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Atombomben

I Einleitung
Atombomben sind die schlimmsten und deshalb auch stärksten
Waffen, die der Mensch jemals produziert hat.
Zum Glück wurden sie bisher nur zweimal verwendet, um Menschen
das Leben zu nehmen: Gemeint sind die beiden Abwürfe auf Hiroshima
und Nagasaki.
Dabei muss man grundsätzlich von zwei verschiedenen Arten von
Kernwaffen ausgehen, der Kernspaltungsbombe und der
Kernfusionsbombe. Diese beiden werden im anschließendem Text
genauer erläutert.

II Kernspaltungsbomben
Kernspaltungsbomben, auch Fissionsbomben genannt, sind Bomben,
die, wie der Name schon erkennen lässt, durch Auslösen einer
unkontrollierten Kernspaltung detonieren. Die freigesetzte Kraft
resultiert aus der Kernbindungsenergie bzw. dem Massendefekt (s.
Referat zu Kernspaltung).
Es gibt zwei verschiedene Designs von Fissionssprengköpfen.
Das Erste wurde sowohl bei dem Trinity-Sprengsatz, welcher der
erste jemals gezündete nukleare Sprengsatz ist, als auch bei dem
Nagasaki-Abwurf verwendet.
Dabei wird in der Mitte des Kopfes eine Kugel aus 93% 239Plutonium
und 7% 240Pu. Der Rest wird mit einem hochexplosivem Sprengstoff
ausgefüllt, welcher das ist, spielt fast keine Rolle; möglich wäre z.B.
TNT. Bei der Explosion wird der Sprengstoff so gezündet, dass er
von allen Seiten gleichmäßig abbrennt, damit der kügelförmige Kern
aus Plutonium so verdichtet wird, dass er eine kritische Masse
erreicht und überschreitet. Die kritische Masse besagt über einen
Spaltstoff, wann dieser anfängt sich so zu spalten, dass genau immer
ein Neutron, welches aus einer Spaltung resultiert, eine weitere
Spaltung hervorruft, sodass sich der Vorgang immer weiter fortsetzt.
Sobald dieser Wert überschritten wird, steigen die Spaltungen pro
Sekunde exponentiell an, was die Explosion in diesem Fall hervorrufen
soll.
Dieser Wert ist in erster Linie von dem radioaktiven Stoff und
dessen Isotop abhängig. Weiterhin kann er kleiner werden, falls ein
Reflektor, wie z.B. Beryllium, wie er bevorzugt bei diesem Design
benutzt wird, vorhanden ist.
Bei Plutonium beträgt diese 10 kg. Mit Reflektor weniger als die
Hälfte.
Beim Implusionsdesgin wird diese Masse jedoch, anders als beim Gun-
Design, durch Komprimierung, also einer Dichteerhöhung, erreicht.

Das zweite Modell einer Kernspaltungsbombe ist das gerade


angesprochene Gun-Design. Ein Sprengkopf, welcher dieses Prinzip
verfolgt, besteht aus drei Elementen:
Einem „normalem“ Sprengstoff, einem Zylinder aus spaltbarem
Material und einer Kugel mit zylindrischer Öffnung aus Spaltstoff.
Hierbei wird kein Gebrauch von 239Pu gemacht, da es stärker dazu
neigt, spontan zu zerfallen, was eine ungewollte und frühzeitige
Zündung und anschließende Verpuffung zu folge haben kann.
Stattdessen ist normalerweise 235Uran anzutreffen. Genauso war es
auch bei der Hiroshima-Bombe.
Bei der Zündung wird dann der Sprengsatz detoniert, der den
Uran-Zylinder gegen die Uran-Kugel prallen lässt. Darauf entsteht
aus zwei nicht-kritischen Massen eine überkritische Masse. Die
Folge: Eine Explosion.

Bei Interesse: Mögliche Spaltungen von 235


U bzw. 239
Pu

235
U + 1n → Ba +
139
Kr + 2 1n
95

239
Pu + 1n → 130
Sb + 107
Tc + 3 1n

Nachteile von dieser Art Atombombe sind z.B., dass sie, im


Gegensatz zu Fusionsbomben, relativ schmutzig sind. D.h., dass nach
ihrer Detonation ein radioaktiver Fallout entsteht. Dabei bilden sich
radioaktive Wolken, die einen Niederschlag zur Folge haben.
Dieser ist aus zerfallenden Isotopen zusammengesetzt, durch die
tödliche Krankheiten hervorgerufen werden können. Außerdem wird
die Region radioaktiv kontaminiert.
III Kernfusionsbomben
Eine Kernfusionsbombe ist sozusagen der große Bruder einer
Fissionsbombe. Sie sind deutlich destruktiver, haben eine deutlich
höhere Sprengkraft. Jedoch entsteht (fast) kein Fallout.

Auch hier gibt es zwei verschiedene Designs.


Die erste Überlegung über eine derartige Bombe ergab das Classical
Super Design.
Hierbei wird ein Kernspaltungssprengsatz neben ein Fusionssprengkopf
gesetzt, um diesen in Betrieb zu nehmen.
Allerdings wurde Sprengkopf produziert, welcher jenes Prinzip
gebrauchte.

Das nächste Design wurde nach den beiden Physikern Edward Teller
und Stanislaw Ulam benannt und heißt demnach Teller-Ulam Design.
Diese besteht aus einem primärem und einem sekuündeärem
Sprengsatz.
Der primäre ist eine Fissionsbombe. Wenn sie zündet, wird das
umgebende Polystyrol so erhitzt, dass es zu Plasma wird.
Jenes strahlt nun Röntgenstrahlung aus, welche den Mantel des
sekundärem Kopf explosionsartig verdampfen lässt. Dadurch wird der
Rest des Gehäuses vom Fusionssprengsatz so komprimiert, dass eine
Schockwelle entsteht, die im Inneren eine extrem hohe Temperatur
und einen extrem hohen Druck herrschen lässt. Deshalb knallen die
Ersten Deuterium-Teilchen aufeinander und Fusionieren (s. Referat
zur Kernfusion). Darauf finden viele verschiedene Fusionen statt:
z.B. fusionieren zwei D zu 3He und einem Neutron, oder zu einem T
und einem Proton.
D und T wiederum reagieren zu 4He und einem Neutron.
Das entstandene 3He reagiert mit D zu 4He und einem Proton.
Außerdem ist Lithium auch an den Reaktionen beteiligt und kann mit
einem Neutron 4He und ein Proton bilden. Dadurch wird ungeheuer viel
Energie freigesetzt, was bedeutet, dass eine gigantische Explusion
folgt.
Nach diesem Prinzip kann eine Wasserstoffbombe eine Sprengkraft
von bis zu 25 MT haben. Das heißt, dass diese Explusion mit einer
Explosion von 25.000.000 Tonnen TNT zu vergleichen ist.
Des weiteren kann der sekundäre Satz einen tertiären zünden, der
wieder eine wesentlich größere Detonation zur Folge hat.
Das wurde mit der „Tsar-Bomba“ bewiesen. Sie gilt als die bisher
größte Bombe, die von Menschen gebaut wurde, mit einer
unglaublichen Sprengkraft von geschätzten 50-60 MT. Die
Druckwelle,die sie verursachte,war nach der dritten Erdumrundung
immer noch mit präzisen Messinstrumenten messbar.
Gezündet wurde sie als Machtdemonstration im kalten Krieg von der
Sowjetunion.

IV Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki


Unter dem amerikanischem Präsident Truman fielen am 6. und am 9.
August 1945 zwei Fissionsbomben auf Hiroshima und Nagasaki.

Die „Little Boy“ wurde als erste nukleare Bombe auf Menschen
abgeworfen. Damals verwüstete sie die Stadt fast komplett.
Nach Schätzungen waren zwischen 90.000 und 200.000 Menschen
sofort tot,ihre Haut verdampfte, ihre Schatten wurden durch die
Gammastrahlung eingebrannt. 60.000 starben in den Folgenden
Wochen, weiter 120.000 mussten ihr Leben wegen Fallout und
Langzeitfolgen lassen... wegen einer einzigen Bombe.
Auch wenn die Bombe „nur“ eine Sprengkraft von 23 kT hatte,
wurden trotzdem noch 7 Kilometer entfernt Menschen durch den
Raum geschleudert. Sie detonierte leider wie geplant 580m über einer
Brücke im Ortsinnerem.

Die „Fat Man“ wurde auf Nagasaki geworfen und brachte nicht ganz
so viele Menschen um, wie die „Little Boy“. Dies lag daran, dass sie
glücklicherweise ihr Ziel um etwas verfehlte.
Dennoch starben sofort 22.000 Menschen, in den nächsten Monaten
weitere 39.000. Dazu kamen fast 75.000 Verletzte.

Angeblich wurden die beiden Bomben abgeworfen, um die Kapitulation


Japans zu erzwingen, mit Erfolg. Doch wahrscheinlich sollten auch die
Wirkungen einer Atombombe auf eine intakte Stadt geprüft werden.
Würden heutzutage eine ähnliche Bombe wie die „Tsar-Bomba“ über
einer Großstadt detonieren sollte, wäre 20 km um die Explosion
herum alles komplett zerstört. Millionen über Millionen müssten
sterben. Nicht auszudenken.
V Schemen für das:

Implusionsdesign Gun-Design

Classical
Super
Design

Teller-
Ulam
Design
VI Quellen

-http://de.wikipedia.org/
-http://www.atomicarchive.com/History/hbomb/
images/Teller_Ulam_Device.jpg
-http://nuclearweaponarchive.org/
-http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Atombombe_%28Technik
%29.html
-http://www.youtube.com/