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Jägerprüfungsfragen & Antworten

Sachgebiet 1

1. Welche der nachstehenden Wildarten haben eine Gallenblase? Unterstreichen


Sie diese!
Rotwild Schwarzwild Hase Rehwild
Antwort: Zu unterstreichen sind Schwarzwild und Hase.
2. Bei welchen der nachstehenden Wildarten tritt eine Eiruhe (Keimruhe) bei den
in der Tracht befindlichen Föten (der befruchten Eizellen) ein? Unterstreichen
Sie diese!
Schwarzwild Rehwild Dachs Fuchs Baummarder Rotwild
Antwort: Rehwild, Dachs und Baummarder sind zu unterstreichen.
3. Handelt es sich dabei dem aus Osteuropa eingewanderte Marderhund um einen
Pflanzen-, Fleisch- oder Allesfresser?
Antwort: Allesfresser (ca. 80% pflanzliche Nahrung)
4. Wann beginnt beim Schwarzwild der Zahnwechsel?
Antwort: Im Alter von 10 bis 12 Monaten.

5. Worin unterscheidet sich die Zeichnung auf den Schulter- und großen Schwin-
gen-Deckfedern (Armdeckfedern) der Rebhenne von der des Rebhahns?
Antwort: Neben dem hellen Schaftstrich bei beiden Geschlechtern zeichnen sich die
Federn der Henne durch zusätzliche, ebenso helle Querbänder aus.
6. Nennen Sie 2 Niederwildarten, für die Tier- und Pflanzenvorkommen (Flora und
Fauna) auf Ackerrandstreifen besonders wichtig sind!
Antwort: Rebhuhn, Fasan (Hase nur hinsichtlich Flora)
7. Welche Krankheiten können durch Zeckenbiss übertragen werden?
Nennen Sie zwei Möglichkeiten!
Antwort: Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis - FSME), Borreli-
ose
8. Woran erkennen Sie, ob in einer neu gepflanzten Eichenkultur aufgetretener
Verbissschaden von Rehwild oder Hasen verursacht wurde?
Antwort: Bei Rehwildverbiss ist die Abbissstelle ausgefranst, nicht glatt und schräg
wie beim Abbiss durch Hasen)

9. Nennen Sie zwei nachteilige Folgen, welche durch das Schälen des Rotwildes an
Waldbäumen entstehen können.
Antwort: Wundfäule (Faulwerden, Rotfäule,), Zuwachsminderung, Ertragsminde-
rung (Qualitätsverlust), Missbildung von Stammteilen, (erhöhte) Bruchgefahr, erhöhte
Empfindlichkeit für Insektenbefall
10. Wie wird die Schweinepest übertragen?
Antwort: Schweinepest wird durch den direkten Kontakt zwischen den Tieren über-
tragen oder durch indirekte Übertragung (z.B. Speise - und Schlachtabfälle, Kleidung,
Gegenstände usw.).
11. Stellen Sie den “normalen” Entwicklungskreislauf des Fuchsbandwurms (Echi-
nococcus multilokularis) dar!
Antwort: Der Fuchs scheidet Bandwurmeier aus; die Eier werden von einem Zwi-
schenwirt (z.B. der Maus) aufgenommen und es bilden sich Finnen. Der Zwischenwirt
wird vom Fuchs gefressen und es entwickeln sich neue Bandwürmer.

Jägerprüfung Herbst 2002 Sachgebiet 1


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12. Nennen Sie zwei in Höhlen brütende heimische Eulen!


Antwort: Waldkauz, Steinkauz, Raufußkauz, Sperlingskauz.
13. Nennen Sie die heimische Schalenwildart mit der kürzesten Tragzeit!
Antwort: Schwarzwild (ca. 4 Monate).
14. Nennen Sie den Unterschied der Trittsiegel von Waschbär und Marderhund!
Antwort: Waschbär: Sohlengänger - fünf lange, fast fingerartig ausgeprägte Zehen.
Marderhund: Fast rundes Trittsiegel und nur vier Zehen.
15. Nennen Sie vier äußere Merkmale an denen Sie ein Kaninchen von einem Jung-
hasen unterscheiden können!
Antwort: Kanin: kürzere Löffel, keine schwarze Löffelspitzen, Gesamtfärbung grau,
Hinterläufe deutlich kürzer, reinweiße Blume, die in der Flucht hoch getragen wird.
16. Nennen Sie zwei Gattungen von Säugetieren, die dem besonderen Schutz des
Naturschutzrechtes unterliegen und oft in Baumhöhlen bzw. Nistkästen anzu-
treffen sind!
Antwort: Bilche (Siebenschläfer, Baumschläfer, Gartenschläfer) und Fledermäuse
(ca. 20 Arten).
17. Nennen Sie sechs für den Zwischenfruchtanbau geeignete Pflanzenarten!
Antwort: Alle Rapsarten, Ackerbohnen, Rübsen, Ackersenf, Wicken, Erbsen, Phace-
lia u.a.
18. Nennen Sie sechs bei uns angebaute Sommer- und Wintergetreidearten!
Antwort: Sommergerste, Sommerweizen, Sommerroggen, Mais, Hafer, Wintergers-
te, Winterweizen, Winterroggen, Dinkel.
19. Nennen Sie vier wichtige Nährstoffe für die Pflanzenernährung!
Antwort: Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Stickstoff (Nitrat, Ammonium).
20. In der Auswahl der Äsungspflanzen unterscheidet sich Rehwild von anderen
Wiederkäuern. Wie bezeichnet man Rehwild im Hinblick auf seine Nahrungs-
auswahl?
Antwort: Konzentratselektierer.
21. Beschreiben Sie Anzeichen von Schweinepest am lebenden Stück. Nennen Sie
zwei solcher Anzeichen.
Antwort: Durst, Schwäche, taumelnder Gang, blaue Teller (Fieber), Abmagerung.
22. Nennen Sie den Zwischenwirt des großen Leberegels, der als Endoparasit bei
Schalenwild und Hasen vorkommt!
Antwort: Die Zwergschlammschnecke.
23. Unterstreichen Sie von den folgenden Baumarten die Lichtbaumarten!

Buche Eiche Tanne Birke Lärche


Antwort: Eiche, Birke und Lärche sind zu unterstreichen.
24. Man unterscheidet bei den Greifvögeln nach “Griff-Töter” und “Biss-Töter”.
Nennen Sie zwei in Deutschland heimische Greifvögel, die ihre Beute durch Griff
töten!
Antwort: Steinadler, Habicht
25. Welches Wild hat “Latschen”?
Antwort: Gänse und Enten.

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Jägerprüfungsfragen & Antworten


Sachgebiet 2

Fragen:
1. Was muss mit Totfanggeräten vor Beginn der Fangsaison geschehen, wenn diese
zum Einsatz kommen sollen?
Antwort: Überprüfung, insbesondere der Klemmkräfte (durch Beauftragte der Hege-
gemeinschaft mit geeigneten Prüfgeräten)
2. Rehböcke markieren ihr Einstandsgebiet. Nennen Sie zwei sichtbare Markie-
rungsarten!
Antwort: Fegen und Plätzen.
3. Erklären Sie den in der Weidmannssprache gebräuchlichen Begriff “Krähenfü-
ße”!
Antwort: Sicht- und Schussschneisen in Waldbeständen (mehrere Schneisen, die von
einer Kanzel oder Ansitzleiter eingesehen werden können)
4. Nennen Sie zwei einheimische Greifvögel, mit denen in Hessen die Beizjagd aus-
geübt werden darf!
Antwort: Habicht, Wanderfalke, Adler
5. Mit welchen der nachstehenden Fanggeräte dürfen Sie Waschbären fangen?
Bitte unterstreichen Sie diese!

Ei-Abzugseisen, Kastenfalle Röhrenfalle Tellereisen Conibear-


Falle
Antwort: Kastenfalle und Röhrenfalle sind zu unterstreichen.
6. Was ist gemeint, wenn in der Jägersprache in Bezug auf Rehwild von “Hexen-
ringen” die Rede ist?
Antwort: Wenn während der Blattzeit der Rehbock die Ricke treibt und kreisförmige
Fährtenbilder auf dem Boden oder in der Vegetation entstehen.
7. Wie muss das Futter an einer Kirrung für Schwarzwild ausgebracht werden?
Antwort: So, das anderes Schalenwild das Futter nicht aufnehmen kann.
8. Wie bestimmen Sie das Alter am erlegten Muffelwidder?
Antwort: Durch Zählen der Jahresabschnitte (Jahresringe) an den Schnecken.
9. Ab welchem Tag im Jahr wird ein Schmalreh als Ricke bezeichnet?
Antwort: Ab dem 1. April.(kurz vor Vollendung seines zweiten Lebensjahres)
10. Nennen Sie zwei der unmittelbar nach dem Erlegen von Federwild erforderli-
chen Maßnahmen!
Antwort: Ausweiden, auf gesundheitlich bedenkliche Merkmale achten (und ggf. zur
Geflügelfleischuntersuchung anmelden) Herabkühlen auf eine Innentemperatur von
+ 4 o C.
11. Nennen Sie zwei Locklaute, die bei der Lockjagd auf den Fuchs Erfolg verspre-
chend angewendet werden können!
Antwort: Hasen- oder Kaninchenklage, Mäuseln (Mauspfiff), Vogel-Angstschrei
12. Warum muss man nach dem Aufbrechen die inneren Körperhöhlen des Wildes
gut abtrocknen lassen?
Antwort: Damit das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen nicht begünstigt
wird.

Jägerprüfung Herbst 2002 Sachgebiet 2


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13. Was verstehen Sie unter dem Begriff “Stangensulze”?


Antwort: Eine Salzlecke
14. Was haben Durchgeh- oder Treiberschützen während einer Drückjagd zu be-
achten?
Antwort: Sie dürfen ihre Waffe nur ungeladen mitführen.
15. Was bezeichnet der Jäger als “Proßholz”?
Antwort: Proßholz sind Verbissgehölze wie z.B. Weide, Eberesche, Haselnuss, Hart-
riegel, Liguster, Schwarzer Holunder, Obstarten (Reisig vom Obstbaumschnitt) und
Hagebutte.

16. Welche Teile des Wildbrets werden vom Schwarzwild als Proben für die Trichi-
nenuntersuchung benötigt?
Antwort: Ein Teil vom Zwerchfellpfeiler und Muskelfleisch vom Vorderlauf.
17. Welcher Unterschied besteht am Anschuss zwischen Lungen- und Leberschweiß
in Aussehen und Beschaffenheit?
Antwort: Lungenschweiß ist hellrot, schaumig bis blasig, Leberschweiß hingegen
dunkel und griesig.
18. Welches Wild hat kein Zwerchfell?
Antwort: Alles Federwild.
19. Welche Pirschzeichen können Sie am Anschuss von Schalenwild finden? Nennen
Sie mindestens vier.
Antwort: Schweiß, Schnitthaar, Eingriffe, Wildbret- und Organteile, Deckenteile,
Knochensplitter, Panseninhalt.
20. Ab welchem Zeitpunkt beginnt für den verantwortungsvollen Jäger bei der
Jagdausübung bereits die Beachtung der Wildbrethygiene?
Antwort: Beim Ansprechen des Wildes vor dem Schuss.
21. Was verstehen Sie unter “Wildrettern”?
Antwort: Wildretter sind Zusatzgeräte für Mähmaschinen, die das Ausmähen von
Jungwild verhindern sollen.
22. Welche Wildarten neigen nach dem Erlegen ganz besonders zum Verhitzen?
Antwort: Schwarz- und Federwild.
23. Wozu dient in Hessen die “Kirrung”?
Antwort: Zum Anlocken von Schwarzwild um es zu erlegen.
24. Dürfen Sie in Ihrem Jagdbezirk mit befreundeten Jägern ein Übungsschießen
veranstalten?
Antwort: Nein (nur auf behördlich zugelassenen Schießständen zulässig!)
25. Was verstehen Sie unter dem in der Jägersprache gebräuchlichen Begriff “Drei-
läufer”?
Antwort: Es handelt sich um einen zu drei Viertel ausgewachsenen Hasen (3 bis 4
Monate alt.).

Jägerprüfung Herbst 2002 Sachgebiet 2


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Jägerprüfungsfragen & Antworten


Sachgebiet 3

Fragen:
1. Sie führen eine Flinte und haben neben Schrotpatronen auch Flintenlaufgeschos-
se zur Jagdausübung mitgenommen. Was müssen Sie dabei unbedingt beach-
ten?
Antwort: Schrotpatronen und Flintenlaufgeschosse sind voneinander getrennt mitzu-
führen.
2. Sie haben Ihren Drilling auf “Kugel” umgestellt und betätigen den hinteren Ab-
zug. Aus welchem Lauf löst sich der Schuss?
Antwort: Aus dem linken Schrotlauf.
3. Was ist im Zusammenhang mit der Schweißarbeit unter dem Begriff “Aufdo-
cken” zu verstehen?
Antwort: Das Aufwickeln des Schweißriemens in einer bestimmten Form.
4. Gegen welche Krankheiten soll ein Jagdhund geimpft werden? Nennen Sie vier!
Antwort: Parvovirose (Katzenseuche), Staupe, Tollwut, Hepatitis, Leptospirose,
Zwingerhusten
5. Nennen Sie vier Hautparasiten (Ektoparasiten) die Ihren Jagdhund befallen und
u. U. Erkrankungen verursachen können!
Antwort: Flöhe, Läuse, Zecken, Haarlinge, Milben
6. Welche Körpertemperatur hat ein gesunder Hund?
Antwort: 37,5 bis 38,5 °C
7. Ihr Hund fällt durch häufiges Kopfschütteln auf. Was kann dafür die Ursache
sein?
Antwort: Erkrankung an “Ohrenzwang”.
8. Wie viele Patronen darf das Magazin einer Selbstladebüchse fassen?
Antwort: Zwei Patronen.
9. Wie hoch muss die Auftreffenergie eines Büchsengeschosses mindestens sein, um
damit Rehwild erlegen zu dürfen?
Antwort: 1.000 Joule.
10. In einer Verkaufsanzeige werden “2,3 RT-Welpen” angeboten. Was ist damit
gemeint?
Antwort: Es werden 2 männliche und 3 weibliche Rauhaarteckel-Welpen angeboten.
11. Was ist ein “Fangbunker”?
Antwort: Eine gegen den Zugriff Unbefugter abgesicherte Vorrichtung, in der sie ein
Fanggerät befindet.
12. Was verstehen Sie unter dem Begriff “Nachbrenner”?
Antwort: Eine nach dem Abschlagen zeitlich verzögerte Schussentwicklung.
13. Bei welcher Prüfung werden Vorstehhunde auch auf der Schweißfährte ge-
prüft?
Antwort: Bei der Verbandsgebrauchsprüfung.
14. Wodurch unterscheidet sich ein “Sicherheitsdrilling” von anderen (normalen)
Drillingen?
Antwort: Sicherheitsdrillinge haben separate Kugelspannung.

Jägerprüfung Herbst 2002 Sachgebiet 2


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15. Welches sind die gebräuchlichsten Verschlüsse bei Kipplaufwaffen? Nennen


Sie zwei!
Antwort: Greener-Verschluss, Kersten-Verschluss, Purdey-Verschluss, Laufhaken-
verriegelung.
16. Was ist ein Seitenschloss?
Antwort: Eine Schlosskonstruktion, bei der die Schlossteile auf der Seitenplatte mon-
tiert sind.
17. Was sichert die Flügelsicherung bei einer Repetierbüchse System 98?
Antwort: Den Schlagbolzen.
18. Nennen Sie zwei Abzugsvorrichtungen von Langwaffen.
Antwort: Flinten-, Druckpunkt- und Stecherabzug.
19. Was versteht man unter dem Begriff “Absehen”?
Antwort: Die Zieleinrichtung im Zielfernrohr.
20. Was ist ein Blender?
Antwort: Ein Vorstehhund der vorsteht, ohne dass Wild vor ihm ist.
21. Was versteht man unter “Frettieren”?
Antwort: Baujagd mit Frettchen.
22. Was haben Jäger aus waffen- und sicherheitstechnischen Gründen vor dem
Schuss auf Schalenwild grundsätzlich zu beachten? Nennen Sie zwei Grund-
sätze!
Antwort:
23. Liegt die Entfernung zum Stück im Bereich, in dem die Waffe nach dem Ein-
schießen, nach der verwendeten Munition und nach den Angaben auf der
Schießtafel gute Trefferergebnisse erwarten lässt?
24. Befinden sich Hindernisse in der Flugbahn des Geschosses?
25. Ist ein Kugelfang vorhanden?
26. Erklären Sie den Begriff “Spurlaut”!
Antwort: Wenn ein Jagdhund die verfolgte (frische) Fährte verbellt ohne Sichtkontakt
zum Wild zu haben.
27. Ein Jäger muss während einer Treibjagd einen Zaun überwinden. Was hat er
dabei unbedingt zu beachten?
Antwort: Er hat seine Schusswaffe zu entladen.
28. Weshalb soll ein Büchsengeschoss für den Jagdgebrauch beim Wild einen
Ausschuss geben?
Antwort: Durch den Ausschuss soll ein möglichst starker Schweißaustritt erreicht
werden, um die Arbeit des Hundes bei der Nachsuche zu erleichtern (und um ein ra-
sches Verenden des kranken Stückes zu erreichen).

Jägerprüfung Herbst 2002 Sachgebiet 2


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Jägerprüfungsfragen & Antworten


Sachgebiet 4

Fragen:

1. Ein Jagdgast hat die Erlaubnis, einen Rehbock zu strecken. Er erlegt jedoch
einen starken Keiler. Wie kann der Jagdausübungsberechtigte gegen den Jagd-
gast rechtlich vorgehen?
Antwort: Der Jagdgast hat sich der Wilderei schuldig gemacht (fremdes Jagdrecht
verletzt, Tat wird nur auf Antrag des Jagdausübungsberechtigten verfolgt, §§ 292Abs.
1 und 294 StGB),
2. Sie wollen einen von Ihnen erlegten Frischling selbst verwerten, das Wildbret
soll ausnahmslos nach Erhitzen (Braten, Kochen) verzehrt werden. Da Trichinel-
len durch Erhitzen abgetötet werden soll die Anmeldung zur Trichinenuntersu-
chung unterbleiben. Ist das rechtlich zulässig?
Antwort: Nein, Trichinenuntersuchung muss durchgeführt werden § 4 Abs. 2
FlHygVO)!
3. Wann ist nach dem Gesetz erlegtes Haarwild aufzubrechen?
Antwort: Unverzüglich (Kapitel VI Ziff. 11 Fleischhygieneverordnung, § 22 Hess.
Lebensmittelverordnung)
4. Ein Jäger hat eine wildernde Katze krank geschossen und verfolgt sie bis in eine
Entfernung von 150 Meter zur nächsten Ansiedlung. Darf er dort den Fang-
schuss anbringen?
Antwort: Ja (§ 4 Abs. 1 Satz 2 Tierschutzgesetz)
5. Bei einer nächtlichen Fahrt durch das Revier beschießt ein Jagdausübungsbe-
rechtigter aus dem Auto heraus einen Wild hetzenden Mischlingshund. Darf er
das?
Antwort: Ja. (nur Wild darf nach § 19 Abs. 1 Ziff. 11 BJG nicht aus Kraftfahrzeugen
erlegt werden, § 32 Abs. 1 Ziff. 2 Satz 1 HJagdG).
6. Ein Jagdausübungsberechtigter findet in seinem Jagdbezirk einen verendeten
Eisvogel. Darf er diesen mitnehmen und präparieren lassen?
Antwort: Nein (§ 42 BNatSchGNeuregG)
7. Ein Jäger erbt nach dem Testament seines Onkels dessen Drilling. Was muss er
im Interesse des legalen Waffenbesitzes veranlassen?
Antwort: Er muss den Drilling binnen 1 Monat in seine Waffenbesitzkarte eintragen
lassen oder eine neue Waffenbesitzkarte beantragen.
8. Wegen eines Drogendeliktes (rauschmittelsüchtig) wird ein Jäger strafrechtlich
verurteilt. Welche Folgen hat das für ihn nach jagdrechtlichen Vorschriften?
Antwort: Der Jäger besitzt die für die Erteilung eines Jagdscheines erforderliche Zu-
verlässigkeit nicht mehr; sein Jagdschein ist von der unteren Jagdbehörde einzuzie-
hen. (§ 17 Abs. 1 Ziff. 2, Abs. 4 Ziff. 4 und § 18 BJG)
9. In einem Jagdbezirk befinden sich jeweils mit Zäunen umgebene Pferdekoppeln,
Ökogärten im Außenbereich und ein Bauerngarten, der an das Wohngebäude
des Aussiedlerhofes unmittelbar angrenzt. Wo ruht die Jagd?
Antwort: Im Bauerngarten am Aussiedlerhof (§ 5 Abs. 1 Ziff. 2 HJagdG)

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Sachgebiet 4
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10. Ein Jagdausübungsberechtigter wird in seinem Jagdbezirk von Polizeibeamten


kontrolliert. Er kann seinen legalen Waffenbesitz durch Vorzeigen der Waffen-
besitzkarte nachweisen; seinen Jagdschein führt er aber nicht mit sich. Mit wel-
chen Folgen muss er rechnen?
Antwort: Es liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die von der unteren Jagdbehörde mit
einer Geldbuße geahndet werden kann (§ 39 Abs. 2 Ziff. 1 BJG)
11. Als hessischer Jäger sind Sie als Jagdgast nach Niedersachsen eingeladen wor-
den. Können Sie davon ausgehen, dass in Niedersachsen die gleichen Jagdzeiten
für Wild gelten wie in Hessen?
Antwort: Nein (§ 22 Abs. 1 BJG)
12. Sie sitzen in einer klaren Vollmondnacht auf Sauen an. Gegen 23:oo Uhr kommt
Ihnen eine Ricke mit einem Rehkitz. Dürfen Sie das Rehkitz, das Sie im hellen
Mondlicht durch Ihr Nachtglas zweifelsfrei als solches angesprochen haben, er-
legen?
Antwort: Nein (Nachtjagdverbot, § 19 Abs. 1 Ziff. 4.)
13. Sie sind einverstanden, dass Ihr Bekannter Anfang April in Ihrem Jagdbezirk
Abwurfstangen sammeln möchte. Was haben Sie zu veranlassen?
Antwort: Dem Bekannten ist eine schriftliche Erlaubnis zu erteilen, dass er im Jagd-
bezirk Abwurfstangen sammeln darf (§ 15 Abs. 1 Satz 2 BJG)
14. Sie haben in einer Entfernung von über 500 Meter von der nächsten Ansiedlung
in Ihrer Kastenfalle eine Katze gefangen. Dürfen Sie diese Katze töten?
Antwort: Nein (ist als Fundtier zu behandeln / § 32 Abs. 1 Ziff 2 letzter Satz HJagdG)
15. In einer öffentlichen Parkanlage lassen Sie Ihren Jagdhund frei laufen. Womit
muss der Hund ausgestattet sein?
Antwort: Er muss ein Halsband tragen, auf dem Name, Anschrift und Telefonnum-
mer seines Halters vermerkt sind (§ 1 Hundeverordnung).
16. In welcher Zeit darf in Hessen wiederkäuendes Schalenwild gefüttert werden?
Antwort: In der Zeit vom 1. Januar bis 30. April ( § 30 Abs. 1 HJagdG)
17. Sie finden in Ihrem Jagdbezirk, nahe einem Bachlauf, einen aus unbekannter
Ursache verendeten Frischling. Was müssen Sie zurzeit unbedingt veranlassen?
Antwort: Der Tierkörper muss unverzüglich der Veterinärbehörde zur Untersuchung
der Todesursache (Schweinepest ! ) zur Verfügung gestellt werden.
18. Ein in Hessen liegender Eigenjagdbezirk von 200 ha Größe soll verpachtet
werden. Wie viele Personen dürfen höchstens Pächter sein?
Antwort: 3 Personen (bis 150 ha 2 Personen, für je angefangene 75 ha eine weitere
Person).
19. Der Pächter eines Jagdbezirkes will Jagderlaubnisse gegen Entgelt erteilen.
Welche gesetzlichen Anforderungen sind dabei zu beachten? Nenne Sie vier!
Antwort:
20. Schriftform,
21. Genehmigung durch die Jagdbehörde,
22. die Erlaubnisinhaber müssen jagdpachtfähig sein (§ 12 Abs. 1 und 2 HJagdG
und § 11 Abs. 5 Satz 1 BJG)
23. die für das Revier zulässige Anzahl darf nicht überschritten werden
24. der Betreffende darf durch den Erlaubnisschein seine Höchstpachtfläche (1000
ha) nicht überschreiten

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25. Nennen Sie die in Hessen geltenden Jagdzeiten für:


Ringeltauben Antwort: 01. November bis 20. Februar
Muffelwidder 01. August. bis 31.Januar
Überläufer ganzjährig (aber Elterntiere nicht!)
Rebhühner 16. September bis 31. Oktober (in
Gebieten mit ausreichenden Be-
sätzen)
26. Wildschaden muss nur ersetzt werden, wenn ihn bestimmte Wildarten verur-
sacht haben. Welche Wildarten sind das?
Antwort: Alles Schalenwild, Wildkaninchen und Fasanen

27. Wer ist kraft Gesetzes Mitglied einer Jagdgenossenschaft?


Antwort: Die Eigentümer von Grundflächen eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks
auf denen die Jagd ausgeübt werden darf (§ 9 Abs. 1 BJG)
.
28. Darf ein Landwirt, der an einem anerkannten Ausbildungslehrgang über die
Fangjagd teilgenommen hat, in seiner Feldscheune einen Marder fangen
Antwort: Nein (kein befriedeter Bezirk)
29. Bis zu welchem Alter dürfen nach dem Hessischen Jagdgesetz Rothirsche im
rotwildfreien Gebiet erlegt werden?
Antwort: Bis zum Alter von 4 Jahren.
30. Welche drei Dokumente nach jagd- und waffenrechtlichen Vorschriften müssen
Sie als Jagdgast in einem fremden Jagdbezirk mit sich führen, wenn Sie dort
die Jagd ohne Begleitung von Berechtigten ausüben?
Antwort: Den (gültigen) Jagdschein, die Waffenbesitzkarte und die schriftliche Jagd-
erlaubnis des (oder der) Jagdausübungsberechtigten.

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