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Die App TriqTraq LE (dies ist die noch kostenlose Lite-version des TriqTraq Jamsequencer) ist eine

App die es im Sinne des Ableton Live-Prinzips ermöglicht Loops in Real-time einzuspielen und auf
unterschiedlichsten Ebenen (Effekte, Filter, Tonhöhen, Lautstärkeverlauf, Sound-presets, Mixer) zu
bearbeiten. Genremäßig ist die App auf die Ästhetik elektronischer Musik ausgelegt.

Inhaltlich kann aus den Sound- Presets der App gewählt werden die sich auf 4 gleichzeitig-
belegbare Spuren aufteilen und einfach durch einen Pad-bereich in der Mitte des Bildschirms
bespielt werden können: Drums/ Percussion/ Bass/ Keys
Die Eingabe erfolgt entweder durch live- spielen, auch der Effekte, oder durch 'Step Edit'.
Auch 'Jammen' ohne Aufnahem ist möglich, wodurch gut ausprobiert werden kann.
Das vorgegebene Raster ist hierbei ist '1-taktig' (4/4- Takt mit 16 Positionen), wobei ein sehr
interessanter Effekt entsteht, wenn man ein Instrument innerhalb der 'Loop Range'- Funktion zBsp
in 1.5-facher Geschwindigkeit abspielen lässt.
Seinen gebastelten Beat kann man dann als eines von 6 möglichen Patterns speichern, zwischen
denen man dann hin- und her wechseln kann.
Schön ist, dass man auch ohne große Vorerfahrung schnell zu gut- klingenden Ergebnissen kommen
kann. Gerade durch die Möglichkeiten 'on the fly' Sachen auszuprobieren, wieder zu löschen, oder
auch nur Einzelne Events zu verändern, kann sehr intuitiv und im Flow gespielt werden. Die
Funktion ein fertiges Pattern in mehrere Slots zu vervielfältigen, ermöglicht es über das verändern
eines fertigen Beats einfach zu einer Variation bzw. zu einem komplett veränderten Loops zu
gelangen. Kreativität im Flow.
Es macht wirklich Spaß und man hat direkt das Gefühl live zu mixen!

Sobald man sich etwas tiefer mit ihr befasst entstehen sehr differenzierte Wahlmöglichkeiten auf
Ebene der Effekte, Tonhöhen, etc....
Die künstlerischen Möglichkeiten vervielfältigen sich natürlich nochmal in der Vollversion.

Unterrichtsideen:

Über den den 'Swing'- Part kann der 'gerade' Beat auf Ebene der 16tel unterschiedlich stark
angeshuffelt werden. Hierdurch lässt sich gut der Unterschied zwischen binärem/ ternärem Feel
erfahrbar machen.

Mögliches Prozessraster vorgeben zum Basteln eines ersten Beats vorgeben, um die Möglichkeiten
zu beginn didaktisch zu reduzieren (allerdings ohne die Platzierung/ Wahl der musikalisch-
inhaltlichen Elemente vorzugeben)
Ein zweites Pattern/ Beat kann dann komplett frei erspielt werden.
Ein dritter Beat wird wieder mit einem alternativen 'Prozessraster' erarbeitet & ein vierter Beat
wiederum frei. So hat jeder Schüler/Gruppe am Ende ein Set an 4 Patterns mit denen eine zB 3-
minütige Performance auf Grundlage der Patterns live aufgeführt wird.

Über die Funktion des Mixers können schnell einzelne Kanäle aus/an bzw. dynamisch bespielt
werden. Diese Funktion eignet sich herforragend um auf einer sehr simplen Ebene einen gebastelten
Beat interessant live zu performen.
Die Schülerperformance könnte also auf dieser Ebene vereinfacht werden ohne das „etwas fehlt“.

Gerade weil die App schon relativ viele Möglichkeiten der Soundmodulation bietet, braucht man
am Anfang etwas um den Aufbau der Funktionen und Bildschirme zu verstehen.
Man kann aber auch schon ohne den Einsatz dieser Funktionen gut Musik machen.