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Lösungsbeispiel TestDaF, Mündlicher Ausdruck, Aufgabe 4


Modelltest 02 (TestDaF-Institut)

Ja, Frau Prof. Thiele, meiner Auffassung nach sollten die Hochschulen die
Studierenden nicht durch solche Tests, Gespräche und nach eigenen Kriterien
selbst auswählen. Sicherlich gibt es einige Argumente, die für dieses Vorhaben
sprechen. Vielleicht wären die Erstsemester bei Studienbeginn motivierter, weil sie
sich auf diese Tests vorbereiten müssten. Ich denke, die Studienbewerber würden
sich sehr gut überlegen, ob sie das Fach wirklich studieren möchten. Und dadurch
würden eventuell auch weniger das Studium abbrechen. Das passiert ja im
Moment gar nicht so selten. Dagegen spricht aber, dass es für die
Studienbewerber schwierig ist, sich auf die Tests bei verschiedenen Hochschulen
vorzubereiten, wenn alle nach eigenen Kriterien urteilen.

Manche sind auch der Ansicht, dass das Niveau der Lehrveranstaltungen
steigen würde, wenn eine Hochschule selbst die besten Bewerber auswählen
könnte. Das mag sein, aber dagegen möchte ich einwenden, dass man sich
während des Studiums weiterentwickeln und verbessern kann. Das ist auch bei mir
persönlich der Fall. Eventuell hätte ich aber vor zwei Jahren keinen Studienplatz
bekommen und das wäre schade für mich. Ein sehr großer Nachteil ist meiner
Meinung nach folgender: Die Tests und Kriterien müssen für jeden Studiengang
sorgfältig erarbeitet werden. Und da stellt sich die Frage, wer das machen kann,
denn schon jetzt ist das Personal überlastet. Und es entstehen hohe Kosten. Das
Geld fehlt dann für Dozenten, Lehrveranstaltungen und Renovierungen. Auf der
einen Seite kann man mit Tests sehr viele Personen testen, auf der anderen Seite
müssen sie ausgewertet werden. Und durch die Einzelgespräche hätten die
Dozenten noch weniger Zeit für uns Studierende. Also, wenn man die positiven
und die negativen Argumente vergleicht, überwiegen für mich die Nachteile
des Plans. Und aus diesem Grund bin ich im Moment gegen dieses Vorhaben.

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