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Internationale Universität Novi Pazar

Abteilung in Niš

Germanistik

HS Aufklärung kompakt

Prof. Emilija Mančić

WiSe2018/19

Dantons Tod: Eine Geschichte über die Versöhnung von drei Religionen

Borska, 87
18000 Niš
natha5599@gmail.com
Germanistik
2.Semester Matrikel-Nr.: 1a-2849
Modulnummer: XXXXXX
Gliederung

Einleitung.........................................................................................................................................3

Biographie........................................................................................................................................4

Leben Lessings..........................................................................................................................4
Autobiographischer Hintergrund,..............................................................................................5
Literarische Quellen..................................................................................................................7
Inhaltsangabe....................................................................................................................................8

Thematik...........................................................................................................................................9

Weltreligionen...........................................................................................................................9
Epoche „Aufklärung"................................................................................................................9
Emanzipation...........................................................................................................................10
Personen.........................................................................................................................................11

Personenkonstellation..............................................................................................................11
Personencharakterisierung.......................................................................................................11
Nathan 11

Recha 12

Daja 12

Saladin 13
Sittah 14

Tempelherr........................................................................................................................14
Patriarch............................................................................................................................14
Textanalyse.....................................................................................................................................16
Aufbau und Textstruktur..........................................................................................................16
Sprache....................................................................................................................................16

7. Schluss...................................................................................................................................18
8. Literaturverzeichnis 20
Einleitung
Das dem Drama ureigene, seit seiner Entstehung erprobte Gegenspielermotiv tritt in der Theaterliteratur
auf vielfache Art in rivalisierenden Personen oder Gruppen, aber auch, meist gleichzeitig, im
Wechselspiel in einer Person oder Gruppe verankert auf. Georg Büchners Geschichtsdrama der
Französischen Revolution >>Dantons Tod<< (1835) verbindet beide Aspekte auf komplexe Weise.

Diese Arbeit versucht die Gestaltung des Gegenspielermotivs, die ,,Reste der klassizistischen >>Held-
Gegenspieler-Konstellation<<``,[+] sowie den Bruch, den Büchners nachklassizistisches Erstlingswerk in
der Darstellung des Gegenspielermotivs in Hinblick auf die Beeinflußbarkeit des Geschehens durch das
Individuum vollzieht, darzustellen.

In diesem Einleitungskapitel werden zunächst einige theoretische Grundlagen zum Autor, seinem Werk
und seiner Zeit gelegt, die anschließend auf den näheren Kontext der Konzeption und des Stoffs von
>>Dantons Tod<< hinführen, bevor schließlich im Hauptteil das Gegenspielermotiv des Stücks detailierter
entfaltet wird.

Georg Büchner: Leben und Werk

Da bereits an anderer Stelle auf Büchners Leben und Werk eingegangen wurde (für eine tabellarische
Übersicht zu Leben und Werk Georg Büchners siehe auch Anhang B (S. [*]ff.) S. 1, Abschnitte 1. und 2.,
und vor allem [11] MAYER (1979)), beschränkt sich die Darstellung hier auf Ansatzpunkte, die später eine
teilweise biographisch-historische Analyse erlauben sollen.

Büchner beschäftigt sich schon während seiner Schulzeit am Gymnasium in Darmstadt mit der
Französischen Revolution. Bereits dort läßt er in seiner Rede über den ,,Helden-Tod der 400
Pforzheimer`` und seiner Rezension ,,Über den Selbstmord`` Interesse an Themen wie ,,Heldentod`` und
Todesnähe erkennen. Diese Themen beeinflußten später in abgewandelter Form auch die
Entstehungsgeschichte von >>Dantons Tod<<.

Als er 1833 sein Studium der Medizin, das er 1831 in Straßburg begonnen hatte, mit den Nebenfächern
Geschichte und Philosophie ergänzt, in Gießen fortsetzt, ist sein politisches Engagement schon voll
entbrannt. Er nimmt verstärkt an Veranstaltungen der radikal-politischen Freiheitsbewegung teil und
begründet 1834 seine geheime >>Gesellschaft für Menschenrechte<<. In diesem konspirativen
Geheimbund entwickelt sich die Revolutionsabsicht gegen die drückend reaktionären gesellschaftlichen
Verhältnisse im Großherzogtum Hessen.
Während sich die Gruppe für die Revolution rüstet, liefert Büchner mit der sozialistischen Kampfschrift
>>Hessischer Landbote<< den theoretischen Unterbau, mit dem die Bauern gegen die Machthabenden
aufgewiegelt werden sollen:

In der Erkenntnis der materiellen Grundlagen des Daseins berühren sich Drama [i.e. >>Dantons Tod<<]
und Flugschrift [i.e. >>Hessischer Landbote<<] aufs engste. Diese Gemeinsamkeit der
Argumentationsbasis belegt nicht nur den nahtlosen Anschluß der literarischen Produktion Büchners an
die politische Praxis, sondern auch den ungebrochenen Verlauf seiner Biographie. Die agitatorische
Wirkabsicht des >>Hessischen Landboten<< setzt bei der ungleichen Verteilung der Güter an und möchte
das latente Einspruchspotential der Bauern mobilisieren. Ganz entsprechend sind lange Strecken des
Dramas vom Verweis auf das materielle Elend und den gerade unter der Oberfläche gärenden
Fanatismus [...] der Pariser Bürger getragen.[+]

Zur Revolution kommt es jedoch nicht: der Geheimbund wird von einem Vertrauten verraten, mehrere
Mitglieder werden festgenommen. Um sich der Verhaftung zu entziehen, flüchtet Büchner aus Gießen
nach Darmstadt ins Elternhaus. Dort ,,verschrieb er sich dem Studium der Geschichte, was ihm
gleichbedeutend war mit dem Studium der Geschichte der menschlichen Freiheit, mit dem Studium der
Französischen Revolution.``:[+]

Büchner leitet die Bestimmung der Freiheit nicht aus einer Idee, sondern aus seinem Begriff des Lebens
ab; er verknüpft im Verlauf seiner Entwicklung die Freiheit unmittelbar mit den materiellen und sozialen
Lebensverhältnissen. Unter diesem Gesichtspunkt wurde Büchner zum glühenden Anhänger der
Französischen Revolution, die er als Akt der politischen Befreiung sowohl des Individuums [...] als auch
der Gesellschaft als einer Nation [...] auffaßte.[+]

Vor diesem Hintergrund und nach zwei Vorladungen als Zeuge in Prozessen gegen Mitglieder seines
Geheimbundes in ständiger Angst vor Verhaftung, ,,tut [der Revolutionär] das Naheliegende und schreibt
ein Revolutionsstück``,[+] i.e. >>Dantons Tod<< im Frühjahr 1835.

Büchner und das Theater seiner Zeit


Büchner definierte seine Rolle als Dramatiker als die eines ,,Geschichtsschreiber[s], [der] [...] aber über
letzterem [steht] dadurch, daß er uns die Geschichte zum zweiten Mal erschafft und uns gleich
unmittelbar [...] in das Leben der Zeit hineinversetzt [...]. Seine höchste Aufgabe ist, der Geschichte, wie
sie sich wirklich begeben, so nahe als möglich zu kommen.``[+] Die dokumentarische Absicht, die
Büchner für sein Hauptwerk >>Dantons Tod<< in Anspruch nahm, grenzt ihn stark vom Theater seiner
Zeit ab.

Die von Büchner vielfach formulierte Ablehnung der >>Idealdichter<<, i.e. der Dichter des Idealismus,
allen voran Schiller, läßt >>Dantons Tod<< ,,[i]nnerhalb der deutschen Dramatik seiner Zeit [...] [als] eine
einzigartige dichterische Leistung``[+] erscheinen.

Für die Bühne blieb das Stück dennoch tabu: ,,kein deutsches Hoftheater hätte ein Stück zur Aufführung
bringen dürfen, in dem zur Revolution aufgerufen wurde.``[+] Obwohl eine genaue Lektüre des Texts
einen unmittelbaren Revolutionsaufruf nur indirekt erkennen läßt, besteht vor dem schon
beschriebenen Entstehungshintergrund an der Absicht Büchners die Zuschauer ,,zu revolutionären
Absichten zu bewegen, zumindest jedoch zu einer positiv zustimmenden Haltung``[+] anzuregen, kein
Zweifel.

Stärker jedoch wirkte noch, daß das ,,Menschenbild, das in Dantons Tod entworfen wird, [...] in allen
wichtigen Punkten eklatant den Forderungen [widerspricht], welche das zeitgenössische Publikum an
seine dramatischen Helden erhob: an die Stelle der Bestätigung seines Selbst durch die Geschichte setzt
Büchner seine Auflösung, an die der je besonderen einmaligen Persönlichkeit die immer gleiche
physische Natur des Menschen.``[+] In Verbindung mit der ,,an die Dramen der Sturm-und-Drang-
Periode erinnernde offene Form``[+] und einer völlig neuen, anti-idealistischen Geschichtskonzeption,
die sich von bisher verwendeten Ansätzen distanziert, war >>Dantons Tod<< für die Bühne der Zeit
unbrauchbar:

Geschichte ist bei Büchner nicht mehr, wie im Drama des Klassizismus, in eine transzendentale Ordnung
eingebunden, noch erscheint sie als grandioses Kräftespiel der Leidenschaften, als schicksalhafter
Zusammenprall des Einzelwillens mit abstrakten Gesetzmäßigkeiten. Zentralproblem des Dramas ist die
Geschichte selbst: die Zwanghaftigkeit ihres Ablaufs, und damit notwendig verbunden, ihre Auswirkung
auf den Menschen.[+]

Diese Erkenntnis der Zwanghaftigkeit der Geschichte, die er durch das Studium der Geschichte der
Französischen Revolution gewann und selbst >>Fatalismus der Geschichte<< nannte, weckte in Büchner
die Ablehnung des Idealismus.

Dies führt uns jedoch bereits zum näheren Kontext der Konzeption und des historischen Stoffs von
>>Dantons Tod<<.
Das Stück >>Dantons Tod<<

Kontext

Zur Konzeption des Stücks

Büchners Geschichtsdrama zeichnet einen zweiwöchigen Ausschnitt aus der entfremdeten Spätphase
der Französischen Revolution vom 24. März bis 5. April 1794 nach. Büchner versucht getreu seiner später
formulierten Vorstellungen über die Aufgabe des Dramatikers kein durchschaubares, und somit leicht als
Propagandastück ablehnbares Tendenzstück zu schreiben, sondern mit einem getreuen Bild der
Umstände der Revolution, Zustimmung zu Reformen bei seinen Lesern bzw. Zuschauern zu finden.

Exzerptions- und Montageverfahren

Büchner lehnt sich zu diesem Zweck eng an historische Quellen zur Französischen Revolution an.[+] Sein
oft angewandtes Verfahren der Adaption und Collage läßt ihn einzelne Worte aber auch ganze Reden
Robespierres oder Dantons wörtlich in das Drama übernehmen: ,,etwa ein Sechstel des Textes [...] [ist]
aus den genannten historischen Quellen montiert [...].``[+] Mit diesem Exzerptions- und
Montageverfahren (,,Versatzstücktechnik``) erreicht Büchner zweierlei:[+]

Einmal stellt er durch das Wort- bzw. Satzsignal [i.e. die Anspielung auf die dem Publikum durchaus
vertrauten Quellen] [...] den Anschluß der jeweiligen Szene an das >>große<< historische Geschehen her.
Zum anderen verschafft er seiner Eigenschöpfung dadurch eine >>Beglaubigung<<, die [...] auf den
impliziten Realitätsanspruch des Texts abzielt.

Der große Einfluß der Quellen auf die Entstehung von >>Dantons Tod<< spiegelt sich auch in zwei
Tendenzen der Quellen:

Die Quellen vertreten eine grundsätzlich revolutionsbejahende, wenn auch die terreur ablehnende
Tendenz, und

sie enthalten Dantons Charakterzug der Willensschwäche, welchen Büchner aus seiner neu gewonnenen
Erkenntnis des >>Fatalismus der Geschichte<< erklärt.

>>Fatalismus der Geschichte<<

Im Studium der Geschichte der Französischen Revolution suchte Büchner nach der Zerschlagung seiner
Gießener ,Gesellschaft für Menschenrechte` (1834) moralische Unterstützung für seine eigenen
Revolutionspläne. Doch er findet im Gegenteil eine skeptische Geschichtsauffassung, die die heldischen
Vorbilder als ,,Paradegäule und Ecksteher der Weltgeschichte``[+] erscheinen ließ, und einer Absage an
individuelles Heldentum[+] und an den Glauben an die Veränderbarkeit des unaufhaltsamen Fortgangs
der Geschichte, gleichkam:

So wählt er [i.e. Büchner] unter allen großen Gestalten der Revolution wohl die einzige, die sich nicht
zum Helden eignet -- Georges Danton. An dessen Beispiel zeichnet er seinen eigenen, inneren
Entwicklungsgang, die Gießener Krisis [i.e. Krise nach der Auflösung seiner , Gesellschaft`] nach. Aus
diesem inneren Grund ist Dantons Tod autobiographisch [...].[+]

Die Einsicht in die Unveränderbarkeit der Geschichte selbst durch Revolution, drückt sich in einer
amoralischen Lebensweise und schließlich im nihilistischen Wunsch nach Vergänglichkeit aus. Büchner
entwickelt beide Züge während des gesamten Stücks an der Figur des Danton.

Das Resultat ist Dantons Amoralität und pessimistische Passivität, die in engem Zusammenhang mit
einem Postulat aus Nietzsches Moralkritik steht, die der Büchners ähnelt: >>Die Erkenntnis tötet das
Handeln, zum Handeln gehört das Umschleiertsein durch die Illusion.<<[+]

Die Französische Revolution

Die politischen Ziele der Französischen Revolution (für eine tabellarische Übersicht zur Französischen
Revolution siehe auch Anhang B (S. [*]ff.) S. 2, Abschnitt 3.2) sind zu Beginn der Spielhandlung von
>>Dantons Tod<< (24. März 1794) bereits erreicht. Im Mittelpunkt steht nun die Verwirklichung der
>>sozialen Revolution<<, i.e. der gerechten Güterverteilung und allgemeinen Verbesserung der
katastrophalen Lebensumstände der Massen.

Dantons große Auftritte in der Revolution, der Sturm auf den Königspalast, die >>Septembermorde<< an
den Adligen von Paris und die dadurch bestärkt erreichte Niederschlagung der dem König Ludwig XVI. zu
Hilfe eilenden Preußen und Österreicher (1792), hatten viel zum Gelingen der politischen Revolution
beigetragen. ,,Er also hatte genug getan, um der Dankbarkeit Frankreichs sicher zu sein. Danton und
seine Freunde strebten jetzt, nachdem sich das Blutvergießen des Septembers so glänzend gerechtfertigt
hatte [i.e. mit dem Resultat der Absetzung der Monarchie], Versöhnung an, innerpolitischen Frieden
durch Mäßigung ihrer Forderungen.``[+]

Doch obwohl die Vollendung der politischen Revolution fast zwei Jahre zurückliegt, haben sich die
wirtschaftlichen Verhältnisse nicht merklich verbessert. Büchner zeigt in >>Dantons Tod<< ,,den
Zeitpunkt, wo alle bourgeoisen Fraktionen besiegt sind und mit der vollendeten Herrschaft Robespierres
das Prinzip der Egalität und die Herrschaft des Volkes durchgesetzt sind.``[+] Robespierre hält an der
Fortsetzung der Revolution fest, während die ,,leidenden Massen`` mit großen Erwartungen auf
Besserungen hoffen. Seit 1793 gibt es um Robespierre und seine linke Hand St. Just den ,,1793-Kult``, der
sie zu >>Märtyrern<< um die soziale Freiheit macht und bei den Massen hohes Ansehen genießen läßt.

So stellen sich der Stand der Revolution und die Ausgangspositionen der beiden Kontrahenten zu Beginn
des Stücks dar.

Gegenspieler und Intriganten

Büchner beschreibt die politische Grundkonstellation und zentrale Aussage von >>Dantons Tod<< so:

Die ganze Revolution hat sich schon in Liberalisten und Absolutisten getheilt und muß von der
ungebildeten [i.e. nicht bourgeoisen[+]] und armen Klasse aufgefressen werden.[+]

Der zentrale Konfliktpunkt, der die Revolutionäre in verschiedene Lager teilt, ist die Auseinandersetzung,
ob die Revolution, die dabei ist sich in ihr Gegenteil, eine selbstmörderische Diktatur, zu verkehren,[+]
beendet und die Republik des status quo reorganisiert werden soll, oder ob die Revolution bis zur
Vollendung der >>sozialen Revolution<<, der absoluten materiellen Gleichheit, mit allen Mitteln
weitergeführt werden soll. Zur ,,Diskussion`` dieser Frage nimmt Büchner aus den verschiedenen
Strömungen der Revolution drei, nach Voraussetzungen und Zielen unterscheidbare ,,Gruppen``, nämlich
Danton und seine Mitstreiter, Robespierre und die Jakobiner, und das Volk, und stellt sie einander
gegenüber.

Die Parteien

Zur Vereinfachung der Argumentation erscheint es sinnvoll, die grundsätzlichen Positionen der
rivalisierenden Gruppen abzuklären, um ein differenzierteres Bild der Auseinandersetzung zwischen den
Gegenspielern und Intriganten zu erhalten:

Die >>Gemäßigten<<: Danton und seine Mitstreiter

Standpunkte:

Dantons >>Konsolidierungspolitik<< war auf den Kompromiß und Vergleich mit den bürgerlichen
Oberschichten und den rivalisierenden Gruppen der Revolutionäre ausgerichtet. Dies drückt sich im
politischen Programm und Gesellschaftsmodell der Dantonisten aus, das in I,1 von Hérault formuliert
wird:
Die Revolution ist in das Stadium der Reorganisation gelangt. - Die Revolution muß aufhören und die
Republik muß anfangen. - In unsern Staatsgrundsätzen muß das Recht an die Stelle der Pflicht, das
Wohlbefinden an die der Tugend und die Notwehr an die der Strafe treten. Jeder muß sich geltend
machen und seine Natur durchsetzen können. Er mag nun vernünftig oder unvernünftig, gebildet oder
ungebildet, gut oder böse sein, das geht den Staat nichts an. Wir alle sind Narren, es hat keiner das
Recht, einem anderen seine eigene Narrheit aufzudringen.

Ziele:

Ziel ist die schnelle Beendigung des Blutvergießens und der Aufbau einer ,laisser-faire`-Gesellschaft,
deren Ökonomie auf dem Privateigentum autonomer Individuen aufgebaut ist, und deren Moralbegriff
den priv. Lebensbereich nicht überschreitet.[+]

Die >>Radikalen<<: Robespierre und die Jakobiner

Standpunkte:

Robespierre setzt gegen die Interessen der bürgerlichen Oberschichten, die seiner Auffassung nach
Danton vertrat, die Interessen des Volkes, das eben diese ausbeutenden Oberschichten bekämpfte und
somit hinter Robespierre und der Fortsetzung der Revolution stand.

In der Konfrontationsszene I,6 formuliert Robespierre seinen Standpunkt und faßt die Gründe für die
Fortsetzung der Revolution, die er später in den Konventsreden wiederholen wird, zusammen:

Die soziale Revolution ist noch nicht fertig; wer eine Revolution zur Hälfte vollendet, gräbt sich selbst sein
Grab. Die gute Gesellschaft ist noch nicht tot, die gesunde Volkskraft muß sich an die Stelle dieser nach
allen Richtungen abgekitzelten Klasse setzen. Das Laster muß bestraft werden, die Tugend muß durch
den Schrecken herrschen.

Ziele:

Das von Robespierre vertretene Gesellschaftssystem setzt den Moralbegriff auf der politischen Ebene an
und hält an der kollektiven Regulierung gesellschaftlicher Prozesse fest.[+] Sein Wirtschaftsmodell ist die
traditionelle ``moral economy''. Ein Nullpunkt darf in der Revolution erst dann gesetzt werden, wenn die
Chancengleichheit für alle gewährleistet ist.
Die >>leidenden Massen<<: das Volk

Standpunkte:

Für die Massen steht die schnelle materielle Sanierung im Vordergrund, die Mittel zu diesem Zweck sind
dabei zweitrangig. Der Haß auf die Bourgeoisie und Revolutionsgewinnler wird in der zentralen Rede
eines Bürgers in I,2 deutlich:

Ja, ein Messer, aber nicht für die arme Hure! [...] Ihr Hunger hurt und bettelt. Ein Messer für die Leute,
die das Fleisch unserer Weiber und Töchter kaufen. [...] [I]hr habt Löcher in den Jacken, und sie haben
warme Röcke; ihr habt Schwielen in den Fäusten, und sie haben Samthände. Ergo, ihr arbeitet, und sie
tun nichts; ergo, ihr habt's erworben, und sie haben's gestohlen; ergo, wenn ihr von eurem gestohlenen
Eigentum ein paar Heller wiederhaben wollt, müßt ihr huren und betteln; ergo, sie sind Spitzbuben, und
man muß sie totschlagen¡

Ziele:

Nach der politischen Mitbestimmung muß die ,soziale Revolution`\ folgen. Diese kann jedoch nur nach
Ausrottung der Ausbeuter gelingen, wenn also die erwirtschafteten Güter zu gerechten Anteilen verteilt
werden und die Kapitalanhäufung der Bourgeoisie, die zu erneuter Abhängigkeit und Verarmung führt,
gestoppt wird.

Die Auseinandersetzung

Die ,,Auseinandersetzung`` der Gegenspieler vollzieht sich in diesem sehr handlungsarmen Stück
vornehmlich in den langen Dialogen der Charaktere innerhalb ihrer Gruppen, in denen die Oppositionen
zu anderen Strömungen deutlich werden. So treten die herausragenden Gegenspieler nur in wenigen
Szenen auf, und Robespierre und Danton stehen sich nur einmal während des gesamten Stücks in I,6
gegenüber. Die Gespräche innerhalb der jeweiligen Gruppen stehen in der Mehrzahl der Szenen im
Zentrum der Darstellung und bilden dabei die jeweiligen Positionen der Gruppen ab.

Szenisch stehen Danton und die Dantonisten im Vordergrund, die in über der Hälfte der Szenen
anwesend sind. Ihre Privatsphäre steht im Mittelpunkt des Stücks, nur in den, erst in den letzten beiden
Akten häufigeren, Auftritten und Öffnungen nach außen entstehen die Kontaktpunkte in offener
Diskussion mit den Gegenspielern und dem Volk. Umgekehrt wird die Privatsphäre der Robespierristen
größtenteils ausgespart, sie treten hauptsächlich in der Öffentlichkeit auf und stehen daher vor allem in
Kontakt zu Volk bzw. Publikum.

Der Konflikt

,,Danton selbst ist zwar Exponent seines Lagers, im Drama hat er allerdings jeden Impuls zum politischen
Handeln verloren``,[+] er hat seine politischen Aktivitäten bereits vor Beginn der Spielhandlung
eingestellt. Eben diese Inaktivität nicht nur in politischer Hinsicht kontrastiert ihn deutlich von
Robespierre, der den Dantonisten vor allem zwei Vorwürfe macht, die das Zentrum des Konflikts der
Gegenspieler im Stück darstellen:

Ihre Lasterhaftigkeit, und

die Mäßigung ihrer Forderungen.

ad 1. >>Laster und Tugend<<

Die Inaktivität und Amoralität Dantons ist in der im Fatalismus-Gedanken wurzelnden Konzeption der
Danton-Figur begründet. Dantons zynische Einsicht in die eigene Lasterhaftigkeit, i.e. sein asoziales
Verhalten, ist bereits im ersten Akt voll entwickelt. Die Szenen I,1 und I,5 in denen sich Danton im Bordell
aufhält umrahmen bezeichnenderweise die Szenen I,2, in der die Not des Volks beschrieben wird, und
I,3, in der Robespierre den Stand der Revolution und den politischen Konflikt thematisiert. Danton
flüchtet sich in eine gänzlich auf Sinnenfreude und in I,5 auf eine Glücksutopie bauende Haltung, die die
Sinnlosigkeit allen Handelns verdeutlicht und in scharfen Kontrast zur Geschäftigkeit Robespierres tritt:

Dantons Trägheit resultiert unmittelbar aus der Erfahrung der Sinnlosigkeit allen Seins, die jedes Handeln
politischer oder anderer Art jedes Sinnes beraubt. Dadurch wird Danton zum Gegenspieler jeder
Perspektive, die von vorneherein der Absurdität überführt ist und daher auch a priori Ideologie und
tendenziell terroristisch ist: Was Danton im Innersten lähmt und ihn zum Scheitern verurteilte, der Blick
in die Absurdität der Existenz, das steht in geheimer Relation zum blinden Aktivismus der ,Erlösung` bei
seinem Gegenspieler. Demgegenüber ist Robespierre in seinem Glauben an eine Perspektive notwendig
verbohrt: Robespierre präsentiert sich uns als unbeirrbarer nach festen Prinzipien und Überzeugungen
Handelnder, ein Mann eifernder Tugendlehre und erbarmungsloser revolutionärer Tat - ein Doktrinär, mit
sich selbst im Reinen und seiner Ziele und Motive gleichermaßen sicher.[+]

Robespierres Vorwurf der Lasterhaftigkeit (,,Das Laster ist das Kainszeichen der Aristokratie`` (I,3)) an
Danton ist deswegen so zentral und bedeutsam, da sich darin die von den Massen unterstützte
Tugendlehre Robespierres ausdrückt, gegen die die Dantonisten verstoßen:
Der Begriff der ,,Tugend`` reflektiert das Selbstbewußtsein des Bürgertums gegenüber dem verhaßten
Feudalabsolutismus und stellt nach Montesquieu sogar die Basis der Republik dar, wie die Ehre und der
Ruhm die des Feudalismus. Zudem grenzt die Tugend das Bürgertum gegen die höfische Frivolität, die
Danton zur Schau stellt,[+] ab und ist, wie bereits erwähnt, auf der politischen Ebene angesetzt, i.e.
Tugend bezeichnet Verantwortungsbewußtsein gegenüber dem Staat und somit den Menschen.

Deshalb sehen Robespierre und das Volk die Lasterhaftigkeit der Dantonisten als Bild der Infektion ihrer
bürgerlichen Revolution mit dem Ancien Régime,[+] die durch die Vernichtung der Krankheitsträger, i.e.
Dantonisten, geheilt werden muß.

Dantons Freunde, die sich der Radikalität Robespierres bewußter sind als Danton, sehen daß das Unheil
unausweichlich ist, wenn Danton seine Inaktivität fortsetzt. Es gelingt ihnen Danton zu überreden, in die
entscheidende Konfrontation mit Robespierre in I,6 zu gehen. Doch Danton erkennt bald, daß er einen
erbarmungslosen Gegenspieler hat, der seinen Argumenten unzugänglich ist. Dennoch sieht Danton aber
die Notwendigkeit und den Sinn des Handelns nicht, er hat sich mit der Tatsache, daß er verloren ist zu
Beginn des zweiten Akts bereits abgefunden.

Sein leitmotivisch verwendetes ,,Sie werden's nicht wagen¡`, das er noch kurz vor seiner Verhaftung
gebraucht (II,5), baut zwar noch auf dem Ruhm seines Namens aus der politischen Revolution auf,
letztlich dient es ihm jedoch nur der Beschwichtigung seiner Mitstreiter, die vor der nahenden
Katastrophe warnen, und der Rechtfertigung seiner eigenen Inaktivität vor seinem Gewissen. In seiner
Inaktivität verharrend, wird Danton, nach der von Robespierre und St. Just in II,7 verschärft formulierten
Forderung der Ausschaltung der Dantonisten, mit seinen Gefährten verhaftet.

ad 2. >>Mäßigung vs. Terror<<

In Szene III,10, die in überspitzter Geschwindigkeit die Abwendung des Volks von Danton zeigt, wird der
Grund, den das Volk und Robespierre für Dantons Politik der Mäßigung sehen, deutlich. Die Dantonisten
sind die Revolutionsgewinnler, die den Glauben an die Revolution verloren haben und durch ihre
Mäßigung gegenüber den Oberschichten Verrat am Volk begehen, um sich so ein Leben als Müßiggänger
leisten zu können.

Vor dem Revolutionstribunal soll dies in den Verhören Dantons vor Publikum zum Vorschein gebracht
werden. Vor dem Hintergrund der negativen Charakterzeichnungen aller am Prozeß gegen Danton
beteiligten Personen, erscheint Danton jedoch im Gegenteil zum ersten Mal im Stück als
Identifikationsfigur als Abhebung zur terreur gegen ihn. Zumindest in seinen Reden vor dem Tribunal,
legt er seine auf den Fatalismus fixierte Inaktivität ab. Die Absicht, die Büchner damit verfolgt, ist die
Maschinerie zu entlarven, die in der entfremdeten und scheinheiligen Spätphase der Französischen
Revolution tonangebend und schließlich auch für das Scheitern der Revolution verantwortlich war. Die
Verteidigungsreden Dantons laufen auf dieselbe Erkenntnis hinaus:

Die Tragik Dantons liegt im Drama in der Eingleisigkeit seiner an sich richtigen Erkenntnis begründet, daß
die terreur nicht das geeignete Mittel zur materiellen Sanierung des Volkes darstellt. Insofern gelangt er
tatsächlich am nächsten zu einer politischen Aussage, wenn er am dritten Verhandlungstag vor dem
Revolutionstribunal den Zuhörern entgegenschreit: >>Ihr wollt Brot, und sie werfen euch Köpfe hin! Ihr
durstet, und sie machen euch das Blut von den Stufen der Guillotine lecken!<<[+]

Doch er wird damit gleichzeitig ,,unbewußt und vielleicht wider Willen, zum Sprecher der
Revolutionsnutznießer und Konterrevolutionäre``,[+] deren Verhängnis Robespierre und die Massen zu
besiegeln gewillt sind.

Mit geringerwerdender Chance auf Rettung vor dem Tod, nimmt die Todessehnsucht und der Nihilismus
bei den Dantonisten zu. ,,Danton stirbt, >>ohne den Teufelskreis der Verzweiflung durchbrochen zu
haben<< [...]. Verzweiflung bedeutet für ihn: der radikale Zweifel an einem früher anerkannten
Geschichts- und Weltbild.``[+]

Danton weiß, daß die ganze Anstrengung der Revolution umsonst ist. Sein Leidensprozeß löst sich
schließlich in reinen Metaphysikdiskussionen um die Unzulänglichkeit der Schöpfung, die ein leidfreies
Leben nicht zuläßt (III,1), und dem Nichts als seinem ,,Asyl`` (III,4) und den ,,zu gebärende[n] Weltgott``
(IV,5) auf. ,,Das politische Handeln oder Nichthandeln der beiden Protagonisten bleibt für den Fortgang
der Geschichte folgenlos [...]. [...] [D]ie Geschichte [geht] über den einzelnen hinweg [...] und [vernichtet]
ihn in seinem individuellen Selbst [...], indem sie ihn als ihr Instrument handeln läßt.`` Danton beschreibt
seine Erkenntnis in II,5: ,,Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts
wir selbst¡`

Zusammenfassung

Die Auseinandersetzung zwischen den Dantonisten und Robespierre ist die zwischen dem bürgerlichen
Prinzip des Egoismus und Individualismus, das Ausdruck des Privateigentums ist, und dem Prinzip der
Egalität, der Brüderlichkeit und des Mutualismus -- genau die Auseinandersetzung [wie Büchner wußte],
die in [der politischen Phase] der Französischen Revolution den Kampf zwischen [...] allen Oberschichten
[und dem Volk] bestimmte.[+]
Büchners Dramaturgie weist also die Dantonisten und Robespierristen den zwei großen Lagern der
Revolution zu, erstere dem der Ausbeuter, letztere dem der Ausgebeuteten:

Die Ausbeuter: ,,alle Oberschichten``

Büchner rechnet die Dantonisten dem Flügel der Bourgeoisie zu. Seine Aussage ,,Ich kann doch aus
einem Danton und den Banditen der Revolution nicht Tugendhelden machen``[+] unterstreicht Büchners
Intention als Dramatiker, aber auch als Revolutionär.

Das Stück wurde daher im Verlauf seiner Rezeptionsgeschichte mehr und mehr als Kampfansage
Büchners an die Gegner einer auf absolute materielle Gleichheit zielenden Revolution verstanden,
weshalb auch die jüngere Rezeption im Titel >>Dantons Tod<< die Betonung verstärkt auf >>Tod<< gelegt
hat, daß es also nicht um die Person Danton gehe, sondern um seine Vernichtung.[+]

Die Ausgebeuteten: das Volk

Robespierre und das Volk stehen dagegen auf einer Seite. Robespierre versteht es, die zu Beginn ziellose
Wut der Massen zu seinen Zwecken politisch zu instrumentalisieren, indem er sie hinter sich und seine
Pläne bringt. Die im Stück dominante Charakterisierung des Volks, die Manipulierbarkeit (I,2 (Massen),
III,9, III,10 (Zuhörer im und vor dem Revolutionstribunal)), ist bedingt durch die Nichtbefriedigung der
elementarsten materiellen Bedürfnisse gepaart mit ständiger Erniedrigung, und seinem Dauerzustand
der Würdelosigkeit, die das ursprüngliche Motiv zum Aufruhr waren.

Solange das Volk leidet ist Genuß jedoch Verrat an seinem Leiden. Danton begeht vor allem deswegen
Verrat am Volk, weil die Ausgangsposition der Menschen noch nicht gleich ist, was aber nach
Robespierre und dem Volk die Voraussetzung für eine Beendigung der Revolution und einen Neubeginn
wäre.

Weder Danton, noch Robespierre ist aber in der Lage die Kluft zwischen beiden Seiten zu schmälern: ,,An
der Unmöglichkeit, die materiellen Voraussetzungen für ihre jeweilige Programmatik zu schaffen,
zerbrechen [...] [beide]. Die Not des Volkes von Paris ist somit der letzte und einzige Maßstab, an dem
die Thesen der Revolutionäre gemessen werden können.``[+] Es dominiert schließlich Büchners letzte
politische Erkenntnis, die er in die Worte faßt:

- soll jemals die Revolution auf durchgreifende Art durchgeführt werden, so kann und darf das bloß
durch die große Masse des Volks geschehen [...].[+]

Variationen des Gegenspielermotivs


Neben der bereits beschriebenen Besonderheit der Einmaligkeit des Zusammentreffens der beiden
Rivalen Danton und Robespierre in I,6, gibt es eine zweite Besonderheit, nämlich daß Robespierre nach
II,7, also bereits bei Hälfte des Dramas, abgeht und nicht wieder auftritt. Somit tritt in den ersten beiden
Akten ein Danton auf, der durch seine Willenslähmung nicht als wirklicher Gegenspieler erscheint, und in
den letzten beiden Akten zumindest in den Reden vor dem Revolutionstribunal ein Gegenspieler Danton
aber nicht mehr sein Rivale Robespierre. Letzterer Umstand ist mit für den besonderen Stellenwert der
Nebenfiguren auf beiden Seiten im Drama verantwortlich. Ihnen kommt auf seiten der Dantonisten
durchgehend und auf seiten der Robespierristen in den letzten beiden Akten große Bedeutung zu.

Der Kreis der Nebenfiguren um Danton, vor allem seine engsten Vertrauten Camille, Lacroix und Hérault,
tritt hauptsächlich in der Formulierung der Positionen der Dantonisten hervor und in der Beschwörung
Dantons, der seine Aktivitäten bereits eingestellt hat, doch noch zu handeln und sich zu wehren. Camille
stellt als rechte Hand Dantons und als Jugendfreund Robespierres zwar ein Verbindungsglied zwischen
den beiden Lagern dar, er wird in seiner Haltung des Erbarmens jedoch im zweiten Teil durch die
Grausamkeit von Robespierres Vertreter St. Just scharf kontrastiert. Die Dantonisten, die stets zu Danton
halten, werden schließlich nach ihrer Verhaftung vor Ende von Akt II mit Danton in die
Sinnlosigkeitsproblematik hineingezogen, die sie in den Philosophiegesprächen im dritten und vierten
Akt entwickeln (III,1 mit anderen Nebenfiguren: Atheismus, III,7 und IV,5) und deren Tenor die
Ablehnung einer Gottesfigur, oder sonstiger zur Sinnstiftung herangezogener Wertesysteme ist: ,,Die
Welt ist das Chaos. Das Nichts ist der zu gebärende Weltgott.`` (IV,5).

Auf seiten der Robespierristen setzt der Stellvertreter Robespierres, St. Just, die Opposition im
Hintergrund gegen die Dantonisten fort. St. Just ist ein skrupelloser Vertreter der Staatsraison und
entpuppt sich durch seine menschenverachtende Rede in II,7 und im dritten Akt wie Barère als
blutleerer, besessener Fanatiker ohne Selbstzweifel. Er wird somit zum verschärften Ersatz und sogar
Kontrast für die Gegenspielerschaft Robespierres, bei dem sich Selbstzweifel zeigen. St. Just sorgt für die
unfaire Verfahrensweise beim Prozeß gegen die Dantonisten und weist seine Vertrauten Barère, Collot
und Billaud an kurzen Prozeß zu machen, als Danton in den Konventsreden zu erfolgreich zu werden
droht. St. Just wird also mit den Vorsitzenden der Ausschüsse und Mitgliedern des
Wohlfahrtsausschusses zu Intriganten gegen die festgesetzten Dantonisten mit dem Ziel ihrer
Ausschaltung.

Büchner, der die terreur entschieden ablehnte und diese Haltung auch in seinen Quellen fand, zielt, auch
wenn er die politischen Positionen ablehnt, auf eine Sympathiesteuerung zugunsten der Dantonisten
gegen die Darstellung der terreur:
Im Gegensatz zur Gruppe der Dantonisten, deren Mitglieder als mehr oder minder klare
Identifikationsangebote angelegt sind, [...] [ist es] [i]m Hinblick auf Büchners Beurteilung der terreur [...]
nicht ohne Bedeutung, daß keiner der Anhänger Robespierres und St. Justs die Sympathie des
Zuschauers erweckt [...].[+]

Resümee

Die Arbeit hat versucht zu zeigen, wie Büchner das Gegenspielermotiv in >>Dantons Tod<< entfaltet und
variiert. Es dient im Stück vor allem der Klärung des Scheiterns der Revolution von 1789 durch die
Analyse der objektiven Bedingungen der Revolution und Umstände der Zeit, und der Konzentration auf
die Darstellung des subjektiven Erlebens der Figuren.[+]

Der Ideenkonflikt, den die Robespierristen und Dantonisten in >>Dantons Tod<< austragen, ist der
Mehrzahl der Bevölkerung entfremdet und für sie rein akademischer Art. Die einfachen Notwendigkeiten
materieller Bedürfnisbefriedigung des Volks, spielen sowohl für Danton wie auch für Robespierre, die
beide der ,,leidenden Masse`` nicht angehören, nicht die entscheidende Rolle. Im Mittelpunkt steht für
beide die Behauptung eines kompromißlosen Standpunktes, einer Idee ohne ein dafür vorhandenes
Fundament, i.e. ohne die Einsicht der Massen in den Konflikt. ,,Programme gerinnen zur Parole, an Stelle
des Handelns tritt mehr und mehr die Pose. Revolution, die nicht mehr weiter weiß, spielt Theater.``[+]
Die von Büchner postulierte Unmöglichkeit der Beherrschung einmal in Gang gesetzter Prozesse ist auch
der Grund für das letztendliche Scheitern beider Gruppen.

Literatur

Büchner, Georg: Dantons Tod. Ein Drama. Stuttgart: Reclam, 1988.

Bohn, V.: ,, ,Bei diesem genialen Cynismus wird dem Leser zuletzt ganz krankhaft pestartig zu Muthe`.
Überlegungen zur Früh- und Spätrezeption von Dantons Tod``. Arnold, H. L. (Hg.), Georg Büchner III.
München: o. V., 1981, 104-130.

Georg Büchner Ausstellung GmbH (Hg.): Georg Büchner - Der Katalog. Darmstadt: o. V., 1987.

Fischer-Lichte, Erika: Geschichte des Dramas, 2 Bde. Tübingen: Francke, 1990.


5

Goltschnigg, D. (Hg.): Materialien zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte Georg Büchners.


Kronberg/Ts.: o. V., 1974.

Hinderer, W.: Büchner-Kommentar zum Dichterischen Werk. München: o. V., 1977.

Jancke, G.: Georg Büchner. Genese und Aktualität seines Werks. Einführung in das Gesamtwerk.
Kronberg/Ts.: o. V., 1975.

Johann, E.: Büchner. Hamburg: o. V., 1958.

Kluge, Manfred und Rudolf Radler (Hg.): Hauptwerke der deutschen Literatur. Einzeldarstellungen und
Interpretationen. München: Kindler, 1974.

10

Knapp, G. P.: Georg Büchner. Stuttgart: o. V., 1984.

11

Mayer, T. M.: ,,Georg Büchner. Eine kurze Chronik zu Leben und Werk``. Arnold, H. L. (Hg.), Georg
Büchner I/II. München: o. V., 1979, 357-425.

12

Viehweg, W.: Georg Büchners Dantons Tod auf dem deutschen Theater. München: o. V., 1964.

ANHANG A

Videovorführung

Filmfassung und Bühnenfassung

Im Anschluß an das Referat erfolgte eine ausschnitthafte Videovorführung einer s/w-Filmfassung von
1964 und einer Aufzeichnung des Stücks aus dem Hamburger Schauspielhaus von 1986. Dem Kurs wurde
die Konfrontationsszene des Stücks zwischen Danton und Robespierre (I,6) aus beiden Fassungen, sowie
die Szene I,1 der Dantonisten im Palais Royal in der Bühnenfassung vorgeführt.
Beobachtungen

Obwohl die beiden Inszenierungen des Stücks nur etwa 20 Jahre auseinanderliegen, können daran die
Entwicklungen, die sich in der Darstellung der Gegenspieler vollzogen haben, aufgezeigt werden. Als
wesentliches Fazit der Vorführung und ihrer Besprechung kann festgehalten werden:

Filmfassung (I,6):

Die frühere Filmfassung stellt Danton, wie bereits erwähnt ganz entgegen der Absicht Büchners, als
,,Heldenopfer`` eines besessenen, uneinsichtigen ,,Schurken`` Robespierre dar. Ein jüngerer Darsteller
des Danton stand dabei einem wesentlich älteren Darsteller des Robespierre gegenüber.

In Abgrenzung zur stark negativen Charakterzeichnung eines verbitterten, radikalen Robespierre,


erscheint Danton als vernünftiger und weitsichtiger Held, der für seine Überzeugungen schließlich
den ,,Heldentod`` stirbt.

Der Ausschnitt aus der Filmfassung unterstrich die intendierte Charakterzeichnung vor allem durch die
Licht- und Dunkelzeichnung beim Schnitt von Danton zu Robespierre. Die Darstellung Robespierres im
Schatten und Dantons im Licht unterstützt die beabsichtigte Symathiesteuerung beim Publikum
zugunsten Dantons.

Die Darstellung des Monologs von Robespierre nach dem Abgang Dantons, läßt zu keinem Zeitpunkt
einen Zweifel an der Absicht Robespierres entstehen, Danton nur aus eigenem Kalkül und nicht primär
aus Gründen der Fortführung der Revolution aus dem Weg zu räumen.

Bühnenfassung (I,1 und I,6):

In Szene I,1 der späteren Bühnenfassung wird das Milieu der Bordelle des Palais Royal, in dem Danton
und die Dantonisten verkehren, als verrucht aber gleichzeitig von den ,,niederen Problemen der
Außenwelt`` abgegrenzt dargestellt. Die Dekadenz der rauchverhangenen Atmosphäre des Zimmers
assoziiert beim Zuschauer die verschwenderische Lebensweise und Lasterhaftigkeit der Aristokratie. Der
dargestellte Lebensgenuß tritt so in scharfen Kontrast zur sich direkt anschließenden Szene I,2 auf der
Straße, die das Leiden des Volks in der Verknüpfung zur Prostitution in I,1 darstellt.
In der Konfrontationszene (I,6) steht ein vergleichsweise älterer Danton einem immer noch wesentlich
älteren Robespierre gegenüber. Der nihilistische Zug steht bei Danton hier im Vordergrund. Die
Sympathielenkung ist nun, wenn auch nicht völlig so doch fast, umgekehrt.

Ein egoistisch denkender, betrunkener und lasterhafter Danton begegnet einem auf das Gemeinwohl
bedachten, pflichtbewußt tugendhaften und im Vergleich zu Danton positiv erscheinenden Robespierre.

Im angeschlossenen Monolog erfahren die Beweggründe Robespierres sich für die Vernichtung Dantons
auszusprechen eine in der Filmfassung nicht vorhandene Motivation. Robespierre, der geschäftig am
Schreibtisch arbeitet, stellt das Scheitern der Revolution durch den Revolutionsgewinnler Danton, dem
Gemeinwohl der Massen gegenüber und trifft nach Abwägung die Entscheidung zugunsten der
Revolution und des Volks.

Der bereits beschriebene Wandel vom Revolutionshelden und Intrigenopfer zum Revolutionsgewinnler
und Nihilisten Danton, der die soziale Revolution verloren gibt und die Früchte der politischen Revolution
erntet, ist im Vergleich der Szenen aus beiden Fassungen gut abzulesen.

ANHANG B

Referatblätter

Auf den letzten vier Seiten des Anhangs ist das handout, das der Verfasser in der Sitzung des Referats
am 17. 06. 1992 im Kurs verteilt hat, und auf das im Text mehrfach verwiesen wurde, mit einigen
wenigen Ergänzungen abgezogen.

Gegenspieler in

Georg Büchners Dantons Tod (1835)

Referent: Alexander Huber

1. Kurzbiographie Georg Büchner:


1813 geb. am 17. 10. in Goddelau b. Darmstadt, Arztsohn

1831 Studium der Medizin und Naturwissenschaften in Straßburg

Verlobung mit Wilhelmine Jaegle

1833 Fortsetzung des Studiums, dazu Geschichte und Philosophie, in Gießen

Teilnahme an der radikal-polit. Freiheitsbewegung

1834 Begründer der geheimen ,Gesellschaft für Menschenrechte`

Revolutionsabsicht geg. die drückend reaktionären gesell. Verhältnisse in Hessen

durch Aufwiegelung der Massen mit Flugschriften:

Verfasser der sozialist. Kampfschrift ,Hessischer Landbote`

Polizeiaktion gegen Büchners ,Gesellschaft`, Rückzug ins Elternhaus

1835 Dantons Tod entsteht im Winter 1834/35

Flucht vor Gerichtsverhandlung nach Straßburg, Rückzug von der Politik

Fortsetzung des Studiums, Promotion, Habilitation als Priv. Doz.

1837 gest. nach kurzem Typhusleiden am 19. 02. in Zürich

Bedeutendster deutscher Dramatiker zwischen Romantik und Realismus, der die klassizistische
Formtradition durchbricht und naturalistische und expressionistische Elemente in seinem Werk
vorwegnimmt.

2. Hauptwerke Büchners:

Dantons Tod (Drama, entst. 1834/35, ersch. 1835, Urauff. 1902 in Berlin)

Lenz (Novellenfragment, entst. 1836, ersch. 1842)

Leonce und Lena (Komödie, entst. 1836, ersch. 1842, Urauff. 1885 in München)

Wojzeck (Dramenfragment, entst. 1836, ersch. 1879, Urauff. 1913 in München)

3. Kontext:
3.1 Zum Stück

Historisches Drama in vier Akten über die Ereignisse in der Französischen Revolution (1789-95) vom 24.
03. - 05. 04. 1794. Kein polit. Tendenzstück, da Büchner sich eng an hist. Gegebenheiten und polit.
Äußerungen hält.

Hilfen zum Verständnis des Stücks:

Quellen zum Stück: Exzerptions- und Montageverfahren

Gesetz des ,,Fatalismus der Geschichte``: Nicht das Individuum handelt unmoralisch, sondern eine Kraft
außerhalb von ihm. Unabwendbare und unbeeinflußbare Gewalt in den menschlichen Verhältnissen:
Zwanghafter Ablauf und Wirkung der Geschichte (blindes Verhängnis) ⇒ Zweifel an der Veränderbarkeit
der Geschichte durch Revolution. Konsequenz: Pessimismus, Nihilismus

Büchner als Revolutionär

3.2 Historischer Kontext: Französische Revolution 1789-94

17.06.1789 Gründung der Nationalversammlung

14.07.1789 Sturm auf die Bastille

20.06.1791 Flucht und Gefangennahme Ludwig XVI.

Der König stimmt unter Zwang der neuen Verfassung zu

10.08.1792 Sturm des Königspalastes org. durch Danton, Gefangennahme Ludwigs

21.09.1792 Proklamation der Republik

September: Massenhinrichtungen von Adligen in Paris

Niederschlagung der Preußen und Österreicher unter der Führung Dantons

21.01.1793 Hinrichtung Ludwigs XVI.

April Gründung des Revolutionstribunals durch Danton

02.06.1793 Zerschlagung der gemäß. Girondisten und Machtergreifung der Jakobiner


unter der Führung Robespierres

05.09.1793 Massenexekutionen beginnen

Oktober Gründung des Wohlfahrtsausschusses

05.04.1794 Hinrichtung Dantons und seiner Mitstreiter

27.07.1794 Zerschlagung des Ausschusses und Hinrichtung Robespierres

Im Zeitraum der Spielhandung, geht es nach der polit. Revolution um die Verwirklichung der sozialen
Revolution, i.e. der Verteilung der Güter der Wohlhabenden und allgemein der Verbesserung der
Lebensumstände.

4. Gegenspieler und Intriganten:

Politische Grundkonstellation: ,,Die ganze Revolution hat sich schon in Liberalisten und Absolutisten
getheilt und muß von der ungebildeten und armen Klasse aufgefressen werden.``

4.1 Die Parteien

Danton und die Dantonisten

Die ,,Gemäßigten``: gegen die Fortsetzung der Revolution, für eine Reorganisation, ,,Die Revolution muß
aufhören, und die Republik muß anfangen``

Eigencharakterisierung: Zynismus der Einsicht in die Lasterhaftigkeit, asoziales Verhalten, Atheismus

Fremdcharakterisierung: Dantonisten als Revolutionsgewinnler, Verrat am Volk durch Mäßigung, Vorwurf


im 1. Teil: Fehlende Tugendhaftigkeit (Unsittlichkeit) und im 2.: Gottlosigkeit, Danton als Müßiggänger,
i.e. Konterrevolutionär

Gesetz des ,,Fatalismus der Geschichte`` als Grund für die ,,Müdigkeit`` bei Danton

Die Privatsphäre der Dantonisten und vor allem Dantons steht im Mittelpunkt des Stücks, nur in den
Öffnungen nach außen entstehen die Kontaktpunkte mit den Gegenspielern, eröffnet die Möglichkeit der
Identifikation

Robespierre und die Jakobiner

Die ,,Radikalen``: für die Fortsetzung der Revolution, ,,Die soziale Revolution ist noch nicht fertig``
Eigencharakterisierung: Bedingungsloser Kampf für die Ziele des Volks, Revolutionäre Gewalt als
Widerstand gegen die Verdorbenen, Ablehnung des Fatalismus-Gedankens

Fremdcharakterisierung: Tugendhafter, fanatischer Theoretiker, der an die Erneuerungsmöglichkeit und


-fähigkeit glaubt

Die Privatsphäre wird ausgespart, die Robespierristen treten vornehmlich in der Öffentlichkeit auf

Das Volk

Ziel: Nach der polit. Mitbestimmung muß die ,soziale Revolution`, i.e. materielle Verbesserung der
Lebensumstände folgen

Charakterisierung: Manipulierbarkeit, Eigendynamik aus dem Verständnis als Masse, die eigentlichen
,,Machthabenden`` zu sein

Motiv zum Aufruhr: Keine Befriedigung der elementarsten materiellen Bedürfnisse, Erniedrigung,
Würdelosigkeit

4.2 Gegenspieler Robespierre - Volk - Danton

Robespierre (1758-1794): ,,Die Waffe der Republik ist der Schrecken, die Kraft der Republik ist die
Tugend``, ,,Das Laster ist das Kainszeichen der Aristokratie``, Angestrebtes Ziel: Mutualismus und
Volkseigentum, hat die Unterstützung des Volks

Volk: Solange das Volk leidet ist Genuß Verrat an seinem Leiden, ,,Mäßigung und Schwäche sind eins``,
eigentliche ,,Macht``, die sich in ihrer Eigendynamik letztendlich beider entledigt

Danton (1759-1794): Suche nach dem Kompromiß mit der Oberschicht, Politik des Liberalismus, Ziel:
Individualismus und Privateigentum, Identifikationsfigur nur als Abhebung zum Terror der Robespierre-
Anhänger im 2. Teil des Stücks, Fatalismus-Gedanke führt letztlich zur Abwendung des Volks von Danton

4.3 Variation des Gegenspielermotivs durch Nebenfiguren

Robespierre tritt nach II,7 nicht mehr auf (Isolierung): Fortsetzung der Opposition durch seinen
Stellvertreter St. Just

St. Just: Linke Hand Robespierres, skrupelloser Vertreter der Staatsraison, blutleerer Fanatiker ohne
Selbstzweifel, Kontrastierung Robespierres, sammelt Material für den Schauprozeß gegen Danton

Camille: Rechte Hand Dantons, Vertreter des Erbarmens und der polit. Paktikabilität, Verbindungsglied
zwischen den Lagern durch Jugendfreundschaft mit Robespierre und als engster Vertrauter Dantons

Nebenfiguren der Lager dienen der Manifestation der jeweiligen polit. Absichten und Standpunkte, bei
den Dantonisten vor allem: Legendre, Camille, Lacroix und Philippeau, bei den Robespierristen St. Just
und Barère
5. Literatur:

Büchner, G.: Dantons Tod, Stuttgart 1988

Bohn, V.: ,,Überlegungen zur Früh- und Spätrezeption von >>Dantons Tod<<`` in: Arnold, H. L., Georg
Büchner III, München 1981, S. 104-130

Mayer, T. M.: ,,Georg Büchner: Eine kurze Chronik zu Leben und Werk`` in: Arnold, H. L., Georg Büchner
I/II, München 1979, S. 357-425

Jancke, G.: Georg Büchner: Genese und Aktualität seines Werks. Einführung in das Gesamtwerk,
Kronberg/Ts. 1975

Knapp, G. P.: Georg Büchner, Stuttgart 1984

Johann, E.: Büchner, Hamburg 1958

Goltschnigg, D. (Hg.): Materialien zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte Georg Büchners, Kronberg/Ts.
1974

Georg Büchner Ausstellung GmbH: Georg Büchner - Der Katalog, Darmstadt 1987

Hinderer, W.: Büchner-Kommentar zum Dichterischen Werk, München 1977

...>>Held-Gegenspieler-Konstellation<<``,

In [10] KNAPP (1984), S. 62f.

...getragen.``

In [10] KNAPP (1984), S. 61f.

...auffaßte.``

In [7] JANCKE (1975), S. 159.

...Revolution.``:

In [8] JOHANN (1958), S. 86.

...Revolutionsstück``,

In [8] JOHANN (1958), S. 88.

...Menschen.``

In [10] KNAPP (1984), S. 57.

...kommen.``
Rechtfertigung Büchners in einem Brief an die Eltern vom 28. Juli 1835 aus seinem Zufluchtsort
Straßburg, nach dem Erscheinen von >>Dantons Tod<<. Zit. n. [8] JOHANN (1958), S. 111.

...Leistung``

In [9] KLUGE/RADLER (1974), S. 318.

...wurde.``

In [4] FISCHER-LICHTE (1990), Bd. 2 S. 74.

...Haltung``

In [4] FISCHER-LICHTE (1990), Bd. 2 S. 74.

...Menschen.``

In [4] FISCHER-LICHTE (1990), Bd. 2 S. 81.

...Form``

Aus der Nachbemerkung zu [1] BüCHNERS >>Dantons Tod<<.

...[...].``

In [8] JOHANN (1958), S. 88.

...an.

Darunter vor allem:

- C. Strahlheim, Unsere Zeit, Stuttgart 1826-1830,

- L. A. Thiers, Histoire de la Révolution Française, Paris 1823-1827,

- L. S. Mercier, Le nouveau Paris, Paris 1799 und

- F. A. Mignet, Histoire de la Révolution française, depuis 1789 jusqu'en 1814, Paris 21824.

In [10] KNAPP (1984), S. 49f.

...[...].``

In [10] KNAPP (1984), S. 50.

...zweierlei:

In [10] KNAPP (1984), S. 52/53.

...Weltgeschichte``
In einem nicht näher datierten Brief an seine Verlobte. Zit. n. [8] JOHANN (1958), S. 86.

...Heldentum

In [9] KLUGE/RADLER (1974), S. 317.

...Illusion.<<

In und zit. n. [9] KLUGE/RADLER (1974), S. 318.

...Forderungen.``

In [8] JOHANN (1958), S. 90.

...sind.``

In [7] JANCKE (1975), S. 183.

...bourgeoisen

``Büchner uses the terms ,gebildet` and , ungebildet` not to contrast personal tendencies, but to
designate economic disparities and social antagonism [...]. ,Bildung` is seen as an aspect of bourgeois
class identity or [...] simply as a rather contemptible item of bourgeois private property [...].'' In T. M.
Holmes, The Ideology of the Moderates in Büchner's , Dantons Tod`. Zit. n. [7] JANCKE (1975), S. 192f.

...werden.``

In [3] GEORG BüCHNER AUSSTELLUNG KATALOG (1987), Kapitel >>Dantons Tod<<.

...verkehren,

In [9] KLUGE/RADLER (1974), S. 317.

...überschreitet.

In [7] JANCKE (1975), S. 211.

...fest.

In [7] JANCKE (1974), S. 211.

...sicher.``

In [7] JANCKE (1975), S. 156.

...lecken!<<``

In [10] KNAPP (1984), S. 69. Zitat aus [1] BüCHNERS >>Dantons Tod<<, III,9.

...bestimmte.``
In [2] BOHN (1981), S. 109.

...machen``

In einem Brief an die Eltern vom 28. Juli 1835 als Verteidigung gegen den Vorwurf der Unsittlichkeit
seines Stücks. Zit. n. [8] JOHANN (1958), S. 111.

...Vernichtung.

In [3] GEORG BüCHNER AUSSTELLUNG KATALOG (1987), Kapitel >>Dantons Tod<< und [5] GOLTSCHNIGG
(1974), S. 300ff.

...[...].``

In und zit. n. [5] GOLTSCHNIGG (1974), S. 313.

...verloren``,

In [10] KNAPP (1984), S. 68.

...stellt,

In und zit. n. [7] JANCKE (1975), S. 184.

...Régime,

In [3] GEORG BüCHNER AUSSTELLUNG K ATALOG (1987), Kapitel >>Dantons Tod<<.

...Konterrevolutionäre``,

In [7] JANCKE (1975), S. 157.

...Weltbild.``

In [10] KNAPP (1984), S. 75.

...können.``

In [10] KNAPP (1984), S. 70.

...[...].``

In [10] KNAPP (1984), S. 64.

...Figuren.

In und zit. n. [10] KNAPP (1984), S. 59.

...Theater.``
In [10] KNAPP (1984), S. 61.