 1785 (3. 4.). XLIV, 350 S., Namenreg., Druckfehler und Verbesse-
rungen; XLII, 468 S., Namenreg., Druckfehler und Verbesserungen; XX,
466 S., Namenreg., Druckfehler und Verbesserungen; XXXIV, 448 S., Na-
menreg., Druckfehler und Verbesserungen. 8°. [610]
A.V. 1145 - Verbleib?
Sc:h. A. Ersatzexemplar.
Zitate: W r, 475, E, 111 (Ueber die Einsamkeit, 1. Theil, 3. C.p., S. 82 [nicht 93!].)

ZtlCKEItT, jOHANN FlI.Il!DlllCH

Medicinische und moralische Abhandlung von den Leidenschaften. 4. A. BIn:


Mylius 1784. [611]
A.V. 427 - B 71 - B 80 (nicht in der Abteilung .Schopenhauer'sche Randglossen")
- Verbleib?

Z'fI'ANZIGEIl, jOHANN CHIlISTIAN

Commentar über Kant's Kritik der praktischen Vemunft. Lpz: Hilscher


1784. 8°. [612J
A.V. 340 (.Leipzig 1794") - Verbleib?
191

Theologie und Religionswissenschaft


ALTESERRA, ANTONIUS DADINUS

Asceticon sive Originum Rei Monasticae libri decern ... Recensuit ac prae-
fationem notasque quasdam adiecit Christ. Frid. Glück. Halae: impensis
Orphanotrophei 1782. XXXII, 844 S. 8°. Ppbd. [613]
Exlibris, zahlreime Scrime und Randglossen (vgl. Gd 88, 135/116}: L. VI, c. 7
[Peerus Damianus]: .At postquam ad uUulam p.ruentum est, imo postquam in me
ipse, qui f~eram exelususJ intravi, mox aesluantis animi /ervor t%tingu;tHTJ can-
tentiosi litigii queTela .opitur, tumor, damor & indignatio praesto d.panitur &
omne quod in mei. vi.ceTibus amarum fuerat, divinitus obdulcatur.· Sch [über der
Seite]: Dom Vlenn in unsrer scillen Zelle - [Im seI ben Kapitel hat Sch zwei Aus-
sprüme der Joannes Chrysostomus unterstrimen: €'''~'1ÖElOV yal' "l'D'qU.Aooo"' .....
ll''1f''" und oi> yal' €11'1I'LQ "OIEI ,0 I'0VOV elVIlI, dUn y"ool''1 "'1;'000"'0" sowie das
Wort des Papstes Eugen IV: Solitudo quirtem mentis conciüat.] Auf dem hinteren
Einbandded<el Zeidlnung (Kopf in Profil).
A.V. 51 - B 71 - B 80 - Gri 88 - WK 05 (Nr. 344) - Gri 30 - Gru 40. Ver-
brannt.

ANGELUS SILIiSIUS, )OHANNliS

Cherubinisd:.er Wanders-Mann, oder geistreiche Sinn- und Schluß-Reime zur


Götdidten Beschaulichkeit anleitende. Neue unveränd. A. München: Michael
Lindauer 1827. XVI, 184 S. 8°. Ssntbd. [614]
Exlibris. Viele Zweizeiler sind angestrimen; doppelt angestrimen S. 45: .Die Ein-
samkeit ist noth ... " und S. 87: .Herodes ist ein Feind ...• (beide zitiert P I, 455).
Auf dem Vorsatzblatt:
Fuit auetor Joh: Sd>effleT, ..at: 1624, den: 1677.
Joh: Smelfler, geb: 1624, zu Breslau, von e.. angelismen Aeltern, Arzt, trat in sei-
nem 29sten Jahr zur katholismen Kirme über, ward Jesuit, stritt in mehreren
S<hriften seinen neuen Glauben, u. starb an seinem Geburtsort 1677, als Bismöfl.
Breslauis<her Rath, Priester u. Genosse des Deutsmen Ordens mit dem rothen Stern.
Sein Bum .Heilige Seelenlust" enthält Kirmenlieder. Eine verballhornte Edition
davon gaben Wintert' u: SprengeT. 1838.
A.V. 38 - Gw 212.
Sch's Bekanntsmaft mit dem .bewunderungswürdigen und unabsehbar tiefen Ange-
lus Silesius· bramte ein Zufall.fund des Jahres 1832. Die frühesten Erwähnungen
und Zitate finden sim W I, 153 und W 11, 703 (2. A.), in den Parerga von 1851
kommen Zitate P I, 455 (2) und Pli, 236 hinzu, in der 3. A. des Hauptwerks wei-
tere Erwähnungen und Zitate: W I, 244 und 450. Aus dem .Cherubinismen Wan-
dersmann· stammen die Zitate W I, 153 (= P n, 236), 450 und PI, 455 (2).
192

AUGUSTINUS, AUB.ELlUS

Secunda pars librorum divi Aurelii Augustini quos scripsit iam baptizatus:
Oe moribus ecclesie catholice: et de moribus manicheorum: libri 11. Oe anime
quantitate: liber I. Oe libero arbitrio : libri 111. De Genesi contra manicheos:
libri 11. Oe musica: libri VI. De magistro: liber I. Oe vera religione: liber I,
Basil: 1515. Fo!. Holzbd. [615J
Angebunden :
[1.] Oivi Auguscini librorum pars septima. Libri de ciuitate dei XXII. In
eosdem commentaria Thome valois et Nicolai trineth: cum additionibus
Jacobi passauantii. Et theologice veritates Francisci maronis [Kolophon:
Basileae ex aedibus impressoriis. Annu 1505. XV. die mensis ianuarii, quo
die finiebatur hoc excellentissimum Auguscini opus.] [616]
[2.J Principalium materiarum librorum sancti Augustini de ciuitate dei sum-
maria annotatio. [617]
Kein Exlibris. Der Band ist ein Teil der ersten Gesamtausgabe der Werke Augustin.,
die Johannes Amorbadt 1506'in Basel herausgegeben hat (vgl. Stoc:kmeyr und Reber:
Beiträge ZUr Basler Buchdruckergesdtidtte, Basel 1840, S. 47). Die pars septima,
ursprünglich eine besondere, 1505 e..dtienene Ausgabe der Ci'IJitas Dei, ist nachträg-
lidt mit einem neuen Titelblatt als 7. TeH in die Gesamtausgabe eingefügt worden.
Auf dem Titelblatt der Secuntlll 1'11" Eigentumavermerk: Lib .. 'liner; Her.berti,
VOll Sth auf der folgenden Seite nadtgeschrieben: [St. Herebert: Erzbi.dtof von
Köln], sowie Namenseintragung: Arth ..r Sthope"}'"..er (mittlere Hand.mrift, drei-
ßiger Jahre?) und die Jahreszahl: 1504. Auf der Innenseite des Rückdec:kels, eines
mittelalterlichen Manuskriptblatts, Vermerk 5th'" ESI Iracralu, Je sensibus. Zahl-
reiche Anstreichungen in den Büdtern Je ci.,itale Jei und zahlreidte Randsdtriften,
unzulänglidt verälfentlimt von Carl Gebhardt, XVIII. Jahrb. 1931, S.266-308.
Die folgende Wiedergabe beruht auf einer eigenen, vor Jahren im Sch. A. vorgenom-
menen Abschrift.
[De animae quanlilale, c.36:] .Dalum e.1 enim animae libeTNm arbilrium: quotl
qui nugatoriis ratioci"ationiblls labe/actaTe conantur. usquttJdeo caeci stint. ut . ..•
5th: contra Manicheos [vgl. E,67, 14-20).
[De ci.,;lale t1ei:] 5th [zum Argumenlum]: Pars po/emica, Libri X. I Pa ... JiJac-
lica, qua. proprie agil d e ci., i / ale Dei, Libri XII. An- und Unterstreidtun-
gen: Lih. II, 4. 20; III, 11. 31; V, 6, 7 [mit Randverweisung: Lib. 11, c. 20]. VI,
7,9, 10; VII, 3, 2S, 26; VIII, 2, 3; IX, 5, 6.
Lib. X, c. 16: .puer na/us tsI c"m capite e/ephanuno· 5th: Ganesa [die gleidte Ver-
weisung auf den elefantenköp6gen indismen Gott im Index, zu .Puor cum capite
eltphanris· .]
Lib. XI, c. 2: •... cunelam naIUr4m, qulte non OSI quoJ ipso: non I"il [deu,] nisi
ipse Sch: tantumne inire potuit reatum? -
ft
c. 6.: .Si enim recte discernuntuT aeter-
nilas el tempus: quotl lempus sine aliqua mobili mUlabililale non esl: in aeremilatt
autem nulla mltralio esl: quis non .,ideal quoJ lempora non luirsenl, nisi <realura
193

ptTet: quae aliquid aliqlla motione mutarel: cuiHJ motionis et mutationis, rllm aüud
atque aliud quae simul esse non possunt, cedit atque suceedit in brevioribus vel
productioribu, mor"rum inte1'Uallis tempus sequeret,.r~· Sm: Quodvis mend..,;um
novis semper eget mendadis, quibHs luldatur. - c. 17 [Ober5thrift]: • Vitium ",ali-
C;tU non n"tuTdm tue, Jed contra natlfram: c:ui ad peccandum non conditor causa
est "d voluntas:" sei" Originem mali ab origine mundi separandi vanissi",u, <onll-
tu. & """'~ov ",su6o~! - c. 22 [Obersthrift]: De bis quibu, in ..m'/Jersitate rtrl.m
a bono ere"tore bene conditarum quaedam displicent: et p.tant nonnullam esse
naturam ma/am." Sm: Tbeodicea! - c.23 [das die Lehre des Origenes, die Welt
sei durth den Abfall der Seelen von Gott entstanden, mit den Worten der Bibel
widerlegt: .Und Gott sah, daß es gut war"] ~m: Origenis doetrina, cui adveTSatur
optimismus Judaicu •. - c. 27 [Obersthrift]: .De essentia et sdentia, et utriusque
"more." Scb: D. voluntlHe vivend,; leetu digna - c. 27: .lta vero, vi
quadam nat"r"li, ipsum esse iocundum est: ut non ob ..liud et hi qui miseri sunt
nolint interire, Et rum se miserol esse sentiant: non seipsos Je rebus, sea miseriam
.uam potius auferri velint." Sm: F"I.issima! - 0 labula lndica de Amriti! - Sed
qusdamt.n .. vera! nempe e,t Te. in .e ips.. V 0 lu n t a, f) i v end i. Cf: w. a.
W. u. V. II [2. A. 1844], p. 359 &; 465. [= W 11, 409,5-410,9 und 530,31-531,31]
- c. 27: .[omni.. corpor"li.. j for""" ,uas varias, quibu, m ..ndi huius v,sibilis
strucUml formosa e't, semienda. ,ensibus praebent: ut pro eo quad nasse non pos-
Stent: qua,i innotescere velle videantur." Sm: Welt a. W. u. V. Bd. 1. [2. A. 1844],
p. 227. [= W 1,237,3-16]. - c. 28: .Si .nim p"oTa essemus, earnalem vitam et
qHcd secundum stnSMm liJßdem est lunarem,,! idque esstt sulfi.dens bonum nastrum
et seeundum hoc, e..m esset nohi. b.ne, nihil aliud q..aereremus. It.m ,i arbor.,
...emu" n,hil quidem sentient.. motu "mar. po..emu., ..,er.. m tamen id qU/JSi ad-
petere viderem ..r, quo leraciu, essem.., uberi .. sq ..e fTUCluo,ae. Si e...mu. lapide.
aut /lMClU' aut vent.. aut flamma vel quid eius modi, sine ullo quidem sensu atque
'/Jita, non tamen nobis d.e..et qU/JSi quidam nostrorum locorum atque ordin;' appe-
titu•. Nam velKt amor., corporum momenta sunt ponderum, si'/Je deorsum gravitata,
si.ve surs,,", levitate nitant"r: iea enim corpus pondere, si.eut animus amOTI! fe,t"r
f{uoc ..nq ..e fertur." Sm: De voluntate "b'que cognitione.
Lib. XII, c. 1: .Angelorum bonorum .t malorllm inter ,e contrario, adpe,itus non
nat"ris principi,sq"e dive"is; alii ..... potestate potius del.ctati, '/Jelut bonu", s"um
sibi ,psi ...ent, a superio,. communi omnium beati/ico bono ad propri" de/luxerunt
er habentes eldtionis filseum p'o f%cellentissima altem;tate, vanitat;! astutiam pro
certissima '/Jeri!ate, studia partium pro individua caritate superbi fallaces invidi
efleeti sunt." Sm: Lap.us angelorum - c. 13 [Obersthrift]: De revolutione ,aeeu-
lor..m: quibus certo /in. conel...i... UniV"TSa ,emper in .und.m ordinem eandemque
,pe,i.", reditura quidam philosophi cr.diderunt:" Sm: Parerg" [1851] II, 199 [=
PlI, 250,28-251,6]- c. 27 [Obersthrift]: In prima homine exortam luisse omnem
plenit"dinem generis hum"ni: in qua praevidit deus qua. pa" honoranda e...t pr"e-
rnio: q..ae damnanda supplicio: [Text]: .in hoc prima homine qHi primitII' factus
est: nonaum quitlem sec"ndum eviJentiam iam tarnen secunJ"m dei praescientiam
J

exortas fItisse ezistimemus in gentre humano societales tanquam ciflitates duas. Ex.
illo enim futuri erant homines: .Iii mali. /JRgeli, in supplkio, alij bonis in pra.mio
rociandi: q..am'/Jis oeculto dei iudi<io, ,ed tamen iusto." Sm: Cardo totius oper",
cf: L. XV, c. 1. - c. 28: .Cum enim scriptum sil: Uni",.rsae vi"e domini mis.ricor-
194

dia et ver;t"s: ntc iniurta eiUi gratia, nec cruaeliJ potest esse iusticia,· Sch: Quanta
impudentia!
Lib. XIII, c. 2: nln damnatione n01lissima, qHamvis homo sentire non desmal,
tamen, quia sensus ipse nec voluptate s"avis nec quiete sa/ubris sed dolore poenalis
est: non immerito mors est potius appeUata quam ",;ta." Sch: Sen [ilial 76. [d. i.
1856; vgl. PlI, 389,14-390,1J - c. 14: •... iam natura erat seminalis, er qua
propagaremur." Sch: ],GyoS anePJLU·nxo. - c. 15: .Nam in eo, quod inoboediens
motu. in earne er motu animae inoboedientis exortus est, propter quem pudenda
textTunt, sensa est mors una. in qua deseruit animam deus; ut ex his duabus mors
illa prima, quae totius hominis est, campieretur, quam secunaa in ultimo sequ;tuT,
nisi homo per gratiam dei libetetur. Sch: De laps .. pTimoTum paTentum - e.24:
"Homo non est corpus solum vel anima sola, sed qui el anima constat et carport.·
Sch: Psychologia Talionalis, si",e Dualismus Cartes;i. [vgl. PlI, 389,28.]
Lib. XIV, c. 1: •... factum est ut cum tot tantaeque gentes per terrarum oTbem
diver.is ritibus moribusque viventes, multiplici linguarum armorum vestium sint
vtZrietate distinclae J non t4men amplius quam duo qU4f!aam genera humanae sode-
tatis existerent: quas ,i'Vitate1 Quas secundum scripturas nostras merito appeUare
possemus. Una qu'ppe est homin"m secundHm carnem, altera seellndum spiritum
vivere in sui cuiu5qHe generis pace volenti..m: et curn id quod erpetunt adsequun-
tur in sui cuiusque gene,i. pace ",iventium.« Sch: Affirmatio & negatio voluntatis
vi",endi. - c. 3: .Non enim habendo carnem, quam non habet diabolus, sed vivendo
Steundum se ipsum, hoc est seeundum hominem, factus est homo ,imilis diabolo."
Sch: Cardo totius operis. - c. 4: •... mendacium est quod cum pat ut bene sit
nobis, hinc poti"s male ese" nobis: "ei c"m /iat ut melius sit nobis, hinc potiu, pei",
est nobis. Unde hoc, nisi quia de deo potest bene esse homini, quem delinquendo
deseTit: non de seipso, steundum quem vivendo delinquit?" Sch: Hoc autem, mi
bone pater, So phi s m a est, & sophisma mendacium est. - e. 4: .Quod itaque
dizimus ~inc extitisse ci'Uitates aU4s diversas inter se atque contra rias: quo4 tdij
secundum camem••Uj secunJum spirilum fli'Uerent: potest etiam isto modo dici,
quod a/ii ste ..ndum hominem, alij seeundum deum vivant.· Sch: Sensus totius operis.
Cf: cap. 28, & c. 1. - e. 5: .Non igitur opus est in peccatis vitijsque nostTis, ad
creatoris iniuriam. camis accusare naturam: quae in genere alque orJine suo bontJ
est. setl aeseTto creatort bonD, 'Uivere secHnaum creatum bonum non est honum-.
Sch: Scilieet ut salva sit mythologia ludaiea, Noster mise.. torquetur. - c. 11:
.. Sed quia deus cuncta praesci'lJit et ideo hominem quoque peccaturum ignorare non
potuit ... Non enim homo peccato SUD divinum pot"it perturbarf! consilium quasi J

deum quod statuerat mutare eonpulerit; rum deus praesciendo utrumque praf'lJe-
nerit~ id est) et homo. quem bonum ipse creavi.t quam malus esset f"tu,u$~ et quid
J

boni etiam sic de iilo esset ipse jaeturus ... Feeit itaque deus, sicut scriptum est,
hominem rtctum fZC per hoc 'Uoluntatis banae. Non enim reetus esset bonam non hd-
bens voluntatern. Bona igitur '/Jol..ntas opus est dei; cum ea q"ippe ab Wo factus est
homo. Mala 'Utro 'tJo1untas prima) quoniam amnia opera mala praecessit in homine,
deftetus potius Juit quidam ab opere dei ad sua opera quam opus ullum." sch: De
or;gine pe«ati cum Theismo conc;lianda mlSera sophismata. - c. 11: .Usque adeo
autem maIa vincuntuT a bonis: "t qU4m'lJis sinant"T esst aJ demonstrandum quam
possit er ipsis bene Hti iusticia pro'tJldentissima creatoris: bona tarnen sine malis esse
pO$$unt: sieut deus ipse 'Verus et summus: sieut omrtis supeT isturn caliginosum
195

aeTem caelestis in1Jisibilis visihilisque creatura: mala vero sine bonu esse non pas-
sun!: quia naturae in quibus sunt in quantum naturae sunt, ut;que banae sunt,"
Sch: Vt insans sit iste deus, misere lahorat. - .[Liberum arbitrium 'Uoluntatis]
amissum proprio ",itio, nisi a qua dari potuit [sc. a deo], reddi non potest." Sch:
Sed qui ni h i I habet a.propria, quomoJo potest habere peccatum, aut vitium,
Je propria? - .creJendum e$/ illum [primumJ ",irum suae femina. uni unum,
hominem homini, coniugem coniugi, ad Jei legem transgreaiendam, non. tanquam
verum loquent; credidisse seductum, fea sociali necessitudine paruisse. Non mim
frustra di"it apostolus: Adam non est seductus: mulier autem seducta est: nisi qui"
illa quod ei serpens locutus est t"nqu"m 'Uerum esset aceepit: .Il. autem ab unico
naluit consoTtio dirimi .. nec in communione peccati. Sch~ quae quitlem omnia iste
fIl

fJester deus praescivil & in aeternam damnationem humanum genus' CTrauerat. -


.Etsi eredendo non sunt "mbo [Adam et E",a] decepti: peccando tarnen ambo capti
sunt et diaholi laqueis implicati." Sch: So! - c. 12: .Si quis hoc movetur, ul d.ri,
non ideo debet e"islimore leve ac parvum fuisse illud commissum, quia in esca Jac-
tu.m eSl, non quidem mala nec noxia, nisi quia prohibita. Sch: Omni4 pTaesciens
fI

iste deus rete tenderat, insiJias struxeral - SUlS creaturis e nihilo factis! scilicet ut
postea aetemis eorum CTuciatibus animus ejus pasceretur. - c. 13 [überschrift]:
.Quod in praevaricatione Adae ad opus malum mala pTaeeess't volunta$. Non mim
ad malum opus perveniretur, nisi praecessissel mala volunla,." Sch: quam unde
habebat? - .Neque enim fieret ilt. Iructus malus nisi ab arbore mala" Sch [für
.ille"]: ultus - .vilio depravari nisi e" nihilo Jacla natura non possei. Ac per hoc
ut nalura Sil, e" eo habei, quoJ a deo facta est: ut a:.tem ab eo quor! facta est
de/i.ciut, ex hoc quod J. nihila 'acta eSI." Sch: Nul/i, sophismatibus pareis, ,.s
insons evadat iste deus. - c. 16: » ... <um Iota [libido] plerumque menli cohihenti
aJveTseluT. nonnunquam et adversus seipsam di'lJiJiluT: commotoque animo in
commovendo corpore se'psa non sequitur." Sch: Experto erede Roberto. - c. 17
[das vom Erwachen des Schamgefühls bei Adam und Eva handelt], Sch: Quam
maligna & sacerJolati pertinacia Noster simulal se ignorare, per peceatum primo-
rum parentum nihil aUud intelleg., quam ipsum coitum; quoJ cuique manifestum
est. Sed .,erebatur, all ego r i a e januam aperire, ne posle" omnia invaderet. -
.Per opacas quoque indiae solitudines, cum q,.idam nudi philosophentur: unde
gymnosophislae nominantur: adhibent tamen genitalibus legumenta, quibus per
cetera membroTum carent." Sch: QuoJ 'Uerum non esl: nudus utique Saniassi. -
c. 19: .Genitales carports partes ita libido suo iuri quodam moJo mancipavit, ul
moveri non va/eant, si ipsa de/uerit et nisi ipsa vel ultra 'Vel excitara sUTrexerit. Hoc
est quod puJet." Sch: !!! - c. 20: .Pudet igitur hui"s libidinis humanam sine ulla
dubitatione naturam, el merito pudet. In eius quippe inoboedientia quae genitalia
corporis membra soli. suu mOlibus s"bdid't et pOlestate voluntalis eripuit: satis
ostenditur quid sit hominis i/lius primae inoboedienliae retTlbUlum." Sch: Sed quam
futilem rationem hujus Teddit pudoris! - c. 21: .Post pe"atum quippe oTta est
hate libido. , . lila vero henedicilia nupliarum, u/ coniu/lali erescerent et multiplicIS-
rent"" et implerent terram, qllamfJis et in delinquentibu5 manserü, tarnen antequam
delinquerent dala eSI, UI cognoseerelur proereationem filiorum ad gloriam conubii,
non ad poenam pertinere pecea/i." Sch: !! - .Vt id, quod in /lenesi sequitur: Et
implete teTram et dominamini eius, terram intel/egant carnem, quam praesentia SUII
implet anima eiusque maxime dominat"T, rum in vi,tute multip!i.calur; carnales
196

",.t.m /.t,.s sin. libidin., qllae post peccat,.m .xorta Inspecta, con/llsa ",elata est,
ne, tune nase; potuisse, sieut neque nMne poss"nt, nec in paradiso /"t"TOS /uisse,
sed loris, sie .. t ot /act ..m .st. N am post." quam ind. dimissi s..nt, ad gignendos
filios coie,unt .osquo genllerunt." Sth: Aug..uinus in "ngllstiis, quid dUego,icu".
s.nsu". lapsus adami pertinacittr ignora",it. - c. 22: .Nos aute". n,,!lo ".odo dubi-
lamMS secundum benedlctionem dei CTestere er multiplicari er implere teTTam,
donum esse nuptiaru". quas d.us ante p.ceatu". ho".inis ab initio constit,.it:" Sth:
Ecce! - c. 23: .Et ideo ill... nuptiae digna. f.licit ..te paradisi, si pecc..t ..m non
fuiss.t, .t dilig.nd"", p,ol.", gign.r.nt .t p"denda". libidi".m non h"ber.nt. Sed
qua modo id fieri poss.t, nunc non oU qllo demonstretur exemplo." Sth: !11 - .Et
non credimu. ad opus generationis {ilioru"., si libido non / ..isset, quae p.ccalo
inoboedientiae retTibut.. est, oboedienur hominibus ad ",ol..ntatis nutum similiter
ut c.l.r.. pot..isse illa m.mb,.. s.,.,ir.?" 5th: I!!! - .Nunc ",ero pudet ani",IIm
Tesi.ti sibi a corpoTe, quod ei natu,a inferiore subiectum .st.« Sth: !! - .Hunc
...us"m: hane ,epllgnanti"".; hanc ",ol"ntatis et libidini. rixam, ",ei certe ad volun-
tati. s.. fficientiam, libidinis indig.ntiam: proe..1 dubio nisi culpabilis inoboedienti"
poen..li inobOfdienti" pl.cle,.tu,: in p"r"diso nuptiae non haber.nt, s.d ",oluntati
membra illa ut cetera 'unCfa s.,.,irent. Tta genitale .. ,.,um ",as in hoe op,.. er.at"m
seminaretJ ut nun, teTTam manu! . .. In omnia, quae Je huius modi membris sens"m
cogit....ai. adtinger.nt, sin. ,.110 timo .. obsetnitati. libe. SeTmO ferret ..r, ner ipsa
'II.,ba essent, q"ae 'IIo,,,rentur obsetna, sed quidquid ind. diceretllr, ta". honest ..".
e..et, qUdm de aliis cu", loquimur ,orparis partib ....• 5th: Figmenta abs ..rdd, ad
fu/eiendam doetrinam lals~m. - c. 24: .SemintJTet igit..r prolern ",i" suscipe,.t
/emina g~1Iitaliblfs membris quanJo iJ Opll5 euet et quantum opus esset. lIoz"ntGte
motis. nOn libidine concitatis.· Sth: !! - .Sie..t falles fahror"m ",ei orgdnorum."
Sth: 0 r ga n .. m m.. s: instr; n"",e,at. A O 409! - .Presbyter luit q..idam Resti-
!..t ..s nomine in paroeria Calamensis eccl.siae. Q..ando ei pla«bat ad imirandas
q..asi lamentantis ,uiuslib.t hominis ",aces ita se aul.rebat a sensibus er iacebat
simillimus mortuo, ..t ",eWcantes atq... pungenles minime s.ntir.t." 5th: Histaria
d. Cataleptieo. - c. 26: .Q..od I.lieitas in paradiso fliflenti"". sin. erubestendo
appetitu generandi offi,iu", eredenda sit impler. potuisse." 5th: ! - • Vi",ebat ita-
q..e homo in paraduo sie.. t ",olebat, q"a",dill hoc ",olebat q..od deus iusserat; ",i",e-
ba! I,..ens deo, ex q,.o bono erat bonus; 'IIi",ebat sine ..Ila egestate, ila semper ",i",ere
habens in pottslale. Cibus aderat ne esuriret, potus ne sitir.t, Lign"". ",itae ne illum
senecta dissolv.r.t." 5th: Sed taedi ..", intolerabile. - .1n tanta laeilitate rerllm et
lelieitat. ho",inum, absir ..t inspicem..r non potuisse prolem se,i sine libidinis
morba: sod eo ",oluntatis n ..t .. mo",.,entllr ill" membra qua cetera: et sine a,doris
inieeebroso sti"",lo, CI.m t.anquillitate animi et corpor;s, nll/la co".. ptione inlegri-
tatis, inlunderet..r grernio marit..s uxoris.· 5th (zu .cum tr..nq ..illitat. animi"): !!
d..m pipa". fumabat. - .1ta tunc pot..isse ..tero coni..gis salva integritate /emin.i
genitalisJ 'Virile semen immitti: Jicut nunc potest eadem integritate sal'Ua. e" uteTD
'IIirginis p..",us m.mtrui cruoris emitti. Eadem quippe via passet ill..d injici: qua
hoc potest ejici." 5th: bel/e' - .Non enim debita ,ed grat..it" bonitate tunc se
q..isq ..e agnoscit er..tu". maUs; cllm ab .oru", homin..". consortio fit inmunis: c"m
quib.. s il/i i..sta esset poena communis. Cur ergo non crearet deus q.. os peccat ..ros
.sse praesci",it?· 5th: p.r capriccio. - c. 27: .C..". igitu, h..ius I ..,u,i cas ..s hu",ani
deus non esset igntJ'"'' cur eu". non sinerer in",idi angeli malignitate temptari?
197

","10 modo quidem quod .,i",.retur i",erlus, sed "i.hilominus tm.es,ius quod ..b
eius s.mine, adiuto sua grati.., id.m ips. diabolus fuerat s..netoru", gloria major•
.,in,."du•. " Sch: ..d quos iam abstulit Diabolus s.,..,at. - c. 28: .Fee.ru"t itaqu.
ci.,;t"tes d .... s ..mor.s duo, terre ....m seilicet amor sNi usqu...d co"ternptum dei,
ca.lest.m .,ero ..mor d.i usqu. ad cont.",ptum sm." Sch: Cardo totius op.ris; c/:
cap.4 & Lib. XV, c. 1.
Lib. XV. c. 1 [Obersdtrift]: D. duobus ordi"ibus g.nerationis h ..", ....... i" di.,trsos
fi".s ..b i"itio procur,.nti..." Sch: Cardo totius op.ri.; cf. L. XIV. e. ult: 4 & 1.
Lib: Xli. c. 27. & L. XV. c. 21. & L. XXI. c. 1. - •... ,.d t ..mquam figulus d.us
e,. e..d.m "",,,a f.cit aliud .,as in honorem, ali.d i" ,ontumeliam." Sch: Se.....
i"timus dogmatis Chriuiani. quod qNid.m e".t ips.. .,.rit..., nisi corrump.ret.r
..dmi"tio"e istiu. Juda.orum dei. - c. 4: .".que .nim ,um [civitas t.TTe"a] i"
e"tremo supplieio damnat .. f"erit, iam ,i.,ita. erit.· Sch [für .supplicio"]: j.dicio
- c. 22.: .De I.. psu foliorum dei alie"ige"a,u". mulierum amo,.e captorum. u"de et
om"" e"cepti. oeto hominibu. dil,..,io perire meruerunt." Sch: Con/er Byroni
Hea.,en & earth.
Lib. XVI. c. 4: Si .rgo i"t.llige"du> est gigas ille .,enator contra Dom;"..m" Sch:
Nemroth. - c. 17: .In ...sy,ia igitHr praroaluerat dominatus impi... civitatis; hui..s
cap..t 'TI&! illa Babylo", cu;"s teTTigenae civitatis nomen .. pti"imum est, id est co,,-
/",io." sch: seim..s quam ob rem. - e. 18: .appa,uit dominus abrae: et di"it ilü:
Semi"i tuo dabo teTTam ha"c." Sch: Domi"us i,te sdliett .st /autor /u",m &
latronum. - c. 19: .Abraam pro/tctus est i"de .t habitavit i" er.mo atque ind. iTe
i" Aegyptum famis neeessitate co"pulsus est. Ubi I,,:or.m suam dint sororem ...
IIaqtle uxorem tacuit, non negavit: coniHgis tllendam putlicitiam comm;ttens rl~o."
Sch: Istel.no propria...xoris. cf: c. 30.- .Pharao rex aegypti, q..i eam sibi ..xorem
",c.perat, graviter adf/ictus "...rito redtlidit. Vbi absit ut [Zusatz Sch'" "on] cre-
damus. alieno co",""it" /"isse poll"tam:· Sch: irta .,.tus meretri". - c. 21 [Ober-
sdtrift]: De tertia promission. tlei. q .... terr..m ch ......an ..bra. et •• mini .ills in per-
petuum pollicetur:" Seh (zu .eh........n·): /uribus sui•• Ieeti. - c. 30: .Ind. runus
abra..", /eeit in Ger..ris apud regtm ci.,it..tis illi"s abimelech quod in aegypto de
cornug. ftcerat.· Sch: Abra..m leno propriae "xoris, "biqu. terrarum. cf. c. 19.
Lib. XVIII . • Annotatio capitulorum ti.cimi oeta.,i libri ei"sd.m." sch: mythologico-
historici. - c. 3: .Tunc et ...syriis quint"s er..t TeX .. rali,.s.[Expos;tio:] P"to vitio
scrjptoTum si, scriptum: non enim aralius qu;ntus rex erat, sed ar;us s • Sch: A ri" s
rex Assyrior,.m - c.18: .Indica.,it et ..Ii"s se do",i s..ae per noctem. antequ..",
requiesceret, vidiss. v.nienlem ad se quend..m philosoph"m .ibi "otissimum sibiq"e
."pos"isse non,,"II.. PI..tonic.., quae ..ntea rogatus exponere noluisset. Et cum ab
.odem philosopho qu..esitum 'ui"et. cur in domo eius fee.rit. q"od in tiomo sua
petenti n.gav.rat: Non /eci, inquit, sed me /uir.. somnia.,i. Ac per hoc .. Iteri per
imaginem phantasticam e"hibitum "t vigilanti, quod ..lter .,idit in somni,." Sch:
App..ritio somni..ntis. [Vgl. PI. 309.] - c. 23: .Eode". tempore nonnr.lli Sibyll..m
Erythraeam .,..tici....t ..m ferunt. Sibyllas aute". Varro prodit pl"res /"isse, non
un..m. Haee s..ne Erythr..ea SibyU.. q" ..etlam d. Chri,to manifest.. conscripsit."
Sch:
Dies i,.... dies illa
Solvet saoelum in / ...,illa
Tmir David & Si b y lla.-
198

c. 28: .Nihil eH ista prophetia manifestius, eum David Tegis nomine significatis
inteUigitur Christus. Sch: !! - c. 40: ~lpsa historicOTum inter se di.ssonantia copiam
Ir

nobis ptaebet, ut ei potius credere debeamus, qui divinae) quam tenemus, non repu-
gnat historiae." 5ch: !! - c. 42: Hu;, autem succedens alius Ptolomaeus, qui est
appellatus Phi/adelphus, petivit ab EleazaTo tune pontifiee dari sibi seriptuTaS, qua.
profeeto audierat fama praedicante divinas. Has ei cum idem pontiJex müisset
Hebraeas1 post etiam ille interpretes postulavit; el dati sunt ci septuaginta duo,
quorum interpretatio ut Septuaginta voeelur, iarn obtinuit consuetudo. Traditus
sane tam mir4bilem ac stupendum' planeque di'l);num in eorum verbis iuisse con-
sensum, ut, cum ad hoc opus separatim singuli sederin!) in nullo verbo, quod idem
signifiearet et tantundem valeTe', ve/ in verborum ordine alter ab altera discrepa-
ret.· Sch: Fabula de LXX interpretibus Ptolemaei. - c. 43: .Ex hac Septuaginta
interpretatione etiam in Latinam linguam interpretatum est, quod ecclesiae Latinae
tenent; quamvis non de/uerit temporibus nostris presbyter Hieronymus homo aoc-
tissirnus ct omnium trium linguaru,m ptritur, qui non ex Graeco, sed ex Hebraeo
in Latinum eloquium easdem scripturas eonverteril," Sch: De Vulgata. - ~SpiTitUS
enim, qui in prophttir eTat, quando illa dixerunt, idem ipse erat etiam in septuaginta
viris, quando illa inteTpTetati sunt." 5ch: De Septuaginta.
Lib. XIX, e. 6: .Quando quidem hi iudieant, qui conscientias eorum, de quibus
iudicant, cernere nequeunt. Unde S4epe coguntur lormentis innocentium testium ad
alienam causam pertinentem quaerere veritatem." Sch: Administratio justitiae, tem~
pore Augustini. - e. 22: .Sed responderi po test: Quis iste deus est aut unde dignus
probatur, CHi deberent obtemperare Romani, ut nullt4m deorum praeter ipsum eole-
rent sacrificiis? Ipse est deus, cuius prophetae praedixerunt ista quae cernimus. [pu
est deus, a quo responsum accepit abraam: In semine tuo benedicentur omnes gentes.
Ipse est deus. quem Varro doctissimus Romanorum lovern putat. Postremo ipse est
deus, quem doetissimus philosophorum, quamvis ChristianOTum acerrirnus inimicus,
etiam peT eorum oracula~ quos deos putat, deum magnum Porphyrius con/itetur. l1t
Sch: Argumenta pro existentia dei] udaeorum, - c, 22,
Lib. XX, c. 7.: .De duabus r<surrectionibus et de mille annis quid in apoealypsi
Johannis scriptum sit et quid de eis rationabiliter sentiatuT." Sch: De Millennio. -
Lib. XXI, e. 12 [übersduift:] "De magnitudine praevaricalionis primae, ob quam
aelerna poena omnibus debeatur, qui extra gratiam fueTint salvatoris. [Text:] .,.
eH universa generis human; massa damnata, .. dispertiatur genus humanum, ut in
quibusdam demonstretur quid valeat misericors Kratia: in ceteris quid iusta vin-
dicta . .. si omne5 a tenebris transjerrentur in lucem, in nullo appareret saeveritas
ultionis. In qua pTopterea multo plures quam in illa [gratial sunt, ut sie ostendatur
quid omnibus deberetur." Sch: Ecce! Monstrositates doetrinae Augustini.-e.14, 15:
.. Vita ip5Q mortalium tota poena, Quis autem non exhorreal el mari eligat, si ei
proponatur aut mors perpetienda aut runus infantia? Quae quidem non a risu, sed
a fietu orditur hane lucem, quod quid malorum ingressa sit nesciens prophetat quo-
dam modo. V trum tamen in gravi i1<go, quod poS/tum est super filios adam a die
exitus de ventre matris eorum usque in diem sepulturae in matrem omnium, etiam
hoc malum mirabile reperitur, Ht sobrii simus atque intellegamus hane vitam de
peccato illo nimis ne/ario, quod in paradiso perpetratum est, lactam nobis esse
poenalem totumque, quod nobiscum agitHr per testamentum novum, non pertinere
nisi ad nov; saeculi hereditatem novam, ut hic pignore aecepto illud cuius hoc est
199

pignus suo tempore eonsequamur, nune autem ambulemus in spe et proficiente, de


die in diem spiritu lacta eamis mortifieemu,." sch: Vitam esre poenalem; earnem
mortificandam. - c. 24: "Ceterum eos. qui p"tant minaciter potius qUtJm veTadter
dictum: Diseedit. a me maledi"i in ign.m aeternum: et ibunt isti in supplicium
aeternum: et cruciabuntuT in saecula saeculoTum: et vermis fOTum non marierur,
et ignis non extinguelur: et cetera huiusmodi: non tam ego quam ipsa script ..ra
divina planissime atque plenisrime redargu't ac refellit." Sch: parce q..'ils ont eu
une Irop bonne opinion de ce dieu juif.
Lib. XXII, c. 8: .V'r tribun'''''s Herperius "pud nos est; habet in territorio Fussa-
lensi lundum, Z ..bed' appellal ..r; ubi eum "d{lictione animalium el seworum suorum
aomum suam spirituum malignoTNm vim noxiam perpetl comperisset Togavit J

nostros m. absent. presbyteros, ut aliquot eorum illo pergerei, euius orationib",


cederent. Perrexit unus, obtuUt ibi sacrificium eorpori, Christi, orans qUfmtum
potuit, ut cessarel illa veXiltio: deoque protinus miserante cersa",it." SdJ: Miraeul"
anilia. - .Hipponiensem qUdndam virginem seia, cum se oleo perunxilSet, cu, pro
illa orans pre,byter ;nstill"",erat lacrima, ,ua" mox a daemonio lui"e s"natlJm.
Scio etilJm episcopum s.mel pro adulescente, quem IJ daemonio correptum ",idit,
ora"e illumque ilico daemone caruisst." Sch: Miracul" an'li". - .Unum est ap ..d
nos laetum, non mrUus quam ill" quae dixi, sed tam cl"rum atque inlu"re mira-
eulum, ut nullum "rbitrer esse Hipponiensium, q..i hoc ",ei non ",id"il ",.1 didicerit,
nHilum qui obUvisc' ulla ration. potueril" - SdJ: Propinat nobi, Noster ",;ra-
culum anile. - [über einen jungen Menschen, der am Grabmal des heiligen Stepha-
nus vom Zittern geheilt wird:] .cum iam frequens pop,.lu! praesens ,,,et: et loe'
sancti cancellos, .bi maTtyrum trat idem iuvenis orans teneret: repente prostratuJ
est •..• SdJ [hinter .martyr..m"]: sepulcrum? [Es ist .martyrium" :r.u lesen.]
A.V. 12 - A 29. (1. J. 1920 von Major Buhle an Carl Gebhardt für das Sch. A. ver-
kauft, nach dem Tode Gebhardts unter seinen Nachlaß gebracht und ins Ausland
verliehen, vom Sohne Gebhardt, Hans Bernd Gebhardt, neuerdings durm notarielle
Urkunde vom 14.8.1942 dem Archiv übereignet, gleichwohl nach dem Krieg nicht
übergeben, da der Entleiher in:.wischen verstorben sei.)
Sch hat Augustinus i. J. 1816 kennen gelernt. Er hat die operd T.6. 7. am 10.6.
1816 in der öffentlichen Bibliothek in Dresden entliehen, T. 1. 2. am 15.6. (Rück-
gabe 1. 7. 1816). Zunächst scheint er aber nUr die Schrift .De libero arb'trio"
genauer gelesen zu haben, die er in den Erstlingsmanuskripten mehrfach zitiert:
HN I, 228 (Zusatz, wohl von 1816) und Nr. 549 (1816}. Di. W I, 479 zitierte Stelle
aus dem LibeT quaestionum dürfte nicht aus Augustinus selbst entnOmmen sein, son-
dern aus der ehrestomathia Patri,tiea, 1756. Die Ausgabe von 1506 wird Scho-
penhauer in den dreißiger Jahren erworben haben - si. ist Anlaß zu einer erneuten
Beschäftigung mit Augustinus geworden: Mehrere der angestrichenen Stellen aus D.
animo quantitat. und De libero arbitrio sind in der Preisschrift • Ober die Freiheit
des Willens', 1841 (E, 66,67 f.) :r.itiert. De libero arbitrio ist weiter zu einer Ein-
fügung in W II, 694 (2. A. 1844), benutzt. Später setzen die Zitate aus De ci",itate
dei ein. Das in Lib. XVIII, 18, angestrichene und mit der Randbemerkung .App"-
ritiD somni"ntis" versehene Beispiel wird PI, 309 (1851), angeführt. Der in .Senilia·,
75176 (1856) niedergeschriebene, für die 2. A. der Parerga bestimmte Zusatz P H,
389 f., der die Summe von SdJ's Lektüre der Ci'/),tas dei zieht, enthält die von SdJ
angestridlenen Stellen XII, 21, und XIII, 2, 11, 24. Noch die 3. A. des Hauptwerks
200

weist die Spuren dieser späten Beschäftigung mit Augustinus auf: W 1,237: .Um so
mehr erfreut und überrascht mich jetzt, 40 Jahre, nachdem ich obigen Gedanken
so schüchtern und zaudernd hingeschrieben habe, die Entdeckung, daß schon der
heilige Augustinus ihn ausgesprochen hat ..• " [folgt das Zitat aus De civ. d.i XI,
27]. Auch in W 11, 229 f. (3. A. 1859) und nochmals in die 2. A. der Schrift über
die Freiheit des menschlichen Willens (E, 11) ist ein dick unterstrichenes Augustinus-
zitat (De ci'!). dei XIV, 6) eingegangen.
-, - : Libri XIII Confessionum. Opera et studio H.Sommalii. Colon.
Agripp. 1683. 12°. [618]
A.V. 94 - Verbleib?
Von Sch nirgends erwähnt oder zitiert.
-, - : Meditationes, Soliloquia et Manuale. Meditationes B. Anselmi cum
tractatu de humani generis redenptione, D. Bernardi Idiotae viri docti de
amore diuino. Omnia ad mss exemplaria emend. et meliorem ordin: distri-
bura: opera ac studio R. P. Henrici Sommalii Societatis Jesu Theolog. Vene-
tiis: apud Nicolaum Pezzana 1718. 367 S., Index. 12°. Ppbd. [619]
Exlibris. Striche (BI.) nur an wenigen Stellen; unterstrichen in den Soliloquia, c. 31:
IJQuoa neque per .sensus exteriores. neque interiores inveniri pa test Deus"; im
Manuale, c. 25: .Nihil potest animae suffic". praeter summum bonum."
A.V. 96? (Zehn diverse Bändchen Schriften ... "?) - B 71 - A 29.
Sdt. A. 505.

BAHRDT, CARL FRIEDRICH

System der moralisdten Religion zur endlichen Beruhigung für Zweifler und
Denker. Allen Christen und Nidttchristen lesbar. 'Thei! 1. 2. 3. verb. und
gänzlidt umgearb. A. BIn: Friedridt Vieweg d. ält. 1791. VIII S. (Vorrede,
Plan von Bd. 1 und 2), 288 5.; 370 S. - Theil 3. [Stücktitel, versehentlich
vor Theil 1. gebunden:] Redtte und Obliegenheiten der Regenten und Unter-
thanen in Beziehung auf Staat und Religion. Eine Folge des Systems der
moralisdten Religion. Riga: Johann Friedrich Hartknoch 1792. 2 S. (Vor-
rede), 304 S. 8°. 'Th. 1-3 in 1 Ldbd. [620]
Exlibris. Keine Stridte und Randglossen.
A.V. 428 (unter dem Titel: .Remte und Obliegenheiten ... ") - B 71 (unter dem
Titel: .Rechte und Obliegenheiten ... ") - A 59.
Scb. A. 603/8.

[BALTZER, EDUARD]

Ist Gewissensfreiheit ohne Lehrfreiheit möglich? Sonderdruck, s. 1. e. a. 32 S.


8°. [621]
Einzelne Strime.
Angebunden an Li n d n er: Die erste stehende deutsche Oper, 1855 [1234].
201

BAIlTH, CHRISTlAN KARL


Ueber die Druiden der Kelten und die Priester der alten Teutschen, als Ein-
leitung in die altteutsche Religionslehre. Erlangen: Palm und Encke 1826.
IV, 232 S. 8°. Ppbd. [622]
A.V. 114 - Verbleib?

BAXTER, RICHAIlD
The Saints Everlasting: or, a Treatise on me blessed state of the Samts in
their enjoyment of God in Glocy. 10. ed., revised by the author. London:
R. W[hite] for F. Tyton 1669. 836 S. 4°. [623]
A.V. 27 - Verbleib?
-, - : Die nothwendige Lehre von der Verläugnung unserer selbst. Ins
Teutsche übersetzt. Frankf. a. M.: Form. Elzev. 1682. 12°. Pgmbd. [624]
A.V. 83 - Gw 58. Verloren.

BAYRHOFFEIl[, KAIlL THEODOR]


Das wahre Wesen der gegenwärtigen religiösen Reformation in Deutschland.
Mannheim: Heinrich Holf 1846. 15 S. 8°. [625]
Striche, Fragezeichen, ein paar kritische Bemerkungen.
Angebunden an Li n d ne r: Die eme stehende deutsche Oper, 1855 [1234J.

BELLERNANN, JOH[ANN] JOACH[IM]


Geschichtliche Nachrichten aus dem Alterthume über Essäer und Therapeu-
ten. Bin: Friedrich Maurer 1821. VIII, 197 S. 8°. Hfrzbd. [626]
Exlibris. Striche. Auf der Innenseite des Rückdeckels Zeichnung (Kopf in Profil).
A.V. 99 - G... 189.
Sch notiert den Titel des Buches bereits auf einer der letzten Seiten des Cholera-
buchs, scheint es aber erst viel später erworben und gelesen 2:U haben. Er zitiert es
W II. 721 (erst 3. A. 1859).

BIBLlA SACRA VULGATAE EDITIONIS .•. Antuerpae: Plantin 1645. 1079,26 S.


8°. Pgmbd. [627]
A.V.73 - Verbleib?

DIE BIBEL ODEIl DIE GANZE HEILIGE SCHiliFT DES ALTEN UND NEUEN TESTA-
MENTS, nach der deutschen Uebersetzung D. Martin Luthers. Halle: Canstei-
nische Bibel-Anstalt 1811. Ldbd. [628]
A.V.71 - B 71 - Verbleib?
202

DIE HEILIGEN SCHIUFTEN DES ALTEN UND NEUEN TESTAMENTS. in D. Luthers


Obersetzung. nach dem GrundteXte durdJgesehen von Ernst Christian Fried-
rich Kraus. Tüb: Johann Jakob Schönhardt. 1830. IV. 1087. 176.374 S. 8°.
Ppbd. [629]
Auf dem Vorsattblatrc die handsmriftlime Eintragung: A. Schopenhauer. Titel auf
dem Rüdtensmilde von Sch's Hand. Zahlreiche Striche und Randbemerkungen; nach
der Erstveröffentlichung von Arthur Hiibscher. XXV. J ahrb. 1938. S. 296 - 298:
1. Mose. 4. Cap .• 7. Sch: verfälscht! - 1. Mose. 34. Cap .• I. Sch [unter das Wort
,Töchter" geschrieben1: Söhne - l. Mose. 34. Cap_. 4-34. Sth [über der gan%en
Seite 45J: SdlUrkerei der Patriarchen - I. Mose. 34. Cap.• 25. Sch: Die Schurken-
2. Mose. 2. Cap .• 12. Sch [am oberen Seitenrande] : Mo... ein Mörder - 2. Mose.
11. Cap_. 2. Sch [am oberen Seitenrande] : Jehova befiehlt Diebstahl - 2. Mos ••
11. Cap_. 2. Sch: 12.35 - 2. Mose. 12. Cap .• 35. 36. Sch [am oberen Seitenrande] :
Jehova's befohlener Diebstahl - 3. Mose. 12. Cap_. 5. Sch [die Zahl der Tage. wo
ein Weib daheim zu bleiben hat, von Sch in 66 geändert] - 4. Mose. 21. Cap •• 32.
Sch [.Töchter" unterstrichen. am Rande]: Dörfer 'UIlf!II' - 4. Mose. 31. Cap.• 50.
Sch [bei dem Worte gefunden .funden" durchgestrichen und dariiber geschrieben
.stohlen'] -Josua. 10. Cap .• 11, Sch [das Wort .Hagel" %um ersten Male gestrichen.
dazu]: Siehe Blumenbach. Hefte 3. Mineralogie S t ein e. - [das WOrt .Hagel"
zum zweiten Mue gestrichen. dazu]: S t ein e; vulgatll hat l"piJer richtig. -
I. Buch Samuel. 4. Cap .• 4. Sch [das Wort .über" gestrichen. am RandeJ: auf. Psalm
99.1 - 2. Buch Samuel. 4. Cap. 5. Sch [zu dem Worte Isboseths]: Unterschleif!
Me phi B 0 set h heißt er: siehe die LXX: - aber c. 9 ist er wieder am Leben!
- I. Buch Könige. 5. Cap. I. Sch [zu. Tyrus" beigeschrieben]: 1,13 - Esra. Sch
[unter dem Titel]: das 2te in der LXX - Esther. Sch [unter dem Titel zu dem
Worte .Aha.verus"]: Artaxerxes in LXX - Siehe Apokrypha, p. 163 - Hiob.
40. Cap.• Titel. Sch [zu dem Worte .Behomoth"]: Elephant? [oben auf dem Seiten-
rande]: Elephant - Hiob. 41. Cap .• 6, Sch [oben auf dem Seitenrande] : Krokodil
- Psum 99.1. Sch: 2. Könige 19.IS. 2. Samuel 6,2 und LXX 22. 11. Hesekiel 1.10
- Die Sprüche Salomos. Sch [über dem Titel auf dem oberen Seitenrande] : 13.20.
14.7. 18.2.23.9.29.9. - Spriiche 25. Cap .• 11 und 12. Sch: am Rande die Zeichnung
eines jüdischen Kopfes - Prediger, 12. Cap.• 3. Sch: Muskeln. Zähne. Augen - Pre-
diger. 12. Cap •• 4, Sch: Ohren. Stimme - Prediger, 12. Cap.• 5. Sch: Siehe Voltair.
Di<tion. voce embleme - Jes .• 63. Cap.• 1. Sch [zu Beginn eingefügt:] Volk: [vor
.Ich bin es" eingefügt:] Jehova -Jes. 63. Cap., 3. Sch [zu Beginn darüber geschrie-
ben]: Jehova - Hes., I. Cap .• 8. Sch [zu .Gleich einem Ochsen"]: 10.14 - Hes.,
4. Cap .• 1.2. Sch [sowohl am unteren als oberen Seitenrande] : Magia - H ....
5. Cap .• 1-4. Sch [sowohl an> unteren als oberen Seitenrande] : Magia - Hes.•
10. Cap•• 19. Sch: Psum 99,1 - Daniel, 12. Cap_. 2. Sch: c. 1.4 - Weisheit, 17.
e"p•• 12. Sch [am unteren Seitenrande] : 12. Fear is a betraying of the SI4CCOUT
thaI ,.ason offereth - Tobia •• Sch [unter dem TitelJ: weicht sehr ab - Jes. Sirach.
Vorwort, Sch [am unteren Rande]: Auch diese übersetzung d.. Sirach ist frei u.
sehr ungenau. - Sirach, 3. Cap .• 24. 25. 26. Sch: schlemte Paraphrase - Sinch.
22. Cap.• zu 21 u. 27, Sch: LXX? - Siro.ch. 25. Cap .• 12. Sch [zu .einen treuen
Freund"]: XQ0"'lIJ,., - Sinch. 2S. Cap., 20-30, Sch: LXX? - [auf dem hinteren
Deckel] Sch: Prophezeiungen des Meßias: Jesaia., c. 53.
A.V. 70 - Von Robert Gruber erworben 20. 11. 1928 - Gru 40. Verbrannt.
203

EPITOMJ! HISTOlllAB SACllAE. Parisiis 1787. 16°. Sldbd. [630]


A.V. ) - Gw 372. Verloren.
Nach Gwinners Katalo~ Schulbuch Sm's.

BOHLEN, P[ETEllJ VON


Die Genesis historisch-kritisch erläutert. Königsb: Bornträger 1835. CXCIX,
506, II S. Ppbd. [631]
Auf dem Vorsatzblatt: A. Smopenhauer. tSSt. Auf dem hinteren Einbandded.el
Zeichnung (Kopf im Profil). Striche und Randglossen (T. und BI.): S. XXXIII:
.Beyalledem wurde die mosaische Authentieität [des Pentateums] von den Rabbinen
und älteren christlichen Dogmatikern festgehalten, bis endlich Spinoza •.. die Bahn
brach und dem Esra, wo nicht die Abfassung, wenigstens doch die letzte Redaction
zuschrieb (t'rletatus thool. poli/ieus 1670, cap.8 übers. von Conz, Tübing. 1806)."
Sch korrigiert: bis S p i n 0 z a dem Esra die Abfassung zuschrieb 1670 Spin: p.
287 eap. 8. [Die Stellen CXIV, CLXV, CLXIX, CLXXI, in denen von der Ab-
fassung des Pentateuchs zur Zeit des Exils die Rede ist, hat Sm mit starken Blei-
stifmridlen versehen.] - S. CVII f.: .wie tief die Verehrung der Astarte [bei den
Juden im Exil] Wurzel geschlagen hatte, erhellt daraus, daß selbst die Sprache eine
Buhlerin als Heilige . .. gestempelt hat." Sch: ... erhellt ganz ausdrüd.lich aus dem
Schlusse des Josua in der Se p t u a gin ta: nicht bei Luther. [T.] - S.3 f.: .Am
innigsten verwandt dagegen ist die Dichtung der Genesis mit der '" zendischen
Darstellung ... Nur dürfen wir nicht vergessen, daß Zoroaster den alten Magismus
bey seiner Reform zum Grunde gelegt ... ; daß mithin seine Kosmogonie die alt-
chaldäische ist, welche recht wohl von den Zeiten der Assyrer an nach Vorderasien
sich verbreiten konnte." Sch: woher hätten die Juden in Palästina zur Zeit des Exils
diese kennen gelernt? Die Zendavesta haben sie in BabyIon vorgefunden. [T.] -
S.19: .Jehova bildet den Menschen aus Erde, belebt ihn mit seinem Odem •..•
Sc:h [unterstreicht .seinem", am Rand:] steht nirgends! [T.] - S. 21 f.: .es wird
auch mit der Transponirung dieser Ueberschrift, weldle VOn Einigen gegen den ent-
scheidenden Gottesnamen Jehova Elohim, der hier mit großer Consequenz fest-
gehalten ersmeint, durchaus nichts gewonnen." Sch: ?? Schmierer [T.] - S.22:
.daß wir ..• nicht muthwillig die Augen verschließen dürfen, um zwey verschie-
dene Darstellungen zu erblid.en." Sm: Schmier.. ! [T.] - S.40 Anm.: •... wie
entwürdigend ist ... , der völlig aus der Luft gegrüfenen E,bsünde zu geschweigen,
die Ansicht von Rosenmüller (zu 2,17. 3,1), daß die Vernunft, das verderbliche
Geschenk und alles Elendes Quelle, bisher in ihnen geschlummert, und erst nach
dem Beischlaf•... gewed<t sey." Sch: E n t w ü r d i g. n d ist Ihre protestantische
Verblüfftheit: Der Beisdllaf ist die verbotene Frucht, u. die Sterblichkeit dessen
Folge. - S.46 [über die Zendavesta als Quelle der biblischen Erzählung vorn
Sündenfall]: •... es ist [in dieser Erzählung] 50 wenig vOn 'nteodieee und dem
Ursprunge des mOTalischen Uebels, so weoig von einem Siindenfalle die Rede, daß
vielmehr das Entgegengesetzte, eine Erhebung zu der Gottheit daraus hervorgeht.'
Sch [setzt zehn Ausrufungszeichen an den Rand und schreibt darunter]: ganz ver·
rüd<t! [T.] - S.48/49: [Ausführungen über] .das smlangenartige böse Wesen".
Sch: Er hält sich an die Schlange, statt an den Sinn des Mythos vom Sündenfall.
204

[T.] - S. 51: .Auf •.. andere feine Züge von •.. dem Streben nach Erkenntniß
u.s.I. wird der praktische Volkslehrer am meisten hingewiesen, und die Träume fin-
sterer Jahrhunderte von einer Erbsünde ... fahren lassen müssen, wenn er - vom
Baume des Erkenntnisse. gekostet hat." Sch [versieht die Stelle mit zehn Ausrufungs-
zeichen, .treidlt die Worte nach dem Gedankenstrich und setzt dafür]: ein Plattkopf
ist, ohne alles Verständniß der Dinge. [T.] - S. 52: .der Mensch war aus dem
thierischen Zustande zum Bewußtseyn gekommen, und hatte ••. seine Blöße zu
ded<en gelernt." Sch: planer Geselle' [T.] - S.77: [über die Gründe,] .mit wei-
chen man eine Allgemeinheit der Fluth zu stützen getrachtet hat; [unter Erwähnung
der Muschelbänke, die besonders am Fuße hoher Bergketten dicker und fester wer-
den]. Sch: Besonders zeugen sie von einem Jahrhunderte lalllem, ruhigen Fordeben
der Muschelspeeies, nicht von einem vorübergehenden, kurzen Hingespühltseyn. [T.]
- S. 80: Sch setzt zweimal an Stelle von .Brahma": Wishnu!, [unter der Seite]:
Es ist ja Mat.y - avatara! [T.] - S. 144 [über den von Herodot beschriebenen
Belusturm]: .im untern Stockwerke stand die vierzig Fuß hohe, massiv goldene
Statue des Belus." Sch: wenn das in der Bibel stände, würde Er es nidlt glauben:
sO aber läßt er es sich aufbinden. [T.] - 5.314, 319 deutet Bohlen den nächtlichen
Kampf Jakobs mit Jehovah. sch [setzt dazu neUD Fragezeichen und bemerkt am
Rande]: Cr.Jat j ..Ja ... , Apella! [T.] - S. 350: .daß ... im despotismen Oriente,
wo statt der Verdienste nur Eigennutz und Schmeicheley zu gelten pflegen ..••
Sch: bei uns ist. wohl anders? [T.]
A.V. 61 - B 71 - Gri 88 (Mitteilung VOll Randglossen 69-74) - WK 05 -
Gri 30 - H 64.
SdI. A. 603/49.
Sch erwähnt das Buch beiläufig P I, 286 (1. A.). Erst später hat er es genauer gele-
sen. Vg!. seine Zusätze im HE von PI, 134-138 und PlI, 378, 379; 402,30-
403,20 und Anm.

BONAVENTUItA, S. [GIOVANNI FIDANZA]

Commentarii in Petri Lombardi libros Sententiarum liber I. IH. IV. Vol.


I. II. Norimbergae 1491. Fol. Holzbd. [632]
A.V. 11 - Verbleib?
- , - : Vita Seraphici Patris S. Francisei Fundatoris Ordinis Minorum in-
elyti, eoneinnata. Textum reeognovit Henrieus Wichart, Saeerdos Dioeceseos
Paderbornensis. Susati Westphalorum: Typis & Sumptibus Nasseanis 1847.
181 S. 12°. Ppbd. [633]

Kein Exlibris. Rückenschild von Sei,., Hand: S. Franci,c..,. Viele An- und Unter-
streichungen, Fragezeimen, Verbesserungen von Druckfehlern (BI.) - S.28, Z.2,
Sr/, [zu .Fulgineum"]: Foligno - S.32: .nomen jp.i... ecclesia., q..o ab antiq ..o
s. MiJri4 Je Angelj, vocabat.., ...• Sch: vjJi.
A.V. ? (unter 96: .Zehn diverse Bändchen Sc:hriften ..• "I) - B OS - A 29.
Sm. A. 510.
Sch zitiert das Bud. W I, 454, und W 11,706 Anm., 728 f. (erst 3. A. 1859).
205

BOURIGNON, ANTOINETTE

Gezeugnis der Waarheit. Gegeben durch große Anzahl Glaubwürdiger Leute;


in unterschiedlichen Briefen und Testimonien, über daß Leben, Sitten, Tugen-
den vnd Schrifften Jungf: Anthoinette Bourignons, von dero Kindheit an
biß auf jetzige Zeit. Zu Vernichtigung der ... falschen Beschuldigungen, die
unter dem Nahmen Johan Berckendals ... außgesprenget worden ... Welche
bemelte Jungfrau widerlegt. gedruckt im Jahr 1673. Zukauff in Schlesswig
bey Georg Hinrich Rose und in Hamburg bey Samuel Köning. Vorbericht,
Register, 636 S. 4°. Frzbd. [634]
Exlibris. Vorn eingeheftet ein Verzeichniß der geistl. Schriften der B., nicht von
Sm's Hand. Keine Striche, keine Randschriften.
Angebunden:
1. Probierstein, 1676 [637];
2. Widerlegung derer 76 Puneten [638].
A.V. 41 - Gw 12.

-, -: Der neue Himmel und die neue Erde. I. Thei!. aus dem französischen
Manuskripte verdeutscht. Amsterdam 1680. Pgmbd. [635]
A.V. 90 - Gw 281. Verloren.

-, - : Innerliches und äußerliches Leben aus ihren eigenen, und des Herrn
Peter Poirets, Zeugnissen, zusammengezogen. s.l. e. a. [Altona 1740] Vor-
rede, 350 S. 12°. Ppbd. [636]
Exlibris. Ein Strich in der Vorrede.
A.V. 91 - Gw 213.

- , -: Probier-Stein Umb das Gold der wahren Liebe auss dem vergüldeten
Kupffer der Schein-Liebe zu erkennen und umb zu erklären, worin die Ver-
dienste unsers Seligmachers Jesu Christi, und die wahre Liebe Gottes bestehen
durch A. Bourignon, zu Widerlegung derer Lügen ... welche wider ihre Per-
sohn und Schrifften außgegossen hat ... Georg Hem. Burchard ... Aus dem
Französischem verteutscht. [Amsterdam] Bey Pieter Arents. Im Jahr 1676.
Zuschrift, Vorrede, Register, 202 S. 4°. [637]
Keine Striche und Randglossen.
Angebunden an B 0 u r i g non: Gezeugnis der Waarheit, 1673 [634].

-, - : Wiederlegung der Sechs und Siebentzig Puneten und vermeinten


Irrthümer die M. Georgius Henrieus Burchardus, Prediger an der Thumb-
Kirchen zu Schleßwig, hat zusammengefasset und heraußgegeben wider
Jungfr. Anthoinette Bourignon. Vorrede, 138 S., Register zum ganzen Buch.
[1676?] 4°. [638]
Keine Striche und Randglossen.
Angebunden an B 0 u r i g non: Gezeugnis der Waarheit, 1673 [634].
206

Antoinotto Bourignon wird nur einmal, W I1, 706 (schon 2. A. 1844), unter den
Vertretern des Quietismus erwähnt.

BROUGHAM, H[ENRY] LORD

A discourse of natural theology, showing the nature of the evidence and the
advantages of the study. Beussels: Lewis Hauman and comp. 183S. 274 S.
12°. [639]
Zahlreiche Striche, Ausrufungszeichen und eine Randnotiz.
Angebunden an H um., ... : Characten [264].
Lord Brougham erwähnt W I1, 386 (schon 2. A. 1844).

BUNYAN, )OHN

The Pilgrim's Progress. A new ed., illustrated ... With a life of the author
and notes on the work, by the Rev. David M'Nicoll. London: James Cun-
dee 1809. XXXII, 463 S. 12° [oder: ... With the Life of John Bunyan.
London: W. Suttaby 1809.314 S. 12°]. Hfrzbd. [640]
A.V. 100 - Gw 91. Verloren.
- , - : Grace abounding to the life and death of - - . London s. a. [641]
[Vielleid.t: 17. ed., with his charaeter. London: J. Hollis (18151) 120 S. 12°.]
A.V. ? (unter 96: .Zehn diverse Bändchen Schriften ... "?) - B 71 - Verbleib?
Eine Erwähnung Bunyans W II, 706 (2. A. 1844).

BUTTMANN,PH.KARL

Ueber den Mythos der Süntfluth. BIn: 1812. 8°. Ppbd. (Sammelbd.). [642}
Angebunden:
1. v. Sc h w e i tz er: Karl I, 1858 [1571];
2. v. 5chweitzer: Alcibiades,1858 [1570];
3. Wa g ne r: Tristan und Isolde, 1859 [1584];
4. SI 0 man: Lose Blätter, 1859 [1572];
5. G r a. v e 11: Charakteristik der Newton'schen Farbontheorie, 1858 [856];
6. Re ich 0 n b ach: Blick. in das Leben der Thierwelt, 1843 [932];
7. G ale n u s: De optimo docendi genere [1372];
8. Clemens: Farbenblindheit während der Schwangerschaft, 1858 [814];
9. K 0 eh: Tausendjähriger Kalender, 1824 [677].
A.V. ? - Gw 393. Verloren.

CAMPE, JOACHIM HEINRICH

Die Empfindungs- und Erkenntnißkraft der menschlichen Seele, die erstere


nach ihren Gesetzen, heyde nach ihren ursprünglichen Bestimmungen, nach
207

ihrem gegenseitigen Einflusse auf einander und nam ihren Beziehungen auf
Charaeter und Genie betrachtet. Lpz: Weygand 1776. 207 S. 8°. [643]
A.V. 221 - Verbleib?

CHASLES, PHILARETE
Emdes sur les premiers temps du christianisme et sur le moyen age. Paris:
Amyot 1847. XII, 429 S. 12°. Ppbd. [644]
A.V. 880 - Gei 88 - Verbleib?

CHATEAUBRIAND, M. LE V". DE
Vie de Rand. Tom. I, II in 1 Bd. 145, 133 S. Bruxelles: Soei6t~ typogra-
phique Beige 1844. 12°. Ppbd. [645]
Exlibris. Zahlreiche Striche. Tom. I, S. 85, Scb [über der Seite]: Chatea ..briand <SI
un Precieux-ridicule! Sot aJJecle, qui par vanit' se moque du lecteur. [BI.] -
S. 105, Sch: precieux non-sens. - [Auf dem rückwartigen Deckel:] Ceux qui ont
refu du ciel une ame priviligie. rangen! J l'igal des ,o..verains. FrUeric 1/.
A.V. 93 - Gw 72.
Seiner Einwande ungeachtet empfiehlt Sm das Buch als .sehr lesenswerth" (W 11,
706; erst 3. A.).

CHRESTOMATHIA PATRISTICA GIlAECA ET LATINA (Hgg. von Johann Chri-


stian Schindel). Fase. I-VI. Vratislaviae: Kom 1742-1756. 8°. [646]
A.V. 52 - Verbleib?
Dieser Chrestomathia dürfte Sch das Zitat aus Augustins Liber quaestionum W I,
479 (I. A. 1819), entnommen haben. Nach der Vermutung Carl Gebhardts (XVIII.
Jahrb. 1931, 5.309) hat das Werk ihm auch die Kenntnis der im gleichen Zusammen-
hang zitierten Kirchenväter Appelles und Tertullian vermitteh.

CLEMENS, RICHAIlD
Das Buch der Christen. Oder das Neue Testament, nam den Resultaten der
neuesten wissenschaftlim-kritischen Forschungen, insbesondere der Tübinger
Theologischen Schule betrachtet. Für gebildete Leser aller Stände. Bernburg:
F. W. Gröning 1852. IV, 163 S. 8°. [647]
Zahlreiche Randbemerkungen. 5.18 [zu Ausführungen über wahrscheinliche Ein-
flüsse der Essener auf Jesu Jugendbildung], Sch: unde libi hot? - Sch [über S.28]:
Weil das Unternehmen des Messias mißr.then war, blieb seinen Anhangern nichts
übrig, als sich durch Phantasien seiner Wiederkehr, Zertrümmer[un]g der Welt u.
Gründung des himmlischen JerusaJems zu entschädigen. - S.43 [zu Ausführungen
über die Hoffnung auf siegreiche Wiederkunft des Gotteshelden Jesus, der Johannes
208

in der Offenbarung Ausdrudr. gibt], Sm: Man ersieht daraus, daß der Jobannes
nidtts als Politik u. Judenherrlichkeit im Kopfe hatte: ergo - sein Meister? - Sm
[unter S. 60]: Der Römer-Brief hat ganz den Stil einer Pr e d i g t, u. gar nicht
den eines Briefes. [T.] - S. 67: .die Kinder der Verbeißung werden für Abrahams
Nachkommen geredmet, ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes, noch
Böses gethan hatten .•.• Sm: Die Absurdität entsteht daraus, daß einem fremden
Willen zugeschrieben wird was Werk des eigenen ist. - Sm [unter S. 69]: Wäre
Paulus nur ein ga n zer Heidenapostel gewesen u. hätte den judengott weg-
gelassen; da wär es was geworden. - S. 86, Sm [zu der Bemerkung, daß Matthäus
die Bergpredigt am vollständigsten überliefert habe]: mit Zusätzen! bei Lukas ist
sie richtiger. - S. 98, Sm [zu Ausführungen über die Wiederkunft Christi, die man
doch immer noch erhoffte]: wie jetzt die des 300jährigen Kometen. - Sm [unter
S. 105]: S p r ach e u. S t i I des Eph.. : Br: sind verschieden von dem an die
Römer & ca, viel leichter verständlich. [T.) - Sm [unter S. 141): Die schöne Stelle
2. Tim. 4, 6-8 hat schwerlich ein Pseudograph geschrieben.
Angebunden an Ca jus: Oe. Antibarbarus Logicus zweite ... Auflage 1853 [98).
Sm', Urteil über das Buch in zwei Briefen an Asher. Am 31. 8. 1858 (D XV, 659 f.):
.Das Buch der Christen, od: da5 N.T. nach den Res u I ta t end e r Tü bi n-
ger Sc h u I e ", von R. Clemens, 1852, 163 S. - enthält diese berühmte Bibel-
kritik in ihren Res u I tat e n, kurz und (50viel ich davon verstehe) richtig.
Würde, glaube ich, sehr viel Aufmerksamkeit in Eng I a n d erregen, und großen
Absatz finden. Empfehle es Ihnen zum Uebersetzen." Am 4. 11. 1858 (0 XV, 672):
.In Engld giebt es eine große antikirchliche Partei, der mit einer Ueberserz[unJ g
des Christenbuchs gedient seyn wül·de. Dort hat die Geologie das A.T. diskreditirt,
u. jenes Buch könnte über das Neue T. aufklären.'

CLEMENS ALEXANDIUNUS, TlTUs FLAVItJS

Opera quae exstant. T. I. II. [= Sanet. Patrurn opera polernica de veritate


religionis dtrisrianae contra Gentiles er Judaeos. Patres Graeci Vol. IV, V.
Graece et latine.] Wirceburgi, ex officina off. Staheliana: 1778. 1779. V, 647;
V, 667 S. 8°.2 Ppbde. [648]
A.V. 481 - Gw 316.
Die zahlreichen Erwähnungen und Zitate des Clemens Alexandrinus setzen E, 66
(omon 1. A. 1841) ein; weitere in der 2. A. (1844) von W I, 577 f., 616; W II. 699,
709, 712 ff. - in der 3. A. (1859) sind diese Zitate z. T. stark erweitert, ein neues
Zitat W 11, 37 kommt hinzu. Die Zitate in den Parerga (P I, 44, 143, 224, 336;
P H, 321, 337) sind überwiegend Zusätze des HE; sie beziehen sich z. T. ausdrück-
lich auf die Würzburger Ausgabe.
-, -: Operurn omnium Torn. III. Recognovit Reinholdus Klotz. Continens
Strornatorurn Libros V-VIII. Libellurn quis dives saluetur. Lips: E. B.
Sdtwidtert 1832. 356 S. 8°. Ppbd. [649]
Exlibris. Striche, Fragezeichen, Randbemerkungen. Auf dem hinteren Dedr.el Zeich-
nung (Kopf in Profil).
A.V. 482 - Gw 317.
209

Con, I[SAAc] P[USTON]

Mythological inquiry iDto the Recondite Theology of the Heathens. London:


William Pi<kering 1837. 134 S. 8°. Ppbd. [650]
A.V. 1315 - Gri 88 - Verbleib?

DIETELMAla, ]OHANN AUGUSTIN.

Commenti Fanatici de rerum omnium AItOxo'tocn:oaEL historia antiquior.


Altomi: Laurentius Sdtupfelius 1769. 28"0 S. 8°. Ppbd. [651]
Kein Exlibris. Zeichnung (Kopf in Profil) auf dem riidtwärtigen Deckel. Zahlreiche
Druckfehlerberichtigungen, An- und Unterstreichungen (BL).
A.V. 127 - B 71 (.Ein Padtet von 10 Bdn. philos. Schriften in lat. Sprache von
Binsfeld, Baumgarten, Bayle, Ewich, Klotz, Dietelmair u. Anderen·) - B 05 -
A 29.
Sch. A. 520.

[Du Foua]

L' Ame, ou le sysreme des Mau!rialistes, sournis aux seules lumieres de la


raison, par M. l'abbe XXX [Du Four, d'Avignon]. Lauzanne (Avlgnon)
1759. 12°. [652]
A.V. 834 - Verbleih?

DupUls, CHARLEs-F.

Abrege de l'Origine de tous les cultes. Paris: H. Agasse an VI (1798). VIII,


597 S. 8°. [653]
A.V. 864 - Gri 88 - Verbleib?

E8EasTEIN, FRIEDalCH WILHELM LUDVIIG GOTTLOB FUIHEIlIl VON

Natürliche Theologie der Scholastiker nebst Zusätzen über die Freyheitslehre


und den Begriff der Wahrheit bey denselben. Lpz: Feind 1803. 8°. Ppbd.
[654]
A.V. 167 - B 71 - Verbleib?
VgL Sch an Frauenstädt, 2. 3. 1849 CD XIV, 636): .Ich bewillkommnete in ihm
[einem jungen Moriz LebredJt Frhm. von Eberstein] den Enkel [richtiger einen
Verwandten] eines Herrn, der vor 50 Jahren über den Thom. Aquinas und Duns
Skotus geschrieben hat.· (Das Bud> zeigt auf dem Titelblatt die Bilder von Thomas
von Aquin und Duns Scotus.)
210

-, -: Versum einer Gesmichte der Fortschritte der Philosophie in Deutsch-


land. Herausgegeben von Johann August Eberhard. Theil 1. Halle: Reineke
u. C. 1794. 8°. [655]
A.V. 186 - Verbleib?

MEISTEll ECKHART. Herausgegeben von Franz Pfeiffer. Erste Abth. Lpz:


G. J. Göschen 1857. XIV, 686 S., 1 5. Verbesserungen. 8°. Ssntbd. [656]
Exlibris. Striche, einzelne Kolumnentitel und Randglossen (r. u. Bl.) - Auf dem
Vorsatzblatt, Sch: Nach Fechner .Jakob Böhme" p. 136, ist Eckhart 1329 gestorben.
rr.] - Ober S. 36, Sch: Nur der Mensch erlangt Nirwana; nicht die Götter. IBl.]
- Ober S. 72/73, Sch: Findilur nod., cordis, ejusq[ue] opera wanescunt. [lU.] -
Ober S. 557, Sch: Sol",ituT nodus cordis. [Bl.]
A.V. 1208 - Gw 381.
Sch an Adam von Daß, 14.3.1858 (D XV, 629): .Ich lese jetzt den Meister Eck-
ha r d, herausg: v. Pfeiller 1857. Höchst interessant u. ein rechter Beleg zu meiner
Phi!. Aber die, rheologi. Deutsch, ziehe ich doch vor.· Das erste Zitat G. N. IV,
260,261 (aus .Senili." 114, d. i. April 1858). Weitere Zitate: W r, 450; W H, 703 f.,
729,736.

EVANGELIUM INFANTIAE velliber apocryphus de Infantia servataris. Arabice


et Latine. Edidit ac latina versione et notis illustravit H[ einrich] Sike. Tra-
jeeti ad Rh. 1697. 8°. [657]
A.V. 120 - B 71 - Verbleib?

EVANS, F[REDEII.ICK] W.
Shakers. Compendium of the Origin, history, principles, rules and regula-
tions, govemment, and doctrines of the United Society of Believers in
Christ', Second Appearing. With Biographies of Ann Lee, William Lee, Jas.
Whittaker, J. Hodmell, J. Meacham and Lucy Wright. New York: D. Ap-
pleron and Company 1859. VIII, 1895.8°. Ssntbd. [658]
Exlibri•. Ansereichungen.
A.V. 40 - Gw 343.
Für seine Ausführungen über die Shakers WH, 719-721, konnte Sch das Buch
nicht mehr beranziehen.

FEUERBACH, LUDWIG [ANDREAS]


Das Wesen des Christenthums. Lpz: Otto Wigand 1841. XII, 450 S. 8°.
Ppbd. [659]
211

Zahlreime Strime, Frage- und Ausrufungszeimen. Randglossen. über S.7, Seh:


Hier war er besoffen. - Ober S.9, Seh: NOIn immer besoffen. - S.381 [Ober-
smrift: .Anmerkungen und BeweiSstellen·]. Seh: Delirllment" [BI.] - Zeimnung
auf dem Rüdtdedtel (Kopf).
A.V. 261 - Gw 17\.
Ein bisher unbemerktes Zitat aus diesem Buch, S. 410 (die .antikosmisme Ten-
denz·): WH, 707 (schon 2. A. 1844).
Seh zu Hornstein: .[Feuerbaa.s] Wesen des Christemums hat viele gute Stellen,
nur ist sein Ausspruch falsch: Theologie ist Anthropologie, nein: Theologie ist An-
thropomorphismus ...• (Gespräche, 209).

FISCHER, PAULUS

Commentatio de Origenis theologia et cosmologia. Halae: Sdtmidt 1846.


72 S. 8°. [660]
Angebunden an An ti s t he n i s Fragmenta [19].

Fu;:uRY, CLAUDE [?]


Catecnisme historique. Bruxelles 1727. 12°. Ldbd. [661]
A.V. 899 - Verbleib?

FRANCISCUS VON AsslSl


I Cantici. Francoforto sul Meno: librer. Andreiana 1842. Die Lieder des hei-
ligen Franciscus von Assisi. Frankf. a. M.: Andreae 1842. 133 S. 8°. Br.
[662]
Srh [auf dem Rüdtdedtel]; Fioretti Ji S. F,,,,,cesco (wohl a. d. 14". Jhrhdt) Vicenza
1476 - Firenze 1714 - Napoli 1839 - O%anam, les poetes F,anciscains en Itali.
au 13 1m• siecle; ave< "n ehoi" Jes petites !leurs J. S. Franfoi>. Paris 18j] [T.] .-
Keine Strime.
A.V. 32 - Gw 122 (Beschädigt).
Ein empfehlender Hinweis auf das Bum WH, 706 Anm.

GENTHE, F[RIEDRICH] W[ILHELM]

De impostura religionum breve compendium seu liber de tribus impostoribus.


Nach zwei Mss. und mit Historisch-Litterarischer Einleitung herausgegeben.
Lpz: Friedrich Fleischer 1833. IV, 62 S. 8°. Ppbd. [663]
Exlibris. Auf dem Vorsatzblatt: A. SehopenhtJUer. Striche (BI.). S. 56: .EoJer.n mim
i..Te Jicere Aethiopem, q"i non sortitus sit d. suis lems, non dar; alte,i"s qlUlm
212

nigri cok>ris s..h sole homines.· Sm: e% h"c '!IDee m""iftstum est, ","ctorem F,a"eo-
gallum !..isse.
A.V. 62 - Gw 274.

[GIeHTEL, JOHANN GEORG]

Der Wunder-volle und heilig-gefühne Lebens-Lauf Des Auserwehlten Rüst-


zeugs Und Hochseligen Mannes Gottes, Johann Georg Gichteis. 5. 1. e. a.
470 S. 8°. Frzbd. [= Theosophia Practica Halten und Kämpfen ob dem
H. Glauben bis ans Ende, Durch die Drey Alter des Lebens Jesu Christi ...
Auf Veranlassung in Briefen gestellet von dem Gottseligen Gottes-Freund
und Mann Sophiae, Johann Georg Gichte1. Dritte Edition, vermehret und
verbessert. Tom. VIII. Gedruckt in Leyden, Anno 1722.J [664]
A.V. 45 - Gw 112. Verloren.

[GIESE, B. M.J

Warum die Gegner über uns unwillig sind. Sonderdruck, 5. 1. e. a. [Ange-


schlossen einige andere kleine Aufsätze.J 40 S. 8°. [665]
Angebunden an Li n d n er: Die erste stehende deutsche Oper [1234].

GR.ADER, JOHANN GEOR.G I GICHTEL, JOHANN GEORG

Theosophia practica. Eine kurtze Eröffnung und Anweisung Der dreyen


Principien und Welten im Menschen. In untersmiedlichen Figuren vorgestel-
I~; wie und wo eigendim ihre Centra im innern Menschen stehen; gleim sie
der Autor selbst im Göttlichen Smauen in sim gefunden, und gegenwänig in
sim empfindet, schmecket und fühlet. Samt einer Beschreibung der dreyerley
Mensmen, nadt Art des in ihme hemmenden Principii oder Geistes ... ab-
gemahl~ und vorgestellet ... Im Jahr Christi 1696. Auf vieler Verlangen
aufs neue dem Druck übergeben [Leyden?J im Jahr 1736. 175 S. 8°. Frzbd.
[666]
Exlibris. Im Text Striche (BI.). Auf der Innenseite des Rückdeckels Kopf in Pronl.
A.V. 46 - Gw 116.

GUYON, )[EANNE]-M[AllIE] B[ouvlER] DE LA MOTT!!-

L'ime amante de $On dieu, represent~e dans les emblemes de Hermannus


Hugo 50r ses .Pieux d&irs- et dans ceux d'Omon Vaenius, sur l'amour
divin. Avec des figures nouvelles accompagnks de vers. Paris 1790. Ppbd.
A.V. 36 - B 71 - Verbleib? [6671
213

-, -: Discours mretiens ee spirituels sur divers sujets qui regardent la vie


interieure, eires la plupart de la Ste. ecriture. Nouv. ed., eorrigee ee augmen-
ree. Paris: libraires associes 1790. Tom. I, H. 495, 430 S. 8°. Kart. [668]
Exlibris in beiden Bänden. Keine Striene und Randglossen.
A.V. 34 - Gw 25.
-, -: Les Justifieations ... , Eerites par Elle-meme, & envoiees Mes- a
seigneurs les Eveques ses Examinateurs. 00 I'on eclaircit Plusieun Dificultes
qui regardent la Vie Interieure. Tom. I, II, III: 432; 379; 429 5., Errata.
Cologne: Jean de la Pierre 1720. 8°. Frzbde. [669]
Exlibris in den Bänden 11, 111, keine Striene und Randsenriften.
A.V. 88 - Gw 60 (erhalten nur Tom. 11, III).
-, -: Les opuscules spirituels. Nouvelle U., corrigee & considerablement
augmencee. Paris: libraires associes 1790. Tom. I: Preface generale sur eette
Edition, 5.1-276; Tom. 11: S. 277-560.8°. Kart. [670]
Exlibris in beiden Bänden. Auf dem Vorsatzblatt von Tom. I: A,lhur SehopenhalU!'
[Senrift der mittleren Zeit] - Randschriften [T.]: T. I, S. 129 [zum Titel .Le.
10Trens spirit".I,"]: Haee maria (bi /lu'IJii) quoJ in ori.nlem & oeeidentem iens "t.
& • f/uminibu, eum ri"o (llt ri"us) eg,essum. e"m mari matno ingre.."m /iat (qlUl.
in mare magnum inrranr); & tempore. qllo .gress.. ,"nt, no .. ,ei"nt, qlloJ "0' Ganga
sumus fiel Djemna: ipso hor modo h.ec omni. animanti. tX ente 'Uero egrena, non
"iunt, qllod ..os ens "er"m ."mu•. O"pnekbat. Val: 1, p. 63 - S. 130 [leere Rüd.-
seite] :
L'on411 dill mar Ji'IJislI
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DO'IJe lIeq,.;.to gü "mori,
DO'IJe Jai I"..ghi errori
Spera di ripo.ar.
Melll.la.io
S. 157. Seh [über der Seite]:
Gestit a.e.ndere
1gnis & tendere
AJ eoeli IItria:
Hllee mea palrial,]
S.255, Seh: Et ille Alma I" es. EI praet.r hune Atm.. ens lI/iuJ ..0....t. [BI.] -
Unterstreienungen und Randmiene (BI.) - In Tom. II keine Striene und Rand-
schriften.
Der Vergl.ich des .wundervollen Werkes der Guion, Les Torren.' (W H. 703) mit
214

den Veden (Oupnek'hat I 6J) ersmeint in WH, 705 (sdlOn 2. A. 1844) - ein Hin-
weis auf die Zeit der Guyon-Lektüre Stils.
-, - : Poesies et cantiques spiritueis sur divers sujets qui regardent la vie
interieure ou I'esprit du vrai christianisme. Vol. I - IV. Paris: 1790. Ppbde.
[671]
A.V. J5 - B 71 - Verbleib?
-, - : La vie de - - , ecrite par elle-meme. (Red. par l'abbe de Brion,
publ. avec une preface par P. Poiret.) Tom. I, 11, III Cologne: J. de la Pierre
1720.8°.3 Frzbde. [672]
A.V. 87 - Gw 59. Nam Gwinners Zettelkatalog ver.chenkt an Marie Migault,
1912.
Die Autobiographie der Guyon hat Sch zuerst vom 7.5.1817 bis 2. 1. 1818 in der
öffentlimen Bibliothek in Dre,den entliehen und dann in der 1. A. seines Haupt-
werk. empfohlen (W I, 455) und :titien (W I, 462). Dieses Zitat er.meint smon in
den Erstlingsmanuskripten HN I, 473 (Dresden 1817).

H.\IITUNG, JOH.\NN Ao.\M

Die Religion der Römer, nach den Quellen dargestellt. Tbl. 1. 2. Erlangen:
Palm u. Enke 1836. 640 S. 8°. [673]
A.V. 1235 - Verbleib?

HIEllONYMUS DE TOIIRIs [TOllENSIS]

Confessio Augustiniana e D. Aurelii Augustini operibus compilata. Coloniae


1610. [674]
A.V. 55 - Verbleib?
Diesenl (W H, 711, zitierten) Bum dürften die Zitate aus Augustins Werken De
haer..ibus, De bono conjllgali, De bonD vid"itatis in W II, Kap. 48, entnommen
sein.

j.\COBUS .\ VOR.\GINE

Legenda Aurea vulgo bistoria Lombardiea dicta. Ad optimorum librorum


lidem reeensuit, emendavit, supplevit, potiorem leetionis varietatem adsper-
sit, interpunxit, notas bistorieas, prolegomena et catalogum sanctorum biblio-
graphieum adjecit J. G. Th. Graesse. V Fase. Dresd et Lips: Amold 1846.
968 S. 8°. Ssntbd. [675]
A.V. 81 - Verbleib?
215

KANNE, JOHANN ARNOLD

Leben und aus dem Leben merkwürdiger und erwed<ter Christen aus der
protestantischen Kirche. 2. Ausg. 1. Theil. 2 unpag. S. (Dedication), S. V-
XXXIV, 2 S. Inhalt, 296 S., 2 S. DruckE. 2. Theil. 2 unpag. S. (Dedication),
S. V-XXXXVI, 2 S. Inhalt, 272 S., 2 S. Drudd. Lpz: F. A. Brockhaus
Iffi. ~~
A.V. 47 (.Bomberg 1816"!1) - Gw 243. Verloren.
Von Sch erwähnt: W I, 454 (,dlOn 2. A. 1844).

KOCH, JOHANN FR.IEDRICH WILHELM

Tausendjähriger Kalender. Zum schnellen und sichern Auffinden der kirch-


lichen Feste und Wochentage jedes Jahres in diesem Zeitraum. Magdeburg:
Creuz 1824. 8°. [677]
Angebunden on B u t t man n: Mythos der Sündfluth [642].

LASAULX, ERNST VON

Ober die theologische Grundlage aller philosophischen Systeme. Vorgetragen


zum Antritte des Rectorates der Ludwig-Maximilians-Universität. Am 29.
November 1856. München: Literarisch-artistische Anstalt 1856. 27 S. 4°.
Ppbd. (neu). [678]
Auf dem Um,d!lag (vom Buchbinder beschnittene) Widmung: .Herrn Or. A. Scho-
penhouer hochachtungsvoll d. V." Zahlreiche Striche und Ausrufezeichen (T. und
BI.). S.2: • Vorausgesetzt also, als Vorbedingung zum echten Philosophiren, wird
hier alles dasjenige, was viele heutige Menschen [Sch: mit Recht1 erst von der Philo-
sophie bewiesen haben wollen." Sm: Sehr kommod - S.2: .in ähnlicher Weis.
philosophiren alle großen Denker des Alterthums, auf der Grundlage dessen was
längst vor aller Philosophie durch die väterliche Religion ... feststand ... " Sch
[unterstreicht .väterlidte Religion" und ,dtreibt dazu1: Den Teufel audt! - S.4,
Sch [über der Seite1: Plalo Mos •• fgr.tci.ansJ. [T., das dritte Wort vom Buch-
binder fast ganz weggesdtoitten; Ergänzung nach W 1,577,30.] - S. 6: .Oas Nicht-
sein, aus dem die Dinge hervorgerufen sind, klebt ihnen noch an, ja es ist ganz
unmöglich daß sie absolut vollkommen seien ... " Srh [unterstreicht den 2. Teil des
Satzes, om Rande]: Der liebe Gott sagt: .ein Schelm macht's besser als er kann.·
[T.] - S.6 Anm. 22: .[Plato,] Dt L.gg. X p. 215,20: eh; yE-vsa.; lvsl!.C1 bsl"YO\J
yIYV'~OL "aao, 1>"",; ii I') ~Qi ~oü =no; ~'!P .mat'xovall Ellllotll-"'votlaio..· Srh: Mau-
,chel! [BI.1 - S. 18: srh [über der Seite]: Hier wird in "",jortm Dti gloriam die
Jugend belogen. [T.1 - S. 18: .50 kann in Wahrheit audt ... der erste Beweger,
Gott sein." Sch: Der .Gott· ist eingeschmuggelt. [T.] - 5.18: .ruht nicht auch
die,e Argumentation, wortgetreu aus der Metaphysik des Aristoteles übersezt, zum
größten Tbeil. auf theologisdten Voraussetzungen die nicht weiter bewiesen wer-
den?" Srh [unterstreicht .weitgehend" und fügt an]: mit eingeschobenem .Gott·.
216

[Am Rande:] Lügen I [T.] - S.18: .Sagt do.n Aristoteles selbst ... daß von
a II e m Beweis stattfinde ist unmögli.n, das würde ins unendli.ne führen ••••
So..: Da meint er aber ni.nt euem Herrgott; sondern die logis.nen u. mathematismen
Wahrheiten a prior;; nam seinem Grundsatz Moll"!;.,,,. QI'Xl1 CIltOöe,I;,. 0""
.a·",
[T.] - S. 19: •..• eine gewisse Gemeins.naft der Bildung [SJ.,: i. e. Judenmythe
(T.)] und jener religiösen und philosophis.nen Ideen. die wir mit der Mutterspra.ne
selbst von früher Jugend auf [So.. (am Rande): also frühe Vorurtheile. Das meint
AT: nie h t (T.}] dur.n den allgemeinen Zusammenhang der mens.nli.nen Bil-
dung mit überkommen haben und die nimt wieder in Frage gestellt werden darf
...• Sch: Ja nimt! Wie ihm Angst ist. um seinen Herrgott! - S. 19 [zur Meta-
physik des Aristoteies ]: .Alle Philosophie und jede Wissens.naft beruht demnach
auf der doppelten Voraussetzung: erstens daß ein objectiver Verstand in demjenigen
sei. was wir erkennen wollen." So..: Bestand ni.nt Ver stand wie hier nichts-
würdigerweise ers.nli.nen werden soll. - Solche Sophismen sind. der J u gen d
gegenüber, geradezu strafbar. [T.] - S. 19 f.: .Daß in der Welt Verstand sei. und
daß der in uns seiende Verstand jenen objectiven Verstand zu erkennen fähig sei.
[Sch: Elendes Wortspiel. .Daß in der Welt Ehr I ich k e i t sei" - steht zu wün-
smen. (T.n kann aber nur dann mit Si.nerheit angenommen werden. wenn beide.
der objective Verstand außer uns und der subjective Verstand in uns. einander
homogen, und das Werk eines einzigen hö.nsten Verstandes sind.· So..: Das war das
Ziel jener Sophismen. - S. 20: .Daß die großen Philosophen des Alterthums alle
ohne Ausnahme von dieser Voraussetzung ausgingen. ist ...• Sm: Gelogen! 3 mal!
[T.] - So.. [über S. 20]: Lug u Trugl [T.] - S. 21: .Und wer hätte die Stirne zu
behaupten, daß die neueTe Philosophie .•. , von Kopernikus bis auf Newton, von
Spinon, Bacon und Leibnitz bis auf Kam, Cuvier und Sdtelling. von anderen Vor-
aussetzungen ausgegangen •.. wäre)" So..: Qua., q""lis. q"anta! Und dies der
Jugend gegenüber.
Ursprüngli.n angebunden an T h i e I: Ueber Aristoteies [S53]. - Gri 88 bereits
für si.n aufgeführt, zusammen mit Lasaulx: Die prophetis.ne Kraft [679]. (Gri 88,
S. 75-76 und 80-89 eine Anzahl Rands.nriften) - A 59.
Sdt. A. 603/15 (1).
So.. an A. von Doß, 19.3.1857: •... hat doch der Rektor v. Lasaulx nimt er-
mangelt, mir seine Antrittsrede scglei.n in einem Pra.nt-Exemplar mit goldenem
S.nnitt zu übersenden. obglei.n i.n ihm ni.nt persönlich bekannt bin. Sollten Sie
(beiläufig) Gelegenheit haben. ihn zu sprechen, so bitte im ihm meine Danksagung
zu bestellen" (D XV. 559). - SdJ erwähnt die Zusendung der Rede aum im Ge-
spräch mit Bedter am 9.4. 1857 (Gesprä.ne, S.69).

- , - : Die prophetische Kraft der menschlichen Seele in Dichtern und Den-


kern. Dem Herrn Geheimen Rathe und Professor D. Friedrich von Thiench
zur Feier seines fünfzigjährigen Doctor-Jubilaeums. München: Literarisch-
artistische Anstalt 1858.44 5.4°. Ppbd. (neu) [679]
Auf dem Umsmlag Widmung: Dem Philosophen Arth", So..openhauer hodJao..-
t"ngs'IJoU J. V. Stri.ne. Ausrufezei.nen (BI.). S.30: •... jede schaffende Kraft ...
ist ... wie im S.nlafe eingetau.nt in die allgemeine Weltseele ... " SdJ [unterstreimt
.wie im Schlafe eingetaumt" und setzt hinzu]: in der Dumpfheit, G. - Zweimal.
217

S. 13 und S. 22, verweist Lasaulx auf die Parerga, Sch unterstreicht heide Zilate
(BI.).
Ursprünglich angebunden, mit La.aulx' Rede .Ober die theologische Grundlage"
und anderen Schriften, an T h i e I: Ober AristoteIes [551]. Bei Gri 88 sind die
beiden Reden von Lasaulx bereirs für sich aufgeführt, später wurden sie zusammen-
geheftet - A 59.
Sch. A. 603/15 (2).
Sm an David Asher, 24. 6. 1858: .'11. LaP""/,,, Rektor der Mündmer Universität hat
mir soeben seine Fest-Schrift über ,die prophetisme Kraft der Seele' in Pra<ht-
El<emplar übersandt: ich linde mich darin 2 Mal citirt, auch eine Stelle aus Parerga
beigebracht" (D XV, 647).

LEADE,JANE
Offenbahrung der Offenbahrungen; VornemIich als ein Muster und Probe
zur Entsieglung, Offenbahrung und Erklärung der Sieben Siegel, sieben
Donner, und eigentlicher Beschaffenheit und Zustands des neuen Jerusalems.
Welche biß auf den heutigen Tag so ferne noch nicht ans Liecht gebracht
worden, daß sie das große Mysterium zum Verstande zu bringen, einiger
Massen ein Genügen geben möchten (ausgenommen bey dem geistlichen Un-
terscheider) ... Im Jahr 1683 allbereit auf ausdrüdcl. Göttlichen Befehl in
Englischer Sprache geschrieben und außgefertigt durch - - . Als die Auto-
rin der vorm Jahre gleichfalls übergesetzten und an Tag gegebenen Himm-
lischen Wolcke, dero insonderheit auch rühmlich gedacht wird, in der Vor-
bereitungs-Anrede an den Leser vor dem, in Englischer Sprac:he ebenfalls im
Drucke ligenden Englischen Tractate, Theologia Mystica genandr, einem
Werc:ke, dergleichen zuvor nie ans Liecht gekommen und worvon in dem zu
Ende dieser Offenbahrung angehängten, Nachberichte des übersetzers an den
Leser ein mehres zu sehen ist. Gedruckt zu Amsterdam im Jahre Christi
1695 und daselbst zu finden bey Heinrich Wettstein in der Kalbemrasse.
Vorrede der Authorin, 304 S. 12°. [680]
Randstriche (Bl.).
Angebunden an L e ade, Jane: Die Nun bremende und sich zertheilende Himm-
li.che Woldte [682].
Von Sm N, 123 f. (2. A. 1854) zitiert. In der 1. A. (1836) .teht statt dessen: .Sehr
merkwürdige Aufschlüsse dieser Art hat Jane Leade .•. gegeben, deren Schriften
ich nie habe habhaft werden können" (folgt ein Zitat aus .Olfenbahrung der Offen-
bohrungen" nach der Wiedergabe in Horsts Zauberbibliothek).
-, - : Sechs Unschätzbare Durc:h gättliche Offenbarung und Befehl ans
Liecht gebrachte MystischeTractätlein. Das Erste: Der Henochianische Glaub-
und Lebens-Wandel mit Gott. Das Andre: Die Gesetze des Paradieses, 50
bißher verlohren gewesen und nun durc:h die Weißheit selbsten wider an den
Tag gebracht worden. Das Dritte: Die Wunder der Schöpffung Gottes geof-
218

fenbart in Acht unterschiedlichen Welten, die sich doch alle in der Mensch-
lichen Seele, nach seinem begehrenden Willen, zu offenbaren vermögen. Das
Vierdte: Eine Botschaft an die Philadelphische Gemeine, sammt einem Ruffe
an die sich in England befindende Sechs unterschiedliche Protestantische Reli-
gionen oder Secten und Kirch-Gemeinen. Das Fünffte: Der Glaubens- oder
Lebens-Baum, so im Paradiese Gottes aufgewachsen, dass die Jungfräuliche
Kirche sich unter demselben verbergen könne. Das Sechste: Die Arche des
Glaubens, oder nothwendiger Anhang zu ferneren Bestättigung des Glaub-
und Lebensbaums. Allesamt beschrieben durch das theure Werckzeug - - .
Neben der AUfarin Lebenslauffe und einem kurtzen Nachberichte des über-
setzers an den Leser. Gedru.xt zu Amsterdam, im Jahr unsers Herrn und
Heylands Jesu Christi 1696. 427 S., 1 BI. Eingeschlichene Fehler. 12°. [681)
Einzelne Striche, gegen Ende.
Angebunden an L e a cl e, Jane: Die Nun brechende uncl sich zertheilende Himm-
lische Wolke [682].

-, -: Die Nun brechende und sich zertheilende Himmlische Wolcke: So


wol auch des Herrn Christi Auffarths-Leiter; Hernieder gelassen, Den Weg
zu zeigen und anzuweisen, wie wir, durch den Tod und Auferstehung, zur
Himmelfarth und Glorificirung gelangen mögen. Durm - - . Eine hoch-
erleuchte Frauens-Person, aus Gottes Befehl, im Jahr 1681 in Englismer
Sprache heraus gegeben, und nun, Gott zu Ehren, und denen Menschen, so
es fassen mögen, zu Dienste, in unsrer Mutter-Sprache, ans Liecht befördert
... Amsterdam. Gedruckt im Jahre Christi 1694. Und daselbst zu finden bey
Heinrich Werstein, in der Kalberstrasse. Vorrede der Autorin, 99 S. 12°.
Frzbd. mit Schloßriemen. [682)
Auf dem Vorsatzblatt: Arlhur Schopenhauer 1837. Einzelne Bleistiftstriche.
Angebunden:
1. Leade, Jane: Offenbahrung c1er Offenbahrungen. Amsterdam 1695 [680]:
2. L e a c1e, Jane: Sechs unschätzbare •.• mystische Trac:tätlein. Amsterdam 1696
[681].
A.V. 463 e - Gw 113.
-, - : Der himmlische Bottschafter eines allgemeinen Friedens oder eine
dritte Botschaft an die Philadelphische Gemeine. Amsterdam 1698. 8°. Ldbd.
(Sammelbd.). [683]
Angebunden [684]- [695].
-, -: Ursachen und Grunde, welche hauptsächlich Anlaß gegeben die Phi-
ladelphische Sociecät aufzurichten ... Amsterdam 1698. [684]
-, - : Eine Offenbarung der Bottschaft des ewigen Evangeliums ..• Am-
sterdam 1697. [685]
-, -: Der Aufgang zum Berge des Schauens ... Samt einem Berichte von
219

der Hecannahung des gesegneten Zustands christlicher Nation ... Amster-


dam 1699. [686]
-, -: Die Zeichen der Zeiten, die vor dem Reiche Christi vorhergehen ...
Amsterdam 1699. [687]
-, -: Direction oder Verordnung, Anleitung und Regeln, welche uns vor
dem angesetzten Termin, unserer letzten Absonderung ... 1. Sept. 1699.
(688]
-, -: Die Nun brechende und sich zenheilende himmlische Wolke •..
Amsterdam 1700. (689]
-, -: Die Kriege Davids und das friedsame Reich Salomons ... Amster-
dam 1700. [690]
-, -: Ein geistlicher Alarm ... Amsterdam 1700. [691]
-, -: Die Glorie oder Herrlichkeit Sarons in der Erneuerung der Natur
... Amsterdam 1700. [692]
-, - : Leich-Predigt, Amsterdam 1703. [693]
-, -: Der Jane Leade letzten Lebensstunden. 1705. [694J
-, -: Die Auferstehung des Lebens. 1705. [695]
A.V. 463 f. - Gw 114. Verloren.

LEW ALO, ERNST ANTON

Commentatio ad historiam religionum veterum illustrandam pertinens, de


doctrina gnostica. Heidelbergae: Mohr et Winter 1818. XVI, 159 S. 8°.
[696J
Vermutlidt Ges,nenk des Verfassers, vgl. Anhang H.
Angebunden:
1. Li n d: De coelibatu christianorum, 1839 [698];
2. S t ä u d I in: Geschichte der Vorstellungen vom Eide, 1824 [544].
A.V. 77 - B 71 - Verbleib?

LIMMEIl, KAIlL AUGUST

Urbegriffe des griechisch-römischen Heidentbums. Ein Lehrbuch. Riga: Auf


Kosten des Verfassers 1806. XXII, 360 S. 8°. Ppbd. [697]
Exlibris herausgelöst. Rütken.dtild von Sch beschrif.et: Limmer, Gried1. Heiden-
tbum. - Auf S. )05 und 306 eine Bemerkung über Md xx, .dieses alberne alte
Weib", angestrichen (BI.).
A.V. 132 - B 05 - A 29.
sm. A. 557.
220

LIND, PETEIl ENGEL

De coelibatu mristianorum per tria priora secula. Dissenatio quam pro gradu
Licentiati theologiae scriptam publico eruditorum examini subjieier Peter
Engel Lind. Respondenre Omatissimo And. Laur. Car. Lisrow. Die XXIII.
Decernbris. Hauniae Typis Excudebar Bianco Luno. 1839. 75 S. 8°. ppbd.
[698]
Zahlreime Striche im Text und an den Seiten (BI.). S. 15 [z. T. vom Buchbinder
beschnitten], Seh: Hek, p. lJ-17 stultissime adsumitur, d.silde/räum homini natu·
ral. itJemqu. '/Jeh.m.ntissimulm/ .i .tiam posse n. in mmttm quid.m '/Jenlir./.
Urspriinglich zusammengebunden mit Lewa I d: Commentatio [696].
A.V. 77 - B 71 (wo als Verfasser: Listow; so auch Gri 88, S. 139) - B 05 (nach
Auflösung des Sammelbandes als br.) - A 29 (noch als br. und als nicht im A.V.
enthalten aufgeführt).
Sch. A. 558.
Zwei Zitate: W 11,711 (2. A. 1844); Pli, 337 (1851).

LINDE, JOHANN WILHELM

Sentenriae Jesu Siraeide ..• graece. Text. ad lidern eod. et vers. emendavit
et iIlustravit - - . Gedani 1795. 8°. Ppbd. [699]
A.V. 69 - B 71 - Verbleib?
Fraglich, ob die (spät einsettenden) Zitate Seh', aus Jesus Sirach auf diese AU$gabe
zurückgehen. Das früheste, W 11, 622 (schon 2. A. 1844), nennt ausdrücklich die
.verbesserte Obersetzung von Kraus". Die späteren PI, 351, 364 (Zusatz im HE),
420; Pli, 487 und 611 (Zusätze im HE); N, XXI (Vorrede der 2. A. 1854), geben
keine Ausgabe an.

LOYAU D'AMBOISE, •••

Vie de saint Fran~ois de Sales ... Paris: J. J. Blaise 1833. 8°. Ppbd. [700]
A.V. 43 (unter dem Verfassernamen d'Amboise) - B 71 (unter dem Verfasser·
namen d'Amboise) - Verbleib?

LUTHEIl, MARTIN

Liber de servo arbitrio, contra Des. Erasm., ... cum brevibus annotationibus
quibus B. vir ab aeeDsarione quasi absolutum Calvinian., vel durius aliquod
Dei decretum in libro ipso statuerir, praeeipue vindiearur edirus a Sebastiano
Schmidio ••• Ed. sec., cum praefatione apologetica Joh. Joadtimi Zentgravii
... pro iisdern annotarionibus conrra Petrum Yvonem. Argenrorati, sumpt.
J. R. Dulsseckeri 1707. 227 S. 4°. ppbd. [701]
A.V. 64 - Verbleib?
Seh zitiert diese Ausgabe E 63, 68 (schon!. A. 1841).
221

-, - : Kern- und KraftstelIen über widttige Gegenstände aus D. Mucin


Luthers Sdtriften gezogen und alphabetisdt geordnet. Ein lehrreidtes Lese-
budt für die Verehrer dieses großen freymüthigen Mannes. Lpz: Supprian
1797. Ppbd. mit Lederrucken. [702]
Exlibris. Keine Unterstreichungen.
A.V.63 - B 71 - Erworben von der Stadtbibliothek Homburg. Verschollen.
-, -: Sittenbudt für den Bürger und Landmann, aus seinen Werken gezo-
gen [von J. F. W. Fismer]. Lpz: Vo.s 1794. Ppbd. [70l]
A.V. 6S - Verbleib?

MARTIN, JACOB

De causa peccati. Norimb: 1641. 8°. Pgmbd. [704]


A.V. 447 - Verbleib?

MIlLANCHTRON, PHILIPP

Commentarius d. anima. Philipp Melanthon Vitebergae 1540. [In fine:]


Vitebergae. Ex ofIicina P[etri] Seitz anno 1540. 247 S. 8°. Holzbd. [705]
A.V. 451 (. Vitebergae 548") - Verbleib?
Zitate: Zitatensammlung von 1816/1817 (D XVI, 131), dann G, 104 (2. A. 1847).

MISSllUNI, MELcHlOR.

De la bienheureuse vierge Mari. avec l'enEant JCsus, par Raphael Sanzio,


nouce d. - - , tcaduite d. l'Italien. Pans: A. Guyot 1858. 25 S. 8°. Br.
A.V. ? - Gw 160. Verloren. [706]

MOLINOS, MIG11EL DE

Recueil d. diverses pi~ces cone.mant le quiecisme et les quietistes, ou Moli-


nos, ses sentimens et ses disciples. Amsterdam: A. Wolfgang et P. Savouret
1688. 322 5., Table des dtapitres. [707]
Striche. Auf dem Vorsatzblatt: A. Sa,opt1lh",," 1842.
A.V. 86 - Gw 80.
Zitiert W H, 706 Anm. (smon 2. A. 1844), zusammen mit der MlI1Iud"ctio spiri-
t",,'i. des Molinos vOR 1675 (ital. 1680, lat. 1687), auf die zuerst im MSbudt Foli-
ant, S.317 (1827), verwiesen wird.

MONTALIIMBERT, [CKAR.LES FODES RENE], COMPTE DE

Histoire de Sainte Elisabeth d. Hongrie, Dudtesse de Thuringe (1207-


1231). Tom. I. (428 5.), Tom. 11. Bruxelles: Meline, Cans et Compagnie
1838. 2 Hfrzbde. [708]
222

A.V. 89 - Gw 62 (Nur Tom. I erhalten: Exlibris, keine Serime).


Ein Hinweis auf das .sehr lesenswerthe" , hier in einem BtÜsseler Namdruck vorlie-
gende Werk W 11,706 (2. A. 1844).

[MONTMIGNON, ud ]EAN-BAPTISTE]

Choix des lettres edifiantes, ecrites des missions etrangeres; avec des addi-
tions, des notes critiques et des observations pour la plus grande intelligence
de ces lettres. Par Mnx [I'abbe ].-B. Montmignon] Vol. I-VIII. Paris:
Maradan / H. Nicolle 1808-1809. 8°. Ppbde. [709]
A.V. 1263 - B 66 - B 05 (nur mehr Vol. VI) - A 29 (. Vol. I - VIII" I)
Sdt. A. 515 (Tome sixi~me. Missions du LevaDt, Prec~d~es d'un. Notice historique
sur la vie de Mahomee, la religion, le g~ni., les triomphes de ce faux prophete.
Par Mx"". T. sec. Paris: Maradan I H. Nicolle. 507 S. 8°. Ppbd. IE:dibris, keine
Serime und Randglossen ]).

MORITZ, KARL PHILIPP

Götterlehre, oder mythologische Dichtungen der Alten zusammengestellt von


- - . 3. unveränd. aber wohlfeilere Ausg. Bin: ]. F. Unger 1804. 8 Ppbd. Q

[710]
Exlibris. Nam TtÜ 37 mehrere kurze Zitate aus antiken Klassikern, z. B. siehe
Pl.tonis S:ymposium p. 182 - lli... VI, 130 - Was VI, 155 - Od:ys: XI, 260 usw.
A.V. 1236 - Trü 37, Nr. 128. Erworben von Oscar Häfliger, Zürim - Ba 59 -
Verbleib?

NITZSCH, CAIU. IMMANlJEL

Ober den Religionsbegriff der Alten. [Sonderdruck aus den Theologischen


Studien von C. I. Nitzsch.] Hamb: Fr. Penhes 1832. 48 S. 8°. Steif br. [711]
NadJ Gwinnet. Katalog mit smönet Kopfzeimnung.
A.V. 133 - Gw 419. Verloren.

OBEREIT, ]ACOB HEIlMANN

Die Einsamkeit der Weltüberwinder, nach innern Gründen erwogen von


einem lakonischen Philantropen [Jac. Herm. Obereit). Mit Anmerkungen
des Herausgebers. Lpz: Böhme 1781. 8°. ppbd. [712]
A.V. 84 - Gw 356. Verloren.
-, - : Vertheidigung der Mystik und des Einsiedlerlebens gegen Hr. Leib-
arzt Zimmermann. Frankf. a. M.: Eichenberg 1775. 8°. Frzbd. [713]
A.V. 82 - Gw 357. Verloren.
223

[PETERSEN, JOHANN WrLHELM]

Das ewige Evangelium der allgemeinen Wiederbringung aller Creaturen ...


s.1. 1699. Ppbd. (Sammelbd.). [714]
Angebunden:
1. Pis I 0 r i u.: Das ewige Zorngericht Gottes, 1700 [716];
2. Sc h war z, Henr.: Eins von berden ... , 1678 [7381.
A.V. 129 - Gw 26. Verloren.

PICTET, ADOLPHE

Le Myst~re des Bardes de I'ne de Bretagne, ou la Doctrine des bardes gallois


du moyen lige sur Dieu, la vie future et la transmigcation des limes. Texte
original, traduction et commentaire. Gen~e 1856. 12°. [715]
A.V. 1371 - B 71 - Verbleib?
Zwei Zitate: W 11, 579; Pli, 614 (Zusatz im HE).

PISTORIUS, JOHANN WEltNER

Das ewige Zomgericbt Gottes, wider das ewige Evangelium ... Magdeb: Sei-
del 1700. [716]
Angebunden, mit S c h war %: Eins von berden, an [P e t e t sen] : Das ewige
Evangelium [7141.

POIRET, PrEll1lE

Biblioteca Mysticorum selecta, tribus constans parcibus ... praemlmrur


praeparationis loco ... Jac. Gärden, ... dissenatio de theologia pacifica scu
comparativa sive de theologiae duistianae essentialibus et accessociis discer-
nendis ... Amstelaedami: Wetstein 1708. 352 S. 8°. Pgmbd. (Sammelbd.).
[717]
Angebunden:
1. Po i t e t: Fides el ratio, 1707 [719];
2. Po ire t: Virlutum Christianarum insinualio, 1705 [720].
A.V. 8S - Gw 28. Verloren.
-, - : Cogitationum rationalium de Deo, anima et malo, libri quatuor, in
quibus quid de hisee Cartesius ejusque sequaees ... senserint ... atque ...
tota metaphysica vecior, continentuc; nec non Benedicri de Spinoza atheis-
mus et exitiales errores funditus extitpanrur. Editio 2" [eum objectionibus
P. Bayle]. Amstelodami: Typ. blaviana 1685. 808 S., index. 4°. Pgmbd.
A.V. 459 - B 71 - Verbleib? [718]
224

- , - : Fides et ratio collatae ac SUD utraque loco redditae, adversus Prin-


cipia Joannis Lodtii •.. cum accessione triplici: 1. de Fide implicita, sive
nuda; 2. de 55. Scripturarum certitudine ac sensu; 3. de Perfeetione et feli-
citate in hac vita. Amstelaedami: Wetstein 1707.472 5., index. 80 • [719]
Angebunden an Po ire t: Biblioteta Mystitorum seletta [717].
- , - : Vinutum Christianarum insinuatio facilis et quibusvis accommodata.
Amstelodami: J. Wolters 1705. 125 S. 80 • [720]
Angebunden an Po ire t: Biblioteca Mystitorum .eletta [717].

POR.DAGE,JOHN

Gömidte und Wahre Metaphysica, Oder Wunderbare, durch Erfahrung er-


langte WissenschaJft Der Ewigen und unsichtbaren Dinge. Entdedtt durch
D. Joh. Pordädsche. 2. Bd. In sich haltend drey Tractate Als von der Ewigen
Welt, Von der Ewigen Natur. Und von der Englischen Welt. Frandd. und
Lpz: Johann Martin Hagen 1715. VOtr., 360, 209, 261 S., Register. 8°.
Pgmbd. [721]
Exlibris. Keine Strime.
A.V. 639 - Gw 106.
Pordage wiTd N, 123, als Lehrer der Jane Leade erwähnt (.mon 1. A. 1836).

PuU, HEINR.ICH ADoLPH

Die Theologie des Theophrastus Paracelsu5 von Hohenheim, in Auszügen aus


semen Sdtriften dargestellt und herausgegeben. BIn: L. Oehmigke 1839. XII,
137 S. 80 • Ppbd. (Sammelbd.). [722]
Angebunden:
1. S Ü s. e, J. G.: Umständlime Nad!rimt ... , 1772 (1072);
2. Wen z e I, G. J.: Unterhaltungen über Geisterersmeinungen ... , 1800 [1083];
3. Tell er, J. P.: Vom Wiederkommen, ...• 1806 [1076].
A.V. 391 - Verbleib?

RANd:, AR.MAND-JEAN LE BOUTHILLIER. DE

Lettres. Reeueillies et publi~es par B. Gonod. Pari.: Amyot 1846. XVI,


436 S. 80 • Ppbd. [723]
Exlibris. Strime (BI.).
A.V. 37 - Gw 334.

RAYMUNDUS DE SABUNDE

Theologia naturali. siue liber crea turarum specialiter de homine & de natura
eius in quantum homo, & de his que sunt ei necessaria ad cognoscendum seip-
225

sum & deum & omne debitum ad quod homo tenetur & obligatur tam Deo
quam proximo ... Francof. 1635. [724]
A.V. 237 - B 71 (.Franmf. 1735") - Verbleib?
Ein nimt übernommener Hinweis auf das Buch im HE der 1. A. von W I (zu der
SteHe W I, 484,4).

REUCHLIN, HBII.MANN

Gesdtidlte von Port-Royal. Der Kampf des reformirten und des jesuitischen
Katholicismus unter Louis XIII. und XIV. 1. Bd. bis zum Tode der Ange-
liea Amauld 1661. XXIV, 818 S., 2 S. Verbesserungen. 2. Bd., vom Tode
der Reformatorin Maria Angelica Arnauld 1661 bis zur Zerstörung des
Klosters 1713. XX, 836'5. Hamb und Gotha: Friedrich und Andreas Permes
1839. 1844. 8°. Ppbde. [725]
E:dibris, eiD%.eIne Striche und Dtudtfehlervetbesserungen im 1. Bande (BI.). Ober
S. 792, Sm: ergo greJe porcorllm [BI.]. Der 2. Band war nicht in Sm'. Besitz, er ist
vor 1880 von J. Baer angefügt und später für Grisebach, dem 1. entsprechend,
gebunden worden.
A.V. 80 (1. Bd.) - B 71 (nur 1 Bd!) - B 80 (.2 Bde. Ppbd. und geh.") - Gri 88
(nur 1. Bd.) - Gri 05 (2 Bde.) - H 64.
SeIt. A. 603/42.
Erwähnt W II, 706 (.dwn 2. A. 1844).

RINGSI.!I5, NBPOMIJIt

Ueber den revolutionären Geist auf den deutschen Universitäten. Eine An-
trittsrede, gehalten am 18. December 1833. 2. A. München: Literarisch-
artistische Anstalt 1834. 39 5. 8°. [726]
Urspcünglidt beigebunden (Ppbd):
1. Harn a n n: Mandterley zur Geschichte der metacritischen Invasion. Nebst
Fragment einer seltenen Metacritik, 1800 [1478];
2. H e gel: Differenz des Fichte'schen und ScheHing'schen Systems der Philo-
sophie, 1801 [223];
3. [B u c h hol z 1 : Kabinet Berliner Charaktere, 1808 [1431].
Zahlreiche Striche und Randglossen. Auf der letzten Seite Zeichnung, Brustbild von
vom: Karikatur von Ringseis mit Eselsohren. (Faks. Gri 30, S. 133.) Im Titel korri-
giert ScJJ .Antrittsrede" in: Kapuzinade - S. 23: .Haben Sie nichts gelernt aus der
alten und neuen Geschichtel" Sm: u. Sie nichts aus der Grammatik - S.28: .Nie
widersteht dem Feuer der Wissenschaft das Irrige, Schlechte, Verderbliche." Sm
[streicht. Wissenschaft" und setzt dafür1: Inquisition. - S. 31 bemerkt ScJJ zweimal:
Frechheit - S.38: .Auch der nordamerikanische [Staat] hat religiöse Basen; daß
e. so wenige sind, ist ein Grund seiner künftigen Auflösung.- Sm [ergänzt .Basen"
zu]: Fraubasen.
A.V. ? - B 71 (5. 125) - B 80 (bereits aus dem Sammelband gelöst: geheftet) -
226

Gri 88 (91, 169) - Gri 05 - Gri 30 - Er...orben von Rudolf Frhrn. von Simolin,
Seeseiten (gest. 1945) - Verbleib?
Ober die .öffentliene Ausprügelung des elenden Ringseis· du ren Fallmereyer sen reibt
Sth mehrfaen an Frauenstädt: 30. 8. 1851 (D XV, 67), 12. 10. 1852 (D XV, 171:
....ohlv.rdiente Züentigung·) und 11. 5. 1854 (D XV, 305): "Exekution an dem
nientswürdigen Obskuranten Ringseis").
- , - : Uber die Nothwendigkeit der Autorität in den höchsten Gebieten
der Wissenschaft. Rede an die Studirenden der k. Ludwig-Maximilians-Uni-
versität in München. München: J. G. Weiß, Universitätsbuchdrucker 1855.
36 S. 4°. Geh. [727]
Striene und Randbemerkungen Sth', (z. T. bei Gri 88) - S. 7 f.: .Kane lehrte, die
Philosophie habe der Theologie, nient umgekehrt diese der Philosophi., die Fackel
vorzutragen ... Die Antworten auf die wientigsten Fragen der Mensenheit lauteten
von nun an ganz anders ... Erlebten wir nient erst neulien, daß die Schüler eines
und desselben Meisters, die Hegelsene Reente, Linke und Mitte sien gegenseitig
Unvernunft vorwarfen und daß einer der allerneuesten mit der völligsten Ver-
zw.iflung endet, bezüglien auf alles höhere Erkennen, Lieben und Wollen.' Dazu
Anm.7 (auf S. 28): .Schoppenbauer [sie] ist es. Vgl. Weigelt, Vorträge. Hamburg
1855." Sth setzt dazu einen wütbenden Randstrien. - S.25: .Die Zeiten liegen
freilim hinter uns, seit die Ketzer gemartert und verbrannt worden sind. Die
Mensenheit ist humaner geworden und der Staat läßt derlei fromme übungen nient
mohr aufkommen." Sth [unterstreient die Worte .freilien" und .derlei fromme
übungen" und senreibt dazu]: Schade! - S. 30 (Anm. 13): .Der Professor Whewen
in Cambridge sagt, daß alle großen Entdecker in der Wissensdtaft dem Glauben an
einen persönlienen intelligenten Welturbeber zugethan waren ... gegenüber diesen
Mönnern ... W!lS bedeuten die kleinen Zwerge und Sumpflienter, deren Irrsenein
kaum über den Sumpf, aus dem sie entstanden, hinausreient?" 5th: Die seneinen
euen doch viel Sorge zu maenen.
Adam von Daß sandte die Rede am 19.2. 1856 5th zu (D XV, 456), unter Hinweis
auf die Stelle S. 7 f. 5th dankte am 27.2. 1856 (D XV, 47): .von dem getadelt %u
werden ist ehrenvoll.· Im Brief an Frauenstädt, 28. 3. 1856 (D XV, 479) sprient er
von einer .Schandrede-.
A.V./ - Gri 88 (90-91) - Gri 05 - Gri 30 - eru 40. Verbrannt.

RITSEllT, EIlNST LUDWIG

Der Orden der Trappisten. Dannstadt: }. W. Heyer 1833. XX, 360 S. 8°.
A.V. 79 - Verbleib? [728]
Auf dieses Werk könnten Sth', Darlegungen über die Trappisten zurückgehen: W I,
467; W II, 725 (2. A. 1844); PlI, 339.

[ROHMER, THEoDoR]
Kritik des Gottesbegriffs in den gegenwärtigen Weltansichten. Noerdlingen:
C. H. Beck 1856. VI, 96 S. 8°. [729]
227

Auf dem Vorsatzblatt, Sm: Auetor est RohmeT, eodem anno vita Je/llneIN'. [T.]
- Einzelne Bleistiftstriche.
Angebunden an B ä h r: Die Schopenhauer'sche Philosophie, 1857 [47].

SALLET, FRIEDRICH VON

Die Atheisten und Gottlosen unserer Zeit. 2. A. Hamb: Hoffmann und


Campe 1852. X, 266 5.8°. Ppbd, [730]
Exlibris. Auf dem Vorsatzblatt, Sch: Resultate der Fichte-Schelling-Hegelschen
Philosophie, naiv ausgesprochen u. populär vorgetragen: sie beweisen, wie sehr es
noth mat, daß ich kam. [T.] - Striche und Randglo"en (BI.). Uber S.66/67, Sch:
Die Spitze, in der diese saubern Lehren auslaufen.
A.V. 352 - Gw 255.

SALOMON

Der Prediger, oder Kohelems Lehren, übersetzt von J. E. G. Smmidt. Gie-


ßen: Heyer 1794. 8°. [731]
A.V. 68 - Verbleib?
- , - : Uebersetzung des Koheleth, nebst grammati.ch-exegetischem Com-
mentar von Moses Heinemann. BIn: Vos. 1831. Ppbd. (Sammelbd.). [732]
Beigebunden :
1. S t ä u d I in: Geschichte der Varstellungen und Lehren vom Selbstmorde, 1824
[543];
2. Stäudlin: Geschichte der Lehre vom Gewissen, 1824 [54\];
3. und 4. .2 Abhandlungen von Ase her und S a v a r y •.
A.V. 67 - B 7\ - Verbleib?
Das erste Zitat aus dem Koheleth findet sich W I, 366 (schon \. A. 1819); spätere
N, 32 (1. A. 1836); E, 110 (1. A. 184\); WH, 731, 741 (2. A. 1844) und vor allem
in den Parerga: PI, 78 (Zusatz im HE), 135, A. (Zusatz nach .Spicilegia" 451, d. i.
1851), 354 (1851), 525, 527, 528 (die drei letzten Zitate: Zusätze im HE); Pli,
U, 457 (1851). Keines dieser Zitate bezieht sich auf eine der beiden Ausgaben, -
Vgl. Morris Stockhammer: Koheleths Pessimismus. XXXXI. Jahrb. 1960, S. 52-81;
George Stad<: Nochmals Koheleths Pessimismus. XXXXIII. Jahrb. 1962, 107-110.

SANCHEZ DE AREvALo, RODRIGO [RODERICUS SANTIUS]

Speculum vitae humanae .. , Johannes prys Ciuis Argentinus [Argentorari]


1507, fol. [733J
Angebunden an [A u r i fa b er, Aegidius 1: Speculum exempl. ex diversi. libri•
. " [1412].
228

SANClfONIATHON BERYTHIOS

Quae feruntur Fragmenta de Cosmogonia et Theologia Phoenicum Graece


versa a Philone Byblio servata ab Eusebio Caesariensi. Graece et Latine
recognovit, emendavit, notis selectis illustravit Joh. Conr. Orellius. Lips:
Hinrich 1826. XX, 51 S. 80 . Ssntbd. [734]
Exlibris.- Einzelne RaDds.nriften (T.).- p. XII, Sth [unter der Seite] : Angli semp.r
subotlor.nt,., p,.titlos '''0' jutl••os. - S. 10, sth [über der Seite]: No" .J.,t sene.,
jutl...,., imp.,,,,,, .fi.t 114." fi.t hoc, fi ..t iU,.tl", srtl '(1"'. '1 "Dito. ~ou "".ulun:o •
......., !.ÖL"'''' UQxrov - ..bsqu. omm /ooto,. jutl.ico. - S.33, Sch [unter der Seite]:
Si Gr.«i j,.d•• orum mythologiflm cognovi".nt, .tum Samso"em Her.clem j,.tl.e-
o,."m nomi1klSsent.
Aaeebunden: C t e. i a e Cnidi quae supersunt, 1823 [1335].
A.V. 506 - Gw 353.
Zwei Zitate: P I, 126 f., 136 f. (Zusätze im HE).

[SCHNELLENBACH ]

Die Stellung des Geistlichen in der Gemeinde. Sonderdruck, s. I. e. a., an-


geschlossen einige andere kleine Aufsätze. 32 S. 80 . [735]
Einige Striche.
AngebWlden an Li n d n er: Die erste stehende deutsche Oper [1234].

SCKOEMANN, GEOllG FlUEDlllCH

De cupidine Cosmogonico disputatio. Grypruae: C. A. Koch (Th. Künike)


1852.26 S. 4°. [736]
Striche und einzelne Randbemerkungen (T.). - S. 12, Sth [am Rande]: ,ect.' [dar-
unter]: A,;n.!
Ein Hinweis auf die .sehr lesenswerthe Dissertation" im HE der 2. A. des Haupt-
werk., dana.n W I. 389 (3. A. 1859).
-, -: De Pandora. Commentatio Mymologica. Gryphiae: C. A. Koch
1853. 31 S. 4°. [737]
Anstreichungen und einzelne Randbemerkungen (T.).
Beide Schriften angebunden an K 0 s a c k: Beiträge zu einer systematischen Ent-
wickelung der Geometrie aus der Anschauung [966].

SClfW AU, HENllICUS

Eins von beyden da ist. Zwei unwiderrufliche Endurmeile ... Helmstädt


1678. [738]
Angebunden an [P e t e r sen:] Das ewige Evangelium [714].
229

SENSA SANCTOIlUM ECCLESIAE DOCTOIlUM AC PATIlUM CI&CA USUM MATIlI-


MONII. Viennae 1832. 248 S. 8°. Ppbd. [739]
A.V. S4 - B 71 - Verbleib?

SPENEIl, PHILIPP JACOB


Die den Kindern Gottes verleidete Liebe der Welt. Nodunahl zu henzlichen
derselben Ablegung in dreyen Predigten vorgestellet .•. Frandd. a. M.:
David Zunner 1690. Zuschrift, 232 S., Ordnung der Materien. 16°. Ppbd.
[740]
Exlibri •• Einzelne Striche (Bl.).
A.V. 98 - Gw 375.
- , - : Oe natura et gratia liber singularis. Francof. ad M. 1715. Hpgmbd.
[741]
A.V. 50 - Gw 263. Verloren.

S'ITTLEIl, L[UDWIG] T[IMOTHEUS FIlH. VON]


Grundriß der Geschichte der christlichen Kirche. 2. A. Gött: Vandenhoedt
und Ruprecht 1785. 8°. Hfrzbd. [742]
A.V. 42 - Verbleib?

STllAUSS, DAVID FIUEDIlICH


Die christliche Glaubenslehre in ihrer geschichtlichen Entwidtlung und im
Kampfe mit der modemen Wissenschaft dargestellt. Bd. 1. 2. Tüb: C. F.
Osiander. Stuttg: F. H. Köhler. 1840. 1841. XVI, 717; VIII, 739 S. Ppbde.
[743]
A.V. 60 - Gw 23. Nur Bd.2 erhalten: Exlibris; keine Striche.

LETZTE STUNDEN EINEIl NACH LANGEIl VEIlIIlIlUNG DUIlCH JESUM GEFUN-


DENEN SEELE. Berlin 1758. [744]
Angebunden an Nova. epistolae [1416].

TAULEIl, JOHANNES
Nachfolgung Des armen Lebens Christi in zwey Tbei!e abgetheilet: Deren
der Erste sagt wie viele Unterschiede der wahren Armuth, der Andere lehret,
wie man soll kommen zu einem vollkommenen armen Leben. Zum ersten-
mai im Jahr 1621 aus einem alten von Anno 1448 geschriebenen Exemplar
230

von Wort zu WOrt treulich und gantz unverfälscht nachgedruckt. Franckf.


a. M. und Lpz: J. F. Gleditsch. 1703. 1529 Sp., Register. 4°. Pgmbd. [745]
Exlibris. Einzelne AnstreidlUngen (Bl.). Auf dem Vorsatzblatt: A. Schop.nb" ..er. -
[Spätere Notiz:] Job, TauI., von Straßburg, ein Beitrag zur Geschichte der Mystik
im Mittelalter, v. Kar I Sc b m i d t, 1841 - 'I. Rth. - behauptet, daß die
MeJulI.. anima. nicht von Tauler sei, sondern eine Kompilation aus seinen u. Andrer
Schriften. Die älteste Ausg: ist die Leipziger v. 1498. Dann folgt die Baseler v.
1521; nach dieser, jedoch mit übertragung des Oberrheinischen Dialekts in den
Meißener, ist die Ausgabe: v. 1621 (deren unser Titel erwähnt) abgedrudn, von
welcher gegenwärtige eine Wiederholung zu seyn scheint. Hingegen ist die Spener'.
sehe v. 1720 eine Verdeutschung der in unserer Vorrede erwähnten Lateinischen
Arbeit des Su,iu., welche eine verstümmelte u. interpolirte Paraphrase der deut·
schen Sammlung v. Peter v. Nymwegen ist: sie ist also schlecht. (Dieses aus einer
Recoosion der neuesten Ausg: des Tauler 1841, in der Jena'sd!eo Litt: Zeitg Septr.
1842) Tau I. r f10rirte um 1330. - Die • Na c h f 0 I gun g. ist sein Haupt·
werk, die • M e d u 11 a· eine bloße Kompilation aus seinen Werken und aus
denen der ähnlim Gesinnten.
A.V. 28 - Gw 8.
Erwähnungen Taulees: Eestlingsmanuskripte HN I, 465 Anm. (Dresden 1817);
W I, 457 f. (schon 1. A., mit VoransteIlung der M.J"lI" "nima. vor der Namfol·
gung), W I, 460; W II, 706; P II, 11.

TEllSTEEGI!N, GI!RHAI\D

Leben Heiliger Seelen. Ein Auszug aus Gerh. Tersteegens auserlesenen Lebens-
beschreibungen heiliger Seelen. Bd. 1.2. 2.A. Mchn: Lentoer 1815. 8°. Ppbde.
A.V. 48 - Gw 245. Verloren. [746]
Sch erwähnt das Buch W I, 454 (schon 1. A. 1819).
-, - : Weg der Wahrheit, die da ist nach der Gottseligkeit; bestehend aus
zwölf bei verschiedenen Gelegenheiten aufgesetzten Stücken und Tractätlein,
nebst zwei Zugaben. Vonnals einzeln gedruckt, jetzt aber zusammen heraus-
gegeben von G. T[er]St[eegenJ. 7. verb. A. Essen: Bädeker 1834. 280 S. 12 0 •
Steif br. [747]
A.V. 49 - Gw 275. Verloren.

NOVUM Tl!STANENTUM Graece secundum editiones probatissimas expressum


nova versione latina i!1ustratum. Praecipua lectionum et interpretationum
diversitatis indice instructum. Auctore D. Henrico Augusto Smotl. Ed.
quarta, novis curis adornata. Lips: J. A. Barth 1839. XXVIII, 859 S. 8°.
Ssntbd. [748]
Auf dem Vorsatzblatt literarische Notizen. Striche, einzelne Randglossen. Auf dem
Rüdtdedtel ein handschriftliches Register.
A.V. 72 - Gw 374.
231

Ein NO'Uum Testamentum Graece mit Randbemerkungen, Strimen und Eintragungen


hat (nam d. 11. Jahrb. 1913, S.242) Professor H.Busm (Celle) dem Sdtopenhauet-
Armiv (damals Kiel) gesmenkt. Verbleib?

VETUS TESTAMENTUM ex versione septuaginta interpretum. Olim ad fidem


Codicis MS. Alexandrini a Joanne Erneno Grabe S. T. P. Nune vero exem-
plaris Vaticani Aliorumque Mss. Codd. Leetionibus Var. Nec non Criticis
Dissertationibus illustratum, insigniterque locupletarum. Summa cura edidit
Joannes Jaeobus Breitingerus. Tiguri Helvetiorum: Joann. Heidegger 1730.
Tomus I: Dedicatio, Praefationes, Prolegomena, ;03 S. 4°. Frzbd. [749]
Exlibris. Zahlteime Randglossen aus versmiedenen Zeiten CI'. und BI.). - S.332,
Sch [zu Deut. VI, 10l: Deu. latronum. - S. 333, Sch [über der Seite]: Philosophia
morali. juda.orum. oli8s 11'il tl.etlCl"l\'. - S.406, Sch [über der Seite, die J05ua X,
18 -28 enthält]: Quam"is hat< mera mendada sint, c,..delitat.m istius gentis elee-
tae, .. ec non Dei ejl.., satis demonstrant. - S. 409, Sch [über der Seite, die Josua
XI, 8-19 enthält]: Intelliga. ist ..m K;yrium magistrum injuslili,.e, e",delitatis,
seele",m, rapinae & nequiliae esse inter foetidam suam gentem.
Tomus 11. [749a]
Tomus III. [749b]
- Vetus Testamenturn ex versione septuaginta inrerpretum. Olim ad fidem
Codicis MS. Alexandrini summo studio & incredibili Diligentia expressum,
emendatum ac suppletum a Joanne Ernesto Grabe S. T. P. Nunc vero Diver-
sis Vaticani exemplaris lectionibus aliisque accessionibus insignita locupleta-
turn. Summa cuca edidit Joannes Jacobus Breitingerus. Tiguri Helvetiorum:
Joann. Heidegger 1730. Tomus IV: Prolegomena, Praefatio, 373 S. [749c]
Exlibris. Auf der Rüd<seite des Vorsatzblattes: ArthuT Schopenhauer 1852. Einzelne
Strime, Randbemerkungen und Stelleonamweise. - Ober S. 190, Sth [zu Job 39,
21-40,8]: Iste Kyrios, ubi d. justitia ejus quaeritur, potentiam ".am ostendat: sed
hoc est .Migbt for Right." & imuper I1nQ~aa., e., Q1.M> yew,.
A.V. 463a (4 voll.) - Gw 9. Nur Tom. I und IV erhalten.

THl!OLOGIA DEUTSCH: Die leret gar manchen lieblichen underscheit godicher


warheit und seit gar hohe und gar schone ding von einem volkomen leben.
Neue nach der einzigen bis jetzt bekannten Handschrift besorgte vollstän-
dige Ausgabe [von Franz Pfeiffer]. Stottg: S. G. Liesching 1851. XVI, 120 S.
80 • Ssntbd. [750]
Auf dem Vorsatzblatt, Sth: Dieser Text ist ohne Vergleim besser, als die bekannten
Drudte; da man beim Uebersetzen ins Homdeutsme ,im mit dem Text die ver-
wegensten Freiheiten genommen u. so ihn bald abgesmwämt, bald geradezu ver-
ballhornt hat. A. S. [T.] - Zahlreiche Anstreimungen (T. und BI.): S.52: .Im
sprim: der die 'uone frigete, war umb Iminstu, si sprlme ,im muß sdtlnen und ver-
232

mag anders nichts •...• Sch: Parerga 11, 522 [T.J [= Pli, 687 - gemeint ist die
Sonnenfabel, S 389.J - S. 60: .Ji solte weder di .. noch das dn, Oder w~re weder
di .. noch das und wer kein werk oder würkligkeit oder des glichen, wa, were dan
oder solte got selber oder wes got ware es? ...• Sch: Welt als Wille u. V. 11, 635
[T.] [= WH, 737.] - S. 89: .bllbt weder ich noch mich, mln, mir, du, dln und des
glichen .•.• Sch: Ma"""l 0/ B"dhism p. 258. [T.)
A.V. 39 - Gw 35.
Vgl. Sch an Frauenstädt, 11.3. 1852 (D XV, 91 f.): .Ich wünsche sehr, daß Sie die
jetzt in Stungart ers.nienene ,Theologia, deutsch' 1851 in 256 Exemplaren gedruckt,
lesen wollten. Sie ist die erste authentische Ausgabe der in s.non 60 Auflagen, die
aber alle ver ball h 0 r n t sind, erschienenen ,Deutschen Theologie', 'n ach
ein e m Man u s k r i p t von 1496 diplomatisch genau, im Alten Deutsch. Dar-
aus habe ich allererst dieses berühmte Werk eigentlich kennen gelernt. Die Ueber-
einstimmung mit meiner Philosophie ist wundervoll. Er wohnte 1350, mir gegen-
über, im Deutschen Hause, in Sa.nsenhausen. Lesen Sie es ja: es kostet nur 24 Sgr."
Weitere Empfehlungen des Buches in Briefen an Frauenstädt, 31. 5. 1854 (D XV,
320), an von Doß, 10. 1. 1855 (D XV, 372: •... Daran kann man sich stärken u.
erheben.·) und 14. 3. 1858 (D XV, 629: .Aber die ,Theologia deutsch' ziehe ich
doch [dem Meister Eddtart] vor.·) Zahlreiche Erwähnungen und Zitate in den spä-
teren Auflagen von SrJls Schriftea: W I, 457; W 11, 705 f.; Pli, 11, 107,334, 612;
auch im Gespräd. mit Carl Georg Bähr (Ge.präche, 244).

THOMAS VON AQUIN

Quaestiones disputatae. Lugduni 1500. fol. Sldbd. [751]


A.V. 10 (.s. I. 1509") - Verbleib?

TIEPTB.UNK, ]OHANN HEINRICH

Unumstößlicher Beweis, daß Kleuker so wenig als Michaelis, Leß und Semm-
ler die Wahrheit des Cbristenthums gerettet haben. Frankf. und Lpz: 1789.
8°. [752]
A.V. ? - B 69 - Gr 88 - Verbleib?

TOLAND, ]OHN

Letters to Serena. London 1704. [753]


Auf dem zweiten losen Vorsatzblatt, nad. bibliographischen Notizen von anderer
Hand, Besitzervermerk: d. 7. Sept. 1815. ATth"r Schopmh.,,", DT.
Von sch wohl bald wieder weggegeben, nicht mehr im A.V. I. J. 1944 von einem
Kunden der Firma Het Oude Boek, Nijmwegen, erworben. - Verbleib?
-, -: Nazarenus: or ]ewish, Gentile and Mabometan Christianity. Loo-
don 1718. [754]
A.V. 286 - Verbleib?
233

-, - : Pantheisricon: or the form of celebrating the Socratic Society. Lon-


don 1751. 8°. Ldbd. [755]
A.V. 306 - B 71 - Verbleib?

TZSCHI&NE&, HEINRICH GOTTLlEB

Der Fall des Heidenthums ... Herausgegeben von M. C. W. Niedner. 1. Bd.


Lpz: Barth 1829. 624 S. 8°. Ppbd. [756]
A.V. 7S - B 71 - Verbleib?

VÖLCKER, K[A&L] H[EIN&JCH] W[ILHELM]

Die Mythologie des Japetischen Geschlechtes, oder der Sündenfall der Men-
schen nach griecbisdJ.en Mythen. Gießen: Heyer 1824. 8°. Ppbd. [757]
A. V. 1237 - Gw 121. Verloren.

WALCH, JOHANN GEOKG

Christliches Concordienbuch, worinnen sämmtlidte gewöhnliche symbolische


Schriften der evangelisch-lutherischen Kirche deutsch und lateinisch enthalten
sind. Jena: Cröker 1750. 8°. [758]
A.V. 66 - Gw 13. Verloren.
Sth hat Walen. Bum bereits vom 16.3.-18.5.1814 von der Herzoglimen Biblio-
thek in Weimar entliehen (0 XVI, 113).

WEGSCHEIDE&, JUL[IUS] AUG[UST] Lw[wIG]

Institutiones theologiae christianae dogmaticae. Ed. IV. Halae 1824. 8°.


Ppbd. [759]
Randglossen Seil!, mitdere Handsdlrift (teilweise veröllentlidlt Gri 05, S.137-
139). S. 38: .Arg"",."t"", d, " i , "e spociosissimH"'. q"o esse rnlellllio"em
51.pe"'"I"ralem IIss,,.,.m. p. ti I ion i s l' r i n c i p i i. ,,,od .,,,Igo dieit"., 'IIilio
premit"•. Jrl eni", ."mit"• • x U" ,"". i" ali,,,o li",o. q"i modo ,,,adam '''per-
IIIIt"rali con/cct,,, .s.e perhibel..r. occ...,,,nl. H"ie a"te", ip.i /idem .sse IIdhib.,,-
Jam hoc IIrg"",mto .cilie.t persuador. con ....t"r. q..od ,upe","t"r"lem rnleillrio-
n.m conti"oat. Ir",,,o Jemo"str"nrl"", pro demonstrata po""nt, Ac si , .. is. '" /it,
rlltionis h"", ....a, i",",cilliteJtem r,liriorn.q..' ""t ..rali, ins"gid,nt;"", • peccaro
originali. 'x 1111'S" ,.oroplasrorum .dlietl ori.."do. demon.trare 'IIolit. is .an' id,,,,
",;1;"'" committet," 5th: eire..l..s 'IIilio .... [BI.1 - S,40: .insita", ""imi. no.,ns
religioni. i d. a '" ," Sth: ! - S. 217: ••Oie Allgegenwart Gottes ist nur zu ver-
nehn al. die a I1 m ä c h t i g. G e gen war t ). Sdlleiermamer. Der mri.tlidle
Glaube 1,280," 5th: Allmädltige Gegenwart ist Nonsens: allenfalls kann der, wel-
mer gegenwärtig ist. zugleidl [gestr, per accid.n.] aum allmämtig seyn: aber das
ist die Manier jenes aus Worten smlei.r machenden Männmens. A. S. - S,257
234

[Text gekürzt]: .Commentum de praeexi,tentia anima rum Judaei, baud ineogni-


turn ! ..isse. dubitari nequit, te,tibu, Pb i Ion e et J 0 ' e p h 0, Rabbinorum
opinione, de animi, praeex;'tentibu, in ~ijl GUfl) aIJert Eis e n m eng e r Ent-
dednes ludenthum. 11. 12 ss. De My<!' et Messia, quos haud pauci iam ame mun-
dum eonditum Deo adfuisse putahant, v. Be r t hol d t Christologia Judaeorum.
135 ss." Scb: Und so sumen überall diese Herren das eigentlim Christlime aus dem
Christenthum hinaus zu exegesiren, um es zum reinen, krassen Judenthum zurück-
zuführen." - S, 290: .ab . , , Kantianae philosophiae fautoribus haec quaestio ita
de/inita est, ut mundus extra tempus, '. creatus dieeretur.· Sch [nam .tempus"]:
Smöpfung außer der Zeit ist Widersprum und Unsinn: weil alles kausale Wirken
Priorität der Ursam und folgl. die Zeit voraussetzt. - S, 293: .Ceterum qui narra-
tiones istas Mosair:as ad institutionem vitae commltnis trans!erte studet, maxime
caveTt debet, nt homines nostri puriore numinis idea imbuti~ quam quae in libTis
illis paHim significata est. singula momenta nimium premenao oDendantur ... "
Sch [zu den von ihm unterstrimenen Worten singula ... oIJendantur]: d. h. mein
Pfäfflein smleimt leise darüber weg: damit der Unsinn nicht aufgerührt werde. -
S. 317: •... quivis Chri,tianus haud extra se quaerat Malum Genium, sed potius
in !Uo ipsius pectore i. e. in ipsius pravis eupiditatibus , ..• Sch: Die Orthodoxen
haben Recht, welche behaupten, daß mit der Existenz des Te u f e I, aum die des
Gottes verloren gehn würde. Denn der eine ist Ahriman und der andre Ormuzd.
Ist aum der Ahriman bloß in eurer eignen Brust; so ist's auch der Ormuzd: wartet
nur, dies diem docet. - S.319 [überschrift]: .Doetrin:< bibiic"." Sch: ecce! [BI.]
- S.343: .quod Mel[anchthonJ Soeratis, Zenoni" Catonis aliorumque ",irllttes
phi los 0 phi c a S ut aic, pro vitiis habel et viTlutum umbris. [~44] e:c amOTf:
J

laudis ortis, parum memor fuisse videtur eorum, quae leguntur apud Ci<. de oIJic.
I. 4. )Hontstum, e ti a m s i no b i I i tat um non si t, tamen honestum est,
quodque 'lJere dicimus) e ti a m s i a nuLL 0 lau d e t u r ~ natuTa eHe lauda-
bile.,· Sch: ecce! - S.350: "" idea numinis· Sch; d. h. die Flause die wir uns
in den Kopf gesetzt haben. - S. 350: Primum nec benignitas Dei . .. nec ,apientia
... nec justitia Dei admittit, ut innocentes ob alienum peccatum ita puniantur, ut
ipsis peccandi necessitas imponatuT.· Sch: d. h. der in unsrer fundamentalen Ur-
kunde dargestellte Gott handelt boshaft, dumm und ungeremt. - S. 351: .Qua dili-
genlius in eo elaboratum IHit, quae 4ev; nost,i laus est praeclarissima, ut, quaecun-
que tuerim reett rationis exealendae impedimenta fomitesque peccatorum, quam
maxime minuerentuT atque tollerentu" t!o verius commentum illud de peccato ori-
ginali ... ad iustas revotari poterit sententia,." Scb: D. h, eine wohlgeordnete Poli-
zei wird uns allmälig zum Himmelreim verhelfen. - S.414: .Quicunque e vita
turpi ... in gratiam ,um Deo reversus, ab eodern pTaemiis dignus judicabitUT. His
praemiis aulem sumtn4 poenaTum er culpae in vita prava contracla'lIm minuttur
atque elevabitur ... • Sch: Gottes Bumhaltung. - S. 489: .Christus eum solis tami-
lilZribus hac coena usus est, et M a t t h a e u s, qui ex omnibus scriptoribus ss.
salus eidem intertuit, mandatum illud omnino silentia praetfTmisit." Sch: Johannis?
[BI.]
A.V.53.
Deutsme Staatsbibliothek. Berlin.

1) Guf: eine Schatzkammer im Himmel.


235

Sch', Urteil PlI, 413 f.: • Wegscheider als Apostel der Rationalisten"; er zeige .in
seiner naiven Dogmatik" (§ 115), daß er keine Ahndung vom Geist des Christen-
tums habe; Pli, 611; ein Hinweis auf die bei W. zusammengestellten Etymologien
des Wortes supers/i/jo.
-, -: .Eine philosophische Abhandlung·. [760]
Angebunden an B r a n dis: Vom Begrilf der Geschichte der Philosophie [82]
(B71).

WICHMANN, GOTTPlllED JOACHIM

Biblische Hand-Conkordanz und Wörterbuch zur Beförderung eines schrift-


mässigen und nützlichen Vortrags beim Religionsunterricht. Mit C. V. Kin-
dervaters Vorrede. Th. 1. 2. Lpz: Jaeobäer 1806. 4°. [761]
A.V. 74 (. Weichmann") - B 69 - Verbleib?

WIGGEllS, GUSTAV FlllEDlllCH

Versuch einer pragmatischen Darstellung des Augustinismus und Pelagianis-


mus von dem Anfange der Pelagianischen Streitigkeiten bis zur dritten
Oecumenischen Synode. Bin: Rücker 1821. 8°. Ppbd. [762]
A.V. 78 - B 66 - B 71 - Verbleib?
SdJ scheint das Werk von Wiggers vor dem Ersdleinen der 2. A. seines Hauptwerkes
kennen gelernt zu haben. Die Augustinusstelle von 1819 (W I, 479) wird in dieser
2. A. durch eine Darlegung über die Natur der Erbsünde erweitert, die das OpllS
imperfec/um des Augustinus heranzieht, aber sich nicht unmittelbar auf Augustinus
stützt, sondern auf Wiggers (S. 103 f.). Ein Zitat aus Wiggers auch P 11, 387.

WOLDERSHAUSEN, ÜTTO ANDllEAS

Das Leben des ... Grafen N. 1. von Zinzendorf. Wittenberg und Zerbst
1749.96 S. 8°. In 1 Ppbd. mit: [763]
-, -: Gegründete Nachrichten von dem Ursprung, Fortgang und Mitteln
zur Ausbreitung der herrnhuthischen Seele. Wittenberg u