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Sie ist eine Teildisziplin der Linguistik, die sich mit Phraseologismen und Redewendungen

befasst. Der Gegenstand der Phraseologie ist die Bedeutung der festen Wortverbindung,
während die Lexikologie die Bedeutungen der Einzelwörter untersucht und beschreibt.

Eine wichtige Rolle für die phraseologische Entwicklung spielt die sowjetische
Sprachwissenschaft. Im 19. Jh. haben russische Linguisten mit der Phraseologieforschung
begonnen, d. h. sie haben die Bedeutung der Phrase als Spracheinheiten erkannt. Charles
Bally befasst sich mit der semantischen Besonderheit der Phraseme und mit der
Unterscheidung zwischen festen Wortverbindungen mit und ohne Idiomatizität. Der
Entwicklung der Phraseologie als Teildisziplin der Linguistik hat Viktor Vladimirovich
Vinogradov beigetragen. Er befasste sich mit der theoretischen Untersuchung der
Verknüpfungsgesetzmäßigkeit. In der Zeitperiode von 1970 bis 1987 wurden 10. 000 Werke
über Phraseologie geschrieben. Seit Beginn der 70er Jahre hat die Phraseologieforschung
unter dem Einfluss der Forschung in der Sowjetunion auch in Deutschland ein großes
Interesse hervorgerufen. Im Jahr 1982 haben Harald Burger, Annelies Buhofer, Ambros
Sialm „Das Handbuch der Phraseologie“ herausgegeben.

Nach Burger ist eine Verbindung von zwei oder mehr Wörtern phraseologisch dann, wenn (1)
die Wörter eine durch die syntaktischen und semantischen Regularitäten der Verknüpfung
nicht voll erklärbare Einheit bilden, und wenn (2) die Wortverbindung in der
Sprachgemeinschaft, ähnlich wie ein Lexem, gebräuchlich ist. Als Phraseologismen
bezeichnet Burger Ausdrücke, die durch zwei Eigenschaften definiert sind. Phraseologismen
bestehen aus mehr als einem Wort, dabei sind diese Wörter nicht für dieses eine Mal
zusammngestellt, sondern, es handelt sich um Kombinationen von Wörtern, die den
Deutschsprechenden bekannt sind.

Als Phraseologismen werden Redewendungen, feste Wortverbindungen und Wendungen


bezeichnet, die nach Burger folgende Eigenschaften haben: „Erstens bestehen sie aus mehr als
einem Wort, zweitens sind die Wörter nicht für dieses eine Mal zusammengestellt, sondern es
handelt sich um Kombinationen von Wörtern, die uns als Deutschsprechenden genau in dieser
Kombination (eventuell mit Varianten) bekannt sind, ähnlich wie wir die deutschen Wörter
(als einzelne) kennen." → Burger, Harald: Phraseologie. Eine Einführung am Beispiel des
Deutschen. Berlin 1998, S. 11

Fleischer definiert die adjektivischen Phraseologismen folgendermaßen: “Ein adjektivischer


Phraseologismus muss

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Nach Fleischer (1997: 147-148) muss ein adjektivischer Phraseologismus eine


phraseologische Wortverbindung sein, die als Ganzes nicht nur als Prädikativum verwendbar
ist (...), sondern in der Möglichkeit attributiver Voranstellung den syntaktischen Funktionen
des flektierten Adjektivs entspricht.

Sie behalten die. Sie verfügen über keine übertragene Bedeutung, weswegen ihre
Erschließung unkompliziert ist und sie deshalb auch für Nichtmuttersprachler leicht
verständlich sind.

Nichtidiomatische Phraseologismen bewahren die ursprüngliche Bedeutung ihrer Elemente,


haben keine übertragenen Bedeutung und man kann sie ohne Probleme verstehen. Aus
diesesm Grund sind sie für Nichtmuttersprachler verständlich.

Die vollidiomatischen Phraseologismen umfassen auch alle Sprichwörter umfassen. Während


der Entwicklung der deutschen Sprache haben viele bildhafte feste Redewendungen eine neue
Bedeutung erhalten. Die Teile solcher Phraseologismen sind idiomatisiert und bekommen in
einer bestimmten Verbindung eine übertragene Bedeutung. Diese Phraseologismen sind
deswegen für Ausländer nur schwer zu verstehen. Sie müssen als lexikalische Einheiten ohne
innere Logik gelernt und benutzt werden.

Zu dieser Gruppe gehörende Phraseologismen haben eine übertragende Bedeutung, d. h. alle


Teile des Phraseologismus sind idiomatisiert. Nicht alle können sie verstehen, deswegen muss
man die vollidiomatischen Phraseologismen als lexikalische Einheiten ohne innere Logik
lernen und benutzen.

Ein anderes Klassifikationskriterium der Phraseologismen ist die. Diese Gruppen werden nach
bestimmten abgrenzbaren Bereichen unterschieden, aus denen feste Wortverbindungen
stammen (Film und Fußball, Technik, Küche und Haushalt u. a.)

Die Phraseologismen werden auch nach der Zugehörigkeit ihrer Elemente zu bestimmten
semantischen Gruppen klassifiziert. Man kann zu verschiedenen Gruppen ordnen, wie zum
Beispiel: Körperteile, Kleidungsstücke, Essen und Trinken, Farben, Zahlen usw.