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Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtsreihe

Datum Thema Erwarteter Lernzuwachs


29.01.2019 Einordnung Textgattung; Merkmale Die SuS erschließen den Text der Gattung
(D) der KG und Charakterisierung von Kurzgeschichte und erarbeiten Merkmale
Figuren aus dem Text heraus. Die SuS
charakterisieren die Figuren anhand von
(„Sonntag“ von Max Bollinger) Textbelegen (direkt und indirekt).
01.02.2019 Deutung ausgewählter Textstellen Die SuS erschließen den Text tiefgehend,
(E) zur Verdeutlichung der durch das Hineinversetzen in eine Figur
Figurenbeziehungen der Kurzgeschichte.
Unterrichts- („Sonntag“ von Max Bollinger)
mitschau
04.02.2019 Probleme der Kommunikation – das Die SuS erkennen die Mehrdeutigkeit von
(E) 4-Ohren-Modell nach Schulz von verschiedenen Aussagen und zeigen diese
Thun selbstständig auf.
(„Sonntag“ von Max Bollinger)
(„Fenstertheater“ von Ilse
Aichinger)
05.02.2019 Sprachliche Gestaltung aufmerksam Die SuS erkennen verschiedene Stilmittel
(D) wahrnehmen - Stilmittel sowie im Text und erläutern ihre Wirkung. Die
Analyse der Erzähltechnik SuS unterscheiden verschiedene
(„Sonntag“ von Max Bollinger) Erzähltechniken voneinander und erkennen
(„Fenstertheater“ von Ilse diese im Text.
Aichinger)
08.02.2019 Ausfall durch Schüler-Lehrer- /
Elterngespräche
11.02.2019 Anwendungsstunde Die SuS vertiefen ihr Wissen zur
(E) („Ein netter Kerl“ von Gabriele Figurencharakteristik, Analyse (Stilmittel
Wohmann) und Erzähltechnik) und Interpretation und
wenden dieses selbstständig im Text an.

12.02.2019 Kreatives Schreiben Die SuS nutzen kreative Verfahren und


(D) schreiben den zuvor analysierten Text nach
festgesetzten Kriterien um bzw. weiter.
15.02.2019 Präsentation der Schülerprodukte Die SuS festigen ihre Präsentierfähigkeiten
(E) und geben konstruktives Feedback anhand
festgesetzter Kriterien.
18.02.2019 KG von der Nachkriegszeit bis zur Die SuS ordnen Texte in einen historischen
(E) Gegenwart; Biografie von Wolfgang Kontext ein und analysieren ihn
Borchert dementsprechend.
Arbeitsteilig:
Wolfgang Borcherts KG:
- „Kirschen“
- „Die Küchenuhr“
- „Nachts schlafen die Ratten doch“
19.02.2019 Wolfgang Borcherts KG: Die SuS stellen die KG anhand von
(D) - „Kirschen“ Standbildern zu markanten Textstellen dar
- „Die Küchenuhr“ und geben den Inhalt der KG prägnant
- „Nachts schlafen die Ratten doch“ wider.
22.02.2019 Wolfgang Borcherts KG: Die SuS vergleichen zwei der
(E) - „Kirschen“ Kurzgeschichten miteinander.
- „Die Küchenuhr“
- „Nachts schlafen die Ratten doch“
25./26.02 und Winterferien /
01./04./05.03
08.03.2019 Präsentation der favorisierten Die SuS festigen ihre
(E) Kurzgeschichten Präsentationsfähigkeiten und lernen viele
verschiedene Kurzgeschichten kennen.
11.03.2019 Tiny Tales als moderne Realisierung Die SuS verfassen eigene
(E) der KG Kürzestgeschichten anhand selbst
erarbeiteter Kriterien.
12.03.2019 Kursarbeit zum Thema /
„Kurzgeschichte“

Planungsübersicht der Stunde

Übergeordnetes Lernziel:

Die SuS können die Kurzgeschichte „Sonntag“ von Max Bollinger durch das Deuten von
ausgewählten Textstellen inhaltlich erschließen und anhand dessen Rückschlüsse über die Beziehung
zwischen den Figuren (Vater, Mutter, Daniela und Heinz) ziehen.

Teillernziele:

Die SuS können …

…die Beziehungen zwischen den Figuren (Vater, Mutter, Daniela und Heinz) mit Hilfe eines
Soziogramms beschreiben. (AfB I)

…das Verhalten von Vater, Mutter, Daniela und Heinz analysieren. (AfB II)

…eigene Interpretationsansätze zur Kernaussage der Kurzgeschichte „Sonntag“ von Max Bollinger
erläutern. (AfB II) [fakultativ]

...Schlussfolgerungen aus ihren Analysen ziehen und die Ergebnisse anschaulich darstellen. (AfB III)

…Zusammenhänge zwischen dem Gesagten und dem ausgeführten Handeln erläutern und den
Einfluss auf die Beziehungen innerhalb der Kurzgeschichte beschreiben. (AfB III)
Geplanter Unterrichtsverlauf
Phasen / Inhalte Sozialformen Medien
didaktische
Funktion
Einstiegsphase Erstellen eines Soziogramms zur Figurenbeziehung in der Kurzgeschichte „Sonntag“ Schülerpräsentation, Whiteboard;
von Max Bollinger. gUG Whiteboard-Marker;
4 Namensschilder
Erarbeitungsphase I Aufteilung in 3 Gruppen (á 3-4 SuS) GA Arbeitsblatt inklusive
Arbeitsteilige Analyse der Figurenäußerungen (G1: Vater, G2: Daniela, G3: Mutter und Arbeitsaufträgen;
Heinz). (AfB II – III) und Bearbeitung von zielführenden Leitlinien zur Übertragung der Folienschnipsel;
Ergebnisse auf die Figurenbeziehungen. (AfB II-III) Folienstift

Auswertungsphase I Präsentation der Ergebnisse in folgender Reihenfolge: (G1, G2, G3) Schülerpräsentation, Overheadprojektor;
UG Folie;
Folienschnipsel;
Folienstift
Überleitungsphase „Erläutert, worin das aktuelle Hauptproblem (übereinander und nicht miteinander Whiteboard;
sprechen; Gefühle verschleiern; Konkurrenzkampf der Eltern; Übertragung ihrer Whiteboard-Marker
subjektiven Sichtweise auf die Tochter und damit einhergehend die Ausblendung
objektiver Faktoren) der Figuren untereinander besteht.“

Thematisierung der Kernaussage der Kurzgeschichte [fakultativ bei Zeitplus]


Vertiefungsphase I Schulung der Empathiefähigkeit und Anwendung der Erkenntnisse aus EA I durch das GA Rollenkarten;
Einnehmen einer Figurenperspektive (Vater, Daniela, Mutter) aus der Kurzgeschichte in UG Whiteboard;
einem Gespräch mit einem Familientherapeuten (zugeteilte SuS). Whiteboard-Marker
Ziel: Finden von Interventionsmöglichkeiten (miteinander und nicht übereinander
sprechen; Sichtweisen Anderer akzeptieren und nicht stets Bestärkung suchen;
Selbstvertrauen stärken; Neuanfang wagen; Bestes für die Tochter fokussieren)

*Zeitplus Die SuS erläutern, worin die Kernaussage (Kommunikation als Schlüssel gelungener Beziehungen; Sonntag = Feststecken in
Trotzritualen) der Kurzgeschichte „Sonntag“ von Max Bollinger besteht.

**Zeitminus Die Auswertungsphase I wird zügig gestaltet. Es werden nur die wichtigsten und strittigsten Ergebnisse vertiefend hinterfragt. Ebenso
könnte die Vertiefungsphase stärker gelenkt werden.
Anhang:

Soziogramm am Ende Auswertungsphase:


V-T- Beziehung = keine Priorität

* bestimmend
einschmeichelnd

genervt
Verschlossen
lästern / sticheln

Vertrauensverhältnis ist gestört


Verschlossen

Reden nicht miteinander – nur


übereinander

manipulierend Interessiert daran, dass der Vater


die Kosten übernimmt
egoistisch
verletzt *einfühlsam, zugewandt, fürsorglich,
interessiert, aufbauend
Soziogramm in der Einstiegsphase:

Überleitungsphase:

Aktuelles Hauptproblem der Familie: Kommunikationsprobleme: übereinander und nicht miteinander sprechen; Gefühle verschleiern; Konkurrenzkampf der
Eltern; Übertragung ihrer subjektiven Sichtweise auf die Tochter und damit einhergehend die Ausblendung objektiver Faktoren
Arbeitsblatt (Gesamtergebnis) (Schülerversion)

Vater Mutter Daniela Das Zitat macht deutlich, dass


„Wie geht es in der Schule?“, fragte
der Vater. „Wie immer“, antwortete
Daniela. „Wird es fürs Gymnasium
reichen?“ (Zeile 8ff.)
„Für mich waren Prüfungen nie ein
Problem“, sagte der Vater. (Zeile 14)

Daniela war froh, als der Kellner das


Essen brachte. (Zeile 15)

„Deine Mutter konnte nie richtig


kochen“. (Zeile 17)

Er sprach über Autos wie die Jungen


in der Schule. Daniela verstand nicht,
wie man sich über ein Auto freuen
konnte, … (Zeile 32/33)
„Wie alt bist du eigentlich?“ „Wie alt bist du eigentlich?“
„Hundert“, sagte Daniela. „Nein, „Hundert“, sagte Daniela. „Nein,
ehrlich …!“ „Das solltest du doch ehrlich …!“ „Das solltest du doch
wissen. Du fragst mich jedesmal …“ wissen. Du fragst mich jedesmal …“
(Zeile 42ff.) (Zeile 42ff.)

„Hast du einen Freund?“ „Nein!“, „Hast du einen Freund?“ „Nein!“,


sagte Daniela. (46/47) sagte Daniela. (46/47)
Vater Mutter Daniela Das Zitat macht deutlich, dass

Der Vater war verstummt und


schaute alle fünf Minuten auf seine
Uhr. (Zeile 55)
„Ach, du bist schon wieder da?“,
sagte die Mutter. (Z. 60)

„Sonntags lasse ich mich gehen“,


sagte sie zu ihren Freunden,
„sonntags bin ich nicht zu sprechen.“
(Zeile 62)

„Ich möchte wissen, warum er


eigentlich darauf besteht, dich zu
sehen. Im Grunde liegt ihm doch
nichts daran. Nur weil es das Gericht
so entschieden hat und um mich zu
ärgern.“ (Zeile 67 ff.)
„Es geht ihm ausgezeichnet“, sagte
sie. „Er hat sich ein neues Auto
gekauft und sieht prima aus.“ (Zeile
70)

„Ich esse bei Brigitte.“ (Zeile 82)


Arbeitsauftrag Erarbeitungsphase I:

Gruppe 1: Vater

Arbeite zunächst in Einzelarbeit und beantworte Aufgabe 1-3 sowie die Leitlinien.

1.) Lies die Zitate des Vaters gründlich durch. Schaue, wenn nötig, ob etwas Entscheidendes zuvor oder danach geschieht.
2.) Interpretiere die Zitate, indem du überlegst, was mit den Aussagen wirklich gemeint ist (= Redeabsicht/ Intention).
3.) Beantworte im Anschluss daran folgende Leitlinien:

Leitlinien:

Erläutere die Beziehung des Vaters zu seiner Tochter. Finde aussagekräftige Beispiele dazu.

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_________________________________________________________________________________________________________________________________

Erläutere die Beziehung des Vaters zu der Mutter von Daniela. Finde auch dazu aussagekräftige Beispiele.

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_________________________________________________________________________________________________________________________________

Begründe, ob sich der Vater in dieser Situation wohlfühlt oder nicht.

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Besprich deine Ergebnisse mit deiner Gruppe, schreibt eure Ergebnisse (Tabelle Aufgabe 2) auf die Folienschnipsel und überlegt gemeinsam, ob ihr neue
Erkenntnisse aus den Leitlinien ziehen könnt. Findet eine Möglichkeit, die wichtigsten Erkenntnisse ins Soziogramm einzubauen.
Tabelle zu Aufgabe 2:

Vater Das Zitat macht deutlich, dass


„Wie geht es in der Schule?“, fragte
der Vater. „Wie immer“, antwortete
Daniela. „Wird es fürs Gymnasium
reichen?“ (Zeile 8ff.)
„Für mich waren Prüfungen nie
ein Problem“, sagte der Vater.
(Zeile 14)

„Deine Mutter konnte nie richtig


kochen“. (Zeile 17)

„Wie alt bist du eigentlich?“


„Hundert“, sagte Daniela. „Nein,
ehrlich …!“ „Das solltest du doch
wissen. Du fragst mich jedesmal
[…]“ (Zeile 42ff.)
„Hast du einen Freund?“ „Nein!“,
sagte Daniela. (46/47)

Der Vater war verstummt und


schaute alle fünf Minuten auf seine
Uhr. (Zeile 55)
Auftrag Gruppe 2: Daniela

Arbeite zunächst in Einzelarbeit und beantworte Aufgabe 1-3 sowie die Leitlinien.

1.) Lies die Danielas Zitate gründlich durch. Schaue, wenn nötig, ob etwas Entscheidendes zuvor oder danach geschieht.
2.) Interpretiere die Zitate, indem du überlegst, was mit den Aussagen wirklich gemeint ist (= Redeabsicht/ Intention).
3.) Beantworte im Anschluss daran folgende Leitlinien:

Leitlinien:

Erläutere die Beziehung zwischen Vater und Daniela. Finde aussagekräftige Beispiele dazu.

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Erläutere die Beziehung zwischen Daniela und ihrer Mutter. Finde auch dazu aussagekräftige Beispiele.

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Begründe, ob sich Daniela in dieser Situation wohlfühlt oder nicht.

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Besprich deine Ergebnisse mit deiner Gruppe, schreibt eure Ergebnisse (Tabelle Aufgabe 2) auf die Folienschnipsel und überlegt gemeinsam, ob ihr neue
Erkenntnisse aus den Leitlinien ziehen könnt. Findet eine Möglichkeit, die wichtigsten Erkenntnisse ins Soziogramm einzubauen.
Tabelle zu Aufgabe 2:

Daniela Das Zitat macht deutlich, dass


Daniela war froh, als der Kellner das
Essen brachte. (Zeile 15)

Er sprach über Autos wie die Jungen


in der Schule. Daniela verstand nicht,
wie man sich über ein Auto freuen
konnte, … (Zeile 32/33)
„Wie alt bist du eigentlich?“
„Hundert“, sagte Daniela. „Nein,
ehrlich …!“ „Das solltest du doch
wissen. Du fragst mich jedesmal
[…]“ (Zeile 42ff.)
„Hast du einen Freund?“ „Nein!“,
sagte Daniela. (46/47)

„Es geht ihm ausgezeichnet“, sagte


sie. „Er hat sich ein neues Auto
gekauft und sieht prima aus.“
(Zeile 70)
„Ich esse bei Brigitte.“ (Zeile 82)
Auftrag Gruppe 3: Mutter und Heinz

Arbeite zunächst in Einzelarbeit und beantworte Aufgabe 1-3 sowie die Leitlinien.

1.) Lies die Zitate der Mutter gründlich durch. Schaue, wenn nötig, ob etwas Entscheidendes zuvor oder danach geschieht.
2.) Interpretiere die Zitate, indem du überlegst, was mit den Aussagen wirklich gemeint ist (= Redeabsicht/ Intention).
3.) Beantworte im Anschluss daran folgende Leitlinien:

Leitlinien:

Leitlinien zur Kommunikation zwischen Daniela und ihrer Mutter:

Erläutere die Beziehung zwischen Mutter und Daniela. Finde aussagekräftige Beispiele dazu.

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Erläutere die Beziehung zwischen der Mutter und Danielas Vater. Finde auch dazu aussagekräftige Beispiele.

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Begründe, ob sich die Mutter in dieser Situation wohlfühlt oder nicht.

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Leitlinien zur Kommunikation zwischen Daniela und Heinz (Zeile 94-105)

Beurteile die Kommunikation zwischen Daniela und Heinz.


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Benenne Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kommunikation zwischen Daniela und Heinz und der zwischen Daniela und ihrer Mutter.

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Besprich deine Ergebnisse mit deiner Gruppe, schreibt eure Ergebnisse auf die Folienschnipsel und überlegt gemeinsam, ob ihr neue Erkenntnisse aus den
Leitfragen ziehen könnt. Findet eine Möglichkeit, die wichtigsten Erkenntnisse ins Soziogramm einzubauen.

Tabelle zu Aufgabe 2:

Mutter Das Zitat macht deutlich, dass


„Ach, du bist schon wieder da?“,
sagte die Mutter. (Z. 60)

„Sonntags lasse ich mich gehen“,


sagte sie zu ihren Freunden,
„sonntags bin ich nicht zu
sprechen.“ (Zeile 62)

„Ich möchte wissen, warum er


eigentlich darauf besteht, dich zu
sehen. Im Grunde liegt ihm doch
nichts daran. Nur weil es das
Gericht so entschieden hat und um
mich zu ärgern.“ (Zeile 67 ff.)
Erwartungsbild (Gesamtergebnis) (Erwachsenenversion)

Erarbeitungsphase I:

Vater Mutter Daniela Das Zitat macht deutlich, dass


„Wie geht es in der Schule?“, fragte der Vater Interesse am Leben von
der Vater. „Wie immer“, antwortete Daniela hat – allerdings nur
Daniela. „Wird es fürs Gymnasium oberflächlich – Prestigethemen wie
reichen?“ (Zeile 8ff.) Ausbildung – fragt aber nicht „Wie
geht es dir? Fehlendes Interesse an
ihren Gefühlen
„Für mich waren Prüfungen nie ein der Vater sich in einem besonders
Problem“, sagte der Vater. (Zeile 14) schönen Licht darstellen möchte und
seine Tochter damit – beabsichtigt
oder auch nicht – unter Druck setzt
bzw. setzen möchte
Daniela war froh, als der Kellner das Daniela nicht mehr über ihre
Essen brachte. (Zeile 15) Schulnoten reden will, zumal der
Vater betont, selbst keine Probleme
in Schule und Ausbildung gehabt zu
haben.
„Deine Mutter konnte nie richtig der Vater zumindest in diesem Punkt
kochen“. (Zeile 17) nicht viel von seiner ehemaligen Frau
hält. Er scheut sich nicht, negativ
über Danielas Mutter zu sprechen.
Er sprach über Autos wie die Jungen der Vater nicht weiß, wofür sich
in der Schule. Daniela verstand nicht, Daniela interessiert. Ihm sind Dinge
wie man sich über ein Auto freuen wichtig, die für Daniela keine
konnte, … (Zeile 32/33) Bedeutung haben.

„Wie alt bist du eigentlich?“ „Wie alt bist du eigentlich?“ Daniela keine Lust mehr hat, diese
„Hundert“, sagte Daniela. „Nein, „Hundert“, sagte Daniela. „Nein, Frage immer wieder zu beantworten.
ehrlich …!“ „Das solltest du doch ehrlich …!“ „Das solltest du doch Sie ist verletzt und genervt von der
wissen. Du fragst mich jedesmal …“ wissen. Du fragst mich jedesmal …“ mangelnden Aufmerksamkeit ihres
(Zeile 42ff.) (Zeile 42ff.) Vaters.
Vater Mutter Daniela Das Zitat macht deutlich, dass

„Hast du einen Freund?“ „Nein!“, „Hast du einen Freund?“ „Nein!“, Daniela ihren Vater sogar anlügt,
sagte Daniela. (46/47) sagte Daniela. (46/47) weil sie mit ihm nicht über ihr
Gefühlsleben sprechen möchte.
Der Vater war verstummt und der Vater nervös ist. Die
schaute alle fünf Minuten auf seine bevorstehende Verabredung ist ihm
Uhr. (Zeile 55) wichtiger als das Zusammensein mit
seiner Tochter.
„Ach, du bist schon wieder da?“, die Mutter zeigen möchte wie
sagte die Mutter. (Z. 60) erstaunt sie ist. Im Grunde will sie
damit aber verdeutlichen, dass sich
der Vater keine Zeit für sie nimmt.
„Sonntags lasse ich mich gehen“, sie ritualisiert versucht, den
sagte sie zu ihren Freunden, regelmäßigen Treffen zwischen Vater
„sonntags bin ich nicht zu sprechen.“ und Tochter aus dem Weg zu gehen
(Zeile 62) und sie es nicht nötig hat, sich für
jemanden hübsch zu machen.
„Ich möchte wissen, warum er die Mutter auch nicht viel von ihrem
eigentlich darauf besteht, dich zu ehemaligen Mann hält. Auch sie hält
sehen. Im Grunde liegt ihm doch sich nicht zurück und spricht schlecht
nichts daran. Nur weil es das Gericht über Danielas Vater.
so entschieden hat und um mich zu
ärgern.“ (Zeile 67 ff.)
„Es geht ihm ausgezeichnet“, sagte Daniela es nicht ertragen kann, wenn
sie. „Er hat sich ein neues Auto die Mutter behauptet, der Vater
gekauft und sieht prima aus.“ (Zeile interessiere sich nicht für sie. Sie
70) verletzt ihre Mutter absichtlich.
„Ich esse bei Brigitte.“ (Zeile 82) Daniela kein Vertrauensverhältnis zu
ihrer Mutter hat. Sie lügt auch ihre
Mutter an und spricht nicht über ihren
Freund.
Rollenkarten für die Familientherapeuten:

Die Aufgaben eines Familientherapeuten:

 Lenken des Gesprächs


 Was brauchen die Mutter, der Vater und Daniela, um besser miteinander auszukommen?
 Vermittelnde Position zwischen den Beteiligten (keine Bevorzugung)
 Vermeidung von ausufernden Konflikten
 Offene Kommunikation fordern und fördern

Ziele der Familientherapie:

 Entwicklung von Verständnis und Empathie füreinander


 Strebt positive Veränderungen der Beziehungen zwischen Familienmitgliedern an
 Aktivierung und Stärkung der Familie zur selbstständigen Lösung von Problemen
 Eventuell Strategien/Regeln für ein gesundes Miteinander erstellen

Eure Aufgabe:

 Findet Möglichkeiten zur Verbesserung der familiären Beziehungen, gemeinsam mit der Familie.
 Gefundene Möglichkeiten haltet ihr am besten schriftlich auf dem Whiteboard fest.

Formulierungshilfen (ihr seid nicht verpflichtet sie zu nehmen – sie dienen als Hilfestellung)

Wie fühlen Sie sich […]


Wie haben Sie / du die letzten Wochen so wahrgenommen? Gab es positive / negative Veränderungen?
Was brauchen / st Sie / du um sich/dich wohlzufühlen?
Was glauben Sie denkt / fühlt ihre Tochter, wenn …
Vertiefungsphase

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