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Design Thinking

allgemein

Understand Phase

In dieser ersten Phase sollen sich die Teammitglieder einander vorstellen und sich kennenlernen,
insbesondere dann, wenn diese aus unterschiedlichen Bereichen kommen und sich noch fremd sind.
Durch eine Vorstellungsrunde kann sich nicht nur jeder Teilnehmer den anderen vorstellen, sondern
auch mitteilen, welches Vor- oder Spezialwissen er verfügt, dass er eventuell einbringen wird
können. Die Mitglieder können sich in dieser Phase über dies hinaus auch in das Problem
beziehungsweise die zugrunde liegende Thematik einarbeiten und beginnen dieses zu Verstehen.
Besonders wichtig ist hier, dass alle Teilnehmer ihr Wissen dazu abgleichen können, damit sich alle
auf demselben Wissensstand befinden, bevor sie den Problemlösungsprozess anstoßen. Eine genaue
Analyse der Ausgangssituation sowie aller beteiligten Komponenten und Variablen wird hier
empfohlen, sodass kein Potential verloren geht, weil ein Teilnehmer nicht alle relevanten Faktoren
beachten konnte, da diese nicht auf seinem Schirm war.

Empathize-Phase

Hier gilt es die Motivation, die Ansprüche und Wünsche der Kunden, bzw. der späteren Nutzer des
Produktes, welches nach dem Problemlösungsprozess entstehen soll, genaustens zu erkennen und
nachzuvollziehen. Der Kunde muss verstanden werden, um ein zufriedenstellendes Endergebnis zu
erzeugen. Um auf diese Denkperspektive zu kommen, ist es unabdingbar sich mit den späteren
Kunden, bzw. der entsprechenden Zielgruppe intensiv auseinanderzusetzen, indem man diese
beobachtet sowie Verhaltensweisen, Interaktionen und Entscheidungen erfasst und versucht diese
und die Beweggründe, die zur beobachteten Aktion führten, zu erörtern. Hierbei kann es sehr
hilfreich sein sich auch direkt mit den Kunden kommuniziert werden durch Befragungen oder
Interviews, in welchen weitere Erkenntnisse gewonnen werden können. Hierbei kann nach einer
Beobachtung eine reflexive Befragung durchgeführt werden, wobei der Kunde gebeten wird seine
Beweggründe darzulegen.

Erst wenn diese innersten Wünsche und Motivationen verstanden sind, kann ein idealer
Problemlösungsprozess in Gang gesetzt werden, ohne dass die Gefahr besteht, an dem
letztendlichen Nutzer des Endproduktes vorbeientwickelt zu haben.

Define Phase

In dieser Phase geht es nun darum, dass alle bisher gewonnenen Erkenntnisse zusammengetragen
und gemeinsam genau definiert werden. Hierfür ist es wichtig diese zu sammeln und zu
strukturieren, damit eine möglichst treffende Definition entstehen kann, die möglichst einfach, aber
gleichzeitig den realen Kunden in seiner Gesamtheit abbildet. Der Kenntnisstand soll wieder
abgeglichen werden und es muss eine Definition des späteren Kunden geschaffen werden, an welche
sich dann gehalten werden kann und von welcher man sich immer wieder im Laufe der folgenden
Phasen orientieren kann. Dies geschieht am besten, indem man eine oder mehrere Personas der
festgelegten, relevantesten Zielgruppe erstellt. Diese ist nach Absprache mit allen Teilnehmern dann
verbindlich und soll stets in Betracht gezogen werden bei jeder Entscheidung. Erst dann keine eine
tatsächliche Problemstellung formuliert werden. Durch die Erschaffung der Persona kann man stets
hinterfragen, ob eine Entscheidung im Sinne der Persona ist und diese dann an
Entscheidungsgrundlage nehmen.