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Uhr

Die Uhr ist ein Messgerät, das den aktuellen Zeitpunkt anzeigen kann oder eine Zeitspanne misst. In ihrer mehrere Jahrtausende
umfassenden Entwicklungsgeschichte von der einfachen Elementaruhr bis zur hochpräzisen Atomuhr stand und steht sie in
vielschichtiger Wechselwirkung zur kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit.

Die Uhr repräsentiert einen grundlegenden Parameter des menschlichen Zusammenlebens – die Zeit. In der Symbolik und der
Kunst steht sie für den immerwährenden Fluss der Zeit; als Vanitas-Motiv für Vergänglichkeit und die eigene Sterblichkeit. Sie
erscheint in Darstellungen aber auch als Hinweis auf Reichtum oder als Attribut der Mäßigung.

Heute ist die Uhr zum unverzichtbaren Begleiter in den unterschiedlichsten Bereichen des Alltags geworden. Die Armbanduhr
begleitet ihren Träger als ständig verfügbare Zeitanzeige. Die elektronische Uhr findet sich in vielen Alltagsgegenständen, vom
Haushaltsgerät über den Fernseher und Funkwecker bis zum Computer und zum Mobiltelefon.

Für Wissenschaft und Raumfahrt wurden hochpräzise Zeitsysteme (Weltzeit, Atomzeit) etabliert, die durch Zeitzeichensender und
Satellitenfunk überall zur Verfügung stehen. In der Astronomie werden Zeiten bis in die Millionstelsekunde gemessen, während
die Atomuhren der GPS-Satelliten heute besser als Nanosekunden arbeiten und die Laufzeitmessung elektromagnetischer Wellen
sogar Genauigkeiten von 10−14 erreicht.

Zwar haben Elementar- und Räderuhren ihre zentrale Bedeutung zur Zeitmessung verloren, erfreuen sich aber immer noch großer
Beliebtheit bei Enthusiasten und Sammlern von antiken Stücken.

Inhaltsverzeichnis
Etymologie
Geschichte und Entwicklung
Altertum
Mittelalter
Neuzeit
Moderne
Meilensteine und wichtige Entdeckungen
Baugruppen einer Räderuhr
Energiespeicher
Räderwerk (Übersetzung)
Gangregler
Zeitanzeige
Automat, Musikspielwerk und Glockenspiel
Grundlegende Funktionsprinzipien
Natürliche Zeitgeber
Weitere Begriffe
Literatur
Weblinks Frühe Eisenuhr
Einzelnachweise
Etymologie
Das Wort „Uhr“ stammt von mittelhochdeutsch ūr(e)/or(glocke) („Stunde“, „Uhr“), dieses von mittelniederdeutsch ūr(e), welches
wie englisch hour aus altfranzösisch (h)ore entlehnt ist. Zugrunde liegt spätlateinisch/italienisch ora, von lateinisch hōra, von
altgriechisch ὥρα/hóra („Zeit“, „Stunde“[1] von urindogermanisch *yōr-ā (verwandt mit Jahr).

Im Englischen wird unterschieden zwischen Watch (vor allem Armbanduhr und Taschenuhr) und der größeren Clock (zum
Beispiel als Tischuhr, Wanduhr oder Standuhr sowie Großuhr an Türmen oder Häusern).

Geschichte und Entwicklung

Altertum
→ Hauptartikel: Geschichte der Zeitmessgeräte
Schon im Altertum teilte der Mensch seinen Tagesablauf durch Beobachtung der
Himmelsgestirne Sonne und Mond ein. Auf- und Untergang der Sonne sowie ihr
höchster Stand am Mittag waren den Menschen markante Zeitpunkte, am
wandernden Schatten konnte durch einfache Markierungen die Zeit eingeteilt
werden.[3] Im Alten Ägypten wurde hieraus die Schattenuhr entwickelt. Die
Tage wurden in eine bestimmte Anzahl von saisonalen Stunden unterteilt, deren
Länge sich allerdings stetig im Verlauf der Jahreszeiten änderte. Spätestens seit Antike Sonnenuhr (Skáphe)[2]
dem Mittleren Reich waren Diagonalsternuhren in Gebrauch, deren
Stundeneinteilung auf Bewegungen von Sternbildern beruhte und nach dem
äqualen Stundenprinzip ausgerichtet war. Sargtexten der jeweiligen Epoche ist
zu entnehmen, dass die Diagonalsternuhren gemäß ägyptischer Mythologie den
Verstorbenen bei ihrem Himmelsaufstieg behilflich sein sollten.

Seit dem 16. Jahrhundert v. Chr. ist die Verwendung der Wasseruhr im Alten
Ägypten bekannt. Der Beamte Amenemhet erfand in der Regierungszeit des
Amenophis I. eine Wasseruhr mit einer verbesserten Zeitmessung. Wasseruhren
bestanden aus einem Gefäß, in das Wasser entweder ein- oder auslief. Am
Wasserstand konnte man die Zeit unabhängig vom Tageslicht und in
gleichmäßigen Zeiteinheiten ablesen. Wasseruhren erlaubten so die Verwendung
der gleichmäßigen, äqualen Stunden, die in abgewandelter Form in Babylonien
beispielsweise als Danna Anwendung fanden. Später verwendete man an den
Wasseruhren auch mit Räderwerken verbundene Schwimmer, die eine
Zeitanzeige auf Zifferblättern ermöglichten. In Griechenland wurden diese
Uhren zur Begrenzung der Redezeit vor Gericht eingesetzt. Die Redewendung
„Die Zeit ist abgelaufen“ lässt sich darauf zurückführen. Wasseruhr mit Schwimmer,
Gegengewicht und Zifferblatt zur
Die Technik der Sonnenuhren und der Wasseruhren wurde von den Römern Zeitanzeige
übernommen und im Imperium Romanum verbreitet. In Trier, dem römischen
Augusta Treverorum, wurden 1913 die Grundmauern eines Turmes entdeckt, der
dem Turm der Winde, einer kombinierten Sonnen- und Wasseruhr in Athen, fast identisch gewesen sein dürfte.[4] Es ist davon
auszugehen, dass diese Techniken spätestens zur Zeit der Germanischen Provinzen Roms in unseren Breiten bekannt waren, auch
wenn das Wissen mit dem Niedergang des Römischen Reiches für Jahrhunderte verloren ging.
Es folgte eine Blütezeit der Wissenschaften in islamischen Ländern. Araber und Mauren forschten auf verschiedenen Gebieten
und erbrachten große Leistungen in der Mathematik, der Zeitmessung und der Astronomie. Prachtvolle Wasseruhren, die mit
komplizierten Figurenautomaten ausgerüstet waren, sind aus dem arabischen Raum bekannt. Ein beeindruckendes Beispiel ist die
Elefantenuhr des al-Dschazarī, eine andere die Wasseruhr mit Automaten, die Karl der Große im Jahr 807 vom Kalifen Hārūn ar-
Raschīd geschenkt bekam. Neben den Wasseruhren wurde auch das Astrolabium, ein ursprünglich griechisches Messinstrument
zur Bestimmung von Sternenstandpunkten und Uhrzeit, weiter entwickelt. Die Astrolabien fanden ihren Weg zurück nach Europa
und langsam entstanden vor allem in Klöstern die wissenschaftlichen Grundlagen für eine eigenständige Fertigung. An vielen
mittelalterlichen Monumentaluhren sind solche Astrolabien zu finden.

Mittelalter
Neben den Sonnen- und Wasseruhren etablierte sich ab 900 n. Chr. in Europa
auch die Kerzenuhr. Kerzen mit definierten Formen und Größen brannten in
einer bestimmten Zeitdauer ab, und anhand von Markierungen konnte man die
abgelaufene Zeit ablesen. Diese Uhren konnten nicht nur unabhängig vom
Tageslicht genutzt werden, sondern waren auch einfach im Umgang und leicht
verfügbar. Neben den Kerzen wurden auch Öllampen, langsam abbrennende
Zündschnüre und in China auch Feueruhren, zum Teil mit im Verlauf der Zeit
wechselnden Düften, verwendet.

Das mittelalterliche Leben wurde durch eine Vielzahl von Glockenzeichen der
Kirch- und Stadttürme geregelt. Nicht nur die Gebetszeiten der Klöster, sondern
z. B. auch Öffnungszeiten von Stadttoren, Gerichts- und Marktzeiten und andere
wichtige Zeiten des Tages und der Nacht wurden von den Türmern eingeläutet.
Hierzu war eine zuverlässige Anzeige der Zeit erforderlich; eine Notwendigkeit,
Nachbildung einer Türmeruhr
der die Sonnen- und Wasseruhren nicht genügten.

Als epochale Erfindung muss die Hemmung angesehen werden, die erst die
Entwicklung der Räderuhr ermöglichte. Bereits seit vorchristlicher Zeit wurden
Getriebe verwendet[5] und von den arabischen Wasseruhren waren komplizierte
Automaten bekannt, aber erst die Hemmung machte aus dem frei ablaufenden
Getriebe eine Uhr. Ab wann die mechanische Uhr verwendet wurde, ist nicht
überliefert.[6]

Die Räderuhr fand bei Türmern schnell Verwendung zur Anzeige der rechten
Zeit für das Anschlagen der Glocken. Zunächst hing die Türmeruhr mit
Weckwerk und Stundenschlag in der Stube des Türmers, später wanderte sie als
große, schmiedeeiserne Turmuhr in die Rathäuser, Kirch- und Uhrentürme, um
der Allgemeinheit die Zeit anzuzeigen. Der Gangregler früher Räderuhren war
Astronomische Uhr am Rathaus
das Foliot, eine einfache, aber robuste Einrichtung, die Ganggenauigkeiten von
Heilbronn
etwa 10 Minuten pro Tag zuließ. Diese Uhren wurden mit Hilfe von
Sonnenuhren bzw. Mittagsweisern auf die jeweilige Ortszeit eingestellt.

Die erste urkundliche Erwähnung einer Räderuhr datiert auf das Jahr 1335 und bezieht sich auf ein Gerät in der Kapelle des
Palastes der Visconti in Mailand. Mit der Erfindung der Schlaguhr war es 1344 erstmals möglich, äquinoktiale Stunden
mechanisch abzulesen. Im Jahr 1370 wurde in Paris eine erste öffentlich sichtbare Schlaguhr an dem Tour de l'Horloge genannten
Eckturm des Palais de la Cité angebracht. Im 14. Jahrhundert entstanden in Europa in schneller Folge viele öffentliche
Räderuhren, von denen ca. 500 heute noch dokumentiert sind. Darüber hinaus ist eine große Anzahl Uhren zu vermuten, die keine
dokumentierte Erwähnung fanden.
Vor allem die Erkenntnisse aus der Astronomie und der Mathematik nahmen zu
dieser Zeit großen Einfluss auf die Entwicklung der Räderuhr. Einige
monumentale astronomische Uhren mit einer Vielzahl von komplizierten
Anzeigen entstanden in dieser Zeit. Für europäische Monarchen und
wohlhabende Bürger wurden nach gleichem Prinzip kleinere Uhren aus Eisen
gefertigt. Obwohl auch sie über astronomische Anzeigen verfügten, dienten sie
meist repräsentativen Zwecken. Gleichzeitig vollzog sich damit der Wandel von
der öffentlichen zur häuslichen Uhr.

Sanduhren verbreiteten sich in Mitteleuropa gleichzeitig mit den Räderuhren im Anhängeuhr, signiert von Charles
14. Jahrhundert.[7] Zentren für ihre Herstellung waren Nürnberg und Venedig, Bobinet, Paris um 1650
die über geeignete Sandvorkommen verfügten.[8] Sanduhren sind nur für die
Messung von vergleichsweise kurzen Zeitabständen geeignet und waren z. B. in
der Schifffahrt zur Bestimmung der Reisegeschwindigkeit und als Glasenuhr bis in das 19. Jahrhundert in Gebrauch.

Zunächst wurden Räderuhren, abgesehen von einigen Einzelkünstlern, vor allem von Schlossern oder Büchsenmachern
angefertigt und repariert, die bereits im Hochmittelalter in Zünften organisiert waren. Aus ihren Reihen spezialisierten sich
Meister auf das Handwerk des Uhrmachers. Bereits um 1450 sind eigenständige Uhrmacherzünfte, z. B. in Wien, nachweisbar.[9]
Sehr früh nach der Erfindung der eisernen Räderuhr gab es aber auch Versuche, solche Uhren aus Holz zu bauen. Auch
Turmuhren, die teilweise aus Holz gefertigt waren, sind bekannt.[10] Entgegen der üblichen Meinung waren die ersten
Holzräderuhren keineswegs einfache Gebrauchsgegenstände, sondern oft kunstvoll gefertigt und für Fürsten oder hohe Geistliche
bestimmt. Erst ab dem frühen 17. Jahrhundert kam es zu einer schnellen und weiten Verbreitung einfacher Holzräderuhren in
Mitteleuropa, vor allem in der Schweiz, in Frankreich und in Süddeutschland.[11]

Neuzeit
Mit dem Zeitalter der Renaissance kam es zu zwei bedeutenden Entwicklungen,
die den weiteren Weg der Uhr entscheidend beeinflussten.

Zum einen hatten die häuslichen Uhren ein Gehäuse erhalten, um sie vor Staub
und damit vor Abnutzung zu schützen. Die Gestalt der Uhren war fortan dem
jeweiligen Geschmack und der Mode ihrer Zeit unterworfen und nicht selten trat
die Funktion der Zeitmessung hinter den Schmuck der äußeren Form zurück.

Zum anderen wurde es möglich, die Uhren durch neue Erfindungen, andere
Materialien und bessere Werkzeuge immer weiter zu verkleinern. Durch die
Verwendung von Messing für die Zahnräder konnten diese wesentlich kleiner Tischuhr nach Peter Henlein (Replik)
gefertigt werden. Die von Türschlössern bereits bekannte Feder wurde als
Energiespeicher für das Uhrwerk übernommen und machte sie dadurch
unabhängig vom Aufstellort. Die älteste erhaltene Räderuhr mit Federantrieb und Federaufzug stammt von ca. 1430 ('„Die Uhr
Philipps des Guten von Burgund“ im Germanischen Nationalmuseum).[12][13][14] Peter Henlein aus Nürnberg baute um 1504
einen Federantrieb in Verbindung mit einer Unrast als einer der ersten in eine Uhr ein und konnte sie so auf Taschengröße
verkleinern. Die Uhr war damit nicht nur unabhängig vom Aufstellort, sie konnte auch getragen werden und dabei kontinuierlich
die Zeit anzeigen. Beispiele für die Miniaturisierung der Uhr sind eine 1620 gefertigte Uhr mit 5,75 Linien Durchmesser von
Martin Hylius aus Dresden und eine aus dem Jahr 1648 stammende von dem Augsburger Johann Ulrich Schmidt mit nur 4 Linien
Durchmesser.[15] Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die ersten Taschenuhren mit Spindelhemmung hergestellt. Viele
bedeutende Uhrmacher in England, Frankreich und Deutschland produzierten Stücke allerhöchster Qualität und wetteiferten in
ihrer steten Verbesserung. In Amerika verfolgte man einen anderen Weg, dort setzte man ab dem frühen 19. Jahrhundert mit
industrieller Massenproduktion auf die Herstellung besonders preiswerter Taschenuhren.
→ Hauptartikel: Taschenuhr
Die Entwicklung der Uhr teilte sich also in zwei wesentliche Uhrentypen, der ortsfesten Großuhr und der tragbaren Kleinuhr, an
die später grundlegend unterschiedliche Anforderungen gestellt wurden.

Als typische Beispiele für Uhren der Renaissance sind viele Tischuhren erhalten.
Sie zeichnen sich aus durch Werke mit Spindelhemmung und Radunruh,
Federhaus mit Kraftübertragung über Darmsaiten und Schnecken, Räder aus
feuervergoldetem Messing oder Kupfer, Werkplatinen aus Messing und
profilierte Pfeiler. Teilweise haben sie ein Stunden- oder
Viertelstundenschlagwerk auf Glocke und Wecker. Die Gehäuse weisen eine
geometrische Grundform auf, sind aus vergoldetem Messing oder Bronze und in
filigraner Arbeit durchbrochen. Seltene Exemplare haben astronomische
Anzeigen oder phantasievolle, figürliche Automaten.[16]

Noch vor der Einführung des Pendels baute man vereinzelt bereits Uhren mit
Minutenzeiger. Aus dem 16. Jahrhundert sind Stücke von Jost Bürgi bekannt, die
sogar Hilfszifferblätter für Sekundenzeiger hatten, auch wenn die
Ganggenauigkeit der Uhren eine so exakte Zeitmessung erst ab etwa 1700
zuließ.[17]
Jost Bürgi: Mechanischer
An der Schwelle zum Barock gewann die Darstellung von Figuren und die Himmelsglobus, hergestellt 1594 in
gestalterische Vielfalt der Uhrengehäuse immer größere Bedeutung (Beispiel: Kassel, jetzt im Schweizerischen
Carteluhr). Vor allem aus den deutschen Zentren Augsburg und Nürnberg Landesmuseum in Zürich
stammen spätestens ab 1600 viele prachtvolle Entwürfe mit Gehäusen in
Tierformen und aus edlen Metallen wie Silber und Gold. Die mechanische
Präzision der Zeitmessung trat in ihrer Bedeutung hinter die Faszination für die
Maschine mit ihren wunderbaren Funktionen zurück.

Mit der Einführung des Pendels als Gangregler erfolgte eine revolutionäre
Entdeckung, die den Grundstein für die wissenschaftliche Chronometrie und den
Bau von Präzisionsuhren legte. Galileo Galilei, genialer Wissenschaftler und
Vorreiter des Kopernikanischen Weltbildes, beschrieb 1583 die Pendelgesetze
und entdeckte den Isochronismus. Er erdachte einen Mechanismus mit Freier
John Harrisons Chronometer H5
Hemmung und Pendel, den er aber zu Lebzeiten nicht mehr vollenden konnte.
1656 entwickelte der holländische Astronom, Mathematiker und Physiker
Christiaan Huygens unabhängig von Galilei die gleiche Idee und ließ von Salomon Coster die erste Pendeluhr anfertigen. Nur
kurze Zeit später, um 1680, wurde von William Clement die Ankerhemmung für Großuhren entwickelt.[18] Die Räderuhr
gelangte damit zu einer noch nicht gekannten Präzision von durchschnittlich wenigen Sekunden Gangabweichung pro Tag. In der
Folge wurden die Gangregler vieler alter Uhren durch Pendel ersetzt und der Minutenzeiger allgemein eingeführt.

Brennpunkte der Uhrmacherei waren in der folgenden Zeit die Niederlande und England, dort vor allem London. Die Grundzüge
der wesentlichen niederländischen Uhrentypen, Haagse Klok, Stoelklok und die friesischen Uhren lassen sich direkt auf die von
Salomon Coster gebauten Uhren zurückführen. In England entstanden mit der Einführung der Ankerhemmung die ersten
Bodenstanduhren, die sogenannten Grandfather Clocks, die zusammen mit den Bracket Clocks zum Synonym für englische
Großuhren wurden. Die Pendule als mittelgroße, auf eine Tisch oder eine Wandkonsole zu stellende Pendeluhr entwickelte sich in
Frankreich (Blois und Paris) mit verschiedenen Gehäusestilen und regionalen Formen, später dann auch in der Schweiz
(Neuchâtel und Genf). In Deutschland wurde die Bedeutung des Pendels lange verkannt und so verloren die deutschen Zentren
Augsburg und Nürnberg ihre führende Rolle und gerieten ins Hintertreffen.
Zwischen 1720 und 1780 waren in England sogenannte Kutschenuhren, besonders große Taschenuhren mit Schlag- und
vereinzelt auch Spielwerken, als Reiseuhr sehr beliebt. Sie wurden später von der Carriage Clock und der französischen Pendule
d'Officier abgelöst.

Der blühende, aber auch konkurrierende Handel europäischer Mächte mit den Kolonien in Übersee stellte höchste Anforderungen
an die Seeschifffahrt. Für eine sichere Navigation war eine präzise Zeitmessung essentiell wichtig. Die Suche nach einer Lösung
für das Längenproblem, also die Bestimmung der geographischen Länge auf dem offenen Meer, dauerte trotz ausgelobter
Preisgelder in enormer Höhe über 150 Jahre an. Das Problem wurde schließlich 1759 von John Harrison mit dem Bau seiner
Marinechronometer gelöst.

Moderne
In der Folge der Industrialisierung entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts in verschiedenen Zentren die Massenproduktion
von Uhren. In Deutschland war vor allem die Uhrenproduktion im Schwarzwald[19] bedeutend, in Frankreich mag die
Entwicklung der Comtoise-Uhr als Beispiel gelten. In den Vereinigten Staaten wurde vor allem die Taschenuhr aus industrieller
Fertigung populär. Nach anfänglich sehr hochwertiger Produktion, wandelte sich die Taschenuhr dort schnell zum erfolgreichen
Massenartikel. Die so genannte Dollar Watch, ein einfacher Uhrentyp für jedermann, wurde von verschiedenen Herstellern bis ins
20. Jahrhundert viele Millionen Mal verkauft.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten Strasser & Rhode und Sigmund
Riefler in Deutschland Präzisionspendeluhren, die für Lange Jahre die
genauesten Uhren waren und vor allem für Zeitdienstzwecke und astronomische
Beobachtungen eingesetzt wurden.

Fortschritte in der Feinmechanik und später der Elektronik ermöglichten auch


die sehr anspruchsvolle Fertigung von Taschenuhren mit einer Grande
Complication.

Mit dem Aufkommen der flächendeckenden Stromversorgung entstand schnell


der Wunsch, Elektrizität auch für Uhren[20] zu nutzen. Ein erster Schritt hierzu
war das Aufziehen von Uhrwerken durch einen netzgespeisten Elektromotor.
Turmuhren mit schweren Gewichten und Präzisionsuhren, die möglichst
ungestört ablaufen sollten, wurde damit ausgerüstet. Elektrisch aufgezogene
Unruh-Uhren wurden z. B. in Schaltuhren eingesetzt.
Präzisionspendeluhren von Sigmund
Der Gangregler (Pendel oder Unruh) mechanischer Uhren kann auch Riefler
elektromagnetisch angetrieben werden und über eine Klinke das Räderwerk
drehen. Solche Uhren gab es zum Beispiel als Wanduhr mit einer Dauermagnete
tragenden „Unruh“, die mit feststehenden Spulen angetrieben wurde. Viele heute gehandelte elektrische Pendeluhren besitzen
jedoch nur noch ein Scheinpendel, die Uhr selbst wird von einem Quarzwerk angetrieben.

Für die rasante Ausbreitung des überregionalen Eisenbahnverkehrs war es eine Notwendigkeit, Zeitsignale über weite Strecken
zu übermitteln. Hauptuhren in öffentlichen Uhrenanlagen gaben zum Zeitabgleich elektrische Impulse an entfernt stehende
Tochteruhren ab, die von einem einfachen Schrittschaltwerk angetriebenen waren. Dies läutete auch das Ende der regionalen
Ortszeiten ein und führte zu einem gesellschaftlichen Wandel.

→ Hauptartikel: Bahnhofsuhr
Synchronuhren nutzen die Netzfrequenz des Wechselstromnetzes als Zeitnormal. Sie sind preiswert herzustellen und waren als
Großuhren in der Industrie und in öffentlichen Einrichtungen verbreitet.
Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden vereinzelt Miniaturuhren in Schmuckbänder eingebaut und am Arm getragen. Sie
sind als Vorläufer der modernen Armbanduhren zu sehen, die um 1880 erstmals für die deutsche Kriegsmarine in Serie produziert
wurden. Nach der Jahrhundertwende setzten sich die Armbanduhren zunächst als schmucke Damenuhr gegen die weit größeren
Taschenuhren durch. Vor allem in den Grabenkämpfen des Ersten Weltkriegs bewies die Armbanduhr ihre praktischen Vorteile
gegenüber der Taschenuhr und erfuhr erste wesentliche Verbesserungen, wie z. B. Leuchtzeiger und verschraubte Gehäuse gegen
Feuchtigkeit.[21] Aber auch Sportler und Flieger setzten früh auf die Vorteile der Armbanduhr.

Zum endgültigen Durchbruch verhalfen der Armbanduhr die Erfindung der Automatikuhr durch John Harwood (1923) und die
Einführung der wasserdichten Uhr durch Hans Wilsdorf (Rolex Oyster, 1926). Die Entwicklung der Stoßsicherungen war ein
weiterer Schritt zur Alltagstauglichkeit. Um 1930 hatte die Armbanduhr bereits die Verkaufszahlen der Taschenuhren erreicht,
1934 beherrschte sie zwei Drittel des Marktes.[22]

→ Hauptartikel: Armbanduhr
Die erste Quarzuhr wurde 1921 von H. M. Dadourian entwickelt, basierend auf
kurz nach dem Ersten Weltkrieg von Paul Langevin durchgeführten Ultraschall-
Experimenten mit Schwingquarzen. Der Taktgeber einer Quarzuhr ist kein
mechanisches Pendel oder eine Unruh, sondern ein elektronischer
Quarzoszillator, dessen Frequenz mit Hilfe eines Schwingquarzes besonders
genau eingehalten wird.

Zunächst waren solche Uhren nicht als Konsumgut erhältlich, setzten sich aber
Anfang der 1970er Jahre aufgrund der hohen Genauigkeit bei moderatem Preis
und sehr geringem Wartungsaufwand am Markt durch und führten die
traditionelle Uhrenindustrie in die Quarzkrise. Die klassische Räderuhr wurde
von der Quarzuhr in fast allen Lebensbereichen vollständig verdrängt. Seit
einigen Jahren erlebt sie als Armbanduhr ein beachtliches Revival.
Digitale Funkuhr
→ Hauptartikel: Quarzuhr
Ein letzter Schritt zur derzeit höchsten Genauigkeit der Zeitmessung war die
Entwicklung der Atomuhr, welche 1949 zum ersten Mal eingesetzt wurde.
Atomuhren nutzen die Strahlungsübergänge freier Atome oder Ionen als
Zeitgeber und finden in der Wissenschaft, zur Navigation in der Raumfahrt und
als Zeitnormal Anwendung.

→ Hauptartikel: Atomuhr
Uhren, deren Zeitanzeige über ein Funksignal gesteuert wird, nennt man
Funkuhren. Seit den 1960er Jahren können alle erreichbaren Funkuhren Eine der Cäsium-Atomuhren der PTB
Mitteleuropas durch Zeitdienste synchronisiert werden. Sie werden seit 1966 in Braunschweig
durch den ersten europäischen Zeitzeichensender HBG mit Atomuhren des
Bundesamtes für Metrologie und seit 1967 durch den Zeitzeichensender DCF77
mit einer Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt abgeglichen. Aus den Messwerten von über 260 Atomuhren an
über 60 weltweit verteilten Instituten legt das Bureau International des Poids et Mesures in Paris die Internationale Atomzeit
(TAI)[23] als Referenzzeit fest. In den letzten Jahren hat sich eine ganze Vielzahl von zusätzlichen elektronischen
Verteilmechanismen für Zeitsignale etabliert, die über den RDS-Service der UKW-Autoradios, den Videotext und den Electronic
Program Guide (EPG) des Fernsehens und über das NTP-Protokoll des Internets zugänglich sind.

→ Hauptartikel: Zeitzeichensender
Viele Menschen nutzen die Zeitanzeige ihrer Handys und Smartphones. Diese werden zumeist über ihren Netzprovider oder über
das allgemeine Internet synchronisiert.
Meilensteine und wichtige Entdeckungen
Um 1300: erste Nachweise der Räderuhr mit mechanischer Hemmung
um 1425: Erfindung der „modernen“ Sonnenuhr mit Polstab parallel zur
Erdachse
um 1430: Erfindung des Federantriebs für Federzuguhren
1510: „Taschenuhr“ von Peter Henlein (Nürnberger Ei)
1583: Entdeckung des Isochronismus durch Galilei
1656: nochmalige Entdeckung des Isochronismus durch Christiaan Huygens,
Anwendung in der Pendeluhr
1667: Anfänge der Uhrmacherei im Schwarzwald
1674: Erfindung der Unruh durch Jean de Hautefeuille und Christiaan
Huygens
1676: William Clement führt den Hakengang ein
Um 1680: Erfindung der Repetition für Taschenuhren durch Daniel Quare Küchenuhr mit
oder Edward Barlow Kurzzeitwecker (1956)
1700: erste Verwendung von Rubinen als Lagersteine
1715: Erfindung des ruhenden Ankergangs durch George Graham
1726: Erfindung des Rostpendels durch Harrison
1726: Erfindung des Quecksilberkompensationspendels durch
Graham
1730: erste Kuckucksuhr durch Anton Ketterer
1741: Erfindung der Stiftenhemmung durch Louis Amant
1750: Erfindung des freien Ankergangs durch Thomas Mudge
1756: erste Taschenuhren mit automatischem Aufzug in der Schweiz
1759: Lösung des Längenproblems durch John Harrison
1775: Erfindung des automatischen Aufzugs für Taschenuhren durch
Abraham-Louis Perrelet oder Hubert Sarton
Taschenuhr als Ladenschild
1790: Erfindung der Parachute-Stoßsicherung der Unruhwelle durch
Abraham Louis Breguet
1795: Erfindung der aufgebogenen Endkurve der Flachspirale
("Breguet-Spirale")
Um 1800: Erfindung des Tourbillons durch Abraham Louis Breguet
1810/1812: erste Armbanduhr der Welt (von Abraham Louis Breguet)
1842: erste Taschenuhr mit Kronenaufzug (Remontoiruhr) durch Adrien Philippe
1884: Einführung der Greenwich Mean Time (GMT) als erste allgemein gültige Weltzeit
1889: Präzisionszeitmesser von Sigmund Riefler[24]
1896: Entdeckung des Elinvars durch Charles Édouard Guillaume
1907: erster funktelegrafischer Zeitzeichensender nimmt in Camperdown, Halifax den Betrieb auf
1914: erste Ideen zur automatischen Armbanduhr von John Harwood
1927: Quarzuhr von Warren Alwin Marrison
1928: Ablösung der Weltzeit von GMT auf Universal Time (UT)
1949: Erfindung der Atomuhr
1958: Einführung der Internationalen Atomzeit TAI
1967: Erfindung der Funkuhr Wolfgang Hilberg (Telefunken – Patent)
1972: Ablösung der Weltzeit von UT auf Koordinierte Weltzeit (UTC)
1976: Erfindung der schmierungsfreien Co-Axial-Hemmung durch George Daniels
1980: Einführung der GPS-Zeitskala
1985: David L. Mills veröffentlicht das Network Time Protocol (NTP)
1985: Erfindung des ewigen Kalenders mit Jahreszahl für mechanische Armbanduhren durch Kurt Klaus
1995: Die jährliche Weltproduktion an Uhren überschreitet die Milliardengrenze[25]
2002: Das IEEE veröffentlicht das Precision Time Protocol (PTP).
Baugruppen einer Räderuhr
Im folgenden Abschnitt werden die Baugruppen einer klassischen Räderuhr beschrieben. Elementaruhren und elektronische
Uhren funktionieren nach grundlegend anderen Prinzipien.

Eine Räderuhr besteht aus den vier Baugruppen Energiespeicher, Räderwerk, Gangregler und Anzeige. Die vom Energiespeicher
gelieferte und vom Räderwerk übertragene Antriebsenergie wird durch die Hemmung an den Gangregler abgegeben und hält
dessen Schwingung aufrecht. Der Gangregler wiederum steuert die Hemmung, die das Ablaufen des Uhrwerks in einen
gleichmäßigen Takt unterteilt. Die Anzeige wird vom Räderwerk in diesem Takt weiter geschaltet, an ihr kann man die Zeit
ablesen.

Energiespeicher
Die einfachste und älteste Methode einer Räderuhr anzutreiben ist die Verwendung eines langsam fallenden Gewichtes. Das
Gewicht kann mit einem Seil, einer Darmsaite oder einer Kette am Antriebsrad des Uhrwerks befestigt sein. Je schwerer das
Gewicht und je größer das Antriebsrad, desto höher ist das Drehmoment zum Antrieb des Uhrwerks.

Ein Gewichtsantrieb ist einfach zu konstruieren und liefert eine konstante Antriebskraft. Die Laufdauer einer Gewichtsuhr wird
durch die Fallhöhe des Gewichtes (eigentlich der Masse) begrenzt. Kann das Gewicht "nicht mehr fallen", wird die Uhr mit
einem Schlüssel über den Aufzugvierkant oder, z. B. bei Kuckucksuhren und Hausuhren, direkt über den Kettenzug aufgezogen.
Turmuhren mit schweren Gewichten verfügen oft über einen elektrischen Antrieb, der diese Aufgabe übernimmt.

Eine andere Möglichkeit mechanische Energie zu speichern, ist die Verwendung einer Uhrfeder. Zumeist ist es eine lange
aufgewundene Spiralfeder. Bei sehr einfachen Uhrwerken liegt die Feder frei, bei technisch anspruchsvolleren Uhren ist sie
geschützt in einem Federhaus untergebracht. Der Vorteil des Federantriebs liegt in der möglichen Verkleinerung des Uhrwerks
und in der Lageunabhängigkeit des Antriebs, er war damit Voraussetzung für die Entwicklung tragbarer Uhren.

Das von einer Spiralfeder abgegebene Antriebsdrehmoment ist nicht konstant. Je weiter die Uhr abläuft, desto mehr verringert
sich das Drehmoment. Für gleichmäßig gute Gangergebnisse der Uhr sind weitere konstruktive Techniken erforderlich. Auch
kann aufgrund der begrenzten Federlänge nur eine geringe Menge Antriebsenergie gespeichert werden.

Elektrische Uhren werden direkt aus dem Stromnetz, aus einer Batterie (z. B. eine Knopfzelle) oder durch eine Photovoltaikzelle
mit Energie versorgt.

Räderwerk (Übersetzung)
Die Gesamtheit aller Zahnräder und Triebe eines Uhrwerks ist das Räderwerk. Als Materialien wurden früher Holz, Eisen, Stahl
oder Messing verwendet, bei modernen Uhren finden auch Kunststoffe oder z. B. Keramik Anwendung.

Das Gehwerk überträgt die vom Energiespeicher zur Verfügung gestellte Antriebskraft mit Hilfe der Hemmung auf den
Gangregler. Durch die Kombination unterschiedlicher Zahnradpaare wird eine Abstufung der einzelnen Umlaufzeiten erreicht, so
dass der Energiespeicher nur sehr langsam abläuft, während sich das Ankerrad relativ schnell dreht.

Viele mechanische Uhren verfügen über ein Schlagwerk, das vom Gehwerk zu bestimmten Zeitpunkten ausgelöst wird und ein
akustisches Signal gibt. Gehwerk und Schlagwerk sind in der Uhr meist getrennt, entweder neben- oder hintereinander,
angebracht. Das Schlagwerk besitzt keine Hemmung, ist aber oft mit einer einfachen aerodynamischen Bremse – dem Windfang –
ausgerüstet, damit es nicht zu schnell abläuft. Es führt die Schläge aus und bewegt einen Mechanismus zu ihrer Steuerung
(Anzahl und Abfolge der Schläge). Nachdem es vom Gehwerk ausgelöst wurde, läuft ein Schlagwerk einmalig ab. Es schaltet
sich selbst aus und verharrt in Ruhe, bis es erneut ausgelöst wird. Als Klangkörper werden meist Glocken oder Gongstäbe
verwendet.
Darüber hinaus gibt es Ruf- und Repetitionsschlagwerke, welche auf Anforderung die Uhrzeit minutengenau schlagen oder den
zuletzt ausgeführten Schlag wiederholen, beziehungsweise die Wiederholung nach einigen Minuten selbsttätig ausführen.

→ Hauptartikel: Schlagwerk (Uhr)


Bei komplizierten Uhren kommen weitere Zusatzwerke hinzu, so z. B. ein Kalenderwerk oder ein Chronographenwerk. Weitere
Zusatzeinrichtungen (Komplikationen), etwa einer komplizierten Armbanduhr, können ein Mondphasenanzeige, ein Wecker oder
eine Repetition sein.[26]

Gangregler
Der Gangregler einer mechanischen Uhr erzeugt gleichmäßige, wiederkehrende Zeittakte. Seine Antriebsenergie erhält er vom
Energiespeicher als Impuls über die Hemmung der Uhr. Auf umgekehrtem Weg erhält die Hemmung vom Gangregler den
Zeittakt und unterbricht das freie Ablaufen des Uhrwerks.

Der erste Gangregler war das Foliot, ein waagerecht angeordneter Balken, dessen Trägheitsmoment durch kleine Gewichte an den
Balkenenden verändert werden konnte. Die Unrast war eine Weiterentwicklung des Foliot in Form eines kreisrunden Rings. Die
frühen Gangregler waren noch unvollkommen, da sie fest mit der Hemmung verbunden waren und durch ihre Masseträgheit die
Drehung der Hemmung lediglich stabilisierten.

1656 erfand der niederländische Astronom Christiaan Huygens das Uhrpendel in seiner heutigen Form, mit der sich die
Ganggenauigkeit der Räderuhren sprunghaft verbesserte. Das Huygensche Pendel ist von der Hemmung entkoppelt und kann so
seine Eigenschwingung entfalten. 1674 entwickelte Huygens auch die Unruh, bis heute der endgültige Gangregler für Kleinuhren.
Der Energiewechsel findet zwischen der Bewegung der Unruhmasse und der elastischen Verformung der zugehörigen Spiralfeder
statt.

In gleichem Maße wie die Hemmungen, waren auch die Gangregler stets im Fokus des uhrmacherischen Strebens nach
Perfektion. Insbesondere der Versuch, äußere Einflüsse wie Luftdruck- und Temperaturänderungen zu kompensieren, führte zur
Entwicklung zahlreicher, besonderer Konstruktionen.

Gleichwohl gab es auch andere Lösungen mit Taktgebern, so z. B. 1595 die Kugellaufuhren des Kammeruhrmachers Christoph
Margraf.[27] Die im Maschinenbau verwendete kontinuierliche Drehzahlregelung mit einem Fliehkraftregler wurde ebenfalls
versucht, erwies sich aber für Uhren (Drehpendel) als zu ungenau.[28]

Zeitanzeige
Die klassische Form der Zeitanzeige (auch: Indikation) erfolgt analog mit
Uhrzeigern auf einem Zifferblatt. Frühe Räderuhren besaßen lediglich einen
Stundenzeiger, erst um 1700 wurden der Minuten- und der Sekundenzeiger
allgemein eingeführt. Die ersten Sekundenzeiger mit eigener Skala wurde ab
1780[29] gebräuchlich.

Das Zifferblatt ist in der Regel eine kreisrunde oder eckige Scheibe aus Metall,
Holz oder Glas. Darauf ist der Zifferring gemalt, gedruckt oder eingraviert und
meist in 12 Stunden aufgeteilt. Bei vielen Armbanduhren sind die Minuten- und
Stundenindizes auf das Zifferblatt aufgesetzt. Die Uhrzeiger sind in der Regel
zentrisch angeordnet, es können aber auch Hilfszifferblätter oder Ausschnitte für
zusätzliche Anzeigen vorhanden sein. Insbesondere die astronomischen Uhren Zifferblatt einer Armbanduhr
begeistern durch eine Fülle von unterschiedlichsten Anzeigen.
Das Zifferblatt war und ist als Gesicht der Uhr besonders dem
Verwendungszweck und dem modischen Geschmack unterworfen. Besonders
markante und oft gestalterisch reduzierte Zifferblätter verwendet man z. B. bei
Uhren mit technischen Einsatzgebieten, die eine gute Ablesbarkeit erfordern. Als
Beispiele seien hier die Fliegeruhr und die Taucheruhr oder die
Präzisionspendeluhr genannt. Insbesondere bei der modernen Armbanduhr
nutzen die Hersteller die Möglichkeit, sich durch besondere Zifferblattgestaltung
und zusätzliche Anzeigen von anderen Herstellern abzugrenzen. Im Allgemeinen
ist die Drehrichtung der Zeiger rechtsdrehend, was den scheinbaren Gang der
24-Stunden-Anzeige in Curitiba,
Sonne am Himmel der Nordhalbkugel und damit dem Lauf des Schattens eines
Brasilien
Gnomon (Stabes) einer Sonnenuhr nachahmt. Davon leitet sich auch der Begriff
„im Uhrzeigersinn“ ab. 2007 wurde in Bolivien beschlossen, die Uhr am
Kongressgebäude zur Demonstration der Unabhängigkeit von den Staaten der
Nordhalbkugel links herum laufen zu lassen.

Im 19. Jahrhundert gab es erste Entwürfe für Räderuhren, die Zeit numerisch mit
einer Fallblattanzeige anzuzeigen. Eine wesentliche Verbreitung erfuhr diese
Form der Anzeige aber erst mit Verbreitung der Digitaluhr (von engl.: digit,
Ziffer; Ziffernanzeige als Gegensatzbegriff zur Skalenanzeige). Es erscheinen im
Blickfeld immer nur vier Ziffern als aktuelle Zeitangabe. Andere
Digitalanzeigen sind Uhren, auf denen die Zeitangabe in Worten stehen – als
Vielfältige Anzeige der Turmuhr (um
Innenleben können dabei herkömmliche Uhrwerke oder Computeruhren den
1920) zu Lier (Belgien)
Takt geben.[30] Oder die Zeitangabe erfolgt akustisch (z. B. als Uhr für
Sehbehinderte wie bei der telefonischen Zeitansage) oder über ein Textfeld.

Für Blinde und Sehbehinderte gibt es Armbanduhren mit analoger Anzeige durch 2
Zeiger, die nach Hochklappen des transparenten Uhrglases dank Noppen – an den
Zeigerenden und als Skalenstriche – mit den Fingerkuppen abgetastet werden können.

Die Lichtzeichenuhr ist eine Sonderform. Hier wird die Zeit durch abzählbare, diskrete
Einzelelemente angezeigt, die digital interpretiert werden müssen. Die erste ihrer Art ist
die Linear-Uhr in Kassel, eine funktionsgleiche große Variante befindet sich am
Rheinturm in Düsseldorf.

Armbanduhren sind typisch für das Getragenwerden am linken Handgelenk (etwas


oberhalb) und damit für Rechtshänder gebaut. Wird der Unterarm dabei angewinkelt und
in Brustbeinhöhe vor dem Körper gehalten, die Hand dabei einwärts gedreht und die
Ein „Liquid-Chronometer“ in
Position etwa 1 Sekunde ruhig gehalten – Geste des Uhrablesens – so weist die 12 (bis 1) Ilmenau. Es zeigt die Zeit
Uhr-Marke nach vorne vom Körper weg. Die Krone zum Aufziehen und Stellen der Uhr durch Flüssigkeitssäulen an
mit der Hand ist in der Regel rechts bei 3 Uhr montiert und damit mit der rechten Hand
gut erreichbar. Auch weitere Bedienelemente, wie Taste für Beleuchtung/Aktivieren der
Digitalanzeige (insbesondere bei relativ viel Strom verbrauchender früher LED-Anzeige, Bedientasten einer Stoppuhr sind im
Bereich halb-2 bis halb-5-Uhr montiert. Diese Elemente werden typisch mit Zeige- oder Mittelfinger gedrückt, während der
Daumen vis-a-vis dagegen hält. Wird die Uhr 12-Uhr-aufrecht jedoch am rechten Handgelenk getragen, drückt der Daumen der
linken Hand auf die Knöpfe. Diese kommen in diesem Fall mit der Hemdmanschette in Konflikt und können über die Zeit diese
auch beschädigen. Hemdmanschetten haben mitunter je zwei Knöpfe entlang eines Umfangs, um sie zum Tragen einer Uhr weiter
stellen zu können.
Zentrale, koaxiale Zeiger sind üblicherweise so montiert, dass sich die Achse des schneller laufenden Zeigers innerhalb der
hohlen Achse des langsamer laufenden Zeigers dreht. Fällt nun nur ein lose gewordener Zeiger ab, ist es der am schnellsten
umlaufende. Oktober 2016 fiel von der Turmuhr der Hamburger St.-Katharinen-Kirche der Minutenzeiger zu Boden.[31]

Automat, Musikspielwerk und Glockenspiel


Viele Uhren besitzen noch weitere, über Räderwerke angetriebene Einrichtungen. Hierzu zählen Automaten, Musikspielwerke
und Glockenspiele.

Als Automat bezeichnet man eine mechanisch bewegte, figürliche Darstellung, meist in Menschen- oder Tiergestalt, die durch das
Uhrwerk ausgelöst und angetrieben wird. Ein einfaches Beispiel ist der Kuckuck in Kuckucksuhren, der sich zum Schlagen der
Uhr bewegt. Automaten dienten aber nicht immer zwangsläufig der Zeitanzeige, oft waren sie schmückendes Beiwerk der Uhr
zur Belustigung und Faszination des Betrachters. Die Hochzeit der Uhren mit Automaten lag in der Renaissance.

In naher Verwandtschaft zu den Spieldosen steht das Musikspielwerk. Bei frühen Konstruktionen wurden über eine Stiftwalze
klingende Stahllamellen angeschlagen oder Schlaghämmer bewegt, die auf Glocken schlugen (Carillon). Auch die Spielwerke
von Flöten- und Orgeluhren funktionieren nach diesem Prinzip. Um 1800 führte Philippe Samuel Meylan eine Stiftscheibe als
Ersatz für die Stiftrolle ein, was die Baugröße verringerte.

Glockenspiele, die durch Anschlagen von Kirchenglocken ganze Melodien erzeugen, findet man vor allem in Verbindung mit
öffentlichen Turmuhren, sie wurden aber auch z. B. in Taschenuhren eingebaut. Es handelt sich im Wesentlichen um erweiterte
Schlagwerke.

Die oft genauso aufwendigen Stundenschläge werden vom sogenannten Schlagwerk produziert.

Grundlegende Funktionsprinzipien
Grundlage jeder Zeitanzeige ist immer ein physikalischer oder chemischer Vorgang, der möglichst gleichförmig abläuft. Dazu
muss immer eine gewisse Energie eingesetzt oder zugeführt werden. Die zur Anzeige dienende sichtbare Veränderung der
Anordnung ist dabei ein zweiter, vom Prinzip her unabhängiger Aspekt.

Es lassen sich analoge und digitale Vorgänge unterscheiden. „Digital“ hier im Sinne von schrittweise ablaufenden Vorgängen,
zusammengesetzt aus separaten, zählbaren Einzelereignissen.

Analoge Zeitmessvorgänge sind beispielsweise die scheinbare Wanderung der Sonne um die Erde (ausgenutzt in der Sonnenuhr),
das Abbrennen von Kerzen, das stetige Ablaufen oder Einlaufen von Wasser aus einem oder in ein Behältnis.

Digitale Zeitmessvorgänge sind beispielsweise Pendelschwingungen (Pendeluhren), Rotationspendelschwingungen


(Armbanduhren), Schwingungen einer Stimmgabel (erste elektronische Uhren), Schwingungen eines Schwingquarzes (Quarzuhr)
oder Schwingungen separater Atome (Atomuhr). Bei mechanischen Uhren werden die Pendelschwingungen dazu benutzt, das
schnelle und stetige Ablaufen der Feder oder der Gewichte durch die Hemmung in kleine (digitale) Zeitschritte einzubremsen, die
dann gezählt werden müssen. Besonders bei Großuhren sind die daraus resultierenden ruckweisen Bewegungen der Zeiger direkt
sichtbar. Allgemein liegt immer ein in streng konstanten Zeitabständen ablaufender Vorgang vor, der gezählt wird bzw. zählbar
ist. (Funkuhren sind in diesem Sinne reine Anzeigeeinheiten und gehen beim Zeitmessvorgang zurück auf die Atomuhr, die den
Zeitsender steuert.)

Die Anzeige in Stunden, Minuten und Sekunden aus diesen Grundvorgängen abzuleiten, ist ein eigener, unabhängiger Vorgang.
Häufig finden sich Mischformen, indem beispielsweise das kontinuierliche Abbrennen einer Kerze mit digitalen (lies:
punktuellen) Anzeigen voller Stunden verbunden wird, indem Metallkugeln in regelmäßigen Abständen in die Kerze
eingeschmolzen werden, die dann beim Abbrennen in eine Metallschale fallen und damit ein vernehmliches akustisches Signal
produzieren. Umgekehrt wird aus den eigentlich digital gezählten Schwingungen eines Pendels durch die Hemmung und eine
Untersetzung eine (scheinbar) analoge Anzeige auf einem Zifferblatt erzielt.

Natürliche Zeitgeber
Viele biologische Organismen verfügen über Mechanismen, die ihr Verhalten über den Tagesverlauf steuern, vor allem den
Schlaf-/Wachrhythmus, siehe dazu bei Chronobiologie.

In der Genetik wird die statistische natürliche Mutationshäufigkeit, z. B. bei der Bestimmung des Zeitpunkts der Bildung einer
neuen Art oder Unterart, als molekulare Uhr bezeichnet.

Zur Bestimmung von sehr großen Zeiträumen (Jahre bis hunderte Millionen von Jahren) wird durch eine
Radiokohlenstoffdatierung die Auswirkungen konstanter Prozesse genutzt. Periodisch in der Natur ablaufende Prozesse wie
Jahresringe werden in der Dendrochronologie zur Bestimmung des Alters von Holz verwendet. In übertragenem Sinn handelt es
sich bei den langsam ablaufenden Veränderungen um geologische oder biologische „Uhren“.

Weitere Begriffe
In Computern unterscheidet man eingebaute Echtzeituhren und logische Uhren.
Atmos-Uhr, durch Luftdruckschwankungen angetrieben
Alkoholuhr – der Antrieb erfolgt durch zwei durch Röhrchen verbundene Glaskapseln, in denen sich Alkohol
befindet.

Literatur
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a Letter to the Honourable Mr. Justice Blackstone. In: Archaeologia. Band 5, Januar 1779, S. 416–428.
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Weblinks
Wiktionary: Uhr – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Uhren (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Clocks?uselang=de) –
Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Uhr – Zitate
Informationen zum Sachbegriff Uhr (https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=040614743)
im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Suche nach Uhren (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=false&query=
Uhren) in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Suche nach Uhren (http://www.spk-digital.de/index.php/search.html?action=search&q=Uhr) im Portal SPK digital
der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Die Herren der Zeit – Auf der Suche nach der perfekten Uhr (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/451005/)
Deutschlandfunk
Uhren aus Peter Henleins Zeit bis 1630 (http://www.renaissanceuhr.de/uhren/)
Clockspots.com Weltweite Uhrendatenbank (http://www.clockspots.com/index.php?lang=de)
Die Zeit mit einem Artikel zur Dominanz der Swatch Group (http://www.zeit.de/2003/34/Swatch)
Auswahl von Videos (https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kunst-und-krempel/schatzkammer/uhren/uhren1
00.html) aus der Fernsehsendung Kunst und Krempel des Bayrischen Rundfunks mit ausführlichen
Beschreibungen von historischen Uhren

Museen:

Uhrenmuseum der Stadt Wien (http://www.wienmuseum.at/de/standorte/uhrenmuseum.html)


Deutsches Uhrenmuseum (http://deutsches-uhrenmuseum.de/)
Internationales Uhrenmuseum (http://www.mih.ch/) in La Chaux-de-Fonds
Einzelnachweise
1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Aufl., hrsg. von Walther
Mitzka, De Gruyter, Berlin/ New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-
005709-3, S. 801.
2. Gr. σκάφη skáphē, „Trug“, wahrscheinlich so genannt, weil die Sonnenuhr gewöhnlich konkav war, vgl.
Verbalwurzel σκαπ-/-σκαφ- [*skap-/-skapʰ -], „graben“.
3. Vgl. Namensgebung einiger Alpenberge: z. B. Mittagshorn, Mittagsplatten, Zwölfihorn; Jakob Messerli:
Gleichmässig. Pünktlich. Schnell. Zeiteinteilung und Zeitgebrauch in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Chronos,
Zürich 1995, ISBN 3-905311-68-2.
4. Handwerkskammer Koblenz, Landesmuseum Koblenz: Meisterwerke. 2000 Jahre Handwerk am Mittelrhein.
Band 8: Uhren, Koblenz 1992, ISBN 3-925915-38-9.
5. Z. B. der über ein Getriebe verfügende Wegstreckenmesser des Heron von Alexandria (um 100 v. Chr.)
6. Der Begriff Uhrmacher jedenfalls wurde zum ersten Mal 1269 auf einer Bierrechnung für das Kloster Beaulieu
erwähnt.
7. Gerhard Dohrn-van Rossum: Die Geschichte der Stunde. Uhren und moderne Zeitordnungen. Anaconda, Köln
2007, ISBN 978-3-86647-139-9, S. 157.
8. Reinhard Meis: Die Alte Uhr. Bd. 1. Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1978, ISBN 3-7814-0116-2, S. 77 ff.
9. Frederick Kaltenböck, Die Wiener Uhr […]. Callwey, München 1988, ISBN 3-7667-0899-6.
10. Die älteste nachweisbare hölzerne Turmuhr wurde 1377 im Belfried von Gent errichtet. A. van Werveke aus den
Archivalien des Reichsarchivs in Brüssel, 1928.
11. Berthold Schaaf: Holzräderuhren. Callwey, München 1986, ISBN 3-7667-0791-4.
12. Alfred Beck: Weder echt noch Fälschung? Ein Beitrag zur Betrachtung der sogenannten Burgunder Uhr. In: Die
Uhr. Fachzeitschrift für die Uhren-, Schmuck- u. Silberwarenwirtschaft. Band 3, 1959, S. 20–22.
13. Ernst von Bassermann-Jordan: Die Standuhr Philipps des Guten von Burgund. Leipzig 1927.
14. Max Engelmann: Die Burgunder Federzuguhr um 1430. Halle an der Saale, 1927.
15. Helmut Kahlert, Richard Mühe, Gisbert L. Brunner: Armbanduhren: 100 Jahre Entwicklungsgeschichte. Callwey,
München 1983; 5. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-7667-1241-1, S. 10.
16. Samuel Guye, Henri Michel: Uhren und Messinstrumente des 15. bis 19. Jahrhunderts. Orell Füssli, Zürich 1971.
17. Nachweis dieser Uhren im Wiener Kunsthistorischen Museum und in der Sammlung J. Fremersdorf in Luzern.
18. Fritz von Osterhausen: Callweys Uhrenlexikon. Callwey, München 1999, ISBN 3-7667-1353-1, S. 16.
19. Helmut Kahlert: 300 Jahre Schwarzwälder Uhrenindustrie. Katz, Gernsbach 2007, ISBN 3-938047-15-1.
20. J. D. Weaver: Electrical & Elektronic Clocks & Watches. London 1982.
21. Gisbert L. Brunner: Armbanduhren. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-11490-6, S. 16 ff.
22. Gisbert L. Brunner: Armbanduhren. Heyne, München 1996, ISBN 3-453-11490-6, S. 30 ff.
23. BIPM - International Atomic Time. (http://www.bipm.org/en/scientific/tai/tai.html) In: bipm.org. Abgerufen am
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24. Eine teils im Vakuum arbeitende Pendeluhr, mit einer Ganggenauigkeit von einer Zehntelsekunde pro Tag.
Spektrum der Wissenschaft: Spezial-ND1, 2007: Phänomen Zeit, S. 35.
25. Helmut Kahlert, Richard Mühe, Gisbert L. Brunner: Armbanduhren: 100 Jahre Entwicklungsgeschichte. Callwey,
München 1990; 5., erweiterte Auflage ebenda 1996, ISBN 3-7667-1241-1, S. 7.
26. Helmut Kahlert, Richard Mühe, Gisbert L. Brunner, Christian Pfeiffer-Belli: Armbanduhren: 100 Jahre
Entwicklungsgeschichte. Callwey, München 1983; 5. Auflage ebenda 1996, ISBN 3-7667-1241-1, S. 505
(Komplizierte Armbanduhr).
27. Bassermann/Bertele: Uhren. Klinkhardt & Biermann 1961, S. 165 f.
28. Bassermann/Bertele: Uhren. Klinkhardt & Biermann 1961, S. 159 f.
29. Gisela Teichmann: William Harvey und das Herzminutenvolumen. In: Innere Medizin. Band 19, 1992, Nr. 3, S.
94–96, hier: S. 95.
30. Georg Küffner: Über die Qlocktwo (http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/uhrendesign-zeit-in-w
orten-1971101.html) von Marco Biegert und Andreas Funk in FAZ, 19. April 2010.
31. Uhrzeiger von Hamburger Kirche abgestürzt (http://orf.at/#/stories/2362483/) orf.at, 17. Oktober 2016.

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Uhr&oldid=192696424“

Diese Seite wurde zuletzt am 29. September 2019 um 11:52 Uhr bearbeitet.
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