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Die Dialyse ist eine künstliche Blutwäsche, die das Blut von giftigen Stoffen reinigt.

Der Körper produziert täglich viele giftige Stoffwechselprodukte, die normalerweise ____ die
Nieren mit dem Harn ausgeschieden werden. Zu diesen sogenannten „harnpflichtigen
Substanzen“ zählen beispielsweise der Harnstoff, die Harnsäure, das Kreatinin und viele mehr.

Sind die Nieren aufgrund eines akuten oder chronischen Schadens (akute oder chronische
Niereninsuffizienz) nicht in der Lage, diese Stoffe ausreichend auszuscheiden, sammeln sie sich
___ Körper an, was innerhalb weniger Tage lebensbedrohlich werden kann.

Die erste Dialyse am Menschen wurde 1924 in Gießen durchgeführt – _____ hat sie Millionen
von Menschen das Leben gerettet. Derzeit werden in Deutschland ungefähr 70.000 Personen
dauerhaft dialysiert.

Die Dialyse kann auch __ bestimmten Vergiftungen eingesetzt werden, um das Gift aus dem
Körper zu entfernen.

Man unterscheidet grundsätzlich drei Dialyseverfahren:

Hämodialyse

Peritonealdialyse

Hämofiltration

Das Prinzip aller drei Verfahren ist ähnlich: Dem Körper wird kontinuierlich Blut entnommen und
über eine Membran (Dialysator) gefiltert. ___ Teil wird eine Spülflüssigkeit (Dialysat) genutzt, um
die im Blut befindlichen Stoffe herauszuwaschen. Das gereinigte Blut wird dem Körper
anschließend wieder zugeführt.

Weiterführende Informationen: Hämodialyse

Wann man eine Hämodialyse durchführt und was man dabei beachten muss, lesen Sie im
Beitrag Hämodialyse.

Weiterführende Informationen: Peritonealdialyse

Wann man eine Peritonealdialyse durchführt und was man ____ beachten muss, lesen Sie im
Beitrag Peritonealdialyse.

Das dritte Verfahren ist die Hämoperfusion. Sie wird zur Blutreinigung bei Vergiftungen
eingesetzt. Das Blut wird dabei in Behälter mit Aktivkohle geleitet, die dem Blut das Gift entzieht
und es bindet (Adsorption).

Bei der Hämodialyse wird das Blut über eine künstliche Membran _______ des Körpers
geschickt, um Schadstoffen zu entfernen. Diese Membran funktioniert wie ein Filter, ist also nur
für einen Teil der Substanzen durchlässig.
Bei der Hämodialyse macht man sich das physikalische Prinzip der Osmose zunutze. Sind auf der
einen Seite der Membran Stoffe in höherer Konzentration vorhanden als auf der anderen Seite,
_____ wandern diese durch die Membran, bis es zu einem Ausgleich der Stoffkonzentration
kommt (Osmose). Das Blut besitzt eine andere Konzentration an harnpflichtigen Substanzen und
Blutsalzen als die Flüssigkeit im Dialysator (Dialysat). _____ wandern diese Substanzen aus dem
Blut in das Dialysat.

Umgekehrt lässt sich das Patientenblut im Rahmen der Hämodialyse _____ eine bestimmte
Zusammensetzung des Dialysats mit entsprechenden Stoffen anreichern. Aus dem Blut werden
also schädliche Stoffe entfernt und erwünschte Stoffe wieder hinzugefügt.

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