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Einleitung

In dieser Seminararbeit beschäftigt man sich mit den Orientalismen im B/K/S und Deutschen.

Die Gesamtheit der Wörter einer Sprache nennt man Wortschatz, die Synonyme sind Lexik und
Wortbestand (vgl. Petrovic, 2001:66).
„Zum Grundwortschatz einer Sprache gehören wenige tausend Wörter, mit denen man einen
sehr hohen Anteil der Texte verstehen kann, ohne die Wörter nachschlagen zu müssen.“1
Zum beweglicheren Teil des Wortschatzes gehören Neologismen, viele Fremd- und Lehnwörter,
Spezialausdrücke der Sondersprachen, mundartliche und emotional bedingte Wörter, usw (vgl.
Petrovic, 2001: 67ff).

Mit Hilfe der Wortbildung und der Übernahme von Wörtern aus fremden Sprachen kann man
den Wortschatz einer Sprache bereichern (vgl. Petrovic, 2001: 70).
„In die deutsche Sprache wurden seit Beginn ihrer Entwicklung ständig fremde Wörter und
Wendungen aus verschiedenen Sprachen übernommen, die für die Kommunikation
unentbehrlich geworden sind.“ (Petrovic, 2001: 70).

Die Gliederung des Wortschatzes kann nach unterschiedlichen Kriterien realisiert werden. Unter
dem etymologischen Kriterium versteht man die Gliederung nach der Herkunft der Wörter –
einheimische Wörter, Lehnwörter, Fremdwörter.

Unter Wörterbücher versteht man Bücher mit systematischer Beschreibung des Wortschatzes
einer Sprache. Etymologische oder hystorische Wörterbücher beschäftigen sich mit der Herkunft
eines Wortes, während die Fremdwörterbücher die Fremdwörter erläutern (ebd.: 67ff).

Nach Schmid (2009: 229) versteht man unter den Begriffen Etymologie und Wortgeschichte die
sprachwissenschaftlichen Richtungen, die sich mit historischen Aspekten des Wortshatzes

1
Quelle: https://de.wiktionary.org/wiki/Grundwortschatz
beschäftigen. Die Etymologie untersucht das Alter, die Herkunft und die
Entstehungsbedingungen von Wörtern.
„Die Kreuzzüge, an denen seit 1099 viele Deutschsprachige teilnehmen, berreicherte das Mhd.
mit einigen Wörtern aus dem Orient. Aus den orientalischen Sprachen stammen: Schach,
Kampfer ´Arzneipflanze´, Spinat, Zucker, Giraffe, Sirup usw. In einigen Fällen waren andere
europäische Sprachen Vermittler der Entlehnung.“ (Talanga, 2006: ).

Brockhaus (1974: 482) definiert Begriffe wie folgt: der Orient = Morgenland, die Länder des
Nahen, Mittleren und Fernen Ostens; orientalisch (Adjektiv, aus dem Orient stammend), der
Orientale = Bewohner des Orients; der Orientalist, = Kenner der Orientalistik; die Orientalistik =
Wissenschaft von den orientalischen Sprachen und Kulturen.
Der Sprach-Brockhaus: Deutsches Bildwörterbuch (Brockhaus Wiesbaden)

Aus anderer Kontaktsprache entlehnte Wörter, die unter fremdem Einfluss aus eigenem
Sprachmaterial aufgebaut oder in ihrer Bedeutung verändert worden sind, definiert man als
lexikalisches Lehngut (vgl. Schmid, 2009: 237). Nach Schmid (ebd.) gehören zum Lehngut die
Lehnwörter, Fremdwörter, Lehnschöpfungen, usw. Duden2 definiert die Lehnwörter als Wörter,
die aus einer fremden Sprache übernommen wurden und die sich in Aussprache, Schreibweise,
Flexion der übernehmenden Sprache angepasst haben.

Fremdwörter

Der Begriff Glossar kommt aus lat. Wort glossarium und gr. glōssario, das man als Zunge oder
Sprache übersetzen kann. Mit der Zeit erschien die neue Bedeutung: „Abbildung von Sprache [in
Form einer Liste aus erklärungsbedürftigen Wörtern]“. Unter diesem Begriff versteht man eine
Liste von Wörtern samt Erklärungen, weiterführenden Erläuterungen oder auch Übersetzungen.
Glossare wurden schon im Mittelalter als Sammlungen erstellt, um schwierige Wörter
(Archaismen, Neologismen, Fremdwörter etc.) zu erklären.3

2
Quelle: http://www.duden.de/rechtschreibung/Lehnwort
3
Quelle: http://wortwuchs.net/glossar/
Im Glossar, das der Hauptteil dieser Seminarabeit ist, unterscheidet man: Arabismus, Turzismus
und. Im Glossar kommt die Herkunft der verschiedenen Begriffe vor, wie auch ihre Bedeutungen
Persismus und deren Äquivalente im B/K/S. Die Turzismen sind im B/K/S schon seit der Zeit
der Osmanen vorhanden. Der Balkansprachbund: B/K/S haben zahlreiche gemeinsame
Entlehnungen aus dem Türkischen, Arabischen, Persischen und Griechischen.