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Am 27.

November 1978 entstand eine kurdische Bewegung, die sich mit der
Zeit zu einer Volksbewegung entwickelte. Die Entstehung eines erneuten
Freiheitskampfes nach dem Genozid an den Kurden in der kurdischen Provinz
Dêrsim 1938, erweckte beim kurdischen Volk Hoffnung auf Freiheit. Diese
Bewegung bedeutete vor 32 Jahren für die KurdInnen eine Wiederbelebung
ihrer Hoffnung und die Hinwendung zum freien Leben, weil Kurdistan und das
kurdische Volk in Vergessenheit geraten waren.

In Nord,-West und Ostkurdistan sind den KurdInnen ihre kollektive Rechte bis
heute nicht verwehrt. Sie sind sowohl in der türkischen wie auch in der
syrischen Verfassung nicht anerkannt. Obwohl Syrien viele internationale
Menschenrechtsabkommen akzeptierte und ratifizierte, wird die kurdische
Identität geleugnet und laut syrischen syrischem Grundgesetz leben
auschließlich Araber in Syrien. In Ostkurdistan, /im Iran, werden KurdInnen,
die politisch aktiv sind und die Ungerechtigkeit des Regimes nicht
akzeptieren, verhaftet, ermordet und mit der Begründung "Kampf gegen
Gott", "Abfall vom Islam", sogar hingerichtet. In einem 42-seitigen Bericht der
internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wird
beschrieben, wie die Regierung kurdischsprachige Zeitungen schließen ließ,
Bücher verbot und Schriftsteller, Journalisten und Verleger bestrafte, die
Regierungspolitik kritisierten und Aktivitäten von
Nichtregierungsorganisationen verhindert wurden. Seit 2007 hat das
iranische Terrorregime mehr als 10 kurdische Gefangene erhängt. Die
Vollstreckung von neuen Todesurteilen steht kurz davor.

Immer wieder gab es seitens der kurdischen Bewegung einseitige


Waffenstillstände, auf die der türkische Staat nicht eingegangen ist. Im
Sommer 2009 sollte die kurdische Frage mit der so genannten "
Demokratischen Öffnung" seitens der Regierungspartei AKP gelöst werden.
Auf beiden Seiten sprach man von der "historischen Chance". Nach und nach
stellte sich heraus, dass die AKP nicht an einer ernsthaften Lösung der
Kurdenfrage interessiert war. Im Zuge dieser " kurdischen Öffnung" wurden
Tausende kurdische Politiker der ehemaligen DTP und der heutigen BDP
festgenommen. In diesen Wochen stehen viele dieser PolitikerInnen im
sogenannten KCK-Prozess vor Gericht. Weiterhin wurden Tausende Kinder im
Zuge der Antiterrorgesetze festgenommen. Viele von ihnen sind
minderjährig, aber werden nach Erwachsenenrecht bestraft. Trotzdessen
bemüht sich die kurdische Freiheitsbewegung um eine friedliche Lösung der
Kurdenfrage. Am 11.11.2010 verlängerte sie die seit 2 Monaten anhaltende
Waffenruhe bis zu den Wahlen im Sommer 2011.

Wir, die kurdische Jugend Darmstadt demonstrieren heute, um den


Friedensbemühungen des kurdischen Volkes und dessen Repräsentanten
Abdullah Öcalans auch hier Gehör zu verschaffen, und hoffen auf die
Solidarität der BürgerInnen in Deutschland mit dem Kampf um
Gleichberechtigung und Freiheit in Kurdistan.

-Frieden für Kurdistan, mit Abdullah Öcalan!

-Schluss mit Waffenexporten in die Türkei!

-Schluss mit den Hinrichtungen im Iran!

-Freiheit für politische Gefangenen in Kurdistan!