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Mai bis Anfang Oktober die Monsun-Saison, von Mitte Oktober bis Ende Februar die „kühle“

Jahreszeit und die „heiße“ Jahreszeit ungefähr zwischen dem 15. März und dem 15. Mai.
Auswirkungen des Klimawandels

Bangladesch ist durch die globale Erwärmung in besonderer Weise bedroht: Durch die
geographischen Bedingungen – der Großteil des Landes liegt nur wenig höher als der
Meeresspiegel –, die große Einwohnerzahl von etwa 160 Millionen Menschen sowie den
Umstand, dass die Bevölkerung auf nur wenig Landfläche siedelt und zu etwa 80 Prozent
unterhalb der Armutsgrenze lebt, hat das Land nur schlechte Chancen, sich an die Folgen
der globalen Erwärmung anzupassen. Bei einem Anstieg des Meeresspiegels um einen
Meter würden ohne Küstenschutzmaßnahmen etwa 18 Prozent der gesamten Fläche von
Bangladesch überschwemmt werden, womit ca. 38 Millionen Menschen ihre Heimat verlieren
und zu Klimaflüchtlingen würden.[6] Im Fünften Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr
2013 wurde je nach zugrundeliegendem Szenario ein Anstieg zwischen 0,26 m und 0,98 m
bis zum Jahr 2100 erwartet und durch langfristige Wirkungen von Treibhausgasemissionen
ein weiterer Anstieg für die folgenden Jahrhunderte prognostiziert.[7] Langfristig wird von
einem Meeresspiegelanstieg in Höhe von ca. 2,3 m pro zusätzlichem Grad Celsius
Erwärmung ausgegangen.[8]

Bedingt durch den steigenden Meeresspiegel ist eine zunehmend ins Landesinnere
vordringende Versalzung von Grundwasser und Ackerböden zu beobachten.[9] Zudem leben
etwa 65 Prozent der Bevölkerung im häufig durch Überschwemmungen betroffenen
Flussdelta. Durch das verstärkte Abschmelzen der Himalaya-Gletscher sowie eine
Veränderung der Niederschläge im Einzugsbereich der Flüsse infolge der globalen
Erwärmung steigt die Hochwassergefahr zukünftig an. Im Nordwesten käme es hingegen zu
einem Rückgang der Niederschläge und stärkerer Trockenheit, was dort wiederum die
Wasserversorgung beeinträchtigen würde.[6] Sowohl durch Bodenversalzung als auch die
Veränderung des Monsuns wird ein Rückgang der Ernteerträge um bis zu 30 Prozent bis
2050 erwartet. Da im betroffenen Gebiet bereits soziale Spannungen vorhanden sind, wird
zudem befürchtet, dass diese sich durch die verschlechterten Lebensbedingungen infolge
des Klimawandels zu offenen gewaltsamen Konflikten entwickeln werden.[10]

Von 1977 bis 2010 ist Bangladesch durch Veränderungen der Küstenlinie netto um 169 km²
gewachsen.[11]
Tierwelt
Der Königs- oder Bengaltiger ist eines der Nationaltiere Bangladeschs.[12]

In den Regenwäldern nahe Chittagong kann man Hirsche, Bären, Leoparden, Rhesusaffen
und Elefanten finden. Insgesamt sind etwa 750 Vogelarten, 250 Arten von Säugetieren sowie
150 verschiedene Reptilien und Amphibien in Bangladesch bekannt. Zu den Reptilien des
Landes zählen etwa Krokodile, Pythons und Kobras. Zudem leben in den Gewässern von
Bangladesch etwa 250 Arten von Süßwasser- und an der Küste etwa 350 Arten von
Meeresfischen; Fischer auf der Jagd nach Langusten und Garnelen bringen oftmals einen