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Was ist Bodymapping Akupunktur Technik? Bodymapping ist eine vereinfachte Methode mit distalen Punk- ten, Schmerzen

Was ist Bodymapping Akupunktur Technik?

Bodymapping ist eine vereinfachte Methode mit distalen Punk- ten, Schmerzen und Stagnationen zu behandeln. Hierbei werden einfache Bilder (Images) verwendet, die Beziehungen der Meridi- ane zueinander werden genutzt und die anatomische Korrelation von Muskeln und Sehnen.

Bei dieser Technik werden, anatomisch ähnliche Orte auf der gegenüberliegen- den Seite des Körpers gesucht. Es beginnt mit den Bildern der Extremi- täten und bezieht sich dann auf spezi- fische anatomische Orte von Knochen und Muskeln. Die Bilder der Extremitäten sind zum Beispiel die Hand für den Fuss, das Knie für den Ellenbogen, die Hüfte für die Schulter etc Wenn man diese Bilder nun weiter ex- trapoliert wird das Becken durch das Schulterblatt behandelt. Dabei wird speziell der hintere Beckenkamm durch den Kamm auf der Skapula behandelt. Es ist nicht wirklich möglich diese Kno- chen zu behandeln, doch müssen wir sie zueinander korrelieren, so dass wir auch die Muskeln und Sehnen,welche an ihnen festgemacht sind, in Bezie- hung bringen können. Diese Beziehungen sind oftmals rein anatomischer Natur und haben nichts mit den Verläufen der Meridiane zu tun. Die Bilder der Extremitäten sind seit

Tausenden von Jahren im Einsatz. Sie wurden berühmt durch die Meister Tung Familientradition und vor kurzem durch Dr. Richard Tan. Diese Systeme verwenden verschiedene Meridianbeziehungen in Verbindung mit Bildern (Fuss für Hand etc.) um Punkte zu finden, die bei der Behandlung von schmerzhaften Zuständen sehr wirk- sam sind. Nach vielen Jahren der klini- schen Erfahrung habe ich erkannt, dass die Anatomie genauer war als die Be- zeichnung der Meridiane. Nehmen wir die Behandlung von Hand für Fuss. Hier haben wir es mit den Meridianpaaren Dickdarm/Magen (Yang Ming) oder Herz/Niere (Shao Yin) etc. zu tun. Diese Gruppe von Beziehungen ist sehr nahe an den anatomisch entsprechen- den Bereichen, aber nicht immer ge- nau. Gehen wir zum Beispiel davon aus, dass wir im Bereich von Di 4 bei einem Patienten zu behandelnde Schmerzen hätten. Wenn man nun bei der Bezie- hung der Yang Ming Meridiane (Dick-

darm und Magen) bleibt, würde das dazu führen, dass Magen 43-44 Nadeln erhalten würde. Dieser Ort ist nicht sehr effektiv. Die anatomische, korrekte Lage hier für wäre jedoch Leber 3. Dieser Ort ist hingegen sehr effektiv. Es gibt andere Theorien zu der Beziehung zwischen den Meridianen, Dickdarm und Leber welche auch oft verwendet wird, um die Effektivität von Di 4 – Leb 3 zu erklären. Das Problem bei dieser Beziehung ist, dass sie klinisch, in Be- reichen welche sich anatomisch nicht entsprechen, weniger effektiv ist. Ich betrachte die anatomischen Korre- spondenzen als den effektivsten Weg,

nicht entsprechen, weniger effektiv ist. Ich betrachte die anatomischen Korre- spondenzen als den effektivsten Weg,

um mit schnellen, meist unmittelbaren Ergebnissen zu behandeln. Offensicht- lich passen der Arm und das Bein nicht perfekt zueinander, wie auch der entge- gengesetzte Ellenbogen und die Patella. Da die Namenspaare der Meridiane am engsten mit der Anatomie verwandt sind, sind sie ein guter Führer, wenn die Anatomie nicht klar erkennbar ist. Mit etwas Übung wird man jedoch ein kla- reres Verständnis entwickeln.

Hier sind zwei klinische Perlen von schwer zu behandelnden Bereichen, welche durch mich entdeckt wurden und sich mit der Bodymapping Technik, gut erklären lassen

Die Behandlung des Piriformis (Abbildung 1) Ähnlichkeiten: Beide Muskelsätze be- wirken die Aussenrotation von Schulter oder Hüfte. Die Hüftmuskeln verlau- fen zur Gluteusmuskulatur hin und die Schultermuskulatur verläuft zur Deltoi- deusmuskulatur. Unterschiede: Der Teres Major bezieht sich nur auf den Standort und hat ver- schiedene Aktionen. Er zieht an, dreht sich innerlich und dreht den Arm zu- rück. Einige Hüftrotatoren ziehen auch das Bein an, aber keiner dreht sich in- tern. Kommentare: Der Teres minor behan- delt den Piriformis und ist die Hauptbe- ziehung.

Der Teres major und Infraspinatus ha- ben eine geringere Beziehung. Für den Piriformis: Nadle die Mus- kelansätze an der Skapula für die Mus- kelansätzen am Sakrum, nadle Muskel- bauch für Muskelbauch und die Sehnen und Muskelansätzen des Humerus für die Sehnen und Muskelansätze des Tro- chanter. Zur Behandlung der Muskeln Teres Minor und Infraspinatus gehe ich zum Malleolus auf der gegenüber lie- genden Seite bei BL 60 – 61, hier setze ich Nadeln oberflächlich an. Die Hüfte kann auch verwendet werden, um Na- deln in die Piriformis- und Gluteusmus- keln zu setzen.

Der Psoas bezieht sich auf Pectoralis minor (Abbildung 2) Ähnlichkeiten: Beide Muskeln befinden sich an der Vorderseite des Körpers und beide laufen tief zu anderen Muskeln. Unterschiede: Der Psoas ist mit der Wirbelsäule verbunden, beugt die Hüfte und drückt das Bein nach aussen. Der Pectoralis minor ist mit den Rippen ver-

bunden und wirkt auf das Schulterblatt, jedoch ohne eine Auswirkung auf den Arm zu haben. Kommentare: Hier sind es weniger die Ursprünge und Ansätze der Muskulatur oder deren Aktion, sondern viel eher die Tai Yin Meridiane Milz und Lunge, wel- che jeweils diese Muskulatur versorgt.

Das Nadeln des Muskelbauches des Pectoralis minor scheint am besten für die Behandlung des schwer fassbaren Psoas zu funktionieren. Dieser liegt im Bereich des Lungenmeridians (Tai Yin). Für den Pectoris minor setze ich in der Regel distal und auf der gegenüber- liegenden Seite, im Bereich von Milz 5 die Nadeln, da es nicht ganz einfach ist, den Psoas direkt zu nadeln. Ein weiterer nützlicher Punkt für die Psoasmuskula- tur ist, auf der gleichen Seite GB 41 zu stechen, der das Gürtelgefäss freigibt.

Cole Magbanua hat sich bereit erklärt, zwei Wochenenden in der Schweiz zu unterrichten. Am ersten Wochenende wird er uns eine theoretische Einführung in die Body- mapping Technik geben und wie sie in der Praxis angewendet wird. Gerne ist Cole auch bereit an Praktizierenden mit Schmerzen sein System zu demonstrie- ren. Am zweiten Wochenende lernen die TeilnehmerInnen Nadeltechniken und vertieftes Wissen kennen. Um den Un- terrichtsstoff fassbarer zu machen, wird er mit richtigen Patienten arbei- ten. Gerne können die TeilnehmerInnen Patienten mit hartnäckigen Schmerzen mitnehmen.

Patienten mit hartnäckigen Schmerzen mitnehmen. Abbildung 1: Piriformis (1), Gemelli (2), Obturator

Abbildung 1: Piriformis (1), Gemelli (2), Obturator internus (3), Quadratus femoris (4) beziehen sich auf Infraspi- natus (5), Teres minor (6), Teres major

(7)

auf Infraspi- natus (5), Teres minor (6), Teres major (7) Abbildung 2: Psoas (1) bezieht sich

Abbildung 2: Psoas (1) bezieht sich auf Pectoralis minor (2)

Am 15. / 16. / 17. März und 29. / 30. / 31. März 2019 finden im Zollikerberg zwei Work- shops mit Cole Magbanua statt.

pro Kurs: 770.- Fr. / 700.- Fr. für TCM Fachverband Mitglieder Die Kurse sind vom TCM Fachver- band anerkannt

Interessierte wenden sich an Alexander Bechinger +41 79 419 90 92 praxisbechinger@gmail.com

Bechinger +41 79 419 90 92 praxisbechinger@gmail.com Autor: Cole Magbanua Cole Magbanua studiert und praktiziert

Autor: Cole Magbanua Cole Magbanua studiert und praktiziert seit mehr als 25 Jahren eine Vielzahl von östlichen, medizini- schen Traditionen und verwendet die von ihm ent- wickelte «Bodymapping Acupuncture Technik» in einer öffentlichen Klinik. Seit sechs Jahren arbeitet er an der Fakultät am Oregon College of Oriental Medicine. Er gibt Seminare auf der ganzen Welt zu den Themen Akupunktur, chinesische Medizin und Ernährung und führt weiterhin auch eine private Praxis in Portland. Sein kürzlich erschienenes Buch «Bodymapping Acupuncture Technik» erklärt dieses einzigartig System.