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"Seehofer will Syrern Flüchtlingsstatus entziehen", schrieb "Bild.

de", beim bayerischen


Online-Portal "BR24" war zu lesen, "Seehofer will syrische Heimaturlauber abschieben" und
die "Welt" kommentierte: "So verhöhnen Flüchtlinge deutsche Gastfreundschaft". Auch in
sozialen Medien gab es Aufregung: Missbrauchen viele Syrer das Asylrecht und machen
regelmäßig Urlaub in ihrer Heimat?
So verstand man offenbar die Äußerung des deutschen Innenministers Horst Seehofer
(CSU) in der "Bild am Sonntag": "Wer als syrischer Flüchtling regelmäßig in Syrien Urlaub
macht, der kann sich ja nicht ernsthaft darauf berufen, in Syrien verfolgt zu werden. Dem
müssen wir seinen Flüchtlingsstatus entziehen. Wenn dem BAMF (Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge, Red.) Reisen in das Herkunftsland bekannt werden, wird
unverzüglich ein Widerruf des Flüchtlingsstatus geprüft."

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TOP-THEMA – LEKTIONEN

Die Postkarte feiert ihren 150.


Geburtstag
Zunächst kritisierte man an ihr, dass sie nicht nur vom Empfänger gelesen
werden konnte. Doch bald wurde die Postkarte als günstige Alternative zum Brief
beliebt. 2019 wurde sie 150 Jahre alt.

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Die Postkarte feiert ihren 150.


Geburtstag
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Die Postkarte feiert ihren 150. Geburtstag


Zunächst kritisierte man an ihr, dass sie nicht nur vom Empfänger gelesen werden konnte.
Doch bald wurde die Postkarte als günstige Alternative zum Brief beliebt. 2019 wurde sie
150 Jahre alt.

Die älteste Postkarte der Welt ist eine handgemalte Karte, die 1840 an den britischen Autor
und Stückeschreiber Theodore Hook verschickt wurde. Vermutlich hat er die Karte aus Spaß
an sich selbst geschickt. Offiziell wurde die Postkarte aber erst 29 Jahre später im Jahr 1869
von der Post in Österreich-Ungarn unter dem Namen „Correspondenz-Karte“ eingeführt.

Vor der Einführung wurde die Idee für eine Postkarte jedoch kritisiert. 1865 machte
Heinrich von Stephan, der spätere Generalpostdirektor des Deutschen Reichs, einen
Vorschlag für eine günstige Alternative zum Brief: ein Postblatt, das man auf einer
Seite beschreibt und ohne Umschlag verschickt. Das wurde damals aber als
„unanständige Form der Mitteilung“ abgelehnt, weil zum Beispiel auch der Briefträger den
Inhalt lesen konnte.

Ein Jahr nach der Einführung in Österreich-Ungarn konnte man dann auch in Deutschland
Postkarten verschicken. Im Vergleich zu einem Brief kostete eine Postkarte nur die Hälfte.
Schnell entwickelte sie sich so zu einem beliebten Format, um kurze Grüße zu verschicken,
Verabredungen zu planen oder Bilder vom Urlaubsort zu senden. Damals wie heute sind
Postkarten Erinnerungsstücke, die gerne aufgehoben werden.

Alte Postkarten erzählen außerdem vom Zeitgeist der vergangenen Jahre. Ein Beispiel dafür
sind Darstellungen der Berliner Mauer: Auf einer westdeutschen Postkarte erkennt man
deutlich die Mauer vor dem Brandenburger Tor und die Grenze. Auf einer DDR-Karte sieht
man am Brandenburger Tor weder die Mauer noch den Todesstreifen. Und nach
dem Mauerfall wurden dann Postkarten mit einem kleinen Stück der Mauer verkauft.

Wenn der Regenwald brennt


Die Brände in den Regenwäldern Brasiliens sind eine Katastrophe für die Umwelt. Lange
Zeit sah die EU keinen Weg, um Einfluss auf Brasiliens Regierung zu nehmen. Das neue
Mercosur-Freihandelsabkommen könnte das ändern.

Wenn der Regenwald brennt

Die Brände in den Regenwäldern Brasiliens sind eine Katastrophe für die Umwelt. Lange
Zeit sah die EU keinen Weg, um Einfluss auf Brasiliens Regierung zu nehmen. Das neue
Mercosur-Freihandelsabkommen könnte das ändern.

Große Waldbrände in Regenwäldern sind eine Katastrophe. Sie zerstören den Lebensraum
von zahlreichen Pflanzen- und Tierarten. Wenn der
Regenwald abbrennt oder abgeholzt wird, gehen auch alle Nährstoffe verloren. Denn sie
sind in den Pflanzen selbst gespeichert und nicht im Boden. Ein zerstörter Regenwald wird
also nicht wieder wachsen können. Und dabei ist er als einer der größten CO2-Speicher der
Erde wichtig für die ganze Welt.

In Brasiliens Regenwäldern wüten zurzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Dafür
wird auch die Umweltpolitik des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro verantwortlich
gemacht. Diese soll Brandrodungen begünstigt haben, um Flächen für Vieh- und
Landwirtschaft zu gewinnen. Jetzt ist das Feuer außer Kontrolle.
Bisher hat die Welt nur zugeschaut. Die EU hat nun aber mit dem neuen Mercosur-
Freihandelsabkommen ein Instrument gefunden, um Einfluss auf die brasilianische
Regierung zu nehmen. Darin sind nämlich Regeln zur Nachhaltigkeit enthalten. „Wenn
diese nicht eingehaltenwerden, kann es die vereinbarten Zollerleichterungen nicht geben.
Da geht es auch um unsere Glaubwürdigkeit“, sagt die deutsche Ministerin für
Landwirtschaft Julia Klöckner.

Der Druck durch die EU scheint erste Wirkung zu zeigen. Denn Bolsonaro gerät nun auch in
seiner Heimat immer mehr in die Kritik. Regionalpolitiker und Landwirte befürchten
Handelssanktionen für Brasiliens Produzenten. Inzwischen kündigte Bolsonaro an, dass er
die Brände mit Hilfe der Armeeunter Kontrolle bringen will.