Sie sind auf Seite 1von 3

Schriftliche Prüfung im Sommersemester 2011

Studiengang WI

Angewandte Elektronik
Prüfungsdauer: 90 Minuten, erreichbare Punktzahl 90
Prüfungsdatum: 25.07.2011
Dozent: Prof. Dr. M. Beham
Hilfsmittel: keine Einschränkung

Name Vorname Matrikelnummer Semester

von 90
Erstkorrektor Zweitkorrektor Erreichte Punktzahl Klausurnote

Beachten Sie:

• Schreiben Sie Ihre Lösungen und deren Herleitungen bitte vollständig auf das ausgeteilte Papier.
Beginnen Sie jede Aufgabe auf einer neuen Seite des ausgeteilten Papiers. Zusätzliche Blätter
erhalten Sie bei der Prüfungsaufsicht. Eigene Blätter sind (auch als "Schmierblätter") nicht
erlaubt.

• Verwenden Sie schwarze oder blaue, dokumentenechte Stifte


(Kugelschreiber o.ä.; keine Bleistifte).

• Schreiben Sie auf jedes Blatt:


Ihren Namen u. Ihre Matrikel-Nummer, Fachbezeichnung, Datum.

• Alle ausgegebenen Blätter sind abzugeben.

• Bitte achten Sie auf eine saubere, lesbare Darstellung.


Für Ausführungen, die nicht lesbar sind, können keine Punkte vergeben werden.

• Die Benutzung von Handys ist verboten.

• Die vorliegende Prüfung umfasst 5 Teilaufgaben verteilt auf 3 Seiten.

Viel Erfolg wünscht


M. Beham

Auflage 51
Angewandte Elektronik (WI SS 2011) Seite 2 von 3

1 Schaltung mit Dioden (16 Punkte)


Nebenstehende Diodenschaltung ist an
Netzspannung U0 = 230V, 50 Hz angeschlossen.

a) Skizzieren sie den zeitlichen Verlauf der Spannung U1 am Widerstand R1. Beschriften und skalieren sie
die Achsen des Diagramms.
Hinweis: Der Kondensator C1 lädt sich auf eine nahezu konstante Gleichspannung û0 auf.
b) Welche Spannungsfestigkeit (max. revers-voltage) muss die Diode D2 in dieser Schaltung aufweisen?
c) Wie groß ist der Spitzenstrom durch die Diode D2?
d) Wozu dient die dargestellte Schaltung?

2 Wechselspannungsverstärker in Emitterschaltung (20 Punkte)


Die nebenstehende Schaltung eines
Wechselspannungsverstärkers soll R1 RC
analysiert werden. Der eingesetzte 250kΩ 2.85kΩ
Transistor T1 weise im gewählten C2 Ua
Arbeitspunkt folgende Kenndaten auf:
1µF
C1 T1 Ub
Gleichstromverstärkung: hFE = 260 12 V
Ue
Ra
CE-Sättigungsspannung: UCEsat = 0,2 V 220nF
2kΩ
Dyn. Eingangswiderstand: h11 = 4,5 k Ω R2
RE
Wechselstromverstärkung: h21 = 300 22kΩ
100Ω
Dyn. Ausgangsleitwert: h22 = 30 µS

a) Bestimmen sie den Kollektorruhestrom unter der Annahme, dass der Arbeitspunkt für eine maximale
Ausgangsaussteuerung eingestellt wurde.
Hinweis, falls a) nicht gelöst wird: ICA = 2 mA
b) Bestimmen sie folgende Kenngrößen dieser Verstärkerschaltung:
 Leerlaufspannungsverstärkung (ohne Ra) in dB
 Spannungsverstärkung unter Last Ra in dB
 Untere Grenzfrequenz des Verstärkungsfaktors
 Verlustleistung an T1 in Ruhe (Ue = 0)

c) Welche Funktionen hat der Widerstand RE in dieser Schaltung? Was bewirkt eine Vergrößerung dieses
Widerstandswerts? (Stichpunkte)
Angewandte Elektronik (WI SS 2011) Seite 3 von 3

D1
3 MOSFET als Schalter L1
(18 Punkte) 5µH
5EQ100

Nebenstehende Schaltung ist ein DC-DC T1 C3


Wandler mit einer Eingangsspannung von R1 47nF
Ub C1 C2 R2
Ub = 12 V und einem angeschlossenen 12 V 47µF 47Ω 47µF 4Ω
Lastwiderstand R2 = 4 Ω. Der PWM- R3
Ust 100Ω
Generator Ust wird mit einer Frequenz von
100 kHz und einer Impulsdauer von 6 µs bei
einer Impulsspannung von 10 V betrieben.

a) Welche Schaltungsvariante eines Schaltwandlers ist hier dargestellt? Um welchen Typ eines MOSFET
handelt es sich in der Schaltung (n/p-Kanal, Anreicherungs-/Verarmungstyp)?
b) Wie groß ist die Ausgangsspannung an R2?
c) Wie groß sind die maximale Drain-Source-Spannung und der maximale Drain-Strom im MOSFET T1?
d) Welche Funktion haben die Elemente R3 und C3?

4 Analogtechnik mit OPV (18 Punkte)


In einer analogen Rechenschaltung sollen drei Eingangsspannungen wie folgt miteinander verrechnet
werden:
𝑈𝑎 = 7 ∙ 𝑈𝑒1 + 3 ∙ 𝑈𝑒2 − 10 ∙ 𝑈𝑒3

a) Entwerfen sie eine geeignete Schaltung mit drei Eingängen und einem Ausgang. Dimensionieren sie alle
Bauelemente. Als Operationsverstärker wird ein Standardtyp LM 741 eingesetzt und an einer
symmetrischen Spannungsversorgung von UB = ± 12 V betrieben.
b) Innerhalb welchen Bereichs muss die Eingangsspannung Ue1 liegen bei Ue2 = Ue3 = 0 V, damit diese
Schaltung noch ordnungsgemäß funktioniert?

5 Schaltanwendung mit OPV (18 Punkte)


Ein elektronisches Thermostat (nebenstehende
Schaltung) soll mit der Ausgangsspannung Ua ein R5
Heizelement ein- bzw. ausschalten. Als R3 R1
10kΩ 10kΩ 220kΩ
Temperatursensor dient das PT1000 Element R4 mit 8
3 Ua
folgenden Kenndaten: U1A UB
1
5V
R4 : PT-1000 Temperaturfühler; 2
LMC6442IM
mit R0 = 1000 Ω bei 0°C und α = 3,9 · 10-3 K-1 R4 4
R2
84.0

T 1.2kΩ
Bei Unterschreitung der Temperatur Tein des
Temperatursensors wird das Heizelement
eingeschaltet (Ua = High) und bei Überschreiten der
Temperatur Taus wieder ausgeschaltet (Ua = Low).
a) Bestimmen sie die beiden Schalttemperaturen Tein und Taus unter der Annahme eines idealen OPV vom
Typ rail-to-rail (Uamin = 0 V; Uamax = 5 V).
b) Muss der verwendete OPV (U1A) ein rail-to-rail Typ sein oder kann auch ein normaler bzw. single-
supply Typ verwendet werden (kurze Begründung).