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Universität Vechta

Fakultät II - Politikwissenschaften

Bachelor Combined Studies

Sommersemester 2018

PK 8

Die Reeducation nach dem Zweiten Weltkrieg am


Beispiel der Sowjetunion und den USA
1

Inhalt

Einleitung ................................................................................................................................................. 2
Die Konferenz von Jalta ........................................................................................................................... 3
Die Berliner Deklaration .......................................................................................................................... 5
Das Potsdamer Abkommen und der Alliierte Kontrollrat ....................................................................... 6
Die Reeducation-Maßnahmen in der sowjetischen Besatzungszone: .................................................. 10
Die Reeducation-Maßnahmen in der amerikanischen Besatzungszone: .............................................. 13
Fazit ....................................................................................................................................................... 16
Quellenverzeichnis: ............................................................................................................................... 17
2

Einleitung
Mit dem Ende des 2. Weltkriegs am 8. Mai 1945 stand die deutsche Nation vor dem
Neuanfang und die so genannte „Stunde Null“ hatte begonnen. Das Deutsche Reich
hörte mit der Verhaftung des regierungsführenden Dönitz am 23.Mai 1945 faktisch
auf zu existieren und war militärisch, politisch und moralisch geschlagen. 55 Millionen
Menschen, darunter 5,5 Millionen Deutsche, fanden im Verlaufe des Krieges den Tod
und weite Teile Europas lagen in Trümmern (vgl. Pötzsch 2009: S.24). Ein Vakuum
herrschte in einer Vielzahl der staatlich organisierten Bereiche vor und die weitere
Entwicklung Deutschlands stand an einem Scheideweg. In dieses Vakuum der Macht
traten die Alliierten Großmächte mit der Berliner Deklaration vom 5. Juni 1945 ein.
Bereits während des Krieges war die Aufteilung des deutschen Hoheitsgebietes in 4
Besatzungszonen festlegt wurden, um so ein weiteres Erstarken des kriegslüsternen
Deutschlands zu unterbinden (vgl. Loth 2005). Gleichwohl sich zeitgleich mit dem
Ende des Krieges und den damit einhergehenden Gebietsannexionen der
Sowjetunion im Osten Deutschlands ein Misstrauensverhältnis zwischen den
westlichen Alliierten und der UdSSR anbahnte (vgl. Kimmel 2005), einigten sich die
„Sieger“ des 2. Weltkrieges auf einen gemeinsame Vorgehensweise in Bezug zu
Deutschlands Zukunft. Die zunächst festgelegten Grundsätze zur Zukunft
Deutschlands in Form der Konferenz von Jalta, der Berliner Deklaration sowie des
Potsdamer Abkommen, deren Entwicklung in den verschiedenen Besatzungszonen
als auch die spätere Abkehr von einer gemeinsamen Strategie sollen Gegenstand der
folgenden Ausführung sein. Es soll gezeigt werden inwiefern die Siegermächte
gemeinsam im Form des Alliierte Kontrollrates Einfluss auf die Demokratisierung und
Reeducation des geschlagenen Deutschlands hatten, inwiefern spezifische
Gegebenheiten der Besatzungsmächte eigenständige Vorgehensweisen in den
jeweiligen Besatzungszonen bedingten und inwiefern der sich anbahnende Konflikt
zwischen Ost und West Einfluss auf die Demokratisierung Nachkriegsdeutschlands
besaß. Dazu sollen nach einer Darstellung der Beschlüsse von Jalta, Berlin und
Potsdam zunächst Unterschiede und Gemeinsamkeiten der amerikanischen sowie
sowjetischen Besatzungszonen untersucht werden, um in einem letzten Schritt ein
ausgewogenes Fazit der verschiedenen Vorgehensweisen zu ermöglichen . Ziel ist
es die historischen Vorgänge systematisch darzustellen und unter zu Hilfenahme
entsprechender Literatur bewerten zu können. Zeitlich gesehen soll die folgende
Ausarbeitung einen Fokus auf die unmittelbare Nachkriegszeit bis etwa 1947/1948
legen. Entwicklungen, die sich daran anschließen, finden demnach nur sporadisch
Erwähnung
3

Die Konferenz von Jalta


Die Konferenz von Jalta stellt einen wichtigen Meilenstein der
Nachkriegsüberlegungen auf Seiten Alliierten dar. Zwar wurden auch schon zuvor bei
der Konferenz von Casablanca, an der lediglich die USA und Großbritannien
teilnahmen (vgl. Pötzl 2010) sowie der Konferenz von Teheran vom 28.11. –
1.12.1943 (vgl. FRUS Teheran 1943) Überlegungen bezüglich der Nachkriegszeit
formuliert, dennoch war die Konferenz von Jalta das erste Treffen der
Kriegsteilnehmer USA, Großbritannien und Sowjetunion, welches die Aufteilung
Deutschlands in Besatzungszonen thematisierte (vgl. FRUS Yalta 1945). Das Treffen
fand vom 4.-11. Februar 1945 auf der Halbinsel Krim, in sowjetisch besetzten Gebiet
statt. Die Sowjetunion hatte zuvor ganz Polen eingenommen und marschierte in
deutsches Hoheitsgebiet ein. Rumänien, Ungarn und Bulgarien hatten kapituliert und
auf westlicher Seite waren Frankreich, Belgien und die Niederlande befreit wurden
(vgl. Buchdruckwerkstätten 1989: S.46 f.). Im Zuge des sich anbahnenden Endes des
Zweiten Weltkrieges sollte der weitere Umgang mit Deutschland und deren
Verbündeten diskutiert werden. (vgl. Stammen 1965: S.24-26) Regierungsvertreter
auf Seiten der USA war Franklin D. Roosevelt (1882-1945), auf Seiten
Großbritanniens Winston Churchill (1874-1965) und auf Seiten der UdSSR Josef
Stalin (1878-1953).

Ziel der Konferenz war eine Einigung im Umgang mit dem geschlagenen deutschen
Staat sowie die Planung der Nachkriegszeit. Wichtige Punkte, auf die man sich im
Verlauf dieser Konferenz einigen konnte waren zum einen die Aufteilung
Deutschlands in drei Besatzungszonen, wobei die Option diskutiert wurde es
Frankreich zu ermöglichen in Form einer vierten Besatzungszone Teil des
neugegliederten deutschen Staatsgebiets zu werden (vgl. Lehmann 2000) zum
anderen sollte das weitere Vorgehen bezüglich der „Zerstörung des deutschen
Militarismus und Nationalsozialismus“ thematisiert werden (vgl. FRUS Yalta 1945: S.
656f. u. S.978). Anzumerken ist hierbei, dass sowohl Churchill als auch Roosevelt zu
Beginn der Konferenz keine abschließenden Konzepte vorweisen konnten, inwiefern
eine Nachkriegsordnung strukturiert werden sollte (vgl. Loth 2005.). Lediglich Josef
Stalin verlangte im Zuge des Treffens eine grundlegende Einigung bezüglich der
Aufteilungsfrage (vgl. ebd.) Die Problematik, die mit dieser Uneinigkeit einherging
verstärkte sich im Verlauf des Krieges weiter. Die Kommission, die von den „Großen
Drei“ in Jalta konzipiert wurde und die Frage nach der Aufteilung Deutschlands
endgültig klären sollte, kam auch bei einem späteren Treffen in London zu keiner
abschließenden Einigung (vgl. ebd.). Stalin auf Seiten der Sowjetunion schloss aus
dem zaghaften Handeln der westlichen Großmächte USA und Großbritannien, dass
4

eine Abwälzung der Verantwortung auf die UdSSR vollzogen werden sollte, um die
Aufteilung Deutschlands als Werk der Sowjetunion darstellen zu können (vgl. Zarusky
2014: S. 148).

Auf diese Erkenntnis seitens Stalins folgte ein Umdenken der sowjetischen
Führungskräfte. Stalin fand sich damit ab, dass eine Aufteilung Deutschlands nicht
realisierbar war und fokussierte sich auf die Besetzung der sowjetischen Zone sowie
der Einverleibung östlicher Gebiete (vgl. Loth 2005). Die Sowjetunion ließ sich im
Verlaufe der Konferenz nicht davon überzeugen die Grenzen Polens, wie sie vor 1939
vorzufinden waren, zu akzeptieren und die Teilnehmer konnten sich lediglich darauf
einigen dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzugreifen (vgl.
Buchdruckwerkstätten 1989: S. 47.). Stalin erkannte früh, dass die Gefahr, die von
Deutschland ausging, nur in Kooperation mit den westlichen Alliierten einzudämmen
war, konzentrierte sich entsprechend auf eine Verbesserung der Verhältnisse mit dem
Westen und hatte gleichermaßen ein Interesse daran, die dringend benötigten
Reparationszahlungen aus dem Ruhrgebiet, das Teil der westlichen
Besatzungszonen war, nicht versiegen zu lassen (vgl. Loth 2005.).

Auf Seiten der westlichen Alliierten war eine ähnliche Ansicht bezüglich der Aufteilung
Deutschlands ersichtlich geworden. Nachdem die Briten erkannten, dass eine
Aufteilung Deutschlands die Wirtschaftskraft des besetzten Gebietes nachhaltig
schädigen würden und somit eine Gefahr für die erwarteten Reparationszahlungen
darstellten, rückte man schon früh von den Plänen bezüglich einer Auf Stückelung
Deutschlands ab (vgl. Benz 2005). Doch nicht nur die wirtschaftliche Perspektive
stand im Vordergrund der Überlegungen, auch der politische Brennstoff, der mit einer
Aufteilung der besetzten Gebiete einherging, galt hierbei als ein Faktor, der die Briten
in ihrer Entscheidung bestätigte (vgl. ebd.).

Ähnlich verhielt es sich auf Seiten der USA. Zwar waren hier zuvor Überlegungen
angestellt wurden Deutschland nachhaltig in Form des Morgenthau-Plans zu
schwächen, jedoch wurden auch diese Pläne in Anbetracht der zu leistenden
Reparationszahlungen sowie den sich verstärkenden Ost-West-Konflikt verworfen
(vgl. ebd.) Die Ideen, die im Morgenthau-Plan diskutiert wurden beinhalteten die
Zerstörung der deutschen Industrie, die Umwandlung Deutschlands in einen
Agrarstaat sowie die Aufteilung Deutschlands in zwei separate Staaten, denen einige
Gebiete entzogen werden sollten (vgl. Spiegel 1967). Auch hier ist politische
Sprengkraft ersichtlich, die einem friedlichen Europa mit Deutschland im Herzen
zuwidergelaufen wäre.
5

Weitere Punkte, die während der Konferenz von Jalta festgehalten wurden sind die
Gründung der Vereinten Nationen unter dem Vorbehalt, dass der Sowjetunion ein
Vetorecht zugestanden werde sowie der Kriegseintritt der Sowjetunion in den
Pazifikkrieg. Anzumerken ist hierbei, dass dieser Kriegseintritt mit
Gebietsversprechungen seitens des Westens erkauft wurde (vgl.
Buchdruckwerkstätten 1989: S. 47.)

Von der Überlegung einer Aufteilung Deutschlands, wie sie bspw. noch auf der
Konferenz von Teheran diskutiert wurde (vgl. FRUS Teheran 1943) fand im Zuge der
Konferenz von Jalta ein Wandel hin zu einer Politik der Besatzungszonen statt (vgl.
Benz 2005). Es sollten vier Besatzungszonen gebildet werden, wobei eine dieser
Besatzungszonen Frankreich zugestanden werden sollte, welches weder bei der
Konferenz von Jalta noch bei der zuvor stattfindenden Konferenz von Teheran
zugegen war (vgl. Hoor 2015)

Ebenfalls von enormer Bedeutung war die Einigung im Zuge der Konferenz von Jalta,
die das Vorgehen bezüglich der Entnazifizierung und der inneren Neuordnung
Nachkriegsdeutschlands thematisierte (vgl. ebd.). Diese grundlegenden
Überlegungen sollten zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge des Potsdamer
Abkommens konkretisiert werden (vgl. Abschnitt 3).

Die Berliner Deklaration


Mit der Berliner Deklaration vom 5. Juni 1945 übernahmen die alliierten Sieger des
zweiten Weltkriegs die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Mit der „Erklärung
in Anbetracht der Niederlage Deutschlands und der Übernahme der obersten
Regierungsgewalt hinsichtlich Deutschlands durch die Regierungen des Vereinigten
Königreichs, der Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen
Sowjet-Republiken und durch die Provisorische Regierung der Französischen
Republik“ wurde ein weiterer Schritt in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands
vollzogen. Es wurde verkündet, dass nun mehr die vier Oberbefehlshaber General
Dwight D. Eisenhower (USA), Marschall Georgij Schukow (UdSSR), Feldmarschall
Bernhard Law Montgomery (Großbritannien) und General Jean de Lattre de Tassigny
(Frankreich) die zukünftige Verwaltung in den Besatzungszonen übernehmen
werden. Eine Annektierung Deutschlands wurde schriftlich ausgeschlossen (vgl.
Berliner Deklaration 1945, Präambel). Nach Feststellung der bedingungslosen
Kapitulation Deutschlands formulierten die Siegermächte ferner erste Forderungen
gegenüber Deutschland. Die Kampfhandlungen zu Land, zu Wasser und in der Luft
6

seien mit sofortiger Wirkung einzustellen (vgl. ebd., Artikel 1.), das deutsche Volk sei
umfassend zu entwaffnen und die Kampfgruppen stunden von dem Moment der
Verkündung oben genannter Deklaration unter Kriegsgefangenschaft (vgl. ebd.,
Artikel 2. u. Artikel 13.), während die in Deutschland eingesperrten Kriegsgefangenen
freizulassen sind (vgl. ebd., Artikel 6.). In Hinblick auf die bald eintretende „Re-
education“ des deutschen Volkes fanden sich auch in der Berliner Deklaration erste
Bestimmungen wie bspw. die Einstellung des Funk- und Fernsehverkehrs bis diese
von den Alliierten neu geregelt wurden (vgl. ebd., Artikel 9.). Doch auch die bald
stattfindende Entnazifizierung fand ihre ersten Bestimmungen in der Deklaration. So
findet sich in der Deklaration die Anweisung, dass Naziführer und anderer
Kriegsverbrecher, die von den Alliierten öffentlich bekannt gegeben werden,
umgehend festzunehmen sind (vgl. ebd., Artikel 11.) sowie die Forderung nach
Maßnahmen, die die Entmilitarisierung Deutschlands sowie vollständige Abrüstung
betreffen (vgl. ebd., Artikel 13.).

Mit der „Feststellung seitens der Regierungen des Vereinigten Königreichs, der
Vereinigten Staaten von Amerika und der Union der Sozialistischen Sowjet-
Republiken sowie der Provisorischen Regierung der Französischen Republik über
das Kontrollverfahren in Deutschland (5. Juni 1945)“ wurde sodann der Alliierte
Kontrollrat ins Leben gerufen, der in „Deutschland als Ganzes betreffenden
Angelegenheiten“ einstimmig Entscheidungen treffen sollte (Amtsblatt des
Kontrollrats in Deutschland, Ergänzungsblatt Nr. 1 1946: S. 10.). Der Kontrollrat sollte
aus den vier Oberbefehlshabern der alliierten Staaten und einigen untergeordneten
Ebenen wie bspw. dem Koordinierungsausschuss bestehen (vgl. ebd. Artikel 1. u.
Artikel 3.). Zunächst als positiver Versuch der Zusammenarbeit gepriesen,
entwickelte sich der Kontrollrat im Laufe der Zeit zu einer umfangreichen Bürokratie,
die durch die Bestimmungen bezüglich des Veto-rechts einzelner Mitglieder
letztendlich nur noch übereinstimmen konnte, dass keine Übereinstimmung gefunden
wurde (vgl. Benz 2005, S.3)

Das Potsdamer Abkommen und der Alliierte Kontrollrat


Das Potsdamer Abkommen, als Ergebnis der Konferenz von Potsdam (17.Juli – 2.
August 1945), stellt eine weitere fundamentale Einigung der Siegermächte in Bezug
zu Deutschlands Zukunft dar. Nachdem mit der Konferenz von Jalta ein erster
Annäherungsversuch der Großmächte glückte und das Verhältnis der westlichen
sowie östlichen Machstrukturen sich mit der Etablierung des Alliierten Kontrollrates
verbesserte, sah man die sich an die Konferenz von Jalta anschließende Entwicklung
7

pessimistischer. Gerade Churchill thematisierte in Briefen und Telegrammen an den


amerikanischen Präsidenten immer wieder seine Bedenken bezüglich der
Sowjetunion und deren Besatzungspolitik im östlichen Bereich Deutschlands. So
schrieb er bspw. davon, dass „ein eiserner Vorhang“ niederging und niemand wisse,
„was dahinter vor sich geht.“ (Malanowski 1985). Diese Lage im Zusammenhang mit
der zu beobachteten Verringerung des westlichen Truppenkontingents beunruhigten
Churchill und Truman, der die Nachfolge des verstorbenen amerikanischen
Präsidenten Roosevelts angetreten hatte, zutiefst (vgl. Lautemann 1970: S.574 f.)
Die „falsche Auslegung der Jalta-Beschlüsse, ihre Haltung gegen Polen, ihr
überwältigender Einfluss auf dem Balkan bis hinunter nach Griechenland, die uns von
ihnen in Wien bereiteten Schwierigkeiten, die Verkoppelung ihrer Macht mit der
Besetzung und Kontrolle so ungeheurer und weiter Gebiete, die von ihnen inspirierte,
kommunistische Taktik in so vielen anderen Ländern und vor allem ihre Fähigkeit,
lange Zeit große Armeen im Felde stehen zu lassen“ (ebd.) waren weitere Gründe für
ein gesteigertes Gefühl der Besorgnis auf Seiten der westlichen Verbündeten. Auch
die Aussage Stalins im April 1945: „Dieser Krieg ist nicht wie in der Vergangenheit,
wer immer ein Gebiet besetzt, erlegt ihm auch sein eigenes gesellschaftliches System
auf“ (Dijlas 1962: S. 146) beruhigte die angespannte Lage logischerweise nicht.

Die Bedenken auf Seiten des britischen Regierungschefs führten dazu, dass die
Notwendigkeit einer „schleunige[n] Zusammenkunft und brutale[n] Aussprache“
(Malanowski 1985) ersichtlicher wurde. Höhepunkt dieser Überlegung stellte sodann
die Konferenz von Potsdam dar, die im Kern vier wichtige Punkte für die Entwicklung
Nachkriegsdeutschlands formulierte.

Zum einen sollte eine umfassende Demilitarisierung Deutschlands stattfinden, um ein


weiteres Erstarken des militärischen Komplexes zu unterbinden und so die
Kriegsgefahr in Europa zu minimieren, zum anderen sollte durch eine Politik der
Demontage und Reparationen die Kriegsschuld gegenüber den Siegermächten
beglichen werden. Neben der rein industriellen Perspektive des Abkommens einigte
man sich gleichermaßen auf politische Maßnahmen, die die Weichen für ein
demokratisches und friedliebendes Deutschland stellen sollten. Oberste Ziele waren
hierbei die Entnazifizierung und Demokratisierung des deutschen Volkes sowie die
Dezentralisierung des deutschen Staates durch Aufteilung der politischen
Verantwortlichkeiten (vgl. Buchdruckwerkstätten 1989: S. 47f.).

Aufgegriffen wurden die im Potsdamer Abkommen formulierten Zielsetzungen mit


dem Kontrollratsgesetz Nr.10 vom 20. Dezember 1945, das „die Bestrafung von
Personen, die sich Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden oder gegen die
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Menschlichkeit schuldig gemacht haben“ thematisierte (Gesetz Nr. 10 des Alliierten


Kontrollrates in Deutschland über die Bestrafung von Personen, die sich
Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden oder gegen die Menschlichkeit
schuldig gemacht haben 1945). Ziel war es eine „zonenübergreifende
Rechtsgrundlage für die Strafverfolgung“ zu schaffen sowie die Einbeziehung der
deutschen Justiz in die Aufarbeitung zu verstärken (vgl. ebd.) Die genaue Ausführung
dieser Rechtsgrundlagen in den verschiedenen Besatzungszonen wird zu einem
späteren Zeitpunkt thematisiert.

Untersucht man die allgemeinen Regelungen des Alliierten Kontrollrates stößt man
vor allem auf die Kontrollratsdirektive Nr. 24, die die „Entfernung von
Nationalsozialisten und Personen, die den Bestrebungen der Alliierten feindlich
gegenüberstehen [..]“ zum Thema hat (Kontrollratsdirektive Nr. 24 1946). In dieser
Direktive ist der Vorgang bezüglich der zu erbringenden
Entnazifizierungsmaßnahmen Gegenstand der Überlegungen und die
Entnazifizierung von öffentlichen und halböffentlichen Ämtern wird gefordert (vgl.
ebd.: Artikel 1.). Zum Zwecke dieser Bestimmungen seien die Deutschen, die der
Partei (NSDAP) „aktiv und nicht nur nominell angehört haben“ sowie Personen, „die
den Bestrebungen der Alliierten feindlich gegenüberstehen“ aus Ämtern zu entfernen
und mit unbedenklicherem Personal auszutauschen (vgl. ebd.: Artikel 2.).

Um die Prozedur gleichförmig in allen Besatzungszonen durchführen zu können fand


mit der Kontrollratsdirektive Nr.38 vom 12. Oktober 1946 eine weitere Konkretisierung
der Verfahren statt (vgl. Kontrollratsdirektive Nr. 38 1946: Abschnitt 1. Artikel 3.) Die
deutsche Bevölkerung sollte zum Zwecke der Entnazifizierung in 5 „Gruppen der
Verantwortlichen“ eingeteilt werden, um so Rechtssicherheit auf Seiten der alliierten
Siegermächte zu schaffen und die Prozedur der Entnazifizierung zu beschleunigen.
Dies erschien notwendig da die Entnazifizierung in den verschiedenen Zonen bereits
individuell vollzogen wurde (vgl. Benz 2005: S.1.). Die Deutschen wurden zum
Zwecke der Bestrafung in „Hauptschuldige, Belastete (Aktivisten, Militaristen und
Nutznießer), Minderbelastete (Bewährungsgruppe), Mitläufer und Entlastete
(Personen der vorstehenden Gruppen, welche vor einer Spruchkammer nachweisen
können, daß sie nicht schuldig sind)“ eingeteilt (ebd.: Abschnitt 2. Artikel 1.) Ebenso
wurde mit der Kontrollratsdirektive Nr. 38 ein allgemeines Strafmaß für oben genannte
Gruppierungen verfasst (vgl. ebd.: Abschnitt 2. Artikel 7 ff.)

Doch auch das Schulsystem, als entscheidende Ebene der Reeducation-


Maßnahmen, sollte bald Gegenstand der gemeinsamen Überlegungen sein.
Nachdem eine Kommission unter Leitung des amerikanischen Bildungsexperten
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George F. Zook das deutsche Schulsystem analysierte (vgl. Edelstein 2017: S.1), griff
der Alliierte Kontrollrat einige dieser Empfehlungen auf und fixierte sie schriftlich in
der Kontrollratsdirektive Nr.54 von 1947. Die sogenannte Zook-Kommission hielt fest,
dass „bei einer kleinen Gruppe eine überlegene Haltung und bei der Mehrzahl der
Deutschen ein Minderwertigkeitsgefühl entwickelt [wurde], das jene Unterwürfigkeit
und jenen Mangel an Selbstbestimmung möglich machte, auf denen das autoritäre
Führerprinzip gedieh“ (ebd.). Entsprechend lag der Fokus der
Verbesserungsvorschläge auf der Schaffung eines Einheitsschulsystems nach
amerikanischen Vorbild mit einer Pflichtschulzeit von 15 Jahren. Es sollte jeder die
gleichen Bildungschancen haben, der Zugang zu Bildung sollte kostenfrei erfolgen
und demokratische Inhalte sollten sich im Unterricht wiederfinden (vgl. Hentges 2013:
S. 50 f.)

Neben den genannten Weichenstellungen zur „Ausschaltung des


Nationalsozialismus und Militarismus aus dem Leben des deutschen Volkes“ (ebd.:
Abschnitt 2. Artikel 7.), war ein weiterer Streitpunkt der Konferenz von Potsdam die
territoriale Neuordnung der besetzten Ostgebiete. Das Vorgehen der Sowjetunion in
Polen stand im Gegensatz zu den in Jalta besprochen Bestimmungen und verstärkte
das Misstrauen des Westens gegenüber dem Osten. Dieses Misstrauen gegenüber
des östlichen Verbündeten verstärkte sich ferner durch die Handlungen der
Sowjetischen Führung in der besetzten Zone, die Gegenstand des nächsten Kapitels
sein sollen.

Nachdem die rechtlichen Grundlagen der gemeinsamen Deutschlandpolitik


dargestellt wurden sind, soll nun darauf eingegangen werden, inwiefern sich die
Besatzungspolitik der Alliierten in ihrer Ausgestaltung unterschied. Das
Hauptaugenmerk soll hierbei auf den Maßnahmen der Reeducation sowie der damit
verbundenen Entnazifizierung liegen und ein differenziertes Bild der durchaus
unterschiedlichen Vorgehensweisen ermöglichen.

Da eine Betrachtung aller vier Besatzungszonen dem Umfang der Bearbeitung


sprengen würde, beschränkt sich die Analyse auf die Besatzungszonen der USA und
der Sowjetunion
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Die Reeducation-Maßnahmen in der sowjetischen Besatzungszone:


In der sowjetischen Besatzungszone übernahm die Sowjetische Militäradministration
in Deutschland (SMAD) im Juli 1945 die Regierungsgewalt und begann zugleich
einen Kurs der ideologischen Reeducation. Nachdem eine gründliche Säuberung des
Justizapparats, der Verwaltung und des Schulwesens vollzogen wurde (Ende 1946
waren 390478 ehemalige NSDAP-Mitglieder entlassen wurden (vgl. Benz 2005: S.1)),
begann die Sowjetunion ihrer Ideologie mittels Personaleinstellungen zu festigen (vgl.
Kimmel 2005: S. 5). Ziel der sowjetischen Führung war es eine antifaschistische-
demokratische Umwälzung der Gesellschaft durchzuführen, die später in den
„Richtlinien für die Bestrafung der Naziverbrecher und die Sühnemaßnahmen gegen
die aktivistischen Nazis“ münden sollte. Inhalte bzw. Strafmaßnahmen, die sich in
diesen Richtlinien wiederfinden sind, die „Entlassung aus öffentlichen
Verwaltungsämtern und Ausschluss von Tätigkeiten, die öffentliches Vertrauen
erfordern, zusätzliche Arbeits-,Sach- und Geldleistungen, Kürzung der
Versorgungsbezüge und Einschränkung bei der allgemeinen Versorgung,
Nichtgewährung der politischen Rechte einschließlich des Rechts auf Mitgliedschaft
in Gewerkschafts- oder anderen Berufsvertretungen und in den antifaschistisch-
demokratischen Parteien“ (Benz 2005: S. 2). Anzumerken ist, dass die sowjetische
Besatzungszone unter dem Aspekt der vorrangegangenen Kriegsjahre zu betrachtet
ist. Ähnlich wie Frankreich war die Sowjetunion von dem deutschen Reich ohne
Vorwarnung überfallen wurden und hatte von allen Kriegsteilnehmern die meisten
Toten zu beklagen. Der sich daraus entwickelte Hass und das daraus entstandene
Misstrauen gegenüber der deutschen Bevölkerung, ermöglichte ein hartes
Durchgreifen in den besetzten Gebieten.

Ähnlich wie in den anderen Besatzungszonen muss jedoch auch in der sowjetischen
Besatzungszone zwischen einfachen Bürgern und Fachleuten differenziert werden.
Fachleute, die in der Nachkriegszeit händeringend gebraucht wurden, genossen
einen gewissen Schutz hinsichtlich der Entnazifizierungsmaßnahmen und durften in
den meisten Fällen trotz einer belastenden Vergangenheit ihrer Tätigkeit unter einer
neuen Regierungsmacht weiter nachkommen (vgl. ebd.) Noch absurder erscheint
diese Ungleichheit in der Anwendung von „Recht“, wenn man die „Speziallager“
betrachtet, die von den Sowjets geschaffen wurden. Zwar wurden auch in den
westlichen Besatzungszonen ähnliche Strukturen geschaffen, um die Inhaftierung
von Nationalsozialisten zu ermöglichen, dennoch unterschieden sich die Lager auf
sowjetischer Seite grundlegend von denen auf westlicher Seite. Auf Seiten der
11

Sowjets wurden alle die in Lagern inhaftiert, die der gesellschaftlichen Umwälzung im
Wege standen. Dazu zählten nicht nur die Nationalsozialisten, sondern teilweise auch
Sozialdemokraten, Liberale und Konservative (vgl. ebd.). Auch hieran wird ersichtlich,
dass die Sowjetunion dem Ziel der ideologischen Neuausrichtung Ostdeutschlands
alles unterordnete und im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen ging. Im März
1948 hatten durch das rigorose Durchgreifen der sowjetischen Führung bereits
520.000 Menschen ihre Anstellungen im öffentlichen Dients verloren (vgl. Edelstein
2017: S. 1) und der Weg stand frei loyale Anhänger des sowjetischen Systems in
entsprechenden Stellen zu positionieren. Abschluss fand die von den Sowjets
durchgeführte Entnazifizierung im Frühjahr 1948 (vgl. Benz 2005: S.2). Von diesem
Zeitpunkt an wurde ähnlich wie in der amerikanischen Zone eine Politik der
Rehabilitierung zum neuen Dogma der Besatzungsherrschaft.

Ein weiter Schritt in die ideologische Neuausrichtung, die von den Sowjets als ihre
Vorstellung der Reeducation vollzogen wurde, war die Enteignung von
Großbetrieben. Großgrundbesitz sollte verallgemeinert werden und in so genannte
Kleinbauernstellen umgewandelt werden, um so der angepeilten Ideologie
Wirkungskraft zu verleihen (vgl. Kimmel 2005: S.5). Problematisch erschien neben
der Verstaatlichung wichtiger Großbetriebe, die verfolgte Politik der Reparation bzw.
Demontage. Bedingt durch den zuvor wütenden Krieg, gestaltete sich die
Versorgungslage der Menschen in Deutschland ohnehin schon sehr marginal, wurde
durch die vollzogene Demontage wichtiger Betriebsstätten in der sowjetischen
Besatzungszone jedoch noch zusätzlich verschlechtert (vgl. Kleinhardt 2015). Neben
der gesellschaftlichen Neuausrichtung der Wirtschaft wurde ferner der Schulapparat
grundlegend überarbeitet. Es erfolgte die umfassende Entlassung von „belasteten
Personal“, welches im Zuge einer neu ausgearbeiteten Junglehrer Ausbildung durch
kommunistisch geschultes Personal ausgetauscht werden sollte (vgl. ebd.).
Gleichermaßen wurde mit dem Gesetz zur „Demokratisierung der deutschen Schule“
die grundlegende Konzeption des Schulwesens überarbeitet. Ein Wandel von dem
zuvor vorherrschenden Weimarer System mit seinem dreigliedrigen Schulaufbau, hin
zu einer „stufenförmig organisierte[n] demokratische[n] Einheitsschule“ wurde
vollzogen (Edelstein 2017: S.1). Auch diese Entscheidung ist unter dem
Gesichtspunkt der ideologischen Neuausrichtung Ostdeutschlands zu verstehen. Ein
Schulsystem, dass auf der Einteilung von Schülern in Gruppierungen im Verbund mit
der Herausbildung einer Elitenschicht aufbaut, ist mit den Vorstellungen eines
kommunistisch geprägten Staatsaufbaus nicht zu vereinbaren und musste
entsprechend neu konzipiert werden.
12

Noch vor Beginn der Potsdamer Konferenz ermöglichte die Sowjetunion mit dem
„Befehl Nr.2“ die Gründung von Parteien in dem von ihr besetzten Gebiet (vgl. Sonne
2014). Die Kommunistische Partei Deutschlands wurde am 11. Juni 1945 gegründet,
kurz darauf folgten die Soziale Partei Deutschlands, die Christlich Demokratische
Partei Deutschlands sowie die Liberalen (vgl. Kimmel 2005: S.5). Was zunächst nach
einem wichtigen Schritt hin zu einem demokratisierten Deutschland aussah, wurde
schon bald als Taktik der sowjetischen Führung entlarvt. Zwar wurde ähnlich wie in
der amerikanischen Führungsebene davon gesprochen, dass Deutschland kein
System auferlegt werden solle, sondern die Deutschen ihr gesellschaftliches System
selbst entwickeln sollten, jedoch wurde dieser formulierten Intention nur
vordergründig Folge geleistet. Die Parteien sollten nicht frei von Auflagen agieren
können, sondern standen unter der ständigen Beobachtung der sowjetischen
Besatzungsmacht, die sich gleichermaßen das Recht vorbehielt Führungspersonen
zu bestätigen bzw. abzulehnen (vgl. Edelstein 2017: S.1). Neben der organisierten
Unterwanderung der Parteienlandschaft durch Auflagen fand gleichermaßen eine
systematische Unterwanderung des gesellschaftlichen Systems durch
Organisationen wie die „Gruppe Ulbricht“ statt. Diese Gruppierungen machten später
sowohl bei der Neugründung der KPD ihren Einfluss geltend sowie auch in den
folgenden Jahren bei der Vereinigung der KPD mit der SPD (vgl. Kleinhardt 2015:
S.1). Bestehend aus einer Vielzahl von Exilkommunisten, die mit dem Ende des
Krieges nach Deutschland zurückkehrten, halfen die kommunistischen Gruppen bei
der Neuausrichtung des gesellschaftlichen Lebens mit (vgl. Vier 2018: S.1) und
sollten nachhaltig Einfluss auf die deutsche Parteienlandschaft ausüben (vgl. Malycha
2011: S.2). Bezeichnend für die Tätigkeit ebendieser ist das Zitat von Walter Ulbricht:
“Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“
(Leonhard 2012: S. 3), anhand dessen ein weiteres mal deutlich wird, dass es der
Sowjetunion nicht um den Aufbau eines selbstständig denkenden Deutschlands ging,
sondern um die Festigung der sowjetischen Vormachtstellung in Europa. Ein
ähnliches Muster findet sich auch im Umgang der sowjetischen Besatzer mit der
deutschen Presselandschaft. Nach der Beschlagnahme und Enteignung der im
besetzten Gebiet angesiedelten Verlage wurden Presselizenzen lediglich an
politische Parteien und gesellschaftliche Organisationen vergeben (vgl. Altendorfer
2013:S. 284).

Einen Höhepunkt in der politischen Entwicklung stellt die oben angeführte


Zwangsvereinigung der SPD und KPD im Jahre 1946 dar. Nach vorherigen Protesten
auf Seiten der SPD, fand um Ostern die Gründung der Sozialistischen Einheitspartei
Deutschlands statt. Ein weiterer Schritt hin zu einem sowjetisch geprägten
13

Ostdeutschland war geschaffen und die schon zuvor angelaufene Unterdrückung von
Oppositionen mittels Straflagern sowie des zuvor ausgetauschtem Justizapparat
wurde fortgeführt (vgl. hierzu Leonhard 1955: „Die Revolution entlässt ihre Kinder“)

Die Reeducation-Maßnahmen in der amerikanischen Besatzungszone:


In der amerikanischen Besatzungszone verfolgte man die Idee, dass ein friedliches
Europa nur mit einem friedliebenden Deutschland im Herzen möglich wäre. Die
Gesellschaftsordnung, die nach Meinung der USA dazu notwendig war, unterschied
sich jedoch grundlegend von den Vorstellungen, die die Sowjetunion innerhalb ihrer
besetzten Gebiete verfolgte. Die einzelnen Staaten in Europa sollten nach Vorstellung
der Amerikaner unabhängig voneinander ihren Tätigkeiten nachgehen können und
gleichermaßen kapitalistisch organisiert sein, da dies eine Voraussetzung für die
Freiheit des Einzelnen darstelle. Europa wurde als lebenswichtiges Interesse
angesehen und sollte daher vor allem wirtschaftlich wiederaufgebaut. Ziel war es ein
freundschaftliches Verhältnis mit dem vorherigen Feind aufzubauen und so die
Interessen der USA in Europa zu schützen. Dazu bedürfe es einer umfassenden
Demokratisierung des deutschen Volkes, welches sich pluralistisch und
parlamentarisch neu erfinden sollte (vgl. Buchdruckwerkstätten 1989: S. 47 f.)

Was zunächst durchweg positiv klingt muss im Zuge des Kriegsverlaufes


differenzierter betrachtet werden. Bevor die USA sich auf die obigen Punkte
verständigen konnte, war ein langwieriger Prozess notwendig, der im Folgenden
skizziert werden soll.

Den Beginn der US-amerikanischen Nachkriegsüberlegungen stellt der so genannte


„Morgenthau-Plan“ dar, den der US-Finanzminister Henry Morgenthau im August
1944 entwickelte. Er enthielt eine Strategie, wie mit den Deutschen nach Beendigung
des Krieges umgegangen werden sollte. Kernpunkt dieser Überlegungen stellte die
Idee dar, ein weiteres Erstarken des deutschen Staates nachhaltig zu unterbinden
und den Deutschen klar zu machen, dass sie an ihrer momentanen (wirtschaftlichen)
Lage selbst schuld seien. Anders als man es von den USA erwarten würde,
beinhaltete dieser Plan zum Zwecke der Zielerfüllungen rigorose Maßnahmen, die
letztendlich nur in abgeschwächter Form in die Besatzungspolitik der USA Einfluss
fanden. Morgenthau plante in seinen Überlegungen eine umfassende Zerstörung der
deutschen Industrie sowie die Zwangsabtrennung einiger Staatsgebiete in
Rheinlandpfalz, Norddeutschland und Schlesien. Statt den Deutschen zu
ermöglichen ein weiteres mal an militärischer und wirtschaftlicher Stärke zu
gewinnen, sollte aus dem deutschen Staat ein vorindustrieller Agrarstaat geschaffen
werden. Ebenso sollte kein zusammenhängender zentralisierter Staat ermöglicht
14

werden, sondern eine Zweiteilung des Staatsgebietes wurde präferiert. Statt eines
einzelnen starken Deutschlands sollten so zwei separate und geschwächte
Staatsgebiete entstehen, denen es jeweils an militärischer und wirtschaftlicher Kraft
mangeln würde. Neben den rein staatsorganisatorischen Maßnahmen sah
Morgenthau ebenfalls die Zwangsumsiedlung von Millionen Deutschen nach Afrika
vor (vgl. Spiegel 51/1967). Die Vorstellungen des damaligen Finanzministers hätten
wohl unweigerlich zu einer weiteren Verschärfung des Konflikts auf europäischen
Boden geführt und keineswegs die Demokratisierung Deutschlands nach sich
gezogen.

Doch auch wenn die umstrittensten Punkte des Morgenthau-Plans keinen Einzug in
die Nachkriegsüberlegungen der Alliierten fanden, enthält die Direktive JCS 1067,
welche die Besatzungspolitik der Amerikaner prägte, einige Punkte, die von Herrn
Morgenthau entwickelt oder zumindest angestoßen wurden (vgl. Direktive JCS 1067
1945). Für die Amerikaner war weiterhin klar, dass sie den Deutschen vor Augen
führen mussten, dass sie selbst für ihre momentane (wirtschaftliche) Lage
verantwortlich waren. Die Amerikaner waren nicht zum Zwecke der Befreiung ins
deutsche Staatsgebiet vorgedrungen, sondern zur Besetzung eines besiegten
Feindstaates. Anders als den Sowjets ging es den Amerikanern jedoch weniger um
die Begleichung von Kriegsschulden mittels Reparationen und Demontage (der
materielle Schaden auf US-amerikanischen Boden hielt sich aufgrund der
geographischen Lage ohnehin in Grenzen), sondern um die dauerhafte Festigung der
neuerlangten Vormachtstellung. Ziel der Amerikaner war hierbei nicht die
Unterdrückung, sondern die Besetzung. Zum Zwecke dieser Zielerfüllungen war es
bspw. jedem amerikanischen Soldaten verboten sich mit den Deutschen zu
Verbrüdern (vgl. Spiegel 2007). Voraussetzung für die Reeducation war eine
zunächst angestrebte Politik der Entnazifizierung in Form von Demilitarisierung,
Entwaffnung und Personalaustausch. Ähnlich wie in der sowjetischen
Besatzungszone war das Ziel der Amerikaner, belastetet Personal in wichtigen
Institutionen des gesellschaftlichen Lebens auszutauschen und mit unbedenklichem
Personal zu ersetzen (vgl. Hentges 2013: S.37 ff.) Hierzu wurden Fragebögen auf
Seiten der Amerikaner entwickelt, die von allen erwachsenen Deutschen ausgefüllt
werden mussten. An diese umfassende Befragung der deutschen Bevölkerung
schloss sich eine Phase der Entlassungen an, im Zuge derer ungefähr 140.000
Personen ihre Anstellung verloren (vgl. Kimmel 2005: S.1) Die Problematik, die damit
einherging, glich der in der sowjetischen Besatzungszone. Durch die Entlassung einer
Vielzahl des geschulten Personals sah man sich mit einem akuten Personalmangel
konfrontiert, dem man entgegenwirken musste (vgl. ebd.). Die Probleme im
15

Personalbereich, die eng mit der Demokratisierung des deutschen Volkes verbunden
waren, führten ab 1946 zu einem Umdenken in der amerikanischen Führungsebene.
Man erkannte, dass die Inhaftierung von einer großen Anzahl fachgeschultem
Personal in Straflagern nicht nur dazu führte, dass die geistige Erneuerung ins
Stocken geriet, sondern sich ferner die Abwehrhaltung der Deutschen gegenüber
dem Prozess der Demokratisierung verstärkte (vgl. ebd.). Aufgrund dieser
Erkenntnisse wurde schon bald die Taktik der „Rehabilitierung“ präferiert, die dazu
führte, dass schwer belastete Angeklagte weniger streng behandelt wurden.
Verdeutlicht wird dieses Umdenken in der amerikanischen Vorgehensweise, wenn
man die Zahlen der Spruchkammern betrachtet. Von den zunächst angeklagten
Deutschen wurden im Zuge der Entnazifizierung lediglich 1% zu, aus heutiger Sicht,
angemessen Strafen verurteilt (vgl. ebd.).

Nachdem die Entnazifizierung unzureichend abgeschlossen wurde, fasste man die


Demokratisierung des deutschen Volkes in Form einer Reeducation ins Auge. Die
Demokratisierung des deutschen Volkes sollte mittels zwei Dimensionen vollzogen
werden. Zunächst sollten institutionelle Voraussetzungen geschaffen werden, an die
sich ein langwieriger Prozess der geistlichen Erneuerung anzuschließen hatte (vgl.
Hentges 2013: S. 31). Zum Zwecke der institutionellen Neuausrichtung wurde die
Förderung von lokaler Selbstverwaltung angestrebt. Der Fokus lag hierbei auf der
kommunalen Ebene, die von den Amerikanern als die föderale Struktur angesehen
wurde, auf der die Reeducation beginnen sollte (vgl. Kimmel 2005: S.1). Bezogen auf
die Presselandschafts Deutschlands, die ebenfalls als von enormer Bedeutung für die
erfolgreiche Reeducation angesehen wurde, verfolgten die US-Amerikaner eine
Strategie, die sich in drei Phasen einteilen lässt. Zunächst wurde mit dem Ende des
Krieges eine Strategie des Medien-Blackouts verfolgt. In diesem Zeitraum sollten
keinerlei Medien aktiv sein. Daran anschließend wurde mit der Herausgabe von
Mitteilungsblättern begonnen, die von den Alliierten erstellt wurden, um in einer dritten
Phase mittels Lizenzvergaben die langfristigen Weichen der deutschen
Medienlandschaft zu stellen (vgl. Altendorfer 2013: S. 284). Entsprechend der
institutionellen Neuausrichtung begann auch der Prozess der demokratischen
Neuausrichtung auf kommunaler Ebene und Parteien wurden zunächst nur auf dieser
föderalen Struktur zugelassen, nachdem ihrer ideologische Unbefangenheit überprüft
wurden war (vgl. Kimmel 2005: S.1).

Anders als in der sowjetisch besetzten Zone ist in der amerikanischen


Besatzungszone ab etwa 1947 eine Leitlinie der eigenständigen Demokratisierung
ersichtlich, die im Jahre 1944 vom protestantischen Theologen Paul Tillich erdacht
wurde. Eben dieser thematisierte das Paradoxon, dass mit einer Demokratisierung
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von oben zusammenhing. Wie sollte man den Deutschen Demokratie beibringen und
ihre politischen Ansichten nachhaltig verändern, wenn man ihnen diktatorisch von
oben herab aufträgt, wie sie Demokratie zu leben haben. General Lucius Clay
bezeichnete das deutsche Besatzungssystem gar als „konstitutionelle Diktatur“ (vgl.
Hentges 2013: S. 37f.).

Fazit
Nach einer gründlichen Analyse der wichtigsten Nachkriegstreffen auf Seiten der
alliierten Siegermächte sowie der Darstellung der expliziten Ausgestaltung der
Reeducation- und Entnazifizierungspraktiken in der US-amerikanischen und
sowjetischen Besatzungszone, erscheint es nun möglich einen Vergleich der
Vorgehensweisen und der dahinterstehenden Motive zu vollziehen. Es hat sich
gezeigt, dass die unterschiedlichen ideologischen Prägungen der USA und
Sowjetunion während des Krieges deutlich weniger Einfluss auf das Verhältnis der
Siegermächte in Bezug zu Deutschland besaßen, als die Entwicklung nach der
bedingungslosen Kapitulation Deutschlands vermuten lässt. Grundsätzlich wurde
eine Entwicklung ersichtlich, die durch ein sich verschlechterndes
Vertrauensverhältnis geprägt ist. Die Notwendigkeit während des Krieges eine
Zusammenarbeit auf globalem Niveau zu etablieren, verschlechterte sich schlagartig
mit der sich abzeichnenden Niederlage des deutschen Reiches.

Der Phase der Zusammenarbeit schloss sich eine Phase der des Konkurrenzdenkens
an, die vor allem durch die Intention geprägt war den eigenen ideologischen
Machtblock zu erweitern und zu festigen. Ersichtlich wurde dieses Vorgehen sowohl
auf Sowjetisch-besetztem Gebiet, als auch auf Amerikanisch-besetztem Gebiet. Die
Strategien, die zu diesem Zwecke verwendet wurden, unterschieden sich jedoch
grundlegend. Glichen sich diese Strategien mit Eintritt der bedingungslosen
Kapitulation Deutschlands zunächst noch teilweise im Grad der Repression und der
Abweisung gegenüber den Deutschen, veränderten sich die angestrebten Strategien
in den drauffolgenden Jahren umfassend.

Während die Amerikaner eine Politik des selbstständen Denkens und der
selbstständigen Entwicklung von demokratischen Prinzipien präferierten, wurde auf
Seiten der Sowjetunion eine Politik der vorgetäuschten Demokratie ersichtlich, die
sich vor allem durch die systematische Unterwanderung politisch-gesellschaftlichen
Organisationen zeigte. Zwar wurden auf beiden Seiten die
Entnazifizierungsmaßnahmen umfassend durchgeführt, doch auch in diesem Bereich
zeigten sich alsbald unterschiedliche Verständnisse. Während die Amerikaner einen
Wandel hin zu einer Politik der Rehabilitierung vollzogen, wurden eben genannte
17

Maßnahmen von den Sowjets zur weiteren Festigung des ideologischen Systems
ausgenutzt und eine Vielzahl politischer Gegner fand sich in den Straflagern der
östlich-besetzten Gebiete wieder. Dieser repressive Charakter der sowjetischen
Besatzungszone zieht sich wie ein roter Pfaden durch die Entwicklung der deutschen
Gebiete in östlicher Hand und zeigt sich ebenso im Umgang mit den Medien.
Während die Amerikaner schon zeitnah nach Kriegsende damit begannen
Presselizenzen zu verteilen, behielt sich die Sowjetunion das Recht vor eben diese
nur an ausgewählte politische Parteien und Organisationen zu vergeben.

Zusammenfassend lässt sich demnach feststellen, dass die anfängliche Intention der
Entnazifizierung und Reeducation zwar von den beiden Großmächten gleichermaßen
geteilt wurde, die explizite Ausgestaltung jedoch aufgrund von ideologischen
Befangenheiten eine auseinanderdriftende Entwicklung nahm.

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