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Die Bibel

oder die

Heilige Schrift
des Alten und Neuen Testamentes

übersetzt
mit hinzugefügten Sachparallelstellen
von
Dr. Leonhard Tafel

Revidiert
von
Professor Ludwig H. Tafel

Dritte Ausgabe

Orthographisch und typographisch revidierter Nachdruck


der Ausgabe des Deutschen Missionsvereins der Neuen Kirche
in Amerika - Philadelphia 1911
Vorwort zur ersten Ausgabe
Das christliche Publikum erhält hiermit eine neue Übersetzung der Heiligen
Schrift aus dem Urtext in die Muttersprache. Von einem Freund und Förderer
christlicher Wahrheiten zu diesem Werke aufgefordert, wurde ich bei der Ausführung
desselben von zweien meiner Söhne, Dr. Rudolf L. Tafel, Pastor einer englischen
Gemeinde in London, und Ludwig H. Tafel, Pastor einer deutschen Gemeinde in
Philadelphia, getreulich unterstützt.
Ich trug kein Bedenken, dem Verlangen nach einer vollständigen Sammlung
der in der lutherischen Bibel enthaltenen Schriften zu entsprechen, und werde vielleicht
zu einer späteren Auflage noch weitere Schriftstücke der griechischen Bibel (das
dritte und vierte Buch der Makkabäer, sowie das sogenannte dritte Buch Esra)
beigeben. Ich ging von Luther darin ab, daß ich die Apokryphen, welche teilweise
aus hebräischen Urtexten ins Griechische übertragen, teilweise ursprünglich in
griechischer Sprache verfaßt sind, aus dem griechischen Text übersetzte, wogegen
Luther lateinischen Bearbeitungen dieser Texte den Vorzug gab.
Was die Frage selbst betrifft, ob überhaupt die Apokryphen in die Bibel
aufgenommen werden sollten oder nicht, so bejahen wir sie unbedingt. Sie gehören
allerdings nicht zu den Matth.22/40, Luk.16/29,31, vom Herrn Selbst beglaubigten
inspirierten Schriften des Wortes Gottes, die einen fortlaufenden inneren Sinn in
sich schließen, enthalten aber einen reichen Schatz von geistigen Wahrheiten, die
entweder Erbstücke früherer Weisen oder vielleicht Aussprüche von Lehrern und
Propheten, jedenfalls von frommen, gottesfürchtigen Männern sind. Sie sind zugleich
Zeugnisse einer von der Offenbarung getragenen Religionsphilosophie vorchristlicher
Jahrhunderte. Daneben aber empfehlen sie auch öfter gleich ihren Vorgängern
(Sprüche, Prediger) natürliche Motive als Klugheitsregeln fürs Leben, in denen wir
keine höheren, göttlichen Eingebungen erkennen. Andere beurkunden den Stand
geistigen Fortschritts im jüdischen Volk auf dem Felde der Literatur und zeigen
uns namentlich, wie verschiedene Individuen denselben Stoff auf ihre Weise für
patriotische Zwecke behandelten (Bücher der Makkabäer). Wieder andere sind Proben,
wie vorchristliche, israelitische Dichter mit und ohne geschichtlichen Boden für
dieselben Zwecke gedichtet haben. Jedenfalls bieten auch sie einen lehrreichen,
erbaulichen und zugleich anziehenden Lesestoff für Familien, in denen, wie dies
noch oft sich findet, die Bibel das einzige Buch im Hause ist. Sie versetzen die Leser
im Geist in die Tage der Vorzeit zurück und veranschaulichen, wie in den letzten
Jahrhunderten vor der Ankunft des Herrn die Menschen in Judäa und dessen
Nachbarländern in Sachen der Offenbarung, der Religionsphilosophie und der
Lebensweise in der Welt gedacht, gefühlt und gehandelt hatten. Viele würden deshalb
diese Schriftstücke der alten Bibel höchst ungern entbehren.
Was die äußere Anordnung der Bibel anbetrifft, so erscheint dieselbe in drei
Bänden, welche in beliebiger Weise zusammengebunden werden können. Im ersten
Band sind alle diejenigen Schriften enthalten, von denen der Herr (Luk.24/44) sagt,
daß sie von Ihm Selbst handeln und folglich das Alte Testament im eigentlichsten
Sinn ausmachen, nämlich “Moses Gesetz, die Propheten1 und die Psalmen”. Der
zweite Band enthält die übrigen, sogenannten Hagiographen oder heiligen Bücher:
die Bücher Hiob, Sprichwörter, Hohelied, Prediger, Ruth, Chronika, Esra, Nehemia,
Esther und die Apokryphen.2 Im dritten Band, enthaltend das Neue Testament, sind
die Evangelien und die Offenbarung, als Schriften durchgängiger Inspiration, d.h.
göttlicher Eingebung, der Apostelgeschichte und den Briefen der Apostel vorangestellt.
Da der Vergleich und die Zusammenstellung sinnverwandter Schriftstellen
viel zum Verständnis des Inhalts beiträgt, habe ich die bis jetzt vollständigste
Sammlung derselben unter den einzelnen Versen beigegeben.
Unsere Übersetzung hat das altertümliche, ehrwürdige Gepräge der lutherischen
möglichst gewahrt, und der gründlicheren Sprachforschung der neueren Zeit gehörige
Rechnung getragen, ist aber in bezug auf die Rechtschreibung hebräischer Eigennamen
von Luther abgegangen, was sich in Folgendem rechtfertigen wird. Neben dem
hebräischen Urtext der Offenbarung des Alten Bundes existierte seit Jahrhunderten
vor der christlichen Zeitrechnung eine Übersetzung desselben ins Griechische, die
in Alexandrien, der Hauptstadt des benachbarten Ägypten, aufgekommen war. Dieses
Alexandrien, war der Hauptsitz griechischer Kultur und Gelehrsamkeit und der
Mittelpunkt des kommerziellen Verkehrs Südasiens mit den Küstenländern des
Mittelmeeres und der Sammelplatz einer Masse von Juden geworden, die ihr
Handelsgeist dahin trieb. Und da das Hebräische nicht Landessprache, sondern seit
der babylonischen Gefangenschaft und der Einwanderung fremder Stämme in Palästina
in ein Gemisch aramäischer Mundarten übergegangen war, überwog die Kenntnis
des Griechischen und so der Gebrauch der griechischen Bibel auch unter gebildeteren
palästinischen Juden. Da nun aber das griechische Alphabet mehrere Mitlaute der
anderen Sprachen nicht hat, so wurden die hebräischen Eigennamen, die alle einen
inneren Sinn haben, in der griechischen Übersetzung vielfach entstellt. So hat sich
sch in s, z häufig in s verwandelt; j entweder ganz weggeworfen oder in den Selbstlaut
i verändert, ch in h geschwächt oder ganz weggelassen, h in der Mitte und am Ende
des Wortes, zuweilen selbst am Anfang gar nicht ausgedrückt oder am Ende durch
eine griechische Endung ersetzt. Man vergleiche Eva statt Chawah, Abel statt Habel
oder Hebel, Zion statt Zijon, Aaron statt Aharon, Hesaias (Esaias, Jesaias) statt
Jeschajah oder vollständig Jeschajahu, wo Jod am Anfang sogar in Ha verwandelt
wurde. Neuere Ausleger und Übersetzer sind jedoch bereits teilweise, in der neuesten
Übersetzung der gelehrte Prof. Fürst vollständig zu der ursprünglichen richtigen
Orthographie des Hebräischen, zurückgekehrt. Um keinen Anstoß zu geben, wurde
in den bekanntesten Eigennamen die herkömmliche Orthographie beibehalten, die
richtige aber bei erstem Vorkommen in Klammern beigesetzt.

1. Unter den Propheten verstanden die Juden die sogenannten früheren, zu welchen die
Bücher Joschua, der Richter, Samuels und der Könige gehören, und die späteren oder
eigentlichen Propheten.
2. Gegenwärtige, dritte Ausgabe enthält die Hagiographen und Apokryphen nicht.
Schließlich habe ich noch der getreulichen Beihilfe von Dr. J. J. Balmer in
Basel während des Druckes zu gedenken, der sich besonders der mühsamen Arbeit
des Vergleichens der Parallelstellen unterzog.
So lege ich denn, lieber Leser, die Heilige Schrift, so weit neuere Schriftforschung
reicht, nach ihrem wahren Wortlaut in deine Hände! Forsche in ihr: denn sie zeugt
von Mir, spricht der Herr, Joh.5/39. Leben und Tod habe Ich in ihr vorgelegt! Wähle!
5Mo.30/19.
Dr. Leonhard Tafel.

Vorwort zur dritten Ausgabe

Als sich die Notwendigkeit eines Neudruckes der Tafel`schen Bibelübersetzung


ergab, beschloß der Deutsche Missionsverein der Neuen Kirche in Amerika, die
Herausgabe zu übernehmen. Die für die bisherigen Ausgaben hergestellten Sterotyp-
platten wurden jedoch nur für die Apostelgeschichte und die Briefe wieder verwendet,
während die Bücher Mose, Joschua, Richter, Samuel, Könige, die Psalmen und
Propheten, sowie die Evangelien und die Offenbarung Johannis in einer gründlich
revidierten und verbesserten Übersetzung erscheinen. Professor Ludwig H. Tafel,
der seinem Vater Dr. Leonhard Tafel schon bei der ersten Übersetzung wesentliche
Dienste in der Synonymik geleistet hatte, übernahm diese Arbeit. Sein Bestreben
war darauf gerichtet, die bisherige Übersetzung im Sinne einer noch genaueren
Wiedergabe des Urtextes zu verbessern; maßgebend war hierbei für seine Methode
der Grundsatz, daß jede hebräische Wortwurzel einen bestimmten Grundbegriff
verkörpert, und daß dieser letztere auch in der Übersetzung immer gewahrt bleiben
muß. Deshalb ist in der vorliegenden Ausgabe jedes hebräische bzw. griechische
Wort jeweils durch das nämliche entsprechende deutsche übersetzt, und eine
Mannigfaltigkeit des Ausdrucks, die lediglich die Ausschmückung des Textes
bezweckt, ist um der Wahrhaftigkeit der Übersetzung willen vermieden worden.
Dies ist namentlich bei der Übersetzung derjenigen hebr. bzw. griech. Wörter von
Wichtigkeit, die ähnliche Begriffe verkörpern, wobei stets die Gefahr naheliegt,
daß man - wie z.B. bei den Psalmen - diese Mannigfaltigkeit bloß als poetische
Ausdrucksweise betrachtet und bei der Übersetzung mehr auf äußeren Wohlklang
als auf Genauigkeit sieht. In den Fällen nun, in denen die genaue Übersetzung eines
Wortes oder einer Wendung nicht wohl mit dem deutschen Sprachgebrauch zu vereinen
war, wurde die bisherige beibehalten, dabei aber in einer Fußnote die genaue
Übersetzung angegeben. (Vergleiche das Hebr. jaschab, welches in der Regel durch
“Wohnen” übersetzt wird, im Grundbegriff jedoch “Sitzen” bedeutet; oder die
Wendung obed adamah (1Mo.4/2), welches mit “Bebauer des Bodens” übersetzt
wird, wörtlich jedoch “Diener des Bodens” bedeutet usw.).
Zehn Jahre arbeitete Prof. L. H. Tafel an dieser Revision und hat dabei im Alten
Testament allein über vierzigtausend Verbesserungen an der früheren Übersetzung
angebracht, welch letztere schon in ihrem bisherigen Wortlaut sich von den üblichen
Übersetzungen durch größere Genauigkeit auszeichnet. Die Früchte dieser Bemühungen
sind nun aber auch nicht geringe; denn mittels dieser Übersetzung können auch
diejenigen Leser, die nicht in der Lage sind, das Wort Gottes in den Ursprachen
zu erforschen, der Urform, in der es den Menschen gegeben ward, so nahe kommen,
als dies nach dem heutigen Stand der Sprachforschung in einer deutschen Übersetzung
möglich ist. Und dies ist auch die eigentliche Grundlage und Vorbedingung für ein
tieferes Verständnis der geistigen Wahrheit, die im Wort verkörpert liegt und sich
des Buchstabens als ihrer Hülle bedient.
Wir möchten auch an dieser Stelle in Dankbarkeit der langjährigen und so
außerordentlich gründlichen und tiefgehenden Arbeit des Übersetzers gedenken,
sowie all der Freunde in Amerika und Europa, die es uns durch ihre freudige
Unterstützung ermöglicht haben, das Wort Gottes in dieser wortgetreuen Übersetzung
herauszugeben.
Möge sie nun viele zu einem tieferen Verständnis der göttlichen im Wort
geoffenbarten Wahrheit und zur Erkenntnis des Einen führen, von Dem Moses und
die Propheten geschrieben haben und Der Selbst das Wort ist!

Der Deutsche Missionsverein der Neuen Kirche in Amerika.

Vorwort des Herausgebers dieser neuen Ausgabe

Die vorliegende Neuausgabe ist eine Abschrift der Übersetzung von Dr. Leonhard
Tafel, revidiert von Ludwig H. Tafel, dritte Ausgabe 1911, und wurde auf ihre
Vollständigkeit überprüft. Es wurde die Rechtschreibregel der heutigen Zeit (noch
vor der Rechtschreibreform 1998) angewendet, ohne den Stil der Sprache zu verändern.

Der Grund dieser Abschrift war eine CD-Rom Ausgabe mit den wichtigsten
Hauptwerken von E. Swedenborg . Da der Swedenborg-Verlag mit anderen PC-Geräten
arbeitet, gibt es zu meinem PC-Programm Konvertierungsprobleme, wenn Fußnoten
im Text sind; daher wurden die in der Originalbibel vorhandenen Fußnoten in dieser
Ausgabe in runden Klammern ( ) neben das betreffende Wort angeführt. Die runden
Klammern in der Altausgabe wurden zur Unterscheidung zu eckige Klammern
[ ].

Franz Kreuzwegerer
Dezember 1998
Abkürzung der Bücher
1.Mose (Genesis) . . . . . . . . . . . 1Mo. Prophet Michah . . . . . . . . . . . . . Mi.
2.Mose (Exodus) . . . . . . . . . . . 2Mo. Prophet Nachum . . . . . . . . . . . . . Nah.
3.Mose (Levitikus) . . . . . . . . . . 3Mo. Prophet Habakuk . . . . . . . . . . . . Hab.
4.Mose (Numeri) . . . . . . . . . . . 4Mo. Prophet Zephanjah . . . . . . . . . . . . Ze.
5.Mose (Deuteronomium) . . . . 5Mo. Prophet Haggai . . . . . . . . . . . . . . Hag.
Buch Joschua . . . . . . . . . . . . . . . Jos. Prophet Sacharjah . . . . . . . . . . Sach.
Buch der Richter . . . . . . . . . . . . . Ri. Prophet Maleachi . . . . . . . . . . . . Mal.
Ruth . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ru.
Erstes Buch Samuel . . . . . . . . . . 1Sa.
Zweites Buch Samuel . . . . . . . . 2Sa.
Erste Buch der Könige . . . . . . . 1Kö. Evang. des Matthäus . . . . . . . Matth.
Zweites Buch der Könige . . . . . 2Kö. Evang. des Markus . . . . . . . . . . Mark.
1.Chronika . . . . . . . . . . . . . . . . 1Ch. Evang. des Lukas . . . . . . . . . . . . Luk.
2.Chronika . . . . . . . . . . . . . . . . 2Ch. Evang. des Johannes . . . . . . . . . Joh.
Esra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Esr. Offenb. des Johannes . . . . . . . . Offb.
Nehemia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ne. Die Apostelgeschichte . . . . . . . Apg.
Esther . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Est.
Buch Tobit . . . . . . . . . . . . . . . . . . To. Des Paulus Brief an die:
Buch Judit . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ju. Römer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Rö.
1.Buch der Makkabäer . . . . . 1Makk. 1.Korinther . . . . . . . . . . . . . . . . 1Kor.
2.Buch der Makkabäer . . . . . 2Makk. 2.Korinther . . . . . . . . . . . . . . . . 2Kor.
Hiob . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hi. Galater . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gal.
Die Psalmen . . . . . . . . . . . . . . . . . Ps. Epheser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eph.
Sprüche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spr. Philipper . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Php.
Prediger (Kohelet) . . . . . . . . . . . . Pr. Kolosser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kol.
Das Hohelied (Das Lied Salomos) . Hoh. 1.Thessalonicher . . . . . . . . . . . . 1Th.
Buch der Weisheit . . . . . . . . . Weish. 2.Thessalonicher . . . . . . . . . . . . 2Th.
Buch Jesus Sirach . . . . . . . . . . . Sir. 1.Timotheus . . . . . . . . . . . . . . . . 1Ti.
Prophet Jesajah . . . . . . . . . . . . . Jes. 2.Timotheus . . . . . . . . . . . . . . . . 2Ti.
Jeremjah . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jer. Titus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tit.
Klagel. des Jeremjah . . . . . . . . . Klg. Philemon . . . . . . . . . . . . . . . . . Phm.
Das Buch Baruch . . . . . . . . . . . . . Ba. Brief an die Hebräer . . . . . . . . . . Heb.
Prophet Ezechiel . . . . . . . . . . . . . Ez. Brief des Jakobus . . . . . . . . . . . . Jak.
Prophet Daniel . . . . . . . . . . . . . . Da. 1.Brief des Petrus . . . . . . . . . . . . 1Pe.
Prophet Hoschea . . . . . . . . . . . . Hos. 2.Brief des Petrus . . . . . . . . . . . . 2Pe.
Prophet Joel . . . . . . . . . . . . . . . . Joel 1.Brief des Johannes . . . . . . . . 1Joh.
Prophet Amos . . . . . . . . . . . . . . . Am. 2.Brief des Johannes . . . . . . . . 2Joh.
Prophet Obadjah . . . . . . . . . . . . Ob. 3.Brief des Johannes . . . . . . . . 3Joh.
Prophet Jonah . . . . . . . . . . . . . . . Jon. Brief des Judas . . . . . . . . . . . . . . Jud.
Erstes Buch Mose
Kapitel 1 Art, und den Baum, der Frucht trägt worin sein
Samen ist nach seiner Art. Und Gott sah, daß
Schöpfung. es gut war.
13. Und es war Abend und es war Morgen,
1. Am Anfang schuf Gott den Himmel und
der dritte Tag.
die Erde. Ps.102/26; 121/2; Joh.1/1-9; Offb.4/11.
14. Und Gott sprach: Es seien Lichter an
2. Und die Erde war eine Leere und Öde,
der Ausbreitung des Himmels, zu scheiden
und Finsternis war auf den Angesichten des
zwischen dem Tag und zwischen der Nacht,
Abgrunds; und der Geist Gottes schwebte über
und sollen sein zu Zeichen und zu bestimmten
den Wassern. Jer.4/23-25; Jes.51/9-11.
Zeiten, und zu Tagen und Jahren; Ps.104/19.
3. Und Gott sprach: Es werde Licht, und
15. Und sie seien zu Lichtern an der Aus-
es ward Licht. Joh.1/1f.
breitung des Himmels, zu leuchten auf der
4. Und Gott sah das Licht, daß es gut war,
Erde. Und es ward also.
und Gott schied zwischen dem Licht und
16. Und Gott machte die zwei großen Lich-
zwischen der Finsternis. Jes.45/7; Joh.1/1f.
ter, das große Licht am Tag zu herrschen, und
5. Und Gott nannte das Licht Tag und die
das kleine Licht bei Nacht zu herrschen, und
Finsternis nannte Er Nacht; und es war Abend
die Sterne. 5Mo.4/19; Jer.31/35; Ps.136/5-9.
und es war Morgen, der erste Tag (Tag eins).
17. Und Gott gab sie an die Ausbreitung
Da.8/14,26.
des Himmels, zu leuchten auf der Erde,
6. Und Gott sprach: Es sei eine Ausbreitung
18. Und zu herrschen am Tage und bei
inmitten der Wasser und scheide zwischen
Nacht, und zu scheiden zwischen dem Licht
den Wassern für die Wasser. Jes.42/3-5; 44/24.
und zwischen der Finsternis. Und Gott sah,
7. Und Gott machte die Ausbreitung und
daß es gut war.
schied zwischen den Wassern die unter der
19. Und es war Abend und es war Morgen,
Ausbreitung und den Wassern die über der
der vierte Tag.
Ausbreitung waren, und ward also. Ps.104/3.
20. Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser
8. Und Gott nannte die Ausbreitung Himmel;
vom Gewimmel, von der lebendigen Seele
und es war Abend und es war Morgen der
und das Gevögel fliege über der Erde, über
zweite Tag.
die Angesichte der Ausbreitung der Himmel.
9. Und Gott sprach: Die Wasser unter dem
21. Und Gott schuf die großen Walfische,
Himmel sammeln sich an einen Ort, und das
und jede lebendige Seele, die da kriecht, wo-
Trockene erscheine. Und es ward also.
von die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und
Ps.33/7; Hi.38/8f.
alles Gevögel, das da Flügel hat, nach seiner
10. Und Gott nannte das Trockene Erde,
Art. Und Gott sah, daß es gut war.
und die Sammlung der Wasser nannte Er
Jes.27/1; Jer.51/34; Ez.29/3.
Meer. Und Gott sah, daß es gut war.
22. Und Gott segnete sie und sprach: Seid
Ps.95/5.
fruchtbar und mehret euch und füllet die
11. Und Gott sprach: Die Erde lasse her-
Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre
vorkeimen das junge Grün, das Kraut, das
sich auf Erden.
Samen säet, den Fruchtbaum, der Frucht trägt
23. Und es war Abend und es war Morgen,
(macht) nach seiner Art, worin sein Samen
der fünfte Tag.
ist auf der Erde. Und es ward also. Mark.4/26-28.
24. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor
12. Und die Erde brachte hervor das junge
die lebendige Seele nach ihrer Art, Vieh und
Grün, das Kraut, das Samen säet nach seiner

1
1.MOSE 1/25

Kriechtier und das wilde Tier (sein wildes Sein Werk, das Er gemacht, und feierte am
Tier) der Erde nach seiner Art. Und es ward siebenten Tag von all Seinem Werke, das Er
also. Hos.2/18; Ps.148/2-10; Jes.43/20; Ez.31/6; 34/31. gemacht.
25. Und Gott machte das wilde Tier der Erde 3. Und Gott segnete den siebenten Tag und
nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art heiligte ihn, weil Er an ihm feierte von all
und alles Kriechtier auf dem Erdboden nach Seinem Werk, das Gott geschaffen es zu
seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. machen. Mark.2/27; 2Mo.16/23; 31/17.
26. Und Gott sprach: Lasset uns den Men- 4. Dies sind die Zeugungen (Geburten) der
schen machen in unser Bild, nach unserer Himmel und der Erde. Als Er sie schuf am
Ähnlichkeit, und laßt sie beherrschen die Tage, da Jehovah Gott Erde und Himmel
Fische des Meeres und das Gevögel der Him- machte,
mel und das Vieh und die ganze Erde und alles 5. Und kein Gesträuch des Feldes war noch
Kriechtier, das auf der Erde kriecht. auf Erden, und kein Kraut des Feldes sproßte
1Mo.5/1; 9/6; Jes.43/7; 45/11-21. noch, denn Jehovah Gott hatte noch nicht auf
27. Und Gott schuf den Menschen in Sein Erden regnen lassen, und noch war kein
Bild, in das Bild Gottes schuf Er ihn, männlich Mensch (Mensch: h. Adam) da, den Boden
und weiblich schuf Er sie. zu bebauen (bedienen). Jes.30/23; Ez.34/25f.
28. Und Gott segnete sie, und Gott sprach 6. Und Er ließ einen Dunst aufgehen von
zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und der Erde und bewässerte alle Angesichte des
füllet die Erde und machet sie euch untertan Bodens.
und beherrschet den Fisch des Meeres und 7. Und Jehovah Gott bildete den Menschen,
das Gevögel der Himmel und alles wilde Tier, Staub vom Boden und blies ihm des Lebens
das auf der Erde kriecht. Ps.8/7f; 115/16. (der Leben) Odem in die Nase; und der
29. Und Gott sprach: Siehe, Ich gebe euch Mensch ward zur lebendigen Seele.
alles Kraut, das Samen säet, auf den Angesich- Ps.104/29,30; Hi. 32/8; 33/4,6; Joh.3/8.
ten der ganzen Erde, und jeglichen Baum, an 8. Und Jehovah Gott pflanzte in Eden vom
dem Frucht ist; der Baum, der die Samen säet, Osten einen Garten und setzte darein den
sei euch zur Speise. 1Mo.9/3; Ps.104/14,15. Menschen, den Er gebildet hatte.
30. Und allem Getier der Erde und allem 9. Und Jehovah Gott ließ aus dem Boden
Gevögel des Himmels, und allem, das auf sprossen allerlei Bäume lustig anzusehen
Erden kriecht, in dem eine lebendige Seele (begehrt zum Ansehen) und gut zur Speise;
ist, gebe Ich alles grüne Kraut zur Speise. Und und den Baum der Leben in der Mitte des
es ward so. Gartens und den Baum der Erkenntnis des
31. Und Gott sah alles, was Er gemacht Guten und des Bösen. 1Mo.3/22; Offb.2/7; 5Mo.1/39.
hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es war 10. Und von Eden ging aus ein Fluß, den
Abend und es war Morgen, der sechste Tag. Garten zu bewässern, und von da trennte er
sich und ward zu vier Hauptwassern (Häup-
tern). Ez.47/1-12; Offb.22/1,2.
11. Der Name des einen ist Pischon, der
Kapitel 2 umgibt das ganze Land Chavilah, wo Gold
ist.
Sabbath. Paradies. Weib. 12. Und das Gold desselbigen Landes ist
gut. Daselbst ist Bdellium und der Stein Onyx.
1. Und es wurden vollendet die Himmel
4Mo.11/7.
und die Erde und all ihr Heer.
13. Und der Name des zweiten Flusses ist
2. Und Gott vollendete am siebenten Tage

2
1.MOSE 2/14

Gichon. Der umgibt das ganze Land Kusch. 25. Und sie waren beide nackt, der Mensch
Ze.3/9f; Da.11/43. und sein Weib, und schämten sich nicht.
14. Und der Name des dritten Flusses ist 1Mo.3/7.
Hiddekel. Der geht östlich nach Aschur; und
der vierte Fluß der ist der Phrath.
15. Und Jehovah Gott nahm den Menschen
und setzte ihn nieder in dem Garten Eden, ihn Kapitel 3
zu bebauen (bedienen) und ihn zu hüten.
16. Und Jehovah Gott gebot über ihn dem Sündenfall. Fluch und Verheißung.
Menschen und sprach: Von jeglichem Baume
1. Und die Schlange war listiger als alles
im Garten darfst du essen (essend essen).
Wild des Feldes, das Jehovah Gott gemacht
17. Aber vom Baume der Erkenntnis des
hatte, und sprach zu dem Weibe: Hat denn
Guten und des Bösen, von dem sollst du nicht
Gott auch gesagt: Esset nicht von jedem
essen; denn welches Tages du davon issest,
Baume des Gartens?
wirst du des Todes sterben. Ez.28/3,9; 31/16.
2. Und das Weib sprach zur Schlange: Von
18. Und Jehovah Gott sprach: Es ist nicht
der Frucht des Baumes des Gartens dürfen
gut, daß der Mensch allein sei, Ich will ihm
wir essen;
einen Beistand machen der wie bei ihm (ihm
3. Aber von der Frucht des Baumes, der in
gegenüber) sei.
der Mitte des Gartens ist, sprach Gott, ihr sollt
19. Und Jehovah Gott bildete aus dem
nicht von ihr essen und sie nicht berühren, auf
Boden jegliches Getier des Feldes und alles
daß ihr nicht sterbet.
Gevögel der Himmel und brachte sie zum
4. Und die Schlange sprach zum Weibe: Ihr
Menschen, auf daß Er sähe, wie er sie nennete;
werdet nicht des Todes sterben;
und alles, was sie der Mensch nennete, die
5. Denn Gott weiß, daß welches Tages ihr
lebendige Seele, das war dessen Name.
davon esset, eure Augen sich auftun, und ihr
20. Und der Mensch nannte mit Namen alles
seid wie Gott und wisset was Gutes und Böses.
Vieh und das Gevögel der Himmel und alles
6. Und das Weib sah, daß der Baum gut zu
Wild des Feldes, aber für den Menschen fand
essen und daß er ein Gelüste für die Augen
Er keinen Beistand, der wie bei ihm (ihm
und begehrenswert sei, klug zu machen. Und
gegenüber) wäre.
sie nahm von seiner Frucht und aß, und gab
21. Und Jehovah Gott ließ einen tiefen
auch ihrem Manne bei ihr, und er aß.
Schlaf auf den Menschen fallen, daß er schlief,
7. Und beider Augen wurden aufgetan und
und Er nahm eine von seinen Rippen und
sie erkannten, daß sie nackt wären, und sie
schloß Fleisch zu an deren Stelle.
hefteten Feigenblätter (das Blatt des Feigen-
22. Und Jehovah baute die Rippe, die Er
baums) zusammen und machten sich Schürzen
vom Menschen genommen hatte, zu einem
(Gürtel). 1Mo.2/25; 4Mo.24/3,4.
Weibe, und brachte sie zu dem Menschen.
8. Und sie hörten die Stimme Jehovah
23. Und der Mensch sprach: Das ist einmal
Gottes, im Garten sich ergehend in der Küh-
Bein von meinen Beinen, und Fleisch von
lung (bei dem Winde) des Tages, und der
meinem Fleisch. Sie soll Männin heißen; denn
Mann und sein Weib versteckten sich vor dem
vom Manne ist sie genommen.
Angesichte Jehovah Gottes inmitten des
1Mo.29/14; Ri.9/1-3; 2Sa.5/1.
Baumes des Gartens.
24. Darum wird der Mann seinen Vater und
9. Und Jehovah Gott rief dem Menschen
seine Mutter verlassen und seinem Weibe
zu und sprach zu ihm: Wo bist du?
anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.
10. Und er sprach: Ich hörte Deine Stimme
Matth.19/5f; Mark.10/5-9.

3
1.MOSE 3/11

im Garten und fürchtete mich, weil ich nackt ist.


bin, und versteckte mich. 21. Und Jehovah Gott machte dem Men-
11. Und Er sprach: Wer sagte dir an, daß schen und seinem Weibe Röcke von Fell und
du nackt seiest? Hast du von dem Baume zog sie ihnen an.
gegessen, von dem Ich dir gebot nicht zu 22. Und Jehovah Gott sprach: Siehe, der
essen? Mensch war wie einer von Uns, wissend Gutes
12. Und der Mensch sprach: Das Weib, daß und Böses; und nun, daß er nicht seine Hand
Du mir beigegeben hast, die gab mir von dem ausstrecke und nehme auch vom Baume des
Baume, und ich aß. Lebens (der Leben) und esse und lebe ewig-
13. Und Jehovah Gott sprach zu dem Weibe: lich.
Warum hast du das getan? Und das Weib 23. Und Jehovah Gott sandte ihn fort aus
sprach: Die Schlange hat mich verführt und dem Garten Eden, den Boden zu bebauen (dem
ich aß. Boden zu dienen), aus dem er genommen war.
14. Und Jehovah Gott sprach zu der Schlan- 1Mo.2/7.
ge: Weil du das getan hast, bist du verflucht 24. Und Er trieb den Menschen fort, und
vor allem Vieh und vor allem Wild des Feldes. ließ vom Osten an dem Garten Eden die
Auf deinem Bauche sollst du gehen und Staub Cherube wohnen (hausen) und die Flamme
essen alle Tage deines Lebens (deiner Leben). des sich wendenden Schwertes, um den Weg
Jes.65/25; Mi.7/17. zum Baume des Lebens zu hüten. Nah.3/3.
15. Und Feindschaft will Ich setzen zwi-
schen dir und zwischen dem Weibe, und
zwischen deinem Samen und zwischen ihrem
Samen. Er soll dir den Kopf zertreten (verlet- Kapitel 4
zen) und du wirst ihm die Verse verletzen.
16. Zum Weibe sprach Er: Deine Schmerzen Kain. Habel [Abel]. Seth.
will Ich dir vielfach vermehren und deine
1. Und der Mensch erkannte sein Weib
Empfängnis. Mit Schmerzen sollst du Söhne
Chavah und sie empfing und gebar Kain, und
gebären. Nach deinem Manne sollst du ver-
sprach: Ich habe einen Mann erworben, den
langen und er soll herrschen über dich. Joh.16/21.
Jehovah. Matth.1/25.
17. Und zum Menschen sprach Er: Weil du
2. Und sie fuhr fort und gebar seinen Bruder
auf die Stimme deines Weibes gehört, und von
Habel; und Habel ward ein Hirte des Klein-
dem Baume gegessen hast, von dem Ich dir
viehs, und Kain war ein Bebauer (Diener) des
geboten und gesagt: du sollst nicht davon
Bodens.
essen! ist verflucht der Boden wegen deiner.
3. Und es geschah am Ende der Tage, daß
Mit Schmerzen sollst du davon essen alle Tage
Kain von der Frucht des Bodens Jehovah ein
deines Lebens (deiner Leben).
Opfer (Speiseopfer) brachte.
18. Und Dorn und Distel läßt er dir sprossen
4. Und auch Habel brachte dar von den
und das Kraut des Feldes sollst du essen.
Erstlingen seines Kleinviehs und von ihrem
Hos.10/8; Da.4/29.
Fette; und Jehovah schaute hin auf Habel und
19. Im Schweiß deines Antlitzes sollst du
auf sein Opfer (Speiseopfer),
Brot essen, bis du zurück zum Boden kehrst,
5. Aber auf Kain und sein Opfer (Speise-
weil von ihm du genommen bist; denn Staub
opfer) schaute Er nicht hin. Und Kain ent-
bist du, und zum Staube kehrst du zurück.
brannte sehr und sein Angesicht senkte sich
20. Und der Mensch nannte den Namen
(fiel).
seines Weibes Chavah (die Lebendige - Eva)
6. Und Jehovah sprach zu Kain: Warum
darum daß sie die Mutter alles Lebendigen

4
1.MOSE 4/7

entbrennst du, und warum senkt sich (fiel) dein eine Stadt, und nannte den Namen der Stadt
Angesicht? nach dem Namen seines Sohnes Chanoch.
7. Ist es nicht also? Wenn du Gutes tust so 18. Und dem Chanoch ward Irad geboren,
ist Erhebung. Wenn du aber nicht Gutes tust, und Irad zeugte Mechujael, und Mechujael
lagert die Sünde vor der Tür, und verlanget zeugte den Methuschael, und Methuschael,
nach dir aber du sollst darüber herrschen. zeugte den Lamech.
8. Und Kain sprach mit seinem Bruder 19. Und Lamech nahm sich zwei Weiber.
Habel. Und es geschah, als sie auf dem Felde Der Name der einen war Adah, und der Name
waren, daß Kain wider seinen Bruder Habel der zweiten Zillah.
aufstand und ihn erwürgete. 1Joh.3/12. 20. Und Adah gebar Jabal. Dieser war der
9. Und Jehovah sprach zu Kain: Wo ist dein Vater derer, die in Zelten und bei Viehherden
Bruder Habel? Und er sprach: Ich weiß es wohnen.
nicht. Bin ich meines Bruders Hüter? 21. Und seines Bruders Name war Jubal.
10. Und Er sprach: Was hast du getan? Die Er ward der Vater aller so die Harfe und die
Stimme von deines Bruders Blut schreit zu Flöte handhaben (erfassen).
Mir von dem Boden. Jes.65/19; Jer.2/33,34; 48/3; 22. Und Zillah, auch sie gebar, den Tubal-
Ez.16/6,22; Ze.1/9,10. kain, den Meister (Wetzer) aller Werkleute
11. Und nun - verflucht seist du von dem in Erz und Eisen, und Tubalkains Schwester
Boden der seinen Mund hat aufgesperrt, um war Naamah.
das Blut deines Bruders von deiner Hand zu 23. Und Lamech sprach zu seinen Weibern
nehmen. Adah und Zillah: Höret meine Stimme, ihr
12. Wenn du den Boden bebaust (dem Weiber Lamechs und nehmet zu Ohren meine
Boden dienest) gibt er dir seine Kraft nicht Rede. Einen Mann habe ich erwürget zu
mehr. Du wirst umherwandern und flüchtig meiner Wunde und ein Kind zu meiner Strie-
sein auf Erden! 3Mo.25/18; 5Mo.28/65; Klg.4/13,14; me,
Am.4/7,8; Hos.9/16,17. 24. Wenn Kain siebenfach gerächt wird,
13. Und Kain sprach zu Jehovah: Zu groß so wird es Lamech siebenundsiebzigmal.
ist meine Missetat, als daß sie könnte weg- 1Mo.4/15; Matth.18/22.
genommen werden. Ez.18/23. 25. Und der Mensch (Adam) erkannte aber-
14. Siehe! Du treibst mich heute von diesem mals sein Weib und sie gebar einen Sohn, und
Boden (von den Angesichten des Bodens) fort, sie nannte seinen Namen Scheth; denn Gott
und vor Deinem Angesichte muß ich mich hat mir andern Samen gesetzt für Habel, dafür
verbergen, und wandern und flüchtig sein auf daß Kain ihn erwürget hat.
Erden. Und wird geschehen, daß jeder, der 26. Und auch dem Scheth ward ein Sohn
mich findet, mich erwürgt. geboren und er nannte seinen Namen Enosch.
3Mo.26/33f; Jes.24/16f; 30/16f; Jer.49/5. Damals fing man an, den Namen Jehovahs
15. Aber Jehovah sprach zu ihm: Fürwahr, anzurufen. 1Mo.12/8; 13/4; 21/33; Jes.43/22,23.
wer Kain erwürgt, das soll siebenfach gerächt
werden. Und Jehovah setzte ein Zeichen an
Kain, auf daß wer ihn fände, ihn nicht er-
schlüge. Jes.66/18,19; Ez.9/4; Ps.86/16,17. Kapitel 5
16. Und Kain ging hinaus vom Angesicht
Jehovahs und wohnte im Lande Nod im Osten Geschlechtsregister der Nachkommen
von Eden. Ps.139/7. Adams bis auf Noach.
17. Und Kain erkannte sein Weib, und sie
1. Dies ist das Buch der Zeugungen (Gebur-
empfing und gebar Chanoch. Und er baute

5
1.MOSE 5/2

ten) Adams, am Tage, da Gott den Menschen er starb.


(Adam) schuf. In die Ähnlichkeit Gottes 18. Und Jared lebte zweiundsechzig Jahre
machte Er ihn. 1Mo.1/26f. und hundert Jahre und zeugte Chanoch.
2. Männlich und weiblich schuf Er sie, und 19. Und Jared lebte, nachdem er Chanoch
Er segnete sie und nannte ihren Namen gezeugt, achthundert Jahre und er zeugte
Mensch (Adam), am Tage da sie geschaffen Söhne und Töchter.
wurden. 20. Und alle Tage Jareds waren zweiund-
3. Und der Mensch (Adam) lebte hundert- sechzig Jahre und neunhundert Jahre und er
dreißig Jahre, und er zeugte in seine Ähnlich- starb.
keit nach seinem Bilde, und nannte seinen 21. Und Chanoch lebte fünfundsechzig Jahre
Namen Scheth. 1Mo.1/26; Ps.51/7. und zeugte Methuschelach.
4. Und der Tage des Menschen (Adam) 22. Und Chanoch erging sich mit Gott,
nachdem er Scheth gezeugt, waren acht- nachdem er den Methuschelach gezeugt hatte,
hundert Jahre, und er zeugte Söhne und Töch- dreihundert Jahre und er zeugte Söhne und
ter. Töchter. 1Mo.6/9; 17/1; Mi.6/8.
5. Und es waren all die Tage des Menschen 23. Und alle Tage Chanochs waren fünf-
(Adam), die er lebte, neunhundert Jahre und undsechzig Jahre und dreihundert Jahre.
dreißig Jahre und er starb. 24. Und Chanoch erging sich mit Gott, und
6. Und Scheth lebte fünf Jahre und hundert er war nicht; denn Gott hatte ihn hinweg-
Jahre, und er zeugte Enosch. genommen. 1Mo.5/22.
7. Und Scheth lebte, nachdem er Enosch 25. Und Methuschelach lebte siebenundacht-
gezeugt, sieben Jahre und achthundert Jahre zig Jahre und hundert Jahre und zeugte La-
und zeugte Söhne und Töchter. mech.
8. Und alle Tage Scheths waren zwölf Jahre 26. Und Methuschelach lebte, nachdem er
und neunhundert Jahre, und er starb. Lamech gezeugt, zweiundachtzig Jahre und
9. Und Enosch lebte neunzig Jahre und siebenhundert Jahre, und zeugte Söhne und
zeugte Kenan. Töchter.
10. Und Enosch lebte, nachdem er Kenan 27. Und alle Tage Methuschelachs waren
gezeugt, fünfzehn Jahre und achthundert Jahre neunundsechzig Jahre und neunhundert Jahre
und er zeugte Söhne und Töchter. und er starb.
11. Und alle Tage Enoschs waren fünf Jahre 28. Und Lamech lebte zweiundachtzig Jahre
und neunhundert Jahre, und er starb. und hundert Jahre und zeugte einen Sohn.
12. Und Kenan lebte siebzig Jahre und 29. Und er nannte seinen Namen Noach,
zeugte Mahalaleel. sagend: der wird uns trösten ob unserem Tun
13. Und Kenan lebte, nachdem er Mahala- und ob den Schmerzen unserer Hände vom
leel gezeugt, vierzig Jahre und achthundert Boden, den Jehovah verflucht hat. 1Mo.3/17.
Jahre und er zeugte Söhne und Töchter. 30. Und Lamech lebte, nachdem er Noach
14. Und alle Tage Kenans waren zehn Jahre gezeugt hatte, fünfundneunzig Jahre und fünf-
und neunhundert Jahre; und er starb. hundert Jahre, und er zeugte Söhne und Töch-
15. Und Mahalaleel lebte fünf Jahre und ter.
sechzig Jahre und zeugte Jared. 31. Und es waren alle Tage Lamechs sieben-
16. Und Mahalaleel lebte, nachdem er Jared undsiebzig Jahre und siebenhundert Jahre, und
gezeugt hatte, dreißig Jahre und achthundert er starb.
Jahre und er zeugte Söhne und Töchter. 32. Und Noach war fünfhundert Jahre alt
17. Und alle Tage Mahalaleels waren fünf- (ein Sohn von 500 Jahren), und Noach zeugte
undneunzig Jahre und achthundert Jahre, und Schem, Cham und Japheth.

6
1.MOSE 6/1

und die Erde war erfüllt mit Gewalttat.


Kapitel 6 Jes.1/8; 11/9; Ps.14/1; Ez.16/47.
12. Und Gott sah die Erde, und siehe, sie
Sündflut. Bau der Arche. war verdorben; weil alles Fleisch seinen Weg
verderbt hatte auf Erden.
1. Und es geschah, daß der Mensch anfing
5Mo.9/12,16; Jer.32/19; Hos.4/9.
sich zu mehren auf dem Angesichte des Bo-
13. Und Gott sprach zu Noach: Das Ende
dens und Töchter ihnen geboren wurden.
alles Fleisches ist vor Mich gekommen; denn
2. Und die Söhne Gottes sahen die Töchter
die Erde ist erfüllt mit Gewalttat vor ihrem
des Menschen, daß sie gut wären und nahmen
Angesicht; und siehe Ich will sie verderben
sich Weiber von allen, die sie erwählten.
mit der Erde.
Da.3/25; Matth.24/38.
14. Mache dir eine Arche von Gopherholz.
3. Und Jehovah sprach: Mein Geist wird
Mit Kammern (Nester) mache die Arche und
nicht ewiglich rechten mit dem Menschen;
verpiche sie von innen und außen mit Pech.
denn er ist Fleisch, und seine Tage werden
15. Und also sollst du sie machen: Drei-
sein hundertzwanzig Jahre! Jes.31/3; 57/16.
hundert Ellen sei die Länge der Arche, fünfzig
4. In denselben Tagen waren die Nephilim
Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe.
auf der Erde, und auch nachher, da die Söhne
16. Ein Fenster (Mittag) sollst du machen
Gottes zu den Töchtern des Menschen ein-
der Arche und es oben vollenden bis zu einer
gingen, und diese ihnen gebaren. Dieselben
Elle; und den Eingang der Arche sollst du an
wurden die Mächtigen von Alters her (von
die Seite setzen. Ein unterstes, zweites und
Ewigkeit her), Männer von Namen.
drittes Stockwerk sollst du machen.
4Mo.13/33,34; 5Mo.2/10,11,14,20.
17. Und Ich, siehe, Ich bringe die Flut von
5. Und Jehovah sah, daß des Bösen des
Wassern über die Erde, zu verderben alles
Menschen viel ward auf Erden, und daß alles
Fleisch unter den Himmeln, in dem der Geist
Bilden der Gedanken seines Herzens nur böse
des Lebens (der Leben) ist. Alles, was auf
war den ganzen Tag.
Erden ist, soll verscheiden.
6. Und es reuete Jehovah, daß Er den Men-
18. Aber mit dir will Ich einen Bund aufrich-
schen auf Erden gemacht, und es schmerzte
ten. Und du sollst in die Arche eingehen, du
Ihn in Seinem Herzen. 1Sa.15/29.
und deine Söhne und dein Weib und deiner
7. Und Jehovah sprach: Ich will vertilgen
Söhne Weiber mit dir.
(auswischen) den Menschen, den Ich ge-
19. Und von allem Lebendigen, von allem
schaffen, von dem Boden (dem Angesichte
Fleische sollst du je zwei von allem in die
des Bodens) vom Menschen bis zum Vieh,
Arche einbringen, auf daß sie mit dir am Leben
bis zum Kriechtier, und bis zum Gevögel der
bleiben, ein Männliches und ein Weibliches
Himmel; denn es reuet Mich, daß Ich sie
sollen sie sein.
machte.
20. Von dem Gevögel nach seiner Art, und
8. Aber Noach fand Gnade in den Augen
vom Vieh nach seiner Art, von allem Kriech-
Jehovahs.
tier des Bodens nach seiner Art, sollen je zwei
9. Dies sind die Geburten Noachs. Noach
von allen zu dir hereinkommen, auf daß sie
war ein gerechter Mann und untadelig (ganz)
am Leben bleiben.
in seinen Geschlechtern. Noach erging sich
21. Und du, nimm dir von jeglicher Speise,
mit Gott.
die gegessen wird, und sammle sie dir, auf daß
10. Und Noach zeugte drei Söhne: Schem,
sie dir und ihnen zur Speise seien.
Cham und Japheth.
22. Und Noach tat es. Nach allem, wie ihm
11. Und die Erde war verdorben vor Gott;
Gott geboten hatte, so tat er.

7
1.MOSE 7/1

des Himmels geöffnet wurden.


Kapitel 7 Ez.26/19; Jon.2/6; Jes.24/18.
12. Und vierzig Tage und vierzig Nächte
Die Sündflut. war der Regen auf der Erde.
13. An diesem selbigen Tage ging Noach,
1. Und Jehovah sprach zu Noach: Gehe ein,
und Schem und Cham und Japhet, die Söhne
du und all dein Haus, zur Arche; denn dich
Noachs und Noachs Weib und die drei Weiber
habe Ich gerecht vor Mir gesehen in diesem
seiner Söhne mit ihnen ein in die Arche;
Geschlechte. 1Mo.6/8,9; Ez.14/14.
14. Sie, und alles Wild nach seiner Art, und
2. Von allem reinen Vieh nimm dir sieben
alles Vieh nach seiner Art, und alles Kriech-
und sieben, ein Männchen und sein Weibchen,
tier, das auf der Erde kriecht, nach seiner Art,
und von dem Vieh, das nicht rein ist, je zwei,
und alles Gevögel nach seiner Art, jeder
ein Männchen und sein Weibchen. 3Mo.11.
Vogel, alles Geflügelte.
3. Auch von dem Gevögel der Himmel
15. Und sie gingen ein zu Noach zur Arche
sieben und sieben, ein Männliches und ein
zwei und zwei, von allem Fleisch, in welchem
Weibliches, auf daß Samen auf der ganzen
der Geist des Lebens (der Leben) war.
Erde (dem Angesicht der ganzen Erde) erhal-
16. Und die hineingingen, Männliche und
ten werde.
Weibliche, von allem Fleisch gingen sie
4. Denn in noch sieben Tagen lasse Ich
hinein, wie Gott ihm geboten hatte, und Jeho-
regnen auf Erden vierzig Tage und vierzig
vah schloß hinter ihm zu.
Nächte, und vertilge (wische aus) jegliches
17. Und die Flut war vierzig Tage auf der
Geschöpf, das Ich gemacht, von dem Boden
Erde, und die Wasser mehrten sich und hoben
(dem Angesicht des Bodens).
die Arche auf und sie ward emporgehoben
5. Und Noach tat nach allem, das Jehovah
über die Erde. Jes.8/6,7.
geboten hatte.
18. Und es wurden mächtig die Wasser und
6. Und Noach war sechshundert Jahre alt
mehrten sich sehr auf der Erde, und die Arche
(ein Sohn von 600 Jahren) und die Flut der
ging über die Wasser (die Angesichte der
Wasser war auf der Erde.
Wasser) dahin. Jes.18/1,2; 43/2.
7. Und Noach und seine Söhne und sein
19. Und die Wasser wurden sehr, sehr
Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm
mächtig auf Erden, und es wurden alle hohe
gingen ein in die Arche vor den Wassern der
Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt.
Flut.
Jer.2/18; 46/7,8; Ez.26/19; Hab.3/14; Offb.12/15,16.
8. Von dem reinen Vieh und von dem Vieh,
20. Fünfzehn Ellen darüber wurden die
das nicht rein war, und von dem Gevögel und
Wasser mächtig und sie bedeckten die Berge.
von allem, das auf dem Boden kreucht,
21. Und alles Fleisch verschied, das auf
9. Kamen sie hinein zwei und zwei zu
Erden kriecht, an Gevögel und an Vieh und
Noach zur Arche, ein Männliches und ein
an Wild und an allem Gewürm, das auf Erden
Weibliches, wie Gott dem Noach geboten
wimmelt, und aller Mensch.
hatte. 1Mo.6/19.
22. Alles, was den Odem des Geistes des
10. Und es geschah, daß in sieben Tagen
Lebens (der Leben) in seiner Nase hatte von
die Wasser der Flut auf der Erde waren.
allem, das im Trocknen war, starb.
11. Im sechshundersten Jahre des Lebens
23. Und Er vertilgte (auswischen) jegliches
Noachs im zweiten Monat, am siebzehnten
Geschöpf, das auf dem Boden war (dem
Tage des Monats, an diesem Tage war es, daß
Angesicht des Bodens), vom Menschen bis
alle Brunnquellen des großen Abgrundes sich
zum Vieh, zum Kriechtier, und zum Gevögel
zerspalteten, und alle Fenster (Gitterfenster)
des Himmels; und sie wurden vertilgt (aus-

8
1.MOSE 7/24

wischen) von der Erde, und nur Noach ver- dem Angesichte der ganzen Erde, und er
blieb, und was mit ihm in der Arche war. streckte seine Hand aus und nahm sie und
1Mo.6/7. brachte sie herein zu sich in die Arche.
24. Und die Wasser waren mächtig auf 10. Und er wartete noch sieben andere Tage
Erden hundertfünfzig Tage. und sandte die Taube wieder (fuhr fort zu
senden) aus der Arche. 1Mo.7/4; 29/27.
11. Und die Taube kam herein zu ihm um
die Abendzeit, und siehe, sie hatte ein abge-
Kapitel 8 pflücktes Blatt vom Ölbaum in ihrem Munde.
Und Noach wußte, daß die Wasser auf der
Ende der Sündflut. Erde leichter geworden.
12. Und er wartete noch sieben andere Tage
1. Und Gott gedachte Noachs und alles
und entsandte die Taube; und sie kam nicht
Wildes und alles Viehs, das mit ihm in der
abermals wieder (fuhr nicht fort) zu ihm
Arche war, und Gott ließ einen Wind hingehen
zurück.
über die Erde und die Wasser legten sich.
13. Und es geschah im sechshundert und
1Mo.19/29; Ps.48/4f; 112/6; Jes.11/15,16; 41/16;
ersten Jahre, im Anfang, am ersten des Monats,
Jer.18/16,17; 2Mo.14/21; 15/2f.
waren die Wasser von der Erde aufgetrocknet.
2. Und die Brunnquellen des Abgrundes und
Und Noach nahm die Decke weg von der
die Fenster (Gitterfenster) des Himmels wur-
Arche, und sah, und siehe, die Angesichte des
den verstopft, und dem Regen vom Himmel
Bodens waren aufgetrocknet.
ward gewehrt. 1Mo.7/11; Hi.38/37.
1Mo.7/6,11.
3. Und die Wasser kehrten zurück von der
14. Und im zweiten Monat am siebenund-
Erde, sie gingen und kehrten zurück, und die
zwanzigsten Tage des Monats ward die Erde
Wasser verringerten sich (mangelten) am Ende
trocken.
von hundertfünfzig Tagen.
15. Und Gott redete zu Noach und sprach:
4. Und die Arche ruhte im siebenten Monat
16. Geh aus von der Arche du und dein
am siebzehnten Tage des Monats auf den
Weib, und deine Söhne und deiner Söhne
Bergen Ararat. 1Mo.7/11; Jes.37/38; Ps.74/15.
Weiber mit dir.
5. Und die Wasser gingen und verringerten
17. Alles Wild, das mit dir ist, von allem
sich (mangelten) bis zum zehnten Monat. Am
Fleisch, an Gevögel und an Vieh, und an allem
ersten des zehnten Monats wurden die Spitzen
Kriechtiere, das kriecht auf der Erde, laß
(Häupter) der Berge gesehen.
herausgehen mit dir, und laß sie wimmeln auf
6. Und es geschah am Ende von vierzig
der Erde und fruchtbar sein und sich mehren
Tagen, daß Noach öffnete das Fenster der
auf der Erde.
Arche, das er gemacht hatte. 1Mo.6/16; 7/4.
18. Und Noach ging heraus, und seine Söhne
7. Und er sandte den Raben aus. Und er ging
und sein Weib und seiner Söhne Weiber mit
aus, ausgehend und zurückkehrend, bis die
ihm.
Wasser von der Erde vertrockneten. Jes.34/15.
19. Alles Wild, alles Kriechtier und alles
8. Und er sandte die Taube von sich fort,
Gevögel, alles, was kriecht auf der Erde, nach
um zu sehen, ob die Wasser auf dem Boden
ihren Familien gingen sie heraus aus der
(dem Angesichte des Bodens) leichter wären.
Arche.
Matth.3/16,17; 3Mo.1/14f; 5/7f.
20. Und Noach baute dem Jehovah einen
9. Aber die Taube fand keine Ruhe für die
Altar, und nahm von allem reinen Vieh und
Sohle ihres Fußes; und sie kehrte zu ihm
von allem reinen Gevögel und opferte Brand-
zurück zur Arche; denn die Wasser waren auf

9
1.MOSE 8/21

opfer auf (ließ aufgehen) auf dem Altare. ihr.


1Mo.7/2. 8. Und Gott sprach zu Noach und zu seinen
21. Und Jehovah roch den Geruch der Ruhe, Söhnen mit ihm, und sagte:
und Jehovah sprach in Seinem Herzen: Ich 9. Und Ich, siehe, Ich richte Meinen Bund
will fortan dem Boden nicht mehr fluchen um auf mit euch und mit eurem Samen nach euch.
des Menschen halben; denn das Gebilde des 10. Und mit aller lebendigen Seele, die bei
Menschen Herzens ist böse von seiner Jugend euch ist, an Gevögel, an Vieh, und an allem
auf, und Ich will hinfort nicht mehr alles wilden Tiere der Erde bei euch, von allen, die
Lebendige schlagen, wie Ich getan habe. von der Arche ausgegangen, von allem wilden
22. Forthin, während aller Tage der Erde Tier der Erde.
soll nimmermehr aufhören (feiern) Samen und 11. Und Ich richte Meinen Bund auf mit
Ernte und Frost und Hitze und Sommer und euch, und es soll nicht mehr alles Fleisch von
Winter, und Tag und Nacht. Jer.33/20; Jes.54/9. den Wassern der Flut ausgerottet werden, und
es wird nicht mehr eine Flut sein, die Erde zu
verderben. Jes.54/9.
12. Und Gott sprach: Dies sei das Zeichen
Kapitel 9 des Bundes, den Ich zwischen Mir und zwi-
schen euch und zwischen aller lebendigen
Bund. Regenbogen. Wein. Noachs Tod. Seele, die bei euch ist, für die Geschlechter
des Zeitlaufs gebe.
1. Und Gott segnete Noach und seine Söhne
13. Meinen Bogen gebe Ich in die Wolke,
und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und
und er soll sein zum Zeichen des Bundes
mehret euch und füllet die Erde. 1Mo.1/28; 35/11.
zwischen Mir und zwischen der Erde.
2. Und die Frucht vor euch und das Er-
Ez.1/26,28; Offb.4/3.
schrecken vor euch sei über allem wilden
14. Und es wird geschehen, wenn Ich Wol-
Getier der Erde und über allem Gevögel des
ken zusammenwölke über der Erde, und der
Himmels; über allem, was auf dem Boden
Bogen in den Wolken gesehen wird;
kriecht, und über allen Fischen des Meeres;
15. So will Ich gedenken Meines Bundes
sie seien in eure Hände gegeben.
zwischen Mir und zwischen euch und zwischen
3. Alles Kriechtier, das Leben hat, soll eure
aller lebendigen Seele in allem Fleisch; und
Speise sein, wie das grüne Kraut habe Ich euch
die Wasser sollen nicht mehr zur Flut werden,
alles gegeben. 1Mo.1/29.
alles Fleisch zu verderben.
4. Nur Fleisch in seiner Seele, seinem Blut,
16. Und der Bogen wird in der Wolke sein,
sollt ihr nicht essen. 3Mo.3/17; 5Mo.12/16.
und Ich werde ihn sehen, zu gedenken des
5. Und fürwahr, euer Blut will Ich von euern
ewigen Bundes zwischen Gott und zwischen
Seelen fordern, von der Hand alles wilden
aller lebendigen Seele in allem Fleisch, das
Tiers will Ich es fordern und von der Hand
auf Erden ist. Ps.89/38.
des Menschen, von der Hand des Mannes,
17. Und Gott sprach zu Noach: Dies sei das
seines Bruders, will Ich fordern die Seele des
Zeichen des Bundes, den Ich aufrichte zwi-
Menschen. 2Mo.21/29.
schen Mir und zwischen allem Fleisch, das
6. Wer das Blut des Menschen im Menschen
auf Erden ist.
vergießt, dessen Blut soll vergossen werden,
18. Und die Söhne Noachs, die von der
weil im Bilde Gottes Er den Menschen ge-
Arche ausgingen, waren Schem und Cham und
macht hat. 1Mo.1/26,27.
Japhet; und Cham ist der Vater Kanaans.
7. Und ihr, seid fruchtbar und mehret euch,
19. Diese drei sind die Söhne Noachs und
wimmelt auf der Erde und mehret euch auf
von ihnen ward die ganze Erde überstreut

10
1.MOSE 9/20

(zerstreut). Meschech und Thiras.


20. Und Noach fing an als Mann des Bodens Offb.20/7f; Ez.27/13; 38/2,6f; 39/1f; Jes.21/2; Ps.120/5.
und pflanzte einen Weinberg. 3. Und die Söhne Gomers: Aschkenas und
Jes.5/1f; Jer.31/4,5. Ez.28/25f; Am.9/14. Riphath und Thogarmah. Jer.51/27.
21. Und er trank von dem Wein und ward 4. Und die Söhne Javans: Elischah und
trunken und war aufgedeckt mitten in seinem Tarschisch, Kitthim und Dodanim.
Zelte. Am.9/14; Matth.26/29; Jes.28/7f; 19/14; 5. Von diesen trennten sich ab die Inseln
Ps.107/27; Klg.4/21; Hab.2/15,16. der Völkerschaften in ihren Ländern, jede nach
22. Und Cham, der Vater Kanaans, sah die ihrer Zunge (der Mann nach seiner Zunge),
Blöße seines Vaters und sagte es seinen zweien nach ihren Familien, in ihren Völkerschaften.
Brüdern draußen an. 6. Und die Söhne Chams: Kusch und Miz-
23. Und Schem und Japhet nahmen das raim und Put und Kanaan. Jer.46/9.
Gewand und legten es auf ihre beiden Schul- 7. Und die Söhne Kuschs waren Seba und
tern und gingen rückwärts und bedeckten die Chavilah und Sabtha und Raemah und Sab-
Blöße ihres Vaters, und ihre Angesichter theka; und die Söhne Raemahs: Scheba und
waren rückwärts, und die Blöße ihres Vaters Dedan. 1Mo.2/11; 25/18; Ez.27/22.
sahen sie nicht. 8. Und Kusch zeugte Nimrod; der fing an
24. Und Noach erwachte von seinem Weine, ein Mächtiger zu werden auf der Erde. 1Ch.1/10.
und er erfuhr, was ihm sein kleiner Sohn getan 9. Er war ein mächtiger Jäger vor Jehovah.
hatte, Darum sagte man: Wie Nimrod ein mächtiger
25. Und er sprach: Verflucht sei Kanaan! Jäger vor Jehovah. 1Mo.9/2.
Der Knecht der Knechte soll er seinen Brüdern 10. Und der Anfang seines Königreiches
sein. war Babel und Erech und Akkad und Kalneh
26. Und er sprach: Gesegnet sei Jehovah, im Lande Schinear. 1Mo.11/2,9. Am.6/2; Da.1/2.
der Gott Schems und Kanaan soll ihm Knecht 11. Von diesem Lande zog aus Aschur, und
sein. Jos.9/23; Ri.1/28; Ps.28/6; 31/22; 41/14. baute Niniveh und die Stadt Rechoboth und
27. Weit breite Gott Japhet aus, und er soll Kalach; 1Mo.36/37.
wohnen (hausen) in den Zelten Schems, und 12. Und Resen zwischen Niniveh und zwi-
Kanaan soll ihm Knecht sein. schen Kalach. Dies ist die große Stadt.
28. Und Noach lebte nach der Flut drei- Jon.1/2.
hundert Jahre und fünfzig Jahre. 13. Und Mizraim zeugte die Ludim und
29. Und es waren alle Tage Noachs neun- Lehabim und Naphtuchim.
hundert Jahre und fünfzig Jahre, und er starb. 14. Und die Pathrusim und die Kasluchim.
Woher die Philister ausgingen, und die Kapht-
horim. Jer.44/1; 47/4; 5Mo.2/23.
15. Und Kanaan zeugte Zidon, seinen Erst-
Kapitel 10 geborenen, und Cheth. 1Mo.19; 23/3.
16. Und den Jebusiter und den Amoriter und
Völkertafel. den Girgaschiter.
17. Und den Chiviter und den Arkiter und
1. Und dies sind die Zeugungen (Geburten)
den Siniter.
der Söhne Noachs: Schem, Cham und Japheth;
18. Und den Arvaditer und den Zemariter
und es wurden ihnen nach der Flut Söhne
und den Chamathiter; und nachher zerstreuten
geboren. 1Ch.1/4f.
sich die Familien des Kanaaniters.
2. Die Söhne Japheths sind Gomer und
19. Und die Grenze des Kanaaniters war
Magog und Madai und Javan und Thubal und
von Zidon, da man nach Gerar und Gazah

11
1.MOSE 10/20

kommt, da man gen Sodom und Gomorrah, 2. Und es geschah, daß sie von Osten auszo-
und Admah und Zeboim bis Lascha kommt. gen und ein Tal im Lande Schinear fanden
1Mo.13/10; 14/2; Jos.11/8. und daselbst wohnten. Da.1/2.
20. Dies sind die Söhne Chams nach ihren 3. Und sie sprachen zueinander (der Mann
Familien, nach ihren Zungen in ihren Ländern, zu seinen Genossen): Wohlan (gib), lasset uns
in ihren Völkerschaften. Ziegel streichen (ziegeln) und im Feuer bren-
21. Und dem Schem, auch ihm ward gebo- nen (zum Verbrennen verbrennen); und sie
ren; er war der Vater aller Söhne Ebers; der hatten Ziegel statt Stein und Erdharz hatten
größere Bruder Japheths. 1Mo.11/10; 4Mo.24/24. sie statt Mörtel.
22. Schems Söhne sind Elam und Aschur 4. Und sie sprachen: Wohlan (gib), lasset
und Arpachschad und Lud und Aram. uns eine Stadt bauen, und einen Turm und
Jes.21/2; 66/19. seine Spitze (Haupt) sei im Himmel, und laßt
23. Und Arams Söhne sind Uz und Chul uns einen Namen für uns machen, daß wir uns
und Gether und Masch. nicht über die ganze Erde (die Angesichte der
24. Und Arpachschad zeugte Schelach und ganzen Erde) zerstreuen. 5Mo.1/28.
Schelach zeugte Eber. 1Mo.11/12f. 5. Und Jehovah kam herab um zu sehen die
25. Und dem Eber wurden zwei Söhne Stadt und den Turm, den die Söhne des Men-
geboren. Der Name des einen war Peleg, weil schen bauten.
in seinen Tagen die Erde zerteilt ward, und 6. Und Jehovah sprach: Siehe, sie sind alle
der Name seines Bruders war Joktan. ein Volk und haben eine Lippe (d.h. Sprache)
26. Und Joktan zeugte Almodad und Scha- und dies fangen sie an zu tun und nun wird
leph und Chazarmaveth und Jerach; nichts von ihnen zurückgehalten werden was
27. Und Hadoram und Uzal und Diklah; sie gedenken zu tun.
28. Und Obal und Abimael und Scheba; 7. Wohlan (gib), lasset uns hinabgehen und
29. Und Ophir und Chavilah und Jobab. Alle ihre Lippe (d.h. Sprache) verwirren (ver-
diese waren Söhne Joktans. mischen), daß keiner auf die Lippe (d.h.
30. Und ihre Wohnung war von Mescha, Sprache) des anderen höre.
da man gen Sephar, einen Berg in Osten 8. Und Jehovah zerstreute sie von da über
kommt. die ganze Erde (die Angesichter der ganzen
31. Dies sind die Söhne Schems nach ihren Erde) und sie hörten auf die Stadt zu bauen,
Familien, nach ihren Zungen, in ihren Ländern, 5Mo.32/8.
nach ihren Völkerschaften. 9. Deshalb nannte man ihren Namen Babel,
32. Dies sind die Familien der Söhne Noachs weil dort Jehovah die Lippe der ganzen Erde
nach ihren Geburten, in ihren Völkerschaften; verwirrte (vermischte); und von da zerstreute
und von ihnen trennten sich ab die Völker- sie Jehovah über die ganze Erde (die Ange-
schaften auf der Erde nach der Flut. sichte der ganzen Erde). Offb.17/5.
1Mo.9/19. 10. Dies sind die Geburten des Schem.
Schem war hundert Jahre alt (ein Sohn von
100 Jahren), und er zeugte den Arpachschad
zwei Jahre nach der Flut.
Kapitel 11 11. Und Schem lebte, nachdem er den
Arpachschad gezeugt, fünfhundert Jahre und
Turm zu Babel. Schems Geschlechter. zeugte Söhne und Töchter.
12. Und Arpachschad lebte fünfunddreißig
1. Und die ganze Erde hatte eine Lippe (d.h.
Jahre, und er zeugte Schelach.
Sprache) und einerlei Worte.
13. Und nachdem er Schelach gezeugt, lebte

12
1.MOSE 11/14

Arpachschad drei Jahre und vierhundert Jahre, 30. Und Sarai war unfruchtbar, sie hatte kein
und er zeugte Söhne und Töchter. Kind.
14. Und Schelach lebte dreißig Jahre, und 31. Und Tharach nahm Abram seinen Sohn
zeugte den Eber. und Lot, den Sohn Harans seines Sohnes Sohn,
15. Und Schelach lebte, nachdem er Eber und Sarai, seine Schwiegertochter, seines
gezeugt hatte, drei Jahre und vierhundert Jahre, Sohnes Abrams Weib, und sie zogen aus mit
und er zeugte Söhne und Töchter. ihnen aus Ur der Chaldäer um nach dem Lande
16. Und Eber lebte vierunddreißig Jahre, Kanaan zu gehen, und sie kamen bis Charan
und zeugte den Peleg. und wohnten daselbst.
17. Und Eber lebte, nachdem er den Peleg 1Mo.15/7; Ne.9/7; Ju.5/5f.
gezeugt, dreißig Jahre und vierhundert Jahre, 32. Und Tharachs Tage waren fünf Jahre
und zeugte Söhne und Töchter. und zweihundert Jahre, und Tharach starb in
18. Und Peleg lebte dreißig Jahre und zeugte Charan.
Reu.
19. Und Peleg lebte, nachdem er Reu ge-
zeugt neun Jahre und zweihundert Jahre, und
zeugte Söhne und Töchter. Kapitel 12
20. Und Reu lebte zweiunddreißig Jahre,
und zeugte Serug. Abrams Berufung. Er zieht nach Kanaan.
21. Und Reu lebte, nachdem er Serug ge-
1. Und Jehovah sprach zu Abram: Gehe
zeugt hatte, sieben Jahre und zweihundert
(gehe dir) aus deinem Lande, und aus deinem
Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter.
Geburtsort (Geburt) und aus dem Hause deines
22. Und Serug lebte dreißig Jahre, und
Vaters nach dem Lande, das Ich dir zeigen
zeugte Nachor.
werde. 1Mo.15/7; 4Mo.10/30; Ps.45/11; Jos.24/5.
23. Und Serug lebte, nachdem er Nachor
2. Und Ich will dich zu einer großen Völker-
gezeugt hatte, zweihundert Jahre, und er zeugte
schaft machen und dich segnen und groß
Söhne und Töchter.
machen deinen Namen, und du sollst zum
24. Und Nachor lebte neunundzwanzig
Segen werden. 1Mo.11/30; Jes.51/2.
Jahre, und zeugte Tharach.
3. Und Ich will segnen, die dich segnen und
25. Und Nachor lebte, nachdem er den
verfluchen, wer dir flucht; und in dir sollen
Tharach gezeugt hatte, neunzehn Jahre und
gesegnet werden alle Familien des Bodens!
hundert Jahre, und er zeugte Söhne und Töch-
1Mo.18/18; 22/18; 2Mo.23/22.
ter.
4. Und Abram ging, wie Jehovah zu ihm
26. Und Tharach lebte siebzig Jahre, und
geredet hatte, und Lot ging mit ihm, und
zeugte Abram, Nachor und Haran.
Abram war fünfundsiebzig Jahre alt (ein Sohn
27. Und dies sind die Geburten Tharachs:
von fünf Jahren und siebzig Jahren) da er von
Tharach zeugte Abram, Nachor und Haran;
Charan auszog.
und Haran zeugte Lot. Jos.24/2.
5. Und Abram nahm Sarai sein Weib und
28. Und Haran starb auf dem Angesichte
Lot, seines Bruders Sohn, und all ihre Habe,
seines Vaters Tharach im Lande seiner Geburt
die sie gewonnen und die Seelen, die sie sich
in Ur der Chaldäer.
in Charan verschafft (gemacht), und sie zogen
29. Und Abram und Nachor nahmen sich
aus, um nach dem Lande Kanaan zu gehen,
Weiber. Der Name von Abrams Weib war
und kamen ins Land Kanaan.
Sarai, und der Name von Nachors Weib Mil-
6. Und Abram zog hin im Lande bis an den
kah, eine Tochter Harans, des Vaters der Mil-
Ort Sichem, zum Eichenhain Moreh, und der
kah und des Vaters der Jiskah. 1Mo.22/20.

13
1.MOSE 12/7

Kanaaniter war damals in dem Lande. 19. Warum sagtest du: sie ist meine Schwe-
7. Und Jehovah erschien dem Abram und ster, und ich hätte sie mir zum Weibe genom-
sprach: Deinem Samen will Ich geben dieses men? Und nun siehe, da ist dein Weib! Nimm
Land; und er baute da einen Altar dem Jeho- sie und geh!
vah, Der ihm erschienen. Jos.21/43. 20. Und Pharao gebot seinen Männern über
8. Und von da zog er weiter nach dem Berge ihn, und sie entsandten ihn und sein Weib mit
im Osten von Bethel und schlug sein Zelt auf allem, was er hatte.
mit Bethel dem Meere zu und Haai im Osten
und er baute dort dem Jehovah einen Altar,
und rief den Namen Jehovahs an.
1Mo.4/26; 28/17,19; 35/1f; 2Kö.17/27f. Kapitel 13
9. Und Abram brach auf und ging und zog
aus nach Mittag. Abram scheidet von Lot.
10. Und es war eine Hungersnot im Land,
1. Und Abram kam herauf aus Ägypten er
und Abram ging hinab nach Ägypten um dort
und sein Weib und alles, das er hatte, und Lot
sich aufzuhalten; denn die Hungersnot war
mit ihm gen Mittag. 1Mo.12/4,9.
schwer in dem Lande. 1Mo.26/1.
2. Und Abram war sehr reich (schwer) an
11. Und es geschah, als er nahe war, nach
Viehherden, an Silber und an Gold.
Ägypten zu kommen, sprach er zu Sarai,
3. Und er ging in seinen Zügen von Mittag
seinem Weibe: Siehe ich weiß, daß du ein
bis nach Bethel zu dem Orte wo sein Zelt zum
Weib, schön anzusehen, bist. 1Mo.20/13; 26/7.
Anbeginn war, zwischen Bethel und Haai
12. Und es wird geschehen, wenn dich die
1Mo.12/8; 28/19.
Ägypter sehen und sagen: das ist sein Weib!
4. An den Ort des Altars, den er am Anfang
daß sie mich erwürgen und dich am Leben
gemacht; und Abram rief dort den Namen
lassen.
Jehovahs an. 1Mo.12/8.
13. Sage doch, du seiest meine Schwester;
5. Und auch Lot, der mit Abram zog, hatte
auf daß es mir gut gehe um deinetwillen, und
Kleinvieh und Rinder und Zelte.
meine Seele am Leben bleibe deinetwegen.
6. Aber das Land trug sie nicht, daß sie
1Mo.20/12.
beisammen wohnten; denn ihrer Habe war viel,
14. Und es geschah, als Abram nach Ägyp-
und sie konnten nicht beisammen wohnen.
ten kam, daß die Ägypter das Weib sahen, daß
1Mo.36/7.
sie sehr schön war. 1Mo.20/12.
7. Und es war Hader zwischen den Hirten
15. Und die Obersten Pharaos sahen sie und
von Abrams Viehherden und zwischen den
lobten sie dem Pharao; und das Weib wurde
Hirten von Lots Viehherden. Und der Kanaa-
in das Haus des Pharao genommen.
niter und der Pheresiter wohnten damals im
16. Und er tat dem Abram Gutes um ihret-
Lande. 1Mo.26/20.
halben; und er hatte Kleinvieh und Rinder und
8. Und Abram sprach zu Lot: Laß doch nicht
Esel und Knechte und Dienstmägde und
Hader zwischen mir und zwischen dir, und
Eselinnen und Kamele.
zwischen meinen Hirten, und zwischen deinen
17. Und Jehovah plagte Pharao und sein
Hirten sein, denn wir sind Brüder (Männer
Haus mit großen Plagen ob Sarai (ob dem
Brüder).
Worte der Sarai), des Weibes Abrams.
9. Ist nicht das ganze Land vor dir? So
1Mo.20/3,7; Ps.105/14.
trenne dich doch von mir. Wenn zur Linken,
18. Und Pharao rief Abram und sprach: Was
so will ich zur Rechten gehen, und wenn zur
hast du mir das getan? Warum sagtest du mir
Rechten, so will ich zur Linken gehen.
nicht an, daß sie dein Weib ist? 1Mo.20/9.

14
1.MOSE 13/10

10. Und Lot hob seine Augen auf und sah Gojim,
den ganzen Umkreis, daß dieser ganz vom 2. Daß sie Krieg machten mit Bera, König
Jordan bewässert war. Ehe Jehovah Sodom von Sodom, und mit Birscha, König von
und Gomorrah verdarb, war das Land wie ein Gomorrah, Schineab, König von Admah, und
Garten Jehovahs, wie Ägypten, wo man nach Schemeber, König von Zebojim, und dem
Zoar kommt. 1Mo.14/2,8; 19/20f; Ez.28/12,13; Könige von Bela, das ist Zoar. 1Mo.19/22.
5Mo.34/3; Jes.15/5; 51/3; Jer.48/34. 3. Diese alle verbündeten sich im Talgrunde
11. Und Lot erwählte den ganzen Umkreis Siddim, das (d.h. jetzt) ist das Salzmeer.
des Jordans für sich; und Lot brach auf vom 4. Zwölf Jahre hatten sie dem Kedorlaomer
Osten und sie trennten sich der Mann von gedient, und im dreizehnten empörten sie sich.
seinem Bruder. 5. Und im vierzehnten Jahre kam Kedorlao-
12. Abram wohnte im Lande Kanaan, und mer und die Könige, die mit ihm waren, und
Lot wohnte in den Städten des Umkreises und schlugen die Rephaim in Aschteroth-Karnaim
zeltete bis gen Sodom. 1Mo.14/12. und die Susim in Ham und die Emim in Scha-
13. Und die Männer Sodoms waren sehr veh Kirjathaim. 5Mo.2/10,20.
böse und Sünder gegen Jehovah. 6. Und die Choriter auf ihrem Berge Seir
14. Und Jehovah sprach zu Abram, nachdem bis El-Paran, das oben an der Wüste ist.
sich Lot von ihm getrennt hatte: Hebe doch 1Mo.12/6; 5Mo.2/12.
deine Augen auf und siehe von dem Ort aus, 7. Und sie kehrten zurück, und kamen nach
wo du bist gen Mitternacht und gen Mittag En-Mischpat, das ist Kadesch, und schlugen
und gen Osten und dem Meere zu. das ganze Gefilde des Amalekiters, und auch
15. Denn alles Land, das du siehst, will Ich den Amoriter, der in Chazezon Thamar wohnt.
dir und deinem Samen geben ewiglich. 8. Und der König von Sodom zog aus, und
16. Und will deinen Samen machen (setzen) der König von Gomorrah, und der König von
wie Staub der Erde. So ein Mann den Staub Admah, und der König von Zeboim und der
der Erde zu berechnen vermag, so wird auch König von Bela [das ist Zoar], und ordneten
dein Same berechnet werden. 1Kö.4/20. sich zum Streit mit ihnen im Talgrund Siddim.
17. Mache dich auf und ziehe durch das 1Mo.14/2; 19/22.
Land, seiner Länge nach und seiner Breite 9. Mit Kedorlaomer, König von Elam, und
nach; denn dir will Ich es geben. Thideal, König von Gojim, und Amraphel,
18. Und Abram zeltete und kam und wohnte König von Schinear, und Arioch, König von
in den Eichenhainen Mamres, die in Hebron Ellasar, vier Könige mit fünf.
sind, und baute daselbst dem Jehovah einen 10. Und der Talgrund Siddim hat Gruben
Altar. 1Mo.14/13,24. an Gruben mit Erdharz, und der König von
Sodom und von Gomorrah flohen und fielen
daselbst, und die übrigen (Verbliebenen)
flohen aufs Gebirge. 1Mo.11/3.
Kapitel 14 11. Und sie nahmen alle Habe von Sodom
und Gomorrah und all ihre Speise und zogen
Abram errettet Lot; hin.
wird von Melchizedek gesegnet. 12. Und sie nahmen Lot, den Sohn von
Abrams Bruder, und seine Habe und zogen
1. Und es geschah, in den Tagen Amra-
hin; und er wohnte in Sodom. 1Mo.13/12.
phels, des Königs von Schinear, Ariochs, des
13. Und es kam einer, der entkommen war,
Königs von Ellasar, Kedorlaomers, des Königs
und sagte es Abram, dem Hebräer an, der da
von Elam und Thideals, des Königs von
wohnte (hauste) in den Eichenhainen Mamres,

15
1.MOSE 14/14

des Amoriters, des Bruders von Eskol und Jünglinge verzehrten, und dem Teil der Män-
Bruders von Aner, und diese waren im Bunde ner, die mit mir zogen. Aner, Eschkol und
(Meister eines Bundes) mit Abram. Mamre, sie sollen ihren Teil nehmen.
1Mo.10/21; 40/15.
14. Und Abram hörte, daß sein Bruder
gefangen war, und er ließ ausziehen seine
Eingeübten in seinem Hause Geborenen drei- Kapitel 15
hundertachtzehn, und setzte ihnen nach bis
gen Da. 1Mo.12/16; 13/2,11; 5Mo.34/1; Ri.18/29; 2Sa.3/10. Abrams Glaube und Bund mit Jehovah.
15. Und er teilte sich wider sie in der Nacht,
1. Nach diesen Dingen (Worten) geschah
er und seine Knechte, und schlug sie, und
das Wort Jehovahs zu Abram im Gesichte,
setzte ihnen nach bis nach Chobah, das zur
und sprach: Fürchte dich nicht, Abram, Ich
Linken von Damaskus ist.
bin ein Schild (Tartsche) dir, deines Lohnes
2Sa.8/5f; Am.5/26,27; Ez.47/16f.
ist sehr viel. 1Mo.14/15; Ps.5/12,13; Jes.41/10.
16. Und brachte alle ihre Habe zurück; auch
2. Und Abram sprach: Was willst Du mir
seinen Bruder Lot und seine Habe brachte er
geben, Herr, Jehovah, und ich gehe hin kinder-
zurück und auch die Weiber und das Volk.
los, und der Sohn, der Hausvogt, ist dieser
1Sa.14/6; Jes.41/2,3.
Damasker Elieser. 1Mo.12/2; 24/2.
17. Und der König von Sodom kam heraus,
3. Und Abram sprach: Siehe, Du hast mir
ihm entgegen, nachdem er zurückgekommen,
keinen Samen gegeben. Und siehe, der Sohn
als er Kedorlaomer und die Könige, die mit
meines Hauses wird mich beerben (erblich
ihm waren geschlagen in dem Talgrund Scha-
besitzen). Matth.2/15.
veh, das ist des Königs Talgrund. 2Sa.18/18.
4. Und siehe, das Wort Jehovahs zu ihm
18. Und Melchizedek, König von Schalem,
sprach: Nicht soll dieser dich beerben (erblich
brachte heraus Brot und Wein, und er war
besitzen) sondern der ausgehen wird aus
Priester des höchsten Gottes;
deinen Eingeweiden, der soll dich beerben
Ps.76/2,3; 110/4; Jos.10/1.
(erblich besitzen).
19. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet
5. Und Er führte (ließ ausgehen) ihn hinaus
sei Abram dem höchsten Gotte, der Himmel
und sprach: Blicke doch gen Himmel und
und Erde besitzet!
zähle die Sterne, wenn du sie zu zählen ver-
20. Und gesegnet sei der höchste Gott, daß
magst! und Er sprach zu ihm: So wird dein
Er deine Dränger in deine Hand geliefert. Und
Same sein. 5Mo.1/10,22; Da.12/3.
er gab ihm von allem den Zehnten.
6. Und er glaubte an Jehovah, und Er ge-
1Mo. 28/22; Jes.54/5.
dachte es ihm zur Gerechtigkeit.
21. Und der König von Sodom sprach zu
Rö.4/3; Gal.3/6; Jak.2/23.
Abram: Gib mir die Seelen und nimm die Habe
7. Und Er sprach zu ihm: Ich bin Jehovah,
für dich.
Der dich herausführte (ließ ausgehen) aus Ur
22. Abram aber sprach zu dem König von
der Chaldäer, dir dieses Land zum Erbbesitze
Sodom: Ich habe meine Hand emporgehoben
zu geben. 1Mo.11/28,31; 12/1.
zu Jehovah, dem höchsten Gott, der Himmel
8. Und er sprach: Herr, Jehovah, woran soll
und Erde besitzet, 2Mo.6/8; Da.12/7; Offb.10/5,6.
ich erkennen, daß ich es erblich besitzen
23. Daß ich vom Faden bis zum Schuh-
werde?
riemen, von allem das dein ist, nichts nehmen
9. Und Er sprach zu ihm: Hole Mir eine
will; und du sollst nicht sagen: Ich habe den
dreijährige Färse und eine dreijährige Ziege
Abram reich gemacht. 1Mo.23/13.
und einen dreijährigen Widder und eine Turtel-
24. Nichts für mich! außer dem, was die

16
1.MOSE 15/10

taube und eine junge Taube.


10. Und er holte sich sie alle und zerstückte Kapitel 16
sie in der Mitte, und legte jegliches Stück dem
anderen gegenüber (den Mann - sein Stück Ismaels Geburt.
gegenüber, seinem Genossen), den Vogel aber
1. Und Sarai, Abrams Weib, gebar ihm
zerstückte er nicht.
nicht. Sie hatte aber eine ägyptische Dienst-
11. Und es kam der Raubvogel herab auf
magd und ihr Name war Hagar. Gal.4/22f.
die Leiber (Leichen) her; aber Abram wandte
2. Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch,
sie zurück.
Jehovah hat mich vom Gebären zurückgehal-
12. Und die Sonne war am Untergehen, und
ten; so gehe doch ein zu meiner Dienstmagd,
ein tiefer Schlaf fiel auf Abram; und siehe,
vielleicht werde ich durch sie aufgebaut. Und
der Schrecken großer Finsternis fiel über ihn.
Abram hörte auf Sarais Stimme. 1Sa.1/5.
13. Und Er sprach zu Abram: Du sollst
3. Und Sarai, Abrams Weib, nachdem zehn
gewißlich wissen (wissend sollst du wissen),
Jahre zu Ende waren, seit Abram im Lande
daß dein Same sich wird aufhalten in einem
Kanaan wohnte, nahm die Ägypterin Hagar,
Lande, das nicht das seine ist. Und sie werden
ihre Dienstmagd, und gab sie ihrem Manne
ihnen dienen; und sie werden sie drücken
Abram ihm zum Weibe.
vierhundert Jahre lang. 2Mo.12/40; Apg.7/6.
4. Und er ging ein zu Hagar und sie empfing;
14. Aber auch mit der Völkerschaft, der sie
und da sie sah, daß sie empfangen hatte, ward
dienen werden, werde Ich rechten; und danach
ihre Gebieterin gering in ihren Augen.
sollen sie ausziehen mit großer Habe.
5. Und Sarai sprach zu Abram: Mein Un-
2Mo.3/20f; 12/35f.
recht (Gewalttat) sei auf dir! Ich gab dir meine
15. Du aber sollst eingehen zu deinen Vätern
Dienstmagd an deinen Busen. Und sie sieht,
im Frieden, du sollst in gutem Greisenalter
daß sie empfangen hat, und ich werde gering
begraben werden. 1Mo.25/8.
in ihren Augen. Jehovah richte zwischen mir
16. Und im vierten Geschlecht sollen sie
und dir! 1Sa.24/16.
hierher zurückkehren; denn die Missetat des
6. Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine
Amoriters ist bis jetzt noch nicht voll (ganz).
Dienstmagd ist in deiner Hand, tue ihr, was
1Kö.21/26; 2Mo.20/5; Matth.23/32; 5Mo.9/4.
gut in deinen Augen ist. Und Sarai demütigte
17. Und es geschah, daß die Sonne unter-
sie, und sie floh (entwich) vor ihrem Ange-
ging, und es war düster, und siehe, ein rau-
sicht.
chender Ofen und eine Feuerfackel zog zwi-
7. Und der Engel Jehovahs fand sie in der
schen den Stücken hin. 1Mo.19/28; 3Mo.9/24.
Wüste an einer Wasserquelle; an der Quelle
18. An jenem Tage schloß Jehovah mit
am Wege nach Schur. 1Mo.16/13.
Abram einen Bund und sprach: Deinem Samen
8. Und Er sprach: Hagar, Sarais Dienstmagd,
habe Ich dieses Land gegeben, von dem Flusse
woher kommst du und wohin gehst du? Und
Ägyptens bis zu dem großen Flusse, dem
sie sprach: Vor meiner Gebieterin Sarai fliehe
Flusse Phrat; 1Mo.12/7; Jos.13/3;
(entweiche) ich. Ri.19/17.
2Mo.2/3; 23/31; 2Sa.8/3; 1Kö.4/21f.
9. Und Jehovahs Engel sprach zu ihr: Kehre
19. Den Keniter und den Kenissiter und den
zurück zu deiner Gebieterin und demütige dich
Kadmoniter,
unter ihre Hände.
20. Und den Chethiter und den Pherisiter
10. Und der Engel Jehovahs sprach zu ihr:
und die Rephaim; 1Mo.14/5.
Mehren (mehrend will Ich mehren) will Ich
21. Und den Amoriter und den Kanaaniter
deinen Samen und er wird vor Menge nicht
und den Gergasiter und den Jebusiter. 5Mo.7/1.
gezählt werden. 1Mo.17/20.

17
1.MOSE 16/11

11. Und der Engel Jehovahs sprach zu ihr: mehr Abram nennen, sondern dein Name soll
Siehe, du hast empfangen und gebierst einen Abraham sein; denn zum Vater einer Menge
Sohn, und sollst seinen Namen Ismael nennen, von Völkerschaften gebe Ich dich.
darum, daß Jehovah auf dein Elend gehört 6. Und Ich will dich gar sehr (sehe, sehr)
hat. fruchtbar machen, und gebe dich zu Völker-
12. Und er wird ein Waldesel-Mensch sein, schaften, und Könige sollen von dir ausgehen.
seine Hand wider alle, und die Hand aller Jes.51/2.
wider ihn; und wird wohnen wider aller seiner 7. Und Ich richte auf Meinen Bund zwischen
Brüder Angesicht. Hi.11/12. Mir und zwischen dir und zwischen deinem
13. Und sie nannte den Namen Jehovahs, Samen nach dir für ihre Geschlechter, als einen
Der mit ihr redete: Du bist der Gott, Der mich ewigen Bund, dir und deinem Samen nach dir
siehet; denn sie sprach: Hab ich auch hier Gott zu sein;
gesehen, nach Dem, Der mich gesehen? 8. Und Ich gebe dir und deinem Samen nach
2Mo.33/23. dir das Land deiner Wanderungen, das ganze
14. Daher nannte man den Brunnen: Brun- Land Kanaan, zum ewigen Eigentum, und
nen Lachai Roi (Brunnen der Lebendigen, der werde ihnen Gott sein.
mich sieht). Siehe, er ist zwischen Kadesch 1Mo.23/4; 24/7; Heb.11/16.
und zwischen Bared. 1Mo.24/62; 25/11. 9. Und Gott sprach zu Abraham: Du aber,
15. Und Hagar gebar dem Abram einen du sollst Meinen Bund halten, du und dein
Sohn, und Abram nannte den Namen seines Same nach dir, nach ihren Geschlechtern.
Sohnes, den Hagar geboren, Ismael. Gal.4/23. 10. Das ist Mein Bund, den ihr halten sollt
16. Und Abram war achtzig Jahre und sechs zwischen Mir und zwischen euch und zwischen
Jahre alt (ein Sohn von 86 Jahren), da Hagar deinem Samen nach dir. Beschnitten werde
den Ismael dem Abram gebar. euch alles Männliche!
3Mo.12/3; Luk.2/21; Joh.7/22.
11. Und ihr sollet beschnitten werden am
Fleische eurer Vorhaut; und das sei zum
Kapitel 17 Zeichen des Bundes zwischen Mir und zwi-
schen euch! 1Mo.9/12,13; Joh.7/22.
Verheißung Isaaks. Abraham. 12. Und acht Tage alt (ein Sohn von acht
Beschneidung. Tagen) werde von euch alles Männliche
beschnitten in euern Geschlechtern, der im
1. Und Abram war neunzig Jahre und neun
Hause geboren und der mit Silber erworben
Jahre alt (ein Sohn von 99 Jahren), und Jeho-
ist von irgendwelchem Sohne des Auslands,
vah erschien dem Abram und sprach zu ihm:
der nicht deines Samens ist.
Ich bin Gott Schaddai, wandle vor Mir und
1Mo.21/4; 3Mo.12/3; 2Mo.22/30.
sei untadelig. 1Mo.35/11; 24/40; 2Mo.6/3.
13. Gewißlich soll beschnitten werden
2. Und Ich will Meinen Bund geben zwi-
(beschneidend soll beschnitten werden), wer
schen Mir und zwischen dir und dich gar sehr
in deinem Hause geboren und wer mit deinem
(sehr, sehr) vermehren. Rö.4/17.
Silber erworben ist. Und Mein Bund soll in
3. Und Abram fiel auf sein Angesicht; und
eurem Fleische sein zum ewigen Bunde.
Gott redete mit ihm und sprach:
14. Und der unbeschnittene Männliche, der
4. Ich, siehe (Ich, siehe Mein) Mein Bund
sich nicht das Fleisch seiner Vorhaut beschnei-
ist mit dir; und du sollst der Vater einer Menge
den ließ, dessen Seele soll ausgerottet werden
Völkerschaften werden. Ne.9/7; Sir.44/19f; Rö.4/11,17.
von seinen Völkern, er hat Meinen Bund
5. Und deinen Namen soll man fortan nicht
zunichte gemacht.

18
1.MOSE 17/15

15. Und Gott sprach zu Abraham: Dein 26. An diesem selbigen Tage wurde Abra-
Weib Sarai - ihren Namen sollst du nicht Sarai ham und sein Sohn Ismael beschnitten.
nennen, sondern Sarah soll ihr Name sein. 27. Und alle Männer seines Hauses, der im
16. Und Ich segne sie, und gebe dir auch Haus Geborene und der von dem Sohne des
von ihr einen Sohn; und Ich segne sie, daß sie Auslandes mit Silber Erworbene, wurden mit
zu Völkerschaften werde; Könige von Völkern ihm beschnitten.
sollen aus ihr werden. 1Mo.18/10.
17. Und Abraham fiel auf sein Angesicht
und lachte, und sprach in seinem Herzen: Soll
mir, dem hundert Jahre alten (ein Sohn von Kapitel 18
100 Jahren), geboren werden, und Sarah soll,
neunzig Jahre alt (eine Tochter von 90 Jahren), Abrahams Bewirtung. Isaaks Verheißung.
gebären? 1Mo.18/12; Luk.1/18. Fürbitte für Sodom.
18. Und Abraham sprach zu Gott: Oh,
1. Und Jehovah erschien ihm in den Eichen-
möchte Ismael leben vor dir!
hainen Mamres, und er saß am Eingang des
19. Und Gott sprach: Fürwahr, dein Weib
Zeltes als der Tag heiß ward. 1Mo.13/18.
Sarah wird dir einen Sohn gebären, und du
2. Und er hob seine Augen auf und sah, und
sollst seinen Namen Isaak nennen, und Ich
siehe, drei Männer standen (waren aufgestellt)
werde Meinen Bund mit ihm aufrichten zu
bei ihm; und er sah, und lief ihnen entgegen
einem Bunde der Ewigkeit für seinen Samen
vom Eingang des Zeltes und verbeugte sich
nach ihm. 1Mo.16/11; 18/10; 21/3.
zur Erde. 1Mo.19/1.
20. Und wegen Ismael habe Ich dich erhört.
3. Und sprach: Mein Herr, wenn ich doch
Siehe, Ich segne ihn, und mach ihn fruchtbar
Gnade fände in deinen Augen! Zieh doch nicht
und mehre ihn sehr, sehr. Zwölf Fürsten (Er-
vorüber an deinem Knechte. 1Mo.13/25,33; Heb.13/2.
habene) wird er zeugen, und zu einer großen
4. Nehmet doch ein wenig Wasser, und
Völkerschaft gebe Ich ihn.
waschet eure Füße und lehnet euch unter den
1Mo.16/10; 21/13; 25/13-16.
Baum. 1Mo.19/2; 43/24; Joh.13/5f.
21. Aber Meinen Bund richte Ich mit Isaak
5. Und ich will einen Bissen Brot holen, daß
auf, den Sarah dir um diese bestimmte Zeit
ihr euer Herz stützet, hernach möget ihr vor-
im anderen Jahr gebären wird. Rö.9/9.
überziehen. Denn darum seid ihr bei eurem
22. Und Er vollendete Seine Rede mit ihm,
Knechte vorübergezogen. Und sie sprachen:
und Gott stieg auf von Abraham.
Tue, wie du geredet hast. 1Mo.19/8; Ri.19/5.
1Mo.35/13; Ri.13/20.
6. Und Abraham eilte nach dem Zelt zu
23. Und Abraham nahm seinen Sohn Ismael
Sarah, und sprach: Nimm eilends drei Seah
und alle in seinem Haus Geborenen und alle
Mehl, Semmelmehl, knete und mache Kuchen.
mit seinem Silber Erworbenen, alles Männ-
7. Und Abraham lief zu den Rindern, und
liche unter den Männern des Hauses Abra-
nahm ein Kalb (den Sohn eines Rindes), zart
hams, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut
und gut, und gab es dem Jungen; und er eilte,
an diesem selbigen Tage, wie Gott mit ihm
es zu bereiten (machen).
geredet hatte.
8. Und er nahm Butter und Milch und das
24. Und Abraham war neunundneunzig Jahre
Kalb (den Sohn eines Rindes), das er bereiten
alt (ein Sohn von 99 Jahren), als er das Fleisch
(machen) ließ, und setzte (gab es ihnen) ihnen
seiner Vorhaut beschnitt.
vor, und er stand bei ihnen unter dem Baum
25. Und Sein Sohn Ismael war dreizehn
und sie aßen. Tob.12/19.
Jahre alt (ein Sohn von 13 Jahren), als ihm
9. Und sie sprachen zu ihm: Wo ist dein
das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde.

19
1.MOSE 18/10

Weib Sarah? Und er sagte: sehet, in dem Zelte. und ihre Sünde sehr schwer ist.
1Mo.17/15. 1Mo.3/13; Ez.16/48,50; Offb.18/5.
10. Und Er sprach: Zu dieser Zeit des Le- 21. Will Ich nun doch hinabsteigen und
bens kehre (zurückkehrend kehre Ich zurück) sehen, ob sie nach dem Geschrei, das zu Mir
Ich zu dir zurück, und siehe, dein Weib Sarah gekommen, eine Vollendung gemacht, und
hat einen Sohn; und Sarah hörte es am Eingang ob nicht, will Ich wissen. 1Mo.11/5; Jer.32/19; Jon.1/2.
des Zeltes, und dieser war hinter ihm. 22. Die Männer aber wandten sich von da
1Mo.18/14; 17/16; 21/1; Rö.9/9. und gingen gen Sodom; und Abraham stand
11. Und Abraham und Sarah waren alt, noch vor Jehovah. 1Mo.19/1.
gekommen in die Tage und es hatte aufgehört 23. Und Abraham trat herzu und sprach:
mit Sarah zu sein nach der Weiber Weise Willst Du auch wegraffen den Gerechten mit
(nach dem Pfade der Weiber). 1Mo.31/35. dem Ungerechten?
12. Und Sarah lachte bei sich und sprach: 24. Vielleicht sind fünfzig Gerechte in der
Nachdem ich alt geworden bin, sollt ich noch Mitte der Stadt. Willst Du den Ort auch dann
Wollust haben? Und mein Herr ist alt. wegraffen, und nicht ihm verzeihen um der
1Mo.17/17; 1Pe.3/6. fünfzig Gerechten willen, die in seiner Mitte
13. Und Jehovah sprach zu Abraham: War- sind?
um lacht Sarah und spricht: Sollte ich fürwahr 25. Das sei ferne von Dir, nach solchem
gebären, so ich doch alt bin? Worte zu tun, daß Du tötest den Gerechten
14. Sollte für Jehovah ein Ding (Wort) zu mit dem Ungerechten, und daß der Gerechte
wunderbar sein? Zur bestimmten Zeit kehre sei, wie der Ungerechte; das sei ferne von Dir.
Ich zu dir zurück, um diese Zeit des Lebens Sollte der Rier der ganzen Erde nicht Gericht
und Sarah hat einen Sohn. üben (tun)? Jes.11/3,4; Hi.8/3; Ps.7/9; 9/5; 94/2;
4Mo.11/23; Jer.32/17,27; Sach.8/6. Joh.5/27; Rö.3/6.
15. Und Sarah leugnete und sagte: Ich habe 26. Und Jehovah sprach: Wenn Ich in So-
nicht gelacht; denn sie fürchtete sich. Er aber dom fünfzig Gerechte in der Mitte der Stadt
sprach: Nein, du hast gelacht. Heb.11/11. finde, so verzeihe Ich dem ganzen Orte um
16. Und die Männer standen auf von da und ihretwillen. Jes.65/8.
schauten aus gegen Sodom, und Abraham ging 27. Und Abraham antwortete und sprach:
mit ihnen, sie zu entsenden. Siehe doch, ich habe mich unterstanden (war
17. Und Jehovah sprach: Soll Ich vor Abra- willens), mit meinem Herrn zu reden, und ich
ham verdecken, was Ich tun will? bin Staub und Asche. 1Mo.2/7; 3/19; Hi.42/6; Sir.10/9.
Am.3/7; Joh.15/15; Jak.2/23. 28. Vielleicht mangeln zu den fünfzig
18. Und Abraham wird (seiend wird sein) Gerechten fünf, wirst du die ganze Stadt um
doch zur großen und zahlreichen Völkerschaft, der fünfe willen verderben? Und Er sprach:
und alle Völkerschaften der Erde sollen in ihm Ich will sie nicht verderben, wenn Ich dort
gesegnet werden. fünfundvierzig finde. Jer.5/1.
19. Denn Ich habe ihn dahin erkannt, daß 29. Und er fuhr fort, mit Ihm zu reden, und
er seinen Söhnen und seinem Hause nach ihm sprach: Vielleicht finden sich dort vierzig; und
wird gebieten, daß sie den Weg Jehovahs Er sprach: Ich will es nicht tun um der vierzig
halten, zu tun Gerechtigkeit und Recht, auf willen.
daß Jehovah auf Abraham kommen lasse, was 30. Und er sprach: Entbrenne doch nicht,
Er über ihn geredet hat. 5Mo.6/7; 11/19; 32/46. mein Herr, und ich will reden; vielleicht wür-
20. Und Jehovah sprach: Weil des Geschreis den dreißig dort gefunden. Und Er sprach:
über Sodom und Gomorrah viel geworden, Ich will es nicht tun, wenn Ich dort dreißig
finde. Ri.6/39.

20
1.MOSE 18/31

31. Und er sprach: Siehe doch, ich habe tut nicht Böses! Ri.19/23,24.
mich unterstanden (war willens), mit meinem 8. Sehet doch, ich habe zwei Töchter, die
Herrn zu reden. Vielleicht wird man dort keinen Mann erkannt haben, laßt sie mich doch
zwanzig finden. Und Er sprach: Ich verderbe zu euch herausbringen, und tut mit ihnen, was
sie nicht um der zwanzig willen. gut ist in euren Augen, nur diesen Männern
32. Und er sprach: Es entbrenne nicht mein tut nichts (kein Wort); denn dafür sind sie
Herr, daß ich nur noch diesmal rede. Vielleicht unter den Schatten meines Daches (Balkens)
werden dort zehn gefunden. Und Er sprach: gekommen.
Um der zehn willen verderbe Ich sie nicht. 9. Und sie sprachen: Tritt hier herzu. Und
Ri.6/39; Jer.5/1. sie sagten: Ist einer gekommen, sich hier
33. Und Jehovah ging hin, als Er mit Abra- aufzuhalten, und will als Rier richten? Nun
ham vollendet zu reden; und Abraham kehrte wollen wir dir Böseres tun, denn jenen; und
zurück an seinen Ort. sie drangen sehr ein auf den Mann, auf Lot,
und sie traten herzu, um die Tür aufzubrechen.
2.Petr.2/7,8.
10. Und die Männer streckten (sandten) ihre
Kapitel 19 Hand hinaus und brachten Lot zu sich herein
ins Haus und verschlossen die Tür.
Sodoms Untergang. Lots Rettung. 11. Die Männer aber am Eingang zum Hause
schlugen sie mit Blindheit vom Kleinen bis
1. Und die zwei Engel kamen am Abend
zum Großen und sie müheten sich ab, den
nach Sodom, und Lot saß im Tore Sodoms.
Eingang zu finden. 2Kö.6/18; Weish.19/16.
Und Lot sah sie und er stand auf, ihnen entge-
12. Und die Männer sprachen zu Lot: Wen
gen, und verbeugte sich mit dem Antlitz zur
hast du noch hier? Eidam und deine Söhne
Erde.
und deine Töchter und jeden, den du in der
2. Und er sprach: Siehe doch, meine Herren,
Stadt hast, bringe heraus aus diesem Orte;
lenket doch in das Haus eures Knechtes ab
13. Denn wir verderben diesen Ort, weil das
und übernachtet und waschet eure Füße, und
Geschrei über sie groß ist vor Jehovah, und
stehet früh auf und gehet eures Weges. Sie
Jehovah hat uns gesandt, ihn zu verderben.
sagten aber: Nein, denn wir werden auf der
1Mo.18/20; Ez.16/49,50; Offb.18/5.
Straße übernachten. 1Mo.18/4; Ri.19/2; Luk.24/28.
14. Und Lot ging hinaus und redete zu
3. Und er drang sehr in sie; und sie lenkten
seinen Eidamen, die seine Töchter nehmen
zu ihm ab und kamen in sein Haus. Und er
wollten, und sprach: Machet euch auf, gehet
machte ihnen ein Gastmahl und buk Unge-
aus von diesem Ort, denn Jehovah verdirbt
säuertes, und sie aßen. 1Mo.18/8; Heb.13/2.
die Stadt. Er war aber vor den Augen seiner
4. Ehe sie sich legten, da umgaben die Män-
Eidame, wie ein Scherzender. 2Ch.30/10.
ner der Stadt, die Männer von Sodom, das
15. Und als die Morgenröte aufging, trieben
Haus, vom Jungen bis zum Alten, das ganze
die Engel Lot an, und sprachen: Mache dich
Volk vom Ende her. Ri.19/22.
auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter,
5. Und sie riefen Lot, und sagten zu ihm:
die sich finden, daß du nicht in der Missetat
Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir
der Stadt weggerafft werdest. 4Mo.16/26; Jer.51/6.
gekommen sind. Bringe sie zu uns heraus, daß
16. Und er zauderte; die Männer aber faßten
wir sie erkennen. 3Mo.20/13; Rö.1/27; Jud.7.
ihn an seiner Hand und sein Weib bei der
6. Lot aber ging hinaus zu ihnen an den
Hand und seine zwei Töchter bei der Hand,
Eingang, und schloß die Tür hinter sich zu.
weil Jehovah ihn bemitleidete, und brachten
7. Und sprach: Nicht doch, meine Brüder,
ihn hinaus und ließen ihn draußen vor der

21
1.MOSE 19/17

Stadt. Mal.3/17. und siehe da, es stieg der Qualm der Erde auf,
17. Und es geschah, als sie dieselben hin- wie der Qualm eines Ofens.
ausgebracht hatten (nach außen hinausge- 29. Und es geschah, als Gott die Städte des
bracht), sprach Er: Entrinne ob deiner Seele, Umkreises verdarb, daß Gott des Abrahams
blicke nicht hinter dich und bleib nicht stehen gedachte, und Lot mitten aus der Zerstörung
in dem ganzen Umkreis, entrinne auf den Berg, (Umkehrung) entsandte wie er die Städte
auf daß du nicht weggerafft werdest. umkehrte in denen Lot gewohnt (saß).
18. Lot aber sprach zu ihnen: Nicht doch, 30. Lot aber ging hinauf aus Zoar und
meine Herren! wohnte (saß) auf dem Berge und seine zwei
19. Siehe doch, Dein Knecht hat Gnade Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich in Zoar
gefunden in Deinen Augen, und Du hast groß zu wohnen (zu sitzen); und er wohnte (saß)
gemacht Deine Barmherzigkeit, die Du an mir in der Höhle, er und seine zwei Töchter.
getan, daß Du meine Seele am Leben erhalten; 31. Und die Erstgeborene sprach zur Jünge-
aber ich vermag nicht auf den Berg zu ent- ren: Unser Vater ist alt und kein Mann ist im
rinnen, daß mir nicht das Böse anklebe, daß Lande, der zu uns käme, nach der Weise (dem
ich stürbe. 1Mo.6/8; Luk.1/30. Wege) der ganzen Erde.
20. Siehe doch diese Stadt ist nahe, um dahin 32. So komm (gehe), laß uns unserem Vater
zu fliehen. Und sie ist klein (winzig), laß mich Wein zu trinken geben und bei ihm liegen,
dahin entrinnen; ist sie nicht klein (winzig)? auf daß wir von unserem Vater Samen leben-
und meine Seele wird leben. dig machen. 3Mo.18/7.
21. Und Er sprach zu ihm: Siehe auch in 33. Und sie ließen ihren Vater Wein trinken
diesem Worte erhöre Ich dich (hebe Ich dein in derselben Nacht, und die Erstgeborene kam
Angesicht auf), daß Ich die Stadt nicht umkeh- und lag bei ihrem Vater, und er wußte es nicht,
re, von der du geredet hast. da sie sich niederlegte, noch da sie aufstand.
22. Eile, entrinne dahin, weil Ich nichts (kein 34. Und es geschah am morgenden Tag,
Wort) zu tun vermag, bis du dahin kommst. daß die Erstgeborene zur Jüngeren sprach:
Deshalb nannte man den Namen der Stadt Siehe ich bin gestern bei meinem Vater gele-
Zoar. 1Mo.14/8; Weish.10/6. gen. Lassen wir ihn auch diese Nacht Wein
23. Die Sonne ging auf (ging heraus) über trinken, und gehe du hinein und liege bei ihm,
die Erde und Lot kam gen Zoar. 1Mo.14/2,8. daß wir von unserem Vater Samen lebendig
24. Und Jehovah ließ regnen über Sodom machen.
und über Gomorrah Schwefel und Feuer von 35. Und sie ließen ihren Vater Wein trinken;
Jehovah aus dem Himmel. 5Mo.29/23; Ps.11/6; und die Jüngere machte sich auf und lag bei
Jes.13/19; Jer.50/40; Hos.11/8; Am.4/11; Luk.17/29. ihm, und er wußte es nicht, da sie sich legte,
25. Und Er kehrte um diese Städte und den noch da sie aufstand.
ganzen Umkreis und alle Einwohner der Städte 36. Und die zwei Töchter Lots empfingen
und das Gewächs (den Sprossen) des Bodens. von ihrem Vater.
Hos.11/8; Jer.50/40. 37. Und die Erstgeborene gebar einen Sohn
26. Aber sein Weib blickte um hinter ihm und nannte seinen Namen Moab. Er ist der
und ward zur Salzsäule. Luk.17/32; 9/62. Vater Moabs bis auf diesen Tag.
27. Und Abraham machte sich früh am 38. Und die Jüngere gebar auch einen Sohn,
Morgen auf nach dem Orte, wo er vor Jehovah und nannte seinen Namen Ben-Ammi. Er ist
gestanden; 1Mo.18/22. der Vater der Söhne Ammons bis auf diesen
28. Und schaute aus über (die Angesichte) Tag. 3Mo.2/9,19; 23/3.
Sodom und Gomorrah und über (die Angesich-
te) das ganze Land des Umkreises und er sah,

22
1.MOSE 20/1

nicht tun sollte. 1Mo.12/18; 26/10.


Kapitel 20 10. Und Abimelech sprach zu Abraham:
Was hast du gesehen, daß du solches (solches
Abimelech gibt Abraham Sarah zurück. Wort) tatest.
11. Und Abraham sprach: Ich sagte: Es ist
1. Und Abraham zog aus von da nach dem
doch keine Furcht Gottes an diesem Orte, und
Lande gegen Mittag, und wohnte (saß) zwi-
sie werden mich erwürgen wegen meines
schen Kadesch und zwischen Schur, und hielt
Weibes (wegen des Wortes meines Weibes).
sich in Gerar auf. 1Mo.12/9.
1Mo.26/9; Ps.36/2.
2. Und Abraham sagte von seinem Weibe
12. Und sie ist auch in Wahrheit meine
Sarah: Sie ist meine Schwester. Und Abime-
Schwester, die Tochter meines Vaters ist sie,
lech, König von Gerar, sandte und nahm
aber nicht die Tochter meiner Mutter, und sie
Sarah. 1Mo.12/13; 26/1,7.
ward mir zum Weibe. 1Mo.20/2; 11/31.
3. Und Gott kam zu Abimelech im Traume
13. Und es geschah als mich Gott aus meines
bei Nacht, und sprach zu ihm: Siehe, du stirbst
Vaters Hause wandern ließ, da sprach ich zu
ob dem Weibe, das du genommen hast; denn
ihr: das ist deine Barmherzigkeit, die du an
sie ist einem Gemahle vermählt. 1Mo.31/24.
mir tun sollst an jedem Ort, an den wir kom-
4. Abimelech aber hatte sich ihr nicht gen-
men, daß du von mir sagst: Er ist mein Bruder.
aht, und sprach: Herr, wirst du auch eine
14. Und Abimelech nahm Kleinvieh und
gerechte Völkerschaft erwürgen?
Rinder und Knechte und Dienstmägde, und
5. Sagte er mir nicht: Sie ist meine Schwe-
gab sie Abraham, und gab ihm Sarah, sein
ster? Und sie auch, sagte sie nicht selbst: Er
Weib, zurück. 1Mo.12/19.
ist mein Bruder? In Rechtschaffenheit meines
15. Und Abimelech sprach: Siehe, mein
Herzens und mit Unschuld meiner Hände habe
Land ist vor dir, wohne (sitze), wo es gut ist
ich das getan.
in deinen Augen.
6. Und Gott sprach zu ihm im Traum: Auch
16. Und zu Sarah sprach er: Siehe, deinem
Ich weiß, daß du dies in der Rechtschaffenheit
Bruder gebe ich tausend Silberstücke. Siehe,
deines Herzens getan hast; und Ich hielt dich
das ist für dich eine Decke der Augen für alle,
auch zurück, daß du nicht wider Mich sündi-
die mit dir sind, und für alle. Und für sie ward
gest; deshalb gab Ich es nicht zu, daß du sie
gerügt. 1Mo.24/65.
berührtest.
17. Und Abraham betete zu Gott; und Gott
7. Nun aber gib zurück des Mannes Weib;
heilte Abimelech, sein Weib und seine Mägde,
denn er ist ein Prophet, und er wird beten für
und sie gebaren.
dich, daß du am Leben bleibst; und gibst du
18. Denn Jehovah hatte jeglichen Mutter-
sie nicht zurück, so wisse, daß du des Todes
schoß in Abimelechs Haus zurückgehalten
sterben mußt, du und alles, was du hast.
ob Sarah (ob dem Wort der Sarah), dem Weibe
1Mo.26/11; Ps.105/15; Hi.42/8.
Abrahams. 1Mo.16/2; 1Sa.1/5.
8. Und Abimelech stand früh am Morgen
auf und rief alle seine Knechte, und redet alle
diese Worte vor ihren Ohren. Und die Männer
fürchteten sich sehr.
9. Und Abimelech rief dem Abraham, und
sprach zu ihm: Was hast du uns getan? Und
was habe ich an dir gesündigt, daß du über
mich und über mein Reich so große Sünde
gebracht? Du hast Taten an mir getan, die man

23
1.MOSE 21/1

höre auf ihre Stimme; denn in Isaak soll dir


Kapitel 21 ein Same genannt werden.
1Mo.16/2; 17/21; Rö.9/7,8; Gal.4/28.
Isaaks Geburt. Ismaels Austreibung. 13. Und auch den Sohn der Magd will Ich
Bund mit Abimelech. als eine Völkerschaft setzen, weil er dein Same
ist. 1Mo.21/18; 16/10; 17/20.
1. Und Jehovah suchte Sarah heim, wie Er
14. Und Abraham stand früh am Morgen
gesagt, und Jehovah tat mit Sarah, wie Er
auf, und nahm Brot und einen Schlauch mit
geredet hatte. 1Mo.17/19; 18/10.
Wasser, und gab sie Hagar, legte sie auf ihre
2. Und Sarah empfing und gebar Abraham
Schulter, und den Knaben und entsandte sie.
einen Sohn in seinem Alter zu der bestimmten
Und sie ging hin und wanderte umher in der
Zeit, wie Gott mit ihm geredet hatte.
Wüste Beerschaba. 1Mo.21/31.
1Mo.25/19; 1Ch.1/34; Matth.1/2; Luk.3/34; Gal.4/22; Heb.11/11.
15. Und das Wasser war alle aus dem
3. Und Abraham nannte den Namen seines
Schlauche; und sie warf den Knaben unter
Sohnes, der ihm geboren worden, den ihm
eines der Gesträuche;
Sarah gebar, Isaak. 1Mo.17/19.
16. Und sie ging hin und setzte sich von
4. Und Abraham beschnitt Isaak, seinen
ferne, einen Bogenschuß weit gegenüber;
Sohn, am achten Tage (ein Sohn von 8 Tagen),
denn, sprach sie, ich will nicht sehen, wie der
wie ihm Gott geboten hatte. 1Mo.17/11,12.
Knabe stirbt. Und sie saß da gegenüber, und
5. Und Abraham war hundert Jahre alt (ein
hob ihre Stimme auf und weinte.
Sohn von 100 Jahren), da ihm Isaak, sein
17. Und Gott hörte die Stimme des Jungen,
Sohn, geboren wurde. 1Mo.18/11; Rö.4/19.
und der Engel Gottes rief der Hagar vom
6. Und Sarah sprach: Ein Lachen hat mir
Himmel zu, und sprach zu ihr: Was ist dir,
Gott bereitet (gemacht). Jeder, der es hört,
Hagar? Früchte dich nicht! denn Gott hat die
wird lachen über mich. 1Mo.17/17; 18/12.
Stimme des Jungen gehört dort, wo er ist.
7. Und sie sprach: Wer hätte dem Abraham
1Mo.16/17.
gesagt (ausgesprochen): Sarah säugt Söhne!
18. Steh auf, nimm den Jungen und faß ihn
daß ich seinem Alter einen Sohn gebären
an der Hand; denn Ich will ihn zu einer großen
würde!
Völkerschaft setzen. 1Mo.17/20; 25/16.
8. Und das Kind ward groß und ward ent-
19. Und Gott tat ihre Augen auf, und sie sah
wöhnt, und Abraham machte ein großes Gast-
einen Brunnen mit Wasser; und sie ging und
mahl am Tage von Isaaks Entwöhnung.
füllte den Schlauch mit Wasser und ließ den
2.Makk.7/28.
Jungen trinken.
9. Und Sarah sah den Sohn der Hagar, der
20. Und Gott war mit dem Jungen, und er
Ägypterin, den sie dem Abraham geboren
ward groß, und wohnte (saß) in der Wüste,
hatte, spotten (lachen), 1Mo.16/4,12; Gal.4/30.
und er ward ein Bogenschütze.
10. Und sie sprach zu Abraham: Treibe diese
21. Und er wohnte (saß) in der Wüste Paran,
Magd und ihren Sohn fort; denn der Sohn
und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem
dieser Magd darf nicht mit meinem Sohne,
Lande Ägypten. 1Mo.14/6.
mit Isaak, erblich besitzen.
22. Und es geschah um diese Zeit, daß Abi-
Ri.11/2; Spr.22/10; Gal.4/30.
melech und der Oberste seines Heeres, Pichol,
11. Und das Wort war sehr böse in den
mit Abraham sprachen und sagten: Gott ist
Augen Abrahams wegen seines Sohnes.
mit dir in allem, was du tust. 1Mo.23/6; 26/26.
12. Und Gott sprach zu Abraham: Es sei
23. Und nun schwöre mir bei Gott hier, daß
nicht böse in deinen Augen wegen des Jungen
du gegen mich, meinen Sohn (Schößling) und
und deiner Magd. Alles, was Sarah zu dir sagt,
meinen Enkel (Sprößling) nicht lügen willst.

24
1.MOSE 21/24

Nach der Barmherzigkeit, die ich an dir getan, sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier
tue auch an mir und an dem Lande, in dem bin ich (siehe mich)! 2Mo.16/4; 20/20; 5Mo.8/2,16;
du dich aufgehalten hast. Heb.11/17; Jak.1/13.
24. Und Abraham sprach: Ich will schwö- 2. Und Er sprach: Nimm doch deinen Sohn,
ren. deinen einzigen, den du liebst, den Isaak, und
25. Und Abraham rügte den Abimelech über geh (gehe dir) in das Land Moriah und opfere
einen Wasserbrunnen, den Abimelechs Knech- ihn auf daselbst als Brandopfer auf einem der
te ihm entrissen hatten. 1Mo.26/15,18. Berge, den Ich dir sagen werde.
26. Abimelech aber sprach: Ich weiß nicht, 1Mo.21/11; 25/28; (12/1;) 2Ch.3/1.
wer das Ding (Wort) getan, und du hast mir 3. Und Abraham stand früh am Morgen auf,
es auch nicht angesagt, und ich hörte nichts und sattelte seinen Esel und nahm seine zwei
davon bis heute. Jungen und seinen Sohn Isaak mit sich, und
27. Und Abraham nahm Kleinvieh und spaltete Holz zum Brandopfer, und machte
Rinder und gab sie Abimelech, und sie beide sich auf und ging an den Ort, den ihm Gott
schlossen einen Bund. gesagt hatte.
28. Und Abraham stellte sieben Lämmer 4. Am dritten Tage, da hob Abraham seine
von dem Kleinvieh besonders. Augen auf und sah den Ort von ferne;
29. Und Abimelech sprach zu Abraham: 5. Und Abraham sprach zu seinen Jungen:
Was sollen diese sieben Lämmer, die du Bleibet (sitzet) ihr hier mit dem Esel; und ich
besonders gestellt hast? und der Junge wollen dorthin gehen und uns
30. Und er sprach: Die sieben Lämmer sollst niederbeugen und zu euch zurückkehren.
du nehmen aus meiner Hand, auf daß es mir 6. Und Abraham nahm das Holz für das
zum Zeugnis sei, daß ich diesen Brunnen Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak.
gegraben habe. Und er nahm das Feuer und das Messer in
31. Daher nennt man diesen Ort Beerschaba, seine Hand, und sie beide gingen miteinander.
weil sie beide dort einander geschworen haben. 7. Und Isaak sprach zu seinem Vater Abra-
1Mo.26/33. ham und sagte: Mein Vater! Und er sprach:
32. Und sie schlossen einen Bund in Beer- Hier bin ich (siehe mich auch), mein Sohn.
schaba. Und Abimelech und Pichol, der Ober- Und er sprach: Siehe das Feuer und das Holz,
ste seines Heeres, machten sich auf und kehr- wo ist aber das Lamm (eins vom Kleinvieh)
ten zurück in das Land der Philister. zum Brandopfer?
33. Und Abraham pflanzte in Beerschaba 8. Und Abraham sprach: Gott wird sich das
einen Hain (Hainbaum), und rief dort den Lamm (eins vom Kleinvieh) zum Brandopfer
Namen Jehovahs, des ewigen Gottes an. ausersehen, mein Sohn; und sie beide gingen
1Mo.12/8; Jes.57/15. miteinander.
34. Und Abraham hielt sich viele Tage im 9. Und sie kamen an den Ort, den ihm Gott
Lande der Philister auf. gesagt hatte; und Abraham baute dort den
Altar und legte das Holz zurecht und band
Isaak seinen Sohn und legte ihn auf den Altar
über das Holz;
Kapitel 22 10. Und Abraham reckte (sandte) seine Hand
aus und nahm das Messer, um seinen Sohn
Isaaks Opferung. Nachors Geschlecht. zu schlachten.
11. Und der Engel Jehovahs rief ihm vom
1. Und es geschah nach diesen Dingen
Himmel, und sprach: Abraham! Abraham! Und
(Worten), daß Gott versuchte Abraham und
er sprach: Hier bin ich (siehe mich)!

25
1.MOSE 22/12

12. Und Er sprach: Recke (sende) deine und Jidlaph und Bethuel.
Hand nicht aus über den Jungen, und tue ihm 23. Und Bethuel zeugte Rebekah. Diese acht
nichts; denn nun weiß Ich, daß du Gott fürch- gebar Milkah dem Nachor, Abrahams Bruder.
test, und hast deinen Sohn, deinen einzigen, 1Mo.24/15.
Mir nicht zurückbehalten. Weish.10/5; Jak.2/21; 24. Und sein Kebsweib, deren Name war
Heb.11/17f; Rö.8/32; 1Sa.15/22; Ps.40/7,8. Reumah, und auch sie gebar Tebach und
13. Und Abraham hob seine Augen auf und Gacham und Thachasch und Maachah.
sah, und siehe, ein Widder hinten mit seinen
Hörnern im Dickicht verfangen (ergriffen).
Und Abraham ging und nahm den Widder und
opferte ihn auf zum Brandopfer statt seines Kapitel 23
Sohnes.
14. Und Abraham nannte den Namen dieses Sarah stirbt.
Ortes Jehovah sieht; daher man noch diesen Abraham kauft ein Erbbegräbnis.
Tages sagt: “Auf dem Berge wird Jehovah
1. Und es war das Leben (die Leben) Sarahs
sehen”.
hundert Jahre und zwanzig Jahre und sieben
15. Und der Engel Jehovahs rief Abraham
Jahre. Dies sind die Jahre des Lebens Sarahs.
zum zweitenmal vom Himmel,
2. Und Sarah starb in Kiriath-Arba, das ist
16. Und sprach: Ich habe bei Mir geschwo-
Chebron, im Lande Kanaan; und Abraham
ren, spricht Jehovah, weil du dies Ding (Wort)
kam zu klagen um Sarah und sie zu beweinen.
getan und deinen Sohn, deinen einzigen, nicht
1Mo.35/27; Jos.14/15.
zurückbehalten hast;
3. Und Abraham stand auf über dem Ange-
1Mo.26/3; Jes.45/23; 2Mo.32/13; Luk.1/72.
sichte seiner Toten und redete zu den Söhnen
17. Will Ich gewißlich dich segnen (segnend
Cheths, und sprach:
will Ich segnen) und deinen Samen mehren
4. Ein Fremdling und Beisasse bin ich bei
(mehrend will Ich mehren), wie die Sterne der
euch. Gebt mir das Eigentum eines Grabes
Himmel und wie den Sand am Ufer (an der
bei euch, daß ich meine Tote von meinem
Lippe) des Meeres, und dein Same soll das
Angesichte weg begrabe. Apg.7/5.
Tor seiner Feinde erblich besitzen.
5. Und die Söhne Cheths antworteten Abra-
1Mo.24/60.
ham, und sprachen zu ihm:
18. Und gesegnet sollen werden in deinem
6. Höre uns, mein Herr. Du bist ein Fürst
Samen alle Völkerschaften der Erde, darum,
(Erhabener) Gottes in unserer Mitte. In der
daß du auf Meine Stimme gehört hast.
Auswahl unserer Gräber begrabe deine Tote.
1Mo.26/5; Gal.3/16.
Kein Mann von uns wird dir sein Grab verweh-
19. Und Abraham kehrte zu seinen Jungen
ren, daß du deine Tote begrabest.
zurück, und sie machten sich auf und gingen
7. Und Abraham stand auf und verbeugte
miteinander nach Beerschaba; und Abraham
sich vor dem Volke des Landes, vor den
wohnte (saß) in Beerschaba.
Söhnen Cheths.
20. Und es geschah nach diesen Dingen
8. Und er redete mit ihnen, und sprach:
(Worten), daß dem Abraham angesagt wurde
Wenn es in eurer Seele ist, daß ich die Tote
sprechend: Siehe, auch Milkah, sie hat deinem
von meinem Angesichte weg begrabe, so höret
Bruder Nachor Söhne geboren: 1Mo.11/29.
mich an, und vermittelt für mich bei Ephron,
21. Uz, seinen Erstgeborenen, und seinen
Zochars Sohn,
Bruder Bus, und Kemuel, den Vater Arams,
9. Daß er mir gebe die Höhle Machpelah,
Hi.32/2.
die sein ist, am Ende seines Feldes; um volles
22. Und Chesed und Chaso und Pildasch

26
1.MOSE 23/10

Silber gebe er sie mir in eurer Mitte zum


Grabeseigentum.
10. Und Ephron saß in der Mitte der Söhne Kapitel 24
Cheths, und Ephron, der Chethiter, antwortete
Abraham vor den Ohren der Söhne Cheths, Isaak heiratet Rebekah.
vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen,
1. Und Abraham war alt, in die Tage ge-
und sprach: 1Mo.34/20,24.
kommen, und Jehovah hatte Abraham in allem
11. Nein, mein Herr, höre mich. Das Feld
gesegnet.
gebe ich dir, und die Höhle, die darinnen ist,
2. Und Abraham sprach zu dem ältesten
gebe ich dir, vor den Augen der Söhne meines
Knechte seines Hauses, der über alles, was
Volkes gebe ich sie dir, begrabe deine Tote.
er hatte, herrschte: Lege doch deine Hand
2Sa.24/22.
unter meine Hüfte. 1Mo.15/2; 47/29.
12. Und Abraham verbeugte sich vor dem
3. Und beschwöre dich bei Jehovah, dem
Volke des Landes,
Gott der Himmel und dem Gott der Erde, daß
13. Und er redete zu Ephron vor den Ohren
du meinem Sohne kein Weib nehmest von den
des Volkes des Landes und sprach: Wolltest
Töchtern des Kanaaniters, in dessen Mitte ich
du doch auf mich hören. Ich gebe dir das
wohne. 1Mo.28/1; 1Kor.7/39.
Silber des Feldes. Nimm es von mir, und ich
4. Sondern zu meinem Land und zu meinem
will meine Tote dort begraben. 1Mo.14/23.
Geburtsort (Geburt) sollst du gehen, und
14. Und Ephron antwortete Abraham und
meinem Sohne Isaak ein Weib nehmen.
sprach zu ihm:
5. Und der Knecht sprach zu ihm: Vielleicht
15. Mein Herr, höre mich: Ein Land, vier-
will das Weib mir nicht zu diesem Lande
hundert Schekel Silbers wert, was ist das
nachgehen. Soll ich dann deinen Sohn zu dem
zwischen mir und dir? So begrabe nun deine
Land zurückbringen (zurückbringend zurück-
Tote.
bringen), aus dem du ausgezogen bist?
16. Und Abraham hörte auf Ephron; und
6. Und Abraham sprach zu ihm: Hüte dich,
Abraham wog Ephron das Silber dar, wie
daß du meinen Sohn dahin zurückbringest.
dieser vor den Ohren der Söhne Cheths geredet
7. Jehovah, der Gott der Himmel, Der mich
hatte, vierhundert Schekel Silbers, wie es beim
vom Hause meines Vaters und von dem Lande
Händler gangbar ist.
meiner Geburt genommen und zu mir geredet,
17. Und es ward erstanden das Feld Eph-
und mir geschworen hat und gesagt: Deinem
rons, das in Machpelah vor Mamre ist, das
Samen will Ich dieses Land geben, Der wird
Feld und die Höhle die darin ist und jeder
Seinen Engel vor dir senden, und du wirst von
Baum auf dem Felde, die in all seiner Grenze
dorther für meinen Sohn ein Weib nehmen.
umher,
1Mo.12/7f; 22/16; Tob.5/23.
18. Dem Abraham als Erworbenes vor den
8. Und wenn das Weib dir nicht nachgehen
Augen der Söhne Cheths, vor allen, die zum
will, so bist du dieses Schwurs ledig. Nur
Tor seiner Stadt eingingen.
bringe meinen Sohn nicht dorthin zurück.
19. Und danach begrub Abraham Sarah, sein
9. Und der Knecht legte seine Hand unter
Weib, in der Höhle des Feldes Machpelah,
die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwur
vor Mamre, das ist Chebron, im Lande Ka-
ihm dieses Wort.
naan.
10. Und der Knecht nahm zehn Kamele von
20. Und es war das Feld und die Höhle darin
den Kamelen seines Herrn, und er ging und
als Grabeigentum von den Söhnen Cheths von
alles Gut seines Herrn war in seiner Hand, und
Abraham erstanden. 1Mo.49/29f.
er machte sich auf und zog gen Aram der

27
1.MOSE 24/11

beiden Flüsse, nach der Stadt Nachors. 22. Und es geschah, da die Kamele auf-
1Mo.11/31; 27/43. hörten (vollendet) zu trinken, da nahm der
11. Und er ließ die Kamele niederknien Mann einen goldenen Reif, vom Gewicht
außerhalb der Stadt an dem Wasserbrunnen eines halben Schekels, und zwei Armbänder
zur Abendzeit, zur Zeit, da die Wasserschöpfe- an ihre Hände, zehn Goldschekel (Gold) an
rinnen herauskommen. Gewicht.
12. Und er sprach: Jehovah, Gott meines 23. Und er sprach: Wessen Tochter bist du?
Herrn Abraham, laß es doch vor mir heute Bitte, sage mir an, ob im Hause deines Vaters
begegnen, und tue Barmherzigkeit meinem ein Ort zum übernachten für uns ist?
Herrn Abraham. 1Mo.43/14; Spr.19/14. 24. Und sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels
13. Siehe, ich stelle mich an die Wasserquel- Tochter, des Sohns der Milkah, den sie Nachor
le, und die Töchter der Männer der Stadt gebar. 1Mo.22/23.
kommen heraus, Wasser zu schöpfen. 25. Und sie sprach zu ihm: Auch haben wir
14. Lasse es geschehen, daß das Mädchen, viel Stroh und Futter bei uns, auch einen Ort
zu der ich spreche: Neige doch deinen Krug, zum übernachten. Ri.19/19.
daß ich trinke, und die dann sagt: Trinke, und 26. Und der Mann verneigte sich und beugte
ich will auch deine Kamele tränken, die sei, sich vor Jehovah,
die Du für deinen Knecht, für Isaak, bestimmt 27. Und sprach: Gesegnet sei Jehovah, der
hast, und daß ich daran erkenne, daß Du mit Gott meines Herrn Abraham, der von Seiner
meinem Herrn Barmherzigkeit tuest. Barmherzigkeit und Wahrheit gegen meinen
15. Und es geschah, ehe er die Rede voll- Herrn nicht gelassen (verlassen); und mich
endet hatte, siehe, da kam Rebekah heraus, hat Jehovah auf dem Weg nach dem Hause
die dem Bethuel geboren ward, dem Sohne der Brüder meines Herrn geführt.
Milkahs, des Weibes von Nachor, dem Bruder 28. Und das Mädchen lief, und sagte es dem
Abrahams, und ihr Krug war auf ihrer Schul- Hause ihrer Mutter an, gemäß diesen Worten.
ter. 29. Und Rebekah hatte einen Bruder, und
16. Und das Mädchen war sehr gut an- sein Name war Laban; und Laban lief hinaus
zusehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte zu dem Manne an der Quelle.
sie erkannt. Und sie ging zur Quelle hinab und 30. Und es geschah, als er den Reif und die
füllte ihren Krug, und kam herauf. Armbänder an den Händen seiner Schwester
17. Und der Knecht lief ihr entgegen und sah, und als er hörte die Worte seiner Schwe-
sprach: Bitte, laß mich ein wenig Wasser aus ster Rebekah, die sprach: So hat der Mann
deinem Kruge schlürfen. Joh.4/7. zu mir geredet, da kam er zu dem Manne, und
18. Und sie sprach: Trinke, mein Herr, und siehe, er stand bei den Kamelen an der Quelle.
sie eilte und ließ ihren Krug herab auf ihre 31. Und er sprach: Komm, Gesegneter Jeho-
Hand und tränkte ihn; vahs, warum stehst du draußen, und ich habe
19. Und als sie ihn zu tränken vollendet, das Haus geräumt, und den Ort für die Kame-
sprach sie: Auch deinen Kamelen will ich le.
schöpfen, bis daß sie vollends getrunken 32. Und der Mann kam in das Haus; und
haben. er löste die Kamele und gab Stroh und Futter
20. Und sie eilte und ergoß ihren Krug in den Kamelen, und Wasser, zu waschen seine
die Tränke, und lief wieder zum Brunnen, zu Füße und die Füße der Männer, die mit ihm
schöpfen, und schöpfte für alle seine Kamele. waren. 1Mo.43/24.
21. Und der Mann staunte sie stillschwei- 33. Und man setzte ihm zu essen vor. Er
gend an, um zu erkennen, ob Jehovah seinen sprach aber: Ich will nicht essen bis ich meine
Weg gelingen lasse oder nicht.

28
1.MOSE 24/34

Worte geredet habe. Und er sprach: Rede. und ihr Krug auf ihrer Schulter und sie ging
Tob.7/10. zur Quelle hinab und schöpfte; und ich sprach
34. Und er sprach: Ich bin Abrahams zu ihr: Gib mir (tränke mich) doch zu trinken
Knecht. (tränke mich).
35. Und Jehovah hat meinen Herrn sehr 46. Und sie eilte und ließ ihren Krug von
gesegnet, und er ist groß geworden, und Er sich herab und sprach: Trinke, und ich will
hat ihm Kleinvieh und Rinder und Silber und auch deine Kamele tränken; und ich trank und
Gold und Knechte und Dienstmägde und auch die Kamele tränkte sie.
Kamele und Esel gegeben. 1Mo.24/31; 13/2. 47. Und ich fragte sie und sprach: Wessen
36. Und Sarah, meines Herrn Weib, gebar, Tochter bist du? Und sie sprach: Ich bin die
nachdem sie alt geworden, meinem Herrn Tochter Bethuels, des Sohns von Nachor, den
einen Sohn, und er hat ihm alles gegeben, was ihm Milkah gebar. Und ich legte den Reif an
er hatte. 1Mo.21/2. ihre Nase und die Armbänder an ihre Hände.
37. Und mein Herr ließ mich schwören, und 48. Und ich verneigte und verbeugte mich
sagte: Du sollst meinem Sohne kein Weib vor Jehovah und segnete Jehovah, den Gott
nehmen von den Töchtern des Kanaaniters, meines Herrn Abraham, Der mich auf den Weg
in dessen Lande ich wohne. der Wahrheit geführt, um die Tochter von
38. Vielmehr sollst du zum Hause meines meines Herrn Bruder seinem Sohne zu neh-
Vaters und zu meiner Familie gehen, und men.
meinem Sohne ein Weib nehmen. 49. Und nun, wenn es bei euch ist Barm-
39. Und ich sprach zu meinem Herrn: Viel- herzigkeit und Wahrheit an meinem Herrn zu
leicht wird das Weib mir nicht nachgehen. tun, sagt es mir an, und wo nicht, so sagt es
40. Und er sprach zu mir: Jehovah, vor Dem mir an, auf daß ich das Gesicht zur Rechten
ich gewandelt bin, wird Seinen Engel mit dir oder zur Linken wende.
senden, und deinen Weg gelingen lassen, auf 50. Und Laban antwortete und Bethuel und
daß du meinem Sohne ein Weib von meiner sie sprachen: Von Jehovah geht das Wort aus,
Familie und aus dem Hause meines Vaters wir vermögen nicht zu dir zu reden, weder
nehmest. Böses noch Gutes.
41. Dann bist du deines Eides ledig, wenn 51. Siehe Rebekah ist vor dir, nimm sie und
du zu meiner Familie kommst, und sie dir sie gehe, und sie sei das Weib des Sohnes deines
nicht geben; dann bist du deines Eides ledig. Herrn, wie Jehovah geredet hat.
42. Und ich kam heute zu der Quelle, und 52. Und es geschah, wie der Knecht Abra-
sprach: Jehovah, Gott meines Herrn Abraham, hams ihre Worte hörte, verbeugte er sich zur
sei es doch, daß Du den Weg, auf dem ich Erde vor Jehovah.
gehe, gelingen lassest! 53. Und der Knecht brachte silberne Geräte
43. Siehe ich stelle mich an die Wasserquel- und goldene Geräte und Kleider heraus und
le, und es geschehe, daß die Jungfrau (Maid), gab sie der Rebekah, und Kostbarkeiten gab
die herauskommt zu schöpfen, und zu der ich er ihrem Bruder und ihrer Mutter.
spreche, gib mir doch ein wenig Wasser zu 54. Und sie aßen und tranken, er und die
trinken (tränke mich) aus deinem Krug, Männer, die mit ihm waren, und sie über-
44. Und die zu mir sagt: Trinke (trinke auch) nachteten. Und sie standen am Morgen auf
du, und ich will auch deinen Kamelen schöp- und er sprach: Entsendet mich zu meinem
fen; daß sie das Weib sei, die Jehovah für den Herrn.
Sohn meines Herrn bestimmt hat. 55. Und ihr Bruder und ihre Mutter spra-
45. Ehe ich vollendet zu reden zu meinem chen: Laß das Mädchen etwa zehn Tage (Tage
Herzen, und siehe, da kommt Rebekah heraus oder zehn) bei uns bleiben (sitzen), danach

29
1.MOSE 24/56

magst du gehen.
56. Er aber sprach zu ihnen: Haltet mich Kapitel 25
nicht auf (verzögert mich nicht); denn Jehovah
hat meinen Weg gelingen lassen. Entsendet Abrahams andere Ehe. Sein Tod.
mich, daß ich zu meinem Herrn gehe. Ismaels Geschlecht. Jakob und Esau.
57. Und sie sprachen: Wir wollen das Mäd-
1. Und Abraham nahm wieder (fuhr fort
chen rufen und ihren Mund fragen.
und nahm) ein Weib, und ihr Name war Ke-
58. Und sie riefen Rebekah, und sprachen
turah.
zu ihr: Willst du mit diesem Manne gehen?
2. Und sie gebar ihm Simran und Jokschan
Und sie sprach: Ich will gehen.
und Medan und Midjan und Jischbak und
59. Und sie entsandten Rebekah, ihre
Schuach. 1Ch.1/32.
Schwester und ihre Amme, und Abrahams
3. Und Jokschan zeugte Scheba und Dedan,
Knecht und seine Männer.
und die Söhne Dedans waren die Aschurim
60. Und sie segneten Rebekah, und sprachen
und die Letuschim und die Leumim.
zu ihr: Du bist unsere Schwester. Werde zu
4. Und die Söhne Midjans waren Ephah und
tausenden der Zehntausend, und dein Same
Epher und Chanoch und Abidah und Eldaah.
besitze erblich das Tor seiner Hasser.
Alle diese waren Söhne Keturahs. 1Ch.1/33.
61. Und Rebekah machte sich auf und ihre
5. Und Abraham gab all das Seine dem
Mädchen, und sie ritten auf den Kamelen und
Isaak. 1Mo.15/4; 24/36.
gingen dem Manne nach. Und der Knecht
6. Und den Söhnen der Kebsweiber, die
nahm Rebekah und ging.
Abraham hatte, gab Abraham Gaben, und
62. Und Isaak kam von einem Gange (vom
entsandte sie weg von seinem Sohne Isaak,
Kommen) nach dem Brunnen Lachai-Roi; und
noch während er lebte, gegen Osten, in das
er wohnte (saß) im Lande des Mittags.
Land des Ostens. 1Mo.21/10.
1Mo.16/14; 25/11.
7. Und dies sind die Tage der Jahre des
63. Und Isaak war, als sich der Abend
Lebens Abrahams, die er lebte: hundert Jahre
wendete, in das Feld hinausgegangen zu
und siebzig Jahre und fünf Jahre.
sinnen, und er hob seine Augen auf, und sah,
8. Und Abraham verschied und starb in
und siehe, Kamele kamen daher.
gutem Greisenalter, alt und satt, und ward zu
64. Und Rebekah hob ihre Augen auf, und
seinen Völkern versammelt. 1Mo.25/17; 15/15; 35/29;
sah Isaak, und sie glitt (fiel) herab vom Kamel.
2Kö.22/20; Hi.5/26.
Jos.15/18.
9. Und es begruben ihn Isaak und Ismael,
65. Und sie sprach zu dem Knechte: Wer
seine Söhne, in die Höhle Machpelah, nach
ist der Mann da, der auf dem Feld geht uns
dem Felde Ephrons, des Sohnes Zochar, des
entgegen? Und der Knecht sprach: Das ist
Chethiters, das ob dem Angesichte von Mamre
mein Herr. Und sie nahm den Schleier und
ist. 1Mo.23/17; 49/30.
bedeckte sich.
10. Auf dem Felde, das Abraham von den
66. Und der Knecht erzählte Isaak alles (alle
Söhnen Chets erworben, da ward Abraham
Worte, die), was er getan hatte.
und Sarah, sein Weib, begraben.
67. Und Isaak brachte sie herein in das Zelt
1Mo.23/16,17; 49/31.
seiner Mutter Sarah, und nahm Rebekah, und
11. Und es geschah nach dem Tode Abra-
sie ward sein Weib, und er liebte sie. Und
hams, daß Gott segnete Isaak, seinen Sohn;
Isaak ward getröstet nach seiner Mutter.
und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-
1Mo.29/18.
Roi. 1Mo.16/14; 24/62; Heb.11/9.
12. Und dies sind die Geburten Ismaels, des

30
1.MOSE 25/13

Sohnes Abrahams, den Hagar die Ägypterin, 24. Und die Tage erfüllten sich, daß sie
die Dienstmagd Sarahs, dem Abraham gebar. gebären sollte, und siehe Zwillinge waren in
1Mo.21/13; 1Ch.1/29. ihrem Leibe. 1Mo.38/27-30.
13. Und dies sind die Namen der Söhne 25. Und der erste kam heraus, ganz rötlich,
Ismaels in ihren Namen nach ihren Geburten: wie ein haariger Mantel, und sie nannten
der Erstgeborene Ismaels Nebajoth, und Kedar seinen Namen Esau. 1Mo.27/11.
und Adbeel und Mibsam. 26. Und nachher kam sein Bruder heraus,
14. Und Mischma und Dumah und Massa. und seine Hand ergriff die Ferse Esaus und
15. Chadar und Thema, Jetur, Naphisch und man nannte seinen Namen Jakob. Und Isaak
Kedmah. war sechzig Jahre alt (ein Sohn von 60 Jahren),
16. Dies sind sie, die Söhne Ismaels, und da sie geboren wurden.
dies ihre Namen in ihren Gehöften und in ihren 1Mo.27/36; 32/28; Hos.12/4.
Zeltlagern zwölf Fürsten (Erhabene) ihrer 27. Und die Jungen wurden groß, und Esau
Volksstämme. war ein Mann kundig der Jagd, ein Mann des
17. Und dies sind die Jahre des Lebens Feldes; und Jakob war ein untadeliger Mann,
Ismaels: hundert Jahre und dreißig Jahre und und wohnte (saß) in den Zelten. 1Mo.4/2; 10/9.
sieben Jahre. Und er verschied und starb, und 28. Und Isaak liebte den Esau; denn Wild-
ward zu seinen Völkern versammelt. bret war in seinem Munde; und Rebekah liebte
1Mo.25/8; 35/29. Jakob. 1Mo.22/2; 37/3.
18. Und sie wohnten (saßen) von Chavilah 29. Und Jakob kochte ein Gemüse (Gekoch-
bis Schur, das ob den Angesichten Ägyptens tes) und Esau kam vom Felde und war matt.
ist, wenn man nach Aschur kommt; vor allen 30. Und Esau sprach zu Jakob: Laß mich
seinen Brüdern (auf den Angesichten aller) doch von dem Roten, diesem Roten da kosten,
fiel er. 1Mo.10/7; 16/12; 21/20f. denn ich bin matt. Deshalb nannte man seinen
19. Und dies sind die Geburten Isaaks des Namen Edom (d.h. den Roten). 1Mo.36/1,19.
Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. 31. Und Jakob sprach: Verkaufe mir wie
20. Und Isaak war vierzig Jahre alt (ein Sohn heute deine Erstgeburt. 1Mo.49/3; 5Mo.21/17.
von 40 Jahren) als er Rebekah, die Tochter 32. Und Esau sagte: Siehe, ich gehe hin zu
Bethuels, des Aramiten von Padan Aram, die sterben, und wozu ist mir da die Erstgeburt?
Schwester Labans, des Aramiten, sich zum Jes.22/13.
Weibe nahm. 1Mo.24/67. 33. Und Jakob sprach: Schwöre mir wie
21. Und Isaak flehte wegen seines Weibes heute; und er schwur ihm, und verkaufte seine
zu Jehovah; denn sie war unfruchtbar, und Erstgeburt dem Jakob. 1Mo.27/36.
Jehovah ließ sich von ihm erflehen, und Rebe- 34. Und Jakob gab dem Esau Brot und das
kah, sein Weib, empfing. 1Mo.16/2. Gemüse von Linsen; und er aß und trank und
22. Und die Stöhne stießen (zerschlugen) stand auf und ging. Und Esau verachtete die
sich in ihrer Mitte, und sie sprach: Wenn dem Erstgeburt. Heb.12/16.
so ist, warum bin ich so? Und sie ging Jehovah
zu fragen. Hos.12/4.
23. Und Jehovah sprach zu ihr: Zwei Völker-
schaften sind in deinem Leibe, und zwei Kapitel 26
Volksstämme werden sich aus deinen Einge-
weiden trennen; und ein Volksstamm wird Isaaks Wanderung.
stärker als der andere Volksstamm und der
1. Und es war eine Hungersnot im Lande
Große wird dem Kleinen (der Viele dem
außer der ersten Hungersnot, die in den Tagen
Winzigen) dienen. Mal.1/2.

31
1.MOSE 26/2

Abrahams war; und Isaak ging zu Abimelech, 12. Und Isaak säte in diesem Lande, und
dem Könige der Philister nach Gerar. fand desselbigen Jahres hundert Maße; und
1Mo.12/10; 20/2. Jehovah segnete ihn. Luk.8/8; Spr.10/22.
2. Und Jehovah erschien ihm, und sprach: 13. Und der Mann ward groß, und ging hin
Geh nicht nach Ägypten hinab, sondern wohne (ging gehend) und ward groß, bis er sehr groß
in dem Lande, das Ich dir sage. war.
3. Halte dich in diesem Lande auf, und Ich 14. Und er hatte Besitztum an Kleinvieh
will mit dir sein und will dich segnen; denn und Besitztum an Rindern, und viele Knechte,
dir und deinem Samen will Ich alle diese und die Philister beneideten ihn.
Lande geben und den Schwur bestätigen, den 15. Und alle die Brunnen seines Vaters,
Ich Abraham, deinem Vater, geschworen habe. welche die Knechte seines Vaters in den Tagen
1Mo.12/7f; 22/16f; 2Mo.6/4. seines Vaters Abraham gegraben hatten,
4. Und Ich will mehren deinen Samen wie verstopften die Philister und füllten sie mit
die Sterne der Himmel, und deinem Samen Staub. 1Mo.21/25.
alle diese Lande geben, und es sollen in dei- 16. Und Abimelech sprach zu Isaak: Gehe
nem Samen gesegnet werden alle Völker- von uns, denn du bist uns zu sehr mächtig
schaften der Erde, 1Mo.12/3f. (oder zahlreich) geworden.
5. Infolge davon, daß Abraham Meiner 17. Und Isaak ging von dannen, und lagerte
Stimme gehorchte, und Meine Verordnung, im Bachtal Gerar, und wohnte (saß) allda.
Meine Gebote, Meine Satzungen und Meine 18. Und Isaak grub wieder (kehrte zurück
Gesetze hielt. 1Mo.22/18; 5Mo.11/1; Heb.11/8. und grub) die Wasserbrunnen auf, die sie in
6. Und Isaak wohnte (saß) in Gerar. den Tagen seines Vaters Abraham gegraben,
7. Und die Männer des Ortes fragten über die Philister aber nach dem Tode Abrahams
sein Weib, und er sagte: Sie ist meine Schwe- verstopft hatten, und nannte sie mit Namen,
ster; denn er fürchtete sich zu sagen: Sie ist nach den Namen, womit sein Vater sie genannt
mein Weib, damit die Männer des Ortes ihn hatte.
nicht erwürgeten ob Rebekah; denn sie war 19. Und die Knechte Isaaks gruben in dem
gut von Ansehen. 1Mo.12/13f. Bachtal, und fanden dort einen Brunnen
8. Und es geschah, als seine Tage dort sich lebendigen Wassers. Hoh.4/15.
verlängerten, daß Abimelech, König der 20. Und die Hirten von Gerar haderten mit
Philister, durch das Fenster schaute und sah, den Hirten Isaaks, und sprachen: Unser ist das
und siehe, Isaak lachte mit Rebekah, seinem Wasser. Und er nannte den Namen des Brun-
Weibe. nens Esek (Zank), weil sie mit ihm gezankt
9. Und Abimelech rief den Isaak, und hatten. 1Mo.13/7.
sprach: Siehe doch, sie ist dein Weib! und was 21. Und sie gruben einen anderen Brunnen,
sagtest du: sie ist meine Schwester? Und Isaak und sie haderten auch über diesen, und er
sprach zu ihm: Weil ich sagte, damit ich nicht nannte seinen Namen Sitnah (d.h. Wider-
sterbe wegen ihrer. 1Mo.20/11. stand).
10. Und Abimelech sagte. Warum hast du 22. Und von da zog er weiter, und grub
uns das getan? Um ein kleines, so wäre einer einen anderen Brunnen, und über den haderten
vom Volke bei deinem Weibe gelegen, und sie nicht; und er nannte seinen Namen Rech-
du hättest eine Schuld über uns gebracht. oboth (d.h. Breiten), und sprach: Denn nun
1Mo.20/9. hat uns Jehovah breit werden lassen, und wir
11. Und Abimelech gebot allem Volk und werden fruchtbar sein im Lande. 1Mo.41/52; 46/1-3.
sprach: Wer diesen Mann und sein Weib 23. Und von da ging er hinauf gen Beer-
berührt, der soll des Todes sterben. Ps.105/15. schaba.

32
1.MOSE 26/24

24. Und Jehovah erschien ihm in derselben Bitterkeit des Geistes. 1Mo.27/46.
Nacht und sprach: Ich bin der Gott Abrahams
deines Vaters, fürchte dich nicht; denn Ich bin
mit dir und segne dich, und will deinen Samen
mehren um Abrahams, Meines Knechtes, Kapitel 27
willen. 1Mo.15/1; Rö.8/31.
25. Und er baute allda einen Altar und rief Isaaks Segen.
den Namen Jehovahs an, und schlug daselbst
1. Und es geschah als Isaak alt geworden,
sein Zelt auf. Und die Knechte Isaaks bohrten
und seine Augen getrübt wurden zum Sehen,
hier einen Brunnen. 1Mo.12/8.
daß er seinen größeren Sohn Esau rief und
26. Und Abimelech ging zu ihm von Gerar,
zu ihm sprach: Mein Sohn! Und er sprach:
und Achusath sein Genosse und Pichol, der
Siehe, hier bin ich (siehe mich)! 1Mo.48/10.
Oberste seines Heeres. 1Mo.21/22.
2. Und er sprach: Siehe doch, ich bin alt
27. Und Isaak sprach zu ihnen: Warum
geworden, ich weiß nicht den Tag meines
kommet ihr zu mir, und ihr hasset mich und
Todes.
habt mich von euch fortgesandt?
3. Und nun nimm doch dein Geräte, deinen
28. Sie aber sprachen: Wir haben gesehen
Köcher und deinen Bogen, und geh hinaus
(sehend haben wir gesehen), daß Jehovah mit
auf das Feld und jage mir ein Wildbret,
dir ist, und da sagten wir: Es sei doch ein Eid
1Mo.25/27.
zwischen uns, zwischen uns und zwischen dir,
4. Und mache mir ein schmackhaftes Ge-
und wir wollen einen Bund mit dir schließen;
richt, wie ich es liebe, und bringe mir es
1Mo.24/31; Ps.115/15.
herein, daß ich esse, auf daß dich meine Seele
29. Daß du an uns nichts Böses tuest, wie
segne bevor ich sterbe.
wir dich nicht berührt, und wie wir an dir nur
5. Und Rebekah hörte, wie Isaak zu Esau,
Gutes getan, und dich in Frieden entsandten:
seinem Sohne, redete, und wie Esau auf das
Nun bist du ein Gesegneter Jehovahs.
Feld ging, daß er ein Wildbret jage und es her-
30. Und er machte ihnen ein Gastmahl, und
einbrächte.
sie aßen und tranken: 1Mo.40/20.
6. Und Rebekah sagte zu ihrem Sohne Jakob
31. Und sie standen früh am Morgen auf
und sprach: Siehe, ich hörte deinen Vater zu
und schwuren einander (der Mann seinem
deinem Bruder Esau reden und sagen:
Bruder); und Isaak entsandte sie, und sie
7. Bring mir ein Wildbret herein und mache
gingen von ihm im Frieden.
mir ein schmackhaftes Gericht, daß ich esse,
32. Und es geschah an diesem Tage, daß
und dich segne vor Jehovah, bevor ich sterbe.
Isaaks Knechte kamen und sagten ihm an,
8. Und nun, mein Sohn, höre auf meine
wegen dem Brunnen, den sie gegraben, und
Stimme, was ich dir gebiete.
sie sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefun-
9. Geh doch zum Kleinvieh und hole mir
den.
von dort zwei gute Böcklein von den Ziegen,
33. Und er nannte ihn Schibah, weshalb der
daß ich davon deinem Vater ein schmackhaftes
Name der Stadt bis auf diesen Tag Beerscheba
Gericht mache, wie er es liebt.
ist. 1Mo.21/31.
10. Und du bringst es deinem Vater hinein,
34. Und Esau war vierzig Jahre alt (ein Sohn
daß er esse, auf daß er dich segne, bevor er
von 40 Jahren), und er nahm zum Weibe
stirbt.
Jehudith, die Tochter Beeris, des Chethiters,
11. Und Jakob sprach zu Rebekah, seiner
und Basemath, die Tochter des Chethiters
Mutter: Siehe, Esau, mein Bruder, ist ein
Elon. 1Mo.4/19; 24/3; 36/2,3.
35. Und sie waren für Isaak und Rebekah

33
1.MOSE 27/12

behaarter Mann und ich bin ein glatter Mann. 24. Und er sprach, bist du da mein Sohn
1Mo.25/25. Esau? Und er sprach: Ich bin es.
12. Vielleicht betastet mich mein Vater und 25. Und er sprach: Reiche mir her, daß ich
ich wäre in seinen Augen als Einer, der irre- esse von dem Wildbret meines Sohnes, auf
führt, und bringe Fluch herein über mich und daß meine Seele dich segne. Und er reichte
nicht Segen. es ihm her und er aß, und er brachte ihm Wein
13. Und seine Mutter sprach zu ihm: Auf herein und er trank.
mir sei dein Fluch, mein Sohn. Nur höre auf 26. Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm:
meine Stimme, und geh und hole mir. Apg.5/29. Tritt doch herzu und küsse mich, mein Sohn.
14. Und er ging und holte, und brachte sie 27. Und er trat hinzu und küßte ihn. Und
seiner Mutter, und seine Mutter machte ein er roch den Geruch seiner Kleider, und segnete
schmackhaftes Gericht, wie es sein Vater ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines
liebte. Sohnes ist wie der Geruch des Feldes, das
15. Und Rebekah nahm die köstlichen Jehovah gesegnet hat. Hoh.4/11.
Kleider ihres größeren Sohnes Esau, die bei 28. Und Gott gebe dir von dem Tau des
ihr im Hause waren, und ließ sie ihren kleine- Himmels und von dem Fett der Erde und viel
ren Sohn Jakob anziehen. Korn und Most.
16. Und sie tat ihm die Felle der Ziegen- 29. Völker sollen dir dienen und Volks-
böcklein auf seine Hände und auf die Glätte stämme sich vor dir verbeugen. Sei ein Gebie-
seines Halses. ter über deine Brüder, und deiner Mutter
17. Und gab das schmackhafte Gericht und Söhne sollen sich vor dir verbeugen. Verflucht
das Brot, das sie gemacht, in die Hand ihres sei, wer dich verflucht! Und gesegnet sei, wer
Sohnes Jakob. dich segnet! 1Mo.25/23; 5Mo.33/13,28; Sach.8/12.
18. Und er ging hinein zu seinem Vater und 30. Und es geschah, als Isaak Jakobs Segen
sprach: Mein Vater! Und er sprach: Siehe, hier vollendet und Jakob kaum von dem Angesichte
bin ich (siehe mich). Wer bist du, mein Sohn? seines Vaters Isaak hinausgegangen (hin-
19. Und Jakob sprach zu seinem Vater: Ich ausgehend hinausgegangen) war, daß Esau,
bin Esau, dein Erstgeborener, ich habe getan, sein Bruder, kam von seiner Jagd. Heb.11/20.
wie du zu mir geredet hast. Mache dich doch 31. Und auch er machte ein schmackhaftes
auf, sitze und iß von meinem Wildbret, auf Gericht, und brachte es seinem Vater herein
daß mich segne deine Seele. und sprach zu seinem Vater: Mein Vater
20. Und Isaak sprach zu seinem Sohne: Wie mache sich auf und esse von dem Wildbret
hast du so eilends gefunden, mein Sohn? Und seines Sohnes, auf daß deine Seele mich
er sprach: Jehovah, dein Gott, ließ es meinem segne.
Angesichte entgegenkommen. 1Mo.24/12. 32. Und sein Vater Isaak sprach zu ihm: Wer
21. Und Isaak sprach zu Jakob: Tritt doch bist du? Und er sprach: Ich bin dein Sohn, dein
herzu, daß ich dich betaste, mein Sohn, ob du Erstgeborener, Esau.
da mein Sohn Esau bist oder nicht. 33. Und Isaak zitterte mir sehr großem
22. Und Jakob trat hinzu zu seinem Vater Zittern und sprach: Wer war dann der, so das
Isaak, und er betastete ihn und sprach: Die Wildbret jagte und mir hereinbrachte? Und
Stimme ist Jakobs Stimme, und die Hände sind ich aß von allem ehe du kamst und segnete
Esaus Hände. ihn. Gesegnet soll er auch sein.
23. Und er erkannte ihn nicht; denn seine 34. Wie Esau die Worte seines Vaters hörte,
Hände waren wie die Hände Esaus, seines tat (schrie) er einen großen, sehr bitteren
Bruders, haarig, und er segnete ihn. Schrei, und sprach zu seinem Vater: Segne
mich, auch mich, mein Vater. Heb.12/17.

34
1.MOSE 27/35

35. Und er sprach: Dein Bruder ist trüglich 44. Und bleibe (sitze) einige Tage bei ihm,
gekommen und hat deinen Segen genommen. bis sich der Grimm deines Bruders zurückge-
36. Und er sprach: Hat man seinen Namen wendet hat;
nicht Jakob genannt? Und diese zweimal hat 45. Bis sich zurückgewendet hat der Zorn
er mich überlistet. Meine Erstgeburt hat er deines Bruders wider dich, und er vergessen
genommen, und siehe, jetzt nimmt er meinen hat, was du ihm getan, und ich werde senden
Segen. Und er sprach: Hast du denn keinen und dich von dort holen. Warum sollte ich
Segen mehr für mich vorbehalten (ausge- auch euer beider an einem Tage beraubt
sondert)? 1Mo.25/33; Heb.12/16. werden? 2Sa.14/6,7.
37. Und Isaak antwortete und sprach zu 46. Und Rebekah sprach zu Isaak: Mir ist
Esau: Siehe, zum Gebieter habe ich ihn über das Leben zum Überdruß vor den Töchtern
dich gesetzt, und alle seine Brüder ihm zu Cheths; wenn Jakob ein Weib nehmen soll
Knechten gegeben, mit Korn und Most ihn von den Töchtern Cheths, wie die da von den
gekräftigt (auf Korn und Most lehnen lassen). Töchtern des Landes, was soll mir dann das
Und nun, was soll ich tun für dich, mein Leben? 1Mo.26/34,35.
Sohn?
38. Und Esau sprach zu seinem Vater:
Hattest du nur diesen einen Segen, mein
Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater! Kapitel 28
Und Esau hob auf seine Stimme und weinte.
Heb.12/17. Die Himmelsleiter.
39. Und sein Vater Isaak antwortete und
1. Und Isaak rief dem Jakob und er segnete
sprach zu ihm: Siehe, vom Fetten des Landes
ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Du sollst
wird dein Wohnsitz sein, und von dem Tau
dir kein Weib von den Töchtern Kana-ans
des Himmels von oben. Heb.11/20.
nehmen. 1Mo.24/3.
40. Und du wirst ob deinem Schwerte leben
2. Mache dich auf, geh nach Padan Aram
und deinem Bruder dienen. Und es wird
zu dem Hause Bethuels, des Vaters deiner
geschehen, wenn du herrschen wirst, daß du
Mutter, und nimm dir von da ein Weib von
sein Joch von deinem Halse abreißest.
den Töchtern Labans, des Bruders deiner
1Mo.25/23; 4Mo.24/18; 2Kö.8/20.
Mutter.
41. Und Esau grollte dem Jakob ob dem
3. Und Gott Schaddai wird dich segnen und
Segen, womit sein Vater ihn gesegnet hatte;
dich fruchtbar machen und dich mehren, daß
und Esau sprach in seinem Herzen: Es nahen
du zu einer Versammlung von Völkern wer-
die Tage der Trauer für meinen Vater und ich
dest. 1Mo.27/28,33.
erwürge Jakob, meinen Bruder.
4. Und wird dir geben den Segen Abrahams,
Ob.1,5,10; Am.1/11; Ez.35/5.
dir und deinem Samen mit dir, auf daß du das
42. Und es wurden Rebekah die Worte
Land deiner Wanderungen erblich besitzest,
Esaus, ihres größeren Sohnes angesagt, und
das Gott dem Abraham gegeben hat.
sie sandte und rief Jakob, ihren kleineren Sohn,
1Mo.12/3f; 26/3-5; 17/8.
und sprach zu ihm: Siehe, Esau, dein Bruder,
5. Und Isaak entsandte den Jakob, und er
vertröstet sich wegen dir und will dich erwür-
ging nach Padan Aram zu Laban, dem Sohne
gen.
Bethuels, des Aramiters, dem Bruder der
43. Und nun, mein Sohn, höre auf meine
Rebekah, der Mutter Jakobs und Esaus.
Stimme und mache dich auf, entweiche zu
1Mo.32/10; Hos.12/13.
meinem Bruder Laban nach Charan,
6. Und Esau sah, daß Isaak den Jakob segne-
1Mo.27/13; 24/29.

35
1.MOSE 28/7

te und nach Padan Aram sandte, um sich von furchtbar ist dieser Ort! Hier ist nichts denn
dort ein Weib zu holen, und ihm mit seinem Gottes Haus; und dies ist das Tor des Him-
Segen gebot und sprach: Du sollst dir kein mels. 2Mo.3/5.
Weib von den Töchtern Kanaans nehmen; 18. Und Jakob stand früh am Morgen auf,
7. Und daß Jakob seinem Vater und seiner und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten
Mutter gehorchte und nach Padan Aram ging; gelegt (gesetzt) hatte und setzte ihn auf zu
8. Und Esau sah, daß die Töchter Kanaans einer Denksäule, und goß Öl oben darauf
böse waren in den Augen seines Vaters Isaak; (dessen Haupt). 1Mo.31/13; 35/14.
9. Und Esau ging zu Ismael, und nahm über 19. Und er nannte den Namen dieses Ortes
seine Weiber Machalath, die Tochter Ismaels, Bethel (d.h. Haus Gottes). Früher aber war
des Sohns von Abraham, eine Schwester des der Name der Stadt Lus. 1Mo.35/6,7,15; Ri.1/23.
Nebajoth zum Weibe. 1Mo.26/34; 36/2,3; 25/13. 20. Und Jakob gelobte ein Gelübde und
10. Und Jakob ging aus von Beerschaba und sprach: Wenn Gott mit mir sein und mich
ging nach Charan. behüten wird auf diesem Wege, den ich gehe,
11. Und er stieß auf einen Ort und über- und mir Brot zu essen und ein Kleid zum
nachtete daselbst, denn die Sonne war unterge- Anziehen gibt, 4Mo.21/2; 2Sa.15/8; 1Ti.6/8.
gangen; und er nahm von den Steinen des 21. Und ich in Frieden zum Hause meines
Ortes und legte sie zu seinen Häupten, und Vaters zurückkehre, so soll Jehovah mir zum
legte sich an demselben Orte nieder. Gotte sein;
12. Und es träumte ihm, und siehe, eine 22. Und dieser Stein, den ich zur Denksäule
Leiter war auf die Erde gestellt und ihre Spitze gesetzt, soll sein ein Gotteshaus; und alles,
(ihr Haupt) berührte den Himmel, und siehe, was Du mir geben wirst, will ich Dir verzehn-
die Engel Gottes stiegen auf und stiegen nieder ten (verzehntend verzehnten). 1Mo.14/20; 1Kö.8/17.
daran. Joh.1/51.
13. Und siehe, Jehovah stand (hatte Sich
gestellt) oben darauf und sprach: Ich bin
Jehovah, der Gott Abrahams, deines Vaters, Kapitel 29
und der Gott Isaaks. Das Land, darauf du
liegst, will Ich dir und deinem Samen geben. Jakob bei Laban. Er dient um Leah
1Mo.15/18. und Rachel. Söhne der Leah.
14. Und dein Same soll wie der Staub der
1. Und Jakob hob seine Füße auf, und ging
Erde sein, und du sollst hervorbrechen nach
nach dem Lande der Söhne des Ostens.
dem Meere zu und nach Osten und nach
2. Und er sah, und siehe, ein Brunnen auf
Norden und nach Mittag; und alle Familien
dem Felde, und siehe, dabei waren drei Herden
des Bodens sollen in dir und deinem Samen
Kleinvieh gelagert; denn von diesem Brunnen
gesegnet werden. 1Mo.12/3f; 5Mo.12/20; 1Kö.4/20.
tränkten sie die Herden; und ein großer Stein
15. Und siehe, Ich bin mit dir, und werde
war auf der Mündung (Munde) des Brunnens.
dich behüten überall, wohin du gehst, und dich
Mark.16/3,4.
zurückbringen auf diesen Boden; denn Ich
3. Und dorthin versammelten sich alle
werde dich nicht verlassen, bis daß Ich getan
Herden, und sie wälzten den Stein von der
habe, was Ich zu dir geredet habe.
Mündung (Mund) des Brunnens und tränkten
Jes.43/2; 5Mo.31/6; Jos.1/5.
das Kleinvieh, und brachten den Stein zurück
16. Und Jakob erwachte von seinem Schlaf
auf die Mündung (Mund) des Brunnens an
und sprach: Fürwahr, Jehovah ist an diesem
seinen Ort.
Orte und ich wußte es nicht.
4. Und Jakob sprach zu ihnen: Meine Brü-
17. Und er fürchtete sich und sprach: Wie

36
1.MOSE 29/5

der, woher seid ihr? Und sie sprachen: Von dienen? Sage mir an, was soll dein Lohn sein?
Charan sind wir. 1Mo.11/31. 16. Und Laban hatte zwei Töchter, die ältere
5. Und er sprach zu ihnen: Kennet ihr La- mit Namen Leah und die Jüngere mit Namen
ban, den Sohn Nachors? Und sie sprachen: Rachel.
Wir kennen ihn. 1Mo.24/24,29. 17. Und Leahs Augen waren blöde (zart),
6. Und er sprach zu ihnen: Hat er Frieden? Rachel aber war schön von Gestalt und schön
Und sie sprachen: Frieden; und siehe, Rachel, von Ansehen.
seine Tochter, kommt mit dem Kleinvieh. 18. Und Jakob liebte Rachel und sprach:
1Mo.43/27. Ich will dir sieben Jahre um Rachel, deine
7. Und er sprach: Siehe, der Tag ist noch jüngste Tochter, dienen. 1Mo.24/67; 31/15; 34/12.
lang (groß), es ist nicht die Zeit, die Viehher- 19. Und Laban sprach: Es ist besser, ich
den zu versammeln. Tränket das Kleinvieh gebe sie dir, als daß ich sie einem anderen
und gehet, weidet. Manne gebe; bleibe (sitze) bei mir.
8. Und sie sprachen: Wir können nicht, 20. Und Jakob diente um Rachel sieben
bevor die Herden alle versammelt sind, da Jahre; und sie waren in seinen Augen wie
wälzen sie den Stein von der Mündung einige Tage, in seiner Liebe für sie.
(Mund) des Brunnens und wir tränken das Hos.12/13; Eph.5/25.
Kleinvieh. 21. Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir
9. Noch redete er mit ihnen, da kam Rachel mein Weib; denn meine Tage sind erfüllt, daß
mit dem Kleinvieh ihres Vaters; denn sie war ich zu ihr komme.
Hirtin. 22. Und Laban versammelte alle Männer
10. Und es geschah, wie Jakob Rachel, die des Ortes und machte ein Gastmahl.
Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, 23. Und es geschah am Abend, da nahm er
und das Kleinvieh Labans, des Bruders seiner Leah, seine Tochter, und brachte sie zu ihm
Mutter sah, da trat Jakob herzu und wälzte hinein, und er ging zu ihr ein.
den Stein von der Mündung (Mund) des Brun- 24. Und Laban gab ihr Silpah seine Dienst-
nens und tränkte das Kleinvieh Labans, des magd, seiner Tochter Leah zur Dienstmagd.
Bruders seiner Mutter. 2Mo.2/17. 25. Und es war am Morgen - siehe, da war
11. Und Jakob küßte Rachel, und hob seine es Leah. Und er sprach zu Laban: Warum hast
Stimme auf und weinte. 1Mo.31/55; 2Mo.18/7. du mir das getan? Habe ich nicht bei dir um
12. Und Jakob sagte der Rachel an, daß er Rachel gedient, und warum hast du mich
ein Bruder (d.h. Verwandter) ihres Vaters und betrogen?
ein Sohn Rebekahs sei. Und sie lief und sagte 26. Und Laban sprach: Man tut nicht also
es ihrem Vater an. in unserem Orte, daß man die Jüngere gibt
13. Und es geschah, als Laban die Kunde vor der Erstgeborenen.
(das Hören) von Jakob, dem Sohne seiner 27. Erfülle diese Woche, dann wollen wir
Schwerster, hörte, da lief er ihm entgegen und dir auch diese geben um den Dienst, den du
umarmte ihn und küßte ihn, und brachte ihn bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst.
in sein Haus herein. Und er erzählte Laban 28. Und Jakob tat also, und erfüllte diese
alle diese Worte. Luk.15/20. Woche, und er gab ihm Rachel, seine Tochter,
14. Und Laban sprach zu ihm: Fürwahr, du ihm zum Weibe.
bist mein Bein und mein Fleisch, und er wohn- 29. Und Laban gab Rachel, seiner Tochter,
te (saß) bei ihm einen Monat von Tagen. seine Dienstmagd Bilhah, ihr zur Dienstmagd.
Ri.9/2; 2Sa.5/1. 30. Und er kam auch zu Rachel und liebte
15. Und Laban sprach zu Jakob: Solltest auch die Rachel mehr denn die Leah, und
du, weil du mein Bruder bist, mir umsonst

37
1.MOSE 29/31

diente bei ihm noch andere sieben Jahre. 5. Und Bilhah empfing und gebar dem Jakob
3Mo.18/18. einen Sohn. 1Mo.35/25.
31. Und Jehovah sah, daß Leah gehaßt wur- 6. Und Rachel sprach: Gott hat für mich
de und Er öffnete ihren Mutterschoß, Rachel gerechtet (dann gerichtet) und auch auf meine
aber war unfruchtbar. Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben;
32. Und Leah empfing und gebar einen daher nannte sie seinen Namen Dan.
Sohn und sie nannte seinen Namen Ruben; 7. Und Bilhah, Rachels Dienstmagd, emp-
denn, sprach sie, Jehovah hat mein Elend fing wieder und gebar Jakob einen zweiten
gesehen. Denn jetzt wird mich mein Mann Sohn.
lieben. 8. Und Rachel sprach: Mit dem Ringen
33. Und sie empfing wieder und gebar einen (Verflechten) Gottes habe ich mit meiner
Sohn, und sprach: Jehovah hat gehört, daß ich Schwester gerungen, auch sie übermocht, und
gehaßt bin und hat mir auch diesen gegeben, nannte seinen Namen Naphthali.
und nannte seinen Namen Schimeon. 9. Und Leah sah, daß sie aufhörte (stand)
34. Und sie empfing wieder und gebar einen zu gebären, und sie nahm Silpah, ihre Dienst-
Sohn, und sprach: Jetzt, diesmal wird mein magd und gab sie Jakob zum Weibe. 1Mo.29/35.
Mann mir anhangen, denn ich habe ihm drei 10. Und Silpah, Leahs Dienstmagd, gebar
Söhne geboren; deshalb nannte sie seinen Jakob einen Sohn. 1Mo.35/26.
Namen Levi. 11. Und Leah sprach: Mit einer Schar! und
35. Und sie empfing wieder und gebar einen sie nannte seinen Namen Gad.
Sohn, und sprach: Diesmal bekenne ich Jeho- 12. Und Silpah, Leahs Dienstmagd, gebar
vah; daher nannte sie seinen Namen Jehudah, dem Jakob einen zweiten Sohn.
und sie hörte auf (stand vom Gebären) zu 13. Und Leah sprach: Zu meiner Seligkeit!
gebären. 1Mo.30/9,17. denn selig preisen (seligmachen) mich die
Töchter; und sie nannte seinen Namen Ascher.
Luk.1/48.
14. Und Ruben ging in den Tagen der Wei-
Kapitel 30 zenernte und fand Dudaim (Liebesäpfel) auf
dem Felde und brachte sie Leah, seiner Mutter.
Weitere Geburten. Und Rachel sprach zu Leah: Gib mir doch von
Jakobs neuer Vertrag. den Dudaim (Liebesäpfel) deines Sohnes.
1. Und Rachel sah, daß sie dem Jakob nicht
Hoh.7/13.
15. Und sie sprach zu ihr: ist es ein Kleines,
gebar, und Rachel eiferte wider ihrer Schwe-
daß du meinen Mann genommen hast, daß du
ster und sprach zu Jakob: Gib mir Söhne und
auch die Dudaim meines Sohnes nehmen
wo nicht, so sterbe ich.
willst? Und Rachel sagte: Darum soll er denn
2. Und es entbrannte Jakobs Zorn wider
diese Nacht bei dir liegen für deines Sohnes
Rachel, und er sprach: Bin ich an Gottes Statt,
Dudaim (Liebesäpfel).
Der dir die Frucht des Leibes vorenthält?
16. Und Jakob kam am Abend vom Felde,
1Mo.31/36; 33/5; 2Kö.5/7; Ps.127/3.
und Leah ging hinaus ihm entgegen und
3. Und sie sprach: Siehe, da ist meine Magd
sprach: Zu mir sollst du kommen, denn ich
Bilhah. Komm zu ihr, auf daß sie auf meinen
habe dich mit meines Sohnes Dudaim (Liebes-
Knien gebäre, und auch ich aus ihr aufgebaut
äpfel) gedingt. Und er lag diese Nacht bei ihr.
werde. 1Mo.16/2.
17. Und Gott erhörte Leah, und sie empfing
4. Und sie gab ihm Bilhah, ihre Dienstmagd
und gebar dem Jakob einen fünften Sohn.
zum Weibe, und Jakob kam zu ihr.
18. Und Leah sprach: Gott hat mir dafür

38
1.MOSE 30/19

meinen Lohn gegeben, daß ich meine Dienst- ich zurück, weide dein Kleinvieh, hüte es.
magd meinem Manne gab, und sie nannte 32. Ich will heute durch all dein Kleinvieh
seinen Namen Isaschar. durchgehen, und daraus jedes gesprenkelte
19. Und Leah empfing wieder und gebar und gefleckte Lamm (Stück Vieh), und jedes
dem Jakob den sechsten Sohn. 1Mo.29/33,34. schwarze Lamm (Stück Vieh) unter den Scha-
20. Und Leah sprach: Gott hat mir eine gute fen, und jedes gefleckte und gesprenkelte unter
Bescherung beschert. Diesmal wird mein den Ziegen wegnehmen; und soll mein Lohn
Mann mir beiwohnen, denn sechs Söhne habe sein.
ich ihm geboren; und sie nannte seinen Namen 33. Und antworten soll für mich meine
Sebulon. Gerechtigkeit am morgenden Tage, wenn du
21. Und danach gebar sie eine Tochter, und über meinen Lohn, der vor dir ist, kommen
sie nannte ihren Namen Dinah. wirst. Alles, was nicht gesprenkelt und gefleckt
22. Und Gott gedachte der Rachel, und Gott unter den Ziegen und schwarz unter den
hörte auf sie und öffnete ihren Mutterschoß. Schafen ist, das sei bei mir gestohlen.
1Mo.8/1; 1Sa.1/19. 34. Und Laban sprach: Siehe, es geschehe
23. Und sie empfing und gebar einen Sohn nach deinem Worte.
und sprach: Gott hat meine Schmach von mir 35. Und an demselben Tage nahm er die
weggenommen (gesammelt). Jes.4/1; Luk.1/25. bunten und gefleckten Böcke und alle gespren-
24. Und sie nannte seinen Namen Joseph, kelten und gefleckten Ziegen, alle, an denen
und sprach: Jehovah wolle mir einen anderen etwas Weißes war, weg, und alles Schwarze
Sohn hinzutun. 1Mo.35/16f. unter den Schafen, und gab sie in die Hand
25. Und es geschah, als Rachel den Joseph seiner Söhne.
geboren hatte, da sprach Jakob zu Laban: 36. Und er setzte einen Weg von drei Tagen
Entsende mich, daß ich nach meinem Orte und zwischen sich und zwischen Jakob. Und Jakob
meinem Lande gehe. 2Mo.4/18; 1Kö.11/21. weidete des übrige Kleinvieh Labans.
26. Gib mir meine Weiber und meine Kin- 37. Und Jakob nahm sich frische Stöcke von
der, für die ich dir gedient, und ich will gehen; Weißpappel und Hasel und Platane, und
denn du weißt meinen Dienst, damit ich dir schälte weiße Streifen (Schälungen) darein,
gedient. 1Mo.31/41. so daß das Weiße an den Stöcken entblößt
27. Und Laban sprach zu ihm: Möchte ich wurde.
doch Gnade in deinen Augen finden. Ich deute 38. Und er stellte die Stöcke, die er geschält
(wahrsage) mir, daß Jehovah deinetwegen hatte, in die Rinnen in den Tränken des Was-
mich gesegnet hat. 1Mo.32/5; 39/5. sers, zu denen das Kleinvieh kam, um zu
28. Und er sprach: Benenne deinen Lohn trinken, dem Kleinvieh gegenüber auf, daß
bei mir, und ich gebe dir ihn. sie brünstig würden, wenn sie kämen zu trin-
29. Und er sprach zu ihm: Du weißt, wie ken.
ich dir gedient habe, und was deine Vieherde 39. Und das Kleinvieh wurde brünstig bei
unter mir geworden ist. den Stöcken, und das Kleinvieh gebar bunte,
30. Denn wenig war es, das du vor mir gesprenkelte und gefleckte.
hattest, und es ist zur Menge hervorgebrochen, 40. Und die Schafe trennte Jakob und wand-
und Jehovah hat dich durch meinen Fuß te (gab) die Angesichter des Kleinviehs gegen
gesegnet, und nun, wann soll auch ich etwas das Bunte und alles Schwarze unter dem
für mein Haus tun? Kleinvieh Labans, und er stellte Herden für
31. Und er sprach: Was soll ich dir geben? sich besonders, und er stellte sie nicht zu
Und Jakob sprach: Du sollst mir nichts geben. Labans Kleinvieh.
Wenn du mir tust nach diesem Worte, so kehre 41. Und es geschah, daß, sobald die Fei-

39
1.MOSE 30/42

steren der Herde brünstig wurden, Jakob die 9. Und Gott entriß die Viehherden eures
Stöcke vor die Augen der Herde in die Rinnen Vaters und gab sie mir. 2Mo.3/21,22; Spr.10/22.
legte, damit sie bei den Stöcken brünstig 10. Und es geschah zur Zeit der Brunst des
würden. Kleinviehs, daß ich meine Augen aufhob und
42. Aber bei den Späteren (Verzagten) des sah im Traum, und siehe: die Böcke, welche
Kleinviehs legte er sie nicht hinein, und so das Kleinvieh besprangen (hinaufgingen),
wurden die Späteren Labans, und die Feisteren waren bunt und gesprenkelt und getüpfelt.
des Jakob. 11. Und der Engel Gottes sprach zu mir im
43. Und es breitete (brach hervor) sich der Traum: Jakob! Und ich sprach: Siehe, hier
Mann sehr, sehr aus, und hatte viel Kleinvieh bin ich (sehe mich)!
und Dienstmägde und Knechte und Kamele 12. Und Er sprach: Hebe doch deine Augen
und Esel. 1Mo.12/16 auf und siehe: Alle Böcke, welche das Klein-
vieh bespringen (hinaufgingen), sind bunt und
gesprenkelt und getüpfelt; denn Ich habe alles
gesehen, was Laban dir tut.
Kapitel 31 13. Ich bin der Gott Bethels, woselbst du
die Denksäule gesalbt, woselbst du Mir ein
Jakobs Flucht. Gelübde gelobtest. Mache dich nun auf gehe
aus von diesem Lande, und kehre nach dem
1. Und er hörte die Worte der Söhne La-
Lande deiner Geburt zurück. 1Mo.28/18f; 32/9.
bans, die sagten: Jakob hat alles, was unseres
14. Und Rachel und Leah antworteten und
Vaters war, genommen, und von dem, was
sprachen zu ihm: Haben wir noch ein Teil und
unseres Vaters war, hat er sich all diese Herr-
Erbe in unseres Vaters Haus? 1Kö.12/16.
lichkeit gemacht.
15. Wird unser von ihm nicht als der Aus-
2. Und Jakob sah das Angesicht Labans,
wärtigen gedacht? denn er hat uns verkauft,
und siehe, es war nicht mehr mit ihm wie
und unser Silber verzehrt. 1Mo.29/18,27.
gestern und ehegestern.
16. Denn aller Reichtum, den Gott unsrem
3. Und Jehovah sprach zu Jakob: Kehre
Vater entrissen hat, gehört uns und unseren
zurück in das Land deiner Väter und in deinen
Söhnen. Und nun, alles, was Gott zu dir ge-
Geburtsort (Geburt), und Ich will mit dir sein.
sprochen hat, das tue.
1Mo.31/13; 28/15,21; 2Mo.3/12.
17. Und Jakob machte sich auf und hob
4. Und Jakob sandte und rief Rachel und
seine Söhne und seine Weiber auf die Kamele.
Leah ins Feld zu seinem Kleinvieh;
18. Und trieb hinweg all seine Viehherden
5. Und er sprach zu ihnen: Ich sehe, daß
und all seine Habe, die er gewonnen, und die
eures Vaters Angesicht gegen mich nicht ist
Viehherden, die er erworben, so er in Padan
wie gestern und ehegestern: und der Gott
Aram gewonnen; um zu Isaak, seinem Vater,
meines Vaters ist mit mir gewesen. 1Mo.26/24.
in das Land Kanaan zu kommen.
6. Und ihr wisset, daß ich mit all meiner
19. Laban aber war gegangen, sein Kleinvieh
Kraft eurem Vater gedient habe.
zu scheren, und Rachel stahl die Theraphim
7. Aber euer Vater hat mich hintergangen
(d.h. Hausgötter), die ihrem Vater gehörten.
und meinen Lohn zehnmal (zehn Anteile)
1Mo.30/14; 35/2,4; 1Sa.25/2,7; 2Sa.13/23; Ri.17/5.
abgeändert; aber Gott gab nicht zu, daß er mir
20. Und Jakob stahl das Herz Labans, des
Böses täte.
Aramiters, indem er ihm nicht ansagte, daß
8. Wenn er sagte: Gesprenkelte seien dein
er entweiche.
Lohn, so hat alles Kleinvieh bunte geboren.
21. Und er entwich, er und alles, das er hatte,
1Mo.30/32,39.
und machte sich auf und setzte über den Fluß

40
1.MOSE 31/22

und richtete (setzte) sein Angesicht nach dem in das Zelt Leahs und in das Zelt der beiden
Berge Gilead. 1Mo.15/18; 2Mo.23/31. Mägde und fand nichts. Und er ging heraus
22. Und man sagte am dritten Tage Laban von dem Zelte Leahs und kam in Rachels Zelt.
an, daß Jakob entwichen sei. 34. Rachel aber hatte die Theraphim genom-
23. Und er nahm seine Brüder mit sich, und men und unter die Kamelsstreue gelegt und
setze ihm nach sieben Tagereisen (einen Weg saß darauf. Und Laban betastete alles im Zelt
von sieben Tagen), und holte ihn ein (haftete und fand nicht.
ihm an) am Berge Gilead. 35. Und sie sprach zu ihrem Vater: Es ent-
24. Gott aber kam zu dem Aramiter Laban brenne nicht Zorn (entbrenne nicht in den
im Traum in der Nacht und sprach zu ihm: Augen) in den Augen meines Herrn, daß ich
Hüte dich, daß du nicht mit Jakob vom Guten nicht aufzustehen vermag vor dir, denn es geht
bis zum Bösen redest. 1Mo.20/3; Ps.105/15; Spr.16/7. mir nach der Weiber Weise (Weg); und er
25. Und Laban erreichte den Jakob. Jakob durchsuchte es, fand aber die Theraphim nicht.
aber hatte sein Zelt auf dem Berge aufge- 36. Und Jakob entbrannte und er haderte
schlagen, und Laban schlug mit seinen Brüdern mit Laban; und Jakob antwortete und sprach
sein Zelt auf dem Berge Gilead auf. zu Laban: Was ist meine Übertretung, was
26. Und Laban sprach zu Jakob: Was hast ist meine Sünde, daß du hinter mir nachgejagt?
du getan, und hast mein Herz gestohlen und 1Mo.30/2.
meine Töchter wie mit dem Schwert gefangen 37. Du hast alle meine Gefäße betastet, was
weggeführt? hast du von allen Gefäßen deines Hauses
27. Warum bist du heimlich entwichen gefunden? Lege es her hier vor meine Brüder
(verstecktest du dich zu entweichen), und hast und vor deine Brüder, sie mögen bestimmen
mich bestohlen und mir nicht angesagt, auf zwischen uns beiden!
daß ich dich mit Fröhlichkeit und mit Gesän- 38. Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir
gen, mit Pauke und mit Harfe entlassen (ent- gewesen. Deine Mutterschafe und deine Zie-
sandt) hätte? gen haben nicht fehlgeboren, und die Widder
28. Und hast mir nicht gestattet meine Söhne deines Kleinviehs habe ich nicht gegessen.
und meine Töchter zu küssen? Nun hast du Ez.34/3.
närrisch gehandelt in deinem Tun. 39. Das Zerfleischte habe ich dir nicht
29. Es wäre bei Gott in meiner Hand, euch hereingebracht; ich habe es erstattet (entsün-
Böses zu tun, aber der Gott eures Vaters hat digt). Von meiner Hand hast du gesucht das
gestern Nacht zu mir gesprochen und gesagt: bei Tag Gestohlene und das bei Nacht Ge-
Hüte dich mit Jakob vom Guten bis zum Bösen stohlene. 2Mo.22/12,13.
zu reden. 40. Und so bin ich gewesen, bei Tag ver-
30. Und nun, bist du gegangen, weil du dir zehrte mich die Hitze, und der Frost bei Nacht;
das Haus deines Vaters ersehnt hast - warum und der Schlaf entfloh von meinen Augen.
aber hast du mir meine Götter gestohlen? 41. Diese zwanzig Jahre sind es, daß ich
31. Und Jakob antwortete und sprach zu in deinem Hause diente, vierzehn Jahre um
Laban: Weil ich fürchtete und sprach: Daß deine zwei Töchter und sechs Jahre um dein
du mir deine Töchter nicht entreißest. Kleinvieh, und zehn Mal (Anteile) hast du
32. Bei wem du aber deine Götter findest, meinen Lohn abgeändert. 1Mo.31/7.
der soll nicht am Leben bleiben vor unseren 42. Wäre nicht der Gott meines Vaters, der
Brüdern. Besieh dir, was ich bei mir habe, und Gott Abrahams, und der Schauer Isaaks mit
nimm es dir. Denn Jakob wußte nicht, daß mir gewesen, du hättest mich jetzt leer ent-
Rachel sie gestohlen hatte. 1Mo.44/9. sandt. Mein Elend und die Ermüdung meiner
33. Und Laban kam in das Zelt Jakobs und Hände hat Gott gesehen, und gestern Nacht

41
1.MOSE 31/43

hat Er es gerügt. 1Mo.31/54. 54. Und Jakob brachte (opferte) ein Opfer
43. Und Laban antwortete und sprach zu auf dem Berge und rief seine Brüder, Brot zu
Jakob: Die Töchter sind meine Töchter und essen, und sie aßen Brot und übernachteten
die Söhne sind meine Söhne, und das Klein- auf dem Berge. 1Mo.31/23.
vieh ist mein Kleinvieh, und alles, was du 55. Und Laban stand frühe am Morgen auf,
siehst, ist mein. Aber meinen Töchtern, was und küßte seine Söhne und seine Töchter und
sollte ich ihnen heute tun, oder ihren Söhnen, segnete sie; und Laban ging und kehrte zurück
die sie geboren? an seinen Ort.
44. Und nun, geh zu, wir wollen einen Bund
schließen, ich und du, und er soll zum Zeugnis
sein zwischen mir und zwischen dir.
45. Und Jakob nahm einen Stein und richtete Kapitel 32
ihn zu einer Denksäule empor. 1Mo.28/18.
46. Und Jakob sprach zu seinen Brüdern: Jakobs Furcht, Gebet und Kampf.
Leset Steine auf, und sie nahmen Steine und
1. Und Jakob ging seinen Weg und die
machten einen Haufen, und aßen dort über
Engel Gottes stießen auf ihn.
dem Haufen. 1Mo.26/30.
1Mo.28/12; 48/16; Ps.34/8.
47. Und Laban nannte ihn Jegar Sahaduta
2. Und da Jakob sie sah, sprach er: Dies ist
(d.h. Haufen des Zeugnisses - im Aramäischen)
ein Lager Gottes, und er nannte den Namen
und Jakob nannte ihn Gal-Eed (d.h. Haufen
desselben Ortes Machanaim (d.h. Doppellager)
des Zeugnisses - im Hebräischen).
. 2Kö.6/17.
48. Und Laban sprach: Dieser Haufen sei
3. Und Jakob sandte Boten vor sich her an
Zeuge zwischen mir und dir an diesem Tage.
Esau, seinen Bruder, in das Land Seir, ins
Daher hieß man ihn Gal-Eed (d.h. Gilead).
Gefilde Edom; 1Mo.36/6,8; 5Mo.2/5; Jos.24/4.
Jos.22/27.
4. Und gebot ihnen und sagte: So sprecht
49. Und auch Mizpah (d.h. die Worte) denn
zu meinem Herrn, zu Esau: Also spricht dein
er sagte: Jehovah wache zwischen mir und
Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich aufge-
zwischen dir, wenn einer wird dem andern
halten und bis jetzt verweilet.
(ein Mann von seinem Genossen) verborgen
5. Und ich habe Ochs und Esel, Kleinvieh,
sein.
und Knechte und Dienstmägde, und ich sende
50. Denn so du bedrückest meine Töchter
es meinem Herrn, anzusagen, um Gnade in
und so du Weiber zu meinen Töchtern nimmst,
deinen Augen zu finden. 1Mo.30/27.
während kein Mann bei uns ist; siehe, so ist
6. Und die Boten kehrten zurück zu Jakob
Gott Zeuge zwischen mir und zwischen dir.
und sprachen: Wir sind zu deinem Bruder,
51. Und Laban sprach zu Jakob: Siehe die-
zu Esau, gekommen, und auch er zieht dir
sen Haufen und siehe die Denksäule, die ich
entgegen und vierhundert Mann mit ihm.
aufgeworfen zwischen mir und zwischen dir.
1Mo.33/1.
52. Zeuge sei dieser Haufen und Zeuge die
7. Und Jakob fürchtete sich sehr und er ward
Denksäule, ob ich nicht über diesen Haufen
bedrängt; und er verteilte das Volk, das bei
hinziehe gegen dich, und ob du nicht über
ihm war, und das Kleinvieh und die Rinder
diesen Haufen und die Denksäule da hinziehest
und die Kamele in zwei Lager.
gegen mich zum Bösen.
8. Und er sprach: So Esau kommt zu dem
53. Der Gott Abrahams und der Gott Na-
einen Lager und schlägt es, so wird das Lager,
chors soll richten zwischen uns, der Gott ihres
das verbleibt, entkommen.
Vaters; und Jakob schwur bei dem Schauer
9. Und Jakob sprach: Gott meines Vaters
seines Vaters Isaak. 1Mo.16/5; Ri.11/27.

42
1.MOSE 32/10

Abraham, und Gott meines Vaters Isaak, 20. Und ihr sollt auch sagen: Siehe, dein
Jehovah, Der Du zu mir gesprochen hast: Kehr Knecht Jakob ist hinter uns; denn, sagte er,
in dein Land und deinen Geburtsort (Geburt) ich will sein Angesicht versöhnen mit dem
zurück, und Ich will dir Gutes tun. Geschenk (Speiseopfer), das vor mir geht; und
1Mo.31/3,13,42. danach will ich sein Angesicht sehen, vielleicht
10. Ich bin zu gering (klein) all der Barm- erhebt er mein Angesicht. Spr.18/16.
herzigkeit und all der Wahrheit, die Du an 21. Und das Geschenk (Speiseopfer) zog
Deinem Knechte getan hast; denn mit meinem vor ihm her, und er übernachtete in dem Lager
Stocke setzte ich über den Jordan da, und nun dieselbige Nacht.
bin ich zu zwei Lagern geworden. 2Sa.7/18. 22. Und er machte sich in jener Nacht auf,
11. Errette mich doch aus der Hand meines und nahm seine zwei Weiber und seine zwei
Bruders, aus der Hand Esaus; denn ich fürchte Dienstmägde und seine elf Kinder, und setzte
ihn, er möchte kommen und mich schlagen, über die Furt des Jabbok. 5Mo.3/16.
die Mutter über den Söhnen. Hos.10/14. 23. Und er nahm sie und ließ sie über den
12. Aber Du hast gesagt: Ich will dir gewiß- Bach setzen, und alles, was er hatte, ließ er
lich Gutes tun (Gutes tuend will Ich dir Gutes übersetzen.
tun) und deinen Samen machen (setzen) wie 24. Und Jakob blieb allein übrig; und es rang
den Sand des Meeres, den man nicht zählt vor ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte her-
Menge. 1Mo.28/13,14; 13/16. aufkam, Hos.12/4,5.
13. Und er übernachtete daselbst in selbiger 25. Und Er sah, daß er nichts über ihn ver-
Nacht, und nahm von dem, was in seine Hand mochte, und berührte ihn an der Hüftpfanne,
kam, ein Geschenk für Esau, seinen Bruder, und die Hüftpfanne Jakobs verrenkte sich,
14. Zweihundert Ziegen und zwanzig Böcke, indem er mit Ihm rang.
zweihundert Mutterschafe und zwanzig Wid- 26. Und Er sprach: Entlaß mich, denn die
der. Morgenröte ist heraufgekommen; er aber
15. Dreißig säugende Kamele und ihre sprach: Ich entlasse Dich nicht, Du segnest
Füllen (Söhne), vierzig Kühe und zehn Farren, mich denn. 1Mo.28/15; Matth.15/22f.
zwanzig Eselinnen und zehn Eselsfüllen. 27. Und Er sprach zu ihm: Was ist dein
16. Und er gab sie in die Hand seiner Knech- Name? Und er sprach: Jakob.
te, jegliche Herde besonders (Herde, Herde 28. Und Er sprach: Dein Name heiße hinfort
besonders) und sprach zu seinen Knechten: nicht mehr Jakob, sondern Israel; denn du hast
Ziehet vor mir her und setzet einen Abstand wie ein Fürst mit Gott und mit Männern ge-
zwischen Herde und zwischen Herde. kämpft, und hast sie übermocht.
17. Und er gebot dem ersten und sprach: 1Mo.35/10; 1Kö.18/31; Hos.12/4,5.
Wenn Esau, mein Bruder, auf dich trifft und 29. Und Jakob fragte und sprach: Sage mir
dich fragt und sagt: Wem gehörst du an, und doch an Deinen Namen; und Er sprach: Wa-
wohin gehst du, und für wen sind die da vor rum fragst du nach Meinem Namen? Und Er
dir? segnete ihn daselbst. 1Mo.32/27; Ri.13/17; Spr.30/4.
18. So sage: Deinem Knechte Jakob; es ist 30. Und Jakob nannte den Namen des Ortes
ein Geschenk (Speiseopfer), das er meinem Peniel; denn, ich habe Gott von Angesicht zu
Herrn, dem Esau, sendet, und siehe, auch er Angesicht gesehen; und meine Seele ist erret-
ist hinter uns. tet. 5Mo.5/24; Ri.6/22,23; Ps.80/4.
19. Und er gebot auch dem zweiten und auch 31. Und es ging ihm die Sonne auf, wie er
dem dritten, auch allen, die hinter den Herden bei Peniel hinzog, und er hinkte an seiner
hergingen, und sagte: Solche Worte sollt ihr Hüfte. Ri.8/8.
reden mit Esau, wenn ihr ihn findet. 32. Daher essen die Söhne Israels nicht die

43
1.MOSE 33/1

Bewegungssehne über der Hüftpfanne bis auf 11. Nimm doch meinen Segen, der dir
diesen Tag; weil Er an der Hüftpfanne Jakobs gebracht wurde; denn Gott hat mich gnädig
die Bewegungssehne berührt. begabt und ich habe alles; und er drang in ihn,
und er nahm es. 1Sa.25/27.
12. Und er sprach: Laß uns aufbrechen und
gehen; und ich will vor dir gehen.
Kapitel 33 13. Und er sprach zu ihm: Mein Herr weiß,
daß die Kinder zart sind, und daß das Klein-
Versöhnung Jakobs mit Esau. vieh und Rindvieh bei mir säugt; und übertrie-
be man sie einen Tag, so würde alles Kleinvieh
1. Und Jakob hob seine Augen auf und sah,
sterben.
und siehe, Esau kam, und mit ihm vierhundert
14. Ziehe doch mein Herr vor seinem
Mann; und er verteilte die Kinder an Leah und
Knechte hin, und ich will sie sachte leiten, je
an Rachel und die beiden Dienstmägde.
nach dem Schritte (Fuß) des Viehs (des Wer-
1Mo.37/3.
kes) vor mir her, und nach dem Schritte (Fuß)
2. Und stellte die Dienstmägde und ihre
der Kinder, bis daß ich zu meinem Herrn nach
Kinder zuerst, und Leah und ihre Kinder
Seir komme.
hernach, und Rachel und Joseph nach ihnen.
15. Und Esau sprach: Ich will doch von dem
3. Und er zog hin vor ihnen und verbeugte
Volke, das bei mir ist, dir zustellen. Er aber
sich siebenmal zur Erde, bis daß er zu seinem
sprach: Wozu das? laß mich doch Gnade in
Bruder hinzutrat. Ru.2/10.
den Augen meines Herrn finden! 1Mo.30/27; 34/11.
4. Und Esau lief ihm entgegen und umarmte
16. Und Esau kehrte an demselben Tag auf
ihn und fiel ihm um (auf) den Hals und küßte
seinem Weg nach Seir zurück.
ihn, und sie weinten. 2Mo.4/27; 18/7; Spr.16/7.
17. Und Jakob brach nach Sukkoth auf, und
5. Und er hob seine Augen auf, und sah die
baute sich ein Haus, und für seine Viehherde
Weiber und die Kinder und sprach: Wer sind
machte er Hütten. Deshalb nannte man den
diese bei dir? Und er sprach: Die Kinder, mit
Namen des Ortes Sukkoth (d.h. Hütten). Ri.8/5.
denen Gott in Gnade deinen Knecht begabt
18. Und Jakob kam nach Schalem, die Stadt
hat.
des Schechem, im Lande Kanaan, wenn man
6. Und die Dienstmägde traten herzu, sie
von Padan Aram kommt, und lagerte sich vor
und ihre Kinder, und verbeugten sich.
der Stadt. 1Mo.28/21.
7. Und auch Leah trat herzu und ihre Kinder
19. Und er kaufte einen Teil des Feldes, auf
und verbeugten sich, und nachher traten Joseph
dem er sein Zelt aufschlug, von der Hand der
und Rachel herzu und verbeugten sich.
Söhne Chamors, des Vaters von Schechem,
8. Und er sprach: Was soll dir das ganze
um hundert Kesitah.
Lager da, auf das ich getroffen bin? Und er
20. Und er stellte dort einen Altar auf und
sprach: Auf daß ich Gnade finde in den Augen
nannte ihn El Elohe Israel (d.h. die Stärke des
meines Herrn. 1Mo.32/16.
Gottes Israels). 1Mo.12/8; 13/4; Jes.12/2; 10/21.
9. Und Esau sprach: Ich habe viele; mein
Bruder, laß dein sein, was dein ist.
10. Und Jakob sprach: Nicht doch, fände
ich doch Gnade in deinen Augen, daß du mein
Kapitel 34
Geschenk (Speiseopfer) aus meiner Hand
Schwächung Dinahs. Blutbad.
nähmest! denn darum habe ich dein Angesicht
gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht; 1. Und Dinah, die Tochter Leahs, die sie
und du hattest Wohlgefallen an mir. dem Jakob gebar, ging aus, um die Töchter

44
1.MOSE 34/2

des Landes zu sehen. 1Mo.30/21. geschändet (verunreinigt) hatte;


2. Und Schechem, der Sohn Chamors, des 14. Und sagten zu ihnen: Wir können das
Chiviters, des Fürsten (des Erhabenen) des Wort nicht tun, daß wir unsre Schwester einem
Landes, sah sie und nahm sie und lag bei ihr Manne geben, der Vorhaut hat; denn es wäre
und schwächte sie. Hi.31/1. eine Schmach für uns. 1Mo.17/11.
3. Und seine Seele hing an Dinah, der 15. Wir können nur einwilligen, wenn ihr
Tochter Jakobs, und er liebte das Mädchen werdet wie wir, daß ihr alles Männliche bei
und redete zu dem Herzen des Mädchens. euch beschneidet.
1Mo.50/21. 16. Und dann geben wir euch unsere Töchter
4. Und Schechem sprach zu Chamor, seinem und nehmen uns eure Töchter, und werden
Vater, und sagte: Nimm mir dieses Mädchen dann bei euch wohnen und zu einem Volke
(Kind) zum Weibe. Ri.14/2. werden.
5. Und Jakob hörte, daß er Dinah, seine 17. Wenn ihr aber nicht auf uns höret, euch
Tochter, geschändet (verunreinigt) hatte; seine zu beschneiden, dann nehmen wir unsre Toch-
Söhne aber waren bei seiner Viehherde auf ter und gehen.
dem Felde, und Jakob schwieg stille, bis sie 18. Und ihre Worte waren gut in den Augen
kamen. Chamors und in den Augen Schechems, des
6. Chamor aber, Schechems Vater, ging Sohnes Chamors.
heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden. 19. Und der Jüngling zögerte nicht nach
7. Und die Söhne Jakobs kamen vom Felde, diesem Worte zu tun; denn er hatte Lust an
als sie es hörten, und es schmerzte die Männer Jakobs Tochter, und war vor allen geehrt (ver-
und sie entbrannten sehr, daß er eine Torheit herrlicht) im Hause seines Vaters.
in Israel getan und bei der Tochter Jakobs 20. Und Chamor kam und Schechem, sein
gelegen hatte, und solches sollte nicht getan Sohn, zum Tore ihrer Stadt und redeten mit
werden. 5Mo.22/21; Jos.7/15. den Männern ihrer Stadt und sprachen:
8. Und Chamor redete mit ihnen und sprach: 21. Diese Männer sind friedlich unter uns
Die Seele meines Sohnes Schechem hat Gefal- und wollen im Lande wohnen und darin han-
len an eurer Tochter, gebet sie ihm doch zum deln, und siehe, das Land ist weit zu bei-den
Weibe. Seiten (Händen) vor ihnen. Lasset uns ihre
9. Und verschwägert euch mit uns, gebt uns Töchter uns zu Weibern nehmen und unsere
eure Töchter und nehmet euch unsre Töchter. Töchter ihnen geben. Ri.18/10.
10. Und wohnet (sitzet) bei uns; und das 22. Aber nur so wollen die Männer einwil-
Land soll vor eurem Angesichte sein, wohnet ligen bei uns zu wohnen und ein Volk zu
(sitzet) und handelt darin und habet Eigentum werden, daß wir bei uns alles Männliche
in demselben. 1Mo.47/6. beschneiden, so wie sie beschnitten sind.
11. Und Schechem sprach zu ihrem Vater 23. Ihre Viehherden und ihr Angekauftes
und zu ihren Brüdern: Möchte ich Gnade und all ihr Vieh, wird es nicht unser sein, wenn
finden in euren Augen und was ihr zu mir wir nur ihnen einwilligen, und sie werden bei
saget, will ich geben. 1Mo.30/27. uns wohnen?
12. Mehret mir sehr die Morgengabe und 24. Und sie hörten auf Chamor und auf
Gabe, und ich will geben, was ihr zu mir saget, Schechem, seinen Sohn, alle, die von dem Tor
nur gebet mir das Mädchen zum Weibe. seiner Stadt ausgingen, und ließen alles
2Mo.22/16. Männliche beschneiden, alles, das von dem
13. Und die Söhne Jakobs antworteten dem Tor seiner Stadt ausging. 1Mo.23/10.
Schechem und Chamor, seinem Vater, trüglich, 25. Und es geschah am dritten Tage, wäh-
und redeten so, weil er Dinah, ihre Schwester, rend sie in Schmerzen waren (da ihnen wehe

45
1.MOSE 34/26

war), nahmen zwei Söhne Jakobs, Simeon ausländischen Götter, die in eurer Mitte sind
und Levi, Brüder Dinahs, jeder Mann sein und reinigt euch und wechselt eure Gewänder.
Schwert und kamen kecklich (in Sicherheit) 1Mo.34/29; 31/19; 2Mo.34/13; Jos.24/23; 1Sa.7/3.
in die Stadt und erwürgten alles Männliche. 3. Und wir wollen uns aufmachen und
1Mo.49/5,6; Ju.9/2. hinauf gen Bethel gehen; und dort will ich
26. Und den Chamor und Schechem, seinen einen Altar machen dem Gotte, Der mir
Sohn, erwürgten sie mit der Schärfe (mit dem geantwortet hat am Tage meiner Bedrängnis
Munde) des Schwertes und nahmen Dinah und mit mir war auf dem Wege, den ich wan-
aus dem Hause Schechems und gingen hin- delte.
aus. 4. Und sie gaben Jakob alle ausländischen
27. Die Söhne Jakobs kamen über die Er- Götter, die in ihrer Hand waren, und die Reife,
schlagenen und beraubten die Stadt dafür, daß die sie in ihren Ohren hatten und Jakob ver-
sie ihre Schwester geschändet (verunreinigt) barg (legte sie hehlings) sie unter der Eiche,
hatten. die bei Schechem war. Jos.24/26.
28. Ihr Kleinvieh und ihre Rinder und ihre 5. Und sie brachen auf, und das Entsetzen
Esel, und was in der Stadt war und was auf Gottes war über den Städten um sie her, so
dem Felde war, nahmen sie. daß sie hinter den Söhnen Jakobs nicht nach-
29. Und all ihr Vermögen, und alle ihre setzten. 1Mo.24/30; 2Ch.14/14.
Kindlein und ihre Weiber nahmen sie gefangen 6. Und Jakob kam nach Luz im Lande
und raubten alles, was im Hause war. Kanaan, das ist Bethel, er und alles Volk, das
30. Und Jakob sprach zu Simeon und zu mit ihm war. 1Mo.28/19.
Levi: Ihr habt mich zerrüttet, daß ich stinke 7. Und daselbst baute er einen Altar und
bei dem Einwohner des Landes, bei dem nannte den Ort El-Bethel (d.h. Gott des Hauses
Kanaaniter und dem Pherisiter. Und ich habe Gottes), weil dort sich ihm Gott offenbarte,
nur wenig Leute (Leute von Zahl). Und sie als er vor seinem Bruder entwich. 1Mo.12/8; 13/3,4.
werden sich versammeln wider mich und mich 8. Und es starb Deborah, Rebekahs Amme,
schlagen, und ich und mein Haus werden und ward unterhalb Bethel unter der Eiche
vernichtet. 2Mo.5/21. begraben, und man nannte ihren Namen Allon
31. Sie aber sagten: Soll man unsrer Schwe- Bachuth (d.h. Eiche des Weinens).
ster tun (machen) wie einer Buhlerin? 1Mo.24/59; 1Sa.31/13.
9. Und Gott erschien dem Jakob wieder,
als er von Padan Aram gekommen war, und
segnete ihn.
Kapitel 35 10. Und Gott sprach zu ihm: Dein Name
ist Jakob; dein Name soll nicht mehr Jakob
Rachel stirbt an der Geburt. genannt werden, vielmehr Israel soll dein
Isaaks Tod. Name sein. Und Er nannte seinen Namen
Israel. 1Mo.32/28; 1Kö.18/31.
1. Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich
11. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der Gott
auf, gehe hinauf nach Bethel und wohne (sitze)
Schaddai; sei fruchtbar und mehre dich, eine
daselbst, und mache dort einen Altar dem
Völkerschaft und eine Versammlung von
Gotte, Der dir erschienen ist, da du vor deinem
Völkerschaften soll von dir werden, und
Bruder Esau flohest (entwichest).
Könige sollen von deinen Hüften hervorgehen.
1Mo.28/12,19; 31/13.
1Mo.17/1,6,16; 1/22,28; 46/7.
2. Und Jakob sprach zu seinem Hause und
12. Und das Land, daß Ich Abraham und
allen, die mit ihm waren: Nehmt weg die
Isaak gegeben, werde Ich dir geben, und

46
1.MOSE 35/13

deinem Samen nach dir werde Ich das Land 26. Und die Söhne Silpahs, Leahs Dienst-
geben. magd: Gad und Ascher. Dies sind die Söhne
13. Und Gott stieg von ihm auf an dem Ort, Jakobs, die ihm in Padan Aram geboren wur-
da Er mit ihm geredet hatte. 1Mo.17/22. den. 1Mo.30/9.
14. Und Jakob stellte eine Denksäule auf 27. Und Jakob kam zu Isaak, seinem Vater,
an dem Orte, da er mit Ihm geredet, eine nach Mamre bei Kiriath Arba, das ist Chebron,
Denksäule von Stein, und spendete darauf ein woselbst Abraham und Isaak sich aufgehalten.
Trankopfer und goß Öl darauf. 1Mo.13/18; 14/13; 17/8; 23/2,19; 37/1; Jos.14/15.
1Mo.28/18,19; 2Mo.29/40. 28. Und es waren Isaaks Tage hundert Jahre
15. Und Jakob nannte den Namen des Ortes, und achtzig Jahre.
da Gott mit ihm geredet hatte, Bethel. 1Mo.28/19. 29. Und Isaak verschied und starb und ward
16. Und von Bethel brachen sie auf, und zu seinen Völkern versammelt, alt und an
es war noch eine Strecke Landes, bis man nach Tagen satt. Und es begruben ihn Esau und
Ephratah kam, und Rachel gebar und litt Jakob, seine Söhne. 1Mo.25/8,17; 50/12,13.
Hartes bei der Geburt. 2Kö.5/19.
17. Und es geschah, daß es ihr hart ward
über der Geburt, da sprach die Wehmutter zu
ihr: Fürchte dich nicht, denn auch dies ist dir Kapitel 36
ein Sohn. 1Sa.4/20.
18. Und es geschah, da ihr die Seele ausging, Esaus Geschlechtsregister.
daß sie am Sterben war, da nannte sie seinen
1. Und dies sind die Geburten Esaus, das
Namen Benoni (d.h. Sohn meines Schmerzes),
ist Edom. 1Mo.25/30.
sein Vater aber nannte ihn Benjamin (d.h.
2. Esau nahm seine Weiber von den Töch-
Sohn der Rechten). 1Ch.4/9.
tern Kanaans: Adah, die Tochter Elons, des
19. Und Rachel starb und ward begraben
Chethiters und Oholibamah, Tochter Anahs,
auf dem Wege nach Ephratah, das ist Bethle-
Tochter des Zibeon, des Chiviters. 1Mo.26/34.
hem.
3. Und Basemath eine Tochter Ismaels,
20. Und Jakob stellte eine Denksäule über
Schwester des Nabajoth. 1Mo.28/9.
ihrem Grabe auf, das ist die Denksäule von
4. Und Adah gebar dem Esau Eliphas und
Rachels Grab bis auf diesen Tag.
Basemath gebar Reguel.
1Mo.48/7; 1Sa.17/12; Mi.5/1.
5. Und Oholibamah gebar Jeusch und Jae-
21. Und Israel brach auf und schlug sein
lam und Korach. Dies sind die Söhne Esaus,
Zelt auf jenseits des Migdal Eder (d.h. Turm
die ihm im Lande Kanaan geboren wurden.
der Herde). Mi.4/8.
6. Und Esau nahm seine Weiber und seine
22. Und es geschah, da Israel in diesem
Söhne und sein Töchter und alle Seelen seines
Lande wohnte, da ging Ruben hin und lag bei
Hauses, und sein Besitztum und all sein Vieh,
Bilhah, dem Kebsweibe seines Vaters, und
und all sein Erkauftes, das er im Lande Kanaan
Israel hörte es. Jakob aber hatte zwölf Söhne.
gewonnen, und ging in ein Land, hinweg von
1Mo.49/4; 46/8f; 1Ch.2/1; 6/1.
Jakob, seinem Bruder. 1Mo.34/23.
23. Die Söhne Leahs: Der Erstgeborene
7. Denn ihrer Habe war zu viel, als daß sie
Jakobs: Ruben und Simeon, und Levi und
beisammen hätten wohnen (sitzen) können;
Judah und Isaschar und Sebulun.
und das Land ihrer Wanderungen vermochte
24. Die Söhne Rachels: Joseph und Benja-
nicht, wegen ihrer Viehherden sie zu tragen.
min. 1Mo.48/8.
1Mo.13/6; 26/14.
25. Und die Söhne Bilhahs, der Dienstmagd
8. Und Esau wohnte (saß) auf dem Berge
Rachels: Dan und Naphthali. 1Mo.30/4,5.

47
1.MOSE 36/9

Seir; Esau, das ist Edom. 1Mo.32/3; 5Mo.2/5,12,22. Seirs im Lande Edom.
9. Und dies sind die Geburten Esaus, des 22. Und Lotans Söhne waren Hori und
Vaters von Edom auf dem Berge Seir. 1Ch.1/35. Hemam und die Schwester Lotans war Thim-
10. Dies sind die Namen der Söhne Esaus: na.
Eliphas, Sohn von Adah, Esaus Weib; Reguel, 23. Und das sind die Söhne Schobals: Al-
Sohn von Basemath, Esaus Weib. wan, und Manachath, und Ebal, Schepho und
11. Und die Söhne des Eliphas waren The- Onam.
man, Omar, Zepho und Gaetham und Kenas. 24. Und das sind die Söhne Zibeons: Ajah,
12. Und Thimna war Kebsweib des Eliphas, und Anah. Dies ist der Anah, der in der Wüste
des Sohnes Esaus, und gebar dem Eliphas die Maulesel fand, als er die Esel seines Vaters
Amalek. Dies sind die Söhne von Adah, Esaus Zibeon weidete.
Weib. 25. Und das sind die Söhne Anahs: Dischon
13. Und das sind die Söhne Reguels: Nach- und Oholibamah war Anahs Tochter.
ath und Serach, Schammah und Missah. Dies 26. Und das sind die Söhne Dischons:
waren die Söhne Basemaths, Esaus Weib. Chemdan und Eschban, und Jithran und Che-
14. Und dies waren die Söhne Oholibamahs, ran.
der Tochter Anahs, der Tochter Zibeons, Esaus 27. Das sind die Söhne Ezers: Bilhan und
Weib. Und sie gebar dem Esau Jeusch und Saawan und Akan.
Jaelam und Korach. 28. Das sind die Söhne Dischans: Uz und
15. Dies waren die Stammhäupter der Söhne Aran.
Esaus: Die Söhne von Eliphas, dem Erst- 29. Das sind die Stammhäupter des Horiten:
geborenen Esaus: das Stammhaupt Theman, Das Stammhaupt Lotan, das Stammhaupt
das Stammhaupt Omar, das Stammhaupt Schobal das Stammhaupt Zibeon, das Stamm-
Zepho, das Stammhaupt Kenas. Hi.2/11. haupt Anah.
16. Das Stammhaupt Korach, das Stamm- 30. Das Stammhaupt Dischon, das Stamm-
haupt Gaetham, das Stammhaupt Amalek. Dies haupt Ezer, das Stammhaupt Dischan: Dies
die Stammhäupter des Eliphas im Lande die Stammhäupter des Horiten nach ihren
Edom. Dies sind die Söhne Adahs. Stammhäuptern im Lande Seir.
17. Und das sind die Söhne Reguels, des 31. Und das sind die Könige, die im Lande
Sohnes Esaus: Das Stammhaupt Nachath, das Edom regierten, ehe ein König über die Söhne
Stammhaupt Serach, das Stammhaupt Scham- Israel regierte. 1Mo.35/11; 5Mo.17/14; 1Ch.1/43.
mah, das Stammhaupt Missah. Dies sind die 32. Und in Edom regierte Bela, der Sohn
Stammhäupter Reguels im Lande Edom. Dies Beors, und der Name seiner Stadt war Dinha-
die Söhne von Basemath, Esaus Weib. bah.
18. Und das sind die Söhne Oholibamahs, 33. Und Bela starb, und an seiner Statt
Esaus Weib: Das Stammhaupt Jeusch, das regierte Jobab, der Sohn Serachs aus Bozrah.
Stammhaupt Jaelam, das Stammhaupt Korach. 34. Und Jobab starb, und statt seiner regierte
Dies die Stammhäupter Oholibamahs, der Chuscham aus dem Lande der Themaniter.
Tochter Anahs, Esaus Weib. 35. Und Chuscham starb, und an seiner Statt
19. Das sind die Söhne Esaus, und das ihre regierte Hadad, der Sohn Bedads, der Midjan
Stammhäupter, er ist Edom. schlug in dem Gefilde Moabs, und der Name
20. Das sind die Söhne Seirs, des Horiten, seiner Stadt war Awith.
die das Land bewohnen: Lotan und Schobal 36. Und Hadad starb, und es regierte an
und Zibeon und Anah. 5Mo.2/12,22; 1Ch.1/38f. seiner Statt Samlah aus Masrekah.
21. Und Dischon und Ezer und Dischan. 37. Und Samlah starb, und an seiner Statt
Dies die Stammhäupter des Horiten, die Söhne regierte Schaul aus Rechoboth am Flusse.

48
1.MOSE 36/38

38. Und Schaul starb, und es regierte statt haßten ihn, und vermochten nicht im Frieden
seiner Baal Chanan, der Sohn Achbors. mit ihm reden. Apg.7/9.
1Ch.1/49. 5. Und Joseph träumte einen Traum, und
39. Und Baal Chanan, der Sohn Achbors, sagte ihn seinen Brüdern an, und sie haßten
starb, und es regierte statt seiner Hadar, und ihn noch mehr. Spr.21/23.
der Name seiner Stadt war Pau, und der Name 6. Und er sprach zu ihnen: Höret doch diesen
seines Weibes war Mehetabeel, Tochter der Traum, den ich geträumt habe.
Matred, die eine Tochter Mesahabs war. 7. Und siehe, wir banden Garben (garbten
40. Und das sind die Namen der Stamm- Garben) inmitten des Feldes, und siehe, es
häupter Esaus nach ihren Familien, nach ihren richtete sich auf meine Garbe und stand auf-
Orten, bei ihren Namen: Stammhaupt Thimna, recht, und siehe, eure Garben umgaben sie
Stammhaupt Alwah, Stammhaupt Jetheth. und verbeugten sich vor meiner Garbe.
1Ch.1/51f. 8. Und seine Brüder sprachen zu ihm: Du
41. Stammhaupt Oholibamah, Stammhaupt willst wohl gar über uns regieren (regierend
Elah, Stammhaupt Pinon. regieren), willst du über uns herrschen (herr-
42. Stammhaupt Kenas, Stammhaupt The- schend herrschen)? und sie haßten ihn noch
man, Stammhaupt Mibzar. mehr ob seinen Träumen und ob seinen Wor-
43. Stammhaupt Magdiel, Stammhaupt Iram. ten.
Dies sind die Stammhäupter Edoms nach ihren 9. Und er träumte noch einen anderen Traum
Wohnsitzen in dem Lande ihres Eigentums. und erzählte ihn seinen Brüdern. Und er
Das ist Esau, der Vater Edoms. sprach: Siehe, ich träumte noch einen Traum,
und siehe, die Sonne und der Mond und elf
Sterne verbeugten sich vor mir.
10. Und er erzählte es seinem Vater und
Kapitel 37 seinen Brüdern; sein Vater aber bedrohte ihn
und sagte zu ihm: Was soll es mit diesem
Joseph wird von seinen Brüdern Traume, den du geträumt hast? Sollen wir,
nach Ägypten verkauft. ich und deine Mutter und deine Brüder kom-
men und uns vor dir zu Erde verbeugen?
1. Und Jakob wohnte (saß) im Lande der
1Mo.42/6.
Wanderungen seines Vaters, im Lande Ka-
11. Und seine Brüder beneideten ihn; sein
naan. 1Mo.35/27; 2Mo.6/4; Heb.11/13.
Vater aber behielt das Wort. Luk.2/19,51; Apg.7/9.
2. Das sind die Geburten Jakobs. Joseph
12. Und seine Brüder gingen das Kleinvieh
war siebzehn Jahre alt (ein Sohn von 17
ihres Vaters zu weiden in Schechem.
Jahren), er war mit seinen Brüdern ein Hirte
13. Und Israel sprach zu Joseph: Sind nicht
beim Kleinvieh. Und der Junge war bei den
deine Brüder auf der Weide in Schechem?
Söhnen der Bilhah und den Söhnen Silpahs,
Gehe, und ich will dich zu ihnen senden. Und
der Weiber seines Vaters, und Joseph brachte
er sprach zu ihm: Siehe, hier bin ich (siehe
das böse Gerede von ihnen herein zu ihrem
mich). 1Mo.34/25f.
Vater. 1Mo.35/25,26.
14. Und er sprach zu ihm: Geh doch und
3. Und Israel liebte Joseph mehr denn alle
sieh, wie es deinen Brüdern geht (den Frieden
seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters
deiner Brüder), und wie es mit dem Kleinvieh
war, und machte ihm einen buntfarbigen Rock.
geht (den Frieden des Kleinviehs) und bring
2Sa.13/18.
mir das Wort zurück. Und er sandte ihn aus
4. Und seine Brüder sahen, daß ihr Vater
dem Talgrunde Chebron und er kam nach
ihn mehr als alle seine Brüder liebte, und sie
Schechem. 1Mo.35/27.

49
1.MOSE 37/15

15. Und es fand ihn ein Mann, und siehe, Welchen Gewinn haben wir davon, daß wir
er wanderte auf dem Felde umher. Und der unseren Bruder erwürgen und sein Blut ver-
Mann fragte ihn und sprach: Was suchest du? bergen?
16. Und er sprach: Meine Brüder suche ich. 27. Kommt (gehet) lasset uns ihn an die
Sage mir doch an, wo sie auf der Weide sind. Ismaeliten verkaufen; und unsre Hand sei nicht
17. Und der Mann sagte ihm: Sie sind von an ihm; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch
hier aufgebrochen; denn ich hörte sie sagen: ist er; und seine Brüder hörten auf ihn.
Wir wollen nach Dothan gehen. Und Joseph 1Mo.25/12f.
ging seinen Brüdern nach und fand sie in 28. Und die midianitischen Männer, die
Dothan. 2Kö.6/13. Händler, zogen daher; sie aber zogen Joseph
18. Und sie sahen ihn von ferne, und ehe heraus und brachten ihn herauf aus der Grube,
er ihnen nahe kam, faßten sie den Anschlag und verkauften Joseph an die Ismaeliten um
(handelten sie trüglich) wider ihn, ihn zu töten. zwanzig Silberlinge; und sie brachten Joseph
1Mo.37/20; Matth.21/38. nach Ägypten. 1Mo.39/1; 45/4; Ps.105/17;
19. Und sie sprachen der eine zum anderen Weish.10/13; Apg.7/9.
(der Mann zu seinem Bruder): Siehe, da 29. Und Ruben kehrte nach der Grube
kommt dieser Traummeister. zurück, und siehe: kein Joseph war in der
20. Und nun kommet (gehet), laßt uns ihn Grube; und er zerriß seine Kleider;
erwürgen und in eine der Gruben werfen und 1Mo.44/13; 1Kö.21/27; Jes.37/1.
sagen: Ein böses, wildes Tier hat ihn gefressen, 30. Und er kehrte zu seinen Brüdern zurück
und wir wollen sehen, was aus seinen Träumen und sprach: Das Kind ist nicht mehr da. Und
wird. ich, wohin komme ich?
21. Und Ruben hörte dies und wollte ihn 31. Sie aber nahmen Josephs Rock und
aus ihrer Hand erretten, und sprach: Wir schlachteten einen Bock von den Ziegen, und
wollen ihm nicht an die Seele gehen (schla- tauchten den Rock in das Blut.
gen). 1Mo.42/22. 32. Und sie sandten den buntfarbigen Rock
22. Und Ruben sprach zu ihnen: Vergießet fort und brachten ihn zu ihrem Vater und
nicht Blut, werfet ihn in die Grube dort in der sagten: Diesen haben wir gefunden! besieh
Wüste, strecket (sendet) aber eure Hand nicht ihn doch, ob es deines Sohnes Rock ist, oder
aus gegen ihn; auf daß er ihn aus ihrer Hand nicht. 1Mo.37/3.
errette, um ihn zu seinem Vater zurückzubrin- 33. Und er erkannte ihn und sprach: Es ist
gen. der Rock meines Sohnes, ein böses, wildes
23. Und es geschah, da Joseph zu seinen Tier hat ihn gefressen. Zerfleischt (zerflei-
Brüdern kam, zogen sie dem Joseph seinen schend wurde zerfleischt) ist Joseph.
Rock, den buntfarbigen Rock aus, den er 1Mo.42/13; 44/28.
anhatte; 34. Und Jakob zerriß seine Gewänder und
24. Und sie nahmen ihn und warfen ihn in legte einen Sack um seine Lenden, und trauerte
die Grube; die Grube aber war leer, kein viele Tage um seinen Sohn. Apg.14/14.
Wasser war darin. Jer.38/6; Sach.9/11. 35. Und alle seine Söhne und alle seine
25. Und sie setzten sich, das Brot zu essen, Töchter, machten sich auf, ihn zu trösten; aber
und hoben ihre Augen auf und sahen, und er weigerte, sich trösten zu lassen und sprach:
siehe, ein Wanderzug Ismaeliten kam von Ich will trauend in die Gruft (in die Hölle)
Gilead; und ihre Kamele trugen Gewürze und hinabgehen zu meinem Sohne; und es beweinte
Balsam und Stakte, und sie gingen, sie hinab ihn sein Vater. 1Mo.46/7,15; Jer.31/15;
nach Ägypten zu bringen. 1Mo.43/11; Am.6/6. Tob.10/4; Matth.2/18.
26. Und Judah sprach zu seinen Brüdern: 36. Die Midianiter aber verkauften ihn nach

50
1.MOSE 38/1

Ägypten an Potiphar, einen Hofbeamten Vaters, bis Schelah, mein Sohn, groß gewor-
Pharaos, Obersten der Leibwachen. den ist; denn er sprach: Sonst könnte auch er
1Mo.37/28; 2Kö.25/8. sterben, wie seine Brüder. Und Thamar ging
und blieb (saß) in ihres Vaters Haus. Tob.7/11.
12. Und es wurden der Tage viel, und es
starb die Tochter Schuas, Judahs Weib; und
Kapitel 38 Judah tröstete sich, und ging hinauf zu den
Scherern seines Kleinviehs er und Chirah, sein
Judahs Kinder. Thamar. Genosse, der Adullamite, nach Thimnath.
1. Und es geschah um jene Zeit, daß Judah
1Mo.31/19.
13. Und es ward der Thamar angesagt,
hinabging von seinen Brüdern, und sich zu
sprechend: Siehe, dein Schwäher geht hinauf
einem adullamitischen Manne abwandte, und
gen Thimnath, sein Vieh zu scheren.
sein Name war Chirah.
14. Und sie legte die Kleider ihrer Witwen-
2. Und dort sah Judah die Tochter eines
schaft ab von ihr und bedeckte sich mit einem
kanaanitischen Mannes, dessen Name Schua
Schleier und verhüllte sich und setzte sich an
war und er nahm sie und kam zu ihr.
den Eingang zu Enajim (d.h. Doppelquelle),
1Mo.34/2; 5Mo.7/3.
die auf dem Wege nach Thimnath ist; denn
3. Und sie empfing und gebar einen Sohn,
sie sah, daß Schelah groß geworden und sie
und er nannte seinen Namen Er. 1Mo.46/12.
ihm nicht zum Weibe gegeben ward. 1Mo.11/26.
4. Und sie empfing wieder und gebar einen
15. Und Judah sah sie und dachte, sie wäre
Sohn, und sie nannte seinen Namen Onan.
eine Buhlerin; denn sie hatte ihr Gesicht
5. Und sie gebar wieder (fuhr fort und gebar)
bedeckt. Jer.3/2.
einen Sohn, und sie nannte seinen Namen
16. Und er wandte sich ab zu ihr am Wege
Schelah; und er war in Chesib, da sie ihn
und sprach: Laß mich doch zu dir kommen;
gebar. 1Ch.4/21.
denn er wußte nicht, daß sie seine Schnur war.
6. Und Judah nahm dem Er seinem Erst-
Sie aber sagte: Was gibst du mir, daß du zu
geborenen ein Weib, und ihr Name war Tha-
mir kommst? 3Mo.18/15; 20/12; Ez.16/33.
mar.
17. Und er sprach: Ich will dir ein Ziegen-
7. Und Er, Judahs Erstgeborener, war böse
böcklein von dem Kleinvieh senden; sie aber
in den Augen Jehovahs, und Jehovah ließ ihn
sagte: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es
sterben. 4Mo.26/19; 1Ch.2/3.
sendest.
8. Und Judah sprach zu Onan: Komm zu
18. Und er sagte: Was ist das Pfand, das ich
dem Weibe deines Bruders und leiste ihr die
dir geben soll? Und sie sprach: Deinen Sie-
Schwagerpflicht, und erwecke (laß erstehen)
gelring und deine Schnur und deinen Stab,
Samen deinem Bruder.
der in deiner Hand ist; und er gab sie ihr und
5Mo.25/5f; Ru.4/5; Matth.22/24; Mark.12/19.
kam zu ihr; und sie empfing von ihm.
9. Und Onan wußte, daß der Same nicht sein
19. Sie aber machte sich auf und ging und
eigen sein sollte, und es geschah, als er zu dem
legte ihren Schleier ab von ihr und zog die
Weibe seines Bruders kam, da verdarb er ihn
Kleider ihrer Witwenschaft an.
auf die Erde, um seinem Bruder keinen Samen
20. Und Judah sandte das Ziegenböcklein
zu geben.
durch die Hand seines Genossen, den Adulla-
10. Und es war böse in den Augen Jehovahs,
miten, um das Pfand von der Hand des Weibes
was er tat; und Er ließ auch ihn sterben.
zu holen, fand sie aber nicht.
11. Und Judah sprach zu Thamar, seiner
21. Und er fragte die Männer ihres Ortes
Schnur: Bleib (sitze) Witwe im Hause deines
und sprach: Wo ist die Buhlpriesterin bei

51
1.MOSE 38/22

Enajim (d.h. Doppelquelle) am Wege; sie aber


sagten: Es ist keine Buhlpriesterin dagewesen. Kapitel 39
22. Und er kehrte zu Judah zurück und sagte:
Ich habe sie nicht gefunden, und auch die Josephs Dienst, Keuschheit
Männer des Ortes sagten: Es ist keine Buhl- und Gefängnis.
priesterin dagewesen.
1. Und Joseph ward nach Ägypten hin-
23. Judah aber sagte: Sie mag es zu sich
abgebracht, und es kaufte ihn Potiphar, ein
nehmen, daß wir nicht verachtet werden. Siehe,
Hofbeamter Pharaos, Oberster der Leibwa-
ich habe dieses Böcklein gesandt und du hast
chen, ein ägyptischer Mann, aus der Hand der
sie nicht gefunden.
Ismaeliten, die ihn hinabgebracht hatten.
24. Und es geschah nach drei Monaten, daß
1Mo.37/28,36; Ps.105/17.
man Judah ansagte und sprach: Deine Schnur
2. Und Jehovah war mit Joseph, und er war
Thamar hat gebuhlt, und siehe, sie hat auch
ein Mann, dem es gelang; und er war im Hause
von ihren Buhlereien empfangen. Und Judah
seines Herrn, des Ägypters. 2Ch.31/21.
sprach: Bringt sie heraus, daß sie verbrannt
3. Und sein Herr sah, daß Jehovah mit ihm
werde. 3Mo.21/9; Ri.15/6.
war und alles, was er tat, Jehovah in seiner
25. Sie ward hinausgebracht und sie sandte
Hand gelingen ließ.
an ihren Schwäher und sprach: Von dem
4. Und Joseph fand Gnade in seinen Augen,
Manne, dem dieses zugehört, hab ich empfan-
und er tat ihm Dienst. Und er bestellte ihn über
gen. Und sie sprach: Besieh dir doch, wessen
sein Haus und alles, was er hatte, gab er in
dieser Siegelring und diese Schnur und dieser
seine Hand. 1Mo.39/21.
Stab sind.
5. Und es geschah, von da an, daß er ihn
26. Und Judah besah sie und sprach: Sie
über sein Haus und alles, was er hatte, bestellt
ist gerechter denn ich gewesen, weil ich sie
hatte, da segnete Jehovah das Haus des Ägyp-
nicht meinem Sohne Schelah gegeben; aber
ters wegen Josephs; und der Segen Jehovahs
er erkannte sie hinfort nicht mehr.
war in allem, das er hatte im Haus und im Feld.
27. Und es geschah zur Zeit, da sie gebar,
1Mo.30/27.
und siehe, es waren Zwillinge in ihrem Leibe.
6. Und er ließ alles, das er hatte, in der Hand
28. Und es geschah, als sie gebar, daß einer
Josephs, und wußte bei ihm um nichts, als das
eine Hand hergab. Und die Wehmutter nahm
Brot, das er aß; und Joseph war schön von
seine Hand und band Scharlach darum und
Gestalt und schön von Ansehen. 1Mo.43/32.
sprach: Der ist zuerst herausgekommen.
7. Und es geschah nach diesen Dingen
29. Und es geschah, da er seine Hand zu-
(Worten), daß das Weib seines Herrn ihre
rückzog, siehe, da kam sein Bruder heraus;
Augen aufhob zu Joseph und zu ihm sprach:
und sie sprach: Was hast du für dich einen
Liege bei mir.
Durchbruch durchgebrochen? Und er nannte
8. Er aber weigerte sich und sprach zu dem
seinen Namen Perez (Durchbruch).
Weibe seines Herrn: Siehe, mein Herr weiß
30. Und nachher kam sein Bruder heraus,
um nichts bei mir, was im Hause ist, und hat
an dessen Hand der Scharlach war, und er
alles, was er hat, in meine Hand gegeben.
nannte seinen Namen Serach.
9. Es ist kein Größerer denn ich in diesem
Hause, und nichts hat er von mir zurück-
gehalten, außer dir, weil du sein Weib bist;
und warum sollte ich solch großes Böses tun,
und wider Gott sündigen? Spr.8/13; Sir.23/23f.
10. Und es geschah, daß sie mit Joseph

52
1.MOSE 39/11

redete Tag für Tag, er hörte aber nicht auf sie, gab in Josephs Hand alle Gebundenen, die
daß er neben ihr läge und bei ihr wäre. im Gefängnishause waren, und alles, was sie
1Mo.39/12; Sir.21/2; 9/3. dort taten, das tat er.
11. Und es geschah eines Tages, daß er in 23. Der Oberste des Gefängnishauses sah
das Haus kam, um sein Werk zu tun, und kein nach nichts, von allem, das in seiner Hand war,
Mann von den Männern des Hauses war dort weil Jehovah mit ihm war, und was er tat,
im Hause. Jehovah gelingen ließ.
12. Und sie erfaßte ihn an seinem Kleid und
sprach: Liege bei mir! Er aber ließ sein Kleid
in ihrer Hand und floh und ging hinaus.
2Sa.13/11. Kapitel 40
13. Und es geschah, da sie sah, daß er sein
Kleid in ihrer Hand ließ und hinausfloh, Joseph legt den Gefangenen
14. Daß sie rief den Männern ihres Hauses ihre Träume aus.
und sprach zu ihnen und sagte: Seht, da brach-
1. Und es geschah nach diesen Dingen (nach
te er einen hebräischen Mann zu uns herein,
diesen Worten), daß der Mundschenk des
seinen Scherz mit uns zu treiben; er kam zu
Königs von Ägypten und der Bäcker an ihrem
mir, um bei mir zu liegen. Ich aber rief mit
Herrn, dem Könige von Ägypten, sündigten.
großer Stimme. 1Mo.40/15.
Ne.1/11.
15. Und es geschah, wie er hörte, daß ich
2. Und Pharao war entrüstet über seine
meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein
beiden Hofbeamten, über den Obersten der
Kleid bei mir, und floh und ging hinaus.
Mundschenken und über den Obersten der
16. Und sie legte sein Kleid neben sich
Bäcker;
nieder, bis sein Herr in sein Haus kam;
3. Und gab sie in Gewahrsam in das Haus
17. Und sie redete zu ihm dieselben Worte
des Obersten der Leibwachen, in das Gefäng-
und sprach: Der hebräische Knecht, den du
nishaus, an den Ort, in dem Joseph gebunden
zu uns hereingebracht, ist zu mir hereinge-
war. 1Mo.39/20.
kommen, um seinen Scherz mit mir zu treiben.
4. Und der Oberste der Leibwachen bestellte
18. Und es geschah, wie ich meine Stimme
Joseph bei ihnen, daß er ihnen Dienst tun
erhob und rief, da ließ er sein Kleid neben mir
sollte, und sie waren etliche Tage in Gewahr-
und floh hinaus.
sam.
19. Und es geschah, als sein Herr die Worte
5. Und sie träumten beide einen Traum,
seines Weibes hörte, die sie zu ihm redete,
jeder Mann seinen Traum, in einer Nacht,
indem sie sprach: Solches (nach diesen Wor-
jeder nach der Deutung seines Traums, der
ten) hat mir dein Knecht getan, da entbrannte
Mundschenk und der Bäcker, die der König
sein Zorn.
von Ägypten hatte, und die gebunden waren
20. Und Josephs Herr nahm ihn und gab ihn
in dem Gefängnishaus.
in das Gefängnishaus, den Ort, wo die Gebun-
6. Und am Morgen kam Joseph zu ihnen
denen des Königs gebunden waren; und er war
hinein und sah sie und siehe, sie waren ver-
dort in dem Gefängnishaus.
drossen.
Ps.105/18.
7. Und er fragte die Hofbeamten Pharaos,
21. Aber Jehovah war mit Joseph und neigte
die mit ihm in dem Gewahrsam des Hauses
ihm Barmherzigkeit zu, und gab ihm Gnade
seines Herrn waren und sagte: Warum ist euer
in den Augen des Obersten des Gefängnishau-
Angesicht heute böse? Ne.2/2; Luk.24/17.
ses. Da.1/9; Weish.10/13f; Apg.7/9.
8. Und sie sprachen zu ihm: Wir haben einen
22. Und der Oberste des Gefängnishauses

53
1.MOSE 40/9

Traum geträumt, und niemand ist da, der ihn 19. In noch drei Tagen wird Pharao dein
deute. Joseph aber sprach zu ihnen: Gehören Haupt von dir aufheben und dich ans Holz
Deutungen nicht Gott zu? Erzählt sie mir doch. hängen, und das Gevögel wird dein Fleisch
1Mo.41/16; Jes.44/7; Da.2/25. von dir fressen.
9. Und der Oberste der Mundschenken 20. Und es geschah am dritten Tage, Pharaos
erzählte dem Joseph seinen Traum und sprach Geburtstag, daß er allen seinen Knechten ein
zu ihm: In meinem Traume siehe, da war ein Gastmahl machte; und er hob auf das Haupt
Weinstock vor mir; des Obersten der Mundschenken und das
10. Und an dem Weinstock waren drei Haupt des Obersten der Bäcker inmitten seiner
Reben; und es war, als sproßte er, seine Blüte Knechte. 2Kö.25/27.
ging auf und seine Trauben ließen die Wein- 21. Und brachte den Obersten der Mund-
beeren reifen. schenken in sein Mundschenkenamt zurück,
11. Und Pharaos Becher war in meiner und er gab den Becher in Pharaos Hand (auf
Hand, und ich nahm die Weinbeeren und Pharaos flache Hand); Ne.2/1.
drückte sie aus in den Becher Pharaos, und 22. Aber den Obersten der Bäcker ließ er
ich gab den Becher in Pharaos Hand (flache hängen, wie ihnen Joseph gedeutet hatte.
Hand). 23. Aber der Oberste der Mundschenken
12. Und Joseph sprach zu ihm: Dies ist seine gedachte nicht an Joseph, und vergaß sein.
Deutung: Die drei Reben, sie sind drei Tage. Ps.118/8/9.
13. In noch drei Tagen wird Pharao dein
Haupt aufheben und dich in deine Stelle
zurückbringen, und du wirst den Becher
Pharaos in seine Hand geben in der früheren Kapitel 41
Weise (nach dem früheren Rechte), da du sein
Mundschenk warst. 2Kö.25/27. Joseph wird zu hohen Ehren erhoben.
14. Aber möchtest du meiner bei dir geden- Hungersnot.
ken, wenn es gut bei dir ist, und Barmherzig-
1. Und es geschah am Ende zweier Jahre
keit an mir tun, und meiner bei Pharao geden-
von Tagen, daß Pharao träumte, und siehe,
ken, daß du mich aus diesem Hause heraus-
er stand am Strome. Klg.3/26,27; Da.2/1; 2Mo.7/15.
brächtest. Ne.5/19; 13/31; Luk.23/42; 1Kor.7/21.
2. Und siehe, aus dem Strome stiegen auf
15. Denn gestohlen (stehlend gestohlen) bin
sieben Kühe, schön anzusehen und feist an
ich worden aus dem Lande der Hebräer, und
Fleisch, und weideten im Riedgras.
auch hier habe ich nichts getan, daß sie mich
3. Und siehe, sieben andere Kühe stiegen
in die Grube legten. 1Mo.37/28; 14/13; 41/14.
nach ihnen auf aus dem Strome, übel an-
16. Und der Oberste der Bäcker sah, daß
zusehen und mager an Fleisch, und sie standen
er gut gedeutet hatte, und sprach zu Joseph:
neben den Kühen am Ufer (an der Lippe) des
Auch ich war in meinem Traum, und siehe,
Stromes.
drei durchbrochene Körbe waren auf meinem
4. Und die Kühe, übel anzusehen und mager
Haupte.
an Fleisch, fraßen die sieben Kühe, die schön
17. Und in dem obersten Korb waren von
anzusehen und feist waren; und Pharao er-
allen Speisen Pharaos, die der Bäcker macht,
wachte.
und das Gevögel fraß sie aus dem Korb von
5. Und er schlief ein und träumte zum
meinem Haupt.
zweiten Mal; und siehe, sieben Ähren kamen
18. Und Joseph antwortete und sprach: Dies
herauf an einem Halm, feist und gut.
ist seine Deutung: Die drei Körbe, sie sind
6. Und siehe, sieben Ähren, mager und vom
drei Tage.

54
1.MOSE 41/7

Ostwind versengt, sproßten nach ihnen auf. 19. Und siehe, sieben andere Kühe stiegen
7. Und die mageren Ähren verschlangen nach ihnen auf, ärmlich (arm) und sehr übel
die sieben feisten und vollen Ähren, und von Gestalt und abgemagert an Fleisch, ich
Pharao erwachte, und siehe, es war ein Traum. sah dergleichen nicht in ganz Ägyptenland,
8. Und es geschah am Morgen, daß sein so schlecht.
Geist beunruhigt war, und er sandte aus und 20. Und die abgemagerten und schlechten
rief all die Wahrsager Ägyptens und alle seine Kühe fraßen die sieben ersten feisten Kühe.
Weisen, und Pharao erzählte ihnen seinen 21. Und sie gingen in sie hinein, und man
Traum, und es war keiner, der sie dem Pharao wußte es nicht, daß sie in sie hineingekommen,
deutete. 1Mo.40/6; 2Mo.7/11; Da.2/2; 5Mo.18/9f; Jes.41/26. und ihr Ansehen war so schlecht, wie im
9. Und der Oberste der Mundschenken Anbeginn; und ich erwachte.
redete mit Pharao und sprach: Ich gedenke 22. Und ich sah in meinem Traume, und
heute meiner Sünden. siehe, sieben Ähren kamen hervor an einem
10. Pharao war entrüstet über seine Knechte Halm, voll und gut.
und gab mich in Gewahrsam in das Haus des 23. Und siehe, sieben Ähren, verdorrt,
Obersten der Leibwachen, mich und den mager, vom Ostwind versengt, sproßten nach
Obersten der Bäcker. denselben auf.
11. Und wir träumten einen Traum in einer 24. Und die mageren Ähren verschlangen
Nacht, ich und er, jeder Mann nach der Deu- die sieben guten Ähren; und ich sagte es den
tung seines Traumes träumten wir. Wahrsagern und keiner konnte mir es ansagen.
12. Und daselbst war bei uns ein hebräischer 25. Und Joseph sprach zu Pharao: Der
Jüngling, ein Knecht des Obersten der Leib- Traum Pharaos ist einer. Was Gott tun wird,
wachen, und wir erzählten es ihm und er hat er Pharao angesagt.
deutete uns unsere Träume, jedem Mann nach 26. Die sieben guten Kühe, die sind sieben
seinem Traume deutete er. 1Mo.40/15; Jahre; und die sieben guten Ähren, die sind
13. Und es geschah, wie er uns gedeutet sieben Jahre. Es ist ein Traum.
hatte, so war es. Mich brachte er wieder an 27. Und die sieben abgemagerten und
meine Stelle, und ihn ließ er hängen. schlechten Kühe, die nach ihnen aufstiegen,
14. Und Pharao sandte und rief Joseph, und die sind sieben Jahre und die sieben leeren,
sie brachten ihn eilends (ließen ihn laufen) vom Ostwind versengten Ähren werden sieben
aus der Grube. Und er schor sich und wechsel- Jahre des Hungers sein.
te seine Gewänder und kam zu Pharao. 28. Das ist das Wort, das ich zu Pharao
Ps.105/20; 2Sa.19/24. geredet habe; was Gott tun wird, das hat er
15. Und Pharao sprach zu Joseph: Ich habe Pharao gezeigt.
einen Traum geträumt und ist niemand der 29. Siehe, es kommen sieben Jahre großen
ihn deutet. Von dir aber hörte ich sagen, du Überflusses (Sattigkeit) in ganz Ägyptenland.
hörest einen Traum, ihn zu deuten. 30. Und es erstehen nach ihnen sieben
16. Und Joseph antwortete dem Pharao und Hungerjahre; und man vergißt all des Über-
sprach: Bei mir ist es nicht. Gott wird dem flusses (Sattigkeit) im Land Ägypten, und der
Pharao Frieden antworten. 1Mo.40/8; Da.2/30. Hunger verzehrt das Land.
17. Und Pharao redete zu Joseph: Siehe, 31. Und man wird nichts mehr wissen von
ich stand in meinem Traume am Ufer (an der dem Überfluß (Sattigkeit) im Lande vor dieser
Lippe) des Stromes. Hungersnot, die hernach sein wird; denn sehr
18. Und siehe, aus dem Strome stiegen auf schwer wird sie sein.
sieben Kühe, feist an Fleisch und schön von 32. Und daß der Traum für Pharao zum
Gestalt, und sie weideten im Riedgras. zweiten Male wiederholt worden ist, ist, weil

55
1.MOSE 41/33

das Wort von Gott bereitet ist, und Gott eilt, Hand und seinen Fuß emporheben in ganz
es zu tun. Ägyptenland.
33. Und jetzt sehe Pharao nach einem ein- 45. Und Pharao nannte den Namen Josephs
sichtsvollen und weisen Mann und setze ihn Zaphnath Paneach, und gab ihm Asnath, die
über Ägyptenland. Tochter Potipheras, Priester von On, zum
34. Dies tue Pharao und bestelle Amtleute Weibe, und Joseph ging aus über Ägypten-
über das Land, und nehme in den sieben Jahren land.
des Überflusses (Sattigkeit) den Fünften im 46. Und Joseph war dreißig Jahre alt (ein
Lande Ägypten. 1Mo.47/24,26. Sohn von 30 Jahren), als er vor Pharao, dem
35. Und sie sollen alle die Speise dieser Könige von Ägypten stand. Und Joseph ging
guten Jahre, die da kommen, zusammen- aus von Pharao und zog hin in das ganze Land
bringen und unter der Hand Pharaos Getreide Ägypten. 4Mo.4/3; 1Kö.10/8.
in den Städten zur Speise aufhäufen und 47. Und das Land trug in den sieben Jahren
behalten. 1Kö.9/19. des Überflusses (Sattigkeit) zu vollen Händen.
36. Und die Speise sei ein Vorrat für das 48. Und er brachte alle Speise der sieben
Land auf die sieben Hungerjahre, die sein Jahre, die im Lande Ägypten waren, zusammen
werden im Lande Ägypten, und das Land wird und gab die Speise in die Städte; die Speise
nicht ausgerottet werden durch den Hunger. von dem Felde, das rings um die Stadt war,
37. Und das Wort war gut in den Augen gab er in ihre Mitte.
Pharaos und in den Augen aller seiner Knech- 49. Und Joseph häufte Getreide auf wie Sand
te. am Meere, so sehr viel, daß er aufhörte zu
38. Und Pharao sprach zu seinen Knechten: zählen, denn es war ohne Zahl.
Können wir einen Mann finden wie diesen, 1Mo.32/12; Ps.139/18.
in dem der Geist Gottes ist? 50. Und dem Joseph wurden zwei Söhne
39. Und Pharao sprach zu Joseph: Nachdem geboren, ehe das Hungerjahr kam, die ihm
dir Gott alles dies zu wissen getan, ist keiner gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des
so verständig und weise wie du. Priesters von On. 1Mo.46/20; 48/5.
40. Du sollst sein über mein Haus, und auf 51. Und Joseph nannte den Namen des Erst-
deinen Mund soll küssen (d.h. dir soll huldi- geborenen Menascheh; denn Gott, sprach er,
gen) all mein Volk; nur um den Thron will ließ mich all mein Mühsal und das ganze Haus
ich größer sein, als du. 1Mo.45/8; 39/4,22; meines Vaters vergessen (dahinten lassen).
Ps.105/21; 113/7,8; Apg.7/10. 52. Und den Namen des zweiten nannte er
41. Und Pharao sprach zu Joseph: Siehe, Ephraim; denn Gott hat mich im Land meines
ich hab dich gesetzt (gegeben) über ganz Elends fruchtbar gemacht. 1Mo.26/22.
Ägyptenland. 1Mo.42/6; Ps.37/37; Weish.10/14. 53. Und die sieben Jahre des Überflusses
42. Und Pharao nahm seinen Ring ab von (Sattigkeit), der im Lande Ägypten war, waren
seiner Hand und gab ihn an Josephs Hand, vollendet.
und ließ ihm Kleider von Byssus anziehen und 54. Und es fingen die sieben Hungerjahre
legte eine goldene Kette an seinen Hals. an zu kommen, wie Joseph gesprochen, und
Ps.8/2; Luk.16/19; Da.5/7. Hunger war in allen Ländern, aber im ganzen
43. Und ließ ihn in dem zweiten Streitwagen Lande Ägypten war Brot. Ps.105/16.
fahren, den er hatte, und sie riefen vor ihm 55. Und ganz Ägyptenland litt Hunger und
Abrech (beug die Knie)! und setzte (gab) ihn das Volk schrie zu Pharao um Brot. Pharao
über ganz Ägyptenland. 1Mo.45/9. sprach aber zu ganz Ägypten: Gehet zu Joseph;
44. Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin was er euch sagt, das tut. Joh.2/5.
Pharao; und ohne dich soll niemand seine 56. Und die Hungersnot war über das ganze

56
1.MOSE 41/57

Land (das ganze Angesicht des Landes); und er von ihnen geträumt hatte und sprach zu
Joseph öffnete alles, wo etwas war, und ver- ihnen: Kundschafter seid ihr; um die Blöße
kaufte Getreide an Ägypten, und die Hungers- des Landes zu sehen seid ihr gekommen.
not wurde stark im Lande Ägypten. 1Mo.37/5-9.
1Mo.41/31; 42/6. 10. Sie aber sprachen zu ihm: Nein, mein
57. Und alle Länder kamen nach Ägypten Herr, sondern deine Knechte sind gekommen,
zu Joseph, um Getreide zu kaufen, weil auf Speise zu kaufen.
der ganzen Erde die Hungersnot stark war. 11. Wir alle sind Söhne eines Mannes; wir
1Mo.12/10; 42/5. sind redlich. Deine Knechte sind keine Kund-
schafter.
12. Und er sprach zu ihnen: Nein, ihr seid
gekommen, die Blöße des Landes zu sehen.
Kapitel 42 13. Sie aber sprachen: Wir, deine Knechte,
sind zwölf Brüder, Söhne eines Mannes im
Jakobs Söhne in Ägypten ohne Lande Kanaan, und siehe, der kleine ist diesen
Benjamin. Tag mit unserm Vater, und einer ist nicht
mehr. 1Mo.37/33.
1. Und Jakob sah, daß in Ägypten Getreide
14. Und Joseph sprach zu ihnen: Es ist, wie
war, und Jakob sprach zu seinen Söhnen: Was
ich zu euch geredet und gesagt: Ihr seid Kund-
sehet ihr einander an?
schafter.
2. Und er sprach: Siehe, ich habe gehört,
15. Daran sollt ihr geprüft werden; beim
daß in Ägypten Getreide ist. Gehet dort hinab
Leben Pharaos, ihr sollt nicht von dannen
und kaufet Getreide für uns von dort, auf daß
ausgehen, es komme denn euer kleiner Bruder
wir leben und nicht sterben. 1Mo.43/8; Apg.7/12.
hierher. 1Mo.43/3,5.
3. Und die zehn Brüder Josephs gingen
16. Sendet einen von euch, daß er euern
hinab, um aus Ägypten Getreide zu kaufen.
Bruder hole; ihr aber seid gebunden, daß eure
4. Aber Benjamin, Josephs Bruder, sandte
Worte geprüft werden, ob Wahrheit bei euch
Jakob nicht mit seinen Brüdern; denn, sagte
ist; und wo nicht, so seid ihr beim Leben
er, es möchte ihm ein Unfall begegnen.
Pharaos Kundschafter.
5. Und die Söhne Israels kamen, um Getrei-
17. Und er tat sie beisammen im Gewahrsam
de zu kaufen, inmitten der Kommenden; denn
drei Tage.
die Hungersnot war im Lande Kanaan.
18. Und am dritten Tage sprach Joseph zu
6. Und Joseph war der Gewalthaber über
ihnen: So tut, auf daß ihr lebet. Ich fürchte
das Land, er selbst verkaufte das Getreide an
Gott. 1Mo.50/19.
alles Volk des Landes. Und die Brüder Josephs
19. Wenn ihr redlich seid, so werde ein
kamen und verbeugten sich vor ihm mit dem
Bruder von euch gebunden im Hause eures
Antlitz zur Erde. 1Mo.41/40f,56; 43/26; 37/10.
Gewahrsams, ihr aber gehet und bringt Getrei-
7. Und Joseph sah seine Brüder, und er
de für den Hunger eurer Häuser.
erkannte sie, und stellte sich fremd gegen sie,
20. Euren jüngsten Bruder aber bringt ihr
und redete sie hart an und sprach zu ihnen:
zu mir, auf daß euren Worten geglaubt werde,
Woher kommet ihr? Und sie sprachen: Aus
und ihr nicht sterbet. Und sie taten so.
dem Lande Kanaan, um Speise zu kaufen.
21. Und sie sprachen einer zum anderen (der
1Mo.42/24; 43/7,30; 44/19.
Mann zu seinem Bruder): Fürwahr, das haben
8. Und Joseph erkannte seine Brüder, sie
wir an unsrem Bruder verschuldet; wir sahen
aber erkannten ihn nicht. Joh.1/26; 44/16.
ihn in der Bedrängnis seiner Seele, wie er zu
9. Und Joseph gedachte der Träume, die
uns flehte, und wir hörten nicht. Deshalb

57
1.MOSE 42/22

kommt diese Bedrängnis über uns. sprach zu uns: Daran will ich wissen, daß ihr
1Mo.44/16; Ps.50/21; Hos.5/15. redlich seid: Lasset einen von euch Brüdern
22. Und Ruben antwortete ihnen und sprach: bei mir bleiben; und nehmet für den Hunger
Habe ich nicht zu euch gesprochen und gesagt: eurer Häuser und gehet. 1Mo.42/19;
Sündiget nicht an dem Kinde; aber ihr hörtet 34. Und bringet euren kleinen Bruder zu
nicht. Und siehe, es wird auch sein Blut von mir, auf daß ich wisse, daß ihr keine Kund-
uns gefordert. 1Mo.37/21,22,26. schafter seid, daß ihr redlich seid. Euren
23. Und sie wußten nicht, daß Joseph es Bruder gebe ich euch, und ihr dürft im Lande
hörte; denn ein Dolmetscher war zwischen handeln.
ihnen. 35. Und es geschah, da sie ihre Säcke leerten
24. Er wandte sich aber herum von ihnen und siehe, das Bündelchen mit eines jeden
und weinte; und er kehrte zu ihnen zurück und Mannes Silber war in seinem Sacke; und sie
redete mit ihnen. Und er nahm Simeon aus sahen die Bündelchen ihres Silbers, sie und
ihnen und band ihn vor ihren Augen. ihr Vater und sie fürchteten sich. 1Mo.42/27; 44/1.
1Mo.43/30; 34/25; 49/5,7. 36. Und Jakob, ihr Vater, sprach zu ihnen:
25. Und Joseph gebot und sie füllten ihre Ihr machet mich kinderlos. Joseph ist nicht
Gefäße mit Getreide und gaben ihr Silber da und Simeon ist nicht da und Benjamin
einem jeden Mann in seinen Sack zurück und wollet ihr nehmen. Dies alles kommt über
gaben ihnen Zehrung auf den Weg; und man mich. 1Mo.43/14; 2Sa.14/6,7.
tat ihnen also. 37. Und Ruben sprach zu seinem Vater und
26. Und sie hoben ihr Getreide auf ihre Esel sagte: Meine zwei Söhne sollst du töten, wenn
und gingen von dannen. ich ihn nicht zu dir herbringe; gib ihn auf
27. Und es öffnete einer seinen Sack, um meine Hand und ich bringe ihn dir zurück.
seinem Esel Futter zu geben in dem Nacht- 1Mo.46/9.
lager; und sah sein Silber und siehe es war in 38. Er aber sprach: Mein Sohn soll nicht
der Öffnung (Munde) seines Mantelsackes. mit euch hinabgehen; denn sein Bruder ist tot,
28. Und er sprach zu seinen Brüdern: Mein und er allein ist mir geblieben; und begegnet
Silber ist zurückgegeben, und siehe es ist auch ihm ein Unfall auf dem Wege, auf dem ihr
in meinem Mantelsack. Und es ging ihnen das gehet, so bringet ihr mein Greisenhaar mit
Herz aus, und erzitternd sprachen sie zuein- Gram in die Gruft (Hölle) hinab.
ander (der Mann zu seinem Bruder): Warum 1Mo.44/20,29f; 1Kö.2/9.
hat uns Gott das getan?
1Sa.17/32; Jer.4/9; Ne.6/16.
29. Und sie kamen zu Jakob, ihrem Vater,
ins Land Kanaan und sagten ihm alles an, was Kapitel 43
ihnen begegnet war, und sprachen:
30. Der Mann, der Herr des Landes, redete Joseph bewirtet seine Brüder.
uns hart an und gab uns für Kundschafter des
1. Und die Hungersnot war schwer im
Landes aus.
Lande.
31. Wir aber sagten zu ihm: Wir sind red-
2. Und es geschah, als sie das Getreide, das
lich, wir sind keine Kundschafter. 1Mo.42/7.
sie aus Ägypten gebracht, aufgezehrt (zu essen
32. Zwölf Brüder sind wir, Söhne unseres
vollendet) hatten, da sprach ihr Vater zu ihnen:
Vaters, einer ist nicht mehr und der Kleine
Gehet zurück und kaufet uns ein wenig zu
ist heute bei unserem Vater im Lande Kanaan.
essen.
1Mo.42/13; 44/28.
3. Und Judah sprach zu ihm und sagte: Der
33. Und der Mann, der Herr des Landes,

58
1.MOSE 43/4

Mann hat uns höchlich bezeugt (bezeugend ist es ein Versehen.


bezeugt) und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht 13. Und euren Bruder nehmet, und macht
nicht sehen, wofern nicht euer Bruder mit euch euch auf und kehrt zu dem Manne zurück.
ist. 1Mo.42/20; 44/23. 14. Und Gott Schaddai gebe euch Erbarmun-
4. Ist es nun, daß du unseren Bruder mit uns gen vor dem Manne, daß er euch entlasse
sendest, so wollen wir hinabgehen und dir euern andern Bruder und Benjamin; und ich,
Speise kaufen. sei ich denn kinderlos, wie ich kinderlos sein
5. Sendest du ihn aber nicht, so gehen wir soll! 1Mo.42/4,38; 2Mo.12/36; Ru.1/8.
nicht hinab; denn der Mann hat uns gesagt: 15. Und die Männer nahmen dieses Ge-
Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei schenk (Speiseopfer) und das Doppelte des
den euer Bruder mit euch. 1Mo.44/23. Silbers nahmen sie in ihre Hand, und Benja-
6. Und Israel sprach: Warum habt ihr so übel min, und sie machten sich auf und gingen
an mir getan, daß ihr dem Manne ansagtet, hinab nach Ägypten und standen vor Joseph.
ihr hättet noch einen Bruder? 16. Und Joseph sah Benjamin mit ihnen und
7. Und sie sprachen: Der Mann hat uns über sprach zu dem, der über sein Haus war: Bringe
uns und unsre Geburt gefragt und gesagt: Lebt die Männer herein ins Haus und schlachte
euer Vater noch? Habt ihr einen Bruder? Und (schlachtend schlachte) und bereite; denn die
wir sagten ihm an, gemäß diesen Worten (auf Männer sollen mit mir essen am Mittag.
dem Munde dieser Worte). Konnten wir 17. Und der Mann tat, wie Joseph sagte; und
irgendwie wissen (wissend wissen), daß er der Mann brachte die Männer herein in Jo-
sagen würde: Bringet euren Bruder herab? sephs Haus. 1Mo.44/2.
1Mo.42/7; 44/19,20. 18. Die Männer aber fürchteten sich, daß
8. Und Judah sprach zu Israel, seinem Vater: sie in Josephs Haus hereingebracht wurden
Sende den Jungen mit mir, und wir machen und sprachen: Wegen des Silbers (des Wortes),
uns auf und gehen, daß wir leben und nicht das im Anbeginn wieder in unsre Mantelsäcke
sterben, beides, wir und du und unsre Kindlein. zurückkam, werden wir hereingebracht, um
1Mo.42/2. es auf uns zu wälzen und über uns herzufallen
9. Ich verbürge mich für ihn, von meiner und uns zu Knechten zu nehmen und unsere
Hand sollst du ihn fordern (suchen). Wenn Esel. Hi.15/20; Weish.17/11.
ich ihn nicht zu dir herbringe und dir ihn vor 19. Und sie traten herzu zu dem Manne, der
das Angesicht stelle, so will ich alle Tage an über Josephs Haus war und redeten zu ihm
dir gesündigt haben. 1Mo.44/32. am Eingang des Hauses;
10. Denn hätten wir nicht gezaudert, schon 20. Und sprachen: Bitte, mein Herr, wir sind
diese zweimal wären wir zurückgekehrt. im Anbeginn herabgekommen (herabkommend
11. Und Israel, ihr Vater, sprach zu ihnen: herabgekommen), um Speise zu kaufen.
Wenn dem nun so ist, so tut es, nehmet von 21. Und es geschah, wie wir in das Nacht-
dem Gepriesenen des Landes in eure Gefäße, lager kamen und unsre Mantelsäcke öffneten,
und bringt dem Manne ein Geschenk (Speise- da siehe, da war eines jeden Mannes Silber
opfer) hinab, ein wenig Balsam und ein wenig in der Öffnung (Munde) seines Mantelsackes,
Honig und Harz und Stakte (Gewürz und unser Silber nach seinem Gewicht, und wir
Lodanum), Terebinthennüsse und Mandeln. bringen es hier in unserer Hand zurück.
1Mo.37/25. 1Mo.42/28,35.
12. Und an Silber nehmet das Doppelte in 22. Und anderes Silber brachten wir in
eure Hand, und das Silber, das in die Öffnung unsrer Hand herab, um Speise zu kaufen. Wir
(Mund) eurer Mantelsäcke zurückgegeben wissen nicht, wer unser Silber in unsre Man-
wurde, bringt zurück in eurer Hand, vielleicht telsäcke gelegt hat.

59
1.MOSE 43/23

23. Und er sprach: Friede sei mit euch! nach seiner Erstgeburt und der Jüngste nach
Fürchtet euch nicht: Euer Gott und der Gott seiner Jugend (nach seinem Jüngersein); und
eures Vaters hat euch etwas Verborgenes in die Männer verwunderten sich, jeder Mann
eure Mantelsäcke gegeben. Euer Silber ist mir zu seinem Genossen.
zugekommen; und er brachte Simeon zu ihnen 34. Und man hob Gerichte von seinem
heraus. 1Mo.31/29; 42/24. Angesichte weg vor sie hin, aber Benjamins
24. Und der Mann brachte die Männer Gericht war fünfmal mehr (5 Hände mehr)
herein in Josephs Haus, und gab Wasser und denn das Gericht von ihnen allen. Und sie
sie wuschen ihre Füße, und ihren Eseln gab tranken und wurden trunken mit ihm.
er Futter. 1Mo.18/4; 24/32; Luk.7/44. Hagg.1/6; Joh.2/10; 1Kor.11/21.
25. Und sie machten das Geschenk (Speise-
opfer) bereit bis Joseph am Mittag käme, denn
sie hatten gehört, daß sie das Brot da essen
sollten. 1Mo.31/54; Luk.14/1. Kapitel 44
26. Und Joseph kam nach Hause und sie
brachten ihm das Geschenk (Speiseopfer), das Josephs Brüder werden geängstigt.
in ihrer Hand war, herein ins Haus und sie
1. Und er gebot dem, der über sein Haus
beugten sich vor ihm nieder zur Erde.
war, und sprach: Fülle die Mantelsäcke der
1Mo.42/6.
Männer mit Speise, so viel sie tragen können,
27. Und er fragte nach ihrem Frieden (Wohl-
und eines jeden Mannes Silber lege in die
sein) und sprach: Und hat Frieden euer alter
Öffnung (den Mund) seines Mantelsackes.
Vater, von dem ihr gesagt? Lebt er noch?
1Mo.43/21.
1Mo.29/6.
2. Und meinen Kelch, den silbernen Kelch,
28. Und sie sagten: Dein Knecht, unser
lege in die Öffnung (den Mund) des Man-
Vater, hat Frieden (oder ist Wohl). Er lebt
telsackes des Kleinsten und das Geld für sein
noch. Und sie verneigten sich und beugten
Getreide; und er tat nach Josephs Wort, das
sich nieder. 1Mo.37/7.
er geredet. 1Mo.43/17.
29. Und er hob seine Augen auf und sah
3. Am Morgen ward es Licht, und die Män-
Benjamin, seinen Bruder, den Sohn seiner
ner wurden entsendet, sie und ihre Esel.
Mutter, und sprach: Ist dies euer kleiner
4. Sie gingen aus von der Stadt und waren
Bruder, von dem ihr mir gesprochen habt?
noch nicht ferne, da sprach Joseph zu dem,
Und er sprach: Gott sei dir gnädig, mein Sohn.
der über sein Haus war: Mache dich auf, setze
30. Und Joseph eilte; denn sein Erbarmen
den Männern nach, und wenn du sie erreichst,
erregte sich für seinen Bruder, und er suchte,
da sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit
wo er weinte; und er ging in die Kammer
Bösem vergolten? Ps.35/12; 38/21; Jer.18/20.
hinein und weinte daselbst. 1Kö.3/26.
5. Ist es nicht der, aus dem mein Herr trinkt,
31. Und er wusch sein Gesicht und kam
und aus dem er voraussagt (voraussagend
heraus, und hielt an sich und sprach: Setzet
voraussagt)? Ihr habt übel getan an dem, was
Brot auf.
ihr tatet.
32. Und sie legten ihm besonders vor, und
6. Und er erreichte sie und redete zu ihnen
ihnen besonders, und den Ägyptern, die mit
diese Worte.
ihm aßen, besonders; denn die Ägypter können
7. Und sie sprachen zu ihm: Warum redet
nicht Brot essen mit den Hebräern, weil dies
mein Herr solche Worte? Fern sei von deinen
den Ägyptern ein Greuel ist.
Knechten, nach diesem Worte zu tun.
1Mo.46/34; Da.1/8; 2Mo.8/26.
8. Siehe, das Silber, das wir in der Öffnung
33. Und sie saßen vor ihm, der Erstgeborene

60
1.MOSE 44/9

(den Mund) unsrer Mantelsäcke gefunden, 19. Mein Herr fragte seine Knechte und
haben wir dir aus dem Lande Kanaan zurück- sprach: Habt ihr einen Vater oder einen Bru-
gebracht. Und wie sollten wir aus dem Hause der? 1Mo.43/7f.
deines Herrn Silber oder Gold stehlen?1Mo.43/21 20. Und wir sagten zu meinem Herrn: Wir
9. Bei welchem von deinen Knechten es haben einen alten Vater und ein Kind seines
gefunden wird, der soll sterben; und auch wir Alters, den Kleinsten, und sein Bruder ist tot,
wollen meinem Herrn zu Knechten sein. und er ist allein übrig geblieben von seiner
1Mo.31/32. Mutter, und sein Vater liebt ihn. 1Mo.42/13.
10. Und er sprach: Es sei nun auch so nach 21. Und du sprachst zu deinen Knechten:
euren Worten! Der, bei dem er gefunden wird, Bringet ihn herab zu mir, daß ich mein Auge
der soll mein Knecht sein, ihr aber sollt un- auf ihn richte (setze).
gestraft sein. 22. Und wir sprachen zu meinem Herrn: Der
11. Und sie eilten und ließen jeder Mann Junge kann seinen Vater nicht verlassen; und
seinen Mantelsack auf die Erde herab und verläßt er seinen Vater, so stirbt dieser.
öffneten jeder Mann seinen Mantelsack. 23. Und du sprachst zu deinen Knechten:
12. Und er forschte nach, fing bei dem Wenn euer kleiner Bruder nicht mit euch
Größten an und hörte (vollendete) beim Klein- herabkommt, so sollt ihr nicht wieder mein
sten auf; und der Kelch fand sich in Benjamins Angesicht sehen.
Mantelsack. 24. Und es geschah, daß wir hinaufgingen
13. Und sie zerrissen ihre Gewänder, und zu deinem Knecht, meinem Vater, und sagten
jeder Mann belud seinen Esel und sie kehrten ihm an die Worte meines Herrn. 1Mo.42/15; 43/3,5.
nach der Stadt zurück. 1Mo.37/29,34. 25. Und unser Vater sprach: Kehret zurück,
14. Und Judah und seine Brüder kamen in kaufet uns ein wenig zu essen. 1Mo.43/2.
Josephs Haus und er war noch da, und sie 26. Wir aber sagten: Wir können nicht
fielen vor ihm zur Erde. 1Mo.37/7,9; 42/6. hinabgehen; wenn unser kleiner Bruder mit
15. Und Joseph sprach zu ihnen: Was ist uns ist, dann wollen wir hinabgehen; denn
das für eine Tat, die ihr getan? wußtet ihr wir können das Angesicht des Mannes nicht
nicht, daß ein Mann, wie ich, vorhersagen sehen, wenn unser kleiner Bruder nicht mit
(vorhersagend vorhersagen) kann? uns ist.
16. Und Judah sprach: Was sollen wir sagen 27. Und es sprach dein Knecht, mein Vater,
zu meinem Herrn, was sollen wir reden und zu uns: Ihr wisset, daß mein Weib, mir zwei
wie uns rechtfertigen? Gott hat gefunden die geboren hat.
Missetat deiner Knechte. Siehe, wir sind 28. Und der eine ist von mir hinausgegan-
Knechte meinem Herrn, sowohl wir als er, in gen, und ich sprach: Gewiß, er ist zerfleischt
dessen Hand der Kelch gefunden worden. (zerfleischend ist zerfleischt), und ich hab ihn
1Mo.42/21; Klg.1/14. nicht gesehen bisher. 1Mo.37/33.
17. Und er sprach: Ferne sei von mir, sol- 29. Und nehmet ihr auch diesen von meinem
ches zu tun. Der Mann, in dessen Hand der Angesicht, und begegnet ihm ein Unfall, dann
Kelch gefunden worden, der soll mein Knecht bringet ihr mein Greisenhaar durch Übel in
sein. Und ihr, gehet ihr im Frieden hinauf zu die Gruft (Hölle) hinab. 1Mo.42/38; 37/35.
eurem Vater! 30. Und nun, wenn ich zu deinem Knecht,
18. Und Judah trat her zu ihm und sprach: meinem Vater, komme, und der Junge ist nicht
Bitte, mein Herr, laß doch deinen Knecht ein mit uns - und seine Seele ist mit dessen Seele
Wort reden in den Ohren meines Herrn, und verbunden - 1Mo.44/22.
es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen 31. So wird es geschehen, wenn er sieht,
Knecht; denn du bist wie Pharao. daß der Junge nicht da ist, daß er stirbt. Und

61
1.MOSE 44/32

es werden deine Knechte das Greisenhaar 6. Denn diese zwei Jahre war Hungersnot
deines Knechtes, unseres Vaters, mit Gram inmitten des Landes; und noch sind es fünf
in die Gruft (Hölle) bringen. 1Kö.2/9. Jahre, in denen kein Pflügen und Ernten sein
32. Denn dein Knecht hat sich verbürgt für wird.
den Jungen bei meinem Vater und gesagt: 7. Und Gott hat mich vor euch hergesandt,
Wenn ich ihn nicht zu dir hereinbringe, so will um euch seinen Überrest zu setzen auf Erden,
ich alle Tage gegen meinen Vater gesündigt und euch das Leben zu erhalten, zu einer
haben. 1Mo.43/9. großen Errettung (einem großen Entkommen).
33. Und nun laß deinen Knecht anstatt des 8. Und nun seid nicht ihr es, die mich hier-
Jungen als Knecht meinem Herrn bleiben her gesandt, sondern Gott. Und Er hat mich
(sitzen), und den Jungen mit seinen Brüdern dem Pharao zum Vater, und seinem ganzen
hinaufgehen. Hause zum Herrn, und zum Herrscher im
34. Denn wie sollte ich zu meinem Vater ganzen Land Ägypten gesetzt.
hinaufgehen, ohne daß der Junge bei mir ist? 1Mo.50/20; Apg.4/28; Ri.17/10; 2Kö.6/21.
Ich müßte nur das Böse sehen, das meinen 9. Eilet und gehet hinauf zu meinem Vater
Vater trifft (findet). und saget ihm: Also spricht dein Sohn Joseph:
Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten
gesetzt; komm herab zu mir, bleib nicht ste-
Kapitel 45 hen! 1Mo.41/43; Apg.7/14.
10. Und du sollst im Lande Gosen wohnen
Joseph gibt sich seinen Brüdern (sitzen) und mir nahe sein, du und deine Söhne
zu erkennen. und die Söhne deiner Söhne, und dein Klein-
vieh und deine Rinder, und alles, was dein ist.
1. Und Joseph vermochte nicht an sich zu
1Mo.46/28.
halten vor allen, die bei ihm standen (gestellt
11. Und ich will dich da versorgen; denn
waren) und rief: Lasset jeden Mann hinaus-
noch sind fünf Hungerjahre, auf daß du nicht
gehen von mir! Und es stand kein Mann bei
verkommest, du und dein Haus und alles, was
ihm, als Joseph sich seinen Brüdern zu erken-
dein ist.
nen gab. 1Mo.42/7; 43/31; Sir.4/18f.
12. Und siehe, eure Augen sehen es, und
2. Und seine Stimme brach (er gab) in
die Augen meines Bruders Benjamin, daß es
Weinen aus, und es hörten es die Ägypter und
mein Mund ist, der zu euch redet. 1Mo.42/23.
das Haus Pharaos hörte es.
13. Und saget an meinem Vater alle meine
3. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern:
Herrlichkeit in Ägypten und alles, was ihr
Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Aber
gesehen habt, und eilet und bringt meinen
seine Brüder vermochten nicht ihm zu ant-
Vater hier herab.
worten; denn sie waren bestürzt vor seinem
14. Und er fiel seinem Bruder Benjamin um
Angesicht.
den Hals und weinte, und Benjamin weinte
4. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern:
an seinem Hals. 1Mo.33/4; 46/29; 2Mo.4/27.
Tretet doch her zu mir; und sie traten herzu.
15. Und er küßte alle seine Brüder und
Und er sprach: Ich bin Joseph, euer Bruder,
weinte über ihnen, und nachher redeten seine
ich, den ihr nach Ägypten verkauft habt.
Brüder mit ihm.
5. Nun aber laßt es euch nicht schmerzen,
16. Und ihre Stimme ward gehört im Hause
und laßt es nicht entbrennen in euren Augen,
Pharaos, und man sagte: Josephs Brüder sind
daß ihr mich hierher verkauft habt; denn um
gekommen. Und es war gut in den Augen
am Leben zu erhalten, hat mich Gott vor euch
Pharaos und in den Augen seiner Knechte.
hergesandt. 1Mo.50/20; Ps.105/17.
1Mo.41/37; Apg.7/13.

62
1.MOSE 45/17

17. Und Pharao sprach zu Joseph: Sag Sohn Joseph lebt noch. Ich will gehen und ihn
deinen Brüdern: Das tut, ladet euren Lasttieren sehen, bevor ich sterbe. 1Mo.46/30.
auf und gehet, kommt nach dem Lande Ka-
naan.
18. Und nehmet euren Vater und eure Häu-
ser, und kommet zu mir, und ich will euch das Kapitel 46
Gute des Landes Ägypten geben, und ihr sollt
essen das Fett des Landes. Jakob zieht nach Ägypten.
1. Und Israel brach auf und alles, was er
1Mo.47/6; 5Mo.32/13,14.
19. Und du sollst ihnen gebieten: Dies tut,
hatte, und kam nach Beerscheba, und opferte
nehmet euch vom Lande Ägypten Wagen für
dem Gotte seines Vaters Isaak Opfer.
eure Kindlein und für eure Weiber, und bringet
1Mo.15/13; 26/23,24; 2Mo.1/1; Jos.24/4; Ps.105/23.
(traget) euren Vater und kommet.
2. Und Gott sprach zu Israel in Gesichten
20. Und lasset eure Augen euer Geräte nicht
(im Sehen) der Nacht, und Er sprach: Jakob,
schonen; denn das Gut vom ganzen Lande
Jakob! Und er sprach: Hier bin ich (siehe
Ägypten ist euer. 1Sa.9/20.
mich). 1Mo.15/1; 31/11.
21. Und die Söhne Israels taten so, und
3. Und Er sprach: Ich bin der Gott, der Gott
Joseph gab ihnen Wagen nach Pharaos Aus-
deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägyp-
spruch (Munde), und gab ihnen Zehrung auf
ten hinabzugehen; denn ich will dich dort zu
den Weg.
einer großen Völkerschaft setzen.
22. Ihnen allen gab er, einem jeden Mann,
1Mo.35/11,12; 48/4; 5Mo.26/5; Jud.5/8.
Gewänder zum Wechseln; dem Benjamin aber
4. Ich werde mit dir hinabgehen nach Ägyp-
gab er dreihundert Silberlinge und fünf Ge-
ten und dich auch heraufkommen (herauf-
wänder zum Wechseln. Ri.14/12,19.
bringend heraufbringen) lassen, und Joseph
23. Seinem Vater aber schickte er wie folgt:
wird seine Hand auf deine Augen legen.
Zehn Esel, tragend vom Guten Ägyptens, und
1Mo.28/15; 50/1.
zehn Eselinnen, tragend Getreide und Brot
5. Und Jakob machte sich auf von Beer-
und Lebensmittel für seinen Vater auf den
scheba, und die Söhne Israels hoben ihren
Weg.
Vater Jakob, ihre Kindlein und ihre Weiber
24. Und er entsandte seine Brüder und sie
auf in die Wagen, die Pharao gesandt, ihn zu
gingen, und er sprach zu ihnen: Zanket nicht
fahren (erheben).
(erreget euch nicht) auf dem Wege.
6. Und sie nahmen ihre Viehherden und ihre
1Mo.13/8; 42/22.
Habe, die sie im Lande Kanaan gewonnen
25. Sie aber gingen hinauf von Ägypten und
hatten und kamen nach Ägypten, Jakob und
kamen ins Land Kanaan zu Jakob, ihrem
all sein Same mit ihm.
Vater;
7. Seine Söhne und seiner Söhne Söhne mit
26. Und sie sagten es ihm an und sprachen:
ihm, seine Töchter und seiner Söhne Töchter,
Joseph lebt noch und er herrscht im ganzen
und all seinen Samen brachte er mit sich nach
Land Ägypten; aber sein Herz erstarrte, denn
Ägypten.
er glaubte ihnen nicht. 1Mo.41/41; Luk.24/41.
8. Und dies sind die Namen der Söhne
27. Und sie redeten zu ihm alle Worte
Israels, die nach Ägypten kamen, Jakobs und
Josephs, die er zu ihnen geredet hatte. Und
seiner Söhne: der Erstgeborene Jakobs: Ruben.
er sah die Wagen, die Joseph sandte, um ihn
2Mo.1/1f.
hinzufahren, und der Geist ihres Vaters Jakob
9. Und die Söhne Rubens waren: Chanoch
lebte auf.
und Phallu und Chezron und Karmi. 2Mo.6/14.
28. Und Israel sprach: Das ist viel! Mein

63
1.MOSE 46/10

10. Und die Söhne Simeons: Jemuel und 26. Alle Seelen, die mit Jakob nach Ägypten
Jamin und Ohad und Jachin und Zochar und kamen, die aus seinen Hüften hervorgingen,
Schaul, der Sohn einer Kanaaniterin. 2Mo.6/15. außer den Weibern der Söhne Jakobs, waren
11. Und die Söhne Levis: Gerschon und es alle Seelen, sechsundsechzig.
Kohath und Merari. 2Mo.6/16. 27. Und die Söhne Josephs, die ihm in
12. Und die Söhne Judahs: Er und Onan und Ägypten geboren wurden, waren zwei Seelen.
Schelah und Pherez und Serach; Er und Onan Alle Seelen vom Hause Jakobs, die nach
aber waren gestorben im Lande Kanaan; und Ägypten kamen, waren siebzig.2Mo.1/5; 5Mo.10/22.
die Söhne des Pherez waren Chezron und 28. Und den Judah sandte er vor sich hin
Chamul. 1Mo.38/3,4,29,30; 1Ch.2/3,5; Ru.4/18; Matth.1/3. an Joseph, vor ihm her zu weisen nach Go-
13. Und die Söhne Isaschars: Thola und schen; und sie kamen nach dem Lande Go-
Phuvah und Job und Schimron. 1Ch.8/1. schen.
14. Und die Söhne Sebulons: Sered und Elon 29. Und Joseph spannte (band) seinen Streit-
und Jachleel. 4Mo.26/26. wagen an und ging hinauf, seinem Vater Israel
15. Dies sind die Söhne der Leah, die sie entgegen nach Goschen. Und als er sich ihm
dem Jakob in Padan Aram gebar, und Dinah, zeigte, da fiel er ihm um den Hals und weinte
seine Tochter. Alle Seelen seiner Söhne und lange (noch) an seinem Hals. 2Mo.4/27.
seiner Töchter waren dreiundreißig. 30. Und Israel sprach zu Joseph: Nunmehr
16. Und die Söhne Gads: Ziphjon und (diesmal) will ich sterben, nachdem ich dein
Chaggi, Schuni und Ezbon, Eri und Arodi und Angesicht gesehen, daß du noch lebst.
Areli. 4Mo.26/15f. 1Mo.45/28; Luk.2/29.
17. Und die Söhne Aschers: Jimnah und 31. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern
Jischvah und Jischvi und Berijah und Serach, und zu dem Haus seines Vaters: Ich will
ihre Schwester, und die Söhne Berijahs: hinaufgehen und Pharao ansagen, und ich will
Cheber und Malchiel. 1Ch.8/30,31. zu ihm sagen: Meine Brüder und das Haus
18. Dies sind die Söhne Silpahs, die Laban meines Vaters, die im Lande Kanaan waren,
seiner Tochter Leah gab. Und sie gebar diese sind zu mir gekommen. 1Mo.47/1.
dem Jakob, sechszehn Seelen. 32. Und die Männer sind Hirten des Klein-
19. Die Söhne von Rachel, Jakobs Weib, viehs; denn sie sind Männer der Viehherden
waren Joseph und Benjamin. und haben ihr Kleinvieh und ihre Rinder und
20. Und dem Joseph wurden geboren in alles, was sie haben, hergebracht.
Ägyptenland, die Asenath, die Tochter Poti- 33. Und wenn es geschieht, daß Pharao euch
pheras, des Priesters von Ohn, ihm gebar, ruft und sagt: Was ist euer Tun?
Menascheh und Ephraim. 1Mo.41/50f. 34. Dann saget: Männer der Viehherden sind
21. Und die Söhne Benjamins waren: Bela deine Knechte gewesen von unsrer Jugend
und Becher und Aschbel, Gera und Naaman, auf und bis jetzt, sowohl wir als unsre Väter;
Echi und Rosch, Muppim und Chuppim und auf daß ihr wohnen (sitzen) möget im Lande
Arde. 1Ch.8/6; 9/1. Goschen; denn alle, die Kleinvieh weiden, sind
22. Dies sind die Söhne Rachels, die dem den Ägyptern ein Greuel.
Jakob geboren wurden, alle Seelen, vierzehn. 1Mo.43/32; 47/6.
23. Und die Söhne Dans: Chuschim.
24. Und die Söhne Naphthalis waren: Jach-
zeel und Guni und Jezer und Schillem. 1Ch.8/13.
25. Dies sind die Söhne Bilhahs, die Laban
seiner Tochter Rachel gab. Und sie gebar sie
dem Jakob, alle Seelen, sieben.

64
1.MOSE 47/1

Tagen ihrer Wanderungen. 1Mo.5/3f; 2Mo.6/4;


Ps.39/13; 90/10; Hi.9/25; Heb.11/13f.
Kapitel 47 10. Und Jakob segnete den Pharao, und ging
hinaus von Pharao.
Jakob wohnt in Goschen. 11. Joseph aber ließ seinen Vater und seine
Brüder wohnen und gab ihnen Eigentum im
1. Und Joseph kam und sagte es Pharao an
Lande Ägypten, im Besten des Landes, im
und sprach: Mein Vater und meine Brüder und
Lande Raamses, wie Pharao geboten hatte.
ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was
2Mo.12/37.
sie haben, sind aus dem Lande Kanaan ge-
12. Und Joseph versorgte seinen Vater und
kommen; und siehe, sie sind im Lande Go-
seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters
schen. Apg.7/14,15.
mit Brot nach dem Munde der Kindlein.
2. Und aus der Zahl (und vom Ende) seiner
1Mo.50/20; Sir.49/17.
Brüder nahm er fünf Männer und stellte sie
13. Und es war kein Brot im ganzen Lande;
vor Pharao. Heb.2/11.
denn die Hungersnot war sehr schwer, und
3. Und Pharao sprach zu seinen Brüdern:
das Land Ägypten und das Land Kanaan
Was ist euer Tun? Und sie sprachen zu Pharao:
schmachteten (waren erschöpft) vor Hunger.
Hirten des Kleinviehs sind deine Knechte,
14. Und Joseph sammelte (las zusammen)
sowohl wir, als auch unsre Väter. 1Mo.46/33,34.
alles Silber, das sich im Lande Ägypten und
4. Und sie sprachen zu Pharao: Um uns
im Lande Kanaan fand, für das Getreide, das
aufzuhalten im Lande, sind wir gekommen,
sie kauften, und Joseph brachte das Silber
weil keine Weide ist für das Kleinvieh, das
herein in das Haus Pharaos.
deine Knechte haben; denn die Hungersnot
15. Und das Silber vom Lande Ägypten und
ist schwer im Lande Kanaan; und nun möchten
vom Lande Kanaan war ganz aus, da kamen
deine Knechte im Lande Gosen wohnen
alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Gib uns
(sitzen).
Brot! Warum sollen wir sterben vor dir, weil
5. Und Pharao sprach zu Joseph und sagte:
das Silber zu Ende ist? 1Mo.47/19.
Dein Vater und deine Brüder sind zu dir
16. Und Joseph sprach: Gebt eure Viehher-
gekommen.
den, und ich will es euch für eure Viehherden
6. Das Land Ägypten, das ist vor dir. Laß
geben, wenn das Silber zu Ende ist!
deinen Vater und deine Brüder im Besten des
17. Und sie brachten ihre Viehherden zu
Landes wohnen (sitzen). Sie mögen wohnen
Joseph und Joseph gab ihnen Brot für die
(sitzen) im Lande Goschen. Und wenn du
Pferde und für die Viehherden von Kleinvieh
weißt, daß tüchtige Männer unter ihnen sind,
und für die Viehherden von Rindern und für
so setze sie als Oberste über die Viehherden,
die Esel, und er versorgte (leitete) sie in
die ich habe. 1Mo.34/10; 45/18.
diesem Jahr mit Brot für all ihre Viehherden.
7. Und Joseph brachte Jakob, seinen Vater,
18. Und dieses Jahr war ganz aus, und sie
und stellte ihn (ließ ihn stehen) vor Pharao;
kamen im zweiten Jahr zu ihm und sprachen
und Jakob segnete Pharao. Heb.7/7.
zu ihm: Wir wollen es vor dem Herrn nicht
8. Und Pharao sprach zu Jakob: Wieviel
verhehlen, daß unser Silber ganz aus ist, und
sind die Tage deiner Lebensjahre?
das Besitztum des Viehs unsres Herrn ist, und
9. Und Jakob sprach zu Pharao: Die Tage
uns vor dem Herrn nichts bleibt, als unser Leib
der Jahre meiner Wanderungen sind hundert-
und unser Boden.
dreißig Jahre. Wenig und böse waren die Tage
19. Warum sollten wir vor deinen Augen
meiner Lebensjahre, und reichen nicht an die
sterben, so wir, wie unser Boden. Kaufe uns
Tage der Lebensjahre meiner Väter in den
und unseren Boden für das Brot, dann wollen

65
1.MOSE 47/20

wir und unser Boden dem Pharao Knechte hundert Jahre).


sein, und gib Samen, daß wir leben und nicht 29. Und die Tage Israels nahten, daß er
sterben und der Boden nicht wüste werde. sterben sollte, und er rief seinen Sohn Joseph
1Mo.47/15; 3Mo.25/39f. und sprach zu ihm: Wenn ich Gnade gefunden
20. Und Joseph kaufte allen Boden Ägyptens in deinen Augen, so lege doch deine Hand
für Pharao; denn die Ägypter verkauften jeder unter meine Hüfte und tue mir die Barmherzig-
Mann sein Feld, weil die Hungersnot stark keit und Wahrheit, daß du mich doch nicht
war über ihnen, und das Land wurde des in Ägypten begrabest. 1Mo.24/2; 50/5.
Pharao. 30. Und laß mich liegen bei meinen Vätern,
21. Und das Volk ließ er hinziehen nach und trage mich hinauf aus Ägypten und begra-
den Städten vom Ende der Grenze Ägyptens be mich in ihrem Grabe. Und er sprach: Ich
und bis zu seinem Ende. will tun nach deinem Worte. 1Mo.23/20; 49/29.
22. Nur den Boden der Priester kaufte er 31. Und er sprach: Schwöre mir! und er
nicht; denn die Priester hatten von Pharao ihr schwur ihm. Und Israel verbeugte sich über
Bestimmtes (Satzung), und sie aßen ihr Be- das Haupt seines Bettes. Heb.11/21.
stimmtes (Satzung), das ihnen Pharao gegeben
hatte, deshalb verkauften sie ihren Boden
nicht.
23. Und Joseph sprach zu dem Volke: Siehe, Kapitel 48
ich habe euch und euern Boden heute für
Pharao gekauft. Da ist Samen für euch und Jakob wird krank.
besäet den Boden. Er segnet seine Enkel, Josephs Söhne.
24. Und von dem Ertrage sollet ihr den
1. Und es geschah nach diesen Dingen
Fünften an Pharao geben, und vier Teile
(Worten), daß man Joseph sagte: Siehe, dein
(Hände) sollen euer sein für den Samen des
Vater ist krank. Und er nahm seine zwei Söhne
Feldes und zu eurer Speise und derer, so in
Menascheh und Ephraim mit sich.
euern Häusern sind, und für eure Kindlein zum
2. Und man sagte dem Jakob an und sprach:
Essen.
Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und
25. Und sie sprachen: Du hast uns das Leben
Israel machte sich stark und setzte sich im
erhalten. Wir haben Gnade in den Augen des
Bette.
Herrn gefunden; und wir wollen Knechte sein
3. Und Jakob sprach zu Joseph: Der Gott
dem Pharao.
Schaddai erschien mir in Lus im Lande Kanaan
26. Und Joseph setzte dies zur Satzung ein
und segnete mich; 1Mo.28/12f; 35/9.
bis auf diesen Tag über den Boden Ägyptens,
4. Und Er sprach zu mir: Siehe, Ich mache
dem Pharao den Fünften zu geben. Nur der
dich fruchtbar und mehre dich und mache
Boden der Priester allein ward nicht des
(gebe) dich zu einem Haufen (einer Versamm-
Pharaos.
lung) von Völkern, und gebe dieses Land
27. Und Israel wohnte (saß) im Lande
deinem Samen nach dir zu ewigem Eigentum.
Ägypten, im Lande Goschen; und sie hatten
1Mo.35/11.
dort Eigentum, und waren fruchtbar und
5. Und nun, deine zwei Söhne, die dir im
mehrten sich sehr. 1Mo.46/3; 48/4; 2Mo.1/7,12; 32/13;
Lande Ägypten geboren wurden, bis ich zu
Ps.105/24.
dir kam nach Ägypten, sind mein. Ephraim
28. Und Jakob lebte im Lande Ägypten
und Menascheh, wie Ruben und Simeon sollen
siebzehn Jahre; und die Tage Jakobs, seiner
sie mir sein. Jos.14/4.
Lebensjahre waren hundertsiebenundvierzig
6. Aber deine Erzeugten, die du nach ihnen
Jahre (sieben Jahre und vierzig Jahre und

66
1.MOSE 48/7

zeugst, die sollen dein sein. Nach dem Namen Hand seines Vaters, um sie vom Haupte
ihrer Brüder sollen sie genannt werden in Ephraims wegzunehmen auf Menaschehs
ihrem Erbteil. Haupt.
7. Und ich, als ich aus Padan kam, starb mir 18. Und Joseph sprach zu seinem Vater:
Rachel im Lande Kanaan auf dem Wege, da Nicht also, mein Vater, denn dieser ist der
noch eine Strecke Landes war, bis man nach Erstgeborene. Lege deine Rechte auf sein
Ephratah kommt, und ich begrub sie daselbst Haupt.
im Wege Ephrath, das ist Bethlehem. 1Mo.35/19. 19. Sein Vater aber weigerte sich und
8. Und Israel sah die Söhne Josephs und sprach: Ich weiß es, mein Sohn, ich weiß es.
sprach: Wer sind diese? Auch er wird zu einem Volke werden, und
9. Und Joseph sprach zu seinem Vater: auch er wird groß werden; und gleichwohl
Meine Söhne sind es, die mir Gott hier gege- wird sein kleiner Bruder größer werden, denn
ben hat. Und er sprach: Bring sie mir doch er; und sein Same wird eine Fülle von Völker-
her, daß ich sie segne. 1Mo.33/5. schaften sein. 4Mo.1/32f.
10. Und Israels Augen waren schwer vor 20. Und er segnete sie an diesem Tag und
Alter, so daß er nicht sehen konnte, und er ließ sprach: Mit dir soll Israel segnen und spre-
sie herzutreten zu ihm, und er küßte und chen: Gott setze dich wie Ephraim und wie
umarmte sie. Menascheh; und er setzte Ephraim vor Men-
11. Und Israel sprach zu Joseph: Ich meinte ascheh. 5Mo.33/10.
nicht, dein Angesicht zu sehen, und siehe, Gott 21. Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich
ließ mich auch deinen Samen sehen. sterbe, und Gott wird mit euch sein und euch
12. Und Joseph ließ sie herauskommen von zurückbringen zum Lande eurer Väter.1Mo.50/24.
seinen Knien und verbeugte sich mit dem 22. Und ich gebe dir einen Anteil (eine
Antlitz zur Erde. Schulter - hebr. Schechem) über deine Brüder,
13. Und Joseph nahm sie beide, Ephraim denn ich aus der Hand der Amoriter mit mei-
mit seiner Rechten zur Linken Israels, und nem Schwert und meinem Bogen genommen
Menascheh mit seiner Linken zur Rechten habe. Joh.4/5.
Israels, und ließ sie zu ihm herzutreten.
14. Und Israel streckte seine Rechte aus und
legte sie auf das Haupt Ephraims, und der war
der Jüngere, und seine Linke auf das Haupt Kapitel 49
Menaschehs, indem er seine Hände kreuzte,
denn Menascheh war der Erstgeborene. Jer.31/9. Jakobs Segen, Abschied und Tod.
15. Und er segnete Joseph und sprach: Der
1. Und Jakob rief seine Söhne und sprach:
Gott, vor Dem meine Väter wandelten, Abra-
Versammelt euch, und ich sage euch an, was
ham und Isaak, der Gott, Der mich weidete,
euch in späteren Tagen begegnen wird. 5Mo.33/1.
seit ich bin, bis auf diesen Tag;1Mo.32/9; Heb.11/21.
2. Kommet zusammen und höret, ihr Söhne
16. Der Engel, Der mich erlöset hat von
Jakobs, und höret auf Israel, euern Vater.
allem Übel, segne die Jungen und mein Name
Ps.34/12.
werde in ihnen genannt, und der Name meiner
3. Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine
Väter Abraham und Isaak, und sie sollen
Kraft und der Anfang meiner Vollkraft, her-
zunehmen zu einer Menge inmitten des Lan-
vorragend an Erhabenheit und hervorragend
des. 1Mo.31/11,13; 32/24f; 2Sa.4/9; 2Ti.4/18.
an Stärke! 1Mo.29/32; 5Mo.21/17.
17. Und Joseph sah, daß sein Vater seine
4. Leicht (leichtfertig) wie Wasser sollst du
rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, und
nicht hervorragen; denn du hast deines Vaters
es war böse in seinen Augen, und er hielt die

67
1.MOSE 49/5

Lager bestiegen, da hast du es entweiht. Auf zinsbarer Knecht. 5Mo.20/11.


meine Lagerstätte (meine Streue) ist er hin- 16. Dan wird rechten für sein Volk, als einer
aufgestiegen. 1Mo.35/22; Hi.24/18; 1Ch.6/1,2. der Stämme Israels. Ri.13/2f.
5. Simeon und Levi sind Brüder; Werkzeuge 17. Dan wird eine Schlange am Wege und
der Gewalttat sind ihre Dolche. eine Pfeilschlange auf dem Pfade sein, die das
6. In ihr Geheimnis gehe nicht ein, meine Pferd in die Fersen beißt, so daß sein Reiter
Seele, mit ihrer Versammlung vereine dich Rücklings fällt. 5Mo.33/32.
nicht, meine Herrlichkeit; denn in ihrem Zorn 18. Auf dein Heil hoffe ich, Jehovah!
erwürgten sie einen Mann, und in ihrem Wohl- Ps.119/81,123,166,174.
gefallen lähmten sie einen Ochsen. 19. Gad werden Scharen verwüsten (zu-
1Mo.34/25. sammenschlagen), aber er verwundet (sie
7. Verflucht sei ihr Zorn, denn er ist stark verwüstet) die Ferse. 5Mo.33/20.
und ihr Wüten, denn es ist hart. Ich werde sie 20. Fett ist das Brot, das von Ascher kommt,
verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel. und Wonnen des Königs gibt er. 5Mo.33/24.
Jos.19/1; 21/3f. 21. Naphthali ist eine losgelassene Hindin;
8. Judah bist du; es werden dich lobpreisen er gibt zierliche Reden. Ri.5/1,4,6.
deine Brüder; deine Hand soll sein am Nacken 22. Der Sohn einer Fruchtbaren ist Joseph,
deiner Feinde; es werden sich vor dir nie- der Sohn einer Fruchtbaren an der Quelle,
derbeugen die Söhne deines Vaters. einer Tochter, die auf der Mauer einherschrei-
4Mo.2/3f; Ri.1/1,2; 10/14; Heb.7/14. tet.
9. Das Junge eines Löwen ist Judah; vom 23. Es erbittern ihn und schießen und grollen
Zerfleischten, mein Sohn, kommst du herauf. ihm die Meister der Pfeile.
Er hat sich gebeugt und sich gelagert, wie der 24. Aber sie wird sitzen in der Tüchtigkeit
Löwe, wie ein gealterter Löwe! Wer will seines Bogens; und gestärkt werden die Arme
machen, daß er stehe? 1Ch.6/2; 4Mo.23/24. seiner Hände von den Händen des Gewaltigen
10. Nicht weggenommen wird von Judah Jakobs. Von dort her ist der Hirte, der Stein
das Zepter, noch der Gesetzgeber von zwi- Israels. 1Mo.33/20.
schen seinen Füßen, bis daß Schiloh kommt; 25. Von dem Gott deines Vaters, Der dir
und ihm wird der Gehorsam der Völker. beistehen und mit Schaddai, Der dich segnen
1Mo.18/18; Ri.1/1,2; Ps.60/9; 98/2,3; 117/1; Ez.21/27; 1Ch.29/4. wird mit Segnungen des Himmels von oben,
11. Er bindet an den Weinstock sein Esels- mit Segnungen des Abgrundes, der unten
füllen, und an die Edelrebe den Sohn seiner lagert, mit Segnungen der Brüste und des
Eselin. Er wäscht im Weine seinen Anzug und Mutterschoßes.
im Blut der Weinbeeren seinen Mantel (Schlei- 26. Die Segnungen deines Vaters werden
er). 5Mo.32/14. mächtiger sein, als die Segnungen meiner
12. Tiefrot sind seine Augen vom Wein, und Erzeuger, bis zum Sehnen der Hügel des
die Zähne sind weiß von Milch. Zeitlaufs, sie werden sein auf Josephs Haupt
13. Sebulon wird wohnen am Hafen (Ge- und auf den Scheitel des Nasirs unter seinen
stade) der Meere, an dem Hafen (Gestade) Brüdern. 4Mo.6/2; Klg.4/7.
der Schiffe und seine Seite (Hüfte) über Sidon. 27. Benjamin ist ein Wolf, der zerfleischt
5Mo.33/19; Jos.19/10f. am Morgen, den Raub frißt und am Abend
14. Isaschar ist ein knochiger Esel, der sich die Beute verteilt. Ri.20/25.
zwischen den Bürden lagert. 2Mo.33/18; Ri.5/15. 28. Das sind alle die zwölf Stämme Israels,
15. Und er sieht die Ruhe, daß sie gut, und und das ist, was ihr Vater zu ihnen redete. Und
das Land, daß es lieblich sei, und neigt seine er segnete sie; jeden Mann gemäß seinem
Schulter zum Lasttragen; und er wird ein Segen segnete er sie. Sir.44/26.

68
1.MOSE 49/29

29. Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: mich hinaufgehen und meinen Vater begraben
Ich werde zu meinem Volke versammelt. und zurückkehren. 1Mo.47/29f.
Begrabet mich bei meinen Vätern in der 6. Und Pharao sprach: Gehe hinauf und
Höhle, die im Felde Ephrons, des Chethiters, begrabe deinen Vater, wie er dich hat schwö-
ist. 1Mo.23/19,20; 25/8. ren lassen.
30. In der Höhle, die im Felde Machpelah 7. Und Joseph ging hinauf, seinen Vater zu
ist, bei dem Angesichte Mamres, im Lande begraben; und es gingen mit ihm hinauf alle
Kanaan, welches Abraham mit dem Felde von Knechte Pharaos, die Ältesten seines Hauses
Ephron, dem Chethiter gekauft für ein Grabei- und alle Ältesten vom Lande Ägypten.
gentum. 1Mo.23/16; 50/13. 8. Und das ganze Haus Josephs und seine
31. Dorthin begruben sie Abraham und Brüder und das Haus seines Vaters. Nur ihre
Sarah, sein Weib; dorthin begruben sie Isaak Kindlein und ihr Kleinvieh und ihre Rinder
und Rebekah, sein Weib, und dorthin begrub ließen sie im Lande Goschen.
ich Leah. 1Mo.25/9; 23/19; 35/29. 9. Und es gingen auch mit ihm hinauf Streit-
32. Das Feld und die Höhle darin sind ein wagen und auch Reiter, und es war ein sehr
Ankauf von den Söhnen Cheths. großes (schweres) Lager.
33. Und Jakob vollendete seinen Söhnen 10. Und sie kamen zur Tenne Atad, die am
zu gebieten, und er zog seine Füße zusammen Übergang des Jordans ist, und sie klagten
(versammelte) in das Bett und verschied, und daselbst eine große und sehr schwere Klage,
ward zu seinen Völkern versammelt. 1Mo.48/2. und Joseph stellte (machte) um seinen Vater
eine Trauer von sieben Tagen an.
11. Und der Einwohner des Landes, der
Kanaaniter, sah die Trauer auf der Tenne Atad
Kapitel 50 und sie sagten: Das ist eine schwere Trauer
der Ägypter; deshalb nannte man den Namen
Jakobs Begräbnis. Josephs Tod. Abel Mizraim, am Übergang des Jordans.
12. Und seine Söhne taten ihm wie er ihnen
1. Und es fiel Joseph auf das Angesicht
geboten hatte.
seines Vaters und er weinte über ihm und
13. Und seine Söhne trugen ihn nach dem
küßte ihn. 1Mo.46/4.
Lande Kanaan, und begruben ihn in der Höhle
2. Und Joseph gebot seinen Knechten, den
des Feldes Machpelah, die Abraham samt dem
Ärzten, seinen Vater einzubalsamieren, und
Felde zu einem Grabeigentum gekauft hatte
die Ärzte balsamierten Israel ein.
von dem Chethiter Ephron, Mamre gegenüber
3. Und es wurden ihm erfüllt vierzig Tage;
(neben dem Angesichte Mamres).
denn so werden die Tage der Einbalsamierten
14. Und Joseph kehrte zurück nach Ägypten,
erfüllt; und die Ägypter beweinten ihn siebzig
er und seine Brüder und alle, die mit ihm
Tage.
heraufgezogen, um seinen Vater zu begraben,
4. Und die Tage des Beweinens gingen
nachdem er seinen Vater begraben hatte.
vorüber, und Joseph redete zu dem Hause
15. Und die Brüder Josephs sahen, daß ihr
Pharaos und sagte: Wenn ich nun Gnade in
Vater tot war und sie sprachen: Joseph grollt
euern Augen gefunden, so redet doch vor den
uns vielleicht und gibt uns zurück (zurück-
Ohren Pharaos und saget:
gehend gibt er zurück) all das Böse, das wir
5. Mein Vater hat mich schwören lassen und
ihm angetan haben.
gesagt: Siehe, ich sterbe, du aber begrabe
16. Und sie entboten dem Joseph und sagten:
mich, dort in meinem Grabe, das ich mir im
Dein Vater hat vor seinem Tode geboten und
Lande Kanaan gegraben habe, und nun laß
gesagt:

69
1.MOSE 50/17

17. So sollt ihr sagen zu Joseph: Verzeihe lebte hundertzehn Jahre.


doch die Übertretung deiner Brüder und ihre 23. Und Joseph sah von Ephraim Söhne bis
Sünde; denn Böses haben sie dir angetan; und ins dritte Glied, auch die Söhne von Machir,
nun verzeihe doch die Übertretung der Knech- dem Sohne Menaschehs wurden auf Josephs
te des Gottes deines Vaters. Und Joseph Knien geboren. 1Mo.30/3; 4Mo.32/39.
weinte, als sie zu ihm redeten. 24. Und Joseph sprach zu seinen Brüdern:
18. Und seine Brüder gingen auch und fielen Ich sterbe, und Gott wird euch gewißlich
vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind heimsuchen (wird heimsuchend heimsuchen)
dir Knechte. und euch hinaufbringen aus diesem Lande zum
19. Und Joseph sprach zu ihnen: Fürchtet Lande, das Er Abraham, Isaak und Jakob
euch nicht. Bin ich denn an Gottes Statt? geschworen hat. 1Mo.15/18; Heb.11/22.
20. Ihr gedachtet über mir Böses, Gott aber 25. Und Joseph ließ die Söhne Israels
gedachte es zum Guten, um zu tun wie es an schwören und sprach: Gewißlich wird Gott
diesem Tage ist, daß Er viel Volks am Leben euch heimsuchen (wird heimsuchend heimsu-
erhalte. 1Mo.45/5; 47/12,25; Apg.4/27,28. chen), und ihr sollt meine Gebeine von da
21. Und nun fürchtet euch nicht: Ich werde hinaufbringen. 2Mo.13/19; Jos.24/32.
euch versorgen, euch und eure Kindlein; und 26. Und Joseph starb in einem Alter von
er tröstete sie und redete zu ihrem Herzen. hundertzehn Jahren (ein Sohn von 110 Jahren),
Jes.40/2; Hos.2/23. und sie balsamierten ihn ein; und er ward in
22. Und Joseph wohnte (saß) in Ägypten, eine Lade gelegt in Ägypten. Jos.24/32.
er und das Haus seines Vaters. Und Joseph

Zweites Buch Mose


Kapitel 1 und zeugten sich fort (wimmelten) und mehr-
ten sich und wurden sehr sehr zahlreich, und
Dienstbarkeit der Israeliten in Ägypten. das Land ward angefüllt von ihnen.
1. Und dies sind die Namen der Söhne
1Mo.47/27; Apg.7/17.
8. Und es stand ein neuer König über Ägyp-
Israels, die mit Jakob nach Ägypten kamen.
ten auf, der Joseph nicht kannte.
Ein Mann und sein Haus kamen sie.
Ri.2/10; Apg.7/17,18.
1Mo.46/8f; 35/23f; 1Ch.2/1.
9. Und er sprach zu seinem Volke: Siehe,
2. Ruben, Simeon, Levi und Judah.
das Volk der Söhne Israels wird mehr und
3. Isaschar, Sebulon und Benjamin.
zahlreicher denn wir.
4. Dan und Naphthali, Gad und Ascher.
10. Wohlan (gebet), lasset uns weislich
5. Und es waren alle Seelen, die aus Jakobs
handeln gegen dasselbe, daß es nicht sich
Hüfte hervorgegangen, siebzig Seelen. Joseph
mehre und wenn uns Krieg begegne, sich auch
aber war in Ägypten. 1Mo.46/26,27.
zu unseren Hassern hinzutue, und wider uns
6. Und Joseph starb und alle seine Brüder
streite und aus dem Lande hinaufziehe.
und selbiges ganze Geschlecht. 1Mo.50/26.
Ps.105/25; Apg.7/19.
7. Und die Söhne Israels waren fruchtbar
11. Und sie setzten Oberste der Fröner über

70
2.MOSE 1/12

dasselbe, um es durch Lasten zu bedrücken;


und es baute dem Pharao die Vorratsstädte Kapitel 2
Pithon und Raamses. 1Mo.15/13; 41/35; 47/11.
12. Aber je mehr sie es bedrückten, desto Moses Geburt, Erziehung, Flucht,
mehr vermehrte es sich und brach es hervor, Heirat.
so daß ihnen die Söhne Israels zum Überdrusse
1. Und ein Mann vom Hause Levi ging hin
wurden.
und nahm eine Tochter Levi.
13. Und die Ägypter hielten die Söhne
2Mo.6/20; 4Mo.26/59; 1Ch.24/13.
Israels zum Dienst an mit Strenge.
2. Und das Weib empfing und gebar einen
1Mo.15/13; 3Mo.25/43f; 5Mo.26/6.
Sohn; und sie sah ihn, daß er gut war, und
14. Und verbitterten ihnen ihr Leben mit
verbarg ihn drei Monate.
hartem Dienst in Lehm und Ziegeln und in
2Mo.7/7; Apg.7/20; Hebr.11/23.
allerlei Dienst auf dem Feld, nebst all ihren
3. Und sie vermochte ihn nicht länger zu
Diensten, zu denen sie mit Strenge sie dienst-
verbergen, und nahm ihm ein Kästlein von
bar machten.
Binsen und verklebte es mit Erdharz und Pech,
15. Und der König Ägyptens sprach zu den
und legte das Kind hinein und legte es in das
Wehmüttern der Hebräerinnen, wovon der
Schilf am Ufer des Stroms.
Name der einen war Schiphrah, und der Name
4. Und seine Schwester stellte sich von
der andern Puah.
ferne, um zu erfahren, was mit ihm werden
16. Und er sprach: Wenn ihr die Hebräe-
würde. 2Mo.15/20; 4Mo.26/59.
rinnen entbindet und sie auf den Geburts-
5. Und Pharaos Tochter kam herab an den
stühlen sehet, wenn es ein Sohn ist, so tötet
Strom, um zu baden, und ihre Mädchen gingen
ihn, ist es aber eine Tochter, so mag sie leben.
am Rande des Stromes; und sie sah das Käst-
17. Die Wehmütter aber fürchteten Gott und
lein mitten im Schilf und sandte ihre Magd
taten nicht wie der König von Ägypten zu
und ließ es holen.
ihnen geredet hatte und ließen die Knaben am
6. Und sie öffnete es und sah das Kind, und
Leben. Apg.5/29.
siehe, der Junge weinte, und sie bemitleidete
18. Und der König von Ägypten rief die
ihn und sprach: Es ist eines von den Kindern
Wehmütter und sprach zu ihnen: Warum habt
der Hebräer.
ihr so (dies Wort) getan und die Knaben am
7. Und seine Schwester sprach zu der Toch-
Leben gelassen?
ter Pharaos: Soll ich gehen und dir ein säugen-
19. Die Wehmütter aber sprachen zu Pharao:
des Weib rufen von den Hebräerinnen, daß
Weil die Hebräerinnen nicht sind wie die
sie dir das Kind säuge?
ägyptischen Weiber; denn sie sind lebhaft,
8. Und die Tochter Pharaos sprach zu ihr:
ehe die Wehmutter zu ihnen kommt, da haben
Geh hin! Und die Jungfrau (Maid) ging und
sie geboren.
rief die Mutter des Kindes.
20. Und Gott tat den Wehmüttern Gutes;
9. Und die Tochter Pharaos sprach zu ihr:
und das Volk mehrte sich und ward sehr
Nimm dieses Kind und säuge mir es und ich
zahlreich.
will dir deinen Lohn geben. Und das Weib
21. Und es geschah, weil die Wehmütter
nahm das Kind und säugte es.
Gott fürchteten, so machte er ihnen Häuser.
10. Und das Kind ward groß und sie brachte
1Sa.2/35; 2Sa.7/11; Ru.4/11.
ihn zur Tochter des Pharao und er ward ihr
22. Und Pharao gebot all seinem Volk und
zum Sohn, und sie nannte seinen Namen Mose;
sprach: Jeglichen Sohn, der geboren wird,
und sprach: Weil aus dem Wasser ich ihn habe
werfet in den Strom, jede Tochter aber lasset
gezogen. Jes.63/11; Apg.7/21.
leben. Apg.7/19.

71
2.MOSE 2/11

11. Und es geschah in jenen Tagen, als Mose seinen Namen Gerschom; denn er sprach: Ich
war groß geworden, daß er hinausging zu war ein Fremdling in einem auswärtigen
seinen Brüdern und ihre Lasten sah. Und er Lande.
sah, wie ein ägyptischer Mann einen hebräi- 23. Und es geschah nach vielen Tagen, daß
schen Mann von seinen Brüdern schlug. der König von Ägypten starb. Und die Söhne
Apg.7/23; Hebr.11/24,25. Israels seufzten über ihre Knechtschaft und
12. Und er wandte sich hin und her und sah, schrien und ihr Geschrei stieg auf zu Gott ob
daß kein Mann da war, und schlug den Ägyp- der Knechtschaft.
ter und verbarg (legte ihn hohlings) ihn im 24. Und Gott hörte ihr Stöhnen und Gott
Sande. gedachte seines Bundes mit Abraham, mit
13. Und er ging am zweiten Tag aus und Isaak und mit Jakob. 1Mo.15/18; 3Mo.26/42; Luk.1/72.
siehe, zwei hebräische Männer zankten sich. 25. Und Gott sah die Söhne Israels und Gott
Und er sprach zu dem, der Unrecht hatte: wußte es. Ps.86/17.
Warum schlägst du deinen Genossen? Apg.7/26f.
14. Und er sprach: Wer hat dich zum Manne,
der Oberste und Richter über uns gesetzt?
Sprichst du so, um mich auch zu erwürgen, Kapitel 3
wie du den Ägypter erwürgt hast? Und Mose
fürchtete sich und sprach: So ist also die Sache Moses Berufung.
(das Wort) bekannt geworden! Apg.7/35.
1. Und Mose weidete das Kleinvieh Jethros,
15. Und Pharao hörte diese Sache (diese
seines Schwähers, des Priesters von Midian,
Worte) und er suchte den Mose zu erwürgen.
und führte das Kleinvieh hinter die Wüste und
Mose aber entfloh vor Pharao und wohnte
kam zum Berge Gottes Horeb.
(saß) im Lande Midian; und er wohnte (saß)
2Mo.3/12; 4/27; 17/6; 18/5; Ps.77/21; 78/70f; 1Kö.19/8.
bei einem Brunnen. Apg.7/29; Hebr.11/27.
2. Und es erschien ihm der Engel Jehovahs
16. Und der Priester Midians hatte sieben
in der Flamme des Feuers mitten aus dem
Töchter. Und sie kamen und schöpften und
Dornbusch; und er sah hin und siehe, der
füllten die Rinnen, um das Kleinvieh ihres
Dornbusch brannte mit Feuer; und der Dorn-
Vaters zu tränken. 2Mo.4/18; 18/12.
busch ward doch nicht verzehrt (aufgefressen).
17. Und die Hirten kamen und trieben sie
5Mo.33/16; Apg.7/30.
fort. Und Mose erhob sich und half ihnen und
3. Und Mose sprach: Ich will doch ablenken
tränkte ihr Kleinvieh. 2Mo.3/1; 1Mo.29/10.
und sehen dies große Gesicht, warum der
18. Und sie kamen zu ihrem Vater Reuel
Dornbusch nicht brennt.
und er sprach: Warum kommet ihr heute so
4. Und Jehovah sah, daß er ablenkte zu
eilig nach Hause? 2Mo.3/1.
sehen und Gott rief ihm mitten aus dem Dorn-
19. Und sie sagten: Ein ägyptischer Mann
busche und sprach: Mose! Mose! Und er
rettete uns aus der Hand der Hirten und hat
sprach: Hier bin ich (siehe mich)!
uns auch geschöpft und das Kleinvieh ge-
2Mo.3/2; 1Mo.22/11; 31/11.
tränkt.
5. Und Er sprach: Nahe dich nicht hierher!
20. Und er sprach zu seinen Töchtern: Und
Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn
wo ist er? Warum habt ihr den Mann zurückge-
der Ort, auf dem du stehst, ist Boden der
lassen? Ruft ihm, daß er Brot esse. 1Mo.43/25.
Heiligkeit! 2Mo.3/3,6; 1Mo.28/17; Jos.5/15.
21. Und Mose war willens, bei dem Manne
6. Und sagte: Ich bin der Gott deines Vaters,
zu wohnen (sitzen); und er gab dem Mose
der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der
seine Tochter Zipporah. 2Mo.18/2; 4Mo.12/1.
Gott Jakobs. Und Mose verbarg sein Ange-
22. Und sie gebar einen Sohn und er nannte

72
2.MOSE 3/7

sicht; denn er fürchtete sich, auf Gott zu Geschlecht des Geschlechts.


blicken. 2Mo.33/20; Jes.6/2; Luk.20/37; Matth.22/32. 2Mo.6/2,6; Ps.135/13; Jes.42/8.
7. Und Jehovah sprach: Ich habe das Elend 16. Geh und versammle die Ältesten Israels
Meines Volkes in Ägypten gesehen und ihr und sprich zu ihnen: Jehovah, der Gott eurer
Schreien gehört ob ihren Fronvögten; denn Väter ist mir erschienen, der Gott Abrahams,
Ich kenne seine Schmerzen. 2Mo.2/25; 5/6; Ne.9/9. Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe
8. Und Ich bin herabgestiegen, es aus der euch heimgesucht (heimsuchend heimgesucht)
Hand der Ägypter zu erretten, und es aus und was euch in Ägyptenland getan worden
diesem Lande heraufzuführen in ein Land, gut ist.
und weit, in ein Land, das von Milch und 17. Und Ich sage: Ich werde euch aus dem
Honig fließt, zum Orte der Kanaaniter und Elende Ägyptens in das Land der Kanaaniter
Chethiter und Amoriter und Pherisiter und und Chethiter und Amoriter und Pherisiter und
Chiviter und Jebusiter. 1Mo.11/5; 4Mo.33/3; 5Mo.8/7f; Chiviter und Jebusiter in ein Land herauf-
Ri.14/8; 1Sa.14/25,26; Hi.20/17. bringen, das von Milch und Honig fließt.
9. Und nun siehe, das Geschrei, der Söhne 18. Und hören sie auf deine Stimme, dann
Israels ist zu Mir gekommen und Ich habe auch gehst du und die Ältesten Israels zum Könige
den Druck gesehen, wie die Ägypter sie unter- von Ägypten, und ihr saget ihm: Jehovah, der
drücken. Gott der Hebräer, ist uns begegnet, und nun
10. Und nun, gehe hin, und Ich sende dich laß uns doch drei Tagreisen (einen Weg von
zu Pharao; und bringe Mein Volk, die Söhne drei Tagen) in die Wüste ziehen, daß wir
Israels aus Ägypten heraus. Jehovah, unserem Gotte, opfern. 2Mo.5/3.
Jos.24/5; Ps.105/26; Apg.7/34. 19. Und Ich weiß, daß euch der König von
11. Und Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, Ägypten nicht wird ziehen lassen, auch nicht
daß ich zu Pharao ginge und die Söhne Israels durch starke Hand. 2Mo.6/1; 5Mo.31/21.
aus Ägypten brächte? 2Mo.2/12; 4/10; 1Kor.1/27. 20. Und Ich werde Meine Hand ausstrecken
12. Und Er sprach: Weil Ich mit dir sein und Ägypten schlagen mit allen Meinen Wun-
werde; und dies soll das Zeichen sein, daß Ich dern, die Ich in seiner Mitte tun werde; und
dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus danach wird er euch entlassen.
Ägypten herausgebracht, werdet ihr an diesem 21. Und Ich werde diesem Volke Gnade in
Berge Gott dienen. 2Mo.19/20; 24/4f; 5Mo.13/1,2; den Augen der Ägypter geben, und es wird
Ri.6/16; Jos.1/5; 1Sa.2/34; Ne.9/13. geschehen, daß wenn ihr gehet, ihr nicht leer
13. Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn gehet.
ich zu den Söhnen Israels komme und ihnen 22. Und ein jegliches Weib soll sich von
sage: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin
gesandt und sie zu mir sagen: Welches ist Sein Gefäße von Silber und Gefäße von Gold und
Name, was soll ich zu ihnen sagen? 1Mo.32/29. Gewänder erbeten (umfragen), und ihr sollet
14. Und Gott sprach zu Mose: Ich bin, der sie auf eure Söhne und auf eure Töchter legen
Ich bin; und Er sprach: So sollst du zu den und den Ägyptern entreißen.
Söhnen Israels sprechen: Der Ich bin hat mich 2Mo.11/2,3; 12/35,36; 1Mo.31/9; Matth.25/28-30;
zu euch gesandt. 5Mo.4/35; Jes.41/4; Ez.12/25; Offb.1/4,8. Mark.4/25; 2Sa.8/10-12; Jes.23/18; Mi.4/13.
15. Und weiter sprach Gott zu Mose: So
sollst du zu den Söhnen Israels sprechen:
Jehovah, der Gott eurer Väter, der Gott Abra-
hams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat
mich zu euch gesandt. Das ist Mein Name in
Ewigkeit, und das ist Mein Gedächtnis zum

73
2.MOSE 4/1

werden. 2Mo.7/17f.
Kapitel 4 10. Und Mose sprach zu Jehovah: Ach, Herr,
ich bin kein Mann von Worten, weder gestern,
Mose zieht nach Ägypten. noch ehegestern, noch seit Du mit deinem
Knechte redest; denn ich bin schwer von Mund
1. Und Mose antwortete und sprach: Aber
und schwer von Zunge.
siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht
2Mo.6/12,30; Jer.1/6; Apg.7/22.
auf meine Stimme hören; denn sie werden
11. Und Jehovah sprach zu ihm: Wer macht
sagen: Jehovah ist dir nicht erschienen.
des Menschen Mund? Oder wer macht stumm
2Mo.14/31.
oder taub oder sehend oder blind? Bin nicht
2. Und Jehovah sprach zu ihm: Was hast
Ich es, Jehovah? Ps.94/9.
du in deiner Hand? Und er sprach: Einen Stab.
12. Und nun gehe und Ich will mit deinem
3. Und Er sprach: Wirf ihn zur Erde. Und
Munde sein und dich unterweisen, was du
er warf ihn zur Erde; und er ward zu einer
reden sollst. Jes.51/16; Matth.10/19; Luk.21/15.
Schlange und Mose floh vor ihr. 2Mo.7/10.
13. Und er sprach: Ach, Herr sende doch,
4. Und Jehovah sprach zu Mose: Strecke
durch wessen Hand du senden willst.
deine Hand aus und ergreife sie beim
14. Und es entbrannte der Zorn Jehovahs
Schwanz. Und er streckte seine Hand aus und
wider Moses und Er sprach: Ist nicht Aharon,
faßte sie fest; und sie ward zum Stab in seiner
der Levite, dein Bruder? Ich weiß, daß er
Hand:
reden kann. Und siehe, er geht auch aus dir
5. Auf daß sie glauben, daß Jehovah, der
entgegen, und wird dich sehen und fröhlich
Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott
sein in seinem Herzen. 2Mo.4/27.
Isaaks und der Gott Jakobs, dir erschienen ist.
15. Und du sollst zu ihm reden und die
2Mo.3/6,15,16.
Worte in seinen Mund legen und Ich will mit
6. Und Jehovah sprach weiter zu ihm:
deinem Munde und mit seinem Munde sein
Strecke (bringe herein) doch deine Hand in
und euch unterweisen, was ihr tun sollt.
deinen Busen. Und er streckte (brachte herein)
5Mo.18/18; Jer.1/9.
seine Hand in seinen Busen und zog sie heraus
16. Und er soll für dich zum Volke reden,
und siehe! seine Hand war aussätzig, wie
und es wird geschehen, daß er dein Mund ist
Schnee. 4Mo.12/10; 2Kö.5/27.
und du ihm der Gott bist. 2Mo.7/1,2.
7. Und Er sprach: Steck (bringe) deine Hand
17. Und diesen Stab nimm in deine Hand,
zurück in deinen Busen. Und er steckte (brach-
mit ihm sollst du die Zeichen tun.
te) seine Hand zurück in seinen Busen und
18. Und Mose ging und kehrte zu Jethro,
zog sie heraus aus seinem Busen, und siehe!
seinem Schwäher zurück und sprach zu ihm:
sie ward wieder (zurückgebracht) wie sein
Laß mich doch gehen, und zu meinen Brüdern,
Fleisch.
die in Ägypten sind, zurückkehren, auf daß
8. Und es soll geschehen, wenn sie dir nicht
ich sehe, ob sie noch leben. Und Jethro sprach
glauben, noch auf die Stimme des ersten
zu Mose: Gehe hin im Frieden.
Zeichens hören, so werden sie der Stimme des
2Mo.3/1; 18/1; 1Kö.11/21f.
nachfolgenden Zeichens glauben.
19. Und Jehovah sprach zu Mose in Midian:
9. Und es soll geschehen, wenn sie auch
Gehe, kehre zurück nach Ägypten; denn
diesen zwei Zeichen nicht glauben, noch auf
gestorben sind alle die Männer, die dir nach
deine Stimme hören, dann nimm von dem
deiner Seele trachteten. 2Mo.2/15; Matth.2/20.
Wasser des Stromes und gieß es auf das
20. Und Mose nahm sein Weib und seine
Trockene, so wird das Wasser, das du aus dem
Söhne und ließ sie auf dem Esel reiten, und
Strom genommen, auf dem Trockenen zu Blut
kehrte nach Ägyptenland zurück, und Mose

74
2.MOSE 4/21

nahm den Stab Gottes in seine Hand.


2Mo.17/9; 18/2f; Jes.10/24,26. Kapitel 5
21. Und Jehovah sprach zu Mose: Wenn
du gehst, um nach Ägypten zurückzukehren, Mose wird abgewiesen
so siehe zu, daß du alle Wahrzeichen, die Ich und das Volk noch mehr bedrängt.
in deine Hand gelegt habe, vor Pharao tust.
1. Und danach kamen Mose und Aharon
Ich aber werde sein Herz bestärken, daß er
und sprachen zu Pharao: So spricht Jehovah,
das Volk nicht entläßt.
der Gott Israels: Entlasse Mein Volk, daß sie
2Mo.3/19; 7/3; 8/28; 14/4; 2.Th.2/11.
Mir ein Fest feiern in der Wüste. 2Mo.7/16.
22. Und du sollst zu Pharao sprechen: Also
2. Und Pharao sprach: Wer ist der Jehovah,
spricht Jehovah: Mein Sohn, Mein Erstgebore-
auf Dessen Stimme ich hören soll, Israel zu
ner, ist Israel. Hos.11/1; Jer.31/9; Sir.36/12; Weish.18/13.
entlassen? Ich kenne den Jehovah nicht und
23. Und Ich sage dir: Entlasse Meinen Sohn,
entlasse auch Israel nicht. 2Mo.18/11; Da.3/15.
auf daß er Mir diene. Weigerst du dich aber,
3. Und sie sprachen: Der Gott der Hebräer
ihn zu entlassen, siehe, so erwürge Ich deinen
ist uns begegnet. Laß uns doch einen Weg von
Sohn, deinen Erstgeborenen. 2Mo.11/5; 12/29.
drei Tagreisen (Tagen) in die Wüste ziehen,
24. Und es geschah auf dem Wege in dem
daß wir Jehovah, unserem Gott, opfern, auf
Nachtlager, daß Jehovah auf ihn traf und
daß Er nicht mit Pest oder dem Schwerte auf
trachtete ihn zu töten.
uns stoße. 2Mo.3/18.
25. Und Zipporah nahm einen Stein und
4. Und der König von Ägypten sprach zu
beschnitt die Vorhaut ihres Sohnes und ließ
ihnen: Warum wollt ihr, Mose und Aharon,
sie seine Füße berühren und sprach: Ein Bräu-
das Volk von seinen Werken abwendig ma-
tigam des Blutes bist du mir. Jos.5/2; 1.Makk.1/61.
chen? Geht an eure Lasten!
26. Und Er ließ von ihm ab; da sagte sie:
5. Und Pharao sprach: Siehe, viel ist schon
Ein Bräutigam des Blutes um der Beschnei-
des Volkes im Lande und ihr wollt sie von
dung willen.
ihren Lasten feiern lassen? 2Mo.1/7,11f.
27. Und Jehovah sprach zu Aharon: Geh
6. Und an jenem Tage gebot Pharao den
Mose entgegen nach der Wüste. Und er ging
Fronvögten im Volk und seinen Vorstehern,
und traf ihn auf dem Berge Gottes und küßte
und sprach: 2Mo.3/7.
ihn. 2Mo.3/1; 1Mo.33/4.
7. Gebet nicht ferner Stroh dem Volke zum
28. Und Mose sagte dem Aharon an alle
Ziegelmachen, wie gestern und ehegestern.
Worte Jehovahs, womit Er ihn gesendet und
Lasset sie gehen und selber sich Stroh zu-
alle Zeichen, die Er ihm geboten.
sammenstoppeln.
29. Und Mose und Aharon gingen und sie
8. Und das Maß der Ziegel, die sie gestern
versammelten alle Ältesten der Söhne Israels.
und ehegestern machten, leget ihnen auf,
2Mo.3/16.
nehmet nichts weg davon. Lässig sind sie,
30. Und Aharon redete alle die Worte, die
deshalb schreien sie und sagen: Lasset uns
Jehovah zu Mose geredet hatte, und tat die
gehen, daß wir unserem Gotte opfern.
Zeichen vor den Augen des Volkes.
9. Schwer sei der Dienst auf den Männern,
31. Und das Volk glaubte; und sie hörten,
und lasset sie ihn tun und nicht nach lügenhaf-
daß Jehovah die Söhne Israels heimgesucht
ten Worten schauen.
und ihr Elend gesehen; und sie verneigten und
10. Und die Fronvögte des Volkes und seine
sie verbeugten sich. 2Mo.14/31; Luk.8/13.
Vorsteher gingen hinaus und sprachen zu dem
Volk und sagten: So spricht Pharao: Ich gebe
euch kein Stroh. 2Mo.5/1.

75
2.MOSE 5/11

11. Gehet selber und nehmet euch Stroh, übel getan? Warum hast Du mich denn ge-
wo ihr es findet. Doch vom Dienst wird euch sandt? 2Mo.3/19; 4/21.
nichts abgezogen. 23. Und seitdem ich zu Pharao gekommen
12. Und das Volk zerstreute sich im ganzen bin, um in Deinem Namen zu reden, hat er
Land Ägypten, um Stoppeln für das Stroh diesem Volke Böses getan, und Du hast Dein
zusammenzutragen (zu stoppeln). Volk nicht errettet. 2Mo.3/7,8.
13. Und die Fronvögte trieben sie an und
sprachen: Vollendet euer Werk, das Tagewerk
(das Werk des Tages) an seinem Tage, wie,
da ihr Stroh hattet. Kapitel 6
14. Und die Vorsteher der Söhne Israels,
welche die Fronvögte Pharaos über sie gesetzt, Neue Verheißung.
wurden geschlagen, indem man sagte: Warum Moses Geschlechtsregister.
habt ihr nicht vollendet eure Satzung Ziegel
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Nun sollst
zu machen wie gestern und ehegestern, weder
du sehen, was Ich dem Pharao tun werde. Denn
gestern noch heute?
durch starke Hand soll er sie entlassen, und
15. Und die Vorsteher der Söhne Israels
durch starke Hand sie aus seinem Lande
kamen und schrien vor Pharao und sprachen:
forttreiben. 2Mo.3/19,20; 11/1; 12/33.
Warum tust du also deinen Knechten?
2. Und Gott redet zu Mose und sprach zu
16. Stroh wird deinen Knechten keines
ihm: Ich bin Jehovah. 2Mo.7/8; 20/2.
gegeben, und sie sagen uns: Ihr habet Ziegel
3. Und bin Abraham, Isaak und Jakob als
zu machen, und siehe, deine Knechte schlägt
Gott Schaddai erschienen, aber bei Meinem
man, und dein Volk hat gesündigt.
Namen Jehovah wurde Ich ihnen nicht be-
2Mo.9/27; 1Kö.1/21.
kannt. 2Mo.3/14f; 1Mo.17/1; 35/11; 4/26; 14/22f.
17. Und er sprach: Lässig seid ihr, lässig,
4. Und habe auch Meinen Bund mit ihnen
deshalb sprecht ihr: Lasset uns gehen und dem
aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben,
Jehovah opfern.
das Land ihrer Wanderungen, in dem sie
18. Und nun gehet und dienet; und Stroh
Fremdlinge waren. 2Mo.14/12f; 1Mo.17/1,8; 4/26; 26/3.
wird euch keines gegeben; aber euer Maß
5. Und Ich habe das Stöhnen der Söhne
Ziegel habt ihr zu geben.
Israels gehört, welche die Ägypter knechten,
19. Und die Vorsteher der Söhne Israels
und gedenke Meines Bundes. 2Mo.2/24; Luk.1/72f.
sahen, daß sie übel daran waren; denn man
6. Darum sprich zu den Söhnen Israels: Ich
sagte: Ihr dürfet von euern Ziegeln nichts
bin Jehovah, und Ich bringe euch von den
ablassen, vom Tagewerk (Werk des Tages)
Lasten der Ägypter heraus und errette euch
an seinem Tage.
aus ihrer Knechtschaft, mit ausgestrecktem
20. Und sie stießen auf Mose und Aharon,
Arm und mit großen Gerichten will Ich euch
die sich ihnen gegenüberstellten, als sie von
erlösen. 2Mo.7/5f.
Pharao herauskamen;
7. Und Ich nehme euch Mir zum Volk und
21. Und sie sprachen zu ihnen: Jehovah sehe
werde euch Gott sein, und ihr sollt wissen,
auf euch und richte. Ihr habt unseren Geruch
daß Ich Jehovah, euer Gott bin, Der euch von
stinkend gemacht in den Augen Pharaos und
den Lasten Ägyptens herausgebracht,
in den Augen seiner Knechte, um ihnen das
2Mo.6/29; 7/5,17; 2Kö.6/16f.
Schwert in die Hand zu geben, uns zu erwür-
8. Und bringe euch zu dem Land, das Ich
gen. 2Mo.4/1; 1Mo.34/30; 1Sa.13/4; Jud.7/13.
dem Abraham, Isaak und Jakob zu geben
22. Und Mose kehrte zu Jehovah zurück
Meine Hand aufhob, und euch nun zum
und sprach: Herr, warum hast Du diesem Volk

76
2.MOSE 6/9

erblichen Besitztum gebe; Ich bin Jehovah. Aharon und Mose; und die Jahre des Lebens
1Mo.12/7f; 14/22; 22/16; 5Mo.32/40; Ez.47/14. Amrams waren hundertsiebenunddreißig Jahre.
9. Und Mose redete so mit den Söhnen 2Mo.2/1; 1Ch.24/13.
Israels; aber sie hörten vor Ungeduld des 21. Und die Söhne Jizhars waren Korach
Geistes und harter Knechtschaft nicht auf und Nepheg und Sichri. 4Mo.16/1.
Mose. 22. Und die Söhne Ussiels: Mischael und
10. Und Jehovah redete mit Mose und Elzaphan und Sithri. 3Mo.10/4.
sprach: 23. Und Aharon nahm Elischeba, Tochter
11. Gehe hinein, rede zu Pharao, dem Kö- Aminadabs, Schwester des Nachasson, sich
nige Ägyptens, und er soll die Söhne Israels zum Weibe und sie gebar ihm Nadab und
aus seinem Land entlassen. Abihu, Eleasar und Ithamar. 2Mo.28/1; 4Mo.1/7.
12. Und Mose redete vor Jehovah und 24. Und die Söhne Korachs: Assir und
sprach: Siehe, die Söhne Israels hörten nicht Elkanah und Abiasaph. Das sind die Familien
auf mich; und wie sollte Pharao auf mich der Korachiten. 1Ch.7/22; 10/19.
hören? und ich bin unbeschnitten an Lippen. 25. Und Eleasar, Sohn Aharons, nahm sich
2Mo.6/30; 4,10; Jes.6/5; Jer.6/10; 9/26. eine von Putiels Töchtern zum Weibe, und
13. Und Jehovah redete zu Mose und zu sie gebar ihm Pinechas. Dies sind die Häupter
Aharon und gebot ihnen an die Söhne Israels der Väter der Leviten nach ihren Familien.
und an Pharao, den König von Ägypten, die 4Mo.25/7.
Söhne Israels aus Ägyptenland herauszubrin- 26. Das ist Aharon und Mose, zu denen
gen. 2Mo.6/28f. Jehovah sprach: Bringet Israels Söhne heraus
14. Das sind die Häupter des Hauses ihrer aus dem Lande Ägypten nach ihren Heer-
Väter: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen scharen. 2Mo.12/51.
Israels: Chanoch und Pallu, Chezron und 27. Sie sind es, die zu Pharao, dem Könige
Karmi. Das sind die Familien Rubens. von Ägypten, redeten, daß sie möchten die
1Mo.46/8,9; 4Mo.26/5f; 1Ch.6/3. Söhne Israels aus Ägypten herausbringen, das
15. Und die Söhne Simeons: Jemuel und ist Moses und Aharon.
Jamin und Ohad und Jachin und Zochar und 28. Und es geschah an dem Tage, da Jeho-
Schaul, der Sohn der Kanaaniterin. Dies die vah zu Mose redete im Lande Ägypten,
Familien Simeons. 1Mo.46/10; 1Ch.4/24. 29. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
16. Und das sind die Namen der Söhne Levis Ich bin Jehovah! Rede zu Pharao, Ägyptens
nach ihren Geschlechtern: Gerschon und König, alles, was Ich zu dir rede.
Kohath und Merari, und die Jahre des Lebens 2Mo.7/5,17.
Levis waren hundertsiebenunddreißig Jahre. 30. Und Mose sprach vor Jehovah: Siehe,
1Mo.46/11; 4Mo.3/17; 1Ch.7/1. ich bin unbeschnitten an Lippen, und wie wird
17. Die Söhne Gerschons sind Libni und Pharao auf mich hören? 2Mo.6/12; 4/10; Jer.1/6.
Schimei nach ihren Familien. 1Ch.7/17.
18. Und die Söhne Kohaths: Amram und
Jizhar und Chebron und Ussiel, und die Jahre
des Lebens Kohaths sind hundertdreiund- Kapitel 7
dreißig Jahre. 1Ch.7/18.
19. Und die Söhne Meraris sind Machli und Erstes Wunder. Wasser wird Blut.
Muschi. Dies die Familien Levis nach ihren
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Siehe,
Geschlechtern. 4Mo.26/57; 1Ch.7/19; 24/21.
Ich habe dich zum Gott für Pharao gegeben,
20. Und Amram nahm sich seine Muhme
und Aharon, dein Bruder, soll dein Prophet
Jochebed zum Weibe, und sie gebar ihm

77
2.MOSE 7/2

sein. 2Mo.4/16; Jer.1/10. hatte.


2. Du sollst alles reden, was Ich dir gebiete 14. Und Jehovah sprach zu Mose: Schwer
und dein Bruder Aharon soll reden zu Pharao, ist Pharaos Herz; er weigert sich, das Volk
auf daß er die Söhne Israels aus seinem Lande zu entlassen.
entlasse. 2Mo.4/15; 8/11. 15. Gehe zu Pharao am Morgen! Siehe, er
3. Und Ich will verhärten Pharaos Herz, und geht aus an das Wasser, und stelle dich ihm
viel machen Meiner Zeichen und Meiner entgegen am Ufer (an der Lippe) des Stromes,
Wahrzeichen in Ägyptenland.2Mo.13/22; 8/11,15,28; und nimm den Stab, der in eine Schlange
9/7,34; 1Sa.6/6; Rö.9/22,23. verwandelt worden, in deine Hand.
4. Und Pharao wird nicht auf euch hören; 16. Und sprich zu ihm: Jehovah, der Gott
aber Ich werde Meine Hand auf die Ägypter der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und
legen (geben) und durch große Gerichte Meine spricht: Entlaß Mein Volk, daß sie Mir dienen
Heerscharen, Mein Volk, die Söhne Israels in der Wüste! Und siehe, du hast bis jetzt nicht
aus Ägyptenland herausbringen. darauf gehört.
2Mo.8/11,15; 12/41; Jos.5/14. 17. So spricht Jehovah: Daran sollst du
5. Und wissen sollen die Ägypter, daß Ich wissen, daß Ich Jehovah bin: Siehe, ich schlage
Jehovah bin, wenn Ich Meine Hand ausstrecke mit dem Stabe, der in meiner Hand ist, auf die
über Ägypten und Israels Söhne aus ihrer Mitte Wasser, die im Strome sind, und sie werden
herausbringe. in Blut verwandelt.
2Mo.7/17; 6/7,27; 8/6,18; 10/2; Ps.109/27. 18. Und der Fisch im Strom soll sterben,
6. Und Mose und Aharon taten wie Jehovah und stinken soll der Strom, daß die Ägypter
ihnen geboten hatte, so taten sie. sich abmühen, Wasser aus dem Strome zu
7. Und Mose war achtzig Jahre alt (ein Sohn trinken.
von 80 Jahren) und Aharon dreiundachtzig 19. Und Jehovah sprach zu Mose: Sprich
Jahre alt (ein Sohn von 83 Jahren), als sie zu zu Aharon: Nimm deinen Stab und strecke
Pharao redeten. Apg.7/23f. deine Hand aus über die Wasser Ägyptens,
8. Und Jehovah redete zu Mose und zu über ihre Flüsse, über ihre Ströme und über
Aharon und sprach: 2Mo.9/8. ihre Seen und über jegliche Sammlung ihrer
9. So Pharao zu euch redet und spricht: Wasser, und sie sollen zu Blut werden; und
Gebet für euch ein Wahrzeichen, dann sprich soll Blut sein im ganzen Land Ägypten und
zu Aharon: Nimm deinen Stab und wirf ihn in Holz und in Stein (d.h. in Gefäßen von Holz
hin vor Pharao. Er soll zur Wasserschlange und Stein).
werden. 2Mo.4/3. 20. Und Mose und Aharon taten so, wie
10. Und Mose ging hinein und Aharon zu Jehovah geboten hatte. Und er hob den Stab
Pharao und sie taten so wie Jehovah geboten empor und schlug die Wasser in dem Strom
hatte, und Aharon warf seinen Stab vor Pharao vor den Augen Pharaos und vor den Augen
und vor seine Knechte und er ward zur Was- seiner Knechte, und alle Wasser in dem Strom
serschlange. 2Mo.40/16. wurden in Blut verwandelt.
11. Und Pharao rief auch die Weisen und 21. Und der Fisch im Strome starb und der
Zauberer, und auch sie, die Wahrsager Ägyp- Strom stank, und die Ägypter vermochten nicht
tens, taten also mit ihren Zauberformeln. das Wasser aus dem Strom zu trinken; und
12. Und sie warfen jeder Mann seinen Stab das Blut war in ganz Ägyptenland.
hin, und sie wurden zu Wasserschlangen; aber 22. Und es taten so auch die Wahrsager
Aharons Stab verschlang ihre Stäbe. Ägyptens mit ihren Zauberformeln und Phara-
13. Und Pharaos Herz ward bestärkt; und os Herz ward bestärkt und er hörte nicht auf
er hörte nicht auf sie, wie Jehovah geredet sie, wie Jehovah geredet hatte.

78
2.MOSE 7/23

23. Und Pharao wandte sich und kam in ich will das Volk entlassen, daß sie dem
sein Haus, und nahm auch dies nicht zu Her- Jehovah opfern.
zen. 5. Und Mose sprach zu Pharao: Habe du
24. Und alle Ägypter gruben in den Umge- den Ruhm über mich, bis wann soll ich für
bungen des Stroms nach Wasser zum Trinken; dich und für deine Knechte und für dein Volk
denn sie vermochten nicht von dem Wasser flehen, daß die Frösche von dir und deinen
des Stromes zu trinken. Häusern ausgerottet werden; nur im Strom
25. Und es wurden erfüllt sieben Tage, werden sie verbleiben.
seitdem Jehovah den Strom geschlagen hatte. 6. Und er sprach: Auf morgen! und er
26. Und Jehovah sprach zu Mose: Gehe sprach: Nach deinem Wort! auf daß du wissest,
hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So spricht daß keiner ist wie Jehovah, unser Gott.
Jehovah: Entlaß Mein Volk, daß sie Mir 7. Und die Frösche sollen weichen von dir
dienen. und deinen Häusern und von deinen Knechten
27. Und wenn du dich weigerst, es zu ent- und von deinem Volk; nur in dem Strome
lassen, siehe, so schlage ich all deine Grenze sollen sie verbleiben.
mit Fröschen. 8. Und Mose ging hinaus und Aharon fort
28. Und der Strom soll von Fröschen wim- von Pharao, und Mose schrie zu Jehovah der
meln, und sie sollen heraufsteigen und kom- Frösche wegen, die Er über Pharao gebracht.
men in dein Haus und in deine Schlafkammer 9. Und Jehovah tat nach Moses Wort, und
und auf dein Bett, und in das Haus deiner die Frösche starben weg aus den Häusern, aus
Knechte und zu deinem Volk, und in deine den Höfen und aus den Feldern.
Öfen und in deine Backtröge. 10. Und sie häuften sie auf zu Haufen und
29. Und an dich und dein Volk und an alle Haufen, und das Land stank.
deine Knechte sollen die Frösche herauf- 11. Und Pharao sah, daß er wieder atmen
kommen. konnte und er verstockte (machte schwer) sein
Herz und hörte nicht auf sie, wie Jehovah
geredet hatte.
Kapitel 8 12. Und Jehovah sprach zu Mose: Sprich
zu Aharon: Strecke deinen Stab aus und
Frösche, Läuse und Ungeziefer schlage den Staub der Erde, daß er zu Läusen
in Ägypten. werde in ganz Ägyptenland!
13. Und sie taten also, und Aharon streckte
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Sprich
seine Hand aus mit seinem Stab und schlug
zu Aharon: Strecke deine Hand aus mit deinem
den Staub der Erde, und die Läuse waren an
Stab über die Flüsse, über die Ströme und über
Mensch und Vieh; aller Staub der Erde ward
die Seen, und bringe die Frösche herauf über
zu Läusen im ganzen Land Ägypten.
Ägyptenland.
14. Und es taten die Wahrsager auch also
2. Und Aharon streckte seine Hand aus über
mit ihren Zauberformeln, um Läuse hervor-
die Wasser Ägyptens, und herauf kam der
zubringen und sie vermochten es nicht, und
Frosch und bedeckte Ägyptenland.
die Läuse waren an Mensch und Vieh.
3. Und die Wahrsager taten mit ihren Zau-
15. Und die Wahrsager sprachen zu Pharao:
berformeln gleich also. Und sie brachten Frö-
Dies ist der Finger Gottes! Und das Herz
sche herauf über Ägyptenland.
Pharaos bestärkte sich und er hörte nicht auf
4. Und Pharao rief Mose und Aharon und
sie, wie Jehovah geredet hatte.
sprach: Flehet zu Jehovah, daß Er die Frösche
16. Und Jehovah sprach zu Mose: Stehe früh
von mir und Meinem Volk wegnehme; und
am Morgen auf und stelle dich vor Pharao.

79
2.MOSE 8/17

Siehe, er geht aus an das Wasser; und sprich es Jehovah opfere.


zu ihm: So spricht Jehovah: Entlaß Mein Volk, 26. Und Mose ging hinaus von Pharao und
daß sie Mir dienen! flehte zu Jehovah.
17. Entlässest du nicht Mein Volk, siehe, 27. Und Jehovah tat nach dem Worte Moses
da sende Ich Ungeziefer wider dich, wider und nahm weg das Ungeziefer von Pharao,
deine Knechte und wider dein Volk und wider von seinen Knechten und von seinem Volk;
deine Häuser und die Häuser der Ägypter nicht eines verblieb.
sollen voll vom Ungeziefer sein, und auch der 28. Aber Pharao verstockte (machte schwer)
Boden, auf dem sie sind. sein Herz auch diesmal und entließ das Volk
18. Und Ich will unterscheiden an jenem nicht.
Tag Goschens Land, auf dem Mein Volk steht;
daß dort das Ungeziefer nicht soll sein, damit
du wissest daß Ich Jehovah bin inmitten des
Landes. Kapitel 9
19. Und eine Erlösung (eine Loskaufung)
will Ich zwischen Mein Volk und zwischen Pest. Blattern. Hagel.
deinem Volk setzen; morgen geschehe dieses
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Gehe
Zeichen.
hinein zu Pharao und rede zu ihm: So spricht
20. Und Jehovah tat also. Und schwer kam
Jehovah, der Gott der Hebräer: Entlaß Mein
das Ungeziefer in Pharaos Haus und in seiner
Volk, daß sie Mir dienen.
Knechte Haus und in das ganze Ägyptenland;
2. Denn, wenn du dich weigerst, sie zu
das Land verdarb vor Ungeziefer.
entlassen und sie noch länger festhältst;
21. Und Pharao rief Mose und Aharon und
3. Siehe, so ist die Hand Jehovahs wider
sprach: Gehet, opfert eurem Gott in dem
deine Viehherden, die auf dem Felde sind,
Lande.
wider die Pferde, wider die Esel, wider die
22. Mose aber sprach: Es ist nicht richtig,
Kamele, wider das Rindvieh und wider das
so zu tun, denn sonst würden wir den Greuel
Kleinvieh mit sehr schwerer Pestilenz.
der Ägypter Jehovah, unserem Gotte, opfern.
4. Und Jehovah wird unterscheiden zwischen
Siehe, würden wir den Greuel der Ägypter
den Viehherden Israels und den Viehherden
vor ihren Augen opfern, würden sie uns nicht
Ägyptens, so daß nicht ein Stück (Wort) von
steinigen?
dem, das die Söhne Israels haben, sterben
23. Drei Tagreisen (einen Weg von drei
wird.
Tagen) wollen wir in die Wüste ziehen und
5. Und Jehovah setzte eine bestimmte Zeit
Jehovah, unserem Gotte, opfern, wie Er uns
und sprach: Morgen wird Jehovah dies im
sagte.
Lande tun.
24. Und Pharao sprach: Ich will euch entlas-
6. Und Jehovah tat dies am morgenden Tag,
sen, daß ihr Jehovah, eurem Gotte, opfert in
und alle Viehherden Ägyptens starben, und
der Wüste. Nur sollt ihr nicht ferne gehen
von den Viehherden Israels starb nicht eines.
(entfernend euch entfernen zu gehen); flehet
7. Und Pharao sandte und siehe, von den
für mich!
Viehherden Israels war nicht eines gestorben.
25. Und Mose sprach: Siehe, ich gehe hinaus
Aber Pharaos Herz verstockte sich (ward
von dir und werde zu Jehovah flehen; und Er
schwer) und er entließ das Volk nicht.
wird morgen wegnehmen das Ungeziefer von
8. Und Jehovah sprach zu Mose und zu
Pharao, von seinen Knechten und von seinem
Aharon: Nehmet euch die Fäuste voll Ruß des
Volke. Nur möge Pharao nicht mehr uns
Ofens und Mose sprenge ihn gen Himmel vor
hintergehen, das Volk nicht zu entlassen, daß

80
2.MOSE 9/9

den Augen Pharaos. Jehovahs fürchtete, der ließ seine Knechte und
9. Und er soll zu feinem Staub werden über seine Viehherden in die Häuser fliehen.
ganz Ägyptenland, und soll werden an Men- 21. Wer sich aber Jehovahs Wort nicht zu
schen und an Vieh zu einem Geschwür, das Herzen legte, der ließ seine Knechte und seine
aufbricht mit Blattern, in ganz Ägyptenland. Viehherden auf dem Felde.
10. Und sie nahmen den Ofenruß, standen 22. Und Jehovah sprach zu Mose: Strecke
vor Pharao und Mose sprengte ihn gen Him- deine Haus aus gen Himmel, daß es hagle auf
mel, und er ward zu einem Geschwür, das aus- ganz Ägyptenland, auf Mensch und Vieh und
brach in Blattern, an Mensch und an Vieh. auf alles Kraut des Feldes im Lande Ägypten.
11. Und es vermochten die Wahrsager nicht 23. Und Mose streckte seinen Stab aus gen
zu stehen vor Mose wegen des Geschwürs; Himmel und Jehovah gab Stimmen (d.h.
denn das Geschwür war an den Wahrsagern Donner) und Hagel und ineinanderfahrendes
und an allen Ägyptern. (ineinander sich nehmendes) Feuer zur Erde
12. Und Jehovah bestärkte Pharaos Herz, hin; und Jehovah ließ Hagel regnen auf das
so daß er nicht auf sie hörte, so wie Jehovah Land Ägypten.
zu Mose geredet hatte. 24. Und es ward ein Hagel und ein inein-
13. Und Jehovah sprach zu Mose: Stehe auf anderfahrendes (ineinander sich nehmendes)
früh am Morgen und stelle dich vor Pharao Feuer inmitten des Hagels; sehr schwer, so
und sprich zu ihm: So spricht Jehovah, der daß desgleichen noch nie gewesen war in ganz
Gott der Hebräer: Entlaß Mein Volk, daß sie Ägyptenland, seit es zu einer Völkerschaft
Mir dienen. wurde.
14. Denn diesmal sende Ich alle Meine 25. Und der Hagel schlug in ganz Ägypten-
Plagen über dein Herz und über deine Knechte land alles, was auf dem Felde war, vom Men-
und über dein Volk, auf daß du wissest, daß schen bis zum Vieh, und alles Kraut des Feldes
keiner ist wie Ich, auf der ganzen Erde. schlug der Hagel, und jeglichen Baum des
15. Und nun hätte Ich Meine Hand ausge- Feldes zerbrach er.
streckt und dich und dein Volk mit der Pesti- 26. Nur im Lande Goschen, wo die Söhne
lenz geschlagen, daß von der Erde du wegge- Israels waren, war kein Hagel.
schafft werdest. 27. Und Pharao sandte und rief Mose und
16. Aber darum ließ Ich dich noch stehen, Aharon und sprach zu ihnen: Diesmal habe
darum, daß Ich dich sehen lasse Meine Kraft, ich gesündigt, Jehovah ist der Gerechte, und
und man von Meinem Namen auf der ganzen ich und mein Volk sind ungerecht.
Erde erzähle. 28. Flehet zu Jehovah, auf daß genug sei
17. Wirfst du dich gegen Mein Volk noch der Stimmen (d.h. Donner) Gottes und des
länger, auf daß du sie nicht entlässest: Hagels; so will ich euch entlassen, und ihr sollt
18. Siehe, so lasse Ich um die morgende Zeit nicht länger bleiben (nicht hinzufügen zu
einen sehr schweren Hagel regnen, wie noch bleiben).
keiner in Ägypten gewesen ist, seit dem Tage, 29. Und Mose sprach zu ihm: Wenn ich
daß es gegründet ward, bis jetzt. hinaus vor die Stadt komme, will ich meine
19. Und nun, sende und laß zusammen- Hände ausbreiten zu Jehovah, da sollen die
flüchten deine Viehherden und alles, was du Stimmen (d.h. Donner) aufhören und kein
auf dem Felde hast. Jedweder Mensch und Hagel mehr sein, auf daß du wissest, daß die
das Vieh, das auf dem Feld sich findet und Erde Jehovahs ist.
nicht ins Haus versammelt ist, so der Hagel 30. Du aber und deine Knechte - das weiß
auf sie herabkommt, wird sterben. ich - ihr fürchtet euch noch nicht vor dem
20. Wer von den Knechten Pharaos das Wort Angesichte Jehovah Gottes.

81
2.MOSE 9/31

31. Und der Flachs und die Gerste wurden und fressen jeglichen Baum, der für euch aus
geschlagen; denn die Gerste hatte Ähren und dem Felde sproßt.
der Flachs hatte Knoten. 6. Und sollen füllen deine Häuser und die
32. Und der Weizen und der Spelt wurden Häuser aller deiner Knechte und die Häuser
nicht geschlagen, weil sie verdeckt waren. aller Ägypter, wie es nicht gesehen deine
33. Und Mose ging weg von Pharao, hinaus Väter, noch deiner Väter Väter, seit dem Tage,
zur Stadt, und breitete seine Hände aus zu da sie auf dem Boden waren, bis auf diesen
Jehovah, und die Stimmen hörten auf und der Tag. Und er wandte sich und ging hinaus von
Hagel und der Regen ergossen sich nicht mehr Pharao.
zur Erde. 7. Und Pharaos Knechte sprachen zu ihm:
34. Und Pharao sah, daß der Regen aufhörte Wie lange soll uns dies zum Fallstrick sein?
und der Hagel und die Stimmen, und er fuhr Entlaß die Männer, daß sie Jehovah, ihrem
fort zu sündigen und verstockte (machte Gotte dienen? Weißt du noch nicht, daß Ägyp-
schwer) sein Herz, er und seine Knechte. ten vergeht?
35. Und Pharaos Herz ward bestärkt und 8. Und man brachte Mose und Aharon
er entließ die Söhne Israels nicht, wie Jehovah zurück zu Pharao, und er sprach zu ihnen:
durch die Hand Moses geredet hatte. Gehet, dienet Jehovah, eurem Gott. Wer und
wer sind die, so da gehen?
9. Und Mose sprach: Mit unseren Jungen
und unseren Alten wollen wir ziehen, mit
Kapitel 10 unseren Söhnen und mit unseren Töchtern,
mit unserem Kleinvieh und mit unseren Rin-
Heuschrecken. Finsternis. dern wollen wir ziehen; denn wir haben ein
Fest Jehovahs.
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Gehe
10. Und er sprach zu ihnen: So sei Jehovah
hinein zu Pharao; denn Ich habe sein Herz und
mit euch, wie ich euch entlasse und eure
das Herz seiner Knechte verstockt (schwer
Kindlein. Sehet, daß Böses ist vor euern
gemacht), auf daß Ich diese Meine Zeichen
Angesichtern!
in seine Mitte setze.
11. Nicht also! So gehet doch, ihr junge
2. Und auf daß du erzählest vor den Ohren
Männer (mächtige Männer), und dienet dem
deines Sohnes und des Sohnes deines Sohnes,
Jehovah; denn das suchet ihr ja. Und man trieb
was Ich in Ägypten ausgerichtet, und Meine
sie fort von dem Angesichte Pharaos.
Zeichen, die Ich unter sie gesetzt, und ihr
12. Und Jehovah sprach zu Mose: Strecke
wisset, daß Ich Jehovah bin.
deine Hand aus über Ägyptenland wegen der
3. Und Mose und Aharon gingen hinein zu
Heuschrecken. Und herauf sollen sie kommen
Pharao und sprachen zu ihm: So spricht Jeho-
über das Land Ägypten und alles Kraut des
vah, der Gott der Hebräer: Wie lange weigerst
Landes fressen, alles, was vom Hagel verblieb.
du dich, vor Mir dich zu demütigen. Entlaß
13. Und Mose streckte seinen Stab über
Mein Volk, daß sie Mir dienen.
Ägyptenland aus. Und Jehovah führte einen
4. Denn wenn du dich weigerst, Mein Volk
Ostwind über das Land jenen ganzen Tag und
zu entlassen, siehe, dann bringe Ich morgen
die ganze Nacht. Es ward Morgen und der
Heuschrecken in deine Grenze,
Ostwind trug die Heuschrecken daher.
5. So daß sie das Angesicht der Erde bedek-
14. Und die Heuschrecken kamen herauf
ken, daß man die Erde nicht zu sehen vermag,
über das ganze Land Ägypten, und ließen sich
und sollen fressen das Übergebliebene des
sehr schwer in aller Grenze Ägyptens nieder.
Entkommenen, das auch vom Hagel geblieben,
Vordem hatte es nie also Heuschrecken gege-

82
2.MOSE 10/15

ben und nachher wird es auch nie mehr also Jehovah, unserem Gott, zu dienen; und wir
geben. wissen nicht, womit wir Jehovah dienen sollen,
15. Und sie bedeckten das Angesicht des bis wir dahin kommen.
ganzen Landes und das Land ward verfinstert. 27. Und Jehovah bestärkte Pharaos Herz
Und sie fraßen alles Kraut der Erde und alle und er wollte sie nicht entlassen.
Frucht des Baumes, die der Hagel übrig gelas- 28. Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von
sen; und blieb nichts Grünes am Baum, noch mir! Hüte dich, mein Angesicht wieder zu
am Kraut des Feldes in ganz Ägyptenland sehen; denn am Tage, da du mein Angesicht
übrig. siehst, sollst du sterben.
16. Und Pharao rief eilig Mose und Aharon 29. Und Mose sprach: Richtig hast du
und sprach: Ich habe gesündigt wider Jehovah, geredet. Ich werde dein Angesicht hinfort nicht
euern Gott, und wider euch. mehr sehen (nicht hinzutun dein Angesicht
17. Und nun vergib doch nur diesmal meine zu sehen).
Sünde und flehet zu Jehovah, eurem Gott, daß
Er von mir nur diesen Tod wegnehme.
18. Und er ging hinaus von Pharao und
flehte zu Jehovah. Kapitel 11
19. Und Jehovah ließ kehren einen sehr
starken Wind vom Meere, und Er hob die Bedrohung des Todes der Erstgeburt.
Heuschrecke auf und warf sie ins Schilfmeer,
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Noch eine
in aller Grenze Ägyptens verblieb nicht eine
Plage werde Ich über Pharao und über Ägyp-
Heuschrecke.
ten hereinbringen, danach wird er euch von
20. Und Jehovah bestärkte das Herz Pharaos,
dannen entlassen. Wenn er euch entläßt all-
und er entließ die Söhne Israels nicht.
zumal, dann wird er euch von dannen fort-
21. Und Jehovah sprach zu Mose: Strecke
treiben.
deine Hand aus gen Himmel, daß Finsternis
2. Rede doch vor des Volkes Ohren: Jeder
sei über Ägyptenland und man in der Finsternis
Mann soll von seinem Genossen, und jedes
herumtastet.
Weib von ihrer Genossin Gefäße von Silber
22. Und Mose streckte seine Hand aus gen
und Gefäße von Gold sich erbeten (fragen).
Himmel und es ward Finsternis, dichte Fin-
2Mo.3/22; 12/35,36; Matth.25/25,28-30; Luk.14/24-26;
sternis in ganz Ägyptenland für drei Tage.
Mark.4/24,25; 2Sa.8/10-12; Jes.23/18; Mi.4/13.
23. Es sah der Mann den Bruder nicht; und
3. Und Jehovah gab dem Volke Gnade in
drei Tage stand kein Mann von seiner Stelle
den Augen der Ägypter; auch war der Mann
auf; aber die Söhne Israels hatten Licht in
Mose sehr groß im Lande Ägypten in den
ihren Wohnungen.
Augen der Knechte Pharaos und in den Augen
24. Und Pharao rief Mose und sprach:
des Volkes.
Gehet, dienet Jehovah. Nur euer Kleinvieh
4. Und Mose sprach: So spricht Jehovah:
und eure Rinder lasset zurück; auch eure
Um die Mitte der Nacht gehe Ich aus in die
Kindlein mögen mit euch gehen.
Mitte (Hälften) Ägyptens.
25. Und Mose sprach: Auch Schlachtopfer
5. Und sterben soll alle Erstgeburt im Lande
und Brandopfer sollst du in unsre Hand geben,
Ägypten von dem Erstgeborenen Pharaos, der
daß wir sie darbringen (machen) Jehovah,
auf seinem Throne sitzt, bis auf den Erst-
unserem Gotte.
geborenen der Dienstmagd, die hinter der
26. Und auch unsere Viehherden sollen mit
Mühle ist, und alle Erstgeburt des Viehs.
uns gehen; keine Klaue darf dahinten ver-
6. Und ein groß Geschrei wird sein im
bleiben; denn davon müssen wir nehmen,

83
2.MOSE 11/7

ganzen Lande Ägypten, desgleichen nie (eins vom Kleinvieh, d.h. von den Schafen
gewesen ist und desgleichen nie mehr sein oder Ziegen) essen mag zählet ihn (jeder Mann
wird. nach dem Munde seines Essens berechnet auf
7. Und bei allen Söhnen Israels soll kein das Lamm).
Hund die Zunge regen, vom Manne bis zum 5. Ein Lamm (eins vom Kleinvieh, d.h. von
Vieh, auf daß ihr wisset, daß Jehovah unter- den Schafen oder Ziegen) ohne Fehl, männlich
scheidet zwischen Ägyptern und zwischen von einem Jahre (der Sohn eines Jahres) soll
Israel. es sein für euch. Von den Lämmern und von
8. Und all diese deine Knechte kommen den Ziegen sollt ihr es nehmen.
herab zu mir und verbeugen sich vor mir und 6. Und bis zum vierzehnten Tage dieses
sprechen: Geh aus, du und all das Volk, das Monats bewahrt es auf, behaltet es und die
deinem Fuße folgt (zu deinen Füßen ist); und ganze Versammlung der Gemeinde Israels
danach gehe ich aus. Und er ging in dem schlachte es gegen Abend (zwischen den
Entbrennen des Zornes hinaus von Pharao. Abenden).
9. Und Jehovah sprach zu Mose: Pharao 7. Und von dem Blute sollen sie nehmen
wird auf euch nicht hören, auf daß Meiner und an die zwei Türpfosten und an die Ober-
Wahrzeichen viel werde im Lande Ägypten. schwelle tun, an den Häusern, in denen sie
10. Und Mose und Aharon taten alle diese essen;
Wahrzeichen vor Pharao; und Jehovah be- 8. Und sollen das Fleisch in dieser Nacht
stärkte Pharaos Herz, so daß er die Söhne essen, am Feuer gebraten, und mit Ungesäuer-
Israel nicht aus seinem Land entließ. tem und mit bitteren Kräutern (Bitterem) sollen
sie es essen.
9. Nicht roh oder gekocht, im Wasser ge-
kocht, sollt ihr davon essen, sondern am Feuer
Kapitel 12 gebraten, seinen Kopf auf seinen Schenkeln
und seinen Eingeweiden.
Einsetzung der Passah. 10. Und sollt nichts davon übrig lassen bis
Tod der Erstgeburt. Auszug. zum Morgen, was aber davon übrig bleibt bis
zum Morgen, sollt ihr im Feuer verbrennen.
1. Und Jehovah sprach zu Mose und zu
11. Und so sollt ihr es essen: Eure Lenden
Aharon im Lande Ägypten und sagte:
gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und
2. Dieser Monat sei euch das Haupt der
eure Stöcke in eurer Hand, und sollt es mit
Monate. Der erste sei er euch unter den Mona-
Hast essen; es soll ein Passah dem Jehovah
ten des Jahres.
sein.
3. Redet zu der ganzen Gemeinde Israels
12. Und in dieser Nacht durchzieh Ich das
und saget: Am zehnten dieses Monats da
Land Ägypten und schlage alle Erstgeburt im
nehme von euch jeder Mann sich ein Lamm
Lande Ägypten vom Menschen und bis zum
(eins vom Kleinvieh, d.h. von den Schafen
Vieh, und über alle Götter Ägyptens halte Ich
oder Ziegen) für das Haus der Väter, ein
Gericht, Ich Jehovah.
Lamm (eins vom Kleinvieh, d.h. von den
13. Und das Blut sei euch zum Zeichen an
Schafen oder Ziegen)auf das Haus.
den Häusern, worin ihr seid, und sehe Ich das
4. Und wenn das Haus zu klein ist für ein
Blut, gehe Ich an euch vorüber und keine Plage
Lamm (eins vom Kleinvieh, d.h. von den
vom Verderben soll an euch sein, wenn Ich
Schafen oder Ziegen), so nehme er es und sein
das Land Ägypten schlage.
Nachbar, der seinem Hause nahe ist, nach der
14. Und dieser Tag sei zum Gedächtnis für
Zahl der Seelen, je wie Einer von dem Lamm
euch; und als ein Fest Jehovahs sollet ihr ihn

84
2.MOSE 12/15

feiern in euren Geschlechtern, als ewige dem Eingang und gibt nicht zu, daß der Ver-
Satzung sollet ihr ihn feiern (feiern lassen). derber in eure Häuser komme, um zu schlagen
15. Sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes (plagen).
essen; schon am ersten Tage sollt ihr den 24. Und ihr sollt halten dieses Wort als
Sauerteig aus euren Häusern wegschaffen; Satzung für dich und für deine Söhne ewig-
denn jeder, der Gesäuertes ißt, dessen Seele lich.
soll aus Israel ausgerottet werden; vom ersten 25. Und soll geschehen, wenn ihr in das
bis zum siebenten Tag. Land kommet, das Jehovah euch geben wird,
16. Und am ersten Tage soll heilige Zusam- wie Er geredet hat, da sollt ihr diesen Dienst
menberufung und am siebenten Tage heilige halten (Dienst tun).
Zusammenberufung bei euch sein. Keinerlei 26. Und es soll geschehen, wenn eure Söhne
Arbeit werde an denselben getan. Nur was jede zu euch sagen: Was ist euch dieser Dienst?
Seele ißt, darf bei euch zugerichtet (getan) 27. Und ihr sollt sagen: Es ist das Passah-
werden. opfer für Jehovah, Der an den Häusern der
17. Und haltet das Ungesäuerte; denn an Söhne Israels in Ägypten vorbeiging, da Er
diesem selben Tage habe Ich eure Heerscharen Ägypten schlug (plagte), und unsere Häuser
aus dem Land Ägypten ausgeführt, und haltet errettete. Und das Volk verneigte sich und sie
diesen Tag in euren Geschlechtern als ewige beteten an.
Satzung. 28. Und die Söhne Israels gingen hin und
18. In dem ersten, am vierzehnten Tage des taten, wie Jehovah Mose und Aharon geboten,
Monats am Abend sollt ihr Ungesäuertes essen so taten sie.
bis zum einundzwanzigsten Tage des Monats 29. Und es geschah um Mitternacht (die
am Abend. Hälfte der Nacht), daß Jehovah schlug alle
19. Sieben Tage soll kein Sauerteig in euren Erstgeburt im Lande Ägypten, vom Erstge-
Häusern gefunden werden; denn jeder, der borenen Pharaos, der auf seinem Throne sitzen
Gesäuertes ißt, dessen Seele soll aus der sollte, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen,
Gemeinde Israels ausgerottet werden, bei dem der im Hause der Grube war, und alle Erst-
Fremdling, und bei dem Eingeborenen des geburt des Viehs.
Landes. 30. Und Pharao stand auf in der Nacht, er
20. Nichts Gesäuertes sollt ihr essen, in allen und alle seine Knechte, und alle Ägypter, und
euren Wohnungen sollt ihr Ungesäuertes es war ein großes Geschrei in Ägypten; denn
essen. es war kein Haus, wo nicht ein Toter war.
21. Und Mose berief alle Ältesten Israels 31. Und er rief Mose und Aharon in der
und sprach zu ihnen: Ziehet hervor und nehmet Nacht und sprach: Machet euch auf, gehet
euch Kleinvieh nach euren Familien und hinaus aus meines Volkes Mitte, sowohl ihr,
schlachtet das Passah. als auch die Söhne Israels und gehet und dienet
22. Und nehmet ein Bündel Ysop und Jehovah, wie ihr geredet habt.
tauchet es in das Blut, das im Becken ist und 32. Auch euer Kleinvieh und eure Rinder
berührt die Oberschwelle und die beiden nehmet mit, wie ihr geredet habt, und geht und
Türpfosten mit dem Blut, das in dem Becken segnet auch mich.
ist; und kein Mann von euch gehe aus dem 33. Und Ägypten drang auf (bestärkte) das
Eingang seines Hauses bis zum Morgen. Volk, sie eilig aus dem Lande zu senden; denn,
23. Und Jehovah wird durchziehen, die sagten sie, wir alle sterben.
Ägypter zu schlagen (plagen), und wenn Er 34. Und das Volk trug seinen Teig, ehe er
das Blut an der Oberschwelle und an den zwei gesäuert war, ihre Backtröge, in ihre Gewänder
Türpfosten sieht, so geht Jehovah vorbei an zugebunden, auf ihren Schultern.

85
2.MOSE 12/35

35. Und die Söhne Israels hatten getan, nach 47. Die ganze Gemeinde Israels soll es tun.
dem Worte Moses, und die Ägypter um Gefä- 48. Und wenn sich ein Fremdling bei dir
ße von Silber und Gefäße von Gold und aufhält und dem Jehovah das Passah halten
Gewänder gefragt. (tun) will, dem soll alles Männliche beschnit-
36. Und Jehovah hatte dem Volke Gnade ten werden; dann nahe er sich, es zu halten
in den Augen der Ägypter gegeben und sie (tun), und soll sein wie der Eingeborene des
gewährten sie ihnen. Und sie entrissen es den Landes; aber ein Unbeschnittener soll nicht
Ägyptern. davon essen.
37. Und die Söhne Israels brachen von 49. Ein Gesetz soll sein für den Eingebore-
Ramses auf gen Sukkoth, bei sechshundert- nen und den Fremdling, der in eurer Mitte sich
tausend zu Fuß, die Männer (mächtige Män- aufhält.
ner) ohne die Kindlein. 50. Und alle Söhne Israels taten, wie Jeho-
38. Und auch viel Troß zog mit ihnen hinauf vah dem Mose und Aharon geboten hatte, also
und Kleinvieh und Rinder, eine sehr große taten sie.
(schwere) Viehherde. 51. Und an eben demselben Tage geschah
39. Und sie buken den Teig, den sie aus es, daß Jehovah die Söhne Israels nach ihren
Ägypten herausgebracht, zu ungesäuerten Heerscharen aus Ägyptenland herausbrachte.
Kuchen; denn es war nicht gesäuert, weil sie
aus Ägypten fortgetrieben wurden und nicht
vermochten zu zaudern und auch keine Zeh-
rung für sich zugerichtet (gemacht) hatten. Kapitel 13
40. Und das Wohnen der Söhne Israel, da
sie in Ägypten gewohnt hatten, war dreißig Erstgeburt. Fortgang des Auszugs.
Jahre und vierhundert Jahre. Feuersäule. Wolkensäule.
41. Und es geschah am Ende der vierhun-
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
dertdreißig Jahre (30 Jahre und 400 Jahre),
2. Heilige Mir alle Erstgeburt; alles, was
daß auf eben diesen selben Tag alle Heer-
die Mutter (den Mutterschoß) bricht bei den
scharen Jehovahs von Ägyptenland ausgingen.
Söhnen Israels, bei Mensch und bei Vieh,
42. Eine Nacht der Wachen war es dem
Mein ist es.
Jehovah, da Er sie herausbrachte aus dem
3. Und Mose sprach zu dem Volk: Gedenket
Lande Ägypten; diese Nacht sei dem Jehovah
dieses Tages, da ihr aus Ägypten, aus dem
zur Wache für alle Söhne Israels nach ihren
Hause der Knechte ausgegangen seid; denn
Geschlechtern.
mit starker Hand hat euch Jehovah von da
43. Und Jehovah sprach zu Mose und
herausgebracht; und nichts Gesäuertes soll
Aharon: Dies ist die Satzung für das Passah:
gegessen werden.
Kein Sohn eines Ausländischen soll davon
4. Heute gehet ihr aus im Monat Abib.
essen!
5. Und soll geschehen, wenn dich Jehovah
44. Aber jeden Knecht, den Mann, den du
in das Land der Kanaaniter und der Chethiter
für Geld gekauft, sollst du beschneiden. Dann
und der Amoriter und der Chiviter und der
esse er davon.
Jebusiter, das Er deinen Vätern geschworen,
45. Ein Beisaß und Mietling soll nicht davon
dir zu geben, hineinbringen wird, in ein Land,
essen.
da Milch und Honig fließt, so sollst du diesen
46. In einem Hause soll es gegessen werden.
Dienst in diesem Monat dienen.
Du sollst nichts von dem Fleisch aus dem
6. Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen,
Hause hinausbringen. Und ihr sollt kein Bein
und am siebenten Tage ist ein Fest dem Jeho-
an ihm brechen.

86
2.MOSE 13/7

vah. 17. Und es geschah, als Pharao das Volk


7. Ungesäuertes esse man die sieben Tage. entließ, daß Gott sie nicht auf dem Weg zu
Und nichts Gesäuertes soll man bei dir sehen, der Philister Land, weil er nahe war, führte;
und kein Sauerteig soll in deiner ganzen denn Gott sprach: Das Volk möchte sich es
Grenze bei dir zu sehen sein. gereuen lassen, wenn es Streit sieht, und
8. Und sage an deinem Sohn an diesem Tage wieder nach Ägypten zurückkehren.
und sprich: Darum ist es, daß Jehovah dies 18. Und Gott ließ das Volk herumziehen,
mir getan, da ich aus Ägypten ausging. auf dem Weg der Wüste nach dem Schilfmeer,
9. Und es sei dir zum Zeichen auf deiner und kampfgerüstet zogen die Söhne Israels
Hand und zum Andenken zwischen deinen herauf aus dem Lande Ägypten.
Augen, auf daß Jehovahs Gesetz in deinem 19. Und Mose hatte die Gebeine Josephs
Munde sei; denn mit starker Hand hat Jehovah mit sich genommen; denn der hatte die Söhne
dich aus Ägypten herausgebracht. Israels einen Eid schwören (schwörend schwö-
10. Und du sollst halten diese Satzung zur ren) lassen, und gesprochen: Gewißlich wird
bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr (von Tagen euch Gott heimsuchen (heimsuchend wird
zu Tagen). heimsuchen) , und ihr sollt meine Gebeine von
11. Und soll geschehen, wenn dich Jehovah da mit euch hinaufbringen.
ins Land der Kanaaniter hereingebracht, wie 20. Und sie brachen von Sukkoth auf und
Er dir und deinen Vätern geschworen und dir lagerten in Etham, am Ende der Wüste.
es gegeben hat: 21. Und Jehovah ging vor ihnen her, bei Tag
12. Und alles, was die Mutter (den Mutter- in einer Wolkensäule, um sie den Weg zu
schoß) bricht, soll an Jehovah übergehen und führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um
alle Erstgeburt vom Wurf des Viehs, sei ihnen zu leuchten, auf daß sie bei Tag und bei
Jehovahs. Nacht gehen könnten.
13. Und alle Erstgeburt vom Esel sollst du 22. Nicht wich die Wolkensäule bei Tag,
mit einem Lamme (eins vom Kleinvieh) noch die Feuersäule bei Nacht, vor dem
einlösen, und lösest du es nicht ein, so brich Volke.
ihr das Genick; aber alle Erstgeburt vom
Menschen unter deinen Söhnen sollst du
einlösen.
14. Und es wird geschehen, daß dich dein Kapitel 14
Sohn morgen fragt und sagt: Was soll das?
und du sagst ihm: Mit starker Hand hat uns Zug der Israeliten durch das Rote Meer.
Jehovah aus Ägypten, der Knechte Haus, Untergang der Ägypter.
herausgebracht.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
15. Und es geschah, da Pharao sich verhärte-
2. Rede zu den Söhnen Israels, daß sie sollen
te, uns zu entlassen, da erwürgte Jehovah alle
zurückkehren und sich vor Pi-Hachiroth
Erstgeburt im Land Ägypten, von der Erst-
zwischen Migdol und zwischen dem Meere
geburt des Menschen bis zur Erstgeburt des
lagern; vor Baal-Zephon, dem gegenüber am
Viehs; darum opfere ich Jehovah alles Männ-
Meere sollt ihr euch lagern.
liche, das die Mutter (den Mutterschoß) bricht,
3. Und Pharao wird über die Söhne Israels
und löse alle Erstgeburt meiner Söhne ein.
sagen: Sie sind verirrt im Lande, die Wüste
16. Und es sei zum Zeichen auf deiner Hand
hat sie eingeschlossen.
und zum Stirnband zwischen deinen Augen,
4. Und Ich bestärke Pharaos Herz, daß er
daß mit starker Hand Jehovah uns aus Ägypten
ihnen nachsetze, und Ich will Mich verherr-
herausgebracht.

87
2.MOSE 14/5

lichen an Pharao und all seiner Streitmacht, schreist du zu Mir? Rede zu den Söhnen
auf daß die Ägypter wissen, daß Ich Jehovah Israels, daß sie aufbrechen.
bin. Und sie taten also. 16. Und du erhebe deinen Stab und strecke
5. Und es ward dem Könige von Ägypten deine Hand aus über das Meer, und spalte es
angesagt, daß das Volk geflohen (entwichen) entzwei, auf daß die Söhne Israels mitten im
sei; und das Herz Pharaos und seiner Knechte Meer im Trockenen gehen.
kehrte sich wider das Volk und sie sprachen: 17. Und Ich, siehe Ich bestärke der Ägypter
Was haben wir getan, daß wir Israel entließen Herz, daß sie hinter ihnen herziehen, und Ich
und sie uns nicht mehr dienen? will an Pharao, an all seiner Streitmacht, an
6. Und er spannte (band) seinen Streitwagen seinen Streitwagen und seinen Reitern Mich
an und nahm sein Volk mit sich; verherrlichen.
7. Und nahm sechshundert auserwählte 18. Und die Ägypter sollen wissen, daß Ich
Streitwagen und alle Streitwagen Ägyptens Jehovah bin, wenn Ich an Pharao, an seinen
und Wagenkämpfer auf jeden davon. Streitwagen und an seinen Reitern Mich
8. Und Jehovah hatte das Herz Pharaos, des verherrliche.
Königs von Ägypten bestärkt, daß er den 19. Und es brach auf der Engel Gottes, der
Söhnen Israels nachsetzte. Und die Söhne vor dem Lager Israels einherzog, und ging
Israels waren mit erhöhter Hand ausgegangen. hinter sie, und die Wolkensäule vor ihnen
9. Und die Ägypter setzten ihnen nach und brach auf und stand hinter ihnen.
erreichten sie, da sie am Meere lagerten; alle 20. Und kam zwischen Ägyptens Lager und
Rosse der Streitwagen Pharaos und seine zwischen das Lager Israels; und es war da die
Reiter und seine Streitmacht bei Pi-Hachiroth Wolke und Finsternis und sie erleuchtete die
vor Baal-Zephon. Nacht; und das eine nahte dem andern nicht
10. Und Pharao nahte sich; und die Söhne die ganze Nacht.
Israels hoben ihre Augen auf und siehe, der 21. Und Mose streckte seine Hand aus über
Ägypter zog aus hinter ihnen her; und sie das Meer, und durch einen starken Ostwind
fürchteten sich sehr, und die Söhne Israels ließ Jehovah das Meer hingehen die ganze
schrien zu Jehovah. Nacht hindurch und legte das Meer trocken,
11. Und zu Mose sprachen sie: Waren keine und die Wasser spalteten sich.
Gräber in Ägypten, daß du uns nehmen muß- 22. Und die Söhne Israels gingen im Trocke-
test, um in der Wüste zu sterben? Warum hast nen mitten durch das Meer, und das Wasser
du uns das getan, daß du uns aus Ägyptenland ward ihnen eine Mauer zu ihrer Rechten und
herausbrachtest? zu ihrer Linken.
12. Ist nicht dies das Wort, das wir in Ägyp- 23. Und die Ägypter setzten ihnen nach; und
ten zu dir redeten und sagten: Höre auf von alle Rosse Pharaos, seine Streitwagen und
uns, daß wir den Ägyptern dienen; denn es seine Reiter kamen ihnen nach mitten in das
ist besser für uns, den Ägyptern zu dienen, Meer.
als in der Wüste zu sterben. 24. Und es geschah, um die Morgenwache,
13. Und Mose sprach zu dem Volk: Fürchtet daß Jehovah in der Feuer- und Wolkensäule
euch nicht, stellet euch auf und sehet das Heil auf das Lager der Ägypter schaute und das
Jehovahs, das Er heute an euch tut; denn die Lager der Ägypter verwirrte.
Ägypter, die ihr heute saht, die sehet ihr fortan 25. Und die Räder von den Streitwagen
nimmer in Ewigkeit. wegnahm und sie mit Beschwerde fahren ließ.
14. Jehovah streitet für euch; und ihr sollt Und die Ägypter sagten: Lasset uns fliehen
nur stille schweigen. vor Israel; denn Jehovah streitet für sie wider
15. Und Jehovah sprach zu Mose: Was die Ägypter.

88
2.MOSE 14/26

26. Und Jehovah sprach zu Moses: Strecke vah ist Sein Name.
deine Hand aus über das Meer, auf daß die 4. Die Streitwagen Pharaos und seine Streit-
Wasser über den Ägypter, über seinen Streit- macht warf Er ins Meer, und die Auswahl
wagen und über seine Reiter zurückkehren. seiner Wagenkämpfer ist ins Schilfmeer ver-
27. Und Mose streckte seine Hand aus über sunken.
das Meer; und das Meer kehrte bei der Wen- 5. Abgründe bedeckten sie, sie gingen hinab
dung des Morgens zur Stärke seiner Strömung in die Schlünde wie ein Stein.
zurück; und die Ägypter flohen ihm entgegen, 6. Deine Rechte, Jehovah, ist verklärt in
und Jehovah schüttelte die Ägypter ab mitten Kraft, Deine Rechte, Jehovah, zerschmettert
in das Meer. Neunzig Mann. den Feind.
28. Und die Wasser kehrten zurück und 7. Und in der Fülle (Viele) Deiner Hoheit
bedeckten die Streitwagen und die Reiter, samt reißest Du nieder, die wider Dich aufstehen;
der ganzen Streitmacht Pharaos, die hinter Du sendest aus Dein Entbrennen; es frißt sie
ihnen her in das Meer kam, so daß nicht einer auf wie Stoppel.
von ihnen verblieb. 8. Und bei dem Hauchen Deiner Nase
29. Und die Söhne Israel gingen im Trocke- türmten sich die Wasser auf; gleich einem
nen mitten im Meer, und die Wasser waren Haufen stellten sich auf die Strömungen. Die
ihnen zur Mauer zu ihrer Rechten und zu ihrer Abgründe starrten im Herzen des Meeres.
Linken. 9. Es spricht der Feind: Ich setze nach; ich
30. Und Jehovah rettete an diesem Tage erreiche sie; ich teile die Beute, meine Seele
Israel aus der Hand der Ägypter; und Israel soll sich an ihnen füllen. Ich entblöße mein
sah die Ägypter tot am Ufer (an der Lippe) Schwert, meine Hand treibt sie aus.
des Meeres. 10. Du bliesest mit Deinem Winde, das Meer
31. Und Israel sah die große Hand, die bedeckte sie. Wie Blei versanken sie in die
Jehovah wider die Ägypter erzeigt (getan) gewaltigen Wasser.
hatte, und das Volk fürchtete Jehovah, und 11. Wer ist wie Du unter den Göttern,
sie glaubten an Jehovah und an Mose, seinen Jehovah? Wer ist wie Du, prachtvoll in Heilig-
Knecht. keit, furchtbar im Lobe, Wunder tuend!
12. Du strecktest aus Deine Rechte, da
verschlang sie die Erde.
13. Du führtest in Deiner Barmherzigkeit
Kapitel 15 das Volk, das Du erlöstest, durch Deine Stärke
hast Du es geleitet zum Wohnort Deiner
Moses Lobgesang. Bitteres Wasser. Heiligkeit.
14. Die Völker hörten es und zitterten;
1. Da sang Mose und die Söhne Israels
Wehen ergriffen die Einwohner Philistäas.
dieses Lied dem Jehovah und sprachen und
15. Da wurden bestürzt Edoms Stamm-
sagten: Ich will singen dem Jehovah; denn
häupter; Moabs Gewaltige ergriff ein Zittern,
hoch erhaben ist Er! Roß und Reiter stürzte
es zerflossen alle Einwohner Kanaans.
Er ins Meer.
16. Schrecken und Schauer fiel auf sie, ob
2. Meine Stärke und mein Gesang ist Jah.
der Größe Deines Armes wurden sie stille wie
Und Er ward mir zum Heil. Er ist mein Gott,
der Stein, bis Dein Volk, Jehovah, vorüber-
und einen Wohnort will ich Ihm bereiten. Er
zieht, bis vorüberzieht das Volk, das Du
ist der Gott meines Vater, und Ihn will ich
erworben.
erhöhen.
17. Du bringst sie hinein und pflanzest sie
3. Jehovah ist ein Mann des Streites. Jeho-
auf den Berg Deines Erbes, zur Stätte, die Du,

89
2.MOSE 15/18

Jehovah, zu Deiner Wohnung machtest, zum


Heiligtum, o Herr, das Deine Hände Dir Kapitel 16
zugerichtet.
18. Jehovah sei König ewig und immerfort. Wachteln und Manna.
19. Denn Pharaos Roß mit seinem Streitwa-
1. Und von Elim brachen sie auf, und die
gen und mit seinen Reitern kam hinein ins
ganze Gemeinde der Söhne Israels kam nach
Meer; und Jehovah ließ des Meeres Wasser
der Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai
über sie zurückkommen; und die Söhne Israels
ist, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats
gingen im Trockenen mitten im Meer.
seit ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten.
20. Und Mirjam, die Prophetin, Aharons
2. Und es murrte die ganze Gemeinde der
Schwester, nahm die Pauke in ihre Hand, und
Söhne Israel wider Mose und Aharon in der
alle Weiber gingen aus mit Pauken und im
Wüste;
Reigentanz ihr nach.
3. Und die Söhne Israels sagten zu ihnen:
21. Und Mirjam antwortete ihnen: Singt dem
Wären wir doch durch die Hand Jehovahs im
Jehovah; denn hoch erhaben ist Er. Roß und
Lande Ägypten gestorben, wo wir beim
Reiter stürzt Er ins Meer.
Fleischtopfe saßen, wo wir Brot aßen bis wir
22. Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer
satt waren; denn ihr habt uns in diese Wüste
aufbrechen, und sie gingen aus nach der Wüste
herausgeführt, um diese ganze Versammlung
Schur, und gingen drei Tage in der Wüste und
Hungers sterben zu lassen.
fanden kein Wasser.
4. Und Jehovah sprach zu Mose: Siehe, Ich
23. Und sie kamen nach Marah und ver-
lasse euch Brot vom Himmel regnen und das
mochten nicht das Wasser zu trinken vor
Volk gehe aus und lese auf den täglichen
Bitterkeit; denn es war bitter; deshalb nannte
Bedarf (das Wort des Tages) an seinem Tage,
man seinen Namen Marah.
auf daß Ich dasselbe versuche, ob es in Mei-
24. Und das Volk murrte über Mose und
nem Gesetz wandle oder nicht.
sagte: Was sollen wir trinken?
5. Und am sechsten Tage soll geschehen,
25. Und er rief zu Jehovah und Jehovah
wenn sie bereiten, was sie eingebracht haben,
zeigte ihm Holz; und er warf es in das Wasser,
daß es das Doppelte ist von dem, was sie Tag
und das Wasser ward süß. Daselbst setzte Er
für Tag auflesen.
ihnen Satzung und Recht, und versuchte sie
6. Und Mose und Aharon sprachen zu allen
allda.
Söhnen Israels: Wenn es Abend wird, sollt
26. Und Er sprach: Wenn du auf die Stimme
ihr wissen, daß es Jehovah ist, Der euch aus
Jehovahs, deines Gottes, hörst (hörend hörst)
Ägyptenland ausgeführt hat.
und tust, was recht in Seinen Augen ist, und
7. Und am Morgen sollt ihr sehen Jehovahs
Seine Gebote zu Ohren nimmst und alle Seine
Herrlichkeit, daran, daß Er euer Murren gegen
Satzungen hältst, so werde Ich keine der
Jehovah gehört hat; denn wir, was sind wir,
Krankheiten, die Ich auf die Ägypter gelegt,
daß ihr wider uns murret?
auf dich legen; denn Ich, Jehovah, bin dein
8. Und Mose sprach: Daran, daß Jehovah
Heiler.
euch am Abend Fleisch zu essen gibt und Brot
27. Und sie kamen nach Elim und daselbst
am Morgen zur Sättigung; daran, daß Er,
waren zwölf Wasserquellen und siebzig Pal-
Jehovah, auf euer Murren gehört, mit dem ihr
men; und sie lagerten da an den Wassern.
wider Ihn murrtet; denn was sind wir? Nicht
wider uns war euer Murren, sondern wider
Jehovah!
9. Und Mose sprach zu Aharon: Sprich zu

90
2.MOSE 16/10

der ganzen Gemeinde der Söhne Israels: Nahet 21. Und sie lasen es auf von Morgen zu
euch herzu vor Jehovah; denn Er hat euer Morgen, der Mann nach seinem Mundbedarf
Murren gehört. (nach dem Munde seines Essens); und wenn
10. Und es geschah als Aharon zur Gemein- die Sonne heiß wurde, da zerschmolz es.
de der Söhne Israels redete, daß sie sich gegen 22. Und am sechsten Tage geschah es, daß
die Wüste wandten, und siehe, die Herrlichkeit sie das Doppelte des Brotes, je zwei Gomer
Jehovahs erschien in einer Wolke. für einen auflasen. Und alle Fürsten (Erhabe-
11. Und Jehovah redete zu Mose und ne) der Gemeinde sagten es Mose an.
sprach: 23. Und er sprach zu ihnen: Das ist es, was
12. Ich habe das Murren der Söhne Israels Jehovah geredet hat: Morgen ist Sabbath, der
gehört. Rede zu ihnen und sprich: Gegen heilige Sabbath Jehovahs! Was ihr backen
Abend sollt ihr Fleisch essen und am Morgen wollet, das backet, und was ihr kochen wollet,
euch sättigen mit Brot, und sollt wissen, daß das kochet, und alles, was überflüssig ist, das
Ich, Jehovah, euer Gott bin. legt für euch nieder, um es für morgen aufzu-
13. Und es geschah am Abend, daß die bewahren. 2Mo.16/7; 31/13,14,16; 35/3; 29/31;
Wachtel heraufkam und das Lager bedeckte, 3Mo.6/21; 1Sa.2/13,15.
und am Morgen war eine Lagerung von Tau 24. Und sie legten es nieder bis zum Mor-
rings um das Lager. gen, wie Mose geboten hatte, und es stank
14. Und als die Taulagerung aufstieg, siehe, nicht; auch war keine Made darin. 2Mo.16/20.
da war auf der Oberfläche der Wüste etwas 25. Und Mose sprach: Esset es heute, denn
Feines, Rundes, so fein wie der Reif auf der es ist heute Sabbath dem Jehovah; heute wer-
Erde. det ihr es nicht finden auf dem Felde.
15. Und die Söhne Israels sahen es und sie 26. Sechs Tage sollt ihr es auflesen, aber
sagten der Mann zu seinem Bruder: Was ist am siebenten Tage, am Sabbath, wird es nicht
das? denn sie wußten nicht, was es war. Und dort sein.
Mose sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das 27. Und am siebenten Tage geschah es, daß
Jehovah euch zu essen gegeben hat. einige vom Volk ausgingen es aufzulesen, und
16. Das ist das Wort, das Jehovah geboten sie fanden nichts.
hat: Leset davon auf, der Mann nach seinem 28. Und Jehovah sprach zu Mose: Wie lange
Mundbedarf (nach dem Munde seines Essens); wollet ihr euch weigern, Meine Gebote und
ein Gomer auf den Kopf, nach der Zahl eurer Meine Gesetze zu halten?
Seelen, der Mann für die, so in seinem Zelte 29. Sehet, Jehovah hat euch den Sabbath
sind, sollt ihr nehmen. gegeben; deshalb gibt Er euch am sechsten
17. Und die Söhne Israels taten so, und lasen Tag Brot für zwei Tage. Bleibet (sitzet), jeder
auf viel und wenig; Mann für sich (unter sich); kein Mann gehe
18. Und maßen mit dem Gomer, und so hatte aus von seinem Ort am siebenten Tage.
denn, der viel sammelte, keinen Überfluß, und 30. Und es feierte das Volk am siebenten
der wenig sammelte, mangelte nicht. Jeder Tag.
Mann hatte nach seinem Mundbedarf (nach 31. Und das Haus Israel nannte dessen
dem Munde seines Essens) gesammelt. Namen Man. Und es war wie weißer Korian-
19. Und Mose sprach zu ihnen: Kein Mann dersamen und sein Geschmack war wie Ku-
lasse davon übrig bis zum Morgen. chen mit Honig. 4Mo.11/7.
20. Sie hörten aber nicht auf Mose und 32. Und Mose sprach: Dies ist das Wort,
einige Männer ließen übrig davon auf den das Jehovah geboten hat: Füllet ein Gomer
Morgen. Und es wuchsen Würmer darin und davon, daß es werde aufbewahrt für eure Ge-
es stank. Und Mose war entrüstet über sie. schlechter, auf daß sie das Brot sehen, das Ich

91
2.MOSE 16/33

euch ließ essen in der Wüste, als Ich euch aus Felsen in Horeb. Und du sollst den Felsen
Ägyptenland herausbrachte. Heb.9/4; Offb.2/17. schlagen und Wasser kommt aus ihm heraus,
33. Und Mose sprach zu Aharon: Nimm eine auf daß das Volk trinke; und Mose tat also
Urne und tue (gib) ein Gomer voll Man hinein vor den Augen der Ältesten Israels.
und stelle es nieder vor Jehovah zur Aufbe- Jes.48/20,21. Matth.16/18,19.
wahrung für eure Geschlechter. Heb.9/4. 7. Und er nannte den Namen des Ortes
34. Wie Jehovah dem Mose geboten hatte, Massah und Meribah, darum, daß die Söhne
so stellte es Aharon nieder vor das Zeugnis Israels haderten und Jehovah verfluchten,
zur Aufbewahrung. indem sie sagten: Ist Jehovah in unserer Mitte
35. Und die Söhne Israels aßen das Man oder nicht? Ps.81/8; 5Mo.33/8; 32/50,51.
vierzig Jahre, bis sie in bewohntes Land 8. Und es kam Amalek und stritt mit Israel
kamen. Das Man aßen sie, bis sie an die Gren- in Rephidim. 5Mo.25/17-19; 1Sa.15.
ze des Landes Kanaan kamen. Jos.5/12. 9. Und Mose sprach zu Jehoschua (d.h.
36. Und das Gomer ist ein Zehntel des Josua): Wähl uns Männer aus und gehe aus
Ephah. Ez.45/11. und streite wider Amalek. Ich werde mich
morgen auf des Hügels Gipfel stellen und der
Stab Gottes in meiner Hand.
Kapitel 17 10. Und Jehoschua tat, wie ihm Mose gesagt
hatte, daß er wider Amalek streiten sollte. Und
Wasser aus dem Felsen bei Massah Mose, Aharon und Chur stiegen auf den Gipfel
und Meribah. Sieg über Amalek. des Hügels.
11. Und es geschah, so wie Mose seine Hand
1. Und die ganze Gemeinde der Söhne
emporhob, da hatte Israel die Übermacht und
Israels brach auf von der Wüste Sin auf ihre
wie er seine Hand niedersinken ließ, hatte
Wanderzüge nach dem Munde Jehovahs und
Amalek die Übermacht.
sie lagerten in Rephidim, und das Volk hatte
12. Und Moses Hände wurden schwer; und
kein Wasser zu trinken. 4Mo.33/14.
sie nahmen einen Stein und legten denselben
2. Und das Volk haderte mit Mose und sie
unter ihn und er setzte sich darauf, und Aharon
sprachen: Gib uns Wasser, daß wir trinken!
und Chur stützten seine Hände, der eine hier,
Und Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr
der andere dort, und so geschah es, daß seine
mit mir? Was versuchet ihr Jehovah? 2Mo.16/2,7f.
Hände festblieben, bis die Sonne unterging
3. Und das Volk dürstete daselbst nach
(hineinging).
Wasser; und das Volk murrte wider Mose und
13. Und Jehoschua schwächte den Amalek
sprach: Warum hast du uns aus Ägypten
und sein Volk mit der Schärfe (mit dem Mun-
heraufgebracht, daß du mich und meine Söhne
de) des Schwertes.
und meine Viehherden vor Durst sterben
14. Und Jehovah sprach zu Mose: Schreib
lässest.
dies zum Andenken in das Buch und bring
4. Und Mose schrie zu Jehovah und sprach:
es vor die Ohren Jehoschuas, daß Ich das
Was soll ich mit diesem Volke tun: Noch ein
Andenken an Amalek gänzlich auswischen
wenig und sie steinigen mich. 4Mo.14/4,10.
will unter dem Himmel. 1Sa.15/2f; 30/17.
5. Und Jehovah sprach zu Mose: Zieh hin
15. Und Mose baute einen Altar und nannte
vor dem Volke und nimm mit dir von den
seinen Namen Jehovah Nissi (Jehovah, mein
Ältesten Israels; und deinen Stab, mit dem du
Panier).Jer.4/5,6; Jes.4/5,6; 13/2; 49/22; 59/19; 11/10; Ps.60/6.
den Strom geschlagen, nimm in deine Hand
16. Und sprach: Weil die Hand ist wider
und geh hin. 2Mo.4/17; 7/20; 14/16.
den Thron Jahs, hat Jehovah Krieg wider
6. Siehe, Ich stehe dort vor dir auf dem
Amalek von Geschlecht zu Geschlecht.

92
2.MOSE 18/1

(in dem Wort), in der sie sich vermaßen über


Kapitel 18 sie.
12. Und Jethro, Moses Schwäher, nahm für
Jethros Besuch. Gott Brandopfer und Schlachtopfer, und
Aharon kam und alle Ältesten Israels, das Brot
1. Und Jethro, der Priester von Midjan,
zu essen mit Moses Schwäher vor Gott.
Moses Schwäher, hörte alles, was Gott an
1Mo.31/54.
Mose und seinem Volke Israel getan, daß
13. Und am morgenden Tage geschah, daß
Jehovah Israel von Ägypten herausgebracht
Mose saß das Volk zu richten; und das Volk
hatte;
stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend.
2. Und Jethro, Moses Schwäher, nahm
14. Und Moses Schwäher sah alles, was er
Zipporah, Moses Weib, nach ihrer Entlassung;
dem Volke tat, und sagte: Was ist dies, das
3. Und ihre zwei Söhne, von denen der
du dem Volke tust? Warum sitzest du allein
Name des einen Gerschon war; denn er
und alles Volk stellt sich bei dir vom Morgen
sprach: Ich war ein Fremdling in auswärtigem
bis zum Abend?
Lande.
15. Und Mose sprach zu seinem Schwäher:
4. Und der Name des anderen war Eleser
Das Volk kommt zu mir, Gott zu befragen.
(d.h. Gott steht bei); denn der Gott meines
16. So sie eine Sache (Wort) haben, kommen
Vaters war mein Beistand und errette mich
sie zu mir, und ich richte zwischen dem Mann
von dem Schwerte Pharaos.
und seinem Genossen und lasse sie die Sat-
5. Und es kam Jethro, Moses Schwäher, und
zungen Gottes und seine Gesetze wissen.
seine Söhne und sein Weib zu Mose in die
17. Und Moses Schwäher sagte zu ihm: Das
Wüste, wo er lagerte am Berge Gottes,
Wort ist nicht gut, das du tust.
2Mo.3/1.
18. Du ermattest und auch dieses Volk, das
6. Und er sprach zu Mose: Ich, dein Schwä-
bei dir ist. Denn die Sache (Wort) ist zu
her Jethro, komme zu dir und dein Weib und
schwer für dich, du vermagst es allein nicht
ihre zwei Söhne mit ihr.
zu tun.
7. Und Mose ging hinaus seinem Schwäher
19. So höre denn auf meine Stimme. Ich will
entgegen und verbeugte sich vor ihm und küßte
dir raten und Gott sei mit dir! Sei du für das
ihn; und sie fragten einander (der Mann seinen
Volk vor Gott und bringe du die Sachen (die
Genossen) um den Frieden und kamen in das
Worte) vor Gott.
Zelt.
20. Und warne sie ob der Satzungen und
8. Und Mose erzählte seinem Schwäher
Gesetze, und laß sie den Weg wissen, den sie
alles, was Jehovah an Pharao und an den
gehen und das Werk, das sie tun sollen.
Ägyptern um Israels willen getan, all das
21 Und du erschaue dir aus allem Volk
Mühsal, das sie auf dem Wege getroffen
tüchtige Männer, gottesfürchtige, Männer der
(gefunden) und wie Jehovah sie errettet hätte.
Wahrheit, die Gewinn hassen, und setze sie
9. Und Jethro freute sich über alles Gute,
über dasselbe als Oberste über tausend, als
das Jehovah an Israel getan, daß Er es aus der
Oberste über hundert, als Oberste über fünfzig
Hand der Ägypter errettet hatte.
und als Oberste über zehn.
10. Und Jethro sprach: Gesegnet sei Jeho-
22. Und sie sollen das Volk richten zu jeder
vah, Der euch errettet aus der Hand der Ägyp-
Zeit. Und soll sein, jede große Sache (Wort)
ter und aus der Hand Pharaos, Der das Volk
sollen sie zu dir bringen und jede kleine Sache
aus der Hand der Ägypter errettet hat.
(Wort) selber richten; so wirst du es leichter
11. Nun weiß ich, daß Jehovah größer ist
haben und sie tragen mit dir.
denn alle Götter; denn es war in der Sache
23. Tust du dies Ding und gebietet dir es

93
2.MOSE 18/24

Gott, so vermagst du zu bestehen, und auch Israels reden sollst.


dies Volk mag in Frieden an seinen Ort kom- 7. Und Mose kam und rief die Ältesten des
men. Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor,
24. Und Mose hörte auf die Stimme seines die ihm Jehovah geboten hatte.
Schwähers und tat alles, was er gesagt hatte. 8. Und das ganze Volk antwortete allzumal
25. Und Mose wählte tüchtige Männer aus und sie sprachen: Alles, was Jehovah geredet
ganz Israel und setzte (gab) sie zur Häuptern hat, wollen wir tun. Und Mose brachte die
über das Volk, zu Obersten über tausend, zu Worte des Volkes zurück zu Jehovah.
Obersten über hundert, zu Obersten über 9. Und Jehovah sprach zu Mose: Siehe, Ich
fünfzig und zu Obersten über zehn. 4Mo.11/16,17. komme zu dir in einer dichten Wolke, auf daß
26. Und sie richteten das Volk zu jeder Zeit, das Volk höre, wenn Ich mit dir rede, und auch
brachten die härtere Sache (Wort) zu Mose, an dich glaube ewiglich. Und Mose sagte an
und alle kleinere Sache (Wort) richteten sie die Worte des Volkes dem Jehovah.
selbst. 10. Und Jehovah sprach zu Mose: Gehe zu
27. Und Mose entließ seinen Schwäher und dem Volk und heilige sie heute und morgen,
er ging für sich in sein Land. und laß sie ihre Gewänder waschen.
11. Und sie sollen bereit sein auf den dritten
Tag; denn am dritten Tage wird Jehovah vor
den Augen des ganzen Volkes herabkommen
Kapitel 19 auf den Berg Sinai.
12. Und setze dem Volk eine Grenze rings-
Vorbereitung zur Gesetzgebung. um und sprich: Hütet euch, daß ihr nicht auf
den Berg hinaufsteiget, noch sein Ende berüh-
1. Im dritten Monat des Auszugs der Söhne
ret. Jeder, der den Berg berührt, soll des Todes
Israels aus dem Lande Ägypten an demselben
sterben. 5Mo.4/11.
Tage kamen sie in die Wüste Sinai. 4Mo.33/15.
13. Keine Hand soll ihn berühren; sondern
2. Und von Rephidim brachen sie auf und
gesteinigt (steinigend gesteinigt) oder mit
kamen in die Wüste Sinai, und lagerten in der
Geschoß erschossen soll er werden. Sei es
Wüste, und Israel lagerte sich dem Berge
Vieh oder Mensch, er soll nicht am Leben
gegenüber.
bleiben. Beim Blasen (Ziehen) des Jobelhorns
3. Und Mose stieg hinauf zu Gott, und
sollen sie den Berg heraufkommen.
Jehovah rief ihm vom Berge und sprach: So
14. Und Mose kam vom Berg herab zum
sollst du sprechen zum Hause Jakob, und ansa-
Volk und heiligte das Volk, und sie wuschen
gen den Söhnen Israels.
ihre Gewänder.
4. Ihr habt gesehen, was Ich den Ägyptern
15. Und er sprach zu dem Volke: Seid bereit
getan, und wie Ich euch auf Adlersflügeln
in drei Tagen und nahet keinem Weibe.
getragen und zu Mir gebracht habe.
16. Und es geschah am dritten Tage, als es
Jes.40/31; Ps.91/4.
Morgen ward, daß da waren Stimmen und
5. Und nun, wenn ihr gewißlich (hörend
Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge
höret) auf Meine Stimme höret und Meinen
und eine sehr starke Stimme der Posaune, so
Bund haltet, so sollt ihr Mir zum Eigentum
daß das ganze Volk, das im Lager war, erzit-
sein vor allen Völkern; denn Mein ist die
terte. Ps.77/18,19; 97/4,5. Ez.1/13,14; Offb.11/19; 16/18.
ganze Erde. 2Mo.24/8; 5Mo.5/2; 7/6; 14/2; Ps.135/4.
17. Und Mose brachte das Volk aus dem
6. Und ihr sollt Mir ein Königreich von
Lager Gott entgegen und sie stellten sich unten
Priestern sein und eine heilige Völkerschaft.
am Berge auf.
Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen
18. Und der ganze Berg Sinai rauchte, darum

94
2.MOSE 19/19

daß Jehovah im Feuer auf ihn herabkam, und 4. Du sollst dir kein Schnitzbild, noch
sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines irgendein Abbild dessen machen, was im Him-
Ofens, und der ganze Berg erzitterte sehr. mel oben, noch dessen, was auf Erden unten,
1Mo.15/17; 5Mo.4/11,12. noch dessen, was in den Wassern unter der
19. Und die Stimme der Posaune erging und Erde ist.3Mo.26/1; 5Mo.4/15f; 27/15; Jes.40/25f; Ps.97/7.
ward sehr stark. Mose redete und Gott ant- 5. Du sollst sie nicht anbeten, noch ihnen
wortete ihm mit einer Stimme. dienen; denn Ich bin Jehovah, dein Gott, ein
Ps.47/6; Offb.8/2f; 9/14; Jos.6/4,5,8f. eifriger Gott, Der da heimsucht die Missetat
20. Und Jehovah stieg herab auf den Berg der Väter an den Söhnen bis ins dritte und
Sinai, auf den Gipfel (das Haupt) des Berges, vierte Glied, bei denen, die Mich hassen;
und Jehovah rief Mose auf den Gipfel (das 5Mo.5/9; 7/9,10.
Haupt) des Berges und Mose stieg hinauf. 6. Und tue Barmherzigkeit an Tausenden,
21. Und Jehovah sprach zu Mose: Geh hinab die Mich lieben und Meine Gebote halten.
und bezeuge dem Volk, daß sie nicht durch- 4Mo.10/36; 5Mo.7/9,10; Ps.105/8.
brechen zu Jehovah, um zu sehen und viele 7. Du sollst den Namen Jehovahs, deines
von ihnen fallen. Gottes, nicht ins Eitle führen; denn Jehovah
22. Und auch die Priester, die zu Jehovah wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen
herzutreten, sollen sich heiligen, auf daß Namen ins Eitle führt. Matth.5/33.
Jehovah nicht gegen sie hervorbreche. 8. Gedenke des Sabbathtages, daß du ihn
23. Und Mose sprach zu Jehovah: Das Volk heiligest. 2Mo.16/23.
vermag nicht zu dem Berg Sinai heraufzukom- 9. Sechs Tage sollst du arbeiten (dienen)
men; denn Du hast uns bezeugt und gespro- und all dein Werk tun.
chen: Setze Grenzen an den Berg und heilige 10. Aber der siebente Tag ist ein Sabbath
ihn. Jehovah, deinem Gott. Da sollst du kein Werk
24. Und Jehovah sprach zu ihm: Geh, steig (keine Arbeit) tun, weder du, noch dein Sohn,
hinab und komm du und Aharon mit dir noch deine Tochter, dein Knecht, noch deine
herauf; und die Priester und das Volk sollen Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling,
nicht durchbrechen, um zu Jehovah herauf- der in deinen Toren ist. 2Mo.23/12; 31/14f; 35/2.
zusteigen, auf daß Er nicht hervorbreche gegen 11. Denn in sechs Tagen hat Jehovah den
sie. Himmel und die Erde gemacht, das Meer und
25. Und Mose ging hinab zum Volk und alles, was darinnen ist, und geruht am sieben-
sprach zu ihnen. ten Tage; darum segnete Jehovah den Sabbath-
tag und heiligte ihn.
12. Ehre (verherrliche) deinen Vater und
deine Mutter, damit deine Tage verlängert
Kapitel 20 werden auf dem Boden, den Jehovah, dein
Gott, dir geben wird.
Die Zehn Gebote. 2Mo.21/15,17; 3Mo.19/3; 20/9; Matth.15/4.
13. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht
1. Und Gott redete all diese Worte und
ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst
sprach:
kein falsch Zeugnis reden, wider deinen Näch-
2. Ich bin Jehovah, dein Gott, Der dich aus
sten (du sollst nicht antworten wider deinen
Ägyptenland, aus dem Hause der Knechte
Genossen als ein Zeuge der Lüge).
herausgebracht hat. 5Mo.5/6.
2Mo.21/12; 1Mo.9/6; 3Mo.18/20; 19/29; 20/10;
3. Du sollst keine anderen Götter haben vor
Matth.5/21,27f; Ez.16; Jer.3/1f; 13/25,27; 23/9f.
Meinem Angesicht.
14. Du sollst dich nicht gelüsten (begehren)

95
2.MOSE 20/15

lassen des Hauses deines Nächsten (Genos-


sen); du sollst dich nicht gelüsten (begehren) Kapitel 21
lassen des Weibes deines Nächsten (Genos-
sen), noch seines Knechtes, noch seiner Magd, Verschiedene Gerichte oder Gesetze.
noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch
1. Und dies sind die Gerichte, die du vor
irgend etwas, das dein Nächster (Genosse)
sie legen sollst: Ps.89/31-33; Ez.11/12.
hat.
2. So du einen hebräischen Knecht kaufst,
15. Und alles Volk sah die Stimmen und
soll er sechs Jahre dienen und im siebenten
die Flammen, und den Schall (Stimme) der
soll er frei ausgehen umsonst.
Posaunen und das Rauchen des Berges. Und
2Mo.22/3; 5Mo.15/1,6,12,15.
das Volk sah es, und sie erbebten (schwankten)
3. Ist er allein (mit seinem Leibe) gekom-
und stunden von ferne. 2Mo.19/16f.
men, so soll er auch allein (mit seinem Leibe)
16. Und sprachen zu Mose: Rede du mit
ausgehen. Ist er der Gemahl eines Weibes,
uns und wir wollen hören. Gott aber möge
so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
nicht mit uns reden; auf daß wir nicht sterben.
4. Hat ihm sein Herr ein Weib gegeben, und
5Mo.18/16.
sie ihm Söhne oder Töchter geboren, so sei
17. Und Mose sprach zum Volke: Fürchtet
das Weib und ihre Kinder ihrem Herrn, und
euch nicht; denn Gott ist darum gekommen,
er geht allein (mit seinem Leibe) aus.
daß Er euch versuche, und darum daß Seine
5. Und wenn der Knecht spricht: Ich liebe
Furcht vor eurem Angesicht sei, auf daß ihr
meinen Herrn, mein Weib und meine Söhne,
nicht sündigt.
ich will nicht frei ausgehen; 5Mo.15/16.
18. Und das Volk stand von ferne, Mose
6. So lasse ihn sein Herr herzutreten vor
aber trat herzu zu dem Wolkendunkel, da Gott
Gott, und lasse ihn an die Tür oder den Tür-
war.
pfosten treten, und sein Herr durchbohre ihm
19. Und Jehovah sprach zu Mose: So sprich
mit einem Pfriemen das Ohr, daß er ihm diene
zu den Söhnen Israels: Ihr habt gesehen, daß
für immer. 5Mo.15/17.
Ich aus dem Himmel mit euch geredet habe.
7. Und verkauft ein Mann seine Tochter als
20. Ihr sollt neben Mir nicht silberne Götter
Magd, so soll sie nicht ausgehen, wie die
machen und Götter von Gold sollt ihr euch
Knechte ausgehen.
nicht machen. Jes.2/20; 31/7; Hos.13/2; Da.5/2f;
8. Ist sie übel in den Augen ihres Herrn, daß
Ps.115/4,5; 135/15,16.
er sie sich nicht antraut, so lasse er sie ein-
21. Einen Altar aus Grund (Boden) sollst
lösen; an auswärtiges Volk sie zu verkaufen,
du Mir machen, und darauf deine Brandopfer
soll er keine Macht haben (Herrschaft haben),
und deine Friedensopfer, dein Kleinvieh und
daß er treulos gegen sie handle.
deine Rinder opfern. An jeglichem Orte, wo
9. So er sie aber seinem Sohne antraut, so
Ich ein Gedächtnis Meines Namens stiften
soll er nach dem Gericht der Töchter an ihr
werde, will Ich zu dir kommen und dich
tun.
segnen. 2Mo.27/1,8; 3Mo.1/3; 3/1; 5Mo.12/5.
10. Nimmt er ihm eine andere dazu, so soll
22. Und wenn du Mir einen Altar von Stei-
er von ihrer Kost, ihrer Decke und ihrer eheli-
nen machst, so baue ihn nicht mit behauenen;
chen Pflicht nichts verringern. 1Kor.7/3.
denn so du deine Eisen (Schwert) darüber
11. Und tut er ihr diese drei nicht, so soll
schwingst, entweihst du ihn.
sie frei ohne Silber ausgehen.
23. Und du sollst nicht auf Stufen zu Mei-
12. Wer einen Mann schlägt, daß er stirbt,
nem Altar hinaufsteigen, auf daß deine Blöße
der soll des Todes sterben.
nicht aufgedeckt werde an ihm.
13. Hat er ihm aber nicht nachgestellt und

96
2.MOSE 21/14

ließ ihn Gott seiner Hand begegnen, so will verdirbt es, soll er ihn frei entlassen um des
ich dir einen Ort bestimmen, dahin er fliehen Auges willen.
mag. 4Mo.35/6; 5Mo.19/4. 27. Und wenn einer seinem Knecht einen
14. Vermißt sich aber ein Mann an seinem Zahn oder seiner Magd einen Zahn ausschlägt
Genossen, um ihn mit List zu erwürgen, sollst (fällt), so soll er ihn frei entlassen um des
du ihn von Meinem Altare wegnehmen, daß Zahnes willen.
er sterbe. 5Mo.19/11f; 1Kö.2/29. 28. Und wenn ein Ochse einen Mann oder
15. Und wer seinen Vater und seine Mutter ein Weib stößt, so daß er stirbt, so soll der
schlägt, der soll des Todes sterben. 2Mo.21/17. Ochse gesteinigt, sein Fleisch aber nicht
16. Und wer einen Mann stiehlt und ihn gegessen werden, und der Herr (Meister) des
verkauft, und er wird in seiner Hand gefunden, Ochsen soll ungestraft bleiben. 1Mo.9/5; 3Mo.20/15.
der soll des Todes sterben. 5Mo.24/7. 29. War aber der Ochse stößig seit gestern
17. Und wer seinem Vater und seiner Mutter und ehegestern, und es war seinem Herrn
flucht, der soll des Todes sterben. (Meister) bezeugt worden, und er hat ihn nicht
3Mo.20/9; 5Mo.27/16; Matth.15/4; Mark.7/10. verwahrt, und tötet er einen Mann oder ein
18. Und wenn Männer miteinander hadern Weib, so soll der Ochse gesteinigt werden und
und ein Mann den Genossen schlägt mit einem auch sein Herr (Meister) sterben. 1Mo.9/5.
Stein oder mit der Faust und stirbt nicht, fällt 30. Wird ihm eine Sühne auferlegt, so gebe
aber auf das Lager; er als Lösegeld für seine Seele, alles, was ihm
19. So soll, wenn er aufsteht und mit einer auferlegt worden ist.
Stütze auf der Straße geht, der ihn schlug, 31. Oder stößt er einen Sohn oder stößt er
ungestraft bleiben, nur für seine Versäumnis eine Tochter, so tue man ihm nach dem selbi-
soll er ihm geben und ihn heilen (heilend ihn gen Gericht.
heilen) lassen. 32. Stößt der Ochse einen Knecht oder eine
20. Und schlägt ein Mann seinen Knecht, Magd, so gebe er dreißig Silbersekel seinem
oder seine Magd mit dem Stocke, so daß er Herrn (Meister) und der Ochse werde ge-
unter seiner Hand stirbt, so soll es gerächt steinigt.
(rächend gerächt) werden. 33. Und so ein Mann eine Grube öffnet, oder
21. Bleibt (steht) er aber noch einen oder so ein Mann eine Grube gräbt, und sie nicht
zwei Tage, so soll es nicht gerächt werden; bedeckt, und es fällt ein Ochse oder ein Esel
denn es ist sein Geld. hinein,
22. Und wenn Männer sich zanken und 34. So soll der Herr (Meister) der Grube
stoßen ein schwangeres Weib, daß die Frucht Ersatz geben und seinem Herrn (Meister) das
von ihr ausgeht, aber sonst kein Unfall ge- Silber zurückgeben, das Tote aber gehört ihm.
schieht, so soll er um Geld gestraft werden, 35. Und so eines Mannes Ochse, den Ochsen
so viel der Gemahl des Weibes ihm auferlegt, seines Genossen stößt, daß er stirbt, so sollen
und soll es vor Schiedsrichter geben. sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das
23. Ist aber ein Unfall geschehen, sollst du Silber teilen und auch den toten sollen sie
geben Seele um Seele. teilen.
3Mo.24/19,20; 5Mo.19/21; Matth.5/38. 36. Oder, wenn bekannt war, daß der Ochse
24. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand stößig war seit gestern und ehegestern, und
um Hand, Fuß um Fuß; sein Herr (Meister) ihn nicht verwahrt hatte,
25. Brandmal um Brandmal, Wunde um so soll er Ochsen für Ochsen erstatten (er-
Wunde, Strieme um Strieme. stattend erstatten), der tote aber soll ihm
26. Und schlägt ein Mann seinen Knecht gehören.
ins Auge oder seine Magd ins Auge und 37. Wenn ein Mann einen Ochsen oder eines

97
2.MOSE 22/1

vom Kleinvieh gestohlen und es geschlachtet das Doppelte erstatten.


oder verkauft hat, so soll er fünf Rinder für 9. Wenn ein Mann seinem Genossen einen
den Ochsen, und vier vom Kleinvieh für eines Esel oder einen Ochsen, oder ein Schaf (eins
vom Kleinvieh erstatten. 2Sa.12/6; Spr.6/31. vom Kleinvieh) oder irgendein Stück Vieh
in Verwahrung gibt, und es stirbt oder wird
beschädigt (gebrochen) oder gefangen weg-
getrieben, ohne daß es jemand sieht;
Kapitel 22 10. So soll ein Schwur vor Jehovah, zwi-
schen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach
Weitere Gerichte und Gesetze. seines Genossen Habe (Arbeit) ausgestreckt
und sein Herr (Meister) nehme es an, und er
1. Wenn ein Dieb über dem Einbruch
hat es nicht zu erstatten.
erfunden und geschlagen wird, daß er stirbt,
11. Ist es ihm aber gestohlen worden, so soll
so ist es keine Blutschuld.
er es seinem Herrn (Meister) erstatten.
2. Ist aber die Sonne über ihm aufgegangen,
12. Ist es zerfleischt worden, so bringe er
so ist es ihm Blutschuld. Er soll erstatten
es zum Zeugnis. Das Zerfleischte hat er nicht
(erstattend erstatten). Hat er nichts, so soll er
zu erstatten.
für seinen Diebstahl verkauft werden.
13. Und wenn ein Mann von seinem Genos-
3. Wird das Gestohlene in seiner Hand
sen etwas entlehnt hat, und es wird beschädigt
gefunden (findend gefunden), sei es Ochse
(gebrochen) oder stirbt, ohne daß sein Herr
oder Esel oder Lamm, lebendig, so soll er das
(Meister) dabei ist, so soll er es erstatten.
Doppelte erstatten.
14. Wenn sein Herr (Meister) dabei ist, so
4. So ein Mann ein Feld oder einen Wein-
soll er es nicht erstatten. Ist es gemietet, so
berg abweidet und sein Vieh hineinläßt, daß
geht es in die Miete.
es das Feld eines anderen abweide, so soll er
15. Und wenn ein Mann eine Jungfrau
es mit dem Besten seines Feldes und dem
beredet, die noch nicht verlobt ist, und liegt
Besten seines Weinbergs erstatten.
bei ihr, so soll er sie sich durch Morgengabe
5. So ein Feuer ausgeht und Dornen ergreift,
zum Weib erwerben. 5Mo.22/28,29.
so daß ein Garbenhaufe oder die stehende Saat
16. Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu
oder das Feld verzehrt wird, so hat, der den
geben, so soll er Silber darwägen, je nach der
Brand angesteckt, es zu erstatten.
Morgengabe der Jungfrauen.
6. Wenn ein Mann seinem Genossen Silber
17. Eine Zauberin sollst du nicht am Leben
oder Gerät zur Verwahrung gibt, und es wird
lassen. 3Mo.20/27; 5Mo.18/10; 1Sa.28/9.
gestohlen aus dem Hause des Mannes, so soll
18. Jeder, der bei dem Vieh liegt, der soll
der Dieb, wenn man ihn findet, das Doppelte
des Todes sterben. 3Mo.18/23f; 20/15; 5Mo.27/21.
erstatten.
19. Wer den Göttern opfert außer dem Jeho-
7. Wenn der Dieb nicht gefunden wird, so
vah allein, der sei verbannt.
lasse man den Hausmeister vor Gott nahen,
20. Und den Fremdling sollst du nicht
ob er nicht seine Hand nach seines Genossen
drängen (bedrücken), noch unterdrücken; denn
Habe (Arbeit) ausgestreckt.
ihr waret Fremdlinge im Land Ägypten.
8. Über jeder Sache (Wort) der Übertretung,
21. Keine Witwe oder Waise sollt ihr nieder-
sei es ein Ochse, ein Esel, ein Schaf (eins vom
drücken.
Kleinvieh), ein Kleid, alles Verlorene, wovon
22. Wenn du sie niederdrückst (nieder-
man sagt, daß es dies sei, so soll beider Sache
drückend niederdrückst), und er schreit
(Wort) vor Gott gebracht werden. Wen Gott
(schreiend schreit) zu Mir, so werde Ich sein
für ungerecht erklärt, der soll dem Genossen
Schreien hören (hörend hören).

98
2.MOSE 22/23

23. Und Mein Zorn wird entbrennen und handel, um ihn abzulenken, so daß du zu der
Ich werde euch mit dem Schwerte erwürgen, Menge ablenkst.
und eure Weiber sollen Witwen und eure 3. Und den Armen sollst du in seinem
Söhne Waisen werden. Rechtshandel nicht begünstigen (ehren).
24. Wenn du Meinem Volk, das elend ist 3Mo.19/15.
bei dir, Silber leihst, so sollst du ihm nicht wie 4. So du auf den Ochsen deines Feindes oder
Wucherer sein, ihr sollt ihm keinen Zins aufer- seinen Esel, der in der Irre geht, stoßest, sollst
legen. 3Mo.25/36; 5Mo.23/20,21; Ps.15/2,5; du ihn ihm zurückbringen.
Ez.18/8,17; 22/12. 5. Wenn du den Esel dessen, der dich haßt,
25. Wenn du von deinem Genossen das unter seiner Last niederliegen (sich lagern)
Gewand zum Pfande nimmst, sollst du es ihm, siehst, und wolltest unterlassen, ihn zu entledi-
wenn die Sonne untergeht, zurückgeben. gen, so sollst du gleichwohl ihn mit jenem
5Mo.24/11-13. entledigen. 5Mo.22/4; Luk.6/27.
26. Denn seine einzige Decke ist es für seine 6. Du sollst das Recht deines Dürftigen nicht
Haut ist sein Gewand, darin er sich legt. Und ablenken in seinem Rechtshandel.
wird sein, wenn er zu Mir schreit, so werde 7. Halte dich fern vom Worte der Lüge und
Ich ihn hören; denn Ich bin gnädig. Hi.22/6; 24/7. erwürge nicht den Unschuldigen und Gerech-
27. Gott sollst du nicht fluchen, noch einen ten; denn Ich werde den Ungerechten nicht
Fürsten (Erhabenen) in deinem Volk verflu- rechtfertigen. 5Mo.25/1.
chen. 8. Und ein Geschenk sollst du nicht nehmen;
28. Mit den Erstlingen (deiner Füllung) denn Geschenk verblendet die Sehenden und
deines Getreides (deiner Füllung) und deines verdreht die Worte der Gerechten.
Weines (deiner Träne) sollst du nicht zögern. 5Mo.16/19; 1Sa.12/3; Spr.17/23.
Den Erstgeborenen deiner Söhne sollst du Mir 9. Und den Fremdling unterdrücke nicht;
geben. 2Mo.23/19; 34/26; 3Mo.23/10f; 4Mo.15/19-21; denn ihr wisset um des Fremdlings Seele, denn
18/12,13; 5Mo.18/4; 26/1-11; Ez.20/40; Mi.7/1,2. ihr waret Fremdlinge im Lande Ägypten.
29. Also sollst du tun mit deinem Ochsen 2Mo.22/21.
und deinem Kleinvieh. Sieben Tage soll es 10. Und sechs Jahre sollst du in dein Land
bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst säen und dessen Ertrag sammeln. 3Mo.25/3,4,11,12.
du es Mir geben. 3Mo.22/27. 11. Im siebenten aber sollst du ablassen und
30. Und Männer der Heiligkeit sollt ihr Mir es preisgeben, daß die Dürftigen deines Volkes
sein; und Fleisch dessen, das auf dem Feld davon essen, und was sie übriglassen, das Wild
zerfleischt worden, sollt ihr nicht essen, den des Feldes fresse. So sollst du mit deinem
Hunden werfet es hin. 1Mo.9/4; 3Mo.22/8. Weinberg und deinem Ölgarten tun.
12. Sechs Tage sollst du dein Werk tun, am
siebenten Tag aber feiern, auf daß dein Ochse
und dein Esel ruhen, und der Sohn deiner
Kapitel 23 Magd und der Fremdling sich erholen. 2Mo.20/8f.
13. Und alles, was Ich zu euch gesprochen,
Weitere Gerichte oder Gesetze. sollt ihr halten; und des Namens anderer Götter
sollt ihr nicht gedenken, er soll nicht aus eurem
1. Trage kein eitles Gerücht aus. Biete deine
Munde gehört werden.
Hand nicht dem Ungerechten, um Zeuge für
Jos.23/7; Hos.2/17; Ps.16/4.
eine Gewalttat zu werden.
14. Dreimal sollst du Mir Fest feiern im Jahr.
2. Folge nicht den Vielen zum Bösen; und
3Mo.23; 5Mo.16; 2Ch.8/13.
zeuge (antworte) nicht bei einem Rechts-
15. Das Fest des Ungesäuerten sollst du

99
2.MOSE 23/16

halten, sieben Tage Ungesäuertes essen, wie dienen, so wird Er segnen dein Brot und dein
Ich dir geboten, zur bestimmten Zeit des Wasser, und Krankheit von eurer Mitte werde
Monats Abib; denn in demselben bist du aus Ich wegnehmen.
Ägypten ausgegangen. Ihr sollt aber nicht leer 26. Keine wird fehlgebären, keine unfrucht-
Mein Angesicht sehen. bar sein in deinem Lande. Ich werde deiner
2Mo.23/12; 13/4; 3Mo.23/10; Sir.35/4. Tage Zahl voll machen. 5Mo.7/14.
16. Und das Fest der Ernte, der Erstlinge 27. Meinen Schrecken will Ich vor dir
deiner Werke, die du sätest in das Feld; und senden und verwirren alles Volk, zu dem du
das Fest der Einsammlung am Ausgang des kommst, und geben, daß alle Feinde dir den
Jahres, wenn du deine Werke vom Feld sam- Nacken kehren (dir den Nacken).
melst. 2Mo.15/14f; 1Mo.35/5; 5Mo.11/25.
17. Dreimal im Jahr erscheine alles Männ- 28. Und Hornisse will Ich vor dir senden
liche bei dir vor dem Angesicht des Herrn und die Chiviter, die Kanaaniter und die
Jehovah! Chethiter vor dir vertreiben.5Mo.1/44; 7/20; Jos.24/12.
18. Nicht sollst du auf Gesäuertem opfern 29. Nicht in einem Jahr will Ich sie vor dir
das Blut Meines Opfers, noch soll bleiben das vertreiben, auf daß das Land nicht wüste
Fett Meines Festes über Nacht bis zum Mor- werde, und sich das Wild des Feldes wider
gen. dich vermehre. 5Mo.7/22.
19. Das Erste der Erstlinge deines Bodens 30. Nach und nach vertreibe Ich sie vor dir,
sollst du ins Haus Jehovahs, deines Gottes, bis daß du fruchtbar wirst und das Land erbest.
bringen, das Böcklein nicht in der Milch seiner Weish.12/8.
Mutter kochen. 5Mo.14/21. 31. Und deine Grenze werde Ich setzen vom
20. Siehe, Ich sende einen Engel vor dir her, Schilfmeer bis zum Meer der Philister, und
dich zu behüten auf dem Weg, und dich zu von der Wüste bis zum Flusse; denn Ich will
bringen an den Ort, den Ich bereitet habe. die Einwohner des Landes geben in eure Hand,
2Mo.14/19; Jes.63/9; Mal.3/1,2; Matth.26/64. und sie vertreiben vor dir. 5Mo.15/18.
21. Hüte dich vor Seinem Angesicht und 32. Keinen Bund sollst du mit ihnen und
höre auf Seine Stimme; erbittere Ihn nicht, ihren Göttern schließen. 2Mo.34/12; 5Mo.7/2; Jos.9/15.
denn eure Übertretung erträgt Er nicht; denn 33. Sie sollen nicht in deinem Lande woh-
Mein Name ist in Seiner Mitte. nen, daß sie dich nicht sündigen machen wider
Matth.18/19,20; 19/29; Joh.1/12; 3/18; 20/31. Mich; denn so du ihren Göttern dienest, wird
22. Wenn du aber auf Seine Stimme hören es dir zum Fallstrick werden. Jes.24/17-19; 28/13;
und alles tun wirst, was Ich zu dir reden werde, Jer.48/43,44; Ps.106/36; 4Mo.33/55; 5Mo.7/16; Ri.2/3.
so will Ich ein Feind sein deinen Feinden und
ein Bedränger deiner Bedränger.
1Mo.12/3; Ps.81/14,15; 1.Makk.10/26.
23. Wenn vor dir hergehen wird Mein Engel Kapitel 24
und dich bringen zu den Amoritern und Chet-
hitern und Pherisitern und Kanaanitern und Gerichte. Bund. Mose auf dem Berge.
den Chivitern und den Jebusitern, die Ich
1. Und zu Mose sprach Er: Steige herauf
wegschaffen werde.
zu Jehovah, du und Aharon, Nadab und Abi-
24. Du sollst ihre Götter nicht anbeten, noch
hu, und siebzig von den Ältesten Israels, und
ihnen dienen, und sollst nicht tun nach ihrem
betet an von ferne. 2Mo.6/23; 4Mo.11/16.
Tun, sondern niederreißen und zerbrechen
2. Und Mose trete allein herzu zu Jehovah,
(brechend brechen) ihre Bildsäulen.
sie aber sollen nicht herzutreten, und das Volk
25. Aber Jehovah, eurem Gotte sollt ihr

100
2.MOSE 24/3

komme nicht mit ihm herauf. 2Mo.20/21; 33/11. 14. Und zu den Ältesten sprach er: Sitzet
3. Und Mose kam und erzählte dem Volke für uns hier, bis wir zu euch zurückkommen,
alle die Worte Jehovahs und alle die Gerichte, und siehe, Aharon und Chur sind bei euch.
und das ganze Volk antwortete mit einer Wer immer eine Streitsache (der Meister von
Stimme und sie sprachen: Alle Worte, die Worten) hat, der trete herbei zu ihnen. 2Mo.17/10.
Jehovah geredet, werden wir tun. 2Mo.19/8. 15. Und Mose stieg auf den Berg, und die
4. Und Mose schrieb alle die Worte Jeho- Wolke bedeckte den Berg.
vahs, und machte sich früh auf am Morgen 16. Und die Herrlichkeit Jehovahs wohnte
und baute einen Altar unten am Berge und auf dem Berge Sinai, und die Wolke bedeckte
zwölf Denksäulen für die zwölf Stämme ihn sechs Tage; und Er rief zu Mose am sie-
Israels; benten mitten aus der Wolke.
5. Und sandte Jünglinge der Söhne Israels 17. Und das Ansehen der Herrlichkeit
hin, und sie ließen Brandopfer aufgehen und Jehovahs war wie ein fressendes Feuer auf
opferten Opfer des Friedens von Farren dem dem Gipfel (Haupte) des Berges vor den
Jehovah. Augen der Söhne Israels.
6. Und Mose nahm die Hälfte des Blutes 5Mo.4/24; 33/2; Ps.50; Jes.33/14.
und tat es in die Becken, die Hälfte des Blutes 18. Und Mose ging mitten in die Wolke und
aber sprengte er über den Altar. stieg den Berg hinauf; und Mose war vierzig
7. Und er nahm das Buch des Bundes und Tage und vierzig Nächte auf dem Berg.
las es vor den Ohren des Volkes, und sie
sprachen: Alles, was Jehovah geredet hat,
werden wir tun und Ihm gehorchen.
8. Und Mose nahm das Blut und sprengte Kapitel 25
es über das Volk und sprach: Siehe, dies ist
das Blut des Bundes, den Jehovah über alle Stiftshütte. Hebeopfer.
diese Worte mit euch geschlossen hat. Lade. Tisch. Leuchter.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
Ez.20/17-20; Joh.6/53-58.
9. Und Mose stieg, und Aharon, Nadab und
2. Rede zu den Söhnen Israels, daß sie für
Abihu und siebzig von den Ältesten Israels
Mich eine Hebe nehmen; von jedem Manne,
hinauf;
den sein Herz freiwillig treibt, sollt ihr nehmen
10. Und sie sahen den Gott Israels, und unter
die Hebe. 2Mo.35/5,22.
Seinen Füßen war wie ein Werk von Saphir-
3. Und das ist die Hebe, die ihr von ihnen
stein und wie Stoff (Gebein) des Himmels an
nehmen sollet: Gold und Silber und Erz.
Reinheit. Ez.1/26; Offb.4/3.
4. Und Purpurblau und Purpurrot, Scharlach
11. Und an die Ausgesonderten der Söhne
doppelt gefärbt und Byssus und Ziegenhaar
Israels legte Er nicht Seine Hand. Und sie
(Ziegen).
erschauten Gott und aßen und tranken.
5. Und rote Widderfelle und Dachsfelle und
2Mo.20/19; 34/28.
Schittimholz.
12. Und Jehovah sprach zu Mose: Steige
6. Öl für den Leuchter, Gewürze zum Salböl
herauf zu Mir auf den Berg und sei da, und
und zum Räucherwerk der Spezereien.
Ich werde dir die steinernen Tafeln und das
7. Onychsteine, und Steine zu Füllungen
Gesetz und das Gebot geben, das Ich zu ihrer
für das Ephod und für das Brustschildlein.
Unterweisung geschrieben habe. 2Mo.32/15.
8. Und sie sollen Mir ein Heiligtum machen,
13. Und Mose machte sich auf und Jeho-
auf daß Ich in ihrer Mitte wohne. Offb.21/3.
schua sein Diener; und Mose stieg auf den
9. Nach allem wozu Ich dir das Vorbild der
Berg Gottes. 4Mo.11/28; 13/17.

101
2.MOSE 25/10

Wohnung und das Vorbild aller seiner Geräte 22. Und dort komme Ich mit dir zusammen
sehen lasse, so sollt ihr es machen. und rede mit dir von dem Gnadenstuhl zwi-
10. Und sie sollen eine Lade von Schittim- schen den beiden Cheruben hervor, die auf
holz machen, zwei Ellen und eine halbe seine der Lade des Zeugnisses sind, mit dir zu reden
Länge, und eine Elle und eine halbe ihre alles, was Ich dir an die Söhne Israels gebieten
Breite, und eine Elle und eine halbe ihre Höhe. werde. 2Mo.29/42,43; 3Mo.16/2; 4Mo.7/89; 1Sa.4/4;
11. Und überziehe sie mit reinem Gold, von 2Sa.6/2; Ps.80/2.
innen und von außen sollst du sie überziehen, 23. Und einen Tisch sollst du machen von
und mache rings herum einen goldenen Kranz Schittimholz, zwei Ellen seine Länge, und eine
daran. Elle seine Breite, und eine Elle und eine halbe
12. Und gieße für sie vier goldene Ringe seine Höhe. 4Mo.4/7.
und setze sie an ihre vier Ecken, und zwei 24. Und sollst ihn mit reinem Gold überzie-
Ringe auf der einen Seitenwand (Rippe) und hen, und ihm ringsum einen Kranz von Gold
zwei auf der zweiten Seitenwand (Rippe). machen.
13. Und mache Stangen aus Schittimholz 25. Und eine Randleiste eine Handbreit
und überziehe sie mit Gold. sollst du machen rings herum, und einen Kranz
14. Und bringe die Stangen in die Ringe an von Gold ringsum für die Randleiste.
den Seitenwänden der Lade, die Lade damit 26. Und sollst ihm vier goldene Ringe
zu tragen. machen, und die Ringe auf die vier Ecken
15. In den Ringen der Lade sollen die Stan- setzen (geben), die an seinen vier Füßen sind.
gen sein, sie sollen nicht daraus weggenommen 27. Nächst der Randleiste sollen die Ringe
werden. sein, als Behälter (Häuser) für die Stangen,
16. Und gib in die Lade das Zeugnis, das um den Tisch zu tragen.
Ich dir geben werde. 2Mo.32/15; 34/28,29; 28. Und die Stangen mache aus Schittimholz
Ps.119/2,14,31f; Offb.6/9; 12/11,17; 19/10; Joh.3/31f; 18/37. und überziehe sie mit Gold, daß mit ihnen der
17. Und du sollst einen Gnadenstuhl von Tisch getragen werde.
reinem Golde machen, zwei Ellen und eine 29. Auch mache seine Schüsseln und seine
halbe soll seine Länge, und eine Elle und eine Platten und seine Becher und seine Trank-
halbe seine Breite sein. opferschalen, womit er gedeckt wird; aus
2Mo.24/40; 3Mo.16/2f; 4Mo.7/89. reinem Gold sollst du sie machen.
18. Und sollst zwei Cherube machen, von 2Mo.25/40; 3Mo.24/7; 4Mo.7/14.
getriebenem Golde, aus den beiden Enden des 30. Und gib auf den Tisch die Schaubrote
Gnadenstuhls sollst du sie machen. (Brot des Angesichts) vor Mein Angesicht
19. Und mache den einen Cherub von dem beständig. 3Mo.24/5f; 4Mo.4/7; 1Sa.21/6.
einen Ende, und den anderen Cherub von dem 31. Und mache einen Leuchter von reinem
anderen Ende; machet die Cherube an den Gold; in getriebener Arbeit werde der Leuchter
beiden Enden aus dem Gnadenstuhl. gemacht. Sein Schaft und seine Röhre, seine
20. Und die Cherube sollen die Flügel Kelche, seine Knäufe und seine Blumen
darüberhin ausbreiten, mit ihren Flügeln den (Blüten) sollen aus ihm sein. 2Mo.37/17.
Gnadenstuhl überdeckend, und ihre Gesichter 32. Und sechs Röhren sollen aus seinen
einander zugewandt (der Mann zu seinem Seiten ausgehen; drei Röhren des Leuchters
Bruder); gegen den Gnadenstuhl seien die aus der einen Seite, und drei Röhren des
Gesichter der Cherube. 2Mo.27/9; 1Kö.6/27; Ez.28/14. Leuchters aus der zweiten Seite. 2Mo.37/18.
21. Und du sollst den Gnadenstuhl oben auf 33. Drei mandelblütförmige Kelche seien
die Lade tun, und in die Lade das Zeugnis an einer Röhre mit Knauf (Granatapfel) und
geben, das Ich dir geben will. Blume (Blüte), und drei mandelblütförmige

102
2.MOSE 25/34

Kelche an der anderen (an einer) Röhre mit 4. Und mache Schleifen von blauem Purpur
Knauf (Granatapfel) und Blume (Blüte), so an den Saum des einen Teppichs am Ende bei
bei den sechs Röhren, die von dem Leuchter der Zusammenfügung, und so sollst du es
ausgehen. machen am Saume des äußersten Teppichs
34. Und am Leuchter sollen vier mandel- bei der zweiten Zusammenfügung.
blütförmige Kelche mit ihren Knäufen (Granat- 5. Fünfzig Schleifen sollst du an dem einen
äpfel) und Blumen (Blüten) sein. Teppich machen, und fünfzig Schleifen sollst
35. Und ein Knauf (Granatapfel) sei unter du machen am Ende des Teppichs an der
zwei Röhren aus demselben, und ein Knauf zweiten Zusammenfügung, so daß die Schlei-
(Granatapfel) unter zwei Röhren aus demsel- fen einander (das Weib ihrer Schwester)
ben, und ein Knauf (Granatapfel) unter zwei gegenüberstehen.
Röhren unter demselben; an den sechs Röhren, 6. Und mache fünfzig Haken von Gold, und
die von dem Leuchter ausgehen. 2Mo.37/19. füge die Teppiche zusammen durch die Haken
36. Ihre Käufe (Granatäpfel) und Röhren aneinander (das Weib an ihre Schwester), so
seien aus ihm selbst; alles an ihm sei aus einer daß es eine Wohnung werde.
getriebenen Arbeit von reinem Gold. 7. Und mache Teppiche von Ziegenhaar zu
37. Und mache seiner Lampen sieben, daß einem Zelte über die Wohnung, elf Teppiche
man seine Lampen aufstecke und leuchten sollst du sie machen.
lasse gegen sein Angesicht. 8. Die Länge eines Teppichs soll dreißig
38. Und seine Lichtputzen und Löschnäpfe Ellen sein, und die Breite vier Ellen für einen
seien von reinem Gold. Teppich; ein Maß für die elf Teppiche.
39. Aus einem Talent reinen Goldes mache 9. Und füge die fünf Teppiche besonders
man ihn, samt allen diesen Gefäßen. zusammen und die sechs Teppiche besonders,
40. Und siehe zu, und mache es nach dem und mache den sechsten Teppich doppelt an
Vorbild derselben, das dir auf dem Berge der Vorderseite des Zeltes.
gezeigt worden ist. 10. Und mache fünfzig Schleifen an den
Saum des einen äußersten Teppichs an der
Zusammenfügung und fünfzig Schleifen an
den Saum des Teppichs an der zweiten Zu-
Kapitel 26 sammenfügung.
11. Und mache fünfzig Haken von Erz, und
Versammlungszelt [Stiftshütte]. bringe die Haken in die Schleifen, und füge
das Zelt zusammen, daß es eines sei.
1. Und die Wohnung sollst du machen aus
12. Und das Überhangende, was von den
zehn Teppichen von gezwirntem Byssus und
Teppichen des Zeltes überfließt, die Hälfte
blauem und rotem Purpur und Scharlach; mit
des Teppichs, die überfließt, soll hinten an
Cheruben, dem Werke des Kunstwirkers, sollst
der Wohnung überhängen.
du sie machen. 2Mo.25/8,18; 35/35.
13. Und die Elle von hier und die Elle von
2. Die Länge eines Teppichs sei achtund-
dort, die von der Länge der Teppiche des
zwanzig Ellen und die Breite vier Ellen für
Zeltes überflüssig ist, soll auf beiden Seiten
einen Teppich; ein Maß für alle Teppiche.
der Wohnung überhängen, um sie zu bedek-
3. Fünf Teppiche füge man zusammen, einen
ken.
an den anderen (das Weib an ihre Schwester),
14. Und mache eine Decke für das Zelt von
und wieder fünf Teppiche füge man zusam-
roten Widderfellen und eine Decke von Dachs-
men, einen an den andern (das Weib an ihre
fellen darüberhin.
Schwester).
15. Und mache die Bretter zur Wohnung

103
2.MOSE 26/16

von Schittimholz, aufrecht stehend. ihre Ringe mache von Gold, als Behälter
16. Zehn Ellen sei die Länge des Brettes (Häuser) für die Riegel, und überziehe die
und eine Elle und eine halbe Elle die Breite Riegel mit Gold.
eines Brettes. 30. Und so richte die Wohnung auf nach
17. Zwei Zapfen (Hände) an dem einen ihrer Weise (ihrem Gerichte), die dir auf dem
Brett, fügend ineinander (das Weib an ihre Berge gezeigt worden ist. 2Mo.25/40.
Schwester), sollst du machen an allen Brettern 31. Und mache einen Vorhang von blauem
der Wohnung. und rotem Purpur und Scharlach, und gezwirn-
18. Und mache die Bretter für die Wohnung: tem Byssus, als Werk des Kunstwirkers soll
zwanzig Bretter an der Ecke gegen Mittag, man es machen mit Cheruben. 2Mo.26/1.
südwärts. 32 Und gib ihn an vier Säulen von Schittim,
19. Und vierzig silberne Untersätze sollst mit Gold überzogen, und ihre Nägel von Gold,
du machen unter die zwanzig Bretter, zwei auf vier silbernen Untersätzen,
Untersätze unter je ein Brett für seine beiden 33. Und den Vorhang gib unter die Haken,
Zapfen (Hände), und zwei Untersätze unter und bringe dahin innerhalb des Vorhangs die
ein Brett für seine zwei Zapfen (Hände); Lade des Zeugnisses; und der Vorhang scheide
20. Und an der zweiten Seitenwand (Rippe) euch zwischen dem Heiligen und zwischen
der Wohnung, in die Ecke gegen Mitternacht, dem Allerheiligsten.
zwanzig Bretter; 34. Und setze den Gnadenstuhl auf die Lade
21. Und vierzig Untersätze von Silber; zwei des Zeugnisses im Allerheiligsten. 2Mo.25/21.
Untersätze unter ein Brett, und zwei Untersätze 35. Und den Tisch setze außerhalb des
unter jedes andere (eine) Brett; Vorhangs, und den Leuchter dem Tisch gerade
22. Und an der hinteren Seite (an den Hüf- gegenüber an die Seitenwand der Wohnung
ten) gegen das Meer mache sechs Bretter; gegen Mittag, und den Tisch gib an die Seiten-
23. Und zwei Bretter sollst du machen für wand (Rippe) gegen Mitternacht.
die Eckstücke der Wohnung an der Hinterseite 36. Und mache eine Decke für den Eingang
(an den Hüften). zum Zelte von blauem und rotem Purpur und
24. Und sie sollen sein zwiefach von unten Scharlach doppelt gefärbt und gezwirntem
an und zugleich zwiefach (ganz) auf seiner Byssus, das Werk eines Buntwirkers.
Spitze (seinem Haupt) bis zum ersten Ring. 37. Und mache zu der Decke fünf Säulen
So soll es mit diesen beiden sein, an den zwei von Schittim, und überziehe sie mit Gold, und
Eckstücken sollen sie sein. ihre Nägel von Gold, und gieße für sie fünf
25. Und acht Bretter sollen es sein und ihre eherne Untersätze.
silbernen Untersätze, sechzehn Untersätze,
zwei Untersätze unter einem Brett, und zwei
Untersätze unter jedem anderen (einem) Brett.
26. Und mache Riegel von Schittimholz,
fünf für die Bretter einer Seitenwand (Rippe) Kapitel 27
der Wohnung;
27. Und fünf Riegel für die Bretter der Brandopferaltar. Vorhof. Heiliges Öl.
zweiten Seitenwand (Rippe) der Wohnung
1. Und den Altar mache aus Schittimholz,
an der Hinterseite (an den Hüften) gegen das
fünf Ellen die Länge und fünf Ellen die Breite,
Meer;
Geviert sei der Altar, und drei Ellen seine
28. Und der mittlere Riegel laufe mitten an
Höhe. 1Mo.12/8; 22/2,9; 35/6,7.
den Brettern hin von Ende bis zu Ende.
2. Und mache seine Hörner an seinen vier
29. Und die Bretter überziehe mit Gold, und

104
2.MOSE 27/3

Ecken. Aus ihm heraus sollen seine Hörner Flügel (Schulter), ihre Säulen drei und ihre
sein, und überziehe ihn mit Erz. Untersätze drei.
2Mo.30/2,10; 37/25; 38/2; Ps.89/18f; 18/2f; 132/17; 15. Und auf dem zweiten Flügel (Schulter)
1Sa.2/1,10; 3Mo.4/7; Offb.9/13. fünfzehn Behänge, ihre Säulen drei und ihre
3. Und mache seine Töpfe, die Asche weg- Untersätze drei.
zutun, und seine Schaufeln und seine Spreng- 16. Und zum Tor des Vorhofs eine Decke
becken, und seine Fleischgabeln und seine von zwanzig Ellen, von blauem und rotem
Kohlpfannen. Alle seine Geräte sollst du von Purpur und doppelt gefärbtem Scharlach und
Erz machen. 1Sa.2/13. gezwirntem Byssus, das Werk des Buntwir-
4. Und mache für ihn ein Gitter, ein Netz- kers, seine Säulen vier und ihre Untersätze
werk aus Erz, und an das Netz sollst du an vier.
seinen vier Enden vier eherne Ringe machen. 17. Alle Säulen des Vorhofs ringsum mit
5. Und sollst es setzen unter die Einfassung silbernen Umgürtungen und ihren silbernen
des Altars von unten her, und das Netz sei bis Nägeln und ihren ehernen Untersätzen.
an die Mitte des Altars. 18. Die Länge des Vorhofes hundert Ellen,
6. Und mache Stangen für den Altar, Stan- und die Breite fünfzig gegen fünfzig, und die
gen von Schittimholz, und überziehe sie mit Höhe fünf Ellen von gezwirntem Byssus, und
Erz. ihre Untersätze von Erz.
7. Und seine Stangen bringe man in die 19. Alle Geräte der Wohnung für all ihren
Ringe, und sollen die Stangen an beiden Dienst, und all ihre Pflöcke und alle Pflöcke
Seitenwänden (Rippen) des Altars sein, wenn des Vorhofs seien von Erz.
man ihn trägt. 2Mo.26/30. 20. Und du gebiete den Söhnen Israels, daß
8. Hohl, von Brettern sollst du ihn machen, sie dir reines, gestoßenes Olivenöl zum Licht
wie man dir zeigte auf dem Berge, so sollen bringen, auf daß man die Lampe beständig
sie ihn machen. aufgehen lasse.
9. Und den Vorhof der Wohnung mache 21. Im Versammlungszelte außerhalb des
an der Seite (Ecke) gegen Mittag südwärts; Vorhangs, der vor dem Zeugnisse ist, soll es
Behänge für den Vorhof von gezwirntem Aharon und seine Söhne zurichten vom Abend
Byssus hundert Ellen die Länge an der einen bis zum Morgen, vor Jehovah. Eine ewige
Seite (Ecke). Satzung sei es für ihre Geschlechter aus den
10. Und seiner Säulen zwanzig und seiner Söhnen Israels. 2Mo.25/21; 30/7,8; 1Sa.3/3.
Untersätze zwanzig von Erz, die Nägel der
Säulen und deren Umgürtungen von Silber.
11. Und so an der Seite (Ecke) gegen Mitter-
nacht der Länge nach Behänge, hundert in die Kapitel 28
Länge, und seine zwanzig Säulen und deren
zwanzig Untersätze von Erz, die Nägel der Priesterliche Kleidung.
Säulen und ihre Umgürtungen von Silber.
1. Und du, laß sich nahen zu dir Aharon,
12. Und in die Breite des Vorhofs auf der
deinen Bruder, und seine Söhne mit ihm aus
Seite (Ecke) nach dem Meer Behänge, fünfzig
der Mitte der Söhne Israels, daß er Mir als
Ellen, ihre Säulen zehn und deren zehn Unter-
Priester diene, Aharon, Nadab und Abihu,
sätze.
Eleazar und Ithamar, Aharons Söhne.
13. Und in die Breite des Vorhofs auf der
2. Und mache Kleider der Heiligkeit deinem
Vorderseite (Vorderecke) gegen Aufgang
Bruder Aharon zur Herrlichkeit und zum
fünfzig Ellen.
Schmuck.
14. Und fünfzehn Ellen Behänge auf dem

105
2.MOSE 28/3

3. Und du rede mit allen denen, die weisen Flechtwerk, und lege (gib) die geflochtenen
Herzens sind, die Ich mit dem Geiste der Kettchen an die Einfassungen.
Weisheit erfüllt, daß sie Aharons Kleider 15. Und mache das Brustschildlein des
machen, ihn zu heiligen, auf daß er Mir Prie- Gerichts ein Werk des Kunstwirkers; wie das
ster sei. Werk des Ephod sollst du es machen; von
4. Und dies sind die Kleider, die sie machen Gold, von blauem und rotem Purpur und
sollen: das Brustschildlein und das Ephod und doppelt gefärbtem Scharlach und gezwirntem
das Oberkleid und der Leibrock, zellenförmig Byssus sollst du es machen.
gewirkt, die Tiara und der Gürtel. Und sie 16. Geviert sei es, gedoppelt, eine Spanne
sollen Kleider der Heiligkeit machen für seine Länge und eine Spanne seine Breite.
Aharon, deinen Bruder und für seine Söhne, 17. Und du sollst es füllen mit einer Füllung
daß er Mir Priester sei. von Steinen, vier Reihen von Steinen, eine
5. Und sie sollen dazu nehmen das Gold, Reihe von Rubin, Topas und Karfunkel: die
und den blauen und roten Purpur, und doppelt erste Reihe.
gefärbten Scharlach und den Byssus. 18. Und die zweite Reihe: Chrysopras,
6. Und das Ephod sollen sie machen aus Saphir und Diamant.
Gold, blauem und rotem Purpur, doppelt 19. Und die dritte Reihe: Lasurstein, Achat
gefärbtem Scharlach und gezwirnten Byssus, und Amethyst.
ein Werk des Kunstwirkers. 20. Und die vierte Reihe: Tharschisch,
7. Zwei zusammengefügte Schulterstücke Onych und Jaspis; in Gold eingefaßt, seien
soll es haben an seinen zwei Enden, daß es sie in ihren Füllungen.
zusammengefügt werde. 21. Und die Steine seien nach den Namen
8. Und der Gurt seines Ephods, der darauf der Söhne Israels, zwölf nach ihren Namen,
ist, soll von demselben Werke und aus demsel- wie Siegel eingegraben jeder Mann mit seinem
ben sein, von Gold, blauem und rotem Purpur, Namen für die zwölf Stämme seien sie.
doppelt gefärbtem Scharlach und gezwirntem 22. Und an die Enden (Grenzen) des Brust-
Byssus. schildleins mache Kettchen, Flechtwerk von
9. Und nimm zwei Onychsteine und grabe reinem Gold.
die Namen der Söhne Israels darein. 23. Und an das Brustschildlein mache zwei
2Mo.28/21; 1Mo.35/23f. goldene Ringe, und tue (gib) die zwei Ringe
10. Sechs von ihren Namen auf den einen an die zwei Enden des Brustschildleins.
Stein und die sechs übrigen Namen auf den 24. Und tue (gib) die zwei goldenen Ge-
zweiten Stein, nach ihren Geburten. flechte an die zwei Ringe an den Enden des
11. Mit dem Werke des Werkmanns in Brustschildleins.
Steinen mit Siegelstecherei sollst du auf die 25. Und die zwei Enden der beiden Geflech-
zwei Steine die Namen der Söhne Israels te setze (gib) an die zwei Einfassungen, und
eingraben. Rings in Gold gefaßt sollst du sie setze (gib) sie an die Schulterstücke des Ephod
machen. auf dessen Vorderseite.
12. Und setze die zwei Steine auf die Schul- 26. Und mache zwei Ringe von Gold, und
tern des Ephod, als Gedenksteine für die Söhne setze sie an die zwei Enden des Brustschild-
Israels, und Aharon trage ihre Namen vor leins an dessen Saum (Lippen), gegen das
Jehovah auf seinen beiden Schultern zum Ephod zu, einwärts.
Andenken. 27. Und mache zwei Ringe von Gold, und
13. Und mache die Einfassungen von Gold. setze (gib) sie an die zwei Schulterstücke des
14. Und zwei Kettchen reinen Goldes sollst Ephod von unten an seiner Vorderseite nächst
du an ihren Enden (Grenzen) machen von der Zusammenfügung über dem Gurt des

106
2.MOSE 28/28

Ephod. die Söhne Israels heiligen mit allen ihren


28. Und sie sollen das Brustschildlein mit heiligen Gaben, und es soll beständig auf
seinen Ringen schnüren an die Ringe des seiner Stirn sein, zum Wohlgefallen für sie
Ephod mit einer purpurblauen Schnur, so daß vor Jehovah. 3Mo.10/17; 4Mo.8/19f; 17/12,13; 18/1;
es über dem Gurt des Ephod sei, und das Jes.53/4f; 59/16-20; 63/1-9; Mi.7/19.
Brustschildlein sich nicht von dem Ephod 39. Und du sollst den Leibrock zellenförmig
verrücke. wirken von Byssus, und die Tiara von Byssus
29. Und Aharon trage die Namen der Söhne machen, und den Gürtel machen mit dem Werk
Israels im Brustschildlein des Gerichts auf des Buntwirkers.
seinem Herzen, wenn er hineingeht ins Heilig- 40. Und für die Söhne Aharons sollst du
tum, vor Jehovah zu beständigem Andenken. Leibröcke machen, und sollst ihnen Gürtel
30. Und in das Brustschildlein des Gerichts machen, und Kopfbünde sollst du ihnen ma-
sollst du die Urim und die Thummim [Licht chen zur Herrlichkeit und zum Schmuck.
und Recht] tun (geben) und sie seien auf dem 2Mo.28/2.
Herzen Aharons, wenn er eingeht vor Jehovah, 41. Und sollst sie deinem Bruder Aharon
und Aharon trage beständig auf seinem Herzen und seinen Söhnen mit ihm anziehen, und
das Gericht der Söhne Israels vor Jehovah. sollst sie salben, und ihre Hand füllen, und
31. Und du sollst das Oberkleid des Ephod sie heiligen, auf daß sie Mir Priesterdienst tun.
gänzlich von blauem Purpur machen. 2Mo.29/7,9; 30/25-29; 40/13-15; 3Mo.8/13-33;
32. Und es sei seine Kopföffnung (die 1Mo.28/18-22; 2Sa.1/21; Jes.21/5.
Mündung seines Kopfes) in seiner Mitte. Eine 42. Und mache ihnen Beinkleider von
Borte soll sein an seiner Öffnung (Mund) rings Linnen, das Fleisch ihrer Blöße zu bedecken,
umher, das Werk des Webers; wie die Öffnung sie sollen sein von den Lenden bis an die
(Mund) eines Panzers sei sie ihm, daß es nicht Schenkel.
zerreiße. 43. Und Aharon und seine Söhne sollen sie
33. Und an seine Säume mache Granatäpfel anhaben, wenn sie in das Versammlungszelt
von blauem und rotem Purpur, und doppelt eingehen, oder herzutreten zu dem Altare, um
gefärbten Scharlach an seine Säume rings- im Heiligtum Dienst zu tun, auf daß sie nicht
herum, und goldene Glöckchen in ihrer Mitte eine Missetat tragen und sterben. Dies soll eine
ringsherum. 2Mo.39/25. ewige Satzung für ihn und seinen Samen nach
34. Ein goldenes Glöckchen und ein Granat- ihm sein.
apfel, ein goldenes Glöckchen und ein Granat-
apfel an den Säumen des Oberkleides ringsum.
35. Und Aharon soll es haben, wenn er Kapitel 29
Dienst tut, daß ihre Stimme gehört werde,
wenn er ins Heiligtum eingeht vor Jehovah Priesterliche Opfer.
und wenn er herauskommt, auf daß er nicht
1. Und das ist das Wort, das du ihnen tun
sterbe.
sollst, um sie zu heiligen, auf daß sie Mir
36. Und ein Blatt mache von reinem Gold,
Priesterdienst tun. Nimm einen Farren, den
und grabe darein mit Siegelstich: Heiligkeit
Sohn der Herde, und zwei Widder ohne Fehl;
dem Jehovah!
2. Und ungesäuertes Brot und ungesäuerte
37. Und sollst es an eine Schnur von blauem
Kuchen, mit Öl vermischt, und ungesäuerte
Purpur setzen, und es soll sein an der Tiara;
Fladen, mit Öl gesalbt, vom Semmelmehl des
vorn an der Tiara soll es sein.
Weizens sollst du sie machen;
38. Und auf Aharons Stirn soll es sein, und
2Mo.23/18; 3Mo.2/1f,11; 6/15-17; 4Mo.7/13f; 15/2-15; 28/11-15.
Aharon trage die Missetat des Heiligen, das

107
2.MOSE 29/3

3. Und lege (gib) sie in einen Korb und und sein Blut nehmen und auf den Altar
bringe sie dar in dem Korbe, und den Farren sprengen ringsherum.
und die zwei Widder. 3Mo.2/4. 17. Und den Widder zerstücke in seine
4. Und Aharon und seine Söhne lasse nahen Stücke, und wasche seine Eingeweide und
dem Eingang des Versammlungszeltes und seine Schenkel und lege (gib) sie auf seine
wasche sie mit Wasser. 2Mo.30/19. Stücke und auf sein Haupt.
5. Und nimm die Kleider und ziehe dem 18. Und den ganzen Widder zünde an auf
Aharon den Leibrock und das Oberkleid des dem Altar; ein Brandopfer ist es dem Jehovah,
Ephod und das Ephod und das Brustschildlein ein Geruch der Ruhe, ein Feueropfer für
an, und binde ihm den Gurt des Ephod um. Jehovah ist es.
6. Und setze ihm die Tiara auf das Haupt, 19. Und nimm den zweiten Widder, und
und tue (gib) das Diadem der Heiligkeit auf Aharon und seine Söhne sollen ihre Hände
die Tiara. 2Mo.28/36. auf das Haupt des Widders legen (lehnen).
7. Und nimm das Salböl und gieße es auf 20. Und schlachte den Widder und nimm
sein Haupt und salbe ihn. 2Mo.30/23f; Ps.132/2. von seinem Blut und tue (gib) es auf das rechte
8. Und laß nahen seine Söhne und ziehe Ohrläppchen Aharons und auf das rechte
ihnen die Leibröcke an. Ohrläppchen seiner Söhne und auf den Dau-
9. Und gürte sie mit dem Gürtel, Aharon men ihrer rechten Hand und auf die große
und seine Söhne, und binde ihnen die Kopf- Zehe ihres rechten Fußes, und sprenge das Blut
bünde um, auf daß sie das Priestertum haben auf dem Altar ringsherum.
zur ewigen Satzung; und sollst die Hand 21. Und nimm von dem Blut, das auf dem
Aharons und die Hand seiner Söhne füllen. Altar ist, und von dem Salböl, und besprenge
10. Und bringe dar den Farren vor das Aharon und seine Kleider und seine Söhne
Versammlungszelt, und Aharon und seine und die Kleider seiner Söhne mit ihm; und
Söhne sollen ihre Hände dem Farren auf das er soll heilig sein und seine Kleider, und seine
Haupt legen (lehnen). Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.
11. Und sollst den Farren vor Jehovah 22. Und nimm von dem Widder das Fett
schlachten am Eingang des Versammlungs- und den Fettschwanz und das Fett, das die
zeltes; Eingeweide bedeckt, und das Lebernetz und
12. Und sollst vom Blut des Farren nehmen die zwei Nieren und das Fett auf ihnen und
und mit deinem Finger auf die Hörner des die rechte Keule; denn es ist ein Widder der
Altars tun (geben), und das ganze Blut an den Füllungen.
Grund des Altars ausgießen. 23. Und einen Laib Brot und einen Kuchen
13. Und sollst nehmen alles Fett, das die von Ölbrot und einen Fladen aus dem Korb
Eingeweide bedeckt und das Netz über der des Ungesäuerten, der da ist vor Jehovah.
Leber und die zwei Nieren und das Fett, das 24. Und lege alles auf die Hände Aharons
über ihnen ist, und es anzünden auf dem Altar. und auf die Hände seiner Söhne, und laß es
14. Und das Fleisch des Farren, und seine weben als eine Webe vor Jehovah.
Haut und seinen Mist verbrenne mit Feuer 25. Und nimm sie aus ihrer Hand und zünde
außen vor dem Lager; denn ein Sündopfer ist sie an auf dem Altar über dem Brandopfer,
es. zu einem Geruch der Ruhe vor Jehovah. Ein
15. Und den einen Widder nimm, und Feueropfer ist es für Jehovah. 2Mo.29/18.
Aharon und seine Söhne sollen ihre Hände 26. Und nimm die Brust von dem Widder
auf das Haupt des Widders legen (lehnen). der Füllungen für Aharon, und webe sie als
2Mo.29/10. eine Webe vor Jehovah und sie sei dir zum
16. Und du sollst den Widder schlachten, Anteil. 3Mo.8/29.

108
2.MOSE 29/27

27. Und heilige die Brust der Webe und die berührt, soll geheiligt sein. 2Mo.30/26; 3Mo.6/18,27;
Hebekeule, die gewebt und gehoben worden Jes.6/7; Jer.1/9; Da.10/16,18; Matth.8/3; Luk.8/44; Mark.6/56.
von dem Widder der Füllungen, von dem für 38. Und dies ist, was du auf dem Altar zube-
Aharon und von dem für seine Söhne. reiten sollst: zwei einjährige (Söhne eines
3Mo.7/29f; 4Mo.18/18f. Jahres) Lämmer an jedem Tage beständig.
28. Und soll sein Aharons und seiner Söhne 4Mo.28/2.
als ewige Satzung von den Söhnen Israels; 39. Das eine Lamm sollst du am Morgen
denn es ist eine Hebe; und eine Hebe soll es zubereiten (machen) und das zweite Lamm
sein von den Söhnen Israels von ihren Frie- sollst du zubereiten (machen) gegen Abend
densopfern, als ihr Hebeopfer vor Jehovah. (zwischen den Abenden).
29. Und die Kleider der Heiligkeit, die Luk.10/3; Jes.40/10,11; 53/7; Joh.1/29,36.
Aharon hat, seien seinen Söhnen nach ihm, 40. Und ein Zehntel Semmelmehl, mit
um sie darin zu salben und darin ihre Hand gestoßenem Öl vermischt, ein Viertel eines
zu füllen. Hin, und als Trankopfer den vierten Teil eines
30. Sieben Tage soll sie anziehen, wer von Hin Wein für das eine Lamm.
seinen Söhnen statt seiner Priester wird, der 41. Und das zweite Lamm sollst du zu-
eingeht in das Versammlungszelt, um in dem bereiten (machen) gegen Abend (zwischen
Heiligtum Dienst zu tun. 3Mo.8/3. den Abenden), wie das Speiseopfer am Mor-
31. Und den Widder der Füllungen sollst gen, und wie sein Trankopfer sollst du es
du nehmen und sein Fleisch kochen an heili- machen, zum Geruch der Ruhe, ein Feueropfer
gem Orte. für Jehovah.
32. Und Aharon und seine Söhne sollen das 42. Ein beständiges Brandopfer für eure
Fleisch des Widders und das Brot, das in dem Geschlechter am Eingang zum Versammlungs-
Korbe ist, essen am Eingang des Versamm- zelt vor Jehovah, wo Ich mit euch zusam-
lungszeltes. 3Mo.24/9. menkommen werde, um zu dir daselbst zu
33. Und sie sollen dieselben essen, durch reden.
die sie sind versöhnt worden, zu füllen ihre 43. Und dort werde Ich zusammenkommen
Hand, um sie zu heiligen, aber ein Fremder mit den Söhnen Israels, und geheiligt soll es
soll nicht davon essen, denn heilig sind sie. werden durch Meine Herrlichkeit;
34. Und wenn von dem Fleisch der Fül- 44. Und Ich werde heiligen das Versamm-
lungen und von dem Brot bis zum Morgen lungszelt und den Altar; und Aharon und seine
übrigbleibt, sollst du das Übrige im Feuer Söhne werde Ich heiligen, daß sie Mir Priester-
verbrennen, es soll nicht gegessen werden, dienste tun.
denn es ist Heiliges. 45. Und Ich werde wohnen inmitten der
35. Und mit Aharon und seinen Söhnen Söhne Israels, und werde ihnen Gott sein.
sollst du so tun, nach allem was Ich dir geboten 3Mo.26/11,12; 4Mo.5/3; Joh.14/21,23; 1Mo.17/7.
habe. Sieben Tage sollst du ihre Hand füllen. 46. Und sie sollen wissen, daß Ich Jehovah
3Mo.8/3f. ihr Gott bin, Der sie aus Ägyptenland her-
36. Und einen Farren sollst du als Sündopfer ausgebracht hat, auf daß Ich in ihrer Mitte
jeden Tag zubereiten (machen) zur Versöh- wohne, Ich Jehovah, ihr Gott.
nung, und den Altar entsündigen, indem du
dich über ihm versöhnst, und sollst ihn salben,
um ihn zu heiligen.
37. Sieben Tage sollst du versöhnen über
den Altar und ihn heiligen, und der Altar soll
das Allerheiligste sein. Jeder, der den Altar

109
2.MOSE 30/1

11. Und Jehovah redete zu Mose und


Kapitel 30 sprach:
12. Wenn du die Häupter erhebst der Söhne
Räuchaltar. Israels nach ihrer Musterung, soll jeder Mann
dem Jehovah eine Sühne für seine Seele geben,
1. Und du sollst einen Räuchaltar machen
wenn man sie mustert; auf daß in der Muste-
für das Räucherwerk. Aus Schittimholz sollst
rung keine Plage wider sie komme.
du ihn machen.
4Mo.1/26.
2. Eine Elle seine Länge und eine Elle seine
13. Jeder, der zu den Gemusterten übergeht,
Breite, geviert soll er sein, und zwei Ellen
soll einen halben Schekel geben, nach dem
seine Höhe, aus ihm seien seine Hörner.
Schekel des Heiligtums, zwanzig Gerah auf
2Mo.27/2.
den Schekel. Der halbe Schekel soll ein He-
3. Und du sollst ihn mit reinem Gold über-
beopfer für Jehovah sein. 2Mo.25/2; 3Mo.27/25.
ziehen, sein Dach und seine Wände ringsum
14. Jeder, der zu den Gemusterten übergeht
und seine Hörner, und du sollst ihm einen
von dem Sohne von zwanzig Jahren und
goldenen Kranz machen ringsumher. 2Mo.25/11.
darüber, soll dem Jehovah ein Hebeopfer
4. Und zwei goldene Ringe mache ihm
geben.
daran, unterhalb seines Kranzes, an seinen
15. Der Reiche mehre nicht und der Arme
zwei Seitenwänden, auf seinen beiden Seiten
mache es nicht weniger als die Hälfte eines
sollst du sie machen, und sie seien Behälter
Schekels, um eine Hebe zu geben für Jehovah,
(Häuser) für die Stangen, ihn damit zu tragen.
für eure Seelen zu sühnen.
5. Und die Stangen mache von Schittimholz
16. Und nimm das Silber der Versöhnungen
und überziehe sie mit Gold.
von den Söhnen Israels, und gib es zum Dien-
6. Und stelle (gib) ihn vor den Vorhang, der
ste des Versammlungszeltes, und es sei den
bei der Lade des Zeugnisses ist, vor dem
Söhnen Israels zum Gedächtnis vor Jehovah,
Gnadenstuhl, der über dem Zeugnisse, wo Ich
daß ihr für eure Seelen sühnetet.
mit dir zusammenkomme.
17. Und Jehovah redete zu Mose und
2Mo.29/42; 3Mo.4/18; 16/18.
sprach:
7. Und auf ihm lasse Aharon Morgen nach
18. Und du sollst ein Becken von Erz und
Morgen Räucherwerk der Spezereien anzün-
sein Gestell von Erz machen zum Waschen,
den. Wenn er die Lampen zurichtet (gut
und es zwischen das Versammlungszelt und
macht), soll er damit räuchern. Ps.141/2; Offb.5/8.
den Altar stellen (geben) und Wasser darein
8. Und wenn Aharon die Lampen aufsteckt
tun (geben).
(aufgehen läßt) gegen Abend, soll er damit
19. Und Aharon und seine Söhne sollen
räuchern, ein beständiges Räuchwerk vor
daraus ihre Hände und Füße waschen.
Jehovah in euren Geschlechtern.
20. Wenn sie in das Versammlungszelt
9. Kein fremdes Räuchwerk sollt ihr darauf
hineingehen, sollen sie sich mit Wasser wa-
aufgehen lassen, noch Brandopfer und Speise-
schen, auf daß sie nicht sterben; oder wenn
opfer. Und kein Trankopfer sollt ihr darauf-
sie zu dem Altare herzutreten, um den Dienst
gießen. 3Mo.10/1; 16/12; 4Mo.16/46.
zu tun, dem Jehovah ein Feueropfer anzuzün-
10. Und Aharon versöhne einmal im Jahr
den.
auf den Hörnern desselben mit dem Blut des
21. Und sie sollen ihre Hände und ihre Füße
Sündopfers der Versöhnungen. Einmal im Jahr
waschen, auf daß sie nicht sterben; und es soll
soll er darauf versöhnen für eure Geschlechter.
dies ihnen eine ewige Satzung sein, ihm und
Das Allerheiligste (das Heilige des Heiligen)
seinem Samen für ihre Geschlechter.
ist er für Jehovah. 3Mo.16/18.
22. Und Jehovah redete zu Mose und

110
2.MOSE 30/23

sprach: (gib) davon vor das Zeugnis in das Versamm-


23. Und du, nimm dir die hauptsächlichen lungszelt, wo Ich mit dir zusammenkomme,
Gewürze, der edelsten (selbstausgeflossenen) das Allerheiligste (das Heilige des Heiligen)
Myrrhe fünfhundert [Schekel], und würzigen sei es euch. 2Mo.25/21.
Zimt, die Hälfte davon, zweihundertfünfzig, 37. Und solch Räucherwerk, das du machst,
und würzigen Kalmus zweihundertfünfzig, nach demselben Maß sollt ihr es euch nicht
24. Und Kassia fünfhundert, nach dem machen, Heiliges sei es dir für Jehovah.
Schekel des Heiligtums, und Olivenöl ein Hin. 38. Der Mann, der ein solches macht, um
25. Und mache es zu Salböl der Heiligkeit, den Geruch davon zu machen, der soll von
die Salbe der Salbe, ein Werk des Salben- seinem Volke ausgerottet werden.
mischers, das Salböl der Heiligkeit soll es sein.
26. Und salbe damit das Versammlungszelt
und die Lade des Zeugnisses,
27. Und den Tisch und alle seine Geräte, Kapitel 31
und den Leuchter und seine Geräte, und den
Rauchaltar; Werkmeister. Sabbathfeier.
28. Und den Brandopferaltar und alle seine Gesetzestafeln.
Geräte, und das Becken und sein Gestell;
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
29. Und sollst sie heiligen, und sie sollen
2. Siehe, Ich habe mit Namen gerufen
das Allerheiligste (das Heilige des Heiligen)
Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Churs,
sein; ein jeder, der sie anrührt, soll geheiligt
vom Stamme Judah; 2Mo.35/30f; 36/1.
sein. 2Mo.29/37.
3. Und habe ihn erfüllt mit dem Geiste
30. Und Aharon und seine Söhne sollst du
Gottes, mit Weisheit und mit Einsicht und mit
salben und sie heiligen, auf daß sie Mir Prie-
Erkenntnis und allerlei Werk;
sterdienst tun.
4. Auszudenken Gedanken, sie zu machen
31. Und zu den Söhnen Israels sollst du
in Gold und in Silber und in Erz; 1Kö.7/14.
reden und sprechen: Das Salböl der Heiligkeit
5. Und im Steinschneiden zum Ausfüllen,
ist dies für Mich in euren Geschlechtern.
und im Holzschneiden, um allerlei Werk zu
Joh.1/12,13; 3/6.
machen.
32. Auf das Fleisch eines Menschen soll es
6. Und siehe, Ich habe ihm gegeben Oholiab,
nicht gegossen werden; auch sollt ihr nach
den Sohn Achisamachs, vom Stamme Dan,
seinem Maß kein solches machen. Heilig ist
und jedem, der weise ist von Herzen, in das
es, heilig sei es euch. Jes.31/3; 49/26; Jer.17/5;
Herz gegeben Weisheit, daß sie alles machen,
Sach.11/9; Ez.16/26; Matth.16/17.
was Ich dir geboten habe.
33. Der Mann, der eines mischt gleich ihm,
7. Das Versammlungszelt und die Lade für
und davon einem Fremden gibt, der soll von
das Zeugnis und den Gnadenstuhl darauf, und
seinem Volke ausgerottet werden.
alle Geräte des Zeltes,
2Mo.29/33; 1Mo.17/14; Jer.51/51; Joel 4/17; Ps.54/5.
8. Und den Tisch und seine Geräte, und den
34. Und Jehovah sprach zu Mose: Nimm
reinen Leuchter und alle seine Geräte, und den
dir Spezereien, Stakte, Räucherklaue und
Rauchaltar;
Galbanum, Spezereien, riechenden und laute-
9. Und den Brandopferaltar und alle seine
ren Weihrauch. Teil zu Teil soll es sein.Sir.24/18.
Geräte, und das Becken und sein Gestell.
35. Und mache daraus ein Räuchwerk, eine
10. Und die Kleider des Dienstes, und die
Mischung, ein Werk des Salbenmischers;
heiligen Kleider für Aharon, den Priester und
gesalzen, rein, heilig.
die Kleider seiner Söhne, um Priesterdienst
36. Und zermalme davon, zerstoße und tue

111
2.MOSE 31/11

zu tun; aus Ägyptenland heraufgebracht: wir wissen


11. Und das Salböl und das Räuchwerk der nicht, was mit ihm geschehen ist.
Spezereien für das Heiligtum; nach allem, was 2Mo.24/18; 5Mo.9/11.
Ich dir geboten habe, sollen sie es machen. 2. Und Aharon sprach zu ihnen: Reißet ab
12. Und Jehovah redete zu Mose und die goldenen Reife in den Ohren eurer Weiber,
sprach: eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie
13. Und du, rede zu den Söhnen Israels und mir.
sprich: Haltet ja Meine Sabbathe; denn dies 3. Und das ganze Volk riß sich die goldenen
ist ein Zeichen zwischen Mir und zwischen Reife, die in ihren Ohren waren, ab, und
euch in euren Geschlechtern, auf daß ihr brachten sie zu Aharon.
wisset, daß Ich Jehovah es bin, Der euch 4. Und er nahm sie von ihrer Hand und
heiligt. bildete es mit dem Meißel und machte es zu
14. Und haltet den Sabbath; denn heilig ist einem gegossenen Kalb. Und sie sprachen:
er euch. Wer ihn entweiht, soll des Todes Dies sind deine Götter, Israel, die dich aus
sterben; denn jeder, der an ihm eine Arbeit Ägyptenland heraufgebracht.
tut, dessen Seele soll aus der Mitte seines 2Mo.20/4; 34/17; 5Mo.4/12f; Ri.17/3.
Volkes ausgerottet werden. 4Mo.15/32f. 5. Und Aharon sah es, und baute einen Altar
15. Sechs Tage soll man Arbeit tun, am vor ihm, und Aharon rief aus und sprach:
siebenten Tag aber ist der Sabbath des Sab- Morgen ist ein Fest für Jehovah!
baths, dem Jehovah heilig. Wer eine Arbeit 6. Und früh am morgenden Tag standen sie
tut am Sabbathtage, soll des Todes sterben! auf und opferten Brandopfer auf und brachten
16. Und die Söhne Israels sollen den Sab- Friedensopfer herbei, und das Volk setzte sich
bath halten, zu machen den Sabbath in ihren zu essen und zu trinken, und standen auf zum
Geschlechtern zum Bunde der Ewigkeit. Spiel.
17. Zwischen Mir und den Söhnen Israels 7. Und Jehovah redete zu Mose: Geh, steig
sei er ein Zeichen ewiglich; denn in sechs hinab; denn verderblich handelt dein Volk,
Tagen machte Jehovah die Himmel und die das du aus Ägyptenland heraufgebracht.
Erde, am siebenten Tage aber hat Er gefeiert 8. Eilends sind sie von dem Wege gewichen,
und Sich erholt. Ez.20/12; 1Mo.2/1f. den Ich ihnen geboten hatte. Sie haben sich
18. Und Er gab dem Mose, als Er vollendet ein gegossen Kalb gemacht und haben es
hatte mit ihm zu reden, auf dem Berge Sinai angebetet und ihm geopfert, und gesagt: Dies
die zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln von sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägypten-
Stein, geschrieben mit dem Finger Gottes. land heraufgebracht.
2Mo.31/1; 32/15; 5Mo.5/22; 9/10. 9. Und Jehovah sprach zu Mose: Ich habe
dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein
hartnäckiges Volk.
10. Und nun laß Mich bleiben, daß Mein
Kapitel 32 Zorn gegen sie entbrenne, und Ich sie verzehre.
Dich aber will Ich zu einer großen Völker-
Das goldene Kalb. Moses Fürbitte. schaft machen. 2Mo.33/3; Apg.7/51; 1Mo.32/26.
11. Und Mose flehte vor dem Angesicht
1. Und das Volk sah, daß Mose verzog, vom
Jehovahs, seines Gottes, und sprach: Warum
Berge herabzukommen; und das Volk kam
soll Dein Zorn entbrennen, Jehovah, wider
zusammen zu Aharon und sprachen zu ihm:
Dein Volk, das Du mit großer Kraft und star-
Mache dich auf! mach uns Götter, die vor uns
ker Hand aus Ägyptenland heraufgebracht?
gehen; denn dieser Mose, der Mann, der uns
12. Warum sollen die Ägypter sprechen und

112
2.MOSE 32/13

sagen: Zum Übel hat Er sie herausgebracht, 22. Und Aharon sprach: Es entbrenne nicht
um sie auf den Bergen zu erwürgen und vom der Zorn meines Herrn; du weißt, daß dieses
Boden (vom Angesichte des Bodens) sie Volk im Bösen ist.
wegzutilgen? Kehre zurück vom Entbrennen 23. Und sie sprachen zu mir: Mache uns
Deines Zorns, und laß Dich des Bösen über Götter, daß sie vor uns hergehen; denn der
Dein Volk gereuen! Mose da, der Mann, der uns von Ägyptenland
13. Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, heraufgebracht: wir wissen nicht, was ihm
Deiner Knechte, denen Du geschworen bei geschehen ist.
Dir selbst, und zu denen Du geredet hast: 24. Und ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat,
Euren Samen will Ich mehren wie die Sterne der reiße es sich ab. Und sie gaben es mir, und
des Himmels, und all dieses Land, davon Ich ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb kam
sagte, will Ich eurem Samen geben, und sie heraus.
sollen es ewiglich erben. 1Mo.22/16f. 25. Und Mose sah, daß das Volk losgelassen
14. Und Jehovah ließ Sich gereuen des war, da es Aharon losgelassen, so daß sie zum
Bösen, wovon Er geredet hatte, Seinem Volke Gespötte würden denen, die wider sie auf-
anzutun. ständen; Jos.7/12.
15. Und Mose wandte sich und ging vom 26. Und Mose stand am Tor des Lagers und
Berg hinab, und die zwei Tafeln des Zeugnis- sprach: Her zu mir, wer Jehovahs ist! Und es
ses waren in seiner Hand, Tafeln von beiden versammelten sich alle Söhne Levis zu ihm.
Seiten (Übergängen) her beschrieben. Von 27. Und er sprach zu ihnen: So spricht
dieser und von der anderen (dieser) Seite Jehovah, der Gott Israels: Jeder von euch lege
waren sie geschrieben. sein Schwert an seine Hüfte und gehe hin
16. Und die Tafeln waren von Gott gemacht. durch das Lager und kehre wieder von Tor
Und das Geschriebene war von Gott geschrie- zu Tor und erwürge jeder Mann seinen Bruder,
ben und auf die Tafeln eingegraben. und jeder Mann seinen Genossen, und jeder
17. Und Jehoschuah hörte die Stimme des Mann seinen Nächsten.
Volkes in seinem Jubeln und sprach zu Mose: 28. Und die Söhne Levis taten nach dem
Die Stimme des Kriegs ist im Lager. Worte des Mose, und es fielen von dem Volk
18. Und er sprach: Das ist nicht Stimme des an selbigem Tag bei dreitausend Mann.
Geschreis (Antwortens) des Obsiegens, noch 29. Und Mose sprach: Füllet heute eure
die Stimme des Geschreis (Antwortens) des Hand dem Jehovah, weil jeder wider seinen
Unterliegens; solches ist wie die Stimme des Sohn und wider seinen Bruder war, auf daß
Elends, was ich höre. heute ein Segen über euch gegeben werde.
19. Und es geschah, als er dem Lager nahte 30. Und es geschah am morgenden Tag, daß
und das Kalb und die Reigentänze sah, da Mose zu dem Volke sprach: Ihr habt eine
entbrannte Moses Zorn, und er warf die Tafeln große Sünde gesündigt, und nun will ich zu
aus seinen Händen und zerbrach sie unten am Jehovah hinaufgehen. Vielleicht daß ich eure
Berg. Sünde versöhne.
20. Und er nahm das Kalb, das sie gemacht 31. Und Mose kehrte zu Jehovah zurück
hatten und verbrannte es im Feuer, und zer- und sprach: Ach, dieses Volk hat eine große
mahlte es, bis daß es fein war, und sprengte Sünde gesündigt, und sich Götter aus Gold
es auf das Wasser und ließ die Söhne Israels gemacht.
es trinken. 32. Und nun, möchtest Du doch ihnen ihre
21. Und Mose sprach zu Aharon: Was hat Sünde vergeben, wo nicht, so wische mich
dir dieses Volk getan, daß du eine so große doch aus Deinem Buche, das Du geschrieben
Sünde über dasselbe gebracht hast? 1Mo.20/9. hast.

113
2.MOSE 32/33

33. Und Jehovah sprach zu Mose: Wer dem Lager, und nannte es Versammlungszelt;
gegen Mich gesündigt hat, den werde Ich von und es geschah, daß jeder, der Jehovah fragen
Meinem Buche wischen. (suchen) wollte, zum Versammlungszelt
34. Und nun geh, führe das Volk, wohin Ich außerhalb des Lagers hinausging. 2Mo.27/21.
dir gesagt habe, siehe, Mein Engel wird vor 8. Und es geschah, wenn Mose hinausging
dir hergehen; aber am Tage Meiner Heimsu- zum Zelt, stand alles Volk auf, und jeder Mann
chung werde Ich ihre Sünde an ihnen heimsu- stellte sich an den Eingang seines Zeltes; und
chen. 2Mo.14/19. sie blickten Mose nach, bis er in das Zelt
35. Und Jehovah schlug (plagte) das Volk eingegangen war.
darüber, daß sie das Kalb machten, das Aharon 9. Und es geschah, wenn Mose in das Zelt
gemacht hatte. einging, kam die Wolkensäule herab und stand
am Eingang des Zeltes und redete mit Mose.
10. Und alles Volk sah die Wolkensäule am
Eingang des Zeltes stehen, und das ganze Volk
Kapitel 33 stand auf und verbeugte sich, jeder Mann am
Eingang seines Zeltes.
Buße des Volkes. Moses Fürbitte. 11. Und Jehovah redete zu Mose von Ange-
sicht zu Angesicht, wie ein Mann zu seinem
1. Und Jehovah redete zu Mose: Geh, zieh
Genossen redet; und er kehrte in das Lager
hinauf von hinnen, du und das Volk, das du
zurück; und Jehoschuah, sein Diener, Nuns
aus Ägyptenland heraufgebracht hast, in das
Sohn, der Jüngling, wich nicht aus des Zeltes
Land, von dem Ich dem Abraham, dem Isaak
Mitte. 4Mo.12/8.
und dem Jakob geschworen habe und gesagt:
12. Und Mose sprach zu Jehovah: Siehe,
Deinem Samen will Ich es geben.1Mo.50/24; 12/7.
Du sprichst zu mir: Bringe dieses Volk hinauf,
2. Und Ich will einen Engel vor dir hersen-
und hast mich nicht wissen lassen, wen Du
den, und vertreiben den Kanaaniter, den
mit mir senden willst, und hast doch gesagt:
Amoriter und den Chethiter und den Pherisiter,
Ich kenne dich beim Namen, und du hast auch
den Chiviter und den Jebusiter; 2Mo.32/34.
Gnade in Meinen Augen gefunden.Jes.43/1; 45/3,4.
3. In ein Land, da Milch und Honig fließt;
13. Und nun, wenn ich doch Gnade in
denn Ich werde nicht in deiner Mitte hinauf-
Deinen Augen gefunden habe, so laß mich
ziehen, weil du ein hartnäckiges Volk bist,
doch wissen Deinen Weg, auf daß ich Dich
Ich möchte dich sonst verzehren auf dem
kenne, weil ich Gnade gefunden in Deinen
Wege.
Augen, und siehe, daß Dein Volk ist diese
4. Und das Volk hörte das böse Wort, und
Völkerschaft.
sie trauerten, und keiner legte seinen Schmuck
14. Und Er sprach: Mein Angesicht soll
an.
gehen, und Ich werde dich zur Ruhe bringen.
5. Und Jehovah sprach zu Mose: Sprich zu
4Mo.6/26; 5Mo.4/37; Jes.63/9; Ps.44/4.
den Söhnen Israels: Ein hartnäckiges Volk
15. Und er sprach zu Ihm: Wenn Dein
seid ihr. In einem Augeblick, so Ich in deiner
Angesicht nicht geht, so bringe uns nicht von
Mitte hinaufzöge, würde Ich dich verzehren.
dannen hinauf.
Und nun nimm deinen Schmuck von dir
16. Und woran soll dann erkannt werden,
herunter, daß Ich wisse, was Ich mit dir tue.
daß ich in Deinen Augen Gnade gefunden,
6. Und die Söhne Israels rissen sich ihren
ich und Dein Volk? Wenn nicht daran, daß
Schmuck vor dem Berge Horeb ab.
Du mit uns gehst, und daß wir, ich und Dein
7. Und Mose nahm das Zelt und schlug es
Volk, ausgezeichnet werden vor allem Volke,
außerhalb des Lagers für sich auf, fern von
das auf dem Boden ist?

114
2.MOSE 33/17

17. Und Jehovah sprach zu Mose: Auch vor diesem Berg weiden.
dieses Wort, das du geredet, will Ich tun; denn 4. Und er hieb zwei steinerne Tafeln zu,
du hast Gnade in Meinen Augen gefunden, gleich den ersten, und Mose machte sich früh
und Ich kenne dich beim Namen. am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai,
18. Und er sprach: Laß mich doch Deine wie Jehovah ihm geboten hatte, und nahm die
Herrlichkeit sehen. zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
19. Und Er sprach: Ich will alle Meine Güte 5. Und Jehovah kam in der Wolke herab
vor deinem Angesicht vorübergehen lassen, und stellte Sich zu ihm daselbst und rief
und den Namen Jehovahs anrufen vor dir. Und Jehovahs Namen an. 2Mo.33/19; 4Mo.14/17f.
Ich bin gnädig, wem Ich gnädig bin, und 6. Und Jehovah zog vorüber vor seinem
erbarme Mich, wessen Ich Mich erbarme. Angesicht und rief: Jehovah, Jehovah, Gott,
2Mo.34/6; Jes.30/18; Joel 2/13; Ps.103/8; 145/8. erbarmungsvoll und gnädig, langmütig (lang
20. Und Er sprach: Mein Angesicht vermagst zum Zorn) und groß (viel) an Barmherzigkeit
du nicht zu sehen; denn nicht sieht Mich ein und Wahrheit.
Mensch und lebt. 7. Bewahrend Barmherzigkeit Tausenden,
21. Und Jehovah sprach: Siehe, es ist ein tragend Missetat und Übertretung und Sünde,
Ort bei Mir, und du sollst auf den Fels dich aber nicht ungestraft lassend, heimsuchend
stellen. die Missetat der Väter an den Söhnen und an
22. Und es wird geschehen, wenn Meine der Söhne Söhnen bis ins dritte und vierte
Herrlichkeit vorüberzieht, so will Ich dich in Glied (bis an die dritten und vierten).
die Kluft des Felsens stellen und Meine Hand 2Mo.20/5-7; 5Mo.24/16; Ps.130/4.
(die flache Hand) über dich decken, bis Ich 8. Und Mose eilte und verneigte sich zur
vorübergezogen bin. Erde und betete an.
23. Und Ich will Meine Hand (die flache 9. Und sprach: Wenn ich doch Gnade fände
Hand) wegnehmen, daß du Mich von hinten in Deinen Augen, o Herr, daß der Herr doch
sehest, aber Mein Angesicht soll man nicht in unserer Mitte zöge. Denn es ist ein hart-
sehen. näckiges Volk; aber vergib unsrer Missetat
und unsrer Sünde und mach uns zum Erbe.
10. Und Er sprach: Siehe, Ich schließe einen
Bund; vor all deinem Volke will Ich Wunder
Kapitel 34 tun, dergleichen nicht geschaffen sind auf der
ganzen Erde und unter allen Völkerschaften;
Neue Gesetzestafeln. Bund Gottes. und sehen wird das ganze Volk, in dessen
Moses Angesicht glänzt. Mitte du bist, das Tun Jehovahs; denn furcht-
bar wird sein, was Ich mit dir tun werde.
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Haue dir
11. Halte dir, was heut Ich dir gebiete. Siehe,
zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten, und
Ich vertreibe vor dir den Amoriter und den
Ich will auf die Tafeln die Worte schreiben,
Kanaaniter, und den Chethiter und den Pherisi-
die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbro-
ter und den Chiviter und den Jebusiter.
chen hast. 2Mo.32/19.
12. Hüte dich, daß du nicht einen Bund mit
2. Und sei bereit für den Morgen, und steig
dem Einwohner des Landes schließest, in das
am Morgen auf den Berg Sinai und stelle dich
du kommst; auf daß er nicht zum Fallstrick
Mir daselbst auf des Berges Spitze (Haupt).
in deiner Mitte werde. 2Mo.23/32,33.
3. Und niemand steige mit dir hinauf, und
13. Darum sollt ihr ihre Altäre einreißen
soll sich auch niemand auf dem Berge sehen
und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre
lassen. Auch Kleinvieh und Rind soll nicht
Ascheren ausrotten.

115
2.MOSE 34/14

14. Denn du sollst keinen anderen Gott 25. Du sollst nicht über Gesäuertem das Blut
anbeten; denn Jehovah, Eiferer ist Sein Name, Meines Opfers schlachten, noch soll über
ein eifriger Gott ist Er. 2Mo.20/5. Nacht bis zum Morgen bleiben das Opfer des
15. Daß du keinen Bund schließest mit dem Passahfestes. 2Mo.23/18; 12/10.
Einwohner des Landes, und sie nachbuhlen 26. Das Erste der Erstlinge deines Bodens
ihren Göttern und opfern ihren Göttern, und sollst du in das Haus Jehovahs deines Gottes
er dann dich rufe und du essest von ihrem bringen. Du sollst nicht kochen das Böcklein
Opfer, 4Mo.25/1,2; Ez.16/15f; 23/2f. in der Milch seiner Mutter.
16. Und nehmest von ihren Töchtern für 2Mo.23/19; 5Mo.14/21; 26/2.
deine Söhne, und dann ihre Töchter ihren 27. Und Jehovah sprach zu Mose: Schreibe
Göttern nachbuhlen, und machen deine Söhne dir diese Worte auf; denn nach dem Ausspruch
ihren Göttern nachbuhlen. 5Mo.7/3. (Munde) dieser Worte schließe Ich einen Bund
17. Mache dir keine gegossenen Götter. mit dir und mit Israel. 2Mo.24/4.
18. Das Fest des Ungesäuerten sollst du 28. Und er war dort mit Jehovah vierzig
halten, sieben Tage Ungesäuertes essen, wie Tage und vierzig Nächte, er aß kein Brot und
Ich dir geboten habe, zur bestimmten Zeit des trank kein Wasser; und Er schrieb die Worte
Monats Abib; denn im Monat Abib bist du des Bundes, die Zehn Worte, auf die Tafeln.
aus Ägypten ausgegangen. 2Mo.12/15-20; 23/15. 2Mo.34/1; 24/18; 5Mo.10/4.
19. Alles, was die Mutter (den Mutterschoß) 29. Und es geschah, als Mose vom Berge
bricht, ist Mein, und von all deiner Viehherde Sinai herabkam, und die zwei Tafeln des
sollst du das Männliche geben, alles Erst- Zeugnisses in Moses Hand waren, bei seinem
geborene (die Eröffnung) von Ochs und von Herabkommen vom Berg, daß Mose nicht
Kleinvieh. 2Mo.22/29. wußte, daß die Haut seines Angesichts davon
20. Und das Erstgeborene (die Eröffnung) strahlte, daß er mit Ihm geredet hatte.
des Esels sollst du mit einem Lamme (ein 30. Und Aharon und alle Söhne Israels sahen
Junges vom Kleinvieh) einlösen; und wenn Mose, und siehe, die Haut seines Angesichts
du es nicht einlösest, so brich ihm das Genick. strahlte, und sie fürchteten sich, zu ihm herzu-
Jeden Erstgeborenen deiner Söhne sollst du treten.
lösen; und vor Meinem Angesicht soll man 31. Und Mose rief ihnen zu, und Aharon
nicht leer erscheinen. 2Mo.13/13; 23/16. und alle die Fürsten (Erhabenen) in der Ge-
21. Sechs Tage sollst du arbeiten (dienen), meinde kehrten zurück, und Mose redete zu
aber am siebenten Tage feiern; mit dem Pflü- ihnen;
gen und dem Ernten sollst du feiern. 32. Und nachher traten alle Söhne Israels
22. Und das Fest der Woche sollst du bei herzu und er gebot ihnen alles, was Jehovah
dir halten mit den Erstlingen der Weizenernte, mit ihm auf dem Berge Sinai geredet hatte.
und das Fest der Einsammlung im Verlaufe 2Mo.35/1f.
des Jahres. 2Mo.23/16; 5Mo.16/9. 33. Und Mose vollendete mit ihnen zu
23. Dreimal des Jahres erscheine all dein reden, und er tat (gab) eine Hülle über sein
Männliches vor dem Angesicht des Herrn Angesicht.
Jehovah, des Gottes Israels. 2Mo.23/17. 34. Und wenn Mose hineinging vor Jeho-
24. Denn Ich will die Völkerschaften vor vah, mit Ihm zu reden, nahm er die Hülle ab,
deinem Angesicht austreiben und deine Grenze bis er herausging; und er ging heraus und
erweitern, und niemand soll dein Land be- redete zu den Söhnen Israels, was ihm geboten
gehren, wenn du hinaufgehst, dreimal im Jahre war.
das Angesicht Jehovahs, deines Gottes, zu 35. Und die Söhne Israels sahen das Ange-
sehen. sicht Moses, daß die Haut von Moses Ange-

116
2.MOSE 35/1

sicht strahlte, und Mose tat die Hülle zurück 13. Den Tisch und seine Stangen und all
über sein Angesicht, bis er hineinging, mit Ihm seine Geräte und das Schaubrot (Brot der
zu reden. Angesichte);
14. Und den Leuchter der Beleuchtung und
seine Geräte und seine Lampen und das Öl
zur Beleuchtung.
Kapitel 35 15. Und den Räuchaltar und seine Stangen
und das Salböl und das Räuchwerk der Speze-
Sabbath. Freiwillige Steuer. reien; und die Decke am Eingang für den
Werkmeister. Eingang zur Wohnung;
16. Den Brandopferaltar und sein ehernes
1. Und Mose versammelte die ganze Ge-
Gitter, seine Stangen und all seine Geräte; das
meinde der Söhne Israels und sprach zu ihnen:
Becken und sein Gestell;
Das sind die Worte, die Jehovah geboten hat,
17. Die Behänge des Vorhofs, seine Säulen
sie zu tun. 2Mo. 34/32.
und seine Untersätze, und die Decke zum Tor
2. Sechs Tage soll die Arbeit getan werden,
des Vorhofs;
und am siebenten Tag sei euch ein heiliger
18. Die Pflöcke der Wohnung und die
Sabbath des Feierns für Jehovah; jeder, der
Pflöcke des Vorhofs und ihre Seile;
an ihm Arbeit tut, soll sterben: 2Mo.20/8; 31/14.
19. Die Dienstkleider zum Dienst tun im
3. Ihr sollt kein Feuer in allen euren Woh-
Heiligtum; die heiligen Kleider für Aharon
nungen brennen lassen am Sabbathtag.
den Priester und die Kleider seiner Söhne, den
4. Und Mose sprach zur ganzen Gemeinde
Priesterdienst zu tun.
der Söhne Israels und sagte: Dies ist das Wort,
20. Und sie gingen hinaus, die ganze Ge-
das Jehovah geboten hat und gesagt:
meinde der Söhne Israels von Mose.
5. Nehmet von euch eine Hebe für Jehovah,
21. Und sie kamen, jeder Mann, den sein
ein jeder, der freiwilligen Herzens ist, bringe
Herz erhob, und jeder, der seinen Geist freiwil-
als Hebe dem Jehovah: Gold und Silber und
lig machte; sie brachten die Hebe Jehovahs
Erz;
zur Arbeit des Versammlungszeltes und für
6. Und blauen und roten Purpur, und Schar-
all seinen Dienst und für die heiligen Kleider.
lach, doppelt gefärbt, und Byssus und Ziegen-
22. Und es kamen die Männer samt den
haar;
Weibern, alle mit freiwilligem Herzen, und
7. Und rote Widderfelle und Dachsfelle und
brachten Haften und Ohrringe und Ringe und
Schittimholz;
Gürtel, allerlei Gerät von Gold, und wie jeder
8. Und Öl für den Leuchter, und Gewürze
Mann ein Webeopfer von Gold Jehovah
zum Salböl und zum Räuchwerk der Spezerei-
bringen (weben) wollte.
en.
23. Und jeder Mann, bei dem sich blauer
9. Und Onychsteine und Füllungssteine für
und roter Purpur und doppelt gefärbter Schar-
das Ephod und für das Brustschildlein.
lach und Byssus und Ziegenhaar fand, und rote
10. Und jeder unter euch, der weisen Her-
Widderfelle und Dachsfelle, brachte sie.
zens ist, komme und mache alles, was Jehovah
24. Jeder, der eine Hebe an Silber und Erz
geboten hat: 2Mo.28/3.
hob, brachte es als Hebeopfer Jehovahs, und
11. Die Wohnung, ihr Zelt und ihre Decke;
jeder, bei dem sich Schittimholz zu irgend-
ihre Haken und ihre Bretter, ihre Riegel, ihre
welchem Dienstwerk fand, brachte es.
Säulen und ihre Untersätze; 2Mo.25/9.
25. Und alle Weiber, die weisen Herzens
12. Die Lade und ihre Stangen, den Gnaden-
waren, spannen mit ihren Händen und brachten
stuhl und den Vorhang der Decke;
das Gesponnene, blauen und roten Purpur,

117
2.MOSE 35/26

doppelt gefärbten Scharlach und Byssus. heit und Einsicht gegeben, um zu wissen, wie
26. Und alle Weiber, die ihr Herz mit Weis- sie jegliche Arbeit zum Dienste des Heiligtums
heit erhob, spannen Ziegenhaar (Ziegen). nach allem, was Jehovah geboten hatte, ma-
27. Und die Fürsten (Erhabenen) brachten chen sollten.
Onychsteine und Füllungssteine für das Ephod 2. Und Mose rief Bezaleel und Oholiab und
und das Brustschildlein. jeglichen Mann weisen Herzens, denen Jeho-
28. Und Gewürz und Öl für Beleuchtung vah Weisheit ins Herz gegeben hatte, jeden,
und für das Öl zum Salben, und für das Räuch- den sein Herz erhob, sich zu nahen zur Arbeit,
werk der Spezereien; um sie zu tun.
29. Alles, Mann und Weib, die ihr Herz 3. Und sie holten sich von Mose alle Hebe,
freiwillig machte, brachten für jegliches Werk, welche die Söhne Israels brachten, zu machen
das Jehovah zu machen geboten hatte, durch die Arbeit zum Dienste des Heiligtums; und
Moses Hand; das brachten die Söhne Israels sie brachten ihm von Morgen zu Morgen noch
dem Jehovah als freiwillige Gabe. freiwillige Gaben.
30. Und Mose sprach zu den Söhnen Israels: 4. Und es kamen alle Weisen, die alle Arbeit
Sehet, Jehovah hat mit Namen gerufen Beza- des Heiligtums machten, Mann für Mann von
leel, den Sohn Uris, des Sohnes Churs, vom seinem Werk, das er machte.
Stamme Judah; 5. Und sprachen zu Mose und sagten: Das
31. Und ihn erfüllt mit dem Geiste Gottes, Volk bringt mehr denn genug zum Dienst der
mit Weisheit, mit Einsicht und mit Kenntnis Arbeit, die Jehovah geboten hat zu machen.
und in aller Arbeit. 6. Und Mose gebot, daß man eine Stimme
32. Und Gedanken auszudenken, um es in im Lager hinziehen lasse und sage: Mann und
Gold und in Silber und in Erz zu machen. Weib soll keine Arbeit weitermachen für die
33. Und im Steinschneiden zum Einfüllen, Hebe des Heiligtums. Und das Volk wurde
und im Holzschneiden, um zu machen alle abgehalten vom Bringen.
Arbeit, die er ausgedacht. 7. Denn der Arbeit war genug für jegliche
34. Und zu unterweisen gab Er ihm ins Herz, Arbeit, die getan werden sollte, und war übrig.
ihm und Oholiab, dem Sohne Achisamachs, 8. Und alle, die weisen Herzens waren,
vom Stamme Dan. machten mit denen, welche die Arbeit taten,
35. Er hat sie erfüllt mit Weisheit des Her- die Wohnung aus zehn Teppichen von
zens, zu machen alle Arbeit des Werkmannes gezwirntem Byssus und blauem und rotem
und des Ausdenkers und des Buntwirkers in Purpur und Scharlach, doppelt gefärbt, mit
Purpurblau und Purpurrot, in doppelt gefärb- Cheruben, ein Werk des Künstlers (Denkers)
tem Scharlach und in Byssus, und des Webers, machte man sie. 2Mo.26/1.
daß sie allerlei Arbeit tun und Gedanken 9. Die Länge des einen Teppichs war acht-
ausdenken mögen. undzwanzig Ellen und vier Ellen die Breite
eines Teppichs; alle Teppiche hatten ein Maß.
10. Und er fügte fünf Teppiche zusammen,
je einen an den andern (einen), und fügte fünf
Kapitel 36 Teppiche zusammen, eins an das andere
(eine).
Freigebigkeit des Volkes. 11. Und machte Schleifen von blauem
Versammlungszelt. Purpur an den Saum (die Lippe) des einen
Teppichs am Ende der Zusammenfügung. So
1. Und es tat Bezaleel und Oholiab und alle
tat er am Saume (die Lippe) des äußersten
Männer weisen Herzens, denen Jehovah Weis-
Teppichs bei der zweiten Zusammenfügung.

118
2.MOSE 36/12

12. Fünfzig Schleifen machte er an den einen der Wohnung in die Ecke gegen Mitternacht
Teppich und fünfzig Schleifen machte er an machte er zwanzig Bretter.
das Ende des Teppichs an der zweiten Zu- 26. Und ihre vierzig Untersätze von Silber,
sammenfügung, so daß die Schleifen ein-ander zwei Untersätze unter das eine Brett und zwei
(die eine gegen die Schwester) gegenüber Untersätze unter das eine Brett.
waren; 27. Und für die Hinterseite (die Hüften) der
13. Und er machte fünfzig goldene Haken, Wohnung gegen das Meer hin machte er sechs
und durch die Haken fügte er die Teppiche Bretter;
zusammen, einen an den anderen (einen), so 28. Und zwei Bretter machte er für die
daß die Wohnung eins wurde. Eckstücke der Wohnung an der Hinterseite
14. Und er machte Teppiche von Ziegenhaar (die Hüften).
für das Zelt über die Wohnung, elf Teppiche 29. Und sie waren zweifach von unten an
machte er sie. 2Mo.26/7f. und zugleich ganz bis an die Spitze, an dem
15. Die Länge eines Teppichs war dreißig einen Ring. So tat er es mit beiden, an den
Ellen, und vier Ellen die Breite des einen beiden Eckstücken.
Teppichs. Die elf Teppiche hatten ein Maß. 30. Und acht Bretter waren es, und ihre
16. Und er fügte fünf Teppiche zusammen Untersätze von Silber, sechzehn Untersätze,
besonders, und sechs Teppiche besonders; zwei Untersätze und zwei Untersätze unter
17. Und machte fünfzig Schleifen an den einem Brett.
Saum (die Lippe) des äußersten Teppichs an 31. Und er machte Riegel von Schittimholz,
die Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen fünf für die Bretter einer Seitenwand (Rippe)
machte er an den Saum (die Lippe) des Tep- der Wohnung;
pichs an der zweiten Zusammenfügung. 32. Und fünf Riegel für die Bretter der
18. Und er machte fünfzig Haken von Erz, zweiten Seitenwand (Rippe) der Wohnung,
um das Zelt zusammenzufügen, daß es eins und fünf Riegel für die Bretter der Wohnung
wurde. auf der Hinterseite (die Hüften) gegen das
19. Und machte eine Decke für das Zelt von Meer.
roten Widderfellen, und eine Decke von 33. Und den mittleren Riegel machte er so,
Dachsfellen darüber. 2Mo.26/14f. daß er von Ende zu Ende mitten hinlief an den
20. Und er machte Bretter von Schittimholz Brettern.
für die Wohnung; aufrecht zu stehen. 2Mo.26/15f. 34. Und die Bretter überzog er mit Gold und
21. Zehn Ellen die Länge des Brettes, und machte ihre Ringe von Gold, als Behälter
eine Elle und eine halbe Elle die Breite eines (Häuser) für die Riegel, und die Riegel über-
Brettes. zog er mit Gold.
22. Zwei Zapfen (Hände) für ein Brett 35. Und den Vorhang machte er von blauem
fügend das eine an das andere (einen) machte und rotem Purpur und Scharlach, doppelt
er an allen Brettern der Wohnung. gefärbt und gezwirntem Byssus. Als Werk des
23. Und er machte die Bretter für die Woh- Kunstwirkers (Denkers) machte er es mit
nung, zwanzig Bretter für die Ecke gegen Cheruben; 2Mo.26/31f.
Mittag südwärts. 36. Und machte dafür vier Säulen von
24. Und vierzig silberne Untersätze machte Schittimholz (von Schittim) und überzog sie
er unter die zwanzig Bretter, zwei Untersätze mit Gold; ihre Nägel waren von Gold, und
unter ein Brett für seine zwei Zapfen (Hände), vier silberne Untersätze goß er für sie.
und zwei Untersätze unter das andere Brett 2Mo.26/32,37.
für seine zwei Zapfen (Hände). 2Mo.26/21. 37. Und für den Eingang zum Zelt machte
25. Und für die zweite Seitenwand (Rippe) er eine Decke von blauem und rotem Purpur

119
2.MOSE 36/38

und Scharlach, doppelt gefärbt und gezwirntem der Cherube. 2Mo.25/20.


Byssus, das Werk eines Buntwirkers; 10. Und den Tisch machte er von Schittim-
38. Und ihre fünf Säulen und ihre Nägel; holz, zwei Ellen seine Länge und eine Elle
und überzog ihre Köpfe und Umgürtungen seine Breite und eine Elle und eine halbe seine
mit Gold, und ihre fünf Untersätze waren von Höhe. 2Mo.25/23.
Erz. 2Mo.27/10; 38/17,28. 11. Und er überzog ihn mit reinem Gold,
und machte ihm einen goldenen Kranz rings-
um.
Kapitel 37 12. Und er machte eine Randleiste an ihm
ringsumher eine Hand breit, und einen golde-
Lade. Tisch. Leuchter. nen Kranz machte er an seine Randleiste rings-
Räuchaltar. Räuchwerk. umher; 2Mo.25/25.
13. Und goß für ihn vier goldene Ringe, und
1. Und Bezaleel machte die Lade von
tat (gab) die Ringe an die vier Ecken, die bei
Schittimholz, zwei Ellen und eine halbe ihre
seinen vier Füßen sind. 2Mo.25/26.
Länge, und eine Elle und eine halbe ihre Breite
14. Zunächst der Randleiste waren die
und eine Elle und eine halbe ihre Höhe;
Ringe, als Behälter (Häuser) für die Stangen,
2Mo.25/10f.
den Tisch damit zu tragen. 2Mo.25/27.
2. Und überzog sie mit reinem Gold von
15. Und die Stangen machte er aus Schittim-
innen und von außen, und machte ihr einen
holz und überzog sie mit Gold, um den Tisch
goldenen Kranz ringsumher;
zu tragen. 2Mo.25/28.
3. Und goß ihr vier goldene Ringe auf ihre
16. Und er machte die Gefäße auf den Tisch,
vier Ecken, und zwei Ringe auf ihre eine
seine Schüsseln und seine Platten, und seine
Seitenwand und zwei auf ihre zweite Seiten-
Becher und die Trankopferschalen, womit er
wand.
gedeckt wird, aus reinem Gold. 2Mo.25/29.
4. Und er machte Stangen von Schittimholz
17. Und den Leuchter machte er von reinem
und überzog sie mit Gold. 2Mo.25/13.
Gold; in getriebener Arbeit machte er den
5. Und er brachte die Stangen in die Ringe
Leuchter, sein Schaft und seine Röhre, seine
an der Seitenwand der Lade, um die Lade zu
Kelche, seine Knäufe und seine Blumen sollen
tragen.
aus ihm sein. 2Mo.25/31.
6. Und machte den Gnadenstuhl von reinem
18. Und sechs Röhren gingen von seinen
Gold, zwei Ellen und eine halbe ihre Länge
Seiten aus; drei Röhren des Leuchters von
und eine Elle und eine halbe ihre Breite.
seiner einen Seite, und drei Röhren des Leuch-
2Mo.25/17.
ters von seiner zweiten Seite; 2Mo.5/32.
7. Und er machte zwei Cherube von Gold,
19. Drei mandelblütförmige Kelche waren
in getriebener Arbeit aus den beiden Enden
an der einen Röhre, Knauf und Blume, und
des Gnadenstuhls machte er sie;
drei mandelblütförmige Kelche an der anderen
8. Einen Cherub von dem einen Ende und
(einen) Röhre, Knauf und Blume; so bei den
einen Cherub von dem anderen Ende an dem
sechs Röhren, die von dem Leuchter aus-
Gnadenstuhl machte er die Cherube aus seinen
gingen. 2Mo.25/33.
zwei Enden. 2Mo.25/18,19.
20. Und an dem Leuchter waren vier man-
9. Und die Cherube breiteten die zwei Flügel
delblütförmige Kelche, seine Knäufe und seine
darüber aus und deckten den Gnadenstuhl mit
Blumen; 2Mo.25/34.
ihren Flügeln, und ihre Angesichter waren
21. Und ein Knauf war unter zwei Röhren
gegeneinander (der Mann zu seinem Bruder);
aus ihm, und ein Knauf unter zwei Röhren aus
zu dem Gnadenstuhl waren die Angesichter
ihm, und ein Knauf unter zwei Röhren aus ihm,

120
2.MOSE 37/22

für die sechs Röhren, die aus ihm ausgingen; 4. Und machte am Altar ein Gitter, ein
2Mo.25/35. Netzwerk von Erz, unter seiner Einfassung,
22. Ihre Knäufe und ihre Röhren waren aus von unten auf bis an die Mitte desselben;
ihm, sein Ganzes war ein Getriebenes aus 2Mo.27/5.
reinem Gold. 5. Und goß vier Ringe an die vier Enden
23. Und er machte seine sieben Lampen, des ehernen Gitters, als Behälter (Häuser) für
und seine Lichtputzen und seine Löschnäpfe die Stangen. 2Mo.27/1-8.
von reinem Gold. 6. Und die Stangen machte er von Schittim-
24. Aus einem Talent reinen Goldes machte holz und überzog sie mit Erz;
er ihn und all seine Geräte. 7. Und brachte die Stangen in die Ringe an
25. Und er machte den Räuchaltar von den Seitenwänden (Rippe) des Altars, diesen
Schittimholz, eine Elle seine Länge, und eine damit zu tragen; hohl, von Brettern machte
Elle seine Breite ins Gevierte, und zwei Ellen er ihn.
hoch. Aus ihm waren seine Hörner. 2Mo.30/1. 8. Und das Becken machte er von Erz, und
26. Und er überzog ihn mit reinem Gold, sein Gestell von Erz in Sicht der Ausdrücken-
sein Dach und seine Wände ringsum und seine den (d.h. der Weiber), die da ausdrückten vor
Hörner, und machte ihm einen Kranz von Gold den Eingang des Versammlungszeltes;
ringsumher; 9. Und machte den Vorhof zur Mittagsecke
27. Und zwei Ringe von Gold machte er südwärts, die Umhänge des Vorhofs von
ihm unter seinen Kranz an seinen beiden gezwirntem Byssus hundert Ellen; 2Mo.27/9.
Seitenwänden (Rippen), an seinen Seiten, als 10. Ihre zwanzig Säulen und deren zwanzig
Behälter (Häuser) für die Stangen, um ihn Untersätze von Erz; die Nägel der Säulen und
damit zu tragen. deren Umgürtungen von Silber. 2Mo.27/11.
28. Und die Stangen machte er von Schittim- 11. Und auf der Mitternachtecke hundert
holz und überzog sie mit Gold. Ellen: ihre zwanzig Säulen, und ihre zwanzig
29. Und machte das heilige Salböl und reines Untersätze von Erz, die Nägel der Säulen und
Räucherwerk der Spezereien, ein Werk des ihre Umgürtungen von Silber.
Salbenmischers. 2Mo.30/22f. 12. Und auf der Abendecke fünfzig Ellen
Umhänge: ihre zehn Säulen und ihre zehn
Untersätze, die Nägel der Säulen und ihre
Kapitel 38 Umgürtungen von Silber. 2Mo.27/12.
13. Und auf der Vorderecke gegen Aufgang
Brandopferaltar. Becken. Vorhof. fünfzig Ellen, 2Mo.27/13.
14. Fünfzehn Ellen Umhänge auf dem einen
1. Und er machte den Brandopferaltar aus
Flügel (Schulter): ihre drei Säulen und ihre
Schittimholz, fünf Ellen seine Länge, und fünf
drei Untersätze.
Ellen seine Breite ins Gevierte, und drei Ellen
15. Und auf dem zweiten Flügel (Schulter)
seine Höhe; 2Mo.27/1f.
hier und dort am Tor des Vorhofs fünfzehn
2. Und machte seine Hörner auf seine vier
Ellen Umhänge, ihre drei Säulen und ihre drei
Ecken; aus ihm selbst waren seine Hörner,
Untersätze. 2Mo.27/15.
und er überzog ihn mit Erz.
16. Alle Umhänge des Vorhofs ringsum von
3. Und er machte alle Geräte des Altars: die
gezwirntem Byssus;
Töpfe und die Schaufeln und Sprengbecken,
17. Und die Untersätze zu den Säulen von
die Fleischgabeln und die Kohlpfannen; alle
Erz, die Nägel der Säulen und ihre Umgürtun-
seine Gerätschaften machte er von Erz;
gen von Silber, und der Überzug ihrer Köpfe
2Mo.27/3.
von Silber, und waren dieselben mit Silber

121
2.MOSE 38/18

umgürtet, alle Säulen des Vorhofs. Untersätze des Vorhangs; für hundert Unter-
18. Und die Decke am Tor des Vorhofs war sätze hundert Talente, ein Talent für einen
Buntwirkerarbeit von blauem und rotem Untersatz.
Purpur und doppelt gefärbtem Scharlach und 28. Und mit den tausend und siebenhundert-
gezwirntem Byssus, und zwanzig Ellen lang fünfundsiebzig machte er die Nägel für die
und bei fünf Ellen hoch, in der Breite gemäß Säulen, und überzog ihre Köpfe und umgürtete
den Umhängen des Vorhofs. sie.
19. Und ihre vier Säulen und ihre vier 29. Und das Erz der Webe war siebzig
Untersätze waren von Erz; ihre Nägel von Talente und zweitausend und vierhundert
Silber, und deren Köpfe und Umgürtungen Schekel.
mit Silber überzogen. 27/17f. 30. Und damit machte er die Untersätze des
20. Und alle Pflöcke für die Wohnung und Eingangs zum Versammlungszelt und den
für den Vorhof ringsum waren von Erz. ehernen Altar und das eherne Gitter daran,
2Mo.27/19. und alle Geräte des Altars;
21. Das ist die Musterung für die Wohnung, 31. Und die Untersätze des Vorhofs ringsum,
die Wohnung des Zeugnisses, die gemustert und die Untersätze des Tores an dem Vorhof,
wurden nach Moses Befehl (Mund), zum und alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflök-
Dienste der Leviten, durch die Hand Ithamars, ke des Vorhofs ringsum.
des Sohnes Aharons, des Priesters.
22. Und Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes
Churs, vom Stamme Judah, machte alles, das
Jehovah dem Mose geboten hatte; Kapitel 39
23. Und mit ihm Oholiab, der Sohn Achi-
samachs vom Stamme Dan, Werkmann und Priesterliche Kleidung.
Ausdenker und Buntwirker in blauem und Wiederholung des Ganzen.
rotem Purpur, und in doppelt gefärbtem Schar-
1. Und von dem blauen und dem roten
lach und Byssus. 2Mo.35/35.
Purpur und dem doppelt gefärbten Scharlach
24. Alles Gold, aus dem gemacht wurde die
machten sie die Dienstkleider für das Diensttun
Arbeit für die ganze Arbeit des Heiligtums
im Heiligtum, und machten die heiligen Klei-
- und es war das Gold der Webe - war neun-
der für Aharon, wie Jehovah dem Mose gebo-
undzwanzig Talente und siebenhundertdreißig
ten hatte. 2Mo.31/10.
Schekel nach dem Schekel des Heiligtums.
2. Und er machte das Ephod von Gold,
2Mo.30/13; 3Mo.27/25.
blauem und rotem Purpur und doppelt gefärb-
25. Und das Silber der Gemusterten der
tem Scharlach und gezwirntem Byssus.
Gemeinde war hundert Talente, und tausend
2Mo.28/6f.
und siebenhundertfünfundsiebzig Schekel nach
3. Und die Goldplatten schlugen sie breit,
dem Schekel des Heiligtums;
und er schnitt sie ab in Fäden, um sie inmitten
26. Ein Beka auf den Kopf (Schädel), ein
des blauen und inmitten des roten Purpurs und
halber Schekel nach dem Schekel des Heilig-
inmitten des doppelt gefärbten Scharlach und
tums, von einem jeden, der zu den Gemuster-
inmitten des Byssus zu tun, mit dem Werke
ten überging, der zwanzig Jahre und darüber
des Denkers.
alt war (vom Sohne von 20 Jahren), von sechs-
4. Schulterstücke machten sie daran, die sich
malhundertausend und dreitausend und fünf-
zusammenfügten, an ihren beiden Enden fügte
hundertfünfzig [Mann].
man sie zusammen.
27. Und von hundert Talenten Silbers goß
5. Und der Gurt zum Anlegen, der daran
man die Untersätze des Heiligtums und die

122
2.MOSE 39/6

war, war aus ihm und wie sein Werk, von 18. Und die zwei Enden der zwei Geflechte
Gold, blauem und rotem Purpur und Scharlach, taten (gaben) sie in die zwei Einfassungen,
doppelt gefärbt und gezwirntem Byssus, wie und setzten sie an die Schulterstücke des
Jehovah dem Mose geboten hatte. Ephod auf dessen Vorderseite; 2Mo.28/25.
6. Und sie machten die Onychsteine, rings- 19. Und machten zwei Ringe von Gold, und
um in Gold gefaßt, und sie gruben darauf, wie setzten sie an die zwei Enden des Brustschild-
im Siegelstich, nach den Namen der Söhne leins an seinen Saum (Lippe), welcher gegen
Israels ein. 2Mo.28/9f. das Ephod zu einwärts ist. 2Mo.28/26.
7. Und er setzte sie auf die Schulterstücke 20. Und sie machten zwei goldene Ringe,
des Ephod als Gedenksteine für die Söhne und setzten (gaben) sie an die zwei Schulter-
Israels, wie Jehovah dem Mose geboten hatte. stücke des Ephod von unten an seiner Vorder-
8. Und das Brustschildlein machte er mit seite nächst der Zusammenfügung über dem
dem Werke des Kunstwirkers (Denkers), wie Gurt des Ephod.
das Werk des Ephods gemacht war, aus Gold, 21. Und sie schnürten das Brustschildlein
blauem und rotem Purpur, und doppelt gefärb- mit seinen Ringen an die Ringe des Ephod
tem Scharlach und gezwirntem Byssus. mit einer purpurblauen Schnur, so daß es über
2Mo.28/15f. dem Gurt des Ephod war und das Brustschild-
9. Geviert war es, gedoppelt machten sie lein sich nicht vom Ephod verrückte, wie
das Brustschildlein, eine Spanne seine Länge Jehovah dem Mose geboten hatte. 2Mo.28/28.
und eine Spanne seine Breite, gedoppelt. 22. Und das Oberkleid des Ephods machte
2Mo.28/16. er mit dem Werke des Webers, gänzlich von
10. Und sie füllten es mit vier Reihen von Purpurblau. 2Mo.28/31.
Steinen; eine Reihe war Rubin, Topas und 23. Und in der Mitte des Oberkleides eine
Karfunkel, die erste Reihe. 2Mo.28/17. Öffnung (Mund), gleich der Öffnung (Mund)
11. Und die zweite Reihe: Chrysopras, am Panzer, und eine Borte rings um die Öff-
Saphir und Diamant. 2Mo.28/18. nung (Mund), auf daß es nicht reiße. 2Mo.28/32.
12. Und die dritte Reihe: Lasurstein, Achat 24. Und an die Säume des Oberkleides
und Amethyst. 2Mo.28/19. machten sie Granatäpfel von blauem und rotem
13. Und die vierte Reihe: Tharschisch, Purpur, und von doppelt gefärbtem Scharlach
Onych und Jaspis, ringsum mit Goldeinfas- hineingewirkt. 2Mo.28/33.
sungen in ihren Füllungen. 2Mo.28/20. 25. Und sie machten Glöcklein von reinem
14. Und die Steine waren nach den Namen Gold, und setzten (gaben) die Glöcklein
der Söhne Israels, zwölf nach ihren Namen; inmitten der Granatäpfel an die Säume des
wie Siegel eingegraben mit eines jeden Namen Oberkleides, ringsum inmitten der Granatäpfel.
(den Mann auf seinem Namen) für die zwölf 2Mo.28/33.
Stämme. 2Mo.28/21. 26. Ein Glöckchen und ein Granatapfel, ein
15. Und an das Brustschildlein machten sie Glöckchen und ein Granatapfel ringsum an
Kettchen am Rande (der Grenze), Flechtwerk den Säumen des Oberkleides für das Diensttun,
von reinem Gold. 2Mo.28/22. wie es Jehovah dem Mose geboten hatte;
16. Und sie machten zwei Einfassungen von 27. Und sie machten die Leibröcke von
Gold und zwei Ringe von Gold und setzten Byssus, mit dem Werke des Webers; für
(gaben) die zwei Ringe an die zwei Enden des Aharon und seine Söhne;
Brustschildleins. 2Mo.28/23. 28. Und die Tiara von Byssus und den
17. Und die zwei Geflechte von Gold taten Schmuck der Kopfbünde von Byssus, und die
(gaben) sie in die zwei Ringe an den Enden leinenen Beinkleider von gezwirntem Byssus;
des Brustschildleins. 2Mo.28/24. 2Mo.28/42.

123
2.MOSE 39/29

29. Und den Gürtel von gezwirntem Byssus 42. Nach allem, was Jehovah dem Mose
und von blauem und rotem Purpur und doppelt geboten hatte, also taten die Söhne Israels allen
gefärbtem Scharlach in des Buntwirkers Dienst.
Werke, wie Jehovah dem Mose geboten hatte. 43. Und Mose sah all das Werk, und siehe,
30. Und sie machten das Blatt des heiligen sie hatten es gemacht, wie Jehovah geboten
Diadems von reinem Gold, und schrieben hatte, also hatten sie es gemacht, und Mose
darauf mit der Schrift des Siegelstichs: Heilig- segnete sie.
keit dem Jehovah! 2Mo.28/36.
31. Und taten (gaben) daran eine Schnur
von blauem Purpur, um es oben an die Tiara
zu setzen (geben), wie Jehovah dem Mose Kapitel 40
geboten hatte. 2Mo.28/37.
32. Und es ward der ganze Dienst an der Aufrichtung der Stiftshütte.
Wohnung des Versammlungszeltes vollendet; Die Herrlichkeit Jehovahs.
und die Söhne Israels taten nach allem, was
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
Jehovah dem Mose geboten hatte; also taten
2. Am Tage des ersten Monats, am ersten
sie.
des Monats sollst du die Wohnung des Ver-
33. Und sie brachten die Wohnung zu Mose:
sammlungszeltes aufrichten,
das Zelt und all seine Geräte, seine Haken,
3. Und darein die Lade des Zeugnisses
seine Bretter, seine Riegel, seine Säulen und
setzen, und über die Lade den Vorhang dek-
seine Untersätze; 2Mo.35/11f.
ken.
34. Und die Decke von roten Widderfellen,
4. Und den Tisch hereinbringen, und an-
und die Decke von Dachsfellen, und den Vor-
ordnen seine Anordnung: und sollst den
hang der Decke;
Leuchter hereinbringen und seine Lampen
35. Die Lade des Zeugnisses und ihre Stan-
aufstecken;
gen und den Gnadenstuhl;
5. Und den goldenen Räuchaltar vor die
36. Den Tisch, alle seine Gefäße und das
Lade des Zeugnisses stellen (geben), und den
Schaubrot (Brot des Angesichts),
Vorhang des Eingangs an die Wohnung
37. Den reinen Leuchter, seine Lampen, die
setzen;
Lampen zum Anordnen, und alle seine Gefäße,
6. Und den Brandopferaltar vor den Eingang
und das Öl der Beleuchtung;
zur Wohnung des Versammlungszeltes setzen
38. Und den goldenen Altar, und das Salböl,
(geben);
und das Räucherwerk der Spezereien und die
7. Und das Becken zwischen das Versamm-
Decke zum Eingang des Zeltes.
lungszelt und zwischen den Altar stellen
39. Den ehernen Altar und sein Gitter daran
(geben) und Wasser darein tun (geben).
von Erz, seine Stangen, und all seine Geräte,
8. Und setze den Vorhof ringsum, und tue
das Becken und sein Gestell.
(gib) die Decke an das Tor des Vorhofs.
40. Die Umhänge des Vorhofs, seine Säulen
9. Und nimm das Salböl und salbe die
und seine Untersätze, und die Decke für das
Wohnung und alles, was in ihr ist, und heilige
Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pflök-
sie und all ihr Gerät, und sie sei ein Heiligtum.
ke, und alle Geräte zum Dienst in der Woh-
10. Und du sollst den Brandopferaltar salben
nung für das Versammlungszelt.
und alle seine Geräte, und den Altar heiligen,
41. Dienstkleider für das Diensttun im
auf daß der Altar allerheiligst sei (das Heilige
Heiligtum, die heiligen Kleider für Aharon,
des Heiligen). 2Mo.29/37.
den Priester, und die Kleider für seine Söhne
11. Und du sollst das Becken und sein
zum Priesterdienst.

124
2.MOSE 40/12

Gestell salben und es heiligen. 25. Und steckte die Lampen auf vor Jeho-
12. Und laß Aharon und seine Söhne sich vah, wie dem Mose Jehovah geboten hatte.
nahen dem Eingang des Versammlungszeltes, 26. Und den goldenen Altar setzte er in das
und wasche sie mit dem Wasser; Versammlungszelt vor den Vorhang;
13. Und ziehe dem Aharon die heiligen 27. Und räucherte darauf mit dem Räuch-
Kleider an und salbe ihn und heilige ihn, auf werk der Spezereien, wie Jehovah dem Mose
daß er Mir Priesterdienst tue. geboten hatte. 2Mo.30/7f.
14. Und laß seine Söhne sich nahen, und 28. Und vor den Eingang zur Wohnung tat
ziehe ihnen die Leibröcke an; er die Decke.
15. Und salbe sie, wie du ihren Vater gesalbt 29. Und den Brandopferaltar setzte er an
hast, daß sie Mir Priesterdienst tun, und es den Eingang zur Wohnung des Versammlungs-
soll ihnen ihre Salbung zu ewigem Priestertum zeltes, und ließ darauf das Brandopfer und
werden in ihren Geschlechtern. das Speiseopfer aufgehen, wie Jehovah dem
16. Und Mose tat nach allem, das ihm Mose geboten hatte. 2Mo.27/1f.
Jehovah geboten hatte; also tat er. 30. Und das Becken setzte er zwischen das
17. Und es geschah im ersten Monat im Versammlungszelt und zwischen den Altar
zweiten Jahr, am ersten des Monats, daß die und tat (gab) Wasser darein zum Waschen.
Wohnung (d.h. die Stiftshütte) aufgerichtet 2Mo.30/18f.
wurde. 31. Und Mose und Aharon und seine Söhne
18. Und Mose richtete die Wohnung auf, wuschen sich ihre Hände und ihre Füße daraus.
und er setzte ihre Untersätze und stellte ihre 32. Wenn sie in das Versammlungszelt ein-
Bretter, und tat (gab) ihre Riegel daran und gingen und dem Altare nahten, wuschen sie
richtete ihre Säulen auf. sich, wie Jehovah dem Mose geboten hatte.
19. Und er breitete das Zelt aus über die 33. Und er richtete rings um die Wohnung
Wohnung, und legte die Decke des Zeltes und den Altar den Vorhof auf und in das Tor
oben darüber, wie Jehovah dem Mose geboten des Vorhofs tat (gab) er die Decke; und Mose
hatte. vollendete das Werk.
20. Und er nahm das Zeugnis und tat (gab) 34. Und die Wolke bedeckte das Versamm-
es in die Lade, und legte die Stangen an die lungszelt, und die Herrlichkeit Jehovahs füllte
Lade und setzte (gab) den Gnadenstuhl oben die Wohnung.
auf die Lade; 2Mo.25/16. 2Mo.13/21; 19/9; 4Mo.9/15f; 1Kö.8/10,11; Ez.43/5.
21. Und brachte die Lade in die Wohnung, 35. Und Mose vermochte nicht in das Ver-
und tat den Vorhang der Decke davor und sammlungszelt einzugehen; denn die Wolke
bedeckte die Lade des Zeugnisses, wie Jeho- lagerte darauf, und die Herrlichkeit Jehovahs
vah Mose geboten hatte. füllte die Wohnung. Offb.15/8.
22. Und den Tisch stellte (gab) er in das 36. Und wenn die Wolke aufstieg von der
Versammlungszelt an die Seite (die Hüfte) Wohnung, brachen die Söhne Israels auf allen
der Wohnung gegen Mitternacht außerhalb ihren Zügen auf.
des Vorhangs; 37. Und wenn die Wolke nicht aufstieg, so
23. Und ordnete darauf die Anordnung des brachen sie nicht auf, bis zu dem Tage, da sie
Brotes vor Jehovah, wie Jehovah dem Mose aufstieg.
geboten hatte. 2Mo.35/13; 39/36. 38. Denn bei Tag war die Wolke Jehovahs
24. Und den Leuchter stellte er in das Ver- über der Wohnung, und bei Nacht war Feuer
sammlungszelt gerade gegenüber dem Tisch darin vor den Augen des ganzen Hauses Israel
zur Seite (an die Hüfte) der Wohnung gegen auf allen ihren Zügen. 2Mo.23/20; 25/8; 4Mo.10/11f.
Mittag;

125
3.MOSE 1/1

Drittes Buch Mose


Kapitel 1 Ruhe für Jehovah. 3Mo.1/3,13; 3/3,9; 4/8,11; 7/3;
2Mo.12/9; 29/13.
Gesetz der Brandopfer. 10. Und ist seine Opfergabe vom Kleinvieh,
von den Schafen oder von den Ziegen als
1. Und Jehovah rief Mose und redete mit
Brandopfer, so bringe er ein männliches ohne
ihm aus dem Versammlungszelt und sprach:
Fehl dar; 3Mo.1/3; 9/3; 2Mo.29/38f.
3Mo.4/4; 1Kö.8/4; 2Mo.27/21; 28/43; 25/22.
11. Und schlachte es vor Jehovah zur Seite
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich
(an der Hüfte) des Altars gegen Mitternacht;
zu ihnen: Der Mensch unter euch, der Jehovah
und Aharons Söhne, die Priester, sollen sein
eine Opfergabe darbringen will vom Vieh:
Blut ringsum sprengen auf den Altar.
vom Rind und vom Kleinvieh sollet ihr eure
12. Und er zerstücke es in seine Stücke, samt
Opfergabe darbringen. Jer.7/22.
seinem Kopf und seinem Fett, und der Priester
3. Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer
lege sie auf den Hölzern auf dem Feuer, das
ist vom Rind, soll er ein männliches ohne Fehl
auf dem Altare ist, zurecht. 3Mo.1/3.
darbringen. Er bringe es dar am Eingang zum
13. Und das Eingeweide und die Schenkel
Versammlungszelt, auf daß er vor Jehovah
wasche er im Wasser, und der Priester bringe
wohlgefällig sei;
das Ganze dar und zünde es auf dem Altar an.
4. Und lege (lehne) seine Hand auf den Kopf
Ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer des
des Brandopfers, auf daß es wohlgefällig sei
Geruchs der Ruhe für Jehovah.3Mo.1/3,9; 1Mo.8/21.
für ihn, und ihm zur Versöhnung sei.
14. Und ist seine Opfergabe für Jehovah
5. Und er schlachte das junge Rind (den
ein Brandopfer vom Gevögel, so bringe er von
Sohn des Rindes) vor Jehovah, und die Söhne
Turteltauben oder jungen Tauben (den Söhnen
Aharons und die Priester sollen das Blut
der Taube) seine Opfergabe dar.3Mo.5/7.
darbringen, und das Blut ringsum auf den Altar
15. Und der Priester bringe sie dar an dem
sprengen, der am Eingang des Versammlungs-
Altar, und knicke ihr ihren Kopf ab und zünde
zeltes ist. 3Mo.1/3.
sie auf dem Altar an, und drücke ihr Blut aus
6. Und er enthäute (ziehe aus) das Brand-
an der Wand des Altars. 3Mo.5/8,9.
opfer und zerstücke es in seine Stücke.
16. Ihren Kropf aber mit ihrem Unrat nehme
3Mo.3/12; 8/20; 2Mo.29/17.
er weg und werfe ihn neben den Altar gegen
7. Und die Söhne Aharons, des Priesters,
Osten auf den Ort der Asche; 3Mo.4/12; 6/4,11.
sollen Feuer auf den Altar tun (geben) und
17. Und spalte sie mit ihren Flügeln, trenne
Hölzer auf das Feuer zurechtlegen. 3Mo.1/3; 6/6.
sie aber nicht ab, und der Priester zünde sie
8. Und Aharons Söhne, die Priester, sollen
auf dem Altar an auf den Hölzern, die auf dem
die Stücke, den Kopf und das Fett zurechtlegen
Feuer sind; ein Brandopfer sei es, ein Feuer-
auf den Hölzern, die auf dem Feuer auf dem
opfer des Geruchs der Ruhe für Jehovah.
Altare sind.
3Mo.1/8.
9. Und seine Eingeweide und seine Schenkel
wasche er im Wasser, und dann zünde der
Priester das Ganze auf dem Altare an, zum
Brandopfer, zum Feueropfer des Geruchs der

126
3.MOSE 2/1

bringet, soll gesäuert sein, denn weder von


Kapitel 2 Gesäuertem (Sauerteig), noch von Honig sollt
ihr Jehovah ein Feueropfer anzünden.
Gesetz für Speiseopfer. 12. Als Opfergabe der Erstlinge dürft ihr
sie Jehovah darbringen, aber auf dem Altar
1. Und bringt eine Seele Jehovah ein Spei-
sollen sie nicht aufgeopfert werden zu einem
seopfer als Opfergabe dar, so sei Semmelmehl
Geruch der Ruhe. 4Mo.18/12f; 2Ch.31/5.
seine Opfergabe, und er gieße Öl darauf, und
13. Und jede Opfergabe deines Speiseopfers
gebe Weihrauch darauf; 2Mo.29/2.
sollst du salzen mit Salz, und nicht bei deinem
2. Und bringe es zu den Söhnen Aharons,
Speiseopfer das Salz des Bundes deines Gottes
den Priestern, und nehme (fülle die Hand mit)
feiern lassen. Zu deiner jeglichen Opfergabe
davon eine Handvoll (Faust) von seinem
sollst du Salz darbringen.
Semmelmehl und von seinem Öl samt all
14. Und wenn du das Speiseopfer der Erst-
seinem Weihrauch, und der Priester zünde
linge dem Jehovah darbringst, sollst du Ähren,
seinen Gedenkteil auf dem Altar an, als Feuer-
geröstet am Feuer, Geschrotenes von frischen
opfer des Geruchs der Ruhe für Jehovah.
Ähren als Speiseopfer der Erstlinge darbrin-
3. Und das übrige von dem Speiseopfer ist
gen. 3Mo.23/14; 1Mo.4/3; 5Mo.26/2; 2Kö.4/42.
für Aharon und für seine Söhne; das Allerhei-
15. Und gib Öl darauf, und lege Weihrauch
ligste (das Heilige des Heiligen) ist es von den
darauf. Dies ist das Speiseopfer.
Feueropfern Jehovahs.
16. Und der Priester zünde seinen Gedenk-
4. Und so du darbringst als Opfergabe ein
teil von seinem Geschrotenen und von seinem
Speiseopfer von Gebackenem im Ofen, so sei
Öl auf all seinem Weihrauch an, ein Feuer-
es von Semmelmehl, ungesäuerte Kuchen mit
opfer dem Jehovah.
Öl vermischt und Fladen des Ungesäuerten,
mit Öl gesalbt. 2Mo.29/2.
5. Und ist deine Opfergabe ein Speiseopfer
auf der Pfanne, so sei es von Semmelmehl,
mit Öl vermischt, ungesäuert.
Kapitel 3
6. Bröckle es in Brocken und gieß Öl darauf;
Gesetz für die Dankopfer.
so ist es ein Speiseopfer.
7. Und ist deine Opfergabe ein Speiseopfer 1. Und wenn seine Opfergabe ein Dank-
aus der Bratpfanne, so werde es aus Semmel- opfer ist, wenn er es von dem Rinde darbringt,
mehl mit Öl gemacht. 3Mo.7/9. sei es männlich, sei es weiblich, so soll er es
8. Und bringe dein Speiseopfer, das davon vor Jehovah darbringen ohne Fehl,
gemacht wird, herein für Jehovah, und bring 2. Und seine Hand auf den Kopf seiner
es dem Priester dar, und er bringe sie herbei Opfergabe legen (lehnen) und es schlachten
zum Altar. am Eingang zum Versammlungszelt, und die
9. Und der Priester hebe von dem Speise- Söhne Aharons, die Priester, sollen das Blut
opfer den Gedenkteil dessen und zünde es auf auf den Altar sprengen ringsum.
dem Altar an, als ein Feueropfer des Geruchs 3. Und er bringe von dem Dankopfer ein
der Ruhe für Jehovah. 3Mo.2/2. Feueropfer dar dem Jehovah, das Fett, das die
10. Und das übrige von dem Speiseopfer Eingeweide bedeckt und alles Fett über den
ist für Aharon und für seine Söhne; das Al- Eingeweiden.
lerheiligste (das Heilige des Heiligen) ist es 4. Und die zwei Nieren und das Fett, das
von den Feueropfern Jehovahs. 3Mo.2/3. darüber, das an den Weichen ist, und das Netz
11. Kein Speiseopfer, das ihr Jehovah dar- über der Leber, über den Nieren nehme er

127
3.MOSE 3/5

weg. ter in all euren Wohnungen sei es: Kein Fett


5. Und die Söhne Aharons sollen es auf dem und kein Blut sollt ihr essen. 3Mo.7/23,26; 17/10f;
Altar auf dem Brandopfer, das auf den Holz- 2Mo.12/14,20; 1Mo.9/4; 5Mo.12/16,23.
stücken auf dem Feuer ist, anzünden, als ein
Feueropfer des Geruchs der Ruhe für Jehovah.
3Mo.6/5.
6. Und ist seine Opfergabe vom Kleinvieh Kapitel 4
als ein Dankopfer für Jehovah, so darf er ein
männliches oder ein weibliches darbringen, Sündopfer.
das ohne Fehl ist.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
7. Ist es ein Schaf, das er als seine Opfergabe
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich:
darbringt, und bringt er es dar vor Jehovah,
Wenn eine Seele aus Versehen sündigt gegen
8. So lege (lehne) er seine Hand auf den
irgendeines der Gebote Jehovahs, in dem, das
Kopf seiner Opfergabe, und schlachte es vor
nicht hätte getan werden sollen, und davon
dem Versammlungszelt, und die Söhne Aha-
eines tut;
rons sollen sein Blut ringsum auf den Altar
3. So der gesalbte Priester sündigt zur Ver-
sprengen.
schuldung des Volkes, so bringe er für die
9. Und er bringe von dem Dankopfer als
Sünde, die er gesündigt, Jehovah einen jungen
Feueropfer Jehovah dar sein Fett, den ganzen
Farren (den Sohn eines Rindes) ohne Fehl dar,
Fettschwanz [zunächst am Rückgrat nehme
als Sündopfer für Jehovah.
er ihn ab] und das Fett, das die Eingeweide
3Mo.21/10; 4Mo.7/21; 2Sa.24/10f.
bedeckt, und alles Fett, das auf den Eignewei-
4. Und er bringe den Farren zum Eingang
den ist.
des Versammlungszeltes vor Jehovah, er lege
10. Und die zwei Nieren und das Fett daran
(lehne) seine Hand auf den Kopf des Farren
an den Weichen, und das Netz über der Leber,
und schlachte den Farren vor Jehovah.
auf den Nieren nehme er weg.
5. Und der gesalbte Priester nehme von dem
11. Und der Priester zünde es auf dem
Blut des Farren und bringe es zum Versamm-
Altare an, als Brot des Feueropfers für Jeho-
lungszelt.
vah.
6. Und der Priester tauche seinen Finger
12. Und ist seine Opfergabe eine Ziege, so
in das Blut und spritze von dem Blut sieben-
bringe er sie dar vor Jehovah; 4Mo.7/17f.
mal vor Jehovah vor dem Vorhang des Heilig-
13. Und lege (lehne) seine Hand auf ihren
tums.
Kopf und schlachte sie vor dem Versamm-
7. Und der Priester gebe von dem Blut auf
lungszelt, und Aharons Söhne sollen ihr Blut
die Hörner des Altars des Räucherwerks der
ringsum auf den Altar sprengen.
Spezereien vor Jehovah im Versammlungszelt.
14. Und er bringe dar davon als seine Opfer-
Und alles Blut des Farren gieße er an den
gabe Jehovah als Feueropfer: Das Fett, das
Grund des Brandopferaltars, der am Eingang
die Eingeweide bedeckt und alles Fett, das
zum Versammlungszelt ist;
auf dem Eingeweide ist;
8. Und hebe alles Fett des Farren des Sünd-
15. Und die zwei Nieren und das Fett dar-
opfers davon empor, das Fett, welches das
über, das an den Weichen ist, und das Netz
Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das auf
über der Leber auf den Nieren nehme er weg.
dem Eingeweide ist;
16. Und der Priester zünde es an auf dem
9. Und die zwei Nieren und das Fett über
Altar, ein Brot des Feueropfers zu einem
ihnen, das an den Weichen ist, und das Netz
Geruch der Ruhe. Alles Fett sei für Jehovah.
über der Leber, über den Nieren nehme er
17. Eine ewige Satzung für eure Geschlech-

128
3.MOSE 4/10

weg, man den ersten Farren verbrannte. Ein Sünd-


10. Wie gehoben wird vom Ochsen des opfer der Versammlung sei er.
Dankopfers; und der Priester zünde sie auf 22. Versündigt sich ein Fürst (Erhabener)
dem Brandopferaltar an. und tut aus Versehen wider irgendeines der
11. Und die Haut des Farren und all sein Gebote Jehovahs, seines Gottes, was nicht
Fleisch samt seinem Kopf und samt seinen getan werden sollte, und verschuldigt sich;
Schenkeln, und sein Eingeweide und seinen 23. Oder so ihm seine Sünde, worin er sich
Mist; versündigt, bekannt wird, so bringe er als seine
12. Und den ganzen Farren bringe er hinaus Opfergabe einen Ziegenbock, ein Männchen
außerhalb des Lagers an einen reinen Ort, ohne Fehl; 4Mo.7/16f.
wohin man die Fettasche schüttet, und ver- 24. Und lege (lehne) seine Hand auf den
brenne ihn auf dem Holz im Feuer. Auf dem Kopf des Bockes und schlachte ihn an dem
Schutt der Fettasche werde er verbrannt. Orte, wo man das Brandopfer schlachtet vor
13. Und wenn die ganze Gemeinde Israel Jehovah. Ein Sündopfer ist es.
sich versieht, und die Sache (das Wort) verbor- 25. Und der Priester nehme von dem Blute
gen war vor den Augen der Versammlung, des Sündopfers mit seinem Finger und gebe
und sie taten wider eines der Gebote Jehovahs, es auf die Hörner des Brandopferaltars, und
was nicht sollte getan werden, und sich damit sein Blut gieße er an den Grund des Brand-
verschulden, opferaltars.
14. Und die Sünde bekannt wird, worin sie 26. Aber all sein Fett zünde er an auf dem
sich versündigt haben, so bringe die Ver- Altar, wie das Fett des Dankopfers, und der
sammlung einen jungen Farren (Sohn des Priester sühne für ihn für seine Sünde, und
Rindes) zum Sündopfer dar, und bringe ihn es wird ihm vergeben.
hinein vor das Versammlungszelt. 27. Und so eine Seele aus dem Volke des
15. Und die Ältesten der Gemeinde sollen Landes sündigt aus Versehen, indem sie wider
ihre Hände legen (lehnen) auf den Kopf des eines der Gebote Jehovahs tut, was nicht getan
Farren vor Jehovah, und man schlachte den werden sollte, und verschuldigt sich;
Farren vor Jehovah. 28. Oder so ihm seine Sünde, die er gesün-
16. Und der gesalbte Priester bringe von digt, bekannt wird, so bringe er als Opfergabe
dem Blut des Farren zum Versammlungszelt, eine zottige Ziege, ein Weibliches ohne Fehl,
17. Und es tauche der Priester seinen Finger für seine Sünde, die er gesündigt;
in das Blut und spritze siebenmal vor Jehovah 3Mo.5/15; 4Mo.15/27f.
vor dem Vorhang. 29. Und lege (lehne) seine Hand auf den
18. Und von dem Blute gebe er auf die Kopf des Sündopfers und schlachte das Sünd-
Hörner des Altars, der vor Jehovah in dem opfer auf dem Orte des Brandopfers.
Versammlungszelte ist, und gieße alles Blut 30. Und der Priester nehme von ihrem Blut
an den Grund des Brandopferaltars am Ein- mit seinem Finger und gebe es auf die Hörner
gang des Versammlungszeltes. des Brandopferaltars, und gieße all ihr Blut
19. Und all sein Fett hebe er von ihm und an den Grund des Altars;
zünde es an auf dem Altar. 31. Und all ihr Fett nehme er weg, wie das
20. Und er tue mit dem Farren, wie er mit Fett von dem Dankopfer weggenommen wird,
dem Farren des Sündopfers tat; so tue er ihm; und der Priester zünde es auf dem Altar an
und der Priester sühne sie, und es werde ihnen zu einem Geruch der Ruhe für Jehovah, und
vergeben. der Priester sühne über ihm, und es wird ihm
21. Und den Farren bringe man hinaus vergeben.
außerhalb des Lagers und verbrenne ihn, wie 32. Und so er ein Lamm als Opfergabe für

129
3.MOSE 4/33

die Sünde bringt, so bringe er ein Weibliches 5. So geschehe es, wenn er verschuldet ist
ohne Fehl; durch eines von diesen, so bekenne er, womit
33. Und er lege (lehne) seine Hand auf den er gesündigt hat,
Kopf des Sündopfers und schlachte es zum 6. Und bringe sein Schuldopfer zu Jehovah
Sündopfer an dem Orte, wo man das Brand- für seine Sünde, die er gesündigt, ein Weibli-
opfer schlachtet. ches vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine
34. Und der Priester nehme vom Blut des zottige Ziege zum Sündopfer, und der Priester
Sündopfers mit dem Finger und gebe es auf sühne ihn ob seiner Sünde. 3Mo.7/1-7.
die Hörner des Brandopferaltars, und all ihr 7. Und wenn seine Hand nicht hinreicht
Blut gieße er an den Grund des Altars. genug zu einem Stück Kleinvieh, so bringe
35. Und all ihr Fett nehme er ab, wie das er Jehovah für die Schuld, die er gesündigt,
Fett von dem Schaf des Dankopfers abgenom- zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben
men wird, und der Priester zünde es an auf (Söhne der Taube), eine als Sündopfer und
dem Altar, auf den Feueropfern Jehovahs, und eine als Brandopfer. 3Mo.12/8.
der Priester sühne über ihm über seine Sünde, 8. Und bringe sie zu dem Priester, und er
die er gesündigt, und es wird ihm vergeben. bringe die für das Sündopfer zuerst dar, und
knicke ihr ihren Kopf ab vorne am Genick,
trenne ihn aber nicht ab.
9. Und spritze von dem Blut des Sündopfers
Kapitel 5 auf die Wand des Altars; und was vom Blut
bleibt, werde an den Grund des Altars ausge-
Schuldopfer. drückt. Ein Sündopfer ist es.
10. Und die zweite mache er zum Brand-
1. Und wenn eine Seele sündigt, indem sie
opfer gemäß der Weise (dem Gerichte), und
die Stimme der Verwünschung hört und Zeuge
der Priester sühne ihn von seiner Sünde, die
war, sei es, daß sie es sah oder wußte, wenn
er gesündigt, und es wird im vergeben.3Mo.1/14f.
sie es nicht ansagt, so trägt sie ihre Missetat;
11. Und reicht seine Hand nicht hin zu zwei
4Mo.5/19f; 1Kö.22/16.
Turteltauben oder zwei jungen Tauben (Söhne
2. Oder wenn eine Seele irgendein unreines
der Taube), so bringe er als seine Opfergabe
Ding (Wort) berührt hat, entweder das Aas
für seine Sünde das Zehntel eines Ephah
eines unreinen Wildes oder das Aas eines un-
Semmelmehl als Sündopfer. Er tue kein Öl
reinen Viehs, oder das Aas eines unreinen
daran und gebe keinen Weihrauch darauf; denn
Kriechtiers, und es ist vor ihm verborgen, so
ein Sündopfer ist es; 3Mo.2/1.
ist er unrein und verschuldet;
12. Und bringe es zu dem Priester, und der
3. Oder wenn er das Unreine eines Men-
Priester nehme (fülle die Hand mit) eine
schen, irgendeine Unreinheit von ihm berührt,
Handvoll (Faust) davon als dessen Gedenkteil
durch die er unrein geworden, und es ihm
und zünde es auf dem Altar an, auf den Feuer-
verborgen war; wenn er es weiß, so ist er
opfern Jehovahs. Ein Sündopfer ist es.
verschuldet;
3Mo.3/5; 4/35.
4. Oder wenn eine Seele einen Schwur tut,
13. Und der Priester sühne ihn für seine
der ihm über die Lippen fährt, er wolle etwas
Sünde, die er wider deren eines gesündigt, und
tun, sei es zum Bösen oder zum Guten, nach
es wird ihm vergeben. Und es soll des Priesters
allem, was dem Menschen mit einem Schwur
sein, wie das Speiseopfer. 3Mo.2/3.
entfahren mag, und es ihm verborgen war;
14. Und Jehovah redete mit Mose und
wenn er es weiß, und er ist verschuldet durch
sprach:
eines dergleichen; 1Sa.25/22.
15. Wenn eine Seele eine Untreue begeht,

130
3.MOSE 5/16

und sich durch Versehen versündigt an dem, (Haupte) und tue hinzu den fünften Teil darauf
was Jehovah geheiligt ist, so bringe sie dem und gebe es dem, welchem es gehört, am Tage
Jehovah als sein Schuldopfer einen Widder seines Schuldopfers.
ohne Fehl von dem Kleinvieh nach deiner 25. Und als sein Schuldopfer bringe er
Schätzung nach den Schekeln Silbers, nach Jehovah einen Widder ohne Fehl von dem
dem Schekel des Heiligtums, zum Schuld- Kleinvieh nach deiner Schätzung, als Schuld-
opfer. opfer dem Priester.
16. Und das, was er gesündigt hat am Gehei- 26. Und der Priester sühne über ihm vor
ligten, erstatte er, und tue ein Fünftel darauf Jehovah, und es wird ihm vergeben wegen
hinzu und gebe es dem Priester, und der irgendeinem, das er getan, sich damit zu ver-
Priester sühne über ihm mit dem Widder des schulden.
Schuldopfers, und es wird ihm vergeben.
3Mo.22/14.
17. Und wenn eine Seele sich versündigt,
und wider irgendeines der Gebote Jehovahs Kapitel 6
tut, was nicht getan werden sollte, es aber nicht
weiß, und dadurch sich verschuldet, und trägt Allerlei Opfer.
seine Missetat,
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
18. So bringe er einen Widder von dem
2. Gebiete Aharon und seinen Söhnen und
Kleinvieh ohne Fehl nach deiner Schätzung,
sprich: Das ist das Gesetz des Brandopfers:
als Schuldopfer dem Priester, und der Priester
Es soll das Brandopfer auf der Brandstelle
sühne über ihm für sein Versehen, worin er
auf dem Altar die ganze Nacht sein bis zum
sich versehen, ohne daß er es wußte; und es
Morgen und das Feuer des Altars darauf
wird ihm vergeben.
lodern.
19. Ein Schuldopfer ist es; er ist Jehovah
3. Und der Priester ziehe sein linnenes
verschuldet (verschuldend verschuldet).
Obergewand an, und über seine Blöße (ein
20. Und Jehovah redete zu Mose und
Fleisch) ziehe er die linnenen Beinkleider an,
sprach:
und hebe die Fettasche empor, zu welcher das
21. So eine Seele sich versündigt und Un-
Feuer das Brandopfer auf dem Altare verzehrt
treue gegen Jehovah begeht, indem er seinem
(gefressen) hat, und tue sie neben den Altar;
Nächsten (Mitmenschen) Anvertrautes oder
4. Und ziehe seine Kleider aus und ziehe
in seine Hand Hinterlegtes oder Entrissenes
andere Kleider an, und bringe die Fettasche
ableugnet, oder von seinem Nächsten (Mit-
hinaus außerhalb des Lagers an einen reinen
menschen) erpreßt,
Ort.
22. Oder Verlorenes gefunden hat und es
5. Und das Feuer auf dem Altar lodere
ableugnet und zur Lüge schwört, in irgend-
darauf, und soll nicht ausgelöscht werden, und
einem von allem, das ein Mensch tun mag,
der Priester brenne Morgen nach Morgen Holz
sich daran zu versündigen;
darauf an und lege das Brandopfer darauf
23. So es geschieht, daß er sich versündigt
zurecht und zünde die Fettstücke des Dank-
und verschuldet hat, so gebe er das Entrissene
opfers darauf an. Jes.50/11; Ne.10/34.
zurück, das er entrissen, oder das Erpreßte,
6. Ein beständiges Feuer lodere auf dem
das er erpreßt, oder das Anvertraute, das ihm
Altar. Nie erlösche es.
anvertraut worden, oder das Verlorene, das
7. Und das ist das Gesetz des Speiseopfers:
er gefunden;
Die Söhne Aharons sollen es vor Jehovah auf
24. Oder von allem, worüber er zur Lüge
dem Altar (dem Angesichte des Altars) dar-
geschworen, erstatte er nach seiner Summe

131
3.MOSE 6/8

bringen. An dem Orte, da das Brandopfer geschlachtet


8. Und er hebe davon eine Handvoll (Faust wird, soll das Sündopfer vor Jehovah ge-
voll) von dem Semmelmehl des Speiseopfers schlachtet werden. Das Allerheiligste (das
und von seinem Öl, und allen Weihrauch, der Heilige des Heiligen) ist es. 3Mo.1/5,11.
auf dem Speiseopfer ist, und zünde an auf dem 19. Der Priester, der entsündigt, soll es
Altar dessen Gedenkteil zum Geruch der Ruhe essen. An heiligem Orte soll es gegessen wer-
für Jehovah. den, im Vorhof des Versammlungszeltes.
9. Und das übrige davon sollen Aharon und 20. Jeder, der Fleisch davon berührt, soll
seine Söhne essen, ungesäuert soll es an heili- heilig sein. Und wenn er von dem Blute auf
gem Orte gegessen werden. Im Vorhof des das Kleid spritzt, sollst du, was er spritzt, an
Versammlungszeltes sollen sie es essen. heiligem Orte waschen.
10. Nicht gesäuert soll es gebacken werden; 21. Und ein irdenes Gefäß, in dem es ge-
als ihren Teil gebe Ich es ihnen von Meinen kocht worden, soll zerbrochen, ein ehernes
Feueropfern. Das Allerheiligste (das Heilige Gefäß aber, wenn es darin gekocht ward,
des Heiligen) ist es, wie das Sündopfer und gescheuert und mit Wasser ausgespült werden.
wie das Schuldopfer. 3Mo.2/11. 3Mo.11/33; 15/12.
11. Alles Männliche unter den Söhnen 22. Alles Männliche unter den Priestern soll
Aharons soll es essen. Ewige Satzung sei es es essen. Es ist das Allerheiligste (das Heilige
für eure Geschlechter von den Feueropfern des Heiligen). 3Mo.21/22.
Jehovahs. Jeder, der sie berührt, wird heilig. 23. Und jegliches Sündopfer, von dessen
3Mo.6/20; 2Mo.29/37; 30/29. Blut zur Sühne in dem Heiligtum in das Ver-
12. Und Jehovah redete zu Mose und sammlungszelt gebracht worden, soll nicht
sprach: gegessen, sondern im Feuer verbrannt werden.
13. Dies ist die Opfergabe Aharons und
seiner Söhne, die sie Jehovah darbringen
sollen am Tage seiner Salbung: ein zehntel
Ephah Semmelmehl als beständiges Speise- Kapitel 7
opfer, die Hälfte davon am Morgen, und die
Hälfte davon am Abend. Verschiedene Opfer. Fett und Blut
14. Auf der Pfanne soll es gemacht werden verboten. Webebrust. Hebekeule.
mit Öl, angerührt sollst du es bringen. In
1. Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers.
Brocken gebacken als Speiseopfer sollst du
Das Allerheiligste (das Heilige des Heiligen)
es darbringen, als Geruch der Ruhe für Jeho-
ist es. 3Mo.5/15; 21/22.
vah; 3Mo.2/5,6; 7/12; 1Ch.23/29.
2. An dem Orte, an dem sie das Brandopfer
15. Und der Priester von seinen Söhnen,
schlachten, sollen sie das Schuldopfer schlach-
der an seiner Statt gesalbt wird, soll es tun.
ten; und sein Blut sprenge man ringsum auf
Eine ewige Satzung soll es sein Jehovah, und
den Altar. 3Mo.1/3,5.
gänzlich soll es verbrannt (angezündet) wer-
3. Und all sein Fett bringe er dar davon, den
den.
Fettschwanz und das Fett, welches das Einge-
16. Und jegliches Speiseopfer eines Priesters
weide bedeckt. 3Mo.3/3.
soll ein gänzliches sein, es soll nicht gegessen
4. Und die zwei Nieren und das Fett daran,
werden.
das an den Weichen ist, und das Netz über
17. Und Jehovah redete zu Mose und
der Leber, über den Nieren nehme er weg.
sprach:
5. Und der Priester zünde sie an auf dem
18. Rede zu Aharon und zu seinen Söhnen
Altar, als ein Feueropfer für Jehovah. Ein
und sprich: Dies ist das Gesetz des Sündopfers.

132
3.MOSE 7/6

Schuldopfer ist es. brannt werden.


6. Alles Männliche unter den Priestern darf 18. Und wenn man am dritten Tage von dem
es essen. An heiligem Orte werde es gegessen. Fleische des Dankopfers ißt, so wird der
Das Allerheiligste ist es. Darbringende nicht wohlgefällig sein, es wird
7. Wie das Sündopfer, so das Schuldopfer! ihm nicht gedacht werden: Abscheulich ist
Es sei ein Gesetz für sie. Des Priesters, der es, und die Seele, die davon ißt, soll ihre
damit sühnt, sei es. 3Mo.6/19. Missetat tragen. 3Mo.5/1.
8. Und des Priesters, der das Brandopfer 19. Und das Fleisch, das irgend etwas Un-
eines Mannes darbringt, soll die Haut des reines berührt, soll nicht gegessen werden.
Brandopfers sein, das er dargebracht: des Es soll im Feuer verbrannt werden. Das
Priesters soll es sein. Fleisch anlangend, darf das Fleisch jeder Reine
9. Und alles Speiseopfer, das im Ofen ge- essen.
backen wird, und alles, das in der Bratpfanne 20. Und wenn eine Seele Fleisch vom Dank-
oder auf der Pfanne gemacht wird, soll des opfer ißt, das dem Jehovah gehört, und hat
Priesters, der es darbringt, sein. seine Unreinheit an sich, so soll diese Seele
10. Und alles Speiseopfer, das mit Öl ver- von seinem Volke ausgerottet werden.1Mo.17/14.
mischt, oder trocken ist, soll allen Söhnen 21. Und wenn eine Seele irgend etwas
Aharons, dem einen wie dem andern (dem Unreines, eine Unreinheit eines Menschen,
Manne wie seinem Bruder) gehören. oder ein unreines Vieh oder irgendein unreines
11. Und das ist das Gesetz des Dankopfers, Scheusal angerührt hat und vom Fleisch des
das man Jehovah darbringt; 3Mo.3/1. Dankopfers ißt, das für Jehovah ist, so soll
12. Wenn er es als Lobopfer darbringt, so diese Seele aus ihrem Volk ausgerottet werden.
bringe er auf dem Lobopfer dar ungesäuerte 3Mo.11/8,26,39.
Kuchen mit Öl gemischt, und ungesäuerte 22. Und Jehovah redete zu Mose und
Fladen mit Öl gesalbt, und Semmelmehl mit sprach:
Öl angerührt, Kuchen, vermischt mit Öl. 23. Rede zu den Söhnen Israels und sprich:
3Mo.22/29. Alles Fett eines Ochsen, eines Schafs oder
13. Auf den Kuchen gesäuerten Brotes einer Ziege sollt ihr nicht essen. 3Mo.3/17.
bringe er seine Opfergabe dar, zum Lobopfer 24. Und das Fett vom Aas und Fett vom
seines Dankes. Zerfleischten mag zu allerlei Arbeit verwendet
14. Und er bringe davon einen von der gan- (gemacht) werden, aber essen sollt ihr es nicht.
zen Opfergabe dem Jehovah als Hebe dar. 25. Denn wer das Fett von dem Vieh ißt,
Dem Priester, der das Blut des Dankopfers von dem man Jehovah Feueropfer darbringt,
sprengt, ihm gehöre es. die Seele, die es ißt, soll aus ihrem Volk aus-
15. Und das Fleisch des Lobopfers seines gerottet werden.
Dankes soll am Tage der Opfergabe gegessen 26. Und kein Blut sollt ihr essen in all euren
werden und man lasse nichts bis zum Morgen Wohnungen, weder vom Gevögel, noch vom
übrigbleiben. 3Mo.19/6. Vieh. 1Mo.9/4.
16. Und wenn das dargebrachte Opfer ein 27. Jede Seele, die irgend Blut ißt, die Seele
Gelübde oder Freiwilliges ist, soll es am Tage soll aus ihrem Volk ausgerottet werden.
der Darbringung seines Opfers gegessen 3Mo.1/5; 4/5; 3/17; 17/10f.
werden; und auch am morgenden Tage darf, 28. Und Jehovah redete zu Mose und
was davon übrigblieb, gegessen werden. sprach:
3Mo.22/18,23; 4Mo.15/3; 29/39. 29. Rede zu den Söhnen Israels und sprich:
17. Was aber von dem Opferfleisch noch Wer Jehovah sein Dankopfer darbringt, der
am dritten Tage übrig ist, soll im Feuer ver- soll Jehovah seine Opfergabe von seinem

133
3.MOSE 7/30

Dankopfer bringen. des Sündopfers und die zwei Widder, und den
30. Seine Hände sollen das Feueropfer Korb des Ungesäuerten; 2Mo.29/1f.
Jehovahs hineinbringen. Das Fett auf der Brust 3. Und versammle die ganze Gemeinde zum
soll er hineinbringen, samt der Brust, sie als Eingang des Versammlungszeltes.
Webeopfer vor Jehovah zu weben. 2Mo.29/24. 4. Und Mose tat, wie ihm Jehovah geboten,
31. Und der Priester soll das Fett anzünden und die Gemeinde versammelte sich am Ein-
auf dem Altar; und die Brust soll Aharons und gang des Versammlungszeltes.
seiner Söhne sein. 2Mo.29/24. 5. Und Mose sprach zu der Gemeinde: Dies
32. Und die rechte Schulter sollt ihr als ist das Wort, das Jehovah geboten hat zu tun;
Hebe dem Priester von euren Dankopfern 6. Und Mose ließ Aharon und seine Söhne
geben. sich nahen, und wusch sie mit Wasser;
33. Dem von Aharons Söhnen, der das Blut 7. Und gab ihm (auf ihn) den Leibrock und
der Dankopfer und das Fett darbringt, soll die gürtete ihn mit dem Gürtel, und zog ihm das
rechte Schulter als Anteil sein. Oberkleid an, gab auf ihn das Ephod und
34. Denn die Webebrust und die Hebeschul- gürtete ihn mit dem Gurt des Ephod und legte
ter nehme Ich von den Söhnen Israels von den es ihm an; 2Mo.28/31f.
Dankopfern, und gebe sie dem Priester Aharon 8. Und tat ihm das Brustschildlein an und
und seinen Söhnen als ewige Satzung von den gab die Urim und die Thummim in das Brust-
Söhnen Israels. schildlein.
35. Dies ist die Salbung Aharons und die 9. Und er setzte die Tiara auf sein Haupt,
Salbung seiner Söhne von den Feueropfern und an die Tiara vorn über dem Gesicht setzte
Jehovahs, am Tage, da Er sie nahen ließ, Jeho- er das goldene Blatt, das heilige Diadem, wie
vah Priesterdienst zu tun; 2Mo.40/13. Jehovah dem Mose geboten hatte.
36. Was Jehovah gebot, ihnen zu geben am 10. Und Mose nahm das Salböl und salbte
Tage, da Er sie salbte von den Söhnen Israels, die Wohnung und alles, was darin war, und
eine ewige Satzung für ihre Geschlechter, heiligte sie; 3Mo.16/16; 2Mo.30/30.
3Mo.7/6; 2Mo.29/37. 11. Und spritzte davon siebenmal auf den
37. Das ist das Gesetz für das Brandopfer, Altar, und salbte den Altar und alle seine
für das Speiseopfer und für das Sündopfer und Geräte und das Becken und sein Gestell, um
für das Schuldopfer und für die Füllopfer und sie zu heiligen. 3Mo.4/6; 14/7.
für das Dankopfer, 12. Und er goß von dem Salböl auf das
3Mo.8/22,28-31; 2Mo.29/22,26,31,34. Haupt Aharons und salbte ihn, um ihn zu
38. Die Jehovah dem Mose auf dem Berge heiligen. 2Mo.29/7.
Sinai geboten hat, am Tage, da Er den Söhnen 13. Und Mose ließ die Söhne Aharons sich
Israels gebot, ihre Opfergaben Jehovah in der nahen, und zog ihnen Leibröcke an, und
Wüste Sinai darzubringen. gürtete sie mit dem Gürtel und band ihnen
Kopfbünde um, wie Jehovah dem Mose gebo-
ten hatte. 2Mo.28/40.
14. Und er brachte den Farren des Sünd-
Kapitel 8 opfers herbei; und Aharon und seine Söhne
legten ihre Hände auf den Kopf des Farren
Einweihung der Priester. des Sündopfers; 3Mo.1/3; 4/3.
15. Und er schlachtete ihn. Und Mose nahm
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
das Blut und gab es auf die Hörner des Altars
2. Nimm Aharon und seine Söhne mit ihm,
ringsum mit seinem Finger und entsündigte
und die Kleider und das Salböl, und den Farren
den Altar, und das Blut goß er an den Grund

134
3.MOSE 8/16

des Altars und heiligte ihn, um darauf zu vor Jehovah nahm er einen ungesäuerten
sühnen; 3Mo.6/19; 2Mo.29/36f. Kuchen und einen Kuchen von Ölbrot und
16. Und er nahm alles Fett, das an dem einen Fladen und legte sie auf die Fettstücke
Eingeweide war, und das Netz der Leber, und und auf die rechte Schulter. 2Mo.29/2,3.
die zwei Nieren und ihr Fett, und Mose zünde- 27. Und gab alles auf die Hände (die flachen
te es an auf dem Altar. 3Mo.1/9; 3/3. Hände) Aharons und auf die Hände (flachen
17. Und den Farren und seine Haut und sein Hände) seiner Söhne und webte sie zur Webe
Fleisch und seinen Mist verbrannte er im Feuer vor Jehovah.
außerhalb des Lagers, wie Jehovah Mose 28. Und Mose nahm sie von ihren Händen
geboten hatte. 3Mo.4/11f; 2Mo.29/14. (flachen Händen) und zündete sie an auf dem
18. Und er brachte den Widder zum Brand- Altar über dem Brandopfer. Ein Füllungsopfer
opfer dar, und Aharon und seine Söhne legten waren sie zum Geruch der Ruhe, ein Feuer-
(lehnten) ihre Hände auf den Kopf des Wid- opfer war es für Jehovah. 3Mo.7/37.
ders, 3Mo.9/2; 16/3; 1/3-9. 29. Und die Brust nahm Mose und webte
19. Und schlachtete ihn, und Mose sprengte sie zur Webe vor Jehovah. Vom Widder der
das Blut auf den Altar ringsum. Füllungen ward es dem Mose zum Anteil, wie
20. Und den Widder zerstückte er in seine Jehovah dem Mose geboten hatte. 3Mo.7/37.
Stücke und Mose zündete den Kopf und die 30. Und Mose nahm von dem Salböl und
Stücke und das Fett an; von dem Blut, das auf dem Altar war, und
21. Und das Eingeweide und die Schenkel spritze es auf Aharon, auf seine Kleider und
wusch er im Wasser, und Mose zündete den auf seine Söhne und auf die Kleider seiner
ganzen Widder auf dem Altar an. Ein Brand- Söhne mit ihm, und heiligte Aharon, seine
opfer war es zum Geruch der Ruhe, ein Feuer- Kleider, und seine Söhne und die Kleider
opfer für Jehovah, wie Jehovah dem Mose seiner Söhne mit ihm; 2Mo.29/29f; 40/15; 4Mo.20/28.
geboten hatte. 2Mo.29/18. 31. Und Mose sprach zu Aharon und seinen
22. Und er brachte den zweiten Widder dar, Söhnen: Kochet das Fleisch am Eingang des
den Widder der Füllungen (d.h. der Ein- Versammlungszeltes, und dort esset es und
weihung), und Aharon und seine Söhne legten das Brot, das in dem Korbe der Füllungen ist,
(lehnten) ihre Hände auf den Kopf des Wid- wie ich geboten und gesprochen habe: Aharon
ders. und seine Söhne sollen es essen! 2Mo.29/32.
23. Und er schlachtete ihn, und Mose nahm 32. Und was vom Fleisch und vom Brot
von seinem Blut und gab es auf Aharons übrig ist, sollt ihr im Feuer verbrennen.
rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen 33. Und von dem Eingang des Versamm-
seiner rechten Hand und auf die große Zehe lungszeltes sollt ihr nicht ausgehen sieben
seines rechten Fußes; Tage, bis zum Tage, da die Tage eurer Füllun-
24. Und er ließ die Söhne Aharons sich gen (d.h. Einweihung) erfüllet sind; denn
nahen, und Mose gab von dem Blute auf ihr sieben Tage wird eure Hand gefüllt. 2Mo.29/35.
rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer 34. Sowie man getan hat an diesem Tage,
rechten Hand und auf die große Zehe ihres hat Jehovah geboten zu tun, um über euch zu
rechten Fußes, und Mose sprengte das Blut sühnen.
ringsum auf den Altar. 35. Und am Eingang des Versammlungs-
25. Und er nahm das Fett und den Fett- zeltes sollt ihr sitzen bei Tag und bei Nacht,
schwanz und alles Fett auf dem Eingeweide sieben Tage und die Hut Jehovahs hüten, auf
und das Netz der Leber und die zwei Nieren daß ihr nicht sterbet; denn so ist es mir gebo-
und ihr Fett und die rechte Schulter; ten. 4Mo.1/53; 9/19; 1Kö.2/3; Sach.3/7; Ez.44/15; Mal.3/14.
26. Und aus dem Korb des Ungesäuerten 36. Und Aharon und seine Söhne taten alle

135
3.MOSE 9/1

Dinge (Worte), die Jehovah durch die Hand 10. Und das Fett und die Nieren und das
Moses geboten hatte. Netz von der Leber von dem Sündopfer zünde-
te er auf dem Altar an, wie Jehovah Mose
geboten hatte.
11. Und das Fleisch und die Haut verbrannte
Kapitel 9 er im Feuer außerhalb des Lagers. 3Mo.4/11.
12. Und er schlachtete das Brandopfer, und
Aharons erstes Opfer. Aharons Söhne reichten (fanden) ihm das Blut
dar, und er sprengte es ringsum auf den Altar.
1. Und am achten Tage geschah es, daß
13. Und das Brandopfer reichten (fanden)
Mose Aharon und seine Söhne und die Älte-
sie ihm dar in seinen Stücken und den Kopf,
sten Israels rief.
und er zündete es an auf dem Altar.
2. Und er sprach zu Aharon: Nimm für dich
14. Und er wusch das Eingeweide und die
ein junges Stierkalb (das Kalb den Sohn eines
Schenkel und zündete sie auf dem Brandopfer
Rindes) zum Sündopfer und einen Widder
auf dem Altare an. 3Mo.8/21.
ohne Fehl zum Brandopfer und bringe sie dar
15. Und er brachte die Opfergabe des Volkes
vor Jehovah. 3Mo.8/18.
dar, und nahm den Bock des Sündopfers, das
3. Und zu den Söhnen Israels sollst du reden
für das Volk war, und schlachtete ihn und
und sprechen: Nehmet einen Ziegenbock zu
brachte ihn als Sündopfer dar (entsündigte
einem Sündopfer, und ein Kalb und ein Lamm
ihn), wie das erste.
von einem Jahr (den Sohn eines Jahres) ohne
16. Und er brachte das Brandopfer dar, und
Fehl zu einem Brandopfer.
er machte es nach dem Rechte (Gerichte).
4. Und einen Ochsen und einen Widder zum
17. Und er brachte das Speiseopfer dar, und
Dankopfer, zu opfern vor Jehovah, und ein
füllte seine Hand (flache Hand) davon und
Speiseopfer, mit Öl vermischt; denn es er-
zündete es auf dem Altare an außer dem
scheint euch Jehovah an diesem Tag.
Brandopfer des Morgens,
5. Und sie nahmen, was Mose geboten hatte,
18. Und er schlachtete den Ochsen und den
an den Eingang des Versammlungszeltes, und
Widder zum Dankopfer für das Volk, und die
es nahte die ganze Gemeinde und sie standen
Söhne Aharons reichten (fanden) ihm das Blut
vor Jehovah.
dar, und er sprengte es ringsum auf den Altar;
6. Und Mose sprach: Dies ist das Wort, das
19. Und die Fettstücke von dem Ochsen und
Jehovah geboten hat, daß ihr tun sollt; auf daß
von dem Widder, den Fettschwanz und die
euch die Herrlichkeit Jehovahs erscheine.
Netzhaut und die Nieren und das Netz der
7. Und Mose sprach zu Aharon: Nahe dich
Leber;
zum Altar, und tue dein Sündopfer und dein
20. Und sie legten die Fettstücke auf die
Brandopfer, und sühne für dich und für das
Bruststücke, und er zündete die Fettstücke an
Volk, und mache die Opfergabe des Volkes,
auf dem Altar. 1Sa.2/15.
und sühne für sie, wie Jehovah geboten hat.
21. Und die Bruststücke und die rechte
3Mo.16/6.
Schulter webte Aharon als Webe vor Jehovah,
8. Und Aharon nahte zum Altar und
wie Mose geboten hatte. 3Mo.7/32.
schlachtete das Kalb des Sündopfers, das er
22. Und Aharon hob seine Hände auf über
hatte.
das Volk und segnete sie, und kam herab,
9. Und Aharons Söhne brachten ihm das
nachdem er das Sündopfer und das Brandopfer
Blut dar, und er tauchte seinen Finger in das
und das Dankopfer getan hatte. 4Mo.6/22.
Blut und gab es auf die Hörner des Altars, und
23. Und Mose und Aharon gingen in das
das Blut goß er an den Grund des Altars.
Versammlungszelt und kamen heraus und

136
3.MOSE 9/24

segneten das Volk. Und es erschien die Herr- über den Brand derer, die Jehovah verbrannte.
lichkeit Jehovahs dem ganzen Volke. 7. Und von dem Eingang des Versamm-
2Mo.16/10; 4Mo.12/5. lungszeltes sollt ihr nicht ausgehen, auf daß
24. Und es ging Feuer aus von (von dem ihr nicht sterbet; denn Jehovahs Salbungsöl
Angesichte) Jehovahs und fraß auf dem Altar ist auf euch. Und sie taten nach Moses Wort.
das Brandopfer und die Fettstücke. Und das 8. Und Jehovah redete zu Aharon und
ganze Volk sah es, und sie jauchzten und fielen sprach:
auf ihr Angesicht. 9. Wein und starkes Getränk sollst du und
1Mo.15/17; Ri.6/21; 1Kö.18/38; 1Ch.21/26; 2Ch.7/1. deine Söhne mit dir nicht trinken, wenn ihr
zum Versammlungszelt eingehet, auf daß ihr
nicht sterbet. Eine ewige Satzung soll es sein
für eure Geschlechter;
Kapitel 10 4Mo.6/3; Ez.44/21; Hos.4/11; 7/5; Spr.20/1.
10. Und auf daß ihr scheidet zwischen dem
Nadab und Abihu. Heiligen und zwischen dem Gemeinen und
Weinverbot. Aharons Trauer. zwischen dem Unreinen und zwischen dem
Reinen. Jer.15/19; Ez.44/21.
1. Und Nadab und Abihu, Aharons Söhne,
11. Und daß ihr die Söhne Israels unter-
nahmen jeder Mann seine Rauchpfanne und
weiset in allen Satzungen, die Jehovah zu
taten (gaben) Feuer hinein und legten Räuch-
ihnen durch die Hand Moses geredet hat.
werk darauf und brachten vor Jehovah fremdes
5Mo.17/11,12; Matth.28/20.
Feuer dar, das Er ihnen nicht geboten hatte.
12. Und Mose redete zu Aharon und zu
3Mo.16/1; 4Mo.3/4; 26/61.
seinen Söhnen Eleasar und Ithamar, die übrig-
2. Und Feuer ging aus von (vor dem Ange-
geblieben: Nehmet das Speiseopfer, das übrig
sichte) Jehovah, und fraß sie auf und sie
ist von den Feueropfern Jehovahs und esset
starben vor (vor dem Angesichte) Jehovah.
es ungesäuert neben dem Altar; denn allerhei-
3Mo.9/24; 4Mo.11/1; 16/35; 2Kö.1/10,12.
ligst (das Heilige des Heiligen) ist es.
3. Und Mose sprach zu Aharon: Das ist es,
3Mo.9/3f.
was Jehovah geredet und gesprochen hat: An
13. Und sollt es essen an heiligem Ort; denn
denen, die Mir nahe sind, will ich geheiligt
es ist deine Satzung und deiner Söhne Satzung
und vor dem Angesichte des ganzen Volkes
von Jehovahs Feueropfern; denn so ist es mir
verherrlicht werden. Und Aharon war stille.
geboten.
4. Und Mose rief Mischael und Elzaphan,
14. Und die Webebrust und die Hebeschulter
die Söhne Ussiels, des Oheims von Aharon,
sollt ihr essen an reinem Orte, du und deine
und sprach zu ihnen: Nahet, traget eure Brüder
Söhne und deine Töchter mit dir; denn als
hinweg vom (vor dem Angesichte) Heiligtum,
deine Satzung und deiner Söhne Satzung von
zum Lager hinaus.
den Dankopfern der Söhne Israels werden sie
5. Und sie nahten und trugen sie in ihren
gegeben. 3Mo.7/30f; 21/22.
Leibröcken zum Lager hinaus, wie Mose
15. Die Schulter der Hebe und die Brust der
geredet hatte. Apg.5/6,10.
Webe sollen sie auf dem Fettstück der Feuer-
6. Und Mose sprach zu Aharon und seinen
opfer hereinbringen, um sie als Webe vor
Söhne Eleasar und Ithamar: Eure Häupter sollt
Jehovah zu weben; und sie sollen für dich und
ihr nicht blößen und eure Kleider nicht aufrei-
deine Söhne mit dir eine ewige Satzung sein,
ßen, daß ihr nicht sterbet, und Er über die
wie Jehovah geboten hat.
ganze Gemeinde entrüstet werde. Aber eure
16. Und Mose befragte sie über den Bock
Brüder, das ganze Haus Israel mögen weinen
des Sündopfers, und siehe, er war verbrannt.

137
3.MOSE 10/17

Und er war entrüstet über Eleasar und Ithamar, euch.


die Söhne Aharons, die übriggeblieben und 6. Und den Hasen; denn er wiederkäut und
sprach: hat keinen durchbrochenen Huf. Unrein sei
17. Warum habt ihr das Sündopfer nicht an er euch!
heiligem Orte gegessen; denn allerheiligst (das 7. Und das Schwein; denn es hat einen
Heilige des Heiligen) ist es. Und Er hat es euch durchbrochenen Huf und die Klauen gespal-
gegeben, zu tragen die Missetat der Gemeinde, ten, aber es wiederkäut nicht. Unrein sei es
über sie vor Jehovah zu sühnen. euch!
3Mo.6/19,23. 8. Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen
18. Siehe! Sein Blut ist nicht in das Innere und ihr Aas nicht berühren. Unrein seien sie
des Heiligtums gebracht worden. Ihr hättet euch!
es im Heiligtum essen (essend essen) sollen, 9. Und das dürfet ihr essen von allem, was
wie ich geboten habe. 3Mo.6/18f. im Wasser ist: Alles, was Flossen und Schup-
19. Und Aharon redete zu Mose: Siehe, pen hat im Wasser, in den Meeren und in den
heute haben sie ihr Sündopfer und ihr Brand- Bächen, das dürfet ihr essen.
opfer vor Jehovah dargebracht, und solches 10. Aber alles, was keine Flosse und Schup-
ist mir begegnet. Und äße ich heute Sündopfer, pe hat in Meeren und Bächen, von allem, das
wäre es gut in den Augen Jehovahs? im Wasser wimmelt und von aller lebendigen
20. Und Mose hörte, und es war gut in Seele im Wasser, ein Abscheu sei es euch!
seinen Augen. 11. Zum Abscheu sollen sie euch sein. Von
ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas
sei euch ein Abscheu.
12. Alles, was nicht Flosse und Schuppe
Kapitel 11 hat im Wasser, soll euch zum Abscheu sein.
13. Und diese sollt ihr vom Gevögel ver-
Reine und unreine Tiere. abscheuen. Sie sollen nicht gegessen werden,
zum Abscheu sein: Der Adler und der Seeadler
1. Und Jehovah redete zu Mose und zu
und der Lämmergeier;
Aharon und sprach zu ihnen:
14. Und der Weihe und der Falke nach
2. Redet zu den Söhnen Israels und sprechet:
seiner Art;
Das sind die Tiere (wilden Tiere), die ihr essen
15. Alle Raben nach ihren Arten;
dürfet von allem Vieh auf Erden;
16. Und das Käuzlein und der Strauß und
3Mo.20/24f; 1Mo.7/2; 5Mo.14/4f.
die Möwe und der Habicht nach seiner Art;
3. Alles, was einen durchbrochenen Huf,
17. Und der Uhu und der Taucher und die
einen in Klauen gespaltenen Huf hat und
Eule.
wiederkäut (das Gekaute heraufbringen) vom
18. Und die Dohle und der Pelikan und der
Vieh, das dürft ihr essen.
Aasgeier.
4. Doch sollt ihr nicht essen von denen, die
19. Und der Storch, der Reiher nach seiner
wiederkäuen (das Gekaute heraufbringen) und
Art, und der Wiedehopf und die Fledermaus.
denen mit durchbrochenem Huf: Das Kamel;
20. Alles Kriechtier mit Flügeln, das auf
denn es wiederkäut (das Gekaute herauf-
Vieren geht, soll euch zum Abscheu sein.
bringen) zwar, hat aber keinen durchbrochenen
21. Nur das sollt ihr essen von allem geflü-
Huf. Unrein sei es euch.
gelten Kriechtier, das auf Vieren geht, das
5. Und das Kaninchen; denn es ist wieder-
Schenkel über den Füßen hat, um damit auf
käuend (das Gekaute heraufbringen) und hat
der Erde zu hüpfen.
keinen durchbrochenen Huf. Unrein sei es
22. Diese möget ihr davon essen: Die Heu-

138
3.MOSE 11/23

schrecke nach ihrer Art, den Solam (d.h. 34. Jegliche Speise, die gegessen wird, über
verschiedene Arten von Heuschrecken) nach die solches Wasser kommt, ist unrein, und
seiner Art und den Chargol (d.h. verschiedene alles Getränk, das aus irgend solchem Gefäß
Arten von Heuschrecken) nach seiner Art, und getrunken wird, ist unrein.
den Chagab (d.h. verschiedene Arten von 35. Und alles, worauf von ihrem Aase fällt
Heuschrecken) nach seiner Art. ist unrein. Der Ofen oder Herd werde eingeris-
23. Und alles andere geflügelte Kriechtier sen; sie sind unrein, und sollen euch unrein
mit vier Füßen soll euch ein Abscheu sein. sein.
24. Und mit diesen verunreinigt ihr euch. 36. Nur der Brunnquell und die Grube, in
Wer ihr Aas berührt, ist bis zum Abend unrein. denen sich Wasser sammelt, sollen rein sein;
25. Und jeder, der von ihrem Aase trägt, was aber ihr Aas berührt, soll unrein sein.
soll seine Kleider waschen, und ist unrein bis 37. Und so von ihrem Aas auf irgendwelchen
zum Abend. Saatsamen fällt, der gesät werden soll, so ist
26. Alles Vieh, das einen durchbrochenen er rein;
Huf hat und den Huf nicht spaltet, und nicht 38. Wird aber Wasser auf den Samen getan
wiederkäut (das Gekaute nicht heraufbringt), (gegeben), und es fällt von ihrem Aas darauf,
soll unrein für euch sein. Wer immer es be- so ist es unrein für euch.
rührt, ist unrein. 39. Und so von dem Vieh, das euch zur
27. Und alles, was auf seinen Tatzen (fla- Speise ist, eines stirbt, so ist der, welcher sein
chen Händen) geht unter allem Wild, das auf Aas berührt, unrein bis zum Abend.
Vieren geht, ist unrein für euch, ein jeder, der 40. Und wer von seinem Aase ißt, soll seine
ihr Aas anrührt, ist unrein bis zum Abend. Kleider waschen, und unrein sein bis zum
28. Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider Abend, und wer sein Aas trägt, soll seine
waschen und ist unrein bis zum Abend. Unrein Kleider waschen und ist unrein bis zum Abend.
seien sie euch. 3Mo.17/15; 5Mo.14/21.
29. Und das sei euch unrein unter dem 41. Und alles Gewimmel, das auf der Erde
Kriechtier, das auf dem Lande wimmelt: Das wimmelt, ist ein Abscheu; es soll nicht geges-
Wiesel und die Maus und die gelbe Eidechse sen werden.
nach ihrer Art. 42. Alles, was auf dem Bauche geht, und
30. Und die Feldmaus und das Chamäleon alles, was auf vieren und bis zu dem, das auf
und die Schildkröte und die Schnecke und der mehr Füßen geht, von allem Gewimmel, das
Maulwurf. auf der Erde wimmelt, sollt ihr nicht essen;
31. Diese seien euch unrein unter allem denn sie sind ein Abscheu.
Kriechtier. Wer sie anrührt, wenn sie tot sind, 43. Ihr sollt eure Seele nicht abscheulich
ist unrein bis zum Abend. machen durch irgendwelches Gewimmel, das
32. Und alles, worauf ein solches unter da wimmelt, und euch damit nicht verunrei-
ihnen fällt, wenn es tot ist, ist unrein, irgend- nigen, daß ihr dadurch unrein werdet;
ein hölzernes Gerät oder ein Kleid oder Fell 44. Denn Ich bin Jehovah, euer Gott, und
oder Sack, jegliches Gerät, mit dem man eine ihr sollt euch heiligen, auf daß ihr heilig seid;
Arbeit tut, soll ins Wasser hineingebracht denn Ich bin heilig; und sollt eure Seele nicht
werden und ist unrein bis zum Abend, und verunreinigen mit irgendwelchem Gewimmel,
dann ist es rein. das auf der Erde kriecht.
33. Und jegliches irdene Gefäß, in dessen 45. Denn Ich bin Jehovah, Der euch aus
Mitte derselben eines fällt, wird unrein, alles, Ägyptenland heraufgebracht, auf daß Ich euer
was in dessen Mitte ist; und ihr sollt es zer- Gott sei. So seid denn heilig, denn Ich bin
brechen. heilig. 3Mo.19/2; 20/7,26; 2Mo.20/2.

139
3.MOSE 11/46

46. Das ist das Gesetz vom Vieh und Gevö- zu einem Lamm (zu einem Jungen vom Klein-
gel und allen lebendigen Seelen, die sich im vieh), so nehme sie zwei Turteltauben oder
Wasser regen (kriechen), und allen Seelen, zwei junge Tauben (Söhne der Taube), eine
die auf der Erde wimmeln; zum Brandopfer und eine zum Sündopfer, und
47. Damit ihr scheidet zwischen Unreinem der Priester sühne über sie und sie sei rein.
und zwischen Reinem, und zwischen dem
Tiere (dem Lebendigen), das ihr essen und
dem Tier, das ihr nicht essen sollt.
Kapitel 13
Vom Aussatz.
Kapitel 12 1. Und Jehovah redete zu Mose und zu
Aharon und sprach:
Ordnung der Kindbetterinnen.
2. So bei einem Menschen auf der Haut
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach: seines Fleisches eine Erhebung oder ein Schorf
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich: oder ein lichter Fleck ist, und dies auf der Haut
Wenn ein Weib empfängt (besamet wird) und seines Fleisches zum Male des Aus-satzes
ein Männliches gebiert, so ist sie sieben Tage werden könnte, so werde er zu Aharon, dem
unrein. Wie die Tage der Abgeschiedenheit Priester, oder zu einem von seinen Söhnen,
ihrer Krankheit soll sie unrein sein. 3Mo.15/19. den Priestern, gebracht. 5Mo.24/8.
3. Und am achten Tage soll das Fleisch 3. Und wenn der Priester das Mal auf der
seiner Vorhaut beschnitten werden. 4Mo.18/16. Haut des Fleisches gesehen, und das Haar in
4. Und sie soll drei Tage und dreißig Tage dem Male in Weiß verwandelt worden, und
im Blute ihrer Reinigung bleiben (sitzen), das Mal ist tiefer anzusehen als die Haut seines
nichts Heiliges anrühren, und nicht zum Fleisches, so ist es ein Aussatzmal, und der
Heiligtum kommen, bis die Tage ihrer Reini- Priester sehe ihn und erkläre ihn für unrein.
gung voll sind. 3Mo.14/37.
5. Und gebiert sie ein Weibliches, soll sie 4. Und wenn ein weißer, lichter Fleck auf
zwei Wochen unrein sein, wie bei ihrer Abge- der Haut seines Fleisches ist, aber nicht tiefer
schiedenheit und soll sechs Tage und sechzig als die Haut anzusehen, und das Haar nicht
Tage im Blute ihrer Reinigung bleiben (sit- in Weiß verwandelt ist, so lasse der Priester
zen). den mit dem Male sieben Tage einschließen.
6. Und wenn die Tage ihrer Reinigung für 5. Und am siebenten Tage sehe ihn der
Sohn oder für Tochter erfüllt sind, soll sie ein Priester, und siehe, das Mal ist in seinen
einjähriges (den Sohn eines Jahres) Lamm als Augen stehengeblieben, und das Mal hat auf
Brandopfer und eine junge Taube (den Sohn der Haut nicht um sich gegriffen, so lasse ihn
einer Taube) oder eine Turteltaube als Sünd- der Priester zum zweitenmal sieben Tage
opfer zum Eingang des Versammlungszeltes einschließen.
zu dem Priester bringen. Luk.2/22. 6. Und wenn ihn dann der Priester am
7. Und er bringe es dar vor Jehovah und siebenten Tag zum zweitenmal sieht, und
sühne über sie, auf daß sie rein sei vom Born siehe, das Mal ist trüber geworden, und das
ihres Blutes. Dies ist das Gesetz für die, so Mal hat auf der Haut nicht um sich gegriffen,
ein Männliches oder ein Weibliches geboren so erkläre ihn der Priester rein. Es ist ein
hat. Schorf. Und er wasche seine Kleider und ist
8. Und reicht (findet) ihre Hand nicht genug rein.

140
3.MOSE 13/7

7. Hat aber der Schorf um sich gegriffen niedriger anzusehen als die Haut, und das Haar
auf der Haut, nachdem er vom Priester für ist in Weiß verwandelt, so erkläre ihn der
seine Reinsprechung besehen worden ist, so Priester für unrein; denn das Aussatzmal ist
werde er vom Priester zum zweitenmal bese- an dem Geschwür ausgebrochen.
hen. 21. Und sieht sie der Priester, und siehe,
8. Und sieht ihn der Priester, und siehe, der es ist kein weißes Haar darin, und es ist nicht
Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, so niedriger als die Haut und ist trübe, so lasse
erkläre ihn der Priester für unrein: es ist Aus- ihn der Priester sieben Tage einschließen.
satz. 22. Greift es aber um sich (greift es um-
9. Ist das Aussatzmal am Menschen, so greifend um sich) in der Haut, so erkläre ihn
werde er zum Priester gebracht. der Priester für unrein: es ist das Mal.
10. Und sieht der Priester, und siehe, eine 23. Blieb aber der lichte Fleck an seiner
weiße Erhebung ist in der Haut und hat das Stelle stehen und greift nicht um sich, so ist
Haar in Weiß verwandelt, und frisches wildes es eine Entzündung des Geschwürs, und der
(lebendiges) Fleisch in der Erhebung; Priester erkläre ihn für rein.
11. So ist alter Aussatz in der Haut seines 24. Oder so am Fleische in der Haut ein
Fleisches; und der Priester erkläre ihn für Brandmal vom Feuer ist und wildes Fleisch
unrein. Er schließe ihn nicht ein; denn er ist am Brandmal und ein weißrötlicher oder
unrein. weißer, lichter Fleck wird;
12. So aber der Aussatz so in der Haut her- 25. Und der Priester sieht es, und siehe, das
vorbricht (hervorbrechend hervorbricht), daß Haar ist auf dem lichten Fleck in Weiß ver-
der Aussatz die ganze Haut mit dem Male wandelt und ist tiefer anzusehen als die Haut,
bedeckt, von seinem Kopfe und bis zu seinen so ist es Aussatz, der auf dem Brandmal
Füßen, soweit das Auge des Priesters sieht; ausgebrochen ist, und der Priester soll ihn für
13. Und der Priester sieht, und siehe, der unrein erklären: es ist das Aussatzmal.
Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, so 26. Und wenn es der Priester sieht, und
soll er das Mal für rein erklären. Alles an ihm siehe, es ist an dem lichten Fleck kein weißes
ist in Weiß verwandelt; er ist rein. Haar, und er ist nicht niedriger als die Haut
14. Am Tage aber, da sich wildes (lebendi- und ist trübe, so schließe ihn der Priester ein
ges) Fleisch an ihm sehen läßt, wird er unrein. sieben Tage.
15. Und sieht der Priester das wilde (leben- 27. Und sieht ihn der Priester am siebenten
dige) Fleisch, so erkläre er ihn für unrein; das Tag, und es hat in der Haut um sich gegriffen
wilde (das lebendige) Fleisch ist unrein, es (umgreifend um sich gegriffen): so erkläre
ist der Aussatz. ihn der Priester für unrein. Es ist das Aussatz-
16. Oder wenn das wilde (lebendige) Fleisch mal.
sich zurückzieht und verwandelt sich in Weiß, 28. Steht aber der lichte Fleck an derselben
so komme er zu dem Priester. Stelle und hat nicht in der Haut um sich
17. Und sieht ihn der Priester und siehe, das gegriffen, und die Erhebung des Brandmals
Mal ist in Weiß verwandelt, so erkläre der ist trübe geworden, so erkläre der Priester ihn
Priester das Mal für rein. Er ist rein. für rein, denn es ist die Entzündung des Brand-
18. Und so an jemandes Fleisch in der Haut mals.
ein Geschwür ist und geheilt wird; 29. Und hat ein Mann oder ein Weib ein
19. Und an dem Orte des Geschwürs eine Mal auf dem Kopf oder am Bart:
weiße Erhebung oder ein lichter weißrötlicher 30. Und sieht der Priester das Mal, und
Fleck wird, so erscheine er bei dem Priester. siehe, es ist tiefer anzusehen als die Haut, und
20. Und sieht der Priester, und siehe, es ist es ist feines, goldgelbes Haar darin, so erkläre

141
3.MOSE 13/31

der Priester ihn für unrein: es ist der Nethek ausfällt, und eine Vorderglatze wird, so ist
[Grind], der Aussatz am Kopf oder Bart. er rein.
31. Und sieht der Priester das Mal des 42. Und wenn in der Hinterglatze oder in
Nethek und siehe, es ist nicht tiefer im Anse- der Vorderglatze ein weißrötliches Mal wird,
hen als die Haut, und ist kein schwarzes Haar so ist es der Aussatz, der auf seiner Hinter-
darin, so lasse der Priester den mit dem Male glatze oder seiner Vorderglatze ausgebrochen
des Nethek einschließen sieben Tage. ist.
32. Und sieht der Priester das Mal am 43. Und sieht ihn der Priester, und siehe,
siebenten Tag, und siehe, der Nethek hat nicht ein weißrötliches Erhebungsmal ist auf seiner
um sich gegriffen, und ist kein goldgelbes Haar Hinterglatze oder seiner Vorderglatze, wie
darin, und ist der Nethek nicht tiefer im Anse- das Ansehen des Aussatzes auf der Haut des
hen als die Haut: Fleisches:
33. So soll er sich scheren, den Nethek aber 44. So ist er ein aussätziger Mann, er ist
soll er nicht scheren. Und der Priester schließe unrein. Der Priester soll ihn für unrein er-
den mit Nethek Behafteten zum zweiten Male klären. Auf seinem Haupte ist sein Mal.
sieben Tage ein. 45. Und der Aussätzige, an dem das Mal
34. Und sieht der Priester den Nethek am ist, soll aufgerissene Kleider haben, und das
siebenten Tage, und siehe, der Nethek hat nicht Haupt blößen, und bis an den Bart sich einhül-
in der Haut um sich gegriffen, und ist nicht len und Unrein! Unrein! rufen. Ez.24/17; Esth.7/8.
tiefer anzusehen als die Haut ist, so erkläre 46. Alle Tage, die das Mal an ihm ist, soll
ihn der Priester für rein. Und er wasche seine er unrein sein! Unrein ist er. Allein soll er
Kleider, und ist rein. wohnen (sitzen). Außerhalb des Lagers soll
35. Greift (umgreifend um sich greifend) sein Wohnen (sitzen) sein. 4Mo.5/2; 2Kö.15/5.
aber der Nethek in der Haut um sich, nachdem 47. Und wenn an einem Kleide das Aus-
er für rein erklärt worden ist; satzmal ist, an einem Kleide von Wolle oder
36. Und sieht ihn der Priester und siehe, der einem Kleide von Linnen,
Nethek hat in der Haut um sich gegriffen, so 48. Oder am Aufzug [Kette, Gewebtes], oder
forsche der Priester nicht nach dem goldgelben am Einschlag [Schuß, Gewirktes] von Lein
Haar. Er ist unrein. oder von Wolle, oder am Fell oder an irgend-
37. Wenn aber in seinen Augen der Nethek einer Arbeit von Fell;
stille steht, und schwarzes Haar darin sproßt, 49. Und ist das Mal grünlich oder rötlich
so ist der Nethek geheilt. Er ist rein und der am Kleide oder am Fell, oder am Aufzug oder
Priester erkläre ihn für rein. am Einschlag oder an irgendeinem Gerät von
38. Und wenn beim Mann oder beim Weib Fell, so ist es ein Aussatzmal; und man soll
auf der Haut ihres Fleisches lichte Flecken, es den Priester sehen lassen.
weiße lichte Flecken sind; 50. Und hat der Priester das Mal gesehen,
39. Und der Priester sieht sie, und siehe, so lasse er das Mal sieben Tage einschließen.
auf der Haut ihres Fleisches sind trübe, weiße 51. Und sieht er das Mal am siebenten Tage,
lichte Flecken, so ist es der Bohak [gutartiger daß das Mal um sich gegriffen hat am Kleide,
Ausschlag], der in der Haut ausgebrochen. oder am Aufzug oder am Einschlag oder am
Er ist rein. Fell, an allem, was aus Fell gemacht wird zur
40. Und wenn einem Manne die Haare Arbeit, so ist das Mal ein zerfressender Aus-
seines Hauptes ausfallen, und er wird ein satz. Es ist unrein.
Kahlkopf, so ist er rein. 52. Und er verbrenne das Kleid, oder den
41. Und wenn einem auf der Seite (Ecke) Aufzug, oder den Einschlag von Wolle oder
seines Angesichts das Haar seines Hauptes von Lein, oder jegliches Gerät von Leder, oder

142
3.MOSE 13/53

an dem das Mal ist, denn ein zerfressender am Tage seiner Reinigung. Und er werde vor
Aussatz ist es. Es werde im Feuer verbrannt. den Priester gebracht. Matth.8/4; Luk.17/14.
53. Sieht aber der Priester, und siehe, das 3. Und der Priester gehe hinaus außerhalb
Mal hat nicht am Kleide oder am Aufzug oder des Lagers, und der Priester sehe: und siehe,
am Einschlag oder an irgendwelchem ledernen ist das Aussatzmal geheilt an dem Aussätzigen:
Gerät um sich gegriffen; 3Mo.13/46.
54. So soll der Priester gebieten, daß man 4. So gebiete der Priester, daß man für den,
das, an dem das Mal ist, wasche, und soll es der sich reinigen läßt, zwei lebendige, reine
andere (zweite) sieben Tage verschließen. Vögel und Zedernholz und Scharlach doppelt
55. Und sieht der Priester, nachdem das Mal gefärbt und Ysop nehme; 3Mo.11/13f; Ps.51/9.
gewaschen ist, und siehe, das Mal hat sein 5. Und der Priester gebiete, daß man einen
Aussehen nicht verwandelt, und das Mal hat der Vögel schlachte in ein irdenes Gefäß über
nicht weiter um sich gegriffen, so ist es unrein, lebendigem (d.h. fließendem) Wasser.
und du sollst es im Feuer verbrennen. Es ist 3Mo.15/13; 4Mo.19/17; 5Mo.21/4.
eingefressen auf der Kehrseite (Hinterkahlsei- 6. Und den lebendigen Vogel, den nehme
te) wie auf der rechten Seite. er und das Zederholz und den doppelt gefärb-
56. Sieht aber der Priester, und siehe, das ten Scharlach und den Ysop und tauche sie
Mal ist nach dem Waschen trübe, so reiße er und den lebendigen Vogel in das Blut des
es aus dem Kleide oder aus dem Fell oder aus Vogels, der über dem lebendigen (d.h. fließen-
dem Aufzug oder aus dem Einschlag. dem) Wasser geschlachtet worden, Joh.19/29.
57. Wird es aber am Kleid oder am Aufzug 7. Und spritze davon siebenmal über den,
oder am Einschlag oder an irgendeinem Gerät der sich vom Aussatze reinigen läßt, und
von Fell wieder gesehen, so ist es ein Aus- reinige ihn; und entsende den lebendigen
bruch; dann sollst du das, woran das Mal ist, Vogel über das Feld (das Angesicht des Fel-
im Feuer verbrennen. des) hin.
58. Das Kleid aber oder der Aufzug oder 8. Und der zu Reinigende wasche seine
der Einschlag oder irgendwelches Gerät von Kleider und schere all sein Haar ab und bade
Fell, das du gewaschen hast, und von dem das im Wasser, so ist er rein, und nachher komme
Mal gewichen ist, soll zum zweitenmal ge- er ins Lager, bleibe aber sieben Tage außer-
waschen werden, und dann ist es rein. halb seines Zeltes.
59. Dies ist das Gesetz über das Aussatzmal 9. Und am siebenten Tag schere er all sein
an Kleidern von Wolle oder Lein, oder am Haar, sein Haupt und seinen Bart und seine
Aufzug oder am Einschlag oder an jeglichem Augenbrauen und all sein Haar schere er; und
Gerät von Fell, es für rein zu erklären oder wasche seine Kleider und bade sein Fleisch
es unrein zu erklären. im Wasser und er ist rein.
10. Und am achten Tage nehme er zwei
Lämmer ohne Fehl und ein Mutterlamm ohne
Fehl von einem Jahr (eine Tochter von einem
Kapitel 14 Jahr) und drei Zehntel Semmelmehl als Speise-
opfer, mit Öl vermischt, und ein Log Öl.
Reinigung des Aussatzes 11. Und der reinigende Priester lasse den
an Menschen und Häusern. Mann, der sich reinigen läßt, samt denselben
vor Jehovah an den Eingang des Versamm-
lungszeltes stehen.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
12. Und der Priester nehme das eine Lamm
2. Dies ist das Gesetz für den Aussätzigen
und bringe es dar zum Schuldopfer, und das

143
3.MOSE 14/13

Log Öl, und webe sie als Webe vor Jehovah; 23. Und am achten Tage seiner Reinigung
13. Und er schlachte das Lamm an dem Orte, bringe er sie zum Priester an den Eingang des
wo man das Sündopfer und das Brandopfer Versammlungszeltes vor Jehovah.
schlachtet, an heiligem Orte; denn wie das 24. Und der Priester nehme das Lamm des
Sündopfer ist das Schuldopfer des Priesters; Schuldopfers und das Log Öl, und der Priester
es ist allerheiligst (das Heilige des Heiligen). webe sie als Webe vor Jehovah.
3Mo.7/7. 25. Und er schlachte das Lamm des Schuld-
14. Und der Priester nehme von dem Blute opfers, und der Priester nehme von dem Blut
des Schuldopfers und der Priester gebe es auf des Schuldopfers und gebe es dem sich Reini-
das rechte Ohrläppchen des zu Reinigenden genden auf das rechte Ohrläppchen und auf
und auf den Daumen seiner rechten Hand und den Daumen seiner rechten Hand, und auf die
auf die große Zehe seines rechten Fußes. große Zehe seines rechten Fußes.
2Mo.29/20. 26. Und von dem Öl gieße der Priester auf
15. Und der Priester nehme von dem Log des Priesters linke flache Hand,
Öl und gieße in seine linke flache Hand; 27. Und es spritze der Priester mit seinem
16. Und tauche der Priester seinen rechten rechten Finger siebenmal von dem Öl auf
Finger in das Öl, das in seiner linken flachen seiner linken flachen Hand vor Jehovah.
Hand ist, und spritze mit seinem Finger von 28. Und der Priester gebe von dem Öl auf
dem Öl siebenmal vor Jehovah; 3Mo.4/6. seiner flachen Hand auf das rechte Ohrläpp-
17. Und von dem übrigen des Öls aus seiner chen des zu Reinigenden, und auf den Daumen
flachen Hand gebe der Priester dem sich seiner rechten Hand und auf die große Zehe
Reinigenden auf das rechte Ohrläppchen und seines rechten Fußes auf den Ort des Blutes
auf den Daumen seiner rechten Hand und auf des Schuldopfers.
die große Zehe seines rechten Fußes, auf dem 29. Und das übrige von dem Öl auf des
Blute des Schuldopfers; Priesters flacher Hand gebe er auf den Kopf
18. Und gebe das übrige von dem Öl, das des sich Reinigenden, um über ihm zu sühnen
auf des Priesters flacher Hand ist, auf das vor Jehovah;
Haupt des zu Reinigenden, und der Priester 30. Und opfere (mache) die eine von den
sühne über ihm vor Jehovah. Turteltauben oder von den jungen Tauben
19. Und der Priester mache das Sündopfer (Söhne einer Taube), wozu seine Hand reicht;
und sühne über den sich Reinigenden von 31. Das, wozu seine Hand reicht, die eine
seiner Unreinheit, und schlachte hernach das als Sündopfer und die andere (die eine) als
Brandopfer. Brandopfer, auf dem Speiseopfer; und der
20. Und der Priester lasse aufgehen das Priester sühne über dem sich Reinigenden vor
Brandopfer und das Speiseopfer auf dem Altar, Jehovah.
und der Priester sühne über ihm, und er ist 32. Dies ist das Gesetz für den, an dem das
rein. Aussatzmal war, und dessen Hand zu seiner
21. Und wenn er arm ist und seine Hand Reinigung nicht hinreichte.
nicht hinreicht, so nehme er ein Lamm als 33. Und Jehovah redete zu Mose und zu
Schuldopfer zur Webe, über ihm zu sühnen, Aharon und sprach:
und ein Zehntel Semmelmehl, mit Öl ver- 34. Wenn ihr zum Land Kanaan kommet,
mischt, zum Speiseopfer, und ein Log Öl; das Ich euch zum Eigentum gebe, und Ich tue
22. Und zwei Turteltauben oder zwei junge (gebe) das Aussatzmal in ein Haus im Lande
Tauben (Söhne einer Taube), wofür seine eures Eigentums.
Hand hinreicht, und eine sei ein Sündopfer 35. So komme der, dessen das Haus ist, und
und die andere (die eine) ein Brandopfer. sage dem Priester an und spreche: Es hat sich

144
3.MOSE 14/36

mir etwas wie ein Mal im Haus gezeigt. Kleider waschen; und wer im Hause ißt, soll
36. Und der Priester gebiete, daß sie das seine Kleider waschen.
Haus räumen, bevor der Priester kommt, um 48. Kommt (kommend kommt) aber der
das Mal zu sehen, auf daß nicht alles im Hause Priester und sieht, und siehe, das Mal hat im
unrein werde; und danach gehe der Priester Hause nicht um sich gegriffen, nachdem das
hinein, das Haus zu sehen. Haus übertüncht worden ist, so erkläre der
37. Und sieht er das Mal, und siehe, das Mal Priester das Haus für rein, denn das Mal ist
ist an den Wänden des Hauses: grünliche oder geheilt.
rötliche Vertiefungen, und ihr Ansehen ist 49. Und er nehme, um das Haus zu entsündi-
niedriger als die Wand; gen, zwei Vögel und Zedernholz und Schar-
38. So gehe der Priester aus dem Haus an lach doppelt gefärbt und Ysop;
den Eingang des Hauses und verschließe das 50. Und schlachte den einen Vogel in ein
Haus für sieben Tage. irdenes Gefäß über lebendigem (d.h. fließen-
39. Und am siebenten Tage kehre der Prie- dem) Wasser,
ster zurück und sehe es, und siehe, hat das 51. Und nehme das Zedernholz und den
Mal an den Wänden des Hauses um sich Ysop und den doppelt gefärbten Scharlach
gegriffen, und den lebendigen Vogel und tauche sie in
40. So gebiete der Priester, die Steine, an das Blut des geschlachteten Vogels und in die
denen das Mal ist, herauszuziehen und sie lebendigen Wasser und spritze siebenmal
sollen sie hinaus zur Stadt an einen unreinen gegen das Haus;
Ort werfen. 52. Und entsündige das Haus mit dem Blut
41. Und das Haus kratze man von innen des Vogels und mit dem lebendigen Wasser
ringsum ab und schütte den Staub, den man und mit dem lebendigen Vogel und mit dem
abgekratzt, außerhalb der Stadt an einen Zedernholz und mit dem Ysop und mit dem
unreinen Ort. doppelt gefärbten Scharlach. 4Mo.19/18.
42. Und sie sollen andere Steine nehmen 53. Und den lebendigen Vogel entsende er
und sie an die Stelle der Steine bringen, und hinaus aus der Stadt über das Feld hin (das
man nehme anderen Staub und übertünche das Angesicht des Feldes), und sühne über dem
Haus. Haus; und es ist rein;
43. Wenn aber das Mal zurückkehrt und am 54. Dies ist das Gesetz für alles Aussatzmal
Hause ausbricht, nachdem man die Steine und den Nethek [Grind];
herausgezogen, und nachdem man das Haus 55. Und für den Aussatz am Kleide und am
abgekratzt und nachdem man es übertüncht Hause.
hat; 56. Und über die Geschwulst (Erhebung),
44. Und der Priester kommt und sieht, und den Schorf und den lichten Fleck.
siehe, das Mal hat um sich gegriffen im Hause, 57. Zu unterweisen über den Tag, da man
so ist es ein zerfressender Aussatz im Hause: unrein, und den Tag, da man rein ist. Das ist
es ist unrein. 3Mo.13/51f. das Gesetz von dem Aussatz.
45. Und man reiße das Haus ein, seine Steine
und seine Hölzer und all den Staub des Hau-
ses, und bringe es hinaus außerhalb der Stadt
an einen unreinen Ort.
46. Und wer in das Haus hineingeht in all
den Tagen, da er es verschlossen hat, soll
unrein sein bis zum Abend. 3Mo.11/24.
47. Und wer in dem Hause liegt, soll seine

145
3.MOSE 15/1

soll seine Kleider waschen und sich im Wasser


Kapitel 15 baden und unrein sein bis zum Abend.
12. Und das irdene Gefäß, das der Flüssige
Unreinheit durch Schleimfluß, berührt, soll zerbrochen, und jedes hölzerne
Blutfluß, Befleckung und Beischlaf. Gefäß soll ausgespült werden im Wasser.
13. Und so der Flüssige rein wird von
1. Und Jehovah redete zu Mose und zu
seinem Flusse, soll er sieben Tage zählen von
Aharon und sprach:
seiner Reinigung an, und seine Kleider wa-
2. Redet zu den Söhnen Israels und saget
schen und sein Fleisch in fließendem (lebendi-
ihnen: Jeder Mann (ein Mann, ein Mann) der
gem) Wasser baden, und er ist rein.
einen Fluß hat aus seinem Fleische, der ist
14. Und am achten Tage nehme er für sich
durch seinen Fluß unrein.
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben
3Mo.6/3; 16/26; Ez.16/26; 4Mo.5/2.
(Söhne der Taube) und komme vor das Ange-
3. Und dies soll seine Unreinheit von seinem
sicht Jehovahs zum Eingang des Versamm-
Flusse sein: Schleimet sein Fleisch von seinem
lungszeltes und gebe sie dem Priester.3Mo.5/7-10.
Flusse oder ist sein Fleisch verstopft (versie-
15. Und der Priester mache die eine als
gelt) von seinem Flusse, so ist es seine Un-
Sündopfer und die andere (die eine) als Brand-
reinheit.
opfer, und der Priester sühne über ihm vor
4. Alles Lager, auf dem der Flüssige liegt,
Jehovah von seinem Flusse.
soll unrein sein; und jegliches Gerät, auf dem
16. Und der Mann, von dem ein Samenerguß
er sitzt soll unrein sein.
ausgeht, bade sein ganzes Fleisch im Wasser,
5. Und der Mann, der sein Lager berührt,
und ist unrein bis an den Abend.
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser
17. Und jegliches Kleid und jegliches Fell,
baden, und ist bis an den Abend unrein.
auf dem von dem Samenerguß ist, werde im
3Mo.14/46.
Wasser gewaschen, und ist unrein bis zum
6. Und wer auf einem Gerät sitzt, auf dem
Abend.
der Flüssige gesessen, der soll seine Kleider
18. Und das Weib, mit dem ein Mann liegt,
waschen und sich im Wasser baden, und bis
und der Samen sich ergießt: sie sollen sich
zum Abend unrein sein.
im Wasser baden, und sind unrein bis auf den
7. Und wer das Fleisch des Flüssigen be-
Abend. 2Sa.11/4.
rührt, soll seine Kleider waschen und sich im
19. Und so ein Weib flüssig ist, so sie ihren
Wasser baden und soll unrein sein bis zum
Fluß von Blut hat an ihrem Fleische, soll sie
Abend.
sieben Tage in ihrer Abgeschiedenheit sein,
8. Und wenn der Flüssige auf den Reinen
und jeder, der sie berührt, sei unrein bis an
spuckt, so soll dieser seine Kleider waschen
den Abend.
und sich im Wasser baden und unrein sein bis
20. Und alles, worauf sie liegt in ihrer
zum Abend.
Abgeschiedenheit, ist unrein, und alles, worauf
9. Und jeglicher Wagen, in dem der Flüssige
sie sitzt, ist unrein.
fährt, soll unrein sein.
21. Und jeder, der ihr Lager berührt, soll
10. Und jeder, der irgend etwas berührt, das
seine Kleider waschen und sich im Wasser
er unter sich hatte, soll unrein sein bis zum
baden, und ist unrein bis auf den Abend.
Abend. Und der sie trägt, wasche seine Kleider
22. Und jeder, der irgendein Gerät berührt,
und bade sich im Wasser, und ist unrein bis
auf dem sie sitzt, soll seine Kleider waschen
an den Abend.
und sich im Wasser baden, und ist bis zum
11. Und jeder, den der Flüssige berührt und
Abend unrein.
seine Hände nicht im Wasser abgespült hatte,
23. Und wenn es auf dem Lager ist oder an

146
3.MOSE 15/24

dem Gerät, auf dem sie saß, da er es berührt,


soll er unrein sein bis zum Abend. Kapitel 16
24. Und wenn ein Mann bei ihr liegt (liegend
liegt) und von ihrer Befleckung (Abgeschie- Das Sühnungsfest.
denheit) an ihm ist, so ist er sieben Tage
1. Und Jehovah redete zu Mose nach dem
unrein, und das ganze Lager, auf dem er lag,
Tode der zwei Söhne Aharons, die sich vor
ist unrein.
Jehovah nahten und starben.
25. Und wenn einem Weib ihr Blutfluß viele
2. Und Jehovah sprach zu Mose: Rede zu
Tage fließt außer der Zeit ihrer Abgeschieden-
Aharon, deinem Bruder, daß er nicht zu jeder
heit oder derselbe fließt über die Zeit ihrer
Zeit eingehe in das Heiligtum innerhalb des
Abgeschiedenheit hinaus, soll sie alle Tage
Vorhangs vor den Gnadenstuhl (vor das Ange-
des Flusses ihrer Unreinheit wie in den Tagen
sicht des Gnadenstuhls), der auf der Lade ist,
ihrer Abgeschiedenheit unrein sein.
auf daß er nicht sterbe; denn in der Wolke
26. Alles Lager, worauf sie liegt alle Tage
erscheine Ich auf dem Gnadenstuhl.
ihres Flusses, sei ihr wie das Lager ihrer Abge-
3. So soll Aharon eingehen in das Heiligtum:
schiedenheit, und alles Gerät, worauf sie sitzt,
mit einem jungen Farren (einem Farren, dem
sei unrein, wie die Unreinheit ihrer Abge-
Sohn eines Rindes) zum Sündopfer und einem
schiedenheit.
Widder zum Brandopfer.
27. Und jeder, der das anrührt, wird unrein
4. Einen Leibrock der Heiligkeit von Lein
und soll seine Kleider waschen und sich im
soll er anziehen, und linnene Beinkleider über
Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
seinem Fleische haben, und mit einem linnenen
28. Und wird sie rein von ihrem Flusse, so
Gürtel sich gürten, und eine linnene Tiara sich
soll sie sich sieben Tage zählen, und nachher
umwinden. Kleider der Heiligkeit sind es. Und
ist sie rein.
er soll sein Fleisch im Wasser baden, und sie
29. Und am achten Tage nehme sie für sich
anziehen. 3Mo.15/2; 2Mo.28/40.
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben
5. Und von der Gemeinde der Söhne Israels
(Söhne einer Taube) und bringe sie zum
soll er zwei Ziegenböcke zum Sündopfer und
Priester zum Eingang des Versammlungs-
einen Widder zum Brandopfer nehmen.
zeltes.
6. Und Aharon bringe den Farren des Sünd-
30. Und der Priester bereite (mache) die
opfers dar, der für ihn ist, und sühne für sich
eine als Sündopfer und die andere (die eine)
und für sein Haus; 3Mo.9/7.
als Brandopfer, und der Priester sühne über
7. Und nehme die zwei Böcke und lasse sie
ihr vor Jehovah von dem Flusse ihrer Un-
vor Jehovah am Eingang des Versammlungs-
reinheit.
zeltes stehen.
31. Und ihr sollt die Söhne Israel absondern
8. Und Aharon gebe Lose über die zwei
von ihrer Unreinheit, auf daß sie nicht sterben
Böcke; ein Los für Jehovah und das andere
in ihrer Unreinheit, indem sie verunreinigen
(das eine) Los für Asasel.
Meine Wohnung in ihrer Mitte.
9. Und Aharon bringe den Bock dar, auf
32. Dies ist das Gesetz für den Flüssigen
den das Los für Jehovah aufkam und mache
und von dem Samenerguß ausgeht und der
ihn als Sündopfer.
dadurch unrein wird.
10. Und der Bock, auf den das Los für
33. Und für die, so krank ist in ihrer Abge-
Asasel aufkam, soll lebendig vor Jehovah
schiedenheit und für dasjenige, das am Flusse
stehen, um über ihm zu sühnen, und ihn dann
leidet, männlich oder weiblich, und für den
für Asasel in die Wüste zu entsenden.
Mann, der bei einer Unreinen liegt.
3Mo.21/22; 14/7; Jes.13/21; 34/14.

147
3.MOSE 16/11

11. Und Aharon bringe den Farren des Altar, so bringe er den lebendigen Ziegenbock
Sündopfers dar, der für ihn ist, und sühne für dar;
sich und für sein Haus, und schlachte den 21. Und Aharon lege (lehne) seine beiden
Farren des Sündopfers, der für ihn ist; Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes,
12. Und nehme eine Rauchpfanne voll Koh- und bekenne über ihm alle Missetaten der
len des Feuers vom Altar vor Jehovah und Söhne Israels und alle ihre Übertretungen nach
seine Hände (Fäuste) voll zerstoßenes (zer- ihren Sünden, und lege (gebe) sie auf den
malmtes) Räuchwerk von Spezereien und Kopf des Bockes, und entsende ihn durch die
bringe sie innerhalb des Vorhangs; Hand eines Mannes, der bereit ist, in die
13. Und gebe das Räuchwerk auf das Feuer Wüste.
vor Jehovah, auf daß die Wolke des Räuch- 22. Und der Bock trage auf sich alle ihre
werks den Gnadenstuhl über dem Zeugnis Missetaten in ein abgeschnittenes Land; und
bedecke und er nicht sterbe. er entsende den Bock in die Wüste.
14. Und er nehme von dem Blute des Farren 23. Und Aharon gehe ein zum Versamm-
und spritze mit seinem Finger vor dem Gna- lungszelt, und ziehe die linnenen Kleider aus,
denstuhl gegen Osten und vor den Gnadenstuhl die er angezogen, als er in das Heiligtum ein-
hin spritze er mit seinem Finger siebenmal ging, und lege sie daselbst nieder.
von dem Blut. 24. Und er bade sein Fleisch im Wasser an
15. Und er schlachte den Bock des Sünd- heiligem Orte, und ziehe seine Kleider an, und
opfers, der für das Volk ist, und bringe sein komme heraus und mache seine Brandopfer
Blut innerhalb des Vorhangs und tue mit und das Brandopfer des Volkes, und sühne
seinem Blut, wie er mit dem Blute des Farren für sich und für das Volk.
getan, und spritze es auf den Gnadenstuhl und 25. Und das Fett des Sündopfers zünde er
vor den Gnadenstuhl. auf dem Altar an.
16. Und sühne so über dem Heiligtum we- 26. Der aber den Bock zu Asasel entsandte,
gen der Unreinheiten der Söhne Israels und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch
wegen ihrer Übertretungen nach allen ihren im Wasser baden und danach komme er zum
Sünden, und so tue er dem Versammlungszelt, Lager.
das bei ihnen mitten unter ihren Unreinheiten 27. Und den Farren des Sündopfers und den
wohnt. Bock des Sündopfers, deren Blut hineinge-
17. Und kein Mensch soll sein im Versamm- bracht worden war, um im Heiligtum zu süh-
lungszelt, wenn er hineingeht, zu sühnen in nen, bringe er hinaus außerhalb des Lagers,
dem Heiligtum, bis er herauskommt, und er und lasse ihre Häute und ihr Fleisch und ihren
sühne für sich und für sein Haus und für die Mist im Feuer verbrennen. 3Mo.4/11f; 6/30; Ez.43/21.
ganze Versammlung Israels. 28. Und der sie verbrennt, soll seine Kleider
18. Und er komme heraus an den Altar, der waschen und sein Fleisch im Wasser baden
vor Jehovah ist, und sühne über ihm, und und danach komme er zum Lager.
nehme von dem Blut des Farren und von dem 29. Und es sei euch zu ewiger Satzung: Im
Blut des Bockes und gebe es auf die Hörner siebenten Monat, im zehnten des Monats sollet
des Altars ringsum. 3Mo.4/7,18. ihr eure Seelen demütigen und keinerlei Arbeit
19. Und er spritze darauf von dem Blute tun, weder der Eingeborene, noch der Fremd-
mit seinem Finger siebenmal; und er reinige ling, der in eurer Mitte sich aufhält.
ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der 3Mo.23/27; 4Mo.29/7.
Söhne Israels. 30. Denn an diesem Tage wird er über euch
20. Und hat er vollendet zu sühnen das sühnen, um euch zu reinigen von allen euren
Heiligtum und das Versammlungszelt und den Sünden. Vor Jehovah sollt ihr rein werden.

148
3.MOSE 16/31

31. Ein Sabbath der Sabbathe sei es euch, 6. Und der Priester sprenge das Blut auf
und ihr sollt eure Seelen demütigen. Eine Jehovahs Altar am Eingang des Versamm-
ewige Satzung sei es! 3Mo.23/32. lungszeltes und zünde das Fett an zum Geruch
32. Und es sühne der Priester, den man sal- der Ruhe für Jehovah.
ben und dessen Hand man füllen wird, um an 7. Und sie sollen nicht ferner ihre Opfer
seines Vaters Statt den Priesterdienst zu tun; opfern den Dämonen (Böcken), denen sie
und er soll die linnenen Kleider anziehen, die nachbuhlen. Dies sei ihnen eine ewige Satzung
Kleider der Heiligkeit. für ihre Geschlechter.
33. Und er sühne das Allerheiligste (das 8. Und sage ihnen: Welcher Mann (der
Heilige des Heiligen), und das Versammlungs- Mann der Mann) aus dem Hause Israels und
zelt; und den Altar soll er sühnen, und die von den Fremdlingen, die in eurer Mitte sich
Priester und das ganze Volk der Versammlung aufhalten, ein Brandopfer oder Schlachtopfer
soll er sühnen. aufgehen läßt,
34. Und ewige Satzung sei das euch, einmal 9. Und es nicht zum Eingang des Versamm-
im Jahr die Söhne Israels wegen aller ihrer lungszeltes bringt, um es allda dem Jehovah
Sünden zu sühnen. Und er tat, wie Jehovah zu opfern (machen), der Mann werde aus
Mose geboten hatte. seinem Volke ausgerottet.
10. Und welcher Mann (der Mann der
Mann) vom Hause Israels und von den Fremd-
lingen, die in eurer Mitte sich aufhalten, irgend
Kapitel 17 Blut ißt, wider die Seele, die Blut ißt, werde
Ich Mein Angesicht richten (geben), und sie
Ort der Opfer. ausrotten aus der Mitte ihres Volkes;
Verbot, Blut und Aas zu essen. 11. Denn die Seele des Fleisches ist in dem
Blute, und darum habe Ich sie euch auf den
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
Altar gegeben, um über eure Seelen zu sühnen,
2. Rede zu Aharon und zu seinen Söhnen
weil das Blut es ist, das für die Seele sühnt.
und zu allen Söhnen Israels und sprich zu
1Mo.9/4; 5Mo.12/23.
ihnen: Dies ist das Wort, das Jehovah geboten
12. Deshalb sprach Ich zu den Söhnen
hat und gesagt:
Israels: Keine Seele unter euch soll Blut essen;
3. Jeder Mann (der Mann der Mann) vom
und der Fremdling, der in eurer Mitte sich auf-
Haus Israel, der einen Ochsen oder ein Schaf
hält, soll kein Blut essen.
oder eine Ziege im Lager schlachtet, oder der
13. Und welcher Mann (der Mann, der
sie außerhalb des Lagers schlachtet,
Mann) von den Söhnen Israels und von den
4. Und es nicht zum Eingang des Versamm-
Fremdlingen, die in eurer Mitte sich aufhalten,
lungszeltes bringt, um es Jehovah vor der
ein lebendiges Tier erjagt, oder einen Vogel,
Wohnung Jehovahs als Opfergabe darzubrin-
der gegessen wird, der gieße sein Blut aus und
gen, dem Manne wird es als Blutschuld ge-
decke es mit Staub zu. 5Mo.12/24.
dacht; er hat Blut vergossen; und selbiger
14. Denn die Seele alles Fleisches ist sein
Mann soll aus der Mitte seines Volkes ausge-
Blut; es ist für seine Seele. Und Ich sage den
rottet werden; 3Mo.24/17; Jes.66/3.
Söhnen Israels: Das Blut alles Fleisches sollt
5. Auf daß die Söhne Israels ihre Opfer, die
ihr nicht essen; denn die Seele alles Fleisches
sie auf dem Angesichte des Feldes opfern,
ist sein Blut. Jeder, der es ißt, soll ausgerottet
herbeibringen dem Jehovah, zum Eingang des
werden. 3Mo.17/11; 7/26; 1Mo.9/4;
Versammlungszeltes zu dem Priester brin-gen,
5Mo.12/16,23; Apg.15/20,29.
und sie Jehovah als Dankopfer opfern.
15. Und jede Seele, Eingeborener oder

149
3.MOSE 17/16

Fremdling, der ein Aas oder Zerfleischtes ißt, sollst du nicht aufdecken; denn sie sind deine
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser Blöße.
baden, und unrein sein bis zum Abend. Dann 11. Die Blöße der Tochter von deines Vaters
ist er rein. 3Mo.11/39f; 2Mo.22/30. Weib, die deinem Vater geboren ist, - sie ist
16. Und wäscht er sie nicht und badet sein deine Schwester - ihre Blöße sollst du nicht
Fleisch nicht, so trage er seine Missetat. aufdecken. 1Mo.20/12f.
12. Die Blöße der Schwester deines Vaters
sollst du nicht aufdecken: sie ist die Verwandte
deines Vaters.
Kapitel 18 13. Du sollst die Blöße der Schwester deiner
Mutter nicht aufdecken, denn sie ist die Ver-
Ehelichung von Blutsverwandten. wandte deiner Mutter.
Unzucht. 14. Du sollst die Blöße des Bruders deines
Vaters nicht aufdecken, sollst seinem Weibe
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
nicht nahen; denn sie ist deine Tante. 3Mo.20/20.
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich
15. Du sollst die Blöße deiner Schwieger-
zu ihnen: Ich bin Jehovah, euer Gott.
tochter nicht aufdecken: sie ist deines Sohnes
3. Nach dem Tun des Landes Ägypten, in
Weib. Du sollst ihre Blöße nicht aufdecken.
dem ihr gewohnt (gesessen), sollt ihr nicht tun,
1Mo.38/16; Ez.22/11.
und nach dem Tun des Landes Kanaan, dahin
16. Du sollst die Blöße von deines Bruders
Ich euch bringen werde, sollt ihr nicht tun,
Weib nicht aufdecken; denn es ist die Blöße
und in ihren Satzungen sollt ihr nicht wandeln.
deines Bruders. 5Mo.25/5f; Mark.6/18.
2Mo.23/24; Jer.10/2.
17. Decke nicht auf die Blöße eines Weibes
4. Meine Rechte sollt ihr tun und Meine
und ihrer Tochter; die Tochter ihres Sohnes
Satzungen halten, um in ihnen zu wandeln.
und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht
Ich bin Jehovah, euer Gott.
nehmen, ihre Blöße aufzudecken. Sie sind
5. Und Meine Satzungen und Rechte sollt
Verwandte. Es ist eine Schandtat. Hi.31/11.
ihr halten. Der Mensch, der sie tut, der wird
18. Und du sollst nicht ein Weib zu ihrer
leben in ihnen. Ich bin Jehovah.Ez.20/11; Luk.10/28.
Schwester nehmen, sie zu bedrängen und ihre
6. Kein Mann (der Mann, der Mann) soll
Blöße aufzudecken neben ihr bei ihrem Leben.
seiner Fleischesverwandten nahen, ihre Blöße
1Mo.29/27.
aufzudecken. Ich bin Jehovah.
19. Und einem Weibe in der Abgeschieden-
7. Die Blöße deines Vaters und die Blöße
heit ihrer Unreinheit sollst du nicht nahen, ihre
deiner Mutter sollst du nicht aufdecken. Deine
Blöße aufzudecken.
Mutter ist sie. Du sollst nicht aufdecken ihre
3Mo.15/24; 20/18; Ez.18/6; 22/10.
Blöße.
20. Du sollst nicht deines Nächsten (Mit-
8. Die Blöße von deines Vaters Weib sollst
menschen) Weib Samenerguß geben und un-
du nicht aufdecken: Es ist die Blöße deines
rein werden durch sie. 3Mo.20/10; 2Sa.11/4; Ez.22/11.
Vaters.
21. Du sollst nicht von deinem Samen geben,
9. Die Blöße deiner Schwester, der Tochter
ihn dem Moloch durchziehen zu lassen, auf
deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter,
daß du nicht den Namen deines Gottes ent-
sei sie im Hause geboren oder draußen gebo-
weihst: Ich bin Jehovah. 3Mo.20/2; 5Mo.18/10;
ren, ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
1Kö.11/7; 2Kö.17/31; 21/6; Jes.57/5;
Ez.33/26.
Jer.7/31; 19/5; Ez.16/20f; Ps.106/37f.
10. Die Blöße der Tochter deines Sohnes
22. Und bei dem Männlichen sollst du nicht
oder der Tochter deiner Tochter, ihre Blöße
liegen, wie man beim Weibe liegt: ein Greuel

150
3.MOSE 18/23

ist es. 1Mo.19/5; Rö.1/27; 1Kor.6/9. Vater. Und ihr sollt Meine Sabbathe halten:
23. Und du sollst deinen Erguß keinem Vieh Ich bin Jehovah, euer Gott.
geben, und dich damit verunreinigen. Und kein 3Mo.26/2; 23/2; 2Mo.20/12; 31/13.
Weib soll vor dem Vieh stehen, sich mit ihm 4. Wendet euch nicht zu Götzen, und machet
zu begatten. Eine Besudelung ist es. euch nicht gegossene Götter. Ich, Jehovah,
5Mo.27/21. bin euer Gott.
24. Verunreinigt euch mit keinerlei davon; 3Mo.20/6; 2Mo.20/23; 5Mo.31/18,20; Hos.3/1f.
denn mit allem dem verunreinigten sich die 5. Und so ihr Jehovah ein Dankopfer opfert,
Völkerschaften, die Ich vor euch her fortsende. sollt ihr es opfern, daß ihr wohlgefallet.3Mo.7/11.
2Kö.17/8,15. 6. Am Tage, da ihr opfert, soll davon geges-
25. Und das Land ist unrein geworden, und sen werden, und am morgenden, was aber bis
Ich habe ihre Missetat an ihm heimgesucht, zum dritten Tage übrig ist, soll im Feuer ver-
so daß das Land seine Einwohner ausspeit. brannt werden. 3Mo.7/15.
3Mo.20/22; Jes.26/21; 24/5; 1Mo.15/16. 7. Und so man es am dritten Tage ißt (es-
26. Und haltet Meine Satzungen und Meine send ißt), ist es ein Abscheu und nicht wohlge-
Rechte, und tut keinen dieser Greuel, weder fällig.
Eingeborene, noch der Fremdling, der in eurer 8. Und der es ißt, trägt seine Missetat, weil
Mitte sich aufhält. er das Heilige Jehovahs entweiht hat, und
27. Denn alle diese Greuel taten die Männer solche Seele soll aus ihrem Volke ausgerottet
des Landes, das vor euch ist; und das Land werden.
ist verunreinigt. 9. Und wenn ihr die Ernte von eurem Lande
28. Auf daß euch nicht ausspeie das Land, einerntet, sollst du nicht die Ecken deines
darum, daß ihr es verunreinigt, wie es die Feldes ganz einernten (vollenden einzuernten),
Völkerschaft ausspie, die vor euch gewesen. auch nicht die Nachlese von deiner Ernte
3Mo.20/22; Offb.3/16. auflesen.
29. Denn jeder, der einen dieser Greuel tut, 10. Und auf deinem Weinberg sollst du nicht
die Seelen, die solches tun, sollen aus ihres nachlesen und das Zerstreute auf deinem
Volkes Mitte ausgerottet werden. Weinberg nicht auflesen; dem Elenden und
30. Und ihr sollt halten Meine Vorschrift, dem Fremdling lasse es: Ich, Jehovah, bin dein
daß ihr nach keiner der greulichen Satzungen Gott.
tut, die vor euch getan worden sind, und ihr 11. Ihr sollt nicht stehlen und nicht trügen
dadurch verunreinigt werdet. Ich bin Jehovah, und lügen der Mann gegen seinen Nächsten
euer Gott. 3Mo.20/8. (Mitmenschen). 2Mo.20/15,16.
12. Und ihr sollet nicht zur Lüge schwören
bei Meinem Namen, so daß du den Namen
deines Gottes entweihst. Ich bin Jehovah.
Kapitel 19 2Mo.20/7.
13. Du sollst deinen Genossen nicht bedrük-
Weitere Gesetze. ken, noch ihm etwas entreißen; und der Ar-
beitslohn des Lohnarbeiters soll nicht bei dir
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
über Nacht bleiben bis zum Morgen.
2. Rede zu der ganzen Gemeinde der Söhne
5Mo.24/14; Jer.22/13.
Israels und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig
14. Dem Tauben sollst du nicht fluchen, und
sein; denn Ich, Jehovah, euer Gott, bin heilig.
vor den Blinden keinen Anstoß legen (geben),
3Mo.11/43f; 20/26; 2Mo.22/30; Matth.5/48.
und dich vor deinem Gotte fürchten: Ich bin
3. Der Mann fürchte seine Mutter und seinen
Jehovah. 5Mo.27/18; 2Mo.4/11.

151
3.MOSE 19/15

15. Ihr sollt nichts Verkehrtes tun beim Frucht essen, daß ihr seinen Ertrag für euch
Richten, nicht das Angesicht des Armen einsammelt. Ich, Jehovah, bin euer Gott.
erheben, noch das Angesicht des Großen 26. Ihr sollet nichts mit Blut essen; sollt
ehren: gerecht sollst du deinen Nächsten (Mit- nicht Beschwörungen noch Wolkendeuterei
menschen) richten. 2Mo.23/6f. treiben. 3Mo.3/17; 7/26; 2Mo.22/17; 1Sa.14/24f.
16. Gehe nicht umher als Zwischenträger 27. Ihr sollt den Rand (die Ecke) eures
unter deinem Volke, und stehe nicht nach dem Haupthaares (Hauptes) nicht rund abschneiden,
Blute deines Genossen. Ich bin Jehovah. noch die Ecke eures Bartes verderben.
Ps.50/20; Jer.9/8; Da.8/25; 1Ch.21/1. 3Mo.21/5; 5Mo.14/1; Jes.15/2; Jer.9/26.
17. Du sollst deinen Bruder nicht hassen 28. Und ihr sollt um einer Seele willen euch
in deinem Herzen, sondern sollst deinen Näch- keine Einschnitte in euer Fleisch machen
sten (Mitmenschen) rügen (rügend rügen), daß (geben), noch euch Einätzung geben einer
du darob keine Sünde tragest. Schrift. Ich bin Jehovah.
Ps.141/5; Matth.18/15. 29. Entweihe nicht deine Tochter, sie buhlen
18. Du sollst dich nicht rächen und den zu lassen, auf daß nicht das Land buhle und
Söhnen deines Volkes nichts nachtragen, und das Land voller Schandtat werde. 5Mo.23/17.
sollst deinen Genossen lieben, wie dich selbst. 30. Meine Sabbathe sollt ihr halten, und
Ich bin Jehovah. 3Mo.19/34; Jes.58/7; 2Mo.20/16,17. Mein Heiligtum fürchten. Ich bin Jehovah.
19. Meine Satzungen sollet ihr halten: Laß 3Mo.19/3; 26/2.
nicht zweierlei Vieh sich begatten; säe nicht 31. Wendet euch nicht zu den Geisterban-
zweierlei auf dein Feld, und ein Kleid, aus nern und Zeichendeutern. Befraget sie nicht,
zweierlei Stoffen gewebt, komme nicht auf auf daß ihr nicht durch sie verunreinigt werdet.
dich. 5Mo.22/9-11. Ich, Jehovah, bin euer Gott. 3Mo.20/27.
20. Und wenn ein Mann bei einem Weibe 32. Vor einem Greisen sollst du aufstehen,
liegt mit Samenerguß, und es ist eine Dienst- und des Alten Angesicht ehren, und dich vor
magd, einem Manne hingegeben, aber noch deinem Gotte fürchten. Ich bin Jehovah.
nicht eingelöst, noch ihr Freiheit gegeben, so Spr.16/31; 20/29; Sir.8/7.
soll das gezüchtigt werden; sie sollen aber 33. Und wenn ein Fremdling bei dir in
nicht getötet werden; denn sie war nicht frei. deinem Lande sich aufhält, so sollt ihr ihn
3Mo.20/10; 2Mo.21/8. nicht bedrücken. 2Mo.22/20,21; Jer.22/3.
21. Und er bringe für seine Schuld dem 34. Wie der Eingeborene unter euch sei euch
Jehovah am Eingang des Versammlungszeltes der Fremdling, der bei euch sich aufhält. Und
einen Widder zum Schuldopfer. du sollst ihn lieben, wie dich selbst; denn
22. Und der Priester sühne über ihm mit dem Fremdlinge seid ihr in Ägyptenland gewesen.
Widder des Schuldopfers vor Jehovah ob der Ich, Jehovah, bin euer Gott. 2Mo.23/9; 5Mo.10/19.
Sünde, die er gesündigt; auf daß die Sünde, 35. Tut nicht Verkehrtes im Gericht, im
die er gesündigt, ihm verziehen werde. Längenmaß, im Gewicht und im Hohlmaß.
23. Und so ihr in das Land kommet und 5Mo.25/13f.
allerlei Fruchtbäume (Bäume der Speise) 36. Waagen der Gerechtigkeit, Gewicht-
pflanzet, so beschneidet (bevorhäutet) die Vor- steine der Gerechtigkeit, ein Epha der Gerech-
haut ihrer Frucht. Drei Jahre sollen sie euch tigkeit, ein Hin der Gerechtigkeit sollt ihr
unbeschnitten sein und soll nicht von ihnen haben: Ich bin Jehovah, euer Gott, Der euch
gegessen werden. aus Ägyptenland herausbrachte.
24. Und im vierten Jahre sei all seine Frucht Spr.16/11; 20/10,23; Ez.45/10; Am.8/5; Mi.6/10f.
Heiligkeit zum Lobe Jehovahs. Ri.9/27. 37. Und haltet alle Meine Satzungen und
25. Und im fünften Jahre sollt ihr seine alle Meine Rechte und tut sie. Ich bin Jehovah.

152
3.MOSE 20/1

11. Und der Mann, der bei seines Vaters


Kapitel 20 Weibe liegt, hat seines Vaters Blöße aufge-
deckt. Beide sollen des Todes sterben. Ihr Blut
Sündenstrafen. sei auf ihnen!
12. Und der Mann, der bei seiner Schwieger-
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
tochter liegt: sie sollen beide des Todes ster-
2. Und sprich zu den Söhnen Israels: Jeder
ben; sie haben eine Besudelung gemacht. Ihr
Mann (ein Mann, ein Mann) von den Söhnen
Blut sei auf ihnen. 3Mo.20/11.
Israels und der Fremdling, der in Israel sich
13. Und der Mann, so bei einem, der männ-
aufhält, der dem Moloch von seinem Samen
lich ist, liegt, wie man bei einem Weibe liegt:
gibt, soll des Todes sterben; das Volk des Lan-
die beiden haben einen Greuel getan. Sie
des soll ihn mit Steinen steinigen. 3Mo.18/21.
sollen des Todes sterben. Ihr Blut sei auf
3. Und Ich werde Mein Angesicht setzen
ihnen. 3Mo.20/11.
(geben) wider solchen Mann und ihn ausrotten
14. Und der Mann, so ein Weib nimmt und
aus seines Volkes Mitte, darum, daß er von
ihre Mutter dazu: eine Schandtat ist es. Im
seinem Samen dem Moloch gegeben, so daß
Feuer sollen sie ihn und sie beide verbrennen,
er Mein Heiligtum verunreinigt und Meiner
auf daß keine Schandtat sei in eurer Mitte.
Heiligkeit Namen entweiht hat. 3Mo.17/10.
15. Und so ein Mann einem Vieh einen
4. Und wenn das Volk des Landes seine
Erguß gibt, so soll er des Todes sterben, und
Augen verbirgt (verbergend verbirgt) von
auch das Tier erwürge man.
solchem Manne, wenn er von seinem Samen
16. Und so ein Weib zu irgendeinem Vieh
dem Moloch gibt, so daß es ihn nicht tötet,
sich naht, um sich mit ihm zu begatten, sollst
5. So will Ich Mein Angesicht setzen wider
du das Weib und das Vieh erwürgen. Sie sol-
solchen Mann und wider seine Familie, und
len des Todes sterben. Ihr Blut sei über ihnen.
ihn und alle, die ihm nachbuhlen, um dem
17. Und so ein Mann seine Schwester, die
Moloch nachzubuhlen, ausrotten aus ihres
Tochter seines Vaters, oder die Tochter seiner
Volkes Mitte.
Mutter nimmt, und sieht ihre Blöße, und sie
6. Und wider die Seele, die sich zu den
sieht seine Blöße, so ist es Blutschande, und
Geisterbannern und Zeichendeutern wendet,
sie sollen vor den Augen der Söhne ihres
um ihnen nachzubuhlen, wider solche Seele
Volkes ausgerottet werden: er hat die Blöße
werde Ich Mein Angesicht setzten (geben) und
seiner Schwester aufgedeckt. Er trage seine
sie ausrotten aus ihres Volkes Mitte.
Missetat. 3Mo.18/9,11.
7. Und heiliget euch, auf daß ihr heilig seid;
18. Und so ein Mann bei einem Weibe in
denn Ich, Jehovah, bin euer Gott.
ihrer Krankheit liegt, und deckt ihre Blöße
8. Und haltet Meine Satzungen und tut sie:
auf, und er hat ihren Born entblößt, und sie
Ich bin Jehovah, Der euch heiligt. 2Mo.31/13.
hat den Born ihres Blutes aufgedeckt, und sie
9. Denn jeder Mann (ein Mann, ein Mann),
sollen beide aus ihres Volkes Mitte ausgerottet
der seinem Vater oder seiner Mutter flucht,
werden.
soll des Todes sterben. Seinem Vater und
19. Und die Blöße der Schwester deiner
seiner Mutter hat er geflucht. Sein Blut sei
Mutter und der Schwester deines Vaters sollst
auf ihm! 2Mo.21/17.
du nicht aufdecken; denn ein solcher hat das
10. Und ein Mann, der die Ehe bricht mit
ihm Verwandte entblößt. Sie sollen ihre Misse-
dem Weib eines Mannes; wer die Ehe bricht
tat tragen. 3Mo.18/12,13.
mit dem Weib seines Genossen, soll des Todes
20. Und so ein Mann bei seiner Muhme
sterben, der Ehebrecher und die Ehebrecherin.
liegt, hat er seines Oheims Blöße aufgedeckt.
5Mo.22/22; Ez.16/38,40; Joh.8/5.
Sie haben ihre Sünde zu tragen; sie sollen

153
3.MOSE 20/21

kinderlos sterben. 3Mo.18/12f; 1Mo.15/2,3; Hos.9/12. Seele (d.h. Verstorbenen) in seinem Volke;
21. Und wenn ein Mann das Weib seines 3Mo.19/28.
Bruders nimmt, so ist es eine Befleckung. Er 2. Außer an seinem Verwandten, der ihm
hat die Blöße seines Bruders aufgedeckt. Sie am nächsten ist, seiner Mutter und seinem
sollen kinderlos sein. Vater, und seinem Sohne und seiner Tochter
22. Und ihr sollt halten alle Meine Sat- und seinem Bruder,
zungen und alle Meine Rechte und sie tun, 3. Und seiner Schwester, die eine Jungfrau
auf daß euch nicht ausspeie das Land, in das und ihm nahe ist, und noch keinen Mann hatte.
Ich euch bringe, um darin zu wohnen (sitzen). An ihr darf er unrein werden.
3Mo.18/28f. 4. Er soll sich nicht verunreinigen als Herr
23. Und sollt nicht wandeln in den Sat- (Meister) in seinem Volke, so daß er dadurch
zungen der Völkerschaft, die Ich vertreibe entweiht würde. Jes.61/10.
(sende) vor euch; denn alles dies hatten sie 5. Sie sollen sich keine Kahlheit auf dem
getan, und sind Mir zum Überdruß geworden; Haupte machen (kahl machen), und die Ecke
24. Und habe euch gesagt: Ihr sollt ihren ihres Bartes nicht scheren, noch Einschnitte
Boden erblich besitzen, und Ich will ihn euch an ihrem Fleische einschneiden.
zum Erbbesitze geben, ein Land, das von 3Mo.19/27,28; Ez.44/20; 5Mo.14/1.
Milch und Honig fließt. Ich, Jehovah, bin euer 6. Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den
Gott, Der euch von den Völkern geschieden Namen ihres Gottes nicht entweihen; denn die
hat. Feueropfer Jehovahs, das Brot ihres Gottes
25. So scheidet denn zwischen reinem und bringen sie dar; darum seien sie heilig.
unreinem Vieh und zwischen unreinem und 3Mo.3/11; 8/21; 22/25; 4Mo.28/2.
reinem Gevögel, und macht eure Seelen nicht 7. Sie sollen kein Weib, das eine Buhlerin
zum Abscheu mit Vieh oder Gevögel, noch ist, noch eine Entweihte nehmen, noch sollen
mit irgend etwas, das auf dem Boden kriecht, sie eine, die von ihrem Manne verstoßen
und das Ich für euch ausgeschieden habe, daß worden, nehmen; denn heilig ist er seinem
es unrein sei; 3Mo.11/43. Gotte. 3Mo.21/13; Ez.44/22.
26. Und seid Mir heilig; denn Ich, Jehovah, 8. Und du sollst ihn heilig halten; denn das
bin heilig und habe euch von den Völkern Brot deines Gottes bringt er dar. Heilig sei
ausgeschieden, auf daß ihr Mein sein sollet. er dir; denn heilig bin Ich, Jehovah, Der euch
3Mo.19/2; 1Kö.8/53. heiligt. 3Mo.20/8; 5Mo.7/6.
27. Und Mann oder Weib, die unter euch 9. Und die Tochter eines Mannes, der Prie-
Geisterbanner oder Zeichendeuter sind, sollen ster ist, die zu buhlen anfängt, entweiht ihren
des Todes sterben. Mit Steinen soll man sie Vater, und soll im Feuer verbrannt werden.
steinigen! Ihr Blut sei über ihnen! 3Mo.20/14.
3Mo.19/26f; 1Sa.28/7. 10. Aber wer Hohepriester (großer Priester)
ist unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das
Salböl gegossen, und dessen Hand gefüllt
worden ist, die Kleider anzuziehen, der soll
Kapitel 21 sein Haupt nicht blößen und seine Kleider
nicht aufreißen; 3Mo.7/35; 8/33; 13/45; 10/6;
Gesetze für Priester. 1Mo.37/34; 2Mo.28/41.
11. Und soll zu keiner Seele (d.h. Verstor-
1. Und Jehovah sprach zu Mose: Sprich
benen) gehen, darf sich weder bei seinem
zu den Priestern, den Söhnen Aharons, und
Vater, noch bei seiner Mutter verunreinigen.
sage ihnen: Keiner verunreinige sich an einer
3Mo.21/2; 4Mo.6/7.

154
3.MOSE 21/12

12. Und aus dem Heiligtum komme er nicht


heraus, auf daß er das Heiligtum seines Gottes Kapitel 22
nicht entweihe; denn die Weihe des Salböls
seines Gottes ist auf ihm. Ich bin Jehovah. Weitere Opfergesetze.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
3Mo.10/7.
13. Und er soll ein Weib in ihrer Jungfrau-
2. Rede zu Aharon und zu seinen Söhnen,
schaft nehmen;
daß sie sich absondern von dem, was die
14. Keine Witwe, keine Verstoßene, keine
Söhne Israels heiligen, und den Namen Meiner
Entweihte, keine Buhlerin; keine solche soll
Heiligkeit nicht entweihen in dem, was sie Mir
er nehmen, sondern eine Jungfrau von seinem
heiligen: Ich bin Jehovah.
Volke nehme er zum Weibe;
3. Sage ihnen in euren Geschlechtern: Jeder
15. Und er soll seinen Samen nicht entwei-
Mann, der von all eurem Samen den Heiligtü-
hen in seinem Volk; denn Ich, Jehovah, heilige
mern naht, welche die Söhne Israels Jehovah
ihn. 3Mo.21/8.
heiligen, und hat seine Unreinheit an sich,
16. Und Jehovah redete zu Mose und
solche Seele soll von Meinem Angesichte
sprach:
ausgerottet werden: Ich bin Jehovah.
17. Rede zu Aharon und sprich: Kein Mann
4. Jeder Mann (der Mann, der Mann), der
deines Samens in seinen Geschlechtern, an
vom Samen Aharons aussätzig oder flüssig
dem ein Makel ist, soll sich nahen das Brot
ist, soll nicht von dem Geheiligten essen, bis
seines Gottes darzubringen. 2Mo.12/14.
er rein ist, und wer irgend jemand berührt, der
18. Denn kein Mann, an dem ein Makel ist,
durch eine Seele (d.h. einen Verstorbenen)
soll sich nahen, kein blinder Mann oder Lah-
verunreinigt ist, oder einen Mann, von dem
mer oder an dem etwas zu kurz oder zu lang
der Samenerguß ausgeht, 3Mo.15/2,16; 4Mo.19/22.
ist; 3Mo.22/23.
5. Oder ein Mann, der irgendein Kriechtier
19. Oder ein Mann, dem ein Fuß gebrochen
berührt, an dem er unrein wird, oder einen
oder eine Hand gebrochen ist.
Menschen, an dem er unrein wird durch ir-
20. Oder ein Mann, der höckerig oder abge-
gendwelche Verunreinigung; 3Mo.11/29f.
magert (mager) ist, oder einen Fleck (getrübt)
6. Die Seele, die solches berührt, soll unrein
im Auge oder die Krätze oder die Flechte oder
sein bis zum Abend, und soll nicht essen von
zerdrückte Hoden hat.
dem Geheiligten, er habe denn zuvor sein
21. Kein Mann vom Samen des Priesters
Fleisch im Wasser gebadet. 3Mo.11/24.
Aharon, der einen Makel an ihm hat, soll
7. Ist dann die Sonne untergegangen (einge-
herzutreten, die Feueropfer Jehovahs darzu-
gangen), so ist er rein und nachher darf er von
bringen. Ein Makel ist an ihm: er darf nicht
dem Geheiligten essen; denn sein Brot ist es.
herzutreten, das Brot seines Gottes darzubrin-
8. Ein Aas oder Zerfleischtes soll er nicht
gen.
essen, auf daß er nicht dadurch unrein werde;
22. Das Brot seines Gottes vom Hochheili-
Ich bin Jehovah.
gen (Heiligen des Heiligen) und vom Heiligen
9. Halten sollen sie Meine Verordnungen,
darf er essen. 3Mo.24/9.
auf daß sie darob keine Sünde tragen und
23. Nur zum Vorhang darf er nicht eingehen,
sterben, wenn sie es entweihen. Ich, Jehovah,
und zum Altar nicht hinzutreten; denn ein
heilige sie.
Makel ist an ihm, auf daß er Meine Heilig-
10. Und kein Fremder soll Heiliges essen.
tümer nicht entweihe; denn Ich, Jehovah, bin
Kein Beisaß und kein Lohnarbeiter des Prie-
es, Der sie heiligt.
sters soll Heiliges essen.
24. Und Mose redete so zu Aharon und zu
11. Erwirbt aber der Priester eine Seele
seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israels.

155
3.MOSE 22/12

durch Erwerbung mit seinem Silber, mag auf den Altar dem Jehovah geben.
solche davon essen, und der in seinem Hause Mal.1/13,14.
geboren ward, sie dürfen von seinem Brote 23. Als freiwilliges Opfer magst du einen
essen. 1Mo.14/14; 17/12f; 2Mo.12/44f. Ochsen oder ein Schaf (eins vom Kleinvieh),
12. Und die Tochter eines Priesters, die dem etwas zu lang oder zu kurz ist, darbringen,
eines fremden Mannes wird, darf von der Hebe aber als gelobtes Opfer ist es nicht wohlgefäl-
des Geheiligten nicht essen. 3Mo.21/3. lig.
13. Und die Tochter eines Priesters, die 24. Etwas Zerdrücktes aber, und Zerstoßenes
Witwe wird oder verstoßen ist und keinen und Zerrissenes und Geschnittenes sollt ihr
Samen hat, und in das Haus ihres Vaters nicht Jehovah darbringen; und sollt derglei-
zurückkehrt, darf, wie in ihrer Jugend, vom chen nicht in eurem Lande tun.
Brote ihres Vaters essen; aber kein Fremder 25. Und von der Hand eines Sohnes des
darf davon essen. Auslandes sollt ihr dergleichen nicht dar-
14. Und so ein Mann aus Versehen Heiliges bringen als Brot eures Gottes; denn ihre Ver-
ißt, tue er das Fünftel davon dazu und gebe derbnis ist an ihnen; ein Makel ist an ihnen:
dem Priester das Heilige. 3Mo.4/2; 5/15. ihr könnt damit nicht wohlgefallen. 3Mo.21/6.
15. Und sie sollen das Heilige der Söhne 26. Und Jehovah redete zu Mose und
Israels, das sie Jehovah heben, nicht entwei- sprach:
hen. 27. Ochse oder Schaf oder Ziege, so geboren
16. Auf daß sie nicht die Missetat der Schuld wird, soll sieben Tage unter dessen Mutter
tragen, indem sie ihr Heiliges essen; denn Ich, sein, und vom achten Tage an und fürder ist
Jehovah, bin es, Der sie heiligt. es als Opfergabe wohlgefällig zu einem Feuer-
17. Und Jehovah redete zu Mose und opfer für Jehovah. 2Mo.22/30.
sprach: 28. Und Ochse oder Schaf (eins vom Klein-
18. Rede zu Aharon und zu seinen Söhnen vieh), es selbst und sein Junges (seinen Sohn),
und zu allen Söhnen Israels und sage ihnen: sollt ihr nicht an einem Tage schlachten.
Jeder Mann (der Mann, der Mann) vom Hause 1Mo.32/15; 5Mo.22/6f; Spr.12/10.
Israel oder von den Fremdlingen in Israel, der 29. Und so ihr Jehovah ein Lobopfer opfert,
seine Opfergabe darbringt, irgendein Gelobtes sollt ihr es zu eurem Wohlgefallen opfern.
und irgendein Freiwilliges, das sie Jehovah 3Mo.7/12,15; 19/5.
zum Brandopfer darbringen wollen; 3Mo.7/16. 30. Am selben Tage soll es gegessen werden
19. Daß ihr wohlgefällig seid, so sei es ein und nichts davon bis zum Morgen übrig-
Männliches ohne Fehl vom Rind, von Schafen bleiben. Ich bin Jehovah. 3Mo.19/6.
und von Ziegen. 31. Und haltet Meine Gebote und tut sie.
20. Keines, an dem ein Makel ist, sollt ihr Ich bin Jehovah. 3Mo.18/21.
darbringen; denn ihr würdet damit nicht wohl- 32. Und entweihet nicht den Namen Meiner
gefällig werden. 5Mo.15/21; 17/1; Mal.1/8; Sir.35/11. Heiligkeit, auf daß Ich geheiligt werde inmitten
21. Und wenn ein Mann Jehovah ein Dank- der Söhne Israels. Ich bin Jehovah, Der euch
opfer, für ein besonders gelobtes, oder als sein heiligt, 3Mo.10/3.
freiwilliges darbringen will vom Rind oder 33. Der euch aus Ägyptenland herausge-
vom Kleinvieh, so es ohne Fehl ist, ist es bracht, euch Gott zu sein, Ich, Jehovah.
wohlgefällig; kein Makel sei daran. 3Mo.11/44f.
22. Ist es blind oder gebrochen oder verwun-
det, oder eiternd oder krätzig oder mit Flechten
behaftet, solche sollt ihr Jehovah nicht dar-
bringen. Und kein Feueropfer sollt ihr davon

156
3.MOSE 23/1

13. Und sein Speiseopfer: zwei Zehntel


Kapitel 23 Semmelmehl mit Öl vermischt als Feueropfer
für Jehovah zum Geruch der Ruhe, und sein
Ordnung der Feste. Trankopfer ein viertel Hin Wein.
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
3Mo.14/10; 2Mo.29/40.
14. Und Brot und geröstete und frische
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich
Ähren sollt ihr nicht essen bis zu demselben
zu ihnen: Anlangend die Feiertage Jehovahs,
Tag, da ihr die Opfergabe eures Gottes ge-
die ihr ausrufen sollt, als Zusammenberufun-
bracht. Eine ewige Satzung sei es für eure
gen der Heiligkeit, so sind dies Meine Feierta-
Geschlechter in allen euren Wohnungen.
ge. 4Mo.10/2,10; Jes.1/13.
2Mo.12/20; 1Sa.17/17.
3. Sechs Tage soll man Arbeit tun; und am
15. Und zählet für euch vom morgenden
siebenten Tag ist Sabbath der Sabbathe,
Tage nach dem Sabbath, von dem Tage an,
Zusammenberufung der Heiligkeit. Keinerlei
da ihr die Garbe der Webe gebracht; sieben
Arbeit sollet ihr tun. Ein Sabbath sei es für
ganze Wochen sollen es sein.
Jehovah in allen euren Wohnungen. 2Mo.20/8f.
3Mo.25/8; Mark.16/2,9; Luk.18/12.
4. Dies sind Jehovahs Feiertage, Zusammen-
16. Bis zum morgenden Tag nach dem
berufungen der Heiligkeit die ihr an den
siebenten Sabbathe sollt ihr zählen, fünfzig
Feiertagen berufen sollt. 2Mo.23/14f; 5Mo.16.
Tage, und ein neues Speiseopfer dem Jehovah
5. Im ersten Monat, am vierzehnten des
darbringen.
Monats gegen Abend (zwischen den Abenden)
17. Aus euren Wohnungen sollt ihr Webe-
ist das Passah Jehovahs. 2Mo.12/6.
brot bringen, zwei von zwei Zehnteln Semmel-
6. Und am fünfzehnten Tage dieses Monats
mehls sollen es sein; gesäuert sollen sie gebak-
ist das Fest des Ungesäuerten für Jehovah.
ken werden, als Erstlingsgaben für Jehovah;
Sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen.
3Mo.2/12.
2Mo.12/15,18.
18. Und zu dem Brote sollt ihr darbringen
7. Am ersten Tage soll bei euch Zusammen-
sieben einjährige Lämmer (den Sohn eines
berufung der Heiligkeit sein. Keinerlei Dienst-
Jahres) ohne Fehl, und einen jungen Farren
arbeit sollt ihr tun.
vom Rind (Farren, den Sohn eines Rindes)
8. Und sieben Tage sollt ihr Jehovah ein
und zwei Widder. Sie sollen ein Brandopfer
Feueropfer darbringen. Am siebenten Tage
sein für Jehovah, und ihr Speiseopfer und ihr
ist Zusammenberufung der Heiligkeit. Keiner-
Trankopfer als Feueropfer zum Geruch der
lei Dienstarbeit sollt ihr tun.
Ruhe für Jehovah; 4Mo.15/4-12.
9. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
19. Und sollt einen Ziegenbock als Sünd-
10. Rede zu den Söhnen Israels und sage
opfer machen, und als Dankopfer zwei einjäh-
ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, daß Ich
rige Lämmer (Söhne eines Jahres).
euch gebe, und ihr seine Ernte einerntet, so
20. Und der Priester webe sie auf dem
sollt ihr die Erstlingsgarbe eurer Ernte zum
Erstlingsbrote als Webe vor Jehovah samt den
Priester bringen;
zwei Lämmern. Geheiligt seien sie Jehovah
11. Und er webe die Garbe vor Jehovah,
für den Priester.
auf daß ihr wohlgefallet. Am morgenden Tag
21. Und rufet denselben Tag aus: Eine
nach dem Sabbath webe sie der Priester.
Zusammenberufung der Heiligkeit soll es für
12. Und ihr sollt am Tage, da ihr die Garbe
euch sein. Keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Eine
webt, ein einjähriges Lamm (den Sohn eines
ewige Satzung sei dies in all euren Wohnsitzen
Jahres) ohne Fehl Jehovah als Brandopfer
für eure Geschlechter. 4Mo.28/26.
bereiten (machen). 3Mo.22/19.
22. Und so ihr die Ernte eures Landes

157
3.MOSE 23/23

einerntet, sollst du nicht vollenden die Ecke Tage für Jehovah. 2Mo.23/16; 34/22; 4Mo.29/12;
deines Feldes beim Einernten, auch eine 5Mo.16/13.
Nachlese deiner Ernte sollst du nicht auflesen. 35. Am ersten Tage sei Zusammenberufung
Dem Elenden und dem Fremdling sollst du der Heiligkeit. Keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
es lassen. Ich bin Jehovah, euer Gott. 36. Sieben Tage sollt ihr Jehovah Feueropfer
3Mo.19/9,10; 5Mo.24/19; Ru.2/2,15. darbringen; am achten Tage sei Zusammenbe-
23. Und Jehovah redete zu Mose und rufung der Heiligkeit für euch, und ihr sollt
sprach: Jehovah ein Feueropfer bringen. Eine Festver-
24. Rede zu den Söhnen Israels und sprich: sammlung ist es; da sollt ihr keine Dienstarbeit
Im siebenten Monat, am ersten des Monats tun. Ne.8/18.
soll euch ein Sabbath sein, zum Gedächtnistag 37. Dies sind die Festzeiten Jehovahs, die
des Lärmblasens, eine Zusammenberufung ihr für Zusammenberufungen der Heiligkeit
der Heiligkeit. 4Mo.29/1f; 10/9; 31/54. ausrufen sollt, um Jehovah Feueropfer darzu-
25. Keine Dienstarbeit sollt ihr tun, und dem bringen, Brandopfer und Speiseopfer,
Jehovah ein Feueropfer darbringen. Schlachtopfer und Trankopfer, jeden Tages
26. Und Jehovah redete zu Mose und Sache (Wort) an seinem Tage. 5Mo.5/12.
sprach: 38. Außer den Sabbathen Jehovahs, und
27. Jedoch am zehnten dieses siebenten außer euren Gaben, und außer allen euren
Monats sei euch der Sühnungstag; eine Zu- Gelübden und außer allen euren freiwilligen
sammenberufung der Heiligkeit soll es für Opfern, die ihr Jehovah geben werdet.
euch sein. Und ihr sollt eure Seele demütigen 39. Jedoch sollt ihr am fünfzehnten Tage
und Jehovah ein Feueropfer darbringen. 3Mo.16. des siebenten Monats, da ihr des Landes Ertrag
28. Und keine Arbeit sollt ihr an diesem einsammelt, sieben Tage das Fest Jehovahs
selbigen Tage tun, denn ein Tag der Sühnung feiern. Am ersten Tage ist Sabbath und am
ist er, euch zu sühnen vor Jehovah, eurem achten Tage Sabbath.
Gott. 40. Und nehmet euch am ersten Tage Frucht
29. Denn jede Seele, die an diesem selbigen vom Zierbaum (Baum der Ehre), Palmzweige
Tage sich nicht demütigt, soll aus ihrem Volke und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und
ausgerottet werden. Weiden des Baches und seid fröhlich sieben
30. Und jede Seele, die irgendeine Arbeit Tage vor Jehovah, eurem Gotte. Ne.8/14f.
an diesem selbigen Tage tut, die Seele werde 41. Und feiert es als ein Fest für Jehovah
Ich aus der Mitte ihres Volkes zugrunde sieben Tage im Jahr. Eine ewige Satzung sei
richten. es für eure Geschlechter. Im siebenten Monat
31. Keine Arbeit sollt ihr tun. Dies sei ewige sollt ihr es feiern.
Satzung für eure Geschlechter in all euren 42. In Hütten sollt ihr wohnen sieben Tage;
Wohnungen. alle Eingeborene in Israel sollen in Hütten
32. Ein Sabbath der Sabbathe sei es euch, wohnen;
und ihr sollet eure Seelen demütigen. Am 43. Auf daß eure Geschlechter wissen, daß
neunten des Monats am Abend sollt ihr euern Ich die Söhne Israels in Hütten wohnen ließ,
Sabbath feiern vom Abend bis zum Abend. da Ich sie aus Ägyptenland herausbrachte. Ich,
3Mo.16/31. Jehovah, bin euer Gott. Hos.12/10; Ne.8/15f.
33. Und Jehovah redete zu Mose und 44. Und Mose redete von den Festzeiten
sprach: Jehovahs zu den Söhnen Israels.
34. Rede zu den Söhnen Israels und sprich:
Am fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats
ist das Laubhüttenfest (Fest der Hütten) sieben

158
3.MOSE 24/1

Stamme Dan. 5Mo.28/58.


Kapitel 24 12. Und sie legten ihn in Gewahrsam nieder,
um sie nach dem Munde Jehovahs zu be-
Leuchter. Schaubrote. Strafen. scheiden. 4Mo.15/34.
13. Und Jehovah redete zu Mose und
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
sprach:
2. Gebeut den Söhnen Israels, daß sie vor
14. Bringe den, der da fluchte, hinaus,
dich lauteres Öl von zerstoßenen Oliven brin-
außerhalb des Lagers, und alle, die es hörten,
gen (nehmen) zur Beleuchtung, um beständig
sollen ihre Hände auf sein Haupt legen (leh-
die Lampen (Lampe) aufzustecken. 2Mo.27/20,21.
nen), und die ganze Gemeinde soll ihn steini-
3. Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses
gen.
im Versammlungszelt soll Aharon es anordnen
15. Und zu den Söhnen Israels sollst du
vom Abend bis zum Morgen vor Jehovah
reden und sprechen: Jeglicher Mann (der
beständig. Es sei eine ewige Satzung für eure
Mann, der Mann), der seinem Gotte flucht,
Geschlechter.
der trage denn seine Sünde.
4. Auf dem reinen Leuchter ordne er die
16. Und wer den Namen Jehovahs ver-
Lampen an vor Jehovah beständig.
wünscht, der soll des Todes sterben; ihn stei-
2Mo.25/31f; 27/20,21; 40/24f; 4Mo.8/1f.
nige (steinigend steinige) die ganze Gemeinde,
5. Und nimm Semmelmehl und backe es
wie der Fremdling so der Eingeborene; wenn
zu zwölf Kuchen, zwei Zehntel, sei jeder
er den Namen verwünscht, soll er sterben.
Kuchen. 2Mo.29/40.
Matth.26/65,66; Joh.19/7.
6. Und lege sie in zwei Reihen (Anordnung)
17. Und der Mann, der die Seele irgendeines
sechs in eine Reihe auf den reinen Tisch vor
Menschen schlägt, der soll des Todes sterben.
Jehovah. 2Mo.25/23,24.
2Mo.21/12,23.
7. Und gib auf die Reihe (Anordnung)
18. Und wer die Seele des Viehs schlägt,
lauteren Weihrauch, und es sei zum Brote,
der soll erstatten Stück für Stück, Seele für
zum Gedenken, ein Feueropfer für Jehovah.
Seele.
3Mo.2/2; 2Mo.30/34.
19. Und der Mann, der seinen Nächsten
8. Am Sabbathtage, am Sabbathtage soll
(Mitmenschen) verletzt (einen Makel gibt),
er es anordnen vor Jehovah beständig, es ist
dem soll man tun, wie er getan hat. 2Mo.21/23f.
von den Söhnen Israels, zum ewigen Bunde!
20. Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn
1Ch.10/32.
um Zahn, der gleiche Makel, den er einem
9. Und es sei für Aharon und für seine
Menschen angetan (gegeben), werde auch ihm
Söhne, und sie sollen es essen an heiligem
angetan (gegeben). 2Mo.21/23f; 22/20f.
Orte; denn hochheilig (das Heilige des Heili-
21. Und wer ein Vieh erschlägt (schlägt),
gen) ist es ihm von den Feueropfern Jehovahs,
der soll es erstatten, und wer einen Menschen
eine ewige Satzung.
erschlägt (schlägt), soll sterben.
10. Und es ging hinaus der Sohn eines
22. Ein Recht sei bei euch, wie für den Ein-
israelitischen Weibes, und er war Sohn eines
geborenen, so für den Fremdling sei es; denn
Ägypters, mitten unter die Söhne Israels, und
Ich bin Jehovah, euer Gott. 3Mo.19/34; 2Mo.12/49.
es zankten sich in dem Lager der Sohn der
23. Und Mose redete zu den Söhnen Israels,
Israelitin und ein israelitischer Mann. 5Mo.23/9.
und sie brachten den Flucher aus dem Lager
11. Und der Sohn des israelitischen Weibes
hinaus und steinigten ihn mit Steinen; und die
verwünschte den Namen und fluchte und sie
Söhne Israels taten, wie Jehovah dem Mose
brachten ihn zu Mose. Und der Name seiner
geboten hatte.
Mutter war Schelomith, Dibris Tochter, vom

159
3.MOSE 25/1

Nachwuchs einernten, und nicht lesen, von


Kapitel 25 dem ungeschnittenen.
12. Denn ein Jubel ist es, heilig sei es euch.
Jubeljahr. Wiederkauf. Knechtschaft. Vom Feld weg esset den Ertrag davon.
13. In diesem Jubeljahr kehre jeder Mann
1. Und Jehovah redete zu Mose auf dem
zu seinem Eigentum zurück.
Berge Sinai und sprach:
14. Und so ihr verkauft an euern (deinen,
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich
deines) Nächsten (Mitmenschen) einen Ver-
zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das
kauf oder kauft von der Hand eures (deinen,
Ich euch gebe, soll das Land Jehovah einen
deines) Nächsten (Mitmenschen), so bedrücke
Sabbath feiern.
kein Mann seinen Bruder.
3. Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen,
15. Nach der Zahl der Jahre nach dem Jubel
und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden
sollst du von deinem Nächsten (Mitmenschen)
und seinen Ertrag sammeln.
kaufen, nach der Zahl der Jahre des Ertrages
4. Aber im siebenten Jahr soll für das Land
soll er an dich verkaufen.
ein Sabbath der Sabbathe sein, ein Sabbath
16. Je nach der (nach dem Munde der)
für Jehovah; dein Feld sollst du nicht besäen
Menge der Jahre sollst du den Kaufpreis meh-
und deinen Weinberg nicht beschneiden.
ren, und nach den (nach dem Munde der)
5. Den Nachwuchs deiner Ernte sollst du
wenigeren Jahren den Kaufpreis weniger
nicht einernten, und die Weinbeeren deines
machen; denn die Zahl der Erträge verkauft
ungeschnittenen nicht lesen: ein Jahr des
er dir.
Sabbaths sei es dem Lande! Jes.37/30.
17. Es bedrücke kein Mann seinen Nächsten
6. Und der Sabbath des Landes ist euch zur
(Mitmenschen): und fürchte dich vor deinem
Speise; für dich und für deinen Knecht und
Gott! Denn Ich bin Jehovah, euer Gott.
für deine Magd, und für deinen Lohnarbeiter
3Mo.25/36,43; 19/14,32,33.
und für deinen Beisassen, die sich bei dir
18. Und tut nach Meinen Satzungen und
aufhalten, 2Mo.12/45.
haltet Meine Rechte und tut sie, so werdet ihr
7. Und für dein Vieh und für das Wild in
in Sicherheit im Lande wohnen. 1Kö.4/25.
deinem Lande soll all sein Ertrag zur Speise
19. Und das Land wird seine Frucht geben,
sein.
und ihr werdet essen zur Sättigung und darin
8. Und zähle dir sieben Sabbathe der Jahre,
wohnen in Sicherheit. Ps.67/7; Jes.1/19.
sieben Jahre siebenmal, und die Tage der
20. Und wenn ihr sprechet: Was sollen wir
sieben Sabbathjahre seien neunundvierzig
essen im siebenten Jahr? Siehe, wir säen nicht
Jahre.
und werden auch nicht einsammeln unseren
9. Und laß im siebenten Monat am zehnten
Ertrag.
des Monats die Posaunen zum Lärmblasen
21. Ich aber will Meinem Segen über euch
durchziehen; am Tage der Sühnung durchziehe
gebieten im sechsten Jahr, daß es den Ertrag
die Posaune all euer Land. 3Mo.23/24,27.
für die drei Jahre traget (mache).
10. Und heiligen sollt ihr das Jahr, das
5Mo.28/8; Mal.3/10.
fünfzigste Jahr, und Freilassung ausrufen im
22. Und wenn ihr säet im achten Jahr, sollt
Lande für alle seine Einwohner. Ein Jubel soll
ihr vom alten Ertrage essen, bis in das neunte
es euch sein. Und jeder Mann kehre zu seinem
Jahr, bis sein Ertrag kommt, sollt ihr Altes
Eigentum, und jeder Mann zu seiner Familie
essen.
zurück.
23. Und das Land darf nicht verkauft wer-
11. Ein Jubeljahr soll das fünfzigste Jahr
den, so daß es verfallen bliebe; denn Mein ist
euch sein. Ihr sollt nicht säen, noch seinen
das Land. Ihr seid Fremdlinge und Beisassen

160
3.MOSE 25/24

bei Mir. Hos.9/3; 2Mo.15/17; Jes.14/2,25; Jer.2/7; 35. Und wenn dein Bruder verarmt und seine
Ez.36/5; 38/16; Ps.10/16. Hand wankt bei dir, so sollst du ihn stärken,
24. Und im ganzen Lande eures Eigentums, als Fremdling oder Beisasse, daß er bei dir
sollt ihr Lösung geben für das Land. lebe. 3Mo.25/39; 2Mo.22/24; 5Mo.15/7f; 23/20f;
25. So dein Bruder verarmt und von seinem Ez.18/8f; 22/12; Ps.15/5; 37/26.
Eigentum verkauft, so komme sein nächster 36. Nimm keine Zinsen von ihm und keine
Löser und löse, was sein Bruder verkauft hat. Mehrung, und fürchte dich vor deinem Gott,
3Mo.25/48f; 21/2; 2Mo.12/4; 4Mo.27/11. auf daß dein Bruder bei dir lebe.
26. Ist aber kein Löser für den Mann da, 37. Gib ihm dein Silber nicht auf Zins, und
und seine Hand reicht aus, daß er genügend auf Mehrung gib ihm deine Speise nicht.
findet für die Lösung, 5Mo.23/19.
27. So rechne er die Jahre des Verkaufs und 38. Ich bin Jehovah, euer Gott, Der Ich euch
gebe das Überflüssige dem Manne, dem er aus Ägyptenland herausbrachte, um euch das
verkauft hat, zurück, und kehre in sein Eigen- Land Kanaan zu geben, auf daß Ich euer Gott
tum zurück. sei.
28. Und findet seine Hand nicht genug zum 39. Und wenn dein Bruder bei dir verarmt
Rückkauf, so sei sein Verkauftes in der Hand und sich dir verkauft, so sollst du dich seiner
des Käufers bis zum Jubeljahr; und es gehe nicht zum Knechtdienst bedienen. 3Mo.25/35.
aus in dem Jubeljahr, und er kehre in sein 40. Wie ein Lohnarbeiter, wie ein Beisasse
Eigentum zurück. sei er bei dir. Bis zum Jubeljahr soll er bei dir
29. Und so ein Mann ein Haus zum Wohn- dienen. 2Mo.21/2; 5Mo.15/12.
sitz in einer Stadt mit Mauern verkauft, so 41. Und dann soll er von dir ausgehen, er
steht ihm Lösung zu, bis das Jahr ganz ist seit und seine Söhne mit ihm, und zurückkehren
dem Verkauf. Ein volles Jahr (Tage) sei ihm zu seiner Familie, und in das Eigentum seiner
Lösung. Väter soll er zurückkehren.
30. Wird es aber, ehe das ganze Jahr voll 42. Denn Meine Knechte sind sie, die Ich
wird, nicht gelöst, so soll das Haus in der aus Ägyptenland herausbrachte, sie sollen
Stadt, die eine Mauer hat, dem Käufer in nicht verkauft werden, wie man Knechte
seinen Geschlechtern verfallen sein; es wird verkauft. Jer.2/14; 34/9.
nicht ausgehen im Jubeljahr. 43. Beherrsche ihn nicht mit Strenge, und
31. Und die Häuser der Dörfer, die keine fürchte dich vor deinem Gotte.
Mauer ringsum haben: ein solches wird zu dem 44. Und was deinen Knecht und deine Magd
Felde des Landes gerechnet, Lösung soll sein anbelangt, die du haben magst, so sollst du
für dasselbe, und es soll ausgehen im Jubel- von den Völkerschaften, die rings um euch
jahr. sind, von ihnen Knechte und Mägde kaufen.
32. Und anlangend die Städte der Leviten, 3Mo.19/34; 2Mo.22/21; 1/13.
die Häuser in den Städten ihres Eigentums, 45. Und auch von den Söhnen der Beisassen,
sollen die Leviten ewiges Lösungsrecht haben. die sich bei euch aufhalten, von ihnen und
33. Und wer etwas löst von den Leviten, ihren Familien, die bei euch sind, die sie in
dem soll das Verkaufte des Hauses und seiner eurem Lande gezeugt, könnet ihr solche kau-
Eigentumsstadt durch den Jubel ausgehen, fen, so daß sie euer Eigentum werden.
denn die Häuser der Städte der Leviten sind 46. Und sie könnet ihr vererben als erblichen
ihr Eigentum inmitten der Söhne Israels. Besitz euren Söhnen nach euch zum Eigentum,
34. Und das Feld im Weichbild ihrer Städte daß sie euch ewiglich dienen; aber deine
soll nicht verkauft werden; denn ein ewiges Brüder, Söhne Israels, soll der Mann nicht
Eigentum ist es ihnen. seinen Bruder mit Strenge beherrschen.

161
3.MOSE 25/47

47. Und so die Hand eines Fremdlings und vah, bin euer Gott. 2Kö.28/1f.
eines Beisassen, der bei dir ist, ausreicht, und 2. Haltet Meine Sabbathe und fürchtet euch
dein Bruder bei ihm verarmt, und sich dem vor Meinem Heiligtum. Ich bin Jehovah.
Fremdling, der Beisasse ist bei dir, oder einem 3Mo.19/30.
vom Familienstamm des Fremdlings verkauft, 3. Wenn ihr nach Meinen Satzungen wandelt
Ne.5/5,8. und Meine Gebote haltet und sie tuet,
48. So soll, nachdem er sich verkauft hat, 4. So werde Ich eure Regen geben zu ihrer
Lösung für ihn sein; einer von seinen Brüdern Zeit, und die Erde wird geben ihr Gewächs
mag ihn lösen; und der Baum des Feldes wird geben seine
49. Oder sein Oheim oder der Sohn seines Frucht. 5Mo.11/14.
Oheims soll ihn lösen; oder sonst einer von 5. Und reichen soll euch das Dreschen bis
den Verwandten seines Fleisches aus seiner zur Weinlese, und die Weinlese soll reichen
Familie soll ihn lösen; oder reicht seine Hand bis zur Aussaat, und sollet euer Brot essen zur
aus, soll er sich selbst lösen. 3Mo.18/6. Sättigung und in Sicherheit in eurem Lande
50. Und er rechne mit dem, der ihn kauft, wohnen (sitzen) 3Mo.25/19.
von dem Jahr, da er sich ihm verkauft, bis zum 6. Und Frieden werde Ich im Lande geben,
Jubeljahr, und das Silber seines Verkaufs sei und ihr sollt euch niederlegen und niemand
nach der Zahl der Jahre, wie die Tage eines mache euch erzittern, und Ich will das böse
Lohnarbeiters soll er bei ihm sein. wilde Tier aus dem Lande aufhören (feiern)
51. Sind es noch viele Jahre, so gebe er nach lassen und kein Schwert soll euer Land durch-
Verhältnis (ihrem Munde) zurück von dem ziehen.
Silber seines Kaufpreises seine Lösung. 7. Und ihr werdet nachsetzen euren Feinden
52. Und bleiben wenig Jahre bis zum Jubel- und sie sollen vor euch fallen durch das
jahr, so rechne er mit ihm. Je nach Verhältnis Schwert.
(nach dem Munde) seiner Jahre gebe er seine 8. Fünf von euch sollen hunderten nachset-
Lösung zurück. zen, und hundert von euch sollen zehntausen-
53. Wie ein Lohnarbeiter sei er Jahr für Jahr den nachsetzen; und eure Feinde sollen vor
bei ihm, nicht mit Strenge soll er vor deinen euch fallen durch das Schwert. 5Mo.32/30.
Augen ihn beherrschen. 9. Und Ich will Mich zu euch wenden und
54. Und wird er nicht so gelöst, so gehe er euch fruchtbar machen und euch mehren, und
und seine Söhne im Jubeljahr aus. aufrichten Meinen Bund mit euch. 5Mo.8/18.
55. Denn Mir sind Knechte die Söhne 10. Alt gewordenes Altes sollt ihr essen und
Israels, Meine Knechte sind sie, die Ich aus das Alte hinausbringen vor dem Neuen.
Ägyptenland herausbrachte. Ich bin Jehovah, 11. Und Meine Wohnung will Ich in eure
euer Gott. Mitte setzen (geben), und Meine Seele wird
euer nicht überdrüssig werden. 2Mo.25/8; 15/17;
1Mo.17/7; Ps.22/25; 69/34; Jes.41/9.
12. Und Ich will in eurer Mitte ziehen und
Kapitel 26 ein Gott euch sein, und ihr sollt sein Mein
Volk. 1Mo.17/7; Jer.24/7; 31/1; Ez.37/27; Offb.21/7.
Segen. Fluch. 13. Ich, Jehovah, bin euer Gott, Der euch
aus Ägyptenland herausgebracht, daß ihr nicht
1. Machet euch keine Götzen und richtet
ihre Knechte wäret, und brach eures Joches
euch keine Schnitzbilder oder Bildsäulen auf,
Stäbe, und ließ euch aufrecht gehen. Ez.34/27.
und setzet (gebet) kein Steingebilde in eurem
14. Höret ihr aber nicht auf Mich und tut
Lande, um davor anzubeten; denn Ich, Jeho-
nicht alle diese Gebote,

162
3.MOSE 26/15

15. Und verschmähet Meine Satzungen und in des Feindes Hand gegeben. 5Mo.32/41;
eure Seele wird Meiner Rechte überdrüssig, Jes.1/20; 22/2; Jer.4/5; 35/11; 21/6f; Ez.5/12; 7/15; 14/19.
so daß ihr nicht alle Meine Gebote tut, so daß 26. Wenn Ich euch den Stab des Brotes
ihr Meinen Bund zunichte macht, zerbrechen werde, und zehn Weiber werden
16. So will auch Ich euch solches tun: Und euer Brot in einem Ofen backen und euer Brot
Ich werde euch heimsuchen mit Bestürzung, nach dem Gewicht zurückgeben, und ihr es
Schwindsucht und Fieberglut, so daß die sollet essen und nicht gesättigt werden.
Augen sich verzehren und eure Seele vergeht. 27. Und so ihr trotzdem nicht auf Mich höret
Vergeblich sollt ihr euren Samen säen und eure und wandelt Mir zuwider:
Feinde sollen ihn essen. 28. So gehe Ich im Grimme der Begegnung
17. Und Ich werde Mein Angesicht wider wider euch, daß Ich, auch Ich, euch züchtige
euch setzen (geben), daß ihr geschlagen werdet siebenfach ob euren Sünden;
vor euren Feinden und eure Hasser euch 29. Und ihr werdet essen eurer Söhne
unterwerfen, und ihr fliehet, da euch niemand Fleisch und eurer Töchter Fleisch werdet ihr
nachsetzt. essen. 5Mo.28/53f; Jer.19/9; 2Kö.6/28; Ez.5/10.
3Mo.17/10; 4Mo.14/42; 5Mo.28/25; Ri.2/14f. 30. Vernichten werde Ich eure Opferhöhen
18. Und höret ihr über diesem noch nicht und ausrotten eure Sonnensäulen und eure
auf Mich, so werde Ich euch siebenfach mehr Leichen auf eurer Götzen Leichen legen
(hinzutun) ob euren Sünden züchtigen; (geben), und Meine Seele euch verwerfen.
19. Und will brechen den Stolz eurer Stärke 31. Und Ich werde eure Städte öde machen
und euern Himmel wie Eisen, und euer Land und verwüsten eure Heiligtümer, und nicht
euch wie Erz machen (geben); 5Mo.28/23; 33/28. den Geruch eurer Ruhe riechen.
20. Zu Ende kommen soll eure Kraft ver- Jes.1/13; Am.7/9; 8/12; 5/21.
geblich; und das Land wird sein Gewächs nicht 32. Und Ich werde verwüsten das Land, daß
geben und der Baum des Landes nicht geben eure Feinde, die darin wohnen, sich darob
seine Frucht. 1Kö.17/1; 18/5f; Jes.49/4; entsetzen werden.
Jer.8/13; 14/1f; Am.4/8; Joel 1/10f; Hab.3/17. Ez.35/10; 36/5; Joel 4/2; Jer.6/8; 9/11; 25/9.
21. Und wandelt ihr Mir zuwider und wollet 33. Und Ich werde euch zersprengen unter
nicht auf Mich hören, so füge Ich siebenmal die Völkerschaften und ausziehen (ausleeren)
mehr Schläge hinzu nach euren Sünden, ein Schwert hinter euch her, und euer Land
22. Und sende wider euch das wilde Tier soll eine Wüste und eure Städte eine Öde
des Feldes, und es soll euch kinderlos machen werden. Ez.5/2,12; 12/14.
und ausrotten euer Vieh, und mache euer 34. Dann läßt sich wohlgefallen das Land
weniger, und mache eure Straßen wüste. seine Sabbathe alle Tage, die es wüste ist und
5Mo.32/24; 2Kö.2/24. ihr im Land eurer Feinde seid; dann wird das
23. Und lasset ihr auch damit euch noch Land feiern und läßt sich wohlgefallen seine
nicht von Mir züchtigen und wandelt Mir Sabbathe. 3Mo.25/2f.
zuwider, 35. Alle Tage des Wüsteliegens feiert es
24. So gehe auch Ich wider euch und schlage dann, wie es nicht gefeiert an euren Sabbathen,
euch, auch Ich, noch siebenfach um eurer da ihr noch darin wohntet (saßet).
Sünden willen. 2Sa.22/27. 36. Und die von euch, so verblieben: Ver-
25. Und bringe über euch das Schwert der zagtheit will Ich bringen in ihr Herz, in ihrer
Rache, das den Bund rächet. Und ihr werdet Feinde Landen, daß sie jagt das Rauschen (die
euch in eure Städte sammeln, Ich aber werde Stimme) eines dahingetriebenen Blattes und
die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet sie fliehen, wie man vor dem Schwerte flieht,

163
3.MOSE 26/37

und fallen, da niemand ihnen nachsetzt. und Gesetze, die Jehovah zwischen Sich und
5Mo.28/65; 32/30; Jes.30/17. zwischen den Söhnen Israels auf dem Berge
37. Und der Mann wird straucheln über Sinai durch die Hand Moses gegeben hat.
seinen Bruder, wie vor dem Schwerte, wo
ihnen niemand nachsetzt und ihr vor euren
Feinden nicht bestehen könnt.
38. Unter den Völkerschaften geht ihr Kapitel 27
zugrunde, und eurer Feinde Land frißt euch
auf. 4Mo.13/33; Ez.36/13; Jes.27/13. Gelübde.
39. Und die von euch, so verblieben, ver-
1. Und Jehovah redete zu Mose und sprach:
gehen durch ihre Missetat in ihrer Feinde
2. Rede zu den Söhnen Israels und sprich
Landen, und auch durch ihrer Väter Missetaten
zu ihnen: So ein Mann ein besonderes Gelübde
vergehen sie mit ihnen. 2Mo.20/5; Ez.24/23; 33/10.
tut, so sollen die Seelen dem Jehovah nach
40. Und sie werden bekennen ihre Missetat
deiner Schätzung sein. 4Mo.30/3f; 5Mo.23/21.
und die Missetat ihrer Väter damit, daß sie
3. Und es sei deine Schätzung eines Männ-
Mir abgefallen und Mir zuwider gewandelt
lichen vom zwanzigsten bis zum sechzigsten
sind. 5Mo.4/30; 30/2; Ne.9/32f; Ez.20/43; Da.9/5.
Jahre (vom Sohne von 20 Jahren bis zum
41. Darum werde Ich auch wider sie gehen,
Sohne von 60 Jahren), und es sei deine Schät-
und sie in das Land ihrer Feinde bringen, ob
zung fünfzig Schekel Silber; nach dem Schekel
nicht dann ihr unbeschnittenes Herz sich
des Heiligtums. 3Mo.27/25; 2Mo.21/32.
niederbeuge und sie dann ihre Missetat ab-
4. Und ist es ein Weib (Weibliches), soll
tragen (gefallen lassen). 5Mo.10/16; 30/6; Jer.9/26.
deine Schätzung dreißig Schekel sein.
42. Und Ich werde gedenken an Meinen
5. Und wenn von fünf zu zwanzig Jahren
Bund mit Jakob und auch an Meinen Bund
(vom Sohne von 5 Jahren bis zum Sohne von
mit Isaak und auch an Meinen Bund mit
20 Jahren), so soll deine Schätzung für das
Abraham werde Ich gedenken, und an das
männliche zwanzig Schekel und für das weib-
Land gedenken. 2Mo.2/24; 2Kö.13/23.
liche zehn Schekel sein.
43. Und das Land wird von ihnen verlassen
6. Und wenn von einem Monat bis zu fünf
sein und seine Sabbathe sich gefallen lassen,
Jahren (Sohne eines Monats bis zum Sohne
während es von ihnen wüste gelassen wird,
von 5 Jahren), so soll deine Schätzung für das
sie selbst aber werden ihre Missetat abtragen,
männliche fünf Schekel Silber und für das
weil und weil sie Meine Rechte verschmäht
weibliche deine Schätzung drei Schekel Silber
und ihre Seele Meiner Satzungen überdrüssig
sein.
geworden ist.
7. Und wenn sechzig Jahre und darüber
44. Und selbst da noch, während sie im
(vom Sohne von 60 Jahren und darüber), so
Lande ihrer Feinde sind, habe Ich sie nicht
sei deine Schätzung, wenn männlich, fünfzehn
verschmäht und ihrer nicht so überdrüssig
Schekel und für das weibliche zehn Schekel.
geworden, daß Ich sie wegtilgte und Meinen
8. Und ist er zu arm für deine Schätzung,
Bund mit ihnen zunichte machte; denn Ich,
so stelle man ihn vor den Priester, und der
Jehovah, bin ihr Gott.
Priester schätze ihn; je nach dem (nach dem
45. Und Ich gedenke für sie an den Bund
Munde), wozu die Hand des Gelobenden
mit den Vorfahren, die Ich vor den Augen der
zureicht, schätze ihn der Priester.
Völkerschaften aus Ägyptenland herausge-
9. Und ist es ein Vieh, davon man Jehovah
bracht, um ihnen ein Gott zu sein. Ich, Jeho-
eine Opfergabe darbringen will, so soll alles,
vah. 2Mo.19/5.
was man davon dem Herrn gibt, heilig sein.
46. Dies sind die Satzungen und die Rechte

164
3.MOSE 27/10

10. Man soll dasselbe nicht wechseln und es nicht mehr gelöst werden. 3Mo.27/27.
nicht vertauschen, weder das gute um ein 21. Wenn das Feld im Jubeljahr ausgeht,
schlechtes, noch das schlechte um ein gutes; so ist es dem Jehovah heilig, wie ein gebanntes
vertauscht (vertauschend vertauschen) man Feld. Es wird Eigentum des Priesters.
es aber doch Vieh um Vieh, so soll es und das 3Mo.27/28,29.
Vertauschte heilig sein. 22. Und heiligt einer dem Jehovah ein Feld,
11. Und ist es irgendein unreines Vieh, das das er kaufte, welches nicht vom Felde seines
man Jehovah nicht als Opfergabe darbringen Eigentums ist,
kann, so stelle man das Stück Vieh vor den 23. So rechne ihm der Priester den Betrag
Priester. deiner Schätzung (Anordnung) bis zum Jubel-
12. Und der Priester schätze es, sei es gut jahr und gebe deine Schätzung (Anordnung)
oder schlecht (zwischen Gutem und zwischen an demselben Tag, auf daß es Jehovah heilig
Schlechtem); wie der Priester es schätzt, so sei.
sei es. 24. Im Jubeljahr kehrt das Feld an den
13. Und will man es lösen (lösend lösen), zurück, von dem er es gekauft, dem es als
so tue man ein Fünftel über die Schätzung Eigentum im Lande zugehört.
dazu. 25. Und all deine Schätzung (Anordnung)
14. Und so ein Mann sein Haus dem Jehovah sei nach dem Schekel des Heiligtums. Zwanzig
heiligt, so daß es ihm heilig sei, so schätze Gera sei der Schekel. 2Mo.30/13.
es der Priester, wie gut oder wie schlecht 26. Nur das Erstgeborene vom Vieh, das
(zwischen Gutem und zwischen Schlechtem) Jehovahs Erstgeburt ist, soll kein Mann heili-
es sei. So wie es der Priester schätzt, so be- gen, weder Ochse noch Kleinvieh. Jehovahs
stehe es. ist es. 2Mo.13/2.
15. So aber, der sein Haus geheiligt hat, es 27. Und ist es von unreinem Vieh, so löse
lösen will, der tue den fünften Teil der Schät- man es ein nach deiner Schätzung und tue ein
zung in Silber dazu, so ist es sein. Fünftel dazu; wird es aber nicht gelöst, so ver-
16. Und so ein Mann von dem Felde seines kaufe man es nach deiner Schätzung (An-
Eigentums Jehovah heiliget, so geschehe deine ordnung). 2Mo.13/13.
Schätzung im Verhältnis (nach dem Munde) 28. Alles Gebannte jedoch, das ein Mann
zu der Aussaat; die Aussaat von einem Chomer Jehovah bannt, von allem, das sein ist, vom
Gerste für fünfzig Schekel Silbers. Mensch und vom Vieh und vom Felde seines
17. Wenn er vom Jubeljahr an sein Feld Eigentums, soll weder verkauft, noch gelöst
heiligt, so bestehe es nach deiner Schätzung werden: alles Gebannte ist Jehovah hochheilig
(Anordnung)! (das Heilige des Heiligen). 3Mo.27/21,22; 4Mo.18/14.
18. Und heiligt er sein Feld nach dem Jubel- 29. Alles Gebannte, was von Menschen
jahr, so rechne ihm der Priester das Silber nach gebannt wird, darf nicht eingelöst werden, es
den Jahren (nach dem Munde der Jahre), die muß des Todes sterben.
noch bis zum Jubeljahr übrig sind; und es 2Mo.22/19; 4Mo.31/7; 5Mo.2/34; 13/15; 20/13f;
werde von deiner Schätzung (nach dem Munde Jos.6/17; 8/2,26f; Ri.21/11f; 1Sa.15/3,8f; 1Kö.20/42.
der Jahre) abgezogen. 30. Und aller Zehnte des Landes, von der
19. Und will, der es heiligte, das Feld lösen Saat des Landes von der Baumfrucht, ist
(lösend lösen), so tue er ein Fünftel des Silbers Jehovahs, es ist Jehovah heilig. 1Mo.14/20; 28/22;
deiner Schätzung (Anordnung) dazu, und es 4Mo.18/21f; 5Mo.14/22; Ne.13/5; Matth.23/23; Luk.11/42.
bestehe als sein. 31. Und will ein Mann etwas von seinem
20. Und löset er das Feld nicht und verkauft Zehnten lösen (lösend lösen), so tue er ein
er das Feld an einen anderen Mann, so soll Fünftel dazu.

165
3.MOSE 27/32

32. Und aller Zehnte vom Rinde und vom (vertauschend vertauscht) er es, so soll es mit
Kleinvieh, von allem, das unter der Rute dem Eingetauschten heilig sein und nicht
durchzieht, soll das zehnte Jehovah heilig sein! gelöst werden.
Ps.23/4; Mi.7/14; Sach.11/7; Jer.33/13; Ez.20/37. 34. Dies sind die Gebote, die Jehovah dem
33. Er soll nicht forschen, ob es gut oder Mose an die Söhne Israels auf dem Berg Sinai
schlecht (zwischen gut zum Schlechten) sei, geboten hat.
und er soll nicht vertauschen. Und vertauscht

Viertes Buch Mose


Kapitel 1 10. Von den Söhnen Josephs für Ephraim:
Elischama, der Sohn Ammihuds; für Men-
Musterung des Volkes. ascheh: Gamliel, der Sohn Pedahzurs;
11. Von Benjamin: Abidan, Sohn Gideonis;
1. Und Jehovah redete zu Mose in der
12. Von Dan: Achieser, der Sohn Ammisch-
Wüste Sinai im Versammlungszelt am ersten
addais;
des zweiten Monats im zweiten Jahre nach
13. Von Ascher: Pagiel, der Sohn Ochrans.
ihrem Auszug aus Ägyptenland, und Er sprach:
14. Von Gad: Eljasaph, der Sohn Deguels.
2Mo.19/2; 3Mo.25/1.
15. Von Naphthali: Achira, Enans Sohn.
2. Nehmet auf die Kopfzahl der ganzen
16. Das sind die aus der Gemeinde Berufe-
Gemeinde der Söhne Israels nach ihren Fa-
nen, die Fürsten der Stämme ihrer Väter, die
milien, nach ihrer Väter Häusern nach der Zahl
Häupter der Tausende Israels sind sie.
der Namen aller Männlichen nach ihren Köp-
2Mo.18/21; 20/6; Mi.5/1.
fen, 4Mo.26/2; 2Mo.30/14; Jos.7/14.
17. Und Mose und Aharon nahmen diese
3. Vom Sohne von zwanzig Jahren und
Männer, die mit Namen benannt sind,
darüber, alle, die im Heer ausziehen in Israel.
18. Und versammelten am ersten des zweiten
Mustert sie, du und Aharon, nach ihren Hee-
Monats die ganze Gemeinde, und sie ließen
ren. 4Mo.14/29; 4/3.
sich nach ihren Familien, nach den Häusern
4. Und mit euch sei je ein Mann aus dem
ihrer Väter, der Zahl der Namen und nach den
Stamme, der Mann, der das Haupt des Hauses
Köpfen von dem [dem Sohne vom] zwanzig-
seiner Väter ist.
sten Jahr an und darüber in die Geburtslisten
5. Und dies sind die Namen der Männer,
eintragen,
die bei euch stehen sollen: Von Ruben Elizur,
19. Wie Jehovah dem Mose geboten hatte;
Schedeurs Sohn.
und er musterte sie in der Wüste Sinai.
6. Von Simeon: Schelumiel, der Sohn Zu-
20. Und es waren die Söhne Rubens, des
rischaddais;
Erstgeborenen Israels, ihre Geburten nach
7. Von Judah: Nachschon, der Sohn Ammi-
ihren Familien den Häusern ihrer Väter, nach
nadabs; 2Mo.6/23; Ru.4/20.
der Zahl ihrer Namen nach ihren Köpfen, alles
8. Von Issaschar: Nathaneel, der Sohn
Männliche von [Sohne von] zwanzig Jahren
Zuars;
und aufwärts, alle, die im Heer auszogen.
9. Von Sebulun: Eliab, Chelons Sohn;
21. Ihre Gemusterten vom Stamme Ruben

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4.MOSE 1/22

sechsundvierzigtausendfünfhundert. 34. Für die Söhne Menaschehs: ihre Gebur-


22. Für die Söhne Simeons: ihre Geburten ten nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer
nach ihren Familien, nach den Häusern ihrer Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten
Väter, ihre Gemusterten nach der Zahl der Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und dar-
Namen, nach ihren Köpfen, alle Männlichen über, alle, die im Heer ausziehen,
von [Sohne von] zwanzig Jahren und aufwärts, 35. Ihre Gemusterten für den Stamm Men-
alle, die im Heer auszogen, ascheh zweiunddreißigtausendzweihundert.
23. Ihre Gemusterten vom Stamme Simeons 36. Für die Söhne Benjamins: ihre Geburten
neunundfünfzigtausenddreihundert. nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer
24. Für die Söhne Gads: ihre Geburten nach Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten
ihren Familien, nach dem Haus ihrer Väter, Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und auf-
in der Zahl von Namen, vom zwanzigsten wärts, alle, die im Heer ausziehen,
Jahre (vom Sohne von 20 Jahren an) und 37. Ihre Gemusterten für den Stamm Benja-
aufwärts, alle, die im Heer auszogen, min fünfunddreißigtausendvierhundert.
25. Ihre Gemusterten vom Stamme Gad 38. Für die Söhne Dans: ihre Geburten nach
fünfundvierzigtausendsechshundertfünfzig. ihren Familien, nach dem Haus ihrer Väter,
26. Für die Söhne Judahs: ihre Geburten in der Zahl der Namen vom zwanzigsten Jahr
nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer (vom Sohn von 20 Jahren an) und darüber,
Väter, in der Zahl von Namen vom zwanzig- alle, die im Heere ausziehen,
sten Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und 39. Ihre Gemusterten für den Stamm Dan
aufwärts, alle im Heere ausziehend, zweiundsechzigtausendsiebenhundert.
27. Ihre Gemusterten nach dem Stamm 40. Für die Söhne Aschers: ihre Geburten
Judah vierundsiebzigtausendsechshundert. nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer
28. Für die Söhne Issaschars: ihre Geburten Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten
nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und dar-
Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten über, alle, die im Heer ausziehen,
Jahre an (vom Sohne von 20 Jahren an) und 41. Ihre Gemusterten für den Stamm Ascher
aufwärts, alle, die im Heere ausziehen, einundvierzigtausendfünfhundert.
29. Ihre Gemusterten nach dem Stamme 42. Für die Söhne Naphthalis: ihre Geburten
Issaschar waren vierundfünfzigtausendvierhun- nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer
dert. Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten
30. Für die Söhne Sebuluns: ihre Geburten Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und dar-
nach ihren Familien, nach dem Haus ihrer über, alle, die im Heer ausziehen,
Väter, in der Zahl der Namen vom zwanzigsten 43. Ihre Gemusterten für den Stamm Napht-
Jahr (vom Sohne von 20 Jahren an) und auf- hali dreiundfünfzigtausendvierhundert.
wärts, alle, die im Heer ausziehen, 44. Das sind die Gemusterten, die Mose und
31. Ihre Gemusterten vom Stamme Sebulun Aharon und die Fürsten (Erhabenen) Israels
waren siebenundfünfzigtausendvierhundert. musterten, zwölf Männer, ein Mann für das
32. Für die Söhne Josephs, für die Söhne Haus seiner Väter waren es.
Ephraims: ihre Geburten nach ihren Familien, 45. Und es waren aller Gemusterten der
nach dem