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ZDG Ratgeber

Ghee – Selber machen


Autor: Zentrum der Gesundheit
aktualisiert: 24.08.2018
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Ghee ist Butterschmalz und wird auch ayurvedische oder


geklärte Butter genannt. Ghee stammt aus Indien und
Pakistan. Es wird dort statt Butter verwendet. Ghee hat
zwei entscheidende Vorteile. Einer ist auch für
Menschen in Mitteleuropa interessant: Ghee kann – im
Gegensatz zu Butter – hoch erhitzt werden. Der zweite
ist nur für Länder spannend, in denen es nicht unbedingt
Kühlschränke gibt: Ghee muss – im Gegensatz zu Butter
– nicht gekühlt werden. Da sich Ghee aus Butter leicht
selber machen lässt, erklären wir heute, wie das geht.

Inhaltsverzeichnis
Aus Butter Ghee selber herstellen
Die Zutaten für die Herstellung von Ghee
Ghee selber machen – Die Zubereitung
Heilwirkungen von Ghee
Ayurvedisches Ghee selber machen
Ghee selber machen – Der Film

Aus Butter Ghee selber herstellen


Ghee wird aus Butter hergestellt – entweder im industriellen Stil
oder auch zu Hause in jedermanns Küche. Dabei wird Butter erhitzt
und leicht geköchelt. Warum eigentlich?

Butter besteht nicht nur aus Fett, sondern auch aus etwas Wasser,
Milchzucker und Milcheiweiss. Diese Bestandteile sorgen dafür, dass
die Butter nicht hoch erhitzt werden kann und ausserdem gekühlt
aufbewahrt werden muss, da sie andernfalls verdirbt.

Bei der Herstellung von Ghee aus Butter entfernt man diese
störenden Bestandteile. Übrig bleibt fast ausschliesslich das Fett.
Ghee besteht daher auch zu mehr als 99 Prozent aus reinem Fett,
dem Butterschmalz.

Butterschmalz kann man natürlich kaufen. Doch schmeckt es nicht


annähernd so gut wie hochwertiges Ghee. Am allerbesten schmeckt
selbst gemachtes Ghee. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Ghee selber
herstellen können:

Die Zutaten für die Herstellung von Ghee


Ungesalzene Butter, z. B. 500 g (ergibt ca. 400 g Ghee) oder 1
kg (ergibt 800 g Ghee), Sie können Sauerrahm- oder auch
Süssrahmbutter verwenden, wobei Süssrahmbutter sich etwas
einfacher verarbeiten lässt
Topf, in den die gewählte Buttermenge passt
Schaumkelle oder Löffel und Gefäss, in das man den
entstehenden Schaum schöpfen kann
Gefäss, in das man die geklärte Butter durch den Filter giesst
Sieb, in das man ein Tuch oder zwei Lagen Küchenpapier legt
Saubere verschliessbare Gläser, in die man das fertige Ghee
füllt. Die Gläser müssen absolut trocken sein, es darf also auch
kein Tröpfchen Wasser darin sein, da dieses die spätere
Haltbarkeit des Ghees beeinträchtigen würde

Ghee selber machen – Die Zubereitung


Planen Sie für die Herstellung von Ghee mit Vorbereitung und
anschliessendem Saubermachen etwa 1,5 Stunden ein.Jetzt geht es
los! So können Sie Ihr Ghee selber machen:

1. Nehmen Sie die Butter und geben diese in den Topf.


2. Stellen Sie eine mittlere Temperatur ein und lassen Sie die
Butter schmelzen. Sobald sie geschmolzen ist, lassen Sie sie
aufkochen.
3. Sobald die Butter kocht, stellen Sie die Temperatur so weit
herunter, dass die Butter leise vor sich hinköcheln kann.
4. Achten Sie darauf, dass die Butter nicht zu heiss wird und
womöglich anbrennt. Bleiben Sie daher immer in der Nähe.
5. Die Butter ist noch trüb und an ihrer Oberfläche bildet sich
weisser Schaum. Das ist das Milcheiweiss. Schöpfen Sie es nun
immer wieder ab. Nehmen Sie einfach einen Löffel dazu oder
auch eine Schaumkelle und schöpfen Sie den weissen Schaum
in ein Gefäss. Der Schaum wird anschliessend entsorgt.
6. Die Butter darf nicht gerührt werden, denn die einzelnen
Bestandteile sollen sich in Ruhe trennen können. Beobachten
Sie den Vorgang lediglich und achten Sie auf ein
gleichmässiges Köcheln bei niedriger Temperatur.
7. Sobald die flüssige Butter klar wird, ist dies ein Zeichen dafür,
dass das enthaltene Wasser verdampft ist. Man kann nun auf
den Boden schauen und sieht dort einen Satz, der allenfalls
etwas goldbraun werden darf, aber keinesfalls schwarz.
8. Der gesamte Vorgang des Köchelns dauert mindestens 20 bis
30 Minuten, je nach Buttermenge auch 40 Minuten oder länger.
9. Giessen Sie das Ghee nun durch das Tuch in ein Gefäss.
Anschliessend füllen Sie das Ghee in die verschliessbaren
Gläser. Natürlich können Sie das Ghee auch direkt in die
verschliessbaren Gläser füllen. Da beim Filtern manchmal
jedoch auch etwas daneben tropft, lässt sich sauberer
arbeiten, wenn man beide Vorgänge voneinander trennt.
10. Verschliessen Sie die Gläser gut und bewahren Sie sie in
einem Küchenschrank auf. Gekühlt müssen sie nicht werden.

Heilwirkungen von Ghee


Viele Details rund um Ghee und seine gesundheitlichen
Auswirkungen lesen Sie in unserem Ghee-Hauptartikel: Ghee – Das
goldene Elixier. Dort wird nicht nur auf die Heilwirkungen
eingegangen, die dem Ghee nachgesagt werden, sondern u. a.
auch auf die Frage nach den gesättigten Fettsäuren, aus denen
Ghee vornehmlich besteht.

Ayurvedisches Ghee selber machen


Meist wird Ghee im Zusammenhang mit dem Ayurveda genannt.
Doch wird Ghee dort zu Heilzwecken ausschliesslich in "medizinisch
aufbereiteter" Form verwendet und z. B. im Rahmen einer
Panchakarma-Kur zur inneren Reinigung getrunken. Das Wissen,
wie konkret die medizinische Aufbereitung zu erfolgen hat (bis zu
100-stündiges Kochen mit speziellen Kräutern) bleibt jedoch
ayurvedischen Therapeuten vorbehalten. Ayurvedisches Ghee kann
man daher im Allgemeinen nicht selber machen.

Ghee selber machen – Der Film


Hier finden Sie unseren superschnellen Film zur Herstellung von
Ghee, wo Ihnen unser Ben in nur 1 Minute zeigt, wie unkompliziert
es ist, Ghee selber zu machen. Viel Spass dabei!

Hinweis: Ghee ist nicht vegan und passt daher nicht in die vegane
Lebensweise. Die Vorteile von Ghee (ungekühlt lange haltbar,
lactosefrei, hoch erhitzbar) gelten genauso für das rein pflanzliche
Kokosöl. In unserer Zeit der Kühlschränke ist der Vorteil der
ungekühlten Lagerung auch nicht mehr derart entscheidend, wie
das vielleicht heute noch in der armen Bevölkerung Indiens der Fall
ist. Da selbst Butter nur geringe Lactosemengen enthält und daher
von den meisten Lactoseintoleranten vertragen wird, ist auch die
Lactosefreiheit nicht mehr so ausschlaggebend. Kurzum: Ghee ist
für all jene ideal, die ein Fett möchten, das hoch erhitzbar ist und
nach Butter schmeckt.
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