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Rasso Knoller,

Michael Stritzke Rasso Knoller


160 Seiten ⁄ 8,90 [D] Michael Stritzke
ISBN 978-3-8317-1083-6
Reise Know-How Verlag, Flugausbildung

Handbuch Paragliding
Bielefeld Technik des
f Über 60 Farbfotos und
Gleitschirmfliegens
Zeichnungen Gleitschirmfliegen
Die Ausbildung f Ausführliches Register auf Reisen
Wahl der Flugschule, Welche Kurse f Griffmarken
gibt es? Fliegen im Ausland, Luftrecht,
Die attraktivsten Fluggebiete
f Strapazierfähige Bindung
Versicherung und Haftung bei in Europa
Schadensfällen, Umweltschutz Über 50 Startplätze

Die Ausrüstung
Der Schirm, Das Rettungsgerät,
Zubehör

Technik des Gleitschirmfliegens


Der Start, In der Luft, Die Landung,
Abstiegshilfen

Kleine Wetterkunde
Das Tiefdruckgebiet, Das Hochdruck-
gebiet, Ein Gewitter droht, Der Föhn,
Lokale Windsysteme

Gleitschirmfliegen auf Reisen


Wahl des Reiseziels, Reiseplanung,
Infoquellen

Paragliding
Am Urlaubsort

Die besten Fluggebiete in Europa


Ausrüstung
Flugberge der Bayerischen Alpen, Wetterkunde
Fluggebiete in Deutschland außerhalb
Bayerns, Flugberge in Frankreich, Luftrecht
Italien, Österreich, Slowenien, Spanien Sicherheit
und in der Schweiz

Der Praxis-Ratgeber für Anfänger und Fortgeschrittene


Notfälle
Handbuch
001-009paragl.qxp 14.06.2007 14:07 Seite 1

Die Ausbildung

Die Ausrüstung

Technik des
Gleitschirmfliegens

Kleine Wetterkunde
008pa Abb.: Hänssler/Bopicture

Auf Reisen

Fluggebiete in Europa

Anhang
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Reise Know-How im Internet


Aktuelle Reisetipps und Neuigkeiten
Ergänzungen nach Redaktionsschluss
Büchershop und Sonderangebote

www www.reise-know-how.de
info@reise-know-how.de

Wir freuen uns über Anregung und Kritik.


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Rasso Knoller, Michael Stritzke


Handbuch Paragliding

„Die Beobachtung der Natur ist es,


welche immer und immer wieder
dem Gedanken Nahrung gibt:
Es kann und darf die Fliegekunst nicht
auf ewig dem Menschen versagt sein.“

Otto Lilienthal
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Impressum
Rasso Knoller, Michael Stritzke
Wir freuen uns über Handbuch Paragliding
Kritik, Kommentare erschienen im
und Verbesserungs- REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH,
vorschläge. Osnabrücker Straße 79, 33649 Bielefeld

Alle Informationen Herausgeber: Klaus Werner


in diesem Buch
sind von den Autoren © Peter Rump 2003
mit größter Sorgfalt 2., aktualisierte Auflage 2007
gesammelt und vom Alle Rechte vorbehalten.
Lektorat des Verlages
gewissenhaft Gestaltung
bearbeitet und Umschlag: G. Pawlak, P. Rump (Layout), K. Werner (Realisierung)
überprüft worden. Inhalt: G. Pawlak (Layout), K. Werner (Realisierung)
Fotos: siehe Bildverzeichnis S. 159
Da inhaltliche und
sachliche Fehler Druck und Bindung
nicht ausgeschlossen J. P. Himmer GmbH & Co. KG, Augsburg
werden können,
erklärt der Verlag, ISBN 978-3-8317-1083-6
dass alle Angaben im Printed in Germany
Sinne der Produkthaf-
tung ohne Garantie
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tung und Haftung Dieses Buch ist erhältlich in jeder Buchhandlung Deutschlands,
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tung von Firmen unsere Bücher auch in unserem Büchershop im Internet:
oder Produkten. www.reise-know-how.de
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Rasso Knoller, Michael Stritzke

Handbuch
Paragliding
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Inhalt

Inhalt
8 Vorwort

10 Die Ausbildung

12 Wahl der Flugschule


12 Welche Kurse gibt es?
21 Fliegen im Ausland
21 Luftrecht
22 Versicherung – Haftung bei Schadensfällen
25 Umweltschutz – Verhalten in der Natur

28 Die Ausrüstung

30 Der Schirm
35 Das Rettungsgerät
36 Zubehör

46 Technik des Gleitschirmfliegens

48 Der Start
55 In der Luft
57 Die Landung
63 Abstiegshilfen

68 Kleine Wetterkunde

71 Das Tiefdruckgebiet
74 Das Hochdruckgebiet
75 Ein Gewitter droht
77 Der Föhn
78 Lokale Windsysteme

82 Gleitschirmfliegen auf Reisen

84 Wahl des Reiseziels


88 Reiseplanung
91 Am Urlaubsort

6
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Inhalt

92 Die besten Fluggebiete in Europa

94 Einführung
94 Flugberge der Bayerischen Alpen
106 Fluggebiete in Deutschland
außerhalb Bayerns
113 Flugberge in Frankreich
116 Flugberge in Italien
124 Flugberge in Österreich
129 Flugberge in der Schweiz
132 Flugberge in Spanien
136 Flugberge in Slowenien

140 Anhang

142 Flugschulen in Deutschland


147 Flugschulen in Österreich (Auswahl)
147 Flugschulen in der Schweiz (Auswahl)
148 Infos aus dem Internet
148 Literaturhinweise
149 Reiseanbieter
156 Register
159 Bildnachweis
160 Über die Autoren

Exkurse zwischendurch

13 Die richtige Flugschule finden


18 Ausbildungsbestimmungen in Österreich
19 Ausbildungsbestimmungen in der Schweiz
27 Hinweise zum umweltgerechten Verhalten
43 Funktionsweise des GPS
76 Die Entwicklung einer Gewitterwolke

7
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Vorwort

Vorwort
Den Traum vom Fliegen haben wir Menschen wohl
schon beinahe so lange, wie wir auf diesem Plane-
ten leben. Tausende von Jahren blieb uns aber
nichts anderes übrig, als mit neidischem Blick den
Flug der Vögel zu verfolgen.

Vor noch nicht allzu langer Zeit unternahmen dann


die ersten mutigen Männer in Ballonen, Zeppelinen
und primitiven Flugzeugen den Versuch, der
Schwerkraft zu entrinnen. Es dauerte bis weit ins
20. Jahrhundert hinein, bis Fliegen zu einer Selbst-
verständlichkeit wurde. Doch noch immer halfen
technische Hilfsmittel bei der „Flucht vom Boden“.

Das änderte sich erst Mitte der 1980er Jahre, als


sich einige verrückte Schweizer mit „besseren Bett-
laken“ in die Tiefe stürzten – das Gleitschirmfliegen
war erfunden. Mit den ersten Geräten war an stun-
denlange Flüge, wie sie heute die Regel sind, noch
nicht zu denken. Damals waren es vor allem Berg-
steiger, die nach stundenlangem Aufstieg Gleitsegel
zur Abkürzung des Rückweges benutzten.

Inzwischen hat das Gleitschirmfliegen, oder Para-


gliding, Tausende von Anhängern gewonnen und
gehört mit zu den faszinierendsten Sportarten über-
haupt.

Das vorliegende Buch will etwas von dieser Faszi-


nation vermitteln, vor allem aber dem Leser mit
praktischen Ratschlägen zur Seite stehen. Es gibt
Tipps, was man bei der Wahl der Flugschule beach-
ten muss und wie man beim Kauf eines Schirms
oder Gurtzeugs das richtige Gerät auswählt. Neben
kurzen Hinweisen zur Technik des Fliegens – ein
Lehrbuch kann und will das vorliegende Buch nicht

8
001-009paragl.qxp 14.06.2007 14:07 Seite 9

Vorwort

ersetzen – gibt es eine Einführung in die Wetter-


kunde und Notfallmaßnahmen am Unfallort. Um-
fangreiche Hilfe finden aber auch Leser, die sich mit
ihrem Gleitschirm auf eine Reise begeben wollen
und Unterstützung bei der Auswahl ihres Reiseziels
suchen.

Rasso Knoller

9
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 10

Die Ausbildung

001pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

10
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 11

Die Ausbildung

Die Ausbildung
Die Ausbildung

11
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 12

Wahl der Flugschule

Wahl der Flugschule


Wie das Autofahren darf man sich auch Gleit-
schirmfliegen nicht selbst beibringen. Wer als „Luft-
fahrer“ vom Boden abheben will, muss sich in zu-
gelassenen Flugschulen ausbilden lassen.

Welche Kurse gibt es?


Gleitschirmkurse sind nicht ganz billig. Bevor man
einige hundert Euro für einen Kurs auf den Tisch
blättert, sollte man erst einmal
herausfinden, ob einem Gleit-
Flugschulenverzeichnis schirmfliegen überhaupt gefällt.
Informationen zu Flugschu- Am besten kann man dies bei ei-
len erhält man auf der Internetseite nem Tandemflug machen. Spezi-
des DHV (www.dhv.de) und im Maga- ell ausgebildete Piloten nehmen
zin Fly and Glide (www.fly-glide.de). dabei „Fluggäste“ mit auf die Rei-
Ein Verzeichnis von Schulen befindet se. Die Flüge im Doppelpack wer-
sich im Anhang dieses Buches. den von vielen Flugschulen orga-
nisiert und kosten um 100 Euro.
Eine Ausgabe, die sich im Übrigen
nicht nur für potenzielle Flug-
schüler lohnt, sondern auch für diejenigen, die nur
einmal den Kitzel des Gleitschirmfliegens erleben
wollen.

Schnupperkurs

Erste Flugerfahrungen kann man bei einem Schnup-


perkurs sammeln, der ebenfalls etwa 100 Euro (inkl.
Leihausrüstung) kostet. Dabei lernt man das Starten
und Landen am Übungshang. Über erste Gleitflüge
in geringer Höhe kommt man jedoch noch nicht
hinaus. Doch allein das Gefühl, der Schwerkraft zu
entfliehen und in der Luft zu schweben, ist ein be-
sonderes Erlebnis.

12
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 13

Welche Kurse gibt es?

Die richtige Flugschule finden

Die Ausbildung
Ob die Gleitschirmausbildung Spaß macht und ein Erfolg
wird, hängt zum großen Teil von der Flugschule ab.
Deswegen sollte man sich bei der Auswahl nicht auf die
„Gelben Seiten” verlassen, sondern vor der Anmeldung
auf jeden Fall mit ehemaligen Flugschülern oder erfahre-
nen Gleitschirmpiloten sprechen. Von ihnen erfährt man
am ehesten, wie die betreffende Schule zu bewerten ist.
Wenn Sie keinen aktiven Piloten kennen, gehen Sie doch
einfach an einen bekannten Flugberg und halten dort am
Startplatz mit den Piloten ein kleines Schwätzchen.
Bevor man sich jedoch zu einem Kurs anmeldet, sollte man
folgende Fragen klären:
❏ Wo finden die Theorie- und Praxisschulungen statt? Ist
das Fluggelände in der Nähe der Schule? (Reisekosten!!)
❏ Wie sieht das Fluggelände aus? Muss der Übungshang –
was leider durchaus vorkommt – mit Schafen oder Rin-
dern geteilt werden?
❏ Existieren moderne Gleitschirmausrüstungen?
❏ Hat die Schule ausreichend große Schulungsräume und
die notwendige Ausrüstung (Schulungstafel, Tageslicht-
projektor, Videogerät und Fernseher)?
❏ Werden die Praxisschulungen von zwei qualifizierten
Gleitschirmlehrern durchgeführt? Dies ist wichtig,
weil je ein Lehrer am Start- und am Landeplatz den
Flugschüler unterstützen sollte.
❏ Ist der Flugschüler ständig über eine Funksprechver-
bindung mit dem Lehrer verbunden?
❏ Kann die Schule den Kursteilnehmern eine ganzjährige
Ausbildung anbieten? Dies kann wichtig werden,
wenn der Schüler die Ausbildung aus privaten Gründen
unterbrechen und dann eventuell Monate warten muss,
bis er seinen Kurs fortführen kann.
❏ Legt die Schule das Hauptaugenmerk auf die
Ausbildung und nicht auf den Verkauf von Ausrüstung
bzw. Hightech-Zubehör?

13
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 14

Welche Kurse gibt es?

Grundkurs

Wer nach einem Tandemflug oder Schnupperkurs


seine Liebe zum Gleitschirmfliegen entdeckt hat,
kann sich zu einem etwa 320 Euro teuren Grund-
kurs (inkl. Leihausrüstung), der in der Regel vier Ta-
ge dauert, anmelden. Dabei lernt der Flugnovize,
wie man sich und seinen Schirm auf den Start vor-
bereitet, wie man startet und – nach einem kurzen
Flug – sicher landet. Insgesamt führt man etwa
20 Flüge durch, bei denen der Höhenunterschied
zwischen Start- und Landeplatz zwischen 40 und
100 m beträgt. Aber auch Theorie wird gepaukt. In
fünf Unterrichtseinheiten lernt man das Wichtigste
über Luftrecht, Meteorologie, Technik und das „Ver-
halten in besonderen Situationen“. Hat man die
Hüpfer am Hang unbeschadet überstanden, steigt
man – im wahrsten Sinne des Wortes – höher nach
oben.

Beschränkter Luftfahrerschein

Nun beginnt die eigentliche Ausbildung zum ➚be-


schränkten Luftfahrerschein, der dem Piloten
letztendlich das selbstständige
Beschränkter/unbeschränkter Fliegen erlaubt. Zirka 850 Euro
Luftfahrerschein kostet der nun folgende Ausbil-
Inhaber eines beschränkten Luftfahrer- dungsteil. In ihm werden 15 Flüge
scheins dürfen nur Flüge zwischen durchgeführt, bei denen ein Hö-
einem bestimmten Start- und dem dazu henunterschied bis zu 300 m
ausgewiesenen Landeplatz durchführen. überwunden wird und weitere 25
Für Überlandflüge benötigt man den bis 30 Flüge, bei denen der
unbeschränkten Luftfahrerschein. Höhenunterschied zwischen
Start- und Landeplatz 400 m und
mehr beträgt. Die Flüge müssen in zwei verschie-
denen Fluggebieten absolviert werden.
Wie beim Grundkurs ist der Flugschüler in der
Luft nie allein, denn sein Lehrer ist zumindest über

14
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:08 Seite 15

Welche Kurse gibt es?


009pa Abb.: rk

Es ist bis heute


nicht bewiesen,

Die Ausbildung
dass nebenstehend
abgebildete
Personen das
Paragliden
erfunden haben ...

Funk mit dabei. Bei Flügen von über 100 m Höhen-


differenz wird der Schüler sogar von zwei Ausbil-
dern betreut. Einer weist ihn am Startplatz ein und
der andere überwacht die Landung.
Auch bei der Ausbildung zum beschränkten Luft-
fahrerschein heißt es, Theorie zu pauken. In mindes-
tens 20 Unterrichtseinheiten geht es erneut um
Luftrecht, Meteorologie und „Verhalten in beson-
deren Situationen“. Außerdem erfährt man mehr
über die Technik des Schirms und man spricht die
Flugfiguren selbstverständlich auch theoretisch
durch.
Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung, die
aus einem praktischen und einem theoretischen Teil
besteht und deren Bestehen mit dem beschränkten
Luftfahrerschein belohnt wird. Mit diesem Schein in
der Tasche darf der Nachwuchs-Ikarus endlich allei-
ne losfliegen. Allerdings muss er noch auf dem zum
Startplatz gehörenden Landeplatz landen – Stre-
ckenflüge sind nicht erlaubt.

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Welche Kurse gibt es?

Unbeschränkter Luftfahrerschein

Ein Pilot, der mindestens ein Jahr geflogen ist und


mindestens 20 von einer Flugschule bestätigte Al-
leinflüge nachweisen kann, darf sich zur Ausbildung
zum unbeschränkten Luftfahrer-
schein (= Überlandflugausbil-
dung) anmelden. Von diesen 20
010pa Abb.: rk

Flügen müssen 10 einen minima-


len Höhenunterschied von 500 m
aufweisen und 10 eine minimale
Flugdauer von 30 Minuten ha-
ben. Zudem müssen die Flüge in
zwei verschiedenen Fluggebieten
stattgefunden haben.
Während der Ausbildung wer-
den unter der Aufsicht eines Flug-
lehrers verschiedene Techniken,
wie Notabstiegshilfen (s. S. 63),
Klapper ➚Klapper sowie Start und Lan-
Unter einem Klapper versteht man dung, verfeinert. In der Prüfung
eine Deformation des Gleitsegels. muss der Pilot mit schriftlichem
Bei turbulenten Windverhältnissen ➚Flugauftrag und nach Vorgabe
muss man immer damit rechnen. des aufsichtsführenden Flugleh-
Kleinere Klapper, bei denen nur aus rers einen Streckenflug von 10 Ki-
etwa 20 Prozent des Segels die lometern absolvieren. Zusätzlich
Luft, entweicht, korrigieren erfolgt eine theoretische Prüfung.
moderne Segel meist selbständig. Mit dem unbeschränkten Luftfah-
rerschein in der Tasche darf man
endlich zu Überlandflügen auf-
brechen und unter Berücksichti-
gung der Luftraumbestimmungen
Flugauftrag soweit fliegen, wie man will. Und
Der verantwortliche Fluglehrer das kann unter Umständen sehr
bestätigt dem Schüler die Fähigkeit weit sein, denn mit den moder-
zum selbstständigen Training in einem nen Geräten sind Flüge von ein-
zugelassenen Schulgelände. hundert Kilometern und mehr
durchaus möglich.

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Welche Kurse gibt es?

Tandemflugberechtigung

Piloten, die auch Passagiere mit

011pa Abb.: rk

Die Ausbildung
auf den großen Flug nehmen wol-
len, brauchen dazu die Tandem-
flugberechtigung. Diese können
nur erfahrene Flieger erwerben,
die bereits im Besitz des unbe-
schränkten Luftfahrerscheins sind
und 100 Höhenflüge hinter sich
haben. Außerdem benötigen sie ▲ Auch beim Start auf der Rampe kann
die Berechtigung zur Ausübung der Fluggast getrost die ganze „Arbeit“
des Sprechfunkdienstes (s. S. 45). dem Piloten überlassen
Erst wenn diese Voraussetzungen
erfüllt sind, kann man an einem
Passagierfluglehrgang teilneh-

012pa Abb.: rk
men. Dabei wird man auf fünf
Höhenflügen (mit mehr als 100 m
Höhenunterschied), bei denen
ein Fluglehrer mitfliegt, in die Ge-
heimnisse des Doppelsitzerflie-
gens eingeweiht. Danach folgen
eine theoretische und praktische
Ausbildung mit mindestens 10 ▲ Der Pilot überzeugt sich durch einen
Höhenflügen unter Anleitung und Kontrollblick von der richtigen Position
Aufsicht eines Fluglehrers, der die des Segels
Passagier-Lehrberechtigung be-
sitzt. Im Anschluss daran muss
man weitere 30 Flüge als „verant-
013pa Abb.: rk

wortlicher Gleitsegelführer“, also


quasi als Chefpilot, durchführen.
Und zwar in einem zugelassenen
Übungsgelände zusammen mit
einem Kollegen, der eine Berech-
tigung als Gleitsegelführer hat
und unter der Aufsicht eines Flug-
lehrers. Die Ausbildung kostet ▲ Jetzt beginnt das „Abenteuer Flie-
400 bis 500 Euro. gen“. Für ca. 100 Euro ist man dabei

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010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:09 Seite 18

Ausbildung in Österreich

Ausbildungsbestimmungen in Österreich
Alle zuvor genannten Regelungen gelten für Deutschland. In Österreich darf der
Pilot bereits nach der Grundausbildung (Kosten: ca. 500 Euro) selbstständig
fliegen. Allerdings nur innerhalb eines Schul- und Übungsbereiches und mit
ausdrücklicher Zustimmung der Flugschule, der dieses Schulgelände gehört.
Die Grundausbildung umfasst mindestens 12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten
in Paragleiterkunde, Geländekunde, Umweltschutz, Aerodynamik, Wetterkunde
und Luftfahrtvorschriften. Außerdem werden die Flugmanöver, die dann in der
Praxis durchzuführen sind, auch im Theorieunterricht vorbereitet. Dazu kom-
men zirka 20 Flüge, wobei zum Abschluss fünf Höhenflüge mit mehr als 300 m
Höhenunterschied durchgeführt werden müssen.
Wer die abschließende theoretische und praktische Prüfung besteht, erhält die
österreichische Schulbestätigung, die drei Jahre gültig ist und nicht verlängert
werden kann. In dieser Zeit kann man sich zum „Sonderpiloten“ weiterbilden.
Die Ausbildung zum Sonderpiloten (Kosten: ca. 510 Euro) umfasst 18 Unter-
richtseinheiten à 45 Minuten, in denen die folgenden Themen behandelt werden:
Paragleiterkunde, Umweltschutz, Aerodynamik, Wetterkunde, Luftfahrtvor-
schriften, Erste Hilfe, Flugmedizin, Geografie und Geländekunde für Strecken-
flüge. Im praktischen Teil werden 25 Flüge mit mindestens 300 m Höhenunter-
schied und zusätzlich zehn mit mindestens 500 m Höhenunterschied durchge-
führt. 20 dieser Flüge müssen in der Flugschule erfolgen. Für die restlichen
Flüge kann ein Flugauftrag erteilt werden. Wer die theoretische und praktische
Prüfung besteht, erhält den Sonderpilotenschein, der dem deutschen beschränk-
ten Luftfahrerschein entspricht.
Österreichische Piloten, die zu Streckenflügen aufbrechen wollen, benötigen die
Überlandflugberechtigung (ca. 300 Euro). Um diese zu erwerben, muss man
nochmals 15 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten in Luftfahrtrecht, Geografie,
Wetterkunde und Streckenflugplanung pauken. Außerdem muss man 20 durch
eine Flugschule bestätigte Höhenflüge absolvieren, von denen 10 einen Höhen-
unterschied von 500 m und mehr und 10 eine Dauer von mindestens 30 Minu-
ten aufweisen müssen. Zudem müssen die Flüge in mindestens zwei verschiede-
nen Gebieten durchgeführt worden sein. Die Ausbildung schließt mit einer theo-
retischen Prüfung und einem fotodokumentierten Streckenflug von wenigstens
10 Kilometer Länge ab.
Um die österreichische Tandemflugberechtigung zu erwerben, ist folgende
Zugangsvoraussetzung zu erfüllen: Mindestens 12 Monate Sonderpilotenschein

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010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:09 Seite 19

Ausbildung in der Schweiz

und 100 Flüge mit mindestens je 300 m Höhendifferenz. Während der Ausbil-

Die Ausbildung
dung führt man fünf Tandemflüge mit einem Fluglehrer und weitere 10 mit ei-
nem Sonderpiloten (bzw. Inhaber eines entsprechenden ausländischen Scheins)
als Passagier und unter Aufsicht eines Fluglehrers durch. Nach dem Kurs erhält
man ohne besondere Prüfung die Schulbestätigung, die zur selbstständigen
Durchführung von Tandemflügen mit einem Sonderpiloten (bzw. Inhaber eines
entsprechenden ausländischen Scheins) als Passagier im Schul- und Übungs-
gelände berechtigt. Diese Berechtigung kostet etwa 180 Euro, ist drei Jahre
gültig und kann nicht verlängert werden. Natürlich nützt dieser Schein allein
wenig, denn noch kann man nur einen erfahrenen anderen Piloten mitnehmen.
Fluggäste darf man erst nach Bestehen einer Abschlussprüfung (150 Euro) „an
Bord” nehmen. Zu der darf man sich erst anmelden, wenn man innerhalb von
drei Jahren mindestens 30 weitere Doppelsitzerflüge mit wenigstens 300 m
Höhendifferenz durchgeführt hat. Die Prüfung selbst besteht aus zwei Prüfungs-
flügen mit einem Fluglehrer.

Ausbildungsbestimmungen in der Schweiz


In der Schweiz heißt der Flugschein Brevet und man bekommt ihn nach den
Bestimmungen des Schweizerischen Hängegleiter-Verbandes (SHV) wie folgt:
Theoretische Teilprüfung in den Sachgebieten: Fluglehre (Aerodynamik),
Wetterkunde, Gesetzgebung und Vorschriften, Materialkunde sowie Flugpraxis.
Die Prüfung wird schriftlich im Multiple-Choice-Verfahren abgelegt.
Praktische Teilprüfung: (Voraussetzung: Die theoretische Prüfung wurde
bestanden.) Der Kandidat muss mindestens 40 von einem Schweizer Fluglehrer
bestätigte Höhenflüge in fünf verschiedenen Fluggebieten absolviert haben.
Der erste Prüfungsflug beinhaltet: Flug- und Startvorbereitung, Start, Flugfigur
(zwei Kreise rechtsdrehend ohne Unterbrechung in maximal 20 Sekunden)
sowie Landung (Erfliegen der verschiedenen Etappen des Ladeanflugs – eine
prüfungsmäßige Landevolte also – sowie Endanflug gegen den Wind geradlinig
und einwandfrei gestanden im 30-Meter-Kreis).
Der zweite Prüfungsflug beinhaltet: Flug- und Startvorbereitung, Start, Flugfi-
gur (ein Kreis rechtsdrehend, ein Kreis linksdrehend ohne Unterbrechung auf
einer gegebenen Achse in maximal 30 Sekunden) und Landung (Erfliegen einer
prüfungsmäßigen Landevolte, Endanflug gegen den Wind geradlinig und ein-
wandfrei gestanden im 30-Meter-Kreis).

19
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Fliegen im Ausland

014pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

20
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:09 Seite 21

Fliegen im Ausland / Luftrecht

Fliegen im Ausland
Wer im Ausland fliegen will, braucht deswegen kei-

Die Ausbildung
ne neue Prüfung abzulegen, denn die deutschen
Scheine werden glücklicherweise auch in fast allen
anderen europäischen Ländern anerkannt. Einzige
Ausnahmen sind Italien und die Schweiz.
Um dort und in Überseeländern fliegen zu dür-
fen, benötigt man die IPPI-Card. Das ist eine Art in-
ternationaler Führerschein für Gleitschirmflieger.
Man kann sich die IPPI-Card vom Deutschen Hän-
gegleiter Verband (DHV, Adr. s. Anhang) ausstellen
lassen. Mitglieder haben hier einen kleinen Preis-
vorteil, die Gebühr beträgt ca. 15,50 Euro. Nicht-
mitglieder zahlen 26,00 Euro.

Luftrecht
Ganz im Gegensatz zu Reinhard Meys altem Schla-
ger ist die Freiheit der Flieger ganz und gar nicht
grenzenlos. Ebenso wie im Straßenverkehr muss
man auch beim Luftverkehr Regeln beachten. Die
wichtigsten sind im Folgenden kurz zusammenge-
fasst:

Ausweichen

Jeder Pilot muss alles tun, um einen Zusammen-


stoß zu verhindern.
Fliegen zwei Luftfahrzeuge (= Gleitschirme bzw.
Drachen) aufeinander zu, müssen beide nach
rechts ausweichen.
Besteht für einen der Piloten keine Ausweich-
möglichkeit nach rechts (etwa, weil er sonst ge-
gen einen Berghang drehen würde), behält er die
Richtung bei, während der andere nach rechts
ausweichen muss.

21
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:09 Seite 22

Versicherung und Haftung

Kreuzen

Kreuzen zwei Gleitschirme ihre Bahnen, gilt


„rechts vor links“. Der von links Kommende
weicht nach links aus.
Beim Überholen muss der Überholende rechts
vorbeifliegen.
Ein Luftfahrzeug, das sich offensichtlich in einer
Notsituation befindet, hat immer Vorfahrt.

Kreisen

Beim Kreisen wird die Drehrichtung vom ersten


Piloten bestimmt.
Ein Pilot, der in der Thermik langsamer steigt als
ein unter ihm fliegender Kollege, muss diesen
vorbeilassen.
Wechselt der Pilot die Flugrichtung, hat er sich
davon zu überzeugen, dass der Luftraum frei ist
und keine Kollisionsgefahr droht.

Landen

Beim Landeanflug hat der tiefer fliegende Pilot


immer Vorfahrt.

Versicherung –
Haftung bei Schadensfällen
Haftpflichtversicherung

Gleitschirmfliegen ist zwar keine Risikosportart,


aber völlig ungefährlich ist es nun auch wieder
nicht. Deswegen ist der Abschluss einer Haft-
pflichtversicherung ein absolutes Muss.
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch ist eine Per-
son die einer anderen schuldhaft einen Schaden zu-

22
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:10 Seite 23

Versicherung und Haftung


015pa Abb.: ad

Die Ausbildung

▲ Wenn mehrere Piloten gleichzeitig am selben Ort fliegen, kann es schon mal
eng werden. Daher muss man sich genauestens an die Regeln halten.

23
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:10 Seite 24

Versicherung und Haftung

fügt, zu Schadensersatz verpflichtet (= Verschul-


denshaftung). Dies gilt auch im Luftverkehr. Aber
auch, wenn dem Piloten kein Verschulden nachzu-
weisen ist, geht der Geschädigte nicht leer aus. In
diesem Fall tritt die so genannte Gefährdungshaf-
tung in Kraft, die von der Annahme ausgeht, dass
ein Gleitschirm per se eine potenzielle Gefahr dar-
stellt. Deswegen muss der Pilot auch dann für den
angerichteten Schaden haften, wenn er nicht
Schuld an seiner Verursachung hatte (z. B. unver-
schuldete Notlandung, bei der ein
geparktes Auto beschädigt wird).
Vorteile als DHV-Mitglied Allerdings sind bei der Gefähr-
Für Mitglieder im Deutschen dungshaftung im Gegensatz zur
Hängegleiter Verband offeriert der Verschuldenshaftung Höchst-
Gerling Konzern eine preisgünstige schadensbeträge festgelegt. Nach
Halterhaftpflicht. Die Jahresprämie LuftVG (Luftverkehrsgesetz) § 37
beträgt 28,70 Euro. Eine Alternative haftet der Ersatzpflichtige, in un-
für Nichtmitglieder bietet die serem Beispiel der Bruchpilot
Versicherung Parawing für 45 Euro (oder wenn der nicht selbst geflo-
(www.parawing.de). gen ist, der Besitzer bzw. Halter
des Schirms, der die Versicherung
abgeschlossen hat), für einen
Schaden bis zu einer Summe von 1,5 Millionen Eu-
ro. Im Falle der Tötung oder Verletzung einer Per-
son haftet der Ersatzpflichtige für jede Person mit
bis zu 600.000 Euro oder bis zu einem Rentenbe-
trag von 36.000 Euro pro Jahr. Nach dem Luftver-
kehrsgesetz ist jeder Halter eines Luftfahrzeugs ver-
pflichtet, eine speziell für den Gleitschirmsport gül-
tige Halterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Unfallversicherung

Während die Krankenversicherungen Drachen- und


Gleitschirmfliegen nicht als Risikosportart einstufen,
sehen das die Unfallversicherungen ganz anders.
Die zahlen zwar bei Unfällen in den meisten Sport-

24
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Umweltschutz

arten ohne Probleme, aber bei Unfällen mit einem


Gleitschirm fällt der Versicherungsschutz aus. Le-
diglich der Gerling Konzern und Parawing bieten ei-

Die Ausbildung
nen Versicherungsschutz an, der das Flugunfallrisi-
ko mit einschließt.

Lebensversicherung

Ähnliches gilt bei Lebensversicherungen. Auch hier


offerieren die beiden genannten Unternehmen Ver-
sicherungen ohne den sonst üblichen Risikozu-
schlag für Flugsport. Unbedingt beachten muss
man die Informationspflicht gegenüber der Versi-
cherung, d. h., man muss die Versicherung darüber
informieren, dass man Gleitschirmflieger ist.

Wichtiges zur Versicherung auf einen Blick


Wer ohne gültige Zulassung fliegt und dabei verun-
glückt, hat keinen Versicherungsschutz.
Bei falschen Angaben gegenüber der Versicherung ver-
fällt der Versicherungsschutz ebenfalls.
Verlassen Sie sich nie auf die mündliche Zusage des
Versicherungsvertreters. Es gilt immer der unter-
schriebene Vertrag.

Umweltschutz –
Verhalten in der Natur
Jeder, der eine Sportart in der freien Natur betreibt,
muss sich Gedanken darüber machen, welchen Ein-
fluss er dadurch auf die Umwelt ausübt. Zwar ver-
pesten Gleitschirmpiloten mit ihren Sportgeräten
nicht die Luft und dürften auch kaum Anlass zu Kla-
gen über Lärmbelästigung geben, trotzdem sind sie

25
010-027paragl.qxp 14.06.2007 14:10 Seite 26

Umweltschutz

016pa Abb.: ad
▲ In den Sonnen- manchem Naturfreund ein Dorn im Auge, weil eini-
untergang gliden – ge verantwortungslose Piloten durch Tiefflüge das
ein Traum! Wild beunruhigen und die Vögel durch zu nahes
Aber bitte nicht ➚Soaren am Hang aus ihren Brutnestern vertreiben.
in natursensiblen Auch so mancher Bauer sieht in den Gleitschirmpi-
Gebieten. loten nicht gerade seine Freunde. Streit entsteht,
wenn es zu einer Landung auf be-
Soaren pflanzten Feldern kommt oder
Fliegen im Hangaufwind. Diesen Auf- man beim Abtransport des
wind kann man am besten nutzen, Schirms mit dem Auto über die
indem man in flachen Achterlinien hin Wiese fährt.
und her fliegt. Dabei die Kurven Zwar sind es nur Wenige, die
immer vom Hang wegfliegen! sich so rüpelhaft verhalten, doch
durch ihre Rücksichtslosigkeit
wird die ganze Zunft der Gleitschirmflieger in Ver-
ruf gebracht.

26
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Umweltschutz

Hinweise zum umweltgerechten Verhalten

Die Ausbildung
Nur auf angelegten Wegen bewegen. Hohes Gras und
bestellte Felder meiden, also nicht auf ihnen landen
oder den Schirm zusammenlegen.

Erosionsgefährdete und feuchte Bereiche meiden und


nicht betreten.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dennoch:


Den eigenen Abfall wieder mit nach Hause nehmen.

Natur- und Vogelschutzgebiete respektieren.

Möglichst mit Bus oder Bahn anreisen. Auch die Bil-


dung von Fahrgemeinschaften entlastet die Umwelt.

Über deckungsarmen Bereichen möglichst hoch


fliegen, um keine Tiere aufzuschrecken.
Besonders im Winter verbrauchen flüchtende Tiere
unnötig Energie, die sie dringend zum Überleben
brauchen. Im Frühjahr und Frühsommer wird der
Nachwuchs aufgezogen, dann reagieren die Tiere
sehr sensibel auf Störungen.

In natursensiblen Gebieten auf Flüge in der Dämme-


rung verzichten, da viele Tiere diese Tageszeit bevor-
zugt zur Nahrungsaufnahme nutzen.

Nicht an Horsten von Greifvögeln vorbeifliegen.

Bei Begegnungen mit Greifvögeln auf auffälliges


Verhalten der Tiere achten. Im Zweifel immer
abdrehen und wegfliegen.

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Die Ausrüstung

002pa Abb.: Hänssler/Bopicture

28
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Die Ausrüstung

Die Ausrüstung

Die Ausrüstung

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Der Schirm

Der Kauf der richtigen Gleitschirmausrüstung ist


keine Sache von Minuten oder auch Stunden. Wer
nach bestandener Flugprüfung seine erste Ausrüs-
tung kauft, sollte sich dafür sehr viel Zeit nehmen
und sich erfahrene Berater suchen. Denn die Wahl
der richtigen Ausrüstung ist nicht nur eine Geld-
sondern auch eine Sicherheitsfrage.

Der Schirm
Kategorien

Damit man beim Schirmkauf nicht danebengreift,


muss der Pilot seine eigene Leistungsfähigkeit rich-
tig einschätzen. Entsprechend kann er dann einen
Schirm aus der für ihn geeigneten Kategorie aus-
wählen.
Gleitschirme werden in drei Grobkategorien ein-
geteilt. Je niedriger die Kategorie, desto einfacher
ist der Schirm zu bedienen und desto eher verzeiht
er Fehler. Je höher die Kategorie, desto leistungs-
stärker ist der Schirm. Gleichzeitig ist er aber auch
schwieriger zu fliegen.
Anfängern oder reinen Genussfliegern sind die
„gutmütigen“ und leichter fliegbaren Schirme der
Kategorie 1 oder 1–2 zu empfehlen. Diese Schirme
sind technisch so ausgereift, dass man mit ihnen
auch zu langen Flügen aufbrechen kann.
Schirme der Kategorie 2, so genannte Interme-
diates, werden von ambitionierten Piloten geflogen,
die regelmäßig zu Flügen starten. Da die höhere
Leistung (= höhere Geschwindigkeit und bessere
Gleitleistung) aber auch bedeutet, dass die Schirme
wesentlich agiler sind, stellen sie auch höhere An-
forderungen an den Piloten. Deswegen sollte man
sich gleichzeitig mit dem Kauf eines solchen Schir-
mes zu einem Performance- oder ➚Sicherheitskurs

30
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Der Schirm

803pa
Obersegel Zelle
Untersegel

Die Ausrüstung
Stabilisator

Fangleinen
(A-, B-, C-,
D-Leinen)

Fangleinenschloss
Steuerleine Tragegurt
Brustgurt
Gurtzeug

▲ Der Aufbau eines Gleitschirms

anmelden. Dies gilt natürlich auch


für Schirme der Kategorie 2–3, Sicherheitskurs
die nur in die Hand von wirklich Beim Sicherheitstraining werden Gefah-
erfahrenen Piloten gehören. rensituationen bewusst herbeigeführt
Mit jedem Schirm wird ein und dem Flugschüler deren Bekämp-
Betriebshandbuch mitgeliefert. fung beigebracht. Um dabei eine
Das ist eine Art Gebrauchsanwei- Gefährdung der Kursteilnehmer aus-
sung, mit Informationen über zuschließen, werden solche Lehrgänge
technische Daten, wie Spannwei- immer über dem Wasser geflogen.
te, Größe, Geschwindigkeitsbe-

31
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:11 Seite 32

Der Schirm

reich und zulässiges Startgewicht. Außerdem erhält


man Hinweise darauf, auf welches fliegerische Ni-
veau der Gleitschirm ausgerichtet ist und welches
Start-, Flug- und Landeverhalten er hat.

Gütesiegel
Tipps zum Schirmkauf
Kaufen Sie sich keine Damit gewährleistet ist, dass nicht
Ausrüstung, bevor Sie Ihren Kurs irgendwelche dubiosen Hersteller
beginnen! Sie wissen ja noch nicht, lebensgefährliche Fluggeräte auf
ob Sie überhaupt Gefallen am Gleit- den Markt bringen, testet der
schirmfliegen finden werden und DHV jeden Schirmtyp auf seine
können auch noch nicht beurteilen, Flugsicherheit und vergibt – nach
welcher Schirm zu Ihnen passt. Alle bestandenem Test – ein Gütesie-
Flugschulen bieten Leihausrüstungen gel. Wer im Laden oder bei einer
in Verbindung mit einem Kurs an. deutschen Flugschule kauft, kann
Das sollten Sie ausnutzen! sicher sein, dass die angebotenen
Beim endgültigen Kauf sollten Sie Modelle ein entsprechendes Sie-
sich Zeit lassen und sich ausführlich gel haben. Beim Gebraucht-
beraten lassen. schirmkauf sollte man aber darauf
achten, dass der Schirm das DHV-
Schirmkauf im Ausland Gütesiegel trägt.
Im Ausland gekaufte Schirme haben Wie das Auto zum TÜV, muss
möglicherweise kein DHV-Gütesiegel. auch der Schirm zur Nachprü-
Mit ihnen darf in Deutschland nicht fung. Diese Prüfung wird alle
geflogen werden! Unfallschäden, die zwei Jahre fällig und kann entwe-
mit ihnen auftreten, werden von deut- der vom Hersteller oder einem
schen Versicherungen nicht getragen! anerkannten Nachprüfbetrieb
durchgeführt werden.

Transport und Pflege des Schirms

Vom einwandfreien Zustand des Schirmes hängt


das Leben des Piloten ab. Dies sollte man sich im-
mer wieder bewusst machen und genau deswegen
darf die Schirmpflege auch nicht als lästige Pflicht
betrachtet werden. Vielerorts kann man am Lande-
platz beobachten, wie Piloten ihren Schirm einfach

32
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:12 Seite 33

Der Schirm

in den Kofferraum ihres Autos Das richtige Packen des Schirms


werfen und dann schnell nach
Hause – oder in die nächste Knei-

017pa Abb.: rk
pe – fahren. Eine solch lieblose
Behandlung birgt aber Gefahren,
denn so können sowohl das Tuch

Die Ausrüstung
als auch die Leinen beschädigt
werden. Genau genommen be-
ginnt die Schirmpflege also be-
reits nach der Landung.
Vor der Abfahrt sollte man des-
wegen den Schirm erst im Pack- ▲ Der Schirm sollte sofort nach der
sack verstauen. Dabei muss man Landung ordentlich verpackt werden
darauf achten, dass man das Tuch
nicht zu eng schnürt und die Lei-

018pa Abb.: rk
nen nicht unnötig knickt. Packt
man den Schirm in feuchtem Zu-
stand ein, muss er bei nächster
Gelegenheit an einem lichtge-
schützten und trockenen Platz
ausgebreitet bzw. aufgehängt
werden, Wasser mag das Tuch
des Schirms nämlich nicht. Wenn
es – etwa nach einer Notwasse- ▲ Dabei nicht die Leinen knicken, aufs
rung im Meer – mit Salzwasser in Tuch treten oder es zu eng aufrollen!
Berührung kommt, muss man den
Teufel mit dem Beelzebub austrei-
019pa Abb.: rk

ben und das Tuch sorgfältig mit


Süßwasser abspülen, bevor man
es zum Trocknen aufhängt.
Auch ➚UV-Strahlung wirkt
sich negativ auf die Haltbarkeit
des Schirms aus. Praktisch bedeu-
tet das, dass der Schirm nicht
unnötig lange der Sonne ausge-
setzt werden sollte. Beim Fliegen ▲ Nur wer so sorgsam mit seinem
kann man das natürlich nicht ver- Schirm umgeht, erlebt beim nächsten
meiden. Aber am Start- bzw. Lan- Flug keine bösen Überrschungen

33
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:12 Seite 34

Der Schirm

deplatz kann man schon darauf


UV-Strahlung achten, dass das Tuch nicht zu
Jedes Segel ist mit einer Kunststoff- lange in der Sonne liegen bleibt.
schicht überzogen, die das Gewebe Verschlechtern sich nach dem
luftundurchlässig macht. Diese Be- Auslegen des Schirms die Startbe-
schichtung wird durch UV-Strahlung, dingungen, sollte man das Tuch
aber auch durch mechanische Einflüs- zusammenraffen und vor der
se (z. B. Schleifen des Schirms über Sonne geschützt in den Schatten
den Boden, Treten auf das Tuch etc.) legen.
beschädigt, sie wird porös und der

! menpacken
Schirm allmählich funktionsunfähig! Beim Auslegen und Zusam-
des Schirms
➚nicht auf die Leinen tre-
ten! Schäden die hier aus
Nicht auf die Leinen treten! Unachtsamkeit verursacht
Leinen bestehen aus zwei Teilen, werden, können in der Luft
einem Mantel und einem Kern. fatale Folgen haben!
Der Mantel ist aus Polyestergewebe,
der den „Leinenkern“ vor UV-Strahlung Trotz aller Vorsicht kann es pas-
und mechanischen Schäden schützt. sieren, dass das Tuch einmal reißt.
Der Kern besteht aus knickempfind- Kleinere Schäden kann man mit
lichem Kevlarmaterial (meist Aramid). Reparaturflicken selbst beheben,
Durch Drauftreten kann dieses Material größere Beschädigungen und
geschädigt werden, ohne dass man Risse entlang der Nähte sollte
dies von außen erkennen kann! man aber nur vom Hersteller oder
beauftragten Werkstätten repa-
rieren lassen. Beschädigte Leinen
müssen gegen Originalersatzteile
Reinigung des Schirm ausgetauscht werden und dürfen
Zum Reinigen ausschließlich keinesfalls durch Zusammenkno-
lauwarmes Wasser verwenden! ten der gerissenen Stelle „repa-
Selbst wenn das Tuch richtig verdreckt riert“ werden! Speziell nach einer
sein sollte, sind scharfe Reinigungs- Bruchlandung müssen Tuch und
mittel tabu, weil dadurch dasTuch Leinen natürlich ausgiebig kon-
und die Oberflächenbeschichtung an- trolliert werden. Unabhängig da-
gegriffen werden. Das Segel würde von sollte man seinen Schirm
luftdurchlässig und unbrauchbar! aber regelmäßig auf eventuelle
Beschädigungen überprüfen.

34
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Das Rettungsgerät

Das Rettungsgerät
Das Rettungsgerät ist die Lebens-

020pa Abb.: pe
versicherung des Piloten. Deswe-
gen müssen die Geräte, bevor sie
auf den Markt gebracht werden

Die Ausrüstung
dürfen, eine Qualitätsprüfung
durch den Deutschen Hängeglei-
ter Verband durchlaufen. Man
kann die Rettungsschirme in zwei
Gruppen einteilen: steuerbare
und nicht steuerbare Geräte.

Nicht steuerbare
Rettungssysteme – die Rundkappe

Das verbreitetste Rettungsgerät ist die traditionelle ▲ Wichtig: Das


Rundkappe, die einem Fallschirm alter Bauart Rettungsgerät.
ähnelt. Sie hat eine relativ schnelle Öffnungszeit Hier das Modell
und bremst den Piloten auf fünf bis 7 m/s (18–25 „Annullar“ von
km/h) ab. Die Rundkappe ist mit zirka 450–600 Eu- Perche
ro die günstigste Art, sich zu retten. Ihr Nachteil
liegt darin, dass sie nicht steuerbar ist. Bei einer Not-
landung im unwegsamen Gelände kann dies unan-
genehme Folgen haben.

Steuerbare Rettungssysteme

Steuerbare Rettungssysteme sind, vereinfacht ge-


sprochen, Reservegleitschirme, die man im Notfall
auslösen kann. Ebenso wie ein richtiger Gleitschirm
sind sie voll steuerbar und ermöglichen so dem Pi-
loten den „Flug aus der Gefahr“. Der „Papillon“ von
Vonblom (www.vonblom.com) oder der „Beamer“
von High Adventure (www.high-adventure.ch) wer-
ben mit sehr schnellen Öffnungszeiten und gerin-
gen Sinkraten von zirka 3 m/s.

35
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Zubehör

Steuerbare Rettungssysteme haben aber auch


Nachteile. Durch die unmittelbare Fahrtaufnahme,
also das sofortige „Losfliegen“ nach der Auslösung,
muss der Pilot schnell reagieren, um das Rettungs-
gerät von möglichen Hindernissen wegzusteuern
bzw. das Gerät bei der Landung in den Wind zu
drehen. Außerdem sind steuerbare Rettungssyste-
me schwerer und größer als Rundkappen und darü-
ber hinaus mit 900–1000 Euro sehr teuer. Beson-
ders Letzteres hat eine weitere Verbreitung dieses
Systems bisher verhindert.
Etwas billiger (zirka 700 Euro) ist das Rund-
kappen-Rettungssystem der Firma Pro Design
(www.pro-design.at), das durch seine Geometrie
und Luftschlitze Bremsen und Richtungswechsel er-
möglicht.

Zubehör
Die richtige Kleidung

Wie für die meisten anderen Sportarten benötigt


man auch fürs Gleitschirmfliegen die richtige Klei-
dung. Allerdings spielen bei der
Auswahl weniger modische Ge-
022pa Abb.: rk

sichtspunkte, sondern handfeste


Sicherheitsaspekte die wichtigste
Rolle.
Keinesfalls darf der Pilot auf ei-
nen Integralhelm verzichten,
schließlich kann der lebensret-
tend sein! Auch Handschuhe
sind ebenso Pflicht. Im Winter
wird man sich für dicke Skihand-
schuhe entscheiden, im Sommer
reichen leichte Handschuhe aus
▲ Unverzichtbar: Handschuhe Windstoppermaterialien aus.

36
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:12 Seite 37

Zubehör

Windfeste Kleidung ist eben-


falls ein Muss. Ein „profes-
sioneller“ Fliegeroverall
muss es zwar nicht
sein, aber praktisch
ist er schon. Jeder :p
e
b.
Ab

Die Ausrüstung
Pilot, der seinem 23
p a
0
Hobby länger treu
bleibt, wird sich deswe-
gen früher oder später
für ein solches Klei-
dungsstück ent-
scheiden. Fliegt
man im Winter,
sollte man noch
eine dicke Jacke
über den Overall
ziehen, denn
wenn man stun-
denlang durch die Winterluft fliegt,
wird es einem sehr schnell kalt.

021pa Abb.: rk
Egal, ob Winter oder Sommer,
knöchelhohe Bergschuhe sind
zum Schutz vor dem Umknicken
bei Start und Landung unverzicht-
bar. Immer wieder sieht man Pilo-
ten, die in Turnschuhen oder gar
Sandalen zum Start antreten –
nachahmenswert ist das auf kei-
nen Fall.

Das Gurtzeug

Dem Kauf des Gurtzeugs (Preis 450–750 Euro)


muss man ebenso große Aufmerksamkeit schen-
ken, wie dem des Schirms. Denn wie Sprintschuhe ▲ Erst recht unver-
beim 100-Meter-Lauf, muss auch das Gurtzeug wie zichtbar: Ein guter
angegossen sitzen. Es darf nicht zu groß sein, weil Integralhelm.

37
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:12 Seite 38

Zubehör

man dann in turbulenter Luft von einer Seite auf die


andere rutscht. Es darf aber auch nicht zu klein sein,
damit man im Sitz bequem Platz findet. Nach Mög-
lichkeit sollte man deswegen vor
Rettungsschnur dem Kauf mit dem Gurtzeug sei-
Eine dünne Schnur, die der Pilot bei ner Wahl einen Probeflug ma-
einer Notlandung in einem Baum zu chen. Ein gutes Gurtzeug muss
seinen Rettern herunterlassen kann. auch genügend Platz zum Ver-
Diese binden daran ein Seil fest, das stauen des Packsacks und ande-
der Pilot zu sich hochziehen und mit rer wichtiger Kleinigkeiten, wie et-
dessen Hilfe er absteigen kann. wa Verbandszeug, ➚Rettungs-
schnur und Mobiltelefon, bieten.

Protektoren – Schutz für den Flieger

Moderne Gurtzeuge sind serienmäßig mit einem


Rückenprotektor – einer Art „Schutzpanzer“ – aus-
gerüstet, der im Falle einer Bruchlandung böse Ver-
letzungen verhindern soll. Weil der Rücken
während des Fluges durch den Protektor gestützt
wird, erhöht sich zudem der Sitzkomfort.
Wichtig: Grundsätzlich müssen Protektoren ver-
rutschsicher im Gurtzeug untergebracht werden
und sowohl Rücken als auch Steiß schützen.

Staudruckairbag
Einen Staudruckairbag (Preise ab zirka 650 Euro, et-
wa für „Flexon Airbag“ von Perche und „Skybum
Pop-Up“ von High Adventure) kann man nicht ein-
zeln kaufen, sondern er ist ins Gurtzeug eingebaut.
Und so funktioniert er: Er füllt sich durch den
Fahrtwind, der durch einen Einfüllkanal einströmen
kann, mit Luft. Beim Aufprall dosieren dann speziel-
le Klappen das Entweichen der Luft und nehmen so
dem Aufschlag die Energie. Durch ihr großes Volu-
men erreichen Staudruckprotektoren die besten
Dämpfungswerte und lassen sich zudem sehr klein
zusammenlegen.

38
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Zubehör

Einen großen Nachteil hatten sie jedoch bisher:


Beim Start sind sie mangels Fahrtwind noch
nicht mit Luft gefüllt und daher wirkungslos.
Inzwischen gibt es neue Systeme, die
diesem Problem mittels großer recht-
eckiger Öffnungen mit automatischem

Die Ausrüstung
Ventilverschluss zu Leibe rücken. Sie
sind mit speziellen Vorrichtungen aus-
gerüstet, die den Luftkanal schon in
der Startphase öffnen und so für ei-
ne schnelle Füllung der Kammern
sorgen.

Hartschaumprotektor

pe
Hartschaum wird unter anderem für

bb.:
aA
Einlagen in Motorradhelmen verwen-

4p
02
det und hat sich dort ausgezeichnet be-
währt. Das Material verfügt über hervorra-
gende Dämpfungseigenschaften. Protektoren ab 15 ▲ „Flexon Air-
Zentimeter Dicke haben die DHV-Prüfungen pro- bag“ von Perche
blemlos bestanden. Doch die Dicke ist zugleich der
Nachteil von Hartschaumprotektoren. Wegen der
Steifheit des Materials lassen sich diese nur sehr
schlecht verpacken.

Schaumstoffairbag
Beim Schaumstoffairbag wird die Aufschlagenergie
durch das kontrollierte Entweichen der im Schaum-
stoffkissen eingeschlossenen Luft absorbiert.
Beliebt ist diese Art von Protektoren vor allem we-
gen des kleinen Packmaßes und ihrer ausgezeich-
neten Dämpfungseigenschaften.

Seitenprotektor
Alle neueren Gurtzeuge sind auch mit Seitenpro-
tektoren erhältlich, die auch den Aufprall bei einem
seitlichen Sturz abdämpfen und damit effektiv den
anfälligen Hüftbereich schützen.

39
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Zubehör

Vario

Das Vario ist ein Gerät, das den


Kauftipp Vario Piloten mit allen flugrelevanten
Ein gutes Vario für den Daten versorgt. Je nach Ausstat-
Genussflieger, der nur wissen möchte, tung verfügt es über mehrere der
wo es hoch oder runter geht, ist das folgenden Einzelfunktionen:
Bräuniger „Comfort“ (289 Euro). Für 1. Höhenmesser
ambitionierte Streckenpiloten gibt es 2. Variometer
das Bräuniger „Competition“ mit 3. Temperatur- und Uhrfunktion
einem für Wettbewerbe zugelassenen 4. Geschwindigkeitsanzeige/Flü-
Barografen (428 Euro) oder auch das gelradsensor (Nur in Verbindung
„Competition GPS“, bei dem das mit einem Zusatzgerät verwend-
externe GPS direkt über Datenleitung bar.)
mit dem Vario verbunden ist (ohne 5. Barograf (Zeichnet den Höhen-
GPS 597 Euro). High-End Geräte mit verlauf auf und wird zur Doku-
eingebautem GPS für Streckencracks mentation von Streckenflügen
oder Wettkampfpiloten sind das von benötigt – nur in Varios der geho-
Aircotec (www.aircotec.ch) hergestellte benen Preisklasse enthalten.)
„Top Navigator“ (1265 Euro) oder das 6. GPS (Nur in Geräten der obers-
„Galileo“ (1248 Euro) von Bräuniger ten Preisklasse, wie etwa „Gali-
(www.brauniger.com). leo“ von Bräuniger oder „Top Na-
vigator“ von Aircotec.)

Höhenmesser
Der Höhenmesser zeigt dem Piloten die aktuelle
Höhe an. Je nach Einstellung ist dies entweder die
Höhe über dem Meeresspiegel (QNH) oder die
Höhe über dem Start- bzw. Landeplatz (QFE). Dazu
muss der Höhenmesser vor dem Flug am Lande-
platz „genullt“ werden.

Variometer
Das Variometer ist ein Gerät, das dem Piloten durch
optische und akustische Signale das Steigen bzw.
Sinken des Schirms anzeigt. Konkret: Das Variome-
ter piepst bzw. brummt, wenn sich die Flughöhe
verändert. Ein unterbrochener Piepston zeigt Stei-

40
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Zubehör

gen an – je schneller und auch höher das Piepsen,


desto schneller das Steigen. Ein durchgehender Ton
warnt den Piloten vor Sinkbewegungen. Je tiefer
der Ton, desto größer der Sinkwert.
Die Signaltöne sollten sich variabel einstellen und
bei leichtem Sinkflug auch abstellen lassen. So kön-

Die Ausrüstung
nen Sie beispielsweise verhindern, dass Ihr Gerät
den romantischen abendlichen Gleitflug in den
Sonnenuntergang mit einem irritierenden, dumpfen
Dröhnen untermalt. Zusätzlich zu den akustischen
Signalen zeigen Balkensymbole bzw. Zahlenwerte
den jeweiligen Sink- bzw. Steigwert an. Damit man
das Gerät auch im Flug ablesen kann, ist ein großes
und übersichtliches LCD-Display wichtig. Für gute
Bedienbarkeit sorgen ausreichend große Druck-
knöpfe.

Temperatur- und Uhrfunktion


Nahezu alle Varios sind mit einer digitalen Tempe-
ratur- und Uhrzeitanzeige ausgestattet. Ob man
diese beiden Funktionen wirklich braucht, darüber
mag man streiten. Aber praktisch ist es schon, wenn
man weiß, wie warm es gerade ist und wenn man
ohne Blick auf die Armbanduhr die Uhrzeit ablesen
kann.

Geschwindigkeitsmessung
mit dem Flügelradsensor
Auf den meisten Varios ist auch eine Anzeige für die
Angabe der Geschwindigkeit vorgesehen. Um sie
zu messen, muss man aber ein Zusatzgerät an-
schließen – einen Flügelradsensor (auch: Schlepp-
sensor). Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt mit-
tels eines saphirgelagerten Flügelrads. Vorzustellen
hat man sich den Sensor als „Mini-Windrad“, das an
einer „Leine“ hinter dem Schirm hergeschleppt
wird. Und somit wäre auch schon der andere
Name (Schleppsensor) des Geräts erklärt.

41
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Zubehör

Barograf
In teuren Varios ist auch ein Barograf eingebaut, ei-
ne Art Fahrtenschreiber für Gleitschirmpiloten, der
während des Fluges alle vom Variometer und
Höhenmesser gesammelten Werte speichert. Die-
se können dann als so genanntes Barogramm am
Computer verarbeitet und ausgedruckt werden.

Global Positioning System

Literaturtipp Noch vor einigen Jahren wurde das Global Positio-


„GPS Outdoor- ning System, GPS, fast ausschließlich von Profis be-
Navigation“ nutzt. Inzwischen verwenden es auch immer mehr
von Rainer Höh, Hobbypiloten. GPS kennt man aus Autos der geho-
Reise Know-How benen Klasse und ist im Prinzip nichts anders als die
Verlag, Bielefeld „elektronische Landkarte des modernen Men-
schen“.

Windmesser

Der Windmesser ist ein Zubehörteil, das nicht zum


Variometer gehört und gesondert gekauft werden
muss. Von einem winzigen Windrad wird die Ge-
schwindigkeit gemessen, die
Windchill-Faktor dann über eine Digitalanzeige
Bei Wind wird die Luft im abgelesen wird. Außer der aktu-
allgemeinen kälter empfunden als das ellen Windgeschwindigkeit
Thermometer es anzeigt. Bei starkem kann man auch die Durch-
Wind kann dieser Unterschied zwischen schnittsgeschwindigkeit über ei-
der tatsächlichen und der empfunden nen bestimmten Zeitraum be-
Lufttemperatur bis zu 15 Grad betragen. stimmen. Die meisten Geräte
sind zudem mit einem Thermo-
meter ausgestattet, das auf Wunsch auch den
➚Windchill-Faktor berücksichtigt. Der „Wind-
watch“ von Minox kostet je nach Ausstattung zwi-
schen 100 und 170 Euro.

42
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Zubehör

Funktionsweise des GPS

Mit Hilfe von Satelliten, die das amerikanische Verteidi-


gungsministerium in einer Umlaufbahn um den Erdball
stationiert hat, werden die aktuellen Koordinaten in

Die Ausrüstung
Längen- und Breitengrad ermittelt. Das GPS errechnet
anhand der eingegebenen Daten die momentane Position
des Schirms. Wenn der Pilot die Zielkoordinaten und
Wegpunkte eingegeben hat, kann es ihm den kürzesten
Weg zum Ziel, die Geschwindigkeit und die zurückgeleg-
ten Kilometer anzeigen.
Das GPS ermöglicht es dem Piloten, seine Position mit
einer Genauigkeit von 10 bis 20 m zu bestimmen.
Allerdings nur, wenn dies das amerikanische Verteidi-
gungsministerium auch zulässt. Wenn die Amerikaner
die Genauigkeit aus Gründen der Sicherheit verändern,
kann es zu Abweichungen von 20 bis 100 m kommen.
Die Wegbeschreibung erfolgt durch einen so genannten
Richtungsweiser und ist relativ simpel. Zeigt dieser Pfeil
nach rechts, muss der Pilot nach rechts fliegen, um zu
seinem Ziel zu kommen, zeigt er nach links, geht es
nach links und zeigt er nach vorne, befindet sich der Pilot
genau auf Kurs. Auf dem Navigationsdisplay werden
dem Piloten außerdem ein elektronischer Kompass,
der Kurs in Grad, die Geschwindigkeit, die Entfernung
zum Ziel oder zum nächsten Wegpunkt und Angaben
zum Kursversatz gegenüber dem Kurs angezeigt.
Die heutigen etwa handygroßen GPS Geräte kosten
zwischen 270 (Garmin „GPS 12 XL“) und 430 Euro
(Garmin „eMap“ mit 16 MB Speicher) und sind in der
Lage, bis zu 12 Satelliten gleichzeitig zu verfolgen.
Aktuelle Koordinaten von Fluggebieten kann man
im Internet unter den folgenden Adressen abrufen:
www.drachenfliegen.org
und www.alpin-koordinaten.de

43
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:13 Seite 44

Zubehör

025pa Abb.: Hänssler/Bopicture


Funkgerät

Trotz der steigenden Verbreitung von Handys hat


die Popularität von Funkgeräten als Verständi-
gungsmittel bei Gleitschirmfliegern nicht abgenom-
men – im Gegenteil. Nach wie vor haben diese ei-
nige entscheidende Vorteile. Erstens natürlich den
Kostenfaktor, denn mit ihnen können Flieger unter-
einander kostenlos kommunizieren. Das ist beson-
ders dann interessant, wenn man sich während ei-
nes gemeinsamen „Luftausflugs“ über einen länge-
ren Zeitraum unterhält. Zweitens ist das Gespräch
nicht auf zwei Piloten beschränkt und drittens ist die
Kontaktaufnahme schnell – das heißt ohne lästiges
Anwählen – möglich.
LPD-Geräte (= Low Power Device) mit geringe-
rer Reichweite dürfen ohne Funklizenz betrieben
werden. Die meisten Freizeitpiloten sind mit diesen
Geräten (Beispiel Alinco „EC 10“ für zirka 135 Euro)
sehr gut bedient. Sobald Sichtverbindung besteht,
sind in großer Höhe selbst mit kleinen Geräten

44
028-045paragl.qxp 14.06.2007 14:13 Seite 45

Zubehör

(0,01 Watt Sendeleistung) Reich-

026pa Abb.: pe
weiten von 20 Kilometern und
mehr möglich.
Wem diese Leistung nicht aus-
reicht, der darf, sofern er sich im
Besitz einer Amateurfunk-Lizenz

Die Ausrüstung
befindet, die Sendeleistung eines
LPD-Gerätes von 0,01 Watt auf
0,5 Watt steigern. Außerdem darf
man auch den Frequenzbereich
erweitern (im 2-m-Band statt
144–146 MHz auf 133–173,995
MHz). ▲ Durch den Einbau eines Headsets im
Wem das immer noch nicht Helm und einer Drucktaste als
genügt, der wird, wie Strecken- Sprechtaste ist eine Kommunikation
und Wettbewerbsflieger, auf ein selbst unter ungünstigen Bedingungen
Dualbandgerät mit fünf Watt einwandfrei möglich.
Leistung (Beispiel: „Yaesu VX-6E“
für ca. 240 Euro) und einer ent-
sprechenden Antenne umsteigen.
Große Reichweiten von 300 Kilo-
meter sind dann kein Problem
mehr. Die Dualbandgeräte sen- Prüfung zur Amateurfunk-Lizenz
den im 2-m-Band im Frequenz- Den Fragenkatalog zur Vorberei-
bereich 144–146 MHz und im tung auf die Prüfung kann man ge-
70-cm-Band von 430–440 MHz. gen ca. vier Euro bei der
Für Amateurfunkgeräte im Regulierungsbehörde für Telekom-
2-m/70-cm-Dualband benötigt munikation und Post Z23DrV-1, 1,
man eine Lizenz. Früher war de- Postfach 8001, 55003 Mainz
ren Erwerb gar nicht so einfach, bestellen. In der Prüfung werden in
denn die Prüfungen waren ein- einem Multiple-Choice-Test techni-
deutig auf Profianwender zuge- sche und betriebliche Kenntnisse
schnitten. Seit 1998 ist jedoch der abgefragt, sowie die Beherrschung
Erwerb der vereinfachten ➚Ama- nationaler und internationaler
teurfunk-Lizenz, Klasse 3 möglich. Vorschriften verlangt. Weitere Infos
auch beim Deutschen Amateur-
Radio-Club unter www.darc.de

45
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:26 Seite 46

Technik des Gleitschirmfliegens

003pa Abb.: Hänssler/Bopicture

46
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:27 Seite 47

Technik des Gleitschirmfliegens

Technik des
Gleitschirmfliegens

Technik des Gleitschirmfliegens

47
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:27 Seite 48

Der Start

Wie schon im vorigen Kapitel erwähnt, kann und


darf man sich Gleitschirmfliegen nicht selbst bei-
bringen. Die folgenden Abschnitte sollen deswegen
auch keine Anleitung zum Selbststudium sein und
können auch kein Lehrbuch ersetzen, sondern sol-
len lediglich eine kurze Einführung in die grundle-
genden Techniken des Gleitschirmfliegens geben.

Der Start
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten zu star-
ten: vorwärts oder rückwärts. Je nach Windverhält-
nissen, Art des Geländes und persönlichen Fähig-
keiten kann der Flieger zwischen diesen beiden Me-
thoden wählen. Bei beiden Startmethoden ist die
Vorbereitung auf den Start gleich.

Startvorbereitung

„Auf die Plätze, fertig, los!“ So einfach hat es ein


Gleitschirmpilot nicht. Bevor er den Flug antreten
kann, sind einige Vorbereitungen zu treffen.
Er muss:
❏ das Gurtzeug anlegen,
❏ den Schirm auslegen,
❏ die Leinen sortieren,
❏ den Schirm mit dem Gurtzeug verbinden,
❏ den Helm aufsetzen und schließen,
❏ die A-Gurte und Steuerleinen aufnehmen
❏ und schließlich die Startposition einnehmen.

Die vier Startphasen

Der Start ist die anspruchsvollste Phase eines Gleit-


schirmflugs und muss deswegen immer wieder trai-
niert werden. Egal, ob man vor- oder rückwärts star-
tet, kann man den Start in vier Phasen unterteilen:

48
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:27 Seite 49

Der Start

die Aufziehphase,
die Kontroll-, Stabilisierungs- und die Entschei-
dungsphase,
die Beschleunigungsphase und
die Abflugphase.

Der Vorwärtsstart

Die meisten Piloten verwenden die Vorwärtsstart-

Technik des Gleitschirmfliegens


technik. Sie ist einfacher, hat aber im Vergleich zur
Rückwärtsaufziehmethode einige Nachteile. Die
Kontrolle des Gleitsegels in der Aufziehphase fällt
schwerer und Verknotungen, Leinenverhänger und
asymmetrisches Aufsteigen des Schirmes sind oft
nicht so leicht zu bemerken.

Startstellung
Nachdem der Pilot den Schirm ausgelegt hat, hängt
er die Tragegurte in die dafür bestimmten Karabiner
ein. Je nach Windstärke und Geländeneigung sind
die Leinen ent- oder vorgespannt.
Konkret heißt das, dass der Pi-
027pa Abb.: rk

lot, bei stärkerem Wind und/oder


steiler abfallendem Hang weiter
entfernt von der Kappe steht (=
vorgespannte Fangleinen). Bei
wenig Wind bzw. Windstille oder
an einem flachen Starthang steht
er dementsprechend näher am
Schirm.
Und so sieht die „Startstellung“
aus: Der Pilot steht mit mäßiger
Körpervorlage, schräg nach unten
gerichteten, leicht angewinkelten ▲ Grundstellung beim Start:
Armen mittig vor dem Schirm und Arme seitlich weggestreckt,
blickt in Flugrichtung. Tragegurte fest in der Hand

49
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:27 Seite 50

Der Start

Startcheck
Wie der Pilot eines Flugzeuges muss auch der Pa-
raglider vor dem Abheben einen Startcheck durch-
führen. Er überprüft nochmals – und routinemäßig
in immer gleicher Reihenfolge – seine Ausrüstung.
❏ Sind Beingurte und Brustgurt geschlossen?
❏ Ist der Helm aufgesetzt und der Riemen
geschlossen?
❏ Sind die Tragegurte richtig eingehängt und
geschlossen?
❏ Sind die Fangleinen frei?
❏ Ist der Schirm richtig ausgelegt?
❏ Ist der Luftraum frei?
❏ Stimmt der Wind (Kontrolle der Windrichtung
bzw. Stärke)?

Aufziehphase
Nachdem der Check abgeschlossen ist, läuft der Pi-
lot mit leicht vorgebeugtem Oberkörper los. Die
Fangleinen spannen sich und er führt die Tragegur-
te mit gestreckten Armen in einer runden Bewe-
gung parallel von schräg unten nach oben. Dabei
werden die Tragegurte nur „begleitet“. Die Vorder-
kante des Schirms hebt sich schließlich an, die Kam-
mern füllen sich mit Luft und das Segel steigt durch
ständigen Zug und Druck senkrecht auf. Ist der
Schirm am höchsten Punkt angelangt, lösen sich die
Hände von den A-Gurten.

Kontroll-, Stabilisierungs-
und Entscheidungsphase
Danach überprüft der Pilot, ob sich die Kappe voll-
ständig mit Luft gefüllt hat und senkrecht über ihm
steht. Er kontrolliert, ob sich die Leinen verknotet
haben. Um den Kontrollblick durchzuführen, legt er
den Kopf nach hinten. Schießt der Schirm nach vor-
ne, muss ihn der Pilot durch beidseitiges Ziehen an
den Steuerleinen abbremsen. Droht er dagegen

50
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:28 Seite 51

Der Start

nach hinten abzukip-

028pa Abb.: rk
pen, lockert er die
Bremsen und verstärkt
mit dem Oberkörper
den Druck nach vorne.
Kann der Schirm trotz
der Gegenmaßnah-
men nicht stabilisiert
werden, hilft nur noch
ein Startabbruch durch

Technik des Gleitschirmfliegens


das Ziehen einer Steu-
erleine.

Beschleunigungsphase
Soweit alles klar? Wenn der Pilot diese Frage mit ▲ Die Aufzieh-
„Ja“ beantworten kann, geht er wieder in eine mäßi- phase
ge Körpervorlage und bringt den leicht angebrems-
ten Schirm mit raumgreifenden
Schritten auf Abhebegeschwin-
digkeit. Je weniger Gegenwind
vorhanden ist, desto schneller
muss der Pilot laufen.

Abhebephase
Nach dem Abheben bleibt der Pi-
lot laufbereit, bis er ausreichend
Sicherheitsabstand zum Boden
hat. „Faule Piloten“, die es sich un-
mittelbar nach dem Abheben im
Gurtzeug bequem machen, ge-
hen ein nicht unerhebliches Risi-
029pa Abb.: Hänssler/Bopicture

ko ein. Wenn der Gleitschirm


noch nicht richtig trägt oder es
durch Turbulenzen zu einem er-
neuten Bodenkontakt kommt,
drohen Steißbein- und Wirbelver-
letzungen.

51
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:28 Seite 52

Der Start

Der Rückwärtsstart

Noch vor wenigen Jahren wurden Piloten, die den


Rückwärtsstart beherrschten, von ihren Kollegen
mit bewundernden Blicken beobachtet. Inzwischen
setzt sich diese Art des Starts auch in Deutschland
und Österreich immer mehr durch und wird bereits
in der Grundschulung trainiert. In Frankreich, Spa-
nien und Italien bringt man wegen der dort herr-
schenden stärkeren Winde bereits Flugschülern den
Rückwärtsstart bei. Gegenüber der Vorwärtsauf-
ziehtechnik bietet er mit einiger Übung eine ganze
Reihe von Vorteilen:
Man hat ständig Blickkontakt zum Schirm und
kann deswegen
den ausgelegten Schirm in seiner Form ständig
korrigieren. Dies ist besonders bei stärkerem
oder böigem Wind von großem Vorteil.
den Schirm während der gesamten Aufziehphase
besser kontrollieren.
den Startvorgang bei einer Störung frühzeitig un-
terbrechen.
bei Leinenverhängern und/oder schrägem Auf-
steigen des Schirms früher reagieren.
eventuelle Leinenverhänger leichter bemerken
notwendige Korrekturen, wie Unterlaufen und
Aussteuern, durch Bremsleineneinsatz bereits
während des Aufsteigens des Gleitschirms durch-
führen.

Vorbereitung zum Rückwärtsaufziehen


Selbstverständlich muss man auch beim Rückwärts-
start einen Startcheck durchführen! Dazu nimmt
der Pilot die gleiche Grundhaltung wie beim Vor-
wärtsstart ein, er hebt einen Tragegurt hoch und
dreht sich darunter durch zum Schirm. Die Trage-
gurte sind jetzt vor ihm gekreuzt und können – je
nach Startmethode unterschiedlich – aufgenom-

52
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:28 Seite 53

Der Start

men werden. Der Pilot steht in

031pa Abb.: rk
der Mitte vor dem Schirm, die Lei-
nen sind gespannt und die Trage-
gurte liegen unverdreht in seinen
Händen.

Aufziehen des Schirms


und Kontrolle
Ist die Vorbereitungsphase abge-
schlossen, geht der Pilot einige

Technik des Gleitschirmfliegens


Schritte zurück und zieht den

030pa Abb.: rk
Schirm mit Körpereinsatz aus
dem Gurt heraus auf. Er führt mit
gestreckten Armen die Tragegur-
te nach oben und beobachtet da-
bei ständig die Kappe, um auf
eventuelle Störungen sofort rea-
gieren zu können.
Bei stärkerem Wind geht der Pi-
lot dem aufsteigenden Schirm
entgegen und nimmt so Energie
aus der Kappe.

Ausdrehen
Steht der Schirm stabil über dem Piloten, dreht die- ▲ Beim Rück-
ser sich um 180 Grad in Abflugrichtung aus. Bei wärtsstart hat
schwachem Wind muss er darauf achten, dass er man den Schirm
beim Umdrehen die Vorwärtsbewegung und den ständig im Blick
Kontakt zur Kappe über die Steuerleinen beibehält. und kann ihn
Mit dem Gesicht in Startrichtung und der gefüllten deswegen leichter
Kappe über sich, folgt nun derselbe Bewegungsab- kontrollieren
lauf wie beim Vorwärtsstart.
Bei schwachem Wind oder sehr unregelmäßigem
Untergrund ist es unter Umständen einfacher, vor-
wärts zu starten. Denn die dann nötige höhere
Startgeschwindigkeit erreicht man rückwärts nur
schwer. Außerdem ist die Stolpergefahr natürlich
deutlich größer.

53
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 54

In der Luft

032pa Abb.: Hänssler/Bopicture

54
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 55

In der Luft

In der Luft
Im Prinzip ist es gar nicht so schwer, einen Gleit-
schirm zu steuern. Zieht man links an der Steuerlei-
ne, fliegt der Schirm nach links, zieht man rechts,
geht der Schirm in diese Richtung. Soweit der Flug-
kurs in Kürze – aber ganz reicht dieses Basiswissen
zum Steuern eines Gleitschirms dann doch nicht
aus.

Der Geradeausflug

Technik des Gleitschirmfliegens


Bei einem ungebremsten Flug fliegt der Schirm mit
Maximalgeschwindigkeit vorwärts, die je nach Typ
und Flächenbelastung zwischen 30 und 40 km/h
beträgt. Noch einmal 10 Kilometer schneller geht
es, wenn man den ➚Fußbeschleuniger tritt.
Doch zu schnell? Auch mit dem
Gleitschirm kann man bremsen. Der Fußbeschleuniger
Werden gleichzeitig beide Steuer- ist eine Art Gaspedal am Gleitschirm.
leinen über den Punkt gezogen Der Pilot tritt dabei – vereinfacht ge-
an dem der Widerstand einsetzt, sprochen – mit den Füßen in eine Plas-
hat das eine bremsende Wirkung tikschlaufe die durch Schnüre mit den
und der Gleitschirm verlangsamt A- und B-Leinen verbunden ist. Durch
seine Vorwärtsfahrt. Treten des Fußbeschleunigers werden
Bei einem Steuerleinenzug von diese heruntergezogen, der Anstellwin-
zirka 15–20 Zentimetern ent- kel des Gleitsegels wird kleiner und der
wickelt der Gleitschirm seine bes- Schirm schneller.
te Gleitfähigkeit. Zieht man die
Steuerleinen noch weiter, erreicht der Schirm die
Geschwindigkeit des geringsten Sinkens. Bei unge-
fähr 50 % Bremsleinenzug ist die optimale Ge-
schwindigkeit erreicht, um im Aufwind am besten
Höhe zu gewinnen.
Doch Vorsicht beim Bremsen! Je weiter man die
beiden Steuerleinen durchzieht, desto mehr nimmt
die Fahrt des Gleitschirms ab, und wenn es zu lang-
sam wird, verliert das Tuch sein flugfähiges Profil!

55
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 56

In der Luft

! sche ausbleiben, plötzlich Stille einkehrt und


Aufpassen muss man, wenn die Windgeräu-

der Steuerdruck immer höher wird. Bremst


man in dieser Situation den Schirm 100 %
durch, reißt die Strömung am Flügel ab. Der
Pilot pendelt nach vorne und das Segel kippt
wegen der fehlenden Vorwärtsfahrt nach hin-
ten weg. Der Gleitschirm verliert seine Flug-
fähigkeit und geht samt Piloten mit hoher
Sinkgeschwindigkeit nach unten (= Fullstall).

Der Kurvenflug
Richtiger Leinenzug
Wenn man eine Kurve fliegen will,
Grundsätzlich gilt für alle
Flugmanöver, dass der Leinenzug muss man den Gleitschirm in
nicht ruckartig sondern gleichmäßig Querneigung bringen. Durch Zie-
und nicht zu schnell erfolgen darf.hen der Steuerleine auf der Kur-
Auch das Öffnen der Bremse sollte veninnenseite regelt man, unter-
gleichmäßig und dosiert durch- stützt durch Körperverlagerung,
geführt werden, um unangenehme die Schräglage des Gleitsegels,
Pendelbewegungen zu vermeiden. während man mit der Steuerleine
auf der Kurvenaußenseite die Ge-
schwindigkeit verändert. Wie eng
die Kurve wird, hängt davon ab, wie tief die kurven-
innere Steuerleine gezogen wird. Hierbei gilt:
Je mehr Leinenzug, desto enger wird die Kurve.

! die Aerodynamik des Gleitschirms. Ein einsei-


Aber Achtung: Zu enge Kurven wirken gegen

tiger Strömungsabriss und unerwünschte Re-


aktionen des Schirms können die Folge sein.

Wie eine Kurve ausfällt, hängt auch von der Ge-


schwindigkeit ab. Je schneller man ist, desto weiter
wird sie – Schräglage und Höhenverlust sind dann
relativ groß. Eine leicht angebremste Kurve fällt da-
gegen enger aus und der Schirm dreht „flacher“.
Dazu werden zunächst beide Steuerleinen leicht

56
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 57

Die Landung
033pa Abb.: Hänssler/Bopicture

Technik des Gleitschirmfliegens


gezogen, danach wird zum Einleiten der Kurve die
Leine auf der Seite der gewünschten Drehrichtung
noch etwas tiefer herabgezogen. Aus angebremster
Fahrt fällt die Kurve eng aus, der Schirm dreht fast
auf der Stelle, verliert kaum an Höhe.

Die Landung
Normale Landungen

Bevor sich der Pilot in einem ihm unbekannten Flug-


gebiet auf den Weg macht, muss er den Landeplatz
besichtigen, um sich mit den örtlichen Gegeben-
heiten vertraut zu machen.
Folgende Fragen sind zu beantworten:
❏ Aus welcher Richtung kommt der Wind?
❏ Wie ist das Gelände im Landegebiet beschaffen?
❏ Gibt es evtl. Gefahrenquellen im Landegebiet?

57
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 58

Die Landung

801pa
Windrichtung

<
Position Landepunkt

<
<
(1/3 Resthöhe
Gegenflug

abbauen)

Höhe verbrauchen)
Endanflug
(letztes 1/3
ve

n
ze
rk

rz
ür
ü

rk
verlä

en
ve
ng

er rn
n verlänge

Queranflug - Sicherheitsschenkel
(ein weiteres 1/3 Höhe verbrauchen)

Die Landevolte –
Jede Landung besteht aus vier Teilen:
Position
Gegenanflug
Queranflug
Endanflug

Die Position
In der Position (= Punkt an dem die Landung einge-
leitet wird) baut der Pilot, falls notwendig, Höhe
durch das Fliegen von Vollkreisen ab. Außerdem
prüft er nochmals die Wind- und Landeplatzverhält-
nisse. Er behält einen Peilpunkt (= Landepunkt) im

58
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 59

Die Landung

Auge und schätzt dabei mit Hilfe der ➚Winkelpei-


lung immer seine relative Höhe über Grund. In ei-
ner Höhe von zirka 70 bis 100 m geht der Pilot aus
der Position in den Gegenanflug über.
Häufige Fehler beim Landeanflug:
Position zu nahe am Landepunkt.
Position zu weit ab vom Landepunkt.
Pilot baut nicht genug bzw. zu viel Höhe ab.

Der Gegenanflug

Technik des Gleitschirmfliegens


Der Gegenanflug liegt parallel zum voraussichtli-
chen Endanflug. In dieser Flugphase peilt der Pilot
regelmäßig den Landepunkt an, bis er eine Höhe
von 45 bis 65 m erreicht hat.
Häufige Fehler beim Gegenanflug:
Pilot peilt nicht regelmäßig.
Pilot fliegt keinen exakten Winkel.

Der Queranflug
Im Queranflug hat der Pilot die letzte Möglichkeit,
durch Verlängern, Verkürzen oder Ausbuchten der
Kurven die ideale Höhe zu erflie-
gen, mit der er dann in den End-
anflug übergeht. Die Winkelpeilung
Häufige Fehler beim Mit der Winkelpeilung schätzt der
Queranflug: Pilot seine Höhe. Dabei fixiert er
Zu frühes Eindrehen zum den Punkt, der sich senkrecht unter
Endanflug. ihm am Erdboden befindet. Dann
Zu spätes Eindrehen. fasst er einen weiteren Punkt ins Au-
Steilkurven. ge, der im 45°-Winkel vor ihm liegt.
Die geschätzte Entfernung zwischen
Der Endanflug den beiden Punkten am Boden ent-
Der Endanflug erfolgt geradlinig, spricht in etwa seiner Flughöhe.
ohne S-Kurven oder sonstige stär- Natürlich erhält man so nur ein un-
kere Steuerbewegungen, die in gefähres Ergebnis und die Methode
Bodennähe gefährliche Pendel- lässt sich nicht anwenden, wenn der
bewegungen zur Folge haben Boden geneigt ist.
können. Der Pilot richtet sich im

59
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 60

Die Landung

Gurtzeug auf. Letzte Korrekturen führt er mit do-


siertem und vorsichtigem Steuerleineneinsatz
durch. Durch Nachgeben der Bremsleinen verlän-
gert er den Endanflug, durch stärkeres Anbremsen
verkürzt er ihn. In zirka ein bis zwei Meter Höhe
bringt der Pilot den Schirm auf Minimalfahrt und
zieht die Steuerleinen voll durch.
Häufige Fehler beim Endanflug:
Der Pilot baut Höhe mit S-Kurven ab.
Die überschüssige Höhe wird durch zu starkes
Bremsen abgebaut.

Toplanding
Wenn ideale thermische Verhältnisse herrschen,
kann man mit dem Schirm nicht nur zum Lande-
platz abgleiten, sondern vom Startplatz nach oben
steigen – man spricht dann von einer Startüber-
höhung. Dann ist auch das Toplanding, das Landen
am Startplatz, möglich. In manchen Fluggebieten,
wie z. B. am Meer, wo hauptsächlich an den Klip-
pen gesoart wird, ist das gang und gäbe. Aber auch
in den Bergen ist dies möglich. Der Landeplatz darf
nicht zu klein sein und der Landeanflug muss ohne
Gefährdung startender Piloten möglich sein.
Ablauf eines Toplanding: Der Pilot wählt die Po-
sition für die Landevolte so, dass er die übliche Lan-
deeinteilung fliegen kann. Der Endanflug erfolgt da-
bei immer quer zum Hang. Auch wenn das Gelän-
de oberhalb des Starthanges weit
Luv, Lee und Leerotoren und eben ist, darf der Pilot den
Luv ist die windzugewandte Seite, Queranflug nicht über die Berg-
Lee die windabgewandte Seite. kante hinaus ins ➚Lee verlängern
Leerotoren sind durch ein Hindernis und hinter der Kante gegen den
erzeugte Turbulenzen auf der Leeseite. Wind landen, da dort mit starken
Verwirbelungen und ➚Leeroto-
ren zu rechnen ist. Voraussetzung für eine Toplan-
dung sind eine sehr gute Schirmbeherrschung und
Landetechnik.

60
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 61

Die Landung

Notlandungen

„1000 Mal ist nichts passiert“ ... in der Regel erreicht


der Pilot den anvisierten Landeplatz problemlos. In
Ausnahmefällen muss er aber zu einer Außen- oder
gar Notlandung ansetzen. Was dann zu tun ist ver-
raten die folgenden Abschnitte.

Außenlandung
Sobald ihm klar wird, dass er den vorgesehenen

Technik des Gleitschirmfliegens


Landeplatz nicht mehr erreichen kann, muss sich
der Pilot auf die Suche nach einem geeigneten Platz
für eine Außenlandung machen. Oft wird der relativ
klein sein. In diesem Fall ist es wichtig, die Höhe
über Hindernissen wie Fels oder Wald abzubauen,
um den Endanflug möglichst kurz zu halten.

Hanglandung – Außenlandung im Steilgelände


Bei einer Hanglandung muss der Pilot darauf ach-
ten, dass er weder hangabwärts (Landeanflug wird
zu lang) noch hangaufwärts (Schirm wird gegen
den Berg gedrückt) landet. Vielmehr muss die Lan-
dung grundsätzlich quer zum Hang erfolgen.

Baumlandung
Wenn man über großen Waldflächen in Not gerät,
bleibt als „Notlandefläche“ oft nur ein Baum – und
der will dann mit Bedacht ausgewählt werden. Hat
der Pilot die Wahl zwischen einem Laub- und einem
Nadelbaum, sollte er sich für letzteren entscheiden.
Nadelbäume sind meist relativ schlank und haben
nach unten geneigte bewegliche Äste. An den star-
ren und weit ausladenden Ästen von Laubbäumen
ist die Verletzungsgefahr wesentlich größer.
Ein zweites Kriterium ist die Größe des Baumes.
Man sollte sich für ein kleineres Exemplar entschei-
den, denn dann sind der Abstieg nach der Landung
und die Bergung des Schirmes leichter möglich.

61
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 62

Die Landung

Sicherer Abstieg aus Bäumen

Den Abstieg aus dem Baum sollte der Bruchpilot keines-


falls ohne fremde Hilfe in Angriff nehmen. Die meisten
Verletzungen passieren nämlich nicht bei der Landung,
sondern bei den nachfolgenden, oft halsbrecherischen
Kletterpartien am Baum.
Deswegen: Sitzt man einigermaßen sicher in seinem
Landebaum, sichert man sich durch Festbinden der
Tragegurte oder der Leinen am Baum vor dem Absturz.
Und dann heißt es: Geduld bewahren! Wahrscheinlich
hat jemand die Notlandung beobachtet und die Retter
sind schon unterwegs. Wer ein Handy oder ein Funk-
sprechgerät dabei hat, kann damit Hilfe herbeirufen.
Sind die Helfer dann endlich da, lässt der Pilot seine Ret-
tungsleine zu ihnen hinunter. An ihr wird dann ein star-
kes Seil festgebunden, das er zu sich heraufzieht und zum
Abstieg benutzt.

Wasserlandung
Die Wasserlandung in einem See ist eigentlich völ-
lig unproblematisch. Gefährlich ist der darauf fol-
gende Aufenthalt im Wasser. Kleidung und Schirm
saugen sich schnell voll und können den Piloten in
die Tiefe ziehen. Falls möglich, sollte man sich des-
wegen bereits in der Luft auf den schnellen Ausstieg
aus dem Gurtzeug nach der Landung vorbereiten
und Brustgurt und Beinschlösser öffnen.
Zur Landung fliegt man die Wasseroberfläche
möglichst schnell an und bremst die Kappe nur we-
nig ab. Das ist wichtig, denn dann schießt sie nach
vorne und landet vor einem im Wasser. An-
schließend schlüpft man so schnell wie möglich aus
dem Gurtzeug und schwimmt vom Schirm weg.
Nach einer Notwasserung sollte man nie versuchen,

62
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 63

Abstiegshilfen

seinen Gleitschirm allein zu ber-


gen! Der ist ohnehin zu schwer, Notlandung im Fluss
um ihn allein an Land zu bringen Noch viel gefährlicher als
und man vergeudet nur wertvolle eine Notwasserung in einem See ist
Energien, die man lieber zur Ret- die Landung in einem fließenden
tung des eigenen Lebens einset- Gewässer. Sie sollte deswegen unbe-
zen sollte. dingt vermieden werden!
Für den absoluten Notfall gilt:
Notlandung Sofort aus dem Gurtzeug steigen und
in einer Stromleitung gegen (!) die Strömung vom Schirm

Technik des Gleitschirmfliegens


Eine Notlandung in einer Strom- wegschwimmen.
leitung ist das Gefährlichste, was
einem Paraglider passieren kann.
Das Beste deshalb: Gar nicht erst in die Leitung flie-
gen. Da diese oft nur schlecht zu erkennen sind,
sollte man sich immer anhand der Masten orientie-
ren. Ist eine Kollision trotzdem unvermeidbar,
bremst man den Schirm wie zu einer Landung an
und achtet darauf, nur eine Leitung zu berühren.
Dann versucht man die Oberarme über die Leitung
zu bringen und sich anschließend mit Fangleinen
und Tragegurten zu sichern.

! die Helfer zunächst das Elektrizitätswerk ver-


Bevor sie den Piloten bergen können, müssen

ständigen und den Strom abschalten lassen.

Abstiegshilfen
Abstiegshilfen sind Flugfiguren, mit denen der Pilot
schnellstmöglich Höhe abbauen kann. Sie sind in
Notsituationen wichtig, in denen man möglichst
schnell zurück auf den Boden muss – etwa, wenn
ein Gewitter droht, der Wind zu stark wird oder
man sich unter einer thermisch aktiven Wolke be-
findet, die einen „einzusaugen“ droht. Natürlich
sollten gute Piloten so vorausschauend fliegen, dass

63
046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:29 Seite 64

Abstiegshilfen

sie nicht in Situationen geraten, die einen Notab-


stieg erfordern. Im Wesentlichen gibt es die drei fol-
genden Schnellabstiegsmethoden.

Das Ohrenanlegen

Beim Ohrenanlegen wird der Außenbereich des


Gleitschirms eingeklappt und damit die Flächen-
größe verringert. Dadurch wiederum verringert sich
der Auftrieb und das Segel beginnt zu sinken.
Je größer die Einklappung, desto größer die Sinkge-
schwindigkeit, die im Bereich zwischen 2,5 und
4 m/s liegt. Sie kann durch den Einsatz des Fußbe-
schleunigers noch weiter erhöht werden.
Zum Einleiten des Manövers richtet sich der Pi-
lot im Gurtzeug auf und greift die äußeren A-Leinen
möglichst hoch, zirka 10 cm über den Gurtschlös-
sern. Die Steuerleinen werden dabei nicht losgelas-
sen. Die Steuerung erfolgt durch Gewichtsverlage-
rung. Achtung: Je nach Bauart des Schirms muss
der Pilot unterschiedlich viele Stammleinen der A-
Leinenebene herunterziehen.
Zur Ausleitung des „Ohrenanlegens“ werden
die gehaltenen A-Leinen losgelassen. Sofort füllen
sich die Flügelaußenseiten selbstständig wieder mit
Luft. Sollte dies ausnahmsweise einmal nicht der Fall
sein, wird dosiert auf der noch eingeklappten Seite
gebremst.

Der B-Stall

Der B-Stall, bei dem man Sinkgeschwindigkeiten


von 6 bis 10 m/s erreichen kann, ist ein relativ ein-
fach durchzuführendes Abstiegsmanöver und kann,
bei Beachtung aller sicherheitsrelevanter Aspekte,
auch in turbulenter Luft leicht eingeleitet werden.
Einleitung des B-Stalls: Beim B-Stall ist es sehr
wichtig, dass die richtigen Tragegurte herunterge-

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046-067paragl.qxp 14.06.2007 14:30 Seite 65

Abstiegshilfen

zogen werden. Also zu allererst Blickkontakt mit den


B-Tragegurten aufnehmen. Dann greift man mit den
Fingern zwischen die Leinengabel der B-Tragegurte
direkt über die Leinenschlösser und zieht diese do-
siert und gleichmäßig senkrecht nach unten. Im ers-
ten Teil ist dabei ein relativ hoher Widerstand zu
überwinden, der dann aber stark nachlässt. Dabei
wird die gesamte B-Ebene des Schirmes herunter-
gezogen. Der Pilot spürt ein leichtes Nach-hinten-
Kippen der Kappe und ein darauf folgendes Wieder-

Technik des Gleitschirmfliegens


nach-vorne-Kommen. Der Schirm befindet sich nun
im B-Stall. Bei Windstille sinkt man nahezu senk-
recht nach unten. Durch stärkeres Ziehen der B-Lei-
nen erreicht man optimale Sinkgeschwindigkeit.
Beginnt der Schirm jetzt unruhig zu werden und
deformiert sich die Kappe, ist der B-Stall überzo-
gen. Werden die Tragegurte jetzt noch weiter
gezogen, biegt sich der Schirm meist in der Mitte
ab. Die Flügelspitzen kommen nach vorn und es
besteht die Gefahr, dass sich die Spitzen in den
Fangleinen verhängen. Bei beginnender Deformati-
on müssen die B-Leinen wieder
nachgegeben werden. 034pa Abb.: Hänssler/Bopicture

Ausgeleitet wird der B-Stall, in-


dem die B-Leinen zügig ausgelas-
sen werden. Die Leinen werden
nach oben geführt – also nicht
„schnalzen“ lassen! Sind die
B-Gurte freigegeben, muss man
dem Schirm einige Augenblicke
Zeit geben, um wieder Strömung
aufzubauen. Sollte er weiter im
Sackflug verbleiben, muss dieser
Flugzustand aktiv ausgeleitet wer-
den. Dazu werden die A-Trage-
gurte nach vorne gedrückt oder
durch Einsatz des Fußbeschleuni-
gers wird die Geschwindigkeit er-

65
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Abstiegshilfen

höht. Der Schirm wird dann deutlich anfahren, die


Fahrtgeräusche werden lauter und das Segel kommt
nach vorn.

! Sicherheitsabstand zum Grund erfolgen. Falls


Das Ausleiten muss mit mindestens 200 m

der Schirm nach einem überzogenen B-Stall


verhängt und in Rotation gerät, muss sofort
das Rettungsgerät ausgelöst werden.

Die Steilspirale

Die Steilspirale ist die anspruchsvollste Abstiegshil-


fe von allen. Sinkgeschwindigkeiten von 8–14 m/s
sind ohne Weiteres möglich und damit sind
Spiralen die wirkungsvollste Art, schnell Höhe ab-
zubauen.
Einleitung der Steilspirale: Der Pilot fliegt volle
Fahrt und leitet durch Verlagerung des Körperge-
wichts und dosiertes Ziehen der Steuerleine die
Steilspirale ein. Er lässt den Schirm über mehrere
Umdrehungen langsam beschleunigen. Wird der
Schirm zu schnell, kann der Pilot durch Aufrichten
im Gurtzeug oder stärkeres Anbremsen der Kur-
venaußenseite und Nachlassen des Bremsleinen-
zugs auf der Kurveninnenseite die Geschwindigkeit
wieder verringern. Das Arbeiten mit beiden Steuer-
leinen und das Verlagern des Körpergewichts erfor-
dert sehr viel Übung und muss deshalb trainiert
werden. Wegen der hohen Sinkgeschwindigkeit,
die in der Steilspirale erreicht wird, muss man stän-
dig die Höhe kontrollieren. Dazu blickt der Pilot
seitlich, der kurveninneren Schulter entlang auf den
Boden.
Ausleitung der Steilspirale: Die Sinkgeschwin-
digkeit wird durch Aufrichten im Gurtzeug und
Nachlassen der Bremsleine auf der Kurveninnensei-
te langsam und dosiert reduziert. Man sollte dem

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Abstiegshilfen

Schirm mindestens zwei Umdrehungen Zeit geben,


sich aufzurichten. Sobald er seine Kurvenfahrt auf-
gibt, nimmt der kurveninnere Flügel mehr Ge-
schwindigkeit auf und erzeugt in diesem Moment
mehr Auftrieb als der äußere Flügel. Wenn beim
Ausleiten der Spirale die Bremse zu schnell freige-
geben wird, kann es zu gefährlichem Aufschaukeln
kommen! Deshalb ist es wichtig, die kurveninnere
Bremse dosiert nachzuziehen sobald der Schirm
aus der Spirale in den Geradeausflug übergeht.

Technik des Gleitschirmfliegens


! Schirm nachdrehen oder in die so genannte
Überzieht man die Steilspirale kann der

„stabile Spirale“ übergehen. Das heißt, der


Schirm dreht sich unaufhaltsam nach unten
und der Pilot muss, um ihn zu stoppen, unver-
züglich das Gewicht gegen die Kurveninnen-
seite verlagern und mit der Kurvenaußenseite
rausbremsen.

Wichtiges auf einen Blick


B-Stall und Steilspirale immer in ausreichender Höhe
durchführen! In 200 m Höhe über Grund müssen die
beiden Flugfiguren ausgeleitet sein.
Piloten, die Schwierigkeiten mit hohen Beschleuni-
gungskräften haben, sollten anstelle der Steilspirale
den B-Stall anwenden.
B-Stall und Steilspirale müssen ständig – zunächst auf
jeden Fall unter fachkundiger Anleitung im Rahmen
eines Performance- oder Sicherheitstrainings – geübt
werden. Besondere Vorsicht gilt beim Umstieg auf ein
neues Gerät oder nach der langen Winterpause.

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Kleine Wetterkunde

004pa Abb.: pe

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Kleine Wetterkunde

Kleine
Wetterkunde

Kleine Wetterkunde

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Kleine Wetterkunde

In kaum einer anderen Sportart spielt das Wetter ei-


ne so wichtige Rolle wie beim Gleitschirmfliegen.
Jeder Pilot muss das Wetter lesen können, um güns-
tige Flugbedingungen zu finden und frühzeitig Ge-
fahren zu erkennen. Deswegen nimmt die Wetter-
kunde auch einen breiten Raum im Theorieunter-
richt der Gleitschirmausbildung ein. Im Folgenden
ein kurzer Überblick über wichtige Wetterphä-
nomene.
Die verschiede-

nen Wolkenarten

802pa Abb.: tb
13 km
Cirrus
Cirrostratus
Cirrocumulus

10 km

Nimbostratus Altocumulus
Altocumulus
castellanus
5 km
Altostratus
Cumulonimbus

Altocumulus
lenticularis Cumulus
Föhnwolken congestus

Nebel Stratus Stratocumulus Cumulus


humilis
0 km

70
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Das Tiefdruckgebiet

Das Tiefdruckgebiet
In Europa bestimmen warme, östlich gerichtete
Luftströmungen der Subtropen und kalte, westlich
strömende Polarluft der Arktis das Wettergesche-
hen. Auf Grund der Temperaturunterschiede
kommt es zu Turbulenzerscheinungen und groß-
räumigen Wirbeln, die Zyklone oder Tief genannt
werden. Vom Zentrum dieses Tiefdruckwirbels aus
erstrecken sich die Warmfront und die Kaltfront.
Die Warmfront ist gekennzeichnet durch zu-
nächst hohe und dann immer mehr absinkende Literaturtipp
Stratusbewölkung mit auffrischendem Wind und „Sonne, Wind und
ausgiebigem Niederschlag. Hinter der Warmfront Reisewetter“ von

Kleine Wetterkunde
folgt die Kaltfront. Wegen der höheren Dichte be- Friederike Vogel,
wegt sich die Kaltfront schneller als die Warmfront Reise Know-How
und verkleinert so das Gebiet zwischen den Fron- Verlag, Bielefeld
ten, dem so genannten Warmluftsektor, so lange,
bis die Kaltfront die Warmfront eingeholt hat. Die
Luftmassen der Warmfront und der Kaltfront vermi-
schen sich, das bedeutet das Ende der Zyklone.

Die Phasen des Tiefs


1. Erster Einbruch von Kaltluft, meist aus östl. Richtung.
2. Die Warmfront mit warmer Meeresluft gleitet, beein-
flusst durch südöstliche Winde, an der östlich liegen-
den Kaltluft auf.
3. Hinter der Warmfront folgt ein Warmluftsektor.
4. Von Westen folgt ein Kaltlufteinbruch (Kaltfront),
der sich unter den Warmluftsektor schiebt.
5. Auf Grund der höheren Geschwindigkeit der Kaltfront
verkleinert sich der Warmluftsektor.
6. Zusammentreffen von Warmfront und Kaltfront
beendet das Leben der Zyklone. Die Luftmassen
verwirbeln (Okklusion).

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Das Tiefdruckgebiet

804pa

Schnitt durch
eine Warmfront

Warmfront und Warmsektor

Cirrusbewölkung am Himmel zeigt eine Wetterver-


änderung an. Im Laufe von zwei Tagen verdichten
sich die Wolken zu einem Einheitsgrau. Bei fallen-
dem Luftdruck und zumeist geringen Windge-
schwindigkeiten aus südlichen Richtungen fällt Re-
gen. Nach Durchzug des Niederschlagsgebiets
steigt die Temperatur wieder an und der Himmel ist
fast wolkenfrei. Der Warmluftsektor ist geprägt
durch warme, feuchte Luft und mäßigem Wind aus
südwestlichen Richtungen.

Übersicht Warmfront

Vor der Front In der Front Nach der Front


Wolken Aufzug von Cirren, tiefe Nimbostratus Wolkenauflösung
Schichtwolken folgen
Luftdruck fallend fallend konstant
Wind Südost bis Süd Süd Südwest bis West
Temperatur sinkend steigend steigend
Sicht zunehmend schlecht meist weiterhin
schlechter schlecht
Wetter Himmel tiefe Wolken, nachlassender
grau in grau Landregen Regen

72
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:31 Seite 73

Das Tiefdruckgebiet

Kaltfront und Rückseitenwetter

Beim Durchzug der auf die Warmfront

805pa
folgenden Kaltfront zeigt sich das Wet-
tergeschehen sehr viel spektakulärer. In
Folge ihrer größeren Dichte schiebt sich
die Kaltluft keilförmig unter die leichtere
Warmluft und hebt sie nach oben an.
Mächtige Cumulonimbuswolken folgen
aus west- und nordwestlichen Richtun-
gen der anfänglichen Cirrusbewölkung nach.
Beim Aufzug dieser hochreichenden Gewitter- ▲ Schnitt durch
wolken, die in breiter Front mit einer scharf ge- eine Kaltfront
zeichneten Vorderseite sichtbar werden, entstehen

Kleine Wetterkunde
heftige Frontgewitter mit stürmischen und böigen
Winden. Am Erdboden kündigt sich die Kaltfront
schon vor ihrem Eintreffen durch einen gefährlichen
Böenkragen an. Der Luftdruck sinkt kurzzeitig und
steigt mit Ankunft der schweren Luftmassen wieder
an. Nach Durchzug der Kaltfront klingt die Schau-
ertätigkeit ab und die Quellbewölkung reicht nicht
mehr so hoch. Auf ihrer Rückseite zeigt sich ein
Wechsel zwischen starker und aufgelockerter Be-
wölkung. Es weht ein recht kräftiger, böiger Wind
und es herrscht sehr gute Sicht.

Übersicht Kaltfront

Vor der Front In der Front Nach der Front


Wolken Cirren, Cumulonim- Nimbostratus, aufklarend
bus auf breiter Front Cumulonimbus
Luftdruck fallend steigend steigend
Wind Südwest, West bis Nordwest, Nordwest,
kräftig und kühl stürmisch und kalt kräftig und kühl
Temperatur sinkend sinkend sinkend
Sicht befriedigend schlecht gut
Wetter Wolkenansammlung bed. Himmel, rasch ab u. zu Schauer,
in West o. Nordwest ziehende Wolken unbeständig

73
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:31 Seite 74

Das Hochdruckgebiet

Das Hochdruckgebiet
Grundsätzlich unterscheidet man das Zwischen-
hoch und das zentrale Hoch. Das Zwischenhoch
(Hochdruckkeil) ist zwischen zwei Tiefdruckgebie-
ten eingelagert. Es hat dadurch nur eine begrenzte
Ausdehnung und zieht ebenso schnell vorüber wie
die Tiefs. Die Fernsicht ist sehr gut. Das schöne
Wetter hält aber nur ein bis zwei Tage an, dann folgt
meist schon das nächste Tief.
Die zentralen Hochdruckgebiete stammen meist
aus der Region um den 30. Breitengrad, auf dem
auch die Azoren liegen. Nach dieser Inselgruppe
haben sie auch ihren Namen – Azorenhochs. Cha-
rakteristisch für sie sind blauer Himmel, vereinzelte
Cumuluswolken, die sich schnell wieder auflösen
und kein bzw. nur leichter Wind. Je länger das Hoch
dauert, umso wärmer wird es.
Durch die absinkende Luft im
Thermik Hoch erwärmt sich die Luft und
Ein „Paket“ aufsteigender, warmer die Wolken werden aufgelöst. Wo
Luftmasse – danach sucht jeder der Vorgang des Absinkens der
Gleitschirmflieger. Thermik entsteht Luftmasse endet, bildet sich eine
durch die starke Erwärmung des Inversionsschicht, unter der sich,
Bodens. Es steigen große Warmluft- gefördert durch die starke Aufhei-
blasen auf, dehnen sich aus und zung des Bodens und der boden-
kühlen wieder ab. (s. auch S. 80) nahen Luftschicht, ➚Thermik
bilden kann. Je nach Höhenlage
dieser Grenzschicht können darunter auch Cumu-
luswolken entstehen.
Im Winter nimmt ein Hoch am Boden die Bo-
dentemperatur an, während es in der Höhe warm
ist. An der Grenze zwischen kalter Bodenluft und
warmer Höhenluft, wird der vertikale Luftmassen-
austausch stark unterdrückt, so dass sich die Luft-
schicht allmählich mehr und mehr mit Feuchtigkeit
anreichern kann. Es entsteht Hochnebel der oft nur
die Spitze der Alpen frei lässt.

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Ein Gewitter droht

Ein Gewitter droht


Gewitter sind der größte Feind des Fliegers und da-
her muss er schon die ersten Anzeichen erkennen.
Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Arten,
das Wärmegewitter und das Kaltfrontgewitter.

Wärmegewitter

Ein Wärmegewitter kündigt sich meist frühzeitig


an. Schon am Vormittag beginnen aus einer Wol-
kenbank Türmchen oder zinnenförmige Gebilde zu
wachsen (Cumulus castellanus). Diese weisen dar-
auf hin, dass im Tagesverlauf mit hoher Wahr-

Kleine Wetterkunde
scheinlichkeit ein Gewitter aufziehen wird. Voraus-
setzung für das Entstehen eines Wärmegewitters ist
eine feucht-labile Luftschichtung. In der Höhe über-
lagert kalte Luft bodennahe feuchte Warmluft.

Kaltfrontgewitter

Kaltfrontgewitter werden durch einen großräumi-


gen Kaltlufteinbruch, der auf feuchte Warmluft trifft,
ausgelöst. Dabei bildet sich auf breiter Front eine
Kette hochquellender Cumuluswolken, die sich zu
Gewitterwolken ausweiten.

Warum Gewitter für Gleitschirmflieger so gefährlich sind


! Starke Niederschläge.
! Hohe Minustemperaturen.
! Hagelschlag in und unter der Wolke.
! Heftige Turbulenzen in und unter der Wolke.
! Die Saugwirkung unter der Gewitterwolke ist so groß, dass
extreme Flugmanöver notwendig sind, um ihr zu entrinnen.
! Falls der Pilot von der Wolke in die Höhen gerissen wird, droht
Sauerstoffmangel.

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Ein Gewitter droht

Die Entwicklung einer Gewitterwolke

035pa Abb.: ck
Das Jugendstadium
Das Gewitter besteht aus einer Zelle mit einem
Durchmesser von zwei bis acht Kilometern.
Diese Zelle ist ein einziger Aufwindschlot, der
von den Seiten mit Luft gespeist wird und eine
max. Höhe von zirka neun Kilometern erreicht.
Das Reifestadium
Die Cumulonimbus hat eine Höhe von 11 bis 14
Kilometern erreicht. An ihrem faserig-streifigen
Aussehen kann man erkennen, dass die Wolke ▲ Kündigen schon mor-
an der Obergrenze vereist ist. Erreicht der gens ein kommendes Gewit-
Wolkengipfel die Tropopause (Obergrenze der ter an: Altocumuluswolken
Troposphäre), beginnt die Wolke an dieser mit Türmen (Abb. aus
Sperrschicht entlangzufließen und nimmt „Sonne, Wind und Reise-
dabei ein ambossförmiges Aussehen an. wetter“ von F. Vogel)
In der Wolke erreicht die aufsteigende Luft
Spitzengeschwindigkeiten von 150 km/h. Gleich daneben herrschen Abwinde
von 100 km/h. Die dadurch erfolgende Reibung der Luftteilchen erzeugt eine
elektrische Aufladung, die sich durch Blitze entlädt. Die durch den Blitz kurz-
zeitig erhitzte Luft dehnt sich schlagartig aus und zieht sich darauf wieder
zusammen – man hört einen Donner. Die Temperatur an der Obergrenze der
Wolke sinkt bis auf minus 50 °C. Dadurch gefrieren die Wassertropfen und es
entstehen Eiskristalle, die zu kiloschweren Eiskörpern heranwachsen können.
Sobald die Aufwinde in der Wolke sie nicht mehr tragen können, fallen sie zur
Erde. Tauen sie, bevor sie den Boden erreichen, prasselt ein Gewitterregen mit
seinen typischen großen Tropfen herab. Ist der Tauvorgang noch nicht abge-
schlossen, fallen die Eiskörper als Hagel zu Boden. Gleichzeitig entweicht auch
die Kaltluft aus der Wolke und eilt in Bodennähe als turbulenter und starker
Wind (Böenkragen) dem Gewitter weit voraus und hebt dabei die warme Luft
vom Boden ab. Das Reifestadium dauert zwischen 30 und 60 Minuten.
Das Auflösestadium
Während der so genannten Auflösephase kommen die Aufwinde in der Wolke
zum Erliegen, der Niederschlag lässt nach, die Wolke regnet sich aus und
zerfällt schließlich.

76
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Der Föhn
037pa Abb.: Hänssler/Bopicture

Kleine Wetterkunde
Der Föhn
Föhn ist eine gefährliche Wetterlage für Flieger. ▲ Vorsicht in den
Dann verursachen Fallwinde auf der Leeseite der Bergen – der Föhn
Gebirge unberechenbare und starke Turbulenzen, kann gefährlich
die zusätzlich zu den hohen Windgeschwindigkei- werden!
ten das Fliegen für Paraglider sehr riskant machen.
Im Tal entstehen durch den Fallwind starke Rotoren,
die manchmal an zerrissenen, rotierenden Cumu-
luswolken erkennbar sind.

Föhnbildung in den Alpen

Warme, feuchte Luft wird gegen die Südalpen ge-


trieben. Sie steigt auf und kühlt sich um 1 °C pro
100 m ab. Mit zunehmender Höhe und Abkühlung
kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf

77
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:31 Seite 78

Lokale Windsysteme

und es bilden sich Wolken. Die dabei frei werdende


Wärme erwärmt die Luft und bremst die Abkühlung
im Mittel auf 0,6 °C pro 100 m ab. Nach Überstei-
gen des Gebirgskamms lösen sich die Wolken rasch
auf, da sie nun auf wärmere Luft treffen, die mehr
Wasserdampf aufnehmen kann. Die Luft strömt tal-
abwärts und erwärmt sich dabei bei geringer Luft-
feuchtigkeit um 1 °C pro 100 m. Diese extrem
trockene Luft ist der Grund für die gute Sicht, bei
der Berge noch in 100 Kilometer Entfernung zum
Greifen nahe erscheinen.
Je wärmer und feuchter die Luft auf der Alpen-
südseite ist und je heftiger der Regen, um so heißer
und trockener der Föhn.

Lokale Windsysteme
Neben den überregionalen Winden entstehen
durch die Sonneneinstrahlung auf unterschiedliche
Oberflächen kleinräumige Windsysteme.

Warum See- und Landwind wehen

Hohe Temperaturunterschiede zwischen Wasser


und Erdboden sind die Ursache für See- bzw. Land-
wind. Während die Wassertemperatur am Tag und
während der Nacht nahezu gleich bleibt, heizt sich
die Luft über dem Land tagsüber kräftig auf und
kühlt in der Nacht wieder ab. Dadurch entsteht
über dem Land am Tag ein Gebiet tiefen Drucks,
über dem Wasser ein Gebiet hohen Drucks. Dieses
bodennahe Luftdruckgefälle gleicht sich durch Luft-
bewegung vom Wasser zum Land aus – Seewind
entsteht.
Über dem Land steigt die Luft auf, um in der
Höhe seewärts zu strömen. In einem Bereich von
zirka 50 Kilometern Breite und einer Höhe von zir-

78
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:32 Seite 79

Lokale Windsysteme

ka 500 m zirkuliert die Luft. Geht am Abend die


Sonne unter, kühlt sich die Landfläche schneller ab
als die Wassermassen. Die thermische Zirkulation
dreht sich um und erzeugt am Boden Landwind. Je
stärker die Temperaturunterschiede zwischen Land
und Wasser sind, desto stärker die Land- und See-
wind-Zirkulation. Wenn direkt am Meer eine Steil-
küste oder eine Düne liegt, kann der Seewind so
kräftig werden, dass Paraglider hier stundenlang an
der Küste soaren können.

Thermischer Hangwind

Auch Berge und Täler erwärmen sich unterschied- Auch an der


Kleine Wetterkunde
lich. Während die Talgründe länger feucht bleiben, See kann man
trocknen die Bergflanken durch die stärkere Son- paragliden!
036pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

79
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:32 Seite 80

Lokale Windsysteme

neneinstrahlung schneller ab. Die bodennahe, er-


wärmte Hangluft streicht am Berg nach oben und
wird dabei noch weiter erwärmt. Die aufsteigende
Luft zieht weitere Luft aus dem Tal nach. Am Gipfel
löst sich die aufsteigende Luft und fließt infolge des
Luftdruckgefälles über den kühlen Talgrund, wo sie
wieder absinkt. Am Abend kühlen die Hänge
schneller aus als das Tal und das System dreht sich
um. Daraus ergibt sich für den Gleitschirmflieger
die Möglichkeit, einen schönen ruhigen Abendflug
über dem Tal zu machen.

Talwind

Am späten Vormittag sind die Flanken der Berge


durch Sonneneinstrahlung soweit erwärmt, dass die
Luftmassen großflächig aufsteigen. Dann wird Luft
aus dem Flachland nachgesaugt und strömt das Tal
hinauf. Der dabei entstehende Talwind kann im Ein-
zelfall so stark werden, dass er die Eigengeschwin-
digkeit der Gleitschirme überschreitet. Dann muss
man den Schirm eingepackt lassen und auf bessere
Flugverhältnisse warten.
Der Talwind ist normalerweise auf eine Höhe bis
zirka 400 m vom Talgrund begrenzt. Nach Sonnen-
untergang dreht sich das System um und der Wind
strömt die Täler hinab ins Flachland. Talwind, ther-
mischer Wind und überregionaler Wind überlagern
sich und führen dabei zu Windscherungen und Tur-
bulenzen.

Thermik

Die Suche nach Thermik – also aufsteigenden Luft-


strömungen – ist die Hauptbeschäftigung eines
Gleitschirmpiloten. Denn schließlich soll ein Flug ja
möglichst lange dauern und unter Umständen auch
weit vom Startplatz weg führen.

80
068-081paragl.qxp 14.06.2007 14:32 Seite 81

Lokale Windsysteme

Warme Luftmassen haben eine geringere Dich-


te als die Umgebungsluft, sind daher leichter und
steigen nach oben. Nach ihnen sucht jeder Pilot. Je
nach Beschaffenheit heizt sich der Boden unter-
schiedlich stark auf. Beispielsweise heizen sich
Flächen ohne Bewuchs und solche mit Geröll und
Steinplatten besonders schnell auf.
Generell gilt: Die erhitzte Bodenoberfläche gibt
ihre Wärme an die aufliegende Luft ab. In der sich
langsam entwickelnden Warmluftblase fällt wegen
der Erwärmung der Luftdruck und Luft strömt von
außen nach, um wiederum erwärmt zu werden. So
entsteht eine große Blase, die einen „Wärmevor-
sprung“ gegenüber der umgebenden Luft hat und

Kleine Wetterkunde
nach oben steigen möchte. Wann sich diese Luftbla-
se tatsächlich ablöst, hängt von verschiedenen Fak-
toren ab. So kann sie der Wind beispielsweise gegen
eine Abrisskante wie Baumreihen, Häuser oder auch
Schneegrenzen drücken. Oder sie wird von einer
bereits aufsteigenden Thermikblase mitgerissen.
Wenn sie stark
überhitzt ist,
038pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

kann sie auch


ohne äußeren
Einfluss aufstei-
gen. Die Auf-
stiegsgeschwin-
digkeit der
Warmluft hängt
vom Tempera-
turunterschied
gegenüber der
Umgebungsluft
ab. Je größer
dieser Unter- Mit der richti-

schied ist, desto gen Thermik kann


schneller steigt man stundenlang
die Blase. fliegen

81
082-091paragl.qxp 14.06.2007 14:32 Seite 82

Gleitschirmfliegen auf Reisen

005pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

82
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Gleitschirmfliegen auf Reisen

Gleitschirmfliegen
auf Reisen

Auf Reisen

83
082-091paragl.qxp 14.06.2007 14:33 Seite 84

Wahl des Reiseziels

Wahl des Reiseziels


Wer sich mit seinem Gleitschirm in den Urlaub auf-
macht, wird sich, wie jeder andere Reisende auch,
im Vorfeld einige Gedanken über sein mögliches
Reiseziel machen. Welche Länder in die engere
Wahl kommen, hängt natürlich zunächst von den
persönlichen Rahmenbedingungen ab – wie viel
Geld und wie viel Zeit hat man zur Verfügung? An-
hand dieser beiden Kriterien werden viele Reisezie-
le von vornherein wegfallen.
Dann muss man sich die Frage beantworten, was
man von seinem Urlaubsland/-ort erwartet. Will
man hauptsächlich auf „Kultur machen“ oder soll es
ruhig und beschaulich bzw. laut und partymäßig zu-
gehen? Und: Ist am Urlaubsort die Art von Unter-
kunft vorhanden, die man gerne hätte? Nicht jeder
ist mit einer einfachen Pension zufrieden und wer
mit dem Zelt angereist ist, wird nicht unbedingt in
einem 5-Sterne-Hotel absteigen wollen.
Es ist sicher auch kein Fehler, sich vorab etwas mit
der Landeskunde zu befassen und vor der Abreise
bzw. Buchung schon mal einen Blick in einen guten
Reiseführer, wie die von Reise Know-How, zu wer-
fen. So ist man nicht nur auf „Besonderheiten“ von
Land und Leuten vorbereitet, sondern auch vor un-
liebsamen Überraschungen gefeit, wie z. B. unsi-
cheren politischen Verhältnissen, drohenden Krank-
heiten, hoher Kriminalitätsrate oder Ähnlichem.

Die Flugmöglichkeiten

Zusätzlich zu den genannten Punkten spielen für


Gleitschirmflieger weitere Dinge eine Rolle. An ers-
ter Stelle der Prioritätenliste stehen natürlich die
Flugmöglichkeiten. Besonders wichtig ist, dass das
gewählte Gebiet zu den eigenen Fähigkeiten passt.
Die schönsten Flugberge nützen nichts, wenn sie

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Wahl des Reiseziels

nur von Experten geflogen werden können, man


selbst aber gerade seine ersten Alleinflugerlebnisse
machen will. Informationen über Fluggebiete erhält
man aus der einschlägigen Literatur und dem Inter-
net (s. Anhang), bei Fremdenverkehrsämtern, Gleit-
schirmschulen, mitunter auch bei den Bergbahnen
und natürlich hier, speziell im nächsten Kapitel.

Der Startplatz

Auch die Frage, wie man zum Startplatz kommt, ist


nicht ganz unerheblich. Ist er einfach mit einer Gon-
del oder Seilbahn zu erreichen (manche Gondeln
sind nach Ende der Skisaison geschlossen), kann
man vielleicht gar mit dem Auto bis zum Startplatz
fahren oder muss man erst einen
mehrstündigen Fußmarsch absol-
vieren? Für Wanderer, die auch Die Startplatzfrage

Auf Reisen
gerne mal fliegen, mag die letzt- Wer einen längeren Aufent-
genannte Option durchaus attrak- halt plant, sollte darauf achten, dass
tiv sein, Nur-Flieger, die lieber in mehr als nur ein Flugberg in der
der Luft als am Boden sind, wer- Region liegt. Abgesehen davon, dass
den vermutlich die „Gondel-Vari- es natürlich spannend ist, verschie-
ante“ vorziehen. Gondeln und dene Flugrouten auszuprobieren,
Seilbahnen befördern aber nie- kann man dadurch flexibel auf
manden kostenlos nach oben, bei unterschiedliche Flugbedingungen
knappem Budget sollte man des- reagieren. So kann beispielsweise der
wegen vorab klären, wie viel Geld Wind den Start von dem einen Hang
man für den Transport zum Start- nicht zulassen, von dem am gegen-
platz, sowie die Start- und Lande- überliegenden Berg aber sehr wohl.
platzgebühren kalkulieren muss.

Flugschulen und Fliegertreffs

Für manche Piloten ist es wichtig, dass sich am Ur-


laubsort eine Flugschule, ein Fliegertreff oder ein
Gleitschirmladen befindet. Zum einen kann man an
solchen Orten immer mit Kollegen fachsimpeln,

85
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Wahl des Reiseziels

040pa Abb.: Hänssler/Bopicture


Bequeme
Auffahrt mit der
Seilbahn ...

zum anderen erhält man dort natürlich auch Tipps


und Hilfe. Außerdem kann man in einer Gleit-
schirmschule unter Umständen auch Ausrüstung
mieten. Dies ist bei weiten Auslandsreisen, bei de-
nen die Gepäckfrage eine Rolle
spielt, von Interesse. Wichtig
Alternativen im Urlaub beim Ausleihen eines Schirmes
Die Frage nach alternativen ist, dass man ein Gerät bzw. eine
Freizeitmöglichkeiten am Urlaubsort Geräteklasse wählt, mit dem bzw.
sollte man nicht vernachlässigen. der man vertraut ist.
Denn selbst, wenn man plant, einen
reinen Flugurlaub zu verbringen und Das Wetter
man den Erdboden nur zum Schlafen
betreten will, ist man vom Wetter Das Wetter ist für Gleitschirmflie-
abhängig. Und wenn Petrus nicht ger natürlich besonders wichtig.
will, kann man mehr Zeit am Boden Nicht nur die Sonnenstunden sind
verbringen als einem lieb ist. von Belang, sondern auch und
vor allem das Flugwetter. Da sich
die thermischen Bedingungen in
einem Fluggebiet von Monat zu Monat verändern
können, sollte man sich vor der Buchung informie-
ren, z. B. bei den örtlichen Fremdenverkehrsbüros,
Flugschulen und Bergbahnen.

86
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Wahl des Reiseziels

Kriterien für die Wahl des Reiseziels

Allgemeine Kriterien
❏ Reisedauer
❏ Preis
❏ Klima
❏ Unterkunft
❏ Eigene Erwartungen an den Urlaub bzw. an
das Urlaubsland
❏ Welche alternativen Freizeitmöglichkeiten gibt es?

Fliegerspezifische Kriterien
❏ Passt das Fluggebiet zu den eigenen Fähigkeiten?
❏ Sind mehrere Fluggebiete im Umkreis erreichbar?
❏ Wie erfolgt die Anfahrt/der Zugang zum Startplatz?
❏ Wie sieht es mit der fliegerischen Infrastruktur aus
(Flugschule, Fliegertreffs, Gleitschirmladen etc.)?

Auf Reisen
❏ Kann eventuell Ausrüstung geliehen werden?
❏ Welches Flugwetter herrscht in der Regel im Urlaubs-
monat?
039pa Abb.: Hänssler/Bopicture

... und

schweißtreibender
Aufstieg per pedes

87
082-091paragl.qxp 14.06.2007 14:33 Seite 88

Reiseplanung

Reiseplanung
Nachdem man sich für ein Urlaubsziel entschieden
hat, stellt sich immer noch die Frage, wie man dort-
hin kommt. Inzwischen gibt es einige Anbieter, die
spezielle Reisen für Gleitschirmflieger im Programm
haben (s. Anhang), außerdem bieten auch sehr vie-
le Flugschulen Reisen an.

Gebuchte Reisen

Der Vorteil einer gebuchten Reise ist, dass man da-


mit ein ganzes Paket an Dienstleistungen bucht.
Das fängst schon damit an, dass der Veranstalter ein
geeignetes Fluggebiet auswählt
und dort dann fachmännische Be-
Wer trägt die treuer zur Verfügung stellt. Von
Verantwortung? denen kann man u. a. wichtige
Bei allen Mühen, die Reiseveranstalter Tipps zur Verbesserung der eige-
einem abnehmen, sollte jedem Flieger nen Technik erhalten oder auch
klar sein, dass er, anders als bei eine professionelle Wind- und
einem Gleitschirmkurs, auch bei Wetterbeurteilung. Die Anfahrt
organisierten Gleitschirmreisen zum Startplatz bzw. der Rückhol-
immer auf eigene Gefahr startet. dienst nach der Landung werden
Informieren Sie sich deshalb vorab ebenfalls organisiert. Beim Kos-
genau, welche Leistungen geboten tenvergleich mit einer selbst zu-
werden und lassen sie sich diese sammengestellten Reise sollte
gegebenenfalls schriftlich bestätigen. man bedenken, dass dieser Ser-
Manche Anbieter bieten sogar vice unter Umständen das Anmie-
Vorbesprechungen an, bei denen sich ten eines Wagens ersetzen kann.
alle Teilnehmer vor Antritt der Reise Ein klarer Vorteil ist natürlich
kennen lernen. Ein Angebot, dass auch, dass man mit Gleichgesinn-
man wahrnehmen sollte. ten zusammentrifft, mit denen
man nach dem Flug seine Erfah-
rungen austauschen kann. Dies
kann besonders für Singles bzw. Flieger, die einen
nichtfliegenden Partner haben, wichtig sein. Es
scheint sich gegenwärtig eine Tendenz abzuzeich-

88
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Reiseplanung

nen, nach der Pauschalreisen, die in „exotische“ Ge-


biete führen, besonders gefragt sind. Wenn Piloten
die Sprache des Urlaubslandes nicht sprechen, dort
schwierige „organisatorische“ Verhältnisse vermu-
ten oder sich einfach nur ganz auf das Flugerlebnis
konzentrieren wollen, wird die Hilfe von Pauschal-
anbietern gerne in Anspruch genommen.
Bei Flugschulen kann man meist eine Schulung
mit der Flugreise verbinden. Besonders Kurse für
fortgeschrittene Flieger, wie etwa Thermikflug- oder
Streckenflugkurse, werden oft in Verbindung mit ei- Literaturtipp
ner Reise angeboten. Will man einen „Ferienkurs“ „Clever buchen,
buchen, sollte man aber an die Flugschule die glei- besser fliegen“
chen Kriterien anlegen, wie man dies auch bei ei- von Erich Witschi,
nem Lehrgang in der Heimat tun würde (s. ab S. 12; Reise Know-How
Flugschulenverzeichnis s. Anhang). Verlag, Bielefeld

Auf eigene Faust

Auf Reisen
Wer auf eigene Faust mit dem Flugzeug anreist,
muss sich vorab bei den Fluggesellschaften über die
Gepäck- bzw. Gewichtsfrage informieren. Einige
Airlines behandeln Gleitschirmrucksäcke wie nor-
males Gepäck – d. h., das Gewicht des Schirms und
des Zubehörs werden einfach dem übrigen Gepäck
zugerechnet und bei Überschreiten der erlaubten
Gewichtsgrenze von (meist) 20 Kilogramm droht
ein Aufpreis (Achtung: Einige Billigflieger und Char-
terairlines haben eine Höchstgrenze von lediglich
15 Kilogramm). Andere Fluggesellschaften erlauben
die Mitnahme eines Gleitschirmrucksacks zusätz-
lich zum Gepäck - also unbedingt vor der Buchung
die genauen Bedingungen erfragen! Wer mit einem
Pauschalanbieter unterwegs ist, sollte die Gepäck-
frage bereits bei der Buchung klären.
Bei der Anreise mit dem eigenen PKW hat man
natürlich kein Problem mit der Gepäckfrage – zu-
mindest nicht was das Gewicht betrifft. Beim

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Reiseplanung

Packen muss man aber darauf


041pa Abb.: pe

achten, dass man seinen Schirm


sorgsam behandelt. Den Pack-
sack mit dem Schirm sollte man
immer auf und nie unter die übri-
gen Gepäckstücke legen, um
mögliche Beschädigungen zu ver-
meiden. Trotzdem sollte man vor
dem ersten Start am Urlaubsort
den Schirm nochmals besonders
aufmerksam prüfen, um Trans-
portschäden auszuschließen. Das
mag lästig sein, kann aber im
Zweifelsfall Leben retten – und
zwar Ihres.
Da Gleitschirme nicht gerade
billig sind, mag sich der Abschluss
einer Reisegepäckversicherung
lohnen. Doch Vorsicht: Die Aus-
schlussklauseln bei den einzelnen
▲ Mal was ande- Versicherungen sind vielfältig und trickreich. Bevor
res: Buggy-Surfen man einen Vertrag unterschreibt, sollte man sich
am Strand ausführlich beraten lassen und auch das Kleinge-
druckte genau durchlesen. Sprechen Sie gegenüber
Ihrem Versicherungsberater deutlich an, dass Sie
mit dem Gleitschirm unterwegs sind und lassen Sie
sich im Zweifelsfall ausdrücklich bestätigen, dass
dieser auch mitversichert ist.
Vor Antritt einer Auslandsreise informiert man
sich am besten bei seiner Krankenkasse, welche
Kosten diese im Falle einer Erkrankung bzw. eines
Unfalls übernimmt. Meist werden nur Teile der ver-
auslagten Kosten ersetzt. Zudem wird ein eventuell
notwendiger Rücktransport von keiner gesetzlichen
Krankenversicherung getragen. Deswegen lohnt es
sich, eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversi-
cherung abzuschließen. In den meisten Ländern
wollen fast alle Krankenhäuser bares Geld sehen be-

90
082-091paragl.qxp 14.06.2007 14:34 Seite 91

Am Urlaubsort

vor sie Behandlungen durchführen, die über eine


erste Notfallbehandlung hinaus gehen. Wer einmal
in ein städtisches Krankenhaus in der Türkei ge-
schaut hat, wird gerne die zirka 8 Euro Jahresbeitrag
für eine Auslandskrankenversicherung ausgeben,
die einem den Status eines Privatpatienten verleiht.

Am Urlaubsort
Aktuelle Informationen über den Urlaubsort und
Flugmöglichkeiten erhält man zunächst im Frem-
denverkehrsamt. Dort wird man zwar in den sel-
tensten Fällen Fachleute zum Thema Gleitschirm-
fliegen finden, doch zumindest wichtige Basisinfor-
mationen bekommt man.
Auch die örtlichen Gleit-
schirmschulen sind Anlaufstellen Stammlokal

Auf Reisen
für alle Fragen rund ums Fliegen. Ins Gespräch mit anderen
An einigen Orten muss man auch Piloten kommt man auch beim
an der Flugschule die Start- und zwanglosen Plausch im Stammlokal
Landeplatzgebühr bezahlen. der Gleitschirmflieger. Wie Sie die
Spezielle Informationen über finden? In den meisten größeren Flug-
das Fluggebiet sind meist an An- gebieten liegt in der Nähe des Lande-
schlagtafeln am Lande- bzw. platzes ein Café oder eine Kneipe ...
Startplatz und/oder an der Berg- und genau da treffen sich meist die
bahn veröffentlicht. Vor dem ers- Piloten nach dem Flug.
ten Start sollte man sich hier unter
allen Umständen über die örtli-
chen Besonderheiten informieren.
Am meisten erfährt man aber natürlich im Ge-
spräch mit anderen Fliegerkollegen. Am Startplatz
trifft man bestimmt den einen oder anderen Piloten,
der in dem Fluggebiet bereits geflogen ist und ei-
nem Tipps geben kann.

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Die besten Fluggebiete in Europa

006pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

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Die besten Fluggebiete in Europa

Die besten
Fluggebiete
in Europa

Fluggebiete in Europa

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Einführung

Einführung
Im folgenden Kapitel werden Fluggebiete in
Deutschland und Europa vorgestellt. Anspruchsvol-
le Flugberge findet man in Deutschland natürlich
vor allem in der Alpenregion. Um aber auch Gleit-
schirmfreunden im Flachland Anregungen zu ge-
ben, wurden auch Übungshänge
Windenstartanlagen und Flugplätze mit ➚Winden-
Nicht alle Gleitschirmflieger haben das startanlagen außerhalb Bayerns in
Glück in der Nähe der Berge zu wohnen. das Buch aufgenommen. Wer
Eine Alternative ist für sie, sich mit der trotzdem keinen Verweis auf ein
Winde in die Höhe schleppen zu lassen. Fluggelände in seiner Umgebung
Viele Vereine im Flachland haben solche findet, der sei auf die Homepage
Geräte. Allerdings ist der Start nur für des DHV im Internet verwiesen
Piloten erlaubt, die eine spezielle (www.dhv.de). Dort sind alle offi-
Windenschleppberechtigung haben. ziellen Starthänge in Deutschland
aufgelistet.
In den hier folgenden Ortsbeschreibungen wer-
den zunächst alle für Gleitschirmflieger relevanten
Punkte (Start- und Landeplatz, Gleitschirmschule
etc.) aufgeführt. Danach folgt ein kurzer allgemei-
ner Teil, der Hinweise auf Freizeitmöglichkeiten und
Unterkünfte gibt. Ausdrücklich sei aber darauf hin-
gewiesen, dass dieser Teil nur zur Anregung dient
und einen Reiseführer für die entsprechende Regi-
on nicht ersetzen kann. Die Adressen der Gleit-
schirmschulen finden sich im Anhang.

Flugberge der Bayerischen Alpen


Aschau/Kampenwand

Die Kampenwand ist ein Fluggebiet, das nicht mit


überragenden Streckenmöglichkeiten aufwarten
kann. Für ruhesuchende Piloten, die kein Interesse
an überlaufenen Rummelplätzen haben, ist sie aber

94
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Flugberge der Bayerischen Alpen


042pa Abb.: ad

ein echter Tipp. Der Ausblick, den man bei den „Rit-
ten durch die Luft“ hat, mit den hohen Bergen im
Süden und dem Chiemsee im Norden, ist durchaus
beeindruckend.

Fluggebiete in Europa
Anfahrt: Auf der A 8 München – Salzburg bis zur Ausfahrt
Frasdorf, weiter Richtung Aschau und durch die
Ortschaft hindurch Richtung Sachrang zur Kam-
penwandbahn.
Startplätze: Bergstation: 1440 m, Windrichtung N, NW. Der
Startplatz befindet sich auf einer großen Wiese ne-
ben der Bergstation. Vom 1.4. bis zum 30.9. ist das
Starten nicht erlaubt. Aktuelle Information an der
Bahn einholen!

! gen der dann herrschenden schwierigen Be-


Bei Ostwind sollte an der Kampenwand we-

dingungen nicht geflogen werden.

Hirschenstein: 1370 m, Windrichtung N. Diesen


Naturstartplatz erreicht man in etwa zehn Minuten

95
092-139paragl.qxp 14.06.2007 14:35 Seite 96

Flugberge der Bayerischen Alpen

zu Fuß auf dem Wanderweg in Richtung Aschau.


Auf den Wanderwegen darf der Schirm nicht auf-
gebaut werden! Bezüglich der erlaubten Flughöhen
gibt es vom 1.4. bis zum 1.6. Auflagen des Forstam-
tes. Bitte die Infotafeln an der Talstation beachten!
Landeplätze: Es gibt zwei Landeplätze:
große Wiese beim Subaruhändler (630 m)
gr. Wiese bei der Flugschule Chiemsee (600 m)

!
Nicht auf der Straße, den Feldwegen oder der
Wiese parken!

Flugschulen: Flugschule Chiemsee (Thomas Beyh),


83229 Aschau
GSC Hochries-Samerberg e. V.,
83122 Samerberg
Information: Tourist-Info Aschau i. Ch., Kampenwandstr. 38,
83229 Aschau im Chiemgau, Tel. (08052) 904937,
Fax 45, info@aschau.de, www.aschau.de
Tourist-Info Sachrang, Dorfstr. 20, 83229
Sachrang, Tel. (08057) 378, Fax (08057) 105
Kampenwandseilbahn, An der Bergbahn 8,
83229 Aschau im Chiemgau, Tel. (08052) 4411,
www.kampenwand.de
Was sonst? In der Umgebung von Aschau bietet sich der Be-
such einer ganzen Reihe von Sehenswürdigkeiten
an. Von Prien am Chiemsee kann man mit dem
Dampfer auf die Herreninsel übersetzen und dort
das Schloss Herrenchiemsee besichtigen, das Lud-
wig II. 1878 als Imitation von Versailles erbauen ließ.
Ebenfalls von Prien aus kann man zur Fraueninsel
übersetzen und dort das Benediktinerkloster St.
Maria besichtigen.
Die Burg Hohenaschau mit ihrer Falknerei ist
ebenfalls besuchenswert. Flugvorführungen tgl.
außer Mo. 11 und 15 Uhr.
Unterkunft: Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen aller Preis-
klassen und Kategorien können im Internet unter
www.aschau.de online gebucht werden.

96
092-139paragl.qxp 14.06.2007 14:35 Seite 97

Flugberge der Bayerischen Alpen

Hütten im Bereich Kampenwand:


Gori-Alm, Tel. (080 52) 2183, (0171) 9259853,
www.gorialm.de.
Auf 1250 m Höhe, an der Nordseite der Kampen-
wand. Ganzjährig bewirtschaftet, im Mai jedoch
nur an den Wochenenden. Ab Viehauftrieb täglich
geöffnet bis Ende Oktober, keine Übernachtungs-
möglichkeit.
Schlechtenberg-Alm, Tel. (0151) 14101695.
Auf zirka 1280 m Höhe, an der Nordseite der Kam-
penwand, zirka 300 m nach der Gori-Alm. 28 Bet-
ten, bewirtschaftet während der Sommermonate
(Di. und Do. Ruhetag). Im Winter bei Skibetrieb
kein Ruhetag.
Liftstüberl bei der Leni, Tel. (08052) 2709.
Auf 1170 m Höhe. 25 Matratzenlager, Übernach-
tung mit Anmeldung (Di. Ruhetag).
Steinlingalm, Tel. (08052) 2962.
Auf 1464 m Höhe. Berggaststätte nördlich der Kam-
penwand (im Brandtnerweg 6). 20 Lagerplätze. Nur
Di., Do. und Sa. ganzjährig bewirtschaftet. Im Som-
mer Mo. Ruhetag. Im Winter in der Regel Do. bis

Fluggebiete in Europa
So. nur bei schönem Wetter geöffnet. Geschlossen,
wenn die Kampenwandbahn nicht fährt (in der Re-
gel Nov. bis Weihnachten).
Berggasthof Kampenwand, Tel. (08052) 4543.
Auf 1470 m Höhe, an der Bergstation der Kampen-
wandbahn. Ganzjährig bewirtschaftet (außer Nov.
bis Weihnachten), 55 Betten.
Möslarn-Alm, Tel. (08052) 2544.
Auf 1450 m Höhe, gleich unterhalb der Bergstation
der Kampenwandbahn. Während der Sommermo-
nate bewirtschaftet. Keine Übernachtung möglich.
Mais-Alm, Tel. (08052) 2980.
Auf 905 m Höhe, in einem Hochtal südlich des
Haindorfer Berges. Während der Sommermonate
ist die Hütte bewirtschaftet, aber keine Übernach-
tung möglich.

97
092-139paragl.qxp 14.06.2007 14:35 Seite 98

Flugberge der Bayerischen Alpen

Lenggries/Brauneck

Das Brauneck liegt etwa 50 Kilometer südlich von


München bei Lenggries und ist ein wunderschönes
Fluggebiet, in dem in fast alle Richtungen gestartet
werden kann. Ausnahme ist bei stärkerem West-
wind und selbstverständlich bei Föhn.
Anfahrt: A8 von München Richtung Salzburg bis Abfahrt
Holzkirchen. Weiter auf der B13 über Bad Tölz bis
Lenggries.
Startplätze: Südstartplatz: 1556 m Höhe, Windrichtung SW
bis SO. Der Südstartplatz ist ein einfacher Wiesen-
startplatz direkt am Gipfel. Vorsicht: Südlich unter
dem Startplatz verläuft die Materialseilbahn zur
Bergbahn-Bergstation.
➚Hausbart: Der Hausbart be-
Vollbart, Schnurbart, Hausbart? findet sich etwa 200 m linker
Unter Bart versteht der Flieger ein Hand vom Startplatz am Köpfle
aufsteigendes „Paket“ Warmluft, (Kotiger Stein). Eine weitere „Auf-
das ihn mit in die Höhe nimmt. stiegsmöglichkeit“ sollte am Wa-
Die Suche nach einem Bart ist also eine xenstein auf der Südseite der
der Hauptbeschäftigungen eines Piloten. Flanke, auf der die Bergbahn
läuft, zu finden sein.
Oststartplatz/Garland: Windrichtung O und
bei sehr schwachem Wind. Der Garland, direkt ne-
ben der Bergstation, ist der meist genutzte Start-
platz (Kies und Wiese) am Brauneck. Bei starkem
Talwind darf man von hier keinesfalls starten, da
dann gleich nach dem Start starker Gegenwind mit
Turbulenzen droht. Außerhalb des Schulbetriebs
dürfen vom Garland nur Piloten abheben, die im
Besitz des unbeschränkten Luftfahrerscheins sind.
Flugroute: Bei Ostwind kann direkt ➚aufgedreht werden. Soll-
te der Talwind bereits eingesetzt haben, versucht
man an der Nordflanke sein
Aufdrehen Glück. Wenn man fündig gewor-
Kreisförmig nach oben steigen. den ist und ausreichend Höhe ge-
macht hat, fliegt man zum Gipfel-

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Flugberge der Bayerischen Alpen

kreuz, wo im Allgemeinen der beste Bart zu erwar-


ten ist. Von dort aus kann man sich auf den Weg zur
zirka fünf Kilometer entfernten Benediktinerwand
machen.
Sobald man eine Höhe von 2000 m erreicht hat,
kann man auch die Bergkette im Westen anfliegen.
Beruhigend ist dabei, dass im Längental genügend
Notlandeplätze zu finden sind, falls man unterwegs
doch den Thermikanschluss verpassen sollte und
außen landen muss.
Nordstartplatz/Umsetzer: Windrichtung N und
NO. Wiesenstartplatz, ca. 20 Minuten von der
Bergstation. Hier kann direkt vor dem Startplatz ge-
soart werden. Ein Stück tiefer, „In der Burg“, einem
Bergausläufer südlich vom Landeplatz, können
auch weniger routinierte Gelegenheitsflieger gut
soaren.
Landeplatz: Der sehr große, von hohen Bäumen eingerahmte
Landeplatz liegt etwa 100 m südöstlich der Talstati-
on der Bergbahn. Bei stärkerem Talwind muss man
mit Turbulenzen in Bodennähe rechnen. Bei star-
kem Wind aus Süden sollte man auf den nordöstli-

Fluggebiete in Europa
chen Teil der Landewiese ausweichen, denn dort
sind die Verhältnisse meist ruhiger.
Fliegertreff: Nach dem Flug trifft man sich im Restaurant
Jägerstüberl neben der Flugschule.
Information: Verkehrsamt Lenggries, Rathausplatz 2,
83661 Lenggries, Tel. (08042) 5018-0, Fax -10,
info@lenggries.de, www.lenggries.de
Windauskunft: Lenggrieser Gleitschirmflieger, Mobil (0171)
8169210, www.lenggrieser-gleitschrimflieger.de
Bergbahn Brauneck, Tel. (08042) 503940,
www.brauneck-bergbahn.de
Was sonst? Wandern und Klettern: Im Isarwinkel laden zahl-
reiche Hütten (zum Teil mit Übernachtungsmög-
lichkeiten) Wanderer aller „Leistungsstufen“ ein. So
kann man z. B. in bequemen 30 Minuten die be-
wirtschaftete Denkalm erreichen oder in zweiein-

99
092-139paragl.qxp 14.06.2007 14:35 Seite 100

Flugberge der Bayerischen Alpen

halb Stunden zur wildromantischen Tegernseer


Hütte aufsteigen. Das Karwendel lädt zu alpinen
Berg- und Klettertouren ein. Einen Klettergarten gibt
es beim Schloss Hohenburg. An den Südflanken
des Brauneck wird ein neuer Klettergarten mit Rou-
ten vorwiegend in leichten und mittleren Schwie-
rigkeitsgraden geschaffen.
Geführte Eventtouren in den Bereichen Canyo-
ning, Höhlenbegehungen (Caving), Hochseilgar-
ten, Klettern und Schneeschuhwandern werden ver-
anstaltet von:
Hydroalpin GmbH, Bergschule & Eventagentur,
Bergbahnstr 1, 83661 Lenggries,
Tel. (08042) 985-31, Fax -32,
info@hydroalpin.de, www.hydroalpin.de
Rafting: Die bekanntesten Raftingstrecken auf
der Isar liegen zwischen Lenggries, Bad Tölz und
Wolfratshausen. Durch die vielen Einstiegsstellen
kann die Triplänge ganz individuell festgelegt wer-
den.
Unterkunft: In Lenggries stehen viele Hotels, Pensionen und Pri-
vatunterkünfte, die man allesamt über das Frem-
denverkehrsamt bzw. online im Internet buchen
kann. Außerdem Jugendherberge im Ort und Zelt-
platz im 3 km entfernten Arzbach.

Pfronten/Breitenberg

Am Breitenberg bei Pfronten finden Flieger jeder


Leistungsklasse das richtige Fluggebiet. Nicht ver-
wunderlich, dass hier die Startplätze besonders
hoch frequentiert sind.
Anfahrt: Autobahn A7 Ulm Richtung Kempten bis zur Aus-
fahrt Oy/Nesselwang, durch den Ort Nesselwang
und dann noch zirka 10 Kilometer bis Pfronten. Die
Talstation der Breitenbergbahn ist auch bequem mit
dem Zug zu erreichen. Der „Bahnhof“ liegt nur et-
wa 50 m entfernt.

100
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Flugberge der Bayerischen Alpen

Startplätze: Infos zum Fluggelände im Internet unter: www.start-


platz-breitenberg.de. An der Breitenbergbahn liegt
ein Flugbuch aus, in das sich jeder Pilot eintragen
muss. Dazu werden an der Kasse kostenlos num-
merierte Startberechtigungskarten ausgegeben.
Eine Warnlampe an der obersten Stütze der
Hochalpbahn verbietet bei Gefährdung des Luf-
traumes den Start bzw. fordert zum unverzüglichen
Freimachen des Luftraums auf.
Kesselmoos: 1690 m, Windrichtung: NO, O.
Der meist genutzte Gleitschirm-Startplatz ist das
Kesselmoos, ein sehr stufenreicher, unebener Wie-
senhang, direkt neben der Bergstation der Hochalp-
bahn. Bei Westwind täuschen Leerotoren startbare
Windverhältnisse vor; die exakte Windrichtung
kann man von einem Windanzeiger auf dem Dach
der Bergstation Hochalpbahn ablesen.
Drachenfliegerstartplatz: 1530 m, Windrich-
tung N, NO. Nordwestlich der Bergstation der Brei-
tenberg-Gondelbahn liegt ein Startplatz für Dra-
chenflieger. Geübte Gleitschirmflieger können die-
ses steile Startgelände nach Absprache mit den

Fluggebiete in Europa
Drachenfliegern nutzen. Diese haben aber Vorrang.
Engerle: 1760 m, Windrichtung O. Geht man
von der Bergstation Hochalpbahn in Richtung Ost-
lerhütte, so erreicht man nach etwa 10 bis15 Minu-
ten den höchstgelegenen Startplatz für Ostwind.
Wegen teilweise starker Turbulenzen sollte vermie-
den werden, nach Norden über die steile Bergflan-
ke zu starten!
Aufwinde: Auf der Suche nach Aufwinden wird man am ehes-
ten an folgenden Stellen fündig:
etwa 100 m östlich der Bergstation
in der Rinne unterhalb des Startplatzes Kessel-
moos
nördlich der Ostlerhütte über der Skiabfahrt
am Nachmittag in der Umgebung der Burgruine
Falkenstein auf der gegenüberliegenden Talseite

101
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Flugberge der Bayerischen Alpen

Kleiner Nach dem Start gilt es erst einmal, Höhe zu gewin-


Rundflug: nen. Dann Abflug Richtung O und das Reichen-
bachtal queren. An dem markanten Felsen „Roter
Stein“ über dem Rossbergsattel nach Thermik su-
chen und zum Rossberggipfel aufdrehen. Von dort
weiter Richtung O zum Vilser Kegel. Hat man die
Gipfelhöhe erreicht, folgt die Talquerung Richtung
N zum Salober. Von dort Richtung W zurückfliegen,
den Gratbuckel entlang zur Burgruine Falkenstein.
Wenn es etwas turbulent wird, liegt das daran, dass
der Waldrücken im Allgemeinen vom NO-Wind an-
geströmt wird und sich dieser Wind mit der südsei-
tigen Leethermik vermischt. Daher möglichst hoch
fliegen! Vom Falkenstein über das Tal zum Lande-
platz oder aufdrehen und weiter über den Kienberg
Richtung Nesselwang/Alpspitze oder hoch über
das Tal zurück zum Startplatz Breitenberg.
Landeplatz: Nähe Parkplatz Talstation (870 m): Nur etwa fünf
Minuten zu Fuß vom Parkplatz der Talstation Brei-
tenberg-Gondelbahn entfernt, liegt der große Lan-
deplatz. Er ist in einen Bereich für Drachenflieger
und einen für Gleitschirmflieger geteilt. Um Behin-
derungen zu vermeiden, muss die Position
grundsätzlich bergseitig geflogen werden. Bei Ost-
wind wird der Landeanflug also im Uhrzeigersinn,
bei Westwind gegen den Uhrzeigersinn geflogen.
Flugschulen: OFS Paragliding GmbH, Pfronten/Marktober-
dorf, 87616 Marktoberdorf
Information: Pfronten Tourismus, Vilstalstr. 2,
87459 Pfronten, Tel. (08363) 698-88, Fax -66,
info@pfronten.de, www.pfronten.de
Breitenbergbahn, Tiroler Straße 176,
87459 Pfronten, Tel. (08363) 5820, info@
breitenbergbahn.de, www.breitenbergbahn.de
Wetterinfo: Breitenberg, Tel. (0171) 8120340
Was sonst? Wandern: Das Gebiet rund um Pfronten bietet
eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Wander-
wegen für jeden Schwierigkeitsgrad.

102
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Flugberge der Bayerischen Alpen

Rafting/Canyoning/Bergsteigen: Die Berga-


gentur „Bergerlebnis Toni Freudig“ bietet Outdoor-
erlebnisse aller Art an, darunter Raftingtouren auf
dem Lech und durch die Imster Schlucht.
Bergerlebnis Toni Freudig, Mühlenbichlweg 5,
87459 Pfronten/Steinach, Tel. (08363) 5364,
www.freudig.de
Unterkunft: In Pfronten gibt es über 100 Hotels, Pensionen und
Privatunterkünfte. Viele von ihnen kann man direkt
über die Homepage www.pfronten.de buchen. Ne-
ben der Breitenbergbahn liegt ein Campingplatz.

Rottach-Egern/Wallberg

Der Wallberg am Tegernsee ist vor allem bei Piloten


mit etwas Erfahrung sehr beliebt.
Anreise: Über die A8 München – Salzburg, Abfahrt Holzkir-
chen. Weiter auf der B318, Richtung Gmund, Bad
Wiessee bis Rottach-Egern. Am Ortsende links zur
Wallberg-Bahn abbiegen, die man nach eineinhalb
Kilometern erreicht. Der Landeplatz liegt direkt an
dieser Straße, ungefähr 500 m vor der Bahn.

Fluggebiete in Europa
Startplätze: Alle Startgelände sind innerhalb von 5 bis15 Minu-
ten Fußmarsch von der Bergstation zu erreichen.
Hintermauer Alm: 1660 m, Windrichtung
N/NW und W. Der Wiesenstartplatz an der Hinter-
maueralm liegt nur fünf Minuten Fußweg von der
Bergstation der Wallbergbahn (1620 m). Da es
durch Ost- und Talwind zu gefährlichen Leeeinflüs-
sen kommen kann, muss man sich bei einem Ein-
weiser des lokalen Gleitschirmclubs vor dem Start
informieren. Der Windsack am Startgelände zeigt
wegen der Leebedingungen bei Nordost- und Ost-
wind nicht die tatsächlichen Bedingungen an. Des-
halb immer auf die Windsäcke am Gipfel achten!
Unterhalb des Startgeländes ist ein Wanderweg.
Vor dem Start also vergewissern, dass sich dort kei-
ne Wanderer befinden, die man gefährden könnte.

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Flugberge der Bayerischen Alpen

Startplatz Hauptgipfel: Zweiter Startplatz auf


zirka 1720 m, ein steiles Gelände neben dem Gip-
felkreuz. Ausrichtung dieses auch von den Dra-
chenfliegern verwendeten Startplatzes ist Nordost
bis Nord. Trotz der Steilheit ist es hier am Hauptgip-
fel einfacher als an der Hintermauer Alm.
Startplatz Kirchel: Der Startplatz unterhalb vom
Kirchel ist eine relativ steile Schneise, die sowohl für
Gleitschirme als auch für Drachen geeignet ist.
Startrichtung Nordwest bis Nordost.
Landeplatz: Gleitschirme landen auf einer sehr großen Wiese
(Windsack auf dem Gelände) direkt an der Straße,
die zur Talstation führt. Die Straße darf während der
Landung nicht überflogen werden, deswegen muss
man eine Linkslandevolte über dem Landeplatz flie-
gen. Bei Talwind besteht Turbulenzgefahr.
Flugroute: Richtung Osten: Bei guter Thermik kann man
Richtung O über die Bodenschneid die Brecher-
spitz erreichen. Über der Nagelspitz geht es bei aus-
reichender Höhe (mindestens 1400 m) über den
Segelflugplatz (Geitau) und Seeberg nach Bayrisch-
zell. Offizieller Landeplatz (mit großem Windsack
markiert): An der Straßenkreuzung in das Ur-
sprungstal.
Richtung Süden: Eine sehr gute Streckenflug-
möglichkeit besteht in Richtung Süden. Allerdings
nur für Piloten, die schon über Streckenflugerfah-
rung verfügen. Das Grubereck und der Risserkogel
sind nach dem Wallberg die nächsten Thermikquel-
len, um Höhe zu gewinnen. Wichtig: Nur mit aus-
reichender Höhe über Gratniveau in die Südseite
einfliegen, denn die einzige Außenlandemöglich-
keit liegt bei Wildbad Kreuth. Mit ausreichender
Höhe von den Blaubergen (nächster Notlandeplatz:
Achenkirch), weiter zum Unnütz (Abflughöhe zwi-
schen 2800 und 3200 m) und zum Rofan Gebirge.
Von dort geht es über das Kotalmjoch im Rofan
zum Landeplatz in Maurach.

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Flugberge der Bayerischen Alpen

Beste Zeit für Streckenjäger sind die Monate


April–Juni. Aber auch in den Wintermonaten ist bei
entsprechendem Nordwind Soaring gut möglich.
Weitere Brauneck mit Startrichtungen nach O, NO, S
Fluggebiete: Achensee mit Startrichtung SW
Flugschulen: Drachen- u. Gleitschirmflieger Club
Tegernseer Tal, Mobil (01 71) 8 18 40 02,
info@gleitschirm.de, www.gleitschirm.de
Flugschule Paragliding Tegernsee,
83700 Rottach-Reitrain
Fliegertreff: Nach dem Flug treffen sich viele Piloten im Café
Waldpark neben der Talstation der Bergbahn.
Information: Tourist-Information Rottach-Egern,
Nördliche Hauptstraße 9, 83700 Rottach-Egern,
Tel. (08022) 6713-41, Fax -47,
info@rottach-egern.de, www.rottach-egern.de
Wallbergbahn, Tel. (08022) 24086,
www.wallbergbahn.de
Flugwetter: Tel. (08022) 95137
Was sonst? Für Outdoor Freaks bietet die Gegend um Rottach-
Egern schier unerschöpfliche Möglichkeiten, wie
zum Beispiel Mountainbiking, Wandern, Klettern

Fluggebiete in Europa
(z. B. am Plankenstein) sowie alle Arten von Was-
sersport am und im Tegernsee. Baden kann man
auch im Badepark in Bad Wiessee. Dort kann man
im Spielcasino seine Urlaubskasse auffüllen ... oder
aber sehr schnell leeren. Kulturbeflissenen Besu-
chern sei der Besuch der Pfarrkirche in Rottach-
Egern und der Klosterkirche St. Quirin in Tegernsee
empfohlen.
Unterkunft: Hotels bucht man am besten über die Touristen-
information.
In Kreuth-Weißach gibt es einen Campingplatz,
Rainerweg 10, Tel. (08022) 5731, campingplatz-
wallberg@web.de.
In Kreuth-Schraling kann man in der Jugendher-
berge übernachten: Nördliche Hauptstraße 91, Tel.
(08029) 99560, jhkreuth@djh-bayern.de

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092-139paragl.qxp 14.06.2007 14:35 Seite 106

Fluggebiete außerhalb Bayerns

043pa Abb.: rk
Fluggebiete in Deutschland
außerhalb Bayerns
In Deutschland gibt es auch außerhalb der Alpen
zahlreiche Fluggebiete. Allerdings können die kei-
nen Vergleich mit den Geländen im Süden Bayerns
aufnehmen. Im Folgenden sind einige Gelände im
„Rest Deutschlands“ aufgeführt, die sich vornehm-
lich für Anfänger, Flugschüler und kleine Ausflüge
am Wochenende eignen. Außerdem wurden auch
Schleppgelände in der Nähe von Großstädten auf-
genommen – meist Flugplätze, auf denen man mit
Hilfe der Winde starten kann.
Die folgende Liste erhebt keinerlei Anspruch auf
Vollständigkeit. Über sämtliche Fluggebiete in
Deutschland kann man sich im Internet auf der Ho-
▲ Am Teufelsberg mepage des DHV informieren:
in Berlin www.dhv.de/deutsch/gebiete_schulen/index.php.

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

Flugmöglichkeiten
in der Umgebung von Berlin
Teufelsberg in Berlin-Grunewald
In der Nähe des Olympiastadions wurde nach dem
Zweiten Weltkrieg der Trümmerschutt Westberlins
abgeladen – daraus entstand im Laufe der Jahr-
zehnte die höchste Erhebung der Stadt. Am 120 m
hohen Teufelsberg – einem beliebten Naherho-
lungsgebiet – erinnert schon lange nichts mehr an
dessen „schmutzige Vergangenheit“. Heute ist er
das einzige „Fluggebiet“ für Gleitschirmpiloten in-
nerhalb Berlins. Er wird vor allem für den Schu-
lungsbetrieb genutzt. Piloten, die dort fliegen
möchten, sollten sich vorab informieren.
Startrichtung: W, NW, SW

Flugplatz in Niedergörsdorf
Das Schleppgelände ist Teil des ehemaligen Militär-
flugplatzes Altes Lager, der zu Niedergörsdorf im
Kreis Teltow-Fläming gehört. Gleitschirme und Dra-
chen werden das ganze Jahr über mit zwei Doppel-

Fluggebiete in Europa
trommelwinden geschleppt. Der Flugplatz liegt
Luftlinie ca. 50 km südlich vom Stadtrand Berlins an
der B102 zwischen Treuenbrietzen und Jüterbog.
Startrichtung: alle
Anfahrt: Von Süden: A9 von Leipzig Richtung Berlin bis Ab-
fahrt Niemegk. Von Norden: A9 bis Abfahrt Brück/
Treuenbrietzen. Dann Bundesstraße nach Treuen-
brietzen. Von dort die B102 Richtung Jüterbog bis
zum Ort Altes Lager. Nach 500 m in Altes Lager den
Schildern nach rechts zur Kartbahn folgen und nach
weiteren 500 m am Ende der Straße rechts abbie-
gen. Geradeaus weiter, bis das Kopfsteinpflaster be-
ginnt. Nach weiteren 200 m befindet sich links die
Zufahrt zum Nordstartplatz (offene Schranke).
Information: Drachenflieger-Club Berlin,
Tel. (030) 3231376, www.dcb.org

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

Flugplatz Saarmund bei Potsdam


Flugplatz mit 4 Schlepptrikes.
Startrichtung: W, O
Anfahrt: In 20 Minuten von Berlin-Funkturm über die Auto-
bahn A 115 zu erreichen.
Information: Flugschule Lukas Bader,
14552 Saarmund

Flugmöglichkeiten in der Umgebung


von Frankfurt/Main

Taunusstein-Niederlibbach
Steiler Hang mit großem Landeplatz, Höhendiffe-
renz: 50 m. Start nur nach Einweisung erlaubt.
Startrichtung: N

Polheim
Etwas weiter von Frankfurt entfernt, in der Nähe von
Gießen, liegt der Segelflugplatz Polheim mit einer
Windenschleppanlage.
Startrichtung: NO, O, SO, SW, W, NW
Anfahrt: Ziel ist das Fluggelände Pohlheim-Watzenborn-
Steinberg mit den Koordinaten N 50°32'00''
E 08°44'12''. A5 Ausfahrt Fernwald. Auf B457 Rich-
tung Pohlheim. Nach ca. 1 km links, nächste Kreu-
zung rechts Richtung Watzenborn/Steinberg. An
der nächsten Ampelkreuzung rechts ab. Zweite Ab-
fahrt links weiter Richtung Watzenborn/Steinberg.
Im Ort an der ersten Straße links ab, dann gerade-
aus in das Feld, dann nach rechts zum Segelflug-
platz abbiegen.
Information: Drachenflieger Pohlheim e.V.,
Felsstraße 6, 35415 Pohlheim,
Tel. (06403) 62684,
vw.pdf@online.de,
www.drachenflieger-pohlheim.de

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

Flugmöglichkeiten bei Fulda

Fulda/Wasserkuppe
An den Westhängen der Wasserkuppe und dem
Pferdskopf sind ganzjährig Streckenflüge möglich.
Anfahrt: Autobahn Kassel–Würzburg, Abfahrt Fulda/Süd,
B27, B297, Gersfeld, Obernhausen, Wasserkuppe.
Information: Rhöner Drachen- und Gleitschirmflugschulen,
36129 Gersfeld

Flugmöglichkeiten
in der Umgebung von Gera

Agrarflugplatz Sprossen
Nordöstlich von Gera, zwischen den Städten Zeits
und Altenburg, nördlich der Bundesstraße B180,
durch einen Wegweiser gekennzeichnet, befindet
sich der ehemalige Agrarflugplatz Sprossen. Das
Fluggelände wird gemeinsam von Gleitschirm-,
Drachen-, Ultraleicht- und Modellfliegern genutzt.
Windrichtung: O, W
Information: Luftsportverein Zeitz e. V.

Fluggebiete in Europa
Jens Friedrich, Mühlenweg 3, 06724 Oelsen,
Tel. (03448) 751743, www.lsv-zeitz.de
Holger Fischer, Geußnitzer Straße 80,
06712 Zeitz, Tel. (03441) 310347

Flugmöglichkeiten
in der Umgebung von Jena

Übungshang Jena-Kunitz und Jena-Beunitz


Windrichtung: W/S (Jena-Kunitz), N/O (Jena-Beunitz)
Benutzung der Gelände nach Absprache mit der
Flugschule Jenair, Tel. (03641) 825900.

Windenschleppgelände Jena-Schöngleina
Camping, Hotel, Restaurant u. Biergarten am Platz.
Windrichtung: N/NO und S/SW

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

Windenschleppgelände Teuchern bei Naumburg


Windrichtung: W/O
Information: Infos zu diesen und anderen Fluggeländen in der
Umgebung von Jena: www.dgfc-jena.de.

Flugmöglichkeiten bei Hamburg

Die Hamburger Drachenflieger (HDF) haben zwei


Schleppgelände: Neustadt-Glewe und Hörpel so-
wie ein Übungshang in Neugraben-Fischbek.

Schleppgelände Neustadt-Glewe
Bei dem Gelände handelt es sich um einen Flug-
platz, der gemeinsam mit den Motorfliegern, Segel-
fliegern, Fallschirmspringern und Modellfliegern ge-
nutzt wird. Der B-Schein ist Voraussetzung für die
Starterlaubnis, Flugfunkkenntnisse sind erwünscht.
Windrichtung: Alle

Schleppgelände Hörpel
Voraussetzung: A-Schein
Windrichtung: N, S

Übungshang Neugraben-Fischbek
Ein Übungshang in einer ehemaligen Kiesgrube. Für
Startübungen und kleinere „Hopser“ geeignet, zu
„Rundflügen“ kann man hier nicht abheben.
Windrichtung: SW, W, NW
Information: DHV-Regionalbeauftragter Nord,
G. Olbinsky, Tel. (040) 784176, Olbinsky@
t-online.de, www.hamburgerdrachenflieger.de

Flugmöglichkeiten
bei Köln, Aachen und im Ruhrgebiet

Sophienhöhe
Kurzer Naturstartplatz. Die Tagesstartgebühr in
Höhe von 3 Euro muss beim zuständigen Startleiter

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

entrichtet werden. Gestartet werden darf nur nach


Einweisung und bei Anwesenheit von Vereinsmit-
gliedern bzw. des Startleiters. Das Landen auf den
Parkplätzen sowie Toplandungen sind verboten.
Windrichtung: SO, O, W
Anfahrt: Die Sophienhöhe liegt an der neuen B55 zwischen
Elsdorf und Jülich. Anfahrt von Osten über die Au-
tobahn A61 bis Abfahrt 18 Bergheim, von Westen
über die Autobahn A44 bis Abfahrt 8 Jülich Ost. An
der Nordost-Ecke der Sophienhöhe befindet sich ei-
ne Brücke mit Ausfahrt zu den Orten Rödingen und
Ameln. Dort biegt man zum Aussichtspunkt „Tage-
bau Hambach“ ab. Kurz hinter der Brücke führt
rechts ein kleiner Feldweg zum Parkplatz. Der Auf-
stieg erfolgt vom Ostparkplatz über Wanderweg F.
Information: Ostwindfreunde e. V.,
Tel. (02131) 105870, www.ostwindfreunde.de

Flugmöglichkeiten
in der Umgebung von Münster/Westf.

Schleppfluggelände Freckenhorst/Hägerort

Fluggebiete in Europa
Das Fluggelände liegt in der Nähe von Freckenhorst
ca. 30 km von Münster entfernt. Die Ausrichtung
verläuft in Ost-West Richtung, so dass für die
Hauptwindrichtungen fast immer gute Bedingun-
gen herrschen. Ausklinkhöhen: 200 bis 300 m.
Windrichtung: N, O, S, W
Information: Windenschleppgemeinschaft Sky Rider e. V.
Erhard Ziller, Tel. (02581) 632673,
erhardziller@aol.com, www.skyrider.de.cx

Flugmöglichkeiten im Sauerland

Bruchhausen an den Steinen


Startplätze: Westrampe (675 m). Ein Wiesenstartplatz mit
Rampe für Drachenflieger. Höhenunterschied:
195 m zum Landeplatz. Beim Start auf die Buchen

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Fluggebiete außerhalb Bayerns

unterhalb des Startplatzes achten! Der Hausbart


steht zuverlässig über den Buchen und der darunter
liegenden abgeforsteten Fläche nördlich des Starts.
Südrampe (675 m). Bei Ost-/Südostlagen kann
der Windsack trotz Lee gute Startbedingungen vor-
täuschen. Die tatsächliche Windrichtung erkennt
man am Windsack der Westrampe.
Vor der Auffahrt zu den Parkplätzen Tageskarte
(inkl. Parkgebühr) im Info-Center kaufen.

! darf nicht überflogen werden!


Das Naturschutzgebiet Bruchhauser Steine

Information: Stefan Schröder, An der Stenderke 14,


59939 Bruchhausen, Tel. (02962) 6699

Willingen/Ettelsberg
Das Fluggelände liegt am Hang des 838 m hohen
Ettelsberg und ist thermisch sehr aktiv. Höhenunter-
schied: 203 m. Abends sind stundenlange Thermik-
flüge keine Seltenheit. Die Gebühr wird vor der Auf-
fahrt zum Startplatz im „Seilbahn-Treff“ bezahlt.
Windrichtung: NW bis NO
Startplatz: 794 m. Breite, geneigte Wiese. Nach dem Start darf
nur nach links geflogen werden, da die Seilbahn in
mind. 50 m Höhe überflogen werden muss.
Landeplatz: 625 m. Die Landewiese befindet sich oberhalb des
Landeplatzes der Drachenflieger und ist abschüssig.
Wenn keine Drachenflieger unterwegs sind, kann
man auch auf deren Platz landen. Toplandungen auf
dem Startplatz sind verboten.
Information: Drachenfliegerclub Hochsauerland e. V.,
Tel. (02962) 2570

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Flugberge in Frankreich

044pa Abb.: rk

Flugberge in Frankreich

Fluggebiete in Europa
Annecy/Lac d’Annecy

Ein sehr beliebtes Fluggebiet bei erfahrenen Piloten


ist der Lac d’Annecy in Savoyen. Anfänger und Ge-
legenheitspiloten sind bei den oft schwierigen Start-
bedingungen jedoch überfordert. Für alle Flugge-
biete gilt: Vor allem im Frühjahr können die thermi-
schen Bedingungen sowie die lokalen Winde sehr
anspruchsvoll sein. Dann sollte man auf jeden Fall
die Rückwärtsstarttechnik beherrschen. Weder
Start- noch Landeplatzgebühr wird erhoben.
Anfahrt: Ab Genf die A 41 Richtung Grenoble oder Land-
straße N 201 bis Annecy. Etwa zehn Kilometer ent-
lang des Ostufers bis Talloires.
Startplätze: Col de la Forclaz/Montmin, am südöstlichen En-
de des Sees (1300 m). Windrichtung: W/NW.

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Flugberge in Frankreich

Planfait, oberhalb von Talloires (960 m). Wind-


richtung: W/SW.
Anfahrt: Von Talloires der Beschilderung zum Col
de la Forclaz folgen. Wer zum Planfait will, folgt
ebenfalls der Straße zum Col de la Forclaz, biegt
aber im Dorf Verel links ab.
Perroix, oberhalb von Talloires (460 m). Wind-
richtung: N.
Anfahrt: Der Straße D 909 folgen.
Verthier, am nordöstl. Ende des Sees (450 m).
Anfahrt: Der Straße D 909 folgen.
Landeplätze: Doussard (450 m), neben der Straße am südöst-
lichen Ende des Sees.
Perroix bei Talloires (550 m), Wiese direkt neben
dem Gleitschirm-Club.
Flugschulen: Aéroslide, 30 Allée de la Nublière,
F-74210 Doussard, Tel. +33 (0)450443214,
patrick@aeroslide.com, www.aeroslide.com
Les Grands Espaces, 715 Route de Chaparon,
F-74210 Lathuille, Tel. +33 (0)450459552
Information: Office de Tourisme, 1, rue Jean Jaurès,
F-74000 Annecy, Tel. +33 (0)450450033,
www.annecy.fr (nur auf ranzösisch),
www.lac-annecy.com (auch auf Englisch)
Was sonst? Auch nach dem Flug gibt es in Annecy noch
genügend zu sehen. Berühmt ist die Stadt wegen ih-
rer hervorragend erhaltenen Altstadt mit zahlrei-
chen Häusern aus dem 16. Jahrhundert. Aus dersel-
ben Zeit stammt auch die spätgotische Kathedrale,
die ebenso einen Besuch wert ist wie das Schloss,
das im 13. Jahrhundert vom Grafen von Genf erbaut
wurde und heute unter anderem das Heimatmuse-
um beherbergt. In der auf einer Anhöhe gelegenen
Wallfahrtskirche La Visitation werden die Reliquien
des berühmtesten Sohnes der Stadt, des heiligen
Franz von Sales verehrt.
Ein Abenteuerparcour am Rande der Stadt lädt
Groß und Klein (Mindestgröße 1,40 m) zu einer

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Flugberge in Frankreich

Trekkingtour der besonderen Art – nämlich von


Baum zu Baum – ein.
Unterkunft: In Annecy gibt es Dutzende Hotels deren Preis-
spanne von 20 Euro fürs Doppelzimmer bis zu meh-
reren hundert Euro reicht. Zu den preisgünstigsten
Unterkünften in der Stadt zählt das:
Hotel Bellevue (DZ von 23,50–42 Euro),
90 Avenue de Genève, F-74000 Annecy,
Tel. +33 (0) 450-57143790, Fax -460293,
www.hotel-bellevue-annecy.com
Am Ortsrand von Talloires liegt neben dem Golf
platz das kleine Familienhotel Roc de Chere, das ins-
gesamt sieben Zimmer (ÜF) vermietet (geöffnet
vom 1. Mai bis 30. September). Die Preise für ein
Doppelzimmer (2 Personen mit Frühstück) liegen
zwischen 38 und 51 Euro. Der Inhaber Antoine
spricht Deutsch, ist selber Gleitschirmflieger und
gibt gerne Tipps rund ums Fliegen.
Hotel Central, 6 Rue Royale,
74000 Annecy, Tel. +33 (0) 450450537,
www.hotelcentralannecy.com. Gemütlich und
günstig, DZ um 50 Euro.

Fluggebiete in Europa
Camping le Pré d’Avril (vom 1. 6. bis 30. 9.),
Rue du Pré d’Avril, F-74940 Annecy le Vieux,
Tel. +33 (0) 450-23644656, Fax -662878
Camping le Verger Fleuri (vom 1. 6. bis 25. 9.),
Route du Bout du Lac, F-74210 Lathuile,
Tel. +33 (0) 450-443182100, Fax -3295
Camping le Belvédère (von 29. 3. bis 13. 10.),
Le Belvédère/Route du Semnoz, F-74000 Annecy,
Tel. +33 (0) 450-454830, Fax -518162

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Flugberge in Italien

045pa Abb.: rk
Flugberge in Italien
Bassano del Grappa

▲ Das PustertalBassano und seine Umgebung sind ein Paradies für


Gleitschirmpiloten. Hier findet man viele ausge-
zeichnete Startplätze, die für Flieger jedes Niveaus
geeignet sind. Nicht umsonst halten auch viele
deutsche Flugschulen hier Lehrgänge und Ausbil-
dungen ab. Übrigens ist die Region auch bei Dra-
chenfliegern sehr beliebt.
Anfahrt: Brenner Autobahn bis Abfahrt Trento. Von dort wei-
ter Richtung Rovereto. Nach zirka 90 Kilometern er-
reicht man Bassano.
Formalitäten: Hinfahren, den Schirm aufbauen und losfliegen ...
so einfach ist das in Bassano nicht. Vor den ersten
Flug haben die Götter bzw. die Bürokraten die Erle-
digung einiger Formalitäten gesetzt. Wer fliegen
möchte, benötigt nämlich eine so genannte Fly

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Flugberge in Italien

Card, die vom Consorzio Turistico „Vivere il Grap-


pa“ gegen Vorlage des gültigen Flugscheines und
eines Versicherungsnachweises ausgestellt wird. Sie
ist unbegrenzt gültig und berechtigt wiederum zum
Erwerb eines Fly Passes (Preis: 10 Euro für 3 Tage,
20 Euro für 9 Tage oder 35 Euro für die Jahreskarte).
Sowohl Fly Pass als auch Fly Card müssen immer
mitgeführt werden, wer ohne erwischt wird, muss
mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro rechnen.
Bei der Anreise sollte man beachten, dass die
Behörde nur zwei Stunden täglich geöffnet hat. Im-
merhin: Praktischerweise befindet sich das Consor-
zio Turistico direkt am Gleitschirm-Landeplatz und
ist täglich (auch Samstag und Sonntag) von 10 bis
12 Uhr geöffnet:
Consorzio Turistico „Vivere il Grappa“,
Piazza al Paradiso 11, I-31030 Borso del Grappa,
Tel./Fax +39 (0) 423910526,
info@vivereilgrappa.it , www.vivereilgrappa.it
Startplätze: Pedanetto (850 m). Windrichtung S.
Anfahrt: An der Kirche in Padanetto auf die Straße
Richtung Campo Croce/Cima Grappa (Strada Ge-

Fluggebiete in Europa
nerale Giardino) abbiegen. Nach etwa 8 km er-
reicht man den direkt neben der Straße gelegenen
Startplatz, 100 m weiter oben befindet sich die Dra-
chenstartrampe (neben dem Restaurant). Wegen
der Nähe zum Drachenstart muss man unbedingt
beachten, dass die erste Flugkurve nach dem Start
nach rechts erfolgen muss.
Col Serai (1000 m). Windrichtung W.
Anfahrt: Der Startplatz liegt hinter Pedanetto ober-
halb einer kleinen Häusergruppe links an der
Straße.
Cima Grappa Panettone (1578 m). Windrich-
tung SO.
Anfahrt: Der Startplatz liegt unter dem Gipfel des
Monte Grappa und darf nur im Sommer, wenn kein
Schnee mehr liegt, benutzt werden. Man erreicht

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Flugberge in Italien

ihn über die Strada Generale Giardino etwa 20 Ki-


lometer nach Padanetto. Kein Start bei Wind aus
Nord, Nordost, West oder Nordwest!
Costalunga (770 m). Windrichtung O.
Anfahrt: Der Startplatz liegt im Westteil des Santa
Felicita Tales und ist über die Strada Generale Ca-
dorna in Richtung Cima Grappa zu erreichen. Die
Startwiese liegt direkt an der Straße neben einem
kleinen Wohnhaus und ist an der deutlich sichtba-
ren Antenne leicht auszumachen. Kein Start bei
Wind aus Nord oder West!
Landeplatz: Der Gleitschirmlandeplatz (200 m) befindet sich in
der Ortsmitte von Semonzo di Borso del Grappa
auf dem Piazza al Paradiso. Bei Ostwind kann es zu
Turbulenzen kommen, die durch einen nahe gele-
genen Gebäudekomplex entstehen.
Fliegertreff: Nach dem Flug trifft man sich bei Tilly’s – etwa 5
Minuten zu Fuß vom Landeplatz entfernt. Dort kann
man nicht nur einen Cappuccino trinken und etwas
essen sondern auch übernachten:
Locanda Tilly’s-Albergo/Fly Bar,
Via Casale n. 87, I-31030 Semonzo del Grappa,
Tel. +39 (0) 424561418, www.tillys.it
Information: Comune di Bassano del Grappa,
Via Matteotti 39, I-36061 Bassano del Grappa,
Tel. +39 (0) 42451-9111, Fax -9272,
www.comune.bassano.vi.it und
www.bassanonline.it (beide nur auf italienisch)
Was sonst? In Bassano ist vor allem die überdachte Holz-
brücke Ponte Vecchio (im Original aus dem Jahre
1569) sehenswert. Sie wurde im Laufe der Jahrhun-
derte mehrmals zerstört, aber immer wieder rekons-
truiert – letztmalig 1948 von der Italienischen Ge-
birgsjägervereinigung. Seither hat sie den Namen
Ponte degli Alpini (Gebirgsjägerbrücke).
Den Zusatz „del Grappa“ trägt Bassano nicht
von ungefähr. Hier wird schon seit altersher der le-
gendäre Tresterschnaps hergestellt und heute reiht

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Flugberge in Italien

sich in der Innenstadt ein Grappaladen an den an-


deren. Dort kann man in aller Ruhe die besten
Schnäpse probieren und natürlich auch kaufen. Die
bekanntesten Destillerie-Betriebe liegen an der be-
reits erwähnten Ponte degli Alpini.
Die Stadt hat aber noch eine weitere Spezialität
zu bieten. Der in der Umgebung geerntete weiße
Spargel gilt als besonders geschmacksintensiv und
steht während der Erntezeit im April und Mai überall
auf der Speisekarte.
Wer die Kalorien wieder abarbeiten will, hat dazu
vielfältige Möglichkeiten: Kanufahren, Rafting und
Bungee Jumping organisiert:
Ivan Team, Via Oliero di Sotto 85,
I-36020 Valstagna, Tel. +39 (0424) 5582-50,
info@ivanteam.com, www.ivanteam.com
(nur italienisch)
Klettern und Wandern: Ein Naturklettergarten
befindet sich im Valle Santa Felicita. Dort starten
auch mehrere ausgeschilderte Wanderwege. Der
so genannte Weg 100, den allerdings nur konditi-
onsstarke Wanderer gehen sollten, führt über den

Fluggebiete in Europa
Campo Croce auf den Monte Grappa. Auf dem
Gipfel wird man mit einem herrlichen Rundblick für
die vergossenen Schweißtropfen entlohnt. Zudem
befindet sich dort ein großes Militärdenkmal, das
Ossario Monumentale (Beinhaus-Denkmal), das an
die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert.
Unterkunft: Wem die einfache Ausstattung, die Tilly’s bietet
(Adresse s. „Fliegertreff“), nicht genügt, kann im Al-
bergo Locanda Montegrappa sein Haupt etwas an-
spruchsvoller zur Ruhe betten:
Albergo Locanda Montegrappa,
Via M. Grappa n. 2, I-31030 Borso del Grappa
Tel. +39 (0423) 561113,
www.locandamontegrappa.it
Restaurant: Stadtbekannt und sehr empfehlenswert ist das
L’Antica Abbazia. Hier kann für zirka 2,50 Euro auch

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Flugberge in Italien

gecampt werden. Die Ausstattung des „Camping-


platzes“ ist allerdings sehr spartanisch!
L’Antica Abbazia, Via Cenghia n. 82,
I-31030 Semonzo del Grappa,
Tel. +39 (0423) 561150.

Pustertal/Jochtal

Im Puster- und dem Jochtal herrscht das ganze Jahr


über gute Thermik. Dies gilt vor allem im Frühjahr,
wenn bereits ab Februar mit streckentauglichen Be-
dingungen gerechnet werden kann. Zu den belieb-
testen Fluggebieten zählen Meransen und Pfalzen.

Meransen
Der Ort Meransen liegt etwa eine Autostunde von
Bozen in 1414 m Höhe auf einem Hochplateau. Mit
über 280 Sonnentagen im Jahr gehört er zu den
sonnigsten Gebieten Südtirols. Die gigantisch schö-
ne Aussicht auf die Dolomiten, die Ötztaler-, Stu-
baitaler- und Zillertaler Alpen fasziniert jeden. Mit
der neuen 8er-Kabinenbahn kommt man direkt
vom Ort bis auf 2107 m, mitten in das Skiparadies
Gitschberg.
Anfahrt: Brenner Autobahn A 22 Richtung Bozen bis Abfahrt
Brixen. Danach auf der Pustertaler Staatsstraße E 66
ins Pustertal; weiter Richtung Bruneck bis Mühl-
bach. Von dort in Serpentinen nach Meransen.
Startplatz: Gitschberg Bergstation (2000 m). Windrichtung
SW bis S und SO bis O. Die Kabinenbahn am
Gitschberg bringt Skifahrer, Wanderer, aber auch
Gleitschirmflieger bequem auf 2050 m Höhe. Der
Startplatz liegt etwa 10 Minuten von der Bergstation
der Gondel entfernt.
Flugroute: Einfachere Strecken führen entlang der Bergkuppen
Richtung Osten bis Pfalzen und wieder zurück.
Landeplätze: In Meransen, neben der Talstation der Gondel-
bahn (1430 m). Nicht auf der Skipiste landen!

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Flugberge in Italien

Hinter der Kirche am Hotel Stubenruss (1410 m)


Große Wiese in Niedervintl (750 m)
Unterkunft: Der kleine Ort Meransen lebt hauptsächlich vom
Tourismus, dementsprechend findet man viele Pen-
sionen, Hotels und Privatunterkünfte. Mehr als 50
Bewirtungsbetriebe bieten Unterkünfte an.
Information: Ferienregion Gitschberg Jochtal, Tourismus-
verein Meransen, Via Katharina-Lanz 90,
I-39037 Mühlbach, Tel. +39 (0472) 849-467,
Fax -849, www.Gitschberg-jochtal.com
Tourismusverein Meransen, Seilbahnplatz
Nr. 123, I-39037 Meransen, Tel. +39 (0472) 5201-
97, Fax -25, www.meransen.com

Pfalzen
Ein sehr gepflegter Ort, der wunderschön auf einem
sonnigen Hochplateau liegt. Statt großem Touris-
musrummel gibt es hier viel Natur und Ruhe.
Anfahrt: Brenner Autobahn A 22 Richtung Bozen bis Abfahrt
Brixen/Pustertal. Auf der Pustertaler Staatsstraße
E 66 Richtung Bruneck bis Vintl. In Vintl nach dem
Bahnhof links auf die Sonnenstraße. Durch Teren-

Fluggebiete in Europa
ten, Hofern, Issing bis Pfalzen.
Alternative: Auf E 66 bleiben, bis zu einem Kreis-
verkehr vor Bruneck. Dort Richtung Pfalzen.
Startplätze: Platten (1610 m). Windrichtung SW bis S. Im
Dorfzentrum von Pfalzen dem Hinweisschild Plat-
ten folgen, bis man ein älteres Bauernhaus unter-
halb des großräumigen Wiesenstartgeländes er-
reicht. Dort muss man die Startgebühr bezahlen.
Kofl (1500 m). Windrichtung SO bis S. Im Dorf-
zentrum von Pfalzen dem Hinweisschild Richtung
Kofl folgen – bis zu einem Gasthaus, in dem man
auch die Startgebühr bezahlen muss. Dahinter liegt
ein großer Wiesenhang, der als Startgelände dient.

!
Nicht nur bei Nordföhn sondern auch schon
bei stärkerem Nordwind können hier gefährli-
che Turbulenzen entstehen!

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Flugberge in Italien

Landeplatz (1022 m): Der Landeplatz (mit Windsack) liegt auf


einer großen Wiese neben dem Sportplatz, südlich
von Pfalzen.
Was sonst? In der 1912 gegründeten Latschenölbrennerei in
Issing bei Pfalzen werden noch heute nach traditio-
neller Art ätherische Öle und Kräuterprodukte her-
gestellt. Von Mai bis November kann die Ölbrenne-
rei besichtigt werden.
Auf dem Mühlenpfad kann man alte Getrei-
demühlen besuchen.
Information: Tourismusverein Pfalzen, Rathausplatz 1,
I-39030 Pfalzen, Tel. +39 (0474) 528-159,
pfalzen@kronplatz.com, www.pustertal.com

St. Ulrich/Seceda

Ein traumhaftes Fluggebiet für erfahrene und ner-


venstarke Piloten ist die Seceda mit dem Talort St.
Ulrich. Anfänger sind hier an der falschen Adresse!
Anfahrt: Brenner Autobahn (bzw. Bundesstraße) Richtung
Bozen bis Abfahrt Klausen. Von dort durch das
Grödnertal Richtung Sellapass bis St. Ulrich.
Startplatz: Auffahrt mit der Seceda-Bergbahn ab St. Ulrich. An
der Mittelstation steigt man in eine Seilbahn um.
Verpassen Sie nicht den Ausstieg, denn das faszi-
nierende Gebirgspanorama wird Sie ablenken!
Südlich der Bergstation (2350 m). Windrich-
tung W (nachmittags). Startrichtung SW-W.
Der sehr steile Naturstartplatz liegt südlich der
Bergstation. Ab den Mittagsstunden, wenn Wind
und Thermik einsetzen, sollten nur geübten Piloten,
die den Rückwärtsstart beherrschen, starten.

! Die Lee-Turbulenzen sind lebensgefährlich!


Auf gar keinen Fall bei N-Wind fliegen!!

Flugroute: Bester, wenn auch oftmals „bockiger“ Ausgangs-


punkt zum Höhengewinn ist eine Wiesenkuppe

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Flugberge in Italien

(„Pitsch“) südlich des Startplatzes. Bei Höhen von


3000 bis 4000 m sind Streckenflüge in alle Richtun-
gen möglich. Über den Sella Richtung Marmolada,
die Langkofelgruppe zur Seiseralm oder bis in den
Rosengarten, nach Brixen über die Geislerspitzen
und die Plose – die Möglichkeiten sind nahezu un-
erschöpflich. Allerdings sollte man sich unbedingt
vorher über die unterschiedlichen Talwindsysteme
sowie mögliche Außenlandeplätze informieren.
Landeplatz: St. Ulrich oberhalb der Talstation Seceda Bergbahn
(1300 m). Beidseitig von Wald eingegrenzte Ski-
piste, mit großem Windsack ausgestattet.
Flugschule: Parapendio Club Gherdeina, Heinz Senoner,
I-39046 St. Ulrich, Tel./Fax +39 (0339) 6709659,
info@parapendio-gardena.com,
www.parapendio-gardena.com
Information: Tourismusbüro St. Ulrich, Str. Rezia 1,
I-39046 St.Ulrich, Tel. +39 (0471) 777600,
ortisei@val-gardena.it, www.val-gardena.com
046pa Abb.: rk

Fluggebiete in Europa

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Flugberge in Österreich

047pa Abb.: ad

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Flugberge in Österreich

Flugberge in Österreich
St. Wolfgang am Wolfgangsee

Der Wolfgangsee liegt nur etwa 35 Kilometer öst-


lich von Salzburg und ist wohl der bekannteste der
etwa 40 Seen des Salzkammergutes. Wohl jeder hat
schon vom „Weißen Rössl am Wolfgangsee“
gehört. Während früher die Menschen in der Regi-
on durch den Salzabbau ihren Lebensunterhalt ver-
dienten, bringt heute vor allem der Tourismus Geld
in die Kassen. Und das nicht zu knapp, denn die Ein-
heimischen lassen sich ihre Dienste von den Gästen
reichlich bezahlen – günstig ist hier so gut wie
nichts. Aber das Panorama ist auf jeden Fall einen
Flug wert!
Anfahrt: Von Salzburg auf der A1 Richtung Linz bis zur Aus-
fahrt Mondsee und weiter über die B154 nach St.
Gilgen oder von Salzburg über die B158 nach St.
Gilgen. Von dort weiter Richtung Bad Ischl, bis man
bei Strobl links nach St. Wolfgang abbiegt
Startplätze: Schafberg (1783 m). Windrichtung S, SO und

Fluggebiete in Europa
SW. Die etwa 50-minütige Auffahrt mit der alten
Zahnradbahn von 1893 ist fast ebenso schön wie
der darauf folgende Flug. Da auch „normale Touri-
sten“ gerne mit der Bahn nach oben fahren, sollte
man an Ausflugstagen vorsichtshalber einen Platz
reservieren!
Unterhalb des Berghotels befinden sich zwei
nach Süden ausgerichtete Wiesenstartplätze. Aller-
dings sind Schwachwind oder leichte Südlagen die
Voraussetzung, um am Schafberg gut starten zu
können.
Landeplatz: Der Landeplatz (546 m) liegt auf der anderen Seite
des Sees in Abersee-Reith, westlich vom Camping-
platz. In St. Wolfgang-Ried sind Notlandeplätze vor-
handen. Von Abersee kann man mit der Fähre
zurück nach St. Wolfgang fahren.

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Flugberge in Österreich

Startplatz Bergstation Zwölferhorn (1510 m). Windrich-


St. Gilgen: tung NW bis NO. Etwa 50 m oberhalb der Bergsta-
tion liegt am Gipfelhang der Wiesenstartplatz.
Landeplatz: Auf einer Wiese (545 m) im westlich gelegenen
Ortsteil Laim, etwa 10 Minuten von der Talstation
der Seilbahn entfernt.
Flugschulen: Drachen- und Para-Flugschule Salzkammer-
gut, A-4852 Weyregg am Attersee,
Tel./Fax +43 (07612) 73033, www.paragleiten.net
Sky Club Austria, Moosheim 113,
A-8962 Gröbming, Tel. +43 (03685) 2-2333,
www.skyclub-austria.com
Was sonst? Die Freizeitmöglichkeiten sind vielfältig. Eine
Rundfahrt auf dem Wolfgangsee und ein Besuch
einer Aufführung der Operette „Im Weißen Rössl“
(Aufführungen nur im Sommer) gehören bei den
meisten Besuchern zum „Pflichtprogramm“.
Wanderfreunde haben die Auswahl unter einem
Dutzend Wegen. Sehr beliebt ist die etwa fünf Stun-
den dauernde, 27 Kilometer lange Rundwanderung
um den Wolfgangsee. Der Weg führt meist knapp
am Seeufer entlang, nur zwischen Ried und Fürberg
ist der Falkenstein (200 Höhenmeter) zu erklimmen.
Information: Kurdirektion St. Wolfgang, Au 140, Postfach
20, A-5360 St. Wolfgang, Tel. +43 (06138) 8003,
www.wolfgangsee.at
Tourismusverband St. Gilgen, Bundesstr. 1a,
A-5340 St. Gilgen, Tel. +43 (06227) 2348,
information@wolfgangsee.at,
www.tiscover.at/st.gilgen
Zwölferhorn-Seilbahn GmbH,
Raiffeisenplatz 3, A-5340 St. Gilgen,
Tel. +43 (06227) 235-0, Fax –04
Schafbergbahn, Markt 35, A-5360 St. Wolf-
gang, Tel. +43 (06138) 2232, berg.schiff@
schafbergbahn.at, www.schafbergbahn.at
Unterkunft: In St. Wolfgang hat der Gast die Auswahl: Hotels,
Ferienwohnungen, Wohnen auf dem Bauernhof, in

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Flugberge in Österreich

einer Pension oder Privat. Alles ist möglich. Die Prei-


se sind allerdings verhältnismäßig hoch – man zahlt
deutlich mehr als andernorts in Österreich. Deswe-
gen kann die Unterkunft auf dem Campingplatz ei-
ne Alternative sein.
Campingparadies Appesbach,
Au 99, A-5063 St. Wolfgang,
Tel. +43 (06138) 2206, camping@appesbach.at
Campingplatz Berau,
Schwarzenbach 16, A-5063 St. Wolfgang,
Tel. +43 (06138) 2543, camping@berau.de
Camping Ried, Ried 18, A-5063 St. Wolfgang,
Tel. +43 (06138) 3201, camping-ried@aon.at

Stubaital

Das Stubaital ist ein ausgezeichnetes Fluggebiet,


das sowohl für Gleitflüge, als auch für Streckenflüge
bestens geeignet ist. Die Startplätze an den unter-
schiedlichen Flugbergen sind schnell mit dem Lift
erreichbar.

Fluggebiete in Europa
Anfahrt: Das Stubaital liegt ungefähr 20 bis 30 Minuten von
Innsbruck entfernt und ist entweder über die Bren-
ner Autobahn (mautpflichtig) oder über die alte
Brennerstraße (Ausfahrt Stubaital) erreichbar. Von
dort geht es weiter auf der Bundesstraße nach Fulp-
mes bzw. Neustift.
Startplätze: Wer das erste Mal im Stubaital fliegt, muss sich an
der Flugschule Parafly (Adresse s. Flugschulen) un-
bedingt eine kostenlose Einweisungskarte besor-
gen. Dort bekommt man auch eine Info-Mappe
über die Fluggebiete und die aktuellen Informatio-
nen über Wetter und Flugbedingungen.
Startplatz Elfer (1830–2080 m). Windrichtung
O, N, NO. Idealer Wiesenstartplatz, den man leicht
mit dem Elfer-Lift erreicht. Gestartet wird oberhalb
des Zaunes, unterhalb nur in Ausnahmefällen und

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Flugberge in Österreich

wenn dort kein Schulungsbetrieb ist. Da fast stän-


dig Hangaufwind herrscht, ist das Gebiet ideal für
Soaring und Thermikflüge.
Hinweis: Nicht zu weit nach rechts in das Pinni-
stal hineinfliegen, da ab Mittag durch den auffri-
schenden Talwind eine starke Düsenwirkung ent-
steht und das Herausfliegen aus dem Tal teilweise
unmöglich wird! Außerdem nicht taleinwärts nach
Neustift fliegen, denn durch den starken Talwind
kommt man hier kaum vorwärts.
Die Start- und Landeplatzgebühr in Höhe von
3 Euro bezahlt man an der Kasse der Talstation.
Startplatz Kreuzjoch (2130 m). Windrichtung
S, SO und leichte N und W. Berg mit sehr viel Ther-
mik (besonders im Winter). Der Start liegt direkt un-
ter der Bergstation der Seilbahn „Schlick 2000“.
Nach dem Start sofort das Startfenster freigeben
und nicht vor dem Startplatz hin und her soaren, um
andere Piloten nicht zu behindern. Auch hier muss
man den oft starken Talwind beachten!
Landeplätze: Für den Elfer: in Neustift (970 m) am Elfer-Lift.
Der Platz ist groß und überschaubar und auch für
Schüler und Wenigflieger leicht anzufliegen.
Für das Kreuzjoch: zwischen Fulpmes und Me-
draz an der alten Bundesstraße. Großer und einfach
zu befliegender Landeplatz (900 m). Im Winter
fährt von hier aus ein kostenloser Zubringerbus zu-
rück zur Seilbahn „Schlick 2000“.
Wichtig: Besonders im Frühjahr und Sommer
herrscht starker Talwind. Die Höhe wird in Achter-
schleifen abgebaut, es wird keine Landevolte geflo-
gen. Die Außenlandegebühr beträgt 5 Euro und
muss an der Flugschule Parafly bezahlt werden.
Drachenflieger benutzen die Landeplätze ebenfalls.
Paragleiter haben aber Vorrang.
Flugschule: Parafly (Hans-Peter Eller), Bundesstraße 719,
A-6167 Neustift/Stubaital, Tel. +43 (05226) 3344,
flugschule@parafly.at, www.parafly.at

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Flugberge in der Schweiz

Information: Tourismusverband Stubai, Stubaitalhaus,


Dorf 3, A-6167 Neustift im Stubaital,
Tel. +43 (050) 1881-0, Fax +43 (050) 1881-199,
info@stubai.at , www.stubai.at
Kreuzjochlift-Schlick 2000, A-6166 Fulpmes,
Gemeindezentrum, Tel. +43 (05225) 62270
info@schlick2000.at, www.schlick2000.at
Elfer Lift, Postfach 2, A-6167 Neustift,
Tel. Tal +43 (05226) 2270, Berg 3383,
elfer@neustift.at, www.elfer.at
Was sonst? Die Freizeitmöglichkeiten im Stubaital sind äußerst
vielseitig. Freizeitsportler finden hier alles, was das
Herz begehrt. Besonders hinweisen sollte man auf
die ausgezeichneten Wander- und Klettermöglich-
keiten. Selbstverständlich bietet sich auch ein Aus-
flug nach Innsbruck oder über den Brenner nach
Südtirol an.
Unterkunft: Die Inhaber der ansässigen Flugschule Parafly
bieten günstige Wochenendpauschalen in ihren
beiden Ferienhäusern Neustift und Fulpmes.
Bei der Übernachtung im Ausserwieserhof (Fa-
milie Schönherr in Neder) ist die Landeplatzkarte

Fluggebiete in Europa
für den Elfer im Übernachtungspreis inbegriffen.
Neben vielen Pensionen und Hotels gibt es auch
zwei Campingplätze.

Flugberge in der Schweiz


Davos

Davos liegt in einer Höhe von 1560 m über dem


Meer und rühmt sich, die höchstgelegene Stadt Eu-
ropas zu sein. Sie ist vor allem als Wintersport-Eldo-
rado bekannt, doch Basishöhen von 3000 m und
stundenlange Flüge bereits im Januar lassen auch
das Gleitschirmfliegerherz höher schlagen. Sobald
die Sonne den Schnee in den Südwesthängen ge-

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Flugberge in der Schweiz

Blauthermik schmolzen hat, kann in herrlicher ➚Blauthermik auf-


Thermik ohne gedreht werden.
Wolkenbildung. Die beste Flugzeit in Davos ist von Januar bis
April. Nach Saisonende sind von Mai bis Juni die
Bergbahnen leider außer Betrieb. In den Sommer-
monaten ist Fliegen wieder möglich, allerdings
muss dann mit teilweise sehr kräftigen Talwinden
gerechnet werden.
Anfahrt: Über die A96 in Richtung Lindau, durch den Pfän-
dertunnel nach Österreich, auf der A14 bis Die-
poldsau. Dort Wechsel auf die A13 in die Schweiz
und weiter Richtung Süden bis Landquart. Von dort
auf der Landstraße über Klosters nach Davos.
Startplätze: Am Jakobshorn (2590 m). Unterhalb der Berg-
station auf einer Kuppe (2500 m). Windrichtung:
SO, W
An der Jatzhütte (2530 m). Windrichtung O, N,
SW.
Am Brämabüel (2480 m). Erreichbar zu Fuß in
Richtung Nordwesten von der Bergstation, im Win-
ter mit dem Schlepplift.
Am Höhenweg (2219 m). Windrichtung SO, O.
Östlich der 1. Sektion der Zahnradbahn am Höhen-
weg. Steigt man etwa 200 m höher, so entgeht man
dem Lee, das sich dort in den Sommermonaten teil-
weise auf Grund des hoch reichenden Talwindes
bildet.
Am Gotschnagrat (2280 m). Westlich der Berg-
station. Windrichtung N.
Anfahrt: Über Klosters. Etwa 250 m westlich der
Bergstation befindet sich der steile Nordstartplatz,
an dem bei leichtem Wind sehr gute Soaringmög-
lichkeiten bestehen.
Südlich der Bergstation (2240 m). Etwa 300 m
südlich der Bergstation unter Lawinenbebauungen.
Windrichtung S.
Landeplätze: Vom Jakobshorn: Talstation des Sessellifts Carjöl,
neben der Langlaufloipe.

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Flugberge in der Schweiz


048pa Abb.: Hänssler/Bopicture

Fluggebiete in Europa

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Flugberge in Spanien

Vom Parsenn: am Südufer des Davoser Sees.


Vom Gotschnagrat: in Klosters am Eisstadion.
Flugschulen: Flugschule Davos, Uf’em Büel,
CH-7270 Davos Platz, Tel. +41 (081) 413-6043,
gulih@freesurf.ch, www.davos-sport.ch
Flugschule Klosters, Landstraße 211,
CH-7250 Klosters, Tel. +41 (081) 4222070,
info@gleitschirm-schule.ch, www.gleitschirm-
schule.ch
Unterkunft: Hotels und Pensionen gibt es im Wintertouristen-
zentrum Davos in Hülle und Fülle. Preislich befin-
den sich die Angebote aber oft im oberen Bereich.
Geld sparen kann man deswegen beim Camping.
TCS Camping & Caravan Färich, Sandstr. 1,
CH-7260 Davos Dorf, Tel. +41 (081) 4161043, Fax
4201044, camping.davos@bluewin.ch
Caravan & Mobilhome Rinerlodge,
CH-7277 Davos Glaris, Tel. +41 (081) 401-1252,
Fax -1314, info@rinerhorn.ch, www.rinerhorn.ch
Information: Davos Tourismus, Promenade 67,
CH-7270 Davos, Tel. +41 (081) 415-2121,
Fax -2100, info@davos.ch, www.davos.ch
Klosters Tourismus, Alte Bahnhofstraße 6,
CH-7250 Klosters, Tel. +41 (081) 41020-20,
Fax -10, info@klosters.ch, www.klosters.ch

Flugberge in Spanien
Auch Gleitschirmflieger sind nur Menschen ... und
träumen deswegen vom ewigen Sommer. Wer im
mitteleuropäischen Winter bei milden Temperatu-
ren abheben will, der ist in Südspanien richtig.
Anreise: Mit dem Flugzeug nach Malaga. Dann mit dem Bus,
Taxi (Preis nach Almunecar: 70–80 Euro für zirka 70
Kilometer) oder dem Mietwagen nach Almunecar,
La Herradura oder Alfamar.

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Flugberge in Spanien
049pa Abb.: pe

Almuñecar

Almuñecar liegt südlich von Granada an der Mittel-


meerküste. Stetiger Wind aus südlichen Richtungen
sorgt auch an heißen Tagen für angenehme Küh-

Fluggebiete in Europa
lung. Das Gebirge im Rücken wiederum schützt
den Ort vor kalten Nordwinden. Es herrscht ganz-
jährig ein angenehmes Klima mit Wintertemperatu-
ren zwischen 18 und 23 Grad Celsius. In den Ge-
birgen in der Umgebung der Stadt findet man viele
Startplätze, die sowohl zum Thermikfliegen als auch
zum Soaren an der Felsenküste einladen.

La Herradura

Hier ist genuss-


volles Küstensoa- Laminarer Wind
ring in ➚laminarer Gleichmäßig anströmender Wind.
Meeresbrise mög-
lich. Die „Hausstrecke” geht bis zum Leuchtturm
(nicht weiter nach Süden fliegen!) und zurück.

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Flugberge in Spanien

Anfahrt: Von der Straße, die von La Herradura über Punta de


la Mona nach Marina del Este führt, biegt man vor
der zweiten Serpentine links ab. Am alten Turm par-
ken. Zu Fuß zwischen den Häusern links durch bis
zum Startplatz.
Startplatz: Windrichtung: S–SW. Einfaches Startgelände. We-
nig geeignet bei Windstille bzw. schwacher Brise.
Im Juli und August herrscht Startverbot.
Landeplatz: Gelandet wird am Strand von La Herradura.

Alfamar

Anfahrt: Auf der N 340 von Almunecar Richtung Motril, am


Wohngebiet von Alfamar links (rechts geht es zum
Landeplatz am Strand) durch das Wohngebiet bis
über einen Sattel. Die letzten Meter zu Fuß gehen.
Startplatz: In verschiedenen Höhen einfache Startgelände
Richtung Südwest und West. Nicht bei Winden aus
Ost oder Nordwest fliegen!
Landeplatz: Landen kann man in einer kleinen Bucht unterhalb
der Ortschaft Alfamar, am Stand vom Playa Galera
oder Playa Velilla. Nicht durch die Schlucht zum
Strand fliegen, dort sind Leitungen und es herr-
schen Turbulenzen!

Otivar

Etwas weiter im Landesinneren liegt, geschützt vor


dem oft starken Küstenwind, das thermisch aktive
Fluggelände Otivar, das zu Streckenflügen ins Lan-
desinnere einlädt.
Anfahrt: Von Almunecar fährt man auf der alten Straße Rich-
tung Granada. Wenige Kilometer nach der Ort-
schaft Otivar ist der nicht ganz einfach anzufliegen-
de Landeplatz (nach drei Seiten abschüssig) in Mit-
ten einer Baumgruppe zu sehen.
Startplatz: Zum Start (Windrichtung S, SO, O) in 900 m Höhe
fährt man die alte Straße bis zur Antennenanlage.

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Flugberge in Spanien

Naturpark Pena Escrita

Der Naturpark Park Pena Escrita, 40 Autominuten


von Almuñecar entfernt, bietet eine traumhafte
Landschaft, die auch dann einen Ausflug lohnt,
wenn man nicht vorhat zu fliegen. Trotz der Nähe
zur touristischen Küste scheinen seine steilen Hän-
ge wie aus einer anderen Welt hierher versetzt. Die
Luft ist sauber und klar und vom Duft nach Rosma-
rin und Thymian erfüllt. Die Bergpfade der Region
sind bei Wanderern beliebt.
Startplatz: Kaum eine andere Region kann so viele Startplätze
für fast alle Windrichtungen bieten wie Almuñecar
an der Costa Tropical in Andalusien. 1200 m, Wind-
richtung S, SO, O. Von Almuñecar fährt man weni-
ge Kilometer auf der alten Straße Richtung Granada
bis zu einem Hinweisschild Richtung Wildpark Pena
Escrita. Hier nach links abbiegen und ungefähr 11
Kilometer bis zum Park weiterfahren. Neben dem
Restaurant im Park stellt man sein Auto ab und
steigt von hier aus nur noch wenige Meter nach
oben bis zum Startplatz.

Fluggebiete in Europa
Landeplatz: 600 m. Ein kleiner Platz neben der Straße, die zum
Startplatz führt.
Flugschulen: Der Club Fly Park Almuñecar bietet allen Fliegern
einen umfangreichen Service wie z. B. Wetterbe-
richt, Reparaturservice, Fallschirmpackservice und
kostenlose Informationen über die Fluggebiete so-
wie Tipps für alternative Sport- und Freizeitmöglich-
keiten. Es wird dort deutsch, englisch und natürlich
spanisch gesprochen. Der Club vermittelt auch Un-
terkünfte aller Kategorien.
Fly Park Almuñecar, Urbanisation La Ribera,
E-18690 Almuñecar/Granada, Tel./Fax +34 (0958)
630981,www.fly-park-almunecar.com
Jaime@gleitschirmfliegen-almunecar.de
Was sonst? Wollte man alle Freizeitmöglichkeiten aufzählen,
die sich in der Gegend um Almuñecar bieten, müss-

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Flugberge in Slowenien

te man ein eigenes Buch schreiben. Nicht versäu-


men sollte man aber natürlich den Besuch von
Granada.
Auch die Tropfsteinhöhle von Nerja lohnt einen
Ausflug.
Unterkunft: Die Auswahl an Hotels in den Küstenorten ist uner-
schöpflich. Außerhalb der Saison wird man auch
keine Schwierigkeiten haben, freie Zimmer zu fin-
den. Günstiger ist man aber manchmal mit einer
Pauschalreise unterwegs. Deswegen sollte man sich
überlegen, ob man nicht das Angebot eines Pau-
schalanbieters bucht, um dann vor Ort seine eige-
nen Ausflüge zu organisieren. Beispielsweise bietet
die Firma Albatros Aktiv Reisen (s. Anhang) speziel-
le Pauschalreisen inkl. Mietwagen und Betreuung
durch Fluglehrer für Gleitschirmflieger an.

Flugberge in Slowenien
Tolmin

Tolmin wird auch das „Land lebendigen Wassers“


genannt. Es gibt geheimnisvolle Quellen, beein-
druckende Klammen, versteckte Schluchten und
mächtige Wasserfälle, von denen der Brinta mit 104
m der höchste ist. Gleitschirmflieger schätzen das
Gebiet vor allem deswegen, weil es noch nicht so
überlaufen ist.
Anfahrt: Villach – Tarvisio – Passo di Predil – Bovec – Koba-
rid – Tolmin
Startplatz: Kobala, östlich von Tolmin (1080 m): Windrichtung
O, W. Auffahrt zum Startplatz: Am Ortsausgang
von Tolmin überquert man den Fluss Tolminka. Bei
der nächsten Kreuzung dem Schild nach Poljubinj
folgen und weiter nach Ljubinj fahren. Gleich hinter
der Ortschaft geht es auf einer kleinen Straße zum
Kobala hinauf. Der letzte Kilometer ist nicht mehr

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Flugberge in Slowenien
050ba Abb.: Hänssler/Bopicture

Fluggebiete in Europa

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Flugberge in Slowenien

geteert und in schlechtem Zustand. Wer sich und


seinem Auto das nicht antun will bzw. ohne eigenes
Fahrzeug unterwegs ist, kann sich auch mit dem Ta-
xi (s. Unterkunft) hinaufbringen lassen. Der Start-
platz ist eine große Wiese entlang des Grats, die im
unteren Bereich steil abfällt. Die Startgebühr in
Höhe von ca. 1,50 Euro zahlt man in der kleinen
Gaststätte, etwa einen Kilometer vor dem Startplatz.
Flugroute: Langstreckenflüge sind in Richtung Italien, Bovec
und Bohinj möglich. Zum Eingewöhnen empfiehlt
sich ein kurzer „Ritt“ von zirka 13 Kilometern Länge
entlang des Socatales von Tolmin nach Kobarid.
Der Hausbart an der Südostflanke funktioniert ab
mittags recht zuverlässig. Notfalls kann am nordöst-
lich gelegenen Kobilja Glava nochmals Höhe ge-
macht werden, bevor der Talsprung über den Fluss
Zadlascica gewagt wird. Weiter geht es am Grat des
Krn entlang bis nach Kobarid. Ein wirklich schöner
Flug, denn über dem Krn, hat man einen grandiosen
Blick in die Julischen Alpen.
Landeplatz: Der Landeplatz (200 m) liegt westlich von Tolmin
zwischen der Soca und dem markanten Hügel
Kozlov Rob auf einer großen Wiese. Er ist von der
Straße aus über einen Feldweg zu erreichen.
Information: Fremdenverkehrsamt Tolmin, Petra Skalarja,
SL-5220 Tolmin, Info@Ito-sotocje-tolmin.si,
www.lto-sotocje.si/deutsch
Was sonst? Tolmin liegt in herrlicher Natur und bietet unzäh-
lige Möglichkeiten für Spaziergänge und Wande-
rungen. Egal ob man sich zu einer Tour um den See
aufmacht oder einen der vielen Wasserfälle be-
sucht, Outdoorfreaks werden begeistert sein. Wer
es etwas anspruchsvoller mag, kann auch „echte
Bergtouren“ unternehmen, wobei besonders die
Tour am Kamm zwischen Razoralm und Crnaprst
sehr zu empfehlen ist. Eine weitere, sehr schöne
Panoramatour führt auf den Kolovratkamm an der
Grenze zwischen Slowenien und Italien. Von hier

138
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Flugberge in Slowenien

blickt man auf einer Seite auf die Julischen Alpen


und auf der anderen über Friaul-Julisch Venetien
und die Paduaebene bis zum Adriatischen Meer!
Wer nach der Wanderung verschwitzt zurück-
kommt, kann sich in einem der malerischen Natur-
becken in den Flüssen Baca, Idrijca und Soca ab-
kühlen. Überhaupt ist das Socatal das größte Was-
sersportgebiet Sloweniens und bietet Kanuten und
Raftern hervorragende Möglichkeiten, ihr Hobby
auszuüben. Prsjak wiederum ist ein verlockendes
Ziel für Freunde des Canyoning.
Wer sich bei seiner Tour durch die Natur von
fachkundigen Führern begleiten lassen will, wende
sich an die Sportagentur Maya, die u. a. folgende
Sportarten im Angebot hat: Rafting, Canyoning, Ka-
jak- und Kanufahren, Mountainbiking, Klettern,
Flusstauchen, Reiten und Skifahren. Außerdem
kann man zusammen mit den Tourguides auch eine
der unzähligen Höhlen des Gebietes erforschen.
Maya-Sportni Turizem, Padlih borcev 1,
SL-5220 Tolmin, Tel. +386 (05) 38005-30 Fax -31,
info@maya.si, www.maya-bn.si

Fluggebiete in Europa
Unterkunft: Privatunterkunft, Neueres Wohnhaus am Ran-
de Tolmins, 5 DZ für je 25 Euro/Pers. Die Besitzer
betreiben auch das örtliche Taxi. Čiginj 57g,
SL-5220 Tolmin, Tel./Fax +386 (031) 212286,
www.paragliding-adventure.com
Hotel Krn, Mestni trg 3, SL-5220 Tolmin,
Tel. +386 (05) 3821100, hotel.krn@siol.net
Das Hotelrestaurant bietet kulinarische Spezialitä-
ten und lädt die Gäste in einen 350 Jahre alten
Burgkeller zum Besuch.

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Anhang

007pa Abb.: Scheel/Azoom.ch

140
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Anhang

Anhang

Anhang

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Flugschulen in Deutschland

Flugschulen in Deutschland
(Orte aufsteigend nach PLZ geordnet.)
Top Gliders Gleitschirmschule, Leipziger Str. 256, 01139
Dresden, Tel. (0351) 49403-51, Fax -61, www.topgliders.de
Luftsportzentrum Neuseenland Leipzig, Margarethenhain 7,
04579 Espenhain, Tel. (034206) 678-91, Fax -92,
www.luftsportzentrum-neuseenland.de
Ostthüringer Gleitschirmschule, Rosenthaler Straße 25,
07338 Leutenberg, Tel. (036734) 30357, Fax 23256, www.otgs.de
Jenair, Saalbahnhofstr.10, 07743 Jena, Tel. (03641) 825900,
Fax 420293, www.jenair.de
Fly Ranch Berlin Brandenburg, Flugplatz Saarmund,
14552 Saarmund, Tel. (033200) 82424, www.FlyRanch.de
GlideZeit, Falkenbergsweg 48, 21149 Hamburg,
Tel. (040) 8900175, www.glidezeit.de
Drachen- und Gleitsegelflugschule Werther,
Schwarzer Weg 2-4, 33824 Werther, Tel. (05203) 158282,
Fax 188202, www.flugschule-westfalen.de
Flugschulen Sauerland Willingen, Zur Hoppecke 12,
34508 Willingen, Tel.( 05632) 6534, www.ettelsberg.com
AFS Flugschule Karl Niederwanger, Fritzlarer Straße 12,
34537 Bad Wildungen, Tel. (05621) 9690-150, Fax -151,
www.afs-flugschule.de
Flugschule Saarland, Baden-Württemberg und Hessen,
Am Kirchberg 10, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. (0171) 7185610,
www.flugschule-saarland.de
Hessische Gleitschirmschule Hot Sport, Breslauer Straße 12,
35096 Weimar/Lahn, Tel. (06421) 12345, Fax 77455,
www.hotsport.de
Rhöner Drachen- und Gleitschirmflugschulen, Wasserkuppe 46,
36129 Gersfeld, Tel. (06654) 7548, www.gleitschirm-flugschule.de
Fly Magic M, Clara-Zetkin-Straße 27, 36433 Bad Salzungen,
Mobil (0171) 4881800
Harzer Gleitschirmschule, Amsbergstraße 10,
38667 Bad Harzburg, Tel. (05321) 1415, Fax 2001
Flatland Paragliding, Karlstraße 6, 40764 Langenfeld,
Tel. (02173) 9777-03, Fax -05, www.flatland-paragliding.de

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Flugschulen in Deutschland

Flugzentrum Elpe/Sauerland, Dorstener Straße 116,


44809 Bochum, Tel. (07000) 4636393 Fax (0234) 9586616,
www.flugzentrum-elpe.de
Club für Drachen & Gleitsegel Essen, Gedulder Weg 162,
45549 Sprockhövel, Tel. (0224) 7026-10, Fax -11
Revierwings, Paschenfurth 5, 47506 Neukirchen-Vluyn,
Tel. (02845) 981326, Fax 2965862, www.revierwings.de
Flugschule Bielefeld Drachen- & Gleitschirmfliegen,
Segelfliegerweg 39, 49324 Melle, Tel. (05422) 924814,
Fax 925189, www.flugschule-bielefeld.de
SC Bayer Leverkusen e. V., Flugplatz,
51373 Leverkusen, Tel. (0214) 833222
Drachenflug- und Gleitsegelschule Oberberg,
Cosimastraße 2, 51674 Wiehl, Tel. (02262) 92430,
Fax 980064, www.flugschule-oberberg.de
AIR-TOUCH, Bahnhofstraße 4, 56377 Nassau,
Tel. (02604) 9419-11, Fax -12, www.air-touch.de
Klaus Schwarzer’s Flugschule FLYART, Hesselbacherstraße 6,
57334 Bad Laasphe, Tel. (02752) 478676, www.flyart.de
Paragliding Westerwald, Auf dem Hasenberg 10,
57539 Bitzen, Tel. (02682) 964330,
www.paragliding-westerwald.de
VFL Altena-Hegenscheid e. V., Berliner Straße 15,
58675 Hemer, Tel./Fax (02372) 4676
Hot Sport Sportschulen GmbH, Burg Ronneburg, 63549
Ronneburg, Tel. (06421) 12345, Fax 77455, www.hotsport.de
Anhang

AIRSport 2000, Fliednerstr. 76, 65191 Wiesbaden,


Tel. (0611) 23852-72, Fax -73, www.airsport.at
Flugschule Hirondelle, Untergasse 27, 69469 Weinheim,
Tel. (06201) 182912, Fax 12989, www.fs-hirondelle.de
Flugschule Rhein-Main-Neckar, Nächstenbacher Straße 2 a,
69488 Birkenau, Tel. (06201) 34626, Fax 34168
Flugschule Sunrise, Im Gimpelbrunnen 4, 69488 Birkenau,
Tel. (06201) 373367, Fax 390740
Luftikus, Eugen’s Flugschule, Hartwaldstraße 65 b, 70378 Stutt-
gart, Tel./Fax (0711) 5379 28, www.luftikus-flugschule.de
Flugschule Freestyle, Gottfried-Nadler-Straße 1, 69493 Hirsch-
berg, (06201) 876519, www.flugschule-freestyle.de

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Flugschulen in Deutschland

Flugschule Remstal, Rommelshauser Str. 46, 71394 Kernen,


Tel. (07151) 42418, Fax -947614, www.flugschule-remstal.de
Sky Sports Paragliding, Sankenbachstraße 76, 72270 Baiers-
bronn, Tel. (07442) 1224-12, Fax -16, www.sky-sports.de
GlideZeit, Bahnhofstr.1/1, 72764 Reutlingen,
Tel. (07121) 3704-00, Fax -54, www.glidezeit.de
Flugschule Albatros, Grießstraße 9, 72870 Sonnenbühl 4,
Tel. (07128) 463, Fax 627, www.fs-albatros.de
Flugschule Göppingen, Zeppelinstraße 3, 73105 Dürnau,
Tel. (07164) 1202-1, Fax -9, office@flugschule-goeppingen.de
HB-Drachensport, Christian-Schubart-Straße 17,
74544 Michelbach, Tel. (0791) 41151, Fax 48079
www.flugschule-brodbeck.de
Sky Team Paragliding, Schwarzwaldstr. 30, 79677 Schönau,
Tel. (07224) 9933-65, Fax -26, www.sky-team.de
Flugschule Rottweil, Schramberger Straße 22,
78727 Oberndorf, Tel. (07423) 8627221, Fax 9290693,
www.paragliding-rottweil.de
Drachen- und Gleitschirmschule Skytec, Langackerweg 7,
79115 Freiburg, Tel. (0761) 4766391, Fax 4562892,
www.skytec.de
Flugschule Dreyeckland, St.-Peter-Straße 17, 79199 Kirchzarten,
Tel. (07661) 627140, www.flugschule-dreyeckland.de
Free Fly, Hinterzinken 11, 79215 Elzach, Tel. (07682) 7710,
Fax 921765, www.free-fly.de
Horizont-Design, Finkenherd 1, 79271 St. Peter,
Tel. (07660) 16-26, Fax -27
Skymaster Flugsport-Team, Friedrichstraße 7, 79677 Schönau,
Tel. (07673) 85-11, Fax -90, www.skymaster-paragliding.de
Airpower Gleitschirmschule, Beim Steinernen Kreuz 10,
79798 Jestetten, Tel. (07745) 308, www.air-power.de
Gleitschirmschule Fly for Fun, Corneliusstr. 6, 80469 München,
Tel. (089) 2603-200, Fax -338, www.flyforfun.com
Aeromax Gleitsegelschule GmbH, Eigenhausstraße 5,
81673 München, Tel./Fax (089) 766116, www.aeromax.de
Bayerische Drachen- und Gleitschirmschule, Perlacher Straße 4,
82031 Grünwald, Tel. (089) 482141, Fax 664730,
www.bay-flugschule.de

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Flugschulen in Deutschland

Flugschule Spieler, Karl-Mangold-Straße 7, 82380 Peissenberg,


Tel. (08803) 489550, Fax 489551, www.flugschule-spieler.de
Flugschule Aktiv Fliegen, Schollstraße 31a, 82380 Peißenberg,
Tel. (08803) 4984-27, Fax -26, www.aktivfliegen.de
Erste Deutsche Tandem Gleitschirmschule, Alte Straße 55,
82431 Kochel am See, Tel.(08851) 822, www.tandemschule.de
Aerogen Gleitschirmschule, Mittenwalder Straße 38, 82431
Kochel, Tel. (08851) 6146-14, Fax -26, www.aerogen.de
Gleitschirmschule Garmisch-Partenkirchen, Am Hausberg 8,
82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel./Fax (08821) 74260,
www.gleitschirmschule-gap.de
Flugschule Oberaudorf, Tatzelwurmstr. 17, 83080 Oberaudorf,
Tel. (08033) 303704, Fax 01453, www.flugschule-oberaudorf.de
GSC Hochries-Samerberg e. V., Hochriesstraße 80 B, 83122
Samerberg, Tel. (08032) 8971, www.flugschule-hochries.de
Paragliding Flugschule Chiemsee, Dreilindenweg 7, 83229
Aschau, Tel. (0 80 52) 9494, www.flugschule-chiemsee.de
Süddeutsche Gleitschirmschule, Am Balsberg,
83246 Unterwössen, Tel. (08641) 7575, www.einfachfliegen.de
Chiemgauer Flugsportschulen, Seehauser Str. 74, Tel. (08663)
2101, Fax 419472
Flugzentrum Ruhpolding, Gstatter Au 5, 83324 Ruhpolding,
Tel. (0 8641) 668, Fax 776, www.flugzentrum-ruhpolding.de
Flugschule Watzmann, Schrottenbergallee 3, 83471 Berchtes-
gaden, Tel. (08652) 68975, www.flugschule-watzmann.de
Klaus Schwarzer’s Flugschule Flyart, Andreas-Mitterfellner-Str. 1,
Anhang

83607 Holzkirchen, Tel./Fax (08024) 48119, www.flyart.de


Luftsportvereinigung Greiling e.V., Tölzer-Straße 58,
83677 Greiling, Tel. 0172/8531103
Paragliding Tegernsee, Tegernseer Straße 88, 83700 Reitrain,
Tel. (08022) 25-56, Fax -84, www.paragliding-tegernsee.de
HABIS Flugsport, Marienplatz 20, 87509 Immenstadt,
Tel. (08323) 8590, Fax 5139, www.klewenalp.de
Flugschule Aktiv, Tegelbergstr. 33, 87645 Schwangau,
Tel. (08362)921-457, Fax -398
Flugschule Martin Mergenthaler, Waltenerstraße 20,
87527 Sonthofen, Tel. (08321) 9970, Fax 22970,
www.flugschule-mergenthaler.de

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140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:39 Seite 146

Flugschulen in Deutschland

Oberallgäuer Drachen- und Gleitsegelschule, Salzweg 37,


87527 Sonthofen, Tel. (08321) 9328, Fax 88371,
www.flugschule-rohrmeier.de
Flugschule Klaus Eberle, Tiefenberg 9, 87527 Ofterschwang,
Tel. (08321) 722-13, Fax -14, www.flugschule-oberallgaeu.de
Flugschule Oberallgäu, Tiefenberg 9, 87527 Ofterschwang,
Tel. (08321) 722-13, Fax -14, www.flugschule-oberallgaeu.de
OASE Flugschule Peter Geg, Am Auwald 1, 87538 Obermaisel-
stein, Tel. (08326) 3803-6, Fax -7, www.oaseparagliding.com
Paragliding GmbH Ostallgäuer Fliegerschule, Xaver-Martin-
Straße 1, 87616 Marktoberdorf, Tel. (08342) 8994-05, Fax -06,
www.ofs-paragliding.com
OFS Paragliding GmbH, Xaver-Martin Str. 1, 87616 Marktober-
dorf, Tel. (08342) 8994-05, Fax -06, www.odfs-paragliding.com
Aktiv Flugsport & Freizeit, Tegelbergstr. 33, 87645 Schwangau,
Tel. (08362) 921457, Fax 921398, www.Flugschule-Aktiv.de
1. DAeC Gleitschirm-Schule Heinz Fischer GmbH, Brunnen-
straße 35, 87669 Rieden, Tel. (08362) 37038, Fax -38873,
www.gleitschirm-aktuell.de
Flugschule Tegelberg, Haldenweg 4, 87672 Roßhaupten,
Tel. (08367) 598, Fax 1026
Westallgäuer Flugschule, Allmannsried 181, 88175 Scheidegg,
Tel. (08381) 6265, Fax 84209, www.westallgaeuer-flugschule.de
Flugschule Ulm, Eichenweg 13, 89180 Berghülen,
Tel. (07344) 4137, Fax 7284, www.flugschule-ulm.de
Nürnberger Flugschule, Bayernstraße 158,
90478 Nürnberg, Tel (0911) 47203-61, Fax -62,
www.nuernberger-flugschule.de
Flugschule Jura Reinhard Pöppl, Auf der Hohen Straße 14,
92345 Dietfurt, Tel. (08464) 8211, Fax 605706,
www.flugschulejura.de
Flugzentrum Bayerwald Schorsch Höcherl, Schwarzer Helm 71,
93086 Wörth a. d. Donau, Tel. (09482) 95952-5, Fax -7,
www.flugzentrum-bayerwald.de
Flugschule Steigerwald, Birkenweg 8, 96160 Geiselwind,
Tel. (09556) 921015, www.flugschule-steigerwald.de
Flugzentrum Rennsteig, Marienroth 48, 96332 Pressig,
Tel. (09265) 807606

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Flugschulen Österreich/Schweiz

Flugschulen in Österreich (Auswahl)


Parafly, Moos 18, 6167 Neustift Stubaital,
Tel. +43 (05226) 3344, Fax 3371, www. parafly.at
Flugschule Westendorf, Bergliftstr. 18, 6363 Westendorf,
Tel. +43 (05334) 6888, flugschule@para.at, www.para.at
AIRsport 2000, Bach 95, 6653 Bach,
Tel. +43 (05634) 6498, Fax 6184, www.airsport.at
Sky Club Austria, Moosheim 113, 8962 Gröbming,
Tel. +43 (03685) 22333, www.skyclub-austria.com
Flugschule Aufwind, 8972 Ramsau 52, Tel. +43 (03687) 81880,
Fax 818804, office@aufwind.at, www.aufwind.at

Flugschulen in der Schweiz (Auswahl)


Flugschule Emmetten, Ischenstr. 5, 6376 Emmetten,
Tel. +41 (041) 6201212, www.flugschule-emmetten.ch
Flugschule Engelberg/Klewenalp, Wasserfallstraße 135,
6390 Engelberg, Tel. +41 (041) 6370707, www.euroflugschule.ch
Touch and go, Parkstraße 14, 6440 Brunnen,
Tel. +41 (041) 82054-31, Fax -32
Flugschule Appenzell, Weissbadstr. 92, 9050 Appenzell,
Tel. +41 (071) 7991767, www.gleitschirm.ch
Flugschule Säntis GmbH, Sonnenhaldenstraße 11,
9403 Goldbach, Tel. +41 (071) 8414747, www.fs-saentis.ch
Anhang

Flugschule Ostschweiz, Lilienstr. 3, 9533 Kirchberg,


Tel. + 41 (0719) 313020, www.fso.ch

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Internet, Literaturhinweise

Infos aus dem Internet


Im Internet gibt es unzählige Seiten, die sich mit dem Thema Gleit-
schirmfliegen beschäftigen, angefangen von den Homepages der
Flugschulen bis hin zu privaten Seiten begeisterter Flieger. Hier nur
eine kleine Auswahl empfehlenswerter Seiten:

www.dhv.de
Seite des Deutschen Hängegeleiterverbandes. Wahrscheinlich die
umfassendste Informationsquelle zum Thema im Netz.
www.fly-glide.de
Homepage der gleichnamigen Zeitschrift für Gleitschirm- und Dra-
chenflieger.
www.flying-pages.com
Gemeinsame Seite verschiedener Zeitschriften, die sich mit dem
Thema Fliegen beschäftigen.
www.geocities.com/gublerr/links_and_favorites.html
Linksammlung zum Thema Gleitschirmfliegen.
www.schwerelos.de
Sehr informative private Seite rund ums Fliegen – nicht nur Gleit-
schirm. Mit umfassender Linksammlung.

Literaturhinweise
Die Bücher in der Literaturliste sind manchmal nicht mehr ganz neu-
en Datums und im Buchhandel nur noch schwer zu bekommen. In
Büchereien, Antiquariaten und auch in so mancher Flugschule findet
man aber noch ein Exemplar dieser „Klassiker“.

Technik des Paragliding

Gleitschirmfliegen. Theorie und Praxis, Janzen/Slezak/Tänzler,


Nymphenburger Verlag, München 2007
Gleitschirmfliegen. Das Praxisbuch für Anfänger und Profis,
Toni Schlager, Bruckmann, München 2006
Paragliding mit und ohne Motor,
Isenberg/Köninger, Falken Verlag, Niedernhausen 1994

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Reiseanbieter

Richtig Paragliding,
VBLV Verlagsgesellschaft, München 1996
Paragliding,
Knoller/Frühwirth, Meyer&Meyer Verlag, Aachen 1996
Gleitschirmfliegen,
Knoller/Frühwirth/Ulrich, Steiger Verlag, Augsburg, 1999

Information zu Flugbergen

Die schönsten Fluggebiete der Alpen


für Gleitschirm- und Drachenflieger,
Oliver Guenay, Bruckmann, 1997
Die schönsten Fluggebiete rund ums Mittelmeer
für Gleitschirm- und Drachenflieger,
Oliver Guenay, Bruckmann, 1999
Flugberge in Frankreich,
Dobu Verlag, 1989
Gleitschirmberge in den Ostalpen,
Elfi Lissmann, Bruckmann, 1989
Über hundert Flugberge in den Ostalpen,
Schmied/Walder, Dobu Verlag, 1988
Flugberge in Tirol,
Klaus Schwarzer, Dobu Verlag, 1990

Reiseanbieter
Anhang

SAIL & FLY TOURS, Auf dem Heidhofe 17, D-27386 Hemsbünde,
Tel. (04261) 8400357, Fax -358, www.sail-fly.de
Reisebüro für Luftsport, Tel. (030) 21997091, www.luftsport.de,
info@luftsport.de
Outdoor Engineering, Bitzweg 3, 87459 Pfronten,
Tel. (08363) 94443, olisbluesky@yahoo.de
Flytours, Postfach 31, CH-7017 Flims Dorf,
Tel. +41 (0) 792914512, www.flytours.ch, info@flytours.ch

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Literaturhinweise

Praxis-Ratgeber:
kompakt & kompetent
Wer seine Freizeit aktiv verbringt und
moderne Abenteuer sucht, braucht
spezielles Wissen, das in keiner Schu-
le gelehrt wird. REISE KNOW-HOW be-
antwortet die vielen Fragen rund um
Freizeit, Urlaub und Reisen in der Rat-
geberreihe: „Praxis“.
Thomas Gut
Canyoning- Handbuch
Erich Witschi
Clever buchen – besser fliegen
Rainer Höh
GPS-Navigation für Auto,
Motorrad, Wohnmobil
Peter Günther
Inline Skating
Peter Günther
Inline-Skaten Bodensee
Gunther Schramm
Internet für die Reise
Rainer Höh
Kanu-Handbuch
Wilfried Krusekopf
Küstensegeln
Volker Heinrich
Reisefotografie digital
Gunter Schramm
Trekking Handbuch
Reto Kuster
Was kriecht und krabbelt in den
Tropen?

Jeder Titel: 144-160 Seiten, robuste


Fadenheftung, Taschenformat
10,5 x 17 cm, Register und Griffmarken

REISE KNOW-HOW Verlag, Bielefeld

150
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:40 Seite 151

Literaturhinweise

PRAXISWISSEN ORIENTIERUNG
Höh, Rainer
GPS Outdoor-Navigation
• Geografische Grundlagen
• Funktionsweise, Grenzen, Risiken
• GPS-Empfänger: Typen, Modelle
• Grundfunktionen, Menüs
• Initialisierung, Anpassung an Karte
und Kompass
• Koordinaten, Routen, GoTo-Funktion
• GPS und digitale Landkarten

Höh, Rainer
Orientierung mit
Kompass und GPS
• Kompassarbeit mit und ohne Karte
• Kreuzpeilung, Nordabweichung,
Hindernisse
• Höhenmesser, Schrittzähler
• Orientierung ohne Hilfsmittel
• GPS: Wirkungsweise, Grundfunk-
tionen, Arbeiten im Gelände
• Gerätekunde und Kauftipps

Schwieder, Wolfram
Anhang

Richtig Kartenlesen
• Die Karte als Abbild der Landschaft
• Geländedarstellung, Signaturen,
Schrift
• Kartenrand und Kartenrahmen
• Koordinaten, Maßstab
• Karten, Globen und Co.
• Tipps zum Kartenkauf

Jeder Titel: 160-296 Seiten mit vielen


Abbildungen, Register, Fadenheftung

REISE KNOW-HOW Verlag, Bielefeld

151
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 152

Die Reiseführer auf einen Blick Eur


Reisehandbücher
Urlaubshandbücher
Reisesachbücher
Edition RKH, Praxis
Algarve, Lissabon Fahrrad-Weltführer La Palma Paris
Amrum Fehmarn Lanzarote Piemont,
Amsterdam Föhr Latium mit Rom Polens N
Andalusien Formentera Leipzig Polens Sü
Apulien Friaul, Venetien Ligurien, Prag
Athen Fuerteventura Cinque Terre Provence
Auvergne, Cévennen Litauen Provence
Gardasee, Trentino London Pyrenäen
Barcelona Golf von Neapel,
Berlin, Potsdam Kampanien Madeira Rhodos
Borkum Gomera Madrid Rom
Bretagne Gotland Mallorca Rügen, H
Budapest Gran Canaria Mallorca, Ruhrgeb
Burgund Großbritannien Leben/Arbeiten Rumänie
Mallorca, Wandern
City-Trips mit Hamburg Malta, Gozo, Comino Sächsisc
Billigfliegern Helgoland Mecklenb./Brandenb.: Salzburg
City-Trips mit Billig- Hollands Nordseeinseln Wasserwandern Sardinien
fliegern, Bd.2 Hollands Westküste Mecklenburg-Vorp. Schottlan
Cornwall Holsteinische Schweiz Binnenland Schwarzw
Costa Blanca Menorca Schweiz,
Costa Brava Ibiza, Formentera Montenegro Sizilien, L
Costa de la Luz Irland Moskau Skandina
Costa del Sol Island, Faröer Motorradreisen Slowakei
Costa Dorada Istanbul München Slowenie
Côte d’Azur, Seealpen, Istrien, Kvarner Bucht Spaniens
Hochprovence Norderney Spiekero
Juist Nordseeinseln, Dt. St. Trope
Dalmatien Nordseeküste Südnorw
Dänemarks K alabrien, Basilikata Niedersachsens Südwestf
Nordseeküste Katalonien Nordseeküste Sylt
Disneyland Köln Schleswig-Holstein
Resort Paris Kopenhagen Nordspanien Teneriffa
Dresden Korfu, Ionische Inseln Nordzypern Tessin, La
Korsika Normandie Thüringe
Eifel Krakau, Tschenstochow Norwegen Toscana
El Hierro Kreta Tschechi
Elsass, Vogesen Krim, Lemberg, Kiew Ostseeküste Türkei, H
England, der Süden Kroatien Mecklenburg-Vorp. Türkei: M
Erste Hilfe unterwegs Ostseeküste
Estland L andgang an der Ostsee Schleswig-Holstein Umbrie
Europa BikeBuch Langeoog Outdoor-Praxis Usedom
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 153

ick Europa Reise Know-How

Europa
Paris Venedig Aktiv Gardasee
Piemont, Aostatal Aktiv Gran Canaria
Polens Norden Wales Aktiv Istrien
Polens Süden Wangerooge Aktiv Katalonien
Prag Warschau Aktiv Polen
Provence Wien Aktiv Slowenien
Provence, Templer All inclusive?
Pyrenäen Zypern, der Süden Bordbuch Südeuropa
Canyoning
Rhodos Clever buchen,
Rom besser fliegen
Rügen, Hiddensee Wohnmobil- Clever kuren
Ruhrgebiet Drogen in Reiseländern
Rumänien, Rep. Moldau Tourguides Feste Europas
rn Fliegen ohne Angst
mino Sächsische Schweiz Kroatien Frau allein unterwegs
denb.: Salzburg, Salzkammergut Provence Fun u. Sport im Schnee
n Sardinien Sardinien Geolog. Erscheinungen
rp. Schottland Südnorwegen Gesundheitsurlaub
Schwarzwald, südl. Südschweden in Dtl. Heilthermen
Schweiz, Liechtenstein GPS f. Auto, Motorrad
Sizilien, Liparische Inseln GPS Outdoor-Navigation
Skandinavien, der Norden Handy global
Slowakei Edition RKH Höhlen erkunden
Europa
Slowenien, Triest Hund, Verreisen mit
Anhang

Spaniens Mittelmeerküste Durchgedreht – Inline Skating


Spiekeroog Sieben Jahre im Sattel Inline-Skaten Bodensee
t. St. Tropez und Umgebung Eine Finca auf Mallorca Internet für die Reise
Südnorwegen Geschichten aus dem Kanu-Handbuch
s Südwestfrankreich anderen Mallorca Kartenlesen
Sylt Mallorca für Leib Kommunikation unterw.
tein und Seele Kreuzfahrt-Handbuch
Teneriffa Rad ab! Küstensegeln
Tessin, Lago Maggiore Langzeitreisen
Thüringer Wald Marathon-Guide
Toscana Deutschland
Tschechien Praxis Mountainbiking
Türkei, Hotelführer Mushing/Hundeschlitten
Vorp. Türkei: Mittelmeerküste Aktiv Algarve Nordkap Routen
Aktiv Andalusien Orientierung mit
tein Umbrien Aktiv Dalmatien Kompass und GPS
Usedom Aktiv frz. Atlantikküste Paragliding-Handbuch
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Praxis, KulturSchock
Europa

Pferdetrekking Trekking-Handbuch KulturSchock


Radreisen Unterkunft/Mietwagen
Reisefotografie Vulkane besteigen Familienmanagement
Reisefotografie digital Wandern im Watt im Ausland
Reisekochbuch Wann wohin reisen? Finnland
Reiserecht Wein-Reiseführer Frankreich
Respektvoll reisen Deutschland Irland
Schutz vor Gewalt Wein-Reiseführer Leben in fremden
und Kriminalität Italien Kulturen
Schwanger reisen Wein-Reiseführer Polen
Selbstdiagnose Toskana Rumänien
unterwegs Wildnis-Ausrüstung Russland
Sicherheit Meer Wildnis-Backpacking Spanien
Sonne, Wind, Wildnis-Küche Türkei
Reisewetter Winterwandern Ukraine
Spaniens Fiestas Wohnmobil-Ausrüstung Ungarn
Sprachen lernen Wohnmobil-Reisen
Survival-Handbuch Wohnwagen Handbuch
Naturkatastrophen Wracktauchen
Tauchen Kaltwasser Zahnersatz, Reiseziel
Tauchen Warmwasser

Wo man unsere Reiseliteratur bekommt:


Jede Buchhandlung Deutschlands, der Schweiz, Österreichs und der
Benelux-Staaten kann unsere Bücher beziehen. Wer sie dort nicht
findet, kann alle Bücher über unsere Internet-Shops bestellen.
Auf den Homepages gibt es auch Informationen zu allen Titeln:

www.reise-know-how.de
www.reisebuch.de
154
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 155

Mit R EISE K NOW -H OW


ans Ziel
Die Landkarten des world mapping
project bieten gute Orientierung –
weltweit.

• Moderne Kartengrafik mit Höhen-


linien, Höhenangaben und farbigen
Höhenschichten
• GPS-Tauglichkeit durch eingezeich-
nete Längen- und Breitengrade und
ab Maßstab 1 : 300.000 zusätzlich
durch UTM-Markierungen
• Einheitlich klassifiziertes Straßennetz
mit Entfernungsangaben
• Wichtige Sehenswürdigkeiten,
herausragende Orientierungspunkte
und Badestrände werden durch
einprägsame Symbole dargestellt.
• Der ausführliche Ortsindex ermög-
licht das schnelle Finden des Ziels.
• Wasser- und reißfestes Material
• Kein Pappumschlag, der das indivi-
duelle Falzen der Karte unterwegs
behindern würde.
Anhang

Derzeit sind rund 160 Titel lieferbar


(vollständiges Programm siehe unter
www.reise-know-how.de), z. B.:

Alpenvorland 1 : 250.000
Pyrenäen 1 : 250.000
Slowenien 1 : 185.000

world mapping project


REISE KNOW-HOW Verlag, Bielefeld

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140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 156

Register

Register D

A Davos 129
Deutscher Hängegleiter
Aachen 110 Verband 24
Abhebephase 51 DHV 24
Abstiegshilfen 63 Dualbandgerät 45
Alfamar 134
Almuñecar 133 E
Amateurfunk-Lizenz 45
Annecy 113 Endanflug 59
Anreise 89 Entscheidungsphase 50
Aschau 94 Ettelsberg 112
Aufdrehen 98
Aufziehphase 50 F
Ausbildung 11
Ausbildung Österreich 18 Fliegertreffs 85
Ausbildung Schweiz 19 Flugauftrag 16
Ausdrehen 53 Flügelradsensor 41
Auslandsreise 90 Flugmöglichkeiten 84
Ausrüstung 29 Flugschulen 85, 89, 142
Außenlandung 61 Flugschulen, Wahl der 12
Ausweichen 21 Flugzeug 89
Föhn 77
B Frankreich 113
Fulda 109
Barograf 42 Funkgerät 44
Bassano del Grappa 116 Fußbeschleuniger 55
Baumlandung 61
Bayerische Alpen 94 G
Berlin 107
Beschleunigungsphase 51 Gegenanflug 59
Blauthermik 130 Gera 109
Brauneck 98 Geradeausflug 55
Breitenberg 100 Geschwindigkeitsmessung 41
Bremsen 55 Gewitter 75
Bruchhausen 111 Gewitterwolke 76
B-Stall 64 GPS 42

156
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Register

Grundkurs 14 Köln 110


Gurtzeug 37 Kontrollphase 50
Gütesiegel 32 Krankenkasse 90
Kreisen 22
H Kreuzen 22
Kurse 12
Haftpflichtversicherung 22 Kurvenflug 56
Haftung 22
Hamburg 110 L
Hanglandung 61
Hangwind 79 La Herradura 133
Hartschaumprotektor 39 Laminarer Wind 133
Hausbart 98 Landen 22, 57
Hochdruckgebiet 74 Landevolte 58
Höhenmesser 40 Landwind 78
Hörpel 110 Lebensversicherung 25
Lee 60
I Leerotoren 60
Leinen 34
Informationen 91 Leinenzug 56
Intermediates 30 Lenggries 98
Internet 148 Literatur 148
IPPI-Card 21 Lokale
Italien, Fluggebiete 116 Windsysteme 78
LPD-Geräte 44
J Luftfahrerschein 14
Anhang

Luftrecht 21
Jena 109 Luv 60
Jochtal 120
M
K
Meransen 120
Kaltfront 71, 73 Münster 111
Kaltfrontgewitter 75
Kampenwand 94 N
Kategorien (Schirme) 30
Klapper 16 Neugraben-Fischbek 110
Kleidung 36 Neustadt-Glewe 110

157
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Register

Niedergörsdorf 107 S
Notlandung 61
Saarmund 108
O Sauerland 111
Schadensfälle 22
Ohrenanlegen 64 Schaumstoffairbag 39
Österreich, Fluggebiete 125 Schirm 30
Otivar 134 Schirmkauf 32
Schnupperkurs 12
P, Q Schuhe 37
Schweiz, Fluggebiete 129
Pena Escrita 135 Seceda 122
Pfalzen 121 Seewind 78
Pflege des Schirms 32 Seitenprotektor 39
Pfronten 100 Sicherheitskurs 31
PKW-Transport 89 Slowenien, Fluggebiete 136
Polheim 108 Soaren 26
Position 58 Sophienhöhe 110
Protektoren 38 Spanien, Fluggebiete 132
Pustertal 120 Sprossen 109
Queranflug 59 St. Ulrich 122
St. Wolfgang 125
R Stabilisierungsphase 50
Start 48
Reinigung 34 Startcheck 50
Reiseanbieter 149 Startphasen 48
Reisegepäckversicherung 90 Startplatz 85
Reiseplanung 88 Startstellung 49
Reservegleitschirm 35 Staudruckairbag 38
Rettungsgerät 35 Steilspirale 66
Rettungsschnur 38 Stromleitung 63
Rottach-Egern 103 Stubaital 127
Rückenprotektor 38
Rückseitenwetter 73 T
Rückwärtsaufziehen 52
Rückwärtsstart 52 Talwind 80
Ruhrgebiet 110 Tandemflug 12, 17
Rundkappe 35 Taunusstein-Niederlibbach 108

158
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 159

Bildnachweis

Teuchern 110 W
Teufelsberg 107
Thermik 74, 80 Wallberg 103
Tiefdruckgebiet 71 Warmfront 71
Tolmin 136 Warmluftblase 81
Toplanding 60 Warmluftsektor 71
Transport 32, 89 Wasserkuppe 109
Wasserlandung 62
U Wetter 70, 86
Willingen 112
Umweltschutz 25 Wind, laminarer 133
Unfallversicherung 24 Windchill-Faktor 42
UV-Strahlung 33 Windenstartanlagen 94
Windmesser 42
V Windsysteme, lokale 78
Winkelpeilung 59
Variometer 40
Verhalten 27 Z
Versicherung 22, 90
Vollbart 98 Zubehör 36
Vorwärtsstart 49 Zyklon 71

Bildnachweis
Advance (Thun/Schweiz): Seiten 23, 26, 95, 124
Thomas Buri (tb): Seite 70
Anhang

Björn Hänssler /Bopicture (www.bopicture.de) für Flight Design GmbH


(www.flightdesing.com): Seiten 1, 46, 51, 54, 131
Björn Hänssler / Bopicture (www.bopicture.de) für Swing Flugsportgeräte
GmbH (www.swing.de): Seiten 28, 44, 57, 65, 77, 86, 87, 137
Perche und Independence (Eisenberg): Seiten 37, 39, 45, 68, 90, 133,
Umschlag vorn
Christoph Kraul: Seite 76
Martin Scheel / Azoom.ch (www.azoom.ch) für Swing Flugsportgeräte GmbH
(www.swing.de): Seiten 10, 20, 79, 81, 82, 92, 140
Michael Stritzke: Seite 160
Alle weiteren: Rasso Knoller

159
140-160paragl.qxp 14.06.2007 14:41 Seite 160

Über die Autoren

Über die Autoren


051pa Abb.: rk

Rasso Knoller, geb. 1959, ist frei-


er Journalist und wohnt in Berlin.
Mit drei weiteren Kollegen arbei-
tet er dort in einem Pressebüro,
das sich auf die Themengebiete
Reisen, Sport und Gesundheit
spezialisiert hat. Reisen und Sport
bestimmten schon immer sein Le-
ben und er hat sich den Traum er-
füllt beides zu seinem Beruf zu
machen. Nach einem langjähri-
gen Auslandsaufenthalt lebt er
seit einigen Jahren wieder in
Deutschland. Er hat in den ver-
gangenen Jahren mehr als dreißig
052pa Abb.: st

Sachbücher veröffentlicht, dar-


unter mehrere Reiseführer und
Sportratgeber. Beim REISE KNOW-
HOW Verlag sind von ihm die
Reiseführer „Gotland“ und „Ko-
penhagen mit Öresundregion“
erschienen. Zum Thema Gleit-
schirmfliegen hat er drei Bücher
verfasst.
Michael Stritzke, geb. 1965 in
Hannover, hat nicht zuletzt auf
Grund seiner Liebe zu den Ber-
gen seinen Lebensmittelpunkt
nach Martinszell im Allgäu ver-
legt. Nachdem er 1994 erstmals
mit dem Gleitschirmfliegen in
Berührung kam, ließ in die Faszination für das mo-
torlose Gleiten nicht mehr los. Deshalb hat er 2000
sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet seit-
dem als Fluglehrer. Auf vielen Reisen im In- und Aus-
land lernte er die schönsten Fluggebiete kennen.

160