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32. Sonntag im Jahreskreis - 10.

November 2019 - LJ C

LIED ZUR ERÖFFNUNG

KREUZZEICHEN - LITURGISCHER GRUSS


Herzlich willkommen zur Feier unseres heutigen Gottesdienstes!
Beginnen wir ihn mit dem Zeichen unserer Erlösung
+ im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes. Amen.
Die Gnade und die lebensbejahende Liebe unseres Gottes seien allezeit
mit euch!

EINFÜHRUNG
Zu Beginn dieser neuen Woche sind wir hier zusammen gekommen,
um miteinander zu feiern und Gott zu sagen, was uns bewegt und
beschäftigt.
Sein Wort will uns Kraft, Trost und Orientierung schenken für unseren
Alltag.
Im Zeichen des Hl. Brotes kommt er uns auf ganz besondere Weise nahe.
Halten wir einen Augenblick inne und fragen wir uns, was wir aus der
vergangenen Woche mitbringen: Freude und Dankbarkeit?
Fragen und Klagen? Gelingen oder Versagen? - Stille -

KYRIE-RUFE
Herr Jesus Christus,
 du bist von den Toten auferstanden und hast uns das Tor zum Leben
geöffnet. Herr, erbarme dich unser.
 du hast uns zugesagt, dass du uns schon jetzt einen Platz bereit hältst
in deiner Liebe. Christus, erbarme dich unser.
 du hast uns die feste Hoffnung geben, dass auch wir an der
Auferstehung der Toten teilhaben. Herr, erbarme dich unser.
VERGEBUNGSBITTE
Guter Gott, du weißt, dass das Böse, das manche Menschen tun,
oft auch Leben zerstört.
Nachher sagen viele: "Das wollte ich nicht!"
Schenke uns gute Gedanken, die uns helfen, das Gute vom Bösen zu
unterscheiden. Wir danken dir für deine Unterstützung und freuen uns,
wenn wir Gutes tun durften und das Böse uns nicht überwältigen konnte.
A: Amen.
GLORIALIED

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TAGESGEBET
Lasset uns beten. Gott des Lebens, du hast den Menschen erschaffen,
dass er deinen Willen tut, und, wenn die Zeit gekommen ist, Ruhe finde
bei dir.
Stärke unseren Glauben an dich und die Auferstehung der Toten,
damit wir in Christus die Erfüllung unserer Hoffnung finden.
So bitten wir durch ihn, deinen Sohn, der in der Einheit des Hl. Geistes
mit dir lebt in Ewigkeit. Amen.

EINFÜHRUNG ZUR 2. LESUNG


Die Adressaten der Lesung sind die ungeduldigen Menschen in
Thessalónich. Eine Gemeinde, die Paulus selbst gegründet hat, macht
ordentlich Stimmung, denn die angekündigte Wiederkunft des
Auferstandenen lässt auf sich warten.
So schreibt ein Paulus-Schüler mit seinem Brief eindringliche, aber auch
tröstende Worte und mahnt zur Treue und Glaubensnachfolge.
Diese Worte haben jahrhundertelang Christen in Ungeduld und Zweifel
erreicht und zusammengehalten.

LESUNG AUS DEM 2. BRIEF AN DIE THESSALONICHER 2,16-3,5


Schwestern und Brüder! Jesus Christus, unser Herr und Gott, unser
Vater, der uns seine Liebe zugewandt und uns in seiner Gnade ewigen
Trost und sichere Hoffnung geschenkt hat, tröste euch und gebe euch
Kraft zu jedem guten Werk und Wort: Im übrigen, Brüder und
Schwestern, betet für uns, damit das Wort des Herrn sich ausbreitet und
verherrlicht wird, ebenso wie bei euch.
Betet auch darum, dass wir vor den bösen und schlechten Menschen
gerettet werden; denn nicht alle nehmen den Glauben an.
Aber der Herr ist treu; er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen
bewahren. Wir vertrauen im Herrn auf euch, dass ihr jetzt und auch in
Zukunft tut, was wir anordnen. Der Herr richte euer Herz darauf, dass ihr
Gott liebt und unbeirrt auf Christus wartet.

ZWISCHENGESANG

HINFÜHRUNG ZUM EVANGELIUM


Die Begegnung mit den Sadduzäern fällt in die letzten Tage Jesu in
Jerusalem.
Die Sadduzäer wollen ihre Ablehnung des Glaubens an die Auferstehung
rechtfertigen. Souverän korrigiert sie Jesus und zeigt, dass ihre
Schriftkenntnis das Wort Gottes und seine Kraft verkennt.
Gottes Sympathie für das Leben sprengt unsere Vorstellungskraft und
lässt sich nicht durch eindeutig definierte Lehrsätze festlegen.
Wir dürfen jedoch darauf vertrauen, dass er ein Gott der Lebenden ist –
über den Tod hinaus.
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AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH LUKAS 20, 27-38
In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die die Auferstehung
leugnen, zu Jesus und fragten ihn: Meister, Mose hat uns vorgeschrieben:
Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt,
ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und
seinem Bruder Nachkommen verschaffen. Nun lebten einmal sieben
Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos.
Da nahm sie der zweite, danach der dritte, und ebenso die anderen bis
zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.
Schließlich starb auch die Frau. Wessen Frau wird sie nun bei der
Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nur in dieser Welt heiraten die Menschen.
Die aber, die Gott für würdig hält, an jener Welt und an der Auferstehung
von den Toten teilzuhaben, werden dann nicht mehr heiraten.
Sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und
durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden sind.
Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom
Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott
Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Er ist doch kein Gott von Toten,
sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig.
PREDIGT
Ob es was genützt hat? Da wird Jesus von den Sadduzäern, die die
Auferstehung der Toten leugnen, in ein Streitgespräch verwickelt, und
siehe: Der Sohn des Zimmermanns schlägt sich recht wacker!
Ziemlich clever versuchen sie, ihn mit Verweis auf das Gesetz Mose in den
Treibsand spitzfindiger Auslegungen zu locken.
Doch Jesus erweist sich als schriftkundiger Rabbi.
Seinen Argumenten, insbesondere dem Hinweis auf die Berufung des
Mose am brennenden Dornbusch, haben sie nichts entgegen zu setzen.
Aber ob es was genützt hat? Ob Jesus sie überzeugt hat?
Sicher, sie wagen nicht mehr, ihm Fangfragen zu stellen. Und einige
gestehen ihm sogar anerkennend zu: "Meister, du hast gut geantwortet!"
Doch das klingt eher nach Anerkennung für einen ebenbürtigen
Gelehrten, dessen Argumentation man würdigt, aber nicht teilt.
Eine Bekehrung sieht wohl anders aus ...
Aber: Jesus ist nicht gekommen, um Streitgespräche zu gewinnen.
Er will Menschen für das Reich Gottes gewinnen.
Seine Botschaft von der anbrechenden Gottesherrschaft will nicht nur
unsere Köpfe erreichen, sie gilt dem ganzen Menschen - mit Kopf, Herz
und Hand. "Gott ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden,

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für ihn sind alle lebendig." Glauben wir das? Spüren wir das? Leben wir
danach? Im November scheint uns die Wirklichkeit des Todes besonders
bewusst zu werden.
Die Tage werden dunkler, die Natur trister.
Kirchliche und weltliche Gedenktage rücken den Tod in den Blickpunkt.
Ebenso dürfen wir uns aber auch darauf besinnen, dass uns als Christen
der Glaube an den Gott des Lebens geschenkt ist.
Der mittelalterliche Mensch wusste: „Mitten im Leben sind wir vom Tod
umfangen“.
Martin Luther nimmt darauf Bezug, wenn er sagt:
"Christ, dreh's um: Mitten im Tod - bist du vom Leben umfangen!" Amen.

ALTERNATIVES GLAUBENSBEKENNTNIS
Ich glaube an Dich, Gott, den allmächtigen Vater,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Ich glaube, dass Du wirklich Vater für mich bist.
Ich glaube, dass ich bei Dir geborgen bin. Ich glaube an Deine Treue.
Ich glaube, dass Du mich zuerst liebst.
Ich glaube, dass ich mein Leben von Dir habe.
Ich glaube an Dich, Jesus Christus, den eingeborenen Sohn.
Ich glaube, dass Du, wie Dein Name sagt,
für mich da bist und mich erlöst hast.
Ich glaube, dass in Dir das Reich Gottes angebrochen ist
und Du uns an seiner Fülle Anteil nehmen lässt.
Ich glaube an Dich, den Hl. Geist.
Ich glaube, dass Du mich unruhig und nachdenklich machst.
Ich glaube, dass Du mich umtreibst, erneuerst und führst.
Ich glaube, dass ich durch die Taufe Glied am Leib Christi
und der Kirche bin.
Ich glaube, dass Gott mich zu einem Leben aus der Botschaft Jesu
berufen hat.
Ich glaube, dass Du, Jesus, mich am Ziel erwartest,
damit ich dann immer bei Dir sein darf. Amen.
(Kurzfassung des Glaubens junger Menschen. Nach Rolf Seeger in „Wegbereiter" 1/1981, © Rolf Seeger,
72108 Rottenburg, Kleiststr. 30)

FÜRBITTEN
Guter Gott, in Gemeinschaft hier versammelt, bringen wir unsere Sorgen
und Anliegen im Gebet vor dich:
 Stärke den Mut der Menschen, die wegen ihrer Religionszugehörigkeit,
ihrer politischen Überzeugung oder ihres Andersseins verfolgt werden.
 Wir bitten für die Kirche, für alle, die in der Seelsorge tätig sind und für
unsere Gemeinde. Erfülle uns mit festem Glauben, lebendiger Hoffnung

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und tatkräftiger Liebe, dass wir zu glaubwürdigen Zeugen deines
Evangeliums werden.
 Für die Fremden und Andersgläubigen: Lass sie in unserem Land
Aufnahme und ein Leben in Menschenwürde unter und mit uns
erfahren.
 Für alle, die sich zu diesem Gottesdienst versammelt haben:
Nimm unser Lob und unseren Dank entgegen und schenke uns
Einigkeit und Frieden.
 Für die Menschen, die uns im Tod vorausgegangen sind: dass sie in dir
ihre letzte Ruhe finden.
 Menschen werden traurig, wenn ein lieber Mensch stirbt. Sie möchten
ihn nicht verlieren. Guter Gott, lass uns und alle Menschen daran
glauben, dass kein Mensch für dich verloren ist, sondern wir sie einmal
wieder sehen werden.
 Viele fragen: "Warum lässt Gott das Leid zu?" Wir können diese Frage
nicht beantworten. Guter Gott, hilf den Menschen, die fast verzweifeln,
weil sie es nicht ertragen können, dass ein Mensch nicht mehr da ist.
Guter Gott, du willst das Beste für uns Menschen, so auch das Leben, ja
sogar ein Leben ohne Ende. Du hast es Jesus geschenkt. Er möchte es
auch uns schenken. Dafür danken wir dir. Hilf uns, den Menschen, die
traurig sind, Mut zu machen, dass sie an dieses Versprechen glauben
können. So bitten wir dich, der du mit dem Hl. Geist lebst und wirkst
ohne Ende. Amen.
LIED ZUR GABENBEREITUNG

GABENGEBET
Guter Gott, wir feiern jetzt Eucharistie. Sie ist ein Vorgeschmack auf den
Himmel. Sie weist uns hin auf das himmlische Hochzeitsmahl, das uns
verheißen ist. Führe uns dort einst alle zusammen durch Jesus, unseren
Bruder und Herrn. Amen.
PRÄFATION aus dem Hochgebet „Gott führt die Kirche"
Wir danken dir, Gott, unser Vater,
denn du hast uns ins Leben gerufen.
Du lässt uns nie allein auf unserem Weg.
Immer bist du für uns da.
Einst hast du Israel, dein Volk, durch die weglose Wüste geführt.
Heute begleitest du die Kirche in der Kraft deines Geistes.
Dein Sohn bahnt uns den Weg durch diese Zeit
zur Freude des ewigen Lebens.
Darum singen wir mit allen Engeln und Heiligen
das Lob deiner Herrlichkeit:
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HEILIGLIED

HOCHGEBET
ZUM VATER UNSER
Das Vater unser hat uns Jesus selbst geschenkt. Wenn wir es mit
Vertrauen beten, ist er ganz nahe bei uns. So wollen wir nun beten,
wie er es uns gelehrt hat, und alle unsere Gedanken und Bitten,
sowie alle unsere offenen Fragen mit diesem Gebet ihm übergeben:
Vater unser im Himmel, …
ZUM FRIEDENSGRUSS
In unserem alltäglichen Miteinander kommen wir immer wieder an unsere
Grenzen. Beziehungen und Meinungen scheinen oft festgefahren.
Gott bietet uns seinen Frieden an, zur Versöhnung mit uns selbst und
zum Leben untereinander.
Dieser Friede des Auferstandenen sei allezeit mit euch!
Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Liebe!
LAMM GOTTES

EINLADUNG ZUR HL. KOMMUNION


Wir haben Gottes Wort gehört und wollen uns nun vorbereiten,
seine Gegenwart in der Gestalt des Hl. Brotes zu feiern.
In Stille richten wir unsere Augen auf den Herrn,
der uns im Hl. Brot nahe sein will.
Im Hl. Brot schenkt er uns jetzt schon Anteil an seiner Auferstehung.
Hier sehen wir Christus, den Auferstandenen,
gegenwärtig im Zeichen des Hl. Brotes! A: Herr, ich bin nicht würdig, …
Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben,
und es in Fülle haben!
KOMMUNIONLIED

MEDITATION NACH DER HL. KOMMUNION – Flüstere die Hoffnung weiter


Noch sind wir wenige. Aber wir flüstern die Hoffnung weiter.
Durch die Nervenzentren, die Machtapparate, die Computernetze.
Lassen das Flüstern einsickern
in den Beton der Befehlsbunker, der Raketensilos,
langsam, wie den Regen in das Ackerland,
proben das Verzeihen mit gebundenen Händen,
den Widerstand der guten Gedanken,
die Operation am versteinerten Herzen –
Wiederbelebungsversuche der Menschlichkeit.
Wir flüstern die Hoffnung weiter,
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damit man uns hört, bevor uns die Worte im Halse stecken bleiben.
Wir rufen den Frieden aus. Aber leise ... Wolfgang Poeplau, Sag den Frieden weiter

SCHLUSSGEBET
Guter Gott, Jesus hat uns gesagt, dass du das Leben liebst und es allen
geschenkt hast, aber nicht nur auf der Erde:
Du schenkst uns außerdem auch das Leben bei dir nach unserem Tod.
Darauf dürfen wir uns freuen. Lass uns das unseren Mitmenschen
weitererzählen, damit sie nicht traurig bleiben, wenn sie einen lieben
Menschen verloren haben. Erhalte uns im Geist der Liebe, damit wir
leben können, wie es dir gefällt. Darum bitten wir dich und danken dir für
dein Versprechen, uns ewiges Leben zu schenken, der du mit Jesus und
dem Hl. Geist lebst und wirkst, heute und in Ewigkeit. Amen.

VERKÜNDIGUNGEN

SEGENSBITTE
Bitten wir den Herrn nun um seinen Segen
und die Kraft seines Hl. Geistes:
Unser Gott, der uns Leben verheißt, segne und behüte uns.
Er sei mit uns auf unserem Weg und trage uns in seiner Liebe,
besonders dort, wo unsere Schritte zögerlich und schwer werden.
Er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns zugeneigt,
denn seine Zuneigung gibt uns Leben - heute und alle Tage.
So segne und behüte uns der uns liebende Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen.

SENDUNG
Lasst uns nun Zeugnis geben und gehen in seinem Frieden!
A: Dank sei Gott, dem Herrn!

AUSZUGSLIED