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Inhalt

1. Einleitung ......................................................................................................................................... 1
2. Anatomischer Aufbau des menschlichen Ohrs ............................................................................... 2
2.1 Das äußere Ohr........................................................................................................................ 2
2.2 Das Mittelohr........................................................................................................................... 2
2.3 Das Innenohr ........................................................................................................................... 3

Hören verstehen und die Schulung des


selektiven Hörens bei Kindern und
Jugendlichen im Zuge der
Schullaufbahn
1. Einleitung

Das Hörvermögen nimmt mit dem Alter ab, womit Kinder in der Regel ein breiteres
Frequenzspektrum wahrnehmen können, als Erwachsene es tun. Bezieht man das
Hörvermögen nun aber nicht nur auf etwaige Frequenzbereiche, sondern auch darauf,
selektiv hören zu können, verändert sich die Situation. Durch Training und Übung kann das
Gehirn nämlich mit steigendem Alter die Fähigkeit erlangen, gezielt zu hören und spezifisch
auditiv zu selektieren, wodurch es zu einem umgekehrten Sachverhalt kommt – geschulte
Erwachsene hören „besser“, als es Kinder zu tun vermögen. Parallel gibt es aber auch
Erwachsene, die diesen Schulungsprozess nicht miterlebt haben und somit bis ins hohe Alter
und darüber hinaus nicht über ein derartiges Hörvermögen verfügen.

Als angehende Musikpädagogin ist es mir ein Anliegen, den Kindern der nachfolgenden
Generationen bei dementsprechendem Interesse die Möglichkeit zu bieten, ein maximales
Hörerlebnis ihrerseits hervorrufen zu können. Dafür habe ich in meiner Arbeit versucht,
Wege zu finden, um Schülern und Schülerinnen im Musikunterricht exakt dahin zu führen.
Hierzu habe ich Konzepte vom Anfänger bis hin zum Fortgeschrittenen entwickelt, um dieses
selektive Hören aufbauend und Schritt für Schritt zu schulen.

Dem voraus geht eine Einführung in das Hören an sich inklusive anatomischen
Hintergründen zum Sujet.
2. Anatomischer Aufbau des menschlichen Ohrs

Abbildung 1 Der Aufbau des menschlichen Ohrs

Das menschliche Ohr verfügt über ein äußeres Ohr, das Mittelohr und das Innenohr, die
jeweils anatomisch wieder zu unterteilen sind.

2.1 Das äußere Ohr

Das äußere Ohr – auch Auris externa genannt – besteht aus der Ohrmuschel und dem
äußeren Gehörgang. In diesem Bereich des Ohrs findet nicht nur die Bündelung des Schalls
und dessen Weiterleitung statt, sondern auch das Richtungshören im freien Schallfeld wird
durch ihn möglich.

Während die Ohrmuschel wenig Bedeutung für das Hören hat, spielt der äußere Gehörgang
(Meatus acusticus externus) eine größere Rolle, denn er verbindet die Ohrmuschel mit dem
Trommelfell und ist somit für die Schalldrucktransformation vom freien Schallfeld hin zum
Trommelfell verantwortlich. QUELLE

2.2 Das Mittelohr

Das Mittelohr – auch Auris media genannt – besteht aus der Paukenhöhle, die wiederum das
Trommelfell und die Gehörknöchelchen beinhaltet, den Nebenräumen der Paukenhöhle im
Warzenfortsatz und der Ohrtrompete. Es ist für die Übertragung des auf das Trommelfell
auftreffenden Luftschalls in das mit Flüssigkeit gefüllte Innenohr verantwortlich. Der
Trommelfell-Gehörknöchelchen-Apparat bewirkt eine Drucktransformation und eine
optimale Übertragung.

In der Paukenhöhle (Cavitas tympanica), die 3-6mm breit ist, befinden sich die drei
Gehörknöchelchen – der Hammer, der Amboss und der Steigbügel, welche mechanische
Schwingungen auf das Innenohr weiterleiten.
Die Öffnung an der vorderen Wand der Paukenhöhle führt zur Ohrtrompete (Tuba auditiva)
und wird auch Eustachische Röhre (gemäß ihrem Entdecker Bartolomeo Eustachi) genannt.
Sie ist die Verbindung zwischen Nasen-Rachen-Raum und Paukenhöhle. Die Ohrtrompete ist
essentiell für den Druckausgleich. Je nach Druckgefälle wird das Trommelfell entweder in die
Paukenhöhle oder in den Gehörgang gepresst. QUELLE

2.3 Das Innenohr

Das Innenohr (Auris interna) besteht aus der Hörschnecke (Cochlea) und dem
Gleichgewichtsorgan. Es ist für die Reizverteilung, die Verstärkung und die
Reiztransformation zuständig. Des Weiteren übernimmt es die Verschlüsselung der
Schallfrequenz auf einem bestimmten Ort der Basilarmembran.

Es ist ein Hohlraum, der als knöchernes Labyrinth (Labyrinthus osseus) bezeichnet wird. Es
wird von Knochenmaterial umgeben und ist selbst ein System aus verschiedensten Kanälen
und Kammern, die allesamt mit Flüssigkeit gefüllt sind, die Perilymphe genannt wird. In
diesem System eingelagert, befindet sich ein zweites flüssigkeitsgefülltes Kanalsystem, das
mit Endolymphe gefüllt ist.

Der Perilymphraum bildet eine Verbindung zum Mittelohr über zwei Öffnungen. Das ovale
Fenster (Fenestra vestibuli) ist der Anschluss des Steigbügels und bildet somit die
Fortsetzung der Gehörknöchelchenkette, an der die Schwingung auf das Innenohr
übertragen wird. Die zweite Öffnung wird „rundes Fenster“ (Fenestra cochleae) genannt und
ist durch eine flexible Membran verschlossen. Es bildet den Ausgleich für die durch das ovale
Fenster durchgehenden Druckschwankungen.

In Richtung Schädel weist das Innenohr drei Öffnungen auf, darunter der innere Gehörgang,
durch den Nerven und Blutgefäße führen, eine weitere Öffnung, die Aquaeductus vestibuli
genannt wird und der Canalicus cochleae, der die Verbindung zwischen Perilymphraum des
Innenohrs und Schädelinnerem bildet.

Das eigentliche Hörorgan (Corti-Organ) befindet sich auf der Basilarmembran und enthält
nicht nur Stützzellen, sondern auch die Sinneszellen in Form von äußeren und inneren
Haarzellen und die mit ihnen verbundene Deckmembran (Tektorialmembran). Die Anzahl
der inneren Haarzellen beläuft sich auf in etwa 3400, während es ca. 13400 äußere
Haarzellen gibt. Die inneren Haarzellen übernehmen die eigentliche Aufnahme auditiver
Reize in das Innenohr, während die äußeren Haarzellen die Auslenkung der Basilarmembran
beeinflussen. Durch den Kontakt zwischen Nervenenden und Sinneszellen, können Signale
zum Hörnerv transferiert werden und in die zentrale Hörbahn weitergeleitet werden.

Dieses Corti-Organ ist in der Lage, mechanische Energie in elektrische Impulse


umzuwandeln, die über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet
werden. Die mechanische Energie wird auch als Wanderwelle bezeichnet und wird nach der
Wanderwellentheorie von Békésy durch die von der Steigbügelfußplatte auf die Perilymphe
übertragene Druckschwankung gebildet. Diese Wanderwelle befindet sich in der Schnecke.
Abhängig von der Frequenz der Schwingung, nimmt das Wellenmaximum unterschiedliche
Lagen ein. Tiefe Frequenzen führen dazu, dass das Maximum in der Nähe der
Schneckenspitze lokalisiert werden kann, während hohe Frequenzen das Maximum in
Richtung Schneckenbasis verlagern. Die Abhängigkeit von Ort und Frequenz wird als
Tonotopie bezeichnet. QUELLE

Abbildung 2 Tonotopie auf der Basilarmembran

Peripheres Hörorgan
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Außer diesem passiven Vorgang ist in der Cochlea noch ein aktiver wir
ksam. Er beruht auf
der Fähigkeit der äußeren Haarzellen, auf chemische, akustische und el
ektrische Reize mit
einer Kontraktion des Zellkörpers zu reagieren.
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Dadurch wird eine Vergrößerung der
Wanderwelle bei niedrigen Amplituden erreicht. Nur so werden die inner
en Haarzellen auch
bei leisen Pegeln ausgelenkt und mechanische Impulse können in elektrisc
he umgewandelt
werden. Diese Verstärkerfunktion der äußeren Haarzellen ermöglicht
uns also erst das Hören
und Verarbeiten von leisen Pegeln.
Die Cochlea wird durch afferente (von peripher nach zentral), effere
nte (von zentral nach
peripher) und autonome Fasern innerviert.
95 % der afferenten Fasern endigen an den inneren und nur 5% an den
äußeren Ha
arzellen.
Die efferente Innervation hat ihren Ursprung in der oberen Olive und dient
vermutlich zur
Steuerung der Empfindlichkeit der äußeren Haarzellen.

2.4 Der Hörnerv

3. Hörverarbeitung und Hörfeld


Quellen:

Abbildung 1: http://www.hoersturz.de/das-ohr.htm letzter Zugriff 03.01.2018

Abbildung 2: Entnommen aus: LAUER 2001:4.