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DEUTSCHE NORM Entwurf Juni 2001

Mineralölerzeugnisse
DF
Bestimmung der Farbe (ASTM-Skala)
(ISO 2049:1996) ISO 2049
ICS 75.080 Ersatz für
Petroleum products – Determination of colour (ASTM scale) DIN ISO 2049:1979-02
(ISO 2049:1996)
Produits pétroliers – Détermination de la couleur (échelle ASTM)
(ISO 2049:1996)

Die Internationale Norm ISO 2049:1996 ist unverändert in diese Deutsche


Norm übernommen worden.

Nationales Vorwort
Die Norm enthält die deutsche Übersetzung der Internationalen Norm ISO 2049:1996, die im Tech-
nischen Komitee ISO/TC 28 „Mineralölerzeugnisse und Schmierstoffe“ (Sekretariat: ANSI, USA)
ausgearbeitet wurde.
Das zuständige nationale Gremium ist der Arbeitsausschuss NMP 642 „Prüfung von flüssigen Kraft-
stoffen und Heizölen“ im Fachausschuss Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM) des Normen-
ausschusses Materialprüfung (NMP).
Für die im Inhalt zitierten Normen wird im Folgenden auf die entsprechenden Deutschen Normen
hingewiesen:
ISO 3015 siehe DIN EN 23015
ISO 3016 siehe DIN ISO 3016
ISO 3696 siehe DIN ISO 3696
ISO 6271 siehe DIN ISO 6271
Änderungen
Gegenüber DIN ISO 2049:1979-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a) Normativer Anhang A mit Festlegungen zum Colorimeter, zur Tageslichtquelle und zum Ver-
gleichs-Farbglas aufgenommen.
b) Anpassung an Neuausgabe der ISO 2049:1996.
c) Redaktionelle Überarbeitung.
Frühere Ausgaben
DIN 51578: 1960-10
DIN ISO 2049: 1979-02

Fortsetzung Seite 2 bis 8

Normenausschuss Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Fachausschuss Mineralöl- und Brennstoffnormung (FAM) des NMP
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DIN ISO 2049:2001-06
Nationaler Anhang
(informativ)
Literaturhinweise
DIN EN 23015, Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Cloudpoints; Deutsche Fassung
EN 23015:1994.
DIN ISO 3016, Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Pourpoints.
DIN ISO 3696, Wasser für analytische Zwecke – Anforderungen und Prüfungen; Identisch mit
ISO 3696:1987.
DIN ISO 6271, Klare Flüssigkeiten – Einstufung der Farbe nach der Platin-Cobalt-Skala
(ISO 6271:1997).
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DIN ISO 2049:2001-06
Deutsche Übersetzung

Mineralölerzeugnisse
Bestimmung der Farbe (ASTM-Skala)

Vorwort
Die ISO (Internationale Normungsorganisation) ist eine weltweite Vereinigung nationaler Normungs-
institute (ISO-Mitgliedskörperschaften). Die Erarbeitung internationaler Normen obliegt den Tech-
nischen Komitees der ISO. Jede Mitgliedskörperschaft, die sich für ein Thema interessiert, für das ein
Technisches Komitee eingesetzt wurde, ist berechtigt, in diesem Komitee mitzuarbeiten. Internationale,
staatliche und nichtstaatliche Organisationen, die mit der ISO in Verbindung stehen, sind an den Arbei-
ten ebenfalls beteiligt.
Die von einem Technischen Komitee verabschiedeten Entwürfe für Internationale Normen werden den
Mitgliedskörperschaften zur Genehmigung vorgelegt, bevor sie vom ISO-Council als Internationale
Normen angenommen werden. In Übereinstimmung mit den ISO-Richtlinien sind sie genehmigt, wenn
mindestens 75 % der abstimmenden Mitgliedskörperschaften zugestimmt haben.
Die Internationale Norm ISO 2049 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 28 „Mineralölerzeugnisse
und Schmierstoffe“ erarbeitet.

1 Anwendungsbereich
Diese Internationale Norm legt ein Verfahren für die visuelle Bestimmung der Farbe für eine Anzahl von
Mineralölerzeugnissen, wie Schmieröle, Heizöle, Dieselkraftstoffe und Paraffine fest. Das Verfahren ist
begrenzt auf Produkte, welche keine künstlichen Farbstoffe enthalten.
ANMERKUNG Für den Zweck dieser Europäischen Norm dürfen die Symbole % (V/V ) bzw. % (m /m) verwen-
det werden, um Volumenanteile in % bzw. Massenanteile in % auszudrücken.
WARNUNG Die Anwendung dieser Internationalen Norm kann den Einsatz gefährlicher Stoffe, Arbeits-
gänge und Geräte mit sich bringen. Diese Norm gibt nicht vor, alle mit ihrer Anwendung verbundenen
Sicherheitsprobleme anzusprechen. Der Anwender dieser Norm ist dafür verantwortlich, vorher angemes-
sene Maßnahmen zu ergreifen und die Anwendbarkeit einschränkender Vorschriften zu ermitteln.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden normativen Dokumente enthalten Festlegungen, die durch Verweisung in diesem Text
Bestandteil der vorliegenden Internationalen Norm sind. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser
Internationalen Norm waren die angegebenen Ausgaben gültig. Alle normativen Dokumente unterliegen
der Überarbeitung. Vertragspartner, deren Vereinbarungen auf dieser Internationalen Norm basieren,
werden gebeten, die Möglichkeit zu prüfen, ob die jeweils neuesten Ausgaben der im Folgenden
genannten Normen angewendet werden können. Die Mitglieder von IEC und ISO führen Verzeichnisse
der gegenwärtig gültigen Internationalen Normen.
ISO 3015:1992, Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Cloudpoints.
ISO 3016:1994, Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Pourpoints.
ISO 3696:1987, Wasser für analytische Zwecke – Spezifikation und Prüfverfahren.
ISO 6271:1997, Klare Flüssigkeiten – Einstufung der Farbe nach der Platin-Kobalt-Skala.
ISO 6353-2:1983, Reagenzien für chemische Analysen – Teil 2: Spezifikationen; erste Reihe.
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DIN ISO 2049:2001-06
3 Prinzip
Ein Probenteil des Mineralölerzeugnisses wird unter einer künstlichen Tageslichtquelle betrachtet und
die Farbe mit einer Reihe von Vergleichs-Farbgläsern verglichen. Als Wert für die Farbe wird das am
besten mit dem Probenteil übereinstimmende Farbglas oder das auf der dunkleren Seite dem Proben-
teil am nächsten kommende Farbglas festgehalten. Wenn die Farbe des Probenteils dunkler ist als das
dunkelste Farbglas, kann mit einem vorgegebenen Lösemittel verdünnt werden, um Übereinstimmung
zu erreichen.

4 Chemikalien
4.1 Wasser, entsprechend den Anforderungen in ISO 3696, Grad 3, und einer Farbe nicht größer als
10 Einheiten („hazen“) nach ISO 6271.
4.2 Kerosin, farblich heller als eine Kalium-Dichromatlösung (K2Cr2O7), welche durch Lösen von
4,8 mg reinem Kalium-Dichromat nach ISO 6353-2 in einem Liter Wasser (siehe 4.1) hergestellt wurde.

5 Geräte
5.1 Colorimeter, bestehend aus einer Lichtquelle, Vergleichs-Farbgläsern, Probebehältergehäuse
mit Abschirmhaube, und einem Okular. Die Bauweise des Colorimeters muss einer der in Anhang A
beschriebenen Konstruktionen entsprechen.
5.2 Probebehälter aus klarem farblosem Glas. Für Schiedsuntersuchungen muss ein Probebehälter
entsprechend Bild 1 verwendet werden. Für Routineuntersuchungen sind auch Probebehälter erlaubt,
wie sie bei Cloudpoint- und Pourpoint-Untersuchungen nach ISO 3015 bzw. ISO 3016 verwendet
werden, d. h. ein zylindrisches Glas mit flachem Boden von 30 mm bis 32,4 mm Innendurchmesser,
115 mm bis 125 mm äußerer Höhe und einer Wanddicke von nicht mehr als 1,6 mm .

Maße in Millimeter

Bild 1 – Probebehälter aus Glas


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5.3 Abschirmhaube, aus geeignetem, auf der Innenseite nichtreflektierendem schwarzem Material.
Die Abdeckhaube muss so konstruiert sein, dass sie die Probebehälter, wie in 7.2 beschrieben, voll-
ständig lichtdicht abschirmt.

6 Voruntersuchung der Probe


6.1 Flüssige Mineralölerzeugnisse
Der Probebehälter wird bis 50 mm oder mehr gefüllt und die Farbe bestimmt. Falls die Probe nicht klar
ist, wird sie bis auf 6 °C oberhalb der Temperatur, bei der die Trübung oder Paraffinausscheidung
verschwindet, erwärmt und die Farbe bei dieser Temperatur bestimmt. Falls die Probe dunkler als
Farbzahl 8,0 (siehe Tabelle A.2) ist, werden 15 % (V /V ) der Probe mit 85 % (V /V ) Kerosin (siehe 4.2)
verdünnt und die Farbe der Mischung bestimmt.
6.2 Paraffin, einschließlich Petrolatum
Die Probe wird auf 11 °C bis 17 °C über den Schmelzpunkt des Paraffins erwärmt. Ist die Probe dunkler
als Farbzahl 8,0 (siehe Tabelle A.2), werden 15 % (V /V ) der geschmolzenen Probe mit 85 % (V /V ) von
auf die gleiche Temperatur gebrachtem Kerosin (siehe 4.2) verdünnt und die Farbe bei dieser Tem-
peratur bestimmt.

7 Durchführung
7.1 Zwei bzw. drei Probebehälter (siehe 5.2), je nachdem, ob ein Zwei- oder Dreifeld-Instrument
benutzt wird, werden mindestens 50 mm hoch mit Wasser (siehe 4.1) gefüllt. Ein so gefüllter Proben-
behälter wird in die Probenabteilung, und der/die andere(n) Probebehälter wird in die Abteilung(en) mit
den Vergleichs-Farbgläsern gestellt. Anschließend wird die Tageslichtquelle eingeschaltet und sicher-
gestellt, dass in allen zwei (bzw. drei) Abteilungen gleiche Lichtintensität vorliegt, wenn sich die Ver-
gleichs-Farbfilter nicht im Strahlengang befinden.
7.2 Ein bzw. zwei mindestens 50 mm hoch mit Wasser (siehe 4.1) gefüllte Probebehälter werden in
die Abteilung(en) des Colorimeters gestellt, in der/denen die Vergleichs-Farbgläser beobachtet werden.
Der entsprechend mit der Probe gefüllte Probebehälter wird in die für die Probe vorgesehene Abteilung
des Colorimeters gestellt. Anschließend wird die Abdeckung (siehe 5.3) geschlossen, um von außen
einfallendes Licht vollständig zu vermeiden.
7.3 Die Lichtquelle des Colorimeters wird eingeschaltet und die Farbe der Probe mit der Farbe der
Vergleichs-Farbgläser verglichen. Wird ein Dreifeld-Instrument benutzt, bestimmt man die Probe mit
einem helleren und dunkleren, oder aber mit einem genau übereinstimmenden und einem dunkleren
Vergleichs-Farbglas. Bei Verwendung eines Zweifeld-Instruments bestimmt man das am besten über-
einstimmende Vergleichs-Farbglas, oder, falls eine genaue Übereinstimmung nicht gefunden werden
kann, das Vergleichs-Farbglas mit der nächstdunkleren Farbe.

8 Angabe der Ergebnisse


Entspricht die Farbe der Probe genau einem Vergleichs-Farbglas, so wird dessen Kennzeichnung
angegeben, z. B. „Farbzahl 7,5“.
Liegt die Farbe der Probe zwischen den Farben zweier Vergleichs-Farbgläser, wir die Kennzeichnung
des dunkleren Vergleichs-Farbglases mit einem vorangestellten Buchstaben „L“ angegeben, z. B.
„Farbzahl L 7,5“.
Die Angabe „dunkler als“ ein bestimmtes Farbglas darf nicht verwendet werden mit Ausnahme von
denjenigen Proben, die dunkler sind als 8, für welche die Zuordnung „Farbzahl D 8“ erfolgt.
Falls die Probe mit Kerosin (siehe 4.2) verdünnt wurde, wird die Farbzahl der Mischung mit der nach-
gestellten Abkürzung „dil“ angegeben, z. B. „Farbzahl L 7,5 dil“.

9 Präzision
Die folgenden Kriterien zur Beurteilung der Annehmbarkeit von Ergebnissen werden bei Verwendung
von Referenz-Probebehältern (siehe Bild 1 und 5.2) bei einem Wahrscheinlichkeitswert von 95 % ver-
wendet.
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ANMERKUNG Die Präzisionsangaben wurden in einem Ringversuch mit Probebehältnissen nach Bild 1 ermittelt.
Die eingeführten Änderungen in den Abmessungen der Probenbehälter, welche zwecks Angleichung an in
anderen Normen verwendete und zugelassene Glasgeräte vorgenommen wurden, lassen keine Änderung der
Präzisionsangaben erwarten, wenngleich dies nicht untersucht wurde.
9.1 Wiederholbarkeit r
Der Unterschied zwischen zwei Ergebnissen, die von demselben Beobachter mit demselben Gerät
unter konstanten Arbeitsbedingungen an derselben Probe ermittelt werden, würde auf die Dauer bei
üblicher und korrekter Anwendung des Verfahrens nur in einem von zwanzig Fällen die in Tabelle 1
angegebenen Werte überschreiten.
r = 0,5 Farbzahl
9.2 Vergleichbarkeit R
Der Unterschied zwischen zwei einzelnen und unabhängigen Ergebnissen, die von verschiedenen
Beobachtern in verschiedenen Laboratorien an gleichen Proben ermittelt werden, würde auf die Dauer
bei üblicher und korrekter Anwendung des Verfahrens nur in einem von zwanzig Fällen die in Tabelle 1
angegebenen Werte überschreiten.
R = 1 Farbzahl

10 Angabe der Ergebnisse


Der Prüfbericht muss mindestens die folgenden Informationen enthalten:
a) die Bezugnahme auf diese Internationale Norm;
b) die Art und vollständige Bezeichnung für das untersuchte Mineralölerzeugnis;
c) das Ergebnis (siehe Abschnitt 8);
d) jede vereinbarte oder sonstige Abweichung von dieser Vorschrift;
e) Datum der Untersuchung.

Anhang A
(normativ)
Beschreibung des Colorimeters und der zugehörigen Apparatur

A.1 Colorimeter
Das Gerät muss die Beleuchtung der Probe und eines der Vergleichs-Farbgläser (oder im Fall eines
Dreifeld-Instruments jeweils zwei der Vergleichs-Farbfilter) und deren gleichzeitige Prüfung entweder
mit dem Auge direkt oder durch ein Okular erlauben.
Ein Zweifeld-Instrument muss zwei beleuchtete Flächen gleicher Form und Größe aufweisen, deren
eine durch das von dem Vergleichs-Farbglas durchgelassene Licht und deren andere durch das von
der Probe durchgelassene Licht ausgeleuchtet wird. Diese beleuchteten Flächen müssen symmetrisch
zu einer vertikalen Mittellinie angeordnet und in horizontaler Richtung so getrennt sein, dass der
horizontale Abstand der sich am nächsten liegenden Punkte der beiden Flächen dem Auge des
Betrachters in einem Winkel von nicht mehr als 2° und nicht mehr als 3,6° gegenüberliegt.
Ein Dreifeld-Instrument muss drei beleuchtete Flächen im Betrachtungsfeld aufweisen, deren zwei,
symmetrisch um das dritte angeordnet, durch das von dem Vergleichsfarbglas durchgelassene Licht
ausgeleuchtet werden, während die dritte Fläche durch das von der Probe durchgelassene Licht
ausgeleuchtet wird. Die rechteckigen Abmessungen dieser drei Flächen müssen gleich sein, und die
rechten und linken Kanten des vollen Sichtfeldes müssen gerundet sein mit einem Radius, der die
Hälfte der vertikalen Abmessung nicht übersteigt. Diese beleuchteten Flächen müssen in horizontaler
Richtung durch vertikale Linien so getrennt sein, dass der horizontale Abstand der sich am nächsten
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liegenden Punkte der Proben-Fläche und einer der beleuchteten Flächen für die Farbstandards dem
Auge des Betrachters in einem Winkel von nicht weniger als 0,3° und nicht mehr als 0,6° gegenüber-
liegen.
Jede beleuchtete Fläche muss einen Kreis mit einem Durchmesser abdecken, der unter einem Winkel
von mindestens 2,2° erscheint und der beliebig vergrößert werden kann, vorausgesetzt, dass keine
zwei beleuchteten Punkte im Blickfeld durch einen Blickwinkel von mehr als 10° getrennt sind. Für den
Fall eines Dreifeld-Instruments ohne Okular betragen diese Winkel 2,6° bzw. 6,4°.
ANMERKUNG Der einer Linie der Länge d gegenüberliegende Winkel, wobei die Linie in einer Ebene senkrecht
zur Blickrichtung liegt und vom Auge des Betrachters den Abstand D hat, beträgt in Graden 57,3 d /D. Der Winkel
gegenüber dem Bild dieser Linie, betrachtet durch ein Okular der Vergrößerung M, beträgt in Graden 57,3 Md/D i ,
wobei Di der Abstand vom Auge des Betrachters zur Bildebene ist.

A.2 Künstliche Tageslichtquelle


A.2.1 Lichtquelle
Diese kann ein unabhängiges oder auch integriertes Teil des Colorimeters sein. Die Lichtquelle besteht
aus einer Glühlampe der Verteilungstemperatur von 2 750 K (oder, falls eine Quarz-Halogenlampe
verwendet wird, von 3 300 K ), aus einem Tageslicht-Filterglas (siehe A.2.2) und einem Opal-Überfang-
glas. Diese Zusammenstellung erzeugt eine spektrale Charakteristik, welche diffusem Tageslicht in
nördlicher geografischer Breite entspricht. Diese Lichtquelle, in welcher Probe und Vergleichs-Farbglas
geprüft werden, soll auf Probe und Vergleichs-Farbglas eine Beleuchtungsstärke von 900 l x ± 100 l x
ergeben. Der Hintergrund des beleuchteten Opalglases muss frei von Blendung und Schatten sein. Die
Lichtquelle muss so konstruiert sein, dass kein Außenlicht die Prüfung stört.
ANMERKUNG Ist kein Netzanschluss vorhanden, sollte das Colorimeter auch für diffuses Tageslicht verwendbar
sein, vorausgesetzt, dass direktes Sonnenlicht vermieden wird. Hierbei dürfen farbige Gegenstände nicht in
unmittelbarem Vordergrund stehen.
A.2.2 Filter
Ein geeignetes Tageslichtfilter muss bei 410 nm einen spektralen Transmissionsgrad von mindestens
0,60 haben, der bis 700 nm gleichmäßig auf 0,10 abfällt. In dieser Kurve darf kein erhöhter Transmissions-
grad bei 570 nm und oberhalb von 660 nm auftreten, wie es für zuviel Kobalt typisch ist. Die typische
Kobalt-Kurve hat bei 570 nm einen erhöhten Transmissionsgrad oberhalb einer geraden Linie, die zwi-
schen den Transmissionsgraden bei 540 nm und 590 nm gezogen wird, sowie eine Bande oberhalb
von 660 nm.
Der Transmissionsgrad für ein zulässiges Tageslichtfilter darf bei 570 nm den Wert von 0,03 oberhalb
einer zwischen den Transmissionsgraden für 540 nm und 590 nm gezogenen geraden Linie nicht über-
schreiten und darf den Transmissionsgrad bei 700 nm bei kürzeren Wellenlängen wie 660 nm um nicht
mehr als 0,03 überschreiten.
Ein zulässiges Tageslichtfilter muss außerdem derart sein, dass die Farbwertanteile x, y, z und die Licht-
durchlässigkeit, wenn sie entsprechend den Angaben des 1931 CIE Standard Illuminant A (Norm-
lichtart A) berechnet werden, den Angaben in Tabelle A.1 entsprechen.
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A.3 Vergleichs-Farbglas
Es werden Vergleichs-Farbgläser nach den in Tabelle A.2 gemachten Angaben verwendet. Die
Vergleichs-Farbgläser sollen so angeordnet sein, dass sie bequem zu handhaben sind. Die Breite der
Vergleichs-Farbgläser muss mindestens 14 mm beragen.

Tabelle A.1 – Filter-Eigenschaften


Eigenschafts-Wert
Farbtemperatur der Glühlampe
Eigenschaft
K
2 750 3 300
T 0,107 bis 0,160 0,075 bis 0,125
x 0,314 bis 0,330 0,300 bis 0,316
y 0,337 bis 0,341 0,325 bis 0,329
z 0,329 bis 0,349 0,355 bis 0,375

Tabelle A.2 – Vergleichs-Farbgläser


Farbzahl Farbwert-Anteile 1)
Spektral-Transmissionsgrad
nach
rot grün blau (Normlichtquelle C)
ISO 2049
0,5 0,462 0,473 0,065 0,86 ± 0,06
1,0 0,489 0,475 0,036 0,77 ± 0,06
1,5 0,521 0,464 0,015 0,67 ± 0,06
2,0 0,552 0,442 0,006 0,55 ± 0,06
2,5 0,582 0,416 0,002 0,44 ± 0,04
3,0 0,611 0,388 0,001 0,31 ± 0,04
3,5 0,640 0,359 0,001 0,22 ± 0,04
4,0 0,671 0,328 0,001 0,152 ± 0,022
4,5 0,703 0,296 0,001 0,109 ± 0,016
5,0 0,736 0,264 0,000 0,081 ± 0,012
5,5 0,770 0,230 0,000 0,058 ± 0,010
6,0 0,805 0,195 0,000 0,040 ± 0,008
6,5 0,841 0,159 0,000 0,026 ± 0,006
7,0 0,877 0,123 0,000 0,016 ± 0,004
7,5 0,915 0,085 0,000 0,008 1 ± 0,001 6
8,0 0,956 0,044 0,000 0,002 5 ± 0,000 6
1) Die Farbwertanteile sind nach dem RGB UCS-System mit einer zulässigen Abweichung von ± 0,006
angegeben.