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29.5.

2019 EUR-Lex - c10811 - FR - EUR-Lex

Synthèses de la législation
de l'UE

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Unterrichtung des Arbeitnehmers über die geltenden Arbeitsbedingungen
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Unterrichtung des Arbeitnehmers über die


geltenden Arbeitsbedingungen
In der Europäischen Union (EU) besteht eine allgemeine Pflicht, dass jeder Arbeitgeber
einem Arbeitnehmer ein Schriftstück mit Angaben über die wesentlichen Bedingungen
seines Arbeitsvertrags oder Arbeitsverhältnisses aushändigt.

RECHTSAKT
Richtlinie 91/533/EWG des Rates vom 14. Oktober 1991 über die Pflicht des
Arbeitgebers zur Unterrichtung des Arbeitnehmers über die für seinen Arbeitsvertrag
oder sein Arbeitsverhältnis geltenden Bedingungen.

ZUSAMMENFASSUNG
In der Europäischen Union (EU) besteht eine allgemeine Pflicht, dass jeder Arbeitgeber
einem Arbeitnehmer ein Schriftstück mit Angaben über die wesentlichen Bedingungen
seines Arbeitsvertrags oder Arbeitsverhältnisses aushändigt.

WAS IST DER ZWECK DER RICHTLINIE?


https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Ac10811&print=true 1/3
29.5.2019 EUR-Lex - c10811 - FR - EUR-Lex

Die Richtlinie gewährleistet, dass Arbeitgeber die Arbeitnehmer über die folgenden
wesentlichen Punkte in Kenntnis setzen:
die Personalien der Parteien und den Arbeitsplatz;
die Art der Stelle;
Zeitpunkt des Beginns und Dauer des Arbeitsvertrags;
die Höhe der Bezahlung;
normale Arbeitszeit des Arbeitnehmers;
Angabe der Tarifverträge und/oder der kollektiven Vereinbarungen, in denen die
Arbeitsbedingungen des Arbeitnehmers geregelt sind.
Die Richtlinie gilt nicht für Arbeitnehmer mit einem Vertrag über weniger als einen
Monat oder mit einer Arbeitswoche mit weniger als acht Stunden.

WICHTIGE ECKPUNKTE
Der Arbeitgeber händigt spätestens zwei Monate nach Aufnahme der Arbeit dem
Arbeitnehmer ein Schriftstück mit den erforderlichen Angaben aus.
Die einzelstaatlichen Rechtsvorschriften jedes EU-Landes entscheiden darüber, ob ein
Arbeitsvertrag besteht, und wenn dies der Fall ist, welche Bedingungen dieser Vertrag
zu erfüllen hat. Die Definition der Begriffe „Arbeitnehmer“, „Vertrag“ und
„Arbeitsverhältnis“ obliegt daher der nationalen Gesetzgebung.
Wenn ein Arbeitnehmer seine Tätigkeit auf Verlangen des Arbeitgebers in einem
anderen EU-Land ausübt („Im Ausland tätiger Arbeitnehmer“), so muss dieser vor
seiner Abreise über ein Dokument mit den erforderlichen Angaben verfügen. Dieses
Dokument muss bestimmte zusätzliche Angaben enthalten, so z. B. die Währung, in
der das Arbeitsentgelt ausgezahlt wird, und die Dauer der ausgeübten Tätigkeit. Diese
Bestimmungen finden keine Anwendung, wenn die Dauer der Arbeit außerhalb des
Landes einen Monat oder weniger beträgt.
Jede Änderung muss Gegenstand eines Schriftstücks sein, das der Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer innerhalb eines Monats aushändigen muss.
Das Recht der EU-Länder, für die Arbeitnehmer günstigere Vorschriften zu erlassen,
bleibt von der Richtlinie unberührt.

WANN TRITT DIE RICHTLINIE IN KRAFT?


Die Richtlinie ist am 30. Juni 1993 in Kraft getreten.

HINTERGRUND
Die Entwicklung neuer Arbeitsformen hat zu einer Vielfalt der Arten von
Arbeitsverhältnissen geführt. Die Richtlinie zielt darauf ab, die Arbeitnehmer besser vor
etwaiger Unkenntnis über die Bestimmungen ihres Arbeitsverhältnisses zu schützen
und den Arbeitsmarkt transparenter zu gestalten.
Weitere Informationen sind auf der Website der Europäischen Kommission zu
Arbeitsbedingungen - Arbeitsbedingungen des einzelnen Arbeitnehmers erhältlich.

BEZUG

Rechtsakt Datum des Termin für die Amtsblatt der


Inkrafttretens Umsetzung in den Europäischen
Mitgliedstaaten Union
Richtlinie 28.10.1991 30.6.1993 ABl. L 288 vom
91/533/EWG 18.10.1991, S. 32-35
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VERBUNDENE RECHTSAKTE
Beschluss 2014/51/EUdes Rates vom 28. Januar 2014 zur Ermächtigung der
Mitgliedstaaten, das Übereinkommen über menschenwürdige Arbeit für
Hausangestellte der Internationalen Arbeitsorganisation von 2011 (Übereinkommen Nr.
189) im Interesse der Europäischen Union zu ratifizieren (ABl. L 32, 1.2.2014, S. 32).

Letzte Aktualisierung: 23.07.2015


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