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Zur Gliederung der 1.

Panzergrenadierdivision in der Heeresstruktur 2:

Es fehlen alle Ausbildungskompanien der Division.

Weitere Berichtigungen:

Feldjägerkompanie 1
1957-1972: Kompanieführung, Fernmeldezug Braunschweig, Je 1 FJgZug in Braunschweig, Göttingen
und Hildesheim. Nichts in Hannover.

Heeresfliegerstaffel 1: war von 1964 bis 1971:


Heeresfliegerbataillon 1 (Aufstellung 1964 aus Heeresfliegerstaffel 1 und Heeresfliegerstaffel 500 als
Divisions-Heeresfliegerbataillon). Lag in Hildesheim!
Gliederung: 1. Stabs-/Versorgungsstaffel, 2. Beobachtungs- und Verbindungsstaffel, 3.
Transportstaffel

ABC-Abwehrkompanie 1: Aufstellung erst um 1965 in Holzminden, später in Emden, zeitweise


Geräteeinheit. Unterstand zeitweise dem Artillerieregiment 1 bzw. dem Pionier-Btl 1.
In Braunschweig lag die Brigade-ABC-Abwehrkompanie 20.

FEHLT:
Feldartillerie-Bataillon 11
Hannover-Bothfeld

Gliederung: 1. Stabsbatterie, ab 1967 Stabs- und Versorgungsbatterie, 2. u. 3. Bttr (FH 155 mm, ab
1966: FK 175 mm SF), 4. Bttr (FH 203 mm, ab 1966: 203 mm SF), 5. Versorgungsbatterie (bis 1967),
AusbKp 6/1.

Raketenartilleriebataillon 12
Aufstellung erst 1964, bis dahin nur 1 Batterie vorhanden.
Gliederung 1965: 1. St/VersBttr, 2. – 4. Bttr (je 2 x HONEST JOHN), 5. Begleitbatterie.
Was in Deiner Skizze eine „2. Schwere Raketenartilleriebatterie“ und die 3. u. 4. als „leichte
Raketenartilleriebatterien“ bedeuten sollen, weiß ich nicht. Die Mehrfachraketenwerfer wurden erst
1971 eingeführt und haben in der Heeresstruktur 2 nichts verloren.

FEHLT:
Schallmeßbatterie 1 und Radarbatterie 1, beide aufgestellt 1968. Werden 1970 zusammengelegt zur
Beobachtungsbatterie 1, diese bildet 1972 das Beobachtungsbataillon 1 (ab 1980 BeobBtl 13).

Panzeraufklärungs-Btl 1:
4. (schwere) Kp erst Ende 1961.

Flugabwehrbataillon 1

Am Beispiel Fla-Btl 1 wird die Wichtigkeit des Stichtages der Erstellung der Gliederung deutlich:
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Gliederung (G) 1960 - 1965: 1. Stabs-Bttr, 2. - 3. Flak-Bttr (Flak 40 mm/L 60 SF (Flak-Pz M 42), 4. Flak-
Bttr (Flak 40 mm/L 70), 5. Versorgungs-Bttr.
G 1965 -1970; 1. Stabs-Bttr, 2. - 4. Flak-Bttr (Flak 40 mm/L 60 SF (Flak-Pz M 42) – 4. Batterie neu
hinzugekommen durch Umwandlung der bisherigen Brigade-Fla-Bttr 10, 5. Flak-Bttr (Flak 40 mm/L
70), 6. Versorgungs-Bttr.
G 1970: 1. Stabs- u. Vers.Bttr, 2. - 4. Flak-Bttr (Flak 40 mm/L 60 SF (Flak-Pz M 42). 5. Bttr 1970 zur
Aufstellung des Korpsflugabwehrbataillons 110 abgegeben, Stabs- und Versorgungs-Bttr
zusammengelegt.

Pionier-Btl 1
auch hier ist wieder entscheidend, welches Jahr betrachtet werden soll.

G: 1959: 1. Stabs-Kp mit Pioniermaschinenzug, 2. u. 3. Pi-Kp, 4. Brücken-Kp, 5. Versorgungs-Kp, Aus-


bKp (ab 1960),

1967: 1. St/VersKp, 2. – 4. Pi-Kp, 5. Amphibische Kompanie, 6. Pioniermaschinen- und Brücken-Kp,


AusbKp (bis 1970)

1970: 1. St/VersKp, 2. – 4. iP-Kp, 5. Pioniermaschinen- u. Brücken-Kp (Schlauchbootbrücke,


Festbrücken, Tauchergruppe)

Sanitätsbataillon 1
Lag bis 1967 in Bückeburg
Gliederung 1967: Stabszug, EINE Sanitätskompanie, EINE Sanitätsfeldersatz-Kp, EIN Chirurgisches
Lazarett. Masse der Sanitätsunterstützung kam vom Korps.

Instandsetzungsbataillon 1:
Gab es in der Heeresstruktur 2 nicht, in dieser Struktur hatten die Divisionen KEINE
Instandsetzungsbataillone, sondern nur eine Instandsetzungskompanie für die Divisionstruppen –
hier die Instandsetzungskompanie 1 in Hannover. Diese DivInstKp 1 bildete dann 1972 mit den
DivNschKp 1 das Divisionsversorgungs-Btl 1, das im Oktober 1975 wieder aufgelöst und zur
Aufstellung von InstBtl 1 und NSchBtl 1 verwendet wurde.

Für die Instandsetzung wurden in der Heerestruktur 2 jeder Division aus dem Bestand der Korps je
ein Instandsetzungsbataillon zugeteilt, im Fall der 1. PzGrenDiv war dies das InstBtl 410.

Nachschubbataillon 1:
Gab es in der Heeresstruktur 2 nicht, in dieser Struktur hatten die Divisionen KEINE
Nachschubbataillone, sondern nur eine Nachschubkompanie für die Divisionstruppen – hier die
Nachschubkompanie 1 in Hannover. Diese DivNSchKp 1 bildete dann 1972 mit den DivInstKp 1 das
Divisionsversorgungs-Btl 1, das im Oktober 1975 wieder aufgelöst und zur Aufstellung von InstBtl 1
und NSchBtl 1 verwendet wurde.
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BRIGADEN - allgemein;

Brigade-Aufklärungskompanien gab es nur von 1959/60 bis 1962, einige bis 1963. Dann wurden
diese Kompanien aufgelöst und zur Aufstellung der Brigadespähzüge und der 4. (schweren)
Kompanien der PzAufklBtl verwendet. Einzige Ausnahme waren die Gebirgs-
Panzeraufklärungskompanien, bis bis 1970/71 bestanden.
Einige Brigade-Aufklärungskompanien wurden nie aufgestellt.

Brigade-Fla-Batterien:
Wurden ebenfalls nicht in allen Brigaden aufgestellt. Die meisten Brigade-Fla-Kpn gingen bis 1967 in
den Div-Fla-Btl auf.

Panzerjäger-Kompanie in der Panzerbrigade:


Die Panzerbrigaden erhielten ab 1967/1968 mit Einführung des Raketenjagdpanzers 2 (SS 11)
ebenfalls Panzerjägerkompanien – allerdings reine Raketenjägerkompanien.

ABC-Abwehr-kompanie Brigade: FEHLT


Die Brigaden hatten teilweise ABC-Abwehrzüge, teilweise ABC-Abwehr-Kp, teilweise keine ABC-
Abwehrtruppenteile.
Brig 1: ABC-Abwehrkompanie 10. Aufstellung Juli 1965 als Brigade-ABC-Abwehrkompanie aus dem
bereits vorhandenen Brigade-ABC-Abwehrzug. April 1971 im neu aufgestellten ABC-Abwehrbataillon
120 aufgegangen. Hildesheim
Brig 2: ABC-Abwehrkompanie 20. Aufstellung 1965 als Brigade-ABC-Abwehrkompanie. April 1971 im
neu aufgestellten ABC-Abwehrbataillon 120 aufgegangen. Braunschweig
ABC-Abwehrkompanie 30. Aufstellung 1964 als Brigade-ABC-Abwehrkompanie. April 1971 im neu
aufgestellten ABC-Abwehrbataillon 120 aufgegangen. Luttmersen

Panzer-Btl in der PzGrenBrig:


Es gab keine Panzerjägerkompanien als 5. Kp in den Panzer-Btl. Um 1960 war kurze Zeit vorgesehen,
die Brigade-Panzerjägerkompanie dem Panzerbataillon zu unterstellen, davon kam man rasch wieder
ab.
Warum ist die 2. Panzerkompanie eine „leichte“ und die 3. – 4. eine „mittlere“ PanzerKp? Leopard
bzw. M 48/ M47 gelten als mittlere Kampfpanzer, leichter Kampfpanzer war bei der Bundeswehr nur
der M 41, der bis etwa 1967 in den Panzeraufklärungsverbänden und teilweise noch als Panzerjäger
fuhr.

Artilleriebataillon PzGrenBrig

Auch die Feldartillerierbataillone rüsteten ab 1967 auf Panzerartillerie M 109 um. Die Bataillone
hatten zwei schießende Batterien mit je 6 Feld- bzw. Panzerhaubitzen, die 4.
Raketenartilleriebatterie war zwar vorgesehen, wurde aber nirgends aufgestellt. Hier waren als
Ausstattung zunächst die erst 1971 bei der Divisionsartillerie eingeführten Mehrfachraketenwerfer
vorgesehen.

Feldersatzbataillone:
Die Feldersatzbataillone gehören organisch als 7. Bataillon zu den Brigaden
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PzGrenBtl 11 und 12: Meines Wissens ab 1962 PzGenBtl (MTW), erst 1972 SPz
PzGrenBtl 13: PzGrenBtl (mot).

PzGrenBtl 21: War ab 1962 (?) PzGrenBtl SPz, da Lehrtruppe der HOS I Hannover
PzGrenBtl 22: PzGrenBtl (mot)
PzBtl 24: ab 1962 Braunschweig

PzBtl 33: 1959 Barme-Dörverden, ab 1965 Neustadt am Rübenberge / Luttmersen.


PzBtl 34: Nienburg-Langendamm, ab 1969 Scheuen-Celle