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VI.

<Cartesianische> Meditationen

Die Idee einer transzendentalen Methodenlehre

§1. Die methodische Begrenztheit der bisherigen Meditationen

Die transzendentale Subjektivität wird bezeichnet, als "die Ursprungsdimension alles Seins", wir
seien vorgestoßen in den "konstitutiven Quellgrund der Welt: in die Sphäre der transzendentalen
Subjektivität." Dies ist, nach Fink, geschehen "durch unser meditatives Denken", "durch den
Vollzug der phänomenologischen Reduktion". Es wird nicht mehr wie in der traditionellen
Philosophie, "verhaftet im Dogmatismus der natürlichen Einstellung, nach dem Sein der Welt"
gefragt, oder dieses "spekulativ überflogen".

– Das konstitutive Werden der Welt ist aber noch nicht aufgezeigt wurden, in seinen
sedimentierten Sinnesleistungen des transzendentalen Lebens
– wir sind noch nicht eingetreten in die konstitutiven Disziplinen und Theorien
– Zunächst nur Idee der konstitutiven Aufklärung entworfen, als analytische Rückfrage von
dem Weltphänomen (dem Geltungsaufbau, in die Prozesse der Weltverwirklichung)

Die Rückfrage auf das konstitutive hatte in den Meditationen lediglich den Sinn, auf die eigentliche
Aufgabe des philosophischen Erkennens aufzuzeigen, so Fink. Diese kann durch die
phänomenologische Reduktion noch nicht erfüllt werden. An die Aufgabe selbst werde, in den
Meditationen, noch nicht herangegangen, sie sollen lediglich eine Prolegomena sein.

"Einleitung der Philosophie als die Grundlegung zu philosophieren, dh. Die Welt und das Seiende in
ihr aus seinen letzten transzendentalen Ursprüngen in der konstituierenden Subjektivität zu
begreifen, ist nichts anderes als....."

Die Durchführung der phänomenologischen Reduktion

– begonnen mit: der egologischen Reduktion der Produktion des transzendentalen Zuschauers
dem Rückgang in das letzte (von der verweltlichenden Selbstapperzeption des Mensch –
Seins verdeckte) transzendental setzbare Welt – erfahrende und Welt – habende Leben

– vollendet zur: intersubjektiven Reduktion das ist zur vollen Entfaltung der im
transzendentalen Ego implizierten mitkonstituierenden Intersubjektivität (diese lässt sich
auch ausweisen, durch eine erste konstitutive Befragung der Einfühlungsintentionalrität)

Die transzendentale Naivität:


"Diese besteht darin, dass wir das transzendentale Leben nur in seiner Gegenwärtigkeit, in der es
uns durch die Reduktion gegeben ist, auseinanderlegen und entfalten, ohne auf die "Innenhorizonte"
dieses Lebens: auf die Konstitutionsleistungen, analysierend einzugehen."

Aber nur wenn das transzendentale Leben in "seiner Gegebenheit sichtlich geworden ist", kann man
mit der Regression in die Tiefe des Konstitutionsgeschehens beginnen.

Das unmittelbar und erst Gegebene in der phäm. Red. Ist die "transzendentale Existenz des
egologischen Lebensstromes in der vollen Konkretion seiner lebendigen Gegenwart."

zwei Richtungen für den Entwurf der konstitutiven Fragestellungen:


diese ergeben sich gemäß der Doppelseitigkeit der egologischen Konkretion
1. aktuell strömendes Erfahrungsleben
2. aktuelle Habitualität der Welthabe

erste Richtung: konstitutive Analytik des strömenden Erfahrungslebens (statische Phänomenologie)

zweite Richtung: konstitutive Rückfrage in das in den aktuellen Habitualitäten implizierte


sedimentierte leistende Leben (genetische Phänomenologie)

zwei Möglichkeiten nach Beschreibung des transzendentalen Egos in erster Stufe der regressiven
Phänomenologie:

erstens: eintreten in die konstitutiven Forschungen statische und genetische Konstitutionsanalysen


durchführen

zweitens: Volle Entfaltung des Gehalts des, durch die Reduktion, gegebenen Seins, "wir erschließen
die verborgenen Implikationen des Ego: die koexistente transzendentale Intersubjektivität."

Es sollte aber zunächst die erste Stufe der regressiven Phänomenologie eingehalten werden, d.h. die
egologische Anfangsgestalt der phän. Red. In die Endgestalt der Intersubjektivität zu vollenden.