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Titel

Regionen Ungarns – Geographisch und Touristisch

Die Republik Ungarn liegt im Südosten Mitteleuropas im Karpatenbecken auf einer Fläche

von knapp über 93030 km2 mit etwa 10 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Budapest

mit fast 1,7 Millionen Einwohner. Ungarn grenzt an Österreich , die Slowakei, die Ukraine,

Rumänien, Tschechien, Kroatien, Serbien und Slowenien.

Viele Seen, Flüsse, Gebirge und die sehr bekannt Tiefebenen verleihen dem Land seinen

typischen, tektonischen Charme. Ungarn ist auch reich an verschiedenen Pflanzen- und

Tierarten, welche in zahlreichen Nationalparks, Landschaftsschutzgebiete und

Naturschutzgebiete untergebracht sind.

Der geographischen Regionen von Ungarn:

50 % des ungarischen Territoriums bestehen aus Flachland: die Große Ungarische

Tiefebene ALFÖLD nimmt die gesamte östliche Hälfte des Landes ein, die Kleine

Ungarische Tiefebene KISALFÖLD erstreckt sich entlang der nordwestlichen Grenze.

Die beiden wichtigsten Flüsse, die Donau (ungarischer Abschnitt: 417 km), und die Theiß

(598 km). Beide Flüsse durchqueren das Land von Norden nach Süden.

Das Gebiet zwischen Donau und Theiß DUNA-TISZA KÖZE ist ebenfalls flach, während

sich die Landschaft westlich der Donau hügelig präsentiert und als Transdanubien

DUNÁNTÚL bekannt ist. In der Mitte Transdanubiens befindet sich der größte und wärmste

Binnensee Mitteleuropas, der BALATON (Plattensee). Gebirgszüge durchqueren das Land

diagonal: westlich der Donau das DUNÁNTÚLI KÖZÉPHEGYSÉG (Transdanubische

Mittelgebirge) mit seinen 400-700 Meter hohen Bergketten (Keszthelyi-hegység, Bakony,


Vértes, Gerecse, Pilis, Visegrádi-Gebirge) und bis zur östlichen Donau zieht sich das

ÉSZAKI KÖZÉPHEGYSÉG (Nördliche Mittelgebirge) mit seinen 500-1000 Meter hohen

Bergen (Börzsöny, Cserhát, Mátra, Bükk, Cserehát, Zempléni-Gebirge) hin. Der höchste

Punkt des Landes ist der 1014 Meter hohe Kékes im Mátra-Gebirge. Zu beliebten

Touristikzielen zählt der Nationalpark Hortobágy (BUGAC, APAJPUSZTA,

LAJOSMIZSE), wo die Besucher die seit Urzeiten typischen Haus- und Nutztiere der

"ungarischen Puszta" sowie ethnographische Traditionen und Reitervorführungen bewundern

können.

Die wichtigsten touristischen Regionen von Ungarn sind die folgenden:

1. Budapest: Budapest ist nicht nur die Hauptstadt Ungarns, sondern auch das kulturelle

Zentrum des Theater- und Musiklebens des Landes. Wenn man einmal diese vielfältige Stadt

besser kennenlernt, wird über beide Ohren in sie verliebt. Hier kann man zahlreichen

Sehenswürdigkeiten von Herdenplatz bis Burgviertel bewundern und an sehr interessanten

künstlichen Ausstellungen, Festivals wie z.B das berühmte Frühlings Festival teilnehmen.

2. Mittlere Donauregion: nördlich von Budapest, wo die Donau einen Bogen beschreibet, liegt

dieses malerische Erholungsgebiet. Das Landschaft besteht aus dem Cserhát- Börzsöny-

Visegrád Gebirge. Hier findet man den Donau- Eipel Nationalpark. Die wichtigste Städte der

Region sind Szentendre, Esztergom, Visegrád. Szentendre ist eine Kleine Wohn – und

Wirkungsstätte für Künstler. In Esztergom ist der erste ungarische König und Staatsgründer

Stephan I. geboren. Im Städchen von Visegrád befindet sich Salamonturm und kann man die

Ruinen des einstigen legendären Palastes besichtigen.

3. Nordungarn: Nordungarn erstreckt sich zwischen der Großem Tiefenebene im Süden und

der ungarisch-slowakischen Grenze im Norden.


Charakteristisch für die abwechslungsreiche Landschaft Norungarns sind die Höhenzüge des

Nördlichen Mittelgebirges - Mátra-, Börzsöny-, Cserhát-, Bükk- und Zempléner Gebirge. In

Nordungarn findet man auch die beiden größten Gebirge des Ungarns: das Mátra- und das

Bükkgebirge - und der höchste Gipfel, der Kékestö mit seinen 1014 m. Die wichtigsten Städte

der Region ist Eger, Miskolc, Tokaj, Lillafüder, Hollókő, Gyöngyös, Szilvásvárad.

4. Nördliche Tiefebene: Die nördliche Tiefebene ist ein flaches Gebiet, das drei Komitate

umfasst. Hier befindet sich auch der Nationalpark Hortobágy. Reizvolle Landschaften, eine

vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und zahlreiche Baudenkmäler und Kunstschätze prägen die

Region. Die bedeutendste Sehenswürdigkeiten der Region ist Debrecen, Hajdúszoboszló,

Máriapócs.

5. Südliche Tiefebene: In Südungarn liegt die sogenannte s üdliche Tiefebene, die Puszta also,

eine flache Landschaft die von den beiden großen Flüssen des Landes, Donau und Theiß

durchzogen wird.

Die größte Stadt der Region ist die ganz im Süden liegende Stadt Szeged. Beduetender Städte

der Region sind noch Gyula, Kecskemét, Kiskunhalas.

Die Südliche Tiefebene ist vor allem für ihre Landschaft bekannt. Sehenswert sind die vielen

Naturschutzgebiete und Nationalparks, man findet hier aber auch verschiedene Kurorte, zum

Beispiel Gyula.

6. Süd-Transdanubien: Die Region Südliches Transdanubien liegt in Südwestungarn, südlich

der Region Balaton. Süd-Transdanubien, eine der schönsten Regionen Ungarns, bildete früher

den Süden der römischen Provinz Pannonia.

Winzige Dörfer, die zwischen den Hügeln versteckt liegen, bewaldete Berge, statliche Burgen
und Weinberge prägen das Landschaftsbild.

Süd-Transdanubien umfaßt ein relativ kleines Territorium - es ist durchschnittlich nur ein 50

km breiter Gebietsstreifen, der sich westlich der Donau von Budapest erstreckt.

Den nördlichen Teil dieses Gebiets bildet ein dreieckförmiger Landstrich zwischen dem

Velencer-See, Budapest und Paks.

Der südliche Teil umfaßt drei transdanubische Komitate Tolna, Barnya und Somogy. Die

wichtigsten Städte von dieser Region sind Pécs, Villány, Siklós, Mohács, Pécsvárad,

Szekszárd.

7. West-Transdanubien: Die Region Westliches Transdanubien liegt im äußersten westen

Ungarns und besteht aus den Komitaten Györ-Moson-Sopron, Zala und Vas. Im Naturpark

Raab-Örseg-Goricko kann man die unberührte Natur und die völlige Ruhe genießen oder Sie

besuchen eines der zahlreichen Heilbäder der Region. Die wichtigsten Städte sind Györ,

Sopron und Szombathely. Györ ist die sechstgrößte Stadt in Ungarn und ist bekannt für seine

Baudenkäler.

Im Osten der Region, in der Nähe von Györ, liegt die Abtei von Pannonhalma, die zum

Weltkulturerbe zählt und die man unbedingt gesehen haben sollte.

8. Mittel- Transdanubien: Die Region nordlich und östlich des Balaton heißt

Mitteltransdanubien.

Die wichtigsten Städte sind Székesfehérvár, Veszprém sowie Pápa und Herend. Die

Landschaft ist auch hier sehr abwechslungsreich und bietet Gebirge sowie Flüsse und Seen.

Am bekanntsten dürfte hierbei der Velence See sein, der für den Tourismus in der Region von

besonderer Bedeutung und wegen seines reichen Fischbestandes bei Anglern sehr beliebt ist.

Die "Stadt der Könige", Székesfehérvár, sollt man sich unbedingt ansehen. Hier kann man die
Zeugnisse der ungarischen Geschichte bewundern, denn bis zum Mittelalter wurden hier viele

ungarische Könige gekrönt.

Wenn man sich für Porzellan interessiert, dürfte man die Stadt Herend ein Begriff sein. Das

dort hergestellte Porzellan ist weltbekannt.

9. Theiß – See: Etwa hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Budapest liegt der Theiß - See,

der zweitgrößte See Ungarns.

Der See ist seit Ende der 70er Jahre Naturschutzgebiet und ist eines der größten

Vogelreservate Europas. Besonders im Herbst kann man hier wunderbare Bootstouren

unternehmen und die mehr als 150 verschiedenen Vogelarten bewundern. Der See mit seiner

127 Quadratkilometer großen Wasseroberfläche ist durch das Anstauen des Flusses Theiß

entstanden und bietet auch schöne, ausgebaute Strände und Möglichkeiten für Wassersportler.

Die Stärke der Region ist sicherlich ihr Abwechslungsreichtum, denn sowohl für

Erholungssuchende, Sportbegeisterte und Naturfreunde ist hier etwas zu finden.

10. Plattensee (Balaton): Der Balaton ist mit seinem 596 km² großen Wasserspiegel der größte

Binnensee Mittel- und Westeuropas. Von Südwesten nach Nordosten erstreckt sich der See

über 75 km Länge, seine schmalste Stelle befindet sich mit 1500m bei der Halbinsel Tihany,

die breiteste beträgt ca. 14 km.

Die Durchschnittliche Tiefe des Balaton beträgt ganze drei Meter, was auch das Geheimnis

der hohen Wassertemperaturen (können im August schon mal 27 Grad sein) in den Sommer-

monaten ist.

Am Nordufer des Sees findet man Sand- und Rasenstrände vor, das Wasser ist dort etwas

tiefer als am Südufer. Die "Balatoner Riviera", wie die Gegend zwischen Balatonalmadi und

Badacsonyörs auch genannt wird, ist im Frühjahr am schönsten.


Die familiere Atmosphäre, die vielen Sportmöglichkeiten und die Ruhe des Hinterlandes sind

die Stärken des Balaton 'er Südufers. Auf dieser Seite befinden sich mit Siofók, Fonyód,

Balatonboglár und Balatonlelle die größten Ferien- und Erholungszentren Ungarns.

Ein Hungarikum kann ein Tier, eine Pflanze oder ein daraus hergestelltes Produkt der

Lebensmittelindustrie sein. Sie sind mit der ungarischen Kultur, mit den Bräuchen der

Bevölkerung verbunden. Gyula berühmt sich durch die Gyulaer Wurst. Die Rote Farbe und

größere Specktücke, der leichte Rauchgeschmach sind für die Gyulaer Wurst charakteristisch.

Das Herender Pozellan ist eines der berühmtesten Hungarika. Dei Handbemalten Produkte aus

Herend haben dem Smetterling als bekanntestes Motiv. Eine weitere Berühmtheit der

Landschaft ist die Mekóer Zwiebel. Die Stadt Makó errichtete ein Gebäude für diese Pflanze.

Berühmte Wein ist Erlauer Stierblut. Es is tein Rowein. Tokaj ist durch den Ausbruch

berühmt. Das Weinbaugebiet befindet sich im Nordosten Ungarns. König Ludwig nannte den

Tokajer „ König der Weine und Wein der Könige”. Aprikosenschnaps aus Kecskemét ist

bekannt. Das Klima der Großen Ungarischen Tiefebene ist besonders günstig für den

Obstanbau, ganz besonders für den Anbau von Aprikosen, Pflaumen, Kirschen, Erdbeeren

und Birnen. Weiter Hungarika sind: Gäsbleber aus Orosháza, Spitzen aus Kiskunhalas,

Paprika aus Kalocsa.