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Dieses Buch ist Billy Kerr gewidmet.

Billy, weil du weißt, was


es heißt, das Leben positiv zu leben, indem du der bist, der du
bist, und dich jedem Tag mit einem Lächeln und mit Zu-
kunftshoffnung näherst. Aus diesem Grund hast du deine
Seelengefährtin gefunden.
Peta Heskell

Der Flirt Coach


Türen öffnen mit Charme und Esprit –
im Business, im Alltag und in der Liebe

Aus dem Englischen übersetzt von Christiana Haack

mvg Verlag
Die Deutsche Bibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Heskell, Peta:
Der Flirt-Coach: Türen öffnen mit Charme und Esprit – im Business, im Alltag
und in der Liebe / Peta Heskell. Aus dem Engl. übers, von Christiana Haack.
-Landsberg am Lech ; München: mvgVerl. 2002
Einheitssacht.: Flirt coach <dt>
ISBN 3-478-74.290-0

Copyright © Peta Heskell 2001. Original’y published in English by Thorsons,


a Division of HarperCollinsPublishers Ltd. under the title „Flirt Coach“.

Titel der englischen Originalausgabe: „Flirt Coach“


Aus dem Englischen übersetzt von Christiana Haack.

Copyright © 2002 für die deutschsprachige Ausgabe bei mvgVerlag


im verlag moderne industrie AG & Co. KG, Landsberg – München

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung


sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner
Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schrift-
liche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung
elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder ver-
breitet werden.

Umschlaggestaltung: mi, J. Echter


Satz: kaltnermedia GmbH, 86.399 Bobingen
Druck: Himmer, Augsburg
Bindung: Thomas, Augsburg
Printed in Germany 74.290/080.201
ISBN 3-478-74.290-0

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Inhalt
Danksagung

Der Anfang

Teil I Innen
Kapitel 1 ErfolgsFlirten – eine Art zu leben
Kapitel 2 Die Wissenschaft der Emotionen
Kapitel 3 Schärfen Sie Ihre Sinne
Kapitel 4 Seien Sie Ihr bestes Selbst
Kapitel 5 Legen Sie sich bessere Überzeugungen zu
Kapitel 6 Entwickeln Sie fantastische Flirtzustände
Kapitel 7 Stimme und Bewegung
Kapitel 8 Erwecken Sie Ihre Sexualität

Teil II Außen
Kapitel 9 Geben Sie Ihre Glut und Ihr Strahlen weiter
Kapitel 10 Tiefer Rapport – ein natürlicher Zustand
Kapitel 11 Schmeichelnde Sprache

Teil III Integration


Kapitel 12 Ihre flirtreiche Zukunft

30 Wege zu einem flirtfähigeren Selbst

Anhang
Danksagung
Wenn man sich in das Abenteuer des Lebens stürzt, gibt es
manchmal Lehrmeister, die gerade zur rechten Zeit er-
scheinen. Zwei davon traten in mein Leben und seither war es
nie mehr dasselbe – dafür bin ich unendlich dankbar.

Joseph Riggio
Joseph, Sie waren und sind mir ein wahrer Mentor, Freund
und Lehrer. Ihre Integrität und Offenheit, Ihre Fähigkeit zu
fühlen, Ihr Spielerisch-Sein, Ihre Stärke und Ihre Art, in der
Welt zu sein, haben mich angerührt und mein Leben über das
Maß, das mir möglich schien, hinaus erweitert. Sie lehrten
mich, „ich in meiner besten Verfassung“ zu sein. Manchmal
haben Sie mir, wie jeder gute Mentor, kräftig eins auf die
Finger gegeben und werden das zweifellos auch weiter tun,
und dafür danke ich Ihnen. Sie sind einfach großartig!

Richard Bandler
Richard, König der Erforscher, hat sich sein Leben lang in die
Tiefen des Unbekannten gestürzt und wilde, anscheinend
verrückte Wege, mit seinem Gehirn und seinem Körper
umzugehen, ausprobiert. Richard, Sie haben mir all das in
Ihren unnachahmlich guten, tatkräftigen, erhellenden und
vergnüglichen Weiterbildungen vermittelt. Der Klang Ihrer
Stimme hallt immer noch in meinen Ohren nach. Darüber
hinaus haben Sie mich mit Gedanken der aufregendsten Art
inspiriert. Danke für die himmlischen, großartigen Inspira-
tionen.

Ich möchte auch Lesley danken, einer wahren Er-


folgs-Flirterin. Lesley ist seit Jahren meine Freundin und
Vertraute, und ihre Art zu leben ist sowohl eine Freude als
auch eine Inspiration.
Und danke schön Jeff, dass du mir erlaubst, deine anste-
ckende Begeisterung für das Leben anderen mitzuteilen.
Meinen Eltern, John und Shelagh, die mich nicht nur als ihr
Kind lieben und hegen, sondern auch alle meine öden
Haushaltspflichten übernahmen, während ich dieses Buch
schrieb, möchte ich sagen: Ich liebe euch.
Und meinen ganz besonderen Dank an Ken für die 15 Jahre
Unterstützung, Liebe und Ermutigung.
Ich danke allen Teilnehmern meiner Flirt-Wochenenden für
ihren Mut, etwas zu unternehmen, um ihr Leben zu verbes-
sern, und dass sie mir bereitwillig die Geschichten erzählten,
die in diesem Buch erwähnt werden.
Diese Wochenenden und dieses Buch wären nicht möglich
gewesen ohne die Unterstützung meiner Freunde, die ihre
Zeit dafür opferten. Herzlichen Dank Steven, Caroline, Kevin,
Patrick, Andrew, Pauline, Adrian, Sue, Mary, David, Clare,
James, Lesley, Julia, Kerry, Nadja, Gary, Susan, Hannie,
Marion, Arnoud, Denis, Kelly, Lynne, Kino-Kid, Philip, Leona,
Pammie, Karen, Jag, Sarah und Paul.
Und Dank an PNB für die Erkundungen, Inspirationen und die
wilde Fahrt – auf dass die Liebe und die Lust lange leben!
Und ein großes Dankeschön an Paul McKenna, Michael Breen
und Shelley Loughney. Die letzten vier Jahre machten viel
mehr Spaß, als ich mir je hätte vorstellen können. Danke,
dass ich bei euch sein und weiterlernen durfte.
Ich möchte auch meinen Agenten und Freund, Philip Hodson,
beglückwünschen, dass er an mich glaubte, mich ermutigte
und einen tollen Vertrag aushandelte!
Ein großes Dankeschön an Lizzie Hutchings, dass sie mir half,
dieses Buch in seine beste Form zu bringen.
Und schließlich möchte ich noch allen danken, die mir ir-
gendwann einmal im Leben begegneten. Sie alle haben in
gewisser Weise darauf eingewirkt, wie ich heute in meiner
absolut besten Verfassung bin und jeden Moment voll Freude
auf das, was kommt, lebe.
Der Anfang
Was verstehen wir überhaupt
unter „Flirten“?

Beginnen wir ganz am Anfang und definieren wir das Wort


„flirten“ – oder besser, definieren wir es neu. Wenn wir nicht
ständig Dinge neu definierten, würden wir noch immer als
Jäger in Höhlen leben. Flirten stammt von dem alten fran-
zösischen Wort fleurter, was „blühen, sich entfalten“ heißt.
Und so haben Teilnehmer meiner Flirtkurse diesen Begriff
definiert:

♥ Flirten heißt, ein wenig zu geben, aber nicht völlig ver-


fügbar zu sein.
♥ Flirten bedeutet Vergnügen, Verbindung zu Leuten herzu-
stellen und sie kennen zu lernen.
♥ Durchs Flirten zeigt man anderen, dass man sich für sie
interessiert.
♥ Flirten bedeutet, Komplimente zu machen, zu lächeln und
Leute glücklich zu machen.
♥ Flirten heißt, wie ein Schmetterling zu sein – er flattert in
seiner ganzen Schönheit vorbei, und wenn wir ihn zu fangen
versuchen, fliegt er davon und wir wollen nur noch mehr…
♥ Flirten bedeutet Blickkontakt. Man schaut jemand anderen
an und lächelt dabei mit den Augen.
♥ Flirten bedeutet, sich selbst so anziehend zu machen, dass
andere einem nicht widerstehen können. Flirten ist die Kunst,
die Barrieren anderer Leute niederzureißen und Kontakt
herzustellen.
♥ Flirten heißt, ein Gespräch nach der Begrüßung weiter-
führen zu können!
♥ Ein Flirt ist eine großartige Methode, ein wenig Sonnen-
schein in die Welt zu bringen – oder gleich eine ganze Menge
davon!
♥ Mit Flirten zeigt man den Leuten, dass man Interesse an
ihnen hat, und bringt es fertig, dass sie sich zu einem hin-
gezogen fühlen.
♥ Flirten ist ein harmloser unterhaltsamer Zeitvertreib, den
man, wenn man will, bewusst weiterführen kann.

Folgende Eselsbrücke fasst für mich Flirten zusammen:

F Sich in seiner Haut wohl Fühlen und andere Leute mögen


L Locker lassen und mit voller Stimme sprechen
I Interessante Leute sind interessiert
R Rapport und Resonanz
T den richtigen Tonfall treffen und die gleiche Sprache
sprechen
E Ein Gespräch anknüpfen
N „Nein“ bedeutet „Geh weiter zum Nächsten“. Nein, der
Nächste. Nein, der Nächste. Bingo! Ja!

Flirten bedeutet, sich in seiner Haut wohl zu fühlen,


und dies die Welt spüren zu lassen, so dass die rich-
tigen Leute sich unwiderstehlich zu Ihnen hingezogen
fühlen.

Ich nenne dies „ErfolgsFlirten“, weil Sie diese Fertigkeiten


einsetzen können, um sowohl in Ihren gesellschaftlichen
Beziehungen, in Ihrem Berufsleben wie auch in Ihrem Lie-
besleben erfolgreich zu sein!
Die besten Flirter flirten mit jedem!

In diesem Buch geht es darum, wie man die Art Mensch wird,
der mit jedem, mit dem er will, flirten kann! Meine Freundin
Lesley ist so jemand. Sie führte 25 Jahre lang eine Firma und
flirtete dabei mit jedem. Bis heute flirtet sie mit älteren
Menschen, Kindern, Babys, Männern und Frauen. Sie flirtet
kess mit Männern, die ihr gut gefallen, und freundlich mit
denen, die ihr nicht so gefallen. Sie amüsiert sich über Witze
und sie kann sowohl unverblümt als auch sehr sanft sein. Mit
ihren 48 Jahren laufen ihr noch immer die Männer hinterher,
und sie ist seit 26 Jahren glücklich verheiratet. Frauen bitten
sie um Rat in Partnerschaftsfragen, und Eltern erlauben ihr,
ihre Kinder zu „adoptieren“. Bei ihrer Beerdigung werden sich
die Trauernden einmal aus Platzmangel auf die Zehen treten!

Was ist das Geheimnis erfolgreichen


Flirtens?

Was ist also das Geheimnis von Menschen wie Lesley? Bei
meinen Studien wirklich erfolgreicher Flirter – Erfolgs-Flirter!
– entdeckte ich, dass die meisten Flirter folgende Eigen-
schaften gemeinsam haben:

♥ Sie wissen, wer sie sind.


♥ Sie sind von sich und anderen positiv überzeugt – und das
macht sie stark.
♥ Das Zusammentreffen mit anderen betrachten sie als Ge-
legenheit, mit ihnen zu interagieren und sich wohl zu fühlen.
♥ Sie können mit nahezu jedem Rapport, also eine tiefe
gefühlsmäßige Übereinstimmung, herstellen und sind flexibel
genug, sich im Wind zu wiegen und dabei ihr Gefühl für sich
selbst zu bewahren.
♥ Sie wissen, dass nicht alle Menschen sie lieben werden,
aber sie finden weiterhin alle Menschen interessant.
♥ Sie sind optimistisch und positiv.
♥ Sie setzen Sprache so ein, dass andere sich ihnen ver-
bunden fühlen und gerne Kontakt mit ihnen aufnehmen und
flirten.
♥ Sie verfolgen kein anderes Ziel, als sicherzugehen, dass
auch der andere etwas gewinnt, wenn sie etwas gewinnen.
♥ Sie wissen instinktiv, dass auch sie sich großartig fühlen,
wenn sie dafür sorgen, dass andere sich wohl fühlen.
♥ Sie sind in Kontakt mit ihren eigenen Reaktionen und sich
ihrer bewusst.
♥ Sie sind in Kontakt mit ihrer sexuellen Energie und sich
ihrer bewusst.
♥ Sie nehmen die Signale anderer auf und wissen, wann sie
den Flirt auf die nächste Stufe weiterführen und wann sie
aufhören müssen.
♥ Sie amüsieren sich gerne und spielen wie Kinder.

Ich nehme nicht an, Sie wären auch gerne so, oder etwa
doch?

Ein Flirter werden…

In diesem Buch werden Sie lernen, sich all die oben ge-
nannten Eigenschaften anzueignen. Dieses Buch ist kein
Katalog von Flirttechniken und kein Verabredungsleitfaden;
es sagt Ihnen nicht, was Sie anziehen oder sagen sollten. Es
handelt vielmehr davon, wie Sie das Selbstvertrauen, die
Einstellungen, Überzeugungen und die Fertigkeiten entwi-
ckeln, um mühelos und erfolgreich mit sich und anderen zu
interagieren. Große Flirter lieben, wer sie sind und was sie
tun. Dieses Buch ist ein Leitfaden und eine Sammlung von
Geschichten und Erkundungen, mit deren Hilfe Sie entdecken
können, wie wundervoll Sie sind und wie Sie noch toller
werden können. Es geht darum, dass Sie sich selbst be-
gegnen, wachsen, damit Sie sich selbst mögen und sich in
sich selbst verlieben, und lernen, von dieser Grundlage aus
mit der Welt zu interagieren.

In diesem Buch geht es darum, dass Sie zuerst mit


sich selbst flirten und dann mit dem Leben, und zwar
auf eine Weise, dass die Leute sich unwiderstehlich zu
Ihnen hingezogen fühlen!

Teil I: Innen

Gute Kommunikation mit anderen ist erst dann möglich,


wenn Sie mit sich selbst gut kommunizieren; also werden Sie
zuerst an sich, an Ihrem Inneren arbeiten. In diesem Teil
werden Sie:

♥ entdecken, was großartig an Ihnen ist, und sich daran


erfreuen;
♥ die Signale erkennen, die Sie sich selbst und anderen
geben;
♥ sich bewusst werden, wie Sie sich selbst blockieren;
♥ lernen, Überzeugungen anzunehmen, die Sie stark und
kompetent machen;
♥ tolle Flirtzustände entwickeln;
♥ sich Ihres Körpers und Ihrer Stimme als ausgezeichnete
Kommunikationsmittel besser bewusst werden;
♥ ein sinnliches Bewusstsein für die lautlosen Botschaften
entwickeln, die Sie und andere aussenden;
♥ Ihre Sexualität genießen und sie gerne annehmen.

Teil II: Außen

Hier lernen Sie Fertigkeiten, mit deren Hilfe Sie erfolgreich


mit Menschen Ihrer Umgebung in Kontakt treten können. Sie
werden entdecken, wie Sie:
♥ ausstrahlen, was an Ihnen wundervoll ist;
♥ die richtigen Menschen anziehen;
♥ einen tiefen energetischen Rapport mit den Menschen um
Sie herum aufbauen;
♥ Sprache einsetzen, um andere zu beeinflussen und zu
bezaubern.

Teil III: Integration

Dieser Teil verwebt alles, was Sie gelernt haben, miteinander


und führt Sie weiter, während Sie allmählich:

♥ die für Sie richtige Zukunft erschaffen;


♥ die immense Kraft des Verbundenseins mit anderen und
der Netzwerke entdecken und wie Sie sie in Ihr Leben in-
tegrieren;
♥ Ihre Flirtmuskulatur aufbauen, indem Sie sich durch das
30-Tage-Programm am Schluss dieses Buches arbeiten.

Anhang

Dieser Teil listet Bücher, Kassetten, Kurse, Inter-


net-Angebote und die Namen von Personen auf, die Ihr Leben
bereichern können.
Eines dürfen Sie allerdings nicht vergessen: Bücher verän-
dern Sie nicht einfach über Nacht, während Sie süß
schlummern. Sie bieten Ihnen Denkweisen und Hand-
lungsmuster an, die Ihnen dabei helfen können, sich selbst
zum Positiven zu verändern. Aber Sie müssen sich selbst
dafür entscheiden, die Arbeit zu leisten, damit dies Wirk-
lichkeit wird!
Möchten Sie sich bewusst dafür entscheiden, ein Er-
folgs-Flirter zu werden? Dann fangen wir am besten gleich
an!
Teil 1
Innen
Kapitel 1

ErfolgsFlirten
- eine Art zu leben

Wo fängt Flirten an?


Das Geheimnis tollen Flirtens liegt darin, dass man innen, bei
sich selbst, anfängt! Je besser Sie sich selbst kennen, umso
leichter können Sie erfolgreich flirten und es genießen.
Große Flirter wissen, wer sie sind, erfreuen sich daran und
sind diesbezüglich ehrlich. Sie fühlen sich wohl in ihrer Haut
und geben das anderen weiter. Wenn Sie so sein möchten,
müssen Sie von jetzt an mehr darüber erfahren, wer Sie sind,
und stolz darauf sein.

Wer sind Sie?


Ihre Geschichte

Wer, meinen Sie also, sind Sie? Und so beantworteten einige


Teilnehmer eines meiner Flirt-Workshops diese Frage:

♥ „Ich bin Programmierer.“


♥ „Ich bin 27 Jahre alt.“
♥ „Ich bin eine Schwarze.“
♥ „Ich bin schwul.“
♥ „Ich bin verheiratet und Mutter.“
♥ „Ich bin geschieden.“
♥ „Ich bin ungern Steuerberater.“
♥ „Ich bin schüchtern.“
♥ „Ich bin ein Spießer.“
♥ „Ich bin eigentlich ein bisschen langweilig.“
♥ „Ich bin ein Alt-Hippie.“
♥ „Ich bin Mrs. Smith.“

Manche Menschen definieren sich über ihre Arbeit, andere


durch ihre Sexualität oder ihre Rolle im Leben oder ihre
Beziehung zu anderen. Fast jeder definiert sich in Bezug auf
irgendeine Schublade in der Welt. Das ist meines Erachtens
eine ziemlich starke Einschränkung. Ich glaube nicht, dass
man sich durch ein Merkmal allein definieren kann.

Die Geschichten anderer Menschen

Manchmal, und das ist noch schlimmer, übernehmen wir die


Definitionen, die andere für uns aufgestellt haben. Wenn wir
heranwachsen, absorbieren wir die Botschaften unserer
Mitmenschen, wie das Leben sein sollte und wie wir sein
sollten. Und deshalb können andere unbewusst unseren
Enthusiasmus für das, was uns natürlicherweise anzieht,
zunichte machen. Einige von uns hören auf, ihre Träume zu
träumen, und konzentrieren sich auf den Versuch, sich in ein
Schema einzupassen, das jemand anders für uns entworfen
hat. Langsam lernen wir, nicht so zu sein, wie wir eigentlich
gemeint sind.

Wir alle kommen mit Charakter und Berufung auf die Welt.
Aber der Nebel der Geburt verschleiert dieses Selbstver-
ständnis.
James Hillman, The Soul’s Code

Viele von uns leben schließlich in Angst davor, was andere


sagen könnten, wenn wir nicht dem entsprechen, was man
unseres Erachtens von uns „erwartet“ oder was „traditionell“
oder „richtig“ ist. Einige Leute kommen in meine Flirtkurse
und möchten nicht, dass ihre Freunde und Bekannten davon
erfahren. Aber man sollte sich nicht dafür schämen, dass man
mehr aus seinem Leben machen möchte. Scham entsteht
dann, wenn wir darauf programmiert sind zu glauben, dass
das, was andere über uns denken, wichtiger ist, als wir selbst
zu sein. Eine wahre Schande ist es jedoch, wenn wir das
ignorieren, was in uns selbst darauf wartet, herauszukom-
men, und ein Leben leben, das nicht das richtige für uns ist.
Aber wenn Sie den Idealen, die andere für Sie aufgestellt
haben, nicht entsprechen, haben Sie keineswegs versagt. Sie
haben erkannt, dass es noch mehr gibt! Toll! Sie können sich
beglückwünschen!

Der Augenblick, in dem Sie beginnen, selbst zu defi-


nieren, was Sie unter erfolgreichem Leben verstehen,
ist der Augenblick, an dem Sie beginnen, Erfolg zu
haben.

Ich liebe die folgende Geschichte über Oprah Winfrey. Eines


Tages beschloss Oprahs Großmutter, ihr das Wäschewaschen
beizubringen, weil sie annahm, dass Oprah einmal für andere
Leute Wäsche waschen würde. Oprah erinnert sich, wie sie
eine Stimme in ihrem Kopf sagen hörte: „Du wirst das nie
machen müssen. Du wirst eine bedeutende Persönlichkeit
werden.“ Und so geschah es. Heute ist sie eine der ein-
flussreichsten Frauen der Welt und setzt ihre Macht immer
mehr dafür ein, anderen dabei zu helfen, sich zu befreien. Sie
weiß, wer sie ist – und das ist kein Etikett, das ihr jemand
anderer verpasste.

Ich betrachte mich nicht als armes, benachteiligtes Mädchen


aus dem Schwarzengetto, das den Erwartungen entsprach.
Ich betrachte mich als einen Menschen, der bereits von früh
an Folgendes wusste: dass ich selbst für mich verantwortlich
bin und dass ich mich durchsetzen und mein Ziel erreichen
musste.
Oprah Winfrey
Ihre wahre Geschichte

Was für eine Art Mensch sind Sie? Würden Sie gerne er-
kunden, wer Sie sind? In diesem gesamten Buch gibt es
„Erkundungen“. Wenn Sie daran teilnehmen, werden Sie
ermutigt, Fragen zu stellen und mit Ihrem Gehirn und Ihrem
Körper zu experimentieren. Vielleicht finden Sie sich au-
ßerhalb Ihres Wohlfühl-Bereichs wieder. Gut. In der östlichen
Philosophie glaubt man, Unbehagen bedeute, dass man
gerade etwas lerne. Man begrüßt es dort! Wenn Sie sich
irgendwann einmal unbehaglich fühlen, fragen Sie sich: „Was
geht hier vor sich? Was ist die Botschaft? Was muss ich
herausfinden? Was lerne ich gerade?“ Auf diese Weise er-
kennen Sie den Wert von Erfahrungen. Manchmal werden Sie
vielleicht mit dem, was ich sage, nicht übereinstimmen. Dann
fragen Sie sich, ob es ein wirklicher Meinungsunterschied ist
oder nur ein automatischer Reflex, und wenn ja, was Sie
daraus lernen können?
Vergessen Sie aber nicht, dass das Ganze nicht nur harte
Arbeit ist! Sie lernen beim Lesen dieses Buches sowohl be-
wusst, nehmen aber auch unbewusst Informationen auf, weil
darin viele Ideen versteckt sind, die Ihnen einfach eingehen
und als neues Bewusstsein oder Verhalten plötzlich Tage,
Wochen oder sogar Monate später auftauchen werden.
Während Sie die Erkundungen lesen und sie durchführen,
kontrollieren Sie sich selbst:

♥ Haben Sie mehr über sich herausgefunden?


♥ Sind Sie hoffnungsvoller gestimmt?
♥ Sind Sie ein klein wenig näher an dem dran, was Sie für sich
selbst wollen?
♥ Haben Sie etwas Nützliches gelernt?
♥ Wollen Sie gerne noch mehr herausfinden?

Vielleicht möchten Sie sich für Ihre Erkundungen ein spe-


zielles Notizheft anlegen. Das Niederschreiben von etwas
klärt oft, was Ihnen im Kopf herumgeht, und manchmal löst
allein das Aufschreiben eine kleine Veränderung aus. Es
empfiehlt sich auch, diese Notizen aufzubewahren, damit Sie
sie sich später noch einmal anschauen können und erkennen,
wie weit Sie schon gekommen sind. Vor zwölf Jahren be-
schrieb ich meinen idealen Tag, und jetzt merke ich, dass
vieles davon wahr geworden ist. Es ist wunderbar, zurück-
zuschauen und zu erkennen, dass es nicht nur möglich ist,
etwas zu ändern, sondern sich sogar das Leben, das man
anstrebt, zu erschaffen.
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort für Ihre erste Erkundung.
Wenn Sie sich gerade an einem hektischen Ort aufhalten,
merken oder notieren Sie sich, dass Sie sich etwas Zeit für
diese Erkundung nehmen, ehe Sie weiterlesen.

Wer sind Sie?

Was für eine Art Mensch sind Sie?


Schreiben Sie auf, was Ihnen beim Lesen dieser Frage in den
Sinn kommt. Spüren Sie es und lassen Sie es fließen. Denken
Sie daran: Wenn Sie sich selbst gegenüber ehrlich sind, gibt
es kein Richtig oder Falsch, sondern nur das, was ist…

Um Ihnen eine kleine Vorstellung zu vermitteln: Als ich selbst


diese Erkundung machte, schrieb ich eine ganze Menge auf,
und zwar unter anderem:
Ich bin ein Mensch, der Tiere liebt. Ich schreibe, leite Grup-
pen und fühle mich ganz toll, wenn ich mit meiner Katze
spiele, im Internet surfe oder mit Freunden zusammen bin.
Ich coache gern Menschen, um ihnen bei der Erkenntnis, wer
sie sind, zu helfen. Ich flirte wahnsinnig gern und bin ein
begeisterter Netzwerker. Ich genieße die gemeinsam mit
meinem Partner verbrachte Zeit und bin auch gerne mit mir
allein. Ich liebe Abenteuer und schätze gutes Essen. Ich gehe
gerne an einsamen Stränden spazieren, lasse mir dabei die
Sonne auf den Rücken scheinen und bekomme dabei das
Gefühl, eins mit der Welt zu sein. Ich bin kreativ und unge-
bändigt und ganz versessen darauf, die Welt zu verändern.

Lesen Sie Jetzt durch, was Sie notierten, und spüren Sie
dabei nach, welche Gefühle beim Lesen in Ihrem Körper
aufsteigen. Achten Sie darauf, wo sie sich genau befinden. Es
ist wichtig, dass Sie sich Ihrer Gefühle bewusst sind!
Wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, stellen Sie sich
diese Frage noch einmal. Vielleicht merken Sie, dass Sie,
dass Sie sogar noch mehr von dem wahren Selbst entdeckt
haben, das unter den Schichten verborgen war, die wir ab-
getragen haben…

Da Sie jetzt definiert haben, wer Sie sind, müssen Sie wissen,
was Sie wollen. Denn wie können Sie sonst merken, wenn Sie
es bekommen haben? Es folgt eine weitere Erkundung.

Was wollen Sie wirklich?

Gibt es etwas, das zu tun Sie sich schon länger sehnen? Was
sind diese großen Träume, jene tiefen Wünsche und Sehn-
süchte, die Sie tief in sich bergen? Wenn Sie morgen auf-
wachen und entdecken würden, dass ein Wunder geschehen
ist« wie würde dann Ihr Leben aussehen?

Was wollen Sie? Beschreiben Sie, wie es für Sie sein wird.

♥ Lesen Sie noch einmal, was Sie geschrieben haben.


♥ Wenn Sie viele Einzelheiten notiert haben, nehmen Sie
jeden einzelnen Punkt, den Sie aufgelistet haben, und fragen
Sie: „Was wird mir dies bringen?“
♥ Jetzt stellen Sie sich vor, dass alles, was Sie sich wünschen,
in einen großen Ballon getan wird, und lassen Sie es davon-
fliegen.

Warum sollten Sie das, was Sie sich wünschen, loslassen?


Das erscheint vielleicht merkwürdig, aber wenn Sie erst
einmal wissen, was Sie wollen, und es dann loslassen, wer-
den sich Ihnen Möglichkeiten eröffnen. Ich weiß nicht warum,
aber Menschen, die sich ständig Sorgen machen, ob sie auch
das bekommen, was sie sich wünschen, kämpfen anschei-
nend stärker als jene, die loslassen, und es sich dann einfach
gut gehen lassen. Viele meiner Kursteilnehmer und Klienten
haben eines gemeinsam. Sie sind verzweifelt. Sie äußern
Dinge wie: „Ich muss einen Sponsor für mein Projekt finden“
oder „Ich muss unbedingt einen Lebensgefährten finden“. Sie
konzentrieren sich sehr stark auf das Gewünschte. Aber diese
Einengung ihres Blickwinkels bedeutet, dass ihnen andere
Dinge entgehen, die vielleicht auf Umwegen zu dem führen
würden, was sie sich wünschen.

Eingeschränkte oder weit reichende


Möglichkeiten?

Stellen Sie sich Folgendes vor. Liz geht mit der Absicht, einen
Mann zu finden, auf eine Party. Sie schaut sich auf der Party
um und verliert das Interesse, weil sie keinen „anständigen“
Mann sieht. Sie geht früh heim. Und jetzt stellen Sie sich
folgendes Szenario vor. Liz geht mit der Absicht, sich zu
amüsieren und mit interessanten Leuten in Kontakt zu
kommen, auf eine Party. Sie kommt mit einer Frau ins Ge-
spräch, die sie zu einer Weinprobe einlädt. Bei der Weinprobe
lernt sie eine weitere Frau kennen, die wie sie theaterbe-
geistert ist und zufällig in ihrer Nähe wohnt. Liz geht mit ihrer
neuen Bekannten ins Theater und wird Alan vorgestellt, der
mit dem Ehemann ihrer neuen Freundin gut bekannt ist. Alan
und Liz kommen ins Plaudern… Muss ich noch weitererzäh-
len? Als Liz sich bewusst entscheidet, ihre Sehnsucht, einen
Mann zu finden, „loszulassen“, ist sie frei, andere Kontakte zu
knüpfen, die sonst wohin führen können. Wenn wir keine
Kontakte knüpfen, öffnen wir uns nicht die Türen zu Chancen.
Lassen Sie also Ihre Träume los, seien Sie sich ihrer bewusst
und verwahren Sie sie an einem sicheren Ort. Das Leben ist
ein Abenteuer. Anstatt an einem bestimmten Plan festhalten
zu wollen, lassen sie es sich so entfalten, wie es gemeint ist.
Wenn Sie sich auf größere Ideen konzentrieren, wie etwa
eine harmonische Beziehung mit jemandem zu haben, an-
statt die Haarfarbe, Größe und den Beruf des gewünschten
Partners zu spezifizieren, öffnen Sie sich ebenfalls mehr
Gelegenheiten zum Flirten und zur Kontaktaufnahme.
In diesem Stadium hat es vielleicht den Anschein, als würden
Ihre Träume nie Wirklichkeit, aber viele Leute haben sich
bereits zum flirtenden Erfolg umprogrammiert. Marie bei-
spielsweise hatte sich nie so recht um das bemüht, was sie
wollte, aber als sie ihr bestes Selbst entdeckte, ergatterte sie
einen Studienplatz in Betriebswirtschaft, suchte eine Part-
nervermittlung auf und fand einen Mann! Paul wollte sexuell
attraktiver sein. Mit seinem neu gewonnenen Selbstver-
trauen zog er Rita an, eine gesellige, sexy Frau, die genau die
Richtige für ihn ist. Geoff sah nur Ziegelmauern zwischen sich
und den Frauen, die ihm gefielen. Er lernte, seine imaginären
Barrieren niederzureißen und sich selbstbewusst genug zu
fühlen, um eine junge Frau um eine Verabredung zu bitten.
Auch Sie können Ihre Träume wahr werden lassen!

Jeffs Geschichte:
Wie er sich seinen Weg zum Erfolg erflirtete

Für einige Menschen ist das ErfolgsFlirten wirklich eine Art


der Lebensführung. Jeff Cain zum Beispiel ist einer der er-
folgreichsten Flirter, die ich überhaupt kenne. Seine Le-
bensfreude ist geradezu ansteckend und spornt alle um ihn
herum an. Damals in den achtziger Jahren gehörte Jeff zu
jener kleinen elitären Gruppe, die einen Anrufbeantworter
besaß, und er machte aus seinen Ansagen die reinste Plau-
dershow! Zu einer Zeit, als man sich glücklich preisen konnte,
wenn man einen von zehn Anrufern zu einer Nachricht ani-
mieren konnte, wurde Jeffs Nummer in Großbritannien
herumgereicht, und bald war sein Anschluss immer von
Anrufern belegt, die eine Nachricht hinterlassen wollten. Auf
Veranlassung einer Freundin rief ich an und hörte ihm
schließlich 20 Minuten lang zu, die meiste Zeit lachend.
Schließlich wurden Jeff und ich dicke Freunde.
Jeff strahlte etwas aus, das andere anregte und amüsierte
und in seinen Bann zog. Und er traf furchtbar gerne neue
Leute. Er lud sich selbst auf Partys ein, er blieb mit den
Leuten in Kontakt, er tat ihnen einen Gefallen. Er stellte
immer eine Verbindung her.

Wenn Sie Kontakt mit anderen Menschen knüpfen,


wissen Sie nie, wohin das führen wird.

Wenn Jeff gerade nicht an anderen interessiert war, teilte er


jedem, der zuhören wollte, seine Träume und Ideen mit.
Schließlich gründete er eine der ersten britischen Tele-
fon-Chat-und Unterhaltungsdienste, was ein widerhallender
Erfolg wurde. Jeff tat nur, was er liebte, und machte eine
Firma daraus. Er war in all seinen Lebensbereichen erfolg-
reich, aber er arbeitete viel dafür. Er legte seine Energie
hinein und erntete die Früchte. Und bei alldem mochte er
wirklich, wer er war, und glaubte an sich. Und genau das zog
andere Menschen zu ihm hin. Er ist die Art Mensch, die die
Leute gerne um sich haben. Er bringt Sonnenschein in das
Leben aller – inklusive meines!
Jeff ist zudem einer der charismatischsten Frauenmagneten,
die ich je kennen gelernt habe! Wer wäre denn auch nicht
gerne in Gesellschaft eines so von Lebensfreude sprühenden
Menschen? Wenn Sie lernen, diese Kraft von sich zu geben,
werden Sie merken, dass auch Sie andere Menschen anzie-
hen!

Was ist mit Ihnen?

ErfolgsFlirten ist eine Art der Lebensführung für Jeff und


unzählige andere, und das kann es auch für Sie sein. Es hat
lediglich damit zu tun, dass Sie sich großartig fühlen, die
Person zu sein, die Sie sind, und diese Einstellung an andere
weitergeben, wodurch auch sie sich großartig fühlen. Wenn
Leute sich großartig fühlen, sind sie offen für Vorschläge,
Gelegenheiten und Einladungen. Ihre Herzen, ihr Denken und
ihre Unterstützung werden Ihnen zugänglich, weil Sie ihnen
etwas wirklich Wertvolles geben.
Sie werden bald Verbindungen mit anderen auf Weisen her-
stellen können, die Ihnen in Ihren Träumen nie möglich
erschienen. Es ist Ihre Entscheidung, Ihr Weg. Ich bin hier,
um Sie zu geleiten und Sie dazu zu motivieren, es für sich
selbst zu tun.
Wollen Sie sich täglich besser fühlen und anfangen, auch
anderen ein gutes Gefühl zu verschaffen? Wie lautet Ihre
Antwort – „Ja“ oder „Ja“?
Wo auch immer Sie sich gerade in Ihrem Leben befinden,
vergessen Sie nicht, dass das Beste an der Vergangenheit die
Tatsache ist, dass sie vergangen ist… und das Beste an der
Zukunft, dass sie darauf wartet, dass Sie ankommen… und
dass Sie jede Minute davon lieben.

Erkunden Sie Ihre Flirtmuster

Als Erfolgs-Flirter werden Sie fähig sein, Dinge für Sie, nicht
mit Ihnen geschehen zu lassen. Sie werden Dinge aufgrund
dessen, was Sie tun, nicht obwohl Sie es tun, geschehen
lassen. Was machen Sie jetzt? Sie haben vielleicht einige
Verhaltensmuster, die Ihnen nicht von Nutzen sind, und
einige, die Ihnen nützen. Erkunden wir Ihre gegenwärtigen
Flirtmuster.

Wie flirten Sie?

Vielleicht verstehen Sie sich schon recht gut aufs Flirten?


Vielleicht flirten Sie, aber ohne die gewünschten Erfolge.
Vielleicht flirten Sie überhaupt nicht. Diese Erkundung dient
ausschließlich dazu, Ihr Bewusstsein für Ihr Flirtverhalten zu
intensivieren, aus diesem Grund gibt es am Schluss keine
Beurteilung. Sie können schließlich selbst erkennen, an was
Sie arbeiten müssen, oder etwa nicht?
Sie befinden sich in einer entspannten gesellschaftlichen
Situation und erkennen, dass Sie sich zu jemandem hinge-
zogen fühlen. Wie verhalten Sie sich?

♥ Senden Sie starke sexuelle Signale aus und sprechen Sie


den Betreffenden an, wenn derjenige Sie nicht anspricht?
♥ Flirten Sie mit jemand anderem und schauen Sie gele-
gentlich in die Richtung der eigentlich gemeinten Person?
♥ Hoffen Sie, dass der andere nicht merkt, dass Sie an ihm
interessiert sind, und schauen Sie absichtlich weg?

Als ich einmal vor einem Seminarraum stand, kam ein Mann
zu mir herüber. Er stellte mir Fragen über das Seminar. Ich
fühlte mich körperlich stark zu ihm hingezogen. Nachdem wir
eine Weile geplaudert hatten, gab ich ihm meine Visitenkarte
und ging hinunter, weil das Seminar gleich anfing. Auf hal-
bem Weg drehte ich mich um, stieg die Stufen wieder zu ihm
hinauf und fragte ihn, ob wir eine Tour mit seinem Motorrad
unternehmen könnten. Wir sehen uns noch immer! Manch-
mal muss man seinen Instinkten folgen und darf sich keine
großen Gedanken über die Konsequenzen machen. Ich
dachte überhaupt nicht daran, ob dieser Mann mich vielleicht
abweisen oder mich für zu aufdringlich halten könnte – ich
probierte es einfach!

Sie befinden sich in einem ziemlich vollen Eisenbahnwagen.


Eine ansehnliche, nett wirkende Person besteigt den Wagon
und fängt ein Gespräch an. Wie verhalten Sie sich?

♥ Sagen Sie „Guten Abend“ und widmen Sie sich dann wieder
Ihrer Lektüre oder Ihrer Arbeit?
♥ Ignorieren Sie die Person – schließlich könnte er ein Lan-
geweiler oder Sexualtäter sein?
♥ Lassen Sie sich darauf ein und knüpfen Sie ein Gespräch
an?

Fran drehte über mein Seminar eine Fernsehdokumentation.


Sie erzählte mir, dass sie sich nach einem gemeinsam mit mir
verbrachten Nachmittag ausgesprochen munter und fidel
gefühlt habe. Auf der Zugrückfahrt kam ein Mann in ihr Ab-
teil, lächelte und sagte: „Hallo.“ Normalerweise hätte Fran
einen undeutlichen Gruß gemurmelt, weggesehen und wei-
tergearbeitet. Diesmal erinnerte sie sich an etwas, was ich
über Wohlbefinden und Kontaktaufnahme gesagt hatte,
lächelte zurück und machte eine Bemerkung über ein aktu-
elles Ereignis. Im Laufe der sich daraus ergebenden Unter-
haltung entdeckten die beiden, dass sie beide fürs Fernsehen
arbeiteten, in der gleichen Stadt lebten und dass er ihren
Ehemann kannte. Sie tauschten die Telefonnummern aus und
nahmen sich vor, sich mit ihren Lebensgefährten zum A-
bendessen zu treffen. Wer weiß, was sich aus dieser Be-
kanntschaft noch alles ergibt?
Wir können nicht erwarten, dass wir neue Freunde, Geliebte
und Geschäftskontakte über die üblichen Kanäle kennen
lernen. Manchmal führt gerade unsere Bereitschaft, unge-
wöhnliche Situationen auszunutzen, zu wunderbaren
Freundschaften, einer neuen Beziehung oder einer tollen
beruflichen Chance.
Sie wissen, dass Ihr Chef/Ihre Chefin heute Geburtstag hat,
und Sie mögen ihn/sie. Was machen Sie?

♥ Schicken Sie ihm/ihr eine passende Karte und/oder wün-


schen Sie ihm/ihr herzlich einen schönen Tag, und sind Sie
wirklich daran interessiert, ob und wie er/sie feiert?
♥ Ignorieren Sie es – Sie sind schließlich kein Schleimer?
♥ Unterschreiben Sie eine Karte der Belegschaft, wenn sie
herumgeht, aber fassen Sie sich dabei sehr formell?

Ich hatte einmal am selben Tag wie meine Chefin Geburtstag.


Mein damaliger Freund schickte mir eine Orchidee in die
Arbeit und ihr auch eine. Sie war nicht der Typ, der für „Be-
stechung“ und Schmeicheleien zugänglich ist, aber diese
Geste zauberte an diesem Tag ein Strahlen auf ihr Gesicht,
und sie gab es an uns weiter. Mein Freund hatte überhaupt
nicht darüber nachgedacht, dass er diese Geste vielleicht
nicht machen sollte. Er mochte meine Chefin wirklich und
wollte ihr eine Freude bereiten. Wenn wir unserem Instinkt,
nett zu sein, folgen, anstatt irgendwelche albernen, von uns
aufgestellten so genannten „Regeln“ über das, was richtig ist
und was nicht, einzuhalten, bringen wir andere zum Strahlen,
was sich nur positiv auswirken kann.
Sie wissen, dass jemand, den Sie kürzlich kennen gelernt
haben, mit dem Sie aber noch nicht sehr vertraut sind, Sie
mit jemandem bekannt machen könnte, der Ihnen beruflich
sehr nützlich sein könnte. Was machen Sie?

♥ Rufen Sie diese Person an, erkundigen sich nach ihrem


Befinden, hören ihr zu, vermitteln ihr ein gutes Gefühl und
sagen dann ehrlich, dass sie Ihnen aufgrund ihres Wissens
helfen könnte und dass Sie sie aus diesem Grund anrufen?
♥ Rufen Sie diese Person aus einem anderen Grund an und
hoffen, dass eines zum anderen führen wird?
♥ Rufen Sie absichtlich nicht an, weil das so aussehen würde,
als würden Sie den anderen nur ausnutzen?

Sue besuchte eine meiner Veranstaltungen für persönliche


Weiterentwicklung in London. Sie rief mich am nächsten Tag
an, dankte mir für den Abend und meinte dann, sie wisse,
dass ich eine einflussreiche Person sei und einen viel grö-
ßeren Einfluss in der Weiterentwicklungsszene als sie habe.
Sie erzählte mir eine Geschichte, die mich zum Lachen
brachte, und fragte, ob ich für ihr Coaching werben würde.
Ich bat sie, mir eine Stunde zu geben, sie stimmte zu, und ich
warb für sie, weil sie gut war.
Sue ergriff die Initiative, war lustig und freundlich. Sie hatte
mir ohne Schmeicheleien ein gutes Gefühl verschafft, und sie
war unverfälscht und bereit, die Sache geradeheraus anzu-
sprechen, weil sie an sich glaubte.
Aufgrund dieser Lektüre sind Sie sich nun wohl besser be-
wusst geworden, wie gerne und intensiv Sie flirten. Würden
Sie gerne öfter die Initiative ergreifen, würden Sie gerne öfter
mit Fremden sprechen und sich in jeder Situation gesellig
verhalten können? Gab es Zeiten in Ihrem Leben, als Sie
einen tollen Kontakt hätten herstellen können, dies aber nicht
taten? Wenn ja, richtet sich dieses Buch an Sie.

Eine generelle Herausforderung

Als Kommunikationstherapeutin habe ich schon mit vielen


Menschen mit einer Vielzahl von Herausforderungen gear-
beitet. Jeder möchte irgendwelche Veränderungen vorneh-
men. Manche Klienten stecken wirklich fest. Sie sagen Dinge
wie: „Ich kann nicht flirten“, „Ich weiß nicht, was ich sagen
soll“, „Ich flirte zu viel“, „Ich bin nicht gut genug“, „Ich bin zu
hässlich“. Einige ihrer Geschichten werden im Folgenden
geschildert. Vielleicht erkennen Sie etwas von sich selbst
darin wieder.
Obwohl die meisten der folgenden Beispiele vom Bezie-
hungsflirten handeln, beziehen sich die Charakteristika auch
auf Menschen, die sich allgemein mit gesellschaftlicher
Kommunikation in allen Lebensbereichen schwer tun.

Geris Geschichte:
Warum soll ich flirten,
wenn ich meine Arbeit gut erledige?

Geri war eine erfolgreiche Werbefachfrau, die glaubte, sie


habe sich ihren Weg zu ihrer gegenwärtigen Position er-
kämpfen müssen. Sie war in ihrem Beruf gut, und ihren
Worten zufolge duldete sie keine „Trottel“. Bei einer Beför-
derung hatte man sie übergangen, die Stelle der verant-
wortlichen Leiterin hatte Adele bekommen, eine Frau, die
Geri für oberflächlich hielt. Nach hartnäckigem Nachfragen
gab Geri zu, dass Adele eine ausgezeichnete verantwortliche
Leiterin war, meinte aber, Adele nähme die Dinge nicht ernst
genug und verbringe zu viel Zeit mit „Herumgetändel“. Geri
setzte Erfolg im Beruf mit Härte und Ernsthaftigkeit gleich.
Sie glaubte, sie müsse ihre femininen Eigenschaften unter-
drücken, um Erfolg zu haben.

Was ist hier die Botschaft?

Geri erkannte, dass sie vielleicht beliebter gewesen wäre,


wenn sie sich mehr Spaß zugestanden hätte. Als sie einen
Kollegen fragte, was Adele habe, das ihr fehle, bekam sie zur
Antwort: „Adele ist ein Sonnenschein. Man kann so gut mit
ihr zusammenarbeiten, weil sie alles unterhaltsam erschei-
nen lässt.“ Geri lernte auf die harte Tour, dass sich im Beruf
Spaß und Erfolg durchaus vertragen.

Nehmen Sie das Leben vielleicht zu ernst und versa-


gen Sie sich Spaß – und Erfolg?

Rachels Geschichte:
Wenn die anderen mich für sexy halten,
mögen sie mich auch

Rachel gestand mir, dass ihr großes Flirtgeheimnis darin


bestand, „an schmutzigen Sex zu denken, jemanden anzu-
starren und, falls der andere nicht reagierte, ihn zu mir zu
ziehen“. „Das einzige Problem“, klagte sie, „ist, dass alle nur
Sex wollen und ich meistens nur einen Drink.“
Rachel war eine klassische sexuelle Flirterin. In ihren Augen
bestand der einzige Weg, wie sie die Aufmerksamkeit eines
Mannes gewinnen könne, darin, ihm Sex zu versprechen.
Also drehte sie voll auf und wunderte sich dann, warum die
Männer sie immer angrapschten.
Was ist hier die Botschaft?

Sexualität ist bei allen Menschen eine primäre Antriebskraft.


Wir können sie wunderbar und ausgezeichnet einsetzen,
wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, jemanden für uns
einzunehmen. Es gibt allerdings auch Zeiten, zu denen es
nicht passend oder fair ist, sexuell zu flirten.
Seien Sie ehrlich, setzen Sie manchmal Ihre Sexualität ein,
um das zu bekommen, was Sie wollen, wenngleich Sie gar
keinen Sex wollen?

Naomi:
Ich traue mich nicht zu flirten

Naomi wiederum fürchtete sich davor zu flirten, weil sie Angst


vor der Reaktion hatte, die dies verursachen würde. Sie ging
einmal mit einem Mann aus, den sie ziemlich gern mochte,
und als sie sich küssten, bekam er eine Erektion. Naomi
rannte auf und davon! Sie fürchtete sich vor der Macht ihrer
Sexualität und betrachtete die Reaktion des Mannes als
Zeichen dafür, dass er unbedingt Sex erwartete.

Was ist hier die Botschaft?

Einmal hatte jemand Naomi erzählt, Männer wären nicht zu


bändigende Tiere und Frauen müssten ihr Verhalten zügeln,
um nicht die animalischen Instinkte der Männer anzusta-
cheln. Als Naomi lernte, sich in ihrer Haut wohl zu fühlen,
lernte sie auch, zu akzeptieren, dass es für Männer normal
ist, sich zu Frauen sexuell hingezogen zu fühlen. Anstatt sich
als verruchte Verführerin zu sehen, war sie dankbar, dass sie
eine sexy, begehrenswerte Frau ist.
Unterdrücken Sie Ihre Sexualität aus Angst vor dem, was Sie
erregen könnte? Und wie bekommt Ihnen das?
Leanne:
Sicherheit zuerst beim Flirten

Leanne konnte recht gut flirten – mit den falschen Männern.


Wenn sie jemanden sympathisch fand, flirtete sie aus Angst
vor einer Abfuhr nicht mit ihm. Stattdessen flirtete sie mit
Männern, die offensichtlich Interesse an ihr hatten. Sie flir-
tete sich in eine Reihe „falscher“ Beziehungen, was schließlich
in einer unglücklichen Ehe und einer unschönen Scheidung
endete.

Was ist hier die Botschaft?

Leanne lernte, dass sie sich um das, was sie wollte, bemühen
muss, nicht um das, was sie für ihr Los hielt.
Scheuen Sie sich, jemandem Ihre Sympathie zu zeigen?
Flirten Sie mit „ungefährlichen“ Männern?

Chris:
Der androgyne Flirt

Chris war immer der nette Kerl. Er schaffte es immer nur bis
zum platonischen Freund, aber nie bis zum Liebhaber. Er
konnte problemlos Frauen um Verabredungen bitten, aber es
gelang ihm nie, die Beziehung auf eine sexuellere Ebene zu
bringen. Er vertat so viel Zeit damit, ein netter Kerl zu sein,
dass er vergaß, ein ganzer Mann zu sein. Frauen mögen eine
Mischung aus beidem!

Was ist hier die Botschaft?

Chris lernte, dass er seinen sexuellen Zähler ein bisschen


aufdrehen und andere Botschaften an Frauen aussenden
konnte.
Sind Sie zu sehr ein netter Kerl und vergessen Sie darüber
Ihre Sexualität?
Lisa:
Sie werden sich mit mir grauer Maus
gar nicht unterhalten wollen

Lisa kam aufgrund ihrer Arbeit täglich in Kontakt mit ein-


flussreichen und berühmten Leuten. In der Arbeit, wenn sie
gleichberechtigt mit anderen war, fühlte sie sich großartig
und selbstbewusst, aber wenn sie Prominentenpartys be-
suchen musste, kriegte sie auf einmal den Mund nicht mehr
auf. Alle im Raum schienen wichtiger, interessanter und
amüsanter als sie.
Lisa fühlte sich wohl, wenn ihr das Korsett ihrer Arbeit Status
verlieh. Ohne dieses Korsett verlor sie ihr Selbstvertrauen.
Sie malte sich Bilder von Leuten aus, die ihre Annähe-
rungsversuche zurückwiesen oder ihre Unterhaltung lang-
weilig fanden. Lisas Mutter hatte auf Partys immer auf leb-
hafte Leute hingewiesen und sie als „Angeber“ bezeichnet…

Was ist hier die Botschaft?

Lisa lernte, sich mehr zu lieben und von anderen zu erwarten,


dass sie ihre Gesellschaft und Ansichten schätzen. Sie lernte,
„mit dem Leben zu flirten“.
Wie hoch schätzen Sie Ihren eigenen Wert ein? Sind Sie zu
bescheiden und zurückhaltend?
Jeder hat seine Schwachpunkte, und die Personen in diesen
Geschichten lernten, sich zu verändern und sich danach toll
zu fühlen. Das schaffen Sie auch!
Aber schauen wir uns zuerst einmal einige Fakten an, die
erklären, warum diese Art Arbeit erfolgreich ist. Ich lade Sie
ein, mit mir die Wissenschaft der Emotionen zu erkunden…
Kapitel 2

Die Wissenschaft der


Emotionen

Emotionen und Flirten


Um wirkungsvoll zu flirten, müssen Sie sich in Ihrer Haut
wohl fühlen und eine positive geistige Einstellung haben. Das
heißt, Sie müssen öfter positive Gefühle haben. Um das zu
erreichen, müssen Sie wissen, wie Sie diese auf natürliche
Weise herbeiführen können, damit Sie den Vorgang wie-
derholen können – gerade an schlechten Tagen!

Speichern von Gefühlen


Dr. Candace Pert hat bewiesen, dass unser Körper die kör-
perlichen Erinnerungen sowohl schlechter als auch guter
Emotionen in seinen Zellen speichert, indem er ihr Format
verändert.
Pert zeigte, dass sich im Körper überall Taschen mit „In-
formationsrezeptoren“ befinden. Die stärksten Ansamm-
lungen dieser Rezeptoren liegen um die Eingangspunkte der
fünf Sinne, also Nase, Mund, Augen, Ohren und Haut. Jeder
Rezeptor ist darauf programmiert, zu empfangen und sich
mit spezifischen Transmittern von Informationen zu ver-
binden – die Chemikalien laufen durch unseren Körper,
während wir unterschiedliche Emotionen erfahren. Wenn sich
die Rezeptoren und Transmitter verbinden, setzen sie eine
Kettenreaktion in Gang, und die Zellen beginnen, sich zu
verändern. Wenn wir uns ärgern, sind die Veränderungen an
den Zellen völlig andere als diejenigen, die auftreten, wenn
wir glücklich sind. Je mehr gute Emotionen wir also verspü-
ren, umso bessere Erinnerungen hat unser Körper. Wir
verkörpern buchstäblich unsere Emotionen, im Guten wie im
Schlechten! Was würden Sie lieber verkörpern?

Ihr Körper kann jede gespeicherte


Erinnerung wieder wachrufen!

Perts Theorie zufolge speichert Ihr Körper mittels chemischer


Codes die Erinnerung einer jeden schönen sexuellen Erfah-
rung, eines jeden beeindruckenden Sonnenuntergangs, eines
jeden wundervollen Ereignisses, das buchstäblich die Haare
an Ihren Armen aufstehen ließ und Ihnen ein Prickeln durch
den ganzen Körper jagte. Alles dies ist in der Erinnerung
gespeichert und kann reaktiviert werden…

Jemimas Geschichte:
Eine nochmals durchlebte Erfahrung

Jemima meditiert ziemlich viel. Als ich sie fragte, wie Medi-
tieren so sei, antwortete sie: „Ich fühle mich so gelassen.“
Beim Reden bewegten sich ihre Hände nach oben, und sie
geriet in einen anscheinend sehr beschaulichen, gelassenen,
ruhigen Zustand. Ihre Atmung verlangsamte sich, ihre
Stimme wurde sanfter, und sie stand im völligen Gleichge-
wicht da.
Jemima redete nicht nur von Gelassenheit. Sie verhielt sich
gelassen. Ihr Körper erzeugte einen Zustand völliger Ge-
lassenheit, basierend auf den Informationen, an die sie sich
wieder erinnerte – die sie wieder in ihre Glieder zurück-
brachte –, indem sie ihren Körper eine Position der Gelas-
senheit einnehmen ließ.
Wir erinnern uns an Erfahrungen nicht einfach im
Kopf, sondern mit unserem ganzen Körper.

Wie würde es sich anfühlen, wenn Sie sich an eine besondere


mentale Verfassung immer wieder erinnern könnten? Wie
würde sich dies auf Ihre Fähigkeit, sich öfter wohl zu fühlen,
auswirken? Und wie könnte sich dies auf Ihre Fähigkeit, ganz
natürlich zu flirten, auswirken?

Strukturieren Sie Ihre Erinnerungen

Die Art und Weise, wie wir entscheiden unsere Erinnerungen


zu strukturieren, wirkt sich auf die Gefühle aus, die wir um sie
herum erzeugen. Wenn Sie sich dessen bewusst sind, können
Sie lernen, die Gefühle zu verändern, die Ihnen von Ihrer
Erinnerung verschafft worden sind, indem Sie verändern, wie
Sie sich an sie erinnern. Wir gehen darauf später noch aus-
führlicher ein. Das eignet sich hervorragend, um zu verän-
dern, was wir über Ablehnung und vergangene Verletzungen
fühlen, und die guten Gefühle zu intensivieren und mehr von
ihnen zu spüren. Und wenn Sie das tun können, kommen Sie
ganz natürlich in die richtige geistige Einstellung zum Flirten
und Sich-Amüsieren! Fürs Erste wird diese Erkundung Sie
befähigen, eine Erinnerung auf verschiedene Arten zu er-
fahren.

Spielen Sie mit Ihrer Erfahrung

Wenn Sie an eine Erfahrung denken, schaffen Sie immer


irgendein Bild vor Ihrem geistigen Auge. Vielleicht ist es nicht
besonders klar, aber Sie haben ein ganz bestimmtes Gefühl
davon und sollten beschreiben können, was Sie „sehen“.
Wenn Sie dies bezweifeln, fragen Sie sich doch einmal,
welche Farbe Ihre Wohnungstür hat. Um dies zu beantwor-
ten, müssen Sie sich auf ein mentales Bild beziehen, damit
Sie die Farbe sehen können; und sei es auch nur für eine
Sekunde!
Wenn Sie an eine Erfahrung denken, erleben Sie auch die
entsprechenden körperlichen Empfindungen. Diese sind das
Ergebnis chemischer und zellulärer Veränderungen, die in
Ihrem Körper aufgrund des Stimulus der Erfahrung ablaufen.
Das kann ein Prickeln sein, Gefühle der Schwere, ein ste-
chendes Gefühl, ein Hochgefühl oder irgendetwas anderes,
und Sie spüren es in bestimmten Körperregionen. Achten Sie
auf die Gefühle, die in Ihnen aufsteigen, wenn Sie sich auf
diese Erkundung begeben.

♥ Denken Sie an eine Zeit, als Sie eine wirklich tolle Erfah-
rung machten.
♥ Stellen Sie sich vor, Sie erleben diese Erfahrung tatsächlich
noch einmal, so als sähen Sie sie mit Ihren eigenen Augen.
Sie geht um Sie herum vor. Sie sind mitten darin. Wie wirkt
sich dies auf die Gefühle aus, die Sie in Ihrem Körper be-
kommen?
♥ Zählen Sie jetzt bis 10 und stellen Sie sich dieselbe Er-
fahrung vor, aber stellen Sie sich diesmal vor, Sie würden
sich einen Film darüber anschauen. Sie sind nicht länger
mitten drin, sondern in der Position des Beobachters. Wie
unterscheiden sich diesmal Ihre Gefühle?

Sie werden wahrscheinlich bemerken, dass die körperlichen


Gefühle stärker sind, wenn Sie ganz in eine Erfahrung ein-
tauchen, und schwächer werden, sobald Sie sich von ihr
distanzieren.

Wenn wir uns so an Ereignisse erinnern, als tauchten wir


darin ein und erlebten sie ganz direkt, sind wir mit der Er-
fahrung assoziiert, also verbunden. Wenn wir uns dagegen
aus der Distanz beobachten, wie wir etwas erleben, sind wir
davon dissoziiert, also getrennt.
Sie können Assoziiertsein und Dissoziiertsein, also Verbun-
densein und Getrenntsein, dazu einsetzen, um Ihre Erinne-
rungen schwächer oder stärker zu gestalten.
Schlechte Erinnerungen versus gute
Erinnerungen

Vielleicht haben Sie Erinnerungen an bestimmte Situationen,


als jemand Sie abwies oder kritisierte. Wenn diese Erinne-
rungen beim Wachrufen stark und lebhaft sind, verbinden Sie
sich wahrscheinlich voll mit ihnen, so als würden sie gerade
noch einmal passieren, und sie verursachen Ihnen vielleicht
unnötigen Schmerz, und zwar buchstäblich in Form unbe-
haglicher Gefühle irgendwo in Ihrem Körper.
Die tolle Nachricht ist, dass Sie lernen können, sich von den
schlechten Erinnerungen zu dissoziieren, und dass die Ge-
fühle dann schwächer werden. Sie können sich auch stärker
mit den guten Erinnerungen assoziieren. Dadurch werden die
guten Erinnerungen machtvoller.
Je öfter Sie sich an die guten Zeiten erinnern und die
schlechten Zeiten in der Ferne verblassen lassen, umso
wohler werden Sie sich in Ihrer Haut fühlen – und umso
natürlicher werden Sie flirten können!

Übernehmen Sie die Verantwortung für


Ihre Gefühle

Wir müssen die Verantwortung für das, was wir fühlen, ü-


bernehmen. Die Vorstellung, dass uns andere dazu bringen,
uns gut oder schlecht zu fühlen, ist falsch.
Candace Pert, Molecules of Emotion

Zur Rekapitulation: Unsere körperlichen Gefühle sind die


Erfahrungen der chemischen und physiologischen Verände-
rungen, die in unserem Körper als Folge unserer Emotionen
ablaufen. Ein flaues Gefühl in der Magengrube kommt bei-
spielsweise von einer Konzentration einer Chemikalie in
dieser Körperregion, die durch eine Reaktion auf eine Situa-
tion hervorgerufen wird. Wenn das geschieht, speichern
unsere Zellen die Information. Das meiste davon geschieht
unbewusst, aber wenn wir uns dessen bewusst werden,
können wir anfangen, es bewusst zu ändern, so wie wir auch
unsere Atmung verändern können.
Unser Körper weiß natürlich, wie er atmen muss. Die meiste
Zeit lassen wir unser autonomes System das regeln. Aber
manchmal ist es nützlich, unsere Atmung bewusst zu regu-
lieren. Yoga-Übungen fördern eine gleichmäßige, rhythmisch
langsame Atmung. Gebärende Frauen kontrollieren ihre
Atmung, um dem Schmerz entgegenzuwirken, und wenn
Leute in Panik geraten, werden sie ermutigt, einen Augen-
blick inne zu halten und tief Luft zu holen.
Auf die gleiche Weise, auf die wir die bewusste Kontrolle über
unsere Atmung übernehmen können, um die Art unserer
Empfindungen zu verändern, können wir auch bewusst die
Kontrolle darüber übernehmen, wie wir unsere Emotionen
strukturieren und sie verändern.

Wir können die Kontrolle darüber übernehmen, wel-


che Gefühle wir erzeugen.

Fühlen Sie sich gut!

Gute Flirter verlassen sich nicht auf andere Leute, um sich


wohl zu fühlen, sie schaffen sich selbst ihre guten Zeiten und
verbreiten diese Stimmung auch!

Gerrys Geschichte:
Ich brauchte sie, um mich wohl zu fühlen

Gerry fragte mich in einem Brief, wie er eine erste Verab-


redung so gestalten könne, dass sich daraus eine Beziehung
entwickelt. Am Ende des Briefes schrieb er:

Ich hoffte, dass ich, wenn ich mit ihr ausging, anfangen
würde, mich wohl zu fühlen, aber dann erkannte ich, dass ich
mich generell wohl fühlen sollte, und hätte nun gerne dabei
Hilfe.
Gerry erkannte, dass er sein Wohlbefinden selbst erzeugen
und dafür nicht von einer anderen Person abhängig sein
sollte. Er fing an, seine Probleme selbst anzugehen, anstatt
darauf zu vertrauen, dass jemand anderer für sein Wohlbe-
finden sorgt – was immer weitgehend dem Zufall überlassen
ist.

Susans Geschichte:
Er machte, dass ich mich schlecht fühlte

Susan suchte mich auf, weil sie nicht länger wie besessen von
dem Gedanken an ihren Ex-Mann sein wollte. Sie stellte ihn
sich immer mit seiner neuen Freundin vor, wie sie in ihrem
Haus lebten und über sie lachten, und ihr ging es dabei richtig
elend.
Zuerst meinte sie, nicht sie sei für ihre Gefühle verantwort-
lich, sondern er. Aber als sie erkannte, wie viel Macht über
sich sie ihm auf dem Silbertablett überreicht hatte, beschloss
sie, sie ihm wegzunehmen.
Susan durchlief ein bestimmtes Muster von körperlichen
Gefühlen, wann immer sie an ihren Ex-Mann dachte; und als
sie lernte, dieses Muster zu verändern und sich an die Er-
fahrung auf andere Weise zu erinnern, ging es ihr besser. Das
ebnete ihr den Weg, mehr zum Flirten aufgelegt zu sein, und
sie wurde gesünder! – Das bringt mich auf einen neuen
Aspekt: Flirten ist gesund!

Flirten verschafft Hochgefühle

Das ist bewiesen! 1999 wurden wissenschaftliche Studien


über Leute, die flirten, durchgeführt. Man entdeckte dabei,
dass nach einem Flirt im Blut der Flirtenden beträchtlich mehr
Endorphine, Opiate, Immoglobuline, weiße Blutkörperchen
und eine Menge anderer natürlicher immunstärkender
Chemikalien vorhanden waren. Diese Leute bekamen einen
Kick durchs Flirten – auf ganz legale Weise!
Wäre es nicht großartig, wenn Sie lernen könnten, dieses
Flirthochgefühl willentlich zu erzeugen? Gute Neuigkeiten:
Das können Sie!

Sie können die Anzahl Ihrer weißen


Blutkörperchen erhöhen

Es gibt noch mehr Beweise dafür, dass der Geist sich auf den
Körper auswirkt. In einem Experiment, in dem das Immun-
system und unsere Kontrolle darüber untersucht wurde,
entdeckten die Wissenschaftler, dass wir unserem Immun-
system durch unsere Art zu denken buchstäblich Auftrieb
verleihen. Man bat Kinder, sich ihre weißen Blutkörperchen
als Polizisten vorzustellen, die durch ihren Körper patrouil-
lierten und die Bösewichter verscheuchten. Als sie das Spiel
richtig mitspielten und sich immer mehr Polizisten vorstell-
ten, stieg die Anzahl der weißen Blutkörperchen in ihrem Blut
tatsächlich an. Sie hatten die Macht ihres Immunsystems
allein durch die Gedankenkraft gestärkt!

Sie können Ihre Durchblutung verbessern

In wissenschaftlichen Untersuchungen, in denen sich die


Probanden vorstellen sollten, wie das Blut zu den Körper-
teilen fließt, stellte man eine deutlich verbesserte Durch-
blutung in diesen Körperteilen fest. Wie nützlich könnte das
sein, wenn Sie nach dem Flirt zum nächsten Stadium über-
gehen?
Liebevolle Gefühle stärken das
Immunsystem

Was passiert, wenn Sie liebe- oder gar lustvollen Gedanken


nachhängen? Zwei Harvard-Psychologen, David McClelland
und Carol Kirshnit, führten 1982 einen Versuch durch. Sie
untersuchten den Speichel von Probanden, die Liebesfilme
anschauten, und entdeckten, dass ihr Anteil der als Im-
moglobulin-A bekannten Antikörper bis zu einer Dauer von
einer Stunde nach Filmende deutlich anstieg. Die Wirkung
vergrößerte sich, wenn die Probanden sich an Zeiten erin-
nerten, in denen sie liebevolle Zuneigung von einer anderen
Person erfahren hatten.

Sie können Ihr Immunsystem aufpeppen, indem Sie


sich einfach an gute Erfahrungen erinnern oder noch
besser: diese aktiv nachvollziehen.

Dies ist der Beweis, dass liebevolle Gedanken und Stim-


mungen tatsächlich die Produktion von Antikörpern ankur-
beln. Aber was noch wichtiger ist: Stellen Sie sich vor, was
wir machen, wenn wir emotional schlecht drauf sind… Daran
mag man gar nicht denken, nicht wahr?

Lachen ist die beste Medizin

Große Flirter lachen und lächeln häufiger als andere Leute.


Gewiss stimmen Sie mir zu, dass ein lachender Mensch att-
raktiver ist als jemand, der die Stirn runzelt. Also können Sie
Ihr Immunsystem ankurbeln und gleichzeitig begehrens-
werter werden! Lachen ist in der Tat die beste Medizin!
Flirten verschafft Hochgefühle

Lachen: Vitamin L

Beim Lachen wird in Ihrem Körper eine Substanz freigesetzt,


die buchstäblich eine Kettenreaktion zellulärer Veränderun-
gen in Gang setzt. Jedes Mal, wenn Sie lachen, erzeugen Sie
eine positive Zellerinnerung in Ihrem Körper, weil Sie Opiate
und Endorphine – die körpereigenen Wohlfühldrogen – frei-
setzen.

Lächeln: Vitamin L2

Große Flirter werden Ihnen verraten, dass, je öfter Sie lä-


cheln, Sie umso mehr der Außenwelt sagen: „Ich bin keine
dunkle Wolke, um die man einen großen Bogen machen
muss, ich bin der Sonnenschein in Person. Komm und aale
dich in meinen Strahlen…“

Täuschen Sie es vor, bis Sie es können

Sie können mit einem vorgetäuschten Lächeln anfangen, und


es wird sich mit der Zeit in ein echtes verwandeln.

♥ Versuchen Sie es jetzt. Heben Sie einfach die Mundwinkel


an und lächeln Sie… Machen Sie weiter, lächeln Sie breiter. Es
tut nichts zur Sache, ob jemand zuschaut. Lächeln Sie jetzt!
♥ Und achten Sie auf Ihren Körper vom Kopf bis zu den
Zehen. Wie sitzen Sie gerade da – bequem? Gibt es irgendwo
in Ihrem Körper eine angespannte Stelle? Allein dass Sie auf
diese Dinge achten, kann Ihnen helfen, sich zu entspannen.
Wenn ich manchmal dasitze, merke ich, dass meine linke
Hand zu einer halben Faust geballt ist, und weil ich das von
Zeit zu Zeit überprüfe, kann ich meine Hand bewusst locker
lassen.
♥ Schreiben Sie Ihre Gefühle auf.
Ihr Gefühlsmuster

Es kommt entscheidend darauf an, dass Sie lernen, gute


Gefühle zu erzeugen, wenn Sie meisterhaft flirten lernen
wollen. Wir können dies tun, wenn wir uns der Funktions-
weise unseres Körpers besser bewusst werden. Die nächsten
Erkundungen helfen Ihnen, ein besseres Gespür dafür zu
bekommen, wie Ihr Körper Emotionen in gute und schlechte
Empfindungen übersetzt.

Ihr Grundzustand

Ehe Sie beginnen, ermitteln Sie den Grundzustand Ihres


Körpers. Überprüfen Sie folgende Punkte:

♥ Was geht in Ihrem Magen vor?


♥ Sind Ihre Schultern hochgezogen oder entspannt?
♥ Fühlt sich Ihre Brust beengt oder weit an?
♥ Sind Ihre Hände zusammengeballt oder locker?
♥ Runzeln Sie die Stirn, oder ist Ihr Gesicht entspannt und
gelöst?
♥ Haben Sie Ihre Beine oder Fesseln übereinander geschla-
gen oder nicht?

Achten Sie auf die Unterschiede, sobald Sie Ihre Haltung


verändern.
Nun wissen Sie, dass Ihr Körper in bestimmten Regionen, die
Sie entspannen können, Gefühle verwahrt.

Sie haben für verschiedene Gefühle Ihr eigenes Gefühls-


muster. Es gibt unbegrenzte Variationen. Ein Gefühl beginnt
irgendwo in Ihrem Körper und bewegt sich irgendwo anders
hin. Gefühle sind immer in Bewegung.
Als Susan zum Beispiel an ihren Ex-Mann dachte, spürte sie
eine Art Schlag in der Stirn, der von einem Kloß im Hals und
Schlucken, einem engen, flauen Gefühl in der Magengegend
und schnellerem Herzschlag begleitet wurde. Sie bemerkte
auch, dass sie die Schultern bis zum Hals hochzog. Dies
waren ihre „Schlechte-Zeiten-Gefühle“.
Und jetzt werden Sie gleich herausfinden, wie sich das für Sie
anfühlt.

Schlechte-Zeiten-Gefühle

Denken Sie als Erstes an eine Zeit, als Sie schlechte Gefühle
oder Emotionen erlebten, die nicht von Nutzen für Sie waren.
Vermeiden Sie hierbei wirklich traumatische Themen! Viel-
leicht wählen Sie eine Begebenheit, als Sie jemanden an-
sprechen wollten, es aber nicht taten und sich deshalb mies
fühlten, oder eine Begebenheit, als Sie zu spät dran waren
und Sie sich deshalb gestresst fühlten, oder als Sie einen
Korb bekamen.
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und erleben Sie die
Erfahrung noch einmal, und nehmen Sie dabei die Gefühle
wahr, die währenddessen in Ihnen aufsteigen.

♥ Wo sind die Gefühle lokalisiert? In der Brust, im Magen oder


Bauch, in der Stirn, im Nacken?
♥ Welcher Art sind diese Gefühle? Ein Prickeln? Ein Hoch-
gefühl? Anspannung? Schweregefühl? Oder… welches „Ge-
fühls“-Wort würden Sie wählen, um die Empfindung zu be-
schreiben?
♥ Wohin gehen sie? In welche Richtung bewegen sie sich?
♥ Haben sie einen Rhythmus? Sind sie zum Beispiel schnell
oder langsam, sanft oder stark, pulsierend oder stechend?
Mit welchem Wort würden Sie die Empfindungen beschrei-
ben?

Jetzt gehen Sie zu Ihrem Grundzustand zurück und denken


Sie daran, was Sie zum Frühstück aßen oder nicht… und jetzt
lächeln Sie…. weil Sie jetzt gleich die Gelegenheit bekommen,
die „Schlechte-Zeiten-Gefühle“ mit den „Gute-Zeiten - Ge-
fühlen“ zu vergleichen.

Gute-Zeiten-Gefühle

Denken Sie an eine der umwerfendsten Erfahrungen Ihres


Lebens. Das können alle Arten von Erfahrungen sein – als Sie
in der Natur weilten oder eine Interaktion mit einer ganz
bestimmten Person oder das Gefühl, etwas geleistet zu ha-
ben. Egal worum es sich konkret handelt – wählen Sie einen
Moment aus, als Sie sich absolut toll fühlten!
Jetzt achten Sie darauf, wo die Gefühle für diese Art von
Erfahrung sitzen.

♥ Wo sind die Gefühle lokalisiert? In der Brust, im Magen oder


Bauch, in der Stirn, im Nacken?
♥ Welcher Art sind die Empfindungen? Ein Prickeln? Ein
Hochgefühl? Anspannung? Ein Schweregefühl? Oder… mit
welchem „Gefühls“-Wort würden Sie die Empfindung be-
schreiben?
♥ Wohin gehen sie? In welche Richtung bewegen sie sich?
♥ Haben sie einen Rhythmus? Sind sie schnell oder langsam,
sanft oder stark, pulsierend oder stechend? Mit welchem
Wort würden Sie die Empfindung beschreiben?
♥ Können Sie die Empfindung allgemein beschreiben? Viel-
leicht fällt Ihnen ein Begriff dafür ein?

Bestimmt ist Ihnen ein Unterschied zwischen Ihren Gu-


te-Zeiten-Gefühlen und Ihren Schlechte-Zeiten-Gefühlen
aufgefallen. Das ist ein erster Schritt, sich dessen, was in
Ihrem Körper abläuft, bewusst zu werden.

Sie wissen jetzt, dass Ihr Körper sowohl schlechte als auch
gute Erinnerungen wachrufen kann und dass Sie diesen
Vorgang mit Ihren Willen beeinflussen können. Das nächste
Kapitel handelt davon, wie Sie Ihre Sinne voll einsetzen, um
instinktiv empfänglicher zu werden für das, was bei Ihnen
und anderen vor sich geht.
Kapitel 3

Schärfen Sie
Ihre Sinne

Wie wertvoll geschärfte


Sinne sind

Genaue Wahrnehmung ist das Rückgrat guter Kom-


munikation.

Um mit anderen zu flirten, müssen Sie mit ihnen kommuni-


zieren können. Und gute Kommunikation mit anderen hängt
davon ab, wie gut Sie mit sich selbst kommunizieren. Wenn
Sie das nicht beherrschen, werden alle Flirttechniken der
Welt Ihnen nicht helfen können.
Sie haben einige Erfahrungen gesammelt, wie Sie sich Ihrer
Gefühle bewusster werden. Um besser mit sich selbst zu
kommunizieren, müssen Sie überdies Ihre Sinne schärfen.
Schließlich nehmen Sie über Ihre Sinne sowohl Ihre eigenen
Signale als auch die anderer Menschen auf. Je mehr Sie
wahrnehmen können, desto leichter fällt es Ihnen, drauflos
zu flirten.

♥ Jemand, der gut zuhören kann, weiß, wann eine Person


eine Pause eingelegt hat, und nimmt deren Stichwort auf, um
sich ins Gespräch einzubringen. Er achtet auf die Wörter, die
andere gebrauchen, und spielt sie ihnen zurück.
♥ Jemand mit einer geschärften Sehfähigkeit bemerkt kleine
Veränderungen in Mimik, Hautfarbe oder Gestik.
♥ Jemand, der Dinge erfühlt, bekommt oft intuitive Ant-
worten bezüglich des nächsten Schrittes, der zu machen ist.
♥ Jemand mit einem ausgeprägten Geruchssinn nimmt ge-
ringfügige Veränderungen im Körpergeruch wahr.

Wenn Sie zu spüren vermögen, wie ein anderer Mensch sich


fühlt, wissen Sie, wann Sie sich schneller oder langsamer
bewegen oder wann Sie aufhören und weiterziehen müssen!

Setzen Sie alle Sinne ein

Ich gehe oft am Strand an meinem Wohnort joggen. Ehe ich


loslaufe, entscheide ich, welchen Sinn ich diesmal bewusst
weiterentwickeln möchte. An einem Tag achte ich auf die
Geräusche um mich herum, am nächsten konzentriere ich
mich auf das, was ich sehe. Auf diese Weise habe ich wirklich
begonnen, neue Dinge wahrzunehmen. Ich habe zudem
erkannt, welche meiner Sinne ich schärfen muss.
Sie können diese Erkundung Ihrer Alltagsroutine anpassen
und sie so oft durchführen, wie Sie wollen!

„Spüre den Tag“-Übung

Wenn Sie das nächste Mal allein spazieren gehen oder jog-
gen, ist es vielleicht ein idealer Zeitpunkt, diese Übung aus-
zuprobieren. Die freie Natur, sogar ein Park in der Stadt
eignen sich dafür, weil sich einem hier so viel an angenehmen
Sinneseindrücken bietet.
Vielleicht möchten Sie über eine gewisse Zeitspanne immer
denselben Ort aufsuchen und ihn auf verschiedene Weisen
erspüren. So merken Sie, wie viel mehr Sie mit der Zeit
wahrnehmen und wie dies zur Bereicherung Ihrer Erfahrung
beiträgt.
1. Tag: Sehkraft

Sie können beginnen, indem Sie den sichtbaren Dingen um


Sie herum besondere Aufmerksamkeit schenken. Beschrei-
ben Sie, was Sie sehen. Gibt es Bäume? Welche Farbe haben
ihre Blätter? Achten Sie auf die Intensität der verschiedenen
Farbtöne. Halten Sie Ausschau nach Leuten, Gebäuden, all
den kleinen Details…

2. Tag: Geräusche

Heute können Sie sich entscheiden, sich eine Zeit lang auf die
Geräusche um Sie herum zu konzentrieren. Wenn ich jogge,
bin ich mir des Flüsterns des Windes bewusst, der ra-
schelnden Blätter und des Meeresrauschens, des Verkehrs-
lärms im Hintergrund und sogar meiner Atemgeräusche.
Halten Sie die Ohren offen und lauschen Sie.

3. Tag: Berührung und Gefühl

Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie spüren. Wenn die
Sonne scheint, spüren Sie vielleicht Wärme. Wenn es heiß ist,
nehmen Sie womöglich die leichte Feuchtigkeit wahr, die aus
Ihren Poren aufsteigt, oder vielleicht können Sie die Brise
oder das Gewebe Ihrer Kleidung auf Ihrer Haut spüren. Wenn
man erst einmal darauf achtet, spürt man leicht etwas.

4. Tag: Geruch

Heute konzentrieren Sie sich auf Gerüche. Wenn ich am Meer


laufe, nehme ich den Geruch der See wahr, des Seetangs,
einer Zigarette, wenn ich an einem Raucher vorbeikomme,
und die unterschiedlichen Pflanzengerüche, aber in der Stadt
riechen Sie vielleicht Benzin und Diesel der Autos, einen
frisch gemähten Rasen, das Holzschutzmittel auf einem
Zaun, Geißblatt aus einem Garten…
Wenn wir unangenehme Gerüche wahrnehmen, legen wir oft
unseren Geruchssinn still. Seien Sie allen Gerüchen gegen-
über offen, selbst den „unangenehmen“.

5. Tag: Geschmack

Sie können diese Übung jedes Mal machen, wenn Sie eine
Mahlzeit einnehmen. Sagen Sie sich als Erstes, dass Sie auf
den Geschmack aller Zutaten in diesem Gericht achten wer-
den. Identifizieren Sie sie. Wenn Sie erst einmal Ihre Ge-
schmacksknospen verfeinert haben, werden Sie mit der Zeit
viel mehr an Schmeckbarem wertschätzen.
Wenn Sie dies als regelmäßige Übung weiterhin machen und
sich jeden Tag eine gewisse Zeit auf die unterschiedlichen
Sinne konzentrieren, wird Ihnen auffallen, dass sich Ihre
Sinne schärfen, und Sie werden mehr von der Welt um Sie
herum und den Menschen um Sie herum mitbekommen.

Ein Wort zum Geruch

Der Geruch ist der einzige Sinn, der direkt mit dem Kortex,
also der Hirnrinde, verbunden ist, und er ruft sehr leicht
Erinnerungen wach. Ich bin überzeugt, dass gewisse Gerüche
bestimmte Erinnerungen in Ihnen aufsteigen lassen. Mich
erinnert eine bestimmte Sonnenlotion an eine ganz be-
stimmte Auslandsreise.
Jeder von uns hat einen einzigartigen Geruch. Unser Körper
ist eine chemische Fabrik, die beständig verschiedene Tränke
braut. Wir alle dünsten Chemikalien namens Pheromone aus.
Wenn wir Angst haben, riechen wir anders, als wenn wir
glücklich, in Ekstase oder sexuell erregt sind.
Wir fühlen uns zu anderen Leuten aufgrund ihres Geruchs
hingezogen. Vielleicht gibt es jemanden, den Sie mögen und
dessen Geruch Ihnen ein angenehmes Gefühl bereitet. Meine
Freundin Susan sagt, dass sie den natürlichen Geruch ihres
Lebensgefährten liebt. Und ebenso können wir uns durch
Geruch abgestoßen fühlen. Standen Sie schon einmal nahe
bei jemandem, dessen Geruch Ihnen zuwider war, und zwar
nicht, weil er Körpergeruch hatte, sondern eher aus einem
Grund, den Sie zwar nicht genau benennen konnten, aber
einfach spürten?
Manchmal werden Sie sich aufgrund einer Mischung von
Aussehen, Geruch und Gefühlen zu einem Menschen hinge-
zogen fühlen. Wir alle werden von Dingen, die unsere ver-
schiedenen Sinne ansprechen, angezogen.

Vorsicht vor Fehlinterpretationen

Vergessen Sie bitte nicht, dass die Entwicklung eines grö-


ßeren Bewusstseins für die Signale anderer Sie nicht in einen
magischen Deuter ihrer Emotionen verwandelt. Wenn Sie
sich also bei Äußerungen wie „Er schaute glücklich aus“ oder
„Sie langweilte sich“ ertappen, bremsen Sie sich. Seien Sie
bei Interpretationen vorsichtig. Hat zu Ihnen schon einmal
jemand „Kopf hoch“ gesagt, als es Ihnen gar nicht elend
ging? Dann hat der andere eine Reihe von Signalen als eine
Emotion fehlinterpretiert. Ist das nicht ärgerlich? Wenn ich
den Kopf hängen lasse, kommt das meistens daher, weil ich
in Gedanken versunken bin, nicht weil es mir mies geht!
Die Fähigkeit, die Veränderungen in den Sinnessignalen, die
Sie und andere aussenden, zu erkennen, gibt Ihnen einen
ersten Anhaltspunkt. Aber bevor Sie weitergehen und gar
überlegen, die Signale anderer zu deuten, müssen Sie sich
dessen, was Ihnen Ihre eigenen Sinne über sich selbst ver-
raten, bewusst sein. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg
zum erfolgreichen Flirten.
Kommen Sie zu Sinnen

Wenn Ihnen Ihre Wirklichkeit nicht gefällt, verändern Sie sie.


Richard Bandler

Wir sehen, hören, spüren, fühlen, riechen oder schmecken


die Welt nicht einfach – wir machen dies in viel mehr Ein-
zelheiten. Wenn Sie sich Ihre Sinne als die Hauptbauteile
Ihrer inneren Erfahrung vorstellen, bildet das Detail die
Struktur dieser Bauteile.
Wenn wir Ereignisse in unserem Geiste heraufbeschwören,
setzen wir unsere Sinne ein, um sie auf bestimmte Weise
auszumalen. Wir hören nicht nur ein Geräusch, wir hören
einen Typ von Geräusch. Wir spüren nicht einfach ein Gefühl,
wir haben verschiedene Arten von Gefühlen. Wenn wir vor
unserem geistigen Auge ein Bild malen, kann es ein Pano-
rama, gerahmt, klein, groß, hell, düster, eine Nahaufnahme
oder von der Ferne, schwarz-weiß oder farbig, ein belebtes
Bild oder ein Standbild sein. Wenn wir mit uns selbst spre-
chen, kann die Stimme eine Richtung haben, aus der Nähe
oder aus der Ferne kommen, laut oder leise sein, hoch und
schrill oder tief und erotisch klingen, langsam oder schnell
sein. Wenn wir etwas fühlen, kann dies in unterschiedlichen
Körperregionen lokalisiert sein, sich schwer oder schneidend,
aufregend oder langweilig anfühlen.
Erfolgs-Flirter malen Bilder, die positiv und motivierend sind,
lebensgroß und farbig, volltönend, und sie sehen sie durch
ihre eigenen Augen. Sie stellen sich vor, dass die Welt positiv
für sie funktioniert. Sie sprechen aufmunternd mit freundli-
cher Stimme zu sich selbst und verschaffen sich so tolle
Gefühle. Das bringt sie dazu, hinauszugehen und mit allen
möglichen Leuten zu flirten.
Wenn es darum geht, mit anderen Leuten zu interagieren,
vor allem mit solchen, zu denen wir uns hingezogen fühlen,
verfügen unglücklicherweise anscheinend viele von uns über
die erstaunliche Fähigkeit, in grellen Farben und in Überle-
bensgröße die übelsten Horrorfilme zu produzieren! Kein
Wunder, dass dies keine tollen Gefühle erzeugt.
Folgendes leuchtet ein: Wenn wir die Vorstellungskraft ha-
ben, für uns ein Weltgerichts-Szenario zu erschaffen, können
wir auch exakt den gleichen Mechanismus einsetzen, um vor
unserem geistigen Auge ein wunderschönes Happyend
auszumalen. Wenn wir das tun, verhelfen wir uns zum Erfolg.
Um positive Filme zu erschaffen, müssen Sie die Bauteile
Ihrer eigenen Erfahrungen verstehen. Das ist das Thema der
nächsten Erkundung.

Wie strukturieren Sie Ihre Erfahrungen?

Denken Sie an eine wirklich erfreuliche Erfahrung.


Während Sie sich an diese erfreuliche Situation erinnern,
können Sie detaillierte Informationen darüber bekommen,
wie Sie Ihre Erfahrungen strukturieren, indem Sie die fol-
genden Fragen beantworten. Es macht nichts, wenn Sie nicht
alle beantworten können, aber Ihnen werden die Antworten
auf einige davon einfallen. (Machen Sie sich keine Sorgen,
wenn es Ihnen so vorkommt, als könnten Sie nicht visuali-
sieren. Das können Sie durchaus. Sie wissen, welche Farbe
Ihre Wohnungstür hat, nicht wahr?) Und jetzt denken Sie
wieder an Ihre erfreuliche Erfahrung.

Visuelle Details

♥ Gibt es verschiedene Bilder oder nur eines?


♥ Handelt es sich um einen Film oder um ein Standbild?
♥ Ist es farbig oder schwarz-weiß?
♥ Ist es heller oder dunkler als das reale Leben? ** Ist es
scharf oder verschwommen?
♥ Hat das Bild einen Rahmen oder handelt es sich um eine
Weitwinkel-Panoramaaufnahme?
♥ Beobachten Sie sich in dem Bild oder sehen Sie es durch
Ihre eigenen Augen?
♥ Ist es größer oder kleiner als in der Realität oder lebens-
groß?
♥ Ist es zwei- oder dreidimensional?
♥ Umhüllt das Bild Sie? Ist es nah oder fern?
♥ Wo ist es? Aus welcher Richtung sehen Sie es (von vorne,
von der Seite, von oben oder von unten)?

Sie beginnen, die Struktur Ihrer Erfahrung herauszuarbeiten,


und werden bald imstande sein, sie zu verändern.
Nachdem Sie die visuellen Submodalitäten Ihrer erfreulichen
Erfahrung herausgearbeitet haben, können Sie mit den
hörbaren Details fortfahren. Denken Sie wieder intensiv an
die Erfahrung.

Akustische Details

♥ Hören Sie das Geräusch von innerhalb Ihres Kopfes oder


von außerhalb?
♥ Hören Sie es von einer Seite, beiden Seiten oder kommt es
von überall her?
♥ Ist es eine Stimme oder ein anderer Typ von Geräusch?
♥ Ist es laut oder leise?
♥ Klingt es nasal und weinerlich oder sonor und kräftig?
♥ Wie voll klingt das Geräusch?
♥ Woher kommt es?
♥ Wie weit ist es von Ihnen entfernt?
♥ Ist es in normaler Geschwindigkeit oder schneller oder
langsamer?
♥ Ist es deutlich oder gedämpft?
♥ Falls es sich um eine Stimme handelt, ist es Ihre Stimme
oder die einer anderen Person – wenn ja, wessen?
♥ Hat es einen Rhythmus oder kommt es stoßweise?

Wenn Sie sich etwas ausmalen und Geräusche hören, steigen


Gefühle in Ihnen auf. Vielleicht erinnern Sie sich nicht an die
Bilder und Geräusche und meinen, dass Sie einfach so die
Gefühle spüren. Tatsache ist, dass man keine Gefühle in sich
spürt, sofern man nicht außen etwas gesehen, gehört, ge-
schmeckt, gerochen oder berührt hat. Manchmal geschieht
dies so schnell, dass man nicht erkennt, was vor sich geht,
aber Ihre inneren Gefühle sind immer chemische Reaktionen
auf Ihre Interpretation der sinnlichen Informationen. Erin-
nern Sie sich an die Wissenschaft der Emotionen? Genau das
läuft hier ab.
Überprüfen wir die Struktur Ihrer Gefühle. Kommen Sie
wieder zu jenem Ereignis zurück, lassen Sie es noch einmal
ablaufen, wobei Sie genau auf Ihren Körper achten.

Sensitive Details

♥ Wo in Ihrem Körper spüren Sie diese Erfahrung?


♥ Wie würden Sie die Empfindung beschreiben: prickelnd,
warm, kalt, entspannt, angespannt, knorrig, stechend, aus-
gedehnt, sprudelnd?
♥ wie intensiv ist die Empfindung?
♥ Ist Bewegung darin?
♥ Wenn ja, ist sie gleichförmig oder kommt sie in Wellen?
♥ Wo fängt das Gefühl an?
♥ Wo verlässt es Ihren Körper?
♥ Wie kam es von da, wo es anfing, dahin, wo es jetzt ist? Wie
verläuft seine Route durch Ihren Körper?
♥ Ist es langsam und gleichmäßig oder bewegt es sich
stürmisch?
♥ Ist es beständig oder unterbrochen?

Jetzt haben Sie begonnen, ein wirklich detailliertes Gespür


dafür zu entwickeln, wie Sie Ihre inneren Erfahrungen
strukturieren. Das Bewusstsein dafür wird Ihnen beim Flirten
enorm helfen!
Sinnessprache

Als ich mit meiner Freundin Pammie zum Strand ging, fiel ihr
als Erstes die Helligkeit des Wassers auf. Als mein Freund
Stefan zu Besuch kam, bemerkte er das Rascheln des Windes
in den Bäumen hinter uns, das Kreischen der Möwen und das
Geräusch der sich am Strand brechenden Wellen.
Wenn ich den Strand Pammie und Stefan beschreiben
musste, um sie zu einem Spaziergang dorthin zu verlocken,
müsste ich es recht unterschiedlich anpacken. Pammie ge-
genüber würde ich über die visuellen Aspekte reden. Für
Stefan würde ich die Geräusche beschreiben.

Wenn Sie gerne jemanden an einen besonderen Ort


einladen oder sich mit ihm verabreden würden, wie
nützlich wäre es, wenn Sie ihm in seiner Sprache den
Ort schildern könnten?

Vielleicht fürchten Sie, dass Sie in einem sehr kurzen Ge-


spräch die Sinnessprache eines anderen nicht aufschnappen
können, aber es kommt hier nur auf den Grad Ihrer Auf-
merksamkeit an.
Wenn Sie jemanden zum Beispiel durch eine Frage über die
Jahreszeit zum Reden bringen, können Sie ziemlich viele
Informationen über ihn bekommen. Folgen Sie diesem Bei-
spiel nicht stur, behalten Sie jedoch im Auge, dass es immer
ein Gesprächsthema gibt.
Im Sommer könnten Sie beispielsweise etwas sagen wie:
„Alle Welt redet jetzt vom Urlaub. Wohin verreisen Sie am
liebsten?“ Wenn der andere antwortet, können Sie ihn fra-
gen, was genau ihm an seinem Urlaubsort gefällt. In der
Antwort gibt er Ihnen wahrscheinlich einige Hinweise darauf,
wie er die Welt wahrnimmt. Die folgende Liste vermittelt
Ihnen eine Ahnung davon.
Wir alle setzen eine große Bandbreite von Sinnessprache ein,
aber die meisten von uns haben ihre Vorlieben. Die Leute
geben einem ständig Hinweise auf ihre Vorlieben, und zwar
durch Redewendungen, die zeigen, dass sie ihre Welt
hauptsächlich durch Sehen, Geräusche oder Berührung er-
fahren. Es folgen einige Beispiele:

Sehen

„Das scheint völlig aus der Proportion geraten zu sein.“


„Das Problem wächst mir über den Kopf.“
„Das Leben ist so glanzlos.“
„Ich wünschte, ich könnte Licht in die Angelegenheit brin-
gen.“
„Sie haben wirklich meinen Tag erhellt.“
„Ich sehe, was Sie meinen.“
„Auf dem Auge bin ich blind.“
„Ich hatte einen Geistesblitz.“
„Das schien so weit weg.“
„Das existiert nur vor Ihrem geistigen Auge.“
„Das sehen wir anscheinend mit unterschiedlichen Augen.“
„Er stellte sie auf ein Podest.“
„Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie ich das machen
soll.“
„Ich habe keinen Schimmer, was du so machst.“
„Schauen wir uns doch die großen Zusammenhänge an.“
„Ich kann anscheinend die Dinge nicht aus dem richtigen
Blickwinkel sehen.“

Hören

„Wir haben definitiv die gleiche Wellenlänge.“


„Das hört sich gut an.“
„Das klingt super.“
„Das klingt wie Musik in meinen Ohren.“
„Da verstehe ich nur Bahnhof.“
„Bei dem, was Sie sagen, geht bei mir eine Alarmglocke los.“
„Ich tanze anscheinend immer nach seiner Pfeife.“
„Die Antwort kam wie ein Donnerhall.“
„Ich sage mir dauernd, dass das aufhören muss.“
„Ich habe den Gedanken an einen Fehlschlag einfach abge-
dreht.“
„Das lässt ganz neue Saiten an ihm erklingen.“
„Das hat mir keine Ruhe gelassen.“
„Sie hat sich taub gestellt.“
„Das habe ich laut und deutlich klargestellt.“
„Lass bald von dir hören.“

Berührungen

„Er ist wirklich ein schleimiger Typ.“


„Bleiben wir in Kontakt.“
„Ich begreife das langsam.“
„Ich schüttle das aus dem Handgelenk.“
„Das fühlte sich tonnenschwer an.“
„Sie ist sehr warmherzig.“
„Er ist ein kalter Fisch.“
„Ich habe eine heiße Idee.“
„Ich fühle mich aus dem Gleichgewicht geworfen.“
„Ich bin zur Zeit nicht ganz auf der Höhe.“
„Das ist ein Drahtseilakt.“
„Er hat es gegeneinander abgewogen.“
„Ich bin ganz aus dem Häuschen.“
„Sie hatte eine ausgewogene Einstellung.“
„Bei ihr läuft immer alles glatt.“
„Da kriege ich keinen Fuß in die Tür.“
„Da zerbröselt es einen völlig.“
„Ich reiße mich zusammen.“
„Der Druck ist furchtbar groß.“

Ist es nicht erstaunlich, wie wir unsere Sprache mit den


Begriffen unserer Sinne strukturieren? Und was am besten
ist: Wenn Sie sich der sinnlichen Signale bewusst sind, die
andere aussenden, empfangen Sie massenhaft Informatio-
nen darüber, wie diese die Welt sehen, und können diese
Informationen einsetzen, um Ihre Kommunikationsfähigkeit
zu verbessern. Vergessen Sie nicht, beim Flirten kommt es
ganz wesentlich auf gute Kommunikation an!
Wenn Sie sich also das nächste Mal mit jemandem unter-
halten, sollten Sie ganz bewusst die Ohren offen halten,
welche Sinnessprache der andere verwendet. Ein guter Flirter
weiß, wie er es schafft, Vertrauen herzustellen, und die
meisten von uns fühlen sich vertraut mit jemandem, der
unsere Sprache spricht, nicht wahr?
In Kapitel 11 werden Sie noch mehr über einer sinnbetonte
Sprache und ihre Verfeinerung erfahren und einiges hierzu
ausprobieren.

Die Signale beim Flirten

Um ausgezeichnet zu flirten, müssen Sie sich unbedingt der


Signale bewusst sein, die andere Menschen aussenden, wenn
sie Interesse bekunden. Sie sollten zwei oder drei klare und
wiederholte Signale bekommen, ehe Sie sie als Aufforderung
interpretieren können. Es folgen einige Beispiele von Signa-
len dafür, dass jemand an Ihnen interessiert ist:

♥ zufällige leichte Berührung


♥ Nicken, während der andere in Ihre Richtung schaut
♥ deutet auf einen Stuhl und lädt Sie ein, sich zu setzen
♥ lächelt Sie freundlich an
♥ wirft einen blitzschnellen Blick in Ihre Richtung
♥ klimpert mit den Wimpern, schaut auf und dann wieder weg
♥ nickt mit dem Kopf, gibt mit den Händen ein Zeichen oder
hält den Kopf zur Seite geneigt
♥ macht Ihnen Komplimente
♥ bläht die Nasenflügel auf
♥ hat erweiterte Pupillen
♥ streckt den Brustkorb oder Busen heraus
♥ bläst ein Streichholz aus und hält es fest, während er/sie in
Ihre Richtung schaut
♥ spielt mit der Krawatte oder dem Schmuck
♥ blinzelt Ihnen zu
♥ hebt eine Augenbraue

Andererseits gibt es einige Signale, die darauf hinweisen,


dass jemand nicht an Ihnen interessiert ist:

♥ flüchtiger Blickkontakt
♥ schaut sofort weg
♥ behält dieselbe Haltung bei
♥ dreht seinen Körper von Ihnen weg
♥ hält den Kopf senkrecht
♥ normal oder gelangweilt blickende Augen
♥ geschlossener Mund
♥ nach vorn gebeugte Haltung, um nicht Brustkorb oder
Busen zu betonen
♥ schaut jemand anderen lustvoll an!

Eine Anregung zum Schluss

Natürlich benötigen Sie geschärfte Sinne, um diese Signale


zu erkennen. Deshalb bitte ich Sie, zum Schluss des Kapitels
mit dieser Erkundung zu experimentieren:

♥ Wenn Sie das nächste Mal anfangen, sich wegen etwas


mies zu fühlen, halten Sie inne und fragen Sie sich: „Wie
mache ich das gerade?“
♥ Werden Sie sich von nun an der Dinge bewusst, die Sie sich
selbst sagen, und der Art von Stimmen, die Sie dabei ein-
setzen.
♥ Achten Sie darauf, welche Bilder nützlich sind und welche
nicht.
♥ Prüfen Sie, ob Sie in der Erfahrung sind (assoziiert) oder
sich selbst nur beobachten (dissoziiert).

Allein die Tatsache, dass Sie sich Ihrer eigenen Sinnesäu-


ßerungen und der anderer Menschen bewusst sind, wird Sie
zu Veränderungen befähigen und Ihre Kommunikationsweise
verbessern. Daran werden wir später noch eingehender
arbeiten. Zuerst einmal müssen wir herausfinden, wie Ihr
bestes Selbst aussieht!
Kapitel 4

Seien Sie Ihr


bestes Selbst

„Das zu sein, was wir sind, und das zu werden, was wir
werden können, ist das einzige Ziel im Leben.“
Robert Louis Stevenson

Nur das Beste


Die Ausgangsposition für einen Flirt ist günstig, wenn Sie Sie
selbst in Ihrer besten Verfassung sind, sich lieben und die
Glut und das Strahlen dessen, was Sie sind, weitergeben.

Was ist echt an Ihnen, wenn Sie vollständig und ganz


in Ihrer besten Verfassung sind?

Das wissen Sie sehr wohl. Weil Sie schon manchmal jene
wunderbaren Augenblicke erlebt haben. In der Tat werden
Sie entdecken, dass Sie bereits eine vollständige körperliche
Erinnerung daran haben, wie Sie dann sind. Sie wartet nur
darauf, reaktiviert zu werden!
Dieses Kapitel entstammt der Arbeit meines Mentors Joseph
Riggio und dem Myth-Self-Prozess.

Das Stückchen Raum, das Ihr Selbst ist

Es gibt ein Stückchen Raum, das Ihr Selbst ist, und wenn Sie
sich dort aufhalten, funktioniert alles prima. Sie erkennen,
dass alles möglich ist. Sie haben eine Ahnung, wie Ihr Leben
sein könnte, und Sie fangen an, auf ein Ziel hinzuarbeiten,
das größer ist als Sie, aber wirklich Sie ist. Wenn Probleme
auftauchen, sagen Sie bloß: „Ja und? Was kann ich daraus
lernen?“ und bewegen sich weiter. In dieser Stimmung
können Sie wie ein Engel oder ein Teufel flirten, wenn es das
ist, was in Ihnen ist, weil Sie dem treu sind, was Sie sind. Den
anderen gefällt es, und Ihnen auch. Jede einzelne köstliche
Minute davon.

Petas Geschichte:
Wie ich mein Stückchen Raum fand

Vor ein paar Jahren durchlief ich einige Herausforderungen in


meinem Leben. Lange Zeit arbeitete ich in zeitlich begrenzten
Sekretärinnenjobs. Ich konnte diese Arbeit nicht ausstehen,
dachte aber, ich müsste sie machen, mir bliebe nichts an-
deres übrig. Es schien, als würde ich ständig gegen das Leben
ankämpfen. Das war nicht fair. Ich wusste nicht, was ich
wollte. Ich wusste nur, was ich nicht wollte. Ich machte ein
paar wilde, verrückte Sachen. Ich unterdrückte meine wahre
Natur, glaubte nicht an mich und fürchtete mich davor, mich
weiterzuentwickeln. Ich war festgefahren. Kennen Sie das
Gefühl?
Seit drei Jahren hatte ein Freund, der Seminare zum ge-
schickten Umgang mit Geld leitet, versucht, mich zur Teil-
nahme an einem dieser Kurse zu bewegen. Ich interessierte
mich nicht dafür. Eines Tages, als ich Unterlagen auf meinem
Schreibtisch aufräumte, fiel mir die Broschüre meines
Freundes in die Hände. Der Kurs fing am nächsten Tag an.
Aus irgendeinem Grund griff ich einfach zum Telefon und
meldete mich an. Es schien das Richtige zu sein und ich
wusste nicht warum – das erfuhr ich erst am nächsten Tag,
als der Co-Kursleiter, Joseph Riggio, anfing, zu uns zu spre-
chen. Ich hatte mich zurückgelehnt, ließ mich einfach trei-
ben, doch plötzlich hörte ich einige Worte, die mich hoch-
fahren und wirklich zuhören ließen:

Wenn Sie in jenem Stückchen Raum stehen, der voll-


kommen und absolut Ihr Selbst ist, eben dann sind Sie
wahrhaft wundervoll, großartig, reich!

Ich schnappte nach Luft. Ich spürte, wie ein Prickeln durch
meinen Körper ging, und einen Augenblick lang erlebte ich
tatsächlich jenes Gefühl, dass ich mich in einem Stückchen
Raum befand, das mein Selbst ist. Jene Worte hatten mich
unvermittelt in die Körpererinnerung „ich ich selbst in meiner
besten Verfassung“ versetzt. Es war wundervoll. „Genau das
will ich“, sagte ich mir. Ein Satz, und mir war klar, warum ich
diesen Kurs besuchte. Und zwar keineswegs, um meine
Finanzen auf die Reihe zu bekommen!

Maries Geschichte:
Ein verändertes Leben

Wenn Sie mit sich selbst in Ihrer besten Verfassung in Kon-


takt kommen, kann Erstaunliches geschehen. Marie, 37 Jahre
alt und ungebunden, schrieb sich zu einem Flirt-Wochenende
ein, weil sie auf Partnersuche war. Beruflich stellte sie Ge-
schäftskontakte her und jeder fand, sie habe einen tollen Job,
aber sie mochte ihre Arbeit überhaupt nicht. Sie meinte,
wenn sie einen Partner fände, wäre sie glücklicher, aber sie
bekam viel mehr, als sie eigentlich anstrebte! Lassen Sie sich
von ihr selbst ihre Geschichte erzählen:
Als Folge dessen, dass ich mit mir in meiner besten Verfas-
sung in Berührung kam, erreichte ich letzte Woche mein Ziel
und wurde als MBA-Studentin von einem angesehenen
Wirtschafts-College angenommen. Als ich dies vor zwei Jah-
ren zum ersten Mal in Erwägung zog, fielen mir nur eine Reihe
von Gegengründen ein – ich hatte keinen tollen ersten
Hochschulabschluss, ich war zu alt, andere Bewerber würden
mir sicher vorgezogen werden, ich würde es nicht finanzieren
können… Anstatt es zu probieren, gab ich auf und fing einen
Job an, den ich, wie ich wusste, schaffen konnte.
Und jetzt freue ich mich darauf, in den nächsten Monaten
meine Stelle zu kündigen.
Ich erlebe darüber hinaus auch ein kleines Wunder in einem
anderen Lebensbereich – ich gehe zurzeit mit einem tollen
Mann aus, der mich wirklich so liebt, wie ich bin, und nicht so,
wie er hofft, dass ich mal sein könnte.

Ihr wahres Ich ist da…

„Ihnen kann nicht ein Leben von einem anderen gegeben


werden. Unter allen Menschen, die Sie in Ihrem Leben ken-
nen lernen werden, sind Sie der einzige, den Sie nie verlassen
oder nie verlieren werden. Sie sind die einzige Antwort auf die
Frage Ihres Lebens. Sie sind die einzige Lösung auf die Pro-
bleme Ihres Lebens.“
Jo Coudert

Ihr wahres Ich, Ihr bestes Selbst, ist da für Sie. Es hat still
und leise – und manchmal nicht ganz so still und leise –
versucht, Sie dazu zu bewegen, es freizulassen. Ich wette, es
hat Ihnen über die Jahre einige Signale gegeben. Vielleicht
haben Sie Derartiges erlebt:

♥ Eine Stimme, die nörgelt oder Ihnen schön tut, damit Sie
Ihre Ohren spitzen
♥ Eine Vision von etwas gerade außerhalb Ihrer Reichweite,
das manchmal auftaucht und dann wieder verschwindet
♥ Ein beständiges Gefühl, dass etwas nicht stimmt
♥ Etwas, das Sie irgendwo gehört oder gelesen haben und
das Sie aufhorchen ließ.

Vielleicht haben Sie diese Signale empfangen – und sie ig-


noriert. Ehe ich die Worte über das Stückchen Raum hörte,
hatte ich bereits etliche Weckrufe bekommen. Wenn Sie mir
ähneln, braucht es vielleicht mehr als einen Weckruf, damit
Sie endlich etwas unternehmen, und Sie werden dort an-
kommen, wenn Sie bereit dafür sind. Mein erster Weckruf
kam von Barbara Shers Buch Wishcraft. Beim ersten Lesen
stach mir das folgende Bild ins Auge:
Wenn ein Samenkorn guten Boden und viel Wasser und
Sonne bekommt, muss es sich nicht anstrengen, um zu
keimen. Es braucht kein Selbstvertrauen, keine Selbstdis-
ziplin oder Ausdauer. Es keimt einfach. Es kann gar nicht
anders.
Wenn ein Samenkorn wachsen muss, wenn ein Stein auf ihm
liegt oder es keine Sonne oder nicht ausreichend Wasser
bekommt, wird es nicht zu einer Pflanze von gesunder Größe
heranwachsen. Es wird es – unter Mühen – versuchen, weil
der Antrieb, das zu werden, wofür man bestimmt ist, un-
glaublich mächtig ist. Aber im besten Fall wird es eine Art
Schatten dessen werden, was es sein könnte. Irgendwie sind
das die meisten von uns.
Fühlen Sie sich so, als seien Sie eine „Art Schatten“ dessen,
was Sie sein könnten? Keine Bange. Wenn Sie herausfinden,
wie Sie in Ihrer absolut besten Verfassung sind, und dem
allmählich immer mehr ähneln, öffnen Sie sich wie dieses
Samenkorn, um die Sonne, den Regen und die Nahrung der
Erde bereitwillig in sich aufzunehmen. Sie entwickeln all-
mählich einen Sinn dafür, wie Ihr Leben Ihrem Wunsch nach
sein soll. Sie ziehen die Situationen und Menschen an, die
richtig für Sie sind. Sie flirten wie verrückt!

„Mein großer Fehler, mein Fehltritt, den ich mir nicht ver-
zeihen kann, ist, dass ich eines Tages aufhörte, meine Indi-
vidualität hartnäckig zu verfolgen.“
Oscar Wilde
Wie Sie Zugang zu Ihrem besten
Selbst gewinnen

Wie machen Sie das? Es ist leicht. Wenn Sie wollen, können
Sie es, solange Sie bereit sind, am Ball zu bleiben, die An-
weisungen befolgen und sich intensiv darum bemühen. Und
so funktioniert es:

♥ Sie prüfen, wie Sie in diesem Moment sind.


♥ Sie beschließen, dass Sie Ihr bestes Selbst sein wollen.
♥ Sie fangen an, sich an Erfahrungen, wie Sie Sie selbst in
Ihrer besten Verfassung sind, zu erinnern.
♥ Dabei achten Sie darauf, was mit Ihrem Körper geschieht –
auf Ihre Haltung, Ihre Bewegungen, Ihre Atmung, Ihr
Gleichgewicht.
♥ Sie werden sich der Bilder bewusst, die Sie sich vor Ihrem
geistigen Auge ausmalen, und dessen, was Sie sich im Geiste
vorsagen.
♥ Sie lassen sich ein Wort einfallen, das diesen Zustand
perfekt beschreibt.
♥ Sie wählen ein Symbol für diesen Zustand.
♥ Sie nutzen all diese Informationen, um immer mehr Ihr
bestes Selbst zu sein.
♥ Das Leben wird süßer und köstlicher!

Ich habe einige Erkundungen entworfen, um Ihnen zu helfen.


Beginnen wir dort, wo Sie jetzt stehen.

Wo stehen Sie in diesem Moment?

Jetzt müssen Sie sich einige Fragen stellen und mit einigen
intimen Wahrheiten herausrücken. Ich bitte Sie nur, ehrlich
sich selbst gegenüber zu sein, zu erkennen, was Sie tun, und
sich auf die Möglichkeiten und Alternativen zu konzentrieren.
Wenn das geschieht, werden Sie allmählich mehr strahlen
und Sie werden einfach stärker zum Flirten aufgelegt sein!
Denken Sie über folgende Fragen nach. Sie müssen Ihre
Gedanken nicht aufschreiben, obgleich Ihnen dies eventuell
bei ihrer Klärung hilft.
Bewerten Sie nach einer Skala von 1 bis 10, auf der 1 „sehr
wenig“ und 10 „ja, absolut“ bedeutet, wie sehr Sie wirklich
Sie selbst sind:

♥ Bei Ihrer Arbeit


♥ Im Umgang mit Ihren Arbeitskollegen
♥ Mit Freunden
♥ Mit Ihrer Familie
♥ Wenn Sie neue Leute kennen lernen
♥ Mit Ihrem Lebensgefährten, falls Sie einen haben

Welche Masken tragen Sie? Was tun Sie, was nicht Sie selbst
ist? Wie wären Sie gerne?

♥ Wären Sie im Beruf gerne erfüllter oder möchten Sie einer


ganz anderen Arbeit nachgehen, vielleicht einer Aufgabe,
nach der Sie sich schon länger insgeheim sehnen?
♥ Möchten Sie einige Träume ausleben, die zu verwirklichen
Sie bisher nicht gewagt haben?
♥ Möchten Sie eine wundervolle Beziehung haben?
Ich frage mich, was Sie bisher davon abhält. Tun Sie ir-
gendetwas, das Sie davon abhält, Ihr bestes Selbst zu sein?
Was würden Sie gerne aufhören zu tun? Was möchten Sie
gerne tun?

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu vermitteln: Marie wollte


sich nicht länger unterschätzen, nicht länger Ausreden vor-
bringen, warum sie manches nicht tat, und wollte nicht mehr
so negativ sein. Sie wollte sich selbst mehr lieben, an sich
glauben, Risiken eingehen und glücklich sein.
Jetzt sind Sie an der Reihe.
Ich möchte aufhören zu tun:

Ich möchte sein/tun:

Großartig! Beglückwünschen Sie sich, dass Sie diese Er-


kundung gemacht haben. Sie haben einen riesigen Sprung
nach vorne gewagt. Und jetzt sind Sie bereit für den nächsten
Schritt.

Wie ist Ihre Beziehung mit sich selbst?

Ehe Sie mit dem Leben flirten können, müssen Sie bekannt-
lich mit sich selbst flirten. In der nächsten Erkundung lade ich
Sie ein, Ihre Beziehung zu sich selbst zu beurteilen. Von dort
aus können Sie sich in immer höhere Flirtregionen auf-
schwingen!

Ihre Beziehung zu sich selbst

Auch hier können Sie die Fragen rein im Kopf oder aber
schriftlich in Ihrem Notizheft beantworten.

♥ Hören Sie auf Ihr wahres Selbst? (Spüren Sie manchmal


den Drang, sich anders zu verhalten, Neues auszuprobieren
oder einfach mal etwas Verrücktes zu tun? Stoppen Sie sich
dann, indem Sie sich sagen, Sie könnten, sollten, dürften
nicht?)
♥ Glauben Sie fest, dass alles für Sie möglich ist?
♥ Erlauben Sie sich, frei auszudrücken, wer Sie sind?
♥ Verwöhnen Sie sich und sprechen Sie sich aufmunternd zu?
♥ Beglückwünschen Sie sich, wenn Sie etwas gut machen?
♥ Reden Sie gerne über Ihre Pluspunkte?
♥ Sind Sie der Meinung, Sie mussten sich zuerst um sich
selbst kümmern, damit Sie sich um andere kümmern kön-
nen?
♥ Glauben Sie, dass Sie, wie alle Menschen, etwas Beson-
deres und Einzigartiges sind?

Haben Sie alle Fragen mit „Ja“ beantwortet? Ja? Herzliche


Glückwünsche! Machen Sie weiter so. Nein? Großartig! Lesen
Sie unbedingt weiter!

Ihr Körper ist der Schlüssel

Jetzt bitte ich Sie, einige Fragen zu beantworten, die Ihren


Gedanken an sich selbst auf die Sprünge helfen. Bei der
Beantwortung ist es wichtig, dass Sie auf Ihren Körper ach-
ten. Denn um die Art, wie Sie „Ihr Selbst in Ihrer besten
Verfassung“ sind, zurückzubringen, müssen Sie sich in Ihrem
Geist und in Ihrem Körper daran erinnern! Bevor Sie also die
Fragen beantworten, schauen wir uns an, wie wichtig Ihr
Körperbewusstsein ist.
Wir bekommen weit mehr über den Tonfall und die Körper-
sprache mit als über die rein verbale Bedeutung der Wörter.
Sie können diese Signale von anderen Leuten aufnehmen,
aber noch wichtiger: Sie können sie auch von sich selbst
aufnehmen. Es ist wichtig, dass Sie herausfinden, wie Ihr
Körper auf einen Reiz reagiert, um die physiologischen Kon-
figurationen Ihres Selbst in Ihrer besten Verfassung kennen
zu lernen. Wenn Sie diese erst einmal entdeckt haben, fällt es
Ihnen viel leichter, immer wieder gewohnheitsmäßig dorthin
zu gelangen. Dann werden Sie tatsächlich positive Verän-
derungen in Ihrem Denken und Ihrer Einstellung sich selbst
gegenüber bemerken.

Was ist Ihr Rhythmus?

Wir alle haben einen Körperrhythmus – unser Herz schlägt


rhythmisch, wir haben einen sich ändernden Pulsschlag und
wir gehen in unserem eigenen Rhythmus. Wir haben
Rhythmen, die uns durcheinander bringen, und Rhythmen,
die uns beruhigen und motivieren.
Mein Freund Billy erzählte mir, dass er sich als Kind immer
friedlich und ruhig fühlte, wenn er seiner Großmutter zusah,
wie sie an der Nähmaschine nähte. Der Rhythmus der Ma-
schinengeräusche schien ihn zu hypnotisieren.
Welche Rhythmen zeigen auf Sie Wirkung? Wenn Sie Musik
hören, gibt es irgendetwas, zu dem Sie gerne Sport treiben,
sich entspannen oder zärtlich und intim mit Ihrem Partner
sind? Spielen Sie ein Instrument? Erinnern Sie sich wie Billy
an einen bestimmten Rhythmus aus Ihrer Kindheit?
Sie können Ihren eigenen Rhythmus finden. Auch Tom fand
ihn.

Toms Geschichte:
Ins leben trommeln

Tom war zu mir gekommen, weil er im Umgang mit Frauen


selbstbewusster werden wollte. Ich stellte ihm die magische
Frage: „Was ist Ihres Wissens nach echt an Ihnen, wenn Sie
in Ihrer besten Verfassung sind? Was machen Sie, wenn Sie
so sind?“
Tom nahm sein eines Bein vom Knie des anderen und fing an,
über das Trommeln zu reden, dass er Rhythmus hatte und
eins mit ihm werden konnte. Er fing an, die Hände rhythmisch
auf die Knie zu schlagen.
Ich ermunterte ihn, seinen Rhythmus beizubehalten, indem
ich passend dazu mit den Fingern schnalzte. Er setzte sich
aufrecht hin, ließ die Schultern locker, und seine Atmung
veränderte sich. Wie er so dasaß, trommelte er sich lang-
samer auf die Knie und begann, sich mit dem ganzen Körper
im selben Rhythmus zu wiegen. Er war er selbst in seiner
besten Verfassung und er war durch einen Rhythmus, der in
ihm schwang, in diesen Zustand gekommen.
„Also“, fragte ich ihn, „wie wäre es für Sie, mit einer Unbe-
kannten zu sprechen, wenn Sie sich so wie jetzt fühlen, Ihr
Rhythmus mit dem Rhythmus dieser Person in Überein-
stimmung ist?“
Er öffnete den Mund, sagte aber nichts.
Ich ließ nicht locker. „Was wäre in so einem Zustand mög-
lich?“
„Alles“, meinte er lächelnd.
Tom hatte eine vollständige rhythmische Körpererinnerung
daran gewonnen, wie er in seinem Stückchen Raum war, und
wurde sich deshalb einer Welt voller Möglichkeiten bewusst.

Wie intensiv ist Ihr Körperbewusstsein?

Bei dieser Erkundung werden Sie Ihr Körperbewusstsein


beträchtlich erweitern.
Seien Sie sich beim Lesen der folgenden Liste dessen be-
wusst, was Sie in Ihrem Körper wahrnehmen. Wenn Sie
möchten, können Sie es später aufschreiben.

♥ Setzen Sie sich aufrecht hin. Fangen Sie an, gleichmäßig zu


atmen. Falls nötig, stellen Sie Ihre übereinander geschla-
genen Beine oder gekreuzten Fesseln nebeneinander hin.
♥ Spüren Sie Ihren Kopf auf dem Nacken. Ist er steif oder
locker und mühelos im Gleichgewicht? Bringen Sie ihn in die
richtige Haltung.
♥ Welche Empfindungen und Veränderungen bemerken Sie
anderswo in Ihrem Körper?
♥ Sind Ihre Hände angespannt oder eher locker, selbst wenn
sie dieses Buch halten?
♥ Wie sind Ihre Schultern? Sind sie hochgezogen oder hän-
gen sie ganz natürlich herab, werden durch die Schwerkraft
nach unten gezogen?
♥ Haben Sie eine für Ihren Rücken bequeme Haltung, und
wenn nein, können Sie eine entspannte, aufrechte Position
einnehmen?
♥ Was geschieht, wenn Sie, sehr langsam, Ihre Blickrichtung
verändern? Wenn Sie nach rechts unten schauen, versuchen
Sie, nach oben zu blicken, ohne den Kopf zu drehen. Be-
wegen Sie die Augen ganz langsam nach links, dann nach
rechts. Halten Sie inne, um dabei die Auswirkungen auf Ihren
Körper zu registrieren.

Und jetzt nehmen Sie Ihren Körper nacheinander von den


Zehen bis zum Kopf wahr:
Konzentrieren Sie sich auf die Region von Ihren Füßen bis zu
den Oberschenkeln und etwas darüber. Was nehmen Sie
wahr?
Konzentrieren Sie sich auf den Bereich knapp unterhalb Ihres
Bauchnabels. Was fällt Ihnen auf? Verlagern Sie jetzt lang-
sam Ihre Konzentration auf Ihren Solarplexus. Was bemer-
ken Sie? Überprüfen Sie Ihre Herzregion. Wie fühlt sie sich
an? Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit jetzt auf Ihren Hals,
achten Sie auf die unterschiedlichen Empfindungen. Dann
konzentrieren Sie sich auf Ihre Stirn. Was fällt Ihnen dabei
auf?
Jetzt verlagern Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Schädel-
decke. Wie fühlt sich das an?
Falls Sie mit übereinander geschlagenen Knien oder ge-
kreuzten Fesseln dasitzen, was passiert, wenn Sie sie ne-
beneinander stellen? Achten Sie auf den Unterschied.
Versuchen Sie, Ihre Beine zu kreuzen und wieder neben-
einander zu stellen.
Versuchen Sie, Ihre Beine weiter zu öffnen. Wie fühlt sich das
an?
Erheben Sie sich und stellen Sie Ihre Füße in etwa 30 Zen-
timeter Abstand voneinander auf. Legen Sie die Hände auf
die Hüften und schauen Sie geradeaus. Atmen Sie gleich-
mäßig und tief, aber sanft ein und aus. Halten Sie den Kopf
gerade und überblicken Sie die Szene.
Senken Sie die Schultern und weiten Sie den Brustkorb beim
Einatmen, als würden Sie die Arme ein wenig nach hinten
nehmen. Lächeln Sie, selbst wenn Sie es anfangs vortäu-
schen müssen. Was nehmen Sie wahr?
Wie stehen Sie normalerweise da und wie, wenn Sie sich wohl
fühlen?
Kommt Ihnen irgendein Rhythmus in den Sinn? Sie können
sich dazu bewegen. Welchen Unterschied macht das? Sie
können lernen, ebendies immer öfter zu tun – wenn Sie
möchten!

Entdecken Sie Ihr bestes Selbst

Diese Erkundung soll Ihnen helfen, Zugang zu Ihrem besten


Selbst zu finden, negative Gedanken sind also verboten.
Wenn Sie irgendwann im Verlauf dieser Erkundung an etwas
denken, das Sie nicht mögen, verändern Sie es zu etwas, das
Sie mögen.
Nehmen Sie sich etwas Zeit und machen Sie es sich bequem.
Sie können die Antworten auf die Fragen aufschreiben,
während Sie sie sich stellen, oder Sie können versuchen, die
Fragen laut vor einem Spiegel zu beantworten. Dies dient
zweierlei Zwecken:

1. Sie können nicht nur spüren, sondern überdies sehen, was


Sie bei der Beantwortung machen.
2. Sie können etwas laut sagen, wodurch Sie bekräftigen,
dass es wahr ist.

Sollte Ihnen das ein wenig albern vorkommen, ist das in


Ordnung. Wenn Sie so genannte „alberne“ Sachen machen –
mit sich selbst reden, in der Öffentlichkeit in schallendes
Lachen ausbrechen oder in Pfützen springen – wirkt das wie
eine Altersbekämpfungs-Therapie. Sie verjüngen sich um
Jahre, indem Sie Ihrem Immunsystem Auftrieb verleihen und
sich von unausgesprochenen, unzutreffenden Regeln be-
freien, die Sie einengen und zurückhalten!

Um die Fragen laut zu beantworten, stellen Sie sich vor einen


Spiegel, stellen Sie sich die Fragen erst im Geiste und wie-
derholen Sie sie dann laut. Verändern Sie Ihre Haltung, bis
Sie sich richtig wohl fühlen. Sie können das so oft machen wie
nötig, um sich mehr wie Ihr bestes Selbst zu fühlen! Was
auch immer Ihnen einfällt, ist in Ordnung.

Frage Ihre Reaktio- Ihre Was pas-


nen auf die Antwort siert jetzt
Frage, Ge- in Ihrem
danken, Bil- Körper?
der, Gefühle

Was mögen Sie an sich selbst


am liebsten?

Was machten Sie als Kind


liebend gern?

Durch welchen Ihrer Sinne


lebten Sie am meisten, oder
lebten Sie durch alle Sinne
gleichermaßen? Sahen Sie
Dinge, malten Sie Bilder aus,
redeten Sie viel mit sich,
waren Sie sich der Geräusche
bewusst, fühlten Sie einfach
Dinge…? Beschreiben Sie.

Welches sind Ihre größten


Leistungen? Das kann von
etwas Einfachem wie eine
Pflanze züchten bis zur
Gründung Ihres eigenen
Imperiums reichen.

Welche hervorstechenden
Fertigkeiten, Talente, Fä-
higkeiten besitzen Sie?

Wofür hegen Sie eine wirk-


liche Passion?

Mit welchen drei positiven


Adjektiven würden Sie sich
schnell aus dem Stegreif
beschreiben?

Welches sind Ihre liebsten


Erinnerungen daran, wie Sie
Sie selbst sind?

Was sind Ihre liebsten Erin-


nerungen an eine amüsante
Begebenheit?

Was ist echt an Ihnen, woran


sich, wenn es nach Ihnen
ginge, die Leute nach Ihrem
Tod erinnern sollten?

Was ist Ihrem Wissen nach


echt an Ihnen, wenn Sie
absolut in Ihrer besten Ver-
fassung sind?

Woher wissen Sie das?

Seien Sie Sie selbst. Die Welt verehrt das Original.


Ingrid Bergman
Lösen Sie ein gutes Gefühl aus

Sie haben wahrscheinlich schon von den Pawlowschen Hun-


den gehört. Pawlow experimentierte mit
Reiz-Reaktion-Mechanismen. Er fütterte die Hunde, und
wenn ihr Speichel floss und sie genussvoll fraßen, läutete er
eine Glocke. Nach einigen Malen verbanden die Hunde die
Erfahrung des Fressens mit dem Klingeln der Glocke. Pawlow
brauchte nur die Glocke zu läuten und den Hunden floss der
Speichel. Er hatte einen Trigger für die vollständige Körper-
erinnerung an die köstliche Erwartung von Nahrung gesetzt…
Auch wir reagieren wie die Pawlowschen Hunde auf Auslöser
oder Trigger. Wenn diese Trigger ausgelöst werden, bringen
sie uns die Erfahrung, mit der sie verbunden sind, zurück. Ein
Lied ist dafür ein perfektes Beispiel. Noch Jahre später rei-
chen vielleicht ein paar Takte, um Sie wieder in einen be-
sonderen Augenblick zurückzuversetzen.
Die stärksten Reize sind diejenigen, die mit dem Höhepunkt
eines Gefühls – sei es nun gut oder schlecht – zusammen-
fallen. Wenn dies geschieht, kommt der Auslöser oder Trigger
natürlich oft von außen. Aber Sie können lernen, Ihre eigenen
Trigger zu aktivieren. Wie viel leichter wäre es, Ihr bestes
Selbst zu fühlen, wenn Sie einfach einen Reiz oder Trigger
aktivieren könnten, um sich in diesen Zustand zu versetzen?
Sie könnten ein Wort verwenden, um den Zustand zu be-
schreiben.

Sarahs Geschichte:
Sorglos

Als ich Sarah fragte, welches Wort ihr einfiel, um sich in ihrer
besten Verfassung zu beschreiben, sagte sie: „Sorglos.“
Dieses Wort ist ein Sammelbegriff für all die Emotionsmo-
leküle, die das bewirken, was sie in ihrem Körper spürt, wenn
sie in ihrer besten Verfassung ist.
Jedes Mal, wenn Sarah das Wort „sorglos“ denkt und es auf
dieselbe Weise sagt, wie sie es sagte, als ich sie danach
fragte, bringt dies sie in das körperliche Gefühl zurück, wie
sie in ihrer besten Verfassung ist.

Wie lautet Ihr Wort?

Welches Wort löst Ihre Erfahrung von sich in Ihrer absolut


besten Verfassung aus? Denken Sie an sich in Ihrer besten
Verfassung und notieren Sie dann das erste Wort oder die
erste Wendung, die Ihnen in den Sinn kommt. Wiederholen
Sie den Begriff, indem Sie sich vorsagen: Wenn ich in meiner
absolut besten Verfassung bin, bin ich (Ihr Wort oder Ihre
Wendung).

Ein natürliches Symbol

Vielleicht möchten Sie lieber zusammen mit einem Wort ein


Symbol verwenden oder ein Symbol allein. Eines der wirk-
samsten Symbole ist das eines Tieres. Tiere wurden im Ver-
lauf der gesamten Menschheitsgeschichte in den verschie-
densten Kulturen als Symbol verwendet, um bestimmte
Eigenschaften zu verkörpern. Ein Löwe etwa wird oft mit Mut
assoziiert, wohingegen das Eichhörnchen für Geschäftigkeit
und Betriebsamkeit steht und ein Adler damit assoziiert wird,
dass er auf die Welt herunterschaut und so eine klare Sicht
aus der „Adlerperspektive“ bekommt. Viele bezaubernde
Bücher wurden über den Symbolgehalt von Tieren ge-
schrieben. Wir alle kennen eine große Vielzahl von Tieren,
und wenn Sie an ein Tier denken, werden Sie es bestimmt
leicht mit einer Eigenschaft assoziieren können.
Wenn meine Kursteilnehmer an dieser Erkundung teilneh-
men, sind sie oft überrascht von den Tieren oder Symbolen,
die ihnen in den Sinn kommen, wenn sie an sich in ihrer
besten Verfassung denken. Um Ihnen eine Idee davon zu
vermitteln, was ich meine, möchte ich Ihnen Pauls, Jennys
und Robs Geschichten vorstellen.
Pauls, Jennys und Robs Geschichten:
Der Löwe, die Sonne und der Schimpanse

Paul wollte sexuell attraktiver sein. Als er allmählich Zugang


zu dem bekam, was echt an ihm in seiner besten Verfassung
war, fragte ich ihn, welches Tier ihm als Symbol dafür in den
Sinn komme. Ihm fiel gleich der Löwe ein. Als ich fragte,
weshalb er den Löwen genannt habe, meinte er. „Weil er wild
und kühn ist.“ Dies waren die Eigenschaften, zu denen er
Zugang finden wollte.
Jenny wollte mehr unter Leute gehen und geselliger sein. Sie
konnte sich nicht für ein Tier als Symbol dafür entscheiden,
wie sie sich in ihrer besten Verfassung fühlte, und wählte
schließlich die Sonne, weil, wie sie sagte, ihr gesellschaftli-
ches bestes Selbst damit zu tun hatte, dass sie strahlte und
leuchtete, damit andere Menschen in ihrer Gegenwart Wärme
spüren.
Rob war ein ziemlich ernster Mann und wollte lockerer wer-
den. Er entschied, das Symbol dafür, wie er sein wollte, sei
der Schimpanse. Als ich ihn fragte, was ihn zu dieser Wahl
veranlasst hatte, sagte er: „Weil ich herumrenne und meinen
Spaß habe.“ Es funktionierte für ihn!
Und was ist mit Ihnen?

Finden Sie Ihr Tiersymbol

Lesen Sie sich zuerst diese Anweisungen durch und dann


suchen Sie einen ruhigen Platz auf, an dem Sie nicht gestört
werden.
Finden Sie wieder Zugang dazu, wie Sie sind, wenn Sie in
Ihrer absolut besten Verfassung sind. Schließen Sie die Au-
gen, spüren Sie sich körperlich ganz hinein. Denken Sie an
das Wort, das Ihnen in den Sinn kam, als Sie dies schon
einmal machten, und stellen Sie sich diese Fragen:

♥ Welches reale oder mythische Tier symbolisiert, wie ich in


meiner absolut besten Verfassung bin?
Nehmen Sie das Tier, das zuerst auftaucht, und fragen Sie
sich dann:

♥ Was ist dran an diesem Tier, das mich so symbolisiert, wie


ich in meiner besten Verfassung bin?

Die Leute sind oft überrascht über das Tier oder Symbol, das
ihnen in den Sinn kommt. Manche meinen, sie mussten ein
prachtvolles Symbol oder Tier haben. Falsch! Als ich einmal
ein Symbol suchte – und das mache ich oft –, fiel mir ein
Elefant ein. Als ich die den Elefanten zugeschriebene sym-
bolische Bedeutung nachschlug, erkannte ich den Grund. Der
Dickhäuter steht dafür, ein Teil der Gesellschaft zu sein, für
Libido und Kraft. Ich war gerade dabei, mich nach einem
Umzug in einer neuen Nachbarschaft einzugewöhnen, re-
cherchierte überdies für ein Buch über Sex und genoss mein
eigenes Sexleben – und der Baum am unteren Ende meines
Gartens erinnerte mich immer an das Bein eines Elefanten!
Ich wusste nichts über den alten Symbolgehalt des Elefanten
und dennoch passte er perfekt für mich.
Manchmal macht unser Geist Dinge, die vollkommen richtig
für uns sind, wenn wir seine Zügel locker lassen.
Jedes Tier, sei es groß oder klein, hat seine einzigartig
wundervollen Eigenschaften. Das Leben handelt von innerer
Schönheit und der Wahrnehmung der Schönheit, die in jedem
von uns existiert.

Denken Sie daran, dass das Tiersymbol, das Ihnen spontan in


den Sinn kommt, für einige der Eigenschaften steht, die Sie
momentan besitzen. Vielleicht merken Sie, dass Ihr Symbol
sich später verändert, wenn Sie sich verändern. Das ist in
Ordnung. Aber jetzt konzentrieren wir uns auf Ihr aktuelles
Tiersymbol.

♥ Sowie Ihnen ein Tiersymbol in den Sinn kommt, beginnen


Sie, es zu erforschen. Finden Sie möglichst viel darüber
heraus.
♥ Wenn Sie einen Computer haben, verwenden Sie Ihr Tier
als Hintergrundmotiv oder Bildschirmschoner.
♥ Schneiden Sie Bilder Ihres Tieres aus und befestigen Sie sie
an Stellen, die Sie oft sehen – auf Ihrem Schreibtisch, neben
Ihrem Bett oder wo immer es Ihnen am besten erscheint, sich
an alles, was dieses Tier symbolisiert, zu erinnern.
♥ Haben Sie ein Symbol für dieses Tier in Ihrer Nähe – viel-
leicht einen Stein, der Sie an es denken lässt.
♥ Stellen Sie sich einige Zeit lang vor, wie sich das Tier be-
wegt. Was sagt seine Art, sich zu bewegen, über Sie aus?
♥ Schauen Sie sich Tierfilme über Ihr Tier an. Machen Sie sich
mit seinen einzigartigen Fähigkeiten vertraut.

Was verkörpert Ihr Tier in Ihnen?


Diese Ausführungen basieren auf Ted Andrews Arbeiten.

Tiere haben Botschaften für uns

Tiere haben uns allen etwas beizubringen. Sie interagieren


unablässig entweder mit ihrer eigenen Gattung oder anderen
Tieren bzw. Menschen. Nehmen Sie etwa eine Löwin, wie sie
eine Gazelle jagt, wie sie schreitet, auf der Lauer liegt,
wachsam, ruhig. Schauen Sie sich an, wie Vögel auf Dinge
herabstoßen und ihr Auge auf ein Detail inmitten eines
großen Bildes richten. Achten Sie darauf, wie ein Schmet-
terling von Blume zu Blume schwebt und immer knapp außer
Reichweite bleibt.
Wie kokett und flirtend wären Sie denn, wenn Sie geduldig,
unabhängig wären, sich elegant bewegten, ein Auge für
Details hätten, wachsam und offen für neue Leute wären?
Die Eigenschaften, die Sie in Ihrem Tier finden, sind Eigen-
schaften, zu denen Sie bei sich selbst gerne mehr Zugang
hätten.
Spüren Sie Ihr Tier

Lesen Sie zuerst die Anweisungen durch und suchen Sie sich
dann einen ruhigen Platz, um diese Erkundung zu machen.

♥ Nennen Sie zwei oder drei wichtige Eigenschaften Ihres


Tieres.
♥ Entspannen Sie sich ein paar Augenblicke und denken Sie
an Ihr Leben zurück. Fangen Sie beim Heute an und gehen
Sie in Fünf-Jahres-Schritten zurück. Versuchen Sie Zeiten in
Ihrem Leben zu bestimmen, an denen Sie dieselben Eigen-
schaften an den Tag legten.
♥ Wenn Sie diese Augenblicke entdecken, malen Sie sich ein
mentales Bild des Tieres aus und achten Sie darauf, wie wohl
Sie sich fühlen und wo in Ihrem Körper dieses Gefühl lokali-
siert ist.
♥ Betrachten Sie auch die Zeiten in Ihrem Leben, als Sie von
der Darstellung dieser Eigenschaften profitiert hätten, diese
aber nicht einsetzten. Wie hätten sie Ihnen helfen können?
♥ Denken Sie an eine Zeit in der Zukunft, vielleicht an ein
Bewerbungsgespräch, eine Begegnung mit jemandem, eine
Beziehungsfrage, und malen Sie sich aus, wie das Ausleben
dieser Eigenschaften Ihnen dabei helfen könnte, diese Situ-
ation Gewinn bringender zu erfahren.

Vergessen Sie nicht, dass Flirten nicht nur mit der ober-
flächlichen äußeren Darstellung zu tun hat, sondern auch
damit, was in Ihrem Inneren vor sich geht. Flirten fängt damit
an, wer Sie sind, welche Eigenschaften Sie durchscheinen
lassen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie über eine Methode
verfügen, wie Sie schnell und leicht Zugang zu Ihrem besten
Selbst finden. Wenn Sie diesen Zustand auslösen, mittels
Ihres Tieres oder Wortes oder auf eine andere Weise, werden
Sie entdecken, dass dies die perfekte mentale Verfassung ist,
um mit anderen zu flirten oder sie anzuziehen.
Und vergessen Sie nicht, wie wunderbar es ist, zu entdecken,
wie Sie in Ihrer besten Verfassung sind. Sie müssen daran
glauben, dass es möglich ist, so zu sein. Manchmal blockieren
wir das, was möglich ist, indem wir Überzeugungen über-
nehmen, die uns davon abhalten, diese wundervolle, flirtende
Person in uns zu entfesseln. Das nächste Kapitel soll Ihnen
dabei helfen, sich von Überzeugungen zu befreien, die Sie
einschränken und einengen, damit Sie sich künftig in Ihrer
besten Verfassung noch wohler fühlen und mehr amüsieren
können.
Kapitel 5

Legen Sie sich bessere


Überzeugungen zu
Um Großes zu erreichen, dürfen wir nicht nur handeln, son-
dern müssen auch träumen, dürfen wir nicht nur planen,
sondern müssen auch glauben.
Anatole France

Würden Sie es glauben?


Eine Gruppe von Fröschen zog durch die Wälder und zwei von
ihnen fielen in eine tiefe Grube. All die anderen Frösche
versammelten sich um die Grube. Als sie sahen, wie tief diese
war, sagten sie zu den beiden Fröschen, sie wären so gut wie
tot.
Zuerst schenkten die beiden Frösche den Kommentaren
keine Beachtung und versuchten mit aller Kraft, aus der
Grube zu springen.
Schließlich schenkte der eine der beiden Frösche den Worten
der anderen Glauben und gab auf. Er fiel hinunter und starb…
Was geschah mit dem anderen Frosch?

Glaube und Überzeugungen:


Unsere Antriebskräfte

Überzeugungen haben die Macht zu erschaffen und die Macht


zu zerstören.
Tony Robbins
Unser Glaube ist die Antriebskraft hinter unseren Handlun-
gen. Manche Leute werden von positiven, motivierenden,
hilfreichen, Kraft spendenden Überzeugungen angetrieben.
Sie glauben Dinge wie:

♥ Ich gehöre zu den Gewinnern.


♥ Was immer passiert, es wird sich alles zum Guten wenden.
♥ Alles geschieht aus einem Grund.
♥ Ich bin begehrenswert.

Erfolgreiche Sportler werden von ähnlichen Überzeugungen


angetrieben. Sie sind vollkommen und absolut davon über-
zeugt, dass sie Gewinner sind. Sie gehen mental immer
wieder durch, wie sie gewinnen. Sie sagen sich motivierende
Worte vor. Sie loben sich, wenn sie gut sind. Sie sind über-
zeugt, dass sie Gewinner sind.
Wenn Sie Kraft spendende Überzeugungen annehmen, wird
sich Ihr Leben von da an in Richtung Ihrer Träume und
Wünsche bewegen. Ihre Überzeugungen sind Ihre Unter-
stützung und Motivation.

Kraft spendende Überzeugungen:


Fruchtbare Erde

Kraft spendende Überzeugungen nähren, beleben und be-


reichern uns wie fruchtbare Erde. Sie sind wie süße Musik in
unseren Ohren und sie leuchten auf alles, was wir tun.
Große Flirter leben von Kraft spendenden Überzeugungen.
Sie glauben, dass sie begehrenswert sind. Sie glauben, dass
sie sexy sind. Sie glauben, dass sie ein wenig Licht und Glanz
in das Leben anderer Menschen bringen, und sie glauben,
dass andere Leute interessant sind.
Einschränkende Überzeugungen:
Steiniger Boden

Manche Überzeugungen können sich auf Sie sehr ein-


schränkend und schwächend auswirken. Wenn Sie zum Bei-
spiel überzeugt sind, nicht attraktiv zu sein, werden Sie sich
auch so verhalten, als seien Sie es nicht, und Sie wirken
wahrscheinlich dann auf andere tatsächlich weniger attraktiv.
Wenn Sie überzeugt sind, dass Sie auf einer Party nichts zu
sagen haben werden, werden Sie wahrscheinlich verstum-
men, obwohl jeder etwas zu sagen hat! Wenn Sie überzeugt
sind, dass Sie einen Annäherungsversuch verpatzen werden,
stehen die Chancen gut, dass Sie es auch tun. Was auch
immer Sie glauben, verhilft Ihnen dazu, dass Sie sich ent-
sprechend verhalten. Das ist eine sich selbst erfüllende
Prophezeiung – obwohl man manchmal nicht glaubt, dass
man etwas kann, und sich selbst dann überrascht. Aber wenn
das passiert, tun es die Leute oft als glücklichen Zufall ab!
Einschränkende Überzeugungen sind wie steiniger Boden. Sie
erlauben Ihnen nicht, zu wachsen und zu gedeihen.

Überzeugungen sind nur Geschichten

Überzeugungen sind wie Witze nur Geschichten. Leider


wachsen sich viele Witze zu bestimmten giftigen Überzeu-
gungen aus. Etwa folgender:
Männer sind wie guter Wein. Sie sind zuerst Trauben und wir
müssen sie treten und im Dunkeln halten, bis sie zu etwas
heranreifen, das man sich zum Abendessen wünscht.

Über solches Zeug lachen wir, dennoch übernehmen wir


dabei ein bestimmtes System von Überzeugungen. Wie viele
Frauen kennen Sie, die der Überzeugung sind, Männer müsse
man sich heranziehen und umkrempeln, damit sie ins
Schema passen?
Die Geschichte unserer Überzeugungen

Der Grund dafür, dass man Probleme hat, liegt daran, dass
man geboren wurde, Eltern hatte und in die Schule ging.
Richard Bandler

Woher stammen Ihre Überzeugungen? Von der Geburt bis


zum Alter von etwa zwei Jahren existiert man in einem Zu-
stand der Unschuld und des Wunders, handelt gemäß den
natürlichen Instinkten der Neugierde, Verspieltheit und
Tollkühnheit! Man glaubt, dass alles möglich sei.
Wenn man älter als drei Jahre ist, beginnt man langsam, aber
sicher die Überzeugungen anderer Menschen in sich aufzu-
nehmen, sowohl die guten als auch die schlechten. Ein Kind
ist wie ein Schwamm: Es unterscheidet nicht, es nimmt
einfach alles in sich auf – und manche Erwachsenen machen
das ebenso! Vergleichen Sie einen Augenblick lang Klein-
kindüberzeugungen mit Erwachsenenüberzeugungen.

Kleinkinder könnten denken: Erwachsene denken oft:

„Ich habe Hunger.“ „Sei nicht so gierig.“

„Ich möchte Aufmerksamkeit“ „Sei nicht immer so fordernd.“

„Ich brauche Liebe.“ „Warum sollte jemand denn


mich lieben wollen?“

„Ich erforsche, ich greife“ „Fass das nicht an. Fass dich da
nicht an.“

„Ich bin der Mittelpunkt meiner „Für wen hältst du dich denn?“
Welt.“

„Wenn ich jemanden sehe, „Man soll Fremde nicht anlä-


lächle ich ihn an.“ cheln, die halten einen sonst
noch für verrückt.“
„Wenn ich jemanden kennen „Vielleicht wollen die anderen
lerne, unterhalte ich mich mit gar nicht mit mir reden.“
ihm.“

„Ich kann die Augen eines an- „Schau andere nicht so an, die
deren sehen. Ich schaue ihm in merken sonst noch, dass ich sie
die Augen.“ mag und durchschauen mich
womöglich.“

„Wenn ich hinfalle, stehe ich „Ich brauche es gar nicht noch
wieder auf.“ einmal zu probieren. Da versage
ich bloß wieder.“

„Wenn ich etwas will, schaue „Das könnte ich nie, das schaffe
ich, dass ich es kriege.“ ich nie. Man kann nicht alles
haben.“

„Wenn ich etwas probiere und es „Was Hänschen nicht lernt, lernt
klappt nicht, probiere ich es auf Hans nimmermehr.“
eine andere Art.“

„Ha ha – macht das Spaß!“ „Spaß ist nur was für Kinder!“

Welche Überzeugungen hätten Sie denn lieber?

Verändern Sie Ihre Überzeugungen

Die größte Erkenntnis unserer Zeit ist die Entdeckung, dass


menschliche Wesen die äußeren Aspekte ihres Lebens ver-
ändern können, indem sie ihre innere, geistige Einstellung
ändern.
William James

Wenn Sie glauben, Sie würden von einschränkenden Über-


zeugungen angetrieben, fassen Sie sich ein Herz. Sie können
diese Überzeugungen verändern. Sie haben es bereits getan!
Sie glaubten einmal Dinge, an die Sie heute nicht mehr
glauben. Vielleicht haben Sie früher an den Weihnachtsmann
oder die Zahnfee geglaubt. Glauben Sie heute auch noch
daran?

„Das hat der Lehrer gesagt, also muss


es auch stimmen“

Der Psychologe Denis Waitley schildert die Geschichte eines


wissenschaftlichen Versuchs bezüglich des Überzeugungen-
systems von Kindern. Man bat Lehrer, ihren Schülern zu
erzählen, dass alle Achtjährigen mit braunen Augen intelli-
genter als die Kinder mit blauen Augen seien. In einem Test
kurz danach schnitten die Kinder mit braunen Augen besser
als die mit blauen Augen ab. Selbst die Kinder mit blauen
Augen, die bisher immer gut gewesen waren, hatten jetzt
schlechte Leistungen.
Dann erzählten die Lehrer den Schülern, dass ihnen ein
Fehler unterlaufen sei und tatsächlich die Schüler mit blauen
Augen intelligenter als die braunäugigen seien. Im nächsten
Test waren die Schüler mit blauen Augen die besseren. Auch
die Kinder mit braunen Augen, die sonst immer gut gewesen
waren, erzielten schlechtere Noten.
Diese Kinder änderten ihren Glauben an sich selbst, weil sie
einem stärkeren Glauben anhingen: Der Lehrer hat immer
Recht!
Vielleicht haben Sie in Ihrer Kindheit Erwachsene etwas
sagen hören, was dann zu Ihrer Überzeugung wurde. Diese
Überzeugungen können Sie jetzt stark machen oder aber
einschränken. Hilary und Sue etwa hörten sehr unterschied-
liche Dinge über ihre Sommersprossen.
Hilarys und Sues Geschichten:
Sommersprossen sind…

Hilary glaubt, dass sie nie schön sein wird, weil sie Som-
mersprossen hat. Sie trägt immer ganz dick Make-up auf, um
sie zu verstecken. Sue mag ihre Sommersprossen und ist sich
durchaus bewusst, dass sie dadurch jünger aussieht. Sie hält
ihre Sommersprossen für sexy. Sie trägt nie Make-up. Was
ist der Unterschied zwischen den beiden?
Vor langer Zeit sagte Hilarys Mutter zu ihr: „Du bist hübsch,
Hilary, aber du wirst wegen deiner Sommersprossen nie eine
Schönheit sein.“
Vor langer Zeit pflegte Sues Vater sie in den Arm zu nehmen
und sie „meine schöne kleine sommersprossige Prinzessin“
zu nennen. Seinen Worten zufolge bedeutete jede Som-
mersprosse, dass sie von Engeln gesegnet und ihr Leben
glücklicher und schöner als das von Leuten ohne Sommer-
sprossen sei!
Sowohl Hilary als auch Sue übernahmen die Geschichten
ihrer Eltern, was sich auf ihre Meinung über ihre Schönheit
auswirkte.

Gibt es giftige Geschichten, die Sie in Wahrheiten umge-


wandelt haben? Schränken diese Sie ein? Als ich dieses Buch
von der Lektorin zurückbekam, meinte sie, Überzeugungen
sollten glaubhaft sein, und nannte dabei als Beispiel, sie sei in
Mathe so schlecht gewesen, dass sie ein hoffnungsloser Fall
war. Das ist genau das, was die Leute daran hindert, besser
zu werden! Irgendwann einmal machten sie eine schlechte
Erfahrung und eine Autoritätsperson erweckte in ihnen den
Glauben und verstärkte ihn, dass sie niemals fähig sein
würden, etwas zu schaffen. Wir alle können gut in Mathe sein,
manche Leute brauchen nur eine andere Art Unterricht.
Richard machte sich Sorgen, ob er die schriftlichen Übungen
in meinem Flirtkurs bewältigen könne. Er meinte: „Ich muss
doch nichts laut vorlesen, oder gar doch?“ In seiner Schulzeit
war er in Rechtschreibung bodenlos schlecht. Der Lehrer
zwang ihn immer, seine Arbeiten vorn an die Tafel zu
schreiben und dann der Klasse laut vorzulesen. Das hätte
eigentlich Englischunterricht sein sollen, aber vielleicht sollte
man dies lieber Grundkurs im Fach Demütigung nennen!
Natürlich gibt es einige Grenzen bei dem, was wir alle tun
können. Ich erwarte nicht, dass Brad Pitt mir den Hof macht,
obwohl ich vielleicht gern davon träume. Wenn ich es realis-
tisch betrachte, wäre das nicht das Richtige für mich!
Manchmal gibt es körperliche Grenzen. Wenn Sie glauben,
dass Sie zu alt sind, um selbst noch ein toller Sportstar
werden zu können, stimmt das vielleicht, aber möglicher-
weise könnten Sie einem Kind oder Jugendlichen dabei hel-
fen, seinen sportlichen Traum zu verwirklichen… Kein
schlechter Ersatz, nicht?
Vergessen Sie also für einen Moment sämtliche Geschichten,
die man Ihnen darüber erzählt hat, was Sie angeblich alles
nicht können, und erlauben Sie Ihren Träumen von dem, was
Sie gerne können würden, die Oberhand zu gewinnen. Be-
stimmt fallen Ihnen einige tolle Sachen ein, die Sie gerne von
sich glauben würden. Jetzt haben Sie die Chance.
Die folgenden Erkundungen sind ein nützliches Hilfsmittel,
um Ihre einschränkenden Überzeugungen in hilfreichere
umzuwandeln.

Überzeugungen erschaffen

Bestimmt haben Sie ein paar tolle Überzeugungen, die Sie


gerne von sich glauben würden. Jetzt haben Sie die Chance,
sie zu erschaffen und ihnen eine konkrete Form zu geben.

♥ Denken Sie an eine Überzeugung, die Sie gerne von sich


hätten.
♥ Kreieren Sie einen Satz, der diesen Glauben bekräftigt.
Fangen Sie mit einer dieser zwei Wendungen an: Ich kann…
Ich bin…
♥ Jetzt sagen Sie zu sich: „Wenn ich in meiner besten Ver-
fassung bin, kann/bin ich (Ihr Glaube).“
♥ Denken Sie jetzt an jemanden, der dasselbe von sich glaubt
oder so handelt, als glaube er etwas Ähnliches von sich.
Wenn Sie beispielsweise gerne mehr Sex-Appeal hätten,
wäre vielleicht Tina Turner ein gutes Vorbild.
♥ Achten Sie darauf, wie sich Ihr Vorbild bewegt, wie es
dasteht, atmet und sich verhält.
♥ Stellen Sie sich selbst so hin.
♥ Sagen Sie sich die Überzeugung wieder und wieder geistig
vor.
♥ Wie atmen Sie mit dieser neuen Überzeugung?
♥ Wie halten Sie mit dieser neuen Überzeugung den Kopf?
♥ Wohin schauen Sie mit dieser neuen Überzeugung?
♥ Sprechen Sie Ihre neue Überzeugung laut aus.
♥ Bleiben Sie noch eine Weile in der Körperhaltung dieser
neuen Überzeugung stehen.

Je öfter Sie das machen, desto mehr übernimmt Ihr Körper


die Erinnerungen dieser Überzeugung und desto mehr er-
scheint sie als wahr. Und eines Tages wird sie es auch!

Weg mit den nutzlosen Überzeugungen

Mit den Jahren haben Sie Überzeugungen aufgenommen und


unbewusst geschaffen, und wenn Sie sie nicht mehr wollen,
können Sie sie loswerden. Niemand behauptet, dass sie
unveränderliche Gesetze sind! Natürlich ist hier nicht die
Rede von derlei Maximen wie dem Glauben, dass man nicht
stehlen soll – diese Überzeugungen dienen der Aufrechter-
haltung der sozialen Harmonie. Ich spreche vielmehr von
einigen der Überzeugungen, die Sie von sich selbst haben
und die Sie daran hindern, mehr zu flirten, charismatischer zu
sein, auszugehen und all den Spaß, den Sie verdienen, tat-
sächlich zu haben. Fragen Sie sich, ob diese Überzeugungen
Ihnen dienlich sind.
Wenn andere Ihnen etwas sagen wollen, bei dem Sie sich
nicht gut fühlen, können Sie es einfach zurückweisen oder
herausfinden, ob es irgendeinen Wert hat – und dabei
könnten Sie sich dann wohl fühlen! Ich unterhielt mich mit
einer Freundin über die Idee für ein neues Buch und sie
warnte mich, dass wahrscheinlich bereits etliche Leute an
einem Buch über dasselbe Thema schreiben würden. Das
hielt mich nicht davon ab zu glauben, dass ich das könnte,
sondern ermutigte mich vielmehr, noch mehr Kreativität bei
dem, was ich machen wollte, zu entwickeln.

Stellen Sie Überzeugungen in Frage

Wenn Sie eine Überzeugung in Frage stellen, wird sie


allmählich schwächer.

Wenn Sie meinen, dass Sie einige einschränkende Über-


zeugungen hegen, die Sie zurückhalten, fassen Sie sich ein
Herz: Sie können sie aufknacken und hinter sich lassen. Ein
guter Anfang ist es, die Stichhaltigkeit der Überzeugungen
und Regeln, nach denen Sie leben, in Frage zu stellen.
Erstellen Sie eine Liste einiger Dinge, an die Sie glauben, und
schreiben Sie sie auf. Schauen Sie sich jeden Punkt einzeln an
und fragen Sie sich:
Hilft mir diese Überzeugung oder Regel, derjenige zu sein,
der ich bin, oder nicht?
Hilft mir diese Überzeugung irgendwie bei der Realisierung
meiner Träume?
Trägt diese Überzeugung dazu bei, dass ich mich wohl in
meiner Haut fühle?
Wenn die Antwort „Ja“ lautet, bekräftigen Sie diese Über-
zeugung auch weiterhin und ignorieren Sie alle Kritik oder
Kommentare.
Wenn die Antwort „Nein“ lautet, gut gemacht! Sie wissen
jetzt, was Sie aufknacken müssen!
Ablehnung und Fehlschlag:
Wettkampf der Zerstörung

Mein ganzer Erfolg beruht auf meinen Fehlschlägen.


Benjamin Disraeli

Zu den weitest verbreiteten Überzeugungen gehört der


Glaube, dass man einen Fehlschlag erleidet oder abgewiesen
wird. Aber was genau ist ein Fehlschlag? Ein Fehlschlag ist
lediglich ein Ergebnis. Er ist vielleicht nicht das angestrebte
Ergebnis, aber er ist nicht das Ende, sondern ein Anfang.
Viele Leute sagen oft Dinge wie: „Ich habe eine ganze Ge-
schichte von Zurückweisungen hinter mir.“ Die Überzeugung,
dass Ihre Geschichte von Zurückweisungen Ihre Zukunft
bestimmen wird, ist eine sehr einschränkende Überzeugung.

Zurückweisung heißt nur, dass jemand eine Ent-


scheidung darüber trifft, was für ihn richtig ist.

Wenn Sie Fehlschläge und Ablehnung als nützliche Hilfsmittel


betrachten können, die Ihnen helfen, besser zu werden, ist
dies mit dem Laufenlernen zu vergleichen – Sie versuchen es
wieder und wieder und haben schließlich Erfolg.

Wenn das, was Sie machen, nicht funktioniert, pro-


bieren Sie etwas anderes.

Er war so schlecht, dass er aus seinem Basketball-Team an


der Highschool flog.
Er sagte: „Ich habe in meiner aktiven Zeit mehr als 9000
Würfe verpatzt. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26-mal
vertraute man mir und überließ mir den das Spiel entschei-
denden Ball… und ich warf daneben. Und ich habe immer und
immer wieder in meinem Leben versagt.“
Und zuletzt sagte er: „Und aus ebendiesem Grund… habe ich
Erfolg.“
Wer sagte das? Michael Jordan, einer der weitbesten Bas-
ketballspieler aller Zeiten.
Nein, der Nächste!

Eines sage ich all meinen Kursteilnehmern: dass „Nein“ ein


Signal sein kann, um entweder eine andere Annäherungs-
weise auszuprobieren oder zu etwas anderem weiterzuge-
hen. Ich ermahne sie dauernd: „Wenn man Sie abweist,
gehen Sie zum Nächsten!
Nein, der Nächste! Nein, der Nächste! Bingo! Ja! “
Hamdi, einer meiner Klienten, nahm sich das zu Herzen. Er
lernte, Nein zur Ablehnung zu sagen und die nächste Gele-
genheit nahen zu sehen. Und so beschrieb er seine Fort-
schritte:
„Als Sie sagten ,Nein, die Nächste’, nahm ich an, die Frauen
würden Nein sagen, und ich würde es akzeptieren! Aber als
ich allmählich lernte, dass Ablehnung Lernen bedeutet, ver-
änderten sich die Dinge von da an. Vor kurzem war ich der-
jenige, der ,Nein’ sagte. Ich hätte nie gedacht, dass das
jemals geschehen würde. Und mit der Zeit treffe ich mehr
Frauen und der Kontakt wird tiefer und bald werde ich eine
Frau kennen lernen, mit der es wirklich klappt!“
Es ist also alles nur eine Frage der Sichtweise und ob Sie den
Ereignissen erlauben, Ihr Leben zu infizieren oder, wie in
Hamdis Fall, zu inspirieren. Große Flirter bekommen oft ein
„Nein“ zu hören, aber das macht ihnen nichts aus. Sie ver-
halten sich einfach anders oder ziehen zum Nächsten weiter.

Kehren Sie einschränkende Überzeugungen


in ihr Gegenteil um

Um Sie noch mehr zu inspirieren, folgen einige tolle Über-


zeugungen, die sich Teilnehmer meiner Flirt-Workshops als
Ersatz für ihre einschränkenden Überzeugungen einfallen
ließen.
Einschränkende Überzeugung
Stärkende neue Überzeugung

Ich bin zu alt für die Männer, die man in Kneipen und Discos
trifft.
Es gibt viele andere Orte, an denen man Leute kennen lernen
kann.

Ich bin zu alt.


Mein Alter ist ein Zeichen meiner Weisheit. Ich sage den
Leuten gern mein Alter, weil sie immer verblüfft sind, wie
jung ich wirke.

Ich fürchte mich vor Fehlschlägen.


Durch Fehlschläge lernt man. Ich mag Fehlschläge, weil sie
bedeuten, dass ich näher am Erfolg bin.

Wenn ich mich mit jemandem treffe, passen wir vielleicht


nicht zusammen. Ich bin schüchtern.
Ich wäre nicht gern mit jemandem zusammen, der mich nicht
mag! Mein Leben ist ein Fest, und ich bin der Gastgeber! Eine
Begrüßung ist, als reiche man Canapes herum.

Er wird mich im Stich lassen/ ein miserabler Liebhaber sein/


aufhören, rücksichtsvoll zu sein.
Wenn ich in meiner besten Verfassung bin, ziehe ich einen
treuen, sexy, liebe- und rücksichtsvollen Mann an.

Männer sind verletzlich. Mein Papa sagte immer, ein Mann ist
hinter einer Frau her, bis sie ihn erwischt.
Die Frauen sind hinter mir her, und ich kann mir aussuchen,
ob ich Ja sage oder nicht.
Der andere wird mich nicht für interessant halten.
Nicht jeder wird mich mögen, und das ist in Ordnung. Ir-
gendjemand wird mich schon sympathisch finden.

Wenn Sie sich bewusster werden, welche Überzeugungen Sie


einschränken, können Sie sie auch besser verändern.

Folgende Frage stelle ich den Teilnehmern meiner Flirtkurse:


„Was hält Sie davon ab zu flirten, mit anderen in Kontakt zu
kommen oder sich angenehm mit ihnen zu unterhalten?“
Wie lautet Ihre Antwort? Bringt sie eine Menge einschrän-
kender Überzeugungen zutage? Würden Sie sie gerne ver-
bannen?

Verbannen Sie Überzeugungen, die Sie ein-


schränkten

Schreiben Sie Ihre einschränkenden Überzeugungen auf;


verwenden Sie dabei diese Wendungen:

♥ Ich war…
♥ Ich machte immer
♥ Ich hatte kein…
♥ Ich konnte nicht…/wusste nicht

Zum Beispiel:

♥ Ich war immer ängstlich, weil ich eine Abfuhr fürchtete.


♥ Ich dachte immer, ich sei zu dick.
♥ Ich hatte kein Selbstvertrauen.
♥ Ich wusste nicht, was ich sagen sollte.

Indem Sie die Vergangenheitsform benutzen, überlisten Sie


Ihr Gehirn, und es fängt an, diese Überzeugungen als Ver-
gangenheit zu betrachten. Dann fragen Sie sich:
♥ Was bewirkte diese Überzeugung für mich?
♥ Wie behinderte sie mich?
♥ Was stimmt an dieser Überzeugung nicht?
♥ Welche emotionale Misere habe ich mir mit dieser Über-
zeugung eingebrockt?

Jetzt schauen Sie sich sorgfältig Ihre Liste an und machen Sie
sich bewusst, welch schlechten Dienst Ihnen Ihre Überzeu-
gungen erwiesen haben.
Halt. Genug des Selbstmitleids. Es geht hier nicht darum, in
der Vergangenheit zu leben und sich im Schmerz zu ergehen,
sondern sich vorwärts zu bewegen und sich zu fragen: „Was
kommt als Nächstes?“

Willkommen in den neuen, Kraft


spendenden Überzeugungen

In dieser Erkundung werden Sie einige erstaunliche neue


Überzeugungen für sich selbst schaffen.
Suchen Sie hierfür einen ruhigen Ort auf. Nehmen Sie ein
Blatt Papier und teilen Sie es in zwei Spalten ein. In die linke
Spalte schreiben Sie Ihre alte Überzeugung in der Vergan-
genheitsform.

Fragen Sie sich:


Welche neue, Kraft spendende Überzeugung möchte ich
stattdessen haben?

Wenn Sie sich einer neuen, Kraft spendenden Überzeugung


bewusst werden, schreiben Sie sie in die zweite Spalte ge-
genüber der alten Überzeugung.

Fragen Sie sich:

Welches werden die Vorteile dieser neuen Überzeugung sein


und wie wird sie mich stärken und befähigen?
Zum Beispiel:

Alte Überzeu- Neue Überzeu- Vorteile der neuen


gung gung Überzeugung
Ich glaubte im- Ich bin üppig und Ich fühle mich
mer, ich sei dick schnuckelig wohler in meiner
Haut und mehr
Leute werden sich
zu mir hingezogen
fühlen

Durch diese Erkundung haben Sie begonnen, neue Ideen für


sich zu kreieren. Machen Sie das weiterhin jedes Mal, wenn
Sie sich einer Überzeugung bewusst werden, die Sie ein-
schränkt.
Und jetzt werden wir uns etwas Zeit nehmen, Ihre neuen
befähigenden Überzeugungen zu verinnerlichen.

Reden Sie sich Ihre neuen


Überzeugungen bewusst ein

Vor ein paar Jahren erkannte ich, dass ich festgefahren war.
Ich schränkte mich selbst durch meinen Mangel an Selbst-
glauben und die Tatsache ein, dass ich mich vor Verände-
rungen fürchtete und mir sehr unerfüllt vorkam. Ich ersann
eine Reihe von positiven Überzeugungen, die auf dem Ge-
genteil dessen basierten, was ich zu dieser Zeit tatsächlich
glaubte. Und so lautete meine Liste mit Überzeugungen:

♥ Ich glaube an mich.


♥ Ich gehe Risiken ein.
♥ Ich bin ruhig und gelassen.

Obwohl ich nicht wirklich an diese Worte glaubte, wiederholte


ich sie täglich, bis es ganz natürlich für mich wurde, dass
diese Stimme in meinem Kopf erklang und tolle Sachen
sagte. Ich sagte mir diese Überzeugungen andauernd vor.
Ich sprach Leben in sie hinein. Je öfter Sie das sagen, was Sie
glauben wollen, desto wahrer erscheint es. Welche Über-
zeugungen würden Sie gerne für sich kreieren und affir-
mieren?

„Unmögliche Überzeugungen“ sind


Möglichkeiten!

„Es hat doch gar keinen Sinn, es zu versuchen“, sagte Alice.


„Man kann doch nicht an unmögliche Dinge glauben.“ – „Ich
wage zu sagen, du hattest bisher nicht viel Übung“, sagte die
Königin. „Als ich in deinem Alter war, machte ich das immer
eine halbe Stunde am Tag. Na, manchmal glaubte ich bis zu
sechs unmögliche Dinge noch vor dem Frühstück.“
Lewis Carroll

Welche Art von so genannten „unmöglichen“ Dingen würden


Sie denn gern über sich glauben? Dabei sollte es sich nicht
um Dinge handeln, die von anderen abhängen, wie etwa den
Glauben, dass Sie Brad Pitt heiraten können. Aber während
ich das schreibe, fällt mir die Frau ein, die beschloss, dass sie
ihr Popidol, Gary Numan, heiraten würde, und das tat sie
denn auch! Also ist vielleicht das, was uns unmöglich er-
scheint, dies in Wirklichkeit gar nicht!
Mit dem im Hinterkopf ist es vielleicht hilfreicher, wenn Sie
sich auf Dinge konzentrieren, die Sie über Ihre berufliche
Laufbahn und Ihre Fähigkeit, Freunde und den richtigen
Partner in Ihr Leben zu holen, glauben wollen.
Glauben Sie an Ihre Zukunft

♥ Schreiben Sie zehn Kraft spendende Dinge auf, die Sie über
sich in der Zukunft glauben wollen.
♥ Schauen Sie sich nacheinander die zehn Dinge, die Sie
notiert haben, an. Halten Sie dabei kurz inne und überprüfen
Sie bei jedem Punkt Ihre Gefühle.
♥ Welchen Punkt wünschen Sie sich am meisten? Welchen
am zweitmeisten? Lassen Sie sich von Ihren Gefühlen leiten.
♥ Ordnen Sie die Punkte nach ihrer Priorität.

Gestalten Sie Ihre Überzeugungen

Wenn Sie wollen, können Sie sich mit einem leeren Blatt
Papier hinsetzen und Ihre Überzeugungen entwerfen oder
aufzeichnen.
Wenn Sie wollen, nehmen Sie Farbstifte und zeichnen Sie
Symbole. Sie können Ihre Überzeugungen auch per Com-
puter tippen, Grafiken hinzufügen, den Schriftsatz ändern
und sie gerahmt an die Wand hängen. Ein Freund schrieb sie
auf farbige Kartenstücke und ließ sie als Mobile von der Decke
baumeln. Eine andere Bekannte benutzt ihre stärkenden
Überzeugungen als Bildschirmschoner! Und man kann sie
auch auf Audiokassette aufnehmen.
Welche anschaulichen Gedächtnisstützen können Sie zur
Affirmation Ihrer tollen neuen Überzeugungen kreieren?

Maßgeschneiderte Veränderung Ihrer


Überzeugungen

Wenn Sie an etwas denken, an das Sie wirklich glauben, und


an etwas, das Sie glauben wollen, aber noch nicht glauben,
wie erleben Sie das dann in Ihrem Körper? Was ist der Un-
terschied zwischen beidem?
Wenn Sie etwas wirklich glauben, ist es vielleicht so, als
sähen Sie einen Film und fühlten sich als sein Mittelpunkt.
Vielleicht ist das, was Sie hören oder sich sagen, das, was Sie
dazu anspornt, oder vielleicht ist es jenes besondere end-
gültige Gefühl, das Ihnen sagt, dass Sie auf der richtigen
Spur sind. Manchmal ist es eine Kombination aller drei Dinge.
Wenn Sie wirklich an etwas Befähigendes glauben, wird Ihre
Vision eine bestimmte Kombination von Geräuschen, Bildern
und Gefühlen aufweisen, die als Schablone für diesen Typ von
Überzeugung dient.

Strukturieren Sie Ihre neuen Überzeugungen

In dieser Erkundung lernen Sie, wie Sie Ihre Überzeugungen,


die Sie gerne bewahrheitet hätten, durch Neuformatierung so
strukturieren, dass sie der strukturellen Schablone ent-
sprechen, die Sie für Überzeugungen benützen, von denen
Sie glauben, dass sie wahr sind.
Dafür brauchen Sie die „Wie strukturieren Sie Ihre Erfah-
rungen?“-Listen auf S. 56-59 und vielleicht etwas zum
Schreiben.

♥ Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, an dem Sie ungestört


sind, und entspannen Sie sich.
♥ Markieren Sie einen Fleck, an den Sie sich bewegen kön-
nen, und nennen Sie ihn Ort „der wahren Überzeugung“.
♥ Markieren Sie einen anderen Ort und nennen Sie ihn Ort
„des Glauben-Wollens“.
♥ Fragen Sie sich: „Wie bin ich, wenn ich in meiner besten
Verfassung bin?“ (Das versetzt Sie einfach in einen guten
Ausgangszustand für diese Erkundung!)
♥ Stehen oder sitzen Sie an Ihrem Ort „der wahren Über-
zeugung“ und denken Sie an eine Überzeugung, der Sie
vollkommen und absolut anhängen. Etwa dass die Sonne
morgen aufgeht oder dass Sie atmen müssen, um am Leben
zu bleiben. Wenn Sie beruflich erfolgreich sind, kann es eine
Überzeugung über Ihre geniale Fähigkeit, das zu tun, was Sie
gut können, sein.
♥ Achten Sie auf das, was Ihnen geschieht, während Sie an
diese Überzeugung denken.
♥ Vergleichen Sie die Eigenschaften Ihres Bildes mit denen
auf der Liste. Tun Sie dies im Geiste oder schreiben Sie es
auf.
♥ Machen Sie dasselbe mit den Geräuschen, die Sie hören,
und den Gefühlen, die in Ihnen aufsteigen.
♥ Achten Sie darauf, wohin Sie schauen. Wie stehen Sie da?
Wie ist Ihre Atmung? Sie sollten eine so genaue Konfiguration
wie nur möglich bekommen. Verharren Sie so lange, wie Sie
brauchen, um ein wirklich starkes Gespür dafür zu bekom-
men.
♥ Jetzt suchen Sie den Ort „des Glauben-Wollens“ auf und
denken Sie an etwas, das Sie glauben wollen, aber noch nicht
glauben.
♥ Achten Sie auf das, was Ihnen geschieht, während Sie an
diesen Glauben denken. Achten Sie darauf, wohin Sie
schauen. Wie stehen Sie da? Wie ist Ihre Atmung? Bekom-
men Sie eine möglichst genaue Konfiguration davon.
♥ Überprüfen Sie die Eigenschaften so wie vorher.
♥ Wie unterscheiden sich die visuellen, akustischen und
sensitiven Details dieser Überzeugung und der wahren Ü-
berzeugung voneinander?

Wenn Sie die Eigenschaften einer „wahren Überzeugung“


kennen, können Sie die Eigenschaften einer „Glau-
ben-Wollen“-Überzeugung zu denen einer „wahren Über-
zeugung“ verändern. Eine geschickte Überlistung der Psyche!

♥ Stellen Sie sich an den Ort „des Glauben-Wollens“, denken


Sie an die Überzeugung, die Sie glauben wollen, und spielen
Sie mit den Eigenschaften, bis sie dieselben wie die des
„wahren Glaubens“ sind.
♥ Es folgen einige Dinge, die Sie vielleicht tun sollten: Treten
Sie in das Bild hinein und betrachten Sie es mit Ihren Augen.
Passen Sie die Helligkeit des Bildes oder die Entfernung der
wahren Überzeugung an.
Verändern Sie die Tonlage oder die Herkunft der Geräusche.
♥ Wenn Sie merken, dass Sie die Gefühle der „wahren Ü-
berzeugung“ in Verbindung mit Ihrer neuen Überzeugung
bekommen, sind Sie dabei, sie in Ihr System einzubauen.
♥ Achten Sie darauf, was passiert. Und wenn es noch nicht so
ganz dem entspricht, was Sie anstreben, experimentieren Sie
weiter, bis die Übereinstimmung komplett ist.

Was wollen Sie hören?

Diese Erkundung wird Sie befähigen, Ihre eigenen positiven


und motivierenden Cheerleader zu erschaffen – in Ihrem
Kopf!
Wenn Sie als Kind Geschichten oder Redensarten gehört
haben, die Sie stark machten und bei denen Sie sich wohl
fühlten, was haben Sie dann gehört? Wie hat die bestärkende
Stimme geklungen?
Vielleicht gibt es jemanden, dessen Stimme Sie einfach
mögen, jemanden, den Sie kennen, oder vielleicht sogar ein
Filmstar oder einer Ihrer Lieblingslehrer? Suchen Sie sich
eine Stimme aus, die Sie gerne hören.
Machen Sie es sich zu einer Gewohnheit, sich im Geiste die
Dinge, die Sie über sich glauben möchten, in dieser Stimme
vorzusagen.
Und wenn Sie anfangen, sich mit einer dieser garstigen
Stimmen niederzumachen, verstehen Sie dies als Signal, sich
auf die neue Stimme einzustimmen.
Beglückwünschen Sie sich

Die Erkundungen, durch die Sie sich gearbeitet haben, stellen


Methoden dar, um bestärkende Überzeugungen über sich auf
dieselbe Weise zu erschaffen, wie Sie sich in Ihrer Kindheit
unbewusst einschränkende Überzeugungen erschaffen ha-
ben.
Sie haben geschuftet, klopfen Sie sich also auf die Schulter
und sagen Sie laut: „Gut gemacht!“ Erkennen Sie Ihren Erfolg
an als das, was er ist, und Sie machen bestimmt mit der
guten Arbeit weiter. Denn wie sagte Mark Twain:
Es gibt nichts, was Übung nicht vermöchte. Nichts ist au-
ßerhalb ihrer Reichweite. Sie kann schlechte Sitten in gute
verwandeln; sie kann schlechte Prinzipien zerstören und gute
erschaffen; sie kann Menschen zu Engeln erheben.

Seien Sie überzeugt davon!

Der andere Frosch hüpfte immer weiter, so fest er konnte.


Und noch einmal schrien ihm die anderen Frösche zu, er solle
doch aufgeben, er würde ohnehin sterben. Er sprang noch
energischer und endlich gelang ihm der Sprung aus der
Grube. Als er herauskam, fragten die anderen Frösche: „Hast
du uns denn nicht gehört?“
Der Frosch erklärte ihnen, er sei ziemlich taub. Er hatte
einfach angenommen, die anderen ermutigten ihn, hinaus zu
springen!

Sehen Sie, so mächtig sind Überzeugungen!

Und jetzt werden wir daran arbeiten, wundervolle und be-


stärkende Flirtzustände aufzubauen.
Kapitel 6

Entwickeln Sie
fantastische Flirtzu-
stände
Wir sind die Überreste gigantischer Sterne, deren Atmo-
sphären in dramatischen Explosionen weggeblasen wurden
und daraufhin anfingen, Sie und mich zu formen… Wir alle
sind letztendlich Sternenstaub.
Sara Russell und Conel Alexander

Romantische Prosa? Eine alte, überlieferte Sage? Nein! Das


Zitat stammt aus einem Artikel des New Scientist über
Sternenstaub und die Ursprünge der Menschheit. Also sind
wir alle Sternenstaub – wie wundervoll! Und wir alle können
jene Sternenstaub-Augenblicke in unserem Leben wieder
einfangen und neu beleben.

Das Leben ist ein Strand


Manche Leute meinen, dass das Leben die ganze Zeit wun-
derbar sei. Ganz egal, was kommt, sie nehmen es gerne an
und genießen es. Erinnern Sie sich noch an Jeff Cain? Er ist
der Sonnenschein in Person. Leute wie er wissen, wie man es
schafft, die Sonnenseite des Lebens zu sehen und sich gut zu
fühlen, ganz egal, wie schmerzvoll manches ist.
Sich toll fühlen – das brauchen und wünschen wir uns alle. Sie
kennen das Gefühl, das in Ihnen aufsteigt, wenn alles in
Harmonie mit Ihnen schwingt, wenn Sie sich eins mit der
Welt fühlen, wenn die Aussichten eindeutig rosig sind und Sie
den Erfolg in der Luft schmecken und riechen können – Ihren
Erfolg? Sie haben jene Augenblicke schon erlebt, nicht wahr,
wenn Sie vollkommen und absolut in Ihrer besten Verfassung
waren?
Und vielleicht denken Sie jetzt: „Na komm, Peta, das Leben
ist nicht so.“ Vielleicht nicht in diesem Moment, und das
kommt wahrscheinlich daher, weil Sie nicht so oft wie möglich
ermutigt wurden, jenes wundervolle Gefühl, Sie selbst zu
sein, zu erleben. Glauben Sie mir, Sie haben bereits solche
Augenblicke erlebt, wenn es auch schon lange zurückliegt.
Ihr Unbewusstes erinnert sich daran. Wetten, dass es einen –
wenn auch nur flüchtigen – Moment gab, als Sie das Gefühl
spürten, dass Sie einfach Sie selbst sind – mit einem Lächeln
im Gesicht. Das ist die Art von Augenblick, wenn Sie so zu-
frieden sind, dass Sie derlei sagen wie: „Das bin ich!“ oder
„So sollte es sein!“ Sie können diese Gefühle spüren, wenn
Sie am Strand spazieren gehen oder etwas machen, was
Ihnen aufrichtige Freude bereitet, oder wenn Sie spüren,
dass Sie eine Aufgabe wirklich gut erledigt haben, oder nach
einem wirklich lohnenden, aufrichtigen und bedeutsamen
Gespräch mit jemandem. Und je mehr Sie sich so fühlen
können, desto leichter fällt es Ihnen, mit anderen zu flirten
und die guten Gefühle zu verbreiten, weil Sie selbst davon
überquellen.
Ich will damit nicht sagen, dass Sie sich die ganze Zeit in
einem superglücklichen, überdrehten Zustand befinden
müssen, denn dann könnten Sie nicht funktionieren. Hier
geht es darum, Sie selbst zu sein und sich so zu fühlen, als ob
Sie im richtigen Stückchen Raum für Sie sind. Ich bitte Sie,
darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn Sie diese Art von
Gefühlen als Grundzustand hätten, statt zu klagen, zu
jammern, sich selbst zu bemitleiden etc. Diese Art von Ge-
fühlen erlauben Ihnen zu denken, dass ungeachtet dessen,
was auch geschieht, es okay ist, weil Sie okay sind.
Wenn ich mich wohl in meiner Haut fühle, bin ich sehr zum
Flirten aufgelegt und bin anderen gegenüber herzlich, und Sie
sind das bestimmt auch. Wenn Sie mehr Wege, sich öfter
wohl zu fühlen, entwickeln können, um wie viel wahrschein-
licher ist es dann, dass Sie das auch anderen Menschen
vermitteln? Sehr wahrscheinlich! Sie können gar nicht an-
ders!
In diesem Kapitel werden Sie auf der Suche nach all den
wundervollen Augenblicken, die Sie erlebt haben, weit in Ihr
mentales Reich reisen, damit Sie sich mit ihrer Hilfe öfter die
„Das Leben-ist-ein-Strand“-Moment erschaffen können.

Sie können selbst den Trigger zur


Freude auslösen

Erinnern Sie sich, wie wir in Kapitel 4 darüber sprachen, dass


Sie selbst einen Trigger setzen und so eine Erfahrung zu-
rückbringen können? Das kann ein Wort, ein Fingerschnipsen
oder vielleicht das Ballen der Hand zur Faust sein. Vielleicht
ist Ihnen aufgefallen, dass Sportler vor einem Wettkampf
eine bestimmte Geste machen. Diese ist für sie der Auslöser
oder Trigger, mit dem sie sich an eine Spitzenleistung erin-
nern. Sportpsychologen benutzen diese Methode um ihre
Schützlinge im „Höchstleistungszustand“ zu halten, und Sie
können ebenfalls lernen, sich bei Bedarf im „Höchstleis-
tungsflirtzustand“ zu halten!
Ich setze den Trigger, indem ich die Hand mit der Handfläche
nach oben öffne und mir vorstelle, sie wäre ein Behälter voller
toller Erinnerungen. Wenn ich mich dem Gipfel der erstaun-
lichen Erfahrung, an die ich mich erinnere, nähere, drücke ich
die Faust zusammen. Um die Erfahrung noch fester zu ver-
ankern, drücke ich die Faust noch einmal zusammen.
Manche Leute reiben Zeigefinger und Daumen aneinander,
schnipsen mit den Fingern oder klopfen sich auf die Brust. Ein
Bekannter beschloss, sich gut zu fühlen, wenn er den
Computer einschaltet, also nutzte er den Computer als
Trigger und verband ihn mit einer tollen Erfahrung. Finger-
schnipsen als Trigger hat den zweifachen Vorteil, dass es
sowohl ein körperliches wie auch ein akustisches Signal
aussendet.
Flirtzustände

Bei den Teilnehmern meiner Flirtkurse sind die beliebtesten


Gefühle, durch die man natürlich und wunderbar flirten kann,
Zuversicht und Verspieltheit.
Welche mentalen Verfassungen würden Sie in Flirtlaune
versetzen? Nennen Sie ein paar. Hier sind einige Vorschläge:
zuversichtlich, spielerisch, neugierig, gespannt, erwar-
tungsvoll, akzeptierend, liebevoll, sexy, fasziniert…

Meine idealen Flirtzustände

Schreiben Sie fünf Mentalzustände auf, die Sie Ihres Erach-


tens in Flirtlaune versetzen würden:

1.
2.
3.
4.
5.

Jetzt werden wir einen Trigger für einen bestimmten Zustand


setzen und später können Sie einen Cocktail der Zustände
mixen, die Sie kombiniert wirklich in ein Flirt-Hoch versetzen!

Setzen Sie Ihren Trigger

♥ Wählen Sie eine Körperbewegung, ein Wort oder eine


Szene als Ihren Trigger aus.
♥ Sie hatten sicher Erfahrungsmomente, als Sie (wählen Sie
einen Zustand aus). Vielleicht war dies eine Zeit, als Sie in
Ihrer besten Verfassung waren. Eine Zeit in Ihrer Kindheit?
Nehmen Sie das, was Ihnen einfällt, während Sie sich der
Erfahrung bewusst werden…
♥ Sie sollten auf jeden Fall wieder in der Erfahrung sein, wenn
Sie sich daran erinnern. Sehen Sie sie durch Ihre eigenen
Augen.
♥ Was sehen Sie?
♥ Welche Geräusche hören Sie?
♥ Welche Gefühle steigen in Ihnen auf?
♥ Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Stelle Ihres Kör-
pers, an der die Gefühle am stärksten sind. Bereiten Sie Ihren
Trigger vor.
♥ Stellen Sie sich bildlich vor, wie jene Gefühle sich durch
Ihren gesamten Körper ausdehnen und dann wieder zurück-
fluten, wie eine Welle.
♥ Fahren Sie damit fort.
♥ Unmittelbar bevor Sie den Höhepunkt Ihrer Erfahrung
erreichen (warten Sie nicht, bis Sie dort angelangt sind, dann
ist es zu spät), machen Sie Ihre Geste, sagen Ihr Wort oder
sehen Ihre Szene. Sie lösen den Trigger aus, damit er mit
dem Höhepunkt Ihres Flirtzustandes zusammentrifft. So wie
Pawlow seine Hunde auf vermehrten Speichelfluss (also das
Erreichen ihres Appetit-Höhepunkts) konditionierte, wenn sie
die Glocke hörten, so können Sie sich darauf konditionieren,
in einen idealen Flirtzustand zu geraten, sobald Sie Ihren
Trigger auslösen.
♥ Jetzt denken Sie an das, was Sie gestern zum Abendessen
aßen oder nicht aßen.
♥ Warten Sie einige Minuten und lösen Sie Ihren Trigger dann
noch einmal aus. Was nehmen Sie wahr? Spüren Sie noch
einmal die Erfahrung, wenn auch nur verschwommen?
Welche Gefühle steigen in Ihnen auf? Sind sie stark oder
schwach?

Wenn die Erfahrung nicht so stark wie beim Auslösen des


Triggers zurückkommt, wiederholen Sie die Erkundung
mehrmals. Es wird Ihnen bald gelingen.
Sie sollten aus dem Grund ans Abendessen denken, damit Sie
aus dem von Ihnen geschaffenen Zustand herauskommen
und Sie die Möglichkeit haben, den Trigger zu testen. Sie
müssen dies immer machen, ehe Sie den Trigger auszulösen
versuchen.
Beglückwünschen Sie sich, wenn Sie den richtigen Trigger
geschaffen haben und es funktioniert hat. Sie haben gerade
etwas sehr Nützliches gelernt. Wenn es nicht klappte, denken
Sie daran, dass es kein Versagen gibt, sondern nur Ergeb-
nisse. Vielleicht haben Sie nicht das gewünschte Ergebnis
bekommen. Na und, dann probieren Sie es einfach so lange,
bis Sie das Ergebnis bekommen, das für Sie funktioniert. Dies
ist wichtig, weil Sie wahrscheinlich – wie viele von uns –
gelernt haben, Fehlschläge mit Aufgeben zu assoziieren.
Verbannen Sie also das Wort „Versagen“ aus Ihrem Wort-
schatz, und wenn Sie merken, dass Sie gerade sagen wollen,
dass Sie versagt haben, lernen Sie, stattdessen Folgendes zu
sagen: „Ich habe das gewünschte Ergebnis noch nicht er-
reicht!“ So fühlen Sie sich ermutigt, es noch einmal zu ver-
suchen!

Vergessen nicht: Ein Erfolgs-Flirter zu werden, ist ein Pro-


zess. Je öfter Sie etwas ausprobieren, selbst wenn es Ihnen
ein wenig merkwürdig vorkommt, umso mehr werden Sie
Methoden entwickeln, diese fantastischen Flirtzustände
wirklich für sich zu erschaffen. Auf diese Weise können Sie
sich öfter einfallsreicher und optimistischer fühlen und stär-
ker in Flirtlaune geraten.

Leben Sie im Paradies

Wetten, Sie kennen jemanden, der immer mit dem


Schlimmsten rechnet? Er bekommt es im Allgemeinen auch.
Komisch, nicht wahr, wie positive und optimistische Men-
schen für gewöhnlich ebenfalls das bekommen, was sie er-
warten!
Wären Sie nicht gerne öfter positiv und optimistisch? Und
zwar jeden Tag gleich vom Aufwachen in der Frühe an?
Sie müssen jeden Tag mit Entschlossenheit aufstehen, wenn
Sie abends zufrieden zu Bett gehen wollen.
George Lorimer

Wollen Sie sich morgens gut fühlen und sich auf all die
Möglichkeiten eines neuen Tages konzentrieren? Möchten Sie
Ihren Tag mit Sonnenschein beginnen können, selbst wenn
Wolken am Himmel stehen? Dies könnte Ihrer Fähigkeit, nett
zu anderen zu sein und positiv mit ihnen zu interagieren,
Auftrieb verleihen!

Wachen Sie im Paradies auf

Diese Erkundung ist einfach. Indem Sie sich gute Fragen


stellen, begeben Sie sich auf die Suche nach positiven Er-
fahrungen. Denken Sie an den Unterschied, den es aus-
macht, ob jemand fragt, worüber Sie glücklich sind, oder ob
er fragt, was Sie verärgert!
Sie können sich diese Fragen immer dann stellen, wenn Sie
wollen, und bekommen all die Antworten, die Sie brauchen,
um sich zu einem wundervollen Tag im Paradies zu verhelfen.
Es ist lediglich eine Frage dessen, worauf Sie sich konzent-
rieren. Ist das Glas halb leer oder halb voll? Das können Sie
sich aussuchen!
Stellen Sie sich jeden Morgen diese Fragen. Lassen Sie sich
jeweils zwei oder drei Antworten einfallen.
Sie können sie aufschreiben, wenn Sie möchten. Wiederholen
Sie Ihre Antworten im Geiste oder laut.

Bei jeder Antwort arbeiten Sie heraus, welche Gefühle in


Ihnen aufsteigen, wo diese sitzen, wie sie sich anfühlen.
Beschreiben Sie sie für sich und spüren Sie sie ganz.
Wenn Ihnen die Beantwortung schwer fällt, fügen Sie einfach
das Wort „könnte“ hinzu. Etwa: „Worüber könnte ich mich
jetzt in meinem Leben am meisten freuen?“
♥ Worüber freue ich mich jetzt in meinem Leben am meisten?
♥ Worauf freue ich mich jetzt in meinem Leben?
♥ Worauf bin ich jetzt in meinem Leben stolz?
♥ Wofür bin ich jetzt in meinem Leben dankbar?
♥ Was genieße ich jetzt in meinem Leben am meisten?
♥ Wofür engagiere ich mich jetzt in meinem Leben?
♥ Wen liebe ich? Wer liebt mich?

(adaptiert nach Tony Robbins’ Werk)

Vom Paradies träumen

Sind Sie schon einmal nachts ins Bett gefallen und durch-
liefen dann die Ereignisse des Tages? Wie wirkt sich dies
Ihres Erachtens darauf aus, wie Sie träumen und wie Sie am
nächsten Tag aufwachen?
Uns widerfahren die ganze Zeit irgendwelche Dinge – einige
sind positiv, andere weniger positiv. Was uns oft davon ab-
hält, uns gut und beschwingt genug für einen Flirt zu fühlen,
ist die Tatsache, dass wir uns an die nicht so positiven Dinge
erinnern und sie geistig noch einmal abspulen. Manchmal hält
dies an, bis wir einschlafen, und wenn wir dann am nächsten
Morgen in einer recht miesen Stimmung aufwachen und
meinen, wir hätten einen Katzenjammer, kommt das wahr-
scheinlich daher, weil wir noch immer an den Gefühlen des
Vortages knabbern. Sie ziehen sich Ihre schmutzige Kleidung
aus und geben sie in die Wäsche, aber wie oft waschen Sie
Ihre verschmutzten Gefühle von sich ab? Manchmal kann ein
einfaches Ritual einen Riesenunterschied ausmachen, ob
man sich beim Aufwachen auf den kommenden Tag freut
oder sich mies fühlt.
Und um wie viel mehr zum Flirten aufgelegt und bereit, an-
dere Menschen zu bezaubern, werden Sie wohl sein, wenn
Sie sich beim Aufwachen glücklich und freudig gespannt
fühlen, anstatt sich schlecht zu fühlen und sich noch immer
durch den Müll des Vortages zu wühlen? Ich glaube nicht,
dass ich Ihnen die Antwort auf diese Frage geben muss!
Wäre es also nicht nett, den Tag wegzuwaschen, bevor Sie
den Kopf aufs Kissen legen? Ich empfehle Ihnen, dass Sie
jeden Abend duschen und währenddessen zwei Minuten
einfach still sind und sich vorstellen, dass die Dusche den
ganzen Tag fortschwemmt und Sie frisch für den nächsten
Tag macht.
Wenn Sie einen Garten haben, könnten Sie sich dort eine
Stelle suchen, die Sie mögen, sich dort hinstellen, möglichst
barfuß, und sich vorstellen, wie all der Kummer und die
Sorgen und Belastungen des Tages in die Erde unter Ihren
Füßen sickern. Machen Sie dies einige Minuten lang. Wenn
Sie in einer Wohnung ohne Garten leben, stellen Sie sich
einfach vor, wie all der Ballast in den Fußboden und durch die
nächsten Stockwerke fließt, bis er im Erdboden versickert.
Dies ist eine großartige Methode, mit dem Tag abzuschließen.

Verhelfen Sie sich zu einem guten Start für


den morgigen Tag

Jeden Abend vor dem Schlafengehen und Träumen haben Sie


die Gelegenheit, Ihren Tag nochmals Revue passieren zu
lassen, sich an die guten Momente zu erinnern und zu be-
schließen, wie Sie sich morgen fühlen werden. Stellen Sie
sich diese Fragen jeden Abend:

♥ Welche positiven Dinge sind heute passiert?


♥ Was habe ich heute gelernt?
♥ Auf welche Fragen möchte ich in meinen Träumen die
Antwort erhalten?
♥ Wie möchte ich morgen sein?
♥ Wie kann ich den morgigen Tag nutzen, um mehr zu flirten?

Wenn Sie sich dann hinlegen, können Sie einfach all diesen
wundervollen Dingen erlauben, in Ihren Schlaf einzufließen
und neue Wünsche und Träume für Ihre Zukunft zu kreieren.
Das fokussiert Sie und verhilft Ihnen dazu, sich in Richtung
Ihrer Träume zu bewegen.
Welche Träume haben Sie für Ihr Leben, Ihre Beziehungen,
Ihre berufliche Laufbahn und Ihr Wohlbefinden? Träumen Sie
davon, mit dem Leben zu flirten?
(Adaptiert nach Tony Robbins’ Werk)

Der tollste Zustand überhaupt

Sie haben sicher schon am eigenen Leib erlebt, was ich „so
ersehnenswerte Momente, dass einem das Wasser im Munde
zusammenläuft“, nenne – Momente, die so sensationell und
unvergesslich waren, dass allein der Gedanke daran Sie
erröten lässt. Derartige Augenblicke eignen sich bestens zum
Erinnern, und sie verleihen jener Art Flirt diesen besonderen
Kick, der besagt: „Ich will dich!“ Wir könnten diesen Zustand
„vor dem Spiel“ nennen! Es ist, als reize man sich selbst
mental zu den wundervollsten Gefühlen. Warum probieren
Sie es nicht mal aus?

Ein so ersehnenswerter Moment, dass einem


das Wasser im Mund zusammenläuft

Denken Sie an einen Augenblick in Ihrem Leben, der so


ersehnenswert war, dass Ihnen das Wasser im Mund zu-
sammenlief.

1. Sehen Sie, was Sie sahen, hören Sie, was Sie hörten,
riechen Sie, was Sie rochen, schmecken Sie, was Sie
schmeckten.
2. Intensivieren Sie die Klarheit des Bildes und verdoppeln
Sie seine Größe. Machen Sie es dreidimensional, falls es das
nicht bereits ist.
3. Drehen Sie die Lautstärke auf und schalten Sie um auf
Quadrophonie.
4. Während Sie bestimmte Empfindungen in Ihrem Körper
spüren, achten Sie darauf, wo sie beginnen. In Kopf, Zehen,
Armen, im Herzen, Brust, Magen oder Bauch?
5. Genießen Sie die köstliche, prächtige Empfindung dieses
Gefühls.
6. Konzentrieren Sie sich darauf, wo das Gefühl am stärksten
ist.
7. Atmen Sie in das Gefühl hinein… und atmen Sie einfach ein
paar Mal ein und aus.
8. Atmen Sie so weiter und stellen Sie sich vor, wie Sie das
Gefühl von seinem Ausgangspunkt Ihre Wirbelsäule entlang
bis hinunter zum Kreuzbereich bewegen, dann den Rücken
wieder entlang bis hinauf zum Kopf. Stellen Sie sich vor, wie
es durch die Vorderseite Ihres Körpers wandert, durch Ihr
Herz, Ihren Magen, Bauch, zwischen Ihre Beine und wieder
hinauf.
9. Lassen Sie das Gefühl wie eine Schleife durch Ihren Körper
laufen, bis Sie sich noch besser fühlen!
10. Wenn sich das Gefühl kurz vor seinem Höhepunkt be-
findet, setzen Sie einen Trigger oder fügen Sie es Ihrem
anderen Trigger hinzu!

Designer-Zustände

Welche anderen Mentalzustände möchten Sie mit dem ma-


gischen Mixer Ihres Geistes wieder erschaffen können? Wä-
ren Sie gerne zuversichtlich, offen, freudig erregt, motiviert,
kühn, sorglos, friedlich und gelassen…? Diese wundervollen
Seinszustände werden Ihnen allesamt zu fulminanten Flirt-
erlebnissen verhelfen!
Schreiben Sie auf, was Sie sich wünschen, und wir bringen
die Dinge ins Rollen und bauen einen geistigen „Desig-
ner-Zustand“ auf, der ideal zum Flirten ist: „Ich bin…“
Mixen Sie sich Ihren Spezial-Cocktail

Da Sie jetzt über die Zutaten verfügen, ist es Zeit, sich ans
Mixen zu machen. Sie sind Ihr eigener Barkeeper und für die
Cocktail-Kreationen verantwortlich. Sie können Gefühle
kreieren, die Sie in Ihrem Körper mischen und herum-
schütteln und zu etwas Köstlichem und Neuem mixen. Die
Idee ist, dass Sie lernen, Cocktails geeigneter Mentalzu-
stände für verschiedene Gelegenheiten zu mischen. Es gibt
vielleicht Momente, wenn Sie aufgekratzt und abenteuerlus-
tig sein möchten, und andere, wenn Sie gelassen und zu-
versichtlich sein wollen. Sie haben die Wahl!

♥ Entscheiden Sie sich für die drei köstlichsten Desig-


ner-Zustände, die Sie in Ihren Cocktail geben wollen.
♥ Wiederholen Sie die vorhergehende Übung für alle drei
Zustände. Legen Sie zwischen jedem Zustand und zwischen
dem Kreieren des letzten Zustands und dem Auslösen des
Triggers eine Pause ein – denken Sie an etwas Banales.
♥ Setzen Sie für jeden Zustand denselben Trigger.
♥ Achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen, wenn Sie den Trigger
auslösen.

Wiederholen Sie dies, wann immer Sie sich wirklich gut füh-
len wollen!
Nicht jede Methode funktioniert bei jedem Menschen. Man-
chen fällt es leicht, sich in Flirtzustände zu versetzen, wie
meinem Nachbarn David. Er drückt einfach einen imaginären
Schalter und schon legt er los. Andere müssen sich erst
aufwändig entspannen oder Stärke und Harmonie spüren,
damit sie in die Stimmung kommen, sich wohl in ihrer Haut zu
fühlen und bei einem Lächeln bereit für einen Flirt zu sein.
Atmen Sie sich in Kraft und Stärke

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, Sie seien aus dem
Gleichgewicht? Dann fällt es einem schwer, stark und ziel-
gerichtet zu sein. Es folgt eine großartige Aikido-Übung, die
Sie zentrieren und auf die Reihe bringen wird. Sich so zu
fühlen ist extrem nützlich vor einer Verhandlung oder einer
Präsentation oder auch nur, bevor man auf einer Party auf
jemanden zugeht und ein Gespräch anknüpft! Versuchen Sie
es und schauen Sie, ob sie bei Ihnen funktioniert.

Finden Sie Ihre Mitte

Nehmen Sie sich etwas Zeit und suchen Sie einen ruhigen
Platz auf, an dem Sie ungestört sind. Wenn Ihnen ein Freund
dies vorlesen kann, umso besser. Wenn nicht, lesen Sie sich
zuerst die Anleitung durch und machen Sie dann die Er-
kundung – sie ist relativ einfach.

♥ Denken Sie an etwas oder jemanden, das oder der Sie


irritiert oder ärgert.
♥ Achten Sie darauf, wie sich die Gedanken daran auf Sie
auswirken. Achten Sie auf das Gefühl, das dabei in Ihrem
Körper entsteht, und wie Sie sich dabei fühlen.
♥ Jetzt denken Sie an etwas Banales, etwa wie hoch die
Zimmerdecke wohl ist.
♥ Stehen Sie da, Ihre Füße sollten etwa 15 Zentimeter weit
geöffnet sein.
♥ Lokalisieren Sie einen Punkt ungefähr 5 Zentimeter unter
Ihrem Bauchnabel. Sein Name lautet „Hara“. Er ist Ihre Mitte
und überdies das Zentrum Ihrer sexuellen Energie. (Sie
werden später herausfinden, wie viel Kraft von hier ausgeht!)
♥ Fixieren Sie den Blick auf etwas vor Ihnen. (Das soll Sie
davon abhalten, die Augen umherschweifen zu lassen und
sich abzulenken.)
♥ Atmen Sie ein und aus und konzentrieren Sie sich dabei auf
den Hara-Punkt. Wenn es Ihnen hilft, können Sie sich
„Konzentriere dich auf den Punkt“ vorsagen.
♥ Atmen Sie weiter in diese Körperstelle und achten Sie
darauf, wie viel ruhiger Sie werden. Welche Veränderungen
laufen in Ihrem Körper ab?
♥ Jetzt denken Sie noch einmal an das, was Sie irritierte oder
ärgerte. Wie fühlen Sie jetzt darüber?

Sie können diese Erkundung machen, sooft Sie sich ausge-


glichen und auf Ihre Mitte konzentriert fühlen möchten.

Die negativen Stimmen zum Verstummen


bringen

Einige der häufigsten Faktoren, die uns vom unbekümmerten


und vergnügten Flirten abhalten, sind die inneren Hinder-
nisse, die wir uns selbst errichten. Sie haben die Wahl, ob Sie
Ihr eigener Motivationscoach oder die Person sein wollen, die
Ihnen jede nur denkbare Barriere in den Weg stellt.
Ehe Sie lernen können, entspannt und natürlich zu flirten,
müssen Sie vielleicht ein Wörtchen mit Ihrem Hindernisbauer
reden und ihn in einen Coach verwandeln.
Eine der Methoden, wie wir uns und andere motivieren, ist
mit Worten. Wie reden Sie mit sich selbst? Etwa so wie Geoff?

Geoffs Geschichte:
Eine ruhige Nacht

Geoff macht sich fertig zum Ausgehen. Sein Freund Ed sitzt


auf dem Bett. Als Geoff in den Spiegel schaut, hört er: „Oh
Gott, siehst du beschissen aus. Schau dir mal deine Haare an,
die sind ganz dünn und fettig. Und da sprießt gerade ein
Pickel. Igitt, der sticht allen sofort ins Auge. Du bist so dürr.
Mädchen mögen bekanntlich einen knackigen Hintern, und du
hast keinen, und obendrein sind deine Zähne schief und deine
Nase zu groß. Dich erkennen sie eine Meile gegen den Wind…
ich weiß nicht, wozu du dir überhaupt die ganze Mühe
machst. Du erstarrst doch eh zum Eisklotz, wenn du ein
Mädchen siehst, das dir gefällt. Erinnerst du dich noch an das
letzte Mal? Du hast nicht die Spur von Selbstbewusstsein…“
„Halt den Mund, Klappe, aber sofort! Hau ab!“ sagte Geoff.
Aber er sprach nicht mit Ed, weil Ed kein Wort gesagt hatte.
Geoff redete mit sich selbst…
Haben Sie das auch schon mal gemacht? Natürlich, das ha-
ben wir alle. Wir können unser schlimmster Feind sein.
Was, wenn Sie selbst Ihr bester Freund wären? Dann würden
Sie nicht so mit sich reden, nicht wahr?

Seien Sie Ihr bester Freund

Mit wem reden Sie am meisten? Ihren Freunden, Ihrer Fa-


milie? Ihren Kollegen? Nein! Ihr bevorzugter Gesprächs-
partner sind Sie selbst! Die meisten von uns pflegen einen
regen Dialog mit sich selbst, und meistens ist dies kein an-
genehmer! Um wie viel besser wäre es also, wenn Sie lernen
könnten, freundlich mit sich zu reden? Vergessen Sie nicht,
dass Sie mit sich selbst flirten müssen, ehe Sie mit einer
anderen Person flirten können!

Fantasiestimmen

♥ Achten Sie von nun an darauf, wann Sie anfangen, über


sich selbst herzuziehen. Wenn Sie sich dessen bewusst
werden, trainieren Sie, in einer sehr erotischen Stimme „Halt
den Mund!“ zu sagen.
♥ Erstellen Sie eine Liste der schlechten Dinge, die Sie sich
selbst sagen, und auch, wie Sie sie sagen.
♥ Schauen Sie sich Ihre Liste an und ersetzen Sie jeden Punkt
durch neue Wörter – Wörter, die Sie gerne hören möchten.
Fügen Sie auch hinzu, in welcher Art Stimme Sie diese Wörter
hören wollen.
♥ Als beispielsweise Paul anfing, sich zu sagen, „Sie wird sich
nichts aus mir machen“ oder „Sie wird mich auslachen“,
wollte er stattdessen in einer Frauenstimme, die „recht ü-
berzeugend und sehr ungestüm“ klang, hören: „Nimm mich!
Halte mich in deinen starken Pranken, du Löwe, du!“ Er
kannte bereits diese Stimme in seinem Kopf.
♥ Als Naomi ihre eigene ängstliche Stimme hörte, wie sie
immer piepsiger wurde, wenn ein Mann sich für sie interes-
sierte, wollte sie sich sagen hören: „Naomi, du bist eine
schöne unwiderstehliche Frau. Die Männer sind von dir hin-
gerissen – sie können gar nicht anders.“
♥ Stephen wollte sich eine Frau vorstellen, die unter ihm lag
und sagte: „Hör nicht auf, ja, bitte.“ Und zwar immer wieder,
schneller und schneller.
♥ Tom wollte die Stimme der Radiosprecherin hören, die das
Radrennen kommentierte, wie sie sagte: „Und Tom Hancock
hat es geschafft, er hat den Titel zum zehnten Mal gewon-
nen!“ Und er wollte den Klang von Frauenstimmen später auf
einer Party hören, wie sie um ihn herumschnurrten und
gurrten und sagten: „Hallo Tom, tolles Rennen heute…“

Was stellen Sie sich in Ihrer Fantasie vor, was Sie gerne
hören möchten? Schreiben Sie es auf und sagen Sie es sich
beim Schreiben vor!
Üben Sie diese Stimme und diese Worte täglich, bis Sie
merken, dass Ihnen neue in den Sinn kommen – Stimmen,
die Ihnen ein gutes Gefühl bereiten, Sie in Flirtlaune ver-
setzen und bei denen Sie sich erotisch fühlen!
Ein neuer Rahmen ändert das Bild

Manche Leute konzentrieren sich dauernd auf das Negative.


Aber für jedes Negative gibt es ein Gegenteil. Etwas, das
negativ erscheint, kann in sein Gegenteil umgekehrt werden,
damit es seine andere, positivere Seite offenbart.
Für jedes negative Attribut können Sie sich etliche positive
Attribute einfallen lassen, um es auszugleichen. Folgendes
Beispiel soll dies illustrieren. Lassen Sie sich etwas einfallen.
Das kann Spaß machen und sogar ein amüsantes Partyspiel
abgeben!

♥ Ich bin zu klein.


♥ Manche Frauen mögen es, wenn Männer gleich groß wie sie
sind – dann treffen sich ihre Lippen (und der Rest!) ganz
selbstverständlich und natürlich.
♥ Hübsche Dinge kommen meist in kleinen Packungen daher.
♥ Tom Cruise ist klein – und ein großes Sexsymbol!

Neurahmung

♥ Rahmen Sie die unten stehenden Wendungen neu. Legen


Sie dabei Kreativität an den Tag!
Ich bin zu alt, um noch einen Mann kennen zu lernen.
Ich bin zu mager.
Ich habe einen kleinen Penis.
Mein Busen ist zu klein.
Ich bin zu aggressiv.
Ich bin zu dominant.
♥ Dann rahmen Sie die negativen Dinge, die Sie sich sagen,
neu.
♥ Und damit hätten wir es geschafft!
Noch ein letztes (nettes) Wort

Erkunden Sie möglichst intensiv, wie Sie Trigger für ideale


Mentalzustände setzen können. Stellen Sie sich die „Im Pa-
radies aufwachen“-Fragen regelmäßig und halten Sie nach
Dingen Ausschau, die Sie ins Positive umkehren können. Bald
wird Ihnen dies ganz selbstverständlich vorkommen und
gleichgültig, was geschieht, werden Sie dem immer etwas
Gutes abgewinnen können.
Indem Sie sich köstliche Flirtzustände erschaffen – zusam-
men mit einem Gefühl der Balance, Ruhe und einer moti-
vierenden Stimme in Ihrem Ohr – verhelfen Sie sich zu viel
positiveren Interaktionen mit anderen. Vergessen Sie nicht:
Der Schlüssel zu erfolgreichem Flirten liegt darin, sich selbst
gut zu fühlen, damit Sie dieses Gefühl auch anderen ver-
mitteln können.
Und da Sie jetzt wissen, wie es ist, wenn man sich gut fühlt,
kommen wir nun zu zwei maßgeblichen Flirtinstrumenten, die
es zu verfeinern gilt: Ihre Stimme und Ihr Körper!
Kapitel 7

Stimme und
Bewegung

Ihre Stimme:
Ein höchst wirksames Werkzeug

Ihre Stimme ist ein Instrument, das Wellen des Wohlbeha-


gens direkt zum Körper einer anderen Person ausstrahlen
kann.
Richard Bandler

Die Stimme ist ein machtvolles Instrument der Kommunika-


tion. Mit ihr steht und fällt möglicherweise Ihre Fähigkeit, auf
Menschen einzuwirken. Reihenuntersuchungen zufolge wird
mehr als ein Drittel der inhaltlichen Bedeutung über den
Tonfall der Stimme vermittelt.
Wir alle sprechen täglich und ungeachtet dessen, was Sie
übermitteln oder hervorrufen möchten, wird eine großartige
Stimme Ihre Fähigkeit zur effektiven Kommunikation über
die Maßen steigern.
Dieses Kapitel soll Ihr Bewusstsein für den Wert einer groß-
artigen Stimme wecken. Es bietet einige Erkundungen an, die
Sie auffordern, sich auf die Suche nach Ihrer großartigen
Stimme zu begeben. Wenn Sie jedoch meinen, dass Sie
ernsthaft an Ihrer Stimme arbeiten müssen, sollten Sie einen
Sprachtherapeuten oder Stimmbildner aufsuchen.
Entwickeln Sie Ihre natürliche Stimme

Ist Ihnen während eines Gesprächs aufgefallen, dass sich die


Leute womöglich abwenden, Sie vergessen oder gar igno-
rieren? Das kommt vielleicht daher, weil Ihre Stimme Sie
nicht auf die bestmögliche Weise repräsentiert. Wenn Sie erst
einmal Ihre natürliche Stimme finden, fühlen Sie sich viel-
leicht besser, können mehr erreichen und man hört Ihnen zu.
Die gut eingesetzte Stimme hat einen „Wohlfühl“-Klang. Sie
baut das Selbstvertrauen des Sprechers auf und hinterlässt
bei anderen einen positiven Eindruck.

Dr. Morton Cooper

Wie wäre es, wenn Sie Ihre Stimme dazu einsetzen würden,
um andere Menschen zu überzeugen, zu inspirieren, anzu-
regen oder in Ihr Leben zu locken? Manche Menschen ma-
chen das von Natur aus. Sean Connerys Stimme strahlt Kraft,
Stärke, Selbstvertrauen und sexuelle Energie aus. Andere
Leute müssen an ihrer Stimme arbeiten. Margaret Thatcher
hatte früher eine ziemlich hohe Stimme, aber mit der Hilfe
von Experten senkte sie sie, verlieh ihr Klangvielfalt und
Tiefe. Meines Erachtens trug dies wesentlich zu ihren Wahl-
siegen bei!
Die Leute meinen oft, dass ihnen ihre Stimme nun mal ge-
geben sei und dass man sie nicht ändern könne. Dr. Morton
Cooper, der frühere Direktor der Stimm- und Sprachklinik am
UCLA Medical Center, schätzt, dass mehr als 50 Prozent der
Menschen ihre Stimme falsch gebrauchen. Wenn Sie mit
dünnem oder näselndem Stimmchen sprechen oder wenn Sie
beim Sprechen heftig schnaufen oder mit zu hoher, ge-
quetschter Stimme sprechen, gehen Sie mit Ihrer Stimme
vielleicht falsch um. Die gute Nachricht lautet, dass man das
ändern kann. Vielleicht haben Sie sich einfach schlechte
„Stimmgewohnheiten“ zugelegt. Dr. Cooper ist überzeugt,
dass Stimmtraining die Starqualitäten Ihrer Stimme zutage
befördern kann.
Die Stimme ist eines der wirkungsvollsten natürlichen Flirt-
werkzeuge der Natur, weil sie uns nicht nur ins Ohr geht,
sondern unseren ganzen Körper erfasst. Stimmen rufen bei
anderen Menschen Gefühle hervor. Stellen Sie sich bloß vor,
welche Möglichkeiten das bringt! Viele Teilnehmer meiner
Flirtkurse haben von einer Perfektionierung ihrer Stimme
profitiert.

Chris’ Geschichte:
Ich möchte wie ein Liebhaber klingen,
nicht wie ein Dekorateur!

Chris hatte nicht die Art Stimme, die sexuell aufregende


Botschaften an Frauen aussendet. Bei Verabredungen mit
Frauen, die er gerade erst kennen gelernt hatte, lief es an-
scheinend immer darauf hinaus, dass Chris lediglich als
Dekorationsobjekt fungierte!
Chris’ Stimme klang kreischend, und Lynne, eine Stimm-
therapeutin, sagte mir, dass seine Stimme angesichts seiner
Größe zu hoch war. Sie arbeitete mit Chris daran, seine
Stimme zu senken – mit erstaunlichem Erfolg. Als Chris sich
daran gewöhnte, mit seiner neuen, tieferen Stimme zu
sprechen, zog dies andere subtile, aber bedeutende Verän-
derungen nach sich – seine Körperhaltung zum Beispiel
wurde ausgeglichener und aufrechter. Das Wissen, dass Sie
sich gut anhören, bewirkt im Allgemeinen, dass Sie sich gut
fühlen. Bei Chris genügte dies, um sein Selbstvertrauen
aufzubauen und um von da an mehr zu flirten.

Alices Geschichte:
Meine Stimme ist zu leise

Alice arbeitete als Lehrerin. Sie wollte eine selbstbewusstere,


lautere Stimme haben. In ihrer Kindheit hatte ihre kranke
Großmutter bei ihnen gelebt, und Alice war immer ermahnt
worden, leise zu sein. Sie verinnerlichte das so sehr, dass
eine leise Stimme normal für sie wurde.
Als Alice lernte, Zugang zu ihrer selbstbewussteren Stimme
zu bekommen, fiel es ihr wesentlich leichter, ihre Schüler zu
unterrichten.

Wie bin ich zu dieser Stimme gekommen?

Als Sie als Kind sprechen lernten, wirkten möglicherweise


viele Einflüsse auf Sie ein:

♥ Sie werden Ihre nächsten und liebsten Bezugspersonen,


Ihre Altersgenossen, Ihr Umfeld nachgeahmt haben.
♥ Vielleicht haben Sie Ihre Stimme als eine Art Gegenpol zu
den Stimmen, die Ihnen als Kind missfielen, verändert –
möglicherweise hatte Ihre Mutter eine durchdringende
schrille Stimme, und Sie gewöhnten sich als Kontrast eine
leise Stimme an. Vielleicht hatte Ihr Vater eine ausdrucks-
arme, fade Stimme, und Sie eigneten sich als Ausgleich einen
bellenden Tonfall an.
♥ Vielleicht haben Sie Ihre Stimme wegen der verletzenden
Dinge geändert, die andere Leute über sie sagten.
♥ Vielleicht haben Sie wie Alice gelernt, Ihre Stimme unter
Verschluss zu halten, um anderen Leuten einen Gefallen zu
tun.
♥ Vielleicht ist Ihre Stimme in der Pubertät am falschen Fleck
stecken geblieben, wie im Fall von Chris.

Männerstimmen: Der Pubertätseffekt

Constance Lamb, Stimmbildnerin und Schauspielerin, sagte


mir Folgendes: Männerstimmen bleiben in der Pubertät
manchmal auf einer zu hohen Tonlage stecken, wenn sie
darum kämpfen, ein Gleichgewicht in den schwankenden
Tonhöhen zu finden. Die gute Nachricht lautet, dass sich das
beheben lässt!
Sie können Ihre Stimme verändern

Ihre Stimme ist keine Tonbandaufnahme, die von


Geburt an unveränderlich bleibt, sondern sie ist viel-
mehr ein Instrument, das Sie meisterhaft zu spielen
lernen können.

Wenn Ihre Stimme oft heiser, zu sanft, zu hoch oder tief oder
zu monoton klingt oder Sie beim Sprechen zu sehr schnau-
fen, können Sie sich mit Hilfe von Stimmbildung eine ein-
drucksvollere Stimme zulegen – und hiermit meine ich nicht
nur, dass Sie sexy und einladend klingen, sondern auch
selbstbewusst und interessant.
Können Sie ehrlich von sich behaupten: „Ich habe eine tolle
Stimme, Baby“? Können Sie Ihre Stimme so einsetzen, dass
sich jemand auf besondere Weise berührt fühlt, noch ehe Sie
ihn anfassen? Wie nützlich könnte dies bei einem Flirt, in
einer Verhandlung, oder sogar dann sein, wenn Sie sich
beschweren möchten?

Stimmspiel 1:
Wie hört sich Ihre Stimme jetzt an?

Ehe Sie an Ihrer Stimme zu arbeiten anfangen, sollten Sie


überprüfen, wie sie sich jetzt anhört. Nehmen Sie Ihre
Stimme 15 Minuten lang auf Band auf. Lesen Sie nichts laut
vor, reden Sie einfach über etwas, was Sie gerne machen.
Nehmen Sie das als Grundlage, von der aus Sie sich ver-
bessern. Hören Sie sich das Band immer wieder mal an,
damit Sie die Veränderungen bemerken, während Sie Ihre
Stimme perfektionieren.

Überprüfen Sie Ihre Tonlage und Klangfarbe

Dr. Milton Cooper hat eine tolle Übung, mit der Sie Ihre
natürliche Tonlage sowie Ihre richtige Klangfarbe entdecken
können:

♥ Sagen Sie „Ummmmmm-hmmmm“, wobei Sie mit ge-


schlossenen Lippen die Stimme ansteigen lassen.
♥ Wenn der Laut, den Sie produzieren, in Ihrer richtigen
Tonlage ist, fühlen Sie ein Prickeln oder ein Vibrieren um
Nase und Lippen.
♥ Wenn Ihre Tonlage unnatürlich tief ist, spüren Sie zu viel
Vibration im unteren Rachenbereich.
♥ Sagen Sie weiter „Ummmm-hmmmm“, bis Sie das Vib-
rieren in den Lippen spüren.
♥ Was jetzt ertönt, ist Ihre natürliche Stimme. Machen Sie
diese Übung so oft wie nötig, um sich Ihrer natürlichen
Stimme bewusst zu werden.

Beachten Sie bitte: Wenn Sie bereits an Ihrer Stimme ge-


arbeitet haben oder glücklich mit ihr sind und Ihre Stimme
nicht überanstrengt klingt, müssen Sie die Übungen natürlich
nicht unbedingt machen. Manche Leute meinen, die einzig
guten Stimmen seien die tiefen, erotischen. Wir alle haben
unterschiedliche Tonhöhen, aber es ist wichtig, dass wir
unsere natürliche Stimme modulieren und verstärken, an-
statt zu versuchen, eine falsche Stimme anzunehmen, die
gepresst klingt. Es gibt viele Sprachtherapeuten und
Stimmbildner, die Ihnen helfen können, wenn Sie mehr An-
leitung und Training brauchen.

Stimmspiel 2: Variieren Sie Ihre Stimme

Es ist bekanntlich wichtig, dass Sie Ihre richtige Tonlage und


die richtige Klangfarbe finden, aber vielleicht hätten Sie
gerne verschiedene Stimmtypen für unterschiedliche Gele-
genheiten zur Verfügung. Sie werden nicht Ihre öffentliche
Sprechstimme einsetzen wollen, um jemanden zu verführen,
wohl aber vielleicht ein paar verführerische Töne einfließen
lassen wollen, wenn Sie vor Publikum sprechen!
Wussten Sie, dass Sie Ihre natürliche Stimme modulieren
können, je nachdem, auf welchen Körperteil Sie sich kon-
zentrieren und aus welchem Körperteil Sie beim Sprechen
atmen?

Spencers Geschichte:
Ich bin sexy

Spencer hat eine wundervolle Stimme, die von tief unten


grummelt. Wirklich eine sexy Stimme. Das einzige Problem
war, dass er in allen Situationen mit dieser Stimme sprach.
Spencer neigte dazu, seine Stimme von unterhalb des Nabels
zu projizieren, was toll beim Flirten, aber ungeeignet für
berufliche Präsentationen ist. Er profitierte sehr davon, als er
lernte, seine Stimme aus einer anderen Körperregion kom-
men zu lassen.

Von wo sprechen Sie?

In dieser Erkundung entdecken Sie, wie Ihre Stimme klingt,


wenn Sie in verschiedenen Regionen Ihres Körpers erzeugt
wird.

♥ Konzentrieren Sie sich auf Ihre Nase und stellen Sie sich
Ihre Stimme vor, wie sie von dort kommt. Kneifen Sie sich in
die Nase und sagen Sie „Hallo“. Achten Sie auf die Klang-
farbe.
♥ Konzentrieren Sie sich auf die Kehle. Atmen Sie dorthin und
stellen Sie sich Ihre Stimme vor, wie sie von dort kommt,
wenn Sie noch einmal „Hallo“ sagen. Vergleichen Sie diese
Stimme mit der Stimme aus Ihrer Nase.
♥ Als Nächstes konzentrieren Sie sich auf Ihren Brustkorb.
Atmen Sie in Ihren Brustkorb, stellen Sie sich Ihre Stimme
vor, die von dort kommt, und sagen Sie „Hallo“. Diesmal
sollten die Töne tiefer klingen und mehr Resonanz haben.
Vielleicht spüren Sie auch ein Vibrieren im Brustkorb.
♥ Zuletzt konzentrieren Sie sich auf eine Stelle etwa 5 Zen-
timeter unterhalb des Nabels (Ihren Hara-Punkt). Stellen Sie
sich vor, Sie sprechen von dort unten, und sagen Sie ein
erotisches „Hallo“. Sie sollten das Vibrieren spüren und den
Unterschied bemerken.

Von wo heraus sollte ich wann sprechen?

♥ Von Ihrer Nase heraus: So selten wie möglich! Diese


Stimme klingt dünn und unattraktiv. Wenn Sie näseln, sollten
Sie professionellen Rat einholen – das lässt sich beheben und
Sie werden merken, wie viel gewinnender Sie klingen kön-
nen.
♥ Von Ihrer Kehle heraus: Geeignet, wenn Sie Aufmerk-
samkeit auf sich ziehen wollen, wenn Sie schreien, jemanden
vor einer Gefahr warnen oder Aufgeregtheit ausdrücken.
♥ Aus Ihrem Brustkorb heraus: Diese tiefere Stimme verfügt
über mehr Resonanz und eignet sich gut für öffentliches
Sprechen und wenn man Autorität fordert.
♥ Aus Ihrem Hara heraus: Das ist eindeutig eine erotische
Stimme. Wenn Sie von dort unten heraus sprechen, überläuft
Ihren Gesprächspartner ein angenehmer Schauer. Die ideale
Stimme, um Ihrem Liebsten Erotisches zuzuflüstern.

Volle, verheißungsvolle Stimmen –


intensives Erleben

Es gibt Leute, deren Stimmen in ihren vollen reichen Klängen


Sexualität verströmen. Wäre es nicht nützlich, wenn Sie auch
manchmal so sprechen könnten?
Diese Erkundung soll Ihre Stimme aufpeppen – also nichts
wie ran!
Wärmen Sie Ihre Stimme auf

Suchen Sie einen Ort auf, an dem Sie nicht gestört werden.
Denken Sie an einen wirklich tollen Augenblick in Ihrem
Leben und sagen Sie die folgenden „Worte“ mit so viel
Nachdruck wie möglich:

♥ „OOOOOOOOOO!“ (Etwas Tolles wird Ihnen gerade ge-


zeigt.)
♥ „AAAAAAAAAAAh“ (Seufzen Sie erleichtert, als stiegen Sie
nach einem anstrengenden Tag in die Badewanne.)
♥ „M MM MM MM MM MM MM.“ (Sie sind angesichts einer
neuen Aussicht ganz aufgeregt.)
♥ „Ja, bitttteeeeee.“ (Sie wünschen sich etwas so sehr, dass
Sie darum betteln.)

Und jetzt dürfen Sie sich nach Herzenslust amüsieren, wäh-


rend Sie Ihre Stimme beweglich machen und variieren.

Stimmspiel 3:
Werden Sie Ihr eigener Stimmbildner

Wenn Sie nicht unter einem ernsthaften Stimmproblem lei-


den, sondern nur Ihre Stimme verbessern wollen, können Sie
Ihr eigener Stimmbildner werden, indem Sie Stimmen, die
Sie bewundern, nachahmen. Folgende drei Leitlinien sollten
Sie dabei beachten:

♥ Ahmen Sie eine Person Ihres Geschlechts nach.


♥ Ahmen Sie die Stimme eines Erwachsenen nach.
♥ Ahmen Sie jemanden nach, in dessen Stimme die Eigen-
schaften mitschwingen, die Sie mitschwingen lassen wollen.
Ahmen Sie eine Stimme nach

In modernen Sprachkursen fordert man heute die Teilnehmer


nicht mehr dazu auf, zu sprechen, nachdem sie den Satz in
der fremden Sprache gehört haben, sondern während sie ihn
hören. Man setzt diese Technik an der Universität von Kali-
fornien, San Diego, ein und erzielt damit weit bessere Er-
gebnisse als mit der herkömmlichen Methode.
Diese Methode wird für Sie sehr nützlich sein, wenn Sie an
Ihrer Stimme arbeiten.
Sie brauchen für diese Erkundung einen Kassettenrekorder.

♥ Nehmen Sie als Ausgangspunkt zehn Minuten lang Ihre


Stimme auf. Lesen Sie nichts vor, reden Sie einfach über
irgendetwas, das Ihnen gefällt.
♥ Nehmen Sie ungefähr zehn Minuten lang eine Stimme, die
Sie nachahmen wollen, auf Band auf. Wenn Ihnen die Stimme
eines Radiosprechers gut gefällt, nehmen Sie diese auf. Sie
können mehrere Sprechpassagen nacheinander aufnehmen,
damit Ihre Aufnahme lange genug wird. Vielleicht handelt es
sich um jemanden, den Sie aus dem Fernsehen kennen,
einen Nachrichten-Sprecher oder Schauspieler. Nehmen Sie
den Betreffenden dann auf Video auf. Hörbücher werden
meist von tollen Schauspielern mit beeindruckenden Stim-
men gelesen. Schauen Sie sich um, ob es ein Hörbuch mit
einem Sprecher gibt, dessen Stimme Sie anspricht, und
kaufen Sie es.
♥ Hören Sie sich die ganze Aufnahme mit der Stimme, die Sie
nachahmen wollen, an. Auf diese Weise bekommen Sie den
kompletten Inhalt mit.
♥ Suchen Sie einen Satz aus, mit dem Sie arbeiten wollen.
Hören Sie ihn sich ein paar Male an und fangen Sie an, ihn zur
selben Zeit wie die Modellstimme zu sprechen.
♥ Spulen Sie das Band zurück und wiederholen Sie dies so oft
wie nötig. Bemühen Sie sich nicht zu verbissen – entspannen
Sie sich und sprechen Sie, entspannen Sie sich und sprechen
Sie. Ihr Gehirn beherrscht dies automatisch, so wie das
Gehen oder Atmen.
♥ Arbeiten Sie weiter an verschiedenen Sätzen auf der Auf-
nahme, bis Sie alle durch haben.
♥ Jetzt nehmen Sie noch einmal Ihre eigene Stimme auf und
vergleichen Sie sie mit der ersten Aufnahme. Wenn Sie mit
den Ergebnissen zufrieden sind, ist die Übung beendet.

Wenn Sie mehr Stimmvariationen lernen möchten, nehmen


Sie eine weitere Stimme auf, die Sie bewundern, und ahmen
Sie auch diese nach.

Da Sie jetzt wissen, dass Sie Ihre Stimme wie ein kostbares
Instrument stimmen können, probieren Sie die verschiede-
nen Tonlagen und Klangfarben bei der Interaktion mit an-
deren Menschen aus!

Bewegen Sie Ihren Körper

Was auch immer das Gehirn in ein System bringen kann, wird
der Körper ausführen.
Robert Masters

Körper = Geist = Körper

Heidi, Teilnehmerin in meinem Flirtkurs, sagte: „Dadurch


erkannte ich, dass ich zu viel Zeit in meinem Kopf verbringe
und zu wenig in meinem Körper.“ Wie Recht sie doch hat!
Flirten ist nichts, das sich lediglich im Kopf abspielt, sondern
vielmehr etwas, das man ist.
Heute sehen wir Geist und Körper weitgehend als eine Ein-
heit, als Teile eines Systems. Was im Geiste abläuft, wird
vom Körper getragen und ausagiert. Umgekehrt können wir
mit unserem Körper auf unseren Geist einwirken.
Probieren Sie folgende Übung aus, um zu erkennen, wie
Körper und Geist miteinander verbunden sind:

♥ Schauen Sie nach unten, lassen Sie die Schultern hängen,


runzeln Sie die Stirn und versuchen Sie dann daran zu
denken, dass Sie wirklich glücklich sind.
♥ Heben Sie den Blick, setzen Sie sich aufrecht hin, öffnen Sie
Ihren Körper, atmen Sie tief ein und lächeln Sie, während Sie
versuchen, daran zu denken, dass Sie niedergeschlagen sind.

Es ist nicht leicht, eine Emotion zu fühlen, wenn Ihr Körper


gerade das völlige Gegenteil macht, nicht wahr? Weil unsere
Physiologie so wichtig ist, macht es Sinn, an unserem Körper
zu arbeiten und eine Umgebung zu schaffen, in der gute
Gefühle gedeihen!

Tanzen befreit

Tanzen ist eine wunderbare Methode, Ihren Körper zu lockern


und freier zu machen. Tanzen können Sie allein oder zu-
sammen mit anderen. Nach vorgegebenen Schritten oder
Freestyle. Es ist eine großartige Form des Selbstausdrucks
und ein Weg, um mit einer anderen Person zu interagieren…
und die Verbindung zu vertiefen. Gehen Sie einfach in einen
Salsa-Club und beobachten Sie ganz normal aussehende
Typen, die super tanzen können. Sie werden sehen, wie sie
sich an fantastisch aussehende Frauen heranmachen und
sich mit ihnen bewegen. Die Frauen gehen darauf ein, weil
Tanzen erotisch ist. Diese Typen ziehen die Frauen mit ihren
sinnlichen Bewegungen in ihren Bann!
Tanzen kann auch ein wirkungsvolles weibliches Flirtsignal
sein, wenn es richtig eingesetzt wird. Ich fragte Männer in
meinen Workshops, nach welchen spirituellen, mentalen und
körperlichen Eigenschaften sie bei einer Frauen suchen. Über
70 Prozent sagten, ihnen gefielen Frauen, die in Einklang mit
ihrem Körper sind.
Was bedeutet Tanzen für Sie?

Wenn Sie daran denken, dass Sie tanzen müssen, was be-
schwört das in Ihnen herauf? Ein Grund, weshalb ich Tanz als
primäre Körperarbeit in meine Kurse mit einbeziehe, ist, dass
so viele Leute nicht tanzen, weil sie meinen, sie könnten es
nicht richtig. Sie haben Körpererinnerungen an unbeholfene
Versuche, und wenn sie in eine Situation kommen, in der sie
tanzen müssen, erstarren sie zur Salzsäule.
Sie können bessere Erinnerungen in Ihre Zellen program-
mieren. Ein guter Weg, damit anzufangen, ist, sich zu sagen:
„Ich kann lernen, den Tänzer in mir zu reaktivieren.“ Dann
suchen Sie im Internet, in einer Lokalzeitung oder Bücherei
nach Tanzkursangeboten und belegen einen Tanzkurs. Davon
gibt es eine Menge. Ich mag Merengue, weil dies ein eroti-
scher und leicht zu erlernender lateinamerikanischer Tanz ist.
Sie werden schnell herausfinden, was das Richtige für Sie ist.
Lassen Sie die Worte von Julia Gardner, einer außerge-
wöhnlichen Tanzlehrerin, auf sich wirken:

Beim Tanzen gibt es kein „Richtig“ – seien Sie einfach Sie


selbst und spüren Sie die Rhythmen und die Energien von
innen heraus.
Bewegen Sie sich mit Ihrer Seele, nicht mit den Füßen!
Stellen Sie sich das Tanzen so vor, als führten Sie mit sich
selbst ein tolles Gespräch, nicht nur mit anderen Leuten!

Nachahmende Bewegung:
Eine natürliche Lernmethode

Jemanden nachzuahmen, der sich gut bewegt, ist eine


großartige Lernmethode. So lernen Kinder – aber auch Er-
wachsene können es!
Stellen Sie sich einen Augenblick lang vor, wie Sie zu gehen
versuchen und sich jeder Muskel- und Knochenbewegung
bewusst sind, die Sie vollführen müssen, um einen winzigen
Schritt zu tun… Sind Sie jetzt ganz konfus? Selbstverständ-
lich! Ich wette, Sie können nicht einmal einen Schritt gehen,
wenn Sie Ihren Kopf so intensiv bemühen. So haben Sie nicht
gehen gelernt – Sie haben es gelernt, indem Sie es ver-
suchten und jemanden nachahmten.

Petas Geschichte:
Eine Schwimmerin schwimmt sich frei

Als ich anfing, aus Fitnessgründen zu schwimmen, hatte ich


lediglich die Körpererinnerungen, wie ich so etwas wie einen
Brustschwimmzug machte und dabei mit schmerzendem
Nacken krampfhaft den Kopf aus dem Wasser hielt.
Ich hatte mehrere Schwimmerinnen beobachtet, die sich
offensichtlich elegant bewegten; also fing ich an, einer von
ihnen im Wasser zu folgen. Ich stellte mir vor, meine Arme
und Beine seien mit den ihren durch einen dünnen Faden
verbunden. Ich spürte, wie ich mich synchron mit ihr be-
wegte, als ich ihre Bewegungen nachahmte. Mein ganzer
Schwimmstil veränderte sich.
Ich konnte der wundervollen Schwimmerin niemals danken,
aber ich werde mich immer daran erinnern, wie viel mein
Körper von dem ihren lernte.

Nachahmende Bewegung

Was passiert, wenn Sie sich vorstellen, Sie würden sich fa-
belhaft bewegen und Ihr Körper sei im Einklang mit der
Musik?

♥ Zuerst sollten Sie einige gute Tänzer oder Menschen mit


geschmeidigen Bewegungen beobachten. Suchen Sie sich ein
paar Videos von tanzenden Leuten zusammen, nehmen Sie
selbst Videos auf, beobachten Sie jemanden im Fernsehen.
Gehen Sie in ein Tanzlokal und schauen Sie unauffällig zu.
Besorgen Sie sich einen Grundstock guter Erinnerungen zum
„Nachschlagen“.
♥ Entspannen Sie im Stehen Ihren ganzen Körper vom Kopf
bis zu den Zehen. Konzentrieren Sie sich nacheinander auf
jeden Körperteil und sagen Sie: „Jetzt entspanne ich meinen
Kopf, meine Schultern etc.“
♥ Erinnern Sie sich, wie Sie sich in Ihrer besten Verfassung
fühlen, und treten Sie wieder in diesen Zustand hinein.
♥ Schauen Sie sich ein Tanzvideo an oder stellen Sie sich vor,
wie jemand brillant tanzt oder sich bewegt. Sehen Sie den-
jenigen vor sich, wie er in dieselbe Richtung wie Sie schaut,
damit Sie seinen Rücken vor Augen haben.
♥ Wenn Sie sich dies vorstellen, malen Sie das Bild so farbig
wie nötig, um wirklich ein Gefühl dafür zu bekommen. Achten
Sie auf jedes Detail der Bewegung. Fügen Sie alle Klänge
hinzu, die die Szene realistischer machen. Bekommen Sie ein
Gefühl für den Rhythmus.
♥ Jetzt stellen Sie sich vor, dass sich die Person rückwärts auf
Sie zu bewegt und Sie miteinander verschmelzen. Sie werden
entdecken, dass Sie sich nach ein wenig Übung im Einklang
mit dieser Person bewegen.

Machen Sie dies, sooft Sie wollen, bis es Ihnen zur zweiten
Natur wird. Und denken Sie daran: Übung macht den Meister.

Natürlich tanzen

Wenn ich es mit Worten ausdrücken könnte, würde ich nicht


tanzen.
Isadora Duncan

Tanzen ist eine Ausdrucksform. Für viele Leute ist es eine


sehr beruhigende und Kraft spendende Erfahrung. Für andere
ist es ein Weg, Gefühle zu zeigen, für die Worte nicht aus-
reichen. Wenn Sie lernen, sich im Tanz auszudrücken, wer-
den Sie Ihren Körper öffnen, um Intimität oder einfach
Freude beim Tanz mit anderen auszudrücken.
Tanzenlernen hat nichts mit Beherrschen bestimmter
Schrittfolgen zu tun. Gute Tänzer bewegen sich als homo-
gene Einheit. Tanzen ist eine fließende Bewegung von Geist
und Körper.
Wir alle haben unsere Art, uns in der Welt zu bewegen, und
diese setzen wir im Allgemeinen die meiste Zeit ein. Aber
wenn wir unseren Körper so beweglich und flexibel machen
können, dass er sich auf unterschiedliche Weisen bewegt,
werden wir empfänglicher für den Rhythmus und den Fluss
der Bewegung anderer. Leute, die gut flirten können, können
sich meist auch toll bewegen!
Wenn ich an die perfekte Bewegung denke, fallen mir immer
Tiere als Vorbilder ein.

Ahmen Sie Tierbewegungen nach

Ist Ihnen aufgefallen, wie anmutig sich Tiere von Natur aus
bewegen? Selbst jene, die plump und schwerfällig erschei-
nen, bewegen sich mit eleganter Leichtigkeit. Ich frage mich
oft, wie es wäre, wenn ich die Anmut, Verstohlenheit und
Geduld meiner Katze hätte.
Tiere können uns viel über Bewegung, Kraft und Elan lehren,
und wir können versuchen, etwas von ihrer natürlichen
Anmut und Haltung zu übernehmen.

Lisas Geschichte:
Eine richtige Schmusekatze

Lisa wünschte sich, sie könnte sich wie ihre Katze bewegen.
Sie erhob sich vom Stuhl und ließ sich auf allen Vieren nieder.
Sie saß wie eine Katze, schlich umher wie eine Katze, machte
einen Katzenbuckel und sprang munter herum.
Danach sagte sie, sie habe sich so friedvoll gefühlt, als sie so
dasaß, und als sie dann hochsprang, fühlte sie sich sehr
wach, voller Energie, und die Dehnübungen streckten all ihre
Muskeln und ihr Rücken fühlte sich entspannt an.
Vielleicht haben Sie sich ein bestimmtes Tier als Symbol dafür
ausgesucht, wie Sie sich in Ihrer besten Verfassung fühlen.
Wenn Sie dieses Tier für die nächste Erkundung verwenden
wollen – großartig. Vielleicht gibt es aber auch ein anderes
Tier mit faszinierenden Bewegungen. Denken Sie an all die
Tiere, die wir für gewöhnlich mit eleganten, anmutigen Be-
wegungen assoziieren, wie die meisten Vertreter aus der
Gattung der Katzen, Gazellen, Pferde, Vögel. Sie müssen
nicht all ihre Bewegungen annehmen – das wäre recht
schwierig! Suchen Sie sich an jenem Tier etwas aus, das in
Ihren Augen die ästhetische Bewegung symbolisiert.

Finden Sie Ihr Tier

Welches Tier Sie auch aussuchen, Sie können sicher sein,


dass Sie durch diese Übung die Fähigkeit, neue Dinge zu tun,
und eine gesteigerte Flexibilität in Ihrem Kopf wie auch in
Ihrem Körper entwickeln werden.

♥ Überlegen Sie, welches Tier die Bewegungen, die Sie gerne


nachahmen würden, am besten verkörpert.
♥ Vergewissern Sie sich, dass Sie ein gutes Gespür dafür
haben, wie sich dieses Tier bewegt. Falls nötig, schauen Sie
sich einen Tierfilm an oder gehen Sie in den Zoo.

Machen Sie sich nur dann Notizen, wenn Sie merken, dass
Ihnen das hilft. Manche Leute fühlen mittels der bloßen
Vorstellung besser, ohne etwas schriftlich festzuhalten.

♥ Schreiben Sie den Namen Ihres Tieres auf.


♥ Visualisieren Sie das Tier in der Bewegung. Finden Sie zwei
oder drei Bewegungen, die es vollführt, und machen Sie sich
mit ihnen vertraut.
♥ Was an diesem Tier zieht Sie besonders an?
♥ Was bewundern Sie an seinen Bewegungen?
♥ Beschreiben Sie detailliert zwei oder drei Bewegungen des
Tieres.
♥ Suchen Sie sich jetzt einen Platz, an dem Sie sich frei
bewegen können. Sie spielen wie ein Kind, amüsieren sich
und lernen auf natürliche Weise.
♥ Sitzen oder stehen Sie bequem in der Mitte Ihres Raumes.
Stellen Sie sich vor, Ihr Tier befände sich vor Ihnen mit dem
Rücken zu Ihnen.
♥ Stellen Sie sich vor, wie Sie vortreten, und sehen, fühlen
und spüren Sie die Welt, wie das Tier es tut.
♥ Fangen Sie jetzt an, die Tierbewegungen zu machen, die
nachzuahmen Sie sich vorgenommen haben. Wenn nötig,
gehen Sie auf alle Viere herunter. Nehmen Sie die Haltung
ein, die am besten funktioniert.
♥ Fangen Sie an, sich wie Ihr Tier zu bewegen. Schlüpfen Sie
wirklich in diese Bewegungen hinein! Wenn Sie Musik dazu
spielen möchten, würde ein einfacher Zweierrhythmus gut
passen. Machen Sie alle Geräusche, die Sie machen müssen –
und genießen Sie es!
♥ Wenn Sie fertig sind, setzen Sie sich und prüfen Sie Ihren
Körper vom Kopf bis zu den Zehen, wobei Sie allmählich
wieder die Haltung Ihres besten Selbst annehmen.

Wie fühlte sich das an? Schreiben Sie Ihre Reaktionen auf,
wenn Sie wollen. Seien Sie sich dessen, was Ihnen geschieht,
bewusst. Das Bewusstsein ist ein Muskel, den man ständig
trainieren sollte.

Elementare Bewegung

Wenn Sie an die Elemente denken – an Wind, Wasser, Feuer


und Erde –, was kommt Ihnen dann in den Sinn? Die Ele-
mente sind die Grundlagen unserer Existenz, und sie alle
weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf. Sie sind
auch Metaphern für unterschiedliche Arten von Bewegung.
Welche Arten der Bewegung werden durch Luft, Wasser,
Feuer und Erde verkörpert? Wenn ich an den Wind denke,
denke ich an eine flatternde und auch an eine schnelle zi-
schende Bewegung. Ich denke daran, wie ich meine Arme auf
luftige elfengleiche Weise bewege.
Sie werden gleich die Gelegenheit haben, Ihre eigenen Ver-
körperungen für jedes Element zu finden. Aber lesen Sie
zuerst, wie diese Erkundung Graham dazu verhalf, flexibler
zu werden.

Grahams Geschichte:
Eine elefantöse Aufgabe

Graham war ein Arbeitstier. Er bewegte sich langsam und


stellte einen Fuß methodisch und entschlossen vor den an-
deren. Seine Bewegungen waren schwerfällig. Er bewegte
sich wie die Erde: fest, unerschütterlich, bedächtig. Bei dieser
Erkundung entdeckte er neue Arten, sich zu bewegen, was
ihm ein ausgeprägtes Gefühl von Freiheit verschaffte. Denn
er war in der Lage, von einem Bewegungsmodus auf einen
anderen umzuschalten. Er fand heraus, dass er sich energi-
schen oder leitfüßigeren Leuten besser nähern konnte, indem
er mehr Tempo vorlegte oder seine natürliche Art, sich zu
bewegen, leicht veränderte. Das hat nichts mit Verstellung zu
tun, sondern damit, in die Welt anderer einzutreten und
ihnen ein besseres Gefühl zu bereiten.
Wenn Sie sich also fragen, was in aller Welt Flexibilität mit
Flirten zu tun hat, so lautet die Antwort: eine Menge! Wenn
Sie lernen, Ihren Körper auf unterschiedliche Arten zu be-
wegen, hat dies mehrere Vorteile:

1. Das Lockern Ihres Körpers lockert Ihr ganzes Wesen auf.


So werden Sie entspannter und fähig, loszuziehen und ganz
natürlich und selbstverständlich zu flirten.
2. Sie fühlen sich wohler in Ihrer Haut, weil Ihr Körper lernt,
sich zum Beispiel anmutiger oder kraftvoller zu bewegen.
3. Sie können die Art eines anderen, sich zu bewegen, besser
einschätzen und sich ihr leichter anpassen. Dadurch meinen
die anderen, Sie seien wie sie, wodurch sie sich Ihnen leichter
öffnen können.

Eines habe ich an Leuten, die geschickt flirten, bemerkt: Sie


sind flexibel und anpassungsfähig. Wenn jemand auf ganz-
heitliche Weise flirtet, werden Sie sich in seiner Nähe immer
wohl fühlen.

Verkörpern Sie die Elemente

Denken Sie an die positiven und die negativen Eigenschaften,


die Sie mit den verschiedenen Elementen assoziieren. Feuer
etwa kann zerstören oder aber wärmen.

Element Eigenschaften

Feuer
Erde
Luft/Wind
Wasser

Suchen Sie sich jetzt einen Ort aus, an dem Sie sich frei
bewegen können und nicht gestört werden.
Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Ball vor sich in der Luft.
Suchen Sie sich ein Element aus und stellen Sie sich sowohl
den Ball als auch sich selbst mit diesen elementaren Eigen-
schaften vor.

♥ Wenn das Element die Erde ist, wird der Ball schwer, sehr
fest und schwierig zu bewegen sein, wie ein Zementblock.
♥ Wenn das Element die Luft ist, wird der Ball sehr leicht und
spielerisch zu bewegen sein, wie ein Ballon.
♥ Wenn das Element Feuer ist, wird sich der Ball schnell in
alle Richtungen bewegen. Er wird nahezu schwerelos sein.
♥ Wenn das Element Wasser ist, wird der Ball fließen und sich
wie ein Fisch winden.

Während Sie dastehen, stellen Sie sich vor, Sie sind das
Element Erde und versuchen, den Ball zu bewegen. Erinnern
Sie sich an die Eigenschaften der Bewegung, die Sie der Erde
zugeschrieben haben, verändern Sie Ihre Körperbewegun-
gen, um ihnen mehr zu entsprechen. Wenn Sie „fest und
bedächtig“ als erdtypische Eigenschaften gewählt haben,
bewegen Sie sich entsprechend. Werfen Sie den Ball ein paar
Minuten lang umher.
Machen Sie dies für jedes Element und achten Sie die un-
terschiedlichen Reaktionen Ihres Körpers.

Verkörpern Sie die Elemente im freien Tanz

Nachdem Sie mit dem Ball gespielt haben, tanzen Sie, wie
jedes Element tanzen würde.
Wie würde Feuer tanzen? Und wie Wasser, Erde, Luft? Nutzen
Sie Ihre Vorstellungskraft und lassen Sie Ihren Körper sich
einfach natürlich und frei bewegen. Wenn Sie dabei Musik für
jedes Element hören wollen, wird Ihnen sicherlich etwas
Passendes einfallen, oder Sie könnten auch Gabrielle Roths
„The Wave“ auflegen.

Nutzen Sie jede Gelegenheit zum freien und ungezwungenen


Tanzen. Dann werden Sie ein Mensch mit beeindruckender
Bewegungsgabe. Das wird sich als sehr hilfreich erweisen,
wenn Sie lernen, wie man einen tiefen energetischen Rapport
mit anderen herstellt.
Denken Sie daran: Wie bei allem Neuen kommt es ganz
wesentlich auf die Übung an.

Was auch immer wir mit Leichtigkeit zu tun hoffen, müssen


wir erst sorgsam erlernen.
Samuel Johnson
Nachdem Sie sich jetzt auf zwei kostbare Flirtinstrumente,
Ihre Stimme und Ihren Körper, konzentriert haben, begeben
wir uns auf eine Reise tiefer in Ihren Körper hinein, ins Reich
Ihrer Sexualität. Wenn Sie dieses Buch ausgesucht haben,
um sozialen Umgang und unverbindliches Flirten zu erlernen,
werden Sie vielleicht staunen, wie sehr auch Ihre Sexualität
davon profitieren kann.
Kapitel 8

Erwecken Sie Ihre


Sexualität
Folgen Sie Ihrer Wonne. Machen Sie, was Sie an- und erregt,
wobei Sie sich wohl fühlen.
Joseph Campbell

Der Mensch ist ein sexuelles Wesen


Am ersten Tag meines Flirtkurses wollte Gary gerade den
Merengue-Tanzkurs beginnen. Im Raum war es still, als Gary
sagte: „Sie alle sind sexuelle Wesen.“
Schweigen fiel über die Gruppe, gefolgt von Kichern und
manchem Erröten.
Wir sind in der Tat alle sexuelle Wesen, und doch haben wir
irgendwie gelernt, unsere Sexualität zu unterdrücken, und
genieren uns manchmal ihretwegen.
Um wie viel besser könnte Ihre Einstellung zu Ihrer Sexualität
sein, wenn man Ihnen beigebracht hätte, wie Sie wirklich mit
ihr in Kontakt kommen und sie voll Leidenschaft und Stolz
genießen?
Vielleicht lesen Sie dieses Buch, weil Sie gerne in Ihrem
Berufsleben mehr aus sich herausgehen möchten. Mögli-
cherweise bezweifeln Sie, dass ein Kapitel über Sexualität
wertvolle Informationen für Sie beinhalten könnte. Dieses
Kapitel handelt nicht davon, wie Sie Ihre Sexualität einset-
zen, um das zu bekommen, was Sie wollen, sondern davon,
wie Sie Ihre Sexualität erwecken und genießen können, um
Ihr Wohlbefinden und Ihre natürliche Flirtbereitschaft zu
steigern.
Leute, die gerne flirten, fühlen sich wohl in ihrer Haut und
sind fähig, anderen ebenfalls Wohlbehagen zu bereiten, so
dass sie sich zu ihnen hingezogen fühlen. Wenn Sie ein be-
friedigendes Sexleben führen (allein oder mit einem Partner),
fühlen Sie sich wahrscheinlich eher wohl in Ihrer Haut. Sie
haben bestimmt schon andere sagen hören, dass jemand,
der immer schlecht drauf und mürrisch ist, womöglich mal
wieder guten Sex brauchte. Das trifft wahrscheinlich zu!
Sexualität ist Teil unserer menschlichen Natur und wenn Sie
sich einer gesunden Sexualität erfreuen, mit sich selbst oder
mit einem Partner, bedeutet das eine gewaltige Steigerung
Ihrer Fähigkeit, sich in Ihrer Haut überaus wohl zu fühlen.
Dieses Kapitel handelt davon, wie Sie Ihr sexuelles Be-
wusstsein erweitern, um sich Ihre sexuelle Energie in an-
deren Bereichen Ihres Lebens nutzbar zu machen.

Was ist Sexualität?

Sexualität hat nicht lediglich mit Körperreibung und Orgas-


men zu tun. Sexualität ist eine Energie, die in uns ruht und
dem Instinkt nach Paarung unterliegt.
In diesem Kapitel zeige ich Ihnen Wege auf, diese Energie
willentlich zu erzeugen und zu genießen, um Ihr Leben mit
ihrer Hilfe reicher und genussvoller zu gestalten! Sie können
lernen, Ihren Körper ohne Scham zu lieben, sexuelle Wonnen
mit oder ohne Partner zu erleben und Ihre Sexualität in einer
festen Parterschaft voll auszukosten. Das klingt doch auf-
regend, oder?

Sex und Gesellschaft

Wie empfinden Sie Berührungen? Zucken Sie zusammen,


wenn Fremde Sie anfassen? Berühren Sie andere ungern?
Haben Sie Schuldgefühle, wenn Sie sich selbst berühren?
Leider werden wir zunehmend zu einer Gesellschaft, in der
man sich nicht anfasst. Viele Männer kämpfen gegen ihre
natürlichen Instinkte nach Berührung an, weil sie fürchten,
man könne sie der sexuellen Belästigung beschuldigen. Viele
Frauen zögern, jemanden zu berühren, aus Angst, dies könne
als eindeutige Aufforderung verstanden werden. Insbeson-
dere Angehörige westlicher Gesellschaften lernen, dass man
einander nicht anfasst.
Meines Erachtens schaffen ebendieses Abstandnehmen von
Berührungen und die Isolation, die wir heute in unserer
Gesellschaft erleben, viele der Probleme, denen wir in der
Kommunikation mit anderen begegnen. Berührung ist ein
wesentlicher und natürlicher Teil der menschlichen Kommu-
nikation. Wenn Sie jemanden anfassen oder von jemandem
angefasst werden, übertragen oder empfangen Sie buch-
stäblich Energie. Sie können einen anderen Menschen auf
vielerlei Arten berühren – mit freundschaftlicher Energie, mit
liebender Energie und mit sinnlicher Energie. Leute, die gut
flirten, wissen, wie man andere der Situation entsprechend
und wirkungsvoll berührt.
Vor Tausenden von Jahren wurden in Kulturen, in denen
Gewaltlosigkeit die Norm war, die Kinder von den Frauen
ihres Stammes andauernd berührt, liebkost und massiert.
Die Kinder wurden ermutigt, ihren Körper zu erforschen und
sich anzufassen. Das ist ein natürlicher Weg, sich seines
eigenen Körpers bewusster zu werden.
In unserer Zeit entließ die Schulbehörde eines
US-Bundesstaates eine Frau, weil sie sich für die Befürwor-
tung der Masturbation als eine Alternative zum Ge-
schlechtsverkehr unter Jugendlichen und zu ungewollten
Schwangerschaften ausgesprochen hatte. Meiner unmaß-
geblichen Meinung nach leben wir in einer überaus traurigen
Welt, wenn Menschen für die Befürwortung einer der natür-
lichsten und angenehmsten Aktivitäten verurteilt werden.

Wie wäre es, wenn Sie ein Element Ihrer kindlichen Scham-
losigkeit wiedergewinnen und fähig würden, die natürliche
Freude zu genießen, die aus der Berührung von sich selbst
und anderen erwächst?

Selbstmissbrauch oder Selbstliebe?

Haben Sie gelernt, sich gut zu fühlen, wenn Sie sich auf
sinnliche Weise berühren, die Ihnen ein Wohlgefühl ver-
schafft?
Sagte eine der Personen, die während Ihrer Kindheit und
Teenagerzeit für Sie verantwortlich war, je irgendetwas zu
Ihnen, das auch nur entfernt an Ermutigung zur Masturbation
erinnert hätte? Wenn ja, so dürfen Sie sich glücklich schät-
zen, und Sie fühlen sich wahrscheinlich außergewöhnlich
wohl in Ihrer Haut. Wenn nicht, fassen Sie sich ein Herz, Sie
haben die Gelegenheit, sich beim Durcharbeiten dieser Seiten
immer wohler zu fühlen.
Vergessen Sie nicht, Flirten hat damit zu tun, dass Sie zuerst
einmal mit sich selbst flirten und dann jene positiven Gefühle
anderen vermitteln. Wenn Sie auf sexueller Ebene flirten
wollen, müssen Sie auch sexuell mit sich selbst flirten!

Shonaghs Geschichte:
Selbstmissbrauch

Shonagh war eine 36-jährige Steuerberaterin. Sie erzählte


mir, dass sie sich ohne einen Mann in ihrem Leben weniger
lebendig und unerwünscht vorkomme. Sie sagte, sie habe
vergessen, wie es sich anfühle, sexy und erotisch zu sein. Sie
hatte seit fünf Jahren mit niemandem mehr geschlafen und
fand, dass Sex überschätzt werde. In Shonaghs Augen war
Masturbation etwas, worauf Menschen zurückgreifen, wenn
sie verzweifelt sind. Als sie fünf Jahre alt war, hatte ihre
Mutter sie dabei erwischt, wie sie sich selbst anfasste, und sie
geschlagen und angebrüllt, dass der Teufel sie holen würde,
wenn sie weiterhin das Werk des Teufels praktizierte.
Wie traurig, dass jemand sich all diese Jahre die Wonnen der
Selbstliebe vorenthielt. Wie so viele Leute war Shonagh ein
Opfer der Scham ihrer Mutter, die diese wohl von ihren Eltern
übernommen hatte. Sie war nicht mehr in Kontakt mit ihren
natürlichen Begierden.

Sind Sie in Kontakt mit Ihren Begierden oder enthalten Sie


sich eine der natürlichen, uns von Gott geschenkten Freuden
des Lebens vor? Wenn Menschen sich selbst nicht sexuell
lieben können, entgeht ihnen ein großer Teil der natürlichen
Freuden des Lebens, und ihre Libido kann allmählich abeb-
ben. Wenn Ihnen das passiert, werden Sie kaum gesunde
sexuelle Signale aussenden!
Das lässt sich vermeiden, wenn Sie lernen, Ihre Vorstellung
von Selbstliebe als Selbstmissbrauch in eine der Selbster-
freuung zu verändern.

Sues Geschichte:
Selbstliebe

Sue war Single und glücklich. Sie wusste, dass der Richtige
dann in ihrem Leben auftauchen würde, wenn sie bereit dafür
wäre. In der Zwischenzeit wollte sie weiterhin das heiße
Gefühl der Vorfreude genießen und ihre Sexualität voll er-
kunden. Als sie zwölf Jahre alt war, hatte ihr ihre Cousine
einen Artikel über Masturbation und die Freuden multipler
Orgasmen gegeben. Was Sue in diesem Artikel las, brachte
sie dazu, herumzuexperimentieren und wundervolle Dinge
über ihren Körper herauszufinden. Anders als Shonagh,
züchtigte Sue niemand dafür, dass sie neugierig war und
ihren Körper erforschte!
Sue befriedigte sich sehr gern. Sie dachte tagsüber daran,
und wenn sie heimkam, ließ sie sich ein Bad ein, zündete
Kerzen an und legte ihre Lieblingsmusik auf. Sie lag liebend
gerne mit einem Glas Wein in der Hand in der Badewanne und
las dabei eine erotische Stelle aus einem Roman, die sie
wirklich in Wallung brachte. Sue hielt Fantasien für eine tolle
Sache, weil man mit ihnen alle sexuellen Seiten seiner selbst
erforschen kann und weiß, was man wirklich gerne tun würde
und was man lieber nur in der Fantasie ausleben möchte.
Sie lernte eine Menge über ihren eigenen Körper und expe-
rimentierte mit unterschiedlichen Arten, sich selbst zu be-
friedigen.
Sue war als Kind mit einigen wundervoll befähigenden und
bestärkenden Ideen vertraut gemacht worden. Ihre Selbst-
erkundung wird ihre Fähigkeit erhöhen, das Zusammensein
mit einem zukünftigen Partner zu genießen.
Mit wem identifizieren Sie sich mehr? Mit Shonagh oder mit
Sue? Geben Sie sich schnellen und verstohlenen Masturba-
tionsepisoden hin, haben Sie Schuldgefühle und sind Sie
unbefriedigt, weil Sie dazu „Zuflucht nehmen“ müssen, oder
schwelgen Sie in den Wonnen, die Sie sich selbst verschaffen
können?

Damit ein anderer Sie wirklich liebt, müssen Sie zuerst


sich selbst lieben.

Das ist eine sehr vernünftige Aussage – und eine wahre


obendrein. Und hier folgt eine weitere Wahrheit:

Selbstliebe ist keine zweitklassige Betätigung, sie hat


ihren eigenen Reiz und ihre eigene Wertigkeit.

Lernen Sie, sich selbst in Ihrer besten


Verfassung zu lieben

Im Verlauf dieses Buches habe ich immer wieder betont, wie


wichtig es ist, dass man sich in seiner Haut wohl fühlt. Und
Sex ist eine von der Natur gegebene Wohlfühldroge! Sie
können lernen, Ihre lebenssprühende Sexualität zu genießen
und sich damit gut zu fühlen, selbst wenn Sie derzeit noch
keinen Sexualpartner haben!
Ehe wir daran zu arbeiten beginnen, ist es nützlich, wenn Sie
wissen, wo Sie derzeit stehen. Die folgende Erkundung hilft
Ihnen, Ihre gegenwärtigen Einstellungen und Überzeugun-
gen hinsichtlich der Selbstliebe zu erforschen.
Bei dieser Erkundung werden bestimmte Empfindungen in
Ihnen aufsteigen. Das gehört dazu. Seien Sie sich ihrer ein-
fach bewusst. Je mehr Sie Ihre eigenen Signale kennen
lernen und in Kontakt mit Ihrer Körperlichkeit kommen, desto
besser werden Sie Ihre eigene Fähigkeit entwickeln können,
Unnützes hinter sich zu lassen, in den richtigen Gang zu
schalten und langsam Gas zu geben auf dem Weg zu innerer
und äußerer Ekstase. Durch diese Erkundung öffnen Sie sich
der Wahrheit über sich selbst, und dies wird Sie befähigen,
vorwärts zu gehen.
Wenn Sie während dieser Erkundung Überzeugungen ent-
decken, die Ihnen nicht dienlich sind, können Sie sie ver-
ändern. Sie wissen wie, weil wir das bereits geübt haben. Und
wenn sie sich dabei ertappen, wie Sie mit sich selbst auf die
falsche Art sprechen, wissen Sie auch, wie Sie eine Stimme
zu Wort kommen lassen können, die das sagt, was Sie wirk-
lich hören wollen.
Ehe Sie anfangen, können Sie Folgendes zu sich sagen:
Ich bin begierig und neugierig, mich selbst und alle an die
Oberfläche dringenden Informationen zu entdecken, die mir
bei meinem Lernprozess helfen. Ich bin bereit, Neues aus-
zuprobieren.

Betreten Sie die Erregungszone

Suchen Sie einen ruhigen Ort auf, an dem Sie ungestört


arbeiten können, und gestehen Sie sich viel Zeit zu. Legen
Sie Schreib- oder Malsachen und Papier bereit.
Während der Erkundung werden Sie mit sich selbst sprechen,
Bilder entstehen lassen und Körperempfindungen spüren. Sie
werden sich dessen, was in Ihrem Körper vor sich geht,
bewusster werden. Wenn Sie eine Pause machen müssen, um
Kenntnis davon zu nehmen, wie Sie sich fühlen, so tun Sie es.
Beantworten Sie die folgenden Fragen:

♥ „Masturbation ist…“ Beantworten Sie diese Frage ohne


langes Überlegen!
♥ Welche Geschichten wurden Ihnen als Kind über Mastur-
bation erzählt? Was sagten Ihre Eltern? Was sagten Ihre
Freunde?
♥ Masturbieren Sie?
♥ Was geschah, als Sie über diese Frage nachdachten?
Schreiben Sie alle Bilder, Geräusche, Gedanken auf, die
Ihnen in den Sinn kamen. Was geschah in Ihrem Körper?
♥ Wenn Sie masturbieren, wie fühlen Sie sich dann sich selbst
und der Erfahrung gegenüber?
♥ Reden Sie je über Masturbation?
♥ Wenn nicht, wie geht es Ihnen dann bei der Vorstellung,
darüber zu reden? Achten Sie bewusst auf die Gefühle in
Ihrem Körper.
♥ Wenn Sie nicht masturbieren, würden Sie es gerne? Wenn
ja, warum, wenn nicht, was hält Sie davon ab?
♥ Wenn Sie masturbieren, tun Sie es dann in Eile und ver-
gessen Sie es gleich wieder oder genießen Sie jeden Au-
genblick?
♥ Haben Sie je das, was man „sexuelle Wonnen“ nennen
könnte, erlebt – mit sich oder anderen?
♥ Erkunden Sie je verschiedene Arten der Selbstbefriedi-
gung?
♥ Wenn Sie Fantasien haben, wie fühlen Sie darüber?
♥ Haben Sie je länger als eine halbe Stunde masturbiert?
♥ Können Sie einen Orgasmus bekommen?
♥ Hatten Sie schon einmal multiple Orgasmen? (Diese Frage
richtet sich auch an Männer.)
♥ Wenn Sie noch keine multiplen Orgasmen hatten, hätten
Sie gerne welche?
♥ Haben Sie je Zeitschriften, Videos oder Tonbänder zur
Masturbation verwendet?
♥ Was halten Sie vom Einsatz solcher Hilfsmittel?
♥ Gibt es Dinge, die Sie erkunden möchten, sich aber
nicht recht trauen? Wenn ja, welche?
♥ Wie würden Sie gerne über Masturbation denken?

Nachdem Sie erkundet haben, wo Sie derzeit stehen, über-


legen Sie Folgendes: Welche wundervollen Dinge können Sie
sich selbst angedeihen lassen, auch wenn Sie keinen Sexu-
alpartner haben? Denken Sie darüber nach und lassen Sie die
Antworten einfach fließen. Schreiben Sie sie auf, wenn Sie
möchten.

Ich beglückwünsche Sie, dass Sie einen weiteren Schritt


unternommen haben, sich selbst gegenüber offener zu wer-
den.
Welche interessanten Dinge haben Sie über sich selbst in
Erfahrung gebracht?
Welche Einstellung möchten Sie gerne bezüglich Ihrer Se-
xualität haben?
Überlegen Sie, wie Sie sich fühlen, wenn Sie sich mit sich
selbst vergnügen, und lassen Sie alle Schuldgefühle los.
Selbstliebe ist eine wundervolle und erfreuliche Erfahrung,
und Leute, die diese tabuisieren, behindern ihre natürlichen
Begierden. Sie trägt auch zur Vorfreude bei und dazu, nicht
aus der Übung zu kommen. Je mehr Sie Ihre eigene Sexua-
lität erkunden, desto besser werden Sie mit einem Partner
ungehemmt großartigen Sex genießen können.
Selbstliebe, wie ich Sie hier empfehle, ist eine grandiose Art,
mit sich selbst zu flirten. Selbstliebe, ob sexueller oder
nichtsexueller Art, ist die Grundlage des Flirtens. Was wäre
denn schon dabei, wenn Sie anfingen, eine Menge Leute in
Ihren Bann zu ziehen? Selbst wenn Sie nicht mehr zu haben
sind, ist es ein zusätzlicher Bonus. Ich spreche hier nicht
davon, eindeutige sexuelle Signale auszusenden, sondern
von der Aura, die Sie dann umgibt, wenn Sie so sind. Es ist
eine Art vonye ne sais quoi, die andere Menschen betört. Je
mehr Sie sich sexuell lieben, umso sexuell attraktiver wirken
Sie auf andere.
Beachten Sie bitte: Ich habe mich entschlossen, von jetzt an
Masturbation als „Selbstliebe“ zu bezeichnen. Das soll Sie
dazu bringen, sie mit anderen Augen zu betrachten. Sie
können auch selbst einen Namen dafür auswählen, aber er
sollte positiv und sinnlich klingen!

Die Prinzipien der Energie

Ganz wichtig für eine befriedigende Sexualität ist es, dass Sie
sich bewusst werden, wie sich körperliche Energie ausdehnt
und zusammenzieht. Waren Sie schon einmal mit Menschen
zusammen, deren bloße Gegenwart einen Raum zu füllen
schien? Es ist, als würde etwas von ihnen sich in den Raum
ausdehnen. Und was ist mit jenen Leuten, die im Hintergrund
zu verblassen scheinen? Es ist, als versuchten sie, sich in sich
selbst zusammenzuziehen… Es ist nützlich, wenn Sie Ihre
Energie sowohl ausdehnen als auch zügeln können. Wenn Sie
magische Begegnungen mit anderen haben möchten, wird
Ihnen dies eher gelingen, wenn Sie lernen, Ihre Energie nach
außen auszudehnen.
Manchmal reden wir davon, dass Menschen vor Leben nur so
sprühen. „Vor Leben sprühen“ kommt im Englischen von dem
Verb „vibrate“, also vibrieren. Lebenssprühende Menschen
senden buchstäblich Energievibrationen aus. Sie können ein
lebenssprühender Mensch werden und Sie können lernen, so
viel oder so wenig sexuelle Energie wie angemessen zu
versprühen. Besonders wenn Sie das tun, werden die Leute in
Ihrer Umgebung etwas an Ihnen wahrnehmen und jene, von
denen Sie dies wünschen, werden auch Ihre Sexualität
spüren.
Das hat nichts damit zu tun, dass Sie jemanden sexuell
anmachen, um das zu bekommen, was Sie haben wollen.
Sondern damit, dass Sie Zugang gewinnen zu Ihrer natürli-
chen, tief von innen kommenden sinnlichen Glut und diese
verströmen.
Definition des persönlichen Raums

Wenn Sie meinen, Sie hätten noch nicht verschiedene Ener-


giequalitäten in Ihrem Umfeld gespürt, lassen Sie sich diesen
Punkt noch einmal durch den Kopf gehen.
Wenn Ihnen jemand in einem überfüllten Zug oder bei einer
gesellschaftlichen Veranstaltung zu dicht auf die Pelle rückt,
haben Sie vielleicht ein Gefühl, als ob Sie schrumpften. Wenn
Ihnen jedoch jemand nahe kommt, den Sie mögen, ist es
völlig anders. Ein Buch über Körpersprache könnte Ihnen in
Metern und Zentimetern sagen, wie viel persönlichen Raum
man braucht. Ich arbeite nicht auf diese Weise. Jede Kultur
ist anders, und innerhalb jeder Kultur haben die einzelnen
Personen unterschiedliche Bedürfnisse, wie nahe nahe genug
für sie ist. Sie kennen unbewusst die Grenzen Ihres eigenen
persönlichen Raums, weil Sie reagieren, wenn Ihnen jemand
zu nahe kommt. Je wohler Sie sich mit Leuten fühlen, desto
näher lassen Sie sie an sich herankommen.
Sie sind nicht nur ein sexuelles, sondern auch ein elektrisches
Wesen. Wir verbrennen Energie und geben sie ab. Das ist
eine wissenschaftliche Tatsache. Energiefelder wurden in
wissenschaftlichen Experimenten auf Fotos gebannt und
erscheinen dabei als eine Art Aura um den Körper. Infra-
rot-Wärmesuchgeräte, die menschliche Energie durch feste
Massen hindurch aufspüren können, gehören heute zur
Standardausrüstung vieler Polizeihubschrauber.
Ihr persönlicher Raum ist der Raum, den Sie brauchen, um
Ihr eigenes Energiefeld zu halten. Er kann sich ausdehnen
oder zusammenziehen, je nach Ihren Reaktionen auf Situa-
tionen und andere Menschen. Stellen Sie sich die Grenzen
Ihres eigenen persönlichen Raums als einen flexiblen Ru-
hezustand für Ihr Energiefeld vor.
Einige der folgenden Übungen sollen Sie in Kontakt mit Ihrer
eigenen Energie bringen, damit Sie anfangen können, die
Energie anderer zu spüren. Wenn Sie das beherrschen und
die Signale, die andere aussenden, besser wahrnehmen, wird
es Ihnen viel leichter fallen zu entscheiden, wie nahe Sie
jemandem kommen können, weil Sie dessen persönlichen
Raum und Behaglichkeitszone einschätzen können.
Sie können Ihre eigene Energie spüren. Probieren Sie es aus.

Spüren Sie Ihre Energie

♥ Reiben Sie eine Minute lang Ihre Hände sehr kräftig an-
einander, wobei Sie unbedingt auch Finger und Daumen
einbeziehen sollten. Achten Sie darauf, wie sich das anfühlt.
♥ Reiben Sie sie weiter aneinander, dann halten Sie sie auf
geringem Abstand und spüren Sie den Raum zwischen Ihren
Händen. Sie können sich vorstellen, ein Ball befände sich
zwischen Ihren Händen (das ist auch so – ein Ball aus E-
nergie), und versuchen Sie, ihn hüpfen zu lassen. Was auch
immer Sie spüren, Sie spüren die Energie, die Sie erzeugen.

Nutzen Sie Ihre Energie

Sie wissen, man spricht davon, dass Leute „wirklich ihre


Präsenz spürbar machen“. Achten Sie auf den sprachlichen
Ausdruck. Er gibt uns Aufschluss darüber, was wirklich ge-
schieht. Wir spüren in der Tat die physikalische Energie an-
derer Menschen.
Die folgende Erkundung hilft Ihnen, Ihre Energie auszu-
dehnen und Ihre Präsenz spürbarer machen – ziemlich gute
Voraussetzungen für einen tollen Flirt, nicht wahr?

Machen Sie sich spürbar

♥ Stellen Sie sich in die Mitte eines Raumes und lassen Sie
sich ein oder zwei Minuten Zeit, um Ihre Atmung zu regu-
lieren und Ihre Arme und Beine zu entspannen.
♥ Beim Einatmen stellen Sie sich vor, Sie dehnen Ihre Energie
aus, damit sie den Raum füllt. Stellen Sie sich vor, dass sie
dichter wird, während sie sich ausdehnt, und dass sie aus
dem Raum austritt, um die ganze Straße, die Stadt, das Land
usw. mit einzubeziehen.
♥ Entspannen Sie sich, atmen Sie. Jetzt stellen Sie sich vor,
Sie seien ein kleiner Fleck in Bezug zum Rest der Welt. Achten
Sie darauf, wie Sie sich dabei fühlen.

Wiederholen Sie diese Erkundung so oft wie möglich. Sie wird


Ihre Fähigkeit, sich spürbar zu machen, vergrößern.

Energieausdehnung und -Schrumpfung

Manchmal ziehen wir als Reaktion auf andere unsere Energie


zusammen oder aber dehnen sie aus. Leute, die den Dreh
erfolgreicher Kommunikation beherrschen, praktizieren
dieses Wechselspiel ständig.

Vor Angst schrumpfen

Ist Ihnen je aufgefallen, wie Ihr Körper sich spürbar versteift


und anspannt, wenn Sie sich in einer unangenehmen oder
schwierigen Situation befinden, vielleicht wenn jemand Sie
scheußlich behandelt oder Sie nervös sind, weil Sie mit einem
Unbekannten plaudern? Vielleicht bringen Sie Arme und
Beine näher an den Körper heran oder halten die Luft an.
Vielleicht ziehen Sie die Schultern hoch und beugen sich nach
vorne. Es ist fast so, als versuchten Sie, in sich zusam-
menzuschrumpfen und sich klein zu machen.
Sie ziehen Ihre Energie zusammen.
Leute, die vor einem Flirt zurückscheuen, ziehen sich oft zu
sehr zusammen und versteifen sich in „bedrohlichen“ ge-
sellschaftlichen Situationen. Leute haben mir diesen Zustand
als „Erstarren“, „wie angewurzelt dastehen“ oder „wie fest-
gefahren sein“ beschrieben.
Mithilfe der folgenden Erkundung sollen Sie sich dessen
bewusst werden, was mit Ihrem Körper in schwierigen Si-
tuationen geschieht. Dann können Sie anfangen, sich zu
entspannen und loszulassen!

Merken Sie, wie Sie sich zusammenziehen

♥ Denken Sie an jemanden, den Sie nicht mögen oder der Sie
ein wenig einschüchtert, vielleicht an einen Arbeitskollegen
oder einen Bekannten, eventuell sogar an eine Person im
Fernsehen.
♥ Während Sie an diese Person denken, achten Sie auf Ihren
ganzen Körper. Was läuft ab? Sind manche Körperregionen
angespannt? Seien Sie sich dessen bewusst.
♥ Denken Sie weiter an die Person und beginnen Sie dabei zu
lächeln und tief durchzuatmen.
♥ Während Sie sich zu entspannen beginnen, sagen Sie sich
etwas wie: „Ich kann etwas gegen diese Person haben, ohne
meinen Körper völlig zu verspannen!“

Vielleicht sind Sie Leuten begegnet, die übermächtig und


einschüchternd wirkten. Wir sagen sogar manchmal, uns
hätte jemand „niedergewalzt“. Interessant, wie plastisch
unsere Sprache das ausdrückt, was sie zu beschreiben ver-
sucht. Manche Menschen sind so dominant, dass sie andere
abstoßen.
Vielleicht sind Sie bei der Begegnung mit solchen Leuten
versucht, Ihre Energie als Verteidigungsmechanismus zu-
sammenzuziehen. Aber das kann Sie versteinern oder er-
starren lassen, und dadurch schränken Sie Ihre Möglichkei-
ten, zu reagieren und die Situation zu verändern, massiv ein.
Sich selbst zu sehr zusammenzuziehen ist bestimmt nicht
nützlich, wenn Sie gerade jemanden in ein Gespräch verwi-
ckeln wollen oder einen Raum voller Leute betreten. Sie
möchten doch, dass die anderen Sie wahrnehmen, oder?
Möglichkeiten der Energieausdehnung

Das Ausdehnen Ihrer Energie vergrößert die Reichweite Ihrer


sinnlichen Wahrnehmung und auch Ihre Präsenz. Sie können
mehr positive elektrische Schwingungen aussenden, die die
Leute zu Ihnen hinziehen. Diese Schwingungen können durch
Ihre Konzentration und Ihre Atmung gesteuert werden.

In meinen Flirtkursen spielen wir manchmal das Spiel „Die


Energie spüren“. Zwei Personen arbeiten zusammen. Eine
steht mit geschlossenen Augen ruhig da und die andere zieht
sich die Schuhe aus und nähert sich der ersten. Das Ziel dabei
ist, herauszufinden, auf welche Entfernung die still stehende
Person die andere noch spüren (nicht hören oder sehen)
kann. Diese Übung wird einmal durchgeführt, ohne dass die
Beteiligten irgendetwas Besonderes dabei machen. Im All-
gemeinen spürt die Person, der sich die andere annähert, die
Gegenwart der erkundenden Person erst, wenn sie bis auf 30
oder 60 Zentimeter herangekommen ist. Manchen Leuten
muss man erst auf die Schulter tippen, ehe sie etwas merken.
Dann wird die Übung wiederholt, während die Person, der
sich die andere annähert, sich buchstäblich vorstellt, dass
ihre Energie sich um sie herum ausdehnt. Mit ein wenig
Übung kann man mit der Zeit die Person hinter oder neben
sich aus größeren Entfernungen spüren.

Und was könnte das nun mit Flirten zu tun haben? Leute, die
gut flirten, sind sich dessen, was um sie herum vorgeht,
sowie der Veränderungen in anderen Menschen sehr stark
bewusst. Oft sind diese Veränderungen etwas, das nur
empfindsame Menschen fühlen können. Wenn Sie lernen,
Leute in Ihrer Nähe zu spüren, schärfen Sie Ihre Sinne.
Wenn Sie das nächste Mal die Straße hinuntergehen und
irgendwo stehen, stellen Sie sich vor, dass sich Ihre Energie
ausdehnt, und versuchen Sie, die Leute hinter Ihnen zu
spüren. Je öfter Sie das machen, desto leichter und besser
werden Sie Energiefelder spüren können. Probieren Sie es
aus. Das kann auch ein tolles Partyspiel abgeben!
Und es ist auch eine Methode, um den Umgang mit schwie-
rigen Menschen besser zu bewältigen.

Unbehagen in Wohlbehagen verwandeln

♥ Denken Sie wieder an die Person, die Ihnen ein unbehag-


liches Gefühl vermittelt.
♥ Konzentrieren Sie sich geistig auf Ihren Hara-Punkt, etwa
fünf Zentimeter unterhalb des Nabels.
♥ Beim Einatmen stellen Sie sich vor, Sie ziehen die Kraft der
Erde durch Ihre Füße und das Licht der Sonne durch den Kopf
in sich hinein.
♥ Lächeln Sie jetzt beim Ein- und Ausatmen (selbst wenn Sie
sich dazu zwingen müssen) und stellen Sie sich vor, dass Sie
Ihre Energie ausdehnen, um die Person damit zu umhüllen,
von der Sie bisher meinten, sie schüchtere Sie ein.
♥ Welchen Unterschied bemerken Sie?

Wenn Sie das nächste Mal in Gesellschaft sind, üben Sie zu


lächeln und Ihre Energie auszudehnen. Wenn Sie sich in einer
Menschenansammlung befinden, stellen Sie sich vor, wie Sie
Ihre Energie ausdehnen, um erst die Personen um Sie herum,
dann die ganze Straße, dann die Welt einzuschließen.
Sie werden merken, dass Sie, wenn Sie Ihre Energie aus-
dehnen, eine Straße hinuntergehen können und die Leute
Ihnen unbewusst aus dem Weg gehen werden!

Diese Technik eignet sich auch hervorragend für den Umgang


mit Menschen, die Sie einschüchtern. Wenn Sie ihnen be-
gegnen, dehnen Sie Ihre Energie aus, statt sie zusammen-
zuziehen. Die anderen werden das spüren, so wie Tiere einen
ebenbürtigen Gegner wittern, und dann ausweichen.
Durch das Erkunden Ihrer Energie und ihre bewusste Steu-
erung bereiten Sie sich für den nächsten Schritt vor – die
Arbeit mit Ihrer sexuellen Energie. Leute, die gut flirten,
lenken oft unbewusst ihre sexuelle Energie nach außen.
Deshalb scheinen Sie jenes gewisse Etwas auszustrahlen, das
sie so begehrenswert macht.

Das Erzeugen sexueller Energie

Sexuelle Energie hat ihren Ursprung im Paarungstrieb. Aber


Sie können diese Energie darüber hinaus für viele andere
Zwecke einspannen, etwa um andere Menschen magnetisch
anzuziehen!
Manche glauben, dass sexuelle Erregung nur durch die Rei-
bung zweier Körper entstünde und dass das letztliche Ziel der
Orgasmus sein sollte. Leute, die sich intensiv mit östlichen
Religionen und Philosophien beschäftigt haben, entdeckten,
dass sexuelle Energie ohne das direkte Bedürfnis nach einem
Orgasmus geweckt werden und dass sie auf viele andere
Arten am Brodeln gehalten und genutzt werden kann. Sie
können lernen, selbst stärker zu bestimmen, wie und wann
sie erzeugt wird und zu welchem Zweck.

Der Atem sexueller Ekstase

Sie können sexuelle Energie mit einer Kombination aus At-


mung und kreativem Denken erzeugen.

Sexuelle-Energie-Atmung

Diese Erkundung hilft Ihnen, mit dem Zentrum Ihrer sexu-


ellen Energie in Kontakt zu kommen, und ist eine Vorstufe zur
nächsten – heißen! – Übung!

♥ Stellen Sie sich hin, Ihre Füße sollten etwa 15 Zentimeter


weit geöffnet sein.
♥ Atmen Sie langsam ein und aus.
♥ Legen Sie die Hände auf die Hüftknochen, die Finger zeigen
nach vorne, und spüren Sie die schüsselähnliche Form Ihres
Beckens.
♥ Beim Einatmen spüren Sie, wie Ihr Becken nach vorne
kippt.
♥ Konzentrieren Sie sich auf diese Körperregion und stellen
Sie sich beim Einatmen vor, Ihr Becken schöpfe Energie.
♥ Beim Ausatmen hebt sich Ihr Becken nach vorne und füllt
diese Energie in Sie hinein.

Machen Sie diese Übung oft – sie entspannt Sie und bereitet
Sie darauf vor, Ihre sexuelle Energie auszudehnen.

Dr. Peter Staats von der Johns Hopkins Medical Institution


bat 40 College-Studenten, eine Hand in Eiswasser zu tauchen
und sie so lange darin zu lassen, wie sie es aushalten
könnten.
Manche Studenten sollten dabei an eine bevorzugte sexuelle
Fantasie denken. Diese Studenten hielten das Eiswasser
doppelt so lange aus wie jene mit neutralen Gedanken. Sie
erlebten dabei auch weniger Beklemmungen.
Denken Sie nur, wie nützlich es sein könnte, wenn Sie sich
Ihre sexuelle Energie, immer wenn Sie nervös oder be-
klommen sind, nutzbar machen könnten. Übrigens, es wüsste
ja niemand, woran Sie denken, die anderen würden einfach
spüren, dass Sie über kraftvollere Energie verfügen!
Und nun kommen wir zu einer Übung, bei der Sie sich in einer
kleinen konzentrierten erotischen Fantasie ergehen.

Freisetzen sexueller Energie

In dieser Erkundung lernen Sie, sexuelle Energie zu erzeugen


und die Atmung dazu einzusetzen, um sie durch Ihren Körper
zu lenken, sie zu verstärken und wieder abzuschwächen. Es
ist eine einfache Erkundung. Wenn Sie erst einmal mit ihr
vertraut sind, wollen Sie sie bestimmt öfter machen!
Machen Sie diese Erkundung, wenn Sie allein sind und viel
Zeit haben, um sich voll auf sie einzulassen. Sie können sie
im Sitzen oder Liegen ausführen.
Lesen Sie die Anleitungen so oft wie nötig durch, um ein
Gespür dafür zu bekommen, wie Sie die Erkundung aus-
führen sollen.

♥ Machen Sie es sich bequem und entspannen Sie sich.


♥ Atmen Sie langsam ein und aus, konzentrieren Sie sich auf
den Rhythmus oder das Geräusch Ihres Atems und ent-
spannen Sie langsam Ihren Körper, indem Sie Ihre Auf-
merksamkeit auf jeden Körperteil richten – vom Kopf bis
hinunter zu den Zehen. Lassen Sie dabei willentlich die ein-
zelnen Muskeln locker.
♥ Fangen Sie an, sich auf den Hara-Punkt zu konzentrieren,
etwa 5 Zentimeter unterhalb des Nabels, und atmen Sie dort
hinein.
♥ Während Sie atmen, fangen Sie sachte an, sich eine sehr
erotische oder erregende sexuelle Erfahrung in Erinnerung zu
rufen. Das kann eine Fantasie sein oder eine Erinnerung, aber
es muss etwas wirklich Aufregendes sein, etwas, das Sie
wirklich anmacht, während Sie weiteratmen… und…
♥ Überprüfen Sie Ihre Gefühle. Sind sie stark genug? Wenn
nicht, passen Sie Ihre Bilder und Klänge um des optimalen
Wohlgefühls wegen an. Überprüfen Sie noch einmal Ihre
Gefühle.
♥ Atmen Sie in die Erfahrung hinein, stellen Sie sich vor, wie
sie jetzt gerade in Ihrem Körper abläuft, und lassen Sie Ihren
Körper in die Erfahrung hineinschlüpfen.
♥ Lassen Sie sich völlig in die Erfahrung fallen, aber berühren
Sie sich jetzt noch nicht.
♥ Wenn Sie den Strom sexueller Energie durch Ihren Körper
erhöhen wollen, können Sie die Hüften bewegen, sie vor- und
zurückwiegen, rhythmisch die Oberschenkel öffnen und
schließen oder sich auf jegliche Art bewegen, die die Emp-
findungen noch verstärkt.
♥ Stellen Sie sich jetzt vor, wie diese Gefühle eine Schleife
von Ihrem sexuellen Zentrum über Ihre Wirbelsäule in Ihren
Nacken ziehen, über Ihren Scheitel und den Hals hinunter,
durch Herz und Solarplexus zwischen die Beine und wieder
über den Rücken hinauf. Lassen Sie diese Gefühle mindes-
tens zehn Schleifen durch Ihren Körper vollführen.
♥ Lassen Sie Ihre Gefühle nun abklingen, entspannen Sie
sich, und erzeugen Sie sie dann noch einmal. Lassen Sie sie
wieder in einer Schleife durch Ihren Körper ziehen. Machen
Sie dies so lange, wie es Ihnen angenehm ist.
♥ Wenn Sie das Verlangen nach einem Orgasmus packt,
versuchen Sie, noch eine Stunde lang damit zu warten,
nachdem Sie die Gefühle haben abklingen lassen. Je länger
Sie das können, desto mehr lernen Sie, Ihre sexuelle Energie
zu steuern.

Welches waren Ihre Reaktionen? Fühlte es sich gut an? Was


lernten Sie über sich selbst? Vielleicht möchten Sie sich Ihre
Entdeckungen in Ihrem Tagebuch notieren.

Lassen Sie die Kontrolllampe brennen

Uns wird meistens beigebracht, dass sexueller Erregung ein


Orgasmus folgen muss. Wenn wir in Momenten sexuell erregt
sind, in denen eine sexuelle Betätigung unpassend wäre,
reagieren wir im Allgemeinen darauf, indem wir unsere E-
nergie zusammenziehen und die Begierde unterdrücken. Und
ebendieses Unterdrücken führt zu Frustration. Aber Sie
können lernen, „milde“ in Stimmung zu kommen und dies
dann in eine sinnlich motivierende Kraft zu verwandeln, die in
vielen Situationen genutzt werden kann.
Als ich dies zum ersten Mal einer Freundin beschrieb, meinte
sie: „Wie kann man stundenlang in so einer Stimmung sein
und nichts tun? Das muss furchtbar frustrierend sein!“ Der
Unterschied besteht hier darin, dass Sie Ihre Gefühlen sehr
wohl Ausdruck verleihen. Sie erlauben ihnen, hoch zu kochen
und sich wieder zu beruhigen, was etwas ganz anderes ist, als
sie zu unterdrücken.
Stellen Sie sich Ihre sexuelle Energie als die Kontrolllampe in
Ihrem Gasboiler vor. Es ist wirklich eine lästige Fummelei, sie
wieder anzumachen, wenn sie ausgeht. Brennt sie jedoch
einfach nur mit einer flackernden Flamme weiter, kann der
Boiler sofort anspringen. Der Sinn der Lampe ist es, Ihnen die
Mühe zu ersparen, jedes Mal, wenn Sie heizen oder heißes
Wasser wollen, die Therme wieder anzuzünden. Wenn Sie
den Wasserhahn aufdrehen, heizt der Boiler sofort das
Wasser auf.

Üben Sie Ihren Weg zur Ekstase

Wenn Sie Ihre Kontrolllampe konstant brennen lassen, wer-


den Sie merken, dass Sie leichter erregt werden und leichter
sexuelle Energie erzeugen, die eine Vielzahl von Gefühlen
hervorruft, angefangen beim sanften „in Stimmung sein“ bis
zu leidenschaftlichem Verlangen. Dann können Sie sich
aussuchen, ob Sie starke oder nur schwache sexuelle
Schwingungen ausstrahlen wollen!
Wenn Sie ein Mann sind, können Sie sich bis kurz vor den
Punkt stimulieren, an dem Sie eine Erektion bekommen, und
anfangen, Ihre Erregung so fein einzustellen, dass sie gerade
reicht, um machtvolles Testosteron zu erzeugen, aber nicht
um nach außen sichtbar zu werden… wenn Sie wissen, was
ich meine.
Als Frau können Sie Ihrer Erregung freien Lauf lassen, und
zwar, wo immer Sie auch sind, solange Sie sich dabei wohl
fühlen! Das Einkaufen im Supermarkt, das Autowaschen, das
Bügeln oder die Arbeit an einem Bericht kann so ganz neue
Aspekte annehmen!
Fahren Sie fort, die Erfahrung zu genießen

Wenn Sie dies für sich zu Hause geübt haben und die nötige
Feinkontrolle gewonnen haben, um sich in einen sanften
Zustand der Erregung zu versetzen, ohne zu sehr aufgewühlt
zu werden, merken Sie vielleicht, dass es etwas ist, das Sie in
anderen Situationen erzeugen können. Männer müssen
vielleicht ein bisschen länger üben, um jenen Punkt, „bevor
es peinlich wird“, zu finden, wohingegen Frauen es überall
üben können, ohne ungebührliche Aufmerksamkeit auf sich
zu ziehen. Den Leuten wird lediglich auffallen, dass Ihre
Augen ein bisschen mehr leuchten, Ihre Wangen leicht ge-
rötet sind und Sie mehr strahlen!

♥ Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Kontrolllampe in Ihrem


Hara-Punkt, und versetzen Sie sich in erotische Stimmung.
♥ Achten Sie darauf, wo die Empfindungen während Ihrer
sanften sexuellen Erregung am stärksten sind.
♥ Atmen Sie in diese Stelle und stellen Sie sich beim Ein-
atmen vor, wie sich die Kontrolllampe zu einer vollen Flamme
ausdehnt und die daraus resultierende Energie in Ihren
ganzen Körper aussendet und Sie mit Freude und einem
Lächeln erfüllt.
♥ Beim Ausatmen stellen Sie sich vor, dass Sie die Kon-
trolllampe drosseln, während Ihre Gefühle abklingen, bis nur
noch ein Flämmchen Energie weiter flackert.

Wenn Sie dies regelmäßig üben, können Sie köstliche Au-


genblicke und von Zeit zu Zeit sogar sanfte orgasmische
Empfindungen erleben.

Da Sie sich jetzt bewusst sind, dass Sie dieser sexuellen


Energie freien Lauf lassen können, erkunden wir nun, wie Sie
die Freuden verlängern können, falls Sie sich tatsächlich
sexuell betätigen wollen.
Ein Ritual der Selbstliebe

Die Funktion eines Rituals, wie ich es verstehe, besteht darin,


dem menschlichen Leben Form zu geben, nicht in der Art
eines bloßen Oberflächenarrangements, sondern in die Tiefe
gehend.
Joseph Campbell

Selbstliebe kann ein hastig-verstohlener Akt sein oder ein


Ritual der Selbstverwöhnung, des Genusses und der Lei-
denschaft. Nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft für Ihr Selbst-
lieberitual und seien Sie kreativ. Alles ist möglich!
Fangen Sie ein paar Tage vorher an, die Vorfreude auf Ihr
Ritual zu schüren. Machen Sie die Sexuelle-Atmung-Übung
immer häufiger, je näher der Zeitpunkt rückt. Lassen Sie sich
Zeit, entspannen Sie sich und stellen Sie sicher, dass Sie alles
haben, was Sie brauchen, um dies zu einem fulminanten
Erlebnis zu machen. Und vergessen Sie nicht, das Ziel ist
nicht der Orgasmus, sondern verlängerter Genuss und Eks-
tase. Vielleicht möchten Sie einige dieser Vorschläge aus-
probieren:

♥ Machen Sie es sich bequem und fangen Sie an, so zu atmen


wie bei der Sexuelle-Atmung-Erkundung.
♥ Wenn Sie Teile Ihres Körpers noch nicht liebkost oder
erforscht haben, tun Sie es jetzt.
♥ Erforschen Sie Ihren Körper vom Kopf bis zu den Zehen-
spitzen. Machen Sie dies langsam, verweilen Sie bei jedem
noch nicht ertasteten Körperteil.
♥ Experimentieren Sie mit der Art, sich zu berühren, herum.
Verlangsamen Sie die Berührung, werden Sie schneller,
bewegen Sie sich in einem anderen Rhythmus.
♥ Lassen Sie erotische Gedanken in sich aufsteigen und
versuchen Sie das Gefühl, wie Sie in Ihrer besten Verfassung
sind, mit einzubringen.
♥ Denken Sie an einige wunderbare Möglichkeiten, wie Sie
sich Ihr Leben wünschen würden, und üben Sie es, die Le-
bensfantasien mit den sexuellen Fantasien zu vermischen.
♥ Wenn Sie kurz vor dem Orgasmus stehen, hören Sie auf!
Lassen Sie die Erregung langsam abklingen, und warten Sie
ein paar Minuten, ehe Sie sie wieder aktivieren.

Sie können damit fortfahren, solange Sie Zeit haben. Wenn


Sie aufhören, bleiben Sie eine Weile da, wo Sie sind, atmen
Sie weiter gleichmäßig und rhythmisch, rufen Sie sich die
Ereignisse in Zeitlupe in Erinnerung und atmen Sie in sie
hinein.

Es ist besser, zu verschleißen, als zu verrosten.


Richard Cumberland

Ein derartiges Ritual ist wundervoll, weil Sie sich dabei nicht
nur hervorragend fühlen, sondern auch Ihre natürlichen
Begierden akzeptieren und genießen. Sie lernen, willentlich
sexuelle Empfindungen herbeizuführen und die Erfahrung
sexueller Erregung als eine Seinsweise statt als etwas, das
vor allem gestillt werden will, zu verstehen.
Sie können diese Energie nutzen, um sich für andere Dinge zu
motivieren… und Sie können sie auf andere Menschen wirken
lassen.

Die Skala sexueller Energie

Ihr Körper kann sexuelle Energie willentlich oder unbewusst


erzeugen. Stellen Sie sich vor, dass Ihr Körper ein Boiler mit
einem Thermostat und einer Kontrolllampe ist. Das Ther-
mostat zeigt sexuelle Energie auf einer Skala von 0 bis 5 an;
0 steht für „abgeschaltet“, 1 für „leichtes Sprudeln“ und 5
bedeutet „läuft auf Hochtouren und ist bereit für wilden Sex“!
Wenn die Kontrolllampe brennt und auf 1 steht, ist es einfach,
die Hitze nach oben oder unten zu regulieren. Wenn die
Kontrollflamme auf 0 steht, ist es viel schwieriger, den Boiler
wieder anzuwerfen.
Ihr Körper reagiert auf innere und äußere Reize, indem er
reguliert, wie viel sexuelle Energie er ausströmt. Das heißt
nicht, dass das System perfekt ist. Auf die gleiche Weise, auf
die äußere Einflüsse unsere natürliche Fähigkeit zum Flirten
begraben haben, waren wir vielleicht Gedanken oder Situa-
tionen unterworfen, die die Fähigkeit des Körpers einge-
schränkt haben, ein angemessenes Maß an sexueller Energie
zu erzeugen. Es tut nichts zur Sache, wie dies genau pas-
sierte, es kommt vielmehr darauf an, dass Sie dies ändern
können, wenn Sie das Muster erkennen und die Hilfsmittel
aus diesem Buch einsetzen, um mehr Sie selbst zu sein.

Ist Ihre sexuelle Energie im Gleichgewicht?

Wenn Ihre sexuelle Energie sanft fließt und anpassungsfähig


ist, werden Sie ein sehr gewandter Flirter werden. Sie werden
genau die für die jeweilige Situation richtige Menge sexueller
Energie ausstrahlen und sie kontrollieren können. Und mit ein
wenig Übung wird dies schließlich automatisch und perfekt
dosiert geschehen.
Manche Leute geben zu oft zu viel sexuelle Energie ab, an-
dere produzieren nicht genug sexuelle Energie. Manche ha-
ben sie völlig abgeschaltet! In diesem Fall kommt die sexuelle
Energie aus dem Gleichgewicht und die Interaktion zwischen
Mann und Frau ebenfalls.

Das „Netter-Typ, aber kein Sex“-Syndrom

Johan war ein sehr gut aussehender 35-jähriger Akademiker.


Er war lebhaft und schien selbstbewusst, aber er konnte seine
Beziehungen zu Frauen nicht vom Stadium des guten
Freundes zu dem Freund ausbauen. Er sagte mir, er glaube
den Kontakt mit seiner Sexualität verloren zu haben. Johan
litt, wie viele der Männer, die ich berate, am „Net-
ter-Typ-Syndrom“.
Unter „netter Typ“ verstehe ich Männer, die sich zu sehr
bemühen, ja nicht bedrohlich, sondern zuvorkommend und
allzu sanft Frauen gegenüber zu sein, indem sie ihr natürli-
ches Selbst verleugnen. In seinem Bestreben, die sexuellen
Schwingungen zu dämpfen, hatte Johan seine Kontroll-
flamme ganz ausgemacht. Als er lernte, dass er seine Se-
xualität ruhig entfachen darf, wurde er endlich Freund und
Sexpartner seiner besten Freundin!
Als Lewis 17 Jahre alt war, hatte ihn seine Freundin gefragt,
ob er mit ihr „vögeln“ wolle. Als gesunder Kerl wollte er
natürlich! Aber er dachte, sie würde ihn auf die Probe stellen,
um zu sehen, ob er nur auf Sex aus sei, also sagte er: „Nein!
Ich kann warten.“ Sie ließ ihn sitzen. Später verabredete sich
sein Freund mit ihr und rief Lewis am nächsten Tag an, um
ihm zu sagen: „Die ist ja vielleicht scharf!“ Lewis hatte den
„netten Kerl“ gespielt und dieses stark sexuell interessierte
Mädchen hatte das Interesse verloren! Er lernte, dass Frauen
Sex manchmal genauso wie Männer wollen und dass es sich
nicht immer auszahlt, sich etwas zu verkneifen, wenn man in
Stimmung ist.

Was macht einen Mann sexuell attraktiv?

Ich befragte eine Gruppe von Frauen nach den Eigenschaf-


ten, die einen Mann in ihren Augen sofort attraktiv erscheinen
lassen. Für mich ist es etwas, das sie ausstrahlen, eine ge-
wisse Bodenständigkeit, ein Gefühl von Selbstbewusstsein
und natürlich die Augen und das Lächeln…
Lesley sagte, es sei etwas, das sie sehen und riechen könne:
„Manche Männer haben einfach eine Art von Selbstvertrauen,
von Stärke, und es kommt überhaupt nicht auf ihr Aussehen
an – entweder sie haben es oder sie haben es nicht.“
Dann meldete sich Karen zu Wort und meinte: „Kennst du das
Gefühl, wenn du in einen Raum kommst und du plötzlich auf
eine Wand aus Testosteron stößt?“
Testosteron ist das Hormon, das das männliche Sexualsys-
tem antreibt. Wenn ein Mann seine sexuelle Energieflamme
angeschaltet hat, produziert er mehr Testosteron. Männer,
die sich mit ihrer Sexualität sehr wohl fühlen und mit ihr in
Kontakt sind, produzieren mehr Testosteron als Männer, die
sie unterdrücken. Karen lag nicht sehr falsch, wenn sie sagte,
sie könne die „Wand aus Testosteron“ spüren. Das Testos-
teron verursacht die Emission von Partikeln namens Phe-
romonen, die Frauen wahrnehmen können. Wenn Sie Ihre
sexuelle Energie abdrehen, kann die Person, die Sie anziehen
möchten, Sie nicht riechen, und ohne diesen Geruch wird sie
sich nicht zu Ihnen hingezogen fühlen!
Wenn im anderen Extrem Leute zu oft zu viel sexuelle Energie
abgeben, führt dies zu Problemen und Verwirrung.

Fiese Typen

Warum stehen so viele Frauen auf fiese Typen? Fiese Typen


erweisen Frauen im Allgemeinen nicht genug Respekt oder
Rücksichtnahme. Allerdings geht ihre Kontrollflamme nie
aus, sie brennt vielmehr immer auf Stufe 4,5! Frauen neh-
men die sexuelle Energie wahr und wenn sie den Mann att-
raktiv finden, fallen seine Charakterschwächen oft viel we-
niger ins Gewicht. Sexueller Magnetismus ist eine starke
Droge, der wir nur schwer entkommen. Mein Rat an Frauen
mit einer Schwäche für fiese Typen: Nehmen Sie sich einen
Augenblick Zeit, um hinter den sexuellen Magnetismus zu
schauen, bevor Sie anbeißen!

Frauen mit zu viel sexueller Ausstrahlung

Frauen, die sich selbst nicht sehr mögen oder sich unsicher
fühlen, setzen oft die Kraft des sexuellen Magnetismus ein,
um das zu bekommen, was sie wollen, oder um sich gut zu
fühlen, weil sie wissen, dass Männer davon angezogen wer-
den.
Es gibt praktische Gründe, warum Frauen lernen sollten, ihre
sexuelle Ausstrahlung zur richtigen Zeit auf die richtige Art zu
steigern oder zu dämpfen. Erinnern Sie sich an Rachel, die
immer auf Hochtouren lief? Sie machte die Erfahrung, dass
sie oft mehr bekam, als sie wollte, wenn ihre sexuelle Energie
so intensiv strahlte. Das kann gefährlich sein!
Und was ist mit Leanne, die einfach nicht mit jemandem
flirten konnte, der ihr gefiel? Sie strahlte sexuelle Energie
aus, aber in die falsche Richtung. Auch so können Sie in große
Schwierigkeiten geraten. Leanne heiratete den Falschen!

Was finden Männer an einer Frau attraktiv?

Ich war einmal zu einer Fernsehsendung über Sex-Appeal


eingeladen. Den Männern im Publikum wurden eineiige
Zwillinge gezeigt. Ein Zwilling trug einen kurzen Rock, ein tief
ausgeschnittenes Oberteil, hohe Absätze und hatte die Lip-
pen rot geschminkt. Die andere Frau hatte ein Samtkostüm
an, die Haare hochgesteckt und trug Perlen. Die Männer
mussten abstimmen, welcher Zwilling am meisten
Sex-Appeal hatte. Die meisten Männer stimmten für den
Zwilling im kurzen Rock.
Die große Mehrheit der Männer steht auf Frauen mit offen
sexueller Ausstrahlung. Sie sind darauf programmiert, es ist
Teil ihres genetischen Erbes. Aber zum Glück achten Männer
auch auf andere Dinge.
Als ich eine Gruppe ausgeglichener, selbstbewusster, eroti-
scher Männer fragte, was ihnen denn an einer Frau gefalle,
fielen ihre Antworten angenehm überraschend aus. Aaron
sagte, er habe keinen bestimmten Typ, aber sie sollte ehrlich,
fürsorglich und offen ihrer eigenen Sexualität gegenüber
sein. Paul sagte, ihm gefielen Frauen, die im Einklang mit
ihrem Körper seien und wüssten, was sie wollten. Dennis
meinte, er möge Frauen, die sich wohl genug mit ihrer ei-
genen Sexualität fühlten, um den ersten Schritt zu machen.
Michael meinte, ihm gefalle der Spruch, dass eine Frau in der
Küche die Chefin und im Bett eine Hure sein solle!
Frauen müssen nicht immer auf Turboflamme brennen, um
einen Mann anzuziehen, aber sie müssen sich wohl dabei
fühlen, auf Turboflamme zu brennen, wenn sie wollen, dass
sich ein Mann zu ihnen hingezogen fühlt! Dezente sexuelle
Schwingungen auszustrahlen kann anfangs attraktiver sein
als ein direktes „Komm und nimm mich“, und sobald Ihr Flirt
ein Stadium erreicht, in dem ein direktes „Komm und nimm
mich“ angebracht ist, können Sie Ihr Thermostat auf 5
drehen und loslegen!
Andererseits können Frauen auch lernen, ihr sexuelles
Thermostat auf eine viel niedrigere Stufe herunterzudrehen,
wenn sie in Ruhe gelassen werden wollen.
Sex ist ein wundervoller, aufregender und natürlicher Teil
unseres Lebens. Wir sollten die Präsenz unserer Sexualität in
jeder Begegnung respektieren und sie entsprechend regu-
lieren. Wenn Sie sexuell flirten, drehen Sie Ihr Thermostat
auf 5. Wenn Sie flirten, um jemanden zu bezirzen, aber nicht
gleich Sex wollen, drehen Sie es nur ein wenig auf, sagen wir
auf Stufe 3. Und wenn Sie im Beruf flirten, um jemandem ein
Gefühl des Wohlbehagens zu verschaffen, drehen Sie es auf
1,5 – das reicht, um dem Treffen eine gewisse erotische
Würze zu verleihen. Wir sind alle darauf geeicht, auf sexuelle
Signale zu reagieren, und die Intensität unserer Reaktion
hängt von der Stärke des Signals ab.

Einige Tipps zum Schluss

Führen Sie die Sexuelle-Atmung-Übungen regelmäßig durch


und fühlen Sie sich mit den verschiedenen Stufen Ihrer Se-
xualität wohl. Sie wissen, wie es ist, wenn Sie sexuell lich-
terloh brennen. Indem Sie Ihre sexuelle Energie von ihrem
Anfangspunkt durch Ihren Rücken und durch Ihren ganzen
Körper bewegen, können Sie sie verteilen, und indem Sie sich
darauf konzentrieren, wo sie beginnt, und sich in dem er-
gehen, was auch immer Sie erregt, können Sie sie steigern.
Spielen Sie mit Ihrer Sexualität – erregen Sie sich und lassen
Sie die Erregung wieder abklingen. Bald werden Sie auf
natürliche Weise sexuell aufgeladen sein und genau die für
die jeweilige Situation angemessene Dosis Sex verströmen.

Vier heiße Tipps, um Ihre sexuelle Energie im Gleichgewicht


zu halten:

1. Lassen Sie Ihre sexuelle Energie immer leicht brodeln und


lassen Sie die Kontrolllampe an.
2. Drehen Sie sie auf, um jeder Begegnung eine Prise Erotik
zu verleihen.
3. Erkennen Sie, wann Sie Ihre sexuelle Ausstrahlung hoch-
fahren und wann Sie sie drosseln sollten.
4. Bleiben Sie sexy, lustvoll, vibrierend, bereit – und vor
allem: Bleiben Sie Sie selbst!

Sie sind ein sexuelles Wesen – genießen Sie es!


Teil2
Außen
Kapitel 9

Geben Sie Ihre Glut


und ihre Strahlen weiter
Wie Sie wahrscheinlich schon erkannt haben, wird sich die
ganze Arbeit, die Sie hier an Ihrem Innenleben vollführen,
auszahlen, sobald Sie anfangen, nach außen zu gehen und
Kontakt mit anderen Leuten aufzunehmen. Wenn Sie Ihre
innere Glut auf andere abstrahlen und verteilen können,
entwickeln Sie allmählich einen tiefen energetischen Rapport
und Ihre Verbindungen werden schöner und lohnender.

Blickkontakt
Als er seine Sonnenbrille abnahm, versenkte er seine tief-
blauen Augen in die ihren. Als sich seine Pupillen erweiterten,
spürte sie, wie ein elektrischer Schlag sie durchlief, und
atmete tief ein… Ihr fielen seine vollen weichen Lippen auf,
als sich sein Gesicht zu einem weiten, leicht schiefen, sinn-
lichen Lächeln verzog. Es war, als schwebten sie in der Zeit
und als fände ein fließender Austausch zwischen ihnen statt,
und in diesem Augenblick spürte sie, wie sie das Lächeln
erwiderte, als sich ihre Lippen öffneten und sie seinen Geruch
einatmete. Sie wusste vollkommen und absolut aus ihrem
tiefsten Inneren, dass sie ihn wollte.

Wenn Blicke sich begegnen, zündet ein Funke, der sofort


wieder ausgeblasen oder aber zu einem heftig lodernden
Feuer entfacht werden kann. Blickkontakt ist für uns ein so
wichtiger Teil des Paarungsrituals. Übrigens sind die Men-
schen nahezu die einzigen Primaten, die sich von Angesicht
zu Angesicht paaren können.
Blickkontakt ist allerdings nicht nur ein wundervolles Mittel,
einem potenziellen Partner Ihr Interesse zu signalisieren, er
ist auch eine Vorbedingung für menschliche Kommunikation
überhaupt. Probieren Sie die folgende Erkundung mit einem
Freund/einer Freundin aus.

Auge in Auge

♥ Schauen Sie einander in die Augen und halten Sie den


Blickkontakt so lange wie möglich. Stoppen Sie, wenn
möglich, die Zeit. «
♥Wenn Sie dann den Blickkontakt beenden, prüfen Sie,
welche Gedanken und Gefühle in Ihnen aufstiegen.
♥ Wer brach zuerst den Blickkontakt ab, oder geschah es
gleichzeitig?
♥ Teilen Sie einander mit, was passierte.

Vielleicht haben Sie sich unwohl gefühlt, oder vielleicht haben


Sie eine Vertiefung Ihrer Beziehung wahrgenommen. In
jedem Fall haben Sie wahrscheinlich eine starke Emotion
gespürt.

Unsere Augen gehören zu den wirksamsten Signalmecha-


nismen. Wenn Sie erfolgreich mit jemandem Kontakt auf-
nehmen wollen – sei es nun auf romantischer oder auf be-
kanntschaftlicher Ebene –, müssen Sie Blickkontakt her-
stellen.

Mikes Geschichte:
Blickkontakt herstellen

Mike schrieb dies ein paar Tage nach seiner Teilnahme an


einem Flirtwochenende:
Vorher schaute ich immer bloß auf den Boden, wenn ich
merkte, dass sich mir Leute näherten. Heute fühlte ich mich
so gut, dass ich einfach geradeaus schaute und mich völlig
wohl in meiner Haut fühlte.
Weil ich so gut und ungewöhnlich gesprächig aufgelegt war,
grüßte ich, als ich ins Büro kam, eine Person, mit der ich bis
dahin noch kein Wort gewechselt hatte.
Als sich Mike erst einmal gut fühlte und lernte, seine Augen
als Mittel zur Kontaktaufnahme einzusetzen, erzielte er Er-
folge.

Mehr Blickkontakt

Wenn Sie wie Mike dazu neigen, wegzuschauen, statt Blick-


kontakt mit anderen herzustellen, lade ich Sie ein, Folgendes
auszuprobieren.
Wenn Sie das nächste Mal die Straße hinuntergehen (tags-
über in einer sicheren, belebten Gegend, falls Sie eine Frau
sind), versuchen Sie, mit so vielen Leuten wie möglich
Blickkontakt aufzunehmen. Setzen Sie sich zunächst drei
Blickkontakte pro Tag als Ziel und stecken Sie Ihr Ziel täglich
um einen Blickkontakt höher.
Wenn Sie jemanden sehen, der Ihnen gefällt, zwingen Sie
sich zum Blickkontakt. Sie können ohne weiteres weiterge-
hen, aber machen Sie es sich einfach zur Gewohnheit, Leute,
die Ihnen gefallen, anzuschauen. Sie werden überrascht sein,
wie viele Leute mir erzählen, dass sie Blickkontakt mit Per-
sonen vermeiden, die sie nett finden, und letztlich mit Leuten
flirten, an denen sie gar nicht interessiert sind!
Achten Sie darauf, was passiert, wenn Sie Blickkontakt her-
stellen, und wie Sie sich dabei fühlen. Wenn Sie sich unwohl
fühlen, versuchen Sie es dennoch weiter – Sie sind kurz
davor, dass Sie sich besser fühlen. Wenn Sie sich wohl fühlen,
ausgezeichnet, nur immer weiter so!
So verschaffen Sie sich einen Überblick

Bekanntlich kann tiefer Blickkontakt intensive Gefühle ver-


mitteln, aber das ist nicht immer angebracht. Bestimmt
waren Sie schon in Situationen, in denen Sie sich einen Ü-
berblick verschaffen mussten, ehe Sie den nächsten Schritt
unternahmen – mit den Augen oder sonstwie! Und so können
Sie dies elegant und unauffällig tun:

♥ Wenn Sie sich in einem Raum umschauen wollen, versu-


chen Sie, den Leuten lediglich auf den Kopf zu schauen. Sie
werden so einen oberflächlichen Blick von allen erheischen,
und die anderen merken nicht, dass Sie sie anschauen.
♥ Wenn Sie eine einzelne Person taxieren wollen, stellen Sie
sich vor, es sei ein Kreis um ihr Gesicht, und lassen Sie Ihren
Blick um den Rand dieses Kreises wandern. Sie nehmen auf
diese Weise nicht direkt Blickkontakt auf, und der andere
weiß nicht, was Sie vorhaben.
♥ Sie können auch den Blick etwas abwenden und hinter
jemanden schauen, wodurch Sie ohne direkten Blickkontakt
einen Eindruck von ihm gewinnen können.

Die Weiterführung

Wenn Sie jemanden entdecken, mit dem Sie näheren Kontakt


aufnehmen möchten, können Sie längeren Blickkontakt in
Verbindung mit einem Lächeln einsetzen, um auszudrücken:
„Hallo, hier bin ich.“ Selbst längerer Blickkontakt allein be-
sagt: „Guten Tag, hallo, hier bin ich, ich habe Interesse an
Ihnen.“ Ein paar wiederholte Blickkontakte lassen die Bot-
schaft bestimmt ankommen!
Wenn Sie keine positive Resonanz erhalten, machen Sie sich
nichts daraus – irgendwo da draußen wartet jemand darauf,
dass sich Ihr Strahlen auf ihn richtet, also machen Sie nur
weiter.
Probieren Sie alle diese Vorschläge das nächste Mal aus,
wenn Sie unter Leuten sind. Das können Sie im Zug oder Bus
machen, in der Arbeit oder einer Bar – überall.

Lächeln

Blickkontakt ist ein wichtiger Auftakt zur Kommunikation,


aber Blickkontakt in Verbindung mit einem Lächeln ist sogar
ein noch wirksameres Mittel zum Flirten.
Sie waren bestimmt schon verzückt, wenn ein Baby sein
unschuldiges und erwartungsvolles Lächeln zeigte. Vielleicht
sind Sie unter dem Lächeln eines Geliebten dahinge-
schmolzen. Vielleicht führte ein zufälliges Lächeln zu einem
Gespräch. Manchmal kann ein Lächeln, das man jemandem
schenkt, für jene Person den ganzen Tag in einem anderen
Licht erscheinen lassen.

Lächeln Sie innerlich

Ein Lächeln muss im Inneren beginnen. Die Erinnerung, wie


Sie in Ihrer besten Verfassung sind, ist ein hervorragendes
Präludium für ein Lächeln. Probieren Sie doch einmal für
einen Moment Folgendes aus:

♥ Überprüfen Sie, wie Sie sich in diesem Augenblick in Ihrem


Körper fühlen.
♥ Heben Sie Ihre Mundwinkel an und täuschen Sie ein Lä-
cheln vor.
♥ Prüfen Sie, wie sich Ihr Körper anfühlt, wenn Sie lächeln.

Wie oft am Tag lächeln Sie insgeheim über etwas? Und wa-
rum lächeln Sie nicht öfter? Lächeln setzt Endorphine frei, die
Glücksdroge der Natur. Wenn Sie lächeln, fühlen Sie sich
großartig!
Lächeln Sie Fremde an

Sie können den Unterschied, den ein zufälliges Lächeln


ausmacht, nur bemerken, wenn Sie es selbst ausprobieren.
Tun Sie es, wenn Sie das nächste Mal eine belebte Straße
entlangspazieren.
Beschließen Sie, es zu tun, rufen Sie sich ins Gedächtnis
zurück, wie Sie sich in Ihrer besten Verfassung fühlen, und
dann lächeln Sie insgeheim.
Wenn jemand Ihnen entgegenkommt, schauen Sie ihn an,
wenden den Blick nicht ab, nehmen schnellen Blickkontakt
auf. Dann lächeln Sie, während Sie an etwas Nettes denken.
Sie werden nicht immer eine positive Resonanz erhalten. Das
ist in Ordnung. Trägt einer von Ihnen eine Sonnenbrille, ist
die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lächeln erwidert wird, ge-
ring, weil Sie die Augen des anderen nicht sehen können.
Vielleicht ist die andere Person nicht daran gewöhnt, ange-
lächelt zu werden. Vielleicht hat sie einfach einen schlechten
Tag. Sie werden nicht erfahren, warum man Ihr Lächeln nicht
erwidert, aber Sie wissen, dass es die Entscheidung des
anderen ist. Denken Sie daran: Wenn Sie ein Nein bekom-
men, gehen Sie zum Nächsten! Irgendwann bekommen Sie
ein Ja!

Der beste Einstiegssatz zum Kennenlernen

Wenn mich Leute nach guten Einstiegssätzen fragen, ant-


worte ich immer, dass ein einfaches „Hallo“ oder „Guten Tag“
am besten ist. Mit Ihrem anfänglichen Kontakt kommuni-
zieren Sie mehr durch die Art, wie Sie sich fühlen, und die
Energie, die Sie ausstrahlen, als durch irgendwelche aufge-
peppten Floskeln, die Sie sich einfallen lassen. Wenn Ein-
stiegssätze funktionieren, dann meist deshalb, weil die Leute,
die sie vom Stapel lassen, sich wohl genug in ihrer Haut
fühlen, um das Risiko einzugehen. Diese Einstiegssätze sind
dann authentisch und etwas anderes brauchen Sie nicht.
Petas Geschichte:
Wie ich mit Fremden Kontakt aufnehme

Wenn ich am Strand meines Wohnortes jogge, sehe ich oft


Leute entgegenkommen. Wenn ich in der Stimmung dazu
bin, schaue ich jemanden von weitem an und nehme beim
Näherkommen Blickkontakt auf. Wenn der Blickkontakt er-
widert wird, lächle ich und sage sofort: „Hallo“ oder „Guten
Tag“. Ich bekomme selten eine Abfuhr und falls doch, denke
ich: „Vielleicht ist er heute mit dem linken Fuß aufgestanden“
oder „Ich weiß nicht, was ihm gerade passiert ist, aber ich
wünsche ihm alles Gute“ oder „Vielleicht ist sie nur über-
rascht, weil sie das nicht gewöhnt ist“.
Es ist leicht, wenn Sie sich wohl in Ihrer Haut fühlen. Pro-
bieren Sie es einfach aus.

Fremde sind auch Menschen

Sie begegnen überall Fremden – im Zug, auf Partys, in Läden,


Kneipen, Bars. Warum lächeln Sie nicht und reden sie einfach
unverbindlich an? Fangen Sie mit etwas Leichtem an. Neh-
men Sie mit der Kassiererin im Supermarkt oder der Rent-
nerin in der Warteschlange Blickkontakt auf und lächeln Sie
sie an. Viele alte Leute leben allein und freuen sich über den
Kontakt. Vielleicht arbeiten Sie in einem großen Büro oder
Gebäude. Mit wie vielen Ihrer Kollegen haben Sie schon
geredet? Wenn es nur diejenigen sind, mit denen Sie auf-
grund Ihrer Arbeit kommunizieren müssen, ist es jetzt an-
gebracht, Ihre Kontakte zu erweitern. Wenn Sie jemanden
mit einem Kind oder einem Hund sehen, lächeln Sie und
grüßen Sie erst das Kind oder den Hund und schauen Sie
dann den Elternteil oder den Besitzer an und lächeln Sie. Die
Leute reagieren oft unbefangener auf die positive Interaktion
mit ihren Kindern oder Hunden.
Das ist nicht nur eine nette Geste, Sie werden überdies ü-
berrascht sein, welches Strahlen Sie zurückbekommen.
Dadurch werden Sie noch mehr strahlen. Glauben Sie mir,
das Strahlen ist ein Geschenk, das Sie unbedingt machen
sollten. Und obwohl nicht jeder Ihr Geschenk annehmen wird,
wird irgendjemand es doch wertschätzen, und Sie sich freu-
en, dass Sie jemandem ein gutes Gefühl bereitet haben, und
sei es nur für einen kurzen Augenblick. Und wer weiß, wen
diese Person dann anlächeln wird? Setzen Sie eine Ketten-
reaktion in Gang, die für ein freundlicheres Klima in unserer
Welt sorgt! Wenn Sie es sich erst einmal angewöhnt haben,
Blickkontakt herzustellen, zu lächeln und Leute zu grüßen,
wird dies ganz selbstverständlich für Sie. Und wenn Sie dann
irgendwann jemanden wirklich beeindrucken möchten,
werden Sie merken, dass es Ihnen leicht fällt und Sie dabei
über das ganze Gesicht strahlen!

Komplimente – Geschenke, die von


Herzen kommen

Ein aufrichtiges Kompliment kostet nichts, und es kann je-


mandem das Leben erhellen. Und eine Person, der Sie ein
angenehmes Gefühl bereiten, wird mehr Zeit mit Ihnen
verbringen wollen!

Ein Kompliment ist ein Geschenk, das Sie machen


müssen – schenken Sie großzügig und von Herzen.

Wenn Sie sich wohl fühlen und Sie selbst sind, Ihre Sinne für
das, was um Sie herum geschieht, offen sind und Sie sich
selbst mögen, werden Ihnen Gründe einfallen, überall an-
deren Komplimente zu machen. Sie könnten den anderen
Menschen sagen, dass Sie sie mögen, ihre Unterstützung
wertschätzen, ihren Sinn für Humor bewundern, sich in ihrer
Gesellschaft amüsieren, den Liebesakt mit ihnen genießen –
alles Mögliche!
Viele Leute scheuen davor zurück, anderen Komplimente zu
machen, was mir unnatürlich vorkommt. Das ist so, als kaufe
man für jemanden ein Geschenk und überreiche es ihm dann
nicht (abgesehen davon, dass Sie Komplimente nicht erst
kaufen müssen, in Ihnen gibt es einen unendlichen kosten-
losen Vorrat davon). Wenn ich jemanden oder etwas an ihm
mag, sage ich es ihm auch. Das bezieht sich auf Freunde,
Geliebte und Unbekannte. Auch Sie können damit beginnen.
Folgendes habe ich anderen Leuten schon gesagt:

„Mir gefällt Ihr unabhängiger Geist.“


„Mir gefällt, wie du lächelst.“
„Du strahlst eine schöne Energie aus.“
„Du bist so interessant.“
„Tolle Rollerskates!“
„Was für einen hübschen Hund Sie haben.“
„Wenn ich mit dir zusammen bin, habe ich immer so viel
Spaß.“
„Mir gefällt Ihre ehrliche und offene Art, an das Leben he-
ranzugehen.“
„Ich war berührt durch Ihre Art, wie Sie diesem Menschen/
Hund/dieser Katze geholfen haben.“
„Ich bewundere, wie Sie sich Herausforderungen stellen.“
„Die Worte, die du schriebst, waren voll Poesie.“
„Du kannst (was auch immer der andere kann) so gut.“
„Du kannst so gut zuhören, vielen Dank!“

Denken Sie daran, diese Dinge sage ich anderen, weil dies
meinem Wesen zutiefst entspricht. Ihnen wird das richtige
Kompliment einfallen, indem Sie sich die Eigenschaften der
Person vor Augen führen und Sie selbst sind.
Carol-Ann erzählte mir, sie überlegte sich oft tolle Kompli-
mente, die sie anderen machen wollte, aber sie sprach sie nie
aus! Sobald sie sich dazu durchrang, erhielt sie darauf mei-
stens tolle Reaktionen!
Ihnen können viele Dinge einfallen, die Sie vielen Leuten
sagen können, wenn Sie die anderen nicht als Furcht ein-
flößend betrachten, sondern als verletzliche und offene
Wesen wie Sie, die Überzeugungen, Ideen, Träume und
Hoffnungen haben – und unendlich viel Wunderbares in sich
bergen, das nur darauf wartet, enthüllt zu werden.
Wenn Sie keine positive Reaktion bekommen, ist das in
Ordnung. Wenn der andere lacht oder es abtut, bringt das
Kompliment vielleicht bei ihm nichts zum Klingen, oder – was
eher der Fall sein dürfte – er weiß einfach nicht, wie er
Komplimente annehmen soll. In diesem Fall besorgen Sie ihm
ein Exemplar dieses Buches – er braucht wahrscheinlich ein
wenig Nachhilfe!

Lassen Sie sich Komplimente einfallen

♥ Erstellen Sie eine Liste aller Leute, die Sie kennen und
mögen.
♥ Schreiben Sie neben den Namen jeder Person die Kom-
plimente, die Sie ihr machen wollen, aber es noch nicht getan
haben.
♥ Fangen Sie an, die Komplimente tatsächlich auszuspre-
chen!
♥ Sie müssen aufrichtig glauben, dass sie der Wahrheit
entsprechen.

Tipp: Wenn Sie das nächste Mal in einer Gruppe neuer Leute
sind, schauen Sie sich schnell um und konzentrieren Sie sich
auf die Dinge, die Ihnen an den Leuten um Sie herum ge-
fallen. Auf diese Weise bauen Sie sich einen sofort verfüg-
baren Vorrat an Komplimenten auf. Und der bloße Gedanke
an die Komplimente erleichtert es Ihnen, sie auszusprechen.

Komplimente entgegennehmen

Wenn Sie ein aufrichtiges Kompliment bekommen, ist es


dann nicht sinnvoll, es sich zu Herzen zu nehmen? Wieso
nehmen wir uns Ablehnungen so zu Herzen, während wir
Komplimente gern herunterspielen?
Sonyas und James’ Geschichte:
Das alte Ding da

Sonya trug ihr niegelnagelneues violettes Kleid. James


machte eine Bemerkung, wie hübsch sie aussehe und wie gut
ihr die Farbe stehe. Sonya drehte sich zu James und sagte:
„Ach das, das habe ich mal so im Vorübergehen gekauft. Das
ist doch nichts Besonderes!“ James war betroffen. Insgeheim
dachte er: „Pah! Ich wollte doch nur nett sein. Das war das
letzte Mal, dass ich ihr ein Kompliment gemacht habe.“
Wenn Sie ein Kompliment abtun, ist es so, als ignorierten Sie
ein Geschenk. Wenn Ihnen jemand ein Geschenk überreicht,
legen Sie es dann achtlos beiseite und sagen derlei wie „Du
hättest dir nicht so viel Mühe machen sollen“? Oder packen
Sie es vor ihm aus und verleihen Sie Ihrer Freude Ausdruck –
wenn nicht dem Geschenk, dann der Absicht, die dahinter
steht?
Lernen Sie, ein Kompliment mit derselben Eleganz und den
positiven Gefühlen, mit denen es gemacht wurde, anzu-
nehmen. Leute, die aufrichtig Komplimente machen, tun
dies, weil Sie etwas an Ihnen schätzen. Seien Sie also stolz
darauf, wer Sie sind, und darauf, dass man Ihnen Kompli-
mente macht. Sie müssen etwas Schönes ausstrahlen!
Und so können Sie erst einmal auf Komplimente reagieren:

♥ „Vielen Dank, wie schön, dass Sie es bemerken.“


♥ „Vielen Dank, das mag ich auch besonders gern.“
♥ „Vielen Dank, Sie haben meinen Tag verschönert.“

Man kann auf endlose Arten ein Kompliment annehmen, aber


man sollte dabei immer mit einem Lächeln und einem Dan-
keschön beginnen!
Sonnenschein versus Miesepeter

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Chris geht auf eine
Party. Er ist spät dran, weil jemand im Büro ihn bat, ihm bei
einem Notfall in letzter Minute auszuhelfen, und er ewig
brauchte, bis er einen Parkplatz fand. Als er zu dem Tisch mit
den Getränken kommt, ist der Rotwein aus und es gibt nur
noch Bier. Er sieht Jen auf sich zukommen. Sie ist mit der
Gastgeberin, Anthea, gut befreundet. Chris ist von Jen höchst
angetan, seit er sie bei Antheas Einzugsparty kennen gelernt
hat.
Jen prostet Chris zu, lächelt und sagt: „Hallo, wie geht es
dir?“
„Hä?“ grummelt Chris. „Ich bin gerade erst gekommen und
habe noch nicht mal was zu trinken. Der Rotwein geht immer
als Erstes aus. Und ich mag kein Bier, schon gar nicht dieses
Billiggesöff, das es hier immer gibt. Herrje, ich hatte in der
Arbeit so viel zu tun, das reißt nicht ab, die Leute wollen den
ganzen Tag über irgendetwas. Und was dem Ganzen die
Krone aufsetzt – du weißt von dem Buch, das ich über er-
folgreiche Klagen vor Gericht bestellte? Ich habe sieben Tage
darauf gewartet und dann schickt man mir das falsche… Was
sind diese Leute nur – Vollidioten?“ Als er eine Pause machte,
um Luft zu holen, schaute er auf, und Jen war verschwunden.
Und jetzt stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Chris schaut
auf und lächelt. „Ich dachte gerade, dass es wahrscheinlich
gut ist, dass der Rotwein aus ist. Ich mache mir nicht viel aus
Bier, also halte ich mich an Orangensaft. Und das bedeutet,
ich kann heimfahren und muss nicht hier auf dem Sofa ü-
bernachten. Das erinnert mich an Antheas letzte Party. Was
haben wir uns da amüsiert, nicht wahr?“
Chris stellt Blickkontakt mit Jen her, streckt die Hand aus, als
wolle er sie berühren, und lächelt. Jen erwidert das Lächeln.
„Weißt du“, fährt Chris fort, „als ich gerade das Büro ver-
lassen wollte, bat mich jemand, ein Problem zu bereinigen.
Ich hatte Angst, zu spät zu kommen, aber das ist Unsinn,
nicht? Ich amüsiere mich jetzt prächtig. Soll ich dich nachher
nach Hause fahren?“
Dieselben Umstände, unterschiedliche Reaktionen. Das
Szenario ist nicht real, aber die Art, wie Chris reagierte,
basiert auf realen Personen. Wir können jederzeit selbst
entscheiden, wie wir uns verhalten und welches Gesicht wir
der Welt präsentieren.

Sind Sie ein Sonnenschein?

Ich nenne Leute, die von innen strahlen, „Sonnenschein“. Im


zweiten Szenario ist Chris ein Sonnenschein. Wie reagieren
Sie auf die Herausforderungen des Lebens? Sind Sie ein
Sonnenschein oder ein Miesepeter?

♥ Ein Sonnenschein schaut immer auf die helle Seite.


♥ Ein Sonnenschein sieht die amüsante Seite der Dinge.
♥ Eine Sonnenschein betrachtet Leute als Chancen.
♥ Ein Sonnenschein achtet darauf, was positiv an anderen ist,
und sagt es ihnen unumwunden.
♥ Ein Sonnenschein begegnet Herausforderungen mit Fragen
wie: „Wie kann ich mich vorwärts bewegen?“ oder „Was kann
ich daraus lernen?“
♥ Ein Sonnenschein ist die meiste Zeit der, der er ist, und ist
darüber froh.
♥ Ein Sonnenschein sieht überall Möglichkeiten.

Wenn Sie sich für den Weg des Sonnenscheins entscheiden,


werden Sie merken, dass Sie wärmenden Strahlen abgeben,
und das ist eine der Grundlagen erfolgreichen Flirtens.
Kapitel 10

Tiefer Rapport –
ein natürlicher Zustand

Haben Sie je eine Situation erlebt, in der Sie ganz blendend


mit jemandem auskamen und die Interaktion prima lief?
Vielleicht hatten Sie auch Momente, in denen Sie anschei-
nend einfach keinen Draht zu jemandem finden konnten.
Wenn Sie mit jemandem sehr gut auskommen, haben Sie
wahrscheinlich einen tiefen natürlichen Rapport mit ihm.
Wie viel erfolgreicher wird ein Flirt sein, wenn Sie Wege
entdecken, um einen tiefen Rapport in Situationen herzu-
stellen, in denen dies nicht von sich aus geschieht?

Rapport – was ist das?

Rapport wird laut Lexikon definiert als „eine harmonische


soziale Interaktion, eine tiefe gefühlsmäßige Übereinstim-
mung“. Ich verstehe Rapport als Tanz zwischen zwei oder
mehr Menschen, bei dem sowohl die verbale als auch die
nonverbale Kommunikation fließt. Rapport bedeutet auch,
dass man denselben Rhythmus und dieselbe Art der Bewe-
gung hat.

Die Struktur des Rapports

Sie haben wahrscheinlich schon zwei Menschen erlebt, bei


denen Sie spürten, dass sie wirklich gut miteinander aus-
kommen. Wenn Sie wissen, was genau diese Menschen tun,
können auch Sie es lernen und erstaunliche Erfolge erzielen.
Was passiert, wenn zwischen zwei Menschen ein guter Rap-
port besteht?

♥ Vielleicht stehen sie einander mit einer gewissen Sym-


metrie gegenüber (Hand stimmt mit Hand überein, Kopf mit
Kopf, Knie mit Füßen).
♥ Wenn einer sich bewegt, verändert der andere womöglich
auch seine Position.
♥ Wenn einer lacht, lacht der andere vielleicht auch.
♥ Wenn einer dem anderen in die Augen schaut, erwidert
dieser den Blickkontakt.
♥ Vielleicht atmen sie im gleichen Rhythmus.
♥ Sie werden sich mit ziemlicher Sicherheit in derselben
Geschwindigkeit und in einem ähnlichen Rhythmus bewegen.
♥ Auch ihre Energie wird übereinstimmen (zum Beispiel wird
der eine sich nicht hektisch bewegen und laut schreien,
während der andere still ist und sich langsam bewegt).
♥ Ihre Sprache ist aufeinander abgestimmt.

Ob es sich nun um ein Liebespaar handelt oder nicht, diese


zwei Menschen vollziehen möglicherweise unbewusst eine
tief verwurzelte ursprüngliche Form des Paarungstanzes.
Säugetiere und Vögel überall auf der Welt vollführen sym-
metrische und synchronisierte Paarungstänze, und wenn
Menschen sich zueinander hingezogen fühlen, beginnen sie,
sich automatisch aufeinander einzuspielen.
Dies beschränkt sich wie gesagt nicht auf Liebespaare. Leute,
die in ein harmonisches Gespräch verknüpft sind, sei es nun
beruflicher oder privater Natur, nehmen oft ganz natürlich die
Haltung des anderen an, stimmen im Lauf der Unterhaltung
körperlich immer mehr überein.
Vielleicht haben Sie schon von den Techniken „Überein-
stimmung“ und „Spiegelung“ gehört, wenn jemand bewusst
die Haltung des anderen widerspiegelt. Das sind ziemlich
veraltete Methoden, einen Rapport herzustellen. Der Erfolg
dieser Technik hängt bis zu einem gewissen Grad davon ab,
dass der andere nichts darüber weiß und dass man es sehr
elegant macht. Da es sich mittlerweile um weit verbreitetes
Wissen handelt, achten die Gesprächsteilnehmer bewusst
darauf und fühlen sich möglicherweise unbehaglich, wenn
ihre Handlungen nachgeahmt werden.
Es gibt viele andere wirksamere und subtilere Methoden, wie
Sie bewirken können, dass sich jemand in Ihrer Gesellschaft
wohl fühlt und ein tiefer Rapport entsteht – und zwar auf
natürlichere und weniger gekünstelte Weise. Sie können
diese tiefere Form des Rapports mit jedem üben und sofor-
tige Harmonie und Übereinstimmung erzeugen.
Ich muss Sie wohl nicht daran erinnern, wie sehr Ihnen dies
bei Ihren sozialen, beruflichen und romantischen Interakti-
onen helfen wird.

Keinen Missbrauch betreiben

Am Anfang eine Warnung: Manche Leute haben versucht,


Rapport-Fähigkeiten anzuwenden, um andere auf Arten zu
manipulieren, die weder ihnen noch den anderen nützen.
Dies könnte anfänglich funktionieren, aber es nutzt sich
schnell ab, und dann werden die Leute, die manipuliert
wurden, eine Antipathie gegen den Manipulierer hegen, der
sich zum Schluss ebenfalls mies fühlen wird. Und ich weiß,
dass Sie andere nur beeinflussen wollen, indem Sie ihnen ein
gutes Gefühl bereiten.

Die Magie tiefen Rapports

Tiefer Rapport geht über simultane Handbewegungen von


Ihnen und der anderen Person hinaus und auch über simul-
tanes Übereinanderschlagen der Beine. Es geht hierbei ü-
berhaupt nicht um die bewusste Nachahmung eines anderen,
obwohl diese Fertigkeiten sich als nützlich erweisen können,
wenn sie elegant ausgeführt werden. Tiefer Rapport erstreckt
sich über die individuellen Bewegungen hinaus auf das ge-
samte Körpergefühl.

Bewusstsein ist alles

Wir alle, ob wir nun Krieger sind oder nicht, haben eine ku-
bikzentimetergroße Chance, die ab und zu vor unseren Augen
auftaucht. Der Unterschied zwischen dem Durchschnitts-
menschen und dem Krieger liegt darin, dass der Krieger sich
dessen bewusst ist und eine seiner Aufgaben in der Wach-
samkeit und in absichtlichem Warten liegt, so dass er – wenn
der Kubikzentimeter auftaucht – über die nötige Schnelligkeit
und Tapferkeit verfügt, um ihn zu ergreifen.
Carlos Castaneda

Die Leute geben Ihnen jede Sekunde, die Sie mit Ihnen
verbringen, Informationen, selbst quer durch den Raum
hindurch. Sie müssen wie ein Krieger auf dem Posten sein
und beobachten, was vor sich geht, und bereit sein, schnell
zu handeln, wenn Sie das Signal bekommen.
Wenn Sie anfangen, Leute wirklich zu beobachten, werden
Ihnen allmählich die einzigartigen Dinge auffallen, die sie tun.

♥ Sie werden bemerken, wie sie sich bewegen und was sie
mit den Händen machen,
♥ Sie werden bemerken, wie sie ihre Physiologie verändern,
um sie an ihre Stimmung anzupassen.
♥ Sie werden bemerken, wohin sie schauen, wenn sie sich
wohl fühlen.
♥ Sie werden die Geschwindigkeit und die Veränderungen
ihrer Atmung bemerken.
♥ Sie werden erkennen, dass die Menschen Ihnen, wenn sie
diese Dinge tun, eine holographische Landkarte ihrer Emp-
findungen liefern. Was meinen Sie, welche Schätze eine
solche Landkarte Ihnen offenbaren könnte?
Die zwei wirksamsten Wege, um einen Rapport mit jeman-
dem herzustellen, bestehen darin, gleich schnell wie derje-
nige zu atmen und sich seinem Energieniveau anzupassen.
Natürlich rate ich Ihnen nicht, dies mit jemandem zu tun, der
sehr niedergeschlagen, betrunken oder unbeherrscht ist!

Die Atmung anpassen

Sie wissen, wie ein Tier Luft erschnuppert, indem es Na-


senlöcher und Lippen öffnet, Töne und Gerüche bewusst
wahrnimmt? Sie können all dies auch – und noch mehr. Sie
können viele Dinge mithilfe Ihrer peripheren Sehkraft be-
merken und Sie können wahrnehmen, wie sich die Brust des
anderen beim Atmen hebt und senkt, und sich erlauben, in
denselben Rhythmus zu fallen und mit dem anderen zu-
sammen zu atmen…

Atmen Sie…

Probieren Sie dies einmal im Zug aus. Suchen Sie sich je-
manden aus, an dem Sie dieses Experiment üben wollen, und
sehen Sie in Richtung seiner Schultern und des oberen
Brustkorbs (nicht direkt darauf). Ihnen wird wahrscheinlich
auffallen, wie sich Jackett oder Schultern heben und senken.
Dies gibt Ihnen Aufschluss über seine Atemgeschwindigkeit.
Achten Sie weiterhin auf die Anzeichen seiner Atmung und
fangen Sie an, im selben Rhythmus wie er zu atmen.

Die Anpassung der Atmung ist wahrscheinlich das wirk-


samste Mittel, um eine Begegnung mit einem anderen Men-
schen zu vertiefen. Sie ist so wirksam, dass sie einer der
Grundbausteine von tantrischem Sex ist! Aber wenn Sie diese
Erkundung mit Unbekannten ausführen, wird nichts passie-
ren, sofern Sie sich nicht entscheiden, Blickkontakt aufzu-
nehmen und eine Interaktion anzufangen. Diese Übung ist
absolut unverfänglich!

Wie Sie die Energie des anderen spüren

Wir alle verfügen über unterschiedliche Energieniveaus.


Wenn Sie sich mühelos auf die Energie eines anderen ein-
stellen können, haben Sie einen sofortigen Rapport mit ihm.
Bevor Sie sich also einer Person nähern, beobachten Sie sie
eine Weile, und achten Sie darauf, wie sie sich bewegt. Die
Leute verraten ihr jeweiliges Energieniveau durch die Art
ihrer Bewegungen. Die Elemente sind eine großartige Me-
tapher für die unterschiedlichen Niveaus von Bewegung und
Energie. Sie erinnern sich vielleicht, wir haben dies schon
weiter vorne erkundet.
Ehe Sie sich jemandem nähern, beobachten Sie ihn eine Zeit
lang und achten Sie darauf, wie er sich bewegt. Stellen Sie
sich folgende Fragen, während Sie ihn beobachten:

♥ Sind die Bewegungen schnell, ruckartig und feurig? v Sind


sie rhythmisch, fließend und wässrig?
♥ Sind sie zügig, leicht und luftig?
♥ Sind sie fest, langsam und erdverbunden?

Wenn sich Ihnen eine Möglichkeit bietet, dem anderen beim


Sprechen zuzuhören, achten Sie auch auf die energetische
Qualität seiner Gesprächsweise.

♥ Spricht er in einem abgehackten, durchdringenden


Schnellfeuer-Stil?
♥ Scheinen seine Worte zu fließen, sich gleichmäßig zu heben
und zu senken?
♥ Wedelt er mit den Händen in der Luft herum und redet er
schnell?
♥ Spricht er langsam und bedächtig?
Passen Sie sich dem Energieniveau
des anderen an

Erinnern Sie sich, wie Sie sich verschiedenen Arten der Be-
wegung anpassen können? (Wenn nicht, wiederholen Sie
bitte die Erkundungen auf S. 152 ff.)
Stellen Sie sich vor, während Sie jemanden beobachten, Sie
machten ähnliche Bewegungen. Dies ist eine Art mentaler
Probe. Dadurch fällt es Ihnen leichter, einfach das Bewe-
gungsmuster eines anderen zu übernehmen.
Manövrieren Sie Ihren Körper langsam in das Gefühl der
Bewegung des anderen und bekommen Sie ein Gespür für
dessen Rhythmus und Fließen. Das ist, als würden Sie mit
den Fingern einen Takt trommeln, nur machen Sie es jetzt
mit dem ganzen Körper.
Wenn Sie ein Gespür für den Rhythmus des anderen be-
kommen und sich allmählich mit ihm synchronisieren, stellen
Sie bereits ohne ein Wort zu sagen einen tiefen Rapport her
und Sie werden in der Lage sein, den anderen auf ein Ener-
gieniveau zu führen, das für Sie beide richtig ist.

Finden Sie einen Rhythmus, der für Sie beide


angenehm ist

Sich vollständig dem Rhythmus eines anderen anzupassen,


fällt auf Dauer schwer. Sie können den anderen zu einem
Rhythmus führen, der zwischen Ihren jeweiligen Rhythmen
liegt und Ihnen beiden angenehm ist.
Dazu passen Sie sich dem Rhythmus des anderen an, dann
werden Sie allmählich in kleinen Abstufungen schneller oder
langsamer. Sie werden merken, dass sich der andere wie
durch Zauber mit Ihnen bewegt. Der Zweck besteht darin,
dass Sie einen Rhythmus finden, der für Sie beide richtig ist.

Wenn Sie mit jemandem nicht gut auskommen, mit dem Sie
eine enge Beziehung haben, prüfen Sie, ob Ihre Rhythmen
sehr unterschiedlich sind. Vielleicht können Sie die Situation
durch eine Rhythmusangleichung verbessern!

Rapport des Tonfalls

Eine der besten Methoden, sich mit jemandem zu synchro-


nisieren, ist es, sich an seinen Tonfall oder seine Sprechge-
schwindigkeit anzupassen.
Während ich jemanden sprechen höre, wiederhole ich im
Kopf seinen Tonfall und seine Sprechgeschwindigkeit. Wenn
ich mich in meiner Antwort dann an seinen Tonfall und die
Geschwindigkeit anpasse, klingt es nicht wie Nachäfferei,
sondern ich höre mich ähnlich wie der Betreffende an. Er fühlt
sich wohl, weil ich vertraut für ihn klinge.
Sie können dies auch am Telefon praktizieren. Jedes Mal,
wenn das Telefon klingelt, nehmen Sie das als Trigger, um in
den Zuhörmodus zu wechseln, aufmerksam die Ohren zu
spitzen.
Am Anfang achten Sie auf die Sprechgeschwindigkeit und
passen sich dann ihr an. Wenn der andere Ihnen zu schnell
oder zu langsam spricht, können Sie, wenn Sie sich erst
einmal seinem Niveau angepasst haben, ihn sanft verlang-
samen oder beschleunigen. Tun Sie das, indem Sie falls nötig
wieder zu seinem Niveau zurückgehen und dann in kleineren
Abstufungen schneller oder langsamer werden, bis Sie
merken, dass der andere Ihnen allmählich folgt. Vorausge-
setzt, Sie gehen langsam und sachte vor, werden Sie den
anderen und sich auf eine mittlere Geschwindigkeit einpen-
deln, die Ihnen beiden angenehm ist.
Dabei läuft Folgendes ab: Wenn Sie sich dem Sprechniveau
einer Person anpassen, wird sie sich wohl fühlen und Sie
sympathisch finden, weil wir nun einmal Leute mögen, die
uns ähneln. Der andere ist dann viel eher geneigt, Ihnen zu
folgen, und Sie können sich natürlicher verhalten und müs-
sen sich nicht anstrengen, so wie der andere zu sein.
Dies ist eines der grundlegenden Werkzeuge guter Hypno-
tiseure. Ich setze diese Methode andauernd ein, damit sich
meine Klienten entspannen und für Suggestionen öffnen. Sie
werden genau das Gleiche machen. Ich wette, Sie hätten
nicht gedacht, dass es so leicht ist! Üben Sie dies so oft wie
möglich, und Sie werden mit der Zeit merken, dass es ganz
selbstverständlich zu Ihrem Konversationsstil dazugehört.

Räumlicher Rapport

Wenn Sie den persönlichen Raum eines anderen betreten,


können Sie das als willkommener Gast, als fremder Ein-
dringling oder als kühner Besucher, der meint, einfach her-
einplatzen zu können… Sind Sie ein Eindringling?
Fangen Sie an, auf die „räumliche Sprache“ zu achten, wenn
Sie sich im Alltag mit Leuten unterhalten.

♥ Rücken die anderen ein wenig ab, wenn auch nur gering-
fügig, wenn Sie ihnen nahe kommen?
♥ Versuchen sie immer, die Seiten zu wechseln?
♥ Fangen sie an, an etwas herumzunesteln, wenn Sie näher
kommen?
♥ Ziehen sie sich ein wenig zusammen, indem sie die Arme
näher an den Körper bringen oder sie vor der Brust ver-
schränken?
♥ Heben Sie die Hände an, als wollten sie Sie wegschieben?

All dies signalisiert, dass Sie jemandem räumlich zu nahe


kommen. Lernen Sie, den Raum auszuloten, um sich vor
Fehlern zu schützen.
Loten Sie den Raum aus

Bitten Sie ein paar gute Freunde, Männer und Frauen, mit
Ihnen diese Erkundung auszuprobieren. Sagen Sie ihnen die
Wahrheit – dass Sie etwas über persönliche Raumbedürfnisse
erfahren möchten und dass Sie wissen wollen, wie nahe zu
nahe ist. Würde es ihnen etwas ausmachen, einfach dazu-
stehen und Sie näher herankommen zu lassen? Die anderen
sollen Ihnen sagen, wann Sie besser aufhören. Wahrschein-
lich werden sie insgeheim von der Übung fasziniert sein und
es selbst auch ausprobieren wollen. Üben Sie am besten in
nüchternem Zustand!
♥ Fangen Sie in etwa drei Meter Entfernung von dem Be-
treffenden an.
♥ Nähern Sie sich ihm dann allmählich auf ganz natürliche
Weise. Bleiben Sie wachsam und achten Sie auf alle Verän-
derungen der Person, wie etwa angespannte Muskeln, blin-
zelnde Augen, eine Veränderung der Atmung oder der
Hautfarbe. Kommen Sie so lange näher heran, bis der andere
Sie stoppt.
♥ Bitten Sie ihn, er möge Ihnen helfen, indem er ein paar
Reaktionen überprüft. Gehen Sie an einen Punkt, an dem Sie
glaubten, Sie hätten eine Veränderung bei dem Betreffenden
bemerkt. Fragen Sie ihn, ob er hier irgendetwas spürt.
♥ Gehen Sie zur nächsten Stelle, an der Sie eine Veränderung
beim anderen spürten. Fragen Sie erneut. Wenn Ihrer beider
Gefühle nicht übereinstimmen, ist das in Ordnung. Sie lernen
schließlich noch.
♥ Bitten Sie den anderen Ihnen mitzuteilen, was er als zu
nahe empfunden hat.
♥ Und wie es sich anfühlte, als Sie ihm zu sehr auf den Pelz
rückten.

Jeder hat seine individuellen Grenzen. Denken Sie daran,


dass Freunde weniger Probleme auf räumlicher Nähe haben
als Fremde.
Wenn Sie sich Unbekannten nähern, vergessen Sie nicht,
deren Raum auszuloten. Wenn Sie irgendeine Reaktion be-
merken, aber sich nicht sicher sind, was sie bedeutet, können
Sie sich ruhig erkundigen: „Fühlen Sie sich wohl, wenn ich
hier stehe?“ oder „Ist es in Ordnung, wenn ich hier stehe?“
Man wird Sie wegen Ihrer Rücksichtnahme schätzen.

Vergessen Sie die Einstiegsfloskeln


und bringen Sie den anderen zum Reden

Meine Kursteilnehmer beklagen immer wieder, dass sie nicht


wissen, was sie anfangs sagen sollen. Sie verstehen die
Sache falsch. Leute, die toll flirten, sind nicht auf schlaue
Einstiegsfloskeln angewiesen und müssen auch nichts Be-
deutsames von sich geben. Sie verlassen sich auf ihre Fä-
higkeit, die Leute dazu zu bringen, sich zu öffnen und von sich
aus zu reden. Jeder redet gern über sich. Begabte Flirter
verstehen sich darauf, andere zum Reden zu bringen!
Wir haben bereits über den besten Einstiegssatz überhaupt
gesprochen: „Hallo“ oder „Guten Tag“ funktionieren prima.
Nachdem Sie das erst gesagt haben und noch bevor Sie den
Flirt weiterführen – wäre es da nicht hilfreich, wenn Sie so viel
wie möglich über den anderen herausfänden? Womöglich ist
er gar nicht die richtige Person für Sie! Das bezieht sich nicht
nur auf romantische Situationen, sondern auf alle Gespräche
mit Personen, die Sie nicht kennen. Wenn Sie bei einem
Smalltalk auf einer Tagung oder einem geselligen Zusam-
mentreffen nicht weiterkommen, könnte Ihnen dies von
Nutzen sein.
Die besten Fragen, die Sie stellen können, sind diejenigen,
die jemanden dazu bringen, sich an eine positive Erfahrung
zu erinnern. Sie könnten als Einstieg dem anderen einen
kurzen Satz darüber offerieren, wie Sie sich gerne amüsieren,
entspannen etc. und ihn dann fragen…

♥ „Und wie amüsieren Sie sich am liebsten?“


♥ „Wenn Sie morgen aufwachen und sich Ihren idealen Tag
aussuchen könnten, wie würde er dann aussehen?“
♥ „Und wie entspannen Sie sich am besten?“
♥ „Was war denn Ihr schönster Urlaub?“
♥ „Und was machen Sie besonders gerne?“

Während Sie sich die Antworten anhören, achten Sie auf die
oben erwähnten Hinweise. Diese Fingerzeige verraten Ihnen,
wie Menschen ihre Welt strukturieren, und Sie können damit
eine mehrdimensionale Landkarte dieser Person erstellen.
Je öfter Sie das praktizieren, umso selbstverständlicher wird
es Ihnen. Bleiben Sie auf dem Beobachtungsposten. Der
Schlüssel liegt darin, eine Frage zu stellen, die dem anderen
Zugang zu positiven Erfahrungen verschafft, und der Antwort
aufmerksam zuzuhören.

Auf dem Silbertablett serviert

Beim Reden bewegen die Leute die Hände und kennzeichnen


bestimmte Dinge mit Gesten. Wenn Sie jemandem zuhören
und diese Gesten bemerken, entwerfen Sie im Geiste bereits
seine Landkarte.
Wenn Sie eine Landkarte der Gesten und der Sprache eines
Menschen besitzen, können Sie sich immer wieder darauf
beziehen. Wenn jemand etwa von einer Zeit redet, als er
verliebt war, und Sie merken, dass er dabei wiederholt eine
bestimmte Geste an einer bestimmten Stelle im Raum macht,
können Sie sich auf diese Zeit rückbeziehen und gleichzeitig
auf die von ihm bezeichnete Stelle schauen oder deuten. Der
andere wird sofort erkennen, dass Sie seine Welt verstanden
haben. Ihre Geste wird ihn überdies wieder tiefer mit dem
Gefühl des Verliebtseins verbinden. Und Ihnen vielleicht
seine Zuneigung einbringen…
Die Augen als Wegweiser

Wenn Leute sich an bestimmte Dinge erinnern, werden sie


ihren Blick in bestimmte Richtungen schweifen lassen. Sie
werden in völlig unterschiedliche Richtungen schauen, je
nachdem, ob sie sich an etwas Schönes oder etwas
Schlechtes erinnern. Wie bei den Gesten können Sie sie dazu
bringen, sich ihre positiven Erinnerungen zurückzurufen,
indem Sie beim Sprechen dorthin schauen, wo die anderen
hinschauen. Zum Beispiel: „Also, wie war das damals für Sie,
als Sie die Meisterschaft gewonnen haben (schauen Sie in
dieselbe Richtung wie die andere Person)?“
Und wiederum wird sich der andere mit Ihnen tief verbunden
fühlen und spüren, dass Sie mit ihm auf gleicher Wellenlänge
liegen.
Und danach können Sie, wenn Sie möchten, noch weiter
gehen…

Sexueller Rapport

So erreichen Sie einen sexuellen Rapport, wenn Sie diesen


anstreben!
Wenn Sie mit jemandem zusammen sind und ihn begehren,
lassen Sie ihn das wissen.
Frauen, das könnt ihr leicht schaffen! Ihr könnt es signali-
sieren, solltet aber genau wissen, was ihr wollt, und es dann
angehen – auf ehrliche, stolze und vorsichtige Weise!
Männer, seid ebenfalls vorsichtig. Wartet die Hinweise ab,
achtet auf die Signale. Frauen sind berüchtigt dafür, dass sie
mehrdeutige Signale geben. Je wachsamer ihr seid, desto
eher werden euch die kleinen Veränderungen an einer Person
auffallen, die euch entweder zur Vorsicht gemahnen oder
einladen, aufs Ganze zu gehen. Nützt sie weise.
Wenn Sie sexuellen Rapport mit jemandem herstellen
möchten, nützen Sie einfach Folgendes:
♥ Machen Sie die Sexuelle-Atmung-Übung.
Fangen Sie an, sexuelle Schwingungen zu erzeugen.
♥ Atmen Sie in die Erfahrung hinein – Ihre Atmung wird sich
verändern und die andere Person wird dies unbewusst be-
merken.
♥ Rücken Sie näher an die andere Person heran.
♥ Blähen Sie die Nasenflügel auf und atmen Sie den Duft der
anderen Person ein.
♥ Weiten Sie beim Einatmen sachte Ihren Brustbereich und
strecken Sie ihn langsam vor.
♥ Stellen Sie sich vor, Sie schickten mit jedem Atemzug eine
Welle Ihrer Energie und Ihres Geruchs zum anderen aus.
♥ Blicken Sie dem anderen in die Augen, atmen Sie synchron
mit ihm und sagen Sie sich insgeheim die Worte vor, die Sie
ihm sagen wollen.
♥ Machen Sie das so lange, bis Sie eine Reaktion erhalten.
(Bleiben Sie die ganze Zeit wachsam für Signale, die Ihnen
zeigen, dass der andere will, dass Sie sich zurückziehen.
Wenn Sie diese Signale bekommen, halt! Stimmen Sie Ihr
Vorgehen genau ab und passen Sie gut auf, denn nach jeder
positiven Reaktion dürfen Sie näher herankommen. Dies mag
ein Seufzer, der Anflug eines Lächelns oder etwas Deutli-
cheres sein.)
♥ Genießen Sie und sorgen Sie dafür, dass die andere Person
auch genießt!

Tiefer Rapport – halten Sie ihn am Brodeln

Wenn Sie sich in den Tanz einreihen und mit dem Fluss und
dem Rhythmus mitgehen, werden Sie allmählich all dies in
Ihre eigene hochwirksame Mischung dessen, wie Sie in Ihrer
besten Verfassung sind, aufnehmen können, mit anderen
Leuten Kontakt aufnehmen und kommunizieren und strahlen,
wenn Sie den Tanz des tiefen Rapports tanzen und die an-
deren näher zu sich heranziehen.
Und wäre es denn dann nicht großartig, wenn Sie willentlich
auf unwiderstehliche Weise sprechen könnten, damit sich die
anderen noch mehr zu Ihnen und Ihren Ideen hingezogen
fühlen? Das steht als Nächstes auf der Tagesordnung!
Kapitel 11

Schmeichelnde
Sprache

Sprache:
Eine vorzügliche Fähigkeit
Sprache ist ein höchst wirksames Instrument. Viele von uns
haben dies auf unangenehme Weise herausgefunden. Sie
können sich durch unvorsichtigen Sprachgebrauch mit an-
deren entzweien und sich Gelegenheiten der Kontaktauf-
nahme entgehen lassen, indem Sie Ihre Sprache benutzen,
statt die des Gegenübers aufzugreifen. Und im schlimmsten
Fall können Sie andere in unproduktive Stimmungen und
skeptische Einstellungen hineinreden, wie Jeff es unbewusst
tat.

Jeffs Geschichte:
Schlechte Karten für ein Rendevous

Jeff nahm seinen Mut zusammen und bat eine junge Frau um
ein Treffen. Und das sagte er: „Mhm, hhhmmm, hier spricht
Jeff, Sie erinnern sich wahrscheinlich gar nicht mehr an mich,
aber wir sind uns auf Joannes Party begegnet. Sie haben
wahrscheinlich auch gar keine Zeit, aber ich frage mich, ob
Sie nicht mal Lust hätten, irgendwann mal mit mir auszu-
gehen. Aber das möchten Sie wohl gar nicht. Nicht? Auch
gut!“
Jeffs Chancen, auf diese Weise zu einer Verabredung zu
gelangen, sind gering, sofern er nicht zufällig den mitfüh-
lenden Mutterinstinkt einer Frau anspricht, aber er sucht eine
Freundin, keine Mutter! Jeffs Sprache suggeriert der jungen
Frau Folgendes:

A Sie wird sich nicht an ihn erinnern.


B Sie wird keine Zeit haben.
C Sie wird nicht wollen.
D Sie wird Nein sagen.

Seine Sprache wirkt hypnotisch, aber statt die junge Frau zu


überzeugen, schreckt sie sie ab.
In diesem Kapitel finden Sie Möglichkeiten, Sprache so ein-
zusetzen, dass die Person, mit der Sie kommunizieren, eher
Ihren Vorschlägen zustimmen wird. Das bedeutet nicht,
jemanden gegen seinen Willen zu überreden, sondern heißt
vielmehr, sicherzugehen, dass Ihre Sprache Sie unterstützt
und nicht behindert, wenn Sie die Kooperation anderer su-
chen.
Große Flirter setzen Sprache immer so ein, dass sie anderen
ein gutes Gefühl bereitet und sie so geneigter macht, ihnen
zuzustimmen. Das hat nichts damit zu tun, dass man sagt:
„Sie wollen doch sicher mit mir ausgehen, oder etwa nicht?“
Die Sache läuft viel subtiler, wie Sie noch merken werden.

In der Zwischenzeit lade ich Sie ein, Ihre Sprache, die Sie
jeden Tag sprechen und hören, unter die Lupe zu nehmen.
Prüfen Sie, wie oft Sie so negativ formulieren, dass Sie je-
manden zu einer Ablehnung ermuntern könnten, obwohl Sie
wollen, dass der andere Ja sagt! Bei der Lektüre dieses Ka-
pitel werden Sie auch herausfinden, dass die meisten
Sprachmuster, von denen hier die Rede ist, sowohl Negatives
als auch Positives vorschlagen können. Sprache ist eine
enorme Einflussmacht.
Sprache: Das Überzeugungsspiel

Wenn Sie lernen, sie geschickt einzusetzen, können Sie


wirklich andere Menschen mit Ihrer Sprache bezaubern und
beeinflussen:

♥ Sie können Menschen führen und sie anleiten, nützliche


Entscheidungen zu treffen.
♥ Sie können klar machen, was jemand meint, und zeigen,
dass Ihnen an einer Person liegt und Sie an ihr interessiert
sind.
♥ Sie können sich an die Art, wie jemand die Welt wahr-
nimmt, anpassen und so bewirken, dass sich der andere in
Ihrer Gegenwart wohl fühlt.

Alle guten Flirter machen dies ganz natürlich und selbstver-


ständlich! Aber das Geheimnis liegt darin, den anderen sanft
zu führen, statt zu zwingen. Sie können andere nicht dazu
bringen, etwas zu tun, was ihren Werten widerspricht. Sie
werden sich mit ihnen entzweien, wenn Sie das versuchen.
Letztlich treffen die Menschen ihre Entscheidungen selbst,
und sie haben das Recht, Ja oder Nein zu sagen. Sie wissen,
dass jeder dieses Recht hat und dass Sie es respektieren
sollten. Führen und lenken Sie, aber manipulieren Sie nicht.

Am besten kann derjenige überzeugen, der es für


seine Aufgabe hält, anderen Leuten zu helfen, die für
sie richtigen Entscheidungen zu treffen.

Und so geht man überzeugend mit Sprache um:

♥ Seien Sie sich in Ihrer besten Verfassung. Die Sprach-


zauberer zeitigen die besten Erfolge, wenn sie geistig positiv
und optimistisch eingestellt sind.
♥ Kennen Sie den Zweck und die Richtung Ihrer Kommuni-
kation. Was soll Ihren Wünschen nach passieren?
♥ Möchten Sie, dass jemand zustimmt, etwas zu tun?
♥ Möchten Sie ein Gespräch mit jemandem anknüpfen, damit
Sie herausfinden können, ob Sie es fortsetzen wollen?
♥ Wie soll sich die Person aufgrund der Kommunikation mit
Ihnen fühlen?
♥ Stellen Sie einen tiefen energetischen Rapport mit je-
mandem her. Tatsächlich ist dies eine Vorbedingung, ehe Sie
überhaupt den Mund aufmachen.
♥ Stellen Sie verbalen Kontakt her. „Hallo“ oder „Guten Tag“
sind die besten Einstiegsworte.
♥ Seien Sie klar hinsichtlich der Emotionen und Zustände, die
die anderen Ihren Wünschen zufolge erleben sollen, damit
Ihre Vorschläge Wurzel fassen können. Arbeiten Sie die
Reihenfolge aus, in denen die anderen sie erfahren sollen.
Möchten Sie beispielsweise, dass die anderen zuerst auf Ihre
Idee neugierig sind, dann freudig gespannt und schließlich
überzeugt davon?

Wenn Sie in Erwägung ziehen, jemanden zu überreden oder


dahingehend zu beeinflussen, dass er etwas tut, ist es hilf-
reich, sich Folgendes zu fragen:

♥ Wie nützlich wird es sein, etwas über seine Prioritäten


hinsichtlich seiner Bedürfnisse, Sehnsüchte und Wünsche zu
erfahren?
♥ Wie nützlich wird es sein, herauszufinden, was bei ihm in
der Vergangenheit funktionierte und was nicht?
♥ Wie nützlich wird es sein, herauszufinden, was ihm wichtig
ist?
♥ Wenn Sie die Person bereits kennen, welche Antworten
haben Sie auf diese Fragen und welche zusätzlichen Infor-
mationen brauchen Sie, die Ihre Einflussnahme unterstützen
könnten?
Wie Sie jemanden zur Zustimmung
überreden

Nehmen Sie sich, ehe Sie etwas anderes machen, einen


Augenblick Zeit und lesen Sie folgenden Satz:

„Sie lesen gerade dieses Buch, dieses Buch besteht aus Sei-
ten, und auf jeder Seite gibt es Zeilen, die bedruckt sind, auf
jeder Zeile stehen Wörter, die aus Buchstaben bestehen.“
Vielleicht nicken Sie oder stimmen mir zu, weil ich einfach
Dinge feststellte, an denen kein Zweifel besteht. Diese
Technik ist in der Hypnose und bei den weitbesten Über-
zeugungskünstlern weit verbreitet, um eine Person in geis-
tige Zustimmungsbereitschaft zu versetzen. Sie machen
dies, indem Sie simple Feststellungen von sich geben, denen
man einfach zustimmen muss:
Leute im Verkauf setzen diese Technik andauernd ein. Sie
sagen Dinge wie:

♥ „Sie möchten doch etwas für Ihr Geld bekommen.“


♥ „Sie möchten doch mit dem Wissen nach Hause gehen,
dass Sie das richtige Auto/Haus/Kleid gekauft haben.“

Und auch gute Flirter arbeiten mit der Technik. Sie sagen
beispielsweise:

♥ „Na, hier ist ja allerhand los.“


♥ „Ist Ihnen schon aufgefallen, wie viele Leute hier drin
tanzen?“
♥ „Ich habe bemerkt, dass Sie (was auch immer) trinken.“

Wenn dann das Gespräch weitergeht, bringen Erfolgs-Flirter


ihr Gegenüber mit Aussagen in eine gute mentale Verfas-
sung, auf die die Antwort „Ja, stimmt“ lautet:

♥ „Sie möchten sich wohlfühlen, nicht wahr?“


♥ „Ich möchte wetten, dass Sie ein richtiger Lebenskünstler
sind.“
♥ „Ich bin sicher, Sie möchten glücklich sein.“
♥ „Sie sind gern mit Menschen zusammen, die Ihnen ähneln.“

Weil die andere Person solchen Aussagen zustimmen muss,


gerät sie in einen Zustimmungsmodus. Wie viel wahrschein-
licher ist es dann, dass diese Person Ihrem nächsten Vor-
schlag zustimmt – und zwar dem wichtigen. Wie hilfreich
wäre es für Ihr Liebesleben, Ihren Beruf und Ihre Freund-
schaften, wenn Sie andere Menschen jederzeit in einen Zu-
stimmungszustand versetzen könnten?

Lassen Sie sich „Ja, das stimmt“-


Aussagen einfallen

Gewöhnen Sie es sich an, Aussagen zu formulieren, die an-


dere dazu verleiten, „Ja“ zu sagen, sei es nun durch Nicken,
Lächeln, einen zustimmenden Laut oder indem sie tatsächlich
sagen: „Ja, das stimmt!“
Nehmen Sie eine beliebige Situation – das Büro, der Zug, ein
Restaurant, eine Bar – und finden Sie so viele Punkte, denen
man zustimmen muss, wie möglich. Wenn Sie etwa in einem
Restaurant sitzen, schauen Sie sich die anderen Gäste an und
finden Sie Dinge, die auf alle zutreffen könnten, Dinge, denen
sie ohne zu überlegen zustimmen würden, wenn Sie sie ihnen
vorgeben.
Zur Übung fangen Sie mit dem Offensichtlichen an und ver-
feinern es dann:

♥ „Sie essen in diesem Restaurant.“


♥ „Sie haben die Speisekarte gelesen.“
♥ „Sie trinken Rotwein.“

Leute in die Gewohnheit, Ja zu sagen, zu versetzen, wird sich


als sehr nützlich erweisen, wenn Sie jemanden um eine
Verabredung bitten oder jemanden zu überreden versuchen,
einer Idee zuzustimmen.

An der Tagesordnung:

Politiker, Werbefachleute und Presse gebrauchen andauernd


vage Formulierungen, um Sie zu überzeugen und zu beein-
flussen. Cola-Reklamen beziehen sich auf ihr Produkt als „das
einzig Wahre“. Politiker reden davon, „ein Bildungssystem
aufzubauen, in dem alle Kinder auf den höchsten Standard
hin geschult werden, den man vernünftigerweise erwarten
kann“. Ein Tamponfabrikant benutzt das Wort „Freiheit“ im
Zusammenhang mit seinem Produkt. Und was verstehen Sie
unter diesen Wörtern?

♥ Zuversicht
♥ Ein gelingendes Leben
♥ Glück
♥ Eine erfüllende Beziehung

Fragen Sie einmal zum Spaß Ihre Freunde, was sie darunter
verstehen. Sie werden entdecken, dass die Interpretation bei
jedem anders ausfällt – aber meist positiv.
Weil die Begriffe und Aussagen in Werbekampagnen so vage
sind und im Allgemeinen mit positiven Dingen assoziiert
werden, muss man die Leerstellen mit eigenen Erfahrungen
auffüllen, damit man eine Bedeutung erhält. So können
bestimmte Emotionen erzeugt werden, ohne das Risiko, zu
speziell zu werden und den Erwartungen der anderen nicht zu
entsprechen. Die Leute meinen, sie wüssten, was gemeint
ist, und verbinden überdies die guten Gefühle mit der Person,
die spricht, oder mit dem besonderen Produkt, das ange-
priesen wird!

Wie hilfreich wäre es für Sie, wenn Sie die positiven


Gefühle einer anderen Person mit Ihnen in Verbindung
bringen könnten?
An positive Gefühle andocken

Begabte Flirter und Verführer machen dies die ganze Zeit,


indem sie Aussagen wie die folgenden verwenden:

♥ „Können Sie sich vorstellen, wie es ist, sich einfach nur zu


entspannen und es wirklich zu genießen, dass man die Zeit
mit jemandem verbringt, den man gern hat?“
♥ „Ahnen Sie, wie es ist, wenn Sie dieses Gefühl spüren, dass
Sie einfach nur loslassen wollen?“
♥ „Es gibt Dinge, nach denen man sich in seinem Leben
sehnt, das kennen wir alle.“
♥ „Woher weißt du, ob du wirklich von etwas ganz erfüllt
bist?“
♥ „Du hast dieses Gefühl von Befriedigung bestimmt schon
mal gespürt – du weißt schon, wenn du etwas geschafft oder
gut gemacht hast?“
♥ „Du kennst doch das Gefühl, wenn man jemanden kennen
lernt und glaubt, man würde ihn schon ewig kennen?“
♥ „Du kennst doch diese Augenblicke, wenn man dieses
wohlige Gefühl verspürt und sich einfach nur entspannen
möchte…?“
♥ „Du kennst doch diese Momente, wenn es mit jemandem
Klick macht und man ein tiefes Gefühl von Verbundenheit
verspürt?“
♥ „Ich weiß nicht viel über dich, aber es gibt einige Dinge im
Leben, die ich sehr spannend finde.“
♥ „Du weißt doch, wie es ist, wenn man wirklich neugierig auf
etwas ist und kaum erwarten kann, es zu entdecken?“

Dieser Sprachgebrauch erzeugt den gewünschten Zustand im


Zuhörer und macht ihn Ihren Ideen zugänglich. Während er
in diesen Zustand gerät, können Sie sich mit ihm verbinden
und sich seine Zustimmung sichern.

Erfolgreiche Motivationsredner stellen andauernd diese Ver-


bindung her. Ein Redner, den ich kenne, versetzt die Leute in
wirklich erstaunliche Zustände und schlägt sich dabei mit der
Faust auf die Brust. Während Sie in diesen Zustand gelangen,
denken Sie an ihn, wie er sich auf die Brust schlägt. Er ist mit
diesem Zustand verbunden. Er redet sogar von Gott und
deutet auf sich selbst. Glauben Sie mir, das ist ungemein
wirkungsvoll. Diesem speziellen Redner ist es gelungen,
guruähnliche Bewunderung zu erheischen, indem er seine
Fertigkeiten auf diese Weise einsetzt. Ich schlage Ihnen dies
nicht vor, aber einige Trainer in Sachen schneller Verführung
da draußen bringen diese Technik Männern mit großem Erfolg
bei. Diese Männer erzählen den Frauen dann etwas von „ein
tiefes Gefühl einer Verbindung mit jemandem bekommen“
und „entspannt sein“. Stellen Sie sich vor, um wie viel
empfänglicher Sie möglicherweise für Annäherungsversuche
sein werden, wenn Sie neugierig und entspannt sind.

Einer meiner Freunde lernte, wie man Handschriftenanalysen


erstellt, und setzt diese als Flirttechnik ein, zum Beispiel in
Restaurants mit Kellnerinnen. Wenn die Kellnerin die Be-
stellung aufnimmt, schaut er sie an, lächelt und bittet sie mit
einer sehr entspannenden und etwas frechen Stimme, einen
Blick auf ihren Notizblock werfen zu dürfen. Dann sagt er mit
einem Lächeln: „Oh je, wie schade, das reicht nicht.“ Neu-
gierig geworden, fragt sie: „Was meinen Sie damit?“ Er
antwortet: „Ich mache Handschriftenanalysen und es ist
ziemlich wirkungsvoll, aber Sie haben nicht genug ge-
schrieben, als dass es aussagekräftig sein könnte.“ Er hat sie
in seine Welt hineingezogen und es fällt ihm nun viel leichter,
ein Gespräch zu beginnen und den nächsten Schritt zu ma-
chen, sofern er das möchte.
Worauf es ankommt: Wenn Sie jemanden neugierig machen
und mit ihm in einer entspannenden Stimme sprechen, zie-
hen Sie ihn in Ihren Bann und er ist dann viel empfänglicher
für Ihre Vorschläge! Vielleicht möchten Sie diese Erkundung
jetzt einmal ausprobieren.
Vage Muster für Vorschläge kreieren

♥ Denken Sie an Situationen, in denen sich diese Übung für


Sie als nützlich erweisen könnte.
♥ Denken Sie an mentale Zustände, die Sie gerne in anderen
herbeiführen würden und wie diese Übung Ihnen dabei helfen
könnte.
♥ Lassen Sie sich einige Sätze einfallen, die Sie verwenden
könnten.

Sie könnten mit einigen „zustimmungsfähigen“ Wendungen


beginnen und dann Wendungen einfließen lassen, die die
Aussagen auf den Seiten 60-62 übermitteln, und dann die
gewünschten Zustände herbeiführen.
Probieren Sie diese Übung aus – die Welt ist voller Objekte,
an denen Sie üben können! Mit der Zeit wird Ihnen die
Technik in Fleisch und Blut übergehen.

Spürbare Sprache

Sie erinnern sich daran, dass Menschen unterschiedliche


Arten von Sprache verwenden, je nach ihrer Art, die Welt zu
strukturieren. Sie setzen eine Mischung von Sinnessprache
ein, die vom Seh-, Hör-, Tast-, Geruchs- und Geschmacks-
sinn geprägt wird. (Vielleicht möchten Sie noch einmal die
Seiten 60-62 nachlesen, um sich die unterschiedlichen Arten
von Sprache, die Menschen verwenden, ins Gedächtnis zu
rufen.)
Wenn Sie den Menschen in Ihrem Umfeld Aufmerksamkeit
schenken, entdecken Sie vielleicht, dass einige ein vorherr-
schendes sinnliches System haben, das sie bei der Be-
schreibung von Erfahrungen primär einsetzen. Nehmen Sie
zum Beispiel die folgenden drei Absätze. Ich beschreibe in
ihnen jeweils einen Strandspaziergang.

In der Ferne hinter mir konnte ich den Wind durch die Bäume
rauschen hören. Ein Zweig knackte und ich hörte meinen
leisen Schritt auf dem Boden unter mir.
Als wir uns dem Strand näherten und die Straße und den
Verkehrslärm hinter uns ließen, konnte ich das Tosen der
Wellen, durchsetzt vom Kreischen der Seevögel, hören. Und
als ich am Strand stand und den rhythmisch sich brechenden
Wellen lauschte, dachte ich: „Dieser Ort bringt wirklich etwas
in mir zum Schwingen.“

In der Ferne hinter mir erhoben sich die hohen Pinien mit
ihren dunkelgrünen Nadeln. Der Himmel war von hellem
wolkenlosen Blau und die Erde von einem satten Rot, darauf
verstreut waren hellere Kiesel und Steine und Büsche aller
mediterranen Grüntöne.
Als wir uns dem Strand näherten, konnte ich die Sonne auf
dem Wasser schimmern sehen. Das dunkle Türkisblau des
Meeres war durchzogen von weißen Schaumflecken. Und als
ich auf dem weißen Sandstrand stand, dachte ich: „Dieser Ort
ist einen Augenweide.“

Ich konnte den kitzelnden, aber anregenden Teppich aus


Piniennadeln unter meinen Füßen spüren, als die Brise durch
die Bäume und mir um den Kopf wehte. Ich spürte die
stoßweise Wärme der Sonne, als sie sich ihren Weg durch das
fragile Piniendach bahnte. Es war warm, und ich spürte eine
gewisse Kühle, als Schweißtropfen sich auf meiner Stirn zu
bilden begannen.
Als ich am Strand dahinging, konnte ich die Sandkörner
zwischen meinen Zehen und das weiche Sandkissen spüren.
Als das kühle Wasser um meine Knöchel schlug, dachte ich
mir: „Dieser Ort fühlt sich so angenehm an.“

Welche dieser Beschreibungen vermittelte Ihnen die inten-


sivste Erfahrung dieses Ortes? Wie viel intensiver war Ihr
Gefühl dafür, nachdem Sie alle drei gelesen hatten? Wie
würde das Hinzufügen anderer Sinne wie Geruch und Ge-
schmack diese Beschreibungen bereichern?
Im Allgemeinen reagieren die Leute mit unterschiedlichem
Interesse auf beschreibende Sprache, je nachdem welche
Sinnesbeschreibungen Sie verwenden. Achten Sie darauf,
was die anderen bevorzugen, und wenn Sie ein Gespür dafür
bekommen, fangen Sie an, genau diese Art von Wörtern zu
verwenden. Gute Flirter nehmen instinktiv die Sprache an-
derer auf und setzen sie in ihrer Unterhaltung ein, damit die
Person, um die sie sich bemühen, sich in ihrer Gegenwart
wohl fühlt.
Noch besser: Fangen Sie an, sich mannigfaltige sinnliche
Beschreibungen einfallen zu lassen, damit Sie bei allen Leu-
ten Anklang finden!

Erweitern Sie Ihr Sprachgefühl


Welche Art sinnlicher Sprache
bevorzugen Sie?

♥ Denken Sie an eine Erfahrung, die Sie wirklich genossen


haben. Fangen Sie an, sie zu schildern. Sie können sie auf
Band sprechen oder aufschreiben.
♥ Ist Ihre Sprache reich an durch die Sinne geprägte Be-
schreibungen? Wenn ja, großartig! Weiter so! Wenn nicht,
finden Sie heraus, welche Sinnesarten Sie mehr mit einflie-
ßen lassen sollten. Schauen Sie sich die Beispiele für Sin-
nessprache auf den Seiten 60-62 an.
♥ Beschreiben Sie Ihre Erfahrung noch einmal und stellen Sie
jetzt einen anderen Sinn in den Vordergrund.

Geschichten erzählen

In allen Kulturen transportieren Geschichten tiefere Bedeu-


tungsinhalte. Wenn Sie erst einmal über das erste Stadium
der Begegnung hinausgekommen sind, indem Sie „Hallo“
oder „Guten Tag“ gesagt haben, können Sie Geschichten in
Ihre Unterhaltung einfließen lassen, um die Person in eine
positive Stimmung zu versetzen und sie für Ihre Flirtinitiative
empfänglicher zu machen! Beispielsweise:
„Es ist bald Weihnachten. Komisch, wie die Leute einmal im
Jahr anscheinend geneigt sind, freundlicher zu sein und
einander mehr zu akzeptieren. Wenn Sie in dieser Stimmung
sind, halten Sie sich dann nicht auch für großzügiger, offener
und empfänglicher für neue Ideen? Gestern Abend wurde mir
auf einer Party ein neuer Cocktail, den ich noch nie probiert
hatte, angeboten, und ich war überrascht, wie toll etwas
schmecken kann, das ich normalerweise nicht trinke, wenn
es mir in einer ganz anderen Atmosphäre angeboten wird.
Das ist wirklich interessant.“
Ist das nicht eine gute Geschichte, um etwa einen Klienten
dazu zu bringen, sich einer alten Idee in neuer Verpackung zu
öffnen oder in Erwägung zu ziehen, ein neues Produkt oder
eine neue Idee auszuprobieren? Oder in der Tat jemanden
dazu zu ermuntern, sich Ihnen zu öffnen?
Es gibt für jede Verfassung oder Stimmung, die Sie herbei-
führen wollen, und für jede Botschaft, die Sie vermitteln
möchten, eine Geschichte. Achten Sie von nun an auf Ge-
schichten, die andere erzählen, und auf Dinge, die Ihnen
passieren, und Sie werden bald über eine ganze Bibliothek
mit geeigneten Geschichten verfügen.

Welches ist Ihre Geschichte?

Welche Situationen würden davon profitieren, wenn Sie


Geschichten einsetzen, um eine Botschaft zu transportieren?
Welche Geschichten können Sie erzählen, um folgende Ein-
stellungen zu fördern?

♥ Neugierde
♥ Begierde
♥ Verlangen
♥ Vorfreude
Eine Geschichte über etwas zu erzählen und eine Person
dabei raten zu lassen könnte leicht Neugierde hervorlocken.
Eine Geschichte über Weihnachten und das Warten auf die
Geschenke könnte Vorfreude wecken.
Halten Sie Ausschau nach Geschichten, die sich nicht direkt
auf die Situation der Person beziehen, mit der Sie sich un-
terhalten.
Sie können auch die Geschichten anderer Leute erzählen,
etwa: „Da fällt mir ein, da hat mir eine Bekannte über diesen
Typ berichtet, den sie kennt…“ Auf diese Weise können Sie
eine Botschaft übermitteln, ohne Probleme zu bekommen,
weil Sie Lügenmärchen erzählen! Ich nenne dies „die Me-
thode, Geschichten aus kunstvoll vager Erinnerung zu er-
zählen“.

Überzeugende Sprachmuster

Spielen Sie Gedankenleser

Wenn Sie Wörter wie „Ich weiß, Sie sind…“ gebrauchen,


betreten Sie das Reich des Gedankenlesens. Gedankenlesen
kann unangenehm und ungehörig, aber auch sehr nützlich
sein und jemanden in eine bessere Stimmung versetzen, zum
Beispiel:

♥ „Ich weiß, dass du dich gerne amüsierst, und ich weiß, dass
du schon tolle Sachen erlebt hast…“
♥ „Ich bin überzeugt, du fragst dich, wie du wissen kannst,
wann jemand der Richtige für dich ist.“

Beim zweiten Beispiel wird Ihre Formulierung den Zuhörer


dazu bringen, unbewusst zu prüfen, ob er tatsächlich weiß,
wann jemand zu ihm passt. Und Sie schicken ihn zu einem
Ziel Ihrer Wahl. Ist das Manipulation? Nun ja, wenn es dem
anderen nicht gefällt, wird er gleich aufmerken und den Kopf
schütteln.
„Das gefällt Ihnen, nicht wahr?“

Haben Sie sich je eine dieser Gerichtssendungen im Fern-


sehen angeschaut, bei denen Sie die Art und Weise, wie vor
Gericht verhandelt wird, verfolgen können? Dann haben Sie
Anwälte Sachen sagen hören wie:

♥ „Nun, Mr. Roberts, Sie wollten Ihre Mutter aus dem Weg
haben, nicht wahr?“
♥ „Und, Miss Johnson, Sie stimmen mir doch sicher zu, dass
Sie einfach ein wenig verärgert über den Vorfall waren, nicht
wahr?“

Diese Fragen lassen dem anderen scheinbar, aber nicht


wirklich die Wahl. Tatsächlich führen sie den anderen zu einer
bestimmten Antwort hin.
Überlegen Sie mal, was passiert, wenn jemand Ihnen Dinge
sagt, wie:

♥ „Dieses Buch ist spannend zu lesen, meinst du nicht auch?“


♥ „Diese Nacht ist wie geschaffen für einen Spaziergang im
Park, nicht wahr?“
♥ „Du hast doch bestimmt Lust auf ein tolles Essen in einem
feinen Restaurant, nicht wahr?“

Sie äußern eine Feststellung und fügen am Ende etwas hinzu,


das den anderen ermuntert, Ihnen beizupflichten. Das er-
leichtert es ihm, dem Vorschlag in der Feststellung zuzu-
stimmen, nicht wahr? Diese „Anhängsel“-Fragen, wie man sie
nennt, dienen dazu, die vorhergehende Feststellung zu un-
termauern. Denken Sie nur, wie nützlich dieser Trick ist, um
eine Zustimmung von jemandem zu bekommen, sei es nun in
einer romantischen Flirtsituation oder einer beruflichen Be-
sprechung.
Betten Sie die Idee ein

Halt. Lesen Sie dieses Kapitel nicht weiter, sofern es nicht


Dinge gibt, die Sie sich von anderen wünschen, aber bisher
noch nicht bekommen haben. Ob Sie meinen, Sie können es
bekommen oder nicht, ist hierbei unwichtig im Vergleich zu
dem, was Sie brauchen, um erfolgreich zu sein und
Sprache auf äußerst wirkungsvolle Weise zu gebrau-
chen.
In den obigen Sätzen sind Befehle versteckt. Sie sind durch
fette Schrifttypen hervorgehoben. Lesen Sie weiter. Sie
können erfolgreich sein auf äußerst wirkungsvolle
Weise! Aber ehe Sie das ausprobieren, denken Sie daran,
dass Sie niemanden zwingen können, etwas gegen seinen
Willen zu tun, wohingegen Sie ihn zu etwas bewegen können,
wofür er aufgeschlossen ist.
Wenn Sie Ihren Tonfall ändern und beim Aussprechen der
Befehle empathischer werden, einen tiefen Rapport aufge-
baut und einen guten Rhythmus haben, das Tempo vorgeben
und beobachten, was vor sich geht, können die anderen
unbewusst diese Befehle aufnehmen. Damit das funktioniert,
müssen allerdings viele Faktoren zusammenwirken. Sie
schaffen das nicht ohne Rapport, entsprechenden Tonfall und
eine gute Verfassung.

Und so funktioniert’s

Um einen eingebetteten Befehl zu geben, müssen Sie einfach


einen Befehl in einen kleinen Satz einbauen. Um zu betonen,
dass es sich um einen Befehl handelt, müssen Sie die Wir-
kung des Tonfalls am Satzende kennen:

♥ Wenn die Stimme am Satzende höher wird, hören die Leute


eine Frage.
♥ Wenn der Tonfall gleich bleibt, hören die Leute eine Aus-
sage.
♥ Wenn sich die Stimme senkt, hören die Leute einen Befehl.

Gute Kommunikatoren setzen unbewusst den richtigen Ton-


fall ein.
Um den Befehl wirksamer zu machen, sagen Sie den ersten
Teil des Satzes, legen eine kleine Pause ein und verändern
dann den Tonfall und reden lauter, wenn Sie den Befehl
sagen.

Vorsicht vor den falschen Befehlen

Wie oft sagen Leute Dinge wie: „Du solltest dich nicht so
mies fühlen“? Die meisten von uns äußern solche Befehle,
ohne es zu merken. Doch wenn jemand verletzlich ist und
sich nicht eben gut fühlt, kann der Befehl seine schlechte
Verfassung verstärken. Denken Sie nach, bevor Sie reden!
Da Sie jetzt wissen, worauf Sie achten müssen, können Sie
das ändern. Mit zunehmender Übung werden Sie dann zuerst
nachdenken, bevor Sie den Mund aufmachen.

Eingebettete Befehle

Schreiben Sie sich als Übung kurze Sätze mit eingebetteten


Befehlen auf.
Zum Beispiel: „Wie gut können Sie sich jetzt entspannen?“
Der Befehl lautet: „Jetzt entspannen!“

Wenn Sie sich dessen besser bewusst werden, fällt Ihnen


vielleicht allmählich auf, wie andere Leute falsche oder
schlechte Befehle von sich geben. Wenn Sie in diesem Buch
einen schlechten Befehl bemerken, lassen Sie es mich wissen
– konstruktive Rückmeldung ist für uns alle wichtig!
Verneinungen: Lesen Sie das nicht

Richtig, denken Sie jetzt nicht an tollen Sex. Denken Sie nicht
daran, was Sie zum Frühstück gegessen haben. Lesen Sie das
nicht.
Wetten, dass Sie jetzt an tollen Sex dachten, obwohl der
Befehl lautete, es nicht zu tun?
Die Verneinung ist ein merkwürdiges Phänomen. Damit das
Gehirn sie verarbeiten kann, muss es zuerst an die Sache
denken, an die es, wie Sie ihm befehlen, nicht denken darf,
um daran denken zu können, dass es nicht daran denken
darf!
Manchmal ist das alles andere als hilfreich. Was sagen wir
meistens zu Leuten, wenn wir sie trösten wollen: „Mach dir
keine Sorgen!“ Indem wir das Wort „Sorgen“ aussprechen,
haben wir ihre Aufmerksamkeit bereits auf Sorgen gelenkt.
Genauso verhält es sich mit „Nur keine Panik!“ – eine ge-
bräuchliche Wendung.
Wie oft gebrauchen Sie also Wörter auf diese Weise und
welche Auswirkungen könnte das auf andere haben? Welche
anderen Wörter könnten Sie stattdessen wählen? Aus „Nur
keine Panik“ könnte „Ruhe bewahren“ werden.
Wenn Sie mit Hilfe von Sprache andere beeinflussen wollen,
denken Sie an diese goldene Regel:

Verwenden Sie immer Worte, die deutlich machen,


was die anderen Ihres Erachtens tun oder fühlen soll-
ten, nicht, was sie Ihres Erachtens nicht tun sollten.

Tun Sie nicht…

Das bloße Wissen um dieses Muster wird Ihre Wachsamkeit


auf Ihre eigenen Sprechmuster richten, und das bloße Wissen
reicht bekanntlich manchmal aus, um eine Veränderung zu
bewirken!
Sie können damit beginnen, indem Sie eine kurze Liste der
„Tu nicht “ -Wörter, die Sie oft benutzen, erstellen, und sich
Alternativen, einfallen lassen, wie in dem Beispiel „keine
Panik!“ und „Ruhe bewahren“.

Voraussetzungen

Eines der wirkungsvollsten linguistischen Mittel ist die Vor-


aussetzung. Voraussetzungen sind die Dinge, von denen wir
annehmen, dass etwas sich so verhält, ohne es auszuspre-
chen. Wenn wir beispielsweise sagen „Sie zeigte die Anzei-
chen“, setzen wir voraus, dass es sich um eine Frau handelte,
dass es Anzeichen gab und dass sie diese Anzeichen er-
kennen ließ. Diese Elemente müssen vorhanden sein, damit
der Satz einen Sinn ergibt.
Haben Sie einen dieser Zeitschriftenartikel mit Überschriften
gelesen, wie: „Wie viel aufregender kann Ihr Sexleben wer-
den?“ Diese Worte entspringen einer Überzeugung, die vor-
aussetzt, Sie hätten ein aufregendes Sexleben und es könnte
besser werden.
Leute, die gut flirten und beeinflussen können, verwenden
andauernd Sätze, die voraussetzen, dass sie, egal worum es
sich handelt, wollen, dass der andere ihnen zustimmt.
„Wie wäre es, wenn wir uns am Mittwoch oder Samstag auf
einen Kaffee treffen?“
Das setzt voraus, dass Sie den anderen treffen möchten, und
zwar an einem dieser zwei Tage. Sie werden dazu gebracht,
sich zwischen Mittwoch und Samstag zu entscheiden, nicht
ob Sie Kaffee möchten oder nicht!
Vergleichen Sie das mit der unbewussten Antwort, die Sie
vielleicht auf „Würdest du dich gerne irgendwann mal mit mir
treffen?“ geben würden. Dieser Satz lässt zu viel offen.
Bei Voraussetzungen impft man dem anderen die Idee ein, es
werde etwas passieren und es sei nur offen, wie, wann und
auf welche Weise dies geschehen wird.
Voraussetzungen aufspüren

Überprüfen Sie diese Sätze und arbeiten Sie heraus, was


vorausgesetzt wird und wie es sich auf Sie auswirken könnte.
Ich mache Ihnen dies am ersten Beispiel vor.
„Wann wäre denn ein guter Zeitpunkt für uns, uns auf einen
Drink zu treffen – diese Woche oder am kommenden Wo-
chenende?“

Dies setzt voraus:

♥ Sie würden sich gerne mit mir treffen.


♥ Sie und ich werden uns treffen.
♥ Und zwar auf einen Drink.
♥ Es wird entweder diese Woche oder am kommenden Wo-
chenende sein.

Und jetzt überprüfen Sie die folgenden Aussagen. Was wird


hier vorausgesetzt?

♥ „Mir ist es egal, ob du dich bei mir per E-Mail oder Fax
meldest. Ich freue mich auf deine Antwort.“
♥ „Möchtest du die neue Bar, von der ich dir erzählt habe, vor
oder nach dem Spiel ausprobieren?“
♥ „Wie leicht fällt es dir, dich nach einem arbeitsreichen
Bürotag zu entspannen?“
♥ „Ehe du dich entscheidest, überlege, wie viele nützliche
Kontakte du auf der Party knüpfen könntest.“
♥ „Ich würde noch gerne ein paar Punkte durchgehen, ehe
Sie das Projekt abschließen.“
♥ „Ist Ihnen aufgefallen, wie mühelos es ist, sich einfach
zurückzulehnen und nur das, was gerade im Moment abläuft,
zu genießen?“

Es kommt bei Voraussetzungen als überzeugende Sprach-


muster darauf an, dass Sie dem Zuhörer Wahlmöglichkeiten
bieten, aber die Antwort voraussetzen, die Sie hören möch-
ten!
Die Verwendung der oben genannten Beispiele eignet sich zur
Schulung Ihrer Fähigkeit, sich für jene Gelegenheiten Vor-
aussetzungen einfallen zu lassen, wenn jemand einen kleinen
Schubser im Entscheidungsfindungsprozess benötigt!

Denken Sie sich Voraussetzungen aus

Wörter wie „bevor“, „wenn“, „während“ sind überaus nützlich


bei der Konzeption von Voraussetzungen. Lesen Sie diesen
Satz:

Während Sie hier sitzen und dies lesen, fragen Sie sich viel-
leicht, wie leicht Sie erfolgreiches Flirten lernen können.

Was bewirkte das bei Ihnen? Halten Sie inne und überlegen
Sie. Das Wörtchen „während“ verbindet eine Tatsache, die
wahr ist, mit etwas, das ich Ihnen vorschlagen möchte.
Wie können Sie diese Dinge zusammenbringen, um anderen
wirkungsvolle Vorschläge zu unterbreiten?
Ich gebe Ihnen einige Hinweise. Denken Sie an eine geistige
Einstellung, die Sie hervorrufen möchten, etwa Neugierde. In
diesem Fall könnten Sie zu jemandem sagen:

♥ „Ich weiß nicht, wie neugierig Sie sind, wenn…“


♥ „Sobald Sie neugierig werden…“
♥ „Bevor Sie ein wenig neugierig werden…“
♥ „Sind Sie sehr neugierig oder nur ein bisschen?“

Es gibt hier jede Menge Möglichkeiten. Und jetzt probieren


Sie es selbst!
Voraussetzungen formulieren

♥ Denken Sie an eine künftige Interaktion, die Sie mit je-


mandem anstreben – Ihrem Chef, einem Freund, einer Per-
son, in die Sie verliebt sind.
♥ Denken Sie an eine nützliche Voraussetzung. Möchten Sie,
dass der andere davon ausgeht, etwas sei leicht, er werde
davon sehr profitieren, er werde es wirklich überaus genie-
ßen?
♥ Schreiben Sie Aussagen mit Voraussetzungen auf, die den
anderen in diese Richtung führen werden. Verwenden Sie die
Beispiele als Leitfaden. Schreiben Sie so viele Vorausset-
zungen auf, wie Ihnen Ihres Erachtens nützen können – wenn
Sie sie jetzt nicht gebrauchen, werden sie Ihnen später von
Nutzen sein.

Die Reue des Überredeten

Manchmal scheinen diese Techniken perfekt zu funktionieren,


weil die Leute naiv und empfänglich sind und Ihnen ver-
trauen. Wenn Ihnen nicht deren Bestes am Herzen liegt,
erzielen Sie vielleicht anfänglich Erfolge, die allerdings von
der „Reue des Überredeten“ getrübt sein werden.

Petas Geschichte:
Eine schmeichelhafte Überraschung

Eine Bekannte rief mich an und schwärmte von einer „ge-


schäftliche Gelegenheit“. Sie versuchte, mich dazu zu brin-
gen, einen „Einführungsabend“ zu besuchen und mich
schließlich einem Marketingprogramm nach dem Schnee-
ballsystem anzuschließen. Normalerweise lehne ich so etwas
ab, aber das Gespräch lief folgendermaßen ab:

Hallo, Peta! Kürzlich ist mir etwas Tolles passiert und ich
konnte im Nu mühelos eine Menge Geld verdienen. Und so
überlegte ich, wer zu den extravertiertesten, neugierigsten
und interessantesten Leuten gehört, die ich kenne, und da-
von ebenfalls profitieren könnte. Und Peta, da bist du mir auf
Anhieb eingefallen. Du hast anscheinend immer den Dreh
raus, mit den richtigen Leuten ins Gespräch zu kommen. Und
deshalb wäre diese geschäftliche Gelegenheit ein Hit für dich.
In London findet ein kostenloser Vortrag darüber statt. An
welchem Tag würdest du gerne kommen, am Mittwoch oder
am Samstag?

Ich besuchte diese Veranstaltung und ließ mich auf die Sache
ein, weil ich mich von der überwältigend überredenden
Sprache meiner Bekannten verleiten ließ, die damals viel
mehr als ich davon verstand! Als ich später erkannte, dass
ich, um Geld zu verdienen, dieselben Taktiken bei meinen
Freunden anwenden musste, entschied ich mich dagegen. Es
kam mir vor, als hätte mich meine Bekannte übers Ohr
gehauen. Ich zog daraus die Lehre, dass ich mehr Verant-
wortung für mich übernehmen musste, aber es dauerte lan-
ge, bis mir bei Vorschlägen, die mir diese spezielle Bekannte
machte, wieder wohl war.
Wenn Sie also mit überredender Sprache arbeiten, sollten Sie
sicher sein, dass das, was Sie vorschlagen, das Richtige für
diese Person ist. Denken Sie daran: Sie sollen den anderen
führen, nicht manipulieren!

Mit der richtigen Einstellung klappt es!

Mit der richtigen Einstellung können diese Sprachmuster


wirksame Verführungshilfsmittel sein. Überlegen Sie, wie Sie
diese Muster allmählich adaptieren können, damit sich die
Leute stärker zu Ihnen hingezogen fühlen. Alles ist möglich!
Sprache: Das Erkundungsspiel

Die Worte der anderen verstehen

Unsere Worte sind die Quellen riesiger Ozeane sinnlicher


Informationen und Erfahrung. Sie tragen für uns eine je
einzigartige Bedeutung. Wir können uns alle bei Wörtern wie
„Hund“ oder „Katze“ auf dasselbe einigen. Aber wenn ich Sie
bitten würde, an eine Katze zu denken, würde sich Ihr Bild
sehr von dem meinen unterscheiden.
Weil Wörter sehr mit Emotionen verbunden sind, zeugt es
von Respekt, wenn man dies im Gespräch mit anderen be-
achtet.

Pauls Geschichte:
Eine vernarrte Besessnheit

Ein Freund von mir ist Motorradjournalist. Wenn er nicht über


Motorräder schreibt, testet er neue Motorräder, düst damit
herum oder liest über Motorräder. Als ich ihm das erste Mal
begegnete, meinte ich: „Du bist ja von Motorrädern beses-
sen.“ Ich merkte, wie sich sein Gesicht veränderte. Er run-
zelte leicht die Stirn, sein Mund zog sich ein wenig zusam-
men, und er rückte ein wenig von mir ab. Irgendetwas
stimmte nicht.
Ehe er antworten konnte, fragte ich ihn: „Was versteht du
unter besessen’?“
Er sagte mir: „Mir gefällt das Wort nicht, um das zu be-
schreiben, was ich mache. Besessen ist ein zu starkes Wort.
Besessenheit ist ungesund. Ich bin vernarrt in Motorräder,
aber nicht davon besessen.“
Bei diesem Gespräch war das Wort „Besessenheit“ für mich
positiv besetzt, aber für ihn bedeutete es etwas ziemlich
Negatives.
Sagen Sie tatsächlich, was Sie meinen?

Die Wörter, die wir benutzen, haben eine einzigartige Be-


deutung für uns. Wenn wir bei jedem Wort, das wir sagen,
diese Bedeutung extra erklären mussten, kämen wir natür-
lich gar nicht mehr zum Kommunizieren. Unsere Sprache hat
eingebaute Muster, die uns erlauben, flüssiger zu sprechen.
Wir neigen dazu, etwas auszulassen, zu verallgemeinern und
gelegentlich unsere Wörter zu verdrehen. Aber manchmal
befleißigen sich Leute eines derart vagen Sprachgebrauchs,
dass der andere sich die Bedeutung regelrecht ausmalen
muss. Das behindert eine klare und bedeutsame Kommu-
nikation ernsthaft!
Zum Glück gibt es Möglichkeiten, vage Aussagen zu hinter-
fragen, um mehr Klarheit zu bekommen. Bei ersten Begeg-
nungen ist das wirklich nützlich. Es ist ungemein wichtig,
dass wir nicht aus einer Interaktion mit einer falschen Vor-
stellung herausgehen…

Klarheit schaffen

Verallgemeinerungen

Nehmen wir zum Beispiel an, jemand erzählt Ihnen: „Ich


kann einfach nicht gut mit Leuten.“ Diese Verallgemeinerung
lässt die Dinge viel schlimmer erscheinen, als sie vielleicht
sind. Um hier Klarheit zu schaffen können Sie fragen: „Mit
welchen Leuten?“ oder: „Ich möchte wetten, dass es schon
mal eine Gelegenheit gab, bei der du gut mit jemandem
ausgekommen bist, nicht wahr?“
Indem Sie eine Aussage auf diese Weise hinterfragen, kön-
nen Sie einen anderen zu einer besseren mentalen Einstel-
lung hinführen. Bedenken Sie, dass Sie die Leute in eine gute
Stimmung versetzen müssen, wenn Sie eine positive Inter-
aktion mit ihnen haben möchten. Diese Technik ist in
Freundschaften oder beruflichen Situationen nützlich, allein
deshalb, weil Sie sich kaum auf eine Liebelei mit jemandem
einlassen möchten, der so eingestellt negativ ist! Und denken
Sie daran, dass Sie auf keinen Fall so über sich selbst spre-
chen dürfen!
Manche Aussagen sind Verallgemeinerungen darüber, wie die
Welt ist, beispielsweise:

♥ „Alle guten Männer sind schon vergeben.“


♥ „Alle Männer sind untreu.“

Wenn Sie in solch einem Fall den Sprecher aus seiner be-
grenzten Weltsicht herausreißen wollen, können Sie etwa
fragen:

♥ „Was, du glaubst, es sind auf der ganzen Welt absolut keine


guten Männer mehr zu haben, nicht ein einziger?“
♥ „Willst du damit sagen, es gibt keinen einzigen Mann auf
der ganzen Welt, der zur Treue fähig ist? Mit Sicherheit
nicht?“

Klären Sie die Bedeutung

Manchmal generalisiert jemand nicht, sondern verwendet


Wörter, die für ihn eine ganz bestimmte Bedeutung tragen –
aber möglicherweise eine, die Sie nicht teilen. Beispielsweise
wenn jemand zu Ihnen sagt: „Ich möchte, dass du roman-
tischer bist“, wäre es dann nicht gut, wenn Sie ein paar
Informationen mehr darüber hätten, was der andere unter
Romantisch-Sein versteht?
Sie bekämen viel mehr Informationen, wenn Sie fragen
würden: „In welcher Hinsicht möchtest du, dass ich roman-
tischer bin?“ oder „Was, meinst du, sollte ich denn tun oder
sagen, was romantischer wäre?“
Passen Sie allerdings auf, wie weit Sie nachbohren. Wenn Sie
zu sehr auf Logik pochen, fragen Sie zum Schluss noch:
„Romantischer als was?“, und das wäre für Ihr Gegenüber
sehr irritierend.
Regeln

Die Leute stellen auch bestimmte „Regeln“ auf, wie die Welt
sein wird, etwa: „Das ist doch sonnenklar, dass sie sich nichts
aus mir machen wird.“ Hinterfragen Sie dies durch: „Für wen
ist das sonnenklar?“

Aus einem Verb ein Substantiv machen

Ein sehr häufiges Beispiel dafür lautet: „Meine Beziehung


läuft nicht gut.“ Hier nehmen wir ein Verb und machen es zu
einem Substantiv. Um dessen Bedeutung zu entschlüsseln,
müssen Sie zum Verb zurückgehen. In diesem Fall kann man
also fragen: „Auf welche Weise beziehen Sie sich nicht gut
aufeinander?“

Einschränkungen

Manche Leute erlegen sich selbst Einschränkungen auf, zum


Beispiel: „Ich kann vor anderen nicht tanzen“ oder „Ich
konnte einfach nicht .Nein’ sagen.“
Wenn man diese Leute ermutigen möchte, sich weniger zu
bremsen, kann man Fragen stellen, wie: „Was würde pas-
sieren, wenn du es tätest?“
Einige Einschränkungen gründen auf den Regeln anderer,
oder es handelt sich um Regeln, die Sie übernommen haben,
ohne sie vorher auf ihre Nützlichkeit zu überprüfen, wie:

♥ „Ich muss an meinen Ruf denken.“


♥ „Frauen sollten nicht den ersten Schritt machen.“
♥ „Ich sollte sie täglich anrufen.“

Geben Sie solche Feststellungen von sich? Fragen Sie sich


doch einmal, woher diese Regeln stammen und inwieweit sie
Ihnen nützen. Wenn Sie sich Wörter sagen hören wie „sollte“,
„muss“, „kann nicht“, „sollte nicht“, „musste eigentlich“ und
„darf nicht“, fragen Sie sich grundsätzlich: „ Was würde
geschehen, wenn…?“ Beispielsweise:
♥ „Was würde geschehen, wenn ich nicht an meinen Ruf
dächte?“
♥ „Was würde geschehen, wenn ich den ersten Schritt ma-
chen würde?“
♥ „Was würde geschehen, wenn ich nicht täglich anriefe?“

Wenn Sie dies möchten und es für die weitere Interaktion von
Vorteil wäre, könnten Sie auch Ihrem Gesprächspartner die
Fragen stellen. Dies ist hilfreich, um Perspektiven in einer
Situation zu sehen, die begrenzt erscheint!

Ursache und Wirkung

Manche Feststellungen setzen voraus, es gäbe für die Hand-


lung eines Menschen einen Grund, etwa: „Du bringst mir nie
Blumen mit – du liebst mich nicht“ und „Er ruft mich jeden
Tag an – der muss ja ganz verzweifelt sein“. In solchen Fällen
können Sie fragen:

♥ „Inwiefern bedeutet die Tatsache, dass ich dir nie Blumen


mitbringe, dass ich dich nicht liebe?“
♥ „Wieso macht die Tatsache, dass er jeden Tag anruft, ihn
gleich ganz verzweifelt? Gibt es vielleicht andere Gründe,
weshalb er jeden Tag anruft – etwa, dass er sich gerne mit dir
unterhält?“
Gedankenlesen

„Er kann mich nicht ausstehen“ oder „Wenn du mich lieben


würdest, wüsstest du, wie du mich zufrieden stellen kannst“.
Diese Aussagen sind reine Gedankenleserei. Und Sie können
sie ganz einfach so hinterfragen: „Woher weißt du das?“
Indem Sie jemanden so herausfordern, veranlassen Sie ihn,
Beweise für seine Aussage anzuführen – und über ihren
Wahrheitsgehalt nachzudenken.

Opferstatus

In den folgenden Aussagen klingt ein opferähnlicher Status


durch, beispielsweise:

♥ „Du hast mich in Rage gebracht.“


♥ „Jedes Mal, wenn du nicht anrufst, geht es mir schlecht.“
♥ „Ich wünschte, sie würde nicht ständig an mir herumnör-
geln, ich komme mir so unnütz vor.“

Wenn Sie sich selbst oder andere bei dieser Art Aussage
ertappen, halten Sie inne und überlegen Sie: „Gebe ich die
Verantwortung für meine Gefühle auf? Haben andere Men-
schen Macht über mich?“
Sie könnten sich fragen: „Wie schaffe ich es, dass ich immer
wieder zum Opfer werde?“

Die Aussagen anderer abklopfen

Sie hören täglich, wie Leute diese Sprachmuster verwenden.


Überlegen Sie, während Sie anderen zuhören:

♥ Bei welchen Aussagen fehlen Informationen, sodass Ver-


wirrung entstehen könnte?
♥ In welchen Aussagen kommen massive Verallgemeine-
rungen über die Welt vor?
♥ Welche Aussagen verhindern, dass sich Möglichkeiten
eröffnen, oder schränken diese ein?
♥ Welche Aussagen sind Anzeichen für von außen auferlegte
Verhaltensregeln?
♥ Welche Aussagen schaffen feste Überzeugungen aus blo-
ßem, dürftigem Augenschein?
♥ Welche Aussagen geben die Verantwortung für Gefühle an
jemand anderen ab?
♥ Welche Aussagen machen Annahmen darüber, was jemand
denkt oder fühlt?

Durch diese Fragen können Sie die Bedeutung klarer er-


kennen und vermeiden es, vorschnell Schlussfolgerungen zu
ziehen. Stellen Sie die passenden Fragen, wenn Sie diese
Sprachmuster bemerken, um die betreffende Person in ein
anderes Fahrwasser zu bringen.

Machen Sie es wie Inspektor Columbo

Manchmal hilft es, wenn man sich eine freundliche Art, Fra-
gen zu stellen, angewöhnt, damit man nicht als vollwertiges
Mitglied der spanischen Inquisition erscheint.
Wenn Sie die Fernsehserie Columbo kennen, sind Sie mit der
leicht vertrottelten Art des Detektivs vertraut, wie er verdutzt
dreinschaut, sich am Kopf kratzt, den Kopf schief legt und
dann unschuldig sagt: „Eines würde ich gerne noch wissen.
Ich bin etwas langsam und muss noch einmal durchgehen,
was Sie sagten.“
Sie können Ihre eigenen Columbo-ähnlichen Eröffnungen zur
Bedeutungsklärung erfinden:

♥ „Tut mir Leid, ich bin etwas durcheinander. Darf ich nach-
fragen, sagten Sie gerade…?“
♥ „Oh, das klingt interessant, aber ich bin mir bei ein paar
Punkten nicht sicher, ob ich sie richtig verstanden habe.
Könntest du nachsichtig mit mir sein und es mir noch einmal
erklären…?“
Wenn Sie sich „Columbo“-Eröffnungssätze einfallen lassen,
können Sie die Aussagen anderer Leute hinterfragen, ohne
wie ein Anwalt, der ein Kreuzverhör führt, zu wirken.

Warum? Die schlimmste Frage überhaupt

♥ Warum vergisst du immer, was ich dir erzähle?


♥ Warum hast du das getan?
♥ Warum hat sie mir einen Korb gegeben?
♥ Warum verwenden wir dieses Wort so oft, und welche
Auswirkungen hat dies?

Wenn Sie „Warum?“ fragen, insbesondere in Verbindung mit


unproduktiven Handlungen, schicken Sie entweder sich
selbst oder eine andere Person auf die unbewusste Suche
nach Rechtfertigung. Und wenn man das Wort anklagend
oder mit negativer Betonung sagt, merken die Leute
manchmal, dass sie sich bei ihren Antworten selbst verur-
teilen:

„Warum vergisst du immer meinen Geburtstag?“


„Weil du Dinge vergisst, die für mich wichtig sind.“
„Weil ich gedankenlos bin, ein schlechtes Gedächtnis habe“
etc….

Anstelle einer Antwort, bei der sich der andere selbst ver-
urteilt, rückt er mitunter mit einer Ladung negativer Dinge
über Sie heraus, vor allem wenn Ihre Frage anklagend klingt,
was oft der Fall ist, wenn Sie mit „warum“ beginnen. Passen
Sie mit dem Wort „warum“ auf, weil es andere in die Defen-
sive drängen kann und sie darauf vielleicht mit Worten rea-
gieren, die sie nicht unbedingt meinen und die Sie verletzen
könnten.
Was und wie sind besser als warum.

Welche Alternativen gibt es also?


Stellen Sie sich vor, Sie haben jemanden angesprochen und
einen Korb bekommen. Statt „Warum habe ich das so ver-
bockt?“, könnten Sie sich fragen:

♥ „Wie könnte ich das beim nächsten Mal vermeiden?“


♥ „Wie kann ich mein Verhalten ändern, damit es das nächste
Mal besser klappt?“
♥ „Was kann ich aus der Abfuhr lernen, das meine Chancen
verbessert?“
♥ „Wie kann ich mich ändern, um mehr (das Gegenteil des
negativen Wortes einsetzen, das Sie verwenden wollen) zu
sein?“
Diese alternativen Fragenstellungen werden in positiveren
und nützlicheren Antworten resultieren, die ihrerseits wie-
derum zu positiveren und nützlicheren Handlungen führen
werden. Man wird Sie als einen positiveren und hilfreicheren
Menschen betrachten! Und die anderen werden Ihre Ge-
genwart genießen. Und wer weiß, wohin das führen wird?

Wie sprechen Sie mit sich selbst?

Wörter beeinflussen unsere Emotionen

Ich las eine E-Mail einer Freundin, wobei mir die vielen ne-
gativen Wörter, die sie verwendet hatte, auffielen. Jedes
zweite Wort lautete „deprimiert“ oder „verärgert“. Was lief
Ihrer Meinung nach wohl in ihr ab, als sie diese Wörter
schrieb? Wörter rufen bekanntlich Emotionen hervor. Am
Ende der E-Mail muss sie sich zweifellos noch niederge-
schlagener und ärgerlicher als zuvor gefühlt haben!
Denken Sie daran, dass man sich zu sonnigen Menschen
hingezogen fühlt. Ihre Sprache kann Sie als Miesepeter oder
als Sonnenschein kennzeichnen. Was möchten Sie lieber
sein?
Welche Wörter, die vielleicht nicht so hilfreich sind, ge-
brauchen Sie regelmäßig? Welche Wörter könnten Sie
stattdessen verwenden?
Eines der am meisten einschränkenden Wörter, die wir ver-
wenden, lautet „Problem“. Verwenden Sie dieses Wort aufs
Geratewohl? Ich verwendete es früher andauernd! Jetzt habe
ich für bestimmte „negative“ Wörter, die ich früher oft sagte,
einen Trigger gesetzt, so dass ich, wenn sie mir in den Sinn
kommen, automatisch an ein alternatives Wort, das eine
„neue Möglichkeit“ eröffnet, denke.

Wörter, die neue Möglichkeiten eröffnen

♥ Denken Sie an eine tatsächliche oder mögliche Situation,


die Sie als „Problem“ bezeichnen. Wie fühlen Sie sich dabei?
Achten Sie darauf, was in Ihrem Körper vorgeht, welche
Bilder, Töne und Gefühle in Ihnen aufsteigen.
♥ Jetzt denken Sie an dieselbe Situation als eine „Heraus-
forderung“. Wie verändert dies die Art, wie Sie sich fühlen?
Eröffnet Ihnen die Vorstellung, dass etwas eine Herausfor-
derung ist, mehr Möglichkeiten? Selbstverständlich!
♥ Erstellen Sie eine Liste mit drei einschränkenden und e-
motional negativen Wörtern, die Sie regelmäßig gebrauchen.
♥ Schauen Sie sich die drei Wörter an und finden Sie hierfür
einige alternative Wörter, die neue Möglichkeiten eröffnen.
♥ Dabei überprüfen Sie, wie Sie sich bei diesen neue Mög-
lichkeiten eröffnenden Wörtern im Vergleich zu den alten
einschränkenden Wörtern fühlen.

Wenn Sie anfangen, Wörter zu verwenden, die eher mit


Möglichkeiten als mit Unmöglichem verbunden sind, eröffnen
Sie sich mehr Möglichkeiten und Chancen. Sie werden un-
bewusst allmählich andere Signale aussenden, und die an-
deren werden sie aufnehmen. Die Ihnen verfügbaren Mög-
lichkeiten werden automatisch zunehmen, während mehr der
richtigen Leute von Ihrem sonnigen Charakter angezogen
werden.

Ein letztes Wort

Sie können Sprache auf viele Arten einsetzen, um andere zu


beeinflussen, und es gibt viele Methoden, wie Sie Klarheit
über die Aussage eines anderen gewinnen können. Während
Sie von jetzt an auf die Sprache achten, werden Sie mehr und
mehr dieser Sprachmuster hören, und Sie werden bemerken,
wie diese unsere Alltagssprache durchsetzen.
Ich lade Sie ein, an diesen Sprachmustern zu arbeiten und
daran, wie man sie zum Positiven statt zum Negativen ein-
setzen kann. Schreiben Sie sich so viele überzeugende Mu-
ster wie nötig auf, und verwenden Sie sie von nun an.
Wenn Sie Aussagen hören, die verallgemeinern, Informati-
onen auslassen oder verzerren, üben Sie im Kopf Hinter-
fragungen, die Sie vielleicht dagegensetzen möchten. Wenn
Sie sich dabei wohl fühlen und wenn es für den Fortgang einer
positiven Interaktion zwischen Ihnen und einer anderen
Person wichtig ist, können Sie sachte beginnen, deren
hemmende oder vage Aussagen laut zu hinterfragen.
Probieren Sie es zuerst mit Ihren Freunden aus und achten
Sie auf ihre Reaktionen. Denken Sie daran, wachsam zu sein
und Ihre Sinne zu schärfen, weil die anderen ihre Reaktionen
sowohl körperlich als auch verbal zeigen werden.
Ich weiß, Sie werden diese wirkungsvollen Muster klug ein-
setzen, um anderen ein gutes Gefühl zu verschaffen und mit
schmeichelnder Sprache zu kommunizieren!
Teil 3
Integration
Kapitel 12

Ihre flirtreiche
Zukunft

Das Abenteuer Ihres Lebens


Sie können nie zu neuen Ozeanen aufbrechen, wenn
Sie nicht die Küste aus den Augen verlieren.

Jetzt haben Sie eine Menge Einstellungen und Techniken,


über sich selbst nachzudenken, sowie einige wichtige Fer-
tigkeiten gelernt. Doch wie nehmen Sie nun Ihr neues flir-
tendes Ich in die Zukunft und beginnen wirklich, um das, was
Sie wollen, zu flirten?

Hören Sie auf sich selbst


Sie befinden sich mitten im Abenteuer Ihres Lebens. Da
draußen warten wunderbare Dinge auf Sie. Hören Sie auf
Ihre eigenen Botschaften. Beantworten Sie die Rufe, die aus
Ihrem Inneren kommen, denn dort sind Sie wirklich Sie
selbst! Fragen Sie sich:

♥ Höre ich etwas nach mir rufen?


♥ Wehre ich mich gegen etwas, das vielleicht ein Ruf ist?
♥ Ist die Aussicht verlockend und verführerisch?
♥ Was hält mich davon ab?
♥ Was passiert, wenn ich es nicht mache?
♥ Was passiert, wenn ich es mache?
Vergessen Sie nicht, wer zögert,…. wartet und wartet und
wartet.

Der Schlüssel, Ihre Träume zu realisieren

Wenn Sie wissen, was Sie wollen, können Sie anfangen,


davon zu träumen. Leute, die sich darauf verstehen, ihre
Träume zu realisieren, haben Etliches gemeinsam. Folgende
Schlüsselfaktoren haben sich als hilfreich erwiesen. Sie
müssen:

♥ wissen, wie Ihr Leben aussehen soll;


♥ eine machtvolle Vision davon haben;
♥ regelmäßig diese Vision geistig ausleben;
♥ an sich glauben, Risiken eingehen und Ihre Vision aktiv
anstreben;
♥ wissen, dass der Kontakt mit anderen für Ihren Erfolg
unabdingbar ist.

Was wollen Sie jetzt?

Die Fähigkeit zu hoffen ist das bedeutsamste Grundelement


des Lebens. Sie verschafft den Menschen ein gewisses Ziel
und die Energie, mit seiner Verfolgung anzufangen.
Norman Cousins

Sammis Geschichte:
„Ich werde das bekommen“

Der Sohn meiner Freundin Susan, Sammi, verfügt über diese


wundervolle Fähigkeit, das zu bekommen, was er möchte. Er
denkt daran und handelt so, als sei es bereits Wirklichkeit. Er
sagt sich: „Ich werde das bekommen.“ Das funktioniert im
Allgemeinen. Und wenn er etwas mal nicht bekommt, sagt er
einfach: „Na gut, vielleicht hat es noch nicht sein sollen!“
Sammi ist zehn!

Schaffen Sie Ihre Intention

Wenn Leute eine Intention in sich erzeugen, wie sie sich ihr
Leben wünschen, und fest daran glauben, beginnen sie, sich
in die richtige Richtung zu bewegen.

Große Dinge sind nur möglich mit unerhörten Wünschen.


Thea Alexander

Ihre Intention

Wenn Sie in Ihrem Stückchen Raum stehen, in Ihrer absolut


besten Verfassung sind, werden Sie wundervoll und wahrhaft
in Flirtlaune im Sinne dieses Buches sein.
Verschaffen Sie sich Zugang zu jenem Gefühl, wer Sie sind
und wie Sie in Ihrer besten Verfassung sind, und beginnen
Sie von diesem Punkt an über Ihre Verbindung mit der Welt
nachzudenken. In ebendieser Verbindung werden Sie Ihre
Intention entdecken.
Die Intention ist der große Plan, den Sie für Ihr Leben in
Bezug auf die Welt und sich selbst hegen. Dabei handelt es
sich nicht so sehr um einen detaillierten Plan, sondern viel-
mehr um ein Gespür dafür, wie Sie sein wollen. Es ist eine
Richtung, in die Sie gehen werden. Ich habe in meinem Leben
die Intention, anderen Menschen Türen zu öffnen, damit sie
wachsen können, während ich selbst wachse. Ich habe Ü-
berzeugungen, die mich leiten, und ich vertraue darauf, dass
alles, was passiert, aus einem Grund geschieht, und dass ich,
wenn ich anderen etwas gebe und Kontakt aufnehme, das
zurückbekomme, was ich brauche. Und wenn ich nicht das
zurückbekomme, was ich zu brauchen glaube, liegt es an mir,
den Grund hierfür zu erfahren und eine Veränderung zu
bewirken!
Das Schaffen Ihrer Intention hat nichts damit zu tun, dass Sie
sich Ziele für die Zukunft setzen, sondern damit, dass Sie ein
Gespür dafür haben, wie diese aussehen sollte, und jede
Ihrer Handlungen dagegen abschätzen können, indem Sie
sich fragen: „Passt dies zu meiner Intention? Wird mich dies
dem näher bringen, wie ich sein möchte?“
Was hat das nun mit Flirten zu tun? Flirten ist eine Verbin-
dung mit anderen und um diese Verbindung authentisch und
damit erfolgreich herstellen zu können, müssen Sie sich in
Ihrer Haut wohl fühlen und ein Gespür dafür haben, was Sie
tun möchten.

Ein Warnhinweis

Wenn Sie überlegen, wie Sie sich Ihr Leben wünschen, sollten
Sie sich bestimmter Denkweisen bewusst sein, die Sie be-
hindern. Es folgen einige Beispiele.

♥ „Ich möchte jünger sein.“ Wünschen Sie sich das nicht! Sie
können das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Allerdings
könnten Sie sich wünschen, das Leben mit einer jüngeren
Einstellung zu leben und den Enthusiasmus und die freudige
Gespanntheit Ihrer Jugend zu haben – das ist erreichbar!

♥ „Ich möchte schöner sein.“ Verwerfen Sie diesen Wunsch,


wenn er sich rein auf Körpermerkmale bezieht. Sie sind ein
einzigartiges und schönes Individuum, und wenngleich Sie
die äußere Hülle Ihres Körpers nicht ändern können, können
Sie das, was drinnen steckt, sehr wohl verändern. Schönheit
hat nichts mit körperlichen Merkmalen zu tun, sondern damit,
wie viel Ihrer inneren Schönheit Sie der Welt geben.

♥ „Ich möchte im Lotto gewinnen.“ Auf einen Lottogewinn hin


zu leben bedeutet, alles dem Schicksal zu überlassen. Fragen
Sie sich, was Sie durch einen Lottogewinn bekommen wür-
den. Solange Ihnen materielle Güter einfallen, fragen Sie
sich: „Und was würde mir das bringen?“, bis Sie ein Gespür
dafür bekommen, wie Sie gerne sein möchten. Sie werden
wissen, wann Sie dahin kommen, weil jetzt Begriffe wie
„Freiheit“, „Zufriedenheit“, „Erfolg“, „Glückseligkeit“ oder
„Glück“ in Ihnen aufsteigen. Gründen Sie hierauf Ihre In-
tention und erarbeiten Sie sich von da aus Wege, um zu-
frieden, glückselig und glücklich zu sein, auch ohne Lotto-
gewinn!

♥ „Ich möchte meine andere Hälfte finden.“ Eine andere


Person wird Sie nicht ganz machen und indem Sie dies
glauben, fordern Sie Probleme heraus. Wenn Sie eine er-
folgreiche Beziehung möchten, wünschen Sie sich, ein
Mensch zu sein, der vollständig und glücklich genug ist, um
den oder die Richtige anzuziehen. Sehen Sie Ihren Partner als
eine Person, die Ihre Ganzheit verstärkt, nicht sie erst her-
stellen hilft.

Jetzt schauen Sie sich die auf der nächsten Seite angeführten
Kategorien an und erlauben sich zu träumen. Wählen Sie
einfach diejenigen aus, die Ihnen wichtig sind.
Während Sie zu träumen beginnen, schreiben Sie auf, was
Ihnen in den Sinn kommt. Lassen Sie es fließen. Werden Sie
nicht zu speziell. Malen Sie ein großes Bild, einen machtvollen
Traum – einen, den Sie gerne leben werden!

Kategorie Was möchten Sie?

Liebe/Liebelei
Freundschaften
Beruf

Schauen Sie sich Ihre Antworten an und fragen Sie sich, wie
Sie sein mussten, um Ihre Träume zu realisieren. Wenn Sie
sich zum Beispiel eine bestimmte Art Liebesbeziehung oder
Beziehung wünschen, wie mussten Sie dann sein, um solch
eine Beziehung anzuziehen?

Eine Reise in Ihre Zukunft

Ich möchte, dass Sie dem „Jetzt“ voraus sind, damit Sie
sehen können, was kommt.
Richard Bandler

Bei dieser Erkundung müssen Sie einen Spaziergang in die


Zukunft unternehmen. Dazu suchen Sie sich einen Platz, an
dem Sie sich auf einer Länge von etwa drei Metern bewegen
können. Das können Sie natürlich gut im Freien machen. Sie
sollten allerdings nicht gestört werden können.

♥ Suchen Sie einen Ort auf, an dem Sie sich auf einer Linie
von einer Länge von maximal drei Metern bewegen können.
♥ Kennzeichnen Sie diesen Ort im Geiste oder mit einem
Stück Papier als „Jetzt“-Stelle.
♥ Stellen Sie sich auf Ihre „Jetzt-Stelle“ und malen Sie sich
aus, wie Ihre Zukunft vor Ihnen liegt.
♥ Denken Sie an einen Traum aus einer der Kategorien, von
dem Sie sich wünschen, dass er wahr wird.
♥ Kennzeichnen Sie geistig eine Stelle auf einer imaginären
Linie, die die Entwicklung Ihres Traums im Laufe der Zeit
verkörpern kann. Das ist Ihre „Der Traum wird wahr“-Stelle.
♥ Schauen Sie auf diese Stelle und denken Sie an sich selbst
in Ihrer besten Verfassung oder als Ihr Tier oder was auch
immer. Tun Sie, was Sie tun müssen, um sich in Ihrer Haut
wohl zu fühlen.
♥ Stellen Sie sich vor, Ihr Zukunftstraum zieht Sie zu sich hin.
Fühlen Sie es, sehen Sie es und hören Sie es.
♥ Treten Sie langsam nach vorne, bis Sie an Ihrem Zu-
kunftstraum ankommen.
♥ Stellen Sie sich auf diese Stelle und spüren Sie, was Sie in
der Zukunft tun werden, so als ob es jetzt passieren würde.
Prüfen Sie, ob Sie es durch Ihre eigenen Augen sehen, fügen
Sie Farbe hinzu und machen Sie es zu einem lebensgroßen
Film. Hören Sie die Geräusche, die Sie hören würden und die
Ihnen ein gutes Gefühl bereiten. Peppen Sie es auf, atmen
Sie da hinein. Machen Sie das so lange, bis sich die Emp-
findung richtig und unwiderstehlich aufregend anfühlt. Ver-
gleichen Sie dieses Gefühl mit dem Gefühl, wie Sie in Ihrer
besten Verfassung sind, und mit Zeiten, als alles so lief, wie
Sie es sich wünschten, und Sie sich so fühlten, als wären Sie
ganz bei sich. Sie werden wissen, wann es sich richtig an-
fühlt.

♥ Treten Sie vor, als würden Sie sich in der Zeit vorwärts
bewegen. Dies ist die „Zukunftszukunft“.
♥ Drehen Sie sich um und schauen Sie zurück auf die Stelle,
die für die „Der Traum wird wahr“-Stelle stand.
♥ Was wissen Sie an dieser Stelle der Zukunftszukunft mit
der Fähigkeit, zurückzublicken und die Entwicklung von
Dingen zu sehen, darüber, wie Sie Ihre Träume wahr werden
ließen? Welche Botschaften würden Sie sich selbst schicken?
Sprechen Sie sie laut aus. Was Sie jetzt in Ihrem Kopf er-
schaffen, wird etwas, wohin Sie treiben werden. Sie handeln
von nun an so, als wäre Ihr Traum bereits real und irgendwie
fügen sich die Dinge so zusammen, dass er tatsächlich wahr
wird. Wenn nicht, heißt das, Sie müssen noch etwas lernen,
bevor Sie Ihren Traum realisieren können.
♥ Und dann gehen Sie wieder zurück zu Ihrer „Der Traum
wird wahr“-Stelle. Versetzen Sie sich da hinein. Drehen Sie
sich von hier aus um und schauen Sie auf die „Jetzt-Stelle“.
Wie ist es, diesen Traum zu leben? Welche Botschaften
würden Sie sich selbst schicken? Sprechen Sie sie laut aus.
♥ Kehren Sie zur „Jetzt-Stelle“ zurück. Stellen Sie sich vor,
Sie können sich an der „Der Traum wird wahr“-Stelle sehen,
und fragen Sie sich, was Sie über die Zukunft gelernt haben
und wie Sie sie auf die gewünschte Weise herbeiführen
können. Sprechen Sie es laut aus.
♥ Wenn Sie fertig sind, schreiben Sie auf, was Sie aus dieser
Erkundung gelernt haben.

Nur zu, preisen Sie sich an!

Wissen Sie noch, wie ich Sie zu Beginn des Buches fragte,
welche Art Mensch Sie sind? Ich bin sicher, dass Sie mitt-
lerweile eine Menge über Ihre einzigartigen Begabungen und
Fähigkeiten entdeckt haben. Wenn Sie eine Anzeige formu-
lieren mussten, die all diese Eigenschaften abdecken und die
Person, die Sie wirklich sind, vorstellen würde, was würden
Sie schreiben?

Ihre Anzeige

Stellen Sie sich Sie selbst in Ihrer besten Verfassung vor,


fähig, Ihre Träume wahr zu machen, als Flirter erfolgreich.
Schreiben Sie eine Anzeige, die für Sie in Ihrer besten Ver-
fassung wirbt:

Wenn Sie sich für mich entscheiden, werden Sie mit


einer Person zusammen sein, die…

Und wenn ein wichtiger Mensch in Ihr Leben tritt, fragen Sie
sich immer, ob Sie mehr oder weniger von dem darstellen,
wer Sie wirklich sind, wenn Sie mit demjenigen zusammen
sind?
Da Sie jetzt wissen, wie Sie ein Gespür Ihrer Traumzukunft
bewusst herbeiführen können, wie gehen Sie daran, sie
tatsächlich zu realisieren? Eine der wichtigsten Vorausset-
zungen, das zu bekommen, was Sie sich wünschen, ist es, die
Kraft der Kontaktaufnahme mit anderen Leuten zu erkennen.
Kontakte und Beziehungen aufbauen

Wie viele Menschen kennen Sie? Wer sind sie? Welche Ver-
bindungen haben sie? Was brachte Sie dazu, mit ihnen Kon-
takt aufzunehmen? Wie kommen Sie mit jemandem zu-
sammen, mit dem Sie zusammenkommen möchten? Wie
finden Sie alte Freunde wieder? Wie sichern Sie sich finan-
zielle Unterstützung? Wie ergattern Sie jene Jobs, die nie
inseriert werden? Wie schaffen Sie es, den Richtigen zu fin-
den? Ganz einfach! Sie knüpfen mit so vielen Leuten wie
möglich Kontakte und fragen!
Hier sind einige wahre Beispiele dafür, wie Kontaktaufnahme
in allen Lebensbereichen Erfolge zeitigt.

Eine Wohnung finden

Als ich eine Wohnung suchte, schickte ich 700 Leuten eine
E-Mail. Ich bekam ein Angebot für ein Häuschen auf dem
Land, für eine große abgeschlossene Mansarde im Haus eines
Freundes, für eine Wohngemeinschaft an der Küste und für
ein Hausboot. Ich hätte keines der Angebote über die übli-
chen Kanäle gefunden.

Finanzielle Unterstützung finden

Jeff Cain fragte und fragte. Sein letzter wichtiger Kontakt


bestand darin, Geldgeber für den Aufbau seines Chatli-
ne-Unternehmens zu finden. Jeff knüpfte sich durch Kontakte
seinen Weg zum Erfolg. Sie können das auch, ebenso wie
einige Teilnehmer meiner Flirtwochenenden.

Einen Partner finden


Paul lernte Adrian auf einem Flirtwochenende kennen. Sie
gingen zusammen aus und übten gemeinsam ihre Fertig-
keiten. Auf einer Party lernte Paul Adrians Exfreundin ken-
nen, und die beiden verliebten sich.
Marie entschloss sich, zu einer Partnervermittlung zu gehen.
Bis dahin hatte sie immer gemeint, so etwas wäre nur etwas
für ganz verzweifelte Leute. Indem sie das Risiko einging und
Kontakte knüpfte, entdeckte sie die Wahrheit – Partnerver-
mittlungen eignen sich hervorragend für die erfolgreiche
Partnersuche. Marie wurde fündig. Also, knüpfen Sie Kon-
takte und suchen Sie eine Vermittlungsagentur auf!

Wunderbare Freundschaften schließen

Seit Jahren treibe ich mich in verschiedenen Internet-Foren


und -Listen herum. Wenn ich mich auf einer Liste einklinke,
fange ich an, Fragen zu stellen, wie etwa:

♥ Was haltet ihr von X?


♥ Wie kann ich Y finden?

Ich bekomme zahlreiche Antworten und habe auf diese Weise


mit einigen einflussreichen Menschen in meinem Berufsfeld
Kontakte geknüpft. Diese Freundschaften entwickelten sich
online, und da ich mittlerweile viele dieser Leute auch per-
sönlich getroffen habe, erwuchsen aus virtuellen Freund-
schaften echte Freundschaften und berufliche Gelegenheiten
– und besteht hier überhaupt ein Unterschied, frage ich mich?
Aus diesen Freundschaften entwickelten sich wiederum un-
gezählte weitere Kontakte.
Manche Kontakte können unmittelbare Erfolge zeitigen,
während andere zu weiteren Kontakten führen. Man kann nie
wissen, was sich ergibt, ehe man es nicht probiert!
Die sechs Kontaktstufen

Sind Sie mit der Theorie der „sechs Stufen von Trennung“
vertraut? (Ich nenne Sie lieber sechs Kontaktstufen.) In den
späten sechziger Jahren führte der Psychologe Stanley Mil-
gram ein Experiment durch, um die Antwort auf die Frage zu
finden: „Sind alle menschlichen Wesen miteinander ver-
bunden?“ Aus seinen Forschungsergebnissen folgerte Mil-
gram dies:
Sie sind über sechs Leute mit jedem verbunden, den Sie in
Ihrem Leben kennen lernen.

Malcolm Gladwell, der Verfasser von The Tipping Point, er-


weiterte Milgrams Theorie. Gladwell vermutet, dass es in
jeder Gemeinschaft einige Menschen mit sehr vielen Ver-
bindungen gibt. Nur wenn Sie zu diesen Menschen gehören
oder direkt mit einem dieser Menschen verbunden sind,
funktioniert die Sechs-Stufen-These. Gladwell nennt diese
Menschen „connector“. Die gute Nachricht lautet, dass jeder
von uns jemanden kennt, der ein Connector ist, bezie-
hungsweise dass jeder von uns das Potenzial hat, ihn zu
kennen.
Diese Theorie funktioniert für mich, weil sie offensichtlich
meiner eigenen Lebenserfahrung entspricht. Und wir neigen
nun mal dazu, unseren eigenen Lebenserfahrungen und
denen ähnlich gesinnter Menschen in unserem Umfeld zu
glauben.

In jedem Bereich des Lebens… gibt es eine Handvoll Men-


schen mit einem wahrlich außergewöhnlichen Talent,
Freundschaften und Bekanntschaften zu schließen.
Malcolm Gladwell

Kennen Sie einen Connector? Sind Sie einer? Könnten Sie


einer werden? Welche Möglichkeiten und Chancen könnte
Ihnen dies eröffnen?
Was braucht man, um ein Connector zu sein?

Was haben Connectoren gemeinsam? Folgendes habe ich bei


der Befragung meiner Connector-Freunde herausgefunden:

♥ Sie fühlen sich wohl in Ihrer Haut.


♥ Sie lieben andere Menschen.
♥ Sie sind gerne in Gesellschaft und gehen gerne aus.
♥ Sie interessieren sich grundsätzlich für andere Leute.
♥ Sie sind sich der Vorteile des Kontakteknüpfens bewusst.
♥ Sie bitten um Hilfe und bieten Hilfe an.
♥ Sie stellen gerne Kontakte zwischen Menschen her, mit
denen sie Kontakt haben.

Tipps für den Connector-Modus

Und so können Sie Ihre Fähigkeit zum Kontakteknüpfen


entwickeln und ausbauen.

Bringen Sie Ihre Kontaktmuskeln in Form

Um erfolgreich Kontakte zu knüpfen, müssen Sie in den


Connector-Modus schalten. Diese Übung wird Ihnen dabei
helfen.

Connector-Übung

♥ Fangen Sie immer damit an, sich in Ihre beste Verfassung


zu versetzen.
♥ Denken Sie mindestens zehn Minuten am Tag positive
Gedanken über jemanden, mit dem Sie keinen guten Kontakt
haben.
♥ Denken Sie mindestens zehn Minuten am Tag an all die
Dinge, die Sie an jemandem, den Sie kennen, mögen. Dann
teilen Sie diese Dinge dem Betreffenden mit.
♥ Stellen Sie sich einige Zeit die Welt als Sandkasten und alle
Menschen als Ihre Spielkameraden vor.
♥ Bekräftigen Sie jeden Tag fünf Minuten lang, dass Sie heute
einen neuen Kontakt knüpfen werden, ganz egal wie flüchtig
er sein wird.
♥ Halten Sie jeden, dem Sie begegnen, für einen besonderen
Menschen, der über einige sympathische Eigenschaften
verfügt, die Sie entdecken können.
♥ Bevor Sie zu einem gesellschaftlichen Ereignis gehen,
denken Sie: „Ich frage mich, wer mir heute Abend über den
Weg läuft und was das zu bedeuten hat?“
♥ Wenn Ihnen jemand ins Auge sticht und Sie etwas für
diesen Menschen verspüren, bleiben Sie am Ball.
♥ Wenn Sie jemanden kennen lernen und den Kontakt bei-
behalten möchten, bitten Sie den Betreffenden um seine
Visitenkarte. Geben Sie ihm auch Ihre. Sie haben offenbar
einen guten Grund, dass Sie ihn kennen lernen möchten.
Wenn dieser Grund ehrlich ist, wird der andere es wert-
schätzen und sich gut dabei fühlen.
♥ Schaffen Sie sich jeweils eigene geschäftliche und private
Visitenkarten an. Die Visitenkarte, die Sie überreichen, sen-
det gleich von Anfang an die richtige Botschaft aus.
♥ Schreiben Sie sich auf die Rückseite der Visitenkarte Ihrer
neuen Bekanntschaft Bemerkungen, die Sie an sie erinnern
werden.
♥ Wenn Sie zu Partys eingeladen werden, auf denen Sie
niemanden kennen, oder wenn Sie alleine verreisen müssen,
betrachten Sie dies als Gelegenheit, neue Leute kennen zu
lernen.
♥ Denken Sie an die Orte, an denen Sie neue Kontakte
knüpfen können, und an die Orte, an denen Sie noch keine
geknüpft haben, wo dies aber möglich wäre.
♥ Denken Sie daran, dass jede neue Herausforderung, die
sich Ihnen stellt, eine Gelegenheit zur Kontaktaufnahme
bietet, indem Sie um Hilfe bitten.
Sie sind Teil eines Netzwerkes von Kontakten

Sie sind bereits mit vielen Leuten verbunden. Eine tolle


Methode, dies zu erkennen, besteht darin, eine Landkarte
Ihrer bereits vorhandenen Kontakte zu zeichnen.

Zeichnen Sie eine Landkarte, die Ihr


Netzwerk symbolisiert

Sie werden ein großes Blatt Papier brauchen – in der Größe


eines Flip-Charts oder noch größer. Zeichnen Sie in die Mitte
ein Symbol, das Sie selbst darstellt.

♥ Beginnen Sie von dem Symbol Linien nach außen zu ziehen,


wie Sonnenstrahlen. Lassen Sie zwischen den Linien genü-
gend Platz, damit Sie jeweils darauf schreiben können.
♥ Denken Sie an all Ihre Verbindungen und schreiben Sie,
wenn Ihnen Namen einfallen, diese auf die Linien. Ein paar
Anregungen: Schulfreunde, gute Nachbarn, Familienmit-
glieder, Arbeitskollegen, arbeitslose Kollegen, Ladenbesitzer,
Bekanntschaften über das Internet, Mitglieder von Gruppen,
in denen Sie verkehren, Leute, die Ihr Hobby teilen, Leute
aus Ihren Stammlokalen, religiöse Gruppen…
♥ Betrachten Sie jede Verbindung auf Ihrer Landkarte mit
folgenden Gedanken im Hinterkopf: Wen kennt derjenige?
Was verbinde ich mit ihm?
♥ Am besten sollten Sie sich dabei entspannen und die Ver-
bindungen einfach hochkommen lassen. Lassen Sie zu, was
Ihnen einfällt.
♥ Wenn Sie neue Leute kennen lernen, tragen Sie sie e-
benfalls auf dieser Landkarte ein. Mit der Zeit müssen Sie
vielleicht sogar ein Computerprogramm dafür einrichten, um
mit dem ständig wachsenden Inhalt Ihres Netzwerks auf dem
Laufenden zu bleiben!
♥ Während Sie an Ihre Träume für die Zukunft denken,
schauen Sie sich wieder Ihre Landkarte an und entwickeln Sie
Ideen.

Führen Sie diese Übung oft und mit einer gewissen freudigen
Anspannung durch. Denken Sie an all die unterschiedlichen
Menschen, denen Sie im täglichen Leben begegnen und mit
denen Sie noch keinen Kontakt geknüpft haben. Wohin
könnte Sie eine zufällige Verbindung führen? Wer weiß, mit
welchem Wissen, welchen Informationen, Möglichkeiten,
Freunden, Verbindungen, Mitgliedschaften Sie dies verbinden
könnte, wenn Sie das Netzwerk anzapfen?

Setzen Sie Ihre eigene Kettenreaktion


in Gang

Wenn Sie jemanden erreichen wollen oder etwas brauchen,


können Sie auf dem Weg über Ihre Beziehungen eine Kette
von Erkundigungen in Gang setzen, die etwas bewirken wird.
Denken Sie zuerst an eine Person, die vielleicht jemanden
kennt. Das ist leicht, wenn Sie Ihre Bekannten auf der
Landkarte eingetragen haben.
Wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Die meisten Leute helfen
gern, manchmal lieber, als sich selbst helfen zu lassen1.
Solange Ihre Absichten positiv und ehrenhaft sind, dürfen Sie
ruhig um Hilfe bitten. Und schließlich werden Sie profitieren.
Das ist keine Einbahnstraße.

Welche Verbindungen müssen Sie


jetzt knüpfen?

♥ Denken Sie an Ihren Traum vom Leben.


♥ Wie können Kontakte zur Verwirklichung dieses Traums
beitragen? Fragen Sie sich, welcher Ihrer Kontakte Sie am
wahrscheinlichsten näher an das heranführt, was Sie wollen.
♥ Überlegen Sie, während Sie sich die Namen anschauen,
wen die Betreffenden kennen könnten.
♥ Fragen Sie sich, welche Fähigkeiten Ihre Bekannten haben,
die Ihnen helfen könnten.
♥ Fragen Sie sich, über welche Informationen sie verfügen,
die Ihnen helfen könnten.
♥ Denken Sie an jemanden, mit dem Sie gerne Kontakt
aufnehmen würden, aber nicht wissen, wie.
♥ Beginnen Sie mit Ihrem Netzwerk und überlegen Sie, wer
Sie am wahrscheinlichsten in die richtige Richtung führen
könnte.
♥ Denken Sie an alle Leute, mit denen Sie Kontakt haben. Mit
wem stehen wiederum sie in Verbindung…
♥ Knüpfen Sie jetzt mit jemandem Kontakt!

Wenn Sie einen Traum haben, werden Ihre Chancen, ihn


wahr werden zu lassen, umso größer, je mehr Menschen Sie
ihn mitteilen.
Wenn Sie mit jemandem Kontakt knüpfen, sollten Sie immer
erst nach seiner E-Mail-Adresse fragen, ehe Sie sich die
Telefonnummer aufschreiben. E-Mails sind eine schnelle und
unaufdringliche Art, miteinander in Kontakt zu bleiben. Ge-
ben auch Sie von sich aus über sich Auskunft. Wenn Sie noch
keine E-Mail-Adresse haben, richten Sie sich jetzt eine ein!
Innerhalb einer Woche, nachdem Sie die Person kennen
gelernt haben, sollten Sie sie anrufen oder, noch besser, eine
kurze E-Mail schicken und sagen, wie nett Ihre Begegnung
war. Dies aktiviert den Kontakt.
Wenn Sie erst einmal den Kontakt geknüpft haben, sind Sie in
der mentalen oder realen Datenbank des anderen gespei-
chert – ein wichtiger erster Schritt.
Erneute Kontaktaufnahme

Als wir uns in den achtziger Jahren in London kennen lernten,


hatten Ali und ich viel Spaß miteinander. Wir verloren uns aus
den Augen, aber ich fand ihn durch meine Suche per Internet
wieder. Er lebte in New York und als ich in New York war,
verbrachte ich einige Zeit mit ihm und seiner Freundin. Jetzt
habe ich auch mit ihr Kontakt und mit jedem, den sie kennen.
Und sie sind mit mir verbunden. Wer weiß, wann diese Ver-
bindung einem oder uns allen in der Zukunft nützen wird?

♥ Gibt es Leute, mit denen Sie wieder Kontakt aufnehmen


wollen?
♥ Was treiben diese Leute jetzt möglicherweise?
♥ Wo können Sie mit der Suche beginnen?

Liebesbeziehungen

Werfen Sie Ihren Traum wie einen Drachen in die Luft, und
Sie wissen nicht, was er zurückbringen wird – ein neues
Leben, eine neue Liebe oder ein neues Land.
Anais Nin

Ich kenne so viele Leute, die ihren Partner über eine Part-
nervermittlung, eine soziale Gruppe, eine Internet-Seite oder
ein -Forum kennen gelernt haben. Wenn Sie sich derartigen
Vermittlungen anschließen, werden Sie mit einem Netz ähn-
lich gelagerter Leute da draußen, die noch zu haben sind,
verbunden. Welche Gelegenheiten entgehen Ihnen womög-
lich, wenn Sie sich nicht anschließen!
Ich beglückwünsche jeden, der klug und mutig genug ist,
etwas zu unternehmen, der sein Leben ändert und anfängt,
Kontakte aufzubauen. Es ist an der Zeit, aufzustehen, hi-
nauszugehen und selbst etwas zu unternehmen!
Sie können Vermittlungen finden, die sich auf Ihre Interessen
spezialisiert haben. Eine Partnervermittlung, die ich kenne,
richtet sich an Nichtraucher, die sich für Ökologie, vegetari-
sche Ernährung, Spiritualität und Ähnliches interessieren.
Diese Vermittlungsagentur hat eine hohe Erfolgsrate, weil sie
gleich gesinnte Menschen zusammenführt.
Einige Agenturen veranstalten „Schnell-Kennenlern“-Treffen,
bei denen man acht Minuten mit mehreren Leuten zusammen
ist und jeder hinterher sagt, mit wem er sich wieder treffen
möchte. Wenn zwei Leute der Agentur übereinstimmend
mitteilen, dass sie sich treffen möchten, bringt die Agentur
sie zusammen!
Manchmal passieren die tollsten Sachen. Erinnern Sie sich an
Marie? Sie brachte den Mut auf, Kontakt aufzunehmen, und
lernte den Richtigen kennen. Das können Sie auch!

Alisons Geschichte:
Muss unbedingt einen Freund finden!

Alison wollte einen Mann kennen lernen. Sie tat sich mit einer
Gruppe von Freundinnen zusammen und gründete den
MUEFF-Zirkel, Muss Unbedingt Einen Freund Finden. Sie
trafen sich einmal pro Woche, tranken Champagner und
machten alle möglichen Übungen, um ihre positive Einstel-
lung und damit ihre Möglichkeiten und Chancen zu verbes-
sern. Sie amüsierten sich prächtig, erweiterten ihr soziales
Netzwerk, und eine junge Frau lernte sogar ihren Verlobten
durch ein anderes Mitglied der Gruppe kennen!

Im Internet einen Partner finden

Das Internet eignet sich hervorragend dazu, Leute kennen zu


lernen. Es gibt hier Hunderte von Foren, Verabre-
dungs-Seiten und Treffpunkten für Singles.
Sie können auch über Ihre Interessensgebiete Leute kennen
lernen. Ich kenne ein Ehepaar, das sich über die
Star-Trek-Seite kennen lernte. In einer Beziehung kommt es
schließlich auf gemeinsame Interessen an!
Ich prüfte eine Zeit lang die Single-Seiten im Internet. Das ist
völlig ungefährlich, wenn Sie die grundlegenden Sicher-
heitsregeln befolgen und sich auf Ihren gesunden Men-
schenverstand verlassen!
Und warum sollten Sie an den Landesgrenzen Halt machen,
wenn Sie mit jemandem im Ausland Kontakt aufnehmen
könnten? Denken Sie in großen Maßstäben und handeln Sie
entsprechend!

Besuchen Sie Workshops zur persönlichen Weiter-


entwicklung und Selbsterfahrung

Seminare eignen sich gut, um neue Leute kennen zu lernen.


Das Beste daran ist, dass Workshops oft eine Menge inter-
aktive Übungen und Spiele mit einschließen, sodass man dort
ganz selbstverständlich mit jemandem in Kontakt kommt.
Welch großartige Möglichkeit, viele gleich gesinnte Leute in
kurzer Zeit kennen zu lernen!

Berufliche und soziale Verbindungen

Ob Sie nun Ihre Karriere aufbauen, eine neue Firma gründen,


Freunde oder einen Beziehungspartner suchen, das alles
bietet sich Ihnen da draußen. Sie müssen nur anfangen,
Kontakte zu knüpfen.

Petas Geschichte:
Der Kreis der Kontakte schließt sich

Ich lernte Mark über ein Internet-Forum kennen. Ich meldete


mich zu Wort, und er antwortete. Wir blieben ein paar Jahre
lang schriftlich in Kontakt.
Ich kündigte meine Stelle, um freiberuflich zu arbeiten, und
hatte noch nicht viele Aufträge. Ich erkannte es damals noch
nicht, aber ich hatte unbewusst ein Netz von Verbindungen
aufgebaut, das bald reiche Früchte tragen sollte.
Drei Tage nach meinem letzten Arbeitstag als Lohnsklave
schickte Mark mir eine E-Mail. Ob ich an einem Auftrag für
Verkaufstraining bei einem bedeutenden deutschen Moto-
renfabrikanten interessiert sei? Na, und ob!
Kürzlich bekam ich die Gelegenheit, Mark einem meiner
Freunde für einen Auftrag zu empfehlen. So funktioniert es –
eine Hand wäscht die andere!
Kontakte halten die Welt am Laufen und vergrößern die
Möglichkeiten Ihrer Welt!

Erfolgsverbindungen

Folgendes können Sie unter anderem in Bewegung setzen,


wenn Sie mit einer neuen Person Kontakt knüpfen. Sie kön-
nen:

♥ den Betreffenden mit jemand anderem zum gegenseitigen


Vorteil in Kontakt bringen
♥ ihn bitten, einer bestimmten Person vorgestellt zu werden
♥ eine neue Freundschaft oder Geschäftsbeziehung aufbauen
♥ Namen, Anschrift und Telefonnummer für künftige Kon-
takte speichern
♥ ihn auf Ihre persönliche Mailingliste setzen.

So viele Leute vergeuden ihre Zeit, indem sie sagen: „Wäre


es nicht toll, wenn jemand das veranlassen oder jenes or-
ganisieren würde?“ Warten Sie darauf, dass etwas passiert,
oder sorgen Sie dafür, dass es passiert? Möchten Sie etwas
leisten, spüren aber, dass Sie Hilfe brauchen? Hätten Sie
gerne ein Team von Helfern, die Sie anfeuern? Sie können
sich Ihre eigene Erfolgsgruppe aufbauen, deren Mitglieder
sich wechselseitig praktische Unterstützung bei Projekten
und Träumen anbieten.
Bauen Sie sich Ihre eigene Erfolgsgruppe auf

Und so könnten Sie damit beginnen:

♥ Entscheiden Sie, welche Art von Leuten Sie in Ihrer Gruppe


haben möchten.
♥ Inserieren Sie, melden Sie sich in einer Besprechung zu
Wort, fragen Sie andere Leute.
♥ Halten Sie Ihre Gruppe klein – sechs bis acht Personen sind
genug.
♥ Beraumen Sie regelmäßige Treffen an.
♥ Geben Sie jedem Gelegenheit, um Hilfe für bestimmte
Projekte oder die Realisierung von Träumen zu bitten.
♥ Nutzen Sie das Internet als zusätzliches Hilfsmittel und
Informationsquelle.

Sie werden überrascht sein, wie viel Hilfe Sie so bekommen


und geben können, und Sie werden es genießen, dass Sie
anderen bei der Verwirklichung ihrer Träume helfen können.

Susans Geschichte:
Eine Gruppe aufbauen

Meine Freundin Susan, die sich für spirituelle Weiterent-


wicklung interessiert, wollte Gleichgesinnte kennen lernen.
Sie inserierte in der Lokalzeitung. 30 Personen meldeten sich,
und bald hatte sie eine Gruppe beisammen, die sich wö-
chentlich bei ihr zu Hause traf. Von der Leitung dieser Gruppe
ging Susan schließlich dazu über, eigene Workshops anzu-
bieten.
Indem sie diesen ersten Schritt wagte, vergrößerte Susan
ihren Freundeskreis, unterstützte ihr berufliches Fortkom-
men und bereicherte ihr Leben. Welchen einfachen ersten
Schritt könnten Sie unternehmen?
Ein letztes Wort

Jetzt ist es an der Zeit, dass Sie Ihr flirtendes Ich freilassen
und das konkret angehen, was Sie sich wünschen. Da drau-
ßen wartet eine ganze Welt darauf, Ihnen dabei zu helfen,
Ihre großen Träume zu verwirklichen. Sie verfügen über die
Fähigkeiten, Sie können sich die Fertigkeiten aneignen, wenn
Sie sich dahinter klemmen, und Sie werden merken, dass
sich Ihre Welt ändert, wenn Sie sich anstrengen und es ge-
schehen lassen! Das ist wahres ErfolgsFlirten!
Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen und dieses
Buch gelesen haben. Wenn Sie etwas darin gefunden haben,
das eine Saite in Ihnen zum Klingen brachte und Sie zur
Aktion motiviert, habe ich mein Ziel erreicht. Ich ermuntere
Sie, weiterhin zu lernen, zu lesen und nach Wegen zu suchen,
wie Sie sich persönlich weiterentwickeln können. Sie haben
nur ein Leben, und Sie leben es jetzt. Denken Sie daran,
immer so zu sein, wie Sie in Ihrer besten Verfassung sind,
wagen Sie sich hinaus und flirten Sie um das, was Sie jetzt in
diesem Moment wollen!
Und jetzt können Sie anfangen, Ihre Flirtmuskeln zu trai-
nieren, indem Sie die „30 Wege zu einem flirtfähigeren
Selbst“ testen…
30 Wege zu einem
flirtfähigeren Selbst
Tun Sie sich etwas Gutes und erkunden Sie täglich mindes-
tens einen der unten abgedruckten Vorschläge. Probieren Sie
jeden Tag eine neue Anregung aus.
Lassen Sie sich so viel Zeit wie nötig, um diese neuen Ideen
gut zu verinnerlichen. 15 Minuten Zeitaufwand am Tag ist das
Minimum. Vieles davon können Sie machen, während Sie
duschen oder spazieren gehen, auf dem Weg zur Arbeit oder
in einem Moment der Muße.

1. Positive Umgebungen schaffen


Suchen Sie sich Sonnenscheine und halten Sie sich von
Miesepetern fern. Umgeben Sie sich mit Dingen, die Ihnen
ein Gefühl des Wohlbehagens verschaffen, wie Zitate und
Bilder, die Sie motivieren und in Ihnen gute Gefühle her-
vorrufen. Pinnen Sie sie an die Wand oder installieren Sie sie
als Bildschirmschoner, wenn Sie einen Computer haben, und
wenn Sie noch nicht online sind, wird es höchste Zeit dafür…

2. Lachen ist die beste Medizin


Lachen Sie genug? Entdecken Sie Dinge, die Sie zum Lachen
bringen. Schauen Sie sich Fernsehprogramme an, bei denen
Sie lachen müssen. Lesen Sie Bücher, die Sie amüsieren.
Unternehmen Sie Sachen, bei denen Sie lachen müssen.
Knüpfen Sie Kontakt mit Leuten, die Sie zum Lachen bringen,
und verbringen Sie viel Zeit mit ihnen. Abonnieren Sie eine
tägliche Witzeliste.

3. Spieglein, Spieglein…
Immer wenn Sie vor dem Spiegel stehen, fragen Sie sich:
„Welches ist mein wahres Ich, wenn ich wirklich und absolut
in meiner besten Verfassung bin? Wie bin ich in meiner be-
sten Verfassung, wenn ich (setzen Sie hier das Wort ein, das,
wie Sie herausgefunden haben, Sie in Ihrer besten Verfas-
sung beschreibt) wundervoll und völlig ich selbst bin?“

4. Im Paradies aufwachen
Wenn Sie morgens aufwachen, nehmen Sie sich die Zeit, um
die „Wachen Sie im Paradies auf“-Fragen zu beantworten.

5. Ein überreicher Tag


Fragen Sie sich jeden Tag beim Aufwachen: „Welche Wunder
erwarten mich heute?“ Sollten im Laufe des Tages Probleme
auftauchen, fragen Sie: „Was läuft hier gerade ab? Was muss
ich lernen? Was kommt als Nächstes?“

6. Fünfdimensionale Wahrnehmung
Während Sie Ihren Geschäften nachgehen, nehmen Sie die
Welt um sich herum mit jedem Ihrer Sinne auf. Achten Sie
auf die unterschiedlichen Informationen, die Sie empfangen.

7. Finden Sie Ihr Tier


Wenn Sie ein Tiersymbol gefunden haben, machen Sie sich
einige Zeit mit ihm vertraut und entdecken Sie, welche seiner
Eigenschaften Sie brauchen. Was könnte Ihnen Ihr Tier
mitteilen? Nehmen Sie sich Zeit, um in das Tier zu schlüpfen
und erspüren Sie die Welt auf seine Weise.

8. Würzige Vielfalt
Beschließen Sie, dass Sie jeden Tag etwas auf neue Weise tun
werden. Fahren Sie eine andere Strecke zur Arbeit, ändern
Sie den Ablauf Ihrer täglichen Routine. Schalten Sie mal
abends den Fernseher ab und lesen Sie. Gehen Sie in einem
anderen Tempo. Vielfalt ist, wie man so sagt, die Würze des
Lebens. Und das stimmt!

9. Tagebuch schreiben
Führen Sie Tagebuch. Blicken Sie vor dem Schlafengehen
etwa fünf Minuten lang auf den Tag zurück und schreiben Sie
auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Indem Sie Tagebuch über
Ihre Gedanken führen, erkennen Sie, was Sie gelernt haben,
und werden offen für neue Gedanken.

10. Was für ein toller Tag!


Fragen Sie sich am Ende jedes Tages: „Was ist heute alles
Großartiges passiert?“ Dadurch konzentrieren Sie sich auf
das Positive als Gegenpol zu den negativen Dingen, denen wir
anscheinend manchmal die Priorität einräumen.

11. Antworten träumen


Vor dem Schlafengehen stellen Sie sich eine Frage, die Sie
gerne beantwortet hätten. Das kann sich auf alles Mögliche in
Ihrem Leben beziehen. Sollte ich diese Person anrufen?
Welches sollte mein nächster Karriereschritt sein? Stellen Sie
sich einfach sanft die Frage, kurz bevor Sie einschlafen, und
stellen Sie sich darauf ein, dass Sie am Morgen mit größerer
Klarheit aufwachen.

12. Kraft durch Erde


Die folgende einfache Methode verhilft Ihnen zu fünf Minuten
innerem Frieden. Stellen Sie sich irgendwo in der Natur hin,
selbst wenn es nur ein Fleckchen Gras ist. Entspannen Sie
beim Atmen langsam Ihren Körper und spüren Sie, wie die
Erde Ihnen neue Kraft gibt. Fühlen Sie, als würden Sie durch
Ihren linken Fuß einatmen und durch Ihren rechten Fuß
ausatmen. Lassen Sie all Ihre Probleme und Sorgen des
Tages aus sich heraus in die Erde sinken. Fahren Sie mit
dieser Looping-Atmung fort. Sie fördern damit Ihre innere
Ausgeglichenheit.

13. Das Geschenk Ihres Lächelns


Fangen Sie an, Fremde anzulächeln. Wenn Sie Leute auf sich
zukommen sehen, konzentrieren Sie sich auf sie und denken
Sie daran, wie wohl Sie sich fühlen. Wenn die anderen näher
kommen, lächeln Sie und sagen Sie „Guten Tag“, wenn Sie
möchten. (Tun Sie dies aber nicht an abgelegenen Orten oder
nachts.)
14. Die Freiheit des Tanzens
Erlernen Sie einen temperamentvollen Tanz. Das kann Hula
oder Ceroq, Merengue, Salsa, Tango sein – alles, solange Sie
sich dabei bewegen und sexy schwingen. Besuchen Sie einen
Tanzkurs, leihen oder kaufen Sie sich ein Video, ahmen Sie
Tänzer im Fernsehen nach! Dadurch werden Sie offener, und
Sie lernen im Tanzkurs Leute kennen!

15. Achten Sie auf Ihre Stimme


Wenn Sie an Ihrer Stimme arbeiten müssen, machen Sie die
Stimmarbeits-Übungen und schauen Sie sich nach einem
Stimmtherapeuten um, wenn nötig. Wenn Sie nicht wissen,
wo Sie anfangen sollen, fragen Sie fünf Bekannte – einer hat
bestimmt einen Tipp.

16. Geben Sie Ihrer Leidenschaft Nahrung


Schließen Sie sich einer Gruppe an, die Ihrer Leidenschaft
Nahrung gibt. Wenn es keine gibt, gründen Sie eine. Schalten
Sie in der Lokalzeitung eine Anzeige und legen Sie dar,
worum es Ihnen geht. Glauben Sie mir: Die Leute werden
antworten.

17. Sie sind ein sexuelles Wesen


Genießen Sie Ihre Sexualität. Nehmen Sie sich einmal pro
Woche bewusst Zeit, um sich sexuell zu verwöhnen und Wege
zu erkunden, wie Ihr Körper größeren Genuss erleben kann.

18. Knüpfen Sie Kontakte


Nehmen Sie sich Zeit zum Kontakteknüpfen. Gehen Sie zu
Ausstellungen, Tagungen und Gruppen, und lernen Sie und
amüsieren Sie sich. Nehmen Sie Ihre Visitenkarten mit.
Gehen Sie bewusst auf Fremde zu. Gemeinsamkeiten sind
eine gute Gelegenheit zur Kontaktaufnahme.

19. Geben Sie sich Tagträumen über Ihre Zukunft hin


Hängen Sie Ihren Tagträumen nach. Sie können ihnen jeden
Tag eine bestimmte Zeit widmen. Setzen Sie sich ruhig
hin, entspannen Sie sich und denken Sie an das Leben, das
Sie sich wünschen. Machen Sie die „Reise in Ihre Zu-
kunft“-Übung und üben Sie, Ihre Zukunft zu leben. So fasst
Ihr Traum in Ihrem Geist und Körper immer mehr Fuß.

20. Die Welt ist Ihr Laufstall


Wenn Sie sich in einer Gruppe von Leuten aufhalten, beo-
bachten Sie die anderen ein paar Minuten lang bewusst.
Achten Sie von nun an auf die Worte, die die anderen sagen,
ihre Redewendungen, ihren Rhythmus, ihre Bewegungen.
Hüten Sie sich vor Urteilen und Schubladendenken. Achten
Sie einfach darauf, dass die anderen bestimmte Wörter
verwenden und sich auf bestimmte Weise bewegen. Dies
schärft Ihre Sinne und gibt Ihnen Material, mit dem Sie ar-
beiten können.

21. Bewegung ist etwas Elementares


Um Ihre Flexibilität zu schulen, bewegen Sie sich eine Zeit
lang den unterschiedlichen Elementen angepasst. Versuchen
Sie, auf feurige, auf luftige, auf eine geschmeidig fließende
oder auf eine geerdete Art zu gehen. Sie werden überrascht
sein, wie sehr Ihnen dies hilft, wenn Sie auf Fremde zugehen.

22. Geheimagent in Sachen „Signale“


Wenn Sie in der gesellschaftlichen Arena sind, werden Sie ein
Beobachter, ein Geheimagent für Signale. Beobachten Sie,
was Leute machen, und beobachten Sie die Interaktionen
zwischen ihnen. Versuchen Sie zu raten, was gerade abläuft.
Nutzen Sie Ihre Sinne und Ihre Beobachtungsgabe.

23. Lernen, lernen, lernen


Geloben Sie jeden Tag, dass Sie etwas unternehmen werden,
um Neues und Nützliches zu lernen. Was wollten Sie denn
schon immer lernen? Vielleicht eine Sprache, eine neue Fer-
tigkeit, eine neue Methode, etwas am Arbeitsplatz zu erle-
digen, eine neue Telefonnummer, eine neue Stellung beim
Sex? Sie können es sich aussuchen…

24. Visitenkarten drucken


Lassen Sie sich private Visitenkarten drucken. Gestalten Sie
sie so, dass sie typisch für Sie sind, etwa ein Zitat nennen,
das Ihnen viel bedeutet. Wenn Sie wollen, können Sie auch
berufliche Angaben ergänzen, nach Möglichkeit auf die
Rückseite der Visitenkarten. Lassen Sie Platz für zusätzliche
Details, die Sie vielleicht hinzufügen wollen. Seien Sie krea-
tiv.

25. Bin ich bei der Arbeit wirklich ich?


Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Arbeit unter die Lupe zu
nehmen. Sind das wirklich Sie? Wenn ja, großartig. Wenn
nein, fragen Sie sich: „Was möchte ich denn wirklich?“ und
„Was muss ich tun, um dorthin zu kommen?“ Holen Sie bei
einem Karriereberater Rat ein oder kaufen Sie sich ein Buch
zu diesem Thema. Arbeiten Sie von jetzt an an der Verwirk-
lichung Ihres wahren Berufstraums.

26. Finden Sie Ihren Stil


Spiegelt Ihre äußere Erscheinung Ihren wahren Stil wider?
Passen die Farben, die Sie tragen, zu Ihrem Teint? Schmei-
chelt Ihr Haarschnitt Ihrem Gesicht? Spiegelt Ihre Kleidung
Sie in Ihrer besten Verfassung wider? Gibt es bestimmte
Moden, Kleidungs- oder Schmuckstücke, die Sie gerne tragen
würden, es aber noch nicht tun? Kaufen Sie sich so etwas und
ziehen Sie es an. Verstecken Sie bestimmte Merkmale?
Zeigen Sie sie! Finden Sie zu Ihrem wahren Stil!

27. Machen Sie reichlich Komplimente


Beobachten Sie andere Leute und achten Sie darauf, was
Ihnen an ihnen gefällt. Machen Sie mindestens ein oder zwei
Komplimente pro Tag. Wenn Leute sich als nützlich, hilfreich,
positiv oder erfolgreich gezeigt haben oder einfach nur lä-
chelten, sagen Sie ihnen, dass Sie das wertschätzen.

28. Verbannen Sie dunkle Wolken


Seien Sie auf der Hut vor Miesepetern. Wenn Sie einen
Moment lang spüren, dass ihre dunkle Wolke einen Schatten
auf Sie wirft oder dass sie eine negative, nach unten ge-
richtete Spirale hinuntergehen, nutzen Sie Ihre sprachlichen
Fertigkeiten und Ihre Fähigkeit zum Rapport und führen Sie
sie in eine andere Richtung. Wenn Sie das nicht können –
ziehen Sie weiter. Vermeiden Sie negative Energie. Es gibt so
viele Leute, die ein wahrer Sonnenschein sind.

29. Überall ist Liebe


Wenn Sie Liebe suchen, suchen Sie sie von jetzt an auf ver-
schiedenen Wegen. Probieren Sie Partnervermittlungen, das
Internet aus, fragen Sie Freunde. Rufen Sie eine Gruppe ins
Leben, geben Sie eine Party und bitten Sie alle Ihre Sin-
gle-Freunde, einen Single-Freund des anderen Geschlechts
mitzubringen. Schalten Sie eine Anzeige, besuchen Sie eine
TV-Show – tun Sie, was auch immer Sie bisher noch nicht
ausprobiert haben.

30. Trainieren Sie Ihre Flirtmuskeln


Arbeiten Sie sich unbedingt noch einmal durch dieses Buch
und seine Erkundungen. Machen Sie letztere so oft wie
möglich, um Ihre Flirtmuskeln tüchtig zu trainieren!
Anhang
Das Erlernen einer Fertigkeit ist wie das Öffnen einer
Tür. Obwohl auch ein anderer die Tür öffnen kann,
muss jeder selbst hindurchgehen, wenn er es in jener
Fertigkeit zur Meisterschaft bringen möchte.

In diesem Teil finden Sie eine persönliche Auswahl an Bü-


chern, über eine Reihe von speziellen Themen, die irgendwie
im Zusammenhang mit meiner Art von Arbeit stehen. Vieles
davon hat mich während meiner Reise hin zu persönlichem
Wachstum tief beeinflusst.
Ich hoffe, dass etwas davon in Ihnen ein Feuer entfachen und
Sie dazu bringen wird, Ihre Reise auf Ihrem eigenen Weg
weiterzugehen.
Die unten aufgelisteten Bücher waren wichtige Wendepunkte
in meiner Entwicklung und meiner Denkweise. Ich lege sie
Ihnen sehr ans Herz.
Wenn Sie manche davon nicht in Ihrer örtlichen Buchhand-
lung finden können, denken Sie daran, dass Inter-
net-Unternehmen wie amazon.de fast jedes Buch beschaffen
können und Buchhandlungen gerne Bücher für Sie bestellen,
vorausgesetzt, Sie kennen den Autor und den Titel.

Bücher

Wir haben hier nur die Titel aufgelistet, die in deutscher


Übersetzung vorliegen (Anm. d. Red.).

Adrienne, Carol: Erkenntnis und Zufall. Den Sinn des Lebens


finden. Heyne, München 2001
Andrews, Ted: Die Botschaft der Krafttiere. Was die Ge-
schöpfe uns zu sagen haben. Bastei Lübbe, Bergisch Glad-
bach. 2. Auflage 2001
Bandler, Richard/Grinder, John: Struktur der Magie. Kom-
munikation und Veränderung Band II. Junfermann, Pader-
born 1982
Bandler, Richard/La Valle, John: Die Schatzkammer des
Erfolgs. Nutze deine natürliche Fähigkeit zu überzeugen. Ein
Trainingskurs für Verkäufer & Manager. Junfermann, Pa-
derborn 1998
Buss, David M.: Wo warst du? Vom richtigen und vom fal-
schen Umgang mit der Eifersucht. Diederichs, München 2001
Buzan, Tony/Buzan, Barry: Das Mind-Map-Buch. Die beste
Methode zur Steigerung Ihres geistigen Potentials. mvgVer-
lag, Landsberg – München. 5. Auflage 2002
Chia, Mantak/Avra, Douglas Abrams: Öfter – länger – besser.
Sextips für jeden Mann. Der Multi-Orgasmic-Man. Droemer
Knaur, München 1997
Chia, Mantak: Tao – Geheimnisse der Liebe. Übungen für
Frauen. W. Dahlberg, München 1986
Cialdini, Robert B.: Die Psychologie des Überzeugens. Ein
Lehrbuch für alle, die ihren Mitmenschen und sich selbst auf
die Schliche kommen wollen. Hans Huber, Göttingen. 2.
vollständ. Überarb, und erweit. Auflage 2002
Covey, Stephen R.: Die sieben Wege zur Effektivität. Ein
Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Le-
bens. Heyne, München 2000
Dyer, Wayne W.: Wirkliche Wunder. Wie man scheinbar
Unmögliches vollbringt. Rowohlt, Reinbek 2000
Estes, Clarissa Pinkola: Die Wolfsfrau. Die Kraft der weibli-
chen Instinkte. Heyne, München. Erweit. Neuauflage 1997
Frankl, Victor: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. Eine
Auswahl aus dem Gesamtwerk. Piper, München, 14. Auflage
2002
Gawain, Shakti: Stell dir vor. Kreativ visualisieren. Rowohlt,
Reinbek 2001
Gerstman, Bradley/Pizzo, Christopher/Seldes, Rieh: Was
Man(n) wirklich will. Drei Männer packen aus: Was Frauen
immer wieder falsch machen. mvgVerlag, Landsberg –
München 2002
Glass, Lillian: Freunde, die ich gerne hätte. Wie Sie faszi-
nierende Menschen für sich gewinnen. mvgVerlag, Landsberg
– München 1998
Gray, John: Männer sind anders. Frauen auch. Männer sind
vom Mars, Frauen von der Venus. Mosaik, München 1998
Hannaford, Carla: Bewegung – das Tor zum Lernen. VAK,
Kirchzarten. 2. verb. Auflage 1997
Hartmann, Thom: Unser ausgebrannter Planet. Von der
Weisheit der Erde und der Torheit der Moderne. Riemann,
München 2000
Hill, Napoleon: Denke nach und werde reich. Die 13 Gesetze
des Erfolgs. Ariston, München. 32. Auflage 1998
Hooper, Anne: Mehr Spaß beim Sex. Was Sie schon immer
über Liebe und Lust wissen wollten. Bassermann, München
2002
Johnson, Spencer: Die Mäusestrategie für Manager. Verän-
derungen erfolgreich begegnen. Ariston, München 2000
O’Connor, Joseph/Seymour, John: Neurolinguistisches Pro-
grammieren: Gelungene Kommunikation und persönliche
Entfaltung. VAK, Kirchzarten. 8. Auflage 1998
Pert, Candace B.: Moleküle der Gefühle. Körper, Geist und
Emotionen. Rowohlt, Reinbek 2001
Redfield, James: Die Prophezeiungen von Celestine. Ein
Abenteuer. Heyne, München 2001
Robinson, Lynne/Gordon, Thomas: Pilates Workout. Das
sensationelle Körpertraining für eine Figur nach Maß. Mosaik,
München 1999
Shapiro, Debbie: Lebendig sein. Das Körperbewusst-
sein-Übungsbuch. Synthesis 1994
Sher, Barbara: Wishcraft. Vom Wunschtraum zur erfüllten
Lebensgestaltung. Universitas, Tübingen. 2. Auflage 2001
Tannen, Deborah: Du kannst mich einfach nicht verstehen.
Warum Männer und Frauen aneinander vorbeireden. Mosaik,
München 1999
Walsch, Neale Donald: Gespräche mit Gott. Band 1: Ein
ungewöhnlicher Dialog. Goldmann, München 1997
Williamson, Marianne: Rückkehr zur Liebe. Harmonie, Le-
benssinn und Glück durch „Ein Kurs in Wundern“. Goldmann,
München 1996
Internet-Adressen

Peta Heskell und die Flirting Academy www. flirtcoach.com;


www. flirtingacademy.com Schlagen Sie meine ständig ak-
tualisierte Website auf, die voller Artikel über eine Vielzahl
von Themen ist – Tipps, Problemlösungen, Zugang zu
E-Mail-Newslettern, Erfolgsgeschichten, sexueller Humor,
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lung sowie die aktuellsten Neuigkeiten. Sie können mich über
diese E-Mail-Adresse kontaktieren. Bitte schreiben Sie mir
Ihre Kommentare oder Fragen zu diesem Buch. Ich tue mein
Bestes, um alle E-Mails zu beantworten. lnfo@flirtcoach.com

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