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BTL-5000

Elektrotherapie
BEDIENUNGSANLEITUNG

v100AS2012/03/23GE-EN110z3
INHALTSVERZEICHNIS

1 ALLGEMEINE WIRKUNGEN DER ELEKTROTHERAPIE .................................................................................4


2 KLASSIFIKATION DER IN DER ELEKTROTHERPAIE VERWENDETEN STRÖME........................................5
2.1 Galvanischer Strom .......................................................................................................................................5
2.2 Gleich-/Impulsstrom .......................................................................................................................................5
2.3 Wechselstrom ................................................................................................................................................5
2.3.1 TENS........................................................................................................................................................5
2.3.2 Klassische (vierpolige) Interferenz ...........................................................................................................6
2.3.3 Zweipolige Interferenz ..............................................................................................................................6
2.3.4 Isoplanare Interferenz...............................................................................................................................6
2.3.5 Dipoliges Vektorenfeld..............................................................................................................................6
3 EINZELNE WIRKUNGEN DER ELEKTROTHERAPIE.......................................................................................7
3.1 Analgetische Wirkung ....................................................................................................................................7
3.2 Muskelentspannende, spasmolytische Wirkung ............................................................................................8
3.3 Trophotrope Wirkung .....................................................................................................................................8
3.4 Antiödematöse Wirkung .................................................................................................................................8
3.5 Placebo-Effekt................................................................................................................................................8
3.6 Aufschiebende Wirkung .................................................................................................................................9
3.7 Kontraindikationen der Elektrotherapie ..........................................................................................................9
3.8 Symbole der Wirkungen A-E-T-R-S ...............................................................................................................9
4 EMPFOHLENE LITERATUR ............................................................................................................................10
5 EINSTELLUNG UND STEUERUNG DER ELEKTROTHERAPIE.....................................................................11
5.1 Gemeinsame Parameter ..............................................................................................................................11
5.1.1 Ausgabemodus ......................................................................................................................................11
5.1.2 Polarität ..................................................................................................................................................11
5.1.3 Zeit der Therapie ....................................................................................................................................11
5.1.4 Physiologische Wirkungen .....................................................................................................................12
5.2 TENS ...........................................................................................................................................................12
5.2.1 Typ .........................................................................................................................................................12
5.2.2 Impuls, Frequenz, Pause........................................................................................................................12
5.2.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................12
5.3 Interferenz 2–polig, 4–polig, isoplanar und dipolig .......................................................................................12
5.3.1 Tragende Frequenz ................................................................................................................................12
5.3.2 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................12
5.4 Russische Stimulation..................................................................................................................................13
5.4.1 Tragende Frequenz ................................................................................................................................13
5.4.2 Frequenz von Impulsen, DF ...................................................................................................................13
5.4.3 Wellenlänge (Elektro-Parameter) ...........................................................................................................13
5.5 Mittelfrequenzwellen ....................................................................................................................................13
5.5.1 Tragende Frequenz ................................................................................................................................13
5.5.2 Impuls, Frequenz, Pause........................................................................................................................13
5.5.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................13
5.6 Diadynamische Ströme ................................................................................................................................14
5.6.1 Typ .........................................................................................................................................................14
5.6.2 Basis.......................................................................................................................................................14
5.6.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................14
5.7 Rechteckige, Dreieckige, exponentielle Impulse und mit exponentiellem anstieg, kombinierte,
unterbrochene Impulse ................................................................................................................................15
5.7.1 Typ .........................................................................................................................................................15
5.7.2 Impuls, Frequenz, Pause........................................................................................................................15
5.7.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................15
5.8 Stimulierende Impulse..................................................................................................................................15
5.8.1 Typ .........................................................................................................................................................15
5.8.2 Impuls, Pause.........................................................................................................................................15
5.8.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................15
5.9 Träbert-Strom, Leduc-Strom, faradischer Strom, neofaradischer Strom, H-Wellen .....................................16
5.10 Galvanischer Strom .....................................................................................................................................16
5.10.1 Typ .........................................................................................................................................................16
5.11 MikroStröme.................................................................................................................................................16
5.11.1 Typ .........................................................................................................................................................16
5.11.2 Impuls, Frequenz, Pause........................................................................................................................16

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5.11.3 Elektro-Parameter ..................................................................................................................................16
5.12 Spastische stimulationen .............................................................................................................................16
5.12.1 Impulse, Verzögerung, (Frequenz) .........................................................................................................16
5.12.2 Modulation der Impulse ..........................................................................................................................17
5.12.3 Konstante Frequenz ...............................................................................................................................17
5.12.4 Zufällige Frequenz..................................................................................................................................17
5.12.5 Burst .......................................................................................................................................................17
5.12.6 Sinuswellen ............................................................................................................................................17
5.12.7 Trapezwellen ..........................................................................................................................................17
5.12.8 Symmetrische Wellen.............................................................................................................................17
5.13 Interferenz–Parameter .................................................................................................................................18
5.13.1 AMF und Spektrum.................................................................................................................................18
5.13.2 Umstimmung der Frequenz ....................................................................................................................18
5.14 Elektrodiagnostik..........................................................................................................................................19
5.14.1 Detektion des motorischen Punktes .......................................................................................................19
5.14.2 Rheobase – Chronaxie...........................................................................................................................19
5.14.3 Akkommodationskoeffizient....................................................................................................................19
5.14.4 I/t-Kurve..................................................................................................................................................19
5.15 Kombinierte Therapien.................................................................................................................................20
5.15.1 Polarität des Ultraschallkopfs .................................................................................................................20
5.15.2 Einstellung von Parametern der kombinierten Therapie.........................................................................20
5.16 Spezifische Einstellungen der Elektrotherapie .............................................................................................21
5.16.1 Kontaktkontrolle von Elektroden.............................................................................................................21
5.16.2 Messung von Elektroden ........................................................................................................................21
6 EMPFEHLUNGEN FÜR ELEKTROTHERAPIE ................................................................................................22
6.1 Verwendung von Flachelektroden................................................................................................................22
7 TECHNISCHE PARAMETER DER ELEKTROTHERAPIE ...............................................................................23
7.1 Parameter der einzelnen Therapien – Ströme .............................................................................................23
7.1.1 TENS......................................................................................................................................................23
7.1.2 Interferenz 4-polig ..................................................................................................................................23
7.1.3 Interferenz 2-polig ..................................................................................................................................23
7.1.4 Isoplanare Interferenz.............................................................................................................................23
7.1.5 Interferenz – dipoliger Vektor .................................................................................................................23
7.1.6 Russische Stimulation ............................................................................................................................24
7.1.7 Mittelfrequenzwellen (amplitudenmoduliert) ...........................................................................................24
7.1.8 Rechteckimpulse ....................................................................................................................................24
7.1.9 Dreieckimpulse.......................................................................................................................................24
7.1.10 Exponentielle Impulse, mit exponentiellem Anstieg................................................................................24
7.1.11 Kombinierte Impulse...............................................................................................................................25
7.1.12 Stimulations-Impulse (für die Stimulationen nach der Elektrodiagnostik) ...............................................25
7.1.13 Unterbrochene Impulse ..........................................................................................................................25
7.1.14 Träbert-Strom, Ultra-Reiz 2-5 .................................................................................................................25
7.1.15 Leduc-Strom...........................................................................................................................................25
7.1.16 Faradisch, neofaradisch .........................................................................................................................26
7.1.17 H-Wellen (H-wave) .................................................................................................................................26
7.1.18 Diadynamik.............................................................................................................................................26
7.1.19 Galvanischer Strom (ionen-foretisch) .....................................................................................................27
7.1.20 Mikroströme:...........................................................................................................................................27
7.1.21 Spastische Stimulationen (nach Hufschmidt) .........................................................................................27
7.1.22 Hochspannung (HVT).............................................................................................................................27
7.2 Modulation der Ströme.................................................................................................................................28
7.3 Umstimmung der Frequenz (bei interferenzen)............................................................................................28
7.4 Schritt der Einstellung von Parametern........................................................................................................28
7.5 Maximal einstellbare Werte der Intensität ....................................................................................................29

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1 ALLGEMEINE WIRKUNGEN DER ELEKTROTHERAPIE

Die Elektrotherapie ist eine der sehr erweiterten Prozeduren der physikalischen Therapie. Bei einer richtigen
Indikation und Anwendung kann sie sehr wirksam sein. Jedoch kann sie weder aus dem Kontext der komprehensiven
Therapie entfernt werden, noch als Allheilmittel angesehen werden.
Die meisten der physikalischen Prozeduren haben ähnliche Wirkungen und einer von ihnen kann nach den
Parametern dominant sein. Die wichtigsten Auswirkungen sind:
• analgetisch,
• muskelentspannend, trophotrop und antiödematös.
Durch die Wahl einer bestimmten Prozedur und ihrer Parameter wählt man dann auch manche dieser angeführten
Auswirkungen oder ihre eventuelle Kombination.

Bemerkung

Es ist den Autoren der Bedienungsanleitung klar, dass es auf einem so kleinen Gebiet nicht möglich ist, die ganze
Problematik der Elektrotherapie bis ins Einzelne zu behandeln. Daher mussten sie manche Verallgemeinerungen und
Vereinfachungen zulassen, die sich aus der Beschränkung des Umfangs dieses Textes ergeben. Ausführlichere
Informationen entnehmen Sie bitte der heute schon verfügbaren Literatur, die im Kapitel 4 EMPFOHLENE literaturtur
angeführt sind.

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2 KLASSIFIKATION DER IN DER ELEKTROTHERPAIE
VERWENDETEN STRÖME

2.1 GALVANISCHER STROM

Der galvanische Strom (auch kontinuierlich genannt) ist ein Strom mit konstanter Intensität. Er ist immer ein
Gleichstrom. Er wird vor allem zur Iontophorese verwendet oder es wird sein trophischer (durchblutungsfördernder)
Stimulationseffekt ausgenützt. Der große Nachteil des galvanischen Stroms ist die Gefahr einer chemischen
Schädigung des Gewebes unter den Elektroden. Die Ursache der Schädigung ist einerseits die unter der Anode
entstehende Salzsäure und andererseits das unter der Kathode entstehende Natriumhydroxid. Eine ähnliche Gefahr
mit Gewebeschäden betrifft auch einen beliebigen Gleichstrom (z.B. Diadynamik). Gleichströme dürfen auch bei
Patienten mit Metallimplantaten nicht verwendet werden!
In letzter Zeit wird dieser Strom durch einen galvanisch unterbrochenen Strom ersetzt. Dieser Strom hat gleiche
Wirkungen (galvanischer Bestandteil dieses Stroms bildet 95 %), aber er wird aufgrund der Unterbrechungen der
ursprünglich kontinuierlichen Intensität durch eine Frequenz von 8 kHz von Patienten besser vertragen. Er ist vor
allem für die Iontophorese geeignet.

2.2 GLEICH-/IMPULSSTROM

Der Strom mit variabler Intensität, der jedoch nur eine Polarität hat, wird ein Impuls-Gleichstrom genannt. Die
Grundform des Impulses kann sehr unterschiedlich sein. Dazu gehören zum Beispiel diadynamische Ströme (sie
stellen eine Kombination des Impuls-Gleichstroms – „Dosis“ und des galvanischen Stroms - „Basis“ dar),
Rechteckimpulse (z.B. Träbert-Strom), Dreieckimpulse und auch exponentielle Impulse einer Polarität.
Nach der verwendeten Frequenz und Intensität hat er einen reizenden, trophischen und analgetischen Effekt. Der
Gleichstrom mit variabler Intensität hat im Allgemeinen das gleiche Risiko wie der galvanische Strom (Verätzung der
Hautoberfläche) und erfordert daher eine sorgfältige Einhaltung des richtigen Verfahrens, insbesondere bzgl. der
verwendeten Intensität in Korrelation zur Länge der Anwendung.
Der Haupteffekt ist ein Reizeffekt, der sich insbesondere unter der Kathode - eine negative grüne Elektrode -
manifestiert.

2.3 WECHSELSTROM

Der Wechselstrom ist im Vergleich zum Gleichstrom sicherer und wird von Patienten besser subjektiv vertragen. Die
Grundform des Impulses kann wieder sehr verschiedenartig sein: rechteckige, dreieckige, harmonisch sinusförmige,
Exponential- und kombinierte Impulse. Er kann entweder alternierend, symmetrisch oder asymmetrisch sein. Er hat
jedoch immer eine Gleichstromkomponente Null. Deshalb kommt es unter den Elektroden zu keiner chemischen
Störung der Haut.
Er ermöglicht deshalb auch länger dauernde Anwendungen und dies sogar auch bei Patienten mit Metallimplantaten.
Absolute Kontraindikationen stellen auch weiterhin implantierte elektronische Stimulatoren des Typs der
Herzschrittmacher dar. Von Wechselströmen beginnen sich in letzter Zeit niederenergetische TENS-Impulse
(Transkutane Elektrische Nervenstimulation) und Interferenzströme durchzusetzen. Die Verwendung von
Wechselströmen in der Kontakt-Elektrotherapie ist mit deutlich niedrigerer Belastung des Gewebes unter der
Elektrode verbunden.
Bei diesen Stromtypen wird eine kapazitive Komponente des Hautwiderstandes angewendet und auch deshalb
werden sie von Patienten sehr gut vertragen.
Sehr generell kann man sagen, dass:
• kurze Dauer des Impulses verbessert eine subjektive Empfindung,
• der Null-Mittelwert (Gleichstromkomponente) ist eine Vorbeugung gegen chemische Schäden am Gewebe
• Frequenz und Amplitude sind die einen entsprechenden therapeutischen Effekt sicherstellenden Parameter.

2.3.1 TENS
TENS = transkutane elektrische Nervenstimulation
In letzter Zeit ist es eine sehr verbreitete Gruppe von Strömen, die die Standardapplikationen der diadynamischen
Ströme, der Russischen Stimulation etc. ersetzt. Die TENS-Impulse sind niedrigenergetisch und haben eine Null-
Gleichstromkomponente. Daraus geht hervor, dass außer der Bewältigung des chemischen Schadens am Gewebe
hier auch ein Risiko der elektrischen Gewebeschäden minimiert wird.
Wie der Name schon andeutet, sind sie zum Reizen der Nervenstämme, ggf. der Nervenfasern bestimmt. Sie werden
am meisten im Bereich der Schmerzlinderung, der Unterdrückung der Gefühle des Juckreizes, etc. angewendet. Ihr
Mechanismus der Wirkung wird in der Regel durch eine sog. „Tor Kontrolltheorie des Schmerzens“ erklärt. Neben der

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Schmerztherapie kann dieser Typ der Ströme auch bei der Elektrogymnastik (Stimulierung der nicht denervierten
Muskeln) effektiv genutzt werden.

2.3.2 Klassische (vierpolige) Interferenz

Vier Elektroden sind kreuzweise aufgestellt. Zwei Mittelfrequenzsignale mit verschiedener Frequenz fA a fB werden
dem Gewebe zugeführt. Durch ihre Zusammensetzung (Interferenz) im Gewebe kommt es in der Mitte des Kreuzes
zur Entstehung der Niederfrequenz-Stromwellen mit einer Frequenz von:
AMF = fA - fB.
Diese Welle mit der Frequenz AMF hat eine therapeutische Wirkung, beide grundlegende Ströme mit einer Frequenz
von fA und fB werden nur für den "Transport" der AMF-Welle ins Gewebe verwendet. Die Frequenz fA ist konstant
und durch Änderungen der Frequenz fB um das sog. Spektrum lassen sich Änderungen der endgültigen
Amt-Frequenz auf die Amt-Frequenz + Spektrum erzielen. Die Interferenz hat somit ähnliche Wirkungen, wie
die Niederfrequenz- Ströme haben, obwohl sie durch einen Strom mit höherer Frequenz getragen wird und das
Gewebe unter der Elektrode nicht so viel belastet. Die Tragfrequenz der Kanäle bewegt sich im Bereich von 3,5 bis 10
kHz. Je höher diese Frequenz ist, desto besser wird sie vom Patienten vertragen. Der Vorteil der vierpoligen
Interferenz ist eine tiefreichende Zielstellung des zu behandelnden Bereichs und eine reduzierte Beanspruchung der
Hautoberfläche. Im Vergleich zur zweipoligen Anwendung können daher höhere Intensitäten eingestellt werden.

2.3.3 Zweipolige Interferenz

Laut der neu empfohlenen Nomenklatur sollten diese Gruppen richtig "bipolar angewandte amplitudenmodulierte
Mittelfrequenz-Ströme" genannt werden, aber aufgrund der Länge des Namens bleiben wir beim älteren Namen.
Der resultierende Niederfrequenzstrom mit der AMF-Frequenz (beziehungsweise AMF + Spektrum) wird durch ein
Gerät generiert. Daher reichen zwei Elektroden zur Anwendung. Im Vergleich zur klassischen Interferenz können
niedrigere absolute Intensitäten (der Patient verträgt diesen Strom schlechter im Vergleich zur klassischen
Interferenz) erreicht werden und die Beanspruchung der Hautoberfläche ist gleichzeitig höher als bei klassischer
Interferenz.
Ihr Vorteil ist, dass sie mit der Punkt-Elektrode angewendet werden kann, und deshalb wird sie bei kombinierter
Therapie mit therapeutischem Ultraschall vorteilhaft genutzt.

2.3.4 Isoplanare Interferenz


Es ist eine besondere Form der vierpoligen Interferenz, wo aufgrund der zusätzlichen Modulation der beiden Kanäle
eine Ausbreitung des zu behandelnden Bereichs im ganzen Raum der Verkreuzung von Stromkreisen erreicht wird.
Daraus ergibt sich eine viel kleinerer Anspruch der Positionierung von einzelnen Elektroden – diese brauchen nicht
mehr ein Kreuz genau zu bilden. Die Wirkung dieser Ströme ist sehr diffus, tief und freundlich.

2.3.5 Dipoliges Vektorenfeld

Es ist hier aufgrund der zusätzlichen Phasen- und Amplituden-Modulation der Grundsignale der vierpoligen
Interferenz nur eine Wirkungsrichtung des elektrischen Feldes (im Gewebe wird ein so genannter Dipol erzeugt)
erreicht. In Richtung dieses Dipols erreicht die Feld-Modulation bis zu 100 %, in den anderen Richtungen beträgt sie
fast Null. Diesen Dipol (Abszisse) können Sie entweder manuell drehen und dadurch genau das zu behandelnde
Gewebe anzielen oder ihn automatisch rotieren lassen.

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3 EINZELNE WIRKUNGEN DER ELEKTROTHERAPIE

3.1 ANALGETISCHE WIRKUNG

Der Schmerz ist ein plurifaktorielles Phänomen und die Praxis zeigt deutlich, dass verschiedene Arten von
Schmerzen mehr oder weniger gut auf verschiedene physikalische und daher auch elektrotherapeutische Verfahren
reagieren. Der Mechanismus der analgetischen Wirkung der Elektrotherapie ist mehrerlei: neben der bekannten
Gate-Control-Theorie des Schmerzes wurde auch ein Anstieg der Produktion von endogenen Opiaten
nachgewiesen. Ein analgetischer Effekt wird auch durch trophische Wirkungen des durchfließenden Stroms
unterstützt. Frühe Muskelentspannung führt wieder zur Beseitigung des muskulären Hypertonus und somit auch
des Schmerzes der myofaszialen Ätiologie. Da die analgetische Wirkung der Elektrotherapie eine Schlüsselwirkung
ist und am häufigsten genutzt wird, ist es notwendig, sie ein bisschen mehr zu besprechen:
Der Schmerz wird in der Regel vereinfacht als ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlerlebnis, das mit aktuellen
oder potentiellen Gewebeschäden verknüpft ist, definiert. Man unterscheidet gewöhnlich zwischen akuten und
chronischen Schmerzen. Akuter Schmerz ist kurzdauernd (dauert maximal einige Tage bis Wochen), er entsteht auf
Grund des mechanischen Gewebeschadens oder der Krankheit, er kommt sofort nach einem schmerzhaften Reiz und
nach seinem Ablauf erlischt er wieder und seine Intensität hängt von der Reizintensität ab. Im Gegensatz dazu ist
chronischer Schmerz langdauernd (über 3 Monate), oder kehrt immer wieder zurück, seine Intensität hängt nicht
direkt von der Reizintensität ab und eine große Rolle spielen dabei insbesondere psychische Faktoren.
Die aktuelle allgemein anerkannte Theorie der Wahrnehmung von Schmerzen basiert auf der Annahme der Existenz
eines sensorischen Systems, das die Informationen aus Schmerzrezeptoren (Nociceptoren) ins zentrale
Nervensystem über präformierte Nervenbahnen überträgt. Der Prozess ist jedoch in Wirklichkeit viel komplizierter und
potenzielle Interessenten können ausführliche Informationen dazu der verfügbaren Fachliteratur entnehmen.
Um Wirkungen der Elektrotherapie zu begreifen, ist es besonders wichtig, vor allem die Modulationsfaktoren zu
verstehen, die die Wahrnehmung und die Übertragung der schmerzhaften Empfindung beeinflussen können:
• Der erste grundsätzliche Modulationsfaktor wird mit der so genannten "Gate-Control-Theorie" des
Schmerzes beschrieben, die auf der Annahme beruht, dass der Nerven-Mechanismus in den hinteren
Spinalwurzeln als ein Tor fungiert, das nur einen Strom von Nervenreizen aus peripheren afferenten Fasern ins
zentrale Nervensystem je nach dem Grad seiner Öffnung hindurch lässt. Die Irritation bestimmter Fasern kann
den Grad der Öffnung oder der Schließung des Tores für den Schmerz modulieren und damit auch die
Übertragung der nociceptiven Information stärken oder im Gegenteil schwächen. Das ähnliche Tor-System ist
auch auf der Ebene von Thalamus vorhanden.
• Der andere bedeutende Modulationsfaktor wird mit der Neuromodulations-Theorie beschrieben, die auf der
analgetischen Wirkung bestimmter Stoffe aus der Gruppe der sog. Neuromodulatoren, insbesondere Endorphine
und Enkephaline basiert. Diese Stoffe werden im zentralen Nervensystem produziert und nach der angeführten
Theorie sind sie von entscheidender Bedeutung für die subjektive Wahrnehmung von Schmerzen.
In jedem Fall wird die analgetische Wirkung der Elektrotherapie am häufigsten genutzt als eine antiseptische Wirkung
der Elektrotherapie. Um die physikalische Therapie für den Patienten wirklich einen Beitrag darzustellen, sind die
folgenden Bedingungen einzuhalten:
• Kein Unterdrücken der Signal- und Schutzfunktion des Schmerzes (sie ist besonders bedeutsam bei akuten
Schmerzen!), d.h. zunächst die Information entschlüsseln, die uns der Schmerz übermittelt, eine Diagnose oder
mindestens eine Arbeitshypothese ordnungsgemäß bestimmen, und erst dann gegen die Schmerzen eingreifen.
Der durch die physikalische Therapie oder Analgetika modifizierte Schmerz kann seine Spezifität insofern
verlieren, dass er später nicht mehr entschlüsselt werden kann.
• Gleichzeitig mit der Einführung der analgetischen physikalischen Therapie die Verabreichung von Schmerzmitteln
erheblich verringern oder zumindest reduzieren. Diese Bedingung ist im Hinblick auf die Möglichkeit der relativ
genauen Zielung der analgetischen Wirkung der physikalischen Therapie (zum Unterschied von der nicht
gezielten Wirkung von Pharmaka) und einer möglichen unerwünschten Interaktion der physikalischen Therapie
mit dem Pharmakon sehr wichtig.
• Wählen des Typs der physikalischen Therapie unter Berücksichtigung der erwarteten Wirkung (Gate-Control-
Theorie, Endorphine).
• Bei chronischen oder wiederkehrenden Schwierigkeiten nicht stur verschiedene Arten der physikalischen
Therapie anwenden, sondern das Bewegungssystem von einem Fachmann untersuchen lassen. Sehr häufig liegt
nämlich die Ursache für diese Schwierigkeiten weit entfernt vom Projektionsort des Schmerzes (Verkettung -
Generalisierung).

Zum Reizen der starken, myelinisierten Nervenfasern des Typs A Beta und Delta (Gate-Control-Theorie) empfiehlt
es sich, die Niederfrequenz-Ströme mit einer Frequenz von 50-150 Hz (Optimum 100 Hz) und die Intensität mit dem

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sensitiven Schwellen- bis Überschwellenwert zu verwenden. Dieses Verfahren ist besonders bei akuten und
segmentär lokalisierten Schmerzen wirksam. Bei chronischen schmerzhaften Syndromen ist es optimal, niedrige
Frequenzen von 2 bis 8 Hz und die Intensität auf der Verträglichkeitsgrenze (bis schwellen-algisch) zu verwenden,
wobei es zur Reizung von dünnen Fasern des Typs C (Bildung von Endorphinen) kommt. Die Kombination der beiden
zitierten Mechanismen der Schmerzlinderung kann durch eine "Burst-Modulation" erreicht werden. Man wählt eine
Grund-(Trag) Frequenz im Bereich von 100 Hz, die Burst-Frequenz dann bis 10 Hz (Frequenzen kleiner als 1 Hz
stellen keine Ausnahmen dar!). Bei Strömen mit der Burst-Modulation wird ein kumulierter analgetischer Effekt
beschrieben. Je nach der Tiefe der gewünschten Wirkung können wir die Prozeduren (von den oberflächlichsten bis
zu den tiefsten) ordnen:
• analgetische Wirkung des Anelektrotons (galvanischer Strom)
• diadynamische Ströme LP und CP-ISO
• Träbert-Strom
• TENS
• 2-polige Interferenzen (amplitudenmodulierte Mittelfrequenz-Ströme)
• 4-polige Interferenzen, isoplanare Interferenzen und Vektorfelder

3.2 MUSKELENTSPANNENDE, SPASMOLYTISCHE WIRKUNG

Vor allem dann, wenn aufgrund der posturographischen Untersuchung ein langfristiger negativer Einfluss der
Gesamtverabreichung durch eine sog. Muskelentspannung auf die Körperhaltung nachgewiesen wurde, wird
insbesondere ein Vorteil der muskelentspannenden Prozeduren, d.h. die Möglichkeit einer präzisen Ausrichtung auf
den hypertonischen Muskel geschätzt. Bei einer Gesamtanwendung durch die Muskelentspannung erfolgt zuerst die
Beeinflussung der phasischen Muskulatur im Rahmen des schon primär geschwächten Schicht-Syndroms. Später
oder bei der größeren Dosis erfolgt die Beeinflussung der tonischen Muskulatur und erst am Ende bei den höchsten
Dosen werden hypertonische Muskeln auch positiv beeinflusst. Dieser Effekt verbleibt für mehrere Wochen und
beeinflusst erheblich negativ die Statik der Wirbelsäule auch nach Abklingen der akuten Beschwerden.
Zu den Prozeduren mit muskelentspannender Wirkung zählen wir therapeutischen Ultraschall, 2-polige Interferenzen
mit der Frequenz der Umhüllungskurve von 100 bis 200 Hz, vierpolige Interferenzströme und die Hochspannungs-
Therapie in dem gleichen Bereich der Frequenzmodulation. Für kleine oberflächliche Muskeln, vor allem an den
Händen verwendet man auch Paraffin.
Ein positiver Nebeneffekt der muskelentspannenden Wirkung ist auch eine analgetische Wirkung.

3.3 TROPHOTROPE WIRKUNG

Sie ist durch die Hyperämie gegeben, die praktisch bei allen Arten der physikalischen Therapie (mit Ausnahme der
Kryotherapie) entsteht. Da sich der Mechanismus der Hyperämie bei den verschiedenen Arten der physikalischen
Therapie unterscheidet, müssen diese Mechanismen bei der Wahl der konkreten physikalischen Therapie
berücksichtigt werden. Im Allgemeinen kann man die Galvanisierung, insbesondere längsgerichtet (kapillare
Hyperämie, Eutonisierung der Gefäße), Niederfrequenz-Ströme mit einer Frequenz von 30-60 Hz bei der schwellen-
oder überschwellen-motorischen Intensität (Muskel- Mikropumpe) oder Ultraschall, Laser, polarisiertes weißes Licht,
Vakuum-Überdruck-Therapie, etc. empfehlen.
Am trophotropen Effekt kann auch die Tatsache teilnehmen, dass die meisten Formen der physikalischen Therapie
die Energie in den Organismus bringt, die von den Zellen (oder anderen Strukturen) zu ihren Aktivitäten ausgenützt
werden kann. Das ist insbesondere der Fall des Lasers, der Biolampe und der Magnetotherapie.
Auch die trophische hyperämisierende Wirkung wird mit dem analgetischen Effekt verbunden.

3.4 ANTIÖDEMATÖSE WIRKUNG

Sie hängt praktisch von der Hyperämie, der Eutonisierung und der erhöhten Durchlässigkeit von Kapillaren ab und
daher sind die als trophotrop angeführten Prozeduren gleichzeitig auch antiödematös (siehe vorherigen Abschnitt).

3.5 PLACEBO-EFFEKT

Die Gegner der physikalischen Therapie bezeichnen gerne die Wirkungen der physikalischen Therapie als Placebo-
Effekt.
Wenn die physikalische Therapie willkürlich, ohne Kenntnisse über den Mechanismus der Wirkung, die präzise
Ausrichtung und die Dosierung (wie es manchmal geschieht) ordiniert wird, können die Wirkungen der physikalischen
Therapie auf diese Weise genannt werden. Eine exakte Bestätigung der Wirkungen der physikalischen Therapie stößt
auf eine Reihe von Schwierigkeiten.
• Mit Rücksicht darauf, dass es bei einer ärztlichen Verordnung lege artis der physikalischen Therapie notwendig
ist, vor allem die Individualität des Patienten, seinen momentanen funktionellen Zustand (einschließlich des
Zustands des limbischen Systems, der Stimmung, des Muskeltonus, der Jahreszeit, des Wetters, der Motivation,
der Beziehung zu Beschwerden etc.) in Betracht zu nehmen, ist es fast ausgeschlossen, eine Gruppe für eine
weitere statistische Aufbereitung zu erstellen. Es ist praktisch unmöglich, eine Kontrollgruppe zu erstellen.

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• Die Wirkung der physikalischen Therapie beruht fast ausschließlich auf der Beeinflussung des afferenten
Systems. Das afferente System verarbeitet alle Angaben einschließlich des visuellen, akustischen,
Tastanalysators und weiterer Analysatoren. Sehr oft ist auch ein geringer Reiz fähig, den Organismus aus dem
bestehenden funktionalen Gleichgewicht (auch im Kontext eines pathologischen Zustands) zu bringen. Der
Organismus hilft sich dann selbst mit der Nutzung der riesigen selbst reparierbaren Fähigkeiten (siehe das alte
Sprichwort, "Der Arzt behandelt, die Natur heilt"). Deshalb ist es unmöglich, z.B. einen Blindversuch zu
organisieren, ohne dass eins von den afferenten Systemen und höhere CNS-Komponenten wenigsten minimal
gereizt werden.
• Funktionelle Störungen des Bewegungssystems, die eine Domäne der deutlich positiven Wirkung der
physikalischen Therapie sind, neigen zur Autoreparatur, falls ihr nichts entgegenwirkt (z. B. unangemessene
Pharmakotherapie). Die physikalische Therapie regt diese Autoreparatur an und beschleunigt (wenn sie korrekt
indiziert ist), was exakt nur schwierig nachweisbar ist.

3.6 AUFSCHIEBENDE WIRKUNG

Ein "schwieriger" Patient wird zu einer Kontrolluntersuchung erst nach Abschluss der (in der Regel zehn) Prozeduren
eingeladen. Hoffentlich fühlt er sich schon besser. Auf diese Weise nachzudenken, ist unmoralisch, unethisch und
unwürdig eines Fachmanns. Trotzdem fallen die meisten bestehenden Vorschriften der physikalischen Therapie leider
in diese Kategorie. Es gibt sogar Arbeitsplätze, wo man den Patienten gegenüber behauptet, dass sich die Wirkung
der ausgewählten physikalischen Therapie erst nach ein paar Monaten einstellt (!). Das bedeutet, dass sich der Arzt
vollständig auf die selbst reparierbaren Fähigkeiten des Organismus verlässt.
Die Indikation zur physikalischen Therapie sollte sich daher nicht allein auf die Diagnose stützen, insbesondere wenn
es sich um eine verschleiernde Diagnose z. B. Periarthritis humeroscapularis usw. handelt.
Der ordinierende Arzt sollte folgende Fragen beantworten:
• Was ist die Ursache der Beschwerden, am häufigsten der Schmerzen?
• Geht es um eine funktionsgerechte, funktionelle, organische Störung?
• Wo kam es zur Initiation dieser Störung - wo befindet sich das Schlüsselgebiet/die Schlüsselgebiete?
• Welche der genannten Wirkungen der physikalischen Therapie ist für den konkreten Patienten in diesem Moment
die wichtigste?
• Droht keine Verschlechterung oder Organifikation der Funktionsstörung nach der gewählten physikalischen
Therapie?
Nach der Antwort sollte der Arzt die Art, die Lokalisation, die Intensität, die Frequenz und die Gesamtzahl der
Prozeduren wählen. In Bezug darauf wählt er dann auch das Datum der Inspektion des Patienten.

3.7 KONTRAINDIKATIONEN DER ELEKTROTHERAPIE

• Aktive TBC
• Allergien auf die zur Befeuchtung der Überstreifer von Elektroden verwandten Lösungen
• Anwendungen im Bereich des Herzens, der Augen
• Herzschrittmacher
• Kardiovaskuläre Erkrankungen
• Kochleare Implantate
• Metallimplantate und Malignitäten in der Strahlbahn
• Hautdefekte und entzündliche Hautläsionen
• Hämorrhagische Zustände
• Menstruation
• Tumoröse Erkrankungen
• Störungen der Empfindlichkeit (relativ KI) an der Stelle der Platzierung der Elektrode
• Psychopathologische Syndrome und organische Psychosyndrome
• Multiple Sklerose
• Schwangerschaft
• Entzündungen der Venen und der Lymphwege

3.8 SYMBOLE DER WIRKUNGEN A-E-T-R-S

Erklärung von Symbolen der Wirkungen, die im Gerät verwendet sind:


A - analgetisch
E - antiödematös
T - trophotrop
R - muskelentspannend
S - muskelstimulierend

BTL-5000 ELEKTROTHERAPIE – BEDIENUNGSANLEITUNG – TEIL 2 | SEITE 9 VON 30


4 EMPFOHLENE LITERATUR

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BTL-5000 ELEKTROTHERAPIE – BEDIENUNGSANLEITUNG – TEIL 2 | SEITE 10 VON 30


5 EINSTELLUNG UND STEUERUNG DER
ELEKTROTHERAPIE

5.1 GEMEINSAME PARAMETER

5.1.1 Ausgabemodus

Strommodus (cc = constant current) – in diesem Modus wird der durch den Patienten durchströmende Strom
immer gleich unabhängig von der Impedanz des Gewebes des Patienten aufrechterhalten. Im Hinblick darauf, dass
die Impedanz des Gewebes aufgrund der physiologischen Einflüsse im Verlauf der Elektrotherapie im Gewebe sinkt,
käme es normalerweise zu einer spontanen Zunahme des durch den Patienten durchströmenden Stroms und daher
auch zu unangenehmen Empfindungen des Patienten. Dieser Modus ist deshalb geeignet für die meisten statischen
Anwendungen mit fest angeschlossenen Elektroden (zum Beispiel auch Vakuum-Elektroden).
Aber wenn Sie die Punktelektroden, kombinierte Therapie mit Ultraschallkopf, bewegliche Elektroden (z. B. kleine
Zylinder) usw. verwenden möchten, ist es geeignet, in den Spannungsmodus umzuschalten, weil es im
Strommodus bei der Verlagerung der beweglichen Elektrode (aufgrund der momentanen Reduzierung der
Kontaktfläche der Elektrode mit der Haut des Patienten) zu einem großen Anstieg der Stromdichte und den
schmerzhaften Empfindungen des Patienten käme.
Ebenfalls bei Therapien, wenn es zur Kontraktion der Muskeln kommen soll und man die Elektroden auf der Haut
leicht bewegen kann, empfiehlt es sich, den Spannungsmodus der Stimulation zu wählen.

Spannungsmodus (cv = constant voltage) – in diesem Modus wird die Spannung an den Elektroden immer
gleich aufrechterhalten. Es kann während der Therapie durch den Einfluss der physiologischen Phänomene im
Gewebe zu einer leichten Erhöhung des Stroms kommen und deshalb ist die eingestellte Intensität in der Regel ca.
nach einer bis zwei Minuten entsprechend den Empfindungen des Patienten zu korrigieren. Trotzdem ist dieser
Modus jedoch vor allem überall dort geeignet, wo der Strommodus Probleme – schmerzhafte Empfindungen und die
Senkung der Ausgangs-Intensität – bringen würde. Es handelt sich um die Anwendungen mit beweglichen Elektroden
und die Anwendungen, bei denen es zur Kontraktion der Muskulatur kommt.

5.1.2 Polarität
• positive Polarität: mit „+“ bezeichnete Buchse ist die Anode (verwenden Sie das kleine Kabel mit roten
Bananensteckern)
mit „-“ bezeichnete Buchse ist die Kathode (verwenden Sie das kleine Kabel mit weißen
oder schwarzen Bananensteckern)

• negative Polarität: Die Polarität der Buchsen ist umgekehrt („+“ = Kathode; „-“ = Anode)

• positiv, Reversierung: die erste Hälfte der Therapie läuft mit der positiven Polarität des Signals ab, in der
Hälfte der Therapie ändert sich die Polarität automatisch auf eine negative Polarität

• negativ, Reversierung:die erste Hälfte der Therapie läuft mit der negativen Polarität des Signals ab, in der
Hälfte der Therapie ändert sich die Ausgangspolarität automatisch auf eine positive
Polarität
• positiv, Rev. mit Unterbrechung: die erste Hälfte der Therapie läuft mit der positiven Polarität des Signals, in
der Hälfte der Therapie ändert sich die Polarität automatisch auf negative Polarität; Bei
Änderung unterbricht das Gerät die Therapie und wartet auf eine wiederholte
Einstellung des richtigen Intensitätswertes
• negativ, Rev. mit Unterbrechung: die erste Hälfte der Therapie läuft mit der negativen Polarität des
Signals ab, in der Hälfte der Therapie ändert sich die Ausgangspolarität automatisch
auf eine positive Polarität; Bei Änderung unterbricht das Gerät die Therapie und wartet
auf eine wiederholte Einstellung des richtigen Intensitätswertes

5.1.3 Zeit der Therapie


Sie ist im Bereich von 00:01 bis 99:59 [min: sec] einstellbar.

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5.1.4 Physiologische Wirkungen
Sie kennzeichnen einzelne Diagnosen und Programme, sie sind editierbar. Die Bedeutung der einzelnen Symbole –
Siehe Kapitel 3.8 Symbole der Wirkungen A-E-T-R-S.

5.2 TENS

5.2.1 Typ
symmetrisch – einem positiven Impuls folgt unmittelbar ein negativer Impuls

alternierend – positive Impulse wechseln regelmäßig mit negativen Impulsen

asymmetrisch – positiven Rechteckimpulsen folgen die Exponentialimpulse mit negativer Polarität.


Heute ist es wahrscheinlich der am weitesten verbreitete Typ von TENS, offensichtlich wegen seiner
entsprechenden Wirkungen, die sich den Wirkungen der Gleichstrom-Impulse ähneln, und der
Eigenschaften, die den elektrochemischen Eigenschaften der Wechselströme entsprechen.

5.2.2 Impuls, Frequenz, Pause


In diesem Dialogfenster können die grundlegenden Parameter von generierten TENS – die TENS-Impulslänge, die
Pause zwischen TENS oder die TENS-Frequenz eingestellt werden. Alle diese drei Parameter sind durch folgende
mathematische Beziehungen verknüpft und daher können sich beim Ändern eines Parameters auch die anderen
ändern:
symmetrische TENS:
Frequenz = 1 000 000 / (2 * Impuls + 1000 * Pause) [Hz; µs, ms]
alternierende TENS:
Frequenz = 1 000 000 / (2 * Impuls + 2000 * Pause) [Hz; µs, ms]
asymmetrische TENS:
Frequenz = 1 000 000 / (7 * Impuls + 1000 * Pause) [Hz; µs, ms]

Bem.: Die Beziehungen sind durch den elektrischen Ablauf der TENS und deren Art und Weise des Generierens
vorgegeben.

5.2.3 Elektro-Parameter
Details siehe Kapitel 5.12.2 Modulation der Impulse

5.3 INTERFERENZ 2–POLIG, 4–POLIG, ISOPLANAR UND DIPOLIG

5.3.1 Tragende Frequenz


Die Frequenz der „Trägerwelle“, die eine therapeutische Niederfrequenz-Welle (bei zweipoliger Interferenz) ins
Gewebe „transportiert“ oder (bei vierpoliger Interferenz) im Gewebe bildet.
I [mA]

t [s]
Trägerfrequenz (Hochfrequenz)

Frequenz der therapeutischen Wellen (Niederfrequenz)

5.3.2 Elektro-Parameter
Details siehe Kapitel 5.13 Interferenz – Parameter

5.3.2.1 Isoplanare Interferenz – „Rotation des Feldes“


Das isoplanare Vektorfeld ist eine spezielle Form der vierpoligen Interferenz, wo es durch eine
Amplitudenmodulation der beiden Kanäle eine gleichmäßige, fast 100 % Modulationstiefe im
gesamten Bereich der Verkreuzung von Stromkreisen erreicht wird. Diese regelmäßigen Amplituden-

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Änderungen der Kanäle entsprechen durch ihre Natur der "Rotation" des gesamten Feldes. Dieser Parameter ist am
besten auf einen Wert einzustellen, der der Gesamtzeit der Umstimmung gleicht (bei fließender und sprungweiser
Umstimmung der Frequenz ist es die Summe aller eingestellten Zeiten, bei symmetrischer Umstimmung stellen Sie
die Rotationszeit gleich der Zeit der Umstimmung ein).

5.3.2.2 Dipolige Interferenz – Rotation des Dipols


Bei dipoligem Vektorfeld mit einem automatisch rotierenden Dipol können Sie die Geschwindigkeit
der Rotation dieses Dipols im Bereich der Verkreuzung von Stromkreisen einstellen.
In die Richtung des Dipols ist die Tiefe der Modulation immer maximal und in den anderen
Richtungen ist sie minimal.

5.4 RUSSISCHE STIMULATION

5.4.1 Tragende Frequenz

Die Frequenz der "Trägerwelle", die die therapeutischen Niederfrequenz-Impulse ins Gewebe „transportiert“. Es ist
ähnlich wie bei zweipoliger Interferenz, wo die Trägerwelle der Niederfrequenz-Wellen ins Gewebe transportiert.

5.4.2 Frequenz von Impulsen, DF

In diesem Dialog kann die Frequenz der Niederfrequenz-Impulse eingestellt werden.


Der Parameter DF (der so genannte Duty Faktor) ist das Verhältnis der Impulslänge zur Länge der Pause zwischen
den Impulsen.

5.4.3 Wellenlänge (Elektro-Parameter)


In diesem Dialog, der dem Dialog für die Einstellung von Trapezwellen – siehe 5.13.5 Trapezwellen ähnlich ist,
können der Anstieg, die Zeit der Stimulation, die Zeit der Senkung der Amplitude von Niederfrequenz-Strömen und
die Zeit der Entspannung eingestellt werden.

5.5 MITTELFREQUENZWELLEN

Es geht im Wesentlichen um ähnliche Stimulationsimpulse wie Impulse der russischen Stimulation, aber mit einem
breiteren Spektrum der Möglichkeiten der einzelnen Einstellungen.

5.5.1 Tragende Frequenz


Siehe Kapitel 5.4.1 Tragende Frequenz.

5.5.2 Impuls, Frequenz, Pause


In diesem Dialogfenster können die grundlegenden Parameter der generierten Impulse – die Impulslänge der
Mittelfrequenzwelle, die Pause zwischen den Impulsen und die Impulsfrequenz eingestellt werden. Alle diese drei
Parameter hängen mit dem folgenden mathematischen Verhältnis zusammen und deshalb können sich beim Ändern
eines Parameters auch die anderen ändern:

Frequenz = 1 000 / (Impuls + Pause) [Hz; ms, ms]

Die Grenzen der Einstellung von einzelnen Parametern sind durch die Frequenz der Trägerwelle gegeben.

5.5.3 Elektro-Parameter
Es können die gleichen Parameter wie bei den meisten grundlegenden Stimulationsimpulsen eingestellt werden.
Details siehe Kapitel 5.12.2 Modulation der Impulse.

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5.6 DIADYNAMISCHE STRÖME

5.6.1 Typ
Man kann aus diesen Grundtypen der diadynamischen Ströme auswählen:

DF: grundlegende diadynamische Impulse mit einer Frequenz von 100 Hz, bzw.
120 Hz – „zweiwegig gerichtete Netzfrequenz“ (nach der Einstellung der
Netzfrequenz 50 / 60 Hz)
MF: grundlegende diadynamische Impulse mit einer Frequenz von 50 Hz, bzw.
60 Hz – „einwegig gerichtete Netzfrequenz“ (nach der Einstellung der
Netzfrequenz 50 / 60 Hz)
CP: die durch die Kombination von Typen DF und MF entstehenden
diadynamischen Impulse, es kommt zum Wechsel von Impulsen alle 1 s bei der
Grundfrequenz von 50 Hz und alle 1,2 s bei der Frequenz von 60 Hz
CP-ISO: die gleiche Kombination der DF- und MF-Impulsen, aber die
gegenseitige Intensität der Ströme ist nach der Isolinie (nach der Wahrnehmung
der DF- und MF-Ströme – die Intensität des MF-Stroms ist um 11 % niedriger als
die Intensität des DF-Stroms) ausgeglichen

LP: diadynamischer Strom mit fließenden Übergängen zwischen der DF- und
MF-Welle. Die Gesamtzeit der Änderungen der MF-Welle auf die DF-Welle und
zurück auf die MF-Welle dauert 10 s, bzw. 12 s und die MF-Wellenlänge dauert
6 s bzw. 7,2 s (nach der Wahl der grundlegenden Frequenz von 50 Hz, bzw. von
60 Hz)
RS: diadynamischer Strom bestehend aus dem MF-Strom (Zeitdauer von 1 s,
bzw. 1,2 s) und der Pause (Zeitdauer von 1 s, bzw. 1,2 s – nach der
grundlegenden Frequenz von 50, bzw. von 60 Hz)

5.6.2 Basis

Zur Impulskomponente des diadynamischen Stroms wird die galvanische Komponente – die Basis hingefügt. Sie
kann prozentual eingestellt werden – die Basiskomponente bildet daher ein eingestelltes Prozent der
Gesamtintensität.

5.6.3 Elektro-Parameter

5.6.3.1 Grundfrequenzen

Die Grundfrequenz, von der die diadynamischen Impulse abgeleitet sind. Sie basiert auf der Frequenz des
Stromführungsnetzes: für die Länder mit einer Frequenz von 50 Hz (Europa, Asien) stellen Sie die Auswahl 50/100 Hz
ein; für die Länder mit einer Frequenz von 60 Hz können Sie die Auswahl 60 Hz/120 Hz verwenden. Nehmen Sie die
Auswahl entsprechend Ihren Gepflogenheiten vor, aber wir machen darauf aufmerksam, dass die ursprüngliche
Grundfrequenz der diadynamischen Ströme 50 Hz betrug (sie wurden zufällig vom Stomatologen Bernard in
Frankreich entdeckt – siehe PODĚBRADSKÝ, J., VAŘEKA, I. Fyzikální terapie I.(Die physikalische Therapie I.). Prag:
Grada, 1998.)

5.6.3.2 Unterbrechung

Diese Auswahl schaltet die "vorübergehenden Unterbrechungen" des


generierten Verlaufs ein. Die Unterbrechung des Verlaufs hat eine Länge von 5
µs und die Folgefrequenz der Unterbrechung beträgt 8000 Hz. Energetisch
ändert sich nichts an dem generierten Verlauf (der Füllfaktor beträgt 96 %),
sondern es wird die Verträglichkeit des Patienten erhöht .

BTL-5000 ELEKTROTHERAPIE – BEDIENUNGSANLEITUNG – TEIL 2 | SEITE 14 VON 30


5.7 RECHTECKIGE, DREIECKIGE, EXPONENTIELLE IMPULSE UND
MIT EXPONENTIELLEM ANSTIEG, KOMBINIERTE,
UNTERBROCHENE IMPULSE

5.7.1 Typ
monophasisch – Impulse nur einer Polarität (ACHTUNG! Sie haben eine galvanische Wirkung!)

symmetrisch – dem positiven Impuls folgt unmittelbar der negative Impuls

alternierend – den positiven Impulsen folgen regelmäßig die negativen Impulse

asymmetrisch, kombiniert – den positiven Rechteckimpulsen folgen die exponentiellen Impulse der
negativen Polarität. Ihre Wirkungen ähneln sich den Wirkungen der Gleichstromimpulse, aber ihre
Eigenschaften entsprechen den elektrochemischen Eigenschaften der Wechselströme.

5.7.2 Impuls, Frequenz, Pause


In diesem Dialogfenster können die grundlegenden Parameter von generierten Impulsen – die Impulslänge, die Pause
zwischen den Impulsen oder die Impulsfrequenz eingestellt werden. Alle diese drei Parameter sind durch folgende
mathematische Beziehungen verknüpft und daher können sich beim Ändern eines Parameters auch die anderen
ändern:
monophasische Impulse:
Frequenz = 1 000 / (Impuls + Pause) [Hz; ms, ms]
symmetrische Impulse:
Frequenz = 1 000 / (2 * Impuls + Pause) [Hz; ms, ms]
alternierende Impulse:
Frequenz = 1 000 / (2 * Impuls + 2 * Pause) [Hz; ms, ms]
asymmetrische Impulse:
Frequenz = 1 000 / (Impuls + 7 * Pause) [Hz; ms, ms]

Bem.: Die Beziehungen sind durch den elektrischen Ablauf der Impulse und deren Weise des Generierens gegeben.

5.7.3 Elektro-Parameter
Details siehe Kapitel 5.12.2 Modulation der Impulse.

5.8 STIMULIERENDE IMPULSE

5.8.1 Typ
Man kann aus zwei für die Stimulation geeigneten Grundtypen auswählen: rechteckig und dreieckig.

5.8.2 Impuls, Pause

Der Dialog für die Einstellung ist ähnlich wie in 5.7.2 Impuls, Frequenz, Pause. Es können nur die Impulslänge und
die Länge der Pause eingestellt werden. Es ist geeignet, für die richtige Stimulation durch einzelne Impulse folgende
Empfehlung einzuhalten:

tPAUSE = 0,003 * tIMPULS [s; ms]

5.8.3 Elektro-Parameter

5.8.3.1 Akustisches Signal


Das akustische Signal gibt den Zeitpunkt an, wenn der Stimulationsimpuls generiert wird. Man kann unter folgenden
Einstellungen wählen:
Piepen – die Länge des Piepens entspricht der Länge des generierten Impulses
Klicken – ein kurzer „Knips“ gibt den Beginn des generierten Impulses an
Ohne Ton.

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5.9 TRÄBERT-STROM, LEDUC-STROM, FARADISCHER STROM,
NEOFARADISCHER STROM, H-WELLEN

Spezielle Typen von Impulsströmen. Ihre Parameter entnehmen Sie bitte dem Kapitel Technische Parameter.

5.10 GALVANISCHER STROM

5.10.1 Typ
Kontinuierlich versus unterbrochen. Die Unterbrechung hat eine Länge von 5 µs und eine Folgefrequenz von 8000
Hz.

5.11 MIKROSTRÖME

Sie sind zur Anwendung mit Hilfe der Spitzen- und Punktelektrode bestimmt.

5.11.1 Typ
Die Verläufe von verschiedenen Stromtypen werden am besten in der folgenden Tabelle veranschaulicht:

rechteckig monophasisch
rechteckig symmetrisch
rechteckig alternierend
dreieckig monophasisch
dreieckig symmetrisch
dreieckig alternierend
exponentiell monophasisch
exponentiell symmetrisch
exponentiell alternierend
kombiniert

5.11.2 Impuls, Frequenz, Pause


Dieser Dialog ist identisch mit dem Dialog 5.7.2 Impuls, Frequenz, Pause bei den Standardimpulsen.

5.11.3 Elektro-Parameter
Details siehe Kapitel 5.12.2 Modulation der Impulse.

5.12 SPASTISCHE STIMULATIONEN

5.12.1 Impulse, Verzögerung, (Frequenz)

Sie können die Länge des T1-Impulses – sie werden durch den E1-Kanal generiert – und die Länge der T2-Impulse –
sie werden durch den E2-Kanal generiert – einstellen. Ferner sind die Verzögerungen zwischen den Impulsen T1 und
T2 und die Folgefrequenz einzustellen.
Sie können auch die Polarität der Impulse T1 und T2 unabhängig einstellen – siehe die Tasten Polarität 1 und
Polarität 2.

BTL-5000 ELEKTROTHERAPIE – BEDIENUNGSANLEITUNG – TEIL 2 | SEITE 16 VON 30


5.12.2 Modulation der Impulse

5.12.3 Konstante Frequenz

Der eingestellte Strom hat weder eine zusätzliche Modulation noch wird er
auf jede beliebige Weise weiter beeinflusst. Siehe Bild – Rechteckimpulse

5.12.4 Zufällige Frequenz

Während der Generierung ändert sich die Frequenz des generierten


Stroms im Bereich von ca. ± 30 % zufälligerweise. Siehe Bild, wo eine
zufällige Verdichtung der Rechteckimpulse angedeutet wird.

5.12.5 Burst

Die Niederenergiegruppe (Salve, Schuss) von mehreren Impulsen, die


unmittelbar hintereinander folgen. Es können die Anzahl der Impulse im
Burst und die Burst-Frequenz [Hz] eingestellt werden. Als
Informationen werden die Angaben über die Pause zwischen den Bursts
[ms] und die Länge des Burstes [ms] nachberechnet. Es ist auch möglich,
aus mehreren vordefinierten Werten auszuwählen.

5.12.6 Sinuswellen
Die Hochenergiegruppe von Impulsen, die beispielsweise eine Kontraktion des Muskels verursachen kann. Es können
die Länge der Sinuswelle [s] – die Zeit der Stimulation und die Pause zwischen den Wellen [s] – die
Entspannungszeit eingestellt werden.
Es ist auch möglich, aus mehreren vordefinierten Werten auszuwählen.

5.12.7 Trapezwellen

Die Hochenergiegruppe von Impulsen, die beispielsweise eine Kontraktion des Muskels verursachen kann. Es können
der Anstieg der Trapezwelle [s] – die Anstiegszeit der Stimulation, die Zeit der Stimulation [s] – der Abfall der
Trapezwelle [s] – Nachwirkungen der Stimulation und die Pause zwischen den Wellen [s] – die Entspannungszeit
eingestellt werden.
Es ist auch möglich, aus mehreren vordefinierten Werten auszuwählen.

5.12.8 Symmetrische Wellen

Die Hochenergiegruppe von Impulsen, die beispielsweise eine Kontraktion des Muskels verursachen kann. Es geht
eigentlich um eine symmetrische Trapezwelle mit einer unterschiedlichen Eingabeart. Es können die Zeit der
Umstimmung [s] - d.h. eigentlich die Zeit der Stimulation und Entspannung, immer einschließlich des Anstiegs, bzw.
der Nachwirkungen und der sog. Hüllkurve der Welle [%]: - d.h. des Verhältnisses zwischen der tatsächlichen Zeit
der Stimulation und dem Anstieg der Stimulation eingestellt werden. Es ist möglich, aus mehreren vordefinierten
Werten auszuwählen.

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5.13 INTERFERENZ–PARAMETER

5.13.1 AMF und Spektrum


Die AMF ist eine Grundfrequenz der therapeutischen Wellen, die im Gewebe durch die Interferenz (z.B. durch die
Zusammensetzung des Signals vom E1-Kanal mit dem Signal des E2-Kanals) gebildet werden – dies gilt für
vierpolige Interferenzen. Bei zweipoligen Interferenzen werden die Wellen mit der AMF-Grundfrequenz ins Gewebe
mit der Trägerfrequenz direkt "transportiert".

I [mA]

t [s]
Trägerfrequenz (Hochfrequenz)

Frequenz der therapeutischen Wellen (Niederfrequenz)

Das Spektrum definiert die Änderung, um wie viel wird die Grundfrequenz der therapeutischen Wellen – AMF
verändert. Die resultierende Frequenz der therapeutischen Wellen kann dann die Werte von AMF bis AMF +
Spektrum erreichen und variiert je nach der Art der eingestellten Umstimmung der Frequenz.

5.13.2 Umstimmung der Frequenz

Sie definiert die Arten der Umstimmung der resultierenden Frequenz der therapeutischen Wellen zwischen AMF und
AMF + Spektrum:
• kontinuierlich (Anstieg der Frequenz, die obere Stagnation, Abfall und die untere Stagnation)
• kontinuierlich, zufällig
• sprungweise (die untere und obere Stagnation)
• sprungweise, zufällig
• symmetrisch (Zeit der Änderung – Umstimmung – "sweep time, Hüllkurve - „contour“)
• symmetrisch, zufällig.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten der Umstimmung sind sichtbar auf den folgenden Bildern:

Der Unterschied zwischen der gewöhnlichen Art der Umstimmung und der zufälligen Art ist wieder am besten sichtbar
auf den zwei folgenden Bildern. Bei der klassischen Art der Umstimmung erfolgen die Frequenzänderungen immer
zwischen zwei Werten – AMF und AMF + Spektrum. Bei der zufälligen Art der Umstimmung werden die
resultierenden generierten Frequenzen durch das Gerät aus den Werten zufällig ausgewählt, die zwischen den
Werten AMF und AMF + Spektrum liegen. Diese Art der Umstimmung reduziert die Möglichkeit der Gewöhnung des
Gewebes an die generierten Frequenzen und erhöht damit in einigen Fällen den Erfolg der Behandlung:

Standardart der Umstimmung zufällige Art der Umstimmung

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5.14 ELEKTRODIAGNOSTIK

5.14.1 Detektion des motorischen Punktes


Vor jeder beliebigen Messung der Elektrodiagnostik sollten Sie zuerst den motorischen Punkt des Muskels, d.h. den
Punkt feststellen, in dem die Muskelstimulation am markantesten ist. Zur Auslösung der Kontraktion reicht Ihnen der
niedrigste eingestellte Intensitätswert. Sie sollten auch bestimmen, mit welcher Elektrode (Kathode versus Anode) Sie
die Messung resultierend durchführen werden.

Anode – schließen Sie die positive Elektrode (den roten Bananenstecker) an die flache Elektrode als eine
Referenzelektrode an. Bringen Sie diese Elektrode proximal oder distal an den entsprechenden Muskel an. Es kann
auch eine Vakuum-Saugelektrode - kontinuierlicher Vakuum-Modus - verwendet werden.
Kathode – die negative Elektrode (der schwarze Bananenstecker) ist an der Stimulations-Punktelektrode
angeschlossen.

Es wird zum Finden des motorischen Punktes empfohlen, die Impulse mit einer Länge von etwa 5 ms für einen
gesunden Muskel und eine Länge von etwa 100 ms für einen denervierten Muskel zu verwenden. Die Pause
zwischen den Impulsen sollte von 2 bis 3 Sekunden dauern. Nach der Lokalisierung des motorischen Punktes polen
Sie den Wert des Ausgangsstroms (Polarität positiv → negativ oder setzen Sie die Elektroden - den roten
Bananenstecker auf die Punktelektrode und den schwarzen Bananenstecker auf die Referenzelektrode um) um und
messen Sie die Empfindlichkeit des Muskels gegen die umgekehrte Polarität des Signals (die Stimulations-Elektrode
ist in diesem Fall die Anode). Zur weiteren Stimulation verwenden Sie eine solche Einschaltung der Elektroden
(Polarität), gegen welche der Muskel empfindlicher war.

5.14.2 Rheobase – Chronaxie


Sie wird im motorischen Punkt des Muskels mit dem Rechteckimpuls und der Polarität der Elektrode, die beim
Feststellen des motorischen Punktes als empfindlicher ausgewählt wurde, gemessen.
Rheobase ist die geringste Intensität des Stroms des Rechteckimpulses, die die Kontraktion des Muskels auslöst.
Chronaxie ist eine Länge des Impulses, wodurch die Kontraktion des Muskels ausgelöst wird und dessen Intensität
2x größer als Rheobase ist.
Die Rheobase- und Chronaxie-Werte können aus einer komplett gemessenen I/t-Kurve – siehe Kapitel 5.14.4
festgestellt werden oder sie können durch das folgende vereinfachte Verfahren gemessen werden.
Zuerst messen Sie die Rheobase (die Länge des Messimpulses beträgt 1000 ms) und dann die Chronaxie. Das Gerät
stellt selbst die richtige Intensität des Messimpulses ein – Sie stellen seine Länge (mit dem Knopf time / stop – durch
Drehen stellen Sie die Länge des Impulses ein, durch Drucken starten / unterbrechen Sie die Stimulation) ein. Nach
dem Sie beide Werte gefunden haben, speichern Sie die Messdaten.
Es ist möglich in die Anmerkung einzutragen, ob die Stimulations-Punktelektrode eine Kathode oder eine Anode war.

5.14.3 Akkommodationskoeffizient
Er wird im motorischen Punkt des Muskels mit dem Dreieck- und Rechteckimpuls und der Polarität der Elektrode, die
beim Feststellen des motorischen Punktes als empfindlicher ausgewählt wurde, gemessen.
Der Akkommodationskoeffizient ist ein Verhältnis der Intensität des Dreieckimpulses zur Intensität des
Rechteckimpulses. Die Breite des Impulses beträgt 1000 ms und die Pause zwischen den Impulsen beträgt 3
Sekunden. Zuerst messen Sie den Rechteckimpuls, nachdem er gemessen und durch Drücken des Knopfs time /
stop (17) gespeichert wird, beginnt das Gerät automatisch mit dem Dreieckimpuls zu messen. Die eingestellte
Intensität wird im oberen Feld auf dem Bildschirm angezeigt. Im unteren Feld wird der aktuell gemessene Wert des
Akkomodationskoeffizientes mit einer Textdiagnose angezeigt.
Es ist möglich in die Anmerkung einzutragen, ob die Stimulations-Punktelektrode eine Kathode oder eine Anode war.

5.14.4 I/t-Kurve
Sie wird im motorischen Punkt des Muskels mit dem Dreieck- oder Rechteckimpuls und der Polarität der Elektrode,
die beim Feststellen des motorischen Punktes als empfindlicher ausgewählt wurde, gemessen.

5.14.4.1 I/t-Kurve – Optionen


Dieses Menü enthält die folgenden Optionen:
• Punkt bearbeiten: Sie ermöglicht eine direkte und schnelle Einstellung der Impulslänge und der Länge der
Pause
• Punkt löschen: Sie entfernt den gemessenen Punkt der Kurve aus dem Graphen
• Neue Kurve – Rechteckimpulse: Sie fügt eine nächste I/t-Kurve in den Graphen ein, die mit den
Rechteckimpulsen gemessen wird

BTL-5000 ELEKTROTHERAPIE – BEDIENUNGSANLEITUNG – TEIL 2 | SEITE 19 VON 30


• Neue Kurve – Dreieckimpulse: Sie fügt eine nächste I/t-Kurve in den Graphen ein, die mit den
Dreieckimpulsen gemessen wird
• Kurve entfernen: Sie entfernt die Kurve aus dem Graphen
• Import der Kurve: Sie liest die I/t Kurve in den Graphen aus dem Speicher des Gerätes ein
• Kurve speichern: Sie speichert die I/t-Kurve
• Detektion des motorischen Punktes
• Berechnung der Chronaxie – Reobase: Sie ist nur dann aktiv, wenn nur eine Kurve im Graphen angezeigt
wird
• Berechnung des Akkommodationskoeffizienten: Sie ist nur dann aktiv, wenn zwei Kurven im Graphen –
eine Kurve mit den Dreieckimpulsen gemessen und die andere Kurve mit den Rechteckimpulsen gemessen -
angezeigt werden
• Berechnung der Stimulation: Sie ist nur dann aktiv, wenn zwei mit den Dreieckimpulsen gemessene
Kurven im Graphen angezeigt werden

5.14.4.2 I/t-Kurve – Eigenschaften


Auf diesem Bildschirm definieren Sie den Namen der I / t-Kurve, Zusatzinformationen und Sie weisen sie dem
Patienten zu.

5.14.4.3 I/t-Kurve – Messung

Durch Drehen des Knopfes time / stop verschieben Sie sich entlang der Zeitachse und ändern damit die Länge des
generierten Impulses.
Mit dem Knopf intensity stellen Sie den Intensitätswert des generierten Impulses ein.
Durch Drücken des Knopfs time / stop fügen Sie den gerade eingestellten Intensitätswert in den Graphen ein.
Sie wählen mit den Kunststoffknöpfen auf dem Bildschirm >> a << aus, welche der angezeigten I/t -Kurven aktiv sein
wird – mit dieser Kurve wird man im Menü während des Messens usw. arbeiten,

5.15 KOMBINIERTE THERAPIEN

5.15.1 Polarität des Ultraschallkopfs


Die Polarität des US-Kopfs bei der kombinierten Therapie wird auf dem Display des Gerätes eingestellt:
• Anode (+) – in diesem Fall wählen Sie auf dem Display für den E1-Generator (bzw. auf dem Display der
Elektrotherapie) die Ausgangspolarität „positiv“ aus
• Kathode (-) – in diesem Fall wählen Sie auf dem Display für den E1-Generator (bzw. auf dem Display der
Elektrotherapie) die Ausgangspolarität „negativ“ aus
Die andere Elektrode, die Sie an den Patienten anschließen müssen, ist die Bezugselektrode vom entsprechenden
elektrotherapeutischen Generator (typisch E1). Diese Elektrode ist in den Ausgang (-) bei der Elektrotherapie
eingeschaltet und es sollte ein schwarzes Kabel verwendet werden.

5.15.2 Einstellung von Parametern der kombinierten Therapie

5.15.2.1 Geräte BTL-5000 Combi

Die kombinierten Therapien können aus dem Generator der Elektrotherapie gestartet werden, der ein Symbol des
Ultraschallkopfes auf seinem Lesezeichen – siehe Bild hat. Es ist typisch ein Generator der Elektrotherapie E1.
Nur in den Listen dieses Generators finden Sie die kombinierten Therapien, egal ob es kombinierte Diagnosen,
kombinierte Programme oder eine manuelle Auswahl der Therapien betrifft.

Wenn Sie eine kombinierte Therapie (egal ob über eine Diagnosenliste – diag, oder eine Liste der Programme –
prog, oder mit der manuellen Steuerung – man) auswählen, erscheint auf dem Bildschirm des Elektro-Generators ein
Standardbildschirm für die Steuerung der Parameter der Elektrotherapie mit einer eingebetteten Taste "Parameter
des Ultraschalls".

Nach dem Drücken der Taste Parameter des Ultraschalls können Sie alle Parameter der Ultraschalltherapie so
einstellen, wie Sie verlangen. Detaillierte Beschreibung der Parameter des Ultraschalls finden Sie in der
Bedienungsanleitung für die Ultraschalltherapie.

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5.15.2.2 Verbundene Geräte BTL-5000 Pulse und BTL-5000 Sono

Die Verbindung dieser Geräte ist in der Bedienungsanleitung schematisch dargestellt. Beide Geräte werden
separat gesteuert. Die Therapie wird an jedem Gerät getrennt gestartet. Am Gerät BTL-5000 Sono müssen Sie die
Therapie am U1-Generator starten und die Option "mit Elektro" einschalten.

5.16 SPEZIFISCHE EINSTELLUNGEN DER ELEKTROTHERAPIE

5.16.1 Kontaktkontrolle von Elektroden


Hier kann die Kontaktkontrolle von Elektroden der Elektrotherapie mit dem Körper des Patienten ausgeschaltet (bzw.
wieder eingeschaltet) werden. Diese Funktion ist ab Werk eingeschaltet. Wir empfehlen sie nur dann auszuschalten,
wenn Sie die Elektrotherapie vor allem für motorische Stimulationen verwenden wollen.

5.16.2 Messung von Elektroden

Die am Körper des Patienten angebrachten Elektroden während der Therapie unterliegen dem Alterungsprozess.
Dieser Alterungsprozess zeigt sich durch einen allmählichen Anstieg ihres Widerstandes bis zur Grenze, wenn ihre
Verwendung (das Gerät meldet "schlechter Kontakt der Elektroden mit dem Patienten") verhindert wird. Die Zeit der
möglichen Verwendung von Elektroden hängt insbesondere von den Typen der verwendeten Ströme ab.
Diese Funktion überprüft die Qualität der Elektroden. Die Kontrolle erfolgt nach dem Drücken der Taste "ein-
/ausschalten". Im unteren Teil wird der aktuelle Zustand der Elektroden angezeigt. Nach dem Einschalten drücken Sie
die Elektroden an sich an und das Gerät zeigt ein Textergebnis an.

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6 EMPFEHLUNGEN FÜR ELEKTROTHERAPIE

6.1 VERWENDUNG VON FLACHELEKTRODEN

Es können ans Gerät die flachen BTL-Elektroden angeschlossen werden. In Kombination mit flachen Elektroden
werden entsprechende Überstreifer eingesetzt, die zur Verbesserung des Kontakts mit Wasser oder bei der
Iontophorese mit der entsprechenden therapeutischen Lösung angefeuchtet werden. Die Überstreifer sind vor dem
ersten Einsatz in lauwarmem Wasser zu waschen. Durch Anfeuchten der Überstreifer oder der Schwämme
verhindern Sie ein Verbrennen des Patienten bei der Therapie. Beim Generieren der Niedrigenergieströme (TENS)
liegen die Elektroden im Überstreifer am Körper des Patienten mit der Seite 1 an. Zwischen der Elektrode und der
Haut des Patienten wird eine Schicht des Überstreifers sein. Bei Hochenergieströmen (empfohlen für alle Ströme,
außer TENS) legen Sie die Elektrode im Überstreifen an den Körper des Patienten mit der Seite 2 an.

Schwammabdeckung

Electrode

Die Überstreifer der Elektroden vor dem ersten Einsatz gründlich in lauwarmem Wasser waschen! Sie sind
ab Werk mit einem speziellen Stoff imprägniert, der das Verschimmeln verhindert.

Nach dem Waschen und Trocken von Elektroden werden sie hart. Das ist kein Mangel, durch Anfeuchten werden sie
wieder weich.

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7 TECHNISCHE PARAMETER DER ELEKTROTHERAPIE

7.1 PARAMETER DER EINZELNEN THERAPIEN – STRÖME

7.1.1 TENS

Typ: symmetrisch, alternierend, asymmetrisch


Impuls: 10 bis 400 µs
Pause: 0,15 bis 2 500 ms (nach der Impulslänge, dem Impulstyp und der
eingestellten Frequenz)
Frequenz: 0,2 bis 1 000 Hz (alternierend)
0,4 bis 1 000 Hz (symmetrisch, asymmetrisch)
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.2 Interferenz 4-polig

Trägerfrequenz (carrier) : 3 600 bis 10 000 Hz


AMF: 0 bis 200 Hz
Spektrum: 0 bis 200 Hz
Umstimmung der Frequenz: siehe den Absatz Umstimmung der Frequenz in diesem Kapitel

7.1.3 Interferenz 2-polig

Trägerfrequenz (carrier): 3 600 bis 10 000 Hz


AMF: 0 bis 200 Hz
Spektrum: 0 bis 200 Hz
Umstimmung der Frequenz: siehe den Absatz Umstimmung der Frequenz in diesem Kapitel

7.1.4 Isoplanare Interferenz

Trägerfrequenz (carrier): 3 600 bis 10 000 Hz


AMF: 0 bis 200 Hz
Spektrum: 0 bis 200 Hz
Umstimmung der Frequenz: siehe den Absatz Umstimmung der Frequenz in diesem Kapitel
Feldrotation: 0,5 bis 70 s

7.1.5 Interferenz – dipoliger Vektor

Typ: automatische Handrotation


Trägerfrequenz (carrier): 3 600 bis 10 000 Hz
AMF: 0 bis 200 Hz
Spektrum: 0 bis 200 Hz
Umstimmung der Frequenz: siehe den Absatz Umstimmung der Frequenz in diesem Kapitel
Rotation des Dipols: 3 U/Sekunde bis 1 U/30 Sekunden (Auto-Rotation)

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7.1.6 Russische Stimulation

Trägerfrequenz (carrier): 2 500 bis 10 000 Hz


Impulsfrequenz: 40 bis 150 Hz
Verhältnis Impuls/Pause: 1:1 bis 1:8 (Ausnahme bei der Verwendung des Verhältnisses, andernfalls
werden Impuls/Periode verwendet)
Modulation: Trapezwellen (Parameter siehe weiter in diesem Kapitel Absatz
Modulation der Ströme)

7.1.7 Mittelfrequenzwellen (amplitudenmoduliert)

Trägerfrequenz (carrier): 2 500 bis 10 000 Hz


Impuls: 0,1 bis 50 ms (nach der eingestellten Trägerfrequenz)
Impulsfrequenz: 9,8 bis 1 000 Hz (nach der eingestellten Trägerfrequenz)
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.8 Rechteckimpulse

Typ: monophasisch, symmetrisch, alternierend


Impuls: 0,2 bis 1 000 ms
Pause: 0,1 bis 10 000 ms (monophasisch, symmetrisch; weiter nach der
Impulslänge)
0,1 bis 5 000 ms (alternierend; weiter nach der Impulslänge)
Frequenz: 0,1 bis 1 000 Hz
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.9 Dreieckimpulse

Typ: monophasisch, symmetrisch, alternierend


Impuls: 1 bis 1 000 ms
Pause: 0,1 bis 10 000 ms (monophasisch, symmetrisch; weiter nach der
Impulslänge)
0,1 bis 5 000 ms (alternierend; weiter nach der Impulslänge)
Frequenz: 0,1 bis 900 Hz (monophasisch)
0,1 bis 450 Hz (symmetrisch, alternierend)
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.10 Exponentielle Impulse, mit exponentiellem Anstieg

Typ: monophasisch, symmetrisch, alternierend


Impuls: 1 bis 800 ms
Pause: 0,1 bis 10 000 ms (monophasisch, symmetrisch; weiter nach der
Impulslänge)
0,1 bis 5 000 ms (alternierend; weiter nach der Impulslänge)
Frequenz: 0,1 bis 900 Hz (monophasisch)
0,1 bis 450 Hz (symmetrisch, alternierend)
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

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7.1.11 Kombinierte Impulse

Typ: asymmetrisch
Impuls: 0,2 bis 1 000 ms
Pause: 0,5 bis 10 000 ms (nach der Impulslänge)
Frequenz: 0,1 bis 550 Hz
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.12 Stimulations-Impulse (für die Stimulationen nach der


Elektrodiagnostik)

Typ: Rechteck, Dreieck (monophasisch)


Impuls: 0,1 bis 1 000 ms
Pause: 0,5 bis 10 s
Wahl des Tons beim Generieren nein (Piepen nach der Impulslänge)
des Impulses:

7.1.13 Unterbrochene Impulse

Typ: Rechteck, Dreieck (monophasisch, symmetrisch, alternierend)


Frequenz der Unterbrechung: 8 000 Hz, Duty Faktor 95 %
Impuls: 1 bis 30 ms
Pause: 1 bis 60 ms (monophasisch)
1 bis 30 ms (symmetrisch, alternierend)
Frequenz: 11,1 bis 500 Hz (monophasisch)
11,1 bis 333 Hz (symmetrisch)
8,3 bis 250 Hz (alternierend)
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.14 Träbert-Strom, Ultra-Reiz 2-5

Typ: monophasisch
Impuls: 2 ms
Pause: 5 ms
Frequenz: 143 Hz
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.15 Leduc-Strom

Typ: monophasisch
Impuls: 1 ms
Pause: 9 ms
Frequenz: 100 Hz
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

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7.1.16 Faradisch, neofaradisch

Typ: monophasisch Rechteck (faradisch), monophasisch Dreieck (neofaradisch)


Impuls: 2 ms
Pause: 20 ms
Frequenz: 45,5 Hz
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.17 H-Wellen (H-wave)

Typ: symmetrisch
Impuls: 2 x 5,6 ms
Pause: 0,22 bis 10 000 ms
Frequenz: 0,1 bis 87,7 Hz
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme

7.1.18 Diadynamik

Typ: DF, MF, CP, LP, RS, CP-ISO


Basis: 0 / 0,5 / 1 / 2 / 5 / 10 %
Grundfrequenz: 50 oder 60 Hz (von diesen Frequenzen wurden die Ströme abgeleitet)
Impulsunterbrechung: 8 000 Hz, Duty Faktor 95 %

Parameter des DF*-Typs: kontinuierliche Sinus-Impulse, Frequenz 100 Hz

Parameter des MF*-Typs: kontinuierliche Sinus-Impulse, Frequenz 50 Hz


MF

Parameter des CP*-Typs: Wechsel DF und MF; 1 Sekunde DF, 1 Sekunde MF


CP

LP

Parameter LP*-Typs: Wechsel DF mit Modulation und MF; 10 Sekunden DF mit Modulation,
6 Sekunden MF

Parameter des RS*-Typs: Wechsel MF und Pause; 1 Sekunde MF, 1 Sekunde Pause
RS

Parameter des CP-ISO*-Typs: Wechsel DF und MF mit Amplitude 80 % DF;


1 Sekunde DF, 1 Sekunde MF
CP-
ISO

* Parameter sind bei der grundlegenden Impulsfrequenz von 50


Hz definiert

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7.1.19 Galvanischer Strom (ionen-foretisch)

Typ: kontinuierlich, unterbrochen 8 000 Hz mit Duty Faktor 95 %

7.1.20 Mikroströme:
Typ: Rechteck, Dreieck, exponentiell (monophasisch, symmetrisch, alternierend)
und kombiniert
Impuls: 0,2 bis 1 000 ms (Rechteck, kombiniert)
1 bis 1 000 ms (die übrigen)
Pause: 0,1 bis 10 000 ms (monophasisch, symmetrisch, kombiniert; weiter nach der
Impulslänge)
0,1 bis 5 000 ms (alternierend; weiter nach der Impulslänge)
Frequenz: 0,1 bis 1 000 Hz (Rechteck)
0,1 bis 700 Hz (kombiniert)
0,1 bis 900 Hz (die übrigen, monophasisch)
0,1 bis 450 Hz (die übrigen, symmetrisch und alternierend)
Modulation: siehe in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme
Bem.: Nur Strom-Modus

7.1.21 Spastische Stimulationen (nach Hufschmidt)

Impulse: 0,1 bis 25 ms


Verzögerung zwischen den 10 bis 3 000 ms
Kanälen:
Frequenz: 0,15 bis 50 Hz (nach der eingestellten Impulslänge und der Verzögerung)

7.1.22 Hochspannung (HVT)

Typ: Impulse einfach, doppelt, dreifach


symmetrisch, alternierend
Impulse: 20 µs (Impulse einfach, symmetrisch, alternierend)
30 µs (Impulse doppelt)
40 µs (Impulse dreifach)
Frequenz: 0,1 bis 500 Hz
Modulation: siehe weiter in diesem Kapitel den Absatz Modulation der Ströme
Bem.: Nur Spannungs-Modus

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7.2 MODULATION DER STRÖME

Typen: konstante Frequenz


zufällig verstimmte Frequenz
burst
Sinuswellen
Trapezwellen
symmetrische Wellen

zufällig verstimmte Frequenz: typisch ± 30 %


Burst (kann nicht für HVT eingestellt werden):
Burst-Anzahl im Impuls: 3 bis
10
Burst-Frequenz: 0,1 bis 100 Hz (nach der Impulslänge und
Impulsfrequenz)
Sinuswellen:
Wellenlänge: 0,15 bis 35 s (für HVT von 3 bis 35 s)
Pausenlänge: 0,02 bis 70 s (für HVT von 3 bis 70 s)
Trapezwellen:
Anstieg, Abfall der Welle: 1 bis (für HVT von 3 bis 35 s)
35 s
Stimulationszeit, Pause zwischen den Wellen: 1 bis (für HVT von 3 bis 35 s)
35 s
Symmetrische Wellen:
Umstimmung (sweep time): 1 bis (für HVT von 3 bis 35 s)
35 s
Hüllkurve: 1 bis 99 %

7.3 UMSTIMMUNG DER FREQUENZ (BEI INTERFERENZEN)

Typen: kontinuierlich, sprungweise, symmetrisch

Zufällige Auswahl der Frequenz bei der ja, nein


Umstimmung:
Kontinuierliche Umstimmung:
Anstieg und Abfall der Frequenz: 1 bis 35 s
Stagnation der Frequenz: 0 bis 35 s
Sprung-Umstimmung:
Stagnation der Frequenz: 1 bis 35 s
Symmetrische Umstimmung:
Zeit der Umstimmung (sweep time): 1 bis 35 s
Hüllkurve: 1 bis 99 %

7.4 SCHRITT DER EINSTELLUNG VON PARAMETERN

Schritt der Einstellung von Parametern der Ströme*


0,10 bis 0,30: 0,01
0,30 bis 1,00: 0,05
1,00 bis 3,00: 0,10
3,00 bis 10,0: 0,5
10,0 bis 30,0: 1,0
30,0 bis 100: 5
100 bis 300: 10
300 bis 1 000: 50
1 000 bis 3 000: 100
3 000 bis 10 000: 500

* dies gilt für alle Einstellungen, außer der Trägerfrequenz:


2 500 bis 5 000: 100
5 000 bis 10 000: 500

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7.5 MAXIMAL EINSTELLBARE WERTE DER INTENSITÄT

TENS:
10 µs bis 160 µs 140 mA
161 µs bis 400 µs 140 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)

Impuls : Pause Frequenz 0,1 – 400 Hz Frequenz über 400 Hz


100 : 1 50 mA 80 mA
10 : 1 52 mA 83 mA
5:1 54 mA 87 mA
2:1 61 mA 97 mA
1:1 70 mA 113 mA
1:2 86 mA 138 mA
1:3 100 mA 140 mA
1:5 122 mA 140 mA
1:7 140 mA 140 mA
1 : 10 bis 1 : 10 000 140 mA 140 mA

Interferenz 2-polig: 140 mA

Interferenz 4-polig: 100 mA

Isoplanare Interferenz: 100 mA

Interferenz dipolig: 100 mA

Russische Stimulation: 140 mA

Diadynamik: DF 70 mA
MF 100 mA
CP 80 mA
LP 80 mA
RS 100 mA
CP-ISO 80 mA

Rechteckimpulse, kombinierte Impulse, unterbrochene Rechteckimpulse:


0,2 ms bis 29 ms 140 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
30 ms bis 49 ms 110 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
50 ms bis 69 ms 90 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
70 ms bis 99 ms 80 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
100 ms bis 299 ms 70 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
300 ms bis 1000 ms 65 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*

Impuls : Pause Frequenz 0,1 – 400 Hz Frequenz über 400 Hz


100 : 1 50 mA 80 mA
10 : 1 52 mA 83 mA
5:1 54 mA 87 mA
2:1 61 mA 97 mA
1:1 70 mA 113 mA
1:2 86 mA 138 mA
1:3 100 mA 140 mA
1:5 122 mA 140 mA
1:7 140 mA 140 mA
1 : 10 bis 1 : 10 000 140 mA 140 mA
* es gilt immer der niedrigere Wert

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Dreieckimpulse, unterbrochene Dreieckimpulse:
1 ms bis 29 ms 140 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
30 ms bis 49 ms 110 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
50 ms bis 69 ms 90 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
70 ms bis 99 ms 80 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
100 ms bis 299 ms 70 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
300 ms bis 1000 ms 65 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*

Impuls : Pause Frequenz 0,1 – 400 Hz Frequenz über 400 Hz


100 : 1 71 mA 113 mA
10 : 1 74 mA 118 mA
5:1 77 mA 123 mA
2:1 86 mA 138 mA
1:1 100 mA 140 mA
1:2 122 mA 140 mA
1 : 3 bis 1 : 10 000 140 mA 140 mA
* es gilt immer der niedrigere Wert

Exponentielle Impulse und Impulse mit exponentiellem Anstieg, unterbrochen exponentiell:


1 ms bis 29 ms 140 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
30 ms bis 49 ms 110 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
50 ms bis 69 ms 90 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
70 ms bis 99 ms 80 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
100 ms bis 299 ms 70 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
300 ms bis 800 ms 65 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*

Impuls : Pause Frequenz 0,1 – 400 Hz Frequenz über 400 Hz


100 : 1 87 mA 138 mA
10 : 1 90 mA 140 mA
5:1 94 mA 140 mA
2:1 106 mA 140 mA
1:1 122 mA 140 mA
1 : 2 bis 1 : 10 000 140 mA 140 mA
* es gilt immer der niedrigere Wert

Stimulationsimpulse:
0,1 ms bis 29 ms 140 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
30 ms bis 49 ms 110 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
50 ms bis 69 ms 90 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
70 ms bis 99 ms 80 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
100 ms bis 299 ms 70 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*
300 ms bis 1000 ms 65 mA (weitere Begrenzung in der Tabelle angeführt)*

Träbert-Strom (Ultra-Reiz): 92 mA
Leduc-Strom: 140 mA
Faradischer Strom: 140 mA
Neofaradischer Strom: 140 mA
Galvanischer Strom: 65 mA
H – Wellen:
Frequenz Intensität
0,1 – 35 Hz 140 mA
40 Hz 129 mA
50 Hz 114 mA
60 Hz 103 mA
80 Hz 90 mA
88 Hz 86 mA

Mikroströme: 1000 µA
Spastische Stimulationen: 140 mA
Hochspannung (HVT): 390 V

Datum der letzten Überarbeitung: 23. 3. 2012

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